07.08.-13.08.2026

Kultur & Geld

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Letzte Woche ging's um Nachhaltigkeit bei Festen und Kulturevents. Heute: die über zwei Millionen Euro teure Netzskulptur "A Sky Full of Hope – Earthtime 1.78 Frankfurt" der US-Künstlerin Janet Echelmanan an der Konsti, die am kommenden Dienstag eröffnet wird. Alle dürfen kommen. Wie nett. Ich werde nicht hingehen – diese Sache ärgert mich maßlos, und zwar nicht nur wegen des Geldes.
Wenn man für so einen Aufriss den Deckel der Konsti aufreißt, hätte ich da ein paar Fragen ans Kulturamt: Wurden andere Ämter überhaupt einbezogen – und warum kein Trinkwasserbrunnen oder ein schattenspendendes Kunstwerk geplant, wo man doch eh aufgerissen hat? War die Künstlerin vorher überhaupt mal in Frankfurt, um sich den Platz anzuschauen? Und wie passt das zu "Design for Democracy", wenn vorher weder mit Bürger:innen noch mit den Marktbeschicker:innen gesprochen wurde?

Dazu kommt: Für 2 Mio. gab es offenbar keinen offenen Wettbewerb – heimische Kulturschaffende, die die Konsti in- und auswendig kennen, hatten also gar keine Chance, sich zu bewerben. Sind Aufbau, Eröffnungsparty und Lagerung der Kunst (sie hängt in den Wintermonaten nicht) da eigentlich mit drin, oder kommt das on top? Und: Die Kulturdezernentin sagte laut hessenschau, es sei übriges Geld aus dem Stadtmarketing-Budget für Illumination gewesen. Meine Frage: Wie bewirbt man sich für sowas? Ich hätte da Ideen. Ihr sicher auch.

Ich habe ein paar dieser Fragen auf Instagram beim Kulturamt gestellt – noch keine Antwort. Dafür wurde die Kommentarfunktion zeitweise abgeschaltet, so viel kritische Resonanz gab's.

Ich ärgere mich jetzt nicht weiter und unterstütze lieber die Kulturspots dieser Stadt, die mit einem Bruchteil von 2 Mio. mehr für Demokratie tun als eine Netzskulptur über der Konsti. Heute geht's wieder zu HOLIDAYS von Jazz Montez, da spielt das Contrast Trio und Dienstag in den Plamengarten zu MOOP MAMA. 

Was auch immer ihr macht: Lebt wild!

Daniela

Danke an das tolle Ausgehtipps-Team: Andrea, Petra, Martin, Uwe und Erik

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps seit Mai 2006. Ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen. Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Martin)

Bitte schickt Eure Antwort an Martin (ausgehtipp.gewinnspiel@gmail.com)
2 x 2 Tickets für “unerhört! x 2” am 08.08 im Chamissogarten.
Gewinnfrage: Welcher Schauspieler des Wiener Burgtheaters ist Mitte September im Schauspiel?
Foto: siehe Tipp am 08.08

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com).
Wir verlosen 2x2 Tickets für Die Frankfurt-Premiere des Films Finding Connection am 10. August im Cinema. Frage: welcher großartige Fußballer des AC Milan verstarb kürzlich?
 Foto: Verleiher

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com).
Wir verlosen 2x2 Tickets für den Film Ghost School am 05.09 um 17:30 im Mal sehn. Frage: Für welchen Verein spielte Franco Baresi? 
 Foto: Verleiher

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
2 x 2 Gästelistenplätze für Jane Remover im Batschkapp Sommergarten am 18. August. Die Gewinnfrage lautet: Wieviele Taschen kann man bei Taschen-Tausch-Rausch abgeben?

GEROLLTES über Franco Baresi

(Uwe)

Am Dienstag hatte mein Neffe Geburtstag. Als ich mit der Bahn zurückfahren wollte, hatte die RE70 mal wieder mit einer Verspätung von 45 Minuten. Ich blieb die Zeit für ein paar Instagram-Reels. Weil an diesem Tag zwei bekannte Personen beerdigt wurden, deren Wirken mir sehr viel bedeutet, mischten sich häufig kurze Videos von den Beerdigungen in Dublin und Mailand darunter. Einer der Menschen war der hier bereits letzte Woche erwähnte irische Sänger Glen Hansard, der andere der italienische Fußballer Franco Baresi. Bei letztgenanntem wurde in den Videos gezeigt, wie Mauro Tassotti, Paolo Maldini oder Alessandro Costacurta in die Kirche einlaufen. Mit diesen Spielern bildete Franco Baresi die aus meiner Sicht beste Abwehrreihe aller Zeiten. Baresi war aber deren Herz, was selbst Maldini – der größte italienische Spieler der letzten 30 Jahre (vielleicht überhaupt) beschrieb. Baresi war aber auch das Herz (und der Kapitän) der wunderbaren Mannschaft des AC Milan, die ein ehemaliger Buchhalter und Schuhverteter aus der Emilia-Romagna mit Namen Arrigo Sacchi in der Zeit von 1987 – 1991 aufbaute und zaubern lies. Mich (1969 geboren) haben zwei Mannschaften fußballerisch geprägt. Natürlich nicht hinsichtlich der eigenen Spielweise, sondern in dem, wie ich Fußball sehen will. Für Cruyffs Totaalvoetbal (Totaler Fußball) bin ich zu jung, mich haben die Nationalmannschaft Brasiliens 1982 mit Socrates und Zico und der AC Milan in der Zeit unter Sacchi mit Maldini, Baresi und van Basten geprägt. Van Basten war auch bei der Beerdigung, sein ehemaliger Mitspieler in Hollands Nationalmannschaft und dem Jahrhundertteam des AC Milan beschrieb vor einiger Zeit in einer Podcast, wie sie, die höchstqualifizierten Offensivspieler, sich im Training an der beschriebenen Abwehrreihe um Baresi die Zähne ausbissen, Maradona bezeichnete Baresi einmal als einen der besten Abwehrspieler, denen er in seiner Karriere begegnete. In den Nachrufen wird gerne an seine Leistung im WM-Finale 1994 erinnert, in der er den damaligen Ausnahmestürmer Romario kaltstellte. Spektakulär war die Leistung in Anbetracht seiner unbestrittenen Klasse nicht, spektakulär war es, weil sie drei Wochen nach einer Knieoperation gezeigt wurde. 

Baresi verstarb im Alter von 66 Jahren, in dem das Leben doch eigentlich erst anfängt. Seine Rückennummer 6 wird beim AC Milan nicht mehr vergeben (wie die 5 von Beckenbauer beim FC Bayern oder die 10 bei SSC Napoli). So werden die größten Spieler geehrt, Baresi war einer davon.

Freitag 07. August: JAZZ MONTEZ HOLIDAYS - 16. Tag

(Daniela)

Hier das Line_Up für den 16. Tag beim wunderbaren Jazz Montez / Holidays

18:00 Uhr Robert Herz 
19:00 Uhr Contrast Trio
Das Contrast Trio ist eine Band aus Frankfurt am Main, die Jazz und Elektro spielt.
Die Musik des Contrast Trios ist eine Mischung aus Jazz, Elektronik und soundtrackartiger Musik. Neben den klassischen Instrumenten Klavier, Bass, Schlagzeug benutzt das Contrast Trio Synthesizer, Effektpedale, Drummachines und Samples. Dabei sind die Einflüsse aus elektronischer Musik, Hip-Hop und Techno nicht zu überhören. Der Pianist Yuriy Sych bringt zu dem folkloristische Elemente aus seiner ukrainischen Heimat mit ein.
Durch die regelmäßige Arbeit des Trios am Schauspiel Frankfurt finden auch immer wieder soundscapehafte, atmosphärische Passagen, die zum Großteil aus gefundenen Klängen entstehen, den Weg in die Musik.

20:30 Uhr: Pollyester
Pollyester – das künstlerische Projekt der in München lebenden Sängerin, Komponistin und Performancekünstlerin Polly Lapkovskaja. Bekannt dafür, Post-Punk-Disco, Wave, Krautrock und kunstorientiertes Songwriting mit theatralischem Einschlag zu verbinden, hat sich Pollyester schon immer von der Masse abgehoben. Was Pollyester wirklich einzigartig macht, ist die Art und Weise, wie sie Welten miteinander verbindet: ungeschliffene Kreativität aus den Wurzeln der Subkultur, tanzbare Hooks mit Post-Punk- und Funk-Einflüssen sowie eine durch jahrelange theatralische Komposition und interdisziplinäre Projekte geschärfte Performance-Sensibilität. Es ist Musik, die Clubs füllen und auf der Bühne nachhallen kann, mit Texten und Arrangements, die zugleich verspielt und präzise wirken.

22:00 Uhr Oliver Hafenbauer
Oliver Hafenbauer ist ein erfahrener und vielseitiger DJ, der seit langem als eine der Schlüsselfiguren der lokalen Clubszene und darüber hinaus gilt. Stilistisch orientiert an beatlastiger und äußerst tanzbarer Musik, verfügt er über das perfekte Gespür für die jeweiligen Kontexte, in denen er tätig ist.

Jazz Montez Holidays, Live-Konzert-Open-Air 03.07. – 23.08., Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: An der Freitreppe der Honsellbrücke, barrierefrei, Eintritt: frei (um Spende wird gebeten!), weitere Infos gibt’s hier

Freitag, 7. August, bis 27. August: Of/Stricheln und Sticheln

(Andrea)

Zur Vernissage schaffe ich es heute nicht, aber die Ausstellung schaue ich mir an: "Stricheln und Sticheln – Satire in der Krise der Demokratie“ des Caricatura Museums Frankfurt im ersten Obergeschoss des Offenbacher Rathauses zu sehen. Sie beleuchtet mit Cartoons von Katharina Greve, Greser & Lenz, Hauck & Bauer sowie satirischen Gedichten von Thomas Gsella, die zu den führenden Akteurinnen und Akteuren der deutschen Satirelandschaft gehören, den gegenwärtigen Zustand der Demokratie in Deutschland. Die Werke erscheinen regelmäßig in Medien wie Titanic, FAZ und FASZ.
In einer Demokratie unter Druck stehen unsere Gesellschaft und ihr innerer Zusammenhalt vor großen Herausforderungen. Satire kann Impuls und Türöffner für Gespräche sein und als entlastendes Moment in aufgeheizten Diskursen wirken. Sie markiert dabei insbesondere an gesellschaftlichen Spannungspunkten die demokratische Verfasstheit einer Gesellschaft. Lachen hilft – vor allem in der Krise.
Die Ausstellung wird am Freitag, 7. August, um 18 Uhr mit einem Grußwort von Andreas Bruszynski, Bürgermeister der Stadt Offenbach am Main, Dr. Susanne Völker, Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, und Martin Sonntag, Leiter des Caricatura Museums Frankfurt, feierlich eröffnet.  

Rathaus, Berliner Straße 100, Offenbach

 

Freitag, 07. August: OF/ Die Extrawurst

(Andrea)

Ach, schade, es wird wieder nichts mit mir und Kino Kulinarisch, ich haue heute mit Agnes für eine Nacht an den See ab. Euch aber würde ich den Abend sehr empfehlen: Zu Hape Kerkeling kann man stehen, wie man will, aber der Mann ist einfach ein Phänomen (und gäbe doch auch wirklich einen famosen Bundespräsidenten ab. Wenn nicht Juli Zeh, dann er) und der Film “Extrawurst” sicher ein Spaß: "Eigentlich ist es reine Formsache: Heribert (wieder mal großartig: Hape Kerkeling), langjähriger Vorsitzender des Tennisclubs Lengenheide, und sein ehrgeiziger Stellvertreter Matthias (Friedrich Mücke) lassen über die Anschaffung eines Grills für die nächste Vereinsfeier abstimmen. Der hippe Werbetexter Torsten (Christoph Maria Herbst), von Berlin in die Provinz ausgewandert, haut noch einen flotten Spruch raus, damit die dröge Versammlung ein schnelles Ende findet. Da schlägt seine Frau Melanie (Anja Knauer) vor, für ihren Doppelpartner Erol (Fahri Yardim) und das einzige muslimische Mitglied des Vereins einen zweiten Grill zu kaufen. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Die gut gemeinte Idee führt Satz für Satz zu einem turbulenten Schlagabtausch, bei dem Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, „Gutmenschen" und „Hardliner" frontal aufeinanderprallen. Schnell wird allen klar: Es geht hier um viel mehr als einen Grill!" 
Dazu hantieren Daniel und das Küchenteam von Pana standesgemäß im Freien, mit dreierlei Grills und servieren vegetarischen Alternativen und schönster Tennisvereins-Kino e Vino-Stimmung!  Einlass, Speisen & Getränke ab 19:30 Uhr, Filmbeginn bei ausreichender Dunkelheit gegen 21 Uhr. Tickets und Infos: www.kinokulinarisch.de 
 

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach 

Freitag, 7. August, bis Sonntag, 9. August: Sommerwerft Finale

(Andrea)

Seit 25 Jahren gibt es die Sommerwerft und anlässlich des Jubiläums ist und war Petrus mehr als gnädig, jeder Abend lud zum Sonnenuntergang auf dem Festivalgelände am Main. Die lauen Abende haben wirklich etwas für sich, auch wenn ich mir inzwischen große Sorge um die Vegetation mache. Kein Regen in Sicht nirgends. Und ich erinnere mich, dass früher, als das Kind noch Kind war, bauchige Wagen umherfuhren und Bäume wässerten. Macht man heute nur noch bei jungen Bäumen, die alten müssen sehen, wie sie klarkommen und das fällt ihnen zusehends schwerer. Ein Kollege meinte neulich ganz lapidar, wir brauchen sowieso Bäume die mit dem neuen Klima besser klar kommen. Ihre Lorbeer-Hecke käme gut mit den Temperaturen klar. Schön. Blöd nur, dass so ein Lorbeer kaum einen ökologischen Nutzen hat. Ich mag unsere Bäume und würde mir da eine entsprechende Priorisierung wünschen. Womit wir (endlich!) beim Thema wären. „The Ocean Starts in Frankfurt“. Das internationale Theaterfestival nutzt seine direkte Lage an der Weseler Werft nämlich, um die existenzielle Bedeutung von Flüssen und Ozeanen im Kontext der globalen Klimakrise künstlerisch zu beleuchten. Dem Main geht es augenscheinlich noch ganz gut, vom Rhein sehen wir täglich in den Nachrichten, wir brauchen also dringend einen anderen Umgang mit unseren kostenbaren Ressourcen. 
Das Sommerwerft-Programm in den kommenden drei Tagen ist nochmal sehr bunt, am besten Ihr schaut selbst mal rein. Oder geht einfach hin und lasst Euch treiben. Zum großen Finale am Sonntag spielen u.a. Cool Aid, eine tolle lokale Band, und die legendäre Band Embryo. https://sommerwerft.de/kalender-2026/
Auf dem Bild: Seppl, Zeremonienmeister im Beduinenzelt, hat in diesem Jahr einen fischig-glänzenden Anzug gewählt. Neben ihm Joaquin, sein freundlicher Geselle. 

Sommerwerft an der Weseler Werft

Samstag 08. August: JAZZ MONTEZ HOLIDAYS - 17. Tag

(Daniela)

Hier das Line_Up für den 17. Tag beim wunderbaren Jazz Montez / Holidays

19:00 Uhr Beatrice de Luca 
20:30 Uhr: Singen als soziale Praxis
Im Anschluss lädt das Projekt „Singen als soziale Praxis“ zu einer offenen Sing-Session ein. Das Format untersucht gemeinsames Singen als soziale Praxis im öffentlichen Raum und fragt, wie Stimme Gemeinschaft entstehen lassen kann – unabhängig von musikalischer Erfahrung oder Leistung. Entwickelt wurde das Projekt von Anouk Schmelz und Clara Maldener im Rahmen der World Design Capital 2026 Frankfurt RheinMain. Über mehrere öffentliche Veranstaltungen hinweg erprobt das Projekt gemeinsames Singen als niedrigschwelliges Format zwischen Musik, Gestaltung und öffentlichem Raum. Beatrice de Luca begleitet die anschließende Sing-Session am Klavier. Gesungen werden einfache Lieder, die ohne Notenkenntnisse oder Vorbereitung mitgesungen werden können. 

20:30 Uhr Theodor 
Theodor ist ein hochgelobtes Psychedelic-“Sweet Soul”-Bandprojekt aus der Region Darmstadt und Frankfurt am Main. Gegründet wurde das Kollektiv 2020 von engen Freund:innen und lokalen Musiker:innen, darunter Robert Herz (DJ, Vinylsammler und Drummer von Okta Logue) sowie Co-Gründer Lui Hill (Vocals/Percussion). Musikalisch verbindet Theodor warme 70s Soul- und Funk-Elemente mit 80s Synthesizern, Farfisa-Orgeln, Fender Rhodes und melodischen Basslines. Getragen von Robert Herz’ organischem, souligem Drumming entsteht ein cineastischer, weicher Sound, ergänzt durch die charakteristischen und harmonischen Stimmen von Max und Lui.

22:00 Uhr DJ Lauer
Seit der Veröffentlichung seiner ersten 12"-Single im Jahr 2000 hat Philipp Lauer in den letzten rund zwei Jahrzehnten in vielen Bereichen mitgewirkt. Als CEO des berühmt-berüchtigten Pyramide II Studios liegt die Zahl seiner Remixe weit über 200 (und steigt unaufhörlich weiter), darunter Arbeiten für Sven Väth, die Pet Shop Boys, M83, S-Express, Falco oder Tears For Fears, um nur einige zu nennen.

Jazz Montez Holidays, Live-Konzert-Open-Air 03.07. – 23.08., Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: An der Freitreppe der Honsellbrücke, barrierefrei, Eintritt: frei (um Spende wird gebeten!), weitere Infos gibt’s hier

Samstag 08. August: OF / Jam Balam 2026

(Daniela)

Ich gebe zu: Ich stand noch nie auf einem Skateboard. Schaue aber faszinierend zu, wobei ich mir, wie bei spannenden Thrillern oder Dokus über Operationen, die Hälfte der Zeit die Augen zuhalte…
Wenn Ihr auch Lust am Zuschauen hant, oder sogar selber skatet, dann auf nach Offenbach:

Am 8. August ist es soweit: Der Contest des Concrete Skate e.V. im OFland DIY auf der Hafeninsel!

Alle Skaterinnen und Skater sind eingeladen, die Mini Ramp zu rippen! Auch alle, die Lust auf feinstes Skateboarding und Contest-Atmosphäre im OFland haben, sind herzlich willkommen.

Ab 14 Uhr sind Anmeldung und Practice,um 15 Uhr starten die ersten Heats.

Das Finale beginnt um 18 Uhr – die Rampe wird mit Sicherheit ordentlich geskatet und es wird wieder einige Highlights zu sehen geben.

Hocke MC legt zum Finale besten Skate Sound auf, mit Beats von Theimos (Dutty Dubz Crew) lassen wir den Abend ausklingen. Drinks gibt es an der Bar.
See u in OFland!

Wir bedanken uns für den Support bei ACE Trucks B-LAG, Bones, Frafimi, Railslide, Salut, toy machine sowie dem Stadtteilbüro Nordend, Offenbach!
Ort: Hafeninsel/Walter-Spiller-Brücke – Offenbach

Samstag 08. August: Erster Fancy Women Bike Ride 

(Daniela)

Yeah, da bin ich dabei! Endlich auch in Hessen: Fancy Women Bike Ride 

Wann? Am Samstag, 8. August 2026, 14 Uhr
Wo? Goetheplatz in Frankfurt am Main

Im Mittelpunkt stehen Frauen und LGTBQIA-Personen. Willkommen sind alle, die das Anliegen solidarisch und respektvoll unterstützen. Schmückt euch und eure Räder und seid mit dabei: bei einer bunten Fahrradkundgebung, die sich für mehr Sichtbarkeit von Frauen im Verkehr, Selbstbestimmung und eine sicherere Fahrradinfrastruktur einsetzt.

Es werden noch Corkerinnen und Corker gesucht. (Das sind die Leute, die die Nebenstraßen absichern) Dazu schreibt bitte an: frauen(at)adfc-hessen.de

Samstag, 08. August: Tanzbarabend mit "Young Solo" im GUSTi

(Petra)

Unter dem Namen Young Solo bringt der Frankfurter Musiker Joerg Schmidt (Newmen/Die Gärten) einen rhythmusbetonten Mix aus elektronischer Musik ins Gusti. Irgendwo zwischen ambitioniertem House, experimenteller Trommelmusik und der musikalischen Autobahn von Düsseldorf nach Frankfurt. Der Sommergarten & die GUSTi Küche hat schon ab 17 Uhr für Euch geöffnet. Hört sich nach einem chilligen Sommerabend an einem sehr schönen Ort in der Stadt an!

Tanzbarabend - mit elektronischer Musik von Young Solo, Ort: GUSTi Kulturkiosk, Adresse: Gustavsburgplatz (Gallus), Uhrzeit: geöffnet ab 17 Uhr, ab 20 Uhr DJ- Programm - 01 Uhr, Eintritt: frei

Samstag 08. August: "unerhört! x 2" - Konzertreihe und Wahrnehmung

(Martin)

“unerhört! x 2” ist ein begehbares Konzert- und Wahrnehmungsformat im ChamissoGarten Frankfurt, das klassische Musik, Naturraum und bewusste Sinneserfahrung miteinander verbindet. Im Zentrum des Formats steht die Frage, wie sich unsere Wahrnehmung verändert, wenn Musik nicht nur gehört, sondern in Beziehung zu Raum, Bewegung, Stille und Natur erlebt wird. Jeder Konzertabend besteht aus drei Teilen: Zunächst wird ein musikalisches Werk in einer klassischen Konzertsituation aufgeführt. Anschließend öffnet sich der Garten als stiller Erfahrungsraum: Die Musiker*innen verteilen sich über das Gelände und lassen kurze musikalische Fragmente, Echoformen und Miniaturkonzerte zwischen Blumenbeeten, Gewächshaus, Hühnerstall und Bienenstöcken entstehen. Dazwischen entstehen bewusst Momente absoluter Ruhe, in denen die Geräusche und Atmosphären des Gartens selbst Teil des Erlebnisses werden. Das Publikum bewegt sich frei und langsam durch den Garten. Gespräche treten in den Hintergrund; Aufmerksamkeit, Präsenz und nonverbale Wahrnehmung stehen im Mittelpunkt. Licht, Wind, Gerüche, Farben und Materialien werden ebenso Teil der Erfahrung wie die Musik selbst. Kleine Reflexionsimpulse im Garten laden dazu ein, bewusster wahrzunehmen: Wie klingt Stille? Welche Geräusche gehören nur zu diesem Ort? Was verändert sich, wenn wir langsamer werden? Publikum und Musiker*innen kehren dann gemeinsam zur Hauptbühne zurück. Das Werk wird ein zweites Mal gespielt - nun mit veränderter Wahrnehmung und einer stärkeren Verbindung zwischen Musik, Raum und Erinnerung.

 Foto: ©ChamissoGarten

ChamissoGarten, Adresse: Chamissostr. 38, 
Samstag, 8. August: Antonín Dvořák - Quartett in F-Dur „Amerikanisches". Uhrzeit:  14:30 Uhr: Musikalisches Erlebnis-Abenteuer für Kinder, 18 Uhr: Abendkonzert für Erwachsene (danach ist der Garten geöffnet), Eintritt: Kinder bis 14 Jahre: 10 Euro, Erwachsenen-Begleitticket: 18 Euro, Erwachsenenticket: 28 (15) Euro, Solidarticket: 40 Euro, für Tickets und mehr hier

Samstag 08.- Samstag 22. Augsut: Wimpelflattern - SchaufensterAusstellung Nr. 9 der WestAteliers

(Daniela)

Die WestAteliers laden wieder zu ihrer charmanten SchaufensterAusstellung aus. Bereits zum 9. Mal. Dieses Jahr unter dem Motto: Wimpelflattern

Die WestAteliers – acht Künstler:innenateliers im Frankfurter Gallus – laden zur neunten SchaufensterAusstellung „Wimpelflattern“ ein. Entlang der Idsteiner Straße 77–120 und der Frankenallee 180–212 öffnen die Künstler:innen ihre Ateliers und präsentieren Malerei, Zeichnung, Installation, Urban Art, Siebdruck, Mobile und Objekte.

Offene Ateliers: Die Ateliers sind an den beiden Wochenenden 8./9. August und 15./16. August, jeweils 15:00–19:00 Uhr, geöffnet.
Schaufenster-Ausstellung: Die Ausstellungen sind vom 8. bis 22. August rund um die Uhr durch die großen Schaufenster der Ateliers zu sehen.
Vom 8. bis 16. August sind die Schaufenster zusätzlich bis in die Abendstunden beleuchtet.

Beteiligte Künstler:innen:

Ruth Luxenhofer (Malerei, Siebdruck); Maike Häusling (Malerei, Installation); Michael Bloeck (Malerei, Zeichnung; Gast: Ben Gencarelle, Malerei), Franz Konter (Malerei, Zeichnung; Gast: Ute Brenker-Krause, Malerei); Leonore Poth (Zeichnung, Mobile; Gast: Katarzyna Zommer, Objekte); Sandra Li (Gast: Frau Blume, Malerei); Simon Ndrejaj (Malerei, Zeichnung); Jan-Malte Strijek (Urban Art)

Rahmenprogramm:
9. August: Führung mit der Kunsthistorikerin Petra Schwerdtner (15 Uhr), Kaffee & Kuchen sowie Künstlergespräch mit Michael Bloeck (17 Uhr)
12. August: Open-Air-Kino mit Animationsfilmen von Leonore Poth (21 Uhr)
13. August: Kindermitmachführung für Kinder ab 5 Jahren (14 Uhr)
15. August: Führung „Special Darlings“ mit Petra Schwerdtner (17 Uhr, Anmeldung erforderlich), Atelierführung mit Jan-Malte Strijek (18 Uhr), Große Nachbarschaftstafel (19 Uhr), Spoken Word (19.30 Uhr) sowie Konzert mit Ev Machui & Vitaliy Baran (20.30 Uhr)
16. August: Führung mit Petra Schwerdtner (15 Uhr) sowie Kaffee & Kuchen
18. August: Kinder-Kunst-Rallye; Präsentation der entstandenen Arbeiten vom 19.–22. August in den Schaufenstern der Ateliers

Eintritt: Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei (Ausnahme: Führung am 15. August). Spenden sind willkommen.
Foto: Ruth Luxenhofer

Samstag, 08. August: Sons Of The East

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation

Das australische Indie-Folk-Trio Sons Of The East zählt längst zu den spannendsten Akustik-Acts der internationalen Szene. Mit ihrem warmen Sound zwischen Folk, Blues, Soul und klassischem Country begeistert die Band ein stetig wachsendes Publikum weltweit. Mehr als 700 Millionen Streams, Millionen YouTube-Aufrufe und zahlreiche ausverkaufte Konzerte säumen den rasanten Aufstieg des Trios aus Sydney! Die drei Musiker verbinden eingängiges Songwriting mit mehrstimmigem Harmoniegesang und einer spürbaren Leichtigkeit. Live lebt ihre Musik von einer besonderen Nähe zum Publikum: tief emotionale Momente reihen sich an mitreißende Refrains und ziehen das Publikum vom ersten Moment an in ihren Bann.

Im Rahmen der Merck-Sommerperlen präsentieren Sons Of The East am Samstag, dem 8. August, neben bekannt-beliebten Songs auch Musik ihres aktuellen Albums SONS.
Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und Katz Records stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Homepage Centralstation

Samstag, 08. August: Of/ Lichterfest

(Andrea)

Das Lichterfest gehört zu meinen persönlichen Highlights des Offenbacher Sommers. Die Kulisse ist einzigartig, das Programm immer besonders und die Kulinarik hat man selbst in der Hand, das Lichterfest ist nämlich ein Picknick-Konzert. Und wenn man nichts dabei hat, kann man sich spontan eindecken, es gibt ein Gastro-Angebot vor Ort. Man flaniert also ein bissschen durch den Büsingpark, sucht sich ein hübsches Plätzchen, um die Decke auszubreiten und dreht dann nochmal eine Runde, um sich die vielen Motive, die liebevoll von Vereinen arrangiert wurden, anzuschauen und zu bestaunen. Meistens widmen sie sich dem Thema des Konzerts und da es heute vor allem um Bond, James Bond gehen wird, wird das sicher spannend. statt. Das Capitol Symphonie Orchester präsentiert unter dem Motto „License to Rock – On His Majesty’s Symphonic Service“ einen Crossover-Abend mit James-Bond-Hits. Der Einlass beginnt um 17:00 Uhr, das Konzert startet um 20:00 Uhr. Es empfiehlt sich, die Tickets bzw. Flanierbändchen im Vorverkauf zu kaufen (Flanierkarten kosten nur 5 Euro): https://www.frankfurtticket.de/tickets/lichterfest-offenbach-5003.76987/ 

Lichterfest, Büsingpark, Offenbach

Foto: Stadt Offenbach/ Katja Lenz

Samstag, 8. August: Kollektiv Turmstraße

(Andrea)

Aber sehr gerne möchte ich auch zum Blauen Wasser, ich liebe den Ort. Dort hat OURS heute Monika Kruse, Alicia Hahn und das Kollektiv Turmstraße zu Gast. Letztere sind sicher Headliner und spielen dann genau, wenn das Capitol Symphonie Orchester beginnt. Mittags hin, dann zwei, drei Stunden Lichterfest und nochmal dancen wäre perfekt. Mal sehen, wie wir was hinbekommen. 14 bis 22 Uhr 

Blaues Wasser, Franziusstraße 

Bis 09. August: Ausstellung von "Leben zwischen 0 und 1"

(Daniela)

Heute ist die Ausstellungseröffnung von "Leben zwischen 0 und 1"

In der Logik gibt es nichts zwischen Falsch (0) und Wahr (1) – ebenso wenig wie in der digitalen Welt. Doch verhält sich unsere Welt tatsächlich so? Es scheint vielmehr, als existiere nur das, was zwischen

0 und 1 liegt.

Selbst die Wissenschaft, die sich nur in einer Welt aus 0 und 1 entwickeln und behaupten kann, scheint auf Schlussfolgerungen zu verzichten, die ausschließlich 0 oder 1 entsprechen. Ihr Prinzip der Falsifizierbarkeit verweist gerade darauf, dass Gewissheit stets vorläufig bleibt.

Muss die Welt, um existieren zu können, tatsächlich in „wahr“ und „falsch“ unterteilt sein? Oder verwandelt sich diese Wirklichkeit womöglich plötzlich in einen Blackout, und wir fliegen als Schmetterlinge davon – wie in Zhuangzis Traum?

Bezieht sich das, was Wittgenstein als das bezeichnete, „wovon man nicht sprechen kann“, auf jenes, was zwischen 0 und 1 liegt? Und wenn dem so ist: Worüber können wir dann überhaupt sprechen?

Ausstellungsdauer: 10. Juli 2026 – 09. August 2026
“Life Between 0 and 1”
KVFM – Kunstverein Familie Montez e.V.
Honsellbrücke am Hafenpark, barrierefrei

Sonntag 09. August bis Samstag 05. September: Stadtviertelküche im Riederwald

(Daniela)

Ich freue mich sehr über dieses Projekt und habe mich bereits als Helferin ins Kochteam eingetragen :-)

Trad is a trap" ist ein Anfang und ein Aufruf. Zwei Küchen, zwei Stadtteile, über vierzig Bündnispartner*innen, einen Sommer lang. Wir wollen zeigen und erproben, dass eine andere sorgetragende Stadt möglich ist. Nicht irgendwann, sondern jetzt.Die neue Frankfurter Stadtteilküche versteht sich als Behauptung einer anderen Realität. Kochen wird zur Performance, das gemeinsame Essen zur politischen Praxis. Statt Zuschauer*innen gibt es Beteiligte. Sie ist ein Drama ohne Skript, aber mit Rezept und entsteht jeden Tag anders.
Zwischen dem 9. August und dem 5. September 2026 behaupten wir im Riederwald ein Laboratorium sozialer Fantasie und machen sie dadurch konkret. Eine professionelle Küche konzipiert und gebaut von dem Gestalterkollektiv YRD.Works schafft mitten auf einem öffentlichen Platz neue Tatsachen: plötzlich ist sie da, die Utopie einer sorgetragenden Stadt. Der Platz wird eine Bühne, die eine Küche ist und zur Institution wird. Gekocht wird überwiegend mit geretteten Lebensmitteln, Töpfe kommen von befreundeten solidarischen Küchen, Teller aus zweiter Zeit. Die Stoffe für die Schürzen werden mit den feministischen Rufen unserer Vorgängerinnen bedruckt.
Während des Küchenbetriebs findet auch die künstlerische Arbeit statt: Es wird geprobt, gesungen, diskutiert und organisiert.

Safe the Date: Die Erföffnung der Riederwalder Stadtviertelküche findet am 09 August 2026 ab 10:00h Platz vor der Philippus Gemeinde. Raiffeisenstraße 70-72, 60386 Frankfurt statt. 
Mit dabei sein, wird eine Kochtopf-Marching-Band, die alle Nachbar*innen einlädt, hinzuzukommen; der Chor der Omas gegen Rechts - Frankfurt Uffbasse; dieInitiative für eine Stadtviertelküche im Riederwald; die Stadträtin Tina Zapf-Rodríguez mit einem Grußwort zu Klima, Gemeinschaftsverpflegung und kommunalen Perspektiven; Dr. Susanne Völker mit einem Grußwort zu Kunst als Sorgearbeit und Sonja Tesch, die einen Vortrag über Johanna Tesch und ihre Verbindung zur Küche halten wird.
Darüber hinaus wird wie immer zusammen geschnippelt, gekocht, gegessen und Stadtteilküche geprobt.

Du willst mitmachen? Hier kannst du dich in unseren Schichtplan und unseren Telegram-Kanal oder Whatsapp-Kanal einwählen. Wir freuen uns auf dich!
Im September wandert die Stadtteilküche dann weiter ins Künstler*innenhaus Mousonturm im Rahmen des „How to Make a Life“ Festivals, vom 17. September bis zum 4. Oktober. Mehr Infos dazu folgen in Kürze.

 © Diana Djeddi

Montag, 10. August: FINDING CONNECTION Dokumentarfilm

(Uwe)

Der Dokumentarfilm kommt am 13.08. in die deutschen Kinos kommt. Er behandelt das hochaktuelle Thema KI anhand intimer Beziehungen zwischen Menschen und ihren Chatbot-Avataren. In der digitalen Welt, in der wir leben, wird echte Nähe zur Seltenheit. Finding Connection erzählt von Menschen, die auf der Suche nach vertrauensvollen Beziehungen und emotionaler Verbundenheit sind. Dabei finden sie paradoxerweise Halt in den Algorithmen von KI-Systemen. Die intimen Gespräche zwischen Menschen und Maschine werfen eine Vielzahl fundamentaler Fragen auf, die weit über den Abspann hinauswirken.

In Frankfurt findet in der kommenden Woche eine Preview in Anwesenheit von Regisseur Florian Karner statt, wir verlosen 2x2 Tickets. 

20.30 Uhr im Cinema am Roßmarkt
Foto: Verleiher 

Montag 10. August: STOFFEL NACHT FLOHMARKT

(Daniela)

Mist, ich habe es wieder nicht geschafft einen Flohmarktstand zu ergattern…

Komme daher nur zum Stöbern & evtl. Kaufen vorbei, denn die Atmosphäre beim STOFFEL NACHTFLOHMARKT ist immer super schön.

18:00-22:00 Uhr , Günthersburgpark, obere Wiese

Dienstag, 11. August: Bärenjagen

(Uwe)

Das Freilichtmuseum Hessenpark war einer der Hauptdrehorte des Films von Regisseur Peter Meister. Der Marktplatz des Museums wird sich am 11. August in ein Freiluftkino verwandeln und Bärenjagd im Rahmen eines exklusiven Sommer-Previews zeigen. Der Einlass beginnt um 19 Uhr. Um 19.30 Uhr haben die Besuchenden die Möglichkeit, an einem besonderen Rundgang zu den wichtigsten Drehorten im Museum teilzunehmen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Das Abendprogramm auf dem Marktplatz beginnt um 21 Uhr, die Filmvorführung startet bei Einbruch der Dunkelheit. Eine Reservierung kann über die Webseite des Freilichtmuseums Hessenpark vorgenommen werden (www.hessenpak.de).

Darum geht es im Film: Ein Bär, der letzte in Deutschland, treibt auf amtlichen Beschluss im Großherzogtum Hessen-Darmstadt sein Unwesen – der Bär, der allen aufgebunden wird, ist immerhin 5.000 Gulden Kopfgeld wert, für den, der ihn erlegt. Wie bereits in seinem Debüt Das schwarze Quadrat, einer großen komödiantischen Auseinandersetzung mit Fälschungen und Täuschungen und dem menschlichen Charakter, spürt Meister auch in Bärenjagen dem nach, was den Menschen und sein Schicksal ausmachen; immer von den kleinen Zufällen abhängig und von den großen Dummheiten.

Foto: Verleiher

Dienstag, 11. August: Moop Mama

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Urban Brass meets Rap. Nach zwei erfolgreichen Touren in 2023 und 2024 sowie einem gelungenen Festivalsommer ist klar: Moop Mama und Älice sind längst mehr als nur eine spannende Idee, sie sind ein Perfect Match, das mit dem gemeinsamen Album „Wieder Laut“ ein neues Kapitel in der über fünfzehnjährigen Bandgeschichte aufgeschlagen hat. 

Als singende Rapperin mit karibischen und polnischen Wurzeln bringt Älice – bekannt als eine Hälfte von Chefboss und durch ihre Zusammenarbeit mit der spanischen All-Female-Band Ketekalles – Dancehall-Power mit. Ihre Stimme bildet das Herzstück der Songs, die dazu ermutigen, enger zusammenzurücken, sich neu zu connecten und solidarisch zu sein, von Mensch zu Mensch. 

Auch stilistisch öffnet die Kollaboration neue Räume. Afrobeat und Phonk-inspirierte Beats treffen auf punkige, erdige Klänge und eine großzügige Portion Soul. Laut-Sein wird zur notwendigen Reaktion auf eine immer lauter tosende Welt – politisch engagiert und voller Energie.

Palmengarten Frankfurt um 20.0 Uhr (Einlass um 19.00 Uhr)
Foto: © Johannes Wimmer

Dienstag, 11. August: BUCHPREMIERE HONEY & BLONDIE

(Andrea)

Honey und Blondie wachsen in den 90er Jahren in Berlin Kreuzberg auf, zwischen Fructis-Shampoo, Cola-Krachern, Diddlmäusen und Prinzenbad. Später zieht Honey nach Frankfurt am Main und wird Teil einer Tanzkompanie. Seit frühen Kindheitstagen verbindet sie eine geheime Superpower: Wenn eine von beiden extreme Angst hat – Zittern, Schwitzen, Herzklopfen bis zum Hals – dann spürt die andere plötzlich dieselben Symptome, egal, wo sie gerade ist. Eine Freundschaft, die magisch ist, weil die beiden durch die radikalste Stufe der Empathie buchstäblich in die Haut der anderen schlüpfen können. Als Blondie schwer erkrankt, ist Honey entschlossen, ihre Freundin zu retten – egal zu welchem Preis. Voller Witz und Wärme erzählt Ubin Eoh von einer Freundschaft, die man nie wieder vergisst.” So und für alle, die Ubin nicht kennen:  sie co-hosted den ZEIT-Podcast “Und was machst du am Wochenende?” und schreibt monatlich die FAZ-Kolumne “Hi Baby. Und jetzt hat sie mal eben so 1 Buch geschrieben. Und das wollen wir zelebrieren! Seid dabei, wenn sie das erste Mal in Frankfurt aus dem Buch liest. Es wird die Möglichkeit geben, das Buch vor Ort zu kaufen und von Ubin signieren zu lassen. Danke an die autorenbuchhandlung marx & co. Einlass ab 18:30, Lesung 19.30 Uhr (moderiert von Ullstein-Lektorin Annalena Ehrlicher), danach Musik von DJ Frau Ton. Wo: Shuka Bar & Hof. Büchertisch von autorenbuchhandlung marx & co. Nicht nur, weil es in der Bar Shukha ist, die ich sehr mag, möchte ich heute da hin. Tickets

Bar Shukha, Niddastraße 56

Mittwoch, 12. August: DuoLia im Café Mutz

(Daniela)

Im Café Mutz soll es so schön sein, ich habe es leider noch nicht dahin geschafft :-(
DuoLia sind Geige und Gitarre. DuoLia sind Julia Jackel und Alia Wüschner, sind zwei junge Österreicherinnen, die "schon immer" zusammen Musik machen. Musik, die sich melodisch und gefühlvoll ins Herz spielt, mal melancholisch und sanft, mal kraftvoll und fröhlich, harmonischer Indie- Folk.

Musik, die dazu verführt, die Augen zu schließen mit Texten, die Augen öffnen wollen.  

DuoLia spielt im Mutz das erste Konzert nach der Sommer- Hitze- Pause. Draußen, im Garten. Geige, Gitarre, Gesang. Großartig!

Eintritt frei
Alt-Niederursel 27, 60439 Frankfurt
Leider sind wir nicht barrierefrei: Der Zugang zum Garten ist ebenerdig, jedoch nur über Kopfsteinpflaster zu erreichen. Zu den Toiletten geht es nur über drei Treppenstufen. 
©Sarah Raffaela Jackel

Mittwoch, 12. August: Film & Minikonzert mit Brezel Göring

(Andrea)

Stereo Total sind leider Geschichte, aber Brezel Göring ist noch da und immer noch Tausendsassa und ein Phänomen. “Für immer 16” heißt sein Film und auch sein Programm. Ja, 16 war ein cooles Alter und mein Plan für heute steht fest: “Vergesst alles, was ihr jemals über klassisches Kino gelernt habt! InFür immer 16werden nicht nur die Regeln des Filmhandwerks gebrochen, sie werden komplett ignoriert! Brezel Göring zieht diese filmische Rebellion so unverschämt gut durch, dass ihr aus dem Schmunzeln gar nicht mehr herauskommen werdet. Ein herrlich unangepasstes und humorvolles Highlight, das zeigt, wie erfrischend Kino abseits der Norm sein kann. Das Drehbuch basiert übrigens auf einem unvollendeten Roman aus dem Nachlass von Françoise Cactus, die 2021 verstorben ist. Ihr genialer, anarchistischer Geist lebt in jeder Sekunde des Films weiter. Darum geht’s: Nach Jahren der Funkstille trifft sich die ehemals unzertrennliche Experimentalfilmgruppe um Charlotte (Lilith Stangenberg), Helena und Oskar wieder. Um die alten Zeiten aufleben zu lassen, fahren sie gemeinsam in den Urlaub und beschließen spontan, genau wie früher, einen Underground-Film zu drehen. Klappe, Schluss, Aus! Kommen!”
TICKETS BUCHEN Einlass: 19:30 Uhr, Filmbeginn bei ausreichender Dunkelheit.

Altes Polizeipräsidium, Eingang über Ludwigstraße 18

Donnerstag, 13. - Sonntag, 16. August: Module Open-Air-Festival

(Petra)

Das “Module“ ist ein Open-Air-Festival mit ausgewählten Konzerten, DJ-Sets, audiovisuellen Performances, spannenden Talks und Workshops. Es verwandelt den Kulturcampus Frankfurt in ein Wochenende voller Sound, Design und Diskurse rund um Popkultur. Unter dem in diesem Jahr schon häufiger gehörten Motto „Design for Democracy“ geht das Festival der Frage nach, wie Gestaltung und Kultur zu inklusiven, lebendigen und für alle zugänglichen öffentlichen Räumen beitragen können. Musik, visuelle Kunst und Diskussionen treten dabei in einen Dialog und machen gesellschaftliche Themen sinnlich erlebbar. Der Kulturcampus Frankfurt bietet dafür den idealen Rahmen. Als Ort im Wandel, der gemeinsam mit Bürger*innen, Kulturschaffenden und Initiativen weiterentwickelt wird, steht er für eine offene Stadt, in der Begegnung, Experiment und Mitgestaltung möglich sind.

Grafik: ©WDC2026
Module Open-Air-Festival: Musik, Visuals, Refuge Worldwide Afternoon Sessions, Talks and Workshops, Ort: Kulturcampus Frankfurt (Partys jeweils ab 23 Uhr: 2og:dondorf & Spirax am 13.08., Robert Johnson am 14.08., Tokonoma am 15.08.), Adresse: Senckenberganlage 31, Uhrzeit: 13.08. ab 10 Uhr - 16.08. 18 Uhr weitere Infos gibt’s hier

Donnerstag 13. August: Of/ Licht an! MIT ANMELDUNG!!

(Andrea)

"Mit unserem Workshop „Licht an!“ wollen wir Leuchtkästen bauen, die eine Botschaft für Demokratie und Teilhabe transportieren. In einem gemeinschaftlichen Prozess entwickeln die Teilnehmer:innen Ideen für Sprüche und Symbole, die demokratische Werte sichtbar machen und bauen den Kasten anschließend selbst zusammen. So wird gemeinschaftliches Handeln erfahrbar! Das fertige Objekt wird im Stadtraum sichtbar und setzt dabei ein Zeichen für demokratisches Engagement, Austausch und Gemeinschaft. over and odd – Das sind Simon Marcio Bretz, Anne Lamprecht und Valentin von der Haar. Gemeinsam arbeiten wir an der Schnittstelle von Grafikdesign, Szenografie und Stadtentwicklung. Uns verbindet das Interesse an der Mitgestaltung unserer räumlichen Umgebung. Durch unsere kollektive Zusammenarbeit entwickeln wir kommunikative und vermittelnde Strategien auf den unterschiedlichsten Ebenen im Raum, die sowohl zugänglich als auch ansprechend gestaltet sind – grafisch, baulich und zwischenmenschlich!

Anmeldungen sind für Kinder und Jugendliche sowie für Gruppen aus Schulen und der offenen Jugendarbeit möglich.
Eltern können ihre Kinder ebenfalls direkt anmelden. Die Aufsichtspflicht liegt bei den Eltern bzw. den begleitenden Aufsichtspersonen. Kostenfrei anmelden

Uzumumba, Senefelderstraße 72, Offenbach

FOTO: Symbolbild aus meinem Fundus. Aber aus Frankreich!

Donnerstag, 13. August: Of/ DJ Ahmet

(Andrea)

Erstmal musste ich unweigerlich an “Sirat” denken, diesen ungaublichen Film über ein paar Raver die Richtung Mauretanien ziehen. Auch bei DJ Ahmet geht es um Techno, wenn auch vom Traktor. Und das Ganze mit türkischen Untertiteln, schaue ich mir an: “Wenn der 15-Jährige Schafhirte Ahmet durch die nordmazedonische Hügellandschaft tuckert, wummern basslastige Songs aus seiner selbstgebastelten Soundanlage. Die elektronischen Klänge verheißen einen Ausweg aus der konservativen Dorfgemeinschaft. Leider ist die nächste Disco unerreichbar weit entfernt, die örtliche Download-Geschwindigkeit katastrophal und sein strenger Vater versucht alles, um ihm die Liebe zur Musik auszutreiben. Einzig sein stummer Bruder Naim teilt seine Begeisterung – bis die wunderschöne Aya auf Heimaturlaub aus dem fernen Deutschland bei den Nachbarn einzieht. Die Neue hat nicht nur einen ausgezeichneten Musikgeschmack, unbändigen Freiheitswillen und ein Faible für Tiktok-Tänze, sondern auch ein Handy mit unbegrenztem Datenvolumen im Gepäck. Bei heimlichen Raves auf dem Acker kommen sich die beiden im Takt der Musik unweigerlich näher – dumm nur, dass ihre Hand bereits einem Anderen versprochen ist. Um die anstehende Vermählung zu verhindern, startet Ahmet mit Aya einen verzweifelten Versuch, sich aus den Traditionen zu befreien.”
Unprätentiös und authentisch: DJ AHMET entwirft das Bild jugendlicher Rebellion in Zeiten von Social Media. Mit viel Musikleidenschaft, einer Prise schwarzem Humor und großem Respekt vor seinen Charakteren verbindet Regisseur Georgi M. Unkovski die Suche zweier Außenseiter nach der ersten Liebe und ihren Kampf um einen Platz in einer auf Uniformität ausgerichteten Gesellschaft zu einer einzigartigen „Boy-Meets-Girl“-Geschichte. DJ Ahmet. Georgi M. Unkovski, Nordmazedonien 2026, 99 Min., ab 12 Jahren, türksich mit deutschen Untertiteln. Trailer (dt.) https://youtu.be/ZWtp3wt7j0c?si=d-ia-g2jrqsSbyyY

Hafenkino, Nordring, Offenbach

Donnerstag, 13. August, bis Samstag, 15. August: Of/ Taschenabgabe für den Taschen-Tausch-Kauf-Rausch

(Andrea)

Taschen kann Frau ja nicht genug haben, aber weil es manchmal zu viel werden oder nicht mehr gefallen, ist jetzt wieder eine Gelegenheit, sich neu einzudecken: Der Taschen-Tausch-Kauf-Rausch im Deutschen Ledermuseum ist ein Muss. Ich war letztes Jahr das erste Mal dabei, habe fünf Taschen abgegeben und wollte nur einen Rucksack. Den hatte ich dann auch, plus, man traut sich gar nicht, es zu sagen, vier weitere Taschen. War also nichts mit der Reduktion. Aber ich versuchs dieses Jahr wieder. Bevor es soweit ist, suche ich fünf Taschen raus, bringe diese ins DLM, erhalte Gutscheine und kann am 5. September aus den Vollen schöpfen. Bild: Ingrid Walther
Donnerstag, 13. August, Freitag, 14. August und Samstag, 15. August, jeweils  14 bis 17 Uhr. 

Deutsches Ledermuseum, Frankfurter Straße 86, Offenbach

Vorschau

Freitag 14. August: Dokumentarfilm und Jazzkonzert im Nebbienschen Gartenhaus!

(Daniela)

18:00 Uhr: WANDLUNGEN - Richard Wilhelm und das I GING - DOKUMENTARFILM von BETTINA WILHELM, 2011, 85 Min.
Der Dokumentarfilm beschreibt die Lebensleistung des Übersetzers Richard Wilhelm, der 1899 nach China zum Missionieren geschickt wurde; stattdessen bemühte er sich um ein Verständnis chinesischen Denkens und vollbrachte eine der größten Übersetzungs-Leistungen des 20. Jahrhunderts: KONFUZIUS, LAOTSE, die wichtigsten Texte des Daoismus und vor allem das I GING, DAS BUCH DER WANDLUNGEN.
Damals wurde China von Kolonialmächten ausgeblutet. Richard Wilhelm erlebte dort Revolten gegen Ausländer, das Ende der Kaiser-Dynastien und den ersten Weltkrieg. 

In diesen Zeiten turbulenter Umbrüche war er unermüdlich auf der Suche nach der tiefsten Wahrheit, die den Menschen hilft, mit dem Wandel umzugehen und befähigt, das eigene Leben zu gestalten.
Das Buch diente vielen Lesern wie Herrmann Hesse und C.G. Jung als Inspiration.

Der Film erzählt aus der heutigen Perspektive der Enkelin die Stationen von Richard Wilhelms ereignisreichem Leben wieder in einer Zeit dramatischer Wandlungen.

20:00 UHR: A. K. T - Das  AXEL-KAAPKE-TRIO vertont die TAFELN DES I-GING

Dieser TERMIN findet im KÜNSTLERKLUB FRANKFURT - NEBBIENSCHES GARTENHAUS statt!
>> Frankfurter Künstlerclub e.V. im Nebbienschen Gartenhaus
>> WANDLUNGEN - RICHARD WILHELM UND DAS I GING | Trailer & Filmclips [HD]
>> Axel Kaapke | Jazz Pianist

Freitag, 14. August - Sonntag, 13. September: Ausstellung Nathalie Grenzhaeuser „Unterströmung“ im Kunstverein Familie Montez

(Petra)

Für die Ausstellung entwickelt Nathalie Grenzhaeuser eine besondere auf den Ort bezogene Präsentationsform: ein Unterwasserszenario, in dem sich Dimensionen von architektonischen und fluiden Räumen sowie von Meerestieren verändern und verwandeln. Die Künstlerin strebt in dem unter einer Brücke gelegenen Galerieraum eine immersive Raumerfahrung an, die auf unterschiedliche Weise Zeigen, Sehen, Bewegen und Fühlen verbindet. Die Werke verknüpfen verschiedene Aspekte in einem choreografisch aufeinander abgestimmten Zusammenspiel. Teil der Installation ist außerdem ein dokumentarischer Film, der sich auf die Arbeitsprozesse und Routinen der Meeresbiologen konzentriert, die die Künstlerin im Zuge ihrer Arbeitsaufenthalte auf der White Sea Biological Station begleitet hat. Die inszenierten fluiden, dynamischen Räume sind faszinierend und von großer Schönheit, sie können bedrohlich werden und sind als Lebensraum mitunter selbst gefährdet. Das dabei möglicherweise aufkommende Gefühl von Unsicherheit lässt sich als künstlerisch beabsichtigte Unterströmung auffassen. Seit mehr als zehn Jahren setzt sich die Künstlerin Nathalie Grenzhaeuser in Fotografie und Film mit Wasser als Element und Lebensgrundlage sowie mit seiner Bedeutung als Lebensraum und ökologischem System auseinander. Zur Eröffnung heute gibt es um 18 Uhr eine dialogische Führung von Nathalie Grenzhaeuser und Dr. Jule Reuter, der Kuratorin der Ausstellung, eröffnet. 

Foto: ©Nathalie Graenzhaeuser, Kunstverein Montez 2026

Nathalie Grenzhaeuser „Unterströmung“ – Ausstellung, Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: Unter der Honsellbrücke, Vernissage mit Führung: 18 Uhr, am 20. August 2026 findet um 18 Uhr ein Künstlerinnen-Gespräch mit Dr. Sebastian Baden, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt, Finissage am 13. September in Anwesenheit der Künstlerin, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags von 13 - 19 Uhr, Eintritt: frei

Samstag 15. August und weitere Termine: Stadtführungen mit Stadtforscherin Tülây Güneș im Rahmen der Sonderausstellung „Höchst erzählt!

(Daniela)

Als ich das angehängte Foto sah dachte ich sofort: Da muss ich mitmachen, denn in dem abgebildeten italienischen “Kiosk/Imbiss” im Höchster Bahnhof gibt es die besten Arancini, die ich je außerhalb Italiens gegessen habe.

Stadtführungen mit Stadtforscherin Tülây Güneș im Rahmen der Sonderausstellung „Höchst erzählt! Über das Museum im Bolongaropalast“ 

Die Ausstellung im Stadtlabor des Historischen Museums Frankfurt macht deutlich: Höchst erzählt Geschichte aus mehreren Perspektiven. Mit ihrem Stadtlabor-Beitrag bietet Tülây Güneș Rundgänge durch Höchst aus postmigrantischer Sicht an, in denen sie historische, gesellschaftliche und gestalterische Zusammenhänge von Stadtraum und Migration beschreibt.

In ihrer Führung richtet Tülây Güneș den Blick darauf, wie Menschen mit unterschiedlichen Migrationsgeschichten den Frankfurter Stadtteil prägen. Wer wird in der Erinnerung an die Stadt sichtbar gemacht? Wer bleibt unsichtbar? Und was bedeutet es, dazuzugehören?

Diese Fragen wird Tülây Güneș auch im zukünftigen Museum im Bolongaropalast ab 2027 aufwerfen und über eine interaktive Stadtkarte in die neue Dauerausstellung bringen. Dort können Denkmäler, Institutionen und alltägliche Orte gesammelt und auf ihre Ein- und Ausschlüsse hin untersucht werden.

Die Stadtführungen beginnen am Höchster Bahnhof (Ausgang Adolf-Haeuser-Straße, Vorplatz Süd). Weitere Stationen sind die Dalbergstraße, der Dalbergkreisel, die Königsteiner Straße, die Ecke Königsteiner Straße (Kö‘)/Bolongarostraße und die Altstadt. Die Stadtführungen sind Teil des Rahmenprogramms von „Höchst erzählt! Über das Museum im Bolongaropalast (bis 28.2.2026).  https://historisches-museum-frankfurt.de/de/ausstellungen/hoechst-erzaehlt 

Stadtführungen durch Höchst mit Tülây Güneș: „Postmigrantisches Höchst“
Jeweils samstags von 11 bis 13 Uhr: am 15. August, am 24. Oktober und am 19. Dezember 2026, Gebühr: 5 €
© Tülay Günes

Samstag 15. August: Kinder ans Mikrofon, Familien aufs Fahrrad: RideTheBeat!

(Daniela)

Wären wir heute nicht in Baden-Baden, wäre ich bei der Fahrraddemonstration dabei.

Kinder ans Mikrofon, Jugendliche an die DJ-Pulte, Familien aufs Fahrrad: Mit RideTheBeat entsteht am Samstag, 15. August 2026, in Frankfurt eine außergewöhnliche Fahrraddemonstration, die Musik, Beteiligung und sichere Schulmobilität miteinander verbindet.

Die rund zehn Kilometer lange Strecke führt vom Brückenspielplatz in Sachsenhausen bis zum Montez im Hafenpark. Für den Soundtrack sorgen Jugendliche selbst, die während der Fahrt live auflegen und den Demonstrationszug in eine rollende Bühne verwandeln.

Bereits ab 14 Uhr startet das Warm-up mit dem Beteiligungsformat „Open Mic – Deine Stadt. Deine Stimme.“ Kinder und Jugendliche erhalten das Mikrofon, um ihre Ideen für sichere Schulwege und eine kinderfreundliche Stadt einzubringen. Ergänzt wird das Programm durch kurze Impulse von Vertreterinnen und Vertretern aus Mobilitätsinitiativen, Politik und Stadtgesellschaft.

Ein zentrales Anliegen von RideTheBeat ist die Realisierung einer dauerhaften BiciBus-Haltestelle am Brückenspielplatz. Sie soll weit mehr sein als ein Treffpunkt für den BiciBus: Als gut sichtbare Landmarke bietet sie Kindern einen sicheren Orientierungs- und Begegnungsort im Herzen des Brückenspielplatzes. Hier können sich Kinder mit dem Fahrrad, Roller oder Laufrad treffen, bevor sie gemeinsam starten – in einem vom Autoverkehr abgeschirmten Umfeld. Die BiciBus-Haltestelle macht sichere Schulmobilität sichtbar und könnte als Pilotprojekt Vorbild für viele weitere BiciBus-Schulstandorte in Frankfurt werden.

„Wir sprechen viel über Kinder aber viel zu selten mit ihnen. Mit dem Open Mic geben wir ihnen das Mikrofon. RideTheBeat macht ihre Ideen sichtbar und zeigt, wie kinderfreundliche Mobilität gemeinsam entstehen kann.“ (Simone Markl, BYCS Bicycle Mayor Frankfurt und Gründerin von BiciBus-Deutschland)

Alle Interessierten sind eingeladen, bereits ab 14 Uhr beim Open Mic dabei zu sein oder sich um 15 Uhr der Fahrraddemonstration anzuschließen.
Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. 

Die Route wird vor der Veranstaltung veröffentlicht. Wie beim BiciBus können Interessierte auch unterwegs in die Fahrraddemonstration einsteigen. Der QR-Code auf dem Veranstaltungsflyer führt zu allen aktuellen Informationen rund um Strecke und Programm.

Samstag 15. August: Frankfurt Moves! 2026

(Daniela)

Annäherungen an die Welt - Frankfurt Moves! 2026: Sieben internationale Tanz- und Performance-Künstler*innen zu Gast in Frankfurt 
Auf unterschiedliche Weise nähern sich sieben Stipendiat*innen der Welt: Wie kann man sie fassen? Erzählen? Ertanzen? Verändern? Die ausgewählten Künstler*innen des diesjährigen Frankfurt Moves! Residenzprogrammes kommen aus sehr unterschiedlichen Gesellschaften, aber sie eint eine Neugierde auf die sie umgebenden Realitäten.

Vom 20. Juli bis 16. August 2026 sind aufstrebenden Künstler*innen aus Chile, Hongkong, dem Libanon, Tansania und der Türkei zu Gast im Frankfurt LAB, um einen Monat lang künstlerisch zu arbeiten.

Die ausgewählten Talente sind: Tadhi Alawi & Samwel Japhet (Tansania); Ching Chu (Hongkong); Laura Margarita & Diego Hernández A. (Chile); Fatima Meroueh (Libanon); Rıza Efe Reis (Türkei). 

Sie nehmen einen biographischen oder historischen Anlass zum Ausgangspunkt ihrer Recherche oder schauen aus der Zukunft auf unsere Gegenwart. Sie untersuchen Körper, Dachböden und neue Medien auf die ihnen eingeschriebenen Erinnerungen. Sie nehmen Genderstereotypen unter die Lupe, hinterfragen Normen und loten die Grenzen des künstlerischen Ausdrucks aus. Sie bohren nach, schreiben und tanzen. Sie haben uns etwas zu sagen!

Das internationale Residenzprogramm Frankfurt Moves!, eine Initiative der KfW Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Frankfurt LABstärkt seit 2022 erfolgreich multidisziplinäre zeitgenössische Kunstproduktion, fördert kreative Nachwuchstalente und regt interkulturellen Austausch an. In diesem Jahr bewarben sich über 200 Künstler*innen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der WANA-Region. Eine Fachjury wählte daraus die Stipendiat*innen aus.

Die Resident*innen teilen ihre Arbeitsergebnisse am Samstag, 15. August 2026, ab 14.30 Uhr im Frankfurt LAB (Schmidtstraße 12, 60326 Frankfurt) mit dem Publikum. Bei Snacks und Getränken auf der Terrasse des LAB besteht die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen. Werkstattpräsentation (Eintritt frei, Reservierung erbeten, www.frankfurt-lab.de)

©Louisa Serwuschok 

Samstag, 15. August: Mind Enterprises

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation

Mind Enterprises ist das ästhetische Universum des in Turin lebenden Produzenten Andrea Tirone. Inspiriert vom sprudelnden, synthgetriebenen Italo der späten 1980er Jahre, definieren groovige, discoähnliche Basslines, hypnotische Drum-Patterns und kosmische Keyboard-Odysseen den Sound des Projekts. Dabei versteht Tirone seine ständig wachsende Sammlung von Vintage-Synthesizern als seine „Farbpalette“: „Jedes einzelne Gerät hat einen unverwechselbaren Klang, der ausschließlich diesem Gerät eigen ist.” Gemeinsam mit seinem musikalischen Partner Roberto Conigliaro, der den Mode- und Musikgeschmack der 80er Jahre mit Tirone teilt, haben sie die Italo Disco in die Welt und die Clubs getragen.

Am Samstag, dem 15. August, im Rahmen der Merck-Sommerperlen zu Gast in der Centralstation. Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und die Unicorn Crew stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.
Foto: Homepage Centralstation

Samstag, 15. August: Of/ Hier Kann Man Parken, Gigi & Torstn Kauke

(Andrea)

Wunderbar, dass Offenbach die kleinste Großstadt der Welt ist und der Weg vom Waggon zum radraum nicht weit ist. Dabei hilft sicher, dass man sich kennt, fast wie auf dem Land. Der Waggon macht also hier weiter und versucht, den Radraum auch als Konzertort für kleinere Waggon Im Exil-Konzerte zu etablieren… Wenn ihr zahlreich kommt (und auch was in der Waggon-Glasvase lasst), machen wir da vielleicht öfters Konzerte! Um nicht gleich mit der elektronisch verstärkten Tür ins neue Haus zu fallen, beginnen wir mit drei Konzerten mit akustischen Gitarren! 
Hinter Hier Kann Man Parken steht der Frankfurter Musiker (und Waggon-Mitarbeiter) Julian Müller. Für sein Liveprogramm setzt er auf leisere, folkig-psychedelische Akustikstücke, die er mit dröhnenden, delay-lastigen Experimenten an der Bassgitarre aufwühlt. Begleitet wird er dabei von Dietrich Skrock (Primaboy, 375CEG), der die Stimmung der Songs mit Saxofon und Theremin mal intensiviert, mal konterkariert, aber immer bereichert.
Gigi konnte uns schon Ende Mai mit ihrem kurzen Auftritt bei der diesjährigen Waggon Open Stage begeistern, wo sie uns eine erste Kostprobe ihrer intensiven, persönlichen Lieder gab. Ursprünglich wollte sie nur Gitarre und Keyboard lernen, um sich selbst für Coverversionen zu begleiten – fand aber bald heraus, daß ihr das Schreiben eigener Lieder mit eigenen Texten viel mehr Freude bereitet und eine Art Seelenfrieden schenkt – was man ihren bezaubernden Songs wirklich anhören kann! Torstn Kauke, Waggon Co-Betreiber und vielbeschäftigter Offenbacher Muskiker, zeckt sich nonchalant dazwischen mit einer frei fließenden
Akustikgitarren-Extravaganza, der man konzentriert zuhören kann, dabei aber auch zB. zimmerlautstarke Gespräche führen darf – denn jedes Klangereigniss wird zum Bestandteil seiner Aufführung.
Wie immer gilt auch im Radraum: EINTRITT FREI, SPENDE GUT!

Eine Waggon-Veranstaltung im Radraum, Bleichstraße 22, Offenbach

Sonntag, 16. August: Eule findet den Beat

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation ab 16 Uhr 
Ein Entdeckerflug durch die Musikwelt Theater-Konzert für alle ab 4 Jahren

Die kleine blaugelbe Eule, ein echter Musiklaie, lebt in einem Wald am Rande der Stadt. Wie viele Kinder kann sie sich gar nicht vorstellen, wie unermesslich vielfältig die Welt ist. Als sie eines Abends durch eine wunderschöne Musik geweckt wird, beginnt für sie eine zauberhafte Reise. Musikalisch noch ganz grün hinter den Ohren, taucht Eule dank vieler aufschlussreicher Begegnungen in zahlreiche Genre-Welten ein. Sie trifft acht Tiere, die, genau wie deren jeweilige Lieblingsmusik, unterschiedlicher nicht sein können. Eule, die wohl coolste Vermittlerin musikalischer Abenteuer, ist in deutschen Kinderzimmern mittlerweile voll angekommen. Seit Erscheinen des Debüt-Hörspiels von Charlotte Simon, Nina Addin und Christina Anders verkauften sich die mittlerweile vier Eule-Alben so gut, dass die Macherinnen gleich zwei Mal die goldene Schallplatte und eine Platin-Platte erhielten.

Seit 2016 geht die arglose Eule in der Inszenierung von Christina Anders und Cristiana Garba auch auf große Entdeckungsreise auf den Theaterbühne des Landes. Einlass 15.00 Uhr
Foto: Peter Bruns

FREIE PLÄTZE FÜR FAIRKICKT. Kostenfreies Angebot für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren

Sport trifft Nachhaltigkeit, Kreativität und neue Leute: 

Du hast Lust auf einen Tag voller Kreativität, Sport, Nachhaltigkeit und neuer Leute? Dann komm zu FAIRkickt! 
Am Samstag, 12. September, oder Samstag, 19. September 2026 kannst du mit 99 anderen Jugendlichen Workshops ausprobieren – zum Beispiel Graffiti, Upcycling, Fotografieren & Videos, Kochen, Nähen & Basteln oder Wald & Sport. 
Du kannst dich allein, mit Geschwistern, Freund:innen oder deinem Verein bzw. deiner Jugendgruppe anmelden. 
FAIRkickt findet von 09:30 – 16:30 Uhr im Sportquartier im Stadtwald statt – direkt gegenüber vom Deutsche Bank Park. 

Du brauchst keine Vorkenntnisse und musst auch nicht besonders sportlich sein und um Fußball geht es auch nur am Rande. Wichtig sind deine Ideen, deine Perspektive und deine Lust, etwas Neues auszuprobieren. 

An beiden Samstagen gibt es Workshops, zu denen sich MINTA* exklusiv anmelden können. Die Teilnahme ist komplett kostenfrei, Mittagessen und Getränke sind inklusive. Die Anmeldung läuft über die FAIRkickt-Webseite: www.fairkickt.de 

Montag, 17. August: Tyler Ballgame

(Uwe)

Mit zwölf Songs bestückt ist das Debütalbum, Anfang des Jahres erschienen, das kleine Meisterwerk eines talentierten Sängers, dessen faszinierende Stimmfarbe eine direkte Wirkung beim Hören erzielt. Bei seiner überbordend erfolgreichen Tour durch UK und Europa und einigen Deutschlandkonzerten im Frühjahr dieses Jahres konnte sich das Publikum bereits von der einnehmenden Bühnenpräsenz des amerikanischen Singer-Songwriters hinreißen lassen. Inspiriert von Sänger*innen der 60er und 70er Jahre wie John Lennon, Roy Orbison oder Leonard Cohen lässt sich Tyler Ballgame in seiner Musik von Americana bis Indie Pop beeinflussen. Bei Rough Trade Records fand er sofort Begeisterung und wurde direkt unter Vertrag genommen.

Brotfabrik / F., Dahlmannstr. 2 / Beginn: 20:00 Uhr
Foto: Hollie Cunningham 

Dienstag, 18. August: Liraz

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Die Musik von Liraz Charhi ist mehr als Pop, sie ist auch politisch. Unter ihrem Vornamen ist die israelische Schauspielerin mit persischen Wurzeln als Sängerin aktiv und hat bereits fünf Alben veröffentlicht. Sie singt auf Farsi, arbeitet heimlich mit iranischen Musiker*innen zusammen und verleiht dem Protest im Iran eine Stimme. Dort werden ihre Songs trotz Verbots gehört, getanzt und mitgesungen – als Soundtrack eines mutigen Widerstands in vielen Protestvideos iranischer Frauen in der „Women, Life, Freedom“-Bewegung. 

Der groovige Elektro-Pop mit Einflüssen aus der persischen und israelischen Musiktradition und Anklängen an den Funk der 70er geht sofort in die Beine und ins Herz. Mit ihrer berauschenden Mischung aus traditionellen und modernen Rhythmen öffnet sie ein musikalisches Tor zu einem Ort des Friedens, der Freude und der uneingeschränkten Freiheit.

Palmengarten Frankfurt um 20.00 Uhr (Einlass um 19.00 Uhr)
Foto: © Shai Franco

Dienstag, 18. August: Jane Remover

(Andrea)

Jane Remover ist so etwas wie eine Internet-Legende. Jane Remover wird eine Schlüsselrolle bei der Entstehung des Digicore-Musik-Mikro genres zugeschrieben, einem überstimulierten Verwandten des Hyperpop. Tatsächlich ist alles, was Jane Remover macht, eine Überdosis an Reizen: Jane Removers Songs sind wie der Tasmanische Teufel aus Looney Tunes. Ein Wirbelwind aus verzerrtem und exzessivem Digital Pop. Einlass 18 Uhr

Batschkapp Sommergarten, Gwinnerstraße

Mittwoch, 19. August: Curse

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation 

„Jetzt hörst du wieder die Stimme“, rappt Curse gleich zu Beginn seines aktuellen Albums „Unzerstörbarer Sommer“. Der Querverweis auf Klangfarbe und Kolorit von Curse‘ wohl prägnantesten Trademarks kommt dabei nicht von ungefähr. Schon Guru von Gang Starr wusste seiner Zeit, dass die Stimme eines, wenn nicht das wichtigste Merkmal eines MC ist – und auch Curse hat mit ihr in den letzten 25 Jahren immer wieder aufs Neue seinen unverkennbaren Einfluss klargemacht.

The art of MCing und jede Menge Throwback Vibes serviert Curse am Mittwoch, dem 19. August, im Rahmen der Merck-Sommerperlen in der Centralstation. Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und DJ Sonix stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Marvin Contessi

Donnerstag, 20. August: Von Wegen Lisbeth

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation 

Zwischen Melancholie und tanzbaren Pop-Songs ist Von Wegen Lisbeth längst eine feste Größe der hiesigen Musikszene, bringt von Berlin bis Annaberg-Buchholz ganze Hallen zum Tanzen und stellt dabei die wichtigen und unwichtigen Fragen unserer Zeit. Schon immer hatten die fünf Musiker dabei dieses präzise Gespür für die Absurditäten des Lebens: Alben, die nach E-Mail-Adressen benannt werden, Elon Musks Abfuhr vorm Berghain, iPhones im Landwehrkanal – all das verwoben sie zu ihrem eigenen musikalischen Kosmos.

Am Donnerstag, dem 20. August, im Rahmen der Merck-Sommerperlen zu Gast in der Centralstation. Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und Luho stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Lea Greub

Donnerstag, 20. August: Of/ Honig verkosten

(Andrea)

"Von zart-blumig bis kräftig-würzig – taucht die Löffel einmal tief in die köstliche Welt des Honigs. Euch erwartet eine genussvolle Kombination aus Honigverkostung und kleinen, leicht verdaulichen Wissenshäppchen rund um das Imkern. Während wir verschiedene Honige probieren, erfahrt ihr Spannendes über das Leben der Bienen, die Arbeit im Bienenvolk und die Entstehung des Honigs. Moderiert wird die Veranstaltung von Bee Friends Frankfurt, einem jungen, gemeinnützigen Imkerverein mit Bienenvölkern in Frankfurt am Main und Umgebung.  
Ob Kräuter anbauen, Regenwasser clever nutzen oder insektenfreundliche Blumenkästen gestalten – bei "Urban Gardening" präsentieren jeden 3. Donnerstag im Monat erfahrenen Fachleute praktische Tipps und Tricks rund ums Gärtnern. Gefördert vom "Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat". Start um 18 Uhr. Foto: Arwin Neil Baichoo, Unsplash

SCAPE°, Frankfurter Straße 39, Offenbach

Donnerstag, 20. August: Rhymes Under the Sky

(Andrea)

Die Mail der IMA-Clique neulich erinnerte mich, dass ich mir noch die Ausstellung Mishpocha im Jüdischen Museum anschauen will. Das mache ich dann vielleicht heute, denn später gibt es eine Hip-Hop-Jam mit Artistic Expressions unter freiem Himmel. Ein wechselndes Line-up aus MCs, Rapper und Singer/Songwritern, Cypher-Vibes statt klassischem Konzertsetting. Artistic Expressions agiert als Plattform für Artists, die neue Perspektiven und Sounds mitbringen mit dem Motto: We show what? We show love! 19 Uhr. Tickets und Infos: https://www.bleane.events/mishpocha

Jüdisches Museum, Bertha-Pappenheim-Platz1 

Donnerstag, 20. – Samstag, 22. August Frei_Spiel X – Das große Ganze

(Martin)

She She Pop & Junge Deutsche Philharmonie

Für dieses gemeinsame Projekt werfen She She Pop einen faszinierten Blick auf das Orchester der Jungen Deutschen Philharmonie. Sie entdecken einen monströsen kollektiven Körper – ein vielarmiges, aus multipler Lunge blasendes, expressives Wesen – und zugleich eine vielstimmige, kreative Gemeinschaft wie She She Pop selbst. 

Anders als die Künstler*innen des Performance-Kollektivs sind die Orchestermusiker*innen allerdings hochspezialisiert und engagieren sich für die gemeinsame Sache streng arbeitsteilig, die Aufmerksamkeit abwechselnd fokussiert auf die Person am Dirigierpult oder den Notentext, dessen Schriftzeichen – notiert von einem nie angetasteten Genie – präzise und in korrekter Reihenfolge umzusetzen sind. 
Woher stammt die Euphorie, die diese besondere kollektive Praxis bei den Beteiligten und allen Anwesenden offenbar freisetzt? Was ist der Preis dafür? Was ist mit den inneren Widersprüchen, Eigenheiten und besonderen Fähigkeiten der einzelnen Spieler*innen – ganz zu schweigen von den Hemmungen, Unzulänglichkeiten, den persönlichen Sorgen und Zweifeln? Wie und wo klingen die?

Für Frei_Spiel X: Das Große Ganze entwickeln She She Pop begleitend zum Musikprogramm eigene performative Partituren, in denen der Klangkörper des Orchesters und die individuellen Perspektiven der beteiligten Musiker*innen in einen Dialog treten. Ein Selbstversuch im Kollektiv, in dem die Spannung zwischen Dienst und Ausdruck, zwischen individueller Aufgabe und gemeinschaftlicher Freiheit zu Gehör gebracht wird.Mit Werken von Grażyna Bacewicz, Darius Milhaud und Diana Syrse.

Donnerstag, 20. Und Freitag, 21. August um jeweils 20.00 Uhr; Samstag, 22. August um 19.00 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Paula Reissig

Freitag, 21. August: Ron Sexsmith

(Uwe)

Seine melodische Musik wird als eine Mischung aus kanadischen Folk-Ikonen wie Gordon Lightfoot und Leonard Cohen sowie den Klängen der Kinks, der Beatles und anderer Bands der British Invasion seiner Jugendjahre beschrieben. Seine Songs wurden bereits von vielen bekannten Künstlern wie Rod Stewart, KD  Lang, Emmylou Harris, Michael Buble, Feist, Elvis Costello und Stevie Nicks gecovert. Er lebt derzeit mit seiner Frau, seinem Klavier und seiner Schallplattensammlung in Perth County, Ontario, und lässt sich weiterhin zum Komponieren, Aufnehmen und Live-Auftritten weltweit inspirieren.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / Beginn: 20:00 Uhr
Foto: Brotfabrik Homepage

Freitag, 21. August: Ron Bianco & die Abrisszati Boys

(Andrea)

Schon viel von ihnen gehört, heute will ich hin: Ron Bianco & die Abrisszati Boys sind eine Tribute-Coverband der Band Roy Bianco & die Abbrunzati Boys. Gegründet im verschneiten Venedigs Deutschlands, auch bekannt als Gießen, erobert die Band die Coverbühnen der Republik im Sturm. 6 Freunde und eine klare Mission: Amore per sempre. Mit Witz, einer ausgereiften Bühnenshow und La Dolce Vita, ziehen die Jungs ihr Publikum ab dem ersten Akkord in den Bann. Einlass 18 Uhr

Batschkapp Sommergarten, Gwinnerstraße

Samstag, 22. August: Of/ Kabinett der Kuriositäten

(Andrea)

Ein letztes Mal bittet die Kommune 2010 in diesem Jahr zum Tanz unter freiem Himmel und lädt zum sechsten Mal zu einem illustren Spektaktel. Wichtigster Beitrag seid ihr, wenn das Abstrusedie nächtlichen Hüllen fallen lässt, der Schalk in leuchtender Pracht erwacht und Sonnenstrahlen Nasen und Grashalme Zehen kitzeln und ganz pompös & fabulös das Kabinett der Kuriositäten Open-Air gefeiert wird. "Lasst euch musikalisch mitreißen auf 3 Floors mit aufwendig handgefertigten Bühnen inkl. dem Wüstem Zelt. Streift die Schillernden Gewänder über und schlüpft in euer gewagtestes Federkleid! Freut euch auf einen Tagsübertanz der Superlative in gewohnt kurioser Manier! Line-Up, Workshops, Performances und Schmankerl tba! ▻ Ab 21 Jahren. ▻ Einlass nur in kurioser Abendgarderobe Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit S-Bahn und Bus ca. 35 min. von der Konstablerwache.S-Bahn bis OF-Marktplatz und dann Bus Nr. 106 Richtung Offenbach (Main)-Lauterborn. An der Haltestelle Merianstr. aussteigen und ca, 3 Minuten in Fahrtrichtung, nach dem Aldi rechts rein, dann links halten, nach ca. 100m habt Ihr das Ziel erreicht. Parkmöglichkeiten direkt vor dem Eingang sind auch vorhanden.  Bitte nicht auf dem Aldi Parkplatz parken!" Außerdem: Die Polizei wird sicher wieder Kontrollen durchführen…14 bis 22 Uhr 

Kommune 2010, Sprendlinger Landstraße 181 D, Offenbach

Samstag, 22. & Sonntag, 23. August: Tsirk Dobranotch - Ein Klezmer-Zirkus

(Uwe)

Das international renommierte Klezmer-Zirkus-Ensemble Tsirk Dobranotch kommt nach Frankfurt.

„Tshemodan“ (Jiddisch für „Koffer“) verbindet zeitgenössischen Zirkus, jiddisches Theater und Live-Klezmermusik zu einem sinnlichen Gesamterlebnis. Mit akrobatischen Darbietungen, jiddischem Humor und virtuoser Musik erzählt das Stück von Wanderschaft, Exil und kultureller Selbstbehauptung – eine berührende Geschichte über Migration und Identität, die in einer poetischen Bildsprache aus Musik, Bewegung und Theater zum Leben erweckt wird. Ein Theatererlebnis für alle Generationen, das Erinnerungskultur lebendig macht und aktuelle Fragen zu Heimat und Zugehörigkeit stellt.

Zirkus Zarakali, Platenstr. 79z, 60431 Frankfurt am Main, 19:30 Uhr
Foto: Shendl Copitman

Samstag, 22. und Sonntag, 23. August: 100 Jahre Mousonturm – Straßenfest

(Martin)

Feiert mit: 100 Jahre Mousonturm! Zu seinem kugelrunden Geburtstag strahlt der Turm als Frankfurts höchste Geburtstagskerze in den Nachthimmel. Schon den ganzen Tag am 22. August über bietet das lebendige Straßenfest Spaß für alle Generationen – mit leckerem Essen, Getränken, Musik, Tanz, Zirkus und vielen Attraktionen! Gefeiert wird gemeinsam mit den Nachbar*innen vom GDA Wohnstift, vom Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Frankfurt, dem Produktionshaus Naxos, dem Hessischen Literaturforum und NIPPON CONNECTOIN. 

Alle Neugierigen haben die Möglichkeit bei Führungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten jeden Winkel vom Mousonturm und die Umgebung des ersten Hochhauses der Stadt neu zu entdecken – Frankfurts spektakulärsten Skyline-Blick inklusive. Essen & Trinken, Spielecke für Kids, Kinderschminken, Do it Yourself-Aktionen, Siebdruck, Führungen durch den Mousonturm. Am Sonntag 23. August findet ein Seifenkistenrennen statt. 

Für die Führungen durch den Mousonturm ist eine Anmeldung notwendig; die Infos hierzu findet Ihr auf www.mousonturm.de 

Samstag, 22. (13.00 – 0.00 Uhr) und Sonntag, 23. August (12.00 – 15.00 Uhr) nur Seifenkistenrennen
Künstler*innenhaus Mousonturm und Waldschmidtstraße
Foto: © Homepage Künstler*innenhaus Mousonturm

Sonntag, 23. August: The Dead South

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation 

Es spielt keine Rolle, wie man ihre Musik nennt – Progressive Bluegrass, Alternative Americana, Country, Folk und Western – wichtig ist, dass es ihre Musik ist und dass Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Überzeugungen, Erfahrungen, Sprachen und Altersgruppen sich in ihr wiederfinden. Dabei sind The Dead South durch und durch authentisch und scheuen sich nicht, von Zeit zu Zeit Traditionalisten zu verärgern, wenn sie makellos Banjo-Rolls und blitzschnelle Mandolinen-Tremolos, dreistimmige Harmonien und Songs mit klassischen Themen – Mordballaden, Untreue und Geister – mit einem Augenzwinkern vortragen. Auf ihrem Weg an die Spitze haben The Dead South eine wichtige Lektion gelernt: Wenn man schon Außenseiter ist, sollte man besser großartig sein.

Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und DJ Jahrova stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.
Foto: Homepage Centralstation

Donnerstag, 27. August: Of/ Vaterland

(Andrea)

Seit ich vor einigen Jahren via Freeyourstuff zu den Briefen der Manns als Hörbuch gekommen bin, habe ich zwar weder die Buddenbrocks noch den Zauberberg gelesen, aber eine gewisse Faszination für diese Familie entwickelt. Alleine die Sprache und der Austausch ist phantastisch und etwas, was wir mit unseren whatsapps, emails und smsen nie schaffen werden. Ein Universum, in das ich also gerne eintauche. "Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit. Mit zarter Unerbittlichkeit überblendet VATERLAND den Nullpunkt der deutschen Geschichte mit dem Finale einer Familiensaga. Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble. 
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll – sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste.

„Dieses Kunststück ist gelungen. Ein verdichteter und sehr gegenwärtiger Film über das Bewahren von Haltung in unruhigen Zeiten.“ ARD Titel Thesen Temperamente
>> Karten bitte HIER kaufen, Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Freitag, 28. & Samstag, 29. August: SELBSTBEZICHTIGUNG (weitere Vorstellungen)

(Martin)

Handke im Theater Willy Praml

„Ich bin auf die Welt gekommen.
Ich bin geworden. 
Ich bin gezeugt worden. 
Ich bin entstanden. 
Ich bin gewachsen. 
Ich bin geboren worden. 
Ich bin in das Geburtsregister eingetragen worden.“

Handkes Text SELBSTBEZICHTIGUNG beginnt mit dem Selbst-Verständlichsten. Es ist aber auch das Sensationellste, dass der Mensch von sich als Selbst sprechen kann. Das kann eine KI nicht. Nichts ist Selbst, außer der Mensch. „Gegen welche Lebensregeln habe ich mich vergangen? Gegen welche Bauernregeln habe ich mich vergangen? Gegen welche Liebesregeln habe ich mich vergangen? Gegen welche Regeln der Kunst habe ich mich vergangen?“

Der Text ist auch eine Feier des menschlichen Makels, der Eingeständnisse, der widerständigen Vergehen gegen gelernte Regelwerke. Ein Kontrapunkt zu Selbstoptimierung und dem Glanzbild von sich, um das sich heute so bemüht wird. „Ich bin nicht, was ich gewesen bin. Ich bin nicht gewesen, wie ich hätte sein sollen. Ich bin nicht geworden, was ich hätte werden sollen. Ich habe nicht gehalten, was ich hätte halten sollen.“

Das Menschliche am Menschen, die Unzulänglichkeit und die täglichen Regelverstöße wie „Ich habe Gegenstände abgestellt an Orten, an denen das Abstellen von Gegenständen strafbar war“, sind die kreative Lust, der Sand im Getriebe zu sein und nicht nur das Zahnrad des geschmiert laufenden Motors eines Kollektivapparats.

Handke hat einen Text verfasst, der heute, 60 Jahre nach seiner Entstehung, wie eine Anrufung wirkt: SOS. SAVE OUR SOULS! Als stünden wir alle dem Jüngsten Gericht ganz nahe oder bereiteten uns dafür vor.

28. (Premiere) und Samstag, 29. August; 04./ 05./ 06. /12./ 13./ 24./ 25. und 26. September; 03./ 09. und 11. Oktober - jeweils 20:00 Uhr, sonntags und feiertags 18:00 Uhr
Theater Willy Praml in der Naxos-Halle
Foto: (c) Kern/Weber

Sonntag, 30. August: Rilke. DUINESER ELEGIEN / Debussy. PRELUDES II

(Martin)

„Wer, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Engel Ordnungen?“

Am Vorabend seines 85. Geburtstages, am 30. August trägt Willy Praml die DUINESER ELEGIEN von Rainer Maria Rilke vor und beschenkt uns mit den unsagbaren Dingen der Welt: Leben und Sterben, Liebe und Tod. Bevor es am Mittag des nächsten Tages ausschließlich um den Ruhm der säglichen Gegenstände geht: Weißwürste, Weißbier und andere einfache Genüsse.

Leonhard Dering wird die Elegien mit Debussys PRELUDES II umrahmen. Beide Werke gehören zu den Pionier-Werken der beginnenden Moderne vor dem ersten Weltkrieg und sind etwa so alt, wie unser Spielort, die NAXOSHALLE.

Der Eintritt ist frei, über Spenden freut sich das Theater Willy Praml.Bitte anmelden! 

Theater Willy Praml in der Naxos-Halle um 20 Uhr
Foto: © Michael Weber

Donnerstag, 03. September: Mindestens haltbar bis

(Andrea)

Zur heutigen Premiere werde ich es nicht schaffen, aber ich habe schon ein paar Mädels zusammengetrommelt und wir gehen zur (vorerst) letzten Vorstellung von Mellis Bestandsaufnahme am 16. September. Mit dem Programm hat sie, zumindest bei uns, einen Nerv getroffen: Wir sind alle Mitte 50, die Kinder langsam aus dem Haus und tatsächlich stellen sich viele Fragen, die Marie Condo bisher noch nicht beantworten konnte. So wie ich Melli bislang erlebt habe, wird es auf jeden Fall ein munterer Abend, ich freue mich darauf! Mindestens haltbar bis: eine Bestandsaufnahme  Premiere: Donnerstag, 3. September, 20:00 Uhr, weitere Vorstellungen: Sonntag, 6. September und Mittwoch 16. September, jeweils 20:00 Uhr

Plötzlich ist man Ende 50 und findet sich zwischen den Welten wieder: Zwei Drittel Leben sind schon rum. Die Eltern sterben, die Kinder ziehen aus und selbst muss man sich neu aufstellen. Zurück bleibt ein Wust an Dingen: Möbel, die man loswerden möchte, Memorabilia in kleiner und großer Form. Und man fragt sich: Was mache ich damit? Was kann weg, was soll bleiben? Verschwinden die Erinnerungen, wenn die Dinge gehen? Ist es gut auszumisten – sowohl Haus als auch das Hirn? Melina Hepp lädt das Publikum zu einem skurrilen und ganz persönlichen Sonder-Sale der Dinge, Träume und Erinnerungen. Von und mit Melina Hepp, Michelle Koprow. Film- und Audioprojektion: Michelle Koprow Dramaturgische Mitarbeit und Sound: Thomas Buchenauer. Foto: Robert Schittko. Karten: https://www.kulturhaus-frankfurt.de/gasttheater/stueckedetail/stueck/mindestens-haltbar-bis

Kulturhaus Frankfurt, Pfingstweidstr. 2

Freitag, 4. September, bis Sonntag, 6. September: Riviera

(Andrea)

Was freue ich mich auf das Wochenende, it´s Riviera-Time! Das Festival für Pop- und Clubkultur lädt zu Konzerten und Lesungen ans Offenbacher Mainufer. Im HafenCampus, Musikterrassen Wiking (MTW) und Circle Cube im Rockywood, dort  treffen aufstrebende Newcomerinnen und Newcomer auf etablierte Szenegrößen aus Indie, Rap, Elektro, Post-Punk und Pop. Limitierte Early-Bird-Tickets sind bis zum 8. Juli für 35 Euro erhältlich.
Schon bestätigt sind Alli Neumann, „Chocolate Remix“, „Burnout Ostwest“ und „Das Beat“. Alli Neumann ist Musikerin, Schauspielerin und Aktivistin. Seit ihrem ersten Hit „Hohes Fieber“ ist sie integraler Bestandteil der deutschen Musikszene. Sie schreibt Texte über Selbstermächtigung und verbreitet Lust an Veränderung.Die Musikerin „Chocolate Remix“ ist bunt, queer und provokant. Sie begegnet alten Inhalten des Reggaetons mit Humor. „Audio very good! Street Punk! Pogo pogo pogo!“, so lautet das Motto der Band „Burnout Ostwest“. Der kanadische Musiker Alexander Cowan (DJ Kerby) und die deutsche Sängerin Eddie Rabenberger gründeten 2021 die Band „Das Beat“. In ihrem neuen Album „Frau Fatal“ trifft moderne Popmusik auf New Wave, EBM, Indie-Rock und Italo Disco. Foto: Das Beat, Marina Monàco
www.riviera-offenbach.de/tickets (Öffnet in einem neuen Tab)

Samstag, 05. September: Ghost School (Film)

(Uwe)

Als Rabia erfährt, dass die einzige Schule ihres Dorfes geschlossen wird, beginnt sie nach den Gründen zu suchen. Während die Jungs künftig eine Schule im Nachbardorf besuchen können, bleibt den Mädchen diese Möglichkeit verwehrt. Auf der Suche nach Antworten durchquert Rabia das Dorf und befragt die Erwachsenen. Doch statt Klarheit trifft sie auf Schweigen, Ausflüchte und ein Gerücht: Die Schule sei verflucht und der Lehrer von einem Dschinn besessen. Je hartnäckiger sie nachfragt, desto stärker beginnt sie an den Geschichten zu zweifeln, die die Schließung der Schule erklären sollen. Ist an dem Gerücht über die verfluchte Schule etwas dran oder verschleiert es eine ganz andere Wahrheit?

Inspiriert von Abbas Kiarostamis „Wo ist das Haus meines Freundes?“ wird die beharrliche Suche einer jungen Protagonistin zum Ausgangspunkt einer Erkundung gesellschaftlicher Verhältnisse. Aus einer scheinbar einfachen Frage entwickelt sich eine Reise durch ein Labyrinth aus Aberglauben, Autorität und Korruption. Die Perspektive eines Kindes wird dabei zum präzisen Instrument, um die Widersprüche der Gemeinschaft sichtbar zu machen. Basierend auf dem realen Phänomen der „Geisterschulen“ in Pakistan verbindet der Film sozialrealistische Beobachtung mit magisch-realistischen Momenten.

Frankfurt – Mal Sehn Kino, 17.30 Uhr mit Regisseurin Seemab Guln
Foto: Verleih

Samstag, 5. September: Of/ Adele Project

(Andrea) 

Mit ADELE PROJECT – „HELLO MÜNCHEN“ präsentiert Europas beste Adele Tribute Band eine außergewöhnliche Hommage an eine der größten Künstlerinnen unserer Zeit: Adele. Diese exklusive Produktion wurde inspiriert von der spektakulären Konzertreihe, die Adele 2024 auf dem Oktoberfestgelände München spielte – eine über Wochen laufende, dauerhaft ausverkaufte Show, die Musikgeschichte schrieb und München zum internationalen Zentrum ihrer Live-Performances machte. ADELE PROJECT – „HELLO MÜNCHEN“ greift die besondere Atmosphäre dieser legendären Konzertreihe auf und überträgt sie in eine eigene, hochklassige Tribute-Produktion – emotional, elegant und mit großer musikalischer Qualität.
Im Zentrum steht die herausragende Sängerin Jolanda Knecht, deren Stimme, Ausdruckskraft und Bühnenpräsenz das Publikum vom ersten Ton an berühren. Für diese Show hat sie eine internationale Spitzen-Crew zusammengestellt, die musikalisch und visuell höchste Maßstäbe setzt und die größten Songs von Adele – darunter „Hello“, „Skyfall“, „Someone Like You“, „Rolling in the Deep“ und viele weitere Welthits präsentiert. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr 

Capitol, Goethestraße 1-5, Offenbach

Sonntag 13. September: 34. Bahnhofsviertel Classics: „Welcome FlieKü!“

(Daniela)

Das „fliegende künstler:innenzimmer“, ein mobiles Atelier für Kunst, Austausch und Begegnung, landet für die kommenden fünf Jahre im Frankfurter Bahnhofsviertel und öffnet am 11. September von 14-19 Uhr seine Türen.

Feiern Sie mit uns und der Crespo Foundation am 13. September das Eröffnungswochenende des „FlieKü“ mit unserem diesjährigen Open Air-Konzert. Die Frankfurter Crespo Foundation setzt sich dafür ein, dass Menschen ihr Leben selbstbestimmt gestalten und die Gesellschaft aktiv mit prägen können. Mit ihren Programmen und Förderungen schafft sie Zugänge und Möglichkeitsräume, in denen Menschen ihr Potenzial entfalten können.

Ihre musikalische Reise beginnt in Osteuropa mit Volksliedern aus Ungarn und Rumänien. Weiter geht es in den Südwesten Europas zum französischen Jazz Manouche. Die Tour endet - wie kann es bei unseren Open Air-Konzerten anders sein - mit Rhythmen aus Lateinamerika. Bach, Brahms und Paganini reisen mit.

Zu den Musikern: Das größte Instrument, den Kontrabass, übernimmt Ioan Cristian Braica. Mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, begann Cristians Karriere im Orchester der Rumänischen Oper. Heute ist er Vorspieler im hr-Sinfonieorchester. Der kolumbianische Gitarrist Carlos Vivas hat seine Premiere bei den Bahnhofsviertel Classics. Ein Stipendium brachte den jungen Musiker nach Deutschland und schließlich an die HfMDK in Frankfurt. Er ist jetzt Professor in Heidelberg und gefragter Solist. Am Akkordeon erwartet Sie Vassily Dück. Seine Kunst führte ihn von der Philharmonie Altai über das Staatliche Orchester Sibirien zu Auftritten in der Alten Oper Frankfurt, am Gasteig München oder im Nationaltheater Mannheim. Laurent Weibel spielt die Geige.

Sonntag, 13. September, 15 Uhr
François-Mitterrand-Platz, 60329 Frankfurt am Main
Der Eintritt ist frei. Wir spielen bei jedem Wetter. Ihnen stehen Sitzbänke zur Verfügung, so lange der Vorrat reicht. Falls Sie aus besonderen Gründen einen Sitzplatz benötigen, teilen Sie uns das hier mit. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Getränke gibt es ab 14:30 Uhr.
Auf unserer Website finden Sie alle Details zum Konzert. Weitere Details zum FlieKü finden Sie hier.

Samstag, 19. & Sonntag, 20. September: Holzfällen

(Martin)

Nicholas Ofczarek ist in Frankfurt!

„Erst der Skandal, dann das Vergnügen: Als sein Roman „Holzfällen. Eine Erregung“ 1984 erschien, löste Thomas Bernhard einen Eklat aus. Heute ist Nicholas Ofczareks szenische Lesung mit Musikbegleitung ein großer Genuss.“ (FAZ)

„Nörgeln de luxe: Ein Star-Schauspieler wird hier „sehr gallig“ (Hamburger Abendblatt)

Thomas Bernhards Roman stellt einen Erzähler ins Zentrum, der aus der Distanz seines Ohrensessels eine „künstlerische Abendgesellschaft“ in der Wiener Gentzgasse beobachtet und diese mit bösartiger Genauigkeit seziert. Die versammelte Menge wartet auf die angekündigte Ankunft eines Burgschauspielers; zudem sind die meisten Personen dieser Gesellschaft miteinander verbunden, weil ihre durch Selbstmord aus dem Leben geschiedene Freundin Joana am Nachmittag desselben Tages in der Ortschaft Kilb zu Grabe getragen wurde. Thomas Bernhards berühmte Prosa wird rezitativisch zum Leben erweckt, während die Musiker:innen von Franui u. a. mit einer Spezialität zu hören sein werden, die sie bekannt gemacht hat: dem Zelebrieren von Trauermärschen und Trauermusik.

Das Hamburger Abendblatt schreibt: „Ein Text wie ein von Herzen kommender Kniekehlen-Tritt, vom österreichischen Nationalnörgler Thomas Bernhard, mit dem Untertitel „Eine Erregung“? Kann ja nur gut sein. Kann nur genau das Richtige sein für den Präzisions-Schauspieler Nicholas Ofczarek. Der ist seit gut 31 Jahren fest im Ensemble des Wiener Burgtheaters, eine Theater-Bank in dieser Welt. Eines dieser Bühnen-Ereignisse dort. Spielt der da wen, kann man lieber nicht einen Moment wegsehen, da darf man nicht weghören.“

Nicholas Ofczarek und Musicbanda Franui in einem Gastspiel des Burgtheaters Wien - nicht verpassen! 

Samstag, 19. Um 19.30 Uhr und Sonntag, 20 September um 18.00 Uhr
Schauspiel Frankfurt
Foto: © Tommy Hetzel

Mittwoch 23. September: Boris von Heesen: Mann am Steuer. Wie das Patriarchat die Verkehrswende blockiert

(Daniela)

VCD Hessen und ADFC Hessen laden im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche 2026 zu Vortrag und Diskussion mit Boris von Heesen ein. Der Buchautor und Ökonom Boris von Heesen belegt mit Fakten und schlüssigen Argumenten, wie patriarchale Strukturen unsere Mobilität prägen und die Verkehrswende blockieren. 

Zum Buch: Männer beherrschen die Straße. Mit überdimensionierten Karossen, aggressivem Verhalten oder unangemessener Lautstärke. Das ist durch die Verkehrsstatistik gut belegt, aber dennoch nur Symptom eines größeren Problems. Starre und einflussreiche Netzwerke in Politik, Behörden, Verbänden, Unternehmen und Wissenschaft, allesamt von Männern dominiert, verhindern den dringend notwendigen Schritt hin zu einer zukunftsfähigen Mobilität für Deutschland. 

Männerexperte und Wirtschaftswissenschaftler Boris von Heesen hat unzählige, größtenteils öffentlich zugängliche Statistiken und Studien herangezogen, um seine Thesen zu stützen. Er bringt eine andere Perspektive als sonst üblich in die Verkehrswende-Diskussion ein und formuliert einen eindringlichen Appell für eine sinnvolle Verkehrspolitik, von der alle profitieren. 

Zum Autor: Boris von Heesen (*1969) ist Wirtschaftswissenschaftler mit ersten beruflichen Stationen bei der Diakonie in Bayern und der Drogenhilfe in Frankfurt am Main. Er ist Gründer eines der ersten deutschen Online-Marktforschungsinstitute. Heute arbeitet er als Männerberater und geschäftsführender Vorstand eines Jugendhilfeträgers. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich als Autor und Referent mit dem Thema kritische Männlichkeit und veröffentlichte bereits zwei erfolgreiche Bücher zum Thema.
Veranstalter*innen: VCD Hessen mit ADFC Hessen und dem Frauennetzwerk des ADFC Hessen in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Frankfurt am Main 
Offen für Interessierte aller Geschlechter! 
Ort: Zentralbibliothek der Stadtbücherei Frankfurt am Main, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt (Haltestelle: Konstablerwache)
Termin: Mittwoch, 23. September, ab 19:30 Uhr
Eintritt frei!

13. bis 17. Oktober: Deutsches Jazzfestival: Von hier aus gesehen

(Daniela)

In Zeiten, in denen man sich angesichts des politischen Weltgeschehens ungläubig die Augen reibt, dankbar im noch einigermaßen vernünftig erscheinenden Europa zu leben, bietet sich ein Blick auf die Jazzlandschaft des Kontinents an. Erleben Sie an fünf Abenden ab 13. Oktober im hr-Sendesaal und bei der Clubnacht in Rhein-Main arrivierte und aufstrebende Interpretinnen und Interpreten!

Dass  ein  Festival wie  das  Frankfurter nur  Ausschnitte zeigen kann,  versteht  sich  von  selbst, ebenso  dass  das  Mutterland  des  Jazz  dabei  nicht  ausgeschlossen  werden soll.  Es  ist  mit  Myra  Melford’s  Fire  and  Water  Quintet,  der  Vibrafonistin  Sasha  Berliner  oder  der  in  den  USA  lebenden  malaysischen Bassistin  Linda  May  Han  Oh  gut  vertreten. Mit  von  der  Partie  in  Melfords  Band:  die  in  Brooklyn  ansässige deutsche  Saxofonistin  Ingrid Laubrock.   

In  der  Welt  des  Jazz  werden  Grenzen seit  jeher  am  liebsten  überschritten,  wie  man  auch  an  den  Musiker*innen  erkennt, die  in  Europa eine  Heimat  gefunden haben  und  ihre  Perspektiven  einbringen. Die  fruchtbaren  Resultate europäischer  Weltoffenheit  führt  beispielhaft  die  Band  von  Andrés  Coll  vor  Augen, in  der  sich  Musiker  aus  Marokko,  Spanien und  Polen  begegnen und  gegenseitig  inspirieren. 

Wie unterschiedlich die Auseinandersetzung europäischer Musiker*innen mit außereuropäischen Kulturen ausfallen kann, sieht man an Louis Sclavis und Naïssam Jalal, die als Gast zur österreichischen Formation Shake Stew dazukommt. Während Sclavis sich von Reiseimpressionen zu einer imaginären Folklore inspirieren lässt, hat Jalal sich intensiv mit indischer Musik beschäftigt.

Dabei  gehört  Sclavis  zu  denen,  die  aus  Jazztradition  und  einer  schwer  zu  beschreibenden  europäischen  Sensibilität  einen  eigenen  Sound  geformt  haben,  genau  wie  Christof  Lauer  oder  Émile  Parisien und natürlich  Norma  Winstone,  die  den  europäischen  Jazzgesang  stärker  geprägt  hat  als  irgendwer  sonst.  Auch  das  Schaffen  von  Nicolai  Thärichen  und  Ali  Neander  lässt  sich  in  der  Spannung  zwischen grenzüberschreitenden  Inspirationen,  europäisch  geprägter  Perspektive  und  eigenständiger  Kreativität  verorten.  

Wie  neben  diesen mehr  oder  weniger alten  Größen  eine  junge  Generation des  europäischen  Jazz  ihren  eigenen Weg  sucht,  wird  auf  diesem Festival  an  Andrés Coll,  Darius  Blair, Finn  Heine,  Elliot Galvin  und  Emma  Rawicz  sichtbar. Sie  und  Ali  Neander  sind  dieses  Jahr  die  Gäste  der  hr-Bigband. 

https://www.hr2.de/veranstaltungen/jazzfestival/deutsches-jazzfestival-von-hier-aus-gesehen---das-komplette-programm-v38,djf26_artikel_komplettes_programm-100.html

Donnerstag, 29. Oktober: DUBIOZA KOLEKTIV

(Uwe)

diese Woche schrieb mir das Zoom: "hast Du mitbekommen, was für eine Welle zur WM um DUBIOZA KOLEKTIV in den Socials weltweit abgeht? Die liefern quasi den den inoffiziellen WM Song für Bosnien und sind der heißeste Act, der alle ex-YU Staaten anspricht. Sie spielen weltweit, Silvester in Zagreb, vor 10.000 in Istanbul, Downunder etc. Auf der EM Fanmeile 2024 haben sie gespielt, Abriss… Die sind lustig und politisch korrekt. Ist das nicht eine gutes Thema während der WM und ein humorvoller Brückenschlag zur Kultur? 

Über die Band ist zu sagen / schreiben: Es war einmal (2003), in einer zwielichtigen Ecke der Welt, in einem Land Namens Bosnien und Herzegowina, wo eine Gruppe von Freunden beschloss, eine Band zu gründen. Aber dies war keine gewöhnliche Band und sie wurde auch nicht unter gewöhnlichen Umständen gegründet. Neben den lokalen Einflüssen aus dem Balkan, kamen musikalische Einflüsse aus der ganzen Welt dazu: Ska, Punk, Reggae, Elektronik, Hip-Hop. Jedoch gab es keine Musikindustrie, wenige Konzerte und keinen Raum für kulturellen oder politischen Ausdruck unter der neuen Generation von eingefahrenen Jugendlichen. Tatsächlich litt die gesamte Region unter einer tiefen moralischen und wirtschaftlichen Stagnation (Lustlosigkeit) der Nachkriegszeit. Aus diesem Umfeld heraus wurde Dubioza Kolektiv geboren, und zwar nicht im Stillen, sondern mit großem Geschrei, indem sie No-Go-Themen in den Vordergrund brachten und forderten somit, gehört zu werden. Auf diese Weise haben sie ein Phänomen geschaffen.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass: 19:30 Uhr
Foto: Igor Karacic

Freitag, 30. Oktober: Sportfreunde Stiller

(Andrea)

Tatsächlich war ich neulich ziemlich überrascht, als ein guter Freund vom Sportfreunde Stiller Konzert in Köln postete. Die gibt´s noch? Die sympathischen Bayern hatte ich in den letzten Jahren wirklich völlig aus den Augen verloren. Dabei gab es doch kaum zärtlichere Liebeserklärungen und schönere Komplimente, “Du bist die Antwort auf die Frage/ Gibt es reiche Tage?/ Ich spür mit dir/Hat mich das Glück im Visier”. Oder eben “Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist/ Und sichergeh'n, ob du denn dasselbe für mich fühlst”. Lieder für die Ewigkeit. Sie komponierten zur WM 2006, politisch korrekt gegen Nazis und pflegten immer das Image der netten Jungs von nebenan. Warum auch nicht und vermutlich sind die Sportis wirklich eine Gruppe, auf die sich Menschen aller Altersgruppen gut verständigen können. Sonst gäbe es auch sicher die aktuelle ARD-Doku nicht. “30 wunderbaren Jahre Tour” erzählt von Auftritten in dunklen Kellerräumen vor drei Neugierigen bis zu mit zehntausend Beseelten gefüllten Hallen. Von speziellen Eigenheiten wie WM-Hits, MTV-Unpluggeds, horizonterweiternden Videodrehs, Schallplatten aus Holz/Gold/und Platin, Lesetouren in Opernhäusern bis zum „ganz normalen“ Irrsinn einer Band samt unvergesslicher Tourneen in den Armen der besten Crew of the Universe. Von Vorband sein von Foo Fighters, Green Day und Grönemeyer bis zu Vorbands wie Ash, Nada Surf, Franz Ferdinand und Kaiser Chiefs. Alles dabei", erinnert sich Flo. Ich freue mich auf den Abend zum Mitsingen und mit viel positiver Energie. 

Jahrhunderthalle Höchst, Pfaffenwiese 

AUSSTELLUNGEN - BEREITS ANGEKÜNDIGT, LAUFEN ABER NOCH EINE WEILE

bis 16. August: OF/ Powerful textures

(Andrea)

Die Eröffnung am 9. Mai ist unserer eigenen Party zum Opfer gefallen. Aber das soll die Ausstellung nicht mindern. Überhaupt schaffen es Dorothea und ihr Team immer, vermeindlich angestaubte Themen wie Schriftgestaltung und Typographie in neue spannende Zusammenhänge zu bringen. So auch jetzt mit der aktuellen Ausstellung “Powerful Textures. Sprache in Textil”, die den Blick für Verwobenes und Textiles schärft: "In der Textilgeschichte spielen Wandteppiche und textile Arbeiten im Raum häufig eine Rolle in der Vergewisserung von Werten und Identität. Den Grundstock der einzigartigen Sammlung moderner Schrifttapisserien des Klingspor Museums bilden die Arbeiten Rudolf Kochs und seiner Studierenden, die um 1925 in Offenbach entstanden. Ankäufe, Schenkungen und Auftragsarbeiten erweiterten die Kollektion, die nun erstmals im Kontext zeitgenössischer Arbeiten gezeigt wird. Da sich Textilkunst häufig mit weiblicher Arbeit assoziiert, wird textile Schrift zunehmend stark in aktivistischen und feministischen Kontexten genutzt. In zeitgenössischen Arbeiten verweben sich persönliche Geschichten mit Politik und Gesellschaftskritik. Hier ergänzen Leihgaben internationaler Künstler*innen die Ausstellung. Mit Kunstwerken von Melina Braß, Daria Goncharova, Katya Dimova, Barbara Habermann, Sandra Heinz, Karlgeorg Hoefer, Anna Horváth, Eta Ingham Lawrie, Monika Jäger, Ems Kadenz, Kani Kamil, Rudolf Koch, Eike König, Lise Linnert, Petra Ober, Werner Poeschel, Allan Porter, Helga Portig-Sitka, Herbert Post, Fritz Riedl, Erin M. Riley, Maureen Ritter, Dieter Roth, Hans Schmidt, Vreni Spieser, Johanna Natalie Wintsch, Berthold Wolpe. 

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Bis Sonntag, 30. August: saasfee*satellit – Café + Bar am pavillon

(Petra)

Eine meiner Lieblingsoasen in der Stadt habe ich Euch schon häufiger empfohlen. Jetzt „setzen sie noch eins drauf“: Während der großen Hitzeperiode verlegen sie das kleine Café des satellits in und vor den saasfee*pavillon. Zum Wohl des Teams und der Gäste gibt es die gekühlten Getränke, Kaffee und den Kuchen nun an der Bar im Pavillon. Supergrün. Superschön. Für die Sonnenhungrigen steht die Terrasse mit Liegestühlen und auch Schattenplätzen zur Verfügung. Außerdem gibt es hier ja regelmäßig spanende Kunstausstellungen – das wissen die meisten von Euch. Ein weiteres Projekt ist der saasfee*soundpark. Dieser entstand aus der Idee, den öffentlichen Tiefarten mit verschiedenen Klangkonzepten zu bespielen. Ein bis zwei Mal im Jahr vergeben saasfee* den Auftrag an eine Musikerin oder einen Musiker, eine Komposition für den öffentlichen Tiefgarten zu entwickeln. Diese läuft dann für einige Monate - man kann also tagsüber vorbeikommen und sich im Garten mitten in die Komposition setzen. Gäste jeden Alters sind willkommen. Der satellit ist für viele inzwischen zu einem Third Space mitten in der Innenstadt geworden und ist nach wie vor ein behüteter Geheimtip.

Foto: ©saasfee

saasfee*satellit – Café + Bar, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstr. 64 – 66 HH, Öffnungszeiten: 11.+12., 19.,  26, Juli & 02., 09., 16., 22.+23., 29.+30. August, jeweils 14 - 18 Uhr, Eintritt: frei

Dienstag 02. September: Urban Kibbutz – new inspiring architecture and planing for affordable housing

(Daniela)

Anlässlich des 45-jährigen Bestehens ihrer Städtepartnerschaft findet eine vierteilige Veranstaltungsreihe zum Thema urbane Transformation im großstädtischen Kontext statt. Wie können lebendige Stadtteil und vielfältige Stadtquartiere und bezahlbarer Wohnraum entstehen und bestehen bleiben?

Urban Kibbutz – Affordable Housing ist eine Reihe von vier Abenden im ‚Liebling Salon‘ und im Deutschen Architekturmuseum (DAM). Die Reihe wurde ins Leben gerufen, um Diskussionen über die aktuelle Zeit des schnellen Wandels anzuregen. Im Mittelpunkt steht die Bewältigung aktueller Herausforderungen im Bereich des städtischen Wohnungsbaus sowie der Entwicklung lebendiger Stadtquartiere.

An jedem Abend werden Expert:innen aus beiden Städten Projektbeispiele vorstellen und architektonische Lösungen, gemeinschaftsbasierte Modelle und innovative Finanzierungsstrategien diskutieren. Die beiden folgenden Termine werden zeitnah veröffentlicht. 

Im Mittelpunkt stehen an diesem Abend zwei Themenfelder: Gemeinschaft und Finanzierung.

Gemeinschaft ist das zentrale Element, dass aus einer leeren Hülle lebenswertes und zufriedenes Leben und Wohnen macht.  Mehrere Projekte zeigen, wie sie heute über besonderes Engagement Gemeinschaft im Wohnen kreieren und die Städte lebenswert machen. 

In dieser Veranstaltung sprechen wir außerdem mit Expert:innen über Konzepte der Finanzierung von gemeinwohlorientiertem Wohnungsbau.
Wie finanzieren wir das Wohnen der Zukunft? Wie kann Gemeinschaft Verantwortung tragen? Wo findet sich Solidarität in Finanzierungsmodellen?

Urban Kibbutz – New Inspiring Architecture and Planning for Affordable Housing 
September 2nd 2026, at 7 p.m.; DAM Auditorium; The event will be held in English
At 6 p.m.  After Work Aperitivo at DAM
Deutsches Architekturmuseum (DAM), Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt am Main & 
Liebling Haus White City Center, Tel Aviv-Yafo/IL &

Die Veranstaltung ist bei der Deutschen Architektenkammer akkreditiert und es kann ein Fortbildungspunkt für die Teilnahme erlangt werden. 

Bis Donnerstag, 03. September: Vernissage + Ausstellung „Viele Köpfe“ an der Frankfurter KunstSäule

(Petra)

Die Frankfurter Kunstsäule zeigt im Rahmen der „World Design Capital 2026“ Köpfe aus dem Projekt „Viele Köpfe“ der Künstlerinnen Andrea Ludwig und Charlotte Schröner. Insgesamt 220 Köpfe. Jeder Kopf steht für sich und verbindet sich doch mit den anderen Köpfen – ein friedliches Miteinander. Die Unterschiedlichkeit der Gesichter und ihrer Malweisen steht für Individualität und die unendlichen Darstellungsmöglichkeiten. Verpackungsmaterial, das normalerweise in der Mülltonne landet, ist der Ausgangspunkt für die Serie der Köpfe der beiden Künstlerinnen. Das Originalformat der Bilder ist A4, also kopfgroß. Die Köpfe sind keine Porträts, sondern Ausdruck innerer Bilder: Unbekannte, ungesehene Menschen, Comics, Kinderzeichnungen, Art brut, Masken, Fotografien, Alte Meister, Menschen aus unterschiedlichen Medien – ein unendliches Reservoir. Manche ähneln bekannten Personen. Die Frage „Sieht sie nicht aus wie …?“ darf man sich vor der Säule gerne stellen.

Abbildung: ©Andrea Ludwig/Charlotte Schrön

Ausstellung „Viele Köpfe“ an der Frankfurter KunstSäule,  (Öffnungszeiten: 24/7 bis Donnerstag, 03.09.), Ort: Frankfurter KunstSäule, Adresse: Brückenstraße/Ecke Gutzkowstraße

Noch bis Sonntag, 06. September: Multispezies Members Club. – Ausstellung im Museum Giersch

(Petra)

Wie kann eine technologisierte Gesellschaft auf Fürsorge und Teilhabe statt auf Konkurrenz bauen? – diese Frage steht im Zentrum des Multispezies Members Club im Rahmen der World Design Capital 2026. Die Ausstellung entwirft ein zukunftsweisendes Modell des Zusammenlebens, in dem Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen gleichberechtigt agieren. Besucher*innen sind eingeladen, Fürsorge, Kooperation und Teilhabe nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben, und zu reflektieren, wie Technologie Kommunikation zwischen unterschiedlichen Spezies ermöglichen kann. Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich, dass Technik nicht neutral ist: Sie verbraucht Ressourcen, kann bestehende Machtverhältnisse verstärken und stößt dort an Grenzen, wo natürliche Systeme zu komplex sind, um sie vollständig zu steuern. Die Highlights der Ausstellung sind interaktiv und vielseitig: Andreas Greiners neu entstandene Installation Garden Protocol verbindet Pflanzen auf dem Balkon, 1 Menschen und technische Systeme über Wasser als gemeinsame Ressource und fungiert als lebendiges Versuchsfeld für neue Formen des Zusammenwirkens von Natur und Technologie. Greiner agiert dabei sowohl als Künstler als auch als Kurator der Ausstellung, gemeinsam mit Ina Neddermeyer und Susanne Wartenberg. Im Multispezies Café knüpft er an die Tradition des Salons an und bringt aktuelle Diskurse über Künstliche Intelligenz in den Raum, während im Klangkunstwerk Conspiracy Theory (2023) drei KI-Systeme – Grok, DeepSeek und Mistral – in einen Trialog treten und globale Machtverhältnisse sowie politische und gesellschaftliche Modelle reflektieren. Weitere künstlerische Positionen hinterfragen die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Technologie auf vielfältige Weise. Aktivistisch und interaktiv ist Tree and Rockets Truth Gate (2026), das Besucher*innen über umgebaute Arcade-Spielautomaten in die Analyse und Korrektur von Online-Inhalten einbindet. Auch der Museumsgarten wird Teil des Multispezies-Clubs: Mit der Klanginstallation What do birds tweet about? (2025, Neukonzeption 2026, Baltic Raw Org) werden Vogelstimmen in kurze Textfragmente übersetzt und als eigenständige, nichtmenschliche Stimme erfahrbar. Beiträge von Künstler*innen – darunter auch Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der HfG Offenbach, die im Rahmen eines Open Calls ausgewählt wurden – eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Künstliche Intelligenz, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung. Wissenschaftler:innen der Goethe Universität Frankfurt ergänzen das Programm mit Perspektiven aus der KI Forschung, Bioinformatik, Kunstpädagogik, Anthropologie sowie Erziehungs-, Kultur- und Literaturwissenschaften. Die Ausstellung verbindet Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit und lädt dazu ein, über ein mehr-als-menschliches Zusammenleben nachzudenken sowie die Möglichkeiten und Grenzen algorithmischer Prozesse kritisch zu reflektieren.

Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni, beteiligte Künstler*innen und Wissenschaftler*innen: allapopp, Baltic Raw Org (Móka Farkas & Berndt Jasper), Literaturwissenschaftler Roland Borgards, Erziehungswissenschaftlerin Juliane Engel, Anthropologe Steven Gonzalez Monserrate, Kulturantropologin Katharina Graf, Andreas Greiner, Dženeta Hodžić, David Kuhn & Markus Rauchecker, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Anne Duk Hee Jordan, Laleh Khabbazy Oskouei & Farhang Rafiee, Nadine Kolodziey, Kunstpädagogin Verena Kuni, Biophysikerin Franziska Matthäus, Xenia Snow, terra0 (Paul Kolling & Paul Seidler), Tree and Rocket, Medienpädagoge Dan Verständig, ZK/U Proxylab, Vernissage: 18 Uhr (Eintritt frei), mit Grußworten aus Kultur und Wissenschaft sowie dazu ab 20 Uhr live Beats von den Frankfurter DJs JUCI VISION, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, Eintritt: 7 (5) Euro, weitere Infos gibt's hier 

Bis Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Noch bis 18. Oktober: „Suburbia. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise“

(Andrea)

Wer bei “Träumen vom Eigenheim” an Wüstenrot und Bausparverträge denkt, liegt nicht ganz falsch. Witzigerweise habe ich die Ausstellung des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona ebenda bereits gesehen und war so begeistert, dass ich mir sogar den Katalog (in englisch und spanisch!) gekauft habe. In Frankfurt scheint die Ausstellung inhaltlich erweitert, weshalb ich mir den Teil sicher noch anschauen werde. "Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht  ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohn fläche verbindet."

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Noch bis Montag, 30. November: DRAC - ein Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination am Instituto Cervantes

(Petra)

Im Garten des Instituto Cervantes Frankfurt installiert und im Rahmen der WDC 2026 präsentiert, beherbergt der Pavillon ein Programm öffentlicher Veranstaltungen und lädt Besucher:innen ein, Architektur, Kreativität und Kultur in einem gemeinsamen öffentlichen Raum zu erleben. Die Installation lädt das Publikum dazu ein, sie zu durchschreiten, zu erleben oder einfach zu betrachten, und dient zugleich als Ort für kulturelle Veranstaltungen. Als Referenz dient der Drache am Eingang des Park Güell in Barcelona, anlässlich des 100. Todestages des katalanischen Architekten. Die Struktur wurde vom Architekten José Ramón Tramoyeres entworfen und von Designer Manolo García realisiert. Es folgt den Prinzipien des europäischen Programms New European Bauhaus: Schönheit, Nachhaltigkeit und Inklusion. Seine modulare Struktur aus Holz und Keramik ermöglicht es, den Ort zu transformieren, ohne ihn dauerhaft zu verändern, und dient als Plattform für kulturelle Aktivitäten. Das Projekt fungiert zugleich als Plattform für den Austausch zwischen Spanien und Deutschland im internationalen Programm der WDC 2026 und stellt Perspektiven aus der spanischen Kunst- und Kulturlandschaft vor. Im Foyer des Instituto Cervantes ergänzt eine speziell konzipierte Ausstellung die Installation. Sie beleuchtet die künstlerischen und technischen Traditionen, die der Skulptur zugrunde liegen. Inspiriert von Gaudís Bauweise kombiniert die Arbeit: Keramikelemente aus hochwertiger Produktion in Valencia; eine innere Struktur aus dampfgebogenen Holzstäben „Vareta“-Technik, vergleichbar mit Methoden aus dem Bau valencianischer Fallas oder historischer Großkonstruktionen. Ein dokumentarisches Making-of-Video zeigt zudem den gesamten Entstehungsprozess – von den ersten Entwürfen bis zur Installation.

Abbildung: © José Ramon Tramoyeres & Manolo García

DRAC - Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination, Ort: Instituto Cervantes, Adresse: Staufenstraße 1, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: montags-donnerstags 9 bis 18 Uhr, freitags 9 bis 15, Uhr, Zugang zum Garten über den Haupteingang des Instituto Cervantes, Kulturprogramm und weiteres Programm (ggf. kostenpflichtig) während der Laufzeit findet Ihr hier 

Bis Donnerstag, 03. Dezember: Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe im 2. OG Dondorf-Druckerei

(Petra)

Die Reihe „Jenseits von Privateigentum“ fragt nach Alternativen zu Eigentum als zentralem Prinzip von Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts von Wohnungsnot, Klimakrise und autoritären Entwicklungen rückt die Eigentumsfrage neu ins Zentrum. Welche Formen von Commons, Vergesellschaftung und Gemeineigentum sind möglich – und wie lassen sie sich praktisch durchsetzen? Die Veranstaltungen verbinden wissenschaftliche Analyse mit aktivistischer Praxis. Sie richten sich an Studierende, Initiativen und eine interessierte Öffentlichkeit. Im Fokus stehen konkrete Beispiele, politische Strategien und theoretische Perspektiven. Der Veranstaltungsort – die Dondorf-Druckerei auf dem Campus Bockenheim – ist selbst Teil dieser Auseinandersetzung: ein kollektiv erkämpfter und genutzter Raum. Die Themen umfassen zahlreiche wichtige Aspekte, sie reichen vom Auftakt mit “Shoppingmalls zu Sorgezentren" mit Birgit Wend am 23. April über “Privateigentum und rechte Ideologie” mit Sabine Nuss im Oktober bis hin zum Thema ”Stadtbodenstiftung" (eins der Themen, die mir besonders am Herzen liegen) mit Sabine Horwitz am 03. Dezember.

Grafik: Website Offenes Haus der Kulturen

Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe, in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen, dem Verein Aelita und dem Institut für Humangeographie der Goethe-Universität, Ort: 2. OG der Dondorf-Druckerei, Adresse: Gabriel-Reisser-Weg 3 (Schirn Kunsthalle), komplette Veranstaltungstermine und -themen sowie weitere Infos findet Ihr hier, Eintritt: frei

Noch bis Sonntag, 17. Januar 2027: Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“ im Städel-Museum

(Petra)

Diesen Tipp würdet Ihr ohne einen “Lieblings-Paparazzi” dieser Stadt, Bernd Kammerer, nicht lesen: er hat mir das Foto zur Ausstellungseröffnung geschickt - und mich erst so richtig neugierig gemacht. Ich habe das Städel – offen gesagt- in letzter Zeit weniger oft im Blick, weil sie dort einen super Job machen mit großen Ausstellungserfolgen, mir persönlich ist es mitunter „too much“. Aber diese neue Ausstellung hört sich total spannend an: Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven. So empfehle ich sie Euch sehr gerne (auch wenn der Eintrittspreis schon ordentlich ist)!

Foto:Elmgreen&Dragset©Bernd Kammerer

Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“, Ort: Städel-Museum, Adresse, Schaumainkai 63, Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 21 Uhr, Eintritt: 19 (17) Euro, Tickets gibt es online hier

Bis 17. Januar 2027: Elmgreen & Dragset

(Martin)

Stilleben mit Gemüse im Städel Museum

„Runde, edel eingedeckte Tische, das Licht ist gedimmt, an der Wand leuchtende Bilder mit Wolkenmotiven. Nur ein Platz in diesem eleganten Restaurant-Ambiente ist belegt: Eine junge Frau scheint in ein FaceTime-Gespräch mit dem lebhaft erzählenden Gesprächspartner auf dem Handy-Bildschirm vertieft zu sein. Aber irgendetwas stimmt nicht an dieser Szenerie…

Ein Nobel-Restaurant mitten im Museum - Ein Restaurant mitten im Städel? Stehen da sonst nicht nur Sitzmöbel um die Treppe, die zur modernen Kunst nach unten führt? Und die Frau sitzt da erstaunlich unbeweglich… Die Installation "The Cloud" spielt auf mehreren Ebenen mit Illusion und Realität. Dieses Spiel ziehen die Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset bewusst durch das ganze Haus. Sie hätten sich entschieden, mit ihren zeitgenössischen Kunstwerken auch die klassische Kollektion zu infiltrieren, sagt Elmgreen mit einem verschmitzten Grinsen: ‚Wir sind wie ein freundliches Virus, das sich durch das ganze Museum verbreitet hat.‘“ (hessenschau.de / Yvonne Koch)

Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven.  Es geht nicht ohne Irritation und Verblüffung – und das ist wohl auch das beabsichtigte Konzept. 

Eine Ausstellung zum Entdecken! 

Städel Museum, Schaumainkai 63
Foto: © Städel Museum – Norbert Miguletz

Bis Sonntag, 07. Februar 2027: Ausstellung „Too Hot– Heiße Städte, neue Wege“ im DAM

(Petra)

Als wären die aktuellen Temperaturen pünktlich zur Venissage bestellt: Städte werden durch den Klimawandel immer heißer – mit spürbaren Folgen. Hitze, Dürre, Wasserknappheit und Überschwemmung machen deutlich, wie dringend urbane Räume neu gedacht und gestaltet werden müssen. Da Städte den größten Anteil an CO₂-Emissionen verursachen, tragen sie eine besondere Verantwortung, etwa beim Umbau von Infrastruktur und öffentlichem Raum. Letzte Woche hat Daniele Santucci einen superspannenden Vortrag zur krassen Erhöhung der Temperaturen in Städten weltweit gehalten (und letzten Samstag auch einen seiner „Climate Walks“ dazu gemacht, der dazugehörige Rucksack ist auch in der Ausstellung zu finden). Viele Städte wollen in den nächsten fünfzehn Jahren klimaneutral werden. Was bedeutet das für die Zukunft – für Planung, Architektur und Leben in der Stadt? „Too Hot“ zeigt Beispiele aus dreizehn europäischen Städten verschiedener Klimata, von der Kleinstadt bis zur Metropole. Sie reagieren auf die Klimakrise mit konkreten Maßnahmen für Klimaschutz und Anpassung: darunter gebaute Projekte, strategische Planungen und zivilgesellschaftliche Initiativen. Die Ausstellung veranschaulicht, wie vielfältig dieser Wandel aussehen kann und von welchen sozialen Fragen und gesellschaftspolitischen Diskursen er begleitet wird. „Too Hot“ richtet sich an die Stadtgesellschaft aller Altersgruppen, kommunale Entscheidungsträger*innen, Fachöffentlichkeit und internationales Publikum.

Abbildung: Rocafort Square in Barcelona, 08014 arquitectura; ©Pol Viladoms

Too hot - Heiße Städte, neue Wege: Ausstellung, kuratorisches Team: Katharina Böttger, Jonas Malzahn, Mathias Schnell (studio central), in Zusammenarbeit mit Philipp Deilmann und Architects for Future, wissenschaftlich unterstützt durch die Dialog-Plattform Helmholtz Klima, Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, Eintritt: frei (Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 20 Uhr barrierefrei

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