19.12.25-08.01.26

Letzte Ausgabe für 2025

Zur besseren Lesbarkeit empfehlen wir die Tipps im Browser zu lesen

Liebe Ausgehtipp-Leser:innen,

mit dieser Ausgabe verabschieden wir uns aus dem Jahr 2025. Die nächste Ausgabe erscheint am 9. Janauar 2026.
Wir wünschen Euch entspannte Feiertage und einen richtig guten Start in ein hoffentlich wildes, kulturreiches, neues Jahr.

„Danielas Ausgehtipps“ wird nächstes Jahr 20 – Wahnsinn!
Das muss natürlich gefeiert werden. Wo, wie und wann? Wissen wir selbst noch nicht.
Aber keine Sorge: Ihr erfahrt es als Erste.

Bis dahin – lebt wild!

Buon Natale

Daniela

Vielen Dank an das tolle Ausgehtipp-Team: Martin Grün, Andrea Ehrig, Petra Manahl, Erik Düwel und Uwe Schwöbel.

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 19 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen.
Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:
Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten bitte an Daniela (daniela@cappelluti.net)
3 x 2 Gästelistenplätze für das Finale des 9. Fabrik-Jazz-Festivals, am Samstag, 31.01. Gewinnfrage: In dem außergewöhnlichen Kochbuch “Through the book til you cook" von Louise Herke und Carlotta Hick findet ihr auf Seite 176 welches Gericht? (Checkt die Webseite von Luise: www.luiseemilie.com). Bitte antwortet bis zum 23.12., da ich dann gerne den Rechner bis nächstes Jahr ausschalten möchte und schreibt dazu, dass ihr für dieses Konzert Tickets gewinnen wollt. 

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten bitte an Daniela (daniela@cappelluti.net)
2 x 2 Gästelistenplätze für die hr-Bigband & Richard Bona am 11. Februarin der Alten Oper Frankfurt. Gewinnfrage: In dem außergewöhnlichen Kochbuch “Through the book til you cook" von Louise Herke und Carlotta Hick findet ihr auf Seite 176 welches Gericht? (Checkt die Webseite von Luise: www.luiseemilie.com). Bitte antwortet bis zum 22.12., da ich dann gerne den Rechner bis nächstes Jahr ausschalten möchte und schreibt dazu, dass ihr für dieses Konzert Tickets gewinnen wollt. 

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com)
2 x 2 Tickets für die Premiere des Films Mother´s Baby" am 13. Januar im Cinema am Roßmarkt.
Frage: Wie heißt der FIFA Präsident (siehe GEROLLTES)?
Foto von Vereiher

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

2 x 2 Karten für Peter & The Test Tube Babies am Dienstag, 23 Dezember, in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Schüler und Studenten zahlen 10 Euro, wie hoch ist der Eintritt für Milliadäre für den Konzertabend mit der Wiener Hof Allstarband?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

2x 2 Karten für ZSK am Montag, 29. Dezember in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Welche Band wurde 1982 am Frankfurter Goethe-Gymnasium gegründet?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1x 2 Karten für The Doors Tribute Band am Montag, 29 Dezember im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Wie lautet das Motto des Kurzfilm-Festes, in das sich der geschätzte Marc Rodriguez mit seinem LuSo-Festival eingeklinkt hat?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

2x 2 Karten für Wladimir Kaminer am Sonntag, 4. Januar in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: “Götter wie wir” ist Kult und wer sagt, das Gott ein männlich und alleine ist? Unter welchen Namen beherrschen die Göttinnen die Geschicke Offenbachs und der Welt?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1x 2 Karten für Niko Laska am Samstag, 10. Januar im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Wo gibt es herausragenden Lachs (schon vorgekostet), Kartoffelstampf, Kräuter-Seitling (für Vegetarier) und Mousse auch chocolat (für alle am Beckenrand)?

SUCHE / BIETE

Dominique und Co suchen eine:n neuen Mitbewohner*in:
"für unser großes Haus in Offenbach-Bürgel zum 1.April 2025 gesucht. Für unsere alte Villa, in der wir als Mietgemeinschaft seit einigen Jahren in Offenbach-Bürgel zu fünft leben, suchen wir noch 1 neuen - nicht ganz so jungen - netten Mitbewohner/Mitbewohnerin (Ü40) Es stehen 2 schöne Zimmer zur Verfügung. Der Obulus beträgt kalt ca 650 EUR. zzgl. Nebenkosten (incl.Heizung+Strom) von ca 220,— EUR. Mehr Infos hier im PDF

Helenes sucht Nachhilfelehrer:in für Latein:
Ich suche eine qualifizierte Latein-Nachhilfe für meinen 13-jährigen Sohn, der die 7. Klasse eines Frankfurter Gymnasiums besucht. Gewünscht ist eine Person mit didaktischem Know-how, idealerweise eine Lateinlehrkraft oder ein:e Lehramtsstudent:in zweimal wöchentlich. Über eine Kontaktaufnahme freue ich mich: helene.allgeier@me.com

X-MAS Geschenketipp: THROUGH THE BOOK TILL YOU COOK

(Daniela)

Ich habe mal gesagt, ich wünsche mir keine Kochbücher mehr, aber über das Buch THROUGH THE BOOK TILL YOU COOK habe ich mich sehr gefreut, denn es ist viel mehr als ein Kochbuch. In dem Buch, der beiden tollen jungen Frauen, Louise Herke & Carlotta Hick, greifen Design, Konzept, Fotografie, Illustration und Inhalt so stimmig ineinander, dass man fast vergisst, dass man „nur“ ein Kochbuch in den Händen hält. Mit 80 Rezepten für jede Tageszeit und Laune und einer eigenen Spotify-Playlist haben sie ein Stimmungskochbuch geschaffen. https://www.luiseemilie.com/throughthebooktillyoucook Ihr könnt das Buch in jeder Buchhandlung bestellen. 

X-Mas: Geschenketipp: Amelie Persson & studio soundso

(Daniela)

Amelie Persson hat ein wunderbares Buch herausgegeben: “Lieblingsorte in Frankfurt”. Aber nicht nur das kann man bei ihr kaufen. Ich habe gerade noch ein Trinkhallen T-Shirt für meinen Sohn bestellt. https://www.ameliepersson.com/shop

Im Studio soundso von Moni Port gibt es ganz großartige Kunst zu kaufen. Bis Weihnachten hat ihr Atelier erweiterte Öffnungszeiten. “Kommt gerne vorbei und stöbert in meinen Siebdrucken. Auch limitierte Postkartenboxen gibt‘s noch. Und ein pasr tolle Originale von @philipwaechter. Alle Drucke sind limitiert, nummeriert und signiert, alle Preise inkl. Rahmen der Schreinerei Max Aab in Pforzheim. Noch gibt es die meisten Bilder in verschiedenen Rahmenvarianten und Farben (schwarz, weiß, Esche, Ayous), aber die Drucke gibts natürlich auch ohne Rahmen. Geschenkgutscheine gibt es selbstverständlich auch.” Koselstraße 7

x-Mas Geschenketipp: „MEINE STADT, IHRE VIERTEL UND IHRE MENSCHEN”

(Daniela)

In dem vorher beschriebenen Buch LIEBLINGSORTE gibt es auch Zeichnungen von Sibylle Lienhard. Sibylle ist Architektin & Urban Sketcherin. Vom Bankenturm bis zur Trinkhalle zeichnet sie Frankfurt, so wie sie sie selbst erlebt - mittendrin vor Ort. Es entstehen dabei ganz außergewöhnliche Wimmelbilder, private kleine städtische Szenen oder ganze Stadtpanoramen.

Ich habe mich in das Bild “Unantastabar” verliebt und wünsche es mir zum Geburtstag. Ich war nämlich nicht nur bei der dargestellten Demo dabei, sondern habe Síbylle auch live zeichnen sehen.
Wenn Ihr noch auf der Suche nach einem Geschenk seid, dann geht doch ins Café Karin, da ist aktuell und noch bis zum 4.1.2026 ihr Ausstellung 
.„MEINE STADT, IHRE VIERTEL UND IHRE MENSCHEN” zu sehen

Café Karin, Großer Hirschgraben 28, 60311 Frankfurt am Main, Öffnungszeiten: Mo – So: 9:00 – 19:00
Mehr Infos: maiengruen.de/ausstellung/

X-mas Geschenketipp: Julia Mantel "Autobiographie einer Bisswunde"

(Petra)

Viele von uns suchen ja in diesen Tagen wieder große und kleine Geschenke für liebe Menschen. Manchmal schenke ich Selbstgemachtes - und suche noch “eine Kleinigkeit” dazu oder ein Gastgeschenk oder…eine schöne Möglichkeit ist hier ein Buch, doch nicht jede*r hat Zeit und Lust, einen mehr oder weniger interessanten Roman oder ein wohlmeinendes Sachbuch zu lesen. Eine tolle Alternative ist ein schmaler Band Lyrik, wie etwa von der Frankfurter Künstlerin Julia Mantel, von deren klugen Gedichten ich Euch hier schon vorgeschwärmt habe. Sie hat bei der Edition Michael Kellner den Band mit 11 witzigen und klugen Gedichten veröffentlicht, der für nur fünf Euro zu bestellen ist (und der zugeschickt wird). Fröhliche Weihnachten!

Julia Mantel: Autobiographie einer Bisswunde, Edition Michael Kellner, Kosten: 5 Euro, Bestellung hier

X-mas Geschenketipp: Art meets Äppler 2026

(Petra)

Immer wieder gerne verschenke und empfehle ich Kalender, wenngleich nicht mehr ganz so viele schöne und am besten lokale Kalender jenseits des Massengeschäfts herausgegeben werden. Deshalb ist die Frankfurter Apfelweingalerie am Eingang der Kleinmarkthalle auf jeden Fall mein Tipp: sie bringen wieder ihren originellen und tollen Kalender mit verschiedenen Werken großer Kunst, die doch irgendwie alle ums Gerippte kreisen, heraus. Da lächelt auch die Mona Lisa. Martin hat auch viele andere klasse Dinge in seiner kleinen Galerie, die verschenkt werden wollen, wie das ansehnliche Apfelwein-Tasting-Set und mehr (behalten geht natürlich auch). Gerippte Entdeckungen wünsche ich!

Apfelweingalerie Frankfurt, Adresse: Hasengasse 5 - 7 (Eingang Kleinmarkthalle), Öffnungszeiten:  montags - freitags: 10 - 18 Uhr, samstags 10 - 16 Uhr, “Art meets Äppler” Kalender 2026, Format: DIN3 hoch, Preis: 39,90 Euro, auch online hier 

GEROLLTES über das Fußballjahr 2025

(Uwe)

Das Fußballjahr neigt sich dem Ende entgegen. So richtig tief in Erinnerung bleiben wird 2025 sicher nicht. Zu viele Spiele gibt es, so vergänglich ist alles, was passiert, zu wenig taugt dazu, hängen zu bleiben. Oft sind es eher die ärgerlichen Sachen, die sich in den Gedanken festklammern. Die schrägen Dinge, wie die Auslosung der Gruppen bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexico und Canada, inklusive einem neu geschaffenen FIFA-Friedenspreis für einen notorischen Spalter (US Präsident Trump), überreicht durch den erbärmlichsten Speichellecker, den die Welt je gesehen hat (FIFA Präsident Infantino). „Wenn es sich biegt, ist es komisch, wenn es bricht nicht“, so hat Woody Allen in einem Film mal eine Figur „Komik“ erklären lassen. Bis zu einem gewissen Grad ist etwas witzig, danach nicht mehr, dann bricht es, wie bei allem rund um die FIFA. Was diese betrifft und ihren windigen Präsidenten, der sich hinter Vorgängern einreiht, bei denen man schon glaubte, es ginge nicht durchtriebener. Warum Ex-Stars und eigentlich alle Landesverbände dieses schwachsinnige Treiben mitmachen (von leiser Kritik abgesehen), ist irgendwie erbärmlich. 

Deutschland wird es im nächsten Jahr mit einer Vorrundengruppe mit Curacao (bei der Auslosung von Eishockeylegende Gretzky „Kurakau“ ausgesprochen, das war komisch), der Elfenbeinküste und Ecuador zu tun haben und es wird spannend sein zu verfolgen, ob erstmals seit der WM 2014 in Brasilien in die K-O.-Runde eingezogen werden kann. Die WM 2018 & W 2022 wurde ja total „in den Sand gesetzt“.  Im nächsten Sommer, wenn die WM beginnt, ist die Bundesligasaison fertig, die Bayern werden wahrscheinlich Meister. Viel interessanter, wie die 2. Bundesliga abschließt. Da könnte es durchaus sein, dass die Schalker wieder in die Bundesliga aufsteigen. Das wäre herausragend, daran würden sich alle am Jahresende 2026 sicher erinnern.  

Freitag, 19. Dezember: Tiefenrausch Klangkombinat

(Uwe)

Ende der 00er Jahr erfand der Frankfurter Bassist und Komponist Thore Benz das Tiefenrausch Klangkombinat. Seine Kompositionen sind inspiriert von Funk, Jazz, Worldmusic, Pop. Die Musik des Tiefenrausch Klangkombinates klingt urban, tanzbar, melodisch und voller Leidenschaft. Rhythmus und Sound verschmelzen zu einer pulsierenden organischen Einheit. Sie ist sowohl Jazz- als auch DanceClub kompatibel.

Dieses Jahr haben wir unteranderem Rama N´Goni und Andreas Jamin als Gastmusiker/-innen eingeladen Rama Ngoni stammt aus einer traditionsreichen Griotfamilie aus Burkina Faso und schöpft ihre Inspirationen aus diesen Wurzeln. Die westafrikanischen Griots sind reisende Musiker, Nachrichtenübermittler und Geschichtenerzähler. Sie tragen Traditionen und Geschichten von Ort zu Ort. Rama Ngonis weiche Stimme, begleitet von der Ngoni, der kleinen westafrikanischen Laute, verzaubert ihre Zuhörer*innen. Ihre Lieder erzählen poetisch vom einfachen Leben, den großen Weisheiten und den verborgenen Wünschen der Menschen.

Brotfabrik / F, Bachmannstr. / 20 Uhr
Foto: Peter B.

Freitag, 19. Dezember: Of/ Lava 303

(Andrea)

Conni Maly ist nicht nur rockende Musikerin bei The Slags, sondern bastelt seit Jahren auch immer tanzbare Beats zusammen. Mit diesen ist sie heute als Lava 303 aka Electric Ladyland mit "Back to the roots" mit MC 303, Electribe, psychedelic / funky E Gitarre und Looper ab 22 Uhr im Hafen 2 zu erleben. Der Abend verspricht Groovy Lounge Music 120-126 BPM zwischen Psytrance, Techno, House und Krautrock und ich habe große Lust, hinzugehen. Zur Einstimmung: live bei Rebellisches Rauschen 2025 https://youtu.be/gdAb6C4yDLQ?si=WTjgz5UynP9auaBf. Davor zeigen Andrea & Alex “Deliver me from nowhere”, der Film begleitet Bruce Springsteens Reise zu seinem 1982er Album Nebraska, das entstand, als er mit der E Street Band Born in the USA aufnahm. Bilge Ebiri (Vulture) lobt den Fokus auf den Entstehungsprozess von Nebraska: „Der Film zeigt Kreativität als etwas Trauriges, Beängstigendes, manchmal Unkontrollierbares und Destruktives. Allein deshalb ist er sehenswert.“ 20 Uhr

Hafen2, Nordring, Offenbach

Freitag, 19. Dezember: Alex im Westerland

(Andrea)

Die Frankfurter “Alex im Westerland” sind ein wenig wie ein alter VW, sie laufen und laufen und laufen bei voller Energie. Seit 16 Jahren bringen sie das Publikum zum Hüpfen, Tanzen und vor allen Dingen Mitsingen: Der Witz und der Charme von DIE ÄRZTE, die Energie und Spielfreude von DIE TOTEN HOSEN: diese Zutaten zu einer explosiven Rockshow zu kombinieren, das Beste aus zwei Welten vereinen: Auf dieser Mission befindet sich Alex Im Westerland! Doch damit nicht genug, Special Guests sind Beatfakes - a Tribute The Beatstakes, The Red Hot - a Tribute to The Red Hot Chilli Peppers und Freaks Off the Leash - a Tribute to Korn. Eine fette Sause, Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19.30 Uhr. 

Batschkapp, Gwinnerstraße

Freitag, 19. Dezember: Jazzsalon

(Uwe)

Ev Machui und der Jazzsalon spielen zum Jahresende ein Programm mit Hilde Knef Liedern - unter anderem welche, die von Cole Porter stammen und von ihr in den 60ern auf Deutsch gesungen wurden -einigen französischen Chansons, Jazzstandards und eigenen Songs.

19. Dez: Frankfurtersalon, F., Braubachstr. / 19:30 Uhr (keine Reservierung möglich)
Foto: Jazzsalon / Facebook

X-mas Geschenketipp: Schirn x Amelie Persson

(Petra)

Die Schirn ist im September nach Bockenheim umgezogen, und wir alle haben mit der „Meute“ gefeiert, und zugleich hatten wir schon seit längerem die Kontroversen um die Dondorf Druckerei und letztlich ihre Rettung dank der strafrechtlich verfolgten Hausbesetzung mitbekommen. Schön, dass das Gebäude durch den Schirn-Einzug zügig saniert und auch langfristig nutzbar gemacht worden ist, und dass im 2. Stock auch lokale Gruppen u. a. aus dem Umfeld der Hausbesetzer*innen mit einziehen können. Auf jeden Fall schätze ich die Arbeit der Schirn – und auch ihre neue Kollab mit der in Frankfurt lebenden Illustratorin Amelie Persson (ihre Wasserhäuschen-Zeichnungen lieben wir alle, oder?) ist super: jetzt gibt es zwei in Bockenheim bedruckte Schirn-T-Shirts sowohl mit dem traditionellen als auch mit  dem temporären Standort. Im Persson-Style. Sehr sweet – und vielleicht noch ein schönes Weihnachtsgeschenk für einen lieben Menschen.

Schirn T-Shirt, limited Edition HERE WE ARE Capsule Collection, Preis: 40 Euro, Bestellung hier

Freitag, 19. Dezember: OF/ Therapie für Wikinger

(Andrea)

Hätte, wäre, wenn. Wäre Jörg nicht beim Eishockey, würden wir in den Filmklubb gehen. Dort zeigt Nic heute den neuen Film mit Mads Mikkelsen und hat dafür sogar das Programm geändert. Statt “The Change” zeigt sie  “THERAPIE FÜR WIKINGER”, den neuesten Streich des Komödien-Dreamteams aus Dänemark: THERAPIE FÜR WIKINGER schleudert Pointen-Material im Sekundentakt, ist hinreißend unberechenbar und bösartig witzig. Regisseur Anders Thomas Jensen (Adams Äpfel, Helden der Wahrscheinlichkeit) gelingt eine abgründige Krimi-Komödie über konfuse Identitäten und zwei Brüder, die sich lieben. Der Plot: Nach 15 Jahren wegen Bankraub wird Anker aus dem Gefängnis entlassen. Die Beute hat damals sein Bruder Manfred vergraben, der seit seiner Kindheit an einer Identitätsstörung leidet. Dass er so lange auf seinen Bruder warten musste, ist Manfred nicht gut bekommen. Er hat seine psychische Störung weiter ausgebaut und sich ganz und gar der Musik verschrieben. An das Geld und daran, wo er es vergraben hat, kann sich Manfred logischerweise nicht mehr erinnern. Anker bringt seinen Bruder zurück in ihr gemeinsames Elternhaus, das jetzt von einer Boxerin über Airbnb vermietet wird, in der Hoffnung, dies könnte die Erinnerung an sein früheres Ich auslösen. Anker hat keine Zeit zu verlieren. Denn sein Komplize von damals, Friendly Flemming, ist ihnen auf den Fersen und beansprucht die Beute für sich. Doch in den dunkelgrünen Wäldern Dänemarks wartet nicht nur ein Haufen Geld auf ihn, sondern auch der tiefe Schmerz einer verletzten Kinderseele. Es werden Speisen und Getränke angeboten. Nur bei Uns ! Da müsst ihr schnell sein. …Einlass 18h Beginn19.30h Ticket LINK, Trailer LINK

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Samstag, 20. Dezember: "Der Geizige" von Molière

(Martin)

In einer Fassung von Sabrina Zwach

Diese beiden Kritiken sind Empfehlung genug…

»Ein Abend voll hintersinnigem Witz mit einem Ensemble, das so viel Freude am Spielen transportiert hat, wie ich das lange nicht erlebt habe. Mit sehr skurrilen Kostümen, mit einer eigens komponierten Synthesizer-Musik und einem Geizigen, der trotz der Zuschreibungen dieser Rolle einen unglaublichen Charme ausstrahlte – der charmanteste Harpagon, den ich je gesehen habe. Dieses Kunststück ist dem Schauspieler Peter Schröder gelungen. […] Die Regisseurin dieses Abends, Mateja Koležnik, hat den beiden Kindern Harpagons - und auch den beiden Liebespartnern - mehr Energie und Selbstbewusstsein gestattet, als man das gemeinhin sieht. Die Kinder können dem Vater tatsächlich etwas entgegensetzen, sie sind nicht nur unterdrückte Opfer, sie sind Persönlichkeiten. […] Das Ganze war ein leichthändiger Spaß, bei dem wir als Publikum wirklich viel zu schauen haben.«hr2 Frühkritik, 25.September 2023

»Mateja Koležnik […] zelebriert bei Molière den Bühnenslapstick, als erfände sie ihn eben neu. […] Zu haarsträubenden Enthüllungen und einem Rhythmus von Bert Wrede tanzt das gesamte Ensemble eine elaborierte Choreografie, die auch das Aufwirbeln von Goldglitzer beinhaltet. Da kommt Freude auf! Und Premierenjubel. Diese fünf Minuten funktionieren wie das letzte Bild des einsamen, aber glücklich mit seiner Goldwand vereinten Harpagon: blendend.«nachtkritik.de, 22.09.2023

Samstag, 20. Dezember um 19.30 Uhr
Schauspiel Frankfurt – Großes Haus
Foto: © Thomas Aurin

Bis 20. Dezember: „WAS IHR WOLLT“

(Martin)

Gruppenausstellung und Verkaufstage

Zum Abschluss des Jahres gibt es in der Goldstein Galerie eine große Gruppenausstellung mit Arbeiten aller Künstler*innen des Atelier Goldstein. Die „Was ihr wollt“–Verkaufstage haben mittlerweile Tradition. So wird die Ausstellung am Samstag, den 29. November, und Freitag, den 5. Dezember jeweils von 11 bis 18 Uhr für den Verkauf geöffnet. Viele weitere Werke der Künstler*innen werden in der Galerie auf Tischen ausgelegt – eine besondere Chance, die Werke aller Goldstein-Künstler*innen für sich zu entdecken. 

Ausstellung vom 29. November – 20. Dezember (Do. – Sa.) von 14 – 18 Uhr
Goldstein Galerie, Schweizer Str. 84
Foto: © Atelier Goldstein

Samstag, 20. Dezember: Die schöne Helena (und weitere Termine)

(Martin)

Jacques Offenbach - Opéra bouffe in drei Akten

„Die Schöne Helena“ ist ein weiterer Klassiker von Jacques Offenbach mit seiner typischen Mischung aus perfekter Komödie, geistreicher Gesellschaftskritik und mitreißender Musik. Auch die Poesie kommt nicht zu kurz in der Geschichte der schönsten Frau der Welt, die vom trojanischen Prinzen Paris entführt wird und in der die berühmten griechischen Helden als lächerliche Großmäuler entlarvt werden. Als freche Satire hält Offenbachs Operette den Spiegel vor und lässt uns über unsere eigenen Schwächen herzlich lachen. Eine neue Textfassung von Rainer Dachselt und Michael Quast nach dem Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy.

Volksbühne im Großen Hirschgraben
Samstag, 20., Samstag. 27. und Montag, 29. Dezember um jeweis 19.30 Uhr
Foto: © Andreas Malkmus

Samstag, 20. Dezember: Of/ Lifesaver

(Andrea)

Ein bisschen schade ist es schon, dass am 24.12. die Türen vom Robert Johnson geschlossen haben. Ich wäre für eine Wiederholung des Abenteurs von vor zwei Jahren bereit gewesen. So geht das Weihnachtsfest 2023 in meine Erinnerung als ein runder Abend ein. Da waren wir erst beim großen Geläut, das war mein erstes Mal und es war unbeschreiblich schön, als dann alle gemeinsam “Stille Nacht, heilige Nacht” sangen. Ein echter Gänsehautmoment. Dann haben wir gegessen, waren in der Christmette und haben dann beschert. Und sind anschließend, weit nach Mitternacht, clubben gegangen. 
Vielleicht ziehen wir das heute vor, denn neben Ricardo Villalobos sorgen Dorian Paic, Georgia und Mella Dee für treibende Beats. 23.59 Uhr gehts los und dann bis 12 Uhr in den Sonntag. Das halte ich konditionell nicht durch, aber morgens um 8 den Wecker stellen, ich weiß nicht…
Das Bild habe ich in der Ausstellung “Nachtleben” im Sinclair Haus in Bad Homburg gemacht. Die Fotos sind von Sandra Mann, rechts der noch recht junge Ricardo Villalobos. Die Ausstellung geht noch bis 13. Februar und ist absolut sehenswert.

Robert Johnson, Nordring, Offenbach

Samstag, 20. bis Dienstag, 23. Dezember* JESUS D’ AMOUR GEB. 0

(Martin)

Die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes

Alle Jahre wieder… - Für manche ist diese Inszenierung der eigentliche Weihnachtsgottesdienst! Schon ca. 20 Jahre wird JESUS D’ AMOUR GEB. 0 gespielt und deshalb stellt sich die Frage, ob es noch Frankfurter*innen gibt, die die Geburt Jesu im Industriedenkmal immer noch nicht gesehen haben!? 

„Die Geschichte beginnt mit zwei schwangeren Frauen. Die eine ist unfruchtbar, die andere Jungfrau. In ihrer Verwirrung und in der Verwirrung ihrer Männer muss ihnen ein Engel beistehen. Mit Unglaublichem fängt der Glauben an. Zwei Knaben werden geboren: Johannes und Jesus. Johannes - der Wegbereiter, Jesus – der Durchbrecher. Da kommt der Staatsapparat ins Wackeln. König Herodes hört von einem neugeborenen König, fürchtet um seinen Thron. Alle männlichen Neugeborenen werden umgebracht. Die beiden Männer, Jesus und Johannes, leiten eine neue Zeitrechnung ein. Liebe, die neu ist unter den Menschen, kommt in die Welt. Kreuz und Blut sind ihre Symbole. Grausam beginnt die neue Zeit. Johannes endet als Lustopfer, ein Dankgeschenk von König Herodes für einen Tanz der lüsternen Prinzessin Salome – sein Kopf wird in einer Silberschale kredenzt.“

Das Theater Willy Praml hat aus dem biblischen Bestseller eine ganz eigene und besondere Weihnachtsgeschichte entstehen lassen. Die FAZ schrieb: „Eine unerhörte Geschichte neu erzählt für Menschen von heute. Mit Bildern, die man so schnell nicht mehr vergisst, hat der Regisseur ein Krippenspiel inszeniert, das jede gehaltlos-flache Weihnachtsseligkeit demoliert.“ 

 Samstag, 20., Sonntag, 21., und Dienstag, 23. Dezember um jeweils 20.00 Uhr
Theater Willy Praml in der Naxoshalle
Foto: © Rebekka Waitz

Sonntag, 21. Dezember: Of/ Lusofest Kurzfilmtag

(Andrea)

Der bundesweite Kurzfilmtag, der 21. Dezember, fällt dieses Jahr auf einen Sonntag und hat das Motto "Jetzt!". Das haben Marc Rodriguez und seine Mitstreiter:innen als Handlungsaufforderung verstanden und zeigen "schon jetzt" einen Teil des Kurzfilmwettbewerbsprogramms als Prolog auf das Luso- Festival vom 21. bis 25.  Januar 2026. Heute leiten sie die längste Nacht des Jahres mit einem Kurzfilmprogramm am Nachmittag ein. Ab 16:00 Uhr (Einlass 15:30 Uhr) zeigen wir im Digital Retro Park Kurzfilme aus unseren portugiesischsprachigen und regionalen, deutschsprachigen Einreichungen zum Kurzfilmwettbewerb im Januar 2026 und sprechen mit einigen der anwesenden jungen Filmemacher*innen. Das Programm, bestehend aus fiktionalen Filmen, Dokumentationen, Animationen und Experimentalfilmen, gibt es hier: https://www.lusofest.de/kurzfilmtag25/ Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über Spenden.

Digital retro Park, Frankfurter Straße 13-15 (Walther-Passage), Offenbach

Bild: Filmstill aus “Octopus”, Portugal 2022

Sonntag, 21. Dezember: Bird´s View und Pentastone

(Andrea)

Bevor es still und besinnlich wird, gibt es heute im Nachtleben nochmal ordentlich etwas auf die Ohren:  Bird’s View zählen zu den spannendsten neuen Stimmen im Alternative Rock aus Deutschland. Ihr Sound ist eine wilde Fusion aus treibenden Rhythmen, schneidenden Gitarrenriffs und eingängigen Hooks. Die Band hat schnell ihren eigenen explosiven Sound entwickelt, der die Echtheit des Punks mit der Melodie des Alternativ Rock vereint. Mit ihrer jugendlichen Energie und ihrem rasanten Tempo begeistert Bird's View nicht nur eine neue Generation von Rockfans, sondern auch die Alte Schule. Sie sind die Stimme einer Generation, die sich nach echter, unverfälschter Musik sehnt. Pentastone ist eine Alternative Metal Band aus Darmstadt: Mit musikalischen Einflüssen der 00er Jahre und der außergewöhnlich interessanten Stimme von Frontfrau Lou schafft die Band ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem sie sich von anderen Formationen hervorhebt. Pentastone’s klarer Schaffensfokus liegt auf Mental Health Awareness, welcher ihr 2021 veröffentlichtes Debütalbum „Stuck In The Sky“ bestimmt. Mit ihren aktuellen Singles beweisen Pentastone einmal mehr, dass Frauen in der heutigen Musikszene nicht weiter zu überhören sind. Zudem zeigen sie, dass Achtsamkeit, Hoffnung und Mut stets aktuelle Themen sind. Mit diesem Bild schafft die Band eine kraftvolle Balance zwischen direkter emotionaler Tiefe und klarer Härte. Einlass 19 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Sonntag 21. Dezember: Soul House Night mit NI-KA, Oli Leicht und Oli Rubow, special Edition vom Temporären Elektronische Salon

(Daniela)

Man mag es kaum glauben, aber am 21.12. habe ich noch keinen Termin. Ich will daher heute unbedingt zu Martin, der den Temporären Elektronische Salon in Höchst organisiert.

Soul House Night mit NI-KA, Oli Leicht und Oli Rubow, special Edition vom Temporären Elektronische Salon am 4. Advent im Kulturraum B25

Nach dem rauschenden Erfolg der jungen Frankfurter Soulsängerin NI-KA als Gast bei „Der Temporäre Elektronische Salon / Der Salon tanzt“ im Jazzklub des Museum für angewandte Kunst (MAK), kommt das Trio mit Oli Leicht und Oli Rubow in seine Lieblings-Off-Location nach Höchst und improvisiert mit Soul & House Vibes bis sich auch die letzten Hüften schütteln und der Schweiß von der Decke tropft. Be there or be square!

NI-KA steht für Haltung, Tiefe und eine neue Form des Soul. Ihre Musik klingt urban und zeitlos zugleich – verwurzelt im Jazz, geprägt vom Hip-Hop. Dabei wirkt sie nie kalkuliert, sondern zutiefst authentisch: eine Künstlerin, die nicht gefallen will, sondern etwas zu sagen hat.
Seit dem Release ihres Debütalbums „Anni“ zeigt NI-KA, wie viel Emotion, Groove und Intelligenz in deutschsprachigen Soul-Songs stecken können. Zu ihren jüngsten Meilensteinen zählen die Aufnahme in die Top 24 des 
Vorentscheids für den Eurovision Song Contest 2025  – ein deutlicher Beweis für ihre künstlerische Relevanz und Ausdruckskraft.

21.12.2025 - doors: 19:30h - music: 20h - Eintritt 10€
KulturRaum B25 - Brüningstr. 25 - 65929 Frankfurt Höchst
Veranstalter: Raum für kulturelle Fragen e.V.

Sonntag, 21. Dezember: Unduzo: Von Männern, Eseln und Maria

(Uwe)

A cappella. Weihnachten und die Adventszeit sind ein symbolisches Minenfeld: festzementierte Traditionen stoßen krachend auf den stoischen Weihnachtsmuffel … und über allem liegt der nervenaufreibende Duft von altem Lebkuchengewürz und Räuchermännchen in Dauerbetrieb. “Von Männern, Eseln und Maria” bietet allen einen gemeinsamen Nenner und schafft den Spagat aus bekannten, neu arrangierten Klassikern und selbstgeschriebenen Geschichten, die, typisch UNDUZO, mal gefühlvoll, mal mit einem Augenzwinkern präsentiert werden. Nicht immer traditionell, aber mit hohem Wiedererkennungswert. Das Publikum wird - ganz friedlich - ins Konzert eingebunden und liebevoll an der Nase herumgeführt.

Centralstation / DA, Im Carree / Beginn 19 Uhr
Foto: Felix Groteloh

Montag, 22. Dezember: Of/ Götter wie wir

(Andrea)

Götter wie wir habe ich schon so oft angekündigt und dann doch nicht gesehen. Damit ist jetzt Schluss! Wir gehen heute in den Filmklubb und schauen und die erfolgreiche deutsche Comedy-Serie der HfG-Alumni Carsten Strauch und Piotr J. Lewandowski aus dem Jahr 2012 an, in der die beiden als göttliche Schwestern (Inge & Renate Gott) bei ihren Alltags- und Schöpfungsproblemen zu erleben sind, oft mit Bezug zu Offenbach. Die Serie wurde mehrfach ausgezeichnet, ob die beiden auch dieses Mal anwesend sein werden? Morgen Abend gibt es übrigens einen weiteren Termin. Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr. Es werden Speisen und Getränke angeboten. 

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach. Nicht barrierefrei

Dienstag, 23. Dezember: Peter & The Test Tube Babies

(Andrea)

Es weihnachtet und da dürfen Peter & The Test Tube Babies nicht fehlen. Und wir auch nicht. Die Abende sind Legende und ist es nicht schön, dass es immer noch verlässliche Größen im Leben gibt? Seit 1978 rocken Peter Bywaters und seine Jungs nicht nur around the Christmas Tree. Dieses Jahr als Last Christmas-Tour 2025! Die Intensität von echtem Punk-Rock ohne Schnickschnack und Allüren, wissen ihre Fans zu schätzen, auch deshalb wird Peter and The Test Tube Babies seit Jahrzehnten die Treue gehalten. Ein Versprechen für ein kultiges Klassentreffen, das auch nach 47 Jahren immer noch für Aufregung und Spektakel sorgt. Der Soundtrack einer ganzen Jugendbewegung. Hoffentlich nicht zum letzten Mal ...im Anschluss: Test Tubes Aftershow-Party im Foyer. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße

Freitag, 26. Dezember: Rodgau Monotones

(Andrea)

Seit 1977 (!!!) sind die Rodgau Monotones unterwegs und haben sich mit “Erbarmen die Hessen kommen” auch über unser schönes Bundesland hinaus viele Fans erspielt. Wer die Rodgau Monotones aufgrund all der Hessizismen und unüberhörbarem Lokalkolorit in den Texten nach wie vor für ein regionales Phänomen begreift, schaue sich einmal die Geschichte der Rodgau Monotones im Zeitraffer hier im Anhang an. Da wird schnell deutlich, dass die Gruppe ein unverzichtbarer Teil der deutschen Rockgeschichte ist. Nur das muss man selbst erfassen, denn Marketing und Selbstvermarktung war nie das Ding des Monotones. Sie seien eine Marke mit einem Vermittlungsproblem haben sie dazu einmal gesagt. Aber in der raren Spezies deutschsprachiger Rock’n’Roller haben sie die Nase dennoch ganz weit vorne und sind nach wie vor eine der besten Liveacts hierzulande. Unprätentiös bei aller spielerischer Klasse. 
Die Lust am Spielen hat bei ihnen immer Priorität. Viele Songtitel auf dem neuen, inzwischen 14. Studioalbum, augenzwinkernd-angeberisch „Genial“ getauft, signalisieren das. „Vollgas“, „Mama Lauda“ (sprich „Mach’ mal lauter“), „Wie geil ist das denn“, „Wenn’s abgeht“, „Das macht uns keiner nach“ (mit dem Credo: Lieber laut als tot ...) und „Immer noch Spaß“. Das kam auch in benachbarten Bundesländern an. So konnten man auf der Website des SWR unter der Überschrift „Wuchtiger Boogie Rock“ lesen: „Die hessischen Spaßrocker kombinieren auf ihrem ersten Studioalbum seit sieben Jahren einmal mehr wuchtigen Boogie-Rock à la ZZ Top mit saftigen Bläsersätzen, fast schlagerhaft eingängigen Hooklines und natürlich witzigen Texten. Wie immer bleibt darüber hinaus Raum für nachdenkliche Zwischentöne, und auch die berühmten Stilparodien fehlen nicht – diesmal müssen die Shanty-Rumpel-Rocker von Santiano dran glauben. Musikalisch, musikantisch und produktionstechnisch passiert das alles auf hohem Niveau. Genial? Zumindest bestechend.“ Und trotzdem wird das Septett immer mal wieder mit Klischees wie „Klamaukband“ oder „Festzelt Rocker“ konfrontiert. Doch da hat Ali Neander die richtige Antwort parat: „Gerade in Zeiten, in denen Rockmusik immer ironiefreier und humorloser zu werden scheint, müssen bewährte Kräfte wie wir für Abhilfe sorgen. Aber zwischen all dieser Partylaune verstecken sich auch zahlreiche kleine textliche Gemeinheiten und, hört, hört, auch so etwas wie ein politischer Anspruch.“

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Freitag, 26. Dezember: Of/ Weihnachtskonzert

(Andrea)

Ein Kirchgang gehört für mich unverrückbar zu Weihnachten und wer es am Heiligen Abend nicht schafft, dem empfehle ich Weihnachten mit der Offenbacher Kantorei am heutigen Tag. "Wie jedes Jahr veranstaltet die Offenbacher Kantorei am zweiten Weihnachtsfeiertag ein Konzert bei freiem Eintritt: dieses Jahr steht ganz klassisch Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium mit den Kantaten 1-3 auf dem Programm. Doch auch dieses Mal hat sich Chorleiterin Bettina Strübel etwas Besonderes überlegt: die Choräle in den Kantaten, die traditionell die Stimme der Gemeinde repräsentieren, werden jeweils einmal im Original und einmal in einer anderen Sprache gesungen, teilweise durch Offenbacher Christinnen und Christen anderer Herkunft und Sprache bzw. Mitglieder christlicher Gemeinden mit Migrationshintergrund. Damit wird die sprachliche und kulturelle Vielfalt der Stadtgesellschaft widergespiegelt. Das Konzept verfolgt das Ziel, eine musikalische Brücke zwischen christlich geprägten Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sprache zu schlagen und ein gemeinschaftsstiftendes Konzerterlebnis zu schaffen. Neben der Offenbacher Kantorei und weiteren Gesangsgruppen singen Sonja Grevenbrock (Sopran), Larissa Botos (Alt), Erik Grevenbrock-Reinhardt (Tenor) und Anton Förster. Es spielt Sinfonia Nova Offenbach. Das Konzert beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, wobei um Spenden gebeten wird. Einlass ist ab 17:15 Uhr. 

Offenbacher Lutherkirche, Waldstraße 74, Offenbach

Samstag, 27. Dezember: Of/ Die Lesebühne ihres Vertrauens

(Andrea)

Die drei Frankfurter Geheimräte für komischen Kurztext Tilman Birr, Elis C. Bihn und Severin Groebner sind bekannt von ihrer monatlichen Show „Die Lesebühne Ihres Vertrauens“ im Elfer in Sachsenhausen. Ihr Jahresrückblick in der KÄS ist schon eine Tradition geworden – sie verdauen für euch das Jahr, scheiden es wohlriechend in Form von Geschichten und Liedern wieder aus und haben sehr wichtige Fragen an die zurückliegenden zwölf Monate: Was sollte das alles? Hätte es das wirklich gebraucht? Was habt ihr euch dabei gedacht? Und wie lange wird das noch gut gehen? >> Karten bitte HIER kaufen. Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach. Nicht barrierefrei

Sonntag, 28. Dezember: U Bahn Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern

(Uwe)

Wer die fünf hochmusikalischen Verrückten einmal live erlebt hat, den lassen sie nicht mehr los. Auf der Bühne versprühen sie eine wahnsinnige Energie und sorgen für Begeisterungsstürme bei ihren Zuschauern, unabhängig von Alter und Musikgeschmack. Freut Euch auf eine mitreißende Mischung aus Live Konzert und Video-Höhepunkten der letzten 30 Jahren.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass: 18 Uhr
Foto: Zoom, Facebook

Montag, 29. Januar: ZSK

(Andrea)

Ein echtes Punkkonzert, nur für Kinder? Geht das überhaupt? Aber sowas von! Nachdem das jährliche ZSK-Kinderkonzert in Berlin mit 600 Zuschauern inzwischen aus allen nähten platzt, war klar, dass es eine ganze Tour geben muss. „Das sind für uns immer die allerschönsten Shows des Jahres“, sagt Sänger Joshi. „Wenn man nicht jetzt den Kids diese Musik näher bringt, wird es Punk in einigen Jahren nicht mehr geben.“ In gleich fünf Städten spielen die vier Berliner deshalb für den Punkrock-Nachwuchs. Es gibt Popcorn, Schatztüten und jede Menge richtig laute Musik. Wie das in etwa aussehen wird, kann man hier sehen: https://www.youtube.com/watch?v=WhXztIjrLio Einlass 15 Uhr, Beginn 16 Uhr.  

Hier die wichtigsten Infos: 

  • Einlass ab 3 Jahren!! (ab 14 Jahren auch ohne Begleitung einer erziehungsberechtigten oder -beauftragten Person möglich)
  • Zutritt für Kinder nur mit Kapselgehörschutz!
  • Pro Kind dürfen maximal zwei Elternteile mitkommen
  • Auch die Eltern brauchen ein gültiges Ticket
  • Darf man als Erwachsener auch alleine kommen? NEIN!

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Montag, 29. Dezember: The Doors Tribute Band

(Andrea)

Seit diesem Jahr gibt es einen neuen „Doors“-Film (1991 hatte Oliver Stone sich der Band gewidmet): Die Doku "The Doors: When You're Strange" wird zur Feier des 60-jährigen Bandjubiläums weltweit mit neuem 4K-Remastering in ausgewählten Kinos gezeigt, mit Erzähler Johnny Depp. Die Band hat nichts von ihrer Magie und Anziehungskraft verloren, natürlich die mit Jim Morrison. Trotzdem gibt es Coverbands, es sind Legionen, und mit „The Doors Tribute Band“ kommen heute vier Musiker ins Nachtleben, die die Band wieder musikalisch auferstehen lässt: Stefan aus Mainz übernimmt die Rolle des Jim Morrison, Jens aus Offenbach spielt die Orgel und bedient den Fender Rhodes Bass, Micha aus Aschaffenburg übernimmt den Gitarrenpart von Robbie Krieger und George aus Limburg sitzt am Schlagzeug. Bei der Auswahl der Instrumente scheut man weder Kosten noch Mühe: Wenn die Location/Bühnengröße es erlaubt, steht die original Gibson01 Orgel auf der Bühne, das Ludwig Drumkit stammt ebenso aus den 60ern wie die Gibson SG. In den Livekonzerten gibt es natürlich die großen Hits der Doors wie z.B. „Light My  Fire“ -  „The End“ und „Riders On The Storm“ zu hören - dabei orientiert sich „The Doors Tribute Band“ mehr an den Livealben und unzähligen Bootlegs der Doors: Es wird also spontan improvisiert, kein Song klingt  genauso wie am Abend vorher. Man darf also gespannt sein! Einlass 19 Uhr.

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Dienstag, 30. Dezember: OF/ Wiener Hof Allstarband

(Andrea)

Aus Umbruch wird Aufbruch, die Tore des Wiener Hof`s in Bieber sind ab 27.12. auf unbestimmte Zeit geschlossen. Kultur und Zukunft nicht nur dort ungewiß. Aber die  einst  in den 90 ern gegründete Wiener Hof Allstarband lebt. Mindestens zweimal im Jahr bereicherte die Haus- und Hofband neben vielen namhaften anderen Bands mit ihrem legendären Jahresabschlußkonzert jeweils am 30.12. das kulturelle Geschehen im Wiener Hof, später ergänzt von kleinen Biergarten-Spezials. Nach Schließung des dortigen Saales -über Jahrzehnte auch Proberaum der Band- war Ortswechsel angesagt. Traditionen pflegen und nie aufgeben, darin sind sich die Bandmitglieder und ihr neuer Hauswirt Frank Hamburger, der die Parkside Studios betreibt, einig. Hier haben die Allstars ihr neues Wohnzimmer gefunden und hier soll auch die gute alte Tradition fortgeführt werden. Beginn: 20.00 Uhr (Einlaß 19.00 Uhr), Abendkasse: 15 € (Schüler und Studenten 10 €; Milliadäre 90 € +). Foto: offenbachrockt.jimdoweb.com/bandlexikon/w/wiener-hof-allstars/

Parkside Studios, Friedhofstraße 59, Offenbach

Mittwoch, 31. Dezember: Don Quijote (UA)

(Martin)

von Peter Jordan, frei nach Cervantes

Die Sonne brennt, das Pferd hat Hunger, Sancho ist müde – und Don Quijote dreht am Rad. Er fuchtelt gegen Windmühlen, legt sich mit vermeintlichen Barbaren an und will doch nur das einzig Gute und Beste, für sich, seine Geliebte – und obendrein die ganze Welt, wenn er leicht größenwahnsinnig herausposaunt: »Ich werde endlich aus dem Schatten der Weltgeschichte treten und in sie eingehen als wahrer Märtyrer.«

Ist er verrückt, wagemutig oder einfach nur komisch? Welche Sehnsucht treibt ihn an, diesen Don Quijote, von dem alle ein Bild zu haben scheinen, aber niemand .wirklich eine Ahnung, was er für einer ist. Warum hat er die Windmühlen angegriffen? Und was soll das eigentlich heißen: einfach komisch?

»Ich verliere wirklich den Verstand! Alles was ich vorgab zu sein, werde ich wirklich!«, sagt er in Peter Jordans Bearbeitung. Eine Steilvorlage für das Spiel, das Theater – und den Witz. Diesen treibt die sehr freie Überschreibung auf die Spitze. Sie setzt auf schauspielerischen Turbogang, Timing, Slapstick und eine gute Portion von sehnsüchtigem Wahn. Eine Mischung, die darauf aus ist zu zeigen, wie lustvoll Theater sein kann, wenn man die Sache mit dem Humor ernst nimmt.

Die Kritik schreibt: »Holger Stockhaus überdreht derart lustvoll, variantenreich und raffiniert all die Hirngespinste seines Don Quijote, dass im ausverkauften Schauspielhaus am Willy-Brandt-Platz akute Suchtgefahr besteht. […] Auch die beiden Ensemblemitglieder Christina Geiße, neben anderen Figuren vorwiegend als „treues, altes Klappergehuf“ Rosinante unterwegs, und Sebastian Reiß, meist in der Rolle des gutmütigen Freundes und Analphabeten Sancho Panza, punkten mit Erzkomödiantentum und Wandlungsfähigkeit.«Frankfurter Neue Presse, 15. März 2025

Mittwoch, 31. Dezember um 18.00 Uhr 
Schauspiel Frankfurt – Großes Haus
Foto: Thomas Aurin

JANUAR 2026

Sonntag, 4. Januar: Wladimir Kaminer

(Andrea)

Heute Abend ist Wladimir Kaminer in der Batschkapp und ich gehe hin. Ehrlich gesagt hatte ich ihn schon aus den Augen verloren, vor einigen Jahren noch war er in aller Munde und auch mit der Russendiso erfolgreich unterwegs. Das waren wilde Abende in der Zeit, als man in der Berliner Torstraße noch in den “Klub der polnischen Versager” ging. Man zahlte einen Euro Eintritt und war für einen Abend Mtglied. Kaminer hatte sich vorher schon einen soliden Ruf als guter Beobachter der deutschen Seele gemacht und war literarisch erfolgreich. Seine Texte waren pointiert und überaus lustig. Ich denke nicht, dass sein Können in den letzten Jahren weniger geworden ist. Es wird also sicher unterhaltsam: "Wenn Deutsche das Besondere und Exotische suchen, dann reisen sie in ferne Länder. Dabei müssten sie nur über den Zaun schauen, nur um die Ecke biegen, und schon würden sie die unglaublichsten Entdeckungen machen. Denn mitten in Deutschland findet man unzählige Paradiese, kann sich in seltsame Tänze einreihen oder einer Krönung beiwohnen. Es ist erstaunlich, welch geheime Welt ans Licht kommt, wenn man sich den Deutschen mit so liebevoller Geduld und freundlicher Neugier nähert, wie Wladimir Kaminer es tut.Und weil er dazu noch einen besonderen Sinn für Humor hat, beobachtet er ebenso viel Erheiterndes wie Erstaunliches. Seine Geschichten über das geheime Leben der Deutschen öffnen die Augen für gänzlich unbekannte Seiten von Land und Leuten.
Wladimir Kaminer wurde 1967 in Moskau geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk und studierte anschließend Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Seit 1990 lebt er in Berlin. Er veröffentlicht regelmäßig Texte in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften und organisiert Veranstaltungen wie seine mittlerweile international berühmte »Russendisko«.  Foto Credits: Dominik Butzmann. Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr. 

Batschkapp, Gwinnerstraße.

Donnerstag, 8. Januar: Of/ The Change

(Andrea)

Demokratien sterben schnell: Jan Komasa untersucht den neuen amerikanischen Faschismus anhand mehrerer zunehmend desaströser Familienzusammenkünfte in einem Zeitraum von nur fünf Jahren. Ein ambitioniertes Projekt, schreibt https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/the-change-2025. Der Plot : “Ellen (Diane Lane), Professorin an der renommierten Georgetown University, und Sternekoch Paul (Kyle Chandler) feiern ihren 25. Hochzeitstag. Während sich die Gäste amüsieren, wird Ellen das Gefühl nicht los, die neue Freundin ihres Sohnes bereits zu kennen. Liz entpuppt sich als ehemalige Studentin, die wegen ihrer „antidemokratischen Thesen“ von der Uni geflogen ist. Jetzt steht sie kurz davor, mit der Bewegung „The Change“ einen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel einzuleiten, der das gesamte politische System Amerikas erschüttert. Plötzlich muss Ellen nicht nur um den Zusammenhalt ihrer Familie, sondern für die Freiheit und Werte eines ganzen Landes kämpfen.” >> Trailer zum Film>> Karten bitte HIER kaufen Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach. Nicht barrierefrei

Freitag, 9. Januar: Tankard

(Andrea)

Gerre und seine Jungs sind Legende, die Batschkapp wird beben heute. "Lebende Fossilien sind nach allgemeiner Definition Organismen, die seit Anbeginn der Zeit im Wesentlichen unverändert geblieben sind. Beispiele sind der Hufeisenkrebs, der Ginkobaum und natürlich Tankard. Seit 40 Jahren preist die Frankfurter Bier-Metal-Crew mit ihrem mächtigen Evangelium den Alkohol und das einfache Leben, eine höchst unwahrscheinliche Erfolgsgeschichte, die vor vier Jahrzehnten begann und darin gipfelte, dass ein Fossil einer ausgestorbenen Seesternart offiziell nach ihnen benannt wurde: Ophiura tankardi. Dies ist eine Geschichte von enger Kameradschaft, von ewigem Durst, von vier Heavy-Metal-Vanguards, die ihre Zehen in einen Ozean aus Alkohol tauchen und testen, wie weit sie gehen können. Dies ist die Geschichte von Tankard.
Sie beginnt vor vielen Jahren. Wir schreiben das Jahr 1982. Schauplatz ist das Goethe-Gymnasium in Frankfurt. Heavy Metal ist noch eine relativ junge Sache. Noch vor ein paar Jahren wurden Klassen durch die Musik auseinandergerissen. In der einen Ecke des Rings: Smokie-Fans. In der anderen: ABBA. Die Jugendfreunde Andreas "Gerre" Geremia und Frank Thorwarth werden Jahre später das Bonmot From Frankfurt to Frisco we destroy every disco” prägen, das deutlich machen soll, auf welcher Seite sie stehen. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße

Samstag, 10. und Sonntag, 11. Januar: Devid Striesow liest David Foster Wallace, Thorsten Lensing

(Martin)

„Witze sind die Flaschenpost, mit der die Verzweifelten ihre gellendsten Hilfeschreie aussenden.“ Wallace schreibt darüber, wie es sich anfühlt zu leben, statt davon abzulenken, wie es sich anfühlt zu leben. Er ist der Überzeugung, dass es eine Art von Verzweiflung gibt, die sich allein durch Komik ausdrücken lässt. Seine Texte sind komisch bis zum Kalauer und erschütternd bis zum schwer Erträglichen. 

Sie erzählen von all den uralten menschlichen Problemen und Gefühlen, die so gar nicht trendy sind. Wallace besitzt die atemberaubende Fähigkeit, sich in beschädigte Seelen einzufühlen und aus ihnen heraus zu erzählen.Sein eigenwilliger Blick auf die Welt eröffnet Normalsterblichen neue Horizonte.

David Foster Wallace gilt als einer der einflussreichsten und innovativsten Schriftsteller der letzten 100 Jahre. Seine Romane, Erzählungen und Essays gehören zu dem intellektuell und künstlerisch Verwegensten, was die moderne Literatur hervorgebracht hat. Devid Striesow und Thorsten Lensing setzen mit dieser Lesung ihre mit der legendären Inszenierung des Romans „Unendlicher Spaß“ begonnene Auseinandersetzung mit David Foster Wallace fort.

Samstag, 10. Januar um 20.00 Uhr und Sonntag, 11. Januar um 17.00 Uhr
Künstler*innenhaus Mousonturm / Saal
Foto: © Nils Schwarz

Samstag, 10. Januar: Nico Laska

(Andrea)

Nico Laska, 1996 im schönen Büdingen geboren, veröffentlicht seit 2014 seine Musik auf Yotube und Facebook und hat sich darüber eine weitreichende Fangemeinde erspielt. Seine Musik verbindet die Welten von Pop und Alternative auf beeindruckend authentische Weise, er hat einen ganz eigenen Sound geschaffen, der in der deutschen Musikszene heraussticht. Mit seiner Musik möchte Nico einen Ort schaffen für Menschen, die sich oft allein fühlen – bei seinen Konzerten ist niemand wirklich allein. Sein Talent für ehrliches, vielschichtiges Storytelling hat Nico Laska nicht nur eine treue Fanbase eingebracht – liebevoll „Nico Laska Gang“ genannt – sondern auch einen Platz in den deutschen Albumcharts (#74). Mit Blick nach vorn steht nun sein zweites Studioalbum in den Startlöchern: BLUE erschien am 21. November 2025. Im Kern geht es auf dem Album darum, dem Traum eines Musikerlebens zu folgen – selbst dann, wenn es schwierig und beängstigend wird. Es geht um verlorenen Mut, aber auch darum, ihn durch die Menschen um einen herum wiederzufinden. Zur Feier des Albums geht Nico auf I’m Better Now Tour durch Deutschland. Für alle, die Pop und Alternative lieben – und für alle, die sich manchmal allein fühlen oder einen Platz zum Ankommen suchen: BLUE und die Tour erinnern daran, dass man nie wirklich allein ist.  Foto Credits: Marvin Contessi. <Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße

Noch bis Sonntag, 11. Januar: Ausstellung Suzanne Duchamp

(Petra)

Nicht nur, weil die Schirn jetzt für mich in Bockenheim „um die Ecke“ liegt, will ich unbedingt noch die Ausstellung von Suzanne Duchamp in der Schirn sehen. Sie soll gedanklich mein ausgiebiges Jahr mit der Zeit des „Neuen Frankfurt“ abrunden – nach der Arbeiter-Olympiade, dem ersten Lampionfest, dem Ernst-May-Fest und der Herbstakademie mit mehreren tollen Ausstellungen. Präsentiert wird das vielseitige, nicht weniger als 50 Jahre umfassende Schaffen der Künstlerin, die in den 1910er- und 1920er-Jahren zur Entwicklung des Dadaismus beigetragen hat. Obwohl Duchamps Werke in weltbekannten Sammlungen vertreten sind und sie zu Lebzeiten bestens in Kunstkreisen vernetzt war, blieb ihre künstlerische Bedeutung lange im Schatten ihrer Brüder Marcel Duchamp, Raymond Duchamp-Villon und Jacques Villon sowie ihres Ehemanns Jean Crotti.  Die Retrospektive zeigt rund 70, teils durch aufwändige Recherchen wiederentdeckte Werke, darunter experimentelle Collagen, figurative Darstellungen, abstrakte Gemälde und historische Fotografien sowie bedeutende Archivfunde. Neben ihren Dada-Arbeiten beleuchtet die Ausstellung Duchamps frühe kubistische Interieurs und Stadtlandschaften, ihre späten figürlichen Gemälde mit oftmals ironischen Untertönen, die Landschaften der 1930er- und 1940er-Jahre sowie ihr nahezu abstraktes Spätwerk. 

Foto: ©Schirn Kunsthalle Frankfurt 2025

Suzanne Duchamp – Retrospektive, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Gabriel-Riesser-Weg 3, Öffnungszeiten: dienstags – sonntags: 10 - 19 Uhr, donnerstags 10 - 22 Uhr, 24.12.2025 geschlossen, 25.12.2025 10 - 22 Uhr, 26.12.2025 10 - 19 Uhr 31.12.2025 10 - 17 Uhr, 01.01.2026 11 - 19 Uhr, Eintritt: 12 (10) Euro, barrierefrei

Dienstag, 13. Januar: MOTHER’S BABY PREMIERE

(Uwe)

Premierenfeier mit Sektempfang, Film und Filmgespräch nach dem Film mit Regisseurin Johanna Moder, Hauptdarstellerin Marie Leuenberger und Kameramann Robert Oberrainer. Dazu gibt es Grußworte von Dr. Stephan Hutter, Honorargeneralkonsul der Republik Österreich und Thomas Kalau, Stellvertretender Generalkonsul der Schweiz. 

Darum geht es im Film: Julia und Georg sehnen sich nach einem Kind. Eine neue Behandlung in Dr. Vilforts Klinik soll den Traum wahr werden lassen. Doch nach der Geburt wird das Baby sofort weggebracht. Als Julia endlich mit dem Kind vereint wird, spürt sie eine unerklärliche Distanz. Irgendetwas stimmt hier nicht. MOTHER’S BABY lief im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale und glänzt mit einem herausragenden Cast: Marie Leuenberger (Verbrannte Erde, Die göttliche Ordnung), Claes Bang (The Square), Hans Löw (Ich bin dein Mensch) und Julia Franz Richter (L’Animale).

Der Film läuft ab 15. Januar in den Kinos.

Cinema, Roßmarkt 7, Frankfurt am Main, Sektempfang; 20.00 Uhr / Filmbeginn: 20.30 Uhr
Foto: Verleih

Dienstag, 13. Januar: Remix Almanya - Eine postmigrantische HipHop-Geschichte

(Martin)

Was hat die Musik der sogenannten Gastarbeiter*innen der 1960er und 1970er Jahre und der Exilant*innen aus den 1980er Jahren mit dem aktuellen deutschen Gangsta-Rap zu tun? Welche Verbindung gibt es zwischen dem politischkulturellen Empowerment der 1. Generation, den Kämpfen um Staatsbürgerrecht in den 1990er Jahren und der schillernden popkulturellen Gegenwart? In ihrer Lesung remixen Murat Güngör und Hannes Loh Bilder, Texte, Songs und Filme aus 40 Jahren Almanya mit persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Debatten. Sie durchlaufen die vergessenen Jahre des HipHop-Oldschool, beleuchten den Einfluss der Wiedervereinigung auf die Geburt von Deutschrap und hinterfragen den Sound von Gangsta-Rap – und wir fragen nach Class, Race und Gender in dieser Geschichte des Empowerments. Und sie bringen einen Special Guest mit.

Dienstag, 13. Januar um 20.00 Uhr / Künstler*innenhaus Mousonturm / Saal
Foto: © Bruno_Alexander

Samstag, 17. Januar: Of/ 13 Gesänge über die verhinderte Aufklärung eines politischen Mordes – buback komplex

(Andrea) 

Der heutige Abend interessiert mich sehr. 1977, als Generalbundesanwalt Siegfried Buback in Karlsruhe ermordet wurde, war ich noch Grundschülerin, konnte das alles also weder verstehen noch einordnen. Später ging von den Fahndungsplakaten der RAF eine gewisse Faszination aus, so dass ich mich später intensiver mit Baader-Meinhof beschäftigte. 2007 erfuhr Michael Buback, dass für das Attentat die Falschen verurteilt wurden. 2010 wird das frühere RAF-Mitglied Verena Becker wegen dreifachen Mordes angeklagt und dann lediglich wegen Beihilfe zum Mord verurteilt. 2012 bestätigt sich, dass Becker geheime Informantin des Verfassungsschutzes gewesen ist. Seit wann?
Klingt wie ein Plot für einen Politthriller?
Autor Wolfgang Spielvogel hat den Prozessverlauf akribisch verfolgt und in dreizehn Gesänge gefasst.
Eine Musikerin und eine Sprecherin wagen sich in das Spannungsfeld zwischen alltäglicher Sprache und Epik, Gesetzestext und innerem Monolog und begeben sich auf eine performative Recherche. Mit Emilie Škrijelj (Akkordeon) / Nicole Horny (Sprache)
sowie Klängen und Stimmen von Ruth Fühner, Beate Jatzkowski, Sopo Kashakashvili Cornelia Niemann, u.a.

Text: Wolfgang Spielvogel, Künstlerische Leitung: Nicole Horny, Musikalische Leitung: Oliver Augst, Begleitung: Dr. Michael Buback, Dr. Wolfgang Kraushaar, Videodokumentation, Outside Ear Sprache: Sabine Loew, Tonmitschnitt und Recording: Marcel Daemgen, Produktionsleitung: Marie Kübler Dauer: ca. 60 Minuten anschließend Publikumsgespräch mit dem Autor Wolfgang Spielvogel. Kontakt für Reservierungsanfragen:

Weitere Vorstellungen in der AusstellungsHalle 1A (Frankfurt Sachsenhausen) sind am Do, 15. Januar 2026, 20 Uhr (Uraufführung)
Fr, 16. Januar 2026, 20 Uhr, So, 18. Januar 2026, 18 Uhr, mit anschließendem Gespräch in Anwesenheit von Dr. Michael Buback, Dr. Wolfgang Kraushaar und dem Autor Wolfgang Spielvogel
Foto: METEO 24_ EMILIE SKRIJELJ Credit Alicia Gardes

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach

Donnerstag 29. - Samstag 31. Januar: 9. Fabrik-Jazz-Festival 2026

(Daniela)

9. Fabrik-Jazz-Festival 2026! Das sind drei Abende voller Musik, Begegnungen und spontaner Momente erwartet die Besucher:innen – und wie immer in bester Zusammenarbeit mit der Jazz Initiative Frankfurt. In diesem Jahr finden die Konzerte im mittlerweile bestens eingespielten und klanglich hervorragenden Konzertsaal St. Bonifatius in Sachsenhausen statt.

Eröffnet wird das Festival am Donnerstag, 29.01. um 20:00 Uhr mit Danielsson / Parricelli / Pohjola. Drei europäische Klangvisionäre, die aus ihrer gebündelten musikalischen Energie eine fesselnde gemeinsame Klangästhetik formen. Besetzung: Lars Danielsson - bass, cello, John Parricelli - guitar, Verneri Pohjola - trumpet

Am Freitag, 30.01. um 20:00 Uhr freuen wir uns das Osgood-Scobel Quintet mit „Serious Play“ zu präsentieren. An diesem Abend treffen die fünf Musiker Kersten Osgood (dr), Sebastian Scobel (p), Theresia Philipp (alto-sax), Uli Kempendorff (tenor-sax) und Hans Glawischnig (b) aufeinander und man kann sich auf ein Highlight voller Virtuosität und Spielfreude freuen.

Zum Finale des 9. Fabrik-Jazz-Festivals, am Samstag, 31.01. feiern wir die Vielfalt und kreative Energie der jungen Frankfurter Szene. Drei Konzertreihen, die das ganze Jahr über regelmäßig monatlich von der Fabrik veranstaltet werden, vereinen sich an diesem Abend zu einem besonderen musikalischen Panorama. Ab 20:30 Uhr formiert der Pianist Paul Janoschka ein internationales Quartett mit Robert Wypasek (sax), Dae Bryant (dr) und Nadav Erlich (bass), dessen vielseitige musikalische Sprache zwischen Improvisation und komponierter Struktur vermittelt. Ab 21:30 schafft NI-KA, eine der markantesten Stimmen des deutschen Neo-Souls, Raum für neue Talente und frische Sounds zwischen Soul, Jazz und Hip-Hop. Es folgt um 22:30 Der Temporäre Elektronische Salon mit Oliver Leicht & Oli Rubow, die gemeinsame Klangräume zwisch en Jazz, Clubsound und Improvisation entwickeln. DJ 2cloudy leitet anschließend nahtlos die Afterparty ein.

Weitere Informationen: https://www.die-fabrik-frankfurt.de
Veranstaltungsort: Sankt Bonifatius Kirchenraum; Holbeinstraße 70, 60596 Frankfurt am Main
©Daniel Wetzel©Levi Ofoe©hr_Sascha Rheker 

Freitag, 30. Januar: OF/ 22 Bahnen

(Andrea)

Seit 12. Dezember sind die Tickets im Vorverkauf - ob es jetzt noch welche gibt?  Zu sehen gibt es heute  „22 Bahnen“ und dazu kredenzt Pana, soeben als Caterer des Jahres 2025 ausgezeichnet, herausragendem Lachs (schon vorgekostet), Kartoffelstampf, Kräuter-Seitling (für Vegetarier) und Mousse auch chocolat (für alle am Beckenrand). Klingt lecker? Dann nichts wie los in den Vorverkauf! 
Die Verfilmung des grandiosen Bestseller-Romans von Caroline Wahl orientiert sich stark an der literarischen Vorlage und findet in Laura Tonke eine Darstellerin, die auf dem Zenit ihres Schaffens agiert. Kulinarisch schwimmen wir zwar mit, aber diesmal auch ein wenig gegen den Strom: Panas Team ( fokussiert sich dabei auf eine herrliche Lachsvariation, die (natürlich) mit Sößchen und Stampf serviert werden wird. Einlass ab 18:30 Uhr, Filmbeginn 20 Uhr , Ticket: je 11,90 Euro – inkl. Gebühren, Sektempfang & Amuse-Gueule – keine Abendkasse. Parken: Kostenfrei auf dem ausgeschilderten Parkplatz an der Andréstraße, Einlass ausschließlich über die Andréstraße 71. Hauptspeisen kosten vor Ort jeweils 17,50 Euro, ein Dessert 5 Euro Der Vorverkauf startet genau … jetzt www.kinokulinarisch.de

Alte Schlosserei der EVO, Andréstraße 71, Offenbach

Samstag, 31. Januar: SCHWERELOS – Musik trifft Klettern

(Andrea)

Neulich kam die Nachricht, ich werde heute in den Cantatesaal gehen und meine beiden Lieblings-Flos endlich mal wieder live erleben. Mit dabei ist der Kletterer Alexander Huber, ein hübsches Add-on, auch wenn ich es nicht unbedingt mit Höhe und Klettern schon gar nicht habe. Trotzdem freue ich mich auf den Abend, mehr noch, dass das Crowdfunding erfolgreich war. Jetzt gibt es noch ein paar wenige Karten, daher der Hinweis auf diesen sicher wieder außergewöhnlichen Abend. Mehr noch, ein Gesamtpaket, denn wer morgen Klettern will, kann das in prominenter Begleitung in der DAV Kletterhalle tun. Voilà, jetzt der offizielle Hinweis: "Die Frankfurter Duo Formation THE OHOHOHs, lokal verwurzelt, experimentierfreudig, kultisch verehrt für ihre Mischung aus Klassischer Musik und Clubkultur, trifft auf Alexander Huber – einen der berühmtesten Extremkletterer unserer Zeit. Kaum ein anderer prägt das alpine Weltgeschehen so wie er: Free-Solo-Pionier, Expeditionslegende, Bestsellerautor, regelmäßiges Gesicht im BR und auf internationalen Bühnen und Hobby-Pianist. Wenn solch eine globale Ikone auf ein Duo trifft, das seine kreativen Gipfel aus der eigenen Stadt heraus erklimmt, entsteht ein Spannungsbogen, der bereits vor der ersten Note Gänsehaut schafft. „Schwerelos“ ist das Ergebnis dieser unwahrscheinlichen, fast filmreifen Begegnung – eine Show, die nicht nur erzählt, sondern spürbar macht, was passiert, wenn zwei Welten einander erstmals wirklich begegnen. Einlass 18:30 Uhr · Beginn 19:30 Uhr  https://www.theohohohs.de/de/schwerelos/

Klettern mit Alexander Huber und LIVE-Set der Ohs! Der Sonntag nach dem Konzert steht ganz im Zeichen des Kletterns: Alexander Huber gibt einen Kletterworkshop in der tollen DAV Kletterhalle in Frankfurt! Eine außergewöhnliche Gelegenheit, um gemeinsam mit einem Profikletterer diesen wunderbaren Sport zu zelebrieren und von den Besten zu lernen! Wir Ohs lassen uns diese wunderbare Gelegenheit nicht entgehen, schnappen unsere Instrumente und spielen vor Ort ein Set für Euch! Klettern und Musik - Mit THE OHOHOHS und Alexander Huber! Ort: DAV Kletterhalle Ffm, am 01.02.2026 von 11:00 bis 13:00, Kosten: 70,00 Euro, Anmeldung über: theohohohs(at)theohohohs.de

Cantatesaal der Volksbühne, Großer Hirschgraben 21

FEBRUAR 2026

Mittwoch, 11. Februar: hr-Bigband & Richard Bona

(Daniela)

hr-Bigband & Richard Bona

Seinen ersten Bass baute sich Richard Bona selbst aus Kisten und Fahrrad-Bremsseilen. Mittlerweile ist der Kameruner zu einem Weltstar geworden. Er gehört zu den weltbesten Bassisten, hat eine faszinierende Singstimme und spielt zahlreiche weitere Instrumente. Zusammen mit der hr-Bigband bringt er ein grooviges Programm auf die Bühne, das nicht nur musikalisch exquisit ist, sondern auch einfach gute Laune macht. 
Als Richard Bona als Dreizehnjähriger Aufnahmen vom US-amerikanischen Bassisten Jaco Pastorius hörte, war es um ihn geschehen. Die Virtuosität des “Weather Report”-Bassisten findet in Bonas Spiel ihren Widerhall. Er erfand sich selbst nach diesem Hörerlebnis musikalisch neu, hatte er zuvor doch zahlreiche andere Instrumente erlernt. Von dem Moment an gehörte Bonas Herz dem Bass. Neben Jazz betätigt der Grammy-Preisträger sich hoch erfolgreich in anderen Genres wie Afropop und Weltmusik. Er geht unbeirrt seinen Weg, der ihn von Kamerun über einen kurzen Aufenthalt in Deutschland nach Paris und von dort, als seine Arbeitserlaubnis von den französischen Behörden nicht verlängert wurde, weiter nach New York führte, wo Bona heute noch lebt.  

Für das musikalische Establishment war er ein Unbequemer, weil er sich nicht dem Diktat des wirtschaftlichen Erfolgs unterwarf, sondern die Musik machte, die ihm am Herzen lag. Und das waren oft genug Songs für und über die Außenseiter, die Marginalisierten, die Underdogs. Dass er damit genau richtig lag, beweisen seine zahlreichen Preise und Nominierungen für seine Alben. Richard Bona ist selbst mittlerweile ein Name, den andere sich in ihre Biografie schreiben, aber auch er hat mit den Größten der Musikwelt zusammengearbeitet, darunter Herbie Hancock, Quincy Jones, Chick Corea, Sting und Stevie Wonder. 

Videoausschnitt: https://youtu.be/PjcCoRYCYPw?si=GCUUbCTQtXiysZAf

Richard Bona, Bass/Gesang; Michael Philip Mossman, Leitung
Datum: Mittwoch, 11. Februar, 20 Uhr, Alte Oper Frankfurt

Tickets und Infos: Frankfurt Alte Oper Tickets: 66€ / 55€ / 44€ / 33€ / 22€ (069) 155 2000
Außerdem:  10 FOR TEENS – Für alle uter 20 Jahren! Limitierte Tickets für 10,– € (Ohne RMV) 
und U30 – FÜR ALLE UNTER 30 JAHREN! Bis zu 50 % vergünstigte Tickets für alle Eigenveranstaltungen der hr-Bigband.

BEREITS ANGEKÜNDIGT, LÄUFT ABER NOCH EINE WEILE

Bis Januar: Ausstellung „Die Zeit hat kein Zentrum – Werke aus der Kunstsammlung Ulrike Crespo“

(Daniela)

Ulrike Crespo (1950–2019) war Stifterin, Psychotherapeutin, künstlerische Fotografin – und leidenschaftliche Kunstsammlerin. Die Ausstellung im Crespo Open Space zeigt erstmals rund 120 Werke aus der privaten Sammlung Ulrike Crespos, deren Bandbreite von Malerei und Fotografie über Arbeiten auf Papier bis hin zu Skulpturen und einer Video-Installation reicht. Die Ausstellung unterstreicht die Qualitäten einzelner Werkgruppen und die Stärken von Einzelwerken.

Das Sammler-Gen mag Ulrike Crespo von ihrem Großvater Karl Ströher geerbt haben, ihre Sammlung zeugt jedoch von einem unabhängigen, sehr eigenen Blick auf das individuelle Werk auch im Kontext des jeweiligen Œuvres der Künstler:innen. Hier folgt Ulrike Crespo ihrem Gespür, ihrem Engagement für Künstlerinnen und ihrer Vorliebe für die Darstellung der weiblichen Figur.

Zugleich lag Ulrike Crespos Augenmerk auf der Förderung junger und unbekannterer Positionen. Der darin verborgene Freiraum und die damit verbundene Entdeckerfreude werden für die Besucher:innen dieser Ausstellung sichtbar.
Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Mario Kramer.

Zeiten: Mo., Do., Fr. 14–20 Uhr und Sa., So. 11–18 Uhr, Ort: Open Space, Weißfrauenstraße 1—3, 60311 Frankfurt
Eintritt frei

Noch bis Sonntag, 04. Januar: Ausstellung Stephanie Comilang in der Schirn

(Petra)

Die Ausstellung verbindet den für den Inselstaat der Philippinen prägenden Ozean und die Seefahrt mit Fragen zur Indigenen Kultur und zum kulturellen Austausch. Comilang befasst sich mit migratorischen Erfahrungen und erkundet Ökonomie, Arbeit und Technologie und postkoloniale Verflechtungen in einem globalen Zusammenhang. Ihre aufwändig produzierten und raumgreifend installierten Filme nennt sie selbst „science fiction documentaries“. Mensch und Natur, Heimat, Arbeitsmigration und Diaspora sowie der Umgang mit Ressourcen sind wiederkehrende Anliegen ihrer vielschichtigen Erzählungen über Zukunft und Vergangenheit. Tief dringt Comilang in den jeweiligen Kontext ein und kombiniert Recherchen und historische Fakten mit fiktionalen Elementen und persönlichen Erzählungen unterschiedlicher Protagonist*innen, wobei immer wieder Fragen der Zugehörigkeit und die Suche nach der (eigenen) Identität aufscheinen. So widmet sich „Search for Life I“ dem Lebensalltag eines philippinischen Matrosen und Künstlers auf einem Frachtschiff sowie einem Floristen, der dem Leben auf See entkommen ist, und setzt ihre Biografien in Verbindung mit einer Erzählung über den Monarchfalter, einem Wanderfalter, der enorme Entfernungen überwindet. Der zweite Teil des filmischen Diptychons verwebt Geschichten zum Wandel der traditionsreichen Perlenfischerei in der Begegnung mit Indigenen Tauchern, mit der einen Zuchtbetrieb leitenden „Mother of Pearls“ sowie mit einer emiratisch-philippinischen Migrantin der zweiten Generation, die als Tänzerin einer K-Pop-Gruppe zwischen den Kulturen steht. Comilang konfrontiert Märchenhaftes mit harten Realitäten. Fiktion und Authentizität vereint die Künstlerin technisch durch eindrucksvolle, mit Drohne und Smartphone gefilmte High-End-Produktionen, die sie mit Lo-Fi-Aufnahmen wie Vlog-Vignetten oder Livestreams verbindet.

Foto: Portrait Stephanie Comilang© Trevor Good, Courtesy of the Artist and ChertLüdde, Berlin; Daniel Faria Gallery, Toronto, und Fundación TBA21, Madrid

Stephanie Comilang – Soloausstellung, Ort: Schirn Bockenheim, Adresse: Gabriel-Riesser-Weg 3, Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags - sonntags 10 - 19 Uhr, donnerstags 10 - 22 Uhr, Eintritt: 8 (6) Euro, barrierefrei

Donnerstag, 22. Januar - Sonntag, 25. Januar 2026: The Frankfurt Art Experience Galerienwochenende im TRIANON Hochhaus

(Petra)

Der Start im Januar 2025 war grandios – begeisterte Besucher*innen, beglückte Galerist*innen, „volles Haus“ und gute Laune: Im TRIANON Hochhaus standen an einem Wochenende zwei Etagen für die Frankfurter Galerist*innenszene zur Verfügung. Diese geballte Kunst mit bester Aussicht war kaum zu toppen – jetzt kommt eine zweite Auflage, die noch größer sein wird: Ein zusätzliches Stockwerk, ein weiterer Programmtag sowie verlängerte Zeitslots schaffen mehr Raum, mehr Sichtbarkeit, mehr Kunst. Frankfurter Galerien agieren als Gastgeber und laden jeweils eine Partnergalerie aus ihrem Netzwerk ein. Das freut mich sehr, denn Urban Media Project – und allen voran Oliver Kremershof – hatten sich sehr dafür engagiert: und der Erfolg gibt ihnen recht. Ich bin keine Kunst-Expertin, doch meinem Gefühl nach ist es zusammen mit dem etablierten Format des herbstlichen Galerien-Eröffnungswochenendes und vielen Engagierten gelungen, das Thema Galerien in Frankfurt auf ein „next level“ zu heben.

Foto: ©Urban Media Project

The Frankfurt Art Experience – Galerienwochenende, Ort: TRIANON Hochhaus, Adresse: Mainzer Landstr. 16, Öffnungszeiten: 22.01., 20 - 23 Uhr, 23.01. + 24.01.: 11- 20 Uhr, 25.01.: 11 - 18:30 Uhr: Eintritt: online 25 (15) EURO, Tageskasse 30 EURO, Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren frei, Eröffnungsevent 60 EURO, Tickets und weitere Infos gibt’s hier , barrierefrei

Bis Sonntag, 15. Februar: „SOLASTALGIE. Spaziergänge durch veränderte Landschaften“ im Museum Giersch

(Petra)

Landschaften sind ständigen Veränderungen unterworfen – ein Prozess, der im Zeitalter des Klimawandels besonders sichtbar und oft auch zerstörerisch wird. Können Landschaften zugleich schön und gefährdet sein? Die Ausstellung stellt diese Ambivalenz in den Mittelpunkt und fragt nach unserem gespaltenen Verhältnis zur Umwelt. Historische Landschaftsgemälde treffen auf zeitgenössische Positionen, die Verletzlichkeit, Trost und Hoffnung in der Natur reflektieren. Das Konzept der Solastalgie, geprägt 2005 vom australischen Philosophen Glenn Albrecht, beschreibt das Gefühl der Trauer über eine bedrohte Heimatlandschaft – und zugleich die Sehnsucht nach Trost und Verbundenheit. Die Sammlung Giersch legt den Schwerpunkt auf historische Landschafts- und Genremalerei des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts sowie Tier- und Aktplastiken. Die neue Ausstellung verbindet deren historische Landschaftsgemälde mit zeitgenössischen Arbeiten, die aktuelle Fragen der Umwelt und Landschaftsveränderung verhandeln: von urbanen Brachflächen über Umweltverschmutzung bis zur persönlichen Begegnung mit Natur. Sieben zeitgenössische Künstler*innen eröffnen neue Blickwinkel auf das Spannungsfeld zwischen Ästhetik, Wandel und Hoffnung. So wird Solastalgie zu einem sinnlichen Spaziergang durch Zeiten, Medien und Perspektiven – ein Erleben von Landschaft als wandelbar, fragil und verbindend. Die Ausstellung markiert das 25-jährige Bestehen des Museums und zugleich dessen 10-jährige Zugehörigkeit zur Universität. 

Foto: Ei Arakawa-Nash: Harsh Citation, Harsh Pastoral, Harsh Münster (2017) © Henning Rogge, Ei Arakawa-Nash & Skulptur Projekte

„SOLASTALGIE. Spaziergänge durch veränderte Landschaften - Ausstellung, Ort:  Museum Giersch der Goethe-Universität, Schaumainkai 83, 28. bis 30. November Jubiläumswochenende (Eintritt frei, umfangreiches Programm hier), Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, an Feiertagen 10 - 18 Uhr, auch wenn diese auf einen Montag fallen, 24.12., 31.12. 2025 und 01.01.2026 geschlossen, Eintritt: 7 (5) Euro bzw. Zukunftsticket: wer mit ÖPNV/Rad, zu Fuß anreist, erhält an der Kasse Ermäßigung, barrierefrei

Noch bis 15. Februar: Bad Homburg/ Nachtleben

(Andrea)

Da sind die inzwischen schon ikonischen Fotografien von Sandra Mann von einem sinnlich lächelndem Ricardo Villalobos, Sandra mit Bart oder Tanzende im MTW, Schallplatten und der Sonnenaufgang nach einer durchtanzten Nacht. Aber auch eine Installation aus allerlei Küchenutensilien in Form eines Käutzchens und Klängen von Dominik Eulberg. Das Sinclair-Haus lädt ins Nachtleben und zeigt die Nacht voller Leben. “Unsere Sinne sind für ein Leben in der Dunkelheit wenig geeignet, aber zahlreiche andere Tiere schwirren, schleichen oder schweben ganz selbstverständlich durch die Nacht. Dunkelheit verunsichert uns: Sie beraubt uns der Farben und Details; sie macht uns tapsig und tastend. Kulturell steht Licht für Erkenntnis, Sicherheit und Fortschritt, die Dunkelheit aber ist mit dem Unheimlichen, auch Grauenhaften aufgeladen. Diese Ausstellung lädt dazu ein, die Nacht und die Dunkelheit neu zu entdecken: als Lebensraum, den wir mit unzähligen anderen Wesen teilen. Wie erleben wir die Dunkelheit – und wie erleben sie nachtaktive Tiere? Wie begegnen wir ihnen und sie uns? Was schenkt uns die Dunkelheit? Was verlieren wir, wenn wir die Nacht maßlos erhellen?” Besonders gefallen hat mir übrigens die WANDERUNG DURCH DIE LAUSITZ von Sven Johne.
Begleitend gibt es ein spannendes Programm, daher: https://kunst-und-natur.de/museum-sinclair-haus/startseite

Noch bis März 2026: Spurensuche 6 “Frankfurt vergisst nicht“

(Daniela)

Das Eintracht Frankfurt Museum und sein Leiter Matthias Thoma machen eine hervorragende Erinnerungsarbeit! Ich bin sehr froh, dass ich 2019 bei der Spurensuche Helmut „Sonny“ Sonneberg persönlich kennelernen durfte. Er hat uns damals in der EZB gezeigt, wo der Zug hielt, der ihn als kleiner Bub ins KZ deportiert hat. Das war sehr bewegend! Helmut „Sonny“ Sonneberg, Holocaustüberlebender und über 75 Jahre Eintracht-Fan war ein herausragender Repräsentant des Vereins. Er ist im Alter von 91 Jahren 2023 verstorben.

Am Dienstag, den 23. September 2025, startete unter dem Titel „Frankfurt vergisst nicht“ die sechste Ausgabe ihres Spurensuche-Projekts. Sie schreiben:
"In den kommenden Wochen stehen die Sport-Vereine in und um Frankfurt im Zentrum. Wir möchten Vereinsvertreter und -vertreterinnen motivieren, ihre eigene Geschichte aufzuarbeiten und ihnen dabei fachliche Unterstützung bieten. Die Vorträge stellen mustergültige Best Practice-Beispiele für die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit dar und sollen zur eigenständigen Recherche inspirieren.

Die Spurensuche wird organisiert vom Museum und dem Bereich Fans & Fankultur der Fußball AG sowie dem Fritz Bauer Institut und dem Sportkreis Frankfurt.

Dienstag, 11. November 2025: Vortrag „Ruderverein Germania im Nationalsozialismus“, Kirsten Schwartzkopff
Dienstag, 27. Januar 2026: Vortrag „The making of `Jew Clubs´“, Pavel Brunssen
27.-29. März 2026: Abschlussreise nach Kassel 

Kontakt: 
Eintracht Frankfurt Museum GmbH, Mörfelder Landstr. 362, http://museum.eintracht.de
Auf dem Foto:  Helmut „Sonny“ Sonneberg und Matthias Thoma

Bis Sonntag, 11. Januar 2026: Ausstellung „New Beginnings: Philippines Photographic Art“ im Fotografie Forum Frankfurt

(Petra)

Die Philippinen – ein Archipel aus über 7.000 Inseln und mehr als 130 Sprachen – sind ein Land vieler Stimmen und Identitäten. Diese kulturelle, soziale und geografische Vielfalt prägt auch die zeitgenössische Fotografie des Landes. Sie ist ständig in Bewegung – wandelbar in Form, Bedeutung und Aussage. Geprägt von in einer komplexen Kolonialgeschichte und von sozialen Gegensätzen, beleuchtet die philippinische Fotokunst Momente des Wandels und der Resilienz. Mit experimentellen Porträts, Installationen und dokumentarischen Ansätzen rücken die Arbeiten von Nana BuxaniXyza Cruz BacaniTommy HafallaGina OsterlohWawi NavarrozaAugustine ParedesVeejay Villafranca und MM Yu individuelle Perspektiven, gelebte Realitäten und kulturelle Prozesse in den Fokus. Vor dem Hintergrund der visuellen Kultur des südostasiatischen Archipels setzen sich die Künstler*innen mit Themen wie Identität, Wanderarbeit, Spiritualität, Erinnerung, dem Konzept von Heimat, Umwelt sowie dem Leben indigener Gemeinschaften auseinander. All dies wirft ein substanzielles Licht auf sowohl persönliche Erzählungen als auch übergeordnete gesellschaftliche Reflexionen und gibt Einblick in eine Region mit dynamischen Talenten, die in Europa bisher kaum sichtbar waren.

Foto: ©FFF2025, Bild: Gina Osterloh, Looking Back I Accepted Your Invitation, 2005, from the series “Somewhere Tropical” © Gina Osterloh, Courtes

New Beginnings: Philippine Photographic Art, kuratiert von Patrick Flores, Andrea Horvay und Celina Lunsford, ein Beitrag des Fotografie Forum Frankfurt anlässlich des Ehrengastauftritts der Philippinen auf der Frankfurter Buchmesse 2025, “Fantasie beseelt die Luft”, Ort: Fotografie Forum Frankfurt, Adresse: Brauchbachstraße 30 - 32,  (Öffnungszeiten: dienstags – sonntags 11 – 18 Uhr, Eintritt: 7 (4) Euro, barrierefrei

Bis Sonntag, 18. Januar 2026: Ausstellung philippinischer Architektur “Sulog“ im DAM

(Petra)

Die zeitgenössische philippinische Architektur befindet sich an der Schnittstelle von miteinander verbundenen und sich überschneidenden Kräften. Sie wird heute als ein kontinuierlicher Fluss von Menschen, Orten und Prozessen definiert, der über die Grenzen des Landes hinausreicht. Der Begriff „Sulog„, der aus der Sprache der Menschen aus der Provinz Cebu stammt und „Wasserströme“ bedeutet, bringt das dynamische Auf und Ab der philippinischen Architektur auf den Punkt. Diese ist aus einem inselartigen Umfeld hervorgegangen und ist verwoben mit den Querströmungen der zahlreichen Einflüsse und dem Austausch von Netzwerken.vDie Ausstellung ist inspiriert von der Vorstellung des Anthropologen Arjun Appadurai vom Global Cultural Flow“ (1990). Dieser versteht den Begriff als ein sich kreuzendes transnationales Netzwerk des Austauschs zwischen Menschen, Gütern, Wirtschaft, Politik und Ideen. Er schlägt vor, dass wir diese kulturellen Ströme über geopolitische Grenzen hinweg anhand der fünf Dimensionen Ethno-Landschaften, Technik-Landschaften, Finanz-Landschaften, Medien-Landschaften und Ideen-Landschaften verstehen müssen. Die Neukonzeptionierung der philippinischen Architektur lässt sich in drei miteinander verflochtene Themen einteilen: „Menschen als Netzwerk, „Orte als Fluss“ und „Prozess als Ströme“.Ich bin sehr gespannt auf neue Impulse aus dem Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse!

Foto: Parang Maguindanao del Norte Province 2024  ©STUDIO IMPOSSIBLE PROJECTS, Patrick Kasingsing

Sulog – Philippinische Architektur im Spannungsfeld, Ausstellung, Kuratorenteam: Edson Cabalfin, Patrick Kasingsing, Peter Cachola Schmal, National Commission for Culture and the Arts (NCCA) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum (DAM), Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, (Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags - sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11-20 Uhr), Eintritt: 12 (7) Euro, barrierefrei

bis Februar 2026: Of/ „eins. 1-6 +1“

(Andrea) 

Jule Wertheimer, Mike Schäfer und Pierre Verago von der Hochschule für Gestaltung haben sich zu dem Kollektiv neue kunstfreunde zusammengeschlossen. Mit ihrer Initiative möchten sie zeitgenössische künstlerische Positionen fördern und neue Räume für Kunst und Austausch schaffen – in Institutionen ebenso wie an unabhängigen Orten. Über einen Open Call, der sich an Studierende von Kunsthochschulen und deren Umfeld richtete, haben sie junge Kunstschaffende aus dem Rhein-Main-Gebiet und aus dem gesamten Bundesgebiet mit ganz unterschiedlichen Positionen ausgewählt, deren Arbeiten jetzt in verschiedenen Zyklen im OG des Haus der Stadtgeschichte zu sehen sind. „eins. 1“  ist seit 10. Juli zu sehen und präsentiert Arbeiten von Annie Devlin, Anton Andrienko, Ivan Hanzha,  Nathanja Fetzner, Christian Leicher, Sookhyang Oei Kim, Eunyoung Lee und Xiaoyi Zhang. „eins. 2“ widmet sich in einer Einzelausstellung beginnend am 14. August, 18 Uhr Julian Wolfgang Schreiner, der am 11. September, 18 Uhr, von der Werkschau „eins. 3“  mit Ron Wohler, Henning Gundlach,  Klara Stefanovicova, Ramón Loesch, Verónica Aguilera Carrasco, Melina Brass und Rebekka Homann abgelöst wird. „eins 4“ wird am 9. Oktober, 18 Uhr, eröffnet, bis 12. November zeigen Leon Scheiblich und Yixuan Hu Einblick in ihr Schaffen. Am darauffolgenden 13. November, wird um 18 Uhr „eins. 5“ eröffnet, dann wird, ebenfalls eine Einzelausstellung, jetzt mit Arbeiten von Isabell Ratzinger zu sehen sein. Lukas Niedermeier, Roman Cherezov, Laia Martí Puig, Barbara Mährlen, Tobias Becker, Johanna Disch und Tomas Loureiro Goncalo stellen ab 11. Dezember in „eins. 6“ aus. Mit „eins +1“, Eröffnung am 15. Januar, um 18 Uhr, endet der erste Ausstellungszyklus. Zu sehen sind dann Arbeiten von Isabell Meldner und Yesul Lee. 

Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 64, Offenbach

Noch bis Sonntag, 08. Februar: Ausstellung Hélène de Beauvoir „Mit anderen Augen sehen“, Opelvillen Rüsselsheim

(Petra)

Die Weihnachtspause finde ich eine gute Gelegenheit, etwas Neues zu entdecken, oder etwas, das ich mir schon das ganze Jahr über vorgenommen hatte, endlich zu machen: zum Beispiel einen Trip nach Rüsselsheim. Hélène de Beauvoir stand lange im Schatten ihrer Schwester Simone de Beauvoir – eine der großen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts und Ikone der Frauenbewegung. Ohne Zweifel beeinflusste Simone de Beauvoir Hélènes Leben und Arbeit auf eine sehr tiefgreifende Weise, dennoch steht das Werk der Malerin für sich. In der Ausstellung wird die vergessene Künstlerin und ihr vielschichtiges Werk neu bewertet werden. Präsentiert wird die erste museale Ausstellung zum Werk der Malerin Hélène de Beauvoir in Deutschland. Mit 177 Leihgaben aus den Jahren 1925 bis 1994 wird die gesamte Spannweite ihres Schaffens mit Kupferstichen, Aquarellen, Acrylbildern und Ölgemälden gewürdigt und dabei bislang unberücksichtigte Thematiken fokussiert. Kunst bedeutete für Hélène de Beauvoir eindeutig einen Akt der Befreiung: Herrschende Rollenbilder legte sie offen und machte in klar verständlicher Bildsprache auf die Lage der Frau aufmerksam. Bisher unbekannte Malereien erweisen sich nun als Schlüsselwerke. Die hochkarätigen Leihgaben stammen aus Frankreich, Italien, Deutschland, England und der Schweiz.

Foto: Hélène de Beauvoir Selbstportrait, ©Privatsammlung Ute Achhammer

Ausstellung Hélène de Beauvoir „Mit anderen Augen sehen“, Ort: Opelvillen Rüsselsheim, Adresse: Ludwig-Dörfler-Allee 9, Rüsselsheim, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, 25.+26.12. 10 - 18 Uhr, 01.10.2026 12 - 18 Uhr, an den Feiertagen mit Führungen um 15 Uhr, Eintritt: 10 (6) Euro, barrierefrei

Bis Freitag, 13. Februar 2026: Ausstellung „Akut“

(Petra)

In einer Welt, die von Geschwindigkeit, Veränderung und Krisen geprägt ist, wird akutes Handeln zur Notwendigkeit. Es sind diese kurzen Momente, in denen Entscheidungen getroffen und Handlungen unausweichlich werden – sei es in Politik, Gesellschaft, Medizin, im persönlichen Umfeld oder in der Fotografie. Letztere macht das Flüchtige sichtbar: Fotograf*innen entscheiden im Bruchteil einer Sekunde über Bildausschnitt, Fokus, Auslöser. Die Ausstellung „Akut“ zeigt fotografische Arbeiten, die die Dringlichkeit des Moments einfangen. die Intensität des Hier und Jetzt widerspiegeln – dokumentarisch, abstrakt oder inszeniert. Themen wie gesellschaftliche Konflikte, ökologische Herausforderungen oder persönliche Grenzerfahrungen werden so zu visuellen Zeugnissen des Augenblicks und fordern neue Perspektiven auf die Gegenwart. Damit richten Mitglieder der „Freelens“ Regionalgruppe Rhein-Main den Blick auf die Dynamiken der Region Frankfurt und Rhein-Main sowie deren Bedeutung für die großen Fragen der Gegenwart. Die Ausstellung findet im zeitlichen Umfeld der Ernennung von Frankfurt Rhein-Main zur World Design Capital 2026 statt und versteht sich als fotografischer Beitrag zu einem breiteren gesellschaftlichen Diskurs über Zusammenleben, Demokratie und Gestaltung.

Foto: ©Samira Schulz 

Akut – Ausstellung von Mitgliedern der „Freelens“ Regionalgruppe Rhein-Main, Ort. Haus am Dom, Adresse: Domplatz 3, Öffnungszeiten: täglich 9 - 17 Uhr, samstags und sonntags 11 - 17 Uhr, Eintritt: frei 

Noch bis Sonntag, 22. Februar: Ausstellung „Helen Frankenthaler moves“ im Museum Reinhard Ernst, Wiesbaden

(Petra)

Mich interessiert vor allem auch das Gebäude des renommierten Architekten Fumihiko Maki. Zur Eröffnung des noch recht neuen Museums in Wiesbaden hatte sich eine teilweise kritische Diskussion um Mäzenatentum und öffentliche Interessen entfacht: für die Stadtgesellschaft ist diese Gabe des Unternehmers und Sammlers Ernst sicherlich eine Bereicherung. Aber ich habe sie mir noch immer nicht angeschaut. Neben der Sammlungspräsentation lädt das Museum mit der Ausstellung „Helen Frankenthaler moves“ dazu ein, die wegweisende Kunst der US-Amerikanerin im Dialog mit der Gegenwart zu erleben: Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess haben teilweise bisher nicht gezeigte Arbeiten Frankenthalers aus der Sammlung Reinhard Ernst ausgewählt und eine gemeinsame Hängung mit ihren eigenen Werken in Szene gesetzt. Dies zeigt eindrücklich, dass Frankenthalers malerische Vielfalt und ihr Pioniergeist bis heute bewegen. So wird eine Geschichte erzählt, die bei ihr beginnt und von den drei Künstler*innen eigenständig erweitert und souverän fortgeschrieben wird. Dieses außergewöhnliche Ausstellungserlebnis gewährt erneut einen Einblick in die weltweit größte private Sammlung von Frankenthalers Werken und eröffnet zugleich vielfältige Begegnungen mit zeitgenössischer abstrakter Malerei aus Deutschland und der Schweiz.

Foto: ©Helen Frankenthaler Foundation, VG Bild-Kunst, Bonn (2025), nach: Museum Reinhard Ernst

Helen Frankenthaler moves – Ausstellung mit Arbeiten von Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess, Ort: Museum Reinhard Ernst, Adresse: Wilhelmstraße 1, Wiesbaden, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 12 - 18 Uhr, mittwochs 12 - 21 Uhr, 26.12. und 01.01.2026 12 - 18 Uhr, Eintritt: 14 (12) Euro, barrierefrei

Noch bis Sonntag, 01. März: Anatomie der Fragilität - Körperbilder in Kunst und Wissenschaft im Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Die Art und Weise, wie Menschen Körper betrachten, wahrnehmen und darstellen ist im ständigen Wandel. Kunst und Wissenschaft haben seit jeher mit Bildern von Körpern Geschichten über das Menschsein erzählt. Im Wandel der Epochen entstanden immer wieder neue Körperbilder und Deutungen. Die Ausstellung verwebt Objekte aus unterschiedlichen Bezugsfeldern und Zeiten: von den idealisierten Körperdarstellungen der archaisch-griechischen Kunst über religiöse Votivgaben als Bitten um Heilung sowie spektakuläre anatomische Wachsfiguren aus dem 18. Jahrhundert bis zu neuesten Bildern der medizinischen Forschung, bei denen wir virtuell durch ein schlagendes Herz reisen. Die Schau stellt all dies den Werken zeitgenössischer Künstler*innen gegenüber, die ein verändertes Gefühl der Körperlichkeit, deren Umdeutung und den Ruf nach einem neuen Menschenbild zum Ausdruck bringen. Die Ausstellung spiegelt die programmatische Ausrichtung des Frankfurter Kunstvereins wider, bei der die aktuelle Kunst und die Wissenschaften als gleichwertige Ausdrucksformen menschlichen Wissensdrangs und der Sinnsuche befragt werden. So waren zur Zusammenarbeit eingeladen: die Goethe-Universität Frankfurt – vertreten durch Artefakte aus der Antikensammlung und des Skulpturensaal sowie aus der Moulagensammlung der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie; Universitätsmedizin –, die Universität Bologna – vertreten durch die anatomischen Wachsfiguren der Sammlungen “Luigi Cattaneo” und des Museums Palazzo Poggi –, die Justus-Liebig-Universität Gießen – vertreten durch anatomische Votive aus der Sammlung Ludwig Stieda aus dem Bestand der Antikensammlung der Professur für Klassische Archäologie – sowie die Privatsammlung Hans und Benedikt Hipp, die ebenfalls anatomische Votive beisteuerte.

Foto: Omkaar Kotedia©The Alternative Limb Project

Anatomie der Fragilität  - Körperbilder in Kunst und Wissenschaft, Ausstellung mit Begleitprogramm, kuratiert von Franziska Nori, Anita Lavorano, Pia Seifüßl und Angel Moya Garcia, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus am Römerberg, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 - 19 Uhr, donnerstags11 - 21 Uhr, Eintritt: 10 (6) Euro, barrierefrei

Bis 15. März: OF/ Internationale Kinderbuchausstellung

(Andrea)

Kinderbücher sind klasse und es fiel mir unendlich schwer, als das KInd vor einigen Jahren beschloss, dass für ihre Bücher jetzt kein Platz mehr sei, alle in den Bücherschrank zu bringen. Ein paar meiner Lieblingsbücher habe ich behalten, “Frerk der Zwerg” zum Beispiel, “Die Reise zum Mond” oder “Das 99. Schaf”. Alles Titel, die sicher nicht in der Kinderbuchausstellung zu finden sind. Dafür eine Menge anderer toller Bücher.. Drei Monate lang feiert die Kinderbuch-Ausstellung 70. Geburtstag und schaut zurück auf sieben Jahrzehnte Bilderbuch. Was ist alles auf dem Bilderbuchmarkt los gewesen, welche Ausgaben sind heute Kult, und was würde heute nicht mehr so im Regal landen? Und was erwartet das Kinderbuch wohl in der Zukunft? Daneben zeigt die Kinderbuchausstellung wie in jedem Jahr zahlreiche Neuerscheinungen aus vielen Ländern, die besonders schön gestaltet oder erzählt sind.
Die Ausstellung zeigt auf, wie sich die Themen und die Formensprache im Laufe der Zeit verändert haben. Wurde noch in den fünfziger Jahren oftmals eine heile Kinderwelt mit festgefügten Rollenbildern dargestellt, ändert sich das spätestens im Laufe der siebziger Jahre. Progressive Kinderbuchverlage edierten kritische Bücher für Kinder und schufen so ein ganz neues Feld des Kinderbuchs. Die kindlichen Sorgen und Probleme wurden ernst genommen und thematisiert. Technische Entwicklungen, gesellschaftliche Umbrüche und Problematiken wurden zunehmend auch zum Thema im Bilderbuch. Krieg, Flucht, Diskriminierung wurden aus kindlicher Perspektive dargestellt. In den letzten Jahren veränderten emanzipatorische Bewegungen auch die Bücher für Kinder sehr stark. Alte Rollenbilder wurden aufgebrochen und in Frage gestellt. Stereotypen wurden hinterfragt und die gesellschaftliche Vielfalt entwickelte sich zu einem Thema in den Bilderbüchern der letzten 10 Jahre. Bücher, die Kinder dazu ermuntern, ihre Körper, ihre sexuelle Orientierung und die Vielfalt an eigenen Fähigkeiten wertzuschätzen, finden sich zunehmend auf dem Bilderbuchmarkt.
Natürlich haben sich nicht nur die gewählten Thematiken, sondern auch die Bildsprache im Laufe der Jahre sehr verändert, wobei sich die zeitgenössische Bilderbuchillustration vom Illustrationsstil der fünfziger und sechziger Jahre inspirieren lässt. 

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Bis Donnerstag, 16. April: Frankfurter Kunstsäule mit Daniel (und Felix) Hartlaub

(Petra)

Aus der Werkausgabe bei Suhrkamp wissen wir, dass der Zeichner und Autor Felix Hartlaub (1913-1945, Sohn des Namensgebers der Neuen Sachlichkeit, des Kunsthistorikers und damaligen Direktors der Mannheimer Kunsthalle Gustav Friedrich Hartlaub) bereits als Kind düstere, apokalyptische Tuschezeichnungen angefertigt hat, die versehrte Kriegsrückkehrer ins Zentrum stellten. Seine Geschichte vom Jungen, die er vor etwa 100 Jahren in 16 Zeichnungen erzählte, schildert imaginäre Abenteuer seines Alter Ego in der Welt. Im Führerhauptquartier als Mitarbeiter für das Kriegstagebuch der Wehrmacht eingesetzt, gelang es ihm, eigene Texte herauszuschmuggeln, die seine äußeren und inneren Wahrnehmungen aus dieser Zeit beschreiben. Felix Hartlaubs kurzes Leben und sein ungeklärter Tod in den letzten Kriegstagen hinterließen einige Geheimnisse. Daniel Hartlaub plant nunmehr einen Film über seinen 1945 in Berlin verschollenen Onkel, und die KunstSäule beleuchtet dieses Filmthema in einer besonderen Kooperation mit dem englischen Künstler Keith Rodway. Im Frühjahr 2025 haben die beiden Künstler in England bereits eine gemeinsame Schau zu Felix Hartlaub realisiert. Für den Felix-Hartlaub-Film plant sein Neffe eine animierte Imaginationsebene, die teilweise auf der KunstSäule zu sehen sein wird. In den Bildern von Hartlaub oszilliert Felix Hartlaubs Leben zwischen Kunst, Krieg und NS-Regime. Die Litfaßsäule erinnert so an eine zerrissene Zeit, und Parallelen zu heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen sind unübersehbar.

Bild: ©Daniel Hartlaub

Vanished – The Curious Life and Death of Felix Hartlaub, kuratiert von Katrin Kobberger,  Ort: KunstSäule Frankfurt, Adresse: Am Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Ecke Gutzkowstraße), Uhrzeit: 19 Uhr, Öffnungszeiten:24/7, Eintritt: frei

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Vorschau auf den 1. Mai 2026

(Andrea)

Man möge mir verzeihen, es ist absurd, aber ich freue mich schon jetzt auf den 1. Mai (!). Und vielleicht teilt ihr sogar meine Vorfreude, ich bin seit Tagen elektrisiert und dann sprang auch gleich der innere Film an. Erstmals gehört habe ich Les Negresses Vertes in den 1990ern im Schweinefuß, das war eine Institution am Kaiser-Friedrich-Ring in Wiesbaden und seitdem haben sie mich begleitet. Meine Freundin Christine schickte mir irgendwann eine Kassette aus Berlin zu, bei 2001 kaufte ich “Familie Nombreuse” auf Vinyl und mit Christine war ich dann auch in der Stadthalle Offenbach. Ein intimes Konzert in einer viel zu großen Halle und wir gingen beseelt nach Hause. Seitdem habe ich sie nicht mehr live gesehen, aber höre sie natürlich noch immer. Man muss nicht unbedingt Fernweh haben oder besonders frankophil sein (aber das hilft natürlich ungemein), die Musik macht Spaß und manchmal auch melancholisch ("Il boit pour oublier qu' il vit, Il dort pour oublier qu'il boit"). Einlass 18 Uhr. 

Zoom, Carl-Benz-Strasse 21

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