10.07.-16.07.2026

Ein Elefant für Dich

Zur besseren Lesbarkeit empfehlen wir die Tipps im Browser zu lesen

Es gibt immer wieder herausfordernde Situationen im Leben. Weil man selbst kämpfen muss oder Mitglieder der Familie, ein enger Freund, eine nahe Freundin, ein liebenswerter Mensch, eine Kollegin oder ein Sportkamerad. Oder weil jemand geht.

Dann merkt man, wie unwichtig alltägliche Dinge wie eine störrische W-Lan-Verbindung, eine unpünktliche S Bahn oder ein frühes Aus der Nationalmannschaft bei einem Turnier sind. Man spürt aber auch, welche Kraft Kunst gibt: ein schöner Film, ein tröstendes Buch oder ein großer Song. Gerade in Liedern steckt so viel Gutes, so viel Mut Machendes, so viel, das dabei hilft, schwierige Etappen zu bewältigen.

Neulich fragte mich ein lieber Freund, welches Lied ich gerne selbst geschrieben hätte. Die Auswahl aus meinen liebsten Lieblingsliedern fiel leicht: „Ein Elefant für Dich“ von Wir sind Helden. Die Melodie ist großartig und der Text aus meiner Sicht der Beste, der je geschrieben wurde. Es geht um Unterstützung, über das Größer werden beim Helfen und über das Loslassen:

„… ich trag Dich so weit wie ich kann,
ich trag Dich so weit, wie ich kann
. .. und am Ende des Wegs, wenn ich muss,
trage ich Dich über den Fluss ...“

Der Song bewegt mich bei jedem Durchlauf, so groß ist er und so wahr.

Euch allen, insbesondere den Helfenden, den Zugewandten, den nach anderen schauenden, den Loslassenden …. eine wunderbare Woche. 

Uwe

PS Den abgebildeten Elefanten brachte ich meinen Eltern wegen dem Lied aus Thailand mit. Vielleicht ist er nicht gut fotografiert oder sieht nicht besonders gut aus, er bedeutet mir aber eine ganze Menge.

Danke an das tolle Ausgehtipps-Team  Andrea, Petra, Martin, Daniela und Erik

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps seit Mai 2026. Ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen. Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Martin)

Bitte schickt Eure Antwort an Martin (ausgehtipp.gewinnspiel@gmail.com)
1 x 2 Tickets für LOVE - Billinger & Schulz am Freitag, 17. Juli im Produktionshaus NAXOS. Gewinnfrage: Welches Lied liebt Uwe sehr (siehe Intro) 

Foto: © Florian Kraus

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten bitte an Daniela (daniela@cappelluti.net)
3 x 2 Tickets für das Zusatzkonzert von Laith Al-Deen am Sonntag 12. Juli bei den Burgfestspielen Dreieichenhain. Gewinnfrage: Für welche Stadtviertelküche, die im August startet, hat sich Daniela bereits als Küchenhilfe gemeldet? (Siehe Vorsachau)

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com).
Wir verlosen 2x2 Tickets für Curse am 19.08 bei den Merck Sommerperlen in der Centralstation. Keine Frage, Meinung. Schreibt bitte, welchen (ehemaligen) deutschen Nationalspieler Ihr am besten findet?
 Foto: Marvin Contessi

GEROLLTES über die WM

(Uwe) Stand Mittwochabend

Bei der aktuell laufenden Fußball WM haben mich die Spiele, die ich sehen konnte, die nicht nachts zu der mit heiligen Tiefschlafphase angepfiffen wurden, haben mich nicht vom Hocker gerissen. Von Ausnahmen abgesehen. Ich schaue möglichst viele Spiele, wegen solcher Ärgernisse wie Einreiseverbote für afrikanische Schiedsrichter und begrenzte Aufenthaltsgenehmigungen für asiatische Mannschaften, dem lausigen Gekicke der Deutschen, nervige Trinkpausen etc. mit begrenzter Begeisterung. Dafür freue ich mich über mutige Außenseiter wie DR Congo oder Kap Verde, die mit erhobenen Häuptern aus dem Turnier gehen können, andere Mannschaften scheiterten peinlich. Nein, nicht welche, die früher als erwartet ausschieden wie Deutschland oder Niederlande, nein Teams wie Uruguay oder Paraguay. Die spielten keinen Fußball, die führten sich schlimmer auf als eine Horde Outlaws, ohne Anstand. Ihnen wurde durch zwei indiskutabel schlechte Schiedsrichter über persönliche Strafen, also Gelbe und Rote Karten, keine Grenzen gesetzt. Frankreich besiegte Paraguay am Ende doch, Tote oder Schwerverletzte gab es beim Turnierfavorit Gott sei Dank nicht … 

Freitag 10. Juli: JAZZ MONTEZ HOLIDAYS - 4. Tag

(Daniela)

Hier das Line_Up für den 4. Tag beim wunderbaren Jazz Montez / Holidays

19:00 Uhr Alden Hellmuth
Alden Hellmuth ist Saxophonistin, Komponistin und Improvisatorin und lebt derzeit in Los Angeles. Die aus Hartford, Connecticut, stammende Musikerin absolvierte ihr Bachelorstudium am Jackie McLean Institute der Hartt School und absolviert derzeit ihr Masterstudium am Herbie Hancock Institute der UCLA. Sie ist weltweit aufgetreten und stand bereits mit Dianne Reeves, Herbie Hancock, Josh Evans, Dezron Douglas, Pablo Held und vielen anderen auf der Bühne.

20:30 Uhr: Tikiman & Richard Akingbehin
Tikiman ist Paul St. Hilaire, ein in Berlin lebender Sänger und Produzent, der ursprünglich aus Dominica stammt und weithin für seinen tiefen, klangvollen Gesang bekannt ist, der in den Traditionen von Reggae und Dub verwurzelt ist. Am bekanntesten ist er dafür, durch seine Zusammenarbeit mit Rhythm & Sound und dem weiteren Basic-Channel-Umfeld die spirituelle und vokale Identität des Dub-Techno geprägt zu haben. Scion – bestehend aus René Löwe (alias Vainqueur) und Peter Kuschnereit (alias Substance oder DJ Pete) – sind seit Mitte der 1990er Jahre eine zentrale Kraft im Berliner Techno, traten erstmals auf Chain Reaction mit „Emerge“ in Erscheinung und bearbeiteten später Basic-Channel-Material für Tresor neu. Wenn diese Künstler ihre Kräfte bündeln, ist das Ergebnis Dub-Techno in seiner ganzen Wucht: langsam brennend, körperlich und für das System gemacht.

22:00 Uhr Eileen 

00:00 Uhr: BRONKA LOVES FRANKFURT *Aftershowparty*
Bronka (oft auch unter dem Namen Madbronka veröffentlicht) ist ein prominenter Underground-DJ und Produzent, der eng mit der schnellen, alternativen Clubszene in Deutschland verbunden ist.
Im Einklang mit der uptempo, genreübergreifenden Bewegung der Underground-Szenen in Frankfurt und Mainz bewegt sich sein Sound vor allem im Bereich energiegeladener Clubmusik und internationaler Bass-Ästhetiken.
Musikalisch steht Bronka für eine Mischung aus Baile Funk und globalem Bass: schnelle europäische Clubbeats treffen auf starke brasilianische Einflüsse. Seine Produktionen umfassen unter anderem Voltmix-, MTG (Montagem)- und Baile-Funk-Edits.
In seinen Sets kombiniert er aggressive Basslines, Breakbeats, Tech-House-Elemente und schnelle Riddims zu intensiven, auf maximale Energie ausgerichteten Dancefloor-Momenten. Regelmäßig veröffentlicht er Club-EPs und Trackpacks auf Bandcamp und SoundCloud, darunter die Reihen Bronka Sucks und Electric Baile.
Bronka spielt regelmäßig lange, energiegeladene Sets in regionalen Clubs wie dem Bürro in Mainz und ist Teil eines Netzwerks von Künstlern wie Paul Mond, LXKS, Dave Nunes und Marco.

Jazz Montez Holidays, Live-Konzert-Open-Air 03.07. – 23.08., Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: An der Freitreppe der Honsellbrücke, barrierefrei, Eintritt: frei (um Spende wird gebeten!), weitere Infos gibt’s hier

Freitag, 10. Juli 2026: soundpark session am saasfee*pavillon – open air

(Petra)

Wer einen gechillten Abend mit etwas Sound braucht, ist hier auf jeden Fall richtig – in der schönsten grünen Oase in der Stadt. Das Wetter soll ja wieder gut dazu passen. Wenn Ihr ohnehin auf dem Weg – wo auch immer hin seid – schaut doch einfach mal vorbei. Immer ein guter Startpunkt!

Visual:©saasfee

soundpark*session, Tassilo Vanhöfen, Kalocain, Ort: am saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstr. 64 - 66 HH, Uhrzeit: 18 - 22 Uhr, Eintritt: frei, bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung innen statt 

Freitag, 10. Juli: Special - Philipp Mosetter und die Frankfurter Kunstsäule „220 Köpfe – 220 Gedanken“

(Petra)

Heute wird Euch an der Frankfurter Kunstsäule – die laufende Installation mit den „vielen Köpfen“ hatte ich Euch hier schon vorgestellt – ein besonderes Event geboten mit dem Schauspieler und Autor Philip Mosetter, der seit Jahren mit Michael Quast und der Frankfurter Volksbühne verbunden ist: Er bietet einen kleinen Rundgang um die Frankfurter KunstSäule an mit Gedanken von Max Frisch, Thomas Mann, E.T.A Hoffmann (und anderen), die er miteinander verweben will

Foto: ©Philipp Mosetter

„220 Köpfe – 220 Gedanken“: Philipp Mosetter und die Frankfurter Kunstsäule, Ort: Frankfurter Kunstsäule, Adresse: Gutzkowsstraße/Ecke Brückenstraßes-Spielplatz, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: frei 

Freitag, 10. Juli: Gelegenheit macht Diebe (weitere Termine bis 25.07)

(Martin)

Rossini liegt gerade voll im Trend, bis vor kurzem in der Oper Frankfurt, jetzt im Palmengarten! Die Oper Frankfurt zeigte als letzte Premiere im Großen Haus Tancredi – ein eher unbekanntes Werk - mit riesigem Erfolg. Die Kammeroper Frankfurt legt jetzt nach – auch Rossini – und ebenso kein (bekannter) ‚Barbier von Sevilla‘, sondern die eher selten gespielte Oper ‚Gelegenheit macht Diebe‘.

Der Titel ist zwar als mahnendes Sprichwort bekannt – der Originaltitel hört sich – wie so vieles im italienischen - viel musikalischer und schöner an: ‚L’occasione fa il ladro‘. Es ist ein Frühwerk von Gioachino Rossini: spritzig, voll Tempo und einer Handlung, die überraschen kann – das sind wohl auch die Gründe, weshalb Regisseur Reiner Pudenz bespielt mit ‚Gelegenheit macht Diebe‘ wie jedes Jahr den Palmengarten. 

„Die Kammeroper hat für diese Inszenierung wieder ordentlich aufgefahren: 27 Musikerinnen und Musiker sitzen im Orchester, bei den ziemlich heißen Proben der letzten Tage teils recht besorgt um ihre Instrumente, die keine Hitze mögen. Auf der Bühne stehen sechs Sängerinnen und Sänger, außerdem hat Pudenz drei Schauspieler engagiert.“ (FR-online vom 1.7.26; Andreas Hartmann). 

Samstag, Freitag, 10., Samstag, 11., Mittwoch, 15., Freitag, 17., Samstag, 18., Mittwoch, 22., Freitag, 24., und Samstag, 25. Juli um jeweils 19.30 Uhr: 

Kammeroper Frankfurt im Palmengarten
Foto: © Homepage Kammeroper Frankfurt

Freitag 10. Juli: Ausstellungseröffnung von "Leben zwischen 0 und 1"

(Daniela)

Heute ist die Ausstellungseröffnung von "Leben zwischen 0 und 1"

In der Logik gibt es nichts zwischen Falsch (0) und Wahr (1) – ebenso wenig wie in der digitalen Welt. Doch verhält sich unsere Welt tatsächlich so? Es scheint vielmehr, als existiere nur das, was zwischen

0 und 1 liegt.

Selbst die Wissenschaft, die sich nur in einer Welt aus 0 und 1 entwickeln und behaupten kann, scheint auf Schlussfolgerungen zu verzichten, die ausschließlich 0 oder 1 entsprechen. Ihr Prinzip der Falsifizierbarkeit verweist gerade darauf, dass Gewissheit stets vorläufig bleibt.

Muss die Welt, um existieren zu können, tatsächlich in „wahr“ und „falsch“ unterteilt sein? Oder verwandelt sich diese Wirklichkeit womöglich plötzlich in einen Blackout, und wir fliegen als Schmetterlinge davon – wie in Zhuangzis Traum?

Bezieht sich das, was Wittgenstein als das bezeichnete, „wovon man nicht sprechen kann“, auf jenes, was zwischen 0 und 1 liegt? Und wenn dem so ist: Worüber können wir dann überhaupt sprechen?

Eröffnung: 18 Uhr Fr. 10.7.26
Zur Einführung spricht Dr. Ana Karaminova, Kunsthistorikerin Musikalische Umrahmung: Britta Elschner (piano)
Ausstellungsdauer: 10. Juli 2026 – 09. August 2026
“Life Between 0 and 1”
KVFM – Kunstverein Familie Montez e.V.
Honsellbrücke am Hafenpark, barrierefrei

Freitag 10. & Sonntag, 12. Juli: Vernissage der Ausstellung SOULSCAPES

(Uwe)

In der Serie SOULSCAPES versteht die Frankfurter Künstlerin Olga Potempa Malerei als Prozess des Sichtbar-Werdens, als ein fragiles Gefüge aus Spur, Geste und Erinnerung. So entstehen Bildräume von melancholischer Schönheit, die weniger konkrete Orte oder Gegenstände zeigen als emotionale Zustände widerspiegeln. Hingehen! 

Fr 10.07 / 18–22h: After Work / Artist Talk mit Musik & Drinks
So 12.7. / 14–17h Finissage mit Kaffee & Kuchen / 16h: Live Music mit DUO JULIANNA

Höchster Designparcours - Kulturraum B25 / F-Höchst, Brüningstr. 25
Bild: Olga Potempa

Freitag, 10. Juli bis Sonntag, 12. Juli: Of/ Hfg-Rundgang

(Andrea)

Der Sommer ist da und damit das Ende des Semesters. Traditionell lädt die HfG dann zum Rundgang und zur Party, beides sind genaugenommen Pflichttermine. Studierende zeigen ihre im vergangenen Studienjahr entstandenen Arbeiten und speziell auf die Situation abgestimmte Projekte. Besucher_innen können sich über die künstlerische und gestalterische Arbeit aus den Fachbereichen Kunst und Design informieren und Einblicke erhalten, wie sie während des laufenden Lehrbetriebes nicht möglich sind.
Radeln ist angesagt, denn neben den Gebäuden am Hauptcampus werden in Offenbach die ehemalige Sparkasse am Marktplatz, das Atelierhaus in der Geleitsstraße sowie im Hafen der Hafenspace und, in Kooperation mit der World Design Capital, das HfG-Neubaugrundstück bespielt. Letzteres wird zum interdisziplinären Schauplatz für Austausch, Exploration und Vorschau. Auch die Höchster Porzellanmanufaktur (HPM) in Frankfurt ist mit einer eigenen Ausstellung am Sonntag dabei. Am Freitagabend verwandelt sich der Schlossplatz während der studentisch organisierten Eröffnungsparty in einen performativ bespielten Open Air-Club, am Samstagabend findet ein Filmscreening der Lehrgebiete Film und Raumkonzepte auf dem Neubaugrundstück statt. 

Gestaltung: Ella Pechechian & Igor Tarasov

Freitag 10. Juli: Eröffnung der Einzelausstellung Shadows of Pressure von Hyunju Oh

(Daniela)

Eröffnung der Einzelausstellung Shadows of Pressure von Hyunju Oh

In ihrer Ausstellung verbindet die in Frankfurt am Main lebende Künstlerin Audio-Drama-Installation, Performance und Zeichnungen zu einer eindringlichen räumlichen Erfahrung. Ausgehend von persönlichen Geschichten und Erlebnissen geht Hyunju Oh der Frage nach, wie sich Erinnerungen, Schmerz, Angst und Traumata über Generationen hinweg fortschreiben und verändern. Zwischen Abwesenheit und Präsenz entfaltet sich ein vielschichtiger Erfahrungsraum, in dem Sprache, Stimme und Klang eine zentrale Rolle spielen.

Die Eröffnung findet am Donnerstag, 9. Juli 2026, um 19 Uhr statt und wird von einer Performance der Künstlerin begleitet.

Ausstellungsdauer: 10. Juli – 2. August 2026
Alte Schmelze, Gutleutstraße 294, Frankfurt am Main

Freitag, 10. Juli: Of/ Marty Supreme

(Andrea)

Ihr habt den wunderbaren Timothée Chalamet noch nicht in Marty Supreme gesehen? Dann wird es aber Zeit! Der Film ist ziemlich großartig, schönes Popcorn-Kino. Unterhaltsam, hat Tempo und erzählt bei allem auch noch eine halbwegs wahre Geschichte, ist sehr lose ist der Film vom Leben des US-amerikanischen Tischtennisspielers Marty Reisman inspiriert. Reisman bestritt oft Schaukämpfe, sein Verhalten wurde vom amerikanischen Tischtennisverband nicht immer gebilligt und brachte ihm zuweilen Sperren ein. Aber das nur am Rande, im Film ist Marty Schuhverkäufer und hat nur ein Ziel: Weltmeister im Tischtennis zu werden und somit in den Olymp der gefeierten Athleten aufzusteigen, zu denen er sich selbst schon lange zählt. Um an einem Turnier in London teilnehmen zu können, riskiert er alles. Timothée Chalamet verkörpert Marty Mauser als ehrgeizigen Träumer, Draufgänger und verletzlichen Idealisten und kann damit seine ganze Bandbreite ausspielen. Lange galt er als der Thronanwärter unter den Prinzen des Independent-Kinos. Spätestens mit DUNE (2021) hat Timothée Chalamet aber auch die Massen für sich gewonnen, wobei er mir in “Call me by your name” und “Beautiful Boy” gut gefallen hat. 21.45 Uhr

Hafenkino, Nordring, Offenbach

Bis 17. Januar 2027: Elmgreen & Dragset

(Martin)

Stilleben mit Gemüse im Städel Museum

„Runde, edel eingedeckte Tische, das Licht ist gedimmt, an der Wand leuchtende Bilder mit Wolkenmotiven. Nur ein Platz in diesem eleganten Restaurant-Ambiente ist belegt: Eine junge Frau scheint in ein FaceTime-Gespräch mit dem lebhaft erzählenden Gesprächspartner auf dem Handy-Bildschirm vertieft zu sein. Aber irgendetwas stimmt nicht an dieser Szenerie…

Ein Nobel-Restaurant mitten im Museum - Ein Restaurant mitten im Städel? Stehen da sonst nicht nur Sitzmöbel um die Treppe, die zur modernen Kunst nach unten führt? Und die Frau sitzt da erstaunlich unbeweglich… Die Installation "The Cloud" spielt auf mehreren Ebenen mit Illusion und Realität. Dieses Spiel ziehen die Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset bewusst durch das ganze Haus. Sie hätten sich entschieden, mit ihren zeitgenössischen Kunstwerken auch die klassische Kollektion zu infiltrieren, sagt Elmgreen mit einem verschmitzten Grinsen: ‚Wir sind wie ein freundliches Virus, das sich durch das ganze Museum verbreitet hat.‘“ (hessenschau.de / Yvonne Koch)

Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven.  Es geht nicht ohne Irritation und Verblüffung – und das ist wohl auch das beabsichtigte Konzept. 

Eine Ausstellung zum Entdecken! 

Städel Museum, Schaumainkai 63
Foto: © Städel Museum – Norbert Miguletz

Freitag, 10. Juli: LOVE (auch 11. & 12 / 17 & 18.07)

(Martin)

Tanzperformance - Uraufführung am 10. Juli

Liebe trifft Menschen unvorbereitet, einzigartig, überwältigend. Sie ist romantisch, leidenschaftlich, vergänglich. LOVE von Billinger & Schulz nähert sich der Liebe mit dem Musical als der Form, die sie historisch am unverschämtesten inszeniert hat. Ein Ensemble zeitgenössischer Tänzer:innen greift deren Überschwang, Wucht und Pathos direkt auf: die Zartheit, die Sehnsucht, den Körper, der sich den Emotionen hingibt. Und die Momente, wo Liebe an ihre Grenzen stößt und andere Realitäten einbrechen. 

LOVE feiert Gefühl und Fragilität – und fragt, was von der Liebe bleibt, wenn die Welt sie erschüttert - ‚All you need ist LOVE‘! 

10. (Uraufführung) - 12. Juli & 17. – 18. Juli, um jeweils 20.00 Uhr:

Produktionshaus Naxos, Waldschmidtstraße 19
Foto: © Florian Krauß

Samstag 11. Juli: JAZZ MONTEZ HOLIDAYS - 5. Tag

(Daniela)

Hier das Line_Up für den 5. Tag beim wunderbaren Jazz Montez / Holidays

19:00 Uhr: Blair / Huber
BLAIR / HUBER wurde von dem preisgekrönten Saxophonisten Darius Blair (23) und dem renommierten Gitarristen Niko Huber (25) gegründet. Die beiden lernten sich bereits als Kinder kennen, nachdem sie in das Hessische Landesjugendjazzorchester und dessen berühmte „Kicks and Sticks Big Band“ aufgenommen worden waren. Blair war gerade einmal sechs Jahre alt, als er durch seinen Soul- und Gospel-begeisterten Vater, einen Prediger, und eine LP von Grover Washington Jr. zum Saxophon kam, während Hubers Instrumentenwahl wohl unvermeidlich war, da er mit einem Musiker als Vater aufwuchs, der besser bekannt ist als Gründer der angesehenen Nik Huber Guitars.
Nachdem sie gut ein Jahrzehnt lang in verschiedenen Besetzungen sowie in ihren eigenen Projekten aufgetreten waren – Huber ist Frontmann von Bird’s View, einer Alternative-Rock-Band, während Blair Teil des unkonventionellen Discovery Collective ist, ganz zu schweigen von seinem Darius Blair Quartett –, begannen sie zu Beginn der Pandemie erstmals als Duo zu spielen. Im selben Jahr wurde Blair der jüngste Empfänger des Frankfurter Jazzstipendiums, bevor er zwei Jahre später den 1. Preis bei Future Sounds gewann. Seitdem haben sie das Publikum von Clubs bis hin zu Schlössern verzaubert, und nachdem sie nun bei LEITER unter Vertrag stehen, werden sie ihrem Debüt-EP „IN A NEW ORDER“ ihr erstes Album in voller Länge folgen lassen, das derzeit in Arbeit ist.

20:30 Uhr: Herbert & Momoko presented by Soulsearching
Momoko Gill ist eine autodidaktische Schlagzeugerin, Produzentin, Songwriterin und Sängerin, deren Zusammenarbeit mit Matthew Herbert, Alabaster DePlume, Coby Sey, Tirzah und Nadeem Din-Gabisi – neben ausgiebigen Tourneen als Schlagzeugerin, Keyboarderin und Sängerin – ihren unverwechselbaren Ansatz in Komposition und Produktion geprägt hat. Nun tritt sie mit ihrem eigenen Soloprojekt in den Vordergrund und schlägt damit ein neues Kapitel in ihrer künstlerischen Entwicklung auf. Obwohl stark vom Jazz beeinflusst, lehnt Gill Nachahmung ab und formt ihren Sound eher durch Gefühl und Ausdruck als durch Tradition. Sie hat ihre Fähigkeiten in den Bereichen Harmonie, Schlagzeug, Keyboard und Gesang durch Instinkt, Zusammenarbeit und eigenständiges Studium entwickelt und strebt nach Klarheit sowohl in ihren musikalischen Ideen als auch im Geschichtenerzählen.
Mit einer Stimme, die sowohl Intimität als auch Tiefe vermittelt, erweitert Momoko weiterhin die Grenzen zwischen Genres, Geschichtenerzählen und klanglichen Experimenten und bahnt sich so ihren ganz eigenen Weg.

22:00 Uhr Michael Rütten
„Aufgewachsen mit der vielfältigen Plattensammlung meiner Mutter und dem AFN-Radio , entdeckte ich die Welt der Musik und verliebte mich sofort in sie. Soul, Jazz, R&B, Fusion, Pop, Funk, Rock und so vieles mehr. Ich wusste, dass ich gefunden hatte, was ich für den Rest meines Lebens tun wollte: die Musik und meine Leidenschaft via Radio verbreiten, Menschen zum Tanzen bringen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Sei es via meiner wöchentlichen Radioshow „soulsearching“, in Clubs oder auf eigenen Veranstaltungsreihen wie „social“ oder „Paradiso“, dem Worldwide Festival in Séte, Jazz Montez in Frankfurt, einer Hotel Bar in Dubai, am Frankfurter Flughafen oder als Journalist für‘s Jazz thing Magazin. Es geht immer darum, Menschen durch Musik zusammenzubringen.“ 

Jazz Montez Holidays, Live-Konzert-Open-Air 03.07. – 23.08., Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: An der Freitreppe der Honsellbrücke, barrierefrei, Eintritt: frei (um Spende wird gebeten!), weitere Infos gibt’s hier

Bis Samstag 11. Juli: Schönberg auf der Straße: „Pierrot 21 oder Mondtrunk“

(Daniela)

Dzuna Kalnina ist eine tolle Frau. Ich habe sie vor zwei Jahren mit einer Iszenierung in der Alten Seilerei erlebt. Jetzt inszeniert sie auf dem Kulturcampus:

Schönberg auf der Straße: „Pierrot 21 oder Mondtrunk“ erobert den KulturCampus
Der Außenbereich vor dem Studierendenhaus in der Mertonstraße 26 wird im Juli zur ungewöhnlichsten Bühne der Stadt. 
Mit „Pierrot 21 oder Mondtrunk“ bringt Kunst im Puls e.V. Arnold Schönberg „Pierrot Lunaire“ dorthin, wo man es garantiert nicht erwartet: mitten in den öffentlichen Raum. Die Performance ist als urbane Intervention gedacht – ein musikalischer Überraschungsmoment für alle, die zufällig vorbeikommen oder bewusst den Abend im Campus‑Hof verbringen. 

Die Idee: Schönbergs expressionistische Klangwelt trifft auf Frankfurts Sommerluft. Passant*innen werden eingeladen, nicht nur zuzuhören, sondern sich poetisch einzumischen - zwischen jeweils sieben Liedern öffnen sich Pausen, die nicht als Unterbrechung gedacht sind, sondern als Einladung: Das Publikum kann diese Momente nutzen, um eigene poetische Impulse in den Abend hineinzulegen – Worte, Bilder, spontane Gedanken. So entsteht ein offener Austausch zwischen Musik, Stadt und den Menschen, die sich auf dieses ungewöhnliche Erlebnis einlassen.

Musikalisch hochkarätig besetzt:
Robert Crowe (Gesang), Peter Kuhn (Dirigent), Joachim Enders (Klavier), Ingo Haas (Violine/Viola), Katrin Szamatulski (Flöte/Piccolo), Michael Veit (Cello), David Wolf (Klarinette)
Dazu Dzuna Kalnina (Regie), Katharina Kraatz (Kostüm), Sofia Samoylova (Foto), Günter Woog (Flyer Design), Daniel Groß (Technik)

Termine: 3., 8., 10. und 11. Juli 2026, jeweils 20 Uhr

Ort: Außengelände des Studierendenhauses in der Mertonstraße 26, 60325 Frankfurt am Main 
Bei Regen: Ausweichort Offenes Haus der Kulturen
Der Eintritt ist frei. In Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen und Vision 31 Kulturcampus gemeinsam gestalten.
Ein Projekt, das zeigt, wie lebendig, überraschend und offen diese Stadt sein kann – besonders, wenn Schönberg plötzlich um die Ecke biegt.

Samstag 11. Juli: "Irgendwer & Anderswo - Das Leben der Mascha Kaléko":

(Daniela)

Wegen des großen Interesses spielt das Kulturhaus Frankfurt noch eine Zusatzvorstellung von  "Irgendwer & Anderswo - Das Leben der Mascha Kaléko":

Nach dem Tod ihres Mannes besucht Mascha Kaléko 1974 noch einmal Berlin, um sich dort eine kleine Künstlerwohnung zu nehmen. Während ihres Aufenthalts wird sie von einem Journalisten interviewt, der ihr eine ungewöhnliche Entdeckung präsentiert: Ihr wenige Jahre zuvor verstorbener Sohn Steven Vinaver, der selbst als Dramatiker und Regisseur tätig war, hat ein Stück über seine berühmte Mutter geschrieben und darin alle wichtigen biographischen und literarischen Ereignisse ihres Lebens zu einer Hommage zusammengefaßt. Was wäre es nun für eine Sensation, Das Leben der Mascha Kaléko auf die Bühne zu bringen!

Mit drei berühmten Schauspielerinnen ihrer Zeit, die sie für fähig und geeignet hält, ihre Bühnenfigur zu spielen, begibt sich Mascha nun auf eine Zeitreise zurück in ihr eigenes Leben – und begegnet dort den wichtigen Menschen erneut, die sie ihr Leben lang begleitet und ihr Leben geprägt haben: eine unglaubliche Gelegenheit, Dinge noch einmal revue-passieren zu lassen, sie noch einmal auszusprechen – oder manches auch mit etwas anderen Worten zu sagen.

Weitere Informationen:  https://www.kulturhaus-frankfurt.de/gasttheater/stueckedetail-1/stueck/irgendwer-und-anderswo
Ort: Kulturhaus Frankfurt, Pfingstweidtstr. 2, Frankfurt, Beginn 20:00 Uhr Fotos: Carola Holler

Samstag, 11. Juli: En Vogue

(Uwe)

En Vogue ist eine der erfolgreichsten und einflussreichsten weiblichen Vokalgruppen in der modernen Musikgeschichte – und bleibt fast vier Jahrzehnte nach ihrem Debüt eine starke Marke. Mit über 20 Millionen verkauften Platten weltweit, sieben Studioalben, sechs Nummer-1-R&B-Singles, mehreren Grammy-Nominierungen, American Music Awards, Soul Train Awards und drei MTV VMAs gehört En Vogue zu den Top 10 erfolgreichsten Girl Groups aller Zeiten von Billboard. Ihr bahnbrechender Katalog – darunter "Hold On", "My Lovin' (You're Never Going to Get It)", "Free Your Mind", "Whatta Man" und "Don't Let Go (Love)" – half, zeitgenössischen R&B neu zu definieren und setzte den stimmlichen und visuellen Standard für die folgende Generation von Girlgroups.

Vilco - Die Stadthalle Bad Vilbel / Günther-Biwer-Platz 1, Bad Vilbel / 20:00 Uhr
Foto: envougemusic

Sonntag 12. Juli: JAZZ MONTEZ HOLIDAYS - 6. Tag

(Daniela)

Hier das Line_Up für den 6. Tag beim wunderbaren Jazz Montez / Holidays

19:00 Uhr Pablo Held Trio feat. Alexandra Ridout & Marta Wajdzik
Pablo Held ist ein Pianist von außergewöhnlichem Können und tiefgründiger Ausdruckskraft. Zusammen mit Robert Landfermann und Jonas Burgwinkel bildet sein Trio eines der am längsten bestehenden Jazzensembles Europas. Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 haben sie insgesamt elf Alben aufgenommen und sind eine bedeutende Größe im deutschen und europäischen Jazz.

20:30 Uhr: Oddisee & Good Company
Der aus dem DMV stammende Rapper und Plattenproduzent Oddisee erkannte schon früh, dass Sinn und Erfolg eine Frage der eigenen Entscheidung sind. Als Amir Elkhalifa in Washington, D.C., als Sohn eines sudanesischen Vaters und einer afroamerikanischen Mutter geboren und in Prince George’s County, Maryland, aufgewachsen, wurde er schon in jungen Jahren Zeuge krasser Ungleichheit und entwickelte ebenso wie die Stadt, in der er aufwuchs, ein ausgeprägtes politisches Bewusstsein.
Elkhalifa setzt sich mit unerschütterlicher Überzeugung und Offenheit mit der menschlichen Existenz auseinander und verbindet Elemente aus Jazz, Funk und Go-Go in seinen Hip-Hop-basierten Produktionen. Anstatt Plattenverträge und Manager zu jagen, hat Elkhalifa den weniger begangenen Weg eingeschlagen. Schon früh hat er die Abläufe der Branche optimiert, indem er seine Musik eigenhändig aufnahm, produzierte und abmischte sowie seine Marketingstrategie und Tourneen selbst steuerte. 

22:00 Uhr Weller
Seit den frühen 90ern ist Matthias Westerweller aka Weller das gute Gewissen der Frankfurter DJ-Szene. Mit unerschöpflicher Erfahrung und einem feinen Gespür für Stimmungen stand er bereits in legendären Clubs wie Cooky’s oder dem Nordisk Club hinter den Decks – und wurde für viele zum musikalischen »Gütesiegel«. Vielleicht liegt das daran, dass er sich nie auf ein Genre festlegen ließ, sondern mit Leichtigkeit Vergangenheit und Gegenwart, Klassiker und Unerwartetes miteinander verknüpft. Vor allem aber daran, dass er es wie kaum ein anderer versteht, eine Atmosphäre zu schaffen – eine »musikalische Reise«, wie er selbst sagt. 
Abseits des DJ-Pults ist Weller nicht minder aktiv: Als Radiomacher bei ByteFM, Mitbetreiber des Boutique-Labels Sundae Soul Recordings und Betreiber des Platten- und Kunstladens HOPPIGALOPPI prägt er die Szene bis heute mit Leidenschaft und Weitblick.

Jazz Montez Holidays, Live-Konzert-Open-Air 03.07. – 23.08., Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: An der Freitreppe der Honsellbrücke, barrierefrei, Eintritt: frei (um Spende wird gebeten!), weitere Infos gibt’s hier

Sonntag, 12. Juli: LAITH AL-DEEN

(Daniela)

Zu einer Zeit, in der noch kaum jemand das Potential des deutschen Pops erkannte, trug Laith Al-Deen mit seinen Werken dazu bei, den Grundstein für den Erfolg eines ganzen Genres zu legen. Der Sänger von Hits wie „Bilder von Dir“, „Dein Lied“ oder „Keine Wie Du“ prägte von Anfang an maßgeblich den Deutsch-Pop. Dabei verkaufte Al-Deen Millionen Tonträger und erntete Goldene Schallplatten sowie Top Chart-Platzierungen. Er verlor über die Jahre nie an Leidenschaft, Qualität und Neuerfindungsdrang, auch in seinem elften Album „Dein Begleiter“ zeigt Laith Al-Deen seine unbestreitbare Fähigkeit, emotionale Geschichten durch Musik zu erzählen. Mit seiner warmen Soulstimme entführt er die Zuhörenden auf eine Reise voller Gefühl und Leidenschaft und schafft es, die Grenzen zwischen Künstler und Zuhörer zu überwinden und eine gemeinsame emotionale Erfahrung zu schaffen, die lange nach dem letzten Ton nachhallt.

Burgfestspiele Dreieichenhain, Burg Hayn
Beginn: 19:30 Uhr
Weitere Infos: https://www.buergerhaeuser-dreieich.de/burgfestspiele/programm/laith-al-deen-2026-07-12

©Chris-Gonz

Sonntag, 12. Juli: Familien-Wimmelbildtag mit Helena Baumeister und Amelie Persson

(Daniela)

Unter der Anleitung der Künstlerin und Comic-Zeichnerin Helena Baumeister sind Malfreudige jeden Alters diesen Sonntag eingeladen gemeinsam ein lebendiges Wimmelbild zu erstellen. 

Insbesonders Familien sind willkommen zu den ersten beiden Workshops, die im Rahmen der von Amelie Persson organisierten partizipativen Workshopreihe „Demokratische Lieblingsorte in Frankfurt“ stattfinden.

Startzeit des ersten Workshops ist um 11.30 Uhr, der zweite Workshop startet um 14 Uhr. Wir haben Platz für 25 Teilnehmende je Runde, kommt einfach vorbei und malt mit uns, probiert spannende Materialien aus und bringt Experimentierfreude mit. 

Die Teilnahme ist kostenlos, Veranstaltungsort ist der WDC Hub im Museum für Angewandte Kunst Erdgeschoss (Forum)

Sonntag, 12. Juli: Glasperlenspiel

(Andrea)

Glasperlenspiel sind Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg. Bei Auftritten wurden sie früher von weiteren Musikern unterstützt. Heute treten sie fast ausschließlich als Duo auf und begeistern mit einer mitreißenden Mischung aus tanzbaren Beats und emotionalen Momenten, sowie packenden Visuals der mitreisenden Videoshow heute im Batschkapp Sommergarten. 

Batschkapp, Gwinnerstraße

Montag 13. Juli: Dieser Drang nach Härte - Lesung mit Eva von Redecker zum neuen Faschismus

(Daniela)

Ein beängstigender Rechtsruck erfasst die Welt. Die üblichen Analogien zum Nationalsozialismus halten kaum Stand – doch was, wenn der Faschismus in neuer Form auftritt, werden wir ihn dann erkennen?

Ernst, aber offen. Essayistisch, aber begriffsklar. In „Dieser Drang nach Härte“ sucht die Philosophin Eva von Redecker nach Erklärungen des globalen Aufstiegs autoritärer Kräfte. Sie entlarvt, wie der neue Faschismus seine affektive Sogkraft entfaltet: Auf den Ruinen liberaler Versprechen und deren entfesselter Eigentumslogik. Auf Lesereise mit ihrem neuen Buch bringt Eva von Redecker ihre Analyse nach Frankfurt zu medico. Es geht um kapitalistische Herrschaft, koloniale Gewalt, patriarchale Zerstörungsmacht – und um die Kraft von Verbundenheit als Widerstand gegen Verrohung und Härte unserer Zeit.

Moderation: Julia Manek

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns aber über Spenden zur Unterstützung unserer Veranstaltungsangebote.
Vor und nach der Veranstaltung ist die Theke des Pastel für Snacks und Getränke geöffnet.

Datum: Mo, 13.07.2026
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: unten im medico-Haus | Lindleystr. 15 | 60314 Frankfurt

Auf unserer Website finden Sie weitere Informationen zu dieser Veranstaltung.

Copyright: medico international e.V.

Dienstag 14. Juli: Sichere Häfen - Städte als Zuflucht Buchvorstellung & Diskussion

(Daniela)

Der politische Kampf für Städte, die fliehenden Menschen Schutz bieten, vereint ganz unterschiedliche Akteurinnen – migrantische, feministische, religiöse und gewerkschaftliche Bewegungen –, die gemeinsam für eine inklusivere Gesellschaft eintreten. Doch wie sieht dieser Kampf genau aus? Inwiefern ist er ein Mittel gegen den anhaltenden Rechtsrutsch? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zwischen Städten in den USA, Europa und Afrika? Und wie können Städte wie Frankfurt zu Laboratorien einer Demokratie werden, die Migration nicht als Bedrohung, sondern als Teil ihres politischen Selbstverständnisses begreift?

Volker M. Heins stellt sein Buch „Sichere Häfen – Städte als Zuflucht" vor und zeigt, wie Städte in einer Zeit, in der Nationalstaaten Fluchtwege schließen und das Asylrecht aushöhlen, zu den entscheidenden Orten von Zuflucht, Demokratie und Freiheit werden. Nicht Staaten, sondern urbane Räume – Städte, Gemeinden, Nachbarschaften – tragen heute das größte Potenzial, Schutz, Teilhabe und ein faktisches Bleiberecht für Geflüchtete und Migrantinnen zu ermöglichen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns aber über Spenden zur Unterstützung unserer Veranstaltungsangebote.
Vor und nach der Veranstaltung ist die Theke des Pastel für Snacks und Getränke geöffnet.
Veranstaltet von: medico international & Seebrücke Frankfurt

Datum: Di, 14.07.2026
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: unten im medico-Haus | Lindleystr. 15 | 60314 Frankfurt
Auf unserer Website finden Sie weitere Informationen zu dieser Veranstaltung.
Copyright: medico international e.V.

Ab Mittwoch 15. Juli: „No Sheet Jam“ im Nebbienschen Gartenhaus

(Daniela)

Artur hat ein neues Musikformat für Frankfurt entworfen: No Sheet Jam“ .

Mit „No Sheet Jam“ startet im Nebbienschen Gartenhaus ein neues Format: Genreoffen künstlerisch anspruchsvoll und einfach schön zum Zuhören. Die Jam lädt MusikerInnen ein, die Spaß am spontanen Improvisieren haben und das gemeinsame Zusammenspiel im Moment suchen — 'Read the room, not the sheets’. Was, und vor allem wie gespielt wird, ist an jedem Abend so offen, wie die Bühne selbst.

Diese Jam lebt auch vom Publikum: Schau- und Hörlustige sind herzlich willkommen - sie tragen maßgeblich zur Stimmung des Augenblicks bei. Ein Dialog zwischen Publikum und Spielenden, zwischen Eindruck und Ausdruck, der Raum für einzigartige Klangwelten schafft, welche den Moment begleiten.

Wo? Nebbiensches Gartenhaus
Wann? Jeden 2. Mittwoch, Start am 15.07
Ein Flügel, sowie Bass-Amp sind vorhanden - eigene Instrumente sind willkommen!

Eintritt frei, Getränke auf Spendenbasis
Wir sehen uns dort!

Donnerstag, 16. Juli: Of/ Oliver Heitzer

(Andrea)

Auf Einladung von Michael Ziem, der als Meiz gerade mit seinem “Mitnehmer” Steckmöbelsytem im Testraum gastiert, ist heute der "Liederist" Oliver Heitzer mit seinen Alltagserlebnissen, die er sehr poetisch umsetzt und mit exzellentem Fingerpicking begleitet, zu Gast. Hier geht es um Lieder, erzählte und gesungene Bilder, Geschichten, alltägliches und besonderes. Alles in Lieder verpackt - deshalb nennt er sich Liederist. Liederist ist eine passende Bezeichnung, denn Lieder machen alles das möglich. Klangbeispiele finden sich auf seiner WebSite (https://liederist.de/Toene-und-Worte/). 18 Uhr

Testraum, Große Markstraße 39, Offenbach

Vorschau

Freitag 17. Juli: Kino e Vino im Hof des Atelierfrankfurts: „Das Drama – Noch einmal auf Anfang“

(Daniela)

Ein wunderbarer Ort, tolle Filme und ein mega Gastrokonzept, das ist Kino e Vino im Hof des Atelierfrankfurts.

Der Sommer geht gerade erst los und nachdem es letztes Jahr einfach fantastisch war bringen wir Kino e Vino zurück in den Hof des Atelierfrankfurts. Ihr wisst wie es läuft - zwei Sorten Pasta, eiskalter Vino und großes Kino mitten im Sommer. Wenn die Dämmerung einsetzt, richten sich unsere Blicke auf die Leinwand.

Kino e Vino Vol. 2 - „Das Drama – Noch einmal auf Anfang“ (OmU)
Drama zum Auftakt, Darling! Zendaya und Robert Pattinson kurz vor der Hochzeit – was soll da schon schiefgehen? Nun ja, irgendwie alles – und das macht diesen Film zu einem faszinierenden Zwitterwesen aus süßer Rom-Com, wunderbarer Satire und toxischem Psychothriller.
Den beiden auf dem Zenit ihres schauspielerischen Schaffens zuschauen zu dürfen (und dabei ihre Wohnungseinrichtung zu googeln), die Dialoge auszuhalten und sich von sämtlichen Wendungen verführen zu lassen – all das macht „Das Drama“ zu einem Ausnahmefilm, der sich harsch und elegant zwischen schwarzer Komödie und bitterem Beziehungsdrama entfaltet. „Szenen einer Ehe“ mit Instagram-Vibes … Wir wollen diesen Typ und alle Lampen!

Regie: Kristoffer Borgli, USA 2026, 105 Minuten, FSK: ab 12 Jahren, Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Einlass: 19.30 Uhr, Filmstart: gegen 21.30 Uhr bei Einbruch der Dunkelheit

Tickets: https://www.eventbrite.de/e/kino-e-vino-vol2-tickets-1990637972763#organizer-card

Freitag, 17. Juli: Tourlaub

(Andrea)

“Ab in den TOURLAUB!” ist das Motto der neuen Bühnenshow von REIS AGAINST THE SPÜLMACHINE. Im vierten Konzertprogramm des Musik-Comedy-Duos dreht sich alles um das Thema Urlaub. Das Duo ist seit vielen Jahren deutschlandweit für seine mitreißende Bühnenshow und ihre Welthits mit Witz - brilliant-lustige Song-Parodien mit Ohrwurmgarantie -  bekannt.  Ob AC/DC oder Blümchen, ob Ballade oder Rocksong - Philipp Kasburg und Hanke Blendermann beweisen musikalische Bandbreite und bewegen sich mit zweistimmigen Arrangements und interaktivem Entertainment stilsicher durch alle Genres. Dabei präsentieren die studierten Musiker unerwartet-ulkige Texte: Die Beach Boys fahren “Saufen an nem See” und Westernhagen lebt “Villenlos” auf der Straße. TOURLAUB hat viel neues Material zu bieten, aber auch beliebte Evergreens wie der millionenfach geklickte Hit „Hast Du Saufen mal probiert?“ werden auf dieser Reise nicht fehlen. Philipp Kasburg verspricht: “Bei uns gibt es 5-Sterne-Unterhaltung - All Inclusive. TOURLAUB ist der ideale Wohlfühlort für alle, die einfach mal wieder völlig losgelöst, unbeschwert und in Gemeinschaft feiern und lachen wollen.”  Blendermann empfiehlt: “Nehmt ein Bad in der Menge, legt das Handtuch auf die Liege und bucht noch heute Tickets für unvergessliche TOURLAUBsmomente!” REIS AGAINST THE SPÜLMACHINE gehören einfach auf die Bühne. Denn ein Konzert der beiden gilt als ein unvergessliches Happening, das Zuschauende am Ende des Abends glücklich und mit dem Wunsch nach Wiederholung verlassen. Warum? Weil sie Menschen durch Musik und Humor verbinden, sich und ihr Publikum nicht allzu ernst nehmen, dabei aber nie unfair werden." Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19.30 Uhr

Batschkapp Sommergarten, Gwinnerstraße

Samstag, 18. Juli: Talk & Taste: Wine for Democracy

(Daniela)

Talk & Taste: Wine for Democracy. Revoluzzer, Anarchisten und Avantgarde im „not a kitchen!“ im Metzlerpark

Im Rahmen der WDC-Campus Ausstellung „dreams, ideas & prototypes“ im Museum Angewandte Kunst, Frankfurt treffen innovative Weinmacher:innen aus der Region auf Experten der Weinbaukunde.

Nach einer exklusiven Führung durch die Ausstellung findet im Metzlerpark ein Talk & Taste mit Markus Bonsel und Monika Eichner vom Weingut BIBO RUNGE in Hallgarten, Thomas Balzer und Andreas Hansel vom Weingut5 – Pinot Noir Manufaktur aus Frankfurt und Dr. Matthias Schmitt, Experte für nachhaltige Innovation für die globale Weinindustrie, Hochschule Geisenheim und dem VDP Weingut Hochschule Geisenheim statt.

Treffpunkt 16:30 Uhr im MAK

Der Event ist findet auf freiwilliger Spendenbasis statt. 

Dienstag, 21. Juli – Dienstag, 18. August: Summer in the City

(Martin)

Fünf Gigs und tolle Vibes im Palmengarten - Entspannt lassen sich heiße Sommerferien mit dem fein ausbalancierten Programm genießen. 

Mit diesem Höhepunkt der Konzertsaison im Künstler*innenhaus Mousonturm wird aber auch das Frankfurter Publikum gefeiert, das von vielen Künstler*innen und Bands so geschätzt wird. Also ran an die Tickets und auf in den Palmengarten! Wo sonst in der Region lässt sich ein Sommerabend klangvoller verbringen? 

Den Auftakt macht Tanita Tikaram mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus Folk, Pop und melancholischer Eleganz. 

Martin Kohlstedt verbindet akustisches Klavier mit elektronischen Klanglandschaften zu intensiven Live-Erlebnissen.  

Mit Ásgeir zieht nordische Melancholie zwischen Folk und elektronischen Sounds in den Palmengarten ein.  

Energiegeladen wird es mit Moop Mama, deren Brass, Beats und politische Haltung den Palmengarten in Bewegung versetzen.  

Zum Finale bringt Liraz ihren berauschenden Elektro-Pop mit persischen und israelischen Einflüssen nach Frankfurt – ein sommerlicher Ausklang voller Euphorie und Tanzbarkeit.

Achtung: Festivalpass buchen!

Dienstag, 21. Juli – Dienstag, 18. August – immer Dienstags im Palmengarten / Künstler*innenhaus Mousonturm

Dienstag, 21. Juli: Atli

(Uwe)

Atli stammt aus einem kleinen Fischerdorf im Norden Islands und ist ein Singer-Songwriter, dessen Musik herzliche Geschichten mit kraftvollen Gesangsarrangements verbindet. Er begann, Musik zu schreiben, um seine Trauer zu verarbeiten, was schließlich zur Entstehung seines Debütalbums „Epilogue of Something Beautiful“ führte. Atlis Mission ist es, Musik zu schaffen, die diejenigen anspricht, die sich den Herausforderungen des Lebens stellen, und durch unverfälschtes, nachvollziehbares Songwriting Trost und Verbundenheit zu bieten. 

Ponyhof / F., Klappergasse / 19 Uhr
Foto: Ponyhof

Dienstag, 21. Juli: Tanita Tikaram

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Gerade einmal 18 Jahre war Tanita Tikaram alt, als sich ihr Leben völlig auf den Kopf stellte. Der Grund: ihr Debütalbum „Ancient Heart“, das 1988 einschlug wie ein Komet. Ihre markante Stimme und die rohen, ungefilterten Texte, in denen die in Deutschland geborene Britin von der inneren Aufgewühltheit einer jungen, queeren POC erzählt, die sich in der eigenen Heimat fremd fühlt, sorgten für anhaltendes Interesse bei Fans wie Kritik – ihr Hit „Twist In My Sobriety“ wurde bis heute über 81 Millionen Male gestreamt. Fast vier Jahrzehnte später hat die Singer-Songwriterin viele weitere Alben und Songs veröffentlicht, mit „LIAR (Love Isn’t A Right)“ feierte sie im Oktober vergangenen Jahres ihr großes Comeback. 

In seinem Rückbezug auf „Ancient Heart“ markiert Tanita Tikarams neues Album einen Full-Circle-Moment in ihrer Diskografie, denn wie in den 80er- und 90er-Jahren sorgen Politik und Gesellschaft heutzutage dafür, dass sie sich wieder einmal wie eine Fremde im eigenen Land fühlt. „LIAR (Love Isn’t A Right)“ widmet sich genau diesem Gefühl und appelliert an Gemeinschaft und eine bessere Zukunft. 

Nach sechs Jahren geht Tanita Tikaram erstmals wieder auf Tour – in Begleitung einer Kammerband, die für eine ganz besondere Atmosphäre im Palmengarten sorgen wird.

Palmengarten Frankfurt um 20.00 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr): 
Foto: © Natacha Horn

Freitag, 24. Juli, bis Sonntag, 9. August: 25. Sommerwerft

(Andrea)

Unter dem Pflaster der Strand und der Ozean beginnt in Frankfurt, die Sommerwerft feiert in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag und den Fluss. Seit ihrer Gründung hat sich das Festival von einer freien Szene-Initiative zu einem festen Bestandteil der Frankfurter Kulturlandschaft entwickelt – heute im Schatten der Europäischen Zentralbank, aber weiterhin fest am Main verankert. Auch im Jubiläumsjahr lädt die Sommerwerft zu 17 Tagen Kultur am Mainufer ein – an einem Ort, an dem Menschen seit jeher zusammenkommen, verweilen, zuhören und sich in einem offenen Raum des Austauschs und des sozialen Miteinanders begegnen. Unser Geschenk zum 25-jährigen Jubiläum: Blue Lab 2026 – The Ocean Starts… in Frankfurt! Mitten in der Sommerwerft, vom 29. Juli bis 2. August, verwandelt das Blue Lab das Mainufer in einen offenen, inklusiven Lern- und Erlebnisraum. Unter dem Motto „The Ocean Starts… in Frankfurt!“ begeben sich Besucher*innen auf eine symbolische Reise von den Quellen des Mains und des Rheins bis zur Nordsee – eine Source-to-Sea-Perspektive, die die enge Verbindung zwischen Fluss- und Ozean sichtbar macht. Das Programm folgt dem natürlichen Wasserkreislauf – von der Quelle über Flüsse und Feuchtgebiete bis hin zu Küsten, Flussmündungen und dem Ozean – und kulminiert am 2. August  an einem gemeinsamen Feiern des Wassers. Im Mittelpunkt stehen dabei die Werte Respekt, Verantwortung, Kollektivität, Demokratie und Inklusion. Ich freue mich wie jedes Jahr sehr auf diesen besonderen Ort, das gesamte Programm findet ihr auf www.sommerwerft.de 

Sommerwerft, Weseler Werft

Freitag, 24. Juli: Of/ Ach, diese Lücke

(Andrea)

Wäre ich nicht im Harz würde ich mich endlich diesen Film ansehen, der alle begeistert. Dazu heute noch im tollen Rahmen bei Frank vor den Parksidestudios und Pana kredenzt Taboulé, Käsevariationen, Lieblingswein und Leckerstes vom Grill. Und Daniel findet die Verfilmung  mindestens genauso zweifelnd, niederschmetternd, tröstend, lustig und befreiend schön wie die literarische Vorlage von Joachim Meyerhoff. „Coming of Age“ an der Schauspielschule – hochkomisch und unglaublich nah und Senta Berger die beste Schauspielerin der Welt. Die Rede ist von “Ach, diese Lücke”, zum Plot: Mit 20 wird Joachim unerwartet an der renommierten Schauspielschule in München angenommen und zieht in die Villa zu seinen Großeltern, Inge und Hermann. Zwischen den skurrilen Herausforderungen der Schauspielschule und den exzentrischen, meist alkoholgetränkten Ritualen seiner Großeltern versucht Joachim seinen Platz in der Welt zu finden – ohne zu wissen, welche Rolle er darin eigentlich spielt. Alle weiteren Infos & Tickets gibt es unter www.kinokulinarisch.de

Kino e Vino im Innenhof der Parkside Studios, Friedhofstraße 59, Offenbach

Samstag 25. Juli: Wheel of Frankfurt

(Daniela)

Auf der Hauptwache steht ein riesengroßes Glücksrad. Aber hier gewinnt man keine Gummibärchen, sondern künstlerische Hör-, Seh- oder Tasterfahrungen. Wie nehmen wir öffentliche Räume wahr? Was könnte passieren, wenn der Fantasie freier Lauf gelassen wird? Was irritiert, was verzaubert uns: ein plötzlich auftretender Chor, ein sympathisches Monster, hausgemachte Leckereien oder zwei Vulven, die auf dem Tandem vorbeifahren? Die Aktionen sind mit allen Sinnen zu erleben, damit die Installation allen Menschen zugänglich wird. Die künstlerischen Aktionen, die durch das Drehen des Glücksrads aktiviert werden, entstehen aus interdisziplinären Genres und aus Kooperationen mit Vereinen in Frankfurt.

Konzept, Regie, Künstlerische Leitung: Maj Lilith Hemmesmann
Beginn: 14:00 Uhr und 17:00 Uhr
Dauer: 2 Stunden, Du kannst kommen und gehen, wie du willst
Eintritt: frei, keine Reservierung erforderlich
©Christiane Gangl

Sonntag, 26. Juli: Of/ Offenbacher Kurkonzerte

(Andrea)

Sattelt die Räder, packt die Picknickkoffer, heute ist Kurkonzert! Ja, tatsächlich hätte Offenbach mal Kurstadt werden können, schließlich gab es hier die Kaiser-Friedrich-Quelle. Lang, lang ist´s her. Heute entspannen wir uns nicht beim Wassertrinken, sondern bei Live-Musik und lässigen DJ-Sets. Rund um den Pavillon im Dreieich-Park ist Platz für Picknickdecken, es gibt feine Snacks, Getränke und ein buntes Kinderprogramm. Der Eintritt zu den Kurkonzerten ist frei. Um eine kleine „Kurtaxe“ wird gebeten. Eigene Speisen und Getränke dürfen selbstverständlich mitgebracht werden.
Für die Unterhaltung sorgen: Das NRNF (No Risk No Funk) Collective ist eine vielfältige Gruppe von Musikerinnen und Musikern, die Musik in unterschiedlichen Genres erschaffen. Im Zentrum steht eine eingespielte Rhythmusgruppe (Keyboards, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Percussion), die seit vielen Jahren zusammen musiziert. Jeder Song erkundet ein eigenes Genre – sei es Jazz, Hip-Hop, Highlife, Soul oder Indie. Zusammengehalten werden die Stücke durch ein rhythmisches Fundament mit afro-musikalischen Wurzeln. Jeder Track wird von anderen Sängerinnen, Sängern, Rapperinnen oder Rappern begleitet und bringt dadurch neue Perspektiven und Identitäten in den Klangmix ein.
DJ MEESISJ, besser bekannt als Schnürschuh, schöpft aus einem Fundus, als hätte jemand Genregrenzen Stents gesetzt. Womöglich wird's beatlastig, vielleicht eher jazzig, doch auch Dub hat ein gehöriges Wörtchen mitzureden. 14 bis 18 Uhr

Musikpavillon im Dreieichpark, Dreieichring, Offenbach

Dienstag, 28. Juli: Martin Kohlstedt

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Martin Kohlstedt zählt zu den herausragenden Komponisten, Pianisten und Produzenten für Modern Classical Music und Electronica. Sowohl live als auch auf seinen Aufnahmen setzt er Standards darin, wie innovativ Electronica mit analogen und akustischen Elementen aus klassischem Klavier, Ambient, Field Recordings und Score Design zusammenkommen kann. 

Kohlstedt schafft es, für die Einflüsse aus so unterschiedlichen Welten intuitiv eine gemeinsame Form zu finden und daraus einen lebendigen Körper zu bilden – als spektakuläre Festivalshow, als introspektives Klavierkonzert, multidimensionaler Filmsoundtrack oder immersives Albumerlebnis. Seine Art des Arbeitens bezeichnet er als modulares Komponieren. Die Stücke sind ständig in Bewegung und folgen auch im Konzert keiner festgelegten Form. Improvisation ist zwingend Teil des Schaffens, ebenso der Mut zum Scheitern, das Suchen und das Interagieren mit Kontext, Raum und Menschen. 

Der in Weimar lebende Musiker spielt auf Konzertreisen auf der ganzen Welt und kollaboriert mit renommierten Partner*innen wie dem GewandhausChor Leipzig, mit Künstlern wie Ben Böhmer, Douglas Dare, Sudan Archives und Henrik Schwarz sowie mit Labels wie Warner Classics. 

Neben eigenen Stücken schreibt Kohlstedt Soundtracks für Filme, Theaterstücke, Podcasts und Hörspiele. Mit der Edition Kohlstedt führt er sein eigenes Label und kommt mit einem eigenen Aufforstungsprojekt seiner Verantwortung als Artist nach. 

Palmengarten Frankfurt um 20.00 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr)
Foto: © Karine Bravo

Donnerstag, 30. Juli: „Sababa Nights“ - Open Air-Konzert am Jüdischen Museum

(Petra)

Sababa Nights eröffnet eine dreiteilige Open-Air-Konzertreihe auf dem Vorplatz des Jüdischen Museums begleitend zur laufenden Ausstellung „Mishpocha“. Das Auftaktkonzert wird von der IMA Clique gemeinsam mit Jazz Montez kuratiert und umgesetzt. Den Anfang macht die Band Sababa 5, deren Sound Einflüsse aus Middle Eastern Grooves, Funk und Psychedelic verbindet. Unter freiem Himmel entsteht so ein musikalischer Begegnungsraum, der Austausch, Vielfalt und gemeinsame Erfahrung hörbar macht.

Foto: Sababa 5©Alex Quai des brumes

Sababa Nights mit Sababa 5, Ort:: Jüdisches Museum Frankfurt, Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Uhrzeit: 19 Uhr, Eintritt: Vorverkauf 15 Euro, Abendkasse 20 Euro, Tickets über Bleane hier, in Kooperation mit IMA Clique und Jazz Montez

Freitag 31. Juli: Kino e Vino im Hof des Atelierfrankfurts: „Night on Earth“

(Daniela)

Ein wunderbarer Ort, tolle Filme und ein mega Gastrokonzept, das ist Kino e Vino im Hof des Atelierfrankfurts.

Ein Film, der uns immer wieder abholt, mitnimmt und beispiellos unterhält: Mit „Night on Earth“ steuerte Jim Jarmusch der Filmgeschichte die schönsten Taxifahrten bei, in denen wir seit 1991 immer wieder Platz nehmen möchten. Alleine Winona Ryder, Roberto Benigni, Armin Mueller-Stahl, Gena Rowlands zuzuschauen, zuzuhören … und dann noch Helmut, Kürbisse und diese Schafgeschichte – ewige Kinoliebe!

Dazu Filmmusik von Tom Waits, die alle Episoden meisterhaft verbindet. Steigt mit uns noch einmal ein in diesen lakonisch-charmanten, unglaublich liebevollen Wahnsinn!

Regie: Jim Jarmusch, USA 1991, 129 Minuten, FSK: ab 16 Jahren, Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Einlass: 19.30 Uhr, Filmstart: gegen 21.30 Uhr bei Einbruch der Dunkelheit

Tickets: https://www.eventbrite.de/e/kino-e-vino-vol2-tickets-1990637972763#organizer-card

Samstag, 01. August: SOUL FOOD Rooftop Special

(Daniela)

Wenn ihr Lust habt nonstop zu tanzen, dann los zu Soulfood.

Liebe Soulfood Freunde, 
nach den ersten, wunderbaren Rooftop Parties im letzten Sommer, machen wir es dieses Jahr wieder. Wir tanzen im Freien bei der Soulfood Rooftop Edition. Am Samstag den 1.08.26 treffen wir uns von 15 - 22 Uhr auf der wunderschönen Dachterrasse des Ruby Louise Hotels in der Innenstadt. Vom Nachmittag bis in den späten Abend tanzt ihr zu den Sounds der  Soulfood DJs, Mr. Brown und Sportwagen. Unser Freund und Lokalmatador Alexander Antonakis ist ebenfalls dabei und macht das Warm Up. Auch in diesem Jahr bieten wir einen Vorverkauf an, da die Kapazitäten dort beschränkgt sind. Also deckt euch mit Tickets ein um dieses schöne Event nicht zu verpassen. Es wird auch eine Abendkasse geben mit einer geringen Kapazität und für den Durchlauf. Wir freuen uns riesig auf diesen Tag. Seid frei und dabei.

Samstag, 01. August 2026
Ruby Louise Hotel – Dachterrasse
Neue Rothofstraße 3, 60313 Frankfurt
15 bis 22 Uhr
Tickets: www.eventim-light.com/de/a/632095c40908fc1c71b00ede/e/6a1d9fd2bd3fc96282249ab7

Dienstag, 4. August: Ásgeir

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Ásgeir gehört zu einer Generation nordischer Künstler, die beweist, dass leise Töne lauter nachhallen können als jedes Pathos. In einer schnelllebigen Musikindustrie steht der isländische Singer-Songwriter für Nachhaltigkeit, Nähe und Beständigkeit – zurückhaltend, kompromisslos und zutiefst authentisch. Mit seiner zerbrechlichen, aber dennoch eindringlichen Stimme, die oft verträumt, beinahe engelsgleich wirkt, transportiert Ásgeir emotionale Tiefe, während sich seine Werke durch melodische Leichtigkeit und sanfte Kontraste auszeichnen: Fragile Falsettgesänge treffen auf warme Gitarren, elektronische Arrangements ummanteln folkige Intimität. 

In Summe ein Garant für dahinschmelzende Herzen, egal ob auf großen Bühnen mit begeisterten Massen oder in kleinen Veranstaltungsorten, die eine intensive Publikumsnähe zulassen und fördern. Mit seinem im Februar erschienenen Album „Julia“ ist Ásgeir hautnah im Palmengarten zu erleben.

Mounsonturm Palmengarten Frankfurt um 20.00 Uhr (Einlass um 19.00 Uhr)
Foto: © Ásgeir

Mittwoch, 05. August: Mari Froes

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation

Mit mehr als 100 Millionen YouTube-Aufrufen, einer wachsenden internationalen Anhängerschaft und einem Stil, der hörbar aus der brasilianischen Musiktradition schöpft, hat sich die aus Sao Paulo stammende Mari Froes als markante Stimme einer neuen Generation von Singer-Songwritern etabliert. Ihre charakteristische Mischung aus poetischer Leichtigkeit, feinem Gespür und rhythmischer Energie bringt sie 2026 im Rahmen einer umfangreichen Festivalreise nach Europa – und in die Centralstation.

Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und Katz Records stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Basti Mowka 

Donnerstag, 06. August: Die Höchste Eisenbahn

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation mit einer tollen Band

Die Höchste Eisenbahn ist zurück in Darmstadt. „Wenn wir uns wieder sehen schreien wir uns wieder an“ – so und nicht anders lautet der Titel ihres vierten Albums. Wieder geht es um Liebe, wieder hat die Band selbst produziert, mit Leidenschaft, Chaos und allem, was dazu gehört, immer aber maximal „echt“ und mitten aus dem Herzen heraus. Viele Songs brauchten lange Zeit um zu reifen, einige auch Jahre. Jetzt sind sie flügge und dürfen raus in die Welt. Und das Warten hat sich gelohnt! Auch schön und definitiv besonders: Hinter jedem Song steht ein kleiner Roman; eine Umschreibung, die Inhalt und Entstehungsprozess schildert. Man munkelt, dass auch diese Texte einst veröffentlich werden könnten … Und um alles noooch persönlicher zu halten, haben die Songs eigene „Paten“, ein Bandmitglied also, das sich besonders verantwortlich fühlt und dessen Stil maßgeblich bestimmt.

Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und das Diskothekerkollektiv Rote Nadel stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Joachim Gern

Samstag. 8. August: "unerhört! x 2" - Konzertreihe und Wahrnehmung

(Martin)

“unerhört! x 2” ist ein begehbares Konzert- und Wahrnehmungsformat im ChamissoGarten Frankfurt, das klassische Musik, Naturraum und bewusste Sinneserfahrung miteinander verbindet. Im Zentrum des Formats steht die Frage, wie sich unsere Wahrnehmung verändert, wenn Musik nicht nur gehört, sondern in Beziehung zu Raum, Bewegung, Stille und Natur erlebt wird. Jeder Konzertabend besteht aus drei Teilen: Zunächst wird ein musikalisches Werk in einer klassischen Konzertsituation aufgeführt. Anschließend öffnet sich der Garten als stiller Erfahrungsraum: Die Musiker*innen verteilen sich über das Gelände und lassen kurze musikalische Fragmente, Echoformen und Miniaturkonzerte zwischen Blumenbeeten, Gewächshaus, Hühnerstall und Bienenstöcken entstehen. Dazwischen entstehen bewusst Momente absoluter Ruhe, in denen die Geräusche und Atmosphären des Gartens selbst Teil des Erlebnisses werden. Das Publikum bewegt sich frei und langsam durch den Garten. Gespräche treten in den Hintergrund; Aufmerksamkeit, Präsenz und nonverbale Wahrnehmung stehen im Mittelpunkt. Licht, Wind, Gerüche, Farben und Materialien werden ebenso Teil der Erfahrung wie die Musik selbst. Kleine Reflexionsimpulse im Garten laden dazu ein, bewusster wahrzunehmen: Wie klingt Stille? Welche Geräusche gehören nur zu diesem Ort? Was verändert sich, wenn wir langsamer werden? Publikum und Musiker*innen kehren dann gemeinsam zur Hauptbühne zurück. Das Werk wird ein zweites Mal gespielt - nun mit veränderter Wahrnehmung und einer stärkeren Verbindung zwischen Musik, Raum und Erinnerung.

 Foto: ©ChamissoGarten

ChamissoGarten, Adresse: Chamissostr. 38, 
Samstag, 8. August: Antonín Dvořák - Quartett in F-Dur „Amerikanisches". Uhrzeit:  14:30 Uhr: Musikalisches Erlebnis-Abenteuer für Kinder, 18 Uhr: Abendkonzert für Erwachsene (danach ist der Garten geöffnet), Eintritt: Kinder bis 14 Jahre: 10 Euro, Erwachsenen-Begleitticket: 18 Euro, Erwachsenenticket: 28 (15) Euro, Solidarticket: 40 Euro, für Tickets und mehr hier

Samstag, 08. August: Sons Of The East

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation

Das australische Indie-Folk-Trio Sons Of The East zählt längst zu den spannendsten Akustik-Acts der internationalen Szene. Mit ihrem warmen Sound zwischen Folk, Blues, Soul und klassischem Country begeistert die Band ein stetig wachsendes Publikum weltweit. Mehr als 700 Millionen Streams, Millionen YouTube-Aufrufe und zahlreiche ausverkaufte Konzerte säumen den rasanten Aufstieg des Trios aus Sydney! Die drei Musiker verbinden eingängiges Songwriting mit mehrstimmigem Harmoniegesang und einer spürbaren Leichtigkeit. Live lebt ihre Musik von einer besonderen Nähe zum Publikum: tief emotionale Momente reihen sich an mitreißende Refrains und ziehen das Publikum vom ersten Moment an in ihren Bann.

Im Rahmen der Merck-Sommerperlen präsentieren Sons Of The East am Samstag, dem 8. August, neben bekannt-beliebten Songs auch Musik ihres aktuellen Albums SONS.
Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und Katz Records stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Homepage Centralstation

Sonntag 09. August bis Samstag 05. September: Stadtviertelküche im Riederwald

(Daniela)

Ich freue mich sehr über dieses Projekt und habe mich bereits als Helferin ins Kochteam eingetragen :-)

Trad is a trap" ist ein Anfang und ein Aufruf. Zwei Küchen, zwei Stadtteile, über vierzig Bündnispartner*innen, einen Sommer lang. Wir wollen zeigen und erproben, dass eine andere sorgetragende Stadt möglich ist. Nicht irgendwann, sondern jetzt.Die neue Frankfurter Stadtteilküche versteht sich als Behauptung einer anderen Realität. Kochen wird zur Performance, das gemeinsame Essen zur politischen Praxis. Statt Zuschauer*innen gibt es Beteiligte. Sie ist ein Drama ohne Skript, aber mit Rezept und entsteht jeden Tag anders.
Zwischen dem 9. August und dem 5. September 2026 behaupten wir im Riederwald ein Laboratorium sozialer Fantasie und machen sie dadurch konkret. Eine professionelle Küche konzipiert und gebaut von dem Gestalterkollektiv YRD.Works schafft mitten auf einem öffentlichen Platz neue Tatsachen: plötzlich ist sie da, die Utopie einer sorgetragenden Stadt. Der Platz wird eine Bühne, die eine Küche ist und zur Institution wird. Gekocht wird überwiegend mit geretteten Lebensmitteln, Töpfe kommen von befreundeten solidarischen Küchen, Teller aus zweiter Zeit. Die Stoffe für die Schürzen werden mit den feministischen Rufen unserer Vorgängerinnen bedruckt.
Während des Küchenbetriebs findet auch die künstlerische Arbeit statt: Es wird geprobt, gesungen, diskutiert und organisiert.

Safe the Date: Die Erföffnung der Riederwalder Stadtviertelküche findet am 09 August 2026 ab 10:00h Platz vor der Philippus Gemeinde. Raiffeisenstraße 70-72, 60386 Frankfurt statt. 
Mit dabei sein, wird eine Kochtopf-Marching-Band, die alle Nachbar*innen einlädt, hinzuzukommen; der Chor der Omas gegen Rechts - Frankfurt Uffbasse; dieInitiative für eine Stadtviertelküche im Riederwald; die Stadträtin Tina Zapf-Rodríguez mit einem Grußwort zu Klima, Gemeinschaftsverpflegung und kommunalen Perspektiven; Dr. Susanne Völker mit einem Grußwort zu Kunst als Sorgearbeit und Sonja Tesch, die einen Vortrag über Johanna Tesch und ihre Verbindung zur Küche halten wird.
Darüber hinaus wird wie immer zusammen geschnippelt, gekocht, gegessen und Stadtteilküche geprobt.

Du willst mitmachen? Hier kannst du dich in unseren Schichtplan und unseren Telegram-Kanal oder Whatsapp-Kanal einwählen. Wir freuen uns auf dich!
Im September wandert die Stadtteilküche dann weiter ins Künstler*innenhaus Mousonturm im Rahmen des „How to Make a Life“ Festivals, vom 17. September bis zum 4. Oktober. Mehr Infos dazu folgen in Kürze.

 © Diana Djeddi

Dienstag, 11. August: Moop Mama

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Urban Brass meets Rap. Nach zwei erfolgreichen Touren in 2023 und 2024 sowie einem gelungenen Festivalsommer ist klar: Moop Mama und Älice sind längst mehr als nur eine spannende Idee, sie sind ein Perfect Match, das mit dem gemeinsamen Album „Wieder Laut“ ein neues Kapitel in der über fünfzehnjährigen Bandgeschichte aufgeschlagen hat. 

Als singende Rapperin mit karibischen und polnischen Wurzeln bringt Älice – bekannt als eine Hälfte von Chefboss und durch ihre Zusammenarbeit mit der spanischen All-Female-Band Ketekalles – Dancehall-Power mit. Ihre Stimme bildet das Herzstück der Songs, die dazu ermutigen, enger zusammenzurücken, sich neu zu connecten und solidarisch zu sein, von Mensch zu Mensch. 

Auch stilistisch öffnet die Kollaboration neue Räume. Afrobeat und Phonk-inspirierte Beats treffen auf punkige, erdige Klänge und eine großzügige Portion Soul. Laut-Sein wird zur notwendigen Reaktion auf eine immer lauter tosende Welt – politisch engagiert und voller Energie.

Palmengarten Frankfurt um 20.0 Uhr (Einlass um 19.00 Uhr)
Foto: © Johannes Wimmer

Samstag, 15. August: Mind Enterprises

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation

Mind Enterprises ist das ästhetische Universum des in Turin lebenden Produzenten Andrea Tirone. Inspiriert vom sprudelnden, synthgetriebenen Italo der späten 1980er Jahre, definieren groovige, discoähnliche Basslines, hypnotische Drum-Patterns und kosmische Keyboard-Odysseen den Sound des Projekts. Dabei versteht Tirone seine ständig wachsende Sammlung von Vintage-Synthesizern als seine „Farbpalette“: „Jedes einzelne Gerät hat einen unverwechselbaren Klang, der ausschließlich diesem Gerät eigen ist.” Gemeinsam mit seinem musikalischen Partner Roberto Conigliaro, der den Mode- und Musikgeschmack der 80er Jahre mit Tirone teilt, haben sie die Italo Disco in die Welt und die Clubs getragen.

Am Samstag, dem 15. August, im Rahmen der Merck-Sommerperlen zu Gast in der Centralstation. Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und die Unicorn Crew stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Homepage Centralstation

Sonntag, 16. August: Eule findet den Beat

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation ab 16 Uhr 
Ein Entdeckerflug durch die Musikwelt Theater-Konzert für alle ab 4 Jahren

Die kleine blaugelbe Eule, ein echter Musiklaie, lebt in einem Wald am Rande der Stadt. Wie viele Kinder kann sie sich gar nicht vorstellen, wie unermesslich vielfältig die Welt ist. Als sie eines Abends durch eine wunderschöne Musik geweckt wird, beginnt für sie eine zauberhafte Reise. Musikalisch noch ganz grün hinter den Ohren, taucht Eule dank vieler aufschlussreicher Begegnungen in zahlreiche Genre-Welten ein. Sie trifft acht Tiere, die, genau wie deren jeweilige Lieblingsmusik, unterschiedlicher nicht sein können. Eule, die wohl coolste Vermittlerin musikalischer Abenteuer, ist in deutschen Kinderzimmern mittlerweile voll angekommen. Seit Erscheinen des Debüt-Hörspiels von Charlotte Simon, Nina Addin und Christina Anders verkauften sich die mittlerweile vier Eule-Alben so gut, dass die Macherinnen gleich zwei Mal die goldene Schallplatte und eine Platin-Platte erhielten.

Seit 2016 geht die arglose Eule in der Inszenierung von Christina Anders und Cristiana Garba auch auf große Entdeckungsreise auf den Theaterbühne des Landes. Einlass 15.00 Uhr

Foto: Peter Bruns

Dienstag, 18. August: Liraz

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Die Musik von Liraz Charhi ist mehr als Pop, sie ist auch politisch. Unter ihrem Vornamen ist die israelische Schauspielerin mit persischen Wurzeln als Sängerin aktiv und hat bereits fünf Alben veröffentlicht. Sie singt auf Farsi, arbeitet heimlich mit iranischen Musiker*innen zusammen und verleiht dem Protest im Iran eine Stimme. Dort werden ihre Songs trotz Verbots gehört, getanzt und mitgesungen – als Soundtrack eines mutigen Widerstands in vielen Protestvideos iranischer Frauen in der „Women, Life, Freedom“-Bewegung. 

Der groovige Elektro-Pop mit Einflüssen aus der persischen und israelischen Musiktradition und Anklängen an den Funk der 70er geht sofort in die Beine und ins Herz. Mit ihrer berauschenden Mischung aus traditionellen und modernen Rhythmen öffnet sie ein musikalisches Tor zu einem Ort des Friedens, der Freude und der uneingeschränkten Freiheit.

Palmengarten Frankfurt um 20.00 Uhr (Einlass um 19.00 Uhr)
Foto: © Shai Franco

Mittwoch, 19. August: Curse

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation 

„Jetzt hörst du wieder die Stimme“, rappt Curse gleich zu Beginn seines aktuellen Albums „Unzerstörbarer Sommer“. Der Querverweis auf Klangfarbe und Kolorit von Curse‘ wohl prägnantesten Trademarks kommt dabei nicht von ungefähr. Schon Guru von Gang Starr wusste seiner Zeit, dass die Stimme eines, wenn nicht das wichtigste Merkmal eines MC ist – und auch Curse hat mit ihr in den letzten 25 Jahren immer wieder aufs Neue seinen unverkennbaren Einfluss klargemacht.

The art of MCing und jede Menge Throwback Vibes serviert Curse am Mittwoch, dem 19. August, im Rahmen der Merck-Sommerperlen in der Centralstation. Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und DJ Sonix stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Marvin Contessi

Sonntag, 23. August: The Dead South

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation 

Es spielt keine Rolle, wie man ihre Musik nennt – Progressive Bluegrass, Alternative Americana, Country, Folk und Western – wichtig ist, dass es ihre Musik ist und dass Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Überzeugungen, Erfahrungen, Sprachen und Altersgruppen sich in ihr wiederfinden. Dabei sind The Dead South durch und durch authentisch und scheuen sich nicht, von Zeit zu Zeit Traditionalisten zu verärgern, wenn sie makellos Banjo-Rolls und blitzschnelle Mandolinen-Tremolos, dreistimmige Harmonien und Songs mit klassischen Themen – Mordballaden, Untreue und Geister – mit einem Augenzwinkern vortragen. Auf ihrem Weg an die Spitze haben The Dead South eine wichtige Lektion gelernt: Wenn man schon Außenseiter ist, sollte man besser großartig sein.

Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und DJ Jahrova stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.
Foto: Homepage Centralstation

Donnerstag, 20. August: Von Wegen Lisbeth

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation 

Zwischen Melancholie und tanzbaren Pop-Songs ist Von Wegen Lisbeth längst eine feste Größe der hiesigen Musikszene, bringt von Berlin bis Annaberg-Buchholz ganze Hallen zum Tanzen und stellt dabei die wichtigen und unwichtigen Fragen unserer Zeit. Schon immer hatten die fünf Musiker dabei dieses präzise Gespür für die Absurditäten des Lebens: Alben, die nach E-Mail-Adressen benannt werden, Elon Musks Abfuhr vorm Berghain, iPhones im Landwehrkanal – all das verwoben sie zu ihrem eigenen musikalischen Kosmos.

Am Donnerstag, dem 20. August, im Rahmen der Merck-Sommerperlen zu Gast in der Centralstation. Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und Luho stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Lea Greub

13. bis 17. Oktober: Deutsches Jazzfestival: Von hier aus gesehen

(Daniela)

In Zeiten, in denen man sich angesichts des politischen Weltgeschehens ungläubig die Augen reibt, dankbar im noch einigermaßen vernünftig erscheinenden Europa zu leben, bietet sich ein Blick auf die Jazzlandschaft des Kontinents an. Erleben Sie an fünf Abenden ab 13. Oktober im hr-Sendesaal und bei der Clubnacht in Rhein-Main arrivierte und aufstrebende Interpretinnen und Interpreten!

Dass  ein  Festival wie  das  Frankfurter nur  Ausschnitte zeigen kann,  versteht  sich  von  selbst, ebenso  dass  das  Mutterland  des  Jazz  dabei  nicht  ausgeschlossen  werden soll.  Es  ist  mit  Myra  Melford’s  Fire  and  Water  Quintet,  der  Vibrafonistin  Sasha  Berliner  oder  der  in  den  USA  lebenden  malaysischen Bassistin  Linda  May  Han  Oh  gut  vertreten. Mit  von  der  Partie  in  Melfords  Band:  die  in  Brooklyn  ansässige deutsche  Saxofonistin  Ingrid Laubrock.   

In  der  Welt  des  Jazz  werden  Grenzen seit  jeher  am  liebsten  überschritten,  wie  man  auch  an  den  Musiker*innen  erkennt, die  in  Europa eine  Heimat  gefunden haben  und  ihre  Perspektiven  einbringen. Die  fruchtbaren  Resultate europäischer  Weltoffenheit  führt  beispielhaft  die  Band  von  Andrés  Coll  vor  Augen, in  der  sich  Musiker  aus  Marokko,  Spanien und  Polen  begegnen und  gegenseitig  inspirieren. 

Wie unterschiedlich die Auseinandersetzung europäischer Musiker*innen mit außereuropäischen Kulturen ausfallen kann, sieht man an Louis Sclavis und Naïssam Jalal, die als Gast zur österreichischen Formation Shake Stew dazukommt. Während Sclavis sich von Reiseimpressionen zu einer imaginären Folklore inspirieren lässt, hat Jalal sich intensiv mit indischer Musik beschäftigt.

Dabei  gehört  Sclavis  zu  denen,  die  aus  Jazztradition  und  einer  schwer  zu  beschreibenden  europäischen  Sensibilität  einen  eigenen  Sound  geformt  haben,  genau  wie  Christof  Lauer  oder  Émile  Parisien und natürlich  Norma  Winstone,  die  den  europäischen  Jazzgesang  stärker  geprägt  hat  als  irgendwer  sonst.  Auch  das  Schaffen  von  Nicolai  Thärichen  und  Ali  Neander  lässt  sich  in  der  Spannung  zwischen grenzüberschreitenden  Inspirationen,  europäisch  geprägter  Perspektive  und  eigenständiger  Kreativität  verorten.  

Wie  neben  diesen mehr  oder  weniger alten  Größen  eine  junge  Generation des  europäischen  Jazz  ihren  eigenen Weg  sucht,  wird  auf  diesem Festival  an  Andrés Coll,  Darius  Blair, Finn  Heine,  Elliot Galvin  und  Emma  Rawicz  sichtbar. Sie  und  Ali  Neander  sind  dieses  Jahr  die  Gäste  der  hr-Bigband. 

https://www.hr2.de/veranstaltungen/jazzfestival/deutsches-jazzfestival-von-hier-aus-gesehen---das-komplette-programm-v38,djf26_artikel_komplettes_programm-100.html

Donnerstag, 29. Oktober: DUBIOZA KOLEKTIV

(Uwe)

diese Woche schrieb mir das Zoom: "hast Du mitbekommen, was für eine Welle zur WM um DUBIOZA KOLEKTIV in den Socials weltweit abgeht? Die liefern quasi den den inoffiziellen WM Song für Bosnien und sind der heißeste Act, der alle ex-YU Staaten anspricht. Sie spielen weltweit, Silvester in Zagreb, vor 10.000 in Istanbul, Downunder etc. Auf der EM Fanmeile 2024 haben sie gespielt, Abriss… Die sind lustig und politisch korrekt. Ist das nicht eine gutes Thema während der WM und ein humorvoller Brückenschlag zur Kultur? 

Über die Band ist zu sagen / schreiben: Es war einmal (2003), in einer zwielichtigen Ecke der Welt, in einem Land Namens Bosnien und Herzegowina, wo eine Gruppe von Freunden beschloss, eine Band zu gründen. Aber dies war keine gewöhnliche Band und sie wurde auch nicht unter gewöhnlichen Umständen gegründet. Neben den lokalen Einflüssen aus dem Balkan, kamen musikalische Einflüsse aus der ganzen Welt dazu: Ska, Punk, Reggae, Elektronik, Hip-Hop. Jedoch gab es keine Musikindustrie, wenige Konzerte und keinen Raum für kulturellen oder politischen Ausdruck unter der neuen Generation von eingefahrenen Jugendlichen. Tatsächlich litt die gesamte Region unter einer tiefen moralischen und wirtschaftlichen Stagnation (Lustlosigkeit) der Nachkriegszeit. Aus diesem Umfeld heraus wurde Dubioza Kolektiv geboren, und zwar nicht im Stillen, sondern mit großem Geschrei, indem sie No-Go-Themen in den Vordergrund brachten und forderten somit, gehört zu werden. Auf diese Weise haben sie ein Phänomen geschaffen.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass: 19:30 Uhr
Foto: Igor Karacic

Freitag, 30. Oktober: Sportfreunde Stiller

(Andrea)

Tatsächlich war ich neulich ziemlich überrascht, als ein guter Freund vom Sportfreunde Stiller Konzert in Köln postete. Die gibt´s noch? Die sympathischen Bayern hatte ich in den letzten Jahren wirklich völlig aus den Augen verloren. Dabei gab es doch kaum zärtlichere Liebeserklärungen und schönere Komplimente, “Du bist die Antwort auf die Frage/ Gibt es reiche Tage?/ Ich spür mit dir/Hat mich das Glück im Visier”. Oder eben “Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist/ Und sichergeh'n, ob du denn dasselbe für mich fühlst”. Lieder für die Ewigkeit. Sie komponierten zur WM 2006, politisch korrekt gegen Nazis und pflegten immer das Image der netten Jungs von nebenan. Warum auch nicht und vermutlich sind die Sportis wirklich eine Gruppe, auf die sich Menschen aller Altersgruppen gut verständigen können. Sonst gäbe es auch sicher die aktuelle ARD-Doku nicht. “30 wunderbaren Jahre Tour” erzählt von Auftritten in dunklen Kellerräumen vor drei Neugierigen bis zu mit zehntausend Beseelten gefüllten Hallen. Von speziellen Eigenheiten wie WM-Hits, MTV-Unpluggeds, horizonterweiternden Videodrehs, Schallplatten aus Holz/Gold/und Platin, Lesetouren in Opernhäusern bis zum „ganz normalen“ Irrsinn einer Band samt unvergesslicher Tourneen in den Armen der besten Crew of the Universe. Von Vorband sein von Foo Fighters, Green Day und Grönemeyer bis zu Vorbands wie Ash, Nada Surf, Franz Ferdinand und Kaiser Chiefs. Alles dabei", erinnert sich Flo. Ich freue mich auf den Abend zum Mitsingen und mit viel positiver Energie. 

Jahrhunderthalle Höchst, Pfaffenwiese 

AUSSTELLUNGEN - BEREITS ANGEKÜNDIGT, LAUFEN ABER NOCH EINE WEILE

Bis Sonntag, 12. Juli: Ausstellung Marcel Walldorf „Honey Never Regrets“ im saasfee*pavillon

(Petra)

Warum weitermachen, wenn niemand mehr daran glaubt? Aber keine Sorge. Jemand kümmert sich immer noch darum …Der Frankfurter Künstler Marcel Walldorf verwandelt den saasfee*pavillon in ein absurdes und verstörendes Szenario einer müden Welt, der es nicht erlaubt ist, zu schlafen. Zur Vernissage gibt es dazu eine Performance und Musik mit DJ Kalli Weak.

Foto: ©saasfee.de

Marcel Walldorf„Honey Never Regrets“ – Ausstellung, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstr. 64 - 66 HH, Vernissage: 18 - 22 Uhr, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: mittwochs – sonntags 14 - 18 Uhr

Noch bis 16. Juli: Die Nazis waren ja nicht einfach weg

(Andrea)

Nachdem ich neulich “Gedenken neu denken” von Susanne Siegert gelesen habe, bin ich nochmal neu aktiv geworden und habe einen Antrag beim Bundesarchiv gestellt. Dass mein einer Opa Soze war, weiß ich und das wird sich hoffentlich bestätigen, aber was ist mit dem anderen? War der wirklich der Nazi für den ich ihn halte? “Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945” im Kommunikationsmuseum schaue ich mir also auf jeden Fall an. 
"Vor 80 Jahren, am Ende des Zweiten Weltkriegs, lag Europa in Trümmern. Das NS-Regime hatte Millionen von Menschen verfolgt und ermordet sowie große Teile des europäischen Kontinents verwüstet und ausgeraubt. Nach 1945 taten sich die Deutschen schwer mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Die meisten verdrängten ihre Verantwortung und schwiegen über das Geschehene. Erst allmählich wandelte sich der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus, in Ost- und Westdeutschland auf unterschiedliche Weise.
Die Ausstellung des Schulmuseums der Universität Erlangen-Nürnberg thematisiert diesen Prozess und stellt die Frage, wie wir uns zukünftig an die NS-Geschichte erinnern wollen. Sie wurde zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland entwickelt und richtet sich insbesondere an junge Menschen. Die Ausstellung greift die Perspektive von Kindern und Jugendlichen verschiedener Epochen auf. Sie thematisiert die Situation der Überlebenden der Verfolgung sowie der vormaligen Täter und Mitläufer aber auch deren Nachkommen. 

Museum für Kommunikation, Schaumainkai

Bis Sonntag, 30. August: saasfee*satellit – Café + Bar am pavillon

(Petra)

Eine meiner Lieblingsoasen in der Stadt habe ich Euch schon häufiger empfohlen. Jetzt „setzen sie noch eins drauf“: Während der großen Hitzeperiode verlegen sie das kleine Café des satellits in und vor den saasfee*pavillon. Zum Wohl des Teams und der Gäste gibt es die gekühlten Getränke, Kaffee und den Kuchen nun an der Bar im Pavillon. Supergrün. Superschön. Für die Sonnenhungrigen steht die Terrasse mit Liegestühlen und auch Schattenplätzen zur Verfügung. Außerdem gibt es hier ja regelmäßig spanende Kunstausstellungen – das wissen die meisten von Euch. Ein weiteres Projekt ist der saasfee*soundpark. Dieser entstand aus der Idee, den öffentlichen Tiefarten mit verschiedenen Klangkonzepten zu bespielen. Ein bis zwei Mal im Jahr vergeben saasfee* den Auftrag an eine Musikerin oder einen Musiker, eine Komposition für den öffentlichen Tiefgarten zu entwickeln. Diese läuft dann für einige Monate - man kann also tagsüber vorbeikommen und sich im Garten mitten in die Komposition setzen. Gäste jeden Alters sind willkommen. Der satellit ist für viele inzwischen zu einem Third Space mitten in der Innenstadt geworden und ist nach wie vor ein behüteter Geheimtip.

Foto: ©saasfee

saasfee*satellit – Café + Bar, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstr. 64 – 66 HH, Öffnungszeiten: 11.+12., 19.,  26, Juli & 02., 09., 16., 22.+23., 29.+30. August, jeweils 14 - 18 Uhr, Eintritt: frei

bis 16. August: OF/ Powerful textures

(Andrea)

Die Eröffnung am 9. Mai ist unserer eigenen Party zum Opfer gefallen. Aber das soll die Ausstellung nicht mindern. Überhaupt schaffen es Dorothea und ihr Team immer, vermeindlich angestaubte Themen wie Schriftgestaltung und Typographie in neue spannende Zusammenhänge zu bringen. So auch jetzt mit der aktuellen Ausstellung “Powerful Textures. Sprache in Textil”, die den Blick für Verwobenes und Textiles schärft: "In der Textilgeschichte spielen Wandteppiche und textile Arbeiten im Raum häufig eine Rolle in der Vergewisserung von Werten und Identität. Den Grundstock der einzigartigen Sammlung moderner Schrifttapisserien des Klingspor Museums bilden die Arbeiten Rudolf Kochs und seiner Studierenden, die um 1925 in Offenbach entstanden. Ankäufe, Schenkungen und Auftragsarbeiten erweiterten die Kollektion, die nun erstmals im Kontext zeitgenössischer Arbeiten gezeigt wird. Da sich Textilkunst häufig mit weiblicher Arbeit assoziiert, wird textile Schrift zunehmend stark in aktivistischen und feministischen Kontexten genutzt. In zeitgenössischen Arbeiten verweben sich persönliche Geschichten mit Politik und Gesellschaftskritik. Hier ergänzen Leihgaben internationaler Künstler*innen die Ausstellung. Mit Kunstwerken von Melina Braß, Daria Goncharova, Katya Dimova, Barbara Habermann, Sandra Heinz, Karlgeorg Hoefer, Anna Horváth, Eta Ingham Lawrie, Monika Jäger, Ems Kadenz, Kani Kamil, Rudolf Koch, Eike König, Lise Linnert, Petra Ober, Werner Poeschel, Allan Porter, Helga Portig-Sitka, Herbert Post, Fritz Riedl, Erin M. Riley, Maureen Ritter, Dieter Roth, Hans Schmidt, Vreni Spieser, Johanna Natalie Wintsch, Berthold Wolpe. 

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Bis Donnerstag, 03. September: Vernissage + Ausstellung „Viele Köpfe“ an der Frankfurter KunstSäule

(Petra)

Die Frankfurter Kunstsäule zeigt im Rahmen der „World Design Capital 2026“ Köpfe aus dem Projekt „Viele Köpfe“ der Künstlerinnen Andrea Ludwig und Charlotte Schröner. Insgesamt 220 Köpfe. Jeder Kopf steht für sich und verbindet sich doch mit den anderen Köpfen – ein friedliches Miteinander. Die Unterschiedlichkeit der Gesichter und ihrer Malweisen steht für Individualität und die unendlichen Darstellungsmöglichkeiten. Verpackungsmaterial, das normalerweise in der Mülltonne landet, ist der Ausgangspunkt für die Serie der Köpfe der beiden Künstlerinnen. Das Originalformat der Bilder ist A4, also kopfgroß. Die Köpfe sind keine Porträts, sondern Ausdruck innerer Bilder: Unbekannte, ungesehene Menschen, Comics, Kinderzeichnungen, Art brut, Masken, Fotografien, Alte Meister, Menschen aus unterschiedlichen Medien – ein unendliches Reservoir. Manche ähneln bekannten Personen. Die Frage „Sieht sie nicht aus wie …?“ darf man sich vor der Säule gerne stellen.

Abbildung: ©Andrea Ludwig/Charlotte Schrön

Ausstellung „Viele Köpfe“ an der Frankfurter KunstSäule,  (Öffnungszeiten: 24/7 bis Donnerstag, 03.09.), Ort: Frankfurter KunstSäule, Adresse: Brückenstraße/Ecke Gutzkowstraße

Freitag, 4. September, bis Sonntag, 6. September: Riviera

(Andrea)

Was freue ich mich auf das Wochenende, it´s Riviera-Time! Das Festival für Pop- und Clubkultur lädt zu Konzerten und Lesungen ans Offenbacher Mainufer. Im HafenCampus, Musikterrassen Wiking (MTW) und Circle Cube im Rockywood, dort  treffen aufstrebende Newcomerinnen und Newcomer auf etablierte Szenegrößen aus Indie, Rap, Elektro, Post-Punk und Pop. Limitierte Early-Bird-Tickets sind bis zum 8. Juli für 35 Euro erhältlich.
Schon bestätigt sind Alli Neumann, „Chocolate Remix“, „Burnout Ostwest“ und „Das Beat“. Alli Neumann ist Musikerin, Schauspielerin und Aktivistin. Seit ihrem ersten Hit „Hohes Fieber“ ist sie integraler Bestandteil der deutschen Musikszene. Sie schreibt Texte über Selbstermächtigung und verbreitet Lust an Veränderung.Die Musikerin „Chocolate Remix“ ist bunt, queer und provokant. Sie begegnet alten Inhalten des Reggaetons mit Humor. „Audio very good! Street Punk! Pogo pogo pogo!“, so lautet das Motto der Band „Burnout Ostwest“. Der kanadische Musiker Alexander Cowan (DJ Kerby) und die deutsche Sängerin Eddie Rabenberger gründeten 2021 die Band „Das Beat“. In ihrem neuen Album „Frau Fatal“ trifft moderne Popmusik auf New Wave, EBM, Indie-Rock und Italo Disco. Foto: Das Beat, Marina Monàco
www.riviera-offenbach.de/tickets (Öffnet in einem neuen Tab)

Noch bis Sonntag, 06. September: Multispezies Members Club. – Ausstellung im Museum Giersch

(Petra)

Wie kann eine technologisierte Gesellschaft auf Fürsorge und Teilhabe statt auf Konkurrenz bauen? – diese Frage steht im Zentrum des Multispezies Members Club im Rahmen der World Design Capital 2026. Die Ausstellung entwirft ein zukunftsweisendes Modell des Zusammenlebens, in dem Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen gleichberechtigt agieren. Besucher*innen sind eingeladen, Fürsorge, Kooperation und Teilhabe nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben, und zu reflektieren, wie Technologie Kommunikation zwischen unterschiedlichen Spezies ermöglichen kann. Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich, dass Technik nicht neutral ist: Sie verbraucht Ressourcen, kann bestehende Machtverhältnisse verstärken und stößt dort an Grenzen, wo natürliche Systeme zu komplex sind, um sie vollständig zu steuern. Die Highlights der Ausstellung sind interaktiv und vielseitig: Andreas Greiners neu entstandene Installation Garden Protocol verbindet Pflanzen auf dem Balkon, 1 Menschen und technische Systeme über Wasser als gemeinsame Ressource und fungiert als lebendiges Versuchsfeld für neue Formen des Zusammenwirkens von Natur und Technologie. Greiner agiert dabei sowohl als Künstler als auch als Kurator der Ausstellung, gemeinsam mit Ina Neddermeyer und Susanne Wartenberg. Im Multispezies Café knüpft er an die Tradition des Salons an und bringt aktuelle Diskurse über Künstliche Intelligenz in den Raum, während im Klangkunstwerk Conspiracy Theory (2023) drei KI-Systeme – Grok, DeepSeek und Mistral – in einen Trialog treten und globale Machtverhältnisse sowie politische und gesellschaftliche Modelle reflektieren. Weitere künstlerische Positionen hinterfragen die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Technologie auf vielfältige Weise. Aktivistisch und interaktiv ist Tree and Rockets Truth Gate (2026), das Besucher*innen über umgebaute Arcade-Spielautomaten in die Analyse und Korrektur von Online-Inhalten einbindet. Auch der Museumsgarten wird Teil des Multispezies-Clubs: Mit der Klanginstallation What do birds tweet about? (2025, Neukonzeption 2026, Baltic Raw Org) werden Vogelstimmen in kurze Textfragmente übersetzt und als eigenständige, nichtmenschliche Stimme erfahrbar. Beiträge von Künstler*innen – darunter auch Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der HfG Offenbach, die im Rahmen eines Open Calls ausgewählt wurden – eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Künstliche Intelligenz, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung. Wissenschaftler:innen der Goethe Universität Frankfurt ergänzen das Programm mit Perspektiven aus der KI Forschung, Bioinformatik, Kunstpädagogik, Anthropologie sowie Erziehungs-, Kultur- und Literaturwissenschaften. Die Ausstellung verbindet Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit und lädt dazu ein, über ein mehr-als-menschliches Zusammenleben nachzudenken sowie die Möglichkeiten und Grenzen algorithmischer Prozesse kritisch zu reflektieren.

Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni, beteiligte Künstler*innen und Wissenschaftler*innen: allapopp, Baltic Raw Org (Móka Farkas & Berndt Jasper), Literaturwissenschaftler Roland Borgards, Erziehungswissenschaftlerin Juliane Engel, Anthropologe Steven Gonzalez Monserrate, Kulturantropologin Katharina Graf, Andreas Greiner, Dženeta Hodžić, David Kuhn & Markus Rauchecker, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Anne Duk Hee Jordan, Laleh Khabbazy Oskouei & Farhang Rafiee, Nadine Kolodziey, Kunstpädagogin Verena Kuni, Biophysikerin Franziska Matthäus, Xenia Snow, terra0 (Paul Kolling & Paul Seidler), Tree and Rocket, Medienpädagoge Dan Verständig, ZK/U Proxylab, Vernissage: 18 Uhr (Eintritt frei), mit Grußworten aus Kultur und Wissenschaft sowie dazu ab 20 Uhr live Beats von den Frankfurter DJs JUCI VISION, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, Eintritt: 7 (5) Euro, weitere Infos gibt's hier 

Bis Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Noch bis 18. Oktober: „Suburbia. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise“

(Andrea)

Wer bei “Träumen vom Eigenheim” an Wüstenrot und Bausparverträge denkt, liegt nicht ganz falsch. Witzigerweise habe ich die Ausstellung des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona ebenda bereits gesehen und war so begeistert, dass ich mir sogar den Katalog (in englisch und spanisch!) gekauft habe. In Frankfurt scheint die Ausstellung inhaltlich erweitert, weshalb ich mir den Teil sicher noch anschauen werde. "Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht  ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohn fläche verbindet."

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Noch bis Montag, 30. November: DRAC - ein Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination am Instituto Cervantes

(Petra)

Im Garten des Instituto Cervantes Frankfurt installiert und im Rahmen der WDC 2026 präsentiert, beherbergt der Pavillon ein Programm öffentlicher Veranstaltungen und lädt Besucher:innen ein, Architektur, Kreativität und Kultur in einem gemeinsamen öffentlichen Raum zu erleben. Die Installation lädt das Publikum dazu ein, sie zu durchschreiten, zu erleben oder einfach zu betrachten, und dient zugleich als Ort für kulturelle Veranstaltungen. Als Referenz dient der Drache am Eingang des Park Güell in Barcelona, anlässlich des 100. Todestages des katalanischen Architekten. Die Struktur wurde vom Architekten José Ramón Tramoyeres entworfen und von Designer Manolo García realisiert. Es folgt den Prinzipien des europäischen Programms New European Bauhaus: Schönheit, Nachhaltigkeit und Inklusion. Seine modulare Struktur aus Holz und Keramik ermöglicht es, den Ort zu transformieren, ohne ihn dauerhaft zu verändern, und dient als Plattform für kulturelle Aktivitäten. Das Projekt fungiert zugleich als Plattform für den Austausch zwischen Spanien und Deutschland im internationalen Programm der WDC 2026 und stellt Perspektiven aus der spanischen Kunst- und Kulturlandschaft vor. Im Foyer des Instituto Cervantes ergänzt eine speziell konzipierte Ausstellung die Installation. Sie beleuchtet die künstlerischen und technischen Traditionen, die der Skulptur zugrunde liegen. Inspiriert von Gaudís Bauweise kombiniert die Arbeit: Keramikelemente aus hochwertiger Produktion in Valencia; eine innere Struktur aus dampfgebogenen Holzstäben „Vareta“-Technik, vergleichbar mit Methoden aus dem Bau valencianischer Fallas oder historischer Großkonstruktionen. Ein dokumentarisches Making-of-Video zeigt zudem den gesamten Entstehungsprozess – von den ersten Entwürfen bis zur Installation.

Abbildung: © José Ramon Tramoyeres & Manolo García

DRAC - Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination, Ort: Instituto Cervantes, Adresse: Staufenstraße 1, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: montags-donnerstags 9 bis 18 Uhr, freitags 9 bis 15, Uhr, Zugang zum Garten über den Haupteingang des Instituto Cervantes, Kulturprogramm und weiteres Programm (ggf. kostenpflichtig) während der Laufzeit findet Ihr hier 

Bis Donnerstag, 03. Dezember: Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe im 2. OG Dondorf-Druckerei

(Petra)

Die Reihe „Jenseits von Privateigentum“ fragt nach Alternativen zu Eigentum als zentralem Prinzip von Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts von Wohnungsnot, Klimakrise und autoritären Entwicklungen rückt die Eigentumsfrage neu ins Zentrum. Welche Formen von Commons, Vergesellschaftung und Gemeineigentum sind möglich – und wie lassen sie sich praktisch durchsetzen? Die Veranstaltungen verbinden wissenschaftliche Analyse mit aktivistischer Praxis. Sie richten sich an Studierende, Initiativen und eine interessierte Öffentlichkeit. Im Fokus stehen konkrete Beispiele, politische Strategien und theoretische Perspektiven. Der Veranstaltungsort – die Dondorf-Druckerei auf dem Campus Bockenheim – ist selbst Teil dieser Auseinandersetzung: ein kollektiv erkämpfter und genutzter Raum. Die Themen umfassen zahlreiche wichtige Aspekte, sie reichen vom Auftakt mit “Shoppingmalls zu Sorgezentren" mit Birgit Wend am 23. April über “Privateigentum und rechte Ideologie” mit Sabine Nuss im Oktober bis hin zum Thema ”Stadtbodenstiftung" (eins der Themen, die mir besonders am Herzen liegen) mit Sabine Horwitz am 03. Dezember.

Grafik: Website Offenes Haus der Kulturen

Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe, in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen, dem Verein Aelita und dem Institut für Humangeographie der Goethe-Universität, Ort: 2. OG der Dondorf-Druckerei, Adresse: Gabriel-Reisser-Weg 3 (Schirn Kunsthalle), komplette Veranstaltungstermine und -themen sowie weitere Infos findet Ihr hier, Eintritt: frei

Noch bis Sonntag, 17. Januar 2027: Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“ im Städel-Museum

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Diesen Tipp würdet Ihr ohne einen “Lieblings-Paparazzi” dieser Stadt, Bernd Kammerer, nicht lesen: er hat mir das Foto zur Ausstellungseröffnung geschickt - und mich erst so richtig neugierig gemacht. Ich habe das Städel – offen gesagt- in letzter Zeit weniger oft im Blick, weil sie dort einen super Job machen mit großen Ausstellungserfolgen, mir persönlich ist es mitunter „too much“. Aber diese neue Ausstellung hört sich total spannend an: Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven. So empfehle ich sie Euch sehr gerne (auch wenn der Eintrittspreis schon ordentlich ist)!

Foto:Elmgreen&Dragset©Bernd Kammerer

Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“, Ort: Städel-Museum, Adresse, Schaumainkai 63, Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 21 Uhr, Eintritt: 19 (17) Euro, Tickets gibt es online hier

Bis Sonntag, 07. Februar 2027: Ausstellung „Too Hot– Heiße Städte, neue Wege“ im DAM

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Als wären die aktuellen Temperaturen pünktlich zur Venissage bestellt: Städte werden durch den Klimawandel immer heißer – mit spürbaren Folgen. Hitze, Dürre, Wasserknappheit und Überschwemmung machen deutlich, wie dringend urbane Räume neu gedacht und gestaltet werden müssen. Da Städte den größten Anteil an CO₂-Emissionen verursachen, tragen sie eine besondere Verantwortung, etwa beim Umbau von Infrastruktur und öffentlichem Raum. Letzte Woche hat Daniele Santucci einen superspannenden Vortrag zur krassen Erhöhung der Temperaturen in Städten weltweit gehalten (und letzten Samstag auch einen seiner „Climate Walks“ dazu gemacht, der dazugehörige Rucksack ist auch in der Ausstellung zu finden). Viele Städte wollen in den nächsten fünfzehn Jahren klimaneutral werden. Was bedeutet das für die Zukunft – für Planung, Architektur und Leben in der Stadt? „Too Hot“ zeigt Beispiele aus dreizehn europäischen Städten verschiedener Klimata, von der Kleinstadt bis zur Metropole. Sie reagieren auf die Klimakrise mit konkreten Maßnahmen für Klimaschutz und Anpassung: darunter gebaute Projekte, strategische Planungen und zivilgesellschaftliche Initiativen. Die Ausstellung veranschaulicht, wie vielfältig dieser Wandel aussehen kann und von welchen sozialen Fragen und gesellschaftspolitischen Diskursen er begleitet wird. „Too Hot“ richtet sich an die Stadtgesellschaft aller Altersgruppen, kommunale Entscheidungsträger*innen, Fachöffentlichkeit und internationales Publikum.

Abbildung: Rocafort Square in Barcelona, 08014 arquitectura; ©Pol Viladoms

Too hot - Heiße Städte, neue Wege: Ausstellung, kuratorisches Team: Katharina Böttger, Jonas Malzahn, Mathias Schnell (studio central), in Zusammenarbeit mit Philipp Deilmann und Architects for Future, wissenschaftlich unterstützt durch die Dialog-Plattform Helmholtz Klima, Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, Eintritt: frei (Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 20 Uhr barrierefrei

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