11.09.2020
Inhalt: WAHNSINN / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / SUCHE / BIETE / G E R O L L T E S über die Nationalmannschaft / Mal wieder etwas über den FSV / Freitag, 11. September: VERGISSMEINNICHT / Freitag, 11. September: Vernissage / Freitag, 11. – Sonntag, 13. September Antigone / Freitag, 11. September: Vernissage / Freitag, 11. September: Of/ Hugenottenplatz / Freitag 11. September: Walk a tones / Freitag, 11. September: Mukke im Gadde / Noch bis 4. Oktober: URBAN SKETCHERS / Samstag, 12. – Mittwoch, 16. September: CUTLASS SPRING / Samstag, 12. September: LUGATTI & 9INE (KULTURSOMMERGARTEN 2020) / Samstag, 12. September: Mainz/ Herr Lehmann / Noch bis 13. September: Tage der Industriekultur Rhein-Main / GESCHAUTES über Alfredo Pauly / Noch bis 31. Oktober: SCHMUCKE FLASCHENPOST / Noch bis 13. September: Trip of a Lifetime / Dienstag, 15. September: OF/ Little Women / Mittwoch 16. September: STEREO TOTAL live / Ab Mittwoch, 16. September: KINO AM PLATZ Open Air Kino im Danzig am Platz / GEHÖRTES über August & Erverything After von Counting Crows / Donnerstag, 17. September: Ausstellung / Donnerstag, 17. September: SAMUEL BECKETT: SPIEL / Donnerstag, 17. September: Musikalische Soirée / Donnerstag, 17. September: Kleinkunst im Bordell – ‚Die schnelle Nummer’ / VORSCHAU / Samstag, 19. September: OF/ Amy / Donnerstag, 24. September: OF/ World Taxi / Sonntag, 27. September: Bücherreigen, digital+live / 1. bis 3. Oktober: Frankfurt/ Don´t die dead / Impressum
WAHNSINN

Dass ich mich mal über die Aussage eines CDU Politikers freuen würde, wer hätte das gedacht... Aber Norbert Röttgen und 14 weitere CDUler machen jetzt endlich Druck! Sie machen Druck auf Seehofer, damit er endlich zustimmt, dass  5000 Flüchtlinge aus Moria aufgenommen werden können.

Es gibt viele Städte, die sich dazu bereit erklärt haben, aber solange Seehofer blockiert dürfen sie keine Flüchtlinge aufnehmen. Auch viele Frankfurter*innen sind Bereit Flüchtlinge aufzunehmen. Gemeinsam haben sie das am Mittwoch auf einer Demonstration der Seebrücke gezeigt. Aktuell weigert sich Seehofer immer noch und stimmt lediglich der Aufnahme von 400 Minderjährigen zu (eigentlich ja nur die Hälfte, da die andere Hälfte Frankreich aufnehmen soll...)

Ein absolutes Armutszeugnis ist das! So, das musste ich kurz mal loswerden.

Und nun zur Kultur:
Andrea, Petra, Martin und Uwe haben wieder tolle Tipps zusammengestellt. Live und aus der Dose. Leider hatte ich meine komplette Woche schon verplant und so kann ich weder heute Abend ins Theater Landungsbrücken, noch nächste Woche ins Open Air Kino. Das ist echt schade, denn ab Mittwoch "bespielt" Mr. Kino aka Daniel Brettschneider das wunderbare DANZIG AM PLATZ. Und weil ich komplett verplant bin kann ich auch nicht auf das Konzert von Stereo Total gehen, das Matthias Westerweller im Sommergarten vom Tanzhaus West organisiert. Auch doof....
Noch viel doofer ist aber, dass ich, obwohl es erst der Zweite ist, unseren Hochzeitstag auch anderweitig verplant habe. Aber ich denke mal Uwe nimmt es mir nicht übel. Ich kann ihm ja alternativ anbieten mal eine Folge Alfredo Pauly mit ihm zu schauen (siehe Geschautes)...

Und was wirklich richtig doof, bzw. verdammt traurig ist, ist, dass der erste Frankfurter Club gestorben ist: Nach über 20 Jahren musste Andi seinen Clubkeller schließen. Das ist so verdammt bitter. Ich kann einfach nicht verstehen, dass die Stadt nicht in der Lage ist die Clubs zu retten... Man stelle sich mal vor das Schauspiel wäre kurz vor der Pleite...

So, jetzt muss ich aber dringend los. Mein Vater, der mich mit 82 Jahren auch immer wieder mit Tipps versorgt, hatte mir einen TV Beitrag vom HR  weitergeleitet. Auf dem Tannenhof in Weiterstadt kann man heute Tomaten selber ernten. 1,50 € das Kilo. Da düse ich jetzt gleich, zusammen mit Nathalie O. hin, denn wir beide sind dem Einkochen verfallen.

Schönes Wochenende, lebt wild und bleibt gesund.

Daniela

Vielen Dank an meine tollen Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün und Uwe Schwöbel.
Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps hier zu lesen

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung.
(Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
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SUCHE / BIETE

(Wer über die Ausgehtipps eine Wohnung bekommt, den bitten wir um eine Spende an den Verein von Anna: http://www.people4people.social)

Daniela sucht eine*n Praktikant*in für den Kommunalwahlkampf
Am 14.3. finden die Kommunalwahlen statt. Der Kreisverband von Bündnis90/Die Grünen hat daher für den Zeitraum vom 1.10.2020-31.3.2021 ein bezahltes Praktikum ausgeschrieben. Wenn jemand von Euch jemanden kennt der/die Lust hat. Hier gibt es alle weiteren Informationen.

G E R O L L T E S über die Nationalmannschaft

(Uwe)

Es gibt Sachen, die braucht man grundsätzlich nicht: Einen Nagelpilz, Schimmel in der Wohnung, brennende Urwälder, Motorräder mit extra lautem Auspuff, Krieg oder asoziale Nachbarn. Zu den Dingen, die man in der Corona-Pause mit am wenigsten vermisste, waren neben einer überfüllten Zeil oder Kinofilmen von und mit Til Schweiger Länderspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft. In der vergangenen Woche durfte Bundestrainer Jogi Löw einmal wieder die besten Spieler des Landes zusammenrufen.

Die nachfolgende Aussage habe ich nicht intensiv geprüft, aber sicher pausierte die Nationalmannschaft zwischen zwei Spielen vorher nur während und nach dem Zweiten Weltkrieg länger. Die Mannschaft von Sepp Herberger spielte nach Krieg und direkter Nachkriegszeit 1950 erstmals wieder. Vier Jahre vor dem Gewinn der Weltmeisterschaft in Bern war der Gegner die Schweiz, die auch einer der ersten Gegner nach dem Covid-19-Ausstand war. Aber nicht der erste, denn das war die in weiten Teilen neuformierte Mannschaft Spaniens. Gegen beide Mannschaften reichte es in Spielen der sogenannten Nations League  jeweils zu einem 1-1 Unentschieden. Die Nations League ist ein neu entwickelter Wettbewerb, der die lustlose Freundschaftsspielkickerei ablösen sollte, durch das sich die Nationalmannschaften zwischen Turnieren und Qualifikationsspielen immer durchwürgten. Die Würgerei wurde aber nicht wirklich besser und insbesondere die deutsche Nationalmannschaft wirkt bei den NL-Spielen besonders uninspiriert. Ständig werden irgendwelche Spieler geschont, jetzt flog mit Havertz sogar ein Spieler zu einer Vertragsunterzeichnung nach London und fehlte gegen die Schweiz. "Wir wussten, dass heute und morgen noch die letzten Details geklärt werden sollen mit seinem Vertrag mit Chelsea", begründete Löw am Freitag die Abreise vom angehenden Starspieler Havertz. Na und? Die hatten lange genug Zeit, den Wechsel einzutüten. Wenn man auf solche Spieler gegen die Eidgenossen verzichtet, braucht man sich nicht wundern, dass man gegen die „große Fußballnation“ aus dem Nachbarland nicht mehr drin ist als ein glückliches Unentschieden.

Deutschland stieg in der letzten Saison aus der Nations League nur deshalb nicht ab, weil die Gruppen von drei auf vier Mannschaften aufgestockt wurden. Auch in dieser bisher sieglosen Spielzeit riecht es nach Abstieg, wenn die UEFA die Gruppe nicht ein weiteres Mal die Gruppenstärke um ein Land erhöht. Neben der sportlich dürftigen Kost, die die Mannschaft Löws anbot, ärgerte die Anreise des Teams: Von Stuttgart nach Basel mit dem Flugzeug! Kann man machen, ist ja ziemlich weit von Stuttgart an der Ostsee nach Basel am Lago Maggiore, an der Grenze zu Italien. Hoffentlich ist Jogi von Basel nicht auch in seinen nahegelegenen Wohnort Freiburg geflogen. Die Strecke ist nämlich so kurz, für die könnte womöglich sogar mit einer Akkuladung eines Elektrofahrrades ausreichen.

Mal wieder etwas über den FSV

(Uwe)

In den letzten Wochen informierte der FSV erfreulich oft darüber, dass Partnerschaften mit Unternehmen aus der Region verlängert oder abgeschlossen wurden. Diese Unterstützung ist insbesondere deshalb so wichtig, weil dem Regionalligisten seit Monaten Einnahmen aus Ticketverkäufen fehlen. Daran wird sich leider in nächster Zeit wohl nicht viel ändern, auch wenn die neue Saison am 12. September mit einem Heimspiel gegen FC Bayern Alzenau beginnt. Im Forum des FSV schrieb „Greenhorn“ am 01.09 hierzu einen wunderbaren Beitrag: „Jedem ist bewusst, dass nicht nur der FSV durch die Corana-Krise arg wirtschaftlich gebeutelt ist …. Wir als Fans, möchten so schnell als möglich ins Stadion und unsere Lieblingsmannschaft anschauen. Um dem Verein sofort eine Hilfe zu sein, würde ich jetzt eine Dauerkarte 20/21 erwerben, obwohl die Zuschauerfrage noch ungeklärt ist.“

Freitag, 11. September: VERGISSMEINNICHT

(Martin)

EIN TANZTHEATER ÜBER DAS VERGESSEN UND DAS VERGESSENWERDEN.

„Zu verschwinden, plötzlich nicht mehr da zu sein, zu vergessen und selber in Vergessenheit zu geraten – das sind vielleicht die größten Ängste von uns Menschen.

Die psychische Mechanik des Erinnerns ist derart komplex, dass darin so gut wie alles spezifisch Menschliche involviert und aneinander gekoppelt ist: Emotion, Bewusstsein, Geist, Verstand, Poesie.

Erinnerung ist nicht einfach gleichzusetzen mit Gedächtnis, obwohl Erinnerung und Gedächtnis sich nicht trennen lassen. Erinnern ist vielmehr das Plündern des Gedächtnisses als Tätigkeit des Geistes mithilfe des Gehirns. Man könnte sagen: Das ganze Leben besteht aus Erinnern. Ohne Erinnerung ist eine persönliche Identität nicht möglich.

Was geschieht aber mit uns, wenn die Erinnerungen verblassen und der Mensch eines Tages auf fast nichts mehr zurückgreifen kann, was ihn einst ausmachte. Wenn unsere geistige Lebensreise auf einmal zurück geht und das so perfekte Meisterwerk „der menschliche Körper“ den Geist aufgibt.

Was bleibt mir noch, wenn nichts von mir mehr da ist?“

Am Freitag, 11.09.2020 um 18:00 und 20:00 Uhr im Theater Landungsbrücken, Gutleutstraße 294, 60327 Frankfurt
Reservierung unter: www.landungsbruecken.org

Freitag, 11. September: Vernissage

(Petra)

Die KunstSäule in Sachsenhausen ist ein außerordentliches Format, das immer wieder Spaß macht – nicht nur mir, so mein Eindruck, sondern auch den Künstlerinnen und Künstlern. Ab heute heißt es dort: Art meets Fashion. In der Herbstausstellung wird eine Arbeit des in Frankfurt lebenden chinesischen Künstlers Xue Liu gezeigt. Er wählt die für Werbesäulen typische Überfülle an Bildern als Thema, indem er die Fläche mit kopflosen Leibern in T-Shirts füllt, das Handy in Selfiemodus sichtbar. Es sind allerdings keine Modeartikel, die hier im Zentrum stehen, sondern Fotografien von mit Textilstift handbemalten Shirts, die Xue Liu als Unikate anfertigt. Wenn er etwa den früh verstorbenen schwarzen Basketballspieler Kobe Bryant malt, hat das auch eine politische Ebene. Seit letztem Jahr nutzt der Städelschulabsolvent (Meisterschüler von Christa Näher) Taschen und Kleider als Fläche für seine Kunst. Dass man mit der Kunst auf diese Weise mobil und öffentlich lebt, ist sein Credo, als Gegenmodell zur Kunst auf Leinwand im White Cube. Letztlich ist die Arbeit auch eine Kritik am Selfie-Selbstinszenierungswahn, in dem wir leben, denn: Die Betrachter der Säule finden sich in Wahrheit auf der Säule. Allerdings ist der Kopf abgeschnitten, das Individuum entfernt: sie werden so zum Träger von Kunst. Bei der Eröffnung werden auch einzelne seiner Kunst-T-Shirts präsent sein.

Gebogener Spiegel von Xue Liu, Vernissage, Einführung: Kurator Florian Koch, Ort: KunstSäule Frankfurt, Adresse: Am Brückenstraßen-Spielplatz, (Brückenstraße / Ecke Gutzkowstraße), Uhrzeit: ab 19 Uhr (24 Stunden täglich geöffnet bis März 2021 J), Eintritt: frei, barrierefrei: ja, Hygieneregeln: bitte achtet zu Eurer eigenen Sicherheit und der Anderer auf die Einhaltung der allgemein bekannten Hygienestandards

Freitag, 11. – Sonntag, 13. September Antigone

(Martin)

Endlich!

Das Theater Willy Praml macht mit den Anfang und wir können wieder so richtig und fast normal ins Theater gehen.

Die Inszenierung lohnt sich unbedingt anzuschauen: ein hervorragend gesprochener Text, intensives Schau- und Ensemblespiel, hoch musikalisch unterfüttert und Willy Praml selbst spielt, berührt und prägt.

„Das Theater Willy Praml eröffnet die neue Saison mit einer von Praml und Michael Weber inszenierten „Antigone“ von Hölderlin nach Sophokles. Die riesige Naxoshalle, in der das Ensemble winters bibberte, während das Publikum auf der nicht sehr großen Tribüne eingemummelt saß, erweist sich nun als Glück: Man spielt auf der Tribüne und verteilt die Zuschauer großzügig in der hohen Halle. (...)

Beim Theater Willy Praml darf man getrost davon ausgehen, dass man keinen Hölderlin in einfacher Sprache bekommt, dafür einen auch in Verästelungen hinein sorgfältig gesprochenen. Auf den blutigen Stufen dieser Polis wird also verhandelt, wie Antigone gegen Kreons Anordnung ihren Bruder Polyneikes beerdigt; wie Kreon Antigone töten lassen will, obwohl sie nur das ihrer Meinung nach höhere Gesetz der Götter befolgt hat; wie Kreons jüngster Sohn Hämon den Vater bittet, seine Braut zu verschonen; wie Kreon seinem Sohn vorwirft, vor einem Weib zu kuschen. – So verliert Kreon, da, wie der Chor weiß, „Einsicht immer zu spät kommt“, Sohn und Frau durch jeweils eigene Hand, und auch Antigone nimmt sich das Leben.

Fast notgedrungen ist diese Inszenierung recht streng und statisch – die sieben Akteure müssen ja auch Abstand halten. Aber angeregt durch Hölderlins Biografen Christoph Theodor Schwab hat Praml drei Musikstücke Schuberts ausgesucht. So begleitet das Notturno in Es-Dur Antigone ins „allesschweigende Bett“. Sam Michelson spielt sie in dieser Szene als wild Entschlossene. Zwar ruckt sie an ihrem blutroten Kleid, eine Geste der Angst, aber sie steigt doch auch zielstrebig ihrem Tod entgegen, ihrem „Schicksal wie eine Göttliche“.

An Kreons Starrsinn ist bei Hölderlin „die Stadt erkrankt“. Heute würde man auch von Misogynie und von einem Mangel an Empathie sprechen und müsste für einen solchen Herrscher nur über den Atlantik schauen. Eine Fremdheit begleitet den Text, über den, oder eher seine teils kuriose Übersetzung durch Hölderlin sich einst mancher lustig machte. Gleichzeitig hat das Theater Willy Praml wieder einmal eine Parabel für unsere Zeit ausfindig gemacht. In den zwei Stunden der Aufführung lässt sich so mancher Satz memorieren, dem nicht zu widersprechen ist, etwa: ‚Das größte Übel ist der Unverstand’.“ (Frankfurter Rundschau).

Vorstellungen am Freitag, 11.9. und Samstag, 12.9. um jeweils 20.00h.

Auch am Sonntag, 13.9. um 19.00h. Weitere Aufführungen siehe: http://theaterwillypraml.de

Theater Willy Praml. Naxos Halle, Waldschmidtstraße 19, 60316 Frankfurt am Main.

Freitag, 11. September: Vernissage

(Petra)

Genau sechs Monate ist es her, am Freitag, 13. März: da hatte ich Euch diese Veranstaltung schon mal ans Herz gelegt. Und dann konnte sie nicht stattfinden, wie so ganz viel Anderes plötzlich nicht mehr. Heute aber sollte es klappen, denn es ist ein tolles Projekt. Das Mainfeld in Niederrad ist auf den ersten Blick eine ganz normale Hochhaus-Siedlung – bei genauerer Betrachtung wird jedoch klar, dass es viel mehr als das ist. Unweit der schicken, auf Hochglanz polierten Frankfurter Innenstadt leben im Mainfeld viele Menschen auf sehr engem Raum zusammen. Kinder und Jugendliche wachsen hier in einem besonderen Mikrokosmos auf, dabei sind sie, wie ihre Altersgenossen, die in Einfamilienhäusern leben, immer auf der Suche nach Identifikation. Professionell von Niko Neuwirth in Szene gesetzt, mal anonym, mal nicht, gibt das Projekt „Mainfeld_speaks“ den Jugendlichen eine Möglichkeit, zu Wort zu kommen: mit ihrer ganz individuellen Message, ihren Wünschen und Träumen. Gerichtet an Frankfurt, das auch ihre Stadt ist – „Mainfeld_speaks“. Dazu lädt der Jugendtreff zum Barabend ein – in die Mainfeld Villa: da lässt sich dann sicher ein gepflegtes Getränk genießen. Und weitersprechen, zum Beispiel über das Mainfeld.

Mainfeld_speaks – Vernissage, janinE maschinskY, Niko Neuwirth, Ort: Mainfeld-Hochhaus, Adresse: Im Mainfeld 3, Uhrzeit:  19 - 22 Uhr, Barabend Jugendtreff „Mainfeld Villa“, Adresse: Mainfeld 13, Eintritt: frei, barrierefrei: ja

Freitag, 11. September: Of/ Hugenottenplatz

(Andrea)

Es gibt etliche Plätze in meiner Stadt, bei denen man, besser gesagt ich, am liebsten die Spitzhacke herausholen möchte. Der Hugenottenplatz gehört auf jeden Fall dazu, unwirtlicher kann eine öffentliche Fläche kaum sein. Rechts Beton, linke Beton, vorne Zugluft. Dass es auch weniger brachial gehen kann, beweist die Initiative aus Commons Cafe, Essbare Stadt, Stadtbiotop sowie engagierte Bürger*innen. Gemeinsam mit Offenbach Offensiv und dem Amt für Stadtplanung haben sie sich erfolgreich bei "Ab in die Mitte Hessen" beworben und wollen jetzt einen Windpark realisieren. Das ist bei der Fläche nur konsequent. Wie das am Ende aussehen wird? "Wir wollen den Hugenottenplatz verändern, zu einem Ort, an dem man sich gerne aufhält. Einem Ort an dem man lernen kann, welche essbaren Pflanzen auch in einer Stadt angebaut werden können. Einem Ort, der die zugigen Fallwinde des Platzes nutzt, um damit Strom für alle zu produzieren. Zum Beispiel eine Ladestation fürs Handy. Einen Platz mit windgeschützten Ecken für dich. Aber dafür brauchen wir deine Hilfe: Zum Bauen und Schrauben, zum Löten und Schweißen, zum Pflanzen und Gießen, zum Unterstützen und Ermöglichen. Vielleicht mit deiner Hilfe? Mit gespendetem Holz vom Stadtforst, vom Wertstoffhof, oder von dir? Auf jeden Fall mit Pflanzen und Ideen, mit drehenden Windrädern aus Recyclingmaterial, mit Schatten, Licht, Bewegung und Ruhe. Auf jeden Fall mit allen, die dabei sein möchten! Freitag 11.09.2020 17 - 19 Uhr Hugenottenplatz Offenbach mit Ständen von: Commons Cafe Essbare Stadt Offenbach Stadtbiotop Offenbach Amt für Stadtplanung Evangelische Stadtkirche und Aktionen: 17.30 Uhr Vortrag Was ist machbar? Infos vom Amt für Stadtplanung 18.00 Uhr Spaziergang Was kann hier wachsen? Infos über resistente und essbare Pflanzen' 18.30 Uhr Begehung Woher weht der Wind? Windstärken und -richtungen am Platz erforsc

Freitag 11. September: Walk a tones

(Daniela)

Eigentlich ist ja Andrea "unsere" Redakteurin für Offenbach. Aber diesmal grätsche ich dazwischen, da Franziska mich gebeten hat das Konzert der WALK A TONES anzukündigen. Ich hatte von der Band noch nie etwas gehört. Gestern Abend habe ich mir das Video https://www.youtube.com/watch?v=199JVuKvOpE&feature=emb_logo angeschaut und hätte große Lust die Band live zu sehen, aber am 11.9. kann ich nicht. Sichert Euch schnell Karten, denn es gibt nur 29 Stück, obwohl sie im Capitol auftreten!!!

"Endlich stehen wir wieder auf der Bühne und spielen feinste akustische Livemusik. Dich erwartet ein breites Spektrum der

Musikgeschichte von Klassik über Klezzmer, Evergreens und Jazz bis hin zu Rock’n’ Roll und Popstücke aus der heutigen Zeit. Das ganze präsentiert mit viel Spaß und Freude am Spiel wird es eine humorvolle und energiegeladene Show. Nicht verpassen, wir freuen uns auf Dich!

Aufgrund der bestehenden Hygienevorschriften und Sicherheitsbestimmungen gibt es nur 29 Tickets pro Show. Beeile Dich und erwerbe Dir schnell ein Ticket (nur Vorkasse) über: Franziska L. Hofmann; Tel.: 069 4630 8901; Mobil: 0171 52 82 438
Email: info@walk-a-tones.de ; Homepage: www.walk-a-tones.de; Ticketpreis: 19,- Euro pro Person/Show

Termine: 11.09.2020 um 18:30 Uhr und um 21:00 Uhr

Veranstaltungsort: Capitol Theater, Goethestraße 1-5, 63067 Offenbach/Main

Freitag, 11. September: Mukke im Gadde

(Uwe)

Cris Cosmo war als Teenager mit seiner Band NTS und als Straßenmusiker unterwegs. Nach Anfangserfolgen mit seiner Band, der Echo-Nominierung 2002 und 50.000 verkauften Einheiten der Single "Ich und Du", entwickelt Cris Cosmo in Berlin und an der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim seinen Stil: Deutsche und lateinamerikanische Texte, die Akustikgitarre als tragendes Element und ein Mix aus Reggae, lateinamerikanischen Rhythmen und clubbigen Beats. Mit der Single "Herzschlag" nahm Cosmo am 28. September 2012 für das Bundesland Hessen beim Bundesvision Song Contest in Berlin teil und belegte den 12. Platz. 2017 und 2019 wurde Cris Cosmo für den German Songwriting Award nominiert. (Quelle: Wikipedia)

Vor ihm spielt ab 19 Uhr das Duo Cherry Tree (Singer/Songwriter meets Pop, Rock)

18.09: Nuwanda und Band, The voice of Rock'n' Roll., Country, Blues, Rock, Pop.

25.09: Frankfurter Dreierlei, bitterzartes Musikkabarett & feinherbe Chansons für jeden Geschmack, danach All Colours, Frankfurter Blues- und Rockband um Matthias Baumgardt

Wegen des Sicherheitskonzeptes werden nur Sitzplätze angeboten. Um die Platzwünsche grösserer Gruppen (ab 3 Pers.) sicher stellen zu können, wird um Vorbestellung bis spätestens Donnerstags 18.00 Uhr unter der Tel. mob.: 0151-12514056, Silvia) gebeten.

Änderungen im Programm sind immer, auch kurzfristig möglich.

Frankfurt, Danziger Platz, am Ostbahnhof, barrierefrei. Beginn: 19 Uhr

Foto: Frankfurter Garten

Noch bis 4. Oktober: URBAN SKETCHERS

(Daniela)

Noch bis zum 4. Oktober muss ich im Café Karin vorbei schauen, denn da hängen schon eine Weile Werke von Sibylle Lienhard. Sibylle gehört der Gruppe der URBAN SKETCHERS an.
Sibylle skizziert nicht nach Fotos, sondern sie geht durch die Stadt und skizziert direkt vor Ort.

Es sind ganz wunderbare Skizzen entstanden. Die meisten in Frankfurt aber auch ein paar Offenbacher Orte sind dabei.

Ihr dürft die Skizzen nicht nur Bestaunen, sondern sie auch käuflich erwerben - die nicht ganz neue unoriginelle Form der Künstlerförderung :-)

Mehr über das Prinzip der Urban Sketchers und die weltweite Gruppe findet sich hier https://urbansketchers-rheinmain.de/ueber-urban-sketchers/

Samstag, 12. – Mittwoch, 16. September: CUTLASS SPRING

(Martin)

Auf der Biennale 2017 wurde sie mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet: Dana Michel!

Dana Michel ist eine faszinierende Choreographin und der Mousonturm zeigt ihr Stück ‚CUTLASS SPRING‘ als Deutschlandpremiere.

Für euch selbst könnte es DIE Gelegenheit zu einer vielfachen Premiere sein: nämlich den BAU im Mousonturm (wir haben berichtet!) kennen zu lernen, in einer Loge zu residieren und Erfahrungen mit dem solidarischen Preissystem zu machen.

„In ihrem eindringlichen Solo „CUTLASS SPRING“ erforscht die kanadische Choreografin Dana Michel die vielfältigen Facetten menschlicher Sexualität. Dabei geht sie von ihrer eigenen Biografie aus – von den Erfahrungen kultureller Unterdrückung und von ihrem Leben als Performer*in, Mutter und Liebhaber*in, das ihre sexuelle Identität geformt hat. Sie interessiert sich für all das, worauf wir zurückgreifen können, um verschüttete Teile unseres Selbst an die Oberfläche zu holen, und dafür, wie wir inmitten gesellschaftlicher Zwänge lernen können, auf unsere eigenen Instinkte und Gefühle zu hören. Dana Michel ist ein künstlerisches Chamäleon: Ausgezeichnet mit dem Silbernen Löwen auf der Venedig Biennale 2017, befasst sie sich in ihren Choreografien mit unterschiedlichsten Schichten von Identität, stets humorvoll und ohne stereotype Körperlichkeiten zu bemühen.“

Hier gibt’s einen Trailer: https://vimeo.com/354664210

Vorstellungen am Samstag, 12.09. um 20.00h, Sonntag, 13.09. um 18.00h, Montag, 14.09 – Mittwoch, 16.09. um jeweils 20.00h.

ACHTUNG: Die Vorstellung am Samstag, 12.09. ist bereits ausverkauft!

Der Einlass beginnt 45 Minuten und endet jeweils 10 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Dauer der Vorstellung: 60 Minuten/Solidarisches Preissystem.

Künstlerhaus Mousonturm, Waldschmidtstraße 4, 60316 FFM

Foto: (c) Jocelyn Michel

Samstag, 12. September: LUGATTI & 9INE (KULTURSOMMERGARTEN 2020)

(Uwe)

Die Kultursommergärten sind eine Kooperation mehrerer Frankfurter Clubs, Musikspielstätten und Kulturschaffender und wurden durch die Unterstützung der Stadt Frankfurt am Main und dem Land Hessen ermöglicht. Auch das Zoom mischt mit. Nicht am bekannten Ort in der Innenstadt, sondern in den Sommergärten vom „Das Bett“, „Tanzhaus West“ und der „Batschkapp“.

Samstag, 12.09, 21:15 Uhr (Einlass: 20:15 Uhr): LUGATTI & 9INE, Batschkapp

Seit 2017 releasen die Sürther Jungs Tape um Tape vorbei an der Rapszene und den Meinungsmachern der HipHop Welt Deutschlands. Dieses Jahr haben sie dann auch überregional nach dem Release des Tapes "Frisches auf dem Herd" Respekt, Zuspruch und Liebe erhalten.

Dienstag, 15.09, 20:30 Uhr (Einlass: 19:30 Uhr): CARI CARI Einlass, Batschkapp

Mittwoch, 16.09, 20:00 Uhr: STEREO TOTAL, Tanzhaus West

Donnerstag, 17.09, 21:15 Uhr (Einlass: 20:15 Uhr): LGOONY, Batschkapp

Freitag, 18.09, 18:30 Uhr: SARAH LESCH, das Bett

Foto: Zoom, Website

Samstag, 12. September: Mainz/ Herr Lehmann

(Andrea)

Sven Regners "Herr Lehmann" steht schon lange in meinem Bücherregal, nur gelesen habe ich es bisher nicht. Vielleicht nächste Woche, nachdem ich mir das Stück im Staatstheater Mainz angeschaut habe. Mit Musik von den C-Types, weshalb wir überhaupt die Karten für die Premiere gekauft haben. "„Der Nachthimmel, der ganz frei von Wolken war, wies in der Ferne, über Ostberlin, schon einen hellen Schimmer auf, als Frank Lehmann, den sie neuerdings nur noch Herr Lehmann nannten, weil sich herumgesprochen hatte, dass er bald dreißig Jahre alt werden würde, quer über den Lausitzer Platz nach Hause ging.“ So beginnt der Debütroman des Element-of-Crime-Sängers Sven Regener, der ein Überraschungserfolg war und mehrfach adaptiert wurde. Dieser Herr Lehmann will doch eigentlich nur seine Ruhe haben und Bier trinken: Er arbeitet in der Kneipe „Einfall“, und das genügt ihm – aber plötzlich überstürzen sich die Ereignisse. Er begegnet einem alkoholsüchtigen Hund, verliebt sich in eine toughe Köchin, während sein bester Freund Karl langsam durchdreht – und schließlich fällt auch noch die Berliner Mauer … Lehmann, ein moderner Oblomov, wird unfreiwillig Zeuge von Geschichte und Geschichten und sein Kosmos zu einer Bestandsaufnahme der 1980er Jahre in Berlin, in der BRD und der DDR.

TERMINE 12.09.2020 → Premiere, 13.09.2020, 17.09.2020, 22.09.2020, 23.09.2020, 27.09.2020 https://www.staatstheater-mainz.com/web/veranstaltungen/schauspiel-20-21/herr-lehma

Noch bis 13. September: Tage der Industriekultur Rhein-Main

(Daniela)

Seit Mittwoch und noch bis einschließlich diesen Sonntag finden wieder die „Tage der Industriekultur Rhein-Main 2020“ statt: als „Live-vor-Ort“-Veranstaltungen oder dieses Jahr auch mit vielen digitalen Angeboten. http://www.krfrm.de/projekte/route-der-industriekultur/tage-der-industriekultur-2020/online-programm-tdik-2020/

Dieses Jahr beschäftigen sich die „Tage der Industriekultur Rhein-Main“ mit dem Thema „Umwelt gestalten“. Im Fokus steht das Spannungsfeld „Mensch-Umwelt“ mit Fragen nach dem Einfluss des Menschen auf seine Umwelt seit der Industrialisierung, in der Gegenwart und mit Blick auf zukünftige Entwicklungen. „Umwelt gestalten“ nimmt dabei Bezug auf die Themen Energie, Mobilität, Ressourcen und Stoffkreisläufe, Urbanisierung und Region bis hin zu Gesundheit und Ernährung sowie Produktion und Konsum.

Das beliebte Veranstaltungsprogramm ermöglicht Einblicke in sonst verschlossene Produktionsanlagen von Technologieparks und Unternehmen und bietet zahlreiche Führungen und Radtouren an. Mit auf dem Programm stehen aktuelle Produktionsstätten wie die Samson AG in Frankfurt, Fabrikensembles aus verschiedenen Epochen der Industrialisierung, Arbeitersiedlungen oder Anlagen der Ver- und Entsorgung wie der Deponiepark in Flörsheim-Wicker. Durch die aktuelle Situation erscheint das Programm erstmals in hybrider Form: 90 Veranstaltungen finden vor Ort statt, weitere 50 Angebote verlagern sich in den digitalen Raum. Hier gibt es neben speziellen virtuellen Entdeckungsreisen wie bei Merck in Darmstadt auch Fotografie-Ausstellungen sowie eine neue Übersicht über mehr als 650 Orte der Industriekultur in Rhein-Main, die auf der Webseite der KulturRegion www.krfrm.de/routenfuehrer zur Verfügung steht.

Alle aktuellen Infos (welche Veranstaltungen schon ausgebucht sind, oder coronabedingt nicht stattfinden sollten), sind hier im Online-Programm zu finden: www.krfrm.de/tdik2020

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GESCHAUTES über Alfredo Pauly

(Uwe)

Nein, Alfredo Pauly ist kein mexikanischer Regisseur mit deutschen Vorfahren, der einen Klassefilm nach dem anderen dreht, sondern ein Modeschöpfer aus Bad Neuenahr-Ahrweiler in Rheinland-Pfalz, der zumindest aber aussieht wie eine ältere Mexikanerin mit einem Schnurbart.

Alfredo Pauly wuchs auf einem kleinen Weingut an der Mosel auf. Nach Bundeswehr und Mode-Studium entwickelte er sich (laut dem möglicherweise selbst verfassten Beitrag in Ahrweilers eigenem Wikipedia, „Wiki AW“) „zum Modepapst“. "Oft bedaure ich dann, 200 Jahre zu spät geboren zu sein, und vermisse die Reifröcke, die Schleppenkleider und die opulenten Stoffe“, wird er ebenfalls dort zitiert. Klar war die Mode damals opulenter, vor 200 Jahren wäre seine Lebenserwartung aber deutlich geringer gewesen als heute. Auch wenn er viel in seine Jugendlichkeit investiert, schimmert durch, dass sein Alter mittlerweile deutlich über dem damaligen Durchschnittsalter liegt. Krankheiten hätten ihn damals dahingerafft oder eine Guillotine hätte ihm seinen hübschen Kopf vom Hals geschlagen, weil sich eine einflussreiche Kundin über einen Schnitt geärgert hatte.

Warum wird er in der Rubrik GESCHAUTES überhaupt erwähnt? Weil er aktuell in einer der wenigen TV Sendungen auftaucht, die ich überhaupt noch anschaue. Ich habe mich aber nicht enttäuscht abgewandt von den Öffentlich-Rechtlichen, sondern in den Verkaufssendungen von Alfredo Pauly auf dem Shoppingkanal HSE24 (und nicht bei Netflix) eine neue Heimat gefunden. Darin preist der stets gebräunte Pauly mit offenen Haaren und überdimensioniertem Kettenanhänger seine Hosen, Jacken und Oberteile aus seinen Kollektionen „für Frauen in den Konfektionsgrößen 36 – 52“ an. Großartig ist das, weil es dem guten Alfredo überhaupt nicht gelingt, seinen moselaner Dialekt zu unterdrücken. Er sieht aus wie ein in die Jahre gekommener internationaler Gigolo, klingt aber wie ein Weinbauer von der Mosel, der für die Abendschau beim regionalen Dritten interviewt wird und dem seine Frau geraten hat, Hochdeutsch zu sprechen. Selbst sein quasi in jedem Satz verwendetes „Ladies“ klingt nach Bad Neuenahrer Dorfdisco Anno 1985. Seine Schnitte und die Verarbeitung preist er in den Himmel („hier habe ich ihnen noch eine Tasche eingenäht“ „schauen Sie sich das an ….“, „zu dem Preis bekommen sie das nur bei mir und nur hier …“), stolpert dabei durchs Studio und aus dem Bild und fällt seiner deutlich professionelleren Co-Moderatorin ständig ins Wort. Leider hat er Leichen im Keller, sein „Ruhm“ basiert auf der Verarbeitung von Pelzen, die er aus der Sendung aber heraushält.

Noch bis 31. Oktober: SCHMUCKE FLASCHENPOST

(Martin)

Ausstellung in der Galerie Gesamtmetall

Spricht man in Frankfurt von Schmuck, meint man eigentlich: GESAMTMETALL! Das finden zumindest Daniela, Petra und ich (und viele andere, die ungenannt bleiben)!

Die Deko – und das ist bei Gesamtmetall schlichtweg eine Untertreibung, denn es handelt sich sozusagen immer um (Raum)Installationen i- st legendär.

Aktuell wird neben dem ausgewählten Geschmeide in der Ausstellung SCHMUCKE FLASCHENPOST Kunst und Handwerk von Steve Moseley und SAMESAME präsentiert.

„Steve Moseley, geb. in Louisville, Kentucky, USA, gestaltet sogenannte ‚Geduldsflaschen’, engl. ‚patiencebottles’ oder ‚whimsey bottles’, die er mit detailreichen Figurenensembles füllt und damit Flaschenkunstwerke mit kritischem und gleichzeitig auch satirischem Hintergrund entstehen lässt. Seine Bilderwelt zeigt ‚Dinge, über die es unhöflich ist, in einer höflichen Gesellschaft zu sprechen’ und bezieht sich dabei, mit scharfem Verstand und provokanten Szenen, sowohl auf religiöse, als auch auf politische, soziale und sexuelle Themen. Seine Flaschen werden weltweit immer wieder in verschiedenen Galerien und Museen ausgestellt.“

„In der Glaswerkstatt von Cornelius Réer entstehen in Zusammenarbeit mit der Designerin Laura Jungmann Glasobjekte für die Serie SAMESAME. Der Name nimmt Bezug auf das Sprichwort ‚SameSame – but different’, denn es werden handelsübliche Glasflaschen, wie z.B. Wasser- oder Weinflaschen mit handwerklichen Mitteln funktional verwandelt. Die Flasche bleibt dabei eindeutig erkennbar, doch wird ihre Ästhetik eine gegensätzliche: aus einer standardisierten Massenproduktion entsteht in diesem Prozess ein hochwertiges Einzelstück. Die Intention hinter SAMESAME ist es, einen neuen gestalterischen Weg hin zu einem alternativen Produkt- und Produktivitätsgedanken aufzuzeigen. Doch vor allem ist das Projekt eine Hommage an ein zunehmend in Vergessenheit geratenes Handwerk – das des Glasblasens.“

Ausstellung bis zum 31.10.20

Gesamtmetall Schmuck, Liebfrauenberg 52
Dienstag – Freitag von 11 – 19 Uhr; Samstag von 10 – 18 Uhr.

Noch bis 13. September: Trip of a Lifetime

(Martin)

Dass man bei Stadtführungen Dinge entdeckt und Informationen bekommt, die man zuvor nicht kannte oder wusste – eigentlich normal...

Aber: Die Stadtführung „Trip of a Lifetime’ verspricht besonderes: sie hat sich dem unwahrscheinlichen Ziel verschrieben, im Stadtraum einem Exemplar des größten lebenden Säugetiers, dem Blauwal begegnen zu wollen. Das Projekt findet also statt als performative Führung durch den Stadtraum und unterschiedlichen Stationen.

„Es ist wahrscheinlicher, von einer herabfallenden Kokosnuss getötet zu werden als durch einen Haiangriff. Es ist wahrscheinlicher, durch die Bedienung eines Getränkeautomaten zu sterben als durch eine herabfallende Kokosnuss. Es ist wahrscheinlicher, als Linkshänder aufgrund der nicht korrekten Verwendung eines für Rechtshänder entworfenen Produkts umzukommen als durch einen Getränkeautomaten. Was wir selbst für wahrscheinlich halten, steht oft in keinem Verhältnis zur statistischen Häufigkeit eines Ereignisses, sonst würden nicht so viele Menschen Lotto spielen oder auf die Liebe auf den ersten Blick warten. „Trip of a Lifetime“ ist eine performative Stadtführung, die sich dem recht unwahrscheinlichen Ziel verschrieben hat, im Stadtraum einem Exemplar des größten lebenden Säugetiers, dem Blauwal, zu begegnen. Der Wal dient dabei als Metapher für etwas Unerwartetes, etwas Erhabenes, etwas, das fehl am Platz ist. Es ist wahrscheinlicher, am Ufer des Mains von einem Wal gefressen zu werden als von einer herabfallenden Kokosnuss erschlagen zu werden.“

Tickets vom 10.09. – 13.09. über den Mousonturm (solidarisches Preissystem). 

Weitere Infos hier: https://www.mousonturm.de/events/trip-of-a-lifetime/

Dienstag, 15. September: OF/ Little Women

(Andrea)

Saoirse - wie spricht man diesen Namen eigentlich aus? Ronan ist vergleichsweise einfach, also, diese Schauspielerin hat mich bereits in mehreren Filmen tief beeindruckt. Geradezu traumatisch war ihre Darstellung der Susie Salmon in "In meinem Himmel" für mich, aber seitdem habe ich sie sozusagen auf dem Zettel. Weil auch "Lady Bird" ein toller Streifen war, möchte ich mir heute "Little Women" im Hafenkino ansehen: Die vier March-Schwestern Jo (Saoirse Ronan), Meg (Emma Watson), Amy (Florence Pugh) und Beth (Eliza Scanlen) wachsen Mitte des 19. Jahrhunderts in der von starren Geschlechterrollen dominierten Gesellschaft der Vereinigten Staaten auf. Ihr Vater dient im Bürgerkrieg, ihre Mutter (Laura Dern) kümmert sich um die Familie, arbeitet und hilft im Dorf wo sie kann. Je älter die vier Schwestern werden, desto deutlicher erkennen sie, welche Hindernisse ihnen bei ihrer Selbstbehauptung als Frauen in den Weg gelegt werden. Gleichzeitig wird ihnen dadurch aber auch klar, wie sehr sie sich letzten Endes doch unterscheiden. Während die stolze Jo etwa Schriftstellerin werden will und das gesellschaftliche Rollendiktat als Gemahlin und Mutter ablehnt, folgt Meg ihrem Herzen in die Ehe. Amy hingegen will ihre Einzigartigkeit durch die Malerei ausdrücken und studiert in Frankreich. Männer interessieren die vier Frauen weniger. Lediglich der Nachbarsjunge Laurie (Timothée Chalamet), der sich in Jo und die Familie March verliebt, findet schnell einen Platz bei den Marchs."

Hafenkino
Nordring
Offenbach
www.hafen2.de
Der VVK ist obligatorisch, aktuell dürfen 250 Personen rein. 

Mittwoch 16. September: STEREO TOTAL live

(Daniela)

Wie schade, aber ich bin schon verplant. Sonst wäre ich heute Abend hier, denn ich sehne mich nach einem echten Konzert und Herrn Weller kann man auch immer hören! Matthias schreibt:

"Wow! Mein erstes größeres Konzerterlebnis in diesem Jahr! STEREO TOTAL im Garten des TANZHAUS WEST - veranstaltet vom ZOOM CLUB - und ich darf das Warm Up machen - und noch ein bisschen Musik nach dem Konzert auflegen. Das Wetter scheint mitzuspielen nächste Woche, also nix wie auf den Vorverkauf gestürzt!

Auch ist‘s schon ein Weilchen her, dass ich STEREO TOTAL live gesehen habe … doch die Band ist nach wie vor aktiv: Das letzte Album »Ah! Quel Cinéma!« von Françoise Cactus und Brezel Göring erschien erst letztes Jahr und da das Duo schon lange zusammen Musik macht, ist das Repertoire entsprechend groß, aus dem geschöpft werden kann.

Hier ist eins meiner Lieblingslieder von »Ah! Quel Cinéma!: https://youtu.be/pI3S67q4Oog Und hier gibt’s mehr über die Band zu erfahren: http://www.stereototal.de

Mi, 16.09.20
Kultursommergarten @Tanzhaus West
Gutleutstr. 294, Frankfurt am Main
Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr
DJ-Warm Up: WELLER 
Tickets im VVK unter: https://tinyurl.com/y4khmn5l

Ab Mittwoch, 16. September: KINO AM PLATZ Open Air Kino im Danzig am Platz

(Uwe)

Daniel Brettschneider schrieb uns gestern spät eine Mail: "Es ist so verrückt, weil so spontan: Drei Abenden Open Air Kino bei Danzig am Platz! Und zwar ohne Zeit, ohne Werbung, ab nächsten Mittwoch (!!!) … dafür mit Mut und drei Wahnsinnsfilmen bei freiem Eintritt!"

MI 16.09. Call Me by Your Name
DO 17.09. Les Misérables – Die Wütenden
SA 19.09. Gegen die Wand

Das mit dem Mut ist nicht so dahergesagt, denn die drei Filme sind keine leichten Sommerfilmchen, die man mit einem Hugo in der Hand und den Gedanken an eine Heimfahrt im Cabrio durch eine laue Spätsommernacht so nebenbei wegschaut. Aber sie sind großartig, absolut fantastisch. 

Les Misérables - Die Wütenden ist einer der stärksten Filme des Jahres, Call Me By Your Name der Film, der auf meiner offenen Punkte Liste ganz weit oben steht und Gegen die Wand ist ein zeitloses Meisterwerk mit dem kürzlich leider verstorbenen Birol Ünel. Gegen die Wand, Fatih Akins vierte Regiearbeit, gilt als sein bester Film. Nicht zuletzt wegen der eindringlichen Darstellung von Ünel und Sibel Kekilli.

Filme, Speisen und Getränke.
Eintritt gegen Spende, Einlass ab 18 Uhr, Filmbeginn 20 Uhr.
Danzig am Platz, Ostparkstraße 11, 60314 Frankfurt am Main.
Alle Filme OmU

Foto: Danzig am Platz/Facebook

GEHÖRTES über August & Erverything After von Counting Crows

(Uwe)

Im Herbst 1999 flog ich mit einem Freund erstmals in meinem Leben nach New York. Ich wollte vor Ort die Stimmung aus Woody Allen Filmen spüren und die Stadt zu meiner Lieblingsjahreszeit, dem Herbst, entdecken (ich suchte sie vergeblich). Weil mein Spezi seinen Reisepass nicht rechtzeitig verlängern ließ, wäre unser Trip vor dem Abflug am Frankfurter Flughafen beinahe schon vorbei gewesen. Es war sowieso ein Wagnis mit gerade diesem Freund nach Übersee zu fliegen, weil er kurze Zeit vorher selbst bei einem Wochenendausflug durch die Fränkische Seenplatte Heimweh bekam und wir überstürzt aus Gunzenhausen abreisten mussten.

Mein Freund erkrankte aber während der Reise (Grippe, vielleicht vor Heimweh), sodass ich die meiste Zeit alleine durch New York zog. Die dritte Platte der Counting Crows, This Desert Life, erschien einige Tage vorher und wurde mein Soundtrack für den Städtetrip (wir reisten später noch nach Boston weiter). Ich lief mit offenen Augen durch breiten Straßen oder den Central Park und hörte Colorblind und all die anderen Perlen darauf. Die „Crows“ empfahl mir ein anderer Freund einige Jahre vorher. Ich folgte damals dem Rat des Kumpels und suchte das hochgelobte Debüt unter „C Diverses“ in einem Plattenladen. Den Namen der Band hatte ich zwischenzeitlich vergessen, konnte Cutting Crew aber ausschließen. Ich fand das Album und hörte direkt im Geschäft in August & Everything After rein:  Wow, wie gut. Natürlich blieben beim ersten, schnellen Durchgang vor allem die etwas schnelleren Nummern wie Mr. Jones, Rain King oder A Murder Of One hängen. Danach war aber zügig abzusehen (eher „abzuhören“), dass die amerikanische Rockband ein Meisterwerk geschaffen hatte:  Neben den genannten Songs sind  Omaha, Anna Begins oder Sullivan Street einfach nur großartig und verbreiten eine wunderbare Stimmung, die einen auch nach mehr als 25 Jahren immer wieder packt.

August & Everything After“ gehört neben „Rio I“ von Rio Reiser oder  Springsteens „Born In The USA“ und anderen ausgewählten Alben zu denen, die meinen Musikgeschmack am meisten geprägt haben. Den Weg zu all den melancholischen Schweden und Schotten, die ich heute so liebe, legte irgendwie, vielleicht sogar besonders, die Band aus San Francisco um Sänger Adam Duritz. Was mir übrigens heute klar wurde ist, dass Duritz meinem heimwehgeplagten Freund in Rain King eine Zeile widmete „I can´t go outside, I´m scared, I might not make it home.“

Donnerstag, 17. September: Ausstellung

(Petra)

DIESES HAUS IST BESETZT! Vor dreißig Jahren wurde mit der Besetzung des Hauses in der Eppsteiner Straße 47 das erste Haus in der BRD besetzt. Was in den folgenden Jahren vor allem im Frankfurter Westend los war, wissen die meisten von Euch. Es ist Teil der Geschichte Frankfurts – und hat sich zumindest in mein Bewusstsein eingebrannt und meinen Blick auf die Stadt und die Frage, wer Raum darin findet, mit beeinflusst. Obwohl der Frankfurter Häuserkampf einen Wendepunkt in der Geschichte der urbanen, sozialen Bewegungen in Deutschland markiert, wurde diesem spannenden Kapitel der Frankfurter Zeitgeschichte bislang keine Ausstellung gewidmet. Der Verein Frankfurter Archiv der Revolte hat nun zusammen mit dem Institut für Selbstorganisation und dem Offenen Haus der Kulturen die Initiative hierzu ergriffen. Die Ausstellung beleuchtet die Entwicklung der frühen Häuserkampfbewegung von der ersten Hausbesetzung im September 1970 bis zu ihrer vorübergehenden Auflösung nach Räumung der Häuser „Bockenheimer Landstraße/Ecke Schumannstraße“ im Jahr 1974. Entgegen der sonst üblichen Fokussierung auf Prominente der damaligen Hausbesetzer*innenszene widmet sie sich den weniger bekannten Akteur*innen und Geschichten. Neben den Hausbesetzungen werden die Mietstreikbewegung der Gastarbeiter*innen und migrantischen Linken, die Jugendzentrumsbewegung und andere emanzipatorische Projekte vorgestellt. Zahlreiche Dokumente, Literatur, Musik und Kunst zeugen von kreativen, widerständigen Aktionen gegen Diskriminierung, Rassismus und unwürdige Wohnverhältnisse. Themen, die heute wieder brandaktuell sind. 

Dieses Haus ist besetzt – Frankfurter Häuserkampf 1970 - 74
, Ausstellung und Programm, Eröffnung Uhrzeit: 19 - 22 Uhr (Ausstellung läuft bis 18. Oktober), Ort: Studierendenhaus auf dem Uni-Campus Bockenheim, Adresse: Mertonstr.26 - 28, Eintritt: frei, barrierefrei: ja, Hygieneregeln: da sich nur 17 Personen gleichzeitig im Ausstellungsraum aufhalten dürfen, meldet Euch bitte an (Link s.u.), das Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung wurde in Kooperation mit Turn the Corner, Kinothek Asta Nielsen, Ada Kantine, Kunstgesellschaft, Route der Industriekultur Junior, ein Projekt der KulturRegion FrankfurtRheinMain und profikollektion konzipiert, alle Informationen und Anmeldung: www.archiv-der-revolte.de

Donnerstag, 17. September: SAMUEL BECKETT: SPIEL

(Daniela)

Heute Abend wäre ich gerne in der Fliegenden Volksbühne!
Das klingt sehr gut:

"Zur Wiedereröffnung ein Spiel mit den archaischen theatralischen Elementen: Mimik, Sprache, Licht.

Und Witz.

In Becketts Spiel prallen die boulevardeske Geschichte einer Dreiecksbeziehung und eine äußerst streng komponierte Form aufeinander, der die handelnden Personen unterworfen sind. Sie befinden sich in einer Situation zwischen Leben und Tod und sind laut Beckett im korrekten Abstand von 1,50 m auf der Bühne quasi festgenagelt.
Dies spiegelt die Situation der Zuschauer im Theatersaal, deren Platzierung nach den aktuellen Abstands- und Hygieneregeln ein fröhliches Miteinander schier unmöglich macht und die sich ebenfalls einem apokalyptischen Zustand nahe wähnen.

Es spielen Barbara Englert, Lucie Mackert, Sebastian Klein. Regie und Ausstattung: Michael Quast

Auf dem Foto Barbara Englert

Donnerstag, 17. September: Musikalische Soirée

(Martin)

„...kein Licht, als das im Innern, das ein Brennen war.“

Vormals war sie die Frontfrau von Hotel Ost – jetzt spielt Ina Werse-Wiskott im Trio ‚Blue Mango’ und außerdem ist sie eine der Künstlerinnen, die sich für ein ganz zauberhaftes Video für die Initiative ‚Kulturzeiter-in’ zur Verfügung gestellt hat (https://youtu.be/ou1EKqritvE ).

In der Soirée im Dom geht es um Folgendes: „Weltweit haben Autor*innen die dunkle Nacht der Seele ins Wort gebracht. Johannes vom Kreuz besingt Liebesflammen, Fadwa Tuqan spürt "der Erde Leid und des grausen Geschickes Schrecken". Gebete der Menschheit und Weltmusik des Trios "Blue Mango" sind zu hören.“

Vom ‚Trio ‚Blue Mango’ sind beteiligt: Mohanad Almoslli (Gitarre) Pejman Jamilpanah (Tar) und Ina Werse-Wiskott ((Violine, Sansula, Glockenspiel); außerdem: der Domkapitular Christof May und Lisa Straßberger.

Am Donnerstag, 17.09.20 um 19.30h im Dom St. Leonhard.

Tickets: Internet: http://ticket.hausamdom.de oder an den ADticket-Vorverkaufsstellen http://adticket.de/vorverkaufsstellen.html. Ebenso sind Karten an der Rezeption im Haus an Dom erhältlich.
Veranstaltungsnr. A200917LS

Foto: (c) Haus am Dom

Donnerstag, 17. September: Kleinkunst im Bordell – ‚Die schnelle Nummer’

(Martin)

Ein neues Konzept der Frankfurter Stadtevents lädt ein ins Rotlichtviertel und zu einer ‚schnellen Nummer’!

Auf der Homepage ist zu lesen: „Unser neues Konzept bietet Frankfurter Künstlern in einem außergewöhnlichen Ambiente eine Bühne! 6 heimische Künstler begrüßen Sie in verschiedenen Locations (SM-Room, Pornokino, Laufhauszimmer, etc.) eines Bordells und präsentieren ihre Kunst in 15-minütigen Ausschnitten. Dabei werden Sie in kleinen Gruppen von Raum zu Raum geführt & erleben einen einzigartigen Abend voller Lachen, Leben & Lust...

DIE VERANSTALTUNG Solidarität und Zusammenhalt auf Frankfurterisch

Unterstützen Sie die heimische Kunst und Kulturszene in einem außergewöhnlichen Ambiente! Mit dem Kauf Ihrer Karten erhalten Sie außerdem einen einmaligen und exklusiven Einblick in das Innenleben eines Frankfurter Bordellbetriebs, den es zu "normalen" Zeiten sicher nicht geben würde. Doch an diesem Abend ist alles anders: Heimische Künstler aus verschiedenen Genres (Comedy, Vortrag, Poetry, Schauspiel, Fotografie, Magie, etc.) bieten Ihnen eine "Schnelle Nummer" von je 15 Minuten ihrer Kunst. Lassen Sie sich überraschen, welches Highlight Sie hinter der nächsten Tür erwartet... Nach einer Idee von Tim Boltz & Christian Setzepfandt.“

Weitere Infos, Termine und alles andere unter: https://www.frankfurter-stadtevents.de/Datum/17-September-2020/Kleinkunst-im-Bordell_20016192/

Treffpunkt: jeweils 10 Minuten vor Beginn vor der "Tanzbar", Breite Gasse 7-9, 60313 Frankfurt am Main. Mindestalter: 18 Jahre

VORSCHAU
Samstag, 19. September: OF/ Amy

(Andrea)

Ich erinnere mich noch gut an die Nachricht vom Tod von Amy Winehouse. Wir waren in San Sebastian und dort hingen sogar noch Plakate eines Festivals mit ihrem Namen im Line-up. Heute läuft " The Girl Behind the Name" im Rahmen des Dokumentarfilmtag im Filmklubb. Der Film zeigt den Werdegang von Amy Winehouse und ihren Tod im Alter von 27 Jahren Einlaß 19h Beginn 20h Reservierung nic@filmklubb.de 10 € / 8 € Es werden Speisen & Getränke angboten

Filmklubb
Isenburgring 36
Offenbach
Nicht barrierefrei 




Donnerstag, 24. September: OF/ World Taxi

(Andrea)

Seid gewarnt: Nachdem ich den Film gesehen habe, wäre ich am liebsten sofort zum Flughafen gefahren und an den Chopraya River geflogen. World Taxi macht Spaß und Lust zum Entdecken: "Dokumentarfilme, die zu Publikumslieblingen werden ! https://www.youtube.com/watch?v=Bh6pE45a67o Fünf Taxis, fünf Städte. Bangkok, Prishtina, Dakar, El Paso und Berlin. 24 Stunden im Leben der Taxifahrer·innen. Zwischen Vordersitz und Rückbank. Destan aus Pristina, der Hauptstadt des Kosovo, erlässt auch mal das Taxigeld, während Mamadou aus Dakar mit seinen Gästen über Zweit- und Drittfrauen diskutiert. Bangkok ist ein hartes Pflaster, auf dem sich Tony durchschlägt, während in Berlin Taxifahrerin Bambi la Furiosa die aufgeputschten Gäste ins Berghain bringt und in El Paso kutschiert der väterliche Sergio Amerikanerinnen in Magenverkleinerungskliniken. Es offenbart sich Alltägliches und Privates, Banales und Intimes. Der Rhythmus der sich öffnenden und schließenden Taxitüren verbindet die Geschichten und zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten quer über den Globus hinweg. Zufallsbekanntschaften und schicksalhafte Begegnungen. Einlass 19h es werden Speisen & Getränke angeboten Eintritt 10€ / 8€ für Klubbmitglieder, Studenten, Schüler, Azubis Reservierung - nic@filmklubb.de Eine Voranmeldung unter Angabe von den Kontaktdaten je Haushalt ist erforderlich. Danke 

Filmklubb
Isenburgring 36
Offenbach
Nicht barrierefrei 

Sonntag, 27. September: Bücherreigen, digital+live

(Petra)

Buchmesse mal anders: Dieses Jahr wird gestreamt, und heute gibt es preiswürdige Literatur – und das live! Die sechs für den Deutschen Buchpreis nominierten Autoren lesen in Frankfurt. Auch in diesem Jahr wird zur Eröffnung der Buchmesse der Roman des Jahres in deutscher Sprache gekürt. Bereits zum 13. Mal findet zwei Wochen zuvor die Veranstaltung „Die Autoren der Shortlist“ statt. In diesem Jahr mit den nominierten Autorinnen und Autoren als Livesendung aus dem Literaturhaus Frankfurt. Eine einmalige Chance für alle Literaturfans weltweit, den sechs Nominierten zu lauschen. Sie stellen ihre Bücher in Lesungen und Gesprächen vor. Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels seit 2005 einen Roman stellvertretend für alle wichtigen Romane des Jahres aus. Am 15. September wird feststehen, welche sechs Autorinnen und Autoren es auf die Shortlist geschafft haben. Wer hier nicht mitstreamen kann: Auf hr2-kultur sind die einzelnen Lesungen dort ab dem 05. Oktober, jeweils um 09:04 Uhr und 14:30 Uhr zu hören. 

Die Autoren der Shortlist. Deutscher Buchpreis 2020 – Eine Livesendung aus dem Literaturhaus Frankfurt, Moderation: Alf Mentzer, Christoph Schröder, Miriam Zeh, Ort: exklusive Livesendung aus dem Literaturhaus Frankfurt. Die Übertragung der Livesendung findet über die Reservix-Plattform statt; der Zugang erfolgt über Link und Zugangscode, ein Streaming-Account ist nicht notwendig, Uhrzeit: 15 Uhr, Eintritt: 5 Euro, die Streamingtickets sind 72 Stunden gültig und können bis 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn online im Kartenshop des Literaturhauses unter https://literaturhaus-frankfurt.reservix.de/events erworben werden. Ein Saalticket-Verkauf ist unter den derzeit aktuellen Hygienebestimmungen nicht realisierbar. Bei ausreichenden Lockerungen der bestehenden Corona-Bestimmungen behält sich der Veranstalter vor, kurzfristig Saaltickets für die Veranstaltung in den Verkauf zu geben.

1. bis 3. Oktober: Frankfurt/ Don´t die dead

(Andrea)

Ja, liebe Frankfurter, ihr dürft Euch kurz die Augen reiben: Offenbach besitzt tatsächliche eine eigene Dancecompany: 2018 gründeten Marika Ostrowska-Geiger (Polish National Ballet School Warsaw, HfMDK Frankfurt) und Florian Geiger die AMP Dance Company. AMP steht für Amplifikation - sie greifen Impulse der Gesellschaft, des Lebens und des Miteinanders auf; sie kontrastieren diese Impulse, ziehen eine Essenz, verstärken und übersetzen sie. Ihre erste Produktion „MUSE1“ (Premiere Oktober 2019) war mit sechs ausverkauften Aufführungen in Frankfurt und einer Wiederaufnahme durch das Gallus Theater im Februar 2020 ein voller Erfolg. Da habe ich sie auch gesehen und bin sehr begeistert nach Hause gegangen. Aufmerksamen LeserInnen wird der Haken nicht entgangen sein: AMP sind in Offenbach und treten in Frankfurt auf. Daran arbeite ich noch...aber bis dahin fahre ich auch gerne weiterhin ins Gallus, die neue Produktion schaue ich mir auf jeden fall an: “don’t die dead.” greift ein grundlegendes Problem unserer Gesellschaft auf: Wir werden in Muster hineingeboren, lernen sie zu leben und gehen in ihnen auf. Wir adaptieren, konsumieren, sind zufrieden und stumpf. “don’t die dead.” mahnt uns davor, bereits innerlich tot zu sterben. In diesem Stück bauen wir das Narrativ der Möglichkeiten auf – die Möglichkeit, zu reflektieren, aus Mustern auszubrechen und unser Leben aktiv zu beeinflussen. Die Möglichkeit, empathisch zu sein und damit unsere Welt zu verändern – jeder für sich in jedem Moment seines Lebens." Premiere 01. Oktober 2020, weitere Termine 02. und 03. Oktober 2020, jeweils 20 Uhr,

Gallustheater

Frankfurt Tickets 15 Euro ermäßigt, 20 Euro regulär


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