27.02.-05.03.2026

Von großer Kultur und großartigen Erlebnissen

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Nach der Chorprobe ging es mit fast dem ganzen Ensemble in die Alte Oper Frankfurt – ein klassisches Konzert, das mich nachhaltig beeindruckt hat. Das hr-Sinfonieorchester unter der Leitung von Alain Altinoglu, über 90 Musiker:innen, dazu Solist:innen, Sprecher Udo Wachtveitl, 30 Frauenstimmen des MDR Rundfunkchores und Alisa Weilerstein am Violoncello. Werke von Johannes Brahms, Unsuk Chin und Felix Mendelssohn Bartholdy. Kurz gesagt: großartig. Das mache ich jetzt öfter!

Am nächsten Tag dann Schauspiel-Premiere: „Der Meister und Margarita“. Eigentlich kein Fan von dreistündigen Inszenierungen – aber diese verging wie im Flug. Klare Empfehlung!

Mein kultureller Höhepunkt war jedoch gestern: Der Verein Bilis e.V. hatte mich vor einem halben Jahr gefragt, ob ich bei einem Schüler:innen-Filmwettbewerb an der Freiherr-vom-Stein-Schule in die Jury gehen und die Preisverleihung moderieren würde. (Rund 400 Kinder nehmen in Frankfurt am bilingualen deutsch-italienischen Schulprogramm teil.)
Was ich bei meiner Zusage nicht ahnte: Ausgerechnet diese Woche stapelte sich bei mir die Arbeit. Sieben Videos à 60 Sekunden sollten bewertet werden – Thema: „Grande Donne Italiane“. Sieben Klassen von der 5. bis zur Oberstufe waren dabei.

Als ich die Filme öffnete, traf mich kurz der Schrecken: durchwachsene Tonqualität, rasend schnelles Sprechen – und das alles auf Italienisch und ich bin nicht zweisprachig aufgewachsen. Also bin ich kurzerhand zu meinen Eltern nach Steinbach geradelt und habe gemeinsam mit meinem Vater geschaut und bewertet. Und wir hatten richtig Freude! Mit viel Kreativität stellten die Kids beeindruckende italienische Frauen vor – einige Namen hörte ich zum ersten Mal. Die 5b etwa drehte einen tollen Film über italienische Sportlerinnen, darunter Beatrice Vio, die mit elf Jahren beide Arme und Beine verlor und später Weltmeisterin im Rollstuhlfechten wurde.

Der ehrenamtliche Einsatz hat mich mehr Zeit gekostet als gedacht – aber jede Minute war es wert. Grazie!

Und jetzt Schluss mit dem Rückblick: Wir müssen los zum Bahnhof, der Zug nach Zürich wartet. Den Mini-Trip haben Uwe und ich uns zu Weihnachten geschenkt – wir wollten unbedingt Stephan Eicher wiedersehen. Uwe war schon auf über 30 seiner Konzerte, gemeinsam haben wir ihn in Basel, Zürich und im Elsass erlebt. Ein großartiger Musiker! Und weil Zürich ansonsten ja eher hochpreisig ist, geht’s Samstag schon wieder zurück nach Frankfurt.Ud es geht gleich weiter: Sonntag: Stadion, Montag: Film Cycling Cities im Filmforum Höchst, Mittwoch “Weihnachtsfeier” vom Ausgehtipp Team und Planung unserer Jubiläumsparty “20 Jahre Ausgehtipps” am 9.5. im Kunstverein Familie Montez und Freitag: „Se bastasse una sola canzone“ - Die Frau in der Canzone Italiana in der Romanfabrik

Was auch immer Ihr macht: Lebt wild!

Daniela

Vielen Dank an das Ausgehtipp-Team: Martin Grün, Andrea Ehrig, Petra Manahl, Erik Düwel und Uwe Schwöbel.

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit.. im Mai 2026 werden es 20 Jahre! .. ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen.
Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:
Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

Ruben (Danielas Sohn) sucht eine Werkstudentenstelle

Hallo zusammen,
ich bin Ruben und befinde mich aktuell in der Abschlussphase meines BWL-Studiums an der LMU München. Ab dem kommenden Semester starte ich zusätzlich ein naturwissenschaftliches Studium in Frankfurt, weil mich besonders die Verbindung zwischen Wirtschaft, Technik und Naturwissenschaften interessiert.
Durch verschiedene Praktika in analytischen und finanznahen Bereichen konnte ich bereits erste praktische Erfahrungen sammeln und habe gemerkt, dass mir strukturierte Arbeit mit Zahlen und Analysen besonders liegt. Ab dem 01.04. bin ich auf der Suche nach einer Werkstudentenstelle (bis zu 20 Stunden pro Woche), bei der ich meine bisherigen Kenntnisse einbringen und weiterentwickeln kann.
Falls jemand von einer spannenden Möglichkeit hört oder einen Kontakt hat, freue ich mich sehr über eine Nachricht. Meinen CV sende ich euch dann gerne zu. Ihr findet mich natürlich auch auf LinkedIn. Vielen Dank, Ruben Cappelluti (ruben.cappelluti(at)gmx.de)

ZU GEWINNEN im Künstler*innenhaus Mousonturm (Martin)

Bitte schickt Eure Antwort an Martin (ausgehtipp.gewinnspiel@gmail.com)
Jéssica Teixeira präsentiert Ihre preisgekrönte Performance „Monga“. Für die Vorstellung am Mittwoch, 4. März. gibt es 2 x 2 Karten zu gewinnen. 
Gewinnfrage: Wer singt am 10. März beim Liederabend in der Oper Frankfurt?
Foto: © Andy Catlin

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com)
Wir verlosen jeweils 2x2 Tickets für folgende Veranstaltungen in der Centralstation: 

* Mittwoch, 04. März: Sarah Lesch: Poesie & Widerstand-Tour
* Samstag, 14. März: Zucchini Sistaz: Falsche Wimpern - Echte Musik

Gewinnfrage: In welchem Stadion war ich letzte Woche (siehe GEROLLTES). Schreibt bitte in die Antwortmail die Veranstaltung, zu der Ihr gehen wollt. 
Foto: Sandra Ludewig

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com)
Wir verlosen 2x2 Tickets für Fortuna Ehrenfeld im Zoom am 10.März im Zoom. Gewinnfrage: Woher kommt das Duo HE/RO (ehemals „Lochis“ – siehe Veranstaltungstipp am 12. März?
Foto: Veranstalter

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

2x 2 Karten für LINA am Mittwoch, 11. März in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Wieviel Male wurde “Blood & Sinners” für den Oskar nominiert?

GEROLLTES über Stille

(Uwe)

In letzter Zeit wundert sich eine/einer im Stadion beziehungsweise vor dem Fernseher, warum die Fans (zeitweise) auf lautstarke Anfeuerung verzichten. Das kann drei wesentliche Gründe haben: (1) ein Verein hat keine oder nur eine kleine aktive Fanszene, (2) der Verein hat eine aktive Fanszene und die protestiert gegen irgendwas oder (3) im Stadion wird jemand reanimiert. Gerade (3) passiert in letzter Zeit häufiger, was an der deutschen Alterspyramide liegen kann oder an der Tatsache, dass das Leben schlicht herausfordernder wurde. Am Wochenende war ich mit einem Freund im Kölner Stadion und dort stürzte ein 90jähriger Zuschauer beaduerlicherweise und wurde erst im Stadion und dann in einer Klinik vergeblich reanimiert. Die heimischen Fans feuerten daher Ihre Kölner das gesamte Spiel nicht an. Die Frage, ob das angemessen ist, darf man natürlich klar bejahen, ob die anhaltende Stille wirklich sein muss, kann man durchaus hinterfragen, ohne als pietätlos abgestempelt zu werden.

Ich habe das am Samstag im Stadion tatsächlich hinterfragt: Ein Verein hat 17 Heimspiele, das lautstarke Heimpublikum wird gerne als "12. Mann" bezeichnet, weil diesem wegen der mobilisierend wirkenden Anfeuerung die Rolle eines weiteren Spielers zugerechnet wird. Wenn dem so ist, dann sollte die Wirkung gerade bei mitgliederstarken Traditionsvereinen wie Schalke, Frankfurt und eben auch Köln besonders ausgeprägt sein. Und wenn ja, dann hat der 1 FC Köln am vergangenen Samstag neunzig Minuten in einer schwierigen sportlichen Situation mit einem Spieler weniger gespielt, der "12. Mann" fehlte. Zwar stimmten immer wieder Teile des Stadions Gesänge an, in die andere Teile einstimmten, die verebbten dann aber immer wieder recht schnell, weil man merken konnte, weil die im Stadion führenden Ultras böse blickten. Ehrlicherweise habe ich immer wieder mitgesungen, weil ich mir gedacht habe, dass jemand, der im Stadion in Not geraten ist, nur deshalb im Stadion in Not geraten ist, weil er es so liebt, im Stadion zu sein: wegen dem Sport, der Gemeinschaft, dem Anfeuern und der Singerei. Dem wäre es vielleicht sogar unrecht oder peinlich, wenn seinetwegen die ganze Zeit Ruhe herrscht. Heutzutage läuft alles Online, da wäre es vielleicht eine Idee, dass man dort beim Erwerb der Karte ausdrücklich hinterlegt, dass man dem Anfeuern im Stadion bei eigener Notsituation widerspricht. Erfolgt der Widerspruch nicht, kann gesungen werden, wenn der Behandelte nicht mehr auf einer der Tribünen ist. Zum Vergleich: Selbst beim Tod der größten Spielerlegende eines Vereins gibt es "nur" eine Gedenkminute im Stadion, danach geht das Spiel und das Leben weiter, was in der Regel ganz im Sinne der Verstorbenen ist, bei mir wäre es so. Ein Beckenbauer oder ein Andi Brehme hätten doch nicht gewollt, dass nach seinem Tod neunzig Minuten in einem Stadion absolute Stille herrscht.

Das wirkt jetzt etwas unsensibel, ich habe es aber tatsächlich schon anders erlebt. Ich sah mal einen niederklassiges Spiel in unserem Nachbarort und da starb direkt auf der Tribüne hinter mir ein langjähriger Zuschauer. Wiederbelebung machte offensichtlich keinen Sinn, also wurde er mit einer Trage in die Kabine gebracht, die Verwandten wurden auf den Sportplatz gerufen und getröstet, alles während das Spiel ohne jegliche Unterbrechung fortgeführt wurde. Die Heimmannschaft gewann, beim entscheidenden Tor wurde bejubelt, danach wurde an den Verstorbenen gedacht und beim nächsten Heimspiel gab es eine Gedenkminute. Er war ein großer Fan, die Familie blieb es und er in guter Erinnerung. 

Bis Sonntag, 22. März: Ausstellung "Milky Way Berlin – künstlerische Positionen der Ateliergemeinschaft Milchhof" bei der Kunstfamilie Montez

(Petra)

Das nenne ich mal eine tolle neue Kooperation – und bin gespannt auf die heutige Eröffnung: Ateliergemeinschaft Milchhof und Kunstverein Familie Montez verbindet 2026 ein Austauschprojekt. Den Auftakt macht der Milchhof, dessen Mitglieder sich einmal mehr hinter einer Idee versammeln, die zur DNA des Vereins gehört: Austausch initiieren, Netzwerke erweitern, Kontakte pflegen. Die Ausstellung beleuchtet die Bandbreite des künstlerischen Schaffens im Milchhof und ist nicht nur für die Besucher, sondern auch für die Künstlerinnen und Künstler des Milchhofs ein besonderes Ereignis, denn ein so umfassender und konzentrierter Einblick wie in Frankfurt kommt selten zustande. Die Ateliergemeinschaft Milchhof e.V. gründete sich 1991 auf dem Gelände der Nordmilch AG am Arkonaplatz in Berlin-Mitte und zog 2004 in eine benachbarte ehemalige Schule um. Hier arbeiten heute über 50 Künstler*innen in den Bereichen Malerei, Skulptur, Installation, Zeichnung, Fotografie, Video, Performance, Tanz, Musik, Komposition, Choreografie, Regie, Journalismus. Die Ateliergemeinschaft Milchhof e.V. organisiert Ausstellungen, Workshops und andere Veranstaltungsformate, um Künstler*innen und Kunst zu fördern. Daraus entwickelten sich verschiedenste Initiativen und Plattformen in Berlin. Zum 35-jährigen Jubiläum des Vereins freut er sich auf sein Gastspiel in Frankfurt – und auf den Gegenbesuch des Kunstvereins Familie Montez, der 2026 im März/April und im September/Oktober diese Kooperation mit Ausstellungen am Milchhof in Berlin fortsetzt. 

Milky Way Berlin – künstlerische Positionen der Ateliergemeinschaft Milchhof, mit: Lindy Annis, Berthold Bock, Gunnar Borbe, Saskia Buwert, Manfred Fuchs, Heike Gallmeier, Jan Gottschalk, Marcel Grabsch, Jürgen Grewe, Marc Gröszer, Cornelia Gutsche, Marc Haselbach, Wojtek Hoeft, Werner Kernebeck, Andreas Knäbel, Anette Kuhn, Maruska Mazza, Frauke Menzinger, Regina Mielich, Silvia Nettekoven, Mirka Pawlik, Mariel Poppe, Torsten Prothmann, Inken Reinert, Peter Scior, Carlos Silva, Elisabeth Sonneck, Beate Spitzmüller, Henry Stöcker, Anne Katrin Stork, Héctor Velázquez, Wiebe Maria Wachmann, Marcus Wittmers, Ort: Kunstverein Familie Montez, Adresse: Unter der Honsellbrücke, Uhrzeit: ab 18 Uhr, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 13 - 18 Uhr, Eintritt: frei, barrierefrei 

Bis 28. März: 15 spannende Themenführungen im Rahmen des Weltgästeführertag 2026

(Daniela)

Ich liebe Stadtführungen. Ob im Urlaub oder hier bei uns in Frankfurt. Am 8.3. werde ich bei der Führung: “Augen  auf... das Ostend auf den zweiten Blick.” mitgehen, denn die wird von Adriane Dolce geleitet, die ich sehr schätze!

Die Frankfurter Gästeführer laden zum Weltgästeführertag 2026 ein.
Zwischen dem 21. Februar und dem 28. März werden 15 spannende Themenführungen durch die Mainmetropole kostenfrei angeboten, die sowohl Einheimischen als auch Gästen die Vielfalt der Stadt näherbringen. 

Die Führungen finden an verschiedenen Orten in Frankfurt statt und bieten unter dem Motto „Mit offenen Augen durch…“ einzigartige und oft unbekannte Einblicke in Geschichte, Architektur und Alltagsleben.

Zusammengefasst kann das Angebot auf der Webseite des BVGD eigesehen werden. 

In diesem Zusammenhang bitten wir dieses Jahr um Spenden für den gemeinnützigen Verein www.die-fleckenbuehler.de
Die Fleckenbühler sind ein Verein, der seit 1984 hilfesuchende Menschen mit Suchtproblemen aufnimmt und nachhaltig wirtschaftet.

Freitag, 27. Februar: Cocoon mit Sven Väth

(Andrea) 

Wir wollen heute ins Zoom, dort legt heute der ehemalige Hausherr auf. Und weil ich nie im Omen oder Coccon war und Sven Väth sozusagen nur vom Hören sagen kenne (ok, er saß im Kino mal eine Reihe vor mir. Das war zu Electrica Salsa/16Bit -Zeiten, also irgendwann im letzten Jahrhundert), möchte ich das, was er in den Nächten so zelebriert, gerne mal selbst erleben. For this night, our head honcho Sven Väth is joined by a line-up bringing together long-time companions and new voices: Mathew Jonson,  Marie Montexier, Dana Ruh, André Galluzzi und Kuyateh. 23 bis 6 Uhr und wahrscheinlich muss ich früher ins Bett.. 

Zoom, Carl-Benz-Straße 21

Freitag, 27. Februar: Klassik im Fußballclub

(Uwe)

Ein absolut persönlicher Tipp! Als Daniela und ich unsere Hochzeit organisierten, war schnell klar, wen wir fragen würden, ob er bei uns in der Kirche spielen würde. Wir fragten Walter Dorn, er erfüllte unseren Wunsch und es war ganz wunderbar, weil er herausragend gut Querflöte spielt. Walter kenne ich vom Fußball bei Concordia Eschersheim und da spielte er, er wird es mir verzeigen, als Verteidiger weniger filligran. Im Vereinsheim der Concordia wird der klassisch ausgebildete Walter, der vielseitige Musikprojekte ins Leben rief (u.a. Konzertgebräu), Querflöte spielen und das ist ein Tipp für weit mehr Menschen als Vereinsmitglieder der Concordia oder Stammgästen des New Rose. Hingehen!! 

New Rose (U Bahn Station Fritz-Tarnow-Str. / Eschersheimer Landstr. 328)
Foto: Walter Dorn

Freitag, 27. Februar – 24. April: „TEMPLE ROAD“ – Fotografische Dokumentation religiöser

(Martin)

Gemeinschaften zwischen Industriehallen Ausstellungsauftakt einer neuen analogen Ausstellungsreihe. TEMPLE ROAD - In einem Gewerbegebiet am Stadtrand von Frankfurt am Main liegt ein Ort, der sich an Wochenenden still verwandelt: Zwischen Werkstätten, Bürogebäuden und einer Großmetzgerei entstehen temporäre Räume spiritueller Praxis. Die Ausstellung Temple Road der Fotografin Josefine Rauch dokumentiert diese kaum sichtbare Parallelwelt und eröffnet zugleich die neue Ausstellungsreihe von ON FILM LAB.

Die künstlerisch-dokumentarische Fotoserie widmet sich den vielfältigen Glaubensgemeinschaften im Fechenheimer Gewerbegebiet, die leerstehende Industriehallen für Gebete, Hochzeiten und gemeinschaftliche Feiern nutzen. Über ethnische, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg versammeln sich hier zahlreiche Gemeinden aus der gesamten Rhein-Main-Region. Abseits der öffentlichen Wahrnehmung entstehen so geschützte Räume, die – fernab zentraler Sakralbauten – Anonymität und Freiheit für das Gemeindeleben ermöglichen. Mit einem sensiblen, zurückhaltenden Blick und ausschließlich auf analogem Filmmaterial entstanden, macht Temple Road sichtbar, wie diasporisch geprägte Religionspraxis ihren Platz in der urbanen Peripherie findet: improvisiert, gemeinschaftlich und meist unbeachtet von der Mehrheitsgesellschaft. Die Serie verhandelt Fragen von Zugehörigkeit, Wahrnehmung und städtischer Raumnutzung.

Josefine Rauch ist eine in Offenbach am Main lebende Fotografin. In ihrer Arbeit untersucht sie temporäre Räume und ambivalente Zustände, in denen sich Zugehörigkeit, emotionale Haltungen und soziale Prozesse materialisieren. Ihr Projekt Temple Road wurde international auf Fotofestivals und Plattformen ausgezeichnet und auf Shortlists geführt sowie in Publikationen, unter anderem des Haus der Kulturen der Welt, präsentiert. Die Serie war bereits in zahlreichen Gruppenausstellungen zu sehen, darunter bei der Fotobus Society Hannover, im Fotografie Forum Frankfurt, der AFF Galerie Berlin und der Fotogalerie Friedrichshain. Im ON FILM LAB Frankfurt wird Temple Road nun erstmals als umfassende Einzelausstellung gezeigt.

ON FILM LAB - Raum für analoge Fotografie, Sandweg 131A / Montag – Freitag, 10 – 18 Uhr
Foto: © Josefine Rauch

Samstag 28. Februar: 40. Frankfurter Wohnzimmerlesung

(Daniela)

Dr. Peter Oehler organisiert bei sich zu Hause Wohnzimmerlesungen. Da würde ich wirklich sehr gerne dabei sein, aber heute sitze ich im Zug. Aber vielleicht könnt ihr? 
Hier seine Einladung: Hiermit lade ich herzlich zur 40. Frankfurter Wohnzimmerlesung ein. Als AutorInnen erwarten wir diesmal Christa Hagmeyer und Ewart Reder.

Unter dem Motto „Das Ich hat aufgehört, loyal zu sein“ wird Christa Hagmeyer aus ihrem Band „Wir - Gedichte und Notate“ lesen. Auszüge aus ihren Zuwanderergeschichten „Ich kenne Deutschland bald besser als die Deutschen“ deuten die Außenperspektive an, mit der deutscher Alltag als teils komisch wahrgenommen wird. Und Ewart Reder liest aus seinem neuesten Buch „komisch, dass wir nicht merken, dass wir komisch sind“. Possen und Glossen.

Der Eintritt ist wie immer frei. Für Bewirtung ist gesorgt. Eine Anmeldung ist erforderlich an Peter_Oehler(at)t-online.de. Dort erfahren Sie auch die genaue Adresse.

Christa Hagmeyer, schreibt Lyrik, Prosa, Theaterstücke, Libretto und Kindergeschichten. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher und erhielt im Januar 2019 die HÖLDERLIN-Plakette durch die Universitätsstadt Tübingen.
Ewart Reder hat sich spät, dafür aber umso eindrucksvoller in unsere gegenwärtige Literatur eingeschrieben.“ (Martin Lüdke). Er veröffentlichte Gedichtbände, Romane, Erzählbände, Essays, Kolumnen, Reportagen, Satire, Literaturkritik und Radioliteratur. Weiteres: https://liternatur.net

Samstag, 28. Februar: Orbit

(Uwe)

Nach fünf Jahren voller Musik, Begegnungen und Reisen schließt der norddeutsche Producer Marcel Heym mit diesem Album das Kapitel einer Coming-of-Age-Erzählung ab, die 2020 mit Perspectives begann. Seine Songs erzählen vom Erwachsenwerden, von Abschied und der Magie eines „langen Sommers“, der nie ganz vergeht. Mit verträumten Akustiksounds, atmosphärischen Synthies und intimen Vocals verbindet orbit die Ruhe der Kleinstadt mit der Weite der Welt. 

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass 18 Uhr
Foto: Zoom Facebook

Samstag, 28. Februar Oper: Amor vien dal destino

(Martin)

Diese Oper ist eine Sensation! Diese Oper hat Lokalkolorit! 
Nicht minder spektakulär ist die Geschichte dahinter – eigentlich auch ein Opernstoff: Amor vien dal destino von Agostino Steffani (1654-1728) wird jetzt zum ersten Mal in Frankfurt gespielt. Dabei ist pikant, dass der Komponist auf der Durchreise nach Italien in Frankfurt Pause machte und ihn hier ‚der Schlag traf‘. An prominentem Ort wurde er beigesetzt: er ist begraben im Frankfurter Dom!

Die Handlung von Amor vien dal destino besteht aus Irrungen und Wirrungen der Liebe: Aeneas und Turnus kämpfen um die schöne Lavinia. Durch die versprochene Heirat mit Turnus soll sie ihren Vater Latinus retten. Doch Liebesgott Amor hat ihr längst das Traumbild des Aeneas ins Herz gepflanzt … 
Die Kämpfe der Liebe verziert Agostino Steffani mal reich, mal überaus lyrisch oder auch derb komödiantisch. Schlussendlich finden Lavinia und Aeneas zusammen. Amor siegt – gegen seine Macht ist eben kein Kraut gewachsen.

Die Premiere war furios. Das Premierenpublikum hat getobt vor Begeisterung. Ein Eintracht-Sieg ist nichts dagegen. Das will was heißen… 

Auch die Kritiken waren hymnisch: 
„(…) Wo das Ensemble auf 99 Prozent kommt, schafft [Dirigent] Václav Luks die 101 Prozent. Mit zahlreichen Gästen in der Continuo-Gruppe, im Schlagwerk und in den Holzbläsern sorgen das barockaffine Frankfurter Opern- und Museumsorchester und er an der Spitze für eine kleine Steffani-Erweckung.“ concerti.de
„(…) Der Oper Frankfurt ist hier eine große Entdeckung gelungen. Mal ist sie pompös wie eine französische Barockoper, mal virtuos wie eine italienische Oper, mal mit deutschem Kontrapunkt. Die Palette der Musikinstrumente führt tief in die Musikgeschichte: Cembali, eine Truhenorgel, Lauten, Harfe, ein Salterio – also ein Hackbrett –, Pauken und andere Perkussionsinstrumente, Zimbeln, Windmaschine, Streicher, Barockoboen, Fagotte und Streicher, dazu gleich vier Chalumeaux – der klangliche Vorfahre der Klarinette. Und für die Sängerinnen und Sänger war es ein Heimspiel, obwohl sie alle ein Rollendebüt zu bewältigen hatten. Da capo!“ hr2-kultur / Frühkritik

Oper Frankfurt, um 19.00 Uhr
Foto: © Matthias Baus

Samstag, 28. Februar 2026: Konzert mit der Nobby Stiles Bluesband

(Daniela)

Musik im Club: Von Chicago in die deutschen Südstaaten – Konzert mit der Nobby Stiles Bluesband
Die fünf gestandenen Musiker aus dem Rhein-Main-Gebiet beherrschen den klassischen Chicago-Blues – wie es so schön heißt – aus dem „Effeff“. 
Gekonnt integriert die Nobby Stiles Bluesband außerdem eigene Stücke mit intelligent-gemachter Sozialkritik in ihr Repertoire. 
Zusammen ergibt das geballte Bluespower, die sich bei ihren Livekonzerten ausdrucksstark entfaltet.
Eintritt Abendkasse: 12 € / Mit Kulturpass Frankfurt: 1 €
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt, 20 Uhr, Kneipe - geöffnet ab 18 Uhr

Samstag, 28. Februar: OF/ Adi Šoše & AL Music Band

(Andrea)

Dank Wikipedia weiß ich, dass .Adi Šoše 1992 im bosnischen Mostar geboren wurde, die Schule für Elektrotechnik mit Schwerpunkt Telekommunikationstechnik studierte und anschließend die Fakultät für Bauingenieurwesen in Mostar besuchte. Bis Ende 2017 hatte er keinen einzigen öffentlichen Gesangsauftritt und begeistert jetzt den Balkan. Und Offenbach mit seiner schönen Stimme. 21 Uhr 

Capitol Theater, Goethestraße 1-5, Offenbach

Samstag, 28. Februar: OF/ Silent Friend

(Andrea)

Bäume, unsere stillen Freunde: “Im Herzen des botanischen Gartens der mittelalterlichen Universitätsstadt Marburg steht ein majestätischer Ginkgobaum. Seit über hundert Jahren ist er stiller Zeuge – Beobachter leiser, tiefgreifender Veränderungen im Leben dreier Menschen. 2020 wagt ein Neurowissenschaftler aus Hongkong (Tony Leung), der die kognitive Entwicklung von Babys erforscht, ein ungewöhnliches Experiment mit dem uralten Baum. 1972 erfährt ein junger Student (Enzo Brumm) eine innere Wandlung – ausgelöst durch die konzentrierte Beobachtung einer einfachen Geranie. 1908 folgt die erste Studentin der Universität (Luna Wedler) ihrer Leidenschaft für die Fotografie – und entdeckt durch das Objektiv ihrer Kamera die verborgenen Muster des Universums.” Silent Friend, 20 Uhr

Hafenkino, Nordring, Offenbach

Samstag, 28. Februar: Of/ Nacht-Kleidertausch

(Andrea)

Ist das nicht hübsch, dass der Nachwuchs jetzt auch Kleidertausch für sich entdeckt? Greta war schon als Kind immer dabei und hat jetzt ihren eigenen Kleidertausch organisiert. UND um Werbung gebeten (wir bleiben ja immer gerne unter uns), voilà. Los geht´s um 19 Uhr, bis 23 Uhr können nach Herzenslust Hosen, Blusen, Jacken, Ketten, Schuhe und alles mögliche getauscht werden. 

Radraum, Bleichstraße 22, Offenbach

Noch bis Sonntag, 01. März: Anatomie der Fragilität - Körperbilder in Kunst und Wissenschaft im Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Die Art und Weise, wie Menschen Körper betrachten, wahrnehmen und darstellen ist im ständigen Wandel. Kunst und Wissenschaft haben seit jeher mit Bildern von Körpern Geschichten über das Menschsein erzählt. Im Wandel der Epochen entstanden immer wieder neue Körperbilder und Deutungen. Die Ausstellung verwebt Objekte aus unterschiedlichen Bezugsfeldern und Zeiten: von den idealisierten Körperdarstellungen der archaisch-griechischen Kunst über religiöse Votivgaben als Bitten um Heilung sowie spektakuläre anatomische Wachsfiguren aus dem 18. Jahrhundert bis zu neuesten Bildern der medizinischen Forschung, bei denen wir virtuell durch ein schlagendes Herz reisen. Die Schau stellt all dies den Werken zeitgenössischer Künstler*innen gegenüber, die ein verändertes Gefühl der Körperlichkeit, deren Umdeutung und den Ruf nach einem neuen Menschenbild zum Ausdruck bringen. Die Ausstellung spiegelt die programmatische Ausrichtung des Frankfurter Kunstvereins wider, bei der die aktuelle Kunst und die Wissenschaften als gleichwertige Ausdrucksformen menschlichen Wissensdrangs und der Sinnsuche befragt werden. So waren zur Zusammenarbeit eingeladen: die Goethe-Universität Frankfurt – vertreten durch Artefakte aus der Antikensammlung und des Skulpturensaal sowie aus der Moulagensammlung der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie; Universitätsmedizin –, die Universität Bologna – vertreten durch die anatomischen Wachsfiguren der Sammlungen “Luigi Cattaneo” und des Museums Palazzo Poggi –, die Justus-Liebig-Universität Gießen – vertreten durch anatomische Votive aus der Sammlung Ludwig Stieda aus dem Bestand der Antikensammlung der Professur für Klassische Archäologie – sowie die Privatsammlung Hans und Benedikt Hipp, die ebenfalls anatomische Votive beisteuerte.

Foto: Omkaar Kotedia©The Alternative Limb Project

Anatomie der Fragilität  - Körperbilder in Kunst und Wissenschaft, Ausstellung mit Begleitprogramm, kuratiert von Franziska Nori, Anita Lavorano, Pia Seifüßl und Angel Moya Garcia, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus am Römerberg, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 - 19 Uhr, donnerstags11 - 21 Uhr, Eintritt: 10 (6) Euro, barrierefrei

Sonntag 01. März: TANZTEE Saisoneröffnung 2026

(Daniela)

Am Sonntag, dem 1. März, geht der TANZTEE in die vierte Saison. Was 2023 als Experiment begann, ist längst zum festen Treffpunkt für alle geworden, die Sonntage lieber auf der Tanzfläche als auf dem Sofa verbringen. DJ Kosmik Kat, Saxophonist Oli Leicht und wechselnde Gäste sorgen Monat für Monat für einen offenen, stilübergreifenden Sound zwischen Clubsounds, globalen Grooves und Improvisation.

Zum Saisonstart ist mit Martin B. eine echte Größe der Frankfurter Underground-Szene dabei. Seine raren Sets gelten als Geheimtipp – tief, überraschend und immer mit Gefühl fürs Timing. Gemeinsam mit Kosmik Kat bringt er den Tanztee in Bewegung.

Dazu serviert das Mainod-Team kühle Drinks und feine Speisen, während draußen der Main vorbeizieht und drinnen die Tanzfläche warm läuft. Die entspannte Atmosphäre, gute Gesellschaft und viel Raum zum Tanzen machen den TANZTEE zum perfekten Sonntagstreffpunkt.

TANZTEE Saisoneröffnung 2026
Special Guest:MARTIN B. 
Residents: DJ KOSMIK KAT (Pedo Knopp) & OLI LEICHT (Saxofon, Föte und Klarinette)
Sonntag, 1. März 2026, 17 – 21 Uhr und jeden ersten Sonntag im Monat
Einlass: 16 Uhr | Musik: 17 Uhr, Mainod - Café Restaurant Hotel, Batterie, 65929 Frankfurt Höchst
Eintritt: €10,- 

Sonntag, 01. März: Chroma Kollektiv

(Uwe)

Das performative Konzert MOONSAY verbindet migrantische Erinnerungskultur mit der Suche nach einem gesellschaftlichen Zusammenleben in Offenheit und gegenseitiger Akzeptanz. An diesem Abend führen sie zwei Werke auf: „Asylum“ für Oboe, Englischhorn und Elektronik von Diana Syrse und „Moonsay“ für Ensemble und Elektronik von Hang Su. „Asylum“ basiert auf persönlichen Erzählungen von Geflüchteten. Dabei werden Kriegsgeräusche und Interview-Ausschnitte mit geflüchteten Kindern aus Syrien als elektronisches Tape der Solo-Oboe gegenübergestellt. Im zweiten Stück „Moonsay“ verknüpft Hang Su Erinnerungen an dokumentierte Brandanschläge auf migrantische Menschen mit einer Komposition aus elektronischen Klängen, die von Gewalt, Schmerz und Zusammenhalt erzählt. 

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Sonntag 01. März: 33. Bahnhofsviertel Classics „Ein ungewöhnliches Paar“

(Daniela)

Laurent Weibel, Gründer des Vereins Bahnhofsviertel Classics e.V. lädt wieder zu einem Konzert ein. Ich war bisher nur bei seinen Open Air Konzerten. Heute kann ich leider auch nicht. Schade, denn das wird bestimmt wieder toll: 33. Bahnhofsviertel Classics „Ein ungewöhnliches Paar“

Warm, tief, weich - das ist der Klang der Marimba. Ursprünglich aus Afrika, weiterentwickelt in Guatemala, hat das selten gespielte Schlaginstrument einen besonders großen Tonumfang. Mit dieser Bandbreite können wir so unterschiedliche Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Manuel de Falla, Philip Glass und David Jones präsentieren. Wir stellen der Marimba die Geige an die Seite - ein ungewöhnliches Paar in der Kammermusik. Seien Sie gespannt, wie gut die beiden harmonieren.

Zu den Musikern: Sie hören den Schweizer Luca Borioli an der Marimba. Der mehrfache Preisträger unterrichtet am Konservatorium Zürich und tritt regelmässig als Solist, Kammer- und Orchestermusiker auf. Seine eigene Konzertreihe „Visual Percussion“ veranstaltet Luca seit 2018. Laurent Weibel, Gründer der Bahnhofsviertel Classics und Mitglied des hr-Sinfonieorchesters, spielt die Geige.

Wie wäre es mit einem Abendessen in der historischen Lobby im Anschluss an die Vorstellung? Das Hotel Monopol öffnet für uns auch das Restaurant. Sie können hier vorab reservieren.

Sonntag, 01. März, 16 Uhr und 18 Uhr
Der Eintritt ist frei. Es gibt zwei Vorstellungen ohne Pause. Zur Anmeldung geht es hier, oder Sie senden uns eine Email. Bitte geben Sie die gewünschte Zeit an (16 oder 18 Uhr). Wir bestätigen Ihnen Ihre Reservierung rechtzeitig vor dem Konzert. Kommen Sie gerne auch spontan dazu. Wir vergeben frei gebliebene Plätze jeweils kurz vor Konzertbeginn. Einlass ist ab 15:30 Uhr bzw. 17:30 Uhr. Die Bar in der Hotellobby ist ab 15 Uhr geöffnet.

Hotel Monopol, Mannheimer Straße 11, 60329 Frankfurt am Main

Bis Sonntag, 01. März: Austellung: »CONSPIRACY THEORY«

(Daniela)

»CONSPIRACY THEORY« Video-Serie von Vládmir Combre de Sena

»Conspiracy Theory« ist das Ergebnis einer eineinhalbjährigen künstlerischen Arbeit von Vládmir Combre de Sena mit unterschiedlichen KI-Systemen. Künstliche Intelligenz wird dabei nicht als Autorin verstanden, sondern als Instrument, Gegenspielerin und ideologisch geprägter Akteur innerhalb eines bewusst konfrontativen künstlerischen Prozesses.

Die Video-Serie behandelt verschiedene Themen großer Tragweite, wie z.B. das Theoriegebilde von Religion, die Fiktion von Rasse, das Konzept der Moderne, die Dominanz des Westens, und der Frage, ob die Macht bereits in der Cyber Cloud liegt.
Für die Entwicklung der Serie wurden mehrere KI-Plattformen parallel eingesetzt – für Rechercheunterstützung, Textstrukturierung, dialogische Zuspitzung, Faktenabgleiche, Stimmen-Synthese und Gesichtsanimation. Jede dieser Technologien übernimmt eine klar definierte Rolle. Keine erzeugt Inhalte autonom. Alle verarbeiten, verschieben, verdichten und spiegeln theoretisches Material, das auf eigener wissenschaftlicher Recherche des Künstlers basiert.

Die Arbeit legt offen, dass KI-Systeme nicht neutral operieren. Sie transportieren implizite Weltbilder, bevorzugen dominante Narrative und tendieren dazu, Kritik zu moderieren oder zu versöhnen. Begriffe wie Ausgewogenheit, Dialektik oder Komplexität erweisen sich dabei als ideologisch aufgeladen. In »Conspiracy Theory« wird dieser Effekt nicht verdeckt, sondern sichtbar gemacht – durch bewusste Intervention, Zurückweisung und künstlerische Steuerung.

Die Videos sind keine Simulation von Leben, sondern präzise gesetzte Argumentationsräume. Bewegung ist berechnet, Nähe programmiert, Stimme synthetisch. Gerade diese Distanz erzeugt Schärfe. Die Serie zeigt KI nicht als Zukunftsversprechen, sondern als gegenwärtige Machtstruktur, die Wissen formt, filtert und normalisiert.

Ausstellungsraum EULENGASSE, Frankfurt, 6. Februar – 1. März 2026

Sonntag, 01. und Dienstag 03. März: Starke Stücke: in Liebe

(Daniela)

in liebe, (Alter 14+), c.t.201, Köln (DE)

Berlin 2005. Das letzte, was Hatun Sürücü vor ihrem Tod hörte, war: „Bereust du deine Sünden?“ Diese Frage verstummt nicht mit ihrem letzten Atemzug. Sie hallt weiter und findet ihren Weg in die Leben anderer, die denselben Kampf führen. „in liebe,“ erzählt von zwei Freundinnen zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen Träumen und zerreißender Realität. Sie finden Bezüge zu ihrem eigenen Leben, Geschichten werden lebendig, während die Freundschaft zwischen Erwartung und Verlust, zwischen Feiern und Trauern immer wieder schwankt. Die Bühne füllt sich mit Worten, die nie gesagt wurden, und mit dem tiefen Schmerz, der zurückbleibt, wenn Liebe auf Hass und Gewalt trifft.

Termine: 
So 01.03. 18:30 Uhr + Di 3.3. 10 Uhr jugend-kultur-kirche sankt peter, Frankfurt a. M. 

Weitere Informationen + Tickets: https://starke-stuecke.net/de/theaterstucke/2026/in-liebe/
Foto: ProPho 

Montag, 02. März: Meine Playlist (mit Katja Lewina & Lena Schätte)

(Uwe)

Ein tolles Format von Romanhaus/Literaturfabrik, durch den Abend führen die beiden Leiter Gregor Praml und Hauke Hückstädt.

Musik in der Luft: Was, wie, wen hören die zwei Autorinnen? Aufgrund des großen Erfolgs nun schon zum Dritten: ROMANFABRIK und Literaturhaus laden zwei Autorinnen ein, ihre Playlist mitzubringen. Gemeinsam mit dem Publikum wird Musik gehört, über Musik gesprochen, über Bücher, über Dezibel-Grenzen und Inspirationen. Auch gibt es wieder Ratespiele und Saalbeteiligung. Gemeinsam schreiten wir durch die Musik und landen in der Bibliothek. Zu Gast ist Katja Lewina, die mit Trennungsgeschichten aus der Hölle, titelnd Wir können doch Freunde bleiben (DuMont), schon wieder enorme Erfolge feiert. Und ebenfalls auf dem Podium sitzt Lena Schätte, die Geheimfavoritin der zurückliegenden Longlist zum Deutschen Buchpreis. Das vielbeachtete Buch dazu heißt Das Schwarz an den Händen meines Vaters (S. Fischer).

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. 186 / 19:30 Uhr

Foto: Julija Goyd
 

Montag 02. März: „Cycling Cities“ im Filmforum Höchst

(Daniela)

Letzte Woche lief der Film in Offenbach, da hatte ich leider keine Zeit. Das wäre näher gewesen.. Aber da ich den Film unbedingt schauen will, radel ich heut nach Höchst. Wer kommt mit?

Der Journalist und Filmemacher Ingwar Perowanowitsch reiste zwei Monate lang per Rad durch Europa. Er startete in Freiburg und besuchte mit Kamera im Gepäck Städte wie Paris, Gent, Amsterdam, Utrecht, Groningen, Hamburg und Kopenhagen. Perowanowitsch wollte erfahren, warum sie als besonders lebenswert gelten, was sie dafür machen und was deutsche Kommunen von ihnen lernen können. Sein Film „Cycling Cities“ dokumentiert die Suche nach guten Lösungen für den Stadtverkehr. Dafür spricht er vor Ort mit Planenden, politisch Verantwortlichen und Engagierten. Perowanowitsch zeigt, wie entschlossenes Handeln den öffentlichen Raum neu verteilen und die Lebensqualität steigern kann.

Kinabend & Diskussion mit Filmemacher  Ingwar Perowanowitsch, Dr. Katharina Knacker (mobilitätspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer), Sarah Krämer (Spitzenkandidatin für den Ortsbeirat 6) und Wolfgang Siefert (Stadtrat für Mobilität).

Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Str. 46a,65929 Frankfurt
8.00  Uhr, Eintritt frei

Dienstag 03. März: Der Temporäre Elektronische Salon feat. Kabuki

Der Temporäre Elektronische Salon ist monatlicher Gast im Konzertsaal der Bonifatiuskirche. Und, er garantiert immer elektronische improvisierte Musik für und aus dem Moment. Hybrid Stylez, Dub-Drums, Scratches, Electric Reeds und Samples von Kunst bis Pop. Mit meistens Rubow & Leicht als Herz der Klang & Beat-Erzeugung gibt es jedes Mal unterschiedliche Gäste, die die musikalische Reise-Route mitdefinieren. Am Dienstag, den 03.03.26 wird Kabuki der mitreisende Musiker sein.

Sein Alias Kabuki (japanisch für ‚Gesang und Tanz‘) benannte der Musiker nach dem gleichnamigen japanischen Theater. Hinter der Maske Kabuki schlägt sein Herz für so scheinbar unterschiedliche musikalische Genres wie Jungle, Jan oder Ambient. Zusammen mit dem Frankfurter Produzenten Mainframe (Frank Marheineke) zeichnet er verantwortlich für zahlreiche Musikprojekte und betreibt ein eigens Label. Seit über 20 Jahren decken seine Produktionen das komplette Spektrum der Beat-Wissenschaft ab, immer auf der Suche nach dem besonderen Gefühl.

Besetzung: Kabuki - Beats & Sounds, Modular • Oli Rubow – Electro-Acoustic Dub-Drums • Oliver Leicht – Electronic Clarinet & Saxophone, Samples

Sankt Bonifatius Konzertsaal, UG Holbeinstraße 70, 60596 Frankfurt am Main
Di 03.03.26 | 20:00 | Der Temporäre Elektronische Salon feat. Kabuki
Ticketverkauf: https://www.die-fabrik-frankfurt.de/tickets

©JAN_PEITZMEIER

Dienstag, 3. März: Of/ Demokratieworkshop für Jugendliche

(Andrea)

Das Stadtteilbüro Senefelderquartier lädt Jugendliche angesichts der bevorstehenden Kommunalwahlen zum Gespräch über die Bedeutungen von aktuellen politischen Entwicklungen ein. Ziel ist es, diese in Frage zu stellen und im Sinne jugendlicher Selbstermächtigung neue Perspektiven zu erarbeiten. Alle Jugendlichen im Alter von 11- 19 Jahren sind eingeladen am Demokratie-Planspiel „QUARARO“ im Rahmen des „Young Urban Future Labs“ teilzunehmen. Das Planspiel zeigt, wie Meinungen entstehen, wie Gruppen Entscheidungen treffen und wie sich eine eigene Haltung entwickeln lässt – auch ohne laut zu werden. Diskussion, Entscheidungsfindung sowie Reflexion werden dabei anschaulich und erlebbar. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. 17 Uhr

Stadtteilbüro Senefelder Quartier, Hermannstraße, Offenbach

Dienstag, 03. März: Steffanis letzte Reise – Eine Spurensuche im Frankfurter Dom

(Martin)

Sonderführung - Die beiden im letzten Newsletter angekündigten Sonderführungen waren ratzfatz ausverkauft. Das Dommuseum legt nach und bietet eine weitere Führung an anlässlich der Inszenierung von Amor vien dal destino von Agostino Steffani in der Oper Frankfurt im Frankfurter Dom an.

Im Januar 2026 feierte die Oper „Amor vien dal destino“ von Agostino Steffani an der Oper Frankfurt Premiere – eine spektakuläre Barockoper um Liebesverwicklungen antiker Götter und Helden rund um die Gründung Roms. Anlässlich dieser Neuinszenierung von Steffanis Oper lädt das Dommuseum Frankfurt Interessierte ein zu eine Spurensuche im Frankfurter Dom zu diesem großen Komponisten der Wende zum 18. Jahrhundert. Agostino Steffani, der 1654 in der Nähe von Padua geboren wurde, war lange vergessen. Dabei setzte er nicht nur an den Residenzen und Fürstenhöfen von München bis Hannover als renommierter Musiker und Komponist Maßstäbe, er beeinflusste auch Komponisten wie Händel und Telemann. Er war auch als Diplomat in vielen Städten Europas unterwegs, als Vermittler zwischen den Kurfürsten, zwischen Kaiser und Papst. 1728 weilte er in Frankfurt am Main. Von hier sollte ihn sein Weg nach Italien führen, wo er sich zur Ruhe setzen wollte. Am 12. Februar 1728 starb er in Frankfurt an einem Schlaganfall und wurde im Dom St. Bartholomäus beigesetzt.

Wer die Inszenierung der Oper „Amor vien da destino“ von Agostino Steffani in der Oper Frankfurterleben möchte, hat dazu noch Gelegenheit: Es gibt in dieser Spielzeit noch Aufführungen am 20. und 28. Februar. Siehe dazu hier den Ausgehtipp. 

Dommuseum im Frankfurter Dom / 16.00 Uhr: Sonderführung / Dommuseum Frankfurt - Teilnahme 4 Euro / ermäßigt 3 Euro.
Anmeldung unter fuehrungen@dommuseum-frankfurt.de / 069 - 800 87 18 290. 
Treffpunkt in der Vorhalle des Frankfurter Doms. 

Foto: © Agostino Steffani in einem Ölporträt von Gerhard Kappers, um 1714. commons.wikimedia.org/wiki/File:1714_circa_Gerhard_Kappers,_Agostino_Steffani,_oil_on_canvas,_89_x_69_cm.jpg Jochen Meiners (Hrsg.), Heiko Laß (Bearb.), Hans-Georg Aschoff et al.: Reif für die Insel. Das Haus Braunschweig-Lüneburg auf dem Weg nach London. Dresden: Sandstein Verlag. S. 109.

Bis 03. März: „Starke Stücke“-Festival

(Daniela)

Das 32. Internationale Theaterfestival „Starke Stücke“ setzt vom 20. Februar bis 3. März 2026 erneut starke Impulse für das Junge Theater. Eingeladen sind 23 internationale Inszenierungen für ein junges Publikum aus elf Ländern. Produktionen aus Dänemark, Deutschland, Belgien, Frankreich, Kroatien, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz, Slowenien, Spanien und Großbritannien sind auf 44 Bühnen der Rhein-Main-Region zu sehen und präsentieren ein breit gefächertes Programm: von Puppen- und Objekttheater über Schauspiel und Tanz bis hin zu einem Audiowalk und dokumentarisch-biografischem Theater. Zusätzlich ist während der gesamten Festivaldauer im Zoogesellschaftshaus in Frankfurt am Main eine Installation zum Thema Abschied und Verlust zu erleben. 

Alle Spieltermine, Orte und Informationen zu Inszenierungen und Kartenvorverkauf sind ab sofort auf www.starke-stuecke.netveröffentlicht.

Orte: Verschiedene Bühnen und Kulturveranstalter*innen in Rhein-Main

Eintrittskarten: Eintrittskarten sind direkt bei einzelnen Veranstalter*innen zu erwerben. Die Links zu den jeweiligen Ticketportalen finden Sie auf den Stückseiten auf www.starke-stuecke.net. Die Preise sind familienfreundlich (z.T. gegen Spende, ansonsten bei 5 € bis 15 €).

Mittwoch, 04. März: Sarah Lesch: Poesie & Widerstand-Tour

(Uwe)

Ihre Songs sind lyrisch, feinsinnig und zugleich kompromisslos in ihrer Botschaft – sie unterhält und bezieht Stellung zugleich. Damit gehört Sarah Lesch zu den wichtigsten Stimmen der neuen deutschen Liedermacherszene. Bei ihren Konzerten erwartet das Publikum eine Mischung aus intimen Folkballaden, poetischem Protest und smarter Gesellschaftsanalyse – nahbar, mitreißend und voller Gänsehaut-Momente. 

Centralstation / DA, Im Carree / 20 Uhr
Foto: Sandra Ludewig

Mittwoch, 04. März: Alice Merton

(Uwe)

Das Frankfurter Mertonviertel trägt den Namen ihres Ur-Ur-Großonkels. Da ist es selbstverständlich, dass Alice Merton im Rahmen ihrer Tour in Frankfurt spielt. In hren Songs hat Merton stets davon erzählt, das Leben als Nomadin zu feiern und sich überall dort ein Zuhause zu schaffen, wo man es möchte. Neben Platin- und Goldauszeichnungen in Europa und den USA ist Alice Mertons Karriere vor allem von außergewöhnlichen Live-Momenten geprägt. Sie trat auf renommierten Festivals wie Coachella, Sziget und Lollapalooza auf. Nach zwei Studioalben (MINT, S.I.D.E.S) begann 2024 mit der Veröffentlichung der EP Heron ein neues Kapitel. Darin richtet Alice ihren Blick nach innen: Statt ein Zuhause in der Außenwelt zu suchen, begibt sie sich auf eine innere Reise – geprägt vom Gefühl des Verlorenseins und der wohl grundlegendsten aller Fragen: Wer soll ich eigentlich sein, und wie gut kenne ich mich selbst wirklich?

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass 19 Uhr
Foto: Alice Merton Facebook

Mitttwoch, 4. März: Hecht

(Andrea)

Beim ersten Hören musste ich unweigerlich an Marc Ottiker und seine Guilianis hören. Kennt natürlich kein Mensch, ein Schweizer in Berlin und er hatte mir nach einem gemeinsamen Bier im Innenhof des Tacheles eine selbstgebrannte CD geschenkt und als ich meine Diplomarbeit schrieb, lief sie rauf und runter. Ein schönes Album in Schweizer Mundart und dass sich die Sprache für Musik eignet, ist doch überraschend. Aber wirklich gut! Das beweisen auch “Hecht”, die sind sogar ziemlich wild. Doppelt überraschend, will ich mir anschauen. Einlass 19 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Mittwoch, 4. und Donnerstag, 5. März: Monga - Jéssica Teixeira

(Martin)

Performance

 Mit einladender Furchtlosigkeit, zutiefst poetisch und voll mitreißendem Humor wirft die brasilianische Künstlerin Jéssica Teixeira bei ihrem Frankfurt-Debut den Blick zurück: Ihre preisgekrönte Performance „Monga“ ist eine Abrechnung mit der Brutalität der „Freak Shows” im 19. Jahrhundert. Hier wurden Menschen und ihre Körper einem sensationslüsternen Publikum vorgeführt. Jéssica Teixeira bricht in ihrer Bühnenshow mit dieser ausbeuterischen Macht des Blicks und fordert bei reichlich Live-Musik und manchem Shot Cachaça von ihrem Publikum lebendige Formen der Verbundenheit.

„Monga” zeichnet das Leben der mexikanischen Tänzerin, Performerin und Sängerin Julia Pastrana (1834–1860) nach, das von unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Ausbeutung geprägt war. Selbst nach dem frühen Tod mit 26 Jahren wurde ihr Körper noch in den „Freak Shows“ ausgestellt. Ausgehend von ihrem eigenen Körper führt Jéssica Teixeira ihre Recherchen zu Kolonialismus und Ableismus in der Performance fort, spiegelt und entblößt im grellen Scheinwerferlicht die Gaffer und findet im Funkeln der Disco-Kugel die intime Schwebe zwischen Hommage, Sühne und Spektakel.

“I’m not afraid of my body. 
If I was, would you be more comfortable?” – Jéssica Teixeira 

Mittwoch, 4. und Donnerstag, 5. März um jeweils 20.00 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Andy Catlin

Mittwoch, 4. März: Die Stadt + die Clubs

(Andrea)

Ach schade. Gäbe es heute keine Terminkollision wäre ich im Deutschen Architekturmuseum. Dort startet eine neue Folge der Reihe StadtPlus mit spannenden Vorträgen und Diskussionsrunden. Den Auftakt macht DIE STADT + DIE CLUBS - Wie sich der Sound von Frankfurt über die Zeit verändert hat mit Linus Volkmann, Autor und Journalist (schöne Grüße an dieser Stelle!). "Jede Stadt besitzt einen eigenen Sound. Dieser Sound speist sich dabei nicht nur aus den Acts vor Ort sondern wird geprägt von der jeweiligen Clubszene. Linus Volkmann spürt jener Szene nach. Was hat der konspirative Sponti-Charme der Batschkapp aus Eschersheim (in der einst noch Joschka Fischer den Türsteher gab) noch mit der heutigen Halle in der Gwinnerstraße von Seckbach gemein? Und sind die Spuren von Frankfurt als Stadt der Techno-Revolution (Omen, Dorian Gray, Cocoon Club) wirklich verwischt, oder führen sich einfach an Orten wie dem MOMEM fort? Clubleben aber auch Clubsterben wird Thema eines kurzweiligen Votrags sein. Wie klingt Frankfurt?
Linus Volkmann, Autor & Journalist, wurde geboren in Frankfurt und ließ die Mainmetropole dann aber für zwei Jahrzehnte hinter sich, um als Redakteur in Köln zu arbeiten. Während der Pandemie kehrte er zurück nach Frankfurt – und staunte nicht schlecht über die Verfasstheit der Ausgehkultur. Texte von Linus Volkmann finden sich u.a. bei spiegelonline, Die Zeit, Musikexpress, Rolling Stone. Für das neo-magazin royale von Jan Böhmermann konzipierte er den Beitrag „Eier aus Stahl – Max Giesinger und die deutsche Industriemusik“, das dereinst in den Song „Menschen, Leben, Tanzen, Welt“ mündete und einen Grimme-Preis erhielt." Beginn 19 Uhr, 1\2 Stunde Vortrag, 20 Uhr Ausstellungsrundgang, Diskussion und Getränke an der Bar. Eintritt 10 Euro. Zeichnung: Sibylle Lienhard

DEUTSCHES ARCHITEKTURMUSEUM (DAM), Schaumainkai 43 

Donnerstag 05.- Sonntag 08. März: Ein inszeniertes Konzert für Familien und Kita-Gruppen

(Daniela)

Lauschen, staunen und erleben

Ein inszeniertes Konzert für Familien und Kita-Gruppen

Gemeinsam mit fünf Mitgliedern des Ensemble Modern und der Musikvermittlerin Gabriele Baba entdecken Kinder und Erwachsene in den Kita- und Familienkonzerten eine Welt voller Klänge, Bewegung und Überraschungen – und erleben, wie aus vielen Ideen ein gemeinsames Lied entsteht.

Termine
Kitakonzert 1 & 2: Donnerstag, 05.03.2026, 9.45 & 11 Uhr; Kitakonzert 3 & 4: Freitag, 06.03.2026, 9.45 & 11 Uhr

Familienkonzert 1 & 2: Samstag, 07.03.2026, 10 & 11.30 Uhr;  Familienkonzert 3 & 4: Sonntag, 08.03.2026, 10 & 11.30 Uhr

Die Konzerte finden im Haus der Deutschen Ensemble Akademie e.V., Schwedlerstraße 2–4, 60314 Frankfurt am Main statt.

Kitakonzerte: kostenlos für Kitagruppen und ihre Begleitpersonen
Familienkonzerte: 5 € Kinder / 10 € Erwachsene
Anmeldung: info(at)ensemble-modern.com oder telefonisch unter 069 94343020; Webseite: https://soundport-frankfurt.com/de/2025-11-11/kitakonzerte
Der Zugang ist nicht barrierefrei.
Foto ©: Wonge Bergmann

Donnerstag, 05. März: Grandbrothers

(Uwe)

Die charakteristische Verbindung aus akustischem Klavier und beatgetriebenen Texturen bildet weiterhin das Fundament der Grandbrothers. Auf der neuen Platte integrieren sie erstmals auch andere Klangquellen wie analoge Synthesizer, Drum Machines und eine neue physische Direktheit in ihr Live-Set. Damit schlagen sie ein neues Kapitel auf, das ihrem Kern treu bleibt und zugleich neue Räume öffnet. Support: Evan Gildersleeve

Centralstation / DA, Im Carree / 20 Uhr
Foto: Dan Medhurst

Donnerstag, 05. März: Frederico Albanese

(Uwe)

Nach mehreren Jahren in Berlin kehrte Federico Albanese 2022 gemeinsam mit seiner Familie in seine Heimatregion Monferrato zurück – in eine malerische Landschaft und mit dem Gefühl, wie er es beschreibt, „tief mit diesem Ort verbunden zu sein“. Während sich seine früheren Alben häufig mit Erinnerungen, inneren Welten und imaginären Landschaften beschäftigten, schöpft „Blackbirds and the Sun of October“ aus der konkreten, physischen Realität um ihn herum – aus Geschichte, Natur und Schönheit. „Ich spüre in dieser Musik eine große Freiheit“, sagt er, „und sie trägt deutlich mehr Positivität in sich. Ich merke, dass etwas anders ist als zuvor.“ Diese neu gewonnene Freiheit und die Auseinandersetzung mit Herkunft und Geschichte führen auch dazu, dass Albanese unterschiedlichste musikalische Einflüsse aufgreift und klassische Musik mit zeitgenössischen Klängen verbindet.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Donnerstag 05. März: Lesereihe „Schnittstellen – Wortorte in Kunsträumen“

(Daniela)

Am 5.3.2026 wird Alexander Hacke, der legendäre Bassist/ Gitarrist der Einstürzenden Neubauten seine Autobiographie „Krach“ im Rahmen unseres Schwerpunktthemas „Text und Musik“ vorstellen. 

Literatur und Krach? Alexander Hacke, der langjährige Gitarrist und Bassist der legendären Band „Einstürzende Neubauten“ und vielseitige Ausnahmekünstler zwischen Underground und Weltruhm ist Autor geworden, hat „Krach“ in Worte gefasst und in dem Buch „Krach – Verzerrte Erinnerungen“ im Ventil Verlag publiziert. Er eröffnet damit das Schwerpunktthema „Sprache – Klang – Musik“ in der Lesereihe Schnittstellen 2026. 

Alexander Hacke ist früh besessen von klassischer Musik, schmeißt dann aber doch lieber die Schule und treibt sich in der in der Westberliner Untergrundszene zwischen Punks, Hausbesetzern und Lebenskünstlern herum. Nach ersten Musikprojekten unter dem Pseudonym Alexander von Borsig wird Hacke Ende 1980 Mitglied der kurz zuvor gegründeten Einstürzenden Neubauten. Die Einstürzenden Neubauten avancieren zur bahnbrechenden und überaus erfolgreichen Band, während Hacke nicht nur mit allerlei Aufputschmitteln experimentiert, sondern sich musikalisch unermüdlich weiterentwickelt: sei es zusammen mit seiner zwischenzeitlichen Partnerin Christiane F., als international erfolgreicher Solokünstler, als Gitarrist bei Gianna Nanninis Album Dispetto, als Filmkomponist für Fatih Akin oder gemeinsam mit seiner Frau, der Künstlerin Danielle de Picciotto, mit der er seit 2010 durch die Welt streift.

Seit 2024 hat die Lesereihe zahlreiche ungewöhnliche Veranstaltungen an ungewöhnlichen Orten durchgeführt, von Galerien, über Werkstätten bis hin zu einem ehemaligen Friseursalon. Besondere Kooperationen bestehen mit dem Kunstverein Familie Montez und dem Atelier Frankfurt. Kuratiert wird die Lesereihe von Dirk Hülstrunk und Michael Bloeck für den Verein Kulturnetz Frankfurt e.V. 

Do. 5.3.2026, 19:30 (Einlaß 19:00)
Kunstverein Familie Montez, Honsellstraße 7, (barrierefrei) 60314 Frankfurt

Donnerstag, 5. März: Of/ Blood & Sinners

(Andrea)

Das SCAPE verwandelt sich heute wieder in einen Kinosaal, Daniel zeigt “Blood & Sinners”,den Film kenne ich noch nicht. Dabei wurde er, Rekord: Blood & Sinners 2026 insgesamt 16-mal für den Oscar nominiert – das gab es noch nie! Das genreübergreifende Meisterstück erzählt von gnadenlosen Gangstern, hungrigen Vampiren und mitreißendem R&B, Hip-Hop und Blues im Jahr 1932 in den Südstaaten der USA – aber auch von der Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung. Einlass und Getränke ab 19:30 Uhr. Filmbeginn um 20 Uhr. Tickets an der Abendkasse für 10 € regulär und 8 € ermäßigt.
CINESCAPE° präsentiert jeden ersten Donnerstag im Monat zeitgenössische Filmkunst zwischen Politik, Ästhetik und Gesellschaft. Mal ehrlich: Wann sieht man so etwas mal auf der großen Leinwand? Visionäre Regisseur*innen, herausragende Schauspieler*innen und Geschichten, die uns bewegen. Alle Filme laufen in ihrer Originalfassung mit deutschen Untertiteln (OmU), damit der authentische Charme nicht verloren geht. Und immer in Kombi mit guten Barabenden – cheers!

SCAPE, Frankfurter Straße 39, Offenbach

V O R S C H A U

Freitag, 06. März: Werther (weitere Termine, u.a. 11.03)

(Martin)

Mit der schwärmerischen und unglücklichen Geschichte über Werther und Charlotte erreichte Goethe die Herzen seiner Leser - und Jules Massenet tat es ihm mit seiner Vertonung des Briefromans gleich.  Das schrieb die FR anlässlich der Premiere bzw. Wiederaufnahme von Werther, dem ‚Lyrischen Drama in 4 Akten‘ von Jules Massenet an der Oper Frankfurt. Die Inszenierung kommt nun noch einmal für fünf Vorstellungen auf die Opernbühne! Ich kaufe als Premierenabonnent immer Programmhefte und habe entdeckt, dass ich diese Inszenierung im Dezember 2005 gesehen habe – tatsächlich erinnere ich mich sehr gut und positiv - insbesondere auch an den Sternenhimmel als Sehnsuchtsort und das grandioses Bühnenbild! 

„Auch Goethe hätte sicherlich applaudiert, diese Premiere in der Frankfurter Oper dürfte ihm gefallen haben. (...) Unglaublich stimmig und intensiv wurde hier Massenets Werk in Szene gesetzt. (...) So aufgeführt wie in Frankfurt, beweist sich Massenets Werther als wahrer Publikumsmagnet und zeigt wieder einmal, dass große Gefühle auch heute noch sehr en vogue sind."(klassik.com).

Die Vertonung von Massenet beruht auf Goethes Die Leiden des jungen Werther: „Der Rechtspraktikant Werther leidet unter den gesellschaftlichen Zwängen und sehnt sich nach Entgrenzung. Keine menschliche Verbindung kann ihm Halt geben, bis er die bereits verlobte Charlotte kennenlernt. Goethes Die Leiden des jungen Werthergilt als Hauptwerk jener Gefühlskultur, die als »Empfindsamkeit« in die Literaturgeschichte einging. Der Briefroman, an dessen Ende ein Selbstmord steht, geriet zum größten Medienskandal des 18. Jahrhunderts und sorgte dafür, dass sich eine ganze Generation in den Werther’schen Farben Gelb und Blau kleidete. Jules Massenet und seinen Librettisten gelang mit dem Drame lyrique in vier Akten, das an seinen dramatischen Höhepunkten den Verismo vorausahnen lässt, eine der eindrücklichsten Bearbeitungen des Stoffes.

Regisseur Willy Decker lotet die Diskrepanz zwischen der Sehnsucht der Liebenden und ihrer Realität, zwischen Hoffnung und Resignation im abstrakten Raum von Wolfram Gussmann aus. In Gelb- und Blautönen entfaltet sich auch visuell jene musikalisch sensibel geschilderte Traumsphäre, in welcher die realitätsferne Liebe von Werther und Charlotte einzig existieren kann.“ 

Freitag, 6. und Mittwoch, 11. März, Samstag, 4., Donnerstag, 9. und Freitag, 17. April um jeweils 19.30 Uhr in der Oper Frankfurt
Foto: © Barbara Aumüller

Freitag, 06. März: Yin Yin

(Uwe)

Das niederländische Duo Yin Yin hat sich mit einer fesselnden Mischung aus psychedelischen Klängen, Funk und Weltmusik einen Namen gemacht. Ihre Musik vereint tropische Rhythmen und groovige Basslines mit modernen elektronischen Elementen zu einem einzigartigen, tanzbaren Sound. Inspiriert von der Musik Südostasiens und westlichen Psych-Rock-Vibes, bringt Yin Yin eine frische, energetische Note in die zeitgenössische Musiklandschaft.

Centralstation / DA, Im Carree / 20 Uhr
Foto: Homepage Centralstation

Freitag, 6. März (zum letzten Mal!): Die Freiheit einer Frau

(Martin)

Édouard Louis / Regie Falk Richter

In Frankfurt, in Mainz, in Berlin an mehreren Häusern – gefühlt nahezu allüberall – wird Édouard Louis gespielt. Seine autofiktionalen Bücher sind ein Muss! Das Staatstheater Wiesbaden hat ‚Die Freiheit einer Frau‘ in einer Inszenierung von Falk Richter aus dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg ins Repertoire übernommen. Das Hamburger Abendblatt schrieb anlässlich der Premiere: „Bei aller ästhetischen Perfektion schafft es der Theaterabend tief zu berühren." In der Hauptrolle der Monique Bellegueule ist die große – und nicht zuletzt als Konstanzer Tatort-Ermittlerin bekannte - Eva Mattes zu erleben. Mit ihr spielt das Schauspielensemble des Staatstheaters Wiesbaden. 

Die Inszenierung kommt mit Live-Musik von der Musikerin und Theaterregisseurin Bernadette La Hengst und anderen auf die Bühne. Eines Tages steht Monique Bellegueule einfach auf und geht. Weg aus der Provinz, weg von ihrem zweiten Mann, der wie der erste trinkt und sie demütigt. Sie hat genug. „Meine Mutter hat ihr ganzes Leben mit Armut und männlicher Gewalt gekämpft.“ Schonungslos und liebevoll zeichnet Édouard Louis die Lebensgeschichte seiner Mutter bis in die Gegenwart nach. In prekären Verhältnissen ohne Berufsausbildung aufgewachsen, gefangen in Ehen mit gewalttätigen und alkoholabhängigen Männern, findet Monique Bellegueule schließlich die Kraft in ein selbstbestimmtes Leben aufzubrechen. Auf sensible Weise erzählt Louis von dem Wunsch, als Kind eine andere Mutter zu haben, und vom großen Glück, sie heute als befreite, glückliche Frau zu erleben. 

Staatstheater Wiesbaden / Großes Haus / 19.30 Uhr
Foto: © Maximilian Borchardt

Freitag, 6. März: Of/ Reinhold Messner

(Andrea)

Drei Ehen, vier Kinder und vierzehn Achtausender. 1978 als erster Mensch ohne Sauerstoffflasche auf dem Mount Everest und ich erinnere mich, dass ich die Aufregung als Kind gar nicht verstanden habe. Der Mann hat also etwas zu erzählen, das macht er seit vielen Jahren übrigens schon sehr erfolgreich. Außerdem hat er weit über 80 Bücher publiziert. Keine Frage, Reinhold Messner ist eine Marke und der Abend sicher informativ-unterhaltsam. 

Stadthalle, Waldstraße 312, Offenbach

Freitag 06. März: „Se bastasse una sola canzone“ - Die Frau in der Canzone Italiana

(Daniela)

Ich war letztes Jahr mit Uwe und meinen Eltern bei dem Italiensichen Abend in der Romanfabrik und es war großartig. Vor allem meine Eltern waren so glücklich, weil sie jedes Lied kannten und am liebsten immer mitgesungen hätten. Auch dieses Jahr bin ich wieder dabei!

Nach dem Erfolg im letzten Jahr über 70 Jahre italienisches Liedgut, präsentieren Elettra de Salvo, Eva Spagna und Holger Schiesstedt einen neuen italienischen Abend von der Nachkriegszeit bis heute.

Doch dieses Mal liegt der Fokus auf der Rolle der Frau in der Canzone Italiana – passend zum Frauentag zwei Tage später. Aber es sind ja 'nur Lieder', so ein bekanntes Lied von Edoardo Bennato. Nicht ganz. Mit Anekdoten und viel Musik werden wir ein halbes Jahrhundert Machismus und Sexismus in der italienischen Popmusik Revue passieren lassen: von der absoluten Verehrung über die Unterwerfung der Frauen bis hin zu ihrer Rebellion, Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung.

Von Adriano Celentano „Una carezza in un pugno“ über Patty Pravo „La bambola“ und Caterina Caselli „Nessuno mi può giudicare“ bis zu Fiorella Mannoia „Quello che le donne non dicono“, was die Frauen nicht sagen, oder doch! Wir werden auf kritische, aber auch auf amüsante und selbstironische Weise diese Lieder unter die Lupe nehmen, die uns bis heute begleiten und sie gemeinsam mit dem Publikum singen.

In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Generalkonsulat Frankfurt.
www.romanfabrik.de/programm/detailansicht/termin/se-bastasse-una-sola-canzone-die-frau-in-der-canzone-italiana

Samstag, 07. März: Navid Kermani: Sommer 24 - Lesung

(Uwe)

Wie ist es, wenn sich die vertraute Welt auflöst, wenn das, was gestern noch normal war, heute nicht mehr gilt? Navid Kermani fängt diesen Moment in einem einzigen Sommer ein: Ein Freund, der zuletzt politisch auf Abwege geraten war, hat sich das Leben genommen. Die Kriege rücken näher und die Debatten werden schriller. Seine Freundin hält den Erzähler für einen Macho, aber das bleibt bei weitem nicht der schlimmste Vorwurf, der sein Selbstbild erschüttert. Auf unnachahmliche Weise gelingt es Navid Kermani, die Gegenwart aus ihren Widersprüchen heraus zu begreifen, das scheinbar Unversöhnliche zu versöhnen und, wichtiger noch, das wirklich Unversöhnliche auszuhalten. Moderation: Dr. Ulrich Sonnenschein (hr2-Kultur)

Centralstation / DA, Im Carree / 19 Uhr
Foto: Peter Andreas Hassiepen

Samstag, 7. März, und Sonntag, 8. März: OF/ OF.F geht fort Reisefestival

(Andrea)

Weil es so schön war, lädt Bobbel zum zweiten Mal zum Reisen. Nach Nepal, Südafrika und der Antarktis geht es jetzt auf der Nomad Cruise über den Pazifik, mit dem Motorrad Richtung Mongolei, besuchen ein Forschungsprojekt in Costa Rica, gehen den eisigen Weg nach Ladakh, spüren Georgien hautnah und lassen die heute leider schwer gezeichneten Städte Lviv und Czernowitz erzählen. Die vortragenden Weltenbummler beim OF.F geht fort Reisefestival Thomas Finke, Julia Finkernagel, Ina Knobloch, Julia Schmitz, Jürgen Volz, Ingrid Walter und Peter Weinert überzeugen als authentisch und emphatisch Referierende. Ihre Multivisions-Reportagen und Lesungen fesseln durch ihre außergewöhnliche Intensität in Wort, Bild und Film.Reist mit uns durch die Welt, ob bei einem oder einzeln ausgewählten  Vorträgen, per Tages- oder Festivalticket. Wie es für euch am besten passt.Und solltet Ihr nun Lust bekommen haben, selbst einmal einen Film zu drehen, gibt es dieses Jahr ein Festivalhighlight. Julia Schmitz bietet in ihrem Logo-Institut zusammen mit Julia Finkernagel und Peter Weinert den Workshop ‚Filmemachen für Einsteiger – Lernen von Profis‘ an beiden Vormittagen an. Der Workshopbeitrag beinhaltet übrigens ein Festivalticket. https://zweitlofft.de/reisen-klappe-die-zweite/

Zweitlof.ft, Bernardstraße 13, Offenbach

Montag, 09. März: Wollbefinden – Zweites Kollektivstricken

(Uwe)

Zwei rechts, zwei links - Stricken ist das neue Tanzen! Die Nadeln klappern zum Beat, um die Hälse trägt man Umhängelampen, die im Takt der Musik die wahre „Lichtshow“ der Nacht bilden. Hier wird nicht mit billigen Maschen geflirtet – hier wird mit Stil und Köpfchen geknüpft. Nach dem tollen Erfolg der ersten Ausgabe, bei der die BAR der Centralstation aus allen Nähten platzte, nehmen wir die Maschen wieder auf und stricken die Erfolgsgeschichte weiter. Also schnappt Euch die Nadeln und strickt! Musik von 2damenohnenamen. 

Centralstation / DA, Im Carree / Einlass: 19 Uhr / Eintritt frei
Foto: Homepage Centralstation

Dienstag, 10. März: Liederabend in der Oper Frankfurt

(Martin)

Alice Coote (Mezzosopran) & Julius Drake (Klavier)

Unter dem Titel The rebellious recital werden Werke u.a. von Johann Sebastian Bach, Richard Wagner, Hugo Wolf, Francis Poulenc, Burt Bacharach und Joni Mitchell zu hören sein. »Musik ist letztlich das beste Mittel, um Grenzen zu durchbrechen. Warum also begegnen wir ihr immer noch in eng definierten Genres und Kategorien? Warum versuchen wir, sie einzugrenzen«? Mit diesen Fragen kündigt Alice Coote ihren dritten Liederabend an der Oper Frankfurt an und sucht gemeinsam mit ihrem langjährigen Mitstreiter, dem Pianisten Julius Drake neue Wege. Sie stellen Werke einander gegenüber, die unabhängig von ihrer Gattung aktuelle Themen ansprechen, die uns alle bewegen: Ein kaleidoskopartiges Programm aus vielen Epochen von Johann Sebastian Bach bis Joni Mitchell. 

Liederabend in der Oper Frankfurt / 19.30 Uhr
Foto: © Jiyang Chen

Donnerstag, 10. März: Fortuna Ehrenfeld

(Uwe)

Weil wir die Band hier schon diverse Male angekündigt haben, steckt bei einigen von Euch vielleicht noch die Einschätzung im Hinterkopf, dass Martin Bechler und Begleitung hervorragende Songs schreiben. Nach einem Jahr Pause kommt Bechler mit einer neuen Platte auf Tour. Wer Fortuna Ehrenfeld bisher noch nicht gesehen hat, sollte hingehen. Ich würde mir ja eine Setlist mit seinen ruhigeren Nummern wünschen, weil diese Lieder berührender sind, wahrscheinlich macht er aber eher Krach. So wird das Ereignis angekündigt: „Und wie immer werden die Fortuna Shows ein unberechenbarer Tritt ins Herz für alle Freund:innen der schamlosen Melancholie und gepflegten Eskalation. Sei dabei, wenn aus den Fortuna-Hymnen über das Leben, die Liebe und die Abgründedazwischen ein kollektiver Pulsschlag wird.“

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / Einlass 19 Uhr
Foto: Fortuna Ehrenfeld Facebook

Mittwoch, 11. März: Lina

(Andrea)

Wie oft musste ich mir den Soundtrack anhören, von den zwei Mädchen, die gemeinsam reiten. Die Rede ist von Bibi & Tina. Was Tina macht, weiß ich nicht, aber Bibi ist seit einigen Jahren als Lina erfolgreich mit ihrer Musik. Wir waren natürlich schon auf einem Konzert von ihr, als das Kind noch Kind war und die Muttis hinter den hysterischen Mädchen Prosecco schlürften. Es war ein großer Spaß und Lina sympathisch und professionell. 
"Heute schreibt LINA ihre eigene Geschichte – auch jenseits von Musik und Film. Seit 2023 moderiert sie ihren Podcast „Fühl ich“, in dem sie jeden Donnerstag persönliche Erfahrungen rund um Mental Health teilt. Sie redet offen darüber, wie es war, im Rampenlicht aufzuwachsen, wie Tourleben und Therapie zusammenpassen – und warum sie bis heute mit eigenen Ängsten kämpft.Und genau diese Offenheit hört man auch in ihrer Musik. LINA singt über das, was bleibt, wenn die Kulissen wegbrechen. Über Nähe, die weh tut. Über den Moment, in dem man merkt: Man braucht niemanden, um komplett zu sein – außer sich selbst. Zwischen Pop, Retro-Glamour und diesem schwer zu erklärenden Vibe, wenn ein Song dich lächeln lässt, obwohl er eigentlich wehtut. Es geht um gute und weniger gute Tage. Um Gespräche, die erst um vier morgens auf dem Bordstein Sinn ergeben. Um Menschen, bei denen man kurz vergisst, wo man eigentlich hinwollte. Und um das leise Gefühl, dass vielleicht nicht alles gut wird – aber gut genug, um weiterzumachen. LINA schreibt Songs, die genau davon erzählen. Kein generisches Pop-Produkt, keine Musik für Playlisten, die nach drei Minuten wieder weg ist. Sondern Texte, die hängen bleiben, weil sie was erzählen. „Ich habe keine Lust mehr auf halb. Keine halben Gefühle, keine halben Songs“, sagt LINA. Einlass 19 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Mittwoch, 11. März: Fuzzmann Go Home

(Uwe)

Wer den Song „Hände weg von Allem“ einmal gehört hat, überlegt nicht lange, ob er / sie zum Konzert von Fuzzmann in den Ponyhof geht. Der umtriebigen „Beute-Kärntner“ veröffentlichte seine letzten drei Alben „Willkommen im Nichts“, „Endlich Vernunft“ und „Hände weg von Allem“, allesamt in den letzten fünf Jahren veröffentlicht waren eine Trilogie, in der sich der Künstler, Herwig Zamernik, geboren im schönen Wien, neu fand; ernsthafter und dringlicher wurde. Dazu das durchgeknallt eklektische Werk davor mit seinem irrlichternden Mix aus Soul-Pop, Indie-Disco, Noise-Folk, Kärntnerlied und Schlager. Es war ein langer und ein schillernder Weg gewesen. Ziel gab es dabei nie eines. Und nun ist es erstmals an der Zeit zurückzublicken, bevor die neuen Abenteuer warten. Mit 20 Jahren Fuzzman soll das geschehen. Fuzzman geht auf Tour und spielt ein Potpourri aus Klassikern und Querschlägern, Obskuritäten und Hits.

Ponyhof / Klappergasse / Einlass: 19 Uhr
Foto: Homepage Ponyhof

Mittwoch, 11. März: Melanie Garanin - Mein Freund Rilke (Graphic Novel)

(Uwe)

Die Berliner Comic-Künstlerin Melanie Garanin hat dem Dichter Rainer Maria Rilke eine Graphic Novel gewidmet, die Künstlerbiografie, Love-Story und Altersreflexion in einem ist. Poetisch, eindringlich und humorvoll entwirft Garanin mit Mein Freund Rilke (Carlsen Comics) eine neue, heutige Sicht auf den berühmten Dichter. Mit ihren Sepia-Zeichnungen zeigt sie auch bildgestalterisch besondere Kennerschaft Rilkes. So wird der Jahrhundertdichter plötzlich greifbar, körperlich, geradezu gegenwärtig. Eine grafische und erzählerische Einladung, zu Rilkes 150. Geburtstag selbst ein kleines Abenteuer mit ihm zu wagen ... Lesung mit Bildern und Gespräch. Moderation: Jakob Hoffmann

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19:30 Uhr
Foto: Carlsen-Comincs

Donnerstag, 12. März: HE/RO

(Uwe)

Die Lochmann-Zwillinge (früher „Lochis“) kommen wie ich aus Riedstadt, da komme ich garnicht daran vorbei, auf dieses Konzert hinzuweisen. Mittlerweile sind Heiko und Roman bereits 25 Jahre alt und sind als HE/RO unterwegs. Sie machen nach eigener Aussage eine Mischung Pop, Rock und Post-Punk und haben damit Erfolg, so touren sie in diesem Jahr wieder durch zwölf größere Städte in Deutschland und Österreich, Riedstadt ist leider nicht dabei.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / 20 Uhr 
Foto: Eric Joel

Freitag 13. März: VINTAGE SOUNDSYSTEM / International Jodeling Musik & Diskurs #26

(Daniela)

Da wäre ich zu gerne dabei gewesen, denn die beiden Jodler:innen sind super!

Urban Echo - Worldwide Jodelfusion Kerstin Kuschik und Uta Baldauf
Die Schweiz hat 2025 für das Jodeln den UNESCO-Welterbe-Status bekommen. Alpines Jodeln ist zwar ein Exportschlager, aber nur eine von vielen Gesangsformen mit Kehlschlag und Silbentönen. Weltweit existieren solche Naturgesänge – als Kommunikation mit Tieren, zur Stärkung von Gemeinschaft oder zur Verbindung mit sich selbst. Möglich macht dies unser vielseitiger Kehlkopf. Die Stimme fasziniert seit jeher: Wie fühlt es sich an, sie anders zu nutzen? Wie beeinflussen Gefühle den Klang? Welche Stile existieren global?

Jodeln und verwandte Techniken verbinden Lebensfreude, gemeinschaftliches Singen, Einfachheit und Kunstfertigkeit. So verbreitete sich alpines Jodeln über die USA nach Hawaii und erlebt heute sogar in Korea ein Revival. Ähnliche Naturgesänge heißen u. a. Yelli (Kamerun), Krimanchuli (Georgien) und Joik (Nordeuropa). Das Interesse wächst weltweit.

An diesem Abend nimmt Euch das Duo zart&zünftig – Kerstin Kuschik (voc) und Uta Baldauf (acc) – mit auf eine musikalische Reise. Nach einem kurzen Diskurs hören Sie alpine und internationale Jodler sowie Rock-, Blues- und Jazz-Songs mit jodlerischen Überraschungen – humorvoll, frisch und mit Augenzwinkern.

pastel, Lindleystraße 15, barrierefrei, FFM, Tür & Küche ab 19:00 Uhr, Beginn: 20 Uhr

NÄCHSTE TERMINE:
17.04.2026 Fußball, Pop & Politik - Klaus Walter
29.05.2026 Blue Notes from India 1935-2025 – Tarun Balani (Indien) & Sigrid Pfeffer

Samstag 14. März: MELLI REDET MIT - ein Abend mit Gästen.

(Daniela)

Man könnte auch mal wieder zu MELLI REDET MIT gehen. SIe schreibt:

Liebe Freunde von MELLI REDET MIT, nach drei mal künstlerischer und kultureller Frauenpower, nun die Herren aus Musik, Kunst und Film. - Dafür haben wir uns dann ins Filmmuseum begeben, um für Euch schöne Fotos zu bekommen. 

Die Protagonisten sind drei wunderbare Künstler aus dieser Stadt. Es wird formidabel !
Max Clouth. Gitarrist, der in unglaublich vielen Musik-Genres unterwegs ist. Das Herz des studierten Jazzgitarristen gehört aber unter vielen Stilen auch der indischen Musik. Er komponiert zudem (auch Filmmusik) und entwickelt neue Instrumente. Das wird spannend.
Sascha Boldt ist mindestens genauso  ein Multi-Player in der bildenden Kunst  - von Berlin bis Frankfurt, von der Malerei bis zu Medieninstallationen reicht sein Wirkungsgebiet. 
Alexander Frank ist ebenso breit aufgestellt, was die Filmwelt betrifft. Von eigenen Filmen, über Onset-Coaching von Kindern bis zum Drehbuch schreiben führt es ihn quer durchs Land. 

Am 14. März sind sie alle auf dem Sofa mit Wort, Bild und Sound. Freut Euch auf einen spitzen Abend.
Natürlich mit Frau von Spangenberg und meiner (M)ein-Mann-Band im geilen Montez um 20:00h.

Tickets über https://www.eventim-light.com/de/a/5f1955419028772462ccccfe/e/68e163c287a05c162007a8aa oder www.melinahepp.com  oder an der Abendkasse ab 19:00 
live und geschminkt aus dem Kunstverein Familie Montez 
Honsellstr. 7, 60314 Frankfurt am Main
Ausgabe 45 am Samstag, 14. März 2026 // 20.00h
Abendkasse ab 19h: 22,- €, Schüler*innen, Student*innen, Auszubildende: 10,- Bis zum 1.3. 2026 bekommt ihr noch Early-Bird-Tickets zum ermäßigten Preis!! 

Foto © Salar Baygan Photography

Samstag, 14. März: Zucchini Sistaz: Falsche Wimpern - Echte Musik

(Uwe)

In einer erfrischenden Collage großer Swing-Melodien und brillant getexteten Eigenkompositionen im Stile der 40er Jahre gelingt es den Zucchini Sistaz, am Samstag, dem 14. März, einen kurzweiligen und durch und durch erbauenden Abend zu gestalten. Mit der Eleganz vergangener Tage und dem Selbstbewusstsein von heute greifen die kokett frisierten Fräuleinz aus der Swing-Metropole Münster beherzt in die Saiten und begleiten ihren herausragenden Close-Hamony-Satzgesang kurzerhand einfach selbst. 

Centralstation / DA, Im Carree / 20 Uhr
Foto: Katharina Tenberge

Samstag, 14. März: Wolfram Koch & Ensemble Batuta

(Uwe)

Zum 100. Geburtstag von Andrea Camilleri. Eine kulinarisch-musikalische Lesung

Wolfram Koch trifft an diesem Abend auf den sizilianischen Commissario Montalbano. Der bekannte Schauspieler und Hörbuchsprecher liest aus Werken des sizilianischen Autors Andrea Camilleri, der 2025 100 Jahre alt geworden wäre. Begleitet wird die Lesung musikalisch vom Ensemble Batuta, das passend dazu traditionelle und zeitgenössische italienische Melodien spielt. Wer die Werke Camilleris kennt, weiß, dass sie auch eine Ode an die sizilianische Kultur und Küche sind. Daher wird es im Anschluss an die Lesung eine Verköstigung dreier hausgemachter sizilianischer Gerichte geben. Moderation: Ina Meineke. 

Die Künstler*innen des Ensemble Batuta und das Produktionsteam verzichten zugunsten einer Spende an die Stiftung Lesung zur Förderung von Kindern und Jugendlichen auf ihre Gage. Die Veranstaltung ist Teil des Programms zum hundertjährigen Jubiläum von Camilleri, das vom Fondo Andrea Camilleri zusammen mit dem Comitato Nazionale Camilleri 100 gefördert wird.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Mathias Bothor

Sonntag, 15. März: Louis Philippson

(Uwe)

Klassik für Alle Tour 2026 - Mit seinen Vlogs, humorvollen Beiträgen und packenden  lavierinterpretationen begeistert Louis Philippson Millionen für klassische Musik und hat sich damit knapp 800.000 Follower erspielt. Louis’ musikalisches Talent wurde bereits im Alter von sieben Jahren von seiner späteren Klavierprofessorin auf YouTube entdeckt. Neben seiner Musikkarriere studiert er Internationale Wirtschaft und arbeitete als TV-Moderator. Scheinbar ein vielbeschäftigter junger Mann, der Louis.

Alte Oper Frankfurt / 20:00 Uhr
Foto: Luna Leen

Donnerstag, 19. März: Fee vs. Cönig

(Uwe)

Es geht um die Ehre. - Es geht um den Spaß. - Es geht ums Prinzip. Die Musik-Spoken Word-Community-Spielshow kehrt 2026 zurück in die Frankfurter Brotfabrik. Das Moderations-Duo Fee (Frankfurter Liedermacherin & Udo Lindenbergs Panikpreisträgerin) und Cönig (Poetry Slam Hessenmeister und Autor) liefern sich erneut einen einzigartigen Wettbewerb und haben sich dazu hochkarätige Gäste aus der Musik- und Spoken Word Szene eingeladen, die ihre Kunst präsentieren und ihrem Team bei diversen Duellen zur Seite stehen.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Christoph-Seubert

Freitag 20. März: Der Temporäre Elektronische Salo

(Daniela)

So ein Ärger, ich möchte so gerne nach Höchst, aber heute gehts nicht. Vielleicht klappt es ja bei Euch? 

Seit einigen Jahren findet der Salon temporär an verschiedenen Orten Frankfurts statt und garantiert immer elektronische improvisierte Musik für und aus dem Moment. Hybrid Stylez, Dub-Drums, Scratches, Electric Reeds und Samples von Kunst bis Pop – alles fließt!

Mit meistens Rubow & Leicht als Herz der Klang & Beat-Erzeugung gibt es jedesmal unterschiedliche Gäste, die die musikalische Reise-Route mit-definieren – so heute im einzelnen:

Hans Glawischnig, Bassist der hr-Bigband, nutzt das elektronische Ambiente des Salons um sein Instrument durch zahlreiche Effekte zu erweitern und Klangskulpturen und Loops zu kreieren. Schon bevor er auf dem Kontrabass mit bekannten Stars der Jazz-Welt wie Chick Corea oder als Mitglied des Miguel Zenon Quartetts Berühmtheit erlangte war der E-Bass sein Instrument – auf das er gemeinsam mit Rubow & Leicht gerne wieder zurück greift. www.hansglawischnig.com

Oli Rubow fühlte sich schon früh hingezogen zu groove bezogener DJ Culture, was dazu führte, wofür er heute beliebt und bekannt ist: Die begeisterte Verbindung von elektrifizierten Beats und Handgemachtem, Improvisiertem. So gelingt ihm ein ein Brückenschlag zwischen moderner Club-Kultur und etabliertem Musikhandwerk, unter anderem zu hören mit Bands und Dj´s wie Hattler, Fat Freddies Drop, Freundeskreis, Jazzanova, Turntablerocker …. olirubow.de/

Oliver Leicht, seit 2005 Mitglied der hr-Bigband, war bereits zu Schulband-Zeiten von Holzblas-Instrumenten und elektronischen Effekten fasziniert. Alles begann mit einem simplen Delay,… lay,…lay,… kombiniert mit Interesse an einer Unmenge von verschiedenen musikalischen Stilistiken führte das zur Mitwirkung und Produktionen so unterschiedlicher Ensembles wie Peter Herbolzheimers Rhythm Combination & Brass, Bob Brookmeyers New Art Orchestra, Zabriskie Point, [re:jazz], Die fantastischen Vier und Ralf GUM … um nur einige zu nennen. Und mündet heute in die von ihm mit-initiierte offene Konzert Reihe „Der Temporäre Elektronische Salon“ – improvisierte elektronische Musik zum Wohlfühlen, Tanzen, Zuhören, Zuschauen und Genießen --- alles fließt! oliver-leicht.de

20.03.2026 - doors: 19:30h - music: 20h - Eintritt 10€, KulturRaum B25 - Brüningstr. 25 - 65929 Frankfurt Höchst, Veranstalter: Raum für kulturelle Fragen e.V.

Samstag, 21. März Jazzsalon: Ev Machui, Michael Will & Andreas Müller

(Uwe)

„Das Glück kennt nur Minuten“ – eine Hommage an Hildegard Knef zum 100. Geburtstag

„Die Knef“, das war die Frau, die im prüden Nachkriegsdeutschland für Aufbruch stand. In den 60er Jahren feierte sie als „größte Sängerin der Welt ohne Stimme“ (Ella Fitzgerald) Platten- und Tourneeerfolge. Hildegard Frieda Albertine Knef führte ein Leben wie auf einer Achterbahn zwischen Berlin, Broadway und Hollywood. Sie hatte mindestens drei Karrieren – als Schauspielerin („Die Mörder sind unter uns“), Chansonsängerin („Für mich soll’s rote Rosen regnen“) und Bestsellerautorin („Der geschenkte Gaul“). Ev Machui führt an diesem Abend nicht nur mit Liedern, sondern auch mit erzählerischen Anekdoten durch das bewegte Leben dieser umtriebigen Künstlerin. Musikalisch virtuos begleitet von Andreas Müller am Klavier und Michael Will am Kontrabass.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Oliver Tamagnini

Montag, 23. März: Clueso

(Uwe)

Clueso geht 2026 mit seiner spektakulären „DEJA-VU TOUR“ auf große Arena-Tournee und bringt seine Hits in die größten Hallen Deutschlands. Mit 20 Jahren Bühnenerfahrung verbindet Clueso auf einzigartige Weise Pop, Hip-Hop und Singer-Songwriter-Elemente. Bei der „DEJA-VU TOUR“ dürfen sich Fans nicht nur auf seine größten Hits wie „Chicago“ oder „Flugmodus“ freuen, sondern auch auf brandneue Songs und jede Menge Live-Highlights. Mein Lieblingslied von ihm ist Gewinner und ich möchte Euch hier empfehlen, auf YouTube anzuschauen, wie er „Weil ich dich liebe“ von Westernhagen bei TV Noir spielt. 

Festhalle Frankfurt / Beginn: 20:00 Uhr
Foto: Cristoph Köstlin

Montag, 23. März: Max Prosa

(Uwe)

Die große Frage ist: Wurde der Singer-Songwriter Max Prosa mit diesem treffenden Nachnamen geboren? Nein, bürgerlich heißt er Max Podeschwig, aufgewachsen ist er in Berlin. Nach einer langen Phase von kleinen Besetzungen soll es nun eben auch wieder mit Band auf Tour gehen. Neben Magnus Bang Olsen sind noch Leonie Geißler und Ben Anderson dabei. „Die mitreißende Kraft einer Band habe ich in den letzten Jahren sehr vermisst“, sagt Prosa.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Sandra Ludewig

Mittwoch, 25. März: YÜZYÜZEYKEN KONUŞURUZ

(Andrea)

Türkisch ist schon ein Rollercoaster manchmal. Wenn ich den Namen des Künstlers ganz langsam lese, klappt es: YÜZYÜZEYKEN KONUŞURUZ. Er ist heute mit seiner Band in der Batschkapp und weil er sich ohnehin in meiner Playlist tummelt, gehe ich hin. Freue mich total auf den Abend und werde ganz sicher mit großer Sehnsucht nach meiner Liebslingsstadt am Bosporus nach Hause gehen. Solange Ekrem İmamoğlu im Knast sitzt, wollte ich eigentlich nicht hin. Aber das hieße sehr, sehr viele Jahre warten. Görelim. Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr 

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Samstag, 28. März: Ecstatic Dance: Frühlingserwachen / Ostara mit DJ ToR

(Uwe)

Tanzen setzt Glückshormone frei – umso mehr, je intensiver man sich auf die Musik einlässt: Die Augen schließen und Eins werden mit dem Beat! Das ist das Prinzip von Ecstatic Dance. Hier kommt der Rausch über die Bewegung, hier schaut niemand nach Pose oder Choreo, hier geht es um Körpergefühl statt Styling! Ecstatic Dance verbindet Club Vibes mit achtsamer Atmosphäre – er ist eine Einladung, sich frei zu bewegen und mit anderen in den Groove zu kommen. Der musikalische Reiseleiter für dieses Erlebnis ist ToR aus Spanien, ein leidenschaftlicher Ecstatic Dance DJ und Klang Alchemist, der in seiner Heimat Ecstatic Dance Malaga ausrichtet und organisiert. 

Centralstation / DA, Im Carree / 19 Uhr
Foto: Homepage Centralstation

Freitag, 20. März: Hällas

(Uwe)

Das schwedische Quintett erschafft epische, fantasiegetränkte Konzeptalben voller abenteuerlicher Zwillingsgitarren, Vintage-Synthesizer und mystischem Storytelling – und formt damit ihr ganz eigenes Genre: Adventure Rock. Hällas wurde 2011 gegründet und feierte den ersten Durchbruch mit dem Debütalbum „Excerpts From A Future Past“ (2017). Mit jeder Veröffentlichung hat sich die Band eine treue Kultanhängerschaft in der modernen Prog- und Hardrock-Szene auf der ganzen Welt aufgebaut. 

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / 20 Uhr 
Foto: Marcus Carlsson

BEREITS ANGEKÜNDIGT, LÄUFT ABER NOCH EINE WEILE

Seit Dienstag, 13. Januar: Ausstellung Walter Gerstung „Old meets New: Old School / Black Water“ in der Heyne Kunst Fabrik

(Petra)

Mit „Old School“präsentiert die Heyne Kunst Fabrik erstmals Werke aus den frühen Schaffensjahren des Fürther Malers und Grafikers Walter Gerstung, dessen eindrucksvollen Arbeiten die Heyne Kunst Fabrik bereits vor einigen Jahren gezeigt hat. Die Arbeiten aus den exzessiven und schonungslosen 80er- und 90er-Jahren umfassen sowohl Originale als auch limitierte und signierte Editionen. Dem gegenüber steht die aktuelle Werkserien „Black Water“ – surreale Fotokunstwerke, die den Gerstung der Gegenwart zeigen.

Foto: ©Walter Gerstung, Heyne Kunst Fabrik

Ausstellung Walter Gerstung „Old meets New Old School / Black Water“, Ort: Heyne Kunst Fabrik, Adresse: Bleichstraße 67, Offenbach Öffnungszeiten:freitags 18 - 21 Uhr (16./23./30.01.), sonntags: 15 - 18 Uhr (18./25.01.), weitere Termine gerne nach persönlicher Vereinbarung

Bis Samstag, 07. März: „Auftunen und Peppen“

(Martin)

Den Auftakt der Goldstein-Einzelausstellungsreihe 2026 macht „Auftunen und Peppen” mit Arbeiten des Künstlers Markus Schmitz. Die Zeichnungen des Atelier Goldstein-Künstlers Markus Schmitz zeugen von einer komplexen und fantasievollen Liniensprache. Linien und Text, ausgeführt in einer eigenen Typografie, verdichten sich zu visuellen Knotenpunkten. In den verschlungenen Zeichnungen offenbaren sich Motive wie Menschen, Landschaften, Fahrzeuge und organische Formen. Die Linien erzeugen dabei eine Spannung zwischen bewusster Komposition und intuitivem Fluss. Dieses spielerische Überarbeiten, Ergänzen und Weiterdenken – ein stetiges „Auftunen und Peppen” der Motive – bildet den Ausgangspunkt für den Titel der Ausstellung. Viele der Zeichnungen dienen als Grundlage für Cut-outs. Hier arbeitet Markus Schmitz mit der Technik des Scherenschnitts, die er zu einem zeitgenössischen Ausdrucksmittel weiterentwickelt. In einer Art zweistufigem Abstraktionsverfahren entstehen präzise Papierarbeiten, deren negative ausgeschnittene Flächen das Motiv oder die Erzählung nur noch als Spur abbilden. Der von den Arbeiten im Raum erzeugte Schattenwurf ist kein bloßer Nebeneffekt, sondern integraler Bestandteil der Komposition: Als Projektion erweitert er die Bildfläche in den Raum. In der Ausstellung wird dieses Prinzip gesteigert, indem der projizierte Schatten in Form einer Installation selbst zum zentralen Element wird.

Goldstein Galerie, Schweizer Straße 84, Öffnungszeiten: Donnerstag – Samstag von 14 – 18 Uhr (samstags ist der Künstler anwesend)
Foto: © Homepage der Goldstein Galerie

Mittwoch, 11. März: Of/ ...den Krieg gründlich verlernen

(Andrea)

Wenn wir uns noch eine geringe Chance bewahren wollen, die Überlebenskrise der Menschheit zu bewältigen, dann müssen wir uns zugleich von jeder militärischen Logik radikal verabschieden. So lautet die zentrale These, die Bruno Kern hier vertritt. Allein aus ökologischen Gründen können wir uns Rüstung, Militär und Krieg gar nicht mehr leisten. Auch »militärische Verteidigung« führt sich angesichts der Zerstörungskraft der heutigen Waffen selbst ad absurdum…den Krieg gründlich verlernen..
Anhand einer gründlichen Analyse des Ukrainekrieges entlarvt der Autor die dahinter stehenden geopolitischen Interessen und stellt die »Lüge von der Zeitenwende« bloß. Er setzt sich mit den wichtigsten Gewaltmythen und bellizistischen Ideologien auseinander und entwickelt eine pazifistische Ethik auf der Höhe der Zeit. In deren Zentrum steht die Unüberbietbarkeit des einzelnen Menschenlebens. Der Autor führt uns exemplarisch auch in die jüdisch-christliche Tradition ein. Das »subversive Unterlaufen der Gewalt« in der Bergpredigt hat eine säkulare politische Entsprechung: Soziale statt militärische Verteidigung als einzige aussichtsreiche Antwort auf einen Aggressor.
Bruno Kern, geb. 1958 in Wien, Dr. theol. M.A., Theologe und Philosoph, lebt heute als freischaffender Autor und Übersetzer in Mainz. Zahlreiche und breit wahrgenommene Veröffentlichungen in den Bereichen Ökologie, Politik, Literatur und Theologie. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen: Das Märchen vom grünen Wachstum und Industrielle Abrüstung jetzt!.

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach, nicht barrierefrei

Bis 15. März: OF/ Internationale Kinderbuchausstellung

(Andrea)

Kinderbücher sind klasse und es fiel mir unendlich schwer, als das KInd vor einigen Jahren beschloss, dass für ihre Bücher jetzt kein Platz mehr sei, alle in den Bücherschrank zu bringen. Ein paar meiner Lieblingsbücher habe ich behalten, “Frerk der Zwerg” zum Beispiel, “Die Reise zum Mond” oder “Das 99. Schaf”. Alles Titel, die sicher nicht in der Kinderbuchausstellung zu finden sind. Dafür eine Menge anderer toller Bücher.. Drei Monate lang feiert die Kinderbuch-Ausstellung 70. Geburtstag und schaut zurück auf sieben Jahrzehnte Bilderbuch. Was ist alles auf dem Bilderbuchmarkt los gewesen, welche Ausgaben sind heute Kult, und was würde heute nicht mehr so im Regal landen? Und was erwartet das Kinderbuch wohl in der Zukunft? Daneben zeigt die Kinderbuchausstellung wie in jedem Jahr zahlreiche Neuerscheinungen aus vielen Ländern, die besonders schön gestaltet oder erzählt sind.
Die Ausstellung zeigt auf, wie sich die Themen und die Formensprache im Laufe der Zeit verändert haben. Wurde noch in den fünfziger Jahren oftmals eine heile Kinderwelt mit festgefügten Rollenbildern dargestellt, ändert sich das spätestens im Laufe der siebziger Jahre. Progressive Kinderbuchverlage edierten kritische Bücher für Kinder und schufen so ein ganz neues Feld des Kinderbuchs. Die kindlichen Sorgen und Probleme wurden ernst genommen und thematisiert. Technische Entwicklungen, gesellschaftliche Umbrüche und Problematiken wurden zunehmend auch zum Thema im Bilderbuch. Krieg, Flucht, Diskriminierung wurden aus kindlicher Perspektive dargestellt. In den letzten Jahren veränderten emanzipatorische Bewegungen auch die Bücher für Kinder sehr stark. Alte Rollenbilder wurden aufgebrochen und in Frage gestellt. Stereotypen wurden hinterfragt und die gesellschaftliche Vielfalt entwickelte sich zu einem Thema in den Bilderbüchern der letzten 10 Jahre. Bücher, die Kinder dazu ermuntern, ihre Körper, ihre sexuelle Orientierung und die Vielfalt an eigenen Fähigkeiten wertzuschätzen, finden sich zunehmend auf dem Bilderbuchmarkt.
Natürlich haben sich nicht nur die gewählten Thematiken, sondern auch die Bildsprache im Laufe der Jahre sehr verändert, wobei sich die zeitgenössische Bilderbuchillustration vom Illustrationsstil der fünfziger und sechziger Jahre inspirieren lässt. 

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Bis Donnerstag, 16. April: Frankfurter Kunstsäule mit Daniel (und Felix) Hartlaub

(Petra)

Aus der Werkausgabe bei Suhrkamp wissen wir, dass der Zeichner und Autor Felix Hartlaub (1913-1945, Sohn des Namensgebers der Neuen Sachlichkeit, des Kunsthistorikers und damaligen Direktors der Mannheimer Kunsthalle Gustav Friedrich Hartlaub) bereits als Kind düstere, apokalyptische Tuschezeichnungen angefertigt hat, die versehrte Kriegsrückkehrer ins Zentrum stellten. Seine Geschichte vom Jungen, die er vor etwa 100 Jahren in 16 Zeichnungen erzählte, schildert imaginäre Abenteuer seines Alter Ego in der Welt. Im Führerhauptquartier als Mitarbeiter für das Kriegstagebuch der Wehrmacht eingesetzt, gelang es ihm, eigene Texte herauszuschmuggeln, die seine äußeren und inneren Wahrnehmungen aus dieser Zeit beschreiben. Felix Hartlaubs kurzes Leben und sein ungeklärter Tod in den letzten Kriegstagen hinterließen einige Geheimnisse. Daniel Hartlaub plant nunmehr einen Film über seinen 1945 in Berlin verschollenen Onkel, und die KunstSäule beleuchtet dieses Filmthema in einer besonderen Kooperation mit dem englischen Künstler Keith Rodway. Im Frühjahr 2025 haben die beiden Künstler in England bereits eine gemeinsame Schau zu Felix Hartlaub realisiert. Für den Felix-Hartlaub-Film plant sein Neffe eine animierte Imaginationsebene, die teilweise auf der KunstSäule zu sehen sein wird. In den Bildern von Hartlaub oszilliert Felix Hartlaubs Leben zwischen Kunst, Krieg und NS-Regime. Die Litfaßsäule erinnert so an eine zerrissene Zeit, und Parallelen zu heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen sind unübersehbar.

Bild: ©Daniel Hartlaub

Vanished – The Curious Life and Death of Felix Hartlaub, kuratiert von Katrin Kobberger,  Ort: KunstSäule Frankfurt, Adresse: Am Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Ecke Gutzkowstraße), Uhrzeit: 19 Uhr, Öffnungszeiten:24/7, Eintritt: frei

Freitag, 17. April – Sonntag, 27. September: Mishpocha – The Art of Collaboration

(Petra)

Es gibt so Termine, die „blinken“ schon lange vorab im Terminkalender – dies ist so einer. Mike Diamond von den legendären Beastie Boys (großartigstes Musikvideo aller Zeiten „Sabotage“) ist als künstlerischer Leiter Teil der Ausstellung „Mishpocha“. Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht? Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte der Beastie Boys, zusammen: „Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.“ Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum Frankfurt das interdisziplinäre Projekt "Mishpocha" entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Die Ausstellung deutet den jiddischen Begriff „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler*innen, Musiker*innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. Sie lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert. Kern des Projekts ist die Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen: Auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von „Mishpocha“ ins im Rhein Main-Gebiet aus. 

Mishpocha – The Art of Collaboration, Ausstellung, Musik und Happenings im und rund um das Jüdische Museum Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026, Jüdische Museum Frankfurt (Satellitenausstellungen Kunsthaus Wiesbaden, Opelvillen Rüsselsheim),  Adresse: Bertha-Pappenheim-Platz 1, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr), Eintritt: 12 (6) EURO, weitere Infos findet Ihr hier 

Bis Sonntag, 26. April: AI-Worlding im Museum Angewandte Kunst x saasfee*pavillon

(Petra)

Worlding steht für Prozesse, welche Welten und Weltsichten hervorbringen. Zunehmend wird Künstliche Intelligenz Teil dieser Prozesse. KI-Systeme haben sich tief in unseren Alltag eingebettet und prägen unsere Vorstellungen von Gesellschaft, Welt und uns selbst. Generierte Bilder, Texte und Videos erschaffen neue Welten – basierend auf selektiven Daten, einseitigen Perspektiven und wirtschaftlichen Interessen. Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl zeitgenössischer künstlerischer Positionen, welche AI-Worlding simulieren und reflektieren. Es werden einerseits Grenzen generativer Modelle erfahrbar gemacht, andererseits das Verhältnis zwischen Menschen und KI-Systemen exploriert: Wann sind diese bloß Werkzeug, wann Co-Creator und wo bestimmender Faktor für gesellschaftliche und künstlerische Prozesse? Die Partnerausstellung im saasfee*pavillon eröffnet am Donnerstag, 19. Februar.

AI-Worlding - Künstlerische Forschung zu KI-generierten Weltmodellen, Gruppenausstellung mit: Anton Andrienko, Elisa Deutloff, Egor Dmitriev, Xiangyu Fu, Chelsea Hartmann, Marlon Hesse, Ava Leandra Kleber, Max Kreis, Mattis Kuhn, Leon-Etienne Kühr, Seongsin Lee, Ting-Chun Liu, June Pauli, saasfee* (Alex Oppermann, Al Dhanab, Maciej Medrala), Evgeny Tverdokhlebov, Natalie Wilke, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 12 (10) Euro

Bis 26. April: JESSICA BACKHAUS. SHADOWS MIGHT DANCE

(Uwe)

Die Arbeiten der international anerkannten deutschen Fotografin Jessica Backhaus entfalten sich im Spannungsfeld zwischen Fotografie, Malerei und Objektkunst, geprägt von Form, Farbe und Licht. Inspirationsquellen reichen von abstrakten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts wie Josef Albers und Sonia Delaunay bis zu prägenden Begegnungen wie mit der Schriftstellerin und Fotografin Gisèle Freund. Ihre Fotografien befinden sich in bedeutenden Sammlungen, darunter die Deutsche Börse Photography Foundation, und wurden unter anderem in der National Portrait Gallery, London, und im Martin-Gropius-Bau, Berlin, ausgestellt.

Rahmenprogramm
DI, 10.02., 10.03., 21.04., 15 Uhr KURATORINNENFÜHRUNGEN mit CELINA LUNSFORD oder ANDREA HORVAY
FR, 17.04., 18 Uhr GALERIEGESPRÄCH mit JESSICA BACKHAUS und Prof. Dr. SOPHIE CHARLOTTE OPITZ, Medienwissenschaftlerin/Kuratorin, Bucerius Kunst Forum, Hamburg
SA/SO, 18./19.04., 10–17 Uhr WORKSHOP »ABSTRAKTE DIMENSIONEN« mit JESSICA BACKHAUS

Fotografie Forum Frankfurt / F., Braubachstraße 30–32
Foto: FFF, Jessica Backhaus

Bis Sonntag, 26. April: allapopp "When Body is not Enough" im saasfee*pavillon x Museum Angewandte Kunst -

(Petra)

Ein milder Sprühregen an famosen "World Design Capitel 2026"-Projekten plätschert in diesem Jahr auf uns nieder: ich hoffe, Ihr seid bereit!? Jetzt auch mit einer Kooperation des saasfee*pavillons mit dem Museum Angewandte Kunst, die dazugehörigen Ausstellungen sind in beiden Häusern zu sehen. Heute ist Vernissage der Einzelausstellung von allapopp im saasfee*pavillon, die über ein Jahrzehnt der Selbstdigitalisierung nachzeichnet – von frühen Sprachklonen bis hin zu generativen KI-Avataren und interaktiven Sprachmodellen. Sie vereint individuelle und gemeinschaftliche Arbeiten der Künstler*in in den Bereichen Installation, Video, Klang, Mixed Reality, Teppich und Acrylglasdruck. Angefangen bei den techno-utopischen Träumen des sowjetischen Kosmismus, westlichem Transhumanismus und Ideen der Techno-Spiritualität, untersucht die Ausstellung die Kräfte, die den Wunsch nach kapitalistischer, patriarchaler und spiritueller Selbstoptimierung prägen. Als zehnjährige, praxisorientierte Auseinandersetzung mit digitaler Verkörperung im Zeitalter der künstlichen Intelligenz stellt allapopp die Frage: In welche Zukunft führt die digitale Erweiterung unserer Körper – und nach wessen Bedingungen findet diese Transformation statt? Die Partnerausstellung im Museum Angewandte Kunst eröffnet bereits am Donnerstag, 12. Februar

Foto: ©www.saasfee.de

When Body Is Not Enough – allapopp, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstraße 66 HH, Öffnungszeiten: samstags+sonntags 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung, Sunday Artist Walks jeweils 16.00 (22.02., 15.03., 29.03., 26.04.), 17.04.2026 19.00 - 21.00 Uhr „Tatar Dinner-Performance“ mit allapopp (Anmeldung erforderlich per E-Mail an: heidi@saasfee.de)

Bis Sonntag, 10. Mai: Soloschau Thomas Bayrle in der Schirn

(Petra)

Die Schirn präsentiert eine große Soloschau des in Frankfurt lebenden Künstlers Thomas Bayrle, den viele auch als früheren Dozenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach und Professor an der Städelschule kennen. Zu sehen sind 55 Werke insbesondere aus den letzten 20 Jahren, darunter Malerei und Grafik, Skulptur und Objektkunst sowie Soundinstallationen und eine Videoarbeit. Sein Werk handelt von den Gegensätzen zwischen Technologie, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion und beschreibt den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität. Bayrle behandelt in seiner Kunst grundlegende Aspekte der modernen Gesellschaft. Wie hängen Religion und Gesellschaft, Individuum und Masse, industriell gefertigte Produkte und die technischen Apparate ihrer Herstellung zusammen? Neben den Strukturen von Konsum, Urbanität und Technologie spielen Fortbewegung, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion eine zentrale Rolle. Er widmet sich populären Werken der Kunstgeschichte von Michelangelo über Caravaggio und Masaccio bis hin zu Claude Monet ebenso wie dem Thema der Arbeit. In den 1960er- und 1970er-Jahren legte er den innovativen Grundstein seiner charakteristischen Superformen. Das Wiederholen, Vernetzen und Verweben von Einzelelementen zu einem Gesamtbild findet sich bis heute in nahezu allen Werken Bayrles und ist eng verbunden mit der Biografie des Künstlers. Er absolvierte zunächst eine Lehre als Maschinenweber, bevor er sich der Gebrauchs- und Druckgrafik zuwandte. Die dort angewandten Drucktechniken hat er sowohl materiell als auch konzeptionell in seiner Kunst weitergeführt, die den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität beschreibt. 

Foto: ©Thomas Bayrle, VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Wolfgang Günzel

Thomas Bayrle – Fröhlich sein!,  Soloschau, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Gabriel-Riesser-Weg 3, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags: 10 - 19 Uhr, donnerstags 10 - 22 Uhr , Eintritt: 12 (10) Euro

Bis 10. Mai: Of/ 100 Jahre BOK

(Andrea)

Zur Feier des 100. Jubiläums des BOK/ Bund Offenbacher Künstler lädt das Haus der Stadtgeschichte zu drei Ausstellungen ein. Die Vereinshistorie bildet den Ausgangspunkt. Teils unveröffentlichte Dokumente aus dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt und dem Stadtarchiv Offenbach, private, bislang nicht zugängliche Schriften und Dokumente sowie Werke der Kunstschaffenden aus der Museumssammlung machen die Vereinsgeschichte lebendig. Dabei geht die Ausstellung verschiedenen Fragen nach: Weshalb erfolgte am 15. Dezember 1926 die Gründung? Wie erging es dem Verein während der Weltwirtschaftskrise und dem Nationalsozialismus? Wie entwickelte das Vereinsleben sich nach dem Neuanfang 1945 bis hin zu den ersten Künstlerinnen im Vorstand im neuen Millennium? Welche Stätten und Begebenheiten waren in den vergangenen hundert Jahren wichtig für den BOK? Bild: Gemälde Ludwig Plaueln, Haus der Stadtgeschichte

Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61, Offenbach

Bis Sonntag, 24. Mai: "Wolle. Seide. Widerstand" - Ausstellung im Museum Angewandte Kunst

(Petra)

Der Trend geht wieder zum Teppich? Mit dieser Ausstellung widmet sich das Museum nach 45 Jahren erstmals wieder ausschließlich dem Thema Teppich – in einer Zeit, in der sich das große Interesse an handgefertigten Textilien aller Art im Übrigen in einer auffallenden Anzahl an internationalen Ausstellungen widerspiegelt. Präsentiert werden  Teppiche internationaler, zeitgenössischer Künstler*innen, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen. Ihr Widerstand richtet sich gegen als illegitim empfundene Herrschaftsordnungen und Machtausübungen, gegen Traditionalismus, Diskriminierung, Rassismus, Traumata oder Umweltzerstörung. Die Teppiche fungieren somit als plakative Medien für gesellschaftspolitische Kommentare. In gleicher Radikalität sprengen sie mitunter die Grenzen der Flächigkeit: Sie loten die Möglichkeiten des Dreidimensionalen aus, und entfalten sich als textile Skulpturen und immersive Erfahrungsräume, die sich durch ihre affektive Qualität an gegenwärtigen Lebensprozessen beteiligen. Dabei zielt diese Ausstellung darauf ab, Teppiche nicht aus einem stilgeschichtlichen Blickwinkel zu betrachten, sondern sie vielmehr im Interesse einer Entwicklungslinie zu zeigen, die außerhalb einer traditionellen westlichen Teppichforschung steht. Schon der Titel deutet auf neue Fragestellungen hin: Kann etwas Widerständiges in und mit textilen Materialien stattfinden? Und wenn ja, auf welche Weise verkörpern dann gerade Teppiche eine „Ästhetik textilen Widerstands“? Diesbezüglich stehen jene Perspektiven der mit jüngsten Werken aus dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts vertretenen internationalen Künstler*innen im Fokus der Ausstellung, die im Teppich, der zum offenen Kunstobjekt geworden ist, mit unterschiedlichen Aspekten von Widerstand einhergehen. 

Grafik/Graphic: Bureau Sandra Doeller©Museum Angewandte Kunst

Wolle. Seide. Widerstand - Ausstellung, mit Arbeiten von: Faig Ahmed, Diedrick Brackens, Johannah Herr, Jan Kath, Baseera Khan, Alexandra Kehayoglou, William Kentridge, Noelle Mason, Otobong Nkanga, Tobias Rehberger, Erin M. Riley, Tsherin Sherpa, Rose Stach, Nasan Tur und Jeroen van den Bogaert, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, Eintritt: 12 (5) EURO, barrierefrei

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Vorschau auf den 1. Mai 2026

(Andrea)

Man möge mir verzeihen, es ist absurd, aber ich freue mich schon jetzt auf den 1. Mai (!). Und vielleicht teilt ihr sogar meine Vorfreude, ich bin seit Tagen elektrisiert und dann sprang auch gleich der innere Film an. Erstmals gehört habe ich Les Negresses Vertes in den 1990ern im Schweinefuß, das war eine Institution am Kaiser-Friedrich-Ring in Wiesbaden und seitdem haben sie mich begleitet. Meine Freundin Christine schickte mir irgendwann eine Kassette aus Berlin zu, bei 2001 kaufte ich “Familie Nombreuse” auf Vinyl und mit Christine war ich dann auch in der Stadthalle Offenbach. Ein intimes Konzert in einer viel zu großen Halle und wir gingen beseelt nach Hause. Seitdem habe ich sie nicht mehr live gesehen, aber höre sie natürlich noch immer. Man muss nicht unbedingt Fernweh haben oder besonders frankophil sein (aber das hilft natürlich ungemein), die Musik macht Spaß und manchmal auch melancholisch ("Il boit pour oublier qu' il vit, Il dort pour oublier qu'il boit"). Einlass 18 Uhr. 

Zoom, Carl-Benz-Strasse 21

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