18.09.-24.09.2026

Zwischen den Städten

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Wenn in Offenbach mal ein Café in die Luft fliegt, wird das gerne mit einem Achselzucken kommentiert. Schließlich haftet der Stadt ein Ruf an, von dem ich mich immer noch oder immer wieder frage, woher der kommt. Letzte Woche also mal wieder eine Detonation in der Frankfurter Straße und natürlich ging es auch gleich in Social Media wieder los… dabei passiert in Offenbach nicht mehr als andernorts. Dass Künstler:innen mit dem Image spielen und auch Haftbefehl einen Teil seiner Credibility daraus gezogen hat, geschenkt. Umso spannender war es, dieser Tage mit Loimi Brautmann auf Babo-Tour zu gehen und sich die Orte, die den Rapper angeblich so geprägt haben, nochmal aus genau diesem Blickwinkel heraus anzusehen. Es war auch eine witzige Zeitreise, dass die Berliner Straße mal eine vierspurige “Stadtautobahn” war, hatte ich beispielsweise tatsächlich völlig vergessen. Am Freitag, 25. September, gibt es einen weiteren Termin, um in das Abenteuer Offenbach einzutauchen. Und weil Offenbach eher Wunderkammer als krimineller Hotspot ist, empfehle ich auch die Esskultour sehr: www.offenbach.de/oflovesu 
Am Samstag feiert übrigens auch die neue Tour von Uwe Kauss und dem Theaterclub Elmar Premiere, ich aber muss tanzen und freue mich schon sehr auf den Nachmittag bei Ours im Blauen Wasser. Die Location ist toll, ich mag den Blick auf die Kaiserleibrücke und auf den Fluss sehr. Dass ich auf Sonnenschein und Temperaturen hoffe, versteht sich von selbst. Auch für das Nordendfest, denn da möchte ich vorher noch vorbei. Come on, Petrus. 
Am Sonntag gehe ich ins Schauspiel. Nachdem ich Martins Tipp gelesen hatte, bin ich eine Weile um die Karten herumgeschlichen und weil mir Nicholas Ofczarek in „Der Pass“ (mit Julia Jentsch) als schnodderiger Kommissar wahnsinnig gut gefallen hat, der Wiener Schmä, die Physis und Präsenz, musste es die erste Reihe sein. Als ich meiner Freundin Gudrun erzählte, dass ich zu Thomas Bernhards “Holzfällen” gehe, hat sie sich ebenfalls eine Karte gekauft, wenn auch weiter hinten. 
Am Dienstag wäre ich gerne zu Christiane Rösinger gegangen (keine Zeit), Donnerstag schwanke ich noch, Malou Lovis im Nachtleben oder Deserteure im Artefakt. So oder so ist immer so viel los, dass man gar nicht weiß, wohin zuerst. Neulich im Harz, also in Sachsen-Anhalt, schaute ich für das Wochenende in den Veranstaltungskalender und außer dem Straßenfest eines Gewerbevereins gab es nüscht, nichts, nada, niente. Nicht einmal ein Simson-Rennen….
Heute Abend wollen wir noch im Projektraum Weser 40 vorbeischauen, dort eröffnet Seyfi heute seinen Qaz-PopUp (Musik ab 16 Uhr, bis 21 Uhr). 

Was immer ihr macht, habt Spaß und genießt den Spätsommer,
Andrea 

Danke an das tolle Ausgehtipps-Team: Daniela, Petra, Martin, Uwe und Erik

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps seit Mai 2006. Ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen. Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Daniela)

(Antworten an daniela(at)cappelluti.net)
2 x 2 Tickets für das Konzert von Marisa valle Roso am 25. September und
2 x 2 Tickets für das Konzert von Avenida am 30. September. 
Jeweils im Spanish Design Pavillon (Instituto Cervantes). Gewinnfrage: Welcher Musiker ist am 16.10. Gast beim Vintage Soundsystem? (Bitte gebt an auf welches Konzert ihr gehen wollt)

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com).
Je 2 x 2 Tickets für Veranstaltungen in der Centralstation

Montag, 5. Oktober: Christiane Rösinger
Dienstag, 06. Oktober: Thee Sinseers
Mittwoch, 14. Oktober: Alex Solman & Gereon Klug: Staying Alive

Schreibt einfach, welche Veranstaltung Ihr besuchen wollt.

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
1 x 2 Gästelistenplätze für Anchor & Hearts am Freitag, 25. September im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Welchem Motto widmet sich das Kronberg-Festival in diesem Jahr?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
1 x 2 Gästelistenplätze für “and also the trees” am Montag, 5. Oktober im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: In welchem Land spielt der Film “Kleine Wölfe”?

Gratulation Ida Todisco

(Andrea)

Ida Todisco ist Offenbacherin mit Leidenschaft, warm ,herzlich, engagiert und lustig. Sie ist mit dem Bücherbus unterwegs, macht Führungen, ist freie Dozentin einer Textwerkstatt an der Hochschule für Gestaltung Offenbach und Autorin. Aus ihrer Feder stammen zum Beispiel „Offenbach – Liebe auf den zweiten Blick“ (Cocon Verlag 2011) und „Offenbacher Nachtstücke“ (Cocon Verlag 2013). Sie ist für den Deutschen Lesepreis 2026 nominiert und nach einem Literaturstipendium 2003 in Sienna, wird sie sich im Oktober und November nach Umstadt verabschieden. Dort zieht sie als Stadtschreiberin in eine "Land in Sicht: Autor*innenresidenzen im ländlichen Raum“ und will  an der Kurztextsammlung „Fundstücke“ arbeiten, in der Alltagsgegenstände eine Erzählung initiieren und ein Eigenleben gewinnen. Man darf gespannt sein. So oder so, ein toller Erfolg, herzlichen Glückwunsch liebe Ida! 

Noch bis Mittwoch, 23. September: BERND – OPERATION GERMANENKIND im Mal Seh'n Kino

(Daniela)

Der Film des ehemaligen „Frankfurter Bubbs" Cornelius Schwalm hatte gestern Premiere und läuft noch bis Mittwoch im Mal Seh'n. Hingehen lohnt sich!

BERND ist ein Schauspieler mit Behinderung, mit dem ein linkes Künstler*innen-Kollektiv gern seine Inklusionshaltung unter Beweis stellen würde. Er ist aber laut, vulgär, rassistisch und sexistisch und je weiter Bernds Provokationen gehen, desto deutlicher überschreiten auch die anderen ihre Grenzen.

Cornelius Schwalm verteilt die Rollen nicht sauber in Gut und Böse. Schwarzer Humor, Provokation, eine ordentliche Portion Unbehagen. epd Film fühlt sich an Christoph Schlingensief erinnert und kommt zu dem Schluss: „Das Kino braucht mehr Anarchie." Ein Film darüber, wie schwer Ambivalenz auszuhalten ist, und damit genau passend in eine Zeit, in der wir schnell in „wir" und „die anderen" sortieren.

BERND – OPERATION GERMANENKIND
Freitag, 18. September, 21:30 Uh, in Anwesenheit des Regisseurs Conny Schwalm
Weitere Vorstellungen bis Mittwoch, 23. September
Mal Seh’n Kino, Adlerflychtstraße 6, Frankfurt
anschließend Gespräch mit dem Regisseur
Zum Trailer. Tickets gibt es hier.

Bis Samstag, 19. September: wir / us

(Martin)

Wen Hui & Living Dance Studio

2022 zog die Choreografin Wen Hui mit 62 Jahren von Peking nach Frankfurt am Main. Viele staunten. Denn die Jahre über sechzig werden allgemein als Endphase des Lebens bezeichnet. Wen Hui wagte jedoch einen radikalen Neuanfang – inspiriert von der chinesischen Vorstellung, dass mit dem sechzigsten Lebensjahr ein neuer Lebenszyklus beginnt. 

In „wir/us“ lädt die Choreografin sieben Frankfurterinnen über 60 ein, mit ihr die Bühne zu teilen und diese besondere Lebensphase zu erkunden. Alle bringen sehr individuelle Lebensgeschichten und Erfahrungen gesellschaftlicher Veränderungen ein, die sich in ihre Körper eingeschrieben haben. Während älter werdende Körper von Frauen im Alltag häufig unsichtbar gemacht werden, entdecken Wen Hui und ihre Mitstreiterinnen sie als kostbare Wissensspeicher, als Quelle der Komplizenschaft, der Widerständigkeit und des Aufbruchs. Und verwandeln die Bühne in einen Ort des Spielens, des Albernseins und des Feierns.

Freitag, 18. um jeweils 20.00 Uhr, Samstag, 19. September um 17.00 Uhr
Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Jörg Baumann

Bis Sonntag 20. September: 10 Jahre Internationales Frauen*Theaterfestival „Feministische Demokratie“

(Daniela)

THEATER, PERFORMANCES, TANZ, LIVEMUSIK, VIDEOKUNST, AUSSTELLUNGEN, WORKSHOPS,
GESPRÄCHE & KINDERPROGRAMM – VON FRAUEN* UND FÜR ALLE!

Feministische Perspektiven auf Demokratie
Im Fokus der diesjährigen Ausgabe steht feministische Demokratie und die Frage, wie Mitbestimmung, Gleichberechtigung und Macht zusammenwirken. Das Festival beleuchtet unterschiedliche Lebensrealitäten und Perspektiven und sucht nach Wegen zu gerechteren, vielfältigeren demokratischen Räumen. Kunst wird dabei zum Ort für Teilhabe, Fürsorge und Widerstand. Queere, antirassistische und dekoloniale Stimmen stehen ebenso im Mittelpunkt wie die Stärkung einer feministischen Friedenskultur.
Festivaleröffnung mit Programmhighlight „DIASPORA – Eine zeitgenössische Tragödie“
Am Eröffnungsabend um 21.00 Uhr präsentieren antagon theaterAKTion und Ondadurto Teatro mit „DIASPORA – Eine zeitgenössische Tragödie“ ein eindringliches Festivalhighlight. Euripides’ „Die Troerinnen“ wird zur zeitgenössischen Geschichte über Krieg, Flucht und Vertreibung – erzählt aus der Perspektive von Frauen*, Geflüchteten und Unbeteiligten. Tanz, physisches Theater und Live-Musik schaffen ausdrucksstarke Bilder und fragen nach unserer Verantwortung angesichts von Gewalt, Ausbeutung und Krieg.

BLUE LAB – DIVERSITY ist eine von der UNESCO-IOC im Rahmen der UN-Dekade der Ozeanforschung für
nachhaltige Entwicklung anerkannte Initiative, die durch die Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Umwelt zu mehr Nachhaltigkeit und Ozeanschutz beiträgt. Als Teil des IF*TF steht die Verbindung von Geschlechtergerechtigkeit und Ocean Literacy – dem Wissen über die Beziehung zwischen Mensch und Ozean und die daraus erwachsende Verantwortung – im Mittelpunkt. Am Mittwoch, 16. September ab 19.00 Uhr verbinden der Film „Women from the Sea“ von Raquel Clemente Martins und ein anschließendes Expertinnen-Gespräch feministische Perspektiven mit Kunst und Meereswissenschaft.
Symposium – Wissenschaft, Kunst und Aktivismus im Dialog.

Beim diesjährigen Symposium des IF*TF „Feminist Democracy – 10 Years of Staging the Future“ kommen
am Freitag, 18. September ab 16.00 Uhr und am Samstag, 19. September ab 14.00 Uhr Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen zusammen, um über feministische Demokratie in Kunst, Theater, Aktivismus und Wissenschaft zu diskutieren. Im Zentrum stehen Teilhabe, Mitbestimmung und die Frage, wie Freiheit, Gleichheit und Solidarität unser Zusammenleben prägen können. Das Symposium wird in Kollaboration mit dem Cornelia Goethe Centrum und im Rahmen des TAKE CARE! – Festival of Solidarity and Resistance in Kooperation mit dem Frauenreferat Frankfurt veranstaltet.
Das komplette Programm des IF*TF 2026 findet ihr auf: www.iftf-frankfurt.com
©„DOMINA“ von Ondadurto Teatro © Stefano Moscardini

Freitag, 18. September - Sonntag, 17. Januar 2027: Ausstellung „Tony Rizzi: Work Hard, Don't Lie, and Try Not to Hurt Anybody“ im Fotografie Forum Frankfurt

(Petra)

Beim Stichwort „Tony Rizzi“ bekomme ich glänzende Augen: Erinnere mich an wilde Partys in seiner Wohnung in den Neunzigern, damals hatte ich das Gefühl, dass er mit seinem Glamour und seinen Projekten einiges Großstadtfeeling nach Frankfurt gebracht hat. Mittlerweile lebt und arbeitet er 40 Jahre in der Stadt – und hat unser Kulturleben in dieser Zeit stark mitgeprägt. Und Forsythe ja sowieso. Auf jeden Fall läuft im Fotografie Forum Frankfurt ab heute eine Ausstellung, die dem US-amerikanischen Tänzer, Choreografen und Fotokünstler Tony Rizzi gewidmet ist, auf die ich sehr neugierig bin. Ausgehend von seiner internationalen Arbeit im Tanz wurde die Fotografie für Rizzi zu einem weiteren kreativen Prozess, um sich mit anderen zu verbinden. Erstmals ermöglicht die Schau einen tiefen Einblick in seine intuitive fotografische Praxis. Von seinen frühen Schwarz-Weiß-Fotografien, über die charakteristischen Polaroids und Fotocollagen bis hin zu den aktuellen Videoarbeiten veranschaulichen die Werke seine künstlerische Vielseitigkeit. Teil der Ausstellung sind auch Nachbildungen von Küche und Wohnzimmer seiner Wohnung im Bahnhofsviertel, in denen die Besucher*innen den Künstler an einigen Tagen, an denen es heißt „Tony is in the house“ auch treffen können.  Begleitend zur Ausstellung erscheint auch seine erste Monografie und Workshops am 31.10.+01.11. mit Rizzi könnt Ihr außerdem hier buchen.

Foto: ©Tony Rizzi „An Accident, 1996“ 2026

Tony Rizzi „Work Hard, Don't Lie, and Try Not to Hurt Anybody“ – Ausstellung, Ort: Fotografie Forum Frankfurt, Adresse: Braubachstr. 30 - 32, Vernissage Freitag ab 19 Uhr (Öffnungszeiten dienstags - sonntags 11 - 18 Uhr), Eintritt: 8 (5) Euro, bedingt barrierefrei

Freitag, 18. und Freitag, 25. September: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

(Martin)

In der letzten Spielzeit war die Inszenierung von ‚Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui‘ immer ausverkauft. 
Das wundert nicht, denn hier stimmt alles: geniales Bühnenbild, klassische und moderne Theaterformen gehen kongenial miteinander auf, Schauspieler:innen, denen man an den Lippen hängt und eine Regie, die sich was traut. 

Nach der Premiere sendete der HR2 in der Frühkritik: 
»Christian Weise gelingt mit seiner Inszenierung ein regelrechter Coup: Er führt mit dem wunderbaren Ensemble einen Live-Film auf - wir sehen auf der Leinwand, was sich dahinter ereignet. Richtig unterhaltsam ist es, wenn Schauspieler immer wieder auf die Vorderbühne kommen. Drei Stunden gehen wie im Flug vorbei, Dank der kongenialen Inszenierung, den visuellen Effekten, den lustigen Kostümen, aber auch wegen der Musik. Dieses Stück und seine einzelnen Mimen sind ein absoluter Hingucker.« 

Stimmt!
Chicago in der Wirtschaftskrise: Der Gemüsehandel stockt, die Händler verzweifeln. Die führenden Blumenkohlhändler wollen den Handel wieder ankurbeln, aber den Gangster Arturo Ui wollen sie nicht mitmischen lassen. Stattdessen spinnen sie ihre eigene Intrige und überreden einen angesehenen Stadtpolitiker zur Korruption. Doch Ui weiß die Schwächen der anderen gegeneinander auszuspielen und seine politische und geschäftliche Karriere nimmt schnell Fahrt auf. Er begreift, dass Gewalt allein für seine Machtexpansion nicht ausreicht – auch die Manipulation der Öffentlichkeit gehört dazu. In seinem Größenwahn macht er weder vor alten Weggefährten noch an den Stadtgrenzen Chicagos Halt.

Bertolt Brecht schrieb 1941 im Exil diese Parabel auf die Karriere Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten. Die Verortung der bissigen Satire im amerikanischen Gangstermilieu war laut Brecht sein »Versuch, der kapitalistischen Welt den Aufstieg Hitlers dadurch zu erklären, dass er in ein ihr vertrautes Milieu versetzt wurde«. Damit stellen sich die Ereignisse nicht als schicksalhaftes Verhängnis dar, sondern als die Konsequenz der herrschenden Verhältnisse unter der Mitwirkung Vieler. Faschismus ist kein historischer Einzelfall, sondern die auch heute immer noch mögliche Fortsetzung der Geschäfte mit anderen Mitteln.

Also: ein Stück und eine Inszenierung von brennender Aktualiltät! 
Freitag, 18. und Freitag, 25. September um jeweils 19.30 Uhr:  Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui von Bertolt Brecht, Schauspiel Frankfurt

Foto: © Thomas Aurin

Freitag 18. - Samstag 3. Oktober: Hessische Dokumentarfilmtage LETsDOK

(Daniela)

Arktis-Pionierinnen und Zirkusleben
Die Hessischen Dokumentarfilmtage LETsDOK finden vom 18. September bis 3. Oktober 2026 an zehn Orten in ganz Hessen statt. Unter dem Motto „Schau hin!“ stehen 21 Dokumentarfilme in 29 Veranstaltungen auf dem Programm. Alle Vorführungen werden durch Publikums- und Filmgespräche begleitet.

Besonders bemerkenswert
Eröffnung (Freitag, 18.09.2026, Arthouse-Cinema, Frankfurt am Main)
EISFRAUEN (Regie: Dorothea Braun & Jens Becker) wird als Preview vor dem offiziellen Kinostart gezeigt. Der Film porträtiert historische und moderne Arktisforscherinnen.

Retrospektive Pavel Schnabel (DFF Frankfurt am Main): 
Werkschau zum 80. Geburtstag des Regisseurs und Kameramanns mit Podiumsgesprächen zu „Kamera im Dokumentarfilm“ (19.09.) und „Montage im Dokumentarfilm“ (23.09.).

Sonderreihe „Filme an besonderen Orten“: 
Der mit dem Deutschen Filmpreis 2026 ausgezeichnete Kinderdokumentarfilm ZIRKUSKIND wird exklusiv für Schulklassen u. a. unter der Kuppel von Circus Waldoni (Darmstadt) und Zirkus Chicana (Dietzenbach) gezeigt.

Veranstalter: Initiator ist die AG DOK Regionalgruppe Hessen. Die Hessischen Dokumentarfilmtage sind Teil der bundesweiten LETsDOK-Veranstaltungsreihe. Ziel ist es, dem künstlerischen Dokumentarfilm Raum für gesellschaftlichen Dialog, Empathie und tiefere Einblicke abseits der schnellen Tagesmedien zu geben.
Mehr Infos: https://hessische-dokumentarfilmtage.de/

Freitag, 18. September, bis Mittwoch, 23. September: QAZ

(Andrea) 

QAZ ist wieder da, heißt Seyfi bietet in seinem Pop-Up, dieses Mal im Projektraum Weser 40, Seide und andere Kostbarkeiten. Zur heutigen Eröffnung gibt es ein DJ-Set mit Bar, die Vernissage einer Fotoausstellung und die Premiere eines Dokumentarfilms. Morgen Abend gibt es ab 16 Uhr Musik, am Sonntag (20.9.) steht ein Perfomatives Cooking auf dem Programm, Anmeldung erforderlich. Am 21.9. und am 22.9. lädt das QAZ von 11.30 bis 13.30 Uhr zum Lunch. Am 22.9. und am 23.9. gibt es einen Upcycling Workshop mit Kanika, auch hier ist eine Anmeldung erforderlich. @qaz.official oder Seidenstrasse_antakya(at)hotmail.com 

Projektraum, Weser 40

Freitag, 18. September, bis Sonntag, 20. September: Langen/ Fürstliches Gartenfest

(Andrea)

Wäre ich nicht komplett verplant, wäre ich zum Schloss Wolfsgarten entführt worden (habe ich gerade erfahren). Schade, denn das Areal ist nur zweimal im Jahr geöffnet und ich habe mir die Bilder im Internet angesehen und das ist wirklich ein Kleinod fast um die Ecke. Vielleicht klappt es nächstes Jahr. “Vom 18. bis 20. September 2026 lädt das Fürstliches Gartenfest Schloss Wolfsgarten unter dem Sonderthema „Gärten Amerikas“ zu einer botanischen Reise ein. Das Gartenfest beleuchtet die transatlantischen Einflüsse auf unsere Gartenkultur – von Nord bis Süd, von Pionierpflanzen und Präriegewächsen bis hin zum klassischen Gemüsegarten!” Es gibt Schnitzeljagden für Kinder, Workshops, Führungen und vieles mehr. https://www.gartenfest.de/schlosswolfsgarten

Freitag 18. September: EISFRAUEN

(Daniela)

Der Film eröffnet als Preview vor dem offiziellen Kinostart die Hessischen Dokumentarfilmtage und gibt den Auftakt zur bundesweiten Veranstaltungsreihe LETsDOK 2026.
EISFRAUEN (Regie: Dorothea Braun & Jens Becker) als Preview vor dem offiziellen Kinostart.

EISFRAUEN erzählt die Geschichte der Arktis neu: Aus weiblicher Perspektive. Weg vom männlich geprägten Narrativ heroischer Eroberung, hin zu wissenschaftlicher und weiblicher Neugier, Intuition und Widerstandskraft. Von Josephine Peary, die im Eis schrieb und forschte, über Ada Blackjack, die auf Wrangel Island ums Überleben kämpfte, bis zu Louise Arner Boyd, die sieben große Arktisexpeditionen leitete und mit technischer Präzision dokumentierte. Ihre Stimmen sind nicht verstummt – sie finden ihr Echo in der Gegenwart: bei der Glaziologin Angelika Humbert, der Inupiat-Linguistin Maddy Kiminaq Alvanna-Stimpfle und der Sozialarbeiterin Kaalannguaq Eipe Uvdloriaq aus Qaanaaq in Nordgrönland.

Jens Becker, Dorothea Braun — D 2026 — 90 Min
Frankfurt — Cinéma Arthouse Kinos — 18.09.2026 — 18:00 Uhr
Im Gespräch: Regisseurin Dorothea Braun und und Editorin Britta Kastern
→ Tickets kaufen

Freitag, 18. September: Anuv Jain

(Andrea)

Das Rolling Stone Magazin nennt ihn „die Zukunft indischer Musik“ – und wer Anuv Jain einmal gehört hat, weiß warum. Der Singer/Songwriter gehört mit gerade einmal 30 Jahren schon zu dengroßen Stimmen der modernen Indie-Szene. Was 2012 als YouTube-Projekt eines zurückhaltenden Studenten begann, hat sich zu einer internationalen Erfolgsgeschichte entwickelt. Seit seinem Durchbruch mit „Baarishein“, das mittlerweile über 800 Millionen Streams verzeichnen kann, berührt Jain mit seiner Musik Millionen von Menschen auf der ganzen Welt.
In seinen bislang 14 veröffentlichten Songs gelingt es ihm immer wieder, persönliche Erfahrungen in Musik zu verwandeln, die weltweit Menschen bewegt: Sein 2023 erschienener Hit „Husn“ wurde in Indien zum zweitmeist gestreamten Song des Jahres und erreichte zudem die Top 100 der internationalen Spotify- Charts – ein Beweis für die universelle Sprache seiner Musik. Mit jeder Note vermittelt Anuv Jain eine leise Intensität, die unter die Haut geht – intim und verletzlich zugleich. Seine Songs sind schlicht, ehrlich und von einer berührenden Ruhe geprägt. Eine warme Baritonstimme und minimalistische Gitarrenmelodien genügen, um mitreißende Geschichten zu erzählen. Die Texte wirken oft wie ein stilles Gespräch mit sich selbst: Es geht um das fragile Gleichgewicht zwischen Nähe und Freiheit, um Liebe, Verlust, Erwachsenwerden, Trauer und Selbstfindung.
Auch live hat sich Anuv Jain längst einen Namen gemacht. Seine Konzerte sind tiefgehende, fast meditative Erlebnisse. Wenn er allein mit seiner Gitarre auf der Bühne steht, entwickelt sich eine spürbare Nähe zwischen ihm und seinem Publikum – ein stiller Moment der Verbundenheit, der lange nachhallt. Nach seinen restlos ausverkauften Tournee  „Dastakein“ (2021) und „Guldasta“ (2023) folgt nun der finale Teil der Trilogie: „Dastakhat“. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Freitag, 18. September: Of/ Glennkill: Ein Schafskrimi

(Andrea)

Kino Kulinarisch zieht wieder in die Alte Schlosserei, der Sommer schein unweigerlich vorbei. Nein, die Wahrheit ist natürlich, dass die Bauarbeiten beendet scheinen. Egal, die Urlaubszeit ist noch nicht vorbei und gemeinsam reisen wir heute in die saftigen grünen Wiesen Irlands. Dort lebt Schäfer George (sensationell: Hugh Jackman!) und liest seinen geliebten Schafen jeden Abend Krimis vor und nimmt an, dass sie kein Wort davon verstehen. Doch als ein mysteriöser Vorfall das friedliche Leben auf der Farm durchbricht, wird den Schafen bewusst, dass sie selbst nun die Ermittlungen übernehmen müssen. Also folgen sie der Spur der Beweise und machen menschliche Verdächtige ausfindig. Dabei beweisen sie, dass auch Schafe brillant darin sein können, Verbrechen aufzuklären. Ein neuer, geistreicher Krimi der etwas anderen Art! Die Hauptrollen in GlennKill, einem überaus charmanten und amüsanten Krimi-Komödie spielen Hugh Jackman, Nicholas Braun, Nicholas Galitzine, Molly Gordon sowie Hong Chau und: Emma Thompson! Dazu servieren Einlass über die Andréstraße 71 ab 18:30 Uhr, Filmbeginn 20 Uhr, Tickets: je 11,90 Euro unter www.kinokulinarisch.de – inkl. Gebühren, Sektempfang & Amuse-GueuleBegrenztes Parken: Kostenfrei u. a. auf dem ausgeschilderten Parkplatz an der Andréstraße schräg gegenüber des Eingangs. Bildrechte: Sony

Alte Schlosserei, Andrestraße 71, Offenbach

Freitag, 18. September: OF/ Es war die Lerche

(Andrea)

Heute steht im Offenbacher t-raum an der Wilhelmstraße 13 nochmals eine Vorstellung der frechen und verrückten Komödie „Es war die Lerche“ von Ephraim Kishon auf dem Spielplan des Zimmertheaters. Beginn der turbulenten und äußerst witzigen Vorstellung um das berühmteste Liebespaar der Literaturgeschichte „Romeo und Julia“ ist um 20.00 Uhr

Was ist bloß mit Romeo und Julia los? Ihren Selbstmord haben sie dann doch irgendwie überlebt, sind inzwischen fast 30 Jahre verheiratet und leiden unter ihrer pubertierenden Tochter Lucretia. Und so befindet sich nun das Mega-Liebespaar der Weltliteratur, Vorbild für Dutzende von Generationen romantischer Träumerinnen und Träumer in einer tiefen Krise: Romeo liebt nur sich selbst, Rettich und Lisa während Julia genervt ist von ihrem Gatten, der Tochter und unerwartetem Besuch. Der Dichter Shakespeare höchst persönlich ersteht aus dem Grabe auf, erscheint – ob des giftigen Streites der von ihm Erschaffenen – auf der Szene und rückt dem hemmungslos geifernden Paar auf die Pelle. Töchterchen Lucretia findet den Englishman in Verona irgendwie sexy und die intriganten Versuche Julias sowie Romeos alte Bündnisse für sich zu nutzen, stiften eher Verwirrung und Heiterkeit als dass einer der beiden Ehekonkurrenten so wirklich für sich punkten kann. Was einst Liebesgesäusel zwischen romantischen Menschen war, wirdzum wilden Gefecht zwischen Eheleuten: “Es war die Lerche!“

Eine wunderbar intelligente Komödie um das große Menschheitsthema – die Liebe. Es spielen Sarah C. Baumann (Shakespeare ); Elena Hahn (Julia, Amme, Lucretia), Frank Geisler (Romeo, Pater Lorenzo).

Theater t-raum, Wilhelmstraße 13, Offenbach, nicht barrierefrei 

Freitag, 18. September: OF/ The Beauty of Ballroom

(Andrea)

Der Trailer hat mir gut gefallen und wäre ich nicht ohnehin total verplant heute Abend, ich würde mir den Film anschauen: “Inspiriert von der schwarzen und lateinamerikanischen Underground-Ballroom-Kultur New Yorks gründen Sun, Teddy und Xyza Ballroom-Communities in Südostasien – als sichere Zufluchtsorte vor Homophobie, Transfeindlichkeit, Colorism und HIV-Stigmatisierung.In Malaysia flieht Teddy vor der Gewalt seines Vaters und kämpft in einem homofeindlichen Land darum, er selbst zu sein. Im Ballroom findet er nicht nur Selbstbestätigung, sondern auch die väterliche Nähe, nach der er sich so sehr sehnt. Die Filipina Xyza träumt davon, Model zu werden – doch man sagt ihr, mit ihrer dunklen Haut sei das unmöglich. In den internationalen Ballroom-Communities findet sie schließlich zu ihrem Selbstvertrauen. Mit neu entfachtem Feuer kehrt sie auf die Philippinen zurück, um dort eine Community aufzubauen, in der sich alle schön und geliebt fühlen können – unabhängig von Hautfarbe, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität. In Thailand nutzt Sun Ballroom, um seine vielschichtige Geschichte zu verstehen: als queere Person, als Kind einer Sexarbeiterin und eines Norwegers und zwischen seiner zerrissenen Herkunfts- und Pflegefamilie in Thailand und Norwegen. In seiner künstlerischen Sprache als Performancekünstler verschmelzen Buddhismus und Ballroom, während er seine Stimme erhebt, um das Leben seiner Mutter, von Transfrauen und anderen zu würdigen – Menschen, deren Stimmen oft ungehört bleiben.” 20.30 Uhr 

Hafenkino, Nordring, Offenbach

GEDRUCKTES

(Petra)

Vor ein paar Tagen war in der Zeitung über die jüngste PISA-Studie zu lesen, sie sei schockierend (ist sie das nicht immer?!) und zeige, dass viele Jugendliche nicht mehr richtig lesen könnten. Das ist nicht nur aus meinem intellektuellen Elfenbeintürmchen aus betrachtet bedenklich – schließlich hat das die Menschheit schon ein gutes Stück nach vorne gebracht, sondern bedeute auch, der im Gehirn befindliche „Schaltkreis“ für das Lesen verkümmere zusehends. Lesen spreche die Bereiche für die Verarbeitung visueller Reize, für Kognition sowie Emotionen an. Kurz gesagt: das ganze Gehirn ist beteiligt, wenn Ihr lest - ein kleines Wunder. Und das wirke sich auch auf andere Fähigkeiten aus, zum Beispiel zum logischen, abstrakten und kritischen Denken. Gerade in Zeiten von KI brauchen wir die doch ganz besonders, finde ich. 

Also hoffe ich, dass Ihr zu den 31% der Menschen gehört, die noch gedruckte Bücher lesen, und erzähle Euch von meinem großartigen Literaturabend letzten Donnerstag im Literaturhaus Frankfurt: US-Autor Dave Eggers war mit seinem neuen Roman „Contrapposto“ dort. Einer meiner Lieblingsautoren seit vielen Jahren, der hier eine tolle Geschichte von Cricket und Olympia erzählt, die beide der Schönheit und dem Rausch der Kunst verfallen – und ihr Leben lang miteinander verbunden bleiben. Es geht um Kunst, Kunstausbildung und den Kunstbetrieb – was es heißt, Künstler*in zu sein, und was Liebe ausmacht. Und das sehr konkret und “down to earth”, mit sehr unterschiedlichen Schlussfolgerungen und Leben zwischen Verführung, Enttäuschung und Zermürbung (auch) von Kunst. Meine liebe Freundin Christiane und ich waren super begeistert vom sooo positiven und witzigen Eggers, der auch verriet, dass Trump seiner Überzeugung nach bis 2029 Geschichte sei (und dann auch bald sterben werde), und sich über eine Stunde Zeit nahm, um alle Bücher zu signieren, und dabei mit jeder Person ein kurzes Gespräch zu führen. Lest doch einfach mal wieder selbst!

Samstag, 19. September: Notfallkonzert

(Martin)

Auf Notfälle aller Art geht das treppenhausquartett musikalisch ein. 
So können die Zuhörer*innen ihre eigenen kleineren oder größeren Notfälle, seien sie körperlich oder seelisch, ganz individuell mit einer Klassik-Infusion behandeln lassen - oder einfach im Publikum an diesem berührenden Konzerterlebnis teilhaben.

Dabei erfahren nur die Musiker*innen, um welchen Notfall es sich handelt. Dieser wird improvisatorisch zum Klingen gebracht und musikalisch verwandelt – vielleicht öffnet sich dabei Raum für neue Perspektiven, Entlastung oder Zuversicht. 

Auch der Mittelteil ist ganz den Themen Wandel, Zuversicht und Wachstum gewidmet. 

Ein besonderes Unerhörtes Erlebnis im kleinen Rahmen. 

Mitwirkende:
Moritz Ter-Nedden (Geige), Johanna Ruppert (Geige), Yannick Hettich (Viola), Cecilia Camon (Cello).  

Samstag, 19. September um 19.00 Uhr: 
Notfallkonzert - Unerhört! x 2
Treppenhausorchester im ChamissoGarten, Chamissostraße 38; 
Foto: © www.chamissogarten.de

Samstag, 19. September: basis-Jubiläum: Glückwunsch zum Zwanzigjährigen!

(Petra)

Die Produktions- und Ausstellungplattform basis e. V. feiert runden Geburtstag – und wir feiern natürlich mit! In den letzten 20 Jahren haben Jakob Sturm und die mit ihm Engagierten durch die basis, RADAR Frankfurt und mehr so viel in Bewegung gebracht und dazu beigetragen, das Gesicht und die “Vibes” in unserer Stadt positiv zu verändern: Herzlichen Dank dafür! Gemeinsam mit den von basis geförderten Künstler*innen werden die Türen geöffnet und Einblicke in aktuelles Schaffen sowie Rückblicke auf die vergangenen Jahre gegeben. Open Studios, Talks und Führungen laden dazu ein, Arbeitsprozesse und Entwicklungen der basis kennenzulernen. Begleitet wird das Programm von Getränken, Snacks, Sekt und Musik. Schaut doch mal vorbei!

Abbildung: ©basis e.V.

20 Jahre basis e. V., Ort: Gutleutstr. 8 - 16, Uhrzeit: 15 - 23 Uhr, Eintritt: frei, das Gesamtprogramm findet Ihr hier 

Samstag 19. September: IDEENGENERATOR

(Daniela)

Ein ehemaliger Hubschrauber-Hangar. Sprache, Bilder, Zufall und Regeln. Und mittendrin: jede Menge Ideen.

Im kleinen Hangar des Alten Flugplatzes Bonames lädt das Frankfurter Design-Kollektiv OUGRAPO Neugierige ab 12 Jahren zum gemeinsamen Experimentieren ein: Ausprobieren, kombinieren, umdenken – und schauen, was dabei entsteht.

Ein entspannter kreativer Nachmittag auf dem Gelände des Alten Flugplatzes Frankfurt/Bonames – für alle, die Lust haben, gemeinsam Ideen in Bewegung zu bringen.

19. September 2026, 14–17 Uhr
In der Aeronauten-Werkstatt des Umwelt-Exploratoriums e.V.
Alter Flugplatz Frankfurt/Bonames

Ein Projekt von OUGRAPO im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026.
Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich. https://picture-wordshop.de/ideengenerator/

Samstag, 19. September: Of/ CSD

(Andrea)

Der Verein von queeren Menschen und Allies in Offenbach hat gemeinsam mit anderen für heute den ersten CSD Offenbach organisiert. Für eine offene, vielfältige und solidarische Stadtgesellschaft. Das Motto des heutigen Tages ist „Queer OF course“, Start der Demo: Gegen 13:00 Uhr am Rathaus Offenbach. Nach der Demonstration zieht die Veranstaltung in den Büsingpark (wurde vom ursprünglich geplanten Mathildenplatz dorthin verlegt) und läuft dort von ca. 16:00 bis 21:00 Uhr. Aftershow-Party: Ab 21:30 / im Anschluss im Hafen2 im Nordring. 

Samstag, 19. September: Of/ Neuer Stadtrundgang "Offenbacher Stimmen"

(Andrea)

Der Theaterclub ELMAR versteht sich als “Ein Stück Offenbach”, das beweist er seit 2021 auch mit der Mundart-Stadtführung „Offebach uffs Ohr gebabbelt“. Nun ist Zeit für ein neues Projekt: „Offenbacher Stimmen“. Gemeinsam mit dem Offenbacher Autor Uwe Kauss (bekannt u.a. durch „99mal Offenbach“) ist “Offenbacher Stimmen” entstanden, der an verschiedenen Orten der Stadt "echte Offenbacher" der Historie kurz lebendig werden lässt und kurze Erzählungen aus dem Offenbach ihrer Zeit. Autor Uwe Kauss hat den historischen Persönlichkeiten perfekte Monologe in den Mund gelegt. Aufwändige historische Recherche und eine gekonnt liebenswerte Interpretation durch die Sprecherinnen und Sprecher des Elmar-Ensembles machen es möglich. Durch die Tour führen Mitglieder des Theaterclubs.
Die Rundtour geht vom Wilhelmsplatz zum Wilhelmsplatz quer durch die Innenstadt (Büsing-Park, Nordend, Westend) und wir hören spannende Persönlichkeiten der Stadtgeschichte und ihre Geschichten (u.a. Lili Schönemann, Marktmeister Clement, Oberbürgermeister Brink, Joseph Offenbach, Heinrich Krumm, Bettina Brentano, Sophie von La Roche, Helene Mayer, Carl Preller). 

Treffpunkt ist um 15 Uhr
am Streichholzkarlchen auf dem Wilhelmsplatz

Samstag, 19. September: Ours Season Closing

(Andrea)

Hach, das war so schön, neulich am Blauen Wasser. So schön, dass wir heute wieder hinwollen, zumal ATA Teil des Line-Ups ist. Ich habe ihn jetzt schon dreimal live erlebt, das erste Mal im Robert Johnson war zum Verneigen, ein derart inspiriertes und schönes Set, mal schauen. Die anderen Namen sagen mir mal wieder nichts, aber solange die Sonne scheint und das tut sie hoffentlich lang, warm und ausgiebig, jetzt, da die Tage schon merklich kürzer werden, wird das super. Ich liebe den Ort, der ja auch fast ein bisschen in Offenbach ist ;-). OURS Season Closing mit Ata, Mano le Tough, Marie Montexier und Red Axes. 14 bis 22 Uhr.

Blaues Wasser, Franziusstraße 35

Samstag, 19. & Sonntag, 20. September: Holzfällen

(Martin)

Nicholas Ofczarek ist in Frankfurt!

„Erst der Skandal, dann das Vergnügen: Als sein Roman „Holzfällen. Eine Erregung“ 1984 erschien, löste Thomas Bernhard einen Eklat aus. Heute ist Nicholas Ofczareks szenische Lesung mit Musikbegleitung ein großer Genuss.“ (FAZ)

„Nörgeln de luxe: Ein Star-Schauspieler wird hier „sehr gallig“ (Hamburger Abendblatt)

Thomas Bernhards Roman stellt einen Erzähler ins Zentrum, der aus der Distanz seines Ohrensessels eine „künstlerische Abendgesellschaft“ in der Wiener Gentzgasse beobachtet und diese mit bösartiger Genauigkeit seziert. Die versammelte Menge wartet auf die angekündigte Ankunft eines Burgschauspielers; zudem sind die meisten Personen dieser Gesellschaft miteinander verbunden, weil ihre durch Selbstmord aus dem Leben geschiedene Freundin Joana am Nachmittag desselben Tages in der Ortschaft Kilb zu Grabe getragen wurde. Thomas Bernhards berühmte Prosa wird rezitativisch zum Leben erweckt, während die Musiker:innen von Franui u. a. mit einer Spezialität zu hören sein werden, die sie bekannt gemacht hat: dem Zelebrieren von Trauermärschen und Trauermusik.

Das Hamburger Abendblatt schreibt: „Ein Text wie ein von Herzen kommender Kniekehlen-Tritt, vom österreichischen Nationalnörgler Thomas Bernhard, mit dem Untertitel „Eine Erregung“? Kann ja nur gut sein. Kann nur genau das Richtige sein für den Präzisions-Schauspieler Nicholas Ofczarek. Der ist seit gut 31 Jahren fest im Ensemble des Wiener Burgtheaters, eine Theater-Bank in dieser Welt. Eines dieser Bühnen-Ereignisse dort. Spielt der da wen, kann man lieber nicht einen Moment wegsehen, da darf man nicht weghören.“

Nicholas Ofczarek und Musicbanda Franui in einem Gastspiel des Burgtheaters Wien - nicht verpassen! 

Samstag, 19. Um 19.30 Uhr und Sonntag, 20 September um 18.00 Uhr
Schauspiel Frankfurt
Foto: © Tommy Hetzel

Sonntag, 20. September: Zeilsheim/ Hühnergeburtstagsfeier

(Andrea)

Raus aus den Federn und ab nach Zeilsheim! Denn da wird heute mit einem Konzert von „Bed and Breakfast“ der Geburtstag der Hühner, die alle im September geschlüpft sind, gefeiert. Außerdem ist Weltkindertag und soll das Banner „Hühner für die Demokratie“ eingeweiht und feierlich gehisst werden. Das alles mit einem Konzert der Band „Bed and Breakfast“ aus Gießen. Dieses Künstlerduo mit Burçak Konukman und Bertram Ohne performt klassische, alte, türkische und Neu Deutsche Welle Lieder sowie eigene Songs in einer Mischung aus Rock'n'Roll und Punk-Melodien.Für Getränke ist gesorgt. Gerne einen Beitrag fürs Büffet mitbringen, schreiben Rahel, Natacha und Ilyass. Wer sich in das Projekt einbringen möchte, als regelmäßige Hühnerversorgende oder als gelegentliche Hilfe - auch an Veranstaltungen, im Farmgarten, bei Aktivitäten rund um die Hühner: 
Tel: 069 36008921, Email:  szeno.farm(at)gmx.de, Web: www.kinderkulturfarm.de/hühnerprojekt/

Sonntag, 20. September: Of/ Mädchenflohmarkt

(Andrea) 

Weil es das letzte Mal so schön war, gibt es heute wieder einen Mädchenflohmarkt. Ich freue mich aufs Stöbern, Vintage, Fassion, Food, von 12 bis 16 Uhr. 

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach 

Sonntag, 20. September: Pride Show

(Andrea)

Ich bin heute beim Holzfällen, sonst wäre ich natürlich im Kellertheater. Weil Antje Kania quasi wiederaufgetaucht ist - monatelang war sie in Heidelberg und hat noch eine Ausbildung gemacht und jetzt erobert sie wieder die Bühne: Eine bunte Pride- Show erwartet Sie mit fetzigen Lipsyncs, beeindruckenden Tanzeinlagen, engelsgleichem Gesang, bewegenden Monologen und vielem mehr! Wir bringen das ganze Spektrum queeren Talents auf die Bühne – ob lustig, sinnlich, nachdenklich oder mitreißend. Die Diskokugel hängt, die Regenbogenfahnen sind drapiert und die Wimpern und Bärte angeklebt. Packen Sie Ihre Herzensmenschen, Ihre Lieblingskolleg*innen und die angesäuerte Nachbarin ein und kommen Sie zu dieser einmaligen Bühnenshow! Gemeinsam bringen wir das Kellertheater zum Beben. Hinweis: Es werden u. a. Sex, Queerfeindlichkeit, Sexismus, Stierkampf und Suizid thematisiert. Es kommen flackerndes Licht und laute Musik zum Einsatz.
Darstellende: Jacques le Fraque, Kaida Adaik, Kitty Bambule, Klitza Labia G. Toris, Krimsekthild Brutalisma vonStiefelknecht, Lindsay Lowhäng, xXx-Tina Agorilla Geleckticka Cruisella d'Evil Technik: Eric Stelz, Mathias Hundt Fotos: Tristan Bortlik, 18 Uhr

Kellertheater, Mainstraße, nicht barrierefrei

Sonntag, 20. September: LudoWic

(Uwe)

Matheus Lodewijk (1973), bekannt als LudoWic, ist ein niederländischer Musiker, Komponist und multidisziplinärer Künstler, dessen Arbeit sich zwischen experimenteller Elektronik, vergessenen Instrumenten und räumlichem Klang bewegt. Seine internationale Bekanntheit wuchs mit der Veröffentlichung von SUPER8 MEMORY im Jahr 2024 erheblich, einem Album, das sich um das Trautonium dreht – eines der frühesten elektronischen Instrumente überhaupt, das 1929 entwickelt wurde. Anstatt das Instrument als historisches Artefakt zu behandeln, näherte sich LudoWic ihm als etwas Lebendigem und emotional Unmittelbarem. Das Album machte den Klang des Trautoniums einem neuen internationalen Publikum bekannt und wurde von Künstlern wie Pete Townshend, Ólafur Arnalds, Joep Beving, Patrick Watson und SYML gelobt.

Brotfabik, F, Bachmannstr. 2-4 / Beginn 20.00 Uhr
Foto: Timo Reisiger

Sonntag, 20. September: Polly Rakete - Kinderkonzert

(Uwe)

Polly Rakete bringt frischen Wind in die Kindermusikszene und sorgt mit mitreißenden Songs für jede Menge Spaß bei kleinen und großen Zuhörer*innen. Als zweifache Mutter kennt Polly Rakete die Lebenswelt von Kindern genau und verwandelt ihre Ideen und Erlebnisse in eingängige Melodien und fröhliche Texte. Bei ihren energiegeladenen Liveauftritten wird sie von Öğünç Kardelen begleitet, der mit Gitarre, Bassdrum, Ukulele und Kazoo für abwechslungsreiche Klangfarben sorgt. 

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn 15 Uhr
Foto: Fabiola Christian

Dienstag, 22. September: The Joy of Ageing

(Martin)

Christiane Rösinger ist Musikerin, Kreuzbergerin und Großmutter. Von ihr aus könnte das immer so weitergehen, wären da nicht das Älterwerden und die Geldsorgen. Das Altern lässt sich nicht aufhalten, aber um ein bisschen was zu verdienen, beschließt Christiane, einen Altersratgeber zu schreiben. Ohne Illusionen, dafür mit Power. Ein energischer Aufruf, sich nicht länger gefallen zu lassen, wie die Gesellschaft mit Frauen umgeht, die nicht mehr jung sind.

Dabei ist es gar nicht so einfach, selbst eine entspannte Haltung zum Altwerden zu finden. 

Das zeigen schon die Gespräche mit den Freundinnen, deren unterschiedliche Erfahrungen und Meinungen: Da sind die Hundefrau, die Selbstoptimiererin, die Aufs-Land-Zieherin. Weit und breit kein positives Role Model. 

Wo sind die Vorbilder? Und vor allem: Was hilft alles, wenn man sich plötzlich in der Stroke Unit im Krankenhaus wiederfindet?

Um 20.00 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Dorothea Tuch

Dienstag 22. September: Kronberg Festival 2026 „Courage!“

(Daniela)

Am 22. September beginnt das Kronberg Festival 2026 „Courage!“. Über 100 Künstler, rund 30 Konzerte und 13 Festivaltage gehen im September und Oktober der Frage nach, wieviel Mut in der Musik steckt und machen Kronberg damit zu einem Ort für Begegnung, Haltung und Aufbruch. Im Fokus steht außerdem der Cellist und Humanist Pablo Casals, dessen 150. Geburtstag wir 2026 feiern. Auf gehts! Courage!

Di, 22.9. – 20.15 Uhr – Casals Forum, Großer Saal: Ironie & Illusion
Claude Debussy, Dmitri Shostakovich und Sergei Prokofjew begegnen sich in einem Programm voller Kontraste. Gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester unter François Leleux entfaltet Cellist Edgar Moreau Klangwelten zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen feiner Ironie und mitreißender Energie. Ein Konzert, das zeigt, wie Fantasie und Humor selbst in schwierigen Zeiten Ausdruck künstlerischer Freiheit werden können.
Mehr Infos: www.kronbergacademy.de
© Ben Knabe

Dienstag 22. - Sonntag 04. Oktober: Kronberg Festival 2026: „Courage!"

Kronberg Festival 2026: „Courage!"

Vom 22. September bis 4. Oktober verwandelt sich das Casals Forum in Kronberg wieder in eine Bühne für große Musik – knapp zwei Wochen, rund 30 Konzerte und ein vielfältiges Rahmenprogramm, alles unter dem Motto „Courage!". Weltbekannte Künstlerinnen und Künstler wie Gabriela Montero, Sheku Kanneh-Mason, Avi Avital und Fazıl Say treffen auf junge Talente und herausragende Ensembles (Youth Symphony Orchestra of Ukraine, Korean Chamber Orchestra u.v.m.) – und erzählen von Mut, Aufbruch und Zivilcourage. Das Festival ist zugleich eine Hommage an Pablo Casals, der dieses Jahr 150 Jahre alt geworden wäre und dem das Casals Forum seinen Namen verdankt.

Freut Euch auf zwei Wochen voller mitreißender Konzerte, die zeigen, wie viel Kraft in der Musik steckt.
Casals Forum, Kronberg
22. September – 4. Oktober 2026
Link zum Festival
(c) Priska Ketterer

Mittwoch 23. September: Boris von Heesen: Mann am Steuer. Wie das Patriarchat die Verkehrswende blockiert

(Daniela)

VCD Hessen und ADFC Hessen laden im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche 2026 zu Vortrag und Diskussion mit Boris von Heesen ein. Der Buchautor und Ökonom Boris von Heesen belegt mit Fakten und schlüssigen Argumenten, wie patriarchale Strukturen unsere Mobilität prägen und die Verkehrswende blockieren. 

Zum Buch: Männer beherrschen die Straße. Mit überdimensionierten Karossen, aggressivem Verhalten oder unangemessener Lautstärke. Das ist durch die Verkehrsstatistik gut belegt, aber dennoch nur Symptom eines größeren Problems. Starre und einflussreiche Netzwerke in Politik, Behörden, Verbänden, Unternehmen und Wissenschaft, allesamt von Männern dominiert, verhindern den dringend notwendigen Schritt hin zu einer zukunftsfähigen Mobilität für Deutschland. 

Männerexperte und Wirtschaftswissenschaftler Boris von Heesen hat unzählige, größtenteils öffentlich zugängliche Statistiken und Studien herangezogen, um seine Thesen zu stützen. Er bringt eine andere Perspektive als sonst üblich in die Verkehrswende-Diskussion ein und formuliert einen eindringlichen Appell für eine sinnvolle Verkehrspolitik, von der alle profitieren. 

Zum Autor: Boris von Heesen (*1969) ist Wirtschaftswissenschaftler mit ersten beruflichen Stationen bei der Diakonie in Bayern und der Drogenhilfe in Frankfurt am Main. Er ist Gründer eines der ersten deutschen Online-Marktforschungsinstitute. Heute arbeitet er als Männerberater und geschäftsführender Vorstand eines Jugendhilfeträgers. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich als Autor und Referent mit dem Thema kritische Männlichkeit und veröffentlichte bereits zwei erfolgreiche Bücher zum Thema.
Veranstalter*innen: VCD Hessen mit ADFC Hessen und dem Frauennetzwerk des ADFC Hessen in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Frankfurt am Main 
Offen für Interessierte aller Geschlechter! 
Ort: Zentralbibliothek der Stadtbücherei Frankfurt am Main, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt (Haltestelle: Konstablerwache)
Termin: Mittwoch, 23. September, ab 19:30 Uhr
Eintritt frei!

Mittwoch, 23. September: Sofagespräche

(Uwe)

Isabella Caldart & Son Lewandowski Der Roman Die Routinen (Klett-Cotta) seziert die Welt des Leistungsturnens, von der jeder ahnt, dass sie hart ist, aber niemand sieht oder sehen will, wie ausbeutend ein System ist, auf dem so viel Glitzer und Glanzspray liegt. Auf kraftvolle Weise erzählt Son Lewandowski von Sport und Politik, von fragilen Beziehungen und den Grenzen des eigenen, alternden Körpers. Die Geschichten von berühmten Turnerinnen und der größte Missbrauchsskandal der Sportgeschichte werden in die Geschichte von Amik eingewebt und machen Die Routinen zu einer atemlosen Leseerfahrung.

Romanfabrik / F, Hanauer Landstr. / Beginn: 19:30 Uhr
Foto: Maximilian Gödecke

Donnerstag, 24. September: Malou Lovis

(Andrea)

2026 ist noch jung, doch für Malou Lovis nimmt das Jahr schon ordentlich Tempo auf. Der Startpunkt: ihr Sieg bei The Voice of Germany im Team von Bill und Tom Kaulitz in 2023. Was folgte, war mehr als ein TV-Moment. Malou Lovis ging als Support mit Tokio Hotel auf Europa-Tour, spielte 18 Shows unter anderem in Paris, Mailand, Madrid, Warschau, London und Stockholm. Dazu kam mit „One More Day“ der gemeinsame Titelsong zum Kinofilm „Momo“. Malou Lovis stellt klar, dass sie ihren eigenen Weg als Künstlerin geht: Mit eigenen Songs, dem Debütalbum „things i wrote down last night“, einer ersten, nahezu ausverkauften Clubtour im letzten Jahr mit Themen wie Selbstfindung, Liebe, Queerness und gesellschaftlichen Erwartungen. Foto Credits: September Klakow

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Donnerstag, 24. September: Lambert: I AM NOT LAMBERT

(Uwe)

Neoklassik. Lambert ist zurück. Vielleicht war er auch nie weg. Möglicherweise aber auch nie da. Es ist müßig, nachzufragen. Schließlich müsste man ihn erst einmal aufspüren, um das herauszufinden. Und man könnte nie sicher sein, ob es wirklich er ist, der hinter der sardischen Stiermaske steckt. So oder so: Lambert ist zurück. Er veröffentlicht ein neues Album. Er hat es I AM NOT LAMBERT genannt. Das Album ist ein weiterer Beweis für die kreative Vielseitigkeit des seit mehr als einer Dekade vielgepriesenen, vermutlich in Berlin lebenden Pianisten, Komponisten und Produzenten. Und doch ist es ganz anders, denn es ist sein erstes Album mit Gesangsparts. Es beginnt damit, dass er inmitten der ruhigen Klänge des Eröffnungsstückes Spirit mit Vocoder-Stimme singt. Auch die australische Musikerin Kat Frankie ist darauf zu hören, ebenso Dekker und Tob Goodwin.

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn 20.00 Uhr
Foto: Andreas Hornoff

Donnerstag 24. September: Kronberg Festival 2026 „Courage!“

(Daniela)

Am 22. September beginnt das Kronberg Festival 2026 „Courage!“. Über 100 Künstler, rund 30 Konzerte und 13 Festivaltage gehen im September und Oktober der Frage nach, wieviel Mut in der Musik steckt und machen Kronberg damit zu einem Ort für Begegnung, Haltung und Aufbruch. Im Fokus steht außerdem der Cellist und Humanist Pablo Casals, dessen 150. Geburtstag wir 2026 feiern. Auf gehts! Courage!

Do, 24.9. – 19.45 Uhr – Casals Forum, Großer Saal: Verspielt
Mit dem Korean Chamber Orchestra gastiert eines der renommiertesten Kammerorchester Asiens erstmals beim Kronberg Festival. Gemeinsam mit der Geigerin Ji Young Lim und Cellist István Várdai entfaltet sich ein ebenso virtuoses wie charmantes Programm zwischen koreanischer Volksmusik, Boccherini, Tchaikovsky und Dvořáks klangvoller Serenade. Ein Abend voller Spielfreude, Eleganz und musikalischer Leichtigkeit.

© Korean Chamber Orchestra

Donnerstag, 24. September: OF/ Deserteure

(Andrea)

Ich werde mich heute im Fahrradladen Artefakt einfinden, dort liest Rolf Cantzen aus seinem Buch »Deserteure — Die Geschichte von Gewissen, Widerstand und Flucht«. Hier der Klappentext: “Desertieren – ein mutiger Akt des Widerstands oder ein Verrat an der Gemeinschaft? In Kriegen gelten Deserteure oft als »Kameradenschweine« oder Drückeberger, Menschen, die sich ihrer Pflicht entziehen. Doch was treibt jemanden dazu, den Dienst an der Waffe zu verweigern, Staat und Armee die Loyalität aufzukündigen und zu fliehen? Welche religiösen Überzeugungen und politischen oder humanistischen Ideale sind dafür ausschlaggebend, welche Rolle spielt die spontane Selbstermächtigung, einfach nicht mehr mitzumachen? Die Konsequenzen, die Deserteure für ihre Entscheidung zu erwarten haben, sind in der Regel drastisch: Gesellschaftliche Ächtung, aber auch Haftstrafen und Todesurteile drohen. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben Deserteure hierzulande noch lange stigmatisiert, ihre Richter und Ankläger konnten hingegen ihre Karrieren in Justiz und Politik fortsetzen. Erst im Jahr 2009 wurden die Urteile aus der NS-Zeit gegen die Desertierten vollständig aufgehoben. Rolf Cantzen widmet sich im vorliegenden Buch den Entscheidungen, die hinter einer Desertion stehen, sowie den Reaktionen der Obrigkeit: Dabei spannt er einen weiten historischen Bogen vom römischen Reich über die NS-Zeit bis zum aktuellen Ukraine-Krieg.” 19 Uhr

Fahrradladen Artefakt, Berliner Straße 43-47, Offenbach

Freitag 25. September: Sounds from Spain im Spanish Design Pavilion

(Daniela)

Sounds from Spain im Spanish Design Pavilion … noch zwei furiose Livekonzerte in einmaligem Ambiente: 

Nach Calequi y las Panteras, Caamaño & Ameixeiras und Queralt Lahoz präsentiert Sounds from Spain nun zwei weitere Bands im "Drac"(bei Regen im Saal). 

Beim ersten Termin am 25. September freuen wir uns auf Marisa Valle Roso. Sie verbindet asturische Folklore mit Pop, Elektronik und kritischen Texten und stand auf der Bühne u.a. mit Silvia Pérez Cruz, Jorge Drexler, Joaquín Sabina, Estopa und Rozalén. 

Datum: Freitag, 25. September 2026, 19:30 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr)
Wo: Instituto Cervantes (Amerika Haus), Staufenstr. 1, 60323 Frankfurt am Main
Ticket: 10 Euro / ermäßigt: 5 €
Vorverkauf:https://spanish-design-pavilion.ditix.shop/event/vm65xa8a2l733pyn
Hinweis: Bei schlechtem Wetter findet das Konzert im Saal des Instituto Cervantes statt.
Veranstalter: ICEX, Sounds from Spain, World Design Capital & Instituto Cervantes.

Freitag, 25. September: Tom Gregory

(Andrea)

“Never let me down” läuft in der Heavyrotation und Tom Gregory hat mit seiner britischen Ehrlichkeit und unwiderstehlichen Melodien auf Erfolgskurs. "Mit Songs, die gleichzeitig Herzschmerz und Hoffnung transportieren, gehört er längst zu den spannendsten Popstimmen Europas. Geboren 1995 in Blackpool, England, erbte Tom Gregory durch die CD-Sammlung seines Vaters früh die Liebe zur Musik - und begann schon als Teenager, eigene Songs in seinem Kinderzimmer zu schreiben. Erste Bühnenerfahrung sammelte er mit 17 bei „The Voice UK“, bevor er sich in der BBC-Serie „The A Word“ als Schauspieler ausprobierte. Doch schon bald zog es ihn zur Musik. In Hamburg fand Gregory mit Kontor Records sein musikalisches Zuhause. Seine Debüt-Single „Run To You“ wurde 2017 zum Überraschungserfolg und zählt heute über 30 Millionen Streams. Nach dem Radiohit „Fingertips“ gelang ihm 2020 mit der VIZE-Kollaboration „Never Let Me Down“ der endgültige Durchbruch: Über 200 Millionen Streams sowie mehrfache Gold- und Platin-Auszeichnungen machten den Song zu einem der größten europäischen Pop-Erfolge des Jahres.
Mit seinem Debüt-Album „Heaven in a World So Cold“ (2020) und dem Nachfolger „Things I Can’t Say Out Loud (2021) festigte Gregory seinen Ruf als einer authentischsten Songwriter seiner Generation. Seine Musik erzählt von verpasster Liebe, Selbstzweifel und der Suche nach Zugehörigkeit – ehrlich, direkt und immer getragen von seiner markanten Stimme." Support: BOY LOCO, Opener: SOPHIA RESCH. Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Freitag, 25. September bis 7. November: Aslı Özdemir

(Andrea)

Wunderbar, gerade Aslı Özdemir gegoogelt, ein Interview mit ihr bei der TAZ gefunden und dann dort auf “links lesen, rechts bekämpfen” gestoßen (https://taz.de/taz-zahl-ich/all-you-can-read/!v=5a0a7393-613c-4795-bca0-328acf81d798/ ). Also erstmal gespendet, klar, weil jeder Euro gegen die AfD zählt! 
Aslı Özdemir, geboren 1993 in Erbach im Odenwald, lebt und arbeitet als freischaffende Fotografin und Künstlerin in Offenbach am Main. 2024 hat sie ihr Studium an der HfG Offenbach abgeschlossen. Für ihre Einzelausstellung im F9 versammelt sie Arbeiten, die zwischen 2020 und 2026 entstanden sind. Mit »Kein neutraler Boden« entsteht ein vielschichtiger Erinnerungsraum, in dem Aslı Özdemir private, institutionelle und intergenerationale Erfahrungen miteinander in Beziehung setzt. Fotografien, Film und Objekte überlagern sich und verbinden unterschiedliche Orte, Zeiten und Beziehungen. Ausgangspunkt sind Fragmente der eigenen Biografie und des familiären Archivs – Erinnerungen, Gesten, Oberflächen und Alltagsgegenstände – treffen in immer neuen Konstellationen aufeinander. Die wiederkehrende Motive und Materialien verweisen innerhalb der Arbeiten aufeinander und treten miteinander in Beziehung. Körper, Berührungen und die in diesen liegende Verletzlichkeit verbinden die Bildwelten, die in der Ausstellung zusammenkommen und schreiben sich auch in den Ausstellungsraum und seine institutionelle Struktur ein. »Kein neutraler Boden« macht damit sichtbar, dass auch dieser Raum nicht neutral ist. 

Ausstellungsraum F9, Fahrgasse 9

Freitag, 25. September: Anchor & Hearts

(Andrea) 

Ich mag Jungs, die wütende Musik machen. Achor & Hearts schreiben: “Leute, mit den neuen Songs „Ghosts“ und „Terrified“ haben wir das nächste Kapitel aufgeschlagen – und das wollen wir gemeinsam mit euch feiern! Mit der „Campfire Chronicles Tour 2026“ kommen wir in acht Städte, wo wir sowohl die neuen Songs als auch Tracks der vorherigen Alben mitbringen. Feuchte Decken und stickige Luft sind vorprogrammiert. Lieben wir! Wie immer werden wir auch wieder Special Guests dabei haben  - seid gespannt!” Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barriefrei 

Freitag, 25. September: „Wer die Welt kennt“ - Arbeiten von Franz von Saalfeld

(Martin)

  • Ausstellungseröffnung am 25. September,
  • Ausstellung vom Samstag, 26. September – Samstag, 7. November

Aufgewachsen in einer Künstlerfamilie, entwickelt Franz von Saalfeld seit seiner Jugend ein umfangreiches Werk, in dem er das Leben und den Alltag einer deutschen Kleinstadt poetisch, tiefgründig und mit feinem Blick für verborgene Details festhält. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Zeichnungen und Aquarelle, in denen Bild und Sprache eng miteinander verbunden sind. Überschriften, Sprechblasen, Ortsschilder, Gedichte und Erzählungen werden zu eigenständigen bildnerischen Elementen. Durch seine eigensinnige Sprache entstehen humorvolle, subtile und bisweilen skurrile Bildwelten zwischen Beobachtung und Fantasie.

Franz von Saalfeld lenkt den Blick auf scheinbar alltägliche Situationen und eröffnet darin größere Fragen nach Nähe und Distanz, Ordnung und Freiheit sowie Leben und Tod. Das titelgebende Werk „Wer die Welt kennt“ zeigt eine imaginäre, kartografisch anmutende Landschaft. Es fragt danach, was es bedeutet, die Welt zu kennen: ihre Orte auf einer Karte zu finden – oder genau hinzusehen und ihre kleinen, merkwürdigen und manchmal komischen Geschichten wahrzunehmen. 

Freitag, 25. September um 19.00 Uhr (Ausstellungseröffnung: Der Künstler wird anlässlich der Eröffnung eine Performance zeigen.)
Ausstellung vom Samstag, 26. September – Samstag, 7. November (jeweils Donnerstag – Samstag von 14 – 18 Uhr)
Goldstein Galerie, Schweizer Str. 84
Foto: © Atelier Goldstein

Freitag, 25. & Samstag, 26. September: SELBSTBEZICHTIGUNG (weitere Vorstellungen)

(Martin)

„Ich bin …, ich habe …“ - Ein Oratorium über das Hineingeworfen sein in eine Welt der Normen

Was für ein Text, was für eine Sprache, was für ein Spiel, welch eine Inszenierung! Peter Handkes „Selbstbezichtigung“ hatte Premiere im Theater Willy Praml. Ein Sprechstück, ein Text ohne wirkliche Figuren – umso eindrücklicher, wie es Regisseur Michael Weber und den Spieler:innen Jakob Gail, Muawia Harb, Birgit Heuser, Anna Staab, Elin Staab und Eleonora Gobena Wolf gelingt, den Worten, die hier Menschen formen, Leben einzuhauchen.

Das Publikum hängt den Darsteller:innen an den Lippen. Eine Ansprache, ein Sein, eine Betroffenheit, eine Verinnerlichung – ein großer Wurf. „Selbstbezichtigung“ gilt als Gegenstück zu Handkes „Publikumsbeschimpfung“: Dort richten sich die Tiraden von der Bühne aus an die Zuschauer:innen, die als „Du“ angesprochen werden; hier spricht das jeweilige eigene Ich. Und gerade dadurch sind alle angesprochen. Der Text wirkt unmittelbarer, eindringlicher – und zugleich verbindender. „Ich bin auf die Welt gekommen. Ich bin geworden. Ich bin gezeugt worden. Ich bin entstanden. Ich bin gewachsen. Ich bin geboren worden. Ich bin in das Geburtenregister eingetragen worden.“ Die Sätze – immer wieder beginnend mit „Ich bin …“, „Ich habe …“ – werden zu Beichten, obwohl die sich Anklagenden eigentlich ohne Schuld sind. Genau darin liegt das Spannende: Die Selbstbezichtigungen verkommen nicht zu individuellen Schwächen oder persönlichen Verfehlungen. Sie werden universell und ermöglichen dadurch eher Zusammenführung als Abgrenzung.

Im Grunde ist es eine versprachlichte Sozialisation, die hier als Kunstform sichtbar wird: vom Nullpunkt über gesellschaftliche Regelverstöße und das normative Hineingeworfensein in die Welt, über das Erlernen von Sprache und Regeln bis hin zum (mehr oder weniger) „funktionierenden“ Individuum.

Spannend und zunächst rätselhaft ist eine an diesem Abend in Handkes „Selbstbezichtigung“ verwobene Pinocchio-Geschichte. Im Nachdenken wird klar: Auch Pinocchio muss lernen, ein echter Junge zu werden. Er trägt Schuld – die lange Nase wird zum sichtbaren Zeichen – er wird buchstäblich an Fäden geführt und muss sich aus ihnen befreien. Menschwerdung durch Anpassung: Auch das lässt sich in Handkes Text wiederfinden. Gespielt wird grandios auf einer ebensolchen Bühne, (auch Michael Weber): ein Waldweg, ganz ursprünglich, auf dem Begegnungen stattfinden; das Publikum sitzt sich in zwei Reihen gegenüber, erlebt sich auch. Die Kostüme von Paula Kern sind klug gesetzt: eigentlich regelkonforme Anzüge (Bürokorsett), deren Details aber treffend zurechtgestutzt sind. Alle Spieler:innen sind für ihre Textbeherrschung und ihr Spiel zu loben. Tauchen Kinder auf einer Bühne auf, haben es bekannterweise alle anderen schwer. An diesem Abend haben es alle anderen besonders schwer: Die zehnjährige Elin Staab spricht die Reflexionen, diese Sprache groß und grandios – und man sieht und hört mit offen stehendem Mund, wie selbstverständlich und präzise sie das tut. 

Es ist ein/der/unser Lebenslauf, der in dieser Inszenierung auf die Bühne kommt – wir sind mitten im Leben – oder ist der Waldweg ein Friedwald und die Lebensbeichten sind Rückschauen? Auch hier eines der vielen Rätsel dieses großartigen Abends. Einiges bleibt schleierhaft und das ist gut so. Gute Kunst braucht Uneindeutigkeit und stellt Fragen. Sie mutet zu, sich einen eigenen Reim zu machen. Und schließlich: Kunst kann etwas Einzigartiges. Das wird an diesem Abend besonders deutlich – und ist gerade heute dringend notwendig: die Beschäftigung mit dem Selbst!

Ich bin… Ich habe… Ich werde…

Freitag, 25., Samstag, 26. September; Samstag, 3., Freitag, 9. und Sonntag, 11. Oktober - jeweils um 20:00 Uhr; sonntags und feiertags 18:00 Uhr im Theater Willy Praml in der Naxos-Halle
Foto: © Severyn Zelazny

VORSCHAU

Samstag 26. September: Kronberg Festival 2026 „Courage!“

(Daniela)

Am 22. September beginnt das Kronberg Festival 2026 „Courage!“. Über 100 Künstler, rund 30 Konzerte und 13 Festivaltage gehen im September und Oktober der Frage nach, wieviel Mut in der Musik steckt und machen Kronberg damit zu einem Ort für Begegnung, Haltung und Aufbruch. Im Fokus steht außerdem der Cellist und Humanist Pablo Casals, dessen 150. Geburtstag wir 2026 feiern. Auf gehts! Courage!

Sa, 26.9. – 20.30 Uhr – Casals Forum, Großer Saal: Serenade & Sarkasmus
Gidon Kremer und die Kremerata Baltica treffen auf Martin Helmchen und Trompetenvirtuose Sergei Nakariakov. Zwischen Mozarts heiterer Serenata notturna, Shostakovichs scharfzüngigem Klavierkonzert und einer Uraufführung entsteht ein Abend voller Kontraste – brillant, überraschend und von feinem musikalischem Humor.
© Gatis Indrēvics

Samstag, 26. September: LES YEUX DLA TÊTE

(Uwe)

Geprägt von französischen Volksliedern, aufgewachsen mit Rock und genährt von Weltmusik, haben diese Pariser über 1.000 Konzerte in 12 Ländern gespielt und 6 Alben veröffentlicht. Gegründet im Jahr 2008, setzen LES YEUX DLA TÊTE mit ihrer feinfühlig-energiegeladenen und zugleich wild-sanften Musik die Bühnen in Flammen: festlich und doch subtil, vintage und zugleich modern. Irgendwo zwischen Swing, Dancefloor, akustischem Punk und Chanson.

Zoom / F., Carl-Benz-Straße / Beginn: 18:30 Uhr
Foto: Zoom Facebook

Samstag 26. September: MELLI REDET MIT - ein Abend mit Gästen.

(Daniela)

Melli schreibt: 
"Fans and Friends von Melli redet mit! 
Der Sommer geht und meine liebste Jahreszeit weht Euch die Herbstausgabe direkt vor die Nase.

Meine Gäste sind:

Derya Yüksel - eine Multitalent. Sie malt, und veranstaltet die Reihe „Paint & Sip“ an schicken Orten in Frankfurt. Dort bringt sie Menschen beim Aperol Spritz das Malen beibringt. Sie ist unglaublich kreativ und auch noch sportlich.  Auf ihrer Sommer-Fahrradtour hat sie alles in einem wundervollen Scrapbook festgehalten. Das bringt sie uns hoffentlich mit.

Kabuki aka Jan Hennig, ist elektronischer Soundkreateur, Pionier der Frankfurter Drum&Bass Szene, dessen sphärische Klanginstallationen ich gerade beim Jazz Montez live erlebt habe. Dieses Jahr hat er die Ausstellung ,Mishpocha‘ -kuratiert von Beastie Boy Mike D.- im Jüdischen Museum soundmäßig verfeinert. Was das genau ist, was er tut, wird er uns dann live erklären und präsentieren.

Krishna Meindl ist Schlagzeuger, Inhaber des Frankfurter Musikbüros, wo er als Musikproduzent und Veranstalter von kleinen feinen Musikevents, ob Jazz, Pop oder Folk, tätig ist. Zudem hat er viele Jahre mit meiner (M)ein-Mann-Band gerockt und sorgt bei dieser Show dafür, dass auch das passende Technik-Equipment am Start ist.

Und mein very special Guest: Martin Grieben!Besser bekannt als (M)ein-Mann-Band! Endlich nach 10 Jahren kann er darüber sprechen, was er sonst noch macht. Und das ist nicht wenig. Vor allem stellt er uns seinen momentanes Herzensprojekt vor. Das Musikalische, meine ich. 

Frau von Spangenberg kommt sicherlich auch, sollte sie sich nicht entschieden haben für ewig auf Sylt zu bleiben.

Holt Euch Karten, denn das wird ganz wunderbar. MELLI REDET MIT - ein Abend mit Gästen.
live und geschminkt aus dem Kunstverein Familie Montez 
Honsellstr. 7, 60314 Frankfurt am Main
Tickets:  https://www.eventim-light.com/de/a/5f1955419028772462ccccfe/e/69c5347fe4b6884098fc1ef6
Abendkasse ab 19h: 22,- €, Schüler*innen, Student*innen, Auszubildende: 10,-
Bis zum 5.9. 2026 bekommt ihr noch Early-Bird-Tickets zum ermäßigten Preis!! "
Foto: Salar Baygan 

Samstag, 26. September: Medlz: Die 90er - a cappella

(Uwe)

Die MEDLZ finden, die 90er waren musikalisch so vielfältig, wie kaum ein anderes Jahrzehnt. Während die einen zu „The Prodigy“ gefeiert haben, himmelten die anderen die Backstreet Boys an, wieder andere hörten STING, die Guano Apes, Alanis Morisette, Phil Collins oder Michael Jackson rauf und runter. Deutsche Songs wie „JEIN“ oder „Du trägst keine Liebe in dir“ stürmten die Charts – und kann heute fast jede*r noch lauthals mitsingen! Die Liste der Emotionen, Musikrichtungen und Songs ist lang. Umso kurzweiliger wird dieser Konzertabend, an dem für jeden Geschmack etwas dabei ist. Denn wer die MEDLZ schon einmal erlebt hat, weiß, dass ihnen die Nähe zum Publikum das Wichtigste ist.

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn 20.00 Uhr
Foto: Chris Gonz

Sonntag, 27. September: LUCAS für Familien

(Andrea) 

Ich bin großer LUCAS-Fan, kann mir wer ein Kind leihen? Meines ist leider schon zu groß. "Die Eröffnung des 49. LUCAS-Filmfestivals am Donnerstag, 24. September, gibt den Startschuss für acht prall gefüllte Festivaltage: Bis zum 1. Oktober präsentiert Deutschlands ältestes Filmfestival für junges Publikum preisverdächtiges Filmschaffen für alle von drei Jahren bis 18plus in den sechs Festivalkinos in Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden und erstmals in Bad Homburg. Ein Highlight der Festivalwoche ist »LUCAS für Familien« am Festivalsonntag, 27. September: Von 10 bis 17 Uhr können Kinder in zahlreichen Workshops und Mitmachaktionen unter dem Label »Und ... Action!« Kinder ein, in unterschiedliche Filmberufe zu schnuppern – von Regieassistenz, Spezialeffekten, Stuntkoordination, Animation, Sound Design bis hin zu Tanz. Die jungen Teilnehmenden experimentieren gemeinsam mit erwachsenen Filmprofis, stellen Fragen und erleben so ganz nah, wie die einzelnen Gewerke arbeiten. Die Workshops richten sich an verschiedene Altersgruppen ab vier Jahren, eine Anmeldung ist am Sonntagmorgen vor Ort möglich.
Aufgrund der hohen Nachfragen empfehlen wir, Tickets für die Vorstellungen von »LUCAS für Familien« über die Festivalwebseite zu reservieren."

DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Schaumainkai 41 

Bis Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Sonntag 27. Spetember: Kleine Wölfe im Mal Seh'n

(Daniela)

Vor 17 Jahren lernte der Filmemacher Justin Peach den elfjährigen Sonu auf den Straßen von Kathmandu kennen. Aus dieser Begegnung entstand der preisgekrönte Dokumentarfilm „Kleine Wölfe“.

10 Jahre später kehrten er und seine Frau Lisa Engelbach nach Nepal zurück und fanden Sonu wieder – gezeichnet von Drogensucht, aber mit dem festen Willen, sein Leben für seine kleine Tochter Sona zu verändern. Aus dieser Geschichte
entstand der zweite Dokumentarfilm „street line“.

Während der Dreharbeiten gaben die Filmemacher Sonu ein Versprechen: Wenn er es schafft, sein Leben nachhaltig zu verändern, werden Sie ihn nach Deutschland einladen, damit er seine Geschichte selbst erzählen kann.
Heute – nach sechs Jahren ohne Drogen – wird dieses Versprechen eingelöst. Im Rahmen der „Kleine Wölfe KinoTour 2026“, die durch den Kultursommer Rheinland-Pfalz 2026 gefördert wird, reisen Sonu, seine Tochter Sona sowie
zwei weitere Protagonistinnen der Filme erstmals nach Deutschland.

Gemeinsam mit den Filmemachern besuchen sie Kinos und Schulen in Rheinland-Pfalz und kommen nach den Filmvorführungen mit dem Publikum ins Gespräch. Die KinoTour verbindet Kultur, politische Bildung und
Präventionsarbeit. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Kinderrechte, Armut, Bildung, Drogen- und Gewaltprävention sowie die Kraft eines Neuanfangs. Die persönlichen Begegnungen machen die bewegenden Lebensgeschichten der
Protagonist unmittelbar erfahrbar und schaffen Raum für Austausch, Empathie und Hoffnung.

Öffentliche Filmvorführung von „Kleine Wölfe“ und „Nikolai“ von Vita Spieß mit anschließendem Gespräch
im Rahmen der hessischen LETsDOK Reihe.
13:30 Uhr im Mal Seh'n
Mehr Infos auf : kleinewölfe.de

Sonntag, 27. September: 2. Arkadenkonzert

(Martin)

„Bass, Basso, Bassoon“

Viele kennen die Kirche St. Leonhard als Baustelle – das ist jetzt vorbei! Die Restaurierung von St. Leonhard ist abgeschlossen und eine der Hauptsehenswürdigkeiten des mittelalterlichen Frankfurts ist wieder zugänglich.

Die Reihe ‚Arkadenkonzerte‘ ist zauberhaft – und heute stehen Fagotte und die Orgel im Mittelpunkt: Musik für zwei Fagotte und Orgelbegleitung von Georg Philip Telemann, Antonio Vivaldi und Johann Baptist Vanhal.
Mit: Henrike Kirsch und Jeremias Weith, Fagott und Torsten Mann, Orgel

Kirche St. Leonhard, Am Leonhardstor 25 um 17.00 Uhr
Foto: © Dommuseum

Sonntag, 27. September: Eleanna Pitsikaki

(Uwe)

Als vielseitige Künstlerin bewegt sich Pitsikaki souverän zwischen Konzertbühne, Forschung und Lehre. Ihre Arbeit ist geprägt von einem tiefen Interesse an kulturellem Dialog und künstlerischer Transformation. In ihren Projekten entstehen lebendige Klangräume, in denen sich unterschiedliche musikalische Systeme – etwa Makam, Jazzharmonik und freie Improvisation – gleichberechtigt begegnen.

Brotfabik, F, Bachmannstr. 2-4 / Beginn 20:00 Uhr
Foto: Brotfabik, Homepage
 

Montag, 28. September: Meike Winnemuth: Eine Seite noch

(Uwe)

Lesung - Eine Veranstaltung im Rahmen von Leseland Hessen. Bestsellerautorin Meike Winnemuth ist zurück und widmet sich nach Weltreise und Garten einer weiteren Passion: dem Lesen. Von Seneca über Tolstoi zu Virginia Woolf und Sally Rooney, von der Bibel bis Fourth Wing liest sie einen Sommer lang alles, was ihr in die Finger kommt. Erfreut sich an Selbstversuchen, trifft andere Leseverrückte, unternimmt Ausflüge in die weite Welt der Literatur. Und findet dabei, was sie nicht gesucht hat, erkennt: Lesen macht das Leben eine Nummer größer. Es schenkt Verbundenheit über alle Grenzen hinweg. Und doch lesen zwei Menschen nie dasselbe Buch.

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn 19:30 Uhr
Foto: Felix Amsel

Montag, 28. September: My Ugly Clementine

(Uwe)

Im Rolling Stone heisst es über die Band aus Wien: „Konsequenter Post-Punk mit Liebe zur Popmelodie.“ Wieviel Fun, Sweetness, Fragilität und Harmonie kann in einer Musik stecken, die so räudig, kratzig und laut ist? beherbergt die Verletzlichkeit und Schlagkraft von Sophie Lindinger, Mira Lu Kovacs und Nastasja Ronck. Seit ihrer Gründung ist viel passiert: Die Verleihung des Impala Album of The Year Award, den viele große Bands und Künstler*innen wie Adele oder Rosalía am Anfang ihrer Karriere erhalten haben. Viele Konzerte auf internationalen Festivals, X Nominierungen … und nun das dritte Album: Apply Autonomy.

Brotfabik, F, Bachmannstr. 2-4 / Beginn 20:00 Uhr
Foto: Mala Kolumna

Montag, 28. September: Niemals

(Uwe)

NIEMALS – als aufstrebende deutsche Indiepop Band gehen die vier Jungs aus Kiel auch 2026 wieder auf Tour. Fans erwartet ein Abend voller Spaß und Emotionen. Die perfekte Kombination aus tanzen, mitsingen & fühlen.

Ponyhof / F., Klappergasse / Einlass: 19 Uhr
Foto: Homepage Ponyhof

Dienstag, 29. September: Dirk Bernemann: Gromzell. Ein Heimatroman

(Uwe)

Das ist unbedingt etwas für mich! Als die älteste Bewohnerin des kleinen Ortes Gromzell mit 108 Jahren verstirbt, ist die Dorfgemeinschaft schwer erschüttert. Der Tod hat sich Marie geholt, die ihm doch so lange von der Schippe gesprungen war. Die Trauernden hoffen auf Trost bei Gott, doch als der Tod weiter um sich greift, ist guter Rat teuer. Zwischen Weihrauch und Aberglaube sucht die Gemeinde einen Schuldigen für das Sterben, das nicht aufhören will. Ein grotesker Heimatroman von Dirk Bernemann, der von menschlichen Abgründen erzählt. Musikalisch passend begleitet wird der Autor an diesem Abend vom Jodlklub: Johanna Milz, Elisabeth Gabriel und Liese Lyon. Diedrei Theaterfrauen mit österreichischen Wurzeln werden uns mit österreichischen Volksliedern und Jodlern beglücken.

Romanfabrik / F, Hanauer Landstr. / Beginn: 19:30 Uhr
Foto: Verlag

Mittwoch 30. September: Avenida im Spanish Design Pavilion

(Daniela)

Sounds from Spain im Spanish Design Pavilion

Am 30. September stehen mit Avenida fünf junge Musiker auf unserer Bühne, die sich in einem Madrider Wohnheim kennenlernten und anfingen, ihre Lieblingssongs zu covern. Bald gingen sie viral – mit eigenen Stücken.

Datum: Mittwoch, 30. September 2026, 19:30 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr)
Wo: Instituto Cervantes (Amerika Haus), Staufenstr. 1, 60323 Frankfurt am Main
Ticket: 10 Euro / ermäßigt: 5 €
Vorverkauf:https://spanish-design-pavilion.ditix.shop/event/3mfdbyw8nfaz6yc4
Hinweis: Bei schlechtem Wetter findet das Konzert im Saal des Instituto Cervantes statt.
Veranstalter: ICEX, Sounds from Spain, World Design Capital & Instituto Cervantes.

Mittwoch, 30. September: Lunchkonzert

(Uwe)

Genießt ein Mittagessen, trinkt einen Drink an der Bar und erlebt Mitglieder des Ensemble Modern in einem Mini-Konzert von 30 Minuten live. Es spielen Sava Stoianov (Trompete) und David Haller (Schlagwerk) Werke von Giacinto Scelsi (Quattro pezzi für Trompete, 1956), Giovanni Bassano (Ricercar No. 4 von 8 Ricercari), Martin Matalon (Short Stories - Ausschnitte, 2005) und eigene Improvisationen. Dazu werden jahreszeitentypisch vom Pastel zwei verschiedene Lunchgerichte nach Wahl und ein Dessert serviert. Schau auf der Seite der Romanfabrik was angeboten wird. 

Romanfabrik, F, Hanauer Landstr. / 12.00 Uhr: Einlass und Lunch / 12.30 Uhr: Konzert
Foto von Sava Stoianov: Wonge Bergmann

Mittwoch, 30. September: Simon & Jan: Heiße Luft

(Uwe)

Der Vorhang geht auf und wie Phönix aus der Asche steigen Simon & Jan auf die Bretter der Republik, um mit ihrem neuen Programm die Welt aus den Angeln zu heben! Das derzeit wohl höchstdekorierte Liedermacherduo Deutschlands gibt sich dabei bescheiden wie eh und je. Von zerbrechlichen, zärtlichen Nummern – getragen von zwei Gitarren und zwei Stimmen – über raffinierte Loop Arrangements bis hin zu orchestralen Kampfansagen ist alles dabei. 

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn 20.00 Uhr
Foto: Thorsten Silz

Donnerstag, 1. Oktober: Wissenschaft im Rampenlicht

(Uwe)

Dr. Cordelia Schott: Rezeptfrei - Was Ärzte keinem sagen

Dr. Cordelia Schott, Fachärztin für Orthopädie und Gastgeberin des erfolgreichen Podcasts „Gesundheit kannst du lernen“, glänzt auch auf der Bühne mit geballtem Wissen und Fachkompetenz. Im Rahmen ihres Programms „Rezeptfrei – Was Ärzte keinem sagen“ teilt sie unterhaltsam wie informativ ihr umfangreiches medizinisches Wissen und gibt Einblicke in die Welt der Gesundheit und Medizin. Verständlich und mit viel Freude vermittelt sie komplexe medizinische Zusammenhänge und kombiniert fundiertes Wissen mit praktischen Tipps, die leicht in den Alltag integriert werden können, um ein bewussteres und gesünderes Leben zu fördern. Das Programm richtet sich an alle, die sich für Gesundheit interessieren, unabhängig von Vorkenntnissen. 

Centralstation / DA, Im Carree / Beginn 20 Uhr
Foto: Dr. Cordula Schott

Donnerstag, 1. Oktober: OF/ Staatsschutz

(Andrea)

Dank einer Einladung der Lichter Filmfestspiele hatte ich schon eine Gelegenheit, den Film “Staatschutz” zu sehen und fand ihn derart gut, dass ich darüber nachdenke, ihn mir nochmal anzuschauen. Ansonsten hier eine echte Empfehlung, unbedingt sehenswert, anschauen! "Als die frisch examinierte Staatsanwältin Seyo Kim (Chen Emilie Yan) ihre erste Stelle antritt, ahnt sie nicht, welchen maroden Strukturen sie schon bald die Stirn bieten muss. Sie überlebt nur knapp einen rassistischen Brandanschlag und entscheidet sich, in diesem Fall selbst zu ermitteln. Doch statt auf Aufklärung stößt sie in den „eigenen Reihen“ auf eine Mauer des Schweigens: Oberstaatsanwalt Forch (Arnd Klawitter) bagatellisiert die Tat. Gegen die ausdrückliche Weisung und erbitterten Widerstand der eigenen Behörde nimmt Seyo den Kampf gegen den scheinbar übermächtigen Justizapparat auf. In einem Klima des Misstrauens findet sie in Anwältin Alexandra Tiedemann (Julia Jentsch) und ihrer Freundin Ayten Alican (Alev Irmak), einer Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft, zwei Verbündete. Unter ständiger Bedrohung kämpft Seyo mit ihnen für die Integrität des Rechts – mit allen Mitteln und nicht nur vor Gericht.>> Trailer zum Film, >> Karten bitte HIER kaufen, Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH; Offenbach, nicht barrierefrei

Donnerstag, 01. Oktober: Juse Ju

(Uwe)

Nach dem lockeren, von Battlerap und Humor geprägten Top-10-Album „BAWRS“ mit Fatoni und Edgar Wasser im letzten Jahr besinnt sich Juse wieder auf das, was ihn zu einer der wichtigsten Stimmen der alternativen deutschsprachigen Rapmusik der letzten zehn Jahre gemacht hat: Nostalgische, autobiografische Zeitreisen Hand in Hand mit politisch konkreten, bissigen, teils auch satirischen Gegenwartsbetrachtungen. Aber was sich liest wie das Rezept eines politischen Liedermachers, bleibt bei Juse Ju musikalisch subbass-tief im Hip-Hop verankert. 

Brotfabrik / F., Dahlmannstr. 2 / Einlass: 19:00 Uhr / Beginn: 20:00 Uhr
Foto: Robert-Winter

Donnerstag, 01. bis Sonntag, 04. Oktober: F.I.M. Festival ´26

(Uwe)

Das Forum Improvisierter Musik präsentiert in seinem diesjährigen 4-tägigen internationalen Festival Musiker*innen der nationalen und internationalen Improvisationsszene. Im Festivalprogramm werden verschiedene Ausprägungen improvisierter und experimenteller Musik vorgestellt. Workshops, Film, Interaktion mit Tanz erweitern die Breite des Festivalprogramms. Das Instrument des diesjährigen Festivals ist die „Trompete“, vorgestellt in verschiedenen Solo Improvisationen. Es interagieren international etablierte Größen mit jungen Protagonisten des Genres, elektronisches trifft akustisches, von Noise bis Neuer Improvisationsmusik, präsentiert auf etablierten Konzertbühnen oder auch in Kirchenräumen.

Das gesamte Programm des F.I.M Festival ’26 mit Acts, Zeiten und Veranstaltungsorten ist hier zu finden.

Freitag, 2. Oktober: Everlong - a Foo Fighters Tribute

(Andrea)

"This is A Call an alle Rockfans, für die Songs, wie The Pretender, Monkey Wrench und My Hero ein absoluter Begriff sind. An Euch, die immer Bock auf ein Live-Event ganz im Sinne der FOO FIGHTERS haben. Wir sind Aschaffenburgs erster und einziger Tribute der Band, EVERLONG - A FOO FIGHTERS TRIBUTE, aus den 606 Studios Northridge L.A. Unser erklärtes Ziel ist es, den Fans und allen, die Verlangen nach echtem Rock haben, ein unvergessliches Event zu schaffen. Genau so, wie man es von Dave, Chris, Nate, Pat und Josh/Taylor gewohnt ist.
Wer glaubt, dass bei uns Learn To Fly, Bridge Burning, Times Like These und I´ll Stick Around nur Floskeln sind, den überzeugen wir live. Mit All My Life wollen wir the Best Of You!"

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Samstag 03. Oktober: Dialogführung: Geldgeschichte global – mal anders erzählt

(Daniela)

Dialog-Führung durch die Ausstellung „Die Welt im Geld. Globale Ereignisse im Spiegel Frankfurter Finanzobjekte“ mit Kuratorin Christina Bach und Daniela Cappelluti

Was hat eine kleine unscheinbare Münze mit Weltgeschichte zu tun? Die Teuerungsmedaille von 1817 erinnert daran, wie der Ausbruch des Vulkans Tambora die Welt veränderte: die Asche verdunkelte die Nordhalbkugel, der Sommer fiel aus, Ernten verdarben und Weizen wurde teurer. Mary Shelley verbrachte die regnerischen Tage im Haus und schrieb Frankenstein, und die von den Aschepartikeln rötlich gefärbten Sonnenuntergänge inspirierten die Kunst der Romantik. 

Wie eng Geld- und Weltgeschichte miteinander verwoben sind, zeigen viele Exponate in der aktuellen Ausstellung „Die Welt im Geld. Globale Ereignisse im Spiegel Frankfurter Finanzobjekte“ im Historischen Museum. Münzen, Aktien, Banknoten und Kreditkarten, Verträge und Alltagsgegenstände erzählen von den ältesten Zahlungsmitteln, von alten und neuen Handelswegen und von der Rolle Frankfurts bei der Globalisierung des Geldes – und wie das alles die Welt gestaltet und verändert hat. Christina Bach, Kuratorin der Ausstellung, nimmt die Besucher*innen mit auf einen Rundgang.

Samstag, 3. Oktober 2026, 11.30 Uhr
im Historischen Museum Frankfurt 
https://historisches-museum-frankfurt.de/de/ausstellungen/welt-im-geld
Kiautschou, Germania-Schein, 1907 © Sammlung Deutsche Bundesbank

Samstag, 03. Oktober: Sarah Stefanski

(Uwe)

Ehrlicher Deutsch-Pop, persönliche Geschichten und Songs, die mitten aus dem Leben kommen: Sarah Stefanski bringt ihre „Leben Lieben“-Tour in den Ponyhof. In ihren Songs erzählt die Sängerin von Liebe und Trennung, Freundschaft, Familie, Neuanfängen und den Momenten, in denen das Leben nicht immer nach Plan läuft. Dabei trifft emotionaler Deutsch-Pop auf energiegeladene Live-Momente, eingängige Melodien und Texte, in denen sich viele wiederfinden können. 

Ponyhof / F., Klappergasse / Einlass: 18:30 Uhr
Foto: Homepage Ponyhof

Montag, 5. Oktober: And also the trees

(Andrea)

And Also the Trees sind eine britische Post-Punk-Band aus England. Anfang der 1980er Jahre machten sie erstmals im Umfeld von The Cure auf sich aufmerksam. In den folgenden Jahrzehnten gewannen sie vor allem auf dem europäischen Kontinent viele Fans, sie waren aber auch in den USA und Japan erfolgreich. And also the trees (AATT) bildeten sich während der ursprünglichen Post-Punk-Ära im ländlichen Worcestershire (1979, da war ich 10), einer Umgebung, die eine ständige Inspiration für eine Gruppe darstellt, deren Musik oft sowohl die dunklen Seiten als auch die Schönheit der britischen Landschaft erkundet hat. Sie sind bekannt für ihre fesselnden Live-Auftritte, einen einzigartigen Stil der mandolinenartigen E-Gitarre, stimmungsvolle Texte und dunkle Jazz-Rhythmen – ganz zu schweigen von einer kreativen Unabhängigkeit, die seit über vier Jahrzehnten unerschütterlich bewahrt wird. Sie haben sechzehn Studioalben veröffentlicht. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Montag, 5. Oktober: Christiane Rösinger

(Uwe)

The Joy of Ageing - Christiane Rösinger ist Musikerin (Vielen gilt sie als «die bedeutendste lebende Songschreiberin Deutschlands» (Frankfurter Rundschau)), Kreuzbergerin und Großmutter. Von ihr aus könnte das immer so weitergehen, wären da nicht das Älterwerden und die Geldsorgen. Das Altern lässt sich nicht aufhalten, aber um ein bisschen was zu verdienen, beschließt Christiane, einen Altersratgeber zu schreiben. Ohne Illusionen, dafür mit Power. Ein energischer Aufruf, sich nicht länger gefallen zu lassen, wie die Gesellschaft mit Frauen umgeht, die nicht mehr jung sind.? Am Montag, dem 5. Oktober, liest Christiane Rösinger im Rahmen von Leseland Hessen aus diesem Buch, das kein Ratgeber ist, sondern ein bissig komisches Werk voller Erinnerungen, Gedanken und Geschichten, das am Ende einen ernsthaften Rat bereithält: weniger klagen, mehr leben. Denn alt sein heißt frei sein.

Centralstation / DA, Im Carree / Beginn 19 Uhr
Foto: Dorothea Tuch

Dienstag, 06. Oktober: Thee Sinseers

(Uwe)

Auf ihren Konzerten zeigen The Sinseers, wie sich Nostalgie und neue Ideen im Soul elegant verbinden lassen. Die von Multi-Instrumentalist, Produzent und Sänger Joseph Quiñones geleitete Soul-Band aus East Los Angeles umfasst eine volle Bläsersektion sowie eine kompakte Rhythmusgruppe, die ihrem Publikum ordentlich Dampf machen! Dabei verbinden die Songs der Sinseers klassische Soul-Elemente mit modernen Einflüssen. 

Centralstation / DA, Im Carree / Beginn 20 Uhr
Foto: Homepage Centralstation

Dienstag, 6. September: Sun´s sons

(Andrea)

Es ist schon eine ziemlich lange Weile her, dass ich eine alte Bekannte aus Mühlheim im Rewe auf der Berger Straße wiedertraf. Wir sprachen über dies und das und natürlich auch die Kinder. Sie erzählte, das ihr Sohn in einer Band spielt und das war das erste Mal, dass ich von “Sun´s Sons” hörte. Es dauerte nicht lange und der Name begegnete mir immer öfter - die vier Frankfurter hatten sich aufgemacht, die Welt zu erobern und sind damit ziemlich erfolgreich. Sie werden heiß gehandelt und wenn sie heute im Nachtleben spielen, dürfte das eine ziemliche Party werden. Ich habe sie noch nict live gesehen und gehe heute hin. Supported werden sie von Mira Zounogo. Offiziell liest sich dann so: “Die Sonnensöhne schwanken zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit und sprechen damit einer Generation an jungen Menschen aus der Seele, denen täglich der Boden unter den Füßen weggezogen wird und die gelernt haben, sich aneinander festzuhalten.  Gegründet 2019 und pandemiebedingt so richtig erst seit 2021 aktiv, hat die Band aus Frankfurt am Main mit ihrem einzigartigen Spagat zwischen tanzbarem Indie-Pop und intimen Balladen in kurzer Zeit auf sich aufmerksam machen können. Ihre ausdrucksstarken Songs mit politischen Texten erhielten Radioplays in Deutschland im vierstelligen Bereich und knapp 100 Plays beim renommierten US-Sender KCRW.   In kompletter Eigenregie haben sun’s sons die beiden EPs “Clean Slate” (2022), „You & My Mind” (2021), sowie ihr Debüt-Album „An Odyssey“ (2023) veröffentlicht und so ihren internationalen Sound etabliert. 2024 folgte eine nachhaltige Europa-Tournee mit Shows in Frankreich, Belgien, Niederlanden und Luxemburg und drei weitere Touren als Support für die UK-Bands Cardinal Black, Ferris & Sylvester oder Walt Disco.” Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei


 

Mittwoch, 7. Oktober: „lost in K“

(Uwe)

Katharina Bach & Jens Düppe: „lost in K“ … eine musikalisch- performative Antwort auf die Frage: "Who the fuck am I? Wer bin ich eigentlich?"

Die Schauspielerin Katharina Bach reißt das Publikum mit ihrer eigenen intensiven Sprach- und Gesangsperformance mit in einen schwindelerregenden Kosmos aus Sehnsucht, Liebeswucht, radikaler Zärtlichkeit und vor Lachen regnenden Augen. Mit ihrer sonoren Stimme, ihrer sich im Loop entfaltenden Gitarre und Trompete, bettet sie sich in die Worte von Nick Cave, Joseph Murphy, Katharina Bach. Zu dieser "Mixed Kitchen of poems & lyrics“ teilt sich der Jazzmusiker Jens Düppe auf eine verrückt-beeindruckende Art in zwei und bedient gleichzeitig Schlagzeug, Klavier und Elektronik.

Romanfabrik, F, Hanauer Landstr. / Beginn: 19:30 Uhr 
Foto: Bach & Düppe privat

Mittwoch, 7. Oktober: Tristan Brusch

(Uwe)

Toller Sänger! Nach einem nahezu restlos ausverkauften ersten Teil der "Am Anfang“-Tour kommt Tristan Brusch zurück für eine Zugabe – weil es sich richtig anfühlt. Und weil so viele noch dabei sein wollen. Tristan allein. Mit Gitarre. Mit genau dem, was zählt: Stimme, Saiten und Songs, die direkt treffen, leise und groß zugleich. Dem Darmstädter Publikum stellt sich "Deutschlands bester Chansonnier“ (Die ZEIT) vor – auf dass er allen in Erinnerung bleiben möge!

Centralstation / DA, Im Carree / Beginn 20 Uhr
Foto: Tim Cavadini

Freitag, 9. Oktober Fifty/Fifty: Die Party für Best Ager

(Uwe)

Fifty/Fifty nennt sich die Party-Reihe für Best Ager in der Centralstation, bei der wechselnde DJs zum Tanzen in den Saal einladen: entspannt, locker und ganz unter gleichgesinnten Feierlustigen. Im Oktober bei Fifty/Fifty am Mischpult: Marc aka die Unicorn Crew! Denn eines ist klar: Früher war nichts besser, außer die Musik. Daher spielt er an diesem Abend gar nicht so vergessene Hits, One-Hit-Wonders und Obskures aus den Genres #80erdance, #90erdance, #italodisco, #funkydisco, #dark80s - getreu dem Motto "forever young". 

Centralstation / DA, Im Carree / Beginn 20.30 Uhr
Foto: Homepage Centralstation

Dienstag, 13. Oktober: 1000mods

(Uwe)

Psychedelic-Stoner-Rock: Bei 1000mods treffen donnernde Riffs auf rohe Energie. Mit ihrem aktuellen Album „Cheat Death“ (2024) bringt die griechische Heavy-Rock-Institution ihr bislang härtestes Werk auf die Bühne – kompromisslos, intensiv und voller Druck. Ihre Musik verbindet klassische 70er-Jahre-Rocktraditionen mit modernem Metal- und Punk-Drive – direkt, ehrlich und ohne Firlefanz. Ob bei großen Festivals wie Hellfest oder nah und persönlich in verschwitzter Clubatmosphäre:.

Centralstation / DA, Im Carree / Beginn 20 Uhr
Foto: Homepage Centralstation

13. bis 17. Oktober: Deutsches Jazzfestival: Von hier aus gesehen

(Daniela)

In Zeiten, in denen man sich angesichts des politischen Weltgeschehens ungläubig die Augen reibt, dankbar im noch einigermaßen vernünftig erscheinenden Europa zu leben, bietet sich ein Blick auf die Jazzlandschaft des Kontinents an. Erleben Sie an fünf Abenden ab 13. Oktober im hr-Sendesaal und bei der Clubnacht in Rhein-Main arrivierte und aufstrebende Interpretinnen und Interpreten!

Dass  ein  Festival wie  das  Frankfurter nur  Ausschnitte zeigen kann,  versteht  sich  von  selbst, ebenso  dass  das  Mutterland  des  Jazz  dabei  nicht  ausgeschlossen  werden soll.  Es  ist  mit  Myra  Melford’s  Fire  and  Water  Quintet,  der  Vibrafonistin  Sasha  Berliner  oder  der  in  den  USA  lebenden  malaysischen Bassistin  Linda  May  Han  Oh  gut  vertreten. Mit  von  der  Partie  in  Melfords  Band:  die  in  Brooklyn  ansässige deutsche  Saxofonistin  Ingrid Laubrock.   

In  der  Welt  des  Jazz  werden  Grenzen seit  jeher  am  liebsten  überschritten,  wie  man  auch  an  den  Musiker*innen  erkennt, die  in  Europa eine  Heimat  gefunden haben  und  ihre  Perspektiven  einbringen. Die  fruchtbaren  Resultate europäischer  Weltoffenheit  führt  beispielhaft  die  Band  von  Andrés  Coll  vor  Augen, in  der  sich  Musiker  aus  Marokko,  Spanien und  Polen  begegnen und  gegenseitig  inspirieren. 

Wie unterschiedlich die Auseinandersetzung europäischer Musiker*innen mit außereuropäischen Kulturen ausfallen kann, sieht man an Louis Sclavis und Naïssam Jalal, die als Gast zur österreichischen Formation Shake Stew dazukommt. Während Sclavis sich von Reiseimpressionen zu einer imaginären Folklore inspirieren lässt, hat Jalal sich intensiv mit indischer Musik beschäftigt.

Dabei  gehört  Sclavis  zu  denen,  die  aus  Jazztradition  und  einer  schwer  zu  beschreibenden  europäischen  Sensibilität  einen  eigenen  Sound  geformt  haben,  genau  wie  Christof  Lauer  oder  Émile  Parisien und natürlich  Norma  Winstone,  die  den  europäischen  Jazzgesang  stärker  geprägt  hat  als  irgendwer  sonst.  Auch  das  Schaffen  von  Nicolai  Thärichen  und  Ali  Neander  lässt  sich  in  der  Spannung  zwischen grenzüberschreitenden  Inspirationen,  europäisch  geprägter  Perspektive  und  eigenständiger  Kreativität  verorten.  

Wie  neben  diesen mehr  oder  weniger alten  Größen  eine  junge  Generation des  europäischen  Jazz  ihren  eigenen Weg  sucht,  wird  auf  diesem Festival  an  Andrés Coll,  Darius  Blair, Finn  Heine,  Elliot Galvin  und  Emma  Rawicz  sichtbar. Sie  und  Ali  Neander  sind  dieses  Jahr  die  Gäste  der  hr-Bigband. 

https://www.hr2.de/veranstaltungen/jazzfestival/deutsches-jazzfestival-von-hier-aus-gesehen---das-komplette-programm-v38,djf26_artikel_komplettes_programm-100.html

Mittwoch, 14. Oktober: Alex Solman & Gereon Klug: Staying Alive

(Uwe)

Unsterbliche Idole unserer Zeit. Zeichnungen und Worte. Es ging los mit David Bowie und Prince, dann kamen Aretha Franklin und Karl Lagerfeld, zuletzt Tina Turner und David Lynch: Bedeutende Menschen, die uns ein Leben lang begleitet haben, starben plötzlich. Der Hamburger Zeichner Alex Solman widmet diesen Persönlichkeiten aus Kunst, Musik und Wissenschaft einzigartige Illustrationen. Mal zeichnet er die Verstorbenen mit geraden Linien und trockenem Humor. Mal mit psychedelischen Pinselstrichen und ernsthafter Trauer. ›Staying Alive‹ präsentiert 210 Porträts der größten Menschen unserer Zeit, 80 davon um pointierte Kurztexte ergänzt. Sie zeigen Menschen, die so Großes geleistet haben, dass sie sich in unser kulturelles Gedächtnis eingebrannt haben; dass sie Teil unserer eigenen Geschichte geworden sind. Ein Buch, das keine Hommage an die Verstorbenen sein will, sondern ein Geschenk für die Überlebenden. Und ein Angebot, das Werk der größten Idole unserer Epoche neu zu erforschen oder überhaupt erst zu entdecken.

Centralstation / DA, Im Carree / Einlass: 19 Uhr 
Foto: 

Donnerstag, 15. Oktober 2026: Weimarer Kabarett: Goethe Zeiten, schlechte Zeiten

(Uwe)

Die zwei Wortakrobaten Liebermann und Gelloz verknoten sich die Zungen und strapazieren die Lachmuskeln: Weimar mit Witz, Kabarett mit Klassik, Goethe mit Gags. Scheinwerfer an – oder um es mit Goethe zu sagen: „Mehr Licht“! In einem bunten, musikalischen und urkomischen Abend gehen sie dem Geheimrat Goethe auf die Spur. Und wagen den Vergleich seiner Epoche mit heute. Ganz klar: Früher war alles besser. Damals war heute noch morgen und gestern heute - heute unvorstellbar! Das Weimarer Kabarett stellt die wichtigen Fragen: Wer ist der moderne Goethe? Warum stieß der Geheimrat bei Beethoven auf taube Ohren? Was würde den Dichterfürsten heute mehr beeindrucken - die Künstliche Intelligenz der Maschinen oder die natürliche Blödheit der Mitmenschen?

Centralstation / DA, Im Carree / Beginn 20 Uhr
Foto: Hagen Wolf

Donnerstag, 15. Oktober: Lauf für mehr Licht

(Andrea)

Heute geht es um ein Thema, über das niemand gerne spricht. Es geht um Tabus, Traumatas, Scham und Schuldgefühle. Denn wenn Kinder vor den Eltern sterben, ist das schrecklich. Auch wenn sie kaum gelebt haben, wenn die Freude über die Schwangerschaft, die Geburt und all die Liebe und das Glück zerbrechen. Die Belastung ist enorm und das Verständnis der Umgebung vermutlich gering. Tausend Fragen und keine Antworten. Überfordert sind alle, aber einen Raum für Trauer gab es kaum. Stelle ich mir vor. Neulich habe ich Jessica wiedergesehen und sie erzählte, dass sie inzwischen bei https://www.unsere-sternenkinder-hessen.de/ arbeitet. Ich finde das zutiefst beeindruckend. Und weil es sicher noch andere Menschen gibt, die den Verein noch nicht kennen, findet der heutige Spaziergang hier einen Platz: "Gemeinsam mit vielen Menschen aus Hessen gehen wir den Weg für mehr Sichtbarkeit und Verbundenheit. Der Lauf für mehr Licht findet am 15. Oktober, dem weltweiten Gedenktag für Sternenkinder, statt. Der rund 4 km lange Spaziergang führt vom Frankfurter Römer zum Hauptfriedhof. Willkommen sind alle, die mitgehen, unterstützen oder ihre Verbundenheit zeigen möchten. Die Teilnahme ist kostenlos, barrierefrei und ohne Anmeldung möglich. Wir gehen gemeinsam. 

Treffpunkt: Römer Frankfurt am Main, 15.30 Uhr 

Freitag 16. Oktober: Vintage Soundsystem # 31 Der Atem des Akkordeons mit Vassily Dück

(Daniela)

Ich bin ein großer Fan von Vassily Dück. Ich versuche heute Abend dabei zu sein 

Das Spiel des Akkordeons hat sich über die Jahrhunderte quer über alle Kontinente und durch die unterschiedlichsten Kulturen als eigene Kunstform entwickelt: Der Exportschlager aus Deutschland (egal ob aus Trossingen oder Klingenthal) ist aktuell das Instrument des Jahres: Ein guter Grund einen echten Meister des „Piano des kleinen Mannes“ einzuladen uns in Wort und Klang in all seiner Vielfalt erleben zu lasen.

Detlef Kinsler, ein regelmäßiger Gast des Vintage Soundsystems stellt ihn so vor: 
Vassily Dück hat sich mit Leib und Seele seinem Handzuginstrument verschrieben. „Ich möchte das Akkordeon als eines der vielseitigsten Musikinstrumenten überhaupt präsentieren“, sagt der in Sibirien geboren Musiker. Er wird das solo, ganz ohne Begleiter tun. Mit großer Freude wird Dück daran gehen, mit den Klischees zu brechen, mit denen er sich immer wieder konfrontiert sieht. Den Balg einfach nur mit Volksmusik zu assoziieren, ist viel zu eindimensional. „Auf der einen Seite gibt es viel traditionelle Musik für das Akkordeon, die wunderschön ist, aber das Instrument bietet andererseits so viele Möglichkeiten, mit ihm auch Anderes und viel Neues zu entdecken und auszuprobieren“.

Vintage Soundsystem # 31
Der Atem des Akkordeons mit Vassily Dück
Freitag 16.10.2026, ab 19 Uhr
Pastel, Lindleystr. 15, barrierefrei, Frankfurt Eintritt frei. Reservierungslink: https://luma.com/h5guew9x

Samstag 24. Oktober: Stadtführungen mit Stadtforscherin Tülây Güneș im Rahmen der Sonderausstellung „Höchst erzählt!

(Daniela)

Als ich das angehängte Foto sah dachte ich sofort: Da muss ich mitmachen, denn in dem abgebildeten italienischen “Kiosk/Imbiss” im Höchster Bahnhof gibt es die besten Arancini, die ich je außerhalb Italiens gegessen habe.

Stadtführungen mit Stadtforscherin Tülây Güneș im Rahmen der Sonderausstellung „Höchst erzählt! Über das Museum im Bolongaropalast“ 

Die Ausstellung im Stadtlabor des Historischen Museums Frankfurt macht deutlich: Höchst erzählt Geschichte aus mehreren Perspektiven. Mit ihrem Stadtlabor-Beitrag bietet Tülây Güneș Rundgänge durch Höchst aus postmigrantischer Sicht an, in denen sie historische, gesellschaftliche und gestalterische Zusammenhänge von Stadtraum und Migration beschreibt.

In ihrer Führung richtet Tülây Güneș den Blick darauf, wie Menschen mit unterschiedlichen Migrationsgeschichten den Frankfurter Stadtteil prägen. Wer wird in der Erinnerung an die Stadt sichtbar gemacht? Wer bleibt unsichtbar? Und was bedeutet es, dazuzugehören?

Diese Fragen wird Tülây Güneș auch im zukünftigen Museum im Bolongaropalast ab 2027 aufwerfen und über eine interaktive Stadtkarte in die neue Dauerausstellung bringen. Dort können Denkmäler, Institutionen und alltägliche Orte gesammelt und auf ihre Ein- und Ausschlüsse hin untersucht werden.

Die Stadtführungen beginnen am Höchster Bahnhof (Ausgang Adolf-Haeuser-Straße, Vorplatz Süd). Weitere Stationen sind die Dalbergstraße, der Dalbergkreisel, die Königsteiner Straße, die Ecke Königsteiner Straße (Kö‘)/Bolongarostraße und die Altstadt. Die Stadtführungen sind Teil des Rahmenprogramms von „Höchst erzählt! Über das Museum im Bolongaropalast (bis 28.2.2026).  https://historisches-museum-frankfurt.de/de/ausstellungen/hoechst-erzaehlt 

Stadtführungen durch Höchst mit Tülây Güneș: „Postmigrantisches Höchst“
Jeweils samstags von 11 bis 13 Uhr: 24. Oktober und am 19. Dezember 2026, Gebühr: 5 €
© Tülay Günes

Donnerstag, 29. Oktober: DUBIOZA KOLEKTIV

(Uwe)

diese Woche schrieb mir das Zoom: "hast Du mitbekommen, was für eine Welle zur WM um DUBIOZA KOLEKTIV in den Socials weltweit abgeht? Die liefern quasi den den inoffiziellen WM Song für Bosnien und sind der heißeste Act, der alle ex-YU Staaten anspricht. Sie spielen weltweit, Silvester in Zagreb, vor 10.000 in Istanbul, Downunder etc. Auf der EM Fanmeile 2024 haben sie gespielt, Abriss… Die sind lustig und politisch korrekt. Ist das nicht eine gutes Thema während der WM und ein humorvoller Brückenschlag zur Kultur? 

Über die Band ist zu sagen / schreiben: Es war einmal (2003), in einer zwielichtigen Ecke der Welt, in einem Land Namens Bosnien und Herzegowina, wo eine Gruppe von Freunden beschloss, eine Band zu gründen. Aber dies war keine gewöhnliche Band und sie wurde auch nicht unter gewöhnlichen Umständen gegründet. Neben den lokalen Einflüssen aus dem Balkan, kamen musikalische Einflüsse aus der ganzen Welt dazu: Ska, Punk, Reggae, Elektronik, Hip-Hop. Jedoch gab es keine Musikindustrie, wenige Konzerte und keinen Raum für kulturellen oder politischen Ausdruck unter der neuen Generation von eingefahrenen Jugendlichen. Tatsächlich litt die gesamte Region unter einer tiefen moralischen und wirtschaftlichen Stagnation (Lustlosigkeit) der Nachkriegszeit. Aus diesem Umfeld heraus wurde Dubioza Kolektiv geboren, und zwar nicht im Stillen, sondern mit großem Geschrei, indem sie No-Go-Themen in den Vordergrund brachten und forderten somit, gehört zu werden. Auf diese Weise haben sie ein Phänomen geschaffen.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass: 19:30 Uhr
Foto: Igor Karacic

Freitag, 30. Oktober: Sportfreunde Stiller

(Andrea)

Tatsächlich war ich neulich ziemlich überrascht, als ein guter Freund vom Sportfreunde Stiller Konzert in Köln postete. Die gibt´s noch? Die sympathischen Bayern hatte ich in den letzten Jahren wirklich völlig aus den Augen verloren. Dabei gab es doch kaum zärtlichere Liebeserklärungen und schönere Komplimente, “Du bist die Antwort auf die Frage/ Gibt es reiche Tage?/ Ich spür mit dir/Hat mich das Glück im Visier”. Oder eben “Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist/ Und sichergeh'n, ob du denn dasselbe für mich fühlst”. Lieder für die Ewigkeit. Sie komponierten zur WM 2006, politisch korrekt gegen Nazis und pflegten immer das Image der netten Jungs von nebenan. Warum auch nicht und vermutlich sind die Sportis wirklich eine Gruppe, auf die sich Menschen aller Altersgruppen gut verständigen können. Sonst gäbe es auch sicher die aktuelle ARD-Doku nicht. “30 wunderbaren Jahre Tour” erzählt von Auftritten in dunklen Kellerräumen vor drei Neugierigen bis zu mit zehntausend Beseelten gefüllten Hallen. Von speziellen Eigenheiten wie WM-Hits, MTV-Unpluggeds, horizonterweiternden Videodrehs, Schallplatten aus Holz/Gold/und Platin, Lesetouren in Opernhäusern bis zum „ganz normalen“ Irrsinn einer Band samt unvergesslicher Tourneen in den Armen der besten Crew of the Universe. Von Vorband sein von Foo Fighters, Green Day und Grönemeyer bis zu Vorbands wie Ash, Nada Surf, Franz Ferdinand und Kaiser Chiefs. Alles dabei", erinnert sich Flo. Ich freue mich auf den Abend zum Mitsingen und mit viel positiver Energie. 

Jahrhunderthalle Höchst, Pfaffenwiese 

Freitag, 30. Oktober: OF/ Ein fast perfekter Antrag

(Andrea)

Der eigenwillige Witwer Walter (mit jedem Jahr besser: Heiner Lauterbach) vertreibt sich seine Zeit im Ruhestand damit, Restaurants zu testen und akribisch im Internet zu bewerten. Bei einem seiner Restaurantbesuche trifft er zufällig seine Jugendliebe Alice (hach: Iris Berben!) wieder. Vor 40 Jahren hatte er ihr einen Heiratsantrag gemacht und war spektakulär gescheitert. Die lebensfrohe und freigeistige Kunstprofessorin ist auch heute noch das genaue Gegenteil des altmodischen, akkuraten Walter. Der Ehrgeiz des pensionierten Ingenieurs ist geweckt. Er will es diesmal besser machen, während Alice gar nicht daran denkt, denn sie liebt ihr unabhängiges Leben und braucht keinen Beziehungsstress. Sie stellt eine Bedingung: Erst wenn er echtes Interesse an ihrer Welt zeigt, bekommt er vielleicht eine zweite Chance. Und so schreibt sich Walter, der sich nie für Kunst interessiert hat, zu Alice Entsetzen als Gaststudent in ihrem Kurs ein – fest entschlossen, sich selbst und ihr zu beweisen, dass es nie zu spät ist, neue Wege zu gehen. Aber nicht nur Alice stellt ihn vor ungeahnte Herausforderungen, sondern auch die Begegnung mit seinen 40 Jahre jüngeren Kommiliton*innen. Unerwartet finden sich Alice und Walter in einem neuen, aufregenden Kapitel ihres Lebens wieder und müssen sich fragen: Rostet alte Liebe wirklich nicht? Schmeckt das Essen? Kann er kochen? Und wie gut können diese beiden großen Darsteller auf der Leinwand bitte harmonieren!? „Ein fast perfekter Antrag“ mit gebratenem Hühnchen, Rosenharissa, Weinblättern & Joghurt. Foto: Leonine 

Alte Schlosserei, Andreastraße 71, Offenbach

Freitag, 20. November: Of/ Couscous und Geheimnisse

(Andrea)

Mit Levante-Küche bekommt man mich immer und der Film liest sich nach leichter und guter Unterhaltung: “Der junge algerische Koch Mehdi lebt ein Doppelleben: Tagsüber ist er der brillante Koch im Bistro, kurz davor, den Laden gemeinsam mit seiner Partnerin Léa zu übernehmen – doch abends spielt er vor seiner algerischen Mutter Fatima den „perfekten Sohn“. Dumm nur, dass in dieser Rolle weder Léa noch Mehdís große Liebe zur französischen Gastronomie vorgesehen sind. Als Léa endlich darauf besteht, Fatima kennenzulernen, greift Mehdi unter Druck zur schlechtesten aller Lösungen – und löst damit eine Kettenreaktion aus, bei der Missverständnisse schneller heißkochen als Couscous. Entstanden ist eine unglaublich liebevolle Culture-Clash-Komödie über ein Leben zwischen zwei Kulturen, unvereinbaren Familienbildern und kleinen Notlügen, die man aus Angst vor Enttäuschungen serviert. Wie gekocht für Kino Kulinarisch!” Yummie, es gibt geheime Couscous-Variationen, Gewürzen, Minze & Koriander. 

Alte Schlosserei, Andrestraße 71, Offenbach

06. November - 02. Dezember: HENNI NACHTSHEIM & BAND „Es wird Zeiten geben“ – Die Jubiläumstour

(Daniela)

Viele kennen ihn als die eine Hälfte von „Badesalz“, oder auch als früheres, langjähriges Mitglied der „Rodgau Monotones“. Hier hat er zusammen mit Ali Neander jede Menge Stücke wie „Erbarmen-zu spät-die Hesse komme!“, „Kleiner Pirat“, „Mein Freund Harvey“ u.a. geschrieben. 

Zurzeit sind beide mit riesigem Erfolg bei „Adlerherzen“ auf der Bühne, einem Stück über Eintracht Frankfurt, das Henni sich ausgedacht und geschrieben hat und für das Ali die Musik komponierte. 

Eigentlich kaum zu glauben, aber 2026 ist es nun schon 20 Jahre her, dass Hennis erstes musikalisches Soloalbum „Es wird Zeiten geben“ erschien - musikalischer Produzent natürlich sein Freund Ali Neander. Und weil man so etwas durchaus ein bisschen feiern darf und soll, haben beide beschlossen, eine Band zusammenzustellen und damit auf kleine Jubiläumstour zu gehen. 

Im Gepäck also das genannte erste Album sowie das zweite mit dem hübschen Titel „Dann tanzt die Omma mit George Clooney!“ plus einige wunderbare Coverversionen!

Neben Henni und Ali dabei sind die Musiker der „Adlerherzen-Band“ Martin „Doggo“ Kessler (Drums), Andie Mette (Bass), Bernd Schmidt (Keyboards) sowie Almut Ritter (Geige) und Katja Gorol (Gesang).

Termine: 6. November: Idstein-Wörsdorf – Scheuer; 12. November: Dreieich – Bürgerhaus; 18. November: Aschaffenburg – Colos-Saal; 26. November: Marburg – KFZ; 27. November: Darmstadt – Centralstation; 2. Dezember: Frankfurt – Batschkapp
Mehr Infos: https://www.kbemmert.de/henni-nachtsheim-band/
Foto: Torsten Reitz

AUSSTELLUNGEN - BEREITS ANGEKÜNDIGT, LAUFEN ABER NOCH EINE WEILE

Bis Donnerstag, 15. Oktober: "Care Machines - Vulnerable Systems" im Atelierfrankfurt

(Petra)

Care-Arbeit bildet das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens – und bleibt dennoch häufig unsichtbar und strukturell unterbewertet. Zugleich verändern digitale Technologien und Künstliche Intelligenz die Bedingungen von Fürsorge grundlegend: Assistenzsysteme unterstützen Pflege, emotionale Interaktionen werden technisch simuliert. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Gruppenausstellung „Care Machines - Vulnerable Systems“ an. Die Schau versammelt zeitgenössische künstlerische Positionen, die neue Perspektiven auf das Verhältnis von Care und Künstlicher Intelligenz eröffnen und Fragen nach Empathie, Fürsorge, Teilhabe und Verantwortung im digitalen Zeitalter aufwerfen. Die Ausstellungseröffnung bildet zugleich das Grand Opening des Take care!-Festivals.

Abbildung: ©Maja Smrekar, SPASM: autoportrait, produced by A/POLITICAL, 2024

Care Machines - mit Jordan Rita Seruya Awori, Maja Smrekar, Superflux, Venera Kazarova, ein Projekt des Frauenreferats Frankfurt  in Kooperation mit Take care! – Festival of Solidarity and Resistance, Ort: Ausstellungsraum im Basement, UG des Atelierfrankfurt, Adresse: Schwedlerstr. 1 - 3, Öffnungszeiten: dienstags - freitags: 11 -18 Uhr (nur nach Voranmeldung hier
 
 

Noch bis 18. Oktober: „Suburbia. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise“

(Andrea)

Wer bei “Träumen vom Eigenheim” an Wüstenrot und Bausparverträge denkt, liegt nicht ganz falsch. Witzigerweise habe ich die Ausstellung des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona ebenda bereits gesehen und war so begeistert, dass ich mir sogar den Katalog (in englisch und spanisch!) gekauft habe. In Frankfurt scheint die Ausstellung inhaltlich erweitert, weshalb ich mir den Teil sicher noch anschauen werde. "Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht  ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohn fläche verbindet."

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Bis Sonntag, 01. November: Jubiläumsausstellung "60 Jahre Schöne Bücher" der Stiftung Buchkunst im MAK

(Petra)

Ein Freund hat mich verständnislos angeschaut: “Nur” Bücher, aber ich freue mich als Bücher-Nerd jedes Jahr über die ausgezeichneten schönsten Bücher. Seit ihrer Gründung im Jahr 1966 zeichnet die Stiftung Buchkunst jährlich herausragende Beispiele der Buchgestaltung und -herstellung im Wettbewerb “Die Schönsten Deutschen Bücher” aus. Die Jubiläumsausstellung gibt einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Buchgestaltung und dokumentiert die kulturelle Bedeutung des Buches als ästhetisches Objekt. Im Museum werden sowohl historische als auch zeitgenössische Werke präsentiert, die die Vielfalt und Innovation der letzten 60 Jahre widerspiegeln. Ein unabhängiges Auswahlkuratorium aus Expert*innen aus den Bereichen Buchgestaltung und Buchherstellung, Literatur, Kunst, Fachbuch sowie Kinder- und Jugendbuch hat die Exponate aus dem umfangreichen Archiv der Stiftung in Frankfurt ausgewählt. Die Auswahl verdeutlicht die kontinuierliche Auseinandersetzung mit den ästhetischen, sozialen und technologischen Entwicklungen der Buchgestaltung. Begleitend zur Ausstellung wird ein Gesprächsprogramm angeboten, das sowohl historische Entwicklungen als auch zukunftsweisende Themen wie die Auswirkungen der Digitalisierung und nachhaltige Praktiken in der Buchproduktion thematisiert. Hier setzt die Stiftung Buchkunst nicht nur einen Blick zurück auf ihre eigene Geschichte, sondern setzt auch einen wichtigen Impuls für die Zukunft der Buchgestaltung und deren kulturelle Bedeutung im digitalen Zeitalter.

Motiv: ©Stiftung Buchkunst, Visuals: Studio Tillack Knöll, Design Practice

Stiftung Buchkunst: 60 Jahre Schöne Bücher - Jubiläumsausstellung, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 14 (7) Euro, barrierefrei

Noch bis Montag, 30. November: DRAC - ein Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination am Instituto Cervantes

(Petra)

Im Garten des Instituto Cervantes Frankfurt installiert und im Rahmen der WDC 2026 präsentiert, beherbergt der Pavillon ein Programm öffentlicher Veranstaltungen und lädt Besucher:innen ein, Architektur, Kreativität und Kultur in einem gemeinsamen öffentlichen Raum zu erleben. Die Installation lädt das Publikum dazu ein, sie zu durchschreiten, zu erleben oder einfach zu betrachten, und dient zugleich als Ort für kulturelle Veranstaltungen. Als Referenz dient der Drache am Eingang des Park Güell in Barcelona, anlässlich des 100. Todestages des katalanischen Architekten. Die Struktur wurde vom Architekten José Ramón Tramoyeres entworfen und von Designer Manolo García realisiert. Es folgt den Prinzipien des europäischen Programms New European Bauhaus: Schönheit, Nachhaltigkeit und Inklusion. Seine modulare Struktur aus Holz und Keramik ermöglicht es, den Ort zu transformieren, ohne ihn dauerhaft zu verändern, und dient als Plattform für kulturelle Aktivitäten. Das Projekt fungiert zugleich als Plattform für den Austausch zwischen Spanien und Deutschland im internationalen Programm der WDC 2026 und stellt Perspektiven aus der spanischen Kunst- und Kulturlandschaft vor. Im Foyer des Instituto Cervantes ergänzt eine speziell konzipierte Ausstellung die Installation. Sie beleuchtet die künstlerischen und technischen Traditionen, die der Skulptur zugrunde liegen. Inspiriert von Gaudís Bauweise kombiniert die Arbeit: Keramikelemente aus hochwertiger Produktion in Valencia; eine innere Struktur aus dampfgebogenen Holzstäben „Vareta“-Technik, vergleichbar mit Methoden aus dem Bau valencianischer Fallas oder historischer Großkonstruktionen. Ein dokumentarisches Making-of-Video zeigt zudem den gesamten Entstehungsprozess – von den ersten Entwürfen bis zur Installation.

Abbildung: © José Ramon Tramoyeres & Manolo García

DRAC - Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination, Ort: Instituto Cervantes, Adresse: Staufenstraße 1, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: montags-donnerstags 9 bis 18 Uhr, freitags 9 bis 15, Uhr, Zugang zum Garten über den Haupteingang des Instituto Cervantes, Kulturprogramm und weiteres Programm (ggf. kostenpflichtig) während der Laufzeit findet Ihr hier 

Bis Donnerstag, 03. Dezember: Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe im 2. OG Dondorf-Druckerei

(Petra)

Die Reihe „Jenseits von Privateigentum“ fragt nach Alternativen zu Eigentum als zentralem Prinzip von Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts von Wohnungsnot, Klimakrise und autoritären Entwicklungen rückt die Eigentumsfrage neu ins Zentrum. Welche Formen von Commons, Vergesellschaftung und Gemeineigentum sind möglich – und wie lassen sie sich praktisch durchsetzen? Die Veranstaltungen verbinden wissenschaftliche Analyse mit aktivistischer Praxis. Sie richten sich an Studierende, Initiativen und eine interessierte Öffentlichkeit. Im Fokus stehen konkrete Beispiele, politische Strategien und theoretische Perspektiven. Der Veranstaltungsort – die Dondorf-Druckerei auf dem Campus Bockenheim – ist selbst Teil dieser Auseinandersetzung: ein kollektiv erkämpfter und genutzter Raum. Die Themen umfassen zahlreiche wichtige Aspekte, sie reichen vom Auftakt mit “Shoppingmalls zu Sorgezentren" mit Birgit Wend am 23. April über “Privateigentum und rechte Ideologie” mit Sabine Nuss im Oktober bis hin zum Thema ”Stadtbodenstiftung" (eins der Themen, die mir besonders am Herzen liegen) mit Sabine Horwitz am 03. Dezember.

Grafik: Website Offenes Haus der Kulturen

Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe, in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen, dem Verein Aelita und dem Institut für Humangeographie der Goethe-Universität, Ort: 2. OG der Dondorf-Druckerei, Adresse: Gabriel-Reisser-Weg 3 (Schirn Kunsthalle), komplette Veranstaltungstermine und -themen sowie weitere Infos findet Ihr hier, Eintritt: frei

Bis Montag, 04. Januar 2027: "Calling Walter Benjamin" - Frankfurter Kunstsäule mit Pietro Finelli

(Petra)

Die Frankfurter KunstSäule hat ab heute eine spannende neue Hülle: der Mailänder Künstler Pietro Finelli untersucht mit seinen filmischen Collagen urbane Stadträume und setzt dabei private und öffentliche Interieurs in Beziehung zueinander. “Die Besonderheit dieses Ortes, an dem sich die Kunstsäule befindet – in einem kleinen städtischen Park, durchzogen von den Resten alter historischer Gräber –, bewirkt, dass sich mein Eingriff in der Mitte eines Weges verortet: Er richtet sich an die Lebenden, aber auch an jene, die nicht mehr da sind. Ein Ort ist niemals neutral; er ist das Ergebnis von Schichtungen über die Jahrhunderte hinweg. Die Kunstsäule ist als ein Kreuzungspunkt konzipiert, als ein Ort der Überschneidungen, der sich an die Lebenden und die Toten, an die Gegenwart und die historische Vergangenheit richtet, nicht ohne einen Funken Zukunft – jener Zukunft, die sich fortwährend in den Sekunden der Zeit/des Jetzt auflöst.”, erläutert er. Finelli wollte den Turm als einen Ort der Erinnerung gestalten, wie ihn der hebräische Begriff ZAKHOR (זכור†) treffend bezeichnet. Dieses Wort ist im Inneren der Kunstsäule verborgen, in ihrem eigenen intimsten Kern: Denn die Kunstsäule, die nun die Gewänder der Geschichte angelegt hat, wird zu einem emblematischen Ort, zu einem sich ausstrahlenden Kreuzungspunkt im verwundeten Raum der Stadt, aber ebenso im Raum der Zeit – wie ein Leuchtturm, der sein Licht sowohl auf das ruhige Meer als auch auf das stürmische richtet. Er signalisiert die Gefahr und markiert zugleich den Ort, macht ihn zum Emblem. Der Künstler glaubt, dass die Aufgabe der Kunst darin besteht, Energiezustände zu aktivieren, lebendige Masse im Anschein ihrer Ruhe hervorzubringen – etwas, das zu jenen spricht, die zu fragen oder zu befragen verstehen, wie das Orakel von Delphi. Sein Eingriff ist zugleich eine Hommage an Walter Benjamin, einen Autor, den er immer geliebt hat.

Abbildung: ©Pietro Finelli

Frankfurter KunstSäule: "Calling Walter Benjamin" von Pietro Finelli, Ecke Brückenstraße / Gutzkowstraße, Öffnungszeiten: 24/7 (Ausstellung bis 04.01.2027), Eintritt: frei

Noch bis Sonntag, 17. Januar 2027: Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“ im Städel-Museum

(Petra)

Diesen Tipp würdet Ihr ohne einen “Lieblings-Paparazzi” dieser Stadt, Bernd Kammerer, nicht lesen: er hat mir das Foto zur Ausstellungseröffnung geschickt - und mich erst so richtig neugierig gemacht. Ich habe das Städel – offen gesagt- in letzter Zeit weniger oft im Blick, weil sie dort einen super Job machen mit großen Ausstellungserfolgen, mir persönlich ist es mitunter „too much“. Aber diese neue Ausstellung hört sich total spannend an: Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven. So empfehle ich sie Euch sehr gerne (auch wenn der Eintrittspreis schon ordentlich ist)!

Foto:Elmgreen&Dragset©Bernd Kammerer

Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“, Ort: Städel-Museum, Adresse, Schaumainkai 63, Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 21 Uhr, Eintritt: 19 (17) Euro, Tickets gibt es online hier

Bis 17. Januar 2027: Elmgreen & Dragset

(Martin)

Stilleben mit Gemüse im Städel Museum

„Runde, edel eingedeckte Tische, das Licht ist gedimmt, an der Wand leuchtende Bilder mit Wolkenmotiven. Nur ein Platz in diesem eleganten Restaurant-Ambiente ist belegt: Eine junge Frau scheint in ein FaceTime-Gespräch mit dem lebhaft erzählenden Gesprächspartner auf dem Handy-Bildschirm vertieft zu sein. Aber irgendetwas stimmt nicht an dieser Szenerie…

Ein Nobel-Restaurant mitten im Museum - Ein Restaurant mitten im Städel? Stehen da sonst nicht nur Sitzmöbel um die Treppe, die zur modernen Kunst nach unten führt? Und die Frau sitzt da erstaunlich unbeweglich… Die Installation "The Cloud" spielt auf mehreren Ebenen mit Illusion und Realität. Dieses Spiel ziehen die Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset bewusst durch das ganze Haus. Sie hätten sich entschieden, mit ihren zeitgenössischen Kunstwerken auch die klassische Kollektion zu infiltrieren, sagt Elmgreen mit einem verschmitzten Grinsen: ‚Wir sind wie ein freundliches Virus, das sich durch das ganze Museum verbreitet hat.‘“ (hessenschau.de / Yvonne Koch)

Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven.  Es geht nicht ohne Irritation und Verblüffung – und das ist wohl auch das beabsichtigte Konzept. 

Eine Ausstellung zum Entdecken! 

Städel Museum, Schaumainkai 63
Foto: © Städel Museum – Norbert Miguletz

Bis Sonntag, 07. Februar 2027: Ausstellung „Too Hot– Heiße Städte, neue Wege“ im DAM

(Petra)

Als wären die aktuellen Temperaturen pünktlich zur Venissage bestellt: Städte werden durch den Klimawandel immer heißer – mit spürbaren Folgen. Hitze, Dürre, Wasserknappheit und Überschwemmung machen deutlich, wie dringend urbane Räume neu gedacht und gestaltet werden müssen. Da Städte den größten Anteil an CO₂-Emissionen verursachen, tragen sie eine besondere Verantwortung, etwa beim Umbau von Infrastruktur und öffentlichem Raum. Letzte Woche hat Daniele Santucci einen superspannenden Vortrag zur krassen Erhöhung der Temperaturen in Städten weltweit gehalten (und letzten Samstag auch einen seiner „Climate Walks“ dazu gemacht, der dazugehörige Rucksack ist auch in der Ausstellung zu finden). Viele Städte wollen in den nächsten fünfzehn Jahren klimaneutral werden. Was bedeutet das für die Zukunft – für Planung, Architektur und Leben in der Stadt? „Too Hot“ zeigt Beispiele aus dreizehn europäischen Städten verschiedener Klimata, von der Kleinstadt bis zur Metropole. Sie reagieren auf die Klimakrise mit konkreten Maßnahmen für Klimaschutz und Anpassung: darunter gebaute Projekte, strategische Planungen und zivilgesellschaftliche Initiativen. Die Ausstellung veranschaulicht, wie vielfältig dieser Wandel aussehen kann und von welchen sozialen Fragen und gesellschaftspolitischen Diskursen er begleitet wird. „Too Hot“ richtet sich an die Stadtgesellschaft aller Altersgruppen, kommunale Entscheidungsträger*innen, Fachöffentlichkeit und internationales Publikum.

Abbildung: Rocafort Square in Barcelona, 08014 arquitectura; ©Pol Viladoms

Too hot - Heiße Städte, neue Wege: Ausstellung, kuratorisches Team: Katharina Böttger, Jonas Malzahn, Mathias Schnell (studio central), in Zusammenarbeit mit Philipp Deilmann und Architects for Future, wissenschaftlich unterstützt durch die Dialog-Plattform Helmholtz Klima, Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, Eintritt: frei (Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 20 Uhr barrierefrei

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