27.03.-02.04.2026

Grüsse aus dem Piemont

Zur besseren Lesbarkeit empfehlen wir die Tipps im Browser zu lesen

Seit nunmehr 20 Jahren halte ich an meinem Anspruch fest: Die Ausgehtipps kommen freitags. Punkt.

Aber was macht man eigentlich im Urlaub? In den Schulferien setzen wir auch mal zwei Wochen aus – geschenkt. Aber wenn ich nur eine Woche weg bin…? Seit ich mit Uwe zusammen bin, sagt er jedes Mal ganz pragmatisch: „Dann versendest du eben nicht. Du bist ja schließlich im Urlaub.“
Recht hat er – eigentlich.

Nur: Mein Leben ist oft ein bisschen chaotisch. Das Aussetzen müsste ich rechtzeitig im Team ankündigen, damit nicht alle umsonst ihre Beiträge schreiben. Und weil mir dafür oft schlicht die Zeit fehlt, landet der Laptop eben doch im Gepäck. Ich schreibe also – auch im Urlaub.

Das hat sogar schon zu einem kleinen Zerwürfnis geführt: Ein Fastenwanderleiter, mit dem ich jahrelang unterwegs war, konnte so gar nicht nachvollziehen, warum ich eine Tour sausen lasse, um die Ausgehtipps zu schreiben. „Du sollst doch abschalten…“
Tja. Ich konnte ihn irgendwann auch nicht mehr nachvollziehen – und wandern gehe ich seitdem ohne ihn.

Also schreibe ich weiter. Egal wo.

Gerade sitze ich zum Beispiel in einem wunderschönen Agriturismo im Piemont (https://www.agriturismobarchetto.com). Draußen scheint die Sonne, Uwe liest, Julia ist spazieren – und ich sitze drinnen, mit Blick auf verschneite Berge, und tippe diese Zeilen.

Urlaub und Schreiben gleichzeitig – das bleibt eine kleine Herausforderung. Auf irgendetwas verzichtet man immer: die Yogastunde in Frankreich, die Fastenwanderung… irgendwas ist ja immer.
Aber es hat auch seinen Reiz, sich von irgendwo ganz anders gedanklich nach Frankfurt zu beamen und zu überlegen: Was würde ich jetzt machen, wenn ich dort wäre?

Die Antwort kommt schneller als gedacht – denn wir sind schon wieder auf dem Rückweg. Und der Kalender ist voll:
Samstag Wanderung mit Freunden und ein 60. Geburtstag, Sonntag Planungstreffen für die „20 Jahre Ausgehtipp-Party“ und abends ins Theater Landungsbrücken zu BIG OTHER – Wir verstehen uns total!. Montag auf die Demo: ES REICHT! DIE SCHAM MUSS DIE SEITE WECHSELN, DIE VERANTWORTUNG AUCH!!, Mittwoch schon wieder Parteitag, Donnerstag: Burlesque Show in der Volksbühne…Und dann ist auch schon Ostern.

Was auch immer ihr macht: lebt wild.

Daniela

Wenn ihr diese Ausgehtipps am Freitag in eurem Postfach habt, dann ist es mir wohl gelungen, sie auf der Rückreise – irgendwo im VW-Bus zwischen Piemont und zuhause – rechtzeitig abzuschicken.

Vielen Dank auch an den Rest des Ausgehtipp-Teams: Uwe Schwöbel, Martin Grün, Andrea Ehrig, Petra Manahl und Erik Düwel.

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit.. im Mai 2026 werden es 20 Jahre! .. ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen.
Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:
Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Petra)

Zu gewinnen gibt es 2 x 2 Tickets für die kommende Ausstellung “Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni” (Freitag, 27. März - Sonntag, 06. September).

Gewinnfrage: Wer ist sowohl Künstler als auch Kurator der Ausstellung?

Antwort im Betreff (Vor- und Zuname) per E-Mail, DARIN EUER Vor- und Zuname an Petra.

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

2x 2 Karten für Blue Pills und DeWolff am Dienstag, 31. März in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: In welchem Stadtteil liegt WaKanda?

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1 x 2 Karten für “Alex im Westerland” im Nachtleben am Donnerstag, 2.April . Die Gewinnfrage lautet: “Hooked on a Book” ist das Projekt welcher wunderbaren Truppe?

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1 x 2 Karten für “Traitrs” im Nachtleben am Donnerstag, 9.April . Die Gewinnfrage lautet: In welcher Lesung ist die Arrival City Offenbach ein Thema?

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1 x 2 Karten für “Luca Noel” im Nachtleben am Dienstag, 14.April . Die Gewinnfrage lautet: Die Kindheit welcher tollen mexikanischen Künstlerin wird im Hafen 2 beleuchtet?

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1 x 2 Gästelistenplätze für das Konzet von Piano Man am Donnerstag, 16. April im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Wer kuratiert die Reihe Cinescape?

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1 x 2 Gästelistenplätze für das Konzet von Miss Allieam Samstag, 18. April im Capitol. Die Gewinnfrage lautet: Wir feiern am 9. Mai Geburtstag, wer lädt zeitgleich zum Spring Spring?

Samstag 09. Mai: 20 Jahre Ausgehtipps

(Daniela, Andrea, Petra, Martin, Erik & Uwe)

Wir können es selbst kaum glauben: Im Mai werden Danielas Ausgehtipps 20 Jahre alt.

Seit 2006 sind wir für Euch unterwegs in Frankfurt & Offenbach – auf Konzerten, im Theater, im Kino, in Ausstellungen und überall dort, wo Kultur lebendig wird. Seit 20 Jahren schreiben wir „Danielas Ausgehtipps“ in unserer Freizeit – das heißt auch: 20 Jahre Ehrenamt. :-)

Das wollen wir natürlich mit Euch feiern!

Brita von der Agentur U9 Visuelle Allianz hat bereits eine tolle Grafik entwickelt, vielen Dank dafür und so viel können wir schon verraten:

Das Fest findet am Samstag, den 9. Mai, im Kunstverein Familie Montez statt.
Ein ganz besonderer Ort für uns. Dort haben wir bereits das 10-jährige Jubiläum der Ausgehtipps gefeiert. Andrea ist zufrieden, weil das Montez an der Grenze zu Offenbach liegt, Petra liebt den Ort wegen der spannenden Ausstellungen – und Uwe und ich haben dort sogar unsere Hochzeit gefeiert.

Ab 18:00 Uhr öffnen sich die Türen.

Um 18:30 Uhr startet unser großes Jubiläums-Pubquiz. Ob im Team oder alleine: Euch erwarten Fragen rund um Konzerte, Film, Literatur, Theater, Kunst und das Kultur- und Stadtleben in Frankfurt & Offenbach – moderiert von Christoph Pütthoff aka „Pütti“. Es gibt tolle Kulturpreise zu gewinnen.
Das Quiz wird so unterhaltsam, dass Zuschauen mindestens genauso viel Spaß macht!

Ab 21:00 Uhr heißt es dann: Musik an, Gläser hoch!
Sibylle & Yvette sorgen bis Mitternacht für den passenden Soundtrack. Vielleicht organisieren wir sogar noch eine Live-Band.

Kommt vorbei, bringt Freund:innen mit, stellt Euer Wissen unter Beweis – oder genießt einfach einen besonderen Abend mit guten Gesprächen, Quiz, Musik und Party.

Wir freuen uns riesig auf Euch! Ab April könnt Ihr Euch Eure Tickets bzw. Plätze sichern.

LUCAS Filmfestival - Juryaufruf

(Andrea)

LUCAS ist ein tolles Festival und wenn jetzt Jurykinder gesucht werden, sollten sich die Kids umbedingt bewerben! "Vom 24. September bis 1. Oktober 2026 präsentiert die 49. Ausgabe des LUCAS-Filmfestivals aktuelle Kinofilme aus aller Welt für junges Publikum in Frankfurt am Main und Umgebung. Für die Jurys in den Wettbewerben »Kids« und »Teens« sucht Deutschlands ältestes Filmfestival für junges Publikum auch in diesem Jahr Kinder und Jugendliche, die »Mitmischen!« wollen: Während der Festivalwoche tauschen die jungen Juror*innen das Klassenzimmer mit dem Kinosaal, um außergewöhnliche Lang- und Kurzfilme zu sichten und gemeinsam mit erwachsenen Branchenprofis die besten Beiträge ihrer Sektion zu küren. Als krönenden Abschluss präsentieren sie die Gewinnerfilme bei der Preisverleihung.
Wer kann mitmachen? Kinder, die in der Festivalwoche zwischen zehn und zwölf Jahre alt sind, können sich für die Jury im Wettbewerb »Kids« bewerben. Jugendliche Bewerber*innen für die Jury im Wettbewerb »Teens« sollten in der Festivalwoche zwischen 14 und 18 Jahren alt sein und auch Englisch sprechen können. Für die Dauer der Festivalwoche werden die ausgewählten Teilnehmer*innen von der Schulpflicht befreit.
Wie bewirbt man sich? Einfach den Jurybewerbungsbogen von der LUCAS-Webseite herunterladen, ausfüllen und mitsamt einer kurzen Kritik zu einem selbstgewählten Film an lucas-info(at)dff.film senden. Wer erfahren möchte, worauf es bei einer guten Filmkritik ankommt, erhält einige hilfreiche Tipps auf der Webseite des DFF, außerdem sind auf der Seite des LUCAS-Workshops »Kritikfenster« Filmkritiken von jungen Filmfans zu finden, die als Orientierung dienen können. 

Weitere Infos & Workshopanmeldung: lucas-info(at)dff.film | +49 (0)69 961 220 – 672

Freitag 27. März - Sonntag 29. März: BIG OTHER - Wir verstehen uns total!

(Daniela)

Ich habe das letzte Stück von Simon bereits verpasst. Das hat er in einem Café in Bocknheim aufgeführt und alle die da waren,waren begeistert. Jetzt ist er mit einer neuen Produktion im Theater Landungsbrücken und ich gehe am Sonntag hin. Wer geht mit? 

Über das Stück:
Deutschland im Jahr 2000. Die neue Reality-Show Big Brother bricht alle Einschaltquoten, legt zeitweise das junge Internet lahm – und versetzt das Land in einen kollektiven Ausnahmezustand. Parteien, Kirchen und Medieninstitute fordern ein sofortiges Ende des „menschenverachtenden Experiments“, andere feiern die vermeintliche Demokratisierung des Fernsehens: Jetzt darf jede*r rein. Jetzt schaut ganz Deutschland zu.

Hundert Tage lang leben fremde Menschen gemeinsam in einem überwachten Container auf einem asphaltierten Feld bei Köln. Was als mediales Experiment beginnt, wird schnell zum gesellschaftlichen Brennglas: Die Bewohner*innen werden zu Projektionsflächen, ihre Konflikte zu nationalen Debatten. Während männliche Kandidaten wie Slatko und Jürgen gefeiert werden, entlädt sich der Hass gegen einzelne Frauen im Haus. In Sprechchören, Schlagzeilen und Talkshows entblößt sich ein Land – seine Sehnsüchte, seine Ressentiments, seine Vorstellungen von Gemeinschaft.

Mit BIG OTHER – Wir verstehen uns total bringt das europäische Performancekollektiv BOYS* IN SYNC die erste Staffel von Big Brother zurück auf die Bühne. Aus dem popkulturellen Phänomen wird ein theatraler Erfahrungsraum: über uns, damals wie heute. Über Geschlechterrollen und Solidarität. Und über die Frage, was uns verbindet, wenn wir uns wirklich aushalten müssen.

Über Boys* in Sync
BOYS* IN SYNC ist ein transdisziplinäres Performancekollektiv mit Mitgliedern aus Deutschland, Norwegen, Schweden und Dänemark. Die Gruppe wurde 2019 gegründet und untersucht seitdem das Phänomen der Synchronizität in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Kontexten. Ihre Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen queerer Körperpraxis, Popästhetik und dokumentarischer Performance.

Weitere Informationen unter www.boysinsync.com

Konzept: BOYS* IN SYNC; Regie: Simon David Zeller; Mit: Livia Hiselius und Gregers Hansen; Dramaturgie: Chiara Marcassa; Technik und Sounddesign: Frithjof Gawenda
PREMIERE am 27.03.2026, 20:00 Uhr
Weitere Aufführungen am 28.03.2026, 20:00 Uhr, 29.03.2026, 20:00 Uhr

Freitag, 27. März - Sonntag, 06. September: Multispezies Members Club. – Ausstellung im Museum Giersch

(Petra)

Wie kann eine technologisierte Gesellschaft auf Fürsorge und Teilhabe statt auf Konkurrenz bauen? – diese Frage steht im Zentrum des Multispezies Members Club im Rahmen der World Design Capital 2026. Die Ausstellung entwirft ein zukunftsweisendes Modell des Zusammenlebens, in dem Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen gleichberechtigt agieren. Besucher*innen sind eingeladen, Fürsorge, Kooperation und Teilhabe nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben, und zu reflektieren, wie Technologie Kommunikation zwischen unterschiedlichen Spezies ermöglichen kann. Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich, dass Technik nicht neutral ist: Sie verbraucht Ressourcen, kann bestehende Machtverhältnisse verstärken und stößt dort an Grenzen, wo natürliche Systeme zu komplex sind, um sie vollständig zu steuern. Die Highlights der Ausstellung sind interaktiv und vielseitig: Andreas Greiners neu entstandene Installation Garden Protocol verbindet Pflanzen auf dem Balkon, 1 Menschen und technische Systeme über Wasser als gemeinsame Ressource und fungiert als lebendiges Versuchsfeld für neue Formen des Zusammenwirkens von Natur und Technologie. Greiner agiert dabei sowohl als Künstler als auch als Kurator der Ausstellung, gemeinsam mit Ina Neddermeyer und Susanne Wartenberg. Im Multispezies Café knüpft er an die Tradition des Salons an und bringt aktuelle Diskurse über Künstliche Intelligenz in den Raum, während im Klangkunstwerk Conspiracy Theory (2023) drei KI-Systeme – Grok, DeepSeek und Mistral – in einen Trialog treten und globale Machtverhältnisse sowie politische und gesellschaftliche Modelle reflektieren. Weitere künstlerische Positionen hinterfragen die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Technologie auf vielfältige Weise. Aktivistisch und interaktiv ist Tree and Rockets Truth Gate (2026), das Besucher*innen über umgebaute Arcade-Spielautomaten in die Analyse und Korrektur von Online-Inhalten einbindet. Auch der Museumsgarten wird Teil des Multispezies-Clubs: Mit der Klanginstallation What do birds tweet about? (2025, Neukonzeption 2026, Baltic Raw Org) werden Vogelstimmen in kurze Textfragmente übersetzt und als eigenständige, nichtmenschliche Stimme erfahrbar. Beiträge von Künstler*innen – darunter auch Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der HfG Offenbach, die im Rahmen eines Open Calls ausgewählt wurden – eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Künstliche Intelligenz, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung. Wissenschaftler:innen der Goethe Universität Frankfurt ergänzen das Programm mit Perspektiven aus der KI Forschung, Bioinformatik, Kunstpädagogik, Anthropologie sowie Erziehungs-, Kultur- und Literaturwissenschaften. Die Ausstellung verbindet Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit und lädt dazu ein, über ein mehr-als-menschliches Zusammenleben nachzudenken sowie die Möglichkeiten und Grenzen algorithmischer Prozesse kritisch zu reflektieren.

Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni, beteiligte Künstler*innen und Wissenschaftler*innen: allapopp, Baltic Raw Org (Móka Farkas & Berndt Jasper), Literaturwissenschaftler Roland Borgards, Erziehungswissenschaftlerin Juliane Engel, Anthropologe Steven Gonzalez Monserrate, Kulturantropologin Katharina Graf, Andreas Greiner, Dženeta Hodžić, David Kuhn & Markus Rauchecker, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Anne Duk Hee Jordan, Laleh Khabbazy Oskouei & Farhang Rafiee, Nadine Kolodziey, Kunstpädagogin Verena Kuni, Biophysikerin Franziska Matthäus, Xenia Snow, terra0 (Paul Kolling & Paul Seidler), Tree and Rocket, Medienpädagoge Dan Verständig, ZK/U Proxylab, Vernissage: 18 Uhr (Eintritt frei), mit Grußworten aus Kultur und Wissenschaft sowie dazu ab 20 Uhr live Beats von den Frankfurter DJs JUCI VISION, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, Eintritt: 7 (5) Euro, weitere Infos gibt's hier 

Freitag, 27. März: FÄZZ am Freitag 11.0 feat. Bodek Janke

(Uwe)

Das Frankfurter Jazzkollektiv FÄZZ trifft auf den international gefragten Drummer und Perkussionisten Bodek Janke, eine der prägenden Stimmen der heutigen Jazz- und World-Music-Szene. Jankes einzigartiger Stil an Schlagzeug, indischer Tabla und vielfältigen Perkussionsinstrumenten führte ihn zu Zusammenarbeiten mit Künstlern wie Yo-Yo Ma, Lars Danielsson, Bill Evans sowie der NDR-, WDR- oder HR-Bigband. Als „Master of many dialects“ (John Riley) wirkte er auf über 200 Alben mit und veröffentlichte zehn eigene Produktionen. Gemeinsam mit FÄZZ entsteht ein intensiver musikalischer Dialog voller Groove, Offenheit und improvisatorischer Energie.

Romanfabrik / Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Bodek Janke

Freitag, 27. März: Of/ Amrum

(Andrea) 

Fatih Akim gehört ganz klar zu meinen absoluten Lieblingsregisseuren und wenn ich mir aussuchen könnte, mit welchem Promi ich gerne mal einen Abend verbringen könnte, wäre er meine erste Wahl. Mit “Amrum” hat er die Geschichte seines Mentors Hark Bohms verfilmt, beide verband eine tiefe Freundschaft und wenn bei dem Abend noch leckeres Essen gereicht wird, gehe ich hin! "Seehundjagd, Fischen bei Nacht, Schuften auf dem Acker, nichts ist zu gefährlich oder zu mühsam für den 12-jährigen Nanning, um seiner Mutter in den letzten Kriegstagen zu helfen, die Familie zu ernähren. Mit dem ersehnten Frieden entstehen allerdings völlig neue Konflikte und Stimmungen. Nanning muss lernen, seinen eigenen Weg zu finden – und seiner Mutter ein Honigbrot zu bringen. Diese schier unlösbare Aufgabe verlangt ihm alles ab …
Dieser Kurztrip an die Nordsee ist beklemmend und befreiend zugleich … dabei tief und rau, ruhig und rätselhaft …wie das Meer selbst. 
Wir servieren hierzu gebratenen Zander in Nussbutter (ja, keine Scholle – der Koch hat entschieden) mit norddeutschem Kartoffelsalat (Blumenkohl-Steaks für die Vegetarier) und ein Friesentörtchen als Dessert. Als Amuse-Gueule muss es hierbei zwingend ein Stück Brot mit guter Butter und allerbestem Honig geben – eine süße Hommage an diesen wunderbaren Film, der traumhaft fotografiert, behutsam inszeniert und mit Laura Tonke (mal wieder) herausragend besetzt wurde. In Erinnerung an den großartigen Hark Bohm (1939-2025), dessen Kindheitserinnerungen auf seinen Wunsch hin von Freund und Ziehsohn Fatih Akin in „Amrum“ meisterhaft verfilmt wurden." Alle Infos & Karten gibt es wie immer unter  www.kinokulinarisch.de 

Alte Schlosserei der EVO, Andréstraße 71, Offenbach

Freitag, 27. März: Of/ Curated Sounds

(Andrea)

Alleine schon aus Neugier würde ich heute gerne im Radraum bei curated sounds vorbeischauen, reden wir von Vinyl? So oder so wird das sicher ein munterer Abend, ob mit oder ohne Platte unterm Arm: “Willst du deine Lieblingsplatten mal über große Boxen hören oder einfach die besten Tracks aus deiner Sammlung präsentieren? Dann komm doch vorbei. Ob du nur einen Drink genießt oder selbst auflegst, entscheidest du. Feel free to join!” Kein Eintritt. 18 Uhr

Radraum, Bleichstraße 22, Offenbach

Freitag, 27. März: Of/ Out of Bieber beim RUK

(Andrea)

Hach, der Wiener Hof. Mit Fluccio war ich öfter dort, als er sein Studio noch in Bieber hatte und Blacky hinterm Tresen stand. Was war das ein schöner Ort mit feiner Küche, urgemütlich, ein bisschen aus der Zeit gefallen und eben schwer sanierungsbedürftig. Das passiert jetzt und wer heute ein wenig das alte Gefühl wieder aufleben lassen möchte, fährt ins wunderbare Mausoleum nach Rumpenheim: „Out of Bieber“ zu Wiener-Hof-Zeiten bekannt als „Hemmungslos Bieber“ kommt mit Teilen der ehemaligen Belegschaft sowie mit neuen Mitsingenden und jetzt unter der Leitung von Lil von Essen zu seinem ersten Gastspiel ins Mausoleum und bringt mit der weiterhin gegeben Leidenschaft ein Programm mit komplett neuem Repertoire auf die Bühne. Lasst euch überraschen. Im Anschluss kann an der Bar noch mit alten Bekannten ein bisschen geplaudert werden, bevor die Unterhaltung auf Grund der zunehmenden Präsenz der rhythmischen Klänge aus den kräftigen Diskoboxen immer schwerer fallen dürfte." Eintritt frei. 20 Uhr

Mausoleum Schloßpark Offenbach-Rumpenheim, Schloßstraße 1, Offenbach 

Noch bis 31. Mai: Ausstellung After Nature . Ulrike Crespo Photograph Prize 25

(Daniela)

Brita hat mir diese Ausstellung empfohlen. Sie sagt, dass insbeosndere die Führungen sehr gut sind:

After Nature . Ulrike Crespo Photograph Prize 25

Der „After Nature . Ulrike Crespo Photography Prize“, den die Crespo Foundation gemeinsam mit C/O Berlin ins Leben gerufen hat, wurde 2025 an Lisa Barnard (1967, Großbritannien) und Isadora Romero (1987, Ecuador) verliehen.

Die Ausstellungen „You Only Look Once“ von Lisa Barnard und „Notes on How to Build a Forest“ von Isadora Romero werden nun im Crespo Open Space gezeigt. Sie eröffnen zwei künstlerische Perspektiven auf das Zusammenspiel von Natur, Technologie und Gesellschaft.

Datum: 13.03.2026 bis 31.05.2026
Uhrzeiten: Mo., Do., Fr. 14–20 Uhr und Sa., So. 11–18 Uhr
Adresse: Crespo Open Space, Weißfrauenstraße 1—3, 60311 Frankfurt

Führungen: Jeweils montags und samstags, auch in Englisch und mit DGS-Begleitung. Weitere barrierearme Führungen bieten wir auf Anfrage gerne an.

Mehr über die Ausstellung und über Termine und Rahmenprogramm: https://www.crespo-foundation.de/de/events/after-nature-25

Samstag 28. März: Der Westbalkan im Wartezimmer der EU

(Daniela)

Was bedeutet es, im „Wartezimmer der EU“ zu sitzen? Und warum kommt der Beitrittsprozess der Staaten des Westbalkans seit Jahren nur schleppend voran? Diese Veranstaltung widmet sich den politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Perspektiven der Region und den Gründen für die anhaltenden Verzögerungen auf dem Weg in die Europäische Union.

Im Zentrum steht ein moderiertes Gespräch mit den Autorinnen des Buches Der Westbalkan im Wartezimmer der EU: Krsto Lazarević, Franziska Tschinderle und Danijel Majić. Krsto Lazarević und Danijel Majić sind Hosts des Podcasts „Neues vom Balla-balla-Balkan“

Weitere Gesprächspartnerinnen sind angefragt. Die Moderation übernimmt Anđelka Križanović, die sich seit vielen Jahren mit politischen Entwicklungen und Transformationsprozessen im Westbalkan beschäftigt.

Ausgehend von den Analysen und Reportagen des Buches werden unter anderem folgende Fragen diskutiert: Welche Staaten befinden sich derzeit im EU-Beitrittsprozess? Welche Erwartungen und Hoffnungen sind mit einer Mitgliedschaft verbunden? Und welche politischen, strukturellen und geopolitischen Faktoren verzögern den Beitritt?
Das Buch beleuchtet die Situation von sechs Staaten – Nordmazedonien, Serbien, Kosovo, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Albanien –, die offiziell eine Mitgliedschaft anstreben, sich jedoch weiterhin in einem langwierigen und unsicheren Prozess befinden. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, fundierte Einblicke in die aktuelle Lage der Region zu gewinnen und mit den Autor*innen ins Gespräch zu kommen.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch mit den Autor*innen bei einer musikalischen Untermalung.
Offenes Haus der Kulturen in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V.

Samstag, 28. März 2026, 19:00 Uhr, Cafe KoZ, Mertonstrasse 26, Frankfurt

Samstag, 28. März: Ecstatic Dance: Frühlingserwachen / Ostara mit DJ ToR

(Uwe)

Tanzen setzt Glückshormone frei – umso mehr, je intensiver man sich auf die Musik einlässt: Die Augen schließen und Eins werden mit dem Beat! Das ist das Prinzip von Ecstatic Dance. Hier kommt der Rausch über die Bewegung, hier schaut niemand nach Pose oder Choreo, hier geht es um Körpergefühl statt Styling! Ecstatic Dance verbindet Club Vibes mit achtsamer Atmosphäre – er ist eine Einladung, sich frei zu bewegen und mit anderen in den Groove zu kommen. Der musikalische Reiseleiter für dieses Erlebnis ist ToR aus Spanien, ein leidenschaftlicher Ecstatic Dance DJ und Klang Alchemist, der in seiner Heimat Ecstatic Dance Malaga ausrichtet und organisiert. 

Centralstation / DA, Im Carree / 19 Uhr
Foto: Homepage Centralstation

Samstag, 28. März: Of/ Amrum

(Andrea)

Schon wieder Amrum? Tatsächlich weder ein Schreib- noch ein Lesefehler, sondern eine tolle Gelegenheit für alle, die gestern keine Zeit hatten, diesen wunderbaren Film zu sehen. Allerdings ohne Kulinarik, dafür aber im außergewöhnlichen Ambiete des Ladenkinos. Es gibt natürlich Weinchen und Snacks. Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr 

artefakt, Berliner Straße 43-47, Offenbach

Samstag, 27. März, und Sonntag, 28. März: Of/ Marty Supreme

(Andrea)

Und wenn ihr Amrum schon gesehen oder keine Lust auf Insel habt: Geht in den Filmklubb! Da läuft heute und morgen “Marty Supreme” und der Film ist wirklich klasse - Kino, so wie Kino sein muss. Dynamisch, lustig und Timothée Chalamet ist wieder einmal ganz wunderbar. Egal, was er über Balett und Oper neulich von sich gegeben hat, er bleibt ein gute Schauspieler. "In den Hinterhöfen Manhattans träumt der junge Schuhverkäufer Marty (Timothée Chalamet) von einer Zukunft, die ein paar Nummern größer ist als der kleine Schuhladen seines Onkels. Angetrieben von der Idee, Weltmeister im Tischtennis werden zu können, taucht er jede Nacht ab in die verrauchten Wettkampfhallen der Stadt, wo er sich mit viel Talent, der nötigen Chuzpe und dank der Hilfe seines besten Freundes ein paar Dollar dazu verdient. Zu wenig, um eine Profikarriere zu finanzieren und an den Turnieren in London, Paris oder Tokio teilnehmen zu können. Also ‚leiht‘ sich Marty kurzerhand Geld aus dem Safe seines Onkels, belügt seine Mutter ebenso wie seine Freundin und schmeißt sich schamlos an eine Hollywood-Diva (Gwyneth Paltrow) ran, deren Ehemann er gleichzeitig als Sponsor gewinnen will. Doch das ist erst der Anfang der Odyssey eines Mannes, der bereit ist, für Ruhm und Erfolg alles zu riskieren. >> Trailer zum Film>> Karten bitte HIER kaufen, Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr; Sonntag, Einlass 17 Uhr, Filmbeginn 18 Uhr. 

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Samstag, 28. März: Of/ Erde

(Andrea)

Wäre ich nicht schon verplant, würde ich im t-raum vorbeischauen. Dort wird heute die kleine Ausstellung mit ZFotographien des Offenbacher Fotokünstlers JO WILHELM ARTS und dem Titel „Erde“ eröffnet.  "Die Erde ist unser Zuhause, ein dynamischer Planet, eine Quelle der Stofflichkeit und des Lebens. Die Ausstellung „ERDE" beleuchtet die mannigfaltigen Facetten des Begriffs ERDE aus wissenschaftlicher, spiritueller, ökologischer und künstlerischer Perspektive. Ziel des Künstlers war, Ehrfurcht vor der Komplexität und Fragilität der Erde zu wecken und zum Nachdenken über die Verantwortung des Menschen anzuregen. Die Ausstellung gliedert sich in unterschiedliche thematische Sektionen, die verschiedene Aspekte und Dimensionen unseres Planeten und des Lebens auf ihm verdeutlichen und erfahrbar machen." Man würde sich wünschen, dass auch die Menschen an den Schalthebeln der Macht ein bisschen mehr Demut und Dankbarkeit an den Tag legen würden, statt mit Bomben völlig sinnlos zu töten und die Umwelt weiter zu zerstören. Einlass zur Vernissage – wie immer im t-raum von einer kleinen Performance begleitet - ist ab 19.00 Uhr – der Eintritt ist frei! Das Foto habe ich neulich im Wald gemacht.

Theater t-raum, Wilhelmstraße 13, Offenbach. Nicht barrierefrei

Samstag, 28. März: Carnoid

(Martin)

Fabrice Mazliah - Tanz 

In „Carnoid“ begegnen sich menschliche und technische Körper und erforschen, in welchem Verhältnis sie zueinanderstehen. Mit dieser neuen Arbeit interessiert sich der Choreograf Fabrice Mazliah für die posthumane Durchdringung organischer und technischer Körper und lädt die Performer*innen Ophelia Young, Oleg Stepanov, Jan Chris Pollert dazu ein, sich die Bühne mit einem Auto zu teilen. Zwischen Verschmelzung und Widerstand nimmt das Trio das von Menschenhand erschaffene Ursymbol technischen Fortschritts auseinander und erprobt mögliche Umgangsformen mit diesem unauslöschlichen Relikt unserer Moderne. Aus der Begegnung zwischen Mensch und Maschine entsteht ein fragiles Zusammenspiel aus Nähe und Verwundbarkeit, in dem Kollision und Koexistenz sich näherkommen.

Tanz im Künstler*innenhaus Mousonturm um jeweils 20.00 Uhr
Foto: © Joerg Baumann

Samstag, 28. März:OF/ 60 Jahre The Beatles Rubber Soul

(Andrea)

Beatlemania in Offenbach, Volker Rebell schreibt: "Man kann von einem kleinen Wunder sprechen: der in regelmäßigen Abständen immer wiederkehrenden „Beatlemania“ in Offenbach. Die erstaunliche Begeisterung für die Musik der Beatles ist und bleibt ein Phänomen.
Beatles-Fans aus ganz Hessen und darüber hinaus, von Hofgeismar bis Heidelberg, von Fulda bis Fritzlar, strömen erneut nach Offenbach in die Rebell(i)sche Studiobühne, weil dort an vier Konzertabenden ein weiteres Album der Beatles gefeiert, live gespielt und kommentiert wird. 
Nach den erfolgreich präsentierten fünf Vorläuferalben steht nun das erste Artpop-Album der Popgeschichte auf dem Programm: „Rubber Soul“. Das Jubiläumskonzert „60 Jahre The Beatles Rubber Soul“ bietet zum Mitsingen alle Songs des Albums, live gespielt von der Radio-Rebell-Band und kommentiert mit launigen Hintergrundgeschichten im Stile einer Live-Radiosendung von mir.
 Die drei ersten drei Konzerttermine am 20., 21. und 27. März sind ausverkauft. Doch am Samstag 28. März gibt es zur vierten und letzten Aufführung noch einige freie Plätze. Wer sich die tollen Songs des Albums „Rubber Soul“ nicht entgehen lassen will und noch keine Tickets reserviert hat, sollte die letzte Chance am 28. März nutzen.
Mehr…: https://radio-rebell.de/termin/jubilaeumskonzert-60-jahre-the-beatles-rubber-soul-konzert-nr-4/

Rebell(i)sche Studiobühne & Galerie + Radio-Rebell Biebererstr. 145A, Hinterhaus, Offenbach

Sonntag, 29. März: Written on Skin (auch 5. April)

(Martin)

Written on Skin von George Benjamin. 

Zeitgenössische Opern haben es nicht leicht. Alle wollen Mozart, Puccini, Verdi,…  Dabei ist ‚Written on Skin‘ eine echte Opernperle und die neue Inszenierung in Frankfurt in der Regie von Tatjana Gürbaca habe ich wie einen ‚Opernfilm‘ erlebt. Eine fesselnde Handlung und eine Musik, die einen in ihrer Modernität fesselt. Der Inhalt der Oper ist spektakulär: Ein reicher Mann (Protector) will sich in einer Buchmalerei verherrlichen lassen. Das Resultat konfrontiert ihn mit einer unbequemen Wahrheit. Eigentlich besitzt der Protector alles, was er sich wünscht: Geld, Ländereien und den – wie er sagt – »stillen, gehorsamen Körper« seiner Ehefrau Agnès. Mit den Bildern, die er von sich anfertigen lässt, gerät seine Lebensrealität jedoch ins Wanken: Fasziniert von der Kunst und der empathischen Art des jungen Malers, beginnt Agnès eine Affäre mit ihm. Als die beiden dem Protector ihre Verbindung offenbaren, tötet der Betrogene den Maler und nötigt seine nichts ahnende Ehefrau, dessen Herz zu essen. Doch Agnès wendet selbst ihre größte Demütigung in einen persönlichen Triumph.

In SWR Kultur am Morgen wurde nach der Premiere das berichtet:„(…) Die Suche nach Schönheit in einer gottlosen, entzauberten Welt ist ein zwiespältiges Unterfangen. Es ist ein Theater des Schönen und der bitteren Grausamkeit. In diesem Sinne illuminiert Tatjana Gürbacas Inszenierung auch George Benjamins suggestive Klangfindungen zwischen hypnotischer Subtilität und geräuschhafter Gewalt. Die kaleidoskopartigen Farbwirkungen dieser Partitur sind beim Frankfurter Opern- und Museumsorchester in den besten Instrumentenhänden und der Dirigent Erik Nielsen akzentuiert die Zeitschichten mit präziser Prägnanz. Das vermeintliche Kammerspiel ist packende, mit neunzig Minuten Spieldauer konzentriert-spannende große Oper. Die umjubelte Frankfurter Produktion zeigt, wie George Benjamin hier in offen produktiver Rätselhaftigkeit eines der besten Musiktheaterwerke des 21. Jahrhunderts über die Conditio humana gelungen ist. Wie immer zeigt sich ein allen Produzenten demütig dankender Komponist dem begeisterten Publikum beim Schlussapplaus.“

In der Allgemeinen Zeitung Mainz ist zu lesen:„(…) Das ist ganz großes Musiktheater.“

Und www.concerti.de schreibt:„(…) Es entsteht ein intensives, subkutanes Hörtheater, dem man sich kaum entziehen kann, so gar kein bluttriefender Krimi-Schocker, wie die Inhaltsangabe nahelegen mag. So bietet diese Neuinszenierung einigen Mehrwert, sie ergänzt die legendäre Uraufführungsproduktion um ein wichtiges Kapitel der Interpretationsgeschichte dieses enormen Werks.“

Sonntag, 29. März um 19.00 Uhr und Sonntag, 5. April um 18.00 Uhr: Oper Frankfurt
Foto: © Barbara Aumüller

Montag, 30. März, bis Mittwoch, 1. April: Of/ Passionspunkte

(Andrea)

Geschichte ist sichtbar, man muss nur genau hinschauen. Dazu lädt die Friedenskirche heute, morgen und am Mittwoch ein und an einem, vielleicht sogar allen drei Tagen, werde ich es irgendwie schaffem teilzunehmen: Die Jugend der Friedenskirche erinnert daran, wie die Nazis Ende der 1930er Jahre begannen, Juden aus ihren Wohnungen zu werfen, indem sie Mietverhältnisse auflösten und Hauseigentümer enteigneten. Juden wurden in sogenannten „Judenhäuser“ zwangseinquartiert, von wo aus sie später deportiert wurden. Die Band Maniya M begleitet die Aktion musikalisch, Pfr. Burkhard Weitz schlägt den Brückenschlag zu heute. Treffpunkt 18 Uhr vor der Kaiserstraße 115.

Dienstag, 31.3.2026 um 18 Uhr, Passionspunkt im Hof des Isenburger Schlosses. Der Gymnasiallehrer Volker Lughofer und zwei Schülerinnen der Leibnizschule erinnern an die Bücherverbrennung der Nazis Mitte Mai 1933. Es wurde wahr, wovor Heinrich Heine 110 Jahre zuvor gewarnt hatte: „Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen“. Die Band Nashuwa begleitet den Passionspunkt musikalisch, Pfr. Burkhard Weitz erklärt, warum die Erinnerung wichtig bleibt. Treffpunkt: Innenhof des Isenburger Schlosses, Schloßstr. 66.

Mittwoch, 1.4.2026 um 18 Uhr, Passionspunkt vor dem früheren Kaufhaus Oppenheimer. Astrid Jäger vom Haus der Stadtgeschichte stellt das Kaufhaus und die gleichnamige jüdische Inhaberfamilie vor. Am 1. April 1933 hinderte die SA in Offenbach auch hier Passanten am Betreten des Geschäfts, um den reichsweiten Boykott gegen Geschäfte mit jüdischen Inhabern durchzusetzen. Die Band Nashuwa begleitet den Passionspunkt musikalisch, Pfr. Burkhard Weitz erläutert, was uns das heute angeht. Treffpunkt vor der Fielmann-Filiale, Frankfurter Straße 1.

Foto: Yad Vashem 

Montag 30. März: SOS DEMO: ES REICHT! DIE SCHAM MUSS DIE SEITE WECHSELN, DIE VERANTWORTUNG AUCH!!

(Daniela)

Ich bin seit Tagen so unfassbar wütend! Vor allem nachdem ich Friedrich Merz Aussage im Bundestag gehört habe. 
Das ist auch der Grund warum ich am Montag bei der Demo dabei bin!

SOS DEMO: 
ES REICHT! DIE SCHAM MUSS DIE SEITE WECHSELN, DIE VERANTWORTUNG AUCH!!

Stoppt die strukturelle Gewalt. 
Die Fälle von Epstein, Pelicot und jetzt mutmaßlich Christian Ulmen machen uns fassungslos. 
Wie viele Namen brauchen wir noch, um zu verstehen, dass es sich um ein SYSTEM handelt? Es reicht! Wir sind wütend, wir sind laut, und wir werden nicht mehr schweigen, während Betroffene sexualisierter Gewalt im Stich gelassen und Täter geschützt werden. 

Wir fordern das Ende eines Systems, das männliche Gewalt verharmlost und Frauen als verfügbare Objekte betrachtet. Wir stehen solidarisch an der Seite aller Betroffenen – und wir fordern Konsequenzen!

WIR RUFEN ZUR KUNDGEBUNG MIT ANSCHLIESSENDER DEMO AUF!

WANN: Montag, 30.März, 17:00 Uhr - circa 20:00 Uhr
WO: Römerberg, Frankfurt am Main
Finale Route wird noch abgestimmt, vsl.17 Uhr Römer, 19 Uhr Willy Brandt Platz, 20 Uhr Opernplatz

Lasst uns gemeinsam zeigen, dass Frankfurt sexualisierte Gewalt nicht toleriert.

Es reicht! Die Scham muss die Seite wechseln! Die Verantwortung auch! 
Gemeinsam gegen Patriarchat & für Gerechtigkeit! https://www.instagram.com/es_reicht_ffm/

Dienstag, 31. März: Of/ Blue Pills und DeWolff

(Andrea)

Die Promotexte lesen sich, wie sich Promotexte eben lesen. Ich empfehle: Reinhören! Kannte beide Namen nicht und war dann vor allem von DeWolff sehr angetan. Klar, dass ich mir den Abend nicht entgehen lasse: Blues Pills:Bekannt für ihre elektrisierenden und zutiefst bewegenden Live-Auftritte haben sich dieschwedisch-amerikanischen Blues Pills den Ruf erarbeitet, eine der explosivsten Live-Bands des modernen Rock zu sein. Dies ist keine Band, die man einfach nur hört – manerlebt sie. Jede Show ist ein Hochspannungs-Feuerwerk aus rohen Emotionen, musikalischer Klasse und unaufhaltsamer Energie, das das Publikum atemlos zurücklässt. DeWolff: Ein junges Hammond-Gitarre-Schlagzeug-Trio aus den Niederlanden, das eine explosive Mischung aus elektrisierendem Southern Bluesrock mit einem Hauch von Soul und Psychedelic spielt. Sie sind einige der energiegeladensten, roadtauglichsten und virtuosesten Musiker, die es gibt – und spielen schon ihr halbes Leben lang zusammen. Obwohl sie bereits seit mehr als einem Jahrzehnt für Furore sorgen, stehen diese Jungs erst am Anfang ihrer Karriere …Die "Double Bill Tour" verspricht ein einzigartiges Konzerterlebnis mit zwei vollwertigen Sets. Keine Vorband, keine Kompromisse. Wer auf handgemachte Musik, analoge Sounds und leidenschaftliche Performances steht, sollte sich dieses Paket nicht entgehen lassen." Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Mittwoch, 01. April: Nathan Evans und SAINT PHNX

(Uwe)

Im Frühjahr bringen Nathan Evans und SAINT PHNX ihren schottischen Mix aus Folk, Rock und Pop live nach Deutschland. Spätestens seit seinem Hit „Wellerman“ ist Nathan Evans weltweit bekannt. Mit seinem Album „1994“ zeigte er eine persönliche Seite – und genau diese Leidenschaft teilt er nun mit SAINT PHNX auf der Bühne. Die Songs verbinden traditionelle Folk-Elemente mit moderner Rock-Produktion und eingängigen Pop-Melodien – gemacht, um gemeinsam gesungen zu werden. 

Zoom / F, Carl-Benz-Str. / Beginn: 20 Uhr
Foto: xxx

Mittwoch, 1. April: Of/ Gelbe Briefe

(Andrea)

Berlin ist Ankara und Hamburg Istanbul - İlker Çatak hat sein Politdrama "Gelbe Briefe" in beiden Städten gedreht und weil ich immer noch/ trotz allem türkeiverliebt bin, möchte ich den Film heute sehen, zumal es im Anschluss ein Filmgespräch mit Paula Laier und Rolf Mayer gibt. “ Derya und Aziz , ein gefeiertes Künstlerehepaar aus Ankara, führen mit ihrer 13-jährigen Tochter Ezgi ein erfülltes Leben – bis ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks alles verändert.” >> Karten bitte HIER kaufen, Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Donnerstag 02. April: BURLESQUE VARIETÉ - VAUDEVILLE VARIETY REVUE ON TOUR

(Daniela)

Eine BURLESQUE VARIETÉ Show am Gründonnerstag… das geht nur in der VOLKSBÜHNE :-)

Seit 2014 produziert Sheila Wolf fast immer vor ausverkaufter Kulisse und in den besten Theatern Deutschlands die in der Cabaret und Burlesqueszene bekannte Vaudeville Variety Burlesque Revue. In mittlerweile über 20 Ausgaben durften die Gäste sich auf das Beste vom Besten der Burlesque Szene gemixt mit einzigartiger Akrobatik, Magie, Travestie, Comedy und wunderbaren Live Stimmen freuen. Das Konzept bleibt glamourös und zelebriert Glitzer, Lebensfreude und Vielfalt. Kabarettkultur der Goldenen 20er Jahre wird modern interpretiert und lebendig, laut, verführerisch und manchmal auch skurril dargeboten – eine Hommage an die berühmten Haller Revuen aus Berlin und eine Liebeserklärung an die Vielfalt der Welt. Seit 2025 geht die echte Berliner Schnauze mit dem Konzept auf TOUR und serviert nun endlich auch in Frankfurt  eine ordentliche Portion Staunen mit atemberaubenden akrobatischen Darbietungen, fantasievollen Burlesquekostümen und Livegesangsstimmen der Superlative. 

Mit einem siebenköpfigen internationalen Lineup der Extraklasse begrüßt die Vaudeville Variety Revue die erste Tour 2026 und lädt zu einer Extravaganza aus Glamour, Glitzer und Körperkunst ein. Mit gleich zwei TitelträgerInnen "Miss Exotic World" der Burlesque Hall of Fame" setzt die Revue einen Meilenstein im Burlesque in Deutschland.

Moderiert wird die Show in Deutsch von Sheila Wolf mit spitzer Berliner Zunge und gesanglich untermalt von Ivory Fox, eine in New York lebende Künstlerin und Entertainerin bekannt aus Marvelous Mrs Maisel. Sie ist eine international gefeierte Moderatorin und Sängerin mit einem ganz eigenen Gentleman Showgirl Stil. 

Trailer:https://www.youtube.com/c/SheilaWolfQueerlesque

INFORMATION: Geeignet für ein internationales Publikum ab 16 Jahren. Moderiert in Deutsch und Englisch.
Dauer: ca. 2 Std. zzgl. Pause; Tickets: ab € 54 unter https://www.ticketmaster.de/artist/sheila-wolf-tickets/957423
Weitere Infos: www.vaudeville-variety.com

2. April 2026 / 19:30 Uhr
Volksbühne im Großen Hirschgraben Frankfurt, Großer Hirschgraben 15, 60311 Frankfurt am Main

Donnerstag, 2. April: Alex im Westerland

(Andrea)

Mit nichtnachlassender Spielfreude sind Alex im Westerland unterwegs und machen das Nachtleben heute wieder zur großen Arena: Der Witz und der Charme von DIE ÄRZTE, die Energie und Spielfreude von DIE TOTEN HOSEN: diese Zutaten zu einer explosiven Rockshow zu kombinieren, das Beste aus zwei Welten vereinen: Auf dieser Mission befindet sich Alex Im Westerland! Die 4 Frankfurter rocken sich ganzjährig durch Clubs, Festivals, Stadtfeste, Kneipenfestivals und Privatpartys. Dabei konzentrieren sie sich auf die bekanntesten und grössten Hits aus den letzten 30 Jahren Bandgeschichte der beiden Punkrock-Urgesteine, Neuveröffentlichungen kommen natürlich auch immer wieder auch neu ins Programm. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Donnerstag, 2. April: Of/ One Battle after another

(Andrea)

Nachdem wir den Film neulich im Heimkino schauen wollte, zahlten, aber nichts lief, werden wir wohl heute ins Scape gehen: "„One Battle After Another“, dieser mit sechs Oscars ausgezeichnete absurd-komische Action-Thriller über eine militante Rebellengruppe mit Leonardo DiCaprio und Sean Penn in einem spannenden Katz-und-Maus-Spiel mit unerwartetem Ausgang läuft um 19.30 Uhr in der Reihe CINESCAPE°. Kuratiert von keinem Geringeren als Daniel Brettschneider, der zeitgenössische Filmkunst zwischen Politik, Ästhetik und Gesellschaft ausgewählt hat. Handverlesene Filme verschiedener Genres von visionären Regisseurinnen und Regisseuren, herausragenden Darstellenden und bewegenden Geschichten. Alle Filme werden in Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt. Einlass ab 19:30 Uhr, Filmbeginn um 20 Uhr. Snacks und Getränke gibt es an der Bar – und Tickets an der Abendkasse für 10 Euro regulär und 8 Euro ermäßigt. Bild: Warner - waren das nicht mal Brüder?

SCAPE, Frankfurter Straße 39, Offenbach

Gründonnerstag, 02. – Ostersonntag, 05. April: JESUS D’Amour, GEST. / AUFERST. – DIE PASSION

(Martin)

Nach den Evangelien des Lukas, Markus, Matthäus und Johannes
Alle Jahre wieder… Auch zur Osterzeit! 
Schon im 21. Jahr wird diese Inszenierung gezeigt: Einmal sehen reicht nicht, weswegen manche Menschen sich schon vor Ort fürs nächste Jahr verabreden. Das lohnt sich – und weil das so ist, tun alle gut daran, rechtzeitig Karten zu reservieren! 

„Jesus in der Industriebasilika. Ob katholisch, evangelisch, orthodox oder kirchlich ungebunden – Jesus Christus, sein Leben, sein Leiden und Sterben fasziniert die Menschen aller Konfessionen bis heute ungebrochen. Seine Idee, den Menschen in den Mittelpunkt des Glaubens zu stellen, war schon vor mehr als 2000 Jahren revolutionär.Jesus – Prophet oder Politikum?  Die letzten Tage in Jerusalem. Als das Theater Willy Praml vor bald zwanzig Jahren damit begannen, das Leben Jesu auf textlicher Basis der vier Evangelien für das Theater in der denkmalgeschützten Naxoshalle, eine riesige dreischiffige Industriebasilika, nachzuzeichnen, konnten es nicht ahnen, dass damit eine Tradition begründet würde, die nun schon im 21. Jahr zu Weihnachten und Ostern das Publikum begeistert und berührt.“

Die Presse schrieb:
„Ein spannendes Experiment, das nicht Christ, nicht Heide sich entgehen lassen sollte.“Frankfurter Neue Presse 
„Selten wurde die Jesusgeschichte so frisch, frech und zugleich ernsthaft nacherzählt.“ Evangelische Sonntagszeitung

Segnung der Ostereier und Osterbrot im Anschluss an die Vorstellung am Karsamstag, 04. April ca. 22 Uhr durch Stefan Scholz! 

Gründonnerstag, 2. April um 19.30h, Karfreitag, 3. April um 18.00h, Karsamstag, 4. April um 19.30h und Ostersonntag, 5. April um 18.00h im Theater Willy Praml
Foto: © Peter Grün

V O R S C H A U

Samstag, 04. April: Werther (weitere Termine, u.a. 09.04)

(Martin)

Mit der schwärmerischen und unglücklichen Geschichte über Werther und Charlotte erreichte Goethe die Herzen seiner Leser - und Jules Massenet tat es ihm mit seiner Vertonung des Briefromans gleich.  Das schrieb die FR anlässlich der Premiere bzw. Wiederaufnahme von Werther, dem ‚Lyrischen Drama in 4 Akten‘ von Jules Massenet an der Oper Frankfurt. Die Inszenierung kommt nun noch einmal für fünf Vorstellungen auf die Opernbühne! Ich kaufe als Premierenabonnent immer Programmhefte und habe entdeckt, dass ich diese Inszenierung im Dezember 2005 gesehen habe – tatsächlich erinnere ich mich sehr gut und positiv - insbesondere auch an den Sternenhimmel als Sehnsuchtsort und das grandioses Bühnenbild! 

„Auch Goethe hätte sicherlich applaudiert, diese Premiere in der Frankfurter Oper dürfte ihm gefallen haben. (...) Unglaublich stimmig und intensiv wurde hier Massenets Werk in Szene gesetzt. (...) So aufgeführt wie in Frankfurt, beweist sich Massenets Werther als wahrer Publikumsmagnet und zeigt wieder einmal, dass große Gefühle auch heute noch sehr en vogue sind."(klassik.com).

Die Vertonung von Massenet beruht auf Goethes Die Leiden des jungen Werther: „Der Rechtspraktikant Werther leidet unter den gesellschaftlichen Zwängen und sehnt sich nach Entgrenzung. Keine menschliche Verbindung kann ihm Halt geben, bis er die bereits verlobte Charlotte kennenlernt. Goethes Die Leiden des jungen Werthergilt als Hauptwerk jener Gefühlskultur, die als »Empfindsamkeit« in die Literaturgeschichte einging. Der Briefroman, an dessen Ende ein Selbstmord steht, geriet zum größten Medienskandal des 18. Jahrhunderts und sorgte dafür, dass sich eine ganze Generation in den Werther’schen Farben Gelb und Blau kleidete. Jules Massenet und seinen Librettisten gelang mit dem Drame lyrique in vier Akten, das an seinen dramatischen Höhepunkten den Verismo vorausahnen lässt, eine der eindrücklichsten Bearbeitungen des Stoffes.

Regisseur Willy Decker lotet die Diskrepanz zwischen der Sehnsucht der Liebenden und ihrer Realität, zwischen Hoffnung und Resignation im abstrakten Raum von Wolfram Gussmann aus. In Gelb- und Blautönen entfaltet sich auch visuell jene musikalisch sensibel geschilderte Traumsphäre, in welcher die realitätsferne Liebe von Werther und Charlotte einzig existieren kann.“ 

Samstag, 4., Donnerstag, 9. und Freitag, 17. April um jeweils 19.30 Uhr in der Oper Frankfurt
Foto: © Barbara Aumüller

Samstag, 04. April: Of/ Der kleine Prinz

(Andrea)

Die Geschichte vom kleinen Prinz von Antoine de Saint-Exupéry kennt man natürlich, aber sarah c. baumann spielt und erzählt die weltberühmte geschichte aus einer anderen perspektive als der gewohnten: die fliegerin, ein erwachsener mensch, voll im leben stehend, verdurstet an der einsamkeit. in der hitze der wüste und den auszehrenden folgen des wassermangels erinnert sie sich ihrer tiefen sehnsüchte, begegnet sie in traumartigen welten figuren, die aus ihren ängsten und alpträumen entsprungen zu sein scheinen und die sie bedrängen. aber sie wird auch neugierig und neben fragen, ob dies nun die wirklichkeit ist und ob das menschliche miteinander unter den sternen genau so verlaufen muss, tauchen auch visionen  und träume auf, wie sich eine andere, vielleicht bessere welt gestalten ließe, in der sich wege finden, die aus der wüste herausführen. und es wird das wohl berühmteste zitat aus dem kleinen prinzen nochmals auf den prüfstand gestellt: „man sieht nur mit dem herzen gut, das wesentliche ist für die augen unsichtbar“. „mein kleiner prinz“ ist eine auseinandersetzung mit den verdrängten wünschen, mit verweigerten, vielleicht verlorenen und wieder gewonnenen wahrheiten. eine geschichte um den großen freund in uns, der uns die welt mit anderen augen und offenem herzen zeigt eine märchenhaft böse und traumhaft erfüllende geschichte. 20 Uhr. Foto: heike bandze

Theater t-raum, Wilhelmstraße 13, Offenbach

Montag, 6. April: Of/ Hola Frida

(Andrea)

Frida Kahlo ist in den letzten Jahren zum Postergirl avanciert, ihr Konterfei ziert Tassen, Tüchern, T-Shirts, Untersetzern, Seifendosen - dabei geht die Künstlerin hinter dem blumenbekränzten Gesicht irgendwie verloren. Ich habe mich eine zeitlang sehr intensiv mit ihr und Diego Riviera beschäftigt und tue mich mit manchen Auswüchsen der Pop-Kultur zugegebenermaßen schwer. “Hola Frida” erzählt die Geschichte eines ganz besonderen Mädchens. Ihr Zuhause ist Coyoacán in Mexiko – ein lebendiger Ort voller Farben, Musik und Magie. Frida ist neugierig, mutig und voller Energie. Sie beobachtet, entdeckt, träumt – und wenn das Leben ihr Schwierigkeiten in den Weg stellt, begegnet sie ihnen mit Fantasie und Kreativität. Was sie noch nicht weiß: Ihr besonderer Blick auf die Welt wird sie später zu einer der berühmtesten Künstlerinnen aller Zeiten machen. "Hola Frida" erzählt mit Wärme, Humor und Poesie von der – und davon, wie Fantasie Mut schenken kann. Ein farbenreiches Familienerlebnis, das berührt, inspiriert und nachklingt.Hola Frida. André Kadi, Karine Vézina, Kanada/ Frankreich 2024, 82 Min., ab 6 Jahren, OmU.  Trailer https://youtu.be/iqn9nh_msrk?si=6CukCD0PpPEs8ofq Einlass in die Halle um 18.45 Uhr (das Café ist zuvor bereits geöffnet), Beginn 19 Uhr.

Hafenkino, Nordring, Offenbach

Dienstag, 07. April: Luna Simao

(Uwe)

Luna Simaos moderner R&B verbindet Afro-Beats, Soul, Pop und elegant-minimalistisches Sounddesign. Die Texte der Sängerin und Musikerin, einer Deutschen mit angolanischen Wurzeln, erzählen intensive Geschichten von Identität und Herausforderungen, die sie in ihrem Alltag zwischen zwei Welten erlebt, von empathischer Auseinandersetzung mit Themen wie Familie und der Inspiration, die sie in ihrem Glauben findet. 

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Mittwoch, 08. April: Veronica Fusaro

(Uwe)

Veronica Fusaro erinnert allein mit ihrer Präsenz an die wesentlichen Zutaten, die ein Konzert unvergesslich machen: fesselnde Songs, eine bezaubernde Stimme und unverkennbare Ausstrahlung. 

Die Musikerin, die Pop, Soul und Rock miteinander vereint, versteht es meisterhaft, intime Momente mit ihrem Publikum zu schaffen. Doch ehe man sich versieht, zieht sie die Zuhörer mit ihrer energiegeladenen Band- Performance in einen Strudel aus kraftvollen Rhythmen und Melodien. 

Ponyhof / F., Klappergasse / Einlass: 19 Uhr
Foto: Nils Sandmeier

Donnerstag 09. April: 10 Jahre Bridges Kammerorchester

(Daniela)

Was 2016 als Begegnungsprojekt unter dem Titel Bridges – Musik verbindet im hr-Sendesaal begann, hat sich zu einem renommierten Orchester entwickelt: Das Bridges Kammerorchester als Pionier transkultureller Musik und Plattform für Gemeinschaft und Austausch mit seinen vielfältigen Projekten.
10 Jahre Brücken bauen über Musik.
In unserem Jubiläumskonzert möchten wir dies zusammen mit unserem Publikum feiern: Im hr-Sendesaal bringt das Bridges Kammerorchester zu diesem Anlass zahlreiche Uraufführungen sowie Eigenkompositionen auf die Bühne – unter der Leitung von Dirigentin Xizi Wang. Mit dabei, der international gefeierte Ausnahmemusiker Wu Wei. Wu Wei gilt als Botschafter der chinesischen Mundorgel Sheng, die auf eine über 3.000 Jahre alte Tradition zurückblickt, und bringt das Instrument als höchst virtuosen Klangkörper in die transkulturelle Klangwelt des Bridges Kammerorchester. Das weitere Programm umfasst Werke von Claude Debussy in einem transkulturellen Arrangement sowie die Uraufführung von alterity 3.0, Teil eines kollektiven Gesamtwerks verschiedener Orchestermitglieder.Klangkörper: Denn das Orchester vereint 25 Musiker*innen aus 15 Ländern und verbindet westeuropäische, arabische sowie persische Instrumente und Musikstile und greift auch auf traditionelle osteuropäische, zentralasiatische und lateinamerikanische Klänge zurück. Die Musiker*innen des Orchesters komponieren und arrangieren einen Großteil des Repertoires selbst – sie sind Expert*innen für ihre Orchesterbesetzung, die es auf der ganzen Welt nur einmal gibt.

Bridges Kammerorchester - 10 Jahre BridgesBrücken
Sendesaal des Hessischen Rundfunk, Frankfurt, 19.00 Uhr
Foto ©: salar-baygan
bridges-kammerorchester.de/kalender/hr-sendesaal-9-4-260409-1900

Donnerstag, 9. April: Traitrs

(Andrea)

Vielleicht die richtige Musik zu dieser Zeit. Ich sage vielleicht, weil die Nachrichten leider so sind, wie sie eben sind. “Das kanadische Cold-Wave-Duo TRAITRS spiegelt mit seinen melancholischen Melodien und Horror-inspirierten Texten und Bildern die Tristesse des modernen Lebens wider und hat sich heute als einer der am schnellsten aufsteigenden Stars im Gothic- und Post-Punk etabliert. Der Sänger/Gitarrist Shawn Tucker und der Synthesizer-Spieler Sean-Patrick Nolan wurden Ende 2015 in Toronto, Kanada, gegründet und verbindet eine gemeinsame Vorliebe für New Wave, Hardcore- und Punkrock-Kultur, Arthouse-Horrorfilme und düstere elektronische Musik.” Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19.30 Uhr. Text und Bild: grend.de/traitrs/

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Donnerstag, 9. und Freitag, 10. April : 16BIT

(Martin)

Paula Rosolens „16BIT“ begeisterte Frankfurt bereits bei seiner Premiere im Mousonturm 2022. Nach gefeierten Gastspielen in ganz Europa kehrt das energiegeladene Tanzstück nun zurück – und erobert die große Bühne im Bockenheimer Depot. Zwischen Kick, Loop und Bassline tanzt sich Rosolen mit ihrem sechsköpfigen Ensemble durch die Techno-Revolution. Von den Ursprüngen in den Schwarzen Communities Detroits über die Frankfurter Extasen bis zur explosionsartigen Entladung in Berlin nach dem Mauerfall zeichnet „16BIT“ die Dimensionen und Wirkungen von Techno auf Kunst, Politik und Lebensweisen nach. Neben Berlin war Frankfurt Anfang der 1990er Jahre das kulturelle Zentrum von Techno und Clubkultur – mit prägenden Figuren wie Sven Väth oder Anzilotti und Michael Münzing, deren Projekt „16Bit“ namensgebend für Rosolens Stück war. Ausgehend von einfachen, geloopten Bewegungen entwickeln die Tänzer*innen eine hypnotische Kraft, in die das Publikum eintaucht. „16BIT“ ist dabei weit mehr als ein Stück über Techno: Es ist ein bewegendes Fest über die gemeinschaftliche Erfahrung von Energie. 

Tanz - Künstler*innenhaus Mousonturm im Bockenheimer Depot um jeweils 20.00 Uhr
Foto: © Klaus Gigga

Freitag, 10. April, bis Sonntag, 12. April: Of/ Hochbeetebau

(Andrea)

Ein schönes und hoffentlich auch nachhaltiges WDC-Projekt, von dem viele profitieren können: "Wir treffen uns an 3 Tagen, um die Hochbeete zu bauen. Wir arbeiten vor Ort, in kleinen Gruppen, die jeweils von einer Person angeleitet werden. Für Werkzeug ist gesorgt. Der Workshop richtet sich an alle, die Freude an handwerklicher Arbeit haben oder etwas Neues ausprobieren möchten. Der Park befindet sich direkt hinter der Rolandpassage. Die nächstgelegene S-Bahn Haltestelle ist Offenbach Marktplatz von dort sind es 15 Minuten zu Fuß. Nächstgelegene Bushaltestelle: Friedensstraße (Linie 551). Anmeldung einfach per Mail an weidenpavillon(at)web.de. Teilt gerne mit, an welchen Tagen ihr Zeit habt und ob ihr schon Erfahrung habt oder noch nicht. Aktuelle Updates findet ihr auf dem Instagram-Account @weidenpavillon Der Workshop ist kostenlos. Deutsch & English

Rolandpark im Senefelder Quartier, Offenbach

Freitag, 10. April: curated sounds

(Andrea)

Radraum plane ich heute ganz fest ein, ein Drink und Musik um die Ohren, noch dazu wahrscheinlich meist unbekannte, bei curated sounds: “Willst du deine Lieblingsplatten mal über große Boxen hören oder einfach die besten Tracks aus deiner Sammlung präsentieren? Dann komm doch vorbei. Ob du nur einen Drink genießt oder selbst auflegst, entscheidest du. Feel free to join!” Eintritt frei. 

Radraum, Bleichstraße 22, Offenbach

Samstag 11. April: TANZTEE – Sunday Sundowner auf dem Main Special Guest: NI-KA (Vocals)

(Daniela)

SAMSTAG NICHT SONNTAG!!!

TANZTEE – Sunday Sundowner auf dem Main
Special Guest: NI-KA (Vocals) 
plus Host: KOSMIK KAT (PEDO KNOPP) & MARTIN B

NI-KA – Eine unverwechselbare Stimme der Frankfurter Szene
NI-KA gehört zu den markanten Stimmen der Frankfurter Musikszene. Aufgewachsen in der Südpfalz und heute in Frankfurt zuhause, verbindet sie deutschsprachigen Neo-Soul mit Einflüssen aus Hip-Hop und Jazz – selbstbewusst und mit einem Sound, der sofort wiedererkennbar ist.

2024 veröffentlichte sie ihr Debütalbum Anni. Im selben Jahr stand sie im deutschen ESC-Vorentscheid auf der Bühne und war auf Moses Pelhams Abschiedsalbum Letzte Worte zu hören. Pelham bezeichnet sie als „eine der aufregendsten Sängerinnen, die wir in Deutschland haben“ – ein Kompliment, das ihre Entwicklung treffend beschreibt. Musikalisch im Gospel verwurzelt, überzeugt NI-KA mit einer unverwechselbaren Stimme: warm, rau und mit dunklem Timbre. Ihre Songs sind persönlich und tragen eine klare Handschrift – sie erzählen von Identität, Selbstbehauptung und der Suche nach Echtheit.

Ende April tritt sie gemeinsam mit der hr-Bigband auf – eine Zusammenarbeit, die ihrem Sound eine neue Dimension verleiht. Zuvor kommt sie am Samstag, den 11. April, zum TANZTEE auf die Mainod. Dort bringt sie ihre Stimme live in das DJ-Set von Kosmik Kat ein: spontan, gefühlvoll und im Dialog mit der Musik. Mit einem kurzen Gastauftritt setzt außerdem Underground-DJ Martin B. zusätzliche Akzente.

Für die passende Atmosphäre sorgen das Mainod-Team mit kühlen Drinks und feiner Küche sowie der Blick über den Main – beste Voraussetzungen für einen entspannten, schwungvollen Sonntagnachmittag.
Einlass: 16 Uhr | Musik: 17 Uhr - 22:00 Uhr
Mainod - Café Restaurant Hotel | Batterie | 65929 Frankfurt Höchst
Eintritt: €10,- 
© Marvin Mensah

Samstag, 11. April: Nightmarket

(Andrea)

Die Bar Shuka mag ich sehr und wenn das 25hours Hotel The Trip nebenan heute zum Nightmarket lädt, ist das ein wunderbarer Anlass für einen Ausflug in die Niddastraße: "Sechs Etagen, sechzig Pop-up-Räume. Independent Brands, Vintage-Funde, Designstücke, die nach Aufmerksamkeit verlangen. Jeder Raum ein eigener Kosmos, jede Marke mit eigenem Vibe und eigener Handschrift. Zusammen entsteht ein wilder Mix aus Style, Kultur und Energie. Zwischen Live-Tattoos, Grillz & Tooth Gems, Workshops und dem Experience Room entsteht ein Playground, der alle Sinne mitnimmt. Highlights wie die Hotelroom Live-Sessions oder "Drag Me To The Suite" sind zu erwarten genauso wie ein zwei Music Floors. Loaded Fries? Natürlich wieder am Start. 17:00 – 01:00 Uhr VVK 10 €, AK 12 € Tickets 

25hours Hotel “The Trip”, Niddastr. 56

Dienstag, 14. April: Hauck & Bauer: Dafür haben sie Geld

(Uwe)

Elias Hauck und Dominik Bauer, beide Jahrgang 1978, kennen sich bereits seit der Schulzeit. Seit 2003 arbeiten sie als Cartoonisten-Duo zusammen. Bauer denkt sich die Witze in Frankfurt am Main aus, Hauck zeichnet sie in Berlin. Dazwischen streiten sich beide erbittert über Formulierungen und Gesichtsausdrücke. Die Endergebnisse werden regelmäßig von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der SZ, der TITANIC, der Apotheken Umschau u.a. gedruckt.

Was machen Therapiehunde privat? Wie begeistert man Deutsche für Einwanderung? Und warum sind Ehen nicht zum Quartalsende kündbar? Diese und weitere Fragen können Ihnen Hauck & Bauer auch nicht beantworten - aber immerhin stellen sie diese Fragen mal. Das „witzigste Comic-Duo Deutschlands“ (Süddeutsche Zeitung) präsentiert einen neuen bunten Abend in Schwarz-Weiß. Bei ihren Lesungen werfen Hauck & Bauer ihre Zeichnungen an die Wand und vertonen sie live mit verteilten Rollen. Und das macht alles noch schlimmer bzw. noch schöner!

Romanfabrik / Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Veit Hengst

Dienstag, 14. April: Luca Noel

(Andrea)

Ich kenne den jungen Mann bisher nicht, aber das liest sich doch ganz ansprechend: Luca Noel ist kein Künstler, der stehen bleibt. Seine Songs bewegen sich zwischen Indie und Pop, zwischen Verletzlichkeit und Klarheit, zwischen Reflexion und Aufbruch. Nach viralen Erfolgen wie „Fucked Up“ oder aktuell „tu was du nicht lassen kannst“, zahlreichen Playlist-Platzierungen und gefeierten Live-Shows, will er mit neuer Musik vor allem eins: seine Perspektive teilen.„Ich mache Musik, weil ich nicht anders kann. Das ist mein Antrieb“, so Luca. „Die Songs auf die Bühne zu bringen, gibt mir die Möglichkeit, ehrlich und direkt mit den Leuten in Kontakt zu treten. Keine Fassade, kein Filter.“ Welche Bühne wäre da besser geeignet, als die von meinem kleinen Lieblingsclub an der Konsti. Foto: Jeanette.sophie

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Mittwoch, 15. April: Of/ Hooked by a book

(Andrea)

"Zwei Menschen treffen sich und schlagen ein Buch auf: Sie beginnen darin zu blättern – das Buch stellt Fragen und regt an zu Austausch und Gespräch – über das Leben und die Welt im Großen und Kleinen, das Abgrenzende und das Verbindende, das Allein- und das Zusammen-Sein. Ein komplett analoges, doch interaktives Stück zwischen zwei Fremden. Eine Doppelbelichtung. Wo auch immer. Ein Stück, das keine Bühne benötigt und keine Zuschauenden. Das in allen Winkeln dieser Welt stattfinden kann: einem Einsiedlerhof, einer Kleinstadt, einer Metropole. Seite für Seite verhaken sich die beiden Menschen und werden so zu den Hauptpersonen des Buchs. „Hooked on a Book“ ist ein Projekt von Rimini Protokoll initiiert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain, im Rahmen von World Design Capital 2026. Mit freundlicher Unterstützung der Akademie der Künste, Sektion: Film- und Medienkunst. Eintritt frei. 18.30 Uhr

SCAPE, Frankfurter Straße 39, Offenbach

Donnerstag 16. - Samstag 18. April: PINK MOMENTS: Veranstaltungsreihe zur queeren Kino- und Filmgeschichte

(Daniela)

PINK MOMENTS: Veranstaltungsreihe zur queeren Kino- und Filmgeschichte geht im April und Mai weiter mit Hommage an Rosa von Praunheim 

Die neue Veranstaltungsreihe PINK MOMENTS vom Frankfurter Arbeitskreis queere Stadtgeschichte wirft nach dem erfolgreichen Auftakt einen weiteren Blick auf fünfzig Jahre queere Film- und Kinogeschichte: Von 16.-18.4 in Zusammenarbeit mit dem Kino im Deutschen Filmmuseum, am 22.4 zusammen mit dem mal seh’n Kino und am 04./05.Mai in Zusammenarbeit mit der Pupille – Kino in der Uni.

Ein Film – Rosa von Praunheims NICHT DER HOMOSEXUELLE IST PERVERS, SONDERN DIE SITUATION, IN DER ER LEBT – spielte mit seinem Erscheinen 1971 eine wesentliche Rolle in der Entstehung der bundesdeutschen Schwulenbewegung. In der Lesbenbewegung wurde Jan Oxenbergs A Comedy of Six Unnatural Acts zum Auslöser selbstkritischen coming outs auf der Leinwand. 

Die Filmauswahl von PINK MOMENTS ist in Rückschau auf die schwule und lesbische Kinoarbeit in Frankfurt entstanden – anhand von Dokumenten und Erinnerungen – und in Erwartung eines heutigen Publikums.  Nach einer glanzvollen Eröffnung am 21.2.2026 im Historischen Museum mit über 200 Besucher:innen, Filmprogramm und Gästen, Ausstellung von Dokumenten des queeren Kinoarbeit und regem Barbetrieb, geht es nun an drei Spielorten im April und Mai weiter:

16.-18. April: Kino des Deutschen Filmmuseums, Gäste: Elfi Mikesch und Martin Dannecker
22. April: Mal seh’n Kino, Gäste: Monika Treut und  Bernadette Kolonko
4. und 5. Mai: Pupille – Kino in der Uni, Gast: Annette Kennerly

Weitere Informationen zu den einzelnen Filmprogrammen und Termine auf den Homepages der jeweiligen Spielorte und unter: https://luqs-frankfurt.de/aktuelles/

Ein Programm von Karola Gramann und Heide Schlüpmann in Zusammenarbeit mit Andreas Beilharz und Björn Schmitt (DFF), Gunter Deller (mal seh’n Kino), Gloria Pfister und Marlene Hofmann (Pupille – Kino in der Uni.

(c)_Markus Tiarks

Donnerstag, 16. April: Piano Man

(Andrea)

Wenn man bei Google “Piano Man” eingibt, landet man sofort bei dem US-amerikanische Sänger, Pianist und Songschreiber William Martin „Billy“ Joel, dessen Songs wir alle kennen - ich mag “Honesty” zum Beispiel sehr gerne. Heute werden My Life, Just The Way You Are, All About Soul oder Uptown Girl – bis hin zu New York State Of Mind und natürlich Piano Man live gespielt von der PIANO MAN-Band in Original-Besetzung die Songs von Billy Joel mit ihren vielfältigen Geschichten - gespickt mit Gags und interessanten Anekdoten aus seinem Leben. In einem zweieinhalbstündigen Konzert mit Originalarrangements nehmen wir Euch mit auf eine Reise durch die Hits des Weltstars. Einlass 19 Uhr. 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Freitag 17. April: Vintage Soundsystem # 27 Fußball, Pop & Politik, Kommentiertes Auflegen in Wort und Bild mit Klaus Walter

(Daniela)

Geh´nicht mit dem Fußballer! + Wie Pop ist Fußball? + Wie rund ist der Ball? + Wie ich mal von Anouschka Bernhard (FSV Frankfurt) abgegrätscht wurde. + Warum ich Mesut Özil liebe (den Fußballer). + Warum ich Mesut Özil nicht mehr lieben kann (den Rest). + Wie J.J.Okocha Soccer is locker auf Knickerbocker reimt. + If you have a racist friend. + Wie Birgit Prinz mir mal eine CD geschenkt hat. + Wie Mark E. Smith die Ergebnisse der Premiere League liest. + Wie ich am FKK-Strand den Übersteiger lernte. + Fußball, Motor der Globalisierung. + Lob des Absatzkicks. + Der Rammstein-Boateng-Onkelz-Komplex. + Stan Libuda, meine erste große Liebe. + Die fünf tollsten Fußballlieder. + Die fünf scheußlichsten Fußballlieder. + Shall we take a trip zwischen gestern und morgen, zwischen der Liebe zum modernen Fußball und dem Hass auf den modernen Fußball.

Seine Laufbahn als Fußballer begann Klaus Walter mit sechs Jahren bei Grün-Weiß Walldorf. Weitere Stationen waren Germania Schwanheim, SG Höchst, FC 66 Frankfurt und SC Weiß-Blau Frankfurt, wo er wegen kaputter Knie mit 41 Jahren aufhören musste. Von 1984 bis 2008 hatte er eine Sendung beim Hessischen Rundfunk: Der Ball ist rund (kein Fußball).

Vintage Soundsystem # 27
Fußball, Pop & Politik
Kommentiertes Auflegen in Wort und Bild mit Klaus Walter
Freitag 17.04.2025 Tür & Küche ab 19 Uhr, Beginn 20:00 Uhr
Pastel, Lindleystr. 15, barrierefrei, Frankfurt
Eintritt frei 

Freitag, 17. April: Oscar Wilde. BUNBURY. ( (Premiere, weitere Termine)

(Martin)

Eine triviale Tragödie für ernsthafte Leute

Viktorianisches Zeitalter: Alles an seinem rechten Platz. Ein anständiger Mann ist ein anständiger Mann, eine anständige Frau ist eine anständige Frau. QUEEN Viktoria ist eine gewichtige Herrscherin und die Moral ihrer schweren Unterröcke schafft eine miefige Atmosphäre, die zum Ersticken ist. Und doch ist Oscar Wilde der gehätschelte Liebling dieser Zeit. 

KING Oscar, Regent der spitzen Provokationen gegen alles Etablierte, sich selbst zum Maßstab an die Spitze des Etablierten setzend, verheirateter Familienvater, der Artist der gehobenen Salons, der Formvollendete!  Er ist aber auch der promiske Schwule auf gierigen Streifzügen im Strichermilieu, der Streuner im schmuddeligen Abseits, der mit Flecken auf den Samthosen nach Hause kehrt. DOPPELEXISTENZEN BIETEN SPRENGSTOFF.

Komödie schreiben, Komödie spielen. Nichts dem Ernst überlassen. Den Gesellschaftsclown geben, der immer den letzten Schrei kreiert und alle kreischen mit. Mit BUNBURY hat Wilde die Präzision seines Witzes auf die Spitze getrieben. Und enthüllender hat Wilde sich nie verhüllt als in diesem letzten Theaterstück.  

Am 14. Februar 1895 war Premiere. Es wurde viel gelacht!
Am 25. Mai wurde er wegen Homosexualität und Sodomie verurteilt. 
Es wurde viel gelacht!! über seine Antworten, die er im Verhör wie eine seiner Bühnenfiguren parat hatte. 
Die Urteilsverkündung: zwei Jahre Zuchthaus mit schwerer Zwangsarbeit. Redeverbot. Verbot aller Schriften. Absetzung aller Stücke. 
Die Protokolle der Prozessakten sind mit Wildes BUNBURY verschnitten. Glänzende Oberfläche und grotesker Abgrund kreuzen sich zu einer trivialen Tragödie für ernsthafte Leute.
DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST ANTASTBAR.

Freitag, 17. April (Premiere) um 19.30 Uhr, Samstag, 18., Montag, 20., Freitag, 24., Samstag, 25. April, Samstag, 2., Sonntag, 3., Samstag, 9., Sonntag, 10., Mittwoch, 13., Freitag, 15., Samstag, 16., Donnerstag, 28., Freitag, 29. Und Samstag, 20. Mai um jeweils 19.30 Uhr im Theater Willy Praml in der Naxos-Halle
Foto: © Paula Kern

Freitag, 17. April: Eläkeläiset

(Uwe)

Ihr erster Deutschland-Auftritt fand vor genau 30 Jahren statt – am 2. März 1996 im Juz Rostock. Grund genug, dieses Jubiläum gebührend zu feiern! Eläkeläiset sind die „größte Humppa-Band der Welt“. Das sagen sie selbst – und wer würde da widersprechen? In ihrer Heimat Finnland sind die „Rentner“ längst eine Kult-Institution, deren Alben regelmäßig ganz vorne in den Charts landen. Aber auch hierzulande hat die Band eine beeindruckend große und vor allem treue Fangemeinde.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Laiska Lajunen

Freitag, 17. April – Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Freitag, 17. April - Sonntag, 17. Mai: Hidden History – Facetten der Subkultur in Frankfurt Rhein-Main im Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Es gibt Termine, an denen sich die tollen Veranstaltungen “knäulen” - kennt Ihr bestimmt! Heute ist so einer. Im Frankfurter Kunstverein eröffnet eine spannende Ausstellung vom wundervollen, seit langem sehr geschätzten Heiner Blum. Der die Ausstellung kuratiert hat. Und der zwar seine Lehrtätigkeit an der HfG Offenbach, nicht aber sein beeindruckendes Engagement in der Region und die Kunst aufgegeben hat. Der Frankfurter Kunstverein lädt das Diamant Museum für Urbane Kultur, Offenbach ein. In intensiver Zusammenarbeit entsteht eine vierwöchige Kooperation mit Aktionen, Aktivierungen und Andockmöglichkeiten. “Hidden History” ist mehr als eine Ausstellung: Gezeigt werden Protokollräume historischer und aktueller Positionen subversiver, subkultureller Aktivität in Form von Installationen, aktivierbaren Räumen, visuellen Wandzeitungen, kollaborativen Wandzeichnungen, Tape Art, Performances und Videoinstallationen. Die Ausstellung wirft einen Blick hinter die Kulissen der Stadt und gibt Einblicke in die Kultur einer für viele verborgenen Öffentlichkeit. Zur heutigen Vernissage gibt es außerdem Performances von Honji Wang, die international auf renommierten Bühnen zu sehen ist. Sie verbindet Hip-Hop und urbane Tanzkulturen mit zeitgenössischer Choreografie. Ihre Arbeiten entstehen häufig in Auseinandersetzung mit dem Stadtraum und gesellschaftlichen Dynamiken. Heute haben wir die einmalige Gelegenheit, diese international gefeierte Künstlerin in Frankfurt live zu erleben. Die Performances setzen einen kraftvollen Impuls zum Ausstellungsbeginn und öffnen die Räume des Frankfurter Kunstvereins als Resonanzraum für urbane Geschichte, Gegenwart und subkulturelle Praxis.

Foto: Linienspiele, Rushy Diamond@Heiner Blum

Hidden History – Facetten der Subkultur in Frankfurt Rhein-Main im Frankfurter Kunstverein, Vernissage am 17. April, mit Performances von Honji Wang und Tänzer*innen um 19 und 21 Uhr, zur Eröffnung sprechen Franziska Nori, Direktorin des Frankfurter Kunstvereins, sowie Heiner Blum, Kurator der Ausstellung, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus, Am Römerberg, Eintritt Vernissage: frei, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 - 19 Uhr, donnerstags 11 - 21 Uhr, Eintritt: 10 (6) Euro

Samstag, 18. April: Of/ Dazwischen ist mein Daheim

(Andrea)

Drei tolle Frauen auf dem Podium und noch dazu im wunderbaren Mausoleum im Garten des Rumpenheimer Schlosses. Ich werde mich also aufs Rad schwingen und gemütlich am Main hinradeln (und hoffe schon jetzt auf einen trockenen, lauen Abend…): "Offenbach als Arrival City und multiethnische Stadt, bietet die besondere Chance, Erfahrungen und Lebensweisen aus internationaler Sicht mit der gelebten Wirklichkeit in unserer Stadt und unserem Land zu erfahren. Wir betrachten dies als Innovation und Chance mit der Vielfalt der Nationalitäten in unserer Stadt und der Region aus einem außergewöhnlichen Fundus an Literatur für Lesebeiträge schöpfen zu können. Besonderes Anliegen ist uns, dem Schaffen regionaler Autorinnen und Autoren mehr Gehör und Sichtbarkeit zu verschaffen. 
Ida Todisco, Offenbach/Italien, liest aus: Offenbacher Anthologie.
Julia Grinberg, Hochheim/Ukraine, liest aus: Journal einer Unzugehörigkeit.
Moderatorin: Sabine Groß, Bürgermeisterin der Stadt Offenbach am Main.
Der Eintritt ist frei, allerdings freuen wir uns auf Spenden. Beginn 19 Uhr

RUK Rumpenheim Kultur e.V., Rumpenheimer Schlossgartenstrasse 1, Offenbach

Samstag, 18. April: Of/ Miss Allie

(Andrea)

Miss Allie gilt als eine der humorvollsten Singer-Songwriterinnen im deutschsprachigen Raum und überragende Entertainerin. Sie bringt eine einzigartige Mischung aus modernem Liedermaching, charmantem Humor und scharfsinniger Sozialkritik auf die Bühne. Ihre Konzerte sind wahrhaftige Gemeinschaftsereignisse, bei denen sie oft spontan und schlagfertig mit dem Publikum interagiert und ihre Lieder in humorvolle Anekdoten und persönliche Geschichten einbettet. Ihre Musik und ihre warme Persönlichkeit erzeugen Wellen an Emotionen, die entweder sanft oder mit voller Wucht durch den Konzertsaal rauschen. Fassungslos authentisch, mit verwegener Entschlossenheit und starker Stimme reißt sie das Publikum Abend für Abend mit. Was Miss Allie besonders auszeichnet, ist ihre Bereitschaft, gesellschaftliche Tabus zu brechen und schwierige Themen in ihren Songs anzusprechen. Ihre Texte sind oft provokant und regen zum Nachdenken an. Sie scheut sich nicht davor, manch Unaussprechliches auszusprechen. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Capitol, Goethestraße 1-5, Offenbach

Montag 20. April: StreitClub #17 „Europa allein zu Haus?“

(Daniela)

StreitClub #17 „Europa allein zu Haus?“

Montag, 20.04.2026, 19:30 – 21:30 Uhr im The English Theatre Frankfurt (Gallusanlage 7, 60329 Frankfurt am Main) & im Livestream auf YouTube
mit: Marie-Agnes Strack-Zimmermann (MdEP), Marc Felix Serrao (Journalist) sowie den Gastgebern Nicole Deitelhoff (Friedens- und Konfliktforscherin am FGZ) und Michel Friedman (Publizist) sowie Schüler:innen der Toni-Sender-Oberstufe

Worum geht es an dem Abend?
Europa durchläuft zweifellos einen Moment der tiefen Krise: Die zunehmenden Aggressionen der USA, der fortdauernde Angriffskrieg Russlands und der ökonomische Wettbewerb mit China prüfen nicht nur die Einheit und kollektive Handlungsfähigkeit der europäischen Staaten. Europas ‚Rolle in der Welt‘ scheint viel grundsätzlicher zur Disposition zu stehen. Dazu gehört auch, dass die selbsternannten ‚europäischen Werte‘ zunehmend unter Beschuss geraten: Der Dreiklang aus demokratischer Selbstbestimmung, Rechtsstaatlichkeit und Völkerrecht scheint angesichts des Vormarschs autoritärer Kräfte innerhalb und außerhalb der EU zu bröckeln. Erleben wir so etwas wie den weltpolitischen ‚Niedergang Europas‘? Und hat die ‚alte‘ europäische Demokratie ausgedient? Oder gelangt Europa in der Krise zu einer neuen Stärke – und erfindet sich vielleicht sogar neu?


Alle Informationen unter:
https://fgz-risc.uni-frankfurt.de/category/veranstaltungen/streitclub/
Der StreitClub ist eine Kooperation des Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt und The English Theatre Frankfurt; Medienpartner: HR Info

Montag, 20. April: WAS GEHT, ERDLING?

(Martin)

Ein Angebot für die Klassen 1 bis 3 - Grundschullehrer*innen aufgepasst! 

Die Dresden Frankfurt Dance Company macht ein Angebot! Zwei Reisende aus dem Weltraum machen Halt auf der Erde und haben eine Mission: Zu erfahren, was es bedeutet, Mensch zu sein. Ein paar Fakten haben sie schon zusammengetragen: zum Beispiel, dass es Dinge wie Zeit und Geld gibt. Aus Zeichentrickserien haben sie gelernt, wie sich Menschen wohl bewegen. Aber all die Dinge, die sie tun, wirken seltsam; wie sie sprechen klingt ein bisschen falsch und die Art und Weise, wie sie sich kleiden, irgendwie komisch. Ein paar Fragen bleiben noch offen, und nicht nur für die Außerirdischen. „Was geht, Erdling?“ ist ein Tanzstück der Dresdner Choreografinnen und Tänzerinnen Caroline Beach und Saida Makhmudzade für Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren und ist ein humorvoller, spielerischer Versuch, sich mit menschlichen Gewohnheiten auseinanderzusetzen.

Dresden Frankfurt Dance Company im Bockenheimer Depot und 9.30 und 11.00 Uhr
Foto: © Eike Dingler

Mittwoch, 22. April: Lena Gorelik „Alle meine Mütter“ - Preis-der-Literaturhäuser-2026-Trägerin im Literaturhaus Frankfurt

(Petra)

Das Netzwerk der Literaturhäuser hat im März den diesjährigen Preis der Literaturhäuser an die Autorin und Essayistin Lena Gorelik verliehen. Mit ihrem Debütroman „Meine weißen Nächte“ wurde sie 2004 als Entdeckung gefeiert, mit „Hochzeit in Jerusalem“ dann 2007 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Außerdem schreibt Lena Gorelik regelmäßig Essays und Reportagen zu aktuellen Themen, u.a. für die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. Lena Gorelik ist nicht nur eine vielfach ausgezeichnete Autorin, sondern nutzt die Möglichkeiten der Literatur und des Veranstaltungsbetriebs, um auf gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren. Als Mit-Herausgeberin von „Trotzdem sprechen“ trat sie bei Veranstaltungen nach dem 7. Oktober 2023 dafür ein, im Dialog zu bleiben. Das Buch ist ein Plädoyer für Menschlichkeit in Zeiten von Hass, Hetze und Rechtspopulismus. 1981 in St. Petersburg geboren, kam Lena Gorelik 1992 mit ihrer russisch-jüdischen Familie nach Deutschland. Nach ihrer Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München absolvierte sie den Elitestudiengang „Osteuropastudien“. Sie wurde u.a. mit dem Bayerischen Kunstförderpreis, dem Ernst-Hoferichter-Preis, dem Friedrich- Hölderlin-Preis und 2024 mit dem Heinrich-Mann-Preis für Essayistik ausgezeichnet. Sie unterrichtet zudem Kreatives Schreiben, kuratierte 2023 das Literaturfestival Stuttgart und hatte 2022 eine Poetikdozentur an der Universität Hannover inne. Eine spannende Frau!

Foto: ©Thomas Dashuber 

Lena Gorelik „Alle meine Mütter“ – Lesung und Gespräch mit Shirin Sojitrawalla, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Tickets, Uhrzeit: 19.30 Uhr, Eintritt: Tickets gibt’s ab 16. März

Freitag, 24. April: PIZZICATO

(Martin)

Ein Angebot für Kinder und Jugendliche der Klassen 2 bis 6 - Lehrer*innen aufgepasst!

Die Dresden Frankfurt Dance Cpmpany hat was für Euch, nämlich: Ein Fest der kleinen, aber feinen Dinge, das alltägliche Bewegungen in Tanz verwandelt. „Pizzicato“ lädt die jungen Zuschauer*innen ein, sich auf Schatzsuche zu begeben, die Schubladen zu öffnen und neue Klänge und Bewegungen zu entdecken. Musik nicht nur mit den Ohren zu hören, Tanz nicht nur mit den Augen zu sehen, sondern mit dem ganzen Körper. Wir erzählen die Geschichte einer winzig kleinen Welt voller geheimer Orte und magischer Gegenstände, die die Kraft haben, die Realität zu verändern. Jede Bewegung kann zu einem choreografischen Ereignis und somit zu Tanz werden. Bratsche und Bogen gehen normalerweise Hand in Hand, aber „Pizzicato“ zeigt eine andere Seite des Instruments. Ganz im Pizzicato gespielt, unterstreicht es die Virtuosität und Ausdruckskraft des Zupfens und enthüllt die tänzerischen Rhythmen, die in alltäglichen Gegenständen verborgen sind. Eine Aufführung des verkörperten Klangs, die einen subtilen und organischen Dialog zwischen Musik und Tanz eröffnet.

„Pizzicato“ ist ein Tanzstück von und mit der Choreografin und Tänzerin Nina Vallon und der Bratschistin Julie Michael für Kinder und Jugendliche zwischen 6 – 12 Jahren.

Dresden Frankfurt Dance Company im Bockenheimer Depot um 9.30 und 11.00 Uhr
Foto: © Eike Dingler/Dominik Mentzos

Samstag, 25. April: Zeilsheim/ Hühner für Demokratie

(Andrea)

Rahel Seitz ist eine wunderbar umtriebige, zugleich auch erdhafte Künstlerin. Und wenn jemand den Sommer über auf eine Alm in der Schweiz verschwindet, um alleine in den Bergen Kühe zu hüten, braucht es schon eine besondere Persönlichkeit. Bitte nicht falsch verstehen, ich bewundere das sehr, mir wäre das viel zu einsam. Ganz im Gegenteil schätze ich sie sehr und plane daher heute einen Ausflug nach Zeilsheim zu machen, wo heute der Hühnerhof eröffnet wird, der Menschen unterschiedlicher, gesellschaftlicher Gruppen zusammenbringt. “Hühner für Demokratie” ist ein gemeinschaftlich betriebener Hühnerstall und Kulturprojekt mit begleitenden Veranstaltungen, Workshops und Festen  - ein partizipatives Urban-Farming-Projekt für ein respektvolles Miteinander, für demokratische Teilhabe, für eine gute Tier-Mensch-Beziehung und für öffentliche Gestaltungsräume. 14 Uhr s.t.

Gelände der KinderKulturFarm Wakanda am S-Bahnhof Zeilsheim (Weg ist ausgeschildert)

Freitag, 1. Mai: / Les Negresses Vertes

(Andrea)

Hach, das wird wunderbar, was freue ich mich schon auf diesen Abend! Meine Freundin Christine kommt aus Berlin angereist und wir werden in Erinnerungen schwelgen. Erstmals gehört habe ich Les Negresses Vertes in den 1990ern übrigens im Schweinefuß, das war eine Institution am Kaiser-Friedrich-Ring in Wiesbaden und seitdem haben sie mich begleitet. Meine Freundin Christine schickte mir irgendwann eine Kassette aus Berlin zu, bei 2001 kaufte ich “Familie Nombreuse” auf Vinyl und mit Christine war ich dann auch in der Stadthalle Offenbach. Ein intimes Konzert in einer viel zu großen Halle und wir gingen beseelt nach Hause. Seitdem habe ich sie nicht mehr live gesehen, aber höre sie natürlich noch immer. Man muss nicht unbedingt Fernweh haben oder besonders frankophil sein (aber das hilft natürlich ungemein), die Musik macht Spaß und manchmal auch melancholisch ("Il boit pour oublier qu' il vit, Il dort pour oublier qu'il boit"). Einlass 18 Uhr. 

Zoom, Carl-Benz-Strasse 21

Mittwoch, 6. Mai: Die Stadt und das Zeichnen

(Andrea)

Seit Kurzem habe ich auch eine echte Sibylle Lienhard an der Wand und muss nun nicht extra an den Hafen runterradeln, um den blauen Kran zu sehen. Dani sagt, es gibt auch ein Bild vom Hafen 2, da bin ich sehr interessiert. Wer sich jetzt fragt, wer ist Sibylle Lienhard, der sollte mal bei maiengruen.de oder heute im DAM vorbeischauen. Da ist sie nämlich zu Gast und spricht über Urban Sketching - Wie Skizzieren zum Stadterlebnis wird. 
Wer sitzt denn da am Wegesrand? Mit Skizzenbuch und Stift? Urban Sketching heißt das Live-Zeichnen vor Ort, was unter Architekt:innen oder Künstler:innen schon seit jeher verbreitet ist. Daraus ist in zahlreichen Gruppen seit 2007 eine weltweite Bewegung geworden. Die Community aus zeichenbegeisterten Menschen wächst. Sibylle Lienhard ist Teil der Urban Sketchers Rhein-Main und zeigt die Stadt und ihre Architektur aus dem Blickwinkel der Zeichner:innen. Sie berichtet darüber, wie die Angst vorm weißen Blatt verfliegen und jeder mit dem Zeichnen beginnen kann – ein Strich ist der Anfang einer Geschichte. Beginn 19 Uhr, 1\2 Stunde Vortrag, 20 Uhr Ausstellungsrundgang, Diskussion und Getränke an der Bar. Eintritt 10 Euro.

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Freitag, 8. Mai: Solo Piano

(Andrea)

Bekannt als der Pianist der Frankfurter Formation THE OHOHOHS, die mit ihrem Sound zwischen Klassik und Clubmusik Grenzen einreißt, wagt Florian Wäldele heute einen ganz persönlichen Schritt: Sein erstes Solo-Klavierkonzert! An diesem besonderen Abend lässt er die treibenden Beats und die orchestrale Fülle seiner Band hinter sich und widmet sich ganz dem puristischen Klang des Flügels. In der atmosphärischen Kulisse der Orangerie im Günthersburgpark präsentiert er ausschließlich eigene Kompositionen – ein Programm voller leiser Töne, das zum Innehalten und genauen Hinhören einlädt. Die Ankündigung verspricht ein Konzerterlebnis „ganz nah dran“, das die Grenzen zwischen Neoklassik und persönlicher Erzählung verschwimmen lässt. 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Tickets Foto: Salar Baygan

Orangerie im Günthersburgpark, Comeniusstraße 39

Freitag, 8. Mai, bis 10. Mai: Of/ Sargbau-Workshop

(Andrea)

Früher an später denken und solange kann der Sarg ja auch als Möbel genutzt werden: "Ein Möbelstück für die letzte Reise“ entsteht in einem Sargbau-Workshop, den Mikel Hogan in Zusammenarbeit mit dem Treffpunkt Friedhof e.V. anbietet. Der Workshop ist nicht nur eine handwerkliche Herausforderung, sondern auch eine Gelegenheit, über den Tod und das Leben nachzudenken. Dabei wird der Sarg als Kunstwerk und Möbelstück neu interpretiert – und kann im Anschluss sogar als eindrucksvolles Element im jeweiligen Zuhause dienen. Die Teilnehmenden lernen, wie sich aus nordischer Fichte ein Sarg konstruieren lässt. Dabei werden sie Schritt für Schritt begleitet, weshalb sich der Kurs für Anfänger und Fortgeschrittene eignet. Die kleine Gruppe von maximal sechs Personen bietet zudem die Möglichkeit, gemeinsam an einem besonderen Projekt zu arbeiten und sich mit Gleichgesinnten über das sensible Thema auszutauschen. 
Teilnehmer: Maximal 6 Personen (Mindestens 4) 
Kosten: 475,00 € (inkl. Material, Verpflegung und Getränke) Anmeldung:  Die Plätze sind begrenzt. Bitte melden Sie sich bis spätestens 26.04.2026 verbindlich per Mail an infosargbau-atelierde an. 

Neuer Friedhof Offenbach, Mühlheimer Straße 425, 63075 Offenbach 

Samstag, 9. Mai: Spring Spring

(Andrea)

Genaugenommen gibt es heute nur einen Termin und der ist im Lola Montez. Aber Ian aka ISO HERQUIST veranstaltet heute im Löwenhof (Löwengasse 27A, F-Bornheim) das erste (Ukulele) SpringSpring – ein Mini-Musik-Ukulele-Festival mit Ukulele-Ensemble und weiteren Musik-Workshops, Werkschau und Abendkonzert Konzert mit »Mrs. Linda und Mr. Hell« (Swing & Blues – Wiesbaden) und dem »Ukulelenprediger Samuel Beck & Band« (Groove Rock – Berlin). Es wird natürlich um die Ukulele gehen – aber primär um das große, gemeinsame Musikmachen! Ein Workshop für fast alle: Hauptsache, du hast ein wenig Spielerfahrung. Drei Songs aus drei Jahrzehnten zerlegen wir in Songstruktur, Rhythmik und Dynamik. Und damit das alles schön praktisch bleibt, proben wir ein bisschen und eröffnen mit unserem Mini-Set die SpringSpring-Werkschau um 17:00. 
Infos und Anmeldung http://springspring.piuuu.de oder http://www.ukulele-workshops.de

Löwenhof, Löwengasse 27A
 

BEREITS ANGEKÜNDIGT, LÄUFT ABER NOCH EINE WEILE

Ab Freitag, 20. März: „Suburbia. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise“

(Andrea)

Wer bei “Träumen vom Eigenheim” an Wüstenrot und Bausparverträge denkt, liegt nicht ganz falsch. Witzigerweise habe ich die Ausstellung des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona ebenda bereits gesehen und war so begeistert, dass ich mir sogar den Katalog (in englisch und spanisch!) gekauft habe. In Frankfurt scheint die Ausstellung inhaltlich erweitert, weshalb ich mir den Teil sicher noch anschauen werde. "Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht  ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohn fläche verbindet."

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Bis Donnerstag, 16. April: Frankfurter Kunstsäule mit Daniel (und Felix) Hartlaub

(Petra)

Aus der Werkausgabe bei Suhrkamp wissen wir, dass der Zeichner und Autor Felix Hartlaub (1913-1945, Sohn des Namensgebers der Neuen Sachlichkeit, des Kunsthistorikers und damaligen Direktors der Mannheimer Kunsthalle Gustav Friedrich Hartlaub) bereits als Kind düstere, apokalyptische Tuschezeichnungen angefertigt hat, die versehrte Kriegsrückkehrer ins Zentrum stellten. Seine Geschichte vom Jungen, die er vor etwa 100 Jahren in 16 Zeichnungen erzählte, schildert imaginäre Abenteuer seines Alter Ego in der Welt. Im Führerhauptquartier als Mitarbeiter für das Kriegstagebuch der Wehrmacht eingesetzt, gelang es ihm, eigene Texte herauszuschmuggeln, die seine äußeren und inneren Wahrnehmungen aus dieser Zeit beschreiben. Felix Hartlaubs kurzes Leben und sein ungeklärter Tod in den letzten Kriegstagen hinterließen einige Geheimnisse. Daniel Hartlaub plant nunmehr einen Film über seinen 1945 in Berlin verschollenen Onkel, und die KunstSäule beleuchtet dieses Filmthema in einer besonderen Kooperation mit dem englischen Künstler Keith Rodway. Im Frühjahr 2025 haben die beiden Künstler in England bereits eine gemeinsame Schau zu Felix Hartlaub realisiert. Für den Felix-Hartlaub-Film plant sein Neffe eine animierte Imaginationsebene, die teilweise auf der KunstSäule zu sehen sein wird. In den Bildern von Hartlaub oszilliert Felix Hartlaubs Leben zwischen Kunst, Krieg und NS-Regime. Die Litfaßsäule erinnert so an eine zerrissene Zeit, und Parallelen zu heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen sind unübersehbar.

Bild: ©Daniel Hartlaub

Vanished – The Curious Life and Death of Felix Hartlaub, kuratiert von Katrin Kobberger,  Ort: KunstSäule Frankfurt, Adresse: Am Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Ecke Gutzkowstraße), Uhrzeit: 19 Uhr, Öffnungszeiten:24/7, Eintritt: frei

Bis 24. April: „TEMPLE ROAD“ – Fotografische Dokumentation religiöser Orte

(Martin)

Gemeinschaften zwischen Industriehallen Ausstellungsauftakt einer neuen analogen Ausstellungsreihe. TEMPLE ROAD - In einem Gewerbegebiet am Stadtrand von Frankfurt am Main liegt ein Ort, der sich an Wochenenden still verwandelt: Zwischen Werkstätten, Bürogebäuden und einer Großmetzgerei entstehen temporäre Räume spiritueller Praxis. Die Ausstellung Temple Road der Fotografin Josefine Rauch dokumentiert diese kaum sichtbare Parallelwelt und eröffnet zugleich die neue Ausstellungsreihe von ON FILM LAB.

Die künstlerisch-dokumentarische Fotoserie widmet sich den vielfältigen Glaubensgemeinschaften im Fechenheimer Gewerbegebiet, die leerstehende Industriehallen für Gebete, Hochzeiten und gemeinschaftliche Feiern nutzen. Über ethnische, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg versammeln sich hier zahlreiche Gemeinden aus der gesamten Rhein-Main-Region. Abseits der öffentlichen Wahrnehmung entstehen so geschützte Räume, die – fernab zentraler Sakralbauten – Anonymität und Freiheit für das Gemeindeleben ermöglichen. Mit einem sensiblen, zurückhaltenden Blick und ausschließlich auf analogem Filmmaterial entstanden, macht Temple Road sichtbar, wie diasporisch geprägte Religionspraxis ihren Platz in der urbanen Peripherie findet: improvisiert, gemeinschaftlich und meist unbeachtet von der Mehrheitsgesellschaft. Die Serie verhandelt Fragen von Zugehörigkeit, Wahrnehmung und städtischer Raumnutzung.

Josefine Rauch ist eine in Offenbach am Main lebende Fotografin. In ihrer Arbeit untersucht sie temporäre Räume und ambivalente Zustände, in denen sich Zugehörigkeit, emotionale Haltungen und soziale Prozesse materialisieren. Ihr Projekt Temple Road wurde international auf Fotofestivals und Plattformen ausgezeichnet und auf Shortlists geführt sowie in Publikationen, unter anderem des Haus der Kulturen der Welt, präsentiert. Die Serie war bereits in zahlreichen Gruppenausstellungen zu sehen, darunter bei der Fotobus Society Hannover, im Fotografie Forum Frankfurt, der AFF Galerie Berlin und der Fotogalerie Friedrichshain. Im ON FILM LAB Frankfurt wird Temple Road nun erstmals als umfassende Einzelausstellung gezeigt.

ON FILM LAB - Raum für analoge Fotografie, Sandweg 131A / Montag – Freitag, 10 – 18 Uhr
Foto: © Josefine Rauch

Bis Sonntag, 26. April: AI-Worlding im Museum Angewandte Kunst x saasfee*pavillon

(Petra)

Worlding steht für Prozesse, welche Welten und Weltsichten hervorbringen. Zunehmend wird Künstliche Intelligenz Teil dieser Prozesse. KI-Systeme haben sich tief in unseren Alltag eingebettet und prägen unsere Vorstellungen von Gesellschaft, Welt und uns selbst. Generierte Bilder, Texte und Videos erschaffen neue Welten – basierend auf selektiven Daten, einseitigen Perspektiven und wirtschaftlichen Interessen. Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl zeitgenössischer künstlerischer Positionen, welche AI-Worlding simulieren und reflektieren. Es werden einerseits Grenzen generativer Modelle erfahrbar gemacht, andererseits das Verhältnis zwischen Menschen und KI-Systemen exploriert: Wann sind diese bloß Werkzeug, wann Co-Creator und wo bestimmender Faktor für gesellschaftliche und künstlerische Prozesse? Die Partnerausstellung im saasfee*pavillon eröffnet am Donnerstag, 19. Februar.

AI-Worlding - Künstlerische Forschung zu KI-generierten Weltmodellen, Gruppenausstellung mit: Anton Andrienko, Elisa Deutloff, Egor Dmitriev, Xiangyu Fu, Chelsea Hartmann, Marlon Hesse, Ava Leandra Kleber, Max Kreis, Mattis Kuhn, Leon-Etienne Kühr, Seongsin Lee, Ting-Chun Liu, June Pauli, saasfee* (Alex Oppermann, Al Dhanab, Maciej Medrala), Evgeny Tverdokhlebov, Natalie Wilke, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 12 (10) Euro

Bis Sonntag, 26. April: allapopp "When Body is not Enough" im saasfee*pavillon x Museum Angewandte Kunst -

(Petra)

Ein milder Sprühregen an famosen "World Design Capitel 2026"-Projekten plätschert in diesem Jahr auf uns nieder: ich hoffe, Ihr seid bereit!? Jetzt auch mit einer Kooperation des saasfee*pavillons mit dem Museum Angewandte Kunst, die dazugehörigen Ausstellungen sind in beiden Häusern zu sehen. Heute ist Vernissage der Einzelausstellung von allapopp im saasfee*pavillon, die über ein Jahrzehnt der Selbstdigitalisierung nachzeichnet – von frühen Sprachklonen bis hin zu generativen KI-Avataren und interaktiven Sprachmodellen. Sie vereint individuelle und gemeinschaftliche Arbeiten der Künstler*in in den Bereichen Installation, Video, Klang, Mixed Reality, Teppich und Acrylglasdruck. Angefangen bei den techno-utopischen Träumen des sowjetischen Kosmismus, westlichem Transhumanismus und Ideen der Techno-Spiritualität, untersucht die Ausstellung die Kräfte, die den Wunsch nach kapitalistischer, patriarchaler und spiritueller Selbstoptimierung prägen. Als zehnjährige, praxisorientierte Auseinandersetzung mit digitaler Verkörperung im Zeitalter der künstlichen Intelligenz stellt allapopp die Frage: In welche Zukunft führt die digitale Erweiterung unserer Körper – und nach wessen Bedingungen findet diese Transformation statt? Die Partnerausstellung im Museum Angewandte Kunst eröffnet bereits am Donnerstag, 12. Februar

Foto: ©www.saasfee.de

When Body Is Not Enough – allapopp, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstraße 66 HH, Öffnungszeiten: samstags+sonntags 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung, Sunday Artist Walks jeweils 16.00 (22.02., 15.03., 29.03., 26.04.), 17.04.2026 19.00 - 21.00 Uhr „Tatar Dinner-Performance“ mit allapopp (Anmeldung erforderlich per E-Mail an: heidi@saasfee.de)

Bis 26. April: JESSICA BACKHAUS. SHADOWS MIGHT DANCE

(Uwe)

Die Arbeiten der international anerkannten deutschen Fotografin Jessica Backhaus entfalten sich im Spannungsfeld zwischen Fotografie, Malerei und Objektkunst, geprägt von Form, Farbe und Licht. Inspirationsquellen reichen von abstrakten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts wie Josef Albers und Sonia Delaunay bis zu prägenden Begegnungen wie mit der Schriftstellerin und Fotografin Gisèle Freund. Ihre Fotografien befinden sich in bedeutenden Sammlungen, darunter die Deutsche Börse Photography Foundation, und wurden unter anderem in der National Portrait Gallery, London, und im Martin-Gropius-Bau, Berlin, ausgestellt.

Rahmenprogramm
DI, 10.02., 10.03., 21.04., 15 Uhr KURATORINNENFÜHRUNGEN mit CELINA LUNSFORD oder ANDREA HORVAY
FR, 17.04., 18 Uhr GALERIEGESPRÄCH mit JESSICA BACKHAUS und Prof. Dr. SOPHIE CHARLOTTE OPITZ, Medienwissenschaftlerin/Kuratorin, Bucerius Kunst Forum, Hamburg
SA/SO, 18./19.04., 10–17 Uhr WORKSHOP »ABSTRAKTE DIMENSIONEN« mit JESSICA BACKHAUS

Fotografie Forum Frankfurt / F., Braubachstraße 30–32
Foto: FFF, Jessica Backhaus

Bis Sonntag, 10. Mai: Soloschau Thomas Bayrle in der Schirn

(Petra)

Die Schirn präsentiert eine große Soloschau des in Frankfurt lebenden Künstlers Thomas Bayrle, den viele auch als früheren Dozenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach und Professor an der Städelschule kennen. Zu sehen sind 55 Werke insbesondere aus den letzten 20 Jahren, darunter Malerei und Grafik, Skulptur und Objektkunst sowie Soundinstallationen und eine Videoarbeit. Sein Werk handelt von den Gegensätzen zwischen Technologie, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion und beschreibt den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität. Bayrle behandelt in seiner Kunst grundlegende Aspekte der modernen Gesellschaft. Wie hängen Religion und Gesellschaft, Individuum und Masse, industriell gefertigte Produkte und die technischen Apparate ihrer Herstellung zusammen? Neben den Strukturen von Konsum, Urbanität und Technologie spielen Fortbewegung, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion eine zentrale Rolle. Er widmet sich populären Werken der Kunstgeschichte von Michelangelo über Caravaggio und Masaccio bis hin zu Claude Monet ebenso wie dem Thema der Arbeit. In den 1960er- und 1970er-Jahren legte er den innovativen Grundstein seiner charakteristischen Superformen. Das Wiederholen, Vernetzen und Verweben von Einzelelementen zu einem Gesamtbild findet sich bis heute in nahezu allen Werken Bayrles und ist eng verbunden mit der Biografie des Künstlers. Er absolvierte zunächst eine Lehre als Maschinenweber, bevor er sich der Gebrauchs- und Druckgrafik zuwandte. Die dort angewandten Drucktechniken hat er sowohl materiell als auch konzeptionell in seiner Kunst weitergeführt, die den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität beschreibt. 

Foto: ©Thomas Bayrle, VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Wolfgang Günzel

Thomas Bayrle – Fröhlich sein!,  Soloschau, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Gabriel-Riesser-Weg 3, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags: 10 - 19 Uhr, donnerstags 10 - 22 Uhr , Eintritt: 12 (10) Euro

Bis 10. Mai: Of/ 100 Jahre BOK

(Andrea)

Zur Feier des 100. Jubiläums des BOK/ Bund Offenbacher Künstler lädt das Haus der Stadtgeschichte zu drei Ausstellungen ein. Die Vereinshistorie bildet den Ausgangspunkt. Teils unveröffentlichte Dokumente aus dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt und dem Stadtarchiv Offenbach, private, bislang nicht zugängliche Schriften und Dokumente sowie Werke der Kunstschaffenden aus der Museumssammlung machen die Vereinsgeschichte lebendig. Dabei geht die Ausstellung verschiedenen Fragen nach: Weshalb erfolgte am 15. Dezember 1926 die Gründung? Wie erging es dem Verein während der Weltwirtschaftskrise und dem Nationalsozialismus? Wie entwickelte das Vereinsleben sich nach dem Neuanfang 1945 bis hin zu den ersten Künstlerinnen im Vorstand im neuen Millennium? Welche Stätten und Begebenheiten waren in den vergangenen hundert Jahren wichtig für den BOK? Bild: Gemälde Ludwig Plaueln, Haus der Stadtgeschichte

Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61, Offenbach

Bis Sonntag, 24. Mai: "Wolle. Seide. Widerstand" - Ausstellung im Museum Angewandte Kunst

(Petra)

Der Trend geht wieder zum Teppich? Mit dieser Ausstellung widmet sich das Museum nach 45 Jahren erstmals wieder ausschließlich dem Thema Teppich – in einer Zeit, in der sich das große Interesse an handgefertigten Textilien aller Art im Übrigen in einer auffallenden Anzahl an internationalen Ausstellungen widerspiegelt. Präsentiert werden  Teppiche internationaler, zeitgenössischer Künstler*innen, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen. Ihr Widerstand richtet sich gegen als illegitim empfundene Herrschaftsordnungen und Machtausübungen, gegen Traditionalismus, Diskriminierung, Rassismus, Traumata oder Umweltzerstörung. Die Teppiche fungieren somit als plakative Medien für gesellschaftspolitische Kommentare. In gleicher Radikalität sprengen sie mitunter die Grenzen der Flächigkeit: Sie loten die Möglichkeiten des Dreidimensionalen aus, und entfalten sich als textile Skulpturen und immersive Erfahrungsräume, die sich durch ihre affektive Qualität an gegenwärtigen Lebensprozessen beteiligen. Dabei zielt diese Ausstellung darauf ab, Teppiche nicht aus einem stilgeschichtlichen Blickwinkel zu betrachten, sondern sie vielmehr im Interesse einer Entwicklungslinie zu zeigen, die außerhalb einer traditionellen westlichen Teppichforschung steht. Schon der Titel deutet auf neue Fragestellungen hin: Kann etwas Widerständiges in und mit textilen Materialien stattfinden? Und wenn ja, auf welche Weise verkörpern dann gerade Teppiche eine „Ästhetik textilen Widerstands“? Diesbezüglich stehen jene Perspektiven der mit jüngsten Werken aus dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts vertretenen internationalen Künstler*innen im Fokus der Ausstellung, die im Teppich, der zum offenen Kunstobjekt geworden ist, mit unterschiedlichen Aspekten von Widerstand einhergehen. 

Grafik/Graphic: Bureau Sandra Doeller©Museum Angewandte Kunst

Wolle. Seide. Widerstand - Ausstellung, mit Arbeiten von: Faig Ahmed, Diedrick Brackens, Johannah Herr, Jan Kath, Baseera Khan, Alexandra Kehayoglou, William Kentridge, Noelle Mason, Otobong Nkanga, Tobias Rehberger, Erin M. Riley, Tsherin Sherpa, Rose Stach, Nasan Tur und Jeroen van den Bogaert, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 12 (5) EURO, barrierefrei

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Powered by TYPO3 and luxletter, supported by jweiland.net.

Du erhältst diesen regelmäßigen Newsletter, da Du Danielas Ausgehtipps abonniert hast.


Datenschutzerklärung

DANIELA CAPPELLUTI - JAKOB-CARL-JUNIOR-STRASSE 14 - 60316 FRANKFURT