10.07.2020
Inhalt: Auf jetzt / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / G E R O L L T E S über Bayern und Bananas / G E D R U C K T E S / 10. Juli- 15. August: Alte Schinken Festival / Freitag, 10. Juli und weitere: Mukke im Gadde / Freitag, 10. Juli: Of/ Parkside im Hof / Bis 12. Juli: Of/ window shopping / Noch bis 19. Juli: Serkan Goeren „seeing through : art“ / Samstag, 11. Juli: Of/ Science Fiction Army / Sonntag, 12. Juli: Urbane Radtour / Sonntag, 12. Juli: Of/ Open-Air-Konzert / G E H Ö R T E S: Polly Scattergood / Ab 13. Juli: „Liebe, Geld und Revolution – Hölderlins turbulente Zeit in Frankfurt“ / Mittwoch, 15. Juli: Poetry-Slam / Mittwoch, 15. Juli: World Taxi im Filmklubb / Donnerstag, 16. Juli: Of/ Fischmann & Neander / Freitag, 17. Juli. Of/ Il Postino / 17. Juli – 30. August : Dramatische Bühne / Freitag , 17. Juli: FFM/ Welthits auf Hessisch / Bis 19. Juli: Of/ Super-Corona-Pop-Up-Artstore / Freitag, 28. – Sonntag, 30.08.: Mousonturm im Palmengarten / Freitag 28. August: MINE / Samstag 29. August: The OhOhOhs treffen Beethoven, Leonhard Dering und Maja Bader / Samstag 29. August: The OhOhOhs treffen Oliver Leicht & Oli Rubow / Sonntag 30. August: DOTA / Sonntag 30. August: Titanic Boygroup / Impressum
Auf jetzt

So, jetzt geht's los. Urlaub Teil I.

Die langjährigen Leser wissen es ja, seit 15 Jahren fahre ich zum Fasten-Wandern. Einige Freundinnen und Leserinnen habe ich schon davon erzählt und angestiftet, so auch meine Freundin Tina. Letztes Jahr waren wir, mit viel Schnee, an Ostern im Allgäu. Dieses Jahr wollten wir eigentlich in die Sächsische Schweiz, aber dann kam ja... Corona. Am Sonntag geht's jetzt ins Taubertal (Wertheim - nicht Village, Tauberbischofsheim, Boxberg, Lauda, Bad Mergentheim, Ramstal, Galgenberg). Morgens gibt's Tee, dann wird 6-8 Stunden gewandert und abends gibt es eine dünne Brühe... Ich hab schon am Montag mit dem Fasten begonnen und bin froh, wenn ich jetzt raus aus der Stadt komme wo es überall nach Essen riecht und mir abends die Freundinnen mit einem Weinglas gegenüber sitzen.
(Wobei ein halber Liter Sauerkrautsaft in einem Gerippten vom Gemalten Haus auch was Besonderes ist.)

Heute Abend radeln wir aber nochmal nach Offenbach. Dort startet das Alte Schinken Festival vom großartigen Daniel Brettschneider. Er zeigt "Es begann in Neapel". Das Festival findet im Hafengarten statt - Daniel hat ja wirklich ein Händchen für die besonderen Orte, an denen er Filme zeigt.. seit 10 Jahren jetzt schon. Chapeau!

Ein besonderer Ort war auch das HORST im Gallus. Lolek und Caroline haben das ehemalige Chinarestaurant zu einem ganz besonderen Ort gemacht. Die beiden haben verdammt viel Herzblut investiert. Ich war dort auf Konzerten, Lesungen, Partys, Privatfeiern.. Immer toll! Leider hat das Horst Corona nicht überlebt. Mehr dazu in dem Artikel der FR. Sie suchen jetzt neue Räume. Gerne im Gallus. Wer was weiß... Es sollte jedoch nicht so teuer sein, denn Caro und Lolek bekommen keine öffentlichen Gelder..

Apropos öffentliche Gelder, da muss ich ja doch noch was zum Schluss loswerden.

Petra kündigt heute eine tolle Veranstaltung an: es ist eine geführte urbane Radtour, die das Architekturmuseum anbietet. Ich finde das klingt super spannend. Ich musste aber echt schlucken, als ich gesehen habe, dass die 3-4 stündige Tour pro Person 45,- € kostet. Ich finde das extrem teuer, denn die Leute fahren ja auf ihrem eigenen Rad und da ist doch maximal eine Begleitung dabei... Was rechtfertigt da diesen Preis?
So schön die Tour auch sein mag, das Geld gebe ich dann lieber für ein Konzert aus und fahre die Tour, die auf der Webseite des DAM sehr gut beschrieben ist, selber.

Welches Konzert fragt ihr Euch? Ich habe mir eben ein Parkbankticket für das Konzert von DOTA am 30.8. im Palmengarten gekauft. Da kostet eine Parkbank 45,- € und auf der Bank darf man zu zweit sitzen :-) Es gibt noch Tickets, aber ihr solltet Euch beeilen, auch die Konzerte der Oh Oh Oh's sind schon sehr gut verkauft. Alles weiter unten in der Vorschau.

So jetzt muss ich los. Nächste Woche melde ich mich aus Lauda. 

Lebt wild!

Daniela

P.S. Da es für die echten Kulturveranstaltungen immer nur wenige Plätze gibt, schaut Euch auf jeden Fall unsere Termine in der Vorschau an!

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

Vielen Dank an meine Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün und Uwe Schwöbel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung.
(Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 (Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr). Wer eine Rechnung benötigt, schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

G E R O L L T E S über Bayern und Bananas

(Uwe)

Der großartige Film Bananas von Woody Allen beginnt mit der TV-Übertragung eines politischen Attentats auf den Präsidenten einer Bananenrepublik. Die Übertragung ist aufgebaut wie die zu einer Sportveranstaltung. Ein „Field“-Reporter steht vor dem tödlichen Schuss in der Menge und erklärt das, was an dem Tag über in der Stadt schon passiert ist („traditioneller Bombenanschlag auf die amerikanische Botschaft) und den bevorstehenden politischen Mord. Dann schildert er live das Geschehen. Der Präsident taucht auf, recht schnell trifft ihn die Kugel des Attentäters. Der Kommentator erklärt nüchtern, wie bei einem Erstrunden K.O.: „… und schon vorbei, ein klares Aus für El Presidente, …“. Der Field-Reporter kämpft sich durch die Massen und interviewt erst den sterbenden Präsidenten, wie den Spieler einer unterlegenen Mannschaft, um sich danach dem bereits feststehenden Nachfolger, dem Tagessieger, zuzuwenden.

 

Bayern München gewann am vergangenen Wochenende völlig überraschend und geradezu sensationell den DFB Pokal gegen Bayer Leverkusen. Hätte ich nicht etwas Besseres zu tun gehabt, einen Geburtstag mit lieben Menschen und leckerem Essen / Bier, ich wäre spätestens nach dem zweiten Tor für Bayern eingeschlafen und irgendwann nachts mit steifem Hals auf der Couch aufgewacht. Denn, wenn Bayern spielt, gilt für den Gegner und den Zuschauer, der aus einer gewissen Naivität heraus an Spannung glaubt, das, was für El Presidente in Bananas galt „… und schon vorbei, …“. Neulich interviewten sie bei Sky Thomas Müller. Der meinte, dass ihm die neunte Meisterschaft wegen dem spektakulären Saisonverlauf fast genauso viel bedeutete wie seine erste. Das freut mich natürlich. Das ist nur bitte für die Mannschaften, die sich über seine Meisterschaften 2 – 8 wie über Müllers erste gefreut hätten, sie aber nicht gewannen, weil die Bayern so gnadenlos sind wie die Kannibalen aus dem Roman Robinson Crusoe. Müller erinnerte in dem beschriebenen Interview etwas an den von James Gandolfini in True Romance gespielten Killer, der einem potenziellen Opfer erläutert, dass er beim ersten Mord noch etwas gespürt hätte, nun aber eher emotionslos wäre. Eigentlich würde er es ihm nur noch Spaß machen zu sehen, wie sich seine Opfer quälen.

 

Vielleicht werden die Bayern beim Champions League Finalturnier gefordert. Dieses wird am 12. August mit dem Viertelfinale beginnen, davor werden die noch offenen Rückspiele im Achtelfinale gespielt. Bayern trifft hier auf Chelsea. Weil sie das Hinspiel 3-0 gewannen, ist das Rückspiel eigentlich nur ein besseres Vorbereitungsspiel auf das Viertelfinale. Die und die Spiele bis zum Finale (am 23. August) werden in Lissabon gespielt. Austragungsorte der Spiele werden das Estadio da Luz (Heinstadion: Benfica Lissabon) und das Estadio José Alvalade (Heinstadion: Sporting Lissabon) sein. Ein Turnier, mit je einem Spiel, im Sommer in einer Stadt im Süden. Das klingt etwas nach Alt Herren-Jahresabschluss-Cup in einer Touristenhochburg inklusive Sauferei. Ist es aber nicht, das Turnier rettet die (oder Teile des) Übertragungsgelder und sorgt dafür, dass die Bayern wegen der Einnahmen noch besser werden als die Konkurrenz. Die hat sich in Deutschland aber sowieso bereits vor Jahren abgeschafft.

G E D R U C K T E S

Ganz ehrlich – Ich hätte dieses Buch niemals gekauft: „Brüder“. Ein Thema, das mich erst mal so semi interessiert. Und dann noch über 400 Seiten, wo ich doch ohnehin wenig Zeit zum Lesen habe. Was hätte ich da bloß verpasst, wenn mir den Roman von Jackie Thomae nicht eine sehr liebe Freundin zum Geburtstag geschenkt hätte!?

Er beginnt in bester Boyle-Manier mit einem etwas verpeilten Typen, Mick, der nicht wirklich einen Plan für sein Leben hat, aber irgendwie geht’s immer (ok: meistens) gut. Als Clubmacher ist er begabt: wo er ist, IST die Party. Weniger erfolgreich ist Mick aber leider als Geschäftsmann, und als Kumpel wäre auch noch Luft nach oben. Doch aus der Nummer als Drogenkurier kommt er gerade so raus – allerdings mit Spätfolgen, die ich hier nicht verrate. Vielleicht ein typischer Glücksucher im Berlin der neunziger Jahre, als sich Treibenlassen wohl die beste Strategie war, um nicht an der vermeintlichen Überfülle an Optionen verrückt zu werden.

Seite um Seite entfaltet sich dann die verzweigt-komplizierte Familiengeschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln um abwesende Väter, eigensinnige Frauen, zwischen Ost- und Westdeutschland, Wurzeln in Afrika und Lebensorten rund um die Welt. Und, ja: es geht um Hautfarbe und Identität. Ums Scheitern und das, was wichtig bleibt. Ein vereinnahmend schön-leichter, epischer Erzählfluss mit facettenreichen Geschichten, die in die Tiefe reichen. So dass es mir fast hastig erscheint, wie sich am Ende die Fäden zusammenfügen. Ich hätte noch ewig weiterlesen können. Doch die Schlussszene entlässt mich mit einem sachten Lächeln zurück in mein Leben. Und es braucht kein Wort mehr.

10. Juli- 15. August: Alte Schinken Festival

(Uwe)

„Nach dem Räuchern muss der Schinken reifen. Dies geschieht am besten in einem gleichbleibend temperierten Raum (8 – 12 Grad Celsius) mit hoher relativer Luftfeuchtigkeit“ von 80 – 85%.“

Die Filme, die Daniel Brettschneider an einigen Wochenenden im Sommer zeigt, sind einige Jahrzehnte gereift und verdienen daher die Klassifizierung „alte Schinken“.

Gut waren die Filme bereits damals, auch ohne computeranimierte Tricks und Ultra HD. „In Städten mit Häfen haben die Menschen noch Hoffnung“; das schöne Zitat von Musiker Bernd Begemann trifft auch auf Offenbach zu.

Dort gibt es einen Hafen und im dortigen Hafenpark zeigt Daniel ab 10. Juli (20:30 Uhr) jeweils freitags und samstags sechs Klassiker:
„Es begann in Neapel“ mit Sophia Loren und Clark Gable (aus 1960), der leider stets aktuelle

  • „In der Hitze der Nacht“ mit Sidney Poitier (aus 1967),
  • „Avanti, Avanti“ mit Jack Lemon (aus 1972 – siehe auch FILME/Top10),
  • „Der Swimmingpool“ mit Romy Schneider und Alain Delon (aus 1969),
  • „Moby Dick“, mit dem stets grimmig dreinblickenden Gregory Peck (aus 1956 – gedreht von John Huston) und
  • „James Bond – 007 jagt Dr. No“ mit Sean Connery (aus 1962).

Alle Filme haben mehr oder weniger mit Wasser zu tun. Bei einigen Filmen bringen bereits die Titel die Verbindung zum Meer (Neapel, Moby Dick) oder zum Swimming Pool, bei anderen ist die Verbindung schnell hergestellt: In James Bond – 007 jagt Dr. No läuft die Schweizerin Ursula Andress, geboren in Ostermundigen im Kanton Bern, Filmname: Honey Ryder, im Bikini aus dem Meer. Ein weltbekanntes Bild. Sie war das erste Bondgirl.

Hafengarten, Hafenallee in Offenbach 
Der Eintritt ist frei. Meldet Euch bitte unbedingt vorher per Mail mit Wunschtermin, Name, Anschrift, Telefonnummer sowie Anzahl der Personen eines jeden Haushalts an: Zeller@gbo-of.de

Freitag, 10. Juli und weitere: Mukke im Gadde

(Uwe)

Die Freitag-Musikveranstaltungen Mukke im Gadde hat sich im Neuen Frankfurter Garten bereits sehr gut etabliert. Die vielen kleinen Musikgruppen aus dem Umfeld der Gartencrew und deren Freunden sind begeistert von der neuen Möglichkeit, wieder auftreten zu können. Für „de Gadde“ ist es gut, für die Bands und die Besucher natürlich auch. Mit dem Programm leistet der Neue Frankfurter Garten einen wichtigen Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Angebot für das Ostend (und den Rest von Frankfurt).

Nach den bisherigen Erfolgen wird der Musik-Sommer fortgesetzt. Die vorläufigen Termine bis Ende Juli stehen inzwischen fest.

INTERESSIERTE MUSIKER*INNEN ODER ANDERE KÜNSTLER*INNEN, die Interesse an einem Auftritt haben können sich gerne melden.

Im Vorprogramm von 19.00 - 20.00 Uhr spielen jeweils Jutta Huebener & Uli Becker (Ausnahme: 3.7.20).

10. 07. 2020:
Vorprogramm von 19.00 – 20.00 Uhr, Duo Fino, Musik zum Zurücklehnen und Träumen
Ab 20.00 Uhr Hot Jazz Acoustics: Christian Müntz (Klarinette), Dirk Reccius (Tuba), Henrik Dahn (Banjo, Viocal). Mitreißender, swingender Jazz

17.07.2020: Guiseppe Porello & Friends (G. Porello auch bekannt aus der Gruppe Gastone)

24.07.2020:
Vorprogramm von 19.00-20.00 Uhr Katalina & Harry, Pop und Latin Duo
Ab 20.00 Uhr Beecham Brothers, Balladen, Folk, Blues/Jazz

31.07.2020:
Vorprogramm von 19.00-20.00 Uhr Erich Schmitt, Songpoet,
Ab 20.00 Uhr Matthias Baumgardt & April King und friends

Änderungen im Programm sind immer, auch kurzfristig möglich.

Frankfurt, Danziger Platz, am Ostbahnhof, barrierefrei. Beginn: 19 Uhr

Foto: Frankfurter Garten

Freitag, 10. Juli: Of/ Parkside im Hof

(Andrea)

Jazz, Improvisation und eben Free-Jazz gehen ehrlich gesagt nicht wirklich an mich. Weil die Musik aber durchaus Liebhaber hat und zudem afip-Macher Lutz Jahnke nicht ganz talentfrei mitmitmischt, hier der Hinweis auf das Konzert nebst VVK:

Andrey Shabashev - Pianist professioneller Musiker, Komponist. Ich habe die Russische Geschwister-Gnessin-Musikakademie in Moskau absolviert (Jazz Piano Abteilung). Ich wurde von Jazzmusik (Bill Evans, Ray Charles), und auch von elektronischen Musik (Moloko, Radiohead) beeinflusst. In meiner Arbeit versuche ich diese Stile zu kombinieren.
Michael Höfler - Kontrabass, E-Bass Jazzstudien in Freiburg bei Geoff Goodman und Marc Loewenthal Studienaufenthalte in New York Bassist im Variete -Theater Tigerpalast, Ffm Arbeitet oder arbeitete unter anderem für/mit: Bigband des hessischen Rundfunks – Bigband der Oper Frankfurt – Joan Faulkner – Tony Lakatos – Danzer-Lejeune Quartet – Chicago Glory Gospel Band Lutz Jahnke - Schlagzeuger Lutz Jahnke spielt seit 30 Jahren in unterschiedlichen Formationen. Fussion, Pop, Rock, Funk und vor allem Jazz und Improvisierte zeitgenössische Musik. Sein spiel ist von Freude beseelt und lässt Menschen staunen, wie man aus wenig sehr viel rausholt. Er ist Mitglied in der Wiesbadener Kooperative New Jazz und schreibt selbst auch experimentelle Suiten. Frankfurt-Ticket-Link: https://www.frankfurtticket.de/tickets/shabashev-p-hoefler-k-jahnke-d-open-air-festival-parkside-im-hof-12132.39510/ 19,00€ inkl. Ticketabwicklung

Bis 12. Juli: Of/ window shopping

(Andrea)

Schaufensterbummel ganz anders. Statt klassischer Auslagen laden Hfg-Studierende gerade zum Kunst gucken in die Offenbacher Innenstadt. An neun Orten, besser gesagt, Ladenflächen und Geschäften haben sie die Schaufenster zum Display verwandelt und laden mit ihren Interventionen zum Innehalten. Es geht um Transformationen und Neuentdeckungen, wie beispielsweise in der Arbeit von Hannah von Eiff, die im Friseursalon Klaus Peter Ochs in der Bieberer Straße zum Date mit sich selbst lädt. Als Versuch eines neuen Kennenlernens beschreibt sie ihre Installation aus 24 fragmentartigen Kostümteilen, die in einer Ausstellungsvitrine aus dem dlm Deutschen Ledermuseum zu sehen sind.Neben Friseur Ochs, Koffer Roth, Briefmarken Nickl, dem KOMM, der Apotheken Zum Löwen sowie der Schwanenapotheke werden auch Bekleidungsgeschäfte wie Jeansexpress und Schuh Pauthner zu Displays – schließlich soll es beim window shopping auch um Kleidung gehen. Diese ist schon lange mehr als bloßer Schutz vor Witterung. So bedient beispielsweise die sogenannte Fast-Fashion-Industrie mit rund 24 neue Modekollektionen im Jahr heute die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen und Individuen; Kleidung gibt Auskunft über Geschlecht oder Familienstand, zeigt den sozialen Stand der Trägerin oder des Trägers, sie erzählt Geschichten und lädt zum Verwandeln. „Was und wer möchte ich heute sein?“, fragt Sabrina Brock in ihrer Arbeit, die in der Schwanen-Apotheke zu sehen ist und zeigt, dass Kleidung eben mehr ist als Stoff und Schnitt. Welche Bedeutung eben Rock oder Hose als Kommunikationsmittel zukommt und wie facettenreich die Auseinandersetzung mit ihr ist, zeigen die Studierenden des Lehrgebiets Bühnenbild/Szenischer Raum von Prof. Heike Schuppelius, Nina Zoller und Michaela Kraft künstlerisch, kreativ und auch philosophisch bei der Schnitzeljagd durch die Offenbacher Innenstadt. Zur Ausstellung window shopping erscheint ein Flyer in Form einer Sammelmappe, die zu den einzelnen Schaufenstern führt. Vor Ort sind Postkarten zu den einzelnen Stationen erhältlich. Die Sammelmappen liegen vor den teilnehmenden Geschäften, im Rathausfoyer sowie im Stadthaus aus.

Noch bis 19. Juli: Serkan Goeren „seeing through : art“

(Daniela)

Chris sagt, wir sollen uns unbedingt die Ausstellung von Serkan Goeren im Kunstverein Montez anschauen und wenn Chris das sagt, müssen wir eigentlich hin. Ich schaffe das leider nicht mehr, aber vielleicht ihr?

In der vom Kulturamt der Stadt Frankfurt und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst geförderten Ausstellung „seeing through : art“ zeigt der Künstler Serkan Goeren u.a. neuere großformatige, auf Plexiglas entstandene Arbeiten, deren Ursprünge in der Malerei liegen, aber nicht mehr nur darin aufgehen möchten.

Es entstehen Mehrdeutigkeiten in seinen Kunstwerken, die sich in dem Titel „seeing through : art“ wiederspiegeln und in dem sich die mannigfaltigen möglichen Bedeutungen zeigen: see | ing through : art

1. durch Kunst durchsehen
2. Kunst durchschauen
3. in der Kunst suchen
4. Kunst verstehen
5. durch die Kunst verstehen
6. der Kunst beistehen
7. der Kunst auf die Schliche kommen
8. Kunst zu Ende bringen

Serkan Goeren bezeichnet diese Art der Kunstproduktion - angelehnt an Clement Greenberg - als „Überwindung des Modernismus hin zur Postmoderne mit modernistischen Mitteln“. Aufbauend auf diesem einfachen Gedanken arbeitet Serkan Goeren parallel an Essays, die als theoretisches Fundament für weitergehende Werke dienen. „Der Philosoph in mir strukturiert die Werke des Künstlers in einem größeren Ganzen, während der Künstler dem Philosophen einen Strich durch die Rechnung machen möchte, indem er neue Kunstwerke produziert, die über das zuvor Strukturierte hinausgehen möchten“, so Serkan Goeren. Serkan Goeren hat einen Magister-Abschluss in Philosophie, Kunstgeschichte und Psychoanalyse und einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Der Kunstverein Familie Montez ist der Gastgeber der Ausstellung und der Veranstaltung.

Kunstverein Familie Montez
Honselstraße, unter der Honselbrücke, barrierefrei
Ausstellung läuft noch bis 19. Juli

Samstag, 11. Juli: Of/ Science Fiction Army

(Andrea)

Juhu und wieder ein Konzert! Ich war am Donnerstag schon bei den OhOhOhs und bin ganz beseelt vom Platz beschritten. Heute ist die Instrumentierung und der Sound ein bisschen anders, aber auch genau richtig: Schlagzeug, Gitarre, Bass. Bäm. "Die drei Astronauten der Science Fiction Amy durchbrechen Raum und Zeit, dringen in die Weiten des Punk, Rock, Garage und Blues vor... - und begrüßen euch zum ersten Post-Lockdown Open Air Konzert AM Waggon... Irgendwie unplugged und semi-akustisch wird es werden - und unvergesslich auch! Konzertbeginn ca. 19:30 Uhr.

Waggon am Kulturgleis
Offenbach

Sonntag, 12. Juli: Urbane Radtour

(Petra)

Die Neue Heimat war der größte und bedeutendste nicht-staatliche Wohnungsbaukonzern im Nachkriegs-Europa. In einem Zeitraum von über dreißig Jahren hat das Gewerkschaftsunternehmen mehr als 400.000 Wohnungen geplant und ausgeführt. Die Projekte der Neuen Heimat sind sowohl Ergebnis eines einzigartigen Zusammenspiels von wirtschaftlichen Interessen und Politik, als auch Ausdruck und Spiegelbild der bundesdeutschen Sozialgeschichte. Das ist eine sehr elegante Umschreibung dessen, was dort damals gelaufen ist: „Filz“ lautet der angestaubte Begriff für unfassbar maßlose Bereicherung, die das Gegenteil von sozial war. Plus Misswirtschaft. Der skandalträchtige Zusammenbruch des Unternehmens Anfang der achtziger Jahre wirkte wie ein Schock auf die westdeutsche Bevölkerung und markierte das Ende einer Epoche. Auf jeden Fall sehenswert ist die aktuelle Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum (noch bis 11. Oktober). Heute könnt Ihr Euch das Thema auch erradeln: von den typischen Zeilenbauten der ersten Nachkriegsjahre bis zu den Großwohnsiedlungen der Neuen Heimat, die ab den 1960er Jahren entstanden: Startpunkt ist das Museum. Die Route in den Frankfurter Norden: Nordweststadt, Bonames, Frankfurter Berg, Eschersheim, Dornbusch und zurück in die Innenstadt übers Nordend und Bornheim. Ihr könnt natürlich mit den Empfehlungen auf der Website auch Eure individuelle Tour machen.

Radtour: Siedlungen und Projekte aus der Neuen Heimat im Frankfurter Norden, zur Ausstellung „Die Neue Heimat (1950 – 1982). Eine sozialdemokratische Utopie und ihre Bauten“, Ort: Deutsches Architekturmuseum, Adresse: Schaumainkai 43, Uhrzeit: zwischen 10 - 17 Uhr, Dauer: 4 - 5 Stunden [reine Fahrtzeit: 2:39 Std bei 13,8 km/h], Distanz: rund 37 Kilometer, Höhenmeter: aufwärts 220 Meter, abwärts 200 Meter, Kosten: 45 (34) Euro, Buchung: https://www.architour.de/touren/siedungen-und-projekte-des-neuen-frankfurt/

Sonntag, 12. Juli: Of/ Open-Air-Konzert

(Andrea)

Was gibt es Schöneres als einen Sonn(en)tag am Fluss? Ich treffe mich heute mit Katja an der Backschaft, diesem wundervollen Restaurantboot mit seiner wilden Mannschaft, wir setzen uns ins Gras, plaudern und genießen das Konzert: "Geich vier großartige Künstler geben am Sonntag ab 15:00 Uhr ihre Beste Liveperformance auf der Backschaft-Bühne in Offenbach am Main. Nessy Ellen, Der Luger, ROSKØNIG, Rebecca Wysingle". Kennen tue ich keinen und freue mich auf Neuentdeckungen! 15 bis 19 Uhr

Backschaft am Main,
Mainstraße, Höhe Lilitempel
Offenbach

G E H Ö R T E S: Polly Scattergood

(Uwe)

Mit einem guten Freund unternahm ich vor über 20 Jahren eine Rundreise durch England. Wir starteten und endeten in Harwich, weil von dort aus eine Fähre nach Hamburg fuhr, die Stadt, in der mein Spezi damals lebte. Am Vorabend unserer Überfahrt schliefen wir in Colchester, der in der Nähe liegenden Stadt und Zentrum des Countys Essex (altenglisch Eastseaxe = „Ost-Sachsen“). Aus der Gegend, genauer aus dem Fischerdorf Wivenhoe, stammt Polly Scattergood, eine hochtalentierte Musikerin. Nach „Polly Scattergood“ (2009) und „Arrows“ (2013) erschien in der vergangenen Woche ihr drittes Album „In This Moment“. Scattergood macht Indie-Pop, der teilweise an Kate Bush, Tori Amos oder Kate Nash erinnert. Sie beschreibt sich selbst als selbst als Geschichtenerzählerin. Ihre Geschichten verbindet sie mit facettenreicher Musik, oft wunderschön, teilweise etwas verrückt (wie beispielsweise im Titeltrack). Sie ist keine Liebe auf den ersten Blick, erst langsam taucht man in ihre Welt ein. Mein Freund Oli, der mir Scattergoods Debüt damals empfahl, sieht im epischen RED das Lied des Jahres, mir gefallen eher die ruhigen AFTER YOU und ANCHOR.

Ab 13. Juli: „Liebe, Geld und Revolution – Hölderlins turbulente Zeit in Frankfurt“

(Daniela)

Im Juni waren wir mit Stadtführer Clemens Hoh durch Frankfurt unterwegs – auf den Spuren von Pest und Cholera. Jetzt bin ich gespannt auf Clemens‘ neue Führung: „Liebe, Geld und Revolution – Hölderlins turbulente Zeit in Frankfurt“. Klingt etwas reißerisch, passt aber inhaltlich, sagt Clemens. Denn Hölderlin und seine berühmte Liebesgeschichte sind nur ein Teil. Die Epoche drumherum gibt so viel Spannendes her, sagt Clemens. Denn Ende des 18 Jhd. sind Frankfurt, Deutschland, Europa im Umbruch – finanziell, politisch und gesellschaftlich. Rund um die Stadt marschieren Truppen und toben Schlachten. Frankfurter Bankiers werden reicher als die Könige, die sie finanzieren. Revolutionäre Ideale begeistern die Bürger. Mittendrin kommt Hölderlin nach Frankfurt und findet hier als Hauslehrer in einer der reichsten Familien seine große Liebe – ausgerechnet die Frau seines Arbeitgebers.

Der hochbegabte junge Mann hat in Tübingen und Jena studiert, Hegel, Schelling und Schiller gehören zu seinen Bekannten. Als Philosoph und Dichter ist er aber noch unbekannt. Deshalb arbeitet er als Hauslehrer bei Jacob Gontard, einem der reichsten Frankfurter Bankiers. Dabei entwickelt sich eine tiefe und leidenschaftliche Liebesbeziehung zur Frau des Hauses, Susette Gontard. Sie wird zur Muse von Hölderlins größten lyrischen Werken. Diese Liebesgeschichte findet zu einer turbulenten Zeit statt. Krieg tobt rund um Frankfurt. Französische Revolutionstruppen kämpfen gegen Österreich und Preußen. Die Mainmetropole wird in diesen Jahren immer wieder belagert und eingenommen. Hohe Tributzahlungen und Lösegelder für Geiseln müssen von den Frankfurtern bezahlt werden. Auch die Familie Gontard muss zwischendurch mit Hölderlin in den Norden fliehen, um dem Krieg zu entgehen.

Aber es gibt auch Gewinner des Krieges. Denn die Frankfurter Bankiers wissen es natürlich zu nutzen, dass die Herrscher riesige Summen benötigen, um den Krieg zu finanzieren. Zum ersten Mal verkaufen die Bankiers im Namen der Könige Staatsanleihen in großem Stil – und werden selbst unglaublich reich damit. Die Basis unseres heutigen Finanzsystems wird in dieser Zeit gelegt. Weniger „moralisch flexibel“ sind die deutschen Intellektuellen. Sie sind fasziniert von den Idealen der Französischen Revolution – und schockiert von den Gräueltaten der Revolutionäre. Trotzdem keimen Freiheitsgedanken und Demokratiebestrebungen auch in Deutschland. In Frankfurt und Bad Homburg gibt es revolutionäre Verschwörer, auch Hölderlin ist Teil dieser Kreise, wird sogar des Hochverrats angeklagt – und flüchtet in den Wahnsinn.

„Geld, Liebe und Revolution - Hölderlins turbulente Zeit in Frankfurt“ verspricht also ein spannender Rundgang durch die Frankfurter Innenstadt zu werden. Könige, Bankiers, Revolutionäre, Liebhaber und Geliebte – alles was das Herz begehrt. https://www.frankfurter-stadtevents.de/Themen/Kultur-Stadtgeschichte/Liebe-Geld-Revolution_20016101/

Mittwoch, 15. Juli: Poetry-Slam

(Petra)

Mit fällt auf, wie gerne ich spontan irgendwo hingehe, aber das funktioniert ja weiterhin schlecht. Also planvoll, getreu dem Motto des Abends: Das Jahr geht in die Halbzeit. Unsere Laune aber nicht! Mit diesem Kleinstformat sollen selbständige Künstlerinnen und Künstler unterstützt werden – ganz konkret Poetry Slammer*innen. Sechs geladene Gäste werden in Vorrunde, Halbfinale und Finalstechen um die Publikumsgunst buhlen. Jeden Monat erwarten Euch eingeladene Poetry Slammer:innen aus ganz Deutschland. Hier im gemütlichsten Dichterwettstreit der Stadt dürfen sie alle Mittel der Bühnenliteratur ziehen, um zu beeindrucken. Solange sie sich an die wenigen Regeln des Wettbewerbs halten: selbstgeschriebener Text, Zeitlimit 6 Minuten, keine Requisiten, nur zitierter Gesang. Ob es lustig, ernst, lyrisch, prosaisch oder anderes wird – wer weiß. Und demnach auch, ob Ihr dann tränenlachend oder weinend entscheiden müsst, wer im Finale noch einmal auftreten darf und dort schließlich, wer den Slam gewinnt. Interessierte, die sich gerne im Slam erproben möchten, melden sich bitte vorher an.

Poetry Slam Montez #67 XS, Moderation: Benedict Hegemann, mit: Artem Zolotarov (Mainz), Pauline Puhze (Marburg), Leah Weigand (Marburg), Gax (Frankfurt), Annika Hofmann (Hanau), Ole Bechtold (Frankfurt), Ort: Kunstverein Lola Montez, Adresse: Unter der Honsellbrücke, Uhrzeit: Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr, Eintritt: 10 (7) Euro zzgl. Gebühren, Tickets: www.klugfuchs.de oder an lokalen Verkaufsstellen, max. 80 Gäste, bitte Zettel mit Namen, Anschrift und Telefonnummer mitbringen (um eine eventuelle Ausbreitung des Virus‘ im Zweifelsfall verfolgen zu können), Eure Kontaktdaten werden später vernichtet, präventiv: Mundschutz, Abstand, „Einbahnstraßensystem“.

Mittwoch, 15. Juli: World Taxi im Filmklubb

(Uwe)

Der Filmklubb zeigt die Dokumentation in Spielfilmlänge WORLD TAXI in Offenbach und Regisseur Philipp Majer kommt zum Filmgespräch. Wie immer gibt es bei Nic erstmal ab 19 Uhr Essen & Getränke, um 20 Uhr fängt der Film an. 

Fünf Taxis, fünf Städte. Bangkok, Prishtina, Dakar, El Paso und Berlin. 24 Stunden im Leben der Taxifahrer*innen. Zwischen Vordersitz und Rückbank. Destan aus Pristina, der Hauptstadt des Kosovo, erlässt auch mal das Taxigeld, während Mamadou aus Dakar mit seinen Gästen über Zweit- und Drittfrauen diskutiert. Bangkok ist ein hartes Pflaster, auf dem sich Tony durchschlägt, während die Berliner die Taxifahrerin Bambi la Furiosa die aufgeputschten Gäste ins Berghain bringt. Und in El Paso kutschiert der väterliche Sergio Amerikanerinnen in Magenverkleinerungskliniken. „Der Film nimmt sein Publikum mit auf eine erhellende, berührende und amüsante Sightseeingtour“, schrieb DER SPIEGEL. Ich liebe Dokumentationen und hoffe, dass ich dabei sein kann. Wir verlosen 2x1 Karte.

Donnerstag, 16. Juli: Of/ Fischmann & Neander

(Andrea)

Ich kann heute nicht, sonst würde ich in die Friedhofstraße radeln: Dort treten Sabine Fischmann & Ali Neander mit ihrem Best-of-Programm auf: "Die beiden Ausnahmekünstler präsentieren ihr (zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Ankündigung noch) streng geheimes Best-Of-Programm: Virtuoses, Skurriles, Lustiges und Nachdenkliches zu diversen Themen, u.a. Essen und Trinken. Chanson, Pop, Jazz, Klassik und Kabarett/Comedy turbulent gemischt. „Lasst Euch überraschen...“ (Sabine Fischmann, Ali Neander) Multitalent Sabine Fischmann ist Sängerin, Schauspielerin, Regisseurin, Pianistin und Texterin, daneben brillante Komödiantin, pointierte Kabarettistin und begeisternde Entertainerin. Laut Frankfurter Rundschau kann sie „alles, außer langweilen“. Nach eigener Definition ist sie „Darstellerin“. Als Theater-Darstellerin steht sie regelmäßig zusammen mit Michael Quast auf der Bühne. Ausnahmegitarrist, Komponist, Texter und Produzent Ali Neander, Mitbegründer und Mastermind der Rodgau Monotones stand als gefragter Studio-, Session- und Live-Gitarrist in Diensten von Kevin Coyne, Glashaus, Sabrina Setlur, Moses Pelham, Edo Zanki, Xavier Naidoo, Henni Nachtsheim, dem Rilke Projekt, dem Neuen Frankfurter Schulorchester, Hellmut Hattler usw.. Eine brillante „Darstellerin“ und ein virtuoser Gitarrist mit einem Füllhorn an sprühenden Ideen, großen Emotionen und köstlichen Lustbarkeiten. Man darf einen Duo-Abend der Extraklasse erwarten." https://radio-rebell.de/kalender/sabine-fischmann-ali-neander-open-air/ 19 Uhr

Parkside Studios
Friedhofstraße 59
Offenbach Open Air

Freitag, 17. Juli. Of/ Il Postino

(Andrea)

Heute muss ich unbedingt in die Parkside-Studios, weil Ida dort diesen wunderbaren Film zeigt. Ich habe "Il Postino" vor Jahren mal im Open-Air-Kino auf dem Lohrberg (jaja, das gab es mal..) gesehen und erinnere mich noch gut, dass alles Drumherum vergessen war. Auch, wie kühl der Abend eigentlich war, weil wir danach erstmal zu MC Donald gefahren sind, um uns mit einem warmen Kakao aufzuwärmen. Der Film spielt in Italien, es ist Sommer und erzählt von einer Freundschaft. Klingt kitschig, ist es aber nicht. Sondern schönstes Erzählkino.

"Il Postino (Der Postmann), von Michael Radford, mit Massimo Troisi, Philippe Noiret, Maria Grazia Cucinotta Die preisgekrönte italienisch-französisch-belgische Koproduktion von 1994 überträgt die Romanvorlage von Antonio Skármeta aus einem chilenischen Fischerdorf auf die sizilianische Insel Salina und ist nicht nur in dieser Hinsicht ein grenzüberschreitender Film. Ein Literaturnobelpreisträger im politischen Exil stellt einen einfachen Fischer und liebenswerten Träumer als privaten Briefträger ein. Der schüchterne Postbote, gespielt von dem kurz nach den Dreharbeiten gestorbenen Massimo Troisi, entdeckt so die Macht der Poesie und findet die „richtigen Worte“ – nicht nur, um seine Geliebte zu erobern. Die grandiose Landschaft der Insel, die Poesie, die den Film trägt und von der er erzählt, das Geschenk einer Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Menschen, das verbale und nonverbale „Duell“ zweier großer Schauspieler – all das macht „Il Postino“ zu einem kleinen Meisterwerk. Und Massimo Troisi ist einfach nur der Hammer: poetisch, witzig, und wo andere zehn Minuten Spielzeit und Text benötigen, genügen bei ihm eine Geste, Mimik, ein Wort …

Einlass & Getränke
20 Uhr Filmstart Bei Dunkelheit Kinokarte 12 € VVK: nic@filmklubb.de Friedhofstraße 59 Offenbach

17. Juli – 30. August : Dramatische Bühne

(Martin)

Tatsächlich sind es 15 verschiedenen Stücke, die von der Dramatischen Bühne im Grüneburgparks aufgeführt werden. Das ist eine Sensation!

Die eigentliche Sensation ist aber, dass das Festival überhaupt stattfindet!

Und weil das für die Dramatische Bühne ein riesen Ding ist, mit dem sie uns beglücken, indem live und draußen gespielt wird, gibt es eine finanzielle Unterstützungsplattform, um die Kosten im Vorfeld etwas abzumildern.

Hier geht’s zum Unterstützen: https://www.startnext.com/freilichtfestival-2020

Und hier findet ihr das gesamten Programm und ihr kommt zum Ticketkauf: https://www.diedramatischebuehne.de/programm/

Faust, Cyrano de Bergerac, Das Parfum, Macbeth, Ein Sommernachtstraum, Der Spieler, Die Leiden des jungen Werther, Dorian Gray, Don Juan,...

Das ist ein wahrhaft beeindruckender Spielplan - mögen die Spiele beginnen!

Foto: (c) Dramatische Bühne

Freitag , 17. Juli: FFM/ Welthits auf Hessisch

(Andrea)

"Erbarme, die Hessen kommen". Aber dieses Mal nicht mit den Rodgau Monotones, sondern mit Michael Jackson, Britney Spears und Elvis Presley. Auf Hessisch?! Klingt verrückt und auf jeden Fall unterhaltsam. Birr und Elis, eigentlich Mitglieder der Frankfurter „Lesebühne Ihres Vertrauens“, haben die linguistisch anspruchsvolle Arbeit auf sich genommen und die wichtigsten Welthits der letzten 60 Jahre aus dem Englischen, der Sprache der Warnhinweise und Flughafendurchsagen, in die Sprache der Poesie und Anmut übertragen, das Hessische. Nun singen sie Miley Cyrus´ „Abrissbern“, Rihannas „Reschescherm“ oder Britney Spears´ „Schlaach misch, Mädsche, nochema“ mit Bass, Gitarre und zwo maa Gesang. Und zwar so lange, bis ihr denkt: „Helf mer! Isch brauch da jemand“ (Lennon/McCartney). https://www.facebook.com/welthitsaufhessisch/ Playlist: https://bit.ly/wahplaylist Dazu gibt es frische Luft, kühle Getränke und eben Welthits auf Hessisch im Sommergarten der Batschkapp. Der Eintritt ist frei, die Musiker freuen sich über Spenden in den Hut. Einlass 18:00 Uhr Beginn 19:00 Uhr

Batschkapp
Gwinnerstraße 5
Frankfurt

Bis 19. Juli: Of/ Super-Corona-Pop-Up-Artstore

(Andrea)

Die Corona-Krise trifft alle. Nicht nur Menschen und Künstler im Live-Geschäft, sondern auch Bildende Künstler in ihren Ateliers. Weil auch sie aktuell keine Möglichkeiten haben, ihre Arbeiten zu präsentieren, hat das Haus der Stadtgeschichte Platz in der Industriehalle gemacht.Es gibt Kunst für den großen und kleinen Geldbeutel, es dürfen immer nur 20 Leute auf einmal rein und es gilt natürlich Maskenpflicht. 

Haus der Stadtgeschichte 
Herrnstraße 
Offenbach 

Freitag, 28. – Sonntag, 30.08.: Mousonturm im Palmengarten

(Martin + Daniela)

Ein tatsächliches Musikfestival 

Die traurige Nachricht ist, dass ‚Summer in the City’ im Palmengarten ausfällt.

Die tolle Nachricht ist, dass doch was stattfindet!
Dem Mousonturm ist es nämlich gelungen, an dem Wochenende vom 28. – 30. August ein kleines, feines Festival im Palmengarten auf die Beine zu stellen.

Natürlich müssen die Pandemiebestimmungen erfüllt werden und das führt dazu, dass die Konzerte etwas ‚intimer’ ausfallen als das sonst der Fall ist: geringere Kartenkontingente und vollbestuhlt! Und bei bestuhlt muss man sagen, dass man sich zu zweit eine ‚Bank’ kaufen kann, die man nur für sich hat.  Aber Festivalfeeling ist garantiert, wenn Mine, Dota, die OhOhOhs und die TITANIC Boygroup unterm Sommerhimmel, mitten im botanisch-exotischen Herzen der Stadt, singen und lesen

Weiter unten gibt es die Beschreibungen der einzelnen Konzerte. Mehr Infos auf der Homepage und dort gibt’s auch die Tickets zu kaufen. Und da wartet man besser nicht, um unbedingt auf der ‚sicheren Bank’ sein zu können!

Hier geht’s zu Homepage und zum Ticketkauf: https://www.mousonturm.de/events/show/2020/08/

Freitag 28. August: MINE

(Daniela)

Mine, bürgerlich Jasmin Stocker, beweist, dass deutsche Popmusik nicht langweilig ist! Studiert hat sie Jazzgesang, sie ist Songwriterin, Pianistin, Produzentin, unterrichtet und coacht schon auch mal Bands, kennt das Musikmachen also aus den verschiedensten Perspektiven. Und würzt ihr neues Album „Klebstoff“ mit abwechslungsreichen Arrangements, mit Streichern, Synthesizer, Flöten, Orgeln und sogar einem Dudelsack. Sie liebt ihre Muttersprache, findet schöne Zeilen, wirft „ein paar Lines in den Äther“, die sie zu starken Klaviermelodien, minimalistischen Gitarrenriffs, elektronischen Spielereien und treibenden Drums nonchalant performt. Ihre Lieder klingen anders, fallen auf, Pop mit einem Schuss Deutschrap, frecher Kante. Es macht Spaß ihr zuzuhören: einfach so! könnte man einen ihrer Songs mitsingen.

Mine —> 28.8.2020, 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr)

Adresse: Musikpavillon im Palmengarten
Eingang: Palmengartenstraße (Achtung: nicht Siesmayerstr)
Tickets: € 59 pro Bank (2 Personen)
Alle Infos: www.mousonturm.de/events/mine-2/

Samstag 29. August: The OhOhOhs treffen Beethoven, Leonhard Dering und Maja Bader

(Daniela)

Und weil das wirklich alles so großartig ist, dass es wieder Konzerte gibt, kommen hier noch mehr Infos:

Ode an die Freunde: Closing Distance
Zu einem musikalischen Fest, das das vorübergehend eingeknickte 250. Jubiläum
Beethovens erneut aufblühen lässt, versammeln zwei Konzerte Musiker*innen mit engem Bezug zum Mousonturm, u.a. über die Reihe „The LOKAL Listener“. The OhOhOhs treffen Gäste aus dem Reich des klassischen Klaviers und Gesangs, sowie der zeitgenössischen Elektronik. Die Szene lebt auf, zeigt sich erstmals nach dem Lockdown in altem Glanze und stellt im intimen Rund der Palmengarten-Konzertmuschel auch neues und ungespieltes Material vor.

29.8.2020, 16 Uhr:
The OhOhOhs treffen Beethoven, Leonhard Dering und Maja Bader
Leonhard Dering, preisgekrönter, in Frankfurt und Luzern lebender Pianist und Kurator der „Naxos Hallenkonzerte“, spielt Beethovens „Waldstein-Sonate“. Die junge, vielfach ausgezeichnete Schweizer Sopranistin Maja Bader präsentiert ausgewählte Arien und Lieder Beethovens und anderer Komponisten. The OhOhOhs spielen zum allerersten Mal ihre Bearbeitung aller drei Sätze Beethovens „Mondschein-Sonate“. Gemeinsam mit Maja Bader geben sie eine Neudeutung des heiligen Grals des romantischen Kunstlieds – Schuberts „Der Tod und das Mädchen“.

Adresse: Musikpavillon im Palmengarten
Eingang: Palmengartenstraße (Achtung: nicht Siesmayerstr)
Tickets: € 49 pro Bank (2 Personen)

Alle Infos: www.mousonturm.de/events/treffen-beethoven-leonhard-dering-und-maja-bader

Samstag 29. August: The OhOhOhs treffen Oliver Leicht & Oli Rubow

(Daniela)

The OhOhOhs treffen Oliver Leicht & Oli Rubow (alias „Der Temporäre elektronische Salon“)

Am Konzertabend präsentieren Musiker des „Temporären elektronischen Salons“ beatgetriebene Improvisationen auf elektronischen Rohrblattinstrumenten (Oliver Leicht/ hrBigband) und elektro-organischen Dubtrommeln (Oli Rubow/DePhazz, Hattler, A Coral Room). Als Initiatoren zahlloser Undergroundpartys sind die beiden Flos, Florian Wäldele (Piano, Schlagwerk) und Florian Dreßler (Schlagzeug, Percussion, Sampler) bestens bekannt.
Am heutigen Abend schlagen sie ein neues Kapitel der Bandgeschichte auf: Live-Techno war gestern, der Synthesizer wird durch einen Flügel ersetzt, die Clubmusik wird konzertant, was den Groove-Anteil noch erhöht! Auf dem Programmzettel stehen eine ganze Reihe neuer Kompositionen aus eigener Schreibwerkstatt.

The OhOhOhs treffen Oliver Leicht & Oli Rubow (alias Der temporäre elekronische Salon) —> 29.8.2020, 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr)

Adresse: Musikpavillon im Palmengarten
Eingang: Palmengartenstraße (Achtung: nicht Siesmayerstr)
Tickets: € 49 pro Bank (2 Personen)

Alle Infos: www.mousonturm.de/events/treffen-oliver-leicht-oli-rubow/

Sonntag 30. August: DOTA

(Daniela)

Dota spielen heute um 12:00 und um 16:00 Uhr!

Dota, so heißt auch die Band um die Berliner Sängerin und Liedermacherin Dota (Dorothea) Kehr, die Medizin studierte, sich aber für die Musik entschied und in Italien als Straßenmusikerin den Namen „Kleingeldprinzessin“ bekam. Zurück in Berlin startete sie ein eigenes Plattenlabel, der Plan ging auf, die Musik ernährt, und Gagen werden anständig geteilt. Verbesserungswürdig ist viel in der Welt, und darüber singt Dota. Beklagt Artensterben, Klimaleugner, Egoismen der Profitgesellschaft und erzählt auch mal ganz Persönliches. Sie tut das mit tollen Texten und umwerfender Natürlichkeit, lebensfroh, verschmitzt, schlau, aber schonungslos, wenn’s das Thema erfordert, denn „es geht nicht um ein Stück vom Kuchen, es geht um die ganze Bäckerei.“ Den Spruch entdeckte sie an einer Brücke, erzählte sie – man vergisst ihn nicht. Ihre Band begleitet die „deutsche Joni Mitchell“ (Deutschlandfunk) entspannt mit einem feinen Sound zwischen Chanson und Tanzbeat. Ein Abend mit Dota – nachdenklich und schön.

Dota —> 30.8.2020, 12 und 16 Uhr

Adresse: Musikpavillon im Palmengarten
Eingang: Palmengartenstraße (Achtung: nicht Siesmayerstr)
Tickets: € 49 pro Bank (2 Personen)

Alle Infos: www.mousonturm.de/events/dota-3/
Foto / Dota: (c) Annika Weinthal

Sonntag 30. August: Titanic Boygroup

(Daniela)

Ausverkaufte Hallen, ohnmächtige Omas, Millionen zufriedener Kunden – die „Supergruppe der Satireszene“ (Süddeutsche Zeitung) hat Corona überlebt und kehrt demütig zurück zu ihren Wurzeln: unplugged und ohne Orchester! Ohne Beatmungsgeräte bespielen die drei ehemaligen Chefredakteure MdEP Martin Sonneborn (Grimme-Preis), Thomas Gsella (Robert-Gernhardt-Preis) und Oliver Maria Schmitt (Henri-Nannen-Preis) endlich wieder die Bühnen von Zürich bis Hamburg und Berlin (bei Polen). Die drei sind längst Legende: Sie wurden vom Papst verklagt, dem Bundespräsidenten und der FIFA, sie eroberten Parlamente und überlebten Terroranschläge, wurden ausgebuht, bejubelt und gefeiert. In ihrem brandneuen Programm präsentieren sie virusresistente Pointen mit und ohne Maske. Also raus aus der Bude, rein in den Ganzkörperanzug – gönnen Sie sich diesen garantiert lachinfektiösen Abend mit Schmitt, Gsella und Sonneborn, den drei Hobbyvirologen aus Überzeugung und Versehen!

TITANIC BoyGroup SonnebornGsellaSchmitt – Ohne Orchester!
—> 30.8.2020, 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr)

Adresse: Musikpavillon im Palmengarten
Eingang: Palmengartenstraße (Achtung: nicht Siesmayerstr)
Tickets: € 49 pro Bank (2 Personen)

Alle Infos: www.mousonturm.de/events/sonneborngsellaschmitt-ohne-orchester/


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