24.04.-30.04.2026

HAMBURG MEINE PERLE

Zur besseren Lesbarkeit empfehlen wir die Tipps im Browser zu lesen

Letzte Woche war ich in Hamburg – beruflich, beim „Netzwerktreffen Faire Beschaffung“. Die Location: eine Friedhofshalle in Ohlsdorf. Ja, wirklich. Ziemlich beeindruckend – und ziemlich weit draußen. www.ohlsdorf-derpark.de

Weil ich Hamburg sehr liebe, bin ich einen Tag früher angereist. Plan: Freundin treffen, schöner Abend, entspannt im Hotel ankommen. Realität: Zug fällt aus, alles wird später, ich komme irgendwann im Hotel Villa Viva https://www.villaviva-hamburg.de an – und denke noch: „Wow, sieht cool aus!“

Bis mir auffiel, was ich da eigentlich gebucht hatte. Spoiler: kein Zimmer. Eine Schlafbox.
Wer mich kennt, weiß: Online buchen und ich – das ist eine lange Geschichte voller Fehlentscheidungen. (Mein persönlicher Tiefpunkt: Flughafen, 12-jähriger Sohn neben mir, Familienfest geplant… Flug einen Monat zu früh gebucht.)
Also stand ich da, leicht fassungslos, habe die Situation dann aber gelöst: Dachterrasse, Astra, Perspektivwechsel. Und weil ich glücklicherweise fast überall schlafen kann, habe ich sogar erstaunlich gut in meiner 4 m² Box geschlafen.
Bis ich nachts – müde, barfuß, im Schlafshirt – ins Gemeinschaftsbad ging. Ohne Schlüsselkarte. Der Rest erklärt sich von selbst.

Am nächsten Morgen: fantastisches Frühstück, versöhnliches Ende. Ich komme wieder. Dann buche ich vielleicht die Suite.

Ein absolutes Highlight war das Miniatur Wunderland https://www.miniatur-wunderland.de(Tipp von Erik, unserem Technikretter). Ich habe vorher eine Doku über die Gründer geschaut und war vorbereitet – dachte ich. War ich nicht. Vier Stunden später, nach einer „Hinter den Kulissen“-Führung (mit Bauhelm unter dem Matterhorn), stand fest: Ich komme wieder. Mehrfach, denn das ist so toll, was die beiden Brüder Frederik und Gerrit gemeinsam mit über 400 Mitarbeitenden mit 45 Millionen Euro und in über 1.200.000 Arbeitsstunden geschaffen haben: Eine Modellwelt mit 1.694 m² Fläche, 292.110 Figuren, 47 Flugzeugen in der Luft (!), 11.080 Autos, 1.231 Zügen, 1.403 Signalen, 521.500 LEDs, 16.491 Metern Gleis, 5.278 Gebäuden und 157.000 Bäumen. Absolut verrückt.

Ich denke ja schon seit einem Jahr darüber nach, ob ich noch eine handwerkliche Ausbildung mache… Hamburg… das wäre schon schön.

Aber jetzt zurück zur Realität: In zwei Wochen ist unsere große Party! Das Quiz ist bereits ausgebucht, aber zur Party seid ihr alle herzlich eingeladen. Los geht’s um 20:30 Uhr, ganz ohne Anmeldung. Mehr dazu weiter unten.

Lebt wild!
Daniela

Vielen Dank auch an den Rest des Ausgehtipp-Teams: Martin Grün, Uwe Schwöbel, Andrea Ehrig, Petra Manahl und Erik Düwel.

Samstag 09. Mai: 20 Jahre Ausgehtipps

Wir können es selbst kaum glauben: Im Mai werden Danielas Ausgehtipps 20 Jahre alt.
Detlef Kinsler vom Journal Frankfurt hat die Tage folgenden Artikel veröffentlicht: https://www.journal-frankfurt.de/journal_news/stadtleben-2/Geburtstagsfeier-im-Kunstverein-Familie-Montez-20-Jahre-Danielas-Ausgehtipps-45505.html?

Das Fest findet am Samstag, den 9. Mai im Kunstverein Familie Montez statt:
* Um 18:30 Uhr startet unser großes Jubiläums-Pubquiz (BEREITS AUSGEBUCHT!)
Ob ihr Euch als Team oder alleine anmeldet und dann vor Ort zu einem Team zusammengestellt werdet: Euch erwarten Fragen rund um Konzerte, Film, Literatur, Theater, Kunst und das Kultur- und Stadtleben in Frankfurt & Offenbach – moderiert von Christoph Pütthoff aka „Pütti“. Es gibt tolle Kulturpreise zu gewinnen. Das Quiz wird so unterhaltsam, dass Zuschauen mindestens genauso viel Spaß macht!
* Ab 20:30 Uhr heißt es dann: Musik an, Gläser hoch! Sibylle & Yvette sorgen bis Mitternacht für den passenden Soundtrack. 

Wir freuen uns riesig auf Euch!

Eintritt EUR 10,- pro Person, ab 22:00 Uhr ist der Eintritt zur Party frei.
Foto: Bernd Kammerer

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps seit Mai 2026. Ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen. Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto: Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Petra)

2 x 2 Tickets fürs Literaturhaus Frankfurt am Mittwoch, 06. Mai, um 19:30 Uhr für „Bücherkoffer: Zwei Autor:innen packen aus“ mit Katja Oskamp und Christoph Peters

Frage: Den Literaturpreis welcher europäischen Hauptstadt ging im Jahr 2023 an die englische Übersetzung Katja Oskamps Roman „Marzahn, mon amour“?

Antwort im Betreff mit Eurem vollständigen Namen per E-Mail an Petra

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten bitte an Daniela (daniela@cappelluti.net)
3 x 2 Karten für den Riesling Tag am 9. Mai im Palmengarten Gesellschaftshaus. Gewinnfrage: Welchen Winzer, hat Jesko uns für unsere Hochzeit empfohlen und aus welchem Weinbaugebiet kommt sein Riesling?

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com)
Wir verlosen jeweils 2x2 Tickets für Tanz in den Mai  in der Brotfabrik (30. April, 21 Uhr).
Gewinnfrage: Welche Frankfurt-Premiere wird am 04.05 im Cinema gezeigt?
Foto: Brotfabrik

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Ca3sar am Samstag, 2. Mai im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Wo ist die Subkultur (bzw. Teile davon) aus Offenbach und Frankfurt zu sehen?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1x 2 Karten für Myller am Dienstag, 5. Mai, im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Welches absolut sehenswerte Stück von Peter Handke empfiehlt Martin?

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Bosse am Mittwoch, 6. Mai in der Stadthalle. Die Gewinnfrage lautet: Seit wieviel Jahren gibt es unsere Ausgehtipps?

Freitag 24. und Samstag 25. April: Ausstellung „IM RICHTIGEN MOMENT – EIN TEIL VON UNS“

(Daniela)

Die Kunstausstellungen der Helmholzschule sind immer toll. Ich bin jedes Mal von den Arbeiten der Schüler:innen begeistert. Zu gerne wäre ich Schülerin der Kunstlehrerin Tina Baumung, der es Jahr für Jahr gelingt Künstler:innen, im Rahmen der Schulkunstprojekte, an die Schule zu holen. Ich bin sehr gespannt auf die heutige Eröffnung, auch weil ich den Ort noch nicht kenne.

Schülerinnen und Schüler der Helmholtzschule laden hiermit zu einer Ausstellung ein, die sie über mehrere Monate erarbeitet haben. 
Ausgehend von den Stichworten „Fiktionale Biografie/biografische Fiktion, Was Dinge erzählen (können)“ haben sie sich gemeinsam mit der Künstlerin und Fotografin Stella Musshafen und ihrer Kunstlehrerin Tina Baumung auf die Suche nach ihren eigenen Themen und deren Darstellung gemacht. Stella Musshafen vermittelte aus ihrer eigenen fotografischen Praxis heraus Möglichkeiten des bildlichen Erzählens und unterstützte die Teilnehmenden mit Tipps und Tricks rund um die Fototechnik. Der Herstellungs- und Sammlungsprozess neigt sich nun dem Ende zu. Manchmal bleibt ein einzelner Augenblick, der Bruchteil einer Beobachtung, der zur Präsentation ausgewählt wird. Hier verbinden die Schüler/-innen dokumentarisches und experimentelles Arbeiten mit fiktionalem Erzählen, biografischen Versatzstücken und Zukunftsvorstellung(en) und erforschen ihre eigene Vorstellung von Schönheit und Aussagekraft durch eigene Medienproduktion.

Aus der Sammlung vieler Bilder wird nun eine Auswahl gezeigt. Erweitert wird die Ausstellung der 18 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 durch Fotografien und Videoarbeiten von Schülerinnen aus zwei Leistungskursen (Q2/Q4). 

Die Zusammenarbeit mit Stella Musshafen erfolgte im Rahmen des Schulkunstprojektes 2025/26, das das 12. Schulkunstprojekt an der Helmholtzschule ist. Das 1822-Schulkunstprojekt ist eine gemeinsame Initiative der Helmholtzschule, der Frankfurter Sparkasse und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Die Vernissage findet am 24.4. um 17:30 statt, die Ausstellung ist bei freiem Eintritt am Samstag, dem 25.4.2026, von 11.00 – 17.00 geöffnet. 
KOMET K - Braubachstraße 26 in 60311

Noch bis 3. Mai: FRANKFURT LIEST EIN BUCH

(Daniela)

Ich bin schwer beeindruckt, was ein kleiner Verein auf die Beine stellt:
FRANKFURT LIEST EIN BUCH ist eines der größten »One City One Book«-Festivals Deutschlands und findet jährlich statt. 2026 steht Marie Luise Kaschnitz‘ Tagebuchprosa »Gott und die Welt. Aufzeichnungen aus der Wiesenau« (Edition W) im Mittelpunkt des 17. Lesungsmarathons mit über 100 Veranstaltungen vom 20. April bis 3. Mai. Zwei Veranstaltungen kündige ich separat an, es lohnt sich aber auf jeden Fall auf der Webseite zu stöbern: www.frankfurt-liest-ein-buch.de

Das Buch 2026: Gott und die Welt. Aufzeichnungen aus der Wiesenau
»Gott und die Welt« – nicht mehr und nicht weniger beschäftigt Marie Luise Kaschnitz in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts in ihren Aufzeichnungen, denen sie den Titel Tage, Tage, Jahre gibt. Die anstehenden Stürme der Studentenrevolution und der sich bald formierenden außerparlamentarischen Oppositionen sind in den Gedanken der Dichterin bereits präsent. Ausgangspunkt ist eine drohende Kündigung ihrer Wohnung im Frankfurter Westend, eine damit verbundene existentielle Beunruhigung, in der sie die Stadt erlebt – und so von den Nöten ihrer Bewohner erzählt. Und in denen Themen aufleuchten, die uns heute noch und wieder beschäftigen: die Zukunft der Arbeit, die Bedrohung durch technische Entwicklungen, die Veränderungen in der Natur. Der Lebensmittelpunkt der Kaschnitz ist das sich verändernde Frankfurt, das sie fasziniert und geradezu fesselt. »Ich bin oft genug gefragt worden, warum ich diese hässliche Stadt nicht verlasse, um wie die meisten anderen Schriftsteller in ein hübsches Landhaus zu ziehen ...« – auf diese Frage hatte sie keine Antwort, aber sie blieb. Und hinterließ uns ihre wunderbaren erhellenden Aufzeichnungen, die uns – im 125. Geburtsjahr der Dichterin – ein Frankfurt zeichnen, in dem man gerne zu Hause ist.
Herausgegeben von Rainer Weiss

Freitag 24. und Samstag 25. April: LUCKY TRIMMER »Internationales Tanzfestival«

(Daniela)

LUCKY TRIMMER ist ein internationales Festival für zeitgenössischen Tanz, das kurze Performances von maximal 10 Minuten Länge in den Mittelpunkt stellt. Gegründet im Jahr 2004, bietet das Festival sowohl aufstrebenden als auch etablierten Künstler*innen eine Plattform und fördert Innovation und Experimentierfreude im Bereich des Tanzes.
LUCKY TRIMMER verkörpert eine breite Vision des zeitgenössischen Tanzes und ermutigt Künstlerinnen aller Art, zu experimentieren, zu hinterfragen, zu wagen und vor allem zu tanzen.

Im Jahr 2026 findet die 30. Ausgabe des Festivals vom 24. bis 25. April im Gallus Theater in Frankfurt am Main statt. Diese Jubiläumsausgabe markiert eine neue Phase für LUCKY TRIMMER, indem sie ihre Energie und ihren innovativen Geist in eine neue Stadt bringt, um neue Möglichkeiten zu erkunden und ein noch breiteres Publikum anzusprechen. 
Die beim Festival präsentierten Performances werden aufgrund ihrer Originalität, Kreativität und Kühnheit ausgewählt und bieten ein Programm, das vielfältige Perspektiven eröffnet und uneingeschränkte Kunst präsentiert.
LUCKY TRIMMER ist bekannt für seinen inklusiven Ansatz und sein Engagement für die Tanzgemeinschaft, indem es Künstler*innen eine Plattform bietet, um ihre Werke einem internationalen Publikum zu präsentieren. 

Weitere Informationen zum Festival: www.luckytrimmer.com Eindruck: https://www.youtube.com/watch?v=8m4s3BkT1fs

Künstlerische Leitung: Raffaele Irace; Produktionsleitung und Social Media: Valeria Palma; Produktions- und Festivalassistenz: Davide Degano; Festivalassistenz: Lars Aulerich, Carla Wolff; Foto: Eros Brancaleon; Festival Fotograf: Maciej Rusinek; Grafik design: Amy Stafford; Mit freundlicher Unterstützung von: Kulturamt Frankfurt am Main, Gallus Theater, Freigetanzt e.V.

Freitag, 24.04.26, 20:00, Uhr Eur 18/15; Samstag, 25.04.26, 20:00, Uhr Eur 18/15;  ca. 70 Minuten + 1 Pause 

Freitag, 24. April: OF/ Stadtentwicklung

(Andrea) 

Es tut sich was in der City. Es soll grüner und schöner werden. Zum Beispiel. Zwei weitere Projekte sind die alte Post am Aliceplatz, die die Stadt vor ein paar Monaten gekauft hat, um sie zu entwickeln. Was dort passieren könnte, zeigen ein paar Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences im Bachelor-Studiengang Architektur unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Holger Techen. Sie sollten im Rahmen ihres Studiums dazu Entwürfe fertigen. Drei Monate hatten die Studierenden im 5. Semester Zeit, ihre Pläne zu entwerfen und Modelle ihrer Visionen zu fertigen. Insgesamt 60 bekamen die Aufgabe gestellt, eine Jury suchte die zehn besten aus, die jetzt in Offenbach angeschaut werden können.Die zehn besten werden im Obergeschoss des Rathauses gezeigt. Eine Midissage mit Erläuterungen wird es im Beisein der Studierenden am Mittwoch, 22. April, um 16 Uhr geben.  
Eine weitere Baustelle ist der Hauptbahnhof, der Anblick ist wahrlich kein besonders schöner – das Gebäude steht leer, der Bahnhof ist nicht barrierefrei erschlossen. Während mit dem angekündigten barrierefreien Umbau der Deutschen Bahn hier erste Fortschritte zu vermelden sind, rückt nun auch das Bahnhofsumfeld in den Fokus. Eine Neugestaltung birgt viel Potential, weshalb die Stadt Offenbach in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn als großteiliger Grundstückseigentümerin ein mehrphasiges Werkstattverfahren durchgeführt hat. Insgesamt fünf Büros wurden beauftragt, Lösungen herauszuarbeiten. Auch diese Ideen sind noch heute im Rathaus-Foyer zu sehen, der Weg lohnt sich also doppelt. Zu sehen während der Öffnungszeiten zwischen 8 und 18 Uhr. 

Rathaus, Berliner Straße 100, Offenbach

Freitag 24. April und bis Samstag, 13. Juni: Macbeth

(Martin)

Giuseppe Verdi - Oper in vier Akten

Ein Krimi! Wer sind wir, wer wollen wir sein? Wozu kann die Gier nach immer mehr Macht, Reichtum und einer gesellschaftlich herausgehobenen Stellung uns Menschen treiben? Angespornt durch eine seltsame Begegnung, die er als Weissagung auffasst, lässt Macbeth sich von seiner Frau zum Mord an König Duncan anstiften. Der Thron fällt ihm zu, aber seine Gewissensbisse und Wahnvorstellungen werfen ihn zunehmend aus der Bahn, während Lady Macbeth ihren Gatten zielstrebig zu immer weiteren Gräueltaten treibt. Doch auch sie zerbricht schließlich an ihren Schuldgefühlen. 

R.B. Schlathers Inszenierung spürt der unerhörten Modernität der Charaktere nach, die schon Verdi an Shakespeares Gestalten faszinierte. Der Regisseur situiert das grausame Geschehen rund um das kinderlose Paar in der eleganten, aber kalten Atmosphäre eines herrschaftlichen Anwesens: Weltpolitik spiegelt sich im Privaten. Schließlich bereiten die Geknechteten dem Unrechtsregime, das Macbeth errichtet hat, gewaltsam ein Ende.

Musik-heute.de schreibt: Aus dem mörderischen Ehepaar macht er (der Regisseur R.B. Schlather) superreiche Oligarchen, die in einer kühlen Villa samt Parkanlagen residieren und aufgrund ihrer zunehmenden Macht- und Mordgelüste immer stärker den Kontakt zur Realität verlieren. Weil Macbeth alle Zukunftsprophezeiungen als mysteriöse Einbildungen erlebt, kann jeder zur Hexe werden: Dienstboten, die mit den Kindern zu ausgelassen Halloween feiern, Tänzerinnen, die an Weihnachten für Auflockerung sorgen oder das Küchenpersonal, das Sylvestercocktails mixt. Heldenbariton Nicholas Brownlee legte ein in jeder Hinsicht überragendes Debüt der Titelrolle vor, während Einspringerin Heiberg mit hochdramatischer Attacke und glühender Intensität überzeugte.

Als dritter Hauptakteur machte der Frankfurter Chor und Kinderchor alle seine Auftritte zum Ereignis. Ob beim tänzerisch beschwingten Weihnachtsfest, dem aufgekratzten Halloween oder dem tief bewegenden Flüchtlingschor im vierten Akt: Manuel Pujol hatte die Choristen bestens präpariert. Dass Generalmusikdirektor Thomas Guggeis ein besonders leidenschaftliches Verdi-Händchen besitzt, hatte er bereits bei "Don Carlo" bewiesen. Präzis und druckvoll gelang ihm die Ouvertüre, farbgewaltig der Dolchmonolog Macbeths und zwingend das Finale des ersten Aktes. Das Publikum spendete Ovationen für alle Beteiligten.

Oper Frankfurt - Freitag, 24., Sonntag, 26. April (16.00 Uhr), Samstag, 2., Samstag, 16., Freitag, 22., Montag, 25. (18.00 Uhr), Samstag, 30. Mai und Samstag, 13. Juni – wenn nicht anders angegeben um 19.00 Uhr
Foto: © Monika Rittershaus

Freitag, 24. April: Of/ Alexander MCQueen

(Andrea)

Mit Kleidern für seine drei Schwestern fing es an, er lernte Heerenschneider und überzeugte mit Ideen und Talent. Er arbeitete für Givenchy und kreiierte für Lady Gaga, gründete seine eigene Marke, vier Mal wurde er zu Lebzeiten vom British Fashion Council zum „Designer of the Year“ ernannt. Queen Elizabeth II. ehrte ihn 2003 als „Commander of the Order of the British Empire“. 2010 starb er im zarten Alter von 41 Jahren. In ihrem Dokumentarfilm zeichnen die Regisseure Ian Bonhôte und Peter Ettedgui ein einfühlsames Portrait verstorbenen Modedesigners Alexander McQueen. Mit größtenteils unveröffentlichtem Archivmaterial und Interviews mit Wegbegleiter*innen ergründen sie, wie McQueen dank seines Ehrgeizes und seiner Instinkte zu einem der einflussreichsten Designer überhaupt wurde. TRIGGERWARNUNG: Der Film thematisiert Suizid und Missbrauch. Der Film wird in Originalton mit deutschen Untertiteln gezeigt. 111 Min.; 2018 Eintritt 12 €; MIT ANMELDUNG +49 (0) 69 829798 0, info(at)ledermuseum.de

Ledermuseum, Frankfurter Straße 86, Offenbach

Freitag, 24. April: Of/ Nino d´Angelo

(Andrea)

Kinners, wie die Zeit vergeht. Gerade waren wir noch “Jenseits von Eden" und sind jetzt schon “I miei meravigliosi anni ’80 …bis!”. Jetzt hätte ich mich fast vergaloppiert, aber der, der jetzt die wundervollen 80er auferstehen lässt, ist Neapolitaner und nicht unser Deutscher Eros Ramazzotti.  "Meine wundervollen 80er…Zugabe!” heißt seine aktuelle Tour und nach dem ausverkauften Jahr 2025 feiert der neapolitanische Liedermacher Nino d´Angelo im neuen Jahr 50 Jahre Karriere mit einer erneuerten Tournee. Es wird eine Show sein, die Musik, Bilder und Erzählung verbindet, um ein halbes Jahrhundert künstlerischen Schaffens zu feiern. Nach den außergewöhnlichen Erfolgen dieses Jahres – ausverkaufte Tour, Triumphe im Sommer und filmische Anerkennungen – kündigt Nino D’Angelo seine große Rückkehr in die Arenen mit „I miei meravigliosi anni ’80… bis! – World Tour 2026“ an.
Ein Titel, der bereits ein Programm ist: „Bis“ als Hommage an die Erfolge des vergangenen Jahres und den Wunsch des Publikums, ihn erneut zu sehen und alte wie neue Emotionen zu erleben. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. 

Stadthalle, Waldstraße 412, Offenbach

Freitag, 24. & Samstag, 25. April: Oscar Wilde. BUNBURY. (weitere Termine)

(Martin)

Eine triviale Tragödie für ernsthafte Leute

Viktorianisches Zeitalter: Alles an seinem rechten Platz. Ein anständiger Mann ist ein anständiger Mann, eine anständige Frau ist eine anständige Frau. QUEEN Viktoria ist eine gewichtige Herrscherin und die Moral ihrer schweren Unterröcke schafft eine miefige Atmosphäre, die zum Ersticken ist. Und doch ist Oscar Wilde der gehätschelte Liebling dieser Zeit. 

KING Oscar, Regent der spitzen Provokationen gegen alles Etablierte, sich selbst zum Maßstab an die Spitze des Etablierten setzend, verheirateter Familienvater, der Artist der gehobenen Salons, der Formvollendete!  Er ist aber auch der promiske Schwule auf gierigen Streifzügen im Strichermilieu, der Streuner im schmuddeligen Abseits, der mit Flecken auf den Samthosen nach Hause kehrt. DOPPELEXISTENZEN BIETEN SPRENGSTOFF.

Komödie schreiben, Komödie spielen. Nichts dem Ernst überlassen. Den Gesellschaftsclown geben, der immer den letzten Schrei kreiert und alle kreischen mit. Mit BUNBURY hat Wilde die Präzision seines Witzes auf die Spitze getrieben. Und enthüllender hat Wilde sich nie verhüllt als in diesem letzten Theaterstück.  

Am 14. Februar 1895 war Premiere. Es wurde viel gelacht!
Am 25. Mai wurde er wegen Homosexualität und Sodomie verurteilt. 
Es wurde viel gelacht!! über seine Antworten, die er im Verhör wie eine seiner Bühnenfiguren parat hatte. 
Die Urteilsverkündung: zwei Jahre Zuchthaus mit schwerer Zwangsarbeit. Redeverbot. Verbot aller Schriften. Absetzung aller Stücke. 
Die Protokolle der Prozessakten sind mit Wildes BUNBURY verschnitten. Glänzende Oberfläche und grotesker Abgrund kreuzen sich zu einer trivialen Tragödie für ernsthafte Leute.
DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST ANTASTBAR.

Freitag, Freitag, 24., Samstag, 25. April, Samstag, 2., Sonntag, 3., Samstag, 9., Sonntag, 10., Mittwoch, 13., Freitag, 15., Samstag, 16., Donnerstag, 28., Freitag, 29. Und Samstag, 20. Mai um jeweils 19.30 Uhr im Theater Willy Praml in der Naxos-Halle
Foto: © Paula Kern

Freitag, 24. - Sonntag 26. April: PIZZICATO

(Martin)

Ein Angebot für Kinder und Jugendliche der Klassen 2 bis 6 - Lehrer*innen aufgepasst! & für Familien!

Die Dresden Frankfurt Dance Cpmpany hat was für Euch, nämlich: Ein Fest der kleinen, aber feinen Dinge, das alltägliche Bewegungen in Tanz verwandelt. „Pizzicato“ lädt die jungen Zuschauer*innen ein, sich auf Schatzsuche zu begeben, die Schubladen zu öffnen und neue Klänge und Bewegungen zu entdecken. Musik nicht nur mit den Ohren zu hören, Tanz nicht nur mit den Augen zu sehen, sondern mit dem ganzen Körper. Wir erzählen die Geschichte einer winzig kleinen Welt voller geheimer Orte und magischer Gegenstände, die die Kraft haben, die Realität zu verändern. Jede Bewegung kann zu einem choreografischen Ereignis und somit zu Tanz werden. Bratsche und Bogen gehen normalerweise Hand in Hand, aber „Pizzicato“ zeigt eine andere Seite des Instruments. Ganz im Pizzicato gespielt, unterstreicht es die Virtuosität und Ausdruckskraft des Zupfens und enthüllt die tänzerischen Rhythmen, die in alltäglichen Gegenständen verborgen sind. Eine Aufführung des verkörperten Klangs, die einen subtilen und organischen Dialog zwischen Musik und Tanz eröffnet.

„Pizzicato“ ist ein Tanzstück von und mit der Choreografin und Tänzerin Nina Vallon und der Bratschistin Julie Michael für Kinder und Jugendliche zwischen 6 – 12 Jahren.

Freitag, 24. April: 9.30 und 11.00 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils 16.00 Uhr
Mehr Infos: https://www.dfdc.de/abend/pizzicato/frankfurt

Foto: © Eike Dingler/Dominik Mentzos

Freitag 24. - Sontag 26. April: FREUNDSCHAFTSSPIELE III Christian Tetzlaff & Friends / Casals Forum

(Daniela)

Ein Wochenende voller Kammermusikenergie und Spielfreude: Christian Tetzlaff, einer der bedeutendsten Geiger unserer Zeit, lädt in Kronberg zu drei Abenden mit jungen Freunden und musikalischen Weggefährten ein. Musik wird dabei zu dem, was sie am schönsten ist: Begegnung, Dialog und gemeinsames Erleben.
Mit dabei sind Hana Chang, Brian Isaacs, Charlotte Spruit, Julian Rhee, Dmytro Udovychenko, Sào Soulez Larivière, Simon Tetzlaff, Benjamin Kruithof und Kiveli Dörken.

Christian Tetzlaff & Friends I, Freitag, 24. April 2026 | 19.45 Uhr, Carl Bechstein Saal, Casals Forum
Haydn eröffnet den Abend mit Klarheit und Eleganz, Bartóks Duos setzen markante Kontraste. Dvořáks Klaviertrio op. 26 beschließt das Konzert mit Wärme und feiner Spannung.

Christian Tetzlaff & Friends II, Samstag, 25. April 2026 | 19.15 Uhr, Großer Saal, Casals Forum
Dvořáks Terzetto op. 74 und Josef Suks Vier Stücke op. 17 treffen auf Schuberts berühmtes Streichquintett C-Dur D 956 – ein Werk von außergewöhnlicher Weite, Tiefe und Schönheit.

Christian Tetzlaff & Friends III, Sonntag, 26. April 2026 | 17.00 Uhr, Carl Bechstein Saal, Casals Forum
Widmanns „Choralquartett“, Bartóks Duos und Brahms’ Klaviertrio op. 101 führen zum Abschluss noch einmal Gegenwart und Tradition, Leuchten und Leidenschaft zusammen.

Samstag 25. April: Nacht der Museen

(Daniela)

Heute ist die Lange Nacht der Museen.https://nacht.museumsufer.de/

Wäre ich nicht auf einem Geburstag, würde ich mir einiges anschauen.
Ganz ganz unten im Newsletter findet ihr Ausstellungen, die aktuell noch in FRankfurt laufen und die wir schon mal angekündigt haben.

Auf jeden Fall wäre ich noch mal bei Hidden History – Facetten der Subkultur in Frankfurt Rhein-Main im Frankfurter Kunstverein und bei Mishpocha The Art of Collaboration im Jüdischen Museum  und ich würde mir SHEROES. Comic Art from Africa im Weltkulturen Museum anschauen.

Und auf jeden Fall wäre ich hier. DRAG ME TO THE MUSEUM: Im Historischen Museum Frankfurt wird es am kommenden Samstag schrill, laut und bunt, wenn Drag Queens unter dem Motto „Drag Me To The Museum“ das ganze Haus zur Bühne machen. Spektakuläre Stunts von Dahlia Danger, scharfer Witz von Daniella Dikket, Comedy von Giselle Hipps, Humor und Hüftschwung von Maxima Love. Die Frankfurter Szenegröße Mr. Biró bringt die Gäste mit Queer Pop zum Tanzen. Wer es lieber leise mag, kann in der Silent Disco anderen beim Tanzen zuschauen (Schneekugelfoyer, 20 – 1 Uhr). Die Musik für die beliebte Silent Disco legt das DJ-Duo Keilschmidt auf, genug Kopfhörer sind vorhanden. Disco Fever im Historischen Museum!

Die Nacht der Museen ist auch eine gute Gelegenheit, den Guides und Kurator*innen durch die Ausstellungen im Haus zu folgen. Lernen Sie das historische Frankfurt kennen, erfahren Sie etwa im Haus Zur Goldenen Waage, wie das wohlhabende Bürgertum im 16. Jahrhundert in der Altstadt gelebt haben könnte. Ein besonderes Highlight sind in diesem Jahr exklusive Preview-Führungen zur neuen Sonderausstellung „Die Welt im Geld“: So werden Nachtschwärmer zu den Ersten gehören, die einen Blick in die neue Ausstellung werfen, denn sie eröffnet erst in der Woche darauf. 

Erstmalig gibt es im Kaisersaal ein History Quiz, organisiert von den neu gegründeten Young Friends. Denn die Freund*innen des Museums werden jünger. Wer mit Kahoot! etwas anfangen kann, ist im Kaisersaal richtig und kann sein Wissen über Frankfurt erweitern.

Für das leibliche Wohl der Besucher*innen sorgt wie jedes Jahr das Museumscafé mit Speisen und Getränken. Spezielle Drinks serviert das Bar Shuka aus dem Frankfurter Bahnhofsviertel. Inspiriert von den Straßen Tel Avivs, verbindet es mit orientalischer Fusionsküche Kultur und Kulinarik zu einem besonderen Erlebnis. Hinter dem Konzept steht die Frankfurter Kultur- und Gastronomie-Initiative IMA Clique, die Orte für Austausch und kulturelle Vielfalt schafft. 

Das ganze Programm ist hier: https://historisches-museum-frankfurt.de/de/ueber-das-museum/nacht-der-museen 
©julian.krissel

Samstag 25. April: Poetry Slam Workshop - Wortumddrehung

(Daniela)

Salon Schlitz Retro Design for Future ist ein Projekt des Kulturnetz Frankfurt e.V. im Rahmen des World Design Capital Frankfurt Rhein Main 2026. Die Architekten und Eigentümer stellen den Salon dem Verein als temporären Kulturraum zur Verfügung. Unter diesem Titel entsteht hier ein experimentelles Pop-up-Format, das Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet: Renovieren und Erhalten mit allen alten Materialien statt Abriss und Neubau. Gemeinwohl orientierte Nutzung, Kultur statt Kommerz sind die Ziele der Gestaltung, des Designs.

Poetry Slam Workshop - Wortumddrehung

Der Workshop richtet sich sowohl an Anfänger wie an Fortgeschrittene, die ein kritisches Feedback zu ihren Texten brauchen und ihren Vortragsstil verbessern möchten. Und erfahren außerdem, was Körperhaltung, Atmung und Stimme mit einer guten Text-Performance zu tun haben und wie man am eigenen Auftritt arbeiten kann. Vorkenntnisse nicht nötig.

Der Workshop findet im Rahmen des Projektes „Salon Schlitz - Retro Design for Future“ im Rahmen von WDC World Design Capital Frankfurt Rhein/ Main statt. 
Anmeldung slam(at)kulturnetz-frankfurt.de ; Info: www.kulturnetz-frankfurt.de 

Sa.25.4.-So.26.4.2026, jeweils 10-16 Uhr
Pop-up Artspace Salon Schlitz
Am Alten See 6, 60489 Frankfurt-Rödelheim

Samstag, 25. April: Of/ Wie das Leben so spielt

(Andrea)

Um 11.30 Uhr ins Kino? Und das mit Sektempfang Quiche Lorraine, Quiche Ziegenkäse/Birne, Croissants & Apfeltarte? Jaaa, heute ist  wieder eine Kino Kulinarisch Matinee! "Als ich Ende vergangenen Jahres beinahe zufällig diese französische Tragikomödie entdeckte (und mich sofort an das Gefühl beim Schauen von „Ziemlich beste Freunde“ und „Im Taxi mit Madeleine“ erinnerte), war das ein wahrer Glücksmoment. Und ich dachte beim Verlassen des Kinos: „Wie das Leben manchmal spielt“ muss unbedingt bei Kino Kulinarisch laufen – bestenfalls im Rahmen einer Matinee. Und so ist es! :) Freut Euch auf den unvergesslichen Michel Blanc („Es sind die kleinen Dinge“) in einer seiner letzten großen Rollen, die er wie immer mit tiefer Menschlichkeit, feinem Humor und berührender Verletzlichkeit ausfüllt. An seiner Seite brilliert Frankreichs Superstar Louane Emera (wir kennen sie noch aus „Verstehen Sie die Béliers?“) mit einer kraftvollen, nuancierten Darstellung. 
Dazu machen Pana und Chefkoch Christian ihre legendäre Quiche Lorraine, die für meinen Geschmack einfach einmalig ist. 
Und ja, man schwebt nach diesem ungeahnten und eher unbekannten Filmjuwel geradezu beseelt und glücklich aus der Alten Schlosserei … da bin ich doch recht sicher. 

Der Vorverkauf hat seit ein paar Tagen begonnen. Karten, die man ja jetzt zu Ostern auch prima allerorten verstecken, suchen und finden kann, gibt es wie immer hier www.kinokulinarisch.de ab 11:30 Uhr, Filmbeginn 13 Uhr 

Kino Kulinarisch in der Alten Schlosserei der EVO, Einlass über die Andréstraße 71, Offenbach

Samstag, 25. April, bis 30. Mai: OF/ Zwischen Wahrnehmung, Fotografie und Material

(Andrea)

Wer nicht zu Daniel ins Kino geht, macht Urlaub auf dem Wilhelmsplatz UND schaut im Artycon vorbei. Dort wird heute um 11 Uhr die Ausstellung “Zwischen Wahrnehmung, Fotografie und Material” mit Arbeiten von Stefan Kiess eröffnet, dessen Bilder bereits 2009 im BOK, 2015 im Artycon und 2019 im Kunstverein Offenbach zu sehen waren. Stefan Kiess ist viel herumgekommen. In Düsseldorf geboren und in Stuttgart aufgewachsen – den schwäbischen Zungenschlag wurde er nie ganz los – studierte er zunächst Fotodesign in Schwäbisch Gmünd bei Frank Deinhard, einem Schüler von Otto Steiner, und später Fotojournalismus in Dortmund. Vielleicht auch als Reaktion darauf hat er seitdem fast immer Menschen aus seinen Bildern verbannt. Geblieben ist die Subjektive Fotografie, die nicht die objektive Wirklichkeit einer Situation wiedergibt, sondern die Deutung dem Betrachter überlässt und dessen Fantasie fordert. Stefan Kiess’ frühe architektur- und objektbezogenen Serien führen vor Augen, dass Fotografie nicht nur ein Abbild der Welt ist, sondern eine Form der Wahrnehmung, die Realität ebenso formt wie reflektiert. Seine Fotografien wirken durch abstrakte Formen, grafische Strukturen sowie Linien von Licht und Schatten. Konsequenterweise sind seine späteren Arbeiten durch radikale Ausschnitte, Negativabzüge, dekonstruktivistische Gestaltung, Zerstörung und neue Zusammensetzungen von Bildmaterial geprägt – „Fotografische Arbeiten“, wie er sie selbst nannte. Während seiner Frankfurter Zeit, Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre, hatte er sein Studio in der Bernardstraße in Offenbach. Im dritten Stock eines Fabrikgebäudes machte der Autor (niemand anderes als der geschätzte Thomas Lemnitzer, red) dort als Assistent bei Stefan Kiess seine ersten Gehversuche mit der Großbildkamera – 4×5 und 8×10 Inch. Eine eigene Welt der Fotografie tat sich damals auf. Regelmäßig sahen wir uns oder telefonierten über all die Jahre hinweg. Wir sprachen über Gott und die Welt, lästerten über vermeintliche Koryphäen der Gesellschaft und diskutierten über Bildsprache, Fotochemie, digitale Techniken und Computer, mit denen er meist über Kreuz lag. Er fehlt. Mit einer Ausstellung von Fotografien verschiedener Jahre, einigen kleinformatigen „Fotografischen Arbeiten“ und Materialbildern in der Galerie Artycon möchten wir an ihn erinnern und sein Werk würdigen. Vernissage 11 bis 15 Uhr

Galerie Artycon, Wilhelmsplatz 2, Offenbach

Samstag, 25. April: Cotton Queen (Frankfurt-Premiere)

(Uwe)

„Über Familie, Gemeinschaft und das, was wirklich zählt.“ – Jury Thessaloniki

„Ein Film voller Finesse, Ambivalenz, Zärtlichkeit und Humor.“ – Jury FIFDH

In einem sudanesischen Baumwoll-Dorf wächst Nafisa mit den märchenhaften Geschichten ihrer Großmutter auf. Als ein Geschäftsmann aus dem Ausland mit genetisch verändertem Saatgut und großen Entwicklungsplänen erscheint, wird sie zur Schlüsselfigur im Machtspiel um die Zukunft des Dorfes und entdeckt dabei ihre eigene Stärke.

Weltpremiere: Settimana Internazionale della Critica, Internationale Filmfestspiele Venedig / Golden Alexander, Bester Spielfilm: Filmfestival Thessaloniki / Grand Prix de Geneve, Fiction: FIFDH, Internationales Filmfestival und Forum für Menschenrechte Genf / Audience Award: Filmfestival Doha

Frankfurt-Premiere in Anwesenheit von Regisseurin Suzannah Mirghani, Hauptdarstellerin Mihad Murtada und Produzentin Caroline Daube im Cinema am Roßmarkt / 14 Uhr
Foto: Verleiher

Samstag, 25. April: Zeilsheim/ Hühner für Demokratie

(Andrea)

Rahel Seitz ist eine wunderbar umtriebige, zugleich auch erdhafte Künstlerin. Und wenn jemand den Sommer über auf eine Alm in der Schweiz verschwindet, um alleine in den Bergen Kühe zu hüten, braucht es schon eine besondere Persönlichkeit. Bitte nicht falsch verstehen, ich bewundere das sehr, mir wäre das viel zu einsam. Ganz im Gegenteil schätze ich sie sehr und plane daher heute einen Ausflug nach Zeilsheim zu machen, wo heute der Hühnerhof eröffnet wird, der Menschen unterschiedlicher, gesellschaftlicher Gruppen zusammenbringt. “Hühner für Demokratie” ist ein gemeinschaftlich betriebener Hühnerstall und Kulturprojekt mit begleitenden Veranstaltungen, Workshops und Festen  - ein partizipatives Urban-Farming-Projekt für ein respektvolles Miteinander, für demokratische Teilhabe, für eine gute Tier-Mensch-Beziehung und für öffentliche Gestaltungsräume. 14 Uhr s.t.

Gelände der KinderKulturFarm Wakanda am S-Bahnhof Zeilsheim (Weg ist ausgeschildert)

Samstag, 25. April: Of/ Engin

(Andrea)

Verrückt. Seit ein paar Monaten freue ich mich auf den Abend und jetzt ist er da! Engin habe ich 2023 das erste Mal in Mainz gesehen, dann zweimal in Istanbul, zweimal in Frankfurt und jetzt kommen sie mit ihrer türkisch-deutschen Musik endlich in Offenbach! Das neue Album “Sag Mir Almanya” kenne ich noch nicht und freue mich auf treibende Rhythmen, anatolischen Psychedelic-Vibes und deutschem Indie auf die Bühnen Europas. Mit dabei sind mehrsprachige Songs, die Brücken schlagen, Menschen verbinden und jeden zum Tanzen bringen . Live entfalten ENGIN ihre volle Wucht: eine mitreißende Performance, die an die rohe Spielfreude und Originalität großer Acts der 70er erinnert, dabei aber einen frischen, zeitgenössischen Vibe versprüht und eine klare Haltung transportiert. Ihr Sound schafft mühelos den Spagat zwischen Nostalgie und Jetztzeit und öffnet Räume für Begegnung, Energie und Gemeinschaft. 21 Uhr

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Samstag, 25. April: OF/Burak Çebi

(Andrea)

Das wird sicher total schön. Burak Çebi spielt eine Hommage an Ludovico Einaudi. Und damit einen der bedeutendsten und meistgehörten Komponisten der Klassik und Neoklassik. Burak Çebi ist selbst ein herausragender Pianist und gibt den Kompositionen den Raum, in dem sie ihre ganze Wirkung entfalten können. Mit einer einzigartigen Fähigkeit, Minimalismus, Pop und klassische Strukturen zu verbinden, schafft Einaudi eine Atmosphäre, die tief berührt und den Raum mit einer unvergesslichen Stimmung erfüllt. Einige seiner Hauptwerke wie „Nuvole Bianche“, „Una Mattina“, „Divenire“ und „Experience“ entführen das Publikum in eine Welt der Emotionen und Reflexionen. Bekannt aus Filmen wie „Ziemlich Beste Freunde“ (2011), oder "The Water Diviner" (2014) zeichnen sich diese Kompositionen durch ihre eindrucksvolle Einfachheit und emotionale Tiefe aus. 
Burak Çebi zählt zu den vielbeachteten Pianisten seiner Generation. Er schafft es durch seine poetisch-introvertierte Art zu musizieren, immer mehr Publikum in seinen Bann zu ziehen. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr 

Capitol, Goethestraße 1-5, Offenbach

Samstag, 25. April: Of/ clothing swap night

(Andrea)

Vor Engin will ich heute UNBEDINGT im radraum vorbei. Greta lädt mit ihren Mädels nach der erfolgreichen Premiere erneut zum Kleidertausch, “how it works: bring at least 3 clothing items you don’t wear anymore and swap them for pieces you like :). free entry - dj - drinks.” clothing swap night von 19 bis 23 Uhr. 

radraum, Bleichstraße 22, Offenbach

Samstag, 25. April: Lolita Knockout

(Andrea) 

Menno. Ein Abend und unzähliche Möglichkeiten. Was mache ich denn jetzt? Weil Fluccio lädt auch noch zu KORRIDOR CONCERTS SPEZIAL mit LOLITA KNOCKOUT!!!  Dazu kommt direkt aus Mexiko City eingeflogen Raphael Zweifel zu diesem sicher spannenden Abend in der Lolita Urbesetzung . gespielt werden Korridor Kompositionen und es wird sicher jede Menge Impro Freiflug geben. Raphael habe ich schon ewig nicht gesehen und wenn ich es mir recht überlege, Flussio auch nicht. Die beiden sind einfach wunderbar, darf man verschroben sagen?, grenzüberschreitend, positiv verrückt?  Zum Einsatz kommt das grossartige frisch restaurierte Korridor Cello , die Kaffee Maschine und allerlei anderes analoges Material. Wir machen einen musikalischin Meditations Schnellkurs der besonderen Art und  alter Korridor Tradition werden wir eine Live Filmvertonung absolvieren ......Leinen los !!!! Eintritt frei - Spenden gerne - Getränke & Snacks sowieso, Korridor - Ankerplatz der Freude ! Voranmeldung unter : fluccio(at)t-online.de (Empfehle ich unbedingt, der Korridor hat nur begrenzt Platz). 20 Uhr 

Korridor. Schulstraße 30

Sonntag 26. April: Captain Swing Trio im Mampf

(Daniela)

Seit dem ich weiß, dass man im Mampf sogar Sitzplätze reservieren kann, gehe ich sogar Sonntags aus. Heute spielt nämliuch das "Captain Swing Trio" und ich Pramila und Thore sehr!

Captain Swing Trio sind drei Musiker*Innen  die ihre  Leidenschaft zum VocalJazz und Blues verbindet.
Mit Spielfreude und originellen Arrangements, die viel Freiraum zur Improvisation bieten, interpretieren sie Songs aus dem klassischen Jazzrepertoire und verleihen dem Swing und Blues den unverwechselbaren Sound von Captain Swing.
Mit der aussergewöhnlichen Stimme und dem charismatischen Auftreten von Sängerin Pramila Chenchanna, dem unverkennbaren Sound des Rhodes Piano des Pianisten Uli Partheil, den mitreissenden Rhythmen von Thore Benz am Kontrabass  lassen sie die musikalische Eleganz des Traditionel Jazz  wieder aufleben, deren Konzerte auch zum Tanzen einladen.

Mampf, Sandweg 64, Einlass ab 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr, Eintritt ab 15,- € www.mampf-jazz.com/tickets

Sonntag, 26. – Mittwoch, 29. April: Tanzselfies #unfliltered

(Martin)

Tanzselfies #unfliltered -  T.I.A. dance productions - Junge Theaterwerkstatt am Zoo

Für Alle und Lehrer*innen unbedingt aufgepasst: 

Irgendwie sehen viele Selfies auf Social Media immer gleich aus. 
Außerhalb des Internets entdecken wir aber, dass unsere Körper und Selbstbilder viel unterschiedlicher sind und spannender, als es die kleinen Bildschirme der Smartphones überhaupt zeigen können. 

„Tanzselfies #unfiltered“ trickst mit Tanz und Bewegung die Filter aus und findet aus sehbehinderter- und BIPoC-Perspektive die Lücken in der digitalen Bilderflut.

T.I.A. dance productions ist ein 2023 gegründetes Kollektiv an der Schnittstelle von sozialer Kunstpraxis und Tanz, das von queeren, BiPoC- und behinderten Künstler*innen geleitet wird. 
Es entwickelt innovative, intersektionale und antiableistische Formate der Barrierefreiheit und erforscht integrierte kreative Audiodeskription. 
T.I.A. verbindet vielfältige Tanzstile und Perspektiven, sensibilisiert Kulturinstitutionen für Inklusion und präsentierte Arbeiten unter anderem am Mousonturm, beim Implantieren Festival und Riviera Festival.

Sonntag, 26. April um 15.00 Uhr, Dienstag, 28. April um 11.00 Uhr und Mittwoch, 29. April um 10.00 Uhr: 
Tanzselfies #unfliltered - T.I.A. dance productions
Junge Theaterwerkstatt am Zoo (Zoogesellschaftshaus)

Foto: © Homepage Künstler*innenhaus Mousonturm/mit KI generiert

Sonntag, 26. April: Of/ Der Magier im Kreml

(Andrea)

Nach dem Zusammenbruch der UdSSR wird der ehemalige Künstler und Reality-TV-Produzent Vadim Baranov zum Spindoktor eines aufstrebenden KGB-Agenten, Wladimir Putin. Jahre später bricht er schließlich sein Schweigen und enthüllt die Machtmaschinerie, die er selbst mitgeschaffen hat. Ein spannendes politisches Intrigenspiel, das vor dem Hintergrund aktueller politischer Spannungen und medialer Manipulation besondere Brisanz gewinnt und dessen Auswirkungen bis in die heutige Zeit spürbar sind – der Film lässt tief in die Strukturen der Macht blicken. >> Trailer zum Film>> Karten bitte HIER kaufen  Einlass: 17.00 Uhr Beginn: 18.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Montag 27. April: Der Frankfurter Hauptfriedhof - große Bilderschau im Club Voltaire

(Daniela)
Der Frankfurter Hauptfriedhof - Die große Bilderschau von und mit Hans-Jürgen Lenhart
Ob Wohnzimmergräber oder nasse Handtücher, Gräber für Totgeborene oder Türen ins Jenseits, die sehr persönliche Bildertour des Frankfurter Fotografen Hans-Jürgen Lenhart zum Hauptfriedhof in Frankfurt vermittelt einen spannenden bis verblüffenden Rundgang, zu dem man vor Ort wahrscheinlich aufgrund der Größe des Friedhofs (70 Hektar) Wochen brauchen würde. Der Friedhof kann wie ein Skulpturenpark wirken.
Lenhart präsentiert bei seinem Bildervortrag Meisterwerke der Bildhauerkunst, Stimmungsvolles, Skurriles und Emotionales. Er zeigt und erzählt vom Scheintodalarm und von diebischen Füchsen, untreuen Fürsten und geheimnisvollen Grüften, Gräbern von Comicfiguren und komischen Gräber. Zu sehen sind Ruhestätten von Persönlichkeiten der Geschichte Frankfurts aus Politik, Literatur, Musik, Medizin u. v. m., wobei insbesondere prominente Frauen gewürdigt werden sollen. 
Natürlich wird auch auf die Geschichte des Hauptfriedhofs, die wichtigsten Gebäude, die angegliederten jüdischen Friedhöfe oder die Symbolik auf den Gräbern eingegangen. Zudem werden etliche Gemeinschafts- und Erinnerungsgrabstätten für Opfer von Kriegen, Unglücken, Krankheiten oder Diktaturen vorgestellt. Lenhart erklärt auch, wie es um den Schutz von erhaltenswerten Gräbern steht. Viele der beeindruckenden Grabstätten sind vom Verschwinden bedroht, sei es durch Zerfall, Ablauf des Nutzungsrechtes oder besonders durch Vandalismus
Club Voltaire, Kleine Hochstraße, nur bedingt barrierefrei
Eintritt Abendkasse: 8 €, mit Kulturpass Frankfurt: 1 € (nur an der Abendkasse erhältlich)
Kartenvorverkauf (zzgl. Vvk-Gebühr) über »rausgegangen.de
Beginn: 19:00 Uhr

Bis Ende Mai: Theater: "KaFFee - geht aufs Haus"

(Daniela)

Ich war erst einmal im Frankfurter Autor:innen Theater. Das war damals super. Jetzt hat mich Hans-Peter gebeten auf eine Proudktion hinzuweisen, in der er mitspielt: KAFFEE GEHT AUS HAUS

Es geht um zwei Menschen, die sich in einem *magischen* Literaturcafe begegnen - und um eine Art musikalischen Amor. 
Natürlich dreht sich auch hier alles um Beziehung, Einsamkeit, Liebe und Sex - aber auch um Bewusstseinserweiterung durch Literatur. 
Wie wäre es, wenn Geschichten, die wir kennen Realität würden, verborgene Sehnsüchte Raum bekämen und wie durch Zauberhand ausgesprochen würde, wovor man sich scheut? Es wäre nichts, wenn es nicht lebendig wäre. Eine Reise in die Literatur und wieder zurück.

Es spielen: Manuela Koschwitz, Anna Okunowski, Hans-Peter Schupp, Musik: Anna Okunowski, Regie: Michaela Conrad, Text: Viele vereint von Michaela Conrad

Bis Samstag, 23. Mai 26 - 20:00 Uhr

www.fat-web.de/2026/03/kaffee-geht-aufs-haus/

Dienstag 28. April: Ein Herz für die Demokratie - Wir halten Werte hoch - SONNYS Geschichte

(Daniela)

Zu gerne wäre ich heute Abend beim Abendgespräch im Bornheimer Dach dabei, ein tolles Format der IGS Nordend.
Sonny habe ich persönlich kennengelernt. Matze Thoma hat u.A. mit ihm eine Führung an der EZB Gedenkstätte organisiert. Von dort aus wurde Sonny nach Theresienstadt deportiert. Diese Begegnung mit ihm werde ich nie vergessen. 

Ein Herz für die Demokratie - Wir halten Werte hoch - SONNYS Geschichte

Matthias Thoma, Auror und Leiter des Eintracht-Frankfurt-Museums, ist zu Gast und berichtet über das Leben von Helmut Sonneberg, den in Frankfurt und der SGE-Familie alle als "Sonny" kennen. 
Der 2023 verstorbene Sonny repräsentiert nicht nur als leidenschaftlicher Eintracht-Fan seine Geburtsstadt Frankfurt, sondern gilt auch über diese hinaus als moralische Instanz gegen Antisemitismus und Rassismus. Helmut Sonnnebergs Lebensgeschichte, die in der Kindheit im Deutschland des Nationalsozialismus jahrelang mit Ausgrenzung, Anfeindung, Gewalt und Lebensgefahr einherging, berührt immer noch die Zuhörenden und wird, da er sie nun selbst nicht mehr erzählen kann, von Matthias Thoma als Zweitzeugen weitergegeben, dem Sonny sie in dieser Vollständigkeit auch als erstem anvertraut hat.

Die IGS Nordend möchte herzlich zu dieser Begegnung einladen, die ab 19.00 Uhr in der Aula des Günthersburggebäudes (4.Stock) stattfindet und sich daran ein gemeinsames Gespräch zu Sonny und dem, was wir an Werten von ihm mitnehmen, anschließt.

Beginn: 19:00 Uhr, Eintritt frei, Gäste, die einen Aufzug nutzen müssen, wenden sich bitte vorab an poststelle.igs-nordend@stadt-frankfurt.de
Ort: IGS Nordend, Aula des Günthersburggebäudes (4.Stock), Hartmann-Ibach-Straße 54-58, (barrierefrei)

Dienstag, 28. April : Mein Immernoch da. Eine musikalische Lesung an drei Orten

(Uwe)

Die Münchner Schauspielerin Gabriele Graf, dem Frankfurter Publikum durch zahlreiche Auftritte im Theater Willy Praml im Produktionshaus Naxos vertraut, verleiht den Texten von Marie Luise Kaschnitz Stimme und Präsenz. Der Kontrabassist Gregor Praml begleitet und kommentiert die Lesung mit einem außergewöhnlichen Klangkonzept: Mit Loops und elektronischen Effekten verwandelt er sein Instrument in eine vielschichtige urbane Klanglandschaft. Ein literarisch-musikalischer Parcours durch Kaschnitz‘ Frankfurt – über das Bleiben, das Zweifeln und das Zuhause-Sein in einer Stadt im Wandel. Als wäre es heute

Die ROMANFABRIK lädt zu einem besonderen Abend ein: eine musikalische Lesung an mehreren Spielorten, der ROMANFABRIK-SchreiberInnen-Wohnung, die im Rahmen von Autor*innen-Residenzen vergeben wird, auf dem UNION-Gelände und im Saal der ROMANFABRIK selbst. Das Publikum geht mit auf die Reise.

Eine Veranstaltung im Rahmen von Frankfurt liest ein Buch 2026.
Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19:30 Uhr
© Christian Sauter

Dienstag 28. - Sonntag 03. Mai: 19. LICHTER INTERNATIONAL FESTIVAL

Vom 28. April bis 3. Mai 2026 bringt LICHTER großes Kino, viele Filmgäste und spannende Diskussionen nach Frankfurt. Über 100 Filme, darunter fünf Welt- und zwölf Deutschlandpremieren, laufen auf zehn Leinwänden im Festivalzentrum MASSIF E und weiteren Spielstätten. Parallel zum Festival setzt der Kongress Zukunft Deutscher Film wichtige filmpolitische und gesellschaftliche Impulse. Eröffnet wird LICHTER mit Faraz Shariats Politthriller „Staatsschutz“.

Internationale Festivalerfolge prägen das LICHTER-Programm: Alejandro Amenábars Historienfilm „The Captive“ und die Tragikomödie „Vitrival“ feiern in Frankfurt Deutschlandpremiere. Mit „Everybody Digs Bill Evans“ und „Nina Roza“ sind zwei Berlinale-Highlights zu sehen, ausgezeichnet mit Silbernen Bären für Regie und Drehbuch. Dazu kommen der Sundance-Gewinner „Cutting Through Rocks“ und Bi Gans in Cannes prämierter Ausnahmefilm „Resurrection“ – großes Weltkino, das auf der Leinwand seine ganze Kraft entfaltet. 

Ein besonderer Festivalmoment ist die Weltpremiere von „Ensemble Modern – Why We Play“, begleitet von einem Live-Konzert von Mitgliedern des Ensemble Modern vor dem Screening. Mit dem Dokumentarfilm „Die Eulenspieglerin: Ulrike Rosenbach“ über die Videokunst-Pionierin steht eine weitere Weltpremiere auf dem Programm, zu der Regisseurin Sung-Hyung Cho anwesend sein wird. 

LICHTER wird zum Treffpunkt zahlreicher Filmschaffender: Regisseur Ulrich Köhler und Schauspielerin Maren Eggert sind mit „Gavagai“ zu Gast, Regisseur Faraz Shariat stellt „Staatsschutz“ vor und Filmemacherin Shahrbanoo Sadat präsentiert ihren Berlinale-Eröffnungsfilm „No Good Men“. Mit der deutschen Festivalpremiere von „Der verlorene Mann“ mit „Tatort“-Ermittler Harald Krassnitzer und der Festivalpremiere des Dokumentarfilms „BONEY M: Disco. Macht. Legende.“ setzen die Festivalmacher weitere vielfältige Akzente.

Mit einer internationalen Reihe zum Thema „Kunst“, Highlights des bundesdeutschen Filmschaffens, dem regionalen Lang- und Kurzfilmwettbewerb, Videokunst beim Lichter Art Award und Virtual-Reality-Produktionen im VR Storytelling Award (neue entfaltet LICHTER ein Programm, das weit über das klassische Kino hinausreicht. Hinzu kommen ein Solo-Konzert von Frank Spilker (Die Sterne), eine Party mit einem DJ-Set von Lars Eidinger (nur noch Restkarten an der Abendkasse) und der Live-Podcast Bohniger Wachmacher. So versteht sich das Festival als offenes Forum für Film, Kunst und gesellschaftliche Debatten. 

Parallel dazu wird der Kongress Zukunft Deutscher Film vom 29. April bis 2. Mai 2026 zum Ort großer filmkultureller und gesellschaftspolitischer Fragestellungen mit vielen prominenten Stimmen: Kunsttheoretiker Bazon Brock eröffnet mit einem Beitrag zum Eigensinn der Kunst, Politikerin Gesine Schwan und Publizist Harald Welzer diskutieren über Streitkultur und die Veränderung öffentlicher Debatten, wenn Medienvielfalt schwindet. Journalist Claus Kleber und Politikwissenschaftlerin Nicole Deitelhoff befassen sich mit Pressefreiheit, Demokratie und der Stabilität freiheitlicher Ordnungen. 

Auch das Kino selbst wird zum Gegenstand der Debatte: Wie radikal kann der deutsche Film heute noch sein? Darüber sprechen die Filmschaffenden Saralisa Volm („Schweigend steht der Walt“), Cornelius Schwalm („Bernd – Operation Germanenkind“), Katrin Gebbe („Die Kaiserin“) und die Philosophin Mirjam Schaub

Schließlich wendet sich der Kongress den großen Fragen der Gegenwart zu: Die Philosophin Catrin Misselhorn und der Autor Leon Joskowitz diskutieren über KI und Kunst. Frank Spilker (Die Sterne), Schriftsteller Leif Randt („Allegro Pastell“), Saralisa Volm und weitere Gäste treten in den Dialog der Künste.

Alle Tickets sind auf der Webseite des Festivals verfügbar: www.lichter-filmfest.de

Mittwoch 29. April: LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL zeigt: Everybody Digs Bill Evans

(Daniela)

Längere Pausen können ein Teil der Musik sein, heißt es einmal in diesem Film. Nachdem der Jazzpianist Bill Evans im Juni 1961 im New Yorker Jazzclub Village Vanguard mit seinem Trio u.a. die legendäre Aufnahme von Waltz For Debby eingespielt hat, stirbt sein Bassist durch einen Autounfall. Diese Pause wird für den eher introvertierten Bill Evans (dargestellt von dem norwegischen Schauspieler Anders Danielsen Lie) zum Abgrund. Er betäubt seinen Schmerz durch harte Drogen, lebt bei seinem Bruder, der ihn schließlich zu den Eltern (Bill Pullman, Laurie Metcalf) nach Florida schickt.

Gedreht in kontrastreichem Schwarzweiß, das eine melancholische Grundstimmung über den Film legt, lotet der ehemalige Dokumentarfilmregisseur Grant Gee Evans’ Beziehungen zu seiner Familie und zu seiner On-Off-Freundin aus. Bill Evans war einer der einflussreichsten Jazz-Pianisten, auf den sich etwa Herbie Hancock und Chick Corea beriefen, doch Gees Film, benannt nach einer 1959 erschienen Platte, vermeidet es, den Musiker zu einem feingeistigen Genie zu stilisieren. 

Nach einer legendären Aufnahme im Village Vanguard stürzt der Tod seines Bassisten Bill Evans in eine tiefe Krise. Der introvertierte Jazzpianist kämpft mit Verlust, Drogen und familiären Spannungen. In kontraststarkem Schwarzweiß zeichnet Regisseur Grant Gee ein melancholisches Porträt – nah an Evans’ Beziehungen, fern jeder Verklärung des Genies.

Mittwoch, den 29. April 2026, 18:00 Uhr, Eldorado Filmtheater, https://lichter-filmfest.de/filme/everybody-digs-bill-evans/2068

©Cowtown_Pictures_Limited_Hot_Property

Mittwoch, 29. April: Andy McKee

(Uwe)

Bekannt wurde Andy McKee mit seinem Stück Drifting, das zu einem der ersten viralen Videos auf YouTube avancierte und mittlerweile über 60 Millionen Aufrufe zählt. Millionen von Streams und Klicks sowie international ausverkaufte Konzerte haben ihn zu einem der einflussreichsten Fingerstyle-Gitarristen der Gegenwart gemacht. Mit seiner unverwechselbaren Spieltechnik – Two-Hand-Tapping, perkussive Elemente, offene Stimmungen – verwandelt Andy McKee die Gitarre in ein ganzes Orchester, was ihn zu einem der faszinierendsten Akustikgitarristen weltweit macht.

Centralstation / DA, Im Carree, Beginn 20 Uhr
Foto: Homepage Centralstation

Donnerstag, 30. April - Montag, 30. November: DRAC - ein Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination am Instituto Cervantes

(Petra)

Im Garten des Instituto Cervantes Frankfurt installiert und im Rahmen der WDC 2026 präsentiert, beherbergt der Pavillon ein Programm öffentlicher Veranstaltungen und lädt Besucher:innen ein, Architektur, Kreativität und Kultur in einem gemeinsamen öffentlichen Raum zu erleben. Die Installation lädt das Publikum dazu ein, sie zu durchschreiten, zu erleben oder einfach zu betrachten, und dient zugleich als Ort für kulturelle Veranstaltungen. Als Referenz dient der Drache am Eingang des Park Güell in Barcelona, anlässlich des 100. Todestages des katalanischen Architekten. Die Struktur wurde vom Architekten José Ramón Tramoyeres entworfen und von Designer Manolo García realisiert. Es folgt den Prinzipien des europäischen Programms New European Bauhaus: Schönheit, Nachhaltigkeit und Inklusion. Seine modulare Struktur aus Holz und Keramik ermöglicht es, den Ort zu transformieren, ohne ihn dauerhaft zu verändern, und dient als Plattform für kulturelle Aktivitäten. Das Projekt fungiert zugleich als Plattform für den Austausch zwischen Spanien und Deutschland im internationalen Programm der WDC 2026 und stellt Perspektiven aus der spanischen Kunst- und Kulturlandschaft vor. Im Foyer des Instituto Cervantes ergänzt eine speziell konzipierte Ausstellung die Installation. Sie beleuchtet die künstlerischen und technischen Traditionen, die der Skulptur zugrunde liegen. Inspiriert von Gaudís Bauweise kombiniert die Arbeit: Keramikelemente aus hochwertiger Produktion in Valencia; eine innere Struktur aus dampfgebogenen Holzstäben „Vareta“-Technik, vergleichbar mit Methoden aus dem Bau valencianischer Fallas oder historischer Großkonstruktionen. Ein dokumentarisches Making-of-Video zeigt zudem den gesamten Entstehungsprozess – von den ersten Entwürfen bis zur Installation.

Abbildung: © José Ramon Tramoyeres & Manolo García

DRAC - Resonanzraum für Kultur, Begegnung und urbane Imagination, Ort: Instituto Cervantes, Adresse: Staufenstraße 1, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: montags-donnerstags 9 bis 18 Uhr, freitags 9 bis 15, Uhr, Zugang zum Garten über den Haupteingang des Instituto Cervantes, Kulturprogramm und weiteres Programm (ggf. kostenpflichtig) während der Laufzeit findet Ihr hier 

Donnerstag 30.April: Weltpremiere des Films: ENSEMBLE MODERN - WHY WE PLAY beim Lichter Filmfest Frankfurt International

(Daniela)

Weltpremiere des Films: ENSEMBLE MODERN - WHY WE PLAY beim Lichter Filmfest Frankfurt International & Kurzkonzert 

Eintauchen in die Gegenwartsmusik: „Why We Play“ porträtiert das Wirken des Ensemble Modern so nahbar wie nie zuvor. Beheimatet im Frankfurter Ostend, in den markanten Proberäumen an der Schwedlerstraße, entfaltet dieses internationale Kollektiv seit 1980 seine visionäre Kraft. Das Besondere: Die rund 20 Solistinnen und Solisten sind basisdemokratisch organisiert und entscheiden sämtliche Projekte gemeinsam. Der Film fängt die zutiefst sinnliche Atmosphäre der Probenarbeiten ein. Er zeigt nicht nur das perfekte Endergebnis auf der Bühne, sondern den harten Weg dorthin – das Suchen, das Verwerfen und das gemeinsame Finden einer musikalischen Sprache. In der Schwedlerstraße wird das Entstehen Neuer Musik körperlich spürbar. Why We Play eröffnet dem Publikum ein Gespür für die Motive und das persönliche Ringen der Musiker*innen und Komponist*innen, die diesen Organismus mit Leben füllen. Die Leidenschaft eines Ensembles, das jährlich rund 70 Werke neu erarbeitet. Ein Film, der Musik nicht nur hörbar, sondern als tiefgreifende menschliche Erfahrung und kollektiven Kraftakt greifbar macht.

https://lichter-filmfest.de/filme/ensemble-modern-why-we-play/2060; https://booking.cinetixx.de/frontend/#/show/2565453807/3486315054

30. April 17:30 Uhr
Eldorado Filmtheater, Schäfergasse 29, 60313 Frankfurt am Main
Inklusive Filmgespräch mit Regisseur Thorsten Schütte. Das Ensemble Modern wird im Anschluss an den Film zusammen mit der Deggo Band ein Kurzkonzert geben.

Donnerstag 30. April: Neue Kaiser Closing Party - Lange Tafel, Grüne Soße und Oper live!

(Daniela)

Ich war zwar nicht sehr oft in der Neuen Kaiser, aber immer wenn ich da war, hatte ich viel Spaß und bin bestens kulinarisch versorgt worden. Einmal war ich sogar zum Opern Abend da. Das war suoer. Jetzt gehe ich wieder hin:
Neue Kaiser Closing Party - Lange Tafel, Grüne Soße und Oper live!

Alles hat ein Ende – wir machen Grüne Soße dazu! Unser Pop-Up Neue Kaiser schließt seine Türen. Das feiern wir und laden ein letztes Mal ein in die geschichtsträchtige Schalterhalle der Neuen Kaiser. Zu einem großen Grüne Soße Essen mit exklusiver Musikeinlage der Oper Frankfurt.

Ein Aperitif zum Ankommen, dann servieren wir euch Original Grüne Soße mit regionalen Kartoffeln und Bio-Eiern. Dazu Köfte, Zucchinipuffer, Linsensalat und Sauerampfer-Hummus. Family Style zum Teilen in der Tischmitte, bis ihr alle satt seid. Zum Dessert gibt es stilecht Frankfurter Kranz.

Begleitet wird der Abend von kurzen musikalischen Einlagen der Oper Frankfurt – lasst euch überraschen, es wird bravissimo! Anschließend könnt ihr ab 22 Uhr das Tanzbein schwingen! Der Einlass beginnt um 18.30 Uhr, das Programm startet bereits gegen 19 Uhr. Das Ambiente ist locker und gesellig, es gibt keine festen Sitzplätze.

Tickets: https://www.eventbrite.de/e/neue-kaiser-closing-party-tickets-1986203960513 ©Marius Winter

Donnerstag 30. April: Tanz in den Mai mit dem RAMATOU ORCHESTRA

(Daniela)

Wenn wir nach der Closing Party der Neuen Kaiser noch weiterziehen, dann auf jeden Fall in den Club Voltaire!

Die achtköpfige Szenegröße aus Frankfurt am Main feiert in neuer Besetzung(!) in ausgefeilten, treibenden Rythmen und farbenprächtigen Harmonien die Lust am Spiel: 
Groove in Multi-Kolor!
Raum tasten. Zeit schmelzen. In die Luft schwingen, am Boden beben, aneinanderkleben und - bunt im dichtesten Geäst kreischt irgendwo ein Papagei. 
Der Wechsel von ausgetüftelten Arrangements, energetischer Improvisation, schimmernden Klangflächen, Melodien, - als ob immer schon gekannt - und Puls, immer wieder Puls trägt tanzend und nur für einen Augenblick das Außen zu Grabe und feiert immer wieder das Neue und auf’s Neue das Immer-Wieder.
Nicht richtig Jazz, nicht Funk, nicht Soul, kein World, kein Afro, auch nicht urban oder rural: Ramatou lädt ein zum Stammesfest der Weltgesellschaft, dem Totentanz zum Alltagsgeschehen, dem kleinen Ritus der Unordnung, dem Karneval der Dinge.
Gitarre: Frederich Helbing - Schlagzeug: Philipp Wildenhues  - Bass: Matthias Hoch - Keys: Alexander Pechmann -  Percussion, Flöte und Gesang: Khadim Seck - Posaune: Linda Kufert - Alt-Saxophon:  Leon Binder - Viola: Nefeli Galani
Club Voltaure, Kleine Hochstraße, Einlass ab 20 Uhr, Beginn 21:00 Uhr
Eintritt Abendkasse: 15 € // 10€ (ermäßigt) // 1€ (mit Kulturpass Frankfurt - nur an der Abendkasse erhältlich)
Kartenvorverkauf über »rausgegangen.de

Donnerstag, 30. April: Peaches

(Uwe)

Untermalt durch fette Bässe, Verzerrer auf Anschlag, knüppelharte Rhythmen aus der Drum Machine und Lyrics, die genauso provokativ wie auch wahrhaftig daherkommen und dabei zu keiner Zeit ein Blatt vor den Mund nehmen. Peaches verkörpert Wahrhaftigkeit und Wahrheit, egal, wie schmerzhaft oder unangenehm sie auch sein sollte. Tabubruch? Ja, unbedingt. Die Künstlerin steht für Authentizität um jeden Preis. Das Werk der prämierten Musikerin, Produzentin, Regisseurin und Performance Künstlerin ist schrill und kompromisslos, niemals maßlos aber stets brisant. Daft Punk, Iggy Pop, Christina Aguilera und Yoko Ono und viele weitere haben mit ihr kollaboriert. 

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / 20 Uhr 
Foto: Facebook Zoom

Donnerstag, 30. April: Tanz in den Mai mit den Madhouse Flowers

(Andrea)

Wenn sich derzeit sowieso schon alles in rasantem Tempo ändert, ist es doch manchmal ganz angenehm, eine kleine Konstante zu haben. Wahrscheinlich nicht nur für die Madhouse Flowers ist die Bühne des Nachtlebens an der Frankfurter Konstablerwache eine solche Konstante, denn dort haben sie in den mittlerweile über 30 Jahren ihres Bestehens schon viele wunderbare Konzerte gespielt. Umso mehr freuen sich die Madhouse Flowers, heute mit ihrer Show, die neben den größten Rock- und Pop-Perlen der 80er/90er auch ausgewählte Songs der Gegenwart beinhaltet, gemeinsam mit ihrem Publikum eine große Sause zum Tanz in den Mai feiern zu können. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Donnerstag, 30. April: Tanz in den Mai mit ROY HAMMER & DIE PRALINÉES

(Andrea)

Wahnsinn, seit 30 Jahren ist Roy Hammer jetzt im Showgeschäft, was ‚nur mal so aus einer Laune heraus ‘ begann, so O-Ton Roy Hammer - hat sich zu ‚der Party-Band‘ schlechthin weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus entwickelt. Und: Wer einfach nur Spaß haben will und davon reichlich, den zieht es zu Roy Hammer und seinen Pralinées. Diese bunt schillernde skurrile Band macht den deutschen Schlager zu viel mehr als nur ausrangierter Faschingsmusik. Roy Hammer – Frankfurts ungekrönter Schlagerkönig – begeistert mit seinen Pralinées und der holländischen ‚Königin der Nacht’ Trude Blume die Fans mit der ultimativen ‚Auf-den-Bänken-steh-Mit-sing-Kult-Party’ und verbreitet einen Hauch von Las Vegas. Wo diese glänzenden Persönlichkeiten auftreten, bleibt kein Fuß ohne Blasen und keine Hüfte starr. Roy Hammer und die Pralinées sind Meister des Spitzen-Entertainments mit den Perlen des deutschen Schlagers. Man weiß nie, was einen erwartet.Hits der 60er und 70er sind ihr Markenzeichen, aber auch die Neue Deutsche Welle verstehen sie gekonnt in Szene zu setzen. Trude Blume - ein besonderer Wirbelsturm auf der Bühne - interpretiert ebenso Marianne Rosenberg wie auch Nena gekonnt mit Leib und Seele. Dass nicht nur die Partyfreunde sondern auch die Band selbst immer wieder von neuem begeisterungsfähig ist, sieht man daran, dass sie seit über 25 Jahren hoch motiviert „Schlager mitten ins Gesicht“ aus voller Brust darbieten. Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19.30 Uhr

Danach ist die Party aber nich nicht vorbei, Direkt im Anschluss an das Roy Hammer Konzert werden 50 Jahre Batschkapp gefeiert:  50 Jahre Musikgeschichte, legendäre Nächte, bebende Tanzflächen und unvergessliche Partys. Dann gibt es Party auf allen Ebenen,  DJ PATIX mit Throwback Tracks, Evergreens, All-Time Banger im UP Mix + die aktuelle Hits!
Eine Nacht. Ein Jubiläum. Eine Legende. Einlass ab 18 Jahren.

Batschkapp, Gwinnerstraße

Donnerstag, 30. April: Of/ Tanz in den Mai in den Parksidestudios

(Andrea)

Weil es offiziell auf dem Wilhelmsplatz leider keinen Maientanz mehr gibt, lädt das Tafelspitz & Söhne heute in die Parksidestudios ein. Es gibt DJS, Getränke, Earlybird-Tickets kosten 5 Euro. 

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbac. Nicht barrierefrei

Donnerstag, 30. April: Of/ Tanz in den Mai im Hafen 2

(Andrea)

Ein schöner Ort für den Maientanz ist natürlich auch der Hafen 2,  traditionell zwei Bands und von Anfang an auch DJs. Das ist immer ein ziemliches Gewimmel und weil sich mit dem Vorverkauf zudem ordentlich sparen lässt, habt ihr noch etwas übrig für einen Drink. Das DJ-Programm kommt im Frühling; die Bands stehen bereits fest. Tickets im Vorverkauf 18 Euro zzgl. 1,80 Gebühr, Abendkasse 30 Euro.Tickets: https://loveyourartist.com/en/profiles/suesswasser-ev-RYJF9N/events/franks-white-canvas-offenbach-am-LPFTSU. Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20 Uhr

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Donnerstag, 30. April: Tanz in den Mai (Brotfabrik)

(Uwe)

In der Hausener Brotfabrik wird traditionell in den Mai getanzt. Dieses Jahr zusammen mit Euch und DJ Param. Kommt vorbei und schwingt mit uns zusammen das Tanzbein zu bester Musik! 

Wir verlosen 2x2 Tickets

F., Brotfabrik / Bachmannstr. / 21 Uhr
Foto: © Brotfabrik

Donnerstag, 30. April: Of/ Rock in den Mai

(Andrea)

Tolles Gelände, freier Eintritt, fette Riffs. No Excuse, wir sind heute in der Kommune 2010 und lassen uns mal ordentlich durchrocken. 16 Bands,  2 Bühnen, 8 Stunden Vollgas! Für den Hunger zwischendurch gibt es Mundpropaganda und Williams Crêpe mit legendärem Streetfood. So und nun ein paar Worte zum Line-up: Revolte Tanzbein, Frau Ruth, Lifespark, Sheev, The Jukes, Low Budget Kings, Clampdown, The Robians, Paperplanes, Altered Rebirth, Fighting Chance, Pretty Weird, Farewell Spirit, Sapiency, Whatever we trust und Stallone. Uff, also jede Menge Rock, Pop, Alternative und Metal. Einlass ab 16 Uhr. 
Anfahrt mit öffentlichen VerkehrsmittelnMit S-Bahn und Bus ca. 35 min. von der Konstablerwache.S-Bahn bis OF-Marktplatz und dann Bus Nr. 106 Richtung Offenbach (Main)-Lauterborn. An der Haltestelle Merianstr. aussteigen und ca, 3 Minuten in Fahrtrichtung, nach dem Aldi rechts rein, dann links halten, nach ca. 100m habt Ihr das Ziel erreicht.Parkmöglichkeiten direkt vor dem Eingang sind auch vorhanden.  Bitte nicht auf dem Aldi Parkplatz parken!

Kommune 2010, Sprendlinger Landstraße 181 D, Offenbach

V O R S C H A U

Freitag, 1. Mai: / Les Negresses Vertes

(Andrea)

Hach, das wird wunderbar, was freue ich mich schon auf diesen Abend! Meine Freundin Christine kommt aus Berlin angereist und wir werden in Erinnerungen schwelgen. Erstmals gehört habe ich Les Negresses Vertes in den 1990ern übrigens im Schweinefuß, das war eine Institution am Kaiser-Friedrich-Ring in Wiesbaden und seitdem haben sie mich begleitet. Meine Freundin Christine schickte mir irgendwann eine Kassette aus Berlin zu, bei 2001 kaufte ich “Familie Nombreuse” auf Vinyl und mit Christine war ich dann auch in der Stadthalle Offenbach. Ein intimes Konzert in einer viel zu großen Halle und wir gingen beseelt nach Hause. Seitdem habe ich sie nicht mehr live gesehen, aber höre sie natürlich noch immer. Man muss nicht unbedingt Fernweh haben oder besonders frankophil sein (aber das hilft natürlich ungemein), die Musik macht Spaß und manchmal auch melancholisch ("Il boit pour oublier qu' il vit, Il dort pour oublier qu'il boit"). Einlass 18 Uhr. 

Zoom, Carl-Benz-Strasse 21

Freitag, 1. Mai: Frank Spilker

(Andrea)

Wäre ich nicht im Zoom, würde ich zu Frank Spilker gehen. Unbedingt! Er ist einer diese Künstler, die gleichzeitig Tanzfläche und Diskurs können, ohne sich zu verbiegen und LICHTER holt ihn hier auf die Bühne. Wie kaum jemand sonst hat Spilker mit seiner Band „Die Sterne“ in den letzten Jahrzehnten die hiesige (Underground-)Pop-Szene mitgestaltet und dabei das geprägt, was später als Hamburger Schule verhandelt wurde. Songs wie „Universal Tellerwäscher“ oder „Was hat dich bloß so ruiniert?“ stehen bis heute dafür, wie gut Pop denken kann, ohne den Groove zu verlieren. Jedes der inzwischen gut ein Dutzend Sterne-Alben besticht nicht nur durch die Musik, sondern auch durch Spilkers Lyrik. Bei LICHTER spielt Frank Spilker solo. Ein Abend, an dem Songs und Sprache noch näher zusammenrücken: Sterne-Klassiker in neuer, konzentrierter Form.  Einlass: 20 Uhr
Konzertbeginn: 21 Uhr

Haistudio, Berliner Straße 27

Freitag 01. Mai: LICHTER KONGRESS: Democracy Dies in Darkness - Die Kunst, das Fundament der Freiheit zu schützen

(Daniela)

Democracy Dies in Darknes - Die Kunst, das Fundament der Freiheit zu schützens

„Demokratie stirbt in der Dunkelheit“ – der Slogan der Washington Post hat beklemmende Aktualität erlangt. Einst Flaggschiff des kritischen Journalismus, unter Jeff Bezos auf Trump-Kurs gebracht. Die Pressefreiheit bleibt auf der Strecke.
Ist Amerika noch eine Demokratie?  Oder sehen wir bereits die Erosion rechtsstaatlicher Prinzipien? 
Der langjährige USA-Korrespondent und heute journal-Moderator Claus Kleber warnte bereits vor einem Jahr in seinem Dokumentarfilm „Trump und das Silicon Valley“ vor einem „Staatsstreich der Tech-Milliardäre“.

Die Politikwissenschaftlerin und Direktorin des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung Nicole Deitelhoff beobachtet bei der US-Regierung „eine ideologisch begründete Ablehnung europäischer Werte und auch des europäischen Systems“.

Reicht das Drehbuch der Anti-Demokraten bis nach Deutschland? Finden sie Verbündete am rechten Rand? Auch hierzulande ist das Vertrauen in die Demokratie erschüttert - Umfragen belegen wachsende Zweifel an ihrer Stabilität. Die Warnsignale sind unübersehbar: die Vernetzung rechtspopulistischer Kräfte, die Machtkonzentration durch digitale Monopole und die schleichende Instrumentalisierung der Medienlandschaft.

Das Panel lädt dazu ein, über die Fragilität demokratischer Systeme zu diskutieren und wie Medien und Gesellschaft zum Schutz von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit beitragen können.

FR, 01. Mai, 17:00 - 18:30 Uhr, Massif E / Saal Europa
Für das Panel sind Einzel-Tickets erhältlich. Für den Kongress sind sowohl Tagestickets als auch der Kongress-Pass für alle vier Tage verfügbar.

Freitag 01. - Sonntag 03. Mai: 8 FRAUEN (Huit femmes)

(Daniela)

Es gibt ein neues Schauspiel-Ensemble, sie heißen Die Andersartigen und spielen: 8 FRAUEN.
Eine Kriminalkomödie von Robert Thomas mit Bühnenmusik von Franz Wittenbrink. Deutsch von Franz Martin, Songtexte von S. Lütje & Anne X. Weber.
Eine abgelegene Villa, ein verschneiter französischer Ort. Weihnacht. Eine wohlhabende Familie kommt zusammen, um das Fest zu feiern. Sieben Frauen, die achte erscheint unerwartet, nachdem der Hausherr tot aufgefunden wird. Grausam ermordet, ein Messer steckt in seinem Rücken. Tot sind auch Telefon, Autos. Der Schnee liegt meterhoch, man ist von der Außenwelt abgeschnitten. Eine fatale Situation. Panik kommt auf. Ist der Mörder vielleicht noch im Haus?
Dazu Misstrauen, Verdächtigungen. Denn eines wird schnell klar: In diesem Fall muss der Mörder eine Mörderin sein! Keine der Damen hat ein Alibi, alle haben ein Motiv, jede ein Geheimnis, jede verstrickt sich im Lauf der aberwitzigen Geschichte mehr und mehr in einem Netz aus Lügen und Heimlichkeiten.
Acht Leidenschaften mit ihren aufgestauten Lebensträumen, Frustrationen und Verletzungen prallen auf- und gegeneinander. 

Dem französischen Autor und Regisseur Robert Thomas gelang 1961 mit seinen HUIT FEMMES ein großer Hit. Mit feiner Ironie karikiert er die bourgeoisen Verhältnisse der 50er Jahre und spielt lustvoll mit den Rollenbildern dieser Zeit. Den starken, machtvollen Patriarchen, verantwortlich für das materielle Wohl von Familie und Angestellten, nimmt der Autor aus dem Spiel und überlässt das Feld komplett den Frauen. Es beginnt ein pointiertes, geschickt gebautes kriminalistisches Verwirrspiel. Die Damen erweisen sich allesamt schnell als versierte Feierabend- Detektivinnen. Jede entwickelt eine sehr individuelle Theorie zum Tathergang. Und immer rückt
dabei eine der anderen in den Mittelpunkt des Verdachts. Robert Thomas jongliert souverän mit Vorurteilen und Klischees. Dämme brechen, Innerstes kehrt sich nach außen, Masken fallen. Und am Schluss überrascht diese hinreißende Melange aus Kriminalstück, Komödie und Psychodrama das Publikum noch mit einer überraschenden Volte.

Regie: Susanne Anders
Es spielen: Carmen Maus, Monika Skùpa,, Rosa Homburg, Julia Häuser, Fiona Neumann, Andrea
Fellermann, Britta Berz, Julia Achenbach, Laurence Delambily
Dauer des Stücks: ca. 140 Min.
01.+ 02. Mai jeweils um 20:30 Uhr, 03. Mai 18:00 Uhr
05. + 06. Juni jeweils um 20:30 Uhr, 07. Juni 18:00 Uhr
Kellertheater Frankfurt - Mainstr. 2, 60311 Frankfurt - www.kellertheater-frankfurt.de

Samstag 02. Mai: Abschlussveranstaltung FRANKFURT LIEST EIN BUCH 2026

(Daniela)

Wir freuen uns heute Abend auf die Abschlussveranstaltung FRANKFURT LIEST EIN BUCH.

Am Ende von Frankfurt liest ein Buch 2026 liest die Schauspielerin Ricarda Klingelhöfer noch einmal Schlüsselszenen aus dem Festivalbuch. Außerdem rückt Marie Luise Kaschnitz’ Stärke im Hörspiel in den Fokus: Michael Quast und weitere Schauspieler:innen der Volksbühne präsentieren eine szenische Lesung aus »Unternehmen Arche Noah«, Hörspiel von Marie Luise Kaschnitz von 1970. Im Anschluss blickt Rainer Weiss, Verleger der Edition W und Herausgeber des Festivalbuchs, im Gespräch mit Sabine Baumann, Vorsitzende von Frankfurt liest ein Buch, auf die vergangenen zwei Wochen voller Veranstaltungen rund um »Gott und die Welt. Aufzeichnungen aus der Wiesenau« zurück.

Mit: Rainer Ewerrien, Eike Mathis Hackman, Ricarda Klingelhöfer, Michael Quast, Randi Rettel, Gabriel Spagna (Schauspiel)
Leitung: Michael Quast (Volksbühne)
Gespräch: Rainer Weiss (Edition W) und Sabine Baumann (Frankfurt liest ein Buch)
Veranstalter: Frankfurt liest ein Buch e.V. & Volksbühne im Großen Hirschgraben
Karten: volksbuehne.net/terminevolksbuehne.termine; Eintritt: € 25 / 12
Uhrzeit:  19.30 Uhr
Ort: Volksbühne im Großen Hirschgraben, Großer Hirschgraben 19, Frankfurt am Main-Innenstadt 

©DominicReichenbach

Samstag, 02. Mai: Nur heute - Suono del Suono – Soundarbeiten von HfG-Studierenden OF im saasfee*pavillon

(Petra)

Nur heute gibt es ein außergewöhnliches multi-akustisches Event von Studierenden der HfG Offenbach, des Seminars Sounddesign von Bastian Kämmer und dem soundlab von Charlotte Simon und Bastian Kämmer im Lehrgebiet Elektronische Medien. Ein Tag und Abend mit Soundinstallation, Ambient, Drones, Synthesizer, Vocals, Polyrythmik und Performance auf beiden Ebenen im saasfee*pavillon. Zwölf Studierende präsentieren die Soundarbeit „Touching Tinfoil“. In dieser dienen Alltagsobjekte als klangliches Ausgangsmaterial, um eine experimentelle Versuchsanordnung zwischen Materialforschung, Tonaufnahmen und digitaler Transformation zu schaffen. Im Rahmen des Seminars Sounddesign ist über ein Semester hinweg durch die Präparation und Manipulation der Objekte, experimentelle Aufnahmetechniken und die digitale Weiterverarbeitung eine 40-minütige Soundcollage entstanden, die vielschichtige Klangräume zwischen Rohmaterial und Abstraktion eröffnet. Die „MMO Tafelrunde“ (das Midi Magic Orchestra des letzten Semesters) performt ein 6 K(n)öpfiges massively multi(p)layer Synthorchester-Noise-Stück mit Prophet, Moog Mother & Minotaur, Pulsar, Lyra, Vocals & Dr. Ableton.
DJs: Loukas Adamantios (Psy/Minimal House) & Sleazy K (New Beat).

Foto: www.saasfee.de

Souno del Souno – Soundarbeiten von Studierenden der Hochschule für Gestaltung Offenbach, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstr. 64 - 66, Uhrzeit: 14 - 1 Uhr, Eintritt: frei

Samstag, 02. Mai: Ruhmer

(Uwe)

Mit dem gefeierten Album The Masterplan und Airplay in ganz Europa hat RUHMER (Indie Rock/Soul/Funk) eine dichte, dynamische Liveshow geformt, die jeden Song voll zur Geltung bringt – gemacht, um dich in Bewegung zu bringen. RUHMER ist nicht einfach nur ein Live-Act – sondern eine Band, die die Bühne mit roher Energie, Groove und Präsenz betritt. Angeführt vom Wiener Musiker David Ruhmer (Oehl, Hearts Hearts, Rahel) verbindet das Projekt soulige Hooks, druckvolle Bläser und Indie Rock zu Songs, die sich direkt und lebendig anfühlen.

Ponyhof / F, Klappergasse / Einlass: 19 Uhr
Foto Tim Cavadini

Samstag, 2. Mai: Ca3sar

(Andrea)

Der Frankfurter CA3SAR bringt seit Anfang 2020 frischen Wind mit musikalischer Vielfalt ins Deutschrap-Game. Bereits im Juli des vergangenen Jahres spielte der Independent-Künstler dort eine nahezu ausverkaufte Show – nun folgt die Rückkehr an einen Ort, der für seine aktuelle künstlerische Entwicklung eine zentrale Rolle spielt. Meinen Liebslingsclub Nachtleben an der Konstabler!!! CA3SAR steht für einen eigenständigen Ansatz im deutschsprachigen Urban- und Rap-Bereich: persönliche Texte, klare Haltung und eine Live-Performance, die Nähe schafft, ohne an Tiefe zu verlieren. Nach bundesweiten Touren als Support Act für Moses Pelham sowie Festival- und Einzelauftritten präsentiert er sich im Nachtleben erneut live mit Band – in bewährter, hochkarätiger Besetzung, die bereits beim letzten Auftritt für spürbare Begeisterung im Publikum sorgte und dem Abend eine besondere Energie verlieh.
Den Auftakt übernehmen Sherlock Jones und Ruffles, die ab 19:00 Uhr mit einem kuratierten Warm-up-DJ-Set nicht nur den Einlass begleiten, sondern die Stimmung frühzeitig aufbauen und das Publikum musikalisch auf den Abend einstimmen. Konzertbeginn ist um 20:00 Uhr – frühes Erscheinen lohnt sich ausdrücklich. Das Konzert richtet sich an alle, die Live-Musik in einem intensiven, clubnahen Rahmen erleben möchten und Wert auf Atmosphäre, musikalische Qualität und Nähe zwischen Künstler und Publikum legen. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Samstag 02. Mai: LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL zeigt: Staatsschutz

(Daniela)

Wie objektiv ist die deutsche Justiz? Die junge Staatsanwältin Seyo Kim ermittelt gegen rechten Terror in Ostdeutschland und wird selbst Ziel eines rassistischen Anschlags, den sie nur knapp überlebt. Bei den Ermittlungen in eigener Sache geht sie hohe Risiken ein, um ein rechtes Netzwerk und institutionellen Rassismus aufzudecken.

Nach seinem vielfach ausgezeichneten Debüt Futur Drei bewegt sich Faraz Shariat in seinem zweiten Spielfilm souverän zwischen spannendem Politthriller und beklemmender Realität. Das Drehbuch von Claudia Schaefer, Jee-Un Kim und Sun-Ju Choi basiert auf jahrelanger Recherche. Ohne einen konkreten Fall nachzuerzählen, bleibt der Film doch tief in der Realität verwurzelt. Zur Vorbereitung traf sich Shariat mit Nebenklage-Anwälten aus Verfahren zu Brandanschlägen und aus dem NSU-Prozess. Ihre Erfahrungen dienten als Vorbilder für eine engagierte Anwältin, die im Film von Julia Jentsch dargestellt wird. In der Hauptrolle verkörpert Chen Emilie Yan mit großer Intensität die Staatsanwältin, die zur Anklägerin und Kämpferin wird. Eine vielschichtige Frauen-Figur zwischen kühler Sachlichkeit, Wut, Verletzlichkeit und zähem Gerechtigkeitssinn.

16:00 Uhr, Eldorado Filmtheater, https://lichter-filmfest.de/filme/staatsschutz/2081
© Lotta Kilian

Samstag, 2. Mai: Publikumsbeschimpfung (weitere Termine)

(Martin)

Die Frankfurter Rundschau schreibt in der Premierenkritik vom 26. Januar: »Sie [das Ensemble] drehen auf und ab. Sie beherrschen den Text. Sie zeigen sich außergewöhnlich genießerisch. Sie haben sich eingeschworen und sind doch sechs einzelne, die sich hier voll auskennen. Während der Kritik der Wind aus den Segeln genommen wird, lässt die Inszenierung die Leinen los und sticht in See. […] Andreas Auerbachs Bühne mit dem goldenen Vorhang ist prächtig. […] Wir können jetzt leider nicht mehr schreiben, wie groß die Spielfreude war, aber Sie müssen sich das unbedingt zutiefst agil und in Laune vorstellen […]«

»Ich habe gerade mit Ach und Krach ein Stück geschrieben. Es heißt ›Publikumsbeschimpfung‹ und ist mein erstes und mein letztes. Ich möchte es nun aufführen lassen und auch sonst dazu sehen, dass ich es vielleicht anbringe.« Dieser Wunsch von Peter Handke ging vor 60 Jahren, im Sommer 1966, in Frankfurt am Main im Theater am Turm, unter der Regie von Claus Peymann, in Erfüllung und Handke wurde quasi über Nacht berühmt. Das Sprechstück ohne Handlung, ohne Bühnenbild und ohne Requisiten macht die Sprache und die Theaterverabredung selbst zum Thema: Handke untersucht, wie auf dem Theater Wirklichkeit durch Sprache zurückzugewinnen sei. Die Spieler:innen sind die Beobachtenden, das Publikum wird zum Zentrum der Aufmerksamkeit. Indem Handke das Theater aushebelt, wird ein neues Theater entworfen.

Samstag, 2. und Donnerstag, 14. Mai um jeweils 19.30 Uhr
Foto: © Arno Declair

Samstag 02. Mai: LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL zeigt: Drei Leben lang

(Daniela)

Ein elternloser Junge sucht Halt, ein Koksdealer navigiert durch das Frankfurter Drogenmilieu, ein schwerer Alkoholiker sehnt sich nach Liebe. Drei Leben, drei Wege.

Zuerst sollte der Film Partynation heißen. Mit Drei Leben lang wählte die gebürtige Offenbacherin Felicitas Korn einen Titel, der unbeabsichtigt auch den Weg ihres Films erzählt: Zuerst entstand das Drehbuch. Dann veröffentlichte sie den Stoff als gefeierten Roman. Schließlich realisierte sie ihn selbst als Regisseurin.

Gedreht wurde bewusst in und um Frankfurt am Main – wegen der biografischen Nähe, vor allem aber, weil die scharfen sozialen Gegensätze der Mainmetropole dieser Geschichte ihren Resonanzraum geben. An unbekannten Schauplätzen öffnen sich neue Blicke auf die Stadt, abseits der vertrauten Frankfurt-Bilder.

Drei Leben. Drei Schicksale. Und ein Film, der alles zu einem verbindet.

20:00 Uhr, Elysee 1 im Festivalzentrum Massif E, in Anwesenheit der Regisseurin Felicitas Korn
© Julian Steiner

Samstag 02. Mai: LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL zeigt: Die Blutgrätschin

(Daniela)

Die Legende um die Blutsaugerin Erzsébet Bàthory wurde schon oft verfilmt, doch so skurril und lustvoll überdreht wie in Ulrike Ottingers Vampir-Komödie war sie gewiss noch nicht zu sehen. Im heutigen Wien erwacht die Blutgräfin aus ihrem Schönheitsschlaf, auf der Suche nach Beute und einem mysteriösen Buch, das ihr Vampirreich bedroht. Isabelle Huppert gibt die untote Aristokratin mit kühler Eleganz. Zur Seite steht ihr Birgit Minichmayr als treue Zofe. Thomas Schubert als schwermütiger Vegetarier-Vampir und Lars Eidinger als dessen Therapeut. Als Sahnehäubchen Karl Markovic, Burghart Klaußner und Tom Neuwirth aka Conchita Wurst in gleich drei verschiedenen Rollen. Was für ein Cast! 

Gemeinsam mit Elfriede Jelinek verfasste Ottinger die Dialoge und macht aus der Sage eine schräge Farce voller bissiger gesellschaftskritischer Spitzen. Eine abenteuerliche Schnitzeljagd durch Wiens morbide Schauplätze, opulente Kostüme und spektakuläre Kino-Bilder von Kameramann Martin Gschlacht. Ein exzentrischer Tanz der Vampire im Dreivierteltakt.

Samstag, den 02. Mai 2026, 20:30 Uhr, Eldorado Filmtheater, lichter-filmfest.de/filme/die-blutgraefin/2064

Sonntag 03. Mai: LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL zeigt: The Love That Remains

(Daniela)

Anna und Magnus sind dabei, sich zu trennen. Warum genau, das enthüllt der neue Film des Isländers Hlynur Pálmason nie. Magnus, genannt Maggi, fährt auf einem Fischtrawler und ist sowieso immer eine lange Zeit weg. Anna ist Künstlerin und stellt großformatige, abstrakte Bilder her, die sie durch Verwitterung von Eisenblech auf Leinwand gewinnt. Die drei Kinder gehen sowieso ihren eigenen Weg und machen sich so ihre Gedanken. Das Familienleben geht irgendwie weiter, mit Ausflügen und gemeinsamem Essen. Es bleibt ab und an ein erotischer Reiz, eine Vertrautheit und eine gewisse Verantwortung. Hlynur Pálmason gehört zu den Shootingstars des isländischen Kinos der letzten Jahre, der mit jedem Film etwas Neues wagt. Weißer, weißer Tag (2019) war ein eindringlicher Rachethriller, in Godland (2022) über einen aus Dänemark auf die Insel geschickten Geistlichen spielten Fotografien eine große Rolle. In seinem neuen Film, der sich über ein Jahr erstreckt, kultiviert er, neben vielen Alltagsszenen, einen skurrilen bis surrealen Humor. Und so wie die Kunstwerke von Anna das Draußen zum Verrosten benötigen, so bezieht der Film in spektakulären 35-mm-Bildern die Landschaft Islands als Mitspieler ein.

Festival-Abschlussfilm am Sonntag, den 03. Mai 2026, 20:30 Uhr, Elysee 2 im Festivalzentrum Massif E, lichter-filmfest.de/filme/the-love-that-remains/2074

Montag 04.-Mittwoch 06. Mai: Parallaxen - Drei Tage Kunst, Musik, Performances und Digitale Perspektiven

(Daniela)

Parallaxen / Drei Tage Kunst, Musik, Performances und Digitale Perspektiven am Produktionshaus NAXOS
Über 20 Studierende und Alumni der Städelschule, HfG Offenbach, HfMDK Frankfurt und Kunsthochschule Kassel präsentieren ihre Arbeiten – kuratiert von Salomé Menzel und Supattra nink Tan, die im Kooperationsstudiengang Curatorial Studies der Goethe-Universität Frankfurt und der Städelschule studieren. Die Ausstellung bringt junge Positionen zusammen, die sich in Installationen, Videos, Konzerten und Performances mit dem Potential und den Herausforderungen digitaler Medien auseinandersetzen.
Parallaxen wird von zwei Abendkonzerten am 4. und 6. Mai 2026 umrahmt. Bei der Vernissage spielt der Komponist Marcus Schmickler auf der Papierrohrorgel, die im Studio für Elektronische Musik und Akustik der HfMDK entwickelt wurde. Zur Finissage präsentiert die HfMDK zwei akusmatische und immersive 8-Kanal-Stücke des englischen Komponisten und Pioniers der elektronischen Musik, Trevor Wishart.

Öffnungszeiten: Montag, 4. Mai, 18:30 – 22:00 Uhr, Eröffnungsrede mit Konzert: 19:30 Uhr; Dienstag, 5. Mai, 12:00 – 18:30 Uhr; Mittwoch, 6. Mai, 12:00 – 22:00 Uhr, Konzert: 19:30 Uhr
Weitere Informationen: https://www.digitaleperspektiven.net;  Der Eintritt ist frei
Grafik: Ava Leandra Kleber

Dienstag, 05. Mai: Liederabend in der Oper Frankfurt

(Martin)

Simon Bailey (Bassbariton) & Anne Larlee (Klavier)

Über viele Jahre zählte Simon Bailey als Ensemblemitglied zu den Frankfurter Publikumslieblingen. Sein Repertoire umfasst Partien wie Peter (Hänsel und Gretel), Mr. Redburn (Billy Budd),Gunther (Götterdämmerung), Klingsor (Parsifal), Gelone (L’Orontea), Don Magnifico (La Cenerentola), Orest (Elektra), und die Titelpartie von Herzog Blaubarts Burg

Gastengagements brachten den britischen Bassbariton etwa als Achilla (Giulio Cesare in Egitto), Don Bartolo (Il barbiere di Siviglia), Mozarts Figaro, Leporello (DonGiovanni), Kutusow (Krieg und Frieden), Méphistophélès (La damnation de Faust), die vier Bösewichter(Les contes d’Hoffmann), Jochanaan (Salome), Balstrode (Peter Grimes) und Der Totenrichter (Die Verurteilung des Lukullus) u.a. an die Opernhäuser in Wiesbaden, Stuttgart, Basel, Straßburg, Brüssel, London und Mailand. Seit seinem Debüt bei den Tiroler Festspielen Erl zählt auch Wotan / Wanderer (Der Ring des Nibelungen) zu den Paraderollen des Gewinners des Wales Theatre Awards 2018. 

Die Oper Frankfurt schreibt: Große Vorfreude auf das Wiedersehen mit einem großartigen Künstler und guten Freund!

Oper Frankfurt um 19.30 Uhr
Foto: © Edmond Choo

Dienstag 05. Mai bis 19. September: Adlerherzen - Show von und mit Henni Nachtsheim

(Daniela)

Ich freue mich sehr, dass ich Karten für die Show ADLERHERZEN von und mit Henni Nachtsheim bekommen habe! Wenn ihr Glück habt, könnt ihr Karten gewinnen!

Adlerherzen geht in die Verlängerung

Im März 2025 feierte das Bühnenstück Adlerherzen von Henni Nachtsheim Premiere im Bürgerhaus Sprendlingen in Dreieich. 
Ein voller Erfolg mit 20 ausverkauften Vorstellungen und rund 15.000 Besucherinnen und Besuchern, der nun fortgesetzt wird. 

Comedian und Musiker Henni Nachtsheim – bekannt unter anderem von der hessischen Rockband „Rodgau Monotones“ und dem Comedy-Duo „Badesalz“ – schuf dieses Stück gemeinsam mit der Regisseurin Andreana Clemenz. Musikalischer Leiter ist Ali Neander, ebenfalls bekannt durch die Rodgau Monotones. Adlerherzen ist eine Hommage an den Verein Eintracht Frankfurt, seine Geschichte, seine jüngere Vergangenheit, sportliche Erfolge, Kuriositäten und vor allem an seine Fans. 

„Das ist Eintracht pur, trifft voll ins Herz,“ kommentierte Philipp Reschke, Mitglied des Vorstandes Eintracht Frankfurt Fußball AG, das Stück bei der Premiere.
Henni Nachtsheim zeigt sich begeistert über die Resonanz des Publikums: „Mit Adlerherzen haben wir etwas geschaffen, was man nicht in Worte fassen kann. Jeder Abend, an dem wir gemeinsam mit den Fans dieses Stück erleben, ist wirklich besonders. Ich bin unsagbar dankbar, dass die Idee, ein Bühnenstück über Eintracht Frankfurt zu entwickeln, mit Hilfe aller Befürworter realisiert werden konnte. Die Fans lieben es!"

Das Rostock-Trauma kann behandelt werden
Im Zentrum des Stücks steht eine junge Frau, die ihren vier Neffen zum 10. Geburtstag Dauerkarten für die Eintracht versprochen hat – doch dafür muss sie hart arbeiten. Dabei erlebt sie zahlreiche außergewöhnliche Geschichten rund um den Verein. Mit kauzigen, abergläubischen, aber immer sympathischen Fans. Szenen, die alle mit der Eintracht verbunden sind: im Schnellimbiss vor dem Stadion, in einer Physiotherapiepraxis voller frustrierter Fans mit „Rostock-Trauma“ – viele Besucherinnen und Besucher wurden vor Ort ebenfalls erfolgreich therapiert – oder in einer Kneipe, in der lautstark über das schönste Tor gestritten wird. Das alles kulminiert in einem Song namens „Eigentlich waren sie alle schön!“. Ein mitreißendes Ensemble, eine Live-Band und vielseitige Bühnenbilder runden diese Hommage an Eintracht Frankfurt ab.

Termine 2026:
5.5., 6.5. & 7.5. Bürgerhaus Dreieich, 2.6., 3.6. & 4.6. Jahrhunderthalle Frankfurt, 28.8. & 29.8. Erwin-Piscator-Haus Marburg, 18.9. & 19.9. Josef-Kohlmaier-Halle Limburg a.d. Lahn

Zu den Videos:https://www.youtube.com/watch?v=YeoXF8IscrU&pp=ygULYWRsZXJoZXJ6ZW4%3D; https://youtu.be/T5ymGRMIk_k?si=6CXzWL-qvBVfq4ts

Mehr Infos und Tickets unter: https://adlerherzen.de/

Foto: Axxel Gaube

Dienstag, 5. Mai: Myller

(Andrea)

MYLLER wird auch als der deutsche Ed Sheeran gehandelt (und das meint nicht die Haare):Er lebt für seine Musik – und genau das spürt man in jedem Song und bei jeder seiner Shows. Seine Entwicklung beweist: Das ist kein kurzfristiger Hype, sondern ein Musiker mit Substanz, Profil und enormer Live-Stärke.MYLLER geht seinen eigenen Weg – mit Leidenschaft, Ausdauer und einem klaren Ziel vor Augen. Er steht für ehrlichen, positiven und handgemachten Deutschpop, der Menschen zusammenbringt und Emotionen greifbar macht. Nahbar, authentisch und voller Energie. Wer MYLLER auf der Bühne erlebt, merkt sofort: Hier steht jemand, der für seine Musik brennt und mit jeder Zeile seine ZuhörerInnen berührt. Seine Songs erzählen Geschichten aus dem echten Leben. MYLLER schafft es, die Höhen und Tiefen des Alltags in Worte zu fassen und mit einem Sound zu verbinden, der bewegt und Mut macht. Kein künstliches Drama, keine leeren Phrasen – sondern ehrliche, tiefgehende Texte, die das Leben feiern, auch wenn es mal schwerfällt. Musik, die nicht nur unterhält, sondern auch Kraft gibt. Er packt sein Publikum genau dort, wo Musik am meisten wirkt: mitten ins Herz.

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Mittwoch, 06. Mai: Bücherkoffer. Zwei Autor:innen packen aus im Literaturhaus Frankfurt - Katja Oskamp und Christoph Peters

(Petra)

Heute sind hier zwei großartige Autor:innen auf der Bühne, zwei gut gefüllte Koffer dazu, und los geht’s: In der Reihe „Bücherkoffer“ brin­gen diesmal Katja Oskamp und Christoph Peters Lektüre mit, die sie beeinflusst hat – Lebensbücher, Krisenhelfer, Wegbegleiter. Christoph Peters stammt vom Niederrhein, wurde gleich mit seinem Debütroman „Stadt Land Fluß“ bekannt und hat bis heute nicht nur ein schriftstellerisches Werk vorgelegt, sondern mit seinen Zeichnungen japanischer Teeschalen auch ein bildnerisches. Sein neuer Roman „Entzug“ bringt das Thema Sucht in eine eindrückliche literarische Form. Katja Oskamp, in Leipzig geboren, in Berlin aufgewachsen, war zunächst Theaterdramaturgin. Einige Jahre arbeitete sie als Fußpflegerin; in „Marzahn, mon amour“ verarbeitete sie ihre Erfahrungen mit hintergründigem Witz und präzisem, liebevollem Blick auf brüchige Lebensläufe. All diese Qualitäten zeichnen auch ihren jüngsten Roman „Die vorletzte Frau“ aus. Moderiert wird der Abend von Björn Lauer, der stellvertretender Verlagsleiter des Societäts-Verlags ist.

Foto: Christoph Peters©Peter von Felbert, Katja Oskamp©Mathias Bothor

Bücherkoffer. Zwei Autor:innen packen aus, mit Katja Oskamp und Christoph Peters, Moderation: Björn Lauer, Hybridveranstaltung, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: Saalticket 12 (8) Euro, Streamingticket 5 Euro, Tickets gibt’s hier

Mittwoch, 6. Mai: Die Stadt und das Zeichnen

(Andrea)

Seit Kurzem habe ich auch eine echte Sibylle Lienhard an der Wand und muss nun nicht extra an den Hafen runterradeln, um den blauen Kran zu sehen. Dani sagt, es gibt auch ein Bild vom Hafen 2, da bin ich sehr interessiert. Wer sich jetzt fragt, wer ist Sibylle Lienhard, der sollte mal bei maiengruen.de oder heute im DAM vorbeischauen. Da ist sie nämlich zu Gast und spricht über Urban Sketching - Wie Skizzieren zum Stadterlebnis wird. 
Wer sitzt denn da am Wegesrand? Mit Skizzenbuch und Stift? Urban Sketching heißt das Live-Zeichnen vor Ort, was unter Architekt:innen oder Künstler:innen schon seit jeher verbreitet ist. Daraus ist in zahlreichen Gruppen seit 2007 eine weltweite Bewegung geworden. Die Community aus zeichenbegeisterten Menschen wächst. Sibylle Lienhard ist Teil der Urban Sketchers Rhein-Main und zeigt die Stadt und ihre Architektur aus dem Blickwinkel der Zeichner:innen. Sie berichtet darüber, wie die Angst vorm weißen Blatt verfliegen und jeder mit dem Zeichnen beginnen kann – ein Strich ist der Anfang einer Geschichte. Beginn 19 Uhr, 1\2 Stunde Vortrag, 20 Uhr Ausstellungsrundgang, Diskussion und Getränke an der Bar. Eintritt 10 Euro.

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Mittwoch, 6. Mai: Of/ Bosse

(Andrea) 

“Stabile Poesie” gibt es heute von Bosse. Der Niedersachse ist kein Unbekannter, seit 2003 schon macht er von sich hören. er ist Musiker, Gitarrist, Rocksänger, Songwriter, Bandleader, Gewinner des Bundesvision Song Contests, Autor eines Siegerbeitrags zum Bundesvision Song Contest, Deutscher, Geboren 1980, Mann. Schon 2003gründete er Bosse. 2005 erschien das DebütalbumKamikazeherz und Bosse spielte mit seiner Band als Vorgruppe von Such a Surge, Madsen und Mando Diao.[8] Die Single Kraft erreichte die deutschen Single-Charts. Ebenfalls 2005 war Bosse mit dem Song Warum geht es mir so dreckig auf dem Rio Reiser Tribute Sampler vertreten. 2006 veröffentlichte Bosse sein zweites Studioalbum mit dem Titel Guten Morgen Spinner. Anfang 2009 veröffentlichte er das Album Taxi, 2011 das Album Wartesaal, am 8. März 2013 erschien mit Kraniche sein fünftes Album,  2015 erschien mit Engtanz das sechste Album, 2018 „Alles ist jetzt“, 2021 Sunnyside, 2023  Übers Träumen und 2025 schließlich die Compilation „Bosse 2005–2025“. Zeit also für Album Nummer 10, „Stabile Poesie“. Man kann sagen, der Mann ist produktiv. Außerdem engagiert er sich für Viva con Agua und Hanseatic Help
Einlass 18.30 Uhr, Beginn 20 Uhr

Stadthalle, Waldstraße 312, Offenbach

Freitag, 8. Mai, bis Sonntag, 10. Mai: Of/ Sargbau-Workshop

(Andrea)

Früher an später denken und solange kann der Sarg ja auch als Möbel genutzt werden: "Ein Möbelstück für die letzte Reise“ entsteht in einem Sargbau-Workshop, den Mikel Hogan in Zusammenarbeit mit dem Treffpunkt Friedhof e.V. anbietet. Der Workshop ist nicht nur eine handwerkliche Herausforderung, sondern auch eine Gelegenheit, über den Tod und das Leben nachzudenken. Dabei wird der Sarg als Kunstwerk und Möbelstück neu interpretiert – und kann im Anschluss sogar als eindrucksvolles Element im jeweiligen Zuhause dienen. Die Teilnehmenden lernen, wie sich aus nordischer Fichte ein Sarg konstruieren lässt. Dabei werden sie Schritt für Schritt begleitet, weshalb sich der Kurs für Anfänger und Fortgeschrittene eignet. Die kleine Gruppe von maximal sechs Personen bietet zudem die Möglichkeit, gemeinsam an einem besonderen Projekt zu arbeiten und sich mit Gleichgesinnten über das sensible Thema auszutauschen. 
Teilnehmer: Maximal 6 Personen (Mindestens 4) 
Kosten: 475,00 € (inkl. Material, Verpflegung und Getränke) Anmeldung:  Die Plätze sind begrenzt. Bitte melden Sie sich bis spätestens 26.04.2026 verbindlich per Mail an infosargbau-atelierde an. 

Neuer Friedhof Offenbach, Mühlheimer Straße 425, 63075 Offenbach 

Freitag, 8. Mai: Solo Piano

(Andrea)

Bekannt als der Pianist der Frankfurter Formation THE OHOHOHS, die mit ihrem Sound zwischen Klassik und Clubmusik Grenzen einreißt, wagt Florian Wäldele heute einen ganz persönlichen Schritt: Sein erstes Solo-Klavierkonzert! An diesem besonderen Abend lässt er die treibenden Beats und die orchestrale Fülle seiner Band hinter sich und widmet sich ganz dem puristischen Klang des Flügels. In der atmosphärischen Kulisse der Orangerie im Günthersburgpark präsentiert er ausschließlich eigene Kompositionen – ein Programm voller leiser Töne, das zum Innehalten und genauen Hinhören einlädt. Die Ankündigung verspricht ein Konzerterlebnis „ganz nah dran“, das die Grenzen zwischen Neoklassik und persönlicher Erzählung verschwimmen lässt. 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Tickets Foto: Salar Baygan

Orangerie im Günthersburgpark, Comeniusstraße 39

Samstag 09. + Sonntag 10. Mai: AUSGEBRAUT - Auf den Spuren der Frankfurter Bierdynastien eine Krimiperformance

(Daniela)

Dass wir heute nicht können versteht sich, dass wir morgen bestimmt “platt” sind auch. ABER, da ich die Produktionen von TEAM SCHARPF immer super finde, habe ich uns trotdzem Karten für Sonntag besorgt. 

AUSGEBRAUT  - Auf den Spuren der Frankfurter Bierdynastien eine Krimiperformance von Team Scharpff + Community 

1865 gab es in Frankfurt fast 100 Brauereien, einige davon auf dem Sachsenhäuser Berg, weil die Kalksteinfelsen eine gute Lagerung ermöglichten. Dort entwickelten sich die Brauereien zu Industriebetrieben. 100 Jahre später sind davon nur noch zwei übrig: Binding und Henninger. Nach einem Jahrzehntelangen Kampf um die lokale Vorherrschaft sind nun beide Brauereien abgewickelt. Über die Hintergründe wird nur spekuliert. Jetzt ermittelt Team Scharpff, und taucht dafür tief in die Geschichte der Frankfurter Brauereidynastien ein. Was haben Ex-Henninger-Chef Bruno Schubert und Eintracht Frankfurt damit zu tun? Was ist die Rolle der Radeberger-Gruppe und von Dr. Oetker? Was waren die wirklichen Interessen der Stadt und der Politik? Oder wird einfach nur zu wenig Bier getrunken? Nach ausverkauften Vorstellungen im November im Danzig am Platz, findet die Wiederaufnahme nun im Netzwerk Seilerei – unweit des ehemaligen Brauereibergs statt, dem Zuhause der Firma Reutlinger. Um 1900 gab es auch eine Brauerei Reutlinger am Sachsenhäuser Berg! 

Wiederaufnahme_Vorstellungen: 9.5.2026, 20 Uhr & 10.5.26, 19 Uhr 
Seilerbahn, Netzwerk Seilerei, Offenbacher Landstr. 190, 60599 Frankfurt ; Solidarischer Kartenpreis (nach Selbsteinschätzung): 20,- €/ 15,- €/ 10,- €/ 5,- € 
Reservierung: info(at)scharpffteam.de 

Mit: Christiane Blumenberg, Burçak Konukman, Horst Nagel, Monika Plottnik, Holger Roll 
Team: Heike Scharpff (Regie), Jan Deck (Text & Dramaturgie), Rahel Seitz (Bühne & Kostüm), Bernd Thiele (Video & Bühnenbau), Trixi Böttcher (Fotografie), Anna Sukhova (Grafik), Bernhard Kaufhold (Licht) 
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Frankfurt, des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur & des Raum für kulturelle Fragen e.V., Dank an die Frankfurter Brauunion, Christian Setzepfand und die Zeitzeugen für die Interviews. 

Samstag 09. Mai: 10 Jahre FRANKFURT RIESLING TAG

(Daniela)

Ach Mensch, Jesko! Du fehlst! Jesko hat gemeinsam mit Uli den Frankfurt Riesling Tag erfunden und er hätte sich bestimmt mega gefreut heute das 10 jährige dort zu feiern. Als Frau, die sehr gerne Wein trinkt, wäre ich gerne dabei, und ich würde gerne wieder den Riesling vom Tesch kaufen, den uns Jesko damals als Hochszeitswein empfohlen hatte, ABER wir haben ja 20 Jahre Ausgehtipps… da kann ich mich vorher nicht betrinken ;-)
Aber ihr könnt ja erst 200 Rieslinge probieren und dann bei uns weiterfeiern..

10 Jahre Frankfurter Rieslingtag!

Der Riesling-Gipfel 2026. Für ALLE, die die Königin der Trauben lieben!
Über 40 erstklassige Weingüter präsentieren mehr als 200 Rieslinge und werden bekennenden “Weinnasen”, aber auch Einsteigern, ein Lächeln in’s Gesicht zaubern!
Auf keinem anderen Event weltweit kann die geschmackliche Vielfalt der Rieslingtraube im Probierglas derart ausgiebig genossen werden.

Der Frankfurter Riesling-Tag feiert Jubiläum! Bereits zum 10. Mal dreht sich im stilvollen Ambiente des Gesellschaftshauses im Palmengarten alles um die Königin der Trauben.
Am 9. Mai 2026 ab 14 Uhr präsentieren sich 40 renommierte Weingüter, Winzer und Winzerinnen und laden dazu ein, die faszinierende Vielfalt des Rieslings zu entdecken. Über 200 offene Rieslinge stehen zur Verkostung bereit – von klassisch elegant bis überraschend modern, von trocken bis feinfruchtig.
Freuen Sie sich auf einen genussvollen Nachmittag voller Entdeckungen, Begegnungen und besonderer Momente in einer der schönsten Locations Frankfurts.

Mehr Infos: www.frankfurter-rieslingtag.de
Ticketlink: https://t.rausgegangen.de/tickets/10-frankfurter-rieslingtag

Samstag 09. Mai: Releaseparty - The Phobes im Dreikönigskeller

(Daniela)

Ich weiß nicht, welche Gründe es geben klönnte heute nicht zu “20 Jahre Danielas Ausgehtipps” zu gehen, aber da Markus mich so nett angeschrieben hat, kündige ich sein Konzert trotzdem an:
Markus und Stefan von Cashma Hoody haben eine neue Frankfurter IndiePop/-Rock Band: The Phobes und releasen am 09.05.ihr Debut Vinyl „Cosmo“ im Dreikönigskeller. Als Support spielt die Sachsenhäuser Singer Songwriterin Janis Elko. Im Anschluss legt DJ Jerky Taylor IndiePerlen auf.

Vier Leute, ein Proberaum, zu viele Gitarrenpedale - das sind The Phobes. Ihr Sound: Indie mit Haltung, Melodie mit Kante.
The Phobes spielen Songs, die sich nie aufdrängen, aber immer hängen bleiben:
Emotionale Wucht trifft auf lakonischen Charme, aus der Ecke grüßt ein gutmütiges Augenzwinkern. Klares Songwriting, angesiedelt zwischen Pop-Appeal und Subtext, das sich im Spannungsfeld von poetischer Klarheit, der nötigen Portion Drama und einem Hauch Retro-Vibe abspielt.
Kurz: The Phobes machen Musik für Menschen, denen Bauch ebenso wichtig ist wie Kopf.

Sa., 09.05.26 / Beginn 20:30 Uhr / Eintritt 12€
www.dreikoenigskeller.eu/events-details/the-phobes-indiepoprock-frankfurt-janis-elko-singer-songwriter-frankfurt.html

Samstag, 9. Mai: Spring Spring

(Andrea)

Genaugenommen gibt es heute nur einen Termin und der ist im Lola Montez. Aber Ian aka ISO HERQUIST veranstaltet heute im Löwenhof (Löwengasse 27A, F-Bornheim) das erste (Ukulele) SpringSpring – ein Mini-Musik-Ukulele-Festival mit Ukulele-Ensemble und weiteren Musik-Workshops, Werkschau und Abendkonzert Konzert mit »Mrs. Linda und Mr. Hell« (Swing & Blues – Wiesbaden) und dem »Ukulelenprediger Samuel Beck & Band« (Groove Rock – Berlin). Es wird natürlich um die Ukulele gehen – aber primär um das große, gemeinsame Musikmachen! Ein Workshop für fast alle: Hauptsache, du hast ein wenig Spielerfahrung. Drei Songs aus drei Jahrzehnten zerlegen wir in Songstruktur, Rhythmik und Dynamik. Und damit das alles schön praktisch bleibt, proben wir ein bisschen und eröffnen mit unserem Mini-Set die SpringSpring-Werkschau um 17:00. 
Infos und Anmeldung http://springspring.piuuu.de oder http://www.ukulele-workshops.de

Löwenhof, Löwengasse 27A

Samstag, 9. Mai: Of/ Lars Reichow

(Andrea)

Habe gerade sicherheitshalber nochmal nachgeschaut und ich bin kein Boomer. Auch wenn ich mich manchmal so fühle und an seltenen Tagen gerne morgen schon in Rente gehen würde. So wie die Millionen von Menschen, die um 1960 geboren worden sind (genauer gesagt zwischen 1946 und 1964). “Pausbackig und brüllend vor Vergnügen kamen sie zur Welt: Menschen von außergewöhnlicher Attraktivität und Intelligenz, beeindruckendem Scharfsinn, unerklärlicher Empathie und robuster Leidenschaft! BOOOM! Sie leben unbeschwert, lachen gerne, gehen oft ins Kabarett, sind zukunftszugewandt und genießen verantwortungsvoll ihr nicht enden wollendes Leben. Lars Reichow –selbst Muster-Boomer – zeigt mit dem Finger auf die größte und mächtigste Gruppe unserer Gesellschaft. Bunter Wortwitz trifft auf schwarzen Konzertflügel. Wohlstand auf Dekadenz, Ungeduld und Starrsinn auf Unsterblichkeit. Wofür andere keine Worte mehr haben, lässt Reichow Melodien sprechen. Auf Samtpfoten führt er sein Publikum in den Optimismus, träumt er von einem Deutschland aus glücklichen Menschen, in pünktlichen Zügen mit einem starken W-LAN. Eine musikalisch-rhetorische Achterbahnfahrt, gefühlvoll im Ton, hart in der Sache, summt Reichow dem Ende des fossilen Zeitalters entgegen. Ein letzter Gruß im Stehen und dann erklingt sie, die Symphonie des Lebens. Willkommen im BOOMERLAND. Ein lustiger Abend in Dur und Moll. Mehr Transformation wagen - auf der Klaviatur des gehobenen Entertainments. Reichows Boomerland - ein Fest der künstlerischen Freiheit - nur für Demokraten!" Ein bisschen schade, dass wir heute unseren 20. feiern. Aber nur ein bisschen. 20 Uhr

Capitol, Goethestraße 1-5, Offenbach

Samstag, 9. Mai: Wet Wet Wet

(Andrea)

Wet Wet Wet haben auf keiner Complilation mit Love Songs gefehlt, die 1982 in Glasgow gegründete Band feierte in dieser Zeit große Erfolge, füllte Konzertarenen und war in Soundtracks, u.a. Top Gun und Vier Hochzeiten und ein Todesfall vertreten. Auch live setzten WET WET WET Maßstäbe: Mehr als vier Millionen Menschen in aller Welt haben die Band bereits auf der Bühne erlebt – ob bei den zehn ausverkauften Konzerten in der Glasgow SEC (1995), beim Nelson-Mandela-Geburtstagskonzert (1988) im Wembley-Stadion oder bei Live 8 – The Long Walk to Justice in Edinburghs Murrayfield-Stadion (2005). Ihre Popularität führte sie in über 50 Länder und sicherte ihnen den Ruf, eine der besten Live-Bands zu sein, die Großbritannien je hervorgebracht hat. Vier Konzerte spielen sie in Deutschland, eines davon heute in der holy hall of fame. Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr. 

Batschkapp, Gwinnerstraße

Sonntag, 10. Mai: Kasalla

(Andrea)

Nach der Party gestern gehe ich definitif heute nirgends hin und schwelge lieber gemütlich auf dem Sofa in schönen Erinnerungen. Wer noch Power hat (und auf kölsch steht), geht in die Batschkapp, dort spielen Kasalla „Trone & Konfetti“, eben Tränen und Konfetti – das ist das, was bleibt, wenn man mit dieser Band unterwegs war. Zwischen Stadion Moment und Clubschweiß, zwischen kölscher Melancholie und kollektiver Euphorie. Die neue Tour bringt genau dieses Gefühl auf die Bühne: das pralle Leben, das Weinen vor Glück, das Mitsingen mit Gänsehaut. Und weil sie 15. Jubiläum feiern, bringen Kasalla auch neues Material mit: Das insgesamt 6. Studioalbum geht mit auf Klassenfahrt im Frühjahr, mit jeder Menge Herz, Energie und Geschichten, wie sie nur Kasalla erzählen kann. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr 

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Foto Credits: Ben Wolf

Donnerstag 14. Mai: „Herz rotschwarz gestreift“ - der Eintracht-Talk

(Daniela)

Wir sind heute Abend im Kammerspiel und schauen uns “Die Affaire auf der Straße nach Monacco an”, schade, denn hätte ich gewusst, dass Henni mit Axel bei uns um die spricht, hätte ich einen anderen Termin gewählt und wäre lieber zu: „Herz rotschwarz gestreift“ - der Eintracht-Talk
Interviews gehören im Fußball seit jeher dazu, und wenn wir ehrlich sind, ähneln sie sich doch arg oft. Sowohl was Fragen als auch Antworten angeht.
Beim Eintracht-Talk mit Henni Nachtsheim als Gastgeber soll das ein bisschen anders werden. Was nicht zuletzt auch damit zu tun hat, dass der zwar ein riesen Eintracht-Fan ist, aber als Comedian, Autor und Musiker aus einem anderen Bereich kommt. Weshalb ihn Fußball-und vor allem Eintracht-Themen zwar stark interessieren…aber eben nicht nur. Und genau deswegen soll es bei seinen Gesprächen nicht nur um Spiele, Tore und philosophische Fußball-Gedanken gehen, sondern auch um Themen wie Musik, Filme, Alltagsverhalten usw. Das alles immer mit jemandem aus dem Eintracht-Kosmos.

Erster Gast am 14. Mai 2026, ist Axel Hellmann, Vorstandssprecher, seit 2001 im Verein tätig, und absoluter Kenner der Eintracht.
Austragungsort ist die „Käs“, einer DER Kleinkunstläden in Frankfurt, dessen enge Ambiente mit gut zweihundert Plätzen zusätzliche für intensive Atmosphäre sorgen wird. Das Publikum ist nah dran, und kann zudem per Zettelbox zusätzlich Fragen stellen.

„Herz rotschwarz gestreift“ – der Eintracht-Talk mit Henni
Nachtsheim und Axel Hellmann.https://www.diekaes.de/aktuelles/programm/
14. Mai 2026 20 Uhr

Donnerstag 14. Mai und weitere Termine: Lyrische Stimmen von heute - im Dialog mit Dichterinnen der Vergangenheit.

(Daniela)

Dichterinnen! Spot on! Lyrische Stimmen von heute - im Dialog mit Dichterinnen der Vergangenheit.
Eine vierteilige Lesereihe für Frankfurt - mit musikalischem Rahmenprogramm.
Mit einer neuen Lesereihe lädt Labas‘ Lab. KreativLabor für Kunst und KuLtur e.V.  Literaturinteressierte zu inspirierenden Begegnungen mit Dichter:innen aus Frankfurt und Umgebung ein. Unter dem Titel „Dichterinnen! Spot on!“ finden von Mai 2026 bis November 2026 vier Veranstaltungen im Nebbienschen Gartenhaus statt.

Den Auftakt machen am 14.05.2026 um 19:30 Uhr Silke Scheuermann mit ihrem aktuellen Lyrikband „Zweites Buch der Unruhe“ und José F. A. Oliver, Stadtschreiber von Bergen-Enkheim. 
Die Lesereihe feiert in einem neuartigen Format zeitgenössische und historische weibliche Stimmen: Eingeladene Lyriker:innen präsentieren eigene Werke und stellen zugleich eine deutschsprachige Dichterin der Vergangenheit vor, deren Lyrik sie interpretieren. Dieses dialogische Prinzip eröffnet neue Rezeptionswege, macht literarische Kontinuitäten sichtbar und würdigt weibliches Schreiben in seiner historischen Tiefe. Jaepyo Jeong, ein in Seoul geborener national und international mehrfach ausgezeichneter Pianist, wird mit seinem exzellenten Klavierspiel und seinen ausdrucksstarken Interpretationen das Publikum mit einer weiteren Ebene der hohen Kunst verzaubern. Für die ästhetische Verbindung einer modernen Lesebühne und der Tradition des literarischen Salons sorgt das Flair des Nebbienschen Gartenhauses

Moderation: Dr. Gaetano Biccari, Theater- und Literaturwissenschaftler ; Tamara Labas, Lyrikerin; Kuration: Tamara Labas
„Mit der Lesereihe möchten wir Lyrik fördern. Über den persönlichen Zugang der zeitgenössischen Lyriker:innen möchten wir darüber hinaus das Erbe der weiblichen poetischen Stimmen ins Rampenlicht stellen. Wichtig ist uns einen musischen Ort der Begegnung zu schaffen, um miteinander ins Gespräch zu kommen“, erklärt Tamara Labas, Kuratorin. 

Termine im Überblick:
14.05.2026     ZWISCHEN UNRUHE UND FREMDW:ORT Mit Silke Scheuermann und José F. A. Oliver 
18.06.2026    ZWISCHEN BISSWUNDEN UND UNZUGEHÖRIGKEITEN Mit Julia Grinberg und Julia Mantel 
24.09.2026     ZWISCHEN GEGENWART UND FLÜCHTIGKEIT  Mit Daniela Daub und Martina Weber
05.11.2026     ZWISCHEN WELTEN UND MUNDRAUB Mit Nasrin Siege und Sarah C. Schuster

Nebbienschen Gartenhaus, Beginn 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
©Alexander Paul Englert

Samstag 16. Mai: MELLI REDET MIT - ein Abend mit Gästen

(Daniela)

Melli macht es wieder: MELLI REDET MIT - ein Abend mit Gästen - live und geschminkt aus dem Kunstverein Familie Montez. Sie schreibt:

Fans and Friends von Melli redet mit! Es ist wieder soweit! Der Frühling kommt und wir sind auch wieder da und deshalb wird es bunt auf allen Ebenen:

mit Aktivistin, Feministin, Verlegerin Annette Kühn kommt eine kluge, taffe und empathische junge Frau auf mein Sofa, die von der erfolgreichen Start-up-Verlagsgründerin bis zur Organisatorin queerer Podiumsdiskussionen und vollem Einsatz gegen die Zwangsräumung der Frankfurter Lesbenkneipe "La Gata" ein breites Spektrum in der lokalen Kulturpolitik abdeckt. Sie redet lieber über ihre Vorhaben und nicht so gern über sich selbst. Mal sehen, ob ich Letzteres herauslocken kann...

Modedesignerin Giuliana Schmidt ist 26 Jahre jung, kommt aus Aschaffenburg und und ihre crazy glitterige Mode war schon in "Vogue" und "Elle". Von der Akademie für Mode und Design, München hat sie es mit ihrer Mode direkt auf die großen Fashionbühnen gebracht, nahm bereits an der Paris Fashion Week teil und arbeitet außerdem als Designassistentin für Karl Lagerfeld. Wie geht das alles? Das wird sie uns bestimmt am 16. Mai erzählen und vielleicht bringt sie uns ja auch was zum Anziehen mit...

Und der Herr in der Runde ist Serkan Goeren - ein Unikum der lokalen Kunstszene. Seine Kunst aus Acryl gibt es als quietschbunt geschnürte Knoten, die aussehen als könne man sie essen oder als Platten, die mit Fotos bedruckt und bearbeitet werden. Der graduierte Philosophie- und Kunstwissenschaftler kuratiert auch Ausstellungen anderer Künstler und manchmal spät nachts kann man ihn auch an der Kasse der Esso-Tankstelle an der Hanauer Landstraße treffen..

Ihr seht, es wir wieder spitzenmäßig, denn sowohl meine (M)ein-Mann-Band als auch Frau von Spangenberg sind wieder mit mir vor Ort. Es gibt wie immer auch Musik, was zu trinken und die beste Atmo im Kunstverein Familie Montez. 

Ausgabe 47 am Samstag, 16. Mai 2026 // 20.00h - Tickets: https://www.eventim-light.com/de/a/5f1955419028772462ccccfe/e/6981fe9f78027843e7e3c6d5 Abendkasse ab 19h: 22,- €, Schüler*innen, Student*innen, Auszubildende: 10,-, Bis zum 1.5. 2026 bekommt ihr noch Early-Bird-Tickets zum ermäßigten Preis!! Honsellstr. 7, 60314 Frankfurt am Main
Foto: Salar Baygan 

Sonntag, 17. Mai: Leonce und Lena (auch 29. Mai)

(Martin)

Lustspiel von Georg Büchner

Stefan Pucher ist ein Geniestreich gelungen! In dieser Inszenierung stimmt alles: Aktualisierung (mit Spezialauftritt), Bühnenbild (sensationell), Kostüme (schrill und bunt), Schauspieler*innen (herausragend) und ein Text, der zauberhaft ins Hier und Heute transportiert wurde…  

König Peter möchte die Macht an seinen Sohn Leonce übergeben. Doch Leonce, von einer melancholischen Langeweile gelähmt, lehnt jedes gesellschaftliche Amt ab. Als seine Hochzeit mit der unbekannten Prinzessin Lena ansteht, flieht Leonce nach Italien. Auch Lena will ihr Leben selbst bestimmen und flieht ebenfalls vor der arrangierten Ehe. Die beiden Königskinder begegnen sich zufällig und verlieben sich ineinander – ohne die wahre Identität des jeweils anderen zu kennen. Sie können ihrem fremdbestimmten Schicksal nicht entkommen.  

Die HR2 Frühkritik sagt: Pucher überträgt die Handlung in die Welt der superreichen, gelangweilten jungen Menschen von heute. Und dazu greift er voll in die Theater-Trickkiste: eine barocke Bühnenkulisse, dekadente Kleidung, Videowände, die hier tatsächlich einmal Sinn machen. Das Timing der Pointen stimmt, das Publikum jauchzt vor Freude. Pucher ist eine fulminante Inszenierung gelungen, die man nicht verpassen sollte.“

Ich finde auch: absolut nicht verpassen!

Staatstheater Wiesbaden, Sonntag, 17. Mai um 16.00 Uhr und Freitag, 29. Mai um 19.30 Uhr
Foto: © Lukas Anton

Freitag 29. und Samstag 30. Mai: Music Discovery Project 2026: „HandWerk“

(Daniela)

Music Discovery Project 2026: „HandWerk“

hr-Sinfonieorchester, Special Guests: Mighty Oaks
Gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester wird die internationale Band aus Berlin für ein erneut überraschendes und einzigartiges Music Discovery Project sorgen mit ungewohnten Mischungen und Kontrasten zwischen Klassik und Pop, Orchester und handgemachten Songs und Beats. Die Leitung des Abends hat dabei erneut Frank Strobel, der renommierte Filmmusik-Dirigent, mit dem das hr-Sinfonieorchester schon seit vielen Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet.

Mehr Infos findet ihr hier:
Music Discovery Project 2026: Mighty Oaks treffen auf hr-Sinfonieorchester | hr-sinfonieorchester.de
Freitag, 29., und Samstag, 30. Mai, jeweils 20 Uhr myticket Jahrhunderthalle
© Studio Marco Fischer

Samstag 30. Mai: Naviar Haiku Fest 2026 im Kulturraum B25

(Daniela)

Haiku trifft Klangkunst: Naviar Haiku Fest 2026 im Kulturraum B25
Am 30. Mai 2026 trifft in Frankfurt-Höchst japanische Kurzlyrik / Haiku auf experimentelle Klänge: Der Verein „Raum für kulturelle Fragen e.V.“ präsentiert gemeinsam mit dem internationalen Musiknetzwerk Naviar Records das Naviar Haiku Fest 2026 im Kulturraum B25 statt. Haikus dienen als Ausgangspunkt für Komposition, Improvisation und Performances von vier internationalen Acts aus der Naviar-Community, ergänzt durch einen Haiku-Schreibworkshop und eine Lesung mit dem renommierten Haiku-Autor Klaus-Dieter Wirth. Der Kulturraum B25 lädt ein zu einem niedrigschwelligen Zugang zu zeitgenössischer Musik, Klangkunst und Lyrik.
Mehr Infos unter www.kulturellefragen.de
Kulturraum B25, barrierefrei, Brüningstr. 25, FFM-Höchst
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen

Samstag 27. Juni: Vocal Summer Jazz Vol. 2 - Singen macht glücklich -

(Daniela)
Ich bin heute Abend auf dem Konzert der TOTEN HOSEN, würde ich also nicht im Waldstadion singen, sänge ich vielleicht in Friedberg

Vocal Summer Jazz Vol. 2 - Singen macht glücklich -
und das Glück vom letzten Sommer ruft nach einer Vocal Summer Jazz Fortsetzung :-). Am 27.06.2026 ist es soweit! 

Ein lauer Sommerabend im Alten Hallenbad, gemeinsam eintauchen in Swing und Latinmusik. 
Good vibrations und Emotion pur, Sektchen in der Pause. Wir können es kaum erwarten! 

Das Dreamteam Jazzy Weather aus Friedberg und Bewitched aus Frankfurt mixt an einem sommerlichen Cocktail aus entspanntem Swing und heftigstem Latin-Groove, aber auch wunderschön melancholischen Jazzballaden. Ob cool oder hot, heraus kommt immer Jazzgesang vom Feinsten. 

Und auch ihr werdet diesmal wieder nicht verschont ;-). Es gibt Songs, die wir mit euch zusammen singen wollen. Das hat das letztes Jahr einfach zuviel Spaß gemacht!
Wir freuen uns mega auf euch!
Jazzy Wheather und Bewitched Sa, 27.06.2026, um 19:30, Einlass 19:00
Eintritt: 16€, ermäßigt 10€; Tickets beim Ticketshop Friedberg, www.ticket-shop-friedberg.de, Tel: 06031-15222; Leitung: Regina Klein

AUSSTELLUNGEN - BEREITS ANGEKÜNDIGT, LAUFEN ABER NOCH EINE WEILE

Bis Sonntag 26. April: Nandu Kriesche – inside paradise

(Daniela)

Ich erinnere mich sehr gerne an unsere super schöne Zeit in unserem Kulturlabor. Die Künstlerin Nandu Kriesche stellte damals auch bei uns aus. Jetzt zeigt sie eine neue Ausstellung in Offenbach:

Nandu Kriesche – inside paradise
9.4. bis 26.4. 2026, Bund Ofenbacher Künstler

Nandu Kriesches Lasurmalereien zeichnen sich durch eine Tiefenschichtung aus, die eine pulsierende Farbigkeit generiert – ein chromatisches Leuchten, das den Bildträger zu transzendieren scheint. Sie stellt dabei die essenzielle Frage nach der heutigen Verortung des Paradiesischen: Ist das Paradies ein Sehnsuchtsort der Natur oder findet es seine Entsprechung in der technologischen Perfektion? Ein faszinierender Wendepunkt in ihrer Ikonographie zeigt sich in Werken wie „Immer wieder aufstehen“. Hier rekurriert die Künstlerin auf die hochkomplexe Ästhetik der Wafer-Produktion innerhalb der Halbleiterindustrie. Es ist ein Licht, das in seiner Reinheit fast extraterrestrisch wirkt und physikalische Zustände beansprucht, die Ingenieure bezeichnenderweise als „magisch“ titulieren. In der Komposition „Guten Morgen Max“ überführt Kriesche diese technologische Mystik in die Sprache der Malerei. Durch die Visualisierung von Quantenverschränkungen evoziert sie Räume, die sich der herkömmlichen Perspektive entziehen und den Blick in unbekannte Dimensionen öffnen. Ergänzt wird die Schau durch subtile Lichtobjekte, die im Dialog mit den Leinwänden stehen. 

Midissage: Sonntag, 19.4., 13.00 Uhr, Vortrag der Künstlerin: „Künstlerische Intelligenz“ im Kunstprozess 
Nacht der Museen; Samstag 25. April: Special-Lichtinstallation
Finissage: Sonntag, 26.4., von 12–15.00 Uhr mit Künstlergespräch um 13 Uhr.

bok – Bund Offenbacher Künstler e.V. , Kirchgasse 29, 63065 Offenbach, www.bund-offenbacher-kuenstler.de
Öffnungszeiten: Do., Fr. + Sa. 16 – 19 Uhr, So. 11 – 15 Uhr  

Bis Sonntag, 26. April: AI-Worlding im Museum Angewandte Kunst x saasfee*pavillon

(Petra)

Worlding steht für Prozesse, welche Welten und Weltsichten hervorbringen. Zunehmend wird Künstliche Intelligenz Teil dieser Prozesse. KI-Systeme haben sich tief in unseren Alltag eingebettet und prägen unsere Vorstellungen von Gesellschaft, Welt und uns selbst. Generierte Bilder, Texte und Videos erschaffen neue Welten – basierend auf selektiven Daten, einseitigen Perspektiven und wirtschaftlichen Interessen. Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl zeitgenössischer künstlerischer Positionen, welche AI-Worlding simulieren und reflektieren. Es werden einerseits Grenzen generativer Modelle erfahrbar gemacht, andererseits das Verhältnis zwischen Menschen und KI-Systemen exploriert: Wann sind diese bloß Werkzeug, wann Co-Creator und wo bestimmender Faktor für gesellschaftliche und künstlerische Prozesse? Die Partnerausstellung im saasfee*pavillon eröffnet am Donnerstag, 19. Februar.

AI-Worlding - Künstlerische Forschung zu KI-generierten Weltmodellen, Gruppenausstellung mit: Anton Andrienko, Elisa Deutloff, Egor Dmitriev, Xiangyu Fu, Chelsea Hartmann, Marlon Hesse, Ava Leandra Kleber, Max Kreis, Mattis Kuhn, Leon-Etienne Kühr, Seongsin Lee, Ting-Chun Liu, June Pauli, saasfee* (Alex Oppermann, Al Dhanab, Maciej Medrala), Evgeny Tverdokhlebov, Natalie Wilke, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 12 (10) Euro

Bis Sonntag, 26. April: allapopp "When Body is not Enough" im saasfee*pavillon x Museum Angewandte Kunst -

(Petra)

Ein milder Sprühregen an famosen "World Design Capitel 2026"-Projekten plätschert in diesem Jahr auf uns nieder: ich hoffe, Ihr seid bereit!? Jetzt auch mit einer Kooperation des saasfee*pavillons mit dem Museum Angewandte Kunst, die dazugehörigen Ausstellungen sind in beiden Häusern zu sehen. Heute ist Vernissage der Einzelausstellung von allapopp im saasfee*pavillon, die über ein Jahrzehnt der Selbstdigitalisierung nachzeichnet – von frühen Sprachklonen bis hin zu generativen KI-Avataren und interaktiven Sprachmodellen. Sie vereint individuelle und gemeinschaftliche Arbeiten der Künstler*in in den Bereichen Installation, Video, Klang, Mixed Reality, Teppich und Acrylglasdruck. Angefangen bei den techno-utopischen Träumen des sowjetischen Kosmismus, westlichem Transhumanismus und Ideen der Techno-Spiritualität, untersucht die Ausstellung die Kräfte, die den Wunsch nach kapitalistischer, patriarchaler und spiritueller Selbstoptimierung prägen. Als zehnjährige, praxisorientierte Auseinandersetzung mit digitaler Verkörperung im Zeitalter der künstlichen Intelligenz stellt allapopp die Frage: In welche Zukunft führt die digitale Erweiterung unserer Körper – und nach wessen Bedingungen findet diese Transformation statt? Die Partnerausstellung im Museum Angewandte Kunst eröffnet bereits am Donnerstag, 12. Februar

Foto: ©www.saasfee.de

When Body Is Not Enough – allapopp, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstraße 66 HH, Öffnungszeiten: samstags+sonntags 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung, Sunday Artist Walks jeweils 16.00 (22.02., 15.03., 29.03., 26.04.), 17.04.2026 19.00 - 21.00 Uhr „Tatar Dinner-Performance“ mit allapopp (Anmeldung erforderlich per E-Mail an: heidi@saasfee.de)

Bis 26. April: JESSICA BACKHAUS. SHADOWS MIGHT DANCE

(Uwe)

Die Arbeiten der international anerkannten deutschen Fotografin Jessica Backhaus entfalten sich im Spannungsfeld zwischen Fotografie, Malerei und Objektkunst, geprägt von Form, Farbe und Licht. Inspirationsquellen reichen von abstrakten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts wie Josef Albers und Sonia Delaunay bis zu prägenden Begegnungen wie mit der Schriftstellerin und Fotografin Gisèle Freund. Ihre Fotografien befinden sich in bedeutenden Sammlungen, darunter die Deutsche Börse Photography Foundation, und wurden unter anderem in der National Portrait Gallery, London, und im Martin-Gropius-Bau, Berlin, ausgestellt.

Rahmenprogramm
DI, 10.02., 10.03., 21.04., 15 Uhr KURATORINNENFÜHRUNGEN mit CELINA LUNSFORD oder ANDREA HORVAY
FR, 17.04., 18 Uhr GALERIEGESPRÄCH mit JESSICA BACKHAUS und Prof. Dr. SOPHIE CHARLOTTE OPITZ, Medienwissenschaftlerin/Kuratorin, Bucerius Kunst Forum, Hamburg
SA/SO, 18./19.04., 10–17 Uhr WORKSHOP »ABSTRAKTE DIMENSIONEN« mit JESSICA BACKHAUS

Fotografie Forum Frankfurt / F., Braubachstraße 30–32
Foto: FFF, Jessica Backhaus

Noch bis Donnerstag, 18. Juni: Ausstellung Julia Roppel auf der Frankfurter KunstSäule

(Petra)

Auch mein Lieblingsformat macht beim World Design Capital (WDC) 2026 mit: Design stärkt Demokratie, und Demokratie braucht Design. WDC 2026 ist ein gesellschaftspolitisches Projekt, das eine regionale Identität hat, aber internationale Strahlkraft aussenden möchte, um das Morgen besser zu gestalten. Die KunstSäule blickt dafür mit Julia Roppel zurück auf eine Ikone der Frankfurter Gestaltung. Nachdem im vergangenen Jahr die Frankfurter Küche und die Neue Sachlichkeit anlässlich 100 Jahre Neues Frankfurt im Mittelpunkt standen, rückt Roppel den Fokus ganz auf den Frankfurter Stuhl. Der wurde vor rund 90 Jahren entwickelt und steht für eine nachhaltige Verbesserung des Alltags in hoher Qualität. Mit ihrem Frankfurter Atelierstuhl, der Spuren ihrer Werke trägt, experimentiert die Künstlerin gerne: Der Stuhl dient nicht nur als Sitzgelegenheit, sondern auch als Leiterersatz – und war sogar schon Teil von Installationen. Pina Bausch gab in ihrem weltberühmten Tanztheater einem Frankfurter Stuhl eine „Rolle“, auf ihm wurde getanzt bzw. er tanzte auch selbst durch die Luft. Entsprechend ist die Arbeit von Roppel an der Säule keine statische Referenz, sondern ein dynamisches Bild mit einigen wie hingepurzelten Frankfurter Stühlen. Als Malgrund diente ihr eine Doppelseite der Frankfurter Kunstzeitung Montez Express.

Work with me, play with me – der Frankfurter Stuhl, Ausstellung von Julia Roppel, Ort:Frankfurter KunstSäule, Adresse: Brückenstraße / Ecke Gutzkowstraße, Uhrzeit: ab 19 Uhr (Öffnungszeiten: 24/7), Eintritt: frei, Einführung: Florian Koch, Grußwort Barbara Lersch (Programmdirektorin WDC 2026), mit Musik von The Ukulear Family, Ukulele Sound, barrierefrei

Bis Sonntag, 10. Mai: Soloschau Thomas Bayrle in der Schirn

(Petra)

Die Schirn präsentiert eine große Soloschau des in Frankfurt lebenden Künstlers Thomas Bayrle, den viele auch als früheren Dozenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach und Professor an der Städelschule kennen. Zu sehen sind 55 Werke insbesondere aus den letzten 20 Jahren, darunter Malerei und Grafik, Skulptur und Objektkunst sowie Soundinstallationen und eine Videoarbeit. Sein Werk handelt von den Gegensätzen zwischen Technologie, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion und beschreibt den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität. Bayrle behandelt in seiner Kunst grundlegende Aspekte der modernen Gesellschaft. Wie hängen Religion und Gesellschaft, Individuum und Masse, industriell gefertigte Produkte und die technischen Apparate ihrer Herstellung zusammen? Neben den Strukturen von Konsum, Urbanität und Technologie spielen Fortbewegung, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion eine zentrale Rolle. Er widmet sich populären Werken der Kunstgeschichte von Michelangelo über Caravaggio und Masaccio bis hin zu Claude Monet ebenso wie dem Thema der Arbeit. In den 1960er- und 1970er-Jahren legte er den innovativen Grundstein seiner charakteristischen Superformen. Das Wiederholen, Vernetzen und Verweben von Einzelelementen zu einem Gesamtbild findet sich bis heute in nahezu allen Werken Bayrles und ist eng verbunden mit der Biografie des Künstlers. Er absolvierte zunächst eine Lehre als Maschinenweber, bevor er sich der Gebrauchs- und Druckgrafik zuwandte. Die dort angewandten Drucktechniken hat er sowohl materiell als auch konzeptionell in seiner Kunst weitergeführt, die den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität beschreibt. 

Foto: ©Thomas Bayrle, VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Wolfgang Günzel

Thomas Bayrle – Fröhlich sein!,  Soloschau, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Gabriel-Riesser-Weg 3, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags: 10 - 19 Uhr, donnerstags 10 - 22 Uhr , Eintritt: 12 (10) Euro

Bis 10. Mai: Of/ 100 Jahre BOK

(Andrea)

Zur Feier des 100. Jubiläums des BOK/ Bund Offenbacher Künstler lädt das Haus der Stadtgeschichte zu drei Ausstellungen ein. Die Vereinshistorie bildet den Ausgangspunkt. Teils unveröffentlichte Dokumente aus dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt und dem Stadtarchiv Offenbach, private, bislang nicht zugängliche Schriften und Dokumente sowie Werke der Kunstschaffenden aus der Museumssammlung machen die Vereinsgeschichte lebendig. Dabei geht die Ausstellung verschiedenen Fragen nach: Weshalb erfolgte am 15. Dezember 1926 die Gründung? Wie erging es dem Verein während der Weltwirtschaftskrise und dem Nationalsozialismus? Wie entwickelte das Vereinsleben sich nach dem Neuanfang 1945 bis hin zu den ersten Künstlerinnen im Vorstand im neuen Millennium? Welche Stätten und Begebenheiten waren in den vergangenen hundert Jahren wichtig für den BOK? Bild: Gemälde Ludwig Plaueln, Haus der Stadtgeschichte

Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61, Offenbach

Noch bis Sonntag, 17. Mai: Hidden History – Facetten der Subkultur in Frankfurt Rhein-Main im Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Im Frankfurter Kunstverein läuft noch bis zum 17. Mai eine spannende Ausstellung vom wundervollen, seit langem sehr geschätzten Heiner Blum. Der die Ausstellung kuratiert hat. Und der zwar seine Lehrtätigkeit an der HfG Offenbach, nicht aber sein beeindruckendes Engagement in der Region und die Kunst aufgegeben hat. Der Frankfurter Kunstverein lädt das Diamant Museum für Urbane Kultur, Offenbach ein. In intensiver Zusammenarbeit entsteht eine vierwöchige Kooperation mit Aktionen, Aktivierungen und Andockmöglichkeiten. “Hidden History” ist mehr als eine Ausstellung: Gezeigt werden Protokollräume historischer und aktueller Positionen subversiver, subkultureller Aktivität in Form von Installationen, aktivierbaren Räumen, visuellen Wandzeitungen, kollaborativen Wandzeichnungen, Tape Art, Performances und Videoinstallationen. Die Ausstellung wirft einen Blick hinter die Kulissen der Stadt und gibt Einblicke in die Kultur einer für viele verborgenen Öffentlichkeit. Zur heutigen Vernissage gibt es außerdem Performances von Honji Wang, die international auf renommierten Bühnen zu sehen ist. Sie verbindet Hip-Hop und urbane Tanzkulturen mit zeitgenössischer Choreografie. Ihre Arbeiten entstehen häufig in Auseinandersetzung mit dem Stadtraum und gesellschaftlichen Dynamiken. Heute haben wir die einmalige Gelegenheit, diese international gefeierte Künstlerin in Frankfurt live zu erleben. Die Performances setzen einen kraftvollen Impuls zum Ausstellungsbeginn und öffnen die Räume des Frankfurter Kunstvereins als Resonanzraum für urbane Geschichte, Gegenwart und subkulturelle Praxis.

Foto: Linienspiele, Rushy Diamond@Heiner Blum

Hidden History – Facetten der Subkultur in Frankfurt Rhein-Main im Frankfurter Kunstverein, Vernissage am 17. April, mit Performances von Honji Wang und Tänzer*innen um 19 und 21 Uhr, zur Eröffnung sprechen Franziska Nori, Direktorin des Frankfurter Kunstvereins, sowie Heiner Blum, Kurator der Ausstellung, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus, Am Römerberg, Eintritt Vernissage: frei, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 - 19 Uhr, donnerstags 11 - 21 Uhr, Eintritt: 10 (6) Euro

Bis Sonntag, 24. Mai: "Wolle. Seide. Widerstand" - Ausstellung im Museum Angewandte Kunst

(Petra)

Der Trend geht wieder zum Teppich? Mit dieser Ausstellung widmet sich das Museum nach 45 Jahren erstmals wieder ausschließlich dem Thema Teppich – in einer Zeit, in der sich das große Interesse an handgefertigten Textilien aller Art im Übrigen in einer auffallenden Anzahl an internationalen Ausstellungen widerspiegelt. Präsentiert werden  Teppiche internationaler, zeitgenössischer Künstler*innen, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen. Ihr Widerstand richtet sich gegen als illegitim empfundene Herrschaftsordnungen und Machtausübungen, gegen Traditionalismus, Diskriminierung, Rassismus, Traumata oder Umweltzerstörung. Die Teppiche fungieren somit als plakative Medien für gesellschaftspolitische Kommentare. In gleicher Radikalität sprengen sie mitunter die Grenzen der Flächigkeit: Sie loten die Möglichkeiten des Dreidimensionalen aus, und entfalten sich als textile Skulpturen und immersive Erfahrungsräume, die sich durch ihre affektive Qualität an gegenwärtigen Lebensprozessen beteiligen. Dabei zielt diese Ausstellung darauf ab, Teppiche nicht aus einem stilgeschichtlichen Blickwinkel zu betrachten, sondern sie vielmehr im Interesse einer Entwicklungslinie zu zeigen, die außerhalb einer traditionellen westlichen Teppichforschung steht. Schon der Titel deutet auf neue Fragestellungen hin: Kann etwas Widerständiges in und mit textilen Materialien stattfinden? Und wenn ja, auf welche Weise verkörpern dann gerade Teppiche eine „Ästhetik textilen Widerstands“? Diesbezüglich stehen jene Perspektiven der mit jüngsten Werken aus dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts vertretenen internationalen Künstler*innen im Fokus der Ausstellung, die im Teppich, der zum offenen Kunstobjekt geworden ist, mit unterschiedlichen Aspekten von Widerstand einhergehen. 

Grafik/Graphic: Bureau Sandra Doeller©Museum Angewandte Kunst

Wolle. Seide. Widerstand - Ausstellung, mit Arbeiten von: Faig Ahmed, Diedrick Brackens, Johannah Herr, Jan Kath, Baseera Khan, Alexandra Kehayoglou, William Kentridge, Noelle Mason, Otobong Nkanga, Tobias Rehberger, Erin M. Riley, Tsherin Sherpa, Rose Stach, Nasan Tur und Jeroen van den Bogaert, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 12 (5) EURO, barrierefrei

Noch bis 31. Mai: Ausstellung After Nature . Ulrike Crespo Photograph Prize 25

(Daniela)

Brita hat mir diese Ausstellung empfohlen. Sie sagt, dass insbeosndere die Führungen sehr gut sind:

After Nature . Ulrike Crespo Photograph Prize 25

Der „After Nature . Ulrike Crespo Photography Prize“, den die Crespo Foundation gemeinsam mit C/O Berlin ins Leben gerufen hat, wurde 2025 an Lisa Barnard (1967, Großbritannien) und Isadora Romero (1987, Ecuador) verliehen.

Die Ausstellungen „You Only Look Once“ von Lisa Barnard und „Notes on How to Build a Forest“ von Isadora Romero werden nun im Crespo Open Space gezeigt. Sie eröffnen zwei künstlerische Perspektiven auf das Zusammenspiel von Natur, Technologie und Gesellschaft.

Datum: 13.03.2026 bis 31.05.2026
Uhrzeiten: Mo., Do., Fr. 14–20 Uhr und Sa., So. 11–18 Uhr
Adresse: Crespo Open Space, Weißfrauenstraße 1—3, 60311 Frankfurt

Führungen: Jeweils montags und samstags, auch in Englisch und mit DGS-Begleitung. Weitere barrierearme Führungen bieten wir auf Anfrage gerne an.

Mehr über die Ausstellung und über Termine und Rahmenprogramm: https://www.crespo-foundation.de/de/events/after-nature-25

Noch bis 05. Juli: Monets Küste - Die Entdeckung von Étretat

(Martin)

Diese Ausstellung ist ein MUST SEE! 
Ein Küstenort wird zum Mythos – und fasziniert bis heute. Die Felsen von Étretat, in der Normandie an der Atlantikküste gelegen, zogen im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler in ihren Bann. Auch Claude Monet war von der einzigartigen Steilküste mit ihren drei Felsentoren derart fasziniert, dass er ihr etliche Gemälde widmete. Das Städel Museum präsentiert eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung des einstigen Fischerdorfes Étretat und den Einfluss des Ortes auf die Malerei der Moderne.

hessenschau.de schreibt: „Die verschiedenen künstlerischen Annäherungen an diesen einzigartigen Ort über rund 200 Jahre zeigt die Ausstellung in faszinierend gestalteten Räumen und Gegenüberstellungen. Gleichzeitig beleuchtet sie den sozialen Wandel des einstigen Fischerdorfs zum Badeort und zum Sehnsuchtsort der Pariser Künstler. Und sie zeigt, wie der Mythos in der Literatur, der Fotografie und sogar in der Netflix-Serie "Lupin" bis heute fortlebt.“

Bis 5. Juli (Dienstag, Mittwoch, Freitag – Sonntag 10.00-18.00 Uhr; Donnerstag 10.00-21.00 Uhr): Monets Küste - Die Entdeckung von Étretat
Städel Museum
Foto: Ausstellungsansicht Städel Museum © Norbert Miguletz

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Noch bis Sonntag, 06. September: Multispezies Members Club. – Ausstellung im Museum Giersch

(Petra)

Wie kann eine technologisierte Gesellschaft auf Fürsorge und Teilhabe statt auf Konkurrenz bauen? – diese Frage steht im Zentrum des Multispezies Members Club im Rahmen der World Design Capital 2026. Die Ausstellung entwirft ein zukunftsweisendes Modell des Zusammenlebens, in dem Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen gleichberechtigt agieren. Besucher*innen sind eingeladen, Fürsorge, Kooperation und Teilhabe nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben, und zu reflektieren, wie Technologie Kommunikation zwischen unterschiedlichen Spezies ermöglichen kann. Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich, dass Technik nicht neutral ist: Sie verbraucht Ressourcen, kann bestehende Machtverhältnisse verstärken und stößt dort an Grenzen, wo natürliche Systeme zu komplex sind, um sie vollständig zu steuern. Die Highlights der Ausstellung sind interaktiv und vielseitig: Andreas Greiners neu entstandene Installation Garden Protocol verbindet Pflanzen auf dem Balkon, 1 Menschen und technische Systeme über Wasser als gemeinsame Ressource und fungiert als lebendiges Versuchsfeld für neue Formen des Zusammenwirkens von Natur und Technologie. Greiner agiert dabei sowohl als Künstler als auch als Kurator der Ausstellung, gemeinsam mit Ina Neddermeyer und Susanne Wartenberg. Im Multispezies Café knüpft er an die Tradition des Salons an und bringt aktuelle Diskurse über Künstliche Intelligenz in den Raum, während im Klangkunstwerk Conspiracy Theory (2023) drei KI-Systeme – Grok, DeepSeek und Mistral – in einen Trialog treten und globale Machtverhältnisse sowie politische und gesellschaftliche Modelle reflektieren. Weitere künstlerische Positionen hinterfragen die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Technologie auf vielfältige Weise. Aktivistisch und interaktiv ist Tree and Rockets Truth Gate (2026), das Besucher*innen über umgebaute Arcade-Spielautomaten in die Analyse und Korrektur von Online-Inhalten einbindet. Auch der Museumsgarten wird Teil des Multispezies-Clubs: Mit der Klanginstallation What do birds tweet about? (2025, Neukonzeption 2026, Baltic Raw Org) werden Vogelstimmen in kurze Textfragmente übersetzt und als eigenständige, nichtmenschliche Stimme erfahrbar. Beiträge von Künstler*innen – darunter auch Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der HfG Offenbach, die im Rahmen eines Open Calls ausgewählt wurden – eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Künstliche Intelligenz, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung. Wissenschaftler:innen der Goethe Universität Frankfurt ergänzen das Programm mit Perspektiven aus der KI Forschung, Bioinformatik, Kunstpädagogik, Anthropologie sowie Erziehungs-, Kultur- und Literaturwissenschaften. Die Ausstellung verbindet Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit und lädt dazu ein, über ein mehr-als-menschliches Zusammenleben nachzudenken sowie die Möglichkeiten und Grenzen algorithmischer Prozesse kritisch zu reflektieren.

Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni, beteiligte Künstler*innen und Wissenschaftler*innen: allapopp, Baltic Raw Org (Móka Farkas & Berndt Jasper), Literaturwissenschaftler Roland Borgards, Erziehungswissenschaftlerin Juliane Engel, Anthropologe Steven Gonzalez Monserrate, Kulturantropologin Katharina Graf, Andreas Greiner, Dženeta Hodžić, David Kuhn & Markus Rauchecker, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Anne Duk Hee Jordan, Laleh Khabbazy Oskouei & Farhang Rafiee, Nadine Kolodziey, Kunstpädagogin Verena Kuni, Biophysikerin Franziska Matthäus, Xenia Snow, terra0 (Paul Kolling & Paul Seidler), Tree and Rocket, Medienpädagoge Dan Verständig, ZK/U Proxylab, Vernissage: 18 Uhr (Eintritt frei), mit Grußworten aus Kultur und Wissenschaft sowie dazu ab 20 Uhr live Beats von den Frankfurter DJs JUCI VISION, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, Eintritt: 7 (5) Euro, weitere Infos gibt's hier 

Bis Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Noch bis 18. Oktober: „Suburbia. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise“

(Andrea)

Wer bei “Träumen vom Eigenheim” an Wüstenrot und Bausparverträge denkt, liegt nicht ganz falsch. Witzigerweise habe ich die Ausstellung des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona ebenda bereits gesehen und war so begeistert, dass ich mir sogar den Katalog (in englisch und spanisch!) gekauft habe. In Frankfurt scheint die Ausstellung inhaltlich erweitert, weshalb ich mir den Teil sicher noch anschauen werde. "Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht  ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohn fläche verbindet."

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Bis Donnerstag, 03. Dezember: Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe im 2. OG Dondorf-Druckerei

(Petra)

Die Reihe „Jenseits von Privateigentum“ fragt nach Alternativen zu Eigentum als zentralem Prinzip von Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts von Wohnungsnot, Klimakrise und autoritären Entwicklungen rückt die Eigentumsfrage neu ins Zentrum. Welche Formen von Commons, Vergesellschaftung und Gemeineigentum sind möglich – und wie lassen sie sich praktisch durchsetzen? Die Veranstaltungen verbinden wissenschaftliche Analyse mit aktivistischer Praxis. Sie richten sich an Studierende, Initiativen und eine interessierte Öffentlichkeit. Im Fokus stehen konkrete Beispiele, politische Strategien und theoretische Perspektiven. Der Veranstaltungsort – die Dondorf-Druckerei auf dem Campus Bockenheim – ist selbst Teil dieser Auseinandersetzung: ein kollektiv erkämpfter und genutzter Raum. Die Themen umfassen zahlreiche wichtige Aspekte, sie reichen vom Auftakt mit “Shoppingmalls zu Sorgezentren" mit Birgit Wend am 23. April über “Privateigentum und rechte Ideologie” mit Sabine Nuss im Oktober bis hin zum Thema ”Stadtbodenstiftung" (eins der Themen, die mir besonders am Herzen liegen) mit Sabine Horwitz am 03. Dezember.

Grafik: Website Offenes Haus der Kulturen

Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe, in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen, dem Verein Aelita und dem Institut für Humangeographie der Goethe-Universität, Ort: 2. OG der Dondorf-Druckerei, Adresse: Gabriel-Reisser-Weg 3 (Schirn Kunsthalle), komplette Veranstaltungstermine und -themen sowie weitere Infos findet Ihr hier, Eintritt: frei

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