22.05.-28.05.2026

Suse

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Ich bin wie immer in Eile: Gleich halte ich noch einen Vortrag, und am Nachmittag fahren wir weiter nach Bad Wildungen. Dort lebt meine Freundin Suse inzwischen seit ein paar Jahren. Wir kennen uns schon eine kleine Ewigkeit, haben zusammen unzählige Events organisiert und zwischendurch sogar eine kleine Eventagentur im Nordend betrieben.

Die wildeste Zeit? Wahrscheinlich die zehn Jahre im Produktionsbüro von Rock am Ring. Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, dass wir uns 1987 auf dem Evangelischen Kirchentag kennengelernt haben :-)

Heute Abend veranstaltet Suse eine Party: KLANG HIMMEL im Musikpavillon vor der Wandelhalle im Kurpark von Bad Wildungen. Los geht’s ab 19:00 Uhr. Vielleicht hat ja jemand von Euch Lust vorbeizuschauen?

Ansonsten bleibt es turbulent … Aber nächsten Donnerstag geht’s endlich los: Unser Ziel liegt 1951 Kilometer entfernt — endlich wieder Apulien.

Da ich es diesmal nicht geschafft habe, die Ausgehtipps vorzuschreiben, packe ich den Laptop ein und schicke sie Euch nächste Woche aus Santa Maria di Leuca.

Was auch immer ihr macht, lebt wild.

Daniela

Vielen Dank auch an den Rest des Ausgehtipps-Teams: Martin Grün, Uwe Schwöbel, Andrea Ehrig, Petra Manahl und Erik Düwel.

HELFER:INNEN für die SOMMERWERFT GESUCHT

(Daniela)

Die Sommerwerft 2026 steht vor der Tür und du bist herzlich eingeladen diese einzigartige Kulturwelt zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen! Vom 24. Juli bis 09. August 2026 verwandeln wir die Weseler Werft in Frankfurt am Main in einen Ort für offene Theaterkultur, Gemeinschaft und sozialen Zusammenhalt – frei zugänglich und ohne Eintritt.

Warum mitmachen? Die Sommerwerft lebt vom freiwilligen Engagement in Gemeinschaft. Unser diesjähriges Motto „The Ocean Starts… in Frankfurt!“ 
Wie kannst Du helfen? Egal ob beim Flyer verteilen, Auf- und Abbau, oder bei den verschiedenen Einsatzbereichen während der Werft – es gibt viele Möglichkeiten, sich einzubringen. Es gilt wie immer: Keine Vorerfahrung ist nötig, nur Deine Begeisterung und Dein Teamgeist zählen!
Einsatzzeiten: Während der Sommerwerft vom 24.07.-09.08.26 brauchen wir Hilfe zwischen 12 Uhr und 24 Uhr in selbst gewählten Schichten von 4-5 Stunden. Für Essen und Trinken ist an diesen Tagen für dich gesorgt. 

Wichtige Daten: ab15.06.2026: Plakate kleben / Flyer verteilen; 18.07.2026: WarmUp-Gartenparty mit Musik, Essen; triff alle Volunteers, Hauptverantwortlichen und die Theatergruppe antagon!; ab 20.07.2026: Aufbau des Festivals an der Weseler Werft; 10.08 & 11.08.2026: Abbau des Festivals an der Sommerwerft; 24.07 - 09.08.2026: Helfen auf der Sommerwerft; Helfer*innen Picknick auf der Werft (Datum wird noch bekannt gegeben)

Jetzt melden und mitmachen!
Interessiert? Dann melde dich gerne direkt mit deinem vollständigem Namen, Pronomen, Mail-Adresse, Telefonnummer und ob du bereits vor dem Festival oder erst während des Festivals dabei sein möchtest unter: sommerwerft.helfer.frankfurt(at)gmail.com oder @sommerwerft Falls Du Fragen hast oder mehr Informationen benötigst, schau gerne auf unserer Website vorbei, folge uns auf Instagram oder verbinde dich bei WhatsApp

ZU GEWINNEN (Daniela)

(Antworten an daniela@cappelluti.net)

2 x 2 Tickets für das Konzert „Her mit der Utopie!“ von Bernadette La Hengst am 6.6. im Palmengarten im Rahmen des Science Utopias Festival. Gewinnfrage: Was passiert am 6. Juni um 17:00 Uhr in der Galerie im Palmenhaus? Foto: © Christiane Stephan

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten bitte an Daniela (daniela@cappelluti.net)
2 x 2 Karten für Nippon Connection am 3. Juni für die Filme The Ozu Diaries (13:45 Uhr) und Saikai Paradise (17:00 Uhr) jeweils im Naxos Kino. Gewinnfrage: Wieviele Kurz- und Langfilme werden bei Nippon gezeigt? (Bitte angeben welchen Film Du sehen willst)

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
1 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Wrest am Donnerstag, 28. Mai, im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Wegen welchem Gebäude gehen wir am 30. Mai demonstrieren? 

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 
2 x 2 Gästelistenplätze für das Batschkapp-Sommerfest am Samstag, 3. Juni. Die Gewinnfrage lautet: Wer gibt der Kunst poetischen Geleitschutz?

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Dermot Kennedy am Dienstag, 9. Juni in der Stadthalle. Die Gewinnfrage lautet: An welcher Schule haben Reiner Krausz, Vita Spieß und Christina Orth-Körner gefilmt?

GEROLLTES über den WM Kader

(Uwe)

Eigentlich hatte ich einen anderen Beitrag geschrieben und mich wieder etwas an den Ultras der Frankfurter Eintracht abgearbeitet. Das macht aber keinen Sinn. Kurzgefasst: Die Anhänger der Eintracht sollten nicht nur Funktionäre, Trainer und Spieler hinterfragen, sondern einen Teil ihrer eigenen Fans, die nicht nur meinen, die Nordwestkurve zu besitzen, sondern dies auch tun. Jetzt hat die Eintracht erst einmal spielfrei und die Pyrobestände können wieder aufgebaut werden. 

Am Donnerstag verkündete Bundestrainer Nagelsmann den WM-Kader. Weil mit 48 Mannschaften gefühlt fast jeder FIFA-Verband teilnimmt, können bei 26 (statt früher 22) Kaderplätzen auch ein guter Teil deutscher Profis mit internationalem Format mitfahren. Der Kader ergibt sich ja quasi wie von selbst, die meisten Spieler hätte ich auch mitgenommen. Manuel Neuer, geboren in Schalke, aber ausdrücklich nicht. Er war auch bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 auch dabei und da war er Teil des sportlichen Elends. Ich hätte auf Baumann gesetzt oder Freiburgs Noah Atubolu, den ich ganz hervorragend finde. Ich hätte zudem Bischof von Bayern mitgenommen und auf Felix Nmecha von Borussia Dortmund daheim gelassen. Der Grund ist weniger sportlich, er fiel mehr als einmal durch homophobe Beiträge und religiösen Fundamentalismus auf. 

Freitag 22. Mai: "bin gleich wieder weg - Frankfurter Nächte“, Fotografien von Niko Neuwirth 

(Daniela)

"bin gleich wieder weg - Frankfurter Nächte“, Fotografien von Niko Neuwirth 

Der Barabend mit Lesung zum Fotoband „bin gleich wieder weg – Frankfurter Nächte“ erinnert an den 2022 verstorbenen Frankfurter Fotografen Niko Neuwirth und lässt seine eindrucksvollen Stadtansichten in Wort, Bild und Klang lebendig werden.

Im Mai 2025 ist im Kettler Verlag das Fotobuch „bin gleich wieder weg – Frankfurter Nächte“ des Frankfurter Fotografen Niko Neuwirth erschienen, das die Mainmetropole in spektakulären Nachtaufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven zeigt. Neuwirth, der 2022 im Alter von nur 44 Jahren verstarb, konnte die Veröffentlichung nicht mehr selbst erleben. Am 22. Mai 2026 wird das Buch im Kulturraum B25 in Frankfurt-Höchst vorgestellt: Die Autorin Lisa Peil liest aus ihren Texten, begleitet von atmosphärischen Klängen der Sounddesignerin Jana Peil, während Projektionen der Fotografien Neuwirths den Raum füllen.

Der Barabend beginnt um 18 Uhr, die Lesung startet um 19 Uhr, der Eintritt ist frei / auf Spendenbasis für den Kulturraum.
Brüningstraße 25, 65929 Frankfurt am Main

Freitag 22. Mai: MAINRAUSCHEN startet in die erste Runde – auf dem Frankfurter Yachtklub

(Daniela)

MAINRAUSCHEN startet in die erste Runde – und das direkt auf dem Frankfurter Yachtklub.
Unter dem Titel „Yacht Klub Dom“ erwartet euch eine Nacht zwischen melodischem House, Minimal, Live-Elektronik und treibenden Clubmomenten.

Zu Gast ist Moå aus Hamburg von Katermukke. Mit ihrem warmen Sound zwischen House und Minimal bringt sie den perfekten Vibe für eine Nacht auf dem Main und anschließenden Beinmuskelkater mit. Außerdem spielt Quico ein elektronisches Liveset aus Drum Machines, Synthesizern und Posaune. Zwischen improvisierten Momenten und Organic House Grooves entsteht eine Live-Show irgendwo zwischen Konzert und Clubnacht.

Abgerundet wird der Abend von Anto aus Frankfurt mit treibendem Minimal, Acid House, Electro und deepen Late-Night-Energien, die auch noch die letzten Dancemoves aus euch herauskitzeln wird. 

Yachtklub Frankfurt, Deutschherrnbrücke, unterhalb der Jugendherberge, barrierefrei
Beginn: 22:00 Uhr, Eintritt: 10€ (AK)

Freitag 22. Mai: Song Slam Frankfurt

(Daniela)

Letzter Song Slam Frankfurt vor der Sommerpause. Der bessere Liederwettweberb. 100pro Live & handgemachte Musik. Echte Menschen machen echte Musik. Von Folk bis Rap, von Pop bis Punk, von Blues bis Soul, von Chanson bis Comedy, von Protestsong bis Elektro - Song Slam bietet ein Kaleidoskop moderner Singer-Songwriter-Musik. Die Veranstaltung funktioniert wie ein Poetry Slam. Das Publikum kürt die Gewinner. 

Mit:
* Startbuttonnext aus Hamburg bietet professionellen Indiepop mit nordischer Seele. Aktuelles Album „Ich tanz mit mir“. 
* Die junge Frankfurter Lliedermacherin Reni verknüpft rohe Emotionen mit gewitzten Texten.
* Hakon Zastrow (Tübingen) Poetische Songs auf Deutsch und Englisch. 
* TOMMES THE ROCKZ ist ein Frankfurter Original, Starke Stimme, volle Packung Emotion zur Pianobegleitung.
* Kilian ist ein vielseitiger Liedermacher zwischen Folk und Rock aus Heidelberg. Auch er hat ein neues Album dabei  https://www.kilian-music.de/

Freitag, 22.5.26,, 20 Uhr (Einlass 19:30), AK: 14€ / 9€
Ono2,  Frankfurt, Walter-Kolb-Str. 16, barrierefrei Frankfurt

Freitag, 22. Mai: Macbeth (auch 25. Mai & weitere Termine)

(Martin)

Giuseppe Verdi - Oper in vier Akten

Ein Krimi! Wer sind wir, wer wollen wir sein? Wozu kann die Gier nach immer mehr Macht, Reichtum und einer gesellschaftlich herausgehobenen Stellung uns Menschen treiben? Angespornt durch eine seltsame Begegnung, die er als Weissagung auffasst, lässt Macbeth sich von seiner Frau zum Mord an König Duncan anstiften. Der Thron fällt ihm zu, aber seine Gewissensbisse und Wahnvorstellungen werfen ihn zunehmend aus der Bahn, während Lady Macbeth ihren Gatten zielstrebig zu immer weiteren Gräueltaten treibt. Doch auch sie zerbricht schließlich an ihren Schuldgefühlen. 

R.B. Schlathers Inszenierung spürt der unerhörten Modernität der Charaktere nach, die schon Verdi an Shakespeares Gestalten faszinierte. Der Regisseur situiert das grausame Geschehen rund um das kinderlose Paar in der eleganten, aber kalten Atmosphäre eines herrschaftlichen Anwesens: Weltpolitik spiegelt sich im Privaten. Schließlich bereiten die Geknechteten dem Unrechtsregime, das Macbeth errichtet hat, gewaltsam ein Ende.

Musik-heute.de schreibt: Aus dem mörderischen Ehepaar macht er (der Regisseur R.B. Schlather) superreiche Oligarchen, die in einer kühlen Villa samt Parkanlagen residieren und aufgrund ihrer zunehmenden Macht- und Mordgelüste immer stärker den Kontakt zur Realität verlieren. Weil Macbeth alle Zukunftsprophezeiungen als mysteriöse Einbildungen erlebt, kann jeder zur Hexe werden: Dienstboten, die mit den Kindern zu ausgelassen Halloween feiern, Tänzerinnen, die an Weihnachten für Auflockerung sorgen oder das Küchenpersonal, das Sylvestercocktails mixt. Heldenbariton Nicholas Brownlee legte ein in jeder Hinsicht überragendes Debüt der Titelrolle vor, während Einspringerin Heiberg mit hochdramatischer Attacke und glühender Intensität überzeugte.

Als dritter Hauptakteur machte der Frankfurter Chor und Kinderchor alle seine Auftritte zum Ereignis. Ob beim tänzerisch beschwingten Weihnachtsfest, dem aufgekratzten Halloween oder dem tief bewegenden Flüchtlingschor im vierten Akt: Manuel Pujol hatte die Choristen bestens präpariert. Dass Generalmusikdirektor Thomas Guggeis ein besonders leidenschaftliches Verdi-Händchen besitzt, hatte er bereits bei "Don Carlo" bewiesen. Präzis und druckvoll gelang ihm die Ouvertüre, farbgewaltig der Dolchmonolog Macbeths und zwingend das Finale des ersten Aktes. Das Publikum spendete Ovationen für alle Beteiligten.

Oper Frankfurt Freitag, 22., Montag, 25. (18.00 Uhr), Samstag, 30. Mai und Samstag, 13. Juni – wenn nicht anders angegeben um 19.00 Uhr
Foto: © Monika Rittershaus

Freitag 22. Mai: Electronic Heartbeat

(A.W.)

Hier kommt eine Empfehlung einer Leserin, die wir vor ein paar Wochen bekommen habe:
"ich wollte Euch aus der Perspektive einer Besucherin einen Tipp geben. Am Samstag war ich auf einer kleinen, feinen Elektroparty auf dem Gelände der Brotfabrik. Ich bin dort völlig zufällig hingeraten, als ich auf dem Weg nach Hause, aber noch sehr tanzlustig, ein paar Beats hörte. Denen bin ich dann gefolgt.

Das war super dort! Richtig toller Electrooldschool mit Nebelmaschine. Ich bin 58 und so froh, dass sich ein paar Leute (etwas jünger als ich, aber auch schon etwas fortgeschrittenen Alters) auf den Weg machen, eine kleine Partyreihe auf die Beine zu stellen, die Leute wie mich ansprechen. Da gibt es ja fast nix mehr dieser Art für „junggebliebene Alte“, die ein Mü mehr Anspruch haben, als die „Oldieparty“ in der Brotfabrik. Aber auch darüber bin ich schon happy und will gar nicht meckern.

Schaut Euch das doch mal an, vielleicht könnt Ihr das ja auch empfehlen, wenn Ihr es mal gesehen habt und dann gehen die richtigen Leute hin und das Ganze hat eine Chance, ans Laufen zu kommen. Und ich hab endlich wieder einen Ort, um so richtig tanzen tu können

Das Event heisst: Electronic Heartbeat
Eintritt 10 Euro
Ist wohl 1x monatlich und findet laut Programm der Brotfabrik das nächste Mal statt am 22. Mai ab 22.00 Uhr.

Freitag 22. Mai: Yoga für Artenvielfalt im SCAPE°/OF

(Daniela)

Petra vom SCAPE°  hat mich auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht, weil sie denkt, dass ich gerne Yoga mache. Das stimmt auch, aber nur einmal im Jahr…
Aber weil ich Petra mag und es bisher noch nicht ins SCAPE° geschafft habe, wäre ich heute Abend da.. aber ich bin bei einer Performance in Bad Wildungen…

Yoga für Artenvielfalt 
Viele Yoga-Positionen sind nach Tieren benannt – vom kraftvollen Adler bis zum sanften Delfin. Jede Haltung erinnert uns daran, wie eng wir mit der Natur verbunden sind. Doch ein Viertel aller Säugetierarten ist bedroht. Beim Yoga geht es um Balance. Im Körper, im Geist und auf unserem Planeten. Gemeinsam können wir dieses Gleichgewicht wiederherstellen.

Um auf das Thema Artenvielfalt aufmerksam zu machen, wird SCAPE° exklusiv am Freitag, 22. Mai zum Yogaspot. Ob ihr erfahrene Yogis und Yoginis seid, oder einfach nur neugierig, kommt gerne vorbei und rollt gemeinsam mit uns die Matte aus.
Workshopleitung: Tonia Yüksel
Programm ist von 17:30 bis 19 Uhr. Bitte eigene Matte mitbringen. Teilnahme auf Spendenbasis.
SCAPE° ist über einen ebenerdigen Eingang barrierefrei zugänglich (selbsstätig öffnende Schiebetür). In den Ausstellungsräumen gibt es keine Treppen oder Steigungen. Das barrierefreie und rollstuhlgerechte WC verfügt über Umstiegshilfen, eine Notrufmöglichkeit sowie einen winkelverstellbaren Spiegel. Menschen mit Einschränkungen können ihre Assistenzhunde mitbringen.

Freitag, 22. Mai: OF/ Creative Writing

(Andrea)

Was ich heute mache? Ziemlich wahrscheinlich bin ich heute im Museum: Audre Lorde schrieb: Poesie ist kein Luxus, sondern so wichtig wie Brot, wenn der Magen knurrt. Es ist dieser Hunger auf Text, der diesen Workshop motiviert. Die Suche nach dem Poetischen im Zwischendrin. Zwischen nach Hause kommen und Töpfe spülen. Keine Zeit für dich und zu viel Screentime. Wo bleibt da noch Raum um ein Gedicht zu schreiben? Immerhin, wenigstens die Einkaufsliste. Aber wieviel utopisches Potential steckt in ihr? Eintritt frei. Ab 18 Uhr gibt es kühle Getränke an der Buchbar.

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Freitag, 22. Mai: Of/ Antifaschistische Orte in Offenbach

(Andrea)

Ach, da möchte ich aber noch gerne hin: Am 22. Mai 1933 fand auf dem Schlossplatz in Offenbach eine öffentliche Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten statt. Unterstützt wurde sie von Schüler_innen und Lehrenden der Technischen Lehranstalten, der Vorgängerinstitution der HfG. Um diese Verfehlung nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und sich kritisch mit aktuellen rückwärtsgewandten, rechten und faschistischen Tendenzen auseinanderzusetzen, engagiert sich die Ag Politics day an der HfG. Das Gemeinschaftsprojekt von Lehrenden und Studierenden der HfG versammelt verschiedene Beiträge, die aus einem gemeinsamen Workshop mit der Geschichtswerkstatt Offenbach, deren antifaschistischen Stadtrundgängen sowie dem STADTSTEMPEL-Projekt von studio pari-pari (Marina Kampka und Lena Schrieb) entstanden sind.

Im Rahmen der Buchvorstellung findet ein Gespräch mit der Historikerin Andrea C. Hansert, dem Gestalter Simon Wahlers vom Bündnis Verlage gegen Rechts und der Kunstpädagogin Nanna Lüth statt. Sie haben jeweils einen Beitrag für die Publikation verfasst und richten darin den Blick ausgehend vom historischen Kontext auf Kunsthochschulen als diskursive Verhandlungsorte sowie auf Fragen der Verantwortung von Gestaltung. Moderiert wird das Gespräch von Nina Wood. Die Studierenden des Seminars im Lehrgebiet Typografie/Type Design (Adrian Baczyk, Daria Kuzmina, Tasya Lokteva, Igor Tarasov und Mignon Vahl) stellen ihre gestalterischen Beiträge vor. Das Projekt ist eine Initiative von Paula Schneider und Johanna Siebein aus der Ag Politics day. 20 Uhr

BOK GALERIE Offenbach, Kirchgasse 27–29, Offenbach

Freitag 22. Mai bis 09. Juni: Junges Schauspiel inszeniert: Nahaufnahmen

(Daniela)

Das Junge Schauspiel Frankfurt zeigt im Weltkulturen Museum: »Nahaufnahmen«

Heldinnen des Alltags und Wesen mit überirdischen Kräften haben etwas gemeinsam: Sie wollen und müssen Außergewöhnliches schaffen. Sie erkunden unbekanntes Terrain, entdecken alte Weisheiten, begegnen unbekannten Geschöpfen und stellen sich Bedrohungen.

Die Ausstellung »SHEROES. Comic Art from Africa« im Weltkulturen Museum Frankfurt gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer bringt mit ihren Comics ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen Zukunftsbilder, erzählen von (vorkolonialer) Geschichte, greifen auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und sprechen soziale und ökologische Herausforderungen an. »SHEROES« inspirieren ein jugendliches Performance-Ensemble in der Ausstellung zu eigenen Nahaufnahmen aktueller Umbrüche: Was nehmen wir mit in eine bessere Zukunft? Was bleibt zurück? Was wäre, wenn wir feststellen, dass die Wirklichkeit wirklich veränderbar ist?

Eine Kooperation des Weltkulturen Museum und des Schauspiel Frankfurt.
ca. 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause, nicht barrierefrei

Termine: Fr. 22.05.2026, Fr. 05.06.2026, Fr. 12.06.2026, Mo. 15.06.2026, Fr. 19.06.2026, 

TEAM: Konzept und Regie: Martina Droste, Anina Engelhardt; Konzept & Dramaturgie: Stephanie Endter; Dramaturgische Mitarbeit: Leonie Männich; Kostüme: Mona Hamann, Tina ; Schneiderat; Musik: Max Mahlert; Chorleitung: Christina Lutz; Choreografie: Jungyeon Kim
BESETZUNG: Anthea Bode, Raha Ebrahimi, Gabi Lazarek, Lenz Leuenroth, Maximilian Münch, Zainab Taleb

Nahaufnahmen (UA), von Martina Droste, Anina Engelhardt und Ensemble - 22.05.2026, 19.00–20.15 | Schauspiel Frankfurt
Foto: Robert Schittko

Samstag 23. Mai: Privater Schallplattenflohmarkt

(Daniela)

Privater Schallplattenflohmarkt im Rahmen des Ginnheimer Haus- und Hofflohmarktes. Es gibt eine große Sammlung von Vinyl Lps (meist 70-90er Rock, Punk, New Wave, Jazz etc.) dazu viele Comics, Braun Produkte, Kaffemühlen und allem was euer Herz sonst noch begehrt.

Samstag 23.05.26
11-16h, Am Hochwehr 3, 60431 Frankfurt - Ginnheim

Samstag, 23. Mai: Frühtanzparty

(Andrea)

Keine Experimente. Keine Pausen. Nur Hits. Die Frühtanz-Party ist super! Vier Stunden abzappeln und dann glücklich nach Hause gehen. 90er, 2000er, Charts, All-Time-Favorites – alles, was knallt und direkt ins Herz geht. Feiern, wenn andere erst überlegen, was sie anziehen. 19 bis 23 Uhr 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Samstag, 23. Mai: Of/ Kellerparty

(Andrea)

"Drei Darmstädter Indie-Legenden, die bis eben noch keiner kannte, entwickeln Anfang 2025 einen perfiden Plan: Es gibt in Deutschland eigentlich niemanden, der mit geilen Beats, Knarzgitarre und hingeraunzten Texten gegen das ansingt, was nervt. Kellerparty sind Mathias Hill (voc), Volker Hahn (git, bs, synth) und Jens Engemann (dr). Ihre Basis ist zwar seit Jahr und Tag deutschsprachiger Independent mit Beats, aber inzwischen producen sie den heißen Scheiß, und zwar 24/7. Kellerparty – Wir spielen die Hits. 20 Uhr

Waggon am Kulturgleis, Mainufer/ Höhe Isenburger Schloss, Offenbach. Nicht barrierefrei

Sonntag, 24. Mai: Hazmat Modine

(Uwe)

„Die Band Hazmat Modine bezeichnet ihre Musik als Blues. Aber als Blues, der in einer afroamerikanischen Kneipe in New Orleans zu hören ist. Wobei die Stadt wie eine Insel im Roten Meer liegen müsste. Und von Roma bewohnt sein sollte, die mit Otis Redding musiziert haben. Einflüsse aus aller Welt sind es, die Hazmats Blues einfärben. Und ihn so treibend machen, dass die Zuhörer schon nach dem ersten Ton elektrisiert sind.“  Landsberger Nachrichten

Fantastische Geschichten, eingebettet in nicht weniger fantasievolle Musik, lose basiert auf Blues, Calypso, Jazz, Folk, dazu die ungewöhnliche Instrumentierung mit Tuba, Posaune, Trompete, Mundharmonika, Geige, ergänzt durch Gitarre, Banjo, Zymbal und Perkussion – und noch dazu eine charismatische Bühnenpräsenz – all das macht Hazmat Modine zu einem Erlebnis für Sinne und Geist. 

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Sonntag 24. - 15. Juni: Bluthochzeit Oper Frankfurt

(Martin)

In der Oper Frankfurt ist jede Premiere ein Ereignis! Zuletzt waren das ‚Written on Skin‘ und ‚Turandot‘. 
Am Sonntag hatte ‚Bluthochzeit‘ von Wolfgang Fortner (1907–1987) Premiere in Frankfurt – die Uraufführung fand 1957 in Köln statt. 

Moderne Musik also, innerhalb derer immer wieder spanische Folklore zu entdecken ist; und es ist eine ‚Schauspiel-Oper‘ – gesprochener Text, intensive Sprache und eine Handlung, die fesselt
„An der Oper Frankfurt formt Regisseur Alex Ollé Wolfgang Fortners Bluthochzeit nach Federico García Lorca zu einer bitterkalten, entseelten und gerade dadurch so präzisen psychologischen Studie.“ (www.concerti.de).
 „So karg wie stark: Wolfgang Fortners Oper Die Bluthochzeit nach Federico García Lorca überzeugt an der Oper Frankfurt sowohl musikalisch wie szenisch.“ (www.faz.net).
„Aus dieser hermetisch abgeschotteten Welt kann niemand entkommen. Alles scheint erstarrt, verkrustet und verdorrt. Das Faszinierende an dem von Alfons Flores erdachten Bühnenbild ist es, dass es trotz der Starre, die es ausstrahlt, nur aus zarten Gazevorhängen besteht, die in bizarrem Faltenwurf über Metallgitter gespannt sind. In der raffinierten Lichtregie von Olaf Winter verwandeln sich die steinernen Innenräume in fantastische Waldlandschaften, einen Festsaal oder eine Kirche. Ein Konzept, welches das Spannungsfeld zwischen realistischer Dramatik und lyrischer Verdichtung, das Lorcas Textvorlage auszeichnet, klug einfängt. (…)“ (Allgemeine Zeitung Mainz).´
„Da ist sie wieder, die Stunde des Bluts. Wenn Claudia Mahnke das heraussingt, ist es so kalt wie markerschütternd. Die Frankfurter Mezzosopranistin ist hier in ihrer ganzen kultivierten Leidenschaft und Expressivität gefragt und bietet sie in einer von allen Allüren und Standardgesten befreiten Reinform.“ (Frankfurter Rundschau).

Darum geht’s: 
Seit Generationen bekriegen sich zwei Familien. In ihrem Kampf gibt es nur Verlierer. Auf beiden Seiten.

Wie eine antike Schicksalstragödie wirkt die Vorlage für Fortners Oper. Der spanische Dichter Federico García Lorca griff in seinem 1933 uraufgeführten Drama Bluthochzeit auf einen zeitlosen Stoff zurück. Seine Anklage richtet sich gegen das eiserne Gesetz der Blutrache: Die Mutter des Bräutigams hat ihren Mann und ihren ältesten Sohn im Kampf zwischen zwei Familienclans verloren und bangt nun um das Leben ihres jüngsten Sohnes. Sie fürchtet, dass durch seine Hochzeit der Krieg der beiden Clans wieder aufflammt. Denn die Braut liebt immer noch ihren früheren Verlobten Leonardo, der zur feindlichen Familie gehört. Noch während der Hochzeit entführt Leonardo sie. Die beiden fliehen in den Wald, doch ihre Verfolger holen sie ein. Die Blutrache wird zweifach vollzogen: Beide Rivalen sterben im Duell.

Ein sehr lohnender Opernabend! 
Freitag, 15. (19.00 Uhr) , Sonntag, 24. (18.00 Uhr), Sonntag, 31. Mai (18.00 Uhr), Samstag, 6. und Montag, 15. Juni um jeweils 19.00 Uhr:
Oper Frankfurt

Foto: © Xiomara Bender

Montag, 25. Mai: Wilhelmine

(Andrea)

Wilhelmine zählt zu den eindrucksvollsten Stimmen des deutschsprachigen Pop. Aufgewachsen in einem besetzten Haus in Berlin-Kreuzberg, prägt sie eine Offenheit und Ehrlichkeit, die sich in all ihren Songs widerspiegelt. Ihre Musik verbindet organische Pop-Sounds mit emotionaler Tiefe – mal zart, mal kraftvoll, immer authentisch. Themen wie Heilung, Female Rage, Empowerment und Zusammenhalt ziehen sich wie ein roter Faden durch ihr Schaffen. Mit ihrer nahbaren Art schafft Wilhelmine es, ganze Hallen zum Schweigen oder Mitsingen zu bringen und dabei immer eine tiefe Verbindung zu ihrem Publikum aufzubauen. Nach einem Jahr Pause meldet sie sich nun mit ihrer aktuellen Single „nächsten Sommer“ zurück – einer der persönlichsten Songs ihrer Karriere. Gewidmet ihrer Mutter, die Anfang des Jahres ihren Kampf gegen den Krebs verlor. Zwischen Schmerz und Hoffnung verbindet der Song Nähe und Trost und lässt Raum für Leichtigkeit trotz Verlust.Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr 

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Foto: Eric Joel

Dienstag, 26. Mai: Siempre Loco - Astor Piazzolla zum 105. Geburtstag

(Uwe)

Eins vorweg: Unbedingt hingehen!! Astor Piazzolla schuf mit seiner Musik einen zuvor nie dagewesenen „Tango nuevo“ und löste damit eine Revolution aus – zuerst in Argentinien und dann auf der ganzen Welt. „Ich spiele eher für Leute, die meine Musik lieben, als für Leute, die den Tango lieben“, hat Piazzolla einmal gesagt und sich damit vom klassischen argentinischen Tango abgegrenzt. Am 11. März 2026 wäre er 105 Jahre alt geworden.

Das wird gefeiert mit dem Ensemble Siempre Loco von Gregor Praml. Mit dabei namhafte Kolleg*innen: Schauspielerin Katharina Bach (Münchner Kammerspiele), Akkordeonist Vassily Dück, Geiger Laurent Weibel (hr-Sinfonieorchester) und die Pianistin Rica Bard. Zu hören ist Astor Piazzollas Werk – angefangen von seinen Vier Jahreszeiten über die Zyklen „Del Diablo“ und „Del Angel“ bis zu seinen Hits wie „Adios Nonino“ und „Yo Soy Maria“ – und Schauspielerin Katharina Bach singt, rezitiert und performt auch eigene Texte. 

So haben Sie den Tango Nuevo noch nicht gehört: Loco, loco, loco, SIEMPRE LOCO!

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19 :30 Uhr
Foto: Detlef Kinsler

Mittwoch 27. Mai: Paradiesvögel

(Daniela)

Das “Junge Schauspiel Frankfurt” inszeniert im Kammerspiel: “Paradiesvögel”

Stell dir vor, dein Leben hat gerade erst so richtig angefangen und multiple Krisenlandschaften verstellen dir die Sicht auf die Zukunft. Gleichzeitig steigen die Anforderungen, um beim strammen Marsch nach vorn dabei zu sein. Wer darf mitmachen? Und wohin geht es überhaupt?
Sinnkrisen, Verlustängste, Depression, Todessehnsucht: Kein Paradies in Sicht.
Wie geht Trauern? Woher kommen Lebenswille, Wut, Kampfgeist?
Wie entstehen Zusammenhänge? Ein Ensemble im Jungen Schauspiel macht sich auf Umwege.

ca. 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause, barrierefrei
Termine: 
Mi. 27.05.2026, Sa. 13.06.2026
TEAM: Konzept und Regie: Martina Droste, Bühne und Kostüme: Michaela Kratzer, Musik: Max Mahlert, Chorische Einstudierung: Christina Lutz, Licht: Valentin Wittig
BESETZUNG: Mohamed Abdulasis, Sarah Amin, Davina Dauda, Tom Dieu, Lux Guttmann, Livia Jarnagin, Loki Kadau, Henri Köhlinger, Adam Maslouhi, Yevheniia Posmitieva, Mathea Pott

Paradiesvögel, von Martina Droste - 08.05.2026, 20.00–21.30 | Schauspiel Frankfurt

Mittwoch, 27. Mai, bis Sonntag, 14. Juni: Of/ WDC-Pavillon

(Andrea)

Bisher ist der WDC hier kaum wahrnehmbar, das ändert sich spätestens jetzt. Denn von heute an bis Sonntag, 14. Juni kommt der WDC-Pavillon mitten in die City auf den Aliceplatz. Kommt gerne beim Opening am 27. Mai vorbei. Ein paar Highlights aus dem Programm am Pavillon bekommt Ihr hier:

  • Upcycling-Workshop, 29.05., 18:00 Uhr: In diesem Workshop könnt Ihr ein Textilstück mitbringen und mit wenig Aufwand etwas Neues daraus gestalten. Ihr braucht keine Vorerfahrung.
  • Inklusive Stadtführung, 07.06., 10:00 Uhr: Stadtführung in einfacher Sprache in Offenbach. Lernt Offenbach besser kennen!
  • Digitale Welten-Workshop, 07.06., 14:00 Uhr: Im Workshop lernt Ihr auf eine spielerische und kreative Weise etwas über Raumfahrt und Nachhaltigkeit. Ihr erfahrt spannende Fakten über das Weltall. Gleichzeitig denkt Ihr darüber nach, welche Probleme entstehen können, wenn Menschen immer mehr Dinge ins All schicken. Außerdem könnt Ihr selbst etwas praktisch gestalten und ausprobieren.
  • Fahrrad-Workshop, 13.06., 14:00 Uhr: Schraube locker, Bremse quietscht oder Reifen platt? Der radraum zeigt Euch, wie Ihr Euren Drahtesel wieder fit bekommt. Kommt mit Eurem Fahrrad vorbei.

Das waren nur die Highlights, ein Blick ins Programm lohnt sich also sehr. 

WDC-Pavillon, Aliceplatz, Offenbach

Mittwoch, 27. Mai: Of/ Das Gewicht der Welt

(Andrea)

Wenn Fakten nicht mehr reichen, wird Wissenschaft persönlich: Drei Forschende verlassen das Labor und kämpfen als Aktivist:innen gegen die Klimakrise. Ein bewegendes Porträt über Verantwortung in einer Welt, die aus dem Gleichgewicht gerät. Wissenschaft soll sachlich sein: Fakten statt Gefühle. Aber eine neue Generation Naturwissenschaftler:innen erlebt, wie ihre Forschung durch den Klimawandel aus den Fugen gerät. Statt die Wunder der Natur zu entdecken, sind Maria, Doktorin der Glaziologie, Sebastian, Professor für Physikalische Chemie, und Nana, Molekularbiologin, Chronisten einer untergehenden Welt. Aber niemand hört auf sie. Was tun? Statt sich frustriert in den Elfenbeinturm ihrer Forschung zurückzuziehen, verlassen Maria, Sebastian und Nana das Labor und werden zu Aktivist:innen, denn sie tragen auf ihren Schultern das Gewicht der Welt. 
Das Gewicht der Welt ist mehr als ein Klimadokumentarfilm – es ist ein zutiefst menschliches Porträt dreier Naturwissenschaftler:innen, die erkennen, dass ihre Forschung alleine nicht mehr ausreicht. In Zeiten zunehmender Klimakatastrophen, politischer Lähmung und gesellschaftlicher Spaltung bietet der Film einen emotionalen Zugang zu einer der zentralen Fragen unserer Zeit: Was bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen? >> Trailer zum Film. Einlass 18 Uhr 

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Donnerstag, 28. Mai: Film „Drawing A Life“ im Deutschen Filminstitut und Filmmuseum

(Petra)

Im Rahmenprogramm der Ausstellung „Mishpocha“ des Jüdischen Museums wird heute im Filminstitut ein spannender Film über den kanadischen Künstler Geoff McFetridge gezeigt. Mit klarer, minimalistischer Ästhetik verknüpft er handgezeichnete Animationen, Musik und persönliche Reflexionen zu einem meditativen Porträt über das Sehen, Denken und Erfinden. Eine Einladung, die Welt mit den Augen von Künstler*innen wahrzunehmen und die Schönheit in alltäglichen Momenten zu entdecken. Andere Werke von McFetridge, einem Wegbegleiter der “Beastie Boys”, sind in der Ausstellung „MISPOCHA“ im Jüdischen zu sehen.

Foto: Filmstill von: www.dff.film

Drawing A Life – Filmvorführung mit Einführung von Franziska Koch (Kuratorin Ausstellung „Mishpocha“ Jüdisches Museum), Uhrzeit: 18 Uhr, Ort: Deutsches Filminstitut und Filmmuseum, Adresse: Schaumainkai 41, Eintritt: 9 Euro, Tickets gibt’s hier (freie Platzwahl)

Donnerstag, 28. Mai: Wrest

(Andrea)

Er spricht sich herum, dieser unaufgeregte, tiefgehend poetische Edinburgh Indie Rock von Wrest, der an Frightened Rabbit, We Were Promised Jetpacks oder The National erinnert, aber längst eine eigene, unverwechselbare Form angenommen hat. Dass ihre Musik inzwischen nicht nur in Schottland, sondern quer durch UK, Europa und die USA Anklang findet, überrascht kaum – schließlich führte genau dieser Sound die Band in den letzten Jahren von kleinen Bühnen bis hin zu ausverkauften Headline-Shows im legendären Barrowland Ballroom (Glasgow) und der ikonischen Usher Hall in Edinburgh mit je über 2000 Fans. Vielleicht Schottland's vielversprechendster, unabhängiger Indie-Rock Export – Mit neuen Songs im Gepäck kommen sie heute ins Nachtleben. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

PS: Anmerkung von Uwe: sensationell gute Band, unbedingt hingehen! 

Donnerstag, 28. Mai, bis 14. Juni: Of/ Made - ÜBER DAS UNBEHAGEN ZU WOHNEN

(Andrea)

Nach über 15 Festivaljahren präsentiert MADE. im Frühjahr 26 eine Sonderausgabe in Kooperation mit der World Design Capital Frankfurt RheinMain. Neben Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden ist erstmals auch Offenbach als Festivalstandort dabei. Unter dem Festivalmotto "WER mit WEM" durchleuchten in dieser achten MADE. Ausgabe acht ausgewählte, besonders sehenswerte Theater-Erlebnisse hessischer Künstler*innen unsere Beziehungsgeflechte: WER hat unser Leben geprägt, WER inspiriert und gestaltet oder unterwandert unsere Gesellschaft, zu WEM (oder WAS) möchten oder sollten wir lieber auf Abstand gehen, auf WAS (oder WEN) uns näher einlassen?

ÜBER DAS UNBEHAGEN ZU WOHNEN • Eleonora L. Herder/andpartnersincrime. Lecture-Performance, MADE in Frankfurt
Eleonora L. Herder erforscht die verdrängten Echos ihrer Familiengeschichte. Ihr Urgroßvater war hochrangiger Nationalsozialist, der andere musste als Jude ins Exil fliehen. Dass sich später ihre Nachkommen verliebten, markierte den Beginn einer tragischen Familienodyssee, geprägt von Schweigen und psychischen Erkrankungen – eine Reise, die über Como, Rom und Barcelona bis nach Santa Barbara in Kalifornien führte. Über zehn Jahre lang trug Herder über 200 Dokumente zusammen und konfrontierte sich mit dem, was unausgesprochen blieb. In einer intimen Salonatmosphäre mit Flügel, Diaprojektoren und Tee entfaltet sich eine alternative Perspektive auf deutsch-jüdische Identität. Das Publikum wird eingeladen, gemeinsam den offenen Bruchstellen der Erinnerung nachzuspüren. 20 Uhr 

Theateratelier, Bleichstraße 14 Hinterhaus, Offenbach

V O R S C H A U

Freitag 29. Mai: Vintage Soundsystem # 28 Blue Notes from India 1935-2025 – Ein audiovisueller Trip.

(Daniela)

Ich kann es nur wiederholen: Das Vintage Soundsystem ist ein super tolles Format. Da es immer beliebter wird, solltet ihr Euch schnell Plätze reservieren!

Mit „Blue Notes from India“ widmet sich Sigrid Pfeffer der frühen Geschichte des Jazz in Indien, zeigt gegenseitige künstlerische Einflüsse auf und wirft einen Blick auf den historisch-politischen Kontext. Nicht nur westliche Musiker wie John Coltrane wurden von indischen Musiktraditionen inspiriert, auch umgekehrt hat Jazz viele indische Musiker:innen nachhaltig geprägt.

Im zweiten Teil des Abends richtet sich der Blick auf das aktuelle Jazzgeschehen in Indien und auf das Album „Kadahin Milandaasin“ des Schlagzeugers und Komponisten Tarun Balani aus Neu-Delhi. Das sehr persönliche Werk reflektiert Themen wie Migration und Identität. Am 30.05. ist Balani mit seiner Band live in der Romanfabrik zu erleben.

SIGRID PFEFFER reiste 1997 das erste Mal nach Indien und verliebte sich in die Musik aus Goa. Sie produziert Radio-Features zu Themen wie die frühe Geschichte des Jazz in Indien, Frauen in der indischen Musikszene, zeitgenössische Popmusik und Indien und die Beatles.

Freitag 29.05.2026 ab 19h
Pastel, Lindleystr. 15, barrierefrei, Frankfurt
Eintritt frei 

Freitag, 29. Mai - bis Donnerstag, 13. Mai: Tape Art „XTREMETAPE“– Vernissage in der Heyne Kunst Fabrik

(Petra)

Die Ausstellung „Tape It“ der Heyne Kunst Fabrik im Jahr 2015 katapultierte Tape Art in die breite Öffentlichkeit – ich war damals tief beeindruckt davon, was mit Tape alles möglich ist! Es war die erste offizielle Tape-Gruppenausstellung mit internationaler Beteiligung in einer Galerie und im öffentlichen Raum. Inzwischen ist Tape Art als Kunstform zunehmend präsent, jedoch vielen noch unbekannt. Die Heyne Kunst Fabrik zeigt mit Max Zorn und dem Künstlerduo BLAXX443 zwei Tape-Art-Top-Positionen in sehr gegensätzlicher Anmutung und Verarbeitung. Tape Art ist eine Kunstform, bei der statt Pinsel, Farben oder Sprühdosen Klebebänder verwendet werden. Durch das präzise Ziehen, Schneiden und Übereinanderschichten entstehen die Kunstwerke. Vom klassischen Tafelbild auf einem Trägermaterial wie Holz, Dibond, Alu oder Acryl oder als große Installationen direkt auf Wänden, Glas oder dreidimensional im Raum. Tape Art hat seine Wurzeln in den 1960er-Jahren als Teil der Street-Art- und Urban-Art-Bewegung. 

Bild: ©Max Zorn + BLAXX 443, Heyne Kunst Fabrik

XTREMETAPE - Ausstellung von zwei Positionen der Tape Art, Ort: Heyne Kunst Fabrik, Adresse: Bleichstr. 67, Offenbach, Vernissage, Uhrzeit: 19 - 22 Uhr (weitere Öffnungszeiten: Samstag, 30. Mai 16 - 22 Uhr, Sonntag, 31. Mai 13 - 19 Uhr zu den “Kunstansichten”, So., 07.06. 15 - 18 Uhr, Mittwoch, 10.06. 10 - 18 Uhr zur “Open Design Week Frankfurt Rhein-Main”), Eintritt: frei, nicht barrierefrei 

Freitag, 29. Mai: Of/ "Kunst & Körper" Premiere

(Andrea)

Die Kunstausstellung im KOMM Mitte April ging leider an mir vorbei, wie gut, dass es einen Film dazu gibt! In Kooperation mit dem Kunstverein hochneun e.V. hatten Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Schillerschule mit Künstlerinnen und Künstler, na, was wohl, Kunst gemacht. Die ist so sehenswert, dass der Kulturfonds RheinMain die Wahlpflichtkurse Kunst, Kochen, Holzwerkstatt, Gesundheit & Fitness unterstützt hat und „Kunst und Körper" unter der Anleitung von Reiner Krausz, Vita Spieß und Christina Orth-Körner entstanden ist. Reiner und Vita habe ich bei der Lichter-Premiere kennengelernt und auch wenn 13 Uhr will ich da unbedingt hin. 

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Platzhalterbild aus meinem Arsenal.

Freitag, 29. Mai, bis Sonntag, 31. Mai: Of/ Kunstansichten

(Andrea)

Juhu! Raus mit Euch, heute öffnen Ateliers, Ausstellungsräume und Kunstschaffende ihre Türen, es gibt viel zu sehen! Sogar die Kommune 2010 ist dabei! Zum 19. Mal finden die Kunstansichten statt, inzwischen als Biennale, weshalb Ingrid Walther mit einigen anderen im vergangenen Jahr die Wartezeit mit “Zwischen den Kunstansichten” überbrückte. Jetzt könnt ihr drei Tage lang ins Original eintauchen, von Malerei über Grafikdesign, Skulptur und Videokunst bis hin zu Fotografie, Siebdruck, Sound Art und Performance – die KUNSTANSICHTEN verbinden Offenbachs lebendige Kunst- und Kulturszene unmittelbar mit dem Publikum. Im Jahr 2023 nahmen über 150 Künstlerinnen und Künstler an nahezu 60 Orten teil – ein Eindruck, welche Vielfalt auch 2026 zu erwarten ist. In zahlreichen Kunsträumen entsteht Raum für Begegnung, Austausch und Dialog zwischen Kunstschaffenden und Besucher*innen. Die 19. KUNSTANSICHTEN werden von einem Rahmenprogramm begleitet. Der Eintritt zu allen Ausstellungen und Events ist frei.
Freitag, 29. Mai, 19:30 - 22 Uhr: Vernissagen an allen angemeldeten Ausstellungsorten 
Samstag, 30. Mai, 16 - 22 Uhr: Rundgang. Alle Ausstellungsorte geöffnet, keine Vernissagen! 
Sonntag, 31. Mai, 13 - 19 Uhr: Rundgang. Alle Ausstellungsorte geöffnet, keine Vernissagen!

Was wann wo genau stattfindet und wer alles dabei ist: www.offenbach.de/kunstansichten 

Freitag, 29. Mai: Of/ Greenland Hotel

(Andrea)

Die Eisfabrik, Kulturpreisträgerin 2024 der Stadt Offenbach, zeigt in der Gruppenausstellung Greenland Hotel Malerei, Papiercollage, Fotografie und Luftbildfotografie.
Jede Position und Sichtweise nähert sich der Darstellung von Natur als verbindendes Element auf ihre eigene Weise, und öffnet damit einen individuellen Zugang zu Formen, Farben, Strukturen, Stimmungen und Betrachtungsweise. Im komponierten Zusammenspiel entsteht ein Dialog zwischen den einzelnen Werken. 4 Künstler*innen • 4 Sichtweisen: Anna Kirchner • Landshapes  ; Renata Kos • Flying Circus ; René Spalek • pure reflexions  ; Georgia Wilhelm • Watch them grow 

Vernissage: Freitag 29. Mai 2026 • 19:30 Uhr; Laudatio: Dr. Ina Knobloch. Preisgekrönte Filmregisseurin, Bestsellerautorin, Frankfurt. Als promovierte Biologin gehört Natur als Kunst- und Filmmotiv zu ihrer DNA. 

Atelier-Rundgang Kunstansichten 2026: Samstag: 30.05. • 14 – 20 Uhr, Sonntag: 31.05. • 14 – 20 Uhr  Vortrag: „Ein Teil von ihr”Sonntag 31.05. • 16 Uhr  
Referentin: Ulla Schuch, Deutsche Gartenakademie, Frankfurt. Wenn Kunst und Natur weder Besitz noch Gegenüber, sondern Heimat sind. Über Zugehörigkeit und die leise Kraft der Liebe.

ateliers in der eisfabrik • Geleitsstrasse 24, Offenbach

Freitag, 29. Mai: Retrogott & HulkHodn: gegen Mitternacht Tour

(Uwe)

Retrogott & Hulk Hodn – diese Namen stehen in der deutschen Hip-Hop-Szene nicht nur für herausragende Musik, sondern auch für eine revolutionäre Ästhetik. Hinter den beiden Pseudonymen stecken der DJ Hulk Hodn und Kurt Tallert. Tallert ist ein wahrer Veteran der Rap-Welt, der seine Kunst unter zahlreichen Aliassen präsentierte und eine Vielzahl von Alben, EPs und Features veröffentlichte. Mit einem musikalischen Hintergrund, der von Punk über Hip-Hop bis hin zu Boombap reicht, begibt sich der Kölner Rapper auf eine Reise, die so viel mehr ist als nur das Erzählen von Geschichten – es ist eine Hommage an die Vergangenheit und eine kritische Reflexion der Gegenwart.

Ein Meisterwerk des deutschen Hip-Hop – zwei Kölner, die mit cleveren Punchlines und boombap-Beatästhetik die Szene neu definierten.

Centralstation / DA, Im Carree / Beginn 20.00 Uhr
Foto: Chlodwigplatz Pütz Money (C. Klingbiel)

Freitag, 29. Mai: Leonce und Lena

(Martin)

Lustspiel von Georg Büchner

Stefan Pucher ist ein Geniestreich gelungen! In dieser Inszenierung stimmt alles: Aktualisierung (mit Spezialauftritt), Bühnenbild (sensationell), Kostüme (schrill und bunt), Schauspieler*innen (herausragend) und ein Text, der zauberhaft ins Hier und Heute transportiert wurde…  

König Peter möchte die Macht an seinen Sohn Leonce übergeben. Doch Leonce, von einer melancholischen Langeweile gelähmt, lehnt jedes gesellschaftliche Amt ab. Als seine Hochzeit mit der unbekannten Prinzessin Lena ansteht, flieht Leonce nach Italien. Auch Lena will ihr Leben selbst bestimmen und flieht ebenfalls vor der arrangierten Ehe. Die beiden Königskinder begegnen sich zufällig und verlieben sich ineinander – ohne die wahre Identität des jeweils anderen zu kennen. Sie können ihrem fremdbestimmten Schicksal nicht entkommen.  

Die HR2 Frühkritik sagt: Pucher überträgt die Handlung in die Welt der superreichen, gelangweilten jungen Menschen von heute. Und dazu greift er voll in die Theater-Trickkiste: eine barocke Bühnenkulisse, dekadente Kleidung, Videowände, die hier tatsächlich einmal Sinn machen. Das Timing der Pointen stimmt, das Publikum jauchzt vor Freude. Pucher ist eine fulminante Inszenierung gelungen, die man nicht verpassen sollte.“

Ich finde auch: absolut nicht verpassen!

Staatstheater Wiesbaden um 19.30 Uhr
Foto: © Lukas Anton

Freitag 29. und Samstag 30. Mai: Music Discovery Project 2026: „HandWerk“

(Daniela)

Music Discovery Project 2026: „HandWerk“

hr-Sinfonieorchester, Special Guests: Mighty Oaks
Gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester wird die internationale Band aus Berlin für ein erneut überraschendes und einzigartiges Music Discovery Project sorgen mit ungewohnten Mischungen und Kontrasten zwischen Klassik und Pop, Orchester und handgemachten Songs und Beats. Die Leitung des Abends hat dabei erneut Frank Strobel, der renommierte Filmmusik-Dirigent, mit dem das hr-Sinfonieorchester schon seit vielen Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet.

Mehr Infos findet ihr hier:
Music Discovery Project 2026: Mighty Oaks treffen auf hr-Sinfonieorchester | hr-sinfonieorchester.de
Freitag, 29., und Samstag, 30. Mai, jeweils 20 Uhr myticket Jahrhunderthalle
© Studio Marco Fischer

Sonntag 30. Mai: OPEN AIR KINO: YOUTH UNSTOPPABLE

(Daniela)

YOUTH UNSTOPPABLE: MY DECADE IN THE YOUTH CLIMATE MOVEMENT/ YOUTH UNSTOPPABLE – DER AUFSTIEG DER GLOBALEN JUGEND-KLIMABEWEGUNG
 
CAN 2020 | Regie, Drehbuch: Slater Jewell-Kemker | Kamera: Slater Jewell-Kemker, Wendy Jewell, Nick Taylor, Daniel Bekerman | Schnitt: Mike Munn, Nick Taylor | Musik: Brendan Canning, Ohad Benchetrit, Moby, Thom Yorke | Produktion: Scythia Prod., Reckless Prod., Creative Visions, Film4Climate | Farbe | 88 min | engl. OV mit dt. UT | Bundesverband Jugend und Film (BJF) 
 
Die kanadische Filmemacherin und Klimaaktivistin Slater Jewell-Kemker, geboren 1992, begleitet seit ihrem 15. Lebensjahr und über zwölf Jahre hinweg die entstehende Jugend-Klimabewegung. Sie dokumentiert, wie junge Aktivist*innen aus der ganzen Welt sich zusammenschließen, Proteste organisieren und für ihre Überzeugungen kämpfen. Mithilfe ihres Videomaterials zeigt sie, wie eine Generation sich auf Demonstrationen und Konferenzen nicht mit Versprechen zufrieden gibt, sondern gegen die politische Untätigkeit kämpft. Der Film zeigt, wie Hoffnung und Entschlossenheit auf eine bessere Zukunft die verschiedensten Menschen vereint und trotz Rückschlägen nicht aufgeben lässt. (Anita Yassini)

Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit,  Samstag, 30. Mai um 21 Uhr am Uhrtürmchen Platz / Bornheim Mitte
Die Filmvorführung findet in Kooperation mit dem BJF – Bundesverband Jugend und Film e.V. und dem Berger Kino Kollektiv statt – Free Popcorn, Free Drinks, Free Cinema!

Samstag 30. Mai bis Sonntag 14. Juni: Barock am Main spielt: Die Schule der Frauen

(Daniela)

Oh man, schon wieder kann ich nicht zu BAROCK AM MAIN. Wie im vergangenen Jahr spielen sie wieder auf dem Gelände der Westcoast und das ist super schön. Ich hätte so gerne wieder ein Stück von ihnen gesehen. Michael Quast hat großartige Schauspieler:innen engagiert: Alexander J. Beck, Pirkko Cremer, Jochen Döring, Rainer Ewerrien und Ulrike Kinbach und Katja Reich ist wieder für das großartige Maskenbild verantwortlich. Das wird bestimmt super toll!

Die Schule der Frauen
Komödie von Wolfgang Deichsel nach Molière in hessischer Mundart

Der reiche Bürger Arnold hat die fixe Idee, sich eine ideale Ehefrau zu erschaffen. Zu diesem Zweck lässt er das Mädchen Agnes in der Obhut eines einfältigen Dienerpaares aufziehen, unberührt von Bildung und allen weltlichen Einflüssen. Horazius, der Sohn eines Geschäftsfreundes von Arnold, kommt in die Stadt und verliebt sich in ein Mädchen, das von einem alten Sonderling streng bewacht wird. Das Mädchen ist Agnes. Horazius vertraut sich Arnold als seinem väterlichen Freund an, und Arnold, der sich Horazius gegenüber nicht offenbaren kann, muss durch die brühwarmen Berichte des jungen Mannes über dessen Fortschritte bei Agnes durch alle Höllen der Eifersucht gehen. Sein Weltbild gerät ins Wanken: „Warum setzt mein Verstand, durch den ich reich bin, bei diesem Unternehmen aus?“ Verzweifelt kämpft Arnold für seinen absurden Lebenstraum, doch die vorsätzlich dumm gehaltene Agnes erweist sich als erstaunlich gewitzt.

Wolfgang Deichsels geniale Übertragung des Klassikers Molière ins Hessische bringt die Figuren ganz nah an uns heran. Der Kontrast zwischen Mundart und strengem Versmaß ist eine explosive Mischung, die das Vergnügen an dieser Komödie noch einmal steigert.
Veranstaltungsdauer: ca. 2 Stunden (inklusive Pause)

Tickets und weitere Infos: https://www.barock-am-main.com/programm/die-schule-der-frauen

©Andreas-Malkmus

Samstag, 30. Mai, und Sonntag, 31. Mai: Of/ Poetischer Geleitschutz durch die Kunst

(Andrea)

Vielleicht gehe ich heute mit, erst Demo dann Geleitschutz. Die Autorinnen S. Katharina Eismann und Ingrid Walter laden heute und morgen zu zwei besonderen Touren durch Offenbach ein: Sie geben der Kunst poetischen Geleitschutz und lassen die Orte in ihrer Vielschichtigkeit lebendig werden. Die Tour am Samstag, den 30. Mai startet um 16 Uhr am Wilhelmsplatz (Treffpunkt Streichholzkarlchen). Eismann führt zu Ateliers um den Wilhelmsplatz mit weiteren Stationen in der  Bleich- und Geleitsstraße, Herrnstraße, Haus der Stadtgeschichte. Für den Sonntag ist der Treffpunkt um 14 Uhr am Ledermuseum und führt mit Ingrid Walter durch spannende Ateliers in der Frankfurter-, Bettina- und Bernardstraße. Enstation ist die Ausstellung im Zweitlof.ft Beide Touren bieten die Gelegenheit Kunst und Künstler*innen hautnah zu erleben. Anmeldung jeweils bei katharina.eismann(at)spacewood.de oder ingrid.walter(at)walter-wortware.de

S. Katharina Eismann und Ingrid Walter kennen viele Künstler und Künstlerinnen sowie ihre Arbeiten seit Jahren persönlich, wissen, an was sie gerade arbeiten – und können so besondere Einblicke geben. Um Anmeldung für beide Touren unter den jeweiligen E-Mail-Adressen wird gebeten. Beide Autorinnen freuen sich auf zahlreiche Teilnehmer:innen und darauf, die geballte Mischung Kunst mit Worten zu begleiten und auf den interdisziplinären Austausch. 

Bild: In den geräumigen Ateliers oberhalb vom Boxcamp Geleit92 präsentiert unter anderem die Künstlerin Barbara Ziegert ihre Arbeiten. Das Bild stammt von ihr.

Samstag, 30. Mai: Of/ Demo

(Andrea)

Der Hauptbahnhof in Offenbach ist das, was man mit Fug und Recht einen Unort nennen kann, willkommen fühlt man sich das nicht. Letztes Jahr wurde zumindest der Durchgang schön weiß getrichen, ob das die DB war, weiß ich gar nicht. Ansonsten ist es aber noch immer ziemlich trist, beim Reinkommen sieht man ein verrammeltes Kiosk, blinde Fenster, es ist dreckig und von barrierefreiheit ganz zu schweigen. Die Initiative Hauptbahnhof engagiert sich schon lange, dafür, dass das Gebäude wieder belebt wird und wurde 2019 für ihr Konzept sogar mit einer kleinen Förderung aus dem Programm “Ab in die Mitte” bedacht. Aber was nutzen die schönsten Ideen, wenn dem Eigentümer das Gebäude herzlich egal ist? Deshalb ruft die Ini heute zu einer Demo auf: “Wir wollen klar machen: Die DB darf nicht noch weitere Jahre warten, bis mit unserem Hauptbahnhof etwas passiert. Wir wollen ASAP Verhandlungen über Zwischennutzungen. Der HBF OF hat viel Potential und wir Offenbacher:innen wollen und werden es zeigen.” 13 Uhr

Rathaus, Berliner Straße/ Willy-Brand-Platz, Offenbach

Wer sich einlesen möchte: https://hbfof.wordpress.com/presse-media/

Samstag, 30. Mai: BeGwinner

(Andrea) 

Man vergisst allzu leicht, dass es neben der Batschkapp auch noch andere spannende Orte in der Gwinnerstraße gibt. Fritz Deutschland zum Beispiel oder auch moogoo. Also radele ich heute mittag mal rüber, ab 14 Uhr kann man in und zwischen den ehemaligen Fabrikhallen 404, 406 und 408 nicht nur Werkstätten und Ateliers besuchen, sondern auch selbst aktiv werden: Mit Julia fotografieren gehen, bei Moogoo alte Deko-Artikel besprühen, bei Christine ein Traumhaus bauen, mit Armin Tapeten kleben, bei Betty einen Becher gestalten oder einen Beitrag zu Soomees Ausstellung leisten oder die Bilder von Casimir Bationo entdecken. „Neugier auf Kunst, Kultur und Handwerk zu wecken, ist uns ein wichtiges Anliegen“, so die Veranstalter:innen von Fritz deutschlanD e.V. und Moogoo Creative Africa. Ab 15:30 Uhr sorgen dann auf der Live-Bühne zahlreiche Bands und Acts für echte Partystimmung. Es kommen Ankafo, Revival Pole Boutique, Pole Dance, FUNOOS, Fritz deutschland banD, Open Source Sound Collective – OSSC, Steffen Fendt Terzett, Platzregen, Acetonia.
Gastgeber auf dem Gelände sind: Fritz deutschlanD e.V., Moogoo Creative Africa, RaumVonWert / Klapster, D&A Brandschutz GmbH, Material für Alle, Robert Barta, Stefanie Trojan, Urban Hüter, Heimwerken Rhein-Main.Das ganze Programm samt Workshops sowie alle Informationen zur Veranstaltung und den teilnehmenden Unternehmen und Menschen findet ihr auf der Seite von Fritz deutschlanD. 

Gwinnerstraße 46

Das tolle Bild ist von dem Maler Casimir Bationo alias [CasziB.] aus Ouagadougou, der zu einer Residenz & Ausstellung bei Moogoo kommt. 

Samstag 30. Mai: Naviar Haiku Fest 2026 im Kulturraum B25

(Daniela)

Haiku trifft Klangkunst: Naviar Haiku Fest 2026 im Kulturraum B25
Am 30. Mai 2026 trifft in Frankfurt-Höchst japanische Kurzlyrik / Haiku auf experimentelle Klänge: Der Verein „Raum für kulturelle Fragen e.V.“ präsentiert gemeinsam mit dem internationalen Musiknetzwerk Naviar Records das Naviar Haiku Fest 2026 im Kulturraum B25 statt. Haikus dienen als Ausgangspunkt für Komposition, Improvisation und Performances von vier internationalen Acts aus der Naviar-Community, ergänzt durch einen Haiku-Schreibworkshop und eine Lesung mit dem renommierten Haiku-Autor Klaus-Dieter Wirth. Der Kulturraum B25 lädt ein zu einem niedrigschwelligen Zugang zu zeitgenössischer Musik, Klangkunst und Lyrik.
Mehr Infos unter www.kulturellefragen.de
Kulturraum B25, barrierefrei, Brüningstr. 25, FFM-Höchst
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen

Samstag, 30. Mai: Of/ Kreidler

(Andrea)

"Im Mai 2026 erscheint das neue, achte Kreidler Album. Wir freuen uns riesig, anlässlich des Releases die legendäre Band wieder begrüßen zu dürfen. Das Konzert ist wegen des späten Sonnenuntergangs auf 21 Uhr angesetzt - dann beginnt es sofort, da es dieses Mal keine Support-Band gibt. Es findet in der Halle statt, mit je nach Wetter mehr oder weniger geöffneten Toren. Wir wünschen euch viel Vergnügen. Hier ist ein erster Vorgeschmack aufs Album: Ikili https://youtu.be/MObmfZ4mNWo?si=S3sgehla02XyX3muKREIDLER sind Thomas Klein, Alexander Paulick und Andreas Reihse. Die Band spielt eine auf Elektronik basierte Form der populären Musik, benutzt aber auch akustisches Instrumentarium. Meist instrumental, immer rhythmisch, immer mit einem Pop-Appeal, zwischen IDM und Electronica. KREIDLER spielte Europaweit, in Asien, in Amerika. In Techno-Clubs, Rock-Venues und Konzerthallen. Auf Festivals wie Sonar, Cervantino, SXSW, Nrmal oder Roskilde. Im Auftrag des Goethe-Instituts war die Band auf Tourneen durch Südostasien und Mexiko. KREIDLER spielte In Museen und in Galerien: bei der Van Dyck Retrospektive in Antwerpen, für Rosemarie Trockel, Thea Djordjadze, Mike Kelley, oder im MoMA New York und im Centre Pompidou Paris für Andreas Gursky. Kuratiert von Djordjadze und Trockel kollaborierte KREIDLER 2019 mit der Sängerin Asmik Grigorian in der Elbphilharmonie – als Erweiterung einer Ausstellung in den Deichtorhallen Hamburg. 21 Uhr 

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Sonntag 31. Mai: Performativer Theaterspaziergang: Built to Break. Architektur für Alle

(Daniela)

Im Zentrum des Projekts Built to Break. Architektur für Alle steht die Frage, wie wir als Gesellschaft mit Brüchen, Krisen und Veränderungen umgehen – räumlich, sozial und emotional. In einer Zeit tiefer Umbrüche wie Klimakrise, sozialer Ungleichheit und gesellschaftlicher Polarisierung eröffnet das Projekt einen kreativen Raum, um diese Themen über die Verbindung von Architekturgeschichte, Theater und Literatur zu erforschen.

Ausgangspunkt sind die Frankfurter May-Siedlungen – ein Beispiel für demokratische Stadtplanung und sozialen Wohnungsbau. Built to Break verbindet ihre Architektur mit Kleists Text „Das Erdbeben in Chili“, der eine Gesellschaft in der Krise beschreibt.

In einem performativen Theaterspaziergang werden diese Ebenen miteinander verwoben: Zwei Performer*innen wechseln zwischen Tourguide und literarischen Figuren. Das Publikum wird Teil einer fiktiven Stadtgesellschaft.

Das internationale Performance-Kollektiv BOYS* IN SYNC arbeitet mit der Heilig Kreuz Kirche am Bornheimer Hang und dem Frankfurter Vokalensemble Vox Aevi zusammen. In der Recherche greifen die Künstler:innen nicht nur auf Bücherwissen zurück: Über Straßenbefragungen vor Ort wollen sie wissen: Wie erleben die Bewohner:innen ihren Stadtraum? Welche Möglichkeiten und Probleme gibt die Architektur vor? Wo treffen sich die Menschen? Für Bewohner:innen und WDC-Gäste werden Deutsch- und Englischsprachige Führungen angeboten.

 Der Eintritt ist frei. Tickets für die Veranstaltungen können hier gebucht werden: https://www.boysinsync.com/tickets

Hinweise zur Veranstaltung: Die Spaziergänge beginnen und enden an der Heilig Kreuz Kirche. Dauer je 1Std.
Von und mit BOYS* IN SYNC (Jakob Schnack Krog & Simon David Zeller). Besonderen Dank an Schwester Kristina Wolf und Tobias Orzeszko.

Sonntag 31. Mai: 17:00 Uhr
 

Sonntag, 31. Mai: Forest Blakk

(Uwe)

Der kanadische Folk-Pop-Sänger Forest Blakk wurde vom PEOPLE Magazine als einer der „talentierten Nachwuchskünstler, die die Musiklandschaft prägen“ hervorgehoben. Der aus Montreal stammende Musiker debütierte 2018 mit seiner EP „Minutes“. Als mitreißender Live-Performer tourte Blakk ausgiebig als Support für James Blunt, James Arthur, NEEDTOBREATHE, Gavin James, Dean Lewis und vielen mehr – zusätzlich zu seinen eigenen ausverkauften Headliner-Tourneen in Nordamerika und nun seiner anstehenden Deutschland-Tournee.

Brotfabrik / F., Dahlmannstr. / 20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik / credit: tbc

Sonntag, 31. Mai: Zeilsheim/ Hühner für Demokratie

(Andrea)

Rahel, diese wunderbar naturverbundene Frau, die in der Schweiz Kühe hütet und irgendwann Hühner für sich entdeckt und mit ihnen Projekte aufgezogen hat, lädt gemeinsam mit ihren Mitstreiter:innen zum Hühnerfest ab 14Uhr, mit Filmvorführung von „The Walk“ um 15Uhr und anschließendem Gespräch, auf die KinderKulturFarm Zeilsheim. The Walk ist ein poetischer Dokumentarfilm (12 min) von Michael Jung über das freilaufende Pferd Jenny aus Fechenheim und eine Erinnerungsreise in die Vergangenheit von Werner Weischedel. Beide werden anwesend sein und wir freuen uns auf das gemeinsame Gespräch mit unseren Gästen. Spielmöglichkeiten für Kinder sind vorhanden. Für Getränke ist gesorgt, Vesper und Kuchenspenden gerne mitbringen. Veranstaltung im Rahmen des partizipativen Kulturprojekts "Hühner für die Demokratie" von Rahel Seitz und der KinderKulturFarm Frankfurt in Kooperation mit dem Quartiersmanagement Zeilsheim. Kontakt für Interessierte: szeno.farm(at)gmx.de, Wegbeschreibung unter: www.kinderkulturfarm.de/wegbeschreibung/ Letzten Monat wurde ein Interview zum Hühnerprojekt in HR2 "Am Sonntagmorgen“ gesendet. Hier der Mitschnitt: https://www.hr2.de/podcasts/warum-huehner-uns-demokratie-lehren-koennen,audio-117670.html

KinderKulturFarm Zeilsheim 

Montag, 01. Juni: Seafret

(Uwe)

Kennengelernt haben sich Sänger Jack Sedman und Gitarrist Harry Draper als schüchterne Teenager 2011 in einer kleinen Bar in ihrer Heimatstadt Bridlington an der Nordsee (Ihr Bandname bezeichnet in Teilen dem Nordsee-Nebel in ihrer Heimat). Das britische Indie-Rock-Duo hat jüngst eine neue Platte veröffentlicht, „… ihr bisher mutigstes Album, in jedem Song hörbar ist die gemeinsame Kameraderie und kreative Freude …“. 

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / 19:30 Uhr
Foto: Facebook Zoom

Dienstag 02. - Sonntag 07. Juni: Nippon Connection Filmfestivals 

(Daniela)

Der Vorhang für die 26. Ausgabe des Nippon Connection Filmfestivals lüftet sich und gibt einen ersten Blick auf das diesjährige Programm frei. Vom 2. bis 7. Juni 2026 werden in Frankfurt am Main an 13 Locations über 130 Kurz- und Langfilme aus Japan zu sehen sein, von aktuellen Kinohits und kreativen Animationsfilmen bis zu Independentproduktionen junger Regietalente. Der diesjährige Themenschwerpunkt Shades of Reality – Between Truth and Fiction widmet sich dem Spannungsfeld zwischen Inszenierung und Wirklichkeit. Das prall gefüllte Rahmenprogramm mit rund 80 Workshops, Vorträgen, Performances und Konzerten sowie ein japanischer Markt laden an sechs Tagen dazu ein, die japanische Kultur aus einer neuen Perspektive zu erleben.

Nippon Connection präsentiert die aktuellsten Werke renommierter Filmemacher*innen, wie etwa das preisgekrönte Drama Two Seasons, Two Strangers von Sho Miyake, den von Regisseur Baku Kinoshita persönlich präsentierten Animationsfilm The Last Blossom oder die Deutschlandpremiere des spannenden Thrillers SAI: disaster von Yutaro Seki und Kentaro Hirase. Besonders stark sind dieses Jahr Dokumentarfilme im Programm vertreten. In Anwesenheit der Regisseurin Miwa Yoshimine feiert das Künstlerportrait ZEN & EROS über den japanischen Maler Morio Matsui beim Festival seine Weltpremiere.

Eröffnet wird das Nippon Connection Filmfestival am 2. Juni mit der Deutschlandpremiere des Dramas FUJIKO von Taichi Kimura, das auf mitreißende Weise den Weg einer alleinerziehenden Mutter zur Selbstbestimmung erzählt. Auch in TOKYO TAXI, dem Abschlussfilm des Festivals, steht eine starke weibliche Protagonistin im Zentrum, die sich gegen die patriarchale Gesellschaft im Japan der Nachkriegszeit behauptet. Das bewegende Drama ist der 91. Film von Regielegende Yoji Yamada.

Viele Filme feiern während der sechs Festivaltage ihre Premiere in Anwesenheit der Filmschaffenden. Ehrengast ist Schauspielerin Anna Yamada, die mit dem Nippon Rising Star Award ausgezeichnet wird. Der Preis wird von KYOCERA Document Solutions Deutschland präsentiert. Darüber hinaus wird in Kooperation mit Wacom erstmals der Nippon Animation Shorts Award an junge Kreativtalente der japanischen Animationsfilmszene vergeben.

Das Rahmenprogramm ist in diesem Jahr so umfangreich wie nie: Neben Kochkursen und Workshops zu traditionellen Themen wie Kalligraphie, Schwertkampf und japanischer Tanz wird es auch Angebote für Manga- und Videospiel-Fans geben. Genreübergreifende Konzerte und Performances präsentieren zudem die Vielfalt der japanischen Musik- und Kunstszene.  

Die beiden Festivalzentren Künstler*innenhaus Mousonturm undProduktionshaus NAXOS laden dazu ein, in die Welt Japans einzutauchen. Auf dem Festivalgelände können Besucher*innen kostenlos den japanischen Markt mit Kunsthandwerks- und Essensständen erkunden oder Open-Air-Events besuchen. 

Das komplette Festivalprogramm und Tickets sind ab dem 9. Mai 2026 auf der Festival-Website NipponConnection.com verfügbar. 

Mittwoch, 03. Juni Batschkapp Sommerfest

(Andrea)

50 Jahre Batschkapp – das wird gefeiert, wie es sich gehört!”. Klar, wir feiern, lassen es krachen, so dass Ralf es da oben auf seiner Wolke auch mitbekommt. Eine traurige Nachricht war das vor Kurzem, Ralf Scheffler ist tot. Zwischenzeitlich sind schon etliche Nachrufe verfasst, ich schließe mich allen an und ergänze: Du wirst immer ehrfuchtseinflössend grummelig, wenn Du manchmal abends im Nachtleben aufgetaucht bist, jeder Smalltalk prallte ab, aber auf Facebook lieferten wir uns manches lustige Scharmützel. Du warst immer für einen trockenen Kommentar gut und ich schätzte Deinen Humor. Das letzte Mal haben wir uns auf der Weihnachtsfeier gesehen und während ich keine einzige Reihe zustande brachte, hast Du beim Bingo abgeräumt und Dich gefreut. So wie jetzt, wenn wir heute und in den nächsten Monaten die Batschkapp (und auch das Nachtleben) feiern. 
Zunächst heizen im Sommergarten Frankfort Special ordentlich ein: Rockabilly-Sound, pure Energie und echte Bühnenroutine. Frankfort Special bringen Rock’n’Roll-Feeling, das sofort zündet – tanzbar, roh und mitreißend. Später am Abend übernehmen indoor Helium6 und bringen mit ihrem energiegeladenen Mix aus bekannten Rock-, Pop- und Partyklassikern die Bühne zum Beben. Dazwischen und danach Partysounds vom Feinsten und für die finale Eskalation sorgen dann Buffalo & Wallace. Beginn 17 Uhr 

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Donnerstag, 4. Juni (Uraufführung) bis Sonntag, 7. Juni: Here is there

(Martin)

Im Doppelabend „Here Is There“ nimmt sich neben Ioannis Mandafounis, dem Künstlerischen Direktor der Dresden Frankfurt Dance Company, auch Ensemblemitglied Thomas Bradley als Choreograph die Bühne. 

Bradley präsentiert seinen unverwechselbaren Stil als Kostümbildner und arbeitet mit skulpturalen, den Körper verändernden Kostümen. Mandafounis widmet sich der Spannung zwischen dem Wunsch nach Transformation und der Trägheit der physischen Realität. 

SEVERAL RHYTHMS SORT - THOUGHTFULLY / Neukreation von Thomas Bradley - Wenn man etwas genau betrachtet, kann man auch in scheinbar zufälligen Handlungen Muster erkennen. Wenn man lang genug schaut, sieht man, wie sie sich verändern. Thomas Bradley lädt mit seiner ersten Arbeit für die DFDC zu einer solchen Betrachtung ein. Er versteht Choreografie als soziales System, einem Spiel ähnlich. Durch dauerhafte Aufmerksamkeit entsteht eine aufgeladene Atmosphäre, in der Regeln und Bedingungen die Entscheidungen der Tänzer*innen in den Fokus rücken. Auch die Kostüme beeinflussen das Geschehen in entscheidender Weise. In einem mit Bedacht strukturierten Raum trifft die Choreografie auf zwei weitere akustische Elemente: die klanglichen Spuren der Zerlegung eines Elektrogeräts und eine Solo-Sonate für Trompete von HK Gruber.

THIS BEAUTIFUL MESSY THING / Neukreation von Ioannis Mandafounis - In großer Enge sehnt man sich nach Weite, im Tohuwabohu nach Reduktion und Klarheit. Oft enthält etwas sein eigenes Gegenteil. Die Bilder und Situationen in „This Beautiful Messy Thing“ sind von solchen Spannungen geprägt. Wo führt der Drang nach Veränderung hin? Vielleicht kann man die Kontraste selbst genießen, anstatt auf einen Moment zu hoffen, in dem alle Wünsche erfüllt sind. Beim Tanzen kann man mit den Grenzen der Situation spielen, anstatt von ihnen gebremst zu werden. In den Händen des Schlagzeugers Philipp Danzeisen vermischen sich Samples verschiedener Geräusche mit den Sounds der Trommeln. Die lebendige, organische Körperlichkeit der Tänzer*innen, eingegrenzt und gehalten durch das Bühnenbild, ganz nah am Publikum oder vereinzelt im Raum, wirkt so verletzlich wie kraftvoll. Es ist ein Stück von Mandafounis, nur noch lauter – und leiser.

Donnerstag, 4. (Uraufführung), Freitag, 5., Samstag, 6. Juni um jeweils 20.00 Uhr und am Sonntag, 7. Juni um 18.00 Uhr
Dresden Frankfurt Dance Company im Schauspiel Frankfurt
Foto: © De-Da Productions

Donnerstag 04. bis Sonntag 07. Juni: Festival „Science Utopias“ im Palmengarten

(Daniela)

Das interdisziplinäre Festival „Science Utopias“ lädt vom 4. - 7. Juni dazu ein, Wissenschaft neu zu erleben und aktiv mitzugestalten. Das Festival findet im Palmengarten im Rahmen der Rosenschau (28. Mai bis 7. Juni) statt und rückt kreative und innovative Formen der Wissenschaftsvermittlung in den Mittelpunkt.
Eröffnet wird das Festival mit einer Revue zur Geschichte der Palme. Performances, Shows, Gespräche, Führungen und Workshops eröffnen an den vier Festivaltagen neue Perspektiven auf Wissenschaft. Das Publikum, von Kindern über Jugendliche bis Erwachsene, ist ausdrücklich eingeladen, Wissenschaft aktiv mitzugestalten. Besondere Formate wie ein Klima-Winetasting oder die Botanische Bar machen Wissenschaft sinnlich und mit Spaß erfahrbar. 

Ein besonderes Highlight ist der „Markt der Möglichkeiten“ am Festivalsonntag, auf dem zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen und Akteur:innen aus der Region ihre Arbeit vorstellen, mit Informationsständen, Mitmachaktionen und Raum für Austausch. 

Einen Überblick über das komplette Programm findet ihr hier: Palmengarten Programm Science Utopias

Freitag, 05. Juni: Besondere Umstände

(Uwe)

Besondere Umstände,deren Name eine Referenz an den intergalaktischen Geheimdienst aus dem „Kulturzyklus“ des Science-Fiction-Autors Iain Banks darstellt, bringt ihren charakteristischen Independent-Sound nach Frankfurt. Das Trio bewegt sich stilsicher in einem Spannungsfeld, das Einflüsse aus Postpunk, Stonerrock und der Hamburger Schule vereint. 

Ponyhof / F., Klappergasse / Einlass: 19 Uhr
Foto: Ponyhof, Homepage

Samstag, 6. Juni: HACKEDEPICCIOTTO

(Andrea)

Wusstet Ihr, dass Alexander Hacke mit Meret Becker verheiratet war? Die mag ich ja sehr, aber musikalisch ist seine neue Partnerin wohl eine ganz andere Inspiration. Das wird sicher ein toller Abend! "Mit LICHTUNG präsentieren hackedepicciotto ihr neuestes Werk – ein elektronisch vielschichtiges und strukturell abenteuerliches Album, das der deutschen Sprache gewidmet ist. Inspiriert von ihrem neuen Zuhause am Rand von Berlin, steht LICHTUNG für Rückzug, Reflexion und kreative Neuorientierung nach Jahren des nomadischen Lebens. Das Duo, bestehend aus Alexander Hacke und Danielle de Picciotto, erkundet auf dem Album neue klangliche Territorien jenseits repetitiver Strukturen. Entstanden ist eine intensive, experimentelle Arbeit, die auch durch die bewusste Entscheidung geprägt ist, die Texte auf Deutsch zu verfassen. Als künstlerische Partnerschaft verbinden hackedepicciotto seit fast zwei Jahrzehnten ihre individuellen Stärken: Hacke als prägende Kraft von Einstürzende Neubauten, de Picciotto als Mitinitiatorin der Love Parade und vielseitige Musikerin und Künstlerin. Foto: MvKummer. 20 Uhr 

Ono 2, Walter-Kolb-Straße 16

Samstag 06. Juni: Kulturcampus Open Air 2026 „Für Solidarität und Zusammenhalt!“

(Daniela)

Das vierte Jahr in Folge findet am 6. Juni 2026 das Kulturcampus Open Air auf dem alten Universitätscampus Bockenheim statt. Auf zwei Bühnen gibt es Live-Musik, Diskussionen,
Kinderprogramm und vieles mehr.

„Für Solidarität und Zusammenhalt!“ – unter diesem Motto lädt das Kulturcampus Open Air in diesem Jahr dazu ein, gemeinsam ein Zeichen zu setzen: Für ein offenes Miteinander, für kulturelle Vielfalt und gegen Ausgrenzung. 
Dafür haben die Organisatorinnen ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt: Auf der Bühne Nord an der Bockenheimer Warte sind mit ALYZAH, die aktuell als eine der aufregendsten jungen Stimmen im Deutschrap gehandelt wird, KUZENG KERIM und REDD einige wirklich spannende Hip-Hop Acts aus der Region vertreten. Dazu rappt das in der Szene heiss gehandelte Trio JUNGE ARBEITER aus der Nähe von Stuttgart über Alltag und Erfahrungen der dritten Generation. Auf der Bühne Süd vor dem Juridicum spielen LIMES (experimentelle andinische Klänge), SINEM (Post-Punk mit türkischen Pop-Einflüssen) und MATE POWER (Ska/Reggae/Cumbia). Die Festivalerprobte Schweizerin NATHALIE FRÖHLICH steuert Techno,
Rap, Pop und Baile Funk mit sozialkritischen Lyrics und feminstischer Attitude bei. Abgerundet wird das Musikprogramm von einem vielfältigen Dj Line-Up.
Daneben gibt es einen Flohmarkt, Theater, Diskussionen zu stadtpolitischen Themen, einen Marktplatz kritischer Initiativen, Führungen über den Kulturcampus, ein phantasievolles
Kinderprogramm und ein vielfältiges kulinarisches Angebot. Neu in diesem Jahr ist die schön schattige Chill Out Wiese vor dem Philosophicum.

Ziel des Bündnisses ist es, den Kulturcampus als lebendigen Ort zu gestalten, an dem unterschiedliche kulturelle Ausdrucksformen zusammenkommen und insbesondere zivilgesellschaftliches, ehrenamtliches Engagement von unten Raum findet. Damit dieser Ort für alle erlebbar wird, bringt das Bündnis bereits zum vierten Mal in Folge Kunst, Musik und Kultur auf den Campus – und lädt alle herzlich dazu ein, mitzuwirken, mitzugestalten und Teil einer offenen, solidarischen Stadtgesellschaft zu werden.

www.kulturcampus-frankfurt.de

Samstag 06. Juni: Festival “Science Utopias”: HER MIT DER UTOPIE! Konzert mit Bernadette La Hengst und Nick Nuttall

(Daniela)

Festival “Science Utopias”: HER MIT DER UTOPIE!

Konzert mit Bernadette La Hengst und Nick Nuttall 

Die Berliner Musikerin Bernadette La Hengst schreibt Ohrwürmer für Utopist:innen, Feminist:innen, Beat- und Elektropop-Fans, realisiert Theaterprojekte, leitet Chöre, moderiert Radiosendungen und begeistert mit energievollen Live-Auftritten. Der Brite Nick Nuttall ist nicht nur Musiker, sondern auch Mitorganisator und Moderator der Klima-Talkshow der weltweit größten Media-Plattform für climate action „We Don‘t Have Time“. Gemeinsam performen sie Songs über die Klimakrise und Utopien jeder Art. 

Veranstaltungsort: Palmengarten, Musikpavillon, Siesmayerstraße 61, 60323 Frankfurt am Main

Mehr Inof zum Festival: https://www.palmengarten.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Science_Utopias_Flyer_digital.pdf
Foto: ©Christiane Stephan

Samstag, 06. Juni: Iso Herquist & Band - Swing havin’ the Blues

(Uwe)

Smoother, swingender Sound, der den Raum füllt – mal weich federnd, mal schwer groovend, mal ganz Blues. Iso Herquist nimmt sich die Swing Tunes der goldenen Jazz-Ära vor und macht daraus seine ganz eigene Mischung: spontan, charmant und voller Energie. Mit seiner Ukulele bringt er einen unerwarteten Klang ins Spiel – seine Stimme klingt wie ein verraucht-verlebter Jazzclub nach einer sehr langen Nacht: samtig und kratzig zugleich, voller Sehnsucht und Soul. Wie der Lieblings-Frottee-Schlafanzug, der einmal zu heiß gewaschen wurde. Wie im strömenden Regen den Bus verpassen. Einfach: eine volle Breitseite Blues.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19 :30 Uhr
Foto: Iso Herquist

Sonntag, 7. Juni: Of/ A Life in Music and Art: Nashi Young Cho Memorial Benefit Concert

(Andrea)

Nashi war einmal im Kulturlabor und hat uns alle verzaubert. Sie war Musikerin, Komponistin, Sängerin, Texterin und Bandleaderin verschiedener Jazz-Formationen, also eine ziemlich quirlige Person und sicher im besten Sinne positiv verrückt. Ich habe ein paar Videos von ihr mit Maddin Schneider gesehen, empfehle ich sehr. Zumal es keine weiteren mehr geben wird, denn Nashi Young Cho ist Mitte März bei einem schweren Autounfall ums Leben gekommen. Sibel & Anny haben eine Sammlung für die Hinterblieben gestartet, heute soll bei einem Benefiz-Konzert nochmal das Leben gefeiert werden. Sie schreiben: Die Sängerin Nashi Cho ist am 13. März an den Folgen eines Autounfalls verstorben. Sie hinterlässt eine trauernde Familie sowie unzählige Freundinnen und Freunde. Wir sind alle bestürzt, geschockt und vor allem traurig, dass sie nicht mehr da ist. In unseren Herzen wird sie ewig leben!  Um ihr zu gedenken und der Familie Unterstützung zu bieten, findet am 7. Juni ab 15 Uhr in den Parkside Studios, Friedhofstraße 56 in Offenbach, eine musikalische Zusammenkunft statt. Menschen, die über viele Jahre mit Nashi musiziert haben, werden sie gebührend hochleben lassen. "

A Life in Music and Art: Nashi Young Cho Memorial Benefit Concert
7.6. 15.00 Uhr / Parkside Studios
Der Eintritt ist frei, es wird ein Hut herumgereicht. Die Einnahmen werden der Familie gespendet. Kommt zahlreich und feiert diese großartige Frau!

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach, nicht barrierefrei

Montag, 08. Juni: Birds On A Wire

(Uwe)

Als die französisch-amerikanische Sängerin Rosemary Standley – die zuvor bei Moriarty musiziert hat – und die französisch-brasilianische Cellistin Dom La Nena sich zum ersten Mal getroffen haben, war die musikalische Zusammenarbeit ursprünglich ausschließlich für eine Konzertreihe im Rahmen der Pariser Cité de la Musique geplant. Doch die beiden Künstlerinnen verstanden sich aufgrund von gemeinsamen Wurzeln und der jeweiligen klassischen Ausbildung nicht nur von Beginn an blendend – auch die alles einnehmende Stimme von Standley und das atemberaubende Cellospiel von La Nena harmonierten von der ersten Sekunde an auf ganz besondere Art miteinander.

Gemeinsam begann das Duo also auch über die initiale Veranstaltungsreihe hinaus, Songklassiker neu zu interpretieren. Inspiriert von Leonard Cohens „Birds On The Wire“ starteten die beiden als „Birds on a Wire“ Coverversionen zu veröffentlichen… Nun ist das dritte Studioalbum „Nuées ardentes“ erschienen, auf welchem sich die Musikerinnen erstmals auch bekannten Popund Rocksongs annehmen. Von Bronski Beat über The Cure bis hin zu The Doors bekommen ikonische Songs von den beiden Musikerinnen einen neuen Anstrich.

Brotfabrik / F., Dahlmannstr. / 20 Uhr
Foto: Jeremiah

Dienstag, 09. Juni: Dennis Aarssen & DIE DVA BIG BAND

(Uwe)

Vom Namen her könnte Dennis van Aarssen auch eine Legende des holländischen Fußballs sein, er ist aber ein Sänger, mit samtiger Stimme, modernen Swing-Arrangements und einer charmanten Coolness. Auf seinen kommenden Deutschlandterminen präsentiert Dennis van Aarssen eine Live-Show, die musikalische Klasse und Leichtigkeit verbindet: swingende Big-Band-Momente, intime Balladen, energiegeladene Uptempo-Nummern und immer wieder diese besondere Stimme, die das Publikum sofort für sich gewinnt. Unterstützt von einer hochkarätigen Live-Band schafft er eine Atmosphäre, die nostalgisch und zugleich überraschend zeitgemäß wirkt. Fans von Michael Bublé, Jamie Cullum und klassischem Crooner-Sound dürfen sich auf einen Abend freuen, der gleichermaßen berührt wie begeistert.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / 19:30 Uhr
Foto: Facebook Zoom

Dienstag, 9. Juni: Of/ Dermot Kennedy

(Andrea)

"Power Over Me", "Outnumbered" oder “Kiss Me” kennt ihr sicher, wenn ihr sie hört. Mit diesen und anderen Songs hat sich der Ire Dermot Kennedy weltweit eine große Fangemeinde erspielt und er gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Singer-Songwritern europaweit. Live beweist Dermot Kennedy, der lange als Straßenmusiker unterwegs war, warum er so viele Menschen erreicht: Nicht die Inszenierung steht im Zentrum, sondern die ehrliche, beinahe ungeschützte Präsenz, mit der er singt. Dermot Kennedy begann früh Gitarre zu spielen, suchte aber lange nach dem richtigen Ton. Den fand er schließlich: Songwriterpreise, über vier Milliarden Streams bei Spotify, das am häufigsten verkaufte Debütalbum Irlands in diesem Jahrhundert mit „Without Fear“. Schritt für Schritt arbeitete er sich heraus aus der lokalen Szene, ohne je das Gefühl zu verlieren, das seinen Songs innewohnt. Folk-Elemente treffen auf modernere Strukturen, poetische Bilder auf rhythmische Klarheit. Mit dem 2022 erschienenen zweiten Album „Sonder“ und der introspektiven EP „I’ve told the trees everything“ (2024) hat der Singer/Songwriter seinen authentischen Sound weiter geschärft. Heute ist er in der Stadthalle und ich gehe hin. 

Stadthalle, Waldstraße 412, Offenbach

Mittwoch, 10. Juni: Hendrik Bolz - Nullerjahre

(Uwe)

Die Nachwendezeit zwischen den Stralsunder Plattenbauten: Während viele Erwachsene die Suche nach einem Platz im neuen System aufgeben, suchen sich Hendrik und seine Freunde eigene Wege aus der Langeweile. Langsam zerfallen die Frontlinien der Baseballschlägerjahre. Springerstiefel werden von Turnschuhen abgelöst, Rechtsrock von Gangsterrap. Doch die Grundregel bleibt dieselbe: fressen oder gefressen werden. Im Kindergarten, in der Schule und im Fußballverein haben sie gelernt, dass der Klügere nur so lange nachgibt, bis er der Dümmere ist. Also ist das Ziel klar: härter werden, stumpfer werden. Die Mittel finden sich – Kraftsport, Drogen, Rap.

Im Gespräch mit Moderatorin Isabella Caldart erzählt Hendrik Bolz von den ostdeutschen Nullerjahren und erklärt dabei ein Stück bundesrepublikanische Gegenwart.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19 :30 Uhr
Foto: KIWI Verlag

Mittwoch, 10. Juni: Der Nationalsozialismus im Familiengedächtnis

(Andrea)

"Der Nationalsozialismus spielt in vielen deutschen Familiengeschichten bis heute eine Rolle. Besonders in den letzten Jahrzehnten haben sich Kinder und Enkel der Kriegs- und NS-Generation intensiver mit ihrer Herkunft beschäftigt. Der Nationalsozialismus im Familiengedächtnis. Dabei stoßen sie oft auf bislang verschwiegene Aspekte der Vergangenheit. Die Gesprächsrunde fragt danach, was innerhalb der Familien erzählt oder verschwiegen wurde. Sie thematisiert außerdem, wie Nachkommen verborgene Geschichten aufgedeckt haben und wie sie heute mit diesen Erkenntnissen leben.
Teilnehmende: Monique Behr, Leiterin Kunsthaus Wiesbaden und Referat Bildende Kunst m Kulturamt Wiesbaden. Mit Studierenden und einem Wissenschaftler der Goethe Universität Frankfurt kuratierte sie die Ausstellung „Emil Behr. Briefzeugenschaft vor – aus – nach Auschwitz“, die 2012 im Museum Judengasse des Jüdischen Museum gezeigt wurde und brachte eine Publikation heraus. Grundlage waren Briefe ihres Großvaters, die sie wenige Jahre zuvor in einer Kiste gefunden hatte und die ihr halfen, das Schicksal ihrer Familie im “Dritten Reich” nachzuvollziehen.
Jutta Ströter-Bender, emeritierte Professorin für Kunst und ihre Didaktik an der Universität Paderborn und Mitgründerin des International Research and Archives Network for Historical Children’s and Youth Drawings (IRAND). Erst vor wenigen Jahren erfuhr sie gemeinsam mit ihrem Mann, dass ihre Schwiegermutter in der NS-Zeit als „Halbjüdin“ galt. Ihr Schwiegervater, der am nationalsozialistischen Raketenprogramm beteiligt war, konnte sie 1940 mithilfe gefälschter Papiere heiraten. 
Veronika Moos, Leiterin des Malsaals am Staatstheater Wiesbaden. Aufgrund von Stolpersteinen, die sie 2019 vor dem Haus ihrer Großeltern in Wiesbaden entdeckte, begann ihre intensive Recherche über diese jüdischen Nachbarn, die den Holocaust nicht überlebten und über ihre eigene Familie. 2022 brachte sie das Buch „Nachbarn. Bahnhofstrasse 44/46“ heraus, in dem sie Briefe aus den Jahren 1939 – 1948 von beiden Familien gegenüberstellte.
Moderation: Mathias Rösch, Leiter des Schulmuseums Nürnberg und Mitkurator der Ausstellung"
Veranstaltung im Rahmen der aktuellen Ausstellung “Die Nazis waren ja nicht einfach weg”, die noch bis 26. Juli zu sehen ist. 

Museum für Kommunikation, Schaumainkai

Mittwoch, 10. Juni: DIASPORA – A Contemporary Tragedy

(Andrea)

antagon theaterAKTion liebe ich sehr und wenn sie heute ihr neue große Produktion vorstellen, radele ich mal in die Orber Straße rüber und schaue sie mir an. Außerdem habe ich mich für die Führung angemeldet, weil sich in den vergangenen Dekaden dort sicher viel verändert hat: "DIASPORA thematisiert die Situation von Migrant und Menschen auf der Flucht in der heutigen Zeit, hervorgerufen etwa durch neo-koloniale Ausbeutungsstrukturen im globalen Süden. Als moderne Interpretation von Euripides’ klassischer Tragödie „Die Troerinnen“ strebt DIASPORA einen Perspektivwechsel an – auf Weltgeschehen und Konflikte aus der Sicht der Menschen vor Ort, von Frauen, Flüchtenden, Unbeteiligten und Unschuldigen. Hier geht’s zum Trailer. Einblicke in unsere Arbeit und weitere Informationen finden Sie-/findet Ihr online auf unserer Website oder auf Instagram.In Zusammenarbeit mit „Ondadurto Teatro“ aus Rom präsentiert das Ensemble von antagon theaterAKTion eine seiner großen Produktionen und bringt damit die öffentliche Probephase zu einem krönenden Abschluss. Die Bar ist wie immer vor und nach der Show geöffnet.

Zusätzlich bieten wir diesmal um 20:00 Uhr eine Tour über das Gelände und durch unsere Räumlichkeiten an. Bei Interesse schreiben Sie-/schreibt gerne eine Mail an „office(at)antagon.de

21:30 Uhr (Einlass 20:00)

Protagon International Performing Arts, Orber Straße 57. Parkplätze sind in der Umgebung vorhanden

Donnerstag, 11. Juni: Sina Bathaie

(Uwe)

Die White Lotus World Tour von Sina Bathaie erstreckt sich über mehr als 30 Länder und 70 Städte. Präsentieren wird der Multiinstrumentalist, Produzent und Komponist, der für seine improvisatorischen Auftritte und seine unverwechselbare Mischung aus östlichen und elektronischen Klängen gefeiert wird, seine neuesten Werke und seine musikalische Weiterentwicklung. Auf traditionellen Instrumenten wie der Oud und der Ukulele verbindet er tiefe Emotion und kulturellen Reichtum mit modernen Klanglandschaften.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / 19:30 Uhr
Foto: Facebook Sina Bathaie

Donnerstag, 11. Juni: Der öffentliche Raum im Stresstest – Vortrag im DAM

(Petra)

Hannah Arendt schrieb 1958 über den öffentlichen Raum als einen Ort, an dem Menschen nicht nur zusammenkommen, sondern ihr individuelles Potenzial entfalten: in der Pluralität der Perspektiven, im Austausch, im gemeinsamen Handeln. Ihre Inspiration fand sie in der griechischen Polis, jenem Ort, der zugleich Markt, Forum und Bühne des menschlichen Miteinanders war. Diese Idee ist heute so aktuell wie damals, sogar dringlicher. Denn der öffentliche Raum unserer Städte steht unter Druck: wachsende Bevölkerung, Klimawandel, soziale Ungleichheit und eine jahrzehntelange Planung, die das Auto über den Menschen stellte. Die Folgen sind spürbar: Isolation statt Begegnung, Segregation statt Zusammenhalt. Wenn wir heute über “Design for Democracy” sprechen, fragen wir deshalb: Wie gestalten wir Räume, die wirklich allen gehören? Räume, die Gesundheit fördern, Bewegung ermöglichen, Hitzestress vermeiden und soziale Bindungen stärken? Räume, in denen Demokratie nicht nur gedacht, sondern gelebt wird? Und: Welche Werkzeuge helfen uns, die Potenziale öffentlicher Räume zu verstehen und sie dahingehend zu transformieren? Der heutige Redner Daniele Santucci ist ein Architekt, Wissenschaftler und Unternehmer, der an der Schnittstelle zwischen Daten, Klima, gebauter Umwelt und deren Auswirkungen auf die Menschen arbeitet.Seit April 2022 leitet er den Lehrstuhl für Gebäudetechnologie an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen University. 2026 erhielt er dort den Ruf am Lehrstuhl für Gebäudesysteme.  Er ist Mitbegründer und Geschäftsführer der Climateflux GmbH, einem Unternehmen, das Planungsbüros, öffentliche Einrichtungen und private Unternehmen zu Strategien und Planungsansätzen für die Klimaanpassung und den Komfort im öffentlichen Raum in Städten berät. Und er ist Ko-Kurator des Deutschen Beitrags STRESSTEST auf der 19. Architekturbiennale Venedig 2025.

Foto: ©Deutsches Architekturmuseum

Der öffentliche Raum im Stresstest - Vortrag von Daniele Santucci, Architekt, Wissenschaftler und Unternehmer , Reihe "Dialog Architektur”, Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, Uhrzeit: 19 Uhr, Eintritt: 7 (4) Euro

Freitag, 12. Juni: Of/ MADE - ICHTHYOSAURUS BRECHT

(Andrea) 

Daß das weiche Wasser in Bewegung
Mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt.

Die Hoffnung auf den unwahrscheinlichen Triumph des Flüssigen über das Erstarrte – sie begleitete Bertolt Brecht sein Leben lang. Und mit ihr das Wasser: als Inbegriff von Wandel und Veränderbarkeit der Verhältnisse. Unaufhörlich fließt es durch sein Werk – in Gestalt von Flüssen und hoher See, als Element des Untergangs und der Rebellion, verschlingend und Leben spendend. In ihrem Essay montiert Ruth Fühner unterschiedliche Texte zu einem fluiden Brecht-Portrait. Im Protagonisten der Erzählung »Vor der Sintflut«, der urzeitlichen Fisch-Echse Ichthyosaurus, spiegelt sich jener unverlässliche Brecht, der warnte: »In mir habt ihr einen, auf den könnt ihr nicht bauen«. Die Brüchigkeit von Brechts Gewissheiten spiegelt die Musik, die Oliver Augst mit dem französischen Trio L’Impolie eigens für den Essay geschaffen hat. Improvisiert mit sich abnutzenden Dubplates, wandelt sich auch der Klang der Text- und Sound-Performance mit jeder einzelnen Aufführung. Die Made-Jury schreibt: “Eine sehr persönliche Begegnung mit Bertolt Brecht aus einem unkonventionellen Blickwinkel und einem Plattenspieler auf dem Arm – berührend poetisch.” 19.30 Uhr

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Sonntag, 14. Juni - Freitag, 19. Juni: STADT LAND BUCH – Kinder- und Jugendbuchfestival im Literaturhaus

(Petra)

Nach dem großen Erfolg mit mehr als 6.000 Besucher*innen im Jahr 2025, lädt das Junge Literaturhaus Frankfurt jetzt erneut Kinder und Jugendliche dazu ein, Literatur lebendig zu erleben: bei Lesungen im Literaturhaus und an zahlreichen weiteren Veranstaltungsorten in der Region, bei Workshops und vielfältigen Mitmachangeboten in Kindergärten, Schulen, Bibliotheken, Literaturorten und Museen. Mit mehr als 50 Autor*innen und Illustrator*innen aus dem deutschsprachigen Raum bietet das Festival auch in seiner zweiten Ausgabe ein abwechslungsreiches Programm. Unter den Gästen sind Isabel Abedi, Antje Damm, Tobias Goldfarb, Sarah Jäger, Torben Kuhlmann, Mawil und viele andere. Als zusätzliche Spielstätte konnte in diesem Jahr das Schauspiel Frankfurt gewonnen werden. Dort tritt Cornelia Funke auf, eine der bekanntesten deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchautorinnen und Schöpferin unter anderem der „Wilden Hühner“ und der „Tintenwelt“-Reihe. Zum Auftakt öffnet das Literaturhaus Frankfurt seine Türen am 14.06. ab 13.30 Uhr für einen ganzen Nachmittag. Rund um Lesungen von Margit Auer („Die Schule der magischen Tiere“) und Alexander Steffensmeier („Kuh Lieselotte“) erwartet die Besucher*innen ein vielfältiges Mitmachprogramm für Groß und Klein: vom Lesekiosk über Podcasting mit BÜCHERALARM bis hin zu interaktiven Zeichen- und Geschichtenangeboten. 

Foto: ©Literaturhaus Frankfurt

STADT LAND BUCH – Kinder- und Jugendbuchfestival, Ort. Literaturhaus Frankfurt und weitere Orte, mehr Informationen findet Ihr hier 

Montag, 15. Juni: 80 Jahre Lucky Luke

(Uwe)

Die Grimm Brothers. Eine Hommage von Flix und Reinhard Kleist - Lesung mit Bildern und Gespräch.

Es war einmal im Wilden Westen … In Deutschland kennt jedes Kind die Märchen der Gebrüder Grimm. Aber im Wilden Westen kann man mit Schneewittchen und dem Froschkönig wenig anfangen. Das merken Jacob und Wilhelm Grimm schnell, denn ihre Lesereise in Amerika droht ein gewaltiger Flopp zu werden. Glücklicherweise ist Lucky Luke zur Stelle, um den Unmut der enttäuschten Lesungsgäste zu beschwichtigen. Um das Publikum zu begeistern wollen die Brüder ihr Repertoire um amerikanische Märchen erweitern und wenden sich mit ihrem Anliegen an Ma Dalton. Die tischt ihnen die Geschichte der vier grundanständigen Gebrüder auf – ein sofortiger Hit in den Saloons. Doch vier gar grimmige Gebrüder sind mit dem plötzlichen Imagewandel, der ihnen durch diese Märchen beschert wird, überhaupt nicht einverstanden.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19 :30 Uhr
Foto: Egmont Verlag

Dienstag, 16. Juni: Jared Hart

(Uwe)

Die Band von Singer-Songwriter Jared Hart, „The Scandals“, war europaweit als Support von The Gaslight Anthem und zusätzlich mit deren Sänger Brian Fallon unterwegs. Der talentierte, junge Mann aus New Jersey (da kommen einige gute Acts her, wie Bruce Springsteen …) spielt entweder solo oder mit seiner Band Mercy Union. Auf dieser Tour spielt er seine Songs puristisch und direkt, nur mit seiner Gibson Akustikgitarre und seiner unfassbar voluminösen Stimme.

Ponyhof / F., Klappergasse / Einlass: 19 Uhr
Foto: Ponyhof, Homepage

Donnerstag, 18. Juni: OPENING WESTCOAST mit Greentea Peng

(Daniela)

Das WESTCOAST FESTIVAL verbindet vom 18. bis 21. Juni 2026 erst herausragende Live-Acts aus Frankfurt, Deutschland und der Welt mit DJ-Sets, Public Viewing, Design- und Vintagemärkten, einem Weinfest mit VDP-Weingütern, Wasserspiele für Kids von der Feuerwehr mit ausgewählter Kulinarik,  um dann mit einer Woche spannendem Open-Air-Kino bis zum 28. Juni den Start in die Sommerferien zu versüßen. 
Ich freue mich besonders auf die Filmabende!

Heute ist das große Opening. Ich bin leider in Berlin, sonst wäre ich dort!
Ein Abend für Musikfans – fünf Acts, ein Vibe, eine Bühne.

Aisha Vibes – Deutschrap & Afro-Beats / Be DJ Shoo – Hip-Hop & Rap
Die P – Rap aus Frankfurt
Celo & Abdi – Frankfurter Legenden und Kult-Rapper

Greentea Peng 
Bekannt für ihre magnetische Bühnenpräsenz und genreübergreifende Kunstfertigkeit, bereitet sich Greentea Peng darauf vor, ihre neuesten Werke live auf Bühnen in Großbritannien und Europa zu präsentieren. Erwartet ein immersives Live-Erlebnis, das ihre unverwechselbare Stimme mit ihrer reichen Mischung aus Soul-, Dub- und Jazz-Einflüssen verbindet. Als erfahrene Live-Performerin sind Pengs Shows für ihre Energie, Intimität und die einzigartige Verbindung mit ihrem Publikum bekannt.
Eintritt: 38,50 Euro – inklusive Vorverkaufsgebühr

Tickets & Infos: https://www.frankfurt-westside.de/connect/westcoast-festival-2026/
FRANKFURT WESTCOAST: Gelände des Alten Hafens auf Höhe Stroofstraße 35, barrierefrei, Parkplätze vorhanden, super mit dem Rad erreichbar, 65933 Frankfurt am Main

Freitag, 19. Juni: Frederik Köster: Dark Matter

(Uwe)

Mehr als 10 Jahre hat Frederik Kösters Band „Die Verwandlung“ zusammengespielt, mit jedem Album haben die vielfach ausgezeichneten Musiker (diverse Jazz-Echos, Neuer Deutscher Jazzpreis, WDR-Jazzpreis) durch neue Klangvariationen überrascht. Doch die Zeichen stehen bei dem Kölner Trompeter und Komponisten auch weiterhin auf Erneuerung. Das neue Quartett heißt Dark Matter und spielt Musik, die seit 2024 entstanden ist. Laut Jazz Facts im DLF ist Köster längst „…einer der herausragenden Jazzmusiker Deutschlands. Sein strahlendes Trompetenspiel gebietet souverän über die ganze Palette der modernen Tradition – von Freddie Hubbard bis Kenny Wheeler.“ Er selbst sagt: „Für mich ist der Live-Moment beim Jazz der entscheidende Faktor und an den kommt kein Spotify, Youtube oder Instagram ran!“

Auf der Suche nach Erneuerung hat er diesmal an seiner Seite die experimentierfreudigen und vielseitigen jungen Musiker Jannis Sicker, Calvin Lennig und Thomas Sauerborn, die größtenteils neue, eigens für diese Besetzung geschriebene Musik präsentieren und interpretieren. Bestimme Facetten in Kösters Musik tauchen immer wieder auf wie Elemente des Alternative Rock, sphärische Klänge oder die kompositorischen Verbindungen zur klassischen europäischen Musik.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Gerhard Richter

Freitag, 19. Juni: Tischtennis-Turnier & WESTCOAST CINEMA "Marty Supreme"

(Daniela)

Tischtennis-Turnier hosted by Halid Rizvanovic (Hood Comedy) & WESTCOASTCINEMA "Marty Supreme" (OmU)

17:00 Einlass, Turnieranmeldung, DJ-Sets sowie Getränke & Speisen

Ab 19.30 Show-Highlight mit Welcome-Drink: Halbfinale & Finale des Tischtennis-Turniers präsentiert von Halid Rizvanovic.

Anschließend Filmbeginn bei ausreichender Dunkelheit: MARTY SUPREME.
Wie wollen wir diesen Wahnsinns-Film über den Aufstieg eines Tischtennis-Besessenen stilecht, sportlich fair und ähnlich atemraubend zelebrieren?
Wir haben da eine Idee: Mit der WESTCOAST voller Tischtennisplatten, einem richtigen Turnier und moderiert von Hood Comedy-Host Halid Rizvanovic! Nach dem Warm-up startet MARTY SUPREME (OmU), der mit grandiosem 80er-Soundtrack schmettert, mitten in unsere Herzen trifft und eine unfassbare Power-Performance von Timothée Chalamet hier auf die Platte bringt. Von unserer Tribüne lässt sich der Film von Premiumplätzen aus auf großer Leinwand bestaunen und miterleben. Regie: Josh Safdie, USA 2025, 150 Minuten, FSK: ab 12 Jahren, Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Eintritt: 15,00 Euro – inklusive Vorverkaufsgebühr

Tickets & Infos: https://www.frankfurt-westside.de/connect/westcoast-festival-2026/https://www.frankfurt-westside.de/
FRANKFURT WESTCOAST: Gelände des Alten Hafens auf Höhe Stroofstraße 35, barrierefrei, Parkplätze vorhanden, super mit dem Rad erreichbar,65933 Frankfurt am Main

Freitag, 19. Juni: Alternative Gutmensch

(Uwe)

Mit dem Projekt „Alternative Gutmensch“ rückt Heinz Ratz die Bedeutung sozialer Einrichtungen und Begegnungsorte in den Mittelpunkt, gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen und zunehmender Entfremdung. Im Fokus stehen Menschen, die sich in sozialen Berufen, der Pflege oder im Ehrenamt täglich für andere einsetzen und Räume schaffen, in denen Begegnung, Respekt und Menschlichkeit gelebt werden.

Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern aus Musik, Theater, Kabarett und Literatur besucht Hein Ratz soziale Einrichtungen wie Obdachlosenunterkünfte, Altenheime, interkulturelle Vereine, Frauenhäuser oder Stadtteilzentren. Durch kulturelle Beiträge vor Ort soll öffentliche Aufmerksamkeit geschaffen und ein Zeichen für Zusammenhalt, Offenheit und ein respektvolles Miteinander gesetzt werden. Den Abschluss bildet ein öffentliches Abendkonzert, bei dem sich die beteiligten Einrichtungen präsentieren können. Gleichzeitig werden Spenden für soziale Projekte in der Stadt gesammelt. So gibt jeder Gast für seine eigene Stadt.

Mit dabei sind: Strom & Wasser, Tilly Pantha, Gisbert zu Knyphausen und Martin Goldenbaum.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Samstag, 20. Juni, 12 Uhr: Weinmarkt & Design-Markt & WM-Viewing

(Daniela)

Wir werden heute den Tag an der Westcoast verbringen. Weintasting ist definitif etwas für mich und Uwe mag zwar kein Public Viewing, aber hej… er hat um Mitternacht Geburtstag und liebt Fußball….

12:00 – 13:30 Zumba mit Kim Ribeiro
Ab 14:00 Vintage- & Design-Markt aus Frankfurt und Umgebung
Ab 14:00 Weinfest mit VDP-Prädikatsweingütern aus Rheingau, Rheinhessen, Baden und Württemberg
Ab 14:00 Wasserspiele für Kids mit der Feuerwehr Griesheim
14:30 & 16:30 NI-KA & Band
15:30 Michael Rütten – DJ-Set
15:30 & 17:30 Kuratierte Wine Tastings & Talks mit Winzerinnen und Win-zern der Weingüter Baron Knyphausen, Rappenhof, Stigler und Graf Adel-mann
20:00 2:cloudy – DJ-Set
22:00 WM Premium Public Viewing mit Tribünenplätzen

Eintritt: 10,00 Euro – inklusive Vorverkaufsgebühr
Anfahrt / Adresse: FRANKFURT WESTCOAST, Stroofstraße, Höhe Nummer 35, 65933 Frankfurt am Main
Tickets & Infos: https://www.frankfurt-westside.de/connect/westcoast-festival-2026/

Samstag 20. Juni: Frühjahrskonzert der Frankfurter SingGemeinschaft

(Daniela)

Kurz vor Sommerbeginn gibt es noch ein Frühjahrskonzert.. wäre ich nicht an der Westcoast, wäre ich hier:

In ihrem Frühjahrskonzert führt die Frankfurter SingGemeinschaft zusammen mit dem Kammerorchester Collegium Musicum Werke von Mozart, Mendelssohn und Wagner auf.
Es erklingen das Klarinettenkonzert A-Dur von Mozart, der 42. Psalm von Mendelssohn und das Siegfried-Idyll von Wagner.

Die Leitung hat Jens-Uwe Schunk. Solistinnen sind Natascha Jung, Sopran und Maria Ilg, Klarinette

Das Konzert findet am Samstag, 20. Juni, um 19 Uhr in der Wartburgkirche, Hartmann-Ibach-Straße 108, in Bornheim statt.
Eintritt 25 € / 15 € erm., Kartenreservierung 069-621954,  karten(at)fsg-chor.de
Vorverkauf: Merian-Apotheke, Berger Straße 48, Buchhandlung Lesecafé, Diesterwegstr. 7 im Hinterhaus, Buchhandlung Libretto, Mühlgasse 3

Montag, 22 Juni: Scene Queen

(Uwe)

Eine Welt in Pink gehüllt, frivol und laut. Hier findet zusammen, was längst zusammen gehört - – nur Männer haben das einfach noch nicht gecheckt. Wer eine Queen gerufen hat, bekommt sie auch, in diesem Fall eine echte Metal-Queen im Full-Popstar-Modus. Aus harten Riffs, Hyper Pop und weiteren Rock- Elementen entsteht bei Scene Queen ein ganz neues Genre, bimbocore. Was das heißt? Scene Queen verbindet Metalcore mit feministischen Themen und macht Kunst, die sich kompromisslos an Frauen richtet, ohne irgendwen auszuschließen.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass: 19 Uhr
Foto: Facebook Zoom

Samstag, 27. und Sonntag, 28. Juni: Tanzende Idioten

(Martin)

Von Thorsten Lensing mit Texten von Denis Johnson und Originalzitaten der  NASA Apollo Missionen zum Mond

Bevor sich der Vorhang zur Sommerpause im Schauspiel Frankfurt schließt, gibt’s noch ein hochkarätiges Gastspiel zu sehen, dass Ihr auf keinen Fall verpassen solltet! 

Ein Triumph. Thorsten Lensing ist zurück und mit ihm sein Star-Ensemble aus Ursina Lardi, André Jung, Sebastian Blomberg und Karin Neuhäuser. Aus Motiven des US-Schriftstellers Denis Johnson haben sie einen Abend gezaubert, der die Last der Existenz leicht werden lässt.“ nachtkritik.de

„Der Regisseur Thorsten Lensing ist eine Ausnahmeerscheinung des Theaters. Sein grandioses Stückhandelt vom Sterben einer Frau – und der Trauer ihres Katers. Je sparsamer die Theatermittel sind, die er einsetzt, desto größer ist die Aufmerksamkeit, die er erregt. (…) Jede Lensing-Premiere wird als Ereignis gefeiert. ‚Tanzende Idioten‘ dauert inklusive Pause drei Stunden, die Darstellerinnen und Darsteller haben viel Zeit, sich grandios zu entfalten – im Tragikomischen. Sterben auf der Bühne darzustellen ist immer riskant, oft wird es peinlich. So berührend wie hier gelingt es selten. Jubel im Saal.“ Die Zeit

Und Simon Strauss ist begeistert, in der FAZ, wie Sebastian Blomberg einen Kater spielt – oder zu einem wird? "Blomberg verleiht seinem Körper die Anmutung eines eingebildeten Pfotentiers, das genau weiß, wie schön und wichtig es ist. (…) Wenn es einen Sonderpreis für herausragende Tierdarstellungen gäbe, hierfür müsste er ihn bekommen."  

Darum geht’s: Goldie tut, was sie am liebsten tut: Sie baut ihr Haus um. Ihre Freude dabei ist ebenso ansteckend wie verstörend, denn Goldie ist schwer krank. Während ihr Kater auf ihr liegt und schnurrt, spricht sie das aus, was man sonst nie sagt. lötzlich klingelt es und Goldies frisch verliebter Vater steht mit seiner Geliebten vor der Tür. Vollkommen unerwartet findet sich der vor Glück beinahe platzende Vater am Sterbebett der eigenen Tochter wieder. 
Er glaubt sich am Anfang, sie weiß sich am Ende.  Im Verlauf von »Tanzende Idioten« erlebt das Publikum gemeinsam mit Goldie all das, wovon der Abschied schwerfällt: wilde Kajakfahrten, ausartende Saunabesuche, tanzende Menschen, den Geruch von frischem Holz und vergessene Erinnerungen eines Babys.

Unbedingt Tickets sichern!
Samstag, 27. Juni um 19.30 Uhr und Sonntag, 28. Juni um 18.00 Uhr: 
Tanzende Idioten von Thorsten Lensing mit Texten von Denis Johnson und Originalzitaten der NASA Apollo Missionen zum Mond
Schauspiel Frankfurt / Großes Haus
Foto: © Armin Smailovic

Samstag 27. Juni: Vocal Summer Jazz Vol. 2 - Singen macht glücklich -

(Daniela)
Ich bin heute Abend auf dem Konzert der TOTEN HOSEN, würde ich also nicht im Waldstadion singen, sänge ich vielleicht in Friedberg

Vocal Summer Jazz Vol. 2 - Singen macht glücklich -
und das Glück vom letzten Sommer ruft nach einer Vocal Summer Jazz Fortsetzung :-). Am 27.06.2026 ist es soweit! 

Ein lauer Sommerabend im Alten Hallenbad, gemeinsam eintauchen in Swing und Latinmusik. 
Good vibrations und Emotion pur, Sektchen in der Pause. Wir können es kaum erwarten! 

Das Dreamteam Jazzy Weather aus Friedberg und Bewitched aus Frankfurt mixt an einem sommerlichen Cocktail aus entspanntem Swing und heftigstem Latin-Groove, aber auch wunderschön melancholischen Jazzballaden. Ob cool oder hot, heraus kommt immer Jazzgesang vom Feinsten. 

Und auch ihr werdet diesmal wieder nicht verschont ;-). Es gibt Songs, die wir mit euch zusammen singen wollen. Das hat das letztes Jahr einfach zuviel Spaß gemacht!
Wir freuen uns mega auf euch!
Jazzy Wheather und Bewitched Sa, 27.06.2026, um 19:30, Einlass 19:00
Eintritt: 16€, ermäßigt 10€; Tickets beim Ticketshop Friedberg, www.ticket-shop-friedberg.de, Tel: 06031-15222; Leitung: Regina Klein

Donnerstag 03. - Samstag 11. Juli: Schönberg auf der Straße: „Pierrot 21 oder Mondtrunk“

(Daniela)

Dzuna Kalnina ist eine tolle Frau. Ich habe sie vor zwei Jahren mit einer Iszenierung in der Alten Seilerei erlebt. Jetzt inszeniert sie auf dem Kulturcampus:

Schönberg auf der Straße: „Pierrot 21 oder Mondtrunk“ erobert den KulturCampus
Der Außenbereich vor dem Studierendenhaus in der Mertonstraße 26 wird im Juli zur ungewöhnlichsten Bühne der Stadt. 
Mit „Pierrot 21 oder Mondtrunk“ bringt Kunst im Puls e.V. Arnold Schönberg „Pierrot Lunaire“ dorthin, wo man es garantiert nicht erwartet: mitten in den öffentlichen Raum. Die Performance ist als urbane Intervention gedacht – ein musikalischer Überraschungsmoment für alle, die zufällig vorbeikommen oder bewusst den Abend im Campus‑Hof verbringen. 

Die Idee: Schönbergs expressionistische Klangwelt trifft auf Frankfurts Sommerluft. Passant*innen werden eingeladen, nicht nur zuzuhören, sondern sich poetisch einzumischen - zwischen jeweils sieben Liedern öffnen sich Pausen, die nicht als Unterbrechung gedacht sind, sondern als Einladung: Das Publikum kann diese Momente nutzen, um eigene poetische Impulse in den Abend hineinzulegen – Worte, Bilder, spontane Gedanken. So entsteht ein offener Austausch zwischen Musik, Stadt und den Menschen, die sich auf dieses ungewöhnliche Erlebnis einlassen.

Musikalisch hochkarätig besetzt:
Robert Crowe (Gesang), Peter Kuhn (Dirigent), Joachim Enders (Klavier), Ingo Haas (Violine/Viola), Katrin Szamatulski (Flöte/Piccolo), Michael Veit (Cello), David Wolf (Klarinette)
Dazu Dzuna Kalnina (Regie), Katharina Kraatz (Kostüm), Sofia Samoylova (Foto), Günter Woog (Flyer Design), Daniel Groß (Technik)

Termine: 3., 8., 10. und 11. Juli 2026, jeweils 20 Uhr

Ort: Außengelände des Studierendenhauses in der Mertonstraße 26, 60325 Frankfurt am Main 
Bei Regen: Ausweichort Offenes Haus der Kulturen
Der Eintritt ist frei. In Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen und Vision 31 Kulturcampus gemeinsam gestalten.
Ein Projekt, das zeigt, wie lebendig, überraschend und offen diese Stadt sein kann – besonders, wenn Schönberg plötzlich um die Ecke biegt.

AUSSTELLUNGEN - BEREITS ANGEKÜNDIGT, LAUFEN ABER NOCH EINE WEILE

Bis 31. Mai: Ausstellung im KFM: JOY WAS THE HARDEST PIECE by Daniel Hörl

(Daniela)

Die Ausstellung beschäftigt sich mit emotionalem Gedächtnis und transgenerationalen Prägungen.
Gefühle wie Angst, Scham, Trauer und Freude werden nicht nur individuell erlebt, sondern über Generationen weitergegeben. Steinreliefs, Masken und fotografische Familienporträts machen unsichtbare innere Prozesse sichtbar. Schichten, Brüche und Überlagerungen verweisen auf Erinnerungen, Schutzmechanismen und verdrängte Emotionen.
Die Ausstellung folgt einem inneren Durchgang: übernommene Muster werden sichtbar, Gefühle freigelegt. Freude erscheint als etwas, das erarbeitet werden musste.
Joy was the Hardest Piece zeigt den Weg zu einem Gefühl, das lange wie versteinert schien.

Finissage: Sonntag 31.05. 17 Uhr
Kunstverein Familie Montez, Honsellstraße 7, unter der Brücke, barrierefrei

Noch bis 31. Mai: Ausstellung After Nature . Ulrike Crespo Photograph Prize 25

(Daniela)

Brita hat mir diese Ausstellung empfohlen. Sie sagt, dass insbeosndere die Führungen sehr gut sind:

After Nature . Ulrike Crespo Photograph Prize 25

Der „After Nature . Ulrike Crespo Photography Prize“, den die Crespo Foundation gemeinsam mit C/O Berlin ins Leben gerufen hat, wurde 2025 an Lisa Barnard (1967, Großbritannien) und Isadora Romero (1987, Ecuador) verliehen.

Die Ausstellungen „You Only Look Once“ von Lisa Barnard und „Notes on How to Build a Forest“ von Isadora Romero werden nun im Crespo Open Space gezeigt. Sie eröffnen zwei künstlerische Perspektiven auf das Zusammenspiel von Natur, Technologie und Gesellschaft.

Datum: 13.03.2026 bis 31.05.2026
Uhrzeiten: Mo., Do., Fr. 14–20 Uhr und Sa., So. 11–18 Uhr
Adresse: Crespo Open Space, Weißfrauenstraße 1—3, 60311 Frankfurt

Führungen: Jeweils montags und samstags, auch in Englisch und mit DGS-Begleitung. Weitere barrierearme Führungen bieten wir auf Anfrage gerne an.

Mehr über die Ausstellung und über Termine und Rahmenprogramm: https://www.crespo-foundation.de/de/events/after-nature-25

Noch bis Donnerstag, 18. Juni: Ausstellung Julia Roppel auf der Frankfurter KunstSäule

(Petra)

Auch mein Lieblingsformat macht beim World Design Capital (WDC) 2026 mit: Design stärkt Demokratie, und Demokratie braucht Design. WDC 2026 ist ein gesellschaftspolitisches Projekt, das eine regionale Identität hat, aber internationale Strahlkraft aussenden möchte, um das Morgen besser zu gestalten. Die KunstSäule blickt dafür mit Julia Roppel zurück auf eine Ikone der Frankfurter Gestaltung. Nachdem im vergangenen Jahr die Frankfurter Küche und die Neue Sachlichkeit anlässlich 100 Jahre Neues Frankfurt im Mittelpunkt standen, rückt Roppel den Fokus ganz auf den Frankfurter Stuhl. Der wurde vor rund 90 Jahren entwickelt und steht für eine nachhaltige Verbesserung des Alltags in hoher Qualität. Mit ihrem Frankfurter Atelierstuhl, der Spuren ihrer Werke trägt, experimentiert die Künstlerin gerne: Der Stuhl dient nicht nur als Sitzgelegenheit, sondern auch als Leiterersatz – und war sogar schon Teil von Installationen. Pina Bausch gab in ihrem weltberühmten Tanztheater einem Frankfurter Stuhl eine „Rolle“, auf ihm wurde getanzt bzw. er tanzte auch selbst durch die Luft. Entsprechend ist die Arbeit von Roppel an der Säule keine statische Referenz, sondern ein dynamisches Bild mit einigen wie hingepurzelten Frankfurter Stühlen. Als Malgrund diente ihr eine Doppelseite der Frankfurter Kunstzeitung Montez Express.

Work with me, play with me – der Frankfurter Stuhl, Ausstellung von Julia Roppel, Ort:Frankfurter KunstSäule, Adresse: Brückenstraße / Ecke Gutzkowstraße, Uhrzeit: ab 19 Uhr (Öffnungszeiten: 24/7), Eintritt: frei, Einführung: Florian Koch, Grußwort Barbara Lersch (Programmdirektorin WDC 2026), mit Musik von The Ukulear Family, Ukulele Sound, barrierefrei

Noch bis 05. Juli: Monets Küste - Die Entdeckung von Étretat

(Martin)

Diese Ausstellung ist ein MUST SEE! 
Ein Küstenort wird zum Mythos – und fasziniert bis heute. Die Felsen von Étretat, in der Normandie an der Atlantikküste gelegen, zogen im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler in ihren Bann. Auch Claude Monet war von der einzigartigen Steilküste mit ihren drei Felsentoren derart fasziniert, dass er ihr etliche Gemälde widmete. Das Städel Museum präsentiert eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung des einstigen Fischerdorfes Étretat und den Einfluss des Ortes auf die Malerei der Moderne.

hessenschau.de schreibt: „Die verschiedenen künstlerischen Annäherungen an diesen einzigartigen Ort über rund 200 Jahre zeigt die Ausstellung in faszinierend gestalteten Räumen und Gegenüberstellungen. Gleichzeitig beleuchtet sie den sozialen Wandel des einstigen Fischerdorfs zum Badeort und zum Sehnsuchtsort der Pariser Künstler. Und sie zeigt, wie der Mythos in der Literatur, der Fotografie und sogar in der Netflix-Serie "Lupin" bis heute fortlebt.“

Bis 5. Juli (Dienstag, Mittwoch, Freitag – Sonntag 10.00-18.00 Uhr; Donnerstag 10.00-21.00 Uhr): Monets Küste - Die Entdeckung von Étretat
Städel Museum
Foto: Ausstellungsansicht Städel Museum © Norbert Miguletz

Noch bis Sonntag, 05. Juli: Ausstellung - New Neues Frankfurt – Musterhaus für eine bessere Zukunft im ernst-may-haus

(Petra)

Anlässlich des einhundertjährigen Jubiläums initiierte Studio Jonathan Radetz in Kooperation mit der ernst-may-gesellschaft e.V. das Projekt „New Neues Frankfurt”, um damalige Konzepte zum suffizienten Wohnen auf kleinen Grundrissen zu untersuchen und anhand des ernst-may-musterhauses (mayhaus), welches als temporäres Designlabor fungierte, auf die heutige Zeit zu übertragen. Im Designlabor im mayhaus haben sie in den vergangenen Monaten Entwürfe für das Wohnen auf kleinem Raum entwickelt. Da kleine Grundrisse, wie die des mayhauses, durchdachte Möbel- und Einbaulösungen benötigen, wurde an Entwürfen gearbeitet, die unterschiedliche Einkommensgruppen ansprechen und heutige Bedürfnisse berücksichtigen sollen. Auf dem ernst-may-fest im letzten Sommer konnten alle Gäste an der Verlosung von zwei Wochenenden „Probewohnen“ im Frühjahr 2026 teilnehmen (ich bin etwas neidisch, hätte zu gerne auch mal probegewohnt), und ich hoffe, die Gewinner*innen konnten tolle Erfahrungen dort sammeln: Im Sinne eines partizipativen Gestaltungsansatzes sollten so die ersten Prototypen im Alltag getestet werden. Nun sind die neuen Möbel in einer Ausstellung im mayhaus zu sehen, die wir alle anschauen können. Und das mayhaus selbst finde ich ohnehin immer wieder sehenswert.

©Jonathan Radetz

New Neues Frankfurt – Musterhaus für eine bessere Zukunft - Ausstellung, Ort: ernst-may-haus, Adresse: Im Burgfeld 136, Öffnungszeiten: dienstags bis donnerstags 11 - 16 Uhr, samstags - sonntags 12 - 17 Uhr, Eintritt: frei

Noch bis 16. Juli: Die Nazis waren ja nicht einfach weg

(Andrea)

Nachdem ich neulich “Gedenken neu denken” von Susanne Siegert gelesen habe, bin ich nochmal neu aktiv geworden und habe einen Antrag beim Bundesarchiv gestellt. Dass mein einer Opa Soze war, weiß ich und das wird sich hoffentlich bestätigen, aber was ist mit dem anderen? War der wirklich der Nazi für den ich ihn halte? “Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945” im Kommunikationsmuseum schaue ich mir also auf jeden Fall an. 
"Vor 80 Jahren, am Ende des Zweiten Weltkriegs, lag Europa in Trümmern. Das NS-Regime hatte Millionen von Menschen verfolgt und ermordet sowie große Teile des europäischen Kontinents verwüstet und ausgeraubt. Nach 1945 taten sich die Deutschen schwer mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Die meisten verdrängten ihre Verantwortung und schwiegen über das Geschehene. Erst allmählich wandelte sich der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus, in Ost- und Westdeutschland auf unterschiedliche Weise.
Die Ausstellung des Schulmuseums der Universität Erlangen-Nürnberg thematisiert diesen Prozess und stellt die Frage, wie wir uns zukünftig an die NS-Geschichte erinnern wollen. Sie wurde zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland entwickelt und richtet sich insbesondere an junge Menschen. Die Ausstellung greift die Perspektive von Kindern und Jugendlichen verschiedener Epochen auf. Sie thematisiert die Situation der Überlebenden der Verfolgung sowie der vormaligen Täter und Mitläufer aber auch deren Nachkommen. 

Museum für Kommunikation, Schaumainkai

bis 16. August: OF/ Powerful textures

(Andrea)

Die Eröffnung am 9. Mai ist unserer eigenen Party zum Opfer gefallen. Aber das soll die Ausstellung nicht mindern. Überhaupt schaffen es Dorothea und ihr Team immer, vermeindlich angestaubte Themen wie Schriftgestaltung und Typographie in neue spannende Zusammenhänge zu bringen. So auch jetzt mit der aktuellen Ausstellung “Powerful Textures. Sprache in Textil”, die den Blick für Verwobenes und Textiles schärft: "In der Textilgeschichte spielen Wandteppiche und textile Arbeiten im Raum häufig eine Rolle in der Vergewisserung von Werten und Identität. Den Grundstock der einzigartigen Sammlung moderner Schrifttapisserien des Klingspor Museums bilden die Arbeiten Rudolf Kochs und seiner Studierenden, die um 1925 in Offenbach entstanden. Ankäufe, Schenkungen und Auftragsarbeiten erweiterten die Kollektion, die nun erstmals im Kontext zeitgenössischer Arbeiten gezeigt wird. Da sich Textilkunst häufig mit weiblicher Arbeit assoziiert, wird textile Schrift zunehmend stark in aktivistischen und feministischen Kontexten genutzt. In zeitgenössischen Arbeiten verweben sich persönliche Geschichten mit Politik und Gesellschaftskritik. Hier ergänzen Leihgaben internationaler Künstler*innen die Ausstellung. Mit Kunstwerken von Melina Braß, Daria Goncharova, Katya Dimova, Barbara Habermann, Sandra Heinz, Karlgeorg Hoefer, Anna Horváth, Eta Ingham Lawrie, Monika Jäger, Ems Kadenz, Kani Kamil, Rudolf Koch, Eike König, Lise Linnert, Petra Ober, Werner Poeschel, Allan Porter, Helga Portig-Sitka, Herbert Post, Fritz Riedl, Erin M. Riley, Maureen Ritter, Dieter Roth, Hans Schmidt, Vreni Spieser, Johanna Natalie Wintsch, Berthold Wolpe. 

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Noch bis Sonntag, 06. September: Multispezies Members Club. – Ausstellung im Museum Giersch

(Petra)

Wie kann eine technologisierte Gesellschaft auf Fürsorge und Teilhabe statt auf Konkurrenz bauen? – diese Frage steht im Zentrum des Multispezies Members Club im Rahmen der World Design Capital 2026. Die Ausstellung entwirft ein zukunftsweisendes Modell des Zusammenlebens, in dem Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen gleichberechtigt agieren. Besucher*innen sind eingeladen, Fürsorge, Kooperation und Teilhabe nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben, und zu reflektieren, wie Technologie Kommunikation zwischen unterschiedlichen Spezies ermöglichen kann. Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich, dass Technik nicht neutral ist: Sie verbraucht Ressourcen, kann bestehende Machtverhältnisse verstärken und stößt dort an Grenzen, wo natürliche Systeme zu komplex sind, um sie vollständig zu steuern. Die Highlights der Ausstellung sind interaktiv und vielseitig: Andreas Greiners neu entstandene Installation Garden Protocol verbindet Pflanzen auf dem Balkon, 1 Menschen und technische Systeme über Wasser als gemeinsame Ressource und fungiert als lebendiges Versuchsfeld für neue Formen des Zusammenwirkens von Natur und Technologie. Greiner agiert dabei sowohl als Künstler als auch als Kurator der Ausstellung, gemeinsam mit Ina Neddermeyer und Susanne Wartenberg. Im Multispezies Café knüpft er an die Tradition des Salons an und bringt aktuelle Diskurse über Künstliche Intelligenz in den Raum, während im Klangkunstwerk Conspiracy Theory (2023) drei KI-Systeme – Grok, DeepSeek und Mistral – in einen Trialog treten und globale Machtverhältnisse sowie politische und gesellschaftliche Modelle reflektieren. Weitere künstlerische Positionen hinterfragen die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Technologie auf vielfältige Weise. Aktivistisch und interaktiv ist Tree and Rockets Truth Gate (2026), das Besucher*innen über umgebaute Arcade-Spielautomaten in die Analyse und Korrektur von Online-Inhalten einbindet. Auch der Museumsgarten wird Teil des Multispezies-Clubs: Mit der Klanginstallation What do birds tweet about? (2025, Neukonzeption 2026, Baltic Raw Org) werden Vogelstimmen in kurze Textfragmente übersetzt und als eigenständige, nichtmenschliche Stimme erfahrbar. Beiträge von Künstler*innen – darunter auch Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der HfG Offenbach, die im Rahmen eines Open Calls ausgewählt wurden – eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Künstliche Intelligenz, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung. Wissenschaftler:innen der Goethe Universität Frankfurt ergänzen das Programm mit Perspektiven aus der KI Forschung, Bioinformatik, Kunstpädagogik, Anthropologie sowie Erziehungs-, Kultur- und Literaturwissenschaften. Die Ausstellung verbindet Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit und lädt dazu ein, über ein mehr-als-menschliches Zusammenleben nachzudenken sowie die Möglichkeiten und Grenzen algorithmischer Prozesse kritisch zu reflektieren.

Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni, beteiligte Künstler*innen und Wissenschaftler*innen: allapopp, Baltic Raw Org (Móka Farkas & Berndt Jasper), Literaturwissenschaftler Roland Borgards, Erziehungswissenschaftlerin Juliane Engel, Anthropologe Steven Gonzalez Monserrate, Kulturantropologin Katharina Graf, Andreas Greiner, Dženeta Hodžić, David Kuhn & Markus Rauchecker, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Anne Duk Hee Jordan, Laleh Khabbazy Oskouei & Farhang Rafiee, Nadine Kolodziey, Kunstpädagogin Verena Kuni, Biophysikerin Franziska Matthäus, Xenia Snow, terra0 (Paul Kolling & Paul Seidler), Tree and Rocket, Medienpädagoge Dan Verständig, ZK/U Proxylab, Vernissage: 18 Uhr (Eintritt frei), mit Grußworten aus Kultur und Wissenschaft sowie dazu ab 20 Uhr live Beats von den Frankfurter DJs JUCI VISION, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, Eintritt: 7 (5) Euro, weitere Infos gibt's hier 

Bis Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Noch bis 18. Oktober: „Suburbia. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise“

(Andrea)

Wer bei “Träumen vom Eigenheim” an Wüstenrot und Bausparverträge denkt, liegt nicht ganz falsch. Witzigerweise habe ich die Ausstellung des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona ebenda bereits gesehen und war so begeistert, dass ich mir sogar den Katalog (in englisch und spanisch!) gekauft habe. In Frankfurt scheint die Ausstellung inhaltlich erweitert, weshalb ich mir den Teil sicher noch anschauen werde. "Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht  ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohn fläche verbindet."

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Noch bis Montag, 30. November: DRAC - ein Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination am Instituto Cervantes

(Petra)

Im Garten des Instituto Cervantes Frankfurt installiert und im Rahmen der WDC 2026 präsentiert, beherbergt der Pavillon ein Programm öffentlicher Veranstaltungen und lädt Besucher:innen ein, Architektur, Kreativität und Kultur in einem gemeinsamen öffentlichen Raum zu erleben. Die Installation lädt das Publikum dazu ein, sie zu durchschreiten, zu erleben oder einfach zu betrachten, und dient zugleich als Ort für kulturelle Veranstaltungen. Als Referenz dient der Drache am Eingang des Park Güell in Barcelona, anlässlich des 100. Todestages des katalanischen Architekten. Die Struktur wurde vom Architekten José Ramón Tramoyeres entworfen und von Designer Manolo García realisiert. Es folgt den Prinzipien des europäischen Programms New European Bauhaus: Schönheit, Nachhaltigkeit und Inklusion. Seine modulare Struktur aus Holz und Keramik ermöglicht es, den Ort zu transformieren, ohne ihn dauerhaft zu verändern, und dient als Plattform für kulturelle Aktivitäten. Das Projekt fungiert zugleich als Plattform für den Austausch zwischen Spanien und Deutschland im internationalen Programm der WDC 2026 und stellt Perspektiven aus der spanischen Kunst- und Kulturlandschaft vor. Im Foyer des Instituto Cervantes ergänzt eine speziell konzipierte Ausstellung die Installation. Sie beleuchtet die künstlerischen und technischen Traditionen, die der Skulptur zugrunde liegen. Inspiriert von Gaudís Bauweise kombiniert die Arbeit: Keramikelemente aus hochwertiger Produktion in Valencia; eine innere Struktur aus dampfgebogenen Holzstäben „Vareta“-Technik, vergleichbar mit Methoden aus dem Bau valencianischer Fallas oder historischer Großkonstruktionen. Ein dokumentarisches Making-of-Video zeigt zudem den gesamten Entstehungsprozess – von den ersten Entwürfen bis zur Installation.

Abbildung: © José Ramon Tramoyeres & Manolo García

DRAC - Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination, Ort: Instituto Cervantes, Adresse: Staufenstraße 1, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: montags-donnerstags 9 bis 18 Uhr, freitags 9 bis 15, Uhr, Zugang zum Garten über den Haupteingang des Instituto Cervantes, Kulturprogramm und weiteres Programm (ggf. kostenpflichtig) während der Laufzeit findet Ihr hier 

Bis Donnerstag, 03. Dezember: Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe im 2. OG Dondorf-Druckerei

(Petra)

Die Reihe „Jenseits von Privateigentum“ fragt nach Alternativen zu Eigentum als zentralem Prinzip von Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts von Wohnungsnot, Klimakrise und autoritären Entwicklungen rückt die Eigentumsfrage neu ins Zentrum. Welche Formen von Commons, Vergesellschaftung und Gemeineigentum sind möglich – und wie lassen sie sich praktisch durchsetzen? Die Veranstaltungen verbinden wissenschaftliche Analyse mit aktivistischer Praxis. Sie richten sich an Studierende, Initiativen und eine interessierte Öffentlichkeit. Im Fokus stehen konkrete Beispiele, politische Strategien und theoretische Perspektiven. Der Veranstaltungsort – die Dondorf-Druckerei auf dem Campus Bockenheim – ist selbst Teil dieser Auseinandersetzung: ein kollektiv erkämpfter und genutzter Raum. Die Themen umfassen zahlreiche wichtige Aspekte, sie reichen vom Auftakt mit “Shoppingmalls zu Sorgezentren" mit Birgit Wend am 23. April über “Privateigentum und rechte Ideologie” mit Sabine Nuss im Oktober bis hin zum Thema ”Stadtbodenstiftung" (eins der Themen, die mir besonders am Herzen liegen) mit Sabine Horwitz am 03. Dezember.

Grafik: Website Offenes Haus der Kulturen

Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe, in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen, dem Verein Aelita und dem Institut für Humangeographie der Goethe-Universität, Ort: 2. OG der Dondorf-Druckerei, Adresse: Gabriel-Reisser-Weg 3 (Schirn Kunsthalle), komplette Veranstaltungstermine und -themen sowie weitere Infos findet Ihr hier, Eintritt: frei

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