02.10.2020
Inhalt: GRÜNE LUNGE & GRÜNE SOSSE / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / Noch HEUTE (2.10.) abstimmen bitte! / 1. bis 3. Oktober: Frankfurt/ Don´t die dead / Freitag, 02. - Donnerstag, 08. Oktober: Digital Arts Festival / Freitag, 2.– Sonntag, 4. Oktober: TABLE TOP SHAKESPEARE / Freitag 2. Oktober: ATMEN / Freitag, 2. Oktober: FFM/ Charity Vernissage Auction / G E R O L L T E S über Verletzungen / Etwas über den FSV / MASKEN KAUFEN UND KULTUR RETTEN / GEHÖRTES über einen Kappenabend in Goddelau / Am 3.10. und jeden anderen Tag auch: Hölderlin Heterotopia / auf dem Hölderlin-Pfad / Samstag, 3. Oktober: OF/ Vollversammlung Initiative Hauptbahnhof / Sonntag, 4. Oktober: Of/ Nick und June / Dienstag, 06. Oktober: Film / Donnerstag 8. bis 10. Oktober: 3. Solotanzfestival / VORSCHAU / Freitag, 9. Oktober: Of/ Vorpremiere Julia Finkernagels neues Buch - Immer wieder Ostwärts / Sonntag, 11. Oktober: Wiedereröffnung Goetheturm / Donnerstag 15.- 18. Oktober: Hard Feelings (Ein Bericht für eine Akademie) / Mittwoch, 21. Oktober: Frederico Albanese / Konzert / Impressum
GRÜNE LUNGE & GRÜNE SOSSE

Letzte Woche hatte ich Euch einen Rundgang durch die Grüne Lunge in Bornheim empfohlen. Ich selbst bin mit meiner Freundin Julia dabei gewesen. Auch wenn einige meiner Freundinnen dort Gärten haben, war ich selbst noch nie auf dem ganzen Gelände. Es ist wirklich sehr beeindruckend wie toll die Menschen dort alles angelegt haben und ich kann sehr sehr gut verstehen, dass niemand will, dass das Grün vernichtet wird um dort Wohnungen zu bauen. Und daher kann ich auch verstehen wenn man protestiert, solange es gewaltfrei bleibt.

Ich selbst war in jungen Jahren nie auf Demos. Die Startbahn West war bei uns im Taunus kein Thema. Erst als ich nach Frankfurt zog ging es mit den Demos los. Meine erste Demo, an die ich mich erinnern kann, war glaube ich 1991. Da entstand auch das Foto. (Wer das Datum genauer kennt, den bitte ich um eine E-Mail).
Ich muss aber ehrlicherweise zugeben, dass ich nur auf der Demo war, weil ich total in Per verknallt war. Das war der Gitarrist von „Couldn’t be a fisher“, die auf der Demo spielte. Es ging um den Ausbau der A661 für die etliche Kleingärten in Seckbach geopfert werden mussten.

Petra empfiehlt passend zu dem Thema eine neue Filmreihe der Kinothek Asta Nielsen: „Are You Listening! Filme für Klimagerechtigkeit“. Am Dienstag zeigen sie den Film „Fesseln spürt wer sich bewegt“. Der Film von 1981 porträtiert das Hüttendorf, das 1980 im Zuge der Proteste gegen den Bau der Startbahn West im Wald südlich von Frankfurt errichtet wurde. Passend zu den aktuellen Protesten im Dannenröder Forst…

Apropos Seckbacher Gärten. Wir haben da ja eine Wildnis geschenkt bekommen. Also eigentlich ein Garten, der aber 30 Jahre lang nicht gepflegt wurde. Nachdem vor allem Uwe das meiste schon weggeschnitten hat müssen wir jetzt alles häckseln und vor allem müssen wir die eingefallenen Hütten abreißen und wegtransportieren. Warum ich Euch das hier schreibe?

Ich habe mal gehört, dass es sogenannte Wuträume bzw. Crashräume gibt. Da zahlen Menschen Geld um eingerichtete Räume zu zerstören… Jetzt dachte ich: vielleicht hat ja jemand von Euch Lust uns bei unserem GARTENAUFRÄUMTAG zu helfen. Natürlich kostet das kein Geld. Wir treffen uns am Samstag den 10. Oktober um 10:00 Uhr und natürlich gibt es ganz tolles Essen und je nach Wetter noch ein riesiges Lagerfeuer :-)… Meldet Euch gerne, wenn ihr dabei sein wollt. Ein Tag im Grünen tut bestimmt gut!

Und je nachdem wie erledigt wir dann am Abend sind schauen wir uns noch die Grüne Soße Gala an. Auf jeden Fall aber kaufe ich mir noch an diesem Wochenende eine Grüne Soße Maske im Webshop der Frankfurter Modedesigner Leonid Matthias, denn der Erlös geht zu 100% an unser Projekt Kulturzeiter*in.

Mehr dazu weiter unten… Ich muss jetzt los. Ich habe gehört es gibt seit heute im Fanshop der Eintracht neue Masken, diese sind aus Trikots der letzten Saison genäht worden. Also ein echtes Upcycling Produkt. Ich bin total begeistert, denn seit Jahren wünsche ich mir, dass es nachhaltige Fanartikel gibt. Das muss ich natürlich jetzt sofort haben, denn morgen geht’s ins Stadion.

Lebt wild!

Daniela

Vielen Dank an meine tollen Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün und Uwe Schwöbel. Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps hier zu lesen

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung.
(Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 (Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr). Wer eine Rechnung benötigt, schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

Noch HEUTE (2.10.) abstimmen bitte!

(Andrea)

Gestern kam die Urkunde per Post, daher: Am heutigen Freitag, 2. Oktober, endet das Publikumsvoting für das PR-Bild 2020. Ich hatte im Frühjahr das Foto von Muhannad eingereicht, entstanden ist es Anfang April im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. Immerhin hat es das Bild aus 900 Einreichungen in die Shortlist geschafft, das alleine ist schon ein toller Erfolg. 
Muhannad sitzt seit einer Weile in Athen, es geht nicht vor noch zurück und der Award ist sein einziger Strohhalm in hoffnungslosen Zeiten. Daher die Bitte: Helft mit, sein Bild auf das Siegertreppchen zu hiefen!

https://www.pr-bild-award.de/voting/141-ngo.html

1. bis 3. Oktober: Frankfurt/ Don´t die dead

(Andrea)

Ja, liebe Frankfurter, ihr dürft Euch kurz die Augen reiben: Offenbach besitzt tatsächliche eine eigene Dancecompany: 2018 gründeten Marika Ostrowska-Geiger (Polish National Ballet School Warsaw, HfMDK Frankfurt) und Florian Geiger die AMP Dance Company. AMP steht für Amplifikation - sie greifen Impulse der Gesellschaft, des Lebens und des Miteinanders auf; sie kontrastieren diese Impulse, ziehen eine Essenz, verstärken und übersetzen sie. Ihre erste Produktion „MUSE1“ (Premiere Oktober 2019) war mit sechs ausverkauften Aufführungen in Frankfurt und einer Wiederaufnahme durch das Gallus Theater im Februar 2020 ein voller Erfolg. Da habe ich sie auch gesehen und bin sehr begeistert nach Hause gegangen. Aufmerksamen LeserInnen wird der Haken nicht entgangen sein: AMP sind in Offenbach und treten in Frankfurt auf. Daran arbeite ich noch...aber bis dahin fahre ich auch gerne weiterhin ins Gallus, die neue Produktion schaue ich mir auf jeden fall an: “don’t die dead.” greift ein grundlegendes Problem unserer Gesellschaft auf: Wir werden in Muster hineingeboren, lernen sie zu leben und gehen in ihnen auf. Wir adaptieren, konsumieren, sind zufrieden und stumpf. “don’t die dead.” mahnt uns davor, bereits innerlich tot zu sterben. In diesem Stück bauen wir das Narrativ der Möglichkeiten auf – die Möglichkeit, zu reflektieren, aus Mustern auszubrechen und unser Leben aktiv zu beeinflussen. Die Möglichkeit, empathisch zu sein und damit unsere Welt zu verändern – jeder für sich in jedem Moment seines Lebens." Premiere 01. Oktober 2020, weitere Termine 02. und 03. Oktober 2020, jeweils 20 Uhr,

Gallustheater

Frankfurt Tickets 15 Euro ermäßigt, 20 Euro regulär

Freitag, 02. - Donnerstag, 08. Oktober: Digital Arts Festival

(Petra)

Jedes Jahr bin ich wieder beeindruckt, weil das NODE-Festival noch größer und noch spannender ist als zuvor. Und erinnere mich zurück an die Anfänge in der Diamantenbörse. Das 6. NODE Forum for Digital Arts bringt dieses Jahr zum Thema „Second Nature“ Künstler, Designer, Forscher und Technologen zusammen, um Kunstschaffen und digitale kreative Praktiken in Zeiten ökologischer Krisen kritisch zu reflektieren. Und das natürlich ganz zeitgemäß erstmals überwiegend digital: ein hybrides Format mit limitierten analogen Teilnahmemöglichkeiten. Mit dabei sind der Mousonturm Frankfurt und die Naxoshalle mit dem GreenHouse Naxos, einem virtuellen Spielplatz für alle Altersgruppen. Es gibt eine interaktive Konferenz, Panels, eine Masse an Workshops für alle Levels zu verschiedensten Themen, Performances etc. und Co. Hammer. Wenn Ihr also am Wochenende noch nichts vorhabt, weder feiern noch demonstrieren wollt, und das Wetter vielleicht auch nicht so doll wird: hängt doch einfach mal nerdig ein paar Tage vorm Screen und habt Spaß mit der zweiten Natur – und einer spannenden Festival-Crowd.

NODE20 „Second Nature“, Opening: 18:30 Uhr, Ticket: 50 EURO (oder als Supporter gerne auch 100 EURO, denn die NODEs sind ein Non-Profit-Zusammenschluss), weitere Infos, Orte und Tickets unter: https://nodeforum.org

Freitag, 2.– Sonntag, 4. Oktober: TABLE TOP SHAKESPEARE

(Martin)

Das (tatsächlich!) komplette Werk: TABLE TOP SHAKESPEARE

Studio 1 im Mousonturm oder zu Hause auf der Couch.

Kritisch und intelligent, so werden die Performances von Forced Entertainment immer in der Presse gefeiert. Für ausgewählte Produktionen gab’s schon Einladungen zum Berliner Theatertreffen und den Ibsen-Preis. Immer steht die Sprache im Mittelpunkt und Forced Entertainment schafft es irgendwie, das eigentlich Nicht-Darstellbare mit sehr klugen und einfachen theatralischen Mitteln auf die Bühne zu bringen. Auch deswegen sind die Inszenierungen immer im hohen Maße lohnend und tatsächlich gewinnbringend.

„Größenwahnsinnig und bestechend: 30 Jahren und zahllose umjubelte, verteufelte und vielfach preisgekrönte Inszenierungen hat es gebraucht, bis das britische Theaterkollektiv Forced Entertainment nun den gesamten Shakespeare auf die Bühne bringt, genauer alle 36 Shakespeare Dramen in neun Tagen! Jeden Abend vier Komödien, Tragödien, Historien - eiskalt zugespitzt, drastisch erzählt, todernst und sterbenskomisch. Handlung pur, in einfachstem Englisch. Ob Hamlet, Macbeth oder Romeo und Julia, alles in voller Besetzung, geschrumpft auf Tischformat mit Essigfläschchen, Rasierklinge, Pillendöschen.“

„Die Wochen des Lockdowns habe Forced Entertainment produktiv genutz. Dabei entstand die Idee, sämtliche Dramen aus den eigenen Küchen heraus mit allem, was sich dort finden lässt, noch einmal als Online-Serie über neun Wochen hinweg aufzuführen. Vom eigenen Sofa aus anzusehen oder als Stream in der gemütlichen Lounge im Mousonturm-Studio mitsamt gereichter Erfrischung.“

02.10. Love’s Labour’s Lost: Robin Arthur: Stramme Vorsätze dreier Junggesellen: Kein Schlaf, kein Alkohol, kein Sex. Aber wer hält das schon durch?

03.10. The Winter’s Tale: Cathy Naden: Ein eifersüchtiger Ehemann wird zum Tyrann gegen seine Frau, sein Kind und seinen besten Freund. Damit die Geschichte gut ausgeht, braucht es 16 Jahre und ein „Böhmen“ am Meer.

04.10. All’s Well That Ends Well: Claire Marshall: Helena ist in Bertram verliebt. Dann wird es unübersichtlich: Er rennt weg, sie rennt ihm nach, er rennt weiter – geht mit Helena fremd, weil er nicht weiß, dass sie Helena ist, bis ihn Helena, als er weiß, dass sie Helena ist, endlich stellt. Happy End!

Folgen 9 – 12 vom 01.10 – 04.10.; Folgen 13 – 16 vom 08.10 – 11.10.; Folgen 17 – 20 vom 15.10 – 18.10.; Folgen 21 – 24 vom 22.10. – 25.10.; Folgen 25 – 28 vom 29.10. – 01.11.; Folgen 29 – 32 vom 05.11. – 08.11.; Folgen 33 – 36 vom 12.11. – 15.11.

Weitere Infos zu den jeweiligen Stücken, den Tickets und dem gemeinsamen Schauen: https://www.mousonturm.de/events/complete-works-table-top-shakespeare-at-home-folge-9-12/

Streaming hier: https://www.youtube.com/user/ForcedEntertainment

Foto: (c) Mousonturm/Forced Entertainment

Freitag 2. Oktober: ATMEN

(Martin)

„Eine hübsche Bio-Liebesgeschichte...“ schreibt die Frankfurter Rundschau über die Inszenierung von ATMEN im FREIEN SCHAUSPIEL ENSEMBLE!

Hört sich gut, nicht nach großer Anstrengung und irgendwie ‚leicht’ an – vielleicht das Richtige fürs Wochenende!

Alles beginnt in einem schwedischen Möbelhaus. Ein junges Paar. An dem Ort, wo viele sich ihr Leben neu und preiswert einrichten. Was immer sie dort kaufen – irgendwie muss MANN sich ungeschickt verhalten, das Falsche gesagt haben, denn FRAU fällt mit ihrer simplen Frage – „Ein Baby?“ – scheinbar aus allen Wolken. MANN begreift natürlich sofort, dass er weder den richtigen Augenblick, noch den richtigen Ton getroffen hat und antwortet mit einem äußerst hilflosen Beruhigungsversuch – „Tief atmen“-. Aber die Krise ist da.

Der Erfinder dieser Krise ist Autor und Regisseur, ist 1980 geboren, ist Brite, heißt Duncan Macmillan und scheint mit seinen Inselgenossen die Vorliebe für den ebenso schnellen wie schwarzen Humor zu teilen. Dennoch wurde ATMEN zuerst 2011 im fernen Washington D.C. in den USA uraufgeführt, bevor es zwei Jahre später in London bei den Off West End Awards den Preis für das beste neue Stück erhielt. Auch in London ist man schließlich reich mit schwedischen Möbelhäusern gesegnet. Ob nun in Tottenham oder in Wembley oder … Und wahrscheinlich würde es Duncan Macmillan mit seinem britisch bösen Humor mehr als gefallen, wenn in allen Filialen dieser Welt diese Dialoge stattfinden würden, denn er gibt seinen zwei Protagonisten, mehr braucht er nicht, keine individuellen Namen, sondern bezeichnet sie einfach als Frau und Mann.

„Ein gelungener Theaterabend“ meint die Frankfurter Allgemeine Zeitung und schreibt weiter „Moritz Buch als sanfter Bauchmensch, der alles richtig machen will und doch bedenkenlos so viel falsch macht, weckt Sympathien. Jana Saxler, die als Wissenschaftlerin die Welt retten will, weckt Antipathien, mit der moralischen Verzicktheit ihrer Figur. Dabei ist ihre „Frau“, der facettenreichere Charakter und die Schauspielerin wird dieser Komplexität auch gerecht. Mit „coronabedingt“ 25 ZuschauerInnen, machten die Beiden ihre Sache so gut, dass man sie sich besser nicht hätte vorstellen können.“ Die Frankfurter Rundschau findet: „Ein hübsche Bio-Liebesgeschichte …. ER gutherzig und instinktgesteuert, SIE intellektuell und ein bißchen bitchig.“ „Schauspielerisch gekonnt.. flott und einprägsam inszeniert…kann dieser Abend mit großem Gewinn erlebt werden“ sagt das STRANDGUT.

Vorstellungen am Freitag, 2.10. und Samstag, 3.10. um jeweils 20.00h.

Weitere Vorstellungen am 23., 24. und 25.10. um jeweils 20.00h.

FREIES SCHAUSPIEL ENSEMBLE, TITANIA in der Basaltstraße 23, 60487 FFM

Telefon:  069 - 71 91 30 20, kontakt@freiesschauspiel.de, www.freiesschauspiel.de

Foto: (c) Felix Holland

Freitag, 2. Oktober: FFM/ Charity Vernissage Auction

(Andrea)

Unter dem Motto MAKE ART NOT WAR hat die IMA Clique um James und David Ardinast haben in den letzten Wochen zehn Künstlerinnen und Künstler im Livestream bei schicker Musik Kunstwerke erstellt, die heute unter den Hammer kommen. Der Erlös der Werke geht zu 50 Prozent an die Künstlerinnen und Künstler, die andere Hälfte wird an eine oder mehrere der folgenden vier Organisation gespendet: *Amnesty International („Gemeinsam gegen Rassismus in Deutschland“), Plan International, SEEBRÜCKE (Leave No One Behind) sowie Welthungerhilfe. Via ebay könnt ihr ab sofort mitbieten: www.ebay.de/usr/imaclique Künstler*innen: • Setareh Alipour • Il-Jin Atem Choi • Jan Buchczik • Thekra Jaziri • Nadine Kolodziey • Franc Minh-Tai Nguyen • Anna Richter • Pamela Saraiva • Marco Stancato • Jackie Youn Programm: Während des Abends wird ein Live-Painting von dem Künstler Fealiks erstellt, das im Anschluss ebenfalls versteigert wird. Seid dabei, wenn unsere Lieblings-Dj*anes auflegen, die Bar Shuka Küche losfeuert und das Shuka Bar Squad Euch feinste Drinks serviert. 19:00 Uhr Start mit Teilnehmer*innen-Empfang Ab 20:00 Uhr Snacks + Drinks Ab 21:00 Uhr Live Auktion

Es gelten die aktuellen Vorschriften zum Infektionsschutz. First come, first serve. Die Anzahl der Gäste richtet sich nach den aktuellen Corona-Bestimmungen und ist dementsprechend begrenzt. Ich liebe die Bar Shuka in der Karlstraße und hoffe, es findet sich noch ein Plätzchen... 

G E R O L L T E S über Verletzungen

(Uwe)

Filip Kostic ist verletzt. Der beste Spieler der Eintracht seit Uwe Bein (wurde kürzlich 60 Jahre alt) ist seit dem Wochenende am Knie verletzt. Beim Auswärtssieg der SGE bei Hertha BSC Berlin musste Kostic wegen einem Anriss am Innenband des Knies das Feld frühzeitig verlassen und wird dieses für einige Wochen erst einmal nicht betreten. Ein Kreuzbandriss oder eine ähnlich ernste Verletzung erlitt er glücklicherweise nicht, er wird seiner Mannschaft aber fehlen. Mehr fehlen als es jeder andere aus dem Kader täte, weil er trotz Spieler wie Silva oder Kamada deutlich besser ist als alle anderen. Er ist einer der Spieler, vor dem die Trainer der Gegner ihre Mannschaft, insbesondere die rechten Verteidiger, warnen und der trotzdem für gute Szenen und entscheidende Vorlagen oder Tore sorgt. Beim kommenden Heimspiel gegen den überraschenden Tabellenführer TSG Hoffenheim wird er ausfallen, dann ist Länderspielpause und danach kommt er hoffentlich bald zurück. Natürlich siegte die Eintracht auch ohne ihn in Berlin, aber ein Verzicht über mehrere Wochen wäre schon bitter. Nicht nur für Fans der Eintracht, weil es auch für Leute, die mit der Eintracht wenig anfangen können, immer wieder bereichernd ist, Spieler seiner Klasse spielen zu sehen.

Verletzungen gehören zum Sport dazu. Die Bandbreite ist hier groß. Von der leichten Zerrung oder einer kleinen Platzwunde am Kopf bis zum Riss des Kreuzbandes oder dem Bruch der Schädeldecke. Hat es alles schon gegeben. Gerade das für den Fußballer/die Fußballerin so wichtige Knie hält einige Möglichkeiten für schmerzhafte und langwierige Verletzungen bereit, beispielsweise Knorpelschäden oder den Riss des vorderen und/oder hinteren Kreuzbandes. Während bei einem Kreisligafußballer bereits eine leichte Zerrung zum Karriereende führen kann, weil er in der zwei- bis dreiwöchigen Trainings- und Spielpause mehrere Kilo zunimmt und den Bezug zum Sport verliert, kriegt man Profispieler selbst bei schwerwiegenden Verletzungen wieder fit. Sebastian Rode kann ein Lied davon singen, der südhessische Mittelfeldspieler der Eintracht verpasste zusammengerechnet ganze Spielzeiten, ist aktuell erfreulicherweise aber seit einiger Zeit weitestgehend verletzungsfrei. Seine „Geschichte“ ist aber weitestgehend persönliches Schicksal, manchmal häufen sich im Saisonverlauf die verletzungsbedingten Ausfälle in einer Mannschaft. Dann, insbesondere bei vielen Muskelverletzungen, taucht schnell die Frage auf, ob das wirklich „Verletzungspech“ ist oder ob es für die Ausfälle Gründe im Verein gibt. Ist der Fitnesscoach eine Niete oder der Vereinsarzt, ist der Trainer ein harter Hund alter Schule, der die Belastung der Mannschaft nicht richtig steuert? Gerade dann, wenn die Mannschaft sportlich hinter den Erwartungen zurückbleibt, zeigt der eine gerne auf den anderen um aus der Schusslinie zu kommen.

Laut Bericht der Verwaltungsberufsgenossenschaft hatten die Bundesligaprofis über alle Mannschaften durchschnittlich 742 Ausfalltage, Werder Bremen hatte alleine in der Hinrunde 905 Tage (!) und musste sich daher am Ende der Saison nicht wundern, dass es am Ende die Abstiegs-/Aufstiegsreleggation gegen Hoffenheim spielen musste. Auch bei Schalke fiel im Vorjahr ständig ein andere Spieler aus und auch die Königsblauen spielten eine grausam schlechte Runde. Da sie auch den Auftakt dieser Saison verbockten, musste Trainer David Wagner nun gehen.

Etwas über den FSV

(Uwe)

Zuhause bleibt der FSV "eine Macht". Auch das Heimspiel gegen Schott Mainz konnte gewonnen werden. Mit 3-0 deutlicher als die beiden vorherigen Heimspiele, in denen jeweils ein Treffer zum Sieg reichte. Die Partie gegen die Mainzer sahen 601 Zuschauer, auch da legten die Bornheimer zu. Dem FSV kann man also zurufen "weiter so", nur ein erster Auswärtssieg wäre schön.

MASKEN KAUFEN UND KULTUR RETTEN

(Daniela)

Es gibt ja etliche Geschäfte in denen man Masken kaufen kann und ich hatte Euch schon einige präsentiert. Die Frankfurter Modemacher ‘leonid matthias’ haben jedoch meiner Meinung nach die allerschönsten Masken! Und sie verkaufen auch Masklenketten. Schaut mal in ihren Webshop. Da ist wirklch für jeden Anlass etwas passendes zu finden.

Die Maskenproduktion hilft ihnen, die Krise zu überwinden, den eigenen Modeladen in Sachsenhausen zu retten und Arbeitsplätze und Existenzen vor Ort zu sichern. 

Nun wollen Leonid und Matthias, die hinter dem Modelabel persönlich stehen, weiterhelfen.

Das Geld für alle Masken, die am Wochenende vom 03. bis 04. Oktober 2020 unter www.leonidmatthias.com gekauft werden, werden an die Initiative “Kräuter für Künstler” gespendet und die geben das Geld an uns, die KULTURZEITER*INNEN weiter. Das heißt mit dem Geld können wir weiterhin Künstler*innen und Kulturschaffendde unterstützen können und ihr könnt dabei mitmachen!

Helft mit, indem ihr vom Samstag den 03. bis Sonntag den 04. Oktober 2020 schlichte, elegante, witzige, freche und ausgefallene Masken bei ‘leonid matthias’ kauft, damit die Kultur so bunt bleibt, wie sie ist!

Also, think global, buy local – lasst uns zusammen die Kunst retten!

www.leonidmatthias.com

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Nadjas Marokkanische Mandelcreme, Annelies Imkerinnenhonig aus Frankfurt, feinste Konfitüren und Saucen von Pearson & Puppe aus Hochstadt, Jeskos Eintracht Riesling, Kaffee und Espresso von Maroua, Polnische Gurken von Ludwik  und noch viele weitere, mit Liebe gemachte Produkte, gibt es jetzt im neuen Online-Shop.

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GEHÖRTES über einen Kappenabend in Goddelau

(Uwe)

Eine tiefe musikalische Krise löste bei mir eine Version von Use Somebody und/oder Sex On Fire aus, gespielt von einer Coverband beim Kappenabend des ruhmreichen TSV 1899 Goddelau. Welches der beiden Lieder in der Christoph-Bär-Halle zu Goddelau genau gespielt wurde, konnte ich ehrlicherweise nicht wirklich erkennen, vielleicht war es sogar ein Medley aus Songs der Kings of Leon.

Ich war als Spüler hinter der Bar und verfolgte aus den Augenwinkeln und über die Ohren das Geschehen. Die ehrenamtlichen Redner*innen und Tänzer *innen hatten ihr Programm wie immer mit einem großen Engagement absolviert, dann wurden die ersten Sitzreihen abgebaut und so Platz für eine Tanzfläche geschaffen. Es schlug die Stunde der zweiköpfigen „Band“, die mit Rhythmusmaschine und Gitarre für Stimmung und dafür sorgen, dass Sheriff mit Krankenschwester oder Zirkusdirektor mit Kätzchen tanzen konnten.

Westernhagens „Sexy“ wurde gespielt, „Atemlos“ und weitere Lieder, die bekannt sind und einfach durch einen musikalischen Thermomix gejagt werden können. Die Musik verfolgte mich den ganzen Abend und mir machte das alles so lange nichts aus, bis sie anfingen Lieder zu spielen, die ich wirklich mag. Zum Beispiel die oben genannten Songs von Kings of Leon, im Original mit der kraftvollen Stimme von Caleb Followill. Klar sind die Lieder sehr bekannt, „Sex on Fire“ wurde alleine auf Spotify schon 620.522.067 Mal abgespielt. Klar, hat auch der Zirkusdirektor, der in Wirklichkeit Gas- und Wasserinstallateur ist, die CD mit den beiden Songs zuhause im Regal stehen, aber wieso muss sie ein musikalisches Terrorkommando in einheitlichen Hemden und Westen spielen? An einem Ort, an dem ich musikalisch mit dem Laufen anfing? Hier fanden doch auch die Riedstadtfeten statt mit Jocco Abendroth. Der sang seine eigenen Lieder, in Klamotten, die nicht glitzerten wie Discokugeln.

Während an besagtem Abend also zwischen 2 und 3 Uhr Use Somebody und/oder Sex On Fire einsetzte und ich erkannte, dass das nicht mehr „Tür an Tür mit Alice“ von Howard Carpendale war, erschrak ich und zerdrückte das Sektglas, welches ich gerade spülte. Ich drehte mich um. Die Bar, die Halle und die Tanzfläche waren noch gut gefüllt und man sah, wie viel Spaß die Gäste hatten. Darum ging es an dem Abend ja eigentlich. Ich stieg von meinem hohen Ross herunter und lächelte kurz, weil ich mich aufrichtig für die anderen freute. Ein Freund, ein Cowboy für einen Abend, sah das, kam zu mir und sagte, „die sind super, oder?“. Ich sagte „nein“ und spülte weiter.

 

Am 3.10. und jeden anderen Tag auch: Hölderlin Heterotopia / auf dem Hölderlin-Pfad

(Martin)

Einstieg überall möglich

Herbstzeit ist Wanderzeit! Und: ‚Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?’

„Der Audiowalk „Hölderlin Heterotopia“ macht es möglich, mit dem Dichter durch Frankfurt zu streifen. Dabei wandert oder radelt der Zuhörer nicht einfach zu Hölderlin-Orten, sondern legt Hölderlin in seine Welt hinein.“ – das schreibt die FAZ anlässlich eines Literarischen-Wander-Projektes, das der Mousonturm initiiert hat.

Für „Hölderlin Heterotopia“ entwickelt der japanische Regisseur Akira Takayama eine Smartphone-App, die den 22 Kilometer langen Hölderlin-Pfad zwischen Frankfurt und Bad Homburg in einen „anderen Ort“ verwandelt. Die App führt Menschen, die auf dem Pfad zu Fuß unterwegs sind, zu verschiedenen Stationen. Dort schalten sich Audiobeiträge frei, für die 14 Autorinnen und Autoren – darunter Alexander Kluge, Elfriede Jelinek, Jan Philipp Reemtsma, Navid Kermani oder Helene Hegemann – neue Texte, Erzählungen und Gedichte verfasst haben. Wie für den Dichter Friedrich Hölderlin die Wanderung an sich schon ein anderer, schöpferischer Akt und Ort war, so sucht „Hölderlin Heterotopia“ nach jenen „anderen“ Gesetzmäßigkeiten und Regeln für das eigene Leben, die außerhalb der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung stehen und dennoch zutiefst in sie eingebettet sind.

Der FAZ-Artikel endet: „Ob von Bad Homburg nach Frankfurt oder umgekehrt: „Es ist wirklich nicht romantisch auf dem Hölderlinpfad“ sagt Matthias Pees, Intendant des Mousonturms. 1798 war Frankfurt noch lange nicht fast bis an den Rand von Bad Homburg gewuchert. Hölderlin durchquerte Wald und Weide, heute führt der Weg an zwei Autobahnen vorbei. Hier und da lässt Takayamas Route eine Falafelbude oder das Flüchtlingsheim in Bonames mit Hölderlins Wanderer- und Fremdheitsgedanken zusammenfallen. Seine Texte werden von den in Frankfurt heimisch gewordenen Flüchtlingen gelesen, die vor drei Jahren in seiner „Radio University“ mitgemacht haben. Die weiten Gedankenreisen Hölderlins kreuzen sich in den Texten und Stimmen, im Ohr der Wandernden. Auf dem Fahrrad schafft man den Weg ungefähr so schnell, wie Hölderlin ihn geschafft haben soll, in drei, vier Stunden. Besser ist es, sich Zeit zu nehmen: „Hölderlin Heterotopia“ kann man beliebig unterbrechen und wieder aufnehmen.“ (https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/hoelderlin-woche-die-liebe-und-der-asphalt-16963284.html)

Die App kann im Google- und Apple-Appstore runtergeladen werden

Alle Infos und Links unter www.hoelderlin-heterotopia.de

Am 03.10. um 11 Uhr bietet der Mousonturm eine kostenfreie begleitete Wanderung von beiden Enden des Weges mit persönlicher Orientierungshilfe durch das Projektteam an. Anmeldung bitte unter heterotopia@mousonturm.de

Foto: (c) Jörg Baumann

 Fotos: 

Samstag, 3. Oktober: OF/ Vollversammlung Initiative Hauptbahnhof

(Andrea)

Weil ich Fördermitglied bin und immer noch Hoffnung auf wieder mehr Subkultur bei mir ums Eck habe, ist die heutige Vollversammlung Pflicht: "Was erwartet euch? Die Vollversammlung wird diesmal zur Schnitzeljagd mit App-Unterstützung. An verschiedenen im Bahnhof verteilten Stationen bekommt ihr ein Update zur Machbarkeitsstudie und erfahrt, was die aktiven AGs in den letzten Monaten getrieben haben. Nebenbei könnt ihr Ecken des Hauptbahnhofs erkunden, die euch vielleicht noch unbekannt sind. Dazu gibt es eine Foto-Ausstellung von New Camera e.V., kühle Getränke und natürlich Gelegenheit zum Wiedersehen und Plaudern. Was braucht ihr dafür? Ein funktionsfähiges Smartphone oder Tablett und die App „Actionbound“. Am Besten ihr ladet euch die App vorab schon einmal runter. Eine Einführung geben wir euch dann vor Ort. Euch fehlt das technische Gerät? Kommt trotzdem vorbei, wir können euch aushelfen.

Treffpunkt ist um 11 Uhr am Paradiesgarten vor dem Hauptbahnhof Offenbach

Sonntag, 4. Oktober: Of/ Nick und June

(Andrea)

Mit einer heißen Schokolade am Main sitzen und schöner Musik lauschen? Ja! Nick und June sind im Hafen 2 zu Gast und haben schöne Musik im Gepäck. "Die beiden im Zentrum stehenden Stimmen sind mal eingetaucht in verhuschter Reverb- und Dopplungs-Ästhetik, mal direkt und greifbar. Ein Sammelsurium an Instrumenten aus Gitarren, Mandoline, Ukulele, Glockenspiel oder Melodica trifft auf tiefe Bässe, verhallte Bläser, wimmernde Orgeln, unbemühte Elektronik und Perkussion. Ein eigenwilliger und abstrakter Sound entsteht und mündet in einsam-schönen Indie-Folk und fragiler Melancholie." Ich habe reingehört und mir gefällt´s: http://nickandjune.com/de/medien/musik/

Hafen 2
Nordring 
Offenbach

Dienstag, 06. Oktober: Film

(Petra)

Wir waren ja vor kurzem im Stadtwald zur Mousonturm-Performance „Terminal X“, in der es auch um die Proteste gegen die Startbahn West ging. Jetzt zeigt die Kinothek Asta Nielsen eine siebenteilige Reihe „Are You Listening! Filme für Klimagerechtigkeit“, mit der die Geschichte der Umweltbewegung in Deutschland, die Kämpfe gegen Ungleichheit und Ausbeutungsverhältnisse zwischen Globalem Süden und Norden sowie die desaströsen Auswirkungen des Raubbaus an natürlichen Ressourcen veranschaulicht wird. In der Pupille läuft heute: „Fesseln spürt wer sich bewegt“. Der Film von 1981 porträtiert das Hüttendorf, das 1980 im Zuge der Proteste gegen den Bau der Startbahn West im Wald südlich von Frankfurt errichtet wurde. Szenen aus dem Alltagsleben gehen über in Bilder von der gewaltsamen Räumung. Ein intimer, kritischer und aufklärerischer Einblick in eine Protestbewegung und ihre Motive. Hochaktuell!

Fesseln spürt wer sich bewegt (DE 1981, 63 min, OF, schwarz-weiß, DVD von 16mm), Regisseur Thomas Carlé wird anwesend sein, Ort: Pupille – Kino in der Uni, Adresse: Mertonstr. 26 – 28 (Festsaal), Uhrzeit: 19 - 21:30 Uhr, Eintritt: 2,50 EURO, Tickets unter: www.pupille.org, barrierefrei: ja, Hygieneregeln: Hygienekonzept des AStA, Kurzfassung: Einlass im Freien vor dem Haupteingang des Studierendenhauses, Erfassung der Kontaktdaten bei Betreten des Hauses, Maskenpflicht (bis zum Sitzplatz), Abstand halten, allgemeine Hygienebestimmungen, für sorgfältige Hygiene im Thekenbereich und die Möglichkeit, sich die Hände zu desinfizieren, wird gesorgt.

Donnerstag 8. bis 10. Oktober: 3. Solotanzfestival

(Daniela

Raffaele Irace kommt mit seinem 3. Solotanzfestival wieder ins Gallustheater!

Das 2014 vom Tänzer und Choreografen Raffaele Irace in Italien gegründete Solotanzfestival SOLOCOREOGRAFICO findet 2020 zum dritten Mal im Gallus-Theater statt. Für die bereits renommierte Plattform internationaler Tanzsolos ist Frankfurt inzwischen Hauptquartier und zentraler Knotenpunkt in einem Netzwerk von Turin über Oklahoma City.

2020 heißt es 'go local!' - 'communicate global'. Der Fokus liegt auf einem dichten Solotanzprogramm mit Künstler*innen die in der Region und Deutschland residieren. Den Festivalmacher*innen ist es wichtig Festivalgefühl, internationales Flair, Kooperation und Diskurs auch in Zeiten physischer Distanz zu pflegen. Künstler*innen aus dem Ausland, die nicht einreisen dürfen, sind digital präsent: In der Festivalwoche sind kurze Clips aus der internationalen Tanzszene auf Facebook im Livestream zu sehen - Anmeldung für 'Dance Feed - Dance at noon' auf der Festivalwebsite.

Eröffnet wird das Festival am 8.10. mit Tanzfilmvorführungen.

Zwei internationale Jurys bewerten die Performances: eine live im Theatersaal und die andere per Live-Stream. Vergeben werden drei Awards: ein Choreografie-, ein Tanz- und ein Publikumspreis.

Wichtiger Teil des Festivals sind zudem Tanzworkshops für Tanzbegeisterte, die am 5.,7., 9.10., in Zusammenarbeit mit dem Amt für Multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt stattfinden, sowie ein Diskursformat über digital unterstützte Formate und Anpassung künstlerischer Produktionsprozesse an ein neues Arbeiten unter Pandemie-Bedingungen.

PROGRAMMVORSCHAU:

  • Anne Jung, tanzt 'Carnegie solo' eine Choreographie von Sam Young-Wright. Das Solo der beiden Mitglieder der Dresden Frankfurt Dance Company, wird präsentiert in Kooperation dem Festivalpartner Internationaler Wettbewerb für Choreographie Hannover.
  • Abril Lukac, Tanzstudentin der HfMDK Frankfurt, präsentiert das selbst entwickelt Solo 'This is not a mental mansturbation'.
  • Aline Aubert Tanzstudentin der HfMDK Frankfurt wird 'Rapid Eye Movement', eine Choreografie von Dieter Heitkamp - Leiter der Abteilung Tanz an der HfMDK Frankfurt - tanzen. 
  • Martina Martin tanzt ihr solo 'States'. Dieses Solo wird präsentiert in Kooperation dem Frankfurter Festivalpartner 'Zukunft Tanzt'.
  • Saskia Rudat wird ihr Solo 'Brain jogging' performen. Dieses Solo wird präsentiert in Kooperation mit unserem Berliner Festivalpartner Lucky Trimmer. 
  • Yolanda Correa, Principal Dancer am Staatsballett Berlin, wird die Choreografie 'Du bist die Ruh' von Andreas Heise tanzen.
  • Teresa Pereira wird 'Cocoon' tanzen, choreografiert von Brian Scalini. 
  • Giovanni Visone, wird seine eigene Choreografie 'Grenen' tanzen. 
  • Gjergji Meshaj wird 'Corpo Estraneo' tanzen, choreografiert von Marta Castelletta.
  • Tony Rizzi tanzt 'I am a mistake' ein Tanztheater-Solo vom bekannten Belgischen Choreographen Jan Fabre.

Künstlerische Leitung, Konzept, Geschäftsführung: Raffaele Irace
Konzept Beratung: Maike Piechot, Produktionsassistent: Valeria Palma
Foto: (c)Virginia Chiodi Latini

Donnerstag, 08.10.20 um 20.00 Uhr Eur 20/16 - Tanzfilmabend
Freitag, 09.10.20 um 20.00 Uhr Eur 20/16
Samstag, 10.10.20 um 20.00 Uhr Eur 20/16

Gallus Theater, Kleyerstr. 15, 60326 Frankfurt, Tel 069-758060-20
www.gallustheater.de

VORSCHAU
Freitag, 9. Oktober: Of/ Vorpremiere Julia Finkernagels neues Buch - Immer wieder Ostwärts

(Andrea)

Julia Finkernagel ist gelungen, wovon viele träumen: Dem Büro den Rücken kehren, reisen und damit Geld verdienen: Die studierte Kommunikationsdesignerin und erfolgreiche Managerin überredete vor zwölf Jahren ihren Bereichsvorstand bei Fraport zu einem Sabbatjahr und brach zu einer Rucksackreise auf. Von dort kehrte sie allerdings nie mehr ins klimatisierte Büro zurück: Aufgrund ihrer Reiseberichte wurde sie noch während ihrer Tour für ein Praktikum beim Fernsehen angeheuert. Daraus resultierte ein Engagement als Autorin und Producerin – und eine zweite Karriere. Seit 2008 zieht Julia Finkernagel regelmäßig mit ihrem Kameramann und kleinem Gepäck "Ostwärts“. Heute arbeitet sie freiberuflich für verschiedene Sender der ARD, ARTE und KIKA. Ihre preisgekrönten Reportagen erzählen von den Begegnungen in anderen Kulturräumen und dem dafür nötigen Perspektivwechsel. Begeisternd und mitreißend berichtet sie von der Naturverbundenheit und den Traditionen der Menschen vor Ort, stets verbunden mit großem Respekt und einer Spur Selbstironie. Ende Februar 2020 war die Offenbacherin nun wieder auf Drehreise. Mit Neugier und Humor hat sie die verschiedenen Kategorien der Transsibirischen Eisenbahn erkundet und ist mit verschiedenen Zügen von Moskau bis zum Baikalsee gefahren – mal wie die Einheimischen im Sammelschlafwagen, aber auch durchaus stilecht wie eine Zarin. Begleitet von einem gewitzten Russen stieg sie ab und zu aus: um das Leben im russischen Winter zu erkunden, Dörfer im Ural zu besuchen, die Grenze von Europa nach Asien zu überschreiten, Sibiriens Weite zu erleben, und um schließlich selig-lächelnd bäuchlings auf dem Baikalsee durchs Eis zu starren. Auf der Reise durch Russland schrammte Julia Finkernagel übrigens nur haarscharf am Lockdown vorbei. Zurück in Offenbach nutze sie die Corona-Kontaktsperre, um ihr zweites Buch zu schreiben: „Immer wieder Ostwärts“ kommt am 15. Oktober heraus.

Heute liest sie daraus im Filmklubb im Isenburgring 36 und weil die Platzkapazitäten auch wegen Corona begrenzt sind, solltet Ihr unbedingt vorreservieren!! www.filmklubb.de 

Sonntag, 11. Oktober: Wiedereröffnung Goetheturm

(Andrea)

Eines vorweg: Nein, wir haben natürlich nichts bezahlt. Das wäre ja noch schöner! Aber es ist gut, dass er wieder da ist und ich freue mich auch immer, ihn von meinem Büro aus zu sehen, wie er sich stolz aus dem Wald emporreckt. Heute wird die Wiedereröffnung des Goetheturms gefeiert, in welcher Form auch immer, aber aus gegebem Anlass erinnere ich heute nochmal an den schönen Post der Polizei: "Einst stand er da in voller Pracht
doch dann passierte es heut Nacht
In Flammen stand der Turm
ganz plötzlich das
was danach kam ist entsetzlich
Der Turm er brannte lichterloh
bis auf den Grund so schnell wie Stroh
Die Polizei sucht nun Beweise für diese riesengroße Sch*** Ganz fern liegt der Gedanke nicht von einem zündelnd Bösewicht Ihr habt’s gehört oder gesehen? Dann wär‘ es für uns richtig schön Wenn ihr uns eine Meldung macht was dort geschehen letzte Nacht Die Hintergründe aufzuklären dem möchten wir uns nicht verwehren Ermitteln werden wir wie nie Eure Frankfurter Gendarmerie!"
BTW: Wurden die Täter eigentlich gefasst?

Donnerstag 15.- 18. Oktober: Hard Feelings (Ein Bericht für eine Akademie)

(Martin)

Auf “Tier” reimt sich vieles, auf “Mensch” reimt sich nichts. Kafkas kanonische Erzählung “Ein Bericht für eine Akademie”, die als letzter Nagel im Sarg des Menschen als Krone der Schöpfung gilt, wird in der Theaterperformance “Hard Feelings” mit einem hyperrealistischen Tier auf die Bühne gebracht. Erzählend erweist sich Kafkas Affe als Mensch, der geschickt seine eigene Fiktion manipuliert. Aber ein Affe, der erfolgreich Mensch geworden ist, wird nicht einfach frei, sondern landet in einem Netz von Fiktionen, das ihn bestimmt und begrenzt. Als Menschen bewohnen wir Nationalstaaten, leben in dysfunktionalen Familien, laborieren an unseren Biografien – fragwürdige Fiktionen, die man trotzdem nicht einfach abstreifen kann. Vermittelt von moderner 3D-Tracking-Technik erwecken ein Pianist und ein Gorilla Kafkas Fiktion zum Leben.

Premiere am15. Oktober, 20h; Vorstellungen: 16.-18. Oktober, 20h 

studioNAXOS // Naxoshalle, Waldschmidtstr. 19, 60316 Frankfurt am Main 

Reservierungen unter www.studionaxos.de Eintrittspreis: solidarisches Preissystem

Foto: (c) Christian Schuller

Mittwoch, 21. Oktober: Frederico Albanese / Konzert

(Martin)

Wiederum eine Gelegenheit, den BAU im Mousonturm kennen zu lernen! Und nicht zu lange zögern – die Logen sind abgezählt und die Plätze begrenzt!

„Federico Albanese verbindet klassische Musik, Electronica und psychedelische Sounds zu luftigen, cinematischen Kompositionen. Geboren wurde er 1982 in Mailand und lernte bereits als Kind Klavier- und Klarinettespielen. Später studierte er Bassgitarre und begann, unter dem Einfluss von Black Music, Folk und elektronischer Musik, eigene Stücke zu komponieren. Mit der Sängerin Jessica Einaudi, auch bekannt als J Moon, rief er das Avantgarde-Duo La Blanche Alchimie ins Leben. Dabei entdeckte er seine Liebe für das Klavier wieder und entschied sich, fortan als Solokünstler zu arbeiten. Als Meister seines Faches beherrscht Albanese minimalistische Klavierklänge wie kein anderer. Er paart diese mit einer Vielzahl anderer Instrumente, Synthesizer, Hammond Orgel, elektrische, akustische und Bass-Gitarren sowie Field Recordings zu einem einzigartigen Live-Erlebnis.“

Tickets und weitere Infos: https://www.mousonturm.de/events/federico-albanese/

Mousonturm, Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main
Foto (c) Lina Saal


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