03.04.-09.04.2026

Frankfurt als Marke?!

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Die F.A.Z. Sonntagszeitung hatte mich gefragt, ob ich ein paar Zeilen zu Frankfurt schreiben könnte. “…was für sie Frankfurt als Marke ausmacht bzw. was passieren müsste, um die Stadt noch mehr zur Marke zu machen.” Letzten Sonntag erschien der Artikel. Hier mein Text:

„Frankfurt ist für mich eine Stadt der Kontraste – und genau darin liegt ihre Stärke als Marke. Die Skyline verleiht ihr eine internationale Strahlkraft, die in Deutschland einzigartig ist. Gleichzeitig bleibt Frankfurt überraschend überschaubar: eine kleine Großstadt, die sich in weniger als einer Stunde mit dem Fahrrad durchqueren lässt. Diese Nähe, diese kurzen Wege, schaffen eine besondere Form von Urbanität – intensiv, aber nie anonym.

Was Frankfurt wirklich ausmacht, ist seine kulturelle Vielfalt. Ich gehe regelmäßig ins Schauspiel oder auf Konzerte in großen Häusern, aber insbesondere die lebendige freie Szene, ist die, die mich begeistert und die dafür gesorgt hat, dass ich Ende der 90er Jahre ein Jobangebot in Brüssel ablehnte, weil ich sie nicht missen wollte: kleine Konzerte vor dem Schallplattengeschäft Hoppi Galoppi, im mampf, ono2, Ponyhof und Musikabende vom Vintage Soundsystem. Theater im mousonturm, Naxoshalle oder den Landungsbrücken. Filmfestivals wie Nippon Connection, Lichter International, Verso Sud oder Remake – Frankfurter Frauen Filmtage. Lesungen im Studio soundso oder der Romanfabrik. Und unser großartiges Kulturangebot im Freien, ob im Grünen und oder am Wasser: Stoffel, Barock am Main, das großartige Jazz Montez Festival, die Sommerwerft. Diese Szene ist kein Beiwerk – sie ist das Herz der Stadt.

Vielleicht ist es genau diese Mischung, die viele hier hält. Vielfalt ist in Frankfurt kein Schlagwort, sondern gelebter Alltag – getragen von Menschen, die Offenheit und Miteinander selbstverständlich leben.

Und dann ist da noch das Grün: der Main, seine Ufer, Parks, Kleingärten und der Stadtwald. Sie geben der Stadt Raum zum Atmen und machen sie lebenswert.

Frankfurt muss sich nicht neu erfinden. Es muss nur selbstbewusst erzählen, was längst da ist: eine Stadt, die Vielfalt lebt, Widersprüche zulässt – und genau darin ihre unverwechselbare Marke findet.“

Schöne Feiertage & lebt wild! Und bitte beachtet: Ab heute könnt ihr Euch Tickets für “20 Jahre Danielas Ausgehtipps” am 9.5. sichern!

Daniela

Vielen Dank auch an den Rest des Ausgehtipp-Teams: Uwe Schwöbel, Martin Grün, Andrea Ehrig, Petra Manahl und Erik Düwel.

Samstag 09. Mai: 20 Jahre Ausgehtipps - ANMELDUNG AB JETZT MÖGLICH

(Daniela, Andrea, Petra, Martin, Erik & Uwe)

Wir können es selbst kaum glauben: Im Mai werden Danielas Ausgehtipps 20 Jahre alt.
Seit 2006 sind wir für Euch unterwegs in Frankfurt & Offenbach – auf Konzerten, im Theater, im Kino, in Ausstellungen und überall dort, wo Kultur lebendig wird. 

Das wollen wir natürlich mit Euch feiern!
Das Fest findet am Samstag, den 9. Mai im Kunstverein Familie Montez statt.
* Ab 18:00 Uhr öffnen sich die Türen.
* Um 18:30 Uhr startet unser großes Jubiläums-Pubquiz.
Ob ihr Euch als Team oder alleine anmeldet und dann vor Ort zu einem Team zusammengestellt werdet: Euch erwarten Fragen rund um Konzerte, Film, Literatur, Theater, Kunst und das Kultur- und Stadtleben in Frankfurt & Offenbach – moderiert von Christoph Pütthoff aka „Pütti“.
Es gibt tolle Kulturpreise zu gewinnen. Das Quiz wird so unterhaltsam, dass Zuschauen mindestens genauso viel Spaß macht!
* Ab 20:30 Uhr heißt es dann: Musik an, Gläser hoch! Sibylle & Yvette sorgen bis Mitternacht für den passenden Soundtrack. 

Kommt vorbei, bringt Freund:innen mit, stellt Euer Wissen unter Beweis – oder genießt einfach einen besonderen Abend mit guten Gesprächen, Quiz, Musik und Party.
Wir freuen uns riesig auf Euch!

Ab sofort könnt ihr Euch Eure Tickets sichern für Quiz & Party oder nur für die Party. (Da für das Quiz nur begrenzt Plätze zur Verfügung stehen solltet ihr Euch schnell anmelden.)

https://forms.gle/e3DCqvxJQDYdQymD7

Eintritt EUR 10,- pro Person (inklusive Begrüßungsdrink und Fingerfood)
Ab 22:00 Uhr ist der Eintritt zur Party frei.

Vielen Dank an die Kommunikationsagentur U9 Visuelle Allianz für die tolle Grafik!

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten an Daniela (daniela@cappelluti.net)

Tickets für die Show ADLERHERZEN von Henni Nachtsheim zu gewinnen. Und weil das mega Tickets sind, ist die Frage auch etwas kniffliger:
“Wie hieß eine Frankfurterin, die den ersten Deutschen Frauenfußballverein gegründet hat, warum existierte der Verein nur kurze Zeit und welche Verbindung habe ich (Daniela) mit dieser Frau?”

* 2 x 2 Tickets für das Bürgerhaus in Dreieich für einen dieser Termine: 5.5., 6.5. oder 7.5. (Ich, Daniela, gehe am 5.5. hin ;-)
* 2 x 2 Tickets für die Jahrhunderthalle für einen dieser Termine: 2.6., 3.6. oder 4.6. 

Foto ©: AxxelGaube

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten bitte an Daniela (daniela@cappelluti.net)
Im Rahmen von LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL:
2 x 2 Tickets für den Film Staatsschutz am Samstag, 02. Mai, 16:00 Uhr, Eldorado Filmtheater Gewinnfrage: Wieviele Filme zeigt LICHTER im Rahmen der Regionalen Kurzfilmrolle am 2. Mai? ©_Lotta_Kilian_-_Junglinge_Film

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten bitte an Daniela (daniela@cappelluti.net)
Im Rahmen von LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL:
2 x 2 Tickets für den Film Die Blutgräfin am Samstag, den 02. Mai 2026, 20:30 Uhr, Eldorado Filmtheater. Gewinnfrage: Wann läuft ROSE mit Sandra Hüller?
©FIRST LOOK STILL

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten bitte an Daniela (daniela@cappelluti.net)
Im Rahmen von LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL:
2 x 2 Tickets für den Film Everybody Digs Bill Evans am Mittwoch, den 29. April 2026, 18:00 Uhr, Eldorado Filmtheater. Gewinnfrage: Mit wem diskutiert Claus Kleber am 1. Mai im Rahmen vom Lichter Kongress Zukunft Deutscher Film? (Siehe Vorschau)© 2026 Cowtown Pictures Limited_Hot Property BE Limited

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten bitte an Daniela (daniela@cappelluti.net)
Im Rahmen von LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL:
2 x 2 Tickets für den Abschlussfilm The Love That Remains am Sonntag, den 03. Mai 2026, 20:30 Uhr, Elysee 2 im Festivalzentrum Massif E
Gewinnfrage: Von wem stammt das folgende Zitat: „Kunst ist nicht Luxus, sondern Notwendigkeit.“? 

ZU GEWINNEN (Martin)

Bitte schickt Eure Antwort an Martin (ausgehtipp.gewinnspiel@gmail.com)
2 x 2 Karten für die Vorstellung: Moby Dick am Samstag 04. April im Kellertheater (Uwe und Daniela gehen auch hin ;-)
Gewinnfrage: Wie heißt der Steuermann aus Moby Dick?
 

ZU GEWINNEN in der Centralstation (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com)
Wir verlosen jeweils 2x2 Tickets für folgende Veranstaltungen in der Centralstation: 

* Samstag, 11. April: Hagen Rether: Liebe
* Donnerstag, 16. April: Sebastian Lehmann: Kleinere Katastrophen
* Samstag, 18. April: Quintense (A cappella)

Gewinnfrage: Auf welchem PLatz steht die Eintracht gerade (siehe GEROLLTES). Schreibt bitte in die Antwortmail die Veranstaltung, zu der Ihr gehen wollt.
Foto: Alexander Kiß

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1 x 2 Karten für “Drei Meter Feldweg” im Bett am Freitag, 10.April . Die Gewinnfrage lautet: Welches Möbel wird in einem zweitägigen Workshop hergestellt?

GEROLLTES über die Eintracht, Folge 1056

(Uwe)

Die Sportgemeinschaft Eintracht Frankfurt steht nach 27 von 34 Spieltagen auf Rang 7 der Bundesligatabelle. Das ist etwas oberhalb der Mitte (Platz 9) und Mitte bedeutet in der Regel Durchschnitt. Und im Durchschnitt lebt es sich für ambitionierte Einzelpersonen und Personenzusammenschlüsse wie Vereine nicht so gut, gerade für die, die in den letzten Jahren eine gute Zeit hatten. Bei der Eintracht waren das der Gewinn von deutschem und europäischen Pokal oder der direkten Qualifikation für die Champions League. Vereine wie Schalke 04 würden sich in der aktuellen Situation, in der sie sich gerade befinden (beziehungsweise den letzten fünf Jahren befunden haben), sehnlichst wünschen, zumindest wieder Mittelmaß in der Bundesliga zu sein. Es kommt bei der Bewertung also immer auf den Betrachter an. Aus Sicht der Eintracht ist es unbefriedigend. Dort für alle Beteiligten, insbesondere für die Fans. Begegnet man aktuell einem SGE-Fan, könnte man meinen, der sichere sportliche Abstieg, der Lizenzentzug und die Eigenbedarfsanmeldung des Vermieters würden gleichzeitig drohen. In persönlichen Gesprächen oder in Chats wird derzeit wild diskutiert, wo das Ganze noch hinführen soll: Die elendig limitierte Spielweise, die scheinbar mangelnde Motivation, die Punkteausbeute, der unerklärliche Leistungsabfall einiger Spieler und die Art das neuen Trainers, den nicht wenige als Schwätzer bezeichnen. 

Die Ursachen für die Entwicklung sind aus Sicht eines neutralen Begleiters leicht ausgemacht: Frankfurt hat mit Etikite und Marmoush binnen eines halben Jahres zwei europäische Topstürmer verloren, die überhaupt nicht zu ersetzen sind. Vielleicht haben die Verantwortlichen nach Jovic und Kolo Muani mit den beiden genannten zwei noch besseren Vertreter gefunden, solche Coups können aber natürlich nicht immer gelingen. Mit Burkhardt und Kalimuendo kamen zwei gute Stürmer dazu, die stehen von der Qualität her aber nicht für Champions League. Dazu ging mit Pacho vor zwei Jahren ein Weltklasseverteidiger und dieses Jahr mit Tuta ein echter Stabilisator im Defensivbereich. Die Torwartposition durch den Weggang von Spielführer Kevin Trapp zu einem Schwachpunkt zu machen, war sicher ein Managementfehler, einer von wenigen aus meiner Sicht. 

Am Ende dieser Saison wird die Eintracht auf Platz 7 oder 8 stehen, allenfalls Freiburg hat die Chance, an den Frankfurtern vorbeizuziehen, Union oder Augsburg liegen zu weit zurück und sind auch nicht besser besetzt als die SGE. Alle Mannschaften, die über der Eintracht stehen, sind besser, also ist die aktuelle Position angemessen und wäre auch mit dem ein oder anderen besseren Spieler oder besseren Trainer nicht zu verbessern. 

Freitag, 03. April und weitere Termine: Moby Dick

(Martin)

Herman Melvilles „Moby Dick“ ist mehr als eine klassische Seefahrergeschichte. 

Die Jagd des besessenen Kapitäns Ahab nach dem weißen Wal hat sich längst zu einem modernen Mythos entwickelt – getragen von der Frage, wie weit zu gehen ein Mensch bereit ist, um sein Ziel zu erreichen.

Melville verbindet Abenteuer und philosophische Suche, inspiriert von der Bildkraft des Alten Testaments, den dramatischen Welten Shakespeares und den Zeitereignissen des 19. Jahrhunderts. 

Entstanden ist ein Werk, das einfache Antworten verweigert und sich jeder eindeutigen Genrezuordnung entzieht.

Die Inszenierung im Kellertheater will das Publikum mitnehmen auf eine Reise zwischen donnernden Wellen und inneren Abgründen: Ein Leben an Bord, geprägt von Zusammenhalt, Gefahr und der stetigen Konfrontation mit den großen Fragen des Menschseins. Ahab und seine Mannschaft stellvertretend für uns – getrieben von Hoffnung, Furcht, Wahn und der Sehnsucht nach Sinn.

Freitag, 3. April (Premiere), Samstag, 4., Freitag, 10., Samstag, 11. April um jeweils 20.30 Uhr (weitere Vorstellungen im Mai): 
Moby Dick / Hermann Melville
Kellertheater, Mainstr. 2, 60311 Frankfurt
Foto: © Homepage Kellertheater

Noch bis Ostersonntag, 05. April: JESUS D’Amour, GEST. / AUFERST. – DIE PASSION

(Martin)

Nach den Evangelien des Lukas, Markus, Matthäus und Johannes
Alle Jahre wieder… Auch zur Osterzeit! 
Schon im 21. Jahr wird diese Inszenierung gezeigt: Einmal sehen reicht nicht, weswegen manche Menschen sich schon vor Ort fürs nächste Jahr verabreden. Das lohnt sich – und weil das so ist, tun alle gut daran, rechtzeitig Karten zu reservieren! 

„Jesus in der Industriebasilika. Ob katholisch, evangelisch, orthodox oder kirchlich ungebunden – Jesus Christus, sein Leben, sein Leiden und Sterben fasziniert die Menschen aller Konfessionen bis heute ungebrochen. Seine Idee, den Menschen in den Mittelpunkt des Glaubens zu stellen, war schon vor mehr als 2000 Jahren revolutionär.Jesus – Prophet oder Politikum?  Die letzten Tage in Jerusalem. Als das Theater Willy Praml vor bald zwanzig Jahren damit begannen, das Leben Jesu auf textlicher Basis der vier Evangelien für das Theater in der denkmalgeschützten Naxoshalle, eine riesige dreischiffige Industriebasilika, nachzuzeichnen, konnten es nicht ahnen, dass damit eine Tradition begründet würde, die nun schon im 21. Jahr zu Weihnachten und Ostern das Publikum begeistert und berührt.“

Die Presse schrieb:
„Ein spannendes Experiment, das nicht Christ, nicht Heide sich entgehen lassen sollte.“Frankfurter Neue Presse 
„Selten wurde die Jesusgeschichte so frisch, frech und zugleich ernsthaft nacherzählt.“ Evangelische Sonntagszeitung

Segnung der Ostereier und Osterbrot im Anschluss an die Vorstellung am Karsamstag, 04. April ca. 22 Uhr durch Stefan Scholz! 

Gründonnerstag, 2. April um 19.30h, Karfreitag, 3. April um 18.00h, Karsamstag, 4. April um 19.30h und Ostersonntag, 5. April um 18.00h im Theater Willy Praml
Foto: © Peter Grün

Samstag, 04. April: Werther (weitere Termine, u.a. 09.04)

(Martin)

Mit der schwärmerischen und unglücklichen Geschichte über Werther und Charlotte erreichte Goethe die Herzen seiner Leser - und Jules Massenet tat es ihm mit seiner Vertonung des Briefromans gleich.  Das schrieb die FR anlässlich der Premiere bzw. Wiederaufnahme von Werther, dem ‚Lyrischen Drama in 4 Akten‘ von Jules Massenet an der Oper Frankfurt. Die Inszenierung kommt nun noch einmal für fünf Vorstellungen auf die Opernbühne! Ich kaufe als Premierenabonnent immer Programmhefte und habe entdeckt, dass ich diese Inszenierung im Dezember 2005 gesehen habe – tatsächlich erinnere ich mich sehr gut und positiv - insbesondere auch an den Sternenhimmel als Sehnsuchtsort und das grandioses Bühnenbild! 

„Auch Goethe hätte sicherlich applaudiert, diese Premiere in der Frankfurter Oper dürfte ihm gefallen haben. (...) Unglaublich stimmig und intensiv wurde hier Massenets Werk in Szene gesetzt. (...) So aufgeführt wie in Frankfurt, beweist sich Massenets Werther als wahrer Publikumsmagnet und zeigt wieder einmal, dass große Gefühle auch heute noch sehr en vogue sind."(klassik.com).

Die Vertonung von Massenet beruht auf Goethes Die Leiden des jungen Werther: „Der Rechtspraktikant Werther leidet unter den gesellschaftlichen Zwängen und sehnt sich nach Entgrenzung. Keine menschliche Verbindung kann ihm Halt geben, bis er die bereits verlobte Charlotte kennenlernt. Goethes Die Leiden des jungen Werthergilt als Hauptwerk jener Gefühlskultur, die als »Empfindsamkeit« in die Literaturgeschichte einging. Der Briefroman, an dessen Ende ein Selbstmord steht, geriet zum größten Medienskandal des 18. Jahrhunderts und sorgte dafür, dass sich eine ganze Generation in den Werther’schen Farben Gelb und Blau kleidete. Jules Massenet und seinen Librettisten gelang mit dem Drame lyrique in vier Akten, das an seinen dramatischen Höhepunkten den Verismo vorausahnen lässt, eine der eindrücklichsten Bearbeitungen des Stoffes.

Regisseur Willy Decker lotet die Diskrepanz zwischen der Sehnsucht der Liebenden und ihrer Realität, zwischen Hoffnung und Resignation im abstrakten Raum von Wolfram Gussmann aus. In Gelb- und Blautönen entfaltet sich auch visuell jene musikalisch sensibel geschilderte Traumsphäre, in welcher die realitätsferne Liebe von Werther und Charlotte einzig existieren kann.“ 

Samstag, 4., Donnerstag, 9. und Freitag, 17. April um jeweils 19.30 Uhr in der Oper Frankfurt
Foto: © Barbara Aumüller

Samstag, 04. April: Of/ Der kleine Prinz

(Andrea)

Die Geschichte vom kleinen Prinz von Antoine de Saint-Exupéry kennt man natürlich, aber sarah c. baumann spielt und erzählt die weltberühmte geschichte aus einer anderen perspektive als der gewohnten: die fliegerin, ein erwachsener mensch, voll im leben stehend, verdurstet an der einsamkeit. in der hitze der wüste und den auszehrenden folgen des wassermangels erinnert sie sich ihrer tiefen sehnsüchte, begegnet sie in traumartigen welten figuren, die aus ihren ängsten und alpträumen entsprungen zu sein scheinen und die sie bedrängen. aber sie wird auch neugierig und neben fragen, ob dies nun die wirklichkeit ist und ob das menschliche miteinander unter den sternen genau so verlaufen muss, tauchen auch visionen  und träume auf, wie sich eine andere, vielleicht bessere welt gestalten ließe, in der sich wege finden, die aus der wüste herausführen. und es wird das wohl berühmteste zitat aus dem kleinen prinzen nochmals auf den prüfstand gestellt: „man sieht nur mit dem herzen gut, das wesentliche ist für die augen unsichtbar“. „mein kleiner prinz“ ist eine auseinandersetzung mit den verdrängten wünschen, mit verweigerten, vielleicht verlorenen und wieder gewonnenen wahrheiten. eine geschichte um den großen freund in uns, der uns die welt mit anderen augen und offenem herzen zeigt eine märchenhaft böse und traumhaft erfüllende geschichte. 20 Uhr. Foto: heike bandze

Theater t-raum, Wilhelmstraße 13, Offenbach

Samstag, 04. April: Bäume

(Andrea) 

„Es geht nicht darum, wie wir die Bäume retten. Es geht darum, wie die Bäume uns retten können." In eindringlichen Bildern bringt die neue antagon-Produktion „Unter Bäumen“ die Kämpfe auf die Bühne, die heute durch unsere Gesellschaften toben. Kämpfe, die mit ungleichem Einsatz ausgefochten werden: Für die einen geht es um Wohlstand und Profit, für die anderen um das Leben selbst. Die Inszenierung gibt denen Raum, die im Mittelpunkt dieser Kämpfe stehen, und doch oft sprachlos gemacht werden. Jene, die Boden, Wasser, Leben schaffen; auch für uns – und dennoch keine Stimme haben. Wie können wir als zunehmend individualisierte Wesen von der Fürsorge und Solidarität lernen, die die Beziehungsnetze in einem Wald kennzeichnen? Wie können wir die Logik von Konkurrenz und Verwertung beiseitelegen und stattdessen: zuhören? Einen Trailer der Produktion gibts es hier. 20:30 (Einlass 20:00). Das Foto ist aus meinem Album.

protagon international performing arts,  Orber Straße 57, Parkplätze in der Umgebung vorhanden.

Sonntag, 05. April: Written on Skin

(Martin)

Written on Skin von George Benjamin. 

Zeitgenössische Opern haben es nicht leicht. Alle wollen Mozart, Puccini, Verdi,…  Dabei ist ‚Written on Skin‘ eine echte Opernperle und die neue Inszenierung in Frankfurt in der Regie von Tatjana Gürbaca habe ich wie einen ‚Opernfilm‘ erlebt. Eine fesselnde Handlung und eine Musik, die einen in ihrer Modernität fesselt. Der Inhalt der Oper ist spektakulär: Ein reicher Mann (Protector) will sich in einer Buchmalerei verherrlichen lassen. Das Resultat konfrontiert ihn mit einer unbequemen Wahrheit. Eigentlich besitzt der Protector alles, was er sich wünscht: Geld, Ländereien und den – wie er sagt – »stillen, gehorsamen Körper« seiner Ehefrau Agnès. Mit den Bildern, die er von sich anfertigen lässt, gerät seine Lebensrealität jedoch ins Wanken: Fasziniert von der Kunst und der empathischen Art des jungen Malers, beginnt Agnès eine Affäre mit ihm. Als die beiden dem Protector ihre Verbindung offenbaren, tötet der Betrogene den Maler und nötigt seine nichts ahnende Ehefrau, dessen Herz zu essen. Doch Agnès wendet selbst ihre größte Demütigung in einen persönlichen Triumph.

In SWR Kultur am Morgen wurde nach der Premiere das berichtet:„(…) Die Suche nach Schönheit in einer gottlosen, entzauberten Welt ist ein zwiespältiges Unterfangen. Es ist ein Theater des Schönen und der bitteren Grausamkeit. In diesem Sinne illuminiert Tatjana Gürbacas Inszenierung auch George Benjamins suggestive Klangfindungen zwischen hypnotischer Subtilität und geräuschhafter Gewalt. Die kaleidoskopartigen Farbwirkungen dieser Partitur sind beim Frankfurter Opern- und Museumsorchester in den besten Instrumentenhänden und der Dirigent Erik Nielsen akzentuiert die Zeitschichten mit präziser Prägnanz. Das vermeintliche Kammerspiel ist packende, mit neunzig Minuten Spieldauer konzentriert-spannende große Oper. Die umjubelte Frankfurter Produktion zeigt, wie George Benjamin hier in offen produktiver Rätselhaftigkeit eines der besten Musiktheaterwerke des 21. Jahrhunderts über die Conditio humana gelungen ist. Wie immer zeigt sich ein allen Produzenten demütig dankender Komponist dem begeisterten Publikum beim Schlussapplaus.“

In der Allgemeinen Zeitung Mainz ist zu lesen:„(…) Das ist ganz großes Musiktheater.“

Und www.concerti.de schreibt:„(…) Es entsteht ein intensives, subkutanes Hörtheater, dem man sich kaum entziehen kann, so gar kein bluttriefender Krimi-Schocker, wie die Inhaltsangabe nahelegen mag. So bietet diese Neuinszenierung einigen Mehrwert, sie ergänzt die legendäre Uraufführungsproduktion um ein wichtiges Kapitel der Interpretationsgeschichte dieses enormen Werks.“

Sonntag, 5. April um 18.00 Uhr: Oper Frankfurt
Foto: © Barbara Aumüller

Noch bis 05. Juli: Monets Küste - Die Entdeckung von Étretat

(Martin)

Diese Ausstellung ist ein MUST SEE! 
Ein Küstenort wird zum Mythos – und fasziniert bis heute. Die Felsen von Étretat, in der Normandie an der Atlantikküste gelegen, zogen im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler in ihren Bann. 
Auch Claude Monet war von der einzigartigen Steilküste mit ihren drei Felsentoren derart fasziniert, dass er ihr etliche Gemälde widmete. 

Das Städel Museum präsentiert eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung des einstigen Fischerdorfes Étretat und den Einfluss des Ortes auf die Malerei der Moderne.

hessenschau.de schreibt: „Die verschiedenen künstlerischen Annäherungen an diesen einzigartigen Ort über rund 200 Jahre zeigt die Ausstellung in faszinierend gestalteten Räumen und Gegenüberstellungen.

Gleichzeitig beleuchtet sie den sozialen Wandel des einstigen Fischerdorfs zum Badeort und zum Sehnsuchtsort der Pariser Künstler. Und sie zeigt, wie der Mythos in der Literatur, der Fotografie und sogar in der Netflix-Serie "Lupin" bis heute fortlebt.“

Bis 5. Juli (Dienstag, Mittwoch, Freitag – Sonntag 10.00-18.00 Uhr; Donnerstag 10.00-21.00 Uhr): Monets Küste - Die Entdeckung von Étretat
Städel Museum

Foto: Ausstellungsansicht Städel Museum © Norbert Miguletz

Montag, 06. April: Of/ Hola Frida

(Andrea)

Frida Kahlo ist in den letzten Jahren zum Postergirl avanciert, ihr Konterfei ziert Tassen, Tüchern, T-Shirts, Untersetzern, Seifendosen - dabei geht die Künstlerin hinter dem blumenbekränzten Gesicht irgendwie verloren. Ich habe mich eine zeitlang sehr intensiv mit ihr und Diego Riviera beschäftigt und tue mich mit manchen Auswüchsen der Pop-Kultur zugegebenermaßen schwer. “Hola Frida” erzählt die Geschichte eines ganz besonderen Mädchens. Ihr Zuhause ist Coyoacán in Mexiko – ein lebendiger Ort voller Farben, Musik und Magie. Frida ist neugierig, mutig und voller Energie. Sie beobachtet, entdeckt, träumt – und wenn das Leben ihr Schwierigkeiten in den Weg stellt, begegnet sie ihnen mit Fantasie und Kreativität. Was sie noch nicht weiß: Ihr besonderer Blick auf die Welt wird sie später zu einer der berühmtesten Künstlerinnen aller Zeiten machen. "Hola Frida" erzählt mit Wärme, Humor und Poesie von der – und davon, wie Fantasie Mut schenken kann. Ein farbenreiches Familienerlebnis, das berührt, inspiriert und nachklingt.Hola Frida. André Kadi, Karine Vézina, Kanada/ Frankreich 2024, 82 Min., ab 6 Jahren, OmU.  Trailer https://youtu.be/iqn9nh_msrk?si=6CukCD0PpPEs8ofq Einlass in die Halle um 18.45 Uhr (das Café ist zuvor bereits geöffnet), Beginn 19 Uhr.

Hafenkino, Nordring, Offenbach

Dienstag 07. April: Naxos Kino zeigt: Coexistence, My Ass!

(Daniela)

Im Namen ihres Dorfes ist eine Utopie formuliert, die Noam Shuster Eliassi von Kindheit an geprägt hat: Newe Shalom (hebräisch) oder Wahat al-Salām (arabisch) bedeutet in etwa „Oase des Friedens“. Die kleine Community von etwa 300 Menschen aus jüdischen und arabischen Familien wurde 1969 gegründet, liegt in Israel an der Grenze zum Westjordanland und erprobt gelebte Solidarität. So werden die Jüdin Noam und ihre palästinensische Freundin Ranin schon als Kinder zu Botschafterinnen der Verständigung, etwa wenn Hillary Clinton oder Jane Fonda zu Besuch kommen. Eine Karriere bei den Vereinten Nationen scheint vorgezeichnet.
In ihrer Comedyshow „Coexistence, My Ass!“, die Regisseurin Amber Fares als Leitmotiv nutzt, schlägt Shuster Eliassi hingegen schärfere Töne an. Mit ihrem beruflichen Wechsel von der Diplomatie zur politischen Komik – je nach Publikum auf Englisch, Hebräisch oder Arabisch – zeigt der Film sie als Kritikerin der Netanjahu-Regierung, vor und nach dem Terroranschlag der Hamas vom 7. Oktober 2023. So spiegelt sich an ihrem Beispiel auch die Zerrissenheit in Teilen der israelischen Linken: Auf den tiefen Schmerz, selbst geliebte Menschen verloren zu haben, folgt bei Shuster Eliassi die Wut über den Gaza-Krieg. Was kann, was darf Humor in dieser Lage? Vielleicht dazu beitragen, über das Leid zweier Völker trauern zu können und die Utopie des Friedens, trotz allem, nicht aufzugeben.

Filmgespräch mit:
Dr. Claudia Baumgart-Ochse, Senior Researcher "Transnationale Politik" des Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung Frankfurt
Rosemarie Tuchelt, naxos.Kino

Coexistence, My Ass!
von: Amber Fares, USA/F, 93 Min, Ivrit, Arabisch/OmU
coexistencemyass.com
Naxos Kino, gegenüber vom mousonturm, https://naxos-kino.de/kartenvorbestellung/

©UCM.ONE

Mittwoch, 08. April: Luna Simao (verlegt vom 07. April)

(Uwe)

Luna Simaos moderner R&B verbindet Afro-Beats, Soul, Pop und elegant-minimalistisches Sounddesign. Die Texte der Sängerin und Musikerin, einer Deutschen mit angolanischen Wurzeln, erzählen intensive Geschichten von Identität und Herausforderungen, die sie in ihrem Alltag zwischen zwei Welten erlebt, von empathischer Auseinandersetzung mit Themen wie Familie und der Inspiration, die sie in ihrem Glauben findet. 

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Mittwoch, 08. April: Veronica Fusaro

(Uwe)

Veronica Fusaro erinnert allein mit ihrer Präsenz an die wesentlichen Zutaten, die ein Konzert unvergesslich machen: fesselnde Songs, eine bezaubernde Stimme und unverkennbare Ausstrahlung. 

Die Musikerin, die Pop, Soul und Rock miteinander vereint, versteht es meisterhaft, intime Momente mit ihrem Publikum zu schaffen. Doch ehe man sich versieht, zieht sie die Zuhörer mit ihrer energiegeladenen Band- Performance in einen Strudel aus kraftvollen Rhythmen und Melodien. 

Ponyhof / F., Klappergasse / Einlass: 19 Uhr
Foto: Nils Sandmeier

Donnerstag 09. bis Sonntag 26. April: Nandu Kriesche – inside paradise

(Daniela)

Ich erinnere mich sehr gerne an unsere super schöne Zeit in unserem Kulturlabor. Die Künstlerin Nandu Kriesche stellte damals auch bei uns aus. Jetzt zeigt sie eine neue Ausstellung in Offenbach:

Nandu Kriesche – inside paradise
9.4. bis 26.4. 2026, Bund Ofenbacher Künstler

Nandu Kriesches Lasurmalereien zeichnen sich durch eine Tiefenschichtung aus, die eine pulsierende Farbigkeit generiert – ein chromatisches Leuchten, das den Bildträger zu transzendieren scheint. Sie stellt dabei die essenzielle Frage nach der heutigen Verortung des Paradiesischen: Ist das Paradies ein Sehnsuchtsort der Natur oder findet es seine Entsprechung in der technologischen Perfektion? Ein faszinierender Wendepunkt in ihrer Ikonographie zeigt sich in Werken wie „Immer wieder aufstehen“. Hier rekurriert die Künstlerin auf die hochkomplexe Ästhetik der Wafer-Produktion innerhalb der Halbleiterindustrie. Es ist ein Licht, das in seiner Reinheit fast extraterrestrisch wirkt und physikalische Zustände beansprucht, die Ingenieure bezeichnenderweise als „magisch“ titulieren. In der Komposition „Guten Morgen Max“ überführt Kriesche diese technologische Mystik in die Sprache der Malerei. Durch die Visualisierung von Quantenverschränkungen evoziert sie Räume, die sich der herkömmlichen Perspektive entziehen und den Blick in unbekannte Dimensionen öffnen. Ergänzt wird die Schau durch subtile Lichtobjekte, die im Dialog mit den Leinwänden stehen. 

Vernissage: Donnerstag, den 9.4., um 19 Uhr
Begrüßung: Ilka Mottscheller, Einführung: Nandu Kriesche
Midissage: Sonntag, 19.4., 13.00 Uhr, Vortrag der Künstlerin: „Künstlerische Intelligenz“ im Kunstprozess 
Nacht der Museen; Samstag 25. April: Special-Lichtinstallation
Finissage: Sonntag, 26.4., von 12–15.00 Uhr mit Künstlergespräch um 13 Uhr.

bok – Bund Offenbacher Künstler e.V. , Kirchgasse 29, 63065 Offenbach, www.bund-offenbacher-kuenstler.de
Öffnungszeiten: Do., Fr. + Sa. 16 – 19 Uhr, So. 11 – 15 Uhr  

Donnerstag 09. April: 10 Jahre Bridges Kammerorchester

(Daniela)

Was 2016 als Begegnungsprojekt unter dem Titel Bridges – Musik verbindet im hr-Sendesaal begann, hat sich zu einem renommierten Orchester entwickelt: Das Bridges Kammerorchester als Pionier transkultureller Musik und Plattform für Gemeinschaft und Austausch mit seinen vielfältigen Projekten.
10 Jahre Brücken bauen über Musik.
In unserem Jubiläumskonzert möchten wir dies zusammen mit unserem Publikum feiern: Im hr-Sendesaal bringt das Bridges Kammerorchester zu diesem Anlass zahlreiche Uraufführungen sowie Eigenkompositionen auf die Bühne – unter der Leitung von Dirigentin Xizi Wang. Mit dabei, der international gefeierte Ausnahmemusiker Wu Wei. Wu Wei gilt als Botschafter der chinesischen Mundorgel Sheng, die auf eine über 3.000 Jahre alte Tradition zurückblickt, und bringt das Instrument als höchst virtuosen Klangkörper in die transkulturelle Klangwelt des Bridges Kammerorchester. Das weitere Programm umfasst Werke von Claude Debussy in einem transkulturellen Arrangement sowie die Uraufführung von alterity 3.0, Teil eines kollektiven Gesamtwerks verschiedener Orchestermitglieder.Klangkörper: Denn das Orchester vereint 25 Musiker*innen aus 15 Ländern und verbindet westeuropäische, arabische sowie persische Instrumente und Musikstile und greift auch auf traditionelle osteuropäische, zentralasiatische und lateinamerikanische Klänge zurück. Die Musiker*innen des Orchesters komponieren und arrangieren einen Großteil des Repertoires selbst – sie sind Expert*innen für ihre Orchesterbesetzung, die es auf der ganzen Welt nur einmal gibt.

Bridges Kammerorchester - 10 Jahre BridgesBrücken
Sendesaal des Hessischen Rundfunk, Frankfurt, 19.00 Uhr
Foto ©: salar-baygan
bridges-kammerorchester.de/kalender/hr-sendesaal-9-4-260409-1900

Donnerstag, 09. April: Querbeat

(Uwe)

Ein 11-köpfiges kreatives Kollektiv will machen. Und spielen. Die Band lebt für die Bühne, für den Rausch in Energie aus Publikum und Tönen. Querbeat ist eine Summe von Statements: Festivalband, Jazz-Cracks, irgendwie Karneval und 'ne Prise Punk-Attitude. Crowdsurfen, Moshpit, Sommervibes und bewegende Live-Momente. Einmal alle Schubladen voll Anarchie bitte. Was klar ist: Querbeat ist anders. Mit viel Brass-Instrumenten, klarer politischer Haltung, rauem Gesang und Live-Energy wie eine einzige Ansage: Früher wird alles besser! Tage muss man mit Liebe verschwenden, Nächte macht man gefälligst durch – „Guten Morgen Barbarossaplatz“, liebe Welt. Das aktuelle, dritte Studioalbum „Radikal 

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Beginn: 20 Uhr
Foto: Zoom, Facebook

Donnerstag, 9. April: Traitrs

(Andrea)

Vielleicht die richtige Musik zu dieser Zeit. Ich sage vielleicht, weil die Nachrichten leider so sind, wie sie eben sind. “Das kanadische Cold-Wave-Duo TRAITRS spiegelt mit seinen melancholischen Melodien und Horror-inspirierten Texten und Bildern die Tristesse des modernen Lebens wider und hat sich heute als einer der am schnellsten aufsteigenden Stars im Gothic- und Post-Punk etabliert. Der Sänger/Gitarrist Shawn Tucker und der Synthesizer-Spieler Sean-Patrick Nolan wurden Ende 2015 in Toronto, Kanada, gegründet und verbindet eine gemeinsame Vorliebe für New Wave, Hardcore- und Punkrock-Kultur, Arthouse-Horrorfilme und düstere elektronische Musik.” Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19.30 Uhr. Text und Bild: grend.de/traitrs/

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Donnerstag, 9. und Freitag, 10. April : 16BIT

(Martin)

Paula Rosolens „16BIT“ begeisterte Frankfurt bereits bei seiner Premiere im Mousonturm 2022. Nach gefeierten Gastspielen in ganz Europa kehrt das energiegeladene Tanzstück nun zurück – und erobert die große Bühne im Bockenheimer Depot. Zwischen Kick, Loop und Bassline tanzt sich Rosolen mit ihrem sechsköpfigen Ensemble durch die Techno-Revolution. Von den Ursprüngen in den Schwarzen Communities Detroits über die Frankfurter Extasen bis zur explosionsartigen Entladung in Berlin nach dem Mauerfall zeichnet „16BIT“ die Dimensionen und Wirkungen von Techno auf Kunst, Politik und Lebensweisen nach. Neben Berlin war Frankfurt Anfang der 1990er Jahre das kulturelle Zentrum von Techno und Clubkultur – mit prägenden Figuren wie Sven Väth oder Anzilotti und Michael Münzing, deren Projekt „16Bit“ namensgebend für Rosolens Stück war. Ausgehend von einfachen, geloopten Bewegungen entwickeln die Tänzer*innen eine hypnotische Kraft, in die das Publikum eintaucht. „16BIT“ ist dabei weit mehr als ein Stück über Techno: Es ist ein bewegendes Fest über die gemeinschaftliche Erfahrung von Energie. 

Tanz - Künstler*innenhaus Mousonturm im Bockenheimer Depot um jeweils 20.00 Uhr
Foto: © Klaus Gigga

Freitag, 10. April, bis Sonntag, 12. April: Of/ Hochbeetebau

(Andrea)

Ein schönes und hoffentlich auch nachhaltiges WDC-Projekt, von dem viele profitieren können: "Wir treffen uns an 3 Tagen, um die Hochbeete zu bauen. Wir arbeiten vor Ort, in kleinen Gruppen, die jeweils von einer Person angeleitet werden. Für Werkzeug ist gesorgt. Der Workshop richtet sich an alle, die Freude an handwerklicher Arbeit haben oder etwas Neues ausprobieren möchten. Der Park befindet sich direkt hinter der Rolandpassage. Die nächstgelegene S-Bahn Haltestelle ist Offenbach Marktplatz von dort sind es 15 Minuten zu Fuß. Nächstgelegene Bushaltestelle: Friedensstraße (Linie 551). Anmeldung einfach per Mail an weidenpavillon(at)web.de. Teilt gerne mit, an welchen Tagen ihr Zeit habt und ob ihr schon Erfahrung habt oder noch nicht. Aktuelle Updates findet ihr auf dem Instagram-Account @weidenpavillon Der Workshop ist kostenlos. Deutsch & English

Rolandpark im Senefelder Quartier, Offenbach

Freitag, 10. April: Drei Meter Feldweg

(Andrea)

Im charmanten Salzhausen am Rand der malerischen Lüneburger Heide, einem idyllischen Ort, mit Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie und wunderschöner landlicher Natur. Es gibt die 1897 erbaute Eyendorfer Windmühle, en Aussichtsturm „Am Paaschberg“ und die romantische St. Johannis Kirche. So weit, so erbaulich. Aber für Jugendliche wohl ziemlich langweilig…da hilft nur Punk! Das machen Bennet, Hendrik, Philip und André seit 2011 und das sogar ziemlich erfolgreich. Fünf Alben später kommen sie nach Frankfurt. Drei Meter Feldweg orientiert sich musikalisch an Vorbildern wie Die Toten Hosen, Die Ärzte, Broilers oder auch Montreal, Sondaschule und Rogers. Also eine ziemlich witzige Mischung. Einlass 19 Uhr. 

Das Bett, Schmidtstraße

Freitag, 10. April: curated sounds

(Andrea)

Radraum plane ich heute ganz fest ein, ein Drink und Musik um die Ohren, noch dazu wahrscheinlich meist unbekannte, bei curated sounds: “Willst du deine Lieblingsplatten mal über große Boxen hören oder einfach die besten Tracks aus deiner Sammlung präsentieren? Dann komm doch vorbei. Ob du nur einen Drink genießt oder selbst auflegst, entscheidest du. Feel free to join!” Eintritt frei. 

Radraum, Bleichstraße 22, Offenbach

Samstag, 11. April: Hagen Rether: Liebe

(Uwe)

Rethers LIEBE ist tragisch, komisch, schmerzhaft, ansteckend: Das ständig mutierende Programm mit dem immer gleichen Titel verursacht nachhaltige Unzufriedenheit mit einfachen Erklärungen und stiftet zum Selberdenken und -handeln an. Bis zu dreieinhalb Stunden plädiert der Kabarettist leidenschaftlich für Aufklärung und Mitgefühl, gegen Doppelmoral und konsumselige Wurstigkeit: Wandel ist möglich – wenn wir wollen.

Centralstation zu Gast im darmstadtium, Musikkabarett/Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium / Beginn 19.00
Foto: Alexander Kiß

Samstag, 11. April: Of/ Ini HbF sammelt Unterschriften

(Andrea)

Der Offenbacher Hauptbahnhof heißt alles andere als willkommen und weil das so ist, will die Initiative Hauptbahnhof ihn entwickeln und bespielen. Dafür müsste sich aber die DB bewegen und deshalb werden jetzt Unterschriften gesammelt werden; Ziel ist es, 5.000 Unterschriften für unsere Petition öffentlichkeitswirksam an die DB zu übergeben. Hier der Link zur Petition: https://weact.campact.de/p/hbfof Heute um 11 Uhr bis Marktende gibt es einen Infostand mit Unterschriftensammlung für die Petition auf dem Wilhelmsplatz - Unterstützerinnen und Unterstützer sind jederzeit willkommen - und ein Besuch auf dem Wochenmarkt lohnt sich ja immer. Das Foto zeigt Gleise irgendwo.

Wilhelmsplatz, Offenbach

Samstag 11. April: TANZTEE – Sunday Sundowner auf dem Main Special Guest: NI-KA (Vocals)

(Daniela)

SAMSTAG NICHT SONNTAG!!!

TANZTEE – Sunday Sundowner auf dem Main
Special Guest: NI-KA (Vocals) 
plus Host: KOSMIK KAT (PEDO KNOPP) & MARTIN B

NI-KA – Eine unverwechselbare Stimme der Frankfurter Szene
NI-KA gehört zu den markanten Stimmen der Frankfurter Musikszene. Aufgewachsen in der Südpfalz und heute in Frankfurt zuhause, verbindet sie deutschsprachigen Neo-Soul mit Einflüssen aus Hip-Hop und Jazz – selbstbewusst und mit einem Sound, der sofort wiedererkennbar ist.

2024 veröffentlichte sie ihr Debütalbum Anni. Im selben Jahr stand sie im deutschen ESC-Vorentscheid auf der Bühne und war auf Moses Pelhams Abschiedsalbum Letzte Worte zu hören. Pelham bezeichnet sie als „eine der aufregendsten Sängerinnen, die wir in Deutschland haben“ – ein Kompliment, das ihre Entwicklung treffend beschreibt. Musikalisch im Gospel verwurzelt, überzeugt NI-KA mit einer unverwechselbaren Stimme: warm, rau und mit dunklem Timbre. Ihre Songs sind persönlich und tragen eine klare Handschrift – sie erzählen von Identität, Selbstbehauptung und der Suche nach Echtheit.

Ende April tritt sie gemeinsam mit der hr-Bigband auf – eine Zusammenarbeit, die ihrem Sound eine neue Dimension verleiht. Zuvor kommt sie am Samstag, den 11. April, zum TANZTEE auf die Mainod. Dort bringt sie ihre Stimme live in das DJ-Set von Kosmik Kat ein: spontan, gefühlvoll und im Dialog mit der Musik. Mit einem kurzen Gastauftritt setzt außerdem Underground-DJ Martin B. zusätzliche Akzente.

Für die passende Atmosphäre sorgen das Mainod-Team mit kühlen Drinks und feiner Küche sowie der Blick über den Main – beste Voraussetzungen für einen entspannten, schwungvollen Sonntagnachmittag.
Einlass: 16 Uhr | Musik: 17 Uhr - 22:00 Uhr
Mainod - Café Restaurant Hotel | Batterie | 65929 Frankfurt Höchst
Eintritt: €10,- 
© Marvin Mensah

Samstag, 11. April: Nightmarket

(Andrea)

Die Bar Shuka mag ich sehr und wenn das 25hours Hotel The Trip nebenan heute zum Nightmarket lädt, ist das ein wunderbarer Anlass für einen Ausflug in die Niddastraße: "Sechs Etagen, sechzig Pop-up-Räume. Independent Brands, Vintage-Funde, Designstücke, die nach Aufmerksamkeit verlangen. Jeder Raum ein eigener Kosmos, jede Marke mit eigenem Vibe und eigener Handschrift. Zusammen entsteht ein wilder Mix aus Style, Kultur und Energie. Zwischen Live-Tattoos, Grillz & Tooth Gems, Workshops und dem Experience Room entsteht ein Playground, der alle Sinne mitnimmt. Highlights wie die Hotelroom Live-Sessions oder "Drag Me To The Suite" sind zu erwarten genauso wie ein zwei Music Floors. Loaded Fries? Natürlich wieder am Start. 17:00 – 01:00 Uhr VVK 10 €, AK 12 € Tickets 

25hours Hotel “The Trip”, Niddastr. 56

Samstag, 11. April: Klangkarussell

(Uwe)

Weltweit ausverkaufte Tourneen, Headliner, Chartspitze. In Windeseile wurden Superlative gesprengt. Die österreichischen Megastars Klangkarussell kommen im Rahmen ihrer Kaleidoscope Tour für fünf Shows nach Deutschland. Mit ihrer legendären Debutsingle „Sonnentanz“ (2012) stürmte das Elektronik-Duo weltweit die Charts. In zahlreichen Ländern kam die Hitsingle in die Top Ten oder führte sie direkt an. Die warmen, hypnotischen Synthesizer-Melodien, die den Track auszeichnen und die Massen verzauberten, wurden zum Markenzeichen der Österreicher. … 

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Beginn: 19 Uhr
Foto: Zoom, Facebook

Montag 13. April: „Elie Wiesel: Soul on Fire“, Claims Conference Yom haShoa Global Film Series

(Daniela)

anlässlich von Jom haSchoa lädt die Jüdische Gemeinde in Kooperation mit der Claims Conference zum Filmscreening im Rahmen der
Claims Conference Yom haShoa Global Film Series in Frankfurt ein:

„Elie Wiesel: Soul on Fire“ (USA 2024) - Originalversion mit englischen Untertiteln

„Manchmal habe ich Angst, dass die Geschichte vergessen werden könnte. Manchmal habe ich Angst, dass sie bereits vergessen ist.“
Achtzig Jahre nach seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Buchenwald nähert sich dieser eindrucksvolle Dokumentarfilm dem Menschen hinter Elie Wiesels weltbekannten Memoiren „Night“. Durch seine eigenen Worte und seine unverwechselbare Stimme entsteht ein vielschichtiges Porträt – von seinen Leidenschaften, inneren Konflikten und seinem Vermächtnis als einer der sichtbarsten Überlebenden der Schoa.
Mit einzigartigem Zugang zu persönlichen Archiven, seltenen Originalinterviews und künstlerischen Animationen beleuchtet der Film Wiesels Leben als Überlebender, Schriftsteller, Lehrer, öffentliche Persönlichkeit und Friedensnobelpreisträger.

Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion statt mit:
* Marc Grünbaum (Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt und Kulturdezernent),
* Rüdiger Mahlo (Repräsentant der Claims Conference in Europa),
* Prof.in Lea Wohl von Haselberg (Film- und Medienwissenschaftlerin, Publizistin und Kuratorin) 
* Eva Szepesi (Holocaust-Überlebende)
Moderation: Prof. Doron Kiesel (Leiter der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland)

Montag, 13. April 2026, 19:00 Uhr
Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Mai
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung ist erforderlich. Karten: jg-ffm.de/karten  (freie Platzwahl im Kinosaal)

Dienstag, 14. April: Hauck & Bauer: Dafür haben sie Geld

(Uwe)

Elias Hauck und Dominik Bauer, beide Jahrgang 1978, kennen sich bereits seit der Schulzeit. Seit 2003 arbeiten sie als Cartoonisten-Duo zusammen. Bauer denkt sich die Witze in Frankfurt am Main aus, Hauck zeichnet sie in Berlin. Dazwischen streiten sich beide erbittert über Formulierungen und Gesichtsausdrücke. Die Endergebnisse werden regelmäßig von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der SZ, der TITANIC, der Apotheken Umschau u.a. gedruckt.

Was machen Therapiehunde privat? Wie begeistert man Deutsche für Einwanderung? Und warum sind Ehen nicht zum Quartalsende kündbar? Diese und weitere Fragen können Ihnen Hauck & Bauer auch nicht beantworten - aber immerhin stellen sie diese Fragen mal. Das „witzigste Comic-Duo Deutschlands“ (Süddeutsche Zeitung) präsentiert einen neuen bunten Abend in Schwarz-Weiß. Bei ihren Lesungen werfen Hauck & Bauer ihre Zeichnungen an die Wand und vertonen sie live mit verteilten Rollen. Und das macht alles noch schlimmer bzw. noch schöner!

Romanfabrik / Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Veit Hengst

Dienstag, 14. April: The Wave Pictures

(Uwe)

Aus dem ruhigen Dorf Wymeswold stammend, an der Grenze zwischen Nottinghamshire und Leicestershire gelegen, formierten sich The Wave Pictures Ende der 1990er-Jahre als Gruppe von Schulfreunden mit gebrauchten Instrumenten, einer Liebe zum amerikanischen Indie-Rock und einem instinktiven DIY-Ethos. Über drei Jahrzehnte hinweg sind The Wave Pictures zu einer der eigenständigsten und langlebigsten Kultbands Großbritanniens herangewachsen.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Beginn: 20:30 Uhr
Foto: Zoom, Facebook

Dienstag, 14. April: Luca Noel

(Andrea)

Ich kenne den jungen Mann bisher nicht, aber das liest sich doch ganz ansprechend: Luca Noel ist kein Künstler, der stehen bleibt. Seine Songs bewegen sich zwischen Indie und Pop, zwischen Verletzlichkeit und Klarheit, zwischen Reflexion und Aufbruch. Nach viralen Erfolgen wie „Fucked Up“ oder aktuell „tu was du nicht lassen kannst“, zahlreichen Playlist-Platzierungen und gefeierten Live-Shows, will er mit neuer Musik vor allem eins: seine Perspektive teilen.„Ich mache Musik, weil ich nicht anders kann. Das ist mein Antrieb“, so Luca. „Die Songs auf die Bühne zu bringen, gibt mir die Möglichkeit, ehrlich und direkt mit den Leuten in Kontakt zu treten. Keine Fassade, kein Filter.“ Welche Bühne wäre da besser geeignet, als die von meinem kleinen Lieblingsclub an der Konsti. Foto: Jeanette.sophie

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Dienstag, 14. April und weitere Termine: Faust. Der Tragödie erster Teil

(Martin)

Für alle, die sich umsonst bemühen, FAUST im Schauspiel Frankfurt sehen zu wollen, gibt’s hier eine Alternative – wobei: Im Schauspiel Frankfurt steht der zweite Teil von Faust im Zentrum – deshalb am Besten den Doppelpack und zuerst ins Kulturhaus (früher Katakombe) und dann ins Schauspiel Frankfurt…

Der Einsatz ist die Seele. 
Wofür verwetten wir heute unsere Seelen? 
Gier, Konsum, Rausch, Macht, ewige Jugend, Clicks auf Instagramm und TikTok? 

Faust ist in einer Krise, deprimiert und vom Leben gelangweilt, verspricht er Mephisto seine Seele, wenn es diesem gelingen sollte, ihn von seiner Unzufriedenheit zu befreien und neuen Schwung in sein Leben zu bringen. 

"Topp, die Wette gilt". Mephisto nutzt die Gelegenheit und besiegelt den Pakt mit Blut. Wie mit Gott vereinbart, versucht er Faust vom rechten Weg abzubringen. Er eilt mit ihm von Event zu Event, von Auerbachs Keller zur Hexenküche und lässt ihn dort in einen jungen Mann zurückverwandeln. 

Er zeigt ihm im Spiegel das Bild einer jungen Frau in die sich Faust sofort verliebt. Mephisto führt mit Marthens Hilfe die Bekanntschaft herbei und Faust überhäuft sie mit Geschenken, Schmuck, Kleidung. 

Gretchen lässt sich verführen, ist geblendet von Habitus und Auftreten Fausts. Dieser hat keine Skrupel. Um eine Nacht mit ihr verbringen, besorgt Mephisto Faust einen Schlaftunk für die Mutter. Daran stirbt sie und Gretchen wird schwanger - Das Unheil nimmt seinen Lauf...

Dienstag, 14. April (Premiere) um 19.00 Uhr; weitere Vorstellungen im April, Mai und Juni: 
Faust. Der Tragödie erster Teil - J.W. Goethe
Kulturhaus Frankfurt, Pfingstweidstr. 2, 60316 Frankfurt
Foto: © Homepage Kulturhaus Frankfurt

Mittwoch 15. April: Jérôme Leroy - Die kleine Faschistin - La petite fasciste Zweisprachige Lesung, mit Eva-Maria Magel (FAZ)

(Daniela)

Der Kulturverein Literatur im Stadtteil (LiS) eV im Frankfurter Nordend lädt ein:

Jérôme Leroy - Die kleine Faschistin - La petite fasciste
Zweisprachige Lesung, mit Eva-Maria Magel (FAZ)

Eine französische Kleinstadt an der Nordsee, an der Grenze zu Belgien. Hier wächst die „kleine Faschistin“, wie Francesca zu Hause liebevoll genannt wird, zwischen  Schießstand und rechtsintellektuellen Klassikern auf.
Jérôme Leroy geboren 1964 in Rouen, ist Autor, Literaturkritiker und Herausgeber. Er hat zahlreiche Kriminalromane veröffentlicht. Auf Deutsch erschienen bisher „Der Block“ (2017), „Die Verdunkelten“ (2018), „Der Schutzengel“ (2020), „Terminus Leipzig“ (2022), ein Gemeinschaftswerk mit Max Annas, sowie „Die letzten  Tage der Raubtiere“ (2023). „Der Block“ wurde mit dem  Deutschen Krimipreis 2018 in der Kategorie International (3. Platz) ausgezeichnet. Jérôme Leroy lebt in Lille.
In Kooperation mit dem Institut français Frankfurt / IFRA-SHS

Beginn: 20 Uhr
Buchladen Land in Sicht - Eiserne Hand 3 - 60318 Frankfurt
**Eintritt 8 - 13 Euro**
©Pascal Ito

Mittwoch, 15. April: Of/ Hooked by a book

(Andrea)

"Zwei Menschen treffen sich und schlagen ein Buch auf: Sie beginnen darin zu blättern – das Buch stellt Fragen und regt an zu Austausch und Gespräch – über das Leben und die Welt im Großen und Kleinen, das Abgrenzende und das Verbindende, das Allein- und das Zusammen-Sein. Ein komplett analoges, doch interaktives Stück zwischen zwei Fremden. Eine Doppelbelichtung. Wo auch immer. Ein Stück, das keine Bühne benötigt und keine Zuschauenden. Das in allen Winkeln dieser Welt stattfinden kann: einem Einsiedlerhof, einer Kleinstadt, einer Metropole. Seite für Seite verhaken sich die beiden Menschen und werden so zu den Hauptpersonen des Buchs. „Hooked on a Book“ ist ein Projekt von Rimini Protokoll initiiert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain, im Rahmen von World Design Capital 2026. Mit freundlicher Unterstützung der Akademie der Künste, Sektion: Film- und Medienkunst. Eintritt frei. 18.30 Uhr

SCAPE, Frankfurter Straße 39, Offenbach

Donnerstag 16. - Samstag 18. April: PINK MOMENTS: Veranstaltungsreihe zur queeren Kino- und Filmgeschichte

(Daniela)

PINK MOMENTS: Veranstaltungsreihe zur queeren Kino- und Filmgeschichte geht im April und Mai weiter mit Hommage an Rosa von Praunheim 

Die neue Veranstaltungsreihe PINK MOMENTS vom Frankfurter Arbeitskreis queere Stadtgeschichte wirft nach dem erfolgreichen Auftakt einen weiteren Blick auf fünfzig Jahre queere Film- und Kinogeschichte: Von 16.-18.4 in Zusammenarbeit mit dem Kino im Deutschen Filmmuseum, am 22.4 zusammen mit dem mal seh’n Kino und am 04./05.Mai in Zusammenarbeit mit der Pupille – Kino in der Uni.

Ein Film – Rosa von Praunheims NICHT DER HOMOSEXUELLE IST PERVERS, SONDERN DIE SITUATION, IN DER ER LEBT – spielte mit seinem Erscheinen 1971 eine wesentliche Rolle in der Entstehung der bundesdeutschen Schwulenbewegung. In der Lesbenbewegung wurde Jan Oxenbergs A Comedy of Six Unnatural Acts zum Auslöser selbstkritischen coming outs auf der Leinwand. 

Die Filmauswahl von PINK MOMENTS ist in Rückschau auf die schwule und lesbische Kinoarbeit in Frankfurt entstanden – anhand von Dokumenten und Erinnerungen – und in Erwartung eines heutigen Publikums.  Nach einer glanzvollen Eröffnung am 21.2.2026 im Historischen Museum mit über 200 Besucher:innen, Filmprogramm und Gästen, Ausstellung von Dokumenten des queeren Kinoarbeit und regem Barbetrieb, geht es nun an drei Spielorten im April und Mai weiter:

16.-18. April: Kino des Deutschen Filmmuseums, Gäste: Elfi Mikesch und Martin Dannecker
22. April: Mal seh’n Kino, Gäste: Monika Treut und  Bernadette Kolonko
4. und 5. Mai: Pupille – Kino in der Uni, Gast: Annette Kennerly

Weitere Informationen zu den einzelnen Filmprogrammen und Termine auf den Homepages der jeweiligen Spielorte und unter: https://luqs-frankfurt.de/aktuelles/

Ein Programm von Karola Gramann und Heide Schlüpmann in Zusammenarbeit mit Andreas Beilharz und Björn Schmitt (DFF), Gunter Deller (mal seh’n Kino), Gloria Pfister und Marlene Hofmann (Pupille – Kino in der Uni.

(c)_Markus Tiarks

Donnerstag, 16. April: Sebastian Lehmann: Kleinere Katastrophen

(Uwe)

Sebastian Lehmann ist inzwischen Anfang Mitte Vierzig und tourt seit zehn Jahren mit seinen Soloprogrammen durch Deutschland. Aber seine Eltern wissen immer noch nicht, was er beruflich macht: "Irgendwas mit Medien, oder?" Auch sein kleiner Sohn ist sich unsicher, was der Vater eigentlich tagsüber treibt: "Papa, was machst du eigentlich, wenn Mama Geld für uns verdient?" An diesem Abend stellt Sebastian also vor, was er "arbeitet": Er telefoniert mit der Kita seines Sohnes und erklärt, warum Karl Marx zur Früherziehung gehört und man auch mal das falsche Kind abholen darf …

Centralstation / DA, Im Carree, Beginn 20.00
Foto: Oliver Look

Donnerstag, 16. April: Youssou N’Dour

(Uwe)

Youssou N’Dour – Mbalax (2021) Album Summary* With Mbalax, his 2021 album, Youssou N’Dour reaffirms his legacy as a masterful bridge between tradition and modernity. Rooted in Senegalese sabar rhythms and griot storytelling, Mbalax is a twelve-track celebration of culture, resilience, and social consciousness. Created after a two-year hiatus, this album finds N’Dour and his legendary Super Étoile band blending acoustic Senegalese sounds with global influences, crafting a sound both unmistakably local and universally resonant.

More than just a musical experience, Mbalax is a poetic, urgent, and hopeful call for unity, dignity, and cultural pride. As Rolling Stone writes, N’Dour’s voice “locks the history of Africa inside it,” and with this album, he continues to be not just a voice of Senegal, but of the world.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Beginn: 20 Uhr
Foto: Zoom, Facebook

Donnerstag, 16. April: Piano Man - verschoben auf September

(Andrea)

Wenn man bei Google “Piano Man” eingibt, landet man sofort bei dem US-amerikanische Sänger, Pianist und Songschreiber William Martin „Billy“ Joel, dessen Songs wir alle kennen - ich mag “Honesty” zum Beispiel sehr gerne. Heute werden My Life, Just The Way You Are, All About Soul oder Uptown Girl – bis hin zu New York State Of Mind und natürlich Piano Man live gespielt von der PIANO MAN-Band in Original-Besetzung die Songs von Billy Joel mit ihren vielfältigen Geschichten - gespickt mit Gags und interessanten Anekdoten aus seinem Leben. In einem zweieinhalbstündigen Konzert mit Originalarrangements nehmen wir Euch mit auf eine Reise durch die Hits des Weltstars. Einlass 19 Uhr. 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

V O R S C H A U

Freitag, 17. April 2026: Oehl: Tour der guten Hoffnung

(Uwe)

Austropop! Die Lieder von Sänger und Songwriter Ariel Oehl gehen tief unter die Haut und sind dabei alles andere als gefühlsduselig. Sie verhandeln die großen Themen der Gesellschaft und werden auftreibenden Beats serviert, mit lebendigen Bass-Lines und einer Sanftmut, die im deutschsprachigen Indiepop ihresgleichen sucht. Die Musik von Oehl ist schwer und leicht zugleich, eine Summe von Gegensätzen, die in der Musik zusammenkommt und sich, wie man in Österreich sagt, ganz selbstverständlich „ausgeht“.

Centralstation / DA, Im Carree, Beginn 20.00
Foto: Tim Cavadini

Freitag 17. April: Vintage Soundsystem # 27 Fußball, Pop & Politik, Kommentiertes Auflegen in Wort und Bild mit Klaus Walter

(Daniela)

Geh´nicht mit dem Fußballer! + Wie Pop ist Fußball? + Wie rund ist der Ball? + Wie ich mal von Anouschka Bernhard (FSV Frankfurt) abgegrätscht wurde. + Warum ich Mesut Özil liebe (den Fußballer). + Warum ich Mesut Özil nicht mehr lieben kann (den Rest). + Wie J.J.Okocha Soccer is locker auf Knickerbocker reimt. + If you have a racist friend. + Wie Birgit Prinz mir mal eine CD geschenkt hat. + Wie Mark E. Smith die Ergebnisse der Premiere League liest. + Wie ich am FKK-Strand den Übersteiger lernte. + Fußball, Motor der Globalisierung. + Lob des Absatzkicks. + Der Rammstein-Boateng-Onkelz-Komplex. + Stan Libuda, meine erste große Liebe. + Die fünf tollsten Fußballlieder. + Die fünf scheußlichsten Fußballlieder. + Shall we take a trip zwischen gestern und morgen, zwischen der Liebe zum modernen Fußball und dem Hass auf den modernen Fußball.

Seine Laufbahn als Fußballer begann Klaus Walter mit sechs Jahren bei Grün-Weiß Walldorf. Weitere Stationen waren Germania Schwanheim, SG Höchst, FC 66 Frankfurt und SC Weiß-Blau Frankfurt, wo er wegen kaputter Knie mit 41 Jahren aufhören musste. Von 1984 bis 2008 hatte er eine Sendung beim Hessischen Rundfunk: Der Ball ist rund (kein Fußball).

Vintage Soundsystem # 27
Fußball, Pop & Politik
Kommentiertes Auflegen in Wort und Bild mit Klaus Walter
Freitag 17.04.2025 Tür & Küche ab 19 Uhr, Beginn 20:00 Uhr
Pastel, Lindleystr. 15, barrierefrei, Frankfurt
Eintritt frei 

Freitag, 17. April: Oscar Wilde. BUNBURY. ( (Premiere, weitere Termine)

(Martin)

Eine triviale Tragödie für ernsthafte Leute

Viktorianisches Zeitalter: Alles an seinem rechten Platz. Ein anständiger Mann ist ein anständiger Mann, eine anständige Frau ist eine anständige Frau. QUEEN Viktoria ist eine gewichtige Herrscherin und die Moral ihrer schweren Unterröcke schafft eine miefige Atmosphäre, die zum Ersticken ist. Und doch ist Oscar Wilde der gehätschelte Liebling dieser Zeit. 

KING Oscar, Regent der spitzen Provokationen gegen alles Etablierte, sich selbst zum Maßstab an die Spitze des Etablierten setzend, verheirateter Familienvater, der Artist der gehobenen Salons, der Formvollendete!  Er ist aber auch der promiske Schwule auf gierigen Streifzügen im Strichermilieu, der Streuner im schmuddeligen Abseits, der mit Flecken auf den Samthosen nach Hause kehrt. DOPPELEXISTENZEN BIETEN SPRENGSTOFF.

Komödie schreiben, Komödie spielen. Nichts dem Ernst überlassen. Den Gesellschaftsclown geben, der immer den letzten Schrei kreiert und alle kreischen mit. Mit BUNBURY hat Wilde die Präzision seines Witzes auf die Spitze getrieben. Und enthüllender hat Wilde sich nie verhüllt als in diesem letzten Theaterstück.  

Am 14. Februar 1895 war Premiere. Es wurde viel gelacht!
Am 25. Mai wurde er wegen Homosexualität und Sodomie verurteilt. 
Es wurde viel gelacht!! über seine Antworten, die er im Verhör wie eine seiner Bühnenfiguren parat hatte. 
Die Urteilsverkündung: zwei Jahre Zuchthaus mit schwerer Zwangsarbeit. Redeverbot. Verbot aller Schriften. Absetzung aller Stücke. 
Die Protokolle der Prozessakten sind mit Wildes BUNBURY verschnitten. Glänzende Oberfläche und grotesker Abgrund kreuzen sich zu einer trivialen Tragödie für ernsthafte Leute.
DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST ANTASTBAR.

Freitag, 17. April (Premiere) um 19.30 Uhr, Samstag, 18., Montag, 20., Freitag, 24., Samstag, 25. April, Samstag, 2., Sonntag, 3., Samstag, 9., Sonntag, 10., Mittwoch, 13., Freitag, 15., Samstag, 16., Donnerstag, 28., Freitag, 29. Und Samstag, 20. Mai um jeweils 19.30 Uhr im Theater Willy Praml in der Naxos-Halle
Foto: © Paula Kern

Freitag, 17. April: Eläkeläiset

(Uwe)

Ihr erster Deutschland-Auftritt fand vor genau 30 Jahren statt – am 2. März 1996 im Juz Rostock. Grund genug, dieses Jubiläum gebührend zu feiern! Eläkeläiset sind die „größte Humppa-Band der Welt“. Das sagen sie selbst – und wer würde da widersprechen? In ihrer Heimat Finnland sind die „Rentner“ längst eine Kult-Institution, deren Alben regelmäßig ganz vorne in den Charts landen. Aber auch hierzulande hat die Band eine beeindruckend große und vor allem treue Fangemeinde.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Laiska Lajunen

Freitag, 17. April – Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Freitag, 17. April - Sonntag, 17. Mai: Hidden History – Facetten der Subkultur in Frankfurt Rhein-Main im Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Es gibt Termine, an denen sich die tollen Veranstaltungen “knäulen” - kennt Ihr bestimmt! Heute ist so einer. Im Frankfurter Kunstverein eröffnet eine spannende Ausstellung vom wundervollen, seit langem sehr geschätzten Heiner Blum. Der die Ausstellung kuratiert hat. Und der zwar seine Lehrtätigkeit an der HfG Offenbach, nicht aber sein beeindruckendes Engagement in der Region und die Kunst aufgegeben hat. Der Frankfurter Kunstverein lädt das Diamant Museum für Urbane Kultur, Offenbach ein. In intensiver Zusammenarbeit entsteht eine vierwöchige Kooperation mit Aktionen, Aktivierungen und Andockmöglichkeiten. “Hidden History” ist mehr als eine Ausstellung: Gezeigt werden Protokollräume historischer und aktueller Positionen subversiver, subkultureller Aktivität in Form von Installationen, aktivierbaren Räumen, visuellen Wandzeitungen, kollaborativen Wandzeichnungen, Tape Art, Performances und Videoinstallationen. Die Ausstellung wirft einen Blick hinter die Kulissen der Stadt und gibt Einblicke in die Kultur einer für viele verborgenen Öffentlichkeit. Zur heutigen Vernissage gibt es außerdem Performances von Honji Wang, die international auf renommierten Bühnen zu sehen ist. Sie verbindet Hip-Hop und urbane Tanzkulturen mit zeitgenössischer Choreografie. Ihre Arbeiten entstehen häufig in Auseinandersetzung mit dem Stadtraum und gesellschaftlichen Dynamiken. Heute haben wir die einmalige Gelegenheit, diese international gefeierte Künstlerin in Frankfurt live zu erleben. Die Performances setzen einen kraftvollen Impuls zum Ausstellungsbeginn und öffnen die Räume des Frankfurter Kunstvereins als Resonanzraum für urbane Geschichte, Gegenwart und subkulturelle Praxis.

Foto: Linienspiele, Rushy Diamond@Heiner Blum

Hidden History – Facetten der Subkultur in Frankfurt Rhein-Main im Frankfurter Kunstverein, Vernissage am 17. April, mit Performances von Honji Wang und Tänzer*innen um 19 und 21 Uhr, zur Eröffnung sprechen Franziska Nori, Direktorin des Frankfurter Kunstvereins, sowie Heiner Blum, Kurator der Ausstellung, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus, Am Römerberg, Eintritt Vernissage: frei, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 - 19 Uhr, donnerstags 11 - 21 Uhr, Eintritt: 10 (6) Euro

Samstag, 18. April: Quintense (A cappella)

(Uwe) 

Die preisgekrönte Vokalformation aus Leipzig begeistert mit ihrem unverwechselbaren Sound, in dem sich die fünf Stimmen zu einem Ganzen verweben – mitreißend, gefühlvoll und überraschend facettenreich. Mit überspringender Freude an der Musik erzählen Quintense von Mut, Freundschaft, Leichtigkeit – und vom Wunsch nach Veränderung: das neue Programm CHANGE macht Mut, an das Gute in der Welt zu glauben und entschlossen Teil davon zu sein. Groovige Beatbox-Nummern, berührenden Balladen und anspruchsvollen Arrangements mit Songs von Jacob Collier, Coldplay, Alicia Keys, Jamie Cullum u.v.m. 

Centralstation / DA, Im Carree, Beginn 20.00
Foto: Jörg Singer

Samstag, 18. April: Of/ Dazwischen ist mein Daheim

(Andrea)

Drei tolle Frauen auf dem Podium und noch dazu im wunderbaren Mausoleum im Garten des Rumpenheimer Schlosses. Ich werde mich also aufs Rad schwingen und gemütlich am Main hinradeln (und hoffe schon jetzt auf einen trockenen, lauen Abend…): "Offenbach als Arrival City und multiethnische Stadt, bietet die besondere Chance, Erfahrungen und Lebensweisen aus internationaler Sicht mit der gelebten Wirklichkeit in unserer Stadt und unserem Land zu erfahren. Wir betrachten dies als Innovation und Chance mit der Vielfalt der Nationalitäten in unserer Stadt und der Region aus einem außergewöhnlichen Fundus an Literatur für Lesebeiträge schöpfen zu können. Besonderes Anliegen ist uns, dem Schaffen regionaler Autorinnen und Autoren mehr Gehör und Sichtbarkeit zu verschaffen. 
Ida Todisco, Offenbach/Italien, liest aus: Offenbacher Anthologie.
Julia Grinberg, Hochheim/Ukraine, liest aus: Journal einer Unzugehörigkeit.
Moderatorin: Sabine Groß, Bürgermeisterin der Stadt Offenbach am Main.
Der Eintritt ist frei, allerdings freuen wir uns auf Spenden. Beginn 19 Uhr

RUK Rumpenheim Kultur e.V., Rumpenheimer Schlossgartenstrasse 1, Offenbach

Samstag, 18. April: Lokal Listener „Prince“

(Uwe)

Die Liste der großen Songs, die Prince für sich und andere Künstlerinnen schrieb, ist lang. Prince ist nun bereits zehn Jahre tot; Prince, der Visionär, Grenzgänger und über Generationen hinweg stilprägende Künstler. Seine Musik vereinte Funk, Pop, Rock, Soul und Jazz – kompromisslos, sinnlich, politisch und zutiefst persönlich. In dieser Ausgabe von The LOKAL Listener nähern sich Musiker*innen seinem Werk auf ganz eigene Weise: live, neu interpretiert und im Gespräch reflektiert. 

The LOKAL Listener – Gregor Praml trifft … Prince ist mehr als ein Tribute-Konzert: Es ist ein lebendiger Dialog über Musik, Einfluss und Inspiration – ein Abend zwischen Talk, Jam und tief empfundener Hommage an einen der größten Künstler der modernen Musikgeschichte. Mit dabei sind: die Sängerinnen Julia van Embers (bekannt durch die Band Romie) und Selenia Gulino, der Rapper Kozak, Zaki Gammour, der FÄZZ-Pianist Jona Heckmann, Tony Clark (Sitar, Gitarre & Shakuhachi), Abdalrahman (Kanun), Valentin Huber (Saxophon) sowie Jason Schneider (Trompete). 

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto von Julia van Embers: Sydney Mac Lennan

Samstag, 18. April: Of/ Miss Allie

(Andrea)

Miss Allie gilt als eine der humorvollsten Singer-Songwriterinnen im deutschsprachigen Raum und überragende Entertainerin. Sie bringt eine einzigartige Mischung aus modernem Liedermaching, charmantem Humor und scharfsinniger Sozialkritik auf die Bühne. Ihre Konzerte sind wahrhaftige Gemeinschaftsereignisse, bei denen sie oft spontan und schlagfertig mit dem Publikum interagiert und ihre Lieder in humorvolle Anekdoten und persönliche Geschichten einbettet. Ihre Musik und ihre warme Persönlichkeit erzeugen Wellen an Emotionen, die entweder sanft oder mit voller Wucht durch den Konzertsaal rauschen. Fassungslos authentisch, mit verwegener Entschlossenheit und starker Stimme reißt sie das Publikum Abend für Abend mit. Was Miss Allie besonders auszeichnet, ist ihre Bereitschaft, gesellschaftliche Tabus zu brechen und schwierige Themen in ihren Songs anzusprechen. Ihre Texte sind oft provokant und regen zum Nachdenken an. Sie scheut sich nicht davor, manch Unaussprechliches auszusprechen. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Capitol, Goethestraße 1-5, Offenbach

Samstag, 18. April: Kitty Ahoi

(Andrea)

Die sollen Punkrock sein? Oh ja! Im Grunde ist kittyahoi! die letzte wirkliche Punkband. Die Kitties sagen: "Wir machen Musik für alle Menschen, die unperfekten Sound lieben. Wenn wir eigene Songs schreiben, wird nie lange rumgefrickelt. Wir sind froh, wenn es gut klingt und belassen es dabei. Es gibt auch nie leise Stellen in unseren Liedern. Es gibt nur normal laut, oder noch lauter und verzerrt."
"Wären wir Kerle, fänd uns jeder scheiße!" Mit ihrem Selbstverständnis sind die Kitties die direkte Antithese zum üblichen Klischee einer Mädchenband: Blutjung und ahnungslos, die körperlichen Vorzüge vor die künstlerischen stellend – und alles meist im Hintergrund von männlichen Interessen gesteuert. Die Kitties jedoch sind der Prototyp der jungen, selbstbewussten Frau, die alles kann, was sie will. 
Die Kitties stammen - übrigens genau wie Punkrock - aus den Siebzigern und sind somit im besten Alter der Welt. Alt genug, um genau zu wissen, was sie da tun und warum.
kittyahoi! ist keine Band für den Liebhaber von sound- und spieltechnisch perfekter Musik. Wer Bands sehen will, die auf der Bühne klingen, als seien sie ihre eigene CD, darf sich getrost hinten bei den Langeweilern anstellen. 
kittyahoi! ist kittyahoi! Wer also von einem Live-Konzert etliche unvorhersehbare Turbulenzen, Energie für alle und jede Menge Spaß erwartet, dem darf kittyahoi! wie gerufen kommen ...

Schöppche Keller, Klappergasse 3

Dienstag 28. - Sonntag 03. Mai: 19. LICHTER INTERNATIONAL FESTIVAL

Vom 28. April bis 3. Mai 2026 bringt LICHTER großes Kino, viele Filmgäste und spannende Diskussionen nach Frankfurt. Über 100 Filme, darunter fünf Welt- und zwölf Deutschlandpremieren, laufen auf zehn Leinwänden im Festivalzentrum MASSIF E und weiteren Spielstätten. Parallel zum Festival setzt der Kongress Zukunft Deutscher Film wichtige filmpolitische und gesellschaftliche Impulse. Eröffnet wird LICHTER mit Faraz Shariats Politthriller „Staatsschutz“.

Internationale Festivalerfolge prägen das LICHTER-Programm: Alejandro Amenábars Historienfilm „The Captive“ und die Tragikomödie „Vitrival“ feiern in Frankfurt Deutschlandpremiere. Mit „Everybody Digs Bill Evans“ und „Nina Roza“ sind zwei Berlinale-Highlights zu sehen, ausgezeichnet mit Silbernen Bären für Regie und Drehbuch. Dazu kommen der Sundance-Gewinner „Cutting Through Rocks“ und Bi Gans in Cannes prämierter Ausnahmefilm „Resurrection“ – großes Weltkino, das auf der Leinwand seine ganze Kraft entfaltet. 

Ein besonderer Festivalmoment ist die Weltpremiere von „Ensemble Modern – Why We Play“, begleitet von einem Live-Konzert von Mitgliedern des Ensemble Modern vor dem Screening. Mit dem Dokumentarfilm „Die Eulenspieglerin: Ulrike Rosenbach“ über die Videokunst-Pionierin steht eine weitere Weltpremiere auf dem Programm, zu der Regisseurin Sung-Hyung Cho anwesend sein wird. 

LICHTER wird zum Treffpunkt zahlreicher Filmschaffender: Regisseur Ulrich Köhler und Schauspielerin Maren Eggert sind mit „Gavagai“ zu Gast, Regisseur Faraz Shariat stellt „Staatsschutz“ vor und Filmemacherin Shahrbanoo Sadat präsentiert ihren Berlinale-Eröffnungsfilm „No Good Men“. Mit der deutschen Festivalpremiere von „Der verlorene Mann“ mit „Tatort“-Ermittler Harald Krassnitzer und der Festivalpremiere des Dokumentarfilms „BONEY M: Disco. Macht. Legende.“ setzen die Festivalmacher weitere vielfältige Akzente.

Mit einer internationalen Reihe zum Thema „Kunst“, Highlights des bundesdeutschen Filmschaffens, dem regionalen Lang- und Kurzfilmwettbewerb, Videokunst beim Lichter Art Award und Virtual-Reality-Produktionen im VR Storytelling Award (neue entfaltet LICHTER ein Programm, das weit über das klassische Kino hinausreicht. Hinzu kommen ein Solo-Konzert von Frank Spilker (Die Sterne), eine Party mit einem DJ-Set von Lars Eidinger (nur noch Restkarten an der Abendkasse) und der Live-Podcast Bohniger Wachmacher. So versteht sich das Festival als offenes Forum für Film, Kunst und gesellschaftliche Debatten. 

Parallel dazu wird der Kongress Zukunft Deutscher Film vom 29. April bis 2. Mai 2026 zum Ort großer filmkultureller und gesellschaftspolitischer Fragestellungen mit vielen prominenten Stimmen: Kunsttheoretiker Bazon Brock eröffnet mit einem Beitrag zum Eigensinn der Kunst, Politikerin Gesine Schwan und Publizist Harald Welzer diskutieren über Streitkultur und die Veränderung öffentlicher Debatten, wenn Medienvielfalt schwindet. Journalist Claus Kleber und Politikwissenschaftlerin Nicole Deitelhoff befassen sich mit Pressefreiheit, Demokratie und der Stabilität freiheitlicher Ordnungen. 

Auch das Kino selbst wird zum Gegenstand der Debatte: Wie radikal kann der deutsche Film heute noch sein? Darüber sprechen die Filmschaffenden Saralisa Volm („Schweigend steht der Walt“), Cornelius Schwalm („Bernd – Operation Germanenkind“), Katrin Gebbe („Die Kaiserin“) und die Philosophin Mirjam Schaub

Schließlich wendet sich der Kongress den großen Fragen der Gegenwart zu: Die Philosophin Catrin Misselhorn und der Autor Leon Joskowitz diskutieren über KI und Kunst. Frank Spilker (Die Sterne), Schriftsteller Leif Randt („Allegro Pastell“), Saralisa Volm und weitere Gäste treten in den Dialog der Künste.

Alle Tickets sind auf der Webseite des Festivals verfügbar: www.lichter-filmfest.de

Montag, 20. April 2026: Rudelsingen

(Uwe)

Mitsing-Abend - Evergreens und Lieblingslieder – inbrünstig zum Mitschmettern, wie wir es uns sonst nur zum Autoradio trauen. Seit Jahren erfreut sich das Rudelsingen in ganz Deutschland großer Beliebtheit. In der Centralstation führt das Team Odenwald durch den Abend. Generationenübergreifend wird die eigene Stimme Teil eines großen Chores. Viele Lieblingshits stehen jeden Abend auf dem Programm: Rockklassiker treffen auf Schlager und Chansons, Radio-Hits auf Opernarien. Diese bunte Mischung sorgt garantiert für gute Laune.

Centralstation / DA, Im Carree, Beginn 19.30
Foto: Homepage Centralstation

Montag 20. April: StreitClub #17 „Europa allein zu Haus?“

(Daniela)

StreitClub #17 „Europa allein zu Haus?“

Montag, 20.04.2026, 19:30 – 21:30 Uhr im The English Theatre Frankfurt (Gallusanlage 7, 60329 Frankfurt am Main) & im Livestream auf YouTube
mit: Marie-Agnes Strack-Zimmermann (MdEP), Marc Felix Serrao (Journalist) sowie den Gastgebern Nicole Deitelhoff (Friedens- und Konfliktforscherin am FGZ) und Michel Friedman (Publizist) sowie Schüler:innen der Toni-Sender-Oberstufe

Worum geht es an dem Abend?
Europa durchläuft zweifellos einen Moment der tiefen Krise: Die zunehmenden Aggressionen der USA, der fortdauernde Angriffskrieg Russlands und der ökonomische Wettbewerb mit China prüfen nicht nur die Einheit und kollektive Handlungsfähigkeit der europäischen Staaten. Europas ‚Rolle in der Welt‘ scheint viel grundsätzlicher zur Disposition zu stehen. Dazu gehört auch, dass die selbsternannten ‚europäischen Werte‘ zunehmend unter Beschuss geraten: Der Dreiklang aus demokratischer Selbstbestimmung, Rechtsstaatlichkeit und Völkerrecht scheint angesichts des Vormarschs autoritärer Kräfte innerhalb und außerhalb der EU zu bröckeln. Erleben wir so etwas wie den weltpolitischen ‚Niedergang Europas‘? Und hat die ‚alte‘ europäische Demokratie ausgedient? Oder gelangt Europa in der Krise zu einer neuen Stärke – und erfindet sich vielleicht sogar neu?


Alle Informationen unter:
https://fgz-risc.uni-frankfurt.de/category/veranstaltungen/streitclub/
Der StreitClub ist eine Kooperation des Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt und The English Theatre Frankfurt; Medienpartner: HR Info

Samstag 18. - Montag, 20. April: WAS GEHT, ERDLING?

(Martin)

Ein Angebot für die Klassen 1 bis 3 - Grundschullehrer*innen aufgepasst!& für Familien!

Die Dresden Frankfurt Dance Company macht ein Angebot! Zwei Reisende aus dem Weltraum machen Halt auf der Erde und haben eine Mission: Zu erfahren, was es bedeutet, Mensch zu sein. Ein paar Fakten haben sie schon zusammengetragen: zum Beispiel, dass es Dinge wie Zeit und Geld gibt. Aus Zeichentrickserien haben sie gelernt, wie sich Menschen wohl bewegen. Aber all die Dinge, die sie tun, wirken seltsam; wie sie sprechen klingt ein bisschen falsch und die Art und Weise, wie sie sich kleiden, irgendwie komisch. Ein paar Fragen bleiben noch offen, und nicht nur für die Außerirdischen. „Was geht, Erdling?“ ist ein Tanzstück der Dresdner Choreografinnen und Tänzerinnen Caroline Beach und Saida Makhmudzade für Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren und ist ein humorvoller, spielerischer Versuch, sich mit menschlichen Gewohnheiten auseinanderzusetzen.

Montag 20. April: Dresden Frankfurt Dance Company im Bockenheimer Depot 9.30 und 11.00 Uhr für Schulklassen
Samstag 18. und Sonntag 19. April um jeweils 16.00 Uhr eine Familienvorstellung
Mehr Infos: www.dfdc.de/produktion/was-geht-erdling
Foto: © Eike Dingler

Dienstag, 21. April: Sarah Decker

(Uwe)

Sara Decker arbeitet und tourt derzeit als Bandleaderin mit ihrem neuen Quintett Expand. Für ihr drittes Album“Expand“ versammelte Decker langjährige musikalische Weggefährtinnen im Studio und schuf ein facettenreiches Werk zwischen avanciertem Pop und modernem Vocal Jazz. Erstmals hat Sara Decker eine rein weibliche Band um sich versammelt. Dieser Aspekt lässt sich durchaus politisch lesen, stand jedoch nicht im Vordergrund der Entscheidung: „Da Frauen im Jazz immer noch unterrepräsentiert sind, finde ich es wichtig, dass wir uns als Kolleginnen gegenseitig unterstützen und zum Strahlen bringen. Zunächst hatte ich aber vor allem den Wunsch, mit Freundinnen zu arbeiten, mit denen ich auch über die Musik hinaus verbunden bin.“ 

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19:30 Uhr
Foto: Pierre Hansen 

Dienstag, 21. April: The Tiger Lillies: Serenade from the Sewer

(Uwe)

Die Welt der Tiger Lillies ist dunkel, eigentümlich und abwechslungsreich, mit Momenten schwarzen Humors und ungemeiner Schönheit. Abwegige Theatralik ist ihr Markenzeichen, die Musik eine Mischung aus Berliner Cabaret der Weimarer Republik, anarchistischer Oper und Gypsy Music, die an Jacques Brel oder Edith Piaf erinnert.

Centralstation / DA, Im Carree, Beginn 20 Uhr
Foto: Homepage Centralstation

Mittwoch, 22. April: Wollbefinden - Drittes Kollektivstricken

(Uwe)

Zwei rechts, zwei links - Stricken ist das neue Tanzen! Die Nadeln klappern zum Beat, um die Hälse trägt man Umhängelampen, die im Takt der Musik die wahre „Lichtshow“ der Nacht bilden. Hier wird nicht mit billigen Maschen geflirtet – hier wird mit Stil und Köpfchen geknüpft. Nach dem großen Erfolg der beiden vorangegangenen Ausgaben setzen wir das Format im April weiter fort, nehmen die Maschen wieder auf und stricken die Erfolgsgeschichte weiter. Selbstverständlich sind alle strickenden Menschen herzlich willkommen – egal welchen Geschlechts oder sexuellen Orientierung. Also schnappt Euch die Nadeln und lasst uns stricken! Musik von 2damenohnenamen

Centralstation / DA, Im Carree, Beginn 19 Uhr, Eintritt frei!
Foto: Homepage Centralstation

Mittwoch, 22. April: Morning Dance@Night / Tanzparty für Alle

(Martin)

Mit dem „Morning Dance“ beginnen die Tänzer*innen der Dresden Frankfurt Dance Company täglich die Probe. 
Zu ihren Lieblingssongs tanzen sie frei im Studio und finden in die Improvisationsmethode von Ioannis Mandafounis, dem Künstlerischen Leiter der Company.
Der Morning Dance @ Night lädt alle Tanzbegeisterten zu einem solchen „Morning Dance“ auf der Bühne im Bockenheimer Depot ein. 

Der Abend bietet auch die Gelegenheit, die in den Workshops der DFDC erlernten Methoden und Improvisationstechniken frei anzuwenden. 
Für alle ohne Erfahrung gibt es regelmäßig Impulse von Tanzpädagoge Manuel Gaubatz. 
Gemeinsam wird einen Raum für Spaß, Austausch und Begegnung geschaffen – wir sehen uns auf der Tanzfläche! 

Getanzt wird auf Socken, barfuß oder in Hallenturnschuhen, in bequemer bewegungsfreundlicher Kleidung. 
Zur musikalischen Begleitung gibt es die liebsten Morning Dance Songs der DFDC-Tänzer*innen.

Mittwoch, 22. April (18-22 Uhr): Morning Dance @ Night
Tanzparty für Alle
Dresden Frankfurt Dance Company im Bockenheimer Depot
Anmedlung: https://www.dfdc.de/workshops/2026-04-22-frankfurt

Foto: © De-Da-Productions

Mittwoch, 22. April: Tom Lüneburger

(Uwe)

Seit 30 Jahren steht Singer Songwriter Tom Lüneberger auf der Bühne. Er hat winzige Clubs und riesige Hallen bespielt, ist hochgeflogen – und auch mal ganz unten gelandet. Und doch brennt das Lampenfieber wie eh und je. Um in all den Jahren in der Spur zu bleiben, braucht es einen starken Willen, Talent und die auf seinem neuen Album viel besungenen „Crash Barriers“: Leitplanken. Leidenschaft, Freunde, Familie, Träume und Visione …

Ponyhof / F., Klappergasse / Einlass: 19 Uhr
Foto: Frank Machel

Mittwoch, 22. April: Frank Goosen: Lovely Rita

(Uwe)

Lesung - In „Lovely Rita“ erzählt Frank Goosen gewohnt humorvoll und warmherzig über ein aussterbendes Biotop, die Kneipe … Ich mag Frank Goosen und seine Bücher.  Sein neues Werk habe ich natürlich schon gelesen. Darin geht er in die Kneipe. Genauer gesagt ins „Haus Himmelreich“, die alte Eckkneipe, in der sich Geschichten und Schicksale kreuzen: Da ist das Tresencockpit mit dem Käpt’n, dem Langen und Willi Trommer, Typen, die schon seit Urzeiten hier sitzen. Da sind Gisela, die Kunstzapferin, die Wacholder-Anni mit Gottes Werkzeugkasten, Faris, der Comedian, Harry, der alte Sozialdemokrat, Carlo, der aussieht wie Cat Stevens oder auch die Gräfin, die die ganze Welt gesehen hat, aber manchmal in einem alten Song lebt. Vor allem aber ist da Rita Urbaniak, Lovely Rita, die Wirtin, die eigentlich mal was ganz anderes machen wollte, der aber dann das Leben dazwischenkam. Und ihre Schwester Chris, im Krieg geboren, die immer in der ganzen Welt unterwegs war, auf der Suche nach dem, was man so leichthin das Glück nennt.

Centralstation / DA, Im Carree, Beginn 20 Uhr
Foto: Maria Wolf

Mittwoch, 22. April: Lena Gorelik „Alle meine Mütter“ - Preis-der-Literaturhäuser-2026-Trägerin im Literaturhaus Frankfurt

(Petra)

Das Netzwerk der Literaturhäuser hat im März den diesjährigen Preis der Literaturhäuser an die Autorin und Essayistin Lena Gorelik verliehen. Mit ihrem Debütroman „Meine weißen Nächte“ wurde sie 2004 als Entdeckung gefeiert, mit „Hochzeit in Jerusalem“ dann 2007 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Außerdem schreibt Lena Gorelik regelmäßig Essays und Reportagen zu aktuellen Themen, u.a. für die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. Lena Gorelik ist nicht nur eine vielfach ausgezeichnete Autorin, sondern nutzt die Möglichkeiten der Literatur und des Veranstaltungsbetriebs, um auf gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren. Als Mit-Herausgeberin von „Trotzdem sprechen“ trat sie bei Veranstaltungen nach dem 7. Oktober 2023 dafür ein, im Dialog zu bleiben. Das Buch ist ein Plädoyer für Menschlichkeit in Zeiten von Hass, Hetze und Rechtspopulismus. 1981 in St. Petersburg geboren, kam Lena Gorelik 1992 mit ihrer russisch-jüdischen Familie nach Deutschland. Nach ihrer Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München absolvierte sie den Elitestudiengang „Osteuropastudien“. Sie wurde u.a. mit dem Bayerischen Kunstförderpreis, dem Ernst-Hoferichter-Preis, dem Friedrich- Hölderlin-Preis und 2024 mit dem Heinrich-Mann-Preis für Essayistik ausgezeichnet. Sie unterrichtet zudem Kreatives Schreiben, kuratierte 2023 das Literaturfestival Stuttgart und hatte 2022 eine Poetikdozentur an der Universität Hannover inne. Eine spannende Frau!

Foto: ©Thomas Dashuber 

Lena Gorelik „Alle meine Mütter“ – Lesung und Gespräch mit Shirin Sojitrawalla, Hybridveranstaltung, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Tickets, Uhrzeit: 19.30 Uhr, Eintritt: 12 (8) Euro, Streamingticket 5 Euro, Tickets gibt’s hier

Donnerstag, 23. April: Pär Hagström

(Uwe)

Pär Hagström has always moved along the outer edges of music – from the first stumbling chords on his family’s pump organ in Huskvarna, through 90s death metal and 70s hard rock, to the innermost heart of gospel. It’s a journey shaped as much by philosophy, literature, and theater as by rock clubs and church halls, eventually arriving at a universe of its own where drama and soulful preaching merge into one.

Ponyhof / F., Klappergasse / Einlass: 19 Uhr
Foto: Veranstalter

Donnerstag, 23. April: Traffic Jam

(Uwe)

Warme Gitarrenarrangements, präzise Harmoniegesänge und Songs mit Wiedererkennungswert – das ist Traffic Jam. Ihre Geschichtebeginnt im Jahr 1996. Damals waren Chris Tucker und Robert Müller gerade einmal 18 Jahre alt – mit zwei Gitarren, jeder Menge Leidenschaft und dem großen Traum von der Musik. Dem Ursprung sind sie dabei stets treu geblieben: akustische Gitarren und harmonischer, mehrstimmiger Gesang. unterstützen. 

Im Miteinander auf dem Gelände der Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 19:30 Uhr
Foto Homepage Brotfabrik

Donnerstag, 23 April - Donnerstag, 03. Dezember: Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe im 2. OG Dondorf-Druckerei

(Petra)

Die Reihe „Jenseits von Privateigentum“ fragt nach Alternativen zu Eigentum als zentralem Prinzip von Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts von Wohnungsnot, Klimakrise und autoritären Entwicklungen rückt die Eigentumsfrage neu ins Zentrum. Welche Formen von Commons, Vergesellschaftung und Gemeineigentum sind möglich – und wie lassen sie sich praktisch durchsetzen? Die Veranstaltungen verbinden wissenschaftliche Analyse mit aktivistischer Praxis. Sie richten sich an Studierende, Initiativen und eine interessierte Öffentlichkeit. Im Fokus stehen konkrete Beispiele, politische Strategien und theoretische Perspektiven. Der Veranstaltungsort – die Dondorf-Druckerei auf dem Campus Bockenheim – ist selbst Teil dieser Auseinandersetzung: ein kollektiv erkämpfter und genutzter Raum. Die Themen umfassen zahlreiche wichtige Aspekte, sie reichen vom Auftakt mit “Shoppingmalls zu Sorgezentren" mit Birgit Wend am 23. April über “Privateigentum und rechte Ideologie” mit Sabine Nuss im Oktober bis hin zum Thema ”Stadtbodenstiftung" (eins der Themen, die mir besonders am Herzen liegen) mit Sabine Horwitz am 03. Dezember.

Grafik: Website Offenes Haus der Kulturen

Jenseits von Privateigentum - Veranstaltungsreihe, in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen, dem Verein Aelita und dem Institut für Humangeographie der Goethe-Universität, Ort: 2. OG der Dondorf-Druckerei, Adresse: Gabriel-Reisser-Weg 3 (Schirn Kunsthalle), komplette Veranstaltungstermine und -themen sowie weitere Infos findet Ihr hier, Eintritt: frei

Freitag, 24. - Sonntag 26. April: PIZZICATO

(Martin)

Ein Angebot für Kinder und Jugendliche der Klassen 2 bis 6 - Lehrer*innen aufgepasst! & für Familien!

Die Dresden Frankfurt Dance Cpmpany hat was für Euch, nämlich: Ein Fest der kleinen, aber feinen Dinge, das alltägliche Bewegungen in Tanz verwandelt. „Pizzicato“ lädt die jungen Zuschauer*innen ein, sich auf Schatzsuche zu begeben, die Schubladen zu öffnen und neue Klänge und Bewegungen zu entdecken. Musik nicht nur mit den Ohren zu hören, Tanz nicht nur mit den Augen zu sehen, sondern mit dem ganzen Körper. Wir erzählen die Geschichte einer winzig kleinen Welt voller geheimer Orte und magischer Gegenstände, die die Kraft haben, die Realität zu verändern. Jede Bewegung kann zu einem choreografischen Ereignis und somit zu Tanz werden. Bratsche und Bogen gehen normalerweise Hand in Hand, aber „Pizzicato“ zeigt eine andere Seite des Instruments. Ganz im Pizzicato gespielt, unterstreicht es die Virtuosität und Ausdruckskraft des Zupfens und enthüllt die tänzerischen Rhythmen, die in alltäglichen Gegenständen verborgen sind. Eine Aufführung des verkörperten Klangs, die einen subtilen und organischen Dialog zwischen Musik und Tanz eröffnet.

„Pizzicato“ ist ein Tanzstück von und mit der Choreografin und Tänzerin Nina Vallon und der Bratschistin Julie Michael für Kinder und Jugendliche zwischen 6 – 12 Jahren.

Freitag, 24. April: 9.30 und 11.00 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils 16.00 Uhr
Mehr Infos: https://www.dfdc.de/abend/pizzicato/frankfurt

Foto: © Eike Dingler/Dominik Mentzos

Samstag, 25. April: Of/ Wie das Leben so spielt

(Andrea)

Um 11.30 Uhr ins Kino? Und das mit Sektempfang Quiche Lorraine, Quiche Ziegenkäse/Birne, Croissants & Apfeltarte? Jaaa, heute ist  wieder eine Kino Kulinarisch Matinee! "Als ich Ende vergangenen Jahres beinahe zufällig diese französische Tragikomödie entdeckte (und mich sofort an das Gefühl beim Schauen von „Ziemlich beste Freunde“ und „Im Taxi mit Madeleine“ erinnerte), war das ein wahrer Glücksmoment. Und ich dachte beim Verlassen des Kinos: „Wie das Leben manchmal spielt“ muss unbedingt bei Kino Kulinarisch laufen – bestenfalls im Rahmen einer Matinee. Und so ist es! :) Freut Euch auf den unvergesslichen Michel Blanc („Es sind die kleinen Dinge“) in einer seiner letzten großen Rollen, die er wie immer mit tiefer Menschlichkeit, feinem Humor und berührender Verletzlichkeit ausfüllt. An seiner Seite brilliert Frankreichs Superstar Louane Emera (wir kennen sie noch aus „Verstehen Sie die Béliers?“) mit einer kraftvollen, nuancierten Darstellung. 
Dazu machen Pana und Chefkoch Christian ihre legendäre Quiche Lorraine, die für meinen Geschmack einfach einmalig ist. 
Und ja, man schwebt nach diesem ungeahnten und eher unbekannten Filmjuwel geradezu beseelt und glücklich aus der Alten Schlosserei … da bin ich doch recht sicher. 

Der Vorverkauf hat seit ein paar Tagen begonnen. Karten, die man ja jetzt zu Ostern auch prima allerorten verstecken, suchen und finden kann, gibt es wie immer hier www.kinokulinarisch.de ab 11:30 Uhr, Filmbeginn 13 Uhr 

Kino Kulinarisch in der Alten Schlosserei der EVO, Einlass über die Andréstraße 71, Offenbach

Samstag, 25. April: Zeilsheim/ Hühner für Demokratie

(Andrea)

Rahel Seitz ist eine wunderbar umtriebige, zugleich auch erdhafte Künstlerin. Und wenn jemand den Sommer über auf eine Alm in der Schweiz verschwindet, um alleine in den Bergen Kühe zu hüten, braucht es schon eine besondere Persönlichkeit. Bitte nicht falsch verstehen, ich bewundere das sehr, mir wäre das viel zu einsam. Ganz im Gegenteil schätze ich sie sehr und plane daher heute einen Ausflug nach Zeilsheim zu machen, wo heute der Hühnerhof eröffnet wird, der Menschen unterschiedlicher, gesellschaftlicher Gruppen zusammenbringt. “Hühner für Demokratie” ist ein gemeinschaftlich betriebener Hühnerstall und Kulturprojekt mit begleitenden Veranstaltungen, Workshops und Festen  - ein partizipatives Urban-Farming-Projekt für ein respektvolles Miteinander, für demokratische Teilhabe, für eine gute Tier-Mensch-Beziehung und für öffentliche Gestaltungsräume. 14 Uhr s.t.

Gelände der KinderKulturFarm Wakanda am S-Bahnhof Zeilsheim (Weg ist ausgeschildert)

Sonntag, 26. – Mittwoch, 29. April: Tanzselfies #unfliltered

(Martin)

Tanzselfies #unfliltered -  T.I.A. dance productions - Junge Theaterwerkstatt am Zoo

Für Alle und Lehrer*innen unbedingt aufgepasst: 

Irgendwie sehen viele Selfies auf Social Media immer gleich aus. 
Außerhalb des Internets entdecken wir aber, dass unsere Körper und Selbstbilder viel unterschiedlicher sind und spannender, als es die kleinen Bildschirme der Smartphones überhaupt zeigen können. 

„Tanzselfies #unfiltered“ trickst mit Tanz und Bewegung die Filter aus und findet aus sehbehinderter- und BIPoC-Perspektive die Lücken in der digitalen Bilderflut.

T.I.A. dance productions ist ein 2023 gegründetes Kollektiv an der Schnittstelle von sozialer Kunstpraxis und Tanz, das von queeren, BiPoC- und behinderten Künstler*innen geleitet wird. 
Es entwickelt innovative, intersektionale und antiableistische Formate der Barrierefreiheit und erforscht integrierte kreative Audiodeskription. 
T.I.A. verbindet vielfältige Tanzstile und Perspektiven, sensibilisiert Kulturinstitutionen für Inklusion und präsentierte Arbeiten unter anderem am Mousonturm, beim Implantieren Festival und Riviera Festival.

Sonntag, 26. April um 15.00 Uhr, Dienstag, 28. April um 11.00 Uhr und Mittwoch, 29. April um 10.00 Uhr: 
Tanzselfies #unfliltered - T.I.A. dance productions
Junge Theaterwerkstatt am Zoo (Zoogesellschaftshaus)

Foto: © Homepage Künstler*innenhaus Mousonturm/mit KI generiert

Mittwoch 29. April: LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL zeigt: Everybody Digs Bill Evans

(Daniela)

Längere Pausen können ein Teil der Musik sein, heißt es einmal in diesem Film. Nachdem der Jazzpianist Bill Evans im Juni 1961 im New Yorker Jazzclub Village Vanguard mit seinem Trio u.a. die legendäre Aufnahme von Waltz For Debby eingespielt hat, stirbt sein Bassist durch einen Autounfall. Diese Pause wird für den eher introvertierten Bill Evans (dargestellt von dem norwegischen Schauspieler Anders Danielsen Lie) zum Abgrund. Er betäubt seinen Schmerz durch harte Drogen, lebt bei seinem Bruder, der ihn schließlich zu den Eltern (Bill Pullman, Laurie Metcalf) nach Florida schickt.

Gedreht in kontrastreichem Schwarzweiß, das eine melancholische Grundstimmung über den Film legt, lotet der ehemalige Dokumentarfilmregisseur Grant Gee Evans’ Beziehungen zu seiner Familie und zu seiner On-Off-Freundin aus. Bill Evans war einer der einflussreichsten Jazz-Pianisten, auf den sich etwa Herbie Hancock und Chick Corea beriefen, doch Gees Film, benannt nach einer 1959 erschienen Platte, vermeidet es, den Musiker zu einem feingeistigen Genie zu stilisieren. 

Nach einer legendären Aufnahme im Village Vanguard stürzt der Tod seines Bassisten Bill Evans in eine tiefe Krise. Der introvertierte Jazzpianist kämpft mit Verlust, Drogen und familiären Spannungen. In kontraststarkem Schwarzweiß zeichnet Regisseur Grant Gee ein melancholisches Porträt – nah an Evans’ Beziehungen, fern jeder Verklärung des Genies.

Mittwoch, den 29. April 2026, 18:00 Uhr, Eldorado Filmtheater, https://lichter-filmfest.de/filme/everybody-digs-bill-evans/2068

©Cowtown_Pictures_Limited_Hot_Property

Mittwoch, 29. April: Andy McKee

(Uwe)

Bekannt wurde Andy McKee mit seinem Stück Drifting, das zu einem der ersten viralen Videos auf YouTube avancierte und mittlerweile über 60 Millionen Aufrufe zählt. Millionen von Streams und Klicks sowie international ausverkaufte Konzerte haben ihn zu einem der einflussreichsten Fingerstyle-Gitarristen der Gegenwart gemacht. Mit seiner unverwechselbaren Spieltechnik – Two-Hand-Tapping, perkussive Elemente, offene Stimmungen – verwandelt Andy McKee die Gitarre in ein ganzes Orchester, was ihn zu einem der faszinierendsten Akustikgitarristen weltweit macht.

Centralstation / DA, Im Carree, Beginn 20 Uhr
Foto: Homepage Centralstation

Freitag, 1. Mai: / Les Negresses Vertes

(Andrea)

Hach, das wird wunderbar, was freue ich mich schon auf diesen Abend! Meine Freundin Christine kommt aus Berlin angereist und wir werden in Erinnerungen schwelgen. Erstmals gehört habe ich Les Negresses Vertes in den 1990ern übrigens im Schweinefuß, das war eine Institution am Kaiser-Friedrich-Ring in Wiesbaden und seitdem haben sie mich begleitet. Meine Freundin Christine schickte mir irgendwann eine Kassette aus Berlin zu, bei 2001 kaufte ich “Familie Nombreuse” auf Vinyl und mit Christine war ich dann auch in der Stadthalle Offenbach. Ein intimes Konzert in einer viel zu großen Halle und wir gingen beseelt nach Hause. Seitdem habe ich sie nicht mehr live gesehen, aber höre sie natürlich noch immer. Man muss nicht unbedingt Fernweh haben oder besonders frankophil sein (aber das hilft natürlich ungemein), die Musik macht Spaß und manchmal auch melancholisch ("Il boit pour oublier qu' il vit, Il dort pour oublier qu'il boit"). Einlass 18 Uhr. 

Zoom, Carl-Benz-Strasse 21

Freitag 01. Mai: LICHTER KONGRESS: Democracy Dies in Darkness - Die Kunst, das Fundament der Freiheit zu schützen

(Daniela)

Democracy Dies in Darknes - Die Kunst, das Fundament der Freiheit zu schützens

„Demokratie stirbt in der Dunkelheit“ – der Slogan der Washington Post hat beklemmende Aktualität erlangt. Einst Flaggschiff des kritischen Journalismus, unter Jeff Bezos auf Trump-Kurs gebracht. Die Pressefreiheit bleibt auf der Strecke.
Ist Amerika noch eine Demokratie?  Oder sehen wir bereits die Erosion rechtsstaatlicher Prinzipien? 
Der langjährige USA-Korrespondent und heute journal-Moderator Claus Kleber warnte bereits vor einem Jahr in seinem Dokumentarfilm „Trump und das Silicon Valley“ vor einem „Staatsstreich der Tech-Milliardäre“.

Die Politikwissenschaftlerin und Direktorin des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung Nicole Deitelhoff beobachtet bei der US-Regierung „eine ideologisch begründete Ablehnung europäischer Werte und auch des europäischen Systems“.

Reicht das Drehbuch der Anti-Demokraten bis nach Deutschland? Finden sie Verbündete am rechten Rand? Auch hierzulande ist das Vertrauen in die Demokratie erschüttert - Umfragen belegen wachsende Zweifel an ihrer Stabilität. Die Warnsignale sind unübersehbar: die Vernetzung rechtspopulistischer Kräfte, die Machtkonzentration durch digitale Monopole und die schleichende Instrumentalisierung der Medienlandschaft.

Das Panel lädt dazu ein, über die Fragilität demokratischer Systeme zu diskutieren und wie Medien und Gesellschaft zum Schutz von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit beitragen können.

FR, 01. Mai, 17:00 - 18:30 Uhr, Massif E / Saal Europa
Für das Panel sind Einzel-Tickets erhältlich. Für den Kongress sind sowohl Tagestickets als auch der Kongress-Pass für alle vier Tage verfügbar.

Samstag 02. Mai: LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL zeigt: Staatsschutz

(Daniela)

Wie objektiv ist die deutsche Justiz? Die junge Staatsanwältin Seyo Kim ermittelt gegen rechten Terror in Ostdeutschland und wird selbst Ziel eines rassistischen Anschlags, den sie nur knapp überlebt. Bei den Ermittlungen in eigener Sache geht sie hohe Risiken ein, um ein rechtes Netzwerk und institutionellen Rassismus aufzudecken.

Nach seinem vielfach ausgezeichneten Debüt Futur Drei bewegt sich Faraz Shariat in seinem zweiten Spielfilm souverän zwischen spannendem Politthriller und beklemmender Realität. Das Drehbuch von Claudia Schaefer, Jee-Un Kim und Sun-Ju Choi basiert auf jahrelanger Recherche. Ohne einen konkreten Fall nachzuerzählen, bleibt der Film doch tief in der Realität verwurzelt. Zur Vorbereitung traf sich Shariat mit Nebenklage-Anwälten aus Verfahren zu Brandanschlägen und aus dem NSU-Prozess. Ihre Erfahrungen dienten als Vorbilder für eine engagierte Anwältin, die im Film von Julia Jentsch dargestellt wird. In der Hauptrolle verkörpert Chen Emilie Yan mit großer Intensität die Staatsanwältin, die zur Anklägerin und Kämpferin wird. Eine vielschichtige Frauen-Figur zwischen kühler Sachlichkeit, Wut, Verletzlichkeit und zähem Gerechtigkeitssinn.

16:00 Uhr, Eldorado Filmtheater, https://lichter-filmfest.de/filme/staatsschutz/2081
© Lotta Kilian

Samstag 02. Mai: LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL zeigt: Drei Leben lang

(Daniela)

Ein elternloser Junge sucht Halt, ein Koksdealer navigiert durch das Frankfurter Drogenmilieu, ein schwerer Alkoholiker sehnt sich nach Liebe. Drei Leben, drei Wege.

Zuerst sollte der Film Partynation heißen. Mit Drei Leben lang wählte die gebürtige Offenbacherin Felicitas Korn einen Titel, der unbeabsichtigt auch den Weg ihres Films erzählt: Zuerst entstand das Drehbuch. Dann veröffentlichte sie den Stoff als gefeierten Roman. Schließlich realisierte sie ihn selbst als Regisseurin.

Gedreht wurde bewusst in und um Frankfurt am Main – wegen der biografischen Nähe, vor allem aber, weil die scharfen sozialen Gegensätze der Mainmetropole dieser Geschichte ihren Resonanzraum geben. An unbekannten Schauplätzen öffnen sich neue Blicke auf die Stadt, abseits der vertrauten Frankfurt-Bilder.

Drei Leben. Drei Schicksale. Und ein Film, der alles zu einem verbindet.

20:00 Uhr, Elysee 1 im Festivalzentrum Massif E, in Anwesenheit der Regisseurin Felicitas Korn
© Julian Steiner

Samstag 02. Mai: LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL zeigt: Die Blutgrätschin

(Daniela)

Die Legende um die Blutsaugerin Erzsébet Bàthory wurde schon oft verfilmt, doch so skurril und lustvoll überdreht wie in Ulrike Ottingers Vampir-Komödie war sie gewiss noch nicht zu sehen. Im heutigen Wien erwacht die Blutgräfin aus ihrem Schönheitsschlaf, auf der Suche nach Beute und einem mysteriösen Buch, das ihr Vampirreich bedroht. Isabelle Huppert gibt die untote Aristokratin mit kühler Eleganz. Zur Seite steht ihr Birgit Minichmayr als treue Zofe. Thomas Schubert als schwermütiger Vegetarier-Vampir und Lars Eidinger als dessen Therapeut. Als Sahnehäubchen Karl Markovic, Burghart Klaußner und Tom Neuwirth aka Conchita Wurst in gleich drei verschiedenen Rollen. Was für ein Cast! 

Gemeinsam mit Elfriede Jelinek verfasste Ottinger die Dialoge und macht aus der Sage eine schräge Farce voller bissiger gesellschaftskritischer Spitzen. Eine abenteuerliche Schnitzeljagd durch Wiens morbide Schauplätze, opulente Kostüme und spektakuläre Kino-Bilder von Kameramann Martin Gschlacht. Ein exzentrischer Tanz der Vampire im Dreivierteltakt.

Samstag, den 02. Mai 2026, 20:30 Uhr, Eldorado Filmtheater, lichter-filmfest.de/filme/die-blutgraefin/2064

Sonntag 03. Mai: LICHTER FILMFEST INTERNATIONAL zeigt: The Love That Remains

(Daniela)

Anna und Magnus sind dabei, sich zu trennen. Warum genau, das enthüllt der neue Film des Isländers Hlynur Pálmason nie. Magnus, genannt Maggi, fährt auf einem Fischtrawler und ist sowieso immer eine lange Zeit weg. Anna ist Künstlerin und stellt großformatige, abstrakte Bilder her, die sie durch Verwitterung von Eisenblech auf Leinwand gewinnt. Die drei Kinder gehen sowieso ihren eigenen Weg und machen sich so ihre Gedanken. Das Familienleben geht irgendwie weiter, mit Ausflügen und gemeinsamem Essen. Es bleibt ab und an ein erotischer Reiz, eine Vertrautheit und eine gewisse Verantwortung. Hlynur Pálmason gehört zu den Shootingstars des isländischen Kinos der letzten Jahre, der mit jedem Film etwas Neues wagt. Weißer, weißer Tag (2019) war ein eindringlicher Rachethriller, in Godland (2022) über einen aus Dänemark auf die Insel geschickten Geistlichen spielten Fotografien eine große Rolle. In seinem neuen Film, der sich über ein Jahr erstreckt, kultiviert er, neben vielen Alltagsszenen, einen skurrilen bis surrealen Humor. Und so wie die Kunstwerke von Anna das Draußen zum Verrosten benötigen, so bezieht der Film in spektakulären 35-mm-Bildern die Landschaft Islands als Mitspieler ein.

Festival-Abschlussfilm am Sonntag, den 03. Mai 2026, 20:30 Uhr, Elysee 2 im Festivalzentrum Massif E, lichter-filmfest.de/filme/the-love-that-remains/2074

Dienstag 05. Mai bis 19. September: Adlerherzen - Show von und mit Henni Nachtsheim

(Daniela)

Ich freue mich sehr, dass ich Karten für die Show ADLERHERZEN von und mit Henni Nachtsheim bekommen habe! Wenn ihr Glück habt, könnt ihr Karten gewinnen!

Adlerherzen geht in die Verlängerung

Im März 2025 feierte das Bühnenstück Adlerherzen von Henni Nachtsheim Premiere im Bürgerhaus Sprendlingen in Dreieich. 
Ein voller Erfolg mit 20 ausverkauften Vorstellungen und rund 15.000 Besucherinnen und Besuchern, der nun fortgesetzt wird. 

Comedian und Musiker Henni Nachtsheim – bekannt unter anderem von der hessischen Rockband „Rodgau Monotones“ und dem Comedy-Duo „Badesalz“ – schuf dieses Stück gemeinsam mit der Regisseurin Andreana Clemenz. Musikalischer Leiter ist Ali Neander, ebenfalls bekannt durch die Rodgau Monotones. Adlerherzen ist eine Hommage an den Verein Eintracht Frankfurt, seine Geschichte, seine jüngere Vergangenheit, sportliche Erfolge, Kuriositäten und vor allem an seine Fans. 

„Das ist Eintracht pur, trifft voll ins Herz,“ kommentierte Philipp Reschke, Mitglied des Vorstandes Eintracht Frankfurt Fußball AG, das Stück bei der Premiere.
Henni Nachtsheim zeigt sich begeistert über die Resonanz des Publikums: „Mit Adlerherzen haben wir etwas geschaffen, was man nicht in Worte fassen kann. Jeder Abend, an dem wir gemeinsam mit den Fans dieses Stück erleben, ist wirklich besonders. Ich bin unsagbar dankbar, dass die Idee, ein Bühnenstück über Eintracht Frankfurt zu entwickeln, mit Hilfe aller Befürworter realisiert werden konnte. Die Fans lieben es!"

Das Rostock-Trauma kann behandelt werden
Im Zentrum des Stücks steht eine junge Frau, die ihren vier Neffen zum 10. Geburtstag Dauerkarten für die Eintracht versprochen hat – doch dafür muss sie hart arbeiten. Dabei erlebt sie zahlreiche außergewöhnliche Geschichten rund um den Verein. Mit kauzigen, abergläubischen, aber immer sympathischen Fans. Szenen, die alle mit der Eintracht verbunden sind: im Schnellimbiss vor dem Stadion, in einer Physiotherapiepraxis voller frustrierter Fans mit „Rostock-Trauma“ – viele Besucherinnen und Besucher wurden vor Ort ebenfalls erfolgreich therapiert – oder in einer Kneipe, in der lautstark über das schönste Tor gestritten wird. Das alles kulminiert in einem Song namens „Eigentlich waren sie alle schön!“. Ein mitreißendes Ensemble, eine Live-Band und vielseitige Bühnenbilder runden diese Hommage an Eintracht Frankfurt ab.

Termine 2026:
5.5., 6.5. & 7.5. Bürgerhaus Dreieich, 2.6., 3.6. & 4.6. Jahrhunderthalle Frankfurt, 28.8. & 29.8. Erwin-Piscator-Haus Marburg, 18.9. & 19.9. Josef-Kohlmaier-Halle Limburg a.d. Lahn

Zu den Videos:https://www.youtube.com/watch?v=YeoXF8IscrU&pp=ygULYWRsZXJoZXJ6ZW4%3D; https://youtu.be/T5ymGRMIk_k?si=6CXzWL-qvBVfq4ts

Mehr Infos und Tickets unter: https://adlerherzen.de/

Foto: Axxel Gaube

Mittwoch, 6. Mai: Die Stadt und das Zeichnen

(Andrea)

Seit Kurzem habe ich auch eine echte Sibylle Lienhard an der Wand und muss nun nicht extra an den Hafen runterradeln, um den blauen Kran zu sehen. Dani sagt, es gibt auch ein Bild vom Hafen 2, da bin ich sehr interessiert. Wer sich jetzt fragt, wer ist Sibylle Lienhard, der sollte mal bei maiengruen.de oder heute im DAM vorbeischauen. Da ist sie nämlich zu Gast und spricht über Urban Sketching - Wie Skizzieren zum Stadterlebnis wird. 
Wer sitzt denn da am Wegesrand? Mit Skizzenbuch und Stift? Urban Sketching heißt das Live-Zeichnen vor Ort, was unter Architekt:innen oder Künstler:innen schon seit jeher verbreitet ist. Daraus ist in zahlreichen Gruppen seit 2007 eine weltweite Bewegung geworden. Die Community aus zeichenbegeisterten Menschen wächst. Sibylle Lienhard ist Teil der Urban Sketchers Rhein-Main und zeigt die Stadt und ihre Architektur aus dem Blickwinkel der Zeichner:innen. Sie berichtet darüber, wie die Angst vorm weißen Blatt verfliegen und jeder mit dem Zeichnen beginnen kann – ein Strich ist der Anfang einer Geschichte. Beginn 19 Uhr, 1\2 Stunde Vortrag, 20 Uhr Ausstellungsrundgang, Diskussion und Getränke an der Bar. Eintritt 10 Euro.

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Freitag, 8. Mai, bis Sonntag, 10. Mai: Of/ Sargbau-Workshop

(Andrea)

Früher an später denken und solange kann der Sarg ja auch als Möbel genutzt werden: "Ein Möbelstück für die letzte Reise“ entsteht in einem Sargbau-Workshop, den Mikel Hogan in Zusammenarbeit mit dem Treffpunkt Friedhof e.V. anbietet. Der Workshop ist nicht nur eine handwerkliche Herausforderung, sondern auch eine Gelegenheit, über den Tod und das Leben nachzudenken. Dabei wird der Sarg als Kunstwerk und Möbelstück neu interpretiert – und kann im Anschluss sogar als eindrucksvolles Element im jeweiligen Zuhause dienen. Die Teilnehmenden lernen, wie sich aus nordischer Fichte ein Sarg konstruieren lässt. Dabei werden sie Schritt für Schritt begleitet, weshalb sich der Kurs für Anfänger und Fortgeschrittene eignet. Die kleine Gruppe von maximal sechs Personen bietet zudem die Möglichkeit, gemeinsam an einem besonderen Projekt zu arbeiten und sich mit Gleichgesinnten über das sensible Thema auszutauschen. 
Teilnehmer: Maximal 6 Personen (Mindestens 4) 
Kosten: 475,00 € (inkl. Material, Verpflegung und Getränke) Anmeldung:  Die Plätze sind begrenzt. Bitte melden Sie sich bis spätestens 26.04.2026 verbindlich per Mail an infosargbau-atelierde an. 

Neuer Friedhof Offenbach, Mühlheimer Straße 425, 63075 Offenbach 

Freitag, 8. Mai: Solo Piano

(Andrea)

Bekannt als der Pianist der Frankfurter Formation THE OHOHOHS, die mit ihrem Sound zwischen Klassik und Clubmusik Grenzen einreißt, wagt Florian Wäldele heute einen ganz persönlichen Schritt: Sein erstes Solo-Klavierkonzert! An diesem besonderen Abend lässt er die treibenden Beats und die orchestrale Fülle seiner Band hinter sich und widmet sich ganz dem puristischen Klang des Flügels. In der atmosphärischen Kulisse der Orangerie im Günthersburgpark präsentiert er ausschließlich eigene Kompositionen – ein Programm voller leiser Töne, das zum Innehalten und genauen Hinhören einlädt. Die Ankündigung verspricht ein Konzerterlebnis „ganz nah dran“, das die Grenzen zwischen Neoklassik und persönlicher Erzählung verschwimmen lässt. 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Tickets Foto: Salar Baygan

Orangerie im Günthersburgpark, Comeniusstraße 39

Samstag, 9. Mai: Spring Spring

(Andrea)

Genaugenommen gibt es heute nur einen Termin und der ist im Lola Montez. Aber Ian aka ISO HERQUIST veranstaltet heute im Löwenhof (Löwengasse 27A, F-Bornheim) das erste (Ukulele) SpringSpring – ein Mini-Musik-Ukulele-Festival mit Ukulele-Ensemble und weiteren Musik-Workshops, Werkschau und Abendkonzert Konzert mit »Mrs. Linda und Mr. Hell« (Swing & Blues – Wiesbaden) und dem »Ukulelenprediger Samuel Beck & Band« (Groove Rock – Berlin). Es wird natürlich um die Ukulele gehen – aber primär um das große, gemeinsame Musikmachen! Ein Workshop für fast alle: Hauptsache, du hast ein wenig Spielerfahrung. Drei Songs aus drei Jahrzehnten zerlegen wir in Songstruktur, Rhythmik und Dynamik. Und damit das alles schön praktisch bleibt, proben wir ein bisschen und eröffnen mit unserem Mini-Set die SpringSpring-Werkschau um 17:00. 
Infos und Anmeldung http://springspring.piuuu.de oder http://www.ukulele-workshops.de

Löwenhof, Löwengasse 27A
 

AUSSTELLUNGEN - BEREITS ANGEKÜNDIGT, LAUFEN ABER NOCH EINE WEILE

Bis Donnerstag, 16. April: Frankfurter Kunstsäule mit Daniel (und Felix) Hartlaub

(Petra)

Aus der Werkausgabe bei Suhrkamp wissen wir, dass der Zeichner und Autor Felix Hartlaub (1913-1945, Sohn des Namensgebers der Neuen Sachlichkeit, des Kunsthistorikers und damaligen Direktors der Mannheimer Kunsthalle Gustav Friedrich Hartlaub) bereits als Kind düstere, apokalyptische Tuschezeichnungen angefertigt hat, die versehrte Kriegsrückkehrer ins Zentrum stellten. Seine Geschichte vom Jungen, die er vor etwa 100 Jahren in 16 Zeichnungen erzählte, schildert imaginäre Abenteuer seines Alter Ego in der Welt. Im Führerhauptquartier als Mitarbeiter für das Kriegstagebuch der Wehrmacht eingesetzt, gelang es ihm, eigene Texte herauszuschmuggeln, die seine äußeren und inneren Wahrnehmungen aus dieser Zeit beschreiben. Felix Hartlaubs kurzes Leben und sein ungeklärter Tod in den letzten Kriegstagen hinterließen einige Geheimnisse. Daniel Hartlaub plant nunmehr einen Film über seinen 1945 in Berlin verschollenen Onkel, und die KunstSäule beleuchtet dieses Filmthema in einer besonderen Kooperation mit dem englischen Künstler Keith Rodway. Im Frühjahr 2025 haben die beiden Künstler in England bereits eine gemeinsame Schau zu Felix Hartlaub realisiert. Für den Felix-Hartlaub-Film plant sein Neffe eine animierte Imaginationsebene, die teilweise auf der KunstSäule zu sehen sein wird. In den Bildern von Hartlaub oszilliert Felix Hartlaubs Leben zwischen Kunst, Krieg und NS-Regime. Die Litfaßsäule erinnert so an eine zerrissene Zeit, und Parallelen zu heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen sind unübersehbar.

Bild: ©Daniel Hartlaub

Vanished – The Curious Life and Death of Felix Hartlaub, kuratiert von Katrin Kobberger,  Ort: KunstSäule Frankfurt, Adresse: Am Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Ecke Gutzkowstraße), Uhrzeit: 19 Uhr, Öffnungszeiten:24/7, Eintritt: frei

Bis 24. April: „TEMPLE ROAD“ – Fotografische Dokumentation religiöser Orte

(Martin)

Gemeinschaften zwischen Industriehallen Ausstellungsauftakt einer neuen analogen Ausstellungsreihe. TEMPLE ROAD - In einem Gewerbegebiet am Stadtrand von Frankfurt am Main liegt ein Ort, der sich an Wochenenden still verwandelt: Zwischen Werkstätten, Bürogebäuden und einer Großmetzgerei entstehen temporäre Räume spiritueller Praxis. Die Ausstellung Temple Road der Fotografin Josefine Rauch dokumentiert diese kaum sichtbare Parallelwelt und eröffnet zugleich die neue Ausstellungsreihe von ON FILM LAB.

Die künstlerisch-dokumentarische Fotoserie widmet sich den vielfältigen Glaubensgemeinschaften im Fechenheimer Gewerbegebiet, die leerstehende Industriehallen für Gebete, Hochzeiten und gemeinschaftliche Feiern nutzen. Über ethnische, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg versammeln sich hier zahlreiche Gemeinden aus der gesamten Rhein-Main-Region. Abseits der öffentlichen Wahrnehmung entstehen so geschützte Räume, die – fernab zentraler Sakralbauten – Anonymität und Freiheit für das Gemeindeleben ermöglichen. Mit einem sensiblen, zurückhaltenden Blick und ausschließlich auf analogem Filmmaterial entstanden, macht Temple Road sichtbar, wie diasporisch geprägte Religionspraxis ihren Platz in der urbanen Peripherie findet: improvisiert, gemeinschaftlich und meist unbeachtet von der Mehrheitsgesellschaft. Die Serie verhandelt Fragen von Zugehörigkeit, Wahrnehmung und städtischer Raumnutzung.

Josefine Rauch ist eine in Offenbach am Main lebende Fotografin. In ihrer Arbeit untersucht sie temporäre Räume und ambivalente Zustände, in denen sich Zugehörigkeit, emotionale Haltungen und soziale Prozesse materialisieren. Ihr Projekt Temple Road wurde international auf Fotofestivals und Plattformen ausgezeichnet und auf Shortlists geführt sowie in Publikationen, unter anderem des Haus der Kulturen der Welt, präsentiert. Die Serie war bereits in zahlreichen Gruppenausstellungen zu sehen, darunter bei der Fotobus Society Hannover, im Fotografie Forum Frankfurt, der AFF Galerie Berlin und der Fotogalerie Friedrichshain. Im ON FILM LAB Frankfurt wird Temple Road nun erstmals als umfassende Einzelausstellung gezeigt.

ON FILM LAB - Raum für analoge Fotografie, Sandweg 131A / Montag – Freitag, 10 – 18 Uhr
Foto: © Josefine Rauch

Bis Sonntag, 26. April: AI-Worlding im Museum Angewandte Kunst x saasfee*pavillon

(Petra)

Worlding steht für Prozesse, welche Welten und Weltsichten hervorbringen. Zunehmend wird Künstliche Intelligenz Teil dieser Prozesse. KI-Systeme haben sich tief in unseren Alltag eingebettet und prägen unsere Vorstellungen von Gesellschaft, Welt und uns selbst. Generierte Bilder, Texte und Videos erschaffen neue Welten – basierend auf selektiven Daten, einseitigen Perspektiven und wirtschaftlichen Interessen. Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl zeitgenössischer künstlerischer Positionen, welche AI-Worlding simulieren und reflektieren. Es werden einerseits Grenzen generativer Modelle erfahrbar gemacht, andererseits das Verhältnis zwischen Menschen und KI-Systemen exploriert: Wann sind diese bloß Werkzeug, wann Co-Creator und wo bestimmender Faktor für gesellschaftliche und künstlerische Prozesse? Die Partnerausstellung im saasfee*pavillon eröffnet am Donnerstag, 19. Februar.

AI-Worlding - Künstlerische Forschung zu KI-generierten Weltmodellen, Gruppenausstellung mit: Anton Andrienko, Elisa Deutloff, Egor Dmitriev, Xiangyu Fu, Chelsea Hartmann, Marlon Hesse, Ava Leandra Kleber, Max Kreis, Mattis Kuhn, Leon-Etienne Kühr, Seongsin Lee, Ting-Chun Liu, June Pauli, saasfee* (Alex Oppermann, Al Dhanab, Maciej Medrala), Evgeny Tverdokhlebov, Natalie Wilke, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 12 (10) Euro

Bis Sonntag, 26. April: allapopp "When Body is not Enough" im saasfee*pavillon x Museum Angewandte Kunst -

(Petra)

Ein milder Sprühregen an famosen "World Design Capitel 2026"-Projekten plätschert in diesem Jahr auf uns nieder: ich hoffe, Ihr seid bereit!? Jetzt auch mit einer Kooperation des saasfee*pavillons mit dem Museum Angewandte Kunst, die dazugehörigen Ausstellungen sind in beiden Häusern zu sehen. Heute ist Vernissage der Einzelausstellung von allapopp im saasfee*pavillon, die über ein Jahrzehnt der Selbstdigitalisierung nachzeichnet – von frühen Sprachklonen bis hin zu generativen KI-Avataren und interaktiven Sprachmodellen. Sie vereint individuelle und gemeinschaftliche Arbeiten der Künstler*in in den Bereichen Installation, Video, Klang, Mixed Reality, Teppich und Acrylglasdruck. Angefangen bei den techno-utopischen Träumen des sowjetischen Kosmismus, westlichem Transhumanismus und Ideen der Techno-Spiritualität, untersucht die Ausstellung die Kräfte, die den Wunsch nach kapitalistischer, patriarchaler und spiritueller Selbstoptimierung prägen. Als zehnjährige, praxisorientierte Auseinandersetzung mit digitaler Verkörperung im Zeitalter der künstlichen Intelligenz stellt allapopp die Frage: In welche Zukunft führt die digitale Erweiterung unserer Körper – und nach wessen Bedingungen findet diese Transformation statt? Die Partnerausstellung im Museum Angewandte Kunst eröffnet bereits am Donnerstag, 12. Februar

Foto: ©www.saasfee.de

When Body Is Not Enough – allapopp, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstraße 66 HH, Öffnungszeiten: samstags+sonntags 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung, Sunday Artist Walks jeweils 16.00 (22.02., 15.03., 29.03., 26.04.), 17.04.2026 19.00 - 21.00 Uhr „Tatar Dinner-Performance“ mit allapopp (Anmeldung erforderlich per E-Mail an: heidi@saasfee.de)

Bis 26. April: JESSICA BACKHAUS. SHADOWS MIGHT DANCE

(Uwe)

Die Arbeiten der international anerkannten deutschen Fotografin Jessica Backhaus entfalten sich im Spannungsfeld zwischen Fotografie, Malerei und Objektkunst, geprägt von Form, Farbe und Licht. Inspirationsquellen reichen von abstrakten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts wie Josef Albers und Sonia Delaunay bis zu prägenden Begegnungen wie mit der Schriftstellerin und Fotografin Gisèle Freund. Ihre Fotografien befinden sich in bedeutenden Sammlungen, darunter die Deutsche Börse Photography Foundation, und wurden unter anderem in der National Portrait Gallery, London, und im Martin-Gropius-Bau, Berlin, ausgestellt.

Rahmenprogramm
DI, 10.02., 10.03., 21.04., 15 Uhr KURATORINNENFÜHRUNGEN mit CELINA LUNSFORD oder ANDREA HORVAY
FR, 17.04., 18 Uhr GALERIEGESPRÄCH mit JESSICA BACKHAUS und Prof. Dr. SOPHIE CHARLOTTE OPITZ, Medienwissenschaftlerin/Kuratorin, Bucerius Kunst Forum, Hamburg
SA/SO, 18./19.04., 10–17 Uhr WORKSHOP »ABSTRAKTE DIMENSIONEN« mit JESSICA BACKHAUS

Fotografie Forum Frankfurt / F., Braubachstraße 30–32
Foto: FFF, Jessica Backhaus

Bis Sonntag, 10. Mai: Soloschau Thomas Bayrle in der Schirn

(Petra)

Die Schirn präsentiert eine große Soloschau des in Frankfurt lebenden Künstlers Thomas Bayrle, den viele auch als früheren Dozenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach und Professor an der Städelschule kennen. Zu sehen sind 55 Werke insbesondere aus den letzten 20 Jahren, darunter Malerei und Grafik, Skulptur und Objektkunst sowie Soundinstallationen und eine Videoarbeit. Sein Werk handelt von den Gegensätzen zwischen Technologie, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion und beschreibt den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität. Bayrle behandelt in seiner Kunst grundlegende Aspekte der modernen Gesellschaft. Wie hängen Religion und Gesellschaft, Individuum und Masse, industriell gefertigte Produkte und die technischen Apparate ihrer Herstellung zusammen? Neben den Strukturen von Konsum, Urbanität und Technologie spielen Fortbewegung, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion eine zentrale Rolle. Er widmet sich populären Werken der Kunstgeschichte von Michelangelo über Caravaggio und Masaccio bis hin zu Claude Monet ebenso wie dem Thema der Arbeit. In den 1960er- und 1970er-Jahren legte er den innovativen Grundstein seiner charakteristischen Superformen. Das Wiederholen, Vernetzen und Verweben von Einzelelementen zu einem Gesamtbild findet sich bis heute in nahezu allen Werken Bayrles und ist eng verbunden mit der Biografie des Künstlers. Er absolvierte zunächst eine Lehre als Maschinenweber, bevor er sich der Gebrauchs- und Druckgrafik zuwandte. Die dort angewandten Drucktechniken hat er sowohl materiell als auch konzeptionell in seiner Kunst weitergeführt, die den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität beschreibt. 

Foto: ©Thomas Bayrle, VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Wolfgang Günzel

Thomas Bayrle – Fröhlich sein!,  Soloschau, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Gabriel-Riesser-Weg 3, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags: 10 - 19 Uhr, donnerstags 10 - 22 Uhr , Eintritt: 12 (10) Euro

Bis 10. Mai: Of/ 100 Jahre BOK

(Andrea)

Zur Feier des 100. Jubiläums des BOK/ Bund Offenbacher Künstler lädt das Haus der Stadtgeschichte zu drei Ausstellungen ein. Die Vereinshistorie bildet den Ausgangspunkt. Teils unveröffentlichte Dokumente aus dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt und dem Stadtarchiv Offenbach, private, bislang nicht zugängliche Schriften und Dokumente sowie Werke der Kunstschaffenden aus der Museumssammlung machen die Vereinsgeschichte lebendig. Dabei geht die Ausstellung verschiedenen Fragen nach: Weshalb erfolgte am 15. Dezember 1926 die Gründung? Wie erging es dem Verein während der Weltwirtschaftskrise und dem Nationalsozialismus? Wie entwickelte das Vereinsleben sich nach dem Neuanfang 1945 bis hin zu den ersten Künstlerinnen im Vorstand im neuen Millennium? Welche Stätten und Begebenheiten waren in den vergangenen hundert Jahren wichtig für den BOK? Bild: Gemälde Ludwig Plaueln, Haus der Stadtgeschichte

Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61, Offenbach

Bis Sonntag, 24. Mai: "Wolle. Seide. Widerstand" - Ausstellung im Museum Angewandte Kunst

(Petra)

Der Trend geht wieder zum Teppich? Mit dieser Ausstellung widmet sich das Museum nach 45 Jahren erstmals wieder ausschließlich dem Thema Teppich – in einer Zeit, in der sich das große Interesse an handgefertigten Textilien aller Art im Übrigen in einer auffallenden Anzahl an internationalen Ausstellungen widerspiegelt. Präsentiert werden  Teppiche internationaler, zeitgenössischer Künstler*innen, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen. Ihr Widerstand richtet sich gegen als illegitim empfundene Herrschaftsordnungen und Machtausübungen, gegen Traditionalismus, Diskriminierung, Rassismus, Traumata oder Umweltzerstörung. Die Teppiche fungieren somit als plakative Medien für gesellschaftspolitische Kommentare. In gleicher Radikalität sprengen sie mitunter die Grenzen der Flächigkeit: Sie loten die Möglichkeiten des Dreidimensionalen aus, und entfalten sich als textile Skulpturen und immersive Erfahrungsräume, die sich durch ihre affektive Qualität an gegenwärtigen Lebensprozessen beteiligen. Dabei zielt diese Ausstellung darauf ab, Teppiche nicht aus einem stilgeschichtlichen Blickwinkel zu betrachten, sondern sie vielmehr im Interesse einer Entwicklungslinie zu zeigen, die außerhalb einer traditionellen westlichen Teppichforschung steht. Schon der Titel deutet auf neue Fragestellungen hin: Kann etwas Widerständiges in und mit textilen Materialien stattfinden? Und wenn ja, auf welche Weise verkörpern dann gerade Teppiche eine „Ästhetik textilen Widerstands“? Diesbezüglich stehen jene Perspektiven der mit jüngsten Werken aus dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts vertretenen internationalen Künstler*innen im Fokus der Ausstellung, die im Teppich, der zum offenen Kunstobjekt geworden ist, mit unterschiedlichen Aspekten von Widerstand einhergehen. 

Grafik/Graphic: Bureau Sandra Doeller©Museum Angewandte Kunst

Wolle. Seide. Widerstand - Ausstellung, mit Arbeiten von: Faig Ahmed, Diedrick Brackens, Johannah Herr, Jan Kath, Baseera Khan, Alexandra Kehayoglou, William Kentridge, Noelle Mason, Otobong Nkanga, Tobias Rehberger, Erin M. Riley, Tsherin Sherpa, Rose Stach, Nasan Tur und Jeroen van den Bogaert, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 12 (5) EURO, barrierefrei

Noch bis 31. Mai: Ausstellung After Nature . Ulrike Crespo Photograph Prize 25

(Daniela)

Brita hat mir diese Ausstellung empfohlen. Sie sagt, dass insbeosndere die Führungen sehr gut sind:

After Nature . Ulrike Crespo Photograph Prize 25

Der „After Nature . Ulrike Crespo Photography Prize“, den die Crespo Foundation gemeinsam mit C/O Berlin ins Leben gerufen hat, wurde 2025 an Lisa Barnard (1967, Großbritannien) und Isadora Romero (1987, Ecuador) verliehen.

Die Ausstellungen „You Only Look Once“ von Lisa Barnard und „Notes on How to Build a Forest“ von Isadora Romero werden nun im Crespo Open Space gezeigt. Sie eröffnen zwei künstlerische Perspektiven auf das Zusammenspiel von Natur, Technologie und Gesellschaft.

Datum: 13.03.2026 bis 31.05.2026
Uhrzeiten: Mo., Do., Fr. 14–20 Uhr und Sa., So. 11–18 Uhr
Adresse: Crespo Open Space, Weißfrauenstraße 1—3, 60311 Frankfurt

Führungen: Jeweils montags und samstags, auch in Englisch und mit DGS-Begleitung. Weitere barrierearme Führungen bieten wir auf Anfrage gerne an.

Mehr über die Ausstellung und über Termine und Rahmenprogramm: https://www.crespo-foundation.de/de/events/after-nature-25

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Noch bis Sonntag, 06. September: Multispezies Members Club. – Ausstellung im Museum Giersch

(Petra)

Wie kann eine technologisierte Gesellschaft auf Fürsorge und Teilhabe statt auf Konkurrenz bauen? – diese Frage steht im Zentrum des Multispezies Members Club im Rahmen der World Design Capital 2026. Die Ausstellung entwirft ein zukunftsweisendes Modell des Zusammenlebens, in dem Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen gleichberechtigt agieren. Besucher*innen sind eingeladen, Fürsorge, Kooperation und Teilhabe nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben, und zu reflektieren, wie Technologie Kommunikation zwischen unterschiedlichen Spezies ermöglichen kann. Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich, dass Technik nicht neutral ist: Sie verbraucht Ressourcen, kann bestehende Machtverhältnisse verstärken und stößt dort an Grenzen, wo natürliche Systeme zu komplex sind, um sie vollständig zu steuern. Die Highlights der Ausstellung sind interaktiv und vielseitig: Andreas Greiners neu entstandene Installation Garden Protocol verbindet Pflanzen auf dem Balkon, 1 Menschen und technische Systeme über Wasser als gemeinsame Ressource und fungiert als lebendiges Versuchsfeld für neue Formen des Zusammenwirkens von Natur und Technologie. Greiner agiert dabei sowohl als Künstler als auch als Kurator der Ausstellung, gemeinsam mit Ina Neddermeyer und Susanne Wartenberg. Im Multispezies Café knüpft er an die Tradition des Salons an und bringt aktuelle Diskurse über Künstliche Intelligenz in den Raum, während im Klangkunstwerk Conspiracy Theory (2023) drei KI-Systeme – Grok, DeepSeek und Mistral – in einen Trialog treten und globale Machtverhältnisse sowie politische und gesellschaftliche Modelle reflektieren. Weitere künstlerische Positionen hinterfragen die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Technologie auf vielfältige Weise. Aktivistisch und interaktiv ist Tree and Rockets Truth Gate (2026), das Besucher*innen über umgebaute Arcade-Spielautomaten in die Analyse und Korrektur von Online-Inhalten einbindet. Auch der Museumsgarten wird Teil des Multispezies-Clubs: Mit der Klanginstallation What do birds tweet about? (2025, Neukonzeption 2026, Baltic Raw Org) werden Vogelstimmen in kurze Textfragmente übersetzt und als eigenständige, nichtmenschliche Stimme erfahrbar. Beiträge von Künstler*innen – darunter auch Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der HfG Offenbach, die im Rahmen eines Open Calls ausgewählt wurden – eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Künstliche Intelligenz, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung. Wissenschaftler:innen der Goethe Universität Frankfurt ergänzen das Programm mit Perspektiven aus der KI Forschung, Bioinformatik, Kunstpädagogik, Anthropologie sowie Erziehungs-, Kultur- und Literaturwissenschaften. Die Ausstellung verbindet Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit und lädt dazu ein, über ein mehr-als-menschliches Zusammenleben nachzudenken sowie die Möglichkeiten und Grenzen algorithmischer Prozesse kritisch zu reflektieren.

Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni, beteiligte Künstler*innen und Wissenschaftler*innen: allapopp, Baltic Raw Org (Móka Farkas & Berndt Jasper), Literaturwissenschaftler Roland Borgards, Erziehungswissenschaftlerin Juliane Engel, Anthropologe Steven Gonzalez Monserrate, Kulturantropologin Katharina Graf, Andreas Greiner, Dženeta Hodžić, David Kuhn & Markus Rauchecker, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Anne Duk Hee Jordan, Laleh Khabbazy Oskouei & Farhang Rafiee, Nadine Kolodziey, Kunstpädagogin Verena Kuni, Biophysikerin Franziska Matthäus, Xenia Snow, terra0 (Paul Kolling & Paul Seidler), Tree and Rocket, Medienpädagoge Dan Verständig, ZK/U Proxylab, Vernissage: 18 Uhr (Eintritt frei), mit Grußworten aus Kultur und Wissenschaft sowie dazu ab 20 Uhr live Beats von den Frankfurter DJs JUCI VISION, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, Eintritt: 7 (5) Euro, weitere Infos gibt's hier 

Noch bis 18. Oktober: „Suburbia. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise“

(Andrea)

Wer bei “Träumen vom Eigenheim” an Wüstenrot und Bausparverträge denkt, liegt nicht ganz falsch. Witzigerweise habe ich die Ausstellung des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona ebenda bereits gesehen und war so begeistert, dass ich mir sogar den Katalog (in englisch und spanisch!) gekauft habe. In Frankfurt scheint die Ausstellung inhaltlich erweitert, weshalb ich mir den Teil sicher noch anschauen werde. "Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht  ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohn fläche verbindet."

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

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