12.06.-18.06.2026

BESTER PLATZ DER WELT

Zur besseren Lesbarkeit empfehlen wir die Tipps im Browser zu lesen

Daniela und ich haben schon viel von Italien gesehen, den Stiefelabsatz aber noch nie besucht. Diese Lücke haben wir mit Freundinnen und Freunden nun geschlossen. In Etappen sind wir bis nach Santa Maria de Leuca im Salento gereist, dahin, wo angeblich Petrus das erste Mal italienischen Boden betreten hat. Wir erlebten schöne kleine Städte, wunderbare Strände, genossen Sonne und regionale Spezialitäten und trafen auf viele wahnsinnig nette Menschen. Apropos Menschen: „Kultur ist das vom Menschen selbst gestaltete soziale Umfeld.“ sagt die KI und liegt damit richtig. Ohne Menschen geht es nicht und wie gute Menschen einen Ort in ein Paradies verwandeln können, haben wir alle in unserer zweiten Unterkunft, dem Bio Agriturismo Serragambetta erlebt, den wir vor sieben Jahren auf unserer Hochzeitsreise entdeckt hatten.

Domenico und seine Mitarbeitenden haben aus einem alten Hof eine Heimat geschaffen, einen Platz, nach dem man sich zurücksehnt, sobald man durch das Tor fährt. Ein Raum, an dem ein 90jähriger japanischer Gast, der seit 30 Jahren hier urlaubt beim Abendessen ein italienisches Volkslied singt und „Ciro“ genannt wird, an dem man von einem schottischen Alternativemusiker in Auszeit bedient oder vom Chef selbst in die Kunst des Orechiettemachens eingeführt wird. Hier ein Witz, hier ein Trösten, da ein Tipp, ohne Frage einer der besten Plätze der Welt. 
Nachdem der Japaner Daniela beim Abendessen ín sehr gutem italienisch (!) erzählt hat, dass er schon 40 Mal hier war, hat Daniela jetzt vor jedes Jahr hierher zu kommen. Das ist ein sehr guter Plan, den ich sehr gerne teile.

A presto, Uwe

für das tolle Ausgehtipps-Team Daniela, Andrea, Martin, Petra und Erik

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps seit Mai 2026. Ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen. Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Daniela)

(Antworten an daniela(at)cappelluti.net

2 x 2 Gästelistenplätze für LIEBIEGHAUS LIVE am 18. Juni (Easy Easy) oder 2. Juli (Cool Aid). Gewinnfrage: Welche Sonderausstellung kann man während der Veranstaltungen sehen?

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
1 x 2 Gästelistenplätze für das Hafenkino am Mittwoch, 17. Juni. Die Gewinnfrage lautet: Wie alt wird Lucky Luke?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
1 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Modernlove. am Freitag, 19. Juni im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Auf nach Hofheim! Wer hat dort sein Atelier?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
2 x 2 Gästelistenplätze für den unterhaltsamen Abend mit Nikita Miller am Mittwoch, 24. Juni, in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Wo treffen am Samstag Hippies auf Techno? 

Bis 14. Juni: Of/ Made - ÜBER DAS UNBEHAGEN ZU WOHNEN

(Andrea)

Nach über 15 Festivaljahren präsentiert MADE. im Frühjahr 26 eine Sonderausgabe in Kooperation mit der World Design Capital Frankfurt RheinMain. Neben Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden ist erstmals auch Offenbach als Festivalstandort dabei. Unter dem Festivalmotto "WER mit WEM" durchleuchten in dieser achten MADE. Ausgabe acht ausgewählte, besonders sehenswerte Theater-Erlebnisse hessischer Künstler*innen unsere Beziehungsgeflechte: WER hat unser Leben geprägt, WER inspiriert und gestaltet oder unterwandert unsere Gesellschaft, zu WEM (oder WAS) möchten oder sollten wir lieber auf Abstand gehen, auf WAS (oder WEN) uns näher einlassen?

ÜBER DAS UNBEHAGEN ZU WOHNEN • Eleonora L. Herder/andpartnersincrime. Lecture-Performance, MADE in Frankfurt
Eleonora L. Herder erforscht die verdrängten Echos ihrer Familiengeschichte. Ihr Urgroßvater war hochrangiger Nationalsozialist, der andere musste als Jude ins Exil fliehen. Dass sich später ihre Nachkommen verliebten, markierte den Beginn einer tragischen Familienodyssee, geprägt von Schweigen und psychischen Erkrankungen – eine Reise, die über Como, Rom und Barcelona bis nach Santa Barbara in Kalifornien führte. Über zehn Jahre lang trug Herder über 200 Dokumente zusammen und konfrontierte sich mit dem, was unausgesprochen blieb. In einer intimen Salonatmosphäre mit Flügel, Diaprojektoren und Tee entfaltet sich eine alternative Perspektive auf deutsch-jüdische Identität. Das Publikum wird eingeladen, gemeinsam den offenen Bruchstellen der Erinnerung nachzuspüren. 20 Uhr 

Theateratelier, Bleichstraße 14 Hinterhaus, Offenbach

Bis Sonntag, 14. Juni: Of/ WDC-Pavillon

(Andrea)

Bisher ist der WDC hier kaum wahrnehmbar, das ändert sich spätestens jetzt. Noch bis Sonntag, 14. Juni steht der WDC-Pavillon mitten in die City auf den Aliceplatz. Ein paar Highlights aus dem Programm am Pavillon bekommt Ihr hier:

  • Inklusive Stadtführung, 07.06., 10:00 Uhr: Stadtführung in einfacher Sprache in Offenbach. Lernt Offenbach besser kennen!
  • Digitale Welten-Workshop, 07.06., 14:00 Uhr: Im Workshop lernt Ihr auf eine spielerische und kreative Weise etwas über Raumfahrt und Nachhaltigkeit. Ihr erfahrt spannende Fakten über das Weltall. Gleichzeitig denkt Ihr darüber nach, welche Probleme entstehen können, wenn Menschen immer mehr Dinge ins All schicken. Außerdem könnt Ihr selbst etwas praktisch gestalten und ausprobieren.
  • Fahrrad-Workshop, 13.06., 14:00 Uhr: Schraube locker, Bremse quietscht oder Reifen platt? Der radraum zeigt Euch, wie Ihr Euren Drahtesel wieder fit bekommt. Kommt mit Eurem Fahrrad vorbei.

Das waren nur die Highlights, ein Blick ins Programm lohnt sich also sehr. www.offenbach.de/wdc

WDC-Pavillon, Aliceplatz, Offenbach

Noch bis Montag, 15. Juni: Of/ Open Design Week

(Andrea)

Dass in Offenbach immer noch viele Künstlerinnen und Künstler beheimatet sind, haben die Kunstansichten am vergangenen Wochenende eindrucksvoll gezeigt. Dass es darüber hinaus eine lebendige Kreativszene gibt,  zeigt die "Open – Design Week" im Rahmen des WDC2026, bei der Agenturen, Unternehmen, Institutionen und Studios ihre Türen öffnen. Es gibt Talks, Filmprogramme, Architekturführungen, Workshops, Konferenzen, Stadtspaziergänge und Community-Events, die, passend zum WDC-Motto “Design for Democracy. Atmospheres for a better life” zeigen, wie Design die gesellschaftlichen Entwicklungen prägt. https://wdc2026.org/de/constellations/open

Freitag, 12. Juni: Live Urban Graffiti Street Art bei BOMBER

(Petra)

Ich kenne so ziemlich keine*n Kreative*n, der/die in diesem Jahr nicht beim WDC 2026-Programm mit dabei ist. Das ist schön - und mittlerweile zugleich etwas beängstigend. Anyway. Auf dem Programm steht heute der Graffit artist und Gestalter & Illustrator BOMBER: Er zeigt, wie live Urban Graffiti Street Art entsteht. Besucher*innen haben die Möglichkeit, das Atelier und die Design-Arbeitsplätze zu begutachten und können Werke erwerben. Außerdem gibt es die Gelegenheit, selbst Graffiti Street Artwork auf Groß-Leinwänden auszuprobieren. BOMBER ist seit 1988 als Graffiti artist und seit 1993 als Gestalter & Illustrator international für Marken, Unternehmen und Institutionen aktiv. Ich mag viele seiner Arbeiten, die u. a. auch in Bockenheim zu sehen sind. Er macht auch tolle Workshops, zum Beispiel für Kids. Deshalb empfehle ich Euch diesen Termin sehr gerne, auch wenn er "um die Ecke" in Hofheim liegt. Mein Foto von 2016 zeigt sein früheres Atelier. 

Live Urban Graffiti Street Art – Atelierbesuch bei BOMBER, Graffiti-Artwork-Kauf und „Graffiti-Schnuppern“, World Design Capital 2026, Ort: Casteller Str. 104, Halle 3B, 65719 Hofheim-Diedenbergen, Uhrzeit: 14 - 20 Uhr, Eintritt: frei, weitere Infos zu BOMBER hier

Freitag 12. bis Donnerstag 25. Juni: critical ceramics in Frankfurt

(Daniela)

Ecki hat mich auf dieses tolle Ausstellungsprojekt aufmerksam gemacht. Das Programmheft ist super schön und macht Lust: https://heussenstamm.de/media/pages/ausstellungen/critical-ceramics/e2ffad0425-1779805494/critical-ceramics-programm_korr.pdf

Keramik trifft Gegenwartskunst: Das Ausstellungsprojekt „critical ceramics“ lädt vom 12. Juni bis 25. Juli 2026 zu einem spannenden Parcours entlang der Braubachstraße in der Frankfurter Altstadt ein. Verschiedene Kunstorte zeigen zeitgenössische Positionen rund um das Medium Keramik – zwischen Handwerk, digitaler Kultur und gesellschaftlicher Reflexion. Veranstaltungsbegleitend gibt es Führungen, Gespräche und weitere Programmpunkte.

Austragungsorte sind unter anderem die Heussenstamm-Stiftung, die Galerie Hanna Bekker vom Rath sowie weitere Galerien entlang der Braubachstraße. 

Im Rahmen critical ceramics prasentiert das Architekturburo DoMstudio neue Keramikskulpturen von David Rauer. Die Eroffnung der Ausstellung wird untermalt von der Musik des DJs Eventuell alias Paul David Rollmann. Paul David Rollmann und David Rauer kollaborieren seit 2019 an der Schnittstelle von House, Sound und Objekten. Für die Ausstellung Heavy Beauty im DOMstudio entsteht ein intimer lebendiger Kosmos aus Musik, Keramik und Licht.

Freitag, 12. Juni bis Sonntag, 14. Juni: OF/ Klima Art: Fotografie & Stadtraum

(Andrea)

Wenn ich jung wäre, würde ich mich anmelden: Bis Sonntag gibt es jeden Tag einen Workshop (oder einen über drei Tage? Das klärt ihr am besten bei der Anmeldung. "Kamera schnappen und raus in die Stadt! In diesem Fotoworkshop zeigst du deine Perspektive auf Stadt, Klima und Alltag. Experimentiere mit Bildern, entdecke neue Motive und entwickle deinen eigenen Blick. Die Ergebnisse werden gemeinsam in einer Ausstellung präsentiert – mach mit! Kameras werden gestellt. Workshopleitung: Angelique Politz und Lea Kulens

Freitag, 12. Juni: Of/ MADE - ICHTHYOSAURUS BRECHT

(Andrea) 

Daß das weiche Wasser in Bewegung
Mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt.

Die Hoffnung auf den unwahrscheinlichen Triumph des Flüssigen über das Erstarrte – sie begleitete Bertolt Brecht sein Leben lang. Und mit ihr das Wasser: als Inbegriff von Wandel und Veränderbarkeit der Verhältnisse. Unaufhörlich fließt es durch sein Werk – in Gestalt von Flüssen und hoher See, als Element des Untergangs und der Rebellion, verschlingend und Leben spendend. In ihrem Essay montiert Ruth Fühner unterschiedliche Texte zu einem fluiden Brecht-Portrait. Im Protagonisten der Erzählung »Vor der Sintflut«, der urzeitlichen Fisch-Echse Ichthyosaurus, spiegelt sich jener unverlässliche Brecht, der warnte: »In mir habt ihr einen, auf den könnt ihr nicht bauen«. Die Brüchigkeit von Brechts Gewissheiten spiegelt die Musik, die Oliver Augst mit dem französischen Trio L’Impolie eigens für den Essay geschaffen hat. Improvisiert mit sich abnutzenden Dubplates, wandelt sich auch der Klang der Text- und Sound-Performance mit jeder einzelnen Aufführung. Die Made-Jury schreibt: “Eine sehr persönliche Begegnung mit Bertolt Brecht aus einem unkonventionellen Blickwinkel und einem Plattenspieler auf dem Arm – berührend poetisch.” 19.30 Uhr

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Freitag, 12. Juni, bis Sonntag, 14. Juni: OF/ Gleisbrettfestival

(Andrea)

Von Freitag 12.6. bis Sonntag 14.6. gibt es im und am Waggon wieder das Gleisbrett-Festival der Elektronischen Musik – ein dreitägiges Spitzenprogramm mit vielen bekannten Techno/House-DJs und etlischen elektronischen Liveacts! Georg und Torsten haben für ihr diesjähriges Festival für elektronische Musik erneut ein unglaubliches Lineup auf die Beine gestellt und das bei freiem Eintritt! Los geht es heute um 19 Uhr mit Acid-Techno / Stone-Techno, am Start sind Bubu und Pasarah (Live), Alexandra Glombek und Mo, Doro mit Yesta (Live), Laromas, Le Borts und Mr. Rod. 
Am morgigen Samstag, 13.6. könnt ihr euch ab 19 Uhr auf Tech House, Techno, Space Techno, Melodic Techno – und ein Special für Mariposa freuen, mit Mario Nier, projekThiel,Thomas Rauch, Joix (Live), Svenman, Daniel Sadrina, Mr. Jones, Der kleine Muxx. 
Und am Sonntag, 14.6.geht es ab 14 Uhr gleich weiter, Thema des Tages ist Downtempo mit Niels Weidner, Torsten Kauke (Live), Marcel Puntheller, Conni Maly (Live), Køps. Die Waggon-Macher schreiben: “Kommt vorbei oder bereut es später, aber das predigen wir euch ja schon seit etlichen Wochen – ihr wisst es ja! Wir tun jetzt erstmal das einzig Richtige – und freuen uns auf euch!”. Das mit dem bereuen stimmt doppelt, denn schon am 28. Juni ist die vorerst final letzte Veranstaltung am angestammten Standort, dann rollen die Bagger für die Maindeichsanierung. Foto: Conni Maly, sie spielt am Sonntag. 

Waggon am Kulturgleis, Mainufer/ Isenburger Schloss, Offenbach. Nicht barrierefrei.

Samstag, 13. Juni: „Kann Pop uns noch retten? Über Musik, Gemeinschaft und Polarisierung“ - Vortrag und Gespräch mit Schriftsteller und Autor Jens Balzer im Jüdischen Museum

(Petra)

„We Are Family“, so hieß es einst bei Sister Sledge. Popmusik hat schon immer Gemeinschaften gestiftet, Menschen zusammengebracht, die sich aus der Gesellschaft ausgeschlossen fühlten, und ihnen eine neue Heimat, eine neue Familie geschaffen. Hip-Hop versammelte die schwarze Community; Disco, House und Techno boten safe spaces für die geschlechtliche Emanzipation; Punkrock war für alle offen, die sich fremd fühlten, für Proletarierkinder, für Riot Grrls, für Jüdinnen und Juden. Aber Punkrock war und ist auch offen für Nazis; weite Teile des Hip-Hop sind von Sexismus und Antisemitismus geprägt; und das Verhalten der Techno-Szene nach dem 7. Oktober hat viele verstört, die an die emanzipatorische Kraft der Popmusik glauben. Wie ist es um diese Kraft heute bestellt? Ist Pop noch zu retten? Darüber spricht Jens Balzer, indem er den Blick aus der Gegenwart in die Geschichte und aus dieser wieder zurückwirft. Das Gespräch mit ihm moderiert Dr. Franziska Krah, Kuratorin der Wechselausstellung „MISHPOCHA. The Art of Collaboration“.

Foto: Jens Balzer©Roland Owsnitzki

Kann Pop uns noch retten? Über Musik, Gemeinschaft und Polarisierung – Vortrag und Gespräch mit Schriftsteller und Autor Jens Balzer, Ort: Jüdisches Museum Frankfurt, Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Uhrzeit: 18 - 20 Uhr, Eintritt: 10 (5) Euro, Tickets gibt’s hier, bei schlechtem Wetter findet das Gespräch im Saal des Jüdischen Museums statt

Samstag 13. Juni: Dusty Boots

(Daniela)

Wären wir nicht in Italien, wären wir heute Abend in der Romanfabrik, das wird betsimmt ein sehr schöner Abend.
Dusty Boots (Jonny Dustow) begann seine Songwriting-Karriere in den wunderschönen Hügeln der Region Northern Rivers und in der Nähe der Küste von Byron Bay, Australien. Stets inspiriert von Abenteuern in der Natur, nimmt sich „Dusty“ zwischen Roadtrips und Live-Tourneen immer Zeit, einen Gang herunterzuschalten, um in ruhigen Momenten neue Musik zu schreiben und zu komponieren. Mit herzerwärmenden Indie-Folk-Songs und Feel-Good-Funky-Soul-Tracks, die Akustikgitarre, Gesang und Saxophon verbinden, ist es immer ein mitreißender und energiegeladener Live-Auftritt, der den Zuhörer*innen das Gefühl gibt, im Moment frei zu sein, und bei dem sie gemeinsam singen, sich verbinden und die Schönheit der Gemeinschaft teilen können.

Von Straßenmusik in den Straßen von Byron in den Anfängen über die Unterstützung ausverkaufter nationaler Tourneen in ganz Australien bis hin zu Jamsessions auf vielen der größten Festivals Australiens – Dusty freut sich riesig darauf, diesen Sommer international in Europa Live-Musik zu präsentieren und in der ROMANFABRIK Station zu machen.

Bei schönem Wetter auf unserer Dachterrasse!
Samstag, 13. Juni 2026 / 20:00
Karten für diese Veranstaltung können Sie direkt hier online erwerben...
©Kieran Tunbridge

Samstag 13. Juni: Home Movie Day

(Daniela)

“So etwas wie einen schlechten Amateurfilm gibt es nicht. Diese Mini-Underground-Werke sind offenbarend, gruselig, lustvoll, immer fehlerhaft, gefüllt mit versehentlicher Kunst und sie rufen von Dachböden und Wandschränken überall auf der Welt danach wieder gesehen zu werden.“ – John Waters

Alle sind herzlich eingeladen ihr Filmmaterial vorbeizubringen! Zwischen 12 und 17 Uhr können mitgebrachte Filme in den Räumen der Kinothek in Frankfurt am Main in der Stiftstr. 2 gesichtet werden. Wie in den vergangenen Jahren, kann analoges Filmmaterial auf Super 8, Normal 8 und 16mm mitgebracht werden. Außerdem können Filme auf den gängigsten Kassettenformaten VHS und MiniDV mitgebracht und gesichtet werden. Dies ist möglich dank der Überlassung der Geräte der Digitalisierungswerkstatt des Historischen Museums. Es gibt zudem Beratung zur professionellen Aufbewahrung und Archivierung der Filme und die Möglichkeit sie im Archiv der Kinothek Asta Nielsen zu hinterlegen – bei vollem Zugriffsrecht sind sie so sicher verwahrt. Wir freuen uns über eine Anmeldung an deinhart@kinothek-asta-nielsen.de. Das erleichtert uns die Planung. Für Kurzentschlossene ist es möglich, auch spontan vorbeizukommen. Im Anschluss um 20 Uhr wird in der Kinothek in einer öffentlichen Vorführung ein Filmprogramm mit ausgewählten Schätzen des HMD gezeigt. Mehr Infos: https://www.kinothek-asta-nielsen.de/news/home-movie-day 

Home Movie Day am Samstag, den 13. Juni ab 12.00 Uhr in der Kinothek Der HMD ist eine weltweite Initiative zur Bewahrung von Amateur*infilm.
©FREUNDINNENFEST, D 1982, Super 8, R: Regina Ulwer

Samstag, 13. und Sonntag, 14. Juni: Toil / Tanz

(Martin)

Sheena McGrandles and friends - Ballett meets Irish Folk meets Punk!

Auf elektrisierende Weise verbindet das Ensemble-Werk der nordirischen Choreografin Sheena McGrandles Sehnsucht und Entfremdung, Routine und Rebellion. Im Zentrum von „Toil“ steht der tanzenden Körper bei der Arbeit – hin- und hergerissen zwischen diesen vier gegensätzlichen Zuständen. Getrieben von der eigens komponierten Live-Musik zwischen Elektro, Folk und Punk der zwei Musiker*innen auf der Bühne zeichnen die fünf Tänzer*innen ein physisches Porträt des Tanzes: Als Ort der Sehnsucht, an dem Bewegung selbst zur Arbeit wird. 

Entstanden aus einer tiefen Hingabe an den Tanz mit all seinen Kämpfen und Freuden entsteht eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Körperlichkeit, mit Rhythmus und Zusammenhalt. Ein andauerndes Bemühen, dem sich ständig verändernden Puls der Zeit zu folgen. 

Samstag, 13. Juni um 20.00 Uhr und Sonntag, 14. Juni um 18.00 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Mayra Wallraff

Samstag, 13. Juni : Macbeth

(Martin)

Giuseppe Verdi - Oper in vier Akten

Ein Krimi! Wer sind wir, wer wollen wir sein? Wozu kann die Gier nach immer mehr Macht, Reichtum und einer gesellschaftlich herausgehobenen Stellung uns Menschen treiben? Angespornt durch eine seltsame Begegnung, die er als Weissagung auffasst, lässt Macbeth sich von seiner Frau zum Mord an König Duncan anstiften. Der Thron fällt ihm zu, aber seine Gewissensbisse und Wahnvorstellungen werfen ihn zunehmend aus der Bahn, während Lady Macbeth ihren Gatten zielstrebig zu immer weiteren Gräueltaten treibt. Doch auch sie zerbricht schließlich an ihren Schuldgefühlen. 

R.B. Schlathers Inszenierung spürt der unerhörten Modernität der Charaktere nach, die schon Verdi an Shakespeares Gestalten faszinierte. Der Regisseur situiert das grausame Geschehen rund um das kinderlose Paar in der eleganten, aber kalten Atmosphäre eines herrschaftlichen Anwesens: Weltpolitik spiegelt sich im Privaten. Schließlich bereiten die Geknechteten dem Unrechtsregime, das Macbeth errichtet hat, gewaltsam ein Ende.

Musik-heute.de schreibt: Aus dem mörderischen Ehepaar macht er (der Regisseur R.B. Schlather) superreiche Oligarchen, die in einer kühlen Villa samt Parkanlagen residieren und aufgrund ihrer zunehmenden Macht- und Mordgelüste immer stärker den Kontakt zur Realität verlieren. Weil Macbeth alle Zukunftsprophezeiungen als mysteriöse Einbildungen erlebt, kann jeder zur Hexe werden: Dienstboten, die mit den Kindern zu ausgelassen Halloween feiern, Tänzerinnen, die an Weihnachten für Auflockerung sorgen oder das Küchenpersonal, das Sylvestercocktails mixt. Heldenbariton Nicholas Brownlee legte ein in jeder Hinsicht überragendes Debüt der Titelrolle vor, während Einspringerin Heiberg mit hochdramatischer Attacke und glühender Intensität überzeugte.

Als dritter Hauptakteur machte der Frankfurter Chor und Kinderchor alle seine Auftritte zum Ereignis. Ob beim tänzerisch beschwingten Weihnachtsfest, dem aufgekratzten Halloween oder dem tief bewegenden Flüchtlingschor im vierten Akt: Manuel Pujol hatte die Choristen bestens präpariert. Dass Generalmusikdirektor Thomas Guggeis ein besonders leidenschaftliches Verdi-Händchen besitzt, hatte er bereits bei "Don Carlo" bewiesen. Präzis und druckvoll gelang ihm die Ouvertüre, farbgewaltig der Dolchmonolog Macbeths und zwingend das Finale des ersten Aktes. Das Publikum spendete Ovationen für alle Beteiligten.

Oper Frankfurt Samstag, 30. Mai und Samstag, 13. Juni – wenn nicht anders angegeben um 19.00 Uhr
Foto: © Monika Rittershaus

Samstag, 13. Juni: Of/ Kommune Open Air

(Andrea)

Grämt Euch nicht, wir sind zwar meteologisch mitten in der Schafskälte, aber Samstag verspricht wetter.de satte 13 Sonnenstunden und 23 Grad. Ideale Voraussetzungen für einen Spaziergang über die Hofflohmärkte in Frankfurt/Nordend UND vor allem fürs Kommune Open Air auf dem wunderbaren Fredenhagen-Gelände. Hippie Meets Techno: Zwischen Wald und Wiese, tanzenden Seelen und offenen Herzen. Top Acts, interaktive Attraktionen, Spiele, Spaß und jede Menge Überraschungen – und du bist mittendrin! Line-Up: Chris di Perri, Jermaine Dotson, Alexander Aurel, Nici Naiya und Samy & Sara. Mir sagen die Namen allesamt nichts, was aber egal ist. Drumherum passiert nämlich auch eine Menge, es gibt UV & Body Art, Poi, Jonglierbälle und Spielgeräte bereit zum freien Ausprobieren, Tanzen und Entdecken. Keine Vorkenntnisse nötig. Einfach rein und in den Fluss kommen, man kann Armbänder knüpfen, Traumfänger basteln, Peace-Schilder gestalten. Die Kreativstation lädt zum Verweilen ein und sich auf der großen Gemeinschaftsleinwand, die im Laufe des Tages zum kollektiven Kunstwerk wird, verewigen. Außerdem gibt es Kulinarik, Kunst und und und. 14 bis 22 Uhr und ich will unbedingt hin. 

Kommune 2010, Sprendlinger Landstraße 181D, Offenbach

Samstag, 13. Juni: Korridor#20 Burkard Kunkel Solo

(Andrea)

Fern ab der klangvollen Namen, Landschaften, Rythmen, hey, das 20. Konzert im Korridor! Den Laden gibts jetzt seit 15 Jahren und da muss ein echter Hochkaräter her ...…und dazu hat Fluccio heute Burkard Kunkel gefunden: Ellmoor Drift ist eine imaginäre Landschaft aus Ellingtons Balladen, Zitherklängen, Bassetthornstimmen, Bassklarinettenschatten und Shrutibox-Bordunen. Melodien tauchen auf wie Erinnerungen, verweilen im Rubato, zerfallen in freie Linien und kehren verwandelt zurück. Das oft simultane Solospiel von Bassetthorn und Zither bewegt sich zwischen Schönheit und Abstraktion, Lied und Geräusch, Jazztradition und gegenwärtiger Klangsuche. Duke Ellington erscheint nicht als Denkmal, sondern als atmender Resonanzraum. Burkard Kunkel verbindet in seiner Musik die seltene Klangwelt der Zither mit den dunklen Farben von Bassetthorn und Bassklarinette. Charakteristisch ist sein gleichzeitiges Spiel mehrerer Instrumente: Zither und Bassetthorn, Bassklarinette und Shrutibox oder freie Linien über schwebenden Bordunen. So entsteht eine eigenständige musikalische Sprache zwischen Jazzballade, freier Improvisation, archaischem Klang und kammermusikalischer Verdichtung. Mit Ellmoor Drift nähert sich Burkard Kunkel der Musik Duke Ellingtons nicht über klassische Bearbeitungen, sondern über Erinnerung, Resonanz und Verwandlung. Die Balladen werden zu Ausgangspunkten für fragile Melodien, raue Klangflächen, atmende Pausen und spontane Dialoge zwischen den Instrumenten. Spuren entsteht eine neue, poetische Landschaft: intim, eigenwillig, suchend — und ganz im Moment.Burkard Kunkel kommt quasi frisch aus dem Studio mit seinem neuem Programm , und das Korridor Publikum erlebt mal wieder eine Premiere . https://www.jazz-kunkel.com/bisherige-tontr%C3%A4ger-und… EINTRITT FREI (Spenden gerne). Konzertbeginn : 20 Uhr

Korridor - Raum für Bild & Klang, Schulstr. 30 

Anmeldung unter : fluccio(at)t-online.de

Samstag, 13. Juni: MainWeltMusikfestival

(Andrea) 

Zum 12. Mal hat Hülya in diesem Jahr das MainWeltMusikfestival organisiert und wieder viele tolle Künstlerinnen und Künstler nach Offenbach eingeladen. Im musikalischen Zentrum des Festivals steht das MainWeltmusik Festival Kammerorchester mit Musikern des Capitol Symphonie Orchesters Offenbach, das als eines der traditionsreichen und
renommierten Orchester Offenbachs gilt. Zu den Künstlerinnen und Künstlern, die das Orchester begleiten werden, zählen insbesondere der Komponist und Sänger Hasan Yükselir,Dijle Yükselir mit ihrer eindrucksvollen Stimme, der junge talentierte Pianist Tuna Bilgin, der bosnische Akkordeonist Almir Mešković und der rumänisch-serbische Geiger Daniel Lazăr, der Bağlama-Virtuose Vural Güler, die Kanun-Virtuosin Farah Fersi aus Tunesien sowie die deutsche Sängerin Katrin Glenz mit ihrer ausdrucksstarken Stimme. Und aus Kenia wird Nina Ogot mit ihrer einzigartigen Afro-Folk- Stimme die lebendigen Rhythmen Afrikas in den Innenhof des Büsing Palais bringen. So weit so gut. Aber ein richtiger Coup ist bei all dem Shantel. Der kommt zwar eigentlich nur aus Frankfurt, ist aber gerade auf Tour in Europa unterwegs und bringt mit seiner Band Balkan, Weltmusik und unglaubliche Tanzlust nach Offenbach. Ich freue mich sehr auf den Abend. Einlass 18 Uhr, Beginn 18.30 Uhr. 

Innenhof des Büsingpalais, Herrnstraße, Offenbach

Bis Sonntag 14. Juni: Barock am Main spielt: Die Schule der Frauen

(Daniela)

Oh man, schon wieder kann ich nicht zu BAROCK AM MAIN. Wie im vergangenen Jahr spielen sie wieder auf dem Gelände der Westcoast und das ist super schön. Ich hätte so gerne wieder ein Stück von ihnen gesehen. Michael Quast hat großartige Schauspieler:innen engagiert: Alexander J. Beck, Pirkko Cremer, Jochen Döring, Rainer Ewerrien und Ulrike Kinbach und Katja Reich ist wieder für das großartige Maskenbild verantwortlich. Das wird bestimmt super toll!

Die Schule der Frauen
Komödie von Wolfgang Deichsel nach Molière in hessischer Mundart

Der reiche Bürger Arnold hat die fixe Idee, sich eine ideale Ehefrau zu erschaffen. Zu diesem Zweck lässt er das Mädchen Agnes in der Obhut eines einfältigen Dienerpaares aufziehen, unberührt von Bildung und allen weltlichen Einflüssen. Horazius, der Sohn eines Geschäftsfreundes von Arnold, kommt in die Stadt und verliebt sich in ein Mädchen, das von einem alten Sonderling streng bewacht wird. Das Mädchen ist Agnes. Horazius vertraut sich Arnold als seinem väterlichen Freund an, und Arnold, der sich Horazius gegenüber nicht offenbaren kann, muss durch die brühwarmen Berichte des jungen Mannes über dessen Fortschritte bei Agnes durch alle Höllen der Eifersucht gehen. Sein Weltbild gerät ins Wanken: „Warum setzt mein Verstand, durch den ich reich bin, bei diesem Unternehmen aus?“ Verzweifelt kämpft Arnold für seinen absurden Lebenstraum, doch die vorsätzlich dumm gehaltene Agnes erweist sich als erstaunlich gewitzt.

Wolfgang Deichsels geniale Übertragung des Klassikers Molière ins Hessische bringt die Figuren ganz nah an uns heran. Der Kontrast zwischen Mundart und strengem Versmaß ist eine explosive Mischung, die das Vergnügen an dieser Komödie noch einmal steigert.
Veranstaltungsdauer: ca. 2 Stunden (inklusive Pause)

Tickets und weitere Infos: https://www.barock-am-main.com/programm/die-schule-der-frauen

©Andreas-Malkmus

Sonntag 14. Juni: Großer Benefiz-Bücherflohmarkt!

(Daniela)

Großer Benefiz-Bücherflohmarkt! Alle Einahmen kommen der Leihbibliothek im Exzess zu Gute. Angeboten wird alles von Romanen bis zu Bildbänden, von Kinderbüchern bis zu Politikwissenschaften, von Kochbüchern bis zu Biografien. Dazu Hörbücher, CD´s und DVD´s!

Sonntag 14.06.2026 12 -17h
Cafe Exzess - Leipziger Str.91 - 60487 Frankfurt-Bockenheim

Sonntag, 14. Juni - Freitag, 19. Juni: STADT LAND BUCH – Kinder- und Jugendbuchfestival im Literaturhaus

(Petra)

Nach dem großen Erfolg mit mehr als 6.000 Besucher*innen im Jahr 2025, lädt das Junge Literaturhaus Frankfurt jetzt erneut Kinder und Jugendliche dazu ein, Literatur lebendig zu erleben: bei Lesungen im Literaturhaus und an zahlreichen weiteren Veranstaltungsorten in der Region, bei Workshops und vielfältigen Mitmachangeboten in Kindergärten, Schulen, Bibliotheken, Literaturorten und Museen. Mit mehr als 50 Autor*innen und Illustrator*innen aus dem deutschsprachigen Raum bietet das Festival auch in seiner zweiten Ausgabe ein abwechslungsreiches Programm. Unter den Gästen sind Isabel Abedi, Antje Damm, Tobias Goldfarb, Sarah Jäger, Torben Kuhlmann, Mawil und viele andere. Als zusätzliche Spielstätte konnte in diesem Jahr das Schauspiel Frankfurt gewonnen werden. Dort tritt Cornelia Funke auf, eine der bekanntesten deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchautorinnen und Schöpferin unter anderem der „Wilden Hühner“ und der „Tintenwelt“-Reihe. Zum Auftakt öffnet das Literaturhaus Frankfurt seine Türen am 14.06. ab 13.30 Uhr für einen ganzen Nachmittag. Rund um Lesungen von Margit Auer („Die Schule der magischen Tiere“) und Alexander Steffensmeier („Kuh Lieselotte“) erwartet die Besucher*innen ein vielfältiges Mitmachprogramm für Groß und Klein: vom Lesekiosk über Podcasting mit BÜCHERALARM bis hin zu interaktiven Zeichen- und Geschichtenangeboten. 

Foto: ©Literaturhaus Frankfurt

STADT LAND BUCH – Kinder- und Jugendbuchfestival, Ort. Literaturhaus Frankfurt und weitere Orte, mehr Informationen findet Ihr hier 

Montag, 15. Juni: Bluthochzeit Oper Frankfurt

(Martin)

In der Oper Frankfurt ist jede Premiere ein Ereignis! Zuletzt waren das ‚Written on Skin‘ und ‚Turandot‘. 
Am Sonntag hatte ‚Bluthochzeit‘ von Wolfgang Fortner (1907–1987) Premiere in Frankfurt – die Uraufführung fand 1957 in Köln statt. 

Moderne Musik also, innerhalb derer immer wieder spanische Folklore zu entdecken ist; und es ist eine ‚Schauspiel-Oper‘ – gesprochener Text, intensive Sprache und eine Handlung, die fesselt
„An der Oper Frankfurt formt Regisseur Alex Ollé Wolfgang Fortners Bluthochzeit nach Federico García Lorca zu einer bitterkalten, entseelten und gerade dadurch so präzisen psychologischen Studie.“ (www.concerti.de).
 „So karg wie stark: Wolfgang Fortners Oper Die Bluthochzeit nach Federico García Lorca überzeugt an der Oper Frankfurt sowohl musikalisch wie szenisch.“ (www.faz.net).
„Aus dieser hermetisch abgeschotteten Welt kann niemand entkommen. Alles scheint erstarrt, verkrustet und verdorrt. Das Faszinierende an dem von Alfons Flores erdachten Bühnenbild ist es, dass es trotz der Starre, die es ausstrahlt, nur aus zarten Gazevorhängen besteht, die in bizarrem Faltenwurf über Metallgitter gespannt sind. In der raffinierten Lichtregie von Olaf Winter verwandeln sich die steinernen Innenräume in fantastische Waldlandschaften, einen Festsaal oder eine Kirche. Ein Konzept, welches das Spannungsfeld zwischen realistischer Dramatik und lyrischer Verdichtung, das Lorcas Textvorlage auszeichnet, klug einfängt. (…)“ (Allgemeine Zeitung Mainz).´
„Da ist sie wieder, die Stunde des Bluts. Wenn Claudia Mahnke das heraussingt, ist es so kalt wie markerschütternd. Die Frankfurter Mezzosopranistin ist hier in ihrer ganzen kultivierten Leidenschaft und Expressivität gefragt und bietet sie in einer von allen Allüren und Standardgesten befreiten Reinform.“ (Frankfurter Rundschau).

Darum geht’s: 
Seit Generationen bekriegen sich zwei Familien. In ihrem Kampf gibt es nur Verlierer. Auf beiden Seiten.

Wie eine antike Schicksalstragödie wirkt die Vorlage für Fortners Oper. Der spanische Dichter Federico García Lorca griff in seinem 1933 uraufgeführten Drama Bluthochzeit auf einen zeitlosen Stoff zurück. Seine Anklage richtet sich gegen das eiserne Gesetz der Blutrache: Die Mutter des Bräutigams hat ihren Mann und ihren ältesten Sohn im Kampf zwischen zwei Familienclans verloren und bangt nun um das Leben ihres jüngsten Sohnes. Sie fürchtet, dass durch seine Hochzeit der Krieg der beiden Clans wieder aufflammt. Denn die Braut liebt immer noch ihren früheren Verlobten Leonardo, der zur feindlichen Familie gehört. Noch während der Hochzeit entführt Leonardo sie. Die beiden fliehen in den Wald, doch ihre Verfolger holen sie ein. Die Blutrache wird zweifach vollzogen: Beide Rivalen sterben im Duell.

Ein sehr lohnender Opernabend! 
Montag, 15. Juni 19.00 Uhr:
Oper Frankfurt

Foto: © Xiomara Bender

Montag, 15. Juni: 80 Jahre Lucky Luke

(Uwe)

Die Grimm Brothers. Eine Hommage von Flix und Reinhard Kleist - Lesung mit Bildern und Gespräch.

Es war einmal im Wilden Westen … In Deutschland kennt jedes Kind die Märchen der Gebrüder Grimm. Aber im Wilden Westen kann man mit Schneewittchen und dem Froschkönig wenig anfangen. Das merken Jacob und Wilhelm Grimm schnell, denn ihre Lesereise in Amerika droht ein gewaltiger Flopp zu werden. Glücklicherweise ist Lucky Luke zur Stelle, um den Unmut der enttäuschten Lesungsgäste zu beschwichtigen. Um das Publikum zu begeistern wollen die Brüder ihr Repertoire um amerikanische Märchen erweitern und wenden sich mit ihrem Anliegen an Ma Dalton. Die tischt ihnen die Geschichte der vier grundanständigen Gebrüder auf – ein sofortiger Hit in den Saloons. Doch vier gar grimmige Gebrüder sind mit dem plötzlichen Imagewandel, der ihnen durch diese Märchen beschert wird, überhaupt nicht einverstanden.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19 :30 Uhr
Foto: Egmont Verlag

Dienstag 16. - Freitag 19. Juni: Ein Festival, das MEHR will

(Daniela)

Wie erreichen wir gemeinsam MEHR? 
MEHR steht für den Wunsch nach einem Leben, das von Möglichkeiten geprägt ist: Mehr Mitsprache. Mehr Solidarität. Mehr Zukunft. 
Das MEHR Festival ist ein Treffpunkt für alle, die gemeinsam an dieser besseren Zukunft arbeiten wollen. In Räten und Hackathons widmen wir uns den großen Aufgaben unserer Zeit: 
Eine demokratische Wirtschaft durchsetzen. Wohnen zu Menschenrecht und Gemeingut machen. Digitalisierung solidarisch und nachhaltig gestalten. Migration menschenrechtskonform und zum Wohle aller organisieren. Und Gewerkschaften so aufstellen, dass sie auch in der Zukunft ein Ort kollektiver Stärke und solidarischen Handelns sind. 

Keine vier Tage Zeit? Kein Problem! Eine Teilnahme ist auch an einzelnen Tagen und Events möglich. 

Alle Infos zum Programm findet ihr hier: MEHR Festival 2026 | Otto Brenner Stiftung

Hier drei ausgewählte Veranstaltungen:
Am Dienstag, 16. Juni 2026 lädt die Otto Brenner Stiftung zur Eröffnung des MEHR Festivals ein! Zum Auftakt des MEHR Festivals kommen unterschiedliche aktivistische Generationen miteinander ins Gespräch. Über Träume von der Zukunft, die man nicht aufgibt. Über Wege, sich umeinander zu kümmern. Darüber, was es heißt, dem Gegenwind standzuhalten. Und über die Kraft der Organisierung.   
Mit dabei sind: Christiane Benner (erste Vorsitzende der IG Metall), Salome Marte (Sea-Watch), Thomas Gebauer, Kira Hülsmann (Notruf NRW), Witich Roßmann (DGB), Karl Kopp (Pro Asyl), Irina Vavitsa (IG Metall), Mauricio Vargas (Greenpeace) und Helena Steinhaus (sanktionsfrei). Der Abend ist offen für alle Interessierten und lädt zum gemeinsamen Ausklang mit Getränken und guten Gesprächen in und vor dem Kunstverein Familie Montez ein.

Blockparty Mittwoch, 17. Juni 2026, ab 19:30 Uhr
Am 17. Juni findet eine große Blockparty in Bornheim statt. Von 19.30h bis 22.00h laufen rund um den Uhrtürmchenplatz viele Veranstaltungen. Nah beieinander und offen für alle. Zwischen Kneipe, Open Air Kino, Café, Buchhandlung, Weinbar und Wurststand gibt es was zum Lachen, zum Hören, zum Schauen, zum Kennenlernen und zum Trinken – kostenlos und offen für Alle.  In der Buchhandlung Schutt lesen Arne Semsrott (“Gegenmacht. Die Zivilgesellschaft schlägt zurück”) und Gün Tank (“Die Optimistinnen”), um die Ecke im Bernemer Fass wird gequizzt, im Café Klatsch geht’s mit Drehli Robnik um Gewerkschaft und Arbeitskampf im Film, im Korks gibt es Wein & Musik und gemeinsam mit dem Kollektiv Neues Berger Kino zeigen wir erstmals in Deutschland den Film “La Place du Village”: Als die einzige McDonald's-Filiale im Norden Marseilles geschlossen werden soll, eignen sich die Angestellten die bestehende Architektur an und schaffen einen neuen, sozialen und selbstverwalteten Ort - es ist ihre Antwort auf die jahrelange Vernachlässigung ihres Quartiers durch die Politik. Mit anschließendem Gespräch mit Aktivist*innen aus Marseille. Und dann gibt es noch drei besondere Premieren: Im Café Klatsch präsentieren wir eine szenische Lesung zu Fragen von Frieden und Rüstung in Osnabrück, im Open Air Kino am Uhrtürmchen kann man Karl Marx dabei begleiten, wie er den Hunsrück besucht. Im Heimwerkgeschäft Pohlmann verwickelt ein Hörstück Hörer*innen in die Widersprüche rund um die Tesla-Gigafabrik in Grünheide!   So ergibt sich ein abwechslungsreicher Abend rund um die Berger Straße für die Frankfurter Stadtgesellschaft.  

Am 18. Juni 2026 findet ab 20:30 Uhr die Abschlussparty des MEHR Festivals statt: Direkt vor der Freitreppe des Kunstvereins Familie Montez, offen für Alle, unter freiem Himmel und ohne Eintritt. In Kooperation mit Jazz Montez erwartet euch ein Abend voller Musik, Tanz und Drinks. Mit YĪN YĪN kommt eine Band nach Frankfurt, die den Abend in Bewegung bringt: Die vier Musiker aus den Niederlanden verbinden Psychedelic Rock, Funk und Disco mit Einflüssen aus südostasiatischer Musik zu einem ebenso eigenwilligen wie tanzbaren Sound. Instrumental, hypnotisch und voller Groove entstehen Tracks, die sich langsam aufbauen und mühelos mitreißen. Ihr neues Album - “Yatta!!” - ist eine tanzbare, detailverliebte Expedition in unbekanntes Terrain.   “Yatta!” bedeutet übersetzt aus dem Japanischen so viel wie “Geschafft!” - ein passender Ausruf nach drei intensiven Festivaltagen.   Im Anschluss bringen das Frankfurter DJ-Duo Buttmoney und weitere DJs die Tanzfläche mit frischen Rhythmen und Harmonien zum Schwingen.

Dienstag, 16. Juni: Jared Hart

(Uwe)

Die Band von Singer-Songwriter Jared Hart, „The Scandals“, war europaweit als Support von The Gaslight Anthem und zusätzlich mit deren Sänger Brian Fallon unterwegs. Der talentierte, junge Mann aus New Jersey (da kommen einige gute Acts her, wie Bruce Springsteen …) spielt entweder solo oder mit seiner Band Mercy Union. Auf dieser Tour spielt er seine Songs puristisch und direkt, nur mit seiner Gibson Akustikgitarre und seiner unfassbar voluminösen Stimme.

Ponyhof / F., Klappergasse / Einlass: 19 Uhr
Foto: Ponyhof, Homepage

Mittwoch: 17. Juni: KATZENBALL + Regie-Gespräch mit Veronika Minder

(Daniela)

Die Schweiz der letzten 70 Jahre aus der Perspektive einer verborgenen Minderheit: die Geschichte(n) von frauenliebenden Frauen, ihren Beziehungen und internationalen Netzwerken, ihrer Suche nach Identität und ihren politischen Kämpfen, von Treffpunkten, Maskenbällen und ihren versteckten Orten in der Kultur des Landes. Fünf Frauen aus verschiedenen Generationen geben Einblick in ihr Leben. Sie erlauben uns, zum „anderen Ufer“ zu schauen und auch bekannte Bilder aus Film und Fernsehen mit anderen Augen zu sehen. (Quelle: swissfilms) Regisseurin Veronika Minder ist zu Gast und steht im Anschluss für ein Gespräch zur Verfügung. Eine Kooperationsveranstaltung der Kinothek Asta Nielsen e.V. und der Initiative „Lesben 57++“ des LIBS – Lesben Informations- und Beratungsstelle e.V.. Präsentiert im Rahmen von Schamlos Harmlos – Die Reihe für Queer-, Sex- & Subkultur des Harmonie Arthouse Kino. Hier gibt's Tickets im Vorverkauf und hier weitere Infos und Anfahrtsinformation: https://www.arthouse-kinos.de/filme/katzenball-49787/

Mittwoch, 17. Juni um 18 Uhr im Harmonie Kino CH 2005 | Regie: Veronika Minder | Farbe | 87 min | schwizerdeutsche und französische OV mit dt. UT 

Mittwoch, 17. Juni: QueensrŸche

(Andrea)

“Wir verbrachten elf Jahre damit, zu erklären, wie man das ausspricht. Das auf den meisten Albencovern verwendete sowie auch sonst öfter mit der Band in Verbindung gebrachte Logo ist das sogenannte „Tri-Ryche“-Symbol”, sagt Geoff Tate und er muss es wissen, schließlich war er 1980 Gründungsmitglied und Sänger der Prog-Metal-Band QUEENSRŸCHE. Irgendwann gab es Querelen, man trennte sich und fortan sang Todd La Torre. Queensrÿche gilt als eine der einflussreichsten und erfolgreichsten Progressive-Metal-Bands der Musikgeschichte. In ihren Anfangsjahren startete die Band mit klassischem US Power Metal, entwickelte sich jedoch schnell zu Vorreitern des anspruchsvollen, progressiven Heavy Metals weiter. Berühmt ist die Band für ihre sozialkritischen und intellektuellen Texte sowie für das typisch zweistimmige Gitarrenspiel, sie traten mit Iron Maiden, Guns N’ Roses, Metallica, Judas Priest, and Def Leppard auf und werden die Batschkapp heute rocken. Einlass 19 Uhr. 

Batschkapp, Gwinnerstraße

Mittwoch, 17. Juni: Of/ Sirat

(Andrea)

Als Mubi noch aktiv war (und es fehlt mir durchaus), sind wir eher zufällig bei Sirat gelandet. Was für ein Film! Unfassbar gut. Daher die Empfehlung, heute unbedingt ins Hafenkino zu gehen. Andrea und Alex beschreiben den Film so: "Hand aufs Herz: weil wir "vom Techno kommen", das war der Grund, den Film im Herbst letzten Jahres ins Programm zu nehmen. Illegale Open Air Raves mit LKW, Generatoren und großer PA sind der Ausgangspunkt dessen, was eines Tages der Hafen 2 wurde. Hier beschallte Euch in der Halle über ein Jahrzehnt lang eine PA, die Sirãt entsprungen sein könnte - bis sie verkauft wurde, weil sie den heutigen Ansprüchen kritischer Konzerttechnikpersonen nicht mehr standhält. Sie beschallt seitdem große Open Air Techno Festivals - womit wir wieder beim Film wären: elektronische Tanzmusik unter offenem Himmel in Landschaften, die ihr zu entsprechen scheinen - damit ist Sirãt fraglos ein sofortiger Hochgenuss. Was wir nicht wussten: was der Film daraufhin mit uns vor hat. Er entließ ein Publikum, das erst einmal ein Bier brauchte. Und miteinander sein, jedenfalls nicht nach Hause gehen." 21. 45 Uhr

Hafenkino, Nordring, Offenbach  

Donnerstag, 18. Juni: OPENING WESTCOAST mit Greentea Peng

(Daniela)

Das WESTCOAST FESTIVAL verbindet vom 18. bis 21. Juni 2026 erst herausragende Live-Acts aus Frankfurt, Deutschland und der Welt mit DJ-Sets, Public Viewing, Design- und Vintagemärkten, einem Weinfest mit VDP-Weingütern, Wasserspiele für Kids von der Feuerwehr mit ausgewählter Kulinarik,  um dann mit einer Woche spannendem Open-Air-Kino bis zum 28. Juni den Start in die Sommerferien zu versüßen. 
Ich freue mich besonders auf die Filmabende!

Heute ist das große Opening. Ich bin leider in Berlin, sonst wäre ich dort!
Ein Abend für Musikfans – fünf Acts, ein Vibe, eine Bühne.

Aisha Vibes – Deutschrap & Afro-Beats / Be DJ Shoo – Hip-Hop & Rap
Die P – Rap aus Frankfurt
Celo & Abdi – Frankfurter Legenden und Kult-Rapper

Greentea Peng 
Bekannt für ihre magnetische Bühnenpräsenz und genreübergreifende Kunstfertigkeit, bereitet sich Greentea Peng darauf vor, ihre neuesten Werke live auf Bühnen in Großbritannien und Europa zu präsentieren. Erwartet ein immersives Live-Erlebnis, das ihre unverwechselbare Stimme mit ihrer reichen Mischung aus Soul-, Dub- und Jazz-Einflüssen verbindet. Als erfahrene Live-Performerin sind Pengs Shows für ihre Energie, Intimität und die einzigartige Verbindung mit ihrem Publikum bekannt.
Eintritt: 38,50 Euro – inklusive Vorverkaufsgebühr

Tickets & Infos: https://www.frankfurt-westside.de/connect/westcoast-festival-2026/
FRANKFURT WESTCOAST: Gelände des Alten Hafens auf Höhe Stroofstraße 35, barrierefrei, Parkplätze vorhanden, super mit dem Rad erreichbar, 65933 Frankfurt am Main

Donnerstag 18. Juni: LIEBIEGHAUS LIVE

(Daniela)

Der Garten des Liebieghauses verwandelt sich im Sommer in einen Ort, an dem Kunst und Live-Musik zusammenkommen. In einzigartiger Atmosphäre bietet das Museum eine Bühne für aufstrebende Künstler der Genres Indie, Pop, Post-Punk und Rock. Regionale Bands und Songwriter präsentieren an mehreren Abenden ihre Musik und schaffen ein außergewöhnliches Open-Air-Erlebnis im Herzen Frankfurts. Ergänzt wird das musikalische Programm durch Einblicke in die aktuelle Sonderausstellung „Tiere sind auch nur Menschen. Skulpturen von August Gaul“, die an beiden Veranstaltungsabenden geöffnet ist sowie durch Drinks und Snacks im Garten.

Donnerstag, 18. Juni // EASY EASY und Donnerstag, 2. Juli // Cool Aid

Beginn jeweils 19.00 Uhr, Einlass ab 18.15 Uhr
Tickets: Erhältlich in unserem Online-Shop. Restkarten an der Abendkasse.
Kosten: 25 Euro, 15 Euro ermäßigt

Donnerstag, 18. Juni - Sonntag, 12. Juli: Ausstellung Marcel Walldorf „Honey Never Regrets“ im saasfee*pavillon

(Petra)

Warum weitermachen, wenn niemand mehr daran glaubt? Aber keine Sorge. Jemand kümmert sich immer noch darum …Der Frankfurter Künstler Marcel Walldorf verwandelt den saasfee*pavillon in ein absurdes und verstörendes Szenario einer müden Welt, der es nicht erlaubt ist, zu schlafen. Zur Vernissage gibt es dazu eine Performance und Musik mit DJ Kalli Weak.

Foto: ©saasfee.de

Marcel Walldorf„Honey Never Regrets“ – Ausstellung, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstr. 64 - 66 HH, Vernissage: 18 - 22 Uhr, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: mittwochs – sonntags 14 - 18 Uhr

Donnerstag, 18. Juni: Dichterinnen! Spot on! Mit Julia Grinberg und Julia Mantel

(Petra)

Die vierteilige Lesereihe mit musikalischem Rahmenprogramm feiert in einem neuartigen Format zeitgenössische und historische weibliche Stimmen: Eingeladene Lyriker*innen präsentieren eigene Werke und stellen zugleich eine deutschsprachige Dichterin der Vergangenheit vor, deren Lyrik sie interpretieren. Dieses dialogische Prinzip eröffnet neue Rezeptionswege, macht literarische Kontinuitäten sichtbar und würdigt weibliches Schreiben in seiner historischen Tiefe. Jaepyo Jeong, ein in Seoul geborener national und international mehrfach ausgezeichneter Pianist, wird mit seinem exzellenten Klavierspiel und seinen ausdrucksstarken Interpretationen das Publikum mit einer weiteren Ebene der hohen Kunst verzaubern. Für die ästhetische Verbindung einer modernen Lesebühne und der Tradition des literarischen Salons sorgt das Flair des Nebbienschen Gartenhauses.  

Dichterinnen! Spot on! mit Julia , Klavier: Jaepyo Jeong, Moderation: Dr. Gaetano Biccari, Theater- und Literaturwissenschaftler, Kuration: Tamara Labas, Grußwort: Dr. Sonja Vandenrath, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Ort: Nebbienschen Gartenhaus, Adresse: Bockenheimer Anlage, nahe Hilton Hotel, Uhrzeit: Einlass ab 19 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr, Eintritt: frei (um eine Spende wird gebeten)

Donnerstag, 18. Juni: Of/ Urban Farming

(Andrea)

Weil grün erwiesermaßen gesund ist und macht, wir also alle mehr Natur um uns brauchen, lädt das SCAPE jeden dritten Donnerstag im Monat zu Veranstaltungen zum Thema. "Was ist Urban Farming? Erfahrt mehr über den Anbau von Pflanzen und Lebensmitteln direkt in städtischen Gebieten wie auf Dächern, Balkonen, Brachflächen oder in Gemeinschaftsgärten. Die Crew von GemüseheldInnen Frankfurt (Öffnet in einem neuen Tab) zeigt euch, wie man durchs Gärtnern eine blühende und nachhaltige Stadtlandschaft gestaltet.Ein besonderes Highlight des Abends ist die gemeinsame Verarbeitung frischer Kräuter aus dem Garten der GemüseheldInnen Frankfurt zu aromatischer Kräuterbutter, die im Anschluss verkostet wird. Start um 18 Uhr. Tickets an der Abendkasse für 5 €. Foto: Stadt Frankfurt/ Mara Monetti

SCAPE, Frankfurter Straße 39, Offenbach

Vorschau

Freitag 19. Juni: Vintage Soundsystem # 29 Soul 2.0

(Daniela)

Schade, dass ich heute schon anderweitig verplant bin, sonst wäre ich beim Vintage Soundsystem # 29 Soul 2.0 mit Andrea Leonhardt & Christian Riethmüller

War Soul zu den Hochzeiten des Stils in den Sechzigerjahren viel mehr als nur „good music“, nämlich klingender Ausdruck der Anliegen der Bürgerrechtsbewegung und eines erstarkenden Selbstbewusstseins der schwarzen Bevölkerung in Amerika, verlor sich diese Bedeutung im Laufe der Zeit. Soul wurde von anderen Musikstilen absorbiert. Trotzdem blieb Soul ein wichtiges Bindeglied zu Rockmusik, Funk und Disco, von seiner Rolle als Fundus des Sampling im Hip-Hop ganz zu schweigen. ​Mitte der Neunzigerjahre war Soul mit einem Male wieder als eigenständiges Genre da, als Nu Soul oder Neo-Soul auch gleich mit einem Label versehen. Dieser Stil speiste sich aus klassischem Soul und zeitgenössischem R’n’B, Hip-Hop, Rock und Jazz und rückte vor allem schwarze Künstler wieder in den Blickpunkt. Sie sorgten nicht nur für die Weiterentwicklung des Genres, sondern auch für die Renaissance des klassischen Soul, der vielen neuen Vintage- oder Retro-Soul-Formationen als Vorlage diente. Diesen Höhenflug und die Bedeutung, die dabei Philadelphia und Brooklyn zukam, wollen Andrea Leonhardt vom English Theatre Frankfurt, die in beiden Orten gelebt hat, und Christian Riethmüller (F.A.Z.) Revue passieren lassen.

Freitag 19.06.2026 ab 19h Pastel, Lindleystr. 15 (barrierefrei), Frankfurt
Eintritt frei, aber ihr solltet auf jeden Fall reservieren:  https://luma.com/h5guew9x

Freitag, 19. Juni: Frederik Köster: Dark Matter

(Uwe)

Mehr als 10 Jahre hat Frederik Kösters Band „Die Verwandlung“ zusammengespielt, mit jedem Album haben die vielfach ausgezeichneten Musiker (diverse Jazz-Echos, Neuer Deutscher Jazzpreis, WDR-Jazzpreis) durch neue Klangvariationen überrascht. Doch die Zeichen stehen bei dem Kölner Trompeter und Komponisten auch weiterhin auf Erneuerung. Das neue Quartett heißt Dark Matter und spielt Musik, die seit 2024 entstanden ist. Laut Jazz Facts im DLF ist Köster längst „…einer der herausragenden Jazzmusiker Deutschlands. Sein strahlendes Trompetenspiel gebietet souverän über die ganze Palette der modernen Tradition – von Freddie Hubbard bis Kenny Wheeler.“ Er selbst sagt: „Für mich ist der Live-Moment beim Jazz der entscheidende Faktor und an den kommt kein Spotify, Youtube oder Instagram ran!“

Auf der Suche nach Erneuerung hat er diesmal an seiner Seite die experimentierfreudigen und vielseitigen jungen Musiker Jannis Sicker, Calvin Lennig und Thomas Sauerborn, die größtenteils neue, eigens für diese Besetzung geschriebene Musik präsentieren und interpretieren. Bestimme Facetten in Kösters Musik tauchen immer wieder auf wie Elemente des Alternative Rock, sphärische Klänge oder die kompositorischen Verbindungen zur klassischen europäischen Musik.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Gerhard Richter

Freitag, 19. Juni: Tischtennis-Turnier & WESTCOAST CINEMA "Marty Supreme"

(Daniela)

Tischtennis-Turnier hosted by Halid Rizvanovic (Hood Comedy) & WESTCOASTCINEMA "Marty Supreme" (OmU)

17:00 Einlass, Turnieranmeldung, DJ-Sets sowie Getränke & Speisen

Ab 19.30 Show-Highlight mit Welcome-Drink: Halbfinale & Finale des Tischtennis-Turniers präsentiert von Halid Rizvanovic.

Anschließend Filmbeginn bei ausreichender Dunkelheit: MARTY SUPREME.
Wie wollen wir diesen Wahnsinns-Film über den Aufstieg eines Tischtennis-Besessenen stilecht, sportlich fair und ähnlich atemraubend zelebrieren?
Wir haben da eine Idee: Mit der WESTCOAST voller Tischtennisplatten, einem richtigen Turnier und moderiert von Hood Comedy-Host Halid Rizvanovic! Nach dem Warm-up startet MARTY SUPREME (OmU), der mit grandiosem 80er-Soundtrack schmettert, mitten in unsere Herzen trifft und eine unfassbare Power-Performance von Timothée Chalamet hier auf die Platte bringt. Von unserer Tribüne lässt sich der Film von Premiumplätzen aus auf großer Leinwand bestaunen und miterleben. Regie: Josh Safdie, USA 2025, 150 Minuten, FSK: ab 12 Jahren, Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Eintritt: 15,00 Euro – inklusive Vorverkaufsgebühr

Tickets & Infos: https://www.frankfurt-westside.de/connect/westcoast-festival-2026/https://www.frankfurt-westside.de/
FRANKFURT WESTCOAST: Gelände des Alten Hafens auf Höhe Stroofstraße 35, barrierefrei, Parkplätze vorhanden, super mit dem Rad erreichbar,65933 Frankfurt am Main

Freitag, 19. Juni: Alternative Gutmensch

(Uwe)

Mit dem Projekt „Alternative Gutmensch“ rückt Heinz Ratz die Bedeutung sozialer Einrichtungen und Begegnungsorte in den Mittelpunkt, gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen und zunehmender Entfremdung. Im Fokus stehen Menschen, die sich in sozialen Berufen, der Pflege oder im Ehrenamt täglich für andere einsetzen und Räume schaffen, in denen Begegnung, Respekt und Menschlichkeit gelebt werden.

Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern aus Musik, Theater, Kabarett und Literatur besucht Hein Ratz soziale Einrichtungen wie Obdachlosenunterkünfte, Altenheime, interkulturelle Vereine, Frauenhäuser oder Stadtteilzentren. Durch kulturelle Beiträge vor Ort soll öffentliche Aufmerksamkeit geschaffen und ein Zeichen für Zusammenhalt, Offenheit und ein respektvolles Miteinander gesetzt werden. Den Abschluss bildet ein öffentliches Abendkonzert, bei dem sich die beteiligten Einrichtungen präsentieren können. Gleichzeitig werden Spenden für soziale Projekte in der Stadt gesammelt. So gibt jeder Gast für seine eigene Stadt.

Mit dabei sind: Strom & Wasser, Tilly Pantha, Gisbert zu Knyphausen und Martin Goldenbaum.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Freitag, 19. Juni: modernlove.

(Andrea)

“Irlands Indie Pop Hoffnung modernlove. melden sich mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum eindrucksvoll zurück und bringen 2026 ihre bisher größte Headline Tour nach Deutschland. Was in kleinen Clubs begann, ist längst zu einem internationalen Momentum geworden. Ausverkaufte Shows in Großbritannien, Europa und Nordamerika markieren nur den Anfang. Nah dran. Intensiv. Laut. Ehrlich. Very special guests King No One eröffnen die Abende und setzen den perfekten Auftakt für eine Nacht zwischen Eskalation und Emotion.” Heißt es in der Ankündigung, ich habe reingehört und bin jetzt überzeugt: Das wird gut! Foto: Band@spotify 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Samstag, 20. Juni, 12 Uhr: Weinmarkt & Design-Markt & WM-Viewing

(Daniela)

Wir werden heute den Tag an der Westcoast verbringen. Weintasting ist definitif etwas für mich und Uwe mag zwar kein Public Viewing, aber hej… er hat um Mitternacht Geburtstag und liebt Fußball….

12:00 – 13:30 Zumba mit Kim Ribeiro
Ab 14:00 Vintage- & Design-Markt aus Frankfurt und Umgebung
Ab 14:00 Weinfest mit VDP-Prädikatsweingütern aus Rheingau, Rheinhessen, Baden und Württemberg
Ab 14:00 Wasserspiele für Kids mit der Feuerwehr Griesheim
14:30 & 16:30 NI-KA & Band
15:30 Michael Rütten – DJ-Set
15:30 & 17:30 Kuratierte Wine Tastings & Talks mit Winzerinnen und Win-zern der Weingüter Baron Knyphausen, Rappenhof, Stigler und Graf Adel-mann
20:00 2:cloudy – DJ-Set
22:00 WM Premium Public Viewing mit Tribünenplätzen

Eintritt: 10,00 Euro – inklusive Vorverkaufsgebühr
Anfahrt / Adresse: FRANKFURT WESTCOAST, Stroofstraße, Höhe Nummer 35, 65933 Frankfurt am Main
Tickets & Infos: https://www.frankfurt-westside.de/connect/westcoast-festival-2026/

Samstag 20. Juni: Frühjahrskonzert der Frankfurter SingGemeinschaft

(Daniela)

Kurz vor Sommerbeginn gibt es noch ein Frühjahrskonzert.. wäre ich nicht an der Westcoast, wäre ich hier:

In ihrem Frühjahrskonzert führt die Frankfurter SingGemeinschaft zusammen mit dem Kammerorchester Collegium Musicum Werke von Mozart, Mendelssohn und Wagner auf.
Es erklingen das Klarinettenkonzert A-Dur von Mozart, der 42. Psalm von Mendelssohn und das Siegfried-Idyll von Wagner.

Die Leitung hat Jens-Uwe Schunk. Solistinnen sind Natascha Jung, Sopran und Maria Ilg, Klarinette

Das Konzert findet am Samstag, 20. Juni, um 19 Uhr in der Wartburgkirche, Hartmann-Ibach-Straße 108, in Bornheim statt.
Eintritt 25 € / 15 € erm., Kartenreservierung 069-621954,  karten(at)fsg-chor.de
Vorverkauf: Merian-Apotheke, Berger Straße 48, Buchhandlung Lesecafé, Diesterwegstr. 7 im Hinterhaus, Buchhandlung Libretto, Mühlgasse 3

Sonntag, 21. Juni sowie Samstag. 8. August: "unerhört! x 2" - Konzertreihe und Wahrnehmung

(Martin)

“unerhört! x 2” ist ein begehbares Konzert- und Wahrnehmungsformat im ChamissoGarten Frankfurt, das klassische Musik, Naturraum und bewusste Sinneserfahrung miteinander verbindet. Im Zentrum des Formats steht die Frage, wie sich unsere Wahrnehmung verändert, wenn Musik nicht nur gehört, sondern in Beziehung zu Raum, Bewegung, Stille und Natur erlebt wird. Jeder Konzertabend besteht aus drei Teilen: Zunächst wird ein musikalisches Werk in einer klassischen Konzertsituation aufgeführt. Anschließend öffnet sich der Garten als stiller Erfahrungsraum: Die Musiker*innen verteilen sich über das Gelände und lassen kurze musikalische Fragmente, Echoformen und Miniaturkonzerte zwischen Blumenbeeten, Gewächshaus, Hühnerstall und Bienenstöcken entstehen. Dazwischen entstehen bewusst Momente absoluter Ruhe, in denen die Geräusche und Atmosphären des Gartens selbst Teil des Erlebnisses werden. Das Publikum bewegt sich frei und langsam durch den Garten. Gespräche treten in den Hintergrund; Aufmerksamkeit, Präsenz und nonverbale Wahrnehmung stehen im Mittelpunkt. Licht, Wind, Gerüche, Farben und Materialien werden ebenso Teil der Erfahrung wie die Musik selbst. Kleine Reflexionsimpulse im Garten laden dazu ein, bewusster wahrzunehmen: Wie klingt Stille? Welche Geräusche gehören nur zu diesem Ort? Was verändert sich, wenn wir langsamer werden? Publikum und Musiker*innen kehren dann gemeinsam zur Hauptbühne zurück. Das Werk wird ein zweites Mal gespielt - nun mit veränderter Wahrnehmung und einer stärkeren Verbindung zwischen Musik, Raum und Erinnerung.

 Foto: ©ChamissoGarten

“unerhört! x 2” - Konzertreihe und Wahrnehmung, Ort: ChamissoGarten, Adresse: Chamissostr. 38, Termine:  Sonntag, 21. Juni: Franz Schubert - Arpeggione-Sonate, Samstag, 8. August: Antonín Dvořák - Quartett in F-Dur „Amerikanisches". Uhrzeit: jeweils 14:30 Uhr: Musikalisches Erlebnis-Abenteuer für Kinder, 18 Uhr: Abendkonzert für Erwachsene (danach ist der Garten geöffnet), Eintritt: Kinder bis 14 Jahre: 10 Euro, Erwachsenen-Begleitticket: 18 Euro, Erwachsenenticket: 28 (15) Euro, Solidarticket: 40 Euro, für Tickets und mehr hier

Montag, 22 Juni: Scene Queen

(Uwe)

Eine Welt in Pink gehüllt, frivol und laut. Hier findet zusammen, was längst zusammen gehört - – nur Männer haben das einfach noch nicht gecheckt. Wer eine Queen gerufen hat, bekommt sie auch, in diesem Fall eine echte Metal-Queen im Full-Popstar-Modus. Aus harten Riffs, Hyper Pop und weiteren Rock- Elementen entsteht bei Scene Queen ein ganz neues Genre, bimbocore. Was das heißt? Scene Queen verbindet Metalcore mit feministischen Themen und macht Kunst, die sich kompromisslos an Frauen richtet, ohne irgendwen auszuschließen.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass: 19 Uhr
Foto: Facebook Zoom

Dienstag, 23. Juni: Curtis Harding

(Uwe)

Mit seinem vierten Album „Departures & Arrivals: Adventures of Captain Curt“ nimmt Curtis Harding seine Fans mit auf eine spacige Reise durch Raum und Zeit. Dabei bedient er sich seiner gesamten Soundpalette: Sein Mix aus Soul, R&B, Funk und einer Prise Punk hat ihm längst den Ruf eines der spannendsten Künstler seiner Generation eingebracht. Die Sommer-Tour 2026 bietet die perfekte Gelegenheit, Curtis Harding erneut in Deutschland zu erleben. Fans dürfen sich auf energiegeladene Shows und eine Setlist freuen, die sowohl Klassiker als auch neue Highlights umfasst.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass: 19 Uhr 
Foto: Facebook Zoom 

Dienstag, 23. Juni: Floodlights

(Andrea)

Das ist wirklich zu schade, aber ich bin im Urlaub und werde dieses sicher wunderbare Konzert leider verpassen. Die Indie-Rock-Band Floodlights aus Melbourne spielen zuhause in ausverkauften Locations und sind jetzt in der Welt unterwegs, um mehr Menschen für ihre Musik zu begeistern. Das ist gar nicht schwer, man lauscht den ehrlichen, ungeschönten Lyrics, der eindringlichen Stimme von Leadsänger Louis Parsons, eingebettet in einen mehrstimmigen Gesang (mit Bandkollegin Sarah Hellyer) und unterlegt mit melancholischen Indie-Rock-, Post-Punk- und Folk-Sounds. Einlass 19 Uhr. 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Mittwoch, 24. Juni: Nikita Miller

(Andrea)

"Jeder Mensch verarbeitet sein Leben anders: Die einen gehen in die Kirche, die anderen ins Yoga-Retreat – Nikita Miller hat sich für den klassischen Zyklus entschieden: Schuld, Gewissen, Leid, Erlösung … und am Ende eben nicht Sühne, sondern Bühne.
Schuld. Gibt’s in jeder Familie. Aber während andere ein bisschen schlechtes Gewissen kriegen, weil sie die WhatsApp von der Oma ignoriert haben, hat Nikita gleich das Komplettpaket gewonnen. Danke, Papa.
Gewissen. Dieses Arschloch, das immer dann klingelt, wenn man schlafen will. Oder beim Therapeuten, wenn man denkt: „Alter, ich zahl hier 120 Euro die Stunde, und du fragst mich nach meiner Kindheit?“
Leid. Ja, er hat seine Mutter beerdigt, seinen Vater gehasst und sich trotzdem irgendwie durchs Leben geprügelt. Klingt traurig? Ist es auch. Aber irgendwann muss man sich entscheiden: heulen oder drüber lachen. Und Nikita lacht – laut.
Erlösung. Gibt’s nicht wirklich. Aber Mikrofon, Publikum und ehrliche Lacher kommen verdammt nah dran.
Sühne Bühne. Nix mit vergeben und vergessen. Hier wird erzählt, schonungslos, böse, befreiend komisch. Nikita Miller serviert seine Lebensgeschichte nicht als Trauerspiel, sondern als Comedy – und ja, ihr dürft dabei lachen. Laut." 
Nikita Miller ist ein in Kasachstan geborener deutscher Comedian, Kabarettist und Autor. Bekannt wurde er durch seine besondere Form der Erzählkunst: Statt klassischer Pointen-Comedy präsentiert er tiefgründige, oft melancholische, aberwitzige und authentische Geschichten aus seinem Leben, der Philosophie und der russlanddeutschen Kultur. Ausgezeichnet mit dem Kleinkuntspreis 2023. 

Batschkapp, Gwinnerstraße

Freitag, 26. Juni und Samstag, 27. Juni: The Bug is on Fire

(Martin)

Albert Garcia - Theater

Glühwürmchen flackern im Dunkeln – winzige Lichtzeichen, die in der Nacht erscheinen und plötzlich wieder verschwinden. Ihr Leuchten ist eine leise Rebellion, ein stiller Akt des Widerstands in Landschaften, in denen sie oft vergessen oder bedroht werden. Das Schicksal dieser Insekten erinnert an das von Menschen, die im Verborgenen leben. Viele Migrant*innen ohne gesicherten Aufenthaltsstaus halten Städte weltweit am Laufen, während ihre Geschichten mit jeder Welle städtischer Entwicklung verschwinden. Durch Performance, Video und Erzählung verbindet Albert Garcia in seinem neuen Stück Menschen und Glühwürmchen. 

Selbst als Kind philippinischer Arbeitsmigrant*innen in Macao geboren, hat ihn das Leben über Hongkong nach Taipeh verschlagen. Voller Empathie und analytischer Schärfe folgt er dem Leuchten der Glühwürmchen durch die Hintergassen von Macao, die verborgenen Gärten von Hongkong, die sich wandelnden Landschaften Taiwans bis an die Flussufer der Philippinen. Dabei erzählt er von den vielschichtigen Überlebensstrategien illegaler Einwander*innen in den Metropolen Ostasiens und lädt ein, genauer hinzusehen – auf das Zarte, das Gefährdete in unserer globalisierten Welt und auf die stille Kraft, zu leuchten und zu überleben.

Freitag, 26. Juni und Samstag, 27. Juni um jeweils 20.00 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Goethe-Institut Phillippinen

Freitag, 26. Juni, bis Sonntag, 28. Juni: Of/ Waggon Finale

(Andrea)

"Jetzt passierts wirklich! Wir schließen! Ende des Monats sagen wir (mal wieder) beim Abschied leise Servus – wegen der schon seeeeehr lange angekündigten Sanierung des Maindamms ( „…-deichs“ ) wird der Waggon nicht nur seine Pforten schließen müssen, nein – er kommt ganz weg! Und mit ihm das ganze Mainufer, so wie wir es kennen und lieben… Der Trend geht zur Großbaustelle! Lasst mich aber kurz spoilern: es wird weitergehen und alles wird gut! (… dazu mehr in den nächsten Wochen!). Das Abschiedswochenende beginnt heute mit einem Konzert von The Full Love Experiment (Electro-Power-Pop aus Frankfurt), morgen am Samstag, 26.6.als tosendes Finale – ist NEOANGIN, das berühmte Musikprojekt des Malers & Grafikers Jim Avignon, zu Gast. Und am Sonntag schließlich der große Abschied mit Jam-Session. Werden Taschentücher gereicht? Ich finde das auf jeden Fall mindestens erstmal schade. Foto: Valentin Popa

Waggon am Kulturgleis, Mainufer/ Isenburgerschloss, Offenbach. Nicht barrierefrei.

Samstag, 27. und Sonntag, 28. Juni: Tanzende Idioten

(Martin)

Von Thorsten Lensing mit Texten von Denis Johnson und Originalzitaten der  NASA Apollo Missionen zum Mond

Bevor sich der Vorhang zur Sommerpause im Schauspiel Frankfurt schließt, gibt’s noch ein hochkarätiges Gastspiel zu sehen, dass Ihr auf keinen Fall verpassen solltet! 

Ein Triumph. Thorsten Lensing ist zurück und mit ihm sein Star-Ensemble aus Ursina Lardi, André Jung, Sebastian Blomberg und Karin Neuhäuser. Aus Motiven des US-Schriftstellers Denis Johnson haben sie einen Abend gezaubert, der die Last der Existenz leicht werden lässt.“ nachtkritik.de

„Der Regisseur Thorsten Lensing ist eine Ausnahmeerscheinung des Theaters. Sein grandioses Stückhandelt vom Sterben einer Frau – und der Trauer ihres Katers. Je sparsamer die Theatermittel sind, die er einsetzt, desto größer ist die Aufmerksamkeit, die er erregt. (…) Jede Lensing-Premiere wird als Ereignis gefeiert. ‚Tanzende Idioten‘ dauert inklusive Pause drei Stunden, die Darstellerinnen und Darsteller haben viel Zeit, sich grandios zu entfalten – im Tragikomischen. Sterben auf der Bühne darzustellen ist immer riskant, oft wird es peinlich. So berührend wie hier gelingt es selten. Jubel im Saal.“ Die Zeit

Und Simon Strauss ist begeistert, in der FAZ, wie Sebastian Blomberg einen Kater spielt – oder zu einem wird? "Blomberg verleiht seinem Körper die Anmutung eines eingebildeten Pfotentiers, das genau weiß, wie schön und wichtig es ist. (…) Wenn es einen Sonderpreis für herausragende Tierdarstellungen gäbe, hierfür müsste er ihn bekommen."  

Darum geht’s: Goldie tut, was sie am liebsten tut: Sie baut ihr Haus um. Ihre Freude dabei ist ebenso ansteckend wie verstörend, denn Goldie ist schwer krank. Während ihr Kater auf ihr liegt und schnurrt, spricht sie das aus, was man sonst nie sagt. lötzlich klingelt es und Goldies frisch verliebter Vater steht mit seiner Geliebten vor der Tür. Vollkommen unerwartet findet sich der vor Glück beinahe platzende Vater am Sterbebett der eigenen Tochter wieder. 
Er glaubt sich am Anfang, sie weiß sich am Ende.  Im Verlauf von »Tanzende Idioten« erlebt das Publikum gemeinsam mit Goldie all das, wovon der Abschied schwerfällt: wilde Kajakfahrten, ausartende Saunabesuche, tanzende Menschen, den Geruch von frischem Holz und vergessene Erinnerungen eines Babys.

Unbedingt Tickets sichern!
Samstag, 27. Juni um 19.30 Uhr und Sonntag, 28. Juni um 18.00 Uhr: 
Tanzende Idioten von Thorsten Lensing mit Texten von Denis Johnson und Originalzitaten der NASA Apollo Missionen zum Mond
Schauspiel Frankfurt / Großes Haus
Foto: © Armin Smailovic

Samstag 27. Juni: Vocal Summer Jazz Vol. 2 - Singen macht glücklich -

(Daniela)
Ich bin heute Abend auf dem Konzert der TOTEN HOSEN, würde ich also nicht im Waldstadion singen, sänge ich vielleicht in Friedberg

Vocal Summer Jazz Vol. 2 - Singen macht glücklich -
und das Glück vom letzten Sommer ruft nach einer Vocal Summer Jazz Fortsetzung :-). Am 27.06.2026 ist es soweit! 

Ein lauer Sommerabend im Alten Hallenbad, gemeinsam eintauchen in Swing und Latinmusik. 
Good vibrations und Emotion pur, Sektchen in der Pause. Wir können es kaum erwarten! 

Das Dreamteam Jazzy Weather aus Friedberg und Bewitched aus Frankfurt mixt an einem sommerlichen Cocktail aus entspanntem Swing und heftigstem Latin-Groove, aber auch wunderschön melancholischen Jazzballaden. Ob cool oder hot, heraus kommt immer Jazzgesang vom Feinsten. 

Und auch ihr werdet diesmal wieder nicht verschont ;-). Es gibt Songs, die wir mit euch zusammen singen wollen. Das hat das letztes Jahr einfach zuviel Spaß gemacht!
Wir freuen uns mega auf euch!
Jazzy Wheather und Bewitched Sa, 27.06.2026, um 19:30, Einlass 19:00
Eintritt: 16€, ermäßigt 10€; Tickets beim Ticketshop Friedberg, www.ticket-shop-friedberg.de, Tel: 06031-15222; Leitung: Regina Klein

Donnerstag 03. - Samstag 11. Juli: Schönberg auf der Straße: „Pierrot 21 oder Mondtrunk“

(Daniela)

Dzuna Kalnina ist eine tolle Frau. Ich habe sie vor zwei Jahren mit einer Iszenierung in der Alten Seilerei erlebt. Jetzt inszeniert sie auf dem Kulturcampus:

Schönberg auf der Straße: „Pierrot 21 oder Mondtrunk“ erobert den KulturCampus
Der Außenbereich vor dem Studierendenhaus in der Mertonstraße 26 wird im Juli zur ungewöhnlichsten Bühne der Stadt. 
Mit „Pierrot 21 oder Mondtrunk“ bringt Kunst im Puls e.V. Arnold Schönberg „Pierrot Lunaire“ dorthin, wo man es garantiert nicht erwartet: mitten in den öffentlichen Raum. Die Performance ist als urbane Intervention gedacht – ein musikalischer Überraschungsmoment für alle, die zufällig vorbeikommen oder bewusst den Abend im Campus‑Hof verbringen. 

Die Idee: Schönbergs expressionistische Klangwelt trifft auf Frankfurts Sommerluft. Passant*innen werden eingeladen, nicht nur zuzuhören, sondern sich poetisch einzumischen - zwischen jeweils sieben Liedern öffnen sich Pausen, die nicht als Unterbrechung gedacht sind, sondern als Einladung: Das Publikum kann diese Momente nutzen, um eigene poetische Impulse in den Abend hineinzulegen – Worte, Bilder, spontane Gedanken. So entsteht ein offener Austausch zwischen Musik, Stadt und den Menschen, die sich auf dieses ungewöhnliche Erlebnis einlassen.

Musikalisch hochkarätig besetzt:
Robert Crowe (Gesang), Peter Kuhn (Dirigent), Joachim Enders (Klavier), Ingo Haas (Violine/Viola), Katrin Szamatulski (Flöte/Piccolo), Michael Veit (Cello), David Wolf (Klarinette)
Dazu Dzuna Kalnina (Regie), Katharina Kraatz (Kostüm), Sofia Samoylova (Foto), Günter Woog (Flyer Design), Daniel Groß (Technik)

Termine: 3., 8., 10. und 11. Juli 2026, jeweils 20 Uhr

Ort: Außengelände des Studierendenhauses in der Mertonstraße 26, 60325 Frankfurt am Main 
Bei Regen: Ausweichort Offenes Haus der Kulturen
Der Eintritt ist frei. In Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen und Vision 31 Kulturcampus gemeinsam gestalten.
Ein Projekt, das zeigt, wie lebendig, überraschend und offen diese Stadt sein kann – besonders, wenn Schönberg plötzlich um die Ecke biegt.

Dienstag, 21. Juli – Dienstag, 18. August: Summer in the City

(Martin)

Fünf Gigs und tolle Vibes im Palmengarten - Entspannt lassen sich heiße Sommerferien mit dem fein ausbalancierten Programm genießen. 

Mit diesem Höhepunkt der Konzertsaison im Künstler*innenhaus Mousonturm wird aber auch das Frankfurter Publikum gefeiert, das von vielen Künstler*innen und Bands so geschätzt wird. Also ran an die Tickets und auf in den Palmengarten! Wo sonst in der Region lässt sich ein Sommerabend klangvoller verbringen? 

Den Auftakt macht Tanita Tikaram mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus Folk, Pop und melancholischer Eleganz. 

Martin Kohlstedt verbindet akustisches Klavier mit elektronischen Klanglandschaften zu intensiven Live-Erlebnissen.  

Mit Ásgeir zieht nordische Melancholie zwischen Folk und elektronischen Sounds in den Palmengarten ein.  

Energiegeladen wird es mit Moop Mama, deren Brass, Beats und politische Haltung den Palmengarten in Bewegung versetzen.  

Zum Finale bringt Liraz ihren berauschenden Elektro-Pop mit persischen und israelischen Einflüssen nach Frankfurt – ein sommerlicher Ausklang voller Euphorie und Tanzbarkeit.

Achtung: Festivalpass buchen!

Dienstag, 21. Juli – Dienstag, 18. August – immer Dienstags im Palmengarten / Künstler*innenhaus Mousonturm

Freitag, 24. Juli, bis Sonntag, 9. August: 25. Sommerwerft

(Andrea)

Unter dem Pflaster der Strand und der Ozean beginnt in Frankfurt, die Sommerwerft feiert in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag und den Fluss. Seit ihrer Gründung hat sich das Festival von einer freien Szene-Initiative zu einem festen Bestandteil der Frankfurter Kulturlandschaft entwickelt – heute im Schatten der Europäischen Zentralbank, aber weiterhin fest am Main verankert. Auch im Jubiläumsjahr lädt die Sommerwerft zu 17 Tagen Kultur am Mainufer ein – an einem Ort, an dem Menschen seit jeher zusammenkommen, verweilen, zuhören und sich in einem offenen Raum des Austauschs und des sozialen Miteinanders begegnen. Unser Geschenk zum 25-jährigen Jubiläum: Blue Lab 2026 – The Ocean Starts… in Frankfurt! Mitten in der Sommerwerft, vom 29. Juli bis 2. August, verwandelt das Blue Lab das Mainufer in einen offenen, inklusiven Lern- und Erlebnisraum. Unter dem Motto „The Ocean Starts… in Frankfurt!“ begeben sich Besucher*innen auf eine symbolische Reise von den Quellen des Mains und des Rheins bis zur Nordsee – eine Source-to-Sea-Perspektive, die die enge Verbindung zwischen Fluss- und Ozean sichtbar macht. Das Programm folgt dem natürlichen Wasserkreislauf – von der Quelle über Flüsse und Feuchtgebiete bis hin zu Küsten, Flussmündungen und dem Ozean – und kulminiert am 2. August  an einem gemeinsamen Feiern des Wassers. Im Mittelpunkt stehen dabei die Werte Respekt, Verantwortung, Kollektivität, Demokratie und Inklusion. Ich freue mich wie jedes Jahr sehr auf diesen besonderen Ort, das gesamte Programm findet ihr auf www.sommerwerft.de 

Sommerwerft, Weseler Werft

13. bis 17. Oktober: Deutsches Jazzfestival: Von hier aus gesehen

(Daniela)

In Zeiten, in denen man sich angesichts des politischen Weltgeschehens ungläubig die Augen reibt, dankbar im noch einigermaßen vernünftig erscheinenden Europa zu leben, bietet sich ein Blick auf die Jazzlandschaft des Kontinents an. Erleben Sie an fünf Abenden ab 13. Oktober im hr-Sendesaal und bei der Clubnacht in Rhein-Main arrivierte und aufstrebende Interpretinnen und Interpreten!

Dass  ein  Festival wie  das  Frankfurter nur  Ausschnitte zeigen kann,  versteht  sich  von  selbst, ebenso  dass  das  Mutterland  des  Jazz  dabei  nicht  ausgeschlossen  werden soll.  Es  ist  mit  Myra  Melford’s  Fire  and  Water  Quintet,  der  Vibrafonistin  Sasha  Berliner  oder  der  in  den  USA  lebenden  malaysischen Bassistin  Linda  May  Han  Oh  gut  vertreten. Mit  von  der  Partie  in  Melfords  Band:  die  in  Brooklyn  ansässige deutsche  Saxofonistin  Ingrid Laubrock.   

In  der  Welt  des  Jazz  werden  Grenzen seit  jeher  am  liebsten  überschritten,  wie  man  auch  an  den  Musiker*innen  erkennt, die  in  Europa eine  Heimat  gefunden haben  und  ihre  Perspektiven  einbringen. Die  fruchtbaren  Resultate europäischer  Weltoffenheit  führt  beispielhaft  die  Band  von  Andrés  Coll  vor  Augen, in  der  sich  Musiker  aus  Marokko,  Spanien und  Polen  begegnen und  gegenseitig  inspirieren. 

Wie unterschiedlich die Auseinandersetzung europäischer Musiker*innen mit außereuropäischen Kulturen ausfallen kann, sieht man an Louis Sclavis und Naïssam Jalal, die als Gast zur österreichischen Formation Shake Stew dazukommt. Während Sclavis sich von Reiseimpressionen zu einer imaginären Folklore inspirieren lässt, hat Jalal sich intensiv mit indischer Musik beschäftigt.

Dabei  gehört  Sclavis  zu  denen,  die  aus  Jazztradition  und  einer  schwer  zu  beschreibenden  europäischen  Sensibilität  einen  eigenen  Sound  geformt  haben,  genau  wie  Christof  Lauer  oder  Émile  Parisien und natürlich  Norma  Winstone,  die  den  europäischen  Jazzgesang  stärker  geprägt  hat  als  irgendwer  sonst.  Auch  das  Schaffen  von  Nicolai  Thärichen  und  Ali  Neander  lässt  sich  in  der  Spannung  zwischen grenzüberschreitenden  Inspirationen,  europäisch  geprägter  Perspektive  und  eigenständiger  Kreativität  verorten.  

Wie  neben  diesen mehr  oder  weniger alten  Größen  eine  junge  Generation des  europäischen  Jazz  ihren  eigenen Weg  sucht,  wird  auf  diesem Festival  an  Andrés Coll,  Darius  Blair, Finn  Heine,  Elliot Galvin  und  Emma  Rawicz  sichtbar. Sie  und  Ali  Neander  sind  dieses  Jahr  die  Gäste  der  hr-Bigband. 

https://www.hr2.de/veranstaltungen/jazzfestival/deutsches-jazzfestival-von-hier-aus-gesehen---das-komplette-programm-v38,djf26_artikel_komplettes_programm-100.html

Freitag, 30. Oktober: Sportfreunde Stiller

(Andrea)

Tatsächlich war ich neulich ziemlich überrascht, als ein guter Freund vom Sportfreunde Stiller Konzert in Köln postete. Die gibt´s noch? Die sympathischen Bayern hatte ich in den letzten Jahren wirklich völlig aus den Augen verloren. Dabei gab es doch kaum zärtlichere Liebeserklärungen und schönere Komplimente, “Du bist die Antwort auf die Frage/ Gibt es reiche Tage?/ Ich spür mit dir/Hat mich das Glück im Visier”. Oder eben “Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist/ Und sichergeh'n, ob du denn dasselbe für mich fühlst”. Lieder für die Ewigkeit. Sie komponierten zur WM 2006, politisch korrekt gegen Nazis und pflegten immer das Image der netten Jungs von nebenan. Warum auch nicht und vermutlich sind die Sportis wirklich eine Gruppe, auf die sich Menschen aller Altersgruppen gut verständigen können. Sonst gäbe es auch sicher die aktuelle ARD-Doku nicht. “30 wunderbaren Jahre Tour” erzählt von Auftritten in dunklen Kellerräumen vor drei Neugierigen bis zu mit zehntausend Beseelten gefüllten Hallen. Von speziellen Eigenheiten wie WM-Hits, MTV-Unpluggeds, horizonterweiternden Videodrehs, Schallplatten aus Holz/Gold/und Platin, Lesetouren in Opernhäusern bis zum „ganz normalen“ Irrsinn einer Band samt unvergesslicher Tourneen in den Armen der besten Crew of the Universe. Von Vorband sein von Foo Fighters, Green Day und Grönemeyer bis zu Vorbands wie Ash, Nada Surf, Franz Ferdinand und Kaiser Chiefs. Alles dabei", erinnert sich Flo. Ich freue mich auf den Abend zum Mitsingen und mit viel positiver Energie. 

Jahrhunderthalle Höchst, Pfaffenwiese 

AUSSTELLUNGEN - BEREITS ANGEKÜNDIGT, LAUFEN ABER NOCH EINE WEILE

Noch bis Donnerstag, 18. Juni: Ausstellung Julia Roppel auf der Frankfurter KunstSäule

(Petra)

Auch mein Lieblingsformat macht beim World Design Capital (WDC) 2026 mit: Design stärkt Demokratie, und Demokratie braucht Design. WDC 2026 ist ein gesellschaftspolitisches Projekt, das eine regionale Identität hat, aber internationale Strahlkraft aussenden möchte, um das Morgen besser zu gestalten. Die KunstSäule blickt dafür mit Julia Roppel zurück auf eine Ikone der Frankfurter Gestaltung. Nachdem im vergangenen Jahr die Frankfurter Küche und die Neue Sachlichkeit anlässlich 100 Jahre Neues Frankfurt im Mittelpunkt standen, rückt Roppel den Fokus ganz auf den Frankfurter Stuhl. Der wurde vor rund 90 Jahren entwickelt und steht für eine nachhaltige Verbesserung des Alltags in hoher Qualität. Mit ihrem Frankfurter Atelierstuhl, der Spuren ihrer Werke trägt, experimentiert die Künstlerin gerne: Der Stuhl dient nicht nur als Sitzgelegenheit, sondern auch als Leiterersatz – und war sogar schon Teil von Installationen. Pina Bausch gab in ihrem weltberühmten Tanztheater einem Frankfurter Stuhl eine „Rolle“, auf ihm wurde getanzt bzw. er tanzte auch selbst durch die Luft. Entsprechend ist die Arbeit von Roppel an der Säule keine statische Referenz, sondern ein dynamisches Bild mit einigen wie hingepurzelten Frankfurter Stühlen. Als Malgrund diente ihr eine Doppelseite der Frankfurter Kunstzeitung Montez Express.

Work with me, play with me – der Frankfurter Stuhl, Ausstellung von Julia Roppel, Ort:Frankfurter KunstSäule, Adresse: Brückenstraße / Ecke Gutzkowstraße, Uhrzeit: ab 19 Uhr (Öffnungszeiten: 24/7), Eintritt: frei, Einführung: Florian Koch, Grußwort Barbara Lersch (Programmdirektorin WDC 2026), mit Musik von The Ukulear Family, Ukulele Sound, barrierefrei

Noch bis 05. Juli: Monets Küste - Die Entdeckung von Étretat

(Martin)

Diese Ausstellung ist ein MUST SEE! 
Ein Küstenort wird zum Mythos – und fasziniert bis heute. Die Felsen von Étretat, in der Normandie an der Atlantikküste gelegen, zogen im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler in ihren Bann. Auch Claude Monet war von der einzigartigen Steilküste mit ihren drei Felsentoren derart fasziniert, dass er ihr etliche Gemälde widmete. Das Städel Museum präsentiert eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung des einstigen Fischerdorfes Étretat und den Einfluss des Ortes auf die Malerei der Moderne.

hessenschau.de schreibt: „Die verschiedenen künstlerischen Annäherungen an diesen einzigartigen Ort über rund 200 Jahre zeigt die Ausstellung in faszinierend gestalteten Räumen und Gegenüberstellungen. Gleichzeitig beleuchtet sie den sozialen Wandel des einstigen Fischerdorfs zum Badeort und zum Sehnsuchtsort der Pariser Künstler. Und sie zeigt, wie der Mythos in der Literatur, der Fotografie und sogar in der Netflix-Serie "Lupin" bis heute fortlebt.“

Bis 5. Juli (Dienstag, Mittwoch, Freitag – Sonntag 10.00-18.00 Uhr; Donnerstag 10.00-21.00 Uhr): Monets Küste - Die Entdeckung von Étretat
Städel Museum
Foto: Ausstellungsansicht Städel Museum © Norbert Miguletz

Noch bis Sonntag, 05. Juli: Ausstellung - New Neues Frankfurt – Musterhaus für eine bessere Zukunft im ernst-may-haus

(Petra)

Anlässlich des einhundertjährigen Jubiläums initiierte Studio Jonathan Radetz in Kooperation mit der ernst-may-gesellschaft e.V. das Projekt „New Neues Frankfurt”, um damalige Konzepte zum suffizienten Wohnen auf kleinen Grundrissen zu untersuchen und anhand des ernst-may-musterhauses (mayhaus), welches als temporäres Designlabor fungierte, auf die heutige Zeit zu übertragen. Im Designlabor im mayhaus haben sie in den vergangenen Monaten Entwürfe für das Wohnen auf kleinem Raum entwickelt. Da kleine Grundrisse, wie die des mayhauses, durchdachte Möbel- und Einbaulösungen benötigen, wurde an Entwürfen gearbeitet, die unterschiedliche Einkommensgruppen ansprechen und heutige Bedürfnisse berücksichtigen sollen. Auf dem ernst-may-fest im letzten Sommer konnten alle Gäste an der Verlosung von zwei Wochenenden „Probewohnen“ im Frühjahr 2026 teilnehmen (ich bin etwas neidisch, hätte zu gerne auch mal probegewohnt), und ich hoffe, die Gewinner*innen konnten tolle Erfahrungen dort sammeln: Im Sinne eines partizipativen Gestaltungsansatzes sollten so die ersten Prototypen im Alltag getestet werden. Nun sind die neuen Möbel in einer Ausstellung im mayhaus zu sehen, die wir alle anschauen können. Und das mayhaus selbst finde ich ohnehin immer wieder sehenswert.

©Jonathan Radetz

New Neues Frankfurt – Musterhaus für eine bessere Zukunft - Ausstellung, Ort: ernst-may-haus, Adresse: Im Burgfeld 136, Öffnungszeiten: dienstags bis donnerstags 11 - 16 Uhr, samstags - sonntags 12 - 17 Uhr, Eintritt: frei

Noch bis 16. Juli: Die Nazis waren ja nicht einfach weg

(Andrea)

Nachdem ich neulich “Gedenken neu denken” von Susanne Siegert gelesen habe, bin ich nochmal neu aktiv geworden und habe einen Antrag beim Bundesarchiv gestellt. Dass mein einer Opa Soze war, weiß ich und das wird sich hoffentlich bestätigen, aber was ist mit dem anderen? War der wirklich der Nazi für den ich ihn halte? “Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945” im Kommunikationsmuseum schaue ich mir also auf jeden Fall an. 
"Vor 80 Jahren, am Ende des Zweiten Weltkriegs, lag Europa in Trümmern. Das NS-Regime hatte Millionen von Menschen verfolgt und ermordet sowie große Teile des europäischen Kontinents verwüstet und ausgeraubt. Nach 1945 taten sich die Deutschen schwer mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Die meisten verdrängten ihre Verantwortung und schwiegen über das Geschehene. Erst allmählich wandelte sich der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus, in Ost- und Westdeutschland auf unterschiedliche Weise.
Die Ausstellung des Schulmuseums der Universität Erlangen-Nürnberg thematisiert diesen Prozess und stellt die Frage, wie wir uns zukünftig an die NS-Geschichte erinnern wollen. Sie wurde zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland entwickelt und richtet sich insbesondere an junge Menschen. Die Ausstellung greift die Perspektive von Kindern und Jugendlichen verschiedener Epochen auf. Sie thematisiert die Situation der Überlebenden der Verfolgung sowie der vormaligen Täter und Mitläufer aber auch deren Nachkommen. 

Museum für Kommunikation, Schaumainkai

bis 16. August: OF/ Powerful textures

(Andrea)

Die Eröffnung am 9. Mai ist unserer eigenen Party zum Opfer gefallen. Aber das soll die Ausstellung nicht mindern. Überhaupt schaffen es Dorothea und ihr Team immer, vermeindlich angestaubte Themen wie Schriftgestaltung und Typographie in neue spannende Zusammenhänge zu bringen. So auch jetzt mit der aktuellen Ausstellung “Powerful Textures. Sprache in Textil”, die den Blick für Verwobenes und Textiles schärft: "In der Textilgeschichte spielen Wandteppiche und textile Arbeiten im Raum häufig eine Rolle in der Vergewisserung von Werten und Identität. Den Grundstock der einzigartigen Sammlung moderner Schrifttapisserien des Klingspor Museums bilden die Arbeiten Rudolf Kochs und seiner Studierenden, die um 1925 in Offenbach entstanden. Ankäufe, Schenkungen und Auftragsarbeiten erweiterten die Kollektion, die nun erstmals im Kontext zeitgenössischer Arbeiten gezeigt wird. Da sich Textilkunst häufig mit weiblicher Arbeit assoziiert, wird textile Schrift zunehmend stark in aktivistischen und feministischen Kontexten genutzt. In zeitgenössischen Arbeiten verweben sich persönliche Geschichten mit Politik und Gesellschaftskritik. Hier ergänzen Leihgaben internationaler Künstler*innen die Ausstellung. Mit Kunstwerken von Melina Braß, Daria Goncharova, Katya Dimova, Barbara Habermann, Sandra Heinz, Karlgeorg Hoefer, Anna Horváth, Eta Ingham Lawrie, Monika Jäger, Ems Kadenz, Kani Kamil, Rudolf Koch, Eike König, Lise Linnert, Petra Ober, Werner Poeschel, Allan Porter, Helga Portig-Sitka, Herbert Post, Fritz Riedl, Erin M. Riley, Maureen Ritter, Dieter Roth, Hans Schmidt, Vreni Spieser, Johanna Natalie Wintsch, Berthold Wolpe. 

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Noch bis Sonntag, 06. September: Multispezies Members Club. – Ausstellung im Museum Giersch

(Petra)

Wie kann eine technologisierte Gesellschaft auf Fürsorge und Teilhabe statt auf Konkurrenz bauen? – diese Frage steht im Zentrum des Multispezies Members Club im Rahmen der World Design Capital 2026. Die Ausstellung entwirft ein zukunftsweisendes Modell des Zusammenlebens, in dem Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen gleichberechtigt agieren. Besucher*innen sind eingeladen, Fürsorge, Kooperation und Teilhabe nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben, und zu reflektieren, wie Technologie Kommunikation zwischen unterschiedlichen Spezies ermöglichen kann. Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich, dass Technik nicht neutral ist: Sie verbraucht Ressourcen, kann bestehende Machtverhältnisse verstärken und stößt dort an Grenzen, wo natürliche Systeme zu komplex sind, um sie vollständig zu steuern. Die Highlights der Ausstellung sind interaktiv und vielseitig: Andreas Greiners neu entstandene Installation Garden Protocol verbindet Pflanzen auf dem Balkon, 1 Menschen und technische Systeme über Wasser als gemeinsame Ressource und fungiert als lebendiges Versuchsfeld für neue Formen des Zusammenwirkens von Natur und Technologie. Greiner agiert dabei sowohl als Künstler als auch als Kurator der Ausstellung, gemeinsam mit Ina Neddermeyer und Susanne Wartenberg. Im Multispezies Café knüpft er an die Tradition des Salons an und bringt aktuelle Diskurse über Künstliche Intelligenz in den Raum, während im Klangkunstwerk Conspiracy Theory (2023) drei KI-Systeme – Grok, DeepSeek und Mistral – in einen Trialog treten und globale Machtverhältnisse sowie politische und gesellschaftliche Modelle reflektieren. Weitere künstlerische Positionen hinterfragen die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Technologie auf vielfältige Weise. Aktivistisch und interaktiv ist Tree and Rockets Truth Gate (2026), das Besucher*innen über umgebaute Arcade-Spielautomaten in die Analyse und Korrektur von Online-Inhalten einbindet. Auch der Museumsgarten wird Teil des Multispezies-Clubs: Mit der Klanginstallation What do birds tweet about? (2025, Neukonzeption 2026, Baltic Raw Org) werden Vogelstimmen in kurze Textfragmente übersetzt und als eigenständige, nichtmenschliche Stimme erfahrbar. Beiträge von Künstler*innen – darunter auch Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der HfG Offenbach, die im Rahmen eines Open Calls ausgewählt wurden – eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Künstliche Intelligenz, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung. Wissenschaftler:innen der Goethe Universität Frankfurt ergänzen das Programm mit Perspektiven aus der KI Forschung, Bioinformatik, Kunstpädagogik, Anthropologie sowie Erziehungs-, Kultur- und Literaturwissenschaften. Die Ausstellung verbindet Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit und lädt dazu ein, über ein mehr-als-menschliches Zusammenleben nachzudenken sowie die Möglichkeiten und Grenzen algorithmischer Prozesse kritisch zu reflektieren.

Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni, beteiligte Künstler*innen und Wissenschaftler*innen: allapopp, Baltic Raw Org (Móka Farkas & Berndt Jasper), Literaturwissenschaftler Roland Borgards, Erziehungswissenschaftlerin Juliane Engel, Anthropologe Steven Gonzalez Monserrate, Kulturantropologin Katharina Graf, Andreas Greiner, Dženeta Hodžić, David Kuhn & Markus Rauchecker, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Anne Duk Hee Jordan, Laleh Khabbazy Oskouei & Farhang Rafiee, Nadine Kolodziey, Kunstpädagogin Verena Kuni, Biophysikerin Franziska Matthäus, Xenia Snow, terra0 (Paul Kolling & Paul Seidler), Tree and Rocket, Medienpädagoge Dan Verständig, ZK/U Proxylab, Vernissage: 18 Uhr (Eintritt frei), mit Grußworten aus Kultur und Wissenschaft sowie dazu ab 20 Uhr live Beats von den Frankfurter DJs JUCI VISION, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, Eintritt: 7 (5) Euro, weitere Infos gibt's hier 

Bis Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Noch bis 18. Oktober: „Suburbia. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise“

(Andrea)

Wer bei “Träumen vom Eigenheim” an Wüstenrot und Bausparverträge denkt, liegt nicht ganz falsch. Witzigerweise habe ich die Ausstellung des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona ebenda bereits gesehen und war so begeistert, dass ich mir sogar den Katalog (in englisch und spanisch!) gekauft habe. In Frankfurt scheint die Ausstellung inhaltlich erweitert, weshalb ich mir den Teil sicher noch anschauen werde. "Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht  ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohn fläche verbindet."

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Noch bis Montag, 30. November: DRAC - ein Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination am Instituto Cervantes

(Petra)

Im Garten des Instituto Cervantes Frankfurt installiert und im Rahmen der WDC 2026 präsentiert, beherbergt der Pavillon ein Programm öffentlicher Veranstaltungen und lädt Besucher:innen ein, Architektur, Kreativität und Kultur in einem gemeinsamen öffentlichen Raum zu erleben. Die Installation lädt das Publikum dazu ein, sie zu durchschreiten, zu erleben oder einfach zu betrachten, und dient zugleich als Ort für kulturelle Veranstaltungen. Als Referenz dient der Drache am Eingang des Park Güell in Barcelona, anlässlich des 100. Todestages des katalanischen Architekten. Die Struktur wurde vom Architekten José Ramón Tramoyeres entworfen und von Designer Manolo García realisiert. Es folgt den Prinzipien des europäischen Programms New European Bauhaus: Schönheit, Nachhaltigkeit und Inklusion. Seine modulare Struktur aus Holz und Keramik ermöglicht es, den Ort zu transformieren, ohne ihn dauerhaft zu verändern, und dient als Plattform für kulturelle Aktivitäten. Das Projekt fungiert zugleich als Plattform für den Austausch zwischen Spanien und Deutschland im internationalen Programm der WDC 2026 und stellt Perspektiven aus der spanischen Kunst- und Kulturlandschaft vor. Im Foyer des Instituto Cervantes ergänzt eine speziell konzipierte Ausstellung die Installation. Sie beleuchtet die künstlerischen und technischen Traditionen, die der Skulptur zugrunde liegen. Inspiriert von Gaudís Bauweise kombiniert die Arbeit: Keramikelemente aus hochwertiger Produktion in Valencia; eine innere Struktur aus dampfgebogenen Holzstäben „Vareta“-Technik, vergleichbar mit Methoden aus dem Bau valencianischer Fallas oder historischer Großkonstruktionen. Ein dokumentarisches Making-of-Video zeigt zudem den gesamten Entstehungsprozess – von den ersten Entwürfen bis zur Installation.

Abbildung: © José Ramon Tramoyeres & Manolo García

DRAC - Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination, Ort: Instituto Cervantes, Adresse: Staufenstraße 1, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: montags-donnerstags 9 bis 18 Uhr, freitags 9 bis 15, Uhr, Zugang zum Garten über den Haupteingang des Instituto Cervantes, Kulturprogramm und weiteres Programm (ggf. kostenpflichtig) während der Laufzeit findet Ihr hier 

Bis Donnerstag, 03. Dezember: Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe im 2. OG Dondorf-Druckerei

(Petra)

Die Reihe „Jenseits von Privateigentum“ fragt nach Alternativen zu Eigentum als zentralem Prinzip von Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts von Wohnungsnot, Klimakrise und autoritären Entwicklungen rückt die Eigentumsfrage neu ins Zentrum. Welche Formen von Commons, Vergesellschaftung und Gemeineigentum sind möglich – und wie lassen sie sich praktisch durchsetzen? Die Veranstaltungen verbinden wissenschaftliche Analyse mit aktivistischer Praxis. Sie richten sich an Studierende, Initiativen und eine interessierte Öffentlichkeit. Im Fokus stehen konkrete Beispiele, politische Strategien und theoretische Perspektiven. Der Veranstaltungsort – die Dondorf-Druckerei auf dem Campus Bockenheim – ist selbst Teil dieser Auseinandersetzung: ein kollektiv erkämpfter und genutzter Raum. Die Themen umfassen zahlreiche wichtige Aspekte, sie reichen vom Auftakt mit “Shoppingmalls zu Sorgezentren" mit Birgit Wend am 23. April über “Privateigentum und rechte Ideologie” mit Sabine Nuss im Oktober bis hin zum Thema ”Stadtbodenstiftung" (eins der Themen, die mir besonders am Herzen liegen) mit Sabine Horwitz am 03. Dezember.

Grafik: Website Offenes Haus der Kulturen

Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe, in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen, dem Verein Aelita und dem Institut für Humangeographie der Goethe-Universität, Ort: 2. OG der Dondorf-Druckerei, Adresse: Gabriel-Reisser-Weg 3 (Schirn Kunsthalle), komplette Veranstaltungstermine und -themen sowie weitere Infos findet Ihr hier, Eintritt: frei

Noch bis Sonntag, 17. Januar 2027: Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“ im Städel-Museum

(Petra)

Diesen Tipp würdet Ihr ohne einen “Lieblings-Paparazzi” dieser Stadt, Bernd Kammerer, nicht lesen: er hat mir das Foto zur Ausstellungseröffnung geschickt - und mich erst so richtig neugierig gemacht. Ich habe das Städel – offen gesagt- in letzter Zeit weniger oft im Blick, weil sie dort einen super Job machen mit großen Ausstellungserfolgen, mir persönlich ist es mitunter „too much“. Aber diese neue Ausstellung hört sich total spannend an: Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven. So empfehle ich sie Euch sehr gerne (auch wenn der Eintrittspreis schon ordentlich ist)!

Foto:Elmgreen&Dragset©Bernd Kammerer

Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“, Ort: Städel-Museum, Adresse, Schaumainkai 63, Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 21 Uhr, Eintritt: 19 (17) Euro, Tickets gibt es online hier

Powered by TYPO3 and luxletter, supported by jweiland.net.

Du erhältst diesen regelmäßigen Newsletter, da Du Danielas Ausgehtipps abonniert hast.


Datenschutzerklärung

DANIELA CAPPELLUTI - JAKOB-CARL-JUNIOR-STRASSE 14 - 60316 FRANKFURT