09.01.-15.01.2026

Ein frohes neues Jahr euch allen!

Zur besseren Lesbarkeit empfehlen wir die Tipps im Browser zu lesen

Ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gestartet. Wir haben ein paar Tage in Italien verbracht – erst im Latium, dann zwei Tage in Neapel. Viel zu kurz, um wirklich einzutauchen, aber lang genug um 5 Kilo zuzunehmen…Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Und mit Jammern wollen wir 2026 ganz sicher nicht beginnen, sondern mit Freude.

Umso mehr freuen wir uns, dass ihr auch in diesem Jahr Lust auf Kultur habt und weiterhin „Danielas Ausgehtipps“ abonniert habt. Denn 2026 wird für uns ein ganz besonderes Jahr: Im Mai feiern wir tatsächlich unser 20-jähriges Jubiläum! Ich kann es selbst kaum fassen. Natürlich halten wir euch über das Wann, Wo und Wie unserer Jubiläumsfeier als Erste auf dem Laufenden.

Dass es die Ausgehtipps nun schon seit 20 Jahren gibt, liegt vor allem daran, dass ich sie längst nicht mehr alleine schreibe. Hinter dem Newsletter steht ein großartiges Team, ohne das all das nicht möglich wäre: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Uwe Schwöbel, Erik Düwel und Martin Grün.

Neben unserer Jubiläumsfeier erwarten uns in diesem Jahr aber natürlich noch viele weitere großartige Veranstaltungen. Wir freuen uns auf Theater, Konzerte, Ausstellungen, Sportevents (insbesondere die Spiele der Eintracht), Lesungen und vieles mehr.

Ich persönlich freue mich besonders auf die Jazzreihe „Jazz im Depot“, die nächste Woche im Bockenheimer Depot startet und von Jazz Montez organisiert wird. Da Uwe bekanntlich kein großer Jazzfan ist, meine Frage an euch: Wer hat Lust, mit mir hinzugehen? (16. oder 25.1.) Mehr Infos zur Konzertreihe findet ihr weiter unten bei Petras Empfehlungen.

Und ab nächste Woche nimmt der Kommunalwahlkampf fahrt auf. Ich gehe zur ersten Infoveranstaltung ins Massif Central. Auch dazu mehr Infos weiter unten. Wäre ich nicht dort, wäre ich nochmal bei der Veranstaltung Remix Almanya - Eine postmigrantische HipHop-Geschichte im mousnturm. Die habe ich zwar schon gesehen, aber das ist so gut, dass man es auch nochmal sehen kann. Mehr dazu bei Martins Tipps.

Jetzt muss ich mich allerdings sputen: Heute ist wieder Chorprobe und danach geht’s direkt ins Stadion. Die Eintracht spielt gegen Dortmund. Falls ihr auch dort seid, kommt doch vor dem Spiel zur Waldbühne: Um 19:25 Uhr stellen wir dort das „SGE Frauen Netzwerk“ vor. Im Anschluss ist Fjørtoft zu Gast auf der Bühne. Wäre ich nicht im Stadion, wäre ich natürlich bei Tankard in der Kapp.. mehr dazu bei Andreas Tipps, um so lauter werde ich heute Abend für Gerre “Schwarz Weiß wie Schnee” singen.

Was auch immer ihr vorhabt: Lebt wild!

Herzlich
Daniela

Vielen Dank an das tolle Ausgehtipp-Team: Martin Grün, Andrea Ehrig, Petra Manahl, Erik Düwel und Uwe Schwöbel.

FREUND:IN WERDEN - so geht's

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 19 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu sechst essen.
Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:
Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten bitte an Daniela (daniela@cappelluti.net)
1x2 Karten für Concerti Brillanti am 25. Januar im Casals Forum in Kronberg. Gewinnfrage: Zu welchem Anlass komponierte Edvard Grieg die Suite Aus Holbergs Zeit?

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antworten bitte an Uwe (schwoebke(at)aol.com)
2 x 2 Tickets für DER TOD am 23. Januar in der Centralstation Darmsadt 
Frage: Welcher Kontinent spielt beim Fußball gerade seinen Meister aus (siehe GEROLLTES)?
Foto: Der Tod

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

2 x 2 Karten für KC Rebell am Donnerstag, 15. Januar, in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Juhu, Thomas Kypta kommt mit seiner Heyne Kunstfabrik wieder nach Offenbach! Welcher Künstler eröffnet den Reigen?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

2x 2 Karten für Eddin am Samstag, 17. Januar in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Mit welchem Stück feiert der t-raum Jubiläum?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach(at)web.de 

1x 2 Karten für Julia Kautz am Montag, 19. Januar im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Welchen Film gibt es bei Kino Kulinarisch zu sehen?

SUCHE / BIETE

Dominique und Co suchen eine:n neuen Mitbewohner*in:
"für unser großes Haus in Offenbach-Bürgel zum 1.April 2025 gesucht. Für unsere alte Villa, in der wir als Mietgemeinschaft seit einigen Jahren in Offenbach-Bürgel zu fünft leben, suchen wir noch 1 neuen - nicht ganz so jungen - netten Mitbewohner/Mitbewohnerin (Ü40) Es stehen 2 schöne Zimmer zur Verfügung. Der Obulus beträgt kalt ca 650 EUR. zzgl. Nebenkosten (incl.Heizung+Strom) von ca 220,— EUR. Frankfurt ist gut zu erreichen. Bushaltestelle vor der Tür. Bis zum Marktplatz in OF mit dem Bus ca 5min (1,6km). Von da aus mit der S-Bahn 10min bis Konstablerwache. Fußläufig gibt es einige Geschäfte, z.B. Aldi, Rewe, Bio-Laden, Blumenladen, Post, 3 Bäcker, 3 Restaurants.
Kontakt: Dominique: Tel. 0173-3138722, d.decelle(at)gmx.de oder Manfred: Tel. 0171-4034382, koetter-post(at)web.de Fotos schicken die beiden zu.

Helenes sucht Nachhilfelehrer:in für Latein:
Ich suche eine qualifizierte Latein-Nachhilfe für meinen 13-jährigen Sohn, der die 7. Klasse eines Frankfurter Gymnasiums besucht. Gewünscht ist eine Person mit didaktischem Know-how, idealerweise eine Lateinlehrkraft oder ein:e Lehramtsstudent:in zweimal wöchentlich. Über eine Kontaktaufnahme freue ich mich: helene.allgeier@me.com

Freitag, 9. Januar: Tankard

(Andrea)

Gerre und seine Jungs sind Legende, die Batschkapp wird beben heute. "Lebende Fossilien sind nach allgemeiner Definition Organismen, die seit Anbeginn der Zeit im Wesentlichen unverändert geblieben sind. Beispiele sind der Hufeisenkrebs, der Ginkobaum und natürlich Tankard. Seit 40 Jahren preist die Frankfurter Bier-Metal-Crew mit ihrem mächtigen Evangelium den Alkohol und das einfache Leben, eine höchst unwahrscheinliche Erfolgsgeschichte, die vor vier Jahrzehnten begann und darin gipfelte, dass ein Fossil einer ausgestorbenen Seesternart offiziell nach ihnen benannt wurde: Ophiura tankardi. Dies ist eine Geschichte von enger Kameradschaft, von ewigem Durst, von vier Heavy-Metal-Vanguards, die ihre Zehen in einen Ozean aus Alkohol tauchen und testen, wie weit sie gehen können. Dies ist die Geschichte von Tankard.
Sie beginnt vor vielen Jahren. Wir schreiben das Jahr 1982. Schauplatz ist das Goethe-Gymnasium in Frankfurt. Heavy Metal ist noch eine relativ junge Sache. Noch vor ein paar Jahren wurden Klassen durch die Musik auseinandergerissen. In der einen Ecke des Rings: Smokie-Fans. In der anderen: ABBA. Die Jugendfreunde Andreas "Gerre" Geremia und Frank Thorwarth werden Jahre später das Bonmot From Frankfurt to Frisco we destroy every disco” prägen, das deutlich machen soll, auf welcher Seite sie stehen. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße

Freitag, 9. Januar: OF/ Pub-Quiz

(Andrea)

Im März sind Kommunalwahlen und weil ich gar nicht genau weiß, wer jetzt alles kandidiert, möchte ich heute in den Filmklubb. "In Teams wollen unsere Kandidat:innen für die Kommunalwahl gemeinsam mit dir raten, quizzen und gewinnen. Dabei kannst du mit unseren Kandidierenden ins Gespräch kommen und diese auf einer persönlichen Ebene kennenlernen. Unser Bundestagsabgeordneter Tarek Al-Wazir wird als Quizmaster durch den Abend führen. mKommt gerne vorbei und macht mit! Natürlich gibt es auch was zu gewinnen. Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr
Es werden Speisen und Getränke angeboten. 

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

GEROLLTES Neues Fußballjahr 2026

(Uwe)

2025 ist vorbei und ein neues Jahr hat begonnen. In einigen Ländern wurde bereits gespielt, insbesondere im Süden, in Spanien, Italien und Frankreich, aber auch in England. Dort wird von Weihnachten bis Mitte Januar quasi durchgekickt. Zwischen dem 26.12 und 08.01 werden in der englischen Elitaliga vier Spieltage durchgeführt, die Bundesliga beginnt wieder am Freitag, dann spielt die Eintracht gegen Dortmund. Aktuell läuft der Spielbetrieb in den europäischen Ligen ohne Nationalspieler vom afrikanischen Kontinent, denn in Marocco läuft aktuell die Afrikameisterschaft, Tunesien mit Frankfurt Skhiri ist im Achtelfinale ausgeschieden. Früher war die Winterpause in Deutschland länger, da gab es eine echte Unterbrechung, mit Hallenturnieren und Wintertrainingslagern, insbesondere in Portugal oder der Türkei. Alles vorbei, wenn nicht gespielt wird, fließt kein Geld und die WM in Nord- und Mittelamerika im Sommer steht ja auch vor der Tür. Das wird selbst mir mittlerweile zu viel. Nach unserer Rückkehr aus Italien am Wochenende, schaute ich Manchester City vs. Chelsea und brach es irgendwann ab, weil es mich einfach nicht interessierte, obwohl zwei meiner Lieblingsspieler (Rodri & Reijnders von Man City) mitspielten. Omar Marmoush spielte bei genanntem Spiel nicht mit, er ist mit Ägypten bei der Afrikameisterschaft noch dabei. Bei Man City ist er aktuell sowieso nicht Erste Wahl, daher wird über einen Transfer / eine Leihe spekuliert.

Samstag, 10. und Sonntag, 11. Januar: Devid Striesow liest David Foster Wallace, Thorsten Lensing

(Martin)

„Witze sind die Flaschenpost, mit der die Verzweifelten ihre gellendsten Hilfeschreie aussenden.“ Wallace schreibt darüber, wie es sich anfühlt zu leben, statt davon abzulenken, wie es sich anfühlt zu leben. Er ist der Überzeugung, dass es eine Art von Verzweiflung gibt, die sich allein durch Komik ausdrücken lässt. Seine Texte sind komisch bis zum Kalauer und erschütternd bis zum schwer Erträglichen. 

Sie erzählen von all den uralten menschlichen Problemen und Gefühlen, die so gar nicht trendy sind. Wallace besitzt die atemberaubende Fähigkeit, sich in beschädigte Seelen einzufühlen und aus ihnen heraus zu erzählen.Sein eigenwilliger Blick auf die Welt eröffnet Normalsterblichen neue Horizonte.

David Foster Wallace gilt als einer der einflussreichsten und innovativsten Schriftsteller der letzten 100 Jahre. Seine Romane, Erzählungen und Essays gehören zu dem intellektuell und künstlerisch Verwegensten, was die moderne Literatur hervorgebracht hat. Devid Striesow und Thorsten Lensing setzen mit dieser Lesung ihre mit der legendären Inszenierung des Romans „Unendlicher Spaß“ begonnene Auseinandersetzung mit David Foster Wallace fort.

Samstag, 10. Januar um 20.00 Uhr und Sonntag, 11. Januar um 17.00 Uhr
Künstler*innenhaus Mousonturm / Saal
Foto: © Nils Schwarz

Samstag, 10. Januar: Of/ unterwegs...vielleicht

(Andrea)

Ein Besuch auf dem Wilhelmsplatz lohnt sich heute doppelt, das heißt eigentlich muss ich heute zweimal hin: Einmal lecker Wintergemüse einkaufen und dann um 18 Uhr zur Vernissage ins Mancinis: "In der Ausstellung „unterwegs..vielleicht“ widmet sich @das_bait einer visuellen Erkundung, die weniger von geografischen Koordinaten als von einer Atmosphäre der stillen Beobachtung bestimmt wird. Die Arbeiten verweigern sich dem klassischen Reisebericht und dem Blick auf das Ganze; stattdessen suchen sie konsequent den radikalen Ausschnitt.
In diesen visuellen Fragmenten entfaltet sich eine romantische Tristesse – eine Poesie der verlassenen Orte und Zwischenräume. Die Protagonisten dieser Bilder sind oft Fragmente oder stille Zeugen einer vergangenen Handlung. Es ist eine Einladung, nicht das Ziel, sondern die melancholische Schönheit des Unterwegsseins zu entdecken. "18 Uhr 

Mancini, Wilhelmsplatz, Offenbach

Samstag, 10. Januar: Nico Laska

(Andrea)

Nico Laska, 1996 im schönen Büdingen geboren, veröffentlicht seit 2014 seine Musik auf Yotube und Facebook und hat sich darüber eine weitreichende Fangemeinde erspielt. Seine Musik verbindet die Welten von Pop und Alternative auf beeindruckend authentische Weise, er hat einen ganz eigenen Sound geschaffen, der in der deutschen Musikszene heraussticht. Mit seiner Musik möchte Nico einen Ort schaffen für Menschen, die sich oft allein fühlen – bei seinen Konzerten ist niemand wirklich allein. Sein Talent für ehrliches, vielschichtiges Storytelling hat Nico Laska nicht nur eine treue Fanbase eingebracht – liebevoll „Nico Laska Gang“ genannt – sondern auch einen Platz in den deutschen Albumcharts (#74). Mit Blick nach vorn steht nun sein zweites Studioalbum in den Startlöchern: BLUE erschien am 21. November 2025. Im Kern geht es auf dem Album darum, dem Traum eines Musikerlebens zu folgen – selbst dann, wenn es schwierig und beängstigend wird. Es geht um verlorenen Mut, aber auch darum, ihn durch die Menschen um einen herum wiederzufinden. Zur Feier des Albums geht Nico auf I’m Better Now Tour durch Deutschland. Für alle, die Pop und Alternative lieben – und für alle, die sich manchmal allein fühlen oder einen Platz zum Ankommen suchen: BLUE und die Tour erinnern daran, dass man nie wirklich allein ist.  Foto Credits: Marvin Contessi. <Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße

Noch bis Sonntag, 11. Januar: Ausstellung Suzanne Duchamp

(Petra)

Nicht nur, weil die Schirn jetzt für mich in Bockenheim „um die Ecke“ liegt, will ich unbedingt noch die Ausstellung von Suzanne Duchamp in der Schirn sehen. Sie soll gedanklich mein ausgiebiges Jahr mit der Zeit des „Neuen Frankfurt“ abrunden – nach der Arbeiter-Olympiade, dem ersten Lampionfest, dem Ernst-May-Fest und der Herbstakademie mit mehreren tollen Ausstellungen. Präsentiert wird das vielseitige, nicht weniger als 50 Jahre umfassende Schaffen der Künstlerin, die in den 1910er- und 1920er-Jahren zur Entwicklung des Dadaismus beigetragen hat. Obwohl Duchamps Werke in weltbekannten Sammlungen vertreten sind und sie zu Lebzeiten bestens in Kunstkreisen vernetzt war, blieb ihre künstlerische Bedeutung lange im Schatten ihrer Brüder Marcel Duchamp, Raymond Duchamp-Villon und Jacques Villon sowie ihres Ehemanns Jean Crotti.  Die Retrospektive zeigt rund 70, teils durch aufwändige Recherchen wiederentdeckte Werke, darunter experimentelle Collagen, figurative Darstellungen, abstrakte Gemälde und historische Fotografien sowie bedeutende Archivfunde. Neben ihren Dada-Arbeiten beleuchtet die Ausstellung Duchamps frühe kubistische Interieurs und Stadtlandschaften, ihre späten figürlichen Gemälde mit oftmals ironischen Untertönen, die Landschaften der 1930er- und 1940er-Jahre sowie ihr nahezu abstraktes Spätwerk. 

Foto: ©Schirn Kunsthalle Frankfurt 2025

Suzanne Duchamp – Retrospektive, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Gabriel-Riesser-Weg 3, Öffnungszeiten: dienstags – sonntags: 10 - 19 Uhr, donnerstags 10 - 22 Uhr, 24.12.2025 geschlossen, 25.12.2025 10 - 22 Uhr, 26.12.2025 10 - 19 Uhr 31.12.2025 10 - 17 Uhr, 01.01.2026 11 - 19 Uhr, Eintritt: 12 (10) Euro, barrierefrei

Sonntag, 11. Januar: Sonntags ins Museum

(Andrea)

Es gibt wenig Schöneres, als einen Sonntag gemütlich zu vergammeln. Lange schlafen, frühstücken, endlos Zeitung lesen und dann irgendwann gegen Nachmittag mal raus gehen, ins Museum zum Beispiel. Im Sinclair-Haus in Bad Homburg waren wir neulich schon, die Ausstellung lohnt sich und vor- oder nachher ein Stück Kuchen im Cafe Eiding, besser gehts nicht. In Offenbach zeigt das Klingspor Museum die inzwischen 70. Internationale Kinderbuchausstellung und lädt zudem heute ab 15 Uhr zum Familiennachmittag mit Lesung und kostenlosen Workshops für Kids ab 4 Jahren. 
Ebenfalls illustriert aber hintersinniger ist es im Caricatura in Frankfurt, dort sind Cartoons von Martin Perscheid zu sehen und die sind schon sehr lustig. Er hat, ebenso wie der geschätzte Loriot, die Landsleute genau beobachtet und mit gekonntem Strich in ein Bild gebannt. Außerdem empfehlenswert ist die Ausstellung im Kunstverein “Fragilität der Anatomie”. Wir sind neulich eher reingestolpert, weil wir nach dem Weihnachtsmarkt keine Lust hatten, zum Museumsufer zu laufen und waren fasziniert von dem Sujet. Zu sehen sind u.a. kunstvoll gestaltete Prothesen, die der Trägerin beziehungweise dem Träger zu einem beeindruckendem Auftritt verhelfen und den Verlust eines Arms oder Beins nicht schamhaft kaschieren, sondern mutig betonen. Es gibt Mensch-Maschine-Installationen, wissenschaftliche Annäherungen an inzwischen teilweise besiegte Krankheiten und eine raumfüllende und phantastische Reise in den Körper, die ist wirklich toll (dort ist auch das Bild entstanden, Filmstill). Ich habe mir für heute das Museum für Kommunikation ausgesucht, dort endet heute die Ausstellung „New Realities: Fashion Fakes – KI Fabriken“ und “News”, die parallel läuft, interessiert mich auch. 

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach
Caricatura, Weckmarkt
Frankfurter Kunstverein, Römerberg
Museum für Kommunikation, Museumsufer
Sinclair-Haus, Bad Homburg

Sonntag, 11. Januar: Of/ Sentimental Value

(Andrea)

Ein berührend-leichtes Familienporträt über Nähe, Distanz und zweite Chancen erzählt Joachim Trier in “Sentimental Values”, schon jetzt hochgelobt. Nach "Der schlimmste Mensch der Welt" gelingt Joachim Trier ein vielschichtiges Meisterwerk über Beziehungen und Gefühle, die nur schwer in Worte gefasst werden können. Getragen von dem großartigen Ensemble um Renate Reinsve, Stellan Skarsgård, Elle Fanning und Inga Ibsdotter Lilleaas erzählt Sentimental Value mit großer Leichtigkeit und viel Humor die Geschichte einer Familie, die noch lange im Kopf und im Herzen bleibt. 
Nora und Agnes verbindet eine komplexe Beziehung zu ihrem Vater, der seine Arbeit stets über die Familie stellte. Nun steht Gustav nach Jahren der Funkstille plötzlich wieder vor der Tür – mit einem charmanten Grinsen und dem emotionalen Gepäck eines halben Lebens. Augenblicklich geraten alte Familiendynamiken ins Rollen. Und nach und nach wird deutlich, dass sich Vater und Töchter ähnlicher sind, als sie glaubten. Vielleicht ist es doch nicht zu spät für einen Neuanfang?>> Trailer zum Film, >> Karten bitte HIER kaufen. Einlass: 17.00 Uhr, Beginn: 18.00 Uhr. Es werden Speisen und Getränke angeboten. 

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach. Nicht barrierefrei

Dienstag 13. Januar: Massif Talks - Heute mit Bündnis 90 / Die Grünen

(Daniela)

Zur OB Wahl haben Florian & Amin die Talks ins Leben gerufen. Jetzt gehts weiter. Sie schreiben:

Frankfurt ist mehr als eine Stadt – das steht für uns, Florian Joeckel (guilty76 // Massif Central) und Amïn Baghi (esistfreitag // Frankfurt du bist so wunderbar) fest. Ein funktionierendes Stadtleben im Sinne der Frankfurter:innen und das Wohl der Stadt liegen uns sehr am Herzen – und basieren auf einer demokratischen Grundlage. Deswegen war und ist unsere Mission: Wir machen Wahlkampf – für die Demokratie. Nun kreuzen wir unsere „Waffen“ und schauen, was in unserem geliebten Frankfurt möglich ist.

Nach unserem erfolgreichen Format im Rahmen der OB-Wahl kommen wir mit einer zweiten Runde zurück. Den Frankfurter:innen liegt am Herzen, wer in unserer Stadt Politik macht. Ihnen ist wichtig, dass parteiübergreifend Gesprächs-, Rede- und Austauschbedarf herrscht. Kooperieren statt Egoshooten. Im entspannten Gespräch mit mehreren Personen pro Partei werden Fragen beantwortet. Mitten aus dem Leben, über das Leben und aus dem Herzen von Europa. Wenn Ihr schon immer einmal wissen wolltet, welche Ziele, Positionen, Prioritäten für Frankfurt, welche Hobbies, Angewohnheiten aber auch Verhasstes, Privates, Träume, Wünsche und Visionen Euer/Eure Kandidat:in mit ins Rennen bringt: Seid dabei!

Wir werden in der 90-minütigen Fragerunde Fragen von Frankfurter:innen stellen. Und danach? Bleibt genug Zeit mit den Kandidat:innen – zum lockeren Plausch bei einem Kaffee, Kuchen, Wein oder Bier.
Der Eintritt ist selbstverständlich frei und wir werden das komplette Gespräch aufzeichnen. Die Highlights werden als Short Video zeitnah nach dem Abend veröffentlicht.
Das Thema bedeutet uns sehr viel und somit sind wir mehr als happy, Euch im Januar an mehreren Terminen kandidierende, demokratische Parteien – und vor allem die Menschen hinter dem Wahlplakat – vorzustellen.

Einlass 18:00 Uhr, Beginn 18:30 Uhr, Eintritt frei

Heute geht's los mit Bündnis 90 / Die Grünen: Katharina Knacker & Domitrios Bakakis (Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidat:innen) und Elke Voitl (Dezernentin für Gesundheit & Soziales) und Dr. Basdtian Bergerhoff (Stdtkämmerer und Dezerent für Finanzen, Beteiligungen & Personal).

Weitere Termine:
14.01. VOLT; 17.01. SPD; 19.01. FDP; 21.01. CDU; 23.01. DIE LINKE
www.frankfurtdubistsowunderbar

Dienstag 13. und 20. Januar: Mit Yoga ins Neue Jahr - Führung und Entspannung in der Ausstellung „Bewegung! Frankfurt und die Mobilität“

(Daniela)

Regelmäßige körperliche Aktivität, wie Übungen zur Verbesserung des Gleichgewichts und der Muskulatur, können das Sturzrisiko senken. Gerade beim derzeitigen Wetter wäre das doch ein guter Vorsatz für das neue Jahr. Wem ein Fitness-Studio zu öde ist, kann an zwei Terminen im Januar in der Ausstellung „Bewegung! Frankfurt und die Mobilität“ mit Yoga etwas für die eigene Gesundheit tun und gleichzeitig die Sonderausstellung besuchen, die nur noch bis zum 2. Februar zu sehen ist. 

Nach einem 25-minütigen Rundgang mit Kuratorin Nina Gorgus heißt es eine Stunde Innehalten auf der Matte mit der Yoga-Lehrerin Olivia Hildebrandt. Sie zeigt, welche Übungen den Körper stärken, welche Atemtechniken und welche sanften Bewegungen helfen, sich zu entspannen. Die jahrtausendealte Praxis aus Indien verbindet Körper, Geist und Seele und fördert das Wohlbefinden. 

Die Yoga-Stunde ist für alle Levels geeignet. Mitzubringen sind bequeme Kleidung und eine Yoga-Matte.
Flow und Innehalten – mitten im Museum.
Führung und Yoga in der Ausstellung „Bewegung! Frankfurt und die Mobilität“
13.1. und 20.1., jeweils 17.30 bis 19 Uhr im HMF Eintritt: 10 €/ermäßigt 5 € zzgl. 3 € Führung Anmeldung über Kasse/Besucherservice, max. 20 Personen Online kann man sich hier direkt ein Ticket kaufen. 

Mehr Informationen zu „Bewegung! Frankfurt und die Mobilität“:  https://historisches-museum-frankfurt.de/de/ausstellungen/bewegung

© HMF, Larissa Blaslov

Dienstag, 13. Januar: Vernissage Ausstellung Walter Gerstung „Old meets New: Old School / Black Water“ in der Heyne Kunst Fabrik

(Petra)

Mit „Old School“präsentiert die Heyne Kunst Fabrik erstmals Werke aus den frühen Schaffensjahren des Fürther Malers und Grafikers Walter Gerstung, dessen eindrucksvollen Arbeiten die Heyne Kunst Fabrik bereits vor einigen Jahren gezeigt hat. Die Arbeiten aus den exzessiven und schonungslosen 80er- und 90er-Jahren umfassen sowohl Originale als auch limitierte und signierte Editionen. Dem gegenüber steht die aktuelle Werkserien „Black Water“ – surreale Fotokunstwerke, die den Gerstung der Gegenwart zeigen. Der Künstler Walter Gerstung ist zur Vernissage anwesend.

Foto: ©Walter Gerstung, Heyne Kunst Fabrik

Ausstellung Walter Gerstung „Old meets New Old School / Black Water“, Ort: Heyne Kunst Fabrik, Adresse: Bleichstraße 67, Offenbach, Vernissage 13.01.: 19 - 22 Uhr, Öffnungszeiten:freitags 18 - 21 Uhr (16./23./30.01.), sonntags: 15 - 18 Uhr (18./25.01.), weitere Termine gerne nach persönlicher Vereinbarung

Dienstag, 13. Januar: MOTHER’S BABY PREMIERE

(Uwe)

Premierenfeier mit Sektempfang, Film und Filmgespräch nach dem Film mit Regisseurin Johanna Moder, Hauptdarstellerin Marie Leuenberger und Kameramann Robert Oberrainer. Dazu gibt es Grußworte von Dr. Stephan Hutter, Honorargeneralkonsul der Republik Österreich und Thomas Kalau, Stellvertretender Generalkonsul der Schweiz. 

Darum geht es im Film: Julia und Georg sehnen sich nach einem Kind. Eine neue Behandlung in Dr. Vilforts Klinik soll den Traum wahr werden lassen. Doch nach der Geburt wird das Baby sofort weggebracht. Als Julia endlich mit dem Kind vereint wird, spürt sie eine unerklärliche Distanz. Irgendetwas stimmt hier nicht. MOTHER’S BABY lief im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale und glänzt mit einem herausragenden Cast: Marie Leuenberger (Verbrannte Erde, Die göttliche Ordnung), Claes Bang (The Square), Hans Löw (Ich bin dein Mensch) und Julia Franz Richter (L’Animale).

Der Film läuft ab 15. Januar in den Kinos.

Cinema, Roßmarkt 7, Frankfurt am Main, Sektempfang; 20.00 Uhr / Filmbeginn: 20.30 Uhr
Foto: Verleih

Dienstag, 13. Januar: Remix Almanya - Eine postmigrantische HipHop-Geschichte

(Martin)

Was hat die Musik der sogenannten Gastarbeiter*innen der 1960er und 1970er Jahre und der Exilant*innen aus den 1980er Jahren mit dem aktuellen deutschen Gangsta-Rap zu tun? Welche Verbindung gibt es zwischen dem politischkulturellen Empowerment der 1. Generation, den Kämpfen um Staatsbürgerrecht in den 1990er Jahren und der schillernden popkulturellen Gegenwart? In ihrer Lesung remixen Murat Güngör und Hannes Loh Bilder, Texte, Songs und Filme aus 40 Jahren Almanya mit persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Debatten. Sie durchlaufen die vergessenen Jahre des HipHop-Oldschool, beleuchten den Einfluss der Wiedervereinigung auf die Geburt von Deutschrap und hinterfragen den Sound von Gangsta-Rap – und wir fragen nach Class, Race und Gender in dieser Geschichte des Empowerments. Und sie bringen einen Special Guest mit.

Dienstag, 13. Januar um 20.00 Uhr / Künstler*innenhaus Mousonturm / Saal
Foto: © Bruno_Alexander

Mittwoch, 14. Januar: Out of Storage – Führung Ausstellung DAM mit Anna Scheuermann

(Petra)

Seit ihrer Gründung vor 40 Jahren unterstützen die Freunde des Deutschen Architekturmuseums die Erweiterung der Museumssammlung. Anlässlich ihres Jubiläums vereint die Ausstellung „Out of Storage“ erstmals sämtliche Archivalien, die mit Hilfe des Freundeskreises in die Sammlung gelangten. Heute nimmt uns die hier ebenfalls engagierte Architektin und Kuratorin Anna Scheuermann mit durch die Ausstellung. Gezeigt werden über 130 Exponate aus verschiedenen Jahrzehnten des 20. und 21. Jahrhunderts – darunter Arbeiten international renommierter Architekt*innen wie Archigram, Future Systems, Bruce Goff, Hans Poelzig und Hans Scharoun. Gleichzeitig lädt die Schau zur Reflexion über das Sammeln von Architektur ein: über die Rolle von Archiven, über Fragen des Zugangs und der Bewahrung – und über die heutige Bedeutung von Architekturmuseen als Orte des Wissens und der Vermittlung. Der Titel „Out of Storage“ ist dabei doppeldeutig: Er ist einerseits als Appell zu verstehen, die vom Freundeskreis unterstützten Sammlungsbestände öffentlich sichtbar zu machen – andererseits verweist er auf die logistischen Herausforderungen wachsender Archive, in denen der Großteil der Bestände verborgen bleibt und nur selten ausgestellt werden kann. Ergänzt wird die Präsentation durch Stimmen internationaler Kurator*innen und Sammlungsleiter*innen – etwa vom Museum of Modern Art oder dem in Planung befindlichen Korean Museum of Urbanism and Architecture. In Interviews reflektieren sie die Potenziale des Archivs nicht nur als Speicher, sondern auch als Impulsgeber für neues Wissen – und als produktive, inspirierende Kraft innerhalb der Architekturdisziplin.

Foto: ©DAM, Moritz Bernoully

Out of Storage – Ausstellung, Führung mit Anna Scheuermann, Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt (DAM), Adresse: Schaumainkai 43, Uhrzeit: 17 Uhr, Eintritt: 12 (7) EURO (Teilnahme Führung inbegriffen), Treffpunkt: Foyer DAM, barrierefrei

Donnerstag, 15. Januar: Of/ Mother Sister Brother

(Andrea)

Stricken werde ich nicht, aber den Film möchte ich gerne sehen. "In seinem neuesten Geniestreich lässt Regie-Ikone Jim Jarmusch den hochkarätigen Cast um Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Indya Moore und Luka Sabbat die Untiefen familiärer Beziehungen ausloten.
Ein behutsam als Triptychon komponierter Spielfilm: Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: FATHER ist im Nordosten der USA angesiedelt, MOTHER in Dublin und SISTER BROTHER in Paris. Es ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie.FATHER MOTHER SISTER BROTHER wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Das Licht wird gedimmt. >> Trailer zum Film>> Karten bitte HIER kaufen Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr. Veranstalter: filmklubb, Maschenwahn & Kreativwelt

Filmklubb, Iseburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Donnerstag, 15. Januar: KC Rebell

(Andrea)

Er wird als "Daddy" der Deutschrap-Szene bezeichnet, hat zahlreiche Chart-Erfolge gefeiert und ist eine feste Größe im Genre. Er betreibt eine Shisha-Bar-Kette, vertreibt eigenen Shisha-Tabak und geht jetzt auf Abschiedstournee mit neuen Songs, die er nie zuvor live gespielt hat: KC Rebell kommt in die Batschkapp und bringt den ein oder anderen Gast mit. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße

Freitag, 16. Januar: Of/ The Dressmaker

(Andrea)

Heute gibt es tatsächlich mal wieder einen Filmabend im Ledermuseum, “The Dressmaker” mit Kate Winslet. "Nach 25 Jahren als Schneiderin in den europäischen Modezentren London, Mailand und Paris kehrt Myrtle, gespielt von Kate Winslet, in ihre australische Heimat zurück. Ihr Wissen über die Haute Couture will sie an die Frauen der Dorfgemeinschaft weitergeben und ein ihr angetanenes Unrecht aufklären. Mehr Informationen zum Film finden Sie hier. 118 Min.; 2015, Beginn 19 Uhr, Eintritt 12 €; MIT ANMELDUNG, per Telefon  +49 (0) 69 829798 0 oder per Email an info@ledermuseum.de. Filmausschnitt ©Ascot Elite Home Entertainment

Ledermusem, Frankfurter Straße 84, Offenbach

Freitag, 16. Januar: OF/ Es war die Lerche

(Andrea)

Im vergangenen Jahr feierte das kleinste Theater Hessens, mindestens, wahrscheinlich aber Deutschlands, Jubiläum. 20 Jahre t-raum! Krankheitsbedingt konnte das dann gar nicht so rauschend gefeiert werden wie geplant und so holen Frank und Sarah heute das fürs Jubiläum geplante Stück nach. “Es war die Lerche” von Ephraim Kishon, mit dem sie seinerzeit ihr kleines Theater eröffneten.  "Was ist bloß mit Romeo und Julia los? Ihren Selbstmord haben sie dann doch irgendwie überlebt, sind inzwischen fast 30 Jahre verheiratet und leiden unter ihrer pubertierenden Tochter Lucretia. Und so befindet sich nun das Mega-Liebespaar der Weltliteratur, Vorbild für Dutzende von Generationen romantischer Träumerinnen und Träumer in einer tiefen Krise: Romeo liebt nur sich selbst, Rettich und Lisa während Julia genervt ist von ihrem Gatten, der Tochter und unerwartetem Besuch. Der Dichter Shakespeare höchst persönlich ersteht aus dem Grabe auf, erscheint – ob des giftigen Streites der von ihm Erschaffenen – auf der Szene und rückt dem hemmungslos geifernden Paar auf die Pelle. Töchterchen Lucretia findet den Englishman in Verona irgendwie sexy und die intriganten Versuche Julias sowie Romeos alte Bündnisse für sich zu nutzen, stiften eher Verwirrung und Heiterkeit als dass einer der beiden Ehekonkurrenten so wirklich für sich punkten kann. Was einst Liebesgesäusel zwischen romantischen Menschen war, wird zum wilden Gefecht zwischen Eheleuten: “Es war die Lerche!“
Eine wunderbar intelligente Komödie um das große Menschheitsthema – die Liebe. Es spielen Sarah C. Baumann (Shakespeare ); Elena Hahn (Julia, Amme, Lucretia), Frank Geisler (Romeo, Pater Lorenzo).

Theater t-raum, Wilhelmstraße 13, Offenbach

Freitag, 16. Januar – Sonntag, 25. Januar: Jazz im Depot

(Petra)

Das Jazz Montez, das Ihr sicher von den tollen sommerlichen Outdoorkonzerten vor dem Kunstverein Familie Montez kennt, ist gerade gut in Frankfurt unterwegs: Ende letzten Jahres gab es im Jazzclub des Museums Angewandte Kunst eine kleine Konzertreihe. Im Januar machen sie jetzt Station im Bockenheimer Depot (in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt). Jazz Montez und das Schauspiel Frankfurt präsentieren hier eine außergewöhnliche Konzertreihe: In Formaten wie „Jazz is my Democracy“ treffen experimentelle Klangwelten auf nordischen Jazz und die frischen Stimmen einer neuen Generation von Singer-Songwriter*innen. Die Abende bewegen sich bewusst im Grenzbereich zwischen Improvisation, Songstruktur und klanglicher Forschung – mit großen musikalischen Überraschungen garantiert. Dabei erwarten uns spannende international Musiker*innen und ebenso lokale Favourites, wie die Songwriterin Juli Kuhl.  

Jazz im Depot – Konzertreihe, Ort: Bockenheimer Depot, Adresse: Bockenheimer Warte, Eintritt: 35 (15) EURO, Gesamtprogramm und Tickets gibt’s hier  

Freitag, 16. Januar: Lesung und Musik "All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt"

(Petra)

Ich war Ende 2025 auf Danielas Empfehlung hin bei der Buchvorstellung und Lesung im Exzess - und begeistert von Kenneth Hujers Buch “All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt”. Die Stadt Frankfurt aus ganz verschiedenen Zusammenhängen in den Blick zu nehmen und sich dabei ihre Geschichten erzählen zu lassen – darum geht es Kenneth Hujer in seinem Interviewband. Er spricht über Frankfurt als Kulturstadt in Film, Kunst, Fotografie, Roman und Musik, auf der Theaterbühne, als politisches Laboratorium, zu Fuß, im Untergrund und auf der Couch. In elf umfangreichen Gesprächen entsteht ein vielstimmiges und detailreiches Bild der Mainmetropole, das sowohl persönliche Erinnerungen als auch kollektive Erfahrungen einfängt – mit einem besonderen Fokus auf die gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche der 1960er bis 1980er Jahre zwischen Studierendenrevolte, Psychoanalyse und Publikumsbeschimpfung. Die Bandbreite der Gesprächspartner*innen reicht von der Schriftstellerin Eva Demski, der Fotografin Barbara Klemm und dem Musikjournalisten Klaus Walter über den Politiker und Publizisten Daniel Cohn-Bendit sowie den Suhrkamp-Lektor und Verleger Karlheinz Braun bis hin zu dem Konzeptkünstler Timm Ulrichs. Sie teilen Erinnerungen, Erfahrungen, Berichte und Anekdoten und stellen Überlegungen zur Frankfurter Gegenwart und Zukunft an. Zudem haben sie in ihren Archiven gekramt und Hujer Unveröffentlichtes und Kurioses anvertraut, das er zusammen mit den Interviews in diesem Buch präsentiert. Heute habt Ihr erneut die Chance, den Interviewband und den Autor kennenzulernen. Und Klaus Walter legt dazu auf. Hörenswert – nicht nur für Alt- und Neu-Frankfurter*innen.

All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt, Lesung mit Kenneth Hujer und Musik, DJ: Klaus Walter, Ort: ONO2, Adresse: Walter-Kolb-Str. 16, Uhrzeit: Tür 20 Uhr, Start 21 Uhr, Eintritt: frei
 

Freitag, 16. Januar: Reni & Salomon

(Uwe)

Reni ist Singer-Songwriterin aus Frankfurt. Allein mit einer Gitarre und ihrer Stimme erschafft sie auf der Bühne große Emotionen und zieht das Publikum in ihren Bann. Renis deutschsprachige Songs erzählen mit einer rohen Ehrlichkeit persönliche Geschichten: Es sind Momentaufnahmen, mal tragisch, mal komisch, aber immer mitten ins Herz. Salomons Performance ist ein gleichzeitiger Mix aus Liedermaching, Rap und Comedy mit Punkeinflüssen. Salomon hat mit ‚Unpop‘, also unpopuläre Popmusik gleich sein eigenes Genre erfunden. Humorvolle Texte, gleichermaßen selbstironisch wie systemkritisch mit eingestreuter Melancholie. Über das Aufwachsen in der Kleinstadt und Therapiesuche in der Großstadt, das Leben als Musiker in der Kleinkunstwelt und einer sich immer schneller verändernden Welt. Was auf den ersten Blick wie eine ungewöhnliche Kombination erscheinen mag, gestaltet sich als ein facettenreicher, mitreißender Abend voller Kontraste und Überraschungen.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Reni & Salomon privat

Freitag, 16. & Sonntag, 18. Januar: Der Schmerz (weitere Termine)

(Martin)

Eine sensationelle Inszenierung in spektakulärem Bühnenbild und instensivstes Schauspiel! 

Shirin Sojitrawalla schreibt dazu in ‚Theater der Zeit‘ (erschienen am 23.10.25): „An keinem Moment der fast zwei Stunden ertönt hier ein Wort, das nicht auch durchlebt und durchdacht scheint von denen, die es sprechen. Das kann verwundern, zumal bei einer Romanadaption, und zwar nicht irgendeiner, sondern Marguerite Duras’ „Der Schmerz“. Ein harter Text, der das Grauen unverblümt zur Sprache bringt. Regisseur Michael Weber hat die Theaterfassung erstellt und die Bühne eingerichtet. Im Mittelpunkt steht eine Frau, Marguerite Duras, die darauf wartet, dass ihr Mann aus dem Konzentrationslager heimkommt. Als Mitglied der Résistance war Robert L. (im echten Leben Robert Antelme) in deutsche Konzentrationslager deportiert worden. Bald steht er abgemagert und an Körper und Seele zerschunden vor ihr. Ein großer Mann mit nur noch 37 Kilogramm. Ein Wrack, in Frankfurt verkörpert von Jakob Gail. 

In einem Seitenraum der Frankfurter Naxoshalle des Theaters Willy Praml beherrscht ein ausgebrannter Bus die Bühne. Er nimmt fast die gesamte kleine Spielfläche ein, das Publikum nimmt an drei Seiten drumherum sehr dicht am Geschehen Platz. (…) Zu Anfang sitzt hier im selben Moment nervös und stoisch Anna Staab als bildschöne Frau mit tolldreist eingedrehter Frisur nach der Mode der damaligen Zeit. Die Flamme eines Feuerzeugs illuminiert ihr Antlitz. Schon dieser Beginn erweist sich als so spektakulär unspektakulär, dass man die Augen nicht abwenden möchte.

Immer wieder sind es kleine Details, Momente am Rande, die an diesem konzentrierten Abend Eindruck hinterlassen. Der Bus dient dabei als Sinnbild für Gewalt und Zerstörung und für ein Zuhause auf Zeit. Im Laufe des Abends bespielt das Ensemble ihn von allen Seiten, inklusive Heckfenster. Im Dach des Busses befinden sich zwei Luken, manchmal spaziert das Ensemble dort oben umher. An einer Stelle stampft jemand immer wieder mit dem Fuß auf, so dass die Frau unten im Bus den Schmerz der Überlebenden als irres Klopfen in den Schläfen spürt, oder ist es das lang ersehnte Pochen an der Tür? An anderer Stelle kauert der Wiederkehrer auf einem der großen Reifen des Busses, wie heutzutage Geflüchtete es auf ihrem Weg nach Europa tun. Im Inneren des Busses steht ein Klavier, das zuweilen betätigt wird, auch wenn die Musik vom Band kommt, wie überhaupt Musik hier als Atmosphärenverstärker dient: Klassisches, aber vor allem Chansons und Volkslieder, oft sehr Französisch, immer stimmungsvoll. Frankreichmarker setzt der Abend, ohne auf Baguette und Baskenmütze zurückzugreifen. Okay, der Liebhaber der Frau (Muawia Harb) trägt ein Bretagne-Shirt (Kostüme Paula Kern), doch französisch wirkt eher die Art, wie Weber und sein Ensemble von Krieg und Leben erzählen, etwa die Nonchalance mit der am Ende alle mit freiem Oberkörper spielen und dabei ebenso so viel von der Fragilität ihrer Existenz wie vom zerrütteten Begehren sprechen. 

Szenen größtmöglicher Zärtlichkeit wechseln sich ab mit krassen Verlautbarungen roher Gewalt und Unmenschlichkeit. Dabei zelebriert der Abend seine Langsamkeit, die zwar ein bisschen Sitzfleisch erfordert, aber dennoch zielführend ist. Es ist die Mischung aus französischer Leichtigkeit und deutscher Erdenschwere, die überzeugt. Das Ensemble, allen voran Anna Staab, bewundert man nicht nur fürs Auswendiglernen irrsinniger Textmengen, sondern auch für sein variantenreiches, situativ wechselndes Spiel. Ein paarmal läuft die Frau wie manisch um den Bus herum, ihre hohen Schuhe im Raum hallen wie Hiebe, und man denkt unwillkürlich an Todesmärsche und die Hofgänge Gefangener. 

Die triste Fabrikhalle Naxos, in der früher Schleifmittel hergestellt wurden, ist als Spielort in diesem Zusammenhang ein Geschenk. Ein unbehaglicher Ort für einen unbehaglichen Text. Manches gerät sehr illustrativ, da kräuselt dann Zigarettenrauch aus der Dachluke des Busses, wenn von den Krematorien der Lager die Rede ist. Ein sicht- wie erfahrbares Grab in den Lüften. Und ein Abend, der als ein Stück Erinnerungskultur an die Nieren geht.“

Freitag, 16. um 19.30h, Sonntag, 18. um 18.00h, Freitag, 23. um 19.30h, Sonntag, 25. um 18.00h, Freitag, 30. Januar um 19.30h, Montag, 2. um 19.30h, Freitag, 6. um 19.30h und Sonntag, 8. Februar um 18.00h: Theater Willy Praml in der Naxoshalle
Foto: © Seweryn Zelazny

(Daniela)

Weiter geht es auch in 2026 mit MELLI REDET MIT - ein Abend mit Gästen. live und geschminkt aus dem Kunstverein Familie Montez 

Ihre drei wunderbaren Gäste sind bereit für die 45. Ausgabe:

Heike Borufka ist prämierte Fachfrau in Sachen Crime. Ob im Gerichtssaal als Journalistin für den Hessischen Rundfunk oder als Duopartnerin von Basti Red im True-Crime-Podcast „Verurteilt“, sie behauptet sich live wie medial ganz großartig.

Katrin Paul macht Kunst. Verschiedenartig, luftig, erdig. Ob Papier, Holz, Kassetten-Bänder oder filzige Überreste aus dem Wäschetrockner; bei Katrin Paul hat jedes Objekt eine Leichtigkeit. Und zudem kann sie viel erzählen aus einem Künstlerleben zwischen Frankfurt, Dortmund, New York und Tokio.

Giuseppina Galloro ist eine wirkliche Powerfrau, wie man so sagt. Sie hat sich mit Körper und Seele dem Tanz verschrieben. Vor allem dem Swing. Sie kann wie keine Zweite Tanzbegeisterte mitreißen. In Tanzkursen für Lindy Hop, Solojazz oder Charleston können Erwachsene und Kids etwas lernen, was glücklich macht. Wenn man Giuseppina sieht, dann glaubt man daran augenblicklich.

Und natürlich mit Frau von Spangenberg und (M)ein-Mann-Band Martin Grieben

Wir freuen uns auf Euch!
Honsellstr. 7, 60314 Frankfurt am Main
Ausgabe 45 am Samstag, 17. Januar 2026 // 20.00h
Tickets: https://www.eventim-light.com/de/a/5f1955419028772462ccccfe/e/68e1630987a05c162007a87c
Abendkasse ab 19h: 22,- €, Schüler*innen, Student*innen, Auszubildende: 10,-

©Tobias Störmer

Samstag, 17. Januar: Of/ 13 Gesänge über die verhinderte Aufklärung eines politischen Mordes – buback komplex

(Andrea) 

Der heutige Abend interessiert mich sehr. 1977, als Generalbundesanwalt Siegfried Buback in Karlsruhe ermordet wurde, war ich noch Grundschülerin, konnte das alles also weder verstehen noch einordnen. Später ging von den Fahndungsplakaten der RAF eine gewisse Faszination aus, so dass ich mich später intensiver mit Baader-Meinhof beschäftigte. 2007 erfuhr Michael Buback, dass für das Attentat die Falschen verurteilt wurden. 2010 wird das frühere RAF-Mitglied Verena Becker wegen dreifachen Mordes angeklagt und dann lediglich wegen Beihilfe zum Mord verurteilt. 2012 bestätigt sich, dass Becker geheime Informantin des Verfassungsschutzes gewesen ist. Seit wann?
Klingt wie ein Plot für einen Politthriller?
Autor Wolfgang Spielvogel hat den Prozessverlauf akribisch verfolgt und in dreizehn Gesänge gefasst.
Eine Musikerin und eine Sprecherin wagen sich in das Spannungsfeld zwischen alltäglicher Sprache und Epik, Gesetzestext und innerem Monolog und begeben sich auf eine performative Recherche. Mit Emilie Škrijelj (Akkordeon) / Nicole Horny (Sprache)
sowie Klängen und Stimmen von Ruth Fühner, Beate Jatzkowski, Sopo Kashakashvili Cornelia Niemann, u.a.

Text: Wolfgang Spielvogel, Künstlerische Leitung: Nicole Horny, Musikalische Leitung: Oliver Augst, Begleitung: Dr. Michael Buback, Dr. Wolfgang Kraushaar, Videodokumentation, Outside Ear Sprache: Sabine Loew, Tonmitschnitt und Recording: Marcel Daemgen, Produktionsleitung: Marie Kübler Dauer: ca. 60 Minuten anschließend Publikumsgespräch mit dem Autor Wolfgang Spielvogel. Kontakt für Reservierungsanfragen:

Weitere Vorstellungen in der AusstellungsHalle 1A (Frankfurt Sachsenhausen) sind am Do, 15. Januar 2026, 20 Uhr (Uraufführung)
Fr, 16. Januar 2026, 20 Uhr, So, 18. Januar 2026, 18 Uhr, mit anschließendem Gespräch in Anwesenheit von Dr. Michael Buback, Dr. Wolfgang Kraushaar und dem Autor Wolfgang Spielvogel
Foto: METEO 24_ EMILIE SKRIJELJ Credit Alicia Gardes

Parksidestudios, Friedhofstraße 59, Offenbach

Samtag, 17. Januar: Eddin

(Andrea)

Mit „Au Revoir“ hat Eddin sein erstes Platin Edelmetall eingesammelt, und auch mit der Single „Du fehlst“ konnte er mittlerweile Goldstatus erreichen. Eddin hat sich in kürzester Zeit eine feste Fangemeinde aufgebaut und zählt heute zu den spannendsten Newcomern im deutschsprachigen Raum. Seine Songs sind emotional, direkt und haben eine ganz eigene Atmosphäre. Sie handeln von Liebe, Verlust und der Suche nach dem eigenen Weg – Themen, die jeder kennt und die Eddin auf seine ganz eigene Weise verpackt. Mit eingängigen Melodien und Texten, die im Kopf bleiben, trifft er den Nerv der Zeit. Auf Plattformen wie Spotify folgen ihm bereits über 1,5 Millionen monatliche Hörerinnen und Hörer. Einlass 17.45 Uhr, Beginn 19 Uhr.

Batschkapp. Gwinnerstraße

Samstag, 17. Januar: Northern Lite – Vorwärts leben

(Uwe)

Mit ihrer neuen Tour zum kommenden Album Vorwärts leben nehmen Northern Lite ihr Publikum mit auf eine Reise ins Glück – begleitet von Klängen, die in die Vergangenheit entführen, und zugleich durchdrungen von frischen elektronischen Sounds. Gepaart mit Gitarren und dem unverwechselbaren Gesang von Frontmann Andreas Kubat entsteht eine Klangwelt, die den Weg in die Zukunft weist.

Zoom Club / F., Carl-Benz-Str. 21/ 19:30 Uhr
Foto: Facebook Northern Lite

Montag, 19. Januar: Julia Kautz

(Andrea)

„Für mich erwachen Songs erst dann richtig zum Leben, wenn man sie live auf die Bühne bringt", sagt Julia Kautz. "Und ich bin total aufgeregt, der Welt nun nach zwei EPs endlich mein Debütalbum zu zeigen, an dem ich mit sehr viel Herzblut gearbeitet habe!“ Das Album ist eine buntgemischte Reise durch die innerste Gefühlswelt der Künstlerin: „Es beinhaltet lustige Tracks sowie extrem Nachdenkliches. Es klingt mal rockig, mal poppig, mal emotional und balladesk. Aber die Songs vereint eine Sache: Alle 15 Tracks sind extrem ehrlich und authentisch!“ Mit ihrer Authentizität und Community-Nähe sammelte Julia Kautz auf Social Media bereits rund 150.000 Follower und über 8 Millionen Streams auf Spotify. Julia Kautz ist eine mit Platin ausgezeichnete und internationale Nummer Eins Songwriterin. Sie schreibt auch Songs für namhafte Künstler wie Wincent Weiss, Max Mutzke, Vanessa Mai, Cassandra Steen, Gregor Hägele, Thorsteinn Einarsson, Ina Regen, Tina Naderer, Jacob Elias, Lucas Fendrich uvm. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr 

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, nicht barrierefrei

Dienstag, 20. Januar: Bücherkoffer - Zwei Autor*innen packen aus mit Ewald Arenz und Anne Sauer

(Petra)

Wie schön, dass dieses inspirierende Format des Literaturhauses Frankfurt in diesem Jahr fortgesetzt wird. Nicht nur, wenn Ihr diese Autor*innen (und ihre Bücher) mögt, finde ich es total spannend, solch persönlichen Leseempfehlungen zu bekommen: Zwei Koffer voller Geschichten, Eindrücke und Inspirationen: Das ist das Prinzip des Literaturhaus-„Bücherkoffers“. Diesmal öffnen Ewald Arenz und Anne Sauer ihr literarisches Handgepäck und holen Bücher heraus, die in ihrem Leben und Schreiben Spuren hinterlassen haben. Beide haben mit Romanen wie zuletzt „Zwei Leben“ und „Im Leben nebenan“ Bestseller vorgelegt. Ewald Arenz fängt mit feinem Gespür und leiser Intensität den Alltag ein. Anne Sauer blickt mit Witz, Klarheit und erzählerischer Präzision auf Lebenswege, Möglichkeiten und verpasste Chancen. Im gemeinsamen Gespräch mit dem stellvertretenden Verlagsleiter des Societäts-Verlages und Moderator Björn Lauer wird sichtbar, wie unterschiedlich literarische Handschriften sein können und wie sehr sich die beiden doch in ihren Themen begegnen: in Fragen nach Identität, Zufall und den Entscheidungen, die uns formen.

Foto: Anne Sauer©Tara Wolff, Ewald Arenz©Ilka Birkefeld

Bücherkoffer - Zwei Autor*innen packen aus, mit Anne Sauer und Ewald Arenz, Hybridveranstaltung, Moderation: Björn Lauer, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: Saalticket 12 (8) EURO, Streamingticket 5 EURO, Tickets gibt's hier

Donnerstag, 22. Januar: Tadeusz Borowski: Willkommen in Auschwitz

(Uwe)

Borowski war einer der ersten Autoren, der die Erfahrungen in den Konzentrationslagern der Nazis literarisch zu bearbeiten versuchte. Seine Erzählungen schildern die Entmutigung des Menschen in der peinigenden Situation der Lager und beleuchten die Grenzen zwischen Gut und Böse, die zu verschwimmen beginnen, wenn man nicht mehr weiß, wie lange die Hoffnung auf Befreiung hält. Borowskis unfassbare Lakonie und seine klare Sprache erreicht heute noch jeden Leser, und kein Geringerer als der Nobelpreisträger Imre Kertesz hat 2002 in Stockholm Borowskis Prosa als einen Schlüssel für sein Verständnis der Entmenschlichung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Der Schriftsteller Artur Becker hat eine persönliche Auswahl von Borowskis Texten vorgenommen, um mit einer neuen Übersetzung heutige Leserinnen und Leser anzusprechen und das Vermächtnis des Autors neu zu beleben. Kurz vorm Jahrestag der Auschwitz-Befreiung stellt Artur Becker Willkommen in Auschwitz (Edition W) in der ROMANFABRIK vor – musikalisch begleitet von Gregor Praml am Kontrabass.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 19:30 Uhr
Foto: Alex Cio

Donnerstag, 22. Januar - Sonntag, 25. Januar 2026: The Frankfurt Art Experience Galerienwochenende im TRIANON Hochhaus

(Petra)

Der Start im Januar 2025 war grandios – begeisterte Besucher*innen, beglückte Galerist*innen, „volles Haus“ und gute Laune: Im TRIANON Hochhaus standen an einem Wochenende zwei Etagen für die Frankfurter Galerist*innenszene zur Verfügung. Diese geballte Kunst mit bester Aussicht war kaum zu toppen – jetzt kommt eine zweite Auflage, die noch größer sein wird: Ein zusätzliches Stockwerk, ein weiterer Programmtag sowie verlängerte Zeitslots schaffen mehr Raum, mehr Sichtbarkeit, mehr Kunst. Frankfurter Galerien agieren als Gastgeber und laden jeweils eine Partnergalerie aus ihrem Netzwerk ein. Das freut mich sehr, denn Urban Media Project – und allen voran Oliver Kremershof – hatten sich sehr dafür engagiert: und der Erfolg gibt ihnen recht. Ich bin keine Kunst-Expertin, doch meinem Gefühl nach ist es zusammen mit dem etablierten Format des herbstlichen Galerien-Eröffnungswochenendes und vielen Engagierten gelungen, das Thema Galerien in Frankfurt auf ein „next level“ zu heben.

Foto: ©Urban Media Project

The Frankfurt Art Experience – Galerienwochenende, Ort: TRIANON Hochhaus, Adresse: Mainzer Landstr. 16, Öffnungszeiten: 22.01., 20 - 23 Uhr, 23.01. + 24.01.: 11- 20 Uhr, 25.01.: 11 - 18:30 Uhr: Eintritt: online 25 (15) EURO, Tageskasse 30 EURO, Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren frei, Eröffnungsevent 60 EURO, Tickets und weitere Infos gibt’s hier , barrierefrei

Donnerstag, 22. Januar: Of/ Lindo

(Andrea)

Über 20 Jahre lang hat Lindo auf der Insel Príncipe Meeresschildkröten gejagt. Nach einer Begegnung mit einer unerwartet zahmen Schildkröte beschloss er, sein Leben zu ändern und das Tier vor anderen Raubtieren zu schützen. Nun taucht er in seine Vergangenheit ein, um nach Hinweisen zu suchen, die eine Debatte über die Zukunft der Insel anstoßen und zum Nachdenken über das schwierige Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur anregen. 
Die Regisseurin und Drehbuchautorin Margarida Gramaxo studierte Rechtswissenschaften und war als Anwältin tätig, bis sie 2012 begann, in der Stoffentwicklung für Film und Fernsehen zu arbeiten. LINDO ist ihr erster Langfilm und eröffnet unser diesjähriges Langfilmprogramm. Der Film, der eindrucksvolle Natur- und Unterwasseraufnahmen zeigt, war bereits auf einigen Festivals wie dem Porto/Post/Doc, dem Cine-Eco und dem Ciné-ONU in Brüssel zu sehen und erhielt einige Auszeichnungen als bester Dokumentarfilm beim Festival Periferias (Valencia), dem FESTin (Lissabon) und dem São Tomé FestFilm. Vor wenigen Monaten, im Sommer 2025, erhielt LINDO dann auch einen regulären Kinostart in Portugal. Luso. Margarida Gramaxo, Dokumentation, Portugal 2023, 90 min, OmeU. Trailer (ohne Untertitel), https://youtu.be/2uU1dnLiZ9A?si=1urW2gaRmmeOpYSH 19 Uhr

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Freitag, 23. Januar: Der Tod: Best Of – 13 Jahre Death Comedy

(Uwe)

Bis 1847 war Selbstmord in Großbritannien ein Kapitalverbrechen und wurde mit Erhängen bestraft. Einen Todesfall im Urlaub nennt man im Hoteljargon „kalte Abreise“. Über 7.000 Menschen sterben jedes Jahr wegen der undeutlichen Handschrift ihres Arztes. Wussten Sie nicht? Kann man lernen. Beim Tod. Seit über 13 Jahren tourt der Sensenmann persönlich schon durch Deutschland. Viele Kabarett- und Comedy-Preise zieren seine Image-Kampagne, die nun mittlerweile vier abendfüllende Programme umfasst. Diese geballte Gevatterlandsliebe bringt er nun in einem einzigen Best-Of-Programm auf die Bühne. 

Centralstation / DA, Im Carree / 20 Uhr
Foto: Der Tod

Freitag, 23. Januar: FÄZZ am Freitag 10.0

(Uwe)

Das Frankfurter Jazzkollektiv FÄZZ geht mit seiner erfolgreichen Konzertreihe „FÄZZ am Freitag“ in der Romanfabrik nun in die dritte Runde – und damit ins dritte Jahr in Folge. Der Auftakt im neuen Jahr verspricht wieder geballte FÄZZ-Power. Gespielt werden ausschließlich Eigenkompositionen aus den Reihen des Kollektivs – ein spannender Mix aus modernen Bigband-Kompositionen: filigran und sensibel, zugleich gepaart mit klassischen und energiegeladenen Bigband-Klängen. FÄZZ reizt die volle Bandbreite an Bigband-Sounds aus und freut sich schon jetzt auf den Jahresauftakt.

Romanfabrik / F., Hanauer Landstr. / 20 Uhr
Foto: Marvin Fuchs

Samstag 24. Januar: ANNE SOPHIE MELITA - STIMMEN Drei junge Frauen. Drei Perspektiven. Eine Zeit, die alles verändert.

(Daniela)

Da habe ich mich gefreut, dass es mal eine Theateraufführung schon um 17:00 Uhr gibt und dann sogar von KORTMANN&KONSORTEN, doch leider kann ich trotzdem nicht. Ich bin erst im Stadion und dann bei einer Premiere im Schauspiel. Wenn ihr Zeit habt, dann geht doch ins Theater Ladnungsbrücken zu: ANNE SOPHIE MELITA - STIMMEN  Drei junge Frauen. Drei Perspektiven. Eine Zeit, die alles verändert.

Eine Produktion von Kortmann&Konsorten

KORTMANN&KONSORTEN bringt in der neuen Produktion eindrucksvolle junge Frauenstimmen auf die Bühne . STIMMEN, die den Nationalsozialismus auf ganz unterschiedliche Weise erlebt haben. STIMMEN macht Geschichte greifbar, berührend und überraschend aktuell.

Mit einer Mischung aus Nähe und Distanz lädt das Stück dazu ein, über große Fragen nachzudenken: Was bedeutet Anpassung  damals wie heute? Wann wird aus Beobachtung Widerstand? Und wie behalten wir Menschlichkeit in Zeiten der Ausgrenzung?

Mit klarer Sprache und szenischer Kraft erforscht STIMMEN, wie unsere Biografien unser Denken und Handeln beeinflussen und wie viel Freiheit wir in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche brauchen.
Dabei spricht STIMMEN nicht von Antworten. Es sind vor allem die Fragen, die wir stellen. 

MIT: Gregor Andreska, Melissa Breitenbach, Daniela Fonda, Sven-Marko Schmidt; Sound: Torsten Kauke, Iso Herquist; Choreographie: Katharina Wiedenhofer; Bühne: Prisca Ludwig; Regie und Text: Sarah Kortmann

24.01.2026, 17:00 Uhr, Theater Landungsbrücken
© Landungsbrücken

Samstag, 24. Januar, und Sonntag, 25. Januar: OF/ Finissagen-Wochenende

(Andrea)

Sogar Ötzi soll eine dabei gehabt haben und natürlich ist ein Leben ohne Tasche nicht denkbar. In einer vielseitigen Ausstellung taucht das Deutsche Ledermuseum in die Kulturgeschichte der Tasche als weltweit verwendeter Gebrauchsgegenstand, Modeartikel und Luxusgut ein. Über 200 Exponate aus drei Jahrtausenden vom altägyptischen Lederbeutel, über mittelalterliche Gürteltaschen, erste Reisetaschen aus dem 19. Jahrhundert bis zu praktischen Rucksäcken, eleganten Handtaschen sowie einer Einkaufstüte aus biologisch abbaubarem Plastik erzählen noch an diesem Wochenende immer dabei: DIE TASCHE von einem der ältesten und vielseitigsten Accessoires der Menschheit. Zum großen Finissage-Wochenende heute und morgen, jeweils ab 14 Uhr, können sich Besucherinnen und Besucher am Samstag mit Ihrer Lieblingstasche Modell stehen für die Live-Illustratorin Florence Baumeister und erhalten die Zeichnung als einzigartiges Geschenk. Familien und Kinder erleben ein TASCHEN-ABENTEUER und in der Werkstatt werden Mini-Clutches angefertigt. Am Sonntag beleuchtet eine Führung um 15:00 Uhr ein letztes Mal die Höhepunkte der Ausstellung. Beim TASCHENPAARE-Spiel können Stoffbeutel gewonnen werden.
Samstag, 24. Januar 2026 regulärer Eintritt, ohne Anmeldung und Sonntag, 25. Januar 2026, ab 14:00 Uhr, Eintritt & Führung 10 €, mit Anmeldung. Bild: Reisetasche “Bon Voyage”, M. Url

Deutsches Ledermuseum, Frankfurter Straße 86, Offenbach

Samstag, 24. Januar: Tocotronic

(Andrea)

Was fällt Euch ein, wenn ihr an die Hamburger Schule denkt? L´age d´or? Spex, Jochen Distelmeyer, Lassie Singers, die Braut haut ins Auge, die Sterne? Sicher auch Tocotronic? Spulen wir den Film unseres Lebens ein bisschen zurück in die 1990er Jahre, als Hamburg eine zeitlang Musikhauptstadt war. Ich freue mich sehr auf den Abend, denn Tocotronic gehören zu den erfolgreichsten und prägendsten deutschsprachigen Rockbands der letzten Jahrzehnte. Gegründet werden sie 1993 in Hamburg von Dirk von Lowtzow (Gitarre und Gesang), Jan Müller (Bass) und Arne Zank (Schlagzeug). Ihr Debütalbum „Digital ist besser“ erscheint 1995 und verbindet ebenso kraftvollen wie schlichten Gitarrenrock mit Texten voller Slogans, die sogleich zu geflügelten Worten geraten, etwa „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“. Mit den folgenden Alben „Nach der verlorenen Zeit“ (1995) und „Wir kommen um uns zu beschweren“ (1996) gelingt Tocotronic der Sprung aus den kleinen Clubs in die großen Hallen; auf dem vierten Album „Es ist egal, aber“ (1997) reichern sie ihren ungestümen Gitarrenrock erstmals mit Mundharmonika und Streichern an. In den folgenden Jahren wird ihre Musik immer opulenter. Auf „K.O.O.K.“ (1999) spielen sie einen düsteren, vom Metal beeinflussten Rock; das „weiße Album“ von 2002 ist eine reich orchestrierte, farbig verrätselte Platte, in der Realismus und Fantasie sich miteinander versöhnen. In der nächsten Werkphase geht es in musikalisch und lyrisch immer weiter verfeinerter Weise um die Selbstwidersprüche unserer Existenz, um die unauflösbare Dialektik von Müssen und Wünschen. „Kapitulation“ (2007) ist ohne Zweifel ein Hauptwerk der deutschsprachigen Popmusik im neuen Jahrtausend, wie keine andere Band ihrer Generation vermögen Tocotronic es nun, politische Statements und philosophische Reflexionen, die Erkundungen des Selbst und der Welt drumherum miteinander zu verbinden, und auch musikalisch haben sie zu einer ganz eigenen Sprache gefunden.
Wie keine andere deutsche Band, haben sie über Jahrzehnte hinweg ein Werk erschaffen – ein Werk im ganzen und guten Sinn dieses Wortes: ein Werk, geprägt von einer künstlerischen Entwicklung und von einem gelebten Leben, ein Werk aus Musik und aus Liedern, die sich auseinander ergeben, die aufeinander antworten und einander in Zweifel ziehen; ein Werk, in dem Leitmotive erkenntlich bleiben, die immer wieder variiert und erneuert werden und die immer wieder von neuem darauf befragt werden, wie sie zu der sich verändernden Gegenwart passen. Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße 

Sonntag 25. Januar: Concerti Brillanti II European Orchestra Academy mit jungen Kronberger Solisten

(Daniela)

Ich habe es bisher immer noch nicht ins Casals Forum geschafft… Alle die da waren, sind so begeistert. Vielleicht shcafft ihr es heute?

Concerti Brillanti II eröffnet das neue Jahr mit funkelnden Orchesterfarben und zwei herausragenden jungen Solisten der Kronberg Academy: Ruslan Talas(Violine) und Haesue Lee (Viola), begleitet von der European Orchestra Academy. 

Das Programm spannt einen weiten Bogen durch die europäische Musikgeschichte. Edvard Griegs Suite Aus Holbergs Zeit verbindet barocke Formen mit nordischer Klarheit. Joseph Haydns Violinkonzert in C-Dur bringt jene heitere Transparenz zum Leuchten, die sein Werk so unverwechselbar macht. Johann Nepomuk Hummels Fantasie op. 94 für Viola und Orchester zeigt das Instrument in all seiner Virtuosität und Farbigkeit. Den Abschluss bildet Haydns Symphonie Nr. 61 – ein Werk von Witz, Wärme und Paukenschlag. Ein Januarmorgen in Musik: frisch, klar und voller Esprit.

TICKETS 30 / 40 / 50 € 
Studierende (bis 27 Jahre), Azubis und junge Menschen in Freiwilligendiensten (FSJ, FÖJ, BFD) sowie Schwerstbehinderte ab 80% (GdB) erhalten eine Ermäßigung von 50% gegen Vorlage des Ausweises.
Schülerinnen & Schüler erhalten für Concerti Brillanti mit dem Stichwort „Musik macht Schule“ vergünstigte Karten zu 10€!
Sonntag, 25. Januar 2026 | 11.00 Uhr
Casals Forum, Großer Saal

Sonntag, 25. Januar: Benjamin Amaru (Indie / Pop)

(Uwe)

Benjamin Amaru ist ein Multiinstrumentalist, der in einer multikulturellen Familie in den grünen Hügeln der Ostschweiz aufwuchs. Für seine vergangene europaweite „dreamers“-Tour verkaufte Amaru über 10.000 Tickets. Auf Spotify generiert er jährlich 22 Millionen Streams, spielte bereits die begehrte Colors Session und wurde bei den MTV EMAs als „Best Swiss Act“ nominiert. Benjamin Amaru macht aber kein Geheimnis daraus, dass die schönsten Erinnerungen für ihn Live-Momente sind, die er bereits mit seinem Publikum im In- und Ausland teilt.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Facebook Amaru

Montag, 26. Januar: Marleen Lohse

(Uwe)

Mit dem Album „Wide Awake“ ist ein warmes, atmosphärisch dichtes Werk mit Indie-Charme und Pop- Appeal entstanden, das nah an Marleen Lohses eigener Lebenslinie entlang erzählt, dabei aber vor allem die Poesie der Auslassung zelebriert. In den wundervoll intimen Minimal-Pop-Songs singt sie von Liebe ohne Love, über die großen Gefühle in zarten Details. Hier wird das Scheinwerferlicht gedimmt – um Platz zu machen für Geschichten, die auch im leisen Schimmer hell erstrahlen.

Brotfabrik / F., Bachmannstr. 2 / 20 Uhr
Foto: Facebook Marleen Lohse

Montag, 26. Januar: Tortoise

(Uwe)

„Live sind Tortoise ein Erlebnis für sich: energiegeladen, voller Spielfreude und unvorhersehbar – ein „Live-Wunder“(Rolling Stone).

Tortoise zählen zu den einflussreichsten Bands der letzten Jahrzehnte und haben mit ihrem unverwechselbaren, genreübergreifenden Sound Musikgeschichte geschrieben. Seit ihrer Gründung 1990 in Chicago prägen die fünf Multi-Instrumentalisten die zeitgenössische Musikszene und gelten als Mitbegründer des „Post-Rock“. Mit nur sieben Alben – darunter Klassiker wie Millions Now Living Will Never Die (1996) oder TNT (1998) – hat die Band Maßstäbe gesetzt. Nun kehrt sie nach fast zehn Jahren zurück auf die europäischen Bühnen, im Gepäck ihr neues Album Touch. 

Zoom Saal / F., Carl-Benz-Str. 21/ 20 Uhr
Foto: Heather Cantrell von Facebook Tortoise

Donnerstag 29. - Samstag 31. Januar: 9. Fabrik-Jazz-Festival 2026

(Daniela)

9. Fabrik-Jazz-Festival 2026! Das sind drei Abende voller Musik, Begegnungen und spontaner Momente erwartet die Besucher:innen – und wie immer in bester Zusammenarbeit mit der Jazz Initiative Frankfurt. In diesem Jahr finden die Konzerte im mittlerweile bestens eingespielten und klanglich hervorragenden Konzertsaal St. Bonifatius in Sachsenhausen statt.

Eröffnet wird das Festival am Donnerstag, 29.01. um 20:00 Uhr mit Danielsson / Parricelli / Pohjola. Drei europäische Klangvisionäre, die aus ihrer gebündelten musikalischen Energie eine fesselnde gemeinsame Klangästhetik formen. Besetzung: Lars Danielsson - bass, cello, John Parricelli - guitar, Verneri Pohjola - trumpet

Am Freitag, 30.01. um 20:00 Uhr freuen wir uns das Osgood-Scobel Quintet mit „Serious Play“ zu präsentieren. An diesem Abend treffen die fünf Musiker Kersten Osgood (dr), Sebastian Scobel (p), Theresia Philipp (alto-sax), Uli Kempendorff (tenor-sax) und Hans Glawischnig (b) aufeinander und man kann sich auf ein Highlight voller Virtuosität und Spielfreude freuen.

Zum Finale des 9. Fabrik-Jazz-Festivals, am Samstag, 31.01. feiern wir die Vielfalt und kreative Energie der jungen Frankfurter Szene. Drei Konzertreihen, die das ganze Jahr über regelmäßig monatlich von der Fabrik veranstaltet werden, vereinen sich an diesem Abend zu einem besonderen musikalischen Panorama. Ab 20:30 Uhr formiert der Pianist Paul Janoschka ein internationales Quartett mit Robert Wypasek (sax), Dae Bryant (dr) und Nadav Erlich (bass), dessen vielseitige musikalische Sprache zwischen Improvisation und komponierter Struktur vermittelt. Ab 21:30 schafft NI-KA, eine der markantesten Stimmen des deutschen Neo-Souls, Raum für neue Talente und frische Sounds zwischen Soul, Jazz und Hip-Hop. Es folgt um 22:30 Der Temporäre Elektronische Salon mit Oliver Leicht & Oli Rubow, die gemeinsame Klangräume zwisch en Jazz, Clubsound und Improvisation entwickeln. DJ 2cloudy leitet anschließend nahtlos die Afterparty ein.

Weitere Informationen: https://www.die-fabrik-frankfurt.de
Veranstaltungsort: Sankt Bonifatius Kirchenraum; Holbeinstraße 70, 60596 Frankfurt am Main
©Daniel Wetzel©Levi Ofoe©hr_Sascha Rheker 

Freitag, 30. Januar: OF/ 22 Bahnen

(Andrea)

Seit 12. Dezember sind die Tickets im Vorverkauf - ob es jetzt noch welche gibt?  Zu sehen gibt es heute  „22 Bahnen“ und dazu kredenzt Pana, soeben als Caterer des Jahres 2025 ausgezeichnet, herausragendem Lachs (schon vorgekostet), Kartoffelstampf, Kräuter-Seitling (für Vegetarier) und Mousse auch chocolat (für alle am Beckenrand). Klingt lecker? Dann nichts wie los in den Vorverkauf! 
Die Verfilmung des grandiosen Bestseller-Romans von Caroline Wahl orientiert sich stark an der literarischen Vorlage und findet in Laura Tonke eine Darstellerin, die auf dem Zenit ihres Schaffens agiert. Kulinarisch schwimmen wir zwar mit, aber diesmal auch ein wenig gegen den Strom: Panas Team ( fokussiert sich dabei auf eine herrliche Lachsvariation, die (natürlich) mit Sößchen und Stampf serviert werden wird. Einlass ab 18:30 Uhr, Filmbeginn 20 Uhr , Ticket: je 11,90 Euro – inkl. Gebühren, Sektempfang & Amuse-Gueule – keine Abendkasse. Parken: Kostenfrei auf dem ausgeschilderten Parkplatz an der Andréstraße, Einlass ausschließlich über die Andréstraße 71. Hauptspeisen kosten vor Ort jeweils 17,50 Euro, ein Dessert 5 Euro Der Vorverkauf startet genau … jetzt www.kinokulinarisch.de

Alte Schlosserei der EVO, Andréstraße 71, Offenbach

Samstag, 31. Januar: SCHWERELOS – Musik trifft Klettern

(Andrea)

Neulich kam die Nachricht, ich werde heute in den Cantatesaal gehen und meine beiden Lieblings-Flos endlich mal wieder live erleben. Mit dabei ist der Kletterer Alexander Huber, ein hübsches Add-on, auch wenn ich es nicht unbedingt mit Höhe und Klettern schon gar nicht habe. Trotzdem freue ich mich auf den Abend, mehr noch, dass das Crowdfunding erfolgreich war. Jetzt gibt es noch ein paar wenige Karten, daher der Hinweis auf diesen sicher wieder außergewöhnlichen Abend. Mehr noch, ein Gesamtpaket, denn wer morgen Klettern will, kann das in prominenter Begleitung in der DAV Kletterhalle tun. Voilà, jetzt der offizielle Hinweis: "Die Frankfurter Duo Formation THE OHOHOHs, lokal verwurzelt, experimentierfreudig, kultisch verehrt für ihre Mischung aus Klassischer Musik und Clubkultur, trifft auf Alexander Huber – einen der berühmtesten Extremkletterer unserer Zeit. Kaum ein anderer prägt das alpine Weltgeschehen so wie er: Free-Solo-Pionier, Expeditionslegende, Bestsellerautor, regelmäßiges Gesicht im BR und auf internationalen Bühnen und Hobby-Pianist. Wenn solch eine globale Ikone auf ein Duo trifft, das seine kreativen Gipfel aus der eigenen Stadt heraus erklimmt, entsteht ein Spannungsbogen, der bereits vor der ersten Note Gänsehaut schafft. „Schwerelos“ ist das Ergebnis dieser unwahrscheinlichen, fast filmreifen Begegnung – eine Show, die nicht nur erzählt, sondern spürbar macht, was passiert, wenn zwei Welten einander erstmals wirklich begegnen. Einlass 18:30 Uhr · Beginn 19:30 Uhr  https://www.theohohohs.de/de/schwerelos/

Klettern mit Alexander Huber und LIVE-Set der Ohs! Der Sonntag nach dem Konzert steht ganz im Zeichen des Kletterns: Alexander Huber gibt einen Kletterworkshop in der tollen DAV Kletterhalle in Frankfurt! Eine außergewöhnliche Gelegenheit, um gemeinsam mit einem Profikletterer diesen wunderbaren Sport zu zelebrieren und von den Besten zu lernen! Wir Ohs lassen uns diese wunderbare Gelegenheit nicht entgehen, schnappen unsere Instrumente und spielen vor Ort ein Set für Euch! Klettern und Musik - Mit THE OHOHOHS und Alexander Huber! Ort: DAV Kletterhalle Ffm, am 01.02.2026 von 11:00 bis 13:00, Kosten: 70,00 Euro, Anmeldung über: theohohohs(at)theohohohs.de

Cantatesaal der Volksbühne, Großer Hirschgraben 21

FEBRUAR 2026

Mittwoch, 11. Februar: hr-Bigband & Richard Bona

(Daniela)

hr-Bigband & Richard Bona

Seinen ersten Bass baute sich Richard Bona selbst aus Kisten und Fahrrad-Bremsseilen. Mittlerweile ist der Kameruner zu einem Weltstar geworden. Er gehört zu den weltbesten Bassisten, hat eine faszinierende Singstimme und spielt zahlreiche weitere Instrumente. Zusammen mit der hr-Bigband bringt er ein grooviges Programm auf die Bühne, das nicht nur musikalisch exquisit ist, sondern auch einfach gute Laune macht. 
Als Richard Bona als Dreizehnjähriger Aufnahmen vom US-amerikanischen Bassisten Jaco Pastorius hörte, war es um ihn geschehen. Die Virtuosität des “Weather Report”-Bassisten findet in Bonas Spiel ihren Widerhall. Er erfand sich selbst nach diesem Hörerlebnis musikalisch neu, hatte er zuvor doch zahlreiche andere Instrumente erlernt. Von dem Moment an gehörte Bonas Herz dem Bass. Neben Jazz betätigt der Grammy-Preisträger sich hoch erfolgreich in anderen Genres wie Afropop und Weltmusik. Er geht unbeirrt seinen Weg, der ihn von Kamerun über einen kurzen Aufenthalt in Deutschland nach Paris und von dort, als seine Arbeitserlaubnis von den französischen Behörden nicht verlängert wurde, weiter nach New York führte, wo Bona heute noch lebt.  

Für das musikalische Establishment war er ein Unbequemer, weil er sich nicht dem Diktat des wirtschaftlichen Erfolgs unterwarf, sondern die Musik machte, die ihm am Herzen lag. Und das waren oft genug Songs für und über die Außenseiter, die Marginalisierten, die Underdogs. Dass er damit genau richtig lag, beweisen seine zahlreichen Preise und Nominierungen für seine Alben. Richard Bona ist selbst mittlerweile ein Name, den andere sich in ihre Biografie schreiben, aber auch er hat mit den Größten der Musikwelt zusammengearbeitet, darunter Herbie Hancock, Quincy Jones, Chick Corea, Sting und Stevie Wonder. 

Videoausschnitt: https://youtu.be/PjcCoRYCYPw?si=GCUUbCTQtXiysZAf

Richard Bona, Bass/Gesang; Michael Philip Mossman, Leitung
Datum: Mittwoch, 11. Februar, 20 Uhr, Alte Oper Frankfurt

Tickets und Infos: Frankfurt Alte Oper Tickets: 66€ / 55€ / 44€ / 33€ / 22€ (069) 155 2000
Außerdem:  10 FOR TEENS – Für alle uter 20 Jahren! Limitierte Tickets für 10,– € (Ohne RMV) 
und U30 – FÜR ALLE UNTER 30 JAHREN! Bis zu 50 % vergünstigte Tickets für alle Eigenveranstaltungen der hr-Bigband.

Sonntag, 15. Februar: AL HAKAWATI

(Martin)

Die Kunst des Erzählens zwischen Damaskus und Frankfurt 

Seit Jahrhunderten nimmt das Erzählen von Geschichten einen zentralen Platz im kollektiven Gedächtnis der Levante ein und der HAKAWATI war der unangefochtene Meister der abendlichen Zusammenkünfte. Der HAKAWATI war nicht nur ein Geschichtenerzähler, sondern er eröffnete das Tor zu anderen Welten, machte den Brückenschlag zwischen Geschichte und Fiktion, zwischen Realität und Legende. Das THEATER WILLY PRAML erneuert diese Tradition mit seinem syrischen Ensemblemitglied Muawia Harb im Produktionshaus NAXOS, der sich die Geschichten aus 1001 Nacht vorgenommen hat. Das ist alles andere als eine Klassikerlesung, das ist pralles Volkstheater, bei dem der ganze Saal mittobt.

Eine geistige Fluglinie zwischen Damaskus und Frankfurt am Main. Ein solches Angebot in einer deutschen Kulturinstitution für eine arabische Community ist eine Seltenheit. Für uns ist es ein vergnüglicher Schritt zur Öffnung unseres Theaters für unsere arabischen Freund*innen. Und alle, die nicht arabisch sprechen und noch nie Shisha geraucht haben, sind natürlich auch herzlich willkommen. In arabischer Sprache mit Muawia Harb.

Theater Willy Praml (NAXOS) / 14.00 Uhr
Foto: © Michael Weber

BEREITS ANGEKÜNDIGT, LÄUFT ABER NOCH EINE WEILE

Bis Sonntag, 15. Februar: „SOLASTALGIE. Spaziergänge durch veränderte Landschaften“ im Museum Giersch

(Petra)

Landschaften sind ständigen Veränderungen unterworfen – ein Prozess, der im Zeitalter des Klimawandels besonders sichtbar und oft auch zerstörerisch wird. Können Landschaften zugleich schön und gefährdet sein? Die Ausstellung stellt diese Ambivalenz in den Mittelpunkt und fragt nach unserem gespaltenen Verhältnis zur Umwelt. Historische Landschaftsgemälde treffen auf zeitgenössische Positionen, die Verletzlichkeit, Trost und Hoffnung in der Natur reflektieren. Das Konzept der Solastalgie, geprägt 2005 vom australischen Philosophen Glenn Albrecht, beschreibt das Gefühl der Trauer über eine bedrohte Heimatlandschaft – und zugleich die Sehnsucht nach Trost und Verbundenheit. Die Sammlung Giersch legt den Schwerpunkt auf historische Landschafts- und Genremalerei des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts sowie Tier- und Aktplastiken. Die neue Ausstellung verbindet deren historische Landschaftsgemälde mit zeitgenössischen Arbeiten, die aktuelle Fragen der Umwelt und Landschaftsveränderung verhandeln: von urbanen Brachflächen über Umweltverschmutzung bis zur persönlichen Begegnung mit Natur. Sieben zeitgenössische Künstler*innen eröffnen neue Blickwinkel auf das Spannungsfeld zwischen Ästhetik, Wandel und Hoffnung. So wird Solastalgie zu einem sinnlichen Spaziergang durch Zeiten, Medien und Perspektiven – ein Erleben von Landschaft als wandelbar, fragil und verbindend. Die Ausstellung markiert das 25-jährige Bestehen des Museums und zugleich dessen 10-jährige Zugehörigkeit zur Universität. 

Foto: Ei Arakawa-Nash: Harsh Citation, Harsh Pastoral, Harsh Münster (2017) © Henning Rogge, Ei Arakawa-Nash & Skulptur Projekte

„SOLASTALGIE. Spaziergänge durch veränderte Landschaften - Ausstellung, Ort:  Museum Giersch der Goethe-Universität, Schaumainkai 83, 28. bis 30. November Jubiläumswochenende (Eintritt frei, umfangreiches Programm hier), Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags - sonntags 10 - 18 Uhr, donnerstags 10 - 20 Uhr, an Feiertagen 10 - 18 Uhr, auch wenn diese auf einen Montag fallen, 24.12., 31.12. 2025 und 01.01.2026 geschlossen, Eintritt: 7 (5) Euro bzw. Zukunftsticket: wer mit ÖPNV/Rad, zu Fuß anreist, erhält an der Kasse Ermäßigung, barrierefrei

Noch bis 15. Februar: Bad Homburg/ Nachtleben

(Andrea)

Da sind die inzwischen schon ikonischen Fotografien von Sandra Mann von einem sinnlich lächelndem Ricardo Villalobos, Sandra mit Bart oder Tanzende im MTW, Schallplatten und der Sonnenaufgang nach einer durchtanzten Nacht. Aber auch eine Installation aus allerlei Küchenutensilien in Form eines Käutzchens und Klängen von Dominik Eulberg. Das Sinclair-Haus lädt ins Nachtleben und zeigt die Nacht voller Leben. “Unsere Sinne sind für ein Leben in der Dunkelheit wenig geeignet, aber zahlreiche andere Tiere schwirren, schleichen oder schweben ganz selbstverständlich durch die Nacht. Dunkelheit verunsichert uns: Sie beraubt uns der Farben und Details; sie macht uns tapsig und tastend. Kulturell steht Licht für Erkenntnis, Sicherheit und Fortschritt, die Dunkelheit aber ist mit dem Unheimlichen, auch Grauenhaften aufgeladen. Diese Ausstellung lädt dazu ein, die Nacht und die Dunkelheit neu zu entdecken: als Lebensraum, den wir mit unzähligen anderen Wesen teilen. Wie erleben wir die Dunkelheit – und wie erleben sie nachtaktive Tiere? Wie begegnen wir ihnen und sie uns? Was schenkt uns die Dunkelheit? Was verlieren wir, wenn wir die Nacht maßlos erhellen?” Besonders gefallen hat mir übrigens die WANDERUNG DURCH DIE LAUSITZ von Sven Johne.
Begleitend gibt es ein spannendes Programm, daher: https://kunst-und-natur.de/museum-sinclair-haus/startseite

Noch bis März 2026: Spurensuche 6 “Frankfurt vergisst nicht“

(Daniela)

Das Eintracht Frankfurt Museum und sein Leiter Matthias Thoma machen eine hervorragende Erinnerungsarbeit! Ich bin sehr froh, dass ich 2019 bei der Spurensuche Helmut „Sonny“ Sonneberg persönlich kennelernen durfte. Er hat uns damals in der EZB gezeigt, wo der Zug hielt, der ihn als kleiner Bub ins KZ deportiert hat. Das war sehr bewegend! Helmut „Sonny“ Sonneberg, Holocaustüberlebender und über 75 Jahre Eintracht-Fan war ein herausragender Repräsentant des Vereins. Er ist im Alter von 91 Jahren 2023 verstorben.

Am Dienstag, den 23. September 2025, startete unter dem Titel „Frankfurt vergisst nicht“ die sechste Ausgabe ihres Spurensuche-Projekts. Sie schreiben:
"In den kommenden Wochen stehen die Sport-Vereine in und um Frankfurt im Zentrum. Wir möchten Vereinsvertreter und -vertreterinnen motivieren, ihre eigene Geschichte aufzuarbeiten und ihnen dabei fachliche Unterstützung bieten. Die Vorträge stellen mustergültige Best Practice-Beispiele für die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit dar und sollen zur eigenständigen Recherche inspirieren.

Die Spurensuche wird organisiert vom Museum und dem Bereich Fans & Fankultur der Fußball AG sowie dem Fritz Bauer Institut und dem Sportkreis Frankfurt.

Dienstag, 11. November 2025: Vortrag „Ruderverein Germania im Nationalsozialismus“, Kirsten Schwartzkopff
Dienstag, 27. Januar 2026: Vortrag „The making of `Jew Clubs´“, Pavel Brunssen
27.-29. März 2026: Abschlussreise nach Kassel 

Kontakt: 
Eintracht Frankfurt Museum GmbH, Mörfelder Landstr. 362, http://museum.eintracht.de
Auf dem Foto:  Helmut „Sonny“ Sonneberg und Matthias Thoma

Bis Sonntag, 11. Januar 2026: Ausstellung „New Beginnings: Philippines Photographic Art“ im Fotografie Forum Frankfurt

(Petra)

Die Philippinen – ein Archipel aus über 7.000 Inseln und mehr als 130 Sprachen – sind ein Land vieler Stimmen und Identitäten. Diese kulturelle, soziale und geografische Vielfalt prägt auch die zeitgenössische Fotografie des Landes. Sie ist ständig in Bewegung – wandelbar in Form, Bedeutung und Aussage. Geprägt von in einer komplexen Kolonialgeschichte und von sozialen Gegensätzen, beleuchtet die philippinische Fotokunst Momente des Wandels und der Resilienz. Mit experimentellen Porträts, Installationen und dokumentarischen Ansätzen rücken die Arbeiten von Nana BuxaniXyza Cruz BacaniTommy HafallaGina OsterlohWawi NavarrozaAugustine ParedesVeejay Villafranca und MM Yu individuelle Perspektiven, gelebte Realitäten und kulturelle Prozesse in den Fokus. Vor dem Hintergrund der visuellen Kultur des südostasiatischen Archipels setzen sich die Künstler*innen mit Themen wie Identität, Wanderarbeit, Spiritualität, Erinnerung, dem Konzept von Heimat, Umwelt sowie dem Leben indigener Gemeinschaften auseinander. All dies wirft ein substanzielles Licht auf sowohl persönliche Erzählungen als auch übergeordnete gesellschaftliche Reflexionen und gibt Einblick in eine Region mit dynamischen Talenten, die in Europa bisher kaum sichtbar waren.

Foto: ©FFF2025, Bild: Gina Osterloh, Looking Back I Accepted Your Invitation, 2005, from the series “Somewhere Tropical” © Gina Osterloh, Courtes

New Beginnings: Philippine Photographic Art, kuratiert von Patrick Flores, Andrea Horvay und Celina Lunsford, ein Beitrag des Fotografie Forum Frankfurt anlässlich des Ehrengastauftritts der Philippinen auf der Frankfurter Buchmesse 2025, “Fantasie beseelt die Luft”, Ort: Fotografie Forum Frankfurt, Adresse: Brauchbachstraße 30 - 32,  (Öffnungszeiten: dienstags – sonntags 11 – 18 Uhr, Eintritt: 7 (4) Euro, barrierefrei

Bis Sonntag, 18. Januar 2026: Ausstellung philippinischer Architektur “Sulog“ im DAM

(Petra)

Die zeitgenössische philippinische Architektur befindet sich an der Schnittstelle von miteinander verbundenen und sich überschneidenden Kräften. Sie wird heute als ein kontinuierlicher Fluss von Menschen, Orten und Prozessen definiert, der über die Grenzen des Landes hinausreicht. Der Begriff „Sulog„, der aus der Sprache der Menschen aus der Provinz Cebu stammt und „Wasserströme“ bedeutet, bringt das dynamische Auf und Ab der philippinischen Architektur auf den Punkt. Diese ist aus einem inselartigen Umfeld hervorgegangen und ist verwoben mit den Querströmungen der zahlreichen Einflüsse und dem Austausch von Netzwerken.vDie Ausstellung ist inspiriert von der Vorstellung des Anthropologen Arjun Appadurai vom Global Cultural Flow“ (1990). Dieser versteht den Begriff als ein sich kreuzendes transnationales Netzwerk des Austauschs zwischen Menschen, Gütern, Wirtschaft, Politik und Ideen. Er schlägt vor, dass wir diese kulturellen Ströme über geopolitische Grenzen hinweg anhand der fünf Dimensionen Ethno-Landschaften, Technik-Landschaften, Finanz-Landschaften, Medien-Landschaften und Ideen-Landschaften verstehen müssen. Die Neukonzeptionierung der philippinischen Architektur lässt sich in drei miteinander verflochtene Themen einteilen: „Menschen als Netzwerk, „Orte als Fluss“ und „Prozess als Ströme“.Ich bin sehr gespannt auf neue Impulse aus dem Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse!

Foto: Parang Maguindanao del Norte Province 2024  ©STUDIO IMPOSSIBLE PROJECTS, Patrick Kasingsing

Sulog – Philippinische Architektur im Spannungsfeld, Ausstellung, Kuratorenteam: Edson Cabalfin, Patrick Kasingsing, Peter Cachola Schmal, National Commission for Culture and the Arts (NCCA) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum (DAM), Ort: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Adresse: Schaumainkai 43, (Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags - sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11-20 Uhr), Eintritt: 12 (7) Euro, barrierefrei

bis Februar 2026: Of/ „eins. 1-6 +1“

(Andrea) 

Jule Wertheimer, Mike Schäfer und Pierre Verago von der Hochschule für Gestaltung haben sich zu dem Kollektiv neue kunstfreunde zusammengeschlossen. Mit ihrer Initiative möchten sie zeitgenössische künstlerische Positionen fördern und neue Räume für Kunst und Austausch schaffen – in Institutionen ebenso wie an unabhängigen Orten. Über einen Open Call, der sich an Studierende von Kunsthochschulen und deren Umfeld richtete, haben sie junge Kunstschaffende aus dem Rhein-Main-Gebiet und aus dem gesamten Bundesgebiet mit ganz unterschiedlichen Positionen ausgewählt, deren Arbeiten jetzt in verschiedenen Zyklen im OG des Haus der Stadtgeschichte zu sehen sind. „eins. 1“  ist seit 10. Juli zu sehen und präsentiert Arbeiten von Annie Devlin, Anton Andrienko, Ivan Hanzha,  Nathanja Fetzner, Christian Leicher, Sookhyang Oei Kim, Eunyoung Lee und Xiaoyi Zhang. „eins. 2“ widmet sich in einer Einzelausstellung beginnend am 14. August, 18 Uhr Julian Wolfgang Schreiner, der am 11. September, 18 Uhr, von der Werkschau „eins. 3“  mit Ron Wohler, Henning Gundlach,  Klara Stefanovicova, Ramón Loesch, Verónica Aguilera Carrasco, Melina Brass und Rebekka Homann abgelöst wird. „eins 4“ wird am 9. Oktober, 18 Uhr, eröffnet, bis 12. November zeigen Leon Scheiblich und Yixuan Hu Einblick in ihr Schaffen. Am darauffolgenden 13. November, wird um 18 Uhr „eins. 5“ eröffnet, dann wird, ebenfalls eine Einzelausstellung, jetzt mit Arbeiten von Isabell Ratzinger zu sehen sein. Lukas Niedermeier, Roman Cherezov, Laia Martí Puig, Barbara Mährlen, Tobias Becker, Johanna Disch und Tomas Loureiro Goncalo stellen ab 11. Dezember in „eins. 6“ aus. Mit „eins +1“, Eröffnung am 15. Januar, um 18 Uhr, endet der erste Ausstellungszyklus. Zu sehen sind dann Arbeiten von Isabell Meldner und Yesul Lee. 

Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 64, Offenbach

Noch bis Sonntag, 08. Februar: Ausstellung Hélène de Beauvoir „Mit anderen Augen sehen“, Opelvillen Rüsselsheim

(Petra)

Die Weihnachtspause finde ich eine gute Gelegenheit, etwas Neues zu entdecken, oder etwas, das ich mir schon das ganze Jahr über vorgenommen hatte, endlich zu machen: zum Beispiel einen Trip nach Rüsselsheim. Hélène de Beauvoir stand lange im Schatten ihrer Schwester Simone de Beauvoir – eine der großen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts und Ikone der Frauenbewegung. Ohne Zweifel beeinflusste Simone de Beauvoir Hélènes Leben und Arbeit auf eine sehr tiefgreifende Weise, dennoch steht das Werk der Malerin für sich. In der Ausstellung wird die vergessene Künstlerin und ihr vielschichtiges Werk neu bewertet werden. Präsentiert wird die erste museale Ausstellung zum Werk der Malerin Hélène de Beauvoir in Deutschland. Mit 177 Leihgaben aus den Jahren 1925 bis 1994 wird die gesamte Spannweite ihres Schaffens mit Kupferstichen, Aquarellen, Acrylbildern und Ölgemälden gewürdigt und dabei bislang unberücksichtigte Thematiken fokussiert. Kunst bedeutete für Hélène de Beauvoir eindeutig einen Akt der Befreiung: Herrschende Rollenbilder legte sie offen und machte in klar verständlicher Bildsprache auf die Lage der Frau aufmerksam. Bisher unbekannte Malereien erweisen sich nun als Schlüsselwerke. Die hochkarätigen Leihgaben stammen aus Frankreich, Italien, Deutschland, England und der Schweiz.

Foto: Hélène de Beauvoir Selbstportrait, ©Privatsammlung Ute Achhammer

Ausstellung Hélène de Beauvoir „Mit anderen Augen sehen“, Ort: Opelvillen Rüsselsheim, Adresse: Ludwig-Dörfler-Allee 9, Rüsselsheim, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 10 - 18 Uhr, mittwochs 10 - 20 Uhr, 25.+26.12. 10 - 18 Uhr, 01.10.2026 12 - 18 Uhr, an den Feiertagen mit Führungen um 15 Uhr, Eintritt: 10 (6) Euro, barrierefrei

Bis Freitag, 13. Februar 2026: Ausstellung „Akut“

(Petra)

In einer Welt, die von Geschwindigkeit, Veränderung und Krisen geprägt ist, wird akutes Handeln zur Notwendigkeit. Es sind diese kurzen Momente, in denen Entscheidungen getroffen und Handlungen unausweichlich werden – sei es in Politik, Gesellschaft, Medizin, im persönlichen Umfeld oder in der Fotografie. Letztere macht das Flüchtige sichtbar: Fotograf*innen entscheiden im Bruchteil einer Sekunde über Bildausschnitt, Fokus, Auslöser. Die Ausstellung „Akut“ zeigt fotografische Arbeiten, die die Dringlichkeit des Moments einfangen. die Intensität des Hier und Jetzt widerspiegeln – dokumentarisch, abstrakt oder inszeniert. Themen wie gesellschaftliche Konflikte, ökologische Herausforderungen oder persönliche Grenzerfahrungen werden so zu visuellen Zeugnissen des Augenblicks und fordern neue Perspektiven auf die Gegenwart. Damit richten Mitglieder der „Freelens“ Regionalgruppe Rhein-Main den Blick auf die Dynamiken der Region Frankfurt und Rhein-Main sowie deren Bedeutung für die großen Fragen der Gegenwart. Die Ausstellung findet im zeitlichen Umfeld der Ernennung von Frankfurt Rhein-Main zur World Design Capital 2026 statt und versteht sich als fotografischer Beitrag zu einem breiteren gesellschaftlichen Diskurs über Zusammenleben, Demokratie und Gestaltung.

Foto: ©Samira Schulz 

Akut – Ausstellung von Mitgliedern der „Freelens“ Regionalgruppe Rhein-Main, Ort. Haus am Dom, Adresse: Domplatz 3, Öffnungszeiten: täglich 9 - 17 Uhr, samstags und sonntags 11 - 17 Uhr, Eintritt: frei 

Noch bis Sonntag, 22. Februar: Ausstellung „Helen Frankenthaler moves“ im Museum Reinhard Ernst, Wiesbaden

(Petra)

Mich interessiert vor allem auch das Gebäude des renommierten Architekten Fumihiko Maki. Zur Eröffnung des noch recht neuen Museums in Wiesbaden hatte sich eine teilweise kritische Diskussion um Mäzenatentum und öffentliche Interessen entfacht: für die Stadtgesellschaft ist diese Gabe des Unternehmers und Sammlers Ernst sicherlich eine Bereicherung. Aber ich habe sie mir noch immer nicht angeschaut. Neben der Sammlungspräsentation lädt das Museum mit der Ausstellung „Helen Frankenthaler moves“ dazu ein, die wegweisende Kunst der US-Amerikanerin im Dialog mit der Gegenwart zu erleben: Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess haben teilweise bisher nicht gezeigte Arbeiten Frankenthalers aus der Sammlung Reinhard Ernst ausgewählt und eine gemeinsame Hängung mit ihren eigenen Werken in Szene gesetzt. Dies zeigt eindrücklich, dass Frankenthalers malerische Vielfalt und ihr Pioniergeist bis heute bewegen. So wird eine Geschichte erzählt, die bei ihr beginnt und von den drei Künstler*innen eigenständig erweitert und souverän fortgeschrieben wird. Dieses außergewöhnliche Ausstellungserlebnis gewährt erneut einen Einblick in die weltweit größte private Sammlung von Frankenthalers Werken und eröffnet zugleich vielfältige Begegnungen mit zeitgenössischer abstrakter Malerei aus Deutschland und der Schweiz.

Foto: ©Helen Frankenthaler Foundation, VG Bild-Kunst, Bonn (2025), nach: Museum Reinhard Ernst

Helen Frankenthaler moves – Ausstellung mit Arbeiten von Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess, Ort: Museum Reinhard Ernst, Adresse: Wilhelmstraße 1, Wiesbaden, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 12 - 18 Uhr, mittwochs 12 - 21 Uhr, 26.12. und 01.01.2026 12 - 18 Uhr, Eintritt: 14 (12) Euro, barrierefrei

Noch bis Sonntag, 01. März: Anatomie der Fragilität - Körperbilder in Kunst und Wissenschaft im Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Die Art und Weise, wie Menschen Körper betrachten, wahrnehmen und darstellen ist im ständigen Wandel. Kunst und Wissenschaft haben seit jeher mit Bildern von Körpern Geschichten über das Menschsein erzählt. Im Wandel der Epochen entstanden immer wieder neue Körperbilder und Deutungen. Die Ausstellung verwebt Objekte aus unterschiedlichen Bezugsfeldern und Zeiten: von den idealisierten Körperdarstellungen der archaisch-griechischen Kunst über religiöse Votivgaben als Bitten um Heilung sowie spektakuläre anatomische Wachsfiguren aus dem 18. Jahrhundert bis zu neuesten Bildern der medizinischen Forschung, bei denen wir virtuell durch ein schlagendes Herz reisen. Die Schau stellt all dies den Werken zeitgenössischer Künstler*innen gegenüber, die ein verändertes Gefühl der Körperlichkeit, deren Umdeutung und den Ruf nach einem neuen Menschenbild zum Ausdruck bringen. Die Ausstellung spiegelt die programmatische Ausrichtung des Frankfurter Kunstvereins wider, bei der die aktuelle Kunst und die Wissenschaften als gleichwertige Ausdrucksformen menschlichen Wissensdrangs und der Sinnsuche befragt werden. So waren zur Zusammenarbeit eingeladen: die Goethe-Universität Frankfurt – vertreten durch Artefakte aus der Antikensammlung und des Skulpturensaal sowie aus der Moulagensammlung der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie; Universitätsmedizin –, die Universität Bologna – vertreten durch die anatomischen Wachsfiguren der Sammlungen “Luigi Cattaneo” und des Museums Palazzo Poggi –, die Justus-Liebig-Universität Gießen – vertreten durch anatomische Votive aus der Sammlung Ludwig Stieda aus dem Bestand der Antikensammlung der Professur für Klassische Archäologie – sowie die Privatsammlung Hans und Benedikt Hipp, die ebenfalls anatomische Votive beisteuerte.

Foto: Omkaar Kotedia©The Alternative Limb Project

Anatomie der Fragilität  - Körperbilder in Kunst und Wissenschaft, Ausstellung mit Begleitprogramm, kuratiert von Franziska Nori, Anita Lavorano, Pia Seifüßl und Angel Moya Garcia, Ort: Frankfurter Kunstverein, Adresse: Steinernes Haus am Römerberg, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 - 19 Uhr, donnerstags11 - 21 Uhr, Eintritt: 10 (6) Euro, barrierefrei

Bis 15. März: OF/ Internationale Kinderbuchausstellung

(Andrea)

Kinderbücher sind klasse und es fiel mir unendlich schwer, als das KInd vor einigen Jahren beschloss, dass für ihre Bücher jetzt kein Platz mehr sei, alle in den Bücherschrank zu bringen. Ein paar meiner Lieblingsbücher habe ich behalten, “Frerk der Zwerg” zum Beispiel, “Die Reise zum Mond” oder “Das 99. Schaf”. Alles Titel, die sicher nicht in der Kinderbuchausstellung zu finden sind. Dafür eine Menge anderer toller Bücher.. Drei Monate lang feiert die Kinderbuch-Ausstellung 70. Geburtstag und schaut zurück auf sieben Jahrzehnte Bilderbuch. Was ist alles auf dem Bilderbuchmarkt los gewesen, welche Ausgaben sind heute Kult, und was würde heute nicht mehr so im Regal landen? Und was erwartet das Kinderbuch wohl in der Zukunft? Daneben zeigt die Kinderbuchausstellung wie in jedem Jahr zahlreiche Neuerscheinungen aus vielen Ländern, die besonders schön gestaltet oder erzählt sind.
Die Ausstellung zeigt auf, wie sich die Themen und die Formensprache im Laufe der Zeit verändert haben. Wurde noch in den fünfziger Jahren oftmals eine heile Kinderwelt mit festgefügten Rollenbildern dargestellt, ändert sich das spätestens im Laufe der siebziger Jahre. Progressive Kinderbuchverlage edierten kritische Bücher für Kinder und schufen so ein ganz neues Feld des Kinderbuchs. Die kindlichen Sorgen und Probleme wurden ernst genommen und thematisiert. Technische Entwicklungen, gesellschaftliche Umbrüche und Problematiken wurden zunehmend auch zum Thema im Bilderbuch. Krieg, Flucht, Diskriminierung wurden aus kindlicher Perspektive dargestellt. In den letzten Jahren veränderten emanzipatorische Bewegungen auch die Bücher für Kinder sehr stark. Alte Rollenbilder wurden aufgebrochen und in Frage gestellt. Stereotypen wurden hinterfragt und die gesellschaftliche Vielfalt entwickelte sich zu einem Thema in den Bilderbüchern der letzten 10 Jahre. Bücher, die Kinder dazu ermuntern, ihre Körper, ihre sexuelle Orientierung und die Vielfalt an eigenen Fähigkeiten wertzuschätzen, finden sich zunehmend auf dem Bilderbuchmarkt.
Natürlich haben sich nicht nur die gewählten Thematiken, sondern auch die Bildsprache im Laufe der Jahre sehr verändert, wobei sich die zeitgenössische Bilderbuchillustration vom Illustrationsstil der fünfziger und sechziger Jahre inspirieren lässt. 

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach

Bis Donnerstag, 16. April: Frankfurter Kunstsäule mit Daniel (und Felix) Hartlaub

(Petra)

Aus der Werkausgabe bei Suhrkamp wissen wir, dass der Zeichner und Autor Felix Hartlaub (1913-1945, Sohn des Namensgebers der Neuen Sachlichkeit, des Kunsthistorikers und damaligen Direktors der Mannheimer Kunsthalle Gustav Friedrich Hartlaub) bereits als Kind düstere, apokalyptische Tuschezeichnungen angefertigt hat, die versehrte Kriegsrückkehrer ins Zentrum stellten. Seine Geschichte vom Jungen, die er vor etwa 100 Jahren in 16 Zeichnungen erzählte, schildert imaginäre Abenteuer seines Alter Ego in der Welt. Im Führerhauptquartier als Mitarbeiter für das Kriegstagebuch der Wehrmacht eingesetzt, gelang es ihm, eigene Texte herauszuschmuggeln, die seine äußeren und inneren Wahrnehmungen aus dieser Zeit beschreiben. Felix Hartlaubs kurzes Leben und sein ungeklärter Tod in den letzten Kriegstagen hinterließen einige Geheimnisse. Daniel Hartlaub plant nunmehr einen Film über seinen 1945 in Berlin verschollenen Onkel, und die KunstSäule beleuchtet dieses Filmthema in einer besonderen Kooperation mit dem englischen Künstler Keith Rodway. Im Frühjahr 2025 haben die beiden Künstler in England bereits eine gemeinsame Schau zu Felix Hartlaub realisiert. Für den Felix-Hartlaub-Film plant sein Neffe eine animierte Imaginationsebene, die teilweise auf der KunstSäule zu sehen sein wird. In den Bildern von Hartlaub oszilliert Felix Hartlaubs Leben zwischen Kunst, Krieg und NS-Regime. Die Litfaßsäule erinnert so an eine zerrissene Zeit, und Parallelen zu heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen sind unübersehbar.

Bild: ©Daniel Hartlaub

Vanished – The Curious Life and Death of Felix Hartlaub, kuratiert von Katrin Kobberger,  Ort: KunstSäule Frankfurt, Adresse: Am Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Ecke Gutzkowstraße), Uhrzeit: 19 Uhr, Öffnungszeiten:24/7, Eintritt: frei

Bis August 2026: SHEROES. Comic Art from Africa

(Daniela)

Ich freue mich auf diese Ausstellung, die heute Abend eröffnet wird: SHEROES. Comic Art from Africa

Die Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gibt einen Einblick in die vielfältige Comicszene Afrikas. Eine wachsende Gruppe junger Kreativer vom afrikanischen Kontinent erzählt in ihren Werken von (vorkolonialer) Geschichte, greift auf kulturelle Mythen und Symbole zurück und spricht soziale und ökologische Herausforderungen an. Mit ihren Comics bringen sie ihre Stimmen, Erfahrungen und Forderungen in die globale Gesellschaft ein. Sie widmen sich den wichtigen Themen unserer Zeit und entwerfen neue Zukunftsbilder. 

SHEROES stellt dabei Hauptdarstellerinnen und weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt: Superheldinnen, die mit lokalen Gottheiten gegen Umweltkatastrophen kämpfen; eine junge Frau, die ihren urbanen Alltag meistert; Protagonistinnen, die LGBTQ-Rechte verteidigen; eine Geschichtenerzählerin, die sich für eine demokratische Verteilung von Wissen einsetzt.

Mit ihren Werken fordern die Comicmacher:innen den Status Quo der internationalen Bühne von Kunst und Kultur heraus, auf der weibliche Perspektiven des Globalen Südens noch immer marginalisiert werden.

Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 € / ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei!
Öffnungszeiten: Di und Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr

Vorschau auf den 1. Mai 2026

(Andrea)

Man möge mir verzeihen, es ist absurd, aber ich freue mich schon jetzt auf den 1. Mai (!). Und vielleicht teilt ihr sogar meine Vorfreude, ich bin seit Tagen elektrisiert und dann sprang auch gleich der innere Film an. Erstmals gehört habe ich Les Negresses Vertes in den 1990ern im Schweinefuß, das war eine Institution am Kaiser-Friedrich-Ring in Wiesbaden und seitdem haben sie mich begleitet. Meine Freundin Christine schickte mir irgendwann eine Kassette aus Berlin zu, bei 2001 kaufte ich “Familie Nombreuse” auf Vinyl und mit Christine war ich dann auch in der Stadthalle Offenbach. Ein intimes Konzert in einer viel zu großen Halle und wir gingen beseelt nach Hause. Seitdem habe ich sie nicht mehr live gesehen, aber höre sie natürlich noch immer. Man muss nicht unbedingt Fernweh haben oder besonders frankophil sein (aber das hilft natürlich ungemein), die Musik macht Spaß und manchmal auch melancholisch ("Il boit pour oublier qu' il vit, Il dort pour oublier qu'il boit"). Einlass 18 Uhr. 

Zoom, Carl-Benz-Strasse 21

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