04.09.-10.09.2026

FAIRkickt - los geht's

Zur besseren Lesbarkeit empfehlen wir die Tipps im Browser zu lesen

Heute haben wir mit dem großen Aufbau für FAIRkickt begonnen.

Marlene Haas, von Lust auf besser leben gGmbH und ich hatten vor zwei Jahren die Idee für dieses Bildungsprojekt. Bei FAIRkickt setzen sich Jugendliche praxisnah, interaktiv und spielerisch mit den Themen globale Gerechtigkeit und fairer Handel auseinander. Im Fokus: Verbindung von Sport, Nachhaltigkeit und kreativem Lernen.

Das Konzept kam so gut an, dass wir es in diesem Jahr wieder durchführen können. Wir sind super glücklich, dass wir Eintracht Frankfurt als Projektpartner gefunden haben, die uns nicht nur ihr super tolles Eventgebäude, das Sportquartier im Stadtwald, zur Verfügung stellen, sondern auch eigene Workshops anbieten. So ist u.A. die Merchandise-Abteilung vor Ort, die einen Workshop zum Thema Lieferkette anbietet! Die Kreativ-Workshops werden von Frankfurter Künstler:innen angeboten, u.A.: Moni Port, Philip Waechter, Anja Jahn, Petra Schröder, Dirk von Manteuffel, Amelie Persson und Leonore Poth. Dazu gibt es noch Angebote von Kreativen, die Upcycling, Rap und Graffiti anbieten und wir haben super tolle Bildungsreferent:innen vom Zentrum Oekumene und epn Hessen vor Ort und natürlich auch wieder unseren täglich stattfindenden Ernährungs- und Kochworkshop mit Susanne Stimpert. Jeden Tag kocht eine Gruppe von 10 Schüler:innen für täglich 120 Personen! (Wenn ihr das Projekt besuchen wollt, meldet Euch, am Dienstag ist ein Presserundgang)

Das Projekt ist ein riesiges Ding, und ich freue mich sehr darauf, die nächsten drei Wochen im Stadtwald zu arbeiten. An zwei Samstagen gibt es das kostenfreie Programm für Jugendliche, die alleine oder mit Freund:innen kommen wollen … Solltet ihr noch Leute kennen …www.fairkickt.de

Und obwohl das Programm schon so groß ist, haben Marlene und ich uns noch was Neues ausgedacht: Am Samstag, den 12.9., findet die 1. Frankfurter Sportkleidertauschparty statt!
Wir haben schon 1542 Sportartikel an Frankfurter Schulen eingesammelt. Und Uwe, Ruben und ich haben auch ordentlich zusammengetragen. Schaut doch mal, was ihr noch so alles ungenutzt zu Hause liegen habt, und bringt es vorbei. Mehr dazu weiter unten in den Tipps.

Und weil die nächsten drei Wochen bestimmt sehr anstrengend werden muss ich dieses Wochenende nochmal an die frische Luft … Wir fahren zum Wanderwochenende in den Odenwald.

Was auch immer ihr macht,
lebt wild!

Daniela

Danke an das tolle Ausgehtipps-Team: Andrea, Daniela, Petra, Martin und Erik
Auf dem Foto: Magdalena Moyat, Leiterin ESG Eintracht Frankfurt Fußball AG, Marlene Haas, Lust auf besser leben gGmbH, Ereleta Memeti Fußballerin Eintracht Frankfurt und ich 

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps seit Mai 2006. Ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen. Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Daniela)

(Antworten an daniela(at)cappelluti.net)
3 x 2 Tickets für die Dialog-Führung durch die Ausstellung „Die Welt im Geld. Globale Ereignisse im Spiegel Frankfurter Finanzobjekte“ mit Kuratorin Christina Bach und mir, am 03. Oktober um 11:30 Uhr im Historischen Museum. Gewinnfrage: In welchem Jahr wurde das Museum gegründet? 

ZU GEWINNEN (Daniela)

(Antworten an daniela(at)cappelluti.net
2 x 2 Karten für das Konzert vom Nicole Johänntgen Quartetts am 15. September. Gewinnfrage: Welcher Eröffnungsfilm läuft beim DokFilmFestival?

ZU GEWINNEN (Daniela)

(Antworten an daniela(at)cappelluti.net
2 x 2 Freiticktickets für den Eröffnungsfilm EISFRAUEN der Hessischen Dokumentarfilmtage LETsDOK als Preview vor dem offiziellen Kinostart, am 18. September. Gewinnfrage: Wie viele Filme zeigt das Festival?

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com).
Je 2 x 2 Tickets für Veranstaltungen in der Centralstation

* Samstag, 26. September: medlz: Die 90er - a cappella
* Montag, 28. September: Meike Winnemuth: Eine Seite noch (Lesung)
* Mittwoch, 30. September: Simon & Jan (Liedermacher)

Frage: Wie heißt mein Lieblingsclub in der Bundesliga (siehe GEROLLTES). Bitte schreibt in die Antwortmail die Veranstaltung, die ihr besuchen wollt.
Foto: siehe Veranstaltung Simon & Jan

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com).
Verlosungen: 2x2 Tickets für “Meine Playlist” von Literaturhaus & Romanfabrik im Literaturhaus
Keine Frage. Schickt mir stattdessen bitte eine Mail in der Ihr Euer Lieblingsbuch nennt. 
Foto: Sophie Kirchner

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
1 x 2 Gästelistenplätze für Rammons am Freitag, 17. September im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Wieviele Sportartikel haben Dani und Marlene bis jetzt gesammelt?

NEPAL: JEDE HILFE ZÄHLT

Was ist eigentlich genau in Nepal passiert? Wie ist die Situation? Und was ist Hilfe, die wirklich ankommt? Stella Deetjen, die Vereinsgründerin von Back to Life war in den letzten Tagen immer wieder aus Nepal für Interviews in Radio und Fernsehen zugeschaltet. Um die vielen Informationen einmal zusammenzufassen, haben wir einen umfassenden Lagebericht erstellt. Mit unserer langjährigen Erfahrung in Nepal können wir gut einschätzen, wo Unterstützung aktuell wirklich gebraucht wird und wie sie sinnvoll und nachhaltig geleistet werden kann. Wir stimmen unsere Hilfe mit den Menschen und den zuständigen Stellen vor Ort ab und können dabei auf unsere gewachsenen Strukturen zurückgreifen. Wir würden uns freuen, wenn ihr euch genauer informiert. Möchtet ihr helfen, ist jede Spende üner unsere Website herzlich willkommen: https://www.back-to-life.org/  Vielen Dank!
Den ausführlichen Lagebericht findet Ihr hier:  https://www.back-to-life.org/wp-content/uploads/2026/08/Back-to-Life-HILFE_NACH_FLUTKATASTROPHE.pdf
© Back to life

GEROLLTES über Tipps

(Uwe)
Letzte Woche war noch der Beitrag aus der vorvergangenen Woche eingestellt. Ich bitte um Entschudligung. 

Ich nehme an zwei Tippspielen zur Bundesliga teil. Eigentlich ist die Tipperei von 34 Spieltagen ein ziemlicher Aufwand, gerade wenn man sie über die Kicktipp-App wöchentlich zweimal machen muss. In beiden Tipprunden gelten unterschiedliche Regeln und für erfolgreiche Tipps gibt es in beiden Runden unterschiedlich viele Punkte. In der „Deka“-Runde tippe ich mit vielen Mathematikern und Physikern, da darf man eine bestimmte Tendenz nur maximal so oft tippen und man bekommt mehr Punkte für einen guten Tipp oder die Tendenz (Tipp: 1-0, Ergebnis: 1-0) oder die Tendenz (Tipp: 1-3, Ergebnis 1-2, der Auswärtssieg war also richtig getippt nur das genaue Ergebnis nicht), wenn man gegen den Trend tippte. In der anderen Gruppe kann man tippen, was man will, auch 9 x (ein Bundesligaspieltag besteht aus neun Spielen) 2-1 für die Heimmannschaft, dafür muss man vor der Runde aber Sonderkategorien tippen (welcher Verein entlässt zuerst den Trainer, welcher Verein stellt den besten Torschützen …).

Beim Tippen besteht ja die grundsätzliche Frage, rufe ich mein „Fachwissen“ ab und tippe emotionslos durch, im Zweifel gegen meinen Lieblingsverein oder blende ich beim Lieblingsverein die Vernunft aus und tippe romantisch. Es gibt nicht wenige in meinem Umfeld, die würden niemals gegen die Eintracht tippen. Die tippen aus Liebe zum Verein selbst bei einem Auswärtsspiel der SGE beim FC Bayern München schlechtestenfalls auf Unentschieden, obwohl – wegen der hohen Eintrittswahrscheinlichkeit - selbst ein MAGA-Anhänger aus Vernunft auf die Bayern tippen würde. Ich bin da anders, ich habe aber auch andere sportliche Voraussetzungen als die Eintrachtfans. Abgesehen von dem Auswärtsspiel in München, kann man der Eintracht bei Gegnern wie Augsburg einiges zutrauen (auch wenn der Verein in der Kaderzusammensetzung Fehler gemacht haben könnte). Als Fan eines Vereins, der nach einigen desolaten Jahren und einer erfolgreichen Zweiligasaison, kann ich aber nicht jedes Spiel auf Schalke 04 tippen, dann habe ich keine Chancen auf den Gesamtsieg. Also tippte ich bei Schalkes Auftaktspiel beim FC Augsburg auf einen Heimsieg des FCA. Nicht, weil ich den FCA mag, ich tue es wirklich überhaupt nicht, ich renne ja auch nicht in ein Wettbüro und setze mein Geld auf Sieg von einem krassen Außenseiter. Nun mag ich als Fan eine Enttäuschung sein, ich habe aber den emotionalen Schaden aus einer sportlichen Niederlage durch einen Wetterfolg abgesichert. 

Freitag, 04. September - Sonntag, 06. September: Frankfurt Art Experience - Frankfurt Gallery Weekend Saisonstart

(Petra)

Die Frankfurt Art Experience entwickelt seit 2019 den prosperierenden Galerienstandort Frankfurt am Main. Sie steht für unvergleichliche Kunsterlebnisse: Der Saisonstart der Frankfurter Galerien jeweils am ersten Septemberwochenende sowie das House of Galleries seit 2025, das internationale Galerienformat in exklusiver Hochhauslage. Entdeckt das vielfältige, anspruchsvoll kuratierte Programm zeitgenössischer Kunst jetzt zum Gallery Weekend Saisonstart: Rund 40 Galerien zeigen Einzel- und Gruppenausstellungen mit Schwerpunkten in der Malerei, Drucktechniken, Installation, Fotografie und Videokunst. Neben den Galerien tragen auch ausgewählte Offspaces und Kunstinstitutionen in diesem Jahr entscheidend zum Programm bei. Ob konzeptuelle Fotografie, raumgreifende Installationen, Graffiti oder digitale Kunst – hier stehen interdisziplinäre Ansätze und gesellschaftliche Fragen im Vordergrund. Vertreten sind Positionen von Künstlerinnen und Künstlern mit Hintergründen an der HfG Offenbach, Städelschule oder internationalen Kunsthochschulen. Besonders spannend sind wieder verschiedenste „Walks“, die ich Euch empfehle: Ihr könnt sie für Samstag und Sonntag buchen.

Frankfurt Art Experience - Frankfurt Gallery Weekend Saisonstart, Ort: Frankfurter Galerien und Offspaces, Öffnungszeiten: Freitag ab 18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 - 18 Uhr, Eintritt: frei, Art Walks: 8 - 12 Euro, ausführliches Programm und Buchung der Walks findet Ihr hier
Grafik: ©Urban Media Project

Freitag, 04. September: Open-Air-Konzerte zum Auftakt der Frankfurt Art Experience

(Petra)

An diesem Wochenende gibt es nicht nur großartige Kunst zu sehen, sondern – neu – jetzt auch zu hören: Drei individuelle Open-Air-Konzerte in den Galeriezentren Innenstadt, Westend und Fahrgasse. Kuratiert vom britisch-deutschen Jazzmusiker Timothy Roth: Electro-Beats, Live Funky Jazzy Groove
Music, Improvised Electro. Super Einstieg in ein sehr schönes Wochenende – und das gratis!

Fotos: ©Urban Media Project

Open-Air-Konzerte zum Auftakt der Frankfurt Art Experinence, Orte: feinfrankfurt, Peterstr. 4 (Uhrzeit: 17:30 Uhr), Galerie Barbara Stechow, Feldbergstr. 28 (Uhrzeit: 19 Uhr), Galerie Greulich, Fahrgasse indoors (Uhrzeit: 19 - 22 Uhr), ohne Voranmeldung, Eintritt: frei

Freitag, 04. September - Sonntag, 06. September: BFF Frankfurt-Werkschau 15 Fotografinnen und Fotografen

(Petra)

Eine Ausstellung möchte ich Euch besonders ans Herz legen: Der BFF FRANKFURT zeigt vom 04.-06.09.2026 im Rahmen des Saisonstarts der Galerien Frankfurt Mitte und in Kooperation mit The Frankfurt Art Experience und Plot Projects eine aktuelle Werkschau mit unterschiedlichen Perspektiven und Inhalten zur zeitgenössischen Fotografie. Unter dem Arbeitstitel “Wichtig” sind die Arbeiten von 15 BFF-Fotografinnen und Fotografen zu sehen. Hier sind immer wieder eindrucksvolle Arbeiten zu entdecken, die mir aufs Neue zeigen, dass auch in Zeiten von Smartphones fotografieren von Profis und Künster*innen so viel mehr sein kann. Also: “Wichtiger” Termin!

Foto: ©Nathalie Zimmermann “Trockenschwimmerin”

BFF Frankfurt: Fotoausstellung “Wichtig”, Ort: Plot Projects, Adresse: Fahrgasse 17, Vernissage 4.09., Uhrzeit: 18 Uhr, Drinks von The Holy Cross Brewing Company, Eintritt: frei

Freitag, 04 bis Sonntag, 06. Septermber: SELBSTBEZICHTIGUNG (weitere Vorstellungen)

(Martin)

„Ich bin …, ich habe …“ - Ein Oratorium über das Hineingeworfen sein in eine Welt der Normen

Was für ein Text, was für eine Sprache, was für ein Spiel, welch eine Inszenierung! Peter Handkes „Selbstbezichtigung“ hatte Premiere im Theater Willy Praml. Ein Sprechstück, ein Text ohne wirkliche Figuren – umso eindrücklicher, wie es Regisseur Michael Weber und den Spieler:innen Jakob Gail, Muawia Harb, Birgit Heuser, Anna Staab, Elin Staab und Eleonora Gobena Wolf gelingt, den Worten, die hier Menschen formen, Leben einzuhauchen.

Das Publikum hängt den Darsteller:innen an den Lippen. Eine Ansprache, ein Sein, eine Betroffenheit, eine Verinnerlichung – ein großer Wurf. „Selbstbezichtigung“ gilt als Gegenstück zu Handkes „Publikumsbeschimpfung“: Dort richten sich die Tiraden von der Bühne aus an die Zuschauer:innen, die als „Du“ angesprochen werden; hier spricht das jeweilige eigene Ich. Und gerade dadurch sind alle angesprochen. Der Text wirkt unmittelbarer, eindringlicher – und zugleich verbindender. „Ich bin auf die Welt gekommen. Ich bin geworden. Ich bin gezeugt worden. Ich bin entstanden. Ich bin gewachsen. Ich bin geboren worden. Ich bin in das Geburtenregister eingetragen worden.“ Die Sätze – immer wieder beginnend mit „Ich bin …“, „Ich habe …“ – werden zu Beichten, obwohl die sich Anklagenden eigentlich ohne Schuld sind. Genau darin liegt das Spannende: Die Selbstbezichtigungen verkommen nicht zu individuellen Schwächen oder persönlichen Verfehlungen. Sie werden universell und ermöglichen dadurch eher Zusammenführung als Abgrenzung.

Im Grunde ist es eine versprachlichte Sozialisation, die hier als Kunstform sichtbar wird: vom Nullpunkt über gesellschaftliche Regelverstöße und das normative Hineingeworfensein in die Welt, über das Erlernen von Sprache und Regeln bis hin zum (mehr oder weniger) „funktionierenden“ Individuum.

Spannend und zunächst rätselhaft ist eine an diesem Abend in Handkes „Selbstbezichtigung“ verwobene Pinocchio-Geschichte. Im Nachdenken wird klar: Auch Pinocchio muss lernen, ein echter Junge zu werden. Er trägt Schuld – die lange Nase wird zum sichtbaren Zeichen – er wird buchstäblich an Fäden geführt und muss sich aus ihnen befreien. Menschwerdung durch Anpassung: Auch das lässt sich in Handkes Text wiederfinden. Gespielt wird grandios auf einer ebensolchen Bühne, (auch Michael Weber): ein Waldweg, ganz ursprünglich, auf dem Begegnungen stattfinden; das Publikum sitzt sich in zwei Reihen gegenüber, erlebt sich auch. Die Kostüme von Paula Kern sind klug gesetzt: eigentlich regelkonforme Anzüge (Bürokorsett), deren Details aber treffend zurechtgestutzt sind. Alle Spieler:innen sind für ihre Textbeherrschung und ihr Spiel zu loben. Tauchen Kinder auf einer Bühne auf, haben es bekannterweise alle anderen schwer. An diesem Abend haben es alle anderen besonders schwer: Die zehnjährige Elin Staab spricht die Reflexionen, diese Sprache groß und grandios – und man sieht und hört mit offen stehendem Mund, wie selbstverständlich und präzise sie das tut. 

Es ist ein/der/unser Lebenslauf, der in dieser Inszenierung auf die Bühne kommt – wir sind mitten im Leben – oder ist der Waldweg ein Friedwald und die Lebensbeichten sind Rückschauen? Auch hier eines der vielen Rätsel dieses großartigen Abends. Einiges bleibt schleierhaft und das ist gut so. Gute Kunst braucht Uneindeutigkeit und stellt Fragen. Sie mutet zu, sich einen eigenen Reim zu machen. Und schließlich: Kunst kann etwas Einzigartiges. Das wird an diesem Abend besonders deutlich – und ist gerade heute dringend notwendig: die Beschäftigung mit dem Selbst!

Ich bin… Ich habe… Ich werde…

Freitag, 4., Samstag, 5., Sonntag, 6., Samstag, 12., Sonntag, 13., Donnerstag, 24., Freitag, 25., Samstag, 26. September; Samstag, 3., Freitag, 9. und Sonntag, 11. Oktober - jeweils um 20:00 Uhr; sonntags und feiertags 18:00 Uhr im Theater Willy Praml in der Naxos-Halle 
Foto: © Severyn Zelazny

Freitag, 04. September Fifty/Fifty: Die Party für Best Ager

(Uwe)

Fifty/Fifty nennt sich die Party-Reihe für Best Ager in der Centralstation, bei der wechselnde DJs zum Tanzen in den Saal einladen: entspannt, locker und ganz unter gleichgesinnten Feierlustigen. Zur ersten Party der Wintersaison am Mischpult: DJ Michael Herd. Seine Gäste erwartet ein Mix aus Dance Classics der letzten (mindestens!) vier Jahrzehnte.

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn: 20:30 Uhr
Foto: Centralstation

Freitag, 04. September: OF/ Blaue Stunde

(Andrea)

Seit 2008 lädt das Wetterpark-Team regelmäßig zur „Blauen Stunde“ in den Wetterpark ein. Benannt nach der Zeit, wenn der Tag in die Nacht übergeht und das verbleibende Sonnenlicht den Himmel in ein intensives Blau taucht. Neben dem Naturschauspiel kann man picknicken oder sich bei der Gemaa Tempelsee versorgen. Soweit, so nett. Dabei habe ich das Highlight des Abends noch gar nicht verraten: Denn um 19 Uhr tritt unser Kinomatador Daniel Brettschneider auf die Bühne, begrüßt und wirft um 20.30/45  den Projektor an. Für den Abend hat er “Der Teufel trägt Prada 2” ausgewählt: Die Fortsetzung des Kultfilms taucht 20 Jahre nach dem ersten Teil erneut in die Welt der Mode ein. Andy Sachs (Anne Hathaway) kehrt als neue Feature-Redakteurin zum Modemagazin Runway zurück und trifft dort auf ihre einstige gefürchtete Chefin Miranda (Meryl Streep). Schlagfertige Dialoge, Glamour und jede Menge überraschende Wendungen sind garantiert. Der Eintritt ist frei, ab 19 Uhr. 

Wetterpark, Buchhügel, Offenbach

Das Bild stammt von einem meiner Lieblingsfotografen David Vasicek, pix123. 

Freitag, 04. September: Of/ DIE NEUE SCHLACHT UM LAUREL & HARDYS – WIENER PAPP`N gegen HESSISCH GEBABBL

(Andrea)

Wer´s heute lieber gemütlich mag, geht in den Filmklubb und das wird ziemlich großartig: Wer kann die stummen Filme von Laurel & Hardy besser mit Sprachwitz vertonen: Der Wiener oder der Hesse? Der Altmeister oder der Jungspund? Das Original oder der Newcomer? Ralph „Turnschuh“ Turnheim, bislang einsamer Champion der Live-Vertonung per Wiener Mundwerk, Preisträger des deutschen Stummfilmpreises, stellt sich seinem Herausforderer: Felix „Fail-X“ Münk, der aufmüpfige Hesse aus Darmstadt. Beide lieben Laurel & Hardy und ihr Publikum. Darum schenken sich beide nichts. 
Zerstörungsorgien auf und vor der Leinwand sind garantiert. Feine Klinge und Holzhammer liegen bereit. Die Fäuste sind geballt, die Schreibfedern gespitzt, Filme rattern, Reime purzeln, Zungen brechen. Alle und jeder werden am Ende am Boden liegen: Ralph und Felix vor Erschöpfung, das Publikum vor Lachen. Über allem stehen nur Laurel & Hardy. Deren Filme berühren und begeistern seit fast 100 Jahren alle Ralphs, Felixe und Zuschauer auf der ganzen Welt. Zwei auf der Leinwand und zwei vor der Leinwand, die sich nichts schenken. Was will man mehr? >> Karten bitte HIER kaufen Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei 

DIES & DAS

Untermiete in Räumen der Schölzel, Möhring GmbH
Wir sind eine kleine, inhabergeführte Werbeagentur mit acht Mitarbeitenden - die aber die meiste Zeit im Home-Office arbeiten. Deshalb bieten unsere schönen Räume, von denen wir uns nicht trennen wollen, freie Plätze.
Die hellen Räume sind in einem Hinterhaus in Bornheim in Laufnähe zur oberen Berger Straße.
Ob ein Einzelschreibtisch oder eine 2er oder 4er Kombination - räumlich ist so gut wie alles möglich. Es gibt einen großen Büroraum (mit Klimaanlage) sowie einen kleineren, zweiten Raum, in dem aktuell noch zwei Tische frei sind. Hier befinden sich auch bereits andere Untermieter. Preis pro Arbeitsplatz: 250,00 Euro zzgl. MWSt. Bilder und Infos findet ihr hier: https://www.schmoe.de/arbeitsplatz/

Gemütliches Zimmer zur Untermiete in Reihenhaus mit Garten in Frankfurt-Harheim
Das Zimmer mit Dachschräge ist im 2. OG. Ein großes Fenster lässt viel Licht ins Zimmer. Neben dem Zimmer befindet sich das eigene Duschbad. Ich wohne in dem Haus mit meinem 17-jährigen Sohn und 2 Katern. Der Wohnbereich mit offener Küche darf mitbenutzt werden. Auch die Terrasse mit Garten. Das Haus steht im alten Ortskern von Frankfurt-Harheim. Mit Bus oder Rad ist man in 10-15 min bei der U2 in Kalbach oder der S6 in Berkersheim. Schnelle Anbindung an die A661 und A5. Wir freuen uns über einen offenen Menschen, dem ein respektvolles und friedliches Miteinander ebenso wichtig ist, wie uns. https://www.wg-gesucht.de/13947405.html?ma=1
(Grafik KI generiert)

Noch bis Samstag, 05. September: 7. Frankfurter Strausswirtschaft

(Petra)

Das ORIGINAL ist zurück: Die Frankfurter Strausswirtschaft von und mit dem Weingut Marco Hofmann und der Gloserei und charmanten Gästen – und mit Euch. In den letzten Jahren gab es immer begleitend überraschende Auftritte und Performances. Auf jeden Fall heißt es: Täglich (außer sonntags) ab 16 Uhr könnt Ihr hier in den schön-schattigen Arkaden von St. Josef mitten in Bornheim einkehren und eine gechillte Zeit mit netten Menschen haben! Lasst Euch das nicht entgehen!

7. Frankfurter Strausswirtschaft, Ort: Berger Str. 135, Öffnungszeiten: täglich 16 - 22 Uhr (außer sonntags!), Eintritt: frei
Foto: ©Frankfurter Strausswirtschaft

Freitag, 04. September - Montag, 04. Januar 2027: "Calling Walter Benjamin" - Frankfurter Kunstsäule mit Pietro Finelli

(Petra)

Die Frankfurter KunstSäule hat ab heute eine spannende neue Hülle: der Mailänder Künstler Pietro Finelli untersucht mit seinen filmischen Collagen urbane Stadträume und setzt dabei private und öffentliche Interieurs in Beziehung zueinander. “Die Besonderheit dieses Ortes, an dem sich die Kunstsäule befindet – in einem kleinen städtischen Park, durchzogen von den Resten alter historischer Gräber –, bewirkt, dass sich mein Eingriff in der Mitte eines Weges verortet: Er richtet sich an die Lebenden, aber auch an jene, die nicht mehr da sind. Ein Ort ist niemals neutral; er ist das Ergebnis von Schichtungen über die Jahrhunderte hinweg. Die Kunstsäule ist als ein Kreuzungspunkt konzipiert, als ein Ort der Überschneidungen, der sich an die Lebenden und die Toten, an die Gegenwart und die historische Vergangenheit richtet, nicht ohne einen Funken Zukunft – jener Zukunft, die sich fortwährend in den Sekunden der Zeit/des Jetzt auflöst.”, erläutert er. Finelli wollte den Turm als einen Ort der Erinnerung gestalten, wie ihn der hebräische Begriff ZAKHOR (זכור†) treffend bezeichnet. Dieses Wort ist im Inneren der Kunstsäule verborgen, in ihrem eigenen intimsten Kern: Denn die Kunstsäule, die nun die Gewänder der Geschichte angelegt hat, wird zu einem emblematischen Ort, zu einem sich ausstrahlenden Kreuzungspunkt im verwundeten Raum der Stadt, aber ebenso im Raum der Zeit – wie ein Leuchtturm, der sein Licht sowohl auf das ruhige Meer als auch auf das stürmische richtet. Er signalisiert die Gefahr und markiert zugleich den Ort, macht ihn zum Emblem. Der Künstler glaubt, dass die Aufgabe der Kunst darin besteht, Energiezustände zu aktivieren, lebendige Masse im Anschein ihrer Ruhe hervorzubringen – etwas, das zu jenen spricht, die zu fragen oder zu befragen verstehen, wie das Orakel von Delphi. Sein Eingriff ist zugleich eine Hommage an Walter Benjamin, einen Autor, den er immer geliebt hat.

Abbildung: ©Pietro Finelli

Frankfurter KunstSäule: "Calling Walter Benjamin" von Pietro Finelli, Ecke Brückenstraße / Gutzkowstraße, Vernissage: ab 19 Uhr, mit einer Einführung von Florian Koch und Gespräch mit Pietro Finelli und Daniel Hartlaub, Öffnungszeiten: 24/7 (Ausstellung bis 04.01.2027), Eintritt: frei

Bis Samstag 05. September: Freiluft-Kinowoche im Bornheimer Ratskeller

(Daniela)

In den vergangenen Jahren standen bei unserer Kinowoche die Partnerstädte Frankfurts im Mittelpunkt. In diesem Jahr schlagen wir ein neues Kapitel auf: wir zeigen an den ersten vier Tagen Dokumentationen in Spielfilmlänge, bevor am Samstag das Lampionfest am Bornheimer Hang stattfindet und wir Filme über Ernst May und die Architektur seiner Siedlungen zeigen. 

Freitag, den 04.09.2026: Monobloc
Samstag, den 05.09.2026: Dokumentationen über Ernst May und die Architektur seiner Siedlungen anlässlich des Lampionfests am Bornheimer Hang

Tickets kann man vorreservieren: https://www.ratskeller-bornheim.de/veranstaltungen/kinowoche2026.html
oder an der Abendkasse für 10 Euro.
Beginn: ab 20/20:30 Uhr, wenn es dunkel wird. Wenn man vorher was essen möchte, dann gerne zwischen 17 und 18 Uhr einen Tisch reservieren. Oder es gibt auch kleine Speisen oder Snacks, die man zum Film essen kann.
Ort: Bornheimer Ratskeller, Kettelerallee 72. Barrierefrei.

Freitag 04. September: "Monobloc" in der Kinowoche im Sommergarten des Bornheimer Ratskellers

(Daniela)

Die Kinowoche 2026 im Sommergarten des Bornheimer Ratskellers zeigt inspirierende Dokumentarfilme unter freiem Himmel – über Menschen, die mit Handwerk, Haltung und Leidenschaft ihre Umwelt gestalten.

Monobloc (2021)
Regisseur Hauke Wendler nimmt einen einfachen weißen Plastikstuhl zum Ausgangspunkt einer überraschenden Reise rund um die Welt. Monobloc erzählt von Design, Massenproduktion, Nachhaltigkeit und der Frage, warum manche Dinge Millionen Menschen verbinden. Ein kluger, humorvoller Dokumentarfilm über unseren Alltag und darüber, wie Gestaltung unsere Welt prägt. Hier geht's zum Trailer von Monobloc. 

Tickets kann man vorreservieren https://www.ratskeller-bornheim.de/veranstaltungen/kinowoche2026.html 
oder Abendkasse für 10 Euro. Beginn: ab 20/20:30 Uhr, wenn es dunkel wird. Wenn man vorher was essen möchte, dann gerne zwischen 17 und 18 Uhr einen Tisch reservieren. Oder es gibt auch kleine Speisen oder Snacks, die man zum Film essen kann. Bornheimer Ratskeller, Kettelerallee 72. Barrierefrei.

Bis Sonntag, 06. September: Die unsichtbare Stadt

(Martin)

Junge Theaterwerkstatt am Zoo / Zoogesellschaftshaus. 

Die Stadt erwacht. Sie streckt sich. Sie gähnt. Und mit einem tiefen Seufzen entlässt sie aus ihren Türen und Tunneln den Strom der Menschen. Ein Mädchen kommt neu in die Stadt und fragt sich, ob es hier hingehört. Ein Zebra wurde gesichtet und nicht wiedergefunden. Während beide ins Gewimmel eintauchen, wächst die unsichtbare Stadt um sie herum. 

Fantastisch, musikalisch, voller einfallsreicher Bilder und überraschender Verwandlungen entstehen neue Verbindungen in der Nachbarschaft und über die Grenzen des Theaters hinaus: Wie wollen wir zusammenleben in einer geteilten Welt? Tortoise in a Nutshell und TheaterGrueneSosse lassen in diesem schottisch-deutschen Theaterstück ein PopUp-Bilderbuch in Lebensgröße für alle ab 8 Jahren entstehen.

Freitag, 4. um 10.00 Uhr und Sonntag, 6. September um 15.00 Uhr 
Junge Theaterwerkstatt am Zoo / Zoogesellschaftshaus
Foto: © Valerie Reid

Freitag, 04. September, bis Sonntag, 06. September: Riviera

(Andrea)

Was freue ich mich auf das Wochenende, it´s Riviera-Time! Das Festival für Pop- und Clubkultur lädt zu Konzerten und Lesungen ans Offenbacher Mainufer. Im HafenCampus, Musikterrassen Wiking (MTW) und Circle Cube im Rockywood, dort  treffen aufstrebende Newcomerinnen und Newcomer auf etablierte Szenegrößen aus Indie, Rap, Elektro, Post-Punk und Pop.
Mit Alli Neumann, „Chocolate Remix“, „Burnout Ostwest“ und „Das Beat“. Alli Neumann ist Musikerin, Schauspielerin und Aktivistin. Seit ihrem ersten Hit „Hohes Fieber“ ist sie integraler Bestandteil der deutschen Musikszene. Sie schreibt Texte über Selbstermächtigung und verbreitet Lust an Veränderung.Die Musikerin „Chocolate Remix“ ist bunt, queer und provokant. Sie begegnet alten Inhalten des Reggaetons mit Humor. „Audio very good! Street Punk! Pogo pogo pogo!“, so lautet das Motto der Band „Burnout Ostwest“. Der kanadische Musiker Alexander Cowan (DJ Kerby) und die deutsche Sängerin Eddie Rabenberger gründeten 2021 die Band „Das Beat“. In ihrem neuen Album „Frau Fatal“ trifft moderne Popmusik auf New Wave, EBM, Indie-Rock und Italo Disco. Außerdem dabei Dame Area: Das Duo aus Barcelona zählt aktuell zu den angesagtesten Live-Acts überhaupt und verbindet hypnotischen Minimal Synth mit archaischen Polyrhythmen, Faravaz ist eine iranische Sängerin und Songwriterin im Berliner Exil, Isolation Berlin, Paulinko und und und. Foto: Das Beat, Marina Monàco 
www.offenbach.de/riviera

Samstag, 05. September: Brückenwall - das letzte Mal!

(Petra)

Das Jahr der letzten Male!? Ich war vor nicht allzu langer Zeit auf dem letzten Designparcours in Höchst - jetzt heißt es Abschiednehmen von einem anderen vertrauten Format: Die Brückenstraße galt vor einigen Jahren als “hip” und das “Frankfurter Berlin Mitte”, oder so. Der Hype ist meinem Eindruck nach vorbei, doch ein paar sehr schöne Geschäfte - unter anderem das goyagoya mit Kleidung der Frankfurter Designerin Elena Zenaro oder die Apfelweinhanldung JB - lohnen weiterhin auf jeden Fall einen Shopping-Trip “Dribbdebach”. Nur noch heute gibt es das Straßenfest, das mit “Open doors”, Mode und Design, Live-Musik, Essen und Trinken. Genießt es noch einmal!

Brückenwall - Straßenfest, Ort: Brückenstraße - Wallstraße (Sachsenhausen), Uhrzeit: 11 - 23 Uhr, Eintritt: frei 

Samstag, 05. September: Ghost School (Film)

(Uwe)

Als Rabia erfährt, dass die einzige Schule ihres Dorfes geschlossen wird, beginnt sie nach den Gründen zu suchen. Während die Jungs künftig eine Schule im Nachbardorf besuchen können, bleibt den Mädchen diese Möglichkeit verwehrt. Auf der Suche nach Antworten durchquert Rabia das Dorf und befragt die Erwachsenen. Doch statt Klarheit trifft sie auf Schweigen, Ausflüchte und ein Gerücht: Die Schule sei verflucht und der Lehrer von einem Dschinn besessen. Je hartnäckiger sie nachfragt, desto stärker beginnt sie an den Geschichten zu zweifeln, die die Schließung der Schule erklären sollen. Ist an dem Gerücht über die verfluchte Schule etwas dran oder verschleiert es eine ganz andere Wahrheit?

Inspiriert von Abbas Kiarostamis „Wo ist das Haus meines Freundes?“ wird die beharrliche Suche einer jungen Protagonistin zum Ausgangspunkt einer Erkundung gesellschaftlicher Verhältnisse. Aus einer scheinbar einfachen Frage entwickelt sich eine Reise durch ein Labyrinth aus Aberglauben, Autorität und Korruption. Die Perspektive eines Kindes wird dabei zum präzisen Instrument, um die Widersprüche der Gemeinschaft sichtbar zu machen. Basierend auf dem realen Phänomen der „Geisterschulen“ in Pakistan verbindet der Film sozialrealistische Beobachtung mit magisch-realistischen Momenten.

Frankfurt – Mal Sehn Kino, 17.30 Uhr mit Regisseurin Seemab Guln
Foto: Verleih

Samstag, 05. September: "Dokumentationen zu Ernst May und das NEUE FRANKFURT" im Sommergarten des Bornheimer Ratskellers

(Daniela)

Die Kinowoche 2026 endet mit einem offenen Kinoabend: da wir Teil des Lampionfests am Bornheimer Hang sind, zeigen wir am Samstag Dokumentationen über Ernst May und einen Film über die Frankfurter Küche in Anwesenheit der beiden Regisseurinnen Laura Gerlach und Kerstin Kemena. Zudem erwarten Euch im Bornheimer Ratskeller verschiedene Ausstellungen, Präsentationen und Projektionen rund um die Geschichte des Neuen Frankfurts und der Siedlung. 

100 Jahre Neues Bauen - Die Super-Küche 

Die Frankfurter Küche – besungen in der Popmusik, ausgestellt und bewundert in den großen Museen der Welt: Sie ist die Mutter aller Einbauküchen und wird gerade 100 Jahre alt. Und gilt als wichtiger Baustein in der Designgeschichte. Entworfen wurde sie von der österreichischen Architektin Margarethe Schütte-Lihotzky 1926 in Frankfurt.

Experten und Bewohnern zeigen die Orte, an denen das antike Möbel noch existiert, bewahrt und erforscht wird. Und erklären, wie die Effizienzprinzipien der Frankfurter Küche zur Geschäftsidee aller modernen Küchendesigns wurden. Ein Film von Laura Gerlach und Kerstin Kemena und eine Produktion von Westend TV für den hr in Zusammenarbeit mit arte.

Eintritt frei, Filmvorführungen um 20 Uhr und 21 Uhr. Wenn man vorher was essen möchte, dann gerne zwischen 17 und 18 Uhr einen Tisch reservieren. Es gibt aber auch kleine Speisen oder Snacks zum Film.
Bornheimer Ratskeller, Kettelerallee 72. Barrierefrei.

Samstag, 05. September: Lampionfest am Bornheimer Hang zu 100 Jahre NEUES FRANKFURT

(Daniela)

Schade, dass ich das verpasse..
"Feiern Sie mit uns das dritte Lampionfest am Bornheimer Hang – mit Führungen, Festplatz, Bühne und kulinarischem Angebot. Zum 100- jährigen Jubiläum des Neuen Frankfurt lassen wir Straßen, Plätze und Gärten neu erstrahlen. Entdecken Sie Geschichte, Baukultur und Visionen von Ernst May – gemeinsam mit Nachbar:innen, Vereinen und Initiativen.

Das dritte Lampionfest der Jubiläumsreihe »100 Jahre Neues Frankfurt« entsteht gemeinsam mit der Nachbarschaft, Vereinen, Initiativen und Gewerbetreibenden rund um die Siedlung Bornheimer Hang. Die Lampionfeste finden bis 2030 in wechselnden Siedlungen des Neuen Frankfurt statt. Sie leben von vielfältigen Beiträgen aus der Nachbarschaft. Sie sind Schaufenster und Bühne für das Leben, die Menschen und Institutionen aus dem Viertel und eine Einladung an die ganze Stadt und Region, die visionären Ansätze des Neuen Frankfurts besser kennenzulernen und vor Ort zu erleben. 

Anknüpfend an die historischen Laternenfeste aus der Zeit des Neuen Frankfurt bringen Lampions den Festplatz bei Einbruch der Dämmerung zum Leuchten. 

Das Lampionfest ist ein Projekt der Stadt Frankfurt am Main und wird vom Deutschen Architekturmuseum und Urban Media Project gemeinsam mit der Nachbarschaft umgesetzt. 

WWW.LAMPIONFESTE-FRANKFURT.DE 

Samstag, 05. Sept. 2026 | 14:00–23:00 Uhr 
Zwischen Ernst-May-Platz und Rose-Schlösinger-Anlage

Samstag, 5. September: Lampionfest und Yoga

(Andrea)

Kinners, wie die Zeit vergeht! Und ich rede jetzt nicht von 100 Jahre Neues Frankfurt, zu dessen Ehren heute das Lampionfest am Bornheimer Hang stattfindet. Sondern von meiner Freundin Gudrun, die vor 15 Jahren den Sprung gewagt hat und ihr eigenes Yoga-Studio (https://iyengar-yoga-teacher.com/) eröffnet hat. Und weil sie also Geburtstag feiert und ihr Studio in der Karl-Albert-Straße ist, bietet sie heute zwischen 14:30Uhr und 16:45 Uhr jeweils 10 Minuten YOGA FÜR ALLE vor der Heilig Kreuz Kirche am Martin-Weber-Platz - dies ist nur ein Programmpunkt von vielen Angeboten am Bornheimer Hang. https://www.lampionfeste-frankfurt.de/feste/bornheimer-hang#programm. Ich fahre früh morgens mit ein paar Mädels auf ein gemütliches Kunstwochende nach Völklingen, sonst wäre ich natürlich dabei. 

Bornheimer Hang, Frankfurt 

Samstag, 05. September - Sonntag, 01. November: Jubiläumsausstellung "60 Jahre Schöne Bücher" der Stiftung Buchkunst im MAK

(Petra)

Ein Freund hat mich verständnislos angeschaut: “Nur” Bücher, aber ich freue mich als Bücher-Nerd jedes Jahr über die ausgezeichneten schönsten Bücher. Seit ihrer Gründung im Jahr 1966 zeichnet die Stiftung Buchkunst jährlich herausragende Beispiele der Buchgestaltung und -herstellung im Wettbewerb “Die Schönsten Deutschen Bücher” aus. Die Jubiläumsausstellung gibt einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Buchgestaltung und dokumentiert die kulturelle Bedeutung des Buches als ästhetisches Objekt. Im Museum werden sowohl historische als auch zeitgenössische Werke präsentiert, die die Vielfalt und Innovation der letzten 60 Jahre widerspiegeln. Ein unabhängiges Auswahlkuratorium aus Expert*innen aus den Bereichen Buchgestaltung und Buchherstellung, Literatur, Kunst, Fachbuch sowie Kinder- und Jugendbuch hat die Exponate aus dem umfangreichen Archiv der Stiftung in Frankfurt ausgewählt. Die Auswahl verdeutlicht die kontinuierliche Auseinandersetzung mit den ästhetischen, sozialen und technologischen Entwicklungen der Buchgestaltung. Begleitend zur Ausstellung wird ein Gesprächsprogramm angeboten, das sowohl historische Entwicklungen als auch zukunftsweisende Themen wie die Auswirkungen der Digitalisierung und nachhaltige Praktiken in der Buchproduktion thematisiert. Hier setzt die Stiftung Buchkunst nicht nur einen Blick zurück auf ihre eigene Geschichte, sondern setzt auch einen wichtigen Impuls für die Zukunft der Buchgestaltung und deren kulturelle Bedeutung im digitalen Zeitalter.

Motiv: ©Stiftung Buchkunst, Visuals: Studio Tillack Knöll, Design Practice

Stiftung Buchkunst: 60 Jahre Schöne Bücher - Jubiläumsausstellung, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 14 (7) Euro, barrierefrei

Samstag, 05. September: Zeilsheim/ Hühnerfest mit Tierbegegnung

(Andrea)

Hühner sind etwas wunderbares und zum Essen eigentlich viel zu schade. Ich erinnere mich noch, wie meine Oma abends mit mir in den Hühnerstall ging und das Federvieh sich streicheln und sogar auf den Arm nehmen ließ. Kaninchen hatte sie übrigens auch, die habe ich im Gegensatz zu Hühnern bis heute nie verspeist, darüber muss ich nachdenken. Wer Hühnern auch gerne mal näher kommen möchte, sollte heute nach Zeisheim rausfahren, dort findet ab 14 Uhr das Hühnerfest mit Tierbegegnung statt. Mit dem Besuch des Streichelzoos vom Reitstall Petit aus Ober-Erlenbach (Esel! Und Alpakas!) , einem Konzert von „Kalley“ auf der KinderKulturFarm am S-Bahnhof Zeilsheim.
Für Getränke ist gesorgt. Gerne ein Vesper mitbringen. 
Möchtest du dabei sein? Als regelmäßige Hühnerversorgende oder als gelegentliche Hilfe - auch an Veranstaltungen, im Farmgarten, bei Aktivitäten rund um die Hühner.
Melde dich einfach unter: Tel: 069 36008921, Email:  szeno.farm(at)gmx.de, Web: www.kinderkulturfarm.de/hühnerprojekt/
Öffnungszeiten der KinderKulturFarm in der Schulzeit: Mo. 15 - 18 Uhr und Sa. 14 - 18 Uhr
Wegbeschreibung unter: https://maps.app.goo.gl/Xb2wqEYrjAnEyEav9?g_st=ic und http://www.kinderkulturfarm.de/wegbeschreibung/

Samstag, 05. September: Of/ Workshop "Let it rain"

(Andrea)

“Auch an der Hochschule für Gestaltung wird es vermutlich keinen Platz für den Waggon geben (der zudem – soweit wir wissen – in den nächsten Wochen vom Main abtransportiert werden soll)! Wie und wo es für uns mit einem eigenem Raum weitergehen kann, wissen wir (immer noch) nicht… Aber wir wissen genau, daß wir trotzdem erst mal weiter machen: Mit einem Waggon-Im-Exil-Programm, das sich auf immer mehr gute Orte in der ganzen Stadt ausbreitet… Ein Programm, das aber nur weiterleben kann, wenn vor allem du & deine Freunde vorbeikommen und uns dabei unterstützen!” Heute zum Beispiel beim Workshop “Let it rain” mit Annika Winter & Lena Schulz: "In unserem Regenmacher-Workshop basteln wir gemeinsam eigene Regenmacher und werden anschließend musikalisch: Wir erfinden unsere eigenen Regensongs und lassen es mit unseren Instrumenten regnen! Ein Regenmacher ist ein mit kleinen Materialien gefülltes Instrument, das beim Drehen und Kippen ein Geräusch ähnlich dem Prasseln von Regen erzeugt. Ursprünglich stammt er aus Südamerika, insbesondere aus der Atacama-Region in Chile. Traditionell wurden dafür getrocknete Kakteen verwendet.Ein kreativer Workshop voller Musik, Bastelspaß und Regengeräusche! 15 Uhr bis 18:30, Teilnehmeranzahl: 8 Personen, Unkostenbeitrag: 10.- Euro,  ANMELDUNG unter waggon@gmx.net

Eine Waggon-Veranstaltung im Radraum, Bleichstraße 22, Offenbach

Samstag, 05. September: Of/ Riviera Konferenz

(Andrea)

Das Riviera Festival steht für zeitgenössische Pop- und Clubkultur, die Riviera Konferenz für Austausch und Vernetzung der Musik- und Veranstaltungsbranche. Mit dem diskursstarken Programm setzt die Konferenz Impulse zu aktuellen Themen und stärkt die regionale Musik- und Kreativszene. Eingeladen sind Musiker*innen, Bands, Produzent*innen, Veranstalter*innen, Kreative sowie alle, die Popkultur mitgestalten oder künftig Teil davon werden möchten.
Mit den „POP IN HESSEN DAYS“ entsteht 2026 eine neue Plattform für Popkultur in Hessen. Im Rahmen von Riviera lädt „POP IN HESSEN“ von 11:00 bis 15:45 Uhr zum Community-Tag. Unter dem Motto „Wie gelingt der Einstieg in die Musikbranche – und welche Strukturen brauchen junge Künstler*innen wirklich?“ gibt es Workshops, Gespräche und Networking. Diskutiert wird über Karrierewege, Sichtbarkeit, Community, Zugänge zur Musikbranche und die Zukunft der Popkultur. Dabei stehen vor allem der persönliche Austausch und das gegenseitige Lernen im Mittelpunkt. Zu Gast ist Tobias Bamborschke, Sänger und Texter der Band Isolation Berlin. Es moderiert Francesca Herget von Music Women* Hessen. Um 13 Uhr gibt es eine Pizza-Pause mit gratis Pizza von Rimini. 
Ein moderiertes Diskussionsformat in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse bringt von 16 bis 17:30 Uhr Perspektiven aus Musik, Literatur und Kulturinstitutionen zusammen. futurebae (Popmusikerin), Patrick Mushatsi-Kareba (Geschäftsleiter Vermarktung & Vertrieb FC St. Pauli, ehem. CEO Sony Music GSA), Sonja Eismann (Kulturwissenschaftlerin, Autorin, Mitgründerin Missy Magazine) und Tamara Güçlü (Musikjournalistin, Moderatorin und Musikerin) tauschen sich zu Zugang, Macht und Geld im Kulturbetrieb aus. Das Panel ist Teil von „Frankfurt Calling – Perspectives on Culture and Politics“, dem Diskursformat der Frankfurter Buchmesse für Gespräche an der Schnittstelle von Literatur, Gesellschaft und Politik. Es moderiert John Steinmark, Programmmanager der Frankfurter Buchmesse.
Außerdem liest Sonja Eismann aus ihrem Buch „Candy Girls. Sexismus in der Musikindustrie“ (18 Uhr)

Die Teilnahme am Community Day und am Panel ist kostenfrei. Es ist keine Anmeldung nötig. Tickets für die Lesung kosten 6 Euro, ermäßigt 5 Euro und sind über www.riviera-offenbach.de/tickets sowie an allen bekannten VVK-Stellen erhältlich. Foto: Vlada Shcholkina

Circle Cube, Hafenallee 61, Offenbach

Noch bis Sonntag, 06. September: Multispezies Members Club. – Ausstellung im Museum Giersch

(Petra)

Wie kann eine technologisierte Gesellschaft auf Fürsorge und Teilhabe statt auf Konkurrenz bauen? – diese Frage steht im Zentrum des Multispezies Members Club im Rahmen der World Design Capital 2026. Die Ausstellung entwirft ein zukunftsweisendes Modell des Zusammenlebens, in dem Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen gleichberechtigt agieren. Besucher*innen sind eingeladen, Fürsorge, Kooperation und Teilhabe nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben, und zu reflektieren, wie Technologie Kommunikation zwischen unterschiedlichen Spezies ermöglichen kann. Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich, dass Technik nicht neutral ist: Sie verbraucht Ressourcen, kann bestehende Machtverhältnisse verstärken und stößt dort an Grenzen, wo natürliche Systeme zu komplex sind, um sie vollständig zu steuern. Die Highlights der Ausstellung sind interaktiv und vielseitig: Andreas Greiners neu entstandene Installation Garden Protocol verbindet Pflanzen auf dem Balkon, 1 Menschen und technische Systeme über Wasser als gemeinsame Ressource und fungiert als lebendiges Versuchsfeld für neue Formen des Zusammenwirkens von Natur und Technologie. Greiner agiert dabei sowohl als Künstler als auch als Kurator der Ausstellung, gemeinsam mit Ina Neddermeyer und Susanne Wartenberg. Im Multispezies Café knüpft er an die Tradition des Salons an und bringt aktuelle Diskurse über Künstliche Intelligenz in den Raum, während im Klangkunstwerk Conspiracy Theory (2023) drei KI-Systeme – Grok, DeepSeek und Mistral – in einen Trialog treten und globale Machtverhältnisse sowie politische und gesellschaftliche Modelle reflektieren. Weitere künstlerische Positionen hinterfragen die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Technologie auf vielfältige Weise. Aktivistisch und interaktiv ist Tree and Rockets Truth Gate (2026), das Besucher*innen über umgebaute Arcade-Spielautomaten in die Analyse und Korrektur von Online-Inhalten einbindet. Auch der Museumsgarten wird Teil des Multispezies-Clubs: Mit der Klanginstallation What do birds tweet about? (2025, Neukonzeption 2026, Baltic Raw Org) werden Vogelstimmen in kurze Textfragmente übersetzt und als eigenständige, nichtmenschliche Stimme erfahrbar. Beiträge von Künstler*innen – darunter auch Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der HfG Offenbach, die im Rahmen eines Open Calls ausgewählt wurden – eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Künstliche Intelligenz, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung. Wissenschaftler:innen der Goethe Universität Frankfurt ergänzen das Programm mit Perspektiven aus der KI Forschung, Bioinformatik, Kunstpädagogik, Anthropologie sowie Erziehungs-, Kultur- und Literaturwissenschaften. Die Ausstellung verbindet Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit und lädt dazu ein, über ein mehr-als-menschliches Zusammenleben nachzudenken sowie die Möglichkeiten und Grenzen algorithmischer Prozesse kritisch zu reflektieren.

Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni, beteiligte Künstler*innen und Wissenschaftler*innen: allapopp, Baltic Raw Org (Móka Farkas & Berndt Jasper), Literaturwissenschaftler Roland Borgards, Erziehungswissenschaftlerin Juliane Engel, Anthropologe Steven Gonzalez Monserrate, Kulturantropologin Katharina Graf, Andreas Greiner, Dženeta Hodžić, David Kuhn & Markus Rauchecker, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Anne Duk Hee Jordan, Laleh Khabbazy Oskouei & Farhang Rafiee, Nadine Kolodziey, Kunstpädagogin Verena Kuni, Biophysikerin Franziska Matthäus, Xenia Snow, terra0 (Paul Kolling & Paul Seidler), Tree and Rocket, Medienpädagoge Dan Verständig, ZK/U Proxylab, Vernissage: 18 Uhr (Eintritt frei), mit Grußworten aus Kultur und Wissenschaft sowie dazu ab 20 Uhr live Beats von den Frankfurter DJs JUCI VISION, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, Eintritt: 7 (5) Euro, weitere Infos gibt's hier 

Samstag 05. September: Tage des Exils

(Daniela)

Wäre ich in der Stadt, wäre ich heute im Massif Central, denn da findet im Rahmen der Tage des Exils die Ausstellungseröffnung mit Arbeiten von Ghazal Abdollahi und Abends ein Gespräch mit ihr statt.

Ghazal Abdollahi ist eine iranische Künstlerin, Fotografin und Autorin. Ihr Protest während der “Frau Leben Freiheit”-Bewegung zwang sie im Winter 2022 zur Flucht nach Deutschland. Heute lebt und arbeitet sie im Exil in Berlin.

Ghazal Abdollahi porträtiert geflüchtete Frauen auf Kaffeefiltern. Entstanden ist die Idee in Teheran, als sie ihre Mutter, die Fotojournalistin und Frauenrechtsaktivistin Aliyeh Motallebzadeh im Evin-Gefängnis besuchte, wo diese wiederholt inhaftiert war. Dort traf Ghazal Abdollahi auch andere politische Gefangene und dachte sich: Mit diesen Frauen würde ich in einer freien Welt Kaffee trinken gehen.

Frauen im Exil zwischen Gewalt, Widerstand und Zukunft
Frauen fliehen vor politischer Verfolgung, Krieg, patriarchaler Gewalt und setzen ihren Kampf um Sicherheit und Selbstbestimmung auch im Exil fort. PRO ASYL widmet ihren Realitäten eine Ausstellung, in der die iranische Exilkünstlerin Ghazal Abdollahi geflüchtete Frauen aus verschiedenen Ländern auf Kaffeefiltern darstellt. Mit einem interdisziplinären Abend will PRO ASYL die Kraft und den Mut von Frauen im Exil Sichtbarkeit und Bühne geben. Durch Kunst und im Diskurs sollen die politischen, geschlechtsspezifischen und systemischen Gründe thematisiert werden, die Frauen zur Flucht zwingen, ebenso wie der Mut, der nötig ist, um im Exil ein neues Leben aufzubauen

Ab 11 Uhr Ausstellung der Künstlerin Ghazal Abdollahi
Ab 18 Uhr Gespräch mit der Künstlerin, Expertinnen und Vertreterinnen von PRO ASYL

Der Eintritt ist frei Massif Central, Bethmannstr. 7-9, barrierefrei, 60311 Frankfurt am Main
©Ghazal Abdollahi

Samstag 5. - Sonntag 13. September: Tage der Industriekultur Rhein-Main

(Daniela)
Am 5. September starten wieder die „Tage der Industriekultur Rhein-Main“ mit vielen spannenden Führungen, Betriebsbesichtigungen, Ausstellungen uvm. Zudem startet zeitgleich die digitale Ausstellung „FrankfurtRheinMain auf dem Weg in die Moderne“, die in kurzen Filmbeiträgen Innovationen aus der Region und ihre Nachwirkungen bis heute in den Mittelpunkt stellt. 

Den Aufbruch in die Moderne hautnah erleben: Die „Tage der Industriekultur Rhein-Main“ laden dazu ein, den Wandel unserer Region zu entdecken. Unter dem Fokusthema „Auf dem Weg in die Moderne“ zeigt das Festival, wie neue Ideen, Technologien und Innovationen unsere Lebenswelt verändern – gestern, heute und morgen.

Die Besucher*innen erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Werksführungen, Workshops und Ausstellungen sowie Touren per Bahn, Schiff oder Rad: eine spannende Entdeckungsreise zu historischen Orten sowie Unternehmen und Institutionen, die exklusive Einblicke in aktuelle Entwicklungen geben. Dabei eröffnen sich faszinierende Perspektiven auf Themen wie Mobilität, Energie, Arbeit, Produktion, Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit. Ein Highlight ist die 5. Woche der KUNSTSTOFFSTRASSE im Landkreis Darmstadt-Dieburg.
Zum Programm: https://www.krfrm.de/tage-der-industriekultur-rheinmain/

FrankfurtRheinMain auf dem Weg in die Moderne – eine digitale Ausstellung
Wie prägen die Errungenschaften der Moderne die Rhein-MainRegion – und was bedeutet das für ihre Zukunft? Die digitale Ausstellung „FrankfurtRheinMain auf dem Weg in die Moderne“ geht diesen Fragen nach und rückt Orte, Ideen und Menschen in den Mittelpunkt: von der Luftfahrt in Zeppelinheim über die Hanauer Stadtplanung der 1920er-Jahre und die Schriftgießerei Klingspor bis zur Aartalbahn im Taunus und weiteren Innovationen. 

Im Zentrum stehen filmische Gespräche mit spannenden Persönlichkeiten an industriekulturellen Orten. Sie zeigen, wie diese Entwicklungen bis heute wirken und Impulse für aktuelle Herausforderungen geben – etwa für bezahlbares Wohnen, nachhaltige Entwicklung und demokratische Kommunikation. 
Das Medienprojekt ist ab September 2026 dauerhaft online und per QR-Code im öffentlichen Raum abrufbar – eine vernetzte Ausstellung, die einlädt, die Moderne in Rhein-Main neu zu entdecken und weiterzudenken.

Foto: Dreh Hanau, Foto: KulturRegion, Kay-Hermann Hörster

Sonntag, 06. September: Erstes Arkadenkonzert – „Freundliche Stille“

(Martin)

Musik vom irdischen Frieden und himmlischer Ruh aus unterschiedlichen Epochen

Das wird ein fantastisches Konzert! 

Am Sonntag interpretieren der international bekannte Countertenor Franz Vitzthum und Markus Flaig am Akkordeon Musik unterschiedlichster Epochen. Der Bogen spannt sich von kunstvollen Motetten der Renaissance über Werke von Purcell, Schubert und Brahms bis zu Francis Poulenc.

Der in Frankfurt und Umgebung als Sänger bekannte Markus Flaig spielt seit vielen Jahren auch Akkordeon und ist von den Möglichkeiten dieses Instruments begeistert. "Es kann wie ein Melodieinstrument Linien beseelen und diese gleichzeitig begleiten. Es kann laut, aber vor allem auch sehr schön leise und eröffnet für die Begleitung barocker Sololiteratur ganz neue Möglichkeiten", so erläutert Flaig seine Begeisterung.

Franz Vitzthum und Markus Flaig kennen und schätzen sich seit vielen Jahren als Sängerkollegen, besonders verbindet sie ihre Liebe zur Sprache. Ihre jahrelange Erfahrung mit sogenannter Alter Musik und ihre Experimentierfreude führen nun zu einer ganz neuen Klangkombination. Vitzthums hellwarmer Countertenor verbindet sich mit den tiefgründigen Klängen des Akkordeons und so entsteht flexible barocke Klangrede im besten Sinne.

Der Eintritt ist frei!

Sonntag, 6. September um 17.00 Uhr: 1. Arkadenkonzert – „Freundliche Stille“
Kirche St. Leonhard, Am Leonhardstor 25
Foto: © Uwe Dettmar

Sonntag, 06. September: Mindestens haltbar bis

(Andrea)

Ich habe schon ein paar Mädels zusammengetrommelt und wir gehen zur (vorerst) letzten Vorstellung von Mellis Bestandsaufnahme am 16. September. Mit dem Programm hat sie, zumindest bei uns, einen Nerv getroffen: Wir sind alle Mitte 50, die Kinder langsam aus dem Haus und tatsächlich stellen sich viele Fragen, die Marie Condo bisher noch nicht beantworten konnte. So wie ich Melli bislang erlebt habe, wird es auf jeden Fall ein munterer Abend, ich freue mich darauf! Mindestens haltbar bis: eine Bestandsaufnahme  Premiere war am Donnerstag, 3. September, 20:00 Uhr, weitere Vorstellungen: Sonntag, 6. September und Mittwoch 16. September, jeweils 20:00 Uhr

Plötzlich ist man Ende 50 und findet sich zwischen den Welten wieder: Zwei Drittel Leben sind schon rum. Die Eltern sterben, die Kinder ziehen aus und selbst muss man sich neu aufstellen. Zurück bleibt ein Wust an Dingen: Möbel, die man loswerden möchte, Memorabilia in kleiner und großer Form. Und man fragt sich: Was mache ich damit? Was kann weg, was soll bleiben? Verschwinden die Erinnerungen, wenn die Dinge gehen? Ist es gut auszumisten – sowohl Haus als auch das Hirn? Melina Hepp lädt das Publikum zu einem skurrilen und ganz persönlichen Sonder-Sale der Dinge, Träume und Erinnerungen. Von und mit Melina Hepp, Michelle Koprow. Film- und Audioprojektion: Michelle Koprow Dramaturgische Mitarbeit und Sound: Thomas Buchenauer. Foto: Robert Schittko. Karten: https://www.kulturhaus-frankfurt.de/gasttheater/stueckedetail/stueck/mindestens-haltbar-bis

Kulturhaus Frankfurt, Pfingstweidstr. 2

Montag, 07. September: Tjark

(Uwe)

Für sein Album hat sich TJARK bewusst zurückgezogen: weg vom Trubel der Großstadt, zurück in die Ruhe seines Heimatdorfes in Brandenburg. Drei Monate konzentrierte er sich fast vollständig auf sich selbst und seine Musik – eine Phase, in der er seinen Stil und seine Themen neu definieren konnte. Das Ergebnis ist „auch wenn’s uns morgen nicht mehr gibt“: Sanfter Folk-Akustik und einer mitreißenden Live-Dynamik ein.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / 19 Uhr
Foto: Zoom, Facebook

Dienstag, 08. September: Jazz & Poetry: BIRD. Die Charlie Parker-Legende

(Uwe)

Der Abend gibt ein faszinierendes Bild der Jazz-Szene im New York der 40er und 50er Jahre und des genialen Saxophonisten Charlie „BIRD“ Parker, Pionier des Bebop. Sein Leben bestand aus Musik, Sex und Drogen. Es endete tragisch und viel zu früh. Aus Erinnerungen von Personen, die ihn gut kannten (Label Manager, Clubbesitzer, Frauen, Musiker, Nachbarn, Freunde), ist eine „Rekonstruktion“ seines außergewöhnlichen Lebens entstanden.

Das Jazz & Poetry-Programm „BIRD“ schildert seine Entwicklung, seine Musik und Verrücktheiten in kurzen packenden Texten, gelesen von Daniella Baumeister (Redakteurin hr2 Kultur). Im Wechsel mit den Texten spielt das „Jan Prax-Quartett“ Bebop-Titel von Charlie Parker und seinen Zeitgenossen in zeitgemäßen Arrangements

Romanfabrik / F, Hanauer Landstr. / Beginn: 19:30 Uhr
Foto von Daniella Baumeister: Nicole Kohlhepp

Mittwoch, 09. September: Auftakt zur Earth Night: Frankfurt setzt Zeichen für mehr natürliche Dunkelheit

(Daniela)

Ich bin verabredet, sonst wäre ich zu gerne dabei, vor allem beim  Sternengeschichten-Spaziergang.

Auch bei Nacht bleibt es in Frankfurt hell – doch wieviel künstliche Beleuchtung muss eigentlich sein? Das Umweltamt Frankfurt lädt am Mittwoch, 9. September, gemeinsam mit der Klimawerkstatt Frankfurt und BioFrankfurt zu einem Abend rund um Lichtverschmutzung im Grüneburgpark ein. Ab 17 Uhr geht es an der Ecke Siesmayerstraße/Grüneburgweg bei einer Ausstellung um die Bedeutung der Dunkelheit für Tiere, Pflanzen und Menschen – mit Informationen, Quiz und Nachtkerzensamen.

Um 19.30 Uhr begrüßt Umwelt- und Klimadezernentin Tina Zapf-Rodríguez. Anschließend stellt BioFrankfurt die Biozahl 2026, die in diesem Jahr auf die Biodiversität bei Nacht bezogen ist. Jan Jacob Hofmann von der Klimawerkstatt Frankfurt berichtet vom Projekt „Hell, wie die Nacht“. 

Wenn es langsam dunkler wird, beginnt um 20 Uhr der Sternengeschichten-Spaziergang mit Sabine Frank, Initiatorin des Sternenparks Rhön. Unter dem Titel „Himmelsbilder – Astronomie in Wissenschaft, Kunst, Kultur und Poesie“ führt sie durch den nächtlicher werdenden Grüneburgpark, erzählt von Sternen, Mythen und der Bedeutung des Nachthimmels. Bei klarem Himmel gehört auch „Street Astronomy“ dazu: Sterne schauen mitten in Frankfurt.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Und bei der Earth Night am Freitag, 11. September, wird es in Frankfurt an ausgewählten Orten dunkel:  dann schaltet die Stadt für eine Nacht die Beleuchtung ausgewählter Gebäude wie Römer und Paulskirche und weiterer Bauwerke wie Untermainbrücke und Eiserner Steg aus. 
(c)Jan Jacob Hofmann

Mittwoch 09. September: Quiz Night „Finanzbildung”

(Daniela)

Uwe und ich waren letzte Woche in der Deutschen Bundesbank.  Die Veranstaltung war super gut. Ich war zum ersten Mal in dem Gebäude und ich werde da auf jeden Fall wieder hingehen. Besonders interessiert mich der Besuch einer Architektur- & Kunst-Führung. Ab September gibt es weitere spannende Formate:

Am 9. September geht eine neue Veranstaltungsserie los: Der Europavillon der Deutschen Bundesbank öffnet seine Türen für die erste Quiz Night rund ums Finanzwissen. Gemeinsam wird geraten, gewusst und vielleicht ja auch geblufft – bei Fragen, die näher an unserem Alltag sind, als man manchmal denkt. 

Was wissen Sie über Finanzbildung? Unsere Experten Dr. Andreas Kaun und André Kühne geben spannende Einblicke in ein Thema, das uns alle betrifft:  Was versteht man eigentlich unter Finanzbildung? Wie steht Deutschland im internationalen Vergleich da? Und für wen ist das Thema besonders wichtig? Und was macht die Bundesbank hierbei?

Anlagetipps gibt es nicht direkt – aber garantiert jede Menge Wissensgewinn! Moderatorin Astrid Lipfert führt durch zwei Quizrunden. Für die schnellsten richtigen Antworten gibt es lukrative Ausschüttungen in Form hochwertiger Sachpreise – und für alle Gäste wartet anschließend ein entspannter Abend bei Musik, Drinks, Snacks und guten Gesprächen. 

Anschließend sorgt der Frankfurter DJ Michael Rütten mit tanzbarem Funk & Soul für den richtigen Vibe.

Europavillon der Deutschen Bundesbank, Mainzer Landstraße 40
Einlass ab 17:30 Uhr, Eintritt frei – Plätze begrenzt, man muss sich vorher anmelden: https://em.bundesbank.de/microsite/index.cfm?l=15106&sp_id=1

Wir sehen uns bei den Moneten

Mittwoch, 9. September: Iso Herquist & Band

(Andrea)

Hach, schade. Heute ist unser letzter Termin an den Demokratie-Kiosken (die Reihe geht noch bis Ende des Monats weiter: https://demokratiekiosk.de/events/), aber eben ohne musikalische Beigabe von den Kulturzeiterin e.V.. Deshalb kommt zuhauf und genießt mit uns einen schönen Abend am NOX mit smoothem, swingendem Sound, der den Raum füllt – mal weich federnd, mal schwer groovend, mal ganz Blues. Iso Herquist nimmt sich die Swing Tunes der goldenen Jazz-Ära vor und macht daraus seine ganz eigene Mischung: spontan, charmant und voller Energie. Mit seiner Ukulele bringt er einen unerwarteten Klang ins Spiel – kein Gimmick, sondern ein ernstzunehmendes Instrument mit überraschendem Tiefgang.
Seine Stimme klingt wie ein verraucht-verlebter Jazzclub nach einer sehr langen Nacht: samtig und kratzig zugleich, voller Sehnsucht und Soul. Wie der Lieblings-Frottee-Schlafanzug, der einmal zu heiß gewaschen wurde. Wie im strömenden Regen den Bus verpassen. Einfach: eine volle Breitseite Blues.
Begleitet wird Iso von zwei herausragenden Musikern, die seine musikalischen Eskapaden nicht nur tragen, sondern bereichern: Thore Benz (Kontrabass) liefert das satte, erdige Fundament, Uta Wagner (Drums) ’s got den stabilen, tanzbaren Rhythm. Zweimal vier Saiten und ein Satz Felle – für modernen, coolen und spannenden Jazzclub-Sound. Ohne Dogmen oder Clischees – offen, groovend, voller Spielfreude. Ob zum Zuhören, Schwofen oder Mitwippen: Diese Band hat mehr als nur Stil. Sie hat Haltung, Humor und jede Menge Herzblut. 20 Uhr 

NOX, Holbeinstraße 63

Donnerstag, 10. September: JEWS UNDERCOVER in Mainz

(Daniela)

Eine szenisch-musikalische Lesung von Stéphane Bittoun

Die Gelegenheit für alle, die den fulminanten Abend in Frankfurt verpasst haben - JEWS UNDERCOVER geht auf Tour und ist auch noch mal im Rhein-Main-Gebiet zu Gast…

„Bittoun wechselt die Kostüme, imitiert Barbara Streisand in ‚Yentl’, kommentiert mit Selbstironie Kindheitsfotos und wird als Adam Stein zum Hund. Das ist manchmal lustig, manchmal traurig, aber immer anrührend.“ FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung

Unter falscher Identität gelingt einem arabischen Juden 1965 ein Spionage-Coup in höchsten Regierungskreisen Syriens. 1895 verkleidet sich eine junge Frau als Mann, um den Talmud zu studieren. Und 1945 überlebt Berlins berühmtester Clown das KZ nur, indem er als Hund im Zwinger lebend den Lagerkommandanten belustigt. 

Regisseur & Schauspieler Stéphane Bittoun liest, spielt, lebt diese und viele weitere, teils wahren Geschichten und verwebt sie zu einem Abend über das oft gefährliche, zuweilen lustvolle Spiel mit Identität. Ob aus Anpassung, in geheimer Mission oder um Verfolgung zu entgehen: Undercover ist ein Überlebensprinzip.

Musikalisch begleitet von Peter Bongard, und filmisch unterstützt von Burt Lancaster, Rabbiner Apel uva. lüftet Bittoun auch das klandestine Doppelleben der Straßenkatzen Tel Avivs.

Tour 2026/27: Düsseldorf, Mainz, Speyer, Worms, Stuttgart, Wien, Baden, ua.
Alle Tour-Termine, Fotos, Filmtrailer etc. unter: www.jews-undercover.de 
Tickets: https://mainzer-kammerspiele.de/events/jews-undercover/

Donnerstag, 10. September: OF/ The Invite

(Andrea)

Spontan denke ich beim Lesen des Textes an “Gott des Gemetzels”, aber bei “The Invite” ist natürlich alles ganz anders. Aber die prominente Besetzung bleibt, der Cast ist mit Edward Norton und Penépole Cruz wirklich außerordentlich. "Ein harmloses Abendessen unter Nachbarn gerät für zwei Paare zur aberwitzigen Achterbahnfahrt der Gefühle. Eine pointierte Beziehungskomödie über Begehren, Eifersucht und die Frage, wer hier eigentlich mit wem spielt. Nach 15 Jahren Ehe steckt die Beziehung von Angela (Olivia Wilde) und Joe (Seth Rogen) in der Krise. Gemeinsame Abendessen mit anderen Paaren gab es schon lange nicht mehr. Als Angela spontan die Nachbarn aus der Wohnung über ihnen einlädt, zeigt sich, dass Pina (Penélope Cruz) und Hawk (Edward Norton) ihnen mehr Sympathie entgegenbringen als die distanzierten Begegnungen im Fahrstuhl bislang vermuten ließen. Was als geselliger Abend mit Smalltalk über Käse, Wein und Inneneinrichtung gedacht war, entwickelt sich zu einer aberwitzigen Achterbahnfahrt der Gefühle. Wer spielt hier mit wem, und wer wird am Ende die Kontrolle verlieren? >> Trailer zum Film>> Karten bitte HIER Einlass: 18.00 Uhr Beginn: 19.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

VORSCHAU

09-11-01 - Fernsehen

(Andrea) 

25 Jahre ist das jetzt her, dass zwei Flugzeuge in die Twin Towers in NY flogen und diese zum Einsturz brachten, Die Bilder waren erschreckend und spektakulär zugleich. Dass auch noch zwei weitere Maschinen in der Luft waren und eine nur dank des Mutes der Passagiere ihr Zeil verfehlte, gerät gerne in Vergessenheit. So wie das, was sich als Nine-Eleven eingeschrieben hat, auch schon fast vergessen ist. Die Welt hat sich seitdem weitergedreht, wir haben und daran gewöhnt, keine Flüssigkeiten mehr in Flugzeuge mitzunehmen und Nagelscheren im Handgepräck zu vermeiden. Nur drei Jahre später begannen die Sozialen Netzwerke ihren Siegeszug um die Welt, nein, die waren nicht schon immer da. Welche Zäsur dieser Tag darstellte, macht die Doku “September” in der ARD nochmal deutlich. Ich erinnere mich an zwei Momente: Wie ich mit anderen vor dem  Schaufenster bei Karstadt stand und in den Fernsehern die ersten Bilder sah. Und als ich den Episodenfilm “11-09-01” sah. Im Gedächtnis geblieben ist mir der Beitrag von Alejandro González Iñárritu mit seiner schwarzen Leinwand und den Audioaufnahmen des Ortes. 
Weil der 9. September 2001 die Welt geschockt und die Sicherheitsarchitektur nachhaltig verändert hat, lohnt sich ein Blick zurück. Zu Wort kommen u.a. Claus Kleber, seinerzeit Korrespondent in Amerika und Lars Klingbeil, der den Tag als Praktikant erlebte. Wirklich sehenswert machen ihn aber all die anderen, die dort zu Wort zu kommen. Susanne Hegenscheidt hat mich beeindruckt und ob ihrer Erzählung auch ein bisschen fassungslos zurückgelassen. 

ARD Mediathek 

Freitag, 11. September: Junkyard Drive

(Andrea)

Seit ihrer Gründung 2014 hat Junkyard Drive die Rockszene mit intensiver Energie und unmissverständlicher Leidenschaft geprägt. Nachdem sie sich mit den Alben „Black Coffee“ und „Electric Love“ einen Namen gemacht hatten, bewiesen sie ihre Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln und Musik zu schaffen, die berührt. „Look At Me Now“, ihr neuestes Album, ist nicht nur eine musikalische Wiedergeburt für Junkyard Drive, sondern auch eine zutiefst persönliche Reise. Das Album nimmt die Zuhörer mit in die Kämpfe und Triumphe der Bandmitglieder. Die Songs reflektieren Themen wie Geschlechtsidentität, Sucht und psychische Gesundheit – Themen, die die Band im Kern bewegen. Mit dieser Offenheit erzählt Junkyard Drive Geschichten, die gleichermaßen herausfordern und bereichern und unterstreichen ihr Engagement für Musik, die etwas bewirkt. Junkyard Drive begeistert ihre Fans weiterhin mit ehrlichen Geschichten und kraftvollen Melodien und bleibt dabei ihren Wurzeln treu, während sie neue musikalische Gefilde erkunden. Mit Kristoffer Kristensen und Ollie Hartmann an den Gitarren verspricht Junkyard Drive mit ihrem neuesten Sound neue musikalische Höhen zu erreichen und die Grenzen des modernen Rocks weiter zu definieren. Sie haben ihren Status als eine der besten dänischen Rockbands (unter 40) verteidigt und freuen sich auf neue Abenteuer auf der Rockbühne.

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Samstag 12. September: 1. Frankfurter Sport-Kleidertauschparty

(Daniela)

Bei der 1. Frankfurter (Sport-)Kleidertauschparty bekommen gut erhaltene Kleidung und Sportartikel ein zweites Leben. 

Mitmachen können alle, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Und wer nicht mit Taschen voller Kleidung und Sportausrüstung zum Sportquartier kommen möchte, kann bereits vorher aussortieren: Vom 1. bis 11. September kann man die Sachen an der Insel für Klima und Nachhaltigkeit an der Hauptwache abgeben. Gesucht werden nicht nur klassische Kleidungsstücke. Vom Trikot über Sportjacken, Fußball-, Tanz- oder Wanderschuhe bis zu Bällen, Schlägern, Hanteln, Fitnessbändern, Yoga- und Pilatesmatten, Sporttaschen, Skateboards oder Ski darf vieles dabei sein. Wichtig ist nur: Die Sachen sollen sauber, vollständig und gut erhalten sein.

Das Prinzip ist einfach: Für jedes abgegebene Teil gibt es einen FAIRkickt-Chip. Dieser kann bei der Party gegen ein anderes Kleidungsstück oder einen Sportartikel eingetauscht werden. Wer nichts zum Tauschen mitbringt, kann trotzdem mitmachen und gegen eine Geldspende etwas mitnehmen. Damit verbindet die Veranstaltung gleich mehrere Anliegen: Gut erhaltene Dinge bleiben länger im Kreislauf, Ressourcen werden geschont – und Sportausrüstung, die neu oftmals viel Geld kostet, wird für andere Menschen wieder zugänglich.

Jeder getauschte Artikel hilft doppelt
Das Tauschen schont nicht nur Ressourcen, sondern unterstützt gleichzeitig soziale Projekte: Für jeden abgegebenen Artikel spendet der EFC Business Eagles Frankfurt 1899 e.V. zwei Euro. Die Spendensumme kommt Adler mit Herz e.V. und der BK West United Foundation Germany e.V. zugute.
Adler mit Herz unterstützt unter anderem den Bau einer Schule in Sambia, BK West United setzt Sport- und Bildungsprojekte in Gambia um. Beide Organisationen sind bei der Kleidertauschparty vor Ort.

Tauschen, kennenlernen, Musik hören
Zur Kleidertauschparty gehört auch der Party-Teil: Nikesch sorgt an den Turntables für die Musik, während im Sportquartier gestöbert, anprobiert, getauscht und miteinander ins Gespräch gekommen werden kann.
Es sprechen miteinander:
* Martin Schittko, Direktor Merchandising Eintracht Frankfurt Fußball AG  
* Maike Thalmeier, Fashion Revolution Frankfurt 
* Tina Zapf-Rodríguez,  Dezernentin für Dezernentin für Klima, Umwelt, Sauberkeit, Frauen, Diversität und Migration 
* Mario Gollnick, Projektleiter Zero Waste, FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH 
* Dany Kupczik, Geschäftsstellenleitung und Referentin Kindeswohl und Inklusion, Sportjugend Frankfurt  
Moderation: Marlene Haas, Lust auf besser leben gGmbH

Die Vorab-Abgabe läuft vom 1. bis 11. September 2026 an der Insel für Klima und Nachhaltigkeit an der Hauptwache in der Frankfurter Innenstadt. Alternativ können Kleidung und Sportartikel direkt zur Veranstaltung mitgebracht werden.

1. Frankfurter (Sport-)Kleidertauschparty
Samstag, 12. September 2026 von 16 bis 20 Uhr
Sportquartier im Stadtwald, Otto-Fleck-Schneise 6, Frankfurt am Main, gegenüber dem Deutsche Bank Park, S-Bahn-Station „Stadion“. Die Location ist barrierefrei. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen und eine Übersicht darüber, welche Artikel angenommen werden, gibt es unter www.fairkickt.de/

Samstag, 12. September: BLOW MUSIC FESTIVAL VOL. 4

(Uwe)

BLOW geht im Herbst in die 4. Runde! Denn vielversprechende aufstrebende Artists brauchen eine Bühne und diese bekommen Sie auf drei Floors im ZOOM. 

Die Liste spannender, junger Acts, die mit ihrer Musik etwas mitzuteilen haben, ist aber noch lange nicht zu Ende. Daher erhalten eine Reihe weiterer lokaler, nationaler und internationaler Live-Acts und DJs im September die Gelegenheit, ein lebendiges Medley der angesagtesten und gleichzeitig unterschiedlichsten Tendenzen der aktuellen Musikszene zu präsentieren. 

Mein persönlicher Favorit ist TAXISTUDIO, eine FrankfurterFormation (Auf der Bühne treffen treibende Beats, ehrliche Texte und urbane Atmosphäre aufeinander – ein Mix, der das Publikum gleichermaßen zum Feiern und Nachdenken einlädt). 

Musikalische Grenzen setzen wir auch dieses Mal bewusst nicht, denn genauso wenig tun dies die Musiker*innen selbst – im Gegenteil, was sie produzieren ist: abwechslungsreich, innovativ, offen und verbindend: AGATHA IS DEAD! Post-Punk-Experiment - Ihre gemeinsame Liebe zu Joy Division, The Cure, Molchat Doma und Fontaines D.C. legte den Grundstein für ihren düster-dringlichen Sound. - ANDA MORTS Wie Anda auf dem Album alte Punk-Formeln mit pochendem Herzen und geboten zorniger Haltung ins Hier und Jetzt katapultiert, wie er mit maximaler Dringlichkeit die Wirklichkeit umreißt, das hat eine derart furios mitreißende Art, dass man sofort mehr davon haben will. - AUFMISCHEN – BBYBANDO – BILK - DAS HUHN - DER MENSCHLICHE MOTTEK DIE P - DJ MISS CONTROL (GG VYBE) – EV – HONDENFOKKER – ILDIKÓ – JUNI – KETACAT - LUCIA & THE BEST BOYS MOTTEN MUTT - NOT EVEN NOTICED – OSTSEETRAUM - S1RENA – TAXISTUDIO - THE PHOBES - TR/ST - UNTITLED (HALO) – VASIL - X-GF

Zoom, F., Carl-Benz-Str. / 15 Uhr
Bild: Zoom

Sonntag 13. September: 34. Bahnhofsviertel Classics: „Welcome FlieKü!“

(Daniela)

Das „fliegende künstler:innenzimmer“, ein mobiles Atelier für Kunst, Austausch und Begegnung, landet für die kommenden fünf Jahre im Frankfurter Bahnhofsviertel und öffnet am 11. September von 14-19 Uhr seine Türen.

Feiern Sie mit uns und der Crespo Foundation am 13. September das Eröffnungswochenende des „FlieKü“ mit unserem diesjährigen Open Air-Konzert. Die Frankfurter Crespo Foundation setzt sich dafür ein, dass Menschen ihr Leben selbstbestimmt gestalten und die Gesellschaft aktiv mit prägen können. Mit ihren Programmen und Förderungen schafft sie Zugänge und Möglichkeitsräume, in denen Menschen ihr Potenzial entfalten können.

Ihre musikalische Reise beginnt in Osteuropa mit Volksliedern aus Ungarn und Rumänien. Weiter geht es in den Südwesten Europas zum französischen Jazz Manouche. Die Tour endet - wie kann es bei unseren Open Air-Konzerten anders sein - mit Rhythmen aus Lateinamerika. Bach, Brahms und Paganini reisen mit.

Zu den Musikern: Das größte Instrument, den Kontrabass, übernimmt Ioan Cristian Braica. Mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, begann Cristians Karriere im Orchester der Rumänischen Oper. Heute ist er Vorspieler im hr-Sinfonieorchester. Der kolumbianische Gitarrist Carlos Vivas hat seine Premiere bei den Bahnhofsviertel Classics. Ein Stipendium brachte den jungen Musiker nach Deutschland und schließlich an die HfMDK in Frankfurt. Er ist jetzt Professor in Heidelberg und gefragter Solist. Am Akkordeon erwartet Sie Vassily Dück. Seine Kunst führte ihn von der Philharmonie Altai über das Staatliche Orchester Sibirien zu Auftritten in der Alten Oper Frankfurt, am Gasteig München oder im Nationaltheater Mannheim. Laurent Weibel spielt die Geige.

Sonntag, 13. September, 15 Uhr
François-Mitterrand-Platz, 60329 Frankfurt am Main
Der Eintritt ist frei. Wir spielen bei jedem Wetter. Ihnen stehen Sitzbänke zur Verfügung, so lange der Vorrat reicht. Falls Sie aus besonderen Gründen einen Sitzplatz benötigen, teilen Sie uns das hier mit. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Getränke gibt es ab 14:30 Uhr.
Auf unserer Website finden Sie alle Details zum Konzert. Weitere Details zum FlieKü finden Sie hier.

Sonntag, 13. bis Mittwoch, 16. September: Wanderkino: Laster der Nacht

(Uwe)

Seit mehr als 25 Jahren fährt Tobias Rank mit dem knallroten Magirus Deutz durch die Lande, um Cineasten ein Alternativprogramm zum Hollywood-Hochglanz-Kino zu präsentieren. Slapstick-Komödien, Monumentalfilme oder auch Streifen aus der Independent- und Avantgarde-Szene der Stummfilm-Ära begleitet er live musikalisch am Klavier gemeinsam mit Waltraut Elvers (Bratsche). 

  • 13.09: Kurzfilmprogramm mit „Diese fürchterlichen Hüte (USA, 1896 -1909) & „Drei Zeitalter“ von und mit Buster Keaton (USA, 1923). Im Carree, bei Regen findet die Veranstaltung in der Centralstation statt.
  • 14.09: Kurzfilmprogramm mit „Walter, der Detektiv“ (GB, 1926), Drei Filme mit den Kleinen Strolchen (USA 1924 – 1928), „Tagträume“ von und mit  Buster Keaton (USA, 1922). Hof der Bessunger Knabenschule, bei Regen findet die Veranstaltung in der Bessunger Knabenschule statt.
  • 15.09: Kurzfilmprogramm mit „Fliegende Elefanten“ mit Stan Laurel & Oliver Hardy (USA, 1927), „Ein Uhr nachts“ von Charlie Chaplin (USA, 1916), „Cops - Buster und die Polizei“ von Buster Keaton (USA,1922). Johannesplatz, bei Regen findet die Veranstaltung in der Johanneskirche statt.
  • 16.09: Kurzfilmprogramm mit „Der Mann mit der Kamera“ (UdSSR, 1929). Im Carree, bei Regen findet die Veranstaltung in der Centralstation statt.

Wechselnde Orte (siehe einzelne Tage) - Eintritt frei! Einlass: 20.00 Uhr
Foto: Centralstation

Sonntag, 13. September: Der Ackermann und der Tod

(Martin)

Theatralische Lesung mit Musik 

Viele kennen die Kirche St. Leonhard als Baustelle – das ist jetzt vorbei! Die Restaurierung von St. Leonhard ist abgeschlossen und eine der Hauptsehenswürdigkeiten des mittelalterlichen Frankfurts ist wieder zugänglich. Durch die Restaurierung konnte ein sehr besonderer Raum entstehen: die Nordvorhalle – und mit einem kleinen Kulturprogramm wird diese erlebbar gemacht. Zu den Neuentdeckungen in der Nordvorhalle zählt auch mittelalterliche Wandmalerei. Das Fragment einer Szene zeigt den Tod, der die Worte spricht: „alles geht durch meine Hand“. Diese Entdeckung ist der Anlass für die Lesung eines berühmten mittelalterlichen Textes: des um 1400 von Johannes von Tepl verfassten Streitgesprächs zwischen dem Autor, der seine geliebte Ehefrau verliert, und dem Tod. 

Vor der Lesung wird das Malereifragment vorgestellt. Einführung: Bettina Schmitt (Dommuseum) / Mit: Reinhold Behling und Axel Gottschick / Musikalische Begleitung: Judith Freise, Barockgeige und Toshinori Ozaki, Laute

St. Leonhard (Nordvorhalle), Am Leonhardstor 25 um 17.00 Uhr (Dauer: ca. 70 Minuten) 
Foto: © Dommuseum

Sonntag, 13. September: Of/ Lande Hekt

(Andrea)

Lande Hekt hat sich still und leise zu einer der besten Underground-Songwriterinnen Großbritanniens entwickelt. Auf ihrem Debütalbum *Going To Hell* (2021) und dem Nachfolger *House Without a View* (2022) setzte sie sich mit ihrer queeren Identität, ihrer Nüchternheit und Kindheitstraumata auseinander – verpackt in ehrlichen, fast wie ein Gespräch wirkenden Indie-Pop. Dies verschaffte ihr Auftritte als Support-Act für Bands wie Alvvays, Throwing Muses und The Beths. Ihr neues Album *Lucky Now*, das gemeinsam mit dem Produzenten Matthew Simms (Wire, It Hugs Back) geschrieben und aufgenommen wurde, zeigt Lande Hekt so gereift und selbstbewusst wie nie zuvor. „Ich mache mir nicht mehr so ​​viele Gedanken darüber, wie ich mich präsentiere“, sagt Hekt. „Ich habe versucht, weniger darüber nachzudenken, wie Dinge wirken, und stattdessen einfach Songs zu schreiben, bei denen ich mich mit mir selbst und meinen Werten verbunden fühle.“ Hekts musikalische Bezugspunkte – The Wedding Present, The Sundays, The Replacements – sind geblieben, doch gleichzeitig hat sie sich intensiver mit anderen Einflüssen auseinandergesetzt. Mit seinen euphorischen, hymnischen Melodien und den wunderschönen, greifbaren Gitarrenklängen ist *Lucky Now* stark vom Twee-Pop und Jangle-Pop der 1980er Jahre (etwa The Pastels, Tallulah Gosh und The Bats) sowie von moderneren Vertretern dieses Sounds wie Autocamper und Jeanines geprägt. Dieser Klang passt perfekt zu Hekts neuer lyrischer Haltung: Auch wenn Verzweiflung und Ängste aufkommen, gräbt sie tief, um Momente der Dankbarkeit zu finden. „Ich wollte versuchen, etwas Positiveres zu schaffen – etwas, das ich generell öfter anstrebe –, einfach um nicht auseinanderzufallen“, erklärt Hekt". 18 Uhr 

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Montag, 14. September: Romanhaus/Literaturfabrik: Meine Playlist

(Uwe)

Ein super Format!  Musik in der Luft: Was, wie, wen hören Autorinnen und Autoren? Wieder laden Romanfabrik und Literaturhaus zwei Autor*innen ein, ihre Playlist mitzubringen. Dieses Mal ins Literaturhaus. Gemeinsam wird Musik gehört, über Musik gesprochen, über Bücher, über laute und leise Lektüren. Es gibt Ratespiele und der ganze Saal beteiligt sich.

Zu Gast ist zum einen die Autorin Paula Fürstenberg, die bereits zwei Romane vorgelegt und nun mit Niewiedervereinigung. 100 Zwischenrufe zur deutschen Einheit (KiWi) einen wütenden Aufruf geschrieben hat.  Es bräuchte, sagt sie, eine gemeinsame Sprache, die der deutschen Vielfalt gerecht wird. Außerdem dabei ist der Ökonom und Essayist Daniel Stähr

Literaturhaus, Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt
Foto von Paula Fürstenberg: Sophie Kirchner

Dienstag 15. September: Nicole Johänntgen Quartett, Henry III

(Daniela)

Mitsingen, mittanzen, mitmachen – mehr wird vom Publikum bei einem Konzert des Nicole Johänntgen Quartetts nicht erwartet. So titelt Detlef Kinsler bei seinen Top 5 der Jazz/World Konzerte, die im September in Frankfurt stattfinden. Die umtriebige saarländische Wahlschweizerin kommt mit ihrem Album Henry III auf Einladung der Jazzinitiative Frankfurt und der FABRIK in den Konzertsaal der Bonifatiuskirche. Ihr neues Album „Henry III“ ist funky und erfrischend, einfach und ehrlich gespielt, groovend und rumpelnd vom New-Orleans-Jazz inspiriert. Mit knackigen Melodien und einigen Trommelwirbeln macht das Quartett mächtig Dampf. An den Drums ist Pius Baschnagel, Victor Hege spielt das Sousaphone, Marc Roos und Nicole Johänntgen Posaune und hoffentlich Nicole auch Gesang. "Südstaaten-Funk trifft auf freien Blues" so beschreibt Jazz thing & Blue Rhythm den ungewöhnlichen Sound des Nicole Johänntgen Quartetts. 

Di 15.09.| 20:00 | Einlass 19:00 | Nicole Johänntgen Quartett, Henry III
Veranstaltungsort: Sankt Bonifatius Konzertsaal, Untergeschoss | Holbeinstraße 70, 60596 Frankfurt am Main 
Anfahrt ÖPNV: Südbahnhof U1,2,3,8 | S3, 4, 5, 6 | Straßenbahn 15, 16, 18

BERND – Operation Germanenkind

(Uwe)

Bernd arbeitet als Schauspieler mit Behinderung in einem linken Berliner Künstlerkollektiv. Mit ihrem neuen Stück reisen sie nach Peenemünde, das vor allem für die Raketenentwicklung in der einst dort stationierten Heeresversuchsanstalt bekannt ist. Bernd, der zunehmend vom Dritten Reich fasziniert ist, demonstriert seine rechten Tendenzen: laut, sexistisch, rassistisch, respektlos – ein Affront gegen jede moralische Gewissheit der Gruppe. Mit jeder seiner Provokationen zerbricht zunehmend mehr von ihrer Toleranz. Aus Haltung wird Hass, aus Humanismus Gewalt. Am Ende prügeln jene, die sich für die besseren Menschen halten, wie Barbaren auf ihn ein – und aus Demokraten werden exzentrische Wutbürger. Eine Dystopie über Moral, Macht und die dünne Haut der Demokratie.

Bernd ist ein böser Komiker, ein Anarchist mit aufgemaltem Bart, der uns seine Schelmenkappe überstülpt.
Regie: Cornelius Schwalm, nach dem Theaterstück „Mongoflipper“ von Maria Kron

Mal sehn Kino / F., Adlerflychtstraße / Do. 17.09., 19:30, Fr. 18.09. bis Mi. 23.09., 21:30
Bild: Verleih

Donnerstag, 17. September: Ramonns

(Andrea)

Von den Ramones habe ich das erste Mal bei Stephen King gelesen, in einem Alter, als Werner Reincke noch im Radio die, wie hieß die Senung noch gleich, Hitparade? präsentierte. Aber schon damals war mir klar, die müssen groß sein, warum sonst sollten sie in den meisten Büchern Kings Erwähnung finden. Ich war mehr Team Disko als Punk, hat also eine Weile gedauert und heute weiß ich natürlich um die Coolheit der Band. Sie selbst ist Geschichte, aber sie leben weiter: Ramonns werden auch 2026 alle Kultsongs der früheren US-Band auf die Bretter zaubern und das Publikum wieder mächtig in Bewegung bringen: von Rockaway Beach über Rock'n'Roll Highschool, Blitzkrieg Bop, Sheena is a punkrocker bis Pet Sematary. Die Tribute-Band aus Frankfurt versteht es einfach, die Leute mitzunehmen! Und wenn am Konzertende wieder "Bye, bye baby" ertönt, wird Sänger Joey sicher wieder die eine oder andere rote Rosen verteilen. Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19.30 Uhr 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Donnerstag, 17. – Samstag, 19. September: wir / us

(Martin)

Wen Hui & Living Dance Studio

2022 zog die Choreografin Wen Hui mit 62 Jahren von Peking nach Frankfurt am Main. Viele staunten. Denn die Jahre über sechzig werden allgemein als Endphase des Lebens bezeichnet. Wen Hui wagte jedoch einen radikalen Neuanfang – inspiriert von der chinesischen Vorstellung, dass mit dem sechzigsten Lebensjahr ein neuer Lebenszyklus beginnt. 

In „wir/us“ lädt die Choreografin sieben Frankfurterinnen über 60 ein, mit ihr die Bühne zu teilen und diese besondere Lebensphase zu erkunden. Alle bringen sehr individuelle Lebensgeschichten und Erfahrungen gesellschaftlicher Veränderungen ein, die sich in ihre Körper eingeschrieben haben. Während älter werdende Körper von Frauen im Alltag häufig unsichtbar gemacht werden, entdecken Wen Hui und ihre Mitstreiterinnen sie als kostbare Wissensspeicher, als Quelle der Komplizenschaft, der Widerständigkeit und des Aufbruchs. Und verwandeln die Bühne in einen Ort des Spielens, des Albernseins und des Feierns.

Donnerstag, 17. und Freitag, 18. um jeweils 20.00 Uhr, Samstag, 19. September um 17.00 Uhr
Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Jörg Baumann

Freitag, 18. und Freitag, 25. September: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

(Martin)

In der letzten Spielzeit war die Inszenierung von ‚Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui‘ immer ausverkauft. 
Das wundert nicht, denn hier stimmt alles: geniales Bühnenbild, klassische und moderne Theaterformen gehen kongenial miteinander auf, Schauspieler:innen, denen man an den Lippen hängt und eine Regie, die sich was traut. 

Nach der Premiere sendete der HR2 in der Frühkritik: 
»Christian Weise gelingt mit seiner Inszenierung ein regelrechter Coup: Er führt mit dem wunderbaren Ensemble einen Live-Film auf - wir sehen auf der Leinwand, was sich dahinter ereignet. Richtig unterhaltsam ist es, wenn Schauspieler immer wieder auf die Vorderbühne kommen. Drei Stunden gehen wie im Flug vorbei, Dank der kongenialen Inszenierung, den visuellen Effekten, den lustigen Kostümen, aber auch wegen der Musik. Dieses Stück und seine einzelnen Mimen sind ein absoluter Hingucker.« 

Stimmt!
Chicago in der Wirtschaftskrise: Der Gemüsehandel stockt, die Händler verzweifeln. Die führenden Blumenkohlhändler wollen den Handel wieder ankurbeln, aber den Gangster Arturo Ui wollen sie nicht mitmischen lassen. Stattdessen spinnen sie ihre eigene Intrige und überreden einen angesehenen Stadtpolitiker zur Korruption. Doch Ui weiß die Schwächen der anderen gegeneinander auszuspielen und seine politische und geschäftliche Karriere nimmt schnell Fahrt auf. Er begreift, dass Gewalt allein für seine Machtexpansion nicht ausreicht – auch die Manipulation der Öffentlichkeit gehört dazu. In seinem Größenwahn macht er weder vor alten Weggefährten noch an den Stadtgrenzen Chicagos Halt.

Bertolt Brecht schrieb 1941 im Exil diese Parabel auf die Karriere Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten. Die Verortung der bissigen Satire im amerikanischen Gangstermilieu war laut Brecht sein »Versuch, der kapitalistischen Welt den Aufstieg Hitlers dadurch zu erklären, dass er in ein ihr vertrautes Milieu versetzt wurde«. Damit stellen sich die Ereignisse nicht als schicksalhaftes Verhängnis dar, sondern als die Konsequenz der herrschenden Verhältnisse unter der Mitwirkung Vieler. Faschismus ist kein historischer Einzelfall, sondern die auch heute immer noch mögliche Fortsetzung der Geschäfte mit anderen Mitteln.

Also: ein Stück und eine Inszenierung von brennender Aktualiltät! 
Freitag, 18. und Freitag, 25. September um jeweils 19.30 Uhr:  Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui von Bertolt Brecht, Schauspiel Frankfurt

Foto: © Thomas Aurin

Freitag 18. - Samstag 3. Oktober: Hessische Dokumentarfilmtage LETsDOK

(Daniela)

Arktis-Pionierinnen und Zirkusleben
Die Hessischen Dokumentarfilmtage LETsDOK finden vom 18. September bis 3. Oktober 2026 an zehn Orten in ganz Hessen statt. Unter dem Motto „Schau hin!“ stehen 21 Dokumentarfilme in 29 Veranstaltungen auf dem Programm. Alle Vorführungen werden durch Publikums- und Filmgespräche begleitet.

Besonders bemerkenswert
Eröffnung (Freitag, 18.09.2026, Arthouse-Cinema, Frankfurt am Main)
EISFRAUEN (Regie: Dorothea Braun & Jens Becker) wird als Preview vor dem offiziellen Kinostart gezeigt. Der Film porträtiert historische und moderne Arktisforscherinnen.

Retrospektive Pavel Schnabel (DFF Frankfurt am Main): 
Werkschau zum 80. Geburtstag des Regisseurs und Kameramanns mit Podiumsgesprächen zu „Kamera im Dokumentarfilm“ (19.09.) und „Montage im Dokumentarfilm“ (23.09.).

Sonderreihe „Filme an besonderen Orten“: 
Der mit dem Deutschen Filmpreis 2026 ausgezeichnete Kinderdokumentarfilm ZIRKUSKIND wird exklusiv für Schulklassen u. a. unter der Kuppel von Circus Waldoni (Darmstadt) und Zirkus Chicana (Dietzenbach) gezeigt.

Veranstalter: Initiator ist die AG DOK Regionalgruppe Hessen. Die Hessischen Dokumentarfilmtage sind Teil der bundesweiten LETsDOK-Veranstaltungsreihe. Ziel ist es, dem künstlerischen Dokumentarfilm Raum für gesellschaftlichen Dialog, Empathie und tiefere Einblicke abseits der schnellen Tagesmedien zu geben.
Mehr Infos: https://hessische-dokumentarfilmtage.de/

Freitag 18. September: EISFRAUEN

(Daniela)

Der Film eröffnet als Preview vor dem offiziellen Kinostart die Hessischen Dokumentarfilmtage und gibt den Auftakt zur bundesweiten Veranstaltungsreihe LETsDOK 2026.
EISFRAUEN (Regie: Dorothea Braun & Jens Becker) als Preview vor dem offiziellen Kinostart.

EISFRAUEN erzählt die Geschichte der Arktis neu: Aus weiblicher Perspektive. Weg vom männlich geprägten Narrativ heroischer Eroberung, hin zu wissenschaftlicher und weiblicher Neugier, Intuition und Widerstandskraft. Von Josephine Peary, die im Eis schrieb und forschte, über Ada Blackjack, die auf Wrangel Island ums Überleben kämpfte, bis zu Louise Arner Boyd, die sieben große Arktisexpeditionen leitete und mit technischer Präzision dokumentierte. Ihre Stimmen sind nicht verstummt – sie finden ihr Echo in der Gegenwart: bei der Glaziologin Angelika Humbert, der Inupiat-Linguistin Maddy Kiminaq Alvanna-Stimpfle und der Sozialarbeiterin Kaalannguaq Eipe Uvdloriaq aus Qaanaaq in Nordgrönland.

Jens Becker, Dorothea Braun — D 2026 — 90 Min
Frankfurt — Cinéma Arthouse Kinos — 18.09.2026 — 18:00 Uhr
Im Gespräch: Regisseurin Dorothea Braun und und Editorin Britta Kastern
→ Tickets kaufen

Freitag, 18. September: Anuv Jain

(Andrea)

Das Rolling Stone Magazin nennt ihn „die Zukunft indischer Musik“ – und wer Anuv Jain einmal gehört hat, weiß warum. Der Singer/Songwriter gehört mit gerade einmal 30 Jahren schon zu dengroßen Stimmen der modernen Indie-Szene. Was 2012 als YouTube-Projekt eines zurückhaltenden Studenten begann, hat sich zu einer internationalen Erfolgsgeschichte entwickelt. Seit seinem Durchbruch mit „Baarishein“, das mittlerweile über 800 Millionen Streams verzeichnen kann, berührt Jain mit seiner Musik Millionen von Menschen auf der ganzen Welt.
In seinen bislang 14 veröffentlichten Songs gelingt es ihm immer wieder, persönliche Erfahrungen in Musik zu verwandeln, die weltweit Menschen bewegt: Sein 2023 erschienener Hit „Husn“ wurde in Indien zum zweitmeist gestreamten Song des Jahres und erreichte zudem die Top 100 der internationalen Spotify- Charts – ein Beweis für die universelle Sprache seiner Musik. Mit jeder Note vermittelt Anuv Jain eine leise Intensität, die unter die Haut geht – intim und verletzlich zugleich. Seine Songs sind schlicht, ehrlich und von einer berührenden Ruhe geprägt. Eine warme Baritonstimme und minimalistische Gitarrenmelodien genügen, um mitreißende Geschichten zu erzählen. Die Texte wirken oft wie ein stilles Gespräch mit sich selbst: Es geht um das fragile Gleichgewicht zwischen Nähe und Freiheit, um Liebe, Verlust, Erwachsenwerden, Trauer und Selbstfindung.
Auch live hat sich Anuv Jain längst einen Namen gemacht. Seine Konzerte sind tiefgehende, fast meditative Erlebnisse. Wenn er allein mit seiner Gitarre auf der Bühne steht, entwickelt sich eine spürbare Nähe zwischen ihm und seinem Publikum – ein stiller Moment der Verbundenheit, der lange nachhallt. Nach seinen restlos ausverkauften Tournee  „Dastakein“ (2021) und „Guldasta“ (2023) folgt nun der finale Teil der Trilogie: „Dastakhat“. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Freitag, 18. September: OF/ Es war die Lerche

(Andrea)

Heute steht im Offenbacher t-raum an der Wilhelmstraße 13 nochmals eine Vorstellung der frechen und verrückten Komödie „Es war die Lerche“ von Ephraim Kishon auf dem Spielplan des Zimmertheaters. Beginn der turbulenten und äußerst witzigen Vorstellung um das berühmteste Liebespaar der Literaturgeschichte „Romeo und Julia“ ist um 20.00 Uhr

Was ist bloß mit Romeo und Julia los? Ihren Selbstmord haben sie dann doch irgendwie überlebt, sind inzwischen fast 30 Jahre verheiratet und leiden unter ihrer pubertierenden Tochter Lucretia. Und so befindet sich nun das Mega-Liebespaar der Weltliteratur, Vorbild für Dutzende von Generationen romantischer Träumerinnen und Träumer in einer tiefen Krise: Romeo liebt nur sich selbst, Rettich und Lisa während Julia genervt ist von ihrem Gatten, der Tochter und unerwartetem Besuch. Der Dichter Shakespeare höchst persönlich ersteht aus dem Grabe auf, erscheint – ob des giftigen Streites der von ihm Erschaffenen – auf der Szene und rückt dem hemmungslos geifernden Paar auf die Pelle. Töchterchen Lucretia findet den Englishman in Verona irgendwie sexy und die intriganten Versuche Julias sowie Romeos alte Bündnisse für sich zu nutzen, stiften eher Verwirrung und Heiterkeit als dass einer der beiden Ehekonkurrenten so wirklich für sich punkten kann. Was einst Liebesgesäusel zwischen romantischen Menschen war, wirdzum wilden Gefecht zwischen Eheleuten: “Es war die Lerche!“

Eine wunderbar intelligente Komödie um das große Menschheitsthema – die Liebe. Es spielen Sarah C. Baumann (Shakespeare ); Elena Hahn (Julia, Amme, Lucretia), Frank Geisler (Romeo, Pater Lorenzo).

Theater t-raum, Wilhelmstraße 13, Offenbach, nicht barrierefrei 

Samstag 19. September: IDEENGENERATOR

(Daniela)

Ein ehemaliger Hubschrauber-Hangar. Sprache, Bilder, Zufall und Regeln. Und mittendrin: jede Menge Ideen.

Im kleinen Hangar des Alten Flugplatzes Bonames lädt das Frankfurter Design-Kollektiv OUGRAPO Neugierige ab 12 Jahren zum gemeinsamen Experimentieren ein: Ausprobieren, kombinieren, umdenken – und schauen, was dabei entsteht.

Ein entspannter kreativer Nachmittag auf dem Gelände des Alten Flugplatzes Frankfurt/Bonames – für alle, die Lust haben, gemeinsam Ideen in Bewegung zu bringen.

19. September 2026, 14–17 Uhr
In der Aeronauten-Werkstatt des Umwelt-Exploratoriums e.V.
Alter Flugplatz Frankfurt/Bonames

Ein Projekt von OUGRAPO im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026.
Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich. https://picture-wordshop.de/ideengenerator/

Samstag, 19. September: Of/ CSD

(Andrea)

Der Verein von queeren Menschen und Allies in Offenbach hat gemeinsam mit anderen für heute den ersten CSD Offenbach organisiert. Für eine offene, vielfältige und solidarische Stadtgesellschaft. Das Motto des heutigen Tages ist „Queer OF course“, Start der Demo: Gegen 13:00 Uhr am Rathaus Offenbach. Nach der Demonstration zieht die Veranstaltung in den Büsingpark (wurde vom ursprünglich geplanten Mathildenplatz dorthin verlegt) und läuft dort von ca. 16:00 bis 21:00 Uhr. Aftershow-Party: Ab 21:30 / im Anschluss im Hafen2 im Nordring. 

Samstag, 19. September: Ours Season Closing

(Andrea)

Hach, das war so schön, neulich am Blauen Wasser. So schön, dass wir heute wieder hinwollen, zumal ATA Teil des Line-Ups ist. Ich habe ihn jetzt schon dreimal live erlebt, das erste Mal im Robert Johnson war zum Verneigen, ein derart inspiriertes und schönes Set, mal schauen. Die anderen Namen sagen mir mal wieder nichts, aber solange die Sonne scheint und das tut sie hoffentlich lang, warm und ausgiebig, jetzt, da die Tage schon merklich kürzer werden, wird das super. Ich liebe den Ort, der ja auch fast ein bisschen in Offenbach ist ;-). OURS Season Closing mit Ata, Mano le Tough, Marie Montexier und Red Axes. 14 bis 22 Uhr.

Blaues Wasser, Franziusstraße 35

Samstag, 19. & Sonntag, 20. September: Holzfällen

(Martin)

Nicholas Ofczarek ist in Frankfurt!

„Erst der Skandal, dann das Vergnügen: Als sein Roman „Holzfällen. Eine Erregung“ 1984 erschien, löste Thomas Bernhard einen Eklat aus. Heute ist Nicholas Ofczareks szenische Lesung mit Musikbegleitung ein großer Genuss.“ (FAZ)

„Nörgeln de luxe: Ein Star-Schauspieler wird hier „sehr gallig“ (Hamburger Abendblatt)

Thomas Bernhards Roman stellt einen Erzähler ins Zentrum, der aus der Distanz seines Ohrensessels eine „künstlerische Abendgesellschaft“ in der Wiener Gentzgasse beobachtet und diese mit bösartiger Genauigkeit seziert. Die versammelte Menge wartet auf die angekündigte Ankunft eines Burgschauspielers; zudem sind die meisten Personen dieser Gesellschaft miteinander verbunden, weil ihre durch Selbstmord aus dem Leben geschiedene Freundin Joana am Nachmittag desselben Tages in der Ortschaft Kilb zu Grabe getragen wurde. Thomas Bernhards berühmte Prosa wird rezitativisch zum Leben erweckt, während die Musiker:innen von Franui u. a. mit einer Spezialität zu hören sein werden, die sie bekannt gemacht hat: dem Zelebrieren von Trauermärschen und Trauermusik.

Das Hamburger Abendblatt schreibt: „Ein Text wie ein von Herzen kommender Kniekehlen-Tritt, vom österreichischen Nationalnörgler Thomas Bernhard, mit dem Untertitel „Eine Erregung“? Kann ja nur gut sein. Kann nur genau das Richtige sein für den Präzisions-Schauspieler Nicholas Ofczarek. Der ist seit gut 31 Jahren fest im Ensemble des Wiener Burgtheaters, eine Theater-Bank in dieser Welt. Eines dieser Bühnen-Ereignisse dort. Spielt der da wen, kann man lieber nicht einen Moment wegsehen, da darf man nicht weghören.“

Nicholas Ofczarek und Musicbanda Franui in einem Gastspiel des Burgtheaters Wien - nicht verpassen! 

Samstag, 19. Um 19.30 Uhr und Sonntag, 20 September um 18.00 Uhr
Schauspiel Frankfurt
Foto: © Tommy Hetzel

Andrea: Hier gelesen und Nicholas Ofczarek hat mir in „Der Pass“ (mit Julia Jentsch) als schnodderiger Kommissar wahnsinnig gut gefallen. Das Wiener Schmä, die Physis und Präsenz… ich bin also eine Weile um die Karten herumgeschlichen, letzte Reihe günstig, aber in der ersten sieht man besser und freue mich schon sehr auf den Abend. 

Sonntag, 20. September: Of/ Mädchenflohmarkt

(Andrea) 

Weil es das letzte Mal so schön war, gibt es heute wieder einen Mädchenflohmarkt. Ich freue mich aufs Stöbern, Vintage, Fassion, Food, von 12 bis 16 Uhr. 

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach 

Sonntag, 20. September: LudoWic

(Uwe)

Matheus Lodewijk (1973), bekannt als LudoWic, ist ein niederländischer Musiker, Komponist und multidisziplinärer Künstler, dessen Arbeit sich zwischen experimenteller Elektronik, vergessenen Instrumenten und räumlichem Klang bewegt. Seine internationale Bekanntheit wuchs mit der Veröffentlichung von SUPER8 MEMORY im Jahr 2024 erheblich, einem Album, das sich um das Trautonium dreht – eines der frühesten elektronischen Instrumente überhaupt, das 1929 entwickelt wurde. Anstatt das Instrument als historisches Artefakt zu behandeln, näherte sich LudoWic ihm als etwas Lebendigem und emotional Unmittelbarem. Das Album machte den Klang des Trautoniums einem neuen internationalen Publikum bekannt und wurde von Künstlern wie Pete Townshend, Ólafur Arnalds, Joep Beving, Patrick Watson und SYML gelobt.

Brotfabik, F, Bachmannstr. 2-4 / Beginn 20.00 Uhr
Foto: Timo Reisiger

Sonntag, 20. September: Polly Rakete - Kinderkonzert

(Uwe)

Polly Rakete bringt frischen Wind in die Kindermusikszene und sorgt mit mitreißenden Songs für jede Menge Spaß bei kleinen und großen Zuhörer*innen. Als zweifache Mutter kennt Polly Rakete die Lebenswelt von Kindern genau und verwandelt ihre Ideen und Erlebnisse in eingängige Melodien und fröhliche Texte. Bei ihren energiegeladenen Liveauftritten wird sie von Öğünç Kardelen begleitet, der mit Gitarre, Bassdrum, Ukulele und Kazoo für abwechslungsreiche Klangfarben sorgt. 

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn 15 Uhr
Foto: Fabiola Christian

Dienstag, 22. September: The Joy of Ageing

(Martin)

Christiane Rösinger ist Musikerin, Kreuzbergerin und Großmutter. Von ihr aus könnte das immer so weitergehen, wären da nicht das Älterwerden und die Geldsorgen. Das Altern lässt sich nicht aufhalten, aber um ein bisschen was zu verdienen, beschließt Christiane, einen Altersratgeber zu schreiben. Ohne Illusionen, dafür mit Power. Ein energischer Aufruf, sich nicht länger gefallen zu lassen, wie die Gesellschaft mit Frauen umgeht, die nicht mehr jung sind.

Dabei ist es gar nicht so einfach, selbst eine entspannte Haltung zum Altwerden zu finden. 

Das zeigen schon die Gespräche mit den Freundinnen, deren unterschiedliche Erfahrungen und Meinungen: Da sind die Hundefrau, die Selbstoptimiererin, die Aufs-Land-Zieherin. Weit und breit kein positives Role Model. 

Wo sind die Vorbilder? Und vor allem: Was hilft alles, wenn man sich plötzlich in der Stroke Unit im Krankenhaus wiederfindet?

Um 20.00 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Dorothea Tuch

Dienstag 22. - Sonntag 04. Oktober: Kronberg Festival 2026: „Courage!"

Kronberg Festival 2026: „Courage!"

Vom 22. September bis 4. Oktober verwandelt sich das Casals Forum in Kronberg wieder in eine Bühne für große Musik – knapp zwei Wochen, rund 30 Konzerte und ein vielfältiges Rahmenprogramm, alles unter dem Motto „Courage!". Weltbekannte Künstlerinnen und Künstler wie Gabriela Montero, Sheku Kanneh-Mason, Avi Avital und Fazıl Say treffen auf junge Talente und herausragende Ensembles (Youth Symphony Orchestra of Ukraine, Korean Chamber Orchestra u.v.m.) – und erzählen von Mut, Aufbruch und Zivilcourage. Das Festival ist zugleich eine Hommage an Pablo Casals, der dieses Jahr 150 Jahre alt geworden wäre und dem das Casals Forum seinen Namen verdankt.

Freut Euch auf zwei Wochen voller mitreißender Konzerte, die zeigen, wie viel Kraft in der Musik steckt.
Casals Forum, Kronberg
22. September – 4. Oktober 2026
Link zum Festival
(c) Priska Ketterer

Mittwoch 23. September: Boris von Heesen: Mann am Steuer. Wie das Patriarchat die Verkehrswende blockiert

(Daniela)

VCD Hessen und ADFC Hessen laden im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche 2026 zu Vortrag und Diskussion mit Boris von Heesen ein. Der Buchautor und Ökonom Boris von Heesen belegt mit Fakten und schlüssigen Argumenten, wie patriarchale Strukturen unsere Mobilität prägen und die Verkehrswende blockieren. 

Zum Buch: Männer beherrschen die Straße. Mit überdimensionierten Karossen, aggressivem Verhalten oder unangemessener Lautstärke. Das ist durch die Verkehrsstatistik gut belegt, aber dennoch nur Symptom eines größeren Problems. Starre und einflussreiche Netzwerke in Politik, Behörden, Verbänden, Unternehmen und Wissenschaft, allesamt von Männern dominiert, verhindern den dringend notwendigen Schritt hin zu einer zukunftsfähigen Mobilität für Deutschland. 

Männerexperte und Wirtschaftswissenschaftler Boris von Heesen hat unzählige, größtenteils öffentlich zugängliche Statistiken und Studien herangezogen, um seine Thesen zu stützen. Er bringt eine andere Perspektive als sonst üblich in die Verkehrswende-Diskussion ein und formuliert einen eindringlichen Appell für eine sinnvolle Verkehrspolitik, von der alle profitieren. 

Zum Autor: Boris von Heesen (*1969) ist Wirtschaftswissenschaftler mit ersten beruflichen Stationen bei der Diakonie in Bayern und der Drogenhilfe in Frankfurt am Main. Er ist Gründer eines der ersten deutschen Online-Marktforschungsinstitute. Heute arbeitet er als Männerberater und geschäftsführender Vorstand eines Jugendhilfeträgers. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich als Autor und Referent mit dem Thema kritische Männlichkeit und veröffentlichte bereits zwei erfolgreiche Bücher zum Thema.
Veranstalter*innen: VCD Hessen mit ADFC Hessen und dem Frauennetzwerk des ADFC Hessen in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Frankfurt am Main 
Offen für Interessierte aller Geschlechter! 
Ort: Zentralbibliothek der Stadtbücherei Frankfurt am Main, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt (Haltestelle: Konstablerwache)
Termin: Mittwoch, 23. September, ab 19:30 Uhr
Eintritt frei!

Mittwoch, 23. September: Sofagespräche

(Uwe)

Isabella Caldart & Son Lewandowski Der Roman Die Routinen (Klett-Cotta) seziert die Welt des Leistungsturnens, von der jeder ahnt, dass sie hart ist, aber niemand sieht oder sehen will, wie ausbeutend ein System ist, auf dem so viel Glitzer und Glanzspray liegt. Auf kraftvolle Weise erzählt Son Lewandowski von Sport und Politik, von fragilen Beziehungen und den Grenzen des eigenen, alternden Körpers. Die Geschichten von berühmten Turnerinnen und der größte Missbrauchsskandal der Sportgeschichte werden in die Geschichte von Amik eingewebt und machen Die Routinen zu einer atemlosen Leseerfahrung.

Romanfabrik / F, Hanauer Landstr. / Beginn: 19:30 Uhr
Foto: Maximilian Gödecke

Freitag, 25. September bis 7. November: Aslı Özdemir

(Andrea)

Wunderbar, gerade Aslı Özdemir gegoogelt, ein Interview mit ihr bei der TAZ gefunden und dann dort auf “links lesen, rechts bekämpfen” gestoßen (https://taz.de/taz-zahl-ich/all-you-can-read/!v=5a0a7393-613c-4795-bca0-328acf81d798/ ). Also erstmal gespendet, klar, weil jeder Euro gegen die AfD zählt! 
Aslı Özdemir, geboren 1993 in Erbach im Odenwald, lebt und arbeitet als freischaffende Fotografin und Künstlerin in Offenbach am Main. 2024 hat sie ihr Studium an der HfG Offenbach abgeschlossen. Für ihre Einzelausstellung im F9 versammelt sie Arbeiten, die zwischen 2020 und 2026 entstanden sind. Mit »Kein neutraler Boden« entsteht ein vielschichtiger Erinnerungsraum, in dem Aslı Özdemir private, institutionelle und intergenerationale Erfahrungen miteinander in Beziehung setzt. Fotografien, Film und Objekte überlagern sich und verbinden unterschiedliche Orte, Zeiten und Beziehungen. Ausgangspunkt sind Fragmente der eigenen Biografie und des familiären Archivs – Erinnerungen, Gesten, Oberflächen und Alltagsgegenstände – treffen in immer neuen Konstellationen aufeinander. Die wiederkehrende Motive und Materialien verweisen innerhalb der Arbeiten aufeinander und treten miteinander in Beziehung. Körper, Berührungen und die in diesen liegende Verletzlichkeit verbinden die Bildwelten, die in der Ausstellung zusammenkommen und schreiben sich auch in den Ausstellungsraum und seine institutionelle Struktur ein. »Kein neutraler Boden« macht damit sichtbar, dass auch dieser Raum nicht neutral ist. 

Ausstellungsraum F9, Fahrgasse 9

Donnerstag, 24. September: Lambert: I AM NOT LAMBERT

(Uwe)

Neoklassik. Lambert ist zurück. Vielleicht war er auch nie weg. Möglicherweise aber auch nie da. Es ist müßig, nachzufragen. Schließlich müsste man ihn erst einmal aufspüren, um das herauszufinden. Und man könnte nie sicher sein, ob es wirklich er ist, der hinter der sardischen Stiermaske steckt. So oder so: Lambert ist zurück. Er veröffentlicht ein neues Album. Er hat es I AM NOT LAMBERT genannt. Das Album ist ein weiterer Beweis für die kreative Vielseitigkeit des seit mehr als einer Dekade vielgepriesenen, vermutlich in Berlin lebenden Pianisten, Komponisten und Produzenten. Und doch ist es ganz anders, denn es ist sein erstes Album mit Gesangsparts. Es beginnt damit, dass er inmitten der ruhigen Klänge des Eröffnungsstückes Spirit mit Vocoder-Stimme singt. Auch die australische Musikerin Kat Frankie ist darauf zu hören, ebenso Dekker und Tob Goodwin.

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn 20.00 Uhr
Foto: Andreas Hornoff

Donnerstag, 24. September: OF/ Deserteure

(Andrea)

Ich werde mich heute im Fahrradladen Artefakt einfinden, dort liest Rolf Cantzen aus seinem Buch »Deserteure — Die Geschichte von Gewissen, Widerstand und Flucht«. Hier der Klappentext: “Desertieren – ein mutiger Akt des Widerstands oder ein Verrat an der Gemeinschaft? In Kriegen gelten Deserteure oft als »Kameradenschweine« oder Drückeberger, Menschen, die sich ihrer Pflicht entziehen. Doch was treibt jemanden dazu, den Dienst an der Waffe zu verweigern, Staat und Armee die Loyalität aufzukündigen und zu fliehen? Welche religiösen Überzeugungen und politischen oder humanistischen Ideale sind dafür ausschlaggebend, welche Rolle spielt die spontane Selbstermächtigung, einfach nicht mehr mitzumachen? Die Konsequenzen, die Deserteure für ihre Entscheidung zu erwarten haben, sind in der Regel drastisch: Gesellschaftliche Ächtung, aber auch Haftstrafen und Todesurteile drohen. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben Deserteure hierzulande noch lange stigmatisiert, ihre Richter und Ankläger konnten hingegen ihre Karrieren in Justiz und Politik fortsetzen. Erst im Jahr 2009 wurden die Urteile aus der NS-Zeit gegen die Desertierten vollständig aufgehoben. Rolf Cantzen widmet sich im vorliegenden Buch den Entscheidungen, die hinter einer Desertion stehen, sowie den Reaktionen der Obrigkeit: Dabei spannt er einen weiten historischen Bogen vom römischen Reich über die NS-Zeit bis zum aktuellen Ukraine-Krieg.” 19 Uhr

Fahrradladen Artefakt, Berliner Straße 43-47, Offenbach

Freitag, 25. September: „Wer die Welt kennt“ - Arbeiten von Franz von Saalfeld

(Martin)

  • Ausstellungseröffnung am 25. September,
  • Ausstellung vom Samstag, 26. September – Samstag, 7. November

Aufgewachsen in einer Künstlerfamilie, entwickelt Franz von Saalfeld seit seiner Jugend ein umfangreiches Werk, in dem er das Leben und den Alltag einer deutschen Kleinstadt poetisch, tiefgründig und mit feinem Blick für verborgene Details festhält. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Zeichnungen und Aquarelle, in denen Bild und Sprache eng miteinander verbunden sind. Überschriften, Sprechblasen, Ortsschilder, Gedichte und Erzählungen werden zu eigenständigen bildnerischen Elementen. Durch seine eigensinnige Sprache entstehen humorvolle, subtile und bisweilen skurrile Bildwelten zwischen Beobachtung und Fantasie.

Franz von Saalfeld lenkt den Blick auf scheinbar alltägliche Situationen und eröffnet darin größere Fragen nach Nähe und Distanz, Ordnung und Freiheit sowie Leben und Tod. Das titelgebende Werk „Wer die Welt kennt“ zeigt eine imaginäre, kartografisch anmutende Landschaft. Es fragt danach, was es bedeutet, die Welt zu kennen: ihre Orte auf einer Karte zu finden – oder genau hinzusehen und ihre kleinen, merkwürdigen und manchmal komischen Geschichten wahrzunehmen. 

Freitag, 25. September um 19.00 Uhr (Ausstellungseröffnung: Der Künstler wird anlässlich der Eröffnung eine Performance zeigen.)
Ausstellung vom Samstag, 26. September – Samstag, 7. November (jeweils Donnerstag – Samstag von 14 – 18 Uhr)
Goldstein Galerie, Schweizer Str. 84
Foto: © Atelier Goldstein

Samstag 26. September: MELLI REDET MIT - ein Abend mit Gästen.

(Daniela)

Melli schreibt: 
"Fans and Friends von Melli redet mit! 
Der Sommer geht und meine liebste Jahreszeit weht Euch die Herbstausgabe direkt vor die Nase.

Meine Gäste sind:

Derya Yüksel - eine Multitalent. Sie malt, und veranstaltet die Reihe „Paint & Sip“ an schicken Orten in Frankfurt. Dort bringt sie Menschen beim Aperol Spritz das Malen beibringt. Sie ist unglaublich kreativ und auch noch sportlich.  Auf ihrer Sommer-Fahrradtour hat sie alles in einem wundervollen Scrapbook festgehalten. Das bringt sie uns hoffentlich mit.

Kabuki aka Jan Hennig, ist elektronischer Soundkreateur, Pionier der Frankfurter Drum&Bass Szene, dessen sphärische Klanginstallationen ich gerade beim Jazz Montez live erlebt habe. Dieses Jahr hat er die Ausstellung ,Mishpocha‘ -kuratiert von Beastie Boy Mike D.- im Jüdischen Museum soundmäßig verfeinert. Was das genau ist, was er tut, wird er uns dann live erklären und präsentieren.

Krishna Meindl ist Schlagzeuger, Inhaber des Frankfurter Musikbüros, wo er als Musikproduzent und Veranstalter von kleinen feinen Musikevents, ob Jazz, Pop oder Folk, tätig ist. Zudem hat er viele Jahre mit meiner (M)ein-Mann-Band gerockt und sorgt bei dieser Show dafür, dass auch das passende Technik-Equipment am Start ist.

Und mein very special Guest: Martin Grieben!Besser bekannt als (M)ein-Mann-Band! Endlich nach 10 Jahren kann er darüber sprechen, was er sonst noch macht. Und das ist nicht wenig. Vor allem stellt er uns seinen momentanes Herzensprojekt vor. Das Musikalische, meine ich. 

Frau von Spangenberg kommt sicherlich auch, sollte sie sich nicht entschieden haben für ewig auf Sylt zu bleiben.

Holt Euch Karten, denn das wird ganz wunderbar. MELLI REDET MIT - ein Abend mit Gästen.
live und geschminkt aus dem Kunstverein Familie Montez 
Honsellstr. 7, 60314 Frankfurt am Main
Tickets:  https://www.eventim-light.com/de/a/5f1955419028772462ccccfe/e/69c5347fe4b6884098fc1ef6
Abendkasse ab 19h: 22,- €, Schüler*innen, Student*innen, Auszubildende: 10,-
Bis zum 5.9. 2026 bekommt ihr noch Early-Bird-Tickets zum ermäßigten Preis!! "
Foto: Salar Baygan 

Samstag, 26. September: Medlz: Die 90er - a cappella

(Uwe)

Die MEDLZ finden, die 90er waren musikalisch so vielfältig, wie kaum ein anderes Jahrzehnt. Während die einen zu „The Prodigy“ gefeiert haben, himmelten die anderen die Backstreet Boys an, wieder andere hörten STING, die Guano Apes, Alanis Morisette, Phil Collins oder Michael Jackson rauf und runter. Deutsche Songs wie „JEIN“ oder „Du trägst keine Liebe in dir“ stürmten die Charts – und kann heute fast jede*r noch lauthals mitsingen! Die Liste der Emotionen, Musikrichtungen und Songs ist lang. Umso kurzweiliger wird dieser Konzertabend, an dem für jeden Geschmack etwas dabei ist. Denn wer die MEDLZ schon einmal erlebt hat, weiß, dass ihnen die Nähe zum Publikum das Wichtigste ist.

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn 20.00 Uhr
Foto: Chris Gonz

Sonntag, 27. September: 2. Arkadenkonzert

(Martin)

„Bass, Basso, Bassoon“

Viele kennen die Kirche St. Leonhard als Baustelle – das ist jetzt vorbei! Die Restaurierung von St. Leonhard ist abgeschlossen und eine der Hauptsehenswürdigkeiten des mittelalterlichen Frankfurts ist wieder zugänglich.

Die Reihe ‚Arkadenkonzerte‘ ist zauberhaft – und heute stehen Fagotte und die Orgel im Mittelpunkt: Musik für zwei Fagotte und Orgelbegleitung von Georg Philip Telemann, Antonio Vivaldi und Johann Baptist Vanhal.
Mit: Henrike Kirsch und Jeremias Weith, Fagott und Torsten Mann, Orgel

Kirche St. Leonhard, Am Leonhardstor 25 um 17.00 Uhr
Foto: © Dommuseum

Sonntag, 27. September: Eleanna Pitsikaki

(Uwe)

Als vielseitige Künstlerin bewegt sich Pitsikaki souverän zwischen Konzertbühne, Forschung und Lehre. Ihre Arbeit ist geprägt von einem tiefen Interesse an kulturellem Dialog und künstlerischer Transformation. In ihren Projekten entstehen lebendige Klangräume, in denen sich unterschiedliche musikalische Systeme – etwa Makam, Jazzharmonik und freie Improvisation – gleichberechtigt begegnen.

Brotfabik, F, Bachmannstr. 2-4 / Beginn 20:00 Uhr
Foto: Brotfabik, Homepage
 

Montag, 28. September: Meike Winnemuth: Eine Seite noch

(Uwe)

Lesung - Eine Veranstaltung im Rahmen von Leseland Hessen. Bestsellerautorin Meike Winnemuth ist zurück und widmet sich nach Weltreise und Garten einer weiteren Passion: dem Lesen. Von Seneca über Tolstoi zu Virginia Woolf und Sally Rooney, von der Bibel bis Fourth Wing liest sie einen Sommer lang alles, was ihr in die Finger kommt. Erfreut sich an Selbstversuchen, trifft andere Leseverrückte, unternimmt Ausflüge in die weite Welt der Literatur. Und findet dabei, was sie nicht gesucht hat, erkennt: Lesen macht das Leben eine Nummer größer. Es schenkt Verbundenheit über alle Grenzen hinweg. Und doch lesen zwei Menschen nie dasselbe Buch.

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn 19:30 Uhr
Foto: Felix Amsel

Montag, 28. September: My Ugly Clementine

(Uwe)

Im Rolling Stone heisst es über die Band aus Wien: „Konsequenter Post-Punk mit Liebe zur Popmelodie.“ Wieviel Fun, Sweetness, Fragilität und Harmonie kann in einer Musik stecken, die so räudig, kratzig und laut ist? beherbergt die Verletzlichkeit und Schlagkraft von Sophie Lindinger, Mira Lu Kovacs und Nastasja Ronck. Seit ihrer Gründung ist viel passiert: Die Verleihung des Impala Album of The Year Award, den viele große Bands und Künstler*innen wie Adele oder Rosalía am Anfang ihrer Karriere erhalten haben. Viele Konzerte auf internationalen Festivals, X Nominierungen … und nun das dritte Album: Apply Autonomy.

Brotfabik, F, Bachmannstr. 2-4 / Beginn 20:00 Uhr
Foto: Mala Kolumna

Dienstag, 29. September: Dirk Bernemann: Gromzell. Ein Heimatroman

(Uwe)

Das ist unbedingt etwas für mich! Als die älteste Bewohnerin des kleinen Ortes Gromzell mit 108 Jahren verstirbt, ist die Dorfgemeinschaft schwer erschüttert. Der Tod hat sich Marie geholt, die ihm doch so lange von der Schippe gesprungen war. Die Trauernden hoffen auf Trost bei Gott, doch als der Tod weiter um sich greift, ist guter Rat teuer. Zwischen Weihrauch und Aberglaube sucht die Gemeinde einen Schuldigen für das Sterben, das nicht aufhören will. Ein grotesker Heimatroman von Dirk Bernemann, der von menschlichen Abgründen erzählt. Musikalisch passend begleitet wird der Autor an diesem Abend vom Jodlklub: Johanna Milz, Elisabeth Gabriel und Liese Lyon. Diedrei Theaterfrauen mit österreichischen Wurzeln werden uns mit österreichischen Volksliedern und Jodlern beglücken.

Romanfabrik / F, Hanauer Landstr. / Beginn: 19:30 Uhr
Foto: Verlag

Mittwoch, 30. September: Simon & Jan: Heiße Luft

(Uwe)

Der Vorhang geht auf und wie Phönix aus der Asche steigen Simon & Jan auf die Bretter der Republik, um mit ihrem neuen Programm die Welt aus den Angeln zu heben! Das derzeit wohl höchstdekorierte Liedermacherduo Deutschlands gibt sich dabei bescheiden wie eh und je. Von zerbrechlichen, zärtlichen Nummern – getragen von zwei Gitarren und zwei Stimmen – über raffinierte Loop Arrangements bis hin zu orchestralen Kampfansagen ist alles dabei. 

Centralstation, DA, Im Carree / Beginn 20.00 Uhr
Foto: Thorsten Silz

Samstag 03. Oktober: Dialogführung: Geldgeschichte global – mal anders erzählt

(Daniela)

Dialog-Führung durch die Ausstellung „Die Welt im Geld. Globale Ereignisse im Spiegel Frankfurter Finanzobjekte“ mit Kuratorin Christina Bach und Daniela Cappelluti

Was hat eine kleine unscheinbare Münze mit Weltgeschichte zu tun? Die Teuerungsmedaille von 1817 erinnert daran, wie der Ausbruch des Vulkans Tambora die Welt veränderte: die Asche verdunkelte die Nordhalbkugel, der Sommer fiel aus, Ernten verdarben und Weizen wurde teurer. Mary Shelley verbrachte die regnerischen Tage im Haus und schrieb Frankenstein, und die von den Aschepartikeln rötlich gefärbten Sonnenuntergänge inspirierten die Kunst der Romantik. 

Wie eng Geld- und Weltgeschichte miteinander verwoben sind, zeigen viele Exponate in der aktuellen Ausstellung „Die Welt im Geld. Globale Ereignisse im Spiegel Frankfurter Finanzobjekte“ im Historischen Museum. Münzen, Aktien, Banknoten und Kreditkarten, Verträge und Alltagsgegenstände erzählen von den ältesten Zahlungsmitteln, von alten und neuen Handelswegen und von der Rolle Frankfurts bei der Globalisierung des Geldes – und wie das alles die Welt gestaltet und verändert hat. Christina Bach, Kuratorin der Ausstellung, nimmt die Besucher*innen mit auf einen Rundgang.

Samstag, 3. Oktober 2026, 11.30 Uhr
im Historischen Museum Frankfurt 
https://historisches-museum-frankfurt.de/de/ausstellungen/welt-im-geld
Kiautschou, Germania-Schein, 1907 © Sammlung Deutsche Bundesbank

13. bis 17. Oktober: Deutsches Jazzfestival: Von hier aus gesehen

(Daniela)

In Zeiten, in denen man sich angesichts des politischen Weltgeschehens ungläubig die Augen reibt, dankbar im noch einigermaßen vernünftig erscheinenden Europa zu leben, bietet sich ein Blick auf die Jazzlandschaft des Kontinents an. Erleben Sie an fünf Abenden ab 13. Oktober im hr-Sendesaal und bei der Clubnacht in Rhein-Main arrivierte und aufstrebende Interpretinnen und Interpreten!

Dass  ein  Festival wie  das  Frankfurter nur  Ausschnitte zeigen kann,  versteht  sich  von  selbst, ebenso  dass  das  Mutterland  des  Jazz  dabei  nicht  ausgeschlossen  werden soll.  Es  ist  mit  Myra  Melford’s  Fire  and  Water  Quintet,  der  Vibrafonistin  Sasha  Berliner  oder  der  in  den  USA  lebenden  malaysischen Bassistin  Linda  May  Han  Oh  gut  vertreten. Mit  von  der  Partie  in  Melfords  Band:  die  in  Brooklyn  ansässige deutsche  Saxofonistin  Ingrid Laubrock.   

In  der  Welt  des  Jazz  werden  Grenzen seit  jeher  am  liebsten  überschritten,  wie  man  auch  an  den  Musiker*innen  erkennt, die  in  Europa eine  Heimat  gefunden haben  und  ihre  Perspektiven  einbringen. Die  fruchtbaren  Resultate europäischer  Weltoffenheit  führt  beispielhaft  die  Band  von  Andrés  Coll  vor  Augen, in  der  sich  Musiker  aus  Marokko,  Spanien und  Polen  begegnen und  gegenseitig  inspirieren. 

Wie unterschiedlich die Auseinandersetzung europäischer Musiker*innen mit außereuropäischen Kulturen ausfallen kann, sieht man an Louis Sclavis und Naïssam Jalal, die als Gast zur österreichischen Formation Shake Stew dazukommt. Während Sclavis sich von Reiseimpressionen zu einer imaginären Folklore inspirieren lässt, hat Jalal sich intensiv mit indischer Musik beschäftigt.

Dabei  gehört  Sclavis  zu  denen,  die  aus  Jazztradition  und  einer  schwer  zu  beschreibenden  europäischen  Sensibilität  einen  eigenen  Sound  geformt  haben,  genau  wie  Christof  Lauer  oder  Émile  Parisien und natürlich  Norma  Winstone,  die  den  europäischen  Jazzgesang  stärker  geprägt  hat  als  irgendwer  sonst.  Auch  das  Schaffen  von  Nicolai  Thärichen  und  Ali  Neander  lässt  sich  in  der  Spannung  zwischen grenzüberschreitenden  Inspirationen,  europäisch  geprägter  Perspektive  und  eigenständiger  Kreativität  verorten.  

Wie  neben  diesen mehr  oder  weniger alten  Größen  eine  junge  Generation des  europäischen  Jazz  ihren  eigenen Weg  sucht,  wird  auf  diesem Festival  an  Andrés Coll,  Darius  Blair, Finn  Heine,  Elliot Galvin  und  Emma  Rawicz  sichtbar. Sie  und  Ali  Neander  sind  dieses  Jahr  die  Gäste  der  hr-Bigband. 

https://www.hr2.de/veranstaltungen/jazzfestival/deutsches-jazzfestival-von-hier-aus-gesehen---das-komplette-programm-v38,djf26_artikel_komplettes_programm-100.html

Samstag 24. Oktober: Stadtführungen mit Stadtforscherin Tülây Güneș im Rahmen der Sonderausstellung „Höchst erzählt!

(Daniela)

Als ich das angehängte Foto sah dachte ich sofort: Da muss ich mitmachen, denn in dem abgebildeten italienischen “Kiosk/Imbiss” im Höchster Bahnhof gibt es die besten Arancini, die ich je außerhalb Italiens gegessen habe.

Stadtführungen mit Stadtforscherin Tülây Güneș im Rahmen der Sonderausstellung „Höchst erzählt! Über das Museum im Bolongaropalast“ 

Die Ausstellung im Stadtlabor des Historischen Museums Frankfurt macht deutlich: Höchst erzählt Geschichte aus mehreren Perspektiven. Mit ihrem Stadtlabor-Beitrag bietet Tülây Güneș Rundgänge durch Höchst aus postmigrantischer Sicht an, in denen sie historische, gesellschaftliche und gestalterische Zusammenhänge von Stadtraum und Migration beschreibt.

In ihrer Führung richtet Tülây Güneș den Blick darauf, wie Menschen mit unterschiedlichen Migrationsgeschichten den Frankfurter Stadtteil prägen. Wer wird in der Erinnerung an die Stadt sichtbar gemacht? Wer bleibt unsichtbar? Und was bedeutet es, dazuzugehören?

Diese Fragen wird Tülây Güneș auch im zukünftigen Museum im Bolongaropalast ab 2027 aufwerfen und über eine interaktive Stadtkarte in die neue Dauerausstellung bringen. Dort können Denkmäler, Institutionen und alltägliche Orte gesammelt und auf ihre Ein- und Ausschlüsse hin untersucht werden.

Die Stadtführungen beginnen am Höchster Bahnhof (Ausgang Adolf-Haeuser-Straße, Vorplatz Süd). Weitere Stationen sind die Dalbergstraße, der Dalbergkreisel, die Königsteiner Straße, die Ecke Königsteiner Straße (Kö‘)/Bolongarostraße und die Altstadt. Die Stadtführungen sind Teil des Rahmenprogramms von „Höchst erzählt! Über das Museum im Bolongaropalast (bis 28.2.2026).  https://historisches-museum-frankfurt.de/de/ausstellungen/hoechst-erzaehlt 

Stadtführungen durch Höchst mit Tülây Güneș: „Postmigrantisches Höchst“
Jeweils samstags von 11 bis 13 Uhr: 24. Oktober und am 19. Dezember 2026, Gebühr: 5 €
© Tülay Günes

Donnerstag, 29. Oktober: DUBIOZA KOLEKTIV

(Uwe)

diese Woche schrieb mir das Zoom: "hast Du mitbekommen, was für eine Welle zur WM um DUBIOZA KOLEKTIV in den Socials weltweit abgeht? Die liefern quasi den den inoffiziellen WM Song für Bosnien und sind der heißeste Act, der alle ex-YU Staaten anspricht. Sie spielen weltweit, Silvester in Zagreb, vor 10.000 in Istanbul, Downunder etc. Auf der EM Fanmeile 2024 haben sie gespielt, Abriss… Die sind lustig und politisch korrekt. Ist das nicht eine gutes Thema während der WM und ein humorvoller Brückenschlag zur Kultur? 

Über die Band ist zu sagen / schreiben: Es war einmal (2003), in einer zwielichtigen Ecke der Welt, in einem Land Namens Bosnien und Herzegowina, wo eine Gruppe von Freunden beschloss, eine Band zu gründen. Aber dies war keine gewöhnliche Band und sie wurde auch nicht unter gewöhnlichen Umständen gegründet. Neben den lokalen Einflüssen aus dem Balkan, kamen musikalische Einflüsse aus der ganzen Welt dazu: Ska, Punk, Reggae, Elektronik, Hip-Hop. Jedoch gab es keine Musikindustrie, wenige Konzerte und keinen Raum für kulturellen oder politischen Ausdruck unter der neuen Generation von eingefahrenen Jugendlichen. Tatsächlich litt die gesamte Region unter einer tiefen moralischen und wirtschaftlichen Stagnation (Lustlosigkeit) der Nachkriegszeit. Aus diesem Umfeld heraus wurde Dubioza Kolektiv geboren, und zwar nicht im Stillen, sondern mit großem Geschrei, indem sie No-Go-Themen in den Vordergrund brachten und forderten somit, gehört zu werden. Auf diese Weise haben sie ein Phänomen geschaffen.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass: 19:30 Uhr
Foto: Igor Karacic

Freitag, 30. Oktober: Sportfreunde Stiller

(Andrea)

Tatsächlich war ich neulich ziemlich überrascht, als ein guter Freund vom Sportfreunde Stiller Konzert in Köln postete. Die gibt´s noch? Die sympathischen Bayern hatte ich in den letzten Jahren wirklich völlig aus den Augen verloren. Dabei gab es doch kaum zärtlichere Liebeserklärungen und schönere Komplimente, “Du bist die Antwort auf die Frage/ Gibt es reiche Tage?/ Ich spür mit dir/Hat mich das Glück im Visier”. Oder eben “Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist/ Und sichergeh'n, ob du denn dasselbe für mich fühlst”. Lieder für die Ewigkeit. Sie komponierten zur WM 2006, politisch korrekt gegen Nazis und pflegten immer das Image der netten Jungs von nebenan. Warum auch nicht und vermutlich sind die Sportis wirklich eine Gruppe, auf die sich Menschen aller Altersgruppen gut verständigen können. Sonst gäbe es auch sicher die aktuelle ARD-Doku nicht. “30 wunderbaren Jahre Tour” erzählt von Auftritten in dunklen Kellerräumen vor drei Neugierigen bis zu mit zehntausend Beseelten gefüllten Hallen. Von speziellen Eigenheiten wie WM-Hits, MTV-Unpluggeds, horizonterweiternden Videodrehs, Schallplatten aus Holz/Gold/und Platin, Lesetouren in Opernhäusern bis zum „ganz normalen“ Irrsinn einer Band samt unvergesslicher Tourneen in den Armen der besten Crew of the Universe. Von Vorband sein von Foo Fighters, Green Day und Grönemeyer bis zu Vorbands wie Ash, Nada Surf, Franz Ferdinand und Kaiser Chiefs. Alles dabei", erinnert sich Flo. Ich freue mich auf den Abend zum Mitsingen und mit viel positiver Energie. 

Jahrhunderthalle Höchst, Pfaffenwiese 

06. November - 02. Dezember: HENNI NACHTSHEIM & BAND „Es wird Zeiten geben“ – Die Jubiläumstour

(Daniela)

Viele kennen ihn als die eine Hälfte von „Badesalz“, oder auch als früheres, langjähriges Mitglied der „Rodgau Monotones“. Hier hat er zusammen mit Ali Neander jede Menge Stücke wie „Erbarmen-zu spät-die Hesse komme!“, „Kleiner Pirat“, „Mein Freund Harvey“ u.a. geschrieben. 

Zurzeit sind beide mit riesigem Erfolg bei „Adlerherzen“ auf der Bühne, einem Stück über Eintracht Frankfurt, das Henni sich ausgedacht und geschrieben hat und für das Ali die Musik komponierte. 

Eigentlich kaum zu glauben, aber 2026 ist es nun schon 20 Jahre her, dass Hennis erstes musikalisches Soloalbum „Es wird Zeiten geben“ erschien - musikalischer Produzent natürlich sein Freund Ali Neander. Und weil man so etwas durchaus ein bisschen feiern darf und soll, haben beide beschlossen, eine Band zusammenzustellen und damit auf kleine Jubiläumstour zu gehen. 

Im Gepäck also das genannte erste Album sowie das zweite mit dem hübschen Titel „Dann tanzt die Omma mit George Clooney!“ plus einige wunderbare Coverversionen!

Neben Henni und Ali dabei sind die Musiker der „Adlerherzen-Band“ Martin „Doggo“ Kessler (Drums), Andie Mette (Bass), Bernd Schmidt (Keyboards) sowie Almut Ritter (Geige) und Katja Gorol (Gesang).

Termine: 6. November: Idstein-Wörsdorf – Scheuer; 12. November: Dreieich – Bürgerhaus; 18. November: Aschaffenburg – Colos-Saal; 26. November: Marburg – KFZ; 27. November: Darmstadt – Centralstation; 2. Dezember: Frankfurt – Batschkapp
Mehr Infos: https://www.kbemmert.de/henni-nachtsheim-band/
Foto: Torsten Reitz

AUSSTELLUNGEN - BEREITS ANGEKÜNDIGT, LAUFEN ABER NOCH EINE WEILE

Noch bis Sonntag, 13. September: Ausstellung Nathalie Grenzhaeuser „Unterströmung“ im Kunstverein Familie Montez

(Petra)

Für die Ausstellung entwickelt Nathalie Grenzhaeuser eine besondere auf den Ort bezogene Präsentationsform: ein Unterwasserszenario, in dem sich Dimensionen von architektonischen und fluiden Räumen sowie von Meerestieren verändern und verwandeln. Die Künstlerin strebt in dem unter einer Brücke gelegenen Galerieraum eine immersive Raumerfahrung an, die auf unterschiedliche Weise Zeigen, Sehen, Bewegen und Fühlen verbindet. Die Werke verknüpfen verschiedene Aspekte in einem choreografisch aufeinander abgestimmten Zusammenspiel. Teil der Installation ist außerdem ein dokumentarischer Film, der sich auf die Arbeitsprozesse und Routinen der Meeresbiologen konzentriert, die die Künstlerin im Zuge ihrer Arbeitsaufenthalte auf der White Sea Biological Station begleitet hat. Die inszenierten fluiden, dynamischen Räume sind faszinierend und von großer Schönheit, sie können bedrohlich werden und sind als Lebensraum mitunter selbst gefährdet. Das dabei möglicherweise aufkommende Gefühl von Unsicherheit lässt sich als künstlerisch beabsichtigte Unterströmung auffassen. Seit mehr als zehn Jahren setzt sich die Künstlerin Nathalie Grenzhaeuser in Fotografie und Film mit Wasser als Element und Lebensgrundlage sowie mit seiner Bedeutung als Lebensraum und ökologischem System auseinander. Zur Eröffnung heute gibt es um 18 Uhr eine dialogische Führung von Nathalie Grenzhaeuser und Dr. Jule Reuter, der Kuratorin der Ausstellung, eröffnet. 

Foto: ©Nathalie Graenzhaeuser, Kunstverein Montez 2026

Nathalie Grenzhaeuser „Unterströmung“ – Ausstellung, Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: Unter der Honsellbrücke, Vernissage mit Führung: 18 Uhr, am 20. August 2026 findet um 18 Uhr ein Künstlerinnen-Gespräch mit Dr. Sebastian Baden, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt, Finissage am 13. September in Anwesenheit der Künstlerin, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags von 13 - 19 Uhr, Eintritt: frei

Noch bis Sonntag, 13. September: SOFT & HARD SCULPTURES - Wollgebäude und Metallgeflechte von Katharina und Rüdiger Krenkel in der Heyne Kunst Fabrik

(Petra)

Gezeigt werden Skulpturen der Bildhauergeschwister Katharina und Rüdiger Krenkel. Die weichen Skulpturen aus gehäkelten Materialien wie Wolle und Schnur interagieren mit den Werken aus hartem Metall und Stein. Dabei kann Hartes auch weiche Formen annehmen und Weiches auch eckig daherkommen. In dieser Ausstellung bieten die beiden Krenkel-Geschwister nun ein Zusammenspiel von Skulpturen- und Objekten aus verschiedenen Materialien und Formen an einem Ausstellungsort. Viele der Objekte werden und wurden speziell für diese Ausstellung geschaffen. Lasst Euch überraschen von den Objekten aus Metall, Wolle und Schnur. Neben dem Galerieraum wird auch der Außenbereich bespielt.

Foto: ©Katharina Krenkel – Soft Sculpture, Heyne Kunst Fabrik

SOFT & HARD SCULPTURES - Wollgebäude und Metallgeflechte von Katharina und Rüdiger Krenkel, Ort: Heyne Kunst Fabrik, Adresse: Bleichstr. 67, Offenbach, Uhrzeit Vernissage: 19 – 22 Uhr(die Künstler sind zur Vernissage anwesend), Finissage: Sonntag, 13.September ab 15.00 Uhr mit dem Rollenden Museum, Öffnungszeiten: donnerstags: 27. August, 3. September 17 - 20 Uhr, sonntags: 30. August, 6. September 15 -18 Uhr, Finissage: 13. September 15 - 18 Uhr

Bis Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Bis Donnerstag, 15. Oktober: "Care Machines - Vulnerable Systems" im Atelierfrankfurt

(Petra)

Care-Arbeit bildet das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens – und bleibt dennoch häufig unsichtbar und strukturell unterbewertet. Zugleich verändern digitale Technologien und Künstliche Intelligenz die Bedingungen von Fürsorge grundlegend: Assistenzsysteme unterstützen Pflege, emotionale Interaktionen werden technisch simuliert. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Gruppenausstellung „Care Machines - Vulnerable Systems“ an. Die Schau versammelt zeitgenössische künstlerische Positionen, die neue Perspektiven auf das Verhältnis von Care und Künstlicher Intelligenz eröffnen und Fragen nach Empathie, Fürsorge, Teilhabe und Verantwortung im digitalen Zeitalter aufwerfen. Die Ausstellungseröffnung bildet zugleich das Grand Opening des Take care!-Festivals.

Abbildung: ©Maja Smrekar, SPASM: autoportrait, produced by A/POLITICAL, 2024

Care Machines - mit Jordan Rita Seruya Awori, Maja Smrekar, Superflux, Venera Kazarova, ein Projekt des Frauenreferats Frankfurt  in Kooperation mit Take care! – Festival of Solidarity and Resistance, Ort: Ausstellungsraum im Basement, UG des Atelierfrankfurt, Adresse: Schwedlerstr. 1 - 3, Öffnungszeiten: dienstags - freitags: 11 -18 Uhr (nur nach Voranmeldung hier
 
 

Noch bis 18. Oktober: „Suburbia. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise“

(Andrea)

Wer bei “Träumen vom Eigenheim” an Wüstenrot und Bausparverträge denkt, liegt nicht ganz falsch. Witzigerweise habe ich die Ausstellung des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona ebenda bereits gesehen und war so begeistert, dass ich mir sogar den Katalog (in englisch und spanisch!) gekauft habe. In Frankfurt scheint die Ausstellung inhaltlich erweitert, weshalb ich mir den Teil sicher noch anschauen werde. "Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht  ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohn fläche verbindet."

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Noch bis Montag, 30. November: DRAC - ein Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination am Instituto Cervantes

(Petra)

Im Garten des Instituto Cervantes Frankfurt installiert und im Rahmen der WDC 2026 präsentiert, beherbergt der Pavillon ein Programm öffentlicher Veranstaltungen und lädt Besucher:innen ein, Architektur, Kreativität und Kultur in einem gemeinsamen öffentlichen Raum zu erleben. Die Installation lädt das Publikum dazu ein, sie zu durchschreiten, zu erleben oder einfach zu betrachten, und dient zugleich als Ort für kulturelle Veranstaltungen. Als Referenz dient der Drache am Eingang des Park Güell in Barcelona, anlässlich des 100. Todestages des katalanischen Architekten. Die Struktur wurde vom Architekten José Ramón Tramoyeres entworfen und von Designer Manolo García realisiert. Es folgt den Prinzipien des europäischen Programms New European Bauhaus: Schönheit, Nachhaltigkeit und Inklusion. Seine modulare Struktur aus Holz und Keramik ermöglicht es, den Ort zu transformieren, ohne ihn dauerhaft zu verändern, und dient als Plattform für kulturelle Aktivitäten. Das Projekt fungiert zugleich als Plattform für den Austausch zwischen Spanien und Deutschland im internationalen Programm der WDC 2026 und stellt Perspektiven aus der spanischen Kunst- und Kulturlandschaft vor. Im Foyer des Instituto Cervantes ergänzt eine speziell konzipierte Ausstellung die Installation. Sie beleuchtet die künstlerischen und technischen Traditionen, die der Skulptur zugrunde liegen. Inspiriert von Gaudís Bauweise kombiniert die Arbeit: Keramikelemente aus hochwertiger Produktion in Valencia; eine innere Struktur aus dampfgebogenen Holzstäben „Vareta“-Technik, vergleichbar mit Methoden aus dem Bau valencianischer Fallas oder historischer Großkonstruktionen. Ein dokumentarisches Making-of-Video zeigt zudem den gesamten Entstehungsprozess – von den ersten Entwürfen bis zur Installation.

Abbildung: © José Ramon Tramoyeres & Manolo García

DRAC - Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination, Ort: Instituto Cervantes, Adresse: Staufenstraße 1, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: montags-donnerstags 9 bis 18 Uhr, freitags 9 bis 15, Uhr, Zugang zum Garten über den Haupteingang des Instituto Cervantes, Kulturprogramm und weiteres Programm (ggf. kostenpflichtig) während der Laufzeit findet Ihr hier 

Bis Donnerstag, 03. Dezember: Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe im 2. OG Dondorf-Druckerei

(Petra)

Die Reihe „Jenseits von Privateigentum“ fragt nach Alternativen zu Eigentum als zentralem Prinzip von Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts von Wohnungsnot, Klimakrise und autoritären Entwicklungen rückt die Eigentumsfrage neu ins Zentrum. Welche Formen von Commons, Vergesellschaftung und Gemeineigentum sind möglich – und wie lassen sie sich praktisch durchsetzen? Die Veranstaltungen verbinden wissenschaftliche Analyse mit aktivistischer Praxis. Sie richten sich an Studierende, Initiativen und eine interessierte Öffentlichkeit. Im Fokus stehen konkrete Beispiele, politische Strategien und theoretische Perspektiven. Der Veranstaltungsort – die Dondorf-Druckerei auf dem Campus Bockenheim – ist selbst Teil dieser Auseinandersetzung: ein kollektiv erkämpfter und genutzter Raum. Die Themen umfassen zahlreiche wichtige Aspekte, sie reichen vom Auftakt mit “Shoppingmalls zu Sorgezentren" mit Birgit Wend am 23. April über “Privateigentum und rechte Ideologie” mit Sabine Nuss im Oktober bis hin zum Thema ”Stadtbodenstiftung" (eins der Themen, die mir besonders am Herzen liegen) mit Sabine Horwitz am 03. Dezember.

Grafik: Website Offenes Haus der Kulturen

Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe, in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen, dem Verein Aelita und dem Institut für Humangeographie der Goethe-Universität, Ort: 2. OG der Dondorf-Druckerei, Adresse: Gabriel-Reisser-Weg 3 (Schirn Kunsthalle), komplette Veranstaltungstermine und -themen sowie weitere Infos findet Ihr hier, Eintritt: frei

Noch bis Sonntag, 17. Januar 2027: Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“ im Städel-Museum

(Petra)

Diesen Tipp würdet Ihr ohne einen “Lieblings-Paparazzi” dieser Stadt, Bernd Kammerer, nicht lesen: er hat mir das Foto zur Ausstellungseröffnung geschickt - und mich erst so richtig neugierig gemacht. Ich habe das Städel – offen gesagt- in letzter Zeit weniger oft im Blick, weil sie dort einen super Job machen mit großen Ausstellungserfolgen, mir persönlich ist es mitunter „too much“. Aber diese neue Ausstellung hört sich total spannend an: Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven. So empfehle ich sie Euch sehr gerne (auch wenn der Eintrittspreis schon ordentlich ist)!

Foto:Elmgreen&Dragset©Bernd Kammerer

Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“, Ort: Städel-Museum, Adresse, Schaumainkai 63, Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 21 Uhr, Eintritt: 19 (17) Euro, Tickets gibt es online hier

Bis 17. Januar 2027: Elmgreen & Dragset

(Martin)

Stilleben mit Gemüse im Städel Museum

„Runde, edel eingedeckte Tische, das Licht ist gedimmt, an der Wand leuchtende Bilder mit Wolkenmotiven. Nur ein Platz in diesem eleganten Restaurant-Ambiente ist belegt: Eine junge Frau scheint in ein FaceTime-Gespräch mit dem lebhaft erzählenden Gesprächspartner auf dem Handy-Bildschirm vertieft zu sein. Aber irgendetwas stimmt nicht an dieser Szenerie…

Ein Nobel-Restaurant mitten im Museum - Ein Restaurant mitten im Städel? Stehen da sonst nicht nur Sitzmöbel um die Treppe, die zur modernen Kunst nach unten führt? Und die Frau sitzt da erstaunlich unbeweglich… Die Installation "The Cloud" spielt auf mehreren Ebenen mit Illusion und Realität. Dieses Spiel ziehen die Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset bewusst durch das ganze Haus. Sie hätten sich entschieden, mit ihren zeitgenössischen Kunstwerken auch die klassische Kollektion zu infiltrieren, sagt Elmgreen mit einem verschmitzten Grinsen: ‚Wir sind wie ein freundliches Virus, das sich durch das ganze Museum verbreitet hat.‘“ (hessenschau.de / Yvonne Koch)

Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven.  Es geht nicht ohne Irritation und Verblüffung – und das ist wohl auch das beabsichtigte Konzept. 

Eine Ausstellung zum Entdecken! 

Städel Museum, Schaumainkai 63
Foto: © Städel Museum – Norbert Miguletz

Bis Sonntag, 07. Februar 2027: Ausstellung „Too Hot– Heiße Städte, neue Wege“ im DAM

(Petra)

Als wären die aktuellen Temperaturen pünktlich zur Venissage bestellt: Städte werden durch den Klimawandel immer heißer – mit spürbaren Folgen. Hitze, Dürre, Wasserknappheit und Überschwemmung machen deutlich, wie dringend urbane Räume neu gedacht und gestaltet werden müssen. Da Städte den größten Anteil an CO₂-Emissionen verursachen, tragen sie eine besondere Verantwortung, etwa beim Umbau von Infrastruktur und öffentlichem Raum. Letzte Woche hat Daniele Santucci einen superspannenden Vortrag zur krassen Erhöhung der Temperaturen in Städten weltweit gehalten (und letzten Samstag auch einen seiner „Climate Walks“ dazu gemacht, der dazugehörige Rucksack ist auch in der Ausstellung zu finden). Viele Städte wollen in den nächsten fünfzehn Jahren klimaneutral werden. Was bedeutet das für die Zukunft – für Planung, Architektur und Leben in der Stadt? „Too Hot“ zeigt Beispiele aus dreizehn europäischen Städten verschiedener Klimata, von der Kleinstadt bis zur Metropole. Sie reagieren auf die Klimakrise mit konkreten Maßnahmen für Klimaschutz und Anpassung: darunter gebaute Projekte, strategische Planungen und zivilgesellschaftliche Initiativen. Die Ausstellung veranschaulicht, wie vielfältig dieser Wandel aussehen kann und von welchen sozialen Fragen und gesellschaftspolitischen Diskursen er begleitet wird. „Too Hot“ richtet sich an die Stadtgesellschaft aller Altersgruppen, kommunale Entscheidungsträger*innen, Fachöffentlichkeit und internationales Publikum.

Abbildung: Rocafort Square in Barcelona, 08014 arquitectura; ©Pol Viladoms

Too hot - Heiße Städte, neue Wege: Ausstellung, kuratorisches Team: Katharina Böttger, Jonas Malzahn, Mathias Schnell (studio central), in Zusammenarbeit mit Philipp Deilmann und Architects for Future, wissenschaftlich unterstützt durch die Dialog-Plattform Helmholtz Klima, Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, Eintritt: frei (Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 20 Uhr barrierefrei

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