16.01.-22.01.2026

Netzwerken!

Zur besseren Lesbarkeit empfehlen wir die Tipps im Browser zu lesen

Eigentlich ist mein Vorsatz ja, die Ausgehtipps „gegen Mittag“ zu verschicken. Aber dann kommt doch wieder das eine zum anderen, ruckzuck ist es viel später – und wenn dann auch noch das Internet streikt …

Also, kurz und knapp:
Letzte Woche haben sich überraschend viele neue Ausgehtipp-Leser:innen bei uns gemeldet, um Karten für das Casals Forum zu gewinnen. Das hat mich wirklich gefreut. Und bitte seid nicht enttäuscht, falls ihr diesmal leer ausgegangen seid und macht gerne wieder bei den Verlosungen mit.

Geklappt hat dafür meine Suche nach einer Begleitperson für das heutige erste Konzert der Reihe JAZZ IM DEPOT. Eine Frau hat sich gemeldet und wollte mitkommen. Blöderweise habe ich ihre Mail gelöscht und weiß jetzt nicht mehr, wie sie heißt … Also: Wenn du das hier liest, melde dich bitte unbedingt noch einmal bei mir! 

Schön war auch, dass sich Frauen gemeldet haben, die mehr über unser SGE Frauennetzwerk erfahren wollten. Wir haben es zwar letzte Woche auch auf der Waldtribüne vorgestellt, aber dort waren leider nicht so viele Menschen. Wenn ihr neugierig geworden seid: Kommt gerne am 5.2. zu unserer Veranstaltung – sie ist unten im Kalender verlinkt.

Es tut gut zu wissen, dass so viele von euch die Ausgehtipps aufmerksam lesen. Vielleicht erreicht dieser Newsletter ja auch jemanden, der oder die Lust hat, die großartige AUFFÜLLEREI – den tollen Unverpacktladen in Bornheim – zu übernehmen oder den Betreiberinnen zu helfen, den Laden zu retten. Die beiden Gründerinnen hatten eigentlich schon eine Nachfolgerin, aber die ist sehr kurzfristig abgesprungen. Jetzt steht der Laden auf der Kippe. Wenn ich schon in Rente wäre, würde ich es sofort machen. Alle Infos dazu im nächsten Beitrag.

So, das war’s für heute – ich muss mich sputen.

Lebt wild
Daniela

Vielen Dank an das tolle Ausgehtipp-Team: Martin Grün, Andrea Ehrig, Petra Manahl, Erik Düwel und Uwe Schwöbel.

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 19 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen.
Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:
Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

Die Betreiberinnen der Auffüllerei - einem Unverpacktladen - sucht dringend eine Person, die den Laden übernimmt.

Die Betreiberinnen der Auffüllerei - einem Unverpacktladen - sucht dringend eine Person, die den Laden übernimmt. Ich teile im Folgenden aktuelle Infos zum Gesuch, das ihr gern teilen könnt: Nach dem kurzfristigen Rückzug unserer Kaufinteressentin einen Tag vor Vertragsunterzeichnung wird die geplante Übernahme unseres Unverpacktladens „DIE AUFFÜLLEREI“ leider nicht stattfinden.

Da wir den Betrieb aus zeitlichen und personellen Gründen nicht weiterführen können, ist aktuell eine SCHLIEßUNG ZUM 24.01.2026 (GGF. FRÜHER) vorgesehen, sofern sich keine neue Lösung ergibt.
Daher suchen wir kurzfristig eine Übernahme als STANDORT- ODER SORTIMENTSERWEITERUNG.   Zum Verkauf steht eine SCHULDENFREIE, BEREINIGTE GMBH INKL. LADENINVENTAR UND WARENBESTAND zum Preis von EUR 25.000. Der Laden verfügt über einen SEHR GUTEN STANDORT, eine TREUE STAMMKUNDSCHAFT und einen ETABLIERTEN NAMEN mit weiterem Wachstumspotenzial.
Bei Interesse oder Hinweisen freuen wir uns über eine kurze Rückmeldung oder Weiterleitung. BEI INTERESSE MELDET EUCH UNTER: HALLO(at)DIEAUFFUELLEREI.DE

Einblick in die Zahlen und zur Lage:
Pia, unsere Festangestellte könnte sich sogar vorstellen zu bleiben und mehr Verantwortung als leitende Geschäftsführerin zu übernehmen (gerne aber mit jemand anderen zusammen). Selina unsere Mini Jobberin würde gerne angestellt bleiben. Wir (Christina und ich könnten 1 Tag/ Woche als Mini Jobber den Prozess/ die Übergabe unterstützen/ begleiten). Aktuell aktivieren wir verschiedene Stakeholder und Netzwerke und suchen nach weiteren kurzfristigen Alternativen der Weiterführung. Bisher haben wir ein paar Resonanzen erhalten. Auf Basis des JAHRESABSCHLUSSES 2024 erwirtschaftete der Laden einen Jahresumsatz von ca. EUR 320.000. Diesen hänge ich dir auch mal an. In 2024 hatten wir einen negativen Betrag von rund EUR 7000, der sich aber anders gestaltet hätte, wenn die Darlehen nicht wären. Die relevante Kostenstruktur gliedert sich in 2024 wie folgt:   – Löhne, Gehälter und gesetzliche Sozialaufwendungen: ca. EUR 54.000;   – Sonstige betriebliche Aufwendungen (u. a. Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Werbung, Lohnbuchhaltung, Prüfkosten): ca. EUR 76.000;   – Materialaufwand (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren): ca. EUR 180.000. 

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com)
Diverse Tickets für die Centralstation:
1 x 2 Tickets für DER TOD am 23. Januar
2 x 2 Tickets für Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort! am 01. Februar
2 x 2 Tickets für Besser wird's nicht am 03. Februar
2 x 2 Tickets für Sarah Hakenberg: Mut zur Tücke am 07. Februar
Frage: Welche Band höre ich gerne in diesem Winter (siehe Musik)?
Bitte gebt in der Mail an, welche Veranstaltung Ihr besuchen wollt.
Foto: Der Tod

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

2 x 2 Karten für Manas am Samstag, 24. Januar, im Hafen 2. Die Gewinnfrage lautet: Wie heißt der Film, in dem der größte Entertainer (Musik, niht Politik!) unserer Zeit als Affe auftritt? 

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

2x 2 Karten für TOCOTRONIC am Samstag, 24. Januar in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Der Name welcher Initiative geht auf eine Akrobatikgruppe in den 1980ern zurück?

Freitag, 16. Januar: Jazz im Depot "Hohnen Ford & Libelle"

(Daniela)

Erster Abend JAZZ IM DEPOT mit Hohnen Ford & Libelle. Es gibt noch ein paar Karten!

Hohnen Ford: Von der Jazzkritik gefeiert und von Popfans geliebt: Die britische Sängerin und Songwriterin Hohnen Ford bewegt sich mühelos zwischen Jazz, Folk und Pop. Mit poetischer Lyrik, einer unverwechselbar warmen Stimme und zwei gefeierten EPs („Infinity“, 2023 und „I Wish I Had A God“, 2024) zählt sie zu den spannendsten neuen Stimmen Großbritanniens. Ihre Musik vereint klassisches Jazzgefühl mit modernen Einflüssen à la Björk oder Joni Mitchell. Nach Auftritten beim Reeperbahn Festival und Tourneen mit FINNEAS präsentiert Ford nun erstmals ihre eigene Europa-Tour – voller Intimität, Eleganz und Emotion.

libelle: Der Berliner Saxophonist und Komponist Wanja Slavin zählt zu den herausragenden europäischen Jazzmusikern. Mit seinem neuen Projekt libelle kehrt er zur freien Improvisation zurück – als künstlerisches Statement gegen die Standardisierung durch KI. Das Quintett mit Bertram Burkert, Johannes Lauer, Lucy Liebe und Maximilian Stadtfeld entfaltet ein energiegeladenes Klanguniversum zwischen Avantgarde, Lyrik und Jazztradition. Grooves, Melancholie und spontane Interaktion verschmelzen zu einem Sound voller Lebendigkeit und Überraschung.

Jazz im Depot – Konzertreihe, Ort: Bockenheimer Depot, Adresse: Bockenheimer Warte, Eintritt: 35 (15) EURO, Gesamtprogramm und Tickets gibt’s hier  

Freitag, 16. Januar: Lesung und Musik "All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt"

(Petra)

Ich war Ende 2025 auf Danielas Empfehlung hin bei der Buchvorstellung und Lesung im Exzess - und begeistert von Kenneth Hujers Buch “All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt”. Die Stadt Frankfurt aus ganz verschiedenen Zusammenhängen in den Blick zu nehmen und sich dabei ihre Geschichten erzählen zu lassen – darum geht es Kenneth Hujer in seinem Interviewband. Er spricht über Frankfurt als Kulturstadt in Film, Kunst, Fotografie, Roman und Musik, auf der Theaterbühne, als politisches Laboratorium, zu Fuß, im Untergrund und auf der Couch. In elf umfangreichen Gesprächen entsteht ein vielstimmiges und detailreiches Bild der Mainmetropole, das sowohl persönliche Erinnerungen als auch kollektive Erfahrungen einfängt – mit einem besonderen Fokus auf die gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche der 1960er bis 1980er Jahre zwischen Studierendenrevolte, Psychoanalyse und Publikumsbeschimpfung. Die Bandbreite der Gesprächspartner*innen reicht von der Schriftstellerin Eva Demski, der Fotografin Barbara Klemm und dem Musikjournalisten Klaus Walter über den Politiker und Publizisten Daniel Cohn-Bendit sowie den Suhrkamp-Lektor und Verleger Karlheinz Braun bis hin zu dem Konzeptkünstler Timm Ulrichs. Sie teilen Erinnerungen, Erfahrungen, Berichte und Anekdoten und stellen Überlegungen zur Frankfurter Gegenwart und Zukunft an. Zudem haben sie in ihren Archiven gekramt und Hujer Unveröffentlichtes und Kurioses anvertraut, das er zusammen mit den Interviews in diesem Buch präsentiert. Heute habt Ihr erneut die Chance, den Interviewband und den Autor kennenzulernen. Und Klaus Walter legt dazu auf. Hörenswert – nicht nur für Alt- und Neu-Frankfurter*innen.

All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt, Lesung mit Kenneth Hujer und Musik, DJ: Klaus Walter, Ort: ONO2, Adresse: Walter-Kolb-Str. 16, Uhrzeit: Tür 20 Uhr, Start 21 Uhr, Eintritt: frei

Freitag, 16. Januar: OF/ Es war die Lerche

(Andrea)

Im vergangenen Jahr feierte das kleinste Theater Hessens, mindestens, wahrscheinlich aber Deutschlands, Jubiläum. 20 Jahre t-raum! Krankheitsbedingt konnte das dann gar nicht so rauschend gefeiert werden wie geplant und so holen Frank und Sarah heute das fürs Jubiläum geplante Stück nach. “Es war die Lerche” von Ephraim Kishon, mit dem sie seinerzeit ihr kleines Theater eröffneten.  "Was ist bloß mit Romeo und Julia los? Ihren Selbstmord haben sie dann doch irgendwie überlebt, sind inzwischen fast 30 Jahre verheiratet und leiden unter ihrer pubertierenden Tochter Lucretia. Und so befindet sich nun das Mega-Liebespaar der Weltliteratur, Vorbild für Dutzende von Generationen romantischer Träumerinnen und Träumer in einer tiefen Krise: Romeo liebt nur sich selbst, Rettich und Lisa während Julia genervt ist von ihrem Gatten, der Tochter und unerwartetem Besuch. Der Dichter Shakespeare höchst persönlich ersteht aus dem Grabe auf, erscheint – ob des giftigen Streites der von ihm Erschaffenen – auf der Szene und rückt dem hemmungslos geifernden Paar auf die Pelle. Töchterchen Lucretia findet den Englishman in Verona irgendwie sexy und die intriganten Versuche Julias sowie Romeos alte Bündnisse für sich zu nutzen, stiften eher Verwirrung und Heiterkeit als dass einer der beiden Ehekonkurrenten so wirklich für sich punkten kann. Was einst Liebesgesäusel zwischen romantischen Menschen war, wird zum wilden Gefecht zwischen Eheleuten: “Es war die Lerche!“
Eine wunderbar intelligente Komödie um das große Menschheitsthema – die Liebe. Es spielen Sarah C. Baumann (Shakespeare ); Elena Hahn (Julia, Amme, Lucretia), Frank Geisler (Romeo, Pater Lorenzo).

Theater t-raum, Wilhelmstraße 13, Offenbach

Freitag, 16. Januar: Of/ The Dressmaker

(Andrea)

Heute gibt es tatsächlich mal wieder einen Filmabend im Ledermuseum, “The Dressmaker” mit Kate Winslet. "Nach 25 Jahren als Schneiderin in den europäischen Modezentren London, Mailand und Paris kehrt Myrtle, gespielt von Kate Winslet, in ihre australische Heimat zurück. Ihr Wissen über die Haute Couture will sie an die Frauen der Dorfgemeinschaft weitergeben und ein ihr angetanenes Unrecht aufklären. Mehr Informationen zum Film finden Sie hier. 118 Min.; 2015, Beginn 19 Uhr, Eintritt 12 €; MIT ANMELDUNG, per Telefon  +49 (0) 69 829798 0 oder per Email an info@ledermuseum.de. Filmausschnitt ©Ascot Elite Home Entertainment

Ledermusem, Frankfurter Straße 84, Offenbach

Freitag, 16. Januar: Reni & Salomon

(Uwe)

Reni ist Singer-Songwriterin aus Frankfurt. Allein mit einer Gitarre und ihrer Stimme erschafft sie auf der Bühne große Emotionen und zieht das Publikum in ihren Bann. Renis deutschsprachige Songs erzählen mit einer rohen Ehrlichkeit persönliche Geschichten: Es sind Momentaufnahmen, mal tragisch, mal komisch, aber immer mitten ins Herz. Salomons Performance ist ein gleichzeitiger Mix aus Liedermaching, Rap und Comedy mit Punkeinflüssen. Salomon hat mit ‚Unpop‘, also unpopuläre Popmusik gleich sein eigenes Genre erfunden. Humorvolle Texte, gleichermaßen selbstironisch wie systemkritisch mit eingestreuter Melancholie. Über das Aufwachsen in der Kleinstadt und Therapiesuche in der Großstadt, das Leben als Musiker in der Kleinkunstwelt und einer sich immer schneller verändernden Welt. Was auf den ersten Blick wie eine ungewöhnliche Kombination erscheinen mag, gestaltet sich als ein facettenreicher, mitreißender Abend voller Kontraste und Überraschungen.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Reni & Salomon privat

Freitag, 16. & Sonntag, 18. Januar: Der Schmerz (weitere Termine)

(Martin)

Eine sensationelle Inszenierung in spektakulärem Bühnenbild und instensivstes Schauspiel! 

Shirin Sojitrawalla schreibt dazu in ‚Theater der Zeit‘ (erschienen am 23.10.25): „An keinem Moment der fast zwei Stunden ertönt hier ein Wort, das nicht auch durchlebt und durchdacht scheint von denen, die es sprechen. Das kann verwundern, zumal bei einer Romanadaption, und zwar nicht irgendeiner, sondern Marguerite Duras’ „Der Schmerz“. Ein harter Text, der das Grauen unverblümt zur Sprache bringt. Regisseur Michael Weber hat die Theaterfassung erstellt und die Bühne eingerichtet. Im Mittelpunkt steht eine Frau, Marguerite Duras, die darauf wartet, dass ihr Mann aus dem Konzentrationslager heimkommt. Als Mitglied der Résistance war Robert L. (im echten Leben Robert Antelme) in deutsche Konzentrationslager deportiert worden. Bald steht er abgemagert und an Körper und Seele zerschunden vor ihr. Ein großer Mann mit nur noch 37 Kilogramm. Ein Wrack, in Frankfurt verkörpert von Jakob Gail. 

In einem Seitenraum der Frankfurter Naxoshalle des Theaters Willy Praml beherrscht ein ausgebrannter Bus die Bühne. Er nimmt fast die gesamte kleine Spielfläche ein, das Publikum nimmt an drei Seiten drumherum sehr dicht am Geschehen Platz. (…) Zu Anfang sitzt hier im selben Moment nervös und stoisch Anna Staab als bildschöne Frau mit tolldreist eingedrehter Frisur nach der Mode der damaligen Zeit. Die Flamme eines Feuerzeugs illuminiert ihr Antlitz. Schon dieser Beginn erweist sich als so spektakulär unspektakulär, dass man die Augen nicht abwenden möchte.

Immer wieder sind es kleine Details, Momente am Rande, die an diesem konzentrierten Abend Eindruck hinterlassen. Der Bus dient dabei als Sinnbild für Gewalt und Zerstörung und für ein Zuhause auf Zeit. Im Laufe des Abends bespielt das Ensemble ihn von allen Seiten, inklusive Heckfenster. Im Dach des Busses befinden sich zwei Luken, manchmal spaziert das Ensemble dort oben umher. An einer Stelle stampft jemand immer wieder mit dem Fuß auf, so dass die Frau unten im Bus den Schmerz der Überlebenden als irres Klopfen in den Schläfen spürt, oder ist es das lang ersehnte Pochen an der Tür? An anderer Stelle kauert der Wiederkehrer auf einem der großen Reifen des Busses, wie heutzutage Geflüchtete es auf ihrem Weg nach Europa tun. Im Inneren des Busses steht ein Klavier, das zuweilen betätigt wird, auch wenn die Musik vom Band kommt, wie überhaupt Musik hier als Atmosphärenverstärker dient: Klassisches, aber vor allem Chansons und Volkslieder, oft sehr Französisch, immer stimmungsvoll. Frankreichmarker setzt der Abend, ohne auf Baguette und Baskenmütze zurückzugreifen. Okay, der Liebhaber der Frau (Muawia Harb) trägt ein Bretagne-Shirt (Kostüme Paula Kern), doch französisch wirkt eher die Art, wie Weber und sein Ensemble von Krieg und Leben erzählen, etwa die Nonchalance mit der am Ende alle mit freiem Oberkörper spielen und dabei ebenso so viel von der Fragilität ihrer Existenz wie vom zerrütteten Begehren sprechen. 

Szenen größtmöglicher Zärtlichkeit wechseln sich ab mit krassen Verlautbarungen roher Gewalt und Unmenschlichkeit. Dabei zelebriert der Abend seine Langsamkeit, die zwar ein bisschen Sitzfleisch erfordert, aber dennoch zielführend ist. Es ist die Mischung aus französischer Leichtigkeit und deutscher Erdenschwere, die überzeugt. Das Ensemble, allen voran Anna Staab, bewundert man nicht nur fürs Auswendiglernen irrsinniger Textmengen, sondern auch für sein variantenreiches, situativ wechselndes Spiel. Ein paarmal läuft die Frau wie manisch um den Bus herum, ihre hohen Schuhe im Raum hallen wie Hiebe, und man denkt unwillkürlich an Todesmärsche und die Hofgänge Gefangener. 

Die triste Fabrikhalle Naxos, in der früher Schleifmittel hergestellt wurden, ist als Spielort in diesem Zusammenhang ein Geschenk. Ein unbehaglicher Ort für einen unbehaglichen Text. Manches gerät sehr illustrativ, da kräuselt dann Zigarettenrauch aus der Dachluke des Busses, wenn von den Krematorien der Lager die Rede ist. Ein sicht- wie erfahrbares Grab in den Lüften. Und ein Abend, der als ein Stück Erinnerungskultur an die Nieren geht.“

Freitag, 16. um 19.30h, Sonntag, 18. um 18.00h, Freitag, 23. um 19.30h, Sonntag, 25. um 18.00h, Freitag, 30. Januar um 19.30h, Montag, 2. um 19.30h, Freitag, 6. um 19.30h und Sonntag, 8. Februar um 18.00h: Theater Willy Praml in der Naxoshalle
Foto: © Seweryn Zelazny

Wintermusik

(Uwe)

Sagen wir es deutlich: Ich kann Schnee und Minusgrade und / oder ständigen Regen im Januar nicht leiden. In Mitteleuropa gehört das trotz Erderwärmung Schnee natürlich weiterhin dazu, häufiger aber gefühlter winterlicher Dauerregen. Ich könnte mich in dieser Zeit, in der die Sonne sich nur kurz zeigt, eigentlich mit stimmungsvoller Sommermusik aus dem Tief herausziehen, tauche seltsamerweise aber durch melancholische Songs noch tiefer ein. Gerade tue ich das unter anderem mit den Weakerthans, die ich so oft wie kaum eine andere Band wieder und wiederentdeckte. Die und ihr famoser Sänger John K Samson haben schon lange nichts mehr veröffentlicht, das, was es aber gibt, ist so gut, dass man ewig dankbar sein muss. Die Weakerthans sind aus Winnigpeg (Kanada), dort liegt die Tagestemperatur im Januar bei -19 bis -11 Grad und das damit verbundene Raue spürt man bei einigen Songs. Ihr bestes Album ist ohne Frage „Left & Leaving“ und darauf befindet sich beispielsweise das kraftvolle Aside aber auch großartige getragene Melodien wie in Elegy For Elsabet“. Leider ist immer mal wieder ein recht blasser Song zwischen allen sensationellen Liedern „This Is A Fire Door Never Open” oder dem Titeltrack, sodass es am Ende nicht dazu reicht, dass „Left & Leaving“ in die ewige Top 10 meiner persönlichen kommt. Aber für Wintertage ist es aktuell meine erste Wahl.  

Samstag 17. Januar: JAZZ IM DEPOT: Tony Njoku & Omer Klein

(Daniela)

Zweiter Abend JAZZ IM DEPOT mit: Tony Njoku & Omer Klein, es gibt vielleicht noch Karten an der Abendkasse

Tony Njoku: Der britisch-nigerianische Produzent, Sänger und Performer Tony Njoku erschafft einen einzigartigen, genreübergreifenden Sound zwischen Electronica, Soul und Avant-Pop. Seine Musik oszilliert zwischen emotionaler Verletzlichkeit und klanglicher Experimentierfreude – geprägt von Beats, Texturen und eindringlichen Vocals. Nach gefeierten Festivalauftritten (u.a. We Out Here, Simple Things) und dem gefeierten Album Your Psyche’s Rainbow Panorama gilt Njoku als einer der visionärsten Künstler der britischen Szene.

Omer Klein: Der israelische Pianist und Komponist Omer Klein gilt als eine der prägenden Persönlichkeiten des zeitgenössischen Jazz. Ob Solo, Trio oder Orchester – seine Musik vereint Virtuosität, emotionale Tiefe und kompositorische Raffinesse. Mit zehn Alben, internationalen Preisen und Auftritten in der Elbphilharmonie oder beim London Jazz Festival begeistert Klein ein weltweites Publikum. 2025 ist er Artist in Residence an der Alten Oper Frankfurt – und nun spielt er Solo bei Jazz im Depot.

Nach dem Auftritt von Omer Klein gibt es ein Konzert von Omer Klein und dem Saxofonisten Tony Lakatos.

Jazz im Depot – Konzertreihe, Ort: Bockenheimer Depot, Adresse: Bockenheimer Warte, Eintritt: 35 (15) EURO, Gesamtprogramm und Tickets gibt’s hier

Samstag, 17. Januar: estima's fabulous vintage im saasfee*pavillon

(Petra)

Seit den 60er-Jahren begeistert sich die Frankfurter Stilikone Katrin Estima von Plottnitz, ehemalige Frankfurter Stadträtin und Freundin des saasfee*pavillons, für außergewöhnliche Mode. Nun trennt sie sich von über 200 ausgewählten Designerstücken in einer bunten, kuratierten Vintage-Show. Der Erlös des Verkaufs kommt dem künstlerischen Programm des saasfee*pavillons zugute. Kleidung, Schuhe, Taschen u. a. von Comme des Garçons, Martin Margiela, Gucci, Acne, Jil Sander, MM6, Ann Demeulemeester, Marni, Iro Paris, Isabel Marant und andere. Bargeldzahlung bevorzugt. Bringt dazu gute Laune mit: Auf einen lustigen Nachmittag!

Foto: Website Veranstalter

estima's fabulous vintage, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstraße 64 - 66 (HH), Uhrzeit: 14 -18 Uhr, Eintritt: frei

Samstag, 17. Januar: Melli redet mit ....

(Daniela)

Weiter geht es auch in 2026 mit MELLI REDET MIT - ein Abend mit Gästen. live und geschminkt aus dem Kunstverein Familie Montez 

Ihre drei wunderbaren Gäste sind bereit für die 45. Ausgabe:

Heike Borufka ist prämierte Fachfrau in Sachen Crime. Ob im Gerichtssaal als Journalistin für den Hessischen Rundfunk oder als Duopartnerin von Basti Red im True-Crime-Podcast „Verurteilt“, sie behauptet sich live wie medial ganz großartig.

Katrin Paul macht Kunst. Verschiedenartig, luftig, erdig. Ob Papier, Holz, Kassetten-Bänder oder filzige Überreste aus dem Wäschetrockner; bei Katrin Paul hat jedes Objekt eine Leichtigkeit. Und zudem kann sie viel erzählen aus einem Künstlerleben zwischen Frankfurt, Dortmund, New York und Tokio.

Giuseppina Galloro ist eine wirkliche Powerfrau, wie man so sagt. Sie hat sich mit Körper und Seele dem Tanz verschrieben. Vor allem dem Swing. Sie kann wie keine Zweite Tanzbegeisterte mitreißen. In Tanzkursen für Lindy Hop, Solojazz oder Charleston können Erwachsene und Kids etwas lernen, was glücklich macht. Wenn man Giuseppina sieht, dann glaubt man daran augenblicklich.

Und natürlich mit Frau von Spangenberg und (M)ein-Mann-Band Martin Grieben

Wir freuen uns auf Euch!
Honsellstr. 7, 60314 Frankfurt am Main
Ausgabe 45 am Samstag, 17. Januar 2026 // 20.00h
Tickets: https://www.eventim-light.com/de/a/5f1955419028772462ccccfe/e/68e1630987a05c162007a87c
Abendkasse ab 19h: 22,- €, Schüler*innen, Student*innen, Auszubildende: 10,-

©Tobias Störmer

Samstag, 17. Januar: Of/ 13 Gesänge über die verhinderte Aufklärung eines politischen Mordes – buback komplex

(Andrea) 

Am Donnerstag war ich bei der Premiere und empfehle den heutigen Abend sehr. Die ganze Geschichte ist unglaublich und lässt sich wahrscheinlich bis zum NSU weiterspinnen, mindestens. 1977, als Generalbundesanwalt Siegfried Buback in Karlsruhe ermordet wurde, war ich noch Grundschülerin, konnte das alles also weder verstehen noch einordnen. Später ging von den Fahndungsplakaten der RAF eine gewisse Faszination aus, so dass ich mich später intensiver mit Baader-Meinhof beschäftigte. 2007 erfuhr Michael Buback, dass für das Attentat die Falschen verurteilt wurden. 2010 wird das frühere RAF-Mitglied Verena Becker wegen dreifachen Mordes angeklagt und dann lediglich wegen Beihilfe zum Mord verurteilt. 2012 bestätigt sich, dass Becker geheime Informantin des Verfassungsschutzes gewesen ist. Seit wann?
Klingt wie ein Plot für einen Politthriller?
Autor Wolfgang Spielvogel hat den Prozessverlauf akribisch verfolgt und in dreizehn Gesänge gefasst. Eine Musikerin und eine Sprecherin wagen sich in das Spannungsfeld zwischen alltäglicher Sprache und Epik, Gesetzestext und innerem Monolog und begeben sich auf eine performative Recherche. Mit Emilie Škrijelj (Akkordeon) / Nicole Horny (Sprache) sowie Klängen und Stimmen von Ruth Fühner, Beate Jatzkowski, Sopo Kashakashvili Cornelia Niemann, u.a.
Kontakt für Reservierungsanfragen:

Weitere Vorstellung in der AusstellungsHalle 1A (Frankfurt Sachsenhausen) ist am morgigen Sonntag, 18. Januar 2026, 18 Uhr, mit anschließendem Gespräch in Anwesenheit von Dr. Michael Buback, Dr. Wolfgang Kraushaar und dem Autor Wolfgang Spielvogel
Foto: METEO 24_ EMILIE SKRIJELJ Credit Alicia Gardes

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach

Samtag, 17. Januar: Eddin

(Andrea)

Mit „Au Revoir“ hat Eddin sein erstes Platin Edelmetall eingesammelt, und auch mit der Single „Du fehlst“ konnte er mittlerweile Goldstatus erreichen. Eddin hat sich in kürzester Zeit eine feste Fangemeinde aufgebaut und zählt heute zu den spannendsten Newcomern im deutschsprachigen Raum. Seine Songs sind emotional, direkt und haben eine ganz eigene Atmosphäre. Sie handeln von Liebe, Verlust und der Suche nach dem eigenen Weg – Themen, die jeder kennt und die Eddin auf seine ganz eigene Weise verpackt. Mit eingängigen Melodien und Texten, die im Kopf bleiben, trifft er den Nerv der Zeit. Auf Plattformen wie Spotify folgen ihm bereits über 1,5 Millionen monatliche Hörerinnen und Hörer. Einlass 17.45 Uhr, Beginn 19 Uhr.

Batschkapp. Gwinnerstraße

Samstag, 17. Januar: Northern Lite – Vorwärts leben

(Uwe)

Mit ihrer neuen Tour zum kommenden Album Vorwärts leben nehmen Northern Lite ihr Publikum mit auf eine Reise ins Glück – begleitet von Klängen, die in die Vergangenheit entführen, und zugleich durchdrungen von frischen elektronischen Sounds. Gepaart mit Gitarren und dem unverwechselbaren Gesang von Frontmann Andreas Kubat entsteht eine Klangwelt, die den Weg in die Zukunft weist.

Zoom Club / F., Carl-Benz-Str. 21/ 19:30 Uhr
Foto: Facebook Northern Lite

Sonntag 18. Januar: JAZZ IM DEPOT mit: Julie Kuhl, Jasmine Myra & Tigisti

(Daniela)

Dritter Abend JAZZ IM DEPOT mit: Julie Kuhl, Jasmine Myra & Tigisti

Julie Kuhl: Die Frankfurter Sängerin Julie Kuhl schafft mit ihrem Trio – bestehend aus Bruder Lasse Kuhl und Cellistin Maya Holtham – zarte, handgemachte Musik zwischen Folk, Jazz und Singer-Songwriter-Tradition. Ihre klare Stimme und feine Instrumentierung verleihen jedem Song Tiefe und Intimität. Zwischen Gitarre, Cello und Stimme entstehen Klangräume, die berühren und verweilen lassen.

Jasmine Myra: Die britische Saxophonistin und Komponistin Jasmine Myra steht für einen modernen, atmosphärischen Jazzsound, der fließt wie ein Klanggemälde. Ihre Musik verbindet orchestrale Weite, lyrische Melodik und sanfte Elektronik zu einer emotionalen, euphorischen Klangwelt. Verwurzelt in der Szene von Leeds, gilt Myra als eine der wichtigsten jungen Stimmen des neuen britischen Jazz – voller Licht, Energie und Wärme. Sie kommt mit ihrem Quintett nach Frankfurt.

Tigisti: Die Singer-Songwriterin Tigisti schreibt Lieder die ins Herz gehen. Die gebürtige Frankfurterin mit eritreischen Wurzeln erzählt in ihren Liedern Geschichten über das Leben. Begleitet wird sie vom Frankfurter Chor BeVocal dem es vor allem um Gemeinschaft, Empowerment und die Freude am gemeinsamen Singen geht. 

Jazz im Depot – Konzertreihe, Ort: Bockenheimer Depot, Adresse: Bockenheimer Warte, Eintritt: 35 (15) EURO, Gesamtprogramm und Tickets gibt’s hier

Sonntag, 18. Januar: Let me entertain you

(Andrea)

“Mario Nowack sieht nicht nur aus wie Robbie Williams – er klingt auch so und beherrscht Mimik, Gestik und die legendären englischen Ansagen seines Vorbilds bis ins kleinste Detail.” Der Satz ist mir ein bisschen unheimlich, weil er Erinnerungen an die Show der Doors of the 21 Century in Brüssel wachruft, bei der wir früher gegangen sind, weil die Performance zu nah am Original war. Strange. Aber Robbie weilt ja noch unter den Lebenden und ich wünsche ihm ein langes und glückliches. Bekommt er sicher hin, denn seine Show letztes Jahr im Waldstadion, Deutsche-Bank-Park oder wie auch immer die Arena jetzt gerade heißt, war nicht nur unglaublich toll, sondern auch heartwarming bodenständig. Und, egal, wie man es dreht und wendet, er ist ein geiler Entertainer, von dem man gerne mehr sieht. Warum also nicht eine Kopie? Eben! “LET ME ENTERTAIN YOU bringt die ultimative Robbie Williams Tribute-Show auf die nächste Ebene. Denn dies ist weit mehr als ein gewöhnliches Tribute-Konzert – hier erwartet das Publikum ein Event von beeindruckendem Format, das sämtliche Stationen im Leben des Superstars einbezieht - von Robbie Williams’ legendärem Knebworth Konzert bis hin zum unvergleichlichen Swing-Konzert in der Royal Albert Hall. Somit setzt diese Show in Sachen Authentizität, Energie und Entertainment definitiv neue Maßstäbe. ” Einlass 18 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße

Montag, 19. Januar: Julia Kautz

(Andrea)

„Für mich erwachen Songs erst dann richtig zum Leben, wenn man sie live auf die Bühne bringt", sagt Julia Kautz. "Und ich bin total aufgeregt, der Welt nun nach zwei EPs endlich mein Debütalbum zu zeigen, an dem ich mit sehr viel Herzblut gearbeitet habe!“ Das Album ist eine buntgemischte Reise durch die innerste Gefühlswelt der Künstlerin: „Es beinhaltet lustige Tracks sowie extrem Nachdenkliches. Es klingt mal rockig, mal poppig, mal emotional und balladesk. Aber die Songs vereint eine Sache: Alle 15 Tracks sind extrem ehrlich und authentisch!“ Mit ihrer Authentizität und Community-Nähe sammelte Julia Kautz auf Social Media bereits rund 150.000 Follower und über 8 Millionen Streams auf Spotify. Julia Kautz ist eine mit Platin ausgezeichnete und internationale Nummer Eins Songwriterin. Sie schreibt auch Songs für namhafte Künstler wie Wincent Weiss, Max Mutzke, Vanessa Mai, Cassandra Steen, Gregor Hägele, Thorsteinn Einarsson, Ina Regen, Tina Naderer, Jacob Elias, Lucas Fendrich uvm. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Dienstag, 20. Januar: Mit Yoga ins Neue Jahr - Führung und Entspannung in der Ausstellung „Bewegung! Frankfurt und die Mobilität“

(Daniela)

Regelmäßige körperliche Aktivität, wie Übungen zur Verbesserung des Gleichgewichts und der Muskulatur, können das Sturzrisiko senken. Gerade beim derzeitigen Wetter wäre das doch ein guter Vorsatz für das neue Jahr. Wem ein Fitness-Studio zu öde ist, kann an zwei Terminen im Januar in der Ausstellung „Bewegung! Frankfurt und die Mobilität“ mit Yoga etwas für die eigene Gesundheit tun und gleichzeitig die Sonderausstellung besuchen, die nur noch bis zum 2. Februar zu sehen ist. 

Nach einem 25-minütigen Rundgang mit Kuratorin Nina Gorgus heißt es eine Stunde Innehalten auf der Matte mit der Yoga-Lehrerin Olivia Hildebrandt. Sie zeigt, welche Übungen den Körper stärken, welche Atemtechniken und welche sanften Bewegungen helfen, sich zu entspannen. Die jahrtausendealte Praxis aus Indien verbindet Körper, Geist und Seele und fördert das Wohlbefinden. 

Die Yoga-Stunde ist für alle Levels geeignet. Mitzubringen sind bequeme Kleidung und eine Yoga-Matte.
Flow und Innehalten – mitten im Museum.
Führung und Yoga in der Ausstellung „Bewegung! Frankfurt und die Mobilität“
17.30 bis 19 Uhr im HMF Eintritt: 10 €/ermäßigt 5 € zzgl. 3 € Führung Anmeldung über Kasse/Besucherservice, max. 20 Personen Online kann man sich hier direkt ein Ticket kaufen. 

Mehr Informationen zu „Bewegung! Frankfurt und die Mobilität“:  https://historisches-museum-frankfurt.de/de/ausstellungen/bewegung

© HMF, Larissa Blaslov

Dienstag, 20. Januar, bis Samstag, 24. Januar: OF/ Lusofest

(Andrea)

Sei Wasser, mein Freund. 

Ein wunderbares Motto hat sich das LusOFest in diesem Jahr gegeben, das Lang- und Kurzfilme aus der portugiesischsprachigen Welt in verschiedenen Locations in Offenbach zeigt. Fokus-Thema ist das Element Wasser sowie die Meere und Ozeane, die den Sprachraum in ihrer Ambivalenz gleichzeitig trennen und verbinden. 
Zwei Tage vor Beginn des Langfilmprogramms gibt es ein Warm-Up im Digital Retro Park mit Dokumentationen und Kurzfilme aus dem Wettbewerbsprogramm. Wie gewohnt, laufen dabei Filme aus der Rhein-Main-Region gemeinsam mit Beiträgen aus der portugiesischsprachigen Welt. Die Wettbewerbsbeiträge werden dabei sowohl von einer Jury beurteilt, als auch vom Publikum, das mit seinen Stimmen die Publikumssieger ermittelt. Die eingereichten Kurzfilme mussten keinem bestimmten Thema folgen, sondern lediglich unter 20 Minuten lang sein und entweder einen Bezug zu einem portugiesischsprachigen Land oder der Rhein-Main-Region und Hessen haben. 
19:00 Uhr – Lights, Camera, Activism (Dokumentation II)
»Maybe the Wind Knows Your Name« (Talvez o Vento Saiba Seu Nome), Alexis Müller, Duda Machado, Brasilien 2025, 12’, OmeU
»Water in the Gills« (Água nas Guelras), Marco Schiavon, Portugal 2022, 25’, OmeU 
»The Colours of Grief« (As Cores do Luto), Mariana Lima Mateus, Portugal 2024, 20’, OmeU
20:00 Uhr – In Fact You’re Just Fiction! (Fiktion II)
»Am See« Tillmann Ahmed Cyrill Zizka, Deutschland 2025, 9’, OV 
»The Dishreader« (Pratomancia), Fernando Haro, Brasilien 2024, 24’, OmeU
»Once Upon a Time in the Apocalypse« (Era Uma Vez no Apocalipse) Tiago Pimentel, Portugal 2024, 20’, OmeU
Der Eintritt ist frei!! https://www.lusofest.de/

Digital Retro Park, Frankfurter Str. 13–15 (Walter-Passage), Offenbach. Nicht barrierefrei

Dienstag, 20. Januar: Bücherkoffer - Zwei Autor*innen packen aus mit Ewald Arenz und Anne Sauer

(Petra)

Wie schön, dass dieses inspirierende Format des Literaturhauses Frankfurt in diesem Jahr fortgesetzt wird. Nicht nur, wenn Ihr diese Autor*innen (und ihre Bücher) mögt, finde ich es total spannend, solch persönlichen Leseempfehlungen zu bekommen: Zwei Koffer voller Geschichten, Eindrücke und Inspirationen: Das ist das Prinzip des Literaturhaus-„Bücherkoffers“. Diesmal öffnen Ewald Arenz und Anne Sauer ihr literarisches Handgepäck und holen Bücher heraus, die in ihrem Leben und Schreiben Spuren hinterlassen haben. Beide haben mit Romanen wie zuletzt „Zwei Leben“ und „Im Leben nebenan“ Bestseller vorgelegt. Ewald Arenz fängt mit feinem Gespür und leiser Intensität den Alltag ein. Anne Sauer blickt mit Witz, Klarheit und erzählerischer Präzision auf Lebenswege, Möglichkeiten und verpasste Chancen. Im gemeinsamen Gespräch mit dem stellvertretenden Verlagsleiter des Societäts-Verlages und Moderator Björn Lauer wird sichtbar, wie unterschiedlich literarische Handschriften sein können und wie sehr sich die beiden doch in ihren Themen begegnen: in Fragen nach Identität, Zufall und den Entscheidungen, die uns formen.

Foto: Anne Sauer©Tara Wolff, Ewald Arenz©Ilka Birkefeld

Bücherkoffer - Zwei Autor*innen packen aus, mit Anne Sauer und Ewald Arenz, Hybridveranstaltung, Moderation: Björn Lauer, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: Saalticket 12 (8) EURO, Streamingticket 5 EURO, Tickets gibt's hier

Literatur: Gedenken neu denken

(Andrea)

Am 27. Januar steht “Gedenktag Auschwitz-Befreiung” im Kalender. 1945 war das, als die Rote Armee auf etwa 9.000 ausgemergelte Gestalten traf, alle anderen waren vorher zu den Todesmärschen gezwungen worden. Wir haben das alles schon dutzendfach gehört, in zahllosen Debatten wurde über Erinnerungskultur, Schlusstrich und teilweise unsägliche Äußerungen, ich erinnere den “Fliegenschiss in der Geschichte”, gestritten und gerungen. Das ist alles schon so lange her, es gibt Legionen von Filmen und Dokus zu dem Thema und haben wir nicht andere Probleme? Ja und nein. Die Frage, wie wir mit dieser Vergangenheit umgehen, wird und darf nicht vergehen, auch wenn langsam die letzten Überlebenden sterben. Einen, wie ich meine, klugen und richtigen Zugang weist Susanne Siegert, die auf Insta den Kanal “keine Erinnerungskultur” betreibt und auch auf Tik-Tok aktiv ist. Sie hat als 27-jährige begonnen, sich mit dem KZ-Außenlager Mühldorfer Hart in der Nähe ihres Elternhauses zu beschäftigen und wünscht sich “Dass Gedenken an den Holocaust nicht mehr so ritualisiert ist. Kränze niederlegen, immer dieselben Zitate von Überlebenden, das „Schindlers Liste“-Theme auf der Geige, zum Abschluss eine Instagram-Story mit dem Hashtag „#niewieder“ – Pflicht erfüllt. Zeitgemäße Gedenkarbeit muss das aufbrechen: Diverser besetzte Gruppen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, neue Formate, stärkerer Bezug zu aktuellen Diskriminierungsthemen, etc.” (https://herzkampf.de/portfolio/susanne-siegert/). 
Ihr Buch “Gedenken neu denken” ist absolut lesenwert und wer lieber zuhört, es gibt auch eine Audioversion bei spotify (die Plattform ist inzwischen eigentlich haram. Wenn nur dieser blöde Phlegmatismus nicht wäre…). 

Donnerstag, 22. Januar: Tadeusz Borowski: Willkommen in Auschwitz

(Uwe)

Borowski war einer der ersten Autoren, der die Erfahrungen in den Konzentrationslagern der Nazis literarisch zu bearbeiten versuchte. Seine Erzählungen schildern die Entmutigung des Menschen in der peinigenden Situation der Lager und beleuchten die Grenzen zwischen Gut und Böse, die zu verschwimmen beginnen, wenn man nicht mehr weiß, wie lange die Hoffnung auf Befreiung hält. Borowskis unfassbare Lakonie und seine klare Sprache erreicht heute noch jeden Leser, und kein Geringerer als der Nobelpreisträger Imre Kertesz hat 2002 in Stockholm Borowskis Prosa als einen Schlüssel für sein Verständnis der Entmenschlichung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Der Schriftsteller Artur Becker hat eine persönliche Auswahl von Borowskis Texten vorgenommen, um mit einer neuen Übersetzung heutige Leserinnen und Leser anzusprechen und das Vermächtnis des Autors neu zu beleben. Kurz vorm Jahrestag der Auschwitz-Befreiung stellt Artur Becker Willkommen in Auschwitz (Edition W) in der ROMANFABRIK vor – musikalisch begleitet von Gregor Praml am Kontrabass.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19:30 Uhr
Foto: Alex Cio

Donnerstag, 22. Januar - Sonntag, 25. Januar 2026: The Frankfurt Art Experience Galerienwochenende im TRIANON Hochhaus

(Petra)

Der Start im Januar 2025 war grandios – begeisterte Besucher*innen, beglückte Galerist*innen, „volles Haus“ und gute Laune: Im TRIANON Hochhaus standen an einem Wochenende zwei Etagen für die Frankfurter Galerist*innenszene zur Verfügung. Diese geballte Kunst mit bester Aussicht war kaum zu toppen – jetzt kommt eine zweite Auflage, die noch größer sein wird: Ein zusätzliches Stockwerk, ein weiterer Programmtag sowie verlängerte Zeitslots schaffen mehr Raum, mehr Sichtbarkeit, mehr Kunst. Frankfurter Galerien agieren als Gastgeber und laden jeweils eine Partnergalerie aus ihrem Netzwerk ein. Das freut mich sehr, denn Urban Media Project – und allen voran Oliver Kremershof – hatten sich sehr dafür engagiert: und der Erfolg gibt ihnen recht. Ich bin keine Kunst-Expertin, doch meinem Gefühl nach ist es zusammen mit dem etablierten Format des herbstlichen Galerien-Eröffnungswochenendes und vielen Engagierten gelungen, das Thema Galerien in Frankfurt auf ein „next level“ zu heben.

Foto: ©Urban Media Project

The Frankfurt Art Experience – Galerienwochenende, Ort: TRIANON Hochhaus, Adresse: Mainzer Landstr. 16, Öffnungszeiten: 22.01., 20 - 23 Uhr, 23.01. + 24.01.: 11- 20 Uhr, 25.01.: 11 - 18:30 Uhr: Eintritt: online 25 (15) EURO, Tageskasse 30 EURO, Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren frei, Eröffnungsevent 60 EURO, Tickets und weitere Infos gibt’s hier , barrierefrei

Donnerstag, 22. Januar: Of/ Lindo

(Andrea)

Über 20 Jahre lang hat Lindo auf der Insel Príncipe Meeresschildkröten gejagt. Nach einer Begegnung mit einer unerwartet zahmen Schildkröte beschloss er, sein Leben zu ändern und das Tier vor anderen Raubtieren zu schützen. Nun taucht er in seine Vergangenheit ein, um nach Hinweisen zu suchen, die eine Debatte über die Zukunft der Insel anstoßen und zum Nachdenken über das schwierige Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur anregen. 
Die Regisseurin und Drehbuchautorin Margarida Gramaxo studierte Rechtswissenschaften und war als Anwältin tätig, bis sie 2012 begann, in der Stoffentwicklung für Film und Fernsehen zu arbeiten. LINDO ist ihr erster Langfilm und eröffnet unser diesjähriges Langfilmprogramm. Der Film, der eindrucksvolle Natur- und Unterwasseraufnahmen zeigt, war bereits auf einigen Festivals wie dem Porto/Post/Doc, dem Cine-Eco und dem Ciné-ONU in Brüssel zu sehen und erhielt einige Auszeichnungen als bester Dokumentarfilm beim Festival Periferias (Valencia), dem FESTin (Lissabon) und dem São Tomé FestFilm. Vor wenigen Monaten, im Sommer 2025, erhielt LINDO dann auch einen regulären Kinostart in Portugal. Luso. Margarida Gramaxo, Dokumentation, Portugal 2023, 90 min, OmeU. Trailer (ohne Untertitel), https://youtu.be/2uU1dnLiZ9A?si=1urW2gaRmmeOpYSH 19 Uhr

Hafen 2, Nordring, Offenbach

V O R S C H A U

Freitag 23. Januar: VINATGE SOUNDSYSTEM #24: Texas Bohemia – eine Migrationsgeschichte mit Thomas Meinecke

(Daniela)

Auch in 2026 geht es weiter mit dem tollen Musik- & Talkformat: Vintage Soundsystem.

Heute: Texas Bohemia – eine Migrationsgeschichte mit Thomas Meinecke

Musik und Migration ist ein Thema, das bei unseren Abenden immer wieder aufscheint. Heute sind wir mit Thomas Meinecke unterwegs auf den Spuren deutscher und böhmischer Einwanderer in Texas und stellen uns die Frage: Wie konnten Polka und Walzer im Wilden Westen heimisch werden? Thomas erzählt uns von einer in mehreren Forschungsreisen immer weiter gewachsenen Faszination: „Anfang der 90er Jahre zum ersten Mal beim Tanken nahe New Ulm, Texas, mitbekommen, wie alte Männer unter Cowboyhüten ein altertümlich anmutendes Deutsch sprachen: das Texas-Deutsche der Nachfahren von Einwanderern aus dem 19. Jahrhundert, viele davon Intellektuelle und Revolutionäre, die in der Prärie ein politisch-korrektes Nebeneinander mit den Komantschen pflegten.“ Im Rahmen seiner Recherchen entstanden mehrere CDs mit eigenen Feldaufnahmen wie auch historische Aufnahmen. Im Dreieck zwischen San Antonio, Austin und Houston unterwegs, besuchte er Dancehalls mit texas-böhmischen Bands und fand er wunderbar rumpelndes Blech und Sänger, die tatsächlich einem Tom Waits noch ein paar Tipps geben könnten. Das Pastel mutiert zum Auslander Biergarten zu Klängen der Shiner Hobo Band, den Czechahoklics, Tuba Meisters, Happy Country Boys, der Knutsch Band u.v.a.

Beginn 19 h, Eintritt frei (Hut geht rum), super leckeres Essen vor Ort, Pastel, Lindleystr. 15, barrierefrei, Frankfurt

Freitag 23. Januar: JAZZ IM DEPOT mit: Norah Hendriks, Ouri & Tanz­performances

(Daniela)

Vierter Abend JAZZ IM DEPOT. Dieser Abend ist Teil der vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain geförderten Reihe Jazz is My Democracy. Ergänzt werden die Konzerte durch Tanzperformances von Artistic Crossover.

Norah Hendriks: Die Londoner Musikerin Norah Hendriks, ursprünglich klassische Geigerin aus Amsterdam, vereint Jazz, Pop und Singer-Songwriting zu einer feinsinnigen, introspektiven Klangsprache. Ihre Debüt-EP Every Single Thing (2024) machte sie international bekannt. Mit poetischen Texten, sanfter Ironie und einem offenen Blick auf menschliche Verletzlichkeit bringt Hendriks ihre Songs gemeinsam mit Band auf die Bühne – charmant, humorvoll und tief berührend.
Ouri: Die kanadische Musikerin, Produzentin und Multiinstrumentalistin Ouri erschafft Musik zwischen Elektronik, Klassik und Avant-Pop. Mit Harfe, Cello, Synthesizern und ihrer eindringlichen Stimme formt sie intime, sphärische Klangräume voller Emotion und Experimentierfreude. Als feste Größe der internationalen Szene verbindet sie elektronische Clubkultur mit kompositorischer Tiefe – eine Künstlerin von faszinierender Vielschichtigkeit.

Artistic Crossover: Artistic Crossover ist ein interdisziplinäres Performance-Projekt, das Musik und Tanz in einem einzigartigen, improvisierten Dialog vereint. Sechs Musikerinnen begegnen sechs Tänzerinnen und schaffen gemeinsam eine Performance, die von spontaner Kreativität, Energie und unvorhersehbaren Momenten lebt.

Die Aufführung beginnt mit einem musikalischen Auftakt, der den Raum für darstellerische Freiheit eröffnet. Ein MC führt durch den Abend und initiiert interaktive Herausforderungen, die den Austausch zwischen Musik und Bewegung anregen. Durch diese offenen, spielerischen Aufgaben entstehen lebendige, oft überraschende Verbindungen zwischen Klang und Körper. Im Zentrum von Artistic Crossover steht die Freiheit des Moments: der kreative Dialog im Hier und Jetzt – ohne feste Struktur, ohne Choreografie, sondern als intuitiver Austausch zwischen Musikerinnen und Tänzerinnen. Jede Performance ist einzigartig, ein einmaliges Zusammentreffen von Musik, Rhythmus und Bewegung, das nur im Augenblick existiert. Tanz: Alex The Cage, Bana, Kalli, Kevin Albancando Tuntaquimba, Massimiliano Arnone

Moderation: Gifty Lartey
Musik: Florian Brettschneider and Friends

Jazz im Depot – Konzertreihe, Ort: Bockenheimer Depot, Adresse: Bockenheimer Warte, Eintritt: 35 (15) EURO, Gesamtprogramm und Tickets gibt’s hier

Freitag, 23. Januar: Der Tod: Best Of – 13 Jahre Death Comedy

(Uwe)

Bis 1847 war Selbstmord in Großbritannien ein Kapitalverbrechen und wurde mit Erhängen bestraft. Einen Todesfall im Urlaub nennt man im Hoteljargon „kalte Abreise“. Über 7.000 Menschen sterben jedes Jahr wegen der undeutlichen Handschrift ihres Arztes. Wussten Sie nicht? Kann man lernen. Beim Tod. Seit über 13 Jahren tourt der Sensenmann persönlich schon durch Deutschland. Viele Kabarett- und Comedy-Preise zieren seine Image-Kampagne, die nun mittlerweile vier abendfüllende Programme umfasst. Diese geballte Gevatterlandsliebe bringt er nun in einem einzigen Best-Of-Programm auf die Bühne. 

Centralstation / DA, Im Carree / 20 Uhr
Foto: Der Tod

Freitag, 23. Januar: FÄZZ am Freitag 10.0

(Uwe)

Das Frankfurter Jazzkollektiv FÄZZ geht mit seiner erfolgreichen Konzertreihe „FÄZZ am Freitag“ in der Romanfabrik nun in die dritte Runde – und damit ins dritte Jahr in Folge. Der Auftakt im neuen Jahr verspricht wieder geballte FÄZZ-Power. Gespielt werden ausschließlich Eigenkompositionen aus den Reihen des Kollektivs – ein spannender Mix aus modernen Bigband-Kompositionen: filigran und sensibel, zugleich gepaart mit klassischen und energiegeladenen Bigband-Klängen. FÄZZ reizt die volle Bandbreite an Bigband-Sounds aus und freut sich schon jetzt auf den Jahresauftakt.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Marvin Fuchs

Freitag, 23. Januar: OF/ Lusofest - Experimentalabend

(Andrea)

„Experimentelles ist überall“, wird Jonathan Uliel Saldanha im Film zitiert. SUR LA STRE NURO entstand aus Gesprächen mit 23 der wichtigsten portugiesischen experimentellen Klangkünstler und zeigt ihre unterschiedlichen Herangehensweisen an den Experimentierprozess. Dabei werden ihre Werke, Gesten und innovativen Methoden in einer spannenden akustischen und dokumentarischen Reise in die Welt der experimentellen Musik in Portugal erkundet. Wir zeigen den Film bei freiem Eintritt (Spenden!) im Digital Retro Park. Im Anschluss an den Film gibt es ein Konzert von Materialeinschüchterung, dem Projekt von Torstn Kauke und Oliver Kaib, das elektroakustische Klangskulpturen zwischen Geräusch und Tongemisch mittels (zum Teil) selbst gelöteter elektronischer Klangerzeuger und einer elektrischen Gitarre schafft. Im Juni veröffentlichten.  Zum Abschluss, nach dem Konzert, wird die 30 minütige Dokumentation expeRheiniMainental (oder kurz exRM) von LDX#40 aus dem Jahr 2017 über die experimentelle Musikszene in Rhein-Main gezeigt. Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

Digital Retro Park, Frankfurter Straße 13-25, Offenbach

Weil ich natürlich Offenbach hat viel zu bieten« (Manuel Francescon, Deutschland 2009, 4’, deutsche OV) sehen will, radele ich gegen 22 Uhr in die Domstraße rüber. Dort beginnt dann LIGHTS,CAMERA, ACTIVISM -
DOKUMENTATIONEN & EXPERIMENTALFILME. Das diesjährige Festivalmotto „Be water, my friend“ mussten die eingereichten Kurzfilme nicht bedienen. Q&As mit anwesenden Filmemacher*innen finden jeweils am Ende eines jeweiligen Filmblocks statt. 

57Nord, Domstraße 57, Offenbach 

Das Kommen und Gehen zwischen Blöcken oder Filmen ist bei den niedrigschwelligen, kostenlosen Screenings im 57Nord und dem DRP absolut in Ordnung, wir freuen uns über Anmeldungen via Eventbrite.

Samstag 24. Januar: JAZZ IM DEPOT mit: Norah Hendriks, Ouri & Tanz­performances

(Daniela)

Fünfter Abend JAZZ IM DEPOT mit Anna-Lena Schnabel feat. Florian Weber

Die vielfach ausgezeichnete Saxophonistin und Komponistin Anna-Lena Schnabel zählt zu den prägendsten Stimmen des deutschen Jazz. Gemeinsam mit dem renommierten Pianisten Florian Weber präsentiert sie ein Duo-Programm von außergewöhnlicher Intensität. Zwischen lyrischer Leichtigkeit, rhythmischer Energie und freier Improvisation entfaltet sich ein Dialog voller Ausdruckskraft und Dynamik. Ein Abend, der die Vielseitigkeit des modernen Jazz feiert.

Tom Skinner: Als Gründungsmitglied von Sons of Kemet und Schlagzeuger von The Smile hat sich Tom Skinner längst als zentrale Figur des britischen Jazz etabliert. Mit seinem neuen Album Kaleidoscopic Visions lotet er die Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft, Komposition und Improvisation aus. Seine Musik verbindet Spiritual Jazz, Soul und experimentelle Strukturen zu einer tief reflektierten Klangreise – ehrlich, meditativ und zutiefst lebendig.

Jazz im Depot – Konzertreihe, Ort: Bockenheimer Depot, Adresse: Bockenheimer Warte, Eintritt: 35 (15) EURO, Gesamtprogramm und Tickets gibt’s hier

Samstag 24. Januar: ANNE SOPHIE MELITA - STIMMEN Drei junge Frauen. Drei Perspektiven. Eine Zeit, die alles verändert.

(Daniela)

Da habe ich mich gefreut, dass es mal eine Theateraufführung schon um 17:00 Uhr gibt und dann sogar von KORTMANN&KONSORTEN, doch leider kann ich trotzdem nicht. Ich bin erst im Stadion und dann bei einer Premiere im Schauspiel. Wenn ihr Zeit habt, dann geht doch ins Theater Ladnungsbrücken zu: ANNE SOPHIE MELITA - STIMMEN  Drei junge Frauen. Drei Perspektiven. Eine Zeit, die alles verändert.

Eine Produktion von Kortmann&Konsorten

KORTMANN&KONSORTEN bringt in der neuen Produktion eindrucksvolle junge Frauenstimmen auf die Bühne . STIMMEN, die den Nationalsozialismus auf ganz unterschiedliche Weise erlebt haben. STIMMEN macht Geschichte greifbar, berührend und überraschend aktuell.

Mit einer Mischung aus Nähe und Distanz lädt das Stück dazu ein, über große Fragen nachzudenken: Was bedeutet Anpassung  damals wie heute? Wann wird aus Beobachtung Widerstand? Und wie behalten wir Menschlichkeit in Zeiten der Ausgrenzung?

Mit klarer Sprache und szenischer Kraft erforscht STIMMEN, wie unsere Biografien unser Denken und Handeln beeinflussen und wie viel Freiheit wir in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche brauchen.
Dabei spricht STIMMEN nicht von Antworten. Es sind vor allem die Fragen, die wir stellen. 

MIT: Gregor Andreska, Melissa Breitenbach, Daniela Fonda, Sven-Marko Schmidt; Sound: Torsten Kauke, Iso Herquist; Choreographie: Katharina Wiedenhofer; Bühne: Prisca Ludwig; Regie und Text: Sarah Kortmann

24.01.2026, 17:00 Uhr, Theater Landungsbrücken
© Landungsbrücken

Samstag, 24. Januar, und Sonntag, 25. Januar: OF/ Finissagen-Wochenende

(Andrea)

Sogar Ötzi soll eine dabei gehabt haben und natürlich ist ein Leben ohne Tasche nicht denkbar. In einer vielseitigen Ausstellung taucht das Deutsche Ledermuseum in die Kulturgeschichte der Tasche als weltweit verwendeter Gebrauchsgegenstand, Modeartikel und Luxusgut ein. Über 200 Exponate aus drei Jahrtausenden vom altägyptischen Lederbeutel, über mittelalterliche Gürteltaschen, erste Reisetaschen aus dem 19. Jahrhundert bis zu praktischen Rucksäcken, eleganten Handtaschen sowie einer Einkaufstüte aus biologisch abbaubarem Plastik erzählen noch an diesem Wochenende immer dabei: DIE TASCHE von einem der ältesten und vielseitigsten Accessoires der Menschheit. Zum großen Finissage-Wochenende heute und morgen, jeweils ab 14 Uhr, können sich Besucherinnen und Besucher am Samstag mit Ihrer Lieblingstasche Modell stehen für die Live-Illustratorin Florence Baumeister und erhalten die Zeichnung als einzigartiges Geschenk. Familien und Kinder erleben ein TASCHEN-ABENTEUER und in der Werkstatt werden Mini-Clutches angefertigt. Am Sonntag beleuchtet eine Führung um 15:00 Uhr ein letztes Mal die Höhepunkte der Ausstellung. Beim TASCHENPAARE-Spiel können Stoffbeutel gewonnen werden.
Samstag, 24. Januar 2026 regulärer Eintritt, ohne Anmeldung und Sonntag, 25. Januar 2026, ab 14:00 Uhr, Eintritt & Führung 10 €, mit Anmeldung. Bild: Reisetasche “Bon Voyage”, M. Url

Deutsches Ledermuseum, Frankfurter Straße 86, Offenbach

Samstag, 24. Januar: Tocotronic

(Andrea)

Was fällt Euch ein, wenn ihr an die Hamburger Schule denkt? L´age d´or? Spex, Jochen Distelmeyer, Lassie Singers, die Braut haut ins Auge, die Sterne? Sicher auch Tocotronic? Spulen wir den Film unseres Lebens ein bisschen zurück in die 1990er Jahre, als Hamburg eine zeitlang Musikhauptstadt war. Ich freue mich sehr auf den Abend, denn Tocotronic gehören zu den erfolgreichsten und prägendsten deutschsprachigen Rockbands der letzten Jahrzehnte. Gegründet werden sie 1993 in Hamburg von Dirk von Lowtzow (Gitarre und Gesang), Jan Müller (Bass) und Arne Zank (Schlagzeug). Ihr Debütalbum „Digital ist besser“ erscheint 1995 und verbindet ebenso kraftvollen wie schlichten Gitarrenrock mit Texten voller Slogans, die sogleich zu geflügelten Worten geraten, etwa „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“. Mit den folgenden Alben „Nach der verlorenen Zeit“ (1995) und „Wir kommen um uns zu beschweren“ (1996) gelingt Tocotronic der Sprung aus den kleinen Clubs in die großen Hallen; auf dem vierten Album „Es ist egal, aber“ (1997) reichern sie ihren ungestümen Gitarrenrock erstmals mit Mundharmonika und Streichern an. In den folgenden Jahren wird ihre Musik immer opulenter. Auf „K.O.O.K.“ (1999) spielen sie einen düsteren, vom Metal beeinflussten Rock; das „weiße Album“ von 2002 ist eine reich orchestrierte, farbig verrätselte Platte, in der Realismus und Fantasie sich miteinander versöhnen. In der nächsten Werkphase geht es in musikalisch und lyrisch immer weiter verfeinerter Weise um die Selbstwidersprüche unserer Existenz, um die unauflösbare Dialektik von Müssen und Wünschen. „Kapitulation“ (2007) ist ohne Zweifel ein Hauptwerk der deutschsprachigen Popmusik im neuen Jahrtausend, wie keine andere Band ihrer Generation vermögen Tocotronic es nun, politische Statements und philosophische Reflexionen, die Erkundungen des Selbst und der Welt drumherum miteinander zu verbinden, und auch musikalisch haben sie zu einer ganz eigenen Sprache gefunden.
Wie keine andere deutsche Band, haben sie über Jahrzehnte hinweg ein Werk erschaffen – ein Werk im ganzen und guten Sinn dieses Wortes: ein Werk, geprägt von einer künstlerischen Entwicklung und von einem gelebten Leben, ein Werk aus Musik und aus Liedern, die sich auseinander ergeben, die aufeinander antworten und einander in Zweifel ziehen; ein Werk, in dem Leitmotive erkenntlich bleiben, die immer wieder variiert und erneuert werden und die immer wieder von neuem darauf befragt werden, wie sie zu der sich verändernden Gegenwart passen. Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Samstag, 24. Januar: OF/ Lusofest - Manas

(Andrea)

Frauen, Leben, Freiheit. Das gilt nicht nur im Iran, Afghanistan, global. Das war mein erster Gedanke, als ich den Plot las, der natürlich auch mit Wasser zu tun hat, dem diesjährigen Motto des Lusofests: “Tief im Amazonas-Regenwald wächst die 13-jährige Tielle mit Träumen auf, die von der Flucht ihrer älteren Schwester inspiriert sind. Mit zunehmender Reife beginnen die Illusionen, an denen sie festhält, zu bröckeln und offenbaren eine Welt tief verwurzelter Ausbeutung und Misshandlung. Entschlossen, ihre jüngere Schwester zu schützen und ihrer beider Zukunft in die eigene Hand zu nehmen, wagt sie es, aus den Strukturen auszubrechen, die die Frauen in ihrer Gemeinschaft fesseln.” 
Marianna Brennands Spielfilmdebüt MANAS zeichnet eine ergreifende Perspektive über Resilienz und Widerstand. Der Stoff basiert auf über zehnjährigen Recherchen und Interviews zum Thema Kindesmissbrauch in der Amazonas-Region. Seit der internationalen Premiere in Venedig war der Film auf über 50 Festivals zu sehen und wurde vielfach ausgezeichnet. Trailer (engl. UT) https://youtu.be/-xhL0_SIRHA?si=ejXJSN3dLhnVxcz9 Vor dem Hauptfilm läuft der Kurzfilm FOUR IN A ROW (Quatro em Linha, Clara Figueiredo, Portugal 2025, 5′) aus unserem Kurzfilmwettbewerbsprogramm. Einlass in die Halle 19.30 Uhr (das Café hat zuvor bereits geöffnet - kommt gerne hungrig), Filmbeginn 20 Uhr, Eintritt 10 Euro. Tickets: https://loveyourartist.com/en/profiles/suesswasser-ev-RYJF9N/events/lusofest-manas-omu-offenbach-am-main-S43GQ1

Hafen 2, Nordring, Offenbach 

Sonntag 25. Januar: Jazz im Depot mit: Ella Burkhardt Duo (Ellangton) & Ida Sand Trio

(Daniela)

Letzter Abend JAZZ IM DEPOT mit Ella Burkhardt Duo (Ellangton) & Ida Sand Trio

Ella Burkhardt Duo (Ellangton: Die schwedisch-deutsche Künstlerin Ellangton (Ella Burkhardt) präsentiert mit Pianist Timo Bakker ein feinfühliges Duo-Programm zwischen Jazz, Nostalgie und moderner Songkunst. Ihre Musik ist geprägt von zarter Introspektion, warmem Retro-Charme und emotionaler Ehrlichkeit. Nach Auszeichnungen beim Jazz Baltica Festival und Kooperationen mit Nils Landgren zeigt Ellangton nun ihre ganz eigene musikalische Handschrift – poetisch, filigran und zeitlos schön.

Ida Sand Trio: Die schwedische Sängerin und Pianistin Ida Sand verbindet Jazz, Soul und Gospel zu einem unverwechselbar warmen Sound. Mit sechs Alben und internationalen Erfolgen gilt sie als eine der führenden Stimmen Skandinaviens. Ihr Trio vereint Eleganz, Groove und Tiefe – eine musikalische Reise zwischen Tradition und persönlichem Ausdruck. Ob in Stockholm, Hamburg oder Bonn: Ida Sand begeistert mit Authentizität, Virtuosität und einer Stimme voller Seele.

Jazz im Depot – Konzertreihe, Ort: Bockenheimer Depot, Adresse: Bockenheimer Warte, Eintritt: 35 (15) EURO, Gesamtprogramm und Tickets gibt’s hier  

Sonntag 25. Januar: Concerti Brillanti II European Orchestra Academy mit jungen Kronberger Solisten

(Daniela)

Ich habe es bisher immer noch nicht ins Casals Forum geschafft… Alle die da waren, sind so begeistert. Vielleicht shcafft ihr es heute?

Concerti Brillanti II eröffnet das neue Jahr mit funkelnden Orchesterfarben und zwei herausragenden jungen Solisten der Kronberg Academy: Ruslan Talas(Violine) und Haesue Lee (Viola), begleitet von der European Orchestra Academy. 

Das Programm spannt einen weiten Bogen durch die europäische Musikgeschichte. Edvard Griegs Suite Aus Holbergs Zeit verbindet barocke Formen mit nordischer Klarheit. Joseph Haydns Violinkonzert in C-Dur bringt jene heitere Transparenz zum Leuchten, die sein Werk so unverwechselbar macht. Johann Nepomuk Hummels Fantasie op. 94 für Viola und Orchester zeigt das Instrument in all seiner Virtuosität und Farbigkeit. Den Abschluss bildet Haydns Symphonie Nr. 61 – ein Werk von Witz, Wärme und Paukenschlag. Ein Januarmorgen in Musik: frisch, klar und voller Esprit.

TICKETS 30 / 40 / 50 € 
Studierende (bis 27 Jahre), Azubis und junge Menschen in Freiwilligendiensten (FSJ, FÖJ, BFD) sowie Schwerstbehinderte ab 80% (GdB) erhalten eine Ermäßigung von 50% gegen Vorlage des Ausweises.
Schülerinnen & Schüler erhalten für Concerti Brillanti mit dem Stichwort „Musik macht Schule“ vergünstigte Karten zu 10€!
Sonntag, 25. Januar 2026 | 11.00 Uhr
Casals Forum, Großer Saal

Sonntag, 25. Januar: Benjamin Amaru (Indie / Pop)

(Uwe)

Benjamin Amaru ist ein Multiinstrumentalist, der in einer multikulturellen Familie in den grünen Hügeln der Ostschweiz aufwuchs. Für seine vergangene europaweite „dreamers“-Tour verkaufte Amaru über 10.000 Tickets. Auf Spotify generiert er jährlich 22 Millionen Streams, spielte bereits die begehrte Colors Session und wurde bei den MTV EMAs als „Best Swiss Act“ nominiert. Benjamin Amaru macht aber kein Geheimnis daraus, dass die schönsten Erinnerungen für ihn Live-Momente sind, die er bereits mit seinem Publikum im In- und Ausland teilt.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Facebook Amaru

Sonntag, 25. Januar: OF/ Lusofest - THE ANCHORAGE OF TIME

(Andrea)

Deutschlandpremiere, Finale und sicher besser als “Tatort” ist der heute gezeigte, letzte Film des Lusofest THE ANCHORAGE OF TIME. Und in das Meer auf dem Foto möchte man am liebsten gleich reinhüpfen n´est pas? "Izidine, ein kürzlich beförderter Polizist, wird zu einem Altersheim in einer ehemaligen Kolonialfestung gerufen, um ein Verbrechen aufzuklären: Vasto Excelêncio, der Leiter des Heims, wurde ermordet. Izidine wird bei seinen Ermittlungen mit einer Überraschung konfrontiert: Jeder Bewohner, den Izidine verhört, gesteht, dass er (oder sie) selbst den Mord begangen hat. Jeder hat ein überzeugendes Motiv und eine glaubhafte Geschichte. Mit der Zeit wird Izidine klar, dass es mehr aufzudecken gibt, als den Mord am Heimleiter. THE ANCHORAGE OF TIME (Original: O Anchoradouro do Tempo, etwa: Der Ankerplatz der Zeit) von Sol de Carvalho entwickelt eine besondere Bildsprache und Ästhetik. Die Festung Fortaleza de São Sebastião aus dem 16. Jahrhundert auf der Mosambikinsel, gibt der kammerspielartigen Handlung einen außergewöhnlichen Rahmen und historisches Gewicht. Die Geschichte ist eine Adaption des Romans »Unter dem Frangipanibaum« von Mia Couto. Vor dem Film zeigen wir einen Kurzfilm aus unserem Wettbewerbsprogramm. The Anchorage of Time. Sol de Carvalho, Spielfilm, Mosambik, Portugal, Deutschland 2024, 105 min, OmU Trailer (ohne Untertitel): https://youtu.be/Wp3MvPMZOnE?si=xEbTBoffnx_cyoZ5
Einlass in die Halle 17 Uhr (das Café hat zuvor bereits geöffnet - kommt gerne hungrig), Filmbeginn 17.30 Uhr, Eintritt 10 Euro.
Tickets: https://loveyourartist.com/en/profiles/hafen-2-A7D73Z/events/lusofest-anchorage-time-offenbach-am-AGKXNQ

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Montag, 26. Januar: Marleen Lohse

(Uwe)

Mit dem Album „Wide Awake“ ist ein warmes, atmosphärisch dichtes Werk mit Indie-Charme und Pop- Appeal entstanden, das nah an Marleen Lohses eigener Lebenslinie entlang erzählt, dabei aber vor allem die Poesie der Auslassung zelebriert. In den wundervoll intimen Minimal-Pop-Songs singt sie von Liebe ohne Love, über die großen Gefühle in zarten Details. Hier wird das Scheinwerferlicht gedimmt – um Platz zu machen für Geschichten, die auch im leisen Schimmer hell erstrahlen.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Facebook Marleen Lohse

Montag, 26. Januar: Tortoise

(Uwe)

„Live sind Tortoise ein Erlebnis für sich: energiegeladen, voller Spielfreude und unvorhersehbar – ein „Live-Wunder“(Rolling Stone).

Tortoise zählen zu den einflussreichsten Bands der letzten Jahrzehnte und haben mit ihrem unverwechselbaren, genreübergreifenden Sound Musikgeschichte geschrieben. Seit ihrer Gründung 1990 in Chicago prägen die fünf Multi-Instrumentalisten die zeitgenössische Musikszene und gelten als Mitbegründer des „Post-Rock“. Mit nur sieben Alben – darunter Klassiker wie Millions Now Living Will Never Die (1996) oder TNT (1998) – hat die Band Maßstäbe gesetzt. Nun kehrt sie nach fast zehn Jahren zurück auf die europäischen Bühnen, im Gepäck ihr neues Album Touch. 

Zoom Saal / F., Carl-Benz-Str. 21/ 20 Uhr
Foto: Heather Cantrell von Facebook Tortoise

Samstag, 31. Januar: OF/ Uzumumba-Flohmarkt

(Andrea)

Ich musste mich dann doch erstmal kurz einlesen, das Kulturkiosk am Friedrichsweiher kenne ich natürlich, aber dass es inzwischen unter dem Namen Uzumumba betrieben wird, habe ich erst jetzt gelernt. Weil ich mich fragte, was es denn mit dem gleichnamigen Flohmarkt in den Parksidestudios auf sich hat. Uzumumba – der ungewöhnliche Name stammt aus den 1980er-Jahren und bezeichnete eine Akrobatikgruppe, die sich eigentlich ‚Unzumutbar‘ nennen wollte…(so steht es in einem Interview mit Kasimir Bamberger in der Offebach-Post). Jaja, ich war ganz investigativ. Jetzt ist allerdings weniger Akrobatik, als vielmehr HfG, wird also sicher ganz lustig. 12 bis 18 Uhr 

Donnerstag 29. - Samstag 31. Januar: 9. Fabrik-Jazz-Festival 2026

(Daniela)

9. Fabrik-Jazz-Festival 2026! Das sind drei Abende voller Musik, Begegnungen und spontaner Momente erwartet die Besucher:innen – und wie immer in bester Zusammenarbeit mit der Jazz Initiative Frankfurt. In diesem Jahr finden die Konzerte im mittlerweile bestens eingespielten und klanglich hervorragenden Konzertsaal St. Bonifatius in Sachsenhausen statt.

Eröffnet wird das Festival am Donnerstag, 29.01. um 20:00 Uhr mit Danielsson / Parricelli / Pohjola. Drei europäische Klangvisionäre, die aus ihrer gebündelten musikalischen Energie eine fesselnde gemeinsame Klangästhetik formen. Besetzung: Lars Danielsson - bass, cello, John Parricelli - guitar, Verneri Pohjola - trumpet

Am Freitag, 30.01. um 20:00 Uhr freuen wir uns das Osgood-Scobel Quintet mit „Serious Play“ zu präsentieren. An diesem Abend treffen die fünf Musiker Kersten Osgood (dr), Sebastian Scobel (p), Theresia Philipp (alto-sax), Uli Kempendorff (tenor-sax) und Hans Glawischnig (b) aufeinander und man kann sich auf ein Highlight voller Virtuosität und Spielfreude freuen.

Zum Finale des 9. Fabrik-Jazz-Festivals, am Samstag, 31.01. feiern wir die Vielfalt und kreative Energie der jungen Frankfurter Szene. Drei Konzertreihen, die das ganze Jahr über regelmäßig monatlich von der Fabrik veranstaltet werden, vereinen sich an diesem Abend zu einem besonderen musikalischen Panorama. Ab 20:30 Uhr formiert der Pianist Paul Janoschka ein internationales Quartett mit Robert Wypasek (sax), Dae Bryant (dr) und Nadav Erlich (bass), dessen vielseitige musikalische Sprache zwischen Improvisation und komponierter Struktur vermittelt. Ab 21:30 schafft NI-KA, eine der markantesten Stimmen des deutschen Neo-Souls, Raum für neue Talente und frische Sounds zwischen Soul, Jazz und Hip-Hop. Es folgt um 22:30 Der Temporäre Elektronische Salon mit Oliver Leicht & Oli Rubow, die gemeinsame Klangräume zwisch en Jazz, Clubsound und Improvisation entwickeln. DJ 2cloudy leitet anschließend nahtlos die Afterparty ein.

Weitere Informationen: https://www.die-fabrik-frankfurt.de
Veranstaltungsort: Sankt Bonifatius Kirchenraum; Holbeinstraße 70, 60596 Frankfurt am Main
©Daniel Wetzel©Levi Ofoe©hr_Sascha Rheker 

Samstag, 31. Januar: SCHWERELOS – Musik trifft Klettern

(Andrea)

Neulich kam die Nachricht, ich werde heute in den Cantatesaal gehen und meine beiden Lieblings-Flos endlich mal wieder live erleben. Mit dabei ist der Kletterer Alexander Huber, ein hübsches Add-on, auch wenn ich es nicht unbedingt mit Höhe und Klettern schon gar nicht habe. Trotzdem freue ich mich auf den Abend, mehr noch, dass das Crowdfunding erfolgreich war. Jetzt gibt es noch ein paar wenige Karten, daher der Hinweis auf diesen sicher wieder außergewöhnlichen Abend. Mehr noch, ein Gesamtpaket, denn wer morgen Klettern will, kann das in prominenter Begleitung in der DAV Kletterhalle tun. Voilà, jetzt der offizielle Hinweis: "Die Frankfurter Duo Formation THE OHOHOHs, lokal verwurzelt, experimentierfreudig, kultisch verehrt für ihre Mischung aus Klassischer Musik und Clubkultur, trifft auf Alexander Huber – einen der berühmtesten Extremkletterer unserer Zeit. Kaum ein anderer prägt das alpine Weltgeschehen so wie er: Free-Solo-Pionier, Expeditionslegende, Bestsellerautor, regelmäßiges Gesicht im BR und auf internationalen Bühnen und Hobby-Pianist. Wenn solch eine globale Ikone auf ein Duo trifft, das seine kreativen Gipfel aus der eigenen Stadt heraus erklimmt, entsteht ein Spannungsbogen, der bereits vor der ersten Note Gänsehaut schafft. „Schwerelos“ ist das Ergebnis dieser unwahrscheinlichen, fast filmreifen Begegnung – eine Show, die nicht nur erzählt, sondern spürbar macht, was passiert, wenn zwei Welten einander erstmals wirklich begegnen. Einlass 18:30 Uhr · Beginn 19:30 Uhr  https://www.theohohohs.de/de/schwerelos/

Klettern mit Alexander Huber und LIVE-Set der Ohs! Der Sonntag nach dem Konzert steht ganz im Zeichen des Kletterns: Alexander Huber gibt einen Kletterworkshop in der tollen DAV Kletterhalle in Frankfurt! Eine außergewöhnliche Gelegenheit, um gemeinsam mit einem Profikletterer diesen wunderbaren Sport zu zelebrieren und von den Besten zu lernen! Wir Ohs lassen uns diese wunderbare Gelegenheit nicht entgehen, schnappen unsere Instrumente und spielen vor Ort ein Set für Euch! Klettern und Musik - Mit THE OHOHOHS und Alexander Huber! Ort: DAV Kletterhalle Ffm, am 01.02.2026 von 11:00 bis 13:00, Kosten: 70,00 Euro, Anmeldung über: theohohohs(at)theohohohs.de

Cantatesaal der Volksbühne, Großer Hirschgraben 21

FEBRUAR 2026

Sonntag, 01. Februar: DANIEL KAHN: „UMRU / unrest“

(Uwe)

With Jake Shulman-Ment & Christian Dawid

„UMRU / unrest“ ist das neueste, mutigste und reifste Album des gefeierten, in Detroit geborenen und in Hamburg lebenden Songwriters und jiddischen Troubadours Daniel Kahn. Seine neuen Lieder sind zugleich zart, verloren, respektlos, gebrochen, aufmüpfig und explosiv. Von Klezmer-Tanzfieber bis zu apokalyptisch anmutenden Jazz, von groteskem Kabarett bis zu heimeliger Lagerfeuermusik ….

„…eine wütende, zärtliche, verrückte, punkige, freejazzige, aber immer in der Folklore der kyrillisch schreibenden Welt und ihrer Nachbarn grundierte Kommune-Musik, wie es sie, vor allem was die literarischen Quellen anbelangt, noch nie auf einer Klezmer-CD gegeben hat." (Ulrich Olshausen, FAZ)

Brotfabrik / F., Bachmannstr. / 20 Uhr
Foto: Michael Fetscher

Sonntag, 01. Februar: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!

(Uwe)

Die Weltgeschichte der Lüge mit Johann von Bülow & Walter Sittler

200-mal am Tag lügt ein Mensch im Durchschnitt. Die Lüge ist der Kitt der Weltgeschichte. Nach dem überwältigenden Erfolg mit ihrer Lesung zu Ehren von Roger Willemsen und Dieter Hildebradt im St.Pauli Theater in Hamburg, gehen Walter Sittler (Hildebrandt) und Johann von Bülow (Willemsen) nun mit ihrer unterhaltsamen Suche nach der Wahrheit über die Lüge auf Tour. Neu arrangiert und sanft aktualisiert werfen sie mit skandalösen Unwahrheiten und hinterhältigen Intrigen nur so um sich. Sehr zur Unterhaltung des Publikums ….

Centralstation / DA, Im Carree / 17 Uhr
Foto: Homepage Centralstation

Montag, 02. Februar: Bernhoft – Solo Performances

(Uwe)

Bernhoft ist ein Multiinstrumentalist und Songwriter aus Norwegen. Der von Kritikern gefeierte, preisgekrönte Publikumsliebling kann auf eine solide Diskografie und ein Jahrzehnt ausverkaufter Tourneen zurückblicken. Als bahnbrechender Energiebündel wird er weltweit auf kleinen und großen Bühnen gefeiert und kehrt im Februar 2026 mit seiner „The Cause I Wanna Tour” nach Deutschland zurück. Ich sah ihn einmal beim Haldern Pop Festival, kannte ihn nicht und war danach begeistert. 

Brotfabrik / F., Bachmannstr. / 20 Uhr
Foto: Fred Jonny

Dienstag, 03. Februar: 'Besser wird's nicht'- die eingetunkte LeseShow mit den Cartoons

(Uwe)

Oliver Wnuk & @kriegundfreitag: Zwei Künstler. Ein Buch. Unzählige Fragen an das Leben – und ein Abend voller pointierter Beobachtungen, feiner Widersprüche und warmherzigem Humor.Schauspieler („Stromberg“) und Autor Oliver Wnuk liest aus seinem neuen Buch „Besser wird’s nicht“ (Lappan Verlag, Febr. 2026), begleitet von den legendären Strichfiguren des Cartoonisten kriegundfreitag. Gemeinsam schaffen sie eine Bühne für das, was zwischen Alltag und Abgrund, Ich und Ego, Glückssuche und Selbstironie liegt. In einer multimedialen Leseshow treffen persönliche Texte auf projizierte Cartoons – live, klug, komisch, kantig. Ein Abend für alle, die keine Lösungen erwarten, aber Lust auf neue Perspektiven haben. „

Centralstation / DA, Im Carree / 19 Uhr
Foto: Steffen Böttcher

Mittwoch, 04. Februar: Keine Macht für Niemand. Pop und Politik in Deutschland

(Uwe)

Das ist in jedem Fall was für mich: Es wird laut. Und vielleicht auch ein bisschen wild. Prof. Dr. Marcus S. Kleiner, Medienwissenschaftler, Popkulturkenner und Bühnenprofi stellt sein neues Buch Keine Macht für Niemand – Pop und Politik in Deutschland vor und gibt natürlich auch musikalische Beispiele. Kleiner nimmt uns mit auf eine Reise durch seine Recherchen, erzählt von Songs mit Botschaft, Beats mit Geschichte und der Frage, wie politisch Popmusik eigentlich ist – und schon immer war.

Mit Antilopen Gang, Akne Kid Joe, BAP, Blond, Wolf Biermann, Samy Deluxe, Fehlfarben, Fresh Familee, Fasia Jansen, Hans-A-Plast, Lin Jaldati, Cem Karaca, Kettcar, Muff Potter, Nashi44, Schrottgrenze, Slime, Tocotronic, Hannes Wader, ZSK und vielen mehr. Unterhaltsam, scharfsinnig, hintergründig und mit Punk-Ästhetik. Ein guter Grund, die Ohren zu spitzen und sich auf eine mitreißende Mischung aus Performance, Lesung und Musik einzulassen..

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19:30 Uhr
Foto: Marc Süß, Sweetspot Studio

Donnerstag 05. Februar: Zwischen Ausgrenzung und Solidarität / Weibliche Fans im Männerfußball

(Daniela)

Heute ist wieder unser SGE Frauennetzwerktreffen und wir haben einen besonderen Gast vor Ort:  Stella Schrey vom F_IN Netzwerk kommt!

Zwischen Ausgrenzung und Solidarität / Weibliche Fans im Männerfußball
Ein Abend über Fußballkultur – und über das, was viele Frauen dort erleben.
Mit Vortrag & Präsentation von Stella Schrey (F_IN Netzwerk).Netzwerk von Frauen* im Fußball – vernetzt, bildet weiter, setzt sich gegen Sexismus & sexualisierte Gewalt ein.
Was dich erwartet:
Ein Blick hinter die Kulissen der „Männerdomäne“ Fußball: Ausgrenzung, Alltagssexismus – aber auch Strategien, Verbündete, Solidarität. Danach: offene Diskussion.

Ablauf: 19:00 Vortrag (inkl. Präsentation), anschl. Diskussion

Über F_IN: Netzwerk von Frauen* im Fußball – vernetzt, bildet weiter, setzt sich gegen Sexismus & sexualisierte Gewalt ein.
Das Netzwerk SGE Frauen: Wir sind Eintracht-Fans aus verschiedenen EFCs. Offen, unkompliziert, solidarisch.

Do, 5. Februar 2026 · 19:00
Fanhaus Louisa (Frankfurt), barrierefrei

Samstag, 07. Februar: Sarah Hakenberg: Mut zur Tücke

(Uwe)

Es gibt Zeiten, da bleibt uns das Lachen im Halse stecken, der letzte Witz ist längst erzählt und alle heiteren Melodien dieser Welt sind verklungen. Glücklicherweise sind diese Zeiten noch nicht angebrochen – Sarah Hakenberg sagt Trübsal und Tristesse den Kampf an! Ihre Waffen: Humor, kluge Schmäh verpackt in raffinierte Texte und immer auch eine gute Portion Protest. Nun kehrt die Kabarettistin und Liedermacherin auf die Bühne zurück und hat reichlich Stoff zum Seufzen, Kopfschütteln aber auch Lichtblicke und „so isses“! im Gepäck. 

Centralstation / DA, Im Carree / 20 Uhr
Foto: Ralf Bauer

Montag, 09. Februar: The Blue Stones

(Uwe)

Minimalistische Besetzung, maximaler Sound – das kanadische Duo The Blue Stones überrascht immer wieder mit seiner kraftvollen Präsenz. Was auf den ersten Blick wie eine klassische Blues-Rock-Kombo wirkt, entfaltet sich zu einem beeindruckend vielschichtigen Klangbild, das irgendwo zwischen Rock, Alternative und Pop beheimatet ist … Mit ihrem intensiven Zusammenspiel und geschicktem Einsatz der Technik entsteht eine Bühnenpräsenz, die alle im Publikum sowohl in kleinen Clubs als auch auf großen Festivalbühnen begeistert.

Zoom / F., Carl-Benz-Str. / 20 Uhr
Foto: The Blue Stones, Facebook

Mittwoch, 11. Februar: hr-Bigband & Richard Bona

(Daniela)

hr-Bigband & Richard Bona

Seinen ersten Bass baute sich Richard Bona selbst aus Kisten und Fahrrad-Bremsseilen. Mittlerweile ist der Kameruner zu einem Weltstar geworden. Er gehört zu den weltbesten Bassisten, hat eine faszinierende Singstimme und spielt zahlreiche weitere Instrumente. Zusammen mit der hr-Bigband bringt er ein grooviges Programm auf die Bühne, das nicht nur musikalisch exquisit ist, sondern auch einfach gute Laune macht. 
Als Richard Bona als Dreizehnjähriger Aufnahmen vom US-amerikanischen Bassisten Jaco Pastorius hörte, war es um ihn geschehen. Die Virtuosität des “Weather Report”-Bassisten findet in Bonas Spiel ihren Widerhall. Er erfand sich selbst nach diesem Hörerlebnis musikalisch neu, hatte er zuvor doch zahlreiche andere Instrumente erlernt. Von dem Moment an gehörte Bonas Herz dem Bass. Neben Jazz betätigt der Grammy-Preisträger sich hoch erfolgreich in anderen Genres wie Afropop und Weltmusik. Er geht unbeirrt seinen Weg, der ihn von Kamerun über einen kurzen Aufenthalt in Deutschland nach Paris und von dort, als seine Arbeitserlaubnis von den französischen Behörden nicht verlängert wurde, weiter nach New York führte, wo Bona heute noch lebt.  

Für das musikalische Establishment war er ein Unbequemer, weil er sich nicht dem Diktat des wirtschaftlichen Erfolgs unterwarf, sondern die Musik machte, die ihm am Herzen lag. Und das waren oft genug Songs für und über die Außenseiter, die Marginalisierten, die Underdogs. Dass er damit genau richtig lag, beweisen seine zahlreichen Preise und Nominierungen für seine Alben. Richard Bona ist selbst mittlerweile ein Name, den andere sich in ihre Biografie schreiben, aber auch er hat mit den Größten der Musikwelt zusammengearbeitet, darunter Herbie Hancock, Quincy Jones, Chick Corea, Sting und Stevie Wonder. 

Videoausschnitt: https://youtu.be/PjcCoRYCYPw?si=GCUUbCTQtXiysZAf

Richard Bona, Bass/Gesang; Michael Philip Mossman, Leitung
Datum: Mittwoch, 11. Februar, 20 Uhr, Alte Oper Frankfurt

Tickets und Infos: Frankfurt Alte Oper Tickets: 66€ / 55€ / 44€ / 33€ / 22€ (069) 155 2000
Außerdem:  10 FOR TEENS – Für alle uter 20 Jahren! Limitierte Tickets für 10,– € (Ohne RMV) 
und U30 – FÜR ALLE UNTER 30 JAHREN! Bis zu 50 % vergünstigte Tickets für alle Eigenveranstaltungen der hr-Bigband.

Donnerstag, 12. Februar – Sonntag, 10. Mai: Soloschau Thomas Bayrle in der Schirn

(Petra)

Die Schirn präsentiert eine große Soloschau des in Frankfurt lebenden Künstlers Thomas Bayrle, den viele auch als früheren Dozenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach und Professor an der Städelschule kennen. Zu sehen sind 55 Werke insbesondere aus den letzten 20 Jahren, darunter Malerei und Grafik, Skulptur und Objektkunst sowie Soundinstallationen und eine Videoarbeit. Sein Werk handelt von den Gegensätzen zwischen Technologie, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion und beschreibt den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität. Bayrle behandelt in seiner Kunst grundlegende Aspekte der modernen Gesellschaft. Wie hängen Religion und Gesellschaft, Individuum und Masse, industriell gefertigte Produkte und die technischen Apparate ihrer Herstellung zusammen? Neben den Strukturen von Konsum, Urbanität und Technologie spielen Fortbewegung, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion eine zentrale Rolle. Er widmet sich populären Werken der Kunstgeschichte von Michelangelo über Caravaggio und Masaccio bis hin zu Claude Monet ebenso wie dem Thema der Arbeit. In den 1960er- und 1970er-Jahren legte er den innovativen Grundstein seiner charakteristischen Superformen. Das Wiederholen, Vernetzen und Verweben von Einzelelementen zu einem Gesamtbild findet sich bis heute in nahezu allen Werken Bayrles und ist eng verbunden mit der Biografie des Künstlers. Er absolvierte zunächst eine Lehre als Maschinenweber, bevor er sich der Gebrauchs- und Druckgrafik zuwandte. Die dort angewandten Drucktechniken hat er sowohl materiell als auch konzeptionell in seiner Kunst weitergeführt, die den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität beschreibt. 

Foto: ©Thomas Bayrle, VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Wolfgang Günzel

Thomas Bayrle – Fröhlich sein!,  Soloschau, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Gabriel-Riesser-Weg 3, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags: 10 - 19 Uhr, donnerstags 10 - 22 Uhr , Eintritt: 12 (10) Euro

Sonntag, 15. Februar: AL HAKAWATI

(Martin)

Die Kunst des Erzählens zwischen Damaskus und Frankfurt 

Seit Jahrhunderten nimmt das Erzählen von Geschichten einen zentralen Platz im kollektiven Gedächtnis der Levante ein und der HAKAWATI war der unangefochtene Meister der abendlichen Zusammenkünfte. Der HAKAWATI war nicht nur ein Geschichtenerzähler, sondern er eröffnete das Tor zu anderen Welten, machte den Brückenschlag zwischen Geschichte und Fiktion, zwischen Realität und Legende. Das THEATER WILLY PRAML erneuert diese Tradition mit seinem syrischen Ensemblemitglied Muawia Harb im Produktionshaus NAXOS, der sich die Geschichten aus 1001 Nacht vorgenommen hat. Das ist alles andere als eine Klassikerlesung, das ist pralles Volkstheater, bei dem der ganze Saal mittobt.

Eine geistige Fluglinie zwischen Damaskus und Frankfurt am Main. Ein solches Angebot in einer deutschen Kulturinstitution für eine arabische Community ist eine Seltenheit. Für uns ist es ein vergnüglicher Schritt zur Öffnung unseres Theaters für unsere arabischen Freund*innen. Und alle, die nicht arabisch sprechen und noch nie Shisha geraucht haben, sind natürlich auch herzlich willkommen. In arabischer Sprache mit Muawia Harb.

Theater Willy Praml (NAXOS) / 14.00 Uhr
Foto: © Michael Weber

BEREITS ANGEKÜNDIGT, LÄUFT ABER NOCH EINE WEILE

Seit Dienstag, 13. Januar: Ausstellung Walter Gerstung „Old meets New: Old School / Black Water“ in der Heyne Kunst Fabrik

(Petra)

Mit „Old School“präsentiert die Heyne Kunst Fabrik erstmals Werke aus den frühen Schaffensjahren des Fürther Malers und Grafikers Walter Gerstung, dessen eindrucksvollen Arbeiten die Heyne Kunst Fabrik bereits vor einigen Jahren gezeigt hat. Die Arbeiten aus den exzessiven und schonungslosen 80er- und 90er-Jahren umfassen sowohl Originale als auch limitierte und signierte Editionen. Dem gegenüber steht die aktuelle Werkserien „Black Water“ – surreale Fotokunstwerke, die den Gerstung der Gegenwart zeigen.

Foto: ©Walter Gerstung, Heyne Kunst Fabrik

Ausstellung Walter Gerstung „Old meets New Old School / Black Water“, Ort: Heyne Kunst Fabrik, Adresse: Bleichstraße 67, Offenbach Öffnungszeiten:freitags 18 - 21 Uhr (16./23./30.01.), sonntags: 15 - 18 Uhr (18./25.01.), weitere Termine gerne nach persönlicher Vereinbarung

Bis Sonntag, 15. Februar: „SOLASTALGIE. Spaziergänge durch veränderte Landschaften“ im Museum Giersch

(Petra)

Landschaften sind ständigen Veränderungen unterworfen – ein Prozess, der im Zeitalter des Klimawandels besonders sichtbar und oft auch zerstörerisch wird. Können Landschaften zugleich schön und gefährdet sein? Die Ausstellung stellt diese Ambivalenz in den Mittelpunkt und fragt nach unserem gespaltenen Verhältnis zur Umwelt. Historische Landschaftsgemälde treffen auf zeitgenössische Positionen, die Verletzlichkeit, Trost und Hoffnung in der Natur reflektieren. Das Konzept der Solastalgie, geprägt 2005 vom australischen Philosophen Glenn Albrecht, beschreibt das Gefühl der Trauer über eine bedrohte Heimatlandschaft – und zugleich die Sehnsucht nach Trost und Verbundenheit. Die Sammlung Giersch legt den Schwerpunkt auf historische Landschafts- und Genremalerei des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts sowie Tier- und Aktplastiken. Die neue Ausstellung verbindet deren historische Landschaftsgemälde mit zeitgenössischen Arbeiten, die aktuelle Fragen der Umwelt und Landschaftsveränderung verhandeln: von urbanen Brachflächen über Umweltverschmutzung bis zur persönlichen Begegnung mit Natur. Sieben zeitgenössische Künstler*innen eröffnen neue Blickwinkel auf das Spannungsfeld zwischen Ästhetik, Wandel und Hoffnung. So wird Solastalgie zu einem sinnlichen Spaziergang durch Zeiten, Medien und Perspektiven – ein Erleben von Landschaft als wandelbar, fragil und verbindend. Die Ausstellung markiert das 25-jährige Bestehen des Museums und zugleich dessen 10-jährige Zugehörigkeit zur Universität. 

Foto: Ei Arakawa-Nash: Harsh Citation, Harsh Pastoral, Harsh Münster (2017) © Henning Rogge, Ei Arakawa-Nash & Skulptur Projekte

„SOLASTALGIE. Spaziergänge durch veränderte Landschaften - Ausstellung, Ort:  Museum Giersch der Goethe-Universität, Schaumainkai 83, 28. bis 30. November Jubiläumswochenende (Eintritt frei, umfangreiches Programm hier), Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, an Feiertagen 10 - 18 Uhr, auch wenn diese auf einen Montag fallen, 24.12., 31.12. 2025 und 01.01.2026 geschlossen, Eintritt: 7 (5) Euro bzw. Zukunftsticket: wer mit ÖPNV/Rad, zu Fuß anreist, erhält an der Kasse Ermäßigung, barrierefrei

Noch bis 15. Februar: Bad Homburg/ Nachtleben

(Andrea)

Da sind die inzwischen schon ikonischen Fotografien von Sandra Mann von einem sinnlich lächelndem Ricardo Villalobos, Sandra mit Bart oder Tanzende im MTW, Schallplatten und der Sonnenaufgang nach einer durchtanzten Nacht. Aber auch eine Installation aus allerlei Küchenutensilien in Form eines Käutzchens und Klängen von Dominik Eulberg. Das Sinclair-Haus lädt ins Nachtleben und zeigt die Nacht voller Leben. “Unsere Sinne sind für ein Leben in der Dunkelheit wenig geeignet, aber zahlreiche andere Tiere schwirren, schleichen oder schweben ganz selbstverständlich durch die Nacht. Dunkelheit verunsichert uns: Sie beraubt uns der Farben und Details; sie macht uns tapsig und tastend. Kulturell steht Licht für Erkenntnis, Sicherheit und Fortschritt, die Dunkelheit aber ist mit dem Unheimlichen, auch Grauenhaften aufgeladen. Diese Ausstellung lädt dazu ein, die Nacht und die Dunkelheit neu zu entdecken: als Lebensraum, den wir mit unzähligen anderen Wesen teilen. Wie erleben wir die Dunkelheit – und wie erleben sie nachtaktive Tiere? Wie begegnen wir ihnen und sie uns? Was schenkt uns die Dunkelheit? Was verlieren wir, wenn wir die Nacht maßlos erhellen?” Besonders gefallen hat mir übrigens die WANDERUNG DURCH DIE LAUSITZ von Sven Johne.
Begleitend gibt es ein spannendes Programm, daher: https://kunst-und-natur.de/museum-sinclair-haus/startseite

Noch bis März 2026: Spurensuche 6 “Frankfurt vergisst nicht“

(Daniela)

Das Eintracht Frankfurt Museum und sein Leiter Matthias Thoma machen eine hervorragende Erinnerungsarbeit! Ich bin sehr froh, dass ich 2019 bei der Spurensuche Helmut „Sonny“ Sonneberg persönlich kennelernen durfte. Er hat uns damals in der EZB gezeigt, wo der Zug hielt, der ihn als kleiner Bub ins KZ deportiert hat. Das war sehr bewegend! Helmut „Sonny“ Sonneberg, Holocaustüberlebender und über 75 Jahre Eintracht-Fan war ein herausragender Repräsentant des Vereins. Er ist im Alter von 91 Jahren 2023 verstorben.

Am Dienstag, den 23. September 2025, startete unter dem Titel „Frankfurt vergisst nicht“ die sechste Ausgabe ihres Spurensuche-Projekts. Sie schreiben:
"In den kommenden Wochen stehen die Sport-Vereine in und um Frankfurt im Zentrum. Wir möchten Vereinsvertreter und -vertreterinnen motivieren, ihre eigene Geschichte aufzuarbeiten und ihnen dabei fachliche Unterstützung bieten. Die Vorträge stellen mustergültige Best Practice-Beispiele für die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit dar und sollen zur eigenständigen Recherche inspirieren.

Die Spurensuche wird organisiert vom Museum und dem Bereich Fans & Fankultur der Fußball AG sowie dem Fritz Bauer Institut und dem Sportkreis Frankfurt.

Dienstag, 11. November 2025: Vortrag „Ruderverein Germania im Nationalsozialismus“, Kirsten Schwartzkopff
Dienstag, 27. Januar 2026: Vortrag „The making of `Jew Clubs´“, Pavel Brunssen
27.-29. März 2026: Abschlussreise nach Kassel 

Kontakt: 
Eintracht Frankfurt Museum GmbH, Mörfelder Landstr. 362, http://museum.eintracht.de
Auf dem Foto:  Helmut „Sonny“ Sonneberg und Matthias Thoma

Bis Sonntag, 18. Januar 2026: Ausstellung philippinischer Architektur “Sulog“ im DAM

(Petra)

Die zeitgenössische philippinische Architektur befindet sich an der Schnittstelle von miteinander verbundenen und sich überschneidenden Kräften. Sie wird heute als ein kontinuierlicher Fluss von Menschen, Orten und Prozessen definiert, der über die Grenzen des Landes hinausreicht. Der Begriff „Sulog„, der aus der Sprache der Menschen aus der Provinz Cebu stammt und „Wasserströme“ bedeutet, bringt das dynamische Auf und Ab der philippinischen Architektur auf den Punkt. Diese ist aus einem inselartigen Umfeld hervorgegangen und ist verwoben mit den Querströmungen der zahlreichen Einflüsse und dem Austausch von Netzwerken.vDie Ausstellung ist inspiriert von der Vorstellung des Anthropologen Arjun Appadurai vom Global Cultural Flow“ (1990). Dieser versteht den Begriff als ein sich kreuzendes transnationales Netzwerk des Austauschs zwischen Menschen, Gütern, Wirtschaft, Politik und Ideen. Er schlägt vor, dass wir diese kulturellen Ströme über geopolitische Grenzen hinweg anhand der fünf Dimensionen Ethno-Landschaften, Technik-Landschaften, Finanz-Landschaften, Medien-Landschaften und Ideen-Landschaften verstehen müssen. Die Neukonzeptionierung der philippinischen Architektur lässt sich in drei miteinander verflochtene Themen einteilen: „Menschen als Netzwerk, „Orte als Fluss“ und „Prozess als Ströme“.Ich bin sehr gespannt auf neue Impulse aus dem Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse!

Foto: Parang Maguindanao del Norte Province 2024  ©STUDIO IMPOSSIBLE PROJECTS, Patrick Kasingsing

Sulog – Philippinische Architektur im Spannungsfeld, Ausstellung, Kuratorenteam: Edson Cabalfin, Patrick Kasingsing, Peter Cachola Schmal, National Commission for Culture and the Arts (NCCA) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum (DAM), Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, (Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags - sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11-20 Uhr), Eintritt: 12 (7) Euro, barrierefrei

bis Februar 2026: Of/ „eins. 1-6 +1“

(Andrea) 

Jule Wertheimer, Mike Schäfer und Pierre Verago von der Hochschule für Gestaltung haben sich zu dem Kollektiv neue kunstfreunde zusammengeschlossen. Mit ihrer Initiative möchten sie zeitgenössische künstlerische Positionen fördern und neue Räume für Kunst und Austausch schaffen – in Institutionen ebenso wie an unabhängigen Orten. Über einen Open Call, der sich an Studierende von Kunsthochschulen und deren Umfeld richtete, haben sie junge Kunstschaffende aus dem Rhein-Main-Gebiet und aus dem gesamten Bundesgebiet mit ganz unterschiedlichen Positionen ausgewählt, deren Arbeiten jetzt in verschiedenen Zyklen im OG des Haus der Stadtgeschichte zu sehen sind. „eins. 1“  ist seit 10. Juli zu sehen und präsentiert Arbeiten von Annie Devlin, Anton Andrienko, Ivan Hanzha,  Nathanja Fetzner, Christian Leicher, Sookhyang Oei Kim, Eunyoung Lee und Xiaoyi Zhang. „eins. 2“ widmet sich in einer Einzelausstellung beginnend am 14. August, 18 Uhr Julian Wolfgang Schreiner, der am 11. September, 18 Uhr, von der Werkschau „eins. 3“  mit Ron Wohler, Henning Gundlach,  Klara Stefanovicova, Ramón Loesch, Verónica Aguilera Carrasco, Melina Brass und Rebekka Homann abgelöst wird. „eins 4“ wird am 9. Oktober, 18 Uhr, eröffnet, bis 12. November zeigen Leon Scheiblich und Yixuan Hu Einblick in ihr Schaffen. Am darauffolgenden 13. November, wird um 18 Uhr „eins. 5“ eröffnet, dann wird, ebenfalls eine Einzelausstellung, jetzt mit Arbeiten von Isabell Ratzinger zu sehen sein. Lukas Niedermeier, Roman Cherezov, Laia Martí Puig, Barbara Mährlen, Tobias Becker, Johanna Disch und Tomas Loureiro Goncalo stellen ab 11. Dezember in „eins. 6“ aus. Mit „eins +1“, Eröffnung am 15. Januar, um 18 Uhr, endet der erste Ausstellungszyklus. Zu sehen sind dann Arbeiten von Isabell Meldner und Yesul Lee. 

Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 64, Offenbach

Noch bis Sonntag, 08. Februar: Ausstellung Hélène de Beauvoir „Mit anderen Augen sehen“, Opelvillen Rüsselsheim

(Petra)

Die Weihnachtspause finde ich eine gute Gelegenheit, etwas Neues zu entdecken, oder etwas, das ich mir schon das ganze Jahr über vorgenommen hatte, endlich zu machen: zum Beispiel einen Trip nach Rüsselsheim. Hélène de Beauvoir stand lange im Schatten ihrer Schwester Simone de Beauvoir – eine der großen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts und Ikone der Frauenbewegung. Ohne Zweifel beeinflusste Simone de Beauvoir Hélènes Leben und Arbeit auf eine sehr tiefgreifende Weise, dennoch steht das Werk der Malerin für sich. In der Ausstellung wird die vergessene Künstlerin und ihr vielschichtiges Werk neu bewertet werden. Präsentiert wird die erste museale Ausstellung zum Werk der Malerin Hélène de Beauvoir in Deutschland. Mit 177 Leihgaben aus den Jahren 1925 bis 1994 wird die gesamte Spannweite ihres Schaffens mit Kupferstichen, Aquarellen, Acrylbildern und Ölgemälden gewürdigt und dabei bislang unberücksichtigte Thematiken fokussiert. Kunst bedeutete für Hélène de Beauvoir eindeutig einen Akt der Befreiung: Herrschende Rollenbilder legte sie offen und machte in klar verständlicher Bildsprache auf die Lage der Frau aufmerksam. Bisher unbekannte Malereien erweisen sich nun als Schlüsselwerke. Die hochkarätigen Leihgaben stammen aus Frankreich, Italien, Deutschland, England und der Schweiz.

Foto: Hélène de Beauvoir Selbstportrait, ©Privatsammlung Ute Achhammer

Ausstellung Hélène de Beauvoir „Mit anderen Augen sehen“, Ort: Opelvillen Rüsselsheim, Adresse: Ludwig-Dörfler-Allee 9, Rüsselsheim, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, 25.+26.12. 10 - 18 Uhr, 01.10.2026 12 - 18 Uhr, an den Feiertagen mit Führungen um 15 Uhr, Eintritt: 10 (6) Euro, barrierefrei

Bis Freitag, 13. Februar 2026: Ausstellung „Akut“

(Petra)

In einer Welt, die von Geschwindigkeit, Veränderung und Krisen geprägt ist, wird akutes Handeln zur Notwendigkeit. Es sind diese kurzen Momente, in denen Entscheidungen getroffen und Handlungen unausweichlich werden – sei es in Politik, Gesellschaft, Medizin, im persönlichen Umfeld oder in der Fotografie. Letztere macht das Flüchtige sichtbar: Fotograf*innen entscheiden im Bruchteil einer Sekunde über Bildausschnitt, Fokus, Auslöser. Die Ausstellung „Akut“ zeigt fotografische Arbeiten, die die Dringlichkeit des Moments einfangen. die Intensität des Hier und Jetzt widerspiegeln – dokumentarisch, abstrakt oder inszeniert. Themen wie gesellschaftliche Konflikte, ökologische Herausforderungen oder persönliche Grenzerfahrungen werden so zu visuellen Zeugnissen des Augenblicks und fordern neue Perspektiven auf die Gegenwart. Damit richten Mitglieder der „Freelens“ Regionalgruppe Rhein-Main den Blick auf die Dynamiken der Region Frankfurt und Rhein-Main sowie deren Bedeutung für die großen Fragen der Gegenwart. Die Ausstellung findet im zeitlichen Umfeld der Ernennung von Frankfurt Rhein-Main zur World Design Capital 2026 statt und versteht sich als fotografischer Beitrag zu einem breiteren gesellschaftlichen Diskurs über Zusammenleben, Demokratie und Gestaltung.

Foto: ©Samira Schulz 

Akut – Ausstellung von Mitgliedern der „Freelens“ Regionalgruppe Rhein-Main, Ort. Haus am Dom, Adresse: Domplatz 3, Öffnungszeiten: täglich 9 - 17 Uhr, samstags und sonntags 11 - 17 Uhr, Eintritt: frei 

Noch bis Sonntag, 22. Februar: Ausstellung „Helen Frankenthaler moves“ im Museum Reinhard Ernst, Wiesbaden

(Petra)

Mich interessiert vor allem auch das Gebäude des renommierten Architekten Fumihiko Maki. Zur Eröffnung des noch recht neuen Museums in Wiesbaden hatte sich eine teilweise kritische Diskussion um Mäzenatentum und öffentliche Interessen entfacht: für die Stadtgesellschaft ist diese Gabe des Unternehmers und Sammlers Ernst sicherlich eine Bereicherung. Aber ich habe sie mir noch immer nicht angeschaut. Neben der Sammlungspräsentation lädt das Museum mit der Ausstellung „Helen Frankenthaler moves“ dazu ein, die wegweisende Kunst der US-Amerikanerin im Dialog mit der Gegenwart zu erleben: Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess haben teilweise bisher nicht gezeigte Arbeiten Frankenthalers aus der Sammlung Reinhard Ernst ausgewählt und eine gemeinsame Hängung mit ihren eigenen Werken in Szene gesetzt. Dies zeigt eindrücklich, dass Frankenthalers malerische Vielfalt und ihr Pioniergeist bis heute bewegen. So wird eine Geschichte erzählt, die bei ihr beginnt und von den drei Künstler*innen eigenständig erweitert und souverän fortgeschrieben wird. Dieses außergewöhnliche Ausstellungserlebnis gewährt erneut einen Einblick in die weltweit größte private Sammlung von Frankenthalers Werken und eröffnet zugleich vielfältige Begegnungen mit zeitgenössischer abstrakter Malerei aus Deutschland und der Schweiz.

Foto: ©Helen Frankenthaler Foundation, VG Bild-Kunst, Bonn (2025), nach: Museum Reinhard Ernst

Helen Frankenthaler moves – Ausstellung mit Arbeiten von Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess, Ort: Museum Reinhard Ernst, Adresse: Wilhelmstraße 1, Wiesbaden, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 12 - 18 Uhr, mittwochs 12 - 21 Uhr, 26.12. und 01.01.2026 12 - 18 Uhr, Eintritt: 14 (12) Euro, barrierefrei

Noch bis Sonntag, 01. März: Anatomie der Fragilität - Körperbilder in Kunst und Wissenschaft im Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Die Art und Weise, wie Menschen Körper betrachten, wahrnehmen und darstellen ist im ständigen Wandel. Kunst und Wissenschaft haben seit jeher mit Bildern von Körpern Geschichten über das Menschsein erzählt. Im Wandel der Epochen entstanden immer wieder neue Körperbilder und Deutungen. Die Ausstellung verwebt Objekte aus unterschiedlichen Bezugsfeldern und Zeiten: von den idealisierten Körperdarstellungen der archaisch-griechischen Kunst über religiöse Votivgaben als Bitten um Heilung sowie spektakuläre anatomische Wachsfiguren aus dem 18. Jahrhundert bis zu neuesten Bildern der medizinischen Forschung, bei denen wir virtuell durch ein schlagendes Herz reisen. Die Schau stellt all dies den Werken zeitgenössischer Künstler*innen gegenüber, die ein verändertes Gefühl der Körperlichkeit, deren Umdeutung und den Ruf nach einem neuen Menschenbild zum Ausdruck bringen. Die Ausstellung spiegelt die programmatische Ausrichtung des Frankfurter Kunstvereins wider, bei der die aktuelle Kunst und die Wissenschaften als gleichwertige Ausdrucksformen menschlichen Wissensdrangs und der Sinnsuche befragt werden. So waren zur Zusammenarbeit eingeladen: die Goethe-Universität Frankfurt – vertreten durch Artefakte aus der Antikensammlung und des Skulpturensaal sowie aus der Moulagensammlung der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie; Universitätsmedizin –, die Universität Bologna – vertreten durch die anatomischen Wachsfiguren der Sammlungen “Luigi Cattaneo” und des Museums Palazzo Poggi –, die Justus-Liebig-Universität Gießen – vertreten durch anatomische Votive aus der Sammlung Ludwig Stieda aus dem Bestand der Antikensammlung der Professur für Klassische Archäologie – sowie die Privatsammlung Hans und Benedikt Hipp, die ebenfalls anatomische Votive beisteuerte.

Foto: Omkaar Kotedia©The Alternative Limb Project

Anatomie der Fragilität  - Körperbilder in Kunst und Wissenschaft, Ausstellung mit Begleitprogramm, kuratiert von Franziska Nori, Anita Lavorano, Pia Seifüßl und Angel Moya Garcia, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus am Römerberg, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 - 19 Uhr, donnerstags11 - 21 Uhr, Eintritt: 10 (6) Euro, barrierefrei

Bis 15. März: OF/ Internationale Kinderbuchausstellung

(Andrea)

Kinderbücher sind klasse und es fiel mir unendlich schwer, als das KInd vor einigen Jahren beschloss, dass für ihre Bücher jetzt kein Platz mehr sei, alle in den Bücherschrank zu bringen. Ein paar meiner Lieblingsbücher habe ich behalten, “Frerk der Zwerg” zum Beispiel, “Die Reise zum Mond” oder “Das 99. Schaf”. Alles Titel, die sicher nicht in der Kinderbuchausstellung zu finden sind. Dafür eine Menge anderer toller Bücher.. Drei Monate lang feiert die Kinderbuch-Ausstellung 70. Geburtstag und schaut zurück auf sieben Jahrzehnte Bilderbuch. Was ist alles auf dem Bilderbuchmarkt los gewesen, welche Ausgaben sind heute Kult, und was würde heute nicht mehr so im Regal landen? Und was erwartet das Kinderbuch wohl in der Zukunft? Daneben zeigt die Kinderbuchausstellung wie in jedem Jahr zahlreiche Neuerscheinungen aus vielen Ländern, die besonders schön gestaltet oder erzählt sind.
Die Ausstellung zeigt auf, wie sich die Themen und die Formensprache im Laufe der Zeit verändert haben. Wurde noch in den fünfziger Jahren oftmals eine heile Kinderwelt mit festgefügten Rollenbildern dargestellt, ändert sich das spätestens im Laufe der siebziger Jahre. Progressive Kinderbuchverlage edierten kritische Bücher für Kinder und schufen so ein ganz neues Feld des Kinderbuchs. Die kindlichen Sorgen und Probleme wurden ernst genommen und thematisiert. Technische Entwicklungen, gesellschaftliche Umbrüche und Problematiken wurden zunehmend auch zum Thema im Bilderbuch. Krieg, Flucht, Diskriminierung wurden aus kindlicher Perspektive dargestellt. In den letzten Jahren veränderten emanzipatorische Bewegungen auch die Bücher für Kinder sehr stark. Alte Rollenbilder wurden aufgebrochen und in Frage gestellt. Stereotypen wurden hinterfragt und die gesellschaftliche Vielfalt entwickelte sich zu einem Thema in den Bilderbüchern der letzten 10 Jahre. Bücher, die Kinder dazu ermuntern, ihre Körper, ihre sexuelle Orientierung und die Vielfalt an eigenen Fähigkeiten wertzuschätzen, finden sich zunehmend auf dem Bilderbuchmarkt.
Natürlich haben sich nicht nur die gewählten Thematiken, sondern auch die Bildsprache im Laufe der Jahre sehr verändert, wobei sich die zeitgenössische Bilderbuchillustration vom Illustrationsstil der fünfziger und sechziger Jahre inspirieren lässt. 

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Bis Donnerstag, 16. April: Frankfurter Kunstsäule mit Daniel (und Felix) Hartlaub

(Petra)

Aus der Werkausgabe bei Suhrkamp wissen wir, dass der Zeichner und Autor Felix Hartlaub (1913-1945, Sohn des Namensgebers der Neuen Sachlichkeit, des Kunsthistorikers und damaligen Direktors der Mannheimer Kunsthalle Gustav Friedrich Hartlaub) bereits als Kind düstere, apokalyptische Tuschezeichnungen angefertigt hat, die versehrte Kriegsrückkehrer ins Zentrum stellten. Seine Geschichte vom Jungen, die er vor etwa 100 Jahren in 16 Zeichnungen erzählte, schildert imaginäre Abenteuer seines Alter Ego in der Welt. Im Führerhauptquartier als Mitarbeiter für das Kriegstagebuch der Wehrmacht eingesetzt, gelang es ihm, eigene Texte herauszuschmuggeln, die seine äußeren und inneren Wahrnehmungen aus dieser Zeit beschreiben. Felix Hartlaubs kurzes Leben und sein ungeklärter Tod in den letzten Kriegstagen hinterließen einige Geheimnisse. Daniel Hartlaub plant nunmehr einen Film über seinen 1945 in Berlin verschollenen Onkel, und die KunstSäule beleuchtet dieses Filmthema in einer besonderen Kooperation mit dem englischen Künstler Keith Rodway. Im Frühjahr 2025 haben die beiden Künstler in England bereits eine gemeinsame Schau zu Felix Hartlaub realisiert. Für den Felix-Hartlaub-Film plant sein Neffe eine animierte Imaginationsebene, die teilweise auf der KunstSäule zu sehen sein wird. In den Bildern von Hartlaub oszilliert Felix Hartlaubs Leben zwischen Kunst, Krieg und NS-Regime. Die Litfaßsäule erinnert so an eine zerrissene Zeit, und Parallelen zu heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen sind unübersehbar.

Bild: ©Daniel Hartlaub

Vanished – The Curious Life and Death of Felix Hartlaub, kuratiert von Katrin Kobberger,  Ort: KunstSäule Frankfurt, Adresse: Am Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Ecke Gutzkowstraße), Uhrzeit: 19 Uhr, Öffnungszeiten:24/7, Eintritt: frei

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Vorschau auf den 1. Mai 2026

(Andrea)

Man möge mir verzeihen, es ist absurd, aber ich freue mich schon jetzt auf den 1. Mai (!). Und vielleicht teilt ihr sogar meine Vorfreude, ich bin seit Tagen elektrisiert und dann sprang auch gleich der innere Film an. Erstmals gehört habe ich Les Negresses Vertes in den 1990ern im Schweinefuß, das war eine Institution am Kaiser-Friedrich-Ring in Wiesbaden und seitdem haben sie mich begleitet. Meine Freundin Christine schickte mir irgendwann eine Kassette aus Berlin zu, bei 2001 kaufte ich “Familie Nombreuse” auf Vinyl und mit Christine war ich dann auch in der Stadthalle Offenbach. Ein intimes Konzert in einer viel zu großen Halle und wir gingen beseelt nach Hause. Seitdem habe ich sie nicht mehr live gesehen, aber höre sie natürlich noch immer. Man muss nicht unbedingt Fernweh haben oder besonders frankophil sein (aber das hilft natürlich ungemein), die Musik macht Spaß und manchmal auch melancholisch ("Il boit pour oublier qu' il vit, Il dort pour oublier qu'il boit"). Einlass 18 Uhr. 

Zoom, Carl-Benz-Strasse 21

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