05.06.-11.06.2026

Endlich wieder raus!

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Was habe ich in den letzten zwei Wochen alles verpasst! Draußen schönstes Wetter und Sonnenschein und ich lag mit einer hartnäckigen Erkältung flach (die ich mit fernsehen, lesen und Ausgehtipps schreiben verbracht habe). Durch die Kunstansichten habe ich mich in homoöpathischen Dosen bewegt, immerhin Kommune 2010, Alte Wäscherei und Eisfabrik an einem Tag und ein bisschen Nordend am anderen Tag geschafft. Gerne hätte ich auch etwas mit nach Hause genommen, aber bei Ute Jeutter konnte ich mich mal wieder nicht entscheiden, weil ich alle ihre Bilder toll finde. Ähnlich auch bei Rene Spalek oder den Arbeiten von Renata Kos. Auch ein Bild von Georgia Wilhelm hätte ich gerne an der Wand. Kurzum: Ich brauche Geld, mehr Platz und mehr Entscheidungsfreude und dann war es vielleicht doch ganz gut, nicht noch mehr gesehen zu haben (weil nicht aufgezählt von meiner Wunschliste sind jetzt To Kühne und Simone van de Loo, von der ich gerne das “Windige Eck” haben möchte sowie einige andere). Verpasst habe ich leider auch den Offenbach am Meer-Plattenauflegeabend im radraum, Soulfood und vieles andere mehr.
Aber jetzt melden sich die Lebensgeister wieder und ich freue mich endlich wieder Fahrrad zu fahren, auf das Kurkonzert am Samstag im Dreieichpark, die Präsentation der neuen Kulturmeile im Jüdischen Museum ("Mishpoka" will ich mir auch noch unbedingt ansehen), Sonntag will ich in die Parksidestudios und vor- oder nachher noch gemütlich im Hafen 2 rumsitzen, Mittwoch ist so viel, das entscheide ich spontan, Donnerstag seht ihr mich bei The Last Internationale im Nachtleben und am nächsten Samstag auf jeden Fall bei Shantel beim MainWeltMusikFestival im Innenhof des Büsingpalais (Bild: @isaak_papadopoulos). 

Bleibt gesund!

Andrea 

für das tolle Ausgehtipps-Team Daniela, Uwe, Martin, Petra und Erik

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps seit Mai 2026. Ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen. Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Martin)

2 x 2 Tickets für das Konzert am Sonntag, 7. Juni für “unerhört x 2” um 18.00 Uhr im ChamissoGarten.

Frage: Wer war Chamisso?

Wenn Ihr gewinnen möchtet, schreibt bitte die Antwort per E-Mail mit “Chamisso” im Betreff an Martin

ZU GEWINNEN (Martin)

2 x 2 Tickets für Samstag, 13. Juni  “Toil / Sheena McGrandles and Friends”, Tanz im Künstler*innenhaus Mousonturm.

Frage: Wie heißt das Festival des Mousonturms im Palmengarten?

Wenn Ihr gewinnen möchtet, schreibt bitte die Antwort per E-Mail mit “Toil” im Betreff an Martin

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
1 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von The Last Internationale am Donnerstag, 11. Juni im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Worum geht es im Circle Cube? 

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Queensrÿche am Mittwoch, 17. Juni. Die Gewinnfrage lautet: Seit wann ist die AU besetzt?

MUSIK: Italien

(Uwe)

Als Kind bin ich mit meinen Eltern und meinen Geschwistern fast immer in den Norden gefahren. An den Ostseestrand oder auf einen Bauernhof am See in der Nähe von Plön. Da komme ich nun überhaupt nicht mehr hin, denn es zieht mich und uns zunehmenden in den Süden. Obwohl ich vom Gemüt und der Witterung eher in den Norden passe.

Mit Italienern hatte ich es schon zu tun, bevor ich Daniela traf. Schon immer, weil das keine große Kunst gewesen in Goddelau, wo sich Arbeiter aus Apulien, Kalabrien, Sizilien oder Kampanien ansiedelten und Wurzeln schlugen. Diese Wurzeln wurden meine Freunde, die Vitos oder Marios, denen ich in Kindergarten oder Grundschule begegnete, vor mehr als fünfzig Jahren. Sie hatten einen erheblichen Einfluss auf mein Leben und haben ihn teilweise bis heute, wenn ich insbesondere an einen der Marios denke. Mit ihm war ich im Alter von 22 Jahren zum ersten Mal in Italien. Mit einem weiteren Freund fuhren wir in dessen weißen Kadett C Kombi, der uns im Vorjahr schon halbwegs sicher durch den Süden Frankreichs beförderte, nach Perugia und ans Meer. Ich trank erstmals einen Espresso, tappte in einige sprachliche Fallen, verliebte mich aber in die Schönheit, unvergleichliche Schönheit, die man überall in Italien findet, vom Süden Siziliens bis hoch nach Como.

Dieses Mal fahren wir mit Freunden direkt runter in den Absatz, nicht hinein, eigentlich reisen wir in die Sohle, die auf dem Absatz klebt, so nahe am Meer. Wir freuen uns auf Lecce, Otranto, diverse Strände, leichtes italienisches Bier am Abend, Aperitivo, Cena, kiloweise Eis … Das alles steht uns bevor. Und natürlich diese wunderbare italienische Musik, eine Mischung aus Liedermacher, Pop, Rock und teilweise Schlager, der irgendwie nie peinlich wird. Hier zehn Lieblingslieder, maximal eins pro Künstler. Viele davon sind ruhig, aber in der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft (wenn nur die Lieder nicht so lange Titel hätten).

1. A te von Jovanotti
2. Ci vuole un fisico bestiale von Luca Carboni
3. Tre Cose von Malika Ayane
4. Dentro la tasca di un quanlunque mattino von Gianmaria Testa
5. Il Regalo piu grande von Tiziano Ferro
6. Piccola stella senza cielo von Ligabue
7. La sera dei miracoli von Lucio Dalla
8. Il moi girono piu bello nel mondo von Francesco Renga
9. Sally von Vasco Rossi
10. Gli Ostacoli del cuore von Elisa

Bis Sonntag, 14. Juni: Of/ WDC-Pavillon

(Andrea)

Bisher ist der WDC hier kaum wahrnehmbar, das ändert sich spätestens jetzt. Noch bis Sonntag, 14. Juni steht der WDC-Pavillon mitten in die City auf den Aliceplatz. Ein paar Highlights aus dem Programm am Pavillon bekommt Ihr hier:

  • Inklusive Stadtführung, 07.06., 10:00 Uhr: Stadtführung in einfacher Sprache in Offenbach. Lernt Offenbach besser kennen!
  • Digitale Welten-Workshop, 07.06., 14:00 Uhr: Im Workshop lernt Ihr auf eine spielerische und kreative Weise etwas über Raumfahrt und Nachhaltigkeit. Ihr erfahrt spannende Fakten über das Weltall. Gleichzeitig denkt Ihr darüber nach, welche Probleme entstehen können, wenn Menschen immer mehr Dinge ins All schicken. Außerdem könnt Ihr selbst etwas praktisch gestalten und ausprobieren.
  • Fahrrad-Workshop, 13.06., 14:00 Uhr: Schraube locker, Bremse quietscht oder Reifen platt? Der radraum zeigt Euch, wie Ihr Euren Drahtesel wieder fit bekommt. Kommt mit Eurem Fahrrad vorbei.

Das waren nur die Highlights, ein Blick ins Programm lohnt sich also sehr. www.offenbach.de/wdc

WDC-Pavillon, Aliceplatz, Offenbach

Bis Sonntag 14. Juni: Barock am Main spielt: Die Schule der Frauen

(Daniela)

Oh man, schon wieder kann ich nicht zu BAROCK AM MAIN. Wie im vergangenen Jahr spielen sie wieder auf dem Gelände der Westcoast und das ist super schön. Ich hätte so gerne wieder ein Stück von ihnen gesehen. Michael Quast hat großartige Schauspieler:innen engagiert: Alexander J. Beck, Pirkko Cremer, Jochen Döring, Rainer Ewerrien und Ulrike Kinbach und Katja Reich ist wieder für das großartige Maskenbild verantwortlich. Das wird bestimmt super toll!

Die Schule der Frauen
Komödie von Wolfgang Deichsel nach Molière in hessischer Mundart

Der reiche Bürger Arnold hat die fixe Idee, sich eine ideale Ehefrau zu erschaffen. Zu diesem Zweck lässt er das Mädchen Agnes in der Obhut eines einfältigen Dienerpaares aufziehen, unberührt von Bildung und allen weltlichen Einflüssen. Horazius, der Sohn eines Geschäftsfreundes von Arnold, kommt in die Stadt und verliebt sich in ein Mädchen, das von einem alten Sonderling streng bewacht wird. Das Mädchen ist Agnes. Horazius vertraut sich Arnold als seinem väterlichen Freund an, und Arnold, der sich Horazius gegenüber nicht offenbaren kann, muss durch die brühwarmen Berichte des jungen Mannes über dessen Fortschritte bei Agnes durch alle Höllen der Eifersucht gehen. Sein Weltbild gerät ins Wanken: „Warum setzt mein Verstand, durch den ich reich bin, bei diesem Unternehmen aus?“ Verzweifelt kämpft Arnold für seinen absurden Lebenstraum, doch die vorsätzlich dumm gehaltene Agnes erweist sich als erstaunlich gewitzt.

Wolfgang Deichsels geniale Übertragung des Klassikers Molière ins Hessische bringt die Figuren ganz nah an uns heran. Der Kontrast zwischen Mundart und strengem Versmaß ist eine explosive Mischung, die das Vergnügen an dieser Komödie noch einmal steigert.
Veranstaltungsdauer: ca. 2 Stunden (inklusive Pause)

Tickets und weitere Infos: https://www.barock-am-main.com/programm/die-schule-der-frauen

©Andreas-Malkmus

Bis Sonntag 07. Juni: Nippon Connection Filmfestivals 

(Daniela)

Der Vorhang für die 26. Ausgabe des Nippon Connection Filmfestivals lüftet sich und gibt einen ersten Blick auf das diesjährige Programm frei. Vom 2. bis 7. Juni 2026 werden in Frankfurt am Main an 13 Locations über 130 Kurz- und Langfilme aus Japan zu sehen sein, von aktuellen Kinohits und kreativen Animationsfilmen bis zu Independentproduktionen junger Regietalente. Der diesjährige Themenschwerpunkt Shades of Reality – Between Truth and Fiction widmet sich dem Spannungsfeld zwischen Inszenierung und Wirklichkeit. Das prall gefüllte Rahmenprogramm mit rund 80 Workshops, Vorträgen, Performances und Konzerten sowie ein japanischer Markt laden an sechs Tagen dazu ein, die japanische Kultur aus einer neuen Perspektive zu erleben.

Nippon Connection präsentiert die aktuellsten Werke renommierter Filmemacher*innen, wie etwa das preisgekrönte Drama Two Seasons, Two Strangers von Sho Miyake, den von Regisseur Baku Kinoshita persönlich präsentierten Animationsfilm The Last Blossom oder die Deutschlandpremiere des spannenden Thrillers SAI: disaster von Yutaro Seki und Kentaro Hirase. Besonders stark sind dieses Jahr Dokumentarfilme im Programm vertreten. In Anwesenheit der Regisseurin Miwa Yoshimine feiert das Künstlerportrait ZEN & EROS über den japanischen Maler Morio Matsui beim Festival seine Weltpremiere.

Eröffnet wird das Nippon Connection Filmfestival am 2. Juni mit der Deutschlandpremiere des Dramas FUJIKO von Taichi Kimura, das auf mitreißende Weise den Weg einer alleinerziehenden Mutter zur Selbstbestimmung erzählt. Auch in TOKYO TAXI, dem Abschlussfilm des Festivals, steht eine starke weibliche Protagonistin im Zentrum, die sich gegen die patriarchale Gesellschaft im Japan der Nachkriegszeit behauptet. Das bewegende Drama ist der 91. Film von Regielegende Yoji Yamada.

Viele Filme feiern während der sechs Festivaltage ihre Premiere in Anwesenheit der Filmschaffenden. Ehrengast ist Schauspielerin Anna Yamada, die mit dem Nippon Rising Star Award ausgezeichnet wird. Der Preis wird von KYOCERA Document Solutions Deutschland präsentiert. Darüber hinaus wird in Kooperation mit Wacom erstmals der Nippon Animation Shorts Award an junge Kreativtalente der japanischen Animationsfilmszene vergeben.

Das Rahmenprogramm ist in diesem Jahr so umfangreich wie nie: Neben Kochkursen und Workshops zu traditionellen Themen wie Kalligraphie, Schwertkampf und japanischer Tanz wird es auch Angebote für Manga- und Videospiel-Fans geben. Genreübergreifende Konzerte und Performances präsentieren zudem die Vielfalt der japanischen Musik- und Kunstszene.  

Die beiden Festivalzentren Künstler*innenhaus Mousonturm undProduktionshaus NAXOS laden dazu ein, in die Welt Japans einzutauchen. Auf dem Festivalgelände können Besucher*innen kostenlos den japanischen Markt mit Kunsthandwerks- und Essensständen erkunden oder Open-Air-Events besuchen. 

Das komplette Festivalprogramm und Tickets sind ab dem 9. Mai 2026 auf der Festival-Website NipponConnection.com verfügbar. 

Bis Sonntag 07. Juni: Festival „Science Utopias“ im Palmengarten

(Daniela)

Das interdisziplinäre Festival „Science Utopias“ lädt vom 4. - 7. Juni dazu ein, Wissenschaft neu zu erleben und aktiv mitzugestalten. Das Festival findet im Palmengarten im Rahmen der Rosenschau (28. Mai bis 7. Juni) statt und rückt kreative und innovative Formen der Wissenschaftsvermittlung in den Mittelpunkt.
Eröffnet wird das Festival mit einer Revue zur Geschichte der Palme. Performances, Shows, Gespräche, Führungen und Workshops eröffnen an den vier Festivaltagen neue Perspektiven auf Wissenschaft. Das Publikum, von Kindern über Jugendliche bis Erwachsene, ist ausdrücklich eingeladen, Wissenschaft aktiv mitzugestalten. Besondere Formate wie ein Klima-Winetasting oder die Botanische Bar machen Wissenschaft sinnlich und mit Spaß erfahrbar. 

Ein besonderes Highlight ist der „Markt der Möglichkeiten“ am Festivalsonntag, auf dem zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen und Akteur:innen aus der Region ihre Arbeit vorstellen, mit Informationsständen, Mitmachaktionen und Raum für Austausch. 

Einen Überblick über das komplette Programm findet ihr hier: Palmengarten Programm Science Utopias

Freitag, 5. Juni. bis Montag, 15. Juni: Of/ Open Design Week

(Andrea)

Dass in Offenbach immer noch viele Künstlerinnen und Künstler beheimatet sind, haben die Kunstansichten am vergangenen Wochenende eindrucksvoll gezeigt. Dass es darüber hinaus eine lebendige Kreativszene gibt,  zeigt die "Open – Design Week" im Rahmen des WDC2026, bei der Agenturen, Unternehmen, Institutionen und Studios ihre Türen öffnen. Es gibt Talks, Filmprogramme, Architekturführungen, Workshops, Konferenzen, Stadtspaziergänge und Community-Events, die, passend zum WDC-Motto “Design for Democracy. Atmospheres for a better life” zeigen, wie Design die gesellschaftlichen Entwicklungen prägt. 
Mit dabei ist unter anderem der Circle Cube in der Hafenallee 61, der vom 9. bis 11. Juni jeweils von 10 bis 18 Uhr öffnet. Ich finde das ein ziemlich spannendes Projekt, geht es doch darum, Baumaterialen möglichst nachhaltig einzusetzen bzw. Bauschutt in seine einzelnenen Bestandteile zerlegt wieder zu nutzen. Grob gesagt, besser können es sicher die Macher erklären. Dazu gibt es am 11. Juni die Möglichkeit, von 15 bis 18 Uhr “Digitalität, Materialität, Entwurf: Wie Design die zirkuläre Baupraxis beeinflusst”. Oder am 10. Juni, gibt madhat in der Ludwigstraße 182 Einblick in die Arbeitswelt des Studios, in der Prototyping und technisches Experimentieren zentrale Bestandteile des kreativen Prozesses sind. Erfahrt, wie in interdisziplinären Teams neue Formate der Live-Kommunikation entstehen und seht mittels aktueller Case Studies Beispiele der Arbeit. Und die Grace Studio Bar ist geöffnet, von 13 bis 21 Uhr präsentiert sich dort am 10. Juni formwandler interactive. Zu einem besonderen Netzwerktreffen lädt die IHK am 10. Juni ein: Eingeladen zu einem Spaziergang sind Unternehmer:innen, Kreative, Netzwerkmitglieder und alle Neugierigen. Vorkenntnisse braucht es nicht. Offenheit reicht. Treffpunkt ist um 16 Uhr bei der IHK Offenbach. Wer lieber mit dem Rad unterwegs ist, meldet sich für die Tour mit dem Massif Central und dem radraum an, Beginn ist um 15 Uhr. https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScXFX6CJeFxRMyOd69Of5PD8FgXhpe5GbF5kMypNZVMo43d3g/viewform

Noch bis Mittwoch, 10. Juni: Tape Art „XTREMETAPE“ in der Heyne Kunst Fabrik

(Petra)

Die Ausstellung „Tape It“ der Heyne Kunst Fabrik im Jahr 2015 katapultierte Tape Art in die breite Öffentlichkeit – ich war damals tief beeindruckt davon, was mit Tape alles möglich ist! Es war die erste offizielle Tape-Gruppenausstellung mit internationaler Beteiligung in einer Galerie und im öffentlichen Raum. Inzwischen ist Tape Art als Kunstform zunehmend präsent, jedoch vielen noch unbekannt. Die Heyne Kunst Fabrik zeigt mit Max Zorn und dem Künstlerduo BLAXX443 zwei Tape-Art-Top-Positionen in sehr gegensätzlicher Anmutung und Verarbeitung. Tape Art ist eine Kunstform, bei der statt Pinsel, Farben oder Sprühdosen Klebebänder verwendet werden. Durch das präzise Ziehen, Schneiden und Übereinanderschichten entstehen die Kunstwerke. Vom klassischen Tafelbild auf einem Trägermaterial wie Holz, Dibond, Alu oder Acryl oder als große Installationen direkt auf Wänden, Glas oder dreidimensional im Raum. Tape Art hat seine Wurzeln in den 1960er-Jahren als Teil der Street-Art- und Urban-Art-Bewegung. 

Bild: ©Max Zorn + BLAXX 443, Heyne Kunst Fabrik

XTREMETAPE - Ausstellung von zwei Positionen der Tape Art, Ort: Heyne Kunst Fabrik, Adresse: Bleichstr. 67, Offenbach, Öffnungszeiten: Sonntag, 07.06. 15 - 18 Uhr, Mittwoch, 10.06. 10 - 18 Uhr zur “Open Design Week Frankfurt Rhein-Main”), Eintritt: frei, nicht barrierefrei 

Freitag, 5. Juni, bis Sonntag, 7. Juni: Here is there

(Martin)

Im Doppelabend „Here Is There“ nimmt sich neben Ioannis Mandafounis, dem Künstlerischen Direktor der Dresden Frankfurt Dance Company, auch Ensemblemitglied Thomas Bradley als Choreograph die Bühne. 

Bradley präsentiert seinen unverwechselbaren Stil als Kostümbildner und arbeitet mit skulpturalen, den Körper verändernden Kostümen. Mandafounis widmet sich der Spannung zwischen dem Wunsch nach Transformation und der Trägheit der physischen Realität. 

SEVERAL RHYTHMS SORT - THOUGHTFULLY / Neukreation von Thomas Bradley - Wenn man etwas genau betrachtet, kann man auch in scheinbar zufälligen Handlungen Muster erkennen. Wenn man lang genug schaut, sieht man, wie sie sich verändern. Thomas Bradley lädt mit seiner ersten Arbeit für die DFDC zu einer solchen Betrachtung ein. Er versteht Choreografie als soziales System, einem Spiel ähnlich. Durch dauerhafte Aufmerksamkeit entsteht eine aufgeladene Atmosphäre, in der Regeln und Bedingungen die Entscheidungen der Tänzer*innen in den Fokus rücken. Auch die Kostüme beeinflussen das Geschehen in entscheidender Weise. In einem mit Bedacht strukturierten Raum trifft die Choreografie auf zwei weitere akustische Elemente: die klanglichen Spuren der Zerlegung eines Elektrogeräts und eine Solo-Sonate für Trompete von HK Gruber.

THIS BEAUTIFUL MESSY THING / Neukreation von Ioannis Mandafounis - In großer Enge sehnt man sich nach Weite, im Tohuwabohu nach Reduktion und Klarheit. Oft enthält etwas sein eigenes Gegenteil. Die Bilder und Situationen in „This Beautiful Messy Thing“ sind von solchen Spannungen geprägt. Wo führt der Drang nach Veränderung hin? Vielleicht kann man die Kontraste selbst genießen, anstatt auf einen Moment zu hoffen, in dem alle Wünsche erfüllt sind. Beim Tanzen kann man mit den Grenzen der Situation spielen, anstatt von ihnen gebremst zu werden. In den Händen des Schlagzeugers Philipp Danzeisen vermischen sich Samples verschiedener Geräusche mit den Sounds der Trommeln. Die lebendige, organische Körperlichkeit der Tänzer*innen, eingegrenzt und gehalten durch das Bühnenbild, ganz nah am Publikum oder vereinzelt im Raum, wirkt so verletzlich wie kraftvoll. Es ist ein Stück von Mandafounis, nur noch lauter – und leiser.

Donnerstag, 4. (Uraufführung), Freitag, 5., Samstag, 6. Juni um jeweils 20.00 Uhr und am Sonntag, 7. Juni um 18.00 Uhr
Dresden Frankfurt Dance Company im Schauspiel Frankfurt
Foto: © De-Da Productions

Freitag, 05. Juni: Besondere Umstände

(Uwe)

Besondere Umstände,deren Name eine Referenz an den intergalaktischen Geheimdienst aus dem „Kulturzyklus“ des Science-Fiction-Autors Iain Banks darstellt, bringt ihren charakteristischen Independent-Sound nach Frankfurt. Das Trio bewegt sich stilsicher in einem Spannungsfeld, das Einflüsse aus Postpunk, Stonerrock und der Hamburger Schule vereint. 

Ponyhof / F., Klappergasse / Einlass: 19 Uhr
Foto: Ponyhof, Homepage

Freitag, 5. Juni: Of/ Text matters. Matters of text. Festival zur Materialität der Sprache im Klingspor Museum

(Andrea)

„Und heimatlos sind wir doch alle“, darum soll es heute in einem meiner Lieblingsmuseen gehen. Bereits zum dritten Mal findet das Festival zur Materialität der Sprache „Text matters. Matters of text“ statt, das Präposition zusammen mit dem Klingspor Museum und der Hochschule für Gestaltung veranstaltet. „Ein Buch ist eine Reihe von Räumen“ ist diesmal das Motto. Was ist ein Buch, wenn nicht das, was von Hand zu Hand geht? Tomer Dotan-Dreyfus (*1987), Lyriker und Übersetzer, schreibt in hebräischer und deutscher Sprache. Sein Essay »Keinheimisch« (2025) handelt von Trauma und Trauer in Gaza und Israel, vom Nationalstaat und seiner Ideologie sowie vom Recht auf und dem steten Versagen von Heimat. Behzad Karim Khani (*1977), Schriftsteller, Drehbuchautor, Kolumnist und Herausgeber der neu gegründeten Weltbühne war bis 2022 Betreiber des Lugosi in Berlin-Kreuzberg. Sein zweiter Roman »Als wir Schwäne waren« (2024) erzählt von der Diaspora als Heimat und der Freiheit im Fremdsein. Moderation: Holm-Uwe Burgemann.Der Eintritt erfolgt nach Wahl. Am Veranstaltungsabend bietet die Buchbar nettes Beisammensein und Getränke.

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Samstag, 6. Juni: HACKEDEPICCIOTTO

(Andrea)

Wusstet Ihr, dass Alexander Hacke mit Meret Becker verheiratet war? Die mag ich ja sehr, aber musikalisch ist seine neue Partnerin wohl eine ganz andere Inspiration. Das wird sicher ein toller Abend! "Mit LICHTUNG präsentieren hackedepicciotto ihr neuestes Werk – ein elektronisch vielschichtiges und strukturell abenteuerliches Album, das der deutschen Sprache gewidmet ist. Inspiriert von ihrem neuen Zuhause am Rand von Berlin, steht LICHTUNG für Rückzug, Reflexion und kreative Neuorientierung nach Jahren des nomadischen Lebens. Das Duo, bestehend aus Alexander Hacke und Danielle de Picciotto, erkundet auf dem Album neue klangliche Territorien jenseits repetitiver Strukturen. Entstanden ist eine intensive, experimentelle Arbeit, die auch durch die bewusste Entscheidung geprägt ist, die Texte auf Deutsch zu verfassen. Als künstlerische Partnerschaft verbinden hackedepicciotto seit fast zwei Jahrzehnten ihre individuellen Stärken: Hacke als prägende Kraft von Einstürzende Neubauten, de Picciotto als Mitinitiatorin der Love Parade und vielseitige Musikerin und Künstlerin. Foto: MvKummer. 20 Uhr 

Ono 2, Walter-Kolb-Straße 16

Samstag, 6. Juni und Montag, 15. Juni: Bluthochzeit Oper Frankfurt

(Martin)

In der Oper Frankfurt ist jede Premiere ein Ereignis! Zuletzt waren das ‚Written on Skin‘ und ‚Turandot‘. 
Am Sonntag hatte ‚Bluthochzeit‘ von Wolfgang Fortner (1907–1987) Premiere in Frankfurt – die Uraufführung fand 1957 in Köln statt. 

Moderne Musik also, innerhalb derer immer wieder spanische Folklore zu entdecken ist; und es ist eine ‚Schauspiel-Oper‘ – gesprochener Text, intensive Sprache und eine Handlung, die fesselt
„An der Oper Frankfurt formt Regisseur Alex Ollé Wolfgang Fortners Bluthochzeit nach Federico García Lorca zu einer bitterkalten, entseelten und gerade dadurch so präzisen psychologischen Studie.“ (www.concerti.de).
 „So karg wie stark: Wolfgang Fortners Oper Die Bluthochzeit nach Federico García Lorca überzeugt an der Oper Frankfurt sowohl musikalisch wie szenisch.“ (www.faz.net).
„Aus dieser hermetisch abgeschotteten Welt kann niemand entkommen. Alles scheint erstarrt, verkrustet und verdorrt. Das Faszinierende an dem von Alfons Flores erdachten Bühnenbild ist es, dass es trotz der Starre, die es ausstrahlt, nur aus zarten Gazevorhängen besteht, die in bizarrem Faltenwurf über Metallgitter gespannt sind. In der raffinierten Lichtregie von Olaf Winter verwandeln sich die steinernen Innenräume in fantastische Waldlandschaften, einen Festsaal oder eine Kirche. Ein Konzept, welches das Spannungsfeld zwischen realistischer Dramatik und lyrischer Verdichtung, das Lorcas Textvorlage auszeichnet, klug einfängt. (…)“ (Allgemeine Zeitung Mainz).´
„Da ist sie wieder, die Stunde des Bluts. Wenn Claudia Mahnke das heraussingt, ist es so kalt wie markerschütternd. Die Frankfurter Mezzosopranistin ist hier in ihrer ganzen kultivierten Leidenschaft und Expressivität gefragt und bietet sie in einer von allen Allüren und Standardgesten befreiten Reinform.“ (Frankfurter Rundschau).

Darum geht’s: 
Seit Generationen bekriegen sich zwei Familien. In ihrem Kampf gibt es nur Verlierer. Auf beiden Seiten.

Wie eine antike Schicksalstragödie wirkt die Vorlage für Fortners Oper. Der spanische Dichter Federico García Lorca griff in seinem 1933 uraufgeführten Drama Bluthochzeit auf einen zeitlosen Stoff zurück. Seine Anklage richtet sich gegen das eiserne Gesetz der Blutrache: Die Mutter des Bräutigams hat ihren Mann und ihren ältesten Sohn im Kampf zwischen zwei Familienclans verloren und bangt nun um das Leben ihres jüngsten Sohnes. Sie fürchtet, dass durch seine Hochzeit der Krieg der beiden Clans wieder aufflammt. Denn die Braut liebt immer noch ihren früheren Verlobten Leonardo, der zur feindlichen Familie gehört. Noch während der Hochzeit entführt Leonardo sie. Die beiden fliehen in den Wald, doch ihre Verfolger holen sie ein. Die Blutrache wird zweifach vollzogen: Beide Rivalen sterben im Duell.

Ein sehr lohnender Opernabend! 
Samstag, 6. und Montag, 15. Juni um jeweils 19.00 Uhr:
Oper Frankfurt

Foto: © Xiomara Bender

Samstag, 6. Juni: 43 Jahre Au

(Andrea)

Nena stürmte mit 99 Luftballons die internationalen Charts und lieferte die Hymne der Friedensbewegung, die gegen die Stationierung amerikanischer Pershing-II-Raketen in Westeuropa kämpfte. Die amerikanische Astronautin Sally K. Ride flog als erste Frau ins All und in Rödelheim besetzen ein paar Leute die Au. 43 Jahre ist das jetzt her und 
noch immer gibt es das selbstverwaltete Zentrum mit unkommerziellen, nicht-profitorientierten DIY Konzerte, Volxküche, kulturellen und politischen Veranstaltungen. Das Areal bietet zudem selbstbestimmten Wohn- und Lebensraum für viele Menschen. Es gibt Essens- und Infostände, kühle Getränke und super Musik. Da es laut und voll wird, lasst eure Hunde zuhause.  Das AU-Fest Open-Air ist ein Soli-Konzert: Die Gewinne des Festivals kommen Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen, antifaschistischer Arbeit und/oder selbstverwalteten Zentren zugute. Lasst bitte deshalb eure Tonnen an Fremdalk zuhause. Einlass: 15:00 Uhr, Konzertbeginn: 17:00 Uhr Es spielen
EA80 - Punk aus Mönchengladbach
THE MELMACS - Punked up Power-Pop aus Leipzig
PIG SWEAT - HC-Punk aus Bern, Schweiz
THE DEAD END KIDS - Glitzerpower-Punk aus Dresden & Leipzig
SHIT SHOW - Powerpunk aus Berlin 
DAS HUHN - Synthi-Wave Pop aus Frankfurt

In der Au 14-16

Samstag, 6. Juni: OF/ Kurkonzert

(Andrea)

Nach Rödelheim gerne später, erstmal geht´s heute in den Dreieichpark zum Kurkonzert: Dort gibt es heute von 14 bis 18 Uhr entspannte Live-Musik und lässige DJ-Sets, Picknickdecken, feine Snacks, Getränke und ein buntes Kinderprogramm. Musikalisch gestalten die Band Flower Issues und die DJs Elaine und Lambo Love den Nachmittag. Flower Issues ist eine junge Band aus Kassel, die mit ihrer Soul- und Pop-Mixtur verzaubert. Im House verwurzelt, bewegt sich die Frankfurterin Elaine fließend zwischen verschiedenen Genres und lässt experimentelle Einflüsse ganz natürlich in ihre Mixe einfließen. Lambo Love geht musikalisch seinen eigenen Weg. Ende der 1990er Jahre startete die Reise in die Welt der Musik, der Schallplatten und des Auflegens. Genreübergreifend sorgt er für lächelnde Gesichter und tanzende Menschen. Der Eintritt zu den Kurkonzerten ist frei. Um eine kleine „Kurtaxe“ wird gebeten. Eigene Speisen und Getränke dürfen selbstverständlich mitgebracht werden.

Musikpavillon im Dreieichpark, Dreieichring, Offenbach
Der Park ist barrierefrei zugänglich. 

Samstag, 6. Juni: Of/ curated sounds

(Andrea) 

Nach dem Kurkonzert kann es herrlich eingegroovt im radraum weitergehen. Dort ist das Kollektiv Schieflage bei curated sounds zu Gast und lädt zum elektronischen Sundowner. 

Radraum, Bleichstraße 22, Offenbach

Samstag, 6. Juni: Präsentation der Pläne zur neuen Kulturmeile Frankfurt

(Andrea)

Ich habe gerade nachgeschaut, die Geburtstagsparty beginnt um 20 Uhr, ich schaffe es also locker noch ins Jüdische Museum: "Die World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 lädt im Rahmen der Open – Design Week zu einem besonderen Programmpunkt beim Rooftop Day Frankfurt ein: Auf der Terrasse des Jüdischen Museums Frankfurt wird die Zukunft der Frankfurter Innenstadt präsentiert und diskutiert. Im Fokus stehen zwei zentrale städtebauliche Konzepte – die geplante Hochhauspromenade sowie die Kulturmeile entlang der historischen Wallanlagen. Prof. Dr. Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, und Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft sowie Tina Zapf-Rodriguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, stellen ihre Visionen vor und geben Einblicke in aktuelle Planungen. Moderiert von Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums (DAM), bietet die Veranstaltung einen öffentlichen Dialog über die Weiterentwicklung der Innenstadt zwischen Architektur, Kultur und urbanem Freiraum. 18:00 Uhr, Begrüßung, 18:10-18:40 Uhr, Präsentation der Pläne der zukünftigen Kulturmeile bzw. Hochhauspromenade durch Prof. Dr. Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft und Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen. 18:40–19:30 Uhr, Fragen aus dem Publikum und offene Diskussion moderiert von Peter Cachola Schmal. Im Anschluss sind die Besucher:innen eingeladen, sich bei Musik und Snacks weiter auszutauschen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

Jüdisches Museum, Bertha-Pappenheim-Platz 1

Samstag 06. Juni: Kulturcampus Open Air 2026 „Für Solidarität und Zusammenhalt!“

(Daniela)

Das vierte Jahr in Folge findet am 6. Juni 2026 das Kulturcampus Open Air auf dem alten Universitätscampus Bockenheim statt. Auf zwei Bühnen gibt es Live-Musik, Diskussionen,
Kinderprogramm und vieles mehr.

„Für Solidarität und Zusammenhalt!“ – unter diesem Motto lädt das Kulturcampus Open Air in diesem Jahr dazu ein, gemeinsam ein Zeichen zu setzen: Für ein offenes Miteinander, für kulturelle Vielfalt und gegen Ausgrenzung. 
Dafür haben die Organisatorinnen ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt: Auf der Bühne Nord an der Bockenheimer Warte sind mit ALYZAH, die aktuell als eine der aufregendsten jungen Stimmen im Deutschrap gehandelt wird, KUZENG KERIM und REDD einige wirklich spannende Hip-Hop Acts aus der Region vertreten. Dazu rappt das in der Szene heiss gehandelte Trio JUNGE ARBEITER aus der Nähe von Stuttgart über Alltag und Erfahrungen der dritten Generation. Auf der Bühne Süd vor dem Juridicum spielen LIMES (experimentelle andinische Klänge), SINEM (Post-Punk mit türkischen Pop-Einflüssen) und MATE POWER (Ska/Reggae/Cumbia). Die Festivalerprobte Schweizerin NATHALIE FRÖHLICH steuert Techno,
Rap, Pop und Baile Funk mit sozialkritischen Lyrics und feminstischer Attitude bei. Abgerundet wird das Musikprogramm von einem vielfältigen Dj Line-Up.
Daneben gibt es einen Flohmarkt, Theater, Diskussionen zu stadtpolitischen Themen, einen Marktplatz kritischer Initiativen, Führungen über den Kulturcampus, ein phantasievolles
Kinderprogramm und ein vielfältiges kulinarisches Angebot. Neu in diesem Jahr ist die schön schattige Chill Out Wiese vor dem Philosophicum.

Ziel des Bündnisses ist es, den Kulturcampus als lebendigen Ort zu gestalten, an dem unterschiedliche kulturelle Ausdrucksformen zusammenkommen und insbesondere zivilgesellschaftliches, ehrenamtliches Engagement von unten Raum findet. Damit dieser Ort für alle erlebbar wird, bringt das Bündnis bereits zum vierten Mal in Folge Kunst, Musik und Kultur auf den Campus – und lädt alle herzlich dazu ein, mitzuwirken, mitzugestalten und Teil einer offenen, solidarischen Stadtgesellschaft zu werden.

www.kulturcampus-frankfurt.de

Samstag 06. Juni: Festival “Science Utopias”: HER MIT DER UTOPIE! Konzert mit Bernadette La Hengst und Nick Nuttall

(Daniela)

Festival “Science Utopias”: HER MIT DER UTOPIE!

Konzert mit Bernadette La Hengst und Nick Nuttall 

Die Berliner Musikerin Bernadette La Hengst schreibt Ohrwürmer für Utopist:innen, Feminist:innen, Beat- und Elektropop-Fans, realisiert Theaterprojekte, leitet Chöre, moderiert Radiosendungen und begeistert mit energievollen Live-Auftritten. Der Brite Nick Nuttall ist nicht nur Musiker, sondern auch Mitorganisator und Moderator der Klima-Talkshow der weltweit größten Media-Plattform für climate action „We Don‘t Have Time“. Gemeinsam performen sie Songs über die Klimakrise und Utopien jeder Art. 

Veranstaltungsort: Palmengarten, Musikpavillon, Siesmayerstraße 61, 60323 Frankfurt am Main

Mehr Inof zum Festival: https://www.palmengarten.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Science_Utopias_Flyer_digital.pdf
Foto: ©Christiane Stephan

Samstag, 06. Juni: Iso Herquist & Band - Swing havin’ the Blues

(Uwe)

Smoother, swingender Sound, der den Raum füllt – mal weich federnd, mal schwer groovend, mal ganz Blues. Iso Herquist nimmt sich die Swing Tunes der goldenen Jazz-Ära vor und macht daraus seine ganz eigene Mischung: spontan, charmant und voller Energie. Mit seiner Ukulele bringt er einen unerwarteten Klang ins Spiel – seine Stimme klingt wie ein verraucht-verlebter Jazzclub nach einer sehr langen Nacht: samtig und kratzig zugleich, voller Sehnsucht und Soul. Wie der Lieblings-Frottee-Schlafanzug, der einmal zu heiß gewaschen wurde. Wie im strömenden Regen den Bus verpassen. Einfach: eine volle Breitseite Blues.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19 :30 Uhr
Foto: Iso Herquist

Sonntag, 7. und Sonntag, 21. Juni sowie Samstag. 8. August: "unerhört! x 2" - Konzertreihe und Wahrnehmung

(Martin)

“unerhört! x 2” ist ein begehbares Konzert- und Wahrnehmungsformat im ChamissoGarten Frankfurt, das klassische Musik, Naturraum und bewusste Sinneserfahrung miteinander verbindet. Im Zentrum des Formats steht die Frage, wie sich unsere Wahrnehmung verändert, wenn Musik nicht nur gehört, sondern in Beziehung zu Raum, Bewegung, Stille und Natur erlebt wird. Jeder Konzertabend besteht aus drei Teilen: Zunächst wird ein musikalisches Werk in einer klassischen Konzertsituation aufgeführt. Anschließend öffnet sich der Garten als stiller Erfahrungsraum: Die Musiker*innen verteilen sich über das Gelände und lassen kurze musikalische Fragmente, Echoformen und Miniaturkonzerte zwischen Blumenbeeten, Gewächshaus, Hühnerstall und Bienenstöcken entstehen. Dazwischen entstehen bewusst Momente absoluter Ruhe, in denen die Geräusche und Atmosphären des Gartens selbst Teil des Erlebnisses werden. Das Publikum bewegt sich frei und langsam durch den Garten. Gespräche treten in den Hintergrund; Aufmerksamkeit, Präsenz und nonverbale Wahrnehmung stehen im Mittelpunkt. Licht, Wind, Gerüche, Farben und Materialien werden ebenso Teil der Erfahrung wie die Musik selbst. Kleine Reflexionsimpulse im Garten laden dazu ein, bewusster wahrzunehmen: Wie klingt Stille? Welche Geräusche gehören nur zu diesem Ort? Was verändert sich, wenn wir langsamer werden? Publikum und Musiker*innen kehren dann gemeinsam zur Hauptbühne zurück. Das Werk wird ein zweites Mal gespielt - nun mit veränderter Wahrnehmung und einer stärkeren Verbindung zwischen Musik, Raum und Erinnerung.

 Foto: ©ChamissoGarten

“unerhört! x 2” - Konzertreihe und Wahrnehmung, Ort: ChamissoGarten, Adresse: Chamissostr. 38, Termine:  Sonntag, 7. Juni: Jean Françaix - Bläserquintett Nr. 1, Sonntag, 21. Juni: Franz Schubert - Arpeggione-Sonate, Samstag, 8. August: Antonín Dvořák - Quartett in F-Dur „Amerikanisches". Uhrzeit: jeweils 14:30 Uhr: Musikalisches Erlebnis-Abenteuer für Kinder, 18 Uhr: Abendkonzert für Erwachsene (danach ist der Garten geöffnet), Eintritt: Kinder bis 14 Jahre: 10 Euro, Erwachsenen-Begleitticket: 18 Euro, Erwachsenenticket: 28 (15) Euro, Solidarticket: 40 Euro, für Tickets und mehr hier

Sonntag, 7. Juni: Of/ A Life in Music and Art: Nashi Young Cho Memorial Benefit Concert

(Andrea)

Nashi war einmal im Kulturlabor und hat uns alle verzaubert. Sie war Musikerin, Komponistin, Sängerin, Texterin und Bandleaderin verschiedener Jazz-Formationen, also eine ziemlich quirlige Person und sicher im besten Sinne positiv verrückt. Ich habe ein paar Videos von ihr mit Maddin Schneider gesehen, empfehle ich sehr. Zumal es keine weiteren mehr geben wird, denn Nashi Young Cho ist Mitte März bei einem schweren Autounfall ums Leben gekommen. Sibel & Anny haben eine Sammlung für die Hinterblieben gestartet, heute soll bei einem Benefiz-Konzert nochmal das Leben gefeiert werden. Sie schreiben: Die Sängerin Nashi Cho ist am 13. März an den Folgen eines Autounfalls verstorben. Sie hinterlässt eine trauernde Familie sowie unzählige Freundinnen und Freunde. Wir sind alle bestürzt, geschockt und vor allem traurig, dass sie nicht mehr da ist. In unseren Herzen wird sie ewig leben!  Um ihr zu gedenken und der Familie Unterstützung zu bieten, findet am 7. Juni ab 15 Uhr in den Parkside Studios, Friedhofstraße 56 in Offenbach, eine musikalische Zusammenkunft statt. Menschen, die über viele Jahre mit Nashi musiziert haben, werden sie gebührend hochleben lassen. "

A Life in Music and Art: Nashi Young Cho Memorial Benefit Concert
7.6. 15.00 Uhr / Parkside Studios
Der Eintritt ist frei, es wird ein Hut herumgereicht. Die Einnahmen werden der Familie gespendet. Kommt zahlreich und feiert diese großartige Frau!

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach, nicht barrierefrei

Montag, 08. Juni: Birds On A Wire

(Uwe)

Als die französisch-amerikanische Sängerin Rosemary Standley – die zuvor bei Moriarty musiziert hat – und die französisch-brasilianische Cellistin Dom La Nena sich zum ersten Mal getroffen haben, war die musikalische Zusammenarbeit ursprünglich ausschließlich für eine Konzertreihe im Rahmen der Pariser Cité de la Musique geplant. Doch die beiden Künstlerinnen verstanden sich aufgrund von gemeinsamen Wurzeln und der jeweiligen klassischen Ausbildung nicht nur von Beginn an blendend – auch die alles einnehmende Stimme von Standley und das atemberaubende Cellospiel von La Nena harmonierten von der ersten Sekunde an auf ganz besondere Art miteinander.

Gemeinsam begann das Duo also auch über die initiale Veranstaltungsreihe hinaus, Songklassiker neu zu interpretieren. Inspiriert von Leonard Cohens „Birds On The Wire“ starteten die beiden als „Birds on a Wire“ Coverversionen zu veröffentlichen… Nun ist das dritte Studioalbum „Nuées ardentes“ erschienen, auf welchem sich die Musikerinnen erstmals auch bekannten Popund Rocksongs annehmen. Von Bronski Beat über The Cure bis hin zu The Doors bekommen ikonische Songs von den beiden Musikerinnen einen neuen Anstrich.

Brotfabrik / F., Dahlmannstr. / 20 Uhr
Foto: Jeremiah

Montag, 8. Juni: Blitzkid

(Andrea)

Blitzkid, die Punkrock-Veteranen aus Bluefield, West Virginia spielten eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und Verbreitung des Horrorpunk-Genres und zählen bis heute zu dessen führenden Vertretern. Weil ich bei Horrorpunk erstmal an den Clown aus “Es” denken musste, habe ich mich kurz eingelesen und für den Moment nur soviel: Die Ramones waren 1976 die ersten, die mit dem Horrorthema flirteten, I Don't Wanna Go Down to the Basement und Chainsaw. Danach folgten die Misfits und ziemlich direkt Blitzkid. Musikalisch erwarten Euch Punkrock und Rockabilly und düstere Momente ;-)

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße 

Dienstag, 09. Juni: Dennis Aarssen & DIE DVA BIG BAND

(Uwe)

Vom Namen her könnte Dennis van Aarssen auch eine Legende des holländischen Fußballs sein, er ist aber ein Sänger, mit samtiger Stimme, modernen Swing-Arrangements und einer charmanten Coolness. Auf seinen kommenden Deutschlandterminen präsentiert Dennis van Aarssen eine Live-Show, die musikalische Klasse und Leichtigkeit verbindet: swingende Big-Band-Momente, intime Balladen, energiegeladene Uptempo-Nummern und immer wieder diese besondere Stimme, die das Publikum sofort für sich gewinnt. Unterstützt von einer hochkarätigen Live-Band schafft er eine Atmosphäre, die nostalgisch und zugleich überraschend zeitgemäß wirkt. Fans von Michael Bublé, Jamie Cullum und klassischem Crooner-Sound dürfen sich auf einen Abend freuen, der gleichermaßen berührt wie begeistert.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / 19:30 Uhr
Foto: Facebook Zoom

Dienstag, 9. Juni: Of/ Dermot Kennedy

(Andrea)

"Power Over Me", "Outnumbered" oder “Kiss Me” kennt ihr sicher, wenn ihr sie hört. Mit diesen und anderen Songs hat sich der Ire Dermot Kennedy weltweit eine große Fangemeinde erspielt und er gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Singer-Songwritern europaweit. Live beweist Dermot Kennedy, der lange als Straßenmusiker unterwegs war, warum er so viele Menschen erreicht: Nicht die Inszenierung steht im Zentrum, sondern die ehrliche, beinahe ungeschützte Präsenz, mit der er singt. Dermot Kennedy begann früh Gitarre zu spielen, suchte aber lange nach dem richtigen Ton. Den fand er schließlich: Songwriterpreise, über vier Milliarden Streams bei Spotify, das am häufigsten verkaufte Debütalbum Irlands in diesem Jahrhundert mit „Without Fear“. Schritt für Schritt arbeitete er sich heraus aus der lokalen Szene, ohne je das Gefühl zu verlieren, das seinen Songs innewohnt. Folk-Elemente treffen auf modernere Strukturen, poetische Bilder auf rhythmische Klarheit. Mit dem 2022 erschienenen zweiten Album „Sonder“ und der introspektiven EP „I’ve told the trees everything“ (2024) hat der Singer/Songwriter seinen authentischen Sound weiter geschärft. Heute ist er in der Stadthalle und ich gehe hin. 

Stadthalle, Waldstraße 412, Offenbach

Bis 14. Juni: Of/ Made - ÜBER DAS UNBEHAGEN ZU WOHNEN

(Andrea)

Nach über 15 Festivaljahren präsentiert MADE. im Frühjahr 26 eine Sonderausgabe in Kooperation mit der World Design Capital Frankfurt RheinMain. Neben Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden ist erstmals auch Offenbach als Festivalstandort dabei. Unter dem Festivalmotto "WER mit WEM" durchleuchten in dieser achten MADE. Ausgabe acht ausgewählte, besonders sehenswerte Theater-Erlebnisse hessischer Künstler*innen unsere Beziehungsgeflechte: WER hat unser Leben geprägt, WER inspiriert und gestaltet oder unterwandert unsere Gesellschaft, zu WEM (oder WAS) möchten oder sollten wir lieber auf Abstand gehen, auf WAS (oder WEN) uns näher einlassen?

ÜBER DAS UNBEHAGEN ZU WOHNEN • Eleonora L. Herder/andpartnersincrime. Lecture-Performance, MADE in Frankfurt
Eleonora L. Herder erforscht die verdrängten Echos ihrer Familiengeschichte. Ihr Urgroßvater war hochrangiger Nationalsozialist, der andere musste als Jude ins Exil fliehen. Dass sich später ihre Nachkommen verliebten, markierte den Beginn einer tragischen Familienodyssee, geprägt von Schweigen und psychischen Erkrankungen – eine Reise, die über Como, Rom und Barcelona bis nach Santa Barbara in Kalifornien führte. Über zehn Jahre lang trug Herder über 200 Dokumente zusammen und konfrontierte sich mit dem, was unausgesprochen blieb. In einer intimen Salonatmosphäre mit Flügel, Diaprojektoren und Tee entfaltet sich eine alternative Perspektive auf deutsch-jüdische Identität. Das Publikum wird eingeladen, gemeinsam den offenen Bruchstellen der Erinnerung nachzuspüren. 20 Uhr 

Theateratelier, Bleichstraße 14 Hinterhaus, Offenbach

Mittwoch, 10. Juni: Hendrik Bolz - Nullerjahre

(Uwe)

Die Nachwendezeit zwischen den Stralsunder Plattenbauten: Während viele Erwachsene die Suche nach einem Platz im neuen System aufgeben, suchen sich Hendrik und seine Freunde eigene Wege aus der Langeweile. Langsam zerfallen die Frontlinien der Baseballschlägerjahre. Springerstiefel werden von Turnschuhen abgelöst, Rechtsrock von Gangsterrap. Doch die Grundregel bleibt dieselbe: fressen oder gefressen werden. Im Kindergarten, in der Schule und im Fußballverein haben sie gelernt, dass der Klügere nur so lange nachgibt, bis er der Dümmere ist. Also ist das Ziel klar: härter werden, stumpfer werden. Die Mittel finden sich – Kraftsport, Drogen, Rap.

Im Gespräch mit Moderatorin Isabella Caldart erzählt Hendrik Bolz von den ostdeutschen Nullerjahren und erklärt dabei ein Stück bundesrepublikanische Gegenwart.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19 :30 Uhr
Foto: KIWI Verlag

Mittwoch, 10. Juni: Die Stadt + die Fusswege

(Andrea)

Ich fahre unglaublich gerne Fahrrad, sicher auch, weil ich laufen nicht so gerne mag. Wusstet Ihr, dass Frankfurt eine Fußverkehrsbeauftragte hat? Gladys Vasquez Fauggier heißt sie und im DAM soll es heute um DIE STADT + DIE FUSSWEGE, wie Frankfurt voran geht, gehen. “Die Verkehrspolitik hat in den vergangenen Jahren viele Gemüter bewegt. Meist geht es um vermeintliche Konflikte zwischen Autos und Fahrrädern. Die Einrichtung von Fahrradstraßen und die zeitweilige Sperrung des nördlichen Mainufers haben viele Diskussionen ausgelöst. Doch was ist eigentlich mit dem Fußverkehr? Frankfurt hat seit dem Jahr 2024 eine Fußverkehrsbeauftragte, um die Anliegen der Fußgängerinnen und Fußgänger in die Weiterentwicklung der Verkehrskonzepte einzubringen. Bei STADTplus berichtet sie über ihre Arbeit und stellt konkrete Orte der Veränderung vor.” Finde ich ziemlich spannend, aber heute ist wieder so viel… Beginn 19 Uhr, 1\2 Stunde Vortrag, 20 Uhr Ausstellungsrundgang,Diskussion und Getränke an der Bar. Eintritt 10 Euro.

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai

Bild aus meinem Fundus.

Mittwoch, 10. Juni: Der Nationalsozialismus im Familiengedächtnis

(Andrea)

"Der Nationalsozialismus spielt in vielen deutschen Familiengeschichten bis heute eine Rolle. Besonders in den letzten Jahrzehnten haben sich Kinder und Enkel der Kriegs- und NS-Generation intensiver mit ihrer Herkunft beschäftigt. Der Nationalsozialismus im Familiengedächtnis. Dabei stoßen sie oft auf bislang verschwiegene Aspekte der Vergangenheit. Die Gesprächsrunde fragt danach, was innerhalb der Familien erzählt oder verschwiegen wurde. Sie thematisiert außerdem, wie Nachkommen verborgene Geschichten aufgedeckt haben und wie sie heute mit diesen Erkenntnissen leben.
Teilnehmende: Monique Behr, Leiterin Kunsthaus Wiesbaden und Referat Bildende Kunst m Kulturamt Wiesbaden. Mit Studierenden und einem Wissenschaftler der Goethe Universität Frankfurt kuratierte sie die Ausstellung „Emil Behr. Briefzeugenschaft vor – aus – nach Auschwitz“, die 2012 im Museum Judengasse des Jüdischen Museum gezeigt wurde und brachte eine Publikation heraus. Grundlage waren Briefe ihres Großvaters, die sie wenige Jahre zuvor in einer Kiste gefunden hatte und die ihr halfen, das Schicksal ihrer Familie im “Dritten Reich” nachzuvollziehen.
Jutta Ströter-Bender, emeritierte Professorin für Kunst und ihre Didaktik an der Universität Paderborn und Mitgründerin des International Research and Archives Network for Historical Children’s and Youth Drawings (IRAND). Erst vor wenigen Jahren erfuhr sie gemeinsam mit ihrem Mann, dass ihre Schwiegermutter in der NS-Zeit als „Halbjüdin“ galt. Ihr Schwiegervater, der am nationalsozialistischen Raketenprogramm beteiligt war, konnte sie 1940 mithilfe gefälschter Papiere heiraten. 
Veronika Moos, Leiterin des Malsaals am Staatstheater Wiesbaden. Aufgrund von Stolpersteinen, die sie 2019 vor dem Haus ihrer Großeltern in Wiesbaden entdeckte, begann ihre intensive Recherche über diese jüdischen Nachbarn, die den Holocaust nicht überlebten und über ihre eigene Familie. 2022 brachte sie das Buch „Nachbarn. Bahnhofstrasse 44/46“ heraus, in dem sie Briefe aus den Jahren 1939 – 1948 von beiden Familien gegenüberstellte.
Moderation: Mathias Rösch, Leiter des Schulmuseums Nürnberg und Mitkurator der Ausstellung"
Veranstaltung im Rahmen der aktuellen Ausstellung “Die Nazis waren ja nicht einfach weg”, die noch bis 26. Juli zu sehen ist. 

Museum für Kommunikation, Schaumainkai

Mittwoch, 10. Juni: DIASPORA – A Contemporary Tragedy

(Andrea)

antagon theaterAKTion liebe ich sehr und wenn sie heute ihr neue große Produktion vorstellen, radele ich mal in die Orber Straße rüber und schaue sie mir an. Außerdem habe ich mich für die Führung angemeldet, weil sich in den vergangenen Dekaden dort sicher viel verändert hat: "DIASPORA thematisiert die Situation von Migrant und Menschen auf der Flucht in der heutigen Zeit, hervorgerufen etwa durch neo-koloniale Ausbeutungsstrukturen im globalen Süden. Als moderne Interpretation von Euripides’ klassischer Tragödie „Die Troerinnen“ strebt DIASPORA einen Perspektivwechsel an – auf Weltgeschehen und Konflikte aus der Sicht der Menschen vor Ort, von Frauen, Flüchtenden, Unbeteiligten und Unschuldigen. Hier geht’s zum Trailer. Einblicke in unsere Arbeit und weitere Informationen finden Sie-/findet Ihr online auf unserer Website oder auf Instagram.In Zusammenarbeit mit „Ondadurto Teatro“ aus Rom präsentiert das Ensemble von antagon theaterAKTion eine seiner großen Produktionen und bringt damit die öffentliche Probephase zu einem krönenden Abschluss. Die Bar ist wie immer vor und nach der Show geöffnet.

Zusätzlich bieten wir diesmal um 20:00 Uhr eine Tour über das Gelände und durch unsere Räumlichkeiten an. Bei Interesse schreiben Sie-/schreibt gerne eine Mail an „office(at)antagon.de

21:30 Uhr (Einlass 20:00)

Protagon International Performing Arts, Orber Straße 57. Parkplätze sind in der Umgebung vorhanden

Donnerstag, 11. Juni: Sina Bathaie

(Uwe)

Die White Lotus World Tour von Sina Bathaie erstreckt sich über mehr als 30 Länder und 70 Städte. Präsentieren wird der Multiinstrumentalist, Produzent und Komponist, der für seine improvisatorischen Auftritte und seine unverwechselbare Mischung aus östlichen und elektronischen Klängen gefeiert wird, seine neuesten Werke und seine musikalische Weiterentwicklung. Auf traditionellen Instrumenten wie der Oud und der Ukulele verbindet er tiefe Emotion und kulturellen Reichtum mit modernen Klanglandschaften.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / 19:30 Uhr
Foto: Facebook Sina Bathaie

Donnerstag, 11. Juni: Der öffentliche Raum im Stresstest – Vortrag im DAM

(Petra)

Hannah Arendt schrieb 1958 über den öffentlichen Raum als einen Ort, an dem Menschen nicht nur zusammenkommen, sondern ihr individuelles Potenzial entfalten: in der Pluralität der Perspektiven, im Austausch, im gemeinsamen Handeln. Ihre Inspiration fand sie in der griechischen Polis, jenem Ort, der zugleich Markt, Forum und Bühne des menschlichen Miteinanders war. Diese Idee ist heute so aktuell wie damals, sogar dringlicher. Denn der öffentliche Raum unserer Städte steht unter Druck: wachsende Bevölkerung, Klimawandel, soziale Ungleichheit und eine jahrzehntelange Planung, die das Auto über den Menschen stellte. Die Folgen sind spürbar: Isolation statt Begegnung, Segregation statt Zusammenhalt. Wenn wir heute über “Design for Democracy” sprechen, fragen wir deshalb: Wie gestalten wir Räume, die wirklich allen gehören? Räume, die Gesundheit fördern, Bewegung ermöglichen, Hitzestress vermeiden und soziale Bindungen stärken? Räume, in denen Demokratie nicht nur gedacht, sondern gelebt wird? Und: Welche Werkzeuge helfen uns, die Potenziale öffentlicher Räume zu verstehen und sie dahingehend zu transformieren? Der heutige Redner Daniele Santucci ist ein Architekt, Wissenschaftler und Unternehmer, der an der Schnittstelle zwischen Daten, Klima, gebauter Umwelt und deren Auswirkungen auf die Menschen arbeitet.Seit April 2022 leitet er den Lehrstuhl für Gebäudetechnologie an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen University. 2026 erhielt er dort den Ruf am Lehrstuhl für Gebäudesysteme.  Er ist Mitbegründer und Geschäftsführer der Climateflux GmbH, einem Unternehmen, das Planungsbüros, öffentliche Einrichtungen und private Unternehmen zu Strategien und Planungsansätzen für die Klimaanpassung und den Komfort im öffentlichen Raum in Städten berät. Und er ist Ko-Kurator des Deutschen Beitrags STRESSTEST auf der 19. Architekturbiennale Venedig 2025.

Foto: ©Deutsches Architekturmuseum

Der öffentliche Raum im Stresstest - Vortrag von Daniele Santucci, Architekt, Wissenschaftler und Unternehmer , Reihe "Dialog Architektur”, Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, Uhrzeit: 19 Uhr, Eintritt: 7 (4) Euro

Donnerstag, 11. Juni: Of/ Der Teufel trägt Prada II

(Andrea)

Schade, ich bin schon verplant. Den Film will ich aber unbedingt noch sehen! Fast zwanzig Jahre nach ihren legendären Auftritten als Miranda, Andy, Emily und Nigel kehren Meryl Streep, Anne Hathaway, Emily Blunt und Stanley Tucci zu den Fashion-Hotspots von New York City und in die eleganten Büros des Runway Magazins zurück - in der mit Spannung erwarteten Fortsetzung des Film-Phänomens von 2006, das eine ganze Generation geprägt hat. >> Trailer zum Film, >> Karten bitte HIER kaufen. Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Donnerstag, 11. Juni: The Last Internationale

(Andrea)

Ich bin heute in meinem Lieblingsclub an der Konsti. Das Nachtleben mag ich wirklich sehr, das fängt bei den Tapeten an, nirgends ist man näher an der Bühne und wenn dann noch eine Band wie The Last Internationale spielt, verspricht das einen tollen Abend. “Die New Yorker Rockband um Sängerin Delila Paz und Gitarrist Edgey Pires versprechen intensive Clubatmosphäre und eine geballte Ladung rebellischer Rock-Energie, für die die Band international bekannt ist. Seit ihrer Gründung haben sich The Last Internationale als eine der kraftvollsten Stimmen des modernen Rock etabliert. Ihr Sound verbindet klassischen Blues- und Hardrock mit Punk-Attitüde und sozialkritischer Haltung. Internationale Aufmerksamkeit erlangte das Duo nicht nur durch seine kompromisslosen Studioalben, sondern vor allem durch mitreißende Live-Auftritte auf den großen Bühnen dieser Welt. Tourneen und Shows mit Ikonen wie Robert Plant, Neil Young, The Who, Kings of Leon, Slash und Guns N’ Roses unterstreichen ihren Stellenwert in der Rocklandschaft. Auch Festivalauftritte bei Rock am Ring und Rock im Park sorgten hierzulande für nachhaltigen Eindruck.” Supported werden sie von Double Crush Syndrome mit schnörkellosen Rock’n’Roll mit Punk-Einschlag, großen Hooks und augenzwinkernder Attitüde. Foto: Mumpi Künster Monsterpics. Einlass 19 Uhr. 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße. Leider nicht barrierefrei

Donnerstag, 11. Juni: OF/ Unsichtbare Wurzeln

(Andrea)

Tinte ist Blut. Trümmer sind Knochen. In dieser Ausstellung sammelt die Künstlerin Rosario Aróstegui Fragmente unserer Welt - weggeworfenes Papier, urbanen Schrott, vergessenes Glas und Metall - um unsere unsichtbaren Verbindungen sichtbar zu machen. Auf der einen Seite die verborgenen Geheimnisse, versteckt aber bereit, sich zu befreien. Auf der anderen Seite das ‚Offene‘, die Stadt als organischer, lebendiger, aber zerfallender Körper. Unsichtbare Wurzeln erinnern uns daran, dass unter jeder Betonfläche und der Stille etwas lebt, wächst und darauf wartet, gesehen zu werden. Öffnungszeiten  Donnerstag / Freitag / Samstag 16 – 19 Uhr, Sonntag 11 – 15 Uhr

BOK-Galerie, Kirchgasse 27 – 29, Offenbach

Vorschau

Freitag, 12. Juni: Live Urban Graffiti Street Art bei BOMBER

(Petra)

Ich kenne so ziemlich keine*n Kreative*n, der/die in diesem Jahr nicht beim WDC 2026-Programm mit dabei ist. Das ist schön - und mittlerweile zugleich etwas beängstigend. Anyway. Auf dem Programm steht heute der Graffit artist und Gestalter & Illustrator BOMBER: Er zeigt, wie live Urban Graffiti Street Art entsteht. Besucher*innen haben die Möglichkeit, das Atelier und die Design-Arbeitsplätze zu begutachten und können Werke erwerben. Außerdem gibt es die Gelegenheit, selbst Graffiti Street Artwork auf Groß-Leinwänden auszuprobieren. BOMBER ist seit 1988 als Graffiti artist und seit 1993 als Gestalter & Illustrator international für Marken, Unternehmen und Institutionen aktiv. Ich mag viele seiner Arbeiten, die u. a. auch in Bockenheim zu sehen sind. Er macht auch tolle Workshops, zum Beispiel für Kids. Deshalb empfehle ich Euch diesen Termin sehr gerne, auch wenn er "um die Ecke" in Hofheim liegt. Mein Foto von 2016 zeigt sein früheres Atelier. 

Live Urban Graffiti Street Art – Atelierbesuch bei BOMBER, Graffiti-Artwork-Kauf und „Graffiti-Schnuppern“, World Design Capital 2026, Ort: Casteller Str. 104, Halle 3B, 65719 Hofheim-Diedenbergen, Uhrzeit: 14 - 20 Uhr, Eintritt: frei, weitere Infos zu BOMBER hier

Freitag 12. bis Donnerstag 25. Juni: critical ceramics in Frankfurt

(Daniela)

Ecki hat mich auf dieses tolle Ausstellungsprojekt aufmerksam gemacht. Das Programmheft ist super schön und macht Lust: https://heussenstamm.de/media/pages/ausstellungen/critical-ceramics/e2ffad0425-1779805494/critical-ceramics-programm_korr.pdf

Keramik trifft Gegenwartskunst: Das Ausstellungsprojekt „critical ceramics“ lädt vom 12. Juni bis 25. Juli 2026 zu einem spannenden Parcours entlang der Braubachstraße in der Frankfurter Altstadt ein. Verschiedene Kunstorte zeigen zeitgenössische Positionen rund um das Medium Keramik – zwischen Handwerk, digitaler Kultur und gesellschaftlicher Reflexion. Veranstaltungsbegleitend gibt es Führungen, Gespräche und weitere Programmpunkte.

Austragungsorte sind unter anderem die Heussenstamm-Stiftung, die Galerie Hanna Bekker vom Rath sowie weitere Galerien entlang der Braubachstraße. 

Im Rahmen critical ceramics prasentiert das Architekturburo DoMstudio neue Keramikskulpturen von David Rauer. Die Eroffnung der Ausstellung wird untermalt von der Musik des DJs Eventuell alias Paul David Rollmann. Paul David Rollmann und David Rauer kollaborieren seit 2019 an der Schnittstelle von House, Sound und Objekten. Für die Ausstellung Heavy Beauty im DOMstudio entsteht ein intimer lebendiger Kosmos aus Musik, Keramik und Licht.

Freitag, 12. Juni bis Sonntag, 14. Juni: OF/ Klima Art: Fotografie & Stadtraum

(Andrea)

Wenn ich jung wäre, würde ich mich anmelden: Bis Sonntag gibt es jeden Tag einen Workshop (oder einen über drei Tage? Das klärt ihr am besten bei der Anmeldung. "Kamera schnappen und raus in die Stadt! In diesem Fotoworkshop zeigst du deine Perspektive auf Stadt, Klima und Alltag. Experimentiere mit Bildern, entdecke neue Motive und entwickle deinen eigenen Blick. Die Ergebnisse werden gemeinsam in einer Ausstellung präsentiert – mach mit! Kameras werden gestellt. Workshopleitung: Angelique Politz und Lea Kulens

Freitag, 12. Juni: Of/ MADE - ICHTHYOSAURUS BRECHT

(Andrea) 

Daß das weiche Wasser in Bewegung
Mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt.

Die Hoffnung auf den unwahrscheinlichen Triumph des Flüssigen über das Erstarrte – sie begleitete Bertolt Brecht sein Leben lang. Und mit ihr das Wasser: als Inbegriff von Wandel und Veränderbarkeit der Verhältnisse. Unaufhörlich fließt es durch sein Werk – in Gestalt von Flüssen und hoher See, als Element des Untergangs und der Rebellion, verschlingend und Leben spendend. In ihrem Essay montiert Ruth Fühner unterschiedliche Texte zu einem fluiden Brecht-Portrait. Im Protagonisten der Erzählung »Vor der Sintflut«, der urzeitlichen Fisch-Echse Ichthyosaurus, spiegelt sich jener unverlässliche Brecht, der warnte: »In mir habt ihr einen, auf den könnt ihr nicht bauen«. Die Brüchigkeit von Brechts Gewissheiten spiegelt die Musik, die Oliver Augst mit dem französischen Trio L’Impolie eigens für den Essay geschaffen hat. Improvisiert mit sich abnutzenden Dubplates, wandelt sich auch der Klang der Text- und Sound-Performance mit jeder einzelnen Aufführung. Die Made-Jury schreibt: “Eine sehr persönliche Begegnung mit Bertolt Brecht aus einem unkonventionellen Blickwinkel und einem Plattenspieler auf dem Arm – berührend poetisch.” 19.30 Uhr

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Samstag, 13. und Sonntag, 14. Juni: Toil / Tanz

(Martin)

Sheena McGrandles and friends - Ballett meets Irish Folk meets Punk!

Auf elektrisierende Weise verbindet das Ensemble-Werk der nordirischen Choreografin Sheena McGrandles Sehnsucht und Entfremdung, Routine und Rebellion. Im Zentrum von „Toil“ steht der tanzenden Körper bei der Arbeit – hin- und hergerissen zwischen diesen vier gegensätzlichen Zuständen. Getrieben von der eigens komponierten Live-Musik zwischen Elektro, Folk und Punk der zwei Musiker*innen auf der Bühne zeichnen die fünf Tänzer*innen ein physisches Porträt des Tanzes: Als Ort der Sehnsucht, an dem Bewegung selbst zur Arbeit wird. 

Entstanden aus einer tiefen Hingabe an den Tanz mit all seinen Kämpfen und Freuden entsteht eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Körperlichkeit, mit Rhythmus und Zusammenhalt. Ein andauerndes Bemühen, dem sich ständig verändernden Puls der Zeit zu folgen. 

Samstag, 13. Juni um 20.00 Uhr und Sonntag, 14. Juni um 18.00 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Mayra Wallraff

Samstag, 13. Juni : Macbeth

(Martin)

Giuseppe Verdi - Oper in vier Akten

Ein Krimi! Wer sind wir, wer wollen wir sein? Wozu kann die Gier nach immer mehr Macht, Reichtum und einer gesellschaftlich herausgehobenen Stellung uns Menschen treiben? Angespornt durch eine seltsame Begegnung, die er als Weissagung auffasst, lässt Macbeth sich von seiner Frau zum Mord an König Duncan anstiften. Der Thron fällt ihm zu, aber seine Gewissensbisse und Wahnvorstellungen werfen ihn zunehmend aus der Bahn, während Lady Macbeth ihren Gatten zielstrebig zu immer weiteren Gräueltaten treibt. Doch auch sie zerbricht schließlich an ihren Schuldgefühlen. 

R.B. Schlathers Inszenierung spürt der unerhörten Modernität der Charaktere nach, die schon Verdi an Shakespeares Gestalten faszinierte. Der Regisseur situiert das grausame Geschehen rund um das kinderlose Paar in der eleganten, aber kalten Atmosphäre eines herrschaftlichen Anwesens: Weltpolitik spiegelt sich im Privaten. Schließlich bereiten die Geknechteten dem Unrechtsregime, das Macbeth errichtet hat, gewaltsam ein Ende.

Musik-heute.de schreibt: Aus dem mörderischen Ehepaar macht er (der Regisseur R.B. Schlather) superreiche Oligarchen, die in einer kühlen Villa samt Parkanlagen residieren und aufgrund ihrer zunehmenden Macht- und Mordgelüste immer stärker den Kontakt zur Realität verlieren. Weil Macbeth alle Zukunftsprophezeiungen als mysteriöse Einbildungen erlebt, kann jeder zur Hexe werden: Dienstboten, die mit den Kindern zu ausgelassen Halloween feiern, Tänzerinnen, die an Weihnachten für Auflockerung sorgen oder das Küchenpersonal, das Sylvestercocktails mixt. Heldenbariton Nicholas Brownlee legte ein in jeder Hinsicht überragendes Debüt der Titelrolle vor, während Einspringerin Heiberg mit hochdramatischer Attacke und glühender Intensität überzeugte.

Als dritter Hauptakteur machte der Frankfurter Chor und Kinderchor alle seine Auftritte zum Ereignis. Ob beim tänzerisch beschwingten Weihnachtsfest, dem aufgekratzten Halloween oder dem tief bewegenden Flüchtlingschor im vierten Akt: Manuel Pujol hatte die Choristen bestens präpariert. Dass Generalmusikdirektor Thomas Guggeis ein besonders leidenschaftliches Verdi-Händchen besitzt, hatte er bereits bei "Don Carlo" bewiesen. Präzis und druckvoll gelang ihm die Ouvertüre, farbgewaltig der Dolchmonolog Macbeths und zwingend das Finale des ersten Aktes. Das Publikum spendete Ovationen für alle Beteiligten.

Oper Frankfurt Samstag, 30. Mai und Samstag, 13. Juni – wenn nicht anders angegeben um 19.00 Uhr
Foto: © Monika Rittershaus

Samstag, 13. Juni: Korridor#20 Burkard Kunkel Solo

(Andrea)

Fern ab der klangvollen Namen, Landschaften, Rythmen, hey, das 20. Konzert im Korridor! Den Laden gibts jetzt seit 15 Jahren und da muss ein echter Hochkaräter her ...…und dazu hat Fluccio heute Burkard Kunkel gefunden: Ellmoor Drift ist eine imaginäre Landschaft aus Ellingtons Balladen, Zitherklängen, Bassetthornstimmen, Bassklarinettenschatten und Shrutibox-Bordunen. Melodien tauchen auf wie Erinnerungen, verweilen im Rubato, zerfallen in freie Linien und kehren verwandelt zurück. Das oft simultane Solospiel von Bassetthorn und Zither bewegt sich zwischen Schönheit und Abstraktion, Lied und Geräusch, Jazztradition und gegenwärtiger Klangsuche. Duke Ellington erscheint nicht als Denkmal, sondern als atmender Resonanzraum. Burkard Kunkel verbindet in seiner Musik die seltene Klangwelt der Zither mit den dunklen Farben von Bassetthorn und Bassklarinette. Charakteristisch ist sein gleichzeitiges Spiel mehrerer Instrumente: Zither und Bassetthorn, Bassklarinette und Shrutibox oder freie Linien über schwebenden Bordunen. So entsteht eine eigenständige musikalische Sprache zwischen Jazzballade, freier Improvisation, archaischem Klang und kammermusikalischer Verdichtung. Mit Ellmoor Drift nähert sich Burkard Kunkel der Musik Duke Ellingtons nicht über klassische Bearbeitungen, sondern über Erinnerung, Resonanz und Verwandlung. Die Balladen werden zu Ausgangspunkten für fragile Melodien, raue Klangflächen, atmende Pausen und spontane Dialoge zwischen den Instrumenten. Spuren entsteht eine neue, poetische Landschaft: intim, eigenwillig, suchend — und ganz im Moment.Burkard Kunkel kommt quasi frisch aus dem Studio mit seinem neuem Programm , und das Korridor Publikum erlebt mal wieder eine Premiere . https://www.jazz-kunkel.com/bisherige-tontr%C3%A4ger-und… EINTRITT FREI (Spenden gerne). Konzertbeginn : 20 Uhr

Korridor - Raum für Bild & Klang, Schulstr. 30 

Anmeldung unter : fluccio(at)t-online.de

Samstag, 13. Juni: MainWeltMusikfestival

(Andrea) 

Zum 12. Mal hat Hülya in diesem Jahr das MainWeltMusikfestival organisiert und wieder viele tolle Künstlerinnen und Künstler nach Offenbach eingeladen. Im musikalischen Zentrum des Festivals steht das MainWeltmusik Festival Kammerorchester mit Musikern des Capitol Symphonie Orchesters Offenbach, das als eines der traditionsreichen und
renommierten Orchester Offenbachs gilt. Zu den Künstlerinnen und Künstlern, die das Orchester begleiten werden, zählen insbesondere der Komponist und Sänger Hasan Yükselir,Dijle Yükselir mit ihrer eindrucksvollen Stimme, der junge talentierte Pianist Tuna Bilgin, der bosnische Akkordeonist Almir Mešković und der rumänisch-serbische Geiger Daniel Lazăr, der Bağlama-Virtuose Vural Güler, die Kanun-Virtuosin Farah Fersi aus Tunesien sowie die deutsche Sängerin Katrin Glenz mit ihrer ausdrucksstarken Stimme. Und aus Kenia wird Nina Ogot mit ihrer einzigartigen Afro-Folk- Stimme die lebendigen Rhythmen Afrikas in den Innenhof des Büsing Palais bringen. So weit so gut. Aber ein richtiger Coup ist bei all dem Shantel. Der kommt zwar eigentlich nur aus Frankfurt, ist aber gerade auf Tour in Europa unterwegs und bringt mit seiner Band Balkan, Weltmusik und unglaubliche Tanzlust nach Offenbach. Ich freue mich sehr auf den Abend. Einlass 18 Uhr, Beginn 18.30 Uhr. 

Innenhof des Büsingpalais, Herrnstraße, Offenbach

Sonntag, 14. Juni - Freitag, 19. Juni: STADT LAND BUCH – Kinder- und Jugendbuchfestival im Literaturhaus

(Petra)

Nach dem großen Erfolg mit mehr als 6.000 Besucher*innen im Jahr 2025, lädt das Junge Literaturhaus Frankfurt jetzt erneut Kinder und Jugendliche dazu ein, Literatur lebendig zu erleben: bei Lesungen im Literaturhaus und an zahlreichen weiteren Veranstaltungsorten in der Region, bei Workshops und vielfältigen Mitmachangeboten in Kindergärten, Schulen, Bibliotheken, Literaturorten und Museen. Mit mehr als 50 Autor*innen und Illustrator*innen aus dem deutschsprachigen Raum bietet das Festival auch in seiner zweiten Ausgabe ein abwechslungsreiches Programm. Unter den Gästen sind Isabel Abedi, Antje Damm, Tobias Goldfarb, Sarah Jäger, Torben Kuhlmann, Mawil und viele andere. Als zusätzliche Spielstätte konnte in diesem Jahr das Schauspiel Frankfurt gewonnen werden. Dort tritt Cornelia Funke auf, eine der bekanntesten deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchautorinnen und Schöpferin unter anderem der „Wilden Hühner“ und der „Tintenwelt“-Reihe. Zum Auftakt öffnet das Literaturhaus Frankfurt seine Türen am 14.06. ab 13.30 Uhr für einen ganzen Nachmittag. Rund um Lesungen von Margit Auer („Die Schule der magischen Tiere“) und Alexander Steffensmeier („Kuh Lieselotte“) erwartet die Besucher*innen ein vielfältiges Mitmachprogramm für Groß und Klein: vom Lesekiosk über Podcasting mit BÜCHERALARM bis hin zu interaktiven Zeichen- und Geschichtenangeboten. 

Foto: ©Literaturhaus Frankfurt

STADT LAND BUCH – Kinder- und Jugendbuchfestival, Ort. Literaturhaus Frankfurt und weitere Orte, mehr Informationen findet Ihr hier 

Montag, 15. Juni: 80 Jahre Lucky Luke

(Uwe)

Die Grimm Brothers. Eine Hommage von Flix und Reinhard Kleist - Lesung mit Bildern und Gespräch.

Es war einmal im Wilden Westen … In Deutschland kennt jedes Kind die Märchen der Gebrüder Grimm. Aber im Wilden Westen kann man mit Schneewittchen und dem Froschkönig wenig anfangen. Das merken Jacob und Wilhelm Grimm schnell, denn ihre Lesereise in Amerika droht ein gewaltiger Flopp zu werden. Glücklicherweise ist Lucky Luke zur Stelle, um den Unmut der enttäuschten Lesungsgäste zu beschwichtigen. Um das Publikum zu begeistern wollen die Brüder ihr Repertoire um amerikanische Märchen erweitern und wenden sich mit ihrem Anliegen an Ma Dalton. Die tischt ihnen die Geschichte der vier grundanständigen Gebrüder auf – ein sofortiger Hit in den Saloons. Doch vier gar grimmige Gebrüder sind mit dem plötzlichen Imagewandel, der ihnen durch diese Märchen beschert wird, überhaupt nicht einverstanden.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19 :30 Uhr
Foto: Egmont Verlag

Dienstag, 16. Juni: Jared Hart

(Uwe)

Die Band von Singer-Songwriter Jared Hart, „The Scandals“, war europaweit als Support von The Gaslight Anthem und zusätzlich mit deren Sänger Brian Fallon unterwegs. Der talentierte, junge Mann aus New Jersey (da kommen einige gute Acts her, wie Bruce Springsteen …) spielt entweder solo oder mit seiner Band Mercy Union. Auf dieser Tour spielt er seine Songs puristisch und direkt, nur mit seiner Gibson Akustikgitarre und seiner unfassbar voluminösen Stimme.

Ponyhof / F., Klappergasse / Einlass: 19 Uhr
Foto: Ponyhof, Homepage

Mittwoch, 17. Juni: QueensrŸche

(Andrea)

“Wir verbrachten elf Jahre damit, zu erklären, wie man das ausspricht. Das auf den meisten Albencovern verwendete sowie auch sonst öfter mit der Band in Verbindung gebrachte Logo ist das sogenannte „Tri-Ryche“-Symbol”, sagt Geoff Tate und er muss es wissen, schließlich war er 1980 Gründungsmitglied und Sänger der Prog-Metal-Band QUEENSRŸCHE. Irgendwann gab es Querelen, man trennte sich und fortan sang Todd La Torre. Queensrÿche gilt als eine der einflussreichsten und erfolgreichsten Progressive-Metal-Bands der Musikgeschichte. In ihren Anfangsjahren startete die Band mit klassischem US Power Metal, entwickelte sich jedoch schnell zu Vorreitern des anspruchsvollen, progressiven Heavy Metals weiter. Berühmt ist die Band für ihre sozialkritischen und intellektuellen Texte sowie für das typisch zweistimmige Gitarrenspiel, sie traten mit Iron Maiden, Guns N’ Roses, Metallica, Judas Priest, and Def Leppard auf und werden die Batschkapp heute rocken. Einlass 19 Uhr. 

Batschkapp, Gwinnerstraße

Donnerstag, 18. Juni: OPENING WESTCOAST mit Greentea Peng

(Daniela)

Das WESTCOAST FESTIVAL verbindet vom 18. bis 21. Juni 2026 erst herausragende Live-Acts aus Frankfurt, Deutschland und der Welt mit DJ-Sets, Public Viewing, Design- und Vintagemärkten, einem Weinfest mit VDP-Weingütern, Wasserspiele für Kids von der Feuerwehr mit ausgewählter Kulinarik,  um dann mit einer Woche spannendem Open-Air-Kino bis zum 28. Juni den Start in die Sommerferien zu versüßen. 
Ich freue mich besonders auf die Filmabende!

Heute ist das große Opening. Ich bin leider in Berlin, sonst wäre ich dort!
Ein Abend für Musikfans – fünf Acts, ein Vibe, eine Bühne.

Aisha Vibes – Deutschrap & Afro-Beats / Be DJ Shoo – Hip-Hop & Rap
Die P – Rap aus Frankfurt
Celo & Abdi – Frankfurter Legenden und Kult-Rapper

Greentea Peng 
Bekannt für ihre magnetische Bühnenpräsenz und genreübergreifende Kunstfertigkeit, bereitet sich Greentea Peng darauf vor, ihre neuesten Werke live auf Bühnen in Großbritannien und Europa zu präsentieren. Erwartet ein immersives Live-Erlebnis, das ihre unverwechselbare Stimme mit ihrer reichen Mischung aus Soul-, Dub- und Jazz-Einflüssen verbindet. Als erfahrene Live-Performerin sind Pengs Shows für ihre Energie, Intimität und die einzigartige Verbindung mit ihrem Publikum bekannt.
Eintritt: 38,50 Euro – inklusive Vorverkaufsgebühr

Tickets & Infos: https://www.frankfurt-westside.de/connect/westcoast-festival-2026/
FRANKFURT WESTCOAST: Gelände des Alten Hafens auf Höhe Stroofstraße 35, barrierefrei, Parkplätze vorhanden, super mit dem Rad erreichbar, 65933 Frankfurt am Main

Donnerstag, 18. Juni: Dichterinnen! Spot on! Mit Julia Grinberg und Julia Mantel

(Petra)

Die vierteilige Lesereihe mit musikalischem Rahmenprogramm feiert in einem neuartigen Format zeitgenössische und historische weibliche Stimmen: Eingeladene Lyriker*innen präsentieren eigene Werke und stellen zugleich eine deutschsprachige Dichterin der Vergangenheit vor, deren Lyrik sie interpretieren. Dieses dialogische Prinzip eröffnet neue Rezeptionswege, macht literarische Kontinuitäten sichtbar und würdigt weibliches Schreiben in seiner historischen Tiefe. Jaepyo Jeong, ein in Seoul geborener national und international mehrfach ausgezeichneter Pianist, wird mit seinem exzellenten Klavierspiel und seinen ausdrucksstarken Interpretationen das Publikum mit einer weiteren Ebene der hohen Kunst verzaubern. Für die ästhetische Verbindung einer modernen Lesebühne und der Tradition des literarischen Salons sorgt das Flair des Nebbienschen Gartenhauses.  

Dichterinnen! Spot on! mit Julia , Klavier: Jaepyo Jeong, Moderation: Dr. Gaetano Biccari, Theater- und Literaturwissenschaftler, Kuration: Tamara Labas, Grußwort: Dr. Sonja Vandenrath, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Ort: Nebbienschen Gartenhaus, Adresse: Bockenheimer Anlage, nahe Hilton Hotel, Uhrzeit: Einlass ab 19 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr, Eintritt: frei (um eine Spende wird gebeten)

Freitag, 19. Juni: Frederik Köster: Dark Matter

(Uwe)

Mehr als 10 Jahre hat Frederik Kösters Band „Die Verwandlung“ zusammengespielt, mit jedem Album haben die vielfach ausgezeichneten Musiker (diverse Jazz-Echos, Neuer Deutscher Jazzpreis, WDR-Jazzpreis) durch neue Klangvariationen überrascht. Doch die Zeichen stehen bei dem Kölner Trompeter und Komponisten auch weiterhin auf Erneuerung. Das neue Quartett heißt Dark Matter und spielt Musik, die seit 2024 entstanden ist. Laut Jazz Facts im DLF ist Köster längst „…einer der herausragenden Jazzmusiker Deutschlands. Sein strahlendes Trompetenspiel gebietet souverän über die ganze Palette der modernen Tradition – von Freddie Hubbard bis Kenny Wheeler.“ Er selbst sagt: „Für mich ist der Live-Moment beim Jazz der entscheidende Faktor und an den kommt kein Spotify, Youtube oder Instagram ran!“

Auf der Suche nach Erneuerung hat er diesmal an seiner Seite die experimentierfreudigen und vielseitigen jungen Musiker Jannis Sicker, Calvin Lennig und Thomas Sauerborn, die größtenteils neue, eigens für diese Besetzung geschriebene Musik präsentieren und interpretieren. Bestimme Facetten in Kösters Musik tauchen immer wieder auf wie Elemente des Alternative Rock, sphärische Klänge oder die kompositorischen Verbindungen zur klassischen europäischen Musik.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Gerhard Richter

Freitag, 19. Juni: Tischtennis-Turnier & WESTCOAST CINEMA "Marty Supreme"

(Daniela)

Tischtennis-Turnier hosted by Halid Rizvanovic (Hood Comedy) & WESTCOASTCINEMA "Marty Supreme" (OmU)

17:00 Einlass, Turnieranmeldung, DJ-Sets sowie Getränke & Speisen

Ab 19.30 Show-Highlight mit Welcome-Drink: Halbfinale & Finale des Tischtennis-Turniers präsentiert von Halid Rizvanovic.

Anschließend Filmbeginn bei ausreichender Dunkelheit: MARTY SUPREME.
Wie wollen wir diesen Wahnsinns-Film über den Aufstieg eines Tischtennis-Besessenen stilecht, sportlich fair und ähnlich atemraubend zelebrieren?
Wir haben da eine Idee: Mit der WESTCOAST voller Tischtennisplatten, einem richtigen Turnier und moderiert von Hood Comedy-Host Halid Rizvanovic! Nach dem Warm-up startet MARTY SUPREME (OmU), der mit grandiosem 80er-Soundtrack schmettert, mitten in unsere Herzen trifft und eine unfassbare Power-Performance von Timothée Chalamet hier auf die Platte bringt. Von unserer Tribüne lässt sich der Film von Premiumplätzen aus auf großer Leinwand bestaunen und miterleben. Regie: Josh Safdie, USA 2025, 150 Minuten, FSK: ab 12 Jahren, Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Eintritt: 15,00 Euro – inklusive Vorverkaufsgebühr

Tickets & Infos: https://www.frankfurt-westside.de/connect/westcoast-festival-2026/https://www.frankfurt-westside.de/
FRANKFURT WESTCOAST: Gelände des Alten Hafens auf Höhe Stroofstraße 35, barrierefrei, Parkplätze vorhanden, super mit dem Rad erreichbar,65933 Frankfurt am Main

Freitag, 19. Juni: Alternative Gutmensch

(Uwe)

Mit dem Projekt „Alternative Gutmensch“ rückt Heinz Ratz die Bedeutung sozialer Einrichtungen und Begegnungsorte in den Mittelpunkt, gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen und zunehmender Entfremdung. Im Fokus stehen Menschen, die sich in sozialen Berufen, der Pflege oder im Ehrenamt täglich für andere einsetzen und Räume schaffen, in denen Begegnung, Respekt und Menschlichkeit gelebt werden.

Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern aus Musik, Theater, Kabarett und Literatur besucht Hein Ratz soziale Einrichtungen wie Obdachlosenunterkünfte, Altenheime, interkulturelle Vereine, Frauenhäuser oder Stadtteilzentren. Durch kulturelle Beiträge vor Ort soll öffentliche Aufmerksamkeit geschaffen und ein Zeichen für Zusammenhalt, Offenheit und ein respektvolles Miteinander gesetzt werden. Den Abschluss bildet ein öffentliches Abendkonzert, bei dem sich die beteiligten Einrichtungen präsentieren können. Gleichzeitig werden Spenden für soziale Projekte in der Stadt gesammelt. So gibt jeder Gast für seine eigene Stadt.

Mit dabei sind: Strom & Wasser, Tilly Pantha, Gisbert zu Knyphausen und Martin Goldenbaum.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Freitag, 19. Juni: modernlove.

(Andrea)

“Irlands Indie Pop Hoffnung modernlove. melden sich mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum eindrucksvoll zurück und bringen 2026 ihre bisher größte Headline Tour nach Deutschland. Was in kleinen Clubs begann, ist längst zu einem internationalen Momentum geworden. Ausverkaufte Shows in Großbritannien, Europa und Nordamerika markieren nur den Anfang. Nah dran. Intensiv. Laut. Ehrlich. Very special guests King No One eröffnen die Abende und setzen den perfekten Auftakt für eine Nacht zwischen Eskalation und Emotion.” Heißt es in der Ankündigung, ich habe reingehört und bin jetzt überzeugt: Das wird gut! Foto: Band@spotify 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Samstag, 20. Juni, 12 Uhr: Weinmarkt & Design-Markt & WM-Viewing

(Daniela)

Wir werden heute den Tag an der Westcoast verbringen. Weintasting ist definitif etwas für mich und Uwe mag zwar kein Public Viewing, aber hej… er hat um Mitternacht Geburtstag und liebt Fußball….

12:00 – 13:30 Zumba mit Kim Ribeiro
Ab 14:00 Vintage- & Design-Markt aus Frankfurt und Umgebung
Ab 14:00 Weinfest mit VDP-Prädikatsweingütern aus Rheingau, Rheinhessen, Baden und Württemberg
Ab 14:00 Wasserspiele für Kids mit der Feuerwehr Griesheim
14:30 & 16:30 NI-KA & Band
15:30 Michael Rütten – DJ-Set
15:30 & 17:30 Kuratierte Wine Tastings & Talks mit Winzerinnen und Win-zern der Weingüter Baron Knyphausen, Rappenhof, Stigler und Graf Adel-mann
20:00 2:cloudy – DJ-Set
22:00 WM Premium Public Viewing mit Tribünenplätzen

Eintritt: 10,00 Euro – inklusive Vorverkaufsgebühr
Anfahrt / Adresse: FRANKFURT WESTCOAST, Stroofstraße, Höhe Nummer 35, 65933 Frankfurt am Main
Tickets & Infos: https://www.frankfurt-westside.de/connect/westcoast-festival-2026/

Samstag 20. Juni: Frühjahrskonzert der Frankfurter SingGemeinschaft

(Daniela)

Kurz vor Sommerbeginn gibt es noch ein Frühjahrskonzert.. wäre ich nicht an der Westcoast, wäre ich hier:

In ihrem Frühjahrskonzert führt die Frankfurter SingGemeinschaft zusammen mit dem Kammerorchester Collegium Musicum Werke von Mozart, Mendelssohn und Wagner auf.
Es erklingen das Klarinettenkonzert A-Dur von Mozart, der 42. Psalm von Mendelssohn und das Siegfried-Idyll von Wagner.

Die Leitung hat Jens-Uwe Schunk. Solistinnen sind Natascha Jung, Sopran und Maria Ilg, Klarinette

Das Konzert findet am Samstag, 20. Juni, um 19 Uhr in der Wartburgkirche, Hartmann-Ibach-Straße 108, in Bornheim statt.
Eintritt 25 € / 15 € erm., Kartenreservierung 069-621954,  karten(at)fsg-chor.de
Vorverkauf: Merian-Apotheke, Berger Straße 48, Buchhandlung Lesecafé, Diesterwegstr. 7 im Hinterhaus, Buchhandlung Libretto, Mühlgasse 3

Montag, 22 Juni: Scene Queen

(Uwe)

Eine Welt in Pink gehüllt, frivol und laut. Hier findet zusammen, was längst zusammen gehört - – nur Männer haben das einfach noch nicht gecheckt. Wer eine Queen gerufen hat, bekommt sie auch, in diesem Fall eine echte Metal-Queen im Full-Popstar-Modus. Aus harten Riffs, Hyper Pop und weiteren Rock- Elementen entsteht bei Scene Queen ein ganz neues Genre, bimbocore. Was das heißt? Scene Queen verbindet Metalcore mit feministischen Themen und macht Kunst, die sich kompromisslos an Frauen richtet, ohne irgendwen auszuschließen.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass: 19 Uhr
Foto: Facebook Zoom

Dienstag, 23. Juni: Curtis Harding

(Uwe)

Mit seinem vierten Album „Departures & Arrivals: Adventures of Captain Curt“ nimmt Curtis Harding seine Fans mit auf eine spacige Reise durch Raum und Zeit. Dabei bedient er sich seiner gesamten Soundpalette: Sein Mix aus Soul, R&B, Funk und einer Prise Punk hat ihm längst den Ruf eines der spannendsten Künstler seiner Generation eingebracht. Die Sommer-Tour 2026 bietet die perfekte Gelegenheit, Curtis Harding erneut in Deutschland zu erleben. Fans dürfen sich auf energiegeladene Shows und eine Setlist freuen, die sowohl Klassiker als auch neue Highlights umfasst.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass: 19 Uhr 
Foto: Facebook Zoom 

Dienstag, 23. Juni: Floodlights

(Andrea)

Das ist wirklich zu schade, aber ich bin im Urlaub und werde dieses sicher wunderbare Konzert leider verpassen. Die Indie-Rock-Band Floodlights aus Melbourne spielen zuhause in ausverkauften Locations und sind jetzt in der Welt unterwegs, um mehr Menschen für ihre Musik zu begeistern. Das ist gar nicht schwer, man lauscht den ehrlichen, ungeschönten Lyrics, der eindringlichen Stimme von Leadsänger Louis Parsons, eingebettet in einen mehrstimmigen Gesang (mit Bandkollegin Sarah Hellyer) und unterlegt mit melancholischen Indie-Rock-, Post-Punk- und Folk-Sounds. Einlass 19 Uhr. 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Mittwoch, 24. Juni: Nikita Miller

(Andrea)

"Jeder Mensch verarbeitet sein Leben anders: Die einen gehen in die Kirche, die anderen ins Yoga-Retreat – Nikita Miller hat sich für den klassischen Zyklus entschieden: Schuld, Gewissen, Leid, Erlösung … und am Ende eben nicht Sühne, sondern Bühne.
Schuld. Gibt’s in jeder Familie. Aber während andere ein bisschen schlechtes Gewissen kriegen, weil sie die WhatsApp von der Oma ignoriert haben, hat Nikita gleich das Komplettpaket gewonnen. Danke, Papa.
Gewissen. Dieses Arschloch, das immer dann klingelt, wenn man schlafen will. Oder beim Therapeuten, wenn man denkt: „Alter, ich zahl hier 120 Euro die Stunde, und du fragst mich nach meiner Kindheit?“
Leid. Ja, er hat seine Mutter beerdigt, seinen Vater gehasst und sich trotzdem irgendwie durchs Leben geprügelt. Klingt traurig? Ist es auch. Aber irgendwann muss man sich entscheiden: heulen oder drüber lachen. Und Nikita lacht – laut.
Erlösung. Gibt’s nicht wirklich. Aber Mikrofon, Publikum und ehrliche Lacher kommen verdammt nah dran.
Sühne Bühne. Nix mit vergeben und vergessen. Hier wird erzählt, schonungslos, böse, befreiend komisch. Nikita Miller serviert seine Lebensgeschichte nicht als Trauerspiel, sondern als Comedy – und ja, ihr dürft dabei lachen. Laut." 
Nikita Miller ist ein in Kasachstan geborener deutscher Comedian, Kabarettist und Autor. Bekannt wurde er durch seine besondere Form der Erzählkunst: Statt klassischer Pointen-Comedy präsentiert er tiefgründige, oft melancholische, aberwitzige und authentische Geschichten aus seinem Leben, der Philosophie und der russlanddeutschen Kultur. Ausgezeichnet mit dem Kleinkuntspreis 2023. 

Batschkapp, Gwinnerstraße

Freitag, 26. Juni und Samstag, 27. Juni: The Bug is on Fire

(Martin)

Albert Garcia - Theater

Glühwürmchen flackern im Dunkeln – winzige Lichtzeichen, die in der Nacht erscheinen und plötzlich wieder verschwinden. Ihr Leuchten ist eine leise Rebellion, ein stiller Akt des Widerstands in Landschaften, in denen sie oft vergessen oder bedroht werden. Das Schicksal dieser Insekten erinnert an das von Menschen, die im Verborgenen leben. Viele Migrant*innen ohne gesicherten Aufenthaltsstaus halten Städte weltweit am Laufen, während ihre Geschichten mit jeder Welle städtischer Entwicklung verschwinden. Durch Performance, Video und Erzählung verbindet Albert Garcia in seinem neuen Stück Menschen und Glühwürmchen. 

Selbst als Kind philippinischer Arbeitsmigrant*innen in Macao geboren, hat ihn das Leben über Hongkong nach Taipeh verschlagen. Voller Empathie und analytischer Schärfe folgt er dem Leuchten der Glühwürmchen durch die Hintergassen von Macao, die verborgenen Gärten von Hongkong, die sich wandelnden Landschaften Taiwans bis an die Flussufer der Philippinen. Dabei erzählt er von den vielschichtigen Überlebensstrategien illegaler Einwander*innen in den Metropolen Ostasiens und lädt ein, genauer hinzusehen – auf das Zarte, das Gefährdete in unserer globalisierten Welt und auf die stille Kraft, zu leuchten und zu überleben.

Freitag, 26. Juni und Samstag, 27. Juni um jeweils 20.00 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Goethe-Institut Phillippinen

Samstag, 27. und Sonntag, 28. Juni: Tanzende Idioten

(Martin)

Von Thorsten Lensing mit Texten von Denis Johnson und Originalzitaten der  NASA Apollo Missionen zum Mond

Bevor sich der Vorhang zur Sommerpause im Schauspiel Frankfurt schließt, gibt’s noch ein hochkarätiges Gastspiel zu sehen, dass Ihr auf keinen Fall verpassen solltet! 

Ein Triumph. Thorsten Lensing ist zurück und mit ihm sein Star-Ensemble aus Ursina Lardi, André Jung, Sebastian Blomberg und Karin Neuhäuser. Aus Motiven des US-Schriftstellers Denis Johnson haben sie einen Abend gezaubert, der die Last der Existenz leicht werden lässt.“ nachtkritik.de

„Der Regisseur Thorsten Lensing ist eine Ausnahmeerscheinung des Theaters. Sein grandioses Stückhandelt vom Sterben einer Frau – und der Trauer ihres Katers. Je sparsamer die Theatermittel sind, die er einsetzt, desto größer ist die Aufmerksamkeit, die er erregt. (…) Jede Lensing-Premiere wird als Ereignis gefeiert. ‚Tanzende Idioten‘ dauert inklusive Pause drei Stunden, die Darstellerinnen und Darsteller haben viel Zeit, sich grandios zu entfalten – im Tragikomischen. Sterben auf der Bühne darzustellen ist immer riskant, oft wird es peinlich. So berührend wie hier gelingt es selten. Jubel im Saal.“ Die Zeit

Und Simon Strauss ist begeistert, in der FAZ, wie Sebastian Blomberg einen Kater spielt – oder zu einem wird? "Blomberg verleiht seinem Körper die Anmutung eines eingebildeten Pfotentiers, das genau weiß, wie schön und wichtig es ist. (…) Wenn es einen Sonderpreis für herausragende Tierdarstellungen gäbe, hierfür müsste er ihn bekommen."  

Darum geht’s: Goldie tut, was sie am liebsten tut: Sie baut ihr Haus um. Ihre Freude dabei ist ebenso ansteckend wie verstörend, denn Goldie ist schwer krank. Während ihr Kater auf ihr liegt und schnurrt, spricht sie das aus, was man sonst nie sagt. lötzlich klingelt es und Goldies frisch verliebter Vater steht mit seiner Geliebten vor der Tür. Vollkommen unerwartet findet sich der vor Glück beinahe platzende Vater am Sterbebett der eigenen Tochter wieder. 
Er glaubt sich am Anfang, sie weiß sich am Ende.  Im Verlauf von »Tanzende Idioten« erlebt das Publikum gemeinsam mit Goldie all das, wovon der Abschied schwerfällt: wilde Kajakfahrten, ausartende Saunabesuche, tanzende Menschen, den Geruch von frischem Holz und vergessene Erinnerungen eines Babys.

Unbedingt Tickets sichern!
Samstag, 27. Juni um 19.30 Uhr und Sonntag, 28. Juni um 18.00 Uhr: 
Tanzende Idioten von Thorsten Lensing mit Texten von Denis Johnson und Originalzitaten der NASA Apollo Missionen zum Mond
Schauspiel Frankfurt / Großes Haus
Foto: © Armin Smailovic

Samstag 27. Juni: Vocal Summer Jazz Vol. 2 - Singen macht glücklich -

(Daniela)
Ich bin heute Abend auf dem Konzert der TOTEN HOSEN, würde ich also nicht im Waldstadion singen, sänge ich vielleicht in Friedberg

Vocal Summer Jazz Vol. 2 - Singen macht glücklich -
und das Glück vom letzten Sommer ruft nach einer Vocal Summer Jazz Fortsetzung :-). Am 27.06.2026 ist es soweit! 

Ein lauer Sommerabend im Alten Hallenbad, gemeinsam eintauchen in Swing und Latinmusik. 
Good vibrations und Emotion pur, Sektchen in der Pause. Wir können es kaum erwarten! 

Das Dreamteam Jazzy Weather aus Friedberg und Bewitched aus Frankfurt mixt an einem sommerlichen Cocktail aus entspanntem Swing und heftigstem Latin-Groove, aber auch wunderschön melancholischen Jazzballaden. Ob cool oder hot, heraus kommt immer Jazzgesang vom Feinsten. 

Und auch ihr werdet diesmal wieder nicht verschont ;-). Es gibt Songs, die wir mit euch zusammen singen wollen. Das hat das letztes Jahr einfach zuviel Spaß gemacht!
Wir freuen uns mega auf euch!
Jazzy Wheather und Bewitched Sa, 27.06.2026, um 19:30, Einlass 19:00
Eintritt: 16€, ermäßigt 10€; Tickets beim Ticketshop Friedberg, www.ticket-shop-friedberg.de, Tel: 06031-15222; Leitung: Regina Klein

Donnerstag 03. - Samstag 11. Juli: Schönberg auf der Straße: „Pierrot 21 oder Mondtrunk“

(Daniela)

Dzuna Kalnina ist eine tolle Frau. Ich habe sie vor zwei Jahren mit einer Iszenierung in der Alten Seilerei erlebt. Jetzt inszeniert sie auf dem Kulturcampus:

Schönberg auf der Straße: „Pierrot 21 oder Mondtrunk“ erobert den KulturCampus
Der Außenbereich vor dem Studierendenhaus in der Mertonstraße 26 wird im Juli zur ungewöhnlichsten Bühne der Stadt. 
Mit „Pierrot 21 oder Mondtrunk“ bringt Kunst im Puls e.V. Arnold Schönberg „Pierrot Lunaire“ dorthin, wo man es garantiert nicht erwartet: mitten in den öffentlichen Raum. Die Performance ist als urbane Intervention gedacht – ein musikalischer Überraschungsmoment für alle, die zufällig vorbeikommen oder bewusst den Abend im Campus‑Hof verbringen. 

Die Idee: Schönbergs expressionistische Klangwelt trifft auf Frankfurts Sommerluft. Passant*innen werden eingeladen, nicht nur zuzuhören, sondern sich poetisch einzumischen - zwischen jeweils sieben Liedern öffnen sich Pausen, die nicht als Unterbrechung gedacht sind, sondern als Einladung: Das Publikum kann diese Momente nutzen, um eigene poetische Impulse in den Abend hineinzulegen – Worte, Bilder, spontane Gedanken. So entsteht ein offener Austausch zwischen Musik, Stadt und den Menschen, die sich auf dieses ungewöhnliche Erlebnis einlassen.

Musikalisch hochkarätig besetzt:
Robert Crowe (Gesang), Peter Kuhn (Dirigent), Joachim Enders (Klavier), Ingo Haas (Violine/Viola), Katrin Szamatulski (Flöte/Piccolo), Michael Veit (Cello), David Wolf (Klarinette)
Dazu Dzuna Kalnina (Regie), Katharina Kraatz (Kostüm), Sofia Samoylova (Foto), Günter Woog (Flyer Design), Daniel Groß (Technik)

Termine: 3., 8., 10. und 11. Juli 2026, jeweils 20 Uhr

Ort: Außengelände des Studierendenhauses in der Mertonstraße 26, 60325 Frankfurt am Main 
Bei Regen: Ausweichort Offenes Haus der Kulturen
Der Eintritt ist frei. In Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen und Vision 31 Kulturcampus gemeinsam gestalten.
Ein Projekt, das zeigt, wie lebendig, überraschend und offen diese Stadt sein kann – besonders, wenn Schönberg plötzlich um die Ecke biegt.

Dienstag, 21. Juli – Dienstag, 18. August: Summer in the City

(Martin)

Fünf Gigs und tolle Vibes im Palmengarten - Entspannt lassen sich heiße Sommerferien mit dem fein ausbalancierten Programm genießen. 

Mit diesem Höhepunkt der Konzertsaison im Künstler*innenhaus Mousonturm wird aber auch das Frankfurter Publikum gefeiert, das von vielen Künstler*innen und Bands so geschätzt wird. Also ran an die Tickets und auf in den Palmengarten! Wo sonst in der Region lässt sich ein Sommerabend klangvoller verbringen? 

Den Auftakt macht Tanita Tikaram mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus Folk, Pop und melancholischer Eleganz. 

Martin Kohlstedt verbindet akustisches Klavier mit elektronischen Klanglandschaften zu intensiven Live-Erlebnissen.  

Mit Ásgeir zieht nordische Melancholie zwischen Folk und elektronischen Sounds in den Palmengarten ein.  

Energiegeladen wird es mit Moop Mama, deren Brass, Beats und politische Haltung den Palmengarten in Bewegung versetzen.  

Zum Finale bringt Liraz ihren berauschenden Elektro-Pop mit persischen und israelischen Einflüssen nach Frankfurt – ein sommerlicher Ausklang voller Euphorie und Tanzbarkeit.

Achtung: Festivalpass buchen!

Dienstag, 21. Juli – Dienstag, 18. August – immer Dienstags im Palmengarten / Künstler*innenhaus Mousonturm

Freitag, 24. Juli, bis Sonntag, 9. August: 25. Sommerwerft

(Andrea)

Unter dem Pflaster der Strand und der Ozean beginnt in Frankfurt, die Sommerwerft feiert in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag und den Fluss. Seit ihrer Gründung hat sich das Festival von einer freien Szene-Initiative zu einem festen Bestandteil der Frankfurter Kulturlandschaft entwickelt – heute im Schatten der Europäischen Zentralbank, aber weiterhin fest am Main verankert. Auch im Jubiläumsjahr lädt die Sommerwerft zu 17 Tagen Kultur am Mainufer ein – an einem Ort, an dem Menschen seit jeher zusammenkommen, verweilen, zuhören und sich in einem offenen Raum des Austauschs und des sozialen Miteinanders begegnen. Unser Geschenk zum 25-jährigen Jubiläum: Blue Lab 2026 – The Ocean Starts… in Frankfurt! Mitten in der Sommerwerft, vom 29. Juli bis 2. August, verwandelt das Blue Lab das Mainufer in einen offenen, inklusiven Lern- und Erlebnisraum. Unter dem Motto „The Ocean Starts… in Frankfurt!“ begeben sich Besucher*innen auf eine symbolische Reise von den Quellen des Mains und des Rheins bis zur Nordsee – eine Source-to-Sea-Perspektive, die die enge Verbindung zwischen Fluss- und Ozean sichtbar macht. Das Programm folgt dem natürlichen Wasserkreislauf – von der Quelle über Flüsse und Feuchtgebiete bis hin zu Küsten, Flussmündungen und dem Ozean – und kulminiert am 2. August  an einem gemeinsamen Feiern des Wassers. Im Mittelpunkt stehen dabei die Werte Respekt, Verantwortung, Kollektivität, Demokratie und Inklusion. Ich freue mich wie jedes Jahr sehr auf diesen besonderen Ort, das gesamte Programm findet ihr auf www.sommerwerft.de 

Sommerwerft, Weseler Werft

13. bis 17. Oktober: Deutsches Jazzfestival: Von hier aus gesehen

(Daniela)

In Zeiten, in denen man sich angesichts des politischen Weltgeschehens ungläubig die Augen reibt, dankbar im noch einigermaßen vernünftig erscheinenden Europa zu leben, bietet sich ein Blick auf die Jazzlandschaft des Kontinents an. Erleben Sie an fünf Abenden ab 13. Oktober im hr-Sendesaal und bei der Clubnacht in Rhein-Main arrivierte und aufstrebende Interpretinnen und Interpreten!

Dass  ein  Festival wie  das  Frankfurter nur  Ausschnitte zeigen kann,  versteht  sich  von  selbst, ebenso  dass  das  Mutterland  des  Jazz  dabei  nicht  ausgeschlossen  werden soll.  Es  ist  mit  Myra  Melford’s  Fire  and  Water  Quintet,  der  Vibrafonistin  Sasha  Berliner  oder  der  in  den  USA  lebenden  malaysischen Bassistin  Linda  May  Han  Oh  gut  vertreten. Mit  von  der  Partie  in  Melfords  Band:  die  in  Brooklyn  ansässige deutsche  Saxofonistin  Ingrid Laubrock.   

In  der  Welt  des  Jazz  werden  Grenzen seit  jeher  am  liebsten  überschritten,  wie  man  auch  an  den  Musiker*innen  erkennt, die  in  Europa eine  Heimat  gefunden haben  und  ihre  Perspektiven  einbringen. Die  fruchtbaren  Resultate europäischer  Weltoffenheit  führt  beispielhaft  die  Band  von  Andrés  Coll  vor  Augen, in  der  sich  Musiker  aus  Marokko,  Spanien und  Polen  begegnen und  gegenseitig  inspirieren. 

Wie unterschiedlich die Auseinandersetzung europäischer Musiker*innen mit außereuropäischen Kulturen ausfallen kann, sieht man an Louis Sclavis und Naïssam Jalal, die als Gast zur österreichischen Formation Shake Stew dazukommt. Während Sclavis sich von Reiseimpressionen zu einer imaginären Folklore inspirieren lässt, hat Jalal sich intensiv mit indischer Musik beschäftigt.

Dabei  gehört  Sclavis  zu  denen,  die  aus  Jazztradition  und  einer  schwer  zu  beschreibenden  europäischen  Sensibilität  einen  eigenen  Sound  geformt  haben,  genau  wie  Christof  Lauer  oder  Émile  Parisien und natürlich  Norma  Winstone,  die  den  europäischen  Jazzgesang  stärker  geprägt  hat  als  irgendwer  sonst.  Auch  das  Schaffen  von  Nicolai  Thärichen  und  Ali  Neander  lässt  sich  in  der  Spannung  zwischen grenzüberschreitenden  Inspirationen,  europäisch  geprägter  Perspektive  und  eigenständiger  Kreativität  verorten.  

Wie  neben  diesen mehr  oder  weniger alten  Größen  eine  junge  Generation des  europäischen  Jazz  ihren  eigenen Weg  sucht,  wird  auf  diesem Festival  an  Andrés Coll,  Darius  Blair, Finn  Heine,  Elliot Galvin  und  Emma  Rawicz  sichtbar. Sie  und  Ali  Neander  sind  dieses  Jahr  die  Gäste  der  hr-Bigband. 

https://www.hr2.de/veranstaltungen/jazzfestival/deutsches-jazzfestival-von-hier-aus-gesehen---das-komplette-programm-v38,djf26_artikel_komplettes_programm-100.html

Freitag, 30. Oktober: Sportfreunde Stiller

(Andrea)

Tatsächlich war ich neulich ziemlich überrascht, als ein guter Freund vom Sportfreunde Stiller Konzert in Köln postete. Die gibt´s noch? Die sympathischen Bayern hatte ich in den letzten Jahren wirklich völlig aus den Augen verloren. Dabei gab es doch kaum zärtlichere Liebeserklärungen und schönere Komplimente, “Du bist die Antwort auf die Frage/ Gibt es reiche Tage?/ Ich spür mit dir/Hat mich das Glück im Visier”. Oder eben “Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist/ Und sichergeh'n, ob du denn dasselbe für mich fühlst”. Lieder für die Ewigkeit. Sie komponierten zur WM 2006, politisch korrekt gegen Nazis und pflegten immer das Image der netten Jungs von nebenan. Warum auch nicht und vermutlich sind die Sportis wirklich eine Gruppe, auf die sich Menschen aller Altersgruppen gut verständigen können. Sonst gäbe es auch sicher die aktuelle ARD-Doku nicht. “30 wunderbaren Jahre Tour” erzählt von Auftritten in dunklen Kellerräumen vor drei Neugierigen bis zu mit zehntausend Beseelten gefüllten Hallen. Von speziellen Eigenheiten wie WM-Hits, MTV-Unpluggeds, horizonterweiternden Videodrehs, Schallplatten aus Holz/Gold/und Platin, Lesetouren in Opernhäusern bis zum „ganz normalen“ Irrsinn einer Band samt unvergesslicher Tourneen in den Armen der besten Crew of the Universe. Von Vorband sein von Foo Fighters, Green Day und Grönemeyer bis zu Vorbands wie Ash, Nada Surf, Franz Ferdinand und Kaiser Chiefs. Alles dabei", erinnert sich Flo. Ich freue mich auf den Abend zum Mitsingen und mit viel positiver Energie. 

Jahrhunderthalle Höchst, Pfaffenwiese 

AUSSTELLUNGEN - BEREITS ANGEKÜNDIGT, LAUFEN ABER NOCH EINE WEILE

Noch bis Donnerstag, 18. Juni: Ausstellung Julia Roppel auf der Frankfurter KunstSäule

(Petra)

Auch mein Lieblingsformat macht beim World Design Capital (WDC) 2026 mit: Design stärkt Demokratie, und Demokratie braucht Design. WDC 2026 ist ein gesellschaftspolitisches Projekt, das eine regionale Identität hat, aber internationale Strahlkraft aussenden möchte, um das Morgen besser zu gestalten. Die KunstSäule blickt dafür mit Julia Roppel zurück auf eine Ikone der Frankfurter Gestaltung. Nachdem im vergangenen Jahr die Frankfurter Küche und die Neue Sachlichkeit anlässlich 100 Jahre Neues Frankfurt im Mittelpunkt standen, rückt Roppel den Fokus ganz auf den Frankfurter Stuhl. Der wurde vor rund 90 Jahren entwickelt und steht für eine nachhaltige Verbesserung des Alltags in hoher Qualität. Mit ihrem Frankfurter Atelierstuhl, der Spuren ihrer Werke trägt, experimentiert die Künstlerin gerne: Der Stuhl dient nicht nur als Sitzgelegenheit, sondern auch als Leiterersatz – und war sogar schon Teil von Installationen. Pina Bausch gab in ihrem weltberühmten Tanztheater einem Frankfurter Stuhl eine „Rolle“, auf ihm wurde getanzt bzw. er tanzte auch selbst durch die Luft. Entsprechend ist die Arbeit von Roppel an der Säule keine statische Referenz, sondern ein dynamisches Bild mit einigen wie hingepurzelten Frankfurter Stühlen. Als Malgrund diente ihr eine Doppelseite der Frankfurter Kunstzeitung Montez Express.

Work with me, play with me – der Frankfurter Stuhl, Ausstellung von Julia Roppel, Ort:Frankfurter KunstSäule, Adresse: Brückenstraße / Ecke Gutzkowstraße, Uhrzeit: ab 19 Uhr (Öffnungszeiten: 24/7), Eintritt: frei, Einführung: Florian Koch, Grußwort Barbara Lersch (Programmdirektorin WDC 2026), mit Musik von The Ukulear Family, Ukulele Sound, barrierefrei

Noch bis 05. Juli: Monets Küste - Die Entdeckung von Étretat

(Martin)

Diese Ausstellung ist ein MUST SEE! 
Ein Küstenort wird zum Mythos – und fasziniert bis heute. Die Felsen von Étretat, in der Normandie an der Atlantikküste gelegen, zogen im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler in ihren Bann. Auch Claude Monet war von der einzigartigen Steilküste mit ihren drei Felsentoren derart fasziniert, dass er ihr etliche Gemälde widmete. Das Städel Museum präsentiert eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung des einstigen Fischerdorfes Étretat und den Einfluss des Ortes auf die Malerei der Moderne.

hessenschau.de schreibt: „Die verschiedenen künstlerischen Annäherungen an diesen einzigartigen Ort über rund 200 Jahre zeigt die Ausstellung in faszinierend gestalteten Räumen und Gegenüberstellungen. Gleichzeitig beleuchtet sie den sozialen Wandel des einstigen Fischerdorfs zum Badeort und zum Sehnsuchtsort der Pariser Künstler. Und sie zeigt, wie der Mythos in der Literatur, der Fotografie und sogar in der Netflix-Serie "Lupin" bis heute fortlebt.“

Bis 5. Juli (Dienstag, Mittwoch, Freitag – Sonntag 10.00-18.00 Uhr; Donnerstag 10.00-21.00 Uhr): Monets Küste - Die Entdeckung von Étretat
Städel Museum
Foto: Ausstellungsansicht Städel Museum © Norbert Miguletz

Noch bis Sonntag, 05. Juli: Ausstellung - New Neues Frankfurt – Musterhaus für eine bessere Zukunft im ernst-may-haus

(Petra)

Anlässlich des einhundertjährigen Jubiläums initiierte Studio Jonathan Radetz in Kooperation mit der ernst-may-gesellschaft e.V. das Projekt „New Neues Frankfurt”, um damalige Konzepte zum suffizienten Wohnen auf kleinen Grundrissen zu untersuchen und anhand des ernst-may-musterhauses (mayhaus), welches als temporäres Designlabor fungierte, auf die heutige Zeit zu übertragen. Im Designlabor im mayhaus haben sie in den vergangenen Monaten Entwürfe für das Wohnen auf kleinem Raum entwickelt. Da kleine Grundrisse, wie die des mayhauses, durchdachte Möbel- und Einbaulösungen benötigen, wurde an Entwürfen gearbeitet, die unterschiedliche Einkommensgruppen ansprechen und heutige Bedürfnisse berücksichtigen sollen. Auf dem ernst-may-fest im letzten Sommer konnten alle Gäste an der Verlosung von zwei Wochenenden „Probewohnen“ im Frühjahr 2026 teilnehmen (ich bin etwas neidisch, hätte zu gerne auch mal probegewohnt), und ich hoffe, die Gewinner*innen konnten tolle Erfahrungen dort sammeln: Im Sinne eines partizipativen Gestaltungsansatzes sollten so die ersten Prototypen im Alltag getestet werden. Nun sind die neuen Möbel in einer Ausstellung im mayhaus zu sehen, die wir alle anschauen können. Und das mayhaus selbst finde ich ohnehin immer wieder sehenswert.

©Jonathan Radetz

New Neues Frankfurt – Musterhaus für eine bessere Zukunft - Ausstellung, Ort: ernst-may-haus, Adresse: Im Burgfeld 136, Öffnungszeiten: dienstags bis donnerstags 11 - 16 Uhr, samstags - sonntags 12 - 17 Uhr, Eintritt: frei

Noch bis 16. Juli: Die Nazis waren ja nicht einfach weg

(Andrea)

Nachdem ich neulich “Gedenken neu denken” von Susanne Siegert gelesen habe, bin ich nochmal neu aktiv geworden und habe einen Antrag beim Bundesarchiv gestellt. Dass mein einer Opa Soze war, weiß ich und das wird sich hoffentlich bestätigen, aber was ist mit dem anderen? War der wirklich der Nazi für den ich ihn halte? “Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945” im Kommunikationsmuseum schaue ich mir also auf jeden Fall an. 
"Vor 80 Jahren, am Ende des Zweiten Weltkriegs, lag Europa in Trümmern. Das NS-Regime hatte Millionen von Menschen verfolgt und ermordet sowie große Teile des europäischen Kontinents verwüstet und ausgeraubt. Nach 1945 taten sich die Deutschen schwer mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Die meisten verdrängten ihre Verantwortung und schwiegen über das Geschehene. Erst allmählich wandelte sich der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus, in Ost- und Westdeutschland auf unterschiedliche Weise.
Die Ausstellung des Schulmuseums der Universität Erlangen-Nürnberg thematisiert diesen Prozess und stellt die Frage, wie wir uns zukünftig an die NS-Geschichte erinnern wollen. Sie wurde zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland entwickelt und richtet sich insbesondere an junge Menschen. Die Ausstellung greift die Perspektive von Kindern und Jugendlichen verschiedener Epochen auf. Sie thematisiert die Situation der Überlebenden der Verfolgung sowie der vormaligen Täter und Mitläufer aber auch deren Nachkommen. 

Museum für Kommunikation, Schaumainkai

bis 16. August: OF/ Powerful textures

(Andrea)

Die Eröffnung am 9. Mai ist unserer eigenen Party zum Opfer gefallen. Aber das soll die Ausstellung nicht mindern. Überhaupt schaffen es Dorothea und ihr Team immer, vermeindlich angestaubte Themen wie Schriftgestaltung und Typographie in neue spannende Zusammenhänge zu bringen. So auch jetzt mit der aktuellen Ausstellung “Powerful Textures. Sprache in Textil”, die den Blick für Verwobenes und Textiles schärft: "In der Textilgeschichte spielen Wandteppiche und textile Arbeiten im Raum häufig eine Rolle in der Vergewisserung von Werten und Identität. Den Grundstock der einzigartigen Sammlung moderner Schrifttapisserien des Klingspor Museums bilden die Arbeiten Rudolf Kochs und seiner Studierenden, die um 1925 in Offenbach entstanden. Ankäufe, Schenkungen und Auftragsarbeiten erweiterten die Kollektion, die nun erstmals im Kontext zeitgenössischer Arbeiten gezeigt wird. Da sich Textilkunst häufig mit weiblicher Arbeit assoziiert, wird textile Schrift zunehmend stark in aktivistischen und feministischen Kontexten genutzt. In zeitgenössischen Arbeiten verweben sich persönliche Geschichten mit Politik und Gesellschaftskritik. Hier ergänzen Leihgaben internationaler Künstler*innen die Ausstellung. Mit Kunstwerken von Melina Braß, Daria Goncharova, Katya Dimova, Barbara Habermann, Sandra Heinz, Karlgeorg Hoefer, Anna Horváth, Eta Ingham Lawrie, Monika Jäger, Ems Kadenz, Kani Kamil, Rudolf Koch, Eike König, Lise Linnert, Petra Ober, Werner Poeschel, Allan Porter, Helga Portig-Sitka, Herbert Post, Fritz Riedl, Erin M. Riley, Maureen Ritter, Dieter Roth, Hans Schmidt, Vreni Spieser, Johanna Natalie Wintsch, Berthold Wolpe. 

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Noch bis Sonntag, 06. September: Multispezies Members Club. – Ausstellung im Museum Giersch

(Petra)

Wie kann eine technologisierte Gesellschaft auf Fürsorge und Teilhabe statt auf Konkurrenz bauen? – diese Frage steht im Zentrum des Multispezies Members Club im Rahmen der World Design Capital 2026. Die Ausstellung entwirft ein zukunftsweisendes Modell des Zusammenlebens, in dem Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen gleichberechtigt agieren. Besucher*innen sind eingeladen, Fürsorge, Kooperation und Teilhabe nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben, und zu reflektieren, wie Technologie Kommunikation zwischen unterschiedlichen Spezies ermöglichen kann. Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich, dass Technik nicht neutral ist: Sie verbraucht Ressourcen, kann bestehende Machtverhältnisse verstärken und stößt dort an Grenzen, wo natürliche Systeme zu komplex sind, um sie vollständig zu steuern. Die Highlights der Ausstellung sind interaktiv und vielseitig: Andreas Greiners neu entstandene Installation Garden Protocol verbindet Pflanzen auf dem Balkon, 1 Menschen und technische Systeme über Wasser als gemeinsame Ressource und fungiert als lebendiges Versuchsfeld für neue Formen des Zusammenwirkens von Natur und Technologie. Greiner agiert dabei sowohl als Künstler als auch als Kurator der Ausstellung, gemeinsam mit Ina Neddermeyer und Susanne Wartenberg. Im Multispezies Café knüpft er an die Tradition des Salons an und bringt aktuelle Diskurse über Künstliche Intelligenz in den Raum, während im Klangkunstwerk Conspiracy Theory (2023) drei KI-Systeme – Grok, DeepSeek und Mistral – in einen Trialog treten und globale Machtverhältnisse sowie politische und gesellschaftliche Modelle reflektieren. Weitere künstlerische Positionen hinterfragen die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Technologie auf vielfältige Weise. Aktivistisch und interaktiv ist Tree and Rockets Truth Gate (2026), das Besucher*innen über umgebaute Arcade-Spielautomaten in die Analyse und Korrektur von Online-Inhalten einbindet. Auch der Museumsgarten wird Teil des Multispezies-Clubs: Mit der Klanginstallation What do birds tweet about? (2025, Neukonzeption 2026, Baltic Raw Org) werden Vogelstimmen in kurze Textfragmente übersetzt und als eigenständige, nichtmenschliche Stimme erfahrbar. Beiträge von Künstler*innen – darunter auch Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der HfG Offenbach, die im Rahmen eines Open Calls ausgewählt wurden – eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Künstliche Intelligenz, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung. Wissenschaftler:innen der Goethe Universität Frankfurt ergänzen das Programm mit Perspektiven aus der KI Forschung, Bioinformatik, Kunstpädagogik, Anthropologie sowie Erziehungs-, Kultur- und Literaturwissenschaften. Die Ausstellung verbindet Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit und lädt dazu ein, über ein mehr-als-menschliches Zusammenleben nachzudenken sowie die Möglichkeiten und Grenzen algorithmischer Prozesse kritisch zu reflektieren.

Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni, beteiligte Künstler*innen und Wissenschaftler*innen: allapopp, Baltic Raw Org (Móka Farkas & Berndt Jasper), Literaturwissenschaftler Roland Borgards, Erziehungswissenschaftlerin Juliane Engel, Anthropologe Steven Gonzalez Monserrate, Kulturantropologin Katharina Graf, Andreas Greiner, Dženeta Hodžić, David Kuhn & Markus Rauchecker, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Anne Duk Hee Jordan, Laleh Khabbazy Oskouei & Farhang Rafiee, Nadine Kolodziey, Kunstpädagogin Verena Kuni, Biophysikerin Franziska Matthäus, Xenia Snow, terra0 (Paul Kolling & Paul Seidler), Tree and Rocket, Medienpädagoge Dan Verständig, ZK/U Proxylab, Vernissage: 18 Uhr (Eintritt frei), mit Grußworten aus Kultur und Wissenschaft sowie dazu ab 20 Uhr live Beats von den Frankfurter DJs JUCI VISION, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, Eintritt: 7 (5) Euro, weitere Infos gibt's hier 

Bis Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Noch bis 18. Oktober: „Suburbia. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise“

(Andrea)

Wer bei “Träumen vom Eigenheim” an Wüstenrot und Bausparverträge denkt, liegt nicht ganz falsch. Witzigerweise habe ich die Ausstellung des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona ebenda bereits gesehen und war so begeistert, dass ich mir sogar den Katalog (in englisch und spanisch!) gekauft habe. In Frankfurt scheint die Ausstellung inhaltlich erweitert, weshalb ich mir den Teil sicher noch anschauen werde. "Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht  ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohn fläche verbindet."

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Noch bis Montag, 30. November: DRAC - ein Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination am Instituto Cervantes

(Petra)

Im Garten des Instituto Cervantes Frankfurt installiert und im Rahmen der WDC 2026 präsentiert, beherbergt der Pavillon ein Programm öffentlicher Veranstaltungen und lädt Besucher:innen ein, Architektur, Kreativität und Kultur in einem gemeinsamen öffentlichen Raum zu erleben. Die Installation lädt das Publikum dazu ein, sie zu durchschreiten, zu erleben oder einfach zu betrachten, und dient zugleich als Ort für kulturelle Veranstaltungen. Als Referenz dient der Drache am Eingang des Park Güell in Barcelona, anlässlich des 100. Todestages des katalanischen Architekten. Die Struktur wurde vom Architekten José Ramón Tramoyeres entworfen und von Designer Manolo García realisiert. Es folgt den Prinzipien des europäischen Programms New European Bauhaus: Schönheit, Nachhaltigkeit und Inklusion. Seine modulare Struktur aus Holz und Keramik ermöglicht es, den Ort zu transformieren, ohne ihn dauerhaft zu verändern, und dient als Plattform für kulturelle Aktivitäten. Das Projekt fungiert zugleich als Plattform für den Austausch zwischen Spanien und Deutschland im internationalen Programm der WDC 2026 und stellt Perspektiven aus der spanischen Kunst- und Kulturlandschaft vor. Im Foyer des Instituto Cervantes ergänzt eine speziell konzipierte Ausstellung die Installation. Sie beleuchtet die künstlerischen und technischen Traditionen, die der Skulptur zugrunde liegen. Inspiriert von Gaudís Bauweise kombiniert die Arbeit: Keramikelemente aus hochwertiger Produktion in Valencia; eine innere Struktur aus dampfgebogenen Holzstäben „Vareta“-Technik, vergleichbar mit Methoden aus dem Bau valencianischer Fallas oder historischer Großkonstruktionen. Ein dokumentarisches Making-of-Video zeigt zudem den gesamten Entstehungsprozess – von den ersten Entwürfen bis zur Installation.

Abbildung: © José Ramon Tramoyeres & Manolo García

DRAC - Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination, Ort: Instituto Cervantes, Adresse: Staufenstraße 1, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: montags-donnerstags 9 bis 18 Uhr, freitags 9 bis 15, Uhr, Zugang zum Garten über den Haupteingang des Instituto Cervantes, Kulturprogramm und weiteres Programm (ggf. kostenpflichtig) während der Laufzeit findet Ihr hier 

Bis Donnerstag, 03. Dezember: Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe im 2. OG Dondorf-Druckerei

(Petra)

Die Reihe „Jenseits von Privateigentum“ fragt nach Alternativen zu Eigentum als zentralem Prinzip von Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts von Wohnungsnot, Klimakrise und autoritären Entwicklungen rückt die Eigentumsfrage neu ins Zentrum. Welche Formen von Commons, Vergesellschaftung und Gemeineigentum sind möglich – und wie lassen sie sich praktisch durchsetzen? Die Veranstaltungen verbinden wissenschaftliche Analyse mit aktivistischer Praxis. Sie richten sich an Studierende, Initiativen und eine interessierte Öffentlichkeit. Im Fokus stehen konkrete Beispiele, politische Strategien und theoretische Perspektiven. Der Veranstaltungsort – die Dondorf-Druckerei auf dem Campus Bockenheim – ist selbst Teil dieser Auseinandersetzung: ein kollektiv erkämpfter und genutzter Raum. Die Themen umfassen zahlreiche wichtige Aspekte, sie reichen vom Auftakt mit “Shoppingmalls zu Sorgezentren" mit Birgit Wend am 23. April über “Privateigentum und rechte Ideologie” mit Sabine Nuss im Oktober bis hin zum Thema ”Stadtbodenstiftung" (eins der Themen, die mir besonders am Herzen liegen) mit Sabine Horwitz am 03. Dezember.

Grafik: Website Offenes Haus der Kulturen

Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe, in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen, dem Verein Aelita und dem Institut für Humangeographie der Goethe-Universität, Ort: 2. OG der Dondorf-Druckerei, Adresse: Gabriel-Reisser-Weg 3 (Schirn Kunsthalle), komplette Veranstaltungstermine und -themen sowie weitere Infos findet Ihr hier, Eintritt: frei

Noch bis Sonntag, 17. Januar 2027: Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“ im Städel-Museum

(Petra)

Diesen Tipp würdet Ihr ohne einen “Lieblings-Paparazzi” dieser Stadt, Bernd Kammerer, nicht lesen: er hat mir das Foto zur Ausstellungseröffnung geschickt - und mich erst so richtig neugierig gemacht. Ich habe das Städel – offen gesagt- in letzter Zeit weniger oft im Blick, weil sie dort einen super Job machen mit großen Ausstellungserfolgen, mir persönlich ist es mitunter „too much“. Aber diese neue Ausstellung hört sich total spannend an: Mit der Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven. So empfehle ich sie Euch sehr gerne (auch wenn der Eintrittspreis schon ordentlich ist)!

Foto:Elmgreen&Dragset©Bernd Kammerer

Ausstellung Elmgreen & Dragset „Stillleben mit Gemüse“, Ort: Städel-Museum, Adresse, Schaumainkai 63, Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 21 Uhr, Eintritt: 19 (17) Euro, Tickets gibt es online hier

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