06.03.-12.03.2026

Die Nacht hat angefangen ....

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Ich schreibe zwar für die Ausgehtipps, ein richtiger Party- und Clubgänger war ich aber nie. Das kann ich hier durchaus mal schreiben. Während Jugendfreunde von mir ab einem bestimmten Alter in Discotheken bei uns in der Region ausgingen, die nach nahegelegenen Autobahnen benannt waren, ging ich lieber mit anderen Freunden ins Kino oder zu Konzerten. Auch in der Kerwezeit (Kirchweih, ein alljährliches Dorffest), in der Gleichaltrige den halben Herbst in Sporthallen mit Partybands und viel Bier verbrachten, fand ich immer Alternativen.

„Die Nacht hat angefangen, heut´ sind die Straßen breit, sie werden uns die Richtung zeigen, es ist uns´re Zeit“, sang Ende der 80er Jahre Jocco Abendroth in einem unveröffentlichten Song, den wir als illegalen Mitschnitt auf Kassette hatten und im Auto lautstark mitsangen, wie einige Songs von Springsteen oder Ton Steine Scherben, in denen es letztlich auch oft um das nächtliche Herumziehen geht. Wir eroberten die Nächte aber nicht wirklich, teilweise nutzten wir sie, um von Konzerten aus Köln oder Zürich zurückzufahren. Jede/r, wie sie/er will, die anderen waren glücklich mit ihren Aktivitäten und ich mit meinen und zwischendrin fand man immer irgendwie zusammen. Was mich bis heute nach 20 Uhr aus dem Haus treibt ist in der Regel die Aussicht auf gute Gespräche, leckeres Essen und Kultur. 

Apropos Kultur: Mein persönlicher Highlight für den Kulturmonat März ist das Konzert von Betterov (singt übrigens auch ein Lied über die Nacht) in der Batschkapp, für das ich schon vor Monaten Karten gekauft habe. Das daneben für jede und jeden im Rhein Main Gebiet etwas geboten wird, könnt ihr im Newsletter lesen.

Beste Grüße, Uwe

Vielen Dank an den Rest aus dem Ausgehtipp-Team: Daniela Cappelluti, Martin Grün, Andrea Ehrig, Petra Manahl und Erik Düwel

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit.. im Mai 2026 werden es 20 Jahre! .. ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen.
Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:
Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

Ruben (Danielas Sohn) sucht eine Werkstudentenstelle

Hallo zusammen,
ich bin Ruben und befinde mich aktuell in der Abschlussphase meines BWL-Studiums an der LMU München. Ab dem kommenden Semester starte ich zusätzlich ein naturwissenschaftliches Studium in Frankfurt, weil mich besonders die Verbindung zwischen Wirtschaft, Technik und Naturwissenschaften interessiert.
Durch verschiedene Praktika in analytischen und finanznahen Bereichen konnte ich bereits erste praktische Erfahrungen sammeln und habe gemerkt, dass mir strukturierte Arbeit mit Zahlen und Analysen besonders liegt. Ab dem 01.04. bin ich auf der Suche nach einer Werkstudentenstelle (bis zu 20 Stunden pro Woche), bei der ich meine bisherigen Kenntnisse einbringen und weiterentwickeln kann.
Falls jemand von einer spannenden Möglichkeit hört oder einen Kontakt hat, freue ich mich sehr über eine Nachricht. Meinen CV sende ich euch dann gerne zu. Ihr findet mich natürlich auch auf LinkedIn. Vielen Dank, Ruben Cappelluti (ruben.cappelluti(at)gmx.de)

WICHTIGE INFORMATIONEN AUS DER AUFFÜLLEREI

(Daniela)

Der tolle Unverpacktladen DIE AUFFÜLLEREI in Bornheim stand kurz vor der Schließung. ABER es haben sich tolle Menschen zusammengetan, die den Laden erhalten wollen. SIe freuen sich, wenn noch weitere engagierte Menschen dazu kommen. 

Der Unverpacktladen Die Auffüllerei lädt ein zu einem besonderen Abend: der ersten Beitragsrunde und DAVOR gibt es einen Infoabend.

Das bedeutet - Menschen, die diesen Laden lieben, entscheiden gemeinsam, wie sie ihn tragen wollen. Neue Menschen können sich von einem solidarischen Finanzierungsmodell inspirieren lassen. 
Die Auffüllerei legt offen, was sie zum Leben braucht: Miete, Löhne, laufende Kosten. Ein ehrliches und offenes Gespräch darüber, was dieser Ort benötigt, um gesichert zu existieren und zukunftsfähig zu sein. 

Aber wir machen auch Nägel mit Köpfen: Wer dabei ist, sagt verbindlich, was er beitragen kann. Kein Druck, kein Vergleich. In eigener Verantwortung.
Neugierig? Komm vorbei und erlebe, wie Wirtschaften auch aussehen kann.
Wir freuen uns auf vertraute und neue Gesichter und das „Wir“-Gefühl des Beieinanderseins. 

Erste Beitragsrunde: 24. März 2026, 18 Uhr

Infoveranstaltung zur Beitragsrunde: 12. März, 18 Uhr 
In der Auffüllerei, Höhenstraße 40, 60385 Frankfurt-Bornheim/Nordend
Wer kann, darf gerne einen Klappstuhl mitbringen. 
Anmeldung unter: Hallo(at)dieAuffüllerei.de

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten bis Freitag 18:00 Uhr an Daniela (daniela@cappelluti.net)

Ulli verschenkt seine zwei Tickets für NAVID KERMANI am Samstag, den 7.3. in der Centralstation in Darmstadt, da er zum St. Pauli Spiel nach Hamburg fährt…(wie ich ihn beneide) Die Gewinnfrage lautet: Welche zwei Sänger haben “über die Nacht” gesungen. (Schaut in Uwes Intro)

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten bitte an Daniela (daniela@cappelluti.net)
2 x 2 Gästelistenplätze für die BEAT GOES FUNK am 13. März im Ono. Gewinnfrage: Wer legt heute Abend im ono auf?
 

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Monster Florence am 10. März im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Wer war noch gleich der Mentor von Fatih Akim?

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1 x 2 Gästekarten für das Tribute an Kino in der Stadthalle Offenbach. Die Gewinnfrage lautet: Welcher wunderbare musikalische Grenzgänger und Plattenaufleger kommt aus Offenbach in den Mousonturm?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

2x 2 Karten für Betterov am Dienstag, 17. März in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Wo war das Offenbach Archival Depot ?

ZU GEWINNEN (ANDREA)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1 x 2 Gästelistenplätze für das Konzet von Teuterekordz am Mittwoch, 18. März im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Wieviele Reisende hat Bobbel für das zweitägige Reisefestival eingeladen?

Freitag 06. März: APERITIVO ALTERNATIVO

(Daniela)

Heute ist soviel los, dass ich immer noch nicht weiß, was ich machen werde: Romanfabrik, City of Wow Eröffnung, Frauenempfang im Römer… Vielleicht mache ich einfach nichts davon und lasse die Woche bei APERITIVO ALTERNATIVO ausklingen…

INTERNATIONAL / OUTERNATIONAL
Ein Barabend mit WELLER



Die Fortsetzung des Barabends mit Weller: I go out on Friday night and I come home on Saturday morning… sang Terry Hall von den Specials – mal schauen, wie lange Ihr durchhaltet… 

APERITIVO ALTERNATIVO ist der geschmackvolle Freitagabendcocktail aus allerlei verschiedenen Zutaten, die keinen Kopf machen. Also macht Euch bitte auch keinen Kopf, was Ihr am Freitagabend unternehmen sollt – kommt einfach zum APERITIVO ALTERNATIVO! Music / Drinks / People: Gehosted von Lucille

PS: Tanzen erlaubt …

Fr, 06.03.26, 21 Uhr
ono2, Walter-Kolb-Str. 16 | barrierefrei Sachsenhausen
Eintritt AK: 7,- EUR

Foto: © Anne Gabriel-Jürgens | Illustration: onlyworknolifenobalance

Freitag, 06. März: Werther (weitere Termine, u.a. 11.03)

(Martin)

Mit der schwärmerischen und unglücklichen Geschichte über Werther und Charlotte erreichte Goethe die Herzen seiner Leser - und Jules Massenet tat es ihm mit seiner Vertonung des Briefromans gleich.  Das schrieb die FR anlässlich der Premiere bzw. Wiederaufnahme von Werther, dem ‚Lyrischen Drama in 4 Akten‘ von Jules Massenet an der Oper Frankfurt. Die Inszenierung kommt nun noch einmal für fünf Vorstellungen auf die Opernbühne! Ich kaufe als Premierenabonnent immer Programmhefte und habe entdeckt, dass ich diese Inszenierung im Dezember 2005 gesehen habe – tatsächlich erinnere ich mich sehr gut und positiv - insbesondere auch an den Sternenhimmel als Sehnsuchtsort und das grandioses Bühnenbild! 

„Auch Goethe hätte sicherlich applaudiert, diese Premiere in der Frankfurter Oper dürfte ihm gefallen haben. (...) Unglaublich stimmig und intensiv wurde hier Massenets Werk in Szene gesetzt. (...) So aufgeführt wie in Frankfurt, beweist sich Massenets Werther als wahrer Publikumsmagnet und zeigt wieder einmal, dass große Gefühle auch heute noch sehr en vogue sind."(klassik.com).

Die Vertonung von Massenet beruht auf Goethes Die Leiden des jungen Werther: „Der Rechtspraktikant Werther leidet unter den gesellschaftlichen Zwängen und sehnt sich nach Entgrenzung. Keine menschliche Verbindung kann ihm Halt geben, bis er die bereits verlobte Charlotte kennenlernt. Goethes Die Leiden des jungen Werthergilt als Hauptwerk jener Gefühlskultur, die als »Empfindsamkeit« in die Literaturgeschichte einging. Der Briefroman, an dessen Ende ein Selbstmord steht, geriet zum größten Medienskandal des 18. Jahrhunderts und sorgte dafür, dass sich eine ganze Generation in den Werther’schen Farben Gelb und Blau kleidete. Jules Massenet und seinen Librettisten gelang mit dem Drame lyrique in vier Akten, das an seinen dramatischen Höhepunkten den Verismo vorausahnen lässt, eine der eindrücklichsten Bearbeitungen des Stoffes.

Regisseur Willy Decker lotet die Diskrepanz zwischen der Sehnsucht der Liebenden und ihrer Realität, zwischen Hoffnung und Resignation im abstrakten Raum von Wolfram Gussmann aus. In Gelb- und Blautönen entfaltet sich auch visuell jene musikalisch sensibel geschilderte Traumsphäre, in welcher die realitätsferne Liebe von Werther und Charlotte einzig existieren kann.“ 

Freitag, 6. und Mittwoch, 11. März, Samstag, 4., Donnerstag, 9. und Freitag, 17. April um jeweils 19.30 Uhr in der Oper Frankfurt
Foto: © Barbara Aumüller

Freitag, 06. März: Yin Yin

(Uwe)

Das niederländische Duo Yin Yin hat sich mit einer fesselnden Mischung aus psychedelischen Klängen, Funk und Weltmusik einen Namen gemacht. Ihre Musik vereint tropische Rhythmen und groovige Basslines mit modernen elektronischen Elementen zu einem einzigartigen, tanzbaren Sound. Inspiriert von der Musik Südostasiens und westlichen Psych-Rock-Vibes, bringt Yin Yin eine frische, energetische Note in die zeitgenössische Musiklandschaft.

Centralstation / DA, Im Carree / 20 Uhr
Foto: Homepage Centralstation

Freitag, 6. März (zum letzten Mal!): Die Freiheit einer Frau

(Martin)

Édouard Louis / Regie Falk Richter

In Frankfurt, in Mainz, in Berlin an mehreren Häusern – gefühlt nahezu allüberall – wird Édouard Louis gespielt. Seine autofiktionalen Bücher sind ein Muss! Das Staatstheater Wiesbaden hat ‚Die Freiheit einer Frau‘ in einer Inszenierung von Falk Richter aus dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg ins Repertoire übernommen. Das Hamburger Abendblatt schrieb anlässlich der Premiere: „Bei aller ästhetischen Perfektion schafft es der Theaterabend tief zu berühren." In der Hauptrolle der Monique Bellegueule ist die große – und nicht zuletzt als Konstanzer Tatort-Ermittlerin bekannte - Eva Mattes zu erleben. Mit ihr spielt das Schauspielensemble des Staatstheaters Wiesbaden. 

Die Inszenierung kommt mit Live-Musik von der Musikerin und Theaterregisseurin Bernadette La Hengst und anderen auf die Bühne. Eines Tages steht Monique Bellegueule einfach auf und geht. Weg aus der Provinz, weg von ihrem zweiten Mann, der wie der erste trinkt und sie demütigt. Sie hat genug. „Meine Mutter hat ihr ganzes Leben mit Armut und männlicher Gewalt gekämpft.“ Schonungslos und liebevoll zeichnet Édouard Louis die Lebensgeschichte seiner Mutter bis in die Gegenwart nach. In prekären Verhältnissen ohne Berufsausbildung aufgewachsen, gefangen in Ehen mit gewalttätigen und alkoholabhängigen Männern, findet Monique Bellegueule schließlich die Kraft in ein selbstbestimmtes Leben aufzubrechen. Auf sensible Weise erzählt Louis von dem Wunsch, als Kind eine andere Mutter zu haben, und vom großen Glück, sie heute als befreite, glückliche Frau zu erleben. 

Staatstheater Wiesbaden / Großes Haus / 19.30 Uhr
Foto: © Maximilian Borchardt

Ab Samstag, 07. März: Erlebnisformat „Frankfurt: City of WOW!“

(Petra)

Das ist clever, denn der Standort dieses neuen Formats wird über das WDC-Jahr hinaus von großem Interesse für die Stadt sein: Perspektivisch soll er als Interimsstandort für die Städtischen Bühnen bis zur Fertigstellung des geplanten Neubaus von Schauspiel und Oper dienen. Gut, ihn jetzt schon kennenzulernen. Heute öffnet hier das immersive Erlebnisformat „Frankfurt: City of WOW!“ seine Tore für Besucher*innen. Auf über 1.200 Quadratmetern Gesamtfläche werden 800 Jahre Geschichte und Entwicklung der Stadt Frankfurt anschaulich fühl- und erlebbar. Damit startet die Kooperation mit World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 in ihr erstes öffentliches Kapitel. Der neuartige Erlebnisraum ist in einem ehemaligen Aktenlager entstanden. Vor Ort werden Besucher*innen zunächst mit einer Ausstellung empfangen, die 800 Jahre Frankfurt aus wirtschaftlicher, kultureller und gesellschaftlicher Perspektive an mehr als 20 Stationen mitreißend und unterhaltsam erzählt. Am Ende der Ausstellung gelangen die Gäste dann in das WOW-Herzstück, ein 270°-Erlebnis auf einer rund zehn Meter hohen Projektion mit mehr als 1.200 Quadratmetern Gesamtfläche und einer Lichtleistung von etwa 160.000 ANSILumen. Das ist eine der leistungsstärksten immersiven Installationen, die je in Frankfurt  realisiert wurden. Frankfurt gestern, heute und morgen als Lern- und Entdeckungsreise „Frankfurt: City of WOW!" verbindet Wirtschaftsgeschichte und Stadtleben erzählerisch und unterhaltsam für ein breites Publikum. Es geht nicht nur um Zahlen und Märkte, sondern um das Leben in der Stadt selbst: um Handel, Messen und Alltag, um Migration und kulturellen Austausch, um Literatur, Musik und urbane Subkulturen. Interaktive Stationen, audiovisuelle Räume und narrative Szenenwechsel sorgen dafür, dass Lernen und Erleben auf dieser Entdeckungsreise ineinandergreifen. 

https://www.cityofwow.com/

Erlebnisformat „Frankfurt: City of WOW!“, Adresse:  Gutleutstraße 324, Öffnungszeiten: mittwochs - sonntags 10 - 20 Uhr, Dauer: ca. 60 Minuten, Eintritt: 21 Euro (diverse Ermäßigungen), Kinder ab 12 Jahren (in Begleitung), barrierefrei

Foto: ©Bernd Kammerer

Samstag, 7. März: OF/ OF.F geht fort Reisefestival

(Andrea)

Die Reiselust ist jetzt vielleicht geweckt und ich bin leider völlig verplant an diesem Wochenende und verpasse daher die vielen schönen Vorträge über die Mongolei, Georgien, die Ukraine, Costa Rica und und.  Zum zweiten Mal lädt Bobbel in ihrem wunderbaren Zweitlof.ft zum Reisen. Nach Nepal, Südafrika und der Antarktis geht es jetzt auf der Nomad Cruise über den Pazifik, mit dem Motorrad Richtung Mongolei, besuchen ein Forschungsprojekt in Costa Rica, gehen den eisigen Weg nach Ladakh, spüren Georgien hautnah und lassen die heute leider schwer gezeichneten Städte Lviv und Czernowitz erzählen. Heute: Ladakh, Georgien und auf eine ungewöhnliche Kreuzfahrt. Die vortragenden Weltenbummler beim OF.F geht fort Reisefestival Thomas Finke, Julia Finkernagel, Ina Knobloch, Julia Schmitz, Jürgen Volz, Ingrid Walter und Peter Weinert überzeugen als authentisch und emphatisch Referierende. Ihre Multivisions-Reportagen und Lesungen fesseln durch ihre außergewöhnliche Intensität in Wort, Bild und Film.Reist mit uns durch die Welt, ob bei einem oder einzeln ausgewählten  Vorträgen, per Tages- oder Festivalticket. Wie es für euch am besten passt.Und solltet Ihr nun Lust bekommen haben, selbst einmal einen Film zu drehen, gibt es dieses Jahr ein Festivalhighlight. Julia Schmitz bietet in ihrem Logo-Institut zusammen mit Julia Finkernagel und Peter Weinert den Workshop ‚Filmemachen für Einsteiger – Lernen von Profis‘ an beiden Vormittagen an. Der Workshopbeitrag beinhaltet übrigens ein Festivalticket. https://zweitlofft.de/reisen-klappe-die-zweite/

Zweitlof.ft, Bernardstraße 13, Offenbach

Samstag, 7. März: Of/ Farben sind für alle da

(Andrea)

"Ist euch schon Mal passiert, dass jemand gesagt hat, eine bestimmte Farbe sei nur für Jungs oder Mädchen? Warum ist das eigentlich so? Passend zur Offenbacher Frauenwoche heißt es heute im Haus der Stadtgeschichte. Von 15 bis 17 Uhr geht es in der bunten Druckwerkstatt mit Familien auf die Suche nach Antworten auf diese Frage. Kindern ab 4 Jahren und deren Begleitungen (ob Oma, Opa, Tante, Onkel, Eltern oder Freunde) gehört an diesem Nachmittag die Druckwerkstatt. Der Eintritt für Kinder ist kostenlos. Erwachsene kosten 5 Euro. Im Vordergrund stehen das Ausprobieren und Experimentieren mit Drucktechnik, Farbe, Papier und weiteren Materialien. Es wird an verschiedenen Stationen gedruckt. Dort können verschiedene Techniken ausprobiert werden. Welche das sind? Das wird noch nicht verraten – denn die Techniken wechseln von Mal zu Mal! Foto: Marina Kampka

Druckwerkstatt, Herrnstraße 63, Offenbach

Samstag 07. und Sonntag 08. März: Ein inszeniertes Konzert für Familien und Kita-Gruppen

(Daniela)

Lauschen, staunen und erleben
Ein inszeniertes Konzert für Familien und Kita-Gruppen
Gemeinsam mit fünf Mitgliedern des Ensemble Modern und der Musikvermittlerin Gabriele Baba entdecken Kinder und Erwachsene in den Kita- und Familienkonzerten eine Welt voller Klänge, Bewegung und Überraschungen – und erleben, wie aus vielen Ideen ein gemeinsames Lied entsteht.

Termine
Samstag, 07.03.2026, 10 & 11.30 Uhr;  Sonntag, 08.03.2026, 10 & 11.30 Uhr

Die Konzerte finden im Haus der Deutschen Ensemble Akademie e.V., Schwedlerstraße 2–4, 60314 Frankfurt am Main statt.

Kitakonzerte: kostenlos für Kitagruppen und ihre Begleitpersonen
Familienkonzerte: 5 € Kinder / 10 € Erwachsene
Anmeldung: info(at)ensemble-modern.com oder telefonisch unter 069 94343020; Webseite: https://soundport-frankfurt.com/de/2025-11-11/kitakonzerte
Der Zugang ist nicht barrierefrei.
Foto ©: Wonge Bergmann

Samstag, 7. März: Of/ Preyrs und Junokill

(Andrea)

Amy Montgomery kennt ihr womöglich von einem ihrer bisherigen Konzerte im Hafen 2; ihre neu Band heißt Preyrs. PREYRS, ist das neue Projekt der Belfaster Rockkünstlerin und des Schlagzeugers/Produzenten Michael Mormecha. Ihre Musik, die rohe Alternative-Rock-Energie mit der Wucht des Metal verbindet, ist ein elektrisierender Zusammenprall von Aggression und Euphorie, Dunkelheit und Erhabenheit, Chaos und Kontrolle. Amy Montgomery, nominiert als „Bester Live-Act“ und „Beste Künstlerin“ beim Northern Ireland Music Prize, besticht durch ihre unbestreitbar kraftvolle und fesselnde Bühnenpräsenz, die oft als „überirdisch“ oder „Naturgewalt“ beschrieben wird. Mit Kriegsbemalung und extravaganten Bühnenkostümen verkörpert sie eine furchtlose und selbstbewusste Persönlichkeit – als Künstlerin, Sängerin und Frau. Sie mag erst 24 sein, doch ihre urtümlichen Bewegungen auf der Bühne besitzen eine archaische Qualität, die einen in Staunen versetzt. Dazu gesellt sich Junokill, eine eigentümlich widerspenstige Künstlerin. Mit schillernder Wucht und gegen sämtliche Regeln eines konventionellen Popkonsens begründet JUNOKILL eine eigene Soundwelt: Astropunk – ein Raum, der zum Abtauchen, Austoben und Experimentie- ren einlädt.  Junokill lädt zum furiosen Tanz zwischen Realitäten und träumerischen Utopien ein. 20 Uhr

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Samstag, 7. März: Of/ Gleisbrett Re-Opening-Party

(Andrea)

Einen Schritt vor, zwei zurück oder umgekehrt. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Waggon-Team ein Exil-Programm geplant, dann verschob sich die Maindeich-Sanierung. Dann ging es wieder ins Exil, zwischendurch wurden Fakten geschaffen und die Bäume gefällt (weshalb ich gerade etwas fremdel) und jetzt verschiebt sich doch wieder alles, so dass wohl bis mindestens Juni wieder alles auf Anfang ist und Konzerte im Waggon stattfinden. Die Freude ist groß und entsprechend wird gefeiert: Die offizielle Waggon-Saisoneröffnung, mit Techno, Techno (und Techno) von Laromas. Sein Gast Le Borts steuert ein Set mit ausschließlich eigenen Technoproduktionen bei! Geburtstag wird von einigen Anwesenden auch noch gehabt! Bedeutet also: Allgemeine verschärfte Feierpflicht! Kommt vorbei! Hohoha – der Waggon ist (vorübergehend) wieder da!! Ab 20 Uhr!

Waggon am Kulturgleis, Mainufer/ Höhe Isenburger Schloss, Offenbach

Samstag, 07. März: Navid Kermani: Sommer 24 - Lesung

(Uwe)

Wie ist es, wenn sich die vertraute Welt auflöst, wenn das, was gestern noch normal war, heute nicht mehr gilt? Navid Kermani fängt diesen Moment in einem einzigen Sommer ein: Ein Freund, der zuletzt politisch auf Abwege geraten war, hat sich das Leben genommen. Die Kriege rücken näher und die Debatten werden schriller. Seine Freundin hält den Erzähler für einen Macho, aber das bleibt bei weitem nicht der schlimmste Vorwurf, der sein Selbstbild erschüttert. Auf unnachahmliche Weise gelingt es Navid Kermani, die Gegenwart aus ihren Widersprüchen heraus zu begreifen, das scheinbar Unversöhnliche zu versöhnen und, wichtiger noch, das wirklich Unversöhnliche auszuhalten. Moderation: Dr. Ulrich Sonnenschein (hr2-Kultur)

Centralstation / DA, Im Carree / 19 Uhr
Foto: Peter Andreas Hassiepen

Lotte Specht e.V. verschenkt fair gehandelte Fußbälle an Mädchenmannschaften

(Daniela)

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März verschenkt “mein” Verein Lotte Specht e.V. fair gehandelte Fußbälle an Mädchenfußballmannschaften. Vereine mit einer Mädchenmannschaft sind eingeladen, sich beim Verein zu melden und sich für die Aktion zu bewerben.

Interessierte Vereine können eine kurze E-Mail an post@lotte-specht.de senden und ein paar persönliche Zeilen über ihre Mädchenfußballmannschaft schreiben. Anschließend setzt sich Lotte Specht e.V. mit den Vereinen in Verbindung. Pro Mannschaft können bis zu zehn Fußbälle vergeben werden.

„Wir haben uns ganz bewusst am Internationalen Frauentag als Verein gegründet, weil Mädchen und Frauen im Fußball noch immer nicht die gleiche Sichtbarkeit, Wertschätzung und Förderung erfahren wie Jungen und Männer. Genau das wollen wir ändern – auf dem Platz, am Spielfeldrand und in den Köpfen“, sagt Sarah Sorge, stellvertretende Vorsitzende von Lotte Specht e.V.
Die Vorsitzende Daniela Cappelluti ergänzt: „Dass wir Bälle verschenken, die fair gehandelt sind, ist für uns dabei sehr wichtig. Fair soll es auf dem Platz zugehen, aber auch bei der Ballproduktion in Pakistan.“
Auch Julia Beiderlinden, Schatzmeisterin des Vereins, betont die praktische Seite der Unterstützung: „Uns ist wichtig, Mädchenmannschaften ganz konkret zu stärken. Oft sind es schon vergleichsweise kleine Dinge, die im Trainingsalltag einen großen Unterschied machen – und genau da wollen wir ansetzen.“

Mit der Aktion möchte Lotte Specht e.V. den Mädchenfußball gezielt stärken und ein Zeichen für Gleichberechtigung, Fairness und soziale Verantwortung setzen.

©Lotte Specht e.V., Bildbeschreibung: Ballübergabe des Vereins Lotte Specht e.V. an die Mädchenfußballmannschaft von Blau-Gelb e.V.

Sonntag 08. März: Frauenrechte sind für ALLE da! - Kundgebung zum Internationalen Frauentag

(Daniela)
Heute wird es etwas “stressig”. Erst zum Sport, dann zur Demo, danach zur Führung durchs Ostend und dann an den Herd :-)

8. MÄRZ – INTERNATIONALER FRAUEN*TAG
FRAUENRECHTE SIND FÜR ALLE DA!
Gleichberechtigung ist Grundlage unserer Demokratie - Gemeinsam für eine solidarische Zukunft!

Bühne: Politische Statements & Musik mit Aufmischen und Anne Breick

Rahmenprogramm:
Glücksrad & Dosenwerfen * Kinderschminken & Seifenblasen * Empowerment-Workshops von Frauen in Bewegung* Kreide-Aktion mit Catcalls of ffm* Im Anschluss: fema-Mädchentreff lädt zum FLINTA*-Beisammensein ein

UNSERE FORDERUNGEN:
* Selbstbestimmung für alle: Zugang zu reproduktiver Gesundheit, Schutz vor Gewalt, Respekt für geschlechtliche Vielfalt * Gleichstellung in Arbeit & Care: Gleiche Chancen, faire Löhne, Anerkennung von Sorgearbeit * Familienpolitik für alle: Rechtliche Gleichstellung queerer Familien, faire Elternzeit, verlässliche Kinderbetreuung* Rollen öffnen, Männer einbeziehen: Aktive Vaterschaft, Abbau toxischer Rollenbilder

Frauenrechte sind Menschenrechte – und machen unsere Gesellschaft besser!

Sonntag, 8.3.2026, 11:30 Uhr, Römerberg

Sonntag 08. März: Führung: Augen auf... das Ostend auf den zweiten Blick.

(Daniela)

Adriane Dolce ist eine großartige Frau!

Ich freue mich daherr sehr heute die Führung durch das Ostend mit ihr zu machen. Kommt doch mit!

Verein der Frankfurter Stadt- und Gästeführer e.V. präsentiert: Augen auf... das Ostend auf den zweiten Blick.

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, im Ostend vollzieht sich seit Jahren ein spannender Wandel. 
Die Mischung aus Tradition und Innovation sorgt dafür, dass das Viertel niemals stillsteht. 
Im 20.Jhdt bedeutender Schauplatz jüdischen Lebens fördern heute Gendenkstätten und Initiativen den Dialog über Geschichte und Zukunft.
Unter den vielen Aspekten die das einstige Hafenviertel bietet, ist es inzwischen auch ein inspirierender Stadtteil für Künstler und Kulturinteressierte an dem Geschichte und Zeitgeist harmonisch aufeinandertreffen und somit endet der Spaziergang im Kunstverein Familie Montez mit kurzem Rundgang und einer Einladung zu Café und Kuchen.

Spenden erwünscht für: Die Führung ist kostenfrei. Wir bitten jedoch um Spenden zugunsten des Vereins: die-fleckenbuehler.de
Die Fleckenbühler sind ein gemeinnütziger Verein, der seit 1984 hilfesuchende Menschen mit Suchtproblemen aufnimmt und nachhaltig wirtschaftet.

Kontakt:
So. 08.03.2026 14:00 bis 16:00
Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main, Treffpunkt: Am Eingang zum Literaturhaus
Gästeführer/in: Adriane Dolce; adriane.dolce(at)viatour.de

Montag, 09. März: Wollbefinden – Zweites Kollektivstricken

(Uwe)

Zwei rechts, zwei links - Stricken ist das neue Tanzen! Die Nadeln klappern zum Beat, um die Hälse trägt man Umhängelampen, die im Takt der Musik die wahre „Lichtshow“ der Nacht bilden. Hier wird nicht mit billigen Maschen geflirtet – hier wird mit Stil und Köpfchen geknüpft. Nach dem tollen Erfolg der ersten Ausgabe, bei der die BAR der Centralstation aus allen Nähten platzte, nehmen wir die Maschen wieder auf und stricken die Erfolgsgeschichte weiter. Also schnappt Euch die Nadeln und strickt! Musik von 2damenohnenamen. 

Centralstation / DA, Im Carree / Einlass: 19 Uhr / Eintritt frei
Foto: Homepage Centralstation

Dienstag 10. März: NaxosKino zeigt: SPIELERINNEN

(Daniela)

Mist, den Film will ich unbedingt sehen, bin aber schon verabredet… Vielleicht habt ihr Zeit? Im Naxos Kino zeigen sie: SPIELERINNEN und das tolle ist, die Regisseurin ist anwesend!

Link zum Trailer
Aysun Bademsoys Langzeitbeobachtung türkischer Fußballspielerinnen in Berlin-Kreuzberg nimmt 30 Jahre nach der ersten Annäherung die nächste Generation in den Blick. In Deutschland geboren und aufgewachsen, stellt diese sich dennoch die Frage: Fühlt man sich hier wirklich angenommen? Es scheint, als würde noch immer ein kultureller Riss ihre Leben bestimmen. Mit Blick auf 1990er Jahre schwelgen ihre Mütter heute in Erinnerungen an eine Jugend, in der das Fußballspiel den Raum für Emanzipation gab. Die Welt der Töchter spannt sich zwischen Extremen auf: scheinbar freie Selbstdarstellung auf Instagram und gleichzeitiger Rückzug in den Islam als Bezugspunkt und SicherheitsversprechenAysun Bademsoy zeigt Menschen, die Suchende bleiben. Ihre dokumentarische Position entwickelt dabei nicht nur ein vielschichtiges Porträt der ehemaligen Fußballspielerinnen, sondern wirft Fragen danach auf, wie Lebenswege generationsübergreifend geprägt werden.
Der Filmabend findet im Rahmen des Programm Remake On Location der Kinothek Asta Nielsen statt und ist eine Fortführung des Festivals Remake. Frankfurter Frauen* Film Tage. Der Fokus des Festivals liegt seit der Gründung auf feministischer und queerer Filmgeschichte. Die Jubiläumsausgabe im Dezemebr 2025 widmete sich mit dem Titel „Woher wir kommen, wohin wir gehen“ Generationenverhältnissen im Film.

Filmgespräch mit:
Aysun Bademsoy, Regisseurin des Films
Arzu Çalkılıç, Spielerin und Protagonistin
Christina Budde, naxos.Kino

Aysun Bademsoy, D 2024, 86 Min, Deutsch

19:00 Uhr
Filmvorführung: Dokumentarfilm "SPIELERINNEN" (D 2024)
naxos.Kino, Waldschmidtstr. 19 HH, Frankfurt

Dienstag, 10. März: Of/ Das Offenbach Archival Depot (1946-1949)

(Andrea)

Vor 80 Jahren richtete die amerikanische Militärregierung auf dem Gelände der ehemaligen I.G.-Farben, also dort, wo jetzt der Innovationscampus entsteht, das Offenbach Archival Depot (OAD) ein – eine zentrale Sammelstelle (Central Collecting Point) für Millionen von Büchern, Archivmaterialien und religiösen Gegenständen. Die amerikanische Behörde führte dort die umfangreichen Bestände zusammen, die die Nationalsozialisten ihren weltanschaulichen und politischen Gegnern im deutschen Reich und in den eroberten Gebieten in West- und Osteuropa geraubt hatten. Als „Antithesis“ zu den Beschlagnahmungen durch den Einsatzstab des Reichsleiters Rosenberg und anderer nationalsozialistischer Organisationen sollte das geraubte, jüdische Kulturgut den Eigentümern zurückgegeben werden.  Aus detaillierten, gut erhaltenen Dokumenten wird deutlich, mit welcher Akribie die amerikanische Militärbehörde von 1946 bis 1949 die in Nazi-Verstecken aufgefundenen Materialien in Offenbach sammeln sowie sortieren ließ und eine enorme Restitutionsleistung erbrachte.  Die Offenbacher Historikerin Gabriele Hauschke-Wicklaus hat hierzu in Zusammenarbeit mit Angelika Amborn-Morgenstern und Erica Jacobs geforscht und ein Buch veröffentlicht, aus dem sie heute vorträgt. 19 Uhr. Um Anmeldung bei der vhs wird gebeten, telefonisch unter 069 8065 3141 oder auf www.vhs-offenbach.de. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Offenbach im Saal der 

vhs, Berliner Straße 77, 1. OG, Offenbach

Dienstag, 10. März: Of/ Weiblich geboren

(Andrea) 

Was heißt es, eine Frau zu sein? Hier & heute, im Süden Italiens, im hippen Stockholm oder im fernen Kabul. Das 12-Stufen-Theater bringt die weltweiten Missstände im Zusammenhang mit dem Leben als Frau auf die Bühne (und ob dort jetzt wirklich die eingangs erwähnten Stationen behandelt werden, weiß ich nicht, auf jeden Fall klingt das Ansinnen ambitioniert und macht neugierig). Es geht um geschlechtsspezifische Gewalt, Diskriminierung und patriachale Strukturen. Im Anschluss gibt es ein Gespräch. Eintritt frei, Einlass 19 Uhr. 

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach. Nicht barrierefrei

Dienstag, 10. März. Livestream "Europas Ränder FLUCHT - GRENZEN - ROTE NASEN"

(Andrea)

Falls ihr gar keine Lust habt, auszugehen, wie wäre es da mit dem Livestream von Welt & Wir von den "Rändern Europas”? Mich erinnerten die Bilder an Moria und Kara Tepe, die beiden Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos, die Fotografen und Reisejournalisten Pascal Violo und Bruno Maul waren aber in der Türkei an der syrischen Grenze und zauberten dort vielen Kindern ein Lächeln ins Gesicht. Deren Lage hat sich nicht unwesentlich verbessert, mit Blick in die Welt werden gerade im Nahen Osten noch unzählige neue Flüchtlinge produziert. 
"Was zunächst als einmaliger Hilfseinsatz gedacht war, entwickelt sich schnell zu einem Herzensprojekt und zu einer Reise, die sie seither immer wieder an die eigenen Grenzen am Rande Europas führt. Mit tonnenweise Hilfsgütern, offenen Augen, Mut und Entschlossenheit - und ihren Kameras - begegnen Bruno und Pascal Menschen, die durch politische Umstände und Grenzen an den Rand gedrängt wurden. Dabei erleben sie Bewegendes, aber auch Unerwartetes: skurrile Situationen, stille Momente des Glücks, Hoffnung dort, wo man sie nicht vermuten würde. Das daraus entstandene Projekt „Karawane der Menschlichkeit“ zeigen uns die Beiden in einem sehr persönlichen und eindrucksvollen Stream. Sie erzählen, was passiert,wenn man nicht wegschaut. Und wir erfahren, wieviel möglich ist, wenn man einfach anfängt. >>> HINWEIS: Dieser Stream ist ein Benefiz-Event. Der Reinerlös davon geht an das Hilfsprojekt Karawane der Menschlichkeit”
 

Dienstag, 10. März: Monster Florence

(Andrea)

Puuuh, ein Dienstag und soviele tolle Optionen. Monster Florence würde ich mir gerne anschauen, die Musik hat mir beim Reinhören gut gefallen und Nachtleben-Konzerte mag ich ohnehin sehr. "Über den Hip-Hop-Kern ihrer Musik hinaus tangieren Monster Florence Genres wie Grime, Punk, Jazz, Psychedelic Rock und Indie. Dass dabei jegliche Genregrenzen verworfen werden, versteht sich von selbst. Eine einzige Bezeichnung für den daraus resultierenden Stil zu finden, ist schwieriger, als sich dem kreativen Output der Band aus Colchester einfach hinzugeben. Ursprünglich als Projekt für eine einzige Festivalperformance geplant, etablierte sich schnell der Gedanke, aus dem Projekt eine richtige Band werden zu lassen. Anfangs noch klar im britischen Hip-Hop verortet, haben Monster Florence ihren eigenen Sound mit melodischen sowie atmosphärischen Einflüssen aus Indie, Rock und Post-Punk kontinuierlich weiterentwickelt, so dass sie jetzt mit zunehmenden Post-Punk-Vibes sowie Indie-Einflüssen einen einzigartigen Take auf den kontemporären britischen Hip-Hop gefunden haben. Foto: James Kelly. Ich werde hingehen. Einlass 19 Uhr 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Dienstag, 10. März: Liederabend in der Oper Frankfurt

(Martin)

Alice Coote (Mezzosopran) & Julius Drake (Klavier)

Unter dem Titel The rebellious recital werden Werke u.a. von Johann Sebastian Bach, Richard Wagner, Hugo Wolf, Francis Poulenc, Burt Bacharach und Joni Mitchell zu hören sein. »Musik ist letztlich das beste Mittel, um Grenzen zu durchbrechen. Warum also begegnen wir ihr immer noch in eng definierten Genres und Kategorien? Warum versuchen wir, sie einzugrenzen«? Mit diesen Fragen kündigt Alice Coote ihren dritten Liederabend an der Oper Frankfurt an und sucht gemeinsam mit ihrem langjährigen Mitstreiter, dem Pianisten Julius Drake neue Wege. Sie stellen Werke einander gegenüber, die unabhängig von ihrer Gattung aktuelle Themen ansprechen, die uns alle bewegen: Ein kaleidoskopartiges Programm aus vielen Epochen von Johann Sebastian Bach bis Joni Mitchell. 

Liederabend in der Oper Frankfurt / 19.30 Uhr
Foto: © Jiyang Chen

Mittwoch, 11. März: Lina

(Andrea)

Wie oft musste ich mir den Soundtrack anhören, von den zwei Mädchen, die gemeinsam reiten. Die Rede ist von Bibi & Tina. Was Tina macht, weiß ich nicht, aber Bibi ist seit einigen Jahren als Lina erfolgreich mit ihrer Musik. Wir waren natürlich schon auf einem Konzert von ihr, als das Kind noch Kind war und die Muttis hinter den hysterischen Mädchen Prosecco schlürften. Es war ein großer Spaß und Lina sympathisch und professionell. 
"Heute schreibt LINA ihre eigene Geschichte – auch jenseits von Musik und Film. Seit 2023 moderiert sie ihren Podcast „Fühl ich“, in dem sie jeden Donnerstag persönliche Erfahrungen rund um Mental Health teilt. Sie redet offen darüber, wie es war, im Rampenlicht aufzuwachsen, wie Tourleben und Therapie zusammenpassen – und warum sie bis heute mit eigenen Ängsten kämpft.Und genau diese Offenheit hört man auch in ihrer Musik. LINA singt über das, was bleibt, wenn die Kulissen wegbrechen. Über Nähe, die weh tut. Über den Moment, in dem man merkt: Man braucht niemanden, um komplett zu sein – außer sich selbst. Zwischen Pop, Retro-Glamour und diesem schwer zu erklärenden Vibe, wenn ein Song dich lächeln lässt, obwohl er eigentlich wehtut. Es geht um gute und weniger gute Tage. Um Gespräche, die erst um vier morgens auf dem Bordstein Sinn ergeben. Um Menschen, bei denen man kurz vergisst, wo man eigentlich hinwollte. Und um das leise Gefühl, dass vielleicht nicht alles gut wird – aber gut genug, um weiterzumachen. LINA schreibt Songs, die genau davon erzählen. Kein generisches Pop-Produkt, keine Musik für Playlisten, die nach drei Minuten wieder weg ist. Sondern Texte, die hängen bleiben, weil sie was erzählen. „Ich habe keine Lust mehr auf halb. Keine halben Gefühle, keine halben Songs“, sagt LINA. Einlass 19 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Donnerstag, 10. März: Fortuna Ehrenfeld

(Uwe)

Weil wir die Band hier schon diverse Male angekündigt haben, steckt bei einigen von Euch vielleicht noch die Einschätzung im Hinterkopf, dass Martin Bechler und Begleitung hervorragende Songs schreiben. Nach einem Jahr Pause kommt Bechler mit einer neuen Platte auf Tour. Wer Fortuna Ehrenfeld bisher noch nicht gesehen hat, sollte hingehen. Ich würde mir ja eine Setlist mit seinen ruhigeren Nummern wünschen, weil diese Lieder berührender sind, wahrscheinlich macht er aber eher Krach. So wird das Ereignis angekündigt: „Und wie immer werden die Fortuna Shows ein unberechenbarer Tritt ins Herz für alle Freund:innen der schamlosen Melancholie und gepflegten Eskalation. Sei dabei, wenn aus den Fortuna-Hymnen über das Leben, die Liebe und die Abgründedazwischen ein kollektiver Pulsschlag wird.“

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass 19 Uhr
Foto: Fortuna Ehrenfeld Facebook

Mittwoch, 11. März: Fuzzmann Go Home

(Uwe)

Wer den Song „Hände weg von Allem“ einmal gehört hat, überlegt nicht lange, ob er / sie zum Konzert von Fuzzmann in den Ponyhof geht. Der umtriebigen „Beute-Kärntner“ veröffentlichte seine letzten drei Alben „Willkommen im Nichts“, „Endlich Vernunft“ und „Hände weg von Allem“, allesamt in den letzten fünf Jahren veröffentlicht waren eine Trilogie, in der sich der Künstler, Herwig Zamernik, geboren im schönen Wien, neu fand; ernsthafter und dringlicher wurde. Dazu das durchgeknallt eklektische Werk davor mit seinem irrlichternden Mix aus Soul-Pop, Indie-Disco, Noise-Folk, Kärntnerlied und Schlager. Es war ein langer und ein schillernder Weg gewesen. Ziel gab es dabei nie eines. Und nun ist es erstmals an der Zeit zurückzublicken, bevor die neuen Abenteuer warten. Mit 20 Jahren Fuzzman soll das geschehen. Fuzzman geht auf Tour und spielt ein Potpourri aus Klassikern und Querschlägern, Obskuritäten und Hits.

Ponyhof / Klappergasse / Einlass: 19 Uhr
Foto: Homepage Ponyhof

Mittwoch, 11. März: Melanie Garanin - Mein Freund Rilke (Graphic Novel)

(Uwe)

Die Berliner Comic-Künstlerin Melanie Garanin hat dem Dichter Rainer Maria Rilke eine Graphic Novel gewidmet, die Künstlerbiografie, Love-Story und Altersreflexion in einem ist. Poetisch, eindringlich und humorvoll entwirft Garanin mit Mein Freund Rilke (Carlsen Comics) eine neue, heutige Sicht auf den berühmten Dichter. Mit ihren Sepia-Zeichnungen zeigt sie auch bildgestalterisch besondere Kennerschaft Rilkes. So wird der Jahrhundertdichter plötzlich greifbar, körperlich, geradezu gegenwärtig. Eine grafische und erzählerische Einladung, zu Rilkes 150. Geburtstag selbst ein kleines Abenteuer mit ihm zu wagen ... Lesung mit Bildern und Gespräch. Moderation: Jakob Hoffmann

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19:30 Uhr
Foto: Carlsen-Comincs

Mittwoch, 11. März: Of/ ...den Krieg gründlich verlernen

(Andrea)

Wenn wir uns noch eine geringe Chance bewahren wollen, die Überlebenskrise der Menschheit zu bewältigen, dann müssen wir uns zugleich von jeder militärischen Logik radikal verabschieden. So lautet die zentrale These, die Bruno Kern hier vertritt. Allein aus ökologischen Gründen können wir uns Rüstung, Militär und Krieg gar nicht mehr leisten. Auch »militärische Verteidigung« führt sich angesichts der Zerstörungskraft der heutigen Waffen selbst ad absurdum…den Krieg gründlich verlernen..
Anhand einer gründlichen Analyse des Ukrainekrieges entlarvt der Autor die dahinter stehenden geopolitischen Interessen und stellt die »Lüge von der Zeitenwende« bloß. Er setzt sich mit den wichtigsten Gewaltmythen und bellizistischen Ideologien auseinander und entwickelt eine pazifistische Ethik auf der Höhe der Zeit. In deren Zentrum steht die Unüberbietbarkeit des einzelnen Menschenlebens. Der Autor führt uns exemplarisch auch in die jüdisch-christliche Tradition ein. Das »subversive Unterlaufen der Gewalt« in der Bergpredigt hat eine säkulare politische Entsprechung: Soziale statt militärische Verteidigung als einzige aussichtsreiche Antwort auf einen Aggressor.
Bruno Kern, geb. 1958 in Wien, Dr. theol. M.A., Theologe und Philosoph, lebt heute als freischaffender Autor und Übersetzer in Mainz. Zahlreiche und breit wahrgenommene Veröffentlichungen in den Bereichen Ökologie, Politik, Literatur und Theologie. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen: Das Märchen vom grünen Wachstum und Industrielle Abrüstung jetzt!.

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach, nicht barrierefrei

Donnerstag 12. - Sonntag 15. März: ONGOING 2.0 - Audiowalks von profilkollektion

(Daniela)

Ich bin ein großer Fan der Audiowalks von profilkollektion. Ongoing I, anläßlich der Jüdischen Kulturwochen hatte ich 2021 leider verpasst. Jetzt geht es weiter und ich schaffe es bestimmt zu einem Termin.

Auf den Spuren eines zerstörten Theaters - Audiowalk von profikollektion
1911 gründete Arthur Hellmer mit Max Reimann das Neue Theater Frankfurt. Es entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten und beliebtesten Theater Frankfurts, indem es Avantgarde und Kommerz verband. Den Nationalsozialisten war der jüdische Intendant Hellmer ein Dorn im Auge. Doch lange trotzte das erfolgreiche Theater allen Versuchen, es in den Ruin zu treiben. Doch am Ende wurde Hellmer vertrieben und sein Theater von den städtischen Bühnen übernommen. Der Audiowalk erzählt die Geschichte eines mutigen Theatermachers in Frankfurt und fragt nach der Bedrohung von kulturellen und jüdischen Orten in unserer Zeit.

Bereits 2021 haben wir ONGOING als performative Installation für die Jüdischen Kulturwochen erarbeitet. Aufgrund der Aktualität und Wichtigkeit des Themas haben wir das Projekt zu einem öffentlich zugänglichen Audiowalk weiterentwickelt.

RELEASE IN FRANKFURT AM MAIN:
Am 12., 14., 15. März 2026 finden Sie uns an der Mainzer Landstraße 55
Donnerstag, 12. März zwischen  17 und 19 Uhr
Samstag, 14. März zwischen 15 und 17 Uhr
Sonntag, 15. März zwischen 15 und 17 Uhr

Spontanes vorbeikommen ist möglich, aber aus Gründen der Planung bitten wir um eine Anmeldung für die MP3-Sets Anmeldung: Das Neue Theater Frankfurt - profikollektion

 Um die Audios zu hören bringen Sie bitte Ihr Smartphone und gute Kopfhörer mit oder leihen Sie sich bei uns kostenfrei ein MP3-Set (Player+Kopfhörer). Der Audiowalk hat 2 Teile. Teil 1 startet an der Mainzer Landstraße. Teil 2 in der Nähe des Schaupiel Frankfurt, Gutleutstraße 1 und endet am Römer. 
Audiosprache: deutsch, Wegstrecke im öffentlichen Raum, Länge insgesamt unter 2 km, weitgehend barrierefrei.

VON & MIT: Sprecher*innen: Cornelia Niemann, Verena Specht-Ronique / Sound & Komposition: Louisa Beck, / Text, Künstl. Ltg.: Jan Deck und Katja Kämmerer/ Dramaturgie Ongoing 2021: Marie Schwesinger

O-TÖNE: Marc Grünbaum, Birgit Peter, Peter Laudenbach (mehr Infos weiter unten)

Donnerstag 12. März: LÖWENHERZEN von Nino Haratischwili

(Daniela)

Uwe verschlingt gerade einen Roman von Nino Haratischwili und ist total begeisert.
Heute habt ihr die Möglichkeit ein Kindenrstück von ihr zu sehen:

Am Donnerstag, den 12. März 2026, wird das Theaterstück LÖWENHERZEN von Nino Haratischwili nochmals aufgeführt. 

Ungewöhnlich machen das Projekt zwei Dinge: Alle Darsteller sind Kinder, im Alter von 8-14 Jahren, aus Bergen-Enkheim. Der Raum der Kulturgesellschaft im HessenCenter hat sich in ein richtiges Theater mit Zuschauertribüne verwandelt.

Die Idee zu dem Vorhaben entstand nach dem Ende der Amtszeit von Nino Haratischwili als Stadtschreiberin im Sommer 2024.
Mark Gläser konnte einige Theaterleute aus seinem engen Umfeld und das JuZ Bergen als Komplizen gewinnen. Die Darsteller wurden über das JuZ gefunden und betreut. Im Frühjahr 2025 begannen die Proben, jeweils Mittwochnachmittag im JuZ am Berger Marktplatz. Alle Rollen werden ausschließlich von insgesamt 16 Kindern übernommen.

LÖWENHERZEN erzählt die Reise eines Stofflöwen, mit einem schiefen Auge in Bangladesh hergestellt und von Anand, einem Kinderarbeiter und erklärten Zauberkünstler mit einem Brief an Gott ausgestattet, um die halbe Welt. Auf der abenteuerlichen Reise trifft er Kinder in den unterschiedlichsten Lebensumständen. Die Reise führt ihn wieder nach Bangladesh - und eine Antwort von Gott hat der Löwe auch im Gepäck...

NINO HARATISCHWILI ist eine der meistgelesenen deutschsprachigen Schriftstellerinnen. Großen, epischen Romanen stehen zahlreiche Theaterstücke gegenüber, in der Regel zeitgenössische Interpretationen antiker Heldinnen-Sagen. Die meisten Prosatexte wurden für die Theaterbühne bearbeitet und erfolgreich aufgeführt, oft von Nino Haratischwili selbst als Regisseurin inszeniert. LÖWENHERZEN ist das einzige Kinderstück. Ihr erfolgreichstes Buch, Das achte Leben (Für Brilka) wird aktuell als Serie verfilmt.
Sie war die 50. Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim und ist den Bergen-Enkheimerinnen für Ihre atemberaubenden Abende in Erinnerung, in denen sich Literatur mit Musik und Klang kongenial verband.

Der Eintritt zu der Zusatz-Vorstellung ist frei, Die Produktion freut sich über Spenden.

12. März 2026; 17 Uhr; Länge: ca. 80 Minuten inkl. Pause
Freier Entritt - Spenden willkommen!
Raum der Kulturgesellschaft im HessenCenter, Borsigallee 26, U-Bahn U7, Bus 40, 42 und 551

Donnerstag, 12. März: HE/RO

(Uwe)

Die Lochmann-Zwillinge (früher „Lochis“) kommen wie ich aus Riedstadt, da komme ich garnicht daran vorbei, auf dieses Konzert hinzuweisen. Mittlerweile sind Heiko und Roman bereits 25 Jahre alt und sind als HE/RO unterwegs. Sie machen nach eigener Aussage eine Mischung Pop, Rock und Post-Punk und haben damit Erfolg, so touren sie in diesem Jahr wieder durch zwölf größere Städte in Deutschland und Österreich, Riedstadt ist leider nicht dabei.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / 20 Uhr 
Foto: Eric Joel

Donnerstag, 12. März: Ketekalles

(Martin)

Corazonada Tour 2026 - Konzert

Ketekalles entstanden in Barcelona und stehen für eine explosive Mischung aus Widerstand und musikalischer Fusion. 2020 erschien das Debütalbum „El Chaos“, es folgten ausverkaufte Tourneen, internationale Festivalauftritte und gemeinsame Bühnen mit prägenden Acts der alternativen Musikszene. Mit Wurzeln in Chile, Venezuela, Argentinien und Spanien überschreiten die fünf Musikerinnen spielerisch Genregrenzen und verbinden Catalan Rumba mit Rock, Punk, Flamenco, Hip-Hop, Soul, Pop und Trap. Ihr energiegeladener Sound knüpft bewusst an die frühe Mestizo-Bewegung an. Jedes Bandmitglied bringt eigene Erfahrungen ein – von politischen Kämpfen in Lateinamerika bis zum brodelnden Underground Barcelonas. So wurde Ketekalles zu einem Safe Space für kollektiven Ausdruck. 

Die Texte verhandeln Feminismus, Identität und soziale Auseinandersetzungen, getragen von Punk-Energie, lateinamerikanischen Rhythmen und der Leidenschaft der Catalan Rumba. 

Donnerstag, 12. März um 20.00 Uhr im Konzert im Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Ketekalles

Donnerstag, 12. März: Of/ Das Flüstern der Wälder

(Andrea) 

Must see, das klingt nach einem bildgewaltigen, beeindruckenden Film. "Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die Michel Munier auf seinen Streifzügen tief in die alten, moosbedeckten Wälder der Vogesen mitbringen muss. Ausgerüstet mit einem Rucksack auf dem Rücken, einem Stock in der Hand und einer warmen, schweren Jacke über den Schultern begleiten wir ihn auf seinem Weg zu seinem Versteck, das er zielsicher ansteuert: eine Tanne. Unter ihren niedrigen Ästen scheint der alte Mann zu verschwinden, sein Atem wird eins mit dem Rhythmus der Natur und der Welt der Tiere. Über achthundert Nächte hat er dort verbracht, dem "Flüstern der Wälder" gelauscht, mit seinem Fernglas immer auf der Suche nach Füchsen, Rehen, Hirschen, Luchsen und dem König der Wälder: dem Auerhahn. Sein Sohn Vincent teilt die Faszination des Vaters seit seinem zwölften Lebensjahr. Von ihm hat er gelernt, die Spuren der Tiere zu lesen, kennt die Plätze, an denen sie fressen, wo sie jagen, ihre Nester bauen und schlafen. Gemeinsam mit Vincents Sohn Simon begibt sich das Familien-Trio in "Das Flüstern der Wälder" auf eine Reise in die atemberaubende Schönheit und Vielfalt der Natur. Es erwarten sie Nächte voller seltener Tierbeobachtungen und faszinierender Klänge. >> Trailer zum Film  >> Karten bitte HIER kaufen Einlass: 18.00 Uhr
Beginn: 19.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei
 

V O R S C H A U

Freitag 13. März: VINTAGE SOUNDSYSTEM / International Jodeling Musik & Diskurs #26

(Daniela)

Da wäre ich zu gerne dabei gewesen, denn die beiden Jodler:innen sind super!

Urban Echo - Worldwide Jodelfusion Kerstin Kuschik und Uta Baldauf
Die Schweiz hat 2025 für das Jodeln den UNESCO-Welterbe-Status bekommen. Alpines Jodeln ist zwar ein Exportschlager, aber nur eine von vielen Gesangsformen mit Kehlschlag und Silbentönen. Weltweit existieren solche Naturgesänge – als Kommunikation mit Tieren, zur Stärkung von Gemeinschaft oder zur Verbindung mit sich selbst. Möglich macht dies unser vielseitiger Kehlkopf. Die Stimme fasziniert seit jeher: Wie fühlt es sich an, sie anders zu nutzen? Wie beeinflussen Gefühle den Klang? Welche Stile existieren global?

Jodeln und verwandte Techniken verbinden Lebensfreude, gemeinschaftliches Singen, Einfachheit und Kunstfertigkeit. So verbreitete sich alpines Jodeln über die USA nach Hawaii und erlebt heute sogar in Korea ein Revival. Ähnliche Naturgesänge heißen u. a. Yelli (Kamerun), Krimanchuli (Georgien) und Joik (Nordeuropa). Das Interesse wächst weltweit.

An diesem Abend nimmt Euch das Duo zart&zünftig – Kerstin Kuschik (voc) und Uta Baldauf (acc) – mit auf eine musikalische Reise. Nach einem kurzen Diskurs hören Sie alpine und internationale Jodler sowie Rock-, Blues- und Jazz-Songs mit jodlerischen Überraschungen – humorvoll, frisch und mit Augenzwinkern.

pastel, Lindleystraße 15, barrierefrei, FFM, Tür & Küche ab 19:00 Uhr, Beginn: 20 Uhr

NÄCHSTE TERMINE:
17.04.2026 Fußball, Pop & Politik - Klaus Walter
29.05.2026 Blue Notes from India 1935-2025 – Tarun Balani (Indien) & Sigrid Pfeffer

Freitag 13. März: BEAT GOES FUNK

(Daniela)

Die Liebhaber des Vinyl-Sounds sind wieder im ono2 an den Plattentellern. Mortimer Coldheart und Holger Menzel bringen ihre Plattenkisten voller Funk, Soul, Beat und Disco mit und sorgen dafür, dass alle Tanzfreudigen und Nachtschwärmer auf ihre Kosten kommen.

Ihre DJ-Sets verbinden zeitlosen und modernen Funk, funky Breaks und groovige Disco fernab vom Mainstream und stets mit viel Herz für den echten Vinyl-Sound.

Diesmal mit einem Special Live Guest am Saxophon: Johannes Tysiak.
SOUL / FUNK / BEAT
START: 21.00 | EINTRITT AK: 7€
ono2 I Walter-Kolb-Str.16, barrierefrei

Freitag, 13. März: Of/ Severin Groebner

(Andrea)

Ich lese den Ankündigungstext und möchte heute in den Filmklubb und mir Severin Groebner live anschauen: "Der kleine Mann auf der Straße, das ist immer noch ein Mensch wie Du und ich. Fragen wir ihn also: Warum ist der kleine Mann eigentlich immer auf der Straße? Hat er kein zu Hause? Und wie klein ist er genau? Strebt das Volk eigentlich immer nach Größe, weil es aus lauter kleinen Männern besteht? Was will das Volk eigentlich? Weiß es das überhaupt? Oder was es ist? Gibt's neben dem Volkswillen auch ein Volkswissen? Und was sagt man dem Volk? Ausser: Folgts!
Jetzt gibt es einen, der weiß das alles. Schließlich ist das Volk der Severin! Oder Souverän? Egal. Das wird volklich eine volkenreiche Begegnung. Mit volkigen Begründungen. Hier bleibt nichts volkenlos. Volkasko verunsichert sozusagen. Dafür gibt's Vollkornbrot und Spiele. Denn hier kommt ein Autokrat zum Knutschen. Einer bei dem die Willkür vor der Pflicht kommt. Eben einer wie Du und ich. >> Karten bitte HIER kaufen Einlass: 18.00 Uhr,  Beginn: 19.30 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, nicht barrierefrei, Offenbach

Samstag 14. März: MELLI REDET MIT - ein Abend mit Gästen.

(Daniela)

Man könnte auch mal wieder zu MELLI REDET MIT gehen. SIe schreibt:

Liebe Freunde von MELLI REDET MIT, nach drei mal künstlerischer und kultureller Frauenpower, nun die Herren aus Musik, Kunst und Film. - Dafür haben wir uns dann ins Filmmuseum begeben, um für Euch schöne Fotos zu bekommen. 

Die Protagonisten sind drei wunderbare Künstler aus dieser Stadt. Es wird formidabel !
Max Clouth. Gitarrist, der in unglaublich vielen Musik-Genres unterwegs ist. Das Herz des studierten Jazzgitarristen gehört aber unter vielen Stilen auch der indischen Musik. Er komponiert zudem (auch Filmmusik) und entwickelt neue Instrumente. Das wird spannend.
Sascha Boldt ist mindestens genauso  ein Multi-Player in der bildenden Kunst  - von Berlin bis Frankfurt, von der Malerei bis zu Medieninstallationen reicht sein Wirkungsgebiet. 
Alexander Frank ist ebenso breit aufgestellt, was die Filmwelt betrifft. Von eigenen Filmen, über Onset-Coaching von Kindern bis zum Drehbuch schreiben führt es ihn quer durchs Land. 

Am 14. März sind sie alle auf dem Sofa mit Wort, Bild und Sound. Freut Euch auf einen spitzen Abend.
Natürlich mit Frau von Spangenberg und meiner (M)ein-Mann-Band im geilen Montez um 20:00h.

Tickets über https://www.eventim-light.com/de/a/5f1955419028772462ccccfe/e/68e163c287a05c162007a8aa oder www.melinahepp.com  oder an der Abendkasse ab 19:00 
live und geschminkt aus dem Kunstverein Familie Montez 
Honsellstr. 7, 60314 Frankfurt am Main
Ausgabe 45 am Samstag, 14. März 2026 // 20.00h
Abendkasse ab 19h: 22,- €, Schüler*innen, Student*innen, Auszubildende: 10,- Bis zum 1.3. 2026 bekommt ihr noch Early-Bird-Tickets zum ermäßigten Preis!! 

Foto © Salar Baygan Photography

Samstag, 14. März: Zucchini Sistaz: Falsche Wimpern - Echte Musik

(Uwe)

In einer erfrischenden Collage großer Swing-Melodien und brillant getexteten Eigenkompositionen im Stile der 40er Jahre gelingt es den Zucchini Sistaz, am Samstag, dem 14. März, einen kurzweiligen und durch und durch erbauenden Abend zu gestalten. Mit der Eleganz vergangener Tage und dem Selbstbewusstsein von heute greifen die kokett frisierten Fräuleinz aus der Swing-Metropole Münster beherzt in die Saiten und begleiten ihren herausragenden Close-Hamony-Satzgesang kurzerhand einfach selbst. 

Centralstation / DA, Im Carree / 20 Uhr
Foto: Katharina Tenberge

Samstag, 14. März: Wolfram Koch & Ensemble Batuta

(Uwe)

Zum 100. Geburtstag von Andrea Camilleri. Eine kulinarisch-musikalische Lesung

Wolfram Koch trifft an diesem Abend auf den sizilianischen Commissario Montalbano. Der bekannte Schauspieler und Hörbuchsprecher liest aus Werken des sizilianischen Autors Andrea Camilleri, der 2025 100 Jahre alt geworden wäre. Begleitet wird die Lesung musikalisch vom Ensemble Batuta, das passend dazu traditionelle und zeitgenössische italienische Melodien spielt. Wer die Werke Camilleris kennt, weiß, dass sie auch eine Ode an die sizilianische Kultur und Küche sind. Daher wird es im Anschluss an die Lesung eine Verköstigung dreier hausgemachter sizilianischer Gerichte geben. Moderation: Ina Meineke. 

Die Künstler*innen des Ensemble Batuta und das Produktionsteam verzichten zugunsten einer Spende an die Stiftung Lesung zur Förderung von Kindern und Jugendlichen auf ihre Gage. Die Veranstaltung ist Teil des Programms zum hundertjährigen Jubiläum von Camilleri, das vom Fondo Andrea Camilleri zusammen mit dem Comitato Nazionale Camilleri 100 gefördert wird.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Mathias Bothor

Samstag, 14. März: Of/ Jimi Tenor

(Andrea)

Jimi Tenor ist ein finnischer Musiker (Komponist, Multiinstrumentalist) und Regisseur. Er hat sich nie mit der traditionellen Rolle eines Pop-Künstlers zufrieden gegeben. Er gilt als produktiver Musiker, dessen Schaffen jenseits aktueller Trends liegt, aber auch als Performer, der feinste Elemente afroamerikanischer Musik, spontane Albernheit und schamlosen Glamour auf originelle Weise vereint. (Good Good Festival) Sein erstes Soloalbum “Sähkomies” (Elektriker), welches später beim Label Warp Records wiederveröffentlicht wurde, enthielt die erfolgreiche Single “Take Me Baby”, die 1994 zu einem Clubhit wurde und in der Techno-Musikszene als Klassiker gilt. Während seine frühen Werke eher der elektronischen Musik zuzurechnen sind, wandte sich Tenor ab 1997 stärker dem Jazz zu. Es folgten zahlreiche Kollaborationen, unter anderem 2009 mit Tony Allen, und die Veröffentlichung von über 30 Alben. Auf seinem Album “Aulos” (2020) mixt wie bereits auf “Order of Nothingness” (2018) europäische mit afrikanischer Musik respektive Afrobeat. Seine aktuellen Veröffentlichungen lassen sich am ehesten irgendwo zwischen Jazz, Funk und kosmischer Musik einordnen. Die Vielseitigkeit seiner Projekte lässt sich nicht in wenigen Zeilen beschreiben, sondern, wie sollte es anders sein, am besten live erleben. 20 Uhr 

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Samstag, 14. März: Of/ Kooperative Druck-Performance im Bernardbau

(Andrea)

Zum Tag der Druckkunst 2026 hat die Druckwerkstatt im Bernardbau in Offenbach erneut einen Druckmarathon ausgerufen. Eine Gruppe von Künstler_innen bespielt am 14. März ab 12 Uhr die Druckwerkstatt zwölf Stunden lang mit einer kooperativen Druck-Performance. Ziel ist die Produktion einer gemeinsamen Werkserie. Die Werkstatt ist offen – Zuschauen ist erlaubt und erwünscht!  Die Künstler_innen arbeiten in den Techniken Bleisatz, Linolschnitt und Materialdruck. Ihr Thema dieses Jahr: „Tauziehen“. Mit dabei sind Ina Hengstler, Marina Kampka, Lena Mittelbach, Lena Sandel, Claudia Steffan, Christina Dirlich und Dominik Gussmann. Die Werkstatt ist an dem Tag ab 12 Uhr für Publikum geöffnet. Interessierte sind eingeladen, den Arbeitsprozess der Künstler_innen zu verfolgen. Darüber hinaus zeigt die Gruppe eine Ausstellung, in der Arbeiten vom Druckmarathon 2025 zu sehen sind. Diese wird im Eingangsbereich der Druckwerkstatt präsentiert. Idee und Organisation des Druckmarathons liegen in den Händen von Marina Kampka, Christina Dirlich und Ina Hengstler. 12 bis 24 Uhr

Druckwerkstatt im Bernardbau, Herrnstraße 63, Offenbach

Samstag, 14. März Rey&Kjavik live

(Martin)

Rey&Kjavik ist das Pseudonym von Alexander Schomann, DJ und Produzent aus Offenbach am Main. Seine musikalische Heimat ist House und elektronische Musik: Organic, Techno und Deep House – alle Richtungen friedlich vereint. Rhythmen wabern wie ein Mantra durch die Weiten seiner Klangwelten, melodische Blüten sprießen und bereiten die Bühne für die große Parade. Schomann fühlt sich in Clubs wie dem Watergate (Berlin) oder dem Scorpios (Mykonos) wohl, kann aber auch vor internationalem Publikum, zum Beispiel beim Burning Man oder auf der Fusion, das Dach in Brand setzen. 

Egal wo, Rey&Kjavik bietet einen spirituell mitreißenden Weg, der leuchtet und in andere Räume und Sphären führt. Klingt wie eine seelenrettende Insel auf einer Reise durch das unerschöpfliche Universum? Ist es auch.

Samstag, 14. März um 20.00 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Rey&Kjavik

Sonntag, 15. März: Of/ Hafensonntag

(Andrea)

Jetzt, da der Frühling endlich wieder sein blaues Band knüpft, lassen sich die ersten Sonnenstrahlen ganz gemütlich bei einem Kaffee, einem leckeren Stück Kuchen und beschwingter Musik genießen. Ich mag das sehr. "Hafensonntage, da seid ihr ja wieder! Von März bis September gibt es Konzerte um sechs, bei schönem Wetter im Garten, ansonsten unterm Dach. Nicht an allen Sonntagen, aber an so manchen. Hereinspaziert bei schlappen 10 Euro - Bands beschnuppern leicht gemacht :-) Und solltet ihr solche 10 nicht auftreiben, schaut gerne im Vorverkauf: dort ergeben sich immer mal wieder halbierte Tickets - ermöglicht durch solidarische Personen. 
Mit den Hafensonntagen möchten wir spannenden, oft jungen MusikerInnen eine Bühne bieten, die von einem neugierigen Publikum niedrigschwellig angesteuert werden kann. Deshalb sind die Konzerte nach Möglichkeit am Fluss. Gerade dann ist der Aufwand beträchtlich. Wir freuen uns über euren Support: kommt vorbei, sprecht es herum, kauft ein Ticket und ein Bier. danke und viel Vergnügen! Euer Hafen". 
Beginn 18 Uhr, der Hafen 2 ist bereits ab 12 Uhr geöffnet. Tickets:https://loveyourartist.com/en/profiles/suesswasser-ev-RYJF9N/events/constant-smiles-offenbach-am-main-H289YJ

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Sonntag, 15. März: Louis Philippson

(Uwe)

Klassik für Alle Tour 2026 - Mit seinen Vlogs, humorvollen Beiträgen und packenden  lavierinterpretationen begeistert Louis Philippson Millionen für klassische Musik und hat sich damit knapp 800.000 Follower erspielt. Louis’ musikalisches Talent wurde bereits im Alter von sieben Jahren von seiner späteren Klavierprofessorin auf YouTube entdeckt. Neben seiner Musikkarriere studiert er Internationale Wirtschaft und arbeitete als TV-Moderator. Scheinbar ein vielbeschäftigter junger Mann, der Louis.

Alte Oper Frankfurt / 20:00 Uhr
Foto: Luna Leen

Montag, 16. März: Of/ Kino

(Andrea)

Jetzt einmal fern ab von Putin und dem Krieg, Hand aufs Herz, von russischer Kultur habe ich doch herzlich wenig Wissen. Natürlich fallen mir bei Musik gleich Pussy Riot ein und auch ein paar wilde Bands, die ich bei der legendären Butterfahrt nach Sankt Petersburg in den 1990ern live erlebte ein (Namen leider alle vergessen). Gerne erinnere ich auch, wie unser Herbergsvater im Plattenbau an einem Abend die Balaleika auspackte und sentimentale Weisen zum Besten gab. Verständigt haben wir uns damals mit Händen und Füßen und irgendwann mit einem Wörterbuch, dass sie bei irgendwelchen Nachbarn aufgetrieben hatten. Eine wunderbare Erfahrung war das seinerzeit und wenn jetzt Wiktor Robertowitsch Zoi (1962-1990) aka Viktor Tsoi gedacht wird, einem, ich zitiere wikipedia, “sowjetischer Rockmusiker, Poet und Schauspieler. Der Frontmann der Band Kino war ein Pionier des russischsprachigen Rocks. Seine punkige Musik und poetisch-regimekritischen Texte hatten in der Sowjetunion eine große Anhängerschaft”, ist das doch eine schöne Einladung, sich einmal wieder anders auf dieses große Land einzulassen. “Das Symphonic Tribute an KINO verbindet die Kultsongs von Viktor Tsoi mit der kraftvollen Klangwelt eines großen Live-Orchesters. Das Czech Live Symphony Orchestra interpretiert unvergessliche Titel wie „Zvezda po imeni Solnce“, „Gruppa krovi“ und „Peremen“ in neuen, eindrucksvollen Arrangements und schafft damit ein emotionales Musikerlebnis, das Rock und Klassik auf besondere Weise vereint.” 20 Uhr

Stadthalle Offenbach, Waldstraße 412, Offenbach

Dienstag, 17. März. Betterov

(Andrea)

Für Uwe das persönliche Konzerthighlight im Monat März und wahrlich, Betterov ist eine Entdeckung. Musikalisch soziaisiert mit bzw. von Bruce Springsteen, The Doors und Grand Funk Railroad, inspiriert von der Grunge-Band Nirvana ist sein eigener Sound irgednwo zwischen Indie-Rock und Postpunk entstanden. Er macht Leichtathletik, spielt Klavier, Violine und Gitarre und nahm Gesangsunterricht. Außerdem spielte er Theater und beschäftigte er sich mit dem literarischen Werk von Georg Büchner, die, wie wir alle wissen, in Riedstadt geboren wurde. Was nicht unweit von Goddelau, Uwes Heimat liegt. Aber das erklärt natürlich nichts, sondern ist eher eine charmante Fußnote. Betterov spielte im Vorprogramm der Kaiser Chiefs und trat in Clubs auf. All das, plus seine Musik, erklären recht gut, warum man das Konzert besuchen sollte. Einlass 19 Uhr. Pressebild: Rebecca Kraemer 

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Mittwoch, 18. März. Teuterekordz

(Andrea)

Ganz ehrlich, ich stehe nicht besonders auf Hip-Hop und Sprechgesang und wenn eine Combo dann auch noch mit den Teutonen daherkommt… aber ich höre mich ja immer wieder gerne durch neue Namen und Musiken und dann gibt es immer Überraschendes. So auch hier bei den Teuterekordz. Nicht brachial, sondern eingängig. Ein paar Berliner Jungs, die zusammen Musik machen und dem Vernehmen nach wilde Live-Konzerte geben. Oha. Einlass 19 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Donnerstag, 19. März: Fee vs. Cönig

(Uwe)

Es geht um die Ehre. - Es geht um den Spaß. - Es geht ums Prinzip. Die Musik-Spoken Word-Community-Spielshow kehrt 2026 zurück in die Frankfurter Brotfabrik. Das Moderations-Duo Fee (Frankfurter Liedermacherin & Udo Lindenbergs Panikpreisträgerin) und Cönig (Poetry Slam Hessenmeister und Autor) liefern sich erneut einen einzigartigen Wettbewerb und haben sich dazu hochkarätige Gäste aus der Musik- und Spoken Word Szene eingeladen, die ihre Kunst präsentieren und ihrem Team bei diversen Duellen zur Seite stehen.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Christoph-Seubert

Freitag 20. März: Der Temporäre Elektronische Salo

(Daniela)

So ein Ärger, ich möchte so gerne nach Höchst, aber heute gehts nicht. Vielleicht klappt es ja bei Euch? 

Seit einigen Jahren findet der Salon temporär an verschiedenen Orten Frankfurts statt und garantiert immer elektronische improvisierte Musik für und aus dem Moment. Hybrid Stylez, Dub-Drums, Scratches, Electric Reeds und Samples von Kunst bis Pop – alles fließt!

Mit meistens Rubow & Leicht als Herz der Klang & Beat-Erzeugung gibt es jedesmal unterschiedliche Gäste, die die musikalische Reise-Route mit-definieren – so heute im einzelnen:

Hans Glawischnig, Bassist der hr-Bigband, nutzt das elektronische Ambiente des Salons um sein Instrument durch zahlreiche Effekte zu erweitern und Klangskulpturen und Loops zu kreieren. Schon bevor er auf dem Kontrabass mit bekannten Stars der Jazz-Welt wie Chick Corea oder als Mitglied des Miguel Zenon Quartetts Berühmtheit erlangte war der E-Bass sein Instrument – auf das er gemeinsam mit Rubow & Leicht gerne wieder zurück greift. www.hansglawischnig.com

Oli Rubow fühlte sich schon früh hingezogen zu groove bezogener DJ Culture, was dazu führte, wofür er heute beliebt und bekannt ist: Die begeisterte Verbindung von elektrifizierten Beats und Handgemachtem, Improvisiertem. So gelingt ihm ein ein Brückenschlag zwischen moderner Club-Kultur und etabliertem Musikhandwerk, unter anderem zu hören mit Bands und Dj´s wie Hattler, Fat Freddies Drop, Freundeskreis, Jazzanova, Turntablerocker …. olirubow.de/

Oliver Leicht, seit 2005 Mitglied der hr-Bigband, war bereits zu Schulband-Zeiten von Holzblas-Instrumenten und elektronischen Effekten fasziniert. Alles begann mit einem simplen Delay,… lay,…lay,… kombiniert mit Interesse an einer Unmenge von verschiedenen musikalischen Stilistiken führte das zur Mitwirkung und Produktionen so unterschiedlicher Ensembles wie Peter Herbolzheimers Rhythm Combination & Brass, Bob Brookmeyers New Art Orchestra, Zabriskie Point, [re:jazz], Die fantastischen Vier und Ralf GUM … um nur einige zu nennen. Und mündet heute in die von ihm mit-initiierte offene Konzert Reihe „Der Temporäre Elektronische Salon“ – improvisierte elektronische Musik zum Wohlfühlen, Tanzen, Zuhören, Zuschauen und Genießen --- alles fließt! oliver-leicht.de

20.03.2026 - doors: 19:30h - music: 20h - Eintritt 10€, KulturRaum B25 - Brüningstr. 25 - 65929 Frankfurt Höchst, Veranstalter: Raum für kulturelle Fragen e.V.

Samstag, 21. März Jazzsalon: Ev Machui, Michael Will & Andreas Müller

(Uwe)

„Das Glück kennt nur Minuten“ – eine Hommage an Hildegard Knef zum 100. Geburtstag

„Die Knef“, das war die Frau, die im prüden Nachkriegsdeutschland für Aufbruch stand. In den 60er Jahren feierte sie als „größte Sängerin der Welt ohne Stimme“ (Ella Fitzgerald) Platten- und Tourneeerfolge. Hildegard Frieda Albertine Knef führte ein Leben wie auf einer Achterbahn zwischen Berlin, Broadway und Hollywood. Sie hatte mindestens drei Karrieren – als Schauspielerin („Die Mörder sind unter uns“), Chansonsängerin („Für mich soll’s rote Rosen regnen“) und Bestsellerautorin („Der geschenkte Gaul“). Ev Machui führt an diesem Abend nicht nur mit Liedern, sondern auch mit erzählerischen Anekdoten durch das bewegte Leben dieser umtriebigen Künstlerin. Musikalisch virtuos begleitet von Andreas Müller am Klavier und Michael Will am Kontrabass.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Oliver Tamagnini

Bis Sonntag, 22. März: Ausstellung "Milky Way Berlin – künstlerische Positionen der Ateliergemeinschaft Milchhof" bei der Kunstfamilie Montez

(Petra)

Das nenne ich mal eine tolle neue Kooperation – und bin gespannt auf die heutige Eröffnung: Ateliergemeinschaft Milchhof und Kunstverein Familie Montez verbindet 2026 ein Austauschprojekt. Den Auftakt macht der Milchhof, dessen Mitglieder sich einmal mehr hinter einer Idee versammeln, die zur DNA des Vereins gehört: Austausch initiieren, Netzwerke erweitern, Kontakte pflegen. Die Ausstellung beleuchtet die Bandbreite des künstlerischen Schaffens im Milchhof und ist nicht nur für die Besucher, sondern auch für die Künstlerinnen und Künstler des Milchhofs ein besonderes Ereignis, denn ein so umfassender und konzentrierter Einblick wie in Frankfurt kommt selten zustande. Die Ateliergemeinschaft Milchhof e.V. gründete sich 1991 auf dem Gelände der Nordmilch AG am Arkonaplatz in Berlin-Mitte und zog 2004 in eine benachbarte ehemalige Schule um. Hier arbeiten heute über 50 Künstler*innen in den Bereichen Malerei, Skulptur, Installation, Zeichnung, Fotografie, Video, Performance, Tanz, Musik, Komposition, Choreografie, Regie, Journalismus. Die Ateliergemeinschaft Milchhof e.V. organisiert Ausstellungen, Workshops und andere Veranstaltungsformate, um Künstler*innen und Kunst zu fördern. Daraus entwickelten sich verschiedenste Initiativen und Plattformen in Berlin. Zum 35-jährigen Jubiläum des Vereins freut er sich auf sein Gastspiel in Frankfurt – und auf den Gegenbesuch des Kunstvereins Familie Montez, der 2026 im März/April und im September/Oktober diese Kooperation mit Ausstellungen am Milchhof in Berlin fortsetzt. 

Milky Way Berlin – künstlerische Positionen der Ateliergemeinschaft Milchhof, mit: Lindy Annis, Berthold Bock, Gunnar Borbe, Saskia Buwert, Manfred Fuchs, Heike Gallmeier, Jan Gottschalk, Marcel Grabsch, Jürgen Grewe, Marc Gröszer, Cornelia Gutsche, Marc Haselbach, Wojtek Hoeft, Werner Kernebeck, Andreas Knäbel, Anette Kuhn, Maruska Mazza, Frauke Menzinger, Regina Mielich, Silvia Nettekoven, Mirka Pawlik, Mariel Poppe, Torsten Prothmann, Inken Reinert, Peter Scior, Carlos Silva, Elisabeth Sonneck, Beate Spitzmüller, Henry Stöcker, Anne Katrin Stork, Héctor Velázquez, Wiebe Maria Wachmann, Marcus Wittmers, Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: Unter der Honsellbrücke, Uhrzeit: ab 18 Uhr, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 13 - 18 Uhr, Eintritt: frei, barrierefrei 

Montag, 23. März: Clueso

(Uwe)

Clueso geht 2026 mit seiner spektakulären „DEJA-VU TOUR“ auf große Arena-Tournee und bringt seine Hits in die größten Hallen Deutschlands. Mit 20 Jahren Bühnenerfahrung verbindet Clueso auf einzigartige Weise Pop, Hip-Hop und Singer-Songwriter-Elemente. Bei der „DEJA-VU TOUR“ dürfen sich Fans nicht nur auf seine größten Hits wie „Chicago“ oder „Flugmodus“ freuen, sondern auch auf brandneue Songs und jede Menge Live-Highlights. Mein Lieblingslied von ihm ist Gewinner und ich möchte Euch hier empfehlen, auf YouTube anzuschauen, wie er „Weil ich dich liebe“ von Westernhagen bei TV Noir spielt. 

Festhalle Frankfurt / Beginn: 20:00 Uhr
Foto: Cristoph Köstlin

Montag, 23. März: Max Prosa

(Uwe)

Die große Frage ist: Wurde der Singer-Songwriter Max Prosa mit diesem treffenden Nachnamen geboren? Nein, bürgerlich heißt er Max Podeschwig, aufgewachsen ist er in Berlin. Nach einer langen Phase von kleinen Besetzungen soll es nun eben auch wieder mit Band auf Tour gehen. Neben Magnus Bang Olsen sind noch Leonie Geißler und Ben Anderson dabei. „Die mitreißende Kraft einer Band habe ich in den letzten Jahren sehr vermisst“, sagt Prosa.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Sandra Ludewig

Mittwoch, 25. März: YÜZYÜZEYKEN KONUŞURUZ

(Andrea)

Türkisch ist schon ein Rollercoaster manchmal. Wenn ich den Namen des Künstlers ganz langsam lese, klappt es: YÜZYÜZEYKEN KONUŞURUZ. Er ist heute mit seiner Band in der Batschkapp und weil er sich ohnehin in meiner Playlist tummelt, gehe ich hin. Freue mich total auf den Abend und werde ganz sicher mit großer Sehnsucht nach meiner Liebslingsstadt am Bosporus nach Hause gehen. Solange Ekrem İmamoğlu im Knast sitzt, wollte ich eigentlich nicht hin. Aber das hieße sehr, sehr viele Jahre warten. Görelim. Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr 

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Mittwoch, 25. März: Of/ Komische Nacht

(Andrea)

Die Komische Nacht, eines der erfolgreichsten Live-Comedy-Formate in Deutschland. Kai Schmidt veranstaltet sie seit über 10 Jahren in Offenbach und das sehr erfolgreich. Die Komische Nacht bietet einen bunten und aufregenden Querschnitt durch die aktuelle Comedyszene in Deutschland. In jedem Spielort treten an einem Abend bis zu 5 Comedians jeweils ca. 20 Minuten auf. Das Beste: Bei der Komischen Nacht müsst nicht ihr von Lokal zu Lokal wandern, um verschiedene Comedians sehen zu können. Ihr braucht euch lediglich eine Eintrittskarte für euer Lieblingslokal holen und bekommt von uns mehrere Künstler:innen „serviert“. Bei der Komischen Nacht sind es nämlich die Comedians, die zwischen den Spielorten umherziehen. Runter von der einen Bühne, rauf auf die nächste. Das ist sowohl für die Künstler:innen als auch für das Publikum ein wahrhaftiger Comedy-Marathon. Comedians: Roberto Capitoni, Anne Kraft, Hendrik Brehmer, Bademeister Schaluppke, Freddy Ekué. https://www.komische-nacht.de/events/15587

Verschiedene Locations, Offenbach

Samstag, 28. März: Ecstatic Dance: Frühlingserwachen / Ostara mit DJ ToR

(Uwe)

Tanzen setzt Glückshormone frei – umso mehr, je intensiver man sich auf die Musik einlässt: Die Augen schließen und Eins werden mit dem Beat! Das ist das Prinzip von Ecstatic Dance. Hier kommt der Rausch über die Bewegung, hier schaut niemand nach Pose oder Choreo, hier geht es um Körpergefühl statt Styling! Ecstatic Dance verbindet Club Vibes mit achtsamer Atmosphäre – er ist eine Einladung, sich frei zu bewegen und mit anderen in den Groove zu kommen. Der musikalische Reiseleiter für dieses Erlebnis ist ToR aus Spanien, ein leidenschaftlicher Ecstatic Dance DJ und Klang Alchemist, der in seiner Heimat Ecstatic Dance Malaga ausrichtet und organisiert. 

Centralstation / DA, Im Carree / 19 Uhr
Foto: Homepage Centralstation

Freitag, 20. März: Hällas

(Uwe)

Das schwedische Quintett erschafft epische, fantasiegetränkte Konzeptalben voller abenteuerlicher Zwillingsgitarren, Vintage-Synthesizer und mystischem Storytelling – und formt damit ihr ganz eigenes Genre: Adventure Rock. Hällas wurde 2011 gegründet und feierte den ersten Durchbruch mit dem Debütalbum „Excerpts From A Future Past“ (2017). Mit jeder Veröffentlichung hat sich die Band eine treue Kultanhängerschaft in der modernen Prog- und Hardrock-Szene auf der ganzen Welt aufgebaut. 

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / 20 Uhr 
Foto: Marcus Carlsson

ab Samstag, 21. März: Of/ Demokratiekiosk

(Andrea)

Das Stadtteilbüro Senefelderquartier und das Projektteam des Designkiosks laden im Rahmen der World Design Capital 2026 alle Anwohnenden und Interessierten zu einer Reihe von Veranstaltungen rund um Design, Kunst und demokratische Teilhabe ein. Die Formate finden im beziehungsweise am Designkiosk statt – einem gestalteten Kioskraum oder einer temporären Konstruktion im öffentlichen Raum. Der Designkiosk versteht sich als offener Treffpunkt für Menschen aus dem Stadtteil, die sich austauschen, kreativ werden oder gemeinsam über gesellschaftliche Fragen nachdenken möchten. Das vom Mannheimer Industriedesigner und Künstler Emre Yazar gestaltete Programm umfasst Rundgänge, Gesprächsformate, Workshops, Lesungen, Vorträge und Ausstellungen. Ziel ist es, neue Perspektiven auf Stadtgestaltung, Zusammenleben und demokratische Prozesse zu eröffnen. Hier wird zu einer „Demokratie der Zukunft“ geforscht, gestaltet und experimentiert. Die Angebote richten sich an (angehende) Designer und Künstlerinnen aus Offenbach sowie an junge Menschen und Bewohnerinnen und Bewohner aus der unmittelbaren Umgebung des Designkiosks. Ziel ist es, eine vielfältige und repräsentative Stadtteilgesellschaft zu erreichen. Die geplanten Termine für 2026 werden fortlaufend aktualisiert. Vorgesehene Veranstaltungsdaten sind am Samstag, 21. März, 11. April, 18. April, 16. Mai, 13. Juni, 18. Juli, sowie am Sonntag, 19. Juli, am Samstag, 15. August, 12. September, 3. Oktober, 17. Oktober und 7. November. 

Kulturkiosk Uzumumba, Senefelderstraße 72, 63069 Offenbach am Main, 

Freitag, 27. März: Of/ Amrum

(Andrea) 

Fatih Akim gehört ganz klar zu meinen absoluten Lieblingsregisseuren und wenn ich mir aussuchen könnte, mit welchem Promi ich gerne mal einen Abend verbringen könnte, wäre er meine erste Wahl. Mit “Amrum” hat er die Geschichte seines Mentors Hark Bohms verfilmt, beide verband eine tiefe Freundschaft und wenn bei dem Abend noch leckeres Essen gereicht wird, möchte ich “Amrum” natürlich sehen. "Seehundjagd, Fischen bei Nacht, Schuften auf dem Acker, nichts ist zu gefährlich oder zu mühsam für den 12-jährigen Nanning, um seiner Mutter in den letzten Kriegstagen zu helfen, die Familie zu ernähren. Mit dem ersehnten Frieden entstehen allerdings völlig neue Konflikte und Stimmungen. Nanning muss lernen, seinen eigenen Weg zu finden – und seiner Mutter ein Honigbrot zu bringen. Diese schier unlösbare Aufgabe verlangt ihm alles ab …
Dieser Kurztrip an die Nordsee ist beklemmend und befreiend zugleich … dabei tief und rau, ruhig und rätselhaft …wie das Meer selbst. 
Wir servieren hierzu gebratenen Zander in Nussbutter (ja, keine Scholle – der Koch hat entschieden) mit norddeutschem Kartoffelsalat (Blumenkohl-Steaks für die Vegetarier) und ein Friesentörtchen als Dessert. Als Amuse-Gueule muss es hierbei zwingend ein Stück Brot mit guter Butter und allerbestem Honig geben – eine süße Hommage an diesen wunderbaren Film, der traumhaft fotografiert, behutsam inszeniert und mit Laura Tonke (mal wieder) herausragend besetzt wurde. In Erinnerung an den großartigen Hark Bohm (1939-2025), dessen Kindheitserinnerungen auf seinen Wunsch hin von Freund und Ziehsohn Fatih Akin in „Amrum“ meisterhaft verfilmt wurden." Alle Infos & Karten gibt es wie immer unter  www.kinokulinarisch.de 

Alte Schlosserei der EVO, Andréstraße 71, Offenbach
 

Gründonnerstag, 02. – Ostersonntag, 05. April: JESUS D’Amour, GEST. / AUFERST. – DIE PASSION

(Martin)

Nach den Evangelien des Lukas, Markus, Matthäus und Johannes
Alle Jahre wieder… Auch zur Osterzeit! 
Schon im 21. Jahr wird diese Inszenierung gezeigt: Einmal sehen reicht nicht, weswegen manche Menschen sich schon vor Ort fürs nächste Jahr verabreden. Das lohnt sich – und weil das so ist, tun alle gut daran, rechtzeitig Karten zu reservieren! 

„Jesus in der Industriebasilika. Ob katholisch, evangelisch, orthodox oder kirchlich ungebunden – Jesus Christus, sein Leben, sein Leiden und Sterben fasziniert die Menschen aller Konfessionen bis heute ungebrochen. Seine Idee, den Menschen in den Mittelpunkt des Glaubens zu stellen, war schon vor mehr als 2000 Jahren revolutionär.Jesus – Prophet oder Politikum?  Die letzten Tage in Jerusalem. Als das Theater Willy Praml vor bald zwanzig Jahren damit begannen, das Leben Jesu auf textlicher Basis der vier Evangelien für das Theater in der denkmalgeschützten Naxoshalle, eine riesige dreischiffige Industriebasilika, nachzuzeichnen, konnten es nicht ahnen, dass damit eine Tradition begründet würde, die nun schon im 21. Jahr zu Weihnachten und Ostern das Publikum begeistert und berührt.“

Die Presse schrieb:
„Ein spannendes Experiment, das nicht Christ, nicht Heide sich entgehen lassen sollte.“Frankfurter Neue Presse 
„Selten wurde die Jesusgeschichte so frisch, frech und zugleich ernsthaft nacherzählt.“ Evangelische Sonntagszeitung

Segnung der Ostereier und Osterbrot im Anschluss an die Vorstellung am Karsamstag, 04. April ca. 22 Uhr durch Stefan Scholz! 

Gründonnerstag, 2. April um 19.30h, Karfreitag, 3. April um 18.00h, Karsamstag, 4. April um 19.30h und Ostersonntag, 5. April um 18.00h im Theater Willy Praml
Foto: © Peter Grün

Freitag, 17. April: Oscar Wilde. BUNBURY. ( (Premiere, weitere Termine)

(Martin)

Eine triviale Tragödie für ernsthafte Leute

Viktorianisches Zeitalter: Alles an seinem rechten Platz. Ein anständiger Mann ist ein anständiger Mann, eine anständige Frau ist eine anständige Frau. QUEEN Viktoria ist eine gewichtige Herrscherin und die Moral ihrer schweren Unterröcke schafft eine miefige Atmosphäre, die zum Ersticken ist. Und doch ist Oscar Wilde der gehätschelte Liebling dieser Zeit. 

KING Oscar, Regent der spitzen Provokationen gegen alles Etablierte, sich selbst zum Maßstab an die Spitze des Etablierten setzend, verheirateter Familienvater, der Artist der gehobenen Salons, der Formvollendete!  Er ist aber auch der promiske Schwule auf gierigen Streifzügen im Strichermilieu, der Streuner im schmuddeligen Abseits, der mit Flecken auf den Samthosen nach Hause kehrt. DOPPELEXISTENZEN BIETEN SPRENGSTOFF.

Komödie schreiben, Komödie spielen. Nichts dem Ernst überlassen. Den Gesellschaftsclown geben, der immer den letzten Schrei kreiert und alle kreischen mit. Mit BUNBURY hat Wilde die Präzision seines Witzes auf die Spitze getrieben. Und enthüllender hat Wilde sich nie verhüllt als in diesem letzten Theaterstück.  

Am 14. Februar 1895 war Premiere. Es wurde viel gelacht!
Am 25. Mai wurde er wegen Homosexualität und Sodomie verurteilt. 
Es wurde viel gelacht!! über seine Antworten, die er im Verhör wie eine seiner Bühnenfiguren parat hatte. 
Die Urteilsverkündung: zwei Jahre Zuchthaus mit schwerer Zwangsarbeit. Redeverbot. Verbot aller Schriften. Absetzung aller Stücke. 
Die Protokolle der Prozessakten sind mit Wildes BUNBURY verschnitten. Glänzende Oberfläche und grotesker Abgrund kreuzen sich zu einer trivialen Tragödie für ernsthafte Leute.
DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST ANTASTBAR.

Freitag, 17. April (Premiere) um 19.30 Uhr, Samstag, 18., Montag, 20., Freitag, 24., Samstag, 25. April, Samstag, 2., Sonntag, 3., Samstag, 9., Sonntag, 10., Mittwoch, 13., Freitag, 15., Samstag, 16., Donnerstag, 28., Freitag, 29. Und Samstag, 20. Mai um jeweils 19.30 Uhr im Theater Willy Praml in der Naxos-Halle
Foto: © Paula Kern

BEREITS ANGEKÜNDIGT, LÄUFT ABER NOCH EINE WEILE

Bis Samstag, 07. März: „Auftunen und Peppen“

(Martin)

Den Auftakt der Goldstein-Einzelausstellungsreihe 2026 macht „Auftunen und Peppen” mit Arbeiten des Künstlers Markus Schmitz. Die Zeichnungen des Atelier Goldstein-Künstlers Markus Schmitz zeugen von einer komplexen und fantasievollen Liniensprache. Linien und Text, ausgeführt in einer eigenen Typografie, verdichten sich zu visuellen Knotenpunkten. In den verschlungenen Zeichnungen offenbaren sich Motive wie Menschen, Landschaften, Fahrzeuge und organische Formen. Die Linien erzeugen dabei eine Spannung zwischen bewusster Komposition und intuitivem Fluss. Dieses spielerische Überarbeiten, Ergänzen und Weiterdenken – ein stetiges „Auftunen und Peppen” der Motive – bildet den Ausgangspunkt für den Titel der Ausstellung. Viele der Zeichnungen dienen als Grundlage für Cut-outs. Hier arbeitet Markus Schmitz mit der Technik des Scherenschnitts, die er zu einem zeitgenössischen Ausdrucksmittel weiterentwickelt. In einer Art zweistufigem Abstraktionsverfahren entstehen präzise Papierarbeiten, deren negative ausgeschnittene Flächen das Motiv oder die Erzählung nur noch als Spur abbilden. Der von den Arbeiten im Raum erzeugte Schattenwurf ist kein bloßer Nebeneffekt, sondern integraler Bestandteil der Komposition: Als Projektion erweitert er die Bildfläche in den Raum. In der Ausstellung wird dieses Prinzip gesteigert, indem der projizierte Schatten in Form einer Installation selbst zum zentralen Element wird.

Goldstein Galerie, Schweizer Straße 84, Öffnungszeiten: Donnerstag – Samstag von 14 – 18 Uhr (samstags ist der Künstler anwesend)
Foto: © Homepage der Goldstein Galerie

Bis 15. März: OF/ Internationale Kinderbuchausstellung

(Andrea)

Kinderbücher sind klasse und es fiel mir unendlich schwer, als das KInd vor einigen Jahren beschloss, dass für ihre Bücher jetzt kein Platz mehr sei, alle in den Bücherschrank zu bringen. Ein paar meiner Lieblingsbücher habe ich behalten, “Frerk der Zwerg” zum Beispiel, “Die Reise zum Mond” oder “Das 99. Schaf”. Alles Titel, die sicher nicht in der Kinderbuchausstellung zu finden sind. Dafür eine Menge anderer toller Bücher.. Drei Monate lang feiert die Kinderbuch-Ausstellung 70. Geburtstag und schaut zurück auf sieben Jahrzehnte Bilderbuch. Was ist alles auf dem Bilderbuchmarkt los gewesen, welche Ausgaben sind heute Kult, und was würde heute nicht mehr so im Regal landen? Und was erwartet das Kinderbuch wohl in der Zukunft? Daneben zeigt die Kinderbuchausstellung wie in jedem Jahr zahlreiche Neuerscheinungen aus vielen Ländern, die besonders schön gestaltet oder erzählt sind.
Die Ausstellung zeigt auf, wie sich die Themen und die Formensprache im Laufe der Zeit verändert haben. Wurde noch in den fünfziger Jahren oftmals eine heile Kinderwelt mit festgefügten Rollenbildern dargestellt, ändert sich das spätestens im Laufe der siebziger Jahre. Progressive Kinderbuchverlage edierten kritische Bücher für Kinder und schufen so ein ganz neues Feld des Kinderbuchs. Die kindlichen Sorgen und Probleme wurden ernst genommen und thematisiert. Technische Entwicklungen, gesellschaftliche Umbrüche und Problematiken wurden zunehmend auch zum Thema im Bilderbuch. Krieg, Flucht, Diskriminierung wurden aus kindlicher Perspektive dargestellt. In den letzten Jahren veränderten emanzipatorische Bewegungen auch die Bücher für Kinder sehr stark. Alte Rollenbilder wurden aufgebrochen und in Frage gestellt. Stereotypen wurden hinterfragt und die gesellschaftliche Vielfalt entwickelte sich zu einem Thema in den Bilderbüchern der letzten 10 Jahre. Bücher, die Kinder dazu ermuntern, ihre Körper, ihre sexuelle Orientierung und die Vielfalt an eigenen Fähigkeiten wertzuschätzen, finden sich zunehmend auf dem Bilderbuchmarkt.
Natürlich haben sich nicht nur die gewählten Thematiken, sondern auch die Bildsprache im Laufe der Jahre sehr verändert, wobei sich die zeitgenössische Bilderbuchillustration vom Illustrationsstil der fünfziger und sechziger Jahre inspirieren lässt. 

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Bis Donnerstag, 16. April: Frankfurter Kunstsäule mit Daniel (und Felix) Hartlaub

(Petra)

Aus der Werkausgabe bei Suhrkamp wissen wir, dass der Zeichner und Autor Felix Hartlaub (1913-1945, Sohn des Namensgebers der Neuen Sachlichkeit, des Kunsthistorikers und damaligen Direktors der Mannheimer Kunsthalle Gustav Friedrich Hartlaub) bereits als Kind düstere, apokalyptische Tuschezeichnungen angefertigt hat, die versehrte Kriegsrückkehrer ins Zentrum stellten. Seine Geschichte vom Jungen, die er vor etwa 100 Jahren in 16 Zeichnungen erzählte, schildert imaginäre Abenteuer seines Alter Ego in der Welt. Im Führerhauptquartier als Mitarbeiter für das Kriegstagebuch der Wehrmacht eingesetzt, gelang es ihm, eigene Texte herauszuschmuggeln, die seine äußeren und inneren Wahrnehmungen aus dieser Zeit beschreiben. Felix Hartlaubs kurzes Leben und sein ungeklärter Tod in den letzten Kriegstagen hinterließen einige Geheimnisse. Daniel Hartlaub plant nunmehr einen Film über seinen 1945 in Berlin verschollenen Onkel, und die KunstSäule beleuchtet dieses Filmthema in einer besonderen Kooperation mit dem englischen Künstler Keith Rodway. Im Frühjahr 2025 haben die beiden Künstler in England bereits eine gemeinsame Schau zu Felix Hartlaub realisiert. Für den Felix-Hartlaub-Film plant sein Neffe eine animierte Imaginationsebene, die teilweise auf der KunstSäule zu sehen sein wird. In den Bildern von Hartlaub oszilliert Felix Hartlaubs Leben zwischen Kunst, Krieg und NS-Regime. Die Litfaßsäule erinnert so an eine zerrissene Zeit, und Parallelen zu heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen sind unübersehbar.

Bild: ©Daniel Hartlaub

Vanished – The Curious Life and Death of Felix Hartlaub, kuratiert von Katrin Kobberger,  Ort: KunstSäule Frankfurt, Adresse: Am Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Ecke Gutzkowstraße), Uhrzeit: 19 Uhr, Öffnungszeiten:24/7, Eintritt: frei

Freitag, 17. April – Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Bis 24. April: „TEMPLE ROAD“ – Fotografische Dokumentation religiöser

(Martin)

Gemeinschaften zwischen Industriehallen Ausstellungsauftakt einer neuen analogen Ausstellungsreihe. TEMPLE ROAD - In einem Gewerbegebiet am Stadtrand von Frankfurt am Main liegt ein Ort, der sich an Wochenenden still verwandelt: Zwischen Werkstätten, Bürogebäuden und einer Großmetzgerei entstehen temporäre Räume spiritueller Praxis. Die Ausstellung Temple Road der Fotografin Josefine Rauch dokumentiert diese kaum sichtbare Parallelwelt und eröffnet zugleich die neue Ausstellungsreihe von ON FILM LAB.

Die künstlerisch-dokumentarische Fotoserie widmet sich den vielfältigen Glaubensgemeinschaften im Fechenheimer Gewerbegebiet, die leerstehende Industriehallen für Gebete, Hochzeiten und gemeinschaftliche Feiern nutzen. Über ethnische, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg versammeln sich hier zahlreiche Gemeinden aus der gesamten Rhein-Main-Region. Abseits der öffentlichen Wahrnehmung entstehen so geschützte Räume, die – fernab zentraler Sakralbauten – Anonymität und Freiheit für das Gemeindeleben ermöglichen. Mit einem sensiblen, zurückhaltenden Blick und ausschließlich auf analogem Filmmaterial entstanden, macht Temple Road sichtbar, wie diasporisch geprägte Religionspraxis ihren Platz in der urbanen Peripherie findet: improvisiert, gemeinschaftlich und meist unbeachtet von der Mehrheitsgesellschaft. Die Serie verhandelt Fragen von Zugehörigkeit, Wahrnehmung und städtischer Raumnutzung.

Josefine Rauch ist eine in Offenbach am Main lebende Fotografin. In ihrer Arbeit untersucht sie temporäre Räume und ambivalente Zustände, in denen sich Zugehörigkeit, emotionale Haltungen und soziale Prozesse materialisieren. Ihr Projekt Temple Road wurde international auf Fotofestivals und Plattformen ausgezeichnet und auf Shortlists geführt sowie in Publikationen, unter anderem des Haus der Kulturen der Welt, präsentiert. Die Serie war bereits in zahlreichen Gruppenausstellungen zu sehen, darunter bei der Fotobus Society Hannover, im Fotografie Forum Frankfurt, der AFF Galerie Berlin und der Fotogalerie Friedrichshain. Im ON FILM LAB Frankfurt wird Temple Road nun erstmals als umfassende Einzelausstellung gezeigt.

ON FILM LAB - Raum für analoge Fotografie, Sandweg 131A / Montag – Freitag, 10 – 18 Uhr
Foto: © Josefine Rauch

Bis Sonntag, 26. April: AI-Worlding im Museum Angewandte Kunst x saasfee*pavillon

(Petra)

Worlding steht für Prozesse, welche Welten und Weltsichten hervorbringen. Zunehmend wird Künstliche Intelligenz Teil dieser Prozesse. KI-Systeme haben sich tief in unseren Alltag eingebettet und prägen unsere Vorstellungen von Gesellschaft, Welt und uns selbst. Generierte Bilder, Texte und Videos erschaffen neue Welten – basierend auf selektiven Daten, einseitigen Perspektiven und wirtschaftlichen Interessen. Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl zeitgenössischer künstlerischer Positionen, welche AI-Worlding simulieren und reflektieren. Es werden einerseits Grenzen generativer Modelle erfahrbar gemacht, andererseits das Verhältnis zwischen Menschen und KI-Systemen exploriert: Wann sind diese bloß Werkzeug, wann Co-Creator und wo bestimmender Faktor für gesellschaftliche und künstlerische Prozesse? Die Partnerausstellung im saasfee*pavillon eröffnet am Donnerstag, 19. Februar.

AI-Worlding - Künstlerische Forschung zu KI-generierten Weltmodellen, Gruppenausstellung mit: Anton Andrienko, Elisa Deutloff, Egor Dmitriev, Xiangyu Fu, Chelsea Hartmann, Marlon Hesse, Ava Leandra Kleber, Max Kreis, Mattis Kuhn, Leon-Etienne Kühr, Seongsin Lee, Ting-Chun Liu, June Pauli, saasfee* (Alex Oppermann, Al Dhanab, Maciej Medrala), Evgeny Tverdokhlebov, Natalie Wilke, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 12 (10) Euro

Bis 26. April: JESSICA BACKHAUS. SHADOWS MIGHT DANCE

(Uwe)

Die Arbeiten der international anerkannten deutschen Fotografin Jessica Backhaus entfalten sich im Spannungsfeld zwischen Fotografie, Malerei und Objektkunst, geprägt von Form, Farbe und Licht. Inspirationsquellen reichen von abstrakten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts wie Josef Albers und Sonia Delaunay bis zu prägenden Begegnungen wie mit der Schriftstellerin und Fotografin Gisèle Freund. Ihre Fotografien befinden sich in bedeutenden Sammlungen, darunter die Deutsche Börse Photography Foundation, und wurden unter anderem in der National Portrait Gallery, London, und im Martin-Gropius-Bau, Berlin, ausgestellt.

Rahmenprogramm
DI, 10.02., 10.03., 21.04., 15 Uhr KURATORINNENFÜHRUNGEN mit CELINA LUNSFORD oder ANDREA HORVAY
FR, 17.04., 18 Uhr GALERIEGESPRÄCH mit JESSICA BACKHAUS und Prof. Dr. SOPHIE CHARLOTTE OPITZ, Medienwissenschaftlerin/Kuratorin, Bucerius Kunst Forum, Hamburg
SA/SO, 18./19.04., 10–17 Uhr WORKSHOP »ABSTRAKTE DIMENSIONEN« mit JESSICA BACKHAUS

Fotografie Forum Frankfurt / F., Braubachstraße 30–32
Foto: FFF, Jessica Backhaus

Bis Sonntag, 26. April: allapopp "When Body is not Enough" im saasfee*pavillon x Museum Angewandte Kunst -

(Petra)

Ein milder Sprühregen an famosen "World Design Capitel 2026"-Projekten plätschert in diesem Jahr auf uns nieder: ich hoffe, Ihr seid bereit!? Jetzt auch mit einer Kooperation des saasfee*pavillons mit dem Museum Angewandte Kunst, die dazugehörigen Ausstellungen sind in beiden Häusern zu sehen. Heute ist Vernissage der Einzelausstellung von allapopp im saasfee*pavillon, die über ein Jahrzehnt der Selbstdigitalisierung nachzeichnet – von frühen Sprachklonen bis hin zu generativen KI-Avataren und interaktiven Sprachmodellen. Sie vereint individuelle und gemeinschaftliche Arbeiten der Künstler*in in den Bereichen Installation, Video, Klang, Mixed Reality, Teppich und Acrylglasdruck. Angefangen bei den techno-utopischen Träumen des sowjetischen Kosmismus, westlichem Transhumanismus und Ideen der Techno-Spiritualität, untersucht die Ausstellung die Kräfte, die den Wunsch nach kapitalistischer, patriarchaler und spiritueller Selbstoptimierung prägen. Als zehnjährige, praxisorientierte Auseinandersetzung mit digitaler Verkörperung im Zeitalter der künstlichen Intelligenz stellt allapopp die Frage: In welche Zukunft führt die digitale Erweiterung unserer Körper – und nach wessen Bedingungen findet diese Transformation statt? Die Partnerausstellung im Museum Angewandte Kunst eröffnet bereits am Donnerstag, 12. Februar

Foto: ©www.saasfee.de

When Body Is Not Enough – allapopp, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstraße 66 HH, Öffnungszeiten: samstags+sonntags 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung, Sunday Artist Walks jeweils 16.00 (22.02., 15.03., 29.03., 26.04.), 17.04.2026 19.00 - 21.00 Uhr „Tatar Dinner-Performance“ mit allapopp (Anmeldung erforderlich per E-Mail an: heidi@saasfee.de)

Freitag, 27. März - Sonntag, 06. September: Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni

(Petra)

Wie kann eine technologisierte Gesellschaft auf Fürsorge und Teilhabe statt auf Konkurrenz bauen? – diese Frage steht im Zentrum des Multispezies Members Club im Rahmen der World Design Capital 2026. Die Ausstellung entwirft ein zukunftsweisendes Modell des Zusammenlebens, in dem Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen gleichberechtigt agieren. Besucher*innen sind eingeladen, Fürsorge, Kooperation und Teilhabe nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben, und zu reflektieren, wie Technologie Kommunikation zwischen unterschiedlichen Spezies ermöglichen kann. Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich, dass Technik nicht neutral ist: Sie verbraucht Ressourcen, kann bestehende Machtverhältnisse verstärken und stößt dort an Grenzen, wo natürliche Systeme zu komplex sind, um sie vollständig zu steuern. Die Highlights der Ausstellung sind interaktiv und vielseitig: Andreas Greiners neu entstandene Installation Garden Protocol verbindet Pflanzen auf dem Balkon, 1 Menschen und technische Systeme über Wasser als gemeinsame Ressource und fungiert als lebendiges Versuchsfeld für neue Formen des Zusammenwirkens von Natur und Technologie. Greiner agiert dabei sowohl als Künstler als auch als Kurator der Ausstellung, gemeinsam mit Ina Neddermeyer und Susanne Wartenberg. Im Multispezies Café knüpft er an die Tradition des Salons an und bringt aktuelle Diskurse über Künstliche Intelligenz in den Raum, während im Klangkunstwerk Conspiracy Theory (2023) drei KI-Systeme – Grok, DeepSeek und Mistral – in einen Trialog treten und globale Machtverhältnisse sowie politische und gesellschaftliche Modelle reflektieren. Weitere künstlerische Positionen hinterfragen die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Technologie auf vielfältige Weise. Aktivistisch und interaktiv ist Tree and Rockets Truth Gate (2026), das Besucher*innen über umgebaute Arcade-Spielautomaten in die Analyse und Korrektur von Online-Inhalten einbindet. Auch der Museumsgarten wird Teil des Multispezies-Clubs: Mit der Klanginstallation What do birds tweet about? (2025, Neukonzeption 2026, Baltic Raw Org) werden Vogelstimmen in kurze Textfragmente übersetzt und als eigenständige, nichtmenschliche Stimme erfahrbar. Beiträge von Künstler*innen – darunter auch Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der HfG Offenbach, die im Rahmen eines Open Calls ausgewählt wurden – eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Künstliche Intelligenz, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung. Wissenschaftler:innen der Goethe Universität Frankfurt ergänzen das Programm mit Perspektiven aus der KI Forschung, Bioinformatik, Kunstpädagogik, Anthropologie sowie Erziehungs-, Kultur- und Literaturwissenschaften. Die Ausstellung verbindet Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit und lädt dazu ein, über ein mehr-als-menschliches Zusammenleben nachzudenken sowie die Möglichkeiten und Grenzen algorithmischer Prozesse kritisch zu reflektieren.

Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen – Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Uni, beteiligte Künstler*innen und Wissenschaftler*innen: allapopp, Baltic Raw Org (Móka Farkas & Berndt Jasper), Literaturwissenschaftler Roland Borgards, Erziehungswissenschaftlerin Juliane Engel, Anthropologe Steven Gonzalez Monserrate, Kulturantropologin Katharina Graf, Andreas Greiner, Dženeta Hodžić, David Kuhn & Markus Rauchecker, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Anne Duk Hee Jordan, Laleh Khabbazy Oskouei & Farhang Rafiee, Nadine Kolodziey, Kunstpädagogin Verena Kuni, Biophysikerin Franziska Matthäus, Xenia Snow, terra0 (Paul Kolling & Paul Seidler), Tree and Rocket, Medienpädagoge Dan Verständig, ZK/U Proxylab, Vernissage: 18 Uhr (Eintritt frei), mit Grußworten aus Kultur und Wissenschaft sowie dazu ab 20 Uhr live Beats von den Frankfurter DJs JUCI VISION, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, Eintritt: 7 (5) Euro, weitere Infos gibt's hier 

 

Bis Sonntag, 10. Mai: Soloschau Thomas Bayrle in der Schirn

(Petra)

Die Schirn präsentiert eine große Soloschau des in Frankfurt lebenden Künstlers Thomas Bayrle, den viele auch als früheren Dozenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach und Professor an der Städelschule kennen. Zu sehen sind 55 Werke insbesondere aus den letzten 20 Jahren, darunter Malerei und Grafik, Skulptur und Objektkunst sowie Soundinstallationen und eine Videoarbeit. Sein Werk handelt von den Gegensätzen zwischen Technologie, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion und beschreibt den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität. Bayrle behandelt in seiner Kunst grundlegende Aspekte der modernen Gesellschaft. Wie hängen Religion und Gesellschaft, Individuum und Masse, industriell gefertigte Produkte und die technischen Apparate ihrer Herstellung zusammen? Neben den Strukturen von Konsum, Urbanität und Technologie spielen Fortbewegung, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion eine zentrale Rolle. Er widmet sich populären Werken der Kunstgeschichte von Michelangelo über Caravaggio und Masaccio bis hin zu Claude Monet ebenso wie dem Thema der Arbeit. In den 1960er- und 1970er-Jahren legte er den innovativen Grundstein seiner charakteristischen Superformen. Das Wiederholen, Vernetzen und Verweben von Einzelelementen zu einem Gesamtbild findet sich bis heute in nahezu allen Werken Bayrles und ist eng verbunden mit der Biografie des Künstlers. Er absolvierte zunächst eine Lehre als Maschinenweber, bevor er sich der Gebrauchs- und Druckgrafik zuwandte. Die dort angewandten Drucktechniken hat er sowohl materiell als auch konzeptionell in seiner Kunst weitergeführt, die den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität beschreibt. 

Foto: ©Thomas Bayrle, VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Wolfgang Günzel

Thomas Bayrle – Fröhlich sein!,  Soloschau, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Gabriel-Riesser-Weg 3, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags: 10 - 19 Uhr, donnerstags 10 - 22 Uhr , Eintritt: 12 (10) Euro

Bis 10. Mai: Of/ 100 Jahre BOK

(Andrea)

Zur Feier des 100. Jubiläums des BOK/ Bund Offenbacher Künstler lädt das Haus der Stadtgeschichte zu drei Ausstellungen ein. Die Vereinshistorie bildet den Ausgangspunkt. Teils unveröffentlichte Dokumente aus dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt und dem Stadtarchiv Offenbach, private, bislang nicht zugängliche Schriften und Dokumente sowie Werke der Kunstschaffenden aus der Museumssammlung machen die Vereinsgeschichte lebendig. Dabei geht die Ausstellung verschiedenen Fragen nach: Weshalb erfolgte am 15. Dezember 1926 die Gründung? Wie erging es dem Verein während der Weltwirtschaftskrise und dem Nationalsozialismus? Wie entwickelte das Vereinsleben sich nach dem Neuanfang 1945 bis hin zu den ersten Künstlerinnen im Vorstand im neuen Millennium? Welche Stätten und Begebenheiten waren in den vergangenen hundert Jahren wichtig für den BOK? Bild: Gemälde Ludwig Plaueln, Haus der Stadtgeschichte

Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61, Offenbach

Bis Sonntag, 24. Mai: "Wolle. Seide. Widerstand" - Ausstellung im Museum Angewandte Kunst

(Petra)

Der Trend geht wieder zum Teppich? Mit dieser Ausstellung widmet sich das Museum nach 45 Jahren erstmals wieder ausschließlich dem Thema Teppich – in einer Zeit, in der sich das große Interesse an handgefertigten Textilien aller Art im Übrigen in einer auffallenden Anzahl an internationalen Ausstellungen widerspiegelt. Präsentiert werden  Teppiche internationaler, zeitgenössischer Künstler*innen, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen. Ihr Widerstand richtet sich gegen als illegitim empfundene Herrschaftsordnungen und Machtausübungen, gegen Traditionalismus, Diskriminierung, Rassismus, Traumata oder Umweltzerstörung. Die Teppiche fungieren somit als plakative Medien für gesellschaftspolitische Kommentare. In gleicher Radikalität sprengen sie mitunter die Grenzen der Flächigkeit: Sie loten die Möglichkeiten des Dreidimensionalen aus, und entfalten sich als textile Skulpturen und immersive Erfahrungsräume, die sich durch ihre affektive Qualität an gegenwärtigen Lebensprozessen beteiligen. Dabei zielt diese Ausstellung darauf ab, Teppiche nicht aus einem stilgeschichtlichen Blickwinkel zu betrachten, sondern sie vielmehr im Interesse einer Entwicklungslinie zu zeigen, die außerhalb einer traditionellen westlichen Teppichforschung steht. Schon der Titel deutet auf neue Fragestellungen hin: Kann etwas Widerständiges in und mit textilen Materialien stattfinden? Und wenn ja, auf welche Weise verkörpern dann gerade Teppiche eine „Ästhetik textilen Widerstands“? Diesbezüglich stehen jene Perspektiven der mit jüngsten Werken aus dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts vertretenen internationalen Künstler*innen im Fokus der Ausstellung, die im Teppich, der zum offenen Kunstobjekt geworden ist, mit unterschiedlichen Aspekten von Widerstand einhergehen. 

Grafik/Graphic: Bureau Sandra Doeller©Museum Angewandte Kunst

Wolle. Seide. Widerstand - Ausstellung, mit Arbeiten von: Faig Ahmed, Diedrick Brackens, Johannah Herr, Jan Kath, Baseera Khan, Alexandra Kehayoglou, William Kentridge, Noelle Mason, Otobong Nkanga, Tobias Rehberger, Erin M. Riley, Tsherin Sherpa, Rose Stach, Nasan Tur und Jeroen van den Bogaert, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 12 (5) EURO, barrierefrei

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Vorschau auf den 1. Mai 2026

(Andrea)

Man möge mir verzeihen, es ist absurd, aber ich freue mich schon jetzt auf den 1. Mai (!). Und vielleicht teilt ihr sogar meine Vorfreude, ich bin seit Tagen elektrisiert und dann sprang auch gleich der innere Film an. Erstmals gehört habe ich Les Negresses Vertes in den 1990ern im Schweinefuß, das war eine Institution am Kaiser-Friedrich-Ring in Wiesbaden und seitdem haben sie mich begleitet. Meine Freundin Christine schickte mir irgendwann eine Kassette aus Berlin zu, bei 2001 kaufte ich “Familie Nombreuse” auf Vinyl und mit Christine war ich dann auch in der Stadthalle Offenbach. Ein intimes Konzert in einer viel zu großen Halle und wir gingen beseelt nach Hause. Seitdem habe ich sie nicht mehr live gesehen, aber höre sie natürlich noch immer. Man muss nicht unbedingt Fernweh haben oder besonders frankophil sein (aber das hilft natürlich ungemein), die Musik macht Spaß und manchmal auch melancholisch ("Il boit pour oublier qu' il vit, Il dort pour oublier qu'il boit"). Einlass 18 Uhr. 

Zoom, Carl-Benz-Strasse 21

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