05.06.2020
Inhalt: So ein Mist / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / ZU GEWINNEN / G E R O L L T E S über Roland Stipp / Zum Abschluss noch etwas über den FSV / Ab Freitag 5. Juni: Wirkliches Theater im Theater Willy Praml / Freitag, 5. Juni: Fensterkunst I / Freitag, 5. und Samstag 6. Juni: My Documents / Share your screen! / Freitag, 5. Juni: FFM/ antagon im Livestream / Samstag, 6. Juni: Fensterkunst II / Samstag, 6. Juni: Vernissage / Samstag, 6. Juni: Of/ on air / Sonntag, 7. Juni: Die Blechtrommel / Montag 8. Juni: Andrey Shabashev / Dienstag 9. Juni: Linda Krieg & Mr. Hell / FILME: John Landis, Ken Loach und LICHTER / Mittwoch 10. Juni: CLUB PICKNICK – HEUTE MUSIK MIT CHRIS TIETJEN, SMICKY & BILDERBERGER / Donnerstag, 11. und Freitag, 12. Juni: Die neue Leere / Donnerstag 11. Juni: CLUB PICKNICK – HEUTE THEATER / MUSIK: R.E.M. Automatic For The People / VORSCHAU / Sonntag, 14. Juni: Live-HörSpiel „Old Shatterhand unter Kojoten“ / Montag, 15. Juni: TITANIC BoyGroup – Live im Autokino / CLUB PICKNICK? Das ist das super Konzept: / Impressum
So ein Mist

Sagt man nicht: Der Schuster hat die schlechtesten Sohlen....

So erging es mir letzte Woche: Ich saß am Samstag zu Hause bekam von Astrid eine WhatsApp mit der Frage „Wo bist Du?“ und mitgesandt war ein kurzer Mitschnitt des ECHTEN KONZERTS meiner Lieblingsband GASTONE, die an dem Abend im Sommergarten der Batschkapp spielten. So ein verdammter Mist. Dabei hatte Andrea sogar auf das Konzert in den Ausgehtipps hingewiesen... ich hatte es nicht gelesen.... Wie gerne wäre ich mal wieder auf einem Live-Konzert gewesen... (Der Sommergarten wurde für dieses Wochenende abgesagt)

Ich weiß ja nicht wie es Euch geht, aber ich habe mir noch gar nichts online angeschaut. Kein Theaterstück, keine Performance, keine Lesung. Kein Konzert...

Ich hänge eh schon viel zu viele Stunden vorm PC oder Smartphone.

Wobei ich es natürlich wirklich toll finde, was sich Künstler*innen und Kulturschaffende so alles ausdenken um weiterhin auftreten zu können.

Gleichfalls bewundere ich aber auch alle Theater/Clubs, die versuchen Wege zu finden, um etwas live stattfinden zu lassen. So gibt es z.B. vor der Jahrhunderthalle eine neue Bühne mit Live Auftritten, da kann man aber nur mit dem Auto hin... am 15.6. tritt dort die Titanic Boy Group auf...

Und dann gibt es ab Mittwoch was ganz tolles: die Kulturspielstätten auf dem Milchsackfabrik-Gelände, die Clubs Tanzhaus West & Dora Brilliant und das Theater Landungsbrücken starten mit einem neuen Konzept: „Club Picknicks“. Sie präsentieren in den kommenden Wochen ein vielseitiges open air Programm mit Live-DJ-Sets, Theaterperformances, Kino und Konzerten, natürlich unter Einhaltung aller Hygiene-Standards und Sicherheitsabstände. Sie haben sich ein sehr ausgeklügeltes Konzept überlegt und ich wünsche Ihnen, dass alle Tickets verkauft werden. Natürlich habe ich Euch die Veranstaltungen weiter unten aufgeführt und am Ende findet ihr auch das genaue Umsetzungskonzept.

Auch wenn ich nicht zur gemeinen Zielgruppe des Tanzhaus Wests gehöre wäre ich gerne am Mittwochabend zum ersten Picknick-Abend gegangen, ABER natürlich bin ich zu Hause, denn die Eintracht spielt ja im DFB Pokalhalbfinale gegen die Bayern. Ich weiß ihr haltet mich für verrückt, aber ich glaube an einen 1:2 Sieg.
(Das Foto entstand 2018 vor dem legendären Sieg im FDB Finale gegen die Bayern)

Aber am nächsten Abend sind wir dann dabei, denn da gibt es einen Theaterabend mit Melli und den darf ich nicht verpassen.. Ich hoffe nur wir schaffen es rechtzeitig zurück zu sein, denn wir verkaufen am Donnerstag auf einem echten Flohmarkt! Ja, richtig gelesen! Freunde von uns, die ein außergewöhnliches Grundstück etwas außerhalb von Frankfurt haben (ich habe versprochen, dass ich den Ort, an der gefährlichen Straße, nur für Insider beschreibe) organisieren einen echten Flohmarkt. Das ist super, denn ich habe jetzt wochenlang Dachboden und Keller ausgemistet und wollte eigentlich auf dem diesjährigen Rotlintstraßenfest verkaufen, aber leider wurde auch das diese Woche abgesagt. Wirklich total schade... Ein Highlight.

Auf welche Highlights ihr Euch sonst freuen könnt, findet ihr in den Tipps, die Euch Martin Grün, Uwe Schwöbel, Andrea Ehrig und Petra Manahl zusammen getragen haben.

Lebt wild!

Daniela

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

Vielen Dank an meine Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün und Uwe Schwöbel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 (Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr). Wer eine Rechnung benötigt, schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

ZU GEWINNEN

Antwort bitte an Uwe senden: schwoebke@aol.com

1 x 1 Autoticket für 2 Personen
für die Stage Drive mit der TITANIC BOYGROUP - Sonneborn Gsella Schmitt am 15.6. vor der Jahrhunderthalle. Gewinnfrage: Um wem geht es heute in Uwes Gerolltem? 

2 x 1 Vinyltronträger des grandiosen und gleichermaßen geschichtsträchtigen Konzerts "Lou Reed in Offenbach".  Die Platten kommen per Post, daher bitte allen datenschutzrechtlichen Bedenken zum Trotz eine Mail an ausgehen-in-offenbach@web.de . Die Gewinnfrage: Auf welchem Offenbacher Label sind die Platten erschienen?

G E R O L L T E S über Roland Stipp

(Uwe)

„Ich spring vom fahrenden Zug - Heute Nacht steige ich aus - Hört auf zu winken - Ihr haltet mich nicht“.

Das letzte Heimspiel (idealerweise ist es auch der letzte Spieltag) der Saison ist ein glänzender Anlass, um Spieler, Trainer oder Ehrenamtliche zu verabschieden. Nicht selten geschieht dies, in dem ein Vereinsverantwortlicher ein paar launische Worte durch eine in die Jahre gekommene, kratzende Lautsprecheranlage spricht. Es gibt Blumen, möglicherweise eine Plakette des Vereins oder ein Trikot, auf dem im besten Fall alle Spieler unterschrieben haben. Dazu ein Gutschein für eine Akropolis-Platte in der griechischen Vereinsgaststätte, damit auch die Familie des Geehrten auf seine Kosten kommt. Nach einigen Bieren gibt es zu später Stunde noch ein paar warme Abschiedsworte für den engsten Kreis und es folgt irgendwann in der Nacht der Austritt aus der WhatsApp Fußball-Gruppe des Vereins. Das war es dann, „vorbei bye bye Junimond“. Die Textzeile von Rio Reiser passt hier auch kalendarisch, weil eine Saison oft Anfang Juni endet. Nur nicht in diesem Jahr, denn ein Virus sorgte dafür, dass die jeweiligen Spielzeiten von der Kreisliga D bis hinauf in die Regionalliga Mitte März durch die Fußballverbände einfach abgebrochen wurden. Der unterklassige Fußball wurde von heute auf morgen verlassen wie die Region rund um Tschernobyl nach dem Reaktorunglück. Einen letzten Spieltag gibt es in diesem Sommer nicht und all die Abschiede finden nicht in dem bekannten Rahmen statt.

Am vergangenen Samstag endete die Zeit von Trainer Roland Stipp bei Concordia Eschersheim. Nach mehreren Jahrzehnten als Spieler, Jugendtrainer, Sportlicher Leiter, SoMa-Chef und Cheftrainer der Herren stieg er freiwillig aus und verlässt den Kreisoberligisten vom Rosegger. Roland hat den Verein und damit auch viele Mitglieder, von ganz jung bis ziemlich alt, geprägt. Direkt, im regelmäßigen persönlichen Kontakt, aber auch, weil er, egal aus welcher seiner vielen Rollen heraus, im Verein Strukturen aufbaute und eine Philosophie maßgeblich mitbegründet hat. Und weil er nicht nur ein großartiger sportlicher Leiter oder Trainer, sondern in erster Linie ein wunderbarer Mensch mit einem großen Herzen ist (seine Herzlichkeit sieht man ihm auf den ersten Blick nicht unbedingt an). Alles, was am letzten Fußballwochenende in Deutschland sonst noch passierte, ist im Vergleich zu Rolands Abgang belanglos, der überraschende Sieg der Eintracht in Wolfsburg eingeschlossen.

Er war vor rund 12 Jahren der Erste aus dem Verein, mit dem ich Kontakt hatte. Ich wollte in Frankfurt bei einer SoMa (i.d.R. Herren über 30 Jahre) spielen und die Concordia hat eine solche Mannschaft. Ich schrieb ihn an, er nannte mir Termin und Ansprechpartner. Nach ein paar Wochen standen wir erstmals zusammen an der Theke von Erichs Croc, wir spielten später gemeinsam Fußball, diskutierten über „unseren“ Sport, tauschten uns über Musik aus, reisten zu Konzerten oder feierten meine Hochzeit (an der er nicht ganz unschuldig ist). Er wurde ein Freund, mein Loblied auf ihn singe ich aber nicht aus dieser Rolle heraus, sondern aus der eines Spielers/Funktionärs.

Weil ich selbst seit Jahrzehnten im Fußball unterwegs bin, weiß ich sehr gut, was er leistet und bewegt. Er fordert viel, investiert selbst aber noch viel mehr. Ein Beispiel: An einem Samstag im Spätsommer Anfang der 2010er Jahre erklärte er der Concordia-SoMa in einer vom Verfall bedrohten Kabine einer Sportanlage am Main vor einem vom Papier her unbedeutendem Spiel ausführlich die „Viererkette“. Die Einführung dieser fußballtaktischen Verteidigungsvariante in einer Mannschaft ist in etwa so kompliziert wie es die Umstellung von der DM auf den Euro für Banken und Unternehmen war. Gerade wenn die, die sie einführen sollen, dreizehn ältere Herren sind, die im Herbst ihrer Karriere stehen (wenn man überhaupt von einer Karriere sprechen kann). Dementsprechend staunend blickten wir auf die Magnete, die Roland, der uns zu dieser Zeit unentgeltlich als Trainer betreute, auf einer Taktiktafel hin- und herschob und die Aktionen mit eindringlichen Erläuterungen unterlegte. Das Engagement und die Ausführungen gingen weit über die eigentlichen Aufgaben eines SoMa-Chefs hinaus, die in vielen Vereinen daraus bestehen, wöchentlich eine Mannschaft zusammen zu telefonieren, Trikots zu holen und Bier zu besorgen. Er machte mehr daraus und brachte und uns im hohen Fußballeralter tatsächlich noch etwas bei. Und es funktionierte; Einige Zeit spielten wir deutlich besser und es machte uns allen viel mehr Spaß. Es lief super bis zu dem Zeitpunkt, an dem Roland mitten in der Saison Trainer der Ersten Mannschaft wurde. Das Amt, aus dem nun ausschied.

Er wird der Concordia fehlen, nicht nur sportlich. Fußball wird am Rosegger weitergespielt. Auch für Roland wird es woanders weitergehen. Sehr wahrscheinlich anders, aber das ist nicht unbedingt schlecht: Veränderungen bieten immer wieder die Chance auf neue Eindrücke, persönliche Weiterentwicklung, noch größeren sportlichen Erfolg, …. Bevor wir uns darüber freuen können, sind wir aber noch traurig, auch weil die Verabschiedung im kleinen Kreis und nicht am letzten Spieltag und nicht vor Publikum stattfand. Beschließen wir den Text daher mit einer weiteren kleinen Passage aus einem Lied von Herwig Mitteregger:

„Heute Nacht will ich den Blues - Ein Sechserpack Bier und den Blues - Nagel den Mond zu - Verjag die Sterne - Der Himmel muss schwarz sein heut Nacht“.
Foto: Niko Neuwirth

Zum Abschluss noch etwas über den FSV

„Du für die Jugend des FSV Frankfurt“ eine Crowdfunding Aktion des FSV läuft noch einige Tage. Bitte beteiligt Euch, damit das Nachwuchsleistungszentrum weiterbestehen kann: www.kam-on.de/projekt/du-fuer-die-Jugend-des-FSV-Frankfurt.

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Ab Freitag 5. Juni: Wirkliches Theater im Theater Willy Praml

(Martin)

Erreger. Ein Trader in Quarantäne von Albert Ostermaier

Willy macht’s möglich - das Theater Praml öffnet und spielt! 

An unsere Zuschauer:

Vermisstes Publikum!

Der Landesherr hat es verkündet: wir dürfen wieder spielen! 

Unter welchen Bedingungen, werden Sie ab dem 5. Juni bei uns erleben können. Wir machen es für Sie nach den gegebenen Vorschriften sicher und hoffen trotzdem, dass Sie sich bei uns immer noch zu Hause fühlen.

Dafür sorgt die ganze Besatzung unseres Theaters, die Sie empfängt und die sicheren Pfade zu Ihrem Theaterstuhl führen wird.

Das wird schon vom Kartenverkauf an eine Art Performance werden, die ein bisschen abenteuerlicher ausfällt als sonst. Bleiben Sie gelassen, wenn das alles mehr Zeit und Geduld braucht als sonst. 

Dafür sind Sie bei uns in guten Händen: Wir haben den Zuschauerraum in die Halle verlegt, da haben Sie viel Platz und atmen fast Freilichtluft, wenn wir die Fenster öffnen.

Bis Sie sitzen müssen sie allerdings, auch bei uns, eine Maske tragen; alles andere erfahren Sie am Abend selbst.

Wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen und hoffen, Sie sind mutig genug, sich wieder unter die Leute zu wagen!

Ab dem 5. Juni wird das Ein-Personen-Stück ERREGER. EIN TRADER IN QUARANTÄNE von Albert Ostermaier aus dem Jahre 2014 gezeigt.

„In dem Theatermonolog ERREGER geht es um den alltäglichen Wahnsinn und den Alltag des Wahnsinns unserer Geldgesellschaft. Ein Trader gerät urplötzlich in Quarantäne:

Der Börsenmakler findet sich in einem hermetisch abgeriegelten Zimmer wieder. Kaum weiß der Mann noch, was Realität, was Fiktion ist. Das Leben ein Börsentraum. Während er unter seiner Schädeldecke die brummenden Wespen der virtuellen Erregung zu spüren vermeint, glaubt er sich von einem Computervirus befallen. Doch der Zuschauer ahnt von Anfang an: Der Mann selbst und seine Lebensweise sind der „Erreger“. Seine Gedanken rennen in einem Monolog um sein Leben.“

Gespielt wird: Freitag 5.06., Samstag 6.06., Freitag 12.06., Samstag 13.06., Freitag 19.06., Samstag 20.06., Freitag 26.06., Samstag 27.06 um jeweils 20.00h.

Freitag, 5. Juni: Fensterkunst I

(Petra)

Dieses Wochenende empfehle ich eine kleine Schaufenster-Tour (die morgen Abend fortgesetzt werden kann). Und ich bin sicher: auch Dany wird sich über das folgende Kunstwerk freuen. Für ihren Beitrag hat die in Frankfurt lebende Künstlerin Silke Wagner die Berliner Band "Art Critics Orchestra" (ACO) eingeladen, unter dem Titel BELLA CIAO ein Online-Konzert zu geben, mit 11 Liedern aus unterschiedlichen Epochen, Regionen und von verschiedenen Musiker*innen. ACO ist ein Musikprojekt aus dem Kunstumfeld mit wechselnder Besetzung – aktuell mit Andreas Schlaegel, Raimar Stange und Micz Flor. Der ursprünglich als Live-Konzert geplante Auftritt wird ab heute Abend als Videomitschnitt online zu erleben sein. Der Titel der Installation BELLA CIAO verweist auf ein gleichnamiges Lied von Anfang des 20. Jahrhunderts über die Arbeitsbedingungen norditalienischer Reispflückerinnen. Als Hymne der italienischen Resistenza wurde schließlich seine Variation nach dem Zweiten Weltkrieg weltberühmt und vielfach interpretiert. Zuletzt ging es im März 2020 erneut während des Lockdowns mit den legendären Balkon- bzw. Fensterkonzerten in Italien um die Welt. Die Schaufenster-Show im SYNNIKA.space setzt das so konsequent fort und zeigt Wagners typografische Arbeiten und die Installation von Siebdrucken, die die performten Songtitel und -texten in visuelle Motive überführen. Und die eigens kreierte Siebdruckserie kann man außerdem kaufen.

BELLA CIAO – Silke Wagner, Ort: SYNNIKA.space, Schaufenster, Adresse: Niddastraße 57, Online-Veröffentlichung auf www.synnika.space/silkewagner (QR-Code findet Ihr auf Schaufenster und Plakat), Uhrzeit: ab 21 Uhr (bis 01.08.), Zutritt zum synnika.space ist ausschließlich nach Terminvereinbarung (Email: hello@synnika.space, mobil: 01778389891)

Freitag, 5. und Samstag 6. Juni: My Documents / Share your screen!

(Martin)Es sind sechs Künstler_innen und eine auf sechs Folgen angelegte virtuelle Performance-Reihe, zu der der DMT – also der Digitale Mousonturm – einlädt: ‚My Documents /Share your screen!’ von Lola Arias.

Die beteiligten Künstler_innen sind: Pedro Penim, Luisa Pardo und Gabino Rodríguez (Lagartijas Tiradas al Sol), Tim Etchells, Rabih Mroué, Zhang Mengqi, Tania Bruguera.

„Seit 2012 realisiert Lola Arias diese Lecture-Performances weltweit als Bühnenformat. Künstler *innen verschiedener Disziplinen teilen darin ihre persönlichen Recherchen, Erlebnisse und geheimen Obsessionen, in denen sich Kunst, Theater und Archiv überlagern, mit dem Publikum. In Zeiten von Corona geschieht das nun in einer häuslich-virtuellen Version auf Zoom, in der das Publikum das Geschehen live kommentieren und sich nach der Lecture-Performance mit den Künstler *innen austauschen kann.“

„In „Or All Your Changes Will Be Lost“ erforscht Tim Etchells seine eigenen physischen und digitalen Notizbücher, in denen er über die letzten 35 Jahre geschriebenes Material aller möglichen Arten angehäuft hat. In den Notizbüchern sind kurze Texte gesammelt, Ideen, Notizen, Listen und Sätze von ihm selbst, ebenso wie Fragmente zufällig aufgeschnappter Gespräche, Filme, Graffitis, Zeitungen und Bücher. Sie enthalten die Samen tausender Narrative: Manche sind persönlich, andere mit politischen und sozialen Ereignissen und Umstürzen verknüpft, manche sind wahr, andere sind frei erfunden.“

Eine aktive Teilnahme ist nur über Zoom möglich. Bitte einplanen, dass die Installation und Einrichtung der Software etwas Zeit benötigen. Einwahl am 15.5 und 16.5., 20.00h über den Ticketlink www.mousonturm.de/events/doing-it/<http://www.mousonturm.de/events/doing-it/>
Zeitgleich kann die Show verfolgt werden im Livestream anklickbar auf dieser Seite<https://www.mousonturm.de/events/doing-it/>
Anschließend ist die Show bis Ende Juni verfügbar.
My Documents | Share your screen! 

Weitere Termine:
Tim Etchells: or all your changes will be lost (5./6.6., 20 Uhr)
Luisa Pardo y Gabino Rodríguez (Lagartijas Tiradas al Sol): Lázaro (12./13.6., 20 Uhr)
Tania Bruguera:UNTITLED (19. & 20.6., 20 Uhr)

Foto: (c) Tim Etchells

Freitag, 5. Juni: FFM/ antagon im Livestream

(Andrea)

antagon im Livestream: Vielleicht hattet ihr schon eine Gelegenheit, die Frankfurter Truppe mal auf der Sommerwerft zu sehen. Denn eigentlich ist das Theater ein Tourbetrieb und reist in der Tradition klassischer Straßentheater in der Welt umher. Weil das aber gerade nicht möglich ist, lädt das Ensemble heute zum Livestream, zu sehen ist die Produktion "Frame Games": " In times of #corona, with all our regular productions cancelled our theatre community continues. Since March we have been in #lockdown together, we haven't let it stop us from our work. The fire is burning, we are celebrating our 30th anniversary by bringing back some of our best outdoor theatre classics. We are giving new life in to these productions together with the new Antagon members! Frame Games, a theatre production that suits these unique times of being inside of our homes, connecting with each other mostly through #phones, laptops and so on. We watching television, being locked in a frame. The stage is ready! We are rehearsing and the cameras are getting ready to roll. Are you ready for our next #livestreaming? We would like to invite you to join us on the 05.06.20, 10:00 pm - German time! Streaming link will come soon!

https://www.facebook.com/events/543047833035381/

Frame Games ''...roped in, hung up, powerless without will... or ... hope, vision and entrance to another world. What is calling in the material world, if not the #golden frame that constantly holds us, isolated? What do I get from being hung in this golden frame? What did I give away to get here? What have I lost? ...in our #memories we are #magicians, #Witches, #warriors and #hunters. ... behind our walls, very deep inside, our magical powers sleep, allowing the old to die and create something new. What steps outside the box, we put in #frame.'' This theatre production works like a magnifying glass, revealing the secrets in each person that hide behind #society’s masks and scream for #liberation.

Samstag, 6. Juni: Fensterkunst II

(Petra)

Die nächste Station der Schaufenster-Tour – in Bornheim. Ihr erinnert Euch bestimmt noch an die letzte Ausstellung im charmanten Format: To Kühne mit seiner „Tocumenta 1“ Ende Januar (der übrigens einer unserer tollen KulturzeiterINNEN ist: www.kulturzeiterin.de.

Noch immer gibt es viele Kunst- und Kulturschaffende in Frankfurt und Offenbach, die dringend unsere Hilfe benötigen. Super, wenn Ihr auch Kulturzeit spenden mögt! Gerne auch noch mal). Jetzt eröffnet die vierundzwanzigste Fensterschau in der ehemaligen Burg Apotheke mit Arbeiten von Sabine Zimmermann. Diese hier sieht märchenhaft aus, darum lässt sich bestimmt eine wundervolle Geschichte spinnen, auch für Kids (für die der Termin ausdrücklich geeignet ist). Dass sie mich vielmehr ermahnt, den Hausputz nicht länger aufzuschieben, ist nicht ganz so poetisch. Trübt aber keinesfalls meine Vorfreude auf ihre Kunst, der ich das letzte Mal in der b.K.i. von Sandip 2018 unter dem Titel „Wir sind das Fleisch“ begegnet bin. Die Spielregeln für Euren Besuch muss ich Euch heute nicht noch mal erzählen, oder?!

Fensterschau XXIV, „Julia & der Raumteiler“, Sabine Zimmermann, Adresse: Burgstraße, Uhrzeit: 19 - 22 Uhr, Eintritt: frei, barrierefrei: nein

Samstag, 6. Juni: Vernissage

(Petra)

Und im geliebten saas*fee Pavillon geht es ebenfalls analog weiter, deshalb auch dies noch schnell: Wiedereröffnet wird die Ausstellung des Kunstvereins mañana bold. Dieser wechselt nomadisch die Ausstellungsorte und ist nun zu Gast im saas*fee Pavillon. Im Wechsel zwischen der Abwesenheit von Körpern und einer Überfülle an außer Kontrolle geratenen Gliedmaßen widmet sich die Ausstellung – sehr zeitgemäß – den Abständen zwischen Nähe und Distanz in Begegnungen zwischen Mensch und Tier und Mensch und Mensch. Das Titelfoto ist trotz Herzchen schon mal eher von der distanzierten Art. Da nur kleine Gruppen stattfinden können, meldet Euch bitte an!

An Exercise in Tenderness – Kunstverein mañana bold, mit: Jan Buchczik, Alexandra Hojenski, Shana Moulton, Przemek Pyszczek und einem Screening von Charlotte Prodgers, Ort: saas*fee Pavillon, Adresse: Bleichstraße 66HH, Uhrzeit: 16:30 Uhr - 22 Uhr (läuft bis 28. Juni, nach Vereinbarung), Eintritt: frei, aber nur mit Anmeldung unter: www.saasfeepavillon.de/welcome, barrierefrei: nein

Samstag, 6. Juni: Of/ on air

(Andrea)

"Stadthalle in Trümmer gelegt! Konzertsaal wurde zum Hexenkessel – Krawall forderte über 30.000 Mark Schaden“, titelte die Offenbach Post nach dem Konzert des amerikanischen Rockmusikers Lou Reed am 6. April 1979 am nächsten Tag. Der Abend endete für Reed mit einer Verhaftung, die Konzertagentur distanzierte sich von dem Sänger und doch gilt der Abend bis heute als legendär. Der in Offenbach aufgewachsene Oliver Augst und die Pop-Eklektizisten Françoise Cactus und Brezel Göring von Stereo Total haben dem Abend gemeinsam mit der Dramaturgin Charlotte Arens ein Hörspiel gewidmet. „Lou Reed in Offenbach“ ist heute um 19.04 Uhr im WDR 3 und morgen, 7. Juni, um 17.04 Uhr im WDR 5 zu hören (für alle, die die Uraufführung vergangene Woche in hr 2 verpasst haben ;-)). 
Augst hat das Konzert als Jugendlicher miterlebt, für ihn „ein heilsamer Schock. Es gab nie eine bessere Art und Weise, mir zu erklären, was Rock bedeuten könnte.“ Auch der Leiter des Offenbacher Amts für Kultur- und Sportmanagement Dr. Ralph Philipp Ziegler kann dem Auftritt Reeds Positives abgewinnen. „Wer sein komplettes Saalmobiliar durch die Siebziger gerettet hat, war im Zeitalter von Sex, Drugs & Rock’n’Roll definitiv unwichtig.“ HR2 und WDR2 haben das Hörspiel produziert, gefördert wurde das Projekt vom Frankfurter und Offenbacher Kulturamt und vom hessischen Kunstministerium.
Zum Stück ist eine gleichnamige Platte "Lou Reed in Offenbach", 12" LP Soundtrack inklusive Programmheft und MP3 Download auf dem Offenbacher Label unbreakmyheart.de erschienen, sie ist zum Preis von 20 Euro auch im OF InfoCenter im Salzgässchen 1 und im Haus der Stadtgeschichte erhältlich.

Sonntag, 7. Juni: Die Blechtrommel

(Martin)

Dieser Regisseur hat uns einen Theaterabend beschert, der als legendär bezeichnet werden muss. Es war bei den Maifestspielen in Wiesbaden vor vielen Jahren und wir waren zahlreich vor Ort: Luk Perceval – Kleiner Mann was nun von Hans Fallada! Bei kaum einem blieben die Augen trocken und noch heute kommen wir über diesen Abend ins Gespräch.

Luk Perceval inszenierte oft am Thalia-Theater in Hamburg. Und kurz nachdem in der Intendanz Reese ‚Die Blechtrommel’ in Frankfurt Premiere hatte (das Berliner Ensemble hat vor kurzem die Inszenierung gestreamt) gab’s eine weitere in Hamburg, die nun von zu Hause aus anzusehen ist.

Die Sensation des Abends ist die Besetzung: Barbara Nüsse – weit über 70 Jahre alt – spielt Oskar Matzerat!

Dies war auch Thema in den Kritiken: 

>> In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (30.3.2015) schreibt Irene Bazinger: "Kühl modelliert, dabei liebevoll erschlossen, so abstrakt wie plastisch bringt Luk Perceval seine Version der 'Blechtrommel' auf die Bühne. Nicht Wort für Wort, aber von allen Seiten, nicht buchstabengetreu, aber ergreifend gut getroffen." Dank der Erfahrung ihrer über siebzig Jahre gebe Barbara Nüsse ihrer Figur des Jungen "eine existentielle Dimension, die ihn von seiner ewigen Infantilität erlöst und als von Staunen wie von Schmerz gleichermaßen erfüllten Mensch zeigt." Auch sonst vermeide Perceval "jedwede Illustration des reich ausfabulierten Werks, das 1959 die literarische Öffentlichkeit spaltete und Grass berühmt machte".<<

>> Für die Welt (29.3.2015) hat Stefan Gund " ganz sicher einen der Hits des anbrechenden Theaterfrühlings" gesehen. "Die künstlerisch runde Interpretation Percevals ist eher eine stark reduzierte, konzentrierende Spiegelung des Romans, der ja nicht weniger ist als eine gebrochene Zeit- und Geistspiegelung einer untergegangenen Welt. Mehr als eine solche Abstraktion kann eine Adaption vermutlich aber kaum leisten." Perceval gelinge es, mit der Geschichte Unfassbares fassbar zu machen.<< (Beide Kritiken zitiert nach nachtkritik).

Anschauen lohnt sich!

Hier geht’s zum Streaming: https://www.thalia-theater.de/startseite/thaliadigital-therestismissing/

Foto: (c) Kraft Angerer

Montag 8. Juni: Andrey Shabashev

(Daniela)

In der Fabrik können leider noch keine Live-Konzerte mit Publikum statt finden. Trotzdem soll nicht alles ersatzlos ausfallen. Die Fabrik will die MusikerInnen und KünstlerInnen unterstützen und ihnen mit  Video-Produktionen eine virtuelle Bühne bieten:

Am Montag, den 8. Juni um 20:00 Uhr präsentiert sich der Pianist Andrey Shabashev, nicht mit seiner Band, sondern als Solist. Während des Lockdowns entstanden neue Kompositionen -eine kleine Auswahl seines Schaffens wurden vorab aufgezeichnet um zur Jazz-Session-Prime-Time auf dem Fabrik-Youtube-Kanal gesendet zu werden.

 

Fabrik-Youtube-Kanal:https://www.youtube.com/channel/UCtI48BZYdIEF_KXfJIsQPMw

Dienstag 9. Juni: Linda Krieg & Mr. Hell

(Daniela)

Es folgt am Dienstag, den 9. Juni um 20:00 Uhr die bezaubernde Linda Krieg (Gesang, Blues-Harp, Ukulele). Mit Oliver Hell (Gitarre) haben die  MusikerInnen ein kleines Premieren-Programm für die Fabrik zusammen gestellt.

Dienstag, 9. Juni 2020, 20:00 UhrVideo-Premiere: Mrs. Linda Krieg & Mr. Hell

Fabrik-Youtube-Kanal:https://www.youtube.com/channel/UCtI48BZYdIEF_KXfJIsQPMw

https://www.youtube.com/channel/UCtI48BZYdIEF_KXfJIsQPMw

FILME: John Landis, Ken Loach und LICHTER

(Uwe)

Was für eine bescheuerte Idee ist es denn bitte, mit 13 Jahren einen Film über Werwölfe im Bürgerhaus des Nachbarorts zu sehen und danach – bei Dunkelheit – mit dem Rad noch nach Hause zu fahren? Ich tat es, weil die Idee diesen Film zu besuchen, zwei Mädchen aus unserer Klasse an einen Freund herangetragen hatten. Ob sie beim Aussprechen ihrer Einladung daran gedacht haben, dass ich dabei bin, bezweifele ich bis heute sehr. Ich ging trotzdem mit. Die Dorfjugend organisierte unregelmäßig Filmabende und wählte für diesen AMERICAN WERWOLF aus. Ich biss mich durch (Achtung Wortwitz), überstand die Rückfahrt durch die herbstliche Nacht und fand schnell meinen Schlaf. Rückwirkend betrachtet, war der Film so schlimm auch wieder nicht, zumal er auch komische Elemente hatte. Regisseur war John Landis und der war Anfang der 80iger Jahre einer der kreativsten Schöpfer: GLÜCKRITTER, KOPFÜBER IN DIE NACHT und SPIONE WIE WIR, sind persönliche Highlights, dazu weit bekanntere Höhepunkte für andere: BLUES BROTHERS und das THRILLER Video von Michael Jackson.

Die „Angst“ vor Werwölfen hielt also nicht wirklich lange an. Es gibt aber andere Filmszenen und Handlungsstränge, die für mich deutlich verstörender sind. Die so intensiv sind, dass ich sie nicht vergessen kann. Meistens sind sie aus Filmen, die schonungslos von Menschen erzählt, mit denen es das Schicksal nicht besonders gut meint. Ein Meister ist in diesem Fach ist Ken Loach. Den ersten Film, den ich von ihm sah, erzählte die Geschichte von einem Mann, der sich das Kommunionskleid für seine Tochter nicht leisten kann (RAINING STONES), bei einem anderen nimmt das Amt einer Frau die Kinder weg (LADYBIRD, LADYBIRD), bei einem dritten muss ein Soldat seinen Bruder hinrichten lassen (THE WIND THAT SHAKES THE BARLEY) und in seinem vielleicht besten Film kämpft der vom überragenden Peter Mullan gespielte Protagonist gegen seine Alkoholsucht und für ein besseres Leben (MEIN NAME IST JOE). Ähnlich intensiv ist LICHTER von Hans-Christian Schmid. In dem Episodenfilm arbeitet unter anderem der von Devid Striesow gespielte Ingo in Frankfurt/Oder verzweifelt gegen die Pleite seines Matratzenladens und erleidet dabei diverse Rückschläge. Die an der deutsch-polnischen Grenze angesiedelte Geschichten erzählen von Schleppern, Zigarettenschmugglern, ukrainischen Flüchtlingen, Prostituierten, neoliberalen Geschäftsleuten und von einem polnischen Taxifahrer, der versucht (wie in Loachs RAINING STONES) das Geld für das Kommunionskleid seiner Tochter zu beschafften. „Schmid betrachtet alle seine Figuren mit liebevollem Blick, gerade dort, wo sie sich hoffnungslos verrennen“, schrieb epd-Film in einer treffenden Kritik.

Mittwoch 10. Juni: CLUB PICKNICK – HEUTE MUSIK MIT CHRIS TIETJEN, SMICKY & BILDERBERGER

(Daniela)

Wie Eingangs schon geschrieben... wäre nicht DFB Pokal wäre ich heute im Milchsackgelände. Da legen heute Chris Tietjen [moon harbour] und Smicky & Michael Bilderberger [ravebottta, dora brilliant] auf.

Lust, einen Korb von uns zu bekommen? Tanzhaus West, Dora Brilliant und das Theater Landungsbrücken präsentieren dieses Jahr open air im Sommergarten des Milchsackgeländes „Club Picknicks“, bei denen exquisite DJ-Sets, spannende Theater-Performances und Konzerte gereicht werden. Für den Zugang zu der Veranstaltung ist eine Tischreservierung nötig. Alle Informationen zum Ablauf, den Hygienestandards und den Sicherheitsabständen stehen am Ende der Ausgehtipps.
Chris Tietjen ist bei uns häufig der Mann für "gewisse Stunden", namentlich den frühen Morgenstunden, wenn er zur After-Hour-Zeit nochmal richtig frischen Wind auf die Dancefloors bläst. Schön, mal einen entspannten Abend mit ihm zu verbringen, bei dem es etwas mehr um das Zuhören als um das Abtanzen geht. Er wird an diesem Abend von unseren Residents Smicky & Bilderberger unterstützt.


19:00h-00:00h | Milchsackfabrik Sommergarten
Eat, Drink, Chill, House | VVK 15,- Euro

Donnerstag, 11. und Freitag, 12. Juni: Die neue Leere

(Martin)

„Fotos: Die wahre Lektion, die uns Covid 19, die toxische Unbekannte, erteilt, sei eine soziale – eine Lektion über uns selbst. Wie rational, resilient, klug und besonnen bleiben wir? Mit der Pandemie, sei „die Welt in ein Entwicklerbad gefallen“. Schon bald könne man „genau sehen, welche Kontraste und Konturen sich herausprägen werden“, behauptet der Kulturwissenschaftler Joseph Vogel. 

In ein Entwicklerbad sind auch die Momentaufnahmen der Fotografin Anna Meuer gefallen, die sich in den letzten zwei Monaten mit genauem Blick auf eine Wanderung durch die Metropole Frankfurt begeben und ihrem Fotoapparat spontane Entdeckungen zugemutet hat. Sie fand ein urbanes Draußen vor, vakuumkrank die Plätze und Straßen, das Verschwinden der Wimmelbilder legte eine neue Architektur der Leere frei. 

Lesung: Empfinden wir in uns auch eine Leere, die es neu zu füllen gilt? Dieser Frage stellen sich der Leiter von Theatre4You, Michael Gonszar, und vier Mitglieder seines Ensembles mit ausgewählten Texten zur Begleitung der 30 Fotos von Anna Meuer. Texte wie Fotos kommentieren auf je eigene Weise unsere Versuche, im Rahmen der Formen der sogenannten „neuen Normalität“ einen Umgang mit der Welt und uns selbst zu finden. 

Musik: Nach jeder der 8 Themensequenzen machen wir eine musikalische Zäsur mit Klavierstücken, ausgewählt und präsentiert von Andreas Sommer und laden das Publikum,
anschließend zum Gespräch ein.“

Das Gallus Theater macht darauf aufmerksam: Wegen der amtlichen Vorschriften können wir nur eine begrenzte Anzahl von Zuschauern pro Abend zulassen. Bitte melden Sie sich an und hinterlegen Name, Adresse und Tel. Nr. Bringen Sie eine Mundschutzmaske mit! Kartenvorbestellungen unter 069 758060-20 (abends mit Anrufbeantworter) Mail: programm19@gallustheater.de

Gallus Theater, Kleyerstr. 15, D-60326 Frankfurt am Main

Donnerstag 11. Juni: CLUB PICKNICK – HEUTE THEATER

(Daniela)

YEAH - was freue ich mich!

MELLIS UND LÉAS FRONLEICHNAM. UND OLE.


Mit: Melina Hepp,  Lea Zehaf und dem bärtigsten aller Barden
Felix Beatke [dj set]

Lust, einen Korb von uns zu bekommen? Tanzhaus West, Dora Brilliant und das Theater Landungsbrücken Frankfurt präsentieren dieses Jahr open air im Sommergarten des Milchsackgeländes „Club Picknicks“, bei denen exquisite DJ-Sets, spannende Theater-Performances und Konzerte gereicht werden. Für den Zugang zu der Veranstaltung ist eine Tischreservierung nötig. Alle Informationen zum Ablauf, den Hygienestandards und den Sicherheitsabständen findest du in Folgendem. Reservierung für diesen Donnerstag unter tnzhs.de/lnk/nrR4p

MELLIS UND LÉAS FRONLEICHNAM. UND OLE
Ein Feiertagshappening

Was bisher geschah: Melli und Léa haben an Weihnachten ihre Anarcho-Impro-Feier an den Landungsbrücken aus dem Boden gezaubert. Seitdem fühlen sie sich berufen, Euch zu erklären, was es mit christlichen Feiertagen so auf sich hat. Und wenn man keine Ahnung hat, liest man eben auf Wikipedia nach. Dann fiel Ostern in den Lockdown. An Himmelfahrt wollten sie mit Bollerwagen und Maibowle mit Euch gen Himmel fahren. Ging aber nicht so richtig, weil 5 m² um jeden von Euch schwer zu machen waren. Dann haben sie eben stattdessen einen Film gemacht. Dann kam Pfingsten. Da haben sie sich gedacht, sie gehen auf Youtube.

Jetzt ist es endlich soweit! An Fronleichnam werden sie tatsächlich mit Euch ihr Feiertags-Happening zelebrieren. Eine Impro-Predigt nach allen Abstands- und Hygieneregeln der Kunst. Mit Masken-Karaoke, den buntesten aller Leiber Christi und Abstandhaltern gegen Physical Disappearence versuchen Sie das, was in diesen Zeiten möglich ist. Im Namen von Melli und Léa und dem bärtigsten aller Barden. Amen!

Milchsackfabrik Sommergarten | Einlass 19:00h | Beginn 20:00h
Eat, Drink, Chill, Theater & Musik | VVK 15,- Euro

UND SO LAUFEN UNSERE PICKNICKS AB:

Entdecke unsere Kulturprogramm im Club, unter Einhaltung aller Hygiene-Standards und Sicherheitsabstände, gemeinsam mit dem/der Partner*in, Deinen Mitbewohner*innen oder Freunden!

MUSIK: R.E.M. Automatic For The People

(Uwe) 

Nicht, dass der Eindruck entsteht, ich würde nur Filme schauen, die vor 2000 gedreht wurden oder Musik aus den 1990iger Jahren hören. Das muss ich jetzt aber noch los werden: 1992 veröffentlichte die amerikanische Band R.E.M. AUTOMATIC FOR THE PEOPLE. Es ist eins dieser sehr seltenen Alben, die absolut zeitlos sind, die mit zunehmendem Alter vielleicht sogar immer besser werden. Die man einige Monate nicht hört, an die man aber immer wieder erinnert wird, wenn man einen der vielen großartigen Songs hört. Die Band nahm nach dem etwas poppigen Vorgänger OUT OF TIME mit AUTOMATIC FOR THE PEOPLE eine eher melancholische Platte auf. Das lies die Vorabsingle “Drive” erahnen. Es folgten mit der Zeit die Singles “Man on the Moon”, “The Sidewinder Sleeps Tonite”, “Everybody Hurts”, “Nightswimming” und “Find the River”. Sind alle diese fantastischen Songs auf einem Album? Ja, verrückt! Und dazu noch „Try Not to Breathe“. Die Platte ist aber weit mehr als die Ansammlung von herausragenden Liedern, zu einem großen Album wird es durch die Verbindung der Lieder, die Stimmung und die Instrumentierung. Ich höre aktuell sehr viel R.E.M. und bin immer wieder angetan von der hohen Qualität und den zahllosen großartigen Liedern der Band, von ihrer wunderbaren Musik und dem außergewöhnlichen Talent von Buck, Mills & Stipe. Die Band hat sich 2011 aufgelöst, sie lebt aber durch ihre Lieder weiter und verwaltet ihr Gesamtwerk mit Würde und Charisma. AUTOMATIC FOR THE PEOPLE sticht aus diesem heraus.

VORSCHAU
Sonntag, 14. Juni: Live-HörSpiel „Old Shatterhand unter Kojoten“

(Daniela)

Ich finde das hr2-RadioLiveTheater super klasse! Heute treten sie vor der Jahrhunderthalle mit dem Stück „Old Shatterhand unter Kojoten“ auf.

Im Llano Estacado verbreitet eine Verbrecherbande Angst und Schrecken: die Kojoten. Als Old Shatterhand und sein Gefährte Sam Hawkens auf eine Postkutsche stoßen, deren Passagiere kaltblütig ermordet wurden, nehmen die beiden Westmänner die Spur der Banditen auf. Es beginnt eine Verfolgungsjagd quer durch den Westen der USA, bei der die Jäger bald zu Gejagten werden. Dabei haben die Kojoten es nicht nur auf fette Beute abgesehen, sondern auch auf das Leben einer jungen Lady.

Ein „Roadmovie“ für die Ohren - Actionreich und spannend bis zum großen Showdown.

Seit über 120 Jahren gehört Karl May zu den Klassikern der Abenteuerliteratur. In seiner Tradition bringt das hr2-RadioLiveTheater einen neuen Western als Live-HörSpiel auf die Bühne. Wie immer mit Kostümen, Effekten, Musik und „handgemachten“ Geräuschen.

Bei dem Gastspiel gibt’s ein eigenes, neu geschriebenes Hörspiel live auf der Bühne und man kann dem Team beim „Hörspiel machen“ quasi im mobilen Hörspiel-Studio über die Schulter und hinter die Kulissen schauen.  Es sind alle Sinne gefragt, denn die Sprecher*innen lassen das Hörspiel mit Musik, Geräuschen, Kostümen und Effekten lebendig werden. Die perfekte Verbindung aus Kino im Kopf und der Magie des Theaters. Ein Abenteuer und Western-Spaß für Groß und Klein.

Ort: Stage Drive Kulturbühne RheinMai
Jahrhunderthalle (Parkplatz C, Einfahrt über Parkplatz B)
Pfaffenwiese 301, 65929 Frankfurt am Main
Einlass: ca. 15 Uhr, Beginn: 16 Uhr Dauer: ca. 90 Minuten

Eintritt: PKW-Familien-Ticket 49,90 Euro (2 Erwachsene + max. 3 Kinder unter 14 Jahren)

Tickets können ausschließlich online im Vorverkauf erworben werden.

www.RadioLiveTheater.de

Montag, 15. Juni: TITANIC BoyGroup – Live im Autokino

(Uwe)

Lange galt die TITANIC BoyGroup als völlig unverfilmbar – jetzt hat sie Weltpremiere im Autokino.  Nach ihrer langjährigen Selbstisolation präsentiert die „Supergruppe der Satirezene“ (Süddeutsche Zeitung) in Frankfurt erstmals ihr neues schadstoffreiches Pointenmobilitätsprogramm für Falschparker und Führerscheinneulinge. Seit über zwei Jahrzehnten sind die drei ehemaligen Chefredakteure MdEP Martin Sonneborn (Grimme-Preis), Thomas Gsella (Robert-Gernhardt-Preis) und Oliver Maria Schmitt (Henri-Nannen-Preis) auf Parkplatzsuche, nun checken sie vor der Jahrhunderthalle ein, um die großen Menschheitsfragen zu beantworten: Woher kommen wir? Wohin müssen wir? Und reicht das Benzin bis dahin?

Der Veranstalter schreibt: "Beobachten Sie aus sicherer Entfernung Spoken-Word-Performances mit wilden Verfolgungsjagden, packenden Actionszenen und superbilligen Spezialeffekten. Genießen Sie unverschämte „Briefe an die Leser“, abstoßende PARTEI-Polit-Aktionen, charmante Pöbeleien, feigen Telefonterror gegen Honks und Aluhüte, vollständige Gedichte und halblustige Witze. „Die Elite des deutschen Humors“ (Trierischer Volksfreund) wartet auf mit „genialischem, bitterbösem und todkomischem Witz“ – so sieht es die FAZ. Ein Lachereignis der verschärften Exzellenzklasse für Sie und Ihre nächsten Angehörigen. Garantiert ansteckend und sicher bald verboten!"

StageDrive – Kulturbühne FrankfurtRheinMain
Parkplatz Jahrhunderthalle Frankfurt
Beginn: 20:00              
VVK: 44€ zzgl. Gebühren (incl. 2 Personen)
Foto: Britta Fenz

CLUB PICKNICK? Das ist das super Konzept:

Entdecke unsere Kulturprogramm im Club, unter Einhaltung aller Hygiene-Standards und Sicherheitsabstände, gemeinsam mit dem/der Partner*in, Deinen Mitbewohner*innen oder Freunden!

Wie kann ich teilnehmen? Gibt es eine Abendkasse?
Um einen Platz am „Club Picknick“ zu bekommen, brauchst Du eine Reservierung für einen Tisch. Du kannst Deinen Tisch unter diesem Formular: tnzhs.de/lnk/70ezd bis zum Veranstaltungstag um 16 Uhr reservieren und via PayPal bezahlen. Es wird keine Abendkasse im klassischen Sinne geben.

Was ist mit Nase-Mund-Bedeckungen?
Auf den Wegen vom Empfang zu Eurem Tisch oder zum WC sind die Nase-Mund-Bedeckungen zu tragen. An Eurem Tisch, der in Eurem persönlichen Sommergarten-Spot in Abstand zu anderen steht, benötigt Ihr Sie nicht.

Wie funktioniert das mit den Tischen?
Wir haben Tische für Besuchergruppen von 2 – 6 Personen. Gruppen können maximal aus zwei Haushalten kommen. Euer Tisch steht auf Eurem persönlichen „Grün“. Wir bringen Euch die Getränke an den Platz. Der Kauf eines Picknick-Korbs ist optional. Eigene Speisen & Getränke dürft Ihr bei uns nicht verzehren. Die Getränke und Picknick Körbe werden am Abend Bar abgerechnet.

Was Kosten die Reservierungen bzw. der Eintritt zum Programm?
Die Reservierungen Kosten in der Regel 15 Euro pro Person. Sollten außergewöhnliche "Club Picknicke" anfallen mit anderer Kostenstruktur anfallen, zum Beispiel besondere Konzerte, informieren wir Euch natürlich im Vorfeld.

Was ist wenn das Wetter schlecht ist?
Bei Regen fällt die Veranstaltung aus und wird genau 14 Tage später am gleichen Wochentag wiederholt. Die Reservierungen behalten ihre Gültigkeit. Wir halten Euch via Social Media tagesaktuell auf dem Laufenden.
Wie sieht es mit Tanzen aus?
Grundsätzlich sind die Club Picknicks keine Tanzveranstaltungen. Da es eine Open-Air-Veranstaltung ist, wird die Lautstärke der Musik bei den DJ-Events reduziert sein. Eine Tanzfläche gibt es nicht. Eure Tische stehen in separaten Bereichen. Rhythmisch wippende Füße und ein wenig wackeln wird möglich sein.

Was ist in Sachen Hygiene noch zu beachten?
Wir haben eine Concierge-Station mit Desinfektionsmittel wo Ihr in Empfang genommen werdet, Kontaktformulare bekommt und Desinfektionsmittel bereitsteht. Der Zugang zum WC findet einzeln statt. Wir haben detaillierte Infos für Euch vor Ort.

Sonst noch etwas?
Wir freuen uns darauf, Euch wiederzusehen. Falls Ihr bei unserer Crowdfunding-Aktion mitgemacht habt. Nochmals 1000 Dank. Es besteht die Möglichkeit, Eure erworbenen Support-Merch während der „Club Picknick“ Abende abzuholen. Termine hierfür werden noch einmal gesondert allen Unterstützer*innen mitgeteilt.


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