23.01.-29.01.2026

WDC!

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Seit vergangenen Freitag ist es offiziell: Wir sind World Design Capital 2026. Das klingt vielleicht erstmal etwas akademisch und schlicht nach Werkbund, Produktgestaltung und Ästhetik, meint aber viel mehr. Hier, in der Region Frankfurt RheinMain verbindet sich damit nicht weniger als der Anspruch „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“, für das laufende Jahr und am besten noch lange darüber hinaus. Es geht, ich zitiere um “gesellschaftlichen Zusammenhalt, für Innovationen in der Wirtschaft und für unser Klima.” Oder, meine aktuelle Lieblingsvokabel, um “Lebensqualität”, die für mich die äußere Welt und innere Haltung umfasst. Der WDC ist also eine tolle Chance, Orte und Plätze zu beleben, ins Gespräch zu kommen, voneinander zu lernen und die Welt ein bisschen besser zu machen (die, mit Blick auf die Geopolitik aus den Fugen ist). Ich freue mich sehr auf das, was in den nächsten Monaten passiert und kommt, vor allem aber auch, dass wir mit unserer zur Corona-Pandemie gegründeten Initiative “Kulturzeiterin e.V.” dabei sind und bald mit “Lust auf besser Leben gGmbH” die Demokratiekioske in Frankfurt und Offenbach bespielen. Insgesamt 11 künstlerisch umgestaltete Kioske im Rhein-Main-Gebiet gibt es, eines sogar auf dem Feldberg. Mehr zum umfangreichen Programm, warum und weshalb steht auf der Website wdc2026.org.
Ansonsten bin ich am Samstag nochmal in der Hamburger Schule nach, konkret bei Tocotronic in der Batschkapp und bin heute und am Sonntag beim LuSo-Fest, na klar, in Offenbach und rufe Euch ein “be water my friend” zu, das ist das schöne Motto des diesjährigen Festivals. Wir sehen uns, viele Grüße,


Andrea

Vielen Dank an das tolle Ausgehtipp-Team: Martin Grün, Daniela Cappelluti, Petra Manahl, Erik Düwel und Uwe Schwöbel.

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 19 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen.
Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:
Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten bitte an Daniela (daniela@cappelluti.net)
Es gab einen sehr großen Andrang für die Karten für Concerti Brillanti am 25. Januar im Casals Forum in Kronberg. Der Gewinner ist benachrichtigt.
Es gibt heute nochmal Tickets zu gewinnen, diesmal jedoch ein Familienticket fürs Parkett: d.h. 2 Erwachsene & 2 Kinder – müssen nicht die eigenen sein haha. Gewinnfrage: Welche VA findet am Dienstag im Eintracht Frankfurt Museum statt? Bitte meldet Euch bis heute Abend 21:00 Uhr, damit ich heute noch den Gewinner:innen Bescheid geben kann.

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com)
Diverse Tickets für die Centralstation:
2 x 2 Tickets für Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort! am 01. Februar
1 x 2 Tickets für Besser wird's nicht am 03. Februar
1 x 2 Tickets für Sarah Hakenberg: Mut zur Tücke am 07. Februar
Frage: Welche Band höre ich gerne in diesem Winter (siehe Musik)?
Bitte gebt in der Mail an, welche Veranstaltung Ihr besuchen wollt.
Foto: Der Tod

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

2x 2 Karten für Christopher am Mittwoch, 4. Februar in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Wie lange dauerte der Mord in Wiesbaden-Biebrich?

GEROLLTES über das Aus von Dino Toppmöller

(Uwe)

Als Abteilungsleiter Fußball beim ruhmreichen TSV 1899 Goddelau stand ich einige Male vor der schwierigen Entscheidung, ob es mit einem Trainer weitergeht oder ob dieser gehen muss. Das ist natürlich keine einfache Angelegenheit, man trifft die entsprechende Entscheidung auch nicht aktionistisch. Man schaut sich davor vielmehr über einen gewissen Zeitraum eine Entwicklung der Mannschaft an und hofft, dass der verantwortliche Übungsleiter die Situation in den Griff bekommt. Gelingt ihm das nicht und es tritt keine wesentliche Verbesserung ein, dann trennt man sich. Ich habe die Trennung schon Freunden mitteilen müssen beziehungsweise Bekannten, die das nicht so sportlich und anständig aufnahmen wie Dino Toppmöller. Dessen Entlassung war nach den vielen Gegentoren in den letzten Spielen irgendwie abzusehen und sie ist nachvollziehbar. Bei Weitem nicht so nachvollziehbar wie die von seinem legendären Vater Klaus, einem meiner absoluten Lieblingstrainer in der Geschichte des Fußballs, der 1994 nach internen Streitigkeiten zusammen mit Uli Stein gefeuert wurde. Das Pech seines Sohnes Dino war, dass die Eintracht mit Trapp einen guten Torwart und Führungsspieler, mit Tuta ein absoluter Stabilisator in der Defensive und mit Etikite einen Stürmer von europäischer Klasse verlor und dieser Qualitätsverlust vom Verein nicht ersetzt werden konnte. Darüber hinaus stagnierten einige junge Spieler in ihrer Entwicklung (Larsson, Collins) und gesetzte Spieler wurden schlechter (Koch, Götze, Theate). Das muss ein neuer Trainer besser managen, wenn das überhaupt möglich ist. Nach Klaus Toppmöller kam Jupp Heynckes, aus Sicht vieler Eintrachtfans der größte Fehler in der Vereinsgeschichte. 

Hilfe für die Ukraine

(Andrea)

Die Heizung läuft, vor mir dampft ein Tee und ich sitze gemütlich in eine kuschelige Decke gehüllt auf dem Sofa. Ich schaue Nachrichten und später vielleicht noch einen Film. So weit, so normal. Hier. Und wir alle kennen die Bilder, die uns die klirrende Kälte aus der Ukraine, die zerbombten Häuser und die Menschen, die versuchen, stark zu sein und sich nicht unterkriegen zu lassen, kurz ins Wohnzimmer bringen. Dann denkt man entweder “Die Armen”, vielleicht auch “haben wir ein Glück” oder beides. Ja, wir haben Glück. Und neulich musste ich mal kurz an Peter Struck denken, “Unsere Freiheit wird am Hindukusch verteiligt”. Die Grenzen haben sich verschoben… Vergangene Woche gab es eine Sammelaktion in Offenbach, wie haben eine Teil der Liste abgearbeitet und abgegeben und weil ich bisher nichts von dem Verein wusste und der Bedarf in der Ukraine doch so unfassbar groß ist, an Heizstrahlern, Heizdecken, Wasserkochern, Erkältungstees und allem möglichen, voilà, schaut doch mal, wie Ihr Frankfurt for Ukraine eventuell unterstützen könnt: https://frankfurt-for-ukraine.de/

Donnerstag, 22. Januar - Sonntag, 25. Januar 2026: The Frankfurt Art Experience Galerienwochenende im TRIANON Hochhaus

(Petra)

Der Start im Januar 2025 war grandios – begeisterte Besucher*innen, beglückte Galerist*innen, „volles Haus“ und gute Laune: Im TRIANON Hochhaus standen an einem Wochenende zwei Etagen für die Frankfurter Galerist*innenszene zur Verfügung. Diese geballte Kunst mit bester Aussicht war kaum zu toppen – jetzt kommt eine zweite Auflage, die noch größer sein wird: Ein zusätzliches Stockwerk, ein weiterer Programmtag sowie verlängerte Zeitslots schaffen mehr Raum, mehr Sichtbarkeit, mehr Kunst. Frankfurter Galerien agieren als Gastgeber und laden jeweils eine Partnergalerie aus ihrem Netzwerk ein. Das freut mich sehr, denn Urban Media Project – und allen voran Oliver Kremershof – hatten sich sehr dafür engagiert: und der Erfolg gibt ihnen recht. Ich bin keine Kunst-Expertin, doch meinem Gefühl nach ist es zusammen mit dem etablierten Format des herbstlichen Galerien-Eröffnungswochenendes und vielen Engagierten gelungen, das Thema Galerien in Frankfurt auf ein „next level“ zu heben.

Foto: ©Urban Media Project

The Frankfurt Art Experience – Galerienwochenende, Ort: TRIANON Hochhaus, Adresse: Mainzer Landstr. 16, Öffnungszeiten: 22.01., 20 - 23 Uhr, 23.01. + 24.01.: 11- 20 Uhr, 25.01.: 11 - 18:30 Uhr: Eintritt: online 25 (15) EURO, Tageskasse 30 EURO, Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren frei, Eröffnungsevent 60 EURO, Tickets und weitere Infos gibt’s hier , barrierefrei

Freitag, 23. Und Samstag, 24. Januar: Art Talks & Wine im House of Galleries

(Petra)

Der Eröffnungsabend des “House of Galleries” am Donnerstagabend war schon mal super: unst lässt sich nicht nur sehen, sondern auch schmecken. Beim House Wine Tasting bekommt Ihr alles andere als einen gewöhnlichen Hauswein eingeschenkt: Das 4G Wine Estate aus Südafrika und das Rheingauer VDP-Weingut Baron KnyphausKunst auf drei (Hochhaus-)Etagen - spannende und ganz unterschiedliche Positionen. Und es wird in den nächsten Tagen noch besser: Parallel zum Ausstellungsgeschehen finden Freitag und Samstag Panelsiskussionen zu Kunst und Markt statt. Unter anderem mit Professor Heiner Blum und die Künstlerin Xenia Lesniewski, die gefragt werden, was die junge Kunstproduktion umtreibt. Wir erforschen das Damals und Heute der Kunststadt Frankfurt ausgehend von Kenneth Hujers Buchpräsentation über das „Irrsinnige Milieu Frankfurt“. Christina Leber von der Kunststiftung DZ BANK sowie die Fotokünstler Markus Weisbeck und Arne Schmitt diskutieren über die künstlerische Praxis der Fotografie im Kontext von KI. Ein weiterer Höhepunkt ist die Vorstellung der Lebenscollage von Kasper König durch Andreas Prinzing, flankiert von einer Diskussion über Stadtkultur und urbane Entwicklung. Britta Färber von der Deutschen Bank und Galerist Christian Nagel diskutieren darüber, welchen Einfluss private Kunstförderung von Unternehmen und Stiftungen hat. Kunst lässt sich nicht nur sehen, sondern auch schmecken. Beim House Wine Tasting bekommt Ihr alles andere als einen gewöhnlichen Hauswein eingeschenkt: Das 4G Wine Estate aus Südafrika und das Rheingauer VDP-Weingut Baron Knyphausen vereinen höchste Winzerkunst und Spitzenqualität. Dabei präsentieren die Weinmacher persönlich und exklusiv ihre Top-Weine. Überdies wird Sebastian Blinde, der Künstler hinter den handgezeichneten 4G-Etiketten, anwesend sein.en vereinen höchste Winzerkunst und Spitzenqualität. Dabei präsentieren die Weinmacher persönlich und exklusiv ihre Top-Weine. Überdies wird Sebastian Blinde, der Künstler hinter den handgezeichneten 4G-Etiketten, anwesend sein.

Foto: ©Urban Media Project

House of Galleries: Art Talks (11:00 - 14:15 bzw. 13:15 Uhr) & Wine Tasting, Ort: TRIANON Hochhaus, Adresse: Mainzer Landstr. 16 16, Eintritt: 30 (20) EURO, Tickets gibt es an der Tageskasse am Veranstaltungsort, nähere Infos zu den Veranstaltungen hier 

Freitag, 23. Januar: Der Schmerz (weitere Termine, u.a. am 25. Januar)

(Martin)

Eine sensationelle Inszenierung in spektakulärem Bühnenbild und instensivstes Schauspiel! 

Shirin Sojitrawalla schreibt dazu in ‚Theater der Zeit‘ (erschienen am 23.10.25): „An keinem Moment der fast zwei Stunden ertönt hier ein Wort, das nicht auch durchlebt und durchdacht scheint von denen, die es sprechen. Das kann verwundern, zumal bei einer Romanadaption, und zwar nicht irgendeiner, sondern Marguerite Duras’ „Der Schmerz“. Ein harter Text, der das Grauen unverblümt zur Sprache bringt. Regisseur Michael Weber hat die Theaterfassung erstellt und die Bühne eingerichtet. Im Mittelpunkt steht eine Frau, Marguerite Duras, die darauf wartet, dass ihr Mann aus dem Konzentrationslager heimkommt. Als Mitglied der Résistance war Robert L. (im echten Leben Robert Antelme) in deutsche Konzentrationslager deportiert worden. Bald steht er abgemagert und an Körper und Seele zerschunden vor ihr. Ein großer Mann mit nur noch 37 Kilogramm. Ein Wrack, in Frankfurt verkörpert von Jakob Gail. 

In einem Seitenraum der Frankfurter Naxoshalle des Theaters Willy Praml beherrscht ein ausgebrannter Bus die Bühne. Er nimmt fast die gesamte kleine Spielfläche ein, das Publikum nimmt an drei Seiten drumherum sehr dicht am Geschehen Platz. (…) Zu Anfang sitzt hier im selben Moment nervös und stoisch Anna Staab als bildschöne Frau mit tolldreist eingedrehter Frisur nach der Mode der damaligen Zeit. Die Flamme eines Feuerzeugs illuminiert ihr Antlitz. Schon dieser Beginn erweist sich als so spektakulär unspektakulär, dass man die Augen nicht abwenden möchte.

Immer wieder sind es kleine Details, Momente am Rande, die an diesem konzentrierten Abend Eindruck hinterlassen. Der Bus dient dabei als Sinnbild für Gewalt und Zerstörung und für ein Zuhause auf Zeit. Im Laufe des Abends bespielt das Ensemble ihn von allen Seiten, inklusive Heckfenster. Im Dach des Busses befinden sich zwei Luken, manchmal spaziert das Ensemble dort oben umher. An einer Stelle stampft jemand immer wieder mit dem Fuß auf, so dass die Frau unten im Bus den Schmerz der Überlebenden als irres Klopfen in den Schläfen spürt, oder ist es das lang ersehnte Pochen an der Tür? An anderer Stelle kauert der Wiederkehrer auf einem der großen Reifen des Busses, wie heutzutage Geflüchtete es auf ihrem Weg nach Europa tun. Im Inneren des Busses steht ein Klavier, das zuweilen betätigt wird, auch wenn die Musik vom Band kommt, wie überhaupt Musik hier als Atmosphärenverstärker dient: Klassisches, aber vor allem Chansons und Volkslieder, oft sehr Französisch, immer stimmungsvoll. Frankreichmarker setzt der Abend, ohne auf Baguette und Baskenmütze zurückzugreifen. Okay, der Liebhaber der Frau (Muawia Harb) trägt ein Bretagne-Shirt (Kostüme Paula Kern), doch französisch wirkt eher die Art, wie Weber und sein Ensemble von Krieg und Leben erzählen, etwa die Nonchalance mit der am Ende alle mit freiem Oberkörper spielen und dabei ebenso so viel von der Fragilität ihrer Existenz wie vom zerrütteten Begehren sprechen. 

Szenen größtmöglicher Zärtlichkeit wechseln sich ab mit krassen Verlautbarungen roher Gewalt und Unmenschlichkeit. Dabei zelebriert der Abend seine Langsamkeit, die zwar ein bisschen Sitzfleisch erfordert, aber dennoch zielführend ist. Es ist die Mischung aus französischer Leichtigkeit und deutscher Erdenschwere, die überzeugt. Das Ensemble, allen voran Anna Staab, bewundert man nicht nur fürs Auswendiglernen irrsinniger Textmengen, sondern auch für sein variantenreiches, situativ wechselndes Spiel. Ein paarmal läuft die Frau wie manisch um den Bus herum, ihre hohen Schuhe im Raum hallen wie Hiebe, und man denkt unwillkürlich an Todesmärsche und die Hofgänge Gefangener. 

Die triste Fabrikhalle Naxos, in der früher Schleifmittel hergestellt wurden, ist als Spielort in diesem Zusammenhang ein Geschenk. Ein unbehaglicher Ort für einen unbehaglichen Text. Manches gerät sehr illustrativ, da kräuselt dann Zigarettenrauch aus der Dachluke des Busses, wenn von den Krematorien der Lager die Rede ist. Ein sicht- wie erfahrbares Grab in den Lüften. Und ein Abend, der als ein Stück Erinnerungskultur an die Nieren geht.“

Freitag, 23. um 19.30h, Sonntag, 25. um 18.00h, Freitag, 30. Januar um 19.30h, Montag, 2. um 19.30h, Freitag, 6. um 19.30h und Sonntag, 8. Februar um 18.00h: Theater Willy Praml in der Naxoshalle
Foto: © Seweryn Zelazny

Freitag 23. Januar: VINATGE SOUNDSYSTEM #24: Texas Bohemia – eine Migrationsgeschichte mit Thomas Meinecke

(Daniela)

Auch in 2026 geht es weiter mit dem tollen Musik- & Talkformat: Vintage Soundsystem.

Heute: Texas Bohemia – eine Migrationsgeschichte mit Thomas Meinecke

Musik und Migration ist ein Thema, das bei unseren Abenden immer wieder aufscheint. Heute sind wir mit Thomas Meinecke unterwegs auf den Spuren deutscher und böhmischer Einwanderer in Texas und stellen uns die Frage: Wie konnten Polka und Walzer im Wilden Westen heimisch werden? Thomas erzählt uns von einer in mehreren Forschungsreisen immer weiter gewachsenen Faszination: „Anfang der 90er Jahre zum ersten Mal beim Tanken nahe New Ulm, Texas, mitbekommen, wie alte Männer unter Cowboyhüten ein altertümlich anmutendes Deutsch sprachen: das Texas-Deutsche der Nachfahren von Einwanderern aus dem 19. Jahrhundert, viele davon Intellektuelle und Revolutionäre, die in der Prärie ein politisch-korrektes Nebeneinander mit den Komantschen pflegten.“ Im Rahmen seiner Recherchen entstanden mehrere CDs mit eigenen Feldaufnahmen wie auch historische Aufnahmen. Im Dreieck zwischen San Antonio, Austin und Houston unterwegs, besuchte er Dancehalls mit texas-böhmischen Bands und fand er wunderbar rumpelndes Blech und Sänger, die tatsächlich einem Tom Waits noch ein paar Tipps geben könnten. Das Pastel mutiert zum Auslander Biergarten zu Klängen der Shiner Hobo Band, den Czechahoklics, Tuba Meisters, Happy Country Boys, der Knutsch Band u.v.a.

Beginn 19 h, Eintritt frei (Hut geht rum), super leckeres Essen vor Ort, Pastel, Lindleystr. 15, barrierefrei, Frankfurt

Freitag 23. Januar: JAZZ IM DEPOT mit: Norah Hendriks, Ouri & Tanz­performances

(Daniela)

Vierter Abend JAZZ IM DEPOT. Dieser Abend ist Teil der vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain geförderten Reihe Jazz is My Democracy. Ergänzt werden die Konzerte durch Tanzperformances von Artistic Crossover.

Norah Hendriks: Die Londoner Musikerin Norah Hendriks, ursprünglich klassische Geigerin aus Amsterdam, vereint Jazz, Pop und Singer-Songwriting zu einer feinsinnigen, introspektiven Klangsprache. Ihre Debüt-EP Every Single Thing (2024) machte sie international bekannt. Mit poetischen Texten, sanfter Ironie und einem offenen Blick auf menschliche Verletzlichkeit bringt Hendriks ihre Songs gemeinsam mit Band auf die Bühne – charmant, humorvoll und tief berührend.
Ouri: Die kanadische Musikerin, Produzentin und Multiinstrumentalistin Ouri erschafft Musik zwischen Elektronik, Klassik und Avant-Pop. Mit Harfe, Cello, Synthesizern und ihrer eindringlichen Stimme formt sie intime, sphärische Klangräume voller Emotion und Experimentierfreude. Als feste Größe der internationalen Szene verbindet sie elektronische Clubkultur mit kompositorischer Tiefe – eine Künstlerin von faszinierender Vielschichtigkeit.

Artistic Crossover: Artistic Crossover ist ein interdisziplinäres Performance-Projekt, das Musik und Tanz in einem einzigartigen, improvisierten Dialog vereint. Sechs Musikerinnen begegnen sechs Tänzerinnen und schaffen gemeinsam eine Performance, die von spontaner Kreativität, Energie und unvorhersehbaren Momenten lebt.

Die Aufführung beginnt mit einem musikalischen Auftakt, der den Raum für darstellerische Freiheit eröffnet. Ein MC führt durch den Abend und initiiert interaktive Herausforderungen, die den Austausch zwischen Musik und Bewegung anregen. Durch diese offenen, spielerischen Aufgaben entstehen lebendige, oft überraschende Verbindungen zwischen Klang und Körper. Im Zentrum von Artistic Crossover steht die Freiheit des Moments: der kreative Dialog im Hier und Jetzt – ohne feste Struktur, ohne Choreografie, sondern als intuitiver Austausch zwischen Musikerinnen und Tänzerinnen. Jede Performance ist einzigartig, ein einmaliges Zusammentreffen von Musik, Rhythmus und Bewegung, das nur im Augenblick existiert. Tanz: Alex The Cage, Bana, Kalli, Kevin Albancando Tuntaquimba, Massimiliano Arnone

Moderation: Gifty Lartey
Musik: Florian Brettschneider and Friends

Jazz im Depot – Konzertreihe, Ort: Bockenheimer Depot, Adresse: Bockenheimer Warte, Eintritt: 35 (15) EURO, Gesamtprogramm und Tickets gibt’s hier

Freitag, 23. Januar: Der Tod: Best Of – 13 Jahre Death Comedy

(Uwe)

Bis 1847 war Selbstmord in Großbritannien ein Kapitalverbrechen und wurde mit Erhängen bestraft. Einen Todesfall im Urlaub nennt man im Hoteljargon „kalte Abreise“. Über 7.000 Menschen sterben jedes Jahr wegen der undeutlichen Handschrift ihres Arztes. Wussten Sie nicht? Kann man lernen. Beim Tod. Seit über 13 Jahren tourt der Sensenmann persönlich schon durch Deutschland. Viele Kabarett- und Comedy-Preise zieren seine Image-Kampagne, die nun mittlerweile vier abendfüllende Programme umfasst. Diese geballte Gevatterlandsliebe bringt er nun in einem einzigen Best-Of-Programm auf die Bühne. 

Centralstation / DA, Im Carree / 20 Uhr
Foto: Der Tod

Freitag, 23. Januar: FÄZZ am Freitag 10.0

(Uwe)

Das Frankfurter Jazzkollektiv FÄZZ geht mit seiner erfolgreichen Konzertreihe „FÄZZ am Freitag“ in der Romanfabrik nun in die dritte Runde – und damit ins dritte Jahr in Folge. Der Auftakt im neuen Jahr verspricht wieder geballte FÄZZ-Power. Gespielt werden ausschließlich Eigenkompositionen aus den Reihen des Kollektivs – ein spannender Mix aus modernen Bigband-Kompositionen: filigran und sensibel, zugleich gepaart mit klassischen und energiegeladenen Bigband-Klängen. FÄZZ reizt die volle Bandbreite an Bigband-Sounds aus und freut sich schon jetzt auf den Jahresauftakt.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Marvin Fuchs

Freitag, 23. Januar: OF/ Lusofest - Experimentalabend

(Andrea)

„Experimentelles ist überall“, wird Jonathan Uliel Saldanha im Film zitiert. SUR LA STRE NURO entstand aus Gesprächen mit 23 der wichtigsten portugiesischen experimentellen Klangkünstler und zeigt ihre unterschiedlichen Herangehensweisen an den Experimentierprozess. Dabei werden ihre Werke, Gesten und innovativen Methoden in einer spannenden akustischen und dokumentarischen Reise in die Welt der experimentellen Musik in Portugal erkundet. Wir zeigen den Film bei freiem Eintritt (Spenden!) im Digital Retro Park. Im Anschluss an den Film gibt es ein Konzert von Materialeinschüchterung, dem Projekt von Torstn Kauke und Oliver Kaib, das elektroakustische Klangskulpturen zwischen Geräusch und Tongemisch mittels (zum Teil) selbst gelöteter elektronischer Klangerzeuger und einer elektrischen Gitarre schafft. Im Juni veröffentlichten.  Zum Abschluss, nach dem Konzert, wird die 30 minütige Dokumentation expeRheiniMainental (oder kurz exRM) von LDX#40 aus dem Jahr 2017 über die experimentelle Musikszene in Rhein-Main gezeigt. Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

Digital Retro Park, Frankfurter Straße 13-25, Offenbach

Weil ich natürlich Offenbach hat viel zu bieten« (Manuel Francescon, Deutschland 2009, 4’, deutsche OV) sehen will, radele ich gegen 22 Uhr in die Domstraße rüber. Dort beginnt dann LIGHTS,CAMERA, ACTIVISM -
DOKUMENTATIONEN & EXPERIMENTALFILME. Das diesjährige Festivalmotto „Be water, my friend“ mussten die eingereichten Kurzfilme nicht bedienen. Q&As mit anwesenden Filmemacher*innen finden jeweils am Ende eines jeweiligen Filmblocks statt. 

57Nord, Domstraße 57, Offenbach 

Das Kommen und Gehen zwischen Blöcken oder Filmen ist bei den niedrigschwelligen, kostenlosen Screenings im 57Nord und dem DRP absolut in Ordnung, wir freuen uns über Anmeldungen via Eventbrite.

Samstag, 24. Januar: Beweis dessen, dass auch unzulängliche, ja kindische Mittel ... (weitere Termine)

(Martin)

Beweis dessen, dass auch unzulängliche, ja kindische Mittel zur Rettung dienen können (Tanz-Performance)

Die Zeiten sind ernst: Grenzkontrollen auf der einen, grenzenlose Technologie auf der anderen Seite. Einfach weitertanzen? In der Soloperformance der Tänzerin Camilla Fiumara steht die Frage im Raum, ob das Unzulängliche, das Kindliche eine Kraft zur Rettung sein kann. Mitten im Nebel der Gegenwart steht ein White Cube – ein Ort, um sich auszutoben und die Grenzen der Welt zu erweitern. Darin beginnt Camilla Fiumara: Punkt, Punkt, Strich. Es entsteht eine Choreographie zwischen Aufbruch, Kippmomenten und Offenheit, die die Veränderungskraft des Tanzes befragt.  

Ausgehend von Kafkas Beschreibung von Odysseus und den Sirenen, klingt hier eine andere Odyssee an. Der Körper skizziert (T)Räume und lässt das Unzulängliche als leise Hoffnung in der Gegenwart erscheinen.

Samstag, 24., Samstag, 31. Januar, Sonntag, 01., Donnerstag, 05. Samstag, 07. Februar um jeweils 20.00 Uhr
Produktionshaus Naxos, Waldschmidtstraße 19
Foto: © Dorfproduct

Samstag 24. Januar: JAZZ IM DEPOT mit: Norah Hendriks, Ouri & Tanz­performances

(Daniela)

Fünfter Abend JAZZ IM DEPOT mit Anna-Lena Schnabel feat. Florian Weber

Die vielfach ausgezeichnete Saxophonistin und Komponistin Anna-Lena Schnabel zählt zu den prägendsten Stimmen des deutschen Jazz. Gemeinsam mit dem renommierten Pianisten Florian Weber präsentiert sie ein Duo-Programm von außergewöhnlicher Intensität. Zwischen lyrischer Leichtigkeit, rhythmischer Energie und freier Improvisation entfaltet sich ein Dialog voller Ausdruckskraft und Dynamik. Ein Abend, der die Vielseitigkeit des modernen Jazz feiert.

Tom Skinner: Als Gründungsmitglied von Sons of Kemet und Schlagzeuger von The Smile hat sich Tom Skinner längst als zentrale Figur des britischen Jazz etabliert. Mit seinem neuen Album Kaleidoscopic Visions lotet er die Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft, Komposition und Improvisation aus. Seine Musik verbindet Spiritual Jazz, Soul und experimentelle Strukturen zu einer tief reflektierten Klangreise – ehrlich, meditativ und zutiefst lebendig.

Jazz im Depot – Konzertreihe, Ort: Bockenheimer Depot, Adresse: Bockenheimer Warte, Eintritt: 35 (15) EURO, Gesamtprogramm und Tickets gibt’s hier

Samstag 24. Januar: ANNE SOPHIE MELITA - STIMMEN Drei junge Frauen. Drei Perspektiven. Eine Zeit, die alles verändert.

(Daniela)

Da habe ich mich gefreut, dass es mal eine Theateraufführung schon um 17:00 Uhr gibt und dann sogar von KORTMANN&KONSORTEN, doch leider kann ich trotzdem nicht. Ich bin erst im Stadion und dann bei einer Premiere im Schauspiel. Wenn ihr Zeit habt, dann geht doch ins Theater Ladnungsbrücken zu: ANNE SOPHIE MELITA - STIMMEN  Drei junge Frauen. Drei Perspektiven. Eine Zeit, die alles verändert.

Eine Produktion von Kortmann&Konsorten

KORTMANN&KONSORTEN bringt in der neuen Produktion eindrucksvolle junge Frauenstimmen auf die Bühne . STIMMEN, die den Nationalsozialismus auf ganz unterschiedliche Weise erlebt haben. STIMMEN macht Geschichte greifbar, berührend und überraschend aktuell.

Mit einer Mischung aus Nähe und Distanz lädt das Stück dazu ein, über große Fragen nachzudenken: Was bedeutet Anpassung  damals wie heute? Wann wird aus Beobachtung Widerstand? Und wie behalten wir Menschlichkeit in Zeiten der Ausgrenzung?

Mit klarer Sprache und szenischer Kraft erforscht STIMMEN, wie unsere Biografien unser Denken und Handeln beeinflussen und wie viel Freiheit wir in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche brauchen.
Dabei spricht STIMMEN nicht von Antworten. Es sind vor allem die Fragen, die wir stellen. 

MIT: Gregor Andreska, Melissa Breitenbach, Daniela Fonda, Sven-Marko Schmidt; Sound: Torsten Kauke, Iso Herquist; Choreographie: Katharina Wiedenhofer; Bühne: Prisca Ludwig; Regie und Text: Sarah Kortmann

24.01.2026, 17:00 Uhr, Theater Landungsbrücken
© Landungsbrücken

Samstag, 24. Januar, und Sonntag, 25. Januar: OF/ Finissagen-Wochenende

(Andrea)

Sogar Ötzi soll eine dabei gehabt haben und natürlich ist ein Leben ohne Tasche nicht denkbar. In einer vielseitigen Ausstellung taucht das Deutsche Ledermuseum in die Kulturgeschichte der Tasche als weltweit verwendeter Gebrauchsgegenstand, Modeartikel und Luxusgut ein. Über 200 Exponate aus drei Jahrtausenden vom altägyptischen Lederbeutel, über mittelalterliche Gürteltaschen, erste Reisetaschen aus dem 19. Jahrhundert bis zu praktischen Rucksäcken, eleganten Handtaschen sowie einer Einkaufstüte aus biologisch abbaubarem Plastik erzählen noch an diesem Wochenende immer dabei: DIE TASCHE von einem der ältesten und vielseitigsten Accessoires der Menschheit. Zum großen Finissage-Wochenende heute und morgen, jeweils ab 14 Uhr, können sich Besucherinnen und Besucher am Samstag mit Ihrer Lieblingstasche Modell stehen für die Live-Illustratorin Florence Baumeister und erhalten die Zeichnung als einzigartiges Geschenk. Familien und Kinder erleben ein TASCHEN-ABENTEUER und in der Werkstatt werden Mini-Clutches angefertigt. Am Sonntag beleuchtet eine Führung um 15:00 Uhr ein letztes Mal die Höhepunkte der Ausstellung. Beim TASCHENPAARE-Spiel können Stoffbeutel gewonnen werden.
Samstag, 24. Januar 2026 regulärer Eintritt, ohne Anmeldung und Sonntag, 25. Januar 2026, ab 14:00 Uhr, Eintritt & Führung 10 €, mit Anmeldung. Bild: Reisetasche “Bon Voyage”, M. Url

Deutsches Ledermuseum, Frankfurter Straße 86, Offenbach

Samstag, 24. Januar: Tocotronic

(Andrea)

Was fällt Euch ein, wenn ihr an die Hamburger Schule denkt? L´age d´or? Spex, Jochen Distelmeyer, Lassie Singers, die Braut haut ins Auge, die Sterne? Sicher auch Tocotronic? Spulen wir den Film unseres Lebens ein bisschen zurück in die 1990er Jahre, als Hamburg eine zeitlang Musikhauptstadt war. Ich freue mich sehr auf den Abend, denn Tocotronic gehören zu den erfolgreichsten und prägendsten deutschsprachigen Rockbands der letzten Jahrzehnte. Gegründet werden sie 1993 in Hamburg von Dirk von Lowtzow (Gitarre und Gesang), Jan Müller (Bass) und Arne Zank (Schlagzeug). Ihr Debütalbum „Digital ist besser“ erscheint 1995 und verbindet ebenso kraftvollen wie schlichten Gitarrenrock mit Texten voller Slogans, die sogleich zu geflügelten Worten geraten, etwa „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“. Mit den folgenden Alben „Nach der verlorenen Zeit“ (1995) und „Wir kommen um uns zu beschweren“ (1996) gelingt Tocotronic der Sprung aus den kleinen Clubs in die großen Hallen; auf dem vierten Album „Es ist egal, aber“ (1997) reichern sie ihren ungestümen Gitarrenrock erstmals mit Mundharmonika und Streichern an. In den folgenden Jahren wird ihre Musik immer opulenter. Auf „K.O.O.K.“ (1999) spielen sie einen düsteren, vom Metal beeinflussten Rock; das „weiße Album“ von 2002 ist eine reich orchestrierte, farbig verrätselte Platte, in der Realismus und Fantasie sich miteinander versöhnen. In der nächsten Werkphase geht es in musikalisch und lyrisch immer weiter verfeinerter Weise um die Selbstwidersprüche unserer Existenz, um die unauflösbare Dialektik von Müssen und Wünschen. „Kapitulation“ (2007) ist ohne Zweifel ein Hauptwerk der deutschsprachigen Popmusik im neuen Jahrtausend, wie keine andere Band ihrer Generation vermögen Tocotronic es nun, politische Statements und philosophische Reflexionen, die Erkundungen des Selbst und der Welt drumherum miteinander zu verbinden, und auch musikalisch haben sie zu einer ganz eigenen Sprache gefunden.
Wie keine andere deutsche Band, haben sie über Jahrzehnte hinweg ein Werk erschaffen – ein Werk im ganzen und guten Sinn dieses Wortes: ein Werk, geprägt von einer künstlerischen Entwicklung und von einem gelebten Leben, ein Werk aus Musik und aus Liedern, die sich auseinander ergeben, die aufeinander antworten und einander in Zweifel ziehen; ein Werk, in dem Leitmotive erkenntlich bleiben, die immer wieder variiert und erneuert werden und die immer wieder von neuem darauf befragt werden, wie sie zu der sich verändernden Gegenwart passen. Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Samstag, 24. Januar: OF/ Lusofest - Manas

(Andrea)

Frauen, Leben, Freiheit. Das gilt nicht nur im Iran, Afghanistan, global. Das war mein erster Gedanke, als ich den Plot las, der natürlich auch mit Wasser zu tun hat, dem diesjährigen Motto des Lusofests: “Tief im Amazonas-Regenwald wächst die 13-jährige Tielle mit Träumen auf, die von der Flucht ihrer älteren Schwester inspiriert sind. Mit zunehmender Reife beginnen die Illusionen, an denen sie festhält, zu bröckeln und offenbaren eine Welt tief verwurzelter Ausbeutung und Misshandlung. Entschlossen, ihre jüngere Schwester zu schützen und ihrer beider Zukunft in die eigene Hand zu nehmen, wagt sie es, aus den Strukturen auszubrechen, die die Frauen in ihrer Gemeinschaft fesseln.” 
Marianna Brennands Spielfilmdebüt MANAS zeichnet eine ergreifende Perspektive über Resilienz und Widerstand. Der Stoff basiert auf über zehnjährigen Recherchen und Interviews zum Thema Kindesmissbrauch in der Amazonas-Region. Seit der internationalen Premiere in Venedig war der Film auf über 50 Festivals zu sehen und wurde vielfach ausgezeichnet. Trailer (engl. UT) https://youtu.be/-xhL0_SIRHA?si=ejXJSN3dLhnVxcz9 Vor dem Hauptfilm läuft der Kurzfilm FOUR IN A ROW (Quatro em Linha, Clara Figueiredo, Portugal 2025, 5′) aus unserem Kurzfilmwettbewerbsprogramm. Einlass in die Halle 19.30 Uhr (das Café hat zuvor bereits geöffnet - kommt gerne hungrig), Filmbeginn 20 Uhr, Eintritt 10 Euro. Tickets: https://loveyourartist.com/en/profiles/suesswasser-ev-RYJF9N/events/lusofest-manas-omu-offenbach-am-main-S43GQ1

Hafen 2, Nordring, Offenbach 

Sonntag 25. Januar: Jazz im Depot mit: Ella Burkhardt Duo (Ellangton) & Ida Sand Trio

(Daniela)

Letzter Abend JAZZ IM DEPOT mit Ella Burkhardt Duo (Ellangton) & Ida Sand Trio

Ella Burkhardt Duo (Ellangton: Die schwedisch-deutsche Künstlerin Ellangton (Ella Burkhardt) präsentiert mit Pianist Timo Bakker ein feinfühliges Duo-Programm zwischen Jazz, Nostalgie und moderner Songkunst. Ihre Musik ist geprägt von zarter Introspektion, warmem Retro-Charme und emotionaler Ehrlichkeit. Nach Auszeichnungen beim Jazz Baltica Festival und Kooperationen mit Nils Landgren zeigt Ellangton nun ihre ganz eigene musikalische Handschrift – poetisch, filigran und zeitlos schön.

Ida Sand Trio: Die schwedische Sängerin und Pianistin Ida Sand verbindet Jazz, Soul und Gospel zu einem unverwechselbar warmen Sound. Mit sechs Alben und internationalen Erfolgen gilt sie als eine der führenden Stimmen Skandinaviens. Ihr Trio vereint Eleganz, Groove und Tiefe – eine musikalische Reise zwischen Tradition und persönlichem Ausdruck. Ob in Stockholm, Hamburg oder Bonn: Ida Sand begeistert mit Authentizität, Virtuosität und einer Stimme voller Seele.

Jazz im Depot – Konzertreihe, Ort: Bockenheimer Depot, Adresse: Bockenheimer Warte, Eintritt: 35 (15) EURO, Gesamtprogramm und Tickets gibt’s hier  

Sonntag, 25. Januar: Künstlergespräch mit Walter Gerstung in der Heyne Kunst Fakrik

(Petra)

Mit „Old School“ präsentiert die Heyne Kunst Fabrik erstmals Werke aus den frühen Schaffensjahren des Fürther Malers und Grafikers Walter Gerstung, dessen eindrucksvollen Arbeiten die Heyne Kunst Fabrik bereits vor einigen Jahren gezeigt hat. Die Arbeiten aus den exzessiven und schonungslosen 80er- und 90er-Jahren umfassen sowohl Originale als auch limitierte und signierte Editionen. Dem gegenüber steht die aktuelle Werkserie „Black Water“ – surreale Fotokunstwerke, die den Gerstung der Gegenwart zeigen. Heute gibt es dazu ein Künstlergespräch mit Walter Gerstung in der Heyne Kunst Fabrik.

Foto: ©Walter Gerstung, Heyne Kunst Fabrik

Künstlergespräch zur Ausstellung Walter Gerstung „Old meets New Old School / Black Water“, Ort: Heyne Kunst Fabrik, Adresse: Bleichstraße 67, Offenbach, Uhrzeit: 14 - 16 Uhr (Anwesenheit Künstler), Öffnungszeit: bis 18 Uhr 

Sonntag 25. Januar: Concerti Brillanti II European Orchestra Academy mit jungen Kronberger Solisten

(Daniela)

Ich habe es bisher immer noch nicht ins Casals Forum geschafft… Alle die da waren, sind so begeistert. Vielleicht shcafft ihr es heute?

Concerti Brillanti II eröffnet das neue Jahr mit funkelnden Orchesterfarben und zwei herausragenden jungen Solisten der Kronberg Academy: Ruslan Talas(Violine) und Haesue Lee (Viola), begleitet von der European Orchestra Academy. 

Das Programm spannt einen weiten Bogen durch die europäische Musikgeschichte. Edvard Griegs Suite Aus Holbergs Zeit verbindet barocke Formen mit nordischer Klarheit. Joseph Haydns Violinkonzert in C-Dur bringt jene heitere Transparenz zum Leuchten, die sein Werk so unverwechselbar macht. Johann Nepomuk Hummels Fantasie op. 94 für Viola und Orchester zeigt das Instrument in all seiner Virtuosität und Farbigkeit. Den Abschluss bildet Haydns Symphonie Nr. 61 – ein Werk von Witz, Wärme und Paukenschlag. Ein Januarmorgen in Musik: frisch, klar und voller Esprit.

TICKETS 30 / 40 / 50 € 
Studierende (bis 27 Jahre), Azubis und junge Menschen in Freiwilligendiensten (FSJ, FÖJ, BFD) sowie Schwerstbehinderte ab 80% (GdB) erhalten eine Ermäßigung von 50% gegen Vorlage des Ausweises.
Schülerinnen & Schüler erhalten für Concerti Brillanti mit dem Stichwort „Musik macht Schule“ vergünstigte Karten zu 10€!
Sonntag, 25. Januar 2026 | 11.00 Uhr
Casals Forum, Großer Saal

Sonntag, 25. Januar: Benjamin Amaru (Indie / Pop)

(Uwe)

Benjamin Amaru ist ein Multiinstrumentalist, der in einer multikulturellen Familie in den grünen Hügeln der Ostschweiz aufwuchs. Für seine vergangene europaweite „dreamers“-Tour verkaufte Amaru über 10.000 Tickets. Auf Spotify generiert er jährlich 22 Millionen Streams, spielte bereits die begehrte Colors Session und wurde bei den MTV EMAs als „Best Swiss Act“ nominiert. Benjamin Amaru macht aber kein Geheimnis daraus, dass die schönsten Erinnerungen für ihn Live-Momente sind, die er bereits mit seinem Publikum im In- und Ausland teilt.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Facebook Amaru

Sonntag, 25. Januar: OF/ Lusofest - THE ANCHORAGE OF TIME

(Andrea)

Deutschlandpremiere, Finale und sicher besser als “Tatort” ist der heute gezeigte, letzte Film des Lusofest THE ANCHORAGE OF TIME. Und in das Meer auf dem Foto möchte man am liebsten gleich reinhüpfen n´est pas? "Izidine, ein kürzlich beförderter Polizist, wird zu einem Altersheim in einer ehemaligen Kolonialfestung gerufen, um ein Verbrechen aufzuklären: Vasto Excelêncio, der Leiter des Heims, wurde ermordet. Izidine wird bei seinen Ermittlungen mit einer Überraschung konfrontiert: Jeder Bewohner, den Izidine verhört, gesteht, dass er (oder sie) selbst den Mord begangen hat. Jeder hat ein überzeugendes Motiv und eine glaubhafte Geschichte. Mit der Zeit wird Izidine klar, dass es mehr aufzudecken gibt, als den Mord am Heimleiter. THE ANCHORAGE OF TIME (Original: O Anchoradouro do Tempo, etwa: Der Ankerplatz der Zeit) von Sol de Carvalho entwickelt eine besondere Bildsprache und Ästhetik. Die Festung Fortaleza de São Sebastião aus dem 16. Jahrhundert auf der Mosambikinsel, gibt der kammerspielartigen Handlung einen außergewöhnlichen Rahmen und historisches Gewicht. Die Geschichte ist eine Adaption des Romans »Unter dem Frangipanibaum« von Mia Couto. Vor dem Film zeigen wir einen Kurzfilm aus unserem Wettbewerbsprogramm. The Anchorage of Time. Sol de Carvalho, Spielfilm, Mosambik, Portugal, Deutschland 2024, 105 min, OmU Trailer (ohne Untertitel): https://youtu.be/Wp3MvPMZOnE?si=xEbTBoffnx_cyoZ5
Einlass in die Halle 17 Uhr (das Café hat zuvor bereits geöffnet - kommt gerne hungrig), Filmbeginn 17.30 Uhr, Eintritt 10 Euro.
Tickets: https://loveyourartist.com/en/profiles/hafen-2-A7D73Z/events/lusofest-anchorage-time-offenbach-am-AGKXNQ

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Montag, 26. Januar: Marleen Lohse

(Uwe)

Mit dem Album „Wide Awake“ ist ein warmes, atmosphärisch dichtes Werk mit Indie-Charme und Pop- Appeal entstanden, das nah an Marleen Lohses eigener Lebenslinie entlang erzählt, dabei aber vor allem die Poesie der Auslassung zelebriert. In den wundervoll intimen Minimal-Pop-Songs singt sie von Liebe ohne Love, über die großen Gefühle in zarten Details. Hier wird das Scheinwerferlicht gedimmt – um Platz zu machen für Geschichten, die auch im leisen Schimmer hell erstrahlen.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Facebook Marleen Lohse

Montag, 26. Januar: Tortoise

(Uwe)

„Live sind Tortoise ein Erlebnis für sich: energiegeladen, voller Spielfreude und unvorhersehbar – ein „Live-Wunder“(Rolling Stone).

Tortoise zählen zu den einflussreichsten Bands der letzten Jahrzehnte und haben mit ihrem unverwechselbaren, genreübergreifenden Sound Musikgeschichte geschrieben. Seit ihrer Gründung 1990 in Chicago prägen die fünf Multi-Instrumentalisten die zeitgenössische Musikszene und gelten als Mitbegründer des „Post-Rock“. Mit nur sieben Alben – darunter Klassiker wie Millions Now Living Will Never Die (1996) oder TNT (1998) – hat die Band Maßstäbe gesetzt. Nun kehrt sie nach fast zehn Jahren zurück auf die europäischen Bühnen, im Gepäck ihr neues Album Touch. 

Zoom Saal / F., Carl-Benz-Str. 21/ 20 Uhr
Foto: Heather Cantrell von Facebook Tortoise

Literatur: Gedenken neu denken

(Andrea)

Am 27. Januar steht “Gedenktag Auschwitz-Befreiung” im Kalender. 1945 war das, als die Rote Armee auf etwa 9.000 ausgemergelte Gestalten traf, alle anderen waren vorher zu den Todesmärschen gezwungen worden. Wir haben das alles schon dutzendfach gehört, in zahllosen Debatten wurde über Erinnerungskultur, Schlusstrich und teilweise unsägliche Äußerungen, ich erinnere den “Fliegenschiss in der Geschichte”, gestritten und gerungen. Das ist alles schon so lange her, es gibt Legionen von Filmen und Dokus zu dem Thema und haben wir nicht andere Probleme? Ja und nein. Die Frage, wie wir mit dieser Vergangenheit umgehen, wird und darf nicht vergehen, auch wenn langsam die letzten Überlebenden sterben. Einen, wie ich meine, klugen und richtigen Zugang weist Susanne Siegert, die auf Insta den Kanal “keine Erinnerungskultur” betreibt und auch auf Tik-Tok aktiv ist. Sie hat als 27-jährige begonnen, sich mit dem KZ-Außenlager Mühldorfer Hart in der Nähe ihres Elternhauses zu beschäftigen und wünscht sich “Dass Gedenken an den Holocaust nicht mehr so ritualisiert ist. Kränze niederlegen, immer dieselben Zitate von Überlebenden, das „Schindlers Liste“-Theme auf der Geige, zum Abschluss eine Instagram-Story mit dem Hashtag „#niewieder“ – Pflicht erfüllt. Zeitgemäße Gedenkarbeit muss das aufbrechen: Diverser besetzte Gruppen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, neue Formate, stärkerer Bezug zu aktuellen Diskriminierungsthemen, etc.” (https://herzkampf.de/portfolio/susanne-siegert/). 
Ihr Buch “Gedenken neu denken” ist absolut lesenwert und wer lieber zuhört, es gibt auch eine Audioversion bei spotify (die Plattform ist inzwischen eigentlich haram. Wenn nur dieser blöde Phlegmatismus nicht wäre…). 

Dienstag 27. Januar: Die Entstehung der „Judenklubs“: Antisemitismus und Jüdische Identitäten im europäischen Fußball

(Daniela)

Erinnerungstag im deutschen Fußball – Programm in Frankfurt 

Jedes Jahr gedenkt der Profifußball rund um den 27. Januar, dem Tag der Befreiung des KZ Auschwitz, der Opfer des Nationalsozialismus. Seit 20 Jahren beteiligen sich die DFL sowie die Clubs der Bundesliga am „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ im Zusammenspiel mit der Initiative „!Nie Wieder“. Auch die Eintracht ist dabei. 

27. Januar 2026, 19:30 Uhr: Die Entstehung der „Judenklubs“: Antisemitismus und Jüdische Identitäten im europäischen Fußball

Am Vorabend des Champions League Spiels gegen Tottenham stellt Dr. Pavel Brunssen sein Buch „The Making of `Jew Clubs´“ im Eintracht Frankfurt Museum vor. 

Warum skandieren nicht-jüdische Fußballfans „Yid Army“ oder zeigen Banner mit der Aufschrift „Super Juden“ – und das ausgerechnet für Vereine, die sich nie als jüdisch verstanden haben? In seinem Buch The Making of „Jew Clubs" untersucht der Autor Dr. Pavel Brunssen, wie Vereine wie der FC Bayern, FK Austria Wien, Ajax Amsterdam und Tottenham zu sogenannten „Judenklubs“ wurden – und welche Rollen Antisemitismus, Philosemitismus und jüdische Identitäten dabei spielten.

Mit einem neuen Zugang zu Holocaust-Erinnerung, Sportgeschichte und Jüdischen Studien zeigt The Making of "Jew Clubs", wie Fußballkulturen das Verhältnis Europas zu seiner jüdischen Vergangenheit widerspiegeln – und aktiv mitgestalten.

Eintracht Frankfurt Museum, im Waldstadion (barrierefrei)
Der Eintritt ist kostenlos, Anmeldung unter spurensuche(at)eintrachtfrankfurt.de .

Mittwoch, 28. Januar: Starke Worte I

(Martin)

Theaterstadt Frankfurt - Kulturpolitische Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl: Es diskutieren Julia Eberz (Die Grünen), Dr. Ina Hartwig (SPD), Michael Müller (Die Linke), Sara Steinhardt (CDU), Philipp Winghart (Volt) und Ingrid Häußler (FDP), moderiert von Bärbel Schäfer. Impuls von Dan Thy Nguyen.

Frankfurt verfügt über eine lebendige Theaterszene. Freie Künstler*innen und Ensembles, Theater, Festivals und Initiativen unabhängiger Träger*innen sowie die städtischen Institutionen Schauspiel, Oper und Mousonturm tragen gemeinsam zur kulturellen Vielfalt der Stadt bei. Bei den Kommunalwahlen am 15. März werden auch die Weichen für die Entwicklung der Theaterstadt Frankfurt gestellt. Welche Visionen und Perspektiven entwickelt Politik für die Akteur*innen und Orte der Frankfurter Tanz- und Theaterszene? Welchen Beitrag leisten diese für die Entwicklung einzelner Stadtquartiere und für den Kulturstandort Frankfurt? Auf Einladung des starken Netzwerks aus Frankfurter Theaterallianz e.V., ID_Frankfurt – Independent Dance and Performance e.V., LaPROF Hessen e.V., Paradiesvogel e.V. sowie dem „Starke Stücke“-Festival diskutieren Vertreter*innen verschiedener Parteien Visionen und Perspektiven. Das Podium, moderiert von Bärbel Schäfer, beleuchtet Theater als demokratische Infrastruktur und fragt nach den politischen Rahmenbedingungen, die Teilhabe, Offenheit und gesellschaftlichen Dialog ermöglichen. Dem Podium geht ein Impuls des Hamburger Kurators, Schriftstellers und Theaterregisseurs Dan Thy Nguyen voraus.

Künstler*innenhaus Mousonturm, um 17.00 Uhr
Foto: © Homepage Künstler*innenhaus Mousonturm

Mittwoch, 28. Januar: Of/ Das Prinzip Mord

(Andrea)

Manchmal reichen nur wenige Sekunden, um das Leben eines Menschen auszulöschen und das seiner Angehörigen für immer zu verändern. Für Ermittler beginnt dann die eigentliche Arbeit: Spuren lesen, Fragen stellen, Zusammenhänge verstehen – auch dort, wo ein Motiv fehlt und Antworten zunächst im Dunkeln liegen. In „Das Prinzip Mord“ sprechen die Autoren und Filmemacher Sascha Lapp und David Sarno über authentische Kriminalfälle, die sie für das ZDF und für ihr aktuelles Buch recherchiert haben. Im Fokus steht der Fall „16 Sekunden“:
Ein brutaler Angriff auf einen kleinen Kiosk in Wiesbaden-Biebrich, wenige Tage vor Weihnachten. Ein maskierter Mann betritt das Geschäft, Schüsse fallen, ein Mensch stirbt, zwei werden schwer verletzt. Nur sechzehn Sekunden dauert das brutale Verbrechen. Ein Motiv ist nicht erkennbar, der Täter flieht. Was folgt, ist eine der intensivsten Ermittlungen der Wiesbadener Kriminalpolizei, geprägt von einer Frage, die bis heute bewegt: Warum?

Unterstützt werden Sarno und Lapp von Ralf Möbus von der Kriminalpolizei Wiesbaden und Dr. Harald Schneider vom Hessischen Landeskriminalamt. Beide waren entscheidend an der Aufklärung des Falls beteiligt und geben einen fesselnden Einblick in die Rekonstruktion realer Verbrechen. Die Lesung zeigt, wie echte Polizeiarbeit funktioniert: detailliert, manchmal mühsam, oft überraschend. Mit exklusivem Bildmaterial und bewegenden Geschichten über Ermittlungen, Zufall, Intuition und der Suche nach Gerechtigkeit. >> Karte bitte HIER kaufen Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

V O R S C H A U

Freitag, 30. Januar: „Auftunen und Peppen“ (Eröffnung, Ausstellung bis 07. März)

(Martin)

Den Auftakt der Goldstein-Einzelausstellungsreihe 2026 macht „Auftunen und Peppen” mit Arbeiten des Künstlers Markus Schmitz. Die Zeichnungen des Atelier Goldstein-Künstlers Markus Schmitz zeugen von einer komplexen und fantasievollen Liniensprache. Linien und Text, ausgeführt in einer eigenen Typografie, verdichten sich zu visuellen Knotenpunkten. In den verschlungenen Zeichnungen offenbaren sich Motive wie Menschen, Landschaften, Fahrzeuge und organische Formen. Die Linien erzeugen dabei eine Spannung zwischen bewusster Komposition und intuitivem Fluss. Dieses spielerische Überarbeiten, Ergänzen und Weiterdenken – ein stetiges „Auftunen und Peppen” der Motive – bildet den Ausgangspunkt für den Titel der Ausstellung. Viele der Zeichnungen dienen als Grundlage für Cut-outs. Hier arbeitet Markus Schmitz mit der Technik des Scherenschnitts, die er zu einem zeitgenössischen Ausdrucksmittel weiterentwickelt. In einer Art zweistufigem Abstraktionsverfahren entstehen präzise Papierarbeiten, deren negative ausgeschnittene Flächen das Motiv oder die Erzählung nur noch als Spur abbilden. Der von den Arbeiten im Raum erzeugte Schattenwurf ist kein bloßer Nebeneffekt, sondern integraler Bestandteil der Komposition: Als Projektion erweitert er die Bildfläche in den Raum. In der Ausstellung wird dieses Prinzip gesteigert, indem der projizierte Schatten in Form einer Installation selbst zum zentralen Element wird.

Freitag, 30. Januar um 19.00 Uhr (Eröffnung), 31. Januar – 7. März
Goldstein Galerie, Schweizer Straße 84, Öffnungszeiten: Donnerstag – Samstag von 14 – 18 Uhr (samstags ist der Künstler anwesend)
Foto: © Homepage der Goldstein Galerie

Freitag, 30. Januar Get a taste of the Stern

(Martin)

Party / Musik / Eröffnung - Das Lokal im Mousonturm bekommt einen Relaunch, heißt ab jetzt "Stern" und startet mit einer Party. 

Der Abend markiert den Start eines neuen Kapitels und gibt einen ersten Vorgeschmack auf Atmosphäre, Haltung und Programm vom Stern im Mousonturm. Musikalisch gestaltet wird der Relaunch von DJ-Sets von Franziska Berns (Robert Johnson), Jenne (Reach Another System, saasfee*) und Lukas Moll (Ulysses), die den Raum zwischen Club, Konzert und Bar ausloten. Als Hauptact stehen NONO aus Frankfurt auf der Bühne und sorgen live für einen intensiven Sound zwischen Experiment und Energie. „Get a taste of the Stern“ ist Einladung und Versprechen zugleich: auf viele kommende Abende mit Food, Drinks und Musik im neuen Stern.

Mousonturm Stern, von 19.00 – 02.00 Uhr im 
Foto: © Homepage Künstler*innenhaus Mousonturm

Freitag, 30. Januar: Freitag, 20. Januar: Marc Trautmanns Fotograpfe im saasfee*pavillon

(Petra)

In seiner Ausstellung “Ashes of Modernism” präsentiert Marc Trautmann großformatige Projektionen von Fotografien, in denen er die verbliebenen Strukturen moderner Architektur dokumentiert, die im Januar 2025 den verheerenden Bränden in Los Angeles zum Opfer fielen. Die Gebäude standen für die Ideen der kalifornischen Avantgarde: Offenheit, Licht, soziale Visionen und ein Leben im Einklang mit der Landschaft. Hier wird festgehalten, was verloren ging – und stellt die Frage, wie wir mit architektonischem Erbe umgehen, wenn sich die Bedingungen unserer Umwelt grundlegend verändern. Zur Eröffnung der Ausstellung hält der Frankfurter Architekt Eckart von Schwanenflug eine Einführung.

Foto: ©Marc Trautmann

Marc Trautmanns “Ashes of Modernism” - Fotografien: Vernissage, mit Einführung von Eckart von Schwanenflug, Ausstellungsreihe one artist // one wall, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstr. 64 - 66 (HH), Uhrzeit: 18 - 22 Uhr Öffnungszeiten: Samstag, 31.01. + Sonntag, 01.02. jeweils 14 - 18 Uhr, Eintritt: frei

 

Samstag, 31. Januar: OF/ Uzumumba-Flohmarkt

(Andrea)

Ich musste mich dann doch erstmal kurz einlesen, das Kulturkiosk am Friedrichsweiher kenne ich natürlich, aber dass es inzwischen unter dem Namen Uzumumba betrieben wird, habe ich erst jetzt gelernt. Weil ich mich fragte, was es denn mit dem gleichnamigen Flohmarkt in den Parksidestudios auf sich hat. Uzumumba – der ungewöhnliche Name stammt aus den 1980er-Jahren und bezeichnete eine Akrobatikgruppe, die sich eigentlich ‚Unzumutbar‘ nennen wollte…(so steht es in einem Interview mit Kasimir Bamberger in der Offebach-Post). Jaja, ich war ganz investigativ. Jetzt ist allerdings weniger Akrobatik, als vielmehr HfG, wird also sicher ganz lustig. 12 bis 18 Uhr 

Donnerstag 29. - Samstag 31. Januar: 9. Fabrik-Jazz-Festival 2026

(Daniela)

9. Fabrik-Jazz-Festival 2026! Das sind drei Abende voller Musik, Begegnungen und spontaner Momente erwartet die Besucher:innen – und wie immer in bester Zusammenarbeit mit der Jazz Initiative Frankfurt. In diesem Jahr finden die Konzerte im mittlerweile bestens eingespielten und klanglich hervorragenden Konzertsaal St. Bonifatius in Sachsenhausen statt.

Eröffnet wird das Festival am Donnerstag, 29.01. um 20:00 Uhr mit Danielsson / Parricelli / Pohjola. Drei europäische Klangvisionäre, die aus ihrer gebündelten musikalischen Energie eine fesselnde gemeinsame Klangästhetik formen. Besetzung: Lars Danielsson - bass, cello, John Parricelli - guitar, Verneri Pohjola - trumpet

Am Freitag, 30.01. um 20:00 Uhr freuen wir uns das Osgood-Scobel Quintet mit „Serious Play“ zu präsentieren. An diesem Abend treffen die fünf Musiker Kersten Osgood (dr), Sebastian Scobel (p), Theresia Philipp (alto-sax), Uli Kempendorff (tenor-sax) und Hans Glawischnig (b) aufeinander und man kann sich auf ein Highlight voller Virtuosität und Spielfreude freuen.

Zum Finale des 9. Fabrik-Jazz-Festivals, am Samstag, 31.01. feiern wir die Vielfalt und kreative Energie der jungen Frankfurter Szene. Drei Konzertreihen, die das ganze Jahr über regelmäßig monatlich von der Fabrik veranstaltet werden, vereinen sich an diesem Abend zu einem besonderen musikalischen Panorama. Ab 20:30 Uhr formiert der Pianist Paul Janoschka ein internationales Quartett mit Robert Wypasek (sax), Dae Bryant (dr) und Nadav Erlich (bass), dessen vielseitige musikalische Sprache zwischen Improvisation und komponierter Struktur vermittelt. Ab 21:30 schafft NI-KA, eine der markantesten Stimmen des deutschen Neo-Souls, Raum für neue Talente und frische Sounds zwischen Soul, Jazz und Hip-Hop. Es folgt um 22:30 Der Temporäre Elektronische Salon mit Oliver Leicht & Oli Rubow, die gemeinsame Klangräume zwisch en Jazz, Clubsound und Improvisation entwickeln. DJ 2cloudy leitet anschließend nahtlos die Afterparty ein.

Weitere Informationen: https://www.die-fabrik-frankfurt.de
Veranstaltungsort: Sankt Bonifatius Kirchenraum; Holbeinstraße 70, 60596 Frankfurt am Main
©Daniel Wetzel©Levi Ofoe©hr_Sascha Rheker 

Samstag, 31. Januar: SCHWERELOS – Musik trifft Klettern

(Andrea)

Neulich kam die Nachricht, ich werde heute in den Cantatesaal gehen und meine beiden Lieblings-Flos endlich mal wieder live erleben. Mit dabei ist der Kletterer Alexander Huber, ein hübsches Add-on, auch wenn ich es nicht unbedingt mit Höhe und Klettern schon gar nicht habe. Trotzdem freue ich mich auf den Abend, mehr noch, dass das Crowdfunding erfolgreich war. Jetzt gibt es noch ein paar wenige Karten, daher der Hinweis auf diesen sicher wieder außergewöhnlichen Abend. Mehr noch, ein Gesamtpaket, denn wer morgen Klettern will, kann das in prominenter Begleitung in der DAV Kletterhalle tun. Voilà, jetzt der offizielle Hinweis: "Die Frankfurter Duo Formation THE OHOHOHs, lokal verwurzelt, experimentierfreudig, kultisch verehrt für ihre Mischung aus Klassischer Musik und Clubkultur, trifft auf Alexander Huber – einen der berühmtesten Extremkletterer unserer Zeit. Kaum ein anderer prägt das alpine Weltgeschehen so wie er: Free-Solo-Pionier, Expeditionslegende, Bestsellerautor, regelmäßiges Gesicht im BR und auf internationalen Bühnen und Hobby-Pianist. Wenn solch eine globale Ikone auf ein Duo trifft, das seine kreativen Gipfel aus der eigenen Stadt heraus erklimmt, entsteht ein Spannungsbogen, der bereits vor der ersten Note Gänsehaut schafft. „Schwerelos“ ist das Ergebnis dieser unwahrscheinlichen, fast filmreifen Begegnung – eine Show, die nicht nur erzählt, sondern spürbar macht, was passiert, wenn zwei Welten einander erstmals wirklich begegnen. Einlass 18:30 Uhr · Beginn 19:30 Uhr  https://www.theohohohs.de/de/schwerelos/

Klettern mit Alexander Huber und LIVE-Set der Ohs! Der Sonntag nach dem Konzert steht ganz im Zeichen des Kletterns: Alexander Huber gibt einen Kletterworkshop in der tollen DAV Kletterhalle in Frankfurt! Eine außergewöhnliche Gelegenheit, um gemeinsam mit einem Profikletterer diesen wunderbaren Sport zu zelebrieren und von den Besten zu lernen! Wir Ohs lassen uns diese wunderbare Gelegenheit nicht entgehen, schnappen unsere Instrumente und spielen vor Ort ein Set für Euch! Klettern und Musik - Mit THE OHOHOHS und Alexander Huber! Ort: DAV Kletterhalle Ffm, am 01.02.2026 von 11:00 bis 13:00, Kosten: 70,00 Euro, Anmeldung über: theohohohs(at)theohohohs.de

Cantatesaal der Volksbühne, Großer Hirschgraben 21

Sonntag, 01. Februar: DANIEL KAHN: „UMRU / unrest“

(Uwe)

With Jake Shulman-Ment & Christian Dawid

„UMRU / unrest“ ist das neueste, mutigste und reifste Album des gefeierten, in Detroit geborenen und in Hamburg lebenden Songwriters und jiddischen Troubadours Daniel Kahn. Seine neuen Lieder sind zugleich zart, verloren, respektlos, gebrochen, aufmüpfig und explosiv. Von Klezmer-Tanzfieber bis zu apokalyptisch anmutenden Jazz, von groteskem Kabarett bis zu heimeliger Lagerfeuermusik ….

„…eine wütende, zärtliche, verrückte, punkige, freejazzige, aber immer in der Folklore der kyrillisch schreibenden Welt und ihrer Nachbarn grundierte Kommune-Musik, wie es sie, vor allem was die literarischen Quellen anbelangt, noch nie auf einer Klezmer-CD gegeben hat." (Ulrich Olshausen, FAZ)

Brotfabrik / F., Bachmannstr. / 20 Uhr
Foto: Michael Fetscher

Sonntag, 01. Februar: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!

(Uwe)

Die Weltgeschichte der Lüge mit Johann von Bülow & Walter Sittler

200-mal am Tag lügt ein Mensch im Durchschnitt. Die Lüge ist der Kitt der Weltgeschichte. Nach dem überwältigenden Erfolg mit ihrer Lesung zu Ehren von Roger Willemsen und Dieter Hildebradt im St.Pauli Theater in Hamburg, gehen Walter Sittler (Hildebrandt) und Johann von Bülow (Willemsen) nun mit ihrer unterhaltsamen Suche nach der Wahrheit über die Lüge auf Tour. Neu arrangiert und sanft aktualisiert werfen sie mit skandalösen Unwahrheiten und hinterhältigen Intrigen nur so um sich. Sehr zur Unterhaltung des Publikums ….

Centralstation / DA, Im Carree / 17 Uhr
Foto: Homepage Centralstation

Montag, 2. Februar: OF/ Reden über den Kulturentwicklungsplan

(Andrea)

Die Stadt Frankfurt hat coronabedingt fünf Jahre an ihrem Kulturentwicklungsplan gearbeitet, dieser wurde jetzt vorgestellt, die Stadt Offenbach macht sich auf den Weg. Als Kai mich fragte, ob ich seine Veranstaltung zum Kulturentwicklungsplan moderiere, sagte ich natürlich sofort zu. Er hat Martin Koplin, Director, M2C Institut für angewandte Medienforschung an der Hochschule Bremen, eingeladen und dann soll es in kleine Arbeitsgruppen gehen. Ich schlittere mal rein, freue mich auf den Abend und bin natürlich auf den Prozess gespannt. 19 Uhr 

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach

Das Foto ist nur ein Symbolbild und in meiner Lieblingsstadt am Bosporus entstanden.

Montag, 2. Februar: Of/ Montagstalk #3: »Matthias Ulrich: »Fröhlich sein!«

(Andrea)

Ach, schade. Aber wegen meiner Moderation kann ich nicht zur HfG. Zu den »Montagstalks« lädt die Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach inspirierende Persönlichkeiten aus Kunst und Design ein. In der Reihe geht es darum, die Brücke zwischen gesellschaftlichen Themen und Gestaltung zu schlagen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Montagstalk #3: »Matthias Ulrich: »Fröhlich sein!« Appell und Selbstdisziplinierung im Leben von Thomas Bayrle »Fröhlich sein!« ist der Titel der Ausstellung, die Matthias Ulrich für die Schirn Kunsthalle im Februar 2026 kuratiert. Das Bonmot hat Thomas Bayrle in Gesprächen mit seinen Studierenden an der Städelschule kultiviert, und es kann als Beschreibung seines künstlerischen Werks wie auch als eine Formel für Selbstdisziplinierung verstanden werden. Wie sehr Leben und Arbeit bei Thomas Bayrle zusammenhängen und welche kritische, gesellschaftliche Dimension die Fröhlichkeit herstellen kann, das soll in diesem Vortrag zur Sprache kommen." Immerhin habe ich mal mit Matthias Ulrich eine universitäre und befreundete WG-Schnittmenge gehabt, insofern wäre das wirklich witzig. Next time better time. 

Aula der Hochschule für Gestaltung (HfG), Schlossstraße 31, Offenbach

Montag, 02. Februar: Bernhoft – Solo Performances

(Uwe)

Bernhoft ist ein Multiinstrumentalist und Songwriter aus Norwegen. Der von Kritikern gefeierte, preisgekrönte Publikumsliebling kann auf eine solide Diskografie und ein Jahrzehnt ausverkaufter Tourneen zurückblicken. Als bahnbrechender Energiebündel wird er weltweit auf kleinen und großen Bühnen gefeiert und kehrt im Februar 2026 mit seiner „The Cause I Wanna Tour” nach Deutschland zurück. Ich sah ihn einmal beim Haldern Pop Festival, kannte ihn nicht und war danach begeistert. 

Brotfabrik / F., Bachmannstr. / 20 Uhr
Foto: Fred Jonny

Dienstag, 03. Februar: 'Besser wird's nicht'- die eingetunkte LeseShow mit den Cartoons

(Uwe)

Oliver Wnuk & @kriegundfreitag: Zwei Künstler. Ein Buch. Unzählige Fragen an das Leben – und ein Abend voller pointierter Beobachtungen, feiner Widersprüche und warmherzigem Humor.Schauspieler („Stromberg“) und Autor Oliver Wnuk liest aus seinem neuen Buch „Besser wird’s nicht“ (Lappan Verlag, Febr. 2026), begleitet von den legendären Strichfiguren des Cartoonisten kriegundfreitag. Gemeinsam schaffen sie eine Bühne für das, was zwischen Alltag und Abgrund, Ich und Ego, Glückssuche und Selbstironie liegt. In einer multimedialen Leseshow treffen persönliche Texte auf projizierte Cartoons – live, klug, komisch, kantig. Ein Abend für alle, die keine Lösungen erwarten, aber Lust auf neue Perspektiven haben. „

Centralstation / DA, Im Carree / 19 Uhr
Foto: Steffen Böttcher

Mittwoch, 04. Februar: Keine Macht für Niemand. Pop und Politik in Deutschland

(Uwe)

Das ist in jedem Fall was für mich: Es wird laut. Und vielleicht auch ein bisschen wild. Prof. Dr. Marcus S. Kleiner, Medienwissenschaftler, Popkulturkenner und Bühnenprofi stellt sein neues Buch Keine Macht für Niemand – Pop und Politik in Deutschland vor und gibt natürlich auch musikalische Beispiele. Kleiner nimmt uns mit auf eine Reise durch seine Recherchen, erzählt von Songs mit Botschaft, Beats mit Geschichte und der Frage, wie politisch Popmusik eigentlich ist – und schon immer war.

Mit Antilopen Gang, Akne Kid Joe, BAP, Blond, Wolf Biermann, Samy Deluxe, Fehlfarben, Fresh Familee, Fasia Jansen, Hans-A-Plast, Lin Jaldati, Cem Karaca, Kettcar, Muff Potter, Nashi44, Schrottgrenze, Slime, Tocotronic, Hannes Wader, ZSK und vielen mehr. Unterhaltsam, scharfsinnig, hintergründig und mit Punk-Ästhetik. Ein guter Grund, die Ohren zu spitzen und sich auf eine mitreißende Mischung aus Performance, Lesung und Musik einzulassen..

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19:30 Uhr
Foto: Marc Süß, Sweetspot Studio

Mittwoch, 4. Februar: Christopher

(Andrea)

Im Leben von Christopher Lund Nissen läuft vieles perfekt. Bereits als Teenager begann der Däne damit, Songs zu covern und Kontakte im Musikbusiness zu knüpfen. Im Alter von 19 Jahren unterschrieb er bei EMI Denmark und schaffte mit seiner Debütsingle „Against the Odds“ 2011 den direkten Einstieg in die Top 25 der dänischen Charts. Dann nahm seine Karriere schnell Fahrt auf, 2023 tourte er um die ganze Welt und hatte sich auch seinen zweiten großen Lebenstraum erfüllt: eine eigene Familie. Dann sieht sich der Sänger auf dem Zenit seines musikalischen Schaffens mit fundamentalen Fragen konfrontiert: Ist sein Traum es wert? Trifft er die richtigen Entscheidungen? Kann er hinter sich lassen, wofür er sein ganzes Leben gekämpft hat? Kurz vor seinem Konzert in der Kopenhagener Royal Arena trifft er eine Entscheidung und verschiebt seine geplante Europatournee ins Jahr 2025, um sich seiner Gesundheit und Familie widmen zu können. Nach dem Entschluss, eine wohlverdiente Pause für sich und seine Familie zu nehmen, ist Christopher nun zurück, um dort weiterzumachen, wo er aufgehört hat und zelebriert die Vereinbarkeit seiner beiden Traumwelten. 

Batschkapp, Gwinnerstraße

Mittwoch, 4. und Donnerstag, 5. Februar: Der Soldat. Ein Übergangsritual

(Martin)

Reihe: Theater und Widerstand 

Bekannt geworden ist Julian Warner als Musiker, antirassistischer Aktivist, Künstler, Kurator und Leiter des Brechtfestivals in Augsburg. In seinem neuen Solo widmet er sich einer Ikone des Schwarzen Widerstands: Frantz Omar Fanon (1925–1961). Begleitet von Schlagzeuger Markus Acher durchlebt der Schwarze Künstler Julian Warner auf der Bühne seine Verwandlung zum Soldaten: Im Takt des Schlagwerks, dem körperlichen Drill ausgeliefert, stellt er Fragen an die Geschichte und seine Erfahrungen im Kulturkampf um Repräsentation und Ressourcen. Und er sucht nach seinem eigenen Verhältnis zur Gewalt. Wann ist Kulturkampf Krieg, und ist es notwendig, darin Gewalt auszuüben?

Kaum jemand hat die Rolle von Gewalt in einer zerrissenen Welt so klar analysiert wie Frantz Fanon – Psychiater und Marxist aus Martinique. Er war überzeugt, dass die Entmenschlichung durch den europäischen Kolonialismus nicht durch Gespräche oder Zugeständnisse beendet werden könne, sondern nur durch die Zerschlagung des kolonialen Systems: „Die Befreiung der Okkupierten ist gleichzeitig der Schrecken der Besatzer.“ Fanons Verteidigung antikolonialer Gewalt wurde weltweit von linken Bewegungen aufgegriffen – von den Black Panthers in den USA bis zur RAF in Deutschland – und sorgt bis heute für kontroverse Diskussionen.

Ob in der Politik, der Wirtschaft, im Krieg oder in der Kultur – die Figur des Soldaten hat sich zu einem Symbol der Gegenwart entwickelt, und militärisches Denken prägt zunehmend gesellschaftliches Handeln. Und immer lauter stellt sich dabei die Frage nach der Notwendigkeit und Rechtfertigung von Gewalt.

Mittwoch, 4. und Donnerstag, 5. Februar um jeweils 20.00 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Julie Folly

Donnerstag 05. Februar: Zwischen Ausgrenzung und Solidarität / Weibliche Fans im Männerfußball

(Daniela)

Heute ist wieder unser SGE Frauennetzwerktreffen und wir haben einen besonderen Gast vor Ort:  Stella Schrey vom F_IN Netzwerk kommt!

Zwischen Ausgrenzung und Solidarität / Weibliche Fans im Männerfußball
Ein Abend über Fußballkultur – und über das, was viele Frauen dort erleben.
Mit Vortrag & Präsentation von Stella Schrey (F_IN Netzwerk).Netzwerk von Frauen* im Fußball – vernetzt, bildet weiter, setzt sich gegen Sexismus & sexualisierte Gewalt ein.
Was dich erwartet:
Ein Blick hinter die Kulissen der „Männerdomäne“ Fußball: Ausgrenzung, Alltagssexismus – aber auch Strategien, Verbündete, Solidarität. Danach: offene Diskussion.

Ablauf: 19:00 Vortrag (inkl. Präsentation), anschl. Diskussion

Über F_IN: Netzwerk von Frauen* im Fußball – vernetzt, bildet weiter, setzt sich gegen Sexismus & sexualisierte Gewalt ein.
Das Netzwerk SGE Frauen: Wir sind Eintracht-Fans aus verschiedenen EFCs. Offen, unkompliziert, solidarisch.

Do, 5. Februar 2026 · 19:00
Fanhaus Louisa (Frankfurt), barrierefrei

Samstag, 07. Februar: Sarah Hakenberg: Mut zur Tücke

(Uwe)

Es gibt Zeiten, da bleibt uns das Lachen im Halse stecken, der letzte Witz ist längst erzählt und alle heiteren Melodien dieser Welt sind verklungen. Glücklicherweise sind diese Zeiten noch nicht angebrochen – Sarah Hakenberg sagt Trübsal und Tristesse den Kampf an! Ihre Waffen: Humor, kluge Schmäh verpackt in raffinierte Texte und immer auch eine gute Portion Protest. Nun kehrt die Kabarettistin und Liedermacherin auf die Bühne zurück und hat reichlich Stoff zum Seufzen, Kopfschütteln aber auch Lichtblicke und „so isses“! im Gepäck. 

Centralstation / DA, Im Carree / 20 Uhr
Foto: Ralf Bauer

Montag, 09. Februar: The Blue Stones

(Uwe)

Minimalistische Besetzung, maximaler Sound – das kanadische Duo The Blue Stones überrascht immer wieder mit seiner kraftvollen Präsenz. Was auf den ersten Blick wie eine klassische Blues-Rock-Kombo wirkt, entfaltet sich zu einem beeindruckend vielschichtigen Klangbild, das irgendwo zwischen Rock, Alternative und Pop beheimatet ist … Mit ihrem intensiven Zusammenspiel und geschicktem Einsatz der Technik entsteht eine Bühnenpräsenz, die alle im Publikum sowohl in kleinen Clubs als auch auf großen Festivalbühnen begeistert.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / 20 Uhr
Foto: The Blue Stones, Facebook

Mittwoch, 11. Februar: hr-Bigband & Richard Bona

(Daniela)

hr-Bigband & Richard Bona

Seinen ersten Bass baute sich Richard Bona selbst aus Kisten und Fahrrad-Bremsseilen. Mittlerweile ist der Kameruner zu einem Weltstar geworden. Er gehört zu den weltbesten Bassisten, hat eine faszinierende Singstimme und spielt zahlreiche weitere Instrumente. Zusammen mit der hr-Bigband bringt er ein grooviges Programm auf die Bühne, das nicht nur musikalisch exquisit ist, sondern auch einfach gute Laune macht. 
Als Richard Bona als Dreizehnjähriger Aufnahmen vom US-amerikanischen Bassisten Jaco Pastorius hörte, war es um ihn geschehen. Die Virtuosität des “Weather Report”-Bassisten findet in Bonas Spiel ihren Widerhall. Er erfand sich selbst nach diesem Hörerlebnis musikalisch neu, hatte er zuvor doch zahlreiche andere Instrumente erlernt. Von dem Moment an gehörte Bonas Herz dem Bass. Neben Jazz betätigt der Grammy-Preisträger sich hoch erfolgreich in anderen Genres wie Afropop und Weltmusik. Er geht unbeirrt seinen Weg, der ihn von Kamerun über einen kurzen Aufenthalt in Deutschland nach Paris und von dort, als seine Arbeitserlaubnis von den französischen Behörden nicht verlängert wurde, weiter nach New York führte, wo Bona heute noch lebt.  

Für das musikalische Establishment war er ein Unbequemer, weil er sich nicht dem Diktat des wirtschaftlichen Erfolgs unterwarf, sondern die Musik machte, die ihm am Herzen lag. Und das waren oft genug Songs für und über die Außenseiter, die Marginalisierten, die Underdogs. Dass er damit genau richtig lag, beweisen seine zahlreichen Preise und Nominierungen für seine Alben. Richard Bona ist selbst mittlerweile ein Name, den andere sich in ihre Biografie schreiben, aber auch er hat mit den Größten der Musikwelt zusammengearbeitet, darunter Herbie Hancock, Quincy Jones, Chick Corea, Sting und Stevie Wonder. 

Videoausschnitt: https://youtu.be/PjcCoRYCYPw?si=GCUUbCTQtXiysZAf

Richard Bona, Bass/Gesang; Michael Philip Mossman, Leitung
Datum: Mittwoch, 11. Februar, 20 Uhr, Alte Oper Frankfurt

Tickets und Infos: Frankfurt Alte Oper Tickets: 66€ / 55€ / 44€ / 33€ / 22€ (069) 155 2000
Außerdem:  10 FOR TEENS – Für alle uter 20 Jahren! Limitierte Tickets für 10,– € (Ohne RMV) 
und U30 – FÜR ALLE UNTER 30 JAHREN! Bis zu 50 % vergünstigte Tickets für alle Eigenveranstaltungen der hr-Bigband.

Donnerstag, 12. Februar – Sonntag, 10. Mai: Soloschau Thomas Bayrle in der Schirn

(Petra)

Die Schirn präsentiert eine große Soloschau des in Frankfurt lebenden Künstlers Thomas Bayrle, den viele auch als früheren Dozenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach und Professor an der Städelschule kennen. Zu sehen sind 55 Werke insbesondere aus den letzten 20 Jahren, darunter Malerei und Grafik, Skulptur und Objektkunst sowie Soundinstallationen und eine Videoarbeit. Sein Werk handelt von den Gegensätzen zwischen Technologie, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion und beschreibt den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität. Bayrle behandelt in seiner Kunst grundlegende Aspekte der modernen Gesellschaft. Wie hängen Religion und Gesellschaft, Individuum und Masse, industriell gefertigte Produkte und die technischen Apparate ihrer Herstellung zusammen? Neben den Strukturen von Konsum, Urbanität und Technologie spielen Fortbewegung, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion eine zentrale Rolle. Er widmet sich populären Werken der Kunstgeschichte von Michelangelo über Caravaggio und Masaccio bis hin zu Claude Monet ebenso wie dem Thema der Arbeit. In den 1960er- und 1970er-Jahren legte er den innovativen Grundstein seiner charakteristischen Superformen. Das Wiederholen, Vernetzen und Verweben von Einzelelementen zu einem Gesamtbild findet sich bis heute in nahezu allen Werken Bayrles und ist eng verbunden mit der Biografie des Künstlers. Er absolvierte zunächst eine Lehre als Maschinenweber, bevor er sich der Gebrauchs- und Druckgrafik zuwandte. Die dort angewandten Drucktechniken hat er sowohl materiell als auch konzeptionell in seiner Kunst weitergeführt, die den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität beschreibt. 

Foto: ©Thomas Bayrle, VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Wolfgang Günzel

Thomas Bayrle – Fröhlich sein!,  Soloschau, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Gabriel-Riesser-Weg 3, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags: 10 - 19 Uhr, donnerstags 10 - 22 Uhr , Eintritt: 12 (10) Euro

Sonntag, 15. Februar: AL HAKAWATI

(Martin)

Die Kunst des Erzählens zwischen Damaskus und Frankfurt 

Seit Jahrhunderten nimmt das Erzählen von Geschichten einen zentralen Platz im kollektiven Gedächtnis der Levante ein und der HAKAWATI war der unangefochtene Meister der abendlichen Zusammenkünfte. Der HAKAWATI war nicht nur ein Geschichtenerzähler, sondern er eröffnete das Tor zu anderen Welten, machte den Brückenschlag zwischen Geschichte und Fiktion, zwischen Realität und Legende. Das THEATER WILLY PRAML erneuert diese Tradition mit seinem syrischen Ensemblemitglied Muawia Harb im Produktionshaus NAXOS, der sich die Geschichten aus 1001 Nacht vorgenommen hat. Das ist alles andere als eine Klassikerlesung, das ist pralles Volkstheater, bei dem der ganze Saal mittobt.

Eine geistige Fluglinie zwischen Damaskus und Frankfurt am Main. Ein solches Angebot in einer deutschen Kulturinstitution für eine arabische Community ist eine Seltenheit. Für uns ist es ein vergnüglicher Schritt zur Öffnung unseres Theaters für unsere arabischen Freund*innen. Und alle, die nicht arabisch sprechen und noch nie Shisha geraucht haben, sind natürlich auch herzlich willkommen. In arabischer Sprache mit Muawia Harb.

Theater Willy Praml (NAXOS) / 14.00 Uhr
Foto: © Michael Weber

Freitag, 20. und Samstag, 21. Februar She stands in the middle oft he battlefield

(Martin)

Reihe Theater und Widerstand

In „She Stands in the Middle of a Battlefield“ sucht die polnische Theaterregisseurin Magda Szpecht Worte und Formen für das Gefühl, eine Freundin und Schwester in den Krieg ziehen zu sehen – und ihr dennoch Halt geben zu wollen. Vom Alltag an der ukrainischen Front erfährt sie über Text- und Sprachnachrichten. Und auch davon, wie sich Kameradschaftlichkeit, Idealismus und Sexismus überlagern. Innerhalb einer vielschichtigen Partitur mit neuen Bildern des Krieges, Fragmenten aus Open-Source-Recherchen, persönlichen Briefen und klanglichen Landschaften öffnet sich ein Resonanzraum für das, was oft ungehört bleibt. Das Stück changiert zwischen der bitteren Erkenntnis, als Frau in einem hyper-patriarchalen System, dem Militär, gefangen zu sein, und der gleichzeitigen Unumstößlichkeit dieser Entscheidung. 

Madga Szpecht erzählt hier von einer Künstlerin, die zur Soldatin wird. Sie tastet sie sich durch den Alltag des Krieges, rekonstruiert Rituale, Widersprüche, Erschöpfung – und stellt die alles durchziehende Frage: Wer beansprucht ihren Körper?

Freitag, 20. und Samstag, 21. Februar um jeweils 20.00 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm
Foto: © Karolina Józwiak

Montag, 23. Februar Starke Worte II

(Martin)

Welches Frankfurt brauchen Kinder und Jugendliche jetzt? Kulturpolitische Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl: Es diskutieren Benjamin Alicic, Dr. Ina Hartwig (SPD), Dr. Nils Kößler (CDU), Dr. Julian Langner, Elke Voitl (Die Grünen), Grit Winkler (Volt) | Moderation: Bärbel Schäfer

Während zahlreiche Städte und Regionen in Deutschland bereits die zunehmende Überalterung der Gesellschaft spüren, ist Frankfurt eine junge Stadt. Welche Bedingungen bietet Frankfurt seinen jungen Bürger*innen? Welche Voraussetzungen und Räume brauchen Kinder und Jugendliche, um Frankfurt schon jetzt als ihre Stadt mitzugestalten? Welche Rolle spielt dabei die lebendige Theaterszene für junges Publikum in Frankfurt? Welche konkreten Umsetzungspläne gibt es in der Politik, um die Bedürfnisse und Rechte von Kindern und Jugendlichen ernst zu nehmen – darunter ihr Recht auf kulturelle Teilhabe und Kunst?

Junge Theaterwerkstatt am Zoo (Zoogesellschaftshaus), um 16.00 Uhr
Foto: © Homepage Künstler*innenhaus Mousonturm

BEREITS ANGEKÜNDIGT, LÄUFT ABER NOCH EINE WEILE

Seit Dienstag, 13. Januar: Ausstellung Walter Gerstung „Old meets New: Old School / Black Water“ in der Heyne Kunst Fabrik

(Petra)

Mit „Old School“präsentiert die Heyne Kunst Fabrik erstmals Werke aus den frühen Schaffensjahren des Fürther Malers und Grafikers Walter Gerstung, dessen eindrucksvollen Arbeiten die Heyne Kunst Fabrik bereits vor einigen Jahren gezeigt hat. Die Arbeiten aus den exzessiven und schonungslosen 80er- und 90er-Jahren umfassen sowohl Originale als auch limitierte und signierte Editionen. Dem gegenüber steht die aktuelle Werkserien „Black Water“ – surreale Fotokunstwerke, die den Gerstung der Gegenwart zeigen.

Foto: ©Walter Gerstung, Heyne Kunst Fabrik

Ausstellung Walter Gerstung „Old meets New Old School / Black Water“, Ort: Heyne Kunst Fabrik, Adresse: Bleichstraße 67, Offenbach Öffnungszeiten:freitags 18 - 21 Uhr (16./23./30.01.), sonntags: 15 - 18 Uhr (18./25.01.), weitere Termine gerne nach persönlicher Vereinbarung

Bis Sonntag, 15. Februar: „SOLASTALGIE. Spaziergänge durch veränderte Landschaften“ im Museum Giersch

(Petra)

Landschaften sind ständigen Veränderungen unterworfen – ein Prozess, der im Zeitalter des Klimawandels besonders sichtbar und oft auch zerstörerisch wird. Können Landschaften zugleich schön und gefährdet sein? Die Ausstellung stellt diese Ambivalenz in den Mittelpunkt und fragt nach unserem gespaltenen Verhältnis zur Umwelt. Historische Landschaftsgemälde treffen auf zeitgenössische Positionen, die Verletzlichkeit, Trost und Hoffnung in der Natur reflektieren. Das Konzept der Solastalgie, geprägt 2005 vom australischen Philosophen Glenn Albrecht, beschreibt das Gefühl der Trauer über eine bedrohte Heimatlandschaft – und zugleich die Sehnsucht nach Trost und Verbundenheit. Die Sammlung Giersch legt den Schwerpunkt auf historische Landschafts- und Genremalerei des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts sowie Tier- und Aktplastiken. Die neue Ausstellung verbindet deren historische Landschaftsgemälde mit zeitgenössischen Arbeiten, die aktuelle Fragen der Umwelt und Landschaftsveränderung verhandeln: von urbanen Brachflächen über Umweltverschmutzung bis zur persönlichen Begegnung mit Natur. Sieben zeitgenössische Künstler*innen eröffnen neue Blickwinkel auf das Spannungsfeld zwischen Ästhetik, Wandel und Hoffnung. So wird Solastalgie zu einem sinnlichen Spaziergang durch Zeiten, Medien und Perspektiven – ein Erleben von Landschaft als wandelbar, fragil und verbindend. Die Ausstellung markiert das 25-jährige Bestehen des Museums und zugleich dessen 10-jährige Zugehörigkeit zur Universität. 

Foto: Ei Arakawa-Nash: Harsh Citation, Harsh Pastoral, Harsh Münster (2017) © Henning Rogge, Ei Arakawa-Nash & Skulptur Projekte

„SOLASTALGIE. Spaziergänge durch veränderte Landschaften - Ausstellung, Ort:  Museum Giersch der Goethe-Universität, Schaumainkai 83, 28. bis 30. November Jubiläumswochenende (Eintritt frei, umfangreiches Programm hier), Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, an Feiertagen 10 - 18 Uhr, auch wenn diese auf einen Montag fallen, 24.12., 31.12. 2025 und 01.01.2026 geschlossen, Eintritt: 7 (5) Euro bzw. Zukunftsticket: wer mit ÖPNV/Rad, zu Fuß anreist, erhält an der Kasse Ermäßigung, barrierefrei

Noch bis 15. Februar: Bad Homburg/ Nachtleben

(Andrea)

Da sind die inzwischen schon ikonischen Fotografien von Sandra Mann von einem sinnlich lächelndem Ricardo Villalobos, Sandra mit Bart oder Tanzende im MTW, Schallplatten und der Sonnenaufgang nach einer durchtanzten Nacht. Aber auch eine Installation aus allerlei Küchenutensilien in Form eines Käutzchens und Klängen von Dominik Eulberg. Das Sinclair-Haus lädt ins Nachtleben und zeigt die Nacht voller Leben. “Unsere Sinne sind für ein Leben in der Dunkelheit wenig geeignet, aber zahlreiche andere Tiere schwirren, schleichen oder schweben ganz selbstverständlich durch die Nacht. Dunkelheit verunsichert uns: Sie beraubt uns der Farben und Details; sie macht uns tapsig und tastend. Kulturell steht Licht für Erkenntnis, Sicherheit und Fortschritt, die Dunkelheit aber ist mit dem Unheimlichen, auch Grauenhaften aufgeladen. Diese Ausstellung lädt dazu ein, die Nacht und die Dunkelheit neu zu entdecken: als Lebensraum, den wir mit unzähligen anderen Wesen teilen. Wie erleben wir die Dunkelheit – und wie erleben sie nachtaktive Tiere? Wie begegnen wir ihnen und sie uns? Was schenkt uns die Dunkelheit? Was verlieren wir, wenn wir die Nacht maßlos erhellen?” Besonders gefallen hat mir übrigens die WANDERUNG DURCH DIE LAUSITZ von Sven Johne.
Begleitend gibt es ein spannendes Programm, daher: https://kunst-und-natur.de/museum-sinclair-haus/startseite

Noch bis März 2026: Spurensuche 6 “Frankfurt vergisst nicht“

(Daniela)

Das Eintracht Frankfurt Museum und sein Leiter Matthias Thoma machen eine hervorragende Erinnerungsarbeit! Ich bin sehr froh, dass ich 2019 bei der Spurensuche Helmut „Sonny“ Sonneberg persönlich kennelernen durfte. Er hat uns damals in der EZB gezeigt, wo der Zug hielt, der ihn als kleiner Bub ins KZ deportiert hat. Das war sehr bewegend! Helmut „Sonny“ Sonneberg, Holocaustüberlebender und über 75 Jahre Eintracht-Fan war ein herausragender Repräsentant des Vereins. Er ist im Alter von 91 Jahren 2023 verstorben.

Am Dienstag, den 23. September 2025, startete unter dem Titel „Frankfurt vergisst nicht“ die sechste Ausgabe ihres Spurensuche-Projekts. Sie schreiben:
"In den kommenden Wochen stehen die Sport-Vereine in und um Frankfurt im Zentrum. Wir möchten Vereinsvertreter und -vertreterinnen motivieren, ihre eigene Geschichte aufzuarbeiten und ihnen dabei fachliche Unterstützung bieten. Die Vorträge stellen mustergültige Best Practice-Beispiele für die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit dar und sollen zur eigenständigen Recherche inspirieren.

Die Spurensuche wird organisiert vom Museum und dem Bereich Fans & Fankultur der Fußball AG sowie dem Fritz Bauer Institut und dem Sportkreis Frankfurt.

Dienstag, 11. November 2025: Vortrag „Ruderverein Germania im Nationalsozialismus“, Kirsten Schwartzkopff
Dienstag, 27. Januar 2026: Vortrag „The making of `Jew Clubs´“, Pavel Brunssen
27.-29. März 2026: Abschlussreise nach Kassel 

Kontakt: 
Eintracht Frankfurt Museum GmbH, Mörfelder Landstr. 362, http://museum.eintracht.de
Auf dem Foto:  Helmut „Sonny“ Sonneberg und Matthias Thoma

Bis Sonntag, 18. Januar 2026: Ausstellung philippinischer Architektur “Sulog“ im DAM

(Petra)

Die zeitgenössische philippinische Architektur befindet sich an der Schnittstelle von miteinander verbundenen und sich überschneidenden Kräften. Sie wird heute als ein kontinuierlicher Fluss von Menschen, Orten und Prozessen definiert, der über die Grenzen des Landes hinausreicht. Der Begriff „Sulog„, der aus der Sprache der Menschen aus der Provinz Cebu stammt und „Wasserströme“ bedeutet, bringt das dynamische Auf und Ab der philippinischen Architektur auf den Punkt. Diese ist aus einem inselartigen Umfeld hervorgegangen und ist verwoben mit den Querströmungen der zahlreichen Einflüsse und dem Austausch von Netzwerken.vDie Ausstellung ist inspiriert von der Vorstellung des Anthropologen Arjun Appadurai vom Global Cultural Flow“ (1990). Dieser versteht den Begriff als ein sich kreuzendes transnationales Netzwerk des Austauschs zwischen Menschen, Gütern, Wirtschaft, Politik und Ideen. Er schlägt vor, dass wir diese kulturellen Ströme über geopolitische Grenzen hinweg anhand der fünf Dimensionen Ethno-Landschaften, Technik-Landschaften, Finanz-Landschaften, Medien-Landschaften und Ideen-Landschaften verstehen müssen. Die Neukonzeptionierung der philippinischen Architektur lässt sich in drei miteinander verflochtene Themen einteilen: „Menschen als Netzwerk, „Orte als Fluss“ und „Prozess als Ströme“.Ich bin sehr gespannt auf neue Impulse aus dem Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse!

Foto: Parang Maguindanao del Norte Province 2024  ©STUDIO IMPOSSIBLE PROJECTS, Patrick Kasingsing

Sulog – Philippinische Architektur im Spannungsfeld, Ausstellung, Kuratorenteam: Edson Cabalfin, Patrick Kasingsing, Peter Cachola Schmal, National Commission for Culture and the Arts (NCCA) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum (DAM), Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, (Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags - sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11-20 Uhr), Eintritt: 12 (7) Euro, barrierefrei

bis Februar 2026: Of/ „eins. 1-6 +1“

(Andrea) 

Jule Wertheimer, Mike Schäfer und Pierre Verago von der Hochschule für Gestaltung haben sich zu dem Kollektiv neue kunstfreunde zusammengeschlossen. Mit ihrer Initiative möchten sie zeitgenössische künstlerische Positionen fördern und neue Räume für Kunst und Austausch schaffen – in Institutionen ebenso wie an unabhängigen Orten. Über einen Open Call, der sich an Studierende von Kunsthochschulen und deren Umfeld richtete, haben sie junge Kunstschaffende aus dem Rhein-Main-Gebiet und aus dem gesamten Bundesgebiet mit ganz unterschiedlichen Positionen ausgewählt, deren Arbeiten jetzt in verschiedenen Zyklen im OG des Haus der Stadtgeschichte zu sehen sind. „eins. 1“  ist seit 10. Juli zu sehen und präsentiert Arbeiten von Annie Devlin, Anton Andrienko, Ivan Hanzha,  Nathanja Fetzner, Christian Leicher, Sookhyang Oei Kim, Eunyoung Lee und Xiaoyi Zhang. „eins. 2“ widmet sich in einer Einzelausstellung beginnend am 14. August, 18 Uhr Julian Wolfgang Schreiner, der am 11. September, 18 Uhr, von der Werkschau „eins. 3“  mit Ron Wohler, Henning Gundlach,  Klara Stefanovicova, Ramón Loesch, Verónica Aguilera Carrasco, Melina Brass und Rebekka Homann abgelöst wird. „eins 4“ wird am 9. Oktober, 18 Uhr, eröffnet, bis 12. November zeigen Leon Scheiblich und Yixuan Hu Einblick in ihr Schaffen. Am darauffolgenden 13. November, wird um 18 Uhr „eins. 5“ eröffnet, dann wird, ebenfalls eine Einzelausstellung, jetzt mit Arbeiten von Isabell Ratzinger zu sehen sein. Lukas Niedermeier, Roman Cherezov, Laia Martí Puig, Barbara Mährlen, Tobias Becker, Johanna Disch und Tomas Loureiro Goncalo stellen ab 11. Dezember in „eins. 6“ aus. Mit „eins +1“, Eröffnung am 15. Januar, um 18 Uhr, endet der erste Ausstellungszyklus. Zu sehen sind dann Arbeiten von Isabell Meldner und Yesul Lee. 

Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 64, Offenbach

Noch bis Sonntag, 08. Februar: Ausstellung Hélène de Beauvoir „Mit anderen Augen sehen“, Opelvillen Rüsselsheim

(Petra)

Die Weihnachtspause finde ich eine gute Gelegenheit, etwas Neues zu entdecken, oder etwas, das ich mir schon das ganze Jahr über vorgenommen hatte, endlich zu machen: zum Beispiel einen Trip nach Rüsselsheim. Hélène de Beauvoir stand lange im Schatten ihrer Schwester Simone de Beauvoir – eine der großen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts und Ikone der Frauenbewegung. Ohne Zweifel beeinflusste Simone de Beauvoir Hélènes Leben und Arbeit auf eine sehr tiefgreifende Weise, dennoch steht das Werk der Malerin für sich. In der Ausstellung wird die vergessene Künstlerin und ihr vielschichtiges Werk neu bewertet werden. Präsentiert wird die erste museale Ausstellung zum Werk der Malerin Hélène de Beauvoir in Deutschland. Mit 177 Leihgaben aus den Jahren 1925 bis 1994 wird die gesamte Spannweite ihres Schaffens mit Kupferstichen, Aquarellen, Acrylbildern und Ölgemälden gewürdigt und dabei bislang unberücksichtigte Thematiken fokussiert. Kunst bedeutete für Hélène de Beauvoir eindeutig einen Akt der Befreiung: Herrschende Rollenbilder legte sie offen und machte in klar verständlicher Bildsprache auf die Lage der Frau aufmerksam. Bisher unbekannte Malereien erweisen sich nun als Schlüsselwerke. Die hochkarätigen Leihgaben stammen aus Frankreich, Italien, Deutschland, England und der Schweiz.

Foto: Hélène de Beauvoir Selbstportrait, ©Privatsammlung Ute Achhammer

Ausstellung Hélène de Beauvoir „Mit anderen Augen sehen“, Ort: Opelvillen Rüsselsheim, Adresse: Ludwig-Dörfler-Allee 9, Rüsselsheim, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, 25.+26.12. 10 - 18 Uhr, 01.10.2026 12 - 18 Uhr, an den Feiertagen mit Führungen um 15 Uhr, Eintritt: 10 (6) Euro, barrierefrei

Bis Freitag, 13. Februar 2026: Ausstellung „Akut“

(Petra)

In einer Welt, die von Geschwindigkeit, Veränderung und Krisen geprägt ist, wird akutes Handeln zur Notwendigkeit. Es sind diese kurzen Momente, in denen Entscheidungen getroffen und Handlungen unausweichlich werden – sei es in Politik, Gesellschaft, Medizin, im persönlichen Umfeld oder in der Fotografie. Letztere macht das Flüchtige sichtbar: Fotograf*innen entscheiden im Bruchteil einer Sekunde über Bildausschnitt, Fokus, Auslöser. Die Ausstellung „Akut“ zeigt fotografische Arbeiten, die die Dringlichkeit des Moments einfangen. die Intensität des Hier und Jetzt widerspiegeln – dokumentarisch, abstrakt oder inszeniert. Themen wie gesellschaftliche Konflikte, ökologische Herausforderungen oder persönliche Grenzerfahrungen werden so zu visuellen Zeugnissen des Augenblicks und fordern neue Perspektiven auf die Gegenwart. Damit richten Mitglieder der „Freelens“ Regionalgruppe Rhein-Main den Blick auf die Dynamiken der Region Frankfurt und Rhein-Main sowie deren Bedeutung für die großen Fragen der Gegenwart. Die Ausstellung findet im zeitlichen Umfeld der Ernennung von Frankfurt Rhein-Main zur World Design Capital 2026 statt und versteht sich als fotografischer Beitrag zu einem breiteren gesellschaftlichen Diskurs über Zusammenleben, Demokratie und Gestaltung.

Foto: ©Samira Schulz 

Akut – Ausstellung von Mitgliedern der „Freelens“ Regionalgruppe Rhein-Main, Ort. Haus am Dom, Adresse: Domplatz 3, Öffnungszeiten: täglich 9 - 17 Uhr, samstags und sonntags 11 - 17 Uhr, Eintritt: frei 

Noch bis Sonntag, 22. Februar: Ausstellung „Helen Frankenthaler moves“ im Museum Reinhard Ernst, Wiesbaden

(Petra)

Mich interessiert vor allem auch das Gebäude des renommierten Architekten Fumihiko Maki. Zur Eröffnung des noch recht neuen Museums in Wiesbaden hatte sich eine teilweise kritische Diskussion um Mäzenatentum und öffentliche Interessen entfacht: für die Stadtgesellschaft ist diese Gabe des Unternehmers und Sammlers Ernst sicherlich eine Bereicherung. Aber ich habe sie mir noch immer nicht angeschaut. Neben der Sammlungspräsentation lädt das Museum mit der Ausstellung „Helen Frankenthaler moves“ dazu ein, die wegweisende Kunst der US-Amerikanerin im Dialog mit der Gegenwart zu erleben: Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess haben teilweise bisher nicht gezeigte Arbeiten Frankenthalers aus der Sammlung Reinhard Ernst ausgewählt und eine gemeinsame Hängung mit ihren eigenen Werken in Szene gesetzt. Dies zeigt eindrücklich, dass Frankenthalers malerische Vielfalt und ihr Pioniergeist bis heute bewegen. So wird eine Geschichte erzählt, die bei ihr beginnt und von den drei Künstler*innen eigenständig erweitert und souverän fortgeschrieben wird. Dieses außergewöhnliche Ausstellungserlebnis gewährt erneut einen Einblick in die weltweit größte private Sammlung von Frankenthalers Werken und eröffnet zugleich vielfältige Begegnungen mit zeitgenössischer abstrakter Malerei aus Deutschland und der Schweiz.

Foto: ©Helen Frankenthaler Foundation, VG Bild-Kunst, Bonn (2025), nach: Museum Reinhard Ernst

Helen Frankenthaler moves – Ausstellung mit Arbeiten von Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess, Ort: Museum Reinhard Ernst, Adresse: Wilhelmstraße 1, Wiesbaden, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 12 - 18 Uhr, mittwochs 12 - 21 Uhr, 26.12. und 01.01.2026 12 - 18 Uhr, Eintritt: 14 (12) Euro, barrierefrei

Noch bis Sonntag, 01. März: Anatomie der Fragilität - Körperbilder in Kunst und Wissenschaft im Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Die Art und Weise, wie Menschen Körper betrachten, wahrnehmen und darstellen ist im ständigen Wandel. Kunst und Wissenschaft haben seit jeher mit Bildern von Körpern Geschichten über das Menschsein erzählt. Im Wandel der Epochen entstanden immer wieder neue Körperbilder und Deutungen. Die Ausstellung verwebt Objekte aus unterschiedlichen Bezugsfeldern und Zeiten: von den idealisierten Körperdarstellungen der archaisch-griechischen Kunst über religiöse Votivgaben als Bitten um Heilung sowie spektakuläre anatomische Wachsfiguren aus dem 18. Jahrhundert bis zu neuesten Bildern der medizinischen Forschung, bei denen wir virtuell durch ein schlagendes Herz reisen. Die Schau stellt all dies den Werken zeitgenössischer Künstler*innen gegenüber, die ein verändertes Gefühl der Körperlichkeit, deren Umdeutung und den Ruf nach einem neuen Menschenbild zum Ausdruck bringen. Die Ausstellung spiegelt die programmatische Ausrichtung des Frankfurter Kunstvereins wider, bei der die aktuelle Kunst und die Wissenschaften als gleichwertige Ausdrucksformen menschlichen Wissensdrangs und der Sinnsuche befragt werden. So waren zur Zusammenarbeit eingeladen: die Goethe-Universität Frankfurt – vertreten durch Artefakte aus der Antikensammlung und des Skulpturensaal sowie aus der Moulagensammlung der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie; Universitätsmedizin –, die Universität Bologna – vertreten durch die anatomischen Wachsfiguren der Sammlungen “Luigi Cattaneo” und des Museums Palazzo Poggi –, die Justus-Liebig-Universität Gießen – vertreten durch anatomische Votive aus der Sammlung Ludwig Stieda aus dem Bestand der Antikensammlung der Professur für Klassische Archäologie – sowie die Privatsammlung Hans und Benedikt Hipp, die ebenfalls anatomische Votive beisteuerte.

Foto: Omkaar Kotedia©The Alternative Limb Project

Anatomie der Fragilität  - Körperbilder in Kunst und Wissenschaft, Ausstellung mit Begleitprogramm, kuratiert von Franziska Nori, Anita Lavorano, Pia Seifüßl und Angel Moya Garcia, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus am Römerberg, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 - 19 Uhr, donnerstags11 - 21 Uhr, Eintritt: 10 (6) Euro, barrierefrei

Bis 15. März: OF/ Internationale Kinderbuchausstellung

(Andrea)

Kinderbücher sind klasse und es fiel mir unendlich schwer, als das KInd vor einigen Jahren beschloss, dass für ihre Bücher jetzt kein Platz mehr sei, alle in den Bücherschrank zu bringen. Ein paar meiner Lieblingsbücher habe ich behalten, “Frerk der Zwerg” zum Beispiel, “Die Reise zum Mond” oder “Das 99. Schaf”. Alles Titel, die sicher nicht in der Kinderbuchausstellung zu finden sind. Dafür eine Menge anderer toller Bücher.. Drei Monate lang feiert die Kinderbuch-Ausstellung 70. Geburtstag und schaut zurück auf sieben Jahrzehnte Bilderbuch. Was ist alles auf dem Bilderbuchmarkt los gewesen, welche Ausgaben sind heute Kult, und was würde heute nicht mehr so im Regal landen? Und was erwartet das Kinderbuch wohl in der Zukunft? Daneben zeigt die Kinderbuchausstellung wie in jedem Jahr zahlreiche Neuerscheinungen aus vielen Ländern, die besonders schön gestaltet oder erzählt sind.
Die Ausstellung zeigt auf, wie sich die Themen und die Formensprache im Laufe der Zeit verändert haben. Wurde noch in den fünfziger Jahren oftmals eine heile Kinderwelt mit festgefügten Rollenbildern dargestellt, ändert sich das spätestens im Laufe der siebziger Jahre. Progressive Kinderbuchverlage edierten kritische Bücher für Kinder und schufen so ein ganz neues Feld des Kinderbuchs. Die kindlichen Sorgen und Probleme wurden ernst genommen und thematisiert. Technische Entwicklungen, gesellschaftliche Umbrüche und Problematiken wurden zunehmend auch zum Thema im Bilderbuch. Krieg, Flucht, Diskriminierung wurden aus kindlicher Perspektive dargestellt. In den letzten Jahren veränderten emanzipatorische Bewegungen auch die Bücher für Kinder sehr stark. Alte Rollenbilder wurden aufgebrochen und in Frage gestellt. Stereotypen wurden hinterfragt und die gesellschaftliche Vielfalt entwickelte sich zu einem Thema in den Bilderbüchern der letzten 10 Jahre. Bücher, die Kinder dazu ermuntern, ihre Körper, ihre sexuelle Orientierung und die Vielfalt an eigenen Fähigkeiten wertzuschätzen, finden sich zunehmend auf dem Bilderbuchmarkt.
Natürlich haben sich nicht nur die gewählten Thematiken, sondern auch die Bildsprache im Laufe der Jahre sehr verändert, wobei sich die zeitgenössische Bilderbuchillustration vom Illustrationsstil der fünfziger und sechziger Jahre inspirieren lässt. 

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Bis Donnerstag, 16. April: Frankfurter Kunstsäule mit Daniel (und Felix) Hartlaub

(Petra)

Aus der Werkausgabe bei Suhrkamp wissen wir, dass der Zeichner und Autor Felix Hartlaub (1913-1945, Sohn des Namensgebers der Neuen Sachlichkeit, des Kunsthistorikers und damaligen Direktors der Mannheimer Kunsthalle Gustav Friedrich Hartlaub) bereits als Kind düstere, apokalyptische Tuschezeichnungen angefertigt hat, die versehrte Kriegsrückkehrer ins Zentrum stellten. Seine Geschichte vom Jungen, die er vor etwa 100 Jahren in 16 Zeichnungen erzählte, schildert imaginäre Abenteuer seines Alter Ego in der Welt. Im Führerhauptquartier als Mitarbeiter für das Kriegstagebuch der Wehrmacht eingesetzt, gelang es ihm, eigene Texte herauszuschmuggeln, die seine äußeren und inneren Wahrnehmungen aus dieser Zeit beschreiben. Felix Hartlaubs kurzes Leben und sein ungeklärter Tod in den letzten Kriegstagen hinterließen einige Geheimnisse. Daniel Hartlaub plant nunmehr einen Film über seinen 1945 in Berlin verschollenen Onkel, und die KunstSäule beleuchtet dieses Filmthema in einer besonderen Kooperation mit dem englischen Künstler Keith Rodway. Im Frühjahr 2025 haben die beiden Künstler in England bereits eine gemeinsame Schau zu Felix Hartlaub realisiert. Für den Felix-Hartlaub-Film plant sein Neffe eine animierte Imaginationsebene, die teilweise auf der KunstSäule zu sehen sein wird. In den Bildern von Hartlaub oszilliert Felix Hartlaubs Leben zwischen Kunst, Krieg und NS-Regime. Die Litfaßsäule erinnert so an eine zerrissene Zeit, und Parallelen zu heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen sind unübersehbar.

Bild: ©Daniel Hartlaub

Vanished – The Curious Life and Death of Felix Hartlaub, kuratiert von Katrin Kobberger,  Ort: KunstSäule Frankfurt, Adresse: Am Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Ecke Gutzkowstraße), Uhrzeit: 19 Uhr, Öffnungszeiten:24/7, Eintritt: frei

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Vorschau auf den 1. Mai 2026

(Andrea)

Man möge mir verzeihen, es ist absurd, aber ich freue mich schon jetzt auf den 1. Mai (!). Und vielleicht teilt ihr sogar meine Vorfreude, ich bin seit Tagen elektrisiert und dann sprang auch gleich der innere Film an. Erstmals gehört habe ich Les Negresses Vertes in den 1990ern im Schweinefuß, das war eine Institution am Kaiser-Friedrich-Ring in Wiesbaden und seitdem haben sie mich begleitet. Meine Freundin Christine schickte mir irgendwann eine Kassette aus Berlin zu, bei 2001 kaufte ich “Familie Nombreuse” auf Vinyl und mit Christine war ich dann auch in der Stadthalle Offenbach. Ein intimes Konzert in einer viel zu großen Halle und wir gingen beseelt nach Hause. Seitdem habe ich sie nicht mehr live gesehen, aber höre sie natürlich noch immer. Man muss nicht unbedingt Fernweh haben oder besonders frankophil sein (aber das hilft natürlich ungemein), die Musik macht Spaß und manchmal auch melancholisch ("Il boit pour oublier qu' il vit, Il dort pour oublier qu'il boit"). Einlass 18 Uhr. 

Zoom, Carl-Benz-Strasse 21

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