24.07.-30.07.2026

WOHNUNGSSUCHE

Zur besseren Lesbarkeit empfehlen wir die Tipps im Browser zu lesen

Dass es in Frankfurt an Wohnraum fehlt, wissen alle. Als ich vor 20 Jahren mit den Ausgehtipps  anfing, gab es hier noch tolle Wohnungsangebote, und einige Leser:innen haben über uns eine Wohnung gefunden. Heute bekomme ich kaum noch Angebote, dafür umso mehr Gesuche. Daher haben wir beschlossen nur noch Gesuche von jungen Menschen, die zu Hause ausziehen wollen – aufzunehmen, denn das kann ich sehr gut verstehen. Und dringende AUSNAHMEN.

Ich selbst habe bis kurz vor meinem 18. Lebensjahr mit meiner Schwester ein Zimmer geteilt, inklusive ihrer Tiere, die nachts für Chaos sorgten. Das Schlimmste aber war, als ich mit 16 meinen Ex auf ihrem Bett sitzen sah – und von meiner Mutter nur hörte: „Aber der C. ist doch so nett.“ Kurz nach meinem 18. Geburtstag bin ich dann ausgezogen, raus aus Steinbach, raus aus der Enge. Über Kontakte meiner Eltern bekam ich eine 27m²-Einzimmerwohnung im gelben Hochhaus in Eschersheim – mein ganzes Glück. Und ich habe mich sehr geärgert, wenn Gleichaltrige vom Lessing-Gymnasium, die mit ihren Eltern im Westend oder Dichterviertel wohnten (S.B, ich meinte Dich :-)) nicht verstehen konnten, wie man so lange sich ein Zimmer teilen konnte und warum ich so stolz auf mein Hochhauszimmer war.

Aber eigentlich sollte das nur die Einleitung sein für ein wichtiges Gesuch: Ich suche eine Drei-Zimmer-Wohnung. Es geht nicht um mich.

In unserer Nachbarschaft lebt eine vierköpfige Familie seit über 5 Jahren in einer Ein-Zimmer-Wohnung. Die Kinder kommen ab und an zu uns um sich zu bewegen und Musik zu hören – zu Hause geht das nicht, der Vater arbeitet im Schichtdienst. Die Älteste kommt im August in die Vorschule, die Kleine in den Kindergarten, beide hier um die Ecke. Die Mutter lernt Deutsch an der VHS im Ostend, die Großeltern wohnen in derselben Straße und werden vom Vater gepflegt, der zudem in einem Pflegeheim in Bornheim arbeitet. Wichtig wäre daher eine Wohnung im Ostend, Bornheim, Seckbach oder Riederwald – dort, wo all ihre Kontakte sind. Sie sind beim Wohnungsamt registriert, Dringlichkeitsstufe 2. Ich weiß nicht genau, was das bedeutet, aber ich sehe: Hier muss etwas passieren. Vor allem die Kinder und die Mutter brauchen dringend ihren eigenen Rückzugsraum.

Wenn ihr etwas wisst, meldet euch bitte bei mir – ich würde mich riesig für die Familie freuen.

Und weil wir gerade dabei sind: Mein Sohn ist auch wieder bei uns eingezogen. Solltet ihr also auch von einer Ein- oder Drei-Zimmer-Wohnung hören …

So, jetzt muss ich aber los. Das Wochenende ist voll: Chorprobe, Eröffnung der Sommerwerft, Kino & Vino in Offenbach mit „Ach diese Lücke“, Wandersamstag, Freiluftkino Frankfurt mit „One Battle After Another“ und Sonntag endlich „Holidays“ von Jazz Montez.

Was auch immer ihr macht: Lebt wild!

Daniela

Danke an das tolle Ausgehtipps-Team: Andrea, Petra, Martin, Uwe und Erik

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps seit Mai 2006. Ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen. Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Martin)

Bitte schickt Eure Antwort an Martin (ausgehtipp.gewinnspiel@gmail.com)
2 x 2 Tickets für Martin Kohlstedt am Dienstag, 28. Juli im Palmengarten. 
Gewinnfrage: Wer zeigte laut Uwe im Finale große Kunst (Tipp: Bester Spieler der WM)
Foto: © Karine Bravo

GEROLLTES über die WM

(Uwe)

Nach dem Finale am vergangenen Sonntag kam ich am Montagmorgen im Arbeitsumfeld in einen Workshop. Ich kannte keine/n der Beteiligten und umgekehrt war es genauso. In Workshops ist es im Rahmen der Vorstellungsrunde oder dem allgemeinen Auftakt so, dass eine sogenannte Warm Up Frage gestellt wird. Die lautete am Montag so „was wünschst Du Dir für eine Halbzeitshow bei großen Endspielen?" Man darf da ja nicht gleich destruktiv wirken, daher habe ich schon überlegt, was ich sage. Immerhin waren die anderen Workshopteilnehmer alle mindestens ein Vierteljahrhundert jünger als ich und sehen die Welt – trotz widriger Umstände - uneingeschränkt positiv (wirklich bewundernswert und wohltuend). „Ich brauche das nicht“, war dann meine Antwort, „ich habe mir das ganz bewusst nicht angeschaut“, führte ich weiter aus und schloss meine Bewertung mit „schon das Gesinge von Robbie Williams und das Geschwätz von Tom Cruise war mir zu viel“. Was habe ich verpasst? Die längste Halbzeitpause der Fußballgeschichte, in der man sich ein Schmorgericht hätte zubereiten können. Nichts. Wie ich damals schon nichts verpasst hätte, als ich in Darmstadt im Stadion stand, während ein regionales Autohaus ihre neuesten Angebote auf der staubigen Aschenbahn um das Spielfeld fahren ließen oder eine regionale Square Dance Combo, in Cowboyklamotten über das Spielfeld lief. Fußball selbst muss unterhalten, nicht der Rahmen, der ausgefüllt ist mit Showstars. Im Finale Rodri spielen zu sehen, das war die Kunst, wenn ich Musik sehen / hören will, was ich liebe, kaufe ich mir eine Karte.

FREIE PLÄTZE FÜR FAIRKICKT. Kostenfreies Angebot für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren

Sport trifft Nachhaltigkeit, Kreativität und neue Leute: 

Du hast Lust auf einen Tag voller Kreativität, Sport, Nachhaltigkeit und neuer Leute? Dann komm zu FAIRkickt! 
Am Samstag, 12. September, oder Samstag, 19. September 2026 kannst du mit 99 anderen Jugendlichen Workshops ausprobieren – zum Beispiel Graffiti, Upcycling, Fotografieren & Videos, Kochen, Nähen & Basteln oder Wald & Sport. 
Du kannst dich allein, mit Geschwistern, Freund:innen oder deinem Verein bzw. deiner Jugendgruppe anmelden. 
FAIRkickt findet von 09:30 – 16:30 Uhr im Sportquartier im Stadtwald statt – direkt gegenüber vom Deutsche Bank Park. 

Du brauchst keine Vorkenntnisse und musst auch nicht besonders sportlich sein und um Fußball geht es auch nur am Rande. Wichtig sind deine Ideen, deine Perspektive und deine Lust, etwas Neues auszuprobieren. 

An beiden Samstagen gibt es Workshops, zu denen sich MINTA* exklusiv anmelden können. Die Teilnahme ist komplett kostenfrei, Mittagessen und Getränke sind inklusive. Die Anmeldung läuft über die FAIRkickt-Webseite: www.fairkickt.de 

Of/ Texte zur Großstadt, Anmeldung bis 31. Juli

(Andrea)

Die wunderbare Ida Todisco ist wieder mit dem Bücherbus unterwegs und hat sich für den nächsten Termin in der Innenstadt etwas Besonderes ausgedacht: "Welche Geschichte erinnert an das Leben in der Großstadt? Welches Buch oder welcher Text hat den Blick auf das urbane Leben geprägt? Für die Veranstaltungsreihe „On the Road“ des Offenbacher Bücherbusses werden Offenbacherinnen und Offenbacher gesucht, die ihr persönliches Lieblingsbuch mit Stadtbezug vorstellen und daraus vorlesen möchten.  Am Donnerstag, 13. August, um 18 Uhr macht der Bücherbus mit „On the Road“ Halt am Rathaus, Eingang Stadthof. Den Auftakt gestaltet der in Offenbach lebende Autor Juan S. Guse, der aus seinem Roman „Tausendmal so viel Geld wie jetzt“ liest – einer Geschichte über Krypto-Träume, schnelle Gewinne und den Absturz einer Generation zwischen Hoffnung und Risiko. 

Im Anschluss wird die Bühne für Offenbach geöffnet: Drei bis fünf Leserinnen und Leser erhalten die Gelegenheit, für drei bis sechs Minuten einen selbst gewählten Text mit Bezug zur Großstadt vorzustellen. Ob Roman, Essay, Lyrik, Songtext oder Sachbuch – entscheidend ist die persönliche Verbindung zum Buch und die eigene Perspektive auf das Leben in der Stadt. Interessierte können ihren Textvorschlag bis 31. Juli 2026 per E-Mail an ida.todiscowebde senden. Aus den Einsendungen werden drei bis fünf Beiträge für die Veranstaltung ausgewählt."

Freitag, 24. Juli, bis Sonntag, 9. August: 25. Sommerwerft

(Andrea)

Unter dem Pflaster der Strand und der Ozean beginnt in Frankfurt, die Sommerwerft feiert in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag und den Fluss. Seit ihrer Gründung hat sich das Festival von einer freien Szene-Initiative zu einem festen Bestandteil der Frankfurter Kulturlandschaft entwickelt – heute im Schatten der Europäischen Zentralbank, aber weiterhin fest am Main verankert. Auch im Jubiläumsjahr lädt die Sommerwerft zu 17 Tagen Kultur am Mainufer ein – an einem Ort, an dem Menschen seit jeher zusammenkommen, verweilen, zuhören und sich in einem offenen Raum des Austauschs und des sozialen Miteinanders begegnen. Unser Geschenk zum 25-jährigen Jubiläum: Blue Lab 2026 – The Ocean Starts… in Frankfurt! Mitten in der Sommerwerft, vom 29. Juli bis 2. August, verwandelt das Blue Lab das Mainufer in einen offenen, inklusiven Lern- und Erlebnisraum. Unter dem Motto „The Ocean Starts… in Frankfurt!“ begeben sich Besucher*innen auf eine symbolische Reise von den Quellen des Mains und des Rheins bis zur Nordsee – eine Source-to-Sea-Perspektive, die die enge Verbindung zwischen Fluss- und Ozean sichtbar macht. Das Programm folgt dem natürlichen Wasserkreislauf – von der Quelle über Flüsse und Feuchtgebiete bis hin zu Küsten, Flussmündungen und dem Ozean – und kulminiert am 2. August  an einem gemeinsamen Feiern des Wassers. Im Mittelpunkt stehen dabei die Werte Respekt, Verantwortung, Kollektivität, Demokratie und Inklusion. Ich freue mich wie jedes Jahr sehr auf diesen besonderen Ort, das gesamte Programm findet ihr auf www.sommerwerft.de 

Das Programm startet heute mit einem gemeinsamen Umzug der Künstler:innen und lokalen Akteur:innen mit Livemusik (von Vendaval) im Rahmen der Demonstration „Theater in die öffentlichen Räume“. Kommt alle und lasst uns bunt und laut durch die Stadt ziehen. VENDAVAL sind eine Brassband, die mit zeitgenössischem Zirkus auf Stelzen verschmilzt. Ihre Musik, dirigiert durch Hand zeichen, ist spontan, interaktiv und voller Leben.
Start: 16 Uhr Goetheplatz

Auf der Werft  gibt es um 16 Uhr & 18 Uhr DIE SCHNECKE UND DER BUCKELWAL Bilderbuchtheater und Figurenspiel zum Mitreimen und Mitschleimen mit dem Kindertheaterbühne Lukpuppentheater, es spielen die furiosen Los Amigos aus Mühlheim (schöne Grüße an dieser Stelle!) und Reni und es gibt natürlich viel Theater. 

Freitag 24. Juli: JAZZ MONTEZ HOLIDAYS - 10. Tag

(Daniela)

Hier das Line_Up für den 10. Tag beim wunderbaren Jazz Montez / Holidays

19:00 Uhr Sufi Dub Brothers
Sie sind zurück: In den letzten Jahren ist es Ashraf Sharif Khan & Viktor Marek gelungen, sich eine solide Karriere aufzubauen, die allein auf der schieren Kraft ihrer unglaublichen und unglaublich unterhaltsamen Live-Sets basiert. Und das, obwohl ihr Debütalbum „Sufi Dub Brothers“ erst im August 2020 erschien – nach fast zehn Jahren Arbeit und mitten in den Turbulenzen der Corona-Pandemie. Längst sind die Vorwürfe verflogen, ihr Ansatz, Sitar und Sampler zu kombinieren, sei esoterisch. Mit ihren Karate-Chops (einem bodenständigen Sinn für Humor und herausragenden musikalischen Qualitäten) konnte das herausragende Duo aus der Waterkant diese Vorwürfe mühelos ausräumen und dazu beitragen, ihre Heimatstadt Hamburg als neues Zentrum der europäischen Indo-Pop-Fusion zu etablieren.

20:30 Uhr: Ustad Noor Bakhsh
Ustad Noor Bakhsh ist ein Meister des balochischen Benju. An der Küste von Makran bereits als legendärer Musiker bekannt, erlangte Noor 2022 internationalen Ruhm, als eine Reihe seiner Videos im Internet viral ging. Im September desselben Jahres veröffentlichte er sein Debüt, eine 5-Track-EP mit dem Titel „Jingul“.
„Es ist die Art von Musik, die einen nach dem Spirituellen und Undefinierbaren suchen lässt, die sich in die Seele gräbt und dort leuchtet.“ – Pitchfork

22:00 Uhr Buttmoney
Das Frankfurter DJ-Duo Buttmoney bringt die Tanzflächen in ganz Deutschland zum Beben. Ein typisches Buttmoney-Set ist eine energiegeladene Mischung aus Breaks, Bass und Deconstructed Club, die den Zuhörern neue Rhythmen und Harmonien näherbringen soll – und dafür sorgt, dass jeder in Bewegung kommt. 
Ihr Sound schöpft aus Club-Szenen auf der ganzen Welt und schafft so eine Dynamik, die Grenzen überschreitet. Die Spezialität des Duos ist die ständige Interaktion während ihres „back2bass“-Sets, bei dem sie ihre einzelnen Tracks nahtlos ineinander übergehen lassen. 
BACK2BASS Afterparty

Ab Mitternacht: BACK2BASS
ist ein DJ-Netzwerk, das von den Freunden QT-XTC und dem DJ-Duo BUTTMONEY gegründet wurde, mit dem Ziel, einen Raum für weibliche und queere Perspektiven innerhalb ihrer lokalen Clubszene zu schaffen. Das Konzept verwirklicht diese Vision, indem es uptempo-lastige elektronische Musik mit Einflüssen aus allen erdenklichen Genres der zeitgenössischen Soundscapes präsentiert und so jede Tanzfläche mit hoher Energie und vielfältigen Rhythmen erfüllt. Neben ihrer Residency im Silbergold Club in Frankfurt veranstaltet BACK2BASS auch eine monatliche Show bei Brixton Radio in London und schlägt damit eine Brücke zwischen lokalen und internationalen Dance-Communities.

Jazz Montez Holidays, Live-Konzert-Open-Air 03.07. – 23.08., Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: An der Freitreppe der Honsellbrücke, barrierefrei, Eintritt: frei (um Spende wird gebeten!), weitere Infos gibt’s hier

Freitag, 24. Juli: Of/ Ach, diese Lücke

(Andrea)

Wäre ich nicht im Harz würde ich mich endlich diesen Film ansehen, der alle begeistert. Dazu heute noch im tollen Rahmen bei Frank vor den Parksidestudios und Pana kredenzt Taboulé, Käsevariationen, Lieblingswein und Leckerstes vom Grill. Und Daniel findet die Verfilmung  mindestens genauso zweifelnd, niederschmetternd, tröstend, lustig und befreiend schön wie die literarische Vorlage von Joachim Meyerhoff. „Coming of Age“ an der Schauspielschule – hochkomisch und unglaublich nah und Senta Berger die beste Schauspielerin der Welt. Die Rede ist von “Ach, diese Lücke”, zum Plot: Mit 20 wird Joachim unerwartet an der renommierten Schauspielschule in München angenommen und zieht in die Villa zu seinen Großeltern, Inge und Hermann. Zwischen den skurrilen Herausforderungen der Schauspielschule und den exzentrischen, meist alkoholgetränkten Ritualen seiner Großeltern versucht Joachim seinen Platz in der Welt zu finden – ohne zu wissen, welche Rolle er darin eigentlich spielt. Alle weiteren Infos & Tickets gibt es unter www.kinokulinarisch.de

Kino e Vino im Innenhof der Parkside Studios, Friedhofstraße 59, Offenbach

Freitag 24. Juli: Tiefenrausch Klangkombinat

(Daniela)

Wäre ich nicht in Offenbach, wäre ich bei diesem Konzert:
2008 erfand der Frankfurter Bassist und Komponist Thore Benz das Tiefenrausch Klangkombinat. Seine Kompositionen sind inspiriert von Funk, Jazz, Worldmusic und Pop. Die Musik des Tiefenrausch Klangkombinates klingt urban, tanzbar, melodisch und voller Leidenschaft. Rhythmus und Sound verschmelzen zu einer pulsierenden organischen Einheit. Sie ist sowohl Jazz- als auch Dance-Club-kompatibel.
Die „Stammcrew“ des Tiefenrausch Klangkombinates besteht aus Thore Benz am Bass, Peter Back an Saxophon und Electronics, Juan Pablo Parrado Rivera an den Tasten und Uta Wagner am Schlagzeug.
Für das Konzert im Nebbienschen Gartenhaus hat Tiefenrausch DEZMAN JUNIOR als Gastmusiker hinzugewonnen. Er begann seine musikalische Reise im zarten Alter von drei Jahren, als er seine erste Akustikgitarre bekam. Seine Musik ist eine Fusion aus afrikanischen und karibischen Rhythmen und spiegelt seine Abstammung wider, deren Wurzeln auf seinen jamaikanischen Vater und seine ruandische Mutter zurückgehen.

Veranstaltungsort: Nebbiensches Gartenhaus, Bockenheimer Anlage, barrierefrei, nahe Hilton Hotel
Einlass: 19:30 Uhr. Eintritt frei

Freitag, 24. Juli: Alin Coen

(Andrea)

"Ein Leuchten. Eine Umarmung. Alin Coen ist zurück auf Klangreise, zurück mit neuen Liedern und einem Album – eine Liebeserklärung, die schon mit dem Titel beginnt: „Du bedeutest mir die Welt” Achtsamkeit und Heilung, Nähe und Verantwortung, eine Musik, die vom Ohr direkt ins Herz dringt. Die Songpoetin Alin Coen besingt die feinen Fäden, die Menschen verbinden – Eltern und Kinder, Liebende und Freunde. Und scheut auch die dunkleren Noten nicht: Enttäuschung, Abschied und Zweifel finden ihren Platz. Doch jedes Lied hält am Ende Lichtfunken bereit. Mit berührender Offenheit erzählen die neuen Lieder im ganz Kleinen und im ganz Großen vom Beginn des Lebens. Von der Geburt eines Kindes bis hin zur Geburt des Universums. Alin Coen greift nach den Sternen. „Alles beginnt im All” und „Mond und Erde” verleihen dem Album galaktische Dimensionen. Denn sich in den Nachthimmel hineinzuhören, bedeutet Neues zu wagen. Das Weltall wird zum Traumflugziel für Aufbruch und Veränderung – für den Mut, Grenzen hinter sich zu lassen und einen Neuanfang zu wagen. Diese poetische Weite tritt in den spannenden Kontrast zur sanften, unmittelbaren Wärme der anderen Lieder, die ganz nah am Boden, am Herzen des Alltäglichen bleiben. Einlasss 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Batschkapp Sommergarten, Gwinnerstraße 

Freitag, 24., & Samstag, 25. Juli : Gelegenheit macht Diebe

(Martin)

Rossini liegt gerade voll im Trend, bis vor kurzem in der Oper Frankfurt, jetzt im Palmengarten! Die Oper Frankfurt zeigte als letzte Premiere im Großen Haus Tancredi – ein eher unbekanntes Werk - mit riesigem Erfolg. Die Kammeroper Frankfurt legt jetzt nach – auch Rossini – und ebenso kein (bekannter) ‚Barbier von Sevilla‘, sondern die eher selten gespielte Oper ‚Gelegenheit macht Diebe‘.

Der Titel ist zwar als mahnendes Sprichwort bekannt – der Originaltitel hört sich – wie so vieles im italienischen - viel musikalischer und schöner an: ‚L’occasione fa il ladro‘. Es ist ein Frühwerk von Gioachino Rossini: spritzig, voll Tempo und einer Handlung, die überraschen kann – das sind wohl auch die Gründe, weshalb Regisseur Reiner Pudenz bespielt mit ‚Gelegenheit macht Diebe‘ wie jedes Jahr den Palmengarten. 

„Die Kammeroper hat für diese Inszenierung wieder ordentlich aufgefahren: 27 Musikerinnen und Musiker sitzen im Orchester, bei den ziemlich heißen Proben der letzten Tage teils recht besorgt um ihre Instrumente, die keine Hitze mögen. Auf der Bühne stehen sechs Sängerinnen und Sänger, außerdem hat Pudenz drei Schauspieler engagiert.“ (FR-online vom 1.7.26; Andreas Hartmann). 

Freitag, 24., und Samstag, 25. Juli um jeweils 19.30 Uhr: 

Kammeroper Frankfurt im Palmengarten
Foto: © Homepage Kammeroper Frankfurt

Samstag 25. Juli: JAZZ MONTEZ HOLIDAYS - 11. Tag

(Daniela)

Hier das Line_Up für den 11. Tag beim wunderbaren Jazz Montez / Holidays

19:00 Uhr: Blue Lion
Franzi Aller (aka blue Lion) ist Kontrabassistin, E-Bassistin und Komponistin aus Berlin. Ihr Debütalbum unter eigenem Namen erscheint Anfang 2027 beim Label Jazz Montez. Aller arbeitet zwischen Jazz, improvisierter Musik und zeitgenössischer Komposition. Als Bassistin spielte sie unter anderem mit Musikern/Bands wie Tony Lakatos, Quique Sinesi, Web Web und war zudem als Feature mit der hr-Bigband zu hören. Im Zentrum ihrer künstlerischen 
Arbeit steht die Suche nach Klang und Schönheit als musikalische Freiheit. Ihre orchestralen Stücke wurden unter anderem vom Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, Stegreif Orchester aufgeführt. Mit ihrem Streicher Ensemble aller formt sie Musik, die Räume öffnet. 

20:30 Uhr: Knowsum (Nepumuk)
Nepumuk verbindet anspruchsvollen Rap mit geistreichen Wortspielen, persönlichen Beobachtungen und gesellschaftlicher Reflexion. Seine Musik vereint samplelastige, von Jazz und Funk geprägte Loops, die einer klassischen Hip-Hop-Tradition folgen, mit progressiven Gedanken und zeitgenössischen Texten. Dabei bewegen sich seine Inhalte zwischen kritischer Auseinandersetzung mit dem Mensch-sein und humoristischen Laissez-Faire Lebensweisheiten.
Ohne an eigener Haltung vermissen zu lassen lädt Nepumuk ein zum Dialog mit seinen Gedanken und überlässt die Deutungshoheit oftmals den Rezipienten, denn der Kunde ist bekanntlich Königin. Ob solo, mit Band oder mit DJ Stelze - live entfaltet er seine besondere Energie und verbindet sprachliche Finesse mit einem markanten Soundbild.

22:00 Uhr Jada 
JADA ist eine aufstrebende genrefluide DJ, die für ihre lebendige Selection bekannt ist. Ihre Sets sind voller mitreißender Grooves und gefühlvollen Nuancen zwischen House, Breakbeat und Bassmusik, die sich deutlich mit R&B, Rap, Baile Funk und Afro Einflüssen vermischen. Die in Hamburg ansässige multidisziplinäre Künstlerin, Tänzerin und Kuratorin mit afrobrasilianischen Wurzeln entwickelte sich in kurzer Zeit in unterschiedlichen Kontexten: Boiler Room, Majestic, MELT Festival, sowie als DJ für Ballroom Events.

Aftershowparty mit: Asphodèle Afterparty
Asphodèle ist das Alias der in Los Angeles lebenden DJ und multidisziplinären Künstlerin Cassandra Momah. Ihr Name ist inspiriert von der Asphodelus-Blume, die für Widerstandskraft und Mythologie steht und seit der Antike mit Themen wie Leben, Tod und Übergang verbunden ist. Auch ihr Tattoo „l’amour dépasse la vie“ („Liebe überdauert das Leben“) spiegelt diese tiefere, emotionale Ebene ihrer Arbeit wider.
Ihre Sets verbinden unterschiedliche Einflüsse wie Gqom, Clubmusik, Hip-Hop und experimentelle elektronische Sounds. 

Jazz Montez Holidays, Live-Konzert-Open-Air 03.07. – 23.08., Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: An der Freitreppe der Honsellbrücke, barrierefrei, Eintritt: frei (um Spende wird gebeten!), weitere Infos gibt’s hier

Samstag 25. Juli: Wheel of Frankfurt

(Daniela)

Auf der Hauptwache steht ein riesengroßes Glücksrad. Aber hier gewinnt man keine Gummibärchen, sondern künstlerische Hör-, Seh- oder Tasterfahrungen. Wie nehmen wir öffentliche Räume wahr? Was könnte passieren, wenn der Fantasie freier Lauf gelassen wird? Was irritiert, was verzaubert uns: ein plötzlich auftretender Chor, ein sympathisches Monster, hausgemachte Leckereien oder zwei Vulven, die auf dem Tandem vorbeifahren? Die Aktionen sind mit allen Sinnen zu erleben, damit die Installation allen Menschen zugänglich wird. Die künstlerischen Aktionen, die durch das Drehen des Glücksrads aktiviert werden, entstehen aus interdisziplinären Genres und aus Kooperationen mit Vereinen in Frankfurt.

Konzept, Regie, Künstlerische Leitung: Maj Lilith Hemmesmann
Beginn: 14:00 Uhr und 17:00 Uhr
Dauer: 2 Stunden, Du kannst kommen und gehen, wie du willst
Eintritt: frei, keine Reservierung erforderlich
©Christiane Gangl

Samstag, 25. Juli, und Sonntag, 26. Juli: Hühner für Demokratie

(Andrea)

Hühner sind toll, nicht nur weil sie Eier legen und ich erinnere mich, wie ich abends öfter mal mit meiner Oma in den Hühnerstall gegangen bin und sich das Federvieh sogar auf den Arm nehmen ließ. Das waren tolle Momente und wenn ich jetzt Kind wäre, würde ich auf jeden Fall auf der KinderKulturFarm - am Sa. 25.07. ab 16 Uhr (nur für Kinder) übernachten wollen. Am Lagerfeuer lesen wir euch spannende Geschichten von Hühnern und anderen Tieren vor. Zelte sind vorhanden. Anmeldung per Email unter: KinderKulturFarm-Frankfurt(at)gmx.de
Für alle gibt es dann am nächsten Morgen ein Hühnerfrühstück - am So. 26.07. ab 10 Uhr. Zum Kennenlernen, Austausch und gemütlichen Beisammensein für alle. Bringt gerne einen Beitrag für Büffet mit.
Und weil Ferien sind: Zirkusworkshop - Do. 06.08./ Fr.07.08., 14-18 Uhr, Sa. 08.08., 10-15 Uhr. Stelzen, Jonglage, Diabolo (ohne Anmeldung). Artistisches Hühnerfest mit kleiner Zirkusshow - Sa. 08.08. ab 13 Uhr 

Wegbeschreibung unterwww.kinderkulturfarm.de/wegbeschreibung/. Die Veranstaltungen auf der KinderKulturFarm sind kostenlos.

Möchtest du dabei sein? Als gelegentliche Hilfe in der Hühnerversorgung. Oder beteilige dich an Veranstaltungen, im Farmgarten, bei Aktivitäten rund um die Hühner… Melde dich einfach unter: szeno.farm@gmx.de Informationen zum Hühnerprojekt: www.kinderkulturfarm.de/hühnerprojekt/

Öffnungszeiten der KinderKulturFarm: 6. Sommerferienwoche: Mo. 03.08. - Sa. 08.08 immer 10 - 14 Uhr, In der Schulzeit: Mo. 15 - 18 Uhr und Sa. 14 - 18 Uhr

Zeilsheim, siehe Wegbeschreibung 

Samstag, 25. Juli: Of/ Robert Johnson

(Andrea)

Ach schade, wäre ich da, wäre sunday service. – La Terrazza im Robert Johnson doch ein herrlicher Zeitvertreib. Nette Beats, Sonne und einen Drink in der Hand.  Elli.on / Nekes / Sven Klaeser. Robert Johnson: Kuyateh / Arno / Doudou MD. Ab 16 Uhr, Tickets gibt´s hier: https://robertjohnson.ticket.io/heuGXuyR/. Was das Bild angeht: Das ist irgendwann zwischen einer Corona-Schließzeit entstanden. 

Robert Johnson, Nordring, Offenbach

Sonntag 26. Juli: JAZZ MONTEZ HOLIDAYS - 12. Tag

(Daniela)
Hier das Line_Up für den 12. Tag beim wunderbaren Jazz Montez / Holidays

19:00 Uhr Reverse Avalanche
In der Halbleiterphysik beschreibt „Reverse Avalanche" einen Moment der Eskalation: Ladung sammelt sich, bis das Bauteil nachgibt und sich schlagartig entlädt, ein Kipppunkt, der sich endlos wiederholt und dem keine Vorhersage standhält. Genau diese Unberechenbarkeit hat Jan Ove Hennig aka Kabuki zur Methode erhoben. Sein Live-Elektronik-Projekt trägt nicht nur den Namen, sondern die Idee in sich: Beständig ist hier allein die Veränderung. Jeder Abend, ein anderer Mitstreiter. Eine andere Reibung. Ein anderes Risiko. Statt seinen modularen Synthesizer zu bändigen, lässt der Frankfurter Klangforscher ihm bewusst die Zügel. Was andere als Fehler fürchten, das Ausbrechen, das Entgleisen, wird hier zum eigentlichen Klang. 
Nach der erfolgreichen Feuerprobe 2025 kehrt Reverse Avalanche dieses Jahr zum Holidays Festival zurück. Diesmal hat sich Hennig den Frankfurter Schlagzeuger Oli Rubow als Spielpartner eingeladen. Gemeinsam werden Soundlandschaften erschaffen, die atmen, pulsieren, aber auch in tausend Stücke zerspringen können. 

20:30 Uhr: James Holden & Wacław Zimpel
James Holden ist ein Elektronikmusiker und Tüftler, der im Laufe seiner zwanzigjährigen musikalischen Karriere viele verschiedene Rollen ausgefüllt hat: Produzent, Remixer, DJ, Labelchef, Synthesizer-Maestro, Bandleader, Toningenieur, Softwareentwickler und Allround-Könner in allen Bereichen, die auch nur im Entferntesten mit Musik zu tun haben. Holden, der einen unberechenbaren Kurs irgendwo zwischen unverhohlenem Dilettanten und virtuosem Universalgelehrten einschlägt, ist ein Künstler, dem es schwerfällt, sich festzulegen: Kaum hat er sich vorübergehend einem musikalischen Milieu (Trance, Progressive House, Minimal Techno, IDM, Synth, Jazz…) zugewandt, führen ihn seine neuesten Erkundungen schon wieder auf neue Pfade.

22:00 Uhr: Dmitry Teselkin

Jazz Montez Holidays, Live-Konzert-Open-Air 03.07. – 23.08., Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: An der Freitreppe der Honsellbrücke, barrierefrei, Eintritt: frei (um Spende wird gebeten!), weitere Infos gibt’s hier

Bis Sonntag 26. Juli: re\plastik - „Wie viel Plastik verbrauchen wir täglich“

(Daniela)

Till Hergenhahn und seine Projektpartner:innen machen immer mega tolle Projekte. Nicht nur für Kids!
Geht hin, es lohnt sich! Und bringt alte Plastiktüten mit!

re\plastik - ist ein mitmach Parcours, in der Sommerwerkstatt 

Wie viel Plastik verbrauchen wir täglich – und welche Folgen hat das für Umwelt und Gesellschaft? Die vierteilige Sommerwerkstatt lädt Erwachsene, Schulgruppen und Familien dazu ein, Plastik bewusst zu erleben, zu hinterfragen und aktiv zu reduzieren. Auf interaktiven Parcours, in Experimenten, mit praktischen Messungen und kreativen Projekten lernen Teilnehmende nicht nur die Entstehung, Verwendung und Recyclingmöglichkeiten von Kunststoffen kennen, sondern entwickeln auch konkrete Strategien für den Alltag. 

Höhepunkt ist das partizipative Kunstprojekt Museo Aero Solar, das die Dimension unseres Plastikverbrauchs eindrucksvoll sichtbar macht. Eine Veranstaltungsreihe, die Wissen vermittelt, Handeln anregt und zum Nachdenken über unsere Konsumgewohnheiten einlädt.

1. Plastikträume: Mach den Führerschein:  Plastik prägt unseren Alltag. Über viele Millionen Jahre entstand die Ressource Erdöl, aus dem viele Kunststoffe gemacht sind. Trotz dieser langen Entstehungszeit werden viele Kunststoffprodukte nur wenige Minuten genutzt, bevor sie weggeworfen werden. Unser Mitmach-Parcours macht diesen Widerspruch erfahrbar: Auf spielerische Weise lernen Teilnehmende, warum Recycling nur begrenzt funktioniert und welche Konsequenzen unser Konsumverhalten hat…..
2. Plastikwaage: Was wiegt Gewohnheit?:
 Wie viel Plastik verwende ich wirklich? Im Workshop bauen Teilnehmende eine Waage, die sie mit nach Hause nehmen können. So lässt sich der wöchentliche Kunststoff sichtbar machen und vergleichen…..
3. Plastik anders: Elastisch durch den Alltag:
 Im Workshop versuchen wir, praxisnahe Strategien zur Plastikreduktion zu erarbeiten. Denn kleine Veränderungen im Alltag, wie bewusste Kaufentscheidungen und sorgfältige Trennung, entfalten große Wirkung und machen nachhaltiges Verhalten leicht umsetzbar….
4. Plastik hebt ab: Museo Aero Solar…ist das größte fliegende Museum der Welt, ein Kunstprojekt das 2007 von Tomás Saraceno, ehemals Student der Frankfurter Städelschule, ins leben gerufen und der MuseoAeroSolarGroup seit 2014 fortgeführt wird. Wir laden alle Kinder mit ihren Familien ein, alte Plastiktüten, Folien die Zuhause nicht gebraucht werden, mitzubringen und gemeinsam das Museo Aero Solar weiter zu gestalten, das aus Plastiktüten bestehend, sowohl Wohlstand Kulturelle Identitäten, aber auch die Dimension des täglichen Plastikverbrauchs sichtbar macht. Kreative Arbeit, Forschergeist und Teamarbeit verbinden sich hier mit der Faszination des Raums und des Fliegens.

Samstag 18. Juli, von 11:00-16:00 Uhr; Sonntag 19. Juli, von 11:00-16:00 Uhr
Samstag 25. Juli, von 11:00-16:00 Uhr, Sonntag 26 .Juli, von 06:00-14:00 Uhr MuseoAeroSolar
Mehr Infos: aeronauten.org/wordpress/

Sonntag 26. Juli: Father Mother Sister Brother im FREILUFTKINO FRANKFURT

(Daniela)

Das wunderbare FREILUFTKINO FRANKFURT im Hof des Alten Polizeipräsidiums zeigt heute:

Father Mother Sister Brother

Ein Jim-Jarmusch-Film durch und durch! Das wird bereits in dem Moment klar, wenn Jarmusch-Veteran Tom Waits als Vater die Tür öffnet und seine beiden Kinder Emily und Jeff empfängt. Distanziert, fast unbeholfen beginnt dieses erste Kapitel „Father“ der insgesamt drei Episoden.   

 Father Mother Sister Brother ist ein genau beobachtetes Familientryptichon mit Starbesetzung: Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Vicky Krieps, Cate Blanchett, Indya Moore und Luke Sabbat. Drei Episoden, verbunden weniger durch Handlung als durch Haltung.   

Jarmusch bleibt dabei ganz bei sich: ruhig, lakonisch, mit langen Einstellungen, wenig Handlung und viel Musik – irgendwo zwischen Stranger Than Paradise und Paterson. Ein Film, der nicht erklärt, wie Familie funktioniert. Sondern zeigt, wie schwierig sie bleibt.
Father Mother Sister Brother; Regie: Jim Jarmusch; USA, IRL, FRA 2025; 110 Min.; FSK: ab 12; OmdU (Englisch mit deutschen Untertiteln)

TICKETS BUCHEN 
Eintritt: 12,00 €. / Erm. 10,00 €*; Einlass und Kassenöffnung ab 19:30 Uhr, Filmbeginn bei ausreichender Dunkelheit nach Sonnenuntergang, super leckere Speisen und Getränke gibt es vor Ort!
Mehr Infos: https://www.freiluftkinofrankfurt.de/service/
© Weltkino

Sonntag, 26. Juli: Sommerwerft

(Andrea) 

Der Wetterbericht hat sich für heute hoffentlich geirrt, der angekündigte Regen kann gerne ab 1 Uhr nachts fallen, die Natur braucht das Wasser dringend. Zumal es heute wieder so viel schönes Outdoor-Programm und u.a. den wunderbaren Flowmarkt auf der Sommerwerft gibt. Ich habe da schon immer tolle Sachen gefunden und bedauere es sehr, heute nicht zur Sommerwerft zu können. Zumal dort auch heute wieder viel geboten wird: Kindertheater, Märchen, um 20.30 Uhr singt Ev Machui “Die Liebe kommt, die Liebe geht”, begleitet wird sie von Andreas Müller und Michael Will, zeitgleich beginnt ICH MESSE, ALSO BIN ICH. 10M ZIRKUSTHEATER. Das hätte ich gerne gesehen. Cirque Intense
Theaterplatz Ost.  Stets im Vergleich. Bewertet, gemessen, optimiert.Die Artist:innen von Cirque Intense stellen sich in ihrem Abschlussstück den Fragen unserer Zeit: „Bin ich genug?“ „Wie viel Leistung zählt?“ „Wann reicht es eigentlich?“ Mit Akrobatik, Bewegung und den Mitteln des zeitgenössischen Zirkus entstand ein kraftvolles, energiegeladenes Stück über Druck, Selbstbild und gesellschaftliche Erwartungen. Dann ist aber noch lange nicht Schluss. Hoffen wir auf einen trockenen, lauen Abend. Auch im Harz. Ich habe nämlich Karten für das Bergtheater, mein Vater freut sich sehr, weil er als Jugendlicher das letzte Mal dort war und dann im Regen zu sitzen wäre wirklich gemein und unschön. 

Sommerwerft, Weseler Werft

Sonntag, 26. Juli: Of/ Offenbacher Kurkonzerte

(Andrea)

Sattelt die Räder, packt die Picknickkoffer, heute ist Kurkonzert! Ja, tatsächlich hätte Offenbach mal Kurstadt werden können, schließlich gab es hier die Kaiser-Friedrich-Quelle. Lang, lang ist´s her. Heute entspannen wir uns nicht beim Wassertrinken, sondern bei Live-Musik und lässigen DJ-Sets. Rund um den Pavillon im Dreieich-Park ist Platz für Picknickdecken, es gibt feine Snacks, Getränke und ein buntes Kinderprogramm. Der Eintritt zu den Kurkonzerten ist frei. Um eine kleine „Kurtaxe“ wird gebeten. Eigene Speisen und Getränke dürfen selbstverständlich mitgebracht werden.
Für die Unterhaltung sorgen: Das NRNF (No Risk No Funk) Collective ist eine vielfältige Gruppe von Musikerinnen und Musikern, die Musik in unterschiedlichen Genres erschaffen. Im Zentrum steht eine eingespielte Rhythmusgruppe (Keyboards, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Percussion), die seit vielen Jahren zusammen musiziert. Jeder Song erkundet ein eigenes Genre – sei es Jazz, Hip-Hop, Highlife, Soul oder Indie. Zusammengehalten werden die Stücke durch ein rhythmisches Fundament mit afro-musikalischen Wurzeln. Jeder Track wird von anderen Sängerinnen, Sängern, Rapperinnen oder Rappern begleitet und bringt dadurch neue Perspektiven und Identitäten in den Klangmix ein.
DJ MEESISJ, besser bekannt als Schnürschuh, schöpft aus einem Fundus, als hätte jemand Genregrenzen Stents gesetzt. Womöglich wird's beatlastig, vielleicht eher jazzig, doch auch Dub hat ein gehöriges Wörtchen mitzureden. 14 bis 18 Uhr

Musikpavillon im Dreieichpark, Dreieichring, Offenbach

Montag, 27. Juli: Iwan Heilbut: „Zugvögel“ - Buchpremiere mit Peter Graf und Stéphane Bittoun in der Deutschen Nationalbibliothek

(Petra)

Veranstaltungen mit Stéphane Bittoun sind immer etwas Besonderes für mich - auch wenn er (wie heute) hier “nur” liest: der Autor, Schauspieler und Regisseur an der Schnittstelle zwischen Theater und Film, arbeitet auch als großartiger Sprecher. So eben heute. Hier geht es in der Deutschen Nationalbibliothek heute um den 1933 vor den Nationalsozialisten nach Paris geflohenen Schriftsteller Iwan Heilbut (1898–1972). Dem gelang 1940 zusammen mit seiner Frau Charlotte und dem erst wenige Monate alten Sohn Francis die erneute Flucht aus dem besetzten Teil Frankreichs in die USA. Basierend auf den persönlichen Erfahrungen in den Jahren der Flucht und des Exils schrieb Heilbut nach der Ankunft in New York einen neuen Roman. Er zeichnet darin ein erschütterndes Bild von der klaustrophobischen Enge in der französischen Metropole, die einst Rettung versprach, aber über Nacht zur Hölle wird für diejenigen, die vor den Nazis geflohen sind. Es ist aber auch die Geschichte einer unerschütterlichen Hoffnung auf eine Zukunft jenseits des Terrors. 1943 erschien dieser Roman unter dem Titel „Birds of Passage“ in einer englischsprachigen Ausgabe in den USA. Das deutschsprachige Typoskript blieb unveröffentlicht. Es wird als Teil des Schriftstellernachlasses im Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek aufbewahrt. Nun erscheint Iwan Heilbuts „Zugvögel“ im Claassen Verlag/ULLSTEIN Buchverlage erstmals in Deutschland. Zur Buchpremiere in der Deutschen Nationalbibliothek spricht Herausgeber Peter Graf über Heilbuts Roman und den langen Weg zur deutschsprachigen Erstausgabe. Stéphane liest ausgewählte Passagen aus dem Buch. 

Foto: ©Deutsche Nationalbibliothek

Iwan Heilbut: „Zugvögel“ - Buchpremiere mit Peter Graf und Stéphane Bittoun in der Deutschen Nationalbibliothek - Lesung und Gespräch, Moderation: Miryam Schellbach  (Claasen Verlag), Uhrzeit: 19 Uhr - 20:30 Uhr, Eintritt: frei, Anmeldung vorab nötig hier

Dienstag, 28. Juli: Martin Kohlstedt

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Martin Kohlstedt zählt zu den herausragenden Komponisten, Pianisten und Produzenten für Modern Classical Music und Electronica. Sowohl live als auch auf seinen Aufnahmen setzt er Standards darin, wie innovativ Electronica mit analogen und akustischen Elementen aus klassischem Klavier, Ambient, Field Recordings und Score Design zusammenkommen kann. 

Kohlstedt schafft es, für die Einflüsse aus so unterschiedlichen Welten intuitiv eine gemeinsame Form zu finden und daraus einen lebendigen Körper zu bilden – als spektakuläre Festivalshow, als introspektives Klavierkonzert, multidimensionaler Filmsoundtrack oder immersives Albumerlebnis. Seine Art des Arbeitens bezeichnet er als modulares Komponieren. Die Stücke sind ständig in Bewegung und folgen auch im Konzert keiner festgelegten Form. Improvisation ist zwingend Teil des Schaffens, ebenso der Mut zum Scheitern, das Suchen und das Interagieren mit Kontext, Raum und Menschen. 

Der in Weimar lebende Musiker spielt auf Konzertreisen auf der ganzen Welt und kollaboriert mit renommierten Partner*innen wie dem GewandhausChor Leipzig, mit Künstlern wie Ben Böhmer, Douglas Dare, Sudan Archives und Henrik Schwarz sowie mit Labels wie Warner Classics. 

Neben eigenen Stücken schreibt Kohlstedt Soundtracks für Filme, Theaterstücke, Podcasts und Hörspiele. Mit der Edition Kohlstedt führt er sein eigenes Label und kommt mit einem eigenen Aufforstungsprojekt seiner Verantwortung als Artist nach. 

Palmengarten Frankfurt um 20.00 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr)
Foto: © Karine Bravo

Mittwoch, 29. Juli: Vortragsreihe - Internationale Landschaftsarchitektur „TOO HOT – HEISSE STÄDTE, KÜHLE LÖSUNGEN. LANDSCHAFTSARCHITEKTUR, KLIMA UND GESUNDHEIT IM DIALOG“ im DAM

(Petra)

Im Kontext der Ausstellung „Too Hot – Heiße Städte, neue Wege“ im Deutschen Architekturmuseum veranstaltet der bdla Hessen e.V. eine begleitende Vortragsreihe mit dem Schwerpunkt klimaangepasste Freiraumplanung zum bdl-Kampagnenthema 2026 „Landschaftsarchitektur – Klimawandel – Gesundheit“. Angesichts zunehmender Hitzebelastung, längerer Trockenperioden, Starkregen-ereignissen und Wasserknappheit wird deutlich, welche Schlüsselrolle Freiräume für die Resilienz unserer Städte spielen. Städtische Freiräume sind zentrale Stellschrauben für Klimaschutz und Klimaanpassung: Sie beeinflussen Mikroklima, Wasserhaushalt, Biodiversität und nicht zuletzt die Gesundheit und Aufenthaltsqualität für den Menschen. Die Ausstellung „Too Hot zeigt anhand europäischer Beispiele aus fünf Klimazonen – von der Kleinstadt bis zur Metropole – wie innovative Freiraumstrategien, gebaute Projekte, planerische Konzepte und Initiativen aus der Zivilgesellschaft auf die Herausforderungen der Klimakrise reagieren. Die Vortragsreihe vertieft diese Ansätze beteiligter Landschaftsarchitekt*innen und ergänzt sie um interdisziplinäre Perspektiven aus dem Bereich Klimawandel und Gesundheit. Ein besonderer Fokus lieg in der Vortragsreihe auf der Rolle der Landschaftsarchitektur als gestaltende und strategische Disziplin. Sie macht deutlich, wie Freiraumplanung als integraler Bestandteil einer sozial gerechten, klima-angepassten Stadtentwicklung wirken kann – und welche Verantwortung und Chancen sich daraus für die Landschaftsarchitektur ergeben.

Abbildung: @dam-online.de

Vortragsreihe: Internationale Landschaftsarchitektur „TOO HOT – HEISSE STÄDTE, KÜHLE LÖSUNGEN. LANDSCHAFTSARCHITEKTUR, KLIMA UND GESUNDHEIT IM DIALOG“, Bund Deutscher Landschaftsarchitekten Hessen e.V., Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, Uhrzeit: 19 - 21 Uhr, im Vorfeld wird um 18 Uhr ein geführter Rundgang durch die Ausstellung „Too Hot – Heiße Städte, neue Wege“ angeboten, Teilnahme im Museumseintritt inbegriffen, Eintritt: 7 (4) Euro, barrierefrei

Donnerstag, 30. Juli: Sommerwerft/ Uncle Maze

(Andrea)

Gute Gründe, den Sommer an der Weseler Werft zu verbingen, gibt es viele. Heute kommt noch Uncle Maze dazu. Matzes Gesang mocte ich schon, seit er mit Sushimob erste Wellen zog. Es folgten weitere Formationen, schon länger singt er bei der Batschkapp-Hausband Terrible Noises, bei der jetzt Ralf Scheffler fehlt. Nicht nur dort, aber dass Doris Sommer und Florian Jöckel sein Erbe antreten, empfand ich als gute Nachricht und wünsche beiden an dieser Stelle nochmals viel Erfolg! Am Schlagzeug war kein Geringerer als Sepp´l Niemeyer, der seit Jahren auch das Musikprogramm der Sommerwerft verantwortet. Detlef Kinsler hat im Vorfeld ein wunderbares Gespräch mit ihm geführt, das lesenswerte Interview findet ihr hier:Im Geiste der Straßenmusik

So, jetzt endlich zu Uncle Maze, Folk und Blues, kombiniert mit 90s Seattle: Ruhige, minimalistische Songs im Stil von Künstlern wie Fink, Beck & Elliott Smith. Folk und Blues, kombiniert mit 90s Seattle Harmonien, bilden ein rundes, angenehmes melancholisches Songarrangement. Zu Hause, mit Akustikgitarre, und ruhiger, leicht angerauchter, schon fast intimer Stimme und persönlichen Texten komponiert und aufgenommen. So formte sich mit der Zeit der typische, schon fast Roadmovie-ähnliche, Uncle Maze Sound. Weitere Infos unter: https://www.instagram.com/uncle_maze/   

Sommerwerft, Weseler Werft

Donnerstag, 30. Juli: Schirn Summer Hangout mit 2.og:dondorf – mit Reverse Avalanche

(Petra)

Die Schirn lädt zu den beliebten Summer Hangouts mit Live-Musik in entspannter Atmosphäre und unter freiem Himmel im Innenhof ein. Dazu gibt es kühle Drinks und eine Auswahl an Snacks vom Café B. Heute zum Auftakt in Kooperation mit der Jazzreihe des 2og:dondorf, erwartet euch Live-Musik von Reverse Avalanche, dem neuen Live-Elektronik Experiment von Jan Ove Hennig aka Kabuki. Ein elektronischer Schaltkreis kurz vor dem Kollaps. Spannung baut sich auf, entlädt sich, der Prozess beginnt von vorn. Unvorhersehbar. Volatil. Solch eine Schaltung bezeichnet man als „Reverse Avalanche“ – Namensgeber für das Projekt, bei dem die einzige Konstante der Wechsel ist. Zu jedem Auftritt lädt er einen anderen musikalischen Komplizen ein, der bereit ist, sich auf das Experiment einzulassen. Bei diesem Konzert ist es der Schlagzeuger Leon Raum. Der Frankfurter Klangforscher Jan Ove Hennig umarmt hierfür das Chaos seines modularen Synthesizer-Monolithen, macht die Unberechenbarkeit zum kreativen Partner. Kontrollverlust als Kompositionsprinzip – ein musikalischer Drahtseilakt ohne Netz. Das Konzert wird somit zur Versuchsanordnung: Was passiert, wenn Musiker sich der totalen Unberechenbarkeit hingeben? Reverse Avalanche lädt ein zum Ausflug ins Unbekannte. 

Foto: ©Esra Klein

Schirn Summer Hangout, in Kooperation mit der Jazzreihe von 2.og:dondorf, mit: Reverse Avalanche, Ort: Schirn Kunsthalle, Adresse: Uhrzeit: ab 19 Uhr, Öffentliche Führung um 19 Uhr durch die aktuelle Schirn-Ausstellung „The World Through AI“ mit einem regulären Ausstellungsticket; die Ausstellung bleibt an diesem Abend bis 22 Uhr geöffnet, Eintritt: frei, Ausstellung Eintritt: 12 (10) Euro

 

Donnerstag, 30. Juli. Of/ Tuner

(Andrea)

Wäre ich nicht auf der Sommerwerft, würde ich heute in den Filmklubb gehen, “Tuner” liest sich spannend und unterhaltsam: "Die überaus sensiblen Fähigkeiten eines hoch talentierten Klavierstimmers lassen ihn eine unerwartete Begabung zum Knacken von Tresoren entdecken – was sein Leben total auf den Kopf stellt. Niki White aus New York City ist gemeinsam mit seinem Mentor Harry Horowitz als Klavierstimmer tätig, nachdem er seine Karriere als Musiker aufgeben musste. Sein außergewöhnliches Gehör macht ihn allerdings nicht nur für die Musikwelt interessant, sondern auch für Kriminelle, die ihn für das Öffnen von Safes bezahlen. Niki ist zwischen legalen und illegalen Aufträgen hin- und hergerissen und verliebt sich dabei in die Kompositionsstudentin und Pianistin Ruthie, mit der er eine Beziehung beginnt. Mit Dustin Hoffman und Leo Woodall >> Trailer zum Film>> Karten bitte HIER kaufen,  Einlass: 18.00 Uhr,  Beginn: 19.00 Uhr. Es werden Speisen und Getränke angeboten. 

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Donnerstag, 30. Juli: „Sababa Nights“ - Open Air-Konzert am Jüdischen Museum

(Petra)

Sababa Nights eröffnet eine dreiteilige Open-Air-Konzertreihe auf dem Vorplatz des Jüdischen Museums begleitend zur laufenden Ausstellung „Mishpocha“. Das Auftaktkonzert wird von der IMA Clique gemeinsam mit Jazz Montez kuratiert und umgesetzt. Den Anfang macht die Band Sababa 5, deren Sound Einflüsse aus Middle Eastern Grooves, Funk und Psychedelic verbindet. Unter freiem Himmel entsteht so ein musikalischer Begegnungsraum, der Austausch, Vielfalt und gemeinsame Erfahrung hörbar macht.

Foto: Sababa 5©Alex Quai des brumes

Sababa Nights mit Sababa 5, Ort:: Jüdisches Museum Frankfurt, Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Uhrzeit: 19 Uhr, Eintritt: Vorverkauf 15 Euro, Abendkasse 20 Euro, Tickets über Bleane hier, in Kooperation mit IMA Clique und Jazz Montez

Vorschau

Freitag 31. Juli: Kino e Vino im Hof des Atelierfrankfurts: „Night on Earth“

(Daniela)

Ein wunderbarer Ort, tolle Filme und ein mega Gastrokonzept, das ist Kino e Vino im Hof des Atelierfrankfurts.

Ein Film, der uns immer wieder abholt, mitnimmt und beispiellos unterhält: Mit „Night on Earth“ steuerte Jim Jarmusch der Filmgeschichte die schönsten Taxifahrten bei, in denen wir seit 1991 immer wieder Platz nehmen möchten. Alleine Winona Ryder, Roberto Benigni, Armin Mueller-Stahl, Gena Rowlands zuzuschauen, zuzuhören … und dann noch Helmut, Kürbisse und diese Schafgeschichte – ewige Kinoliebe!

Dazu Filmmusik von Tom Waits, die alle Episoden meisterhaft verbindet. Steigt mit uns noch einmal ein in diesen lakonisch-charmanten, unglaublich liebevollen Wahnsinn!

Regie: Jim Jarmusch, USA 1991, 129 Minuten, FSK: ab 16 Jahren, Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Einlass: 19.30 Uhr, Filmstart: gegen 21.30 Uhr bei Einbruch der Dunkelheit

Tickets: https://www.eventbrite.de/e/kino-e-vino-vol2-tickets-1990637972763#organizer-card

Samstag, 01. August: SOUL FOOD Rooftop Special

(Daniela)

Wenn ihr Lust habt nonstop zu tanzen, dann los zu Soulfood.

Liebe Soulfood Freunde, 
nach den ersten, wunderbaren Rooftop Parties im letzten Sommer, machen wir es dieses Jahr wieder. Wir tanzen im Freien bei der Soulfood Rooftop Edition. Am Samstag den 1.08.26 treffen wir uns von 15 - 22 Uhr auf der wunderschönen Dachterrasse des Ruby Louise Hotels in der Innenstadt. Vom Nachmittag bis in den späten Abend tanzt ihr zu den Sounds der  Soulfood DJs, Mr. Brown und Sportwagen. Unser Freund und Lokalmatador Alexander Antonakis ist ebenfalls dabei und macht das Warm Up. Auch in diesem Jahr bieten wir einen Vorverkauf an, da die Kapazitäten dort beschränkgt sind. Also deckt euch mit Tickets ein um dieses schöne Event nicht zu verpassen. Es wird auch eine Abendkasse geben mit einer geringen Kapazität und für den Durchlauf. Wir freuen uns riesig auf diesen Tag. Seid frei und dabei.

Samstag, 01. August 2026
Ruby Louise Hotel – Dachterrasse
Neue Rothofstraße 3, 60313 Frankfurt
15 bis 22 Uhr
Tickets: www.eventim-light.com/de/a/632095c40908fc1c71b00ede/e/6a1d9fd2bd3fc96282249ab7

Samstag, 01. August: Radical Climate Action Bird 

(Andrea)

Vögel singen Protestlieder (wer könnte es ihnen verdenken?), die Amsel als Stimme des Widerstands, das schaue ich mich auf jeden Fall an! Das fortlaufende Projekt Radical Climate Action Bird untersucht, wie Kommunikation zwischen Menschen und Tieren politisch wirksam sein kann. Im Mittelpunkt steht der Gesang heimischer Singvögel. Gemeinsam mit Expert:innen aus den Bereichen der Vogelkunde, der Bioakustik, des Audiodesigns und der Künstlichen Intelligenz entwickelt der Künstler Soundinstallationen, die Melodien antifaschistischer Protestlieder in künstliche Vogelgesänge übersetzen. Durch das Ausspielen der synthetischen Vogelgesänge in öffentlichen Räumen animiert die Installation die dort lebenden Vogelarten zugleich dazu, die Melodien der Protestlieder nachzuahmen und in ihr natürliches Gesangsverhalten zu integrieren. Besonders die häufige Amsel kann neue Gesänge schnell lernen und so zur Stimme des Widerstands werden.cDoch nicht nur eröffnet Sierings Arbeit somit zahlreiche Fragen hinsichtlich des Austausches zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Lebensformen sowie den tiefgreifenden Wechselwirkungen von Technologie und Natur. Gleichzeitig ist die Installation eine kritische Auseinandersetzung mit dem Wiederaufleben nationalistischer und neofaschistischer Ideen. In Zusammenarbeit mit Sound Design: Aleksei Maier Musikalische & bioakustische Feldforschung: Andre Siering. Bis 1. September. Foto: pexels-erenalkis-32919971.jpg

Metzlerpark, Schaumainkai 15

Samstag, 01. August: Of/ Rummelfest

(Andrea)

Das Kuddelmuddel ist mir neulich völlig durch die Lappen gegangen, schade, und heute hoffe ich, das Rummelfest noch irgendwie in meinem straffen Zeitplan unterzubekommen. Es muss! Denn im Sommer gibt es außer dem Blauen Wasser und der Kommune 2010 kaum einen schöneren Ort zum Feiern, finde ich. Artistinnen strecken ihre klammen Glieder, Muskelfrauen biegen ihre Biegeisen gerade, Schausteller kratzen rostige Stellen von ihren antiken Attraktionen; Das RUMMELFEST öffnet erneut seine Pforten. Auf dem Gelände der Kommune2010 erwacht für Bummler:innen jedweder Couleur ein Jahrmarkt der Extreme. Angesetzt irgendwo zwischen Volksfest der Jahrhundertwende 19/20 und technoider Zukunftsmusik bieten wir auf handgearbeiteten, selbstkonzipierten Bühnen eine unvergleichbare Open-Air Erfahrung. Neben dem Entdecken von allerlei Attraktionen und Firlefanz wie das Wolkenriesenrad, Hau-den-Lukas, Seiltanz, Entenfischen, Dosenwerfen und dem allseits bekannten und mindestens genauso antiken Wabbelberg könnt ihr euer eigenes artistisches Können an der Spielwiese demonstrieren. Der Schminkstand verwandelt Gäste in Harlekins, Muskelfrauen und Taschenspieler*innen. Kommet, sehet, staunet, lasset euch von unseren Gauklern und dem bunten Rummel in den Bann ziehen! Manege frei! Dresscode: Kein Dresscode aber wir freuen uns über kostümierte Auseinandersetzung mit dem Motto Jahrmarkt. (ich braue unbedingt einen Zylinder!). 14 bis 22 Uhr 

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit S-Bahn und Bus ca. 35 min. von der Konstablerwache.S-Bahn bis OF-Marktplatz und dann Bus Nr. 106 Richtung Offenbach (Main)-Lauterborn. An der Haltestelle Merianstr. aussteigen und ca, 3 Minuten in Fahrtrichtung, nach dem Aldi rechts rein, dann links halten, nach ca. 100m habt Ihr das Ziel erreicht.Parkmöglichkeiten direkt vor dem Eingang sind auch vorhanden.  Bitte nicht auf dem Aldi Parkplatz parken! 

Kommune 2010, Sprendlinger Landstraße 181D, Offenbach

Samstag, 01. August: OF/ Demokratiekiosk Uzumumba

(Andrea)

Heute ist es endlich soweit und der Kulturzeiterin e.V. kommt nach Offenbach! Natürlich nicht ganz allein, wir kommen mit Lust auf besser Leben gGmbH im Rahmen des WDC und bringen Euch Tanz, Musik, Gesprächsstoff, gute Stimmung und Inspiraton. Mindestens. Los gehts um 15 Uhr mit “Aber sicher! Inklusiver Tanzworkshop mit Reclaiming Dance”. Offen für alle. Gemeinsam fragen wir: Was brauchen öffentliche Orte, damit sich alle wohl und sicher fühlen? Wie können wir durch unsere Bewegung und unser Handeln Räume gestalten? Aus dem Workshop entsteht eine spontane Performance, die wir anschließend gemeinsam am Kiosk zeigen. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Das Tänzer:innen-Duo Keiko Schmitt und Anno Bolender arbeitet im inklusiven Tanzprojekt RECLAIMING DANCE mit verschiedenen Methoden der Körperarbeit aus dem zeitgenössischen, improvisations-basierten Tanz und der somatischen Praxis. Ziel ist, neue Formen des Tanzens zu finden, in denen sich jeder wohlfühlt und die niemanden ausschließen. In wechselnden Angeboten werden gesellschaftlich relevante Themen durch achtsame, kreative Bewegungspraktiken und stärkende Gemeinschaftserlebnisse erfahrbar. 15 bis 18 Uhr. 
Und weil wir an einem Demokratiekiosk sind, kamen wir nicht umhin, die Demokratie zu Dritt zu buchen. Das sind Uta Wagner, Thore Benz und Natalya Karmazin, die sich für den Auftritt swingende Klassiker des Great American Songbooks ausgesucht haben, die sich nicht nur zum Tanzen eignen. Spielfreude und Spontaneität bestimmen ihre Darbietung und versprechen einen kurzweiligen und informativen Nachmittag/Abend am Demokratikiosk. 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr. 

Uzumumba, Senefelder Straße 72, Offenbach

Samstag, 01. August: The OhOhOhs

(Andrea)

Auf den heutigen Abend freue ich mich sehr (ich gehe selbstredend davon aus, dass The OhOhOHs ihr Technoset nicht um 16 Uhr, sondern erst gegen Abend spielen. Dann kann ich es vielleicht noch schaffen, ich habe große Lust, sie mal wieder live zu sehen. 
Übrigens ist auf YouTube ist jetzt der Bergfilm "ZAHIR" veröffentlicht worden, für den die beiden Musik komponiert haben. Der Film hat viele Preise gewonnen, unter anderem den ersten beim 1. Sportfilm-Festival, Frankfurt. “When Katherine Choong invites her friend Eline Le Menestrel to climb the multi-pitch route Zahir, a classic of the Swiss Alps and the hardest line on the Wendenstöcke, Eline agrees, but only under one condition: to travel exclusively using low-carbon mobility.As the days go by on the wall, they soon realize how ambitious this project really is. The commitment of the route, the tiny holds, and the fatigue from cycling are a real struggle. Despite their motivation and enthusiasm, will Eline and Katherine find their Zahir?”Athletes: Katherine Choong, Eline Le Menestrel, Director: Julien Nadiras, Music by The Ohohohs and Eline Le Menestrel. Mixed and mastered by Stephan Knauer – D32 digital-editing

Gusti Kulturkiosk, Mainzer Landstraße 399

Sonntag, 02. August: Of/ zerlegBar

(Andrea)

Begonnen haben Daniel Reese und seine Mitstreiter:innen im Rathaus-Pavillon und als dort die Sanierung begann, gelang nicht nur der Umzug, sondern auch die Verstetigung als Reparaturstudio zum Selbstschrauben, Raum für Vorträge und Workshops, gemeinsame Ausfahrten, aber auch Karaoke-Abende und lose Zusammenkünfte. Heute gibt es eine praktisch-coole Veranstaltung im Rahmen des WDC:  Durch die Demontage von nicht mehr fahrtauglichen Fahrrädern können in einem Rahmen, in dem man nichts mehr kaputt machen kann, praktische Reparatur-Erfahrungen gesammelt werden. Teile, die noch brauchbar sind, können im Reparaturstudio eine neue Verwendung finden und das, was wirklich kaputt ist, kann durch die Trennung von Materialien besser recycled werden.  Egal welchen Kenntnisstand Ihr mitbringt, gemeinschaftlicher Austausch bei einer Tasse Kaffe oder einem Kaltgetränk ist garantiert. Eingang nicht barrierefrei, Eintritt kostenfrei.

radraum, Bleichstraße 22, Offenbach

Sonntag, 02. August: Sommerwerft/ Iso Herquist & Band

(Andrea)

Heute um 20.30 Uhr auf der Sommerwerft: Iso Herquist & Band, Swing, havin’ the Blues Tanzbares Swingclub-Feeling mit Groove und Soul. Smoother, swingender Sound, der den Raum füllt. Iso Herquist nimmt sich die Swing Tunes der goldenen Jazz-Ära vor und macht daraus seine ganz eigene Mischung. Begleitet wird Iso von zwei herausragenden Musikern, Thore Benz (am Kontrabass) liefert das satte, erdige Fundament, Uta Wagner (Drums) ’s got den stabilen, tanzbaren Rhythm. Weitere Infos unter: https://www.herquist.de Natürlich gibt es an dem Abend auch Theater. leckeres Essen, gute Getränke und wieder allerlei buntes Treiben.

Sommerwerft, Weseler Werft

Dienstag 04. August: Naxos Kino zeigt: KINGS AND EXTRAS: DIGGING FOR A PALESTINIAN IMAGE

(Daniela)

Am 04. August.2026, 19.00 Uhr, zeigen wir den Dokumentarfilm KINGS AND EXTRAS: DIGGING FOR A PALESTINIAN IMAGE, Azza El-Hassan, D 2004. 

Gibt es ein selbstbestimmtes Bild der palästinensischen Realität?  Filme der PLO, die Einblicke in das palästinensische Selbstverständnis geben könnten, verschwanden 1982 während der israelischen Invasion in Beirut. In einem „Roadmovie“ durch den Nahen Osten folgt die Regisseurin den verwirrenden Hinweisen auf den Verbleib des verlorenen Archivs. 

Anschließendes Filmgespräch mit Luna Vega, Destina Yildirim, Oğulcan Korkmaz, Red Cinema Collective - ein migrantisches Filmkollektiv mit Fokus auf dekoloniales Kino

Naxoshalle, Waldschmidtstraße 19 HH, 60316 Frankfurt am Main
Einlass ab 18 Uhr, Vorstellungsbeginn 19 Uhr
Karten unter: https://naxos-kino.de/kartenvorbestellung/
©deckert Distribution gmbh

Dienstag, 04. August: Ásgeir

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Ásgeir gehört zu einer Generation nordischer Künstler, die beweist, dass leise Töne lauter nachhallen können als jedes Pathos. In einer schnelllebigen Musikindustrie steht der isländische Singer-Songwriter für Nachhaltigkeit, Nähe und Beständigkeit – zurückhaltend, kompromisslos und zutiefst authentisch. Mit seiner zerbrechlichen, aber dennoch eindringlichen Stimme, die oft verträumt, beinahe engelsgleich wirkt, transportiert Ásgeir emotionale Tiefe, während sich seine Werke durch melodische Leichtigkeit und sanfte Kontraste auszeichnen: Fragile Falsettgesänge treffen auf warme Gitarren, elektronische Arrangements ummanteln folkige Intimität. 

In Summe ein Garant für dahinschmelzende Herzen, egal ob auf großen Bühnen mit begeisterten Massen oder in kleinen Veranstaltungsorten, die eine intensive Publikumsnähe zulassen und fördern. Mit seinem im Februar erschienenen Album „Julia“ ist Ásgeir hautnah im Palmengarten zu erleben.

Mounsonturm Palmengarten Frankfurt um 20.00 Uhr (Einlass um 19.00 Uhr)
Foto: © Ásgeir

Mittwoch, 05. August: Mari Froes

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation

Mit mehr als 100 Millionen YouTube-Aufrufen, einer wachsenden internationalen Anhängerschaft und einem Stil, der hörbar aus der brasilianischen Musiktradition schöpft, hat sich die aus Sao Paulo stammende Mari Froes als markante Stimme einer neuen Generation von Singer-Songwritern etabliert. Ihre charakteristische Mischung aus poetischer Leichtigkeit, feinem Gespür und rhythmischer Energie bringt sie 2026 im Rahmen einer umfangreichen Festivalreise nach Europa – und in die Centralstation.

Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und Katz Records stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Basti Mowka 

Mittwoch, 5. August: Gatsby Walkers

(Andrea)

Ich habe mir gerade das Video angesehen und bin vor allem vom Waschbrett begeistert. Überhaupt machen die Gatsby Walkers einen schönen Mix aus Jazz, Swing, Blues und musikalische Einflüsse der Goldenen Zwanziger und vergolden damit den Abend. Anders als bei einem klassischen Konzert gibt es keine Bühne und keine festen Sitzreihen. Die Musiker bewegen sich als Walking Act durch den Raum und spielen direkt zwischen den Gästen. So entstehen spontane musikalische Begegnungen und eine entspannte Atmosphäre, die zum Genießen, Unterhalten und Verweilen einlädt. Der Abend richtet sich an alle, die handgemachte Livemusik, stilvolle Kulturveranstaltungen und besondere Begegnungen schätzen. Ob als Paar, mit Freunden oder allein – die Gatsby Walkers schaffen den Rahmen für einen außergewöhnlichen Abend in Offenbach. Gatsby Walkers: Ralf Olbrich, Peter Reimer, Chris Cho Einlass: 19:00 Uhr,  Beginn: 20:00 Uhr Eintritt: auf freiwilliger Basis – gemäß persönlicher Wertschätzung. 

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach

Donnerstag, 06. August: Die Höchste Eisenbahn

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation mit einer tollen Band

Die Höchste Eisenbahn ist zurück in Darmstadt. „Wenn wir uns wieder sehen schreien wir uns wieder an“ – so und nicht anders lautet der Titel ihres vierten Albums. Wieder geht es um Liebe, wieder hat die Band selbst produziert, mit Leidenschaft, Chaos und allem, was dazu gehört, immer aber maximal „echt“ und mitten aus dem Herzen heraus. Viele Songs brauchten lange Zeit um zu reifen, einige auch Jahre. Jetzt sind sie flügge und dürfen raus in die Welt. Und das Warten hat sich gelohnt! Auch schön und definitiv besonders: Hinter jedem Song steht ein kleiner Roman; eine Umschreibung, die Inhalt und Entstehungsprozess schildert. Man munkelt, dass auch diese Texte einst veröffentlich werden könnten … Und um alles noooch persönlicher zu halten, haben die Songs eigene „Paten“, ein Bandmitglied also, das sich besonders verantwortlich fühlt und dessen Stil maßgeblich bestimmt.

Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und das Diskothekerkollektiv Rote Nadel stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Joachim Gern

Samstag 08. August: Erster Fancy Women Bike Ride 

(Daniela)

Yeah, da bin ich dabei! Endlich auch in Hessen: Fancy Women Bike Ride 

Wann? Am Samstag, 8. August 2026, 14 Uhr
Wo? Goetheplatz in Frankfurt am Main

Im Mittelpunkt stehen Frauen und LGTBQIA-Personen. Willkommen sind alle, die das Anliegen solidarisch und respektvoll unterstützen. Schmückt euch und eure Räder und seid mit dabei: bei einer bunten Fahrradkundgebung, die sich für mehr Sichtbarkeit von Frauen im Verkehr, Selbstbestimmung und eine sicherere Fahrradinfrastruktur einsetzt.

Es werden noch Corkerinnen und Corker gesucht. (Das sind die Leute, die die Nebenstraßen absichern) Dazu schreibt bitte an: frauen(at)adfc-hessen.de

Samstag. 8. August: "unerhört! x 2" - Konzertreihe und Wahrnehmung

(Martin)

“unerhört! x 2” ist ein begehbares Konzert- und Wahrnehmungsformat im ChamissoGarten Frankfurt, das klassische Musik, Naturraum und bewusste Sinneserfahrung miteinander verbindet. Im Zentrum des Formats steht die Frage, wie sich unsere Wahrnehmung verändert, wenn Musik nicht nur gehört, sondern in Beziehung zu Raum, Bewegung, Stille und Natur erlebt wird. Jeder Konzertabend besteht aus drei Teilen: Zunächst wird ein musikalisches Werk in einer klassischen Konzertsituation aufgeführt. Anschließend öffnet sich der Garten als stiller Erfahrungsraum: Die Musiker*innen verteilen sich über das Gelände und lassen kurze musikalische Fragmente, Echoformen und Miniaturkonzerte zwischen Blumenbeeten, Gewächshaus, Hühnerstall und Bienenstöcken entstehen. Dazwischen entstehen bewusst Momente absoluter Ruhe, in denen die Geräusche und Atmosphären des Gartens selbst Teil des Erlebnisses werden. Das Publikum bewegt sich frei und langsam durch den Garten. Gespräche treten in den Hintergrund; Aufmerksamkeit, Präsenz und nonverbale Wahrnehmung stehen im Mittelpunkt. Licht, Wind, Gerüche, Farben und Materialien werden ebenso Teil der Erfahrung wie die Musik selbst. Kleine Reflexionsimpulse im Garten laden dazu ein, bewusster wahrzunehmen: Wie klingt Stille? Welche Geräusche gehören nur zu diesem Ort? Was verändert sich, wenn wir langsamer werden? Publikum und Musiker*innen kehren dann gemeinsam zur Hauptbühne zurück. Das Werk wird ein zweites Mal gespielt - nun mit veränderter Wahrnehmung und einer stärkeren Verbindung zwischen Musik, Raum und Erinnerung.

 Foto: ©ChamissoGarten

ChamissoGarten, Adresse: Chamissostr. 38, 
Samstag, 8. August: Antonín Dvořák - Quartett in F-Dur „Amerikanisches". Uhrzeit:  14:30 Uhr: Musikalisches Erlebnis-Abenteuer für Kinder, 18 Uhr: Abendkonzert für Erwachsene (danach ist der Garten geöffnet), Eintritt: Kinder bis 14 Jahre: 10 Euro, Erwachsenen-Begleitticket: 18 Euro, Erwachsenenticket: 28 (15) Euro, Solidarticket: 40 Euro, für Tickets und mehr hier

Samstag 08.- Samstag 22. Augsut: Wimpelflattern - SchaufensterAusstellung Nr. 9 der WestAteliers

(Daniela)

Die WestAteliers laden wieder zu ihrer charmanten SchaufensterAusstellung aus. Bereits zum 9. Mal. Dieses Jahr unter dem Motto: Wimpelflattern

Die WestAteliers – acht Künstler:innenateliers im Frankfurter Gallus – laden zur neunten SchaufensterAusstellung „Wimpelflattern“ ein. Entlang der Idsteiner Straße 77–120 und der Frankenallee 180–212 öffnen die Künstler:innen ihre Ateliers und präsentieren Malerei, Zeichnung, Installation, Urban Art, Siebdruck, Mobile und Objekte.

Offene Ateliers: Die Ateliers sind an den beiden Wochenenden 8./9. August und 15./16. August, jeweils 15:00–19:00 Uhr, geöffnet.
Schaufenster-Ausstellung: Die Ausstellungen sind vom 8. bis 22. August rund um die Uhr durch die großen Schaufenster der Ateliers zu sehen.
Vom 8. bis 16. August sind die Schaufenster zusätzlich bis in die Abendstunden beleuchtet.

Beteiligte Künstler:innen:

Ruth Luxenhofer (Malerei, Siebdruck); Maike Häusling (Malerei, Installation); Michael Bloeck (Malerei, Zeichnung; Gast: Ben Gencarelle, Malerei), Franz Konter (Malerei, Zeichnung; Gast: Ute Brenker-Krause, Malerei); Leonore Poth (Zeichnung, Mobile; Gast: Katarzyna Zommer, Objekte); Sandra Li (Gast: Frau Blume, Malerei); Simon Ndrejaj (Malerei, Zeichnung); Jan-Malte Strijek (Urban Art)

Rahmenprogramm:
9. August: Führung mit der Kunsthistorikerin Petra Schwerdtner (15 Uhr), Kaffee & Kuchen sowie Künstlergespräch mit Michael Bloeck (17 Uhr)
12. August: Open-Air-Kino mit Animationsfilmen von Leonore Poth (21 Uhr)
13. August: Kindermitmachführung für Kinder ab 5 Jahren (14 Uhr)
15. August: Führung „Special Darlings“ mit Petra Schwerdtner (17 Uhr, Anmeldung erforderlich), Atelierführung mit Jan-Malte Strijek (18 Uhr), Große Nachbarschaftstafel (19 Uhr), Spoken Word (19.30 Uhr) sowie Konzert mit Ev Machui & Vitaliy Baran (20.30 Uhr)
16. August: Führung mit Petra Schwerdtner (15 Uhr) sowie Kaffee & Kuchen
18. August: Kinder-Kunst-Rallye; Präsentation der entstandenen Arbeiten vom 19.–22. August in den Schaufenstern der Ateliers

Eintritt: Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei (Ausnahme: Führung am 15. August). Spenden sind willkommen.
Foto: Ruth Luxenhofer

Samstag, 08. August: Sons Of The East

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation

Das australische Indie-Folk-Trio Sons Of The East zählt längst zu den spannendsten Akustik-Acts der internationalen Szene. Mit ihrem warmen Sound zwischen Folk, Blues, Soul und klassischem Country begeistert die Band ein stetig wachsendes Publikum weltweit. Mehr als 700 Millionen Streams, Millionen YouTube-Aufrufe und zahlreiche ausverkaufte Konzerte säumen den rasanten Aufstieg des Trios aus Sydney! Die drei Musiker verbinden eingängiges Songwriting mit mehrstimmigem Harmoniegesang und einer spürbaren Leichtigkeit. Live lebt ihre Musik von einer besonderen Nähe zum Publikum: tief emotionale Momente reihen sich an mitreißende Refrains und ziehen das Publikum vom ersten Moment an in ihren Bann.

Im Rahmen der Merck-Sommerperlen präsentieren Sons Of The East am Samstag, dem 8. August, neben bekannt-beliebten Songs auch Musik ihres aktuellen Albums SONS.
Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und Katz Records stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Homepage Centralstation

Samstag, 8. August: Of/ Lichterfest

(Andrea)

Das Lichterfest gehört zu meinen persönlichen Highlights des Offenbacher Sommers. Die Kulisse ist einzigartig, das Programm immer besonders und die Kulinarik hat man selbst in der Hand, das Lichterfest ist nämlich ein Picknick-Konzert. Und wenn man nichts dabei hat, kann man sich spontan eindecken, es gibt ein Gastro-Angebot vor Ort. Man flaniert also ein bissschen durch den Büsingpark, sucht sich ein hübsches Plätzchen, um die Decke auszubreiten und dreht dann nochmal eine Runde, um sich die vielen Motive, die liebevoll von Vereinen arrangiert wurden, anzuschauen und zu bestaunen. Meistens widmen sie sich dem Thema des Konzerts und da es heute vor allem um Bond, James Bond gehen wird, wird das sicher spannend. statt. Das Capitol Symphonie Orchester präsentiert unter dem Motto „License to Rock – On His Majesty’s Symphonic Service“ einen Crossover-Abend mit James-Bond-Hits. Der Einlass beginnt um 17:00 Uhr, das Konzert startet um 20:00 Uhr. Es empfiehlt sich, die Tickets bzw. Flanierbändchen im Vorverkauf zu kaufen (Flanierkarten kosten nur 5 Euro): https://www.frankfurtticket.de/tickets/lichterfest-offenbach-5003.76987/ 

Lichterfest, Büsingpark, Offenbach

Foto: Stadt Offenbach/ Katja Lenz

Samstag, 8. August: Kollektiv Turmstraße

(Andrea)

Aber sehr gerne möchte ich auch zum Blauen Wasser, ich liebe den Ort. Dort hat OURS heute Monika Kruse, Alicia Hahn und das Kollektiv Turmstraße zu Gast. Letztere sind sicher Headliner und spielen dann genau, wenn das Capitol Symphonie Orchester beginnt. Mittags hin, dann zwei, drei Stunden Lichterfest und nochmal dancen wäre perfekt. Mal sehen, wie wir was hinbekommen. 14 bis 22 Uhr 

Blaues Wasser, Franziusstraße 

Sonntag 09. August bis Samstag 05. September: Stadtviertelküche im Riederwald

(Daniela)

Ich freue mich sehr über dieses Projekt und habe mich bereits als Helferin ins Kochteam eingetragen :-)

Trad is a trap" ist ein Anfang und ein Aufruf. Zwei Küchen, zwei Stadtteile, über vierzig Bündnispartner*innen, einen Sommer lang. Wir wollen zeigen und erproben, dass eine andere sorgetragende Stadt möglich ist. Nicht irgendwann, sondern jetzt.Die neue Frankfurter Stadtteilküche versteht sich als Behauptung einer anderen Realität. Kochen wird zur Performance, das gemeinsame Essen zur politischen Praxis. Statt Zuschauer*innen gibt es Beteiligte. Sie ist ein Drama ohne Skript, aber mit Rezept und entsteht jeden Tag anders.
Zwischen dem 9. August und dem 5. September 2026 behaupten wir im Riederwald ein Laboratorium sozialer Fantasie und machen sie dadurch konkret. Eine professionelle Küche konzipiert und gebaut von dem Gestalterkollektiv YRD.Works schafft mitten auf einem öffentlichen Platz neue Tatsachen: plötzlich ist sie da, die Utopie einer sorgetragenden Stadt. Der Platz wird eine Bühne, die eine Küche ist und zur Institution wird. Gekocht wird überwiegend mit geretteten Lebensmitteln, Töpfe kommen von befreundeten solidarischen Küchen, Teller aus zweiter Zeit. Die Stoffe für die Schürzen werden mit den feministischen Rufen unserer Vorgängerinnen bedruckt.
Während des Küchenbetriebs findet auch die künstlerische Arbeit statt: Es wird geprobt, gesungen, diskutiert und organisiert.

Safe the Date: Die Erföffnung der Riederwalder Stadtviertelküche findet am 09 August 2026 ab 10:00h Platz vor der Philippus Gemeinde. Raiffeisenstraße 70-72, 60386 Frankfurt statt. 
Mit dabei sein, wird eine Kochtopf-Marching-Band, die alle Nachbar*innen einlädt, hinzuzukommen; der Chor der Omas gegen Rechts - Frankfurt Uffbasse; dieInitiative für eine Stadtviertelküche im Riederwald; die Stadträtin Tina Zapf-Rodríguez mit einem Grußwort zu Klima, Gemeinschaftsverpflegung und kommunalen Perspektiven; Dr. Susanne Völker mit einem Grußwort zu Kunst als Sorgearbeit und Sonja Tesch, die einen Vortrag über Johanna Tesch und ihre Verbindung zur Küche halten wird.
Darüber hinaus wird wie immer zusammen geschnippelt, gekocht, gegessen und Stadtteilküche geprobt.

Du willst mitmachen? Hier kannst du dich in unseren Schichtplan und unseren Telegram-Kanal oder Whatsapp-Kanal einwählen. Wir freuen uns auf dich!
Im September wandert die Stadtteilküche dann weiter ins Künstler*innenhaus Mousonturm im Rahmen des „How to Make a Life“ Festivals, vom 17. September bis zum 4. Oktober. Mehr Infos dazu folgen in Kürze.

 © Diana Djeddi

Dienstag, 11. August: Moop Mama

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Urban Brass meets Rap. Nach zwei erfolgreichen Touren in 2023 und 2024 sowie einem gelungenen Festivalsommer ist klar: Moop Mama und Älice sind längst mehr als nur eine spannende Idee, sie sind ein Perfect Match, das mit dem gemeinsamen Album „Wieder Laut“ ein neues Kapitel in der über fünfzehnjährigen Bandgeschichte aufgeschlagen hat. 

Als singende Rapperin mit karibischen und polnischen Wurzeln bringt Älice – bekannt als eine Hälfte von Chefboss und durch ihre Zusammenarbeit mit der spanischen All-Female-Band Ketekalles – Dancehall-Power mit. Ihre Stimme bildet das Herzstück der Songs, die dazu ermutigen, enger zusammenzurücken, sich neu zu connecten und solidarisch zu sein, von Mensch zu Mensch. 

Auch stilistisch öffnet die Kollaboration neue Räume. Afrobeat und Phonk-inspirierte Beats treffen auf punkige, erdige Klänge und eine großzügige Portion Soul. Laut-Sein wird zur notwendigen Reaktion auf eine immer lauter tosende Welt – politisch engagiert und voller Energie.

Palmengarten Frankfurt um 20.0 Uhr (Einlass um 19.00 Uhr)
Foto: © Johannes Wimmer

Donnerstag 13. August: Of/ Licht an! MIT ANMELDUNG!!

(Andrea)

"Mit unserem Workshop „Licht an!“ wollen wir Leuchtkästen bauen, die eine Botschaft für Demokratie und Teilhabe transportieren. In einem gemeinschaftlichen Prozess entwickeln die Teilnehmer:innen Ideen für Sprüche und Symbole, die demokratische Werte sichtbar machen und bauen den Kasten anschließend selbst zusammen. So wird gemeinschaftliches Handeln erfahrbar! Das fertige Objekt wird im Stadtraum sichtbar und setzt dabei ein Zeichen für demokratisches Engagement, Austausch und Gemeinschaft. over and odd – Das sind Simon Marcio Bretz, Anne Lamprecht und Valentin von der Haar. Gemeinsam arbeiten wir an der Schnittstelle von Grafikdesign, Szenografie und Stadtentwicklung. Uns verbindet das Interesse an der Mitgestaltung unserer räumlichen Umgebung. Durch unsere kollektive Zusammenarbeit entwickeln wir kommunikative und vermittelnde Strategien auf den unterschiedlichsten Ebenen im Raum, die sowohl zugänglich als auch ansprechend gestaltet sind – grafisch, baulich und zwischenmenschlich!

Anmeldungen sind für Kinder und Jugendliche sowie für Gruppen aus Schulen und der offenen Jugendarbeit möglich.
Eltern können ihre Kinder ebenfalls direkt anmelden. Die Aufsichtspflicht liegt bei den Eltern bzw. den begleitenden Aufsichtspersonen. Kostenfrei anmelden

Uzumumba, Senefelderstraße 72, Offenbach

FOTO: Symbolbild aus meinem Fundus. Aber aus Frankreich!

Samstag 15. August: Frankfurt Moves! 2026

(Daniela)

Annäherungen an die Welt - Frankfurt Moves! 2026: Sieben internationale Tanz- und Performance-Künstler*innen zu Gast in Frankfurt 
Auf unterschiedliche Weise nähern sich sieben Stipendiat*innen der Welt: Wie kann man sie fassen? Erzählen? Ertanzen? Verändern? Die ausgewählten Künstler*innen des diesjährigen Frankfurt Moves! Residenzprogrammes kommen aus sehr unterschiedlichen Gesellschaften, aber sie eint eine Neugierde auf die sie umgebenden Realitäten.

Vom 20. Juli bis 16. August 2026 sind aufstrebenden Künstler*innen aus Chile, Hongkong, dem Libanon, Tansania und der Türkei zu Gast im Frankfurt LAB, um einen Monat lang künstlerisch zu arbeiten.

Die ausgewählten Talente sind: Tadhi Alawi & Samwel Japhet (Tansania); Ching Chu (Hongkong); Laura Margarita & Diego Hernández A. (Chile); Fatima Meroueh (Libanon); Rıza Efe Reis (Türkei). 

Sie nehmen einen biographischen oder historischen Anlass zum Ausgangspunkt ihrer Recherche oder schauen aus der Zukunft auf unsere Gegenwart. Sie untersuchen Körper, Dachböden und neue Medien auf die ihnen eingeschriebenen Erinnerungen. Sie nehmen Genderstereotypen unter die Lupe, hinterfragen Normen und loten die Grenzen des künstlerischen Ausdrucks aus. Sie bohren nach, schreiben und tanzen. Sie haben uns etwas zu sagen!

Das internationale Residenzprogramm Frankfurt Moves!, eine Initiative der KfW Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Frankfurt LABstärkt seit 2022 erfolgreich multidisziplinäre zeitgenössische Kunstproduktion, fördert kreative Nachwuchstalente und regt interkulturellen Austausch an. In diesem Jahr bewarben sich über 200 Künstler*innen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der WANA-Region. Eine Fachjury wählte daraus die Stipendiat*innen aus.

Die Resident*innen teilen ihre Arbeitsergebnisse am Samstag, 15. August 2026, ab 14.30 Uhr im Frankfurt LAB (Schmidtstraße 12, 60326 Frankfurt) mit dem Publikum. Bei Snacks und Getränken auf der Terrasse des LAB besteht die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen. Werkstattpräsentation (Eintritt frei, Reservierung erbeten, www.frankfurt-lab.de)

©Louisa Serwuschok 

Samstag, 15. August: Mind Enterprises

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation

Mind Enterprises ist das ästhetische Universum des in Turin lebenden Produzenten Andrea Tirone. Inspiriert vom sprudelnden, synthgetriebenen Italo der späten 1980er Jahre, definieren groovige, discoähnliche Basslines, hypnotische Drum-Patterns und kosmische Keyboard-Odysseen den Sound des Projekts. Dabei versteht Tirone seine ständig wachsende Sammlung von Vintage-Synthesizern als seine „Farbpalette“: „Jedes einzelne Gerät hat einen unverwechselbaren Klang, der ausschließlich diesem Gerät eigen ist.” Gemeinsam mit seinem musikalischen Partner Roberto Conigliaro, der den Mode- und Musikgeschmack der 80er Jahre mit Tirone teilt, haben sie die Italo Disco in die Welt und die Clubs getragen.

Am Samstag, dem 15. August, im Rahmen der Merck-Sommerperlen zu Gast in der Centralstation. Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und die Unicorn Crew stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Homepage Centralstation

Sonntag, 16. August: Eule findet den Beat

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation ab 16 Uhr 
Ein Entdeckerflug durch die Musikwelt Theater-Konzert für alle ab 4 Jahren

Die kleine blaugelbe Eule, ein echter Musiklaie, lebt in einem Wald am Rande der Stadt. Wie viele Kinder kann sie sich gar nicht vorstellen, wie unermesslich vielfältig die Welt ist. Als sie eines Abends durch eine wunderschöne Musik geweckt wird, beginnt für sie eine zauberhafte Reise. Musikalisch noch ganz grün hinter den Ohren, taucht Eule dank vieler aufschlussreicher Begegnungen in zahlreiche Genre-Welten ein. Sie trifft acht Tiere, die, genau wie deren jeweilige Lieblingsmusik, unterschiedlicher nicht sein können. Eule, die wohl coolste Vermittlerin musikalischer Abenteuer, ist in deutschen Kinderzimmern mittlerweile voll angekommen. Seit Erscheinen des Debüt-Hörspiels von Charlotte Simon, Nina Addin und Christina Anders verkauften sich die mittlerweile vier Eule-Alben so gut, dass die Macherinnen gleich zwei Mal die goldene Schallplatte und eine Platin-Platte erhielten.

Seit 2016 geht die arglose Eule in der Inszenierung von Christina Anders und Cristiana Garba auch auf große Entdeckungsreise auf den Theaterbühne des Landes. Einlass 15.00 Uhr

Foto: Peter Bruns

Montag, 17. August: Tyler Ballgame

(Uwe)

Mit zwölf Songs bestückt ist das Debütalbum, Anfang des Jahres erschienen, das kleine Meisterwerk eines talentierten Sängers, dessen faszinierende Stimmfarbe eine direkte Wirkung beim Hören erzielt. Bei seiner überbordend erfolgreichen Tour durch UK und Europa und einigen Deutschlandkonzerten im Frühjahr dieses Jahres konnte sich das Publikum bereits von der einnehmenden Bühnenpräsenz des amerikanischen Singer-Songwriters hinreißen lassen. Inspiriert von Sänger*innen der 60er und 70er Jahre wie John Lennon, Roy Orbison oder Leonard Cohen lässt sich Tyler Ballgame in seiner Musik von Americana bis Indie Pop beeinflussen. Bei Rough Trade Records fand er sofort Begeisterung und wurde direkt unter Vertrag genommen.

Brotfabrik / F., Dahlmannstr. 2 / Beginn: 20:00 Uhr
Foto: Hollie Cunningham 

Dienstag, 18. August: Liraz

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Die Musik von Liraz Charhi ist mehr als Pop, sie ist auch politisch. Unter ihrem Vornamen ist die israelische Schauspielerin mit persischen Wurzeln als Sängerin aktiv und hat bereits fünf Alben veröffentlicht. Sie singt auf Farsi, arbeitet heimlich mit iranischen Musiker*innen zusammen und verleiht dem Protest im Iran eine Stimme. Dort werden ihre Songs trotz Verbots gehört, getanzt und mitgesungen – als Soundtrack eines mutigen Widerstands in vielen Protestvideos iranischer Frauen in der „Women, Life, Freedom“-Bewegung. 

Der groovige Elektro-Pop mit Einflüssen aus der persischen und israelischen Musiktradition und Anklängen an den Funk der 70er geht sofort in die Beine und ins Herz. Mit ihrer berauschenden Mischung aus traditionellen und modernen Rhythmen öffnet sie ein musikalisches Tor zu einem Ort des Friedens, der Freude und der uneingeschränkten Freiheit.

Palmengarten Frankfurt um 20.00 Uhr (Einlass um 19.00 Uhr)
Foto: © Shai Franco

Mittwoch, 19. August: Curse

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation 

„Jetzt hörst du wieder die Stimme“, rappt Curse gleich zu Beginn seines aktuellen Albums „Unzerstörbarer Sommer“. Der Querverweis auf Klangfarbe und Kolorit von Curse‘ wohl prägnantesten Trademarks kommt dabei nicht von ungefähr. Schon Guru von Gang Starr wusste seiner Zeit, dass die Stimme eines, wenn nicht das wichtigste Merkmal eines MC ist – und auch Curse hat mit ihr in den letzten 25 Jahren immer wieder aufs Neue seinen unverkennbaren Einfluss klargemacht.

The art of MCing und jede Menge Throwback Vibes serviert Curse am Mittwoch, dem 19. August, im Rahmen der Merck-Sommerperlen in der Centralstation. Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und DJ Sonix stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Marvin Contessi

Freitag, 21. August: Ron Sexsmith

(Uwe)

Seine melodische Musik wird als eine Mischung aus kanadischen Folk-Ikonen wie Gordon Lightfoot und Leonard Cohen sowie den Klängen der Kinks, der Beatles und anderer Bands der British Invasion seiner Jugendjahre beschrieben. Seine Songs wurden bereits von vielen bekannten Künstlern wie Rod Stewart, KD  Lang, Emmylou Harris, Michael Buble, Feist, Elvis Costello und Stevie Nicks gecovert. Er lebt derzeit mit seiner Frau, seinem Klavier und seiner Schallplattensammlung in Perth County, Ontario, und lässt sich weiterhin zum Komponieren, Aufnehmen und Live-Auftritten weltweit inspirieren.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / Beginn: 20:00 Uhr
Foto: Brotfabrik Homepage

Sonntag, 23. August: The Dead South

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation 

Es spielt keine Rolle, wie man ihre Musik nennt – Progressive Bluegrass, Alternative Americana, Country, Folk und Western – wichtig ist, dass es ihre Musik ist und dass Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Überzeugungen, Erfahrungen, Sprachen und Altersgruppen sich in ihr wiederfinden. Dabei sind The Dead South durch und durch authentisch und scheuen sich nicht, von Zeit zu Zeit Traditionalisten zu verärgern, wenn sie makellos Banjo-Rolls und blitzschnelle Mandolinen-Tremolos, dreistimmige Harmonien und Songs mit klassischen Themen – Mordballaden, Untreue und Geister – mit einem Augenzwinkern vortragen. Auf ihrem Weg an die Spitze haben The Dead South eine wichtige Lektion gelernt: Wenn man schon Außenseiter ist, sollte man besser großartig sein.

Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und DJ Jahrova stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.
Foto: Homepage Centralstation

Donnerstag, 20. August: Von Wegen Lisbeth

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation 

Zwischen Melancholie und tanzbaren Pop-Songs ist Von Wegen Lisbeth längst eine feste Größe der hiesigen Musikszene, bringt von Berlin bis Annaberg-Buchholz ganze Hallen zum Tanzen und stellt dabei die wichtigen und unwichtigen Fragen unserer Zeit. Schon immer hatten die fünf Musiker dabei dieses präzise Gespür für die Absurditäten des Lebens: Alben, die nach E-Mail-Adressen benannt werden, Elon Musks Abfuhr vorm Berghain, iPhones im Landwehrkanal – all das verwoben sie zu ihrem eigenen musikalischen Kosmos.

Am Donnerstag, dem 20. August, im Rahmen der Merck-Sommerperlen zu Gast in der Centralstation. Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und Luho stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Lea Greub

Samstag, 22. August: Of/ Kabinett der Kuriositäten

(Andrea)

Ein letztes Mal bittet die Kommune 2010 in diesem Jahr zum Tanz unter freiem Himmel und lädt zum sechsten Mal zu einem illustren Spektaktel. Wichtigster Beitrag seid ihr, wenn das Abstrusedie nächtlichen Hüllen fallen lässt, der Schalk in leuchtender Pracht erwacht und Sonnenstrahlen Nasen und Grashalme Zehen kitzeln und ganz pompös & fabulös das Kabinett der Kuriositäten Open-Air gefeiert wird. "Lasst euch musikalisch mitreißen auf 3 Floors mit aufwendig handgefertigten Bühnen inkl. dem Wüstem Zelt. Streift die Schillernden Gewänder über und schlüpft in euer gewagtestes Federkleid! Freut euch auf einen Tagsübertanz der Superlative in gewohnt kurioser Manier! Line-Up, Workshops, Performances und Schmankerl tba! ▻ Ab 21 Jahren. ▻ Einlass nur in kurioser Abendgarderobe Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit S-Bahn und Bus ca. 35 min. von der Konstablerwache.S-Bahn bis OF-Marktplatz und dann Bus Nr. 106 Richtung Offenbach (Main)-Lauterborn. An der Haltestelle Merianstr. aussteigen und ca, 3 Minuten in Fahrtrichtung, nach dem Aldi rechts rein, dann links halten, nach ca. 100m habt Ihr das Ziel erreicht. Parkmöglichkeiten direkt vor dem Eingang sind auch vorhanden.  Bitte nicht auf dem Aldi Parkplatz parken!" Außerdem: Die Polizei wird sicher wieder Kontrollen durchführen…14 bis 22 Uhr 

Kommune 2010, Sprendlinre Landstraße 181 D, Offenbach

 

Donnerstag, 3. September: Mindestens haltbar bis

(Andrea)

Zur heutigen Premiere werde ich es nicht schaffen, aber ich habe schon ein paar Mädels zusammengetrommelt und wir gehen zur (vorerst) letzten Vorstellung von Mellis Bestandsaufnahme am 16. September. Mit dem Programm hat sie, zumindest bei uns, einen Nerv getroffen: Wir sind alle Mitte 50, die Kinder langsam aus dem Haus und tatsächlich stellen sich viele Fragen, die Marie Condo bisher noch nicht beantworten konnte. So wie ich Melli bislang erlebt habe, wird es auf jeden Fall ein munterer Abend, ich freue mich darauf! Mindestens haltbar bis: eine Bestandsaufnahme  Premiere: Donnerstag, 3. September, 20:00 Uhr, weitere Vorstellungen: Sonntag, 6. September und Mittwoch 16. September, jeweils 20:00 Uhr

Plötzlich ist man Ende 50 und findet sich zwischen den Welten wieder: Zwei Drittel Leben sind schon rum. Die Eltern sterben, die Kinder ziehen aus und selbst muss man sich neu aufstellen. Zurück bleibt ein Wust an Dingen: Möbel, die man loswerden möchte, Memorabilia in kleiner und großer Form. Und man fragt sich: Was mache ich damit? Was kann weg, was soll bleiben? Verschwinden die Erinnerungen, wenn die Dinge gehen? Ist es gut auszumisten – sowohl Haus als auch das Hirn? Melina Hepp lädt das Publikum zu einem skurrilen und ganz persönlichen Sonder-Sale der Dinge, Träume und Erinnerungen. Von und mit Melina Hepp, Michelle Koprow. Film- und Audioprojektion: Michelle Koprow Dramaturgische Mitarbeit und Sound: Thomas Buchenauer. Foto: Robert Schittko. Karten: https://www.kulturhaus-frankfurt.de/gasttheater/stueckedetail/stueck/mindestens-haltbar-bis

Kulturhaus Frankfurt, Pfingstweidstr. 2
 

Freitag, 4. September, bis Sonntag, 6. September: Riviera

(Andrea)

Was freue ich mich auf das Wochenende, it´s Riviera-Time! Das Festival für Pop- und Clubkultur lädt zu Konzerten und Lesungen ans Offenbacher Mainufer. Im HafenCampus, Musikterrassen Wiking (MTW) und Circle Cube im Rockywood, dort  treffen aufstrebende Newcomerinnen und Newcomer auf etablierte Szenegrößen aus Indie, Rap, Elektro, Post-Punk und Pop. Limitierte Early-Bird-Tickets sind bis zum 8. Juli für 35 Euro erhältlich.
Schon bestätigt sind Alli Neumann, „Chocolate Remix“, „Burnout Ostwest“ und „Das Beat“. Alli Neumann ist Musikerin, Schauspielerin und Aktivistin. Seit ihrem ersten Hit „Hohes Fieber“ ist sie integraler Bestandteil der deutschen Musikszene. Sie schreibt Texte über Selbstermächtigung und verbreitet Lust an Veränderung.Die Musikerin „Chocolate Remix“ ist bunt, queer und provokant. Sie begegnet alten Inhalten des Reggaetons mit Humor. „Audio very good! Street Punk! Pogo pogo pogo!“, so lautet das Motto der Band „Burnout Ostwest“. Der kanadische Musiker Alexander Cowan (DJ Kerby) und die deutsche Sängerin Eddie Rabenberger gründeten 2021 die Band „Das Beat“. In ihrem neuen Album „Frau Fatal“ trifft moderne Popmusik auf New Wave, EBM, Indie-Rock und Italo Disco. Foto: Das Beat, Marina Monàco
www.riviera-offenbach.de/tickets (Öffnet in einem neuen Tab)

13. bis 17. Oktober: Deutsches Jazzfestival: Von hier aus gesehen

(Daniela)

In Zeiten, in denen man sich angesichts des politischen Weltgeschehens ungläubig die Augen reibt, dankbar im noch einigermaßen vernünftig erscheinenden Europa zu leben, bietet sich ein Blick auf die Jazzlandschaft des Kontinents an. Erleben Sie an fünf Abenden ab 13. Oktober im hr-Sendesaal und bei der Clubnacht in Rhein-Main arrivierte und aufstrebende Interpretinnen und Interpreten!

Dass  ein  Festival wie  das  Frankfurter nur  Ausschnitte zeigen kann,  versteht  sich  von  selbst, ebenso  dass  das  Mutterland  des  Jazz  dabei  nicht  ausgeschlossen  werden soll.  Es  ist  mit  Myra  Melford’s  Fire  and  Water  Quintet,  der  Vibrafonistin  Sasha  Berliner  oder  der  in  den  USA  lebenden  malaysischen Bassistin  Linda  May  Han  Oh  gut  vertreten. Mit  von  der  Partie  in  Melfords  Band:  die  in  Brooklyn  ansässige deutsche  Saxofonistin  Ingrid Laubrock.   

In  der  Welt  des  Jazz  werden  Grenzen seit  jeher  am  liebsten  überschritten,  wie  man  auch  an  den  Musiker*innen  erkennt, die  in  Europa eine  Heimat  gefunden haben  und  ihre  Perspektiven  einbringen. Die  fruchtbaren  Resultate europäischer  Weltoffenheit  führt  beispielhaft  die  Band  von  Andrés  Coll  vor  Augen, in  der  sich  Musiker  aus  Marokko,  Spanien und  Polen  begegnen und  gegenseitig  inspirieren. 

Wie unterschiedlich die Auseinandersetzung europäischer Musiker*innen mit außereuropäischen Kulturen ausfallen kann, sieht man an Louis Sclavis und Naïssam Jalal, die als Gast zur österreichischen Formation Shake Stew dazukommt. Während Sclavis sich von Reiseimpressionen zu einer imaginären Folklore inspirieren lässt, hat Jalal sich intensiv mit indischer Musik beschäftigt.

Dabei  gehört  Sclavis  zu  denen,  die  aus  Jazztradition  und  einer  schwer  zu  beschreibenden  europäischen  Sensibilität  einen  eigenen  Sound  geformt  haben,  genau  wie  Christof  Lauer  oder  Émile  Parisien und natürlich  Norma  Winstone,  die  den  europäischen  Jazzgesang  stärker  geprägt  hat  als  irgendwer  sonst.  Auch  das  Schaffen  von  Nicolai  Thärichen  und  Ali  Neander  lässt  sich  in  der  Spannung  zwischen grenzüberschreitenden  Inspirationen,  europäisch  geprägter  Perspektive  und  eigenständiger  Kreativität  verorten.  

Wie  neben  diesen mehr  oder  weniger alten  Größen  eine  junge  Generation des  europäischen  Jazz  ihren  eigenen Weg  sucht,  wird  auf  diesem Festival  an  Andrés Coll,  Darius  Blair, Finn  Heine,  Elliot Galvin  und  Emma  Rawicz  sichtbar. Sie  und  Ali  Neander  sind  dieses  Jahr  die  Gäste  der  hr-Bigband. 

https://www.hr2.de/veranstaltungen/jazzfestival/deutsches-jazzfestival-von-hier-aus-gesehen---das-komplette-programm-v38,djf26_artikel_komplettes_programm-100.html

Donnerstag, 29. Oktober: DUBIOZA KOLEKTIV

(Uwe)

diese Woche schrieb mir das Zoom: "hast Du mitbekommen, was für eine Welle zur WM um DUBIOZA KOLEKTIV in den Socials weltweit abgeht? Die liefern quasi den den inoffiziellen WM Song für Bosnien und sind der heißeste Act, der alle ex-YU Staaten anspricht. Sie spielen weltweit, Silvester in Zagreb, vor 10.000 in Istanbul, Downunder etc. Auf der EM Fanmeile 2024 haben sie gespielt, Abriss… Die sind lustig und politisch korrekt. Ist das nicht eine gutes Thema während der WM und ein humorvoller Brückenschlag zur Kultur? 

Über die Band ist zu sagen / schreiben: Es war einmal (2003), in einer zwielichtigen Ecke der Welt, in einem Land Namens Bosnien und Herzegowina, wo eine Gruppe von Freunden beschloss, eine Band zu gründen. Aber dies war keine gewöhnliche Band und sie wurde auch nicht unter gewöhnlichen Umständen gegründet. Neben den lokalen Einflüssen aus dem Balkan, kamen musikalische Einflüsse aus der ganzen Welt dazu: Ska, Punk, Reggae, Elektronik, Hip-Hop. Jedoch gab es keine Musikindustrie, wenige Konzerte und keinen Raum für kulturellen oder politischen Ausdruck unter der neuen Generation von eingefahrenen Jugendlichen. Tatsächlich litt die gesamte Region unter einer tiefen moralischen und wirtschaftlichen Stagnation (Lustlosigkeit) der Nachkriegszeit. Aus diesem Umfeld heraus wurde Dubioza Kolektiv geboren, und zwar nicht im Stillen, sondern mit großem Geschrei, indem sie No-Go-Themen in den Vordergrund brachten und forderten somit, gehört zu werden. Auf diese Weise haben sie ein Phänomen geschaffen.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass: 19:30 Uhr
Foto: Igor Karacic

Freitag, 30. Oktober: Sportfreunde Stiller

(Andrea)

Tatsächlich war ich neulich ziemlich überrascht, als ein guter Freund vom Sportfreunde Stiller Konzert in Köln postete. Die gibt´s noch? Die sympathischen Bayern hatte ich in den letzten Jahren wirklich völlig aus den Augen verloren. Dabei gab es doch kaum zärtlichere Liebeserklärungen und schönere Komplimente, “Du bist die Antwort auf die Frage/ Gibt es reiche Tage?/ Ich spür mit dir/Hat mich das Glück im Visier”. Oder eben “Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist/ Und sichergeh'n, ob du denn dasselbe für mich fühlst”. Lieder für die Ewigkeit. Sie komponierten zur WM 2006, politisch korrekt gegen Nazis und pflegten immer das Image der netten Jungs von nebenan. Warum auch nicht und vermutlich sind die Sportis wirklich eine Gruppe, auf die sich Menschen aller Altersgruppen gut verständigen können. Sonst gäbe es auch sicher die aktuelle ARD-Doku nicht. “30 wunderbaren Jahre Tour” erzählt von Auftritten in dunklen Kellerräumen vor drei Neugierigen bis zu mit zehntausend Beseelten gefüllten Hallen. Von speziellen Eigenheiten wie WM-Hits, MTV-Unpluggeds, horizonterweiternden Videodrehs, Schallplatten aus Holz/Gold/und Platin, Lesetouren in Opernhäusern bis zum „ganz normalen“ Irrsinn einer Band samt unvergesslicher Tourneen in den Armen der besten Crew of the Universe. Von Vorband sein von Foo Fighters, Green Day und Grönemeyer bis zu Vorbands wie Ash, Nada Surf, Franz Ferdinand und Kaiser Chiefs. Alles dabei", erinnert sich Flo. Ich freue mich auf den Abend zum Mitsingen und mit viel positiver Energie. 

Jahrhunderthalle Höchst, Pfaffenwiese 

AUSSTELLUNGEN - BEREITS ANGEKÜNDIGT, LAUFEN ABER NOCH EINE WEILE

Noch bis 26. Juli: Die Nazis waren ja nicht einfach weg

(Andrea)

Nachdem ich neulich “Gedenken neu denken” von Susanne Siegert gelesen habe, bin ich nochmal neu aktiv geworden und habe einen Antrag beim Bundesarchiv gestellt. Dass mein einer Opa Soze war, weiß ich und das wird sich hoffentlich bestätigen, aber was ist mit dem anderen? War der wirklich der Nazi für den ich ihn halte? “Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945” im Kommunikationsmuseum schaue ich mir also auf jeden Fall an. 
"Vor 80 Jahren, am Ende des Zweiten Weltkriegs, lag Europa in Trümmern. Das NS-Regime hatte Millionen von Menschen verfolgt und ermordet sowie große Teile des europäischen Kontinents verwüstet und ausgeraubt. Nach 1945 taten sich die Deutschen schwer mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Die meisten verdrängten ihre Verantwortung und schwiegen über das Geschehene. Erst allmählich wandelte sich der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus, in Ost- und Westdeutschland auf unterschiedliche Weise.
Die Ausstellung des Schulmuseums der Universität Erlangen-Nürnberg thematisiert diesen Prozess und stellt die Frage, wie wir uns zukünftig an die NS-Geschichte erinnern wollen. Sie wurde zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland entwickelt und richtet sich insbesondere an junge Menschen. Die Ausstellung greift die Perspektive von Kindern und Jugendlichen verschiedener Epochen auf. Sie thematisiert die Situation der Überlebenden der Verfolgung sowie der vormaligen Täter und Mitläufer aber auch deren Nachkommen. 

Museum für Kommunikation, Schaumainkai

Bis 02. August: Einzelausstellung Shadows of Pressure von Hyunju Oh

(Daniela)

Eröffnung der Einzelausstellung Shadows of Pressure von Hyunju Oh

In ihrer Ausstellung verbindet die in Frankfurt am Main lebende Künstlerin Audio-Drama-Installation, Performance und Zeichnungen zu einer eindringlichen räumlichen Erfahrung. Ausgehend von persönlichen Geschichten und Erlebnissen geht Hyunju Oh der Frage nach, wie sich Erinnerungen, Schmerz, Angst und Traumata über Generationen hinweg fortschreiben und verändern. Zwischen Abwesenheit und Präsenz entfaltet sich ein vielschichtiger Erfahrungsraum, in dem Sprache, Stimme und Klang eine zentrale Rolle spielen.

Ausstellungsdauer: 10. Juli – 2. August 2026
Alte Schmelze, Gutleutstraße 294, Frankfurt am Main

Bis 09. August: Ausstellung von "Leben zwischen 0 und 1"

(Daniela)

Heute ist die Ausstellungseröffnung von "Leben zwischen 0 und 1"

In der Logik gibt es nichts zwischen Falsch (0) und Wahr (1) – ebenso wenig wie in der digitalen Welt. Doch verhält sich unsere Welt tatsächlich so? Es scheint vielmehr, als existiere nur das, was zwischen

0 und 1 liegt.

Selbst die Wissenschaft, die sich nur in einer Welt aus 0 und 1 entwickeln und behaupten kann, scheint auf Schlussfolgerungen zu verzichten, die ausschließlich 0 oder 1 entsprechen. Ihr Prinzip der Falsifizierbarkeit verweist gerade darauf, dass Gewissheit stets vorläufig bleibt.

Muss die Welt, um existieren zu können, tatsächlich in „wahr“ und „falsch“ unterteilt sein? Oder verwandelt sich diese Wirklichkeit womöglich plötzlich in einen Blackout, und wir fliegen als Schmetterlinge davon – wie in Zhuangzis Traum?

Bezieht sich das, was Wittgenstein als das bezeichnete, „wovon man nicht sprechen kann“, auf jenes, was zwischen 0 und 1 liegt? Und wenn dem so ist: Worüber können wir dann überhaupt sprechen?

Ausstellungsdauer: 10. Juli 2026 – 09. August 2026
“Life Between 0 and 1”
KVFM – Kunstverein Familie Montez e.V.
Honsellbrücke am Hafenpark, barrierefrei

bis 16. August: OF/ Powerful textures

(Andrea)

Die Eröffnung am 9. Mai ist unserer eigenen Party zum Opfer gefallen. Aber das soll die Ausstellung nicht mindern. Überhaupt schaffen es Dorothea und ihr Team immer, vermeindlich angestaubte Themen wie Schriftgestaltung und Typographie in neue spannende Zusammenhänge zu bringen. So auch jetzt mit der aktuellen Ausstellung “Powerful Textures. Sprache in Textil”, die den Blick für Verwobenes und Textiles schärft: "In der Textilgeschichte spielen Wandteppiche und textile Arbeiten im Raum häufig eine Rolle in der Vergewisserung von Werten und Identität. Den Grundstock der einzigartigen Sammlung moderner Schrifttapisserien des Klingspor Museums bilden die Arbeiten Rudolf Kochs und seiner Studierenden, die um 1925 in Offenbach entstanden. Ankäufe, Schenkungen und Auftragsarbeiten erweiterten die Kollektion, die nun erstmals im Kontext zeitgenössischer Arbeiten gezeigt wird. Da sich Textilkunst häufig mit weiblicher Arbeit assoziiert, wird textile Schrift zunehmend stark in aktivistischen und feministischen Kontexten genutzt. In zeitgenössischen Arbeiten verweben sich persönliche Geschichten mit Politik und Gesellschaftskritik. Hier ergänzen Leihgaben internationaler Künstler*innen die Ausstellung. Mit Kunstwerken von Melina Braß, Daria Goncharova, Katya Dimova, Barbara Habermann, Sandra Heinz, Karlgeorg Hoefer, Anna Horváth, Eta Ingham Lawrie, Monika Jäger, Ems Kadenz, Kani Kamil, Rudolf Koch, Eike König, Lise Linnert, Petra Ober, Werner Poeschel, Allan Porter, Helga Portig-Sitka, Herbert Post, Fritz Riedl, Erin M. Riley, Maureen Ritter, Dieter Roth, Hans Schmidt, Vreni Spieser, Johanna Natalie Wintsch, Berthold Wolpe. 

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Bis Sonntag, 30. August: saasfee*satellit – Café + Bar am pavillon

(Petra)

Eine meiner Lieblingsoasen in der Stadt habe ich Euch schon häufiger empfohlen. Jetzt „setzen sie noch eins drauf“: Während der großen Hitzeperiode verlegen sie das kleine Café des satellits in und vor den saasfee*pavillon. Zum Wohl des Teams und der Gäste gibt es die gekühlten Getränke, Kaffee und den Kuchen nun an der Bar im Pavillon. Supergrün. Superschön. Für die Sonnenhungrigen steht die Terrasse mit Liegestühlen und auch Schattenplätzen zur Verfügung. Außerdem gibt es hier ja regelmäßig spanende Kunstausstellungen – das wissen die meisten von Euch. Ein weiteres Projekt ist der saasfee*soundpark. Dieser entstand aus der Idee, den öffentlichen Tiefarten mit verschiedenen Klangkonzepten zu bespielen. Ein bis zwei Mal im Jahr vergeben saasfee* den Auftrag an eine Musikerin oder einen Musiker, eine Komposition für den öffentlichen Tiefgarten zu entwickeln. Diese läuft dann für einige Monate - man kann also tagsüber vorbeikommen und sich im Garten mitten in die Komposition setzen. Gäste jeden Alters sind willkommen. Der satellit ist für viele inzwischen zu einem Third Space mitten in der Innenstadt geworden und ist nach wie vor ein behüteter Geheimtip.

Foto: ©saasfee

saasfee*satellit – Café + Bar, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstr. 64 – 66 HH, Öffnungszeiten: 11.+12., 19.,  26, Juli & 02., 09., 16., 22.+23., 29.+30. August, jeweils 14 - 18 Uhr, Eintritt: frei

Bis Donnerstag, 03. September: Vernissage + Ausstellung „Viele Köpfe“ an der Frankfurter KunstSäule

(Petra)

Die Frankfurter Kunstsäule zeigt im Rahmen der „World Design Capital 2026“ Köpfe aus dem Projekt „Viele Köpfe“ der Künstlerinnen Andrea Ludwig und Charlotte Schröner. Insgesamt 220 Köpfe. Jeder Kopf steht für sich und verbindet sich doch mit den anderen Köpfen – ein friedliches Miteinander. Die Unterschiedlichkeit der Gesichter und ihrer Malweisen steht für Individualität und die unendlichen Darstellungsmöglichkeiten. Verpackungsmaterial, das normalerweise in der Mülltonne landet, ist der Ausgangspunkt für die Serie der Köpfe der beiden Künstlerinnen. Das Originalformat der Bilder ist A4, also kopfgroß. Die Köpfe sind keine Porträts, sondern Ausdruck innerer Bilder: Unbekannte, ungesehene Menschen, Comics, Kinderzeichnungen, Art brut, Masken, Fotografien, Alte Meister, Menschen aus unterschiedlichen Medien – ein unendliches Reservoir. Manche ähneln bekannten Personen. Die Frage „Sieht sie nicht aus wie …?“ darf man sich vor der Säule gerne stellen.

Abbildung: ©Andrea Ludwig/Charlotte Schrön

Ausstellung „Viele Köpfe“ an der Frankfurter KunstSäule,  (Öffnungszeiten: 24/7 bis Donnerstag, 03.09.), Ort: Frankfurter KunstSäule, Adresse: Brückenstraße/Ecke Gutzkowstraße

Noch bis Sonntag, 06. September: Multispezies Members Club. – Ausstellung im Museum Giersch

(Petra)

Wie kann eine technologisierte Gesellschaft auf Fürsorge und Teilhabe statt auf Konkurrenz bauen? – diese Frage steht im Zentrum des Multispezies Members Club im Rahmen der World Design Capital 2026. Die Ausstellung entwirft ein zukunftsweisendes Modell des Zusammenlebens, in dem Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen gleichberechtigt agieren. Besucher*innen sind eingeladen, Fürsorge, Kooperation und Teilhabe nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben, und zu reflektieren, wie Technologie Kommunikation zwischen unterschiedlichen Spezies ermöglichen kann. Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich, dass Technik nicht neutral ist: Sie verbraucht Ressourcen, kann bestehende Machtverhältnisse verstärken und stößt dort an Grenzen, wo natürliche Systeme zu komplex sind, um sie vollständig zu steuern. Die Highlights der Ausstellung sind interaktiv und vielseitig: Andreas Greiners neu entstandene Installation Garden Protocol verbindet Pflanzen auf dem Balkon, 1 Menschen und technische Systeme über Wasser als gemeinsame Ressource und fungiert als lebendiges Versuchsfeld für neue Formen des Zusammenwirkens von Natur und Technologie. Greiner agiert dabei sowohl als Künstler als auch als Kurator der Ausstellung, gemeinsam mit Ina Neddermeyer und Susanne Wartenberg. Im Multispezies Café knüpft er an die Tradition des Salons an und bringt aktuelle Diskurse über Künstliche Intelligenz in den Raum, während im Klangkunstwerk Conspiracy Theory (2023) drei KI-Systeme – Grok, DeepSeek und Mistral – in einen Trialog treten und globale Machtverhältnisse sowie politische und gesellschaftliche Modelle reflektieren. Weitere künstlerische Positionen hinterfragen die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Technologie auf vielfältige Weise. Aktivistisch und interaktiv ist Tree and Rockets Truth Gate (2026), das Besucher*innen über umgebaute Arcade-Spielautomaten in die Analyse und Korrektur von Online-Inhalten einbindet. Auch der Museumsgarten wird Teil des Multispezies-Clubs: Mit der Klanginstallation What do birds tweet about? (2025, Neukonzeption 2026, Baltic Raw Org) werden Vogelstimmen in kurze Textfragmente übersetzt und als eigenständige, nichtmenschliche Stimme erfahrbar. Beiträge von Künstler*innen – darunter auch Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der HfG Offenbach, die im Rahmen eines Open Calls ausgewählt wurden – eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Künstliche Intelligenz, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung. Wissenschaftler:innen der Goethe Universität Frankfurt ergänzen das Programm mit Perspektiven aus der KI Forschung, Bioinformatik, Kunstpädagogik, Anthropologie sowie Erziehungs-, Kultur- und Literaturwissenschaften. Die Ausstellung verbindet Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit und lädt dazu ein, über ein mehr-als-menschliches Zusammenleben nachzudenken sowie die Möglichkeiten und Grenzen algorithmischer Prozesse kritisch zu reflektieren.

Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni, beteiligte Künstler*innen und Wissenschaftler*innen: allapopp, Baltic Raw Org (Móka Farkas & Berndt Jasper), Literaturwissenschaftler Roland Borgards, Erziehungswissenschaftlerin Juliane Engel, Anthropologe Steven Gonzalez Monserrate, Kulturantropologin Katharina Graf, Andreas Greiner, Dženeta Hodžić, David Kuhn & Markus Rauchecker, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Anne Duk Hee Jordan, Laleh Khabbazy Oskouei & Farhang Rafiee, Nadine Kolodziey, Kunstpädagogin Verena Kuni, Biophysikerin Franziska Matthäus, Xenia Snow, terra0 (Paul Kolling & Paul Seidler), Tree and Rocket, Medienpädagoge Dan Verständig, ZK/U Proxylab, Vernissage: 18 Uhr (Eintritt frei), mit Grußworten aus Kultur und Wissenschaft sowie dazu ab 20 Uhr live Beats von den Frankfurter DJs JUCI VISION, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, Eintritt: 7 (5) Euro, weitere Infos gibt's hier 

Bis Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Noch bis 18. Oktober: „Suburbia. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise“

(Andrea)

Wer bei “Träumen vom Eigenheim” an Wüstenrot und Bausparverträge denkt, liegt nicht ganz falsch. Witzigerweise habe ich die Ausstellung des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona ebenda bereits gesehen und war so begeistert, dass ich mir sogar den Katalog (in englisch und spanisch!) gekauft habe. In Frankfurt scheint die Ausstellung inhaltlich erweitert, weshalb ich mir den Teil sicher noch anschauen werde. "Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht  ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohn fläche verbindet."

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Noch bis Montag, 30. November: DRAC - ein Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination am Instituto Cervantes

(Petra)

Im Garten des Instituto Cervantes Frankfurt installiert und im Rahmen der WDC 2026 präsentiert, beherbergt der Pavillon ein Programm öffentlicher Veranstaltungen und lädt Besucher:innen ein, Architektur, Kreativität und Kultur in einem gemeinsamen öffentlichen Raum zu erleben. Die Installation lädt das Publikum dazu ein, sie zu durchschreiten, zu erleben oder einfach zu betrachten, und dient zugleich als Ort für kulturelle Veranstaltungen. Als Referenz dient der Drache am Eingang des Park Güell in Barcelona, anlässlich des 100. Todestages des katalanischen Architekten. Die Struktur wurde vom Architekten José Ramón Tramoyeres entworfen und von Designer Manolo García realisiert. Es folgt den Prinzipien des europäischen Programms New European Bauhaus: Schönheit, Nachhaltigkeit und Inklusion. Seine modulare Struktur aus Holz und Keramik ermöglicht es, den Ort zu transformieren, ohne ihn dauerhaft zu verändern, und dient als Plattform für kulturelle Aktivitäten. Das Projekt fungiert zugleich als Plattform für den Austausch zwischen Spanien und Deutschland im internationalen Programm der WDC 2026 und stellt Perspektiven aus der spanischen Kunst- und Kulturlandschaft vor. Im Foyer des Instituto Cervantes ergänzt eine speziell konzipierte Ausstellung die Installation. Sie beleuchtet die künstlerischen und technischen Traditionen, die der Skulptur zugrunde liegen. Inspiriert von Gaudís Bauweise kombiniert die Arbeit: Keramikelemente aus hochwertiger Produktion in Valencia; eine innere Struktur aus dampfgebogenen Holzstäben „Vareta“-Technik, vergleichbar mit Methoden aus dem Bau valencianischer Fallas oder historischer Großkonstruktionen. Ein dokumentarisches Making-of-Video zeigt zudem den gesamten Entstehungsprozess – von den ersten Entwürfen bis zur Installation.

Abbildung: © José Ramon Tramoyeres & Manolo García

DRAC - Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination, Ort: Instituto Cervantes, Adresse: Staufenstraße 1, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: montags-donnerstags 9 bis 18 Uhr, freitags 9 bis 15, Uhr, Zugang zum Garten über den Haupteingang des Instituto Cervantes, Kulturprogramm und weiteres Programm (ggf. kostenpflichtig) während der Laufzeit findet Ihr hier 

Bis Donnerstag, 03. Dezember: Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe im 2. OG Dondorf-Druckerei

(Petra)

Die Reihe „Jenseits von Privateigentum“ fragt nach Alternativen zu Eigentum als zentralem Prinzip von Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts von Wohnungsnot, Klimakrise und autoritären Entwicklungen rückt die Eigentumsfrage neu ins Zentrum. Welche Formen von Commons, Vergesellschaftung und Gemeineigentum sind möglich – und wie lassen sie sich praktisch durchsetzen? Die Veranstaltungen verbinden wissenschaftliche Analyse mit aktivistischer Praxis. Sie richten sich an Studierende, Initiativen und eine interessierte Öffentlichkeit. Im Fokus stehen konkrete Beispiele, politische Strategien und theoretische Perspektiven. Der Veranstaltungsort – die Dondorf-Druckerei auf dem Campus Bockenheim – ist selbst Teil dieser Auseinandersetzung: ein kollektiv erkämpfter und genutzter Raum. Die Themen umfassen zahlreiche wichtige Aspekte, sie reichen vom Auftakt mit “Shoppingmalls zu Sorgezentren" mit Birgit Wend am 23. April über “Privateigentum und rechte Ideologie” mit Sabine Nuss im Oktober bis hin zum Thema ”Stadtbodenstiftung" (eins der Themen, die mir besonders am Herzen liegen) mit Sabine Horwitz am 03. Dezember.

Grafik: Website Offenes Haus der Kulturen

Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe, in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen, dem Verein Aelita und dem Institut für Humangeographie der Goethe-Universität, Ort: 2. OG der Dondorf-Druckerei, Adresse: Gabriel-Reisser-Weg 3 (Schirn Kunsthalle), komplette Veranstaltungstermine und -themen sowie weitere Infos findet Ihr hier, Eintritt: frei

Noch bis Sonntag, 17. Januar 2027: Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“ im Städel-Museum

(Petra)

Diesen Tipp würdet Ihr ohne einen “Lieblings-Paparazzi” dieser Stadt, Bernd Kammerer, nicht lesen: er hat mir das Foto zur Ausstellungseröffnung geschickt - und mich erst so richtig neugierig gemacht. Ich habe das Städel – offen gesagt- in letzter Zeit weniger oft im Blick, weil sie dort einen super Job machen mit großen Ausstellungserfolgen, mir persönlich ist es mitunter „too much“. Aber diese neue Ausstellung hört sich total spannend an: Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven. So empfehle ich sie Euch sehr gerne (auch wenn der Eintrittspreis schon ordentlich ist)!

Foto:Elmgreen&Dragset©Bernd Kammerer

Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“, Ort: Städel-Museum, Adresse, Schaumainkai 63, Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 21 Uhr, Eintritt: 19 (17) Euro, Tickets gibt es online hier

Bis 17. Januar 2027: Elmgreen & Dragset

(Martin)

Stilleben mit Gemüse im Städel Museum

„Runde, edel eingedeckte Tische, das Licht ist gedimmt, an der Wand leuchtende Bilder mit Wolkenmotiven. Nur ein Platz in diesem eleganten Restaurant-Ambiente ist belegt: Eine junge Frau scheint in ein FaceTime-Gespräch mit dem lebhaft erzählenden Gesprächspartner auf dem Handy-Bildschirm vertieft zu sein. Aber irgendetwas stimmt nicht an dieser Szenerie…

Ein Nobel-Restaurant mitten im Museum - Ein Restaurant mitten im Städel? Stehen da sonst nicht nur Sitzmöbel um die Treppe, die zur modernen Kunst nach unten führt? Und die Frau sitzt da erstaunlich unbeweglich… Die Installation "The Cloud" spielt auf mehreren Ebenen mit Illusion und Realität. Dieses Spiel ziehen die Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset bewusst durch das ganze Haus. Sie hätten sich entschieden, mit ihren zeitgenössischen Kunstwerken auch die klassische Kollektion zu infiltrieren, sagt Elmgreen mit einem verschmitzten Grinsen: ‚Wir sind wie ein freundliches Virus, das sich durch das ganze Museum verbreitet hat.‘“ (hessenschau.de / Yvonne Koch)

Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven.  Es geht nicht ohne Irritation und Verblüffung – und das ist wohl auch das beabsichtigte Konzept. 

Eine Ausstellung zum Entdecken! 

Städel Museum, Schaumainkai 63
Foto: © Städel Museum – Norbert Miguletz

Bis Sonntag, 07. Februar 2027: Ausstellung „Too Hot– Heiße Städte, neue Wege“ im DAM

(Petra)

Als wären die aktuellen Temperaturen pünktlich zur Venissage bestellt: Städte werden durch den Klimawandel immer heißer – mit spürbaren Folgen. Hitze, Dürre, Wasserknappheit und Überschwemmung machen deutlich, wie dringend urbane Räume neu gedacht und gestaltet werden müssen. Da Städte den größten Anteil an CO₂-Emissionen verursachen, tragen sie eine besondere Verantwortung, etwa beim Umbau von Infrastruktur und öffentlichem Raum. Letzte Woche hat Daniele Santucci einen superspannenden Vortrag zur krassen Erhöhung der Temperaturen in Städten weltweit gehalten (und letzten Samstag auch einen seiner „Climate Walks“ dazu gemacht, der dazugehörige Rucksack ist auch in der Ausstellung zu finden). Viele Städte wollen in den nächsten fünfzehn Jahren klimaneutral werden. Was bedeutet das für die Zukunft – für Planung, Architektur und Leben in der Stadt? „Too Hot“ zeigt Beispiele aus dreizehn europäischen Städten verschiedener Klimata, von der Kleinstadt bis zur Metropole. Sie reagieren auf die Klimakrise mit konkreten Maßnahmen für Klimaschutz und Anpassung: darunter gebaute Projekte, strategische Planungen und zivilgesellschaftliche Initiativen. Die Ausstellung veranschaulicht, wie vielfältig dieser Wandel aussehen kann und von welchen sozialen Fragen und gesellschaftspolitischen Diskursen er begleitet wird. „Too Hot“ richtet sich an die Stadtgesellschaft aller Altersgruppen, kommunale Entscheidungsträger*innen, Fachöffentlichkeit und internationales Publikum.

Abbildung: Rocafort Square in Barcelona, 08014 arquitectura; ©Pol Viladoms

Too hot - Heiße Städte, neue Wege: Ausstellung, kuratorisches Team: Katharina Böttger, Jonas Malzahn, Mathias Schnell (studio central), in Zusammenarbeit mit Philipp Deilmann und Architects for Future, wissenschaftlich unterstützt durch die Dialog-Plattform Helmholtz Klima, Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, Eintritt: frei (Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 20 Uhr barrierefrei

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