16.10.2020
Inhalt: EINMISCHEN UND STARK BLEIBEN / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / HIER GIBT ES WAS ZU GEWINNEN / G E R O L L T E S - über ein Fußballwochenende / Etwas über den FSV / Freitag 16. - Freitag 23. Oktober: Wir sind alle Deutsche Juden / Freitag, 16. - Mittwoch, 21. Oktober: Becoming Black / Freitag 16. Oktober: „Büro für überflüssige Worte - Im Klimawandel" / Freitag 16. + Samstag 17. Oktober: GegenBuchMasse / Freitag 16. - Sonntag 18. Oktober: Hard Feelings (Ein Bericht für eine Akademie) / GEHÖRTES über Sting und The Police (oder umgekehrt), Teil 2 / Samstag, 17. Oktober: Chillen / Samstag, 17. Oktober: Literatur und Lebenskunst / Samstag und Sonntag, 17. und 18. Oktober: Of/ Bücherfest / Buchtipp: Rückwärtswalzer / Noch bis 31. Oktober: Lazarus Dinner Partizipative Installation / Sonntag, 18. Okober: „Wir 2 im Großen Haus“ / Sonntag, 18. Oktober: OF/ Hafenfestival / Mittwoch 21. Oktober: Revolte Tanzbein! / Ab 21. Oktober: 1:1 Concerts / Mittwoch, 21. Oktober: Frederico Albanese / Konzert / Ab Donnerstag 22. Oktober: Ausstellung zeitgenössischer Kunst zum Thema Identität. / Ab Donnerstag, 22. Oktober: Regeln am Band (Dokumentation) / VORSCHAU / Sonntag, 25. Oktober: The LOKAL Listener Gregor Praml trifft Bernie Hahn / Sonntag 25.10 - 8.11.: Schaufensterausstellung / Mittwoch 28. Oktober: Django Bates & hr Bigband Celebrating Charlie Parker / Impressum
EINMISCHEN UND STARK BLEIBEN

Meine Eltern haben mir immer vorgelebt, dass man sich einmischen soll.Für soziale Gerechtigkeit, gegen Diskriminierung und Rassismus.

Einmischen ist jedoch nicht immer einfach und verlangt oft einen hohen Preis.
Einmischen heißt auch, dass man eher selten auf dem Sofa liegt… Einmischen bedeutet oftmals wenig Schlaf und verspannte Schultern…

Die letzten Wochen denke ich immer wieder darüber nach, mich weniger einzumischen. Ich denke darüber nach, wie es wohl wäre, wenn ich mal an einem Nachmittag in einem Café sitzen oder am End‘ sogar mit Yoga anfangen würde…

Ich überlege das gerade sehr intensiv, da ich vor einer schwierigen Entscheidung stehe. Es geht um eine Bewerbung um ein weiteres, größtenteils ehrenamtliches, Engagement. Dazu aber vielleicht im November mehr… Schließlich werde ich ja auch nicht jünger und dann ist da ja noch der verwilderte Garten, in den ich Hochbeete bauen möchte und dann gibt es ja auch noch Kultur, für die ich gerne Zeit hätte und irgendwann will ich auch wieder in der Nordwestkurve des Waldstadions stehen und dann habe ich da ja noch Mann und „Kind“, die sich auch freuen, wenn ich mal Zeit hätte…….

Und dann erlebe ich Menschen, die schon über 80 Jahre alt sind, wie Aviva oder meine Eltern und dann verwerfe ich meine kühnen Gedanken an einen Caféaufenthalt.

Mein Vater, Giancarlo Cappelluti, wurde diese Woche 82 Jahre. An seinem Geburtstag klingelte ständig das Telefon und er bekam etliche WhatsApp Nachrichten von Geflüchteten, die er seit 2015 betreut. Er begleitet sie zu Behördengängen, füllt mit ihnen Formulare aus und hat sogar schon die syrischen Frauen zum Frauenarzt begleitet

So ging es mir auch, als ich am Montag die Nachricht über Aviva Goldschmidt las. Sie ist die Mutter meiner Freundin Ilana. Auch Frau Goldschmidt ist, wie mein Vater, Jahrgang 1938 und wird nicht müde sich einzumischen. Gemeinsam mit der Jewish Claims Conference hat sie sich mit eigens produzierten Videobotschaften an Mark Zuckerberg gewandt. Sie haben ihn aufgefordert, Beiträge auf Facebook zu löschen, die den Holocaust leugnen. Ihre Beharrlichkeit hat sich gelohnt: Seit Montag löscht Facebook alle Einträge, die den Holocaust leugnen oder kleinreden – auf der ganzen Welt, nicht nur in Ländern, wo die Leugnung des Holocaust ohnehin strafbar ist. Facebook hat seine Community-Richtlinien geändert: Das Leugnen der Verbrechen der Nationalsozialisten fällt nun unter die Kategorie „Hassreden“ und damit werden sie sofort gelöscht! Herzlichen Glückwunsch, liebe Frau Goldschmidt! (Den gesamten Artikel aus der FAZ findet ihr hier.)

Und wo ich gerade über meinen Vater geschrieben habe, noch einen Satz zu meinen Eltern: Sie haben mir nicht nur das Einmischen beigebracht, sondern von ihnen habe ich auch die Leidenschaft für Kultur geerbt. Seitdem sie das Senior*innenticket haben, sind sie nicht nur im Taunus kulturell unterwegs, sondern mittlerweile in ganz Hessen. Und meine Mutter versorgt mich immer wieder mit Ausgehtipps. So stammt der Tipp über den Film „Daniel Cohn-Bendit. Wir sind alle Deutsche Juden“ nicht von mir, sondern von ihr.

So, jetzt muss ich los…
Bleibt gesund und vergesst das Lüften nicht.

Herzliche Grüße

Daniela

Vielen Dank an meine tollen Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün und Uwe Schwöbel. Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps hier zu lesen.

(Foto von Aviva Goldberg: (c) Claims Conference, Marco Limberg)

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung.
(Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 (Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr). Wer eine Rechnung benötigt, schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

HIER GIBT ES WAS ZU GEWINNEN

Antworten bitte an Uwe: schwoebke@aol.com

1 x 2 Tickets für das Konzert von Revolte Tanzbein am Mittwoch, den 21. Oktober im Sommergarten vom Tanzhaus West.
Gewinnfrage: Wieviel Geld gab Uwe für die Sting-Biografie aus? Siehe "Über Sting & The Police".

G E R O L L T E S - über ein Fußballwochenende

(Uwe)

Ich habe eine Folge der Sitcom „Two & A Half Men“ geschaut. In dieser fliegt eine Taube durch ein geöffnetes Fenster. Weil einer der beiden Erwachsenen es nicht fertigbringt, die Taube zu verjagen, schließt er die Tür und hofft, dass sie von selbst wieder wegfliegt. Ein Trugschluss, denn beim nächsten Öffnen der Tür stellt er fest, dass sich das Zimmer zwischenzeitlich in einen Taubenschlag verwandelt hat.

Auch bei der Zusammenstellung eines Spielerkaders sollte man sich nicht ausschließlich auf die bloße Hoffnung verlassen, sonst entwickelt sich die unkontrollierte Ansammlung an Spielern recht schnell zu einem Problem. Gerade, wenn man wenig oder kein Geld zur Verfügung hat, tut jede falsche Entscheidung weh. Vor wenigen Wochen schloss das Transferfenster, Spieler mit gültigem Arbeitsvertrag bei einem Verein dürfen seitdem nicht mehr wechseln, vertragslose Spieler können aber weiterhin verpflichtet werden. Weil früher fest eingeplante Einnahmen aus Dauerkarten- und Ticketverkäufen oder der Vermietung von Logen bis auf Weiteres offen sind, haben sich die oft ziemlich seriös wirtschaftenden Bundesligavereinen mit Transferaktivitäten zurückgehalten. Zwar wechselten auch in diesem Sommer Spieler in der Bundesliga hin und her, ein gesunder Mittelklasseverein wie die Eintracht verzichtete aber auf kostenintensive Einkäufe, bei chronisch „klammen“ Clubs wie Schalke wäre eh nicht viel gegangen. So kamen zu den Schalkern insbesondere Spieler von der Eintracht. Mit Rönnow ein guter Torwart und mit Pacienza zumindest ein guter Typ.

Unter Transfermarkt.de sind die Top 25 Transfers in Europa aufgelistet. Überrascht stellte ich fest, dass ich nur 8 von 25 aufgeführten Spielern überhaupt kenne. Drei von den gelisteten Spielern waren Deutsche: Die Nationalspieler Havertz (80 Mio. Euro) und Werner (53 Mio. Euro) verließen die Bundesliga und gingen zum FC Chelsea, Sane (45 Mio. Euro) kam von Manchester City zurück und spielt künftig für die Bayern. Der FC Bayern ist bekanntermaßen der einzige Verein, der mit Vereinen aus England halbwegs mithalten kann. Kalle Rummenigge und Co machen aber nicht jeden Blödsinn mit und zahlen zumindest keine Summen für Spieler, die deutlich über deren Marktwert liegen. Das tat beispielsweise der SSC Neapel, der 70 Mio. Euro für den Mittelstürmer von LOSC Lille, Victor Osimhen, überwies (Marktwert: 40 Mio. Euro). Auch Inter Mailand und Juventus Turin zahlten ordentlich für neue Spieler, die nahmen über Transfers aber auch Geld ein. Italien ist also zurück im Konzert der Großen, wobei die Großen eigentlich mehr oder weniger gerade englische Clubs plus X sind. Bei 16 der 25 Transfers griffen englische Vereine tief in die Tasche. Chelsea investierte alleine für Havertz, Werner, Ziyech und Chilwell insgesamt rund 225 Mio. Euro und selbst die Wohlverhampton Wanderers kauften für rund 70 Mio. Euro ein. Die verkauften an Liverpool aber einen Spieler (Diogo Jota, nie gehört) mit einem Marktwert von 28 Mio. Euro für 44,70 Mio. Euro an den FC Liverpool. Liverpool ist also nicht ausschließlich deshalb so erfolgreich, weil Jürgen Klopp ein super Mensch und Trainer ist, sondern weil der Verein aus der Arbeiterstadt Liverpool außergewöhnlich gute finanzielle Möglichkeiten hat.

Etwas über den FSV

(Uwe)

Der FSV siegte zum vierten Mal in dieser Saison zuhause und belegt aktuell den dritten Platz in der Regionalliga Südwest. Am morgigen Samstag reisen die Bornheimer zum "Spitzenspiel" gegen den FC Homburg ins Saarland. Weil das Saarland das Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten gekippt hat, dürften die Frankfurter sogar in dem für seine ausgeprägte Gastfreundlichkeit bekannten Bundesland problemlos übernachten. 

Freitag 16. - Freitag 23. Oktober: Wir sind alle Deutsche Juden

(Ellen Cappelluti)

Ich möchte gerne diesen Film sehen:

DANIEL COHN-BENDIT – WIR SIND ALLE DEUTSCHE JUDEN
Von Niko Apel, Frankreich 2020, 73 Min.
In Kooperation mit der jüdischen Gemeinde, Frankfurt.

Daniel Cohn-Bendit, der Studentenführer von einst und spätere Grünen-Politiker, hat sich sein Leben lang mit seiner europäischen Identität beschäftigt, sie gelebt. Wie aber definiert und reflektiert er – der in der 68er-Bewegung als „deutscher Jude“ bezeichnete – seine jüdische Identität? Ist es der von Sartre postulierte Antisemitismus, der ihn zum Juden macht? Cohn-Bendit war weder Mitglied einer jüdischen Gemeinde, noch ist er ein Synagogengänger.

Viele Gespräche mit der Familie und seiner Frau haben ihn schließlich dazu bewegt, sich mit der eigenen jüdischen Identität auseinanderzusetzen und diese anzunehmen: Ja, ich bin Jude und mein Jüdischsein prägt mich! „Dany“ Cohn-Bendit begibt sich im Film von Niko Apel auf die Suche nach seiner jüdischen Identität, die mal komplexe, mal unbegreifliche Momente bereithält.

Mal Seh’n Kino, Adlerflychtstraße 6
Aufführungszeiten: Fr. 16.10., 16:00 Uhr, So. 18.10., 14:00 Uhr, Fr. 23.10., 16:00 Uhr. Kartenbestellung: 069-5970845

Freitag, 16. - Mittwoch, 21. Oktober: Becoming Black

(Martin)

Stelle dir vor, deine Eltern sind weiß, aber deine Hautfarbe ist dunkel und sie sagen Ihnen, dass dies reiner Zufall ist. Dies geschah in den 1960er Jahren mit einem Mädchen in Ostberlin. Jahre zuvor kam eine Gruppe afrikanischer Männer, um in einem nahe gelegenen Dorf zu studieren. Hier verliebt sich die ostdeutsche Frau Sigrid in Lucien aus Togo und wird schwanger. Aber sie ist bereits mit Armin verheiratet. Das Kind ist die Filmemacherin Ines Johnson-Spain. Sie trifft ihren Stiefvater Armin und andere aus ihrer Kindheit und verfolgt die erstaunlichen Strategien der Verleugnung, die ihre Eltern und die Umgebung entwickelt hatten. In einer intimen Darstellung, aber auch in einer kritischen Auseinandersetzung, bringt sie schmerzhafte und verwirrende Kindheitserinnerungen mit sachlichen Berichten zusammen, die eine Kultur der Ablehnung und Verleugnung bezeugen.

 

Hier geht’s zur Filmseite: https://fsk-kino.peripherfilm.de/becoming-black/

 

Täglich 18.00h im Kino Mal Sehn, Adlerflychtstraße, 6, 60318 FFM

Kartenbestellung: 069-5970845 (ab 19.00h)

 

Freitag 16. Oktober: „Büro für überflüssige Worte - Im Klimawandel"

(Daniela)

Dirk Hülstrünk, vielen von Euch bestimmt als Veranstalter von unzähligen Poetry-Slam-Abenden bekannt veranstaltet eine Poetische Büroinstallation!

"Plastikwörter, Füllwörter, toxische Begriffe, veraltete, unbrauchbare, überflüssige oder defekte Wörter: in seiner Büroinstallation nimmt Sprachkünstler Dirk Hülstrunk Wortmüll aller Art persönlich entgegen, tauscht sie gratis gegen signierte Phantasiewörter und lädt zum Gespräch über Sprache und Klima ein. Den Abschluss bildet eine lyrische Performance auf Grundlage der „überflüssigen Wörter“. Das Projekt bietet auch Anlass für Gespräche über Sprache und Wörter,
über Macht und Ohnmacht von Sprache.

Das BüW wurde für ein Kunstfestival in der finnischen Stadt Turku entwickelt und war seit dem auf Festivals (Zürich liest, Open Books), auf Kongressen und in Büchereien zu Gast.

Büro für überflüssige Worte – Öffnungszeiten:
Freitag 16.10.2020, 14 - 16 Uhr, anschließend Abschlussveranstaltung
Büro für überflüssige Worte - "Wortmüll trennen"
Lyrik-Performance & Diskussion mit Dirk Hülstrunk um 16 Uhr

Stadtbücherei Frankfurt / Bibliothekszentrum Sachsenhausen
Hedderichstr. 32, 60594 Frankfurt

Freitag 16. + Samstag 17. Oktober: GegenBuchMasse

(Daniela)

Der Initiativkreis GegenBuchMasse aus dem Umfeld vom Café Exzess veranstaltet, wie schon seit Jahrzehnten, zeitgleich zur Buchmesse wieder ihre sogennante GegenBuchMasse. Dieses Jahr: klein aber fein!

Freitag ∙ 16.10.2020 ∙ 19:30 UHR
Links der Linken - Sam Dolgoff und die radikale US-Arbeiterbewegung

Café ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: FAU Frankfurt & Verlag Graswurzelrevolution

Samstag ∙ 17.10.2020 ∙ 19:00 UHR
Cyber Valley - Unfall des Wissens

Café ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: P.A.C.K. & PapyRossa Verlag

Samstag ∙ 17.10.2020 ∙ 21:00 UHR
Die andere Querfront - Skizzen des antideutschen Betrugs

Café ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: P.A.C.K. & Unrast Verlag

Ausführlichere Infos zu den Lesungen:
www.GegenBuchMasse.de

http://www.gegenbuchmasse.de/Archiv/gegenbuchmasse-2020-screen.pdf

https://www.facebook.com/gegenbuchmasse/events/

Covid-19
Auch wenn dieses Jahr alles schwierig ist, wollen wir die Gegenbuchmasse halbwegs im normalen Rahmen halten. Die Buchvorstellung findet selbstverständlich unter Einhaltung der im Oktober aktuellen Hygienebestimmung zur Verhinderung der Ausbreitung von Covid-19 statt. Die Bestuhlung des Raumes folgt den Distanzvorgaben. Die Besucher*innen werden gebeten, einen Mund- und Nasenschutz mitzuführen. Bitte tragt Masken, wenn ihr rumlauft. Wenn ihr sitzt könnt ihr sie gerne ausziehen. Die Teilnahme im ExZess ist pro Lesung auf 65 Personen beschränkt.

Freitag 16. - Sonntag 18. Oktober: Hard Feelings (Ein Bericht für eine Akademie)

(Martin)

Auf “Tier” reimt sich vieles, auf “Mensch” reimt sich nichts. Kafkas kanonische Erzählung “Ein Bericht für eine Akademie”, die als letzter Nagel im Sarg des Menschen als Krone der Schöpfung gilt, wird in der Theaterperformance “Hard Feelings” mit einem hyperrealistischen Tier auf die Bühne gebracht. Erzählend erweist sich Kafkas Affe als Mensch, der geschickt seine eigene Fiktion manipuliert. Aber ein Affe, der erfolgreich Mensch geworden ist, wird nicht einfach frei, sondern landet in einem Netz von Fiktionen, das ihn bestimmt und begrenzt. Als Menschen bewohnen wir Nationalstaaten, leben in dysfunktionalen Familien, laborieren an unseren Biografien – fragwürdige Fiktionen, die man trotzdem nicht einfach abstreifen kann. Vermittelt von moderner 3D-Tracking-Technik erwecken ein Pianist und ein Gorilla Kafkas Fiktion zum Leben.

Vorstellungen: 16. - 18. Oktober, 20h 

studioNAXOS // Naxoshalle, Waldschmidtstr. 19, 60316 Frankfurt am Main 

Reservierungen unter www.studionaxos.de Eintrittspreis: solidarisches Preissystem

Foto: (c) Christian Schuller

GEHÖRTES über Sting und The Police (oder umgekehrt), Teil 2

(Uwe)

... Kurz nach der Verabschiedung aus der Mittelstufe stellte ich fest, dass es The Police garnicht mehr gab und Sting nun alleine unterwegs war. Ich konnte mit seinem ersten Soloalbum The Dream Of The Blue Turtles überhaupt nichts anfangen und mit dem zweiten, Nothing Like The Sun, sehr wenig. Erst mit Soul Cages, fanden wir langsam wieder zusammen. Mit einem Freund war ich im bitterkalten Winter 1991 in München. In einem Plattenladen wärmten wir uns auf und ich hörte in die damals neu veröffentlichte Platte rein. Bereits beim zweiten Lied, „All This Time“, blieb ich hängen, weil es aus meiner Sicht das „policigste“ Lied in Sting Soloschaffen ist. Ich kaufte das Album und mag es bis heute. Es folgten zwei weitere gute Platten inklusive dem Song „Shape Of My Heart, der am Ende vom Besson überragenden Kultfilm LEON der Profi läuft, dann kühlte die aufgefrischte Beziehung wieder deutlich ab.

In der ersten Hälfte der 1990iger Jahre sah ich Sting erstmals in der Festhalle live. Ich mochte das Konzert überhaupt nicht, weil ich den Auftritt an der The Police Videokassette maß, die ich 1985 sah (siehe letzte Woche). Warum braucht man gefühlt zehn Leute auf der Bühne, wenn ein Trio Stings Songs am eindringlichsten spielen konnte, fragte ich mich. Warum muss einer in einem Policesong ein fünfminütiges Solo auf einer Orgel spielen, wenn das Original nur drei Minuten dauerte. Ich mochte also Stings eigene Policecover auch nicht und nicht nur die nicht, die unsere Schulband bei unserer Verabschiedung spielte.

Ich dachte mir insgeheim, wenn ich die Band doch nur einmal in Originalbesetzung sehen könnte. Die einzige Chance dazu nutzte ich aber nicht, weil ich nicht zu einem Police-Konzert Anfang der 00er Jahre nach Mannheim fuhr. Ich reiste an dem Wochenende stattdessen zu einem Konzert von Stephan Eicher nach Basel und dann weiter zu einer Geburtstagsfeier nach Mailand. Ich Idiot? Nein, bis heute bereue ich es nicht, Police gab es damals einfach nicht mehr.

Bis heute krame immer wieder die Songs der Band und einige Solonummern von Sting aus und immer wenn ich Gregor Praml treffe, reden wir zumindest kurz über Sting. Als professioneller Bassist kann er ihn deutlich besser bewerten als ich. Neulich schickte ich ihm eine Seite aus Stings Autobiografie aus 2003, in der Sting beschreibt, warum er glaubte dass der Bass „sein“ Instrument ist. Normalerweise mag ich keine Autobiografien, die von Sting lachte mich allerdings an, als ich neulich beim Buch Schutt den neuen Kriminalroman meines ehemaligen Chefs bestellte. Seit seiner Pensionierung schreibt er (mein Ex-Chef und nicht Sting) blutige Romane, in denen in der Regel alle Personen außer der Ermittlerin und dem Mörder selbst getötet werden. Auf dem Wühltisch lag die Sting-Bio und ich nahm sie für drei Euro mit.

Im Nachgang zum ersten Bericht erhielt ich einige ernstzunehmende Zuschriften. In denen wurde sehr eindeutig darauf hingewiesen, dass Sting nach seiner Zeit bei The Police - sagen wir es deutlich - ein richtiges Arschloch gewesen sei.

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Samstag, 17. Oktober: Chillen

(Petra)

Ein letzter Drink auf dem Ziegelhüttenplatz? Noch mal dem Sommer hinterherschauen, vielleicht ebenso wehmütig wie ich? Dann auf zum YOK YOK EDEN nach Sachsenhausen. Einfach an der frischen (mittlerweile frisch-frischen, aber heute vermutlich trockenen) Luft stehen, mit einem netten Getränk in der Hand und netten Menschen in Blicknähe. Ich werde all das vermissen, aber irgendwie wird es schon – es sind so viele tolle Ideen und Orte in den letzten Monaten entstanden: bitte gebt’s nicht auf.

CLOSING YOK YOK EDEN
Ort: Ziegelhüttenplatz
Uhrzeit: 17 - 22 Uhr, Eintritt: frei

Samstag, 17. Oktober: Literatur und Lebenskunst

(Petra)

Eine gepflegte Prise Punk gefällig? Ted Gaier von den Goldene Zitronen – Musiker, Darsteller, Regisseur, Autor – versammelt in „Argumentepanzer“ Essays und Songtexte, die in den vergangenen 20 Jahren für Zeitungen und Magazine entstanden. Darin geht es um Proteste in Athen und Prag, den Widerstand einer Hausbewohnerschaft gegen eine Investor oder über strukturellem Rassismus im Theater- und Medienbetrieb. Gaier erklärt gesellschaftliche Entwicklungen mit popkulturellen Phänomenen und befragt zugleich seine Biografie und Arbeit mit den Goldenen Zitronen und dem Performancekollektiv Schwabinggrad Ballett, kombiniert mit kommentiertem Platten-Auflegen und Showeinlage, gemeinsam mit SPEX-Magazin- Mitbegründerin Clara Drechsler.

Argumentepanzer, Lesung, Showeinlagen, Platten-Auflegkunst, Ted Gaier und Clara Drechsler, Ort: Mousonturm Frankfurt BAU, Adresse: Waldschmidtstr.4, Uhrzeit: 18 und 22 Uhr, Einlass beginnt 45 Min. und endet 10 Min. vor Vorstellungsbeginn!, Eintritt: solidarisches Preissystem 10 / 20 / 40 / 60 Euro, ausschließlich ganze Logen mit jeweils zwei Plätzen buchbar unter: https://21765.reservix.de/p/reservix/event/1609270 , barrierefrei: ja, Hygieneregeln: kein Einlass ohne Mund-Nasen-Bedeckung, mehr unter: https://www.mousonturm.de/sicherheit-und-hygiene/  

Foto:privat

Samstag und Sonntag, 17. und 18. Oktober: Of/ Bücherfest

(Andrea)

Das Bücherfest lädt in diesem Jahr an zwei Tagen in die afip am Goetheplatz in Offenbach ein, wo in gemütlicher und intimer Atmosphäre klassische Lesungen wie auch spannende Diskussionen stattfinden werden. Anders als in den vergangenen Jahren wird am Bücherfest-Samstag erstmalig ein Themenabend angeboten, der sich 2020 der "Neuen Rechten" widmet - einem Thema, das mehr und mehr an Brisanz gewinnt und eine Gefährdung unserer Demokratie darstellt. Der Sonntag findet wie gewohnt mit Lesungen von vier Autorinnen und Autoren statt, die ihre Werke vorstellen und den Leseherbst einläuten.

Programm: Samstag, 17. Oktober 2020 / Start: 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr - Herbstauslese 1: Diskurs zur „Neuen Rechten“: - Dr. Professor Wilhelm Heitmeyer: Rechte Bedrohungsallianzen - Signaturen der Bedrohung II (per Zoom zugeschaltet) - Carina Book (Hrsg.): Autoritärer Populismus - Podiumsgespräch mit Marie-Sophie Adeoso (Bildungsstätte Anne Frank, Moderation), Carina Book Dr. Professor Wilhelm Heitmeyer, Prof. Dr. Daniel Hornuff

Sonntag, 18. Oktober Krimi Start 14 Uhr, Einlass ab 13 Uhr - 14 Uhr: Zoë Beck / Paradise City - 15 Uhr: Wolf Harlander / 42 Grad Herbstauslese 2 - 16 Uhr: Olga Grjasnowa / Der verlorene Sohn - 17 Uhr: Leif Randt / Allegro Pastell Anmeldung:

Eintritt frei, aber eine Voranmeldung ist unbedingt erforderlich unter kultur@offenbach.de. Bitte mit Angabe der folgenden Informationen: - Titel der Lesungen, die Sie besuchen möchten - Vor- und Nachname - E-Mailadresse - Telefonnummer

Buchtipp: Rückwärtswalzer

(Uwe)

Vera Kaisers Roman Rückwärtswalzer stand über ein Jahr unberührt in unserem Bücherregal. Am Sonntag forderte er mich fast schon erbost auf: „Jetzt lies mich doch endlich. Dir hat Veras erstes Buch Blasmusikpop doch auch gut gefallen. Außerdem liest Du in letzter Zeit sowieso viel zu viele düstere Krimis. Du magst doch warmherzige Geschichten über Familien die mit einem guten Witz erzählt werden. Und Du bist ein großer Fan von österreichischem Humor und von skurrilen Typen“.
Stimmt, dachte ich, griff das Buch und begann zu lesen. Sofort war ich in der Geschichte über den erfolglosen Schauspieler Lorenz, seine drei Tanten, Onkel Willi und einer Reise von Wien nach Montenegro gefangen. Ich habe viel gelacht und ich habe ein wenig geweint!


Zum Inhalt schreibe ich nichts, die vielschichtige Handlung könnte ich sowieso nicht angemessen zusammenfassen. Stattdessen kommt hier meine Lieblingspassage, die ich mir irgendwann überdimensional auf den Rücken tätowieren lassen werden, wie ein Rocker einen Treueschwur auf seinen Club:

„Tja, so ist das mit uns Romantikern, wir belügen uns so lange selbst, bis wir auf die Schnauze fallen“.

Noch bis 31. Oktober: Lazarus Dinner Partizipative Installation

(Daniela)

Zu gerne möchte ich am LAZARUS DINNER von Haike Rausch und Torsten Grosch teilnehmen. Mal schauen ob ich eins der 32 Tckets ergattern kann...

Die von Haike Rausch und Torsten Grosch während ihres Arbeitsstipendiums geschaffene raumbezogene Installation greift die ursprüngliche Funktion des Bellevue Saal als Speisesaal unter den Vorzeichen der Almende auf. Unter „Almende“ versteht man seit dem Mittelalter Land, das von Bauern als Gemeinschaftseigentum genutzt werden kann.

Im Spannungsfeld von Selbstversorgung und Teilhabe beziehen Grosch und Rausch den Begriff Almende in „Lazarus Dinner“ zunächst auf die Nutzbarmachung von privaten Lebensmittelüberschüssen aus eigener Erzeugung. Diese werden während der Ausstellung an einer gedeckten Tafel gemeinsam mit Gästen zelebriert.
Im Vorfeld dazu sind Wiesbaderner*innen aufgerufen, selbst hergestellte Marmelade für „Lazarus Dinner“ zu spenden.  Abgegeben werden kann – während der Öffnungszeiten im Oktober – auch Obst aus dem eigenen Garten, das weder gegessen, noch verarbeitet werden kann. Denn jeder, der einen Garten hat kennt das Thema der Überproduktion und sich füllende Kelleregale mit Marmeladen aus den Vorjahren. „Lazarus Dinner“ wird also auch ein Bild zu Wiesbadener Gartenernten und -Erzeugnissen sein.

In der Zeit vom 1. bis 31. Oktober 2020 wird der Bellevue Saal also wieder zum Speisesaal. Allerdings wird der Zugang zur gedeckten Tafel durch seitliche Absperrungen zunächst verwehrt. Damit werden auch Fragen nach sozial bedingtem Zugang oder Ausschluß gestellt. Zu sehen sind außerdem eine Videoprojektion und Foto-Objekte.

Auf einer zweiten Ebene bezieht sich der von 431art eingesetzte Begriff der Almende auf einen gemeinsam geteilten Raum an einer gedeckten Tafel – also auf ein bedingungsloses Teilen gemeinsam verbrachter Zeit verbunden mit Gastfreundschaft im ursprünglichen Sinn. Gerade im Krisenjahr 2020 sind persönliche Kontakte zu einem raren Gut geworden. Das Empfangen und Kennlernen von Fremden hingegen scheint nahe zu ausgeschlossen. Insofern versteht sich die Installation auch als Beitrag und Intervention zum aktuellen Krisengeschehen.

An vier Terminen laden Grosch und Rausch jeweils 8 Gäste an die Tafel zu „Lazarus Dinner“ ein – selbstverständlich unter Berücksichtigung aktuell geltender Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen in Bezug auf Covid 19
Termine: Sonntag 18.10., Sonntag 25.10., Samstag 31.Oktober jeweils um 15:00 Uhr. Die Anmeldung zu „Lazarus Dinner“ erfolgt über contact@431art.org. Pro Person ist nur eine Anmeldung möglich.

Geöffnet ist die Ausstellung
Di - Fr von 16:00 - 19:00 Uhr sowie Sa und So von 14:00 - 18:00 Uhr.
Wilhelmstraße 32, 65183 Wiesbaden
Bildnachweis: ©431art
Kontakt: 431art, contact@431art.org; www.431art.org

Sonntag, 18. Okober: „Wir 2 im Großen Haus“

(Martin)

Lust auf Klassik?

Die zweite Sinfonie von Johannes Brahms gibt es zu hören: live im Großen Haus des Staatstheaters Wiesbaden!

Die Dirigentin Simone Young rühmt dieses Bahms Werk insbesondere und formuliert, dass die positive und Grundstimmigkeit und pastorale Fröhlichkeit trügerisch seinen:

„Trotzdem gilt die Zweite Symphonie oft ein eher froh gestimmtes Werk des großen Grüblers Brahms. Ist dieses in der friedlichen Umgebung des Wörthersees entstandene Werk also ein pastorales Idyll? Durchaus auch das! Aber Brahms wäre nicht Brahms, wenn er nicht die irdische Schönheit ins Universelle weiten würde. Wenn sich nicht im Wohllaut auch eine heimliche Träne verbergen würde. Simone Young sagt dazu: "Schon das Nachdenken, das ich persönlich immer empfinde, wenn man einen schönen See oder Wasser anschaut, dieses Nachdenken, diese Nostalgie ist glaube ich ein sehr wichtiger Teil dieser Symphonie." (br-klassik). 

Der Wiesbadener Generalmusikdirektor Patrick Lange kombiniert die Johannes Brahms‘ 2. Sinfonie mit Werken der Komponistinnen Caroline Shaw und Louise Farrenc. Während Farrencs Ouvertüre in Es-Dur musikalisch Brahms nahe steht, nimmt die 1982 geborenen Amerikanerin Caroline Shaw mit »Entr’acte {a minuet & trio}« spielerisch Bezug auf ihre historische Lieblingsgattung, ein Streichquartett Joseph Haydns.

Programm:

  • Caroline Shaw (*1982) »Entr’acte {a minuet & trio}« für Streichorchester (2014)
  • Louise Farrenc Ouvertüre in Es-Dur op. 24
  • Johannes Brahms Sinfonie Nr. 2 D-Dur

Karten erhältlich unter:  Telefon 0611.132 325 | E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de | www.staatstheater-wiesbaden.de

Staatstheater Wiesbaden, Christian Zais-Straße 3, 65189 Wiesbaden

Sonntag, 18. Oktober: OF/ Hafenfestival

(Andrea)

"Das Beste machen daraus, was sonst!" Danke für nie versiegenden Kampfgeist, liebes Hafen2-Team, liebe Andrea, lieber Alex! Sonst wären Ort und Programm ohnehin schon lange Geschichte. Jetzt also Corona und aktuell ein Hafenfestival sehr exklusiv mit 100 menschlichen Veranstaltungsgäste, Geflügel und Widerkäuern, jawohl! Zieht euch warm an! Ab 15 Uhr https://fb.me/e/4xFLtWaKL Mit vielen tollen Musikern und Bands.

Hafen 2
Nordring 129
Offenbach

Mittwoch 21. Oktober: Revolte Tanzbein!

(Daniela)

Ach menno, was wäre ich da gerne dabei. Aber ich muss arbeiten... :-(

"Mach’s noch einmal, Revolte! So richtig live erleben konnte man Revolte Tanzbein in diesem Jahr in Frankfurt eigentlich nur ein einziges Mal: im restlos ausverkauften Batschkapp-Sommergarten inkl. pandemiegerechter Tanzeinlagen auf Biertischen.

Jetzt also zieht es unsere Frankfurter Lieblingsband im Spätherbst noch einmal auf die Bühne, denn das Tanzhaus West und das Zoom benötigen jeden Support den sie bekommen können. Also lasst uns noch mal gemeinsam mit dem/der Partner*in, Deinen Mitbewohner*innen oder Freunden die Hütte bzw. den Garten vollmachen und die Biertische an die statische Belastungsgrenze bringen bevor ein langer Winter kommt.

Das Konzert findet am Mittwoch, den 21. Oktober 2020 im wunderschönen Kulturgarten des Tanzhaus West statt, natürlich unter Einhaltung aller Hygiene-Standards und Sicherheitsabstände.

Tickets sind ab sofort unter https://kultursommergarten.ticket.io/3ff2ph2x/phjw6k/ und www.eventim.de sowie telefonisch unter 01806-570070 (0,20 €/Anruf inkl. MwSt aus den Festnetzen, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt aus den Mobilfunknetzen)und bei den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Alle Infos zum Ablauf der Club Picknick-Konzerte im Tanzhaus West unter: https://milchsackfabrik.de/programm/faq-zum-club-picknick/

Einlass: 19:00 Uhr. Beginn: 20:30 Uhr

Ab 21. Oktober: 1:1 Concerts

(Daniela)

Dank dem großartigen Engagement dreier Frankfurter Musiker*innen werden die
1:1 Concerts auch in Frankfurt weitergeführt!

Caroline Jahns, Sylvia Demgenski und Nicola Pacha Vock organisieren die Konzerte in Frankfurt und das tolle: Alle Spenden gehen an unseren Verein KULTURZEITER*IN.

"Erstmalig deutschlandweit finden die 1:1 CONCERTS als Initiative von freischaffenden Musiker*innen statt. Ab dem 21. Oktober übernimmt die Freie Szene die von der Oper Frankfurt gestartete Konzertreihe und bespielt die Kulturorte der Stadt für ihr Publikum. Dank einer Förderung durch die Stadt Frankfurt ist es möglich, den freiberuflichen Musiker*innen eine Gage zu zahlen.

Konzerttermine und Buchung: 1to1concerts.de/frankfurt/

Das Besondere: Man erfährt vor der Buchung weder den Ort, noch den Namen des/der Musiker*in, die für einen auftreten wird...

1 Musiker*in spielt für 1 Zuhörer*in - 15 Minuten intensives Konzerterlebnis! In einer auf Distanz durchorganisierten Lebensrealität erfahren die Zuhörenden die Wirkung von Livemusik und persönlicher Begegnung neu. Gleichzeitig eröffnet sich ein neuer Blick auf den urbanen Raum und die Frankfurter Musikszene.

Wir danken . Der solidarische Spendenaspekt für die Unterstützung in Not geratener Musiker*innen bleibt erhalten – in Kooperation mit dem Frankfurter Verein Kulturzeiterin.

Mittwoch, 21. Oktober: Frederico Albanese / Konzert

(Martin)

Wiederum eine Gelegenheit, den BAU im Mousonturm kennen zu lernen! Und nicht zu lange zögern – die Logen sind abgezählt und die Plätze begrenzt!

„Federico Albanese verbindet klassische Musik, Electronica und psychedelische Sounds zu luftigen, cinematischen Kompositionen. Geboren wurde er 1982 in Mailand und lernte bereits als Kind Klavier- und Klarinettespielen. Später studierte er Bassgitarre und begann, unter dem Einfluss von Black Music, Folk und elektronischer Musik, eigene Stücke zu komponieren. Mit der Sängerin Jessica Einaudi, auch bekannt als J Moon, rief er das Avantgarde-Duo La Blanche Alchimie ins Leben. Dabei entdeckte er seine Liebe für das Klavier wieder und entschied sich, fortan als Solokünstler zu arbeiten. Als Meister seines Faches beherrscht Albanese minimalistische Klavierklänge wie kein anderer. Er paart diese mit einer Vielzahl anderer Instrumente, Synthesizer, Hammond Orgel, elektrische, akustische und Bass-Gitarren sowie Field Recordings zu einem einzigartigen Live-Erlebnis.“

Tickets und weitere Infos: https://www.mousonturm.de/events/federico-albanese/

Mousonturm, Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main
Foto (c) Lina Saal

Ab Donnerstag 22. Oktober: Ausstellung zeitgenössischer Kunst zum Thema Identität.

(Daniela)

Da will ich heute Abend hin. Mal schauen, ob ich es wirklich schaffe.

Anlässlich der 40-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt am Main und Tel Aviv zeigt die Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst zum Thema Identität.

Vom 23.10.2020 bis zum 15.11.2020 sind im Foyer des Ignatz Bubis-Gemeindezentrums Kunstwerke von 18 jüdischen und nichtjüdischen Künstler*innen zu sehen, die ihre Arbeiten zum Teil speziell für diesen Ort entwickelt haben. Herausgekommen ist eine kluge, inspirierende Auseinandersetzung mit zentralen Herausforderungen der Gegenwart.
Die Jüdische Gemeinde hatte vielversprechende Absolventen von internationalen Kunstakademien eingeladen, Kunst zum Thema „Identität“ zu entwickeln. Zu den Kunstschulen gehörten die Städel Schule Frankfurt, die israelischen Kunsthochschulen Beit Berl und Bezalel, die Slade School und das Goldsmiths College London. Unter den Absolventen sind auch Meisterschüler*innen internationaler bekannter Künstler*innen wie Andreas Gursky, Katharina Grosse und Tobias Rehberger.

Die Ausstellung wird am 22.10 um 20.00 Uhr von Marc Grünbaum, Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main, und Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main eröffnet. Dabei erhalten zwei der teilnehmenden Künstler*innen den mit 5.000 und 3.000 Euro dotierten Kunstpreis der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.

Beteiligte Künstler*innen: Bernhard Adams, Elad Argaman, Raphael Brunk, Yael Frank, Liat Grayver, Olga Grigorjewa, Roey Victoria Heifetz, Atalya Laufer, Miriam Naeh, Anna Nero, Richard Nikl, Anna Perach, Nadia Perlov, Michal Raz, Antonia Rodrian, Paul Schuseil, Noga Shatz, Dahye Son.

Eröffnung: Donnerstag, 22. Oktober 2020, 20:00 Uhr | Soft Opening ab 17:00 Uhr | Eintritt frei Es gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln; bitte beachten Sie, dass derzeit eine begrenzte Zahl an Gästen zugelassen ist; der Einlass wird entsprechend reguliert.

Informationen und Anmeldung zu Führungen unter: www.jg-ffm.de/karten
Anfragen für Gruppenführungen für Erwachsene, Kinder und Jugendliche richten Sie bitte an: kultur@jg-ffm.de 

Ab Donnerstag, 22. Oktober: Regeln am Band (Dokumentation)

(Uwe)

Dokumentationen in Spielfilmlänge im Mal sehn waren lange Jahre eins meines größten Hobbys. Daher schreibe ich diesen Veranstaltungstipp besonders gerne.

In der westdeutschen Provinz kämpfen osteuropäische LeiharbeiterInnen des größten Schweineschlachtbetriebs des Landes ums Überleben – und AktivistInnen, die sich für deren Rechte einsetzen, mit den Behörden. Zur gleichen Zeit proben Münchener GymnasiastInnen das Stück „Die Heilige Johanna der Schlachthöfe“ und reflektieren über die deutschen Wirtschaftsstrukturen und ihr Verhältnis dazu. Verwoben mit den Gedankengängen der Jugendlichen und ihrer Auseinandersetzung mit dem Text in den Proben erzählt der Film in unterschiedlichen Fragmenten über Bedingungen und Facetten von Leiharbeit und Arbeitsmigration in Deutschland.

Der Film wurde ausgezeichnet als bester Dokumentarfilm auf dem Filmfestival Max Ophüs Preis 2020. Die Jury schrieb: "Feinfühlig, vom ersten Moment an fesselnd und vielschichtig öffnet der Film den Blick für ein großes Problem unserer Gesellschaft. Dabei lenkt er in einer dramaturgisch sich verdichtenden Erzählung unsere Aufmerksamkeit behutsam auf das, was niemand sehen will: Die beklagenswerte Zeitlosigkeit des kapitalistischen Ausbeutungssystems manifestiert sich auch mitten in unserer Gesellschaft. Ohne zu predigen setzt der Film auf Beobachtung, Empathie und intellektuelle Durchdringung der Thematik. Durch seine filmische Versuchsanordnung gelingt der Regisseurin ein ganz eigener Zugang, der das Publikum aufgewühlt zurücklässt. Der Preis der Dokumentarfilm-Jury für den besten Dokumentarfilm geht an „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“ von Yulia Lokshina."

Mal Seh´n Kino
Frankfurt, Adlerflychtstr. 6
Do. 22.10. bis So. 25.10., 18:00

Bild: Verleiher

VORSCHAU
Sonntag, 25. Oktober: The LOKAL Listener Gregor Praml trifft Bernie Hahn

(Uwe)

Das Musikhaus B. Hummel ist in Frankfurt legendär. 1904 eröffnete der Laden in der Taunusstraße im Bahnhofsviertel seine Pforten. Selbst Elvis Presley hat sich dort einmal eine Gitarre gekauft. Heute heißt der Musikalienhandel Cream Music und hat inzwischen ein neues Domizil in Sachsenhausen gefunden. Der, der dieses Erbe bis heute stolz weiterführt, ist Bernie Hahn. Er ist eine Institution, nicht nur wegen des Ladens, auch wegen seines Talents als Sänger und Moderator, das er bereits seit seiner ersten Band mit 13 Jahren unter Beweis stellt. Eine „Rampensau“ wie sie im (Rock-)Buche steht. Passend zur Heimatstadt – über die er sicher einiges zu erzählen weiß – heißt sein aktuellstes Bandprojekt „Die Frankfurters“, das er mit dem Pianisten & Akkordeonisten Stephan Weiler gegründet hat. Gregor Praml trifft Bernie Hahn, um mit ihm über sein Leben hinter der Ladentheke und auf der Bühne zu sprechen. Dazu gibt es natürlich auch ein musikalisches „Best of Bernie Hahn“, live mit den Frankfurters, zu denen auch Gitarrist Johannes Krayer und Schlagzeuger Stefan „Stiebel“ Wildhirt gehören.

Mousonturm Saal/Bau, Waldschmidtstraße
Beginn: 11 Uhr (Einlass beginnt 45 Minuten vorher und endet 10 Min. vorher)
Eintritt: Solidarisches Preissystem (frei wählbar) Doppelloge: € 10 / € 20 / € 40 / € 60 inklusive kleiner Leckerei aus Jörgs Küche

Anmerkung des Veranstalters: Anders als angekündigt sind bis auf Weiteres ausschließlich ganze Logen mit jeweils zwei Plätzen buchbar. Wir bitten um Ihr Verständnis. Kein Einlass ohne Mund-Nasen-Bedeckung! Mehr Infos zu Hygiene und Sicherheit Speisen und Getränke in den Logen können nur bar bezahlt werden

Bild: Ulrich Mattner

Sonntag 25.10 - 8.11.: Schaufensterausstellung

(Daniela)

Was für eine wunderschöne Idee! Nicht nur coronakonform, sondern auch barrierefrei!

Acht Künstler*innen mit unterschiedlichsten Ausrichtungen laden zum zweiten Mal zum Flanieren und zum Kunsterleben entlang der Straßen der Hellerhofsiedlung ein.

Die WestAteliers existieren seit Herbst 2013. Mit Hilfe eines städtischen Förderprogramms wurden ehemals leer stehende Läden der ABG Frankfurt Holding in der Hellerhofsiedlung bezogen. Die Hellerhofsiedlung entstand 1929 - 1936,
entworfen vom Bauhaus Architekten und Designer Mart Stam. Sie stehen heute unter Denkmalschutz. Durch diese Architektur wurde die Verbindung von Wohnen und Arbeiten im Neuen Frankfurt realisiert.
Derzeit sind wir neun Künstlerinnen und Künstler und arbeiten mit unterschiedlichen Ausrichtungen und Medien. Was uns vereint, ist das Interesse am künstlerischen Arbeiten und an gemeinschaftlichen Ausstellungsprojekten.
Durch die prädestinierte Lage der ebenerdigen Ateliers mit großen Schaufensterflächen bekommen wir das Leben in der Siedlung sehr gut mit. Bedingt durch die Corona-Krise beobachteten wir eine große Zunahme Spazierender durch die Straßen des Viertels. Damit einher geht auch ein gesteigertes Interesse an unseren Schaufenstern. Durch die Corona-Krise sind wir Künstlerinnen und Künstler besonders in unserer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Jeder in der Gruppe hat drastische Einkommenseinbrüche zu verkraften und wir sind auf der Suche nach neuen Möglichkeiten unsere Arbeiten der Öffentlichkeit unter den Herausforderungen der Pandemie zu präsentieren. Hierbei ist die Idee der nachbarschaftsübergreifenden Schaufensterausstellung der WestAteliers entstanden. Bei einer Anzahl von mehr als 20 Schaufenstern, welche die 8 Ateliers insgesamt aufweisen, ergibt sich eine beachtliche Ausstellungsfläche, auf der über 100 Werke präsentiert werden können.

Gezeigt werden u.a. neuste Werke die im Rahmen der Arbeitsstipendien „Übergang meistern“ der Hessischen Kulturstiftung entstanden sind.
Kommen Sie, und lassen Sie sich überraschen!
Kommen Sie, und staunen Sie über die kulturelle Vielfalt!
Kommen Sie, und unterstützen Sie uns - besonders in dieser schwierigen Zeit!


Die vertretenen Künstler*innen zwischen Fischbacher Straße und Lorsbacher
Straße sind:

  • Simon Ndrejaj (Portrait und Comic) www.pinterest.de/simonndrejaj/
  • Barbara Schaaf (Grafik/Malerei) www.b-schaaf-freiekunst.de
  • Ruth Luxenhofer (Malerei/Druckgrafik; Naturdarstellung zwischen Formbildung und Auflösung), www.galerie-soeffing.de
  • Maike Häusling (Raumbezogene Arbeiten mit bewegten Bildern und Farben) www.goethe.de/ins/my/en/m/kul/sup/air/21759760.html
  • Michael Bloeck, Be Poet (Interdisziplinäre Poesie und Kunst) www.bepoet.de
  • Franz Konter (Malerei, mehrteilige Arbeiten) www.franzkonter.de
  • Stefan Reiling (Abstrakte Malerei)
  • Robert Mondani (Objekte aus Lehm, Asche und Samt)

Ausstellungsorte: Schaufenster der Läden von acht WestAteliers.
Hellerhofsiedlung/Gallus. Idsteiner Straße und Frankenallee zwischen
Fischbacher Straße und Lorsbacher Straße.
Ausstellungszeitraum: vom 25.10. bis 08.11.2020, 14 Tage á 24 Stunden
Eröffnung: Sonntag 25.10.2020 11.00 – 18.00 Uhr
Öffnungszeiten: am Eröffnungssonntag sind die Ateliers geöffnet und die
Künstler*innen freuen sich über Ihren Besuch. Es gelten die dann gültigen Corona-
Bestimmungen. Die Ausstellung findet in den Schaufenstern statt und ist 14 Tage à
24 Stunden von Außen sichtbar.

Mittwoch 28. Oktober: Django Bates & hr Bigband Celebrating Charlie Parker

(Daniela)

Im Oktober hätte eigentlich das 51. Deutsche Jazzfestival stattgefunden. Das große Programm wurde auf nächstes Jahr verschoben, ABER es gibt trotzdem fantastische Konzerte!

Mit Live-Publikum feiert die hr-Bigband am Mittwoch in der Alten Oper zusammen mit Django Bates den 100. Geburtstag von Charlie Parker, dem genialen Erneuerer und Erfinders des modernen Jazz.

"Charlie Parker war ein Held meiner Kindheit", sagt Django Bates und wem würde man diese erstaunliche Aussage ohne Weiteres abnehmen, wenn nicht ihm, dem britischen Ausnahmemusiker, der die europäische Jazzszene seit den 80er Jahren aufmischt und inspiriert? ....
Denn Django Bates tut alles, auf seine ureigene Weise (s.a. den accent grave im Bandnamen).

Ein Kompositionsstudium am Royal College of Music in London brach er nach zwei Wochen ab und eroberte stattdessen neues musikalisches Terrain, indem er für die Loose Tubes komponierte. Diese aus den besten Musikern seiner Generation bestehende Big Band sorgte weltweit für Aufsehen mit ihrer Mischung aus anarchischem Humor, musikalischer Raffinesse und virtuoser Spielfreude. Nach der Auflösung der Loose Tubes entwickelte Django Bates seinen ganz speziellen Kompositions- und Arrangierstil mit seiner eigenen Bigband Delightful Precipice weiter.

Anlässlich seines 40-jährigen Bühnenjubiläums veröffentlicht er sein Album "Tenacity". Auf diesem Bigband-Album schlägt Bates neben neuen Kompositionen auch einen Bogen zurück zum Helden seiner Kindheit, Charlie Parker. Dessen Bedeutung brachte Dizzy Gillespie mal sinngemäß so auf den Punkt: "Wenn Jazzmusiker Tantiemen für die melodischen Bausteine ihrer Improvisationen zahlen müssten, gingen die alle an Charlie Parker". Tatsächlich starb der Jahrhundertmusiker verarmt mit nur 34 Jahren - als prominentestes Opfer das damals unter Jazzern grassierenden Drogenkonsums. Zu seinem 100. Geburtstag wird dem genialen Bebop-Pionier vielerorts gehuldigt, aber nur selten großorchestral und noch seltener so kongenial wie von Django Bates. Der jagt die zerklüfteten Tonfolgen Charlie "Yardbird" Parkers in seiner typisch ideensprühenden Manier durch den Bigband-Turbo und schenkt uns eine Wiederbegegnung mit dem Bebopgenie, die sich heute so nervenkitzelnd anfühlt wie für dessen Zeitgenossen.

Und so freuen wir uns auf dieses Konzert mit der hr-Bigband in der Alten Oper.

Wegen der Hygiene-Regeln darf es keine Konzertpause geben. Darum wird das Konzert in zwei einstündigen Sets vor jeweils neuem Publikum gespielt.

Django Bates‘ Belovèd:Django Bates – Piano, Komposition, Arrangement, Leitung Petter Eldh – Bass Petter Bruun – Drums hr-Bigband


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