26.06.-02.07.2026

Wandern, Die Toten Hosen und Yoga in der Champagne

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Ich weiß, es ist unverschämt, aber ich bin schon wieder auf dem Sprung. Diesmal geht's nach Frankreich zum Yoga.
Meine Freundinnen fahren dort seit Jahren hin und letztes Jahr dachte ich mir: Das probiere ich auch mal aus – obwohl ich damals kaum Yoga-Erfahrung hatte. Nach dieser Woche habe ich mir fest vorgenommen, dranzubleiben und regelmäßig Yoga zu machen. Aber ihr kennt mich: Irgendetwas kommt immer dazwischen beziehungsweise andere Dinge sind mir dann doch meist wichtiger ...

Yoga habe ich seitdem zwar nicht mehr gemacht und fit fühle ich mich aktuell auch nicht gerade, aber ich freue mich trotzdem riesig auf die Woche. Abgesehen davon, dass ich mit tollen Frauen unterwegs bin, ist Karin eine fantastische Yogalehrerin, der Ort ein absoluter Traum und Jon, Karins Mann, kocht einfach unglaublich gut – vegetarisch und vegan.
Falls ihr auch Lust auf eine Woche Yoga habt (das Angebot ist übrigens nicht nur für Frauen), dann habt ihr Glück: Für die zweite Woche, die Karin anbietet, ist ganz kurzfristig noch ein Zimmer frei geworden. Mehr Infos dazu findet ihr im nächsten Block.

Aber vor Sonntag kommt erst einmal der Samstag. Und weil es der letzte Samstag im Monat ist, wird natürlich gewandert. Das machen wir inzwischen seit sechs Jahren – jeden letzten Samstag im Monat mit einer festen Freundesgruppe. Da wir alle immer abends noch etwas vorhaben, gilt die Regel: maximal eine Stunde Anfahrt. Als wir damals angefangen haben, haben wir uns einfach das Heft „Wandern in Frankfurt & Rhein-Main“ geschnappt und sind die Touren nach und nach gelaufen. Ich finde, es ist wirklich übersichtlich und praktisch gestaltet. Inzwischen gibt es eine neue Ausgabe – und die könnt ihr gewinnen.

Ich denke, wir werden morgen nur eine kurze Strecke zu einem See laufen, denn einige müssen auf Abifeiern und Uwe und ich gehen mit Freundinnen ins Waldstadion. Da spielen DIE TOTEN HOSEN ihr Abschiedskonzert und ich freue mich schon riesig darauf!

Jetzt muss ich aber wirklich los. Wir haben gleich unseren Betriebsausflug und treffen uns am MainÄppelHaus. Leider wird es unser letzter Ausflug in dieser Teamkonstellation sein. Nach der gestrigen Abwahl meines Chefs und langjährigen Freundes, des Kämmerers Bastian Bergerhoff, der auch für Fairtrade zuständig ist, werden wir künftig nicht mehr zusammenarbeiten. Das macht mich tatsächlich ziemlich traurig.

Was auch immer Ihr macht: Lebt wild!

Daniela

für das tolle Ausgehtipps-Team  Andrea, Petra, Martin, Uwe und Erik

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps seit Mai 2026. Ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen. Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

Yogaurlaub in Frankreich für Kurzentschlossene: 6.7. -12.7.2026

(Daniela)

Komme mit Yoga und Meditation zur Ruhe und praktiziere an einem ganz besonderen Ort auf deinem individuellen Level. Genieße das charmante Anwesen La Ferme de la Montagne. Der kleine Ort Ressons-le-Long liegt im Aisne-Tal, etwa 90 km vor Paris. Das ruhig gelegene Landgut lädt dazu ein, vom Alltag abzuschalten und Zeit für sich selbst zu finden. Entspanne und gewinne neue Impulse in freundlicher Atmosphäre. 

Am Tag gibt es zwei Yogaangebote: am Morgen & am Nachmittag jeweils eine 75-90-minütige Hatha – Yogastunde mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Rücken, Flow, Yin & vieles mehr). 

Es ist noch ein Einzel- oder Doppelzimmer mit Bad frei geworden. Kosten: 1055€ / 950€. Das Essen ist vegetarisch/vegan & super lecker!

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten bitte an Daniela (daniela@cappelluti.net)
Jeweils 2 x 2 Karten für das wunderbare Westcoast Openair Cinema. Gewinnfrage: Wie heißt die in Brooklyn ansässige deutsche Saxofonistin, die beim Deutschen Jazzfestival mitspielt? (siehe Vorschau). Bitte unbedingt angeben welchen Film ihr sehen wollt.

Fr, 26. Juni: BLOOD & SINNERS
Sa, 27. Juni: DIRTY DANCING
So, 28. Juni: LOST IN TRANSLATION 

ZU GEWINNEN (Daniela)

(Antworten an: daniela@cappelluti.net)
2 x 2 Karten für Concerti Brillianti am Samstag 27. Juni im gekühlten (!) Casals Forum in Kronberg.  Gewinnfrage: Wie heißt die Konzertreihe im Camisso Garten, die Martin ab dem 8.8. ankündigt?

ZU GEWINNEN (Daniela)

(Antworten an daniela(at)cappelluti.net
3 x 2 Gästelistenplätze für SOULFOOD Spezial Rooftop Daydancing am Samstag, den 1.8. Gewinnfrage: Welche Künstlerin stellt ab 05.07 in Höchst aus (siehe entsprechenden Tipp)?

ZU GEWINNEN (Daniela)

(Antworten an daniela(at)cappelluti.net
3 x 1 Exemplar WANDERN IN FRANKFURT & RHEIN-MAIN. Gewinnfrage: Was ist Dein Lieblingswanderziel im Rhein Main Gebiet? (Bitte gib in der Mail Deine Postadresse an, damit Dir das Heft zugechickt werden kann)

ZU GEWINNEN (Daniela)

(Antworten an: daniela@cappelluti.net)
Jeweils 2 x 2 Kartenfür Kino & Vino im Atelier Frankfurt für folgende Termine:
Freitag 17. Juli: „Das Drama – Noch einmal auf Anfang“ (OmU)
Freitag 31. Juli: „Night in Earth“ (OmU). Gewinnfrage: Wer spielt am 26.6. im Mampf? (Bitte angeben welchen Film ihr sehen wollt)

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com)
Wir verlosen 2x2 Tickets für merck Sommerperlen in der Centralstation. Keine Fragen, schreibt einfach in die Mail, welche Veranstaltung Ihr besuchen wollt.

* Mittwoch, 05. August: Mari Froes
* Samstag, 08. August: Sons Of The East
* Samstag, 15. August: Mind Enterprises
* Mittwoch, 19. August: Curse
 Foto: Marvin Contessi

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com)
Wir verlosen 2x2 Tickets für en Vogue am 11. Juli in Bad Vilbel

Frage: Welche Künstlerin stellt ab 05.07 in Höchst aus (siehe entsprechenden Tipp)?
Foto: en Vouge

Freitag 26. Juni: Westcoast Cinema: Biss in die Freiheit!

(Daniela)

Westcoast Cinema zeigt: Biss in die Freiheit!

Ein Ausnahme-Film, gemacht für die große Open Air-Leinwand an der WESTCOAST! „Blood & Sinners“ wurde insgesamt 16-mal für den Oscar nominiert, das gab es noch nie. Das genreübergreifende Meisterstück erzählt mitreißend, innovativ, kämpferisch und zärtlich von Gangstern, Rassismus, hungrigen Vampiren und stilprägendem R&B, Hip-Hop und Blues in den Südstaaten der USA.
Und ja: Michael B. Jordan in einer Doppelrolle, die man so schnell nicht vergessen wird.

Regie: Ryan Coogler, USA 2025, 138 Minuten, FSK: ab 16 Jahren, Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Einlass, Speisen & Getränke ab 20 Uhr, Filmbeginn bei ausreichender Dunkelheit.
Gelände des Alten Hafens auf Höhe Stroofstraße 35, 65933 Frankfurt am Main

Tickets kaufen

Freitag, 26. Juni: Saisonabschluss! Forty/Forty - Age is just a number

(Uwe)

Die Party für alle Ende 30 bis Ende 40, die mitten im Leben stehen – und genau wissen, wie man feiert. Auf die Tanzfläche kommen Dance & House, ausgewählte Charts und groovige Sounds von heute, mit charmanten Stippvisiten in die 90er. Die Two-Men-Show sorgt für Songs, die sofort zünden – schon ab 20.30 Uhr und ohne langes Warm-up. 

Centralstation / DA, Im Carree / Beginn: 20:30 Uhr
Foto: Centralstation

Freitag, 26. und Samstag, 27. Juni: The Bug is on Fire

(Martin)

Albert Garcia - Theater

Glühwürmchen flackern im Dunkeln – winzige Lichtzeichen, die in der Nacht erscheinen und plötzlich wieder verschwinden. Ihr Leuchten ist eine leise Rebellion, ein stiller Akt des Widerstands in Landschaften, in denen sie oft vergessen oder bedroht werden. Das Schicksal dieser Insekten erinnert an das von Menschen, die im Verborgenen leben. Viele Migrant*innen ohne gesicherten Aufenthaltsstaus halten Städte weltweit am Laufen, während ihre Geschichten mit jeder Welle städtischer Entwicklung verschwinden. Durch Performance, Video und Erzählung verbindet Albert Garcia in seinem neuen Stück Menschen und Glühwürmchen. 

Selbst als Kind philippinischer Arbeitsmigrant*innen in Macao geboren, hat ihn das Leben über Hongkong nach Taipeh verschlagen. Voller Empathie und analytischer Schärfe folgt er dem Leuchten der Glühwürmchen durch die Hintergassen von Macao, die verborgenen Gärten von Hongkong, die sich wandelnden Landschaften Taiwans bis an die Flussufer der Philippinen. Dabei erzählt er von den vielschichtigen Überlebensstrategien illegaler Einwander*innen in den Metropolen Ostasiens und lädt ein, genauer hinzusehen – auf das Zarte, das Gefährdete in unserer globalisierten Welt und auf die stille Kraft, zu leuchten und zu überleben.

Freitag, 26. Juni und Samstag, 27. Juni um jeweils 20.00 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Goethe-Institut Phillippinen

Freitag, 26. bis Sonntag, 28. Juni: Of/ Waggon Finale

(Andrea)

"Jetzt passierts wirklich! Wir schließen! Ende des Monats sagen wir (mal wieder) beim Abschied leise Servus – wegen der schon seeeeehr lange angekündigten Sanierung des Maindamms ( „…-deichs“ ) wird der Waggon nicht nur seine Pforten schließen müssen, nein – er kommt ganz weg! Und mit ihm das ganze Mainufer, so wie wir es kennen und lieben… Der Trend geht zur Großbaustelle! Lasst mich aber kurz spoilern: es wird weitergehen und alles wird gut! (… dazu mehr in den nächsten Wochen!). Das Abschiedswochenende beginnt heute mit einem Konzert von The Full Love Experiment (Electro-Power-Pop aus Frankfurt), morgen am Samstag, 26.6.als tosendes Finale – ist NEOANGIN, das berühmte Musikprojekt des Malers & Grafikers Jim Avignon, zu Gast. Und am Sonntag schließlich der große Abschied mit Jam-Session. Werden Taschentücher gereicht? Ich finde das auf jeden Fall mindestens erstmal schade, bin aber gespannt, wo es weitergeht. Denn weiter geht es, das ist sicher. Foto: Valentin Popa

Waggon am Kulturgleis, Mainufer/ Isenburgerschloss, Offenbach. Nicht barrierefrei.

Freitag 26. - Sonntag 28. Juni: Masters in Performance, Casals Forum

(Daniela)

Ein gesamtes Wochenende zeigen die jungen Solistinnen und Solisten der Kronberg Academy in ihren Examenskonzerten ihre absolute Bestform. Masters in Performance sind jedoch mehr als nur Abschlusskonzerte, sie sind ein emotionaler Höhepunkt voller (An)Spannung, Vorfreude und künstlerischer Entschlossenheit. Mit anspruchsvollen Programmen stellen sie sich einer Prüfungskommission und zugleich der wichtigsten Jury überhaupt: ihrem Publikum.

https://www.kronbergacademy.de/konzerte-projekte/reihen-themen/masters-in-performance
Foto: © Andreas_Malkmus

Freitag, 26. Juni: Of/ Julie´s Haircut

(Andrea)

Wenn ihr aber Lust auf ein schönes Konzert habt, Musik, die Euch an die Hand nimmt und fortträgt, dann empfehle ich Julie´s Haircut heute im Hafen 2: “Julie's Haircut ist eine seit den späten 1990er Jahren aktive Band aus der norditalienischen Emilia, die sich sphärischen, hypnotischen Klängen verschrieben hat. Im Laufe der Zeit und über eine Reihe von Alben und EPs hinweg hat sich die Musik der Band von der souligen Garage-Rock-Energie ihres Debüts hin zu experimentelleren Gefilden entwickelt; dabei entstand ein kaleidoskopischer Eklektizismus, der von Rock und Psychedelia über Elektronik und Minimalismus bis hin zu Anklängen an Jazz, Ethno-Musik, Dub und Drone reicht. Die Band hat unter anderem mit Damo Suzuki, Sonic Boom, Philip Corner und Valerio Cosi zusammengearbeitet.” 20 Uhr. 

Hafen 2, Nordring, Offenbach

GEROLLTES über die WM

(Uwe) Stand Montagabend

Die Weltmeisterschaft läuft nun schon seit rund zwei Wochen. Alle Mannschaften haben zwei Vorrundenspiele bestritten. Einen späteren Sieger schon jetzt, so früh, zu tippen, ist eigentlich unmöglich. Zwar bieten sich einige Nationen als potenzielle Titelträger an, die haben im Laufe des Wettbewerbs aber vielleicht auch einmal einen schlechten Tag und es haut sie in der K.O. Runde überraschend raus. Zwei schlechte Tage erlebten bisher schon die Türkei und Tunesien, die bisher größten Enttäuschungen. Gerade die Türkei hat auf dem Papier großartige Spieler (Yildiz, Güler etc.), denen man gerne beim Kicken zusieht. Nun reisen sie mit Can Uzun nach der Vorrunde wieder zurück.

Das Schicksal erlitt die deutsche Mannschaft bei den beiden letzten Turnieren, nun läuft es aber besser. Gut, dass der Schatten der 2014 Weltmeister weg und die ewige Zurückholerei von Spielern endlich vorbei ist. Ich hatte schon befürchtet, Nagelsmann nominiert Thomas Müller. Ok, Manuel Neuer wurde mal wieder reaktiviert, mehr als die beiden von ihm passierten Bälle hätte auch der gute Baumann nicht reingelassen. Endlich gibt es frische Gesichter in der Nationalmannschaft. Mit Wirtz, Havertz oder Musiala beschäftigt man sich ja schon einige Zeit, dass ein Brown oder Undav eine Rolle spielen, ist schön. Auch Pavlovic gefällt mir eigentlich gut, bei dem Turnier steht er bislang aber im Schatten von Felix Nmecha. Der spielt eine fantastische WM und zählt in dem Turnier sicher zu den besten Spielern bisher. Ich mag ihn nicht, aber als Fußballer scheint er eine große Nummer zu sein / oder zu werden. Es gibt Leute, die bei WM oder EM kommen, um zu bleiben.  

Ich bin bei der WM dabei, zwar sind die Spiele wegen der mit de vielen Teilnehmern verwässerten Qualität teilweise fußballerisch etwas dünn, aber die feste Verabredung mit dem Fußball finde ich gut. Ich stelle nachts keinen Wecker, verpasse also alle Spiele, die zwischen 00:00 und 06:00 angepfiffenen Spiele, aber die beiden am mitteleuropäischen Abend nehme ich mit.

WANDERN IN FRANKFURT & RHEIN-MAIN

(Daniela)

Ich habe mir das neue Heft bereits besorgt…
Der Weg ist das Ziel…
Warum in ferne Länder, wenn es zuhause eigentlich auch ganz schön ist? Mit der komplett aktualisierten Ausgabe von WANDERN IN FRANKFURT & RHEIN-MAIN entdecken Sie die Region aus frischer Perspektive. Eintönigkeit kommt hier garantiert nicht auf. Egal ob Einsteiger oder erfahrene Wanderfans – dank vielfältiger Routentypen finden sowohl Genuss-Spaziergänger als auch ambitionierte Outdoor-Enthusiasten die passende Strecke.

Von Büdingen über den Taunus bis in die Wetterau hat die Redaktion 60 der schönsten Touren überarbeitet und neu zusammengestellt. Jede Route enthält übersichtliche Infos zum Streckenverlauf, zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Einkehrmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten. Detaillierte Karten und Höhenprofile erleichtern die Planung, während praktische, heraustrennbare Karten dafür sorgen, dass Sie unterwegs nur das Nötigste dabeihaben.

>> Und für alle, die digital unterwegs sind: Dank der Kooperation mit komoot lassen sich die Touren auch bequem per Smartphone navigieren – ganz flexibel, wie es am besten passt.
• 60 Wanderkarten sortiert nach Streckenziel zum Raustrennen inkl. komoot-Verweis für Ihr Smartphone
• Übersichtliche Strukturierung der Touren nach Himmelsrichtung, Schwierigkeitsgrad mit Höhenmetern, Kalorienverbrauch & den schönsten Einkehrmöglichkeiten

Samstag 27. und Sonntag 28. Juni: FAULES FIEBER - Die Pest 1666 in Zeilsheim Audiowalk von profikollektion

(Daniela)

Ich bin großer Fan der Projekte von profikollektion. Wäre ich heute nicht am See und Sonntag in der Champagne, wäre ich in Zeilsheim!

Im Jahr 1666 wütete in Europa die Pest. Über die Weltmeere nach London und Amsterdam gekommen, zog sie ihre tödliche Spur entlang des Rheins über Köln und Mainz bis ins heutige Rhein-Main-Gebiet. Auch in Zeilsheim, seinerzeit ein kleines Dorf, ging die Angst um. Mit Abstands- und Quarantäneregeln versuchte man die aufkeimende Krankheit zu bekämpfen, man konnte Tote nicht mehr rituell begraben, was die kleine Gemeinschaft auf die Probe stellte. Doch am Ende hatten Schultheiß und Pfarrer eine radikale Idee, die das Leben vieler Menschen retten sollte. 

Mit mobilem Hörspiel Geschichte neu entdecken! profikollektion hat die Geschichte der Pest 1666 in Zeilsheim und Flörsheim am Main recherchiert und zu einem Audiowalk ausgearbeitet, der mitten in den historische Ortskern führt. Hörende begleiten die Geschehnisse im Dorf zwischen Vorsicht und Mut, zwischen Hoffnung und Angst. Und während man mit dem mobilen Hörspiel durch die Geschichte wandert, werden Assoziationen zur Corona-Pandemie unvermeidlich.

 Wir bitten um Anmeldung! Spontanes vorbeikommen ist möglich, aber es kann nicht sicher gestellt werden, dass wir genügend Technik-Equipment haben. Aus Gründen der Planung bitten wir deshalb um eine Anmeldung für die MP3-Sets.

Samstag, 27. Juni: Start um 16 Uhr, Samstag, 27. Juni: Start um 19 Uhr
Sonntag, 28. Juni: Start um 14 Uhr, Sonntag, 28. Juni: Start um 17 Uhr

Anmeldung: Anmeldung Faules Fieber - profikollektion

Ort: Zeilsheimer Nachbarschaftsbüro, Pfaffenwiese 14, 65931 Frankfurt
VON & MIT: Sprechende: Marlene-Sophie Haagen und Andreas Jahncke / Sound, Komposition und Audioproduktion: Louisa Beck / Künstlerische Leitung, Text und Recherche: Jan Deck und Katja Kämmerer

Samstag 27. Juni: Westcoast Cinema: Dirty Dancing

(Daniela)

Westcoast Cinema zeigt: DIRTY DANCING

„Ihr wollt nicht ernsthaft dieses Jahr schon wieder „Dirty Dancing“ zeigen?“
Hebefigur, Wassermelone, Tanzbereich, Baumstamm, Zeit unseres Lebens! Also doch ja, eigentlich werden wir immer „Dirty Dancing“ zeigen! Es ist ein Gefühl – Ein Herzschlag.

Regie: Emile Ardolino, USA 1987, 96 Minuten, FSK: ab 12 Jahren, Deutsche Fassung

Einlass, Speisen & Getränke ab 20 Uhr, Filmbeginn bei ausreichender Dunkelheit.
Gelände des Alten Hafens auf Höhe Stroofstraße 35, 65933 Frankfurt am Main

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Samstag 27. Juni: Jim Avigon aka Neoangin, Waggon

(Daniela)

Wäre ich heute nicht bei den Toten Hosen, wäre ich in Offenbach bei Neoangin

Neoangin ist das das musikalische Alter Ego des Malers und Graphikers Jim Avingon. DieGeschichte des Musikprojekts beginnt in den Neunzigerjahren mit dem Fund eines Alleinunterhalter-Keyboards an der Kasse eines Baumarkts. Neoangin ist für seine bunte Bühnenshow bekannt, bei der viele seiner Pop-Art-Charaktere als Masken und Deko in seinen Auftritt integriert werden. Aktuell hat er sein neues Album „Forever Coming of Age“ im Gepäck und tourt in Duo-Besetzung mit dem Schlagzeuger Martin Petersdorf (Blochin 81, Avocadoclub), der ebenfalls am Album mitgewirkt hat. 

Das neue Album kommt durchaus kämpferisch daher (Bring me the Head of Arrogance). Ähnlich wie es für Avignos farbenfrohes gestalterisches Werk gilt, so kleiden Neoangins Songs Gesellschafts- und Kapitalismuskritik in minimalistische Pop-Melodien und verpacken düstere Themen in eine tendenziell optimistische Grundhaltung (Still in Love with a World that Destroys Itself). Also, setzt euer schönstes „21 Century Smile“ auf und kommt für eine letzte „Amour Fou“ ans Mainufer der „Shiny Happy City“.

Das wird, Stand jetzt (N. Kovac, 2018), der letzte Samstagabend am Waggon (vor Beginn der Umbauphase) und er findet – gutes Wetter vorausgesetzt – open air statt.

Das Konzert beginnt um 20:00 Uhr. 
jimavignon.com; neoangin.bandcamp.com; instagram.com/seufz234

Bis Samstag 27. Juni: „Macht endlich das Licht an! - eine Rothschild Variation“

(Daniela)

„Macht endlich das Licht an! - eine Rothschild Variation“ läuft nochmal im Studio Naxos. Ich habe es nich nicht gesehen, freue mich daher, dass ich heute Abend Zeit habe…

ELEGANZ AUS REFLEX (https://produktionshausnaxos.de/gruppen/eleganz-aus-reflex) schreiben: In diesem Abend gehen wir der Familiengeschichte der Rothschilds nach fernab aller Verschwörungsmärchen, die bis heute um diese Familie kursieren. Gleichzeitig wollen wir dennoch zeigen, was es für einen einzelnen Menschen bedeutet, allein aufgrund seines Familiennamens, der mit Lügenmärchen überschrieben ist, zum Objekt degradiert zu sein.

Wer bist du, wenn alle mitreden? Die Geschichte der jüdischen Familie Rothschild wird seit Jahrhunderten von Verschwörungsmythen und Hetzpropaganda überschrieben. Basierend auf Recherchen und Autobiografien wird nun eine andere Facette auf die Bühne gebracht: Fiktiv aber nah an den Fakten erzählt der choreografierte Theaterabend von Verantwortung, Zerwürfnissen und Solidarität über Generationen hinweg: eine europäische Familiensaga.

Im Mittelpunkt stehen vier Geschwister, die sich alle auf ihre Weise nach einem Ausbruch aus den Erzählungen sehnen, die man sich von ihnen und ihrer Familie macht. Sie flüchten in die Natur, in die Kunst oder in den Jazz, betreiben Politik, leisten Widerstand und versuchen, eine innerlich zerrissene Familie zusammenzuhalten. Vergangenheit und Gegenwart werden in ihren Familiengeschichten verknüpft: von der Emanzipation aus dem Frankfurter Ghetto zu prosperierendem Wohlstand bis zum Überlebenskampf gegen den Vernichtungswillen von außen.

Mehr Infos und Tickets (Solidarischer Preis; zahl, was du kannst!) hier: https://produktionshausnaxos.de/programm/
©robert_schittko

Samstag, 27. Juni: Swing & Ride

(Uwe)

Was haben tanzen und radeln gemeinsam? Bei Swing & Ride lässt sich beides miteinander verbinden - und Darmstadt mal ganz anders erFAHREN... Endlich wieder Hosenträger spannen, ins sommerlich-bequeme Tanzoutfit schlüpfen und aufsatteln, wenn es wieder heißt: Swing & Ride! …. 

Tour / Startpunkt:
14 bis 15 Uhr: Start im Carree (in DA) mit Lindyhop-Schnupperkurs mit sunnysideswing - Radeln - 15:30 bis 16 Uhr: Tanzen an der Lichtwiese (Peter-Grünberg-Straße)
 - Radeln - 16:30 bis 17 Uhr: Tanzen an der Waldtreppe (Ludwigshöhviertel) - Radeln - 17:45 bis 18:15 Uhr: Kiosk 1975 (Ecke Bessunger/Moltkestr.) - Radeln - ab 18:30 Uhr: Tanzen, chillen, essen und trinken auf dem Johannesplatz (Johannesviertel)

Die Teilnahme an der Tour ist kostenlos, Spenden sind herzlich willkommen!

Samstag 27. Juni: Concerti Brillanti III, Casals Forum

(Daniela)

Bevor der Große Saal des Casals Forums in die Sommerpause geht, gehört die Bühne noch einmal brillanten jungen Solisten der Kronberg Academy, dem wunderbaren Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und einem Programm, das vom barocken Glanz bis zum virtuosen Feuerwerk reicht.

Concerti Brillanti III ist der letzte große Saal-Abend dieser Saison. Und er hat alles, was ein Saisonfinale braucht: Eleganz, Ausdruck und am Ende Paganinis „La Campanella“ – eines der berühmtesten Bravourstücke der Musikgeschichte.

Itai Navon eröffnet mit Bachs Klavierkonzert A-Dur BWV 1055: tänzerisch und hell. Sul Yoon bringt Boccherinis Cellokonzert D-Dur zum Singen. Arne Zeller führt mit Ernest Blochs „From Jewish Life“ in eine Klangwelt voller Wärme und innerer Tiefe. Und Michael Shaham schließlich spannt den Bogen von Fritz Kreislers Violinkonzert „im Stile Vivaldis“ bis zu Paganinis „La Campanella“ – funkelnd, herausfordernd, brillant.

Und wenn der Sommer am Samstag auf Hochtemperatur geht, bleibt es im Großen Saal angenehm kühl.
https://www.kronbergacademy.de/konzerte-projekte/kalender/detail/concerti-brillanti-iii-27-06-2026

Samstag, 27. Juni: Eleanna Pitsikaki

(Uwe)

Als vielseitige Künstlerin bewegt sich Pitsikaki souverän zwischen Konzertbühne, Forschung und Lehre. Mit ihrem Debütalbum AROMA setzte sie ein starkes künstlerisches Statement, das international Beachtung fand und mehrfach ausgezeichnet wurde, darunter mit den Global Music Awards, Nominierungen für die Deutsche Schallplattenkritik Top 3 in Europe Musik Netzwerk und top 10 in Balkan Chats.

Sie studierte Global Music mit Hauptfach Qanun an der Popakademie Mannheim sowie Jazzimprovisation im Master an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und setzt ihre künstlerisch-wissenschaftliche Forschung aktuell im Rahmen einer Promotion fort. Parallel dazu ist sie als Dozentin an renommierten Institutionen tätig, darunter die Hochschule für Musik Mainz, die Hochschule für Musik und Tanz Köln sowie verschiedene internationale Bildungs- und Forschungsprojekte im Bereich interkultureller Musikpädagogik.

Brotfabrik / F., Dahlmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Samstag, 27. und Sonntag, 28. Juni: Tanzende Idioten

(Martin)

Von Thorsten Lensing mit Texten von Denis Johnson und Originalzitaten der  NASA Apollo Missionen zum Mond

Bevor sich der Vorhang zur Sommerpause im Schauspiel Frankfurt schließt, gibt’s noch ein hochkarätiges Gastspiel zu sehen, dass Ihr auf keinen Fall verpassen solltet! 

Ein Triumph. Thorsten Lensing ist zurück und mit ihm sein Star-Ensemble aus Ursina Lardi, André Jung, Sebastian Blomberg und Karin Neuhäuser. Aus Motiven des US-Schriftstellers Denis Johnson haben sie einen Abend gezaubert, der die Last der Existenz leicht werden lässt.“ nachtkritik.de

„Der Regisseur Thorsten Lensing ist eine Ausnahmeerscheinung des Theaters. Sein grandioses Stückhandelt vom Sterben einer Frau – und der Trauer ihres Katers. Je sparsamer die Theatermittel sind, die er einsetzt, desto größer ist die Aufmerksamkeit, die er erregt. (…) Jede Lensing-Premiere wird als Ereignis gefeiert. ‚Tanzende Idioten‘ dauert inklusive Pause drei Stunden, die Darstellerinnen und Darsteller haben viel Zeit, sich grandios zu entfalten – im Tragikomischen. Sterben auf der Bühne darzustellen ist immer riskant, oft wird es peinlich. So berührend wie hier gelingt es selten. Jubel im Saal.“ Die Zeit

Und Simon Strauss ist begeistert, in der FAZ, wie Sebastian Blomberg einen Kater spielt – oder zu einem wird? "Blomberg verleiht seinem Körper die Anmutung eines eingebildeten Pfotentiers, das genau weiß, wie schön und wichtig es ist. (…) Wenn es einen Sonderpreis für herausragende Tierdarstellungen gäbe, hierfür müsste er ihn bekommen."  

Darum geht’s: Goldie tut, was sie am liebsten tut: Sie baut ihr Haus um. Ihre Freude dabei ist ebenso ansteckend wie verstörend, denn Goldie ist schwer krank. Während ihr Kater auf ihr liegt und schnurrt, spricht sie das aus, was man sonst nie sagt. lötzlich klingelt es und Goldies frisch verliebter Vater steht mit seiner Geliebten vor der Tür. Vollkommen unerwartet findet sich der vor Glück beinahe platzende Vater am Sterbebett der eigenen Tochter wieder. 
Er glaubt sich am Anfang, sie weiß sich am Ende.  Im Verlauf von »Tanzende Idioten« erlebt das Publikum gemeinsam mit Goldie all das, wovon der Abschied schwerfällt: wilde Kajakfahrten, ausartende Saunabesuche, tanzende Menschen, den Geruch von frischem Holz und vergessene Erinnerungen eines Babys.

Unbedingt Tickets sichern!
Samstag, 27. Juni um 19.30 Uhr und Sonntag, 28. Juni um 18.00 Uhr: 
Tanzende Idioten von Thorsten Lensing mit Texten von Denis Johnson und Originalzitaten der NASA Apollo Missionen zum Mond
Schauspiel Frankfurt / Großes Haus
Foto: © Armin Smailovic

Sonntag 28. Juni: RIVER im Mampf

(Daniela)

Mit ihrer Formation river präsentieren die E-Bassistin Nina Feldgrill und der Saxophonist Robert Unterköfler ein Quartett, das sich als feste Größe in der österreichischen Jazzszene etabliert hat.

Gemeinsam mit Erik Asatrian an den Keys und Simon Springer am Schlagzeug präsentieren die vier Musiker:innen Eigenkompositionen aller Bandmitglieder. Stilistisch im Modern Jazz verwurzelt, öffnet river den Raum für die individuellen künstlerischen Persönlichkeiten seiner Mitglieder. Das Ergebnis ist ein facettenreiches Klangbild zwischen virtuosen, energiegeladenen Ausbrüchen und zarten, balladesken Momenten, das ein spannendes und vielschichtiges Hörerlebnis garantiert."

Jazz im mampf / Sandweg 64, 60316 Frankfurt
river (AT) // Sonnntag, 28. Juni, 20:00
Tickets online: https://www.mampf-jazz.com/tickets  oder ab 18:00 direkt an der Tür.
(c) Markus Obernosterer

Sonntag 28. Juni: Westcoast Cinema: Lost in Translation

(Daniela)

Westcoast Cinema zeigt: LOST IN TRANSLATIO`N

… ein Film, der sich nicht festlegen lässt – außer darauf, alles zugleich zu sein:
Die Jugend und das Älterwerden, die Trägheit, die Melancholie, Aufbruchstimmung, Mut, Sehnsucht, der Überschwang, der Zweifel … das Camouflage-T-Shirt, die pinken Pants, Whiskey und Karaoke, Charlotte und Bob, ein Kuss, wir und die Welt. „More Than This“!

Regie: Sofia Coppola, USA /Japan 2003, 97 Minuten, FSK: ab 6 Jahren, Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Einlass, Speisen & Getränke ab 20 Uhr, Filmbeginn bei ausreichender Dunkelheit.
Gelände des Alten Hafens auf Höhe Stroofstraße 35, 65933 Frankfurt am Main

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GEDRUCKTES

(Petra)

Mitte Juni war ich beim Vortrag von Jens Balzer „Kann Pop uns noch retten? Über Musik, Gemeinschaft und Polarisierung“ im Jüdischen Museum zur laufenden Ausstellung „Mishpocha“. Der Musikjournalist und Autor hat superspannend sowie kenntnisreich erzählt – auch wenn ich nach seinem Fazit nicht sonderlich optimistisch nach Hause gegangen bin, was Optionen auf eine „Rettung“ angeht. Auf jeden Fall hatte ich dort den ebenfalls anwesenden Stefan Weil (der an der Entstehung der dortigen tollen Ausstellung nicht ganz unbeteiligt ist, und sich vor der Etablierung an der Hauptwache auch für das MOMEM engagiert hat) im Anschluss gefragt, welches Buch von Balzer er empfiehlt. Ich weiß, Stefan ist selbst ein großer „Musik-Nerd“, und aus seinem Small Talk mit Balzer am Rande der Veranstaltung, den ich in kleiner Runde mithören konnte oder “musste”, hatte ich einige Sympathien und Vertrautheit mit Balzers Arbeit herausgehört. „Pop“ [„Ein Panorama der Gegenwart“], entgegnete Stefan ohne Nachdenken. Also gut: Gekauft. Und am Stück verschlungen. Damit setzte mein übliches Suchtmuster ein: Wenn ich eine*n Autor*in mag, muss ich ALLES von ihr oder ihm lesen.

Für mich prägend waren die neunziger Jahre – musikalisch, lebensgeschichtlich, politisch, etc. So fiel mir die Wahl nicht schwer: „No limit. Die Neunziger. Das Jahrzehnt der Freiheit“. Wie der Titel verheißt, spannt das Buch ein überwältigendes Panorama vom Weltgeschehen einer Epoche, deren „Nachwirkungen“ auch heute und gerade (wieder?) zu spüren sind, Freiheit, Tätowierungen, Europa, Wiedervereinigung, Kohl, Digitalisierung, Klimakrise, die GRÜNEN, 9/11 undsoweiterundsofort. Ein wilder Ritt. Vieles war mir gar nicht mehr so präsent, doch die toll erzählte Zeitreise hat mich zum Nachdenken gebracht: mal sehen, wohin mich das führt, Jetzt folgt erst mal die Lektüre von „Confusion is next. Die Nullerjahre – das Jahrzehnt des Umbruchs“. Genau!

Donnerstag, 02. bis 06.07: Heinerfest an der Centralstation

(Uwe)

Ich bin in der Nähe von Darmstadt aufgewachsen und da war über lange Jahre ein Gang über das Heinerfest selbstverständlich. Auch in diesem Jahr feiern die Darmstädter ihr großes Volksfest und die Centralstation feiert mit. 

Programm:

  • 02. Juli: The StreetLIVE Family mit Joe Whitney und DJ Michael Herd (ab 19 Uhr): Über 200 Songs haben die Musiker aus Babenhausen im Repertoire – von den aktuellen Charts bis zu Klassikern aus Rock und Pop. Aftershow mit DJ Michael Herd.
  • 03. Juli: SoundClowns (ab 19 Uhr): Wirklich alle sollen feiern, gemixt wird, was in den Player fällt.
  • 04. Juli: Shaqua Spirit und DJ D-Zero (ab 19 uhr): Crossover aus Rock- und Pop-Hits der vergangenen 40 Jahre, das die Generationen vereint. Aftershow: DJ D-Zero.
  • 05. Juli: Salsa Nacht (ab 18 Uhr): Zum ersten Mal findet die beliebte Salsanacht im Carree statt - mit Schnuppertanzkurs, Band, DJs und Showeinlagen!
  • 06.07: Pfund (ab 19 Uhr): Das Heinerfest-Finale im Carree bestreiten traditionell Pfund mit Songs von The Police bis Kings of Leon.r

Centralstation / DA, Im Carree 
Foto: Homepage Centralstation

Donnerstag 02. - Samstag 11. Juli: Schönberg auf der Straße: „Pierrot 21 oder Mondtrunk“

(Daniela)

Dzuna Kalnina ist eine tolle Frau. Ich habe sie vor zwei Jahren mit einer Iszenierung in der Alten Seilerei erlebt. Jetzt inszeniert sie auf dem Kulturcampus:

Schönberg auf der Straße: „Pierrot 21 oder Mondtrunk“ erobert den KulturCampus
Der Außenbereich vor dem Studierendenhaus in der Mertonstraße 26 wird im Juli zur ungewöhnlichsten Bühne der Stadt. 
Mit „Pierrot 21 oder Mondtrunk“ bringt Kunst im Puls e.V. Arnold Schönberg „Pierrot Lunaire“ dorthin, wo man es garantiert nicht erwartet: mitten in den öffentlichen Raum. Die Performance ist als urbane Intervention gedacht – ein musikalischer Überraschungsmoment für alle, die zufällig vorbeikommen oder bewusst den Abend im Campus‑Hof verbringen. 

Die Idee: Schönbergs expressionistische Klangwelt trifft auf Frankfurts Sommerluft. Passant*innen werden eingeladen, nicht nur zuzuhören, sondern sich poetisch einzumischen - zwischen jeweils sieben Liedern öffnen sich Pausen, die nicht als Unterbrechung gedacht sind, sondern als Einladung: Das Publikum kann diese Momente nutzen, um eigene poetische Impulse in den Abend hineinzulegen – Worte, Bilder, spontane Gedanken. So entsteht ein offener Austausch zwischen Musik, Stadt und den Menschen, die sich auf dieses ungewöhnliche Erlebnis einlassen.

Musikalisch hochkarätig besetzt:
Robert Crowe (Gesang), Peter Kuhn (Dirigent), Joachim Enders (Klavier), Ingo Haas (Violine/Viola), Katrin Szamatulski (Flöte/Piccolo), Michael Veit (Cello), David Wolf (Klarinette)
Dazu Dzuna Kalnina (Regie), Katharina Kraatz (Kostüm), Sofia Samoylova (Foto), Günter Woog (Flyer Design), Daniel Groß (Technik)

Termine: 3., 8., 10. und 11. Juli 2026, jeweils 20 Uhr

Ort: Außengelände des Studierendenhauses in der Mertonstraße 26, 60325 Frankfurt am Main 
Bei Regen: Ausweichort Offenes Haus der Kulturen
Der Eintritt ist frei. In Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen und Vision 31 Kulturcampus gemeinsam gestalten.
Ein Projekt, das zeigt, wie lebendig, überraschend und offen diese Stadt sein kann – besonders, wenn Schönberg plötzlich um die Ecke biegt.

Podcast: STRICH DRUNTA!

(Uwe)

STRICH DRUNTA! Ist der neue, künftig monatlich erscheinende Comic-Podcast der Journalisten Matze Heller und Alex Jakubowski (comic-denkblase.de). Abzuhören ist der Podcast bei den bekannten Anbietern wie Apple, Spotify oder Deezer.

Foto: Uwe Zimmermann

Vorschau

Freitag 03. Juli: Vintage Soundsystem #30 Der Soundtrack Rio de Janeiros

(Daniela)

Ah, da bin ich nicht da.. Daniel Haasksmann hätte ich gerne wiedergesehen…

Rio De Janeiros Samba wurde nicht am Strand geboren, sondern entstand in den Hügeln. Und der Baile Funk entstand nicht in den eleganten Bars von Leblon, sondern in den Favelas von Rio. Und doch begann für die Ohren der übrigen Welt vieles davon tatsächlich in Ipanema. Ein Gitarrenakkord, ein leises Lied, ein vorbeigehendes Mädchen. Genug, um eine Stadt in einen Mythos zu verwandeln. Das brandneue Buch „It Began in Ipanema“ von Daniel Haaksman ist kein gewöhnlicher Reiseführer. Weit davon entfernt, die Postkartenbilder von Rio de Janeiro widerzuspiegeln, fängt das Buch eine sich wandelnde Stadt-Atmosphäre ein. Mal elegant, mal rau, oft widersprüchlich, immer in Bewegung. Daniel reist seit über zwei Jahrzehnten nach Rio. Anhand von fünfzig Songs erkundet er die Geschichte und Gegenwart der brasilianischen Tropenmetropole und zeichnet eine klangliche Landkarte der Carioca-Musik. Über mehr als ein Jahrhundert an Liedern hinweg verfolgt er, wie eine Stadt ihre eigene Geschichte durch Musik erzählt. Von der ruhigen Präzision der Bossa Nova bis zur Dringlichkeit des Baile Funk, von Mythen am Strand bis zur Realität in den Hügeln eröffnet jedes Kapitel ein anderes Fenster zur Stadt: ein Netzwerk von Perspektiven, eine klangliche Architektur, erbaut aus Sehnsucht, Rhythmus und Widerstand.

Vintage Soundsystem # 30 / Der Soundtrack Rio de Janeiros
Mit Daniel Haaksman (Text, Ton & Live-Remix)
Freitag 3.07.2026 ab 19h
Pastel, Lindleystr. 15, barrierefrei, Frankfurt

Eintritt frei. Anmedlung dringend empfohlen Reservierungslink: https://luma.com/h5guew9x

Freitag, 03. Juli - Sonntag, 23. August: Jazz Montez Holidays am Kunstverein Familie Montez

(Petra)

Letztes Jahr war es oft einfach viel zu voll – aber so ist das eben manchmal bei Formaten, die ganz viele toll finden. Und das ist bei Jazz Montez Holidays absolut der Fall! Seit 2018 findet das eintrittsfreie Open-Air-Festival am Frankfurter Mainufer – an der Freitreppe der Honsellbrücke vor dem Kunstverein Familie Montez – statt und ist mittlerweile ein zentraler Treffpunkt des Kultursommers. Jetzt bietet es mit über 200 beteiligten Künstler*innen, Außengastronomie und Bars wieder ganz einfach Zugang zu hochkarätiger Musik: freitags bis sonntags Live-Konzerte internationaler und lokaler Künstler:innen sowie DJ-Sets, Jam Sessions und Clubnächte in entspannter Atmosphäre. Inklusiven und barrierefrei schafft es einen großartigen Raum für Alle, um sich zu treffen und zusammen einen Supersommer zu haben! 

Plakat: ©Jazz Montez

Jazz Montez Holidays, Live-Konzert-Open-Air 03.07. – 23.08., Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: An der Freitreppe der Honsellbrücke, Eintritt: frei (um Spende wird gebeten!), weitere Infos und wöchentliche Programm/Bands gibt’s hier

Freitag, 3. Juli: Of/ Gelbe Briefe

(Andrea)

Heute mache ich es endlich. Heute schaue ich mir endich, endlich “Gelbe Briefe” an: "Derya (Özgü Namal) und Aziz (Tansu Biçer), ein gefeiertes Künstlerehepaar aus Ankara, führen mit ihrer 13-jährigen Tochter Ezgi ein erfülltes Leben – bis ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks alles verändert. Über Nacht geraten sie ins Visier des Staates und verlieren ihre Arbeit und ihre Wohnung. Sie gehen nach Istanbul, wo sie vorläufig bei der Mutter von Aziz unterkommen. Während sich Aziz mit Gelegenheitsjobs durchschlägt und an seinen Überzeugungen festhält, sucht Derya nach einem Ausweg, der sie finanziell unabhängig macht. Nach und nach vergrößert sich die Distanz zwischen ihnen und ihrer Tochter, bis sie sich zwischen ihren Wertvorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen.
Nach dem international gefeierten und preisgekrönten Film DAS LEHRERZIMMER legt der Oscar®-nominierte Regisseur İlker Çatak mit GELBE BRIEFE erneut ein brisantes und packendes Meisterwerk vor. Im Mittelpunkt steht ein Paar, das durch die Willkür eines autoritären politischen Systems unter Druck gerät und sich zwischen seinen Idealen und Anpassung entscheiden muss. Eindrucksvoll getragen von den türkischen Schauspielstars Özgü Namal und Tansu Biçer schafft İlker Çatak ein intensives und brandaktuelles Drama über Mut und Macht, das die universellen, großen gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit in den Fokus nimmt. 
Seine Weltpremiere feierte GELBE BRIEFE im Wettbewerb der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin, wo er mit dem Goldenen Bären für den besten Film ausgezeichnet wurde.
Gelbe Briefe. Ilker Çatak, Deutschland/ Türkei/ Frankreich 2026, 128 Min., ab 12 Jahren, OmU. Trailer (OmU) https://youtu.be/d-aQ9CkQsbA?si=s7iTRbQjDq9jhpOL

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Freitag, 3. Juli: Of/ Utopie in Poesie. Workshop Creative Writing

(Andrea)

Vielleicht sollte ich aber auch ins Klingspor Museum gehen: Utopie in Poesie. Workshop Creative Writing mit Jana Gebhardt. Audre Lorde schrieb: Poesie ist kein Luxus, sondern so wichtig wie Brot, wenn der Magen knurrt. Es ist dieser Hunger auf Text, der diesen Workshop motiviert. Die Suche nach dem Poetischen im Zwischendrin. Zwischen nach Hause kommen und Töpfe spülen. Keine Zeit für dich und zu viel Screentime. Wo bleibt da noch Raum um ein Gedicht zu schreiben? Immerhin, wenigstens die Einkaufsliste. Aber wieviel utopisches Potential steckt in ihr? Eintritt frei. Ab 18 Uhr gibt es kühle Getränke an der Buchbar. (unverbindliche) Anmeldung erwünscht klingspormuseum@offenbach.de, Tel. 069 / 8065-2164 (während der Öffnungszeiten).

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Samstag, 4. Juli: Demokratiekioske

(Andrea)

Der Kulturzeiterin e.V. ist wieder am Start! Lange nichts gehört, aber heute sind wir gleich an zwei Standorten präsent. Kulturzeiterin? Moment, da war doch was. Genau, während der Corona-Pandmie gegründet, haben wir Künstler:innen aus Offenbach und Frankfurt während des Lockdowns unterstützt (und haben dankenswerter Weise viel Unterstützung für unser Anliegen bekommen). Sobald man wieder mehr machen konnte, waren wir im Kulturlabor in der Berliner Straße (Frankfurt) aktiv und präsentierten Ausstellungen und kleine, feine Musikabende - mit Abstand natürlich. Als alles wieder offen war, schwirrten dann viele Ideen durch die Luft, wir wollten unbedingt wieder Live-Veranstaltungen machen. Konzepte wurden erarbeitet und wieder verworfen. Dann aber, irgendwann im letzten Jahr, ergab sich ein Kontakt zu Lust auf besser Leben gGmbH, die sich erfolgreich beim WDC mit ihren Demokratiekiosken beworben hatten. To make a very long story short, wir sind mit an Bord und bespielen die Demokratiekioske jetzt gemeinsam. Das ist wirklich toll! Es gab bereits ein paar Veranstaltungen und heute sind wir in Sossenheim und beim Gusti dabei. Genug der langen Vorrede, hier sind die Fakten: 

DemokratieKiosk am Kirchbergplatz in FFM Sossenheim, 21 Uhr 
Die progressive Formation „Petra Strohm“ geht mit instant composing auf eine improvisierte Klangreise und zeigt, wie aus Vielstimmigkeit Gemeinschaft werden kann. Die Band fordert die Zuhörenden zu einem gemeinsamen, genreübergreifenden musikalischen Kurztrip in die Sphären der spontanen Interaktion auf. Stilistisch sind sie im Jazz zu Hause, es kann auch mal kraut-rockig werden. Weil vorher schon viel passiert: https://demokratiekiosk.de/veranstaltungsort/kirchberg-sossenheim/

DemokratieKiosk am Gusti Kulturkiosk in FFM Gallus Mainzer Landstraße 399, 16 Uhr
Wenn Conni Maly (Maly macht Musik, Lava303, The Slags) und Suse Michel (The Imperial Mustard, The Slags) ihre Songs zusammenwerfen, entsteht MICHEL//MALY: ein akustisches Duo zwischen Wohnzimmer, Weltuntergang und leiser Hoffnung auf Rettung. Mehr als eine Gitarre, eine Snare, eine Electribe und zwei Stimmen brauchen die
beiden nicht, um ihre Geschichten auf die Bühne zu bringen. Zwischen privatem Chaos, schrägen Beobachtungen und großen Fragen entfalten sich Songs, die
berühren, überraschen und vor allem eines bieten: beste Unterhaltung. https://demokratiekiosk.de/veranstaltungsort/gusti-kulturkiosk-gallus/

Samstag, 04. Juli: Parkfest Gallus #3

(Petra)

Unter dem Motto: "Kultur für den Sozialen Zusammenhalt" veranstaltet die Stadtteilinitiative Koblenzer Straße e.V. (SIKS e.V.) zusammen mit dem GUSTi Kulturkiosk zum dritten Mal in diesem Jahr ein Parkfest mit vielen Überraschungen, Live-Musik, Flohmarkt und Aftershowparty. Außerdem wird ein Workshop von Michael Bloeck mit dem Titel “Gegen Druck” angeboten. Eine Monotypie Mitmachaktion zum Thema Demokratie, Freiheit und Upcycling. 

Parkfest Gallus #3, Straßenfest, mit Musik von Sun's Sons, Michel//Maly, Geld et Nelt, Fluse, Aftershowparty mit DJ Maik, Workshop Michael Bloeck “Gegen Druck” um 14 Uhr, Ort: Gustavsburgplatz, Uhrzeit: ab 14 Uhr, Eintritt: frei, barrierefrei

Samstag, 04. Juli - Sonntag, 30. August: saasfee*satellit – Café + Bar am pavillon

(Petra)

Eine meiner Lieblingsoasen in der Stadt habe ich Euch schon häufiger empfohlen. Jetzt „setzen sie noch eins drauf“: Während der großen Hitzeperiode verlegen sie das kleine Café des satellits in und vor den saasfee*pavillon. Zum Wohl des Teams und der Gäste gibt es die gekühlten Getränke, Kaffee und den Kuchen nun an der Bar im Pavillon. Supergrün. Superschön. Für die Sonnenhungrigen steht die Terrasse mit Liegestühlen und auch Schattenplätzen zur Verfügung. Außerdem gibt es hier ja regelmäßig spanende Kunstausstellungen – das wissen die meisten von Euch. Ein weiteres Projekt ist der saasfee*soundpark. Dieser entstand aus der Idee, den öffentlichen Tiefarten mit verschiedenen Klangkonzepten zu bespielen. Ein bis zwei Mal im Jahr vergeben saasfee* den Auftrag an eine Musikerin oder einen Musiker, eine Komposition für den öffentlichen Tiefgarten zu entwickeln. Diese läuft dann für einige Monate - man kann also tagsüber vorbeikommen und sich im Garten mitten in die Komposition setzen. Gäste jeden Alters sind willkommen. Der satellit ist für viele inzwischen zu einem Third Space mitten in der Innenstadt geworden und ist nach wie vor ein behüteter Geheimtip.

Foto: ©saasfee

saasfee*satellit – Café + Bar, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstr. 64 – 66 HH, Öffnungszeiten: 04.+05., 11.+12., 19.,  26, Juli & 02., 09., 16., 22.+23., 29.+30. August, jeweils 14 - 18 Uhr, Eintritt: frei

Sonntag, 5. Juli: Wise Woman (Kinostart 09. Juli)

(Uwe)

FÜNF HEBAMMEN, FÜNF KULTUREN wirft einen intensiven Blick auf die Geburt als Grenzerfahrung und auf die Frauen, die am Beginn jedes Lebens stehen.

In WISE WOMEN begleitet Regisseurin Nicole Scherg fünf Hebammen aus verschiedenen Teilen der Welt bei ihrer Arbeit: Genet Gebru aus Äthiopien, Aïcha El Fathi aus Marokko, Kanchan Mala Shrestha aus Nepal, Gunda Gutscher aus Österreich und Sheila Santos aus Brasilien. Sie alle unterstützen Frauen in einem der intensivsten und prägendsten Momente ihres Lebens: der Geburt eines Kindes. Wie Frauen gebären, geht uns alle an. In unterschiedlichen kulturellen, sozialen und medizinischen Kontexten unterstützen die Protagonistinnen Mütter bei einem universellen und zugleich zutiefst individuellen Prozess. Ob im modernen Krankenhaus, im selbstorganisierten Geburtshaus oder unter einfacheren Bedingungen in ländlichen Regionen: Die Hebammen bewegen sich zwischen Kontrolle und Unvorhersehbarkeit, denn eine Geburt folgt keinem Drehplan. Frauengesundheit, das wird in diesem Film schnell deutlich, folgt immer wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen. WISE WOMEN zeigt eindrücklich, wie unterschiedlich die Voraussetzungen für eine sichere Geburt sein können. Der Dokumentarfilm begreift Geburt als Grenzerfahrung und findet dabei intime, kraftvolle Bilder für den Beginn des Lebens, der einer Naturgewalt gleicht. Er würdigt jene Frauen, die diesen Moment begleiten und damit die Zukunft buchstäblich in ihren Händen tragen. 

Mal Seh'n Kino um 12.00 Uhr / Regisseurin Nicole Scherg startet die Tour zum Kinostart ihres Dokumentarfilms WISE WOMEN in Frankfurt 

Sonntag, 05. Juli: Vernissage der Ausstellung SOULSCAPES (auch 10. & 12. Juli)

(Uwe)

In der Serie SOULSCAPES versteht die Frankfurter Künstlerin Olga Potempa Malerei als Prozess des Sichtbar-Werdens, als ein fragiles Gefüge aus Spur, Geste und Erinnerung. So entstehen Bildräume von melancholischer Schönheit, die weniger konkrete Orte oder Gegenstände zeigen als emotionale Zustände widerspiegeln. Hingehen! 

Geöffnet von 13-19 Uhr / von 14-16h Uhr: Einführung in die Ausstellung durch die Kuratorin Anastasiia Melai-Schulze.

Weitere Öffnungstage der Ausstellung: 
Fr 10.07 / 18–22h: After Work / Artist Talk mit Musik & Drinks, 
So 12.7. / 14–17h Finissage mit Kaffee & Kuchen / 16h: Live Music mit DUO JULIANNA

Höchster Designparcours - Kulturraum B25 / F-Höchst, Brüningstr. 25
Bild: Olga Potempa

Donnerstag, 09. Juli: Haze´evot

(Uwe)

Die Gruppe bringt einen frischen, energiegeladenen Sound in die Musikszene, mit einer starken Identität und Präsenz. Sie verbinden Rock, Disco und Punk mit scharfkantigen, kompromisslosen hebräischen Texten und greifen Themen wie Freiheit, Identität und Zusammenhalt auf. Auf der Bühne liefert HAZE’EVOT ein intensives und elektrisierendes Live-Erlebnis und lädt das Publikum ein, vollständig teilzuhaben: zu singen, zu schreien, zu tanzen, zu lachen und zu fühlen. Die Verbindung zum Publikum ist unmittelbar und lebendig und schafft einen gemeinsamen Raum, in dem Barrieren verschwinden.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass: 19:30 Uhr
Foto: Haze´evot  Facebook

Freitag, 10. Juli bis Sonntag, 12. Juli: Of/ Hfg-Rundgang

(Andrea)

Der Sommer ist da und damit das Ende des Semesters. Traditionell lädt die HfG dann zum Rundgang und zur Party, beides sind genaugenommen Pflichttermine. Studierende zeigen ihre im vergangenen Studienjahr entstandenen Arbeiten und speziell auf die Situation abgestimmte Projekte. Besucher_innen können sich über die künstlerische und gestalterische Arbeit aus den Fachbereichen Kunst und Design informieren und Einblicke erhalten, wie sie während des laufenden Lehrbetriebes nicht möglich sind.
Radeln ist angesagt, denn neben den Gebäuden am Hauptcampus werden in Offenbach die ehemalige Sparkasse am Marktplatz, das Atelierhaus in der Geleitsstraße sowie im Hafen der Hafenspace und, in Kooperation mit der World Design Capital, das HfG-Neubaugrundstück bespielt. Letzteres wird zum interdisziplinären Schauplatz für Austausch, Exploration und Vorschau. Auch die Höchster Porzellanmanufaktur (HPM) in Frankfurt ist mit einer eigenen Ausstellung am Sonntag dabei. Am Freitagabend verwandelt sich der Schlossplatz während der studentisch organisierten Eröffnungsparty in einen performativ bespielten Open Air-Club, am Samstagabend findet ein Filmscreening der Lehrgebiete Film und Raumkonzepte auf dem Neubaugrundstück statt. 

Gestaltung: Ella Pechechian & Igor Tarasov

Freitag, 10. Juli: LOVE (auch 11. & 12 / 17 & 18.07)

(Martin)

Tanzperformance - Uraufführung am 10. Juli

Liebe trifft Menschen unvorbereitet, einzigartig, überwältigend. Sie ist romantisch, leidenschaftlich, vergänglich. LOVE von Billinger & Schulz nähert sich der Liebe mit dem Musical als der Form, die sie historisch am unverschämtesten inszeniert hat. Ein Ensemble zeitgenössischer Tänzer:innen greift deren Überschwang, Wucht und Pathos direkt auf: die Zartheit, die Sehnsucht, den Körper, der sich den Emotionen hingibt. Und die Momente, wo Liebe an ihre Grenzen stößt und andere Realitäten einbrechen. 

LOVE feiert Gefühl und Fragilität – und fragt, was von der Liebe bleibt, wenn die Welt sie erschüttert - ‚All you need ist LOVE‘! 

10. (Uraufführung) - 12. Juli & 17. – 18. Juli, um jeweils 20.00 Uhr:

Produktionshaus Naxos, Waldschmidtstraße 19
Foto: © Florian Krauß

Samstag 11. Juli: "Irgendwer & Anderswo - Das Leben der Mascha Kaléko":

(Daniela)

Wegen des großen Interesses spielt das Kulturhaus Frankfurt noch eine Zusatzvorstellung von  "Irgendwer & Anderswo - Das Leben der Mascha Kaléko":

Nach dem Tod ihres Mannes besucht Mascha Kaléko 1974 noch einmal Berlin, um sich dort eine kleine Künstlerwohnung zu nehmen. Während ihres Aufenthalts wird sie von einem Journalisten interviewt, der ihr eine ungewöhnliche Entdeckung präsentiert: Ihr wenige Jahre zuvor verstorbener Sohn Steven Vinaver, der selbst als Dramatiker und Regisseur tätig war, hat ein Stück über seine berühmte Mutter geschrieben und darin alle wichtigen biographischen und literarischen Ereignisse ihres Lebens zu einer Hommage zusammengefaßt. Was wäre es nun für eine Sensation, Das Leben der Mascha Kaléko auf die Bühne zu bringen!

Mit drei berühmten Schauspielerinnen ihrer Zeit, die sie für fähig und geeignet hält, ihre Bühnenfigur zu spielen, begibt sich Mascha nun auf eine Zeitreise zurück in ihr eigenes Leben – und begegnet dort den wichtigen Menschen erneut, die sie ihr Leben lang begleitet und ihr Leben geprägt haben: eine unglaubliche Gelegenheit, Dinge noch einmal revue-passieren zu lassen, sie noch einmal auszusprechen – oder manches auch mit etwas anderen Worten zu sagen.

Weitere Informationen:  https://www.kulturhaus-frankfurt.de/gasttheater/stueckedetail-1/stueck/irgendwer-und-anderswo
Ort: Kulturhaus Frankfurt, Pfingstweidtstr. 2, Frankfurt, Beginn 20:00 Uhr Fotos: Carola Holler

Samstag, 11. Juli: En Vogue

(Uwe)

En Vogue ist eine der erfolgreichsten und einflussreichsten weiblichen Vokalgruppen in der modernen Musikgeschichte – und bleibt fast vier Jahrzehnte nach ihrem Debüt eine starke Marke. Mit über 20 Millionen verkauften Platten weltweit, sieben Studioalben, sechs Nummer-1-R&B-Singles, mehreren Grammy-Nominierungen, American Music Awards, Soul Train Awards und drei MTV VMAs gehört En Vogue zu den Top 10 erfolgreichsten Girl Groups aller Zeiten von Billboard. Ihr bahnbrechender Katalog – darunter "Hold On", "My Lovin' (You're Never Going to Get It)", "Free Your Mind", "Whatta Man" und "Don't Let Go (Love)" – half, zeitgenössischen R&B neu zu definieren und setzte den stimmlichen und visuellen Standard für die folgende Generation von Girlgroups.

Vilco - Die Stadthalle Bad Vilbel / Günther-Biwer-Platz 1, Bad Vilbel / 20:00 Uhr
Foto: envougemusic

Ab Mittwoch 15. Juli: „No Sheet Jam“ im Nebbienschen Gartenhaus

(Daniela)

Artur hat ein neues Musikformat für Frankfurt entworfen: No Sheet Jam“ .

Mit „No Sheet Jam“ startet im Nebbienschen Gartenhaus ein neues Format: Genreoffen künstlerisch anspruchsvoll und einfach schön zum Zuhören. Die Jam lädt MusikerInnen ein, die Spaß am spontanen Improvisieren haben und das gemeinsame Zusammenspiel im Moment suchen — 'Read the room, not the sheets’. Was, und vor allem wie gespielt wird, ist an jedem Abend so offen, wie die Bühne selbst.

Diese Jam lebt auch vom Publikum: Schau- und Hörlustige sind herzlich willkommen - sie tragen maßgeblich zur Stimmung des Augenblicks bei. Ein Dialog zwischen Publikum und Spielenden, zwischen Eindruck und Ausdruck, der Raum für einzigartige Klangwelten schafft, welche den Moment begleiten.

Wo? Nebbiensches Gartenhaus
Wann? Jeden 2. Mittwoch, Start am 15.07
Ein Flügel, sowie Bass-Amp sind vorhanden - eigene Instrumente sind willkommen!

Eintritt frei, Getränke auf Spendenbasis
Wir sehen uns dort!

Freitag 17. Juli: Kino e Vino im Hof des Atelierfrankfurts: „Das Drama – Noch einmal auf Anfang“

(Daniela)

Ein wunderbarer Ort, tolle Filme und ein mega Gastrokonzept, das ist Kino e Vino im Hof des Atelierfrankfurts.

Der Sommer geht gerade erst los und nachdem es letztes Jahr einfach fantastisch war bringen wir Kino e Vino zurück in den Hof des Atelierfrankfurts. Ihr wisst wie es läuft - zwei Sorten Pasta, eiskalter Vino und großes Kino mitten im Sommer. Wenn die Dämmerung einsetzt, richten sich unsere Blicke auf die Leinwand.

Kino e Vino Vol. 2 - „Das Drama – Noch einmal auf Anfang“ (OmU)
Drama zum Auftakt, Darling! Zendaya und Robert Pattinson kurz vor der Hochzeit – was soll da schon schiefgehen? Nun ja, irgendwie alles – und das macht diesen Film zu einem faszinierenden Zwitterwesen aus süßer Rom-Com, wunderbarer Satire und toxischem Psychothriller.
Den beiden auf dem Zenit ihres schauspielerischen Schaffens zuschauen zu dürfen (und dabei ihre Wohnungseinrichtung zu googeln), die Dialoge auszuhalten und sich von sämtlichen Wendungen verführen zu lassen – all das macht „Das Drama“ zu einem Ausnahmefilm, der sich harsch und elegant zwischen schwarzer Komödie und bitterem Beziehungsdrama entfaltet. „Szenen einer Ehe“ mit Instagram-Vibes … Wir wollen diesen Typ und alle Lampen!

Regie: Kristoffer Borgli, USA 2026, 105 Minuten, FSK: ab 12 Jahren, Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Einlass: 19.30 Uhr, Filmstart: gegen 21.30 Uhr bei Einbruch der Dunkelheit

Tickets: https://www.eventbrite.de/e/kino-e-vino-vol2-tickets-1990637972763#organizer-card

Dienstag, 21. Juli – Dienstag, 18. August: Summer in the City

(Martin)

Fünf Gigs und tolle Vibes im Palmengarten - Entspannt lassen sich heiße Sommerferien mit dem fein ausbalancierten Programm genießen. 

Mit diesem Höhepunkt der Konzertsaison im Künstler*innenhaus Mousonturm wird aber auch das Frankfurter Publikum gefeiert, das von vielen Künstler*innen und Bands so geschätzt wird. Also ran an die Tickets und auf in den Palmengarten! Wo sonst in der Region lässt sich ein Sommerabend klangvoller verbringen? 

Den Auftakt macht Tanita Tikaram mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus Folk, Pop und melancholischer Eleganz. 

Martin Kohlstedt verbindet akustisches Klavier mit elektronischen Klanglandschaften zu intensiven Live-Erlebnissen.  

Mit Ásgeir zieht nordische Melancholie zwischen Folk und elektronischen Sounds in den Palmengarten ein.  

Energiegeladen wird es mit Moop Mama, deren Brass, Beats und politische Haltung den Palmengarten in Bewegung versetzen.  

Zum Finale bringt Liraz ihren berauschenden Elektro-Pop mit persischen und israelischen Einflüssen nach Frankfurt – ein sommerlicher Ausklang voller Euphorie und Tanzbarkeit.

Achtung: Festivalpass buchen!

Dienstag, 21. Juli – Dienstag, 18. August – immer Dienstags im Palmengarten / Künstler*innenhaus Mousonturm

Dienstag, 21. Juli: Atli

(Uwe)

Atli stammt aus einem kleinen Fischerdorf im Norden Islands und ist ein Singer-Songwriter, dessen Musik herzliche Geschichten mit kraftvollen Gesangsarrangements verbindet. Er begann, Musik zu schreiben, um seine Trauer zu verarbeiten, was schließlich zur Entstehung seines Debütalbums „Epilogue of Something Beautiful“ führte. Atlis Mission ist es, Musik zu schaffen, die diejenigen anspricht, die sich den Herausforderungen des Lebens stellen, und durch unverfälschtes, nachvollziehbares Songwriting Trost und Verbundenheit zu bieten. 

Ponyhof / F., Klappergasse / 19 Uhr
Foto: Ponyhof

Dienstag, 21. Juli: Tanita Tikaram

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Gerade einmal 18 Jahre war Tanita Tikaram alt, als sich ihr Leben völlig auf den Kopf stellte. Der Grund: ihr Debütalbum „Ancient Heart“, das 1988 einschlug wie ein Komet. Ihre markante Stimme und die rohen, ungefilterten Texte, in denen die in Deutschland geborene Britin von der inneren Aufgewühltheit einer jungen, queeren POC erzählt, die sich in der eigenen Heimat fremd fühlt, sorgten für anhaltendes Interesse bei Fans wie Kritik – ihr Hit „Twist In My Sobriety“ wurde bis heute über 81 Millionen Male gestreamt. Fast vier Jahrzehnte später hat die Singer-Songwriterin viele weitere Alben und Songs veröffentlicht, mit „LIAR (Love Isn’t A Right)“ feierte sie im Oktober vergangenen Jahres ihr großes Comeback. 

In seinem Rückbezug auf „Ancient Heart“ markiert Tanita Tikarams neues Album einen Full-Circle-Moment in ihrer Diskografie, denn wie in den 80er- und 90er-Jahren sorgen Politik und Gesellschaft heutzutage dafür, dass sie sich wieder einmal wie eine Fremde im eigenen Land fühlt. „LIAR (Love Isn’t A Right)“ widmet sich genau diesem Gefühl und appelliert an Gemeinschaft und eine bessere Zukunft. 

Nach sechs Jahren geht Tanita Tikaram erstmals wieder auf Tour – in Begleitung einer Kammerband, die für eine ganz besondere Atmosphäre im Palmengarten sorgen wird.

Palmengarten Frankfurt um 20.00 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr): 
Foto: © Natacha Horn

Freitag, 24. Juli, bis Sonntag, 9. August: 25. Sommerwerft

(Andrea)

Unter dem Pflaster der Strand und der Ozean beginnt in Frankfurt, die Sommerwerft feiert in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag und den Fluss. Seit ihrer Gründung hat sich das Festival von einer freien Szene-Initiative zu einem festen Bestandteil der Frankfurter Kulturlandschaft entwickelt – heute im Schatten der Europäischen Zentralbank, aber weiterhin fest am Main verankert. Auch im Jubiläumsjahr lädt die Sommerwerft zu 17 Tagen Kultur am Mainufer ein – an einem Ort, an dem Menschen seit jeher zusammenkommen, verweilen, zuhören und sich in einem offenen Raum des Austauschs und des sozialen Miteinanders begegnen. Unser Geschenk zum 25-jährigen Jubiläum: Blue Lab 2026 – The Ocean Starts… in Frankfurt! Mitten in der Sommerwerft, vom 29. Juli bis 2. August, verwandelt das Blue Lab das Mainufer in einen offenen, inklusiven Lern- und Erlebnisraum. Unter dem Motto „The Ocean Starts… in Frankfurt!“ begeben sich Besucher*innen auf eine symbolische Reise von den Quellen des Mains und des Rheins bis zur Nordsee – eine Source-to-Sea-Perspektive, die die enge Verbindung zwischen Fluss- und Ozean sichtbar macht. Das Programm folgt dem natürlichen Wasserkreislauf – von der Quelle über Flüsse und Feuchtgebiete bis hin zu Küsten, Flussmündungen und dem Ozean – und kulminiert am 2. August  an einem gemeinsamen Feiern des Wassers. Im Mittelpunkt stehen dabei die Werte Respekt, Verantwortung, Kollektivität, Demokratie und Inklusion. Ich freue mich wie jedes Jahr sehr auf diesen besonderen Ort, das gesamte Programm findet ihr auf www.sommerwerft.de 

Sommerwerft, Weseler Werft

Freitag, 24. Juli: Of/ Ach, diese Lücke

(Andrea)

Wäre ich nicht im Harz würde ich mich endlich diesen Film ansehen, der alle begeistert. Dazu heute noch im tollen Rahmen bei Frank vor den Parksidestudios und Pana kredenzt Taboulé, Käsevariationen, Lieblingswein und Leckerstes vom Grill. Und Daniel findet die Verfilmung  mindestens genauso zweifelnd, niederschmetternd, tröstend, lustig und befreiend schön wie die literarische Vorlage von Joachim Meyerhoff. „Coming of Age“ an der Schauspielschule – hochkomisch und unglaublich nah und Senta Berger die beste Schauspielerin der Welt. Die Rede ist von “Ach, diese Lücke”, zum Plot: Mit 20 wird Joachim unerwartet an der renommierten Schauspielschule in München angenommen und zieht in die Villa zu seinen Großeltern, Inge und Hermann. Zwischen den skurrilen Herausforderungen der Schauspielschule und den exzentrischen, meist alkoholgetränkten Ritualen seiner Großeltern versucht Joachim seinen Platz in der Welt zu finden – ohne zu wissen, welche Rolle er darin eigentlich spielt. Alle weiteren Infos & Tickets gibt es unter www.kinokulinarisch.de

Kino e Vino im Innenhof der Parkside Studios, Friedhofstraße 59, Offenbach

Dienstag, 28. Juli: Martin Kohlstedt

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Martin Kohlstedt zählt zu den herausragenden Komponisten, Pianisten und Produzenten für Modern Classical Music und Electronica. Sowohl live als auch auf seinen Aufnahmen setzt er Standards darin, wie innovativ Electronica mit analogen und akustischen Elementen aus klassischem Klavier, Ambient, Field Recordings und Score Design zusammenkommen kann. 

Kohlstedt schafft es, für die Einflüsse aus so unterschiedlichen Welten intuitiv eine gemeinsame Form zu finden und daraus einen lebendigen Körper zu bilden – als spektakuläre Festivalshow, als introspektives Klavierkonzert, multidimensionaler Filmsoundtrack oder immersives Albumerlebnis. Seine Art des Arbeitens bezeichnet er als modulares Komponieren. Die Stücke sind ständig in Bewegung und folgen auch im Konzert keiner festgelegten Form. Improvisation ist zwingend Teil des Schaffens, ebenso der Mut zum Scheitern, das Suchen und das Interagieren mit Kontext, Raum und Menschen. 

Der in Weimar lebende Musiker spielt auf Konzertreisen auf der ganzen Welt und kollaboriert mit renommierten Partner*innen wie dem GewandhausChor Leipzig, mit Künstlern wie Ben Böhmer, Douglas Dare, Sudan Archives und Henrik Schwarz sowie mit Labels wie Warner Classics. 

Neben eigenen Stücken schreibt Kohlstedt Soundtracks für Filme, Theaterstücke, Podcasts und Hörspiele. Mit der Edition Kohlstedt führt er sein eigenes Label und kommt mit einem eigenen Aufforstungsprojekt seiner Verantwortung als Artist nach. 

Palmengarten Frankfurt um 20.00 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr)
Foto: © Karine Bravo

Samstag, 01. August: SOUL FOOD Rooftop Special

(Daniela)

Wenn ihr Lust habt nonstop zu tanzen, dann los zu Soulfood.

Liebe Soulfood Freunde, 
nach den ersten, wunderbaren Rooftop Parties im letzten Sommer, machen wir es dieses Jahr wieder. Wir tanzen im Freien bei der Soulfood Rooftop Edition. Am Samstag den 1.08.26 treffen wir uns von 15 - 22 Uhr auf der wunderschönen Dachterrasse des Ruby Louise Hotels in der Innenstadt. Vom Nachmittag bis in den späten Abend tanzt ihr zu den Sounds der  Soulfood DJs, Mr. Brown und Sportwagen. Unser Freund und Lokalmatador Alexander Antonakis ist ebenfalls dabei und macht das Warm Up. Auch in diesem Jahr bieten wir einen Vorverkauf an, da die Kapazitäten dort beschränkgt sind. Also deckt euch mit Tickets ein um dieses schöne Event nicht zu verpassen. Es wird auch eine Abendkasse geben mit einer geringen Kapazität und für den Durchlauf. Wir freuen uns riesig auf diesen Tag. Seid frei und dabei.

Samstag, 01. August 2026
Ruby Louise Hotel – Dachterrasse
Neue Rothofstraße 3, 60313 Frankfurt
15 bis 22 Uhr
Tickets: www.eventim-light.com/de/a/632095c40908fc1c71b00ede/e/6a1d9fd2bd3fc96282249ab7

Dienstag, 4. August: Ásgeir

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Ásgeir gehört zu einer Generation nordischer Künstler, die beweist, dass leise Töne lauter nachhallen können als jedes Pathos. In einer schnelllebigen Musikindustrie steht der isländische Singer-Songwriter für Nachhaltigkeit, Nähe und Beständigkeit – zurückhaltend, kompromisslos und zutiefst authentisch. Mit seiner zerbrechlichen, aber dennoch eindringlichen Stimme, die oft verträumt, beinahe engelsgleich wirkt, transportiert Ásgeir emotionale Tiefe, während sich seine Werke durch melodische Leichtigkeit und sanfte Kontraste auszeichnen: Fragile Falsettgesänge treffen auf warme Gitarren, elektronische Arrangements ummanteln folkige Intimität. 

In Summe ein Garant für dahinschmelzende Herzen, egal ob auf großen Bühnen mit begeisterten Massen oder in kleinen Veranstaltungsorten, die eine intensive Publikumsnähe zulassen und fördern. Mit seinem im Februar erschienenen Album „Julia“ ist Ásgeir hautnah im Palmengarten zu erleben.

Mounsonturm Palmengarten Frankfurt um 20.00 Uhr (Einlass um 19.00 Uhr)
Foto: © Ásgeir

Mittwoch, 05. August: Mari Froes

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation

Mit mehr als 100 Millionen YouTube-Aufrufen, einer wachsenden internationalen Anhängerschaft und einem Stil, der hörbar aus der brasilianischen Musiktradition schöpft, hat sich die aus Sao Paulo stammende Mari Froes als markante Stimme einer neuen Generation von Singer-Songwritern etabliert. Ihre charakteristische Mischung aus poetischer Leichtigkeit, feinem Gespür und rhythmischer Energie bringt sie 2026 im Rahmen einer umfangreichen Festivalreise nach Europa – und in die Centralstation.

Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und Katz Records stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Basti Mowka 

Donnerstag, 06. August: Die Höchste Eisenbahn

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation mit einer tollen Band

Die Höchste Eisenbahn ist zurück in Darmstadt. „Wenn wir uns wieder sehen schreien wir uns wieder an“ – so und nicht anders lautet der Titel ihres vierten Albums. Wieder geht es um Liebe, wieder hat die Band selbst produziert, mit Leidenschaft, Chaos und allem, was dazu gehört, immer aber maximal „echt“ und mitten aus dem Herzen heraus. Viele Songs brauchten lange Zeit um zu reifen, einige auch Jahre. Jetzt sind sie flügge und dürfen raus in die Welt. Und das Warten hat sich gelohnt! Auch schön und definitiv besonders: Hinter jedem Song steht ein kleiner Roman; eine Umschreibung, die Inhalt und Entstehungsprozess schildert. Man munkelt, dass auch diese Texte einst veröffentlich werden könnten … Und um alles noooch persönlicher zu halten, haben die Songs eigene „Paten“, ein Bandmitglied also, das sich besonders verantwortlich fühlt und dessen Stil maßgeblich bestimmt.

Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und das Diskothekerkollektiv Rote Nadel stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Joachim Gern

Samstag. 8. August: "unerhört! x 2" - Konzertreihe und Wahrnehmung

(Martin)

“unerhört! x 2” ist ein begehbares Konzert- und Wahrnehmungsformat im ChamissoGarten Frankfurt, das klassische Musik, Naturraum und bewusste Sinneserfahrung miteinander verbindet. Im Zentrum des Formats steht die Frage, wie sich unsere Wahrnehmung verändert, wenn Musik nicht nur gehört, sondern in Beziehung zu Raum, Bewegung, Stille und Natur erlebt wird. Jeder Konzertabend besteht aus drei Teilen: Zunächst wird ein musikalisches Werk in einer klassischen Konzertsituation aufgeführt. Anschließend öffnet sich der Garten als stiller Erfahrungsraum: Die Musiker*innen verteilen sich über das Gelände und lassen kurze musikalische Fragmente, Echoformen und Miniaturkonzerte zwischen Blumenbeeten, Gewächshaus, Hühnerstall und Bienenstöcken entstehen. Dazwischen entstehen bewusst Momente absoluter Ruhe, in denen die Geräusche und Atmosphären des Gartens selbst Teil des Erlebnisses werden. Das Publikum bewegt sich frei und langsam durch den Garten. Gespräche treten in den Hintergrund; Aufmerksamkeit, Präsenz und nonverbale Wahrnehmung stehen im Mittelpunkt. Licht, Wind, Gerüche, Farben und Materialien werden ebenso Teil der Erfahrung wie die Musik selbst. Kleine Reflexionsimpulse im Garten laden dazu ein, bewusster wahrzunehmen: Wie klingt Stille? Welche Geräusche gehören nur zu diesem Ort? Was verändert sich, wenn wir langsamer werden? Publikum und Musiker*innen kehren dann gemeinsam zur Hauptbühne zurück. Das Werk wird ein zweites Mal gespielt - nun mit veränderter Wahrnehmung und einer stärkeren Verbindung zwischen Musik, Raum und Erinnerung.

 Foto: ©ChamissoGarten

ChamissoGarten, Adresse: Chamissostr. 38, 
Samstag, 8. August: Antonín Dvořák - Quartett in F-Dur „Amerikanisches". Uhrzeit:  14:30 Uhr: Musikalisches Erlebnis-Abenteuer für Kinder, 18 Uhr: Abendkonzert für Erwachsene (danach ist der Garten geöffnet), Eintritt: Kinder bis 14 Jahre: 10 Euro, Erwachsenen-Begleitticket: 18 Euro, Erwachsenenticket: 28 (15) Euro, Solidarticket: 40 Euro, für Tickets und mehr hier

Samstag, 08. August: Sons Of The East

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation

Das australische Indie-Folk-Trio Sons Of The East zählt längst zu den spannendsten Akustik-Acts der internationalen Szene. Mit ihrem warmen Sound zwischen Folk, Blues, Soul und klassischem Country begeistert die Band ein stetig wachsendes Publikum weltweit. Mehr als 700 Millionen Streams, Millionen YouTube-Aufrufe und zahlreiche ausverkaufte Konzerte säumen den rasanten Aufstieg des Trios aus Sydney! Die drei Musiker verbinden eingängiges Songwriting mit mehrstimmigem Harmoniegesang und einer spürbaren Leichtigkeit. Live lebt ihre Musik von einer besonderen Nähe zum Publikum: tief emotionale Momente reihen sich an mitreißende Refrains und ziehen das Publikum vom ersten Moment an in ihren Bann.

Im Rahmen der Merck-Sommerperlen präsentieren Sons Of The East am Samstag, dem 8. August, neben bekannt-beliebten Songs auch Musik ihres aktuellen Albums SONS.
Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und Katz Records stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Homepage Centralstation

Dienstag, 11. August: Moop Mama

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Urban Brass meets Rap. Nach zwei erfolgreichen Touren in 2023 und 2024 sowie einem gelungenen Festivalsommer ist klar: Moop Mama und Älice sind längst mehr als nur eine spannende Idee, sie sind ein Perfect Match, das mit dem gemeinsamen Album „Wieder Laut“ ein neues Kapitel in der über fünfzehnjährigen Bandgeschichte aufgeschlagen hat. 

Als singende Rapperin mit karibischen und polnischen Wurzeln bringt Älice – bekannt als eine Hälfte von Chefboss und durch ihre Zusammenarbeit mit der spanischen All-Female-Band Ketekalles – Dancehall-Power mit. Ihre Stimme bildet das Herzstück der Songs, die dazu ermutigen, enger zusammenzurücken, sich neu zu connecten und solidarisch zu sein, von Mensch zu Mensch. 

Auch stilistisch öffnet die Kollaboration neue Räume. Afrobeat und Phonk-inspirierte Beats treffen auf punkige, erdige Klänge und eine großzügige Portion Soul. Laut-Sein wird zur notwendigen Reaktion auf eine immer lauter tosende Welt – politisch engagiert und voller Energie.

Palmengarten Frankfurt um 20.0 Uhr (Einlass um 19.00 Uhr)
Foto: © Johannes Wimmer

Samstag, 15. August: Mind Enterprises

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation

Mind Enterprises ist das ästhetische Universum des in Turin lebenden Produzenten Andrea Tirone. Inspiriert vom sprudelnden, synthgetriebenen Italo der späten 1980er Jahre, definieren groovige, discoähnliche Basslines, hypnotische Drum-Patterns und kosmische Keyboard-Odysseen den Sound des Projekts. Dabei versteht Tirone seine ständig wachsende Sammlung von Vintage-Synthesizern als seine „Farbpalette“: „Jedes einzelne Gerät hat einen unverwechselbaren Klang, der ausschließlich diesem Gerät eigen ist.” Gemeinsam mit seinem musikalischen Partner Roberto Conigliaro, der den Mode- und Musikgeschmack der 80er Jahre mit Tirone teilt, haben sie die Italo Disco in die Welt und die Clubs getragen.

Am Samstag, dem 15. August, im Rahmen der Merck-Sommerperlen zu Gast in der Centralstation. Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und die Unicorn Crew stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Homepage Centralstation

Sonntag, 16. August: Eule findet den Beat

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation ab 16 Uhr 
Ein Entdeckerflug durch die Musikwelt Theater-Konzert für alle ab 4 Jahren

Die kleine blaugelbe Eule, ein echter Musiklaie, lebt in einem Wald am Rande der Stadt. Wie viele Kinder kann sie sich gar nicht vorstellen, wie unermesslich vielfältig die Welt ist. Als sie eines Abends durch eine wunderschöne Musik geweckt wird, beginnt für sie eine zauberhafte Reise. Musikalisch noch ganz grün hinter den Ohren, taucht Eule dank vieler aufschlussreicher Begegnungen in zahlreiche Genre-Welten ein. Sie trifft acht Tiere, die, genau wie deren jeweilige Lieblingsmusik, unterschiedlicher nicht sein können. Eule, die wohl coolste Vermittlerin musikalischer Abenteuer, ist in deutschen Kinderzimmern mittlerweile voll angekommen. Seit Erscheinen des Debüt-Hörspiels von Charlotte Simon, Nina Addin und Christina Anders verkauften sich die mittlerweile vier Eule-Alben so gut, dass die Macherinnen gleich zwei Mal die goldene Schallplatte und eine Platin-Platte erhielten.

Seit 2016 geht die arglose Eule in der Inszenierung von Christina Anders und Cristiana Garba auch auf große Entdeckungsreise auf den Theaterbühne des Landes. Einlass 15.00 Uhr

Foto: Peter Bruns

Dienstag, 18. August: Liraz

(Martin)

Summer in the City 2026 (Künstler*innenhaus Mousonturm) im Palmengarten Frankfurt

Die Musik von Liraz Charhi ist mehr als Pop, sie ist auch politisch. Unter ihrem Vornamen ist die israelische Schauspielerin mit persischen Wurzeln als Sängerin aktiv und hat bereits fünf Alben veröffentlicht. Sie singt auf Farsi, arbeitet heimlich mit iranischen Musiker*innen zusammen und verleiht dem Protest im Iran eine Stimme. Dort werden ihre Songs trotz Verbots gehört, getanzt und mitgesungen – als Soundtrack eines mutigen Widerstands in vielen Protestvideos iranischer Frauen in der „Women, Life, Freedom“-Bewegung. 

Der groovige Elektro-Pop mit Einflüssen aus der persischen und israelischen Musiktradition und Anklängen an den Funk der 70er geht sofort in die Beine und ins Herz. Mit ihrer berauschenden Mischung aus traditionellen und modernen Rhythmen öffnet sie ein musikalisches Tor zu einem Ort des Friedens, der Freude und der uneingeschränkten Freiheit.

Palmengarten Frankfurt um 20.00 Uhr (Einlass um 19.00 Uhr)
Foto: © Shai Franco

Mittwoch, 19. August: Curse

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation 

„Jetzt hörst du wieder die Stimme“, rappt Curse gleich zu Beginn seines aktuellen Albums „Unzerstörbarer Sommer“. Der Querverweis auf Klangfarbe und Kolorit von Curse‘ wohl prägnantesten Trademarks kommt dabei nicht von ungefähr. Schon Guru von Gang Starr wusste seiner Zeit, dass die Stimme eines, wenn nicht das wichtigste Merkmal eines MC ist – und auch Curse hat mit ihr in den letzten 25 Jahren immer wieder aufs Neue seinen unverkennbaren Einfluss klargemacht.

The art of MCing und jede Menge Throwback Vibes serviert Curse am Mittwoch, dem 19. August, im Rahmen der Merck-Sommerperlen in der Centralstation. Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und DJ Sonix stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Marvin Contessi

Sonntag, 23. August: The Dead South

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation 

Es spielt keine Rolle, wie man ihre Musik nennt – Progressive Bluegrass, Alternative Americana, Country, Folk und Western – wichtig ist, dass es ihre Musik ist und dass Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Überzeugungen, Erfahrungen, Sprachen und Altersgruppen sich in ihr wiederfinden. Dabei sind The Dead South durch und durch authentisch und scheuen sich nicht, von Zeit zu Zeit Traditionalisten zu verärgern, wenn sie makellos Banjo-Rolls und blitzschnelle Mandolinen-Tremolos, dreistimmige Harmonien und Songs mit klassischen Themen – Mordballaden, Untreue und Geister – mit einem Augenzwinkern vortragen. Auf ihrem Weg an die Spitze haben The Dead South eine wichtige Lektion gelernt: Wenn man schon Außenseiter ist, sollte man besser großartig sein.

Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und DJ Jahrova stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.
Foto: Homepage Centralstation

Donnerstag, 20. August: Von Wegen Lisbeth

(Uwe)

Merck-Sommerperlen in der Centralstation 

Zwischen Melancholie und tanzbaren Pop-Songs ist Von Wegen Lisbeth längst eine feste Größe der hiesigen Musikszene, bringt von Berlin bis Annaberg-Buchholz ganze Hallen zum Tanzen und stellt dabei die wichtigen und unwichtigen Fragen unserer Zeit. Schon immer hatten die fünf Musiker dabei dieses präzise Gespür für die Absurditäten des Lebens: Alben, die nach E-Mail-Adressen benannt werden, Elon Musks Abfuhr vorm Berghain, iPhones im Landwehrkanal – all das verwoben sie zu ihrem eigenen musikalischen Kosmos.

Am Donnerstag, dem 20. August, im Rahmen der Merck-Sommerperlen zu Gast in der Centralstation. Im chilligen Festivalhof im Carree lässt es sich ab 18 Uhr super in den Feierabend starten. Unsere Außenbar lädt zu leckeren Drinks und Luho stimmt am Mischpult musikalisch auf den Abend ein.

Foto: Lea Greub

13. bis 17. Oktober: Deutsches Jazzfestival: Von hier aus gesehen

(Daniela)

In Zeiten, in denen man sich angesichts des politischen Weltgeschehens ungläubig die Augen reibt, dankbar im noch einigermaßen vernünftig erscheinenden Europa zu leben, bietet sich ein Blick auf die Jazzlandschaft des Kontinents an. Erleben Sie an fünf Abenden ab 13. Oktober im hr-Sendesaal und bei der Clubnacht in Rhein-Main arrivierte und aufstrebende Interpretinnen und Interpreten!

Dass  ein  Festival wie  das  Frankfurter nur  Ausschnitte zeigen kann,  versteht  sich  von  selbst, ebenso  dass  das  Mutterland  des  Jazz  dabei  nicht  ausgeschlossen  werden soll.  Es  ist  mit  Myra  Melford’s  Fire  and  Water  Quintet,  der  Vibrafonistin  Sasha  Berliner  oder  der  in  den  USA  lebenden  malaysischen Bassistin  Linda  May  Han  Oh  gut  vertreten. Mit  von  der  Partie  in  Melfords  Band:  die  in  Brooklyn  ansässige deutsche  Saxofonistin  Ingrid Laubrock.   

In  der  Welt  des  Jazz  werden  Grenzen seit  jeher  am  liebsten  überschritten,  wie  man  auch  an  den  Musiker*innen  erkennt, die  in  Europa eine  Heimat  gefunden haben  und  ihre  Perspektiven  einbringen. Die  fruchtbaren  Resultate europäischer  Weltoffenheit  führt  beispielhaft  die  Band  von  Andrés  Coll  vor  Augen, in  der  sich  Musiker  aus  Marokko,  Spanien und  Polen  begegnen und  gegenseitig  inspirieren. 

Wie unterschiedlich die Auseinandersetzung europäischer Musiker*innen mit außereuropäischen Kulturen ausfallen kann, sieht man an Louis Sclavis und Naïssam Jalal, die als Gast zur österreichischen Formation Shake Stew dazukommt. Während Sclavis sich von Reiseimpressionen zu einer imaginären Folklore inspirieren lässt, hat Jalal sich intensiv mit indischer Musik beschäftigt.

Dabei  gehört  Sclavis  zu  denen,  die  aus  Jazztradition  und  einer  schwer  zu  beschreibenden  europäischen  Sensibilität  einen  eigenen  Sound  geformt  haben,  genau  wie  Christof  Lauer  oder  Émile  Parisien und natürlich  Norma  Winstone,  die  den  europäischen  Jazzgesang  stärker  geprägt  hat  als  irgendwer  sonst.  Auch  das  Schaffen  von  Nicolai  Thärichen  und  Ali  Neander  lässt  sich  in  der  Spannung  zwischen grenzüberschreitenden  Inspirationen,  europäisch  geprägter  Perspektive  und  eigenständiger  Kreativität  verorten.  

Wie  neben  diesen mehr  oder  weniger alten  Größen  eine  junge  Generation des  europäischen  Jazz  ihren  eigenen Weg  sucht,  wird  auf  diesem Festival  an  Andrés Coll,  Darius  Blair, Finn  Heine,  Elliot Galvin  und  Emma  Rawicz  sichtbar. Sie  und  Ali  Neander  sind  dieses  Jahr  die  Gäste  der  hr-Bigband. 

https://www.hr2.de/veranstaltungen/jazzfestival/deutsches-jazzfestival-von-hier-aus-gesehen---das-komplette-programm-v38,djf26_artikel_komplettes_programm-100.html

Donnerstag, 29. Oktober: DUBIOZA KOLEKTIV

(Uwe)

diese Woche schrieb mir das Zoom: "hast Du mitbekommen, was für eine Welle zur WM um DUBIOZA KOLEKTIV in den Socials weltweit abgeht? Die liefern quasi den den inoffiziellen WM Song für Bosnien und sind der heißeste Act, der alle ex-YU Staaten anspricht. Sie spielen weltweit, Silvester in Zagreb, vor 10.000 in Istanbul, Downunder etc. Auf der EM Fanmeile 2024 haben sie gespielt, Abriss… Die sind lustig und politisch korrekt. Ist das nicht eine gutes Thema während der WM und ein humorvoller Brückenschlag zur Kultur? 

Über die Band ist zu sagen / schreiben: Es war einmal (2003), in einer zwielichtigen Ecke der Welt, in einem Land Namens Bosnien und Herzegowina, wo eine Gruppe von Freunden beschloss, eine Band zu gründen. Aber dies war keine gewöhnliche Band und sie wurde auch nicht unter gewöhnlichen Umständen gegründet. Neben den lokalen Einflüssen aus dem Balkan, kamen musikalische Einflüsse aus der ganzen Welt dazu: Ska, Punk, Reggae, Elektronik, Hip-Hop. Jedoch gab es keine Musikindustrie, wenige Konzerte und keinen Raum für kulturellen oder politischen Ausdruck unter der neuen Generation von eingefahrenen Jugendlichen. Tatsächlich litt die gesamte Region unter einer tiefen moralischen und wirtschaftlichen Stagnation (Lustlosigkeit) der Nachkriegszeit. Aus diesem Umfeld heraus wurde Dubioza Kolektiv geboren, und zwar nicht im Stillen, sondern mit großem Geschrei, indem sie No-Go-Themen in den Vordergrund brachten und forderten somit, gehört zu werden. Auf diese Weise haben sie ein Phänomen geschaffen.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass: 19:30 Uhr
Foto: Igor Karacic

Freitag, 30. Oktober: Sportfreunde Stiller

(Andrea)

Tatsächlich war ich neulich ziemlich überrascht, als ein guter Freund vom Sportfreunde Stiller Konzert in Köln postete. Die gibt´s noch? Die sympathischen Bayern hatte ich in den letzten Jahren wirklich völlig aus den Augen verloren. Dabei gab es doch kaum zärtlichere Liebeserklärungen und schönere Komplimente, “Du bist die Antwort auf die Frage/ Gibt es reiche Tage?/ Ich spür mit dir/Hat mich das Glück im Visier”. Oder eben “Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist/ Und sichergeh'n, ob du denn dasselbe für mich fühlst”. Lieder für die Ewigkeit. Sie komponierten zur WM 2006, politisch korrekt gegen Nazis und pflegten immer das Image der netten Jungs von nebenan. Warum auch nicht und vermutlich sind die Sportis wirklich eine Gruppe, auf die sich Menschen aller Altersgruppen gut verständigen können. Sonst gäbe es auch sicher die aktuelle ARD-Doku nicht. “30 wunderbaren Jahre Tour” erzählt von Auftritten in dunklen Kellerräumen vor drei Neugierigen bis zu mit zehntausend Beseelten gefüllten Hallen. Von speziellen Eigenheiten wie WM-Hits, MTV-Unpluggeds, horizonterweiternden Videodrehs, Schallplatten aus Holz/Gold/und Platin, Lesetouren in Opernhäusern bis zum „ganz normalen“ Irrsinn einer Band samt unvergesslicher Tourneen in den Armen der besten Crew of the Universe. Von Vorband sein von Foo Fighters, Green Day und Grönemeyer bis zu Vorbands wie Ash, Nada Surf, Franz Ferdinand und Kaiser Chiefs. Alles dabei", erinnert sich Flo. Ich freue mich auf den Abend zum Mitsingen und mit viel positiver Energie. 

Jahrhunderthalle Höchst, Pfaffenwiese 

AUSSTELLUNGEN - BEREITS ANGEKÜNDIGT, LAUFEN ABER NOCH EINE WEILE

Noch bis 05. Juli: Monets Küste - Die Entdeckung von Étretat

(Martin)

Diese Ausstellung ist ein MUST SEE! 
Ein Küstenort wird zum Mythos – und fasziniert bis heute. Die Felsen von Étretat, in der Normandie an der Atlantikküste gelegen, zogen im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler in ihren Bann. Auch Claude Monet war von der einzigartigen Steilküste mit ihren drei Felsentoren derart fasziniert, dass er ihr etliche Gemälde widmete. Das Städel Museum präsentiert eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung des einstigen Fischerdorfes Étretat und den Einfluss des Ortes auf die Malerei der Moderne.

hessenschau.de schreibt: „Die verschiedenen künstlerischen Annäherungen an diesen einzigartigen Ort über rund 200 Jahre zeigt die Ausstellung in faszinierend gestalteten Räumen und Gegenüberstellungen. Gleichzeitig beleuchtet sie den sozialen Wandel des einstigen Fischerdorfs zum Badeort und zum Sehnsuchtsort der Pariser Künstler. Und sie zeigt, wie der Mythos in der Literatur, der Fotografie und sogar in der Netflix-Serie "Lupin" bis heute fortlebt.“

Bis 5. Juli (Dienstag, Mittwoch, Freitag – Sonntag 10.00-18.00 Uhr; Donnerstag 10.00-21.00 Uhr): Monets Küste - Die Entdeckung von Étretat
Städel Museum
Foto: Ausstellungsansicht Städel Museum © Norbert Miguletz

Noch bis Sonntag, 05. Juli: Ausstellung - New Neues Frankfurt – Musterhaus für eine bessere Zukunft im ernst-may-haus

(Petra)

Anlässlich des einhundertjährigen Jubiläums initiierte Studio Jonathan Radetz in Kooperation mit der ernst-may-gesellschaft e.V. das Projekt „New Neues Frankfurt”, um damalige Konzepte zum suffizienten Wohnen auf kleinen Grundrissen zu untersuchen und anhand des ernst-may-musterhauses (mayhaus), welches als temporäres Designlabor fungierte, auf die heutige Zeit zu übertragen. Im Designlabor im mayhaus haben sie in den vergangenen Monaten Entwürfe für das Wohnen auf kleinem Raum entwickelt. Da kleine Grundrisse, wie die des mayhauses, durchdachte Möbel- und Einbaulösungen benötigen, wurde an Entwürfen gearbeitet, die unterschiedliche Einkommensgruppen ansprechen und heutige Bedürfnisse berücksichtigen sollen. Auf dem ernst-may-fest im letzten Sommer konnten alle Gäste an der Verlosung von zwei Wochenenden „Probewohnen“ im Frühjahr 2026 teilnehmen (ich bin etwas neidisch, hätte zu gerne auch mal probegewohnt), und ich hoffe, die Gewinner*innen konnten tolle Erfahrungen dort sammeln: Im Sinne eines partizipativen Gestaltungsansatzes sollten so die ersten Prototypen im Alltag getestet werden. Nun sind die neuen Möbel in einer Ausstellung im mayhaus zu sehen, die wir alle anschauen können. Und das mayhaus selbst finde ich ohnehin immer wieder sehenswert.

©Jonathan Radetz

New Neues Frankfurt – Musterhaus für eine bessere Zukunft - Ausstellung, Ort: ernst-may-haus, Adresse: Im Burgfeld 136, Öffnungszeiten: dienstags bis donnerstags 11 - 16 Uhr, samstags - sonntags 12 - 17 Uhr, Eintritt: frei

Bis Sonntag, 12. Juli: Ausstellung Marcel Walldorf „Honey Never Regrets“ im saasfee*pavillon

(Petra)

Warum weitermachen, wenn niemand mehr daran glaubt? Aber keine Sorge. Jemand kümmert sich immer noch darum …Der Frankfurter Künstler Marcel Walldorf verwandelt den saasfee*pavillon in ein absurdes und verstörendes Szenario einer müden Welt, der es nicht erlaubt ist, zu schlafen. Zur Vernissage gibt es dazu eine Performance und Musik mit DJ Kalli Weak.

Foto: ©saasfee.de

Marcel Walldorf„Honey Never Regrets“ – Ausstellung, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstr. 64 - 66 HH, Vernissage: 18 - 22 Uhr, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: mittwochs – sonntags 14 - 18 Uhr

Noch bis 16. Juli: Die Nazis waren ja nicht einfach weg

(Andrea)

Nachdem ich neulich “Gedenken neu denken” von Susanne Siegert gelesen habe, bin ich nochmal neu aktiv geworden und habe einen Antrag beim Bundesarchiv gestellt. Dass mein einer Opa Soze war, weiß ich und das wird sich hoffentlich bestätigen, aber was ist mit dem anderen? War der wirklich der Nazi für den ich ihn halte? “Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945” im Kommunikationsmuseum schaue ich mir also auf jeden Fall an. 
"Vor 80 Jahren, am Ende des Zweiten Weltkriegs, lag Europa in Trümmern. Das NS-Regime hatte Millionen von Menschen verfolgt und ermordet sowie große Teile des europäischen Kontinents verwüstet und ausgeraubt. Nach 1945 taten sich die Deutschen schwer mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Die meisten verdrängten ihre Verantwortung und schwiegen über das Geschehene. Erst allmählich wandelte sich der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus, in Ost- und Westdeutschland auf unterschiedliche Weise.
Die Ausstellung des Schulmuseums der Universität Erlangen-Nürnberg thematisiert diesen Prozess und stellt die Frage, wie wir uns zukünftig an die NS-Geschichte erinnern wollen. Sie wurde zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland entwickelt und richtet sich insbesondere an junge Menschen. Die Ausstellung greift die Perspektive von Kindern und Jugendlichen verschiedener Epochen auf. Sie thematisiert die Situation der Überlebenden der Verfolgung sowie der vormaligen Täter und Mitläufer aber auch deren Nachkommen. 

Museum für Kommunikation, Schaumainkai

bis 16. August: OF/ Powerful textures

(Andrea)

Die Eröffnung am 9. Mai ist unserer eigenen Party zum Opfer gefallen. Aber das soll die Ausstellung nicht mindern. Überhaupt schaffen es Dorothea und ihr Team immer, vermeindlich angestaubte Themen wie Schriftgestaltung und Typographie in neue spannende Zusammenhänge zu bringen. So auch jetzt mit der aktuellen Ausstellung “Powerful Textures. Sprache in Textil”, die den Blick für Verwobenes und Textiles schärft: "In der Textilgeschichte spielen Wandteppiche und textile Arbeiten im Raum häufig eine Rolle in der Vergewisserung von Werten und Identität. Den Grundstock der einzigartigen Sammlung moderner Schrifttapisserien des Klingspor Museums bilden die Arbeiten Rudolf Kochs und seiner Studierenden, die um 1925 in Offenbach entstanden. Ankäufe, Schenkungen und Auftragsarbeiten erweiterten die Kollektion, die nun erstmals im Kontext zeitgenössischer Arbeiten gezeigt wird. Da sich Textilkunst häufig mit weiblicher Arbeit assoziiert, wird textile Schrift zunehmend stark in aktivistischen und feministischen Kontexten genutzt. In zeitgenössischen Arbeiten verweben sich persönliche Geschichten mit Politik und Gesellschaftskritik. Hier ergänzen Leihgaben internationaler Künstler*innen die Ausstellung. Mit Kunstwerken von Melina Braß, Daria Goncharova, Katya Dimova, Barbara Habermann, Sandra Heinz, Karlgeorg Hoefer, Anna Horváth, Eta Ingham Lawrie, Monika Jäger, Ems Kadenz, Kani Kamil, Rudolf Koch, Eike König, Lise Linnert, Petra Ober, Werner Poeschel, Allan Porter, Helga Portig-Sitka, Herbert Post, Fritz Riedl, Erin M. Riley, Maureen Ritter, Dieter Roth, Hans Schmidt, Vreni Spieser, Johanna Natalie Wintsch, Berthold Wolpe. 

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Bis Donnerstag, 03. September: Vernissage + Ausstellung „Viele Köpfe“ an der Frankfurter KunstSäule

(Petra)

Die Frankfurter Kunstsäule zeigt im Rahmen der „World Design Capital 2026“ Köpfe aus dem Projekt „Viele Köpfe“ der Künstlerinnen Andrea Ludwig und Charlotte Schröner. Insgesamt 220 Köpfe. Jeder Kopf steht für sich und verbindet sich doch mit den anderen Köpfen – ein friedliches Miteinander. Die Unterschiedlichkeit der Gesichter und ihrer Malweisen steht für Individualität und die unendlichen Darstellungsmöglichkeiten. Verpackungsmaterial, das normalerweise in der Mülltonne landet, ist der Ausgangspunkt für die Serie der Köpfe der beiden Künstlerinnen. Das Originalformat der Bilder ist A4, also kopfgroß. Die Köpfe sind keine Porträts, sondern Ausdruck innerer Bilder: Unbekannte, ungesehene Menschen, Comics, Kinderzeichnungen, Art brut, Masken, Fotografien, Alte Meister, Menschen aus unterschiedlichen Medien – ein unendliches Reservoir. Manche ähneln bekannten Personen. Die Frage „Sieht sie nicht aus wie …?“ darf man sich vor der Säule gerne stellen.

Abbildung: ©Andrea Ludwig/Charlotte Schrön

Ausstellung „Viele Köpfe“ an der Frankfurter KunstSäule,  (Öffnungszeiten: 24/7 bis Donnerstag, 03.09.), Ort: Frankfurter KunstSäule, Adresse: Brückenstraße/Ecke Gutzkowstraße

Noch bis Sonntag, 06. September: Multispezies Members Club. – Ausstellung im Museum Giersch

(Petra)

Wie kann eine technologisierte Gesellschaft auf Fürsorge und Teilhabe statt auf Konkurrenz bauen? – diese Frage steht im Zentrum des Multispezies Members Club im Rahmen der World Design Capital 2026. Die Ausstellung entwirft ein zukunftsweisendes Modell des Zusammenlebens, in dem Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen gleichberechtigt agieren. Besucher*innen sind eingeladen, Fürsorge, Kooperation und Teilhabe nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben, und zu reflektieren, wie Technologie Kommunikation zwischen unterschiedlichen Spezies ermöglichen kann. Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich, dass Technik nicht neutral ist: Sie verbraucht Ressourcen, kann bestehende Machtverhältnisse verstärken und stößt dort an Grenzen, wo natürliche Systeme zu komplex sind, um sie vollständig zu steuern. Die Highlights der Ausstellung sind interaktiv und vielseitig: Andreas Greiners neu entstandene Installation Garden Protocol verbindet Pflanzen auf dem Balkon, 1 Menschen und technische Systeme über Wasser als gemeinsame Ressource und fungiert als lebendiges Versuchsfeld für neue Formen des Zusammenwirkens von Natur und Technologie. Greiner agiert dabei sowohl als Künstler als auch als Kurator der Ausstellung, gemeinsam mit Ina Neddermeyer und Susanne Wartenberg. Im Multispezies Café knüpft er an die Tradition des Salons an und bringt aktuelle Diskurse über Künstliche Intelligenz in den Raum, während im Klangkunstwerk Conspiracy Theory (2023) drei KI-Systeme – Grok, DeepSeek und Mistral – in einen Trialog treten und globale Machtverhältnisse sowie politische und gesellschaftliche Modelle reflektieren. Weitere künstlerische Positionen hinterfragen die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Technologie auf vielfältige Weise. Aktivistisch und interaktiv ist Tree and Rockets Truth Gate (2026), das Besucher*innen über umgebaute Arcade-Spielautomaten in die Analyse und Korrektur von Online-Inhalten einbindet. Auch der Museumsgarten wird Teil des Multispezies-Clubs: Mit der Klanginstallation What do birds tweet about? (2025, Neukonzeption 2026, Baltic Raw Org) werden Vogelstimmen in kurze Textfragmente übersetzt und als eigenständige, nichtmenschliche Stimme erfahrbar. Beiträge von Künstler*innen – darunter auch Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der HfG Offenbach, die im Rahmen eines Open Calls ausgewählt wurden – eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Künstliche Intelligenz, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung. Wissenschaftler:innen der Goethe Universität Frankfurt ergänzen das Programm mit Perspektiven aus der KI Forschung, Bioinformatik, Kunstpädagogik, Anthropologie sowie Erziehungs-, Kultur- und Literaturwissenschaften. Die Ausstellung verbindet Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit und lädt dazu ein, über ein mehr-als-menschliches Zusammenleben nachzudenken sowie die Möglichkeiten und Grenzen algorithmischer Prozesse kritisch zu reflektieren.

Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni, beteiligte Künstler*innen und Wissenschaftler*innen: allapopp, Baltic Raw Org (Móka Farkas & Berndt Jasper), Literaturwissenschaftler Roland Borgards, Erziehungswissenschaftlerin Juliane Engel, Anthropologe Steven Gonzalez Monserrate, Kulturantropologin Katharina Graf, Andreas Greiner, Dženeta Hodžić, David Kuhn & Markus Rauchecker, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Anne Duk Hee Jordan, Laleh Khabbazy Oskouei & Farhang Rafiee, Nadine Kolodziey, Kunstpädagogin Verena Kuni, Biophysikerin Franziska Matthäus, Xenia Snow, terra0 (Paul Kolling & Paul Seidler), Tree and Rocket, Medienpädagoge Dan Verständig, ZK/U Proxylab, Vernissage: 18 Uhr (Eintritt frei), mit Grußworten aus Kultur und Wissenschaft sowie dazu ab 20 Uhr live Beats von den Frankfurter DJs JUCI VISION, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, Eintritt: 7 (5) Euro, weitere Infos gibt's hier 

Bis Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Noch bis 18. Oktober: „Suburbia. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise“

(Andrea)

Wer bei “Träumen vom Eigenheim” an Wüstenrot und Bausparverträge denkt, liegt nicht ganz falsch. Witzigerweise habe ich die Ausstellung des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona ebenda bereits gesehen und war so begeistert, dass ich mir sogar den Katalog (in englisch und spanisch!) gekauft habe. In Frankfurt scheint die Ausstellung inhaltlich erweitert, weshalb ich mir den Teil sicher noch anschauen werde. "Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht  ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohn fläche verbindet."

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Noch bis Montag, 30. November: DRAC - ein Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination am Instituto Cervantes

(Petra)

Im Garten des Instituto Cervantes Frankfurt installiert und im Rahmen der WDC 2026 präsentiert, beherbergt der Pavillon ein Programm öffentlicher Veranstaltungen und lädt Besucher:innen ein, Architektur, Kreativität und Kultur in einem gemeinsamen öffentlichen Raum zu erleben. Die Installation lädt das Publikum dazu ein, sie zu durchschreiten, zu erleben oder einfach zu betrachten, und dient zugleich als Ort für kulturelle Veranstaltungen. Als Referenz dient der Drache am Eingang des Park Güell in Barcelona, anlässlich des 100. Todestages des katalanischen Architekten. Die Struktur wurde vom Architekten José Ramón Tramoyeres entworfen und von Designer Manolo García realisiert. Es folgt den Prinzipien des europäischen Programms New European Bauhaus: Schönheit, Nachhaltigkeit und Inklusion. Seine modulare Struktur aus Holz und Keramik ermöglicht es, den Ort zu transformieren, ohne ihn dauerhaft zu verändern, und dient als Plattform für kulturelle Aktivitäten. Das Projekt fungiert zugleich als Plattform für den Austausch zwischen Spanien und Deutschland im internationalen Programm der WDC 2026 und stellt Perspektiven aus der spanischen Kunst- und Kulturlandschaft vor. Im Foyer des Instituto Cervantes ergänzt eine speziell konzipierte Ausstellung die Installation. Sie beleuchtet die künstlerischen und technischen Traditionen, die der Skulptur zugrunde liegen. Inspiriert von Gaudís Bauweise kombiniert die Arbeit: Keramikelemente aus hochwertiger Produktion in Valencia; eine innere Struktur aus dampfgebogenen Holzstäben „Vareta“-Technik, vergleichbar mit Methoden aus dem Bau valencianischer Fallas oder historischer Großkonstruktionen. Ein dokumentarisches Making-of-Video zeigt zudem den gesamten Entstehungsprozess – von den ersten Entwürfen bis zur Installation.

Abbildung: © José Ramon Tramoyeres & Manolo García

DRAC - Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination, Ort: Instituto Cervantes, Adresse: Staufenstraße 1, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: montags-donnerstags 9 bis 18 Uhr, freitags 9 bis 15, Uhr, Zugang zum Garten über den Haupteingang des Instituto Cervantes, Kulturprogramm und weiteres Programm (ggf. kostenpflichtig) während der Laufzeit findet Ihr hier 

Bis Donnerstag, 03. Dezember: Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe im 2. OG Dondorf-Druckerei

(Petra)

Die Reihe „Jenseits von Privateigentum“ fragt nach Alternativen zu Eigentum als zentralem Prinzip von Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts von Wohnungsnot, Klimakrise und autoritären Entwicklungen rückt die Eigentumsfrage neu ins Zentrum. Welche Formen von Commons, Vergesellschaftung und Gemeineigentum sind möglich – und wie lassen sie sich praktisch durchsetzen? Die Veranstaltungen verbinden wissenschaftliche Analyse mit aktivistischer Praxis. Sie richten sich an Studierende, Initiativen und eine interessierte Öffentlichkeit. Im Fokus stehen konkrete Beispiele, politische Strategien und theoretische Perspektiven. Der Veranstaltungsort – die Dondorf-Druckerei auf dem Campus Bockenheim – ist selbst Teil dieser Auseinandersetzung: ein kollektiv erkämpfter und genutzter Raum. Die Themen umfassen zahlreiche wichtige Aspekte, sie reichen vom Auftakt mit “Shoppingmalls zu Sorgezentren" mit Birgit Wend am 23. April über “Privateigentum und rechte Ideologie” mit Sabine Nuss im Oktober bis hin zum Thema ”Stadtbodenstiftung" (eins der Themen, die mir besonders am Herzen liegen) mit Sabine Horwitz am 03. Dezember.

Grafik: Website Offenes Haus der Kulturen

Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe, in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen, dem Verein Aelita und dem Institut für Humangeographie der Goethe-Universität, Ort: 2. OG der Dondorf-Druckerei, Adresse: Gabriel-Reisser-Weg 3 (Schirn Kunsthalle), komplette Veranstaltungstermine und -themen sowie weitere Infos findet Ihr hier, Eintritt: frei

Noch bis Sonntag, 17. Januar 2027: Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“ im Städel-Museum

(Petra)

Diesen Tipp würdet Ihr ohne einen “Lieblings-Paparazzi” dieser Stadt, Bernd Kammerer, nicht lesen: er hat mir das Foto zur Ausstellungseröffnung geschickt - und mich erst so richtig neugierig gemacht. Ich habe das Städel – offen gesagt- in letzter Zeit weniger oft im Blick, weil sie dort einen super Job machen mit großen Ausstellungserfolgen, mir persönlich ist es mitunter „too much“. Aber diese neue Ausstellung hört sich total spannend an: Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven. So empfehle ich sie Euch sehr gerne (auch wenn der Eintrittspreis schon ordentlich ist)!

Foto:Elmgreen&Dragset©Bernd Kammerer

Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“, Ort: Städel-Museum, Adresse, Schaumainkai 63, Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 21 Uhr, Eintritt: 19 (17) Euro, Tickets gibt es online hier

Bis Sonntag, 07. Februar 2027: Ausstellung „Too Hot– Heiße Städte, neue Wege“ im DAM

(Petra)

Als wären die aktuellen Temperaturen pünktlich zur Venissage bestellt: Städte werden durch den Klimawandel immer heißer – mit spürbaren Folgen. Hitze, Dürre, Wasserknappheit und Überschwemmung machen deutlich, wie dringend urbane Räume neu gedacht und gestaltet werden müssen. Da Städte den größten Anteil an CO₂-Emissionen verursachen, tragen sie eine besondere Verantwortung, etwa beim Umbau von Infrastruktur und öffentlichem Raum. Letzte Woche hat Daniele Santucci einen superspannenden Vortrag zur krassen Erhöhung der Temperaturen in Städten weltweit gehalten (und letzten Samstag auch einen seiner „Climate Walks“ dazu gemacht, der dazugehörige Rucksack ist auch in der Ausstellung zu finden). Viele Städte wollen in den nächsten fünfzehn Jahren klimaneutral werden. Was bedeutet das für die Zukunft – für Planung, Architektur und Leben in der Stadt? „Too Hot“ zeigt Beispiele aus dreizehn europäischen Städten verschiedener Klimata, von der Kleinstadt bis zur Metropole. Sie reagieren auf die Klimakrise mit konkreten Maßnahmen für Klimaschutz und Anpassung: darunter gebaute Projekte, strategische Planungen und zivilgesellschaftliche Initiativen. Die Ausstellung veranschaulicht, wie vielfältig dieser Wandel aussehen kann und von welchen sozialen Fragen und gesellschaftspolitischen Diskursen er begleitet wird. „Too Hot“ richtet sich an die Stadtgesellschaft aller Altersgruppen, kommunale Entscheidungsträger*innen, Fachöffentlichkeit und internationales Publikum.

Abbildung: Rocafort Square in Barcelona, 08014 arquitectura; ©Pol Viladoms

Too hot - Heiße Städte, neue Wege: Ausstellung, kuratorisches Team: Katharina Böttger, Jonas Malzahn, Mathias Schnell (studio central), in Zusammenarbeit mit Philipp Deilmann und Architects for Future, wissenschaftlich unterstützt durch die Dialog-Plattform Helmholtz Klima, Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, Eintritt: frei (Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 20 Uhr barrierefrei

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