11.09.-17.09.2026

Platt aber Happy

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Seit Montag läuft FAIRkickt und ich bin ehrlich gesagt platt. Ich fahre täglich mit meinem Lastenrad hin und zurück, weil ständig irgendwas zu transportieren ist und vor Ort laufen wir im Schnitt 5km am Tag. Auch wenn die Tage echt verdammt anstrengend sind, ist es super, wenn nach monatelanger Vorbereitung endlich die Umsetzung kommt und die Teilnehmenden, ob Schüler:innen, Lehrkräfte, Mitarbeitende und Workshopleiter:innen, am Ende des Tages alle glücklich sind.

Heute hatte ich nur einen Bürotag und morgen geht's weiter. Ab 16:00 Uhr startet unsere Sportkleidertauschparty. Vielleicht habt ihr ja Lust? (Gestern habe ich auf dem Sperrmüll noch einen super Holzschlitten gefunden, der wunderbar zu der Skikleidung passt, die wir u.A. auch vor Ort haben. Der muss nur morgen auch irgendwie auf's Lastenrad) Mehr zur Party weiter unten…

Ansonsten mache ich nicht ganz so viel… Heute Abend beginnt die Theatersaison: Es ist Premiere im Schauspiel. Sie zeigen „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" unter der Regie von Jan-Christoph Gockel. Ich bin sehr gespannt.

Sonntag will ich zu meinen Eltern und danach noch zum Audiowalk “Faules Fieber” von Profilkollektion. Die Audiowalks, die ich bisher miterlebt habe, waren alle super klasse. Ich hoffe ja immer noch, dass sie den Audiowalk „Wilde werden – MenschenSchauen im Zoo" nochmal durchführen.
Dieses Wochenende sind sie mit ihrer neuen Tour in Zeilsheim. Die Vorstellung, vom Ostend nach Steinbach und dann nach Zeilsheim zu radeln, kickt mich gerade nicht so recht… Vielleicht gönne ich mir am Sonntag mal ein Stadtmobil…

Am kommenden Dienstag ist dann die Eröffnung vom Internationalen Frauen*Theaterfestival. Es ist wirklich sehr bemerkenswert, dass Bárbara Luci Carvalho, die Leiterin des Festivals, jetzt schon das 10-jährige Jubiläum feiert. Herzlichen Glückwunsch, liebe Bárbara. Leider ist auch dieses Festival unterfinanziert. Daher stemmen sie viel mit Ehrenamtlichen. Vielleicht habt ihr ja noch Kapazitäten… Mehr dazu weiter unten. Zu gerne wäre ich bei der Eröffnung dabei, aber wir haben Hochzeitstag. Naja, eigentlich ist der am Montag, aber da hat Uwe sein SOMA Training.. man muss eben Prios setzen :-)
Am Donnerstag gehe ich dann mit Sarah zur Frankfurt Premiere von “BERND – OPERATION GERMANENKIND” ins Mal Seh'n…

Was auch immer ihr macht,
lebt wild!

Daniela

Danke an das tolle Ausgehtipps-Team: Andrea, Daniela, Petra, Martin und Erik

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps seit Mai 2006. Ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen. Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Daniela)

(Antworten an daniela(at)cappelluti.net)
3 x 2 Tickets für die Dialog-Führung durch die Ausstellung „Die Welt im Geld. Globale Ereignisse im Spiegel Frankfurter Finanzobjekte“ mit Kuratorin Christina Bach und mir, am 03. Oktober um 11:30 Uhr im Historischen Museum. Gewinnfrage: In welchem Jahr wurde das Museum gegründet? 

ZU GEWINNEN (Daniela)

(Antworten an daniela(at)cappelluti.net)
1 x 2 Tickets für die drei Konzerte im Rahmen des Kronberg Festival 2026 „Courage!“, Jeweils im Großen Saal des Casals Forum 
Di, 22.9. Ironie & Illusion. Mit dem hr-Sinfonieorchester und dem Cellisten Edgar Moreau
Do, 24.9.Verspielt. Mit dem Korean Chamber Orchestra
Sa, 26.9. Serenade & Sarkasmus. Mit Gidon Kremer und der Kremerata Baltica ,sowie Martin Helmchen und dem Trompetenvirtuosen Sergei Nakariakov. 
Frage: Welches Theaterfestival sucht noch ehrenamtliche Helfer:innen? (Bitte angeben auf welches Konzert ihr wollt)

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com).
Je 2 x 2 Tickets für Veranstaltungen in der Centralstation

* Samstag, 26. September: medlz: Die 90er - a cappella
* Montag, 28. September: Meike Winnemuth: Eine Seite noch (Lesung)
* Mittwoch, 30. September: Simon & Jan (Liedermacher)

Frage: Wie heißt mein Heimatverein im hessischen Ried. Bitte schreibt in die Antwortmail die Veranstaltung, die ihr besuchen wollt. Bereits vorliegende Anmeldungen gehen mit in die Verlosung. 
Foto: siehe Veranstaltung Simon & Jan

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com).
Verlosungen: 1x2 Tickets für den Film “Bernd - Operation Germanenkind” am 17.09 im Mal Seh'n.
Frage: Wie hieß Goddelaus legendärer Goddelauer Torwart Willi mit Nachnamen?
Foto: Verleih

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
1 x 2 Gästelistenplätze für Anuv Jain am Freitag, 18. September im Nachtleben (das Bild ist von seiner Hochzeit, bezaubernd und ich konnte nicht widerstehen). Die Gewinnfrage lautet: Welche Offenbacher Autorin ist mit ihrem Projekt für den Deutschen Lesepreis 2026 nominiert? 

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
2 x 2 Gästelistenplätze für Kino Kulinarisch mit GlennKill am Freitag, 18. September. Die Gewinnfrage lautet: Welche Hochhausruine am Kaiserlei ist gerade auf Schrumpfkurs und somit bald Geschichte?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
1 x 2 Gästelistenplätze für “The Beauty of Ballroom” am Freitag, 18. September im Hafenkino. Die Gewinnfrage lautet: Zum wievielten Mal findet der CSD in Offenbach statt? 

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
1 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Malou Lovis am 24. September im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Mit welchen berühmten Zwillingen ist die Sängerin schon in Escheinung getreten?

GEROLLTES über Torhüter

(Uwe)

Nachdem wir uns hier in letzter Zeit viel mit der Nationalmannschaft und der Eintracht beschäftigt haben, lohnt nun einmal wieder der Blick ins hessische Ried auf den ruhmreichen TSV 1899 Goddelau. Im Vergleich zur Eintracht (und der Nationalmannschaft) hat unsere Kreisoberligamannschaft im Tor Stabilität. Cem ist die Nummer 1, dahinter stehen drei Keeper bereit, die für eine Zweite Mannschaft in der Kreisliga B überdurchschnittlich qualifiziert sind und jederzeit in der Ersten Mannschaft in der zwei Spielklassen höheren Kreisoberliga eingesetzt werden könnten. Für jede der beiden Mannschaften gibt es also mindestens einen guten Torwart, Vertreter gibt es auch. Das war bei uns nicht immer so. Ich bin mit einem Torwartproblem aufgewachsen. Zwar hatten wir immer wahnsinnig nette Menschen im Tor stehen, entweder waren die aber unterdurchschnittlich gut im Tor oder gut, aber verletzungsanfällig. Oft waren sie unterdurchschnittlich gut und zudem verletzungsanfällig. Fangen wir vorne an: In den unteren Jugendjahrgängen hatten wir mit „Ecki“ einen passablen Kicker, der wollte dann aber lieber im Feld spielen. Die Nachfolger mühten sich, sie hielten aber keine unhaltbaren Bälle (ist eigentlich ja sowieso Quatsch, unhaltbare Bälle kann man sowieso nicht halten) und selbst bei den haltbaren Schüssen waren überdurchschnittlich viele dabei, die ins Tor gingen. Dann kam ich mit 18 Jahren  zu den Senioren und da war das erst einmal anders. Da stand der Willi Witt bei der Ersten Mannschaft im Tor. Der war ein sensationeller Typ, ein Lebemann und ein super Torwart. Der war konkurrenzloser Stammtorhüter des TSV über Jahre, der mit 28 Jahren seine Karriere beendete und einem Freund von mir – nennen wir ihn Jens - Platz machte, der sich ihm – obwohl nicht schlechter – über Jahre unterordnete (der Ehrgeizigste war er nie). Diese knapp fünf Jahre waren paradiesisch, in beiden Mannschaften großartige Keeper, bis Jens sich erstmals verletzte (was danach immer wieder passierte), Willi im Tor aushalf und wenig später bei einem Verkehrsunfall verstarb (was für ein Verlust). Ins Goddelauer Tor kehrte von da an über 20 Jahre keine Ruhe ein. Es fehlte an Gesundheit, Zeit, Ehrgeiz, oft an Qualität. Ich spielte mit gefühlt 100 verschiedenen Leuten im Tor. Mit abgelegten Handballtorhütern, verletzen Feldspielern,  „Torwartschwindlern“, guten Keepern, die ständig verletzt oder jedes zweite Wochenende bei Familienfesten waren und die in der Regel schon mit Anfang 20 die Karriere beendeten …  Grotesk war, dass wir einen Torwarttrainer aber oft keinen Torwart hatten, auch war der Torwarttrainer eher ein Aufschneider, weil er selbst nie im Tor stand. Meine drei Lieblingsgeschichten mit Goddelauer Torhütern sind die:

  •  Genannter Jens fragte einmal, ob wir jemanden im Verein hätten, der Aluminium schweißen kann, um das leicht defekte Tor zu reparieren.  Dummerweise fragte er einen stets hochmotivierten Mitspieler während eines laufenden Spiels (der reagierte wenig freundlich)
  • Beim Torschusstraining kam der Vater des Torwarts und fragte ihm, ob er beim Abendessen dabei wäre. Die abweisende Antwort mit dem Hinweis auf den unpassenden Zeitpunkt, quittierte der Vater mit „Dann kriegst Du halt nix“ und wackelte wieder vom Sportgelände
  • Wir lagen in einem Spiel hoch zurück. Der aushelfende Handballtorwart wollte jeden Ball mit den Füßen abwehren. Nach dem siebten Gegentreffer sagte der Schiedsrichter zu ihm „Falls Du es nicht weißt, Du bist der einzige in Deiner Mannschaft, der den Ball auch mit der Hand nehmen darf“

Stadionsprecher:in für die Kickers-Frauen

(Andrea) 

Jaja, ich weiß, hier tummeln sich viele Eintrachtfans. Ihr hört mal kurz weg, weil in Offenbach gibt es einen echt coolen Job für Kigäärs-Fans: "Interesse an Frauenfußball? Das Team der Stadionsprecher:innen sucht noch FLINTA (Frauen, Lesben, Inter-, Trans- und nicht-binäre oder Agender-Personen) zur Verstärkung, um die erfolgreichste Fußballabteilung des OFC bei Heimspielen zu unterstützen. Als Stadionsprecher:in bereitest du dich auf das Spiel und das Gast-Team vor. Du bist (nach einiger Zeit) mit der Technik vertraut, spielst Lieder ein, begrüßt alle Beteiligten und gibst einige Vorabinfos zum Spiel. Dann lässt du die Kickers Hymne laufen und moderierst den Einlauf der Spieler:innen an. Während des Spiels fachsimpelst du über das, was auf dem Platz los ist und feierst, wenn ein Tor fällt... Nach dem Spiel gibst du Informationen zum nächsten Spiel, bevor gemeinsam abgebaut wird. Du kannst die Spiele der Kickersfrauen umsonst schauen und bist hautnah in einem kleinen Team dabei. Bei Interesse vermittelt das Freiwilligenzentrum den Kontakt unterinfo(at)fzof.de.

Freitag, 11. September: „Was Arbeit erzählt…Verflochtene Geschichten einer pluralen Gesellschaft“, Heinrich-Böll-Stiftung Hessen im 2. OG Alte Dondorf-Druckerei

(Petra)

Unsere Gesellschaft ist so vielfältig wie die Menschen, die in ihr leben. Dabei spielt Arbeit als Erfahrung in unser aller Leben eine entscheidende Rolle, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise: Arbeit steht oft im Mittelpunkt unseres eigenen Alltags und unserer Familienbiographien und hat die deutsche Geschichte geprägt. Gleichzeitig hat die Geschichte der Arbeit in unserem Land viele Gesichter, z.B. Lohnarbeit, prekäre Arbeit, Care-Arbeit, ehrenamtliche Arbeit, Zwangsarbeit, Gastarbeit usw. Diese vielen Geschichten sind miteinander verflochten und prägen das Gedächtnis unserer Gesellschaft in bedeutendem Maß. Für unseren demokratischen Zusammenhalt ist die Wahrnehmung der Pluralität unserer Gesellschaft und daher auch die Erweiterung unserer Geschichts- und Erinnerungskultur um verschiedene historische Erfahrungen zentral. Zugleich stellt sie eine Herausforderung dar. Dieser wollen wir uns am Beispiel von Arbeit als historischer Erfahrung und Erinnerung stellen: Wir fragen aus unterschiedlichen Perspektiven, welche (verflochtenen) Geschichten von Arbeit in unserer Gesellschaft erzählt und wie sie erinnert werden können. Damit möchten wir einen Beitrag zur Debatte über die Pluralisierung der deutschen Erinnerungskultur leisten und über ihr demokratiestärkendes, inklusives Potential diskutieren. Euch erwarten kurze Inputs aus verschiedenen Perspektiven, Thementische und eine Diskussion.

Abbildung: ©Heinrich-Böll-Stiftung

„Was Arbeit erzählt…Verflochtene Geschichten einer pluralen Gesellschaft“ – Impulse und Diskussion, Heinrich-Böll-Stiftung Hessen, mit Newroz Duman, Initiative 19. Februar Hanau, Solidaritätsnetzwerk der Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, Kutlu Yurtseven, Musiker (Microphone Mafia), Aktivist, Erinnerungsarbeiter und pädagogischer Praktiker, Thomas Altmeyer, Geschichtsort Adlerwerke und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 e.V., Moderation: Gün Tank, Autorin, Moderatorin, Rednerin und Kuratorin, Ort: Alte Dondorf-Druckerei 2. OG, Adresse: Gabriel-Riesser-Weg 3, Uhrzeit: 19 Uhr, Eintritt: frei

Freitag, 11. September: Of/ Goethe liest - Kaiserlei mon Amour

(Andrea)

“Strafversetzt ins hessische Offenbach wird Kriminalhauptkommissarin Monika B. Schattenberg gleich am ersten Tag mit einem brutalen Mord konfrontiert: Unter den Betonstelzen einer Hochhausruine liegt die Leiche eines jungen Bulgaren. Bei den Ermittlungen trifft sie auf Elias Bartok, einer Gestalt aus ihrer Vergangenheit. Während sie versucht, den Fall aufzuklären, verfolgt er seine ganz eigenen Ziele in den dunklen Straßen der Stadt. EIN PACKENDER KRIMI VOLLER LOKALKOLORIT ÜBER MACHT, GELD UND DEN WIEDERERWACHENDEN FASCHISMUS”: Heute um 17 Uhr  stellt Jonas Wollenhaupt seinen Krimi „Kaiserlei mon amour“ im Rahmen der Reihe “Kaiserlei mon Amour” vor. Der Eintritt ist frei.

Goetheplatz, Offenbach

Freitag, 11. September: Junkyard Drive

(Andrea)

Seit ihrer Gründung 2014 hat Junkyard Drive die Rockszene mit intensiver Energie und unmissverständlicher Leidenschaft geprägt. Nachdem sie sich mit den Alben „Black Coffee“ und „Electric Love“ einen Namen gemacht hatten, bewiesen sie ihre Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln und Musik zu schaffen, die berührt. „Look At Me Now“, ihr neuestes Album, ist nicht nur eine musikalische Wiedergeburt für Junkyard Drive, sondern auch eine zutiefst persönliche Reise. Das Album nimmt die Zuhörer mit in die Kämpfe und Triumphe der Bandmitglieder. Die Songs reflektieren Themen wie Geschlechtsidentität, Sucht und psychische Gesundheit – Themen, die die Band im Kern bewegen. Mit dieser Offenheit erzählt Junkyard Drive Geschichten, die gleichermaßen herausfordern und bereichern und unterstreichen ihr Engagement für Musik, die etwas bewirkt. Junkyard Drive begeistert ihre Fans weiterhin mit ehrlichen Geschichten und kraftvollen Melodien und bleibt dabei ihren Wurzeln treu, während sie neue musikalische Gefilde erkunden. Mit Kristoffer Kristensen und Ollie Hartmann an den Gitarren verspricht Junkyard Drive mit ihrem neuesten Sound neue musikalische Höhen zu erreichen und die Grenzen des modernen Rocks weiter zu definieren. Sie haben ihren Status als eine der besten dänischen Rockbands (unter 40) verteidigt und freuen sich auf neue Abenteuer auf der Rockbühne.

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Freitag 11. September: BEAT GOES FUNK

(Daniela)

Zwei DJs, jede Menge Vinyl und ein Abend voller Groove.Mortimer Coldheart und Holger Menzel stehen wieder an den Plattentellern im ono2  und bringen Funk, Soul, Beat und Disco mit.

Von alten Lieblingsstücken bis zu überraschenden Fundstücken aus den Plattenkisten – Musik zum Zuhören, Mitwippen und natürlich zum Tanzen. 

START: 21.00 | EINTRITT: AK 8€
Ono 2, Walter-Kolb-Straße 16 (barrierefrei)

09-11-01 - Fernsehen

(Andrea) 

25 Jahre ist das jetzt her, dass zwei Flugzeuge in die Twin Towers in NY flogen und diese zum Einsturz brachten, Die Bilder waren erschreckend und spektakulär zugleich. Dass auch noch zwei weitere Maschinen in der Luft waren und eine nur dank des Mutes der Passagiere ihr Zeil verfehlte, gerät gerne in Vergessenheit. So wie das, was sich als Nine-Eleven eingeschrieben hat, auch schon fast vergessen ist. Die Welt hat sich seitdem weitergedreht, wir haben und daran gewöhnt, keine Flüssigkeiten mehr in Flugzeuge mitzunehmen und Nagelscheren im Handgepräck zu vermeiden. Nur drei Jahre später begannen die Sozialen Netzwerke ihren Siegeszug um die Welt, nein, die waren nicht schon immer da. Welche Zäsur dieser Tag darstellte, macht die Doku “September” in der ARD nochmal deutlich. Ich erinnere mich an zwei Momente: Wie ich mit anderen vor dem  Schaufenster bei Karstadt stand und in den Fernsehern die ersten Bilder sah. Und als ich den Episodenfilm “11-09-01” sah. Im Gedächtnis geblieben ist mir der Beitrag von Alejandro González Iñárritu mit seiner schwarzen Leinwand und den Audioaufnahmen des Ortes. 
Weil der 9. September 2001 die Welt geschockt und die Sicherheitsarchitektur nachhaltig verändert hat, lohnt sich ein Blick zurück. Zu Wort kommen u.a. Claus Kleber, seinerzeit Korrespondent in Amerika und Lars Klingbeil, der den Tag als Praktikant erlebte. Wirklich sehenswert machen ihn aber all die anderen, die dort zu Wort zu kommen. Susanne Hegenscheidt hat mich beeindruckt und ob ihrer Erzählung auch ein bisschen fassungslos zurückgelassen. 

ARD Mediathek 

Samstag 12. September: 1. Frankfurter Sport-Kleidertauschparty

(Daniela)

Bei der 1. Frankfurter (Sport-)Kleidertauschparty bekommen gut erhaltene Kleidung und Sportartikel ein zweites Leben. 

Mitmachen können alle, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Und wer nicht mit Taschen voller Kleidung und Sportausrüstung zum Sportquartier kommen möchte, kann bereits vorher aussortieren: Vom 1. bis 11. September kann man die Sachen an der Insel für Klima und Nachhaltigkeit an der Hauptwache abgeben. Gesucht werden nicht nur klassische Kleidungsstücke. Vom Trikot über Sportjacken, Fußball-, Tanz- oder Wanderschuhe bis zu Bällen, Schlägern, Hanteln, Fitnessbändern, Yoga- und Pilatesmatten, Sporttaschen, Skateboards oder Ski darf vieles dabei sein. Wichtig ist nur: Die Sachen sollen sauber, vollständig und gut erhalten sein.

Das Prinzip ist einfach: Für jedes abgegebene Teil gibt es einen FAIRkickt-Chip. Dieser kann bei der Party gegen ein anderes Kleidungsstück oder einen Sportartikel eingetauscht werden. Wer nichts zum Tauschen mitbringt, kann trotzdem mitmachen und gegen eine Geldspende etwas mitnehmen. Damit verbindet die Veranstaltung gleich mehrere Anliegen: Gut erhaltene Dinge bleiben länger im Kreislauf, Ressourcen werden geschont – und Sportausrüstung, die neu oftmals viel Geld kostet, wird für andere Menschen wieder zugänglich.

Jeder getauschte Artikel hilft doppelt
Das Tauschen schont nicht nur Ressourcen, sondern unterstützt gleichzeitig soziale Projekte: Für jeden abgegebenen Artikel spendet der EFC Business Eagles Frankfurt 1899 e.V. zwei Euro. Die Spendensumme kommt Adler mit Herz e.V. und der BK West United Foundation Germany e.V. zugute.
Adler mit Herz unterstützt unter anderem den Bau einer Schule in Sambia, BK West United setzt Sport- und Bildungsprojekte in Gambia um. Beide Organisationen sind bei der Kleidertauschparty vor Ort.

Tauschen, kennenlernen, Musik hören
Zur Kleidertauschparty gehört auch der Party-Teil: Nikesch sorgt an den Turntables für die Musik, während im Sportquartier gestöbert, anprobiert, getauscht und miteinander ins Gespräch gekommen werden kann.
Es sprechen miteinander:
* Martin Schittko, Direktor Merchandising Eintracht Frankfurt Fußball AG  
* Maike Thalmeier, Fashion Revolution Frankfurt 
* Tina Zapf-Rodríguez,  Dezernentin für Dezernentin für Klima, Umwelt, Sauberkeit, Frauen, Diversität und Migration 
* Mario Gollnick, Projektleiter Zero Waste, FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH 
* Dany Kupczik, Geschäftsstellenleitung und Referentin Kindeswohl und Inklusion, Sportjugend Frankfurt  
Moderation: Marlene Haas, Lust auf besser leben gGmbH

Die Vorab-Abgabe läuft vom 1. bis 11. September 2026 an der Insel für Klima und Nachhaltigkeit an der Hauptwache in der Frankfurter Innenstadt. Alternativ können Kleidung und Sportartikel direkt zur Veranstaltung mitgebracht werden.

1. Frankfurter (Sport-)Kleidertauschparty
Samstag, 12. September 2026 von 16 bis 20 Uhr
Sportquartier im Stadtwald, Otto-Fleck-Schneise 6, Frankfurt am Main, gegenüber dem Deutsche Bank Park, S-Bahn-Station „Stadion“. Die Location ist barrierefrei. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen und eine Übersicht darüber, welche Artikel angenommen werden, gibt es unter www.fairkickt.de/

Samstag, 12. September: Wasserhäusjetag in Frankfurt

(Petra)

Die ersten Frankfurter Wasserhäuschen entstanden in den 1870er Jahren. Ursprünglich dienten sie der Versorgung der Bevölkerung mit Wasser und Milch. Im Laufe der Zeit entwickelten sie sich zu festen Bestandteilen des Frankfurter Stadtbildes. Ihre ursprüngliche Funktion hat sich verändert, ihre Bedeutung für die Nachbarschaften ist jedoch geblieben. Heute gelten viele Wasserhäusjer als eine Art Quartiers-Wohnzimmer. Sie schaffen niedrigschwellige Begegnungsorte im öffentlichen Raum, an denen Menschen unterschiedlicher Generationen und Lebenswelten zusammenkommen. Wasserhäusjer sind weit mehr als Verkaufsstellen für Getränke, Süßigkeiten und Dinge des täglichen Bedarfs. Sie sind Treffpunkte der Nachbarschaft, Orte für spontane Gespräche und kleine Pausen vom Alltag. Hier kennt man sich, kommt miteinander ins Gespräch oder beobachtet einfach für einen Moment das Leben im Viertel. Manche von ihnen bestehen seit Jahrzehnten, andere wurden in den vergangenen Jahren neu belebt. Jedes hat seine eigene Geschichte und seinen eigenen Charakter. Heute werden genau diese alltäglichen und doch außergewöhnlichen Orte gewürdigt und gleichzeitig ein Zeichen für ihren Erhalt und für die Menschen, die sie mit viel persönlichem Einsatz betreiben, gesetzt. An 20 Wasserhäusje gibt es heute Live-Musik, Aktionen, Workshops, Familienprogramm, Begegnungen und mehr.

Abbildung: ©wasserhäusjetag.de

Wasserhäusje-Tag Frankfurt, Ort: diverse Orte in Frankfurt, Uhrzeit: 11 - 22 Uhr, die teilnehmenden Trinkhallen und mehr das ausführliche Programm findet Ihr hier

Samstag 12. und Sonntag 13. September: Die Pest 1666 in Zeilsheim und Flörsheim / Audiowalk von profikollektion

(Daniela)

Faules Fieber - Die Pest 1666 in Zeilsheim und Flörsheim

Audiowalk von profikollektion

Im Jahr 1666 wütete in Europa die Pest. Über die Weltmeere nach London und Amsterdam gekommen, zog sie ihre tödliche Spur entlang des Rheins über Köln und Mainz bis ins heutige Rhein-Main-Gebiet. Auch in Zeilsheim, seinerzeit ein kleines Dorf, ging die Angst um. Mit Abstands- und Quarantäneregeln versuchte man die aufkeimende Krankheit zu bekämpfen, man konnte Tote nicht mehr rituell begraben, was die kleine Gemeinschaft auf die Probe stellte. Doch am Ende hatten Schultheiß und Pfarrer eine radikale Idee, die das Leben vieler Menschen retten sollte.

Mit mobilem Hörspiel Geschichte neu entdecken.

profikollektion hat die Geschichte der Pest 1666 in Zeilsheim und Flörsheim am Main recherchiert und zu einem Audiowalk ausgearbeitet, der mitten in den historische Ortskern führt. Hörende begleiten die Geschehnisse im Dorf zwischen Vorsicht und Mut, zwischen Hoffnung und Angst. Und während man mit dem mobilen Hörspiel durch die Geschichte wandert, werden Assoziationen zur Corona-Pandemie unvermeidlich.

RELEASE IN ZEILSHEIM
Samstag, 12. September: Starts um 17 und 19 Uhr 
Sonntag, 13. September: Starts um 14 und 16 Uhr
starten wir im Zeilsheimer Nachbarschaftsbüro, Pfaffenwiese 14, 65931 Frankfurt

Anmeldung: https://www.profikollektion.de/projekt-archiv/anmeldung-faules-fieber/
Foto: (c) Nina Werth

Samstag, 12. September: Of/ Puzzletausch-Premiere in der Stadtbibliothek

(Andrea)

Menschen, die gerne puzzeln, kennen das Dilemma: Ist ein Puzzle einmal fertiggestellt, verliert es oft seinen Reiz, ein zweites Mal gelegt zu werden. Die Lust auf neue Motive und Herausforderungen wächst. Hier kommt der Puzzletauschtag der Stadtbibliothek ins Spiel.  Erstmalig können heute von 10 bis 14 Uhr in der Stadtbibliothek Puzzles getauscht werden. Die Teilnehmenden bringen ihre vollständig erhaltenen Puzzles mit, die sie bereits gelegt haben und entdecken im Gegenzug ein neues Motiv, das jemand anderes mitgebracht hat. Zusätzlich zum Tauschgeschehen wird ein Puzzletisch mit einem größeren Motiv aufgebaut, an dem alle mitmachen können. Bild: Sharon Snider/pexels.com

Stadtbibliothek, Herrnstraße, Offenbach 

Samstag, 12. September, und Sonntag, 13. September: Of/ Kulturfest der Nationen

(Andrea)

Wie toll unsere gesellschaftliche Vielfalt sein kann, beweisen die Offenbacher Kulturvereine einmal mehr an diesem Wochenende. Das Kulturfest der Nationen ist ein schöner Klassiker und neben der vielentraditionellen Tänze, der Musik, dem Gesang und Folklore aus aller Welt gibt es ein kulinarisches Angebot mit Spezialitäten aus verschiedenen Ländern. Auf dem Wilhelmsplatz können Besucherinnen und Besucher damit auf kleinem Raum eine kulturelle und kulinarische Weltreise unternehmen. Eröffnet wird das Fest am Samstag, 12. September, um 18 Uhr, am Sonntag, 13. September, beginnt das Kulturprogramm um 14.15 Uhr. Ich werde mich mindestens einmal durch das Fest futtern, das ist immer alles so lecker und schmeckt nach Algarve, Ägäis und Marmarameer. Mindestens. Foto: Stadt Offenbach/ Katja Lenz

Wilhelmsplatz, Offenbach

Samstag, 12. September: BLOW MUSIC FESTIVAL VOL. 4

(Uwe)

BLOW geht im Herbst in die 4. Runde! Denn vielversprechende aufstrebende Artists brauchen eine Bühne und diese bekommen Sie auf drei Floors im ZOOM. 

Die Liste spannender, junger Acts, die mit ihrer Musik etwas mitzuteilen haben, ist aber noch lange nicht zu Ende. Daher erhalten eine Reihe weiterer lokaler, nationaler und internationaler Live-Acts und DJs im September die Gelegenheit, ein lebendiges Medley der angesagtesten und gleichzeitig unterschiedlichsten Tendenzen der aktuellen Musikszene zu präsentieren. 

Mein persönlicher Favorit ist TAXISTUDIO, eine FrankfurterFormation (Auf der Bühne treffen treibende Beats, ehrliche Texte und urbane Atmosphäre aufeinander – ein Mix, der das Publikum gleichermaßen zum Feiern und Nachdenken einlädt). 

Musikalische Grenzen setzen wir auch dieses Mal bewusst nicht, denn genauso wenig tun dies die Musiker*innen selbst – im Gegenteil, was sie produzieren ist: abwechslungsreich, innovativ, offen und verbindend: AGATHA IS DEAD! Post-Punk-Experiment - Ihre gemeinsame Liebe zu Joy Division, The Cure, Molchat Doma und Fontaines D.C. legte den Grundstein für ihren düster-dringlichen Sound. - ANDA MORTS Wie Anda auf dem Album alte Punk-Formeln mit pochendem Herzen und geboten zorniger Haltung ins Hier und Jetzt katapultiert, wie er mit maximaler Dringlichkeit die Wirklichkeit umreißt, das hat eine derart furios mitreißende Art, dass man sofort mehr davon haben will. - AUFMISCHEN – BBYBANDO – BILK - DAS HUHN - DER MENSCHLICHE MOTTEK DIE P - DJ MISS CONTROL (GG VYBE) – EV – HONDENFOKKER – ILDIKÓ – JUNI – KETACAT - LUCIA & THE BEST BOYS MOTTEN MUTT - NOT EVEN NOTICED – OSTSEETRAUM - S1RENA – TAXISTUDIO - THE PHOBES - TR/ST - UNTITLED (HALO) – VASIL - X-GF

Zoom, F., Carl-Benz-Str. / 15 Uhr
Bild: Zoom

Samstag, 12. und Sonntag, 13., Septermber: SELBSTBEZICHTIGUNG (weitere Vorstellungen)

(Martin)

„Ich bin …, ich habe …“ - Ein Oratorium über das Hineingeworfen sein in eine Welt der Normen

Was für ein Text, was für eine Sprache, was für ein Spiel, welch eine Inszenierung! Peter Handkes „Selbstbezichtigung“ hatte Premiere im Theater Willy Praml. Ein Sprechstück, ein Text ohne wirkliche Figuren – umso eindrücklicher, wie es Regisseur Michael Weber und den Spieler:innen Jakob Gail, Muawia Harb, Birgit Heuser, Anna Staab, Elin Staab und Eleonora Gobena Wolf gelingt, den Worten, die hier Menschen formen, Leben einzuhauchen.

Das Publikum hängt den Darsteller:innen an den Lippen. Eine Ansprache, ein Sein, eine Betroffenheit, eine Verinnerlichung – ein großer Wurf. „Selbstbezichtigung“ gilt als Gegenstück zu Handkes „Publikumsbeschimpfung“: Dort richten sich die Tiraden von der Bühne aus an die Zuschauer:innen, die als „Du“ angesprochen werden; hier spricht das jeweilige eigene Ich. Und gerade dadurch sind alle angesprochen. Der Text wirkt unmittelbarer, eindringlicher – und zugleich verbindender. „Ich bin auf die Welt gekommen. Ich bin geworden. Ich bin gezeugt worden. Ich bin entstanden. Ich bin gewachsen. Ich bin geboren worden. Ich bin in das Geburtenregister eingetragen worden.“ Die Sätze – immer wieder beginnend mit „Ich bin …“, „Ich habe …“ – werden zu Beichten, obwohl die sich Anklagenden eigentlich ohne Schuld sind. Genau darin liegt das Spannende: Die Selbstbezichtigungen verkommen nicht zu individuellen Schwächen oder persönlichen Verfehlungen. Sie werden universell und ermöglichen dadurch eher Zusammenführung als Abgrenzung.

Im Grunde ist es eine versprachlichte Sozialisation, die hier als Kunstform sichtbar wird: vom Nullpunkt über gesellschaftliche Regelverstöße und das normative Hineingeworfensein in die Welt, über das Erlernen von Sprache und Regeln bis hin zum (mehr oder weniger) „funktionierenden“ Individuum.

Spannend und zunächst rätselhaft ist eine an diesem Abend in Handkes „Selbstbezichtigung“ verwobene Pinocchio-Geschichte. Im Nachdenken wird klar: Auch Pinocchio muss lernen, ein echter Junge zu werden. Er trägt Schuld – die lange Nase wird zum sichtbaren Zeichen – er wird buchstäblich an Fäden geführt und muss sich aus ihnen befreien. Menschwerdung durch Anpassung: Auch das lässt sich in Handkes Text wiederfinden. Gespielt wird grandios auf einer ebensolchen Bühne, (auch Michael Weber): ein Waldweg, ganz ursprünglich, auf dem Begegnungen stattfinden; das Publikum sitzt sich in zwei Reihen gegenüber, erlebt sich auch. Die Kostüme von Paula Kern sind klug gesetzt: eigentlich regelkonforme Anzüge (Bürokorsett), deren Details aber treffend zurechtgestutzt sind. Alle Spieler:innen sind für ihre Textbeherrschung und ihr Spiel zu loben. Tauchen Kinder auf einer Bühne auf, haben es bekannterweise alle anderen schwer. An diesem Abend haben es alle anderen besonders schwer: Die zehnjährige Elin Staab spricht die Reflexionen, diese Sprache groß und grandios – und man sieht und hört mit offen stehendem Mund, wie selbstverständlich und präzise sie das tut. 

Es ist ein/der/unser Lebenslauf, der in dieser Inszenierung auf die Bühne kommt – wir sind mitten im Leben – oder ist der Waldweg ein Friedwald und die Lebensbeichten sind Rückschauen? Auch hier eines der vielen Rätsel dieses großartigen Abends. Einiges bleibt schleierhaft und das ist gut so. Gute Kunst braucht Uneindeutigkeit und stellt Fragen. Sie mutet zu, sich einen eigenen Reim zu machen. Und schließlich: Kunst kann etwas Einzigartiges. Das wird an diesem Abend besonders deutlich – und ist gerade heute dringend notwendig: die Beschäftigung mit dem Selbst!

Ich bin… Ich habe… Ich werde…

Samstag, 12., Sonntag, 13., Donnerstag, 24., Freitag, 25., Samstag, 26. September; Samstag, 3., Freitag, 9. und Sonntag, 11. Oktober - jeweils um 20:00 Uhr; sonntags und feiertags 18:00 Uhr im Theater Willy Praml in der Naxos-Halle 
Foto: © Severyn Zelazny

Noch bis Sonntag, 13. September: Ausstellung Nathalie Grenzhaeuser „Unterströmung“ im Kunstverein Familie Montez

(Petra)

Für die Ausstellung entwickelt Nathalie Grenzhaeuser eine besondere auf den Ort bezogene Präsentationsform: ein Unterwasserszenario, in dem sich Dimensionen von architektonischen und fluiden Räumen sowie von Meerestieren verändern und verwandeln. Die Künstlerin strebt in dem unter einer Brücke gelegenen Galerieraum eine immersive Raumerfahrung an, die auf unterschiedliche Weise Zeigen, Sehen, Bewegen und Fühlen verbindet. Die Werke verknüpfen verschiedene Aspekte in einem choreografisch aufeinander abgestimmten Zusammenspiel. Teil der Installation ist außerdem ein dokumentarischer Film, der sich auf die Arbeitsprozesse und Routinen der Meeresbiologen konzentriert, die die Künstlerin im Zuge ihrer Arbeitsaufenthalte auf der White Sea Biological Station begleitet hat. Die inszenierten fluiden, dynamischen Räume sind faszinierend und von großer Schönheit, sie können bedrohlich werden und sind als Lebensraum mitunter selbst gefährdet. Das dabei möglicherweise aufkommende Gefühl von Unsicherheit lässt sich als künstlerisch beabsichtigte Unterströmung auffassen. Seit mehr als zehn Jahren setzt sich die Künstlerin Nathalie Grenzhaeuser in Fotografie und Film mit Wasser als Element und Lebensgrundlage sowie mit seiner Bedeutung als Lebensraum und ökologischem System auseinander. Zur Eröffnung heute gibt es um 18 Uhr eine dialogische Führung von Nathalie Grenzhaeuser und Dr. Jule Reuter, der Kuratorin der Ausstellung, eröffnet. 

Foto: ©Nathalie Graenzhaeuser, Kunstverein Montez 2026

Nathalie Grenzhaeuser „Unterströmung“ – Ausstellung, Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: Unter der Honsellbrücke, Vernissage mit Führung: 18 Uhr, am 20. August 2026 findet um 18 Uhr ein Künstlerinnen-Gespräch mit Dr. Sebastian Baden, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt, Finissage am 13. September in Anwesenheit der Künstlerin, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags von 13 - 19 Uhr, Eintritt: frei

Bis Sonntag 13. September: Tage der Industriekultur Rhein-Main

(Daniela)
Am 5. September starten wieder die „Tage der Industriekultur Rhein-Main“ mit vielen spannenden Führungen, Betriebsbesichtigungen, Ausstellungen uvm. Zudem startet zeitgleich die digitale Ausstellung „FrankfurtRheinMain auf dem Weg in die Moderne“, die in kurzen Filmbeiträgen Innovationen aus der Region und ihre Nachwirkungen bis heute in den Mittelpunkt stellt. 

Den Aufbruch in die Moderne hautnah erleben: Die „Tage der Industriekultur Rhein-Main“ laden dazu ein, den Wandel unserer Region zu entdecken. Unter dem Fokusthema „Auf dem Weg in die Moderne“ zeigt das Festival, wie neue Ideen, Technologien und Innovationen unsere Lebenswelt verändern – gestern, heute und morgen.

Die Besucher*innen erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Werksführungen, Workshops und Ausstellungen sowie Touren per Bahn, Schiff oder Rad: eine spannende Entdeckungsreise zu historischen Orten sowie Unternehmen und Institutionen, die exklusive Einblicke in aktuelle Entwicklungen geben. Dabei eröffnen sich faszinierende Perspektiven auf Themen wie Mobilität, Energie, Arbeit, Produktion, Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit. Ein Highlight ist die 5. Woche der KUNSTSTOFFSTRASSE im Landkreis Darmstadt-Dieburg.
Zum Programm: https://www.krfrm.de/tage-der-industriekultur-rheinmain/

FrankfurtRheinMain auf dem Weg in die Moderne – eine digitale Ausstellung
Wie prägen die Errungenschaften der Moderne die Rhein-MainRegion – und was bedeutet das für ihre Zukunft? Die digitale Ausstellung „FrankfurtRheinMain auf dem Weg in die Moderne“ geht diesen Fragen nach und rückt Orte, Ideen und Menschen in den Mittelpunkt: von der Luftfahrt in Zeppelinheim über die Hanauer Stadtplanung der 1920er-Jahre und die Schriftgießerei Klingspor bis zur Aartalbahn im Taunus und weiteren Innovationen. 

Im Zentrum stehen filmische Gespräche mit spannenden Persönlichkeiten an industriekulturellen Orten. Sie zeigen, wie diese Entwicklungen bis heute wirken und Impulse für aktuelle Herausforderungen geben – etwa für bezahlbares Wohnen, nachhaltige Entwicklung und demokratische Kommunikation. 
Das Medienprojekt ist ab September 2026 dauerhaft online und per QR-Code im öffentlichen Raum abrufbar – eine vernetzte Ausstellung, die einlädt, die Moderne in Rhein-Main neu zu entdecken und weiterzudenken.

Foto: Dreh Hanau, Foto: KulturRegion, Kay-Hermann Hörster

Noch bis Sonntag, 13. September: SOFT & HARD SCULPTURES - Wollgebäude und Metallgeflechte von Katharina und Rüdiger Krenkel in der Heyne Kunst Fabrik

(Petra)

Gezeigt werden Skulpturen der Bildhauergeschwister Katharina und Rüdiger Krenkel. Die weichen Skulpturen aus gehäkelten Materialien wie Wolle und Schnur interagieren mit den Werken aus hartem Metall und Stein. Dabei kann Hartes auch weiche Formen annehmen und Weiches auch eckig daherkommen. In dieser Ausstellung bieten die beiden Krenkel-Geschwister nun ein Zusammenspiel von Skulpturen- und Objekten aus verschiedenen Materialien und Formen an einem Ausstellungsort. Viele der Objekte werden und wurden speziell für diese Ausstellung geschaffen. Lasst Euch überraschen von den Objekten aus Metall, Wolle und Schnur. Neben dem Galerieraum wird auch der Außenbereich bespielt.

Foto: ©Katharina Krenkel – Soft Sculpture, Heyne Kunst Fabrik

SOFT & HARD SCULPTURES - Wollgebäude und Metallgeflechte von Katharina und Rüdiger Krenkel, Ort: Heyne Kunst Fabrik, Adresse: Bleichstr. 67, Offenbach, Uhrzeit Vernissage: 19 – 22 Uhr(die Künstler sind zur Vernissage anwesend), Finissage: Sonntag, 13.September ab 15.00 Uhr mit dem Rollenden Museum, Öffnungszeiten: donnerstags: 27. August, 3. September 17 - 20 Uhr, sonntags: 30. August, 6. September 15 -18 Uhr, Finissage: 13. September 15 - 18 Uhr

Sonntag 13. September: 34. Bahnhofsviertel Classics: „Welcome FlieKü!“

(Daniela)

Das „fliegende künstler:innenzimmer“, ein mobiles Atelier für Kunst, Austausch und Begegnung, landet für die kommenden fünf Jahre im Frankfurter Bahnhofsviertel und öffnet am 11. September von 14-19 Uhr seine Türen.

Feiern Sie mit uns und der Crespo Foundation am 13. September das Eröffnungswochenende des „FlieKü“ mit unserem diesjährigen Open Air-Konzert. Die Frankfurter Crespo Foundation setzt sich dafür ein, dass Menschen ihr Leben selbstbestimmt gestalten und die Gesellschaft aktiv mit prägen können. Mit ihren Programmen und Förderungen schafft sie Zugänge und Möglichkeitsräume, in denen Menschen ihr Potenzial entfalten können.

Ihre musikalische Reise beginnt in Osteuropa mit Volksliedern aus Ungarn und Rumänien. Weiter geht es in den Südwesten Europas zum französischen Jazz Manouche. Die Tour endet - wie kann es bei unseren Open Air-Konzerten anders sein - mit Rhythmen aus Lateinamerika. Bach, Brahms und Paganini reisen mit.

Zu den Musikern: Das größte Instrument, den Kontrabass, übernimmt Ioan Cristian Braica. Mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, begann Cristians Karriere im Orchester der Rumänischen Oper. Heute ist er Vorspieler im hr-Sinfonieorchester. Der kolumbianische Gitarrist Carlos Vivas hat seine Premiere bei den Bahnhofsviertel Classics. Ein Stipendium brachte den jungen Musiker nach Deutschland und schließlich an die HfMDK in Frankfurt. Er ist jetzt Professor in Heidelberg und gefragter Solist. Am Akkordeon erwartet Sie Vassily Dück. Seine Kunst führte ihn von der Philharmonie Altai über das Staatliche Orchester Sibirien zu Auftritten in der Alten Oper Frankfurt, am Gasteig München oder im Nationaltheater Mannheim. Laurent Weibel spielt die Geige.

Sonntag, 13. September, 15 Uhr
François-Mitterrand-Platz, 60329 Frankfurt am Main
Der Eintritt ist frei. Wir spielen bei jedem Wetter. Ihnen stehen Sitzbänke zur Verfügung, so lange der Vorrat reicht. Falls Sie aus besonderen Gründen einen Sitzplatz benötigen, teilen Sie uns das hier mit. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Getränke gibt es ab 14:30 Uhr.
Auf unserer Website finden Sie alle Details zum Konzert. Weitere Details zum FlieKü finden Sie hier.

Sonntag, 13. bis Mittwoch, 16. September: Wanderkino: Laster der Nacht

(Uwe)

Seit mehr als 25 Jahren fährt Tobias Rank mit dem knallroten Magirus Deutz durch die Lande, um Cineasten ein Alternativprogramm zum Hollywood-Hochglanz-Kino zu präsentieren. Slapstick-Komödien, Monumentalfilme oder auch Streifen aus der Independent- und Avantgarde-Szene der Stummfilm-Ära begleitet er live musikalisch am Klavier gemeinsam mit Waltraut Elvers (Bratsche). 

  • 13.09: Kurzfilmprogramm mit „Diese fürchterlichen Hüte (USA, 1896 -1909) & „Drei Zeitalter“ von und mit Buster Keaton (USA, 1923). Im Carree, bei Regen findet die Veranstaltung in der Centralstation statt.
  • 14.09: Kurzfilmprogramm mit „Walter, der Detektiv“ (GB, 1926), Drei Filme mit den Kleinen Strolchen (USA 1924 – 1928), „Tagträume“ von und mit  Buster Keaton (USA, 1922). Hof der Bessunger Knabenschule, bei Regen findet die Veranstaltung in der Bessunger Knabenschule statt.
  • 15.09: Kurzfilmprogramm mit „Fliegende Elefanten“ mit Stan Laurel & Oliver Hardy (USA, 1927), „Ein Uhr nachts“ von Charlie Chaplin (USA, 1916), „Cops - Buster und die Polizei“ von Buster Keaton (USA,1922). Johannesplatz, bei Regen findet die Veranstaltung in der Johanneskirche statt.
  • 16.09: Kurzfilmprogramm mit „Der Mann mit der Kamera“ (UdSSR, 1929). Im Carree, bei Regen findet die Veranstaltung in der Centralstation statt.

Wechselnde Orte (siehe einzelne Tage) - Eintritt frei! Einlass: 20.00 Uhr
Foto: Centralstation

Sonntag, 13. September: Der Ackermann und der Tod

(Martin)

Theatralische Lesung mit Musik 

Viele kennen die Kirche St. Leonhard als Baustelle – das ist jetzt vorbei! Die Restaurierung von St. Leonhard ist abgeschlossen und eine der Hauptsehenswürdigkeiten des mittelalterlichen Frankfurts ist wieder zugänglich. Durch die Restaurierung konnte ein sehr besonderer Raum entstehen: die Nordvorhalle – und mit einem kleinen Kulturprogramm wird diese erlebbar gemacht. Zu den Neuentdeckungen in der Nordvorhalle zählt auch mittelalterliche Wandmalerei. Das Fragment einer Szene zeigt den Tod, der die Worte spricht: „alles geht durch meine Hand“. Diese Entdeckung ist der Anlass für die Lesung eines berühmten mittelalterlichen Textes: des um 1400 von Johannes von Tepl verfassten Streitgesprächs zwischen dem Autor, der seine geliebte Ehefrau verliert, und dem Tod. 

Vor der Lesung wird das Malereifragment vorgestellt. Einführung: Bettina Schmitt (Dommuseum) / Mit: Reinhold Behling und Axel Gottschick / Musikalische Begleitung: Judith Freise, Barockgeige und Toshinori Ozaki, Laute

St. Leonhard (Nordvorhalle), Am Leonhardstor 25 um 17.00 Uhr (Dauer: ca. 70 Minuten) 
Foto: © Dommuseum

Sonntag, 13. September: Of/ Lande Hekt

(Andrea)

Lande Hekt hat sich still und leise zu einer der besten Underground-Songwriterinnen Großbritanniens entwickelt. Auf ihrem Debütalbum *Going To Hell* (2021) und dem Nachfolger *House Without a View* (2022) setzte sie sich mit ihrer queeren Identität, ihrer Nüchternheit und Kindheitstraumata auseinander – verpackt in ehrlichen, fast wie ein Gespräch wirkenden Indie-Pop. Dies verschaffte ihr Auftritte als Support-Act für Bands wie Alvvays, Throwing Muses und The Beths. Ihr neues Album *Lucky Now*, das gemeinsam mit dem Produzenten Matthew Simms (Wire, It Hugs Back) geschrieben und aufgenommen wurde, zeigt Lande Hekt so gereift und selbstbewusst wie nie zuvor. „Ich mache mir nicht mehr so ​​viele Gedanken darüber, wie ich mich präsentiere“, sagt Hekt. „Ich habe versucht, weniger darüber nachzudenken, wie Dinge wirken, und stattdessen einfach Songs zu schreiben, bei denen ich mich mit mir selbst und meinen Werten verbunden fühle.“ Hekts musikalische Bezugspunkte – The Wedding Present, The Sundays, The Replacements – sind geblieben, doch gleichzeitig hat sie sich intensiver mit anderen Einflüssen auseinandergesetzt. Mit seinen euphorischen, hymnischen Melodien und den wunderschönen, greifbaren Gitarrenklängen ist *Lucky Now* stark vom Twee-Pop und Jangle-Pop der 1980er Jahre (etwa The Pastels, Tallulah Gosh und The Bats) sowie von moderneren Vertretern dieses Sounds wie Autocamper und Jeanines geprägt. Dieser Klang passt perfekt zu Hekts neuer lyrischer Haltung: Auch wenn Verzweiflung und Ängste aufkommen, gräbt sie tief, um Momente der Dankbarkeit zu finden. „Ich wollte versuchen, etwas Positiveres zu schaffen – etwas, das ich generell öfter anstrebe –, einfach um nicht auseinanderzufallen“, erklärt Hekt". 18 Uhr 

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Montag 14. - Sonntag 20. September: 10 Jahre Internationales Frauen*Theaterfestival „Feministische Demokratie“

(Daniela)

THEATER, PERFORMANCES, TANZ, LIVEMUSIK, VIDEOKUNST, AUSSTELLUNGEN, WORKSHOPS,
GESPRÄCHE & KINDERPROGRAMM – VON FRAUEN* UND FÜR ALLE!

Feministische Perspektiven auf Demokratie
Im Fokus der diesjährigen Ausgabe steht feministische Demokratie und die Frage, wie Mitbestimmung, Gleichberechtigung und Macht zusammenwirken. Das Festival beleuchtet unterschiedliche Lebensrealitäten und Perspektiven und sucht nach Wegen zu gerechteren, vielfältigeren demokratischen Räumen. Kunst wird dabei zum Ort für Teilhabe, Fürsorge und Widerstand. Queere, antirassistische und dekoloniale Stimmen stehen ebenso im Mittelpunkt wie die Stärkung einer feministischen Friedenskultur.
Festivaleröffnung mit Programmhighlight „DIASPORA – Eine zeitgenössische Tragödie“
Am Eröffnungsabend um 21.00 Uhr präsentieren antagon theaterAKTion und Ondadurto Teatro mit „DIASPORA – Eine zeitgenössische Tragödie“ ein eindringliches Festivalhighlight. Euripides’ „Die Troerinnen“ wird zur zeitgenössischen Geschichte über Krieg, Flucht und Vertreibung – erzählt aus der Perspektive von Frauen*, Geflüchteten und Unbeteiligten. Tanz, physisches Theater und Live-Musik schaffen ausdrucksstarke Bilder und fragen nach unserer Verantwortung angesichts von Gewalt, Ausbeutung und Krieg.

BLUE LAB – DIVERSITY ist eine von der UNESCO-IOC im Rahmen der UN-Dekade der Ozeanforschung für
nachhaltige Entwicklung anerkannte Initiative, die durch die Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Umwelt zu mehr Nachhaltigkeit und Ozeanschutz beiträgt. Als Teil des IF*TF steht die Verbindung von Geschlechtergerechtigkeit und Ocean Literacy – dem Wissen über die Beziehung zwischen Mensch und Ozean und die daraus erwachsende Verantwortung – im Mittelpunkt. Am Mittwoch, 16. September ab 19.00 Uhr verbinden der Film „Women from the Sea“ von Raquel Clemente Martins und ein anschließendes Expertinnen-Gespräch feministische Perspektiven mit Kunst und Meereswissenschaft.
Symposium – Wissenschaft, Kunst und Aktivismus im Dialog.

Beim diesjährigen Symposium des IF*TF „Feminist Democracy – 10 Years of Staging the Future“ kommen
am Freitag, 18. September ab 16.00 Uhr und am Samstag, 19. September ab 14.00 Uhr Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen zusammen, um über feministische Demokratie in Kunst, Theater, Aktivismus und Wissenschaft zu diskutieren. Im Zentrum stehen Teilhabe, Mitbestimmung und die Frage, wie Freiheit, Gleichheit und Solidarität unser Zusammenleben prägen können. Das Symposium wird in Kollaboration mit dem Cornelia Goethe Centrum und im Rahmen des TAKE CARE! – Festival of Solidarity and Resistance in Kooperation mit dem Frauenreferat Frankfurt veranstaltet.
Das komplette Programm des IF*TF 2026 findet ihr auf: www.iftf-frankfurt.com
©„DOMINA“ von Ondadurto Teatro © Stefano Moscardini

Montag, 14. September: Romanhaus/Literaturfabrik: Meine Playlist

(Uwe)

Ein super Format!  Musik in der Luft: Was, wie, wen hören Autorinnen und Autoren? Wieder laden Romanfabrik und Literaturhaus zwei Autor*innen ein, ihre Playlist mitzubringen. Dieses Mal ins Literaturhaus. Gemeinsam wird Musik gehört, über Musik gesprochen, über Bücher, über laute und leise Lektüren. Es gibt Ratespiele und der ganze Saal beteiligt sich.

Zu Gast ist zum einen die Autorin Paula Fürstenberg, die bereits zwei Romane vorgelegt und nun mit Niewiedervereinigung. 100 Zwischenrufe zur deutschen Einheit (KiWi) einen wütenden Aufruf geschrieben hat.  Es bräuchte, sagt sie, eine gemeinsame Sprache, die der deutschen Vielfalt gerecht wird. Außerdem dabei ist der Ökonom und Essayist Daniel Stähr. 

Literaturhaus, Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt
Foto von Paula Fürstenberg: Sophie Kirchner

Dienstag 15. September: Diskussion: "Frankfurt should! – Professionelle Bedingungen oder Kunst als Hobby?"

(Daniela)

Unter dem Titel "Frankfurt should! – Professionelle Bedingungen oder Kunst als Hobby?" diskutieren Vertreter*innen der Freien Szene, Politik und Kulturförderung Voraussetzungen für nachhaltige, professionelle Freie Darstellende Künste in Frankfurt.
  
Auf dem Podium: 
– Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin 
– Dr. Susanne Völker, Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain 
– Christian Becker, CDU 
– Julia Eberz, DIE GRÜNEN 
– Dr. Philipp Schulte als Vertreter des Theaterbeirats 
– Jan Deck, laPROF 
– Simon Möllendorf, Produktionshaus NAXOS 
  
Moderation: Dr. Leonie Otto 
Sie hat u.a. als Theater‑ und Tanzwissenschaftlerin, Dramaturgin sowie Projektassistentin in der Freien Szene gearbeitet. Dr. Leonie Otto war Jurymitglied der Tanzplattform in Deutschland 2018 und von 2021 bis 2024 Mitglied des Frankfurter Theaterbeirats.

Es wird eine Übersetzung in Englisch angeboten.

Produktionshaus NAXOS 
Waldschmidtstr. 19, barrierefrei, 60316 Frankfurt am Main 
produktionshausnaxos.de 

Dienstag 15. September: Nicole Johänntgen Quartett, Henry III

(Daniela)

Mitsingen, mittanzen, mitmachen – mehr wird vom Publikum bei einem Konzert des Nicole Johänntgen Quartetts nicht erwartet. So titelt Detlef Kinsler bei seinen Top 5 der Jazz/World Konzerte, die im September in Frankfurt stattfinden. Die umtriebige saarländische Wahlschweizerin kommt mit ihrem Album Henry III auf Einladung der Jazzinitiative Frankfurt und der FABRIK in den Konzertsaal der Bonifatiuskirche. Ihr neues Album „Henry III“ ist funky und erfrischend, einfach und ehrlich gespielt, groovend und rumpelnd vom New-Orleans-Jazz inspiriert. Mit knackigen Melodien und einigen Trommelwirbeln macht das Quartett mächtig Dampf. An den Drums ist Pius Baschnagel, Victor Hege spielt das Sousaphone, Marc Roos und Nicole Johänntgen Posaune und hoffentlich Nicole auch Gesang. "Südstaaten-Funk trifft auf freien Blues" so beschreibt Jazz thing & Blue Rhythm den ungewöhnlichen Sound des Nicole Johänntgen Quartetts. 

Di 15.09.| 20:00 | Einlass 19:00 | Nicole Johänntgen Quartett, Henry III
Veranstaltungsort: Sankt Bonifatius Konzertsaal, Untergeschoss | Holbeinstraße 70, 60596 Frankfurt am Main 
Anfahrt ÖPNV: Südbahnhof U1,2,3,8 | S3, 4, 5, 6 | Straßenbahn 15, 16, 18

Mittwoch, 16. September: Mindestens haltbar bis

(Andrea)

Ich habe schon ein paar Mädels zusammengetrommelt und wir gehen zur (vorerst) letzten Vorstellung von Mellis Bestandsaufnahme am 16. September. Mit dem Programm hat sie, zumindest bei uns, einen Nerv getroffen: Wir sind alle Mitte 50, die Kinder langsam aus dem Haus und tatsächlich stellen sich viele Fragen, die Marie Condo bisher noch nicht beantworten konnte. So wie ich Melli bislang erlebt habe, wird es auf jeden Fall ein munterer Abend, ich freue mich darauf! Mindestens haltbar bis: eine Bestandsaufnahme  

Plötzlich ist man Ende 50 und findet sich zwischen den Welten wieder: Zwei Drittel Leben sind schon rum. Die Eltern sterben, die Kinder ziehen aus und selbst muss man sich neu aufstellen. Zurück bleibt ein Wust an Dingen: Möbel, die man loswerden möchte, Memorabilia in kleiner und großer Form. Und man fragt sich: Was mache ich damit? Was kann weg, was soll bleiben? Verschwinden die Erinnerungen, wenn die Dinge gehen? Ist es gut auszumisten – sowohl Haus als auch das Hirn? Melina Hepp lädt das Publikum zu einem skurrilen und ganz persönlichen Sonder-Sale der Dinge, Träume und Erinnerungen. Von und mit Melina Hepp, Michelle Koprow. Film- und Audioprojektion: Michelle Koprow Dramaturgische Mitarbeit und Sound: Thomas Buchenauer. Foto: Robert Schittko. Karten: https://www.kulturhaus-frankfurt.de/gasttheater/stueckedetail/stueck/mindestens-haltbar-bis

Kulturhaus Frankfurt, Pfingstweidstr. 2 / 20 Uhr

Ab Donnerstag, 17. September: BERND – OPERATION GERMANENKIND im Mal Seh’n Kino

(Daniela)

Meine Freundin Sarah empfiehlt diesen Film des ehemaligen „Frankfurter Bubbs“ Conny wärmstens:

BERND ist ein Schauspieler mit Behinderung, mit dem ein linkes Künstler*innen-Kollektiv gern seine Inklusionshaltung unter Beweis stellen würde. Er ist aber laut, vulgär, rassistisch und sexistisch und je weiter Bernds Provokationen gehen, desto deutlicher überschreiten auch die anderen ihre Grenzen.

Cornelius Schwalm verteilt die Rollen nicht sauber in Gut und Böse. Schwarzer Humor, Provokation, eine ordentliche Portion Unbehagen: ein Film darüber, wie schwer Ambivalenz auszuhalten ist. Und damit passt er ziemlich gut in eine Zeit, in der wir schnell in „wir“ und „die anderen“ sortieren.

Am Donnerstag ist der Regisseur selbst im Kino dabei.

BERND – OPERATION GERMANENKIND
Donnerstag, 17. September, 19:30 Uhr
Mal Seh’n Kino, Adlerflychtstraße 6, Frankfurt
anschließend Gespräch mit dem Regisseur
Zum Trailer. Tickets gibt es hier.

Foto: © Filmgalerie 451

Donnerstag, 17. September: Ramonns

(Andrea)

Von den Ramones habe ich das erste Mal bei Stephen King gelesen, in einem Alter, als Werner Reincke noch im Radio die, wie hieß die Senung noch gleich, Hitparade? präsentierte. Aber schon damals war mir klar, die müssen groß sein, warum sonst sollten sie in den meisten Büchern Kings Erwähnung finden. Ich war mehr Team Disko als Punk, hat also eine Weile gedauert und heute weiß ich natürlich um die Coolheit der Band. Sie selbst ist Geschichte, aber sie leben weiter: Ramonns werden auch 2026 alle Kultsongs der früheren US-Band auf die Bretter zaubern und das Publikum wieder mächtig in Bewegung bringen: von Rockaway Beach über Rock'n'Roll Highschool, Blitzkrieg Bop, Sheena is a punkrocker bis Pet Sematary. Die Tribute-Band aus Frankfurt versteht es einfach, die Leute mitzunehmen! Und wenn am Konzertende wieder "Bye, bye baby" ertönt, wird Sänger Joey sicher wieder die eine oder andere rote Rosen verteilen. Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19.30 Uhr 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Donnerstag, 17. September: Of/ Urban Gardening - Dachbegrünung

(Andrea)

Ob Kräuter anbauen, Regenwasser clever nutzen oder insektenfreundliche Blumenkästen gestalten – bei "Urban Gardening" präsentieren jeden 3. Donnerstag im Monat erfahrenen Fachleute praktische Tipps und Tricks rund ums Gärtnern. Wie wär's mit Pflanzen statt Beton vor den Fenstern? Gerade in der Hitze der Sommersonne werden die Auswirkungen des Klimawandels in Großstädten deutlich spürbar. Doch mit dem Begrünen von Dächern und Fassaden sowie dem Pflanzen und Erhalten von Bäumen kann man etwas dagegen tun! Und es kommt noch besser: Für die Klimaanpassungen bietet euch die Stadt Offenbach bares Geld. Wie ihr als Privateigentümer:innen oder Mieter:innen sowie als Unternehmen, Verein und Organisation eine Förderung erhaltet, erklärt euch das Umweltamt der Stadt Offenbach. Zusätzlich erwartet euch am Ende des Abends ein informativer Vortrag zum Artenschutz rund ums Haus – und ein Quiz: Wer teilnimmt, hat die Chance auf einen tollen Gewinn! Verlost werden ein Buch und einen Nistkasten.

SCAPE, Frankfurter Straße 39, Offenbach

Donnerstag, 17. September: Of/ Bücherbus on the Road

(Andrea)

Bücher öffnen Welten - und die bleiben all jenen verschlossen, die nicht lesen oder schreiben können. Darauf macht einmal im Jahr der der Weltalphabetisierungstag am 8. September aufmerksam.Auch in Offenbach gibt es viele Erwachsene, die Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben haben. Das Offenbacher Grundbildungszentrum unterstützt sie dabei, ihre Fähigkeiten zu verbessern. Die Angebote sind kostenlos. Und damit Menschen Lust aufs Lesen (lernen) bekommen, hat Ida Todisco, die seit einigen Jahren schon mit dem Bücherbus on the Road ist und für den Deutschen Lesepreis 2026 nominiert ist, wieder spannende Autorinnen und Autoren eingeladen. Zu Gast ist Sigrid Katharina Eismann. Sie ist Lyrikerin, Autorin, Künstlerin und Übersetzerin. Seit vielen Jahren ist sie in der Offenbacher Kulturszene aktiv. Ihre Texte beschäftigen sich immer wieder mit Orten, Erinnerungen und Geschichten. Das Besondere an diesem Abend ist, dass auch Lernende des Offenbacher Grundbildungszentrums kurze Texte vorlesen. So treffen professionelle Literatur und persönliche Geschichten aufeinander. Lesen braucht solche Orte der Begegnung. Gerade mit Blick auf junge Menschen ist das wichtig. Aktuelle Zahlen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zeigen, dass 2026 fast ein Drittel weniger Menschen zwischen 10 und 15 Jahren Bücher kauften als im Vorjahr. Der Verband sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf bei der Lese- und Medienkompetenz.Der Eintritt ist frei. Alle sind herzlich eingeladen. 18 Uhr

Büsingpark, Offenbach

Donnerstag, 17. – Samstag, 19. September: wir / us

(Martin)

Wen Hui & Living Dance Studio

2022 zog die Choreografin Wen Hui mit 62 Jahren von Peking nach Frankfurt am Main. Viele staunten. Denn die Jahre über sechzig werden allgemein als Endphase des Lebens bezeichnet. Wen Hui wagte jedoch einen radikalen Neuanfang – inspiriert von der chinesischen Vorstellung, dass mit dem sechzigsten Lebensjahr ein neuer Lebenszyklus beginnt. 

In „wir/us“ lädt die Choreografin sieben Frankfurterinnen über 60 ein, mit ihr die Bühne zu teilen und diese besondere Lebensphase zu erkunden. Alle bringen sehr individuelle Lebensgeschichten und Erfahrungen gesellschaftlicher Veränderungen ein, die sich in ihre Körper eingeschrieben haben. Während älter werdende Körper von Frauen im Alltag häufig unsichtbar gemacht werden, entdecken Wen Hui und ihre Mitstreiterinnen sie als kostbare Wissensspeicher, als Quelle der Komplizenschaft, der Widerständigkeit und des Aufbruchs. Und verwandeln die Bühne in einen Ort des Spielens, des Albernseins und des Feierns.

Donnerstag, 17. und Freitag, 18. um jeweils 20.00 Uhr, Samstag, 19. September um 17.00 Uhr
Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Jörg Baumann

VORSCHAU

Freitag, 18. September - Sonntag, 17. Januar 2027: Ausstellung „Tony Rizzi: Work Hard, Don't Lie, and Try Not to Hurt Anybody“ im Fotografie Forum Frankfurt

(Petra)

Beim Stichwort „Tony Rizzi“ bekomme ich glänzende Augen: Erinnere mich an wilde Partys in seiner Wohnung in den Neunzigern, damals hatte ich das Gefühl, dass er mit seinem Glamour und seinen Projekten einiges Großstadtfeeling nach Frankfurt gebracht hat. Mittlerweile lebt und arbeitet er 40 Jahre in der Stadt – und hat unser Kulturleben in dieser Zeit stark mitgeprägt. Und Forsythe ja sowieso. Auf jeden Fall läuft im Fotografie Forum Frankfurt ab heute eine Ausstellung, die dem US-amerikanischen Tänzer, Choreografen und Fotokünstler Tony Rizzi gewidmet ist, auf die ich sehr neugierig bin. Ausgehend von seiner internationalen Arbeit im Tanz wurde die Fotografie für Rizzi zu einem weiteren kreativen Prozess, um sich mit anderen zu verbinden. Erstmals ermöglicht die Schau einen tiefen Einblick in seine intuitive fotografische Praxis. Von seinen frühen Schwarz-Weiß-Fotografien, über die charakteristischen Polaroids und Fotocollagen bis hin zu den aktuellen Videoarbeiten veranschaulichen die Werke seine künstlerische Vielseitigkeit. Teil der Ausstellung sind auch Nachbildungen von Küche und Wohnzimmer seiner Wohnung im Bahnhofsviertel, in denen die Besucher*innen den Künstler an einigen Tagen, an denen es heißt „Tony is in the house“ auch treffen können.  Begleitend zur Ausstellung erscheint auch seine erste Monografie und Workshops am 31.10.+01.11. mit Rizzi könnt Ihr außerdem hier buchen.

Foto: ©Tony Rizzi „An Accident, 1996“ 2026

Tony Rizzi „Work Hard, Don't Lie, and Try Not to Hurt Anybody“ – Ausstellung, Ort: Fotografie Forum Frankfurt, Adresse: Braubachstr. 30 - 32, Vernissage Freitag ab 19 Uhr (Öffnungszeiten dienstags - sonntags 11 - 18 Uhr), Eintritt: 8 (5) Euro, bedingt barrierefrei

Freitag, 18. und Freitag, 25. September: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

(Martin)

In der letzten Spielzeit war die Inszenierung von ‚Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui‘ immer ausverkauft. 
Das wundert nicht, denn hier stimmt alles: geniales Bühnenbild, klassische und moderne Theaterformen gehen kongenial miteinander auf, Schauspieler:innen, denen man an den Lippen hängt und eine Regie, die sich was traut. 

Nach der Premiere sendete der HR2 in der Frühkritik: 
»Christian Weise gelingt mit seiner Inszenierung ein regelrechter Coup: Er führt mit dem wunderbaren Ensemble einen Live-Film auf - wir sehen auf der Leinwand, was sich dahinter ereignet. Richtig unterhaltsam ist es, wenn Schauspieler immer wieder auf die Vorderbühne kommen. Drei Stunden gehen wie im Flug vorbei, Dank der kongenialen Inszenierung, den visuellen Effekten, den lustigen Kostümen, aber auch wegen der Musik. Dieses Stück und seine einzelnen Mimen sind ein absoluter Hingucker.« 

Stimmt!
Chicago in der Wirtschaftskrise: Der Gemüsehandel stockt, die Händler verzweifeln. Die führenden Blumenkohlhändler wollen den Handel wieder ankurbeln, aber den Gangster Arturo Ui wollen sie nicht mitmischen lassen. Stattdessen spinnen sie ihre eigene Intrige und überreden einen angesehenen Stadtpolitiker zur Korruption. Doch Ui weiß die Schwächen der anderen gegeneinander auszuspielen und seine politische und geschäftliche Karriere nimmt schnell Fahrt auf. Er begreift, dass Gewalt allein für seine Machtexpansion nicht ausreicht – auch die Manipulation der Öffentlichkeit gehört dazu. In seinem Größenwahn macht er weder vor alten Weggefährten noch an den Stadtgrenzen Chicagos Halt.

Bertolt Brecht schrieb 1941 im Exil diese Parabel auf die Karriere Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten. Die Verortung der bissigen Satire im amerikanischen Gangstermilieu war laut Brecht sein »Versuch, der kapitalistischen Welt den Aufstieg Hitlers dadurch zu erklären, dass er in ein ihr vertrautes Milieu versetzt wurde«. Damit stellen sich die Ereignisse nicht als schicksalhaftes Verhängnis dar, sondern als die Konsequenz der herrschenden Verhältnisse unter der Mitwirkung Vieler. Faschismus ist kein historischer Einzelfall, sondern die auch heute immer noch mögliche Fortsetzung der Geschäfte mit anderen Mitteln.

Also: ein Stück und eine Inszenierung von brennender Aktualiltät! 
Freitag, 18. und Freitag, 25. September um jeweils 19.30 Uhr:  Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui von Bertolt Brecht, Schauspiel Frankfurt

Foto: © Thomas Aurin

Freitag 18. - Samstag 3. Oktober: Hessische Dokumentarfilmtage LETsDOK

(Daniela)

Arktis-Pionierinnen und Zirkusleben
Die Hessischen Dokumentarfilmtage LETsDOK finden vom 18. September bis 3. Oktober 2026 an zehn Orten in ganz Hessen statt. Unter dem Motto „Schau hin!“ stehen 21 Dokumentarfilme in 29 Veranstaltungen auf dem Programm. Alle Vorführungen werden durch Publikums- und Filmgespräche begleitet.

Besonders bemerkenswert
Eröffnung (Freitag, 18.09.2026, Arthouse-Cinema, Frankfurt am Main)
EISFRAUEN (Regie: Dorothea Braun & Jens Becker) wird als Preview vor dem offiziellen Kinostart gezeigt. Der Film porträtiert historische und moderne Arktisforscherinnen.

Retrospektive Pavel Schnabel (DFF Frankfurt am Main): 
Werkschau zum 80. Geburtstag des Regisseurs und Kameramanns mit Podiumsgesprächen zu „Kamera im Dokumentarfilm“ (19.09.) und „Montage im Dokumentarfilm“ (23.09.).

Sonderreihe „Filme an besonderen Orten“: 
Der mit dem Deutschen Filmpreis 2026 ausgezeichnete Kinderdokumentarfilm ZIRKUSKIND wird exklusiv für Schulklassen u. a. unter der Kuppel von Circus Waldoni (Darmstadt) und Zirkus Chicana (Dietzenbach) gezeigt.

Veranstalter: Initiator ist die AG DOK Regionalgruppe Hessen. Die Hessischen Dokumentarfilmtage sind Teil der bundesweiten LETsDOK-Veranstaltungsreihe. Ziel ist es, dem künstlerischen Dokumentarfilm Raum für gesellschaftlichen Dialog, Empathie und tiefere Einblicke abseits der schnellen Tagesmedien zu geben.
Mehr Infos: https://hessische-dokumentarfilmtage.de/

Freitag 18. September: EISFRAUEN

(Daniela)

Der Film eröffnet als Preview vor dem offiziellen Kinostart die Hessischen Dokumentarfilmtage und gibt den Auftakt zur bundesweiten Veranstaltungsreihe LETsDOK 2026.
EISFRAUEN (Regie: Dorothea Braun & Jens Becker) als Preview vor dem offiziellen Kinostart.

EISFRAUEN erzählt die Geschichte der Arktis neu: Aus weiblicher Perspektive. Weg vom männlich geprägten Narrativ heroischer Eroberung, hin zu wissenschaftlicher und weiblicher Neugier, Intuition und Widerstandskraft. Von Josephine Peary, die im Eis schrieb und forschte, über Ada Blackjack, die auf Wrangel Island ums Überleben kämpfte, bis zu Louise Arner Boyd, die sieben große Arktisexpeditionen leitete und mit technischer Präzision dokumentierte. Ihre Stimmen sind nicht verstummt – sie finden ihr Echo in der Gegenwart: bei der Glaziologin Angelika Humbert, der Inupiat-Linguistin Maddy Kiminaq Alvanna-Stimpfle und der Sozialarbeiterin Kaalannguaq Eipe Uvdloriaq aus Qaanaaq in Nordgrönland.

Jens Becker, Dorothea Braun — D 2026 — 90 Min
Frankfurt — Cinéma Arthouse Kinos — 18.09.2026 — 18:00 Uhr
Im Gespräch: Regisseurin Dorothea Braun und und Editorin Britta Kastern
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Freitag, 18. September: Anuv Jain

(Andrea)

Das Rolling Stone Magazin nennt ihn „die Zukunft indischer Musik“ – und wer Anuv Jain einmal gehört hat, weiß warum. Der Singer/Songwriter gehört mit gerade einmal 30 Jahren schon zu dengroßen Stimmen der modernen Indie-Szene. Was 2012 als YouTube-Projekt eines zurückhaltenden Studenten begann, hat sich zu einer internationalen Erfolgsgeschichte entwickelt. Seit seinem Durchbruch mit „Baarishein“, das mittlerweile über 800 Millionen Streams verzeichnen kann, berührt Jain mit seiner Musik Millionen von Menschen auf der ganzen Welt.
In seinen bislang 14 veröffentlichten Songs gelingt es ihm immer wieder, persönliche Erfahrungen in Musik zu verwandeln, die weltweit Menschen bewegt: Sein 2023 erschienener Hit „Husn“ wurde in Indien zum zweitmeist gestreamten Song des Jahres und erreichte zudem die Top 100 der internationalen Spotify- Charts – ein Beweis für die universelle Sprache seiner Musik. Mit jeder Note vermittelt Anuv Jain eine leise Intensität, die unter die Haut geht – intim und verletzlich zugleich. Seine Songs sind schlicht, ehrlich und von einer berührenden Ruhe geprägt. Eine warme Baritonstimme und minimalistische Gitarrenmelodien genügen, um mitreißende Geschichten zu erzählen. Die Texte wirken oft wie ein stilles Gespräch mit sich selbst: Es geht um das fragile Gleichgewicht zwischen Nähe und Freiheit, um Liebe, Verlust, Erwachsenwerden, Trauer und Selbstfindung.
Auch live hat sich Anuv Jain längst einen Namen gemacht. Seine Konzerte sind tiefgehende, fast meditative Erlebnisse. Wenn er allein mit seiner Gitarre auf der Bühne steht, entwickelt sich eine spürbare Nähe zwischen ihm und seinem Publikum – ein stiller Moment der Verbundenheit, der lange nachhallt. Nach seinen restlos ausverkauften Tournee  „Dastakein“ (2021) und „Guldasta“ (2023) folgt nun der finale Teil der Trilogie: „Dastakhat“. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Freitag, 18. September: Of/ Glennkill: Ein Schafskrimi

(Andrea)

Kino Kulinarisch zieht wieder in die Alte Schlosserei, der Sommer schein unweigerlich vorbei. Nein, die Wahrheit ist natürlich, dass die Bauarbeiten beendet scheinen. Egal, die Urlaubszeit ist noch nicht vorbei und gemeinsam reisen wir heute in die saftigen grünen Wiesen Irlands. Dort lebt Schäfer George (sensationell: Hugh Jackman!) und liest seinen geliebten Schafen jeden Abend Krimis vor und nimmt an, dass sie kein Wort davon verstehen. Doch als ein mysteriöser Vorfall das friedliche Leben auf der Farm durchbricht, wird den Schafen bewusst, dass sie selbst nun die Ermittlungen übernehmen müssen. Also folgen sie der Spur der Beweise und machen menschliche Verdächtige ausfindig. Dabei beweisen sie, dass auch Schafe brillant darin sein können, Verbrechen aufzuklären. Ein neuer, geistreicher Krimi der etwas anderen Art! Die Hauptrollen in GlennKill, einem überaus charmanten und amüsanten Krimi-Komödie spielen Hugh Jackman, Nicholas Braun, Nicholas Galitzine, Molly Gordon sowie Hong Chau und: Emma Thompson! Dazu servieren Einlass über die Andréstraße 71 ab 18:30 Uhr, Filmbeginn 20 Uhr, Tickets: je 11,90 Euro unter www.kinokulinarisch.de – inkl. Gebühren, Sektempfang & Amuse-GueuleBegrenztes Parken: Kostenfrei u. a. auf dem ausgeschilderten Parkplatz an der Andréstraße schräg gegenüber des Eingangs. Bildrechte: Sony

Alte Schlosserei, Andrestraße 71, Offenbach

Freitag, 18. September: OF/ Es war die Lerche

(Andrea)

Heute steht im Offenbacher t-raum an der Wilhelmstraße 13 nochmals eine Vorstellung der frechen und verrückten Komödie „Es war die Lerche“ von Ephraim Kishon auf dem Spielplan des Zimmertheaters. Beginn der turbulenten und äußerst witzigen Vorstellung um das berühmteste Liebespaar der Literaturgeschichte „Romeo und Julia“ ist um 20.00 Uhr

Was ist bloß mit Romeo und Julia los? Ihren Selbstmord haben sie dann doch irgendwie überlebt, sind inzwischen fast 30 Jahre verheiratet und leiden unter ihrer pubertierenden Tochter Lucretia. Und so befindet sich nun das Mega-Liebespaar der Weltliteratur, Vorbild für Dutzende von Generationen romantischer Träumerinnen und Träumer in einer tiefen Krise: Romeo liebt nur sich selbst, Rettich und Lisa während Julia genervt ist von ihrem Gatten, der Tochter und unerwartetem Besuch. Der Dichter Shakespeare höchst persönlich ersteht aus dem Grabe auf, erscheint – ob des giftigen Streites der von ihm Erschaffenen – auf der Szene und rückt dem hemmungslos geifernden Paar auf die Pelle. Töchterchen Lucretia findet den Englishman in Verona irgendwie sexy und die intriganten Versuche Julias sowie Romeos alte Bündnisse für sich zu nutzen, stiften eher Verwirrung und Heiterkeit als dass einer der beiden Ehekonkurrenten so wirklich für sich punkten kann. Was einst Liebesgesäusel zwischen romantischen Menschen war, wirdzum wilden Gefecht zwischen Eheleuten: “Es war die Lerche!“

Eine wunderbar intelligente Komödie um das große Menschheitsthema – die Liebe. Es spielen Sarah C. Baumann (Shakespeare ); Elena Hahn (Julia, Amme, Lucretia), Frank Geisler (Romeo, Pater Lorenzo).

Theater t-raum, Wilhelmstraße 13, Offenbach, nicht barrierefrei 

Freitag, 18. September: OF/ The Beauty of Ballroom

(Andrea)

Der Trailer hat mir gut gefallen und wäre ich nicht ohnehin total verplant heute Abend, ich würde mir den Film anschauen: “Inspiriert von der schwarzen und lateinamerikanischen Underground-Ballroom-Kultur New Yorks gründen Sun, Teddy und Xyza Ballroom-Communities in Südostasien – als sichere Zufluchtsorte vor Homophobie, Transfeindlichkeit, Colorism und HIV-Stigmatisierung.In Malaysia flieht Teddy vor der Gewalt seines Vaters und kämpft in einem homofeindlichen Land darum, er selbst zu sein. Im Ballroom findet er nicht nur Selbstbestätigung, sondern auch die väterliche Nähe, nach der er sich so sehr sehnt. Die Filipina Xyza träumt davon, Model zu werden – doch man sagt ihr, mit ihrer dunklen Haut sei das unmöglich. In den internationalen Ballroom-Communities findet sie schließlich zu ihrem Selbstvertrauen. Mit neu entfachtem Feuer kehrt sie auf die Philippinen zurück, um dort eine Community aufzubauen, in der sich alle schön und geliebt fühlen können – unabhängig von Hautfarbe, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität. In Thailand nutzt Sun Ballroom, um seine vielschichtige Geschichte zu verstehen: als queere Person, als Kind einer Sexarbeiterin und eines Norwegers und zwischen seiner zerrissenen Herkunfts- und Pflegefamilie in Thailand und Norwegen. In seiner künstlerischen Sprache als Performancekünstler verschmelzen Buddhismus und Ballroom, während er seine Stimme erhebt, um das Leben seiner Mutter, von Transfrauen und anderen zu würdigen – Menschen, deren Stimmen oft ungehört bleiben.” 20.30 Uhr 

Hafenkino, Nordring, Offenbach

Samstag, 19. September: basis-Jubiläum: Glückwunsch zum Zwanzigjährigen!

(Petra)

Die Produktions- und Ausstellungplattform basis e. V. feiert runden Geburtstag – und wir feiern natürlich mit! In den letzten 20 Jahren haben Jakob Sturm und die mit ihm Engagierten durch die basis, RADAR Frankfurt und mehr so viel in Bewegung gebracht und dazu beigetragen, das Gesicht und die “Vibes” in unserer Stadt positiv zu verändern: Herzlichen Dank dafür! Gemeinsam mit den von basis geförderten Künstler*innen werden die Türen geöffnet und Einblicke in aktuelles Schaffen sowie Rückblicke auf die vergangenen Jahre gegeben. Open Studios, Talks und Führungen laden dazu ein, Arbeitsprozesse und Entwicklungen der basis kennenzulernen. Begleitet wird das Programm von Getränken, Snacks, Sekt und Musik. Schaut doch mal vorbei!

Abbildung: ©basis e.V.

20 Jahre basis e. V., Ort: Gutleutstr. 8 - 16, Uhrzeit: 15 - 23 Uhr, Eintritt: frei, das Gesamtprogramm findet Ihr hier 

Samstag 19. September: IDEENGENERATOR

(Daniela)

Ein ehemaliger Hubschrauber-Hangar. Sprache, Bilder, Zufall und Regeln. Und mittendrin: jede Menge Ideen.

Im kleinen Hangar des Alten Flugplatzes Bonames lädt das Frankfurter Design-Kollektiv OUGRAPO Neugierige ab 12 Jahren zum gemeinsamen Experimentieren ein: Ausprobieren, kombinieren, umdenken – und schauen, was dabei entsteht.

Ein entspannter kreativer Nachmittag auf dem Gelände des Alten Flugplatzes Frankfurt/Bonames – für alle, die Lust haben, gemeinsam Ideen in Bewegung zu bringen.

19. September 2026, 14–17 Uhr
In der Aeronauten-Werkstatt des Umwelt-Exploratoriums e.V.
Alter Flugplatz Frankfurt/Bonames

Ein Projekt von OUGRAPO im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026.
Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich. https://picture-wordshop.de/ideengenerator/

Samstag, 19. September: Of/ CSD

(Andrea)

Der Verein von queeren Menschen und Allies in Offenbach hat gemeinsam mit anderen für heute den ersten CSD Offenbach organisiert. Für eine offene, vielfältige und solidarische Stadtgesellschaft. Das Motto des heutigen Tages ist „Queer OF course“, Start der Demo: Gegen 13:00 Uhr am Rathaus Offenbach. Nach der Demonstration zieht die Veranstaltung in den Büsingpark (wurde vom ursprünglich geplanten Mathildenplatz dorthin verlegt) und läuft dort von ca. 16:00 bis 21:00 Uhr. Aftershow-Party: Ab 21:30 / im Anschluss im Hafen2 im Nordring. 

Samstag, 19. September/ Of/ Nordendfest

(Andrea)

Zum  17. Mal verwandelt sich der Goetheplatz heute von 14 bis 20 Uhr in eine lebendige Festmeile für Jung und Alt. Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Nachmittag voller Begegnungen, Gemeinschaft und nachhaltiger Impulse.Die Bewohnerinnen und Bewohner selbst sind es, die das Nordendfest mit Ideen, Begegnungen und Leben füllen. Passend zur Europäischen Mobilitätswoche steht in diesem Jahr auch die Frage im Mittelpunkt, wie öffentlicher Raum neu erlebt und genutzt werden kann. Vom 16. bis 22. September wird deshalb ein Abschnitt der Bernardstraße ab Hausnummer 63 vorübergehend für den Verkehr gesperrt. So entsteht Raum für neue Perspektiven – und für die Idee, Straßen und Plätze nicht nur als Verkehrsflächen, sondern als Orte der Begegnung und des Miteinanders zu entdecken. Wer schon vor dem Fest aktiv werden möchte, kann sich der Müllsammelaktion der Gruppe „Uffräume“ anschließen. Los geht es bereits um 10 Uhr am Stadtteilbüro. Gemeinsam sammeln die Teilnehmenden Müll und leisten damit einen ganz praktischen Beitrag zum Umweltschutz und zu einem sauberen Stadtteil. Unterstützung ist dabei jederzeit willkommen." Zum Bild: Ganz so groß ist es auf dem Goetheplazu nicht, ein Symbolbild aus meinem Fundus. 

Goetheplatz/ Bernardstraße, Offenbach

Samstag, 19. September: Ours Season Closing

(Andrea)

Hach, das war so schön, neulich am Blauen Wasser. So schön, dass wir heute wieder hinwollen, zumal ATA Teil des Line-Ups ist. Ich habe ihn jetzt schon dreimal live erlebt, das erste Mal im Robert Johnson war zum Verneigen, ein derart inspiriertes und schönes Set, mal schauen. Die anderen Namen sagen mir mal wieder nichts, aber solange die Sonne scheint und das tut sie hoffentlich lang, warm und ausgiebig, jetzt, da die Tage schon merklich kürzer werden, wird das super. Ich liebe den Ort, der ja auch fast ein bisschen in Offenbach ist ;-). OURS Season Closing mit Ata, Mano le Tough, Marie Montexier und Red Axes. 14 bis 22 Uhr.

Blaues Wasser, Franziusstraße 35

Samstag, 19. & Sonntag, 20. September: Holzfällen

(Martin)

Nicholas Ofczarek ist in Frankfurt!

„Erst der Skandal, dann das Vergnügen: Als sein Roman „Holzfällen. Eine Erregung“ 1984 erschien, löste Thomas Bernhard einen Eklat aus. Heute ist Nicholas Ofczareks szenische Lesung mit Musikbegleitung ein großer Genuss.“ (FAZ)

„Nörgeln de luxe: Ein Star-Schauspieler wird hier „sehr gallig“ (Hamburger Abendblatt)

Thomas Bernhards Roman stellt einen Erzähler ins Zentrum, der aus der Distanz seines Ohrensessels eine „künstlerische Abendgesellschaft“ in der Wiener Gentzgasse beobachtet und diese mit bösartiger Genauigkeit seziert. Die versammelte Menge wartet auf die angekündigte Ankunft eines Burgschauspielers; zudem sind die meisten Personen dieser Gesellschaft miteinander verbunden, weil ihre durch Selbstmord aus dem Leben geschiedene Freundin Joana am Nachmittag desselben Tages in der Ortschaft Kilb zu Grabe getragen wurde. Thomas Bernhards berühmte Prosa wird rezitativisch zum Leben erweckt, während die Musiker:innen von Franui u. a. mit einer Spezialität zu hören sein werden, die sie bekannt gemacht hat: dem Zelebrieren von Trauermärschen und Trauermusik.

Das Hamburger Abendblatt schreibt: „Ein Text wie ein von Herzen kommender Kniekehlen-Tritt, vom österreichischen Nationalnörgler Thomas Bernhard, mit dem Untertitel „Eine Erregung“? Kann ja nur gut sein. Kann nur genau das Richtige sein für den Präzisions-Schauspieler Nicholas Ofczarek. Der ist seit gut 31 Jahren fest im Ensemble des Wiener Burgtheaters, eine Theater-Bank in dieser Welt. Eines dieser Bühnen-Ereignisse dort. Spielt der da wen, kann man lieber nicht einen Moment wegsehen, da darf man nicht weghören.“

Nicholas Ofczarek und Musicbanda Franui in einem Gastspiel des Burgtheaters Wien - nicht verpassen! 

Samstag, 19. Um 19.30 Uhr und Sonntag, 20 September um 18.00 Uhr
Schauspiel Frankfurt
Foto: © Tommy Hetzel

Andrea: Hier gelesen und Nicholas Ofczarek hat mir in „Der Pass“ (mit Julia Jentsch) als schnodderiger Kommissar wahnsinnig gut gefallen. Das Wiener Schmä, die Physis und Präsenz… ich bin also eine Weile um die Karten herumgeschlichen, letzte Reihe günstig, aber in der ersten sieht man besser und freue mich schon sehr auf den Abend. 

Sonntag, 20. September: Zeilsheim/ Hühnergeburtstagsfeier

(Andrea)

Raus aus den Federn und ab nach Zeilsheim! Denn da wird heute mit einem Konzert von „Bed and Breakfast“ der Geburtstag der Hühner, die alle im September geschlüpft sind, gefeiert. Außerdem ist Weltkindertag und soll das Banner „Hühner für die Demokratie“ eingeweiht und feierlich gehisst werden. Das alles mit einem Konzert der Band „Bed and Breakfast“ aus Gießen. Dieses Künstlerduo mit Burçak Konukman und Bertram Ohne performt klassische, alte, türkische und Neu Deutsche Welle Lieder sowie eigene Songs in einer Mischung aus Rock'n'Roll und Punk-Melodien.Für Getränke ist gesorgt. Gerne einen Beitrag fürs Büffet mitbringen, schreiben Rahel, Natacha und Ilyass. Wer sich in das Projekt einbringen möchte, als regelmäßige Hühnerversorgende oder als gelegentliche Hilfe - auch an Veranstaltungen, im Farmgarten, bei Aktivitäten rund um die Hühner: 
Tel: 069 36008921, Email:  szeno.farm(at)gmx.de, Web: www.kinderkulturfarm.de/hühnerprojekt/

Sonntag, 20. September: Of/ Mädchenflohmarkt

(Andrea) 

Weil es das letzte Mal so schön war, gibt es heute wieder einen Mädchenflohmarkt. Ich freue mich aufs Stöbern, Vintage, Fassion, Food, von 12 bis 16 Uhr. 

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach 

Sonntag, 20. September: Pride Show

(Andrea)

Ich bin heute beim Holzfällen, sonst wäre ich natürlich im Kellertheater. Weil Antje Kania quasi wiederaufgetaucht ist - monatelang war sie in Heidelberg und hat noch eine Ausbildung gemacht und jetzt erobert sie wieder die Bühne: Eine bunte Pride- Show erwartet Sie mit fetzigen Lipsyncs, beeindruckenden Tanzeinlagen, engelsgleichem Gesang, bewegenden Monologen und vielem mehr! Wir bringen das ganze Spektrum queeren Talents auf die Bühne – ob lustig, sinnlich, nachdenklich oder mitreißend. Die Diskokugel hängt, die Regenbogenfahnen sind drapiert und die Wimpern und Bärte angeklebt. Packen Sie Ihre Herzensmenschen, Ihre Lieblingskolleg*innen und die angesäuerte Nachbarin ein und kommen Sie zu dieser einmaligen Bühnenshow! Gemeinsam bringen wir das Kellertheater zum Beben. Hinweis: Es werden u. a. Sex, Queerfeindlichkeit, Sexismus, Stierkampf und Suizid thematisiert. Es kommen flackerndes Licht und laute Musik zum Einsatz.
Darstellende: Jacques le Fraque, Kaida Adaik, Kitty Bambule, Klitza Labia G. Toris, Krimsekthild Brutalisma vonStiefelknecht, Lindsay Lowhäng, xXx-Tina Agorilla Geleckticka Cruisella d'Evil Technik: Eric Stelz, Mathias Hundt Fotos: Tristan Bortlik, 18 Uhr

Kellertheater, Mainstraße, nicht barrierefrei

Sonntag, 20. September: LudoWic

(Uwe)

Matheus Lodewijk (1973), bekannt als LudoWic, ist ein niederländischer Musiker, Komponist und multidisziplinärer Künstler, dessen Arbeit sich zwischen experimenteller Elektronik, vergessenen Instrumenten und räumlichem Klang bewegt. Seine internationale Bekanntheit wuchs mit der Veröffentlichung von SUPER8 MEMORY im Jahr 2024 erheblich, einem Album, das sich um das Trautonium dreht – eines der frühesten elektronischen Instrumente überhaupt, das 1929 entwickelt wurde. Anstatt das Instrument als historisches Artefakt zu behandeln, näherte sich LudoWic ihm als etwas Lebendigem und emotional Unmittelbarem. Das Album machte den Klang des Trautoniums einem neuen internationalen Publikum bekannt und wurde von Künstlern wie Pete Townshend, Ólafur Arnalds, Joep Beving, Patrick Watson und SYML gelobt.

Brotfabik, F, Bachmannstr. 2-4 / Beginn 20.00 Uhr
Foto: Timo Reisiger

Sonntag, 20. September: Polly Rakete - Kinderkonzert

(Uwe)

Polly Rakete bringt frischen Wind in die Kindermusikszene und sorgt mit mitreißenden Songs für jede Menge Spaß bei kleinen und großen Zuhörer*innen. Als zweifache Mutter kennt Polly Rakete die Lebenswelt von Kindern genau und verwandelt ihre Ideen und Erlebnisse in eingängige Melodien und fröhliche Texte. Bei ihren energiegeladenen Liveauftritten wird sie von Öğünç Kardelen begleitet, der mit Gitarre, Bassdrum, Ukulele und Kazoo für abwechslungsreiche Klangfarben sorgt. 

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn 15 Uhr
Foto: Fabiola Christian

Dienstag, 22. September: The Joy of Ageing

(Martin)

Christiane Rösinger ist Musikerin, Kreuzbergerin und Großmutter. Von ihr aus könnte das immer so weitergehen, wären da nicht das Älterwerden und die Geldsorgen. Das Altern lässt sich nicht aufhalten, aber um ein bisschen was zu verdienen, beschließt Christiane, einen Altersratgeber zu schreiben. Ohne Illusionen, dafür mit Power. Ein energischer Aufruf, sich nicht länger gefallen zu lassen, wie die Gesellschaft mit Frauen umgeht, die nicht mehr jung sind.

Dabei ist es gar nicht so einfach, selbst eine entspannte Haltung zum Altwerden zu finden. 

Das zeigen schon die Gespräche mit den Freundinnen, deren unterschiedliche Erfahrungen und Meinungen: Da sind die Hundefrau, die Selbstoptimiererin, die Aufs-Land-Zieherin. Weit und breit kein positives Role Model. 

Wo sind die Vorbilder? Und vor allem: Was hilft alles, wenn man sich plötzlich in der Stroke Unit im Krankenhaus wiederfindet?

Um 20.00 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Dorothea Tuch

Dienstag 22. September: Kronberg Festival 2026 „Courage!“

(Daniela)

Am 22. September beginnt das Kronberg Festival 2026 „Courage!“. Über 100 Künstler, rund 30 Konzerte und 13 Festivaltage gehen im September und Oktober der Frage nach, wieviel Mut in der Musik steckt und machen Kronberg damit zu einem Ort für Begegnung, Haltung und Aufbruch. Im Fokus steht außerdem der Cellist und Humanist Pablo Casals, dessen 150. Geburtstag wir 2026 feiern. Auf gehts! Courage!

Di, 22.9. – 20.15 Uhr – Casals Forum, Großer Saal: Ironie & Illusion
Claude Debussy, Dmitri Shostakovich und Sergei Prokofjew begegnen sich in einem Programm voller Kontraste. Gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester unter François Leleux entfaltet Cellist Edgar Moreau Klangwelten zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen feiner Ironie und mitreißender Energie. Ein Konzert, das zeigt, wie Fantasie und Humor selbst in schwierigen Zeiten Ausdruck künstlerischer Freiheit werden können.
Mehr Infos: www.kronbergacademy.de
© Ben Knabe

Dienstag 22. - Sonntag 04. Oktober: Kronberg Festival 2026: „Courage!"

Kronberg Festival 2026: „Courage!"

Vom 22. September bis 4. Oktober verwandelt sich das Casals Forum in Kronberg wieder in eine Bühne für große Musik – knapp zwei Wochen, rund 30 Konzerte und ein vielfältiges Rahmenprogramm, alles unter dem Motto „Courage!". Weltbekannte Künstlerinnen und Künstler wie Gabriela Montero, Sheku Kanneh-Mason, Avi Avital und Fazıl Say treffen auf junge Talente und herausragende Ensembles (Youth Symphony Orchestra of Ukraine, Korean Chamber Orchestra u.v.m.) – und erzählen von Mut, Aufbruch und Zivilcourage. Das Festival ist zugleich eine Hommage an Pablo Casals, der dieses Jahr 150 Jahre alt geworden wäre und dem das Casals Forum seinen Namen verdankt.

Freut Euch auf zwei Wochen voller mitreißender Konzerte, die zeigen, wie viel Kraft in der Musik steckt.
Casals Forum, Kronberg
22. September – 4. Oktober 2026
Link zum Festival
(c) Priska Ketterer

Mittwoch 23. September: Boris von Heesen: Mann am Steuer. Wie das Patriarchat die Verkehrswende blockiert

(Daniela)

VCD Hessen und ADFC Hessen laden im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche 2026 zu Vortrag und Diskussion mit Boris von Heesen ein. Der Buchautor und Ökonom Boris von Heesen belegt mit Fakten und schlüssigen Argumenten, wie patriarchale Strukturen unsere Mobilität prägen und die Verkehrswende blockieren. 

Zum Buch: Männer beherrschen die Straße. Mit überdimensionierten Karossen, aggressivem Verhalten oder unangemessener Lautstärke. Das ist durch die Verkehrsstatistik gut belegt, aber dennoch nur Symptom eines größeren Problems. Starre und einflussreiche Netzwerke in Politik, Behörden, Verbänden, Unternehmen und Wissenschaft, allesamt von Männern dominiert, verhindern den dringend notwendigen Schritt hin zu einer zukunftsfähigen Mobilität für Deutschland. 

Männerexperte und Wirtschaftswissenschaftler Boris von Heesen hat unzählige, größtenteils öffentlich zugängliche Statistiken und Studien herangezogen, um seine Thesen zu stützen. Er bringt eine andere Perspektive als sonst üblich in die Verkehrswende-Diskussion ein und formuliert einen eindringlichen Appell für eine sinnvolle Verkehrspolitik, von der alle profitieren. 

Zum Autor: Boris von Heesen (*1969) ist Wirtschaftswissenschaftler mit ersten beruflichen Stationen bei der Diakonie in Bayern und der Drogenhilfe in Frankfurt am Main. Er ist Gründer eines der ersten deutschen Online-Marktforschungsinstitute. Heute arbeitet er als Männerberater und geschäftsführender Vorstand eines Jugendhilfeträgers. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich als Autor und Referent mit dem Thema kritische Männlichkeit und veröffentlichte bereits zwei erfolgreiche Bücher zum Thema.
Veranstalter*innen: VCD Hessen mit ADFC Hessen und dem Frauennetzwerk des ADFC Hessen in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Frankfurt am Main 
Offen für Interessierte aller Geschlechter! 
Ort: Zentralbibliothek der Stadtbücherei Frankfurt am Main, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt (Haltestelle: Konstablerwache)
Termin: Mittwoch, 23. September, ab 19:30 Uhr
Eintritt frei!

Mittwoch, 23. September: Sofagespräche

(Uwe)

Isabella Caldart & Son Lewandowski Der Roman Die Routinen (Klett-Cotta) seziert die Welt des Leistungsturnens, von der jeder ahnt, dass sie hart ist, aber niemand sieht oder sehen will, wie ausbeutend ein System ist, auf dem so viel Glitzer und Glanzspray liegt. Auf kraftvolle Weise erzählt Son Lewandowski von Sport und Politik, von fragilen Beziehungen und den Grenzen des eigenen, alternden Körpers. Die Geschichten von berühmten Turnerinnen und der größte Missbrauchsskandal der Sportgeschichte werden in die Geschichte von Amik eingewebt und machen Die Routinen zu einer atemlosen Leseerfahrung.

Romanfabrik / F, Hanauer Landstr. / Beginn: 19:30 Uhr
Foto: Maximilian Gödecke

Donnerstag, 24. September: Malou Lovis

(Andrea)

2026 ist noch jung, doch für Malou Lovis nimmt das Jahr schon ordentlich Tempo auf. Der Startpunkt: ihr Sieg bei The Voice of Germany im Team von Bill und Tom Kaulitz in 2023. Was folgte, war mehr als ein TV-Moment. Malou Lovis ging als Support mit Tokio Hotel auf Europa-Tour, spielte 18 Shows unter anderem in Paris, Mailand, Madrid, Warschau, London und Stockholm. Dazu kam mit „One More Day“ der gemeinsame Titelsong zum Kinofilm „Momo“. Malou Lovis stellt klar, dass sie ihren eigenen Weg als Künstlerin geht: Mit eigenen Songs, dem Debütalbum „things i wrote down last night“, einer ersten, nahezu ausverkauften Clubtour im letzten Jahr mit Themen wie Selbstfindung, Liebe, Queerness und gesellschaftlichen Erwartungen. Foto Credits: September Klakow

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Donnerstag, 24. September: Lambert: I AM NOT LAMBERT

(Uwe)

Neoklassik. Lambert ist zurück. Vielleicht war er auch nie weg. Möglicherweise aber auch nie da. Es ist müßig, nachzufragen. Schließlich müsste man ihn erst einmal aufspüren, um das herauszufinden. Und man könnte nie sicher sein, ob es wirklich er ist, der hinter der sardischen Stiermaske steckt. So oder so: Lambert ist zurück. Er veröffentlicht ein neues Album. Er hat es I AM NOT LAMBERT genannt. Das Album ist ein weiterer Beweis für die kreative Vielseitigkeit des seit mehr als einer Dekade vielgepriesenen, vermutlich in Berlin lebenden Pianisten, Komponisten und Produzenten. Und doch ist es ganz anders, denn es ist sein erstes Album mit Gesangsparts. Es beginnt damit, dass er inmitten der ruhigen Klänge des Eröffnungsstückes Spirit mit Vocoder-Stimme singt. Auch die australische Musikerin Kat Frankie ist darauf zu hören, ebenso Dekker und Tob Goodwin.

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn 20.00 Uhr
Foto: Andreas Hornoff

Donnerstag 24. September: Kronberg Festival 2026 „Courage!“

(Daniela)

Am 22. September beginnt das Kronberg Festival 2026 „Courage!“. Über 100 Künstler, rund 30 Konzerte und 13 Festivaltage gehen im September und Oktober der Frage nach, wieviel Mut in der Musik steckt und machen Kronberg damit zu einem Ort für Begegnung, Haltung und Aufbruch. Im Fokus steht außerdem der Cellist und Humanist Pablo Casals, dessen 150. Geburtstag wir 2026 feiern. Auf gehts! Courage!

Do, 24.9. – 19.45 Uhr – Casals Forum, Großer Saal: Verspielt
Mit dem Korean Chamber Orchestra gastiert eines der renommiertesten Kammerorchester Asiens erstmals beim Kronberg Festival. Gemeinsam mit der Geigerin Ji Young Lim und Cellist István Várdai entfaltet sich ein ebenso virtuoses wie charmantes Programm zwischen koreanischer Volksmusik, Boccherini, Tchaikovsky und Dvořáks klangvoller Serenade. Ein Abend voller Spielfreude, Eleganz und musikalischer Leichtigkeit.

© Korean Chamber Orchestra

Donnerstag, 24. September: OF/ Deserteure

(Andrea)

Ich werde mich heute im Fahrradladen Artefakt einfinden, dort liest Rolf Cantzen aus seinem Buch »Deserteure — Die Geschichte von Gewissen, Widerstand und Flucht«. Hier der Klappentext: “Desertieren – ein mutiger Akt des Widerstands oder ein Verrat an der Gemeinschaft? In Kriegen gelten Deserteure oft als »Kameradenschweine« oder Drückeberger, Menschen, die sich ihrer Pflicht entziehen. Doch was treibt jemanden dazu, den Dienst an der Waffe zu verweigern, Staat und Armee die Loyalität aufzukündigen und zu fliehen? Welche religiösen Überzeugungen und politischen oder humanistischen Ideale sind dafür ausschlaggebend, welche Rolle spielt die spontane Selbstermächtigung, einfach nicht mehr mitzumachen? Die Konsequenzen, die Deserteure für ihre Entscheidung zu erwarten haben, sind in der Regel drastisch: Gesellschaftliche Ächtung, aber auch Haftstrafen und Todesurteile drohen. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben Deserteure hierzulande noch lange stigmatisiert, ihre Richter und Ankläger konnten hingegen ihre Karrieren in Justiz und Politik fortsetzen. Erst im Jahr 2009 wurden die Urteile aus der NS-Zeit gegen die Desertierten vollständig aufgehoben. Rolf Cantzen widmet sich im vorliegenden Buch den Entscheidungen, die hinter einer Desertion stehen, sowie den Reaktionen der Obrigkeit: Dabei spannt er einen weiten historischen Bogen vom römischen Reich über die NS-Zeit bis zum aktuellen Ukraine-Krieg.” 19 Uhr

Fahrradladen Artefakt, Berliner Straße 43-47, Offenbach

Freitag, 25. September: Tom Gregory

(Andrea)

“Never let me down” läuft in der Heavyrotation und Tom Gregory hat mit seiner britischen Ehrlichkeit und unwiderstehlichen Melodien auf Erfolgskurs. "Mit Songs, die gleichzeitig Herzschmerz und Hoffnung transportieren, gehört er längst zu den spannendsten Popstimmen Europas. Geboren 1995 in Blackpool, England, erbte Tom Gregory durch die CD-Sammlung seines Vaters früh die Liebe zur Musik - und begann schon als Teenager, eigene Songs in seinem Kinderzimmer zu schreiben. Erste Bühnenerfahrung sammelte er mit 17 bei „The Voice UK“, bevor er sich in der BBC-Serie „The A Word“ als Schauspieler ausprobierte. Doch schon bald zog es ihn zur Musik. In Hamburg fand Gregory mit Kontor Records sein musikalisches Zuhause. Seine Debüt-Single „Run To You“ wurde 2017 zum Überraschungserfolg und zählt heute über 30 Millionen Streams. Nach dem Radiohit „Fingertips“ gelang ihm 2020 mit der VIZE-Kollaboration „Never Let Me Down“ der endgültige Durchbruch: Über 200 Millionen Streams sowie mehrfache Gold- und Platin-Auszeichnungen machten den Song zu einem der größten europäischen Pop-Erfolge des Jahres.
Mit seinem Debüt-Album „Heaven in a World So Cold“ (2020) und dem Nachfolger „Things I Can’t Say Out Loud (2021) festigte Gregory seinen Ruf als einer authentischsten Songwriter seiner Generation. Seine Musik erzählt von verpasster Liebe, Selbstzweifel und der Suche nach Zugehörigkeit – ehrlich, direkt und immer getragen von seiner markanten Stimme." Support: BOY LOCO, Opener: SOPHIA RESCH. Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Freitag, 25. September bis 7. November: Aslı Özdemir

(Andrea)

Wunderbar, gerade Aslı Özdemir gegoogelt, ein Interview mit ihr bei der TAZ gefunden und dann dort auf “links lesen, rechts bekämpfen” gestoßen (https://taz.de/taz-zahl-ich/all-you-can-read/!v=5a0a7393-613c-4795-bca0-328acf81d798/ ). Also erstmal gespendet, klar, weil jeder Euro gegen die AfD zählt! 
Aslı Özdemir, geboren 1993 in Erbach im Odenwald, lebt und arbeitet als freischaffende Fotografin und Künstlerin in Offenbach am Main. 2024 hat sie ihr Studium an der HfG Offenbach abgeschlossen. Für ihre Einzelausstellung im F9 versammelt sie Arbeiten, die zwischen 2020 und 2026 entstanden sind. Mit »Kein neutraler Boden« entsteht ein vielschichtiger Erinnerungsraum, in dem Aslı Özdemir private, institutionelle und intergenerationale Erfahrungen miteinander in Beziehung setzt. Fotografien, Film und Objekte überlagern sich und verbinden unterschiedliche Orte, Zeiten und Beziehungen. Ausgangspunkt sind Fragmente der eigenen Biografie und des familiären Archivs – Erinnerungen, Gesten, Oberflächen und Alltagsgegenstände – treffen in immer neuen Konstellationen aufeinander. Die wiederkehrende Motive und Materialien verweisen innerhalb der Arbeiten aufeinander und treten miteinander in Beziehung. Körper, Berührungen und die in diesen liegende Verletzlichkeit verbinden die Bildwelten, die in der Ausstellung zusammenkommen und schreiben sich auch in den Ausstellungsraum und seine institutionelle Struktur ein. »Kein neutraler Boden« macht damit sichtbar, dass auch dieser Raum nicht neutral ist. 

Ausstellungsraum F9, Fahrgasse 9

Freitag, 25. September: Anchor & Hearts

(Andrea) 

Ich mag Jungs, die wütende Musik machen. Achor & Hearts schreiben: “Leute, mit den neuen Songs „Ghosts“ und „Terrified“ haben wir das nächste Kapitel aufgeschlagen – und das wollen wir gemeinsam mit euch feiern! Mit der „Campfire Chronicles Tour 2026“ kommen wir in acht Städte, wo wir sowohl die neuen Songs als auch Tracks der vorherigen Alben mitbringen. Feuchte Decken und stickige Luft sind vorprogrammiert. Lieben wir! Wie immer werden wir auch wieder Special Guests dabei haben  - seid gespannt!” Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barriefrei 

Freitag, 25. September: „Wer die Welt kennt“ - Arbeiten von Franz von Saalfeld

(Martin)

  • Ausstellungseröffnung am 25. September,
  • Ausstellung vom Samstag, 26. September – Samstag, 7. November

Aufgewachsen in einer Künstlerfamilie, entwickelt Franz von Saalfeld seit seiner Jugend ein umfangreiches Werk, in dem er das Leben und den Alltag einer deutschen Kleinstadt poetisch, tiefgründig und mit feinem Blick für verborgene Details festhält. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Zeichnungen und Aquarelle, in denen Bild und Sprache eng miteinander verbunden sind. Überschriften, Sprechblasen, Ortsschilder, Gedichte und Erzählungen werden zu eigenständigen bildnerischen Elementen. Durch seine eigensinnige Sprache entstehen humorvolle, subtile und bisweilen skurrile Bildwelten zwischen Beobachtung und Fantasie.

Franz von Saalfeld lenkt den Blick auf scheinbar alltägliche Situationen und eröffnet darin größere Fragen nach Nähe und Distanz, Ordnung und Freiheit sowie Leben und Tod. Das titelgebende Werk „Wer die Welt kennt“ zeigt eine imaginäre, kartografisch anmutende Landschaft. Es fragt danach, was es bedeutet, die Welt zu kennen: ihre Orte auf einer Karte zu finden – oder genau hinzusehen und ihre kleinen, merkwürdigen und manchmal komischen Geschichten wahrzunehmen. 

Freitag, 25. September um 19.00 Uhr (Ausstellungseröffnung: Der Künstler wird anlässlich der Eröffnung eine Performance zeigen.)
Ausstellung vom Samstag, 26. September – Samstag, 7. November (jeweils Donnerstag – Samstag von 14 – 18 Uhr)
Goldstein Galerie, Schweizer Str. 84
Foto: © Atelier Goldstein

Samstag 26. September: Kronberg Festival 2026 „Courage!“

(Daniela)

Am 22. September beginnt das Kronberg Festival 2026 „Courage!“. Über 100 Künstler, rund 30 Konzerte und 13 Festivaltage gehen im September und Oktober der Frage nach, wieviel Mut in der Musik steckt und machen Kronberg damit zu einem Ort für Begegnung, Haltung und Aufbruch. Im Fokus steht außerdem der Cellist und Humanist Pablo Casals, dessen 150. Geburtstag wir 2026 feiern. Auf gehts! Courage!

Sa, 26.9. – 20.30 Uhr – Casals Forum, Großer Saal: Serenade & Sarkasmus
Gidon Kremer und die Kremerata Baltica treffen auf Martin Helmchen und Trompetenvirtuose Sergei Nakariakov. Zwischen Mozarts heiterer Serenata notturna, Shostakovichs scharfzüngigem Klavierkonzert und einer Uraufführung entsteht ein Abend voller Kontraste – brillant, überraschend und von feinem musikalischem Humor.
© Gatis Indrēvics

Samstag 26. September: MELLI REDET MIT - ein Abend mit Gästen.

(Daniela)

Melli schreibt: 
"Fans and Friends von Melli redet mit! 
Der Sommer geht und meine liebste Jahreszeit weht Euch die Herbstausgabe direkt vor die Nase.

Meine Gäste sind:

Derya Yüksel - eine Multitalent. Sie malt, und veranstaltet die Reihe „Paint & Sip“ an schicken Orten in Frankfurt. Dort bringt sie Menschen beim Aperol Spritz das Malen beibringt. Sie ist unglaublich kreativ und auch noch sportlich.  Auf ihrer Sommer-Fahrradtour hat sie alles in einem wundervollen Scrapbook festgehalten. Das bringt sie uns hoffentlich mit.

Kabuki aka Jan Hennig, ist elektronischer Soundkreateur, Pionier der Frankfurter Drum&Bass Szene, dessen sphärische Klanginstallationen ich gerade beim Jazz Montez live erlebt habe. Dieses Jahr hat er die Ausstellung ,Mishpocha‘ -kuratiert von Beastie Boy Mike D.- im Jüdischen Museum soundmäßig verfeinert. Was das genau ist, was er tut, wird er uns dann live erklären und präsentieren.

Krishna Meindl ist Schlagzeuger, Inhaber des Frankfurter Musikbüros, wo er als Musikproduzent und Veranstalter von kleinen feinen Musikevents, ob Jazz, Pop oder Folk, tätig ist. Zudem hat er viele Jahre mit meiner (M)ein-Mann-Band gerockt und sorgt bei dieser Show dafür, dass auch das passende Technik-Equipment am Start ist.

Und mein very special Guest: Martin Grieben!Besser bekannt als (M)ein-Mann-Band! Endlich nach 10 Jahren kann er darüber sprechen, was er sonst noch macht. Und das ist nicht wenig. Vor allem stellt er uns seinen momentanes Herzensprojekt vor. Das Musikalische, meine ich. 

Frau von Spangenberg kommt sicherlich auch, sollte sie sich nicht entschieden haben für ewig auf Sylt zu bleiben.

Holt Euch Karten, denn das wird ganz wunderbar. MELLI REDET MIT - ein Abend mit Gästen.
live und geschminkt aus dem Kunstverein Familie Montez 
Honsellstr. 7, 60314 Frankfurt am Main
Tickets:  https://www.eventim-light.com/de/a/5f1955419028772462ccccfe/e/69c5347fe4b6884098fc1ef6
Abendkasse ab 19h: 22,- €, Schüler*innen, Student*innen, Auszubildende: 10,-
Bis zum 5.9. 2026 bekommt ihr noch Early-Bird-Tickets zum ermäßigten Preis!! "
Foto: Salar Baygan 

Samstag, 26. September: Medlz: Die 90er - a cappella

(Uwe)

Die MEDLZ finden, die 90er waren musikalisch so vielfältig, wie kaum ein anderes Jahrzehnt. Während die einen zu „The Prodigy“ gefeiert haben, himmelten die anderen die Backstreet Boys an, wieder andere hörten STING, die Guano Apes, Alanis Morisette, Phil Collins oder Michael Jackson rauf und runter. Deutsche Songs wie „JEIN“ oder „Du trägst keine Liebe in dir“ stürmten die Charts – und kann heute fast jede*r noch lauthals mitsingen! Die Liste der Emotionen, Musikrichtungen und Songs ist lang. Umso kurzweiliger wird dieser Konzertabend, an dem für jeden Geschmack etwas dabei ist. Denn wer die MEDLZ schon einmal erlebt hat, weiß, dass ihnen die Nähe zum Publikum das Wichtigste ist.

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn 20.00 Uhr
Foto: Chris Gonz

Sonntag 27. Spetember: Kleine Wölfe im Mal Seh'n

(Daniela)

Vor 17 Jahren lernte der Filmemacher Justin Peach den elfjährigen Sonu auf den Straßen von Kathmandu kennen. Aus dieser Begegnung entstand der preisgekrönte Dokumentarfilm „Kleine Wölfe“.

10 Jahre später kehrten er und seine Frau Lisa Engelbach nach Nepal zurück und fanden Sonu wieder – gezeichnet von Drogensucht, aber mit dem festen Willen, sein Leben für seine kleine Tochter Sona zu verändern. Aus dieser Geschichte
entstand der zweite Dokumentarfilm „street line“.

Während der Dreharbeiten gaben die Filmemacher Sonu ein Versprechen: Wenn er es schafft, sein Leben nachhaltig zu verändern, werden Sie ihn nach Deutschland einladen, damit er seine Geschichte selbst erzählen kann.
Heute – nach sechs Jahren ohne Drogen – wird dieses Versprechen eingelöst. Im Rahmen der „Kleine Wölfe KinoTour 2026“, die durch den Kultursommer Rheinland-Pfalz 2026 gefördert wird, reisen Sonu, seine Tochter Sona sowie
zwei weitere Protagonistinnen der Filme erstmals nach Deutschland.

Gemeinsam mit den Filmemachern besuchen sie Kinos und Schulen in Rheinland-Pfalz und kommen nach den Filmvorführungen mit dem Publikum ins Gespräch. Die KinoTour verbindet Kultur, politische Bildung und
Präventionsarbeit. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Kinderrechte, Armut, Bildung, Drogen- und Gewaltprävention sowie die Kraft eines Neuanfangs. Die persönlichen Begegnungen machen die bewegenden Lebensgeschichten der
Protagonist unmittelbar erfahrbar und schaffen Raum für Austausch, Empathie und Hoffnung.

Öffentliche Filmvorführung von „Kleine Wölfe“ und „Nikolai“ von Vita Spieß mit anschließendem Gespräch
im Rahmen der hessischen LETsDOK Reihe.
13:30 Uhr im Mal Seh'n
Mehr Infos auf : kleinewölfe.de

Sonntag, 27. September: 2. Arkadenkonzert

(Martin)

„Bass, Basso, Bassoon“

Viele kennen die Kirche St. Leonhard als Baustelle – das ist jetzt vorbei! Die Restaurierung von St. Leonhard ist abgeschlossen und eine der Hauptsehenswürdigkeiten des mittelalterlichen Frankfurts ist wieder zugänglich.

Die Reihe ‚Arkadenkonzerte‘ ist zauberhaft – und heute stehen Fagotte und die Orgel im Mittelpunkt: Musik für zwei Fagotte und Orgelbegleitung von Georg Philip Telemann, Antonio Vivaldi und Johann Baptist Vanhal.
Mit: Henrike Kirsch und Jeremias Weith, Fagott und Torsten Mann, Orgel

Kirche St. Leonhard, Am Leonhardstor 25 um 17.00 Uhr
Foto: © Dommuseum

Sonntag, 27. September: Eleanna Pitsikaki

(Uwe)

Als vielseitige Künstlerin bewegt sich Pitsikaki souverän zwischen Konzertbühne, Forschung und Lehre. Ihre Arbeit ist geprägt von einem tiefen Interesse an kulturellem Dialog und künstlerischer Transformation. In ihren Projekten entstehen lebendige Klangräume, in denen sich unterschiedliche musikalische Systeme – etwa Makam, Jazzharmonik und freie Improvisation – gleichberechtigt begegnen.

Brotfabik, F, Bachmannstr. 2-4 / Beginn 20:00 Uhr
Foto: Brotfabik, Homepage
 

Montag, 28. September: Meike Winnemuth: Eine Seite noch

(Uwe)

Lesung - Eine Veranstaltung im Rahmen von Leseland Hessen. Bestsellerautorin Meike Winnemuth ist zurück und widmet sich nach Weltreise und Garten einer weiteren Passion: dem Lesen. Von Seneca über Tolstoi zu Virginia Woolf und Sally Rooney, von der Bibel bis Fourth Wing liest sie einen Sommer lang alles, was ihr in die Finger kommt. Erfreut sich an Selbstversuchen, trifft andere Leseverrückte, unternimmt Ausflüge in die weite Welt der Literatur. Und findet dabei, was sie nicht gesucht hat, erkennt: Lesen macht das Leben eine Nummer größer. Es schenkt Verbundenheit über alle Grenzen hinweg. Und doch lesen zwei Menschen nie dasselbe Buch.

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn 19:30 Uhr
Foto: Felix Amsel

Montag, 28. September: My Ugly Clementine

(Uwe)

Im Rolling Stone heisst es über die Band aus Wien: „Konsequenter Post-Punk mit Liebe zur Popmelodie.“ Wieviel Fun, Sweetness, Fragilität und Harmonie kann in einer Musik stecken, die so räudig, kratzig und laut ist? beherbergt die Verletzlichkeit und Schlagkraft von Sophie Lindinger, Mira Lu Kovacs und Nastasja Ronck. Seit ihrer Gründung ist viel passiert: Die Verleihung des Impala Album of The Year Award, den viele große Bands und Künstler*innen wie Adele oder Rosalía am Anfang ihrer Karriere erhalten haben. Viele Konzerte auf internationalen Festivals, X Nominierungen … und nun das dritte Album: Apply Autonomy.

Brotfabik, F, Bachmannstr. 2-4 / Beginn 20:00 Uhr
Foto: Mala Kolumna

Dienstag, 29. September: Dirk Bernemann: Gromzell. Ein Heimatroman

(Uwe)

Das ist unbedingt etwas für mich! Als die älteste Bewohnerin des kleinen Ortes Gromzell mit 108 Jahren verstirbt, ist die Dorfgemeinschaft schwer erschüttert. Der Tod hat sich Marie geholt, die ihm doch so lange von der Schippe gesprungen war. Die Trauernden hoffen auf Trost bei Gott, doch als der Tod weiter um sich greift, ist guter Rat teuer. Zwischen Weihrauch und Aberglaube sucht die Gemeinde einen Schuldigen für das Sterben, das nicht aufhören will. Ein grotesker Heimatroman von Dirk Bernemann, der von menschlichen Abgründen erzählt. Musikalisch passend begleitet wird der Autor an diesem Abend vom Jodlklub: Johanna Milz, Elisabeth Gabriel und Liese Lyon. Diedrei Theaterfrauen mit österreichischen Wurzeln werden uns mit österreichischen Volksliedern und Jodlern beglücken.

Romanfabrik / F, Hanauer Landstr. / Beginn: 19:30 Uhr
Foto: Verlag

Mittwoch, 30. September: Simon & Jan: Heiße Luft

(Uwe)

Der Vorhang geht auf und wie Phönix aus der Asche steigen Simon & Jan auf die Bretter der Republik, um mit ihrem neuen Programm die Welt aus den Angeln zu heben! Das derzeit wohl höchstdekorierte Liedermacherduo Deutschlands gibt sich dabei bescheiden wie eh und je. Von zerbrechlichen, zärtlichen Nummern – getragen von zwei Gitarren und zwei Stimmen – über raffinierte Loop Arrangements bis hin zu orchestralen Kampfansagen ist alles dabei. 

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn 20.00 Uhr
Foto: Thorsten Silz

Donnerstag, 1. Oktober: OF/ Staatsschutz

(Andrea)

Dank einer Einladung der Lichter Filmfestspiele hatte ich schon eine Gelegenheit, den Film “Staatschutz” zu sehen und fand ihn derart gut, dass ich darüber nachdenke, ihn mir nochmal anzuschauen. Ansonsten hier eine echte Empfehlung, unbedingt sehenswert, anschauen! "Als die frisch examinierte Staatsanwältin Seyo Kim (Chen Emilie Yan) ihre erste Stelle antritt, ahnt sie nicht, welchen maroden Strukturen sie schon bald die Stirn bieten muss. Sie überlebt nur knapp einen rassistischen Brandanschlag und entscheidet sich, in diesem Fall selbst zu ermitteln. Doch statt auf Aufklärung stößt sie in den „eigenen Reihen“ auf eine Mauer des Schweigens: Oberstaatsanwalt Forch (Arnd Klawitter) bagatellisiert die Tat. Gegen die ausdrückliche Weisung und erbitterten Widerstand der eigenen Behörde nimmt Seyo den Kampf gegen den scheinbar übermächtigen Justizapparat auf. In einem Klima des Misstrauens findet sie in Anwältin Alexandra Tiedemann (Julia Jentsch) und ihrer Freundin Ayten Alican (Alev Irmak), einer Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft, zwei Verbündete. Unter ständiger Bedrohung kämpft Seyo mit ihnen für die Integrität des Rechts – mit allen Mitteln und nicht nur vor Gericht.>> Trailer zum Film, >> Karten bitte HIER kaufen, Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH; Offenbach, nicht barrierefrei

Samstag 03. Oktober: Dialogführung: Geldgeschichte global – mal anders erzählt

(Daniela)

Dialog-Führung durch die Ausstellung „Die Welt im Geld. Globale Ereignisse im Spiegel Frankfurter Finanzobjekte“ mit Kuratorin Christina Bach und Daniela Cappelluti

Was hat eine kleine unscheinbare Münze mit Weltgeschichte zu tun? Die Teuerungsmedaille von 1817 erinnert daran, wie der Ausbruch des Vulkans Tambora die Welt veränderte: die Asche verdunkelte die Nordhalbkugel, der Sommer fiel aus, Ernten verdarben und Weizen wurde teurer. Mary Shelley verbrachte die regnerischen Tage im Haus und schrieb Frankenstein, und die von den Aschepartikeln rötlich gefärbten Sonnenuntergänge inspirierten die Kunst der Romantik. 

Wie eng Geld- und Weltgeschichte miteinander verwoben sind, zeigen viele Exponate in der aktuellen Ausstellung „Die Welt im Geld. Globale Ereignisse im Spiegel Frankfurter Finanzobjekte“ im Historischen Museum. Münzen, Aktien, Banknoten und Kreditkarten, Verträge und Alltagsgegenstände erzählen von den ältesten Zahlungsmitteln, von alten und neuen Handelswegen und von der Rolle Frankfurts bei der Globalisierung des Geldes – und wie das alles die Welt gestaltet und verändert hat. Christina Bach, Kuratorin der Ausstellung, nimmt die Besucher*innen mit auf einen Rundgang.

Samstag, 3. Oktober 2026, 11.30 Uhr
im Historischen Museum Frankfurt 
https://historisches-museum-frankfurt.de/de/ausstellungen/welt-im-geld
Kiautschou, Germania-Schein, 1907 © Sammlung Deutsche Bundesbank

Dienstag, 6. September: Sun´s sons

(Andrea)

Es ist schon eine ziemlich lange Weile her, dass ich eine alte Bekannte aus Mühlheim im Rewe auf der Berger Straße wiedertraf. Wir sprachen über dies und das und natürlich auch die Kinder. Sie erzählte, das ihr Sohn in einer Band spielt und das war das erste Mal, dass ich von “Sun´s Sons” hörte. Es dauerte nicht lange und der Name begegnete mir immer öfter - die vier Frankfurter hatten sich aufgemacht, die Welt zu erobern und sind damit ziemlich erfolgreich. Sie werden heiß gehandelt und wenn sie heute im Nachtleben spielen, dürfte das eine ziemliche Party werden. Ich habe sie noch nict live gesehen und gehe heute hin. Supported werden sie von Mira Zounogo. Offiziell liest sich dann so: “Die Sonnensöhne schwanken zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit und sprechen damit einer Generation an jungen Menschen aus der Seele, denen täglich der Boden unter den Füßen weggezogen wird und die gelernt haben, sich aneinander festzuhalten.  Gegründet 2019 und pandemiebedingt so richtig erst seit 2021 aktiv, hat die Band aus Frankfurt am Main mit ihrem einzigartigen Spagat zwischen tanzbarem Indie-Pop und intimen Balladen in kurzer Zeit auf sich aufmerksam machen können. Ihre ausdrucksstarken Songs mit politischen Texten erhielten Radioplays in Deutschland im vierstelligen Bereich und knapp 100 Plays beim renommierten US-Sender KCRW.   In kompletter Eigenregie haben sun’s sons die beiden EPs “Clean Slate” (2022), „You & My Mind” (2021), sowie ihr Debüt-Album „An Odyssey“ (2023) veröffentlicht und so ihren internationalen Sound etabliert. 2024 folgte eine nachhaltige Europa-Tournee mit Shows in Frankreich, Belgien, Niederlanden und Luxemburg und drei weitere Touren als Support für die UK-Bands Cardinal Black, Ferris & Sylvester oder Walt Disco.” Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei


 

13. bis 17. Oktober: Deutsches Jazzfestival: Von hier aus gesehen

(Daniela)

In Zeiten, in denen man sich angesichts des politischen Weltgeschehens ungläubig die Augen reibt, dankbar im noch einigermaßen vernünftig erscheinenden Europa zu leben, bietet sich ein Blick auf die Jazzlandschaft des Kontinents an. Erleben Sie an fünf Abenden ab 13. Oktober im hr-Sendesaal und bei der Clubnacht in Rhein-Main arrivierte und aufstrebende Interpretinnen und Interpreten!

Dass  ein  Festival wie  das  Frankfurter nur  Ausschnitte zeigen kann,  versteht  sich  von  selbst, ebenso  dass  das  Mutterland  des  Jazz  dabei  nicht  ausgeschlossen  werden soll.  Es  ist  mit  Myra  Melford’s  Fire  and  Water  Quintet,  der  Vibrafonistin  Sasha  Berliner  oder  der  in  den  USA  lebenden  malaysischen Bassistin  Linda  May  Han  Oh  gut  vertreten. Mit  von  der  Partie  in  Melfords  Band:  die  in  Brooklyn  ansässige deutsche  Saxofonistin  Ingrid Laubrock.   

In  der  Welt  des  Jazz  werden  Grenzen seit  jeher  am  liebsten  überschritten,  wie  man  auch  an  den  Musiker*innen  erkennt, die  in  Europa eine  Heimat  gefunden haben  und  ihre  Perspektiven  einbringen. Die  fruchtbaren  Resultate europäischer  Weltoffenheit  führt  beispielhaft  die  Band  von  Andrés  Coll  vor  Augen, in  der  sich  Musiker  aus  Marokko,  Spanien und  Polen  begegnen und  gegenseitig  inspirieren. 

Wie unterschiedlich die Auseinandersetzung europäischer Musiker*innen mit außereuropäischen Kulturen ausfallen kann, sieht man an Louis Sclavis und Naïssam Jalal, die als Gast zur österreichischen Formation Shake Stew dazukommt. Während Sclavis sich von Reiseimpressionen zu einer imaginären Folklore inspirieren lässt, hat Jalal sich intensiv mit indischer Musik beschäftigt.

Dabei  gehört  Sclavis  zu  denen,  die  aus  Jazztradition  und  einer  schwer  zu  beschreibenden  europäischen  Sensibilität  einen  eigenen  Sound  geformt  haben,  genau  wie  Christof  Lauer  oder  Émile  Parisien und natürlich  Norma  Winstone,  die  den  europäischen  Jazzgesang  stärker  geprägt  hat  als  irgendwer  sonst.  Auch  das  Schaffen  von  Nicolai  Thärichen  und  Ali  Neander  lässt  sich  in  der  Spannung  zwischen grenzüberschreitenden  Inspirationen,  europäisch  geprägter  Perspektive  und  eigenständiger  Kreativität  verorten.  

Wie  neben  diesen mehr  oder  weniger alten  Größen  eine  junge  Generation des  europäischen  Jazz  ihren  eigenen Weg  sucht,  wird  auf  diesem Festival  an  Andrés Coll,  Darius  Blair, Finn  Heine,  Elliot Galvin  und  Emma  Rawicz  sichtbar. Sie  und  Ali  Neander  sind  dieses  Jahr  die  Gäste  der  hr-Bigband. 

https://www.hr2.de/veranstaltungen/jazzfestival/deutsches-jazzfestival-von-hier-aus-gesehen---das-komplette-programm-v38,djf26_artikel_komplettes_programm-100.html

Donnerstag, 15. Oktober: Lauf für mehr Licht

(Andrea)

Heute geht es um ein Thema, über das niemand gerne spricht. Es geht um Tabus, Traumatas, Scham und Schuldgefühle. Denn wenn Kinder vor den Eltern sterben, ist das schrecklich. Auch wenn sie kaum gelebt haben, wenn die Freude über die Schwangerschaft, die Geburt und all die Liebe und das Glück zerbrechen. Die Belastung ist enorm und das Verständnis der Umgebung vermutlich gering. Tausend Fragen und keine Antworten. Überfordert sind alle, aber einen Raum für Trauer gab es kaum. Stelle ich mir vor. Neulich habe ich Jessica wiedergesehen und sie erzählte, dass sie inzwischen bei https://www.unsere-sternenkinder-hessen.de/ arbeitet. Ich finde das zutiefst beeindruckend. Und weil es sicher noch andere Menschen gibt, die den Verein noch nicht kennen, findet der heutige Spaziergang hier einen Platz: "Gemeinsam mit vielen Menschen aus Hessen gehen wir den Weg für mehr Sichtbarkeit und Verbundenheit. Der Lauf für mehr Licht findet am 15. Oktober, dem weltweiten Gedenktag für Sternenkinder, statt. Der rund 4 km lange Spaziergang führt vom Frankfurter Römer zum Hauptfriedhof. Willkommen sind alle, die mitgehen, unterstützen oder ihre Verbundenheit zeigen möchten. Die Teilnahme ist kostenlos, barrierefrei und ohne Anmeldung möglich. Wir gehen gemeinsam. 

Treffpunkt: Römer Frankfurt am Main, 15.30 Uhr 

Samstag 24. Oktober: Stadtführungen mit Stadtforscherin Tülây Güneș im Rahmen der Sonderausstellung „Höchst erzählt!

(Daniela)

Als ich das angehängte Foto sah dachte ich sofort: Da muss ich mitmachen, denn in dem abgebildeten italienischen “Kiosk/Imbiss” im Höchster Bahnhof gibt es die besten Arancini, die ich je außerhalb Italiens gegessen habe.

Stadtführungen mit Stadtforscherin Tülây Güneș im Rahmen der Sonderausstellung „Höchst erzählt! Über das Museum im Bolongaropalast“ 

Die Ausstellung im Stadtlabor des Historischen Museums Frankfurt macht deutlich: Höchst erzählt Geschichte aus mehreren Perspektiven. Mit ihrem Stadtlabor-Beitrag bietet Tülây Güneș Rundgänge durch Höchst aus postmigrantischer Sicht an, in denen sie historische, gesellschaftliche und gestalterische Zusammenhänge von Stadtraum und Migration beschreibt.

In ihrer Führung richtet Tülây Güneș den Blick darauf, wie Menschen mit unterschiedlichen Migrationsgeschichten den Frankfurter Stadtteil prägen. Wer wird in der Erinnerung an die Stadt sichtbar gemacht? Wer bleibt unsichtbar? Und was bedeutet es, dazuzugehören?

Diese Fragen wird Tülây Güneș auch im zukünftigen Museum im Bolongaropalast ab 2027 aufwerfen und über eine interaktive Stadtkarte in die neue Dauerausstellung bringen. Dort können Denkmäler, Institutionen und alltägliche Orte gesammelt und auf ihre Ein- und Ausschlüsse hin untersucht werden.

Die Stadtführungen beginnen am Höchster Bahnhof (Ausgang Adolf-Haeuser-Straße, Vorplatz Süd). Weitere Stationen sind die Dalbergstraße, der Dalbergkreisel, die Königsteiner Straße, die Ecke Königsteiner Straße (Kö‘)/Bolongarostraße und die Altstadt. Die Stadtführungen sind Teil des Rahmenprogramms von „Höchst erzählt! Über das Museum im Bolongaropalast (bis 28.2.2026).  https://historisches-museum-frankfurt.de/de/ausstellungen/hoechst-erzaehlt 

Stadtführungen durch Höchst mit Tülây Güneș: „Postmigrantisches Höchst“
Jeweils samstags von 11 bis 13 Uhr: 24. Oktober und am 19. Dezember 2026, Gebühr: 5 €
© Tülay Günes

Donnerstag, 29. Oktober: DUBIOZA KOLEKTIV

(Uwe)

diese Woche schrieb mir das Zoom: "hast Du mitbekommen, was für eine Welle zur WM um DUBIOZA KOLEKTIV in den Socials weltweit abgeht? Die liefern quasi den den inoffiziellen WM Song für Bosnien und sind der heißeste Act, der alle ex-YU Staaten anspricht. Sie spielen weltweit, Silvester in Zagreb, vor 10.000 in Istanbul, Downunder etc. Auf der EM Fanmeile 2024 haben sie gespielt, Abriss… Die sind lustig und politisch korrekt. Ist das nicht eine gutes Thema während der WM und ein humorvoller Brückenschlag zur Kultur? 

Über die Band ist zu sagen / schreiben: Es war einmal (2003), in einer zwielichtigen Ecke der Welt, in einem Land Namens Bosnien und Herzegowina, wo eine Gruppe von Freunden beschloss, eine Band zu gründen. Aber dies war keine gewöhnliche Band und sie wurde auch nicht unter gewöhnlichen Umständen gegründet. Neben den lokalen Einflüssen aus dem Balkan, kamen musikalische Einflüsse aus der ganzen Welt dazu: Ska, Punk, Reggae, Elektronik, Hip-Hop. Jedoch gab es keine Musikindustrie, wenige Konzerte und keinen Raum für kulturellen oder politischen Ausdruck unter der neuen Generation von eingefahrenen Jugendlichen. Tatsächlich litt die gesamte Region unter einer tiefen moralischen und wirtschaftlichen Stagnation (Lustlosigkeit) der Nachkriegszeit. Aus diesem Umfeld heraus wurde Dubioza Kolektiv geboren, und zwar nicht im Stillen, sondern mit großem Geschrei, indem sie No-Go-Themen in den Vordergrund brachten und forderten somit, gehört zu werden. Auf diese Weise haben sie ein Phänomen geschaffen.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass: 19:30 Uhr
Foto: Igor Karacic

Freitag, 30. Oktober: Sportfreunde Stiller

(Andrea)

Tatsächlich war ich neulich ziemlich überrascht, als ein guter Freund vom Sportfreunde Stiller Konzert in Köln postete. Die gibt´s noch? Die sympathischen Bayern hatte ich in den letzten Jahren wirklich völlig aus den Augen verloren. Dabei gab es doch kaum zärtlichere Liebeserklärungen und schönere Komplimente, “Du bist die Antwort auf die Frage/ Gibt es reiche Tage?/ Ich spür mit dir/Hat mich das Glück im Visier”. Oder eben “Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist/ Und sichergeh'n, ob du denn dasselbe für mich fühlst”. Lieder für die Ewigkeit. Sie komponierten zur WM 2006, politisch korrekt gegen Nazis und pflegten immer das Image der netten Jungs von nebenan. Warum auch nicht und vermutlich sind die Sportis wirklich eine Gruppe, auf die sich Menschen aller Altersgruppen gut verständigen können. Sonst gäbe es auch sicher die aktuelle ARD-Doku nicht. “30 wunderbaren Jahre Tour” erzählt von Auftritten in dunklen Kellerräumen vor drei Neugierigen bis zu mit zehntausend Beseelten gefüllten Hallen. Von speziellen Eigenheiten wie WM-Hits, MTV-Unpluggeds, horizonterweiternden Videodrehs, Schallplatten aus Holz/Gold/und Platin, Lesetouren in Opernhäusern bis zum „ganz normalen“ Irrsinn einer Band samt unvergesslicher Tourneen in den Armen der besten Crew of the Universe. Von Vorband sein von Foo Fighters, Green Day und Grönemeyer bis zu Vorbands wie Ash, Nada Surf, Franz Ferdinand und Kaiser Chiefs. Alles dabei", erinnert sich Flo. Ich freue mich auf den Abend zum Mitsingen und mit viel positiver Energie. 

Jahrhunderthalle Höchst, Pfaffenwiese 

Freitag, 30. Oktober: OF/ Ein fast perfekter Antrag

(Andrea)

Der eigenwillige Witwer Walter (mit jedem Jahr besser: Heiner Lauterbach) vertreibt sich seine Zeit im Ruhestand damit, Restaurants zu testen und akribisch im Internet zu bewerten. Bei einem seiner Restaurantbesuche trifft er zufällig seine Jugendliebe Alice (hach: Iris Berben!) wieder. Vor 40 Jahren hatte er ihr einen Heiratsantrag gemacht und war spektakulär gescheitert. Die lebensfrohe und freigeistige Kunstprofessorin ist auch heute noch das genaue Gegenteil des altmodischen, akkuraten Walter. Der Ehrgeiz des pensionierten Ingenieurs ist geweckt. Er will es diesmal besser machen, während Alice gar nicht daran denkt, denn sie liebt ihr unabhängiges Leben und braucht keinen Beziehungsstress. Sie stellt eine Bedingung: Erst wenn er echtes Interesse an ihrer Welt zeigt, bekommt er vielleicht eine zweite Chance. Und so schreibt sich Walter, der sich nie für Kunst interessiert hat, zu Alice Entsetzen als Gaststudent in ihrem Kurs ein – fest entschlossen, sich selbst und ihr zu beweisen, dass es nie zu spät ist, neue Wege zu gehen. Aber nicht nur Alice stellt ihn vor ungeahnte Herausforderungen, sondern auch die Begegnung mit seinen 40 Jahre jüngeren Kommiliton*innen. Unerwartet finden sich Alice und Walter in einem neuen, aufregenden Kapitel ihres Lebens wieder und müssen sich fragen: Rostet alte Liebe wirklich nicht? Schmeckt das Essen? Kann er kochen? Und wie gut können diese beiden großen Darsteller auf der Leinwand bitte harmonieren!? „Ein fast perfekter Antrag“ mit gebratenem Hühnchen, Rosenharissa, Weinblättern & Joghurt. Foto: Leonine 

Alte Schlosserei, Andreastraße 71, Offenbach

Freitag, 20. November: Of/ Couscous und Geheimnisse

(Andrea)

Mit Levante-Küche bekommt man mich immer und der Film liest sich nach leichter und guter Unterhaltung: “Der junge algerische Koch Mehdi lebt ein Doppelleben: Tagsüber ist er der brillante Koch im Bistro, kurz davor, den Laden gemeinsam mit seiner Partnerin Léa zu übernehmen – doch abends spielt er vor seiner algerischen Mutter Fatima den „perfekten Sohn“. Dumm nur, dass in dieser Rolle weder Léa noch Mehdís große Liebe zur französischen Gastronomie vorgesehen sind. Als Léa endlich darauf besteht, Fatima kennenzulernen, greift Mehdi unter Druck zur schlechtesten aller Lösungen – und löst damit eine Kettenreaktion aus, bei der Missverständnisse schneller heißkochen als Couscous. Entstanden ist eine unglaublich liebevolle Culture-Clash-Komödie über ein Leben zwischen zwei Kulturen, unvereinbaren Familienbildern und kleinen Notlügen, die man aus Angst vor Enttäuschungen serviert. Wie gekocht für Kino Kulinarisch!” Yummie, es gibt geheime Couscous-Variationen, Gewürzen, Minze & Koriander. 

Alte Schlosserei, Andrestraße 71, Offenbach

06. November - 02. Dezember: HENNI NACHTSHEIM & BAND „Es wird Zeiten geben“ – Die Jubiläumstour

(Daniela)

Viele kennen ihn als die eine Hälfte von „Badesalz“, oder auch als früheres, langjähriges Mitglied der „Rodgau Monotones“. Hier hat er zusammen mit Ali Neander jede Menge Stücke wie „Erbarmen-zu spät-die Hesse komme!“, „Kleiner Pirat“, „Mein Freund Harvey“ u.a. geschrieben. 

Zurzeit sind beide mit riesigem Erfolg bei „Adlerherzen“ auf der Bühne, einem Stück über Eintracht Frankfurt, das Henni sich ausgedacht und geschrieben hat und für das Ali die Musik komponierte. 

Eigentlich kaum zu glauben, aber 2026 ist es nun schon 20 Jahre her, dass Hennis erstes musikalisches Soloalbum „Es wird Zeiten geben“ erschien - musikalischer Produzent natürlich sein Freund Ali Neander. Und weil man so etwas durchaus ein bisschen feiern darf und soll, haben beide beschlossen, eine Band zusammenzustellen und damit auf kleine Jubiläumstour zu gehen. 

Im Gepäck also das genannte erste Album sowie das zweite mit dem hübschen Titel „Dann tanzt die Omma mit George Clooney!“ plus einige wunderbare Coverversionen!

Neben Henni und Ali dabei sind die Musiker der „Adlerherzen-Band“ Martin „Doggo“ Kessler (Drums), Andie Mette (Bass), Bernd Schmidt (Keyboards) sowie Almut Ritter (Geige) und Katja Gorol (Gesang).

Termine: 6. November: Idstein-Wörsdorf – Scheuer; 12. November: Dreieich – Bürgerhaus; 18. November: Aschaffenburg – Colos-Saal; 26. November: Marburg – KFZ; 27. November: Darmstadt – Centralstation; 2. Dezember: Frankfurt – Batschkapp
Mehr Infos: https://www.kbemmert.de/henni-nachtsheim-band/
Foto: Torsten Reitz

AUSSTELLUNGEN - BEREITS ANGEKÜNDIGT, LAUFEN ABER NOCH EINE WEILE

Bis Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Bis Donnerstag, 15. Oktober: "Care Machines - Vulnerable Systems" im Atelierfrankfurt

(Petra)

Care-Arbeit bildet das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens – und bleibt dennoch häufig unsichtbar und strukturell unterbewertet. Zugleich verändern digitale Technologien und Künstliche Intelligenz die Bedingungen von Fürsorge grundlegend: Assistenzsysteme unterstützen Pflege, emotionale Interaktionen werden technisch simuliert. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Gruppenausstellung „Care Machines - Vulnerable Systems“ an. Die Schau versammelt zeitgenössische künstlerische Positionen, die neue Perspektiven auf das Verhältnis von Care und Künstlicher Intelligenz eröffnen und Fragen nach Empathie, Fürsorge, Teilhabe und Verantwortung im digitalen Zeitalter aufwerfen. Die Ausstellungseröffnung bildet zugleich das Grand Opening des Take care!-Festivals.

Abbildung: ©Maja Smrekar, SPASM: autoportrait, produced by A/POLITICAL, 2024

Care Machines - mit Jordan Rita Seruya Awori, Maja Smrekar, Superflux, Venera Kazarova, ein Projekt des Frauenreferats Frankfurt  in Kooperation mit Take care! – Festival of Solidarity and Resistance, Ort: Ausstellungsraum im Basement, UG des Atelierfrankfurt, Adresse: Schwedlerstr. 1 - 3, Öffnungszeiten: dienstags - freitags: 11 -18 Uhr (nur nach Voranmeldung hier
 
 

Noch bis 18. Oktober: „Suburbia. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise“

(Andrea)

Wer bei “Träumen vom Eigenheim” an Wüstenrot und Bausparverträge denkt, liegt nicht ganz falsch. Witzigerweise habe ich die Ausstellung des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona ebenda bereits gesehen und war so begeistert, dass ich mir sogar den Katalog (in englisch und spanisch!) gekauft habe. In Frankfurt scheint die Ausstellung inhaltlich erweitert, weshalb ich mir den Teil sicher noch anschauen werde. "Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht  ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohn fläche verbindet."

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Bis Sonntag, 01. November: Jubiläumsausstellung "60 Jahre Schöne Bücher" der Stiftung Buchkunst im MAK

(Petra)

Ein Freund hat mich verständnislos angeschaut: “Nur” Bücher, aber ich freue mich als Bücher-Nerd jedes Jahr über die ausgezeichneten schönsten Bücher. Seit ihrer Gründung im Jahr 1966 zeichnet die Stiftung Buchkunst jährlich herausragende Beispiele der Buchgestaltung und -herstellung im Wettbewerb “Die Schönsten Deutschen Bücher” aus. Die Jubiläumsausstellung gibt einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Buchgestaltung und dokumentiert die kulturelle Bedeutung des Buches als ästhetisches Objekt. Im Museum werden sowohl historische als auch zeitgenössische Werke präsentiert, die die Vielfalt und Innovation der letzten 60 Jahre widerspiegeln. Ein unabhängiges Auswahlkuratorium aus Expert*innen aus den Bereichen Buchgestaltung und Buchherstellung, Literatur, Kunst, Fachbuch sowie Kinder- und Jugendbuch hat die Exponate aus dem umfangreichen Archiv der Stiftung in Frankfurt ausgewählt. Die Auswahl verdeutlicht die kontinuierliche Auseinandersetzung mit den ästhetischen, sozialen und technologischen Entwicklungen der Buchgestaltung. Begleitend zur Ausstellung wird ein Gesprächsprogramm angeboten, das sowohl historische Entwicklungen als auch zukunftsweisende Themen wie die Auswirkungen der Digitalisierung und nachhaltige Praktiken in der Buchproduktion thematisiert. Hier setzt die Stiftung Buchkunst nicht nur einen Blick zurück auf ihre eigene Geschichte, sondern setzt auch einen wichtigen Impuls für die Zukunft der Buchgestaltung und deren kulturelle Bedeutung im digitalen Zeitalter.

Motiv: ©Stiftung Buchkunst, Visuals: Studio Tillack Knöll, Design Practice

Stiftung Buchkunst: 60 Jahre Schöne Bücher - Jubiläumsausstellung, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 14 (7) Euro, barrierefrei

Noch bis Montag, 30. November: DRAC - ein Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination am Instituto Cervantes

(Petra)

Im Garten des Instituto Cervantes Frankfurt installiert und im Rahmen der WDC 2026 präsentiert, beherbergt der Pavillon ein Programm öffentlicher Veranstaltungen und lädt Besucher:innen ein, Architektur, Kreativität und Kultur in einem gemeinsamen öffentlichen Raum zu erleben. Die Installation lädt das Publikum dazu ein, sie zu durchschreiten, zu erleben oder einfach zu betrachten, und dient zugleich als Ort für kulturelle Veranstaltungen. Als Referenz dient der Drache am Eingang des Park Güell in Barcelona, anlässlich des 100. Todestages des katalanischen Architekten. Die Struktur wurde vom Architekten José Ramón Tramoyeres entworfen und von Designer Manolo García realisiert. Es folgt den Prinzipien des europäischen Programms New European Bauhaus: Schönheit, Nachhaltigkeit und Inklusion. Seine modulare Struktur aus Holz und Keramik ermöglicht es, den Ort zu transformieren, ohne ihn dauerhaft zu verändern, und dient als Plattform für kulturelle Aktivitäten. Das Projekt fungiert zugleich als Plattform für den Austausch zwischen Spanien und Deutschland im internationalen Programm der WDC 2026 und stellt Perspektiven aus der spanischen Kunst- und Kulturlandschaft vor. Im Foyer des Instituto Cervantes ergänzt eine speziell konzipierte Ausstellung die Installation. Sie beleuchtet die künstlerischen und technischen Traditionen, die der Skulptur zugrunde liegen. Inspiriert von Gaudís Bauweise kombiniert die Arbeit: Keramikelemente aus hochwertiger Produktion in Valencia; eine innere Struktur aus dampfgebogenen Holzstäben „Vareta“-Technik, vergleichbar mit Methoden aus dem Bau valencianischer Fallas oder historischer Großkonstruktionen. Ein dokumentarisches Making-of-Video zeigt zudem den gesamten Entstehungsprozess – von den ersten Entwürfen bis zur Installation.

Abbildung: © José Ramon Tramoyeres & Manolo García

DRAC - Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination, Ort: Instituto Cervantes, Adresse: Staufenstraße 1, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: montags-donnerstags 9 bis 18 Uhr, freitags 9 bis 15, Uhr, Zugang zum Garten über den Haupteingang des Instituto Cervantes, Kulturprogramm und weiteres Programm (ggf. kostenpflichtig) während der Laufzeit findet Ihr hier 

Bis Donnerstag, 03. Dezember: Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe im 2. OG Dondorf-Druckerei

(Petra)

Die Reihe „Jenseits von Privateigentum“ fragt nach Alternativen zu Eigentum als zentralem Prinzip von Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts von Wohnungsnot, Klimakrise und autoritären Entwicklungen rückt die Eigentumsfrage neu ins Zentrum. Welche Formen von Commons, Vergesellschaftung und Gemeineigentum sind möglich – und wie lassen sie sich praktisch durchsetzen? Die Veranstaltungen verbinden wissenschaftliche Analyse mit aktivistischer Praxis. Sie richten sich an Studierende, Initiativen und eine interessierte Öffentlichkeit. Im Fokus stehen konkrete Beispiele, politische Strategien und theoretische Perspektiven. Der Veranstaltungsort – die Dondorf-Druckerei auf dem Campus Bockenheim – ist selbst Teil dieser Auseinandersetzung: ein kollektiv erkämpfter und genutzter Raum. Die Themen umfassen zahlreiche wichtige Aspekte, sie reichen vom Auftakt mit “Shoppingmalls zu Sorgezentren" mit Birgit Wend am 23. April über “Privateigentum und rechte Ideologie” mit Sabine Nuss im Oktober bis hin zum Thema ”Stadtbodenstiftung" (eins der Themen, die mir besonders am Herzen liegen) mit Sabine Horwitz am 03. Dezember.

Grafik: Website Offenes Haus der Kulturen

Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe, in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen, dem Verein Aelita und dem Institut für Humangeographie der Goethe-Universität, Ort: 2. OG der Dondorf-Druckerei, Adresse: Gabriel-Reisser-Weg 3 (Schirn Kunsthalle), komplette Veranstaltungstermine und -themen sowie weitere Infos findet Ihr hier, Eintritt: frei

Bis Montag, 04. Januar 2027: "Calling Walter Benjamin" - Frankfurter Kunstsäule mit Pietro Finelli

(Petra)

Die Frankfurter KunstSäule hat ab heute eine spannende neue Hülle: der Mailänder Künstler Pietro Finelli untersucht mit seinen filmischen Collagen urbane Stadträume und setzt dabei private und öffentliche Interieurs in Beziehung zueinander. “Die Besonderheit dieses Ortes, an dem sich die Kunstsäule befindet – in einem kleinen städtischen Park, durchzogen von den Resten alter historischer Gräber –, bewirkt, dass sich mein Eingriff in der Mitte eines Weges verortet: Er richtet sich an die Lebenden, aber auch an jene, die nicht mehr da sind. Ein Ort ist niemals neutral; er ist das Ergebnis von Schichtungen über die Jahrhunderte hinweg. Die Kunstsäule ist als ein Kreuzungspunkt konzipiert, als ein Ort der Überschneidungen, der sich an die Lebenden und die Toten, an die Gegenwart und die historische Vergangenheit richtet, nicht ohne einen Funken Zukunft – jener Zukunft, die sich fortwährend in den Sekunden der Zeit/des Jetzt auflöst.”, erläutert er. Finelli wollte den Turm als einen Ort der Erinnerung gestalten, wie ihn der hebräische Begriff ZAKHOR (זכור†) treffend bezeichnet. Dieses Wort ist im Inneren der Kunstsäule verborgen, in ihrem eigenen intimsten Kern: Denn die Kunstsäule, die nun die Gewänder der Geschichte angelegt hat, wird zu einem emblematischen Ort, zu einem sich ausstrahlenden Kreuzungspunkt im verwundeten Raum der Stadt, aber ebenso im Raum der Zeit – wie ein Leuchtturm, der sein Licht sowohl auf das ruhige Meer als auch auf das stürmische richtet. Er signalisiert die Gefahr und markiert zugleich den Ort, macht ihn zum Emblem. Der Künstler glaubt, dass die Aufgabe der Kunst darin besteht, Energiezustände zu aktivieren, lebendige Masse im Anschein ihrer Ruhe hervorzubringen – etwas, das zu jenen spricht, die zu fragen oder zu befragen verstehen, wie das Orakel von Delphi. Sein Eingriff ist zugleich eine Hommage an Walter Benjamin, einen Autor, den er immer geliebt hat.

Abbildung: ©Pietro Finelli

Frankfurter KunstSäule: "Calling Walter Benjamin" von Pietro Finelli, Ecke Brückenstraße / Gutzkowstraße, Öffnungszeiten: 24/7 (Ausstellung bis 04.01.2027), Eintritt: frei

Noch bis Sonntag, 17. Januar 2027: Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“ im Städel-Museum

(Petra)

Diesen Tipp würdet Ihr ohne einen “Lieblings-Paparazzi” dieser Stadt, Bernd Kammerer, nicht lesen: er hat mir das Foto zur Ausstellungseröffnung geschickt - und mich erst so richtig neugierig gemacht. Ich habe das Städel – offen gesagt- in letzter Zeit weniger oft im Blick, weil sie dort einen super Job machen mit großen Ausstellungserfolgen, mir persönlich ist es mitunter „too much“. Aber diese neue Ausstellung hört sich total spannend an: Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven. So empfehle ich sie Euch sehr gerne (auch wenn der Eintrittspreis schon ordentlich ist)!

Foto:Elmgreen&Dragset©Bernd Kammerer

Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“, Ort: Städel-Museum, Adresse, Schaumainkai 63, Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 21 Uhr, Eintritt: 19 (17) Euro, Tickets gibt es online hier

Bis 17. Januar 2027: Elmgreen & Dragset

(Martin)

Stilleben mit Gemüse im Städel Museum

„Runde, edel eingedeckte Tische, das Licht ist gedimmt, an der Wand leuchtende Bilder mit Wolkenmotiven. Nur ein Platz in diesem eleganten Restaurant-Ambiente ist belegt: Eine junge Frau scheint in ein FaceTime-Gespräch mit dem lebhaft erzählenden Gesprächspartner auf dem Handy-Bildschirm vertieft zu sein. Aber irgendetwas stimmt nicht an dieser Szenerie…

Ein Nobel-Restaurant mitten im Museum - Ein Restaurant mitten im Städel? Stehen da sonst nicht nur Sitzmöbel um die Treppe, die zur modernen Kunst nach unten führt? Und die Frau sitzt da erstaunlich unbeweglich… Die Installation "The Cloud" spielt auf mehreren Ebenen mit Illusion und Realität. Dieses Spiel ziehen die Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset bewusst durch das ganze Haus. Sie hätten sich entschieden, mit ihren zeitgenössischen Kunstwerken auch die klassische Kollektion zu infiltrieren, sagt Elmgreen mit einem verschmitzten Grinsen: ‚Wir sind wie ein freundliches Virus, das sich durch das ganze Museum verbreitet hat.‘“ (hessenschau.de / Yvonne Koch)

Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven.  Es geht nicht ohne Irritation und Verblüffung – und das ist wohl auch das beabsichtigte Konzept. 

Eine Ausstellung zum Entdecken! 

Städel Museum, Schaumainkai 63
Foto: © Städel Museum – Norbert Miguletz

Bis Sonntag, 07. Februar 2027: Ausstellung „Too Hot– Heiße Städte, neue Wege“ im DAM

(Petra)

Als wären die aktuellen Temperaturen pünktlich zur Venissage bestellt: Städte werden durch den Klimawandel immer heißer – mit spürbaren Folgen. Hitze, Dürre, Wasserknappheit und Überschwemmung machen deutlich, wie dringend urbane Räume neu gedacht und gestaltet werden müssen. Da Städte den größten Anteil an CO₂-Emissionen verursachen, tragen sie eine besondere Verantwortung, etwa beim Umbau von Infrastruktur und öffentlichem Raum. Letzte Woche hat Daniele Santucci einen superspannenden Vortrag zur krassen Erhöhung der Temperaturen in Städten weltweit gehalten (und letzten Samstag auch einen seiner „Climate Walks“ dazu gemacht, der dazugehörige Rucksack ist auch in der Ausstellung zu finden). Viele Städte wollen in den nächsten fünfzehn Jahren klimaneutral werden. Was bedeutet das für die Zukunft – für Planung, Architektur und Leben in der Stadt? „Too Hot“ zeigt Beispiele aus dreizehn europäischen Städten verschiedener Klimata, von der Kleinstadt bis zur Metropole. Sie reagieren auf die Klimakrise mit konkreten Maßnahmen für Klimaschutz und Anpassung: darunter gebaute Projekte, strategische Planungen und zivilgesellschaftliche Initiativen. Die Ausstellung veranschaulicht, wie vielfältig dieser Wandel aussehen kann und von welchen sozialen Fragen und gesellschaftspolitischen Diskursen er begleitet wird. „Too Hot“ richtet sich an die Stadtgesellschaft aller Altersgruppen, kommunale Entscheidungsträger*innen, Fachöffentlichkeit und internationales Publikum.

Abbildung: Rocafort Square in Barcelona, 08014 arquitectura; ©Pol Viladoms

Too hot - Heiße Städte, neue Wege: Ausstellung, kuratorisches Team: Katharina Böttger, Jonas Malzahn, Mathias Schnell (studio central), in Zusammenarbeit mit Philipp Deilmann und Architects for Future, wissenschaftlich unterstützt durch die Dialog-Plattform Helmholtz Klima, Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, Eintritt: frei (Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 20 Uhr barrierefrei

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