20.03.-26.03.2026

EINSATZ FÜR DIE DEMOKARTIE

Zur besseren Lesbarkeit empfehlen wir die Tipps im Browser zu lesen

Im Wahllokal in seinen Geburtstag reinzufeiern … das muss man auch erstmal schaffen. Ich habe es geschafft: 12 Stunden im Wahllokal und zwischendrin 30 Liter toskanische Suppe für die Geburtstagsgäste kochen … das hat mich aus der Bahn geworfen. Ich bin total übermüdet in die Woche gestartet und bin es immer noch, denn es ging turbulent weiter: Montagabend Geburtstagsparty, Dienstagabend der großartige Rainald Grebe in der Centralstation, Mittwochabend Parteitag der Grünen und gestern Abend: Liedschatten im Kammerspiel mit einer überragenden Annie Nowak. Heute Abend ist Premiere im Schauspiel. Ich weiß aber nicht, ob ich das noch schaffe, denn die Schulter schmerzt ziemlich dolle.
Ab morgen geht’s zum Ausschlafen, Puzzeln & Wandern ins Piemont.

Was auch immer ihr macht, lebt wild!

Daniela

Vielen Dank auch an den Rest des Ausgehtipp-Teams: Uwe Schwöbel, Martin Grün, Andrea Ehrig, Petra Manahl und Erik Düwel.

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit.. im Mai 2026 werden es 20 Jahre! .. ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen.
Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:
Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN Tickets für die Oper (Martin)

Bitte schickt Eure Antwort an Martin (ausgehtipp.gewinnspiel@gmail.com)
Für die Oper 'Written on Skin' in der Oper Frankfurt gibt es 3 x 2 Tickets jeweils für die Vorstellungen am Sonntag, 29. März (19.00 Uhr) und Sonntag, 5. April (18.00 Uhr) zu gewinnen. Die Teilnehmer*innen sollen dazu schreiben, wann sie gehen wollen. 

Für die Oper 'Werther' in der Oper Frankfurt gibt es 3 x 2 Tickets zu gewinnen für die Vorstellung am 4. April um 19.00 Uhr.

Frage: Welche beiden Traditionsvereine bestritten kürzlich das “Topspiel” (siehe GEROLLTES). Bitte gebt in der Antwortmail an, für welche Oper Ihr gewinnen wollt.
Foto: © Barabara Aumüller 

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten an Daniela (daniela@cappelluti.net)

1 x 2 Tickets StreitClub #17 „Europa allein zu Haus?“ am 20.04. im English Theatre. Gewinnfrage: Was mache ich am 29.03.?

ZU GEWINNEN (Petra)

Zu gewinnen gibt es 2 x 2 Tickets für die kommende Ausstellung “Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni” (Freitag, 27. März - Sonntag, 06. September).

Gewinnfrage: Wer ist sowohl Künstler als auch Kurator der Ausstellung?

Antwort im Betreff (Vor- und Zuname) per E-Mail, DARIN EUER Vor- und Zuname an Petra.

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1 x 2 Karten für “The Chronology of Water” im Hafenkino am Samstag, 21. März. Die Gewinnfrage lautet: Um wieviel Uhr wird im Iran das Neujahrsfest begangen? 

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1 x 2 Gästelistenplätze für das Konzet von DANJU am Mittwoch, 25. März im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Welches munterere Plaudertäschchen ist bei vairbabbelt zu Gast?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

2x 2 Karten für dEUS am Freitag, 27. März in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: In welchen Film möchte ich meinen Vater entführen?

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1 x 2 Gästelistenplätze für das Konzet von DAS PACK am Freitag, 27. März im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Wo haben Beatles-Fans in Offenbach eine Heimat?

GEROLLTES über ein Topspiel

(Uwe)

Am Samstagabend lief HSV gegen 1 FC Köln als Topspiel bei Sky. Von der Tabellensituation alles andere als ein Spitzenspiel, von der Beteiligung der Vereine aber natürlich schon. Früher war das, wenn Hamburg und Köln aufeinandertrafen "Seeler vs. Overath", “Keegan vs. Flohe” oder “Hrubesch vs. Littbarski”. Da saßen mit Weisweiler oder Happel Trainer auf den Bänken, die ohne Frage noch heute zu den größten ihrer Zunft zählen. Wenn man sich nur die Mannschaften anschaut, dann erkannt man schnell, dass die beiden Vereine fußballerisch ihre beste Zeit hinter sich haben, wie Schalke oder Kaiserslautern, im Vergleich zu letztgenannten aber wenigstens wieder in der Bundesliga spielen. Wenn man die Stimmung im Stadion aber vergangene Woche anschaute (und bei anderen Spiele mit den Vereinen verfolgt), stellt man aber fest, welche Kraft immer noch in den Clubs steckt, was die an Personen und Herzen bewegen. Vor wenigen Wochen war ich mit einem Freund im Kölner Stadion, da spürte man schon in der Stadt, selbst in einigen Nebenstraßen, dass Heimspieltag war. Der Klassiker am Samstag, HSV gegen den „FC“ selbst war nichts Besonderes, niemals ein Topspiel, weil es an Tempo und spielerischen Geschick fehlte, Stimmung und Dramatik gab es aber in jedem Fall genug. Die besten Spieler bei den beiden Clubs, die im Sommer erst aus der zweiten Liga aufgestiegen sind, waren und sind Leihspieler, Kaminski bei Klön und Vieria und Vuskovic beim HSV, der Rest erweist sich weitestgehend als bundesligatauglich oder zeigt Entwicklungspotenzial. In so einen Status (Bundesliga & Kader) würde man sich als Schalkefan Schalke 04 wünschen. Welchen Gewinn der Verein für die Bundesliga wäre, bewiesen die beiden Traditionsvereine aus dem Norden und dem Rheinland. 

Samstag 09. Mai: 20 Jahre Ausgehtipps

(Daniela, Andrea, Petra, Martin, Erik & Uwe)

Wir können es selbst kaum glauben: Im Mai werden Danielas Ausgehtipps 20 Jahre alt.

Seit 2006 sind wir für Euch unterwegs in Frankfurt & Offenbach – auf Konzerten, im Theater, im Kino, in Ausstellungen und überall dort, wo Kultur lebendig wird. Seit 20 Jahren schreiben wir „Danielas Ausgehtipps“ in unserer Freizeit – das heißt auch: 20 Jahre Ehrenamt. :-)

Das wollen wir natürlich mit Euch feiern!

Brita von der Agentur U9 Visuelle Allianz hat bereits eine tolle Grafik entwickelt, vielen Dank dafür und so viel können wir schon verraten:

Das Fest findet am Samstag, den 9. Mai, im Kunstverein Familie Montez statt.
Ein ganz besonderer Ort für uns. Dort haben wir bereits das 10-jährige Jubiläum der Ausgehtipps gefeiert. Andrea ist zufrieden, weil das Montez an der Grenze zu Offenbach liegt, Petra liebt den Ort wegen der spannenden Ausstellungen – und Uwe und ich haben dort sogar unsere Hochzeit gefeiert.

Ab 18:00 Uhr öffnen sich die Türen.

Um 18:30 Uhr startet unser großes Jubiläums-Pubquiz. Ob im Team oder alleine: Euch erwarten Fragen rund um Konzerte, Film, Literatur, Theater, Kunst und das Kultur- und Stadtleben in Frankfurt & Offenbach – moderiert von Christoph Pütthoff aka „Pütti“. Es gibt tolle Kulturpreise zu gewinnen.
Das Quiz wird so unterhaltsam, dass Zuschauen mindestens genauso viel Spaß macht!

Ab 21:00 Uhr heißt es dann: Musik an, Gläser hoch!
Sibylle & Yvette sorgen bis Mitternacht für den passenden Soundtrack. Vielleicht organisieren wir sogar noch eine Live-Band.

Kommt vorbei, bringt Freund:innen mit, stellt Euer Wissen unter Beweis – oder genießt einfach einen besonderen Abend mit guten Gesprächen, Quiz, Musik und Party.

Wir freuen uns riesig auf Euch! Ab April könnt Ihr Euch Eure Tickets bzw. Plätze sichern.

Freitag, 20. März: Nouruz

(Andrea)

Der Ramadan ist zuende und heute wird das persische Neujahrsfest gefeiert. Das passiert seit rund 3000 Jahren, dass der Neubeginn der Natur, der Frühling und als Fest der Freude, der Familie und der Hoffnung in weiten Teilen Mittelasiens und des Nahen Ostens begangen wird. Dass es in Teilen dieser Welt aktuell (mal wieder) alles andere als feierlich zugeht, stimmt traurig und man weiß noch nicht, wo das alles hinführen wird - außer in eine humantitäre und sicher auch ökologische Katastrophe. Wie kann man auf die Idee kommen, Gasfelder zu sprengen? Geht es wirklich nur um Hass und Vergeltung? Hier wird Nouruz um 15.46 Uhr gefeiert, im Iran um 18.15 Uhr, wie mir Mashid vor einigen Tagen erklärt hat. Sie hat mich auf die Veranstaltung heute aufmerksam gemacht und um einen Hinweis gebeten. Von Herzen gerne und ich wünsche allen Menschen, so pastoral das jetzt auch klingen mag, gleich welcher Religion und Kultur, einen Aufbruch in Frieden und Vernunft. Einlass heute Abend 19 Uhr. 

Nordwestzentrum, Titus-Forum 

Ab Freitag, 20. März: „Suburbia. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise“

(Andrea)

Wer bei “Träumen vom Eigenheim” an Wüstenrot und Bausparverträge denkt, liegt nicht ganz falsch. Witzigerweise habe ich die Ausstellung des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona ebenda bereits gesehen und war so begeistert, dass ich mir sogar den Katalog (in englisch und spanisch!) gekauft habe. In Frankfurt scheint die Ausstellung inhaltlich erweitert, weshalb ich mir den Teil sicher noch anschauen werde. "Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht  ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohn fläche verbindet."

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43

Freitag, 20. März: Nikra

(Andrea)

“In einer Welt, die sich langsam auf den Abgrund zubewegt, die durch Hass und Unterdrückung gespalten ist, suchen viele Trost in Geld, Drogen und Selfies. Der kleiner werdende Mittelstand ist resigniert und unpolitisch, die Punks sind alt geworden und haben ihre Wut verloren. Während viele der neuen Generation nur an die eigenen Ziele, wie Karriere und Kleinfamilie denken, gibt es eine, die laut ist, für das, wofür e s sich zu kämpfen lohnt: Nikra ist das Symbol einer Bewegung die nicht schlafen kann, Freitags nicht in der Schule war, die Diversität lebt, deren Wut nicht verstanden wird, und die nach einer Zukunft schreit! Nikra macht Musik für die Playlist Generation, deren rauer Sound so laut ist, dass die Handylautsprecher explodieren. Eine Generation die Genre- und Gender-Zuweisung als Hindernis sieht. Nikra ist die Stimme der Rebellion und der Donner zum Regenbogen!” Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Freitag, 20. März: Hällas

(Uwe)

Das schwedische Quintett erschafft epische, fantasiegetränkte Konzeptalben voller abenteuerlicher Zwillingsgitarren, Vintage-Synthesizer und mystischem Storytelling – und formt damit ihr ganz eigenes Genre: Adventure Rock. Hällas wurde 2011 gegründet und feierte den ersten Durchbruch mit dem Debütalbum „Excerpts From A Future Past“ (2017). Mit jeder Veröffentlichung hat sich die Band eine treue Kultanhängerschaft in der modernen Prog- und Hardrock-Szene auf der ganzen Welt aufgebaut. 

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / 20 Uhr 
Foto: Marcus Carlsson

Freitag 20. März: Der Temporäre Elektronische Salon

(Daniela)

So ein Ärger, ich möchte so gerne nach Höchst, aber heute gehts nicht. Vielleicht klappt es ja bei Euch? 

Seit einigen Jahren findet der Salon temporär an verschiedenen Orten Frankfurts statt und garantiert immer elektronische improvisierte Musik für und aus dem Moment. Hybrid Stylez, Dub-Drums, Scratches, Electric Reeds und Samples von Kunst bis Pop – alles fließt!

Mit meistens Rubow & Leicht als Herz der Klang & Beat-Erzeugung gibt es jedesmal unterschiedliche Gäste, die die musikalische Reise-Route mit-definieren – so heute dabei: Hans Glawischnig, Bassist der hr-Bigband, nutzt das elektronische Ambiente des Salons um sein Instrument durch zahlreiche Effekte zu erweitern und Klangskulpturen und Loops zu kreieren. Schon bevor er auf dem Kontrabass mit bekannten Stars der Jazz-Welt wie Chick Corea oder als Mitglied des Miguel Zenon Quartetts Berühmtheit erlangte war der E-Bass sein Instrument – auf das er gemeinsam mit Rubow & Leicht gerne wieder zurück greift. www.hansglawischnig.com

20.03.2026 - doors: 19:30h - music: 20h - Eintritt 10€, KulturRaum B25 - Brüningstr. 25 - 65929 Frankfurt Höchst, Veranstalter: Raum für kulturelle Fragen e.V.

Freitag, 20. und Samstag, 21. März: Wait to be seated

(Martin)

She She Pop ist in Kooperation mit Sandbox Collective in Frankfurt! Langer Esstisch, roter Teppich, Tanzfläche und festlichste Roben: Zwei feministische Kollektive aus Bangalore und Berlin knacken die Codes der Gastfreundschaft. Was bleibt, wenn wir die Förmlichkeit hinter uns lassen? Was, wenn Gender, „Race“ und Kolonialgeschichte mit am Tisch sitzen? „Wait To Be Seated” ist eine Kollaboration der Performance-Kollektive Sandbox Collective (Bangalore) und She She Pop (Berlin). Das Stück untersucht Gastfreundschaft und ihre verschiedenen sichtbaren Absurditäten, wenn man sie durch eine kritische Linse betrachtet. Welche Regeln bestimmen die Beziehung zwischen Gastgeber und Gast, und was passiert, wenn wir sie in Frage stellen? „Wait To Be Seated” entwirft in einem entrückten Nirgendwo einen Parcours der Gastlichkeit. Wir sehen zwei Gruppen, die zunächst auf gegensätzlichen Seiten stehen, aber langsam Wege finden, sich in der Mitte zu treffen, um einen neuen Horizont zu eröffnen. 

Künstler*innenhaus Mousonturm um jeweils 20.00 Uhr
Foto: © Richa Bhavanam

Freitag, 20. – Sonntag, 29. März: BYWAYS

(Martin)

Doppelabend mit zwei neuen Werken von Ioannis Mandafounis und Rosalind Crisp

Die Bewegungssprache des klassischen Balletts beruht auf klaren Prinzipien. Alles scheint der Überwindung der Schwerkraft zu dienen. Die Körper erscheinen leicht, ihre Masse in Pirouetten oder im Sprung wie aufgehoben. So ist alles nach oben ausgerichtet, Bewegungen nach unten kommen fast nur vor, um Schwung zu holen nach oben. Was passiert, wenn man diese Prinzipien umkehrt? Mit einer kleinen Besetzung setzt sich Ioannis Mandafounis in dieser Arbeit mit typischen Ballettbewegungen auseinander. Sie werden dekonstruiert, auf den Kopf gestellt, unterbrochen und transformiert. Bewegungsabfolgen des klassischen Repertoires werden neben Neufassungen gestellt, die völlig verwandelt sind. Ein aberwitziges Spiel, das die historische Vorlage bei allem Humor trotzdem ernst nimmt – getanzt von Tänzern der DFDC und Jón Vallejo, Erster Solist des Semperoper Ballett.

SEEN UNSEEN von Rosalind Crisp. Was sehen wir, wenn wir Tanz sehen? Tanz beginnt lange, bevor er sichtbar wird. In Crisps Praxis der Live-Komposition sind die subtilen Verschiebungen in der Aufmerksamkeit der Tänzer*innen für die Entstehung von Bewegungen entscheidend. Rosalind Crisp lädt sowohl Tänzer*innen als auch Publikum ein, sich, wenn auch nur für einen kurzen Moment, dort aufzuhalten, wo Bewegung entsteht. Auf der Bühne vollkommen sichtbar und transparent zu sein bedeutet, sich voll und ganz allem zu öffnen, was unsichtbar ist – den subtilen Gewichtsverlagerungen, jedem Atemzug, jeder Empfindung der Schwerkraft – die Zukunft beginnt hier, im Kleinen. Die Aufführung entsteht jeden Abend in unmittelbarer Nähe zum Publikum und bietet so einen detaillierten Blick auf die Entscheidungsfindung der Tänzer*innen. Das Werk ist eine Zusammenarbeit mit Frédéric Blondy, Komponist und Improvisationspianist, dessen musikalische Sprache aus tiefem Zuhören, aus der Körperlichkeit der Bewegung und aus dem Erforschen von Klangfarben entsteht.

Dresden Frankfurt Dance Company im Bockenheimer Depot
Freitag, 20., Samstag, 21., Donnerstag, 26. – Samstag, 28. März um jeweils 20.00 Uhr und Sonntag, 22. Und Sonntag, 29. März um jeweils 16.00 Uhr
Foto: © Dominik Mentzos

Samstag, 21. März und Sonntag, 22. März: „Positions of Print“ – Wochenende der Open Print-Studios im Atelierfrankfurt

(Petra)

Anlässlich des bundesweiten Tags der Druckkunst öffnen Künstler*innen des Atelierfrankfurt an diesem Wochenende ihre Ateliers: In 15 Werkstätten erwarten Besucher*innen Workshops, Druckvorführungen und vielfältige Einblicke in aktuelle drucktechnische Arbeiten. Mit der begleitenden Gruppenausstellung „Printemps“ in den Projekträumen des Atelierfrankfurt mit einigen Künstler*innen, von denen Ihr bestimmt schon das eine oder andere Werk kennt.

Plakat: ©Atelierfrankfurt

„Positions of Print“ – Wochenende der Open Print-Studios im Atelierfrankfurt, mit: Alexander Lis, Dieter Mammel, Elizabeth Coleman-Link, Eun-Joo Shin, Jutta Obenhuber, Kerstin Lichtblau, Oliver Carlos Tüchsen, Jonas Börste, Sascha Boldt, Sarita Dey, Svala, Mirjam Martinovic, Evelyn Toomistu, Tania Arens, Vroni Schwegler, Thomas Buck, Viktoriya Mykhaylova, Ort: Atelierfrankfurt, Adresse: Schwedlerstr. 2 -5, Öffnungszeiten: jeweils 15 - 19 Uhr, Eintritt: frei 

Samstag, 21. März: Jazzsalon

(Uwe)

„Das Glück kennt nur Minuten“ – eine Hommage an Hildegard Knef zum 100. Geburtstag

„Die Knef“, das war die Frau, die im prüden Nachkriegsdeutschland für Aufbruch stand. In den 60er Jahren feierte sie als „größte Sängerin der Welt ohne Stimme“ (Ella Fitzgerald) Platten- und Tourneeerfolge. Hildegard Frieda Albertine Knef führte ein Leben wie auf einer Achterbahn zwischen Berlin, Broadway und Hollywood. Sie hatte mindestens drei Karrieren – als Schauspielerin („Die Mörder sind unter uns“), Chansonsängerin („Für mich soll’s rote Rosen regnen“) und Bestsellerautorin („Der geschenkte Gaul“). Ev Machui führt an diesem Abend nicht nur mit Liedern, sondern auch mit erzählerischen Anekdoten durch das bewegte Leben dieser umtriebigen Künstlerin. Musikalisch virtuos begleitet von Andreas Müller am Klavier und Michael Will am Kontrabass.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Oliver Tamagnini

Samstag, 21. und Sonntag, 29. März Written on Skin (auch 5. April)

(Martin)

Written on Skin von George Benjamin. 

Zeitgenössische Opern haben es nicht leicht. Alle wollen Mozart, Puccini, Verdi,…  Dabei ist ‚Written on Skin‘ eine echte Opernperle und die neue Inszenierung in Frankfurt in der Regie von Tatjana Gürbaca habe ich wie einen ‚Opernfilm‘ erlebt. Eine fesselnde Handlung und eine Musik, die einen in ihrer Modernität fesselt. Der Inhalt der Oper ist spektakulär: Ein reicher Mann (Protector) will sich in einer Buchmalerei verherrlichen lassen. Das Resultat konfrontiert ihn mit einer unbequemen Wahrheit. Eigentlich besitzt der Protector alles, was er sich wünscht: Geld, Ländereien und den – wie er sagt – »stillen, gehorsamen Körper« seiner Ehefrau Agnès. Mit den Bildern, die er von sich anfertigen lässt, gerät seine Lebensrealität jedoch ins Wanken: Fasziniert von der Kunst und der empathischen Art des jungen Malers, beginnt Agnès eine Affäre mit ihm. Als die beiden dem Protector ihre Verbindung offenbaren, tötet der Betrogene den Maler und nötigt seine nichts ahnende Ehefrau, dessen Herz zu essen. Doch Agnès wendet selbst ihre größte Demütigung in einen persönlichen Triumph.

In SWR Kultur am Morgen wurde nach der Premiere das berichtet:„(…) Die Suche nach Schönheit in einer gottlosen, entzauberten Welt ist ein zwiespältiges Unterfangen. Es ist ein Theater des Schönen und der bitteren Grausamkeit. In diesem Sinne illuminiert Tatjana Gürbacas Inszenierung auch George Benjamins suggestive Klangfindungen zwischen hypnotischer Subtilität und geräuschhafter Gewalt. Die kaleidoskopartigen Farbwirkungen dieser Partitur sind beim Frankfurter Opern- und Museumsorchester in den besten Instrumentenhänden und der Dirigent Erik Nielsen akzentuiert die Zeitschichten mit präziser Prägnanz. Das vermeintliche Kammerspiel ist packende, mit neunzig Minuten Spieldauer konzentriert-spannende große Oper. Die umjubelte Frankfurter Produktion zeigt, wie George Benjamin hier in offen produktiver Rätselhaftigkeit eines der besten Musiktheaterwerke des 21. Jahrhunderts über die Conditio humana gelungen ist. Wie immer zeigt sich ein allen Produzenten demütig dankender Komponist dem begeisterten Publikum beim Schlussapplaus.“

In der Allgemeinen Zeitung Mainz ist zu lesen:„(…) Das ist ganz großes Musiktheater.“

Und www.concerti.de schreibt:„(…) Es entsteht ein intensives, subkutanes Hörtheater, dem man sich kaum entziehen kann, so gar kein bluttriefender Krimi-Schocker, wie die Inhaltsangabe nahelegen mag. So bietet diese Neuinszenierung einigen Mehrwert, sie ergänzt die legendäre Uraufführungsproduktion um ein wichtiges Kapitel der Interpretationsgeschichte dieses enormen Werks.“

Samstag, 21.März um 19.30 Uhr, Sonntag, 29. März um 19.00 Uhr und Sonntag, 5. April um 18.00 Uhr: Oper Frankfurt
Foto: © Barbara Aumüller

Samstag, 21. März: Of/ THE CHRONOLOGY OF WATER 

(Andrea)

Wir bekommen heute Besuch, aber den Film hoffe ich mir dann bei anderer Gelegenheit anschauen zu können. "Disziplin, Schmerz, Begehren, Befreiung. Schreiben, Schwimmen, Überleben – all das verschmilzt zu einer einzigen Bewegung. Bilder, Geräusche und Erinnerungen prallen aufeinander und formen eine Erfahrung, die unter die Haut geht. In ihrem Regiedebüt THE CHRONOLOGY OF WATER löst Kristen Stewart die autobiografische Vorlage der Schriftstellerin und Schwimmerin Lidia Yuknavitch aus den Konventionen des klassischen Biopics. Statt einer linearen Lebensgeschichte erzählt der Film aus der subjektiven Perspektive seiner Hauptfigur – körperlich, fragmentarisch, aus nächster Nähe. Lidia wächst im Oregon der 1970er Jahre in einem von Gewalt und Alkohol geprägten Umfeld auf. Als begabte Schwimmerin sucht sie Zuflucht im Wasser, doch Schmerz und Selbstzerstörung begleiten sie auch an Land. Erst im Schreiben beginnt sie, sich ihre eigene Geschichte anzueignen und Erfahrungen von Verletzung und Verlust in Sprache zu verwandeln. THE CHRONOLOGY OF WATER taucht ganz in das Erleben seiner Hauptfigur ein – und erzählt von Selbstermächtigung als Prozess, nicht als Ziel.
The Chronology Of Water. Kristen Stewart, USA/ Frankreich 2025, 128 Min., ab 16 Jahren, OmU,  Trailer https://youtu.be/HmPJiFwTSIU?si=ZoWYEhhCU4e-WXhK

Hafen 2, Nordring, Offenbach  

ab Samstag, 21. März: Of/ Demokratiekiosk

(Andrea)

Das Stadtteilbüro Senefelderquartier und das Projektteam des Designkiosks laden im Rahmen der World Design Capital 2026 alle Anwohnenden und Interessierten zu einer Reihe von Veranstaltungen rund um Design, Kunst und demokratische Teilhabe ein. Die Formate finden im beziehungsweise am Designkiosk statt – einem gestalteten Kioskraum oder einer temporären Konstruktion im öffentlichen Raum. Der Designkiosk versteht sich als offener Treffpunkt für Menschen aus dem Stadtteil, die sich austauschen, kreativ werden oder gemeinsam über gesellschaftliche Fragen nachdenken möchten. Das vom Mannheimer Industriedesigner und Künstler Emre Yazar gestaltete Programm umfasst Rundgänge, Gesprächsformate, Workshops, Lesungen, Vorträge und Ausstellungen. Ziel ist es, neue Perspektiven auf Stadtgestaltung, Zusammenleben und demokratische Prozesse zu eröffnen. Hier wird zu einer „Demokratie der Zukunft“ geforscht, gestaltet und experimentiert. Die Angebote richten sich an (angehende) Designer und Künstlerinnen aus Offenbach sowie an junge Menschen und Bewohnerinnen und Bewohner aus der unmittelbaren Umgebung des Designkiosks. Ziel ist es, eine vielfältige und repräsentative Stadtteilgesellschaft zu erreichen. Die geplanten Termine für 2026 werden fortlaufend aktualisiert. Vorgesehene Veranstaltungsdaten sind am Samstag, 21. März, 11. April, 18. April, 16. Mai, 13. Juni, 18. Juli, sowie am Sonntag, 19. Juli, am Samstag, 15. August, 12. September, 3. Oktober, 17. Oktober und 7. November. 

Kulturkiosk Uzumumba, Senefelderstraße 72, 63069 Offenbach am Main, 

Bis Sonntag, 22. März: Ausstellung "Milky Way Berlin"

(Petra)

Das nenne ich mal eine tolle neue Kooperation – und bin gespannt auf die heutige Eröffnung: Ateliergemeinschaft Milchhof und Kunstverein Familie Montez verbindet 2026 ein Austauschprojekt. Den Auftakt macht der Milchhof, dessen Mitglieder sich einmal mehr hinter einer Idee versammeln, die zur DNA des Vereins gehört: Austausch initiieren, Netzwerke erweitern, Kontakte pflegen. Die Ausstellung beleuchtet die Bandbreite des künstlerischen Schaffens im Milchhof und ist nicht nur für die Besucher, sondern auch für die Künstlerinnen und Künstler des Milchhofs ein besonderes Ereignis, denn ein so umfassender und konzentrierter Einblick wie in Frankfurt kommt selten zustande. Die Ateliergemeinschaft Milchhof e.V. gründete sich 1991 auf dem Gelände der Nordmilch AG am Arkonaplatz in Berlin-Mitte und zog 2004 in eine benachbarte ehemalige Schule um. Hier arbeiten heute über 50 Künstler*innen in den Bereichen Malerei, Skulptur, Installation, Zeichnung, Fotografie, Video, Performance, Tanz, Musik, Komposition, Choreografie, Regie, Journalismus. Die Ateliergemeinschaft Milchhof e.V. organisiert Ausstellungen, Workshops und andere Veranstaltungsformate, um Künstler*innen und Kunst zu fördern. Daraus entwickelten sich verschiedenste Initiativen und Plattformen in Berlin. Zum 35-jährigen Jubiläum des Vereins freut er sich auf sein Gastspiel in Frankfurt – und auf den Gegenbesuch des Kunstvereins Familie Montez, der 2026 im März/April und im September/Oktober diese Kooperation mit Ausstellungen am Milchhof in Berlin fortsetzt. 

Milky Way Berlin – künstlerische Positionen der Ateliergemeinschaft Milchhof, mit: Lindy Annis, Berthold Bock, Gunnar Borbe, Saskia Buwert, Manfred Fuchs, Heike Gallmeier, Jan Gottschalk, Marcel Grabsch, Jürgen Grewe, Marc Gröszer, Cornelia Gutsche, Marc Haselbach, Wojtek Hoeft, Werner Kernebeck, Andreas Knäbel, Anette Kuhn, Maruska Mazza, Frauke Menzinger, Regina Mielich, Silvia Nettekoven, Mirka Pawlik, Mariel Poppe, Torsten Prothmann, Inken Reinert, Peter Scior, Carlos Silva, Elisabeth Sonneck, Beate Spitzmüller, Henry Stöcker, Anne Katrin Stork, Héctor Velázquez, Wiebe Maria Wachmann, Marcus Wittmers, Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: Unter der Honsellbrücke, Uhrzeit: ab 18 Uhr, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 13 - 18 Uhr, Eintritt: frei, barrierefrei 

Sonntag, 22. März: European Allstars feat. Joe Magnarelli im MAMPF

(Daniela)

Wären wir nicht im Piemont, wären wir heute Abend im MAMPF. Zumal man da ja jetzt sogar Plätze reservieren kann. Mega! Ich glaube mehr als 8 gibt es nicht, ich würde mir heute zwei Plätze an der Bar sichern :-)

European Allstars feat. Joe Magnarelli
Dieses internationale All-Star-Quintett vereint einen der besten Solisten der New Yorker Szene mit vier der wertvollsten und erfahrensten Musiker Europas, die eine gemeinsame Leidenschaft teilen: klassischen, swingenden Straight-Ahead-Jazz in der Tradition ihrer Idole und Mentoren wie Thad Jones, Kenny Dorham, Pepper Adams und Cedar Walton.

Joe Magnarelli zählt seit drei Jahrzehnten zu den weltweit führenden Trompetern. Mit Rob Barron (p), Rik van den Bergh (bsax), Marius Beets (b), Bernd Reiter (dr)

Tickets mit Platzreservierung online unter https://www.mampf-jazz.com/tickets: 15,- € An der Tür: 10,- €
Mampf, Sandweg, barrierefrei

© Marina Chasse

Sonntag, 22. März: Youn Sun Nah

(Uwe)

Jedes ihrer Konzerte ist ein einzigartiges Erlebnis, bei dem Anmut und Intensität derart ineinander verschmelzen, dass jede Person im Publikum den Eindruck bekommt, Youn Sun Nah singe nur für sie.

Die koreanische Jazz-Sängerin und Songwriterin Youn Sun Nah ist in ihrer Laufbahn stets auf der Suche nach musikalischer Innovation. Nach ihrer Hommage an Künstler*innen wie u.a. Nina Simone, Roberta Flack, Björk, Sarah Vaughan, Grace Jones, Edith Piaf und Grace Slick auf ihrem letzten Album veröffentlich Youn Sun Nah Anfang 2026 ihr 13. Album, das sich auf ihr Können als Komponistin und Singer-Songwriterin konzentriert. Damit kann sie auf eine 25 Jahre bestehende Karriere als Musikerin zurückblicken.

Centralstation / DA, Im Carree / 20 Uhr
Foto: Homepage Centralstation

Sonntag, 22. April. Of/ Bunte Frauen

(Andrea)

Der Autor Vasili Ziogas zählt in seiner Heimat Griechenland  zu den bedeutendsten Nachkriegsdramatikern. In Deutschland ist er jedoch vielen unbekannt. Heute ist sein Theaterstück „Bunte Frauen“ im KJK Sandgasse zu sehen. Das Stück handelt von zwei Schwestern, die exemplarisch für die Erfahrungen von vielen Frauen stehen. Sie befinden sich zwischen Gewalt, Anpassung und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. Dabei reiben sie sich aneinander auf und kämpfen scheinbar für ihre verschiedenen Blickwinkel auf die Welt und das Leben als Frau. Trotz der Schwere des Themas ist es dem Ensemble „Bunte Frauen“, das sich nach dem Titel des Stücks benannt hat, gelungen, Witz, Wärme und eine gewisse Leichtigkeit, die Raum zum Atmen lässt, auf die Bühne zu bringen. Die Aufführung berührt und rüttelt auf, lässt aber auch ein herzhaftes Lachen zu. 19.30 Uhr, 11 Euro, ermäßigt 7 Euro. Foto: Symbolbild aus meinem Fundus

KJK Sandgasse, Sandgasse 26, Offenbach

Sonntag, 22. März: Of/ Epic

(Andrea)

Der Film würde meinem Vater sicher gefallen. Weniger wegen der zu erwartenden Opulenz, Baz Luhrmann hat Regie geführt, sondern wegen des Kings. Vielleicht packe ich ihn, also meinen Vater einfach mal ein. “In seiner Filmbiografie hat Baz Luhrmann Elvis' Geschichte erzählt - jetzt lässt er ihn selbst zu Wort kommen: Es werde viel über ihn geschrieben, aber nie seine Seite der Geschichte - sagt Elvis zu Beginn. Das Material, das Luhrmann gefunden hat, gibt tatsächlich genügend her, um ihn hier einmal persönlich sein Leben und seine Karriere kommentieren zu lassen. Wie es sich fand, klingt fast nach einem Märchen: Während der Arbeit am Elvis-Spielfilm hatte Luhrmann Mitarbeiter in unterirdisch gelegene Filmarchive der Warner Studios in Salzminen in Kansas geschickt, um nach den verschwundenen Negativen zweier Elvis-Konzertfilme aus den 70ern zu graben. Und siehe da: Sie förderten 69 Kisten zutage! Fast 60 Stunden Filmmaterial. Dazu fanden sich unveröffentlichte Super 8-Filme in den Graceland-Archiven. Wertvoller als Gold für Elvis-Fans - und einen Musik-Maniac wie Luhrmann, der damit umzugehen weiß”, schreibt Walli Müller von NDR Kultur: "EPiC: Elvis Presley in Concert" ist so mitreißend, dass es fast zur Qual wird, im Kinosessel festsitzen zu müssen. Man möchte mitrocken- und tanzen bei diesem optischen und musikalischen Feuerwerk. Ein Fest, nicht nur für Fans!" Einlas 17 Uhr, Beginn 18 Uhr. 

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach. Nicht barrierefrei

Montag 23. März: „Spielfeld der Herrenmenschen - Kolonialismus und Rassismus“ - Vortrag & Diskussion im Eintracht Museum

(Daniela)
Ach wie schade, da wäre ich zu gerne hin. Spannendes Thema!

Affenlaute und Angriffe: Noch immer wird der Fußball von offenem Rassismus überschattet. Doch seltener sprechen wir über die weniger sichtbare Ausgrenzung: Viele Menschen glauben, dass schwarze und weiße Spieler unterschiedliche Veranlagungen haben. Schwarze Menschen gelten etwa als kraftvolle Athleten, aber als Trainer oder Vorstände erhalten sie kaum Chancen. Diese rassistischen Denkmuster halten sich seit dem Kolonialismus in der Gesellschaft. Und sie spielen auch in der Sprache der Sportmedien oder in der Talentförderung eine Rolle. Wie kann der Fußball zur Aufklärung gegen Rassismus beitragen? Und was können Vereine leisten, damit die Diversität auch in den Führungsetagen des Sports wächst?

Ronny Blaschke, 44, ist als Buchautor und Journalist auf politische Themen im Sport spezialisiert, er arbeitet unter anderem für den Deutschlandfunk, die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. Mit „Spielfeld der Herrenmenschen - Kolonialismus und Rassismus“, seinem sechsten Buch, möchte er eine Debatte anstoßen. Das Buch wurde von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur als „Fußballbuch des Jahres 2024“ ausgezeichnet. Am Montag, den 23. März spricht er im Eintracht Frankfurt Museum zu seinem Buch und dem Themenfeld des Rassismus im Fußball.

  • Start: Montag, 23. März 2026, 19.30 Uhr.
  • Eintritt: 6 Euro, 4 Euro ermäßigt. Mitglieder des Fördervereins Eintracht Frankfurt Museum haben freien Eintritt. Um Anmeldung unter museum(at)eintrachtfrankfurt.de wird gebeten..
  • Ort: Eintracht Frankfurt Museum im Stadion (Deutsche Bank Park), barrierefrei

Montag, 23. März: Clueso

(Uwe)

Clueso geht 2026 mit seiner spektakulären „DEJA-VU TOUR“ auf große Arena-Tournee und bringt seine Hits in die größten Hallen Deutschlands. Mit 20 Jahren Bühnenerfahrung verbindet Clueso auf einzigartige Weise Pop, Hip-Hop und Singer-Songwriter-Elemente. Bei der „DEJA-VU TOUR“ dürfen sich Fans nicht nur auf seine größten Hits wie „Chicago“ oder „Flugmodus“ freuen, sondern auch auf brandneue Songs und jede Menge Live-Highlights. Mein Lieblingslied von ihm ist Gewinner und ich möchte Euch hier empfehlen, auf YouTube anzuschauen, wie er „Weil ich dich liebe“ von Westernhagen bei TV Noir spielt. 

Festhalle Frankfurt / Beginn: 20:00 Uhr
Foto: Cristoph Köstlin

Montag, 23. März: Max Prosa

(Uwe)

Die große Frage ist: Wurde der Singer-Songwriter Max Prosa mit diesem treffenden Nachnamen geboren? Nein, bürgerlich heißt er Max Podeschwig, aufgewachsen ist er in Berlin. Nach einer langen Phase von kleinen Besetzungen soll es nun eben auch wieder mit Band auf Tour gehen. Neben Magnus Bang Olsen sind noch Leonie Geißler und Ben Anderson dabei. „Die mitreißende Kraft einer Band habe ich in den letzten Jahren sehr vermisst“, sagt Prosa.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Sandra Ludewig

Mittwoch, 25. März: YÜZYÜZEYKEN KONUŞURUZ

(Andrea)

Türkisch ist schon ein Rollercoaster manchmal. Wenn ich den Namen des Künstlers ganz langsam lese, klappt es: YÜZYÜZEYKEN KONUŞURUZ. Er ist heute mit seiner Band in der Batschkapp und weil er sich ohnehin in meiner Playlist tummelt, gehe ich hin. Freue mich total auf den Abend und werde ganz sicher mit großer Sehnsucht nach meiner Liebslingsstadt am Bosporus nach Hause gehen. Solange Ekrem İmamoğlu im Knast sitzt, wollte ich eigentlich nicht hin. Aber das hieße sehr, sehr viele Jahre warten. Görelim. Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr 

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Mittwoch, 25. März: Of/ Komische Nacht

(Andrea)

Die Komische Nacht, eines der erfolgreichsten Live-Comedy-Formate in Deutschland. Kai Schmidt veranstaltet sie seit über 10 Jahren in Offenbach und das sehr erfolgreich. Die Komische Nacht bietet einen bunten und aufregenden Querschnitt durch die aktuelle Comedyszene in Deutschland. In jedem Spielort treten an einem Abend bis zu 5 Comedians jeweils ca. 20 Minuten auf. Das Beste: Bei der Komischen Nacht müsst nicht ihr von Lokal zu Lokal wandern, um verschiedene Comedians sehen zu können. Ihr braucht euch lediglich eine Eintrittskarte für euer Lieblingslokal holen und bekommt von uns mehrere Künstler:innen „serviert“. Bei der Komischen Nacht sind es nämlich die Comedians, die zwischen den Spielorten umherziehen. Runter von der einen Bühne, rauf auf die nächste. Das ist sowohl für die Künstler:innen als auch für das Publikum ein wahrhaftiger Comedy-Marathon. Comedians: Roberto Capitoni, Anne Kraft, Hendrik Brehmer, Bademeister Schaluppke, Freddy Ekué. https://www.komische-nacht.de/events/15587

Verschiedene Locations, Offenbach

Mittwoch 25. März: „Qanunkönigin“ Eleanna Pitsikaki live in concert

(Daniela)

Schade, dass wir nicht da sind. Auf dieses Konzert wäre ich gerne gegangen:
AROMA, das Debut-Album der als „Qanunkönigin“ titulierten Musikerin Eleanna Pitsikaki ist mehr als eine Hommage an die Fusion von Jazz, mediterranen Klängen und experimenteller Freiheit. AROMA ist eingeschlagen wie der Blitz. Als erstes erhielt Eleanna Pitsikaki den SILVER AWARD der GLOBAL MUSIC AWARDS und eine Nominierung für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Auf dem internationalen Markt wird sie als die Neuentdeckung des Jazz in Deutschland gehandelt. 
Eleanna Pitsikaki entdeckte schon früh ihre Leidenschaft für den Qanun, die sie seither lebt, atmet und mit der sie forscht und komponiert. Sie hat sich als eine außergewöhnliche Musikerin etabliert, die in atemberaubendem Tempo durch die Hochschulen eilt, selbst an der Musikhochschule Mainz unterrichtet hat und nun dort promoviert. 
Mit ihrem Quintett reißen ihre Konzerte das Publikum mit. Zusammen mit dem Qanun bauen sie als „junge Talentschmiede“ Brücken zwischen den Jazz-Kulturen. Eleanna Pitsikaki’s Band besteht aus dem Bassisten Alisa Pou Montz, dem Key-Pianisten und Preisträger von „Jugend jazzt“ Baden-Württemberg Lukas Ebner, dem Preisträger für Solo Schlagzeug von“Jugend jazzt“ Hessen, Samuel Wahlandt und dem Kaval-Spieler und Preisträger des renommierten „Pesenna Duga nad Kutev“ Award und Stipendiat der Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz Vladimir Dindiryakov. Ihre Kompositionen und Arrangements hat Eleanna Pitsikaki vom Qanun ihrer handverlesenen Band auf das
Instrument geschrieben. Am 25.März konzertiert Eleanna Pitsikaki mit Band im Internationalen Theater Frankfurt.

25. März 2026, 19.00 Uhr
Internationales Theater Frankfurt
Hanauer Landstraße 5
60314 Frankfurt am Main
www.internationales-theater.de/programm-ticketkauf/eleanna-pitsikaki-aroma-release-concert

Mittwoch, 25. März: WORTMELDUNGEN im Crespo Open Space Wohnen, Gemeinschaft, Identität: „Sperrgut“

(Daniela)

Das legendäre Lusthansa ist eine Wohnstatt im steten Werden. Einst Zufluchtsort für Frauen ohne Zuhause, wird es zum Mehrgenerationenhaus, in dem Herkunft, Alter und Geschlecht fluide sind, sich Beziehungen, Träume und Sein verstricken und immer wieder neu zusammensetzen. Doch dann gerät das Lusthansa in die Fänge der Stadt, und ein zehrender Überlebenskampf beginnt. Sophia Merwald spricht mit Malu Schrader über ihr mitreißendes Romandebüt „Sperrgut“, das auf ganz eigene Weise in einer lyrisch-verspielten Sprache und mit akribischer Genauigkeit Fragen von Identität, Gemeinschaft und Wohnen verhandelt.

Sophia Merwald, geboren 1998, studierte Journalistik sowie Film- und Medienkultur-Forschung und arbeitet als freie Journalistin. »Sperrgut« ist ihr erster Roman, für den sie bereits vor Erscheinen mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde, u.a. dem Alfred-Döblin-Preis. Sie lebt und arbeitet in München.

WORTMELDUNGEN im Crespo Open Space / Wohnen, Gemeinschaft, Identität: „Sperrgut“
Lesung & Gespräch mit Sophia Merwald, Moderation: Malu Schrader
Veranstaltungsort: Open Space im Crespo Haus, Weißfrauenstr. 1-3, 60311 Frankfurt 
Eintritt frei, Beginn: 19:30 Uhr
© Jakob Kielgaß

Mittwoch, 25. März: Danju

(Andrea)

Danju stand vor dem Berg aus Asche und verkohlten Holzbalken. Es roch immer noch so, als hätte gerade jemand ein Feuer gemacht. Der nasskalte Wind peitsche ihm ins Gesicht. Ein Mix aus Regen und Schnee. Die eiskalten Tropfen fühlten sich wie Nadelstiche in seinem Gesicht an. Er konnte nicht glauben, was er sah. Er war wie paralysiert. Das musste ein Witz sein. An der Stelle, wo gestern noch sein Studio stand, war nur noch verbrannte Asche. Er machte einen Schritt ganz nah ran und unter seinen Converse knirschte und quiekte es. Tausend Gedanken rasten ihm durch den Kopf und kamen wieder zum Erliegen. Der Schneefall wurde stärker und legte ein winzige, weiße Schicht auf das schwarze Holz und verlieh dem Ganzen noch einen übernatürlichen Glanz. An den Stellen, an denen sie liegen blieben, glitzerten die Schneeflocken wie Kristalle auf der schwarzen Asche. Danju lächelte und schaute auf das Foto, das ein Feuerwehrmann von dem brennenden Studio gemacht hatte. And the rest is history.  „Stoned ohne Grund“ das Kultalbum kommt 10 Jahre später wieder auf die Bühnen Deutschlands. Mit dabei alte Weggefährten und jede Menge neue Energie. Sogar Yung Win scheint aus den Weiten des Universums zurück gekehrt zu sein, um sich dieses Spektakel nicht entgehen zu lassen. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Donnerstag, 26. März: Havington

(Uwe)

Die Indie-Pop-Band Havington bringt mit ihrer Musik Sonne in jeden Raum. Verspielte Gitarrenmelodien, analoge Synthie-Sounds, pulsierende Beats und charakteristische Zweistimmigkeit machen gute Laune und Lust zum Tanzen und Träumen. 

Elemente des Indie-Pops verschmelzen mit Folk und Elektro zu einem Sound, der nach Leichtigkeit klingt, ohne dabei an Tiefe zu verlieren – der perfekte Soundtrack für einen unbeschwerten Sommerabend, der dazu einlädt, sich fallen zu lassen und den Moment zu genießen.

Ponyhof / F., Klappergasse / Einlass: 19 Uhr
Foto: maxhartmannphoto

Donnerstag, 26. März: JEWS UNDERCOVER. Eine szenisch-musikalische Lesung

(Uwe)

Stéphane Bittoun lädt ein zu einer Reise durch Filme, Romane und Kurzgeschichten. Er hat Zeitungsarchive, die Bibel und intime Tagebücher in Israel durchforstet und macht auch vor seiner eigenen Familiengeschichte nicht Halt. Ob aus Anpassung, als Agent in geheimer Mission oder um Verfolgung und Tod zu entgehen, Undercover ist ein Überlebensprinzip. Der Abend führt von schreiend komischen Geschichten moderner israelischer Autoren wie Etgar Keret über Erzählungen von Über-Assimilation der europäischen Juden oder den wechselnden Heimaten arabischer Juden bis hin zu kuriosen Anekdoten über verdeckte Operationen des israelischen Geheimdienstes. Und auch das klandestine Doppelleben der Straßenkatzen in Tel Aviv wird an diesem Abend gelüftet … 

Die Reise führt durch eine Vielzahl jüdischer Kulturen, über Kontinente hinweg und durch die Zeit: von Lublin über Alexandria nach Brooklyn bis in die Karibik. Und egal wieviel Seemannsgarn in die Erzählungen hineingesponnen zu sein scheint, jede der Geschichten birgt immer auch einen Funken Wahrheit … Bittoun verschneidet Lesung, Film, Schauspiel und Humor - und spielt, wie schon in der legendären Großstadtlesung „Taxi Driver“, in nicht ganz gewöhnlicher musikalischer Besetzung mit dem Kontrabassisten Gregor Praml, der ihn auch in JEWS UNDERCOVER wieder kongenial mit eigenen Soundscapes begleitet.

Idee, Regie, Film und Lesung: Stéphane Bittoun. Musik: Gregor Praml. Special Appearance: Rabbiner Avichai Apel. Kamera: Alex Duesterberg. Animation: Gina Dawidowicz. Schnitt Ilana Goldschmidt.

Romanfabrik / Hanauer Landstr. / 19:30 Uhr
Foto: To Kuehne & Gerard Bittoun

Donnerstag, 26. März: Of/ Vairbabbelt mit Evren Gezer

(Andrea)

Heute Abend will ich unbedingt zum Live Talk des Vair e.V. mit Evren Gezer über Herkunft, Medienwandel und die Frage Wie sich Medien verändern. Zwischen Radio, TV, Bühne und Social Media. Beim Live-Talk-Format VAIRBABBELT erzählt die Radiomoderatorin bei Hit Radio FFH, TV-Moderatorin und gefragte Eventmoderatorin, wie eine öffentliche Stimme entsteht. Und was es bedeutet, in einer sich wandelnden Medienwelt präsent zu sein? Der Abend: Teil I – Herkunft & Identität Ihr persönlicher Weg von Offenbach in die Medienwelt.
Teil II – Medien im Wandel, Zwischen Radio, TV, Spotify und Social Media diskutieren wir, wie sich unsere Hörgewohnheiten verändern – und was das für unsere Öffentlichkeit bedeutet.
VAIRBABBELT lebt vom Dialog: Das Publikum ist ausdrücklich eingeladen, mitzudiskutieren und eigene Fragen einzubringeEin persönlicher und zugleich gesellschaftlich relevanter Abend – offen, nahbar und auf Ticketlink: Evren Gezer: Moderatorin bei HIT RADIO FFHll Foto: Vero Bielinski, Einlass 18:00 - Start 18:30 Uhr

AXA Versicherung Offenbach, Berliner Str. 300, Offenbach

Donnerstag, 26. – Samstag, 28. März: Carnoid

(Martin)

Fabrice Mazliah - Tanz 

In „Carnoid“ begegnen sich menschliche und technische Körper und erforschen, in welchem Verhältnis sie zueinanderstehen. Mit dieser neuen Arbeit interessiert sich der Choreograf Fabrice Mazliah für die posthumane Durchdringung organischer und technischer Körper und lädt die Performer*innen Ophelia Young, Oleg Stepanov, Jan Chris Pollert dazu ein, sich die Bühne mit einem Auto zu teilen. Zwischen Verschmelzung und Widerstand nimmt das Trio das von Menschenhand erschaffene Ursymbol technischen Fortschritts auseinander und erprobt mögliche Umgangsformen mit diesem unauslöschlichen Relikt unserer Moderne. Aus der Begegnung zwischen Mensch und Maschine entsteht ein fragiles Zusammenspiel aus Nähe und Verwundbarkeit, in dem Kollision und Koexistenz sich näherkommen.

Tanz im Künstler*innenhaus Mousonturm um jeweils 20.00 Uhr
Foto: © Joerg Baumann

V O R S C H A U

Freitag 27. März - Sonntag 29. März: BIG OTHER - Wir verstehen uns total!

(Daniela)

Ich habe das letzte Stück von Simon bereits verpasst. Das hat er in einem Café in Bocknheim aufgeführt und alle die da waren,waren begeistert. Jetzt ist er mit einer neuen Produktion im Theater Landungsbrücken und ich gehe am Sonntag hin. Wer geht mit? 

Über das Stück:
Deutschland im Jahr 2000. Die neue Reality-Show Big Brother bricht alle Einschaltquoten, legt zeitweise das junge Internet lahm – und versetzt das Land in einen kollektiven Ausnahmezustand. Parteien, Kirchen und Medieninstitute fordern ein sofortiges Ende des „menschenverachtenden Experiments“, andere feiern die vermeintliche Demokratisierung des Fernsehens: Jetzt darf jede*r rein. Jetzt schaut ganz Deutschland zu.

Hundert Tage lang leben fremde Menschen gemeinsam in einem überwachten Container auf einem asphaltierten Feld bei Köln. Was als mediales Experiment beginnt, wird schnell zum gesellschaftlichen Brennglas: Die Bewohner*innen werden zu Projektionsflächen, ihre Konflikte zu nationalen Debatten. Während männliche Kandidaten wie Slatko und Jürgen gefeiert werden, entlädt sich der Hass gegen einzelne Frauen im Haus. In Sprechchören, Schlagzeilen und Talkshows entblößt sich ein Land – seine Sehnsüchte, seine Ressentiments, seine Vorstellungen von Gemeinschaft.

Mit BIG OTHER – Wir verstehen uns total bringt das europäische Performancekollektiv BOYS* IN SYNC die erste Staffel von Big Brother zurück auf die Bühne. Aus dem popkulturellen Phänomen wird ein theatraler Erfahrungsraum: über uns, damals wie heute. Über Geschlechterrollen und Solidarität. Und über die Frage, was uns verbindet, wenn wir uns wirklich aushalten müssen.

Über Boys* in Sync
BOYS* IN SYNC ist ein transdisziplinäres Performancekollektiv mit Mitgliedern aus Deutschland, Norwegen, Schweden und Dänemark. Die Gruppe wurde 2019 gegründet und untersucht seitdem das Phänomen der Synchronizität in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Kontexten. Ihre Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen queerer Körperpraxis, Popästhetik und dokumentarischer Performance.

Weitere Informationen unter www.boysinsync.com

Konzept: BOYS* IN SYNC; Regie: Simon David Zeller; Mit: Livia Hiselius und Gregers Hansen; Dramaturgie: Chiara Marcassa; Technik und Sounddesign: Frithjof Gawenda
PREMIERE am 27.03.2026, 20:00 Uhr
Weitere Aufführungen am 28.03.2026, 20:00 Uhr, 29.03.2026, 20:00 Uhr

Freitag, 27. März - Sonntag, 06. September: Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni

(Petra)

Wie kann eine technologisierte Gesellschaft auf Fürsorge und Teilhabe statt auf Konkurrenz bauen? – diese Frage steht im Zentrum des Multispezies Members Club im Rahmen der World Design Capital 2026. Die Ausstellung entwirft ein zukunftsweisendes Modell des Zusammenlebens, in dem Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen gleichberechtigt agieren. Besucher*innen sind eingeladen, Fürsorge, Kooperation und Teilhabe nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben, und zu reflektieren, wie Technologie Kommunikation zwischen unterschiedlichen Spezies ermöglichen kann. Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich, dass Technik nicht neutral ist: Sie verbraucht Ressourcen, kann bestehende Machtverhältnisse verstärken und stößt dort an Grenzen, wo natürliche Systeme zu komplex sind, um sie vollständig zu steuern. Die Highlights der Ausstellung sind interaktiv und vielseitig: Andreas Greiners neu entstandene Installation Garden Protocol verbindet Pflanzen auf dem Balkon, 1 Menschen und technische Systeme über Wasser als gemeinsame Ressource und fungiert als lebendiges Versuchsfeld für neue Formen des Zusammenwirkens von Natur und Technologie. Greiner agiert dabei sowohl als Künstler als auch als Kurator der Ausstellung, gemeinsam mit Ina Neddermeyer und Susanne Wartenberg. Im Multispezies Café knüpft er an die Tradition des Salons an und bringt aktuelle Diskurse über Künstliche Intelligenz in den Raum, während im Klangkunstwerk Conspiracy Theory (2023) drei KI-Systeme – Grok, DeepSeek und Mistral – in einen Trialog treten und globale Machtverhältnisse sowie politische und gesellschaftliche Modelle reflektieren. Weitere künstlerische Positionen hinterfragen die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Technologie auf vielfältige Weise. Aktivistisch und interaktiv ist Tree and Rockets Truth Gate (2026), das Besucher*innen über umgebaute Arcade-Spielautomaten in die Analyse und Korrektur von Online-Inhalten einbindet. Auch der Museumsgarten wird Teil des Multispezies-Clubs: Mit der Klanginstallation What do birds tweet about? (2025, Neukonzeption 2026, Baltic Raw Org) werden Vogelstimmen in kurze Textfragmente übersetzt und als eigenständige, nichtmenschliche Stimme erfahrbar. Beiträge von Künstler*innen – darunter auch Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der HfG Offenbach, die im Rahmen eines Open Calls ausgewählt wurden – eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Künstliche Intelligenz, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung. Wissenschaftler:innen der Goethe Universität Frankfurt ergänzen das Programm mit Perspektiven aus der KI Forschung, Bioinformatik, Kunstpädagogik, Anthropologie sowie Erziehungs-, Kultur- und Literaturwissenschaften. Die Ausstellung verbindet Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit und lädt dazu ein, über ein mehr-als-menschliches Zusammenleben nachzudenken sowie die Möglichkeiten und Grenzen algorithmischer Prozesse kritisch zu reflektieren.

Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni, beteiligte Künstler*innen und Wissenschaftler*innen: allapopp, Baltic Raw Org (Móka Farkas & Berndt Jasper), Literaturwissenschaftler Roland Borgards, Erziehungswissenschaftlerin Juliane Engel, Anthropologe Steven Gonzalez Monserrate, Kulturantropologin Katharina Graf, Andreas Greiner, Dženeta Hodžić, David Kuhn & Markus Rauchecker, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Anne Duk Hee Jordan, Laleh Khabbazy Oskouei & Farhang Rafiee, Nadine Kolodziey, Kunstpädagogin Verena Kuni, Biophysikerin Franziska Matthäus, Xenia Snow, terra0 (Paul Kolling & Paul Seidler), Tree and Rocket, Medienpädagoge Dan Verständig, ZK/U Proxylab, Vernissage: 18 Uhr (Eintritt frei), mit Grußworten aus Kultur und Wissenschaft sowie dazu ab 20 Uhr live Beats von den Frankfurter DJs JUCI VISION, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, Eintritt: 7 (5) Euro, weitere Infos gibt's hier 

 

Freitag, 27. März: dEUS

(Andrea)

Die belgische Indie-Szene, da sind sich die Fachleute einig, gilt als die kreativste sowie progressivste in ganz Europa – und dEUS sind ihre kommerzielle und künstlerische Speerspitze. Was auch sonst, denn dEUS sind ein Dokumentarfilmer, ein Maler und Bildhauer, ein Modeschöpfer und ein Violinist. dEUS gründeten sich 1989 in Antwerpen und gelten mit einer Diskografie von bisher acht Alben als vielleicht einflussreichste Rockband Belgiens. 2026 kehren sie auf ihrer Tour Worst Case Versus In A Bar zurück zu jenen beiden Alben, die ihre Karriere maßgeblich prägten. Nicht zwangsläufig von Anfang bis Ende gespielt, verspricht die Tour alle Hits der Platten sowie Tracks, die noch nie zuvor live gespielt wurden. In einem modernen Licht präsentiert, bieten dEUS mehr als nur eine nostalgische Reise in die Neunziger. Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr. 

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Freitag, 27. März: Das Pack

(Andrea)

Sie schreddern Gitarrenriffs, schütteln den Punk durch den Metalwolf und verpacken das alles mit einem Augenzwinkern: Das Pack feiert im Jahr 2026 sein 20-jähriges Bandbestehen – und das mit einem Knall! Was 2006 als kreative Schnapsidee in den Hamburger Hinterhöfen begann, ist heute eine feste Größe der deutschsprachigen Rock- und Festivalwelt. Von kleinen Clubs bis hin zu Wacken, von Kellerpunk bis zum ironisch gebrochenen Stadionmoment – Das Pack hat sich nie in Schubladen zwängen lassen. Die Band rund um Frontmann Pensen Paletti bekannt von den Monsters of Liedermaching) hat sich über die Jahre eine treue Fangemeinde erspielt und bleibt sich bis heute treu: laut, liebevoll, losgelöst. Musikalisch bewegen sich Das Pack zwischen Metal, Punkrock, Rock und Pop, kombiniert mit ironisch-klugen Texten und energetischer Bühnenpräsenz. Ihre Diskografie umfasst bislang fünf Studioalben, zuletzt das gefeierte Werk „Die Kernseife der Medaille“ (2022). Ob Gesellschaftssatire, Wortwitz oder eine Hommage an schlechtes Essverhalten – Das Pack singt über das Leben in all seinen skurrilen Facetten. Dabei bleibt der Ton oft humorvoll, aber immer mit Haltung. Live liefern sie ein Konzerterlebnis, das irgendwo zwischen Abrissbirne und Gruppenumarmung liegt. Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Freitag, 27. März: FÄZZ am Freitag 11.0 feat. Bodek Janke

(Uwe)

Das Frankfurter Jazzkollektiv FÄZZ trifft auf den international gefragten Drummer und Perkussionisten Bodek Janke, eine der prägenden Stimmen der heutigen Jazz- und World-Music-Szene. Jankes einzigartiger Stil an Schlagzeug, indischer Tabla und vielfältigen Perkussionsinstrumenten führte ihn zu Zusammenarbeiten mit Künstlern wie Yo-Yo Ma, Lars Danielsson, Bill Evans sowie der NDR-, WDR- oder HR-Bigband. Als „Master of many dialects“ (John Riley) wirkte er auf über 200 Alben mit und veröffentlichte zehn eigene Produktionen. Gemeinsam mit FÄZZ entsteht ein intensiver musikalischer Dialog voller Groove, Offenheit und improvisatorischer Energie.

Romanfabrik / Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Bodek Janke

Samstag 28. März: Der Westbalkan im Wartezimmer der EU Buchvorstellung & Diskussion. Im Anschluss Party

(Daniela)

Was bedeutet es, im „Wartezimmer der EU“ zu sitzen? Und warum kommt der Beitrittsprozess der Staaten des Westbalkans seit Jahren nur schleppend voran? Diese Veranstaltung widmet sich den politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Perspektiven der Region und den Gründen für die anhaltenden Verzögerungen auf dem Weg in die Europäische Union.

Im Zentrum steht ein moderiertes Gespräch mit den Autorinnen des Buches Der Westbalkan im Wartezimmer der EU: Krsto Lazarević, Franziska Tschinderle und Danijel Majić. Krsto Lazarević und Danijel Majić sind Hosts des Podcasts „Neues vom Balla-balla-Balkan“

Weitere Gesprächspartnerinnen sind angefragt. Die Moderation übernimmt Anđelka Križanović, die sich seit vielen Jahren mit politischen Entwicklungen und Transformationsprozessen im Westbalkan beschäftigt.

Ausgehend von den Analysen und Reportagen des Buches werden unter anderem folgende Fragen diskutiert: Welche Staaten befinden sich derzeit im EU-Beitrittsprozess? Welche Erwartungen und Hoffnungen sind mit einer Mitgliedschaft verbunden? Und welche politischen, strukturellen und geopolitischen Faktoren verzögern den Beitritt?
Das Buch beleuchtet die Situation von sechs Staaten – Nordmazedonien, Serbien, Kosovo, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Albanien –, die offiziell eine Mitgliedschaft anstreben, sich jedoch weiterhin in einem langwierigen und unsicheren Prozess befinden. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, fundierte Einblicke in die aktuelle Lage der Region zu gewinnen und mit den Autor*innen ins Gespräch zu kommen.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch mit den Autor*innen bei einer musikalischen Untermalung.
Offenes Haus der Kulturen in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V.

Samstag, 28. März 2026, 19:00 Uhr, Cafe KoZ, Mertonstrasse 26, Frankfurt

Samstag, 28. März: Ecstatic Dance: Frühlingserwachen / Ostara mit DJ ToR

(Uwe)

Tanzen setzt Glückshormone frei – umso mehr, je intensiver man sich auf die Musik einlässt: Die Augen schließen und Eins werden mit dem Beat! Das ist das Prinzip von Ecstatic Dance. Hier kommt der Rausch über die Bewegung, hier schaut niemand nach Pose oder Choreo, hier geht es um Körpergefühl statt Styling! Ecstatic Dance verbindet Club Vibes mit achtsamer Atmosphäre – er ist eine Einladung, sich frei zu bewegen und mit anderen in den Groove zu kommen. Der musikalische Reiseleiter für dieses Erlebnis ist ToR aus Spanien, ein leidenschaftlicher Ecstatic Dance DJ und Klang Alchemist, der in seiner Heimat Ecstatic Dance Malaga ausrichtet und organisiert. 

Centralstation / DA, Im Carree / 19 Uhr
Foto: Homepage Centralstation

Freitag, 27. März: Of/ Amrum

(Andrea) 

Fatih Akim gehört ganz klar zu meinen absoluten Lieblingsregisseuren und wenn ich mir aussuchen könnte, mit welchem Promi ich gerne mal einen Abend verbringen könnte, wäre er meine erste Wahl. Mit “Amrum” hat er die Geschichte seines Mentors Hark Bohms verfilmt, beide verband eine tiefe Freundschaft und wenn bei dem Abend noch leckeres Essen gereicht wird, möchte ich “Amrum” natürlich sehen. "Seehundjagd, Fischen bei Nacht, Schuften auf dem Acker, nichts ist zu gefährlich oder zu mühsam für den 12-jährigen Nanning, um seiner Mutter in den letzten Kriegstagen zu helfen, die Familie zu ernähren. Mit dem ersehnten Frieden entstehen allerdings völlig neue Konflikte und Stimmungen. Nanning muss lernen, seinen eigenen Weg zu finden – und seiner Mutter ein Honigbrot zu bringen. Diese schier unlösbare Aufgabe verlangt ihm alles ab …
Dieser Kurztrip an die Nordsee ist beklemmend und befreiend zugleich … dabei tief und rau, ruhig und rätselhaft …wie das Meer selbst. 
Wir servieren hierzu gebratenen Zander in Nussbutter (ja, keine Scholle – der Koch hat entschieden) mit norddeutschem Kartoffelsalat (Blumenkohl-Steaks für die Vegetarier) und ein Friesentörtchen als Dessert. Als Amuse-Gueule muss es hierbei zwingend ein Stück Brot mit guter Butter und allerbestem Honig geben – eine süße Hommage an diesen wunderbaren Film, der traumhaft fotografiert, behutsam inszeniert und mit Laura Tonke (mal wieder) herausragend besetzt wurde. In Erinnerung an den großartigen Hark Bohm (1939-2025), dessen Kindheitserinnerungen auf seinen Wunsch hin von Freund und Ziehsohn Fatih Akin in „Amrum“ meisterhaft verfilmt wurden." Alle Infos & Karten gibt es wie immer unter  www.kinokulinarisch.de 

Alte Schlosserei der EVO, Andréstraße 71, Offenbach
 

Samstag, 28. März: Of/ Amrum

(Andrea)

Schon wieder Amrum? Tatsächlich weder ein Schreib- noch ein Lesefehler, sondern eine tolle Gelegenheit für alle, die gestern keine Zeit hatten, diesen wunderbaren Film zu sehen. Allerdings ohne Kulinarik, dafür aber im außergewöhnlichen Ambiete des Ladenkinos. Es gibt natürlich Weinchen und Snacks. Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr 

artefakt, Berliner Straße 43-47, Offenbach

Samstag, 28. März:OF/ 60 Jahre The Beatles Rubber Soul

(Andrea)

Beatlemania in Offenbach, Volker Rebell schreibt: "Man kann von einem kleinen Wunder sprechen: der in regelmäßigen Abständen immer wiederkehrenden „Beatlemania“ in Offenbach. Die erstaunliche Begeisterung für die Musik der Beatles ist und bleibt ein Phänomen.
Beatles-Fans aus ganz Hessen und darüber hinaus, von Hofgeismar bis Heidelberg, von Fulda bis Fritzlar, strömen erneut nach Offenbach in die Rebell(i)sche Studiobühne, weil dort an vier Konzertabenden ein weiteres Album der Beatles gefeiert, live gespielt und kommentiert wird. 
Nach den erfolgreich präsentierten fünf Vorläuferalben steht nun das erste Artpop-Album der Popgeschichte auf dem Programm: „Rubber Soul“. Das Jubiläumskonzert „60 Jahre The Beatles Rubber Soul“ bietet zum Mitsingen alle Songs des Albums, live gespielt von der Radio-Rebell-Band und kommentiert mit launigen Hintergrundgeschichten im Stile einer Live-Radiosendung von mir.
 Die drei ersten drei Konzerttermine am 20., 21. und 27. März sind ausverkauft. Doch am Samstag 28. März gibt es zur vierten und letzten Aufführung noch einige freie Plätze. Wer sich die tollen Songs des Albums „Rubber Soul“ nicht entgehen lassen will und noch keine Tickets reserviert hat, sollte die letzte Chance am 28. März nutzen.
Mehr…: https://radio-rebell.de/termin/jubilaeumskonzert-60-jahre-the-beatles-rubber-soul-konzert-nr-4/

Rebell(i)sche Studiobühne & Galerie + Radio-Rebell Biebererstr. 145A, Hinterhaus, Offenbach

Dienstag, 31. März: Of/ Blue Pills und DeWolff

(Andrea)

Die Promotexte lesen sich, wie sich Promotexte eben lesen. Ich empfehle: Reinhören! Kannte beide Namen nicht und war dann vor allem von DeWolff sehr angetan. Klar, dass ich mir den Abend nicht entgehen lasse: Blues Pills:Bekannt für ihre elektrisierenden und zutiefst bewegenden Live-Auftritte haben sich dieschwedisch-amerikanischen Blues Pills den Ruf erarbeitet, eine der explosivsten Live-Bands des modernen Rock zu sein. Dies ist keine Band, die man einfach nur hört – manerlebt sie. Jede Show ist ein Hochspannungs-Feuerwerk aus rohen Emotionen, musikalischer Klasse und unaufhaltsamer Energie, das das Publikum atemlos zurücklässt. DeWolff: Ein junges Hammond-Gitarre-Schlagzeug-Trio aus den Niederlanden, das eine explosive Mischung aus elektrisierendem Southern Bluesrock mit einem Hauch von Soul und Psychedelic spielt. Sie sind einige der energiegeladensten, roadtauglichsten und virtuosesten Musiker, die es gibt – und spielen schon ihr halbes Leben lang zusammen. Obwohl sie bereits seit mehr als einem Jahrzehnt für Furore sorgen, stehen diese Jungs erst am Anfang ihrer Karriere …Die "Double Bill Tour" verspricht ein einzigartiges Konzerterlebnis mit zwei vollwertigen Sets. Keine Vorband, keine Kompromisse. Wer auf handgemachte Musik, analoge Sounds und leidenschaftliche Performances steht, sollte sich dieses Paket nicht entgehen lassen." Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Mittwoch, 01. April: Nathan Evans und SAINT PHNX

(Uwe)

Im Frühjahr bringen Nathan Evans und SAINT PHNX ihren schottischen Mix aus Folk, Rock und Pop live nach Deutschland. Spätestens seit seinem Hit „Wellerman“ ist Nathan Evans weltweit bekannt. Mit seinem Album „1994“ zeigte er eine persönliche Seite – und genau diese Leidenschaft teilt er nun mit SAINT PHNX auf der Bühne. Die Songs verbinden traditionelle Folk-Elemente mit moderner Rock-Produktion und eingängigen Pop-Melodien – gemacht, um gemeinsam gesungen zu werden. 

Zoom / F, Carl-Benz-Str. / Beginn: 20 Uhr
Foto: xxx

Donnerstag 02. April: BURLESQUE VARIETÉ - VAUDEVILLE VARIETY REVUE ON TOUR

(Daniela)

Eine BURLESQUE VARIETÉ Show am Gründonnerstag… das geht nur in der VOLKSBÜHNE :-)

Seit 2014 produziert Sheila Wolf fast immer vor ausverkaufter Kulisse und in den besten Theatern Deutschlands die in der Cabaret und Burlesqueszene bekannte Vaudeville Variety Burlesque Revue. In mittlerweile über 20 Ausgaben durften die Gäste sich auf das Beste vom Besten der Burlesque Szene gemixt mit einzigartiger Akrobatik, Magie, Travestie, Comedy und wunderbaren Live Stimmen freuen. Das Konzept bleibt glamourös und zelebriert Glitzer, Lebensfreude und Vielfalt. Kabarettkultur der Goldenen 20er Jahre wird modern interpretiert und lebendig, laut, verführerisch und manchmal auch skurril dargeboten – eine Hommage an die berühmten Haller Revuen aus Berlin und eine Liebeserklärung an die Vielfalt der Welt. Seit 2025 geht die echte Berliner Schnauze mit dem Konzept auf TOUR und serviert nun endlich auch in Frankfurt  eine ordentliche Portion Staunen mit atemberaubenden akrobatischen Darbietungen, fantasievollen Burlesquekostümen und Livegesangsstimmen der Superlative. 

Mit einem siebenköpfigen internationalen Lineup der Extraklasse begrüßt die Vaudeville Variety Revue die erste Tour 2026 und lädt zu einer Extravaganza aus Glamour, Glitzer und Körperkunst ein. Mit gleich zwei TitelträgerInnen "Miss Exotic World" der Burlesque Hall of Fame" setzt die Revue einen Meilenstein im Burlesque in Deutschland.

Moderiert wird die Show in Deutsch von Sheila Wolf mit spitzer Berliner Zunge und gesanglich untermalt von Ivory Fox, eine in New York lebende Künstlerin und Entertainerin bekannt aus Marvelous Mrs Maisel. Sie ist eine international gefeierte Moderatorin und Sängerin mit einem ganz eigenen Gentleman Showgirl Stil. 

Trailer:https://www.youtube.com/c/SheilaWolfQueerlesque

INFORMATION: Geeignet für ein internationales Publikum ab 16 Jahren. Moderiert in Deutsch und Englisch.
Dauer: ca. 2 Std. zzgl. Pause; Tickets: ab € 54 unter https://www.ticketmaster.de/artist/sheila-wolf-tickets/957423
Weitere Infos: www.vaudeville-variety.com

2. April 2026 / 19:30 Uhr
Volksbühne im Großen Hirschgraben Frankfurt, Großer Hirschgraben 15, 60311 Frankfurt am Main

Donnerstag, 2. April: Alex im Westerland

(Andrea)

Mit nichtnachlassender Spielfreude sind Alex im Westerland unterwegs und machen das Nachtleben heute wieder zur großen Arena: Der Witz und der Charme von DIE ÄRZTE, die Energie und Spielfreude von DIE TOTEN HOSEN: diese Zutaten zu einer explosiven Rockshow zu kombinieren, das Beste aus zwei Welten vereinen: Auf dieser Mission befindet sich Alex Im Westerland! Die 4 Frankfurter rocken sich ganzjährig durch Clubs, Festivals, Stadtfeste, Kneipenfestivals und Privatpartys. Dabei konzentrieren sie sich auf die bekanntesten und grössten Hits aus den letzten 30 Jahren Bandgeschichte der beiden Punkrock-Urgesteine, Neuveröffentlichungen kommen natürlich auch immer wieder auch neu ins Programm. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Gründonnerstag, 02. – Ostersonntag, 05. April: JESUS D’Amour, GEST. / AUFERST. – DIE PASSION

(Martin)

Nach den Evangelien des Lukas, Markus, Matthäus und Johannes
Alle Jahre wieder… Auch zur Osterzeit! 
Schon im 21. Jahr wird diese Inszenierung gezeigt: Einmal sehen reicht nicht, weswegen manche Menschen sich schon vor Ort fürs nächste Jahr verabreden. Das lohnt sich – und weil das so ist, tun alle gut daran, rechtzeitig Karten zu reservieren! 

„Jesus in der Industriebasilika. Ob katholisch, evangelisch, orthodox oder kirchlich ungebunden – Jesus Christus, sein Leben, sein Leiden und Sterben fasziniert die Menschen aller Konfessionen bis heute ungebrochen. Seine Idee, den Menschen in den Mittelpunkt des Glaubens zu stellen, war schon vor mehr als 2000 Jahren revolutionär.Jesus – Prophet oder Politikum?  Die letzten Tage in Jerusalem. Als das Theater Willy Praml vor bald zwanzig Jahren damit begannen, das Leben Jesu auf textlicher Basis der vier Evangelien für das Theater in der denkmalgeschützten Naxoshalle, eine riesige dreischiffige Industriebasilika, nachzuzeichnen, konnten es nicht ahnen, dass damit eine Tradition begründet würde, die nun schon im 21. Jahr zu Weihnachten und Ostern das Publikum begeistert und berührt.“

Die Presse schrieb:
„Ein spannendes Experiment, das nicht Christ, nicht Heide sich entgehen lassen sollte.“Frankfurter Neue Presse 
„Selten wurde die Jesusgeschichte so frisch, frech und zugleich ernsthaft nacherzählt.“ Evangelische Sonntagszeitung

Segnung der Ostereier und Osterbrot im Anschluss an die Vorstellung am Karsamstag, 04. April ca. 22 Uhr durch Stefan Scholz! 

Gründonnerstag, 2. April um 19.30h, Karfreitag, 3. April um 18.00h, Karsamstag, 4. April um 19.30h und Ostersonntag, 5. April um 18.00h im Theater Willy Praml
Foto: © Peter Grün

Samstag, 04. April: Werther (weitere Termine, u.a. 09.04)

(Martin)

Mit der schwärmerischen und unglücklichen Geschichte über Werther und Charlotte erreichte Goethe die Herzen seiner Leser - und Jules Massenet tat es ihm mit seiner Vertonung des Briefromans gleich.  Das schrieb die FR anlässlich der Premiere bzw. Wiederaufnahme von Werther, dem ‚Lyrischen Drama in 4 Akten‘ von Jules Massenet an der Oper Frankfurt. Die Inszenierung kommt nun noch einmal für fünf Vorstellungen auf die Opernbühne! Ich kaufe als Premierenabonnent immer Programmhefte und habe entdeckt, dass ich diese Inszenierung im Dezember 2005 gesehen habe – tatsächlich erinnere ich mich sehr gut und positiv - insbesondere auch an den Sternenhimmel als Sehnsuchtsort und das grandioses Bühnenbild! 

„Auch Goethe hätte sicherlich applaudiert, diese Premiere in der Frankfurter Oper dürfte ihm gefallen haben. (...) Unglaublich stimmig und intensiv wurde hier Massenets Werk in Szene gesetzt. (...) So aufgeführt wie in Frankfurt, beweist sich Massenets Werther als wahrer Publikumsmagnet und zeigt wieder einmal, dass große Gefühle auch heute noch sehr en vogue sind."(klassik.com).

Die Vertonung von Massenet beruht auf Goethes Die Leiden des jungen Werther: „Der Rechtspraktikant Werther leidet unter den gesellschaftlichen Zwängen und sehnt sich nach Entgrenzung. Keine menschliche Verbindung kann ihm Halt geben, bis er die bereits verlobte Charlotte kennenlernt. Goethes Die Leiden des jungen Werthergilt als Hauptwerk jener Gefühlskultur, die als »Empfindsamkeit« in die Literaturgeschichte einging. Der Briefroman, an dessen Ende ein Selbstmord steht, geriet zum größten Medienskandal des 18. Jahrhunderts und sorgte dafür, dass sich eine ganze Generation in den Werther’schen Farben Gelb und Blau kleidete. Jules Massenet und seinen Librettisten gelang mit dem Drame lyrique in vier Akten, das an seinen dramatischen Höhepunkten den Verismo vorausahnen lässt, eine der eindrücklichsten Bearbeitungen des Stoffes.

Regisseur Willy Decker lotet die Diskrepanz zwischen der Sehnsucht der Liebenden und ihrer Realität, zwischen Hoffnung und Resignation im abstrakten Raum von Wolfram Gussmann aus. In Gelb- und Blautönen entfaltet sich auch visuell jene musikalisch sensibel geschilderte Traumsphäre, in welcher die realitätsferne Liebe von Werther und Charlotte einzig existieren kann.“ 

Samstag, 4., Donnerstag, 9. und Freitag, 17. April um jeweils 19.30 Uhr in der Oper Frankfurt
Foto: © Barbara Aumüller

Samstag, 4. April: Of/ Der kleine Prinz

(Andrea)

Die Geschichte vom kleinen Prinz von Antoine de Saint-Exupéry kennt man natürlich, aber sarah c. baumann spielt und erzählt die weltberühmte geschichte aus einer anderen perspektive als der gewohnten: die fliegerin, ein erwachsener mensch, voll im leben stehend, verdurstet an der einsamkeit. in der hitze der wüste und den auszehrenden folgen des wassermangels erinnert sie sich ihrer tiefen sehnsüchte, begegnet sie in traumartigen welten figuren, die aus ihren ängsten und alpträumen entsprungen zu sein scheinen und die sie bedrängen. aber sie wird auch neugierig und neben fragen, ob dies nun die wirklichkeit ist und ob das menschliche miteinander unter den sternen genau so verlaufen muss, tauchen auch visionen  und träume auf, wie sich eine andere, vielleicht bessere welt gestalten ließe, in der sich wege finden, die aus der wüste herausführen. und es wird das wohl berühmteste zitat aus dem kleinen prinzen nochmals auf den prüfstand gestellt: „man sieht nur mit dem herzen gut, das wesentliche ist für die augen unsichtbar“. „mein kleiner prinz“ ist eine auseinandersetzung mit den verdrängten wünschen, mit verweigerten, vielleicht verlorenen und wieder gewonnenen wahrheiten. eine geschichte um den großen freund in uns, der uns die welt mit anderen augen und offenem herzen zeigt eine märchenhaft böse und traumhaft erfüllende geschichte. 20 Uhr. Foto: heike bandze

Theater t-raum, Wilhelmstraße 13, Offenbach

Dienstag, 07. April: Luna Simao

(Uwe)

Luna Simaos moderner R&B verbindet Afro-Beats, Soul, Pop und elegant-minimalistisches Sounddesign. Die Texte der Sängerin und Musikerin, einer Deutschen mit angolanischen Wurzeln, erzählen intensive Geschichten von Identität und Herausforderungen, die sie in ihrem Alltag zwischen zwei Welten erlebt, von empathischer Auseinandersetzung mit Themen wie Familie und der Inspiration, die sie in ihrem Glauben findet. 

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Mittwoch, 08. April: Veronica Fusaro

(Uwe)

Veronica Fusaro erinnert allein mit ihrer Präsenz an die wesentlichen Zutaten, die ein Konzert unvergesslich machen: fesselnde Songs, eine bezaubernde Stimme und unverkennbare Ausstrahlung. 

Die Musikerin, die Pop, Soul und Rock miteinander vereint, versteht es meisterhaft, intime Momente mit ihrem Publikum zu schaffen. Doch ehe man sich versieht, zieht sie die Zuhörer mit ihrer energiegeladenen Band- Performance in einen Strudel aus kraftvollen Rhythmen und Melodien. 

Ponyhof / F., Klappergasse / Einlass: 19 Uhr
Foto: Nils Sandmeier

Donnerstag 09. April: 10 Jahre Bridges Kammerorchester

(Daniela)

Was 2016 als Begegnungsprojekt unter dem Titel Bridges – Musik verbindet im hr-Sendesaal begann, hat sich zu einem renommierten Orchester entwickelt: Das Bridges Kammerorchester als Pionier transkultureller Musik und Plattform für Gemeinschaft und Austausch mit seinen vielfältigen Projekten.
10 Jahre Brücken bauen über Musik.
In unserem Jubiläumskonzert möchten wir dies zusammen mit unserem Publikum feiern: Im hr-Sendesaal bringt das Bridges Kammerorchester zu diesem Anlass zahlreiche Uraufführungen sowie Eigenkompositionen auf die Bühne – unter der Leitung von Dirigentin Xizi Wang. Mit dabei, der international gefeierte Ausnahmemusiker Wu Wei. Wu Wei gilt als Botschafter der chinesischen Mundorgel Sheng, die auf eine über 3.000 Jahre alte Tradition zurückblickt, und bringt das Instrument als höchst virtuosen Klangkörper in die transkulturelle Klangwelt des Bridges Kammerorchester. Das weitere Programm umfasst Werke von Claude Debussy in einem transkulturellen Arrangement sowie die Uraufführung von alterity 3.0, Teil eines kollektiven Gesamtwerks verschiedener Orchestermitglieder.

Darüber hinaus darf sich das Publikum auf eines der berühmtesten persische Stücke freuen – Salam von Hasan Kasaee. Salam bedeutet Frieden und zugleich Hallo – und ist damit unsere Einladung zu diesem besonderen Konzert.

Unsere BridgesBrücken bringen Menschen zusammen: Mit dem Bridges Kammerorchester, durch die vielfältigen Bridges Ensembles, die Konzerte in ganz Deutschland geben. Wie auch mit dem Bridges-Mobil, das Instrumente in Schulen und Kinderhäuser bringt, oder die Bridges Sessions, in denen Amateurmusiker*innen zusammen mit den Orchestermitgliedern transtraditionell musizieren.

In der europäischen Musikszene ist das Bridges Kammerorchester – The composing orchestra – ein absolut einzigartiger Klangkörper: Denn das Orchester vereint 25 Musiker*innen aus 15 Ländern und verbindet westeuropäische, arabische sowie persische Instrumente und Musikstile und greift auch auf traditionelle osteuropäische, zentralasiatische und lateinamerikanische Klänge zurück. Die Musiker*innen des Orchesters komponieren und arrangieren einen Großteil des Repertoires selbst – sie sind Expert*innen für ihre Orchesterbesetzung, die es auf der ganzen Welt nur einmal gibt.

Bridges Kammerorchester - 10 Jahre BridgesBrücken
Sendesaal des Hessischen Rundfunk, Frankfurt
19.00 Uhr
bridges-kammerorchester.de/kalender/hr-sendesaal-9-4-260409-1900

Donnerstag, 9. und Freitag, 10. April : 16BIT

(Martin)

Paula Rosolens „16BIT“ begeisterte Frankfurt bereits bei seiner Premiere im Mousonturm 2022. Nach gefeierten Gastspielen in ganz Europa kehrt das energiegeladene Tanzstück nun zurück – und erobert die große Bühne im Bockenheimer Depot. Zwischen Kick, Loop und Bassline tanzt sich Rosolen mit ihrem sechsköpfigen Ensemble durch die Techno-Revolution. Von den Ursprüngen in den Schwarzen Communities Detroits über die Frankfurter Extasen bis zur explosionsartigen Entladung in Berlin nach dem Mauerfall zeichnet „16BIT“ die Dimensionen und Wirkungen von Techno auf Kunst, Politik und Lebensweisen nach. Neben Berlin war Frankfurt Anfang der 1990er Jahre das kulturelle Zentrum von Techno und Clubkultur – mit prägenden Figuren wie Sven Väth oder Anzilotti und Michael Münzing, deren Projekt „16Bit“ namensgebend für Rosolens Stück war. Ausgehend von einfachen, geloopten Bewegungen entwickeln die Tänzer*innen eine hypnotische Kraft, in die das Publikum eintaucht. „16BIT“ ist dabei weit mehr als ein Stück über Techno: Es ist ein bewegendes Fest über die gemeinschaftliche Erfahrung von Energie. 

Tanz - Künstler*innenhaus Mousonturm im Bockenheimer Depot um jeweils 20.00 Uhr
Foto: © Klaus Gigga

Freitag, 10. April, bis Sonntag, 12. April: Of/ Hochbeetebau

(Andrea)

Ein schönes und hoffentlich auch nachhaltiges WDC-Projekt, von dem viele profitieren können: "Wir treffen uns an 3 Tagen, um die Hochbeete zu bauen. Wir arbeiten vor Ort, in kleinen Gruppen, die jeweils von einer Person angeleitet werden. Für Werkzeug ist gesorgt. Der Workshop richtet sich an alle, die Freude an handwerklicher Arbeit haben oder etwas Neues ausprobieren möchten. Der Park befindet sich direkt hinter der Rolandpassage. Die nächstgelegene S-Bahn Haltestelle ist Offenbach Marktplatz von dort sind es 15 Minuten zu Fuß. Nächstgelegene Bushaltestelle: Friedensstraße (Linie 551). Anmeldung einfach per Mail an weidenpavillon(at)web.de. Teilt gerne mit, an welchen Tagen ihr Zeit habt und ob ihr schon Erfahrung habt oder noch nicht. Aktuelle Updates findet ihr auf dem Instagram-Account @weidenpavillon Der Workshop ist kostenlos. Deutsch & English

Rolandpark im Senefelder Quartier, Offenbach

Samstag 11. April: TANZTEE – Sunday Sundowner auf dem Main Special Guest: NI-KA (Vocals)

(Daniela)

SAMSTAG NICHT SONNTAG!!!

TANZTEE – Sunday Sundowner auf dem Main
Special Guest: NI-KA (Vocals) 
plus Host: KOSMIK KAT (PEDO KNOPP) & MARTIN B

NI-KA – Eine unverwechselbare Stimme der Frankfurter Szene
NI-KA gehört zu den markanten Stimmen der Frankfurter Musikszene. Aufgewachsen in der Südpfalz und heute in Frankfurt zuhause, verbindet sie deutschsprachigen Neo-Soul mit Einflüssen aus Hip-Hop und Jazz – selbstbewusst und mit einem Sound, der sofort wiedererkennbar ist.

2024 veröffentlichte sie ihr Debütalbum Anni. Im selben Jahr stand sie im deutschen ESC-Vorentscheid auf der Bühne und war auf Moses Pelhams Abschiedsalbum Letzte Worte zu hören. Pelham bezeichnet sie als „eine der aufregendsten Sängerinnen, die wir in Deutschland haben“ – ein Kompliment, das ihre Entwicklung treffend beschreibt. Musikalisch im Gospel verwurzelt, überzeugt NI-KA mit einer unverwechselbaren Stimme: warm, rau und mit dunklem Timbre. Ihre Songs sind persönlich und tragen eine klare Handschrift – sie erzählen von Identität, Selbstbehauptung und der Suche nach Echtheit.

Ende April tritt sie gemeinsam mit der hr-Bigband auf – eine Zusammenarbeit, die ihrem Sound eine neue Dimension verleiht. Zuvor kommt sie am Samstag, den 11. April, zum TANZTEE auf die Mainod. Dort bringt sie ihre Stimme live in das DJ-Set von Kosmik Kat ein: spontan, gefühlvoll und im Dialog mit der Musik. Mit einem kurzen Gastauftritt setzt außerdem Underground-DJ Martin B. zusätzliche Akzente.

Für die passende Atmosphäre sorgen das Mainod-Team mit kühlen Drinks und feiner Küche sowie der Blick über den Main – beste Voraussetzungen für einen entspannten, schwungvollen Sonntagnachmittag.
Einlass: 16 Uhr | Musik: 17 Uhr - 22:00 Uhr
Mainod - Café Restaurant Hotel | Batterie | 65929 Frankfurt Höchst
Eintritt: €10,- 
© Marvin Mensah

Samstag, 11. April: Nightmarket

(Andrea)

Die Bar Shuka mag ich sehr und wenn das 25hours Hotel The Trip nebenan heute zum Nightmarket lädt, ist das ein wunderbarer Anlass für einen Ausflug in die Niddastraße: "Sechs Etagen, sechzig Pop-up-Räume. Independent Brands, Vintage-Funde, Designstücke, die nach Aufmerksamkeit verlangen. Jeder Raum ein eigener Kosmos, jede Marke mit eigenem Vibe und eigener Handschrift. Zusammen entsteht ein wilder Mix aus Style, Kultur und Energie. Zwischen Live-Tattoos, Grillz & Tooth Gems, Workshops und dem Experience Room entsteht ein Playground, der alle Sinne mitnimmt. Highlights wie die Hotelroom Live-Sessions oder "Drag Me To The Suite" sind zu erwarten genauso wie ein zwei Music Floors. Loaded Fries? Natürlich wieder am Start. 17:00 – 01:00 Uhr VVK 10 €, AK 12 € Tickets 

25hours Hotel “The Trip”, Niddastr. 56

Dienstag, 14. April: Hauck & Bauer: Dafür haben sie Geld

(Uwe)

Elias Hauck und Dominik Bauer, beide Jahrgang 1978, kennen sich bereits seit der Schulzeit. Seit 2003 arbeiten sie als Cartoonisten-Duo zusammen. Bauer denkt sich die Witze in Frankfurt am Main aus, Hauck zeichnet sie in Berlin. Dazwischen streiten sich beide erbittert über Formulierungen und Gesichtsausdrücke. Die Endergebnisse werden regelmäßig von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der SZ, der TITANIC, der Apotheken Umschau u.a. gedruckt.

Was machen Therapiehunde privat? Wie begeistert man Deutsche für Einwanderung? Und warum sind Ehen nicht zum Quartalsende kündbar? Diese und weitere Fragen können Ihnen Hauck & Bauer auch nicht beantworten - aber immerhin stellen sie diese Fragen mal. Das „witzigste Comic-Duo Deutschlands“ (Süddeutsche Zeitung) präsentiert einen neuen bunten Abend in Schwarz-Weiß. Bei ihren Lesungen werfen Hauck & Bauer ihre Zeichnungen an die Wand und vertonen sie live mit verteilten Rollen. Und das macht alles noch schlimmer bzw. noch schöner!

Romanfabrik / Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Veit Hengst

Donnerstag 16. - Samstag 18. April: PINK MOMENTS: Veranstaltungsreihe zur queeren Kino- und Filmgeschichte

(Daniela)

PINK MOMENTS: Veranstaltungsreihe zur queeren Kino- und Filmgeschichte geht im April und Mai weiter mit Hommage an Rosa von Praunheim 

Die neue Veranstaltungsreihe PINK MOMENTS vom Frankfurter Arbeitskreis queere Stadtgeschichte wirft nach dem erfolgreichen Auftakt einen weiteren Blick auf fünfzig Jahre queere Film- und Kinogeschichte: Von 16.-18.4 in Zusammenarbeit mit dem Kino im Deutschen Filmmuseum, am 22.4 zusammen mit dem mal seh’n Kino und am 04./05.Mai in Zusammenarbeit mit der Pupille – Kino in der Uni.

Ein Film – Rosa von Praunheims NICHT DER HOMOSEXUELLE IST PERVERS, SONDERN DIE SITUATION, IN DER ER LEBT – spielte mit seinem Erscheinen 1971 eine wesentliche Rolle in der Entstehung der bundesdeutschen Schwulenbewegung. In der Lesbenbewegung wurde Jan Oxenbergs A Comedy of Six Unnatural Acts zum Auslöser selbstkritischen coming outs auf der Leinwand. 

Die Filmauswahl von PINK MOMENTS ist in Rückschau auf die schwule und lesbische Kinoarbeit in Frankfurt entstanden – anhand von Dokumenten und Erinnerungen – und in Erwartung eines heutigen Publikums.  Nach einer glanzvollen Eröffnung am 21.2.2026 im Historischen Museum mit über 200 Besucher:innen, Filmprogramm und Gästen, Ausstellung von Dokumenten des queeren Kinoarbeit und regem Barbetrieb, geht es nun an drei Spielorten im April und Mai weiter:

16.-18. April: Kino des Deutschen Filmmuseums, Gäste: Elfi Mikesch und Martin Dannecker
22. April: Mal seh’n Kino, Gäste: Monika Treut und  Bernadette Kolonko
4. und 5. Mai: Pupille – Kino in der Uni, Gast: Annette Kennerly

Weitere Informationen zu den einzelnen Filmprogrammen und Termine auf den Homepages der jeweiligen Spielorte und unter: https://luqs-frankfurt.de/aktuelles/

Ein Programm von Karola Gramann und Heide Schlüpmann in Zusammenarbeit mit Andreas Beilharz und Björn Schmitt (DFF), Gunter Deller (mal seh’n Kino), Gloria Pfister und Marlene Hofmann (Pupille – Kino in der Uni.

(c)_Markus Tiarks

Freitag, 17. April: Oscar Wilde. BUNBURY. ( (Premiere, weitere Termine)

(Martin)

Eine triviale Tragödie für ernsthafte Leute

Viktorianisches Zeitalter: Alles an seinem rechten Platz. Ein anständiger Mann ist ein anständiger Mann, eine anständige Frau ist eine anständige Frau. QUEEN Viktoria ist eine gewichtige Herrscherin und die Moral ihrer schweren Unterröcke schafft eine miefige Atmosphäre, die zum Ersticken ist. Und doch ist Oscar Wilde der gehätschelte Liebling dieser Zeit. 

KING Oscar, Regent der spitzen Provokationen gegen alles Etablierte, sich selbst zum Maßstab an die Spitze des Etablierten setzend, verheirateter Familienvater, der Artist der gehobenen Salons, der Formvollendete!  Er ist aber auch der promiske Schwule auf gierigen Streifzügen im Strichermilieu, der Streuner im schmuddeligen Abseits, der mit Flecken auf den Samthosen nach Hause kehrt. DOPPELEXISTENZEN BIETEN SPRENGSTOFF.

Komödie schreiben, Komödie spielen. Nichts dem Ernst überlassen. Den Gesellschaftsclown geben, der immer den letzten Schrei kreiert und alle kreischen mit. Mit BUNBURY hat Wilde die Präzision seines Witzes auf die Spitze getrieben. Und enthüllender hat Wilde sich nie verhüllt als in diesem letzten Theaterstück.  

Am 14. Februar 1895 war Premiere. Es wurde viel gelacht!
Am 25. Mai wurde er wegen Homosexualität und Sodomie verurteilt. 
Es wurde viel gelacht!! über seine Antworten, die er im Verhör wie eine seiner Bühnenfiguren parat hatte. 
Die Urteilsverkündung: zwei Jahre Zuchthaus mit schwerer Zwangsarbeit. Redeverbot. Verbot aller Schriften. Absetzung aller Stücke. 
Die Protokolle der Prozessakten sind mit Wildes BUNBURY verschnitten. Glänzende Oberfläche und grotesker Abgrund kreuzen sich zu einer trivialen Tragödie für ernsthafte Leute.
DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST ANTASTBAR.

Freitag, 17. April (Premiere) um 19.30 Uhr, Samstag, 18., Montag, 20., Freitag, 24., Samstag, 25. April, Samstag, 2., Sonntag, 3., Samstag, 9., Sonntag, 10., Mittwoch, 13., Freitag, 15., Samstag, 16., Donnerstag, 28., Freitag, 29. Und Samstag, 20. Mai um jeweils 19.30 Uhr im Theater Willy Praml in der Naxos-Halle
Foto: © Paula Kern

Freitag, 17. April: Eläkeläiset

(Uwe)

Ihr erster Deutschland-Auftritt fand vor genau 30 Jahren statt – am 2. März 1996 im Juz Rostock. Grund genug, dieses Jubiläum gebührend zu feiern! Eläkeläiset sind die „größte Humppa-Band der Welt“. Das sagen sie selbst – und wer würde da widersprechen? In ihrer Heimat Finnland sind die „Rentner“ längst eine Kult-Institution, deren Alben regelmäßig ganz vorne in den Charts landen. Aber auch hierzulande hat die Band eine beeindruckend große und vor allem treue Fangemeinde.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Laiska Lajunen

Freitag, 17. April – Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Freitag, 17. April - Sonntag, 17. Mai: Hidden History – Facetten der Subkultur in Frankfurt Rhein-Main im Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Es gibt Termine, an denen sich die tollen Veranstaltungen “knäulen” - kennt Ihr bestimmt! Heute ist so einer. Im Frankfurter Kunstverein eröffnet eine spannende Ausstellung vom wundervollen, seit langem sehr geschätzten Heiner Blum. Der die Ausstellung kuratiert hat. Und der zwar seine Lehrtätigkeit an der HfG Offenbach, nicht aber sein beeindruckendes Engagement in der Region und die Kunst aufgegeben hat. Der Frankfurter Kunstverein lädt das Diamant Museum für Urbane Kultur, Offenbach ein. In intensiver Zusammenarbeit entsteht eine vierwöchige Kooperation mit Aktionen, Aktivierungen und Andockmöglichkeiten. “Hidden History” ist mehr als eine Ausstellung: Gezeigt werden Protokollräume historischer und aktueller Positionen subversiver, subkultureller Aktivität in Form von Installationen, aktivierbaren Räumen, visuellen Wandzeitungen, kollaborativen Wandzeichnungen, Tape Art, Performances und Videoinstallationen. Die Ausstellung wirft einen Blick hinter die Kulissen der Stadt und gibt Einblicke in die Kultur einer für viele verborgenen Öffentlichkeit. Zur heutigen Vernissage gibt es außerdem Performances von Honji Wang, die international auf renommierten Bühnen zu sehen ist. Sie verbindet Hip-Hop und urbane Tanzkulturen mit zeitgenössischer Choreografie. Ihre Arbeiten entstehen häufig in Auseinandersetzung mit dem Stadtraum und gesellschaftlichen Dynamiken. Heute haben wir die einmalige Gelegenheit, diese international gefeierte Künstlerin in Frankfurt live zu erleben. Die Performances setzen einen kraftvollen Impuls zum Ausstellungsbeginn und öffnen die Räume des Frankfurter Kunstvereins als Resonanzraum für urbane Geschichte, Gegenwart und subkulturelle Praxis.

Foto: Linienspiele, Rushy Diamond@Heiner Blum

Hidden History – Facetten der Subkultur in Frankfurt Rhein-Main im Frankfurter Kunstverein, Vernissage am 17. April, mit Performances von Honji Wang und Tänzer*innen um 19 und 21 Uhr, zur Eröffnung sprechen Franziska Nori, Direktorin des Frankfurter Kunstvereins, sowie Heiner Blum, Kurator der Ausstellung, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus, Am Römerberg, Eintritt Vernissage: frei, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 - 19 Uhr, donnerstags 11 - 21 Uhr, Eintritt: 10 (6) Euro

Montag 20. April: StreitClub #17 „Europa allein zu Haus?“

(Daniela)

StreitClub #17 „Europa allein zu Haus?“

Montag, 20.04.2026, 19:30 – 21:30 Uhr im The English Theatre Frankfurt (Gallusanlage 7, 60329 Frankfurt am Main) & im Livestream auf YouTube
mit: Marie-Agnes Strack-Zimmermann (MdEP), Marc Felix Serrao (Journalist) sowie den Gastgebern Nicole Deitelhoff (Friedens- und Konfliktforscherin am FGZ) und Michel Friedman (Publizist) sowie Schüler:innen der Toni-Sender-Oberstufe

Worum geht es an dem Abend?
Europa durchläuft zweifellos einen Moment der tiefen Krise: Die zunehmenden Aggressionen der USA, der fortdauernde Angriffskrieg Russlands und der ökonomische Wettbewerb mit China prüfen nicht nur die Einheit und kollektive Handlungsfähigkeit der europäischen Staaten. Europas ‚Rolle in der Welt‘ scheint viel grundsätzlicher zur Disposition zu stehen. Dazu gehört auch, dass die selbsternannten ‚europäischen Werte‘ zunehmend unter Beschuss geraten: Der Dreiklang aus demokratischer Selbstbestimmung, Rechtsstaatlichkeit und Völkerrecht scheint angesichts des Vormarschs autoritärer Kräfte innerhalb und außerhalb der EU zu bröckeln. Erleben wir so etwas wie den weltpolitischen ‚Niedergang Europas‘? Und hat die ‚alte‘ europäische Demokratie ausgedient? Oder gelangt Europa in der Krise zu einer neuen Stärke – und erfindet sich vielleicht sogar neu?


Alle Informationen unter:
https://fgz-risc.uni-frankfurt.de/category/veranstaltungen/streitclub/
Der StreitClub ist eine Kooperation des Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt und The English Theatre Frankfurt; Medienpartner: HR Info

Montag, 20. April: WAS GEHT, ERDLING?

(Martin)

Ein Angebot für die Klassen 1 bis 3 - Grundschullehrer*innen aufgepasst! 

Die Dresden Frankfurt Dance Company macht ein Angebot! Zwei Reisende aus dem Weltraum machen Halt auf der Erde und haben eine Mission: Zu erfahren, was es bedeutet, Mensch zu sein. Ein paar Fakten haben sie schon zusammengetragen: zum Beispiel, dass es Dinge wie Zeit und Geld gibt. Aus Zeichentrickserien haben sie gelernt, wie sich Menschen wohl bewegen. Aber all die Dinge, die sie tun, wirken seltsam; wie sie sprechen klingt ein bisschen falsch und die Art und Weise, wie sie sich kleiden, irgendwie komisch. Ein paar Fragen bleiben noch offen, und nicht nur für die Außerirdischen. „Was geht, Erdling?“ ist ein Tanzstück der Dresdner Choreografinnen und Tänzerinnen Caroline Beach und Saida Makhmudzade für Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren und ist ein humorvoller, spielerischer Versuch, sich mit menschlichen Gewohnheiten auseinanderzusetzen.

Dresden Frankfurt Dance Company im Bockenheimer Depot und 9.30 und 11.00 Uhr
Foto: © Eike Dingler

Mittwoch, 22. April: Lena Gorelik „Alle meine Mütter“ - Preis-der-Literaturhäuser-2026-Trägerin im Literaturhaus Frankfurt

(Petra)

Das Netzwerk der Literaturhäuser hat im März den diesjährigen Preis der Literaturhäuser an die Autorin und Essayistin Lena Gorelik verliehen. Mit ihrem Debütroman „Meine weißen Nächte“ wurde sie 2004 als Entdeckung gefeiert, mit „Hochzeit in Jerusalem“ dann 2007 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Außerdem schreibt Lena Gorelik regelmäßig Essays und Reportagen zu aktuellen Themen, u.a. für die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. Lena Gorelik ist nicht nur eine vielfach ausgezeichnete Autorin, sondern nutzt die Möglichkeiten der Literatur und des Veranstaltungsbetriebs, um auf gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren. Als Mit-Herausgeberin von „Trotzdem sprechen“ trat sie bei Veranstaltungen nach dem 7. Oktober 2023 dafür ein, im Dialog zu bleiben. Das Buch ist ein Plädoyer für Menschlichkeit in Zeiten von Hass, Hetze und Rechtspopulismus. 1981 in St. Petersburg geboren, kam Lena Gorelik 1992 mit ihrer russisch-jüdischen Familie nach Deutschland. Nach ihrer Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München absolvierte sie den Elitestudiengang „Osteuropastudien“. Sie wurde u.a. mit dem Bayerischen Kunstförderpreis, dem Ernst-Hoferichter-Preis, dem Friedrich- Hölderlin-Preis und 2024 mit dem Heinrich-Mann-Preis für Essayistik ausgezeichnet. Sie unterrichtet zudem Kreatives Schreiben, kuratierte 2023 das Literaturfestival Stuttgart und hatte 2022 eine Poetikdozentur an der Universität Hannover inne. Eine spannende Frau!

Foto: ©Thomas Dashuber 

Lena Gorelik „Alle meine Mütter“ – Lesung und Gespräch mit Shirin Sojitrawalla, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Tickets, Uhrzeit: 19.30 Uhr, Eintritt: Tickets gibt’s ab 16. März

Freitag, 24. April: PIZZICATO

(Martin)

Ein Angebot für Kinder und Jugendliche der Klassen 2 bis 6 - Lehrer*innen aufgepasst!

Die Dresden Frankfurt Dance Cpmpany hat was für Euch, nämlich: Ein Fest der kleinen, aber feinen Dinge, das alltägliche Bewegungen in Tanz verwandelt. „Pizzicato“ lädt die jungen Zuschauer*innen ein, sich auf Schatzsuche zu begeben, die Schubladen zu öffnen und neue Klänge und Bewegungen zu entdecken. Musik nicht nur mit den Ohren zu hören, Tanz nicht nur mit den Augen zu sehen, sondern mit dem ganzen Körper. Wir erzählen die Geschichte einer winzig kleinen Welt voller geheimer Orte und magischer Gegenstände, die die Kraft haben, die Realität zu verändern. Jede Bewegung kann zu einem choreografischen Ereignis und somit zu Tanz werden. Bratsche und Bogen gehen normalerweise Hand in Hand, aber „Pizzicato“ zeigt eine andere Seite des Instruments. Ganz im Pizzicato gespielt, unterstreicht es die Virtuosität und Ausdruckskraft des Zupfens und enthüllt die tänzerischen Rhythmen, die in alltäglichen Gegenständen verborgen sind. Eine Aufführung des verkörperten Klangs, die einen subtilen und organischen Dialog zwischen Musik und Tanz eröffnet.

„Pizzicato“ ist ein Tanzstück von und mit der Choreografin und Tänzerin Nina Vallon und der Bratschistin Julie Michael für Kinder und Jugendliche zwischen 6 – 12 Jahren.

Dresden Frankfurt Dance Company im Bockenheimer Depot um 9.30 und 11.00 Uhr
Foto: © Eike Dingler/Dominik Mentzos

Samstag, 25. April: Zeilsheim/ Hühner für Demokratie

(Andrea)

Rahel Seitz ist eine wunderbar umtriebige, zugleich auch erdhafte Künstlerin. Und wenn jemand den Sommer über auf eine Alm in der Schweiz verschwindet, um alleine in den Bergen Kühe zu hüten, braucht es schon eine besondere Persönlichkeit. Bitte nicht falsch verstehen, ich bewundere das sehr, mir wäre das viel zu einsam. Ganz im Gegenteil schätze ich sie sehr und plane daher heute einen Ausflug nach Zeilsheim zu machen, wo heute der Hühnerhof eröffnet wird, der Menschen unterschiedlicher, gesellschaftlicher Gruppen zusammenbringt. “Hühner für Demokratie” ist ein gemeinschaftlich betriebener Hühnerstall und Kulturprojekt mit begleitenden Veranstaltungen, Workshops und Festen  - ein partizipatives Urban-Farming-Projekt für ein respektvolles Miteinander, für demokratische Teilhabe, für eine gute Tier-Mensch-Beziehung und für öffentliche Gestaltungsräume.

Nachbarschaftsbüro Zeilsheim, Pfaffenwiese 14
 

Freitag, 1. Mai: / Les Negresses Vertes

(Andrea)

Hach, das wird wunderbar, was freue ich mich schon auf diesen Abend! Meine Freundin Christine kommt aus Berlin angereist und wir werden in Erinnerungen schwelgen. Erstmals gehört habe ich Les Negresses Vertes in den 1990ern übrigens im Schweinefuß, das war eine Institution am Kaiser-Friedrich-Ring in Wiesbaden und seitdem haben sie mich begleitet. Meine Freundin Christine schickte mir irgendwann eine Kassette aus Berlin zu, bei 2001 kaufte ich “Familie Nombreuse” auf Vinyl und mit Christine war ich dann auch in der Stadthalle Offenbach. Ein intimes Konzert in einer viel zu großen Halle und wir gingen beseelt nach Hause. Seitdem habe ich sie nicht mehr live gesehen, aber höre sie natürlich noch immer. Man muss nicht unbedingt Fernweh haben oder besonders frankophil sein (aber das hilft natürlich ungemein), die Musik macht Spaß und manchmal auch melancholisch ("Il boit pour oublier qu' il vit, Il dort pour oublier qu'il boit"). Einlass 18 Uhr. 

Zoom, Carl-Benz-Strasse 21

Freitag, 8. Mai: Solo Piano

(Andrea)

Bekannt als der Pianist der Frankfurter Formation THE OHOHOHS, die mit ihrem Sound zwischen Klassik und Clubmusik Grenzen einreißt, wagt Florian Wäldele heute einen ganz persönlichen Schritt: Sein erstes Solo-Klavierkonzert! An diesem besonderen Abend lässt er die treibenden Beats und die orchestrale Fülle seiner Band hinter sich und widmet sich ganz dem puristischen Klang des Flügels. In der atmosphärischen Kulisse der Orangerie im Günthersburgpark präsentiert er ausschließlich eigene Kompositionen – ein Programm voller leiser Töne, das zum Innehalten und genauen Hinhören einlädt. Die Ankündigung verspricht ein Konzerterlebnis „ganz nah dran“, das die Grenzen zwischen Neoklassik und persönlicher Erzählung verschwimmen lässt. 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Tickets Foto: Salar Baygan

Orangerie im Günthersburgpark, Comeniusstraße 39
 

Samstag, 9. Mai: Spring Spring

(Andrea)

Genaugenommen gibt es heute nur einen Termin und der ist im Lola Montez. Aber Ian aka ISO HERQUIST veranstaltet heute im Löwenhof (Löwengasse 27A, F-Bornheim) das erste (Ukulele) SpringSpring – ein Mini-Musik-Ukulele-Festival mit Ukulele-Ensemble und weiteren Musik-Workshops, Werkschau und Abendkonzert Konzert mit »Mrs. Linda und Mr. Hell« (Swing & Blues – Wiesbaden) und dem »Ukulelenprediger Samuel Beck & Band« (Groove Rock – Berlin). Es wird natürlich um die Ukulele gehen – aber primär um das große, gemeinsame Musikmachen! Ein Workshop für fast alle: Hauptsache, du hast ein wenig Spielerfahrung. Drei Songs aus drei Jahrzehnten zerlegen wir in Songstruktur, Rhythmik und Dynamik. Und damit das alles schön praktisch bleibt, proben wir ein bisschen und eröffnen mit unserem Mini-Set die SpringSpring-Werkschau um 17:00. 
Infos und Anmeldung http://springspring.piuuu.de oder http://www.ukulele-workshops.de

Löwenhof, Löwengasse 27A
 

BEREITS ANGEKÜNDIGT, LÄUFT ABER NOCH EINE WEILE

Bis Donnerstag, 16. April: Frankfurter Kunstsäule mit Daniel (und Felix) Hartlaub

(Petra)

Aus der Werkausgabe bei Suhrkamp wissen wir, dass der Zeichner und Autor Felix Hartlaub (1913-1945, Sohn des Namensgebers der Neuen Sachlichkeit, des Kunsthistorikers und damaligen Direktors der Mannheimer Kunsthalle Gustav Friedrich Hartlaub) bereits als Kind düstere, apokalyptische Tuschezeichnungen angefertigt hat, die versehrte Kriegsrückkehrer ins Zentrum stellten. Seine Geschichte vom Jungen, die er vor etwa 100 Jahren in 16 Zeichnungen erzählte, schildert imaginäre Abenteuer seines Alter Ego in der Welt. Im Führerhauptquartier als Mitarbeiter für das Kriegstagebuch der Wehrmacht eingesetzt, gelang es ihm, eigene Texte herauszuschmuggeln, die seine äußeren und inneren Wahrnehmungen aus dieser Zeit beschreiben. Felix Hartlaubs kurzes Leben und sein ungeklärter Tod in den letzten Kriegstagen hinterließen einige Geheimnisse. Daniel Hartlaub plant nunmehr einen Film über seinen 1945 in Berlin verschollenen Onkel, und die KunstSäule beleuchtet dieses Filmthema in einer besonderen Kooperation mit dem englischen Künstler Keith Rodway. Im Frühjahr 2025 haben die beiden Künstler in England bereits eine gemeinsame Schau zu Felix Hartlaub realisiert. Für den Felix-Hartlaub-Film plant sein Neffe eine animierte Imaginationsebene, die teilweise auf der KunstSäule zu sehen sein wird. In den Bildern von Hartlaub oszilliert Felix Hartlaubs Leben zwischen Kunst, Krieg und NS-Regime. Die Litfaßsäule erinnert so an eine zerrissene Zeit, und Parallelen zu heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen sind unübersehbar.

Bild: ©Daniel Hartlaub

Vanished – The Curious Life and Death of Felix Hartlaub, kuratiert von Katrin Kobberger,  Ort: KunstSäule Frankfurt, Adresse: Am Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Ecke Gutzkowstraße), Uhrzeit: 19 Uhr, Öffnungszeiten:24/7, Eintritt: frei

Bis 24. April: „TEMPLE ROAD“ – Fotografische Dokumentation religiöser Orte

(Martin)

Gemeinschaften zwischen Industriehallen Ausstellungsauftakt einer neuen analogen Ausstellungsreihe. TEMPLE ROAD - In einem Gewerbegebiet am Stadtrand von Frankfurt am Main liegt ein Ort, der sich an Wochenenden still verwandelt: Zwischen Werkstätten, Bürogebäuden und einer Großmetzgerei entstehen temporäre Räume spiritueller Praxis. Die Ausstellung Temple Road der Fotografin Josefine Rauch dokumentiert diese kaum sichtbare Parallelwelt und eröffnet zugleich die neue Ausstellungsreihe von ON FILM LAB.

Die künstlerisch-dokumentarische Fotoserie widmet sich den vielfältigen Glaubensgemeinschaften im Fechenheimer Gewerbegebiet, die leerstehende Industriehallen für Gebete, Hochzeiten und gemeinschaftliche Feiern nutzen. Über ethnische, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg versammeln sich hier zahlreiche Gemeinden aus der gesamten Rhein-Main-Region. Abseits der öffentlichen Wahrnehmung entstehen so geschützte Räume, die – fernab zentraler Sakralbauten – Anonymität und Freiheit für das Gemeindeleben ermöglichen. Mit einem sensiblen, zurückhaltenden Blick und ausschließlich auf analogem Filmmaterial entstanden, macht Temple Road sichtbar, wie diasporisch geprägte Religionspraxis ihren Platz in der urbanen Peripherie findet: improvisiert, gemeinschaftlich und meist unbeachtet von der Mehrheitsgesellschaft. Die Serie verhandelt Fragen von Zugehörigkeit, Wahrnehmung und städtischer Raumnutzung.

Josefine Rauch ist eine in Offenbach am Main lebende Fotografin. In ihrer Arbeit untersucht sie temporäre Räume und ambivalente Zustände, in denen sich Zugehörigkeit, emotionale Haltungen und soziale Prozesse materialisieren. Ihr Projekt Temple Road wurde international auf Fotofestivals und Plattformen ausgezeichnet und auf Shortlists geführt sowie in Publikationen, unter anderem des Haus der Kulturen der Welt, präsentiert. Die Serie war bereits in zahlreichen Gruppenausstellungen zu sehen, darunter bei der Fotobus Society Hannover, im Fotografie Forum Frankfurt, der AFF Galerie Berlin und der Fotogalerie Friedrichshain. Im ON FILM LAB Frankfurt wird Temple Road nun erstmals als umfassende Einzelausstellung gezeigt.

ON FILM LAB - Raum für analoge Fotografie, Sandweg 131A / Montag – Freitag, 10 – 18 Uhr
Foto: © Josefine Rauch

Bis Sonntag, 26. April: AI-Worlding im Museum Angewandte Kunst x saasfee*pavillon

(Petra)

Worlding steht für Prozesse, welche Welten und Weltsichten hervorbringen. Zunehmend wird Künstliche Intelligenz Teil dieser Prozesse. KI-Systeme haben sich tief in unseren Alltag eingebettet und prägen unsere Vorstellungen von Gesellschaft, Welt und uns selbst. Generierte Bilder, Texte und Videos erschaffen neue Welten – basierend auf selektiven Daten, einseitigen Perspektiven und wirtschaftlichen Interessen. Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl zeitgenössischer künstlerischer Positionen, welche AI-Worlding simulieren und reflektieren. Es werden einerseits Grenzen generativer Modelle erfahrbar gemacht, andererseits das Verhältnis zwischen Menschen und KI-Systemen exploriert: Wann sind diese bloß Werkzeug, wann Co-Creator und wo bestimmender Faktor für gesellschaftliche und künstlerische Prozesse? Die Partnerausstellung im saasfee*pavillon eröffnet am Donnerstag, 19. Februar.

AI-Worlding - Künstlerische Forschung zu KI-generierten Weltmodellen, Gruppenausstellung mit: Anton Andrienko, Elisa Deutloff, Egor Dmitriev, Xiangyu Fu, Chelsea Hartmann, Marlon Hesse, Ava Leandra Kleber, Max Kreis, Mattis Kuhn, Leon-Etienne Kühr, Seongsin Lee, Ting-Chun Liu, June Pauli, saasfee* (Alex Oppermann, Al Dhanab, Maciej Medrala), Evgeny Tverdokhlebov, Natalie Wilke, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 12 (10) Euro

Bis Sonntag, 26. April: allapopp "When Body is not Enough" im saasfee*pavillon x Museum Angewandte Kunst -

(Petra)

Ein milder Sprühregen an famosen "World Design Capitel 2026"-Projekten plätschert in diesem Jahr auf uns nieder: ich hoffe, Ihr seid bereit!? Jetzt auch mit einer Kooperation des saasfee*pavillons mit dem Museum Angewandte Kunst, die dazugehörigen Ausstellungen sind in beiden Häusern zu sehen. Heute ist Vernissage der Einzelausstellung von allapopp im saasfee*pavillon, die über ein Jahrzehnt der Selbstdigitalisierung nachzeichnet – von frühen Sprachklonen bis hin zu generativen KI-Avataren und interaktiven Sprachmodellen. Sie vereint individuelle und gemeinschaftliche Arbeiten der Künstler*in in den Bereichen Installation, Video, Klang, Mixed Reality, Teppich und Acrylglasdruck. Angefangen bei den techno-utopischen Träumen des sowjetischen Kosmismus, westlichem Transhumanismus und Ideen der Techno-Spiritualität, untersucht die Ausstellung die Kräfte, die den Wunsch nach kapitalistischer, patriarchaler und spiritueller Selbstoptimierung prägen. Als zehnjährige, praxisorientierte Auseinandersetzung mit digitaler Verkörperung im Zeitalter der künstlichen Intelligenz stellt allapopp die Frage: In welche Zukunft führt die digitale Erweiterung unserer Körper – und nach wessen Bedingungen findet diese Transformation statt? Die Partnerausstellung im Museum Angewandte Kunst eröffnet bereits am Donnerstag, 12. Februar

Foto: ©www.saasfee.de

When Body Is Not Enough – allapopp, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstraße 66 HH, Öffnungszeiten: samstags+sonntags 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung, Sunday Artist Walks jeweils 16.00 (22.02., 15.03., 29.03., 26.04.), 17.04.2026 19.00 - 21.00 Uhr „Tatar Dinner-Performance“ mit allapopp (Anmeldung erforderlich per E-Mail an: heidi@saasfee.de)

Bis 26. April: JESSICA BACKHAUS. SHADOWS MIGHT DANCE

(Uwe)

Die Arbeiten der international anerkannten deutschen Fotografin Jessica Backhaus entfalten sich im Spannungsfeld zwischen Fotografie, Malerei und Objektkunst, geprägt von Form, Farbe und Licht. Inspirationsquellen reichen von abstrakten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts wie Josef Albers und Sonia Delaunay bis zu prägenden Begegnungen wie mit der Schriftstellerin und Fotografin Gisèle Freund. Ihre Fotografien befinden sich in bedeutenden Sammlungen, darunter die Deutsche Börse Photography Foundation, und wurden unter anderem in der National Portrait Gallery, London, und im Martin-Gropius-Bau, Berlin, ausgestellt.

Rahmenprogramm
DI, 10.02., 10.03., 21.04., 15 Uhr KURATORINNENFÜHRUNGEN mit CELINA LUNSFORD oder ANDREA HORVAY
FR, 17.04., 18 Uhr GALERIEGESPRÄCH mit JESSICA BACKHAUS und Prof. Dr. SOPHIE CHARLOTTE OPITZ, Medienwissenschaftlerin/Kuratorin, Bucerius Kunst Forum, Hamburg
SA/SO, 18./19.04., 10–17 Uhr WORKSHOP »ABSTRAKTE DIMENSIONEN« mit JESSICA BACKHAUS

Fotografie Forum Frankfurt / F., Braubachstraße 30–32
Foto: FFF, Jessica Backhaus

Bis Sonntag, 10. Mai: Soloschau Thomas Bayrle in der Schirn

(Petra)

Die Schirn präsentiert eine große Soloschau des in Frankfurt lebenden Künstlers Thomas Bayrle, den viele auch als früheren Dozenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach und Professor an der Städelschule kennen. Zu sehen sind 55 Werke insbesondere aus den letzten 20 Jahren, darunter Malerei und Grafik, Skulptur und Objektkunst sowie Soundinstallationen und eine Videoarbeit. Sein Werk handelt von den Gegensätzen zwischen Technologie, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion und beschreibt den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität. Bayrle behandelt in seiner Kunst grundlegende Aspekte der modernen Gesellschaft. Wie hängen Religion und Gesellschaft, Individuum und Masse, industriell gefertigte Produkte und die technischen Apparate ihrer Herstellung zusammen? Neben den Strukturen von Konsum, Urbanität und Technologie spielen Fortbewegung, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion eine zentrale Rolle. Er widmet sich populären Werken der Kunstgeschichte von Michelangelo über Caravaggio und Masaccio bis hin zu Claude Monet ebenso wie dem Thema der Arbeit. In den 1960er- und 1970er-Jahren legte er den innovativen Grundstein seiner charakteristischen Superformen. Das Wiederholen, Vernetzen und Verweben von Einzelelementen zu einem Gesamtbild findet sich bis heute in nahezu allen Werken Bayrles und ist eng verbunden mit der Biografie des Künstlers. Er absolvierte zunächst eine Lehre als Maschinenweber, bevor er sich der Gebrauchs- und Druckgrafik zuwandte. Die dort angewandten Drucktechniken hat er sowohl materiell als auch konzeptionell in seiner Kunst weitergeführt, die den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität beschreibt. 

Foto: ©Thomas Bayrle, VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Wolfgang Günzel

Thomas Bayrle – Fröhlich sein!,  Soloschau, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Gabriel-Riesser-Weg 3, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags: 10 - 19 Uhr, donnerstags 10 - 22 Uhr , Eintritt: 12 (10) Euro

Bis 10. Mai: Of/ 100 Jahre BOK

(Andrea)

Zur Feier des 100. Jubiläums des BOK/ Bund Offenbacher Künstler lädt das Haus der Stadtgeschichte zu drei Ausstellungen ein. Die Vereinshistorie bildet den Ausgangspunkt. Teils unveröffentlichte Dokumente aus dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt und dem Stadtarchiv Offenbach, private, bislang nicht zugängliche Schriften und Dokumente sowie Werke der Kunstschaffenden aus der Museumssammlung machen die Vereinsgeschichte lebendig. Dabei geht die Ausstellung verschiedenen Fragen nach: Weshalb erfolgte am 15. Dezember 1926 die Gründung? Wie erging es dem Verein während der Weltwirtschaftskrise und dem Nationalsozialismus? Wie entwickelte das Vereinsleben sich nach dem Neuanfang 1945 bis hin zu den ersten Künstlerinnen im Vorstand im neuen Millennium? Welche Stätten und Begebenheiten waren in den vergangenen hundert Jahren wichtig für den BOK? Bild: Gemälde Ludwig Plaueln, Haus der Stadtgeschichte

Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61, Offenbach

Bis Sonntag, 24. Mai: "Wolle. Seide. Widerstand" - Ausstellung im Museum Angewandte Kunst

(Petra)

Der Trend geht wieder zum Teppich? Mit dieser Ausstellung widmet sich das Museum nach 45 Jahren erstmals wieder ausschließlich dem Thema Teppich – in einer Zeit, in der sich das große Interesse an handgefertigten Textilien aller Art im Übrigen in einer auffallenden Anzahl an internationalen Ausstellungen widerspiegelt. Präsentiert werden  Teppiche internationaler, zeitgenössischer Künstler*innen, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen. Ihr Widerstand richtet sich gegen als illegitim empfundene Herrschaftsordnungen und Machtausübungen, gegen Traditionalismus, Diskriminierung, Rassismus, Traumata oder Umweltzerstörung. Die Teppiche fungieren somit als plakative Medien für gesellschaftspolitische Kommentare. In gleicher Radikalität sprengen sie mitunter die Grenzen der Flächigkeit: Sie loten die Möglichkeiten des Dreidimensionalen aus, und entfalten sich als textile Skulpturen und immersive Erfahrungsräume, die sich durch ihre affektive Qualität an gegenwärtigen Lebensprozessen beteiligen. Dabei zielt diese Ausstellung darauf ab, Teppiche nicht aus einem stilgeschichtlichen Blickwinkel zu betrachten, sondern sie vielmehr im Interesse einer Entwicklungslinie zu zeigen, die außerhalb einer traditionellen westlichen Teppichforschung steht. Schon der Titel deutet auf neue Fragestellungen hin: Kann etwas Widerständiges in und mit textilen Materialien stattfinden? Und wenn ja, auf welche Weise verkörpern dann gerade Teppiche eine „Ästhetik textilen Widerstands“? Diesbezüglich stehen jene Perspektiven der mit jüngsten Werken aus dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts vertretenen internationalen Künstler*innen im Fokus der Ausstellung, die im Teppich, der zum offenen Kunstobjekt geworden ist, mit unterschiedlichen Aspekten von Widerstand einhergehen. 

Grafik/Graphic: Bureau Sandra Doeller©Museum Angewandte Kunst

Wolle. Seide. Widerstand - Ausstellung, mit Arbeiten von: Faig Ahmed, Diedrick Brackens, Johannah Herr, Jan Kath, Baseera Khan, Alexandra Kehayoglou, William Kentridge, Noelle Mason, Otobong Nkanga, Tobias Rehberger, Erin M. Riley, Tsherin Sherpa, Rose Stach, Nasan Tur und Jeroen van den Bogaert, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 12 (5) EURO, barrierefrei

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

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