16.10.-22.10.2026

Sofa oder Stadion?

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Vor drei Wochen hat es mich erwischt. Zwei Tage blieb ich im Bett, dann setzte ich mich doch aufs Rad und fuhr ins Stadion. Im Oberrang angekommen, hieß es gleich: „Mensch, siehst du sch… aus!" Sie hatten recht. Noch vor der Halbzeitpause bin ich wieder gegangen.

Seitdem fühle ich mich schlapp. Letzte Woche in Brüssel dachte ich, es ginge mir besser, bis mir ein krass erkälteter Bürgermeister aus Unterfranken direkt ins Gesicht hustete …

Gestern Abend beim Deutschen Jazzfestival habe ich deshalb nur die erste Gruppe gehört: Darius Blair & Finn Heine mit ihrer Band. Die waren aber super! Es war eine Premiere: Sie spielten ihre einstündige Eigenkomposition „Sketches of Frankfurt", eine mehrschichtige Klangsuite, die laut Pressetext das urbane Leben, persönliche Erinnerungen, verschiedene Orte und die emotionale Vielfalt der Stadt musikalisch porträtiert. Und es war wirklich großartig, vor allem Sasha Berliner hat es mir angetan. Die preisgekrönte Vibraphonistin aus New York gilt als eine der innovativsten Stimmen ihres Instruments. Zu gern wäre ich für die beiden anderen Bands geblieben, aber ich war einfach zu schlapp.

Und jetzt hadere ich schon wieder: Jan und Sarah fragen, ob ich heute Abend mit ins Stadion komme. Am liebsten läge ich auf dem Sofa und würde das Spiel im Fernsehen schauen. Aber so, wie ich mich kenne, bin ich in vier Stunden an unserem Treffpunkt „Bei den Hunden“, denn beim Schäferhundezuchtverein (am Haupteingang, vor der Unterführung) gibt es einen wirklich leckeren Apfelwein.

Was auch immer ihr macht: lebt wild!

Daniela

Danke an das tolle Ausgehtipps-Team: Andrea, Uwe, Petra, Martin und Erik

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps seit Mai 2006. Ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen. Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Daniela)

(Antworten an daniela(at)cappelluti.net)
2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Saigon Soul Revival am 1.11. in der Brotfabrik. Gewinnfrage: welcher Frankfurter Musikproduzent steckt hinter der Band?

ZU GEWINNEN (Petra)

2 x 2 Tickets für Dienstag, 03. November zwischen 11 - 18 Uhr „Tony is in the house“ MIT TONY RIZZI LIVE in der Ausstellung „Work Hard, Don't Lie, and Try Not to Hurt Anybody“

Foto: Tony Rizzi in seiner Ausstellung©Fotografie Forum Frankfurt, 2026

Frage: Unter wessen Leitung hat Tony Rizzi ab 1985 beim Ballett Frankfurt getanzt?

Antwortet bitte mit dem Nachnamen im Betreff und Eurem vollständigen Namen per E-Mail an Petra

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
1 x 2 Gästelistenplätze für DECLAN WELSH AND THE DECADENT WEST am Dienstag, 20. Oktober im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Wer steht bei der Party für Best-ager am Mischpult (ich hätte gerne den Künstlernamen)?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
3 x 2 Gästelistenplätze für die Komische Nacht in den Parksidestudios am Mittwoch, 21. Oktober. Die Gewinnfrage lautet: Julia Finkernagel war wieder unterwegs, wie heißt ihr neuester Reisebericht?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
2 x 2 Gästelistenplätze für Tito & Tarantula am Mittwoch, 21. Oktober in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Wie heißt der neueste Streich von Regisseur Piotr J. Lewandowski und Carsten Strauch?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
1 x 2 Gästelistenplätze für Walking on Rivers am Montag, 26. Oktober im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Wo findet die “Halle für Alle” statt?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

2 x 2 Gästelistenplätze für Massendefekt am Freitag, 30. Oktober, im Bett. Die Gewinnfrage lautet: Was finden Kathy und Lenny beim Auflösen ihrer gemeinsamen Wohnung? Tipp: Tipp von Daniela. 

MUSIK über den Song des Jahres

(Uwe)

Tief in der zweiten Hälfte eines Jahres, wenn die Tage kürzer werden und sich Nebel über die Felder schleicht, beschäftigen sich einige Leute gerne damit, die Songs zusammenzutragen, die einem im laufenden Jahr besonders gut gefallen haben. Das ist auch bei mir mittlerweile ein geübter Prozess, weil ich im Herbst / Winter mit meinem Freund beim Akmal-Food-Samosa-Teller-Lunch im Bahnhofsviertel über wichtige Songs diskutiere und weil ich mit einem anderen Freund früher immer den Songs des Jahres kürte (wenig öffentlichkeitswirksam, den kannten am Ende nur wir beide, die Musikerinnen und Musiker oder Bands haben also davon nichts mitbekommen).

2026 war bisher ein abwechslungsreiches und gutes Musikjahr. An einigen - früher im Jahr veröffentlichten - Songs habe ich mich im Laufe des Jahres schon richtig fest gehört („Good Guy“ von Noah Grundersen). Andere sind noch frischer, die wurden aber sehnsüchtig erwartet („Bobby“ von  Phoebe Bridgers oder „Pearls“ von Brian Fallon) oder sind ein Zufallsfund. So rückte ein Instagram-Reel, in dem Chloe Slater Zeugin wird, wie sie The Smith-Legende Johnny Marr zurecht über den Grünen Klee lobt, die Sängerin und insbesondere den Song „Southern Youth“ in meinen Fokus. Eine umfangreiche, chronologische Liste mit Veröffentlichungsterminen in 2026 von Alben in www.plattentests.de hilft, dass

  1. … kein Album / Song „durch die Lappen geht“ und
  2. … an Songs aus erinnert wird, deren Größe vor einiger Zeit – noch – nicht erkennbar war.

Beispiele für (1) sind „This House“ von Boxer Rebellion oder „Find Love“ von Future Islands und für (2) ist „Far Side Of The Moon“ von Chat Faker. Ein Song, der von Fontaines DC heißt wie meine Mutter, der muss natürlich drauf, auch wenn auf dem bald erscheinenden neuen Album ggfs. bessere Lieder sein werden.

Mit dabei sind (neben den bereits erwähnten Songs / Acts): Finstere Erleuchtung von Bilderbuch, Blood On My Blood von American Football, Trap Door von Death Cab For Cutie, Lagoon Blue von Bloc Party, I Feel Hope Coming von Alabama Shakes, The Knife von Gracie Abrams, Barstool Blues von Modest Mouse, Enemy von Interpol und Seriously von den Editors

Hier der Link zur Playlist (wird bis Jahresende gepflegt)

Wohnung zur Untermiete in Frankfurt

Catherine vermietet ihre Wohnung im Frankfurter Nordend unter:
Ich bin im kommenden Dezember und Januar verreist und würde in dieser Zeit gerne meine charmante 3-ZWG an eine nette, zuverlässige Person untervermieten. Die Wohnung ist super gelegen (Nähe Günthersburgpark) und kostet 980,00€  warm im Monat! Alle weiteren Infos gebe ich gerne per email: catherine.decelle(at)web.de

Freitag, 16. Oktober: Goldford

(Andrea)

Ätsch, wir sind im Süden, ich freue mich so sehr. Sonst wäre ich in der Batschkapp: “GoldFords Musik ist tief in der Wahrheit seines eigenen Lebens verankert und verbindet Themen wie Herzschmerz, emotionale Heilung sowie zwischenmenschliche Verbundenheit mit seiner puren Ehrlichkeit. Dieser authentische Ansatz resultierte aus einem persönlichen Verlust und führte den Musiker aus St. Louis dazu, seine Karriere in der Wirtschaft für die Musik aufzugeben. Mittlerweile in Los Angeles ansässig, wurde GoldFord mit seiner kraftvollen Stimme und seinem berührenden Songwriting zu einem der faszinierendsten neuen Künstler der zeitgenössischen Musik. Mit über 4 Mio. monatlichen Hörern auf Spotify und mehr als 200 Mio. Streams auf den EPs „Orange Blossoms“ sowie „Space of the Heart“ hat GoldFord längst bewiesen, dass seine Musik weltweit mit seinem Publikum resoniert. Aus intimen Clubshows wurden ausverkaufte Headline-Tourneen und Performances auf großen Festivals in Nordamerika, Großbritannien sowie Europa und Australien. Erst als Jeffrey Goldford durch einen Schicksalsschlag erkannte, dass er mehr Angst vor Reue hatte als vor einem möglichen Scheitern, widmete er sich gänzlich der Musik. Also schrieb er ein Album und gab sich seiner Intuition vollständig hin, um etwas Größeres zu schaffen.”

Batschkapp, Gwinnerstraße

Freitag, 16. Oktober: Of/ Akkustik Stage #3

(Andrea)

Talentscouts aufgehorcht! Die Akustik Open Stage in den Parksidestudios geht in die dritte Runde und lädt Musikerinnen und Musiker sowie Musikbegeisterte zu einem abwechslungsreichen Abend voller handgemachter Live-Musik. Unter dem Motto „Crossover Acoustic Music“ sind alle Stilrichtungen willkommen – ob rein akustisch oder leicht verstärkt. Die Bühne steht offen für Solokünstler, Duos und kleine Formationen, die ihre Songs, Ideen und ihr ganz persönliches „Ding“ präsentieren möchten. Je nach Teilnehmerzahl erhält jeder Act etwa 15 bis 20 Minuten Spielzeit. Wie bereits bei den ersten Veranstaltungen sind spontane musikalische Begegnungen und gemeinsame Sessions ausdrücklich erwünscht. So entsteht ein offener, kreativer Abend, bei dem nicht nur Auftritte, sondern auch neue Kontakte und musikalische Kooperationen im Mittelpunkt stehen.
Einlass: ab 19:30 Uhr, Beginn: ab 20:00 Uhr, Eintritt: frei. Parkplätze im Hof

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach, nicht barrierefrei

Freitag 16. Oktober: DER SALON TANZT!

(Daniela)

Vom 13. bis 17. Oktober findet das Deutsche Jazzfestival statt. Zur Clubnacht gibt es wieder Konzerte und Sessions an verschiedenen Orten in Frankfurt.

DER SALON TANZT! ist wieder mit von der Partie – nach den Sessions der vergangenen Jahre im Ono2 und im MAK geht es diesmal in den Konzertsaal der Bonifatiuskirche, in dem Marc Petri für die Fabrik seit einigen Jahren ein vielseitiges Konzertprogramm kuratiert.

Mit dabei sind drei Weltklassemusiker: Oliver Leicht an den Electric Reeds, Hans Glawischnig am Bass, Matteo Scrimali an den Drums plus Kosmik Kat an den Plattenspielern.

Akustische Klänge und elektronische Samples treffen aufeinander, verweben sich mit dem Beat und verschmelzen zu etwas, das weit über die Summe seiner Zutaten hinausgeht.

Hybrid Stylez, Dub-Drums, Electric Reeds, Basslines, Scratches und Samples zwischen Kunst und Dancefloor – alles fließt!

Danke an DIE FABRIK, das Deutsche Jazzfestival und Oli Leicht für die Einladung. Wir haben viel zu lange nicht mehr in dieser Konstellation gejammt. Umso schöner, dass es jetzt endlich wieder passiert!

Freitag, 16. Oktober | 21 Uhr
Bonifatiuskirche
Konzertsaal Bonifatius UGHolbeinstr. 70
60596 Frankfurt

Freitag 16. Oktober und weitere Termine: Zum Henker mit den Henks!

(Daniela)

Das Bockenheimer Ensemble hat ein neues Stück auf die Bühne gebracht: Zum Henker mit den Henks!" ein Comedy-Thriller nach Norman Robbins. Heute ist Premiere im Kulturhaus am Zoo.

Es ist was faul im Monument House, dem Sitz der Familie Henk. Der Anwalt Mortimer Crayle, der die verbliebenen fünf Familienmitglieder ins Haus geladen hat, um das Erbe aufzuteilen, spielt offensichtlich kein ganz astreines Spiel. Und da die Henks seit vierhundert Jahren dafür bekannt sind, jeden aus dem Weg zu räumen, der ihnen nicht passt, kommt es sehr schnell zu einem ausgesprochen fröhlichen und schwarzhumorigen Morden, in das auch scheinbar Unbeteiligte hineingezogen werden. Mit herrlich überdrehten Figuren, bösem Witz und vergiftetem Sherry werden immerhin acht Figuren im Laufe dieses Comedy-Thrillers auf sehr fantasievolle Weise beseitigt.

Ensemble: Andrea Fellermann - Athene Henk, Anja Finger - Henrietta Henk, Desirée-Mariah Fleming - Edna Honeywell, 
Oliver Glaap - Mortimer Crayle, Ingrid Hamer - Octavia Henk, Julia Häuser - Zoe Mapleton, Martin Ott - Augustus Henk, Chris Schepella - Vernon Previtt, Tymofii Tkachenko - Larry Lewiss, Anja Vollrath-Kühne - Fabia Henk

Inszenierung: Carmen Maus; Regieassistenz: Britta Berz
Termine: 16., 17., 23., 24.10., 6. und 7.11. jeweils 20:00 Uhr
Mehr Infps und Tickets: www.kulturhaus-frankfurt.de/gasttheater/stueckedetail/stueck/zum-henker-mit-den-henke

Freitag, 16. Oktober: Clubnacht des Deutschen Jazzfestivals

(Uwe)

Seit über zehn Jahren prägt Sarah Chaksad mit ihren größeren bis großen Formationen die europäische Jazzszene maßgeblich. Die Schweizer Alt- und Sopran-Saxofonistin, Komponistin und Bandleaderin wird für ihre Produktionen und Konzerte international gefeiert. Ihre Musik verbindet kompositorische Präzision mit emotionaler Tiefe, strukturelle Raffinesse mit klanglicher Offenheit.

Mit: Sarah Chaksad (Kompositionen, Alto- und Sopransaxofon), Fabian Willmann (Bassklarinette, Tenorsaxofon), Andreas Tschopp (Posaune), Espen Berg (Piano), Lukas Traxel (Kontrabass) und Eva Klesse (Schlagzeug).

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr 
Foto: Juliane Schütz

Freitag 16. Oktober: Vintage Soundsystem # 31 Der Atem des Akkordeons mit Vassily Dück

(Daniela)

Ich bin ein großer Fan von Vassily Dück. Ich versuche heute Abend dabei zu sein 

Das Spiel des Akkordeons hat sich über die Jahrhunderte quer über alle Kontinente und durch die unterschiedlichsten Kulturen als eigene Kunstform entwickelt: Der Exportschlager aus Deutschland (egal ob aus Trossingen oder Klingenthal) ist aktuell das Instrument des Jahres: Ein guter Grund einen echten Meister des „Piano des kleinen Mannes“ einzuladen uns in Wort und Klang in all seiner Vielfalt erleben zu lasen.

Detlef Kinsler, ein regelmäßiger Gast des Vintage Soundsystems stellt ihn so vor: 
Vassily Dück hat sich mit Leib und Seele seinem Handzuginstrument verschrieben. „Ich möchte das Akkordeon als eines der vielseitigsten Musikinstrumenten überhaupt präsentieren“, sagt der in Sibirien geboren Musiker. Er wird das solo, ganz ohne Begleiter tun. Mit großer Freude wird Dück daran gehen, mit den Klischees zu brechen, mit denen er sich immer wieder konfrontiert sieht. Den Balg einfach nur mit Volksmusik zu assoziieren, ist viel zu eindimensional. „Auf der einen Seite gibt es viel traditionelle Musik für das Akkordeon, die wunderschön ist, aber das Instrument bietet andererseits so viele Möglichkeiten, mit ihm auch Anderes und viel Neues zu entdecken und auszuprobieren“.

Vintage Soundsystem # 31
Der Atem des Akkordeons mit Vassily Dück
Freitag 16.10.2026, ab 19 Uhr
Pastel, Lindleystr. 15, barrierefrei, Frankfurt Eintritt frei. Reservierungslink: https://luma.com/h5guew9x

Samstag, 17. Oktober: Vogelhaus-Bauworkshop mit Pete an der Langen Bank in Sindlingen

(Petra)

Ich war in dieser Woche bei einem superspannenden Vortrag von Dr. Julia Krohmer, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, die im Begleitprogramm zur laufenden Ausstellung „Too hot“ im Deutschen Architekturmuseum darüber geredet hat, wie noch das kleinste Stadtgrün (im Pflaster oder am Straßenrand) und der Schutz unserer so wichtigen Stadtbäume gegen die Aufheizung der Stadt hilft, und darüber, wie viel dramatischer für uns der damit zusammenhängende krasse Schwund der Artenvielfalt ist – Letzterer sei aber unsichtbar und erst mal nicht spürbar. Aber die gute Nachricht: Für die sogenannte Biodiversität ist es noch nicht zu spät: Und Jede*r kann etwas beitragen. Vielleicht mit einem selbstgemachten Vogelhäuschen? Der Künstler Pete Christie bietet heute wieder an der Langen Bank in Sindlingen seinen Workshop an: Kostenfrei, ohne Anmeldung und ohne Material mitzubringen könnt Ihr hier mitmachen und später mit Eurem Vogelhaus nach Hause gehen. Wenn meine Eltern noch ihren Garten hätten, würde ich mitmachen – und hoffen, dass eine nette Spatzenfamilie (wann habe ich eigentlich zum letzten Mal einen Spatzen beobachtet?) bei uns einzieht!

Foto: ©Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Die Lange Bank

Vogelhaus-Bauworkshop mit Pete Christie und nachhaltigen Vogelhaus-Basissets von Material für Alle, Ort: Die Lange Bank, Adresse: Richard-Weidlich-Platz, Frankfurt-Sindlingen, Uhrzeit: 12 - 16 Uhr, Teilnahme: kostenfrei und ohne Anmeldung

Samstag 17. Oktober: KOSMIK KAT @ TANZBAR

(Daniela)

Kosmik Kat legt auf! Pedo schreibt:

"
Wer hätte gedacht, dass sich im Keller des nicht gerade für seine Schönheit bekannten Saalbaus in Bornheim, hinter einem neonhellen Flur mit Behördencharme, eine Tanzbar mit gemütlicher Atmosphäre und einem überdimensionierten Soundsystem verbirgt?

Genau solche Orte mag ich: erst unscheinbar, dann eine echte Entdeckung. Orte mit eigenem Charakter und dem Potenzial, etwas Besonderes zu werden.
Ich bin gespannt, wie sich die TANZBAR weiterentwickelt. Die Voraussetzungen stimmen jedenfalls: gute Lage, netter Space, fetter Sound und jede Menge Raum für musikalische Entdeckungen.

Am Samstag lege ich dort auf: House Music all night long!
Kommt vorbei und macht den Ort zu eurem! Denn eine Bar lebt nicht nur von ihrem Sound, sondern auch von den Menschen, die dort zusammenkommen."

KOSMIK KAT (PEDO KNOPP) all night long

Samstag, 17. Oktober | 21-2 Uhr
Arnsburger Str. 24, 60385 Frankfurt Zugang über Saalbau Haupteingang, dann in den Keller
Eintritt frei

Samstag 17. Oktober: Blaue Stunde im Kunstverein Familie Montez

(Daniela)

Es ist wieder soweit: Die liebe Steffi vom Hotel Nizza schmeisst wieder eine Party!

Von 17:00-23:00 Uhr wird getanzt im Kunstverein Familie Montez.

Es wird laut und wild!

Kunstverein Familie Montez, unter der Honsellbrücke, barrierefrei

Samstag, 17. Oktober: Vernissage PENG Posterausstellung + Verkauf im BePoet Off Space bis Samstag, 31. Oktober

(Petra)

Ich bin ja schon länger ein bekennender PENG-Fan: Beim Spazierengehen mit meiner Mutter habe ich vor kurzem erfreut aufgejauchzt, als ich einen PENG im Niddapark entdeckt habe. Meine Ma hat bemüht interessiert geguckt, aber na ja…auf ihre Stirn geschrieben stand schon eher „so ‘ne Kritzelei“ geschrieben. Wenn Ihr das nicht meint, geht Ihr vielleicht heute mal im Gallus vorbei, wo Euch eine neue Ausstellung plus (signierter) A3-Posterverkauf und mehr von ihm erwartet.

PENG-Ausstellung + Posterverkauf, Ort: BePoet Off Space, Adresse: Langenhainer Str. 26, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Finissage 31.10. ab 17 Uhr (Öffnungszeiten: freitags und samstags 15 - 20 Uhr), Eintritt: frei

Samstag, 17. Oktober: Of/ Innenstadt neu sehen

(Andrea)

Was macht Offenbachs Innenstadt heute aus? Welche Orte, Ideen und Menschen prägen ihre Entwicklung? Die Tourenreihe „Innenstadt neu sehen“ lädt dazu ein, die Mitte der Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen und bekannte Orte mit einem neuen Blick zu entdecken. Die Führungen machen sichtbar, wie sich Offenbachs Innenstadt verändert – durch neue Projekte, kreative Ideen und das Engagement vieler Menschen, die die Stadt täglich mitgestalten. So entsteht ein vielschichtiges Bild der Innenstadt: mit ihren Herausforderungen, ihren Potenzialen und den Geschichten hinter den Orten. Ich war schon mit Rebecca Leudesdorf (Agentur Mitte) und Zijad Dolicanin (Vair eV) auf einer Tour und habe nochmal viel gelernt (und das, obwohl ich dachte, ich kenne die Innenstadt…). Beginn & Treffpunkt: Pünktlich um 11 Uhr vor dem Rathaus auf dem Stadthof. Die Agentur Mitte koordiniert im Auftrag der Stadt Offenbach die Umsetzung des Zukunftskonzepts Innenstadt und begleitet den Wandel der Innenstadt durch Projekte, Kommunikation und Beteiligung. Vair e. V. setzt sich für Teilhabe, interkulturelle Verständigung und Stadtgestaltung ein. Seine Projekte stehen für kreative und vielfältige Ansätze sozialer Innovation. Teilnahme kostenlos. 

Rathaus/ Stadhof 15, Offenbach

Samstag, 17. Oktober: Reinhardt Buhr

(Uwe)

Ein einzelner Mann erschafft eine ganze Klangwelt: Reinhardt Buhr begeistert weltweit Millionen von Fans mit seiner außergewöhnlichen Kombination aus verschiedensten Instrumenten und Live-Loopings. Seit 2010 hat Buhr mehr als 13 Alben veröffentlicht, in denen er sowohl seine schwierigen Erfahrungen als auch sein Vertrauen in Gott behandelt. Live entfaltet sich seine Musik erst in ihrer ganzen Intensität. Buhr erschafft seine Musik in Echtzeit auf der Bühne. Das Publikum kann miterleben, wie aus einzelnen Klängen und Instrumenten nach und nach ganze Kompositionen entstehen. Seine persönliche Geschichte und die heilende Kraft der Musik sind dabei in jeder Note spürbar.

Brotfabrik / F, Bachmannstr. / 20 Uhr
Foto: Andrew Macdonald

Samstag, 17. Oktober: Of/ Unspoken

(Andrea)

Allzu viele Promis haben wir in Offenbach ja leider nicht, Haftbefehl und Marc Medlock lasse ich mal außen vor, aber dass es viele tolle Kreative in der Stadt gibt, ist nichts Neues. Regisseur Piotr J. Lewandowski und Carsten Strauch ("Götter wie wir") gehören dazu und beide sind heute mit dem zweiten Produzenten Oli Becker im Filmklubb und stellen “Unspoken” vor. Premiere! Zum Film: "Ein 30-jährige Musiker Seweryn steht kurz vor dem Durchbruch, als er nach einem Gig von dem Geschäftsmann Michael sexuell missbraucht wird. Zunächst erinnert er sich nicht, doch der Verlust seiner Stimme zwingt ihn, sich dem Trauma zu stellen. Mit seiner Freundin Caro stellt er sich einem Heilungsprozess, der ihn mit einem verdrängten Trauma aus seiner Kindheit konfrontiert, das er jahrelang sorgfältig verborgen und in sich verschlossen hatte. >> Trailer zum Film. Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr 

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Noch bis 18. Oktober: „Suburbia. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise“

(Andrea)

Wer bei “Träumen vom Eigenheim” an Wüstenrot und Bausparverträge denkt, liegt nicht ganz falsch. Witzigerweise habe ich die Ausstellung des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona ebenda bereits gesehen und war so begeistert, dass ich mir sogar den Katalog (in englisch und spanisch!) gekauft habe. In Frankfurt scheint die Ausstellung inhaltlich erweitert, weshalb ich mir den Teil sicher noch anschauen werde. "Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht  ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohn fläche verbindet."

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Sonntag 18. Oktober bis 01. November: Jüdische Filmtage

 (Daniela)

Die Jüdischen Kulturwochen und die Jüdischen Filmwochen finden im Wechsel statt. Über die Filmtage schreibt die Jüdische Gemeinde: “Jüdische Filme sind eine Auseinandersetzung mit unserer Identität in allen Facetten – von ernst bis komisch. Das bringen die Jüdischen Filmtage mit Spiel- und Dokumentarfilmen, Kurz- und Kunstfilmen auf die Kinoleinwände unserer Stadt. (…) Wir zeigen nicht nur Filme, sondern lassen auch Autoren, Regisseure und Produzenten persönlich zu Wort kommen.”
(…) "Erstmals initiieren wir einen eigenen Festival Hub im Cinema des 25h Hotel The Trip und der Bar Shuka im Frankfurter Bahnhofsviertel. Das Hub bildet während des Festivals einen zentralen Treffpunkt für Publikum, Filmschaffende, Künstler*innen und Gäst*innen und erweitert das Festival um einen Ort der Begegnung, der über die Filmvorführungen hinausreicht, gerahmt durch eine Festival Pop-Up Bar.Nähere Informationen finden Sie auch unter juedische-filmtage.com

Hier einige besondere Veranstaltungen, die sich auf unterschiedliche Weise mit jüdischer Geschichte, Erinnerungskultur und den Perspektiven jüdischen Lebens auseinandersetzen:

 „MEMORY.EXE“ Am Montag, den 19. Oktober 2026, um 19:30 Uhr diskutieren die Gäst*innen in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt über die Auswirkungen von KI auf Erinnerungskultur und historisches Bewusstsein. Welche Chancen eröffnen neue Technologien für den Zugang zu Archiven und die Vermittlung von Geschichte? Wo entstehen neue Risiken – insbesondere für die Erinnerung an die Schoa und im Umgang mit antisemitischer Desinformation? Und wie lässt sich historisches Wissen bewahren, wenn sich Bilder und Erzählungen immer einfacher fälschen lassen?
Mit Matthias J. Becker (Antisemitismusforscher), Ania Szczepańska (Historikerin und Filmemacherin), Gina Wiedemann (Social-Media-Managerin, Arolsen Archives), Katharina Baumgartner (politische Bildnerin). Weitere Informationen hier

LANG IST DER WEG & „MIR ZENEN DO!“ mit IRIS BERBEN. Am Samstag, den 24. Oktober 2026, um 19:45 Uhr erwartet Sie im Ignatz-Bubis-Gemeindezentrum eine besondere Verbindung aus Film und Literatur. Gezeigt wird der Film Lang ist der Weg (1948), einer der frühen Spielfilme über die Erfahrungen jüdischer Überlebender nach der Schoa. Im Anschluss lesen Rachel Salamander und Beno Salamander aus jiddischen Texten der „Schejres Haplejte“, die Schauspielerin Iris Berben liest die deutschen Übersetzungen. Mehr Infos hier

SHOAH am Sonntag, 25. Oktober 2026, um 12:00 Uhr im Filmforum Höchst.
Mit seinem monumentalen, über neun Stunden langen Dokumentarfilm SHOAH schuf Claude Lanzmann ein einzigartiges Werk der filmischen Erinnerung. Ohne historisches Archivmaterial, dafür durch intensive Gespräche mit Überlebenden, Zeug*innen und Täter*innen an den Orten der Verbrechen, nähert sich der Film der Geschichte der systematischen Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden. Bis heute gilt SHOAH als Meilenstein des Dokumentarfilms und als eindringliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie Erinnerung bewahrt und vermittelt werden kann. Mehr Infos hier

ALL I HAD WAS NOTHINGNESS am Donnerstag, 29. Oktober 2026, um 18:00 Uhr im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum.
Claude Lanzmann arbeitete zwölf Jahre an SHOAH (1974-1985), einem wegweisenden Film, der die Darstellung der Schoa grundlegend veränderte. Vierzig Jahre später widmet sich der Filmemacher Guillaume Ribot dem umfangreichen Material von 
rund 220 Stunden bislang unveröffentlichten Aufnahmen.
Die Veranstaltung ergänzt den Claude-Lanzmann-Schwerpunkt und eröffnet einen weiteren Zugang zu seinem filmischen Werk und dessen Bedeutung für die Auseinandersetzung mit der Schoa.
Im Anschluss sprechen Dominique Lanzmann, Corinna Coulmas und Irena Steinfeldt-Levy mit Filmwissenschaftler Johannes Praetorius-Rhein über ihre langjährige Zusammenarbeit mit Claude Lanzmann und die Entstehung von SHOAH.

Sonntag, 18. Oktober: Veronika Fusaro

(Andrea)

Ihre Musik verbindet eindrucksvoll Elemente aus Pop, Soul und Rock – getragen von einer Stimme, die unmittelbar berührt, und Songs, die Geschichten erzählen.Mit über 500 Auftritten weltweit, darunter Highlights wie das Glastonbury Festival, das Montreux Jazz Festival und als Support für Größen wie Mark Knopfler und Eagle-Eye Cherry, hat VERONICA FUSARO ihre Live-Performance perfektioniert. Sie ist bekannt für ihre fesselnden Solo-Loopstation-Shows, bei denen sie mit Stimme, Kreativität und Technik ein Klanguniversum erschafft, das unter die Haut geht. Die Kombination aus persönlicher Reflexion, emotionaler Tiefe und energiegeladener Bühnenpräsenz verspricht ein Live-Erlebnis der besonderen Art. Einlass 19 Uhr 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Dienstag, 20. Oktober: DECLAN WELSH AND THE DECADENT WEST

(Andrea)

Alleine der Accent ist es Wert: Die Glasgower Band DECLAN WELSH AND THE DECADENT WEST ist auf Europatour und macht heute im Nachtleben Halt. Euch erwarten intelligente, provokative Texte, eingängige Hooks, gesellschaftliches Engagement und eine mitreißende Live-Show in meinem Lieblingsclub an der Konsti. Kurz zur Band: Gegründet im Jahr 2015, erspielt sich die Band um den charismatischen Songwriter und Namensgeber Declan Welsh bereits frühzeitig eine treue Anhängerschaft. "Wir sind eine Live-Band. Es gibt nichts Vergleichbares als den Moment auf der Bühne, wenn sich das, was du tust, mit den Erwartungen und Emotionen des Publikums vereint. Dieses Wir-Gefühl ist unbezahlbar." Support: Theo Bleak, Einlass 19 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Mittwoch 21. Oktober: Kino: THE FIRST LADY

(Daniela)

THE FIRST LADY ist ein lebensbejahender und kraftvoller Dokumentarfilm über eine der ersten geouteten trans Personen Israels, Efrat Tilma. Nach 35 Jahren im Exil mit Stationen in Paris, Marokko und Berlin kehrt sie in ihr Geburtsland zurück und muss feststellen, dass sich der Kreislauf der Diskriminierung, dem sie einst entkommen war, unter der Regierung Netanjahus erneut wiederholt. Nach anfänglichem Zögern entscheidet sie sich, gemeinsam mit jungen Aktivist*innen erneut für Gleichberechtigung und Sichtbarkeit zu kämpfen, und enthüllt ein lange verborgenes Geheimnis.

Im Anschluss Filmgespräch (per Videocall) mit Udi Nir, Moderation Gaby Babić 

Mal Seh’n Kino
Adlerflychtstraße 6, U5 / Musterschule; Bus 36 / Adlerflychtplatz
Tickets können online hier gekauft werden. 

IL/DE 2025 | Regie, Drehbuch: Udi Nir, Sagi Bornstein | Kamera: Daniel Binsted, Uriel Sinai | Schnitt: Sagi Bornstein | Musik: Adam Maor | Produktion: Christian Beetz, Udi Nir, Sagi Bornstein, Lena Raith (für beetz brothers film production und UVS Films) in Koproduktion mit NDR und KAN 11, in Zusammenarbeit mit ARTE | Farbe | DCP | 82 min | hebräisch-deutsch-französisch-englische OV mit englischen UT 

Eine Veranstaltung der Jüdischen Filmtage Frankfurt in Kooperation mit der Kinothek Asta Nielsen.
Foto: Efrat Tilma

Mittwoch, 21. Oktober: Die STADT + DIE LOST PLACES Wo sich Frankfurt noch entdecken lässt

(Petra)

In der Hochhausstadt Frankfurt gewinnt man leicht den Eindruck, jeder Quadratmeter sei besetzt. Aber auch hier gibt es so genannte Lost Places; wildromantische Orte, die im Dornröschenschlaf liegen. Die Suche nach diesen Plätzen und ihre fotografische Dokumentation sind ein weltweites Instagram-Phänomen. Seit fast 15 Jahren sucht auch Diemar Giljohann die verlorenen Orte. Unterwegs mit dem Fahrrad, manchmal nur durch ein Loch im Zaun, oft überwuchert von Gestrüpp, entdeckt er immer wieder neue dieser Gebäude und dokumentiert sie für die Nachwelt. In der Reihe STADTplus berichtet er darüber, wo die verwunschenen Orte in Frankfurt sind und wo sich die Stadt noch entdecken lässt.

Foto: ©Dietmar Giljohann

STADTplus: Die STADT + DIE LOST PLACES „Wo sich Frankfurt noch entdecken lässt“, mit Dietmar Giljohann, Fotograf, Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, Uhrzeit: 19 Uhr, Ausstellungsrundgang um 20 Uhr, anschließend Diskussion und Getränke an der Bar, Eintritt: 10 Euro, barrierefrei

Mittwoch, 21. Oktober: Of/ Komische Nacht

(Andrea)

Die Komische Nacht bietet einen bunten und aufregenden Querschnitt durch die aktuelle Comedyszene in Deutschland. In jedem Spielort treten an einem Abend bis zu 5 Comedians jeweils ca. 20 Minuten auf. Das Beste: Bei der Komischen Nacht müsst nicht ihr von Lokal zu Lokal wandern, um verschiedene Comedians sehen zu können. Ihr braucht euch lediglich eine Eintrittskarte für euer Lieblingslokal holen und bekommt von uns mehrere Künstler*innen „serviert". Bei der Komischen Nacht sind es nämlich die Comedians, die zwischen den Spielorten umherziehen. Runter von der einen Bühne, rauf auf die nächste. Das ist sowohl für die Künstler*innen als auch für das Publikum ein wahrhaftiger Comedy-Marathon. „Die Komische Nacht: Eine ideale Möglichkeit, kurzweilig mehrere Künstler kennen zu lernen, ohne gleich den ganzen Abend „mit ihm verbringen zu müssen“. Ein Event, das dem Zeitgeist entspricht: viel Input in kurzer Zeit zu einem vertretbaren Preis.“ (Neue Presse) >> Karten bitte HIER

Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

Mittwoch, 21. Oktober: Tito & Tarantula

(Andrea)

Erinnert Ihr Euch noch an “From Dusk till Dawn”? An den Titty Twister, die Vampire und die Musik? Erst Tito & Tarantula machten die Szenerei perfekt und der Soundtrack lief dann rauf und runter. Tja, und so schön Urlaub ist, ich bedauere, dass ich nicht zum Konzert kann. “Tito is back! Die Americana- und Desert Rock Legende schlechthin geht 2026 auf eine mit Spannung erwartete Best-of Europatournee. Geboren in Mexico und als Sohn eines Fallenstellers in der Wildnis Alaskas aufgewachsen, begann Tito Larrivas Karriere in Los Angeles. Mit den PLUGZ und später den CRUZADOS nahm diese schnell Fahrt auf. Eine Top10 Single und ein Cover auf dem Billboard Magazin später wurde Larriva Teil der L.A. Musik- und Filmszene der 80er Jahre. Im Probenraum nebenan machten die Red Hot Chili Peppers ihre ersten Gehversuche. Emmylou Harris, Jeff Porcaro (der früh verstorbene TOTO Drummer) waren seine Nachbarn. Zeitgleich begann auch die Schauspielkarriere des ausgebildeten Ballett-Tänzers. Nach dem Debüt als „Hammy“ in der „Pee-wee Herman Show“ (1981) arbeitete er mit Patrick Swayze (Roadhouse), Johnny Depp (Once Upon A Time In Mexico), Antonio Banderas (Desperados 2), mit Mel Gibson und Milla Jovovic in Wim Wenders ́ „The Million Dollar Hotel“, David Byrne (True Stories), Cheech Marin (Born In East LA), in dem Oscar-prämierten Kurzfilm „Session Man“ sowie mit R. Rodriguez (Grindhouse). Tito Larriva schrieb Musik für über 50 Filme (u.a. die Titelsongs für „Machete“ 2010 und „Machete kills“ 2013) und Fernsehserien. Der Startschuss für Tito & Tarantula war Robert Rodriguez ́ Angebot an „From Dusk Till Dawn“ (1995) mitzuarbeiten. Die legendäre Performance als Vampire Hausband der „Titty Twister“ Bar und der weltweite Erfolg des Films brachte die Band (als Support von Joe Cocker) erstmals nach Europa. Der Europa-Release des Debüt Albums „Tarantism“ mit den Klassiker Songs aus „From Dusk Till Dawn“, „After Dark“, „Angry Cockroaches“, sowie „Strange face of love“ folgte 1997. Diese Songs markieren den Beginn einer neuen Ära amerikanischer Filmmusik und stellen Tito Larrivas außergewöhnliche Fähigkeiten als Sänger und Komponist unter Beweis.” Support: The Terrible Noises. Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19.30 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße

VORSCHAU

Freitag 23. Oktober: Dokumentarfilm BARBARA BUSER – PIONIERIN DER NACHHALTIGKEIT

(Daniela)

Zu gerne wäre ich heute Abend im Mal sehn' Kino. Sie zeigen nämlich den Kino-Dokumentarfilm BARBARA BUSER – PIONIERIN DER NACHHALTIGKEIT, der am 29.10. in die deutschen Kinos kommt. Der Film beleuchtet das Wirken der preisgekrönten Basler Architektin Barbara Buser und ihre Vision einer nachhaltigen Stadtgestaltung - für lebenswertere, vielfältigere, fröhlichere und vielleicht sogar kühlere Städte.

Barbara Buser setzt sich ein für eine Bau-Wirtschaft, die die Fürsorge in den Vordergrund stellt, die Erhaltung des Wohlergehens von Individuen, Gemeinschaften und der Umwelt und sie konzentriert sich auf den Aufbau einer nachhaltigen Fürsorgewirtschaft. Diese Art des Wirtschaftens verändert die sozialen Verbindungen und Möglichkeiten radikal. Das hört sich utopisch an, aber wenn man sieht, was sie in Basel und anderen Städten schon geschaffen hat, weiß man, dass es machbar ist.

Und so eine Barbara Buser könnten wir in Frankfurt auch gut gebrauchen!

Der Dokumentarfilm BARBARA BUSER – PIONIERIN DER NACHHALTIGKEIT porträtiert mit Leichtigkeit, Witz und Tatendrang die renommierte Basler Architektin und ihren visionären Einsatz für eine ressourcenschonende Stadtentwicklung.
Barbara Busers Arbeit zeigt beispielhaft, wie Umnutzung, Wiederverwendung und Weiterbauen im Bestand nachhaltige Stadtentwicklung konkret möglich machen.
Die preisgekrönte Basler Architektin Barbara Buser rettet Gebäude vor dem Abriss und baut diese mit wiederverwendetem Material um. Sie verwandelt ehemalige Industrieareale zu urbanen Lebensräumen, die für einen sorgfältigen Umgang mit unserer Umwelt und dem Miteinander stehen.

Als Frau, die in einer Männerdomäne erfolgreich ihren eigenen Weg geht, ist Barbara Buser Vorbild für die junge Generation, die für eine nachhaltigere, gerechtere Welt kämpft. Ausgezeichnet mit allen wichtigen Architekturpreisen weltweit, ist die Visionärin gefragt bei allen Forschungszentren der Universitäten und Technischen Hochschulen in der Schweiz und weltweit.

Barbara Buser ist die Pionierin der Nachhaltigkeit und beeindruckt durch ihre Weitsicht, ihren Durchsetzungswillen und ihre unbändige Schaffenskraft. Sie hat Areale, öffentliche Räume, Häuser und Plätze in Winterthur, Basel und Zürich – um nur einige wenige Orte zu nennen – nachhaltig zu lebendigen und zukunftsweisenden Begegnungsorten umgestaltet. Auch in Deutschland hat sie unzählige Projekte inspiriert und beraten. 

2020 erhielt sie den Meret Oppenheim Preis. Sie studierte an der ETH und arbeitete in Kooperation mit der Technischen Hochschule im Sudan und Tanzania bevor sie in der Schweiz ihre Visionen für zukünftiges Bauen anfing umzusetzen.

19:30 Mal Seh'n

Freitag, 23. Oktober: Mahler 1 dirigiert von Susanna Mälkki in der Alten Oper

(Daniela)

Susanna Mälkki galt lange als Spezialistin für die Neue Musik, doch mehr und mehr fokussiert sie sich nun auf die Klassiker. Und was kann da besser passen als Mahlers »Erste«, ein Werk an der Schnittstelle zwischen spätromantischem Großklang und atemberaubend aktuell wirkender Radikalität.

Doch natürlich lässt die Musik von heute die finnische Dirigentin nicht los. So kombiniert sie Mahlers plastisch-kühne 1. Sinfonie mit einem Werk, das von letzten Dingen spricht, ganz wörtlich, von Sinn und Bedeutung des menschlichen Lebens, von Tod und Stille. Ihr Trompetenkonzert HUSH erwies sich als Kaija Saariahos Vermächtnis: Susanna Mälkki dirigierte 2023 die posthume Uraufführung, an der Trompete damals wie auch nun ihr Landsmann Verneri Pohjola. Als »wirklich stark atmosphärisch und ergreifend« beschreibt er das Werk, in dem er gleichsam die »Stimme der Komponistin« sei. Das Eindringen des Geräuschhaft-Alltäglichen ist hier in die Musik einkomponiert, wie man es ja auch bei Gustav Mahler so klangintensiv erleben kann.

Folgende Werke werden gespielt: Kaija Saariaho | HUSH – Konzert für Trompete und Orchester & Gustav Mahler | 1. Sinfonie

Hier gibt’s weitere Infos: Mahler 1 | hr-sinfonieorchester.de

Alte Oper, Konzerteinführung: 19 Uhr, Konzertdauer: ca. 120 Minuten – inklusive Pause
Foto: Jiyang_Chen

Freitag, 23. Oktober - Donnerstag, 15. April 2027: Wolfgang Klee „Verwaltete Gesellschaft“ Frankfurter Kunstsäule

(Petra)

Zum Jahresende widmet die Frankfurter KunstSäule dem Frankfurter Künstler Wolfgang Klee eine Schau zum 90. Geburtstag. Klees künstlerisches Schaffen umfasst ungefähr die letzten 65 Jahre, er hat den Wandel der Stadt und den der Gesellschaft immer scharf beobachtet und in sein groteskes Figurentheater übersetzt. Seit Jahrzehnten zeigt er mit seinen häufig in Papp-Habitate gebetteten Szenerien, wie gehässig, verlogen und patriarchal die Menschen unablässig miteinander umgehen. Der von viel Humor getragene Künstler treibt die Begegnungen in seinen Bildräumen derart auf die Spitze, dass manch ein Betrachter die versammelten Doppelbödigkeiten kaum begreifen mag. Ähnlich wie bei dem jüngst verstorbenen Georg Baselitz, mit dem er die Grundfarbe braun gemeinsam hat, sitzt bei Klee die Skepsis nach dem Zivilisationsbruch des Nationalsozialismus tief. Das millionenfache sinnlose Sterben und die fortgesetzten Totalitarismen des 20. Jahrhunderts haben eine Spur auch bei Klee hinterlassen, so dass sein Kunst immer auch eine Kritik auf dieser Folie ist. Der polternden Auflehnung, der Provokation und dem Sich-nicht-Zufriedengeben mit den Umständen bleibt Klee konsequent treu. Seine Anti-Helden zeigen, dass der Schutz der Schwächeren nach wie vor eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe ist. Wie zeitlos und gleichzeitig modern Klees Kunst daherkommt, zeigt sich darin, dass er mit seinen Arbeiten noch immer stark polarisiert. Hier an der Säule, mit großen Figuren, die sich gegen die Ausweglosigkeit der verwalteten Gesellschaft zur Wehr setzen, platziert auf einer theatral anmutenden „Klee-Tapete“ im Hintergrund, bietet der Künstler seine Ideenwelt erneut zur Betrachtung an. Manche Menschen mögen (wie früher schon bei Baselitz) Anstoß nehmen – aber die meisten werden seine Botschaften verstehen und damit etwas anfangen können

Abbildung: ©Wolfgang Klee

Wolfgang Klee: Verwaltete Gesellschaft – Ausstellung, Ort: Frankfurter KunstSäule, Adresse: Brückenstraße/Ecke Gutzkowstraße, Vernissage um 19 Uhr,  mit Grußwort: Jessica Beebone (Kulturamt) und Einführung: Kurator Florian Koch, Öffnungszeiten: 24/7, Eintritt: frei, barrierefrei

Freitag 23. Oktober: Hilal und Family x FNK

(Daniela)

Ich war das letzte Mal beim Israelischen Abend in der FRankfuerter Neuen Küche im Danzig am Platz. Es war sensationell. Jetzt freue ich mich auf Hilal und Family 

"Wir laden ein zum großen Familienessen! Unsere Freundin Hilal kocht gemeinsam mit ihrer Mama Hülya und ihrer Schwester Mehtap – zwei Generationen an einer Küchentheke. Die Familie stammt aus der Türkei, wo gemeinsames Essen einen ganz besonderen Stellenwert hat, und auch Hilals Wurzeln liegen in der Gastronomie: kochen, essen, Gäste empfangen – für sie gehört das einfach zusammen.

Neben Job und Familie engagiert sich Hilal regelmäßig bei Stützende Hände, einem gemeinnützigen Verein, der seit 2016 täglich warme Mahlzeiten an Menschen in Wohnungsnot in Frankfurt verteilt. Gelebte Gastfreundschaft at its best – und genau die bringen die drei mit ins Danzig.

Zur Begrüßung gibt es Raki, Şalgam und Honigmelone mit Käse auf den Tischen, dazu türkische Mezze und warmes Fladenbrot zum Teilen in der Tischmitte. Anschließend zwei Hauptgänge zur Auswahl. Zum Dessert Künefe mit Maraş-Eis.

Eine Küchenparty mit großartigem türkischem Essen und ganz viel Herzlichkeit – was gibt es Besseres an einem Herbstabend?"

Hilal und Family x FNK
23. Oktober, 19.30 Uhr, Danzig am Platz
Ostparkstraße 11, 60314 Frankfurt
Tickets: https://www.eventbrite.de/e/hilal-und-family-x-fnk-tickets-1999669841325
Foto: Alex Kraus

Freitag, 23. Oktober: FÄZZ am Freitag

(Uwe)

FÄZZ am Freitag, die Konzertreihe des Frankfurt Jazz Collective FÄZZ in der ROMANFABRIK, hat dieses Mal eine für FÄZZ besonders prägende Person eingeladen: Hendrika Entzian. Die Wahl-Kölner Komponistin, Arrangeurin und Kontrabassistin hat sich in den letzten Jahren ein eisenhartes Renommée aufgebaut und arbeitete bereits mit der hr Bigband, der NDR Bigband, der WDR Big Band, dem niederländischen Metropol Orchestra u. a. Eigene Projekte (unter anderem ein eigenes Jazzorchester) brachten ihr bereits Nominierungen für den Deutschen Jazzpreis und den ECHO Jazz ein. Daneben hat sie seit 2025 eine Professur für Jazz Arrangement und Komposition in Mannheim. Da Entzian sich auf das Schreiben für große Besetzungen spezialisiert hat, fährt FÄZZ mit der hauseigenen Bigband auf und lässt ihre Kompositionen und Arrangements in vollem Glanz strahlen.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr 
Foto: Stefanie Marcus

Freitag, 23. Oktober: Of/ Globale Märchenstraße

(Andrea)

Noch zweimal lädt die „Globale Märchenstraße“ dazu ein, die Vielfalt weltweiter Erzähltraditionen zu entdecken. In interaktiven Workshops in Offenbach begegnen sich Menschen, Geschichten und Perspektiven aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten. In den Workshops werden Vorurteile hinterfragt, globale Zusammenhänge nähergebracht und interkulturelle Begegnungen ermöglicht. Kreative Schreibübungen laden dazu ein, die eigene Perspektive zu wechseln, Empathie zu entwickeln und vielleicht eine ganz neue Seite an sich selbst zu entdecken. Die Workshops finden in der Stadtbibliothek Offenbach heute und am 20. November, jeweils um 17.30 Uhr statt.  Für den letzten Termin habe ich mich angemeldet. Um Anmeldung wird gebeten an: https://enieespaniol.de/maerchen/ (Öffnet in einem neuen Tab) 

Hintergrund: Das Bildungsprojekt von Enie e.V. und Árbol que Crece e.V. verbindet die faszinierende Welt der Märchen mit kreativem Schreiben und Globalem Lernen. Dabei geht es nicht nur ums Zuhören: Die Teilnehmenden werden selbst aktiv, erzählen, schreiben und entdecken, wie unterschiedlich – und zugleich überraschend ähnlich – Menschen auf der ganzen Welt Geschichten erzählen.Märchen können Grenzen überwinden. Sie erzählen von Mut und Angst, von Zusammenhalt, Gerechtigkeit, Liebe und Konflikten – Themen, die Menschen überall auf der Welt beschäftigen. Die „Globale Märchenstraße“ nutzt diese gemeinsame Sprache, um neue Perspektiven zu eröffnen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Wer Märchenfan ist und Lust auf Geschichten und kreatives Schreiben hat: Die „Globale Märchenstraße“ lädt alle Interessierten ein, mitzumachen und die Kraft des Storytellings selbst zu erleben. 

Stadtbibliothek, Herrnstraße, Offenbach

Freitag, 23. Oktober: Pohlmann

(Uwe)

Der Wahlhamburger ist fester Bestandteil der deutschsprachigen Musikszene ohne sich dabei auf die ständige Jagd nach dem nächsten Hit zu machen. Stattdessen Beständigkeit, tiefsinnige Texte, charmante Kompositionen auf der Gitarre. Und obwohl er mit seinen Songs das Publikum zum Nachdenken anregen will, ist der Singer-Songwriter trotz aller Tiefgründigkeit immer noch der Frontmann, der mit Witz in seinen Live-Shows auf der Bühne ein wirklich gutes Lebensgefühl vermittelt. 

Brotfabrik / F, Bachmannstr. / 20 Uhr
Foto: Ben Wolf

Freitag 23. Oktober: Lesung (mit Musikeinspielern) Michael Behrendt: „Verhört, verkannt, vereinnahmt"

(Daniela)

Was haben Adele und Bruce Springsteen, James Blunt, Madonna und Suzanne Vega, die Beatles, Die Ärzte, Queen, The Boomtown Rats und die Toten Hosen, Falco, Fettes Brot, Udo Jürgens und Amy Winehouse gemeinsam? Ihre Hits wurden oft völlig anders verstanden, als sie gemeint waren. Der Frankfurter Autor Michael Behrendt erzählt von Stalker-Songs, die zu Schmusehits wurden, und sozialkritischen Liedern, die zu patriotischen Hymnen mutierten, von Depri-Songs als Fußballhymnen, Herzschmerzhits als Hochzeitskrachern und von beißenden Satiren, die als Fetenknaller endeten. Die Palette an missverstandenen Songs reicht von simplen Verhörern über das Falschverstehen, weil man Codes oder Hintergründe nicht kennt, bis hin zur gezielten Vereinnahmung durch Politik und Werbung.

Datum: Fr, 23.10.2026; Uhrzeit: 19 Uhr
Ort: Stadtteilbibliothek Sindlingen, Sindlinger Bahnstraße 124, 65931 Frankfurt am Main
Abendkasse: 7 Euro

Freitag, 23. Oktober: Of/ Cosmic Kitten

(Andrea)

Eine schöne Mischung aus Alternative, Post-Grunge und Punk-Energie bringt die aus San Pedro stammende Band Cosmic Kitten heute mit in den Hafen 2. Die vierköpfige Band hat mit ihren intensiven Auftritte und nachdenkliche Texten die Herzen von Fans erobert, die Wert auf Authentizität und kraftvollen musikalischen Ausdruck legen. Die Band schafft eine nahtlose Verbindung aus rauem 90er-Jahre-Grunge und moderner Rock-Energie. 
Karen Marie (Gitarre und Gesang) nimmt die Zuhörer mit auf eine emotionale Reise; ihr Gesang reicht von sanften, nachdenklichen Tönen bis hin zu wilden, kraftvollen Schreien, untermalt von verzerrten, hellen Gitarrenriffs. Zach Huckabee ist die treibende Kraft hinter dem energiegeladenen Sound der Band; sein präzises und aggressives Schlagzeugspiel verleiht jedem Song Groove und Intensität. Jay Vesper steuert dynamische, fließende Basslinien bei, die der Musik ein präzises Fundament geben, während John Chavez an der Rhythmusgitarre für die schweren Riffs sorgt, die das Publikum mit roher Kraft mitreißen. Genau das richtige gegen den aufkommenden November-Blues! 

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Freitag, 23. Oktober: Of/ Farbenmeer

(Andrea)

„Farbenmeer“, das sind vier Musiker um den Songschreiber Armin Möller aus Offenbachs wahrem Musikantenviertel Bieber. Sie spielen deutschsprachigen Rock Pop mit 80er Vibes, knackig, groovig und mit ganz viel Gefühl. Nennt es Mainstream – Wir lieben es! Zwischen den aktuellen Stücken des Albums „Jetzt“  tauchen auch Klassiker u.a. von Rio Reiser, Udo Lindenberg und Joachim Witt auf. Die Jungs sammelten bereits in den 90ern Erfahrungen als Support von Seal, The Hooters und Joe Cocker. Seitdem – äusserlich gereift, innerlich mit ungebrochener Spielfreude – spielten „ Farbenmeer“ bereits viele gefeierte Konzerte in der Region. Webseite: www.farbenmeer-musik.de Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr. 

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach. Nicht barrierefrei

Samstag 24. Oktober bis 19. November: Ausstellung „Wohnen im Umbruch. Ein Zuhause für alle!"

(Daniela)

Was bedeutet Wohnen, wenn sich das Leben ändert? Die Wanderausstellung „Wohnen im Umbruch. Ein Zuhause für alle!“ der Friedrich-Ebert-Stiftung ist vom 26. Oktober bis 19. November im Atrium des Frankfurter Stadtplanungsamtes zu sehen. Sie beleuchtet die aktuellen Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt aus der Perspektive betroffener Menschen: Was bedeutet es, wenn sich die Lebenssituation verändert – etwa durch eine Trennung, einen Jobwechsel, den Eintritt in das Rentenalter oder eine Erkrankung – und damit auch die Bedarfe beim Wohnen? Die Ausstellung zeigt, mit welchen Instrumenten Politik, Stadtplanung und Gesellschaft auf Wohnraummangel und Umbruchssituationen reagieren können, und lädt dazu ein, Visionen für ein bezahlbares, zugängliches, bedarfsgerechtes und ressourcenschonendes Wohnen zu entdecken. 

Veranstaltet wird die Ausstellung von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit der Volkshochschule Frankfurt (vhs) und dem Amt für Wohnungswesen.

Auftaktveranstaltung: 24. Oktober, vhs Frankfurt, Gräfstraße 97 – Infos & Anmeldung: https://vhs.frankfurt.de/de/wohnenimumbruch

Ausstellung: 26. Oktober – 19. November, Atrium des Stadtplanungsamtes, Kurt-Schumacher-Str. 10 | täglich 10–19 Uhr | Eintritt frei
Mehr zur Ausstellung: https://www.fes.de/kommunalakademie/wohnen-im-umbruch

Foto: ©Julian Rettig/FES

Samstag, 24. Oktober: Some Sprouts

(Uwe)

Egal, ob treibende oder verträumte Pop-Melodien. Ob mit der Leichtigkeit des Indie-Rock oder der melancholischen Schwere des Folk.Ob psychedelischer Slacker-Vibe oder leidenschaftliche, tanzbare Sehnsucht. Some Sprouts schaffen es stets, aus flächigen Synthesizer-Sounds, energie-, wie gefühlvollen Gitarrenlicks, melodischen Basslines und treffenden Drumpatterns Songs zu formen, die man immer wieder fühlen möchte.

Zoom / F, Carl-Benz-Str. / Einass: 19 Uhr
Foto: Zoom, Facebook

Samstag 24. Oktober: Stadtführungen mit Stadtforscherin Tülây Güneș im Rahmen der Sonderausstellung „Höchst erzählt!

(Daniela)

Als ich das angehängte Foto sah dachte ich sofort: Da muss ich mitmachen, denn in dem abgebildeten italienischen “Kiosk/Imbiss” im Höchster Bahnhof gibt es die besten Arancini, die ich je außerhalb Italiens gegessen habe.

Stadtführungen mit Stadtforscherin Tülây Güneș im Rahmen der Sonderausstellung „Höchst erzählt! Über das Museum im Bolongaropalast“ 

Die Ausstellung im Stadtlabor des Historischen Museums Frankfurt macht deutlich: Höchst erzählt Geschichte aus mehreren Perspektiven. Mit ihrem Stadtlabor-Beitrag bietet Tülây Güneș Rundgänge durch Höchst aus postmigrantischer Sicht an, in denen sie historische, gesellschaftliche und gestalterische Zusammenhänge von Stadtraum und Migration beschreibt.

In ihrer Führung richtet Tülây Güneș den Blick darauf, wie Menschen mit unterschiedlichen Migrationsgeschichten den Frankfurter Stadtteil prägen. Wer wird in der Erinnerung an die Stadt sichtbar gemacht? Wer bleibt unsichtbar? Und was bedeutet es, dazuzugehören?

Diese Fragen wird Tülây Güneș auch im zukünftigen Museum im Bolongaropalast ab 2027 aufwerfen und über eine interaktive Stadtkarte in die neue Dauerausstellung bringen. Dort können Denkmäler, Institutionen und alltägliche Orte gesammelt und auf ihre Ein- und Ausschlüsse hin untersucht werden.

Die Stadtführungen beginnen am Höchster Bahnhof (Ausgang Adolf-Haeuser-Straße, Vorplatz Süd). Weitere Stationen sind die Dalbergstraße, der Dalbergkreisel, die Königsteiner Straße, die Ecke Königsteiner Straße (Kö‘)/Bolongarostraße und die Altstadt. Die Stadtführungen sind Teil des Rahmenprogramms von „Höchst erzählt! Über das Museum im Bolongaropalast (bis 28.2.2026).  https://historisches-museum-frankfurt.de/de/ausstellungen/hoechst-erzaehlt 

Stadtführungen durch Höchst mit Tülây Güneș: „Postmigrantisches Höchst“
Jeweils samstags von 11 bis 13 Uhr: 24. Oktober und am 19. Dezember 2026, Gebühr: 5 €
© Tülay Günes

Samstag, 24. Oktober: Tag der Offenen Manufaktur in Höchst (HPM) der Hochschule für Gestaltung Offenbach

(Petra)

Die Höchster Porzellan Manufaktur (HPM) blickt seit ihrer Gründung im Jahr 1746 mit der Unterzeichnung des Gründungsprivilegs durch den Mainzer Kurfürsten Johann Friedrich Karl von Ostein auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Seit 2023 gehört die traditionsreiche Manufaktur als Lehr- und Forschungsstandort zur Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach. Kunst, Design und Produktion durchdringen sich an diesem Ort. Das 280-jährige Jubiläum wird heute mit einem „Tag der offenen Manufaktur“ gefeiert. Eine Ausstellung führt in einer Zeitreise durch die verschiedenen Stationen der HPM von ihrer Gründung bis in die Gegenwart und präsentiert berühmte Entwürfe. Führungen durch die Manufaktur geben Einblick in die Produktionsprozesse: Modell- und Formenbau, Archivierung, Bossieren, Bemalen, Brand. Darüber hinaus gibt es um 14 Uhr ein Vortrag des Historikers Konstantin Lannert anhand von Exponaten einen tieferen Einblick in die Geschichte der HPM. Entwürfe und Experimentelles von HfG-Studierenden aus den Bereichen Kunst und Design werden ebenso gezeigt wie Ergebnisse des internationalen Residency-Programms der HPM (mit Unterstützung der Aventis Foundation und der Crespo Foundation). Und schließlich könnt Ihr um 17 Uhr beim HPM-Quiz einen von drei Preisen gewinnen!

Abbildung: ©Timo Lenzen

Tag der Offenen Manufaktur – Ausstellungen, Führungen (12 + 15 Uhr), Vortrag, HPM-Quiz, Ort: Höchster Porzellan Manufaktur, Adresse: Palleskestr. 32, 65929 Frankfurt-Höchst, Uhrzeit: 11 - 18 Uhr, Eintritt: frei

Samstag, 24. Oktober: Of/ Kleidertausch

(Andrea)

"Unter dem Motto „Tauschen statt Kaufen“ laden wir alle modebewussten und umweltbewussten Menschen ein, ihre Kleiderschränke zu leeren und frischen Wind in ihre Garderobe zu bringen. Die Veranstaltung wird vom Quartiersmanagement Nordend organisiert und bietet die perfekte Gelegenheit, gut erhaltene Kleidung, Accessoires und Schuhe zu tauschen. Ziel der Kleidertauschparty ist es, nachhaltige Mode zu fördern, den Konsum zu reduzieren und die Gemeinschaft zu stärken. Bitte bringen Sie nur saubere und tragbare Kleidung mit. Die Kleidertauschparty bietet eine großartige Möglichkeit, nicht nur Ihren Kleiderschrank aufzufrischen, sondern auch neue Freundschaften zu schließen und kreative Ideen auszutauschen. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer und einen kreativen Mittag voller Mode und Austausch. 11 bis 14 Uhr. 

Quartiersmanagement Nordend, Bernardstraße 63, Offenbach

Samstag, 24. Oktober: Die Skeptiker

(Andrea) 

Wir machen Urlaub, daher werde ich die Skeptiker heute leider verpassen. Die Band hat Andraes Gran, das ist der Jurist, der mit “Rechtswissen für junge Menschen” gerade Furore macht, mir wärmstens ans Herz gelegt. Der Mann ist nämlich auch Punk. “Die Skeptiker” gründeten sich 1986 in Ost-Berlin waren eine der bedeutendsten Punkrockgruppen der DDR und konnte sich auch nach deren Ende in der gesamtdeutschen Musikszene etablieren. Wikipedia schreibt: “Der Punkrock der Band (wie auch anderer Gruppen) war schwer mit dem sozialistischen Realismus vereinbar, so dass offizielle Plattenproduktionen beim Staatslabel Amiga lange Zeit für alle DDR-Untergrund-Bands unmöglich waren. So erschienen auch die ersten beiden Veröffentlichungen der Skeptiker O.T. (Ohne Titel) 1988 und Schreie 1989 noch selbstveröffentlicht auf Tape. Aufgrund der steigenden Popularität der Band sah sich Amiga gezwungen, 1989 die EP Die Anderen Bands und 1990 die LP Harte Zeiten zu produzieren.” Krass, wo es heutzutage kaum noch Majorlabels gibt und jeder alles bei Spotify oder Youtube oder oder veröffentlichen kann. 1991 landeten sie bei Rough Trade/Our Choice, sie lösten isch auf, fanden wieder zusammen und spielen also heute in Bockenheim. 20 Uhr 

Exzess, Leipziger Straße 91

Sonntag, 25. Oktober: „Das andere Bauhaus – Die Designerin Charlotte Perriand“ (Film und Gespräch)

(Daniela)

Im Jahr 2010 starteten Susanne Petry (Architektur im Dialog/PIER F, Gesamtorganisation) und Petra Schwerdtner (Kunstkontakt, Moderation) gemeinsam die Filmreihe ARCHITEKTUR IM FILM, sie heißt jetzt ARCHITEKTUR.DESIGN.FILM UND GESPRÄCH. Das Spektrum der Reihe reicht von Porträts einzelner Protagonist:innen aus Architektur und Design über das Wahrnehmen von Architektur bis hin zu visionären Stadt- und Raumentwürfen.
Im Mittelpunkt der nächsten Veranstaltung steht der Film „Das andere Bauhaus – Die Designerin Charlotte Perriand“ von Stéphane Ghez aus dem Jahr 2019. Charlotte Perriand (1903–1999) zählt zu den einflussreichsten Designerinnen und Architektinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre revolutionären Entwürfe prägten die moderne Wohnkultur. Der 53 Minuten lange Film beleuchtet ihr Leben und Werk, außerdem ihre Zusammenarbeit mit Le Corbusier und die Faszination für Japan. Im Anschluss diskutiert Petra Schwerdtner mit Interior-Designerin Denise Boxler und Kommunikationsdesignerin Henriette Kollera.
Datum: So, 25.10.2026; Uhrzeit: 10.30 Uhr (Einlass, Filmstart: 11 Uhr)
Ort: Eldorado (Arthouse Kino), Schäfergasse 29, 60313 Frankfurt am Main

Montag, 26. Oktober: Walking on Rivers

(Andrea)

Aus dem 2015 gegründeten Dortmunder Indie- Trio ist zwischenzeitlich ein Duo geworden: David Laudage und Martin Kreuzer präsentierten im Oktober 2025 live erstmals das musikalische Ergebnis ihrer intensiven Songwritingphase 2024. Musikalisch zeigt sich die Band gewandelt – aber nicht fremd: Tiefergehende Klangwelten, dancige Arrangements und mutige, unorthodoxe Elemente treffen auf die gewohnt eingängigen Indie-Pop-Melodien, die WALKING ON RIVERS auszeichnen. WALKING ON RIVERS verbinden Folk-Wurzeln mit atmosphärischem Indie-Pop, mehrstimmigen Arrangements und einer Sehnsucht, die nicht nur der Natur gilt, sondern all jenen Momenten, die den Alltag durchbrechen. Ihre Songs erzählen von nächtlichen Grübeleien, flüchtigen Auswegen und kleinen Fluchten." Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Dienstag, 27. Oktober: Henni Nachtsheim

(Uwe)

Henni Nachtsheim legt seinen ersten Roman vor, Aller Kidnapping ist schwer (mainbook Verlag) - eine Krimi-Komödie mit Comedyelementen und Sprachwitz, ein Spannungs- und Musikroman mit der eigenwilligen Frauenfigur Florentine Huth. Sie ist von Mutter Natur nicht gerade mit Schönheit gesegnet, hat etliche Pfunde zu viel und nimmt vor allem kein Blatt vor den Mund. Dann verliebt sie sich. Ausgerechnet in einen viel jüngeren Adonis, den sie neckisch „Rehauge“ nennt. Doch sie blitzt ab. Aber Florentine wäre nicht Florentine, wenn sie die Flinte ins Korn werfen würde. Also heckt sie einen perfiden Plan aus, ihren Angebeteten für sich zu gewinnen, entführt ihn und sperrt ihn in einen eigens für ihn gebauten Kellerknast. Womit die Probleme damit allerdings erst richtig beginnen ...

Musikalisch begleitet wird die Lesung von Bernd Schmidt am Klavier!

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr 
Foto: Henni Nachtsheim

Mittwoch, 28. Oktober LIZZ WRIGHT

(Uwe)

Mit ihrer unnachahmlichen Stimme, welche die New York Times als „eine weiche, dunkle Altstimme mit Qualitäten, die man mit in Fässern gereiftem Bourbon oder butterweichem Leder assoziieren könnte“ bezeichnet, singt Wright mit einer erhabenen Reflexion des kulturellen Gefüges von Amerika. Sie überwindet soziale Gräben mit einem Angebot der Liebe und einem tiefen Sinn für Menschlichkeit. Ihre Musik akzeptiert die Schönheit der Realität und eine kollektive Erfahrung der Zugehörigkeit. 

Centralstation / DA, Im Carree / Einlass: 19 Uhr
Foto: Tony Smith

Donnerstag 29. - Samstag 31. Oktober: Halle für Alle – Mühlheim kommt ins Gespräch

(Daniela)

Meine Freundin Christian Lutz hat mich auf dieses tolle Konzept aufmerksam gemacht. Wer kommt mit nach Mühlheim?

Halle für Alle – Mühlheim kommt ins Gespräch
Ein außergewöhnliches Veranstaltungserlebnis mit Turbo Pascal in der Willy-Brandt-Halle
Was verbindet uns? Was macht Mühlheim aus? Worüber möchten wir uns heute unterhalten? Worüber streiten? Worauf wollen wir anstoßen?
Mit „Halle für Alle“ kommt das Berliner Kollektiv Turbo Pascal nach Mühlheim am Main und lädt zu einem besonderen Veranstaltungserlebnis ein. In der Willy-Brandt-Halle treffen Menschen aus Mühlheim und der Region zusammen und erleben 90
abwechslungsreiche Minuten voller Begegnungen, überraschender Momente und anregender Impulse.
Das Publikum wird hier selbst zur Hauptfigur: Im Mittelpunkt stehen Themen, die unseren Alltag und unser Zusammenleben betreffen. Die Veranstaltung schafft Raum für neue Perspektiven und lädt dazu ein, Mühlheim und seine Menschen auf besondere Weise kennezulernen. Jede und jeder kann den Abend auf die eigene Art erleben – ob zuhörend, mitdenkend, Position beziehend oder im Austausch mit anderen. 

„Halle für Alle“ lebt von der Vielfalt der Menschen, die zusammenkommen. Eingeladen sind alle – unabhängig von Alter, Herkunft, Sprache, Lebensgeschichte oder Interessen. Ob allein, mit der Familie, mit Freundinnen und Freunden, als Schulklasse,
Verein, Initiative oder Unternehmen: Alle sind herzlich willkommen.

Aufführungstermine:
Donnerstag, 29. Oktober 2026; 9:30 Uhr und 18:00 Uhr; Freitag, 30. Oktober 2026; 9:30 Uhr und 18:00 Uhr; Samstag, 31. Oktober 2026; 11:00 Uhr und 16:00 Uhr
Dauer: jeweils ca. 90 Minuten (Die Veranstaltung ist auf Deutsch und ohne Übertitel.)
Veranstaltungsort: Willy-Brandt-Halle, Mühlheim am Main
Eintritt: kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten
Altersempfehlung: ab der 9. Klasse.
Kontakt für Koordination und Anmeldung: Christina Lutz: E-Mail: c.lutz@kulturfonds-frm.de

Donnerstag, 29. Oktober: DUBIOZA KOLEKTIV

(Uwe)

diese Woche schrieb mir das Zoom: "hast Du mitbekommen, was für eine Welle zur WM um DUBIOZA KOLEKTIV in den Socials weltweit abgeht? Die liefern quasi den den inoffiziellen WM Song für Bosnien und sind der heißeste Act, der alle ex-YU Staaten anspricht. Sie spielen weltweit, Silvester in Zagreb, vor 10.000 in Istanbul, Downunder etc. Auf der EM Fanmeile 2024 haben sie gespielt, Abriss… Die sind lustig und politisch korrekt. Ist das nicht eine gutes Thema während der WM und ein humorvoller Brückenschlag zur Kultur? 

Über die Band ist zu sagen / schreiben: Es war einmal (2003), in einer zwielichtigen Ecke der Welt, in einem Land Namens Bosnien und Herzegowina, wo eine Gruppe von Freunden beschloss, eine Band zu gründen. Aber dies war keine gewöhnliche Band und sie wurde auch nicht unter gewöhnlichen Umständen gegründet. Neben den lokalen Einflüssen aus dem Balkan, kamen musikalische Einflüsse aus der ganzen Welt dazu: Ska, Punk, Reggae, Elektronik, Hip-Hop. Jedoch gab es keine Musikindustrie, wenige Konzerte und keinen Raum für kulturellen oder politischen Ausdruck unter der neuen Generation von eingefahrenen Jugendlichen. Tatsächlich litt die gesamte Region unter einer tiefen moralischen und wirtschaftlichen Stagnation (Lustlosigkeit) der Nachkriegszeit. Aus diesem Umfeld heraus wurde Dubioza Kolektiv geboren, und zwar nicht im Stillen, sondern mit großem Geschrei, indem sie No-Go-Themen in den Vordergrund brachten und forderten somit, gehört zu werden. Auf diese Weise haben sie ein Phänomen geschaffen.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass: 19:30 Uhr
Foto: Igor Karacic

Donnerstag, 29. Oktober - Mittwoch, 11. Februar 2027: Das Atelierfrankfurt eröffnet neuen Ausstellungsraum RAMPE mit Ausstellung "From Dust to Data", Nina Caviezel

(Petra)

Das Atelierfrankfurt öffnet eine Tür nach außen: Mit der RAMPE entsteht hier ein neuer, multifunktionaler Raum, der gezielt für die Zusammenarbeit mit regionalen und internationalen Kunst- und Kulturinstitutionen gedacht ist. Hier treffen Institutionen und Freie Szene aufeinander, entwickeln gemeinsame Projekte und denken Kunst neu. Eingeweiht wird die RAMPE mit der Künstlerin Nina Caviezel im Rahmen der Kooperation mit dem Museum Giersch der Goethe-Universität. In ihrer installativen Arbeit “From Dust to Data” untersucht die Schweizer Künstlerin die Rolle des Reinigens und des Reinraums in der zeitgenössischen Astronomie. Die Installation entsteht im Kontext der Ausstellung “Deep Field. Die Vermessung des Unvorstellbaren”, die ab 06. November im Museum Giersch gezeigt wird. Die Installation im Atelierfrankfurt ist sozusagen ein Vorgeschmack - und die Entdeckung einer neuen Ausstellungfläche.

“From Dust to Data” - Ausstellung von Nina Caviezel, Vernissage und Eröffnung des neuen Ausstellungsraums RAMPE, Ort: Atelierfrankfurt, Adresse: Schwedlerstr. 1- 3, Uhrzeit:18 Uhr (Öffungszeiten dienstags - freitags 11 - 18 Uhr, nur nach Voranmeldung per E-Mail hier, Eintritt: frei

Donnerstag, 29. Oktober, bis Samstag, 31. Oktober: Mühlheim/ Halle für Alle

(Andrea)

Als ich die Mail von Christina las, fing kurz darauf das Erinnerungskarusell an, sich zu drehen. Im Bürgerhaus bzw. der Willy-Brandt-Halle Mühlheim war ich ewig nicht, das letzte Mal wahrscheinlich zur Schulsause anlässlich des Friedrich-Ebert-Gymnasium-Jubiläums. Der Mittwochsrummel war es sicher nicht, das ist noch viel länger her. Aber lustig war das immer, die Faschingssause und alle, wirklich alle, waren da. Galante Überleitung, an den folgenden Tagen hoffentlich auch: Denn Turbo Pascal verwandelt das Bürgerhaus in die “Halle für Alle – Mühlheim kommt ins Gespräch”. "Was verbindet uns? Was macht Mühlheim aus? Worüber möchten wir uns heute unterhalten? Worüber streiten? Worauf wollen wir anstoßen? Mit „Halle für Alle“ kommt das Berliner Kollektiv Turbo Pascal nach Mühlheim am Main und lädt zu einem besonderen Veranstaltungserlebnis ein. In der Willy-Brandt-Halle treffen Menschen aus Mühlheim und der Region zusammen und erleben 90 abwechslungsreiche Minuten voller Begegnungen, überraschender Momente und anregender Impulse.
Das Publikum wird hier selbst zur Hauptfigur: Im Mittelpunkt stehen Themen, die unseren Alltag und unser Zusammenleben betreffen. Die Veranstaltung schafft Raum für neue Perspektiven und lädt dazu ein, Mühlheim und seine Menschen auf besondere Weise kennezulernen. Jede und jeder kann den Abend auf die eigene Art erleben – ob zuhörend, mitdenkend, Position beziehend oder im Austausch mit anderen. „Halle für Alle“ lebt von der Vielfalt der Menschen, die zusammenkommen.
Eingeladen sind alle – unabhängig von Alter, Herkunft, Sprache, Lebensgeschichte oder Interessen. Ob allein, mit der Familie, mit Freundinnen und Freunden, als Schulklasse,Verein, Initiative oder Unternehmen: Alle sind herzlich willkommen."
Aufführungstermine:
Donnerstag, 29. Oktober 2026, 9:30 Uhr und 18:00 Uhr
Freitag, 30. Oktober 2026, 9:30 Uhr und 18:00 Uhr
Samstag, 31. Oktober 2026, 11:00 Uhr und 16:00 Uhr Dauer: jeweils ca. 90 Minuten (Die Veranstaltung ist auf Deutsch und ohne Übertitel.)
Eintritt: kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten: https://kulturfonds-frm.de/projekt/2220Altersempfehlung: ab der 9. Klasse.

Willy-Brandt-Halle, Dietesheimer Straße 90, Mühlheim am Main

Freitag, 30. Oktober: Sportfreunde Stiller

(Andrea)

Sportfreunde Stiller - die sympathischen Bayern hatte ich in den letzten Jahren wirklich völlig aus den Augen verloren. Dabei gab es doch kaum zärtlichere Liebeserklärungen und schönere Komplimente, “Du bist die Antwort auf die Frage/ Gibt es reiche Tage?/ Ich spür mit dir/Hat mich das Glück im Visier”. Oder eben “Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist/ Und sichergeh'n, ob du denn dasselbe für mich fühlst”. Lieder für die Ewigkeit. Sie komponierten zur WM 2006, politisch korrekt gegen Nazis und pflegten immer das Image der netten Jungs von nebenan. Warum auch nicht und vermutlich sind die Sportis wirklich eine Gruppe, auf die sich Menschen aller Altersgruppen gut verständigen können. Sonst gäbe es auch sicher die aktuelle ARD-Doku nicht. “30 wunderbaren Jahre Tour” erzählt von Auftritten in dunklen Kellerräumen vor drei Neugierigen bis zu mit zehntausend Beseelten gefüllten Hallen. Von speziellen Eigenheiten wie WM-Hits, MTV-Unpluggeds, horizonterweiternden Videodrehs, Schallplatten aus Holz/Gold/und Platin, Lesetouren in Opernhäusern bis zum „ganz normalen“ Irrsinn einer Band samt unvergesslicher Tourneen in den Armen der besten Crew of the Universe. Von Vorband sein von Foo Fighters, Green Day und Grönemeyer bis zu Vorbands wie Ash, Nada Surf, Franz Ferdinand und Kaiser Chiefs. Alles dabei", erinnert sich Flo. Ich freue mich auf den Abend zum Mitsingen und mit viel positiver Energie. 

Jahrhunderthalle Höchst, Pfaffenwiese 

Freitag, 30. Oktober: Of/ Sneak

(Andrea)

Ich gehe zu den Stillers, sonst wäre ich in der Geheimveranstaltung im Filmklubb. Nic hat mir´s schon zugeflüstert, aber ich schweige wie ein Grab. DIE SNEAK DES JAHRES und eine echte Empfehlung. Dazu noch OmU. Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr (und damit noch genug Zeit, sich an der köstlichen Fischuppe zu laben und Pasteis zu naschen. >> Karten bitte HIER kaufen

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach. Nicht barrierefrei

Freitag, 30. Oktober: Massendefekt

(Andrea) 

Wenn alles kaputt geht, klingt das sicher nicht wie Massendefekt. Zumindest stelle ich mir das eher als leisen Prozess vor, wir leben schließlich in digitalen Zeiten. Aber wer weiß, vielleicht wird es auch Punk & Rollig? Massendefekt ist eine deutsche Rockband, die auf ein Vierteljahrhundert Bandgeschichte zurückblickt und auf ihrer „25 LIVE“-Tour Songs aus allen Phasen zusammenbringt: Das heißt klare Kante, direkter Kontakt zum Publikum und Abende, die musikalisch wie atmosphärisch auf den Punkt sind. Foto Credist: Tirado Espinosa. Einlass 19 Uhr

Das Bett, Schmidtstraße 12

Freitag, 30. Oktober: Zauberduft und Wonnegraus – Goethes Urfaust

(Martin)

Premiere / weitere Vorstellungen siehe unten

In Rufweite zum Ort, an dem Goethe ihn schrieb: der Urfaust is coming home! Inspiriert von Wanderbühnen und Puppentheatern schrieb der junge Dichter im Großen Hirschgraben erste Szenen zum Teufelspakt und der Gretchentragödie, in unverkennbar frankfurterischem Zungenschlag und wie geschaffen für die Komödianten der Volksbühne. Im Unterschied zum späteren bekannten Faust I + II konzentriert sich der Urfaust auf die Liebesgeschichte des Dr. Heinrich Faust, der sein ganzes angehäuftes Wissen infrage stellt.

Hingerissen von einer jungen Frau – Gretchen – glaubt er, sie könne ihn aus seiner Lebenskrise herausführen. Stets an seiner Seite ist der teuflische Mephisto, den Faust als „Spottgeburt von Dreck und Feuer“ verachtet, dessen Hilfe er aber gerne in Anspruch nimmt, um das echte Leben und die Liebe kennenzulernen.

Fünf Schauspieler spielen 12 Rollen. / Ein Spektakel mit Gesang und Zauberei, schrägen Typen und großen Gefühlen.

Freitag, 30. Oktober (Premiere) um 19.30 Uhr, Sonntag, 1. um 17.00 Uhr, Freitag, 13., Samstag, 14., Samstag, 21., Freitag, 27., Samstag, 28. November; Donnerstag, 3., Sonntag, 13. um 17.00 Uhr, Freitag, 18., Samstag, 19., Sonntag, 27. um 17.00 Uhr, Montag, 28. Dezember – wenn nicht anders angegeben, beginnen die Vorstellungen um 19.30 Uhr
Volksbühne im Großen Hirschgraben, Großer Hirschgraben 19
Foto: © Andreas Malkmus

Freitag, 30. Oktober: OF/ Ein fast perfekter Antrag

(Andrea)

Der eigenwillige Witwer Walter (mit jedem Jahr besser: Heiner Lauterbach) vertreibt sich seine Zeit im Ruhestand damit, Restaurants zu testen und akribisch im Internet zu bewerten. Bei einem seiner Restaurantbesuche trifft er zufällig seine Jugendliebe Alice (hach: Iris Berben!) wieder. Vor 40 Jahren hatte er ihr einen Heiratsantrag gemacht und war spektakulär gescheitert. Die lebensfrohe und freigeistige Kunstprofessorin ist auch heute noch das genaue Gegenteil des altmodischen, akkuraten Walter. Der Ehrgeiz des pensionierten Ingenieurs ist geweckt. Er will es diesmal besser machen, während Alice gar nicht daran denkt, denn sie liebt ihr unabhängiges Leben und braucht keinen Beziehungsstress. Sie stellt eine Bedingung: Erst wenn er echtes Interesse an ihrer Welt zeigt, bekommt er vielleicht eine zweite Chance. Und so schreibt sich Walter, der sich nie für Kunst interessiert hat, zu Alice Entsetzen als Gaststudent in ihrem Kurs ein – fest entschlossen, sich selbst und ihr zu beweisen, dass es nie zu spät ist, neue Wege zu gehen. Aber nicht nur Alice stellt ihn vor ungeahnte Herausforderungen, sondern auch die Begegnung mit seinen 40 Jahre jüngeren Kommiliton*innen. Unerwartet finden sich Alice und Walter in einem neuen, aufregenden Kapitel ihres Lebens wieder und müssen sich fragen: Rostet alte Liebe wirklich nicht? Schmeckt das Essen? Kann er kochen? Und wie gut können diese beiden großen Darsteller auf der Leinwand bitte harmonieren!? „Ein fast perfekter Antrag“ mit gebratenem Hühnchen, Rosenharissa, Weinblättern & Joghurt. Foto: Leonine 

Alte Schlosserei, Andreastraße 71, Offenbach

Samstag, 31. Oktober: Sven Regener liest aus "Frankie und Freddie"

(Martin)

Frankie und Freddie Lehmann, zwei Brüder aus Bremen, in Westberlin, 1980. Während der eine seit Wochen damit beschäftigt ist, in Kreuzberg Fuß zu fassen, will der andere weiterziehen nach New York, musste aber erst einmal am Kudamm im Probandenhotel wohnen und als Versuchskaninchen für Antidepressiva herhalten. Jetzt, einen Tag vor Heiligabend, hat er Angst vor Menschen, kann nicht mehr U-Bahn fahren und verliert eine wichtige Tasche.

NDR.de schreibt: 
„So viel Action wie ein Indiana-Jones-Film: Indiana Jones auf Regener Art, mit dieser irren Regener-Syntax: mäandernden Sätzen, die geradewegs in den Kopf von Frank Lehmann führen, der in dieser Geschichte noch von allen Frankie genannt wird. Immer wenn Frankie zu denken beginnt, entwickeln die Sätze ein Eigenleben, rattern im Takt von einem Gedanken zum nächsten.

Auszug aus “Frankie und Freddie”
‚Wieso denke ich immer so einen Scheiß, wenn ich mit meinem Bruder zusammen bin, fragte er sich rhetorisch, denn natürlich wusste er die Antwort ganz genau, weil es eben sein Bruder war und genau dafür ist so ein Bruder ja wohl auch da, dachte er, dass er einen an früher erinnert, als man noch klein war und alles eine große Bedeutung hatte.‘

Und genau darum geht es in ‚Frankie und Freddie‘: Was passiert, wenn man mit Anfang 20 versucht, erwachsen zu werden - und neben einem plötzlich wieder der Mensch steht, der einen noch als Kind kennt?“

Samstag, 31. Oktober um 19:30 Uhr: Sven Regener liest aus seinem neuen Roman
Schauspiel Frankfurt
Foto: © Charlotte Goltermann

Sonntag 01. November: SAIGON SOUL REVIVAL

(Daniela)

Ich freue mich mega uf den Abend. Ich habe die Band schon mal im mousonturm gesehen. Es lohnt sich sehr!

SAIGON SOUL REVIVAL – Psychedelic Soul aus Saigon, produziert mit Frankfurter Herzblut

Vergessene Klänge, treibende Grooves und psychedelischer Soul: Saigon Soul Revival holen den Sound des alten Saigon zurück ins Hier und Jetzt – roh, hypnotisch und voller Energie.

Die sechsköpfige Liev Band aus Ho-Chi-Minh-Stadt verbindet die musikalische Tradition Südvietnams mit Vintage-Soul, Funk, Surf und Psychedelic Rock. Traditionelle Instrumente wie die Đàn Nguyệt, Đàn Bầu und die Đàn Tranh treffen auf verzerrte Gitarren, rollende Rhythmen und unwiderstehliche Grooves.  Zwischen nostalgischen Melodien, rollenden Rhythmen und explosiven Live-Momenten entsteht ein Sound, der Vergangenheit und Gegenwart mühelos zusammenbringt.

Mit ihrem international gefeierten Sound, Tourneen von Asien bis Europa und einer Live-Session für KEXP haben sich Saigon Soul Revival längst über die Grenzen Vietnams hinaus einen Namen gemacht .Seit 2023 expandiert SSR international und trat in Großbritannien und Australien beim WOMAD, in Deutschland beim Sống ở Berlin Festival und beim Festival der Kulturen, in Frankreich bei den Trans Musicales, in Portugal beim Festival Músicas do Mundo sowie mehrfach in China auf. Auf ihrer aktuellen Tournee zum neuen Album Chốn Ta Về machen Sie nun auch einen stop in der Frankfurter Brotfabrik.

Eine weitere besondere Verbindung führt an diesem Abend nach Frankfurt: Der Frankfurter Musiker und Labelmacher Jan Hagenkötter ist Produzent von SSR und auch des neuen Albums „Chốn Ta Về“ („The Place We Return To“), welches gerade eben im September veröffentlicht wurde.

Geeignet für alle, die Soul nicht nur hören, sondern spüren wollen.
Überzeugt Euch selbst: https://www.youtube.com/channel/UCoznMYNk-5w5eVNkJkGus9A

Konzert und Ticketlink : https://brotfabrik-frankfurt-ticketshop.reservix.de/tickets-saigon-soul-revival-in-frankfurt-am-main-brotfabrik-am-1-11-2026/e2568731

Dienstag, 3. November: Liederabend in der Oper Frankfurt

(Martin)

Kelsey Lauritano (Mezzosopran) & Alden Gatt (Klavier)

Kelsey Lauritano leuchtet mit Bühnenpräsenz als Ensemblemitglied der Oper Frankfurt in zahlreichen Partien. In der vergangenen Spielzeit überzeugte sie mit bedeutenden Rollendebüts – etwa als Dorabella in Così fan tutte, als Mercédès in Barrie Koskys Carmen – und glänzte zudem mit ihrer gefeierten Interpretation des Cherubino und nicht zuletzt als Hannah in Weinbergs Die Passagierin. Kelsey Lauritano besticht durch eine Mischung aus technischer Präzision und entwaffnender emotionaler Unmittelbarkeit. 

Ihr Repertoire spannt einen weiten Bogen vom Barock bis zur Moderne. Internationale Erfolge führten sie bereits an das Opernhaus Zürich und die Bayerische Staatsoper. Dass sie auch das leichte Fach beherrscht, bewies sie mit Gala-Konzerten, die den Klassikern der Metro-Goldwyn-Mayer-Musicals gewidmet waren. 

Liederabend in der Oper Frankfurt um 19.30 Uhr
Foto: © What the fox studio

Sonntag, 8. November Robert Habeck: Arctic Meltdown

(Martin)

Neuvermessung der Welt - Nicht zuletzt die Drohungen des amerikanischen Präsidenten haben den Blick der Welt auf die Arktis gelenkt. Robert Habeck, ehemaliger deutscher Vizekanzler, zeigt in seinem neuen Buch „Arctic Meltdown“ (KiWi), welche Interessen die Weltmächte im hohen Norden verfolgen. Und er erklärt, was das für die internationale Friedensordnung bedeutet. Denn wo früher ewiges Eis die Grenzen der Zivilisation markierte, entscheidet sich heute die Zukunft unserer Sicherheit. Habeck skizziert die Geschichte der Arktis, auch die Ausbeutung durch Dänemark, erzählt von den Menschen, die dort leben, und blickt hinter die Kulissen der Weltpolitik. 

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Frankfurt in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt.
Sonntag, 8. November um 18:00 Uhr. Robert Habeck: Arctic Meltdown, Lesung im Schauspiel Frankfurt
Foto: © Homepage Schauspiel Frankfurt

Dienstag, 10 November: MORNING DANCE @ NIGHT – Tanzparty für Alle

(Martin)

Dresden Frankfurt Dance Company 

Mit dem „Morning Dance“ beginnen die Tänzer*innen der DFDC täglich die Probe. Zu ihren Lieblingssongs tanzen sie frei im Studio und finden in die Improvisationsmethode von Ioannis Mandafounis, dem Künstlerischen Leiter der Company. Der Morning Dance @ Night lädt alle Tanzbegeisterten zu einem solchen „Morning Dance“ auf der Bühne im Bockenheimer Depot ein. Der Abend bietet auch die Gelegenheit, die in den Workshops der DFDC erlernten Methoden und Improvisationstechniken frei anzuwenden. Für alle ohne Erfahrung gibt es regelmäßig Impulse von Tanzpädagoge Manuel Gaubatz.

Gemeinsam wird ein Raum für Spaß, Austausch und Begegnung erschaffen – man/frau sieht sich auf der Tanzfläche! Getanzt wird auf Socken, barfuß oder in Hallenturnschuhen, in bequemer bewegungsfreundlicher Kleidung. 

Der Frankfurter DJ Michael Rütten legt die liebsten Morning Dance Songs der DFDC-Tänzer*innen auf.

Dresden Frankfurt Dance Company im Bockenheimer Depot um 18.00 Uhr
Foto: © Peter Jülich

Donnerstag, 12. November: Of/ Heimsuchung

(Andrea)

Lili hat das Buch gehasst. Aber klar, welches Buch haben wir schon gemocht, das wir in der Schule lesen mussten. Dass es einen Film gibt, wusste ich nicht und weil ich schon so viel über das Buch gehört habe, will ich ihn mir natürlich ansehen: "eindrückliches Panorama des letzten Jahrhunderts deutscher Geschichte in einem Haus an einem märkischen See: Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale, die miteinander verwoben und von monumentalen historischen Ereignissen geprägt sind. Die Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR und die Wendezeit, während sie auf der Suche nach Heimat und einem Ort der Zugehörigkeit sind. HEIMSUCHUNG ist ein Mikrokosmos deutscher Geschichte, in dem sich Vertreibung und Verlust, Heimat und Herkunft, Verdrängung und Erinnerung zu menschlichen und historischen Dramen verdichten. Neben eindrucksvollen Bildern von Natur und menschlichen Schicksalen zeichnet das Werk die präzise Chronik eines Jahrhunderts nach. Regie-Legende Volker Schlöndorff, der für seine Verfilmung von Günter Grass‘ Roman „Die Blechtrommel“ mit einem Oscar und der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, widmet sich nun erneut einem Jahrhundert-Roman. Dafür konnte Schlöndorff ein breites Ensemble aus international und deutschlandweit bekannten Schauspieler:innen gewinnen. >> Trailer zum Film, Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach. Nicht barrierefrei

Samstag, 14. November: The OhOhOhs Jubiläumssause

(Andrea)

Wow! Seit ZWANZIG Jahren musizieren Florian Dreßler und Florian Wäldele schon als The OhOhOhs zusammen und ich weiß nur, dass ich sie bei Andreas Schmidt (Gott hab´ ihn selig) in den Parksidestudios das erste Mal erlebt habe. Die Fenster waren beschlagen und alle tanzten wild. Das war der Beginn meiner Liebe zu den beiden Jungs, die die gesamte musikalische Klaviatur beherrschen und wenn das Jubiläum heute gefeiert wird, bin ich natürlic dabei. Der Termin steht schon seit Wochen in meinem Kalender und ich freue mich auf die Beiden, den Ort und die tollen Gäste, die sie eingeladen haben: Frau Plötzlich und der Wolf spielen ein „Elektro-akustisches Live-Set mit wilder und guter Musik aus Berlin“, Giuseppe Porrello alias Gastone wird einige seiner Lieder spielen, das DJ Warm Up macht Jean Trouillet  und Andrale wird uns zügigen Techno auf die Ohren geben. Natürlich spielen auch wir ein Konzert! Wir dachten uns als Party und Tanzmusik ist das Technoset gut geeignet. Das wird super! Ticketlink: https://bit.ly/4yQSX0l

Lola Montez, Honsellbrücke 

Freitag, 20. November: Of/ Couscous und Geheimnisse

(Andrea)

Mit Levante-Küche bekommt man mich immer und der Film liest sich nach leichter und guter Unterhaltung: “Der junge algerische Koch Mehdi lebt ein Doppelleben: Tagsüber ist er der brillante Koch im Bistro, kurz davor, den Laden gemeinsam mit seiner Partnerin Léa zu übernehmen – doch abends spielt er vor seiner algerischen Mutter Fatima den „perfekten Sohn“. Dumm nur, dass in dieser Rolle weder Léa noch Mehdís große Liebe zur französischen Gastronomie vorgesehen sind. Als Léa endlich darauf besteht, Fatima kennenzulernen, greift Mehdi unter Druck zur schlechtesten aller Lösungen – und löst damit eine Kettenreaktion aus, bei der Missverständnisse schneller heißkochen als Couscous. Entstanden ist eine unglaublich liebevolle Culture-Clash-Komödie über ein Leben zwischen zwei Kulturen, unvereinbaren Familienbildern und kleinen Notlügen, die man aus Angst vor Enttäuschungen serviert. Wie gekocht für Kino Kulinarisch!” Yummie, es gibt geheime Couscous-Variationen, Gewürzen, Minze & Koriander. 

Alte Schlosserei, Andrestraße 71, Offenbach

06. November - 02. Dezember: HENNI NACHTSHEIM & BAND „Es wird Zeiten geben“ – Die Jubiläumstour

(Daniela)

Viele kennen ihn als die eine Hälfte von „Badesalz“, oder auch als früheres, langjähriges Mitglied der „Rodgau Monotones“. Hier hat er zusammen mit Ali Neander jede Menge Stücke wie „Erbarmen-zu spät-die Hesse komme!“, „Kleiner Pirat“, „Mein Freund Harvey“ u.a. geschrieben. 

Zurzeit sind beide mit riesigem Erfolg bei „Adlerherzen“ auf der Bühne, einem Stück über Eintracht Frankfurt, das Henni sich ausgedacht und geschrieben hat und für das Ali die Musik komponierte. 

Eigentlich kaum zu glauben, aber 2026 ist es nun schon 20 Jahre her, dass Hennis erstes musikalisches Soloalbum „Es wird Zeiten geben“ erschien - musikalischer Produzent natürlich sein Freund Ali Neander. Und weil man so etwas durchaus ein bisschen feiern darf und soll, haben beide beschlossen, eine Band zusammenzustellen und damit auf kleine Jubiläumstour zu gehen. 

Im Gepäck also das genannte erste Album sowie das zweite mit dem hübschen Titel „Dann tanzt die Omma mit George Clooney!“ plus einige wunderbare Coverversionen!

Neben Henni und Ali dabei sind die Musiker der „Adlerherzen-Band“ Martin „Doggo“ Kessler (Drums), Andie Mette (Bass), Bernd Schmidt (Keyboards) sowie Almut Ritter (Geige) und Katja Gorol (Gesang).

Termine: 6. November: Idstein-Wörsdorf – Scheuer; 12. November: Dreieich – Bürgerhaus; 18. November: Aschaffenburg – Colos-Saal; 26. November: Marburg – KFZ; 27. November: Darmstadt – Centralstation; 2. Dezember: Frankfurt – Batschkapp
Mehr Infos: https://www.kbemmert.de/henni-nachtsheim-band/
Foto: Torsten Reitz

AUSSTELLUNGEN - BEREITS ANGEKÜNDIGT, LAUFEN ABER NOCH EINE WEILE

Bis Sonntag, 01. November: Jubiläumsausstellung "60 Jahre Schöne Bücher" der Stiftung Buchkunst im MAK

(Petra)

Ein Freund hat mich verständnislos angeschaut: “Nur” Bücher, aber ich freue mich als Bücher-Nerd jedes Jahr über die ausgezeichneten schönsten Bücher. Seit ihrer Gründung im Jahr 1966 zeichnet die Stiftung Buchkunst jährlich herausragende Beispiele der Buchgestaltung und -herstellung im Wettbewerb “Die Schönsten Deutschen Bücher” aus. Die Jubiläumsausstellung gibt einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Buchgestaltung und dokumentiert die kulturelle Bedeutung des Buches als ästhetisches Objekt. Im Museum werden sowohl historische als auch zeitgenössische Werke präsentiert, die die Vielfalt und Innovation der letzten 60 Jahre widerspiegeln. Ein unabhängiges Auswahlkuratorium aus Expert*innen aus den Bereichen Buchgestaltung und Buchherstellung, Literatur, Kunst, Fachbuch sowie Kinder- und Jugendbuch hat die Exponate aus dem umfangreichen Archiv der Stiftung in Frankfurt ausgewählt. Die Auswahl verdeutlicht die kontinuierliche Auseinandersetzung mit den ästhetischen, sozialen und technologischen Entwicklungen der Buchgestaltung. Begleitend zur Ausstellung wird ein Gesprächsprogramm angeboten, das sowohl historische Entwicklungen als auch zukunftsweisende Themen wie die Auswirkungen der Digitalisierung und nachhaltige Praktiken in der Buchproduktion thematisiert. Hier setzt die Stiftung Buchkunst nicht nur einen Blick zurück auf ihre eigene Geschichte, sondern setzt auch einen wichtigen Impuls für die Zukunft der Buchgestaltung und deren kulturelle Bedeutung im digitalen Zeitalter.

Motiv: ©Stiftung Buchkunst, Visuals: Studio Tillack Knöll, Design Practice

Stiftung Buchkunst: 60 Jahre Schöne Bücher - Jubiläumsausstellung, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 14 (7) Euro, barrierefrei

Bis Samstag, 7. November: Of/ Delphine Buhro

(Andrea)

Zur Vernissage habe ich es nicht geschafft, aber die Ausstellung werde ich mir auf jeden Fall beim nächsten Wochenmarktbesuch anschauen (das lässt sich nämlich herrlich miteinander verbinden. Mit anschließender Einkehr natürlich). “WER BIN ICH?” FRAGT FLO UND SCHAUT IN DEN SPIEGEL. FINNIE SIEHT SIE ERSTAUT AN UND SAGT: "ICH BIN FINNIE, DEIN FREUND UND DU BIST MEINE FREUNDIN FLO". Illustrationen zu einer Krankheit, es geht um Posttraumatische Belastungsstörungen. Wenn das Gehirn nur noch ans Überleben denkt – und mit Kunst eine Sprache findet, mit der die Leerstellen gefüllt werden können, beim Eintauchen in eine erzählende Bilderwelt, die über tausend Blätter umfasst.
Auf den ersten Blick wirken ihre Aquarelle freundlich und vertraut. Ein Kind, in Begleitung eines kleinen gelben Kückens (eines Hähnchens), bevölkert den Bildraum. Die beiden bewegen sich mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit zwischen Wirklichkeit und Fantasie - farbenfroh, die Figuren wirken zugänglich, viele Motive erinnern an Illustrationen aus Kinderbüchern oder an die flüchtigen Erinnerungen der eigenen Kindheit. Je länger man die Arbeiten betrachtet, desto deutlicher wird, dass sie keine Kindheit erzählen. Es ist kein Kinderporträt mit Haustier, hier werden keine Märchen illustriert und die beiden stehen auch nicht für konkrete Personen. Vielmehr verkörpern sie Empfindungen und Emotionen. Staunen, Scham, Einsamkeit, Vertrauen, Sehnsucht oder Trotz erscheinen nicht als Begriffe, sondern als Blicke, Haltungen und Gesten. Die Figuren werden zu Trägern einer emotionalen Wirklichkeit, die sich einer Eindeutigkeit entzieht. Es entsteht ein offener Raum, in dem Betrachtende unweigerlich auf eigene Erinnerungen und Empfindungen stoßen. Die Bilder erklären nichts. Sie laden dazu ein, sich auf das eigene Erleben einzulassen. Immer wieder erscheint ein kleines gelbes Küken. Es begleitet, beobachtet, spielt oder wartet. Seine Rolle bleibt bewusst offen. Es ist weder eindeutig lesbare Symbolfigur noch Märchenfigur. Vielmehr wirkt es wie eine stille Konstante in einer Welt, die von Veränderung geprägt ist. Delphine Buhro. Vernissage: Sa. 26. September 2026 11.00 – 15.00 Uhr, Weitere Termine nach Vereinbarung unter 0179 1065469 • 017621916611
www.artycon.de

Artycon, Wilhelmsplatz 2, Offenbach

Bis 7. November: Aslı Özdemir

(Andrea)

Wunderbar, gerade Aslı Özdemir gegoogelt, ein Interview mit ihr bei der TAZ gefunden und dann dort auf “links lesen, rechts bekämpfen” gestoßen (https://taz.de/taz-zahl-ich/all-you-can-read/!v=5a0a7393-613c-4795-bca0-328acf81d798/ ). Also erstmal gespendet, klar, weil jeder Euro gegen die AfD zählt! 
Aslı Özdemir, geboren 1993 in Erbach im Odenwald, lebt und arbeitet als freischaffende Fotografin und Künstlerin in Offenbach am Main. 2024 hat sie ihr Studium an der HfG Offenbach abgeschlossen. Für ihre Einzelausstellung im F9 versammelt sie Arbeiten, die zwischen 2020 und 2026 entstanden sind. Mit »Kein neutraler Boden« entsteht ein vielschichtiger Erinnerungsraum, in dem Aslı Özdemir private, institutionelle und intergenerationale Erfahrungen miteinander in Beziehung setzt. Fotografien, Film und Objekte überlagern sich und verbinden unterschiedliche Orte, Zeiten und Beziehungen. Ausgangspunkt sind Fragmente der eigenen Biografie und des familiären Archivs – Erinnerungen, Gesten, Oberflächen und Alltagsgegenstände – treffen in immer neuen Konstellationen aufeinander. Die wiederkehrende Motive und Materialien verweisen innerhalb der Arbeiten aufeinander und treten miteinander in Beziehung. Körper, Berührungen und die in diesen liegende Verletzlichkeit verbinden die Bildwelten, die in der Ausstellung zusammenkommen und schreiben sich auch in den Ausstellungsraum und seine institutionelle Struktur ein. »Kein neutraler Boden« macht damit sichtbar, dass auch dieser Raum nicht neutral ist. 

Ausstellungsraum F9, Fahrgasse 9

Noch bis Montag, 30. November: DRAC - ein Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination am Instituto Cervantes

(Petra)

Im Garten des Instituto Cervantes Frankfurt installiert und im Rahmen der WDC 2026 präsentiert, beherbergt der Pavillon ein Programm öffentlicher Veranstaltungen und lädt Besucher:innen ein, Architektur, Kreativität und Kultur in einem gemeinsamen öffentlichen Raum zu erleben. Die Installation lädt das Publikum dazu ein, sie zu durchschreiten, zu erleben oder einfach zu betrachten, und dient zugleich als Ort für kulturelle Veranstaltungen. Als Referenz dient der Drache am Eingang des Park Güell in Barcelona, anlässlich des 100. Todestages des katalanischen Architekten. Die Struktur wurde vom Architekten José Ramón Tramoyeres entworfen und von Designer Manolo García realisiert. Es folgt den Prinzipien des europäischen Programms New European Bauhaus: Schönheit, Nachhaltigkeit und Inklusion. Seine modulare Struktur aus Holz und Keramik ermöglicht es, den Ort zu transformieren, ohne ihn dauerhaft zu verändern, und dient als Plattform für kulturelle Aktivitäten. Das Projekt fungiert zugleich als Plattform für den Austausch zwischen Spanien und Deutschland im internationalen Programm der WDC 2026 und stellt Perspektiven aus der spanischen Kunst- und Kulturlandschaft vor. Im Foyer des Instituto Cervantes ergänzt eine speziell konzipierte Ausstellung die Installation. Sie beleuchtet die künstlerischen und technischen Traditionen, die der Skulptur zugrunde liegen. Inspiriert von Gaudís Bauweise kombiniert die Arbeit: Keramikelemente aus hochwertiger Produktion in Valencia; eine innere Struktur aus dampfgebogenen Holzstäben „Vareta“-Technik, vergleichbar mit Methoden aus dem Bau valencianischer Fallas oder historischer Großkonstruktionen. Ein dokumentarisches Making-of-Video zeigt zudem den gesamten Entstehungsprozess – von den ersten Entwürfen bis zur Installation.

Abbildung: © José Ramon Tramoyeres & Manolo García

DRAC - Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination, Ort: Instituto Cervantes, Adresse: Staufenstraße 1, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: montags-donnerstags 9 bis 18 Uhr, freitags 9 bis 15, Uhr, Zugang zum Garten über den Haupteingang des Instituto Cervantes, Kulturprogramm und weiteres Programm (ggf. kostenpflichtig) während der Laufzeit findet Ihr hier 

Bis Donnerstag, 03. Dezember: Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe im 2. OG Dondorf-Druckerei

(Petra)

Die Reihe „Jenseits von Privateigentum“ fragt nach Alternativen zu Eigentum als zentralem Prinzip von Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts von Wohnungsnot, Klimakrise und autoritären Entwicklungen rückt die Eigentumsfrage neu ins Zentrum. Welche Formen von Commons, Vergesellschaftung und Gemeineigentum sind möglich – und wie lassen sie sich praktisch durchsetzen? Die Veranstaltungen verbinden wissenschaftliche Analyse mit aktivistischer Praxis. Sie richten sich an Studierende, Initiativen und eine interessierte Öffentlichkeit. Im Fokus stehen konkrete Beispiele, politische Strategien und theoretische Perspektiven. Der Veranstaltungsort – die Dondorf-Druckerei auf dem Campus Bockenheim – ist selbst Teil dieser Auseinandersetzung: ein kollektiv erkämpfter und genutzter Raum. Die Themen umfassen zahlreiche wichtige Aspekte, sie reichen vom Auftakt mit “Shoppingmalls zu Sorgezentren" mit Birgit Wend am 23. April über “Privateigentum und rechte Ideologie” mit Sabine Nuss im Oktober bis hin zum Thema ”Stadtbodenstiftung" (eins der Themen, die mir besonders am Herzen liegen) mit Sabine Horwitz am 03. Dezember.

Grafik: Website Offenes Haus der Kulturen

Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe, in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen, dem Verein Aelita und dem Institut für Humangeographie der Goethe-Universität, Ort: 2. OG der Dondorf-Druckerei, Adresse: Gabriel-Reisser-Weg 3 (Schirn Kunsthalle), komplette Veranstaltungstermine und -themen sowie weitere Infos findet Ihr hier, Eintritt: frei

Bis Montag, 04. Januar 2027: "Calling Walter Benjamin" - Frankfurter Kunstsäule mit Pietro Finelli

(Petra)

Die Frankfurter KunstSäule hat ab heute eine spannende neue Hülle: der Mailänder Künstler Pietro Finelli untersucht mit seinen filmischen Collagen urbane Stadträume und setzt dabei private und öffentliche Interieurs in Beziehung zueinander. “Die Besonderheit dieses Ortes, an dem sich die Kunstsäule befindet – in einem kleinen städtischen Park, durchzogen von den Resten alter historischer Gräber –, bewirkt, dass sich mein Eingriff in der Mitte eines Weges verortet: Er richtet sich an die Lebenden, aber auch an jene, die nicht mehr da sind. Ein Ort ist niemals neutral; er ist das Ergebnis von Schichtungen über die Jahrhunderte hinweg. Die Kunstsäule ist als ein Kreuzungspunkt konzipiert, als ein Ort der Überschneidungen, der sich an die Lebenden und die Toten, an die Gegenwart und die historische Vergangenheit richtet, nicht ohne einen Funken Zukunft – jener Zukunft, die sich fortwährend in den Sekunden der Zeit/des Jetzt auflöst.”, erläutert er. Finelli wollte den Turm als einen Ort der Erinnerung gestalten, wie ihn der hebräische Begriff ZAKHOR (זכור†) treffend bezeichnet. Dieses Wort ist im Inneren der Kunstsäule verborgen, in ihrem eigenen intimsten Kern: Denn die Kunstsäule, die nun die Gewänder der Geschichte angelegt hat, wird zu einem emblematischen Ort, zu einem sich ausstrahlenden Kreuzungspunkt im verwundeten Raum der Stadt, aber ebenso im Raum der Zeit – wie ein Leuchtturm, der sein Licht sowohl auf das ruhige Meer als auch auf das stürmische richtet. Er signalisiert die Gefahr und markiert zugleich den Ort, macht ihn zum Emblem. Der Künstler glaubt, dass die Aufgabe der Kunst darin besteht, Energiezustände zu aktivieren, lebendige Masse im Anschein ihrer Ruhe hervorzubringen – etwas, das zu jenen spricht, die zu fragen oder zu befragen verstehen, wie das Orakel von Delphi. Sein Eingriff ist zugleich eine Hommage an Walter Benjamin, einen Autor, den er immer geliebt hat.

Abbildung: ©Pietro Finelli

Frankfurter KunstSäule: "Calling Walter Benjamin" von Pietro Finelli, Ecke Brückenstraße / Gutzkowstraße, Öffnungszeiten: 24/7 (Ausstellung bis 04.01.2027), Eintritt: frei

Noch bis Sonntag, 17. Januar 2027: Ausstellung „More is now“ - Neue Tschechische Architektur + Restaurierung des Hauses Tugendhat

(Petra)

Die Ausstellung zur neuen tschechischen Architektur, die anlässlich des Gastlandauftritts Tschechiens auf der Frankfurter Buchmesse stattfindet, präsentiert innovative Projekte junger Architektinnen und Architekten, überwiegend aus der sogenannten Millennial-Generation. Sie bietet eine einzigartige Gelegenheit, der deutschen Öffentlichkeit die bislang wenig bekannte junge tschechische Architekturszene näherzubringen und zugleich fachliche sowie kulturelle Beziehungen zu stärken. Die Ausstellung knüpft an das modernistische Erbe an – insbesondere an des Hauses Tugendhat, 1929 in Brünn, die Ludwig Mies van der Rohe und Lilly Reich in ihren vierziger Jahren als ikonisches Bauwerk der Moderne entwarfen und bauten. Gezeigt werden rund 30 ausgezeichnete Bauten, überwiegend aus Regionen außerhalb Prags, wodurch ein multilokaler Ansatz zur Erkundung der Tschechischen Republik gefördert wird. Kuratorin der Ausstellung ist Helena Huber-Doudová von der Nationalgalerie Prag. Ziel des Projekts ist es, die zeitgenössische tschechische Architektur in Deutschland sowie das deutsch geprägte architektonische Erbe in Mähren sichtbar zu machen und zu würdigen. Die Ausstellung strebt internationale Sichtbarkeit und Reichweite an und vernetzt tschechische, deutsche sowie internationale Partner. Geplant ist die Aufnahme des Projekts in das Programm der Wanderausstellungen der Tschechischen Zentren.

Foto: ©Winery Lahofer, Dobšice, 2015–2020; CHYBIK+KRISTOF, Ondřej Chybík, Michal Krištof

„More is now“ - Neue Tschechische Architektur + Restaurierung des Hauses Tugendhat, Ausstellung von der Nationalgalerie Prag und dem Deutschen Architekturmuseum (DAM), vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds unterstützt., Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 bis 18 Uhr, mittwochs 11 bis 20 Uhr, Eintritt: 12 (7) Euro, barrierefrei

Bis Sonntag, 17. Januar 2027: Ausstellung „Tony Rizzi: Work Hard, Don't Lie, and Try Not to Hurt Anybody“ im Fotografie Forum Frankfurt

(Petra)

Beim Stichwort „Tony Rizzi“ bekomme ich glänzende Augen: Erinnere mich an wilde Partys in seiner Wohnung in den Neunzigern, damals hatte ich das Gefühl, dass er mit seinem Glamour und seinen Projekten einiges Großstadtfeeling nach Frankfurt gebracht hat. Mittlerweile lebt und arbeitet er 40 Jahre in der Stadt – und hat unser Kulturleben in dieser Zeit stark mitgeprägt. Und Forsythe ja sowieso. Auf jeden Fall läuft im Fotografie Forum Frankfurt ab heute eine Ausstellung, die dem US-amerikanischen Tänzer, Choreografen und Fotokünstler Tony Rizzi gewidmet ist, auf die ich sehr neugierig bin. Ausgehend von seiner internationalen Arbeit im Tanz wurde die Fotografie für Rizzi zu einem weiteren kreativen Prozess, um sich mit anderen zu verbinden. Erstmals ermöglicht die Schau einen tiefen Einblick in seine intuitive fotografische Praxis. Von seinen frühen Schwarz-Weiß-Fotografien, über die charakteristischen Polaroids und Fotocollagen bis hin zu den aktuellen Videoarbeiten veranschaulichen die Werke seine künstlerische Vielseitigkeit. Teil der Ausstellung sind auch Nachbildungen von Küche und Wohnzimmer seiner Wohnung im Bahnhofsviertel, in denen die Besucher*innen den Künstler an einigen Tagen, an denen es heißt „Tony is in the house“ auch treffen können.  Begleitend zur Ausstellung erscheint auch seine erste Monografie und Workshops am 31.10.+01.11. mit Rizzi könnt Ihr außerdem hier buchen.

Foto: ©Tony Rizzi „An Accident, 1996“ 2026

Tony Rizzi „Work Hard, Don't Lie, and Try Not to Hurt Anybody“ – Ausstellung, Ort: Fotografie Forum Frankfurt, Adresse: Braubachstr. 30 - 32, Vernissage Freitag ab 19 Uhr (Öffnungszeiten dienstags - sonntags 11 - 18 Uhr), Eintritt: 8 (5) Euro, bedingt barrierefrei

Noch bis Sonntag, 17. Januar 2027: Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“ im Städel-Museum

(Petra)

Diesen Tipp würdet Ihr ohne einen “Lieblings-Paparazzi” dieser Stadt, Bernd Kammerer, nicht lesen: er hat mir das Foto zur Ausstellungseröffnung geschickt - und mich erst so richtig neugierig gemacht. Ich habe das Städel – offen gesagt- in letzter Zeit weniger oft im Blick, weil sie dort einen super Job machen mit großen Ausstellungserfolgen, mir persönlich ist es mitunter „too much“. Aber diese neue Ausstellung hört sich total spannend an: Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven. So empfehle ich sie Euch sehr gerne (auch wenn der Eintrittspreis schon ordentlich ist)!

Foto:Elmgreen&Dragset©Bernd Kammerer

Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“, Ort: Städel-Museum, Adresse, Schaumainkai 63, Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 21 Uhr, Eintritt: 19 (17) Euro, Tickets gibt es online hier

Bis 17. Januar 2027: Elmgreen & Dragset

(Martin)

Stilleben mit Gemüse im Städel Museum

„Runde, edel eingedeckte Tische, das Licht ist gedimmt, an der Wand leuchtende Bilder mit Wolkenmotiven. Nur ein Platz in diesem eleganten Restaurant-Ambiente ist belegt: Eine junge Frau scheint in ein FaceTime-Gespräch mit dem lebhaft erzählenden Gesprächspartner auf dem Handy-Bildschirm vertieft zu sein. Aber irgendetwas stimmt nicht an dieser Szenerie…

Ein Nobel-Restaurant mitten im Museum - Ein Restaurant mitten im Städel? Stehen da sonst nicht nur Sitzmöbel um die Treppe, die zur modernen Kunst nach unten führt? Und die Frau sitzt da erstaunlich unbeweglich… Die Installation "The Cloud" spielt auf mehreren Ebenen mit Illusion und Realität. Dieses Spiel ziehen die Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset bewusst durch das ganze Haus. Sie hätten sich entschieden, mit ihren zeitgenössischen Kunstwerken auch die klassische Kollektion zu infiltrieren, sagt Elmgreen mit einem verschmitzten Grinsen: ‚Wir sind wie ein freundliches Virus, das sich durch das ganze Museum verbreitet hat.‘“ (hessenschau.de / Yvonne Koch)

Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven.  Es geht nicht ohne Irritation und Verblüffung – und das ist wohl auch das beabsichtigte Konzept. 

Eine Ausstellung zum Entdecken! 

Städel Museum, Schaumainkai 63
Foto: © Städel Museum – Norbert Miguletz

Bis Sonntag, 07. Februar 2027: Ausstellung „Too Hot– Heiße Städte, neue Wege“ im DAM

(Petra)

Als wären die aktuellen Temperaturen pünktlich zur Venissage bestellt: Städte werden durch den Klimawandel immer heißer – mit spürbaren Folgen. Hitze, Dürre, Wasserknappheit und Überschwemmung machen deutlich, wie dringend urbane Räume neu gedacht und gestaltet werden müssen. Da Städte den größten Anteil an CO₂-Emissionen verursachen, tragen sie eine besondere Verantwortung, etwa beim Umbau von Infrastruktur und öffentlichem Raum. Letzte Woche hat Daniele Santucci einen superspannenden Vortrag zur krassen Erhöhung der Temperaturen in Städten weltweit gehalten (und letzten Samstag auch einen seiner „Climate Walks“ dazu gemacht, der dazugehörige Rucksack ist auch in der Ausstellung zu finden). Viele Städte wollen in den nächsten fünfzehn Jahren klimaneutral werden. Was bedeutet das für die Zukunft – für Planung, Architektur und Leben in der Stadt? „Too Hot“ zeigt Beispiele aus dreizehn europäischen Städten verschiedener Klimata, von der Kleinstadt bis zur Metropole. Sie reagieren auf die Klimakrise mit konkreten Maßnahmen für Klimaschutz und Anpassung: darunter gebaute Projekte, strategische Planungen und zivilgesellschaftliche Initiativen. Die Ausstellung veranschaulicht, wie vielfältig dieser Wandel aussehen kann und von welchen sozialen Fragen und gesellschaftspolitischen Diskursen er begleitet wird. „Too Hot“ richtet sich an die Stadtgesellschaft aller Altersgruppen, kommunale Entscheidungsträger*innen, Fachöffentlichkeit und internationales Publikum.

Abbildung: Rocafort Square in Barcelona, 08014 arquitectura; ©Pol Viladoms

Too hot - Heiße Städte, neue Wege: Ausstellung, kuratorisches Team: Katharina Böttger, Jonas Malzahn, Mathias Schnell (studio central), in Zusammenarbeit mit Philipp Deilmann und Architects for Future, wissenschaftlich unterstützt durch die Dialog-Plattform Helmholtz Klima, Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, Eintritt: frei (Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 20 Uhr barrierefrei

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