29.05.2020
Inhalt: GUTES ESSEN FÜR ALLE / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / SUCHE BIETE / G E R O L L T E S über Folter / Zum Abschluss noch etwas über den FSV / Ab Freitag, 29. Mai: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui / Freitag 29. Mai: Neuer Frankfurter Garten / Freitag, 29. Mai: OF/ Open-Air-Kino !!! / Freitag, 29. Mai: OF/ Vernissage ART/OF/gallery / ÜBER FILME / Samstag, 30. Mai: 1001 Sorrys – Collector’s Edition / Samstag, 30. Mai: FFM/ Sommergarten / Samstag, 30. Mai: Of/ on air / Streamingtipps des Deutsches Filminstitut Filmmuseum / Sonntag, 31. Mai: LOKAL LISTENER On The Road / Noch bis 31. Mai: Der Ring des Nibelungen / Telefonlesungen auf Bestellung / Montag, 1. Juni: Of/ My Piecycle re-Opening und Birthday / Dienstags bis Sonntags: Ausstellung / Donnerstag 4. – Samstag 6. Juni: Samuel Beckett – Trilogie / VORSCHAU / Ab Freitag 5. Juni: Wirkliches Theater im Theater Willy Praml / Impressum
GUTES ESSEN FÜR ALLE

Heute brauche ich etwas länger um zu Punkt zu kommen: Wie ihr wisst, erfreue ich mich sehr der „guten Küche“. Als vor kurzem eine Bekannte auf Facebook schrieb, dass ihr Lieblingsitaliener (wir sprechen von gehobener italienischer Küche) jetzt auch Essen „to go“ anbieten würde habe ich herzhaft gelacht, denn wenn etwas gar nicht geht, dann ist es Pasta zum Mitnehmen. Eine Pasta muss sofort auf den Teller und von dort direkt verspeist werden. Als ich meinem Vater davon erzählte prustete er los: „Das ist so schlimm, wie wenn Menschen zum Nudelgericht einen Cappuccino trinken oder einen Espresso länger stehen lassen."

Da sich viele von Euch an meinen Ausflugstipps in den letzten Wochen erfreut haben und einige sogar schon auf den wunderbaren Kühkopf gefahren sind, von dem ich in der vorletzten Ausgabe schrieb kommt hier - passend zum Essen - ein weiterer Ausflugstipp: radelt nach Offenbach und geht dort ins wunderbare Trattodino. http://neu.trattodino.de/
Wir waren in der letzten Woche mit dem großartigen Daniel Brettschneider dort. Aktuell servieren sie in der Taunusstraße ein 3 Gänge Menü, das göttlich schmeckt. Ich empfehle Euch, auf dem Hinweg schön am Main entlang zu radeln und auf dem Rückweg erst über die Kaiserleibrücke und dann durch die dazugehörige Unterführung zu fahren. Das ist so gruselig dort... Das Ganze hat auf jeden Fall etwas von einem Abenteuer.

Da ich gutes Essen liebe, kann ich es auch nicht ertragen, wenn mein Sohn irgendwelchen Mist isst. Als die tolle Sandra Beimfohr (Betreiberin von „Die Brücke“ in Sachsenhausen) den Caterervertrag an seiner Schule (IGS Nordend) nicht mehr bekam und dafür SODEXHO-Mist serviert wurde, habe ich überlegt, wie ich ihm etwas Leckeres für die Schule mitgeben kann. Ich kochte also morgens sein Essen (ja, vor 8:00 Uhr!) und gab es ihm in einem isoliertem Behälter mit. Das war mir irgendwann zu doof. Ich kochte also vor und fror alles ein. Aber da der junge Mann, der jeden Tag Sport treibt, mit seinen 192cm unglaubliche Mengen verdrückt, reichte der Platz in der Tiefkühltruhe nicht mehr. Außerdem nervte mich das ständige Auftauen. Wir kauften dann alternativ auf dem Konsti-Markt am Gemüsestand selbstgekochte Suppen im Glas. Irgendwann fragte ich die Verkäuferin wie sie das hinbekommen, dass die Suppen so lange haltbar sind. Sie antwortete auf Frankfurterisch: „Ei, die Subben koche mer ei“. Ich hatte keine Ahnung davon, wusste aber, dass bei meinen Eltern im Keller so ein riesiger Einmachtopf herumstand. Ich legte los: Ich bin der Facebookgruppe „Einkochen und leckere Küche mit Sylvia“ beigetreten, die total super ist und in der einem die Mitglieder geduldig alles erklären. Natalie O. aus Frankfurt ist auch mit in der Gruppe. Sie ist sozusagen meine Notfallhotline. Beim 1. Mal war ich so nervös, ob mir das Ganze auch nicht um die Ohren fliegt, dass ich während dem Kochen eine Flasche Wein trank und Uwe, der dabei auf dem Sofa lag und Bundesliga schaute sagte: „Du bist ja nervöser als bei der Hochzeit“. .... Mittlerweile habe ich mir neues Equipment angeschafft und meine Vorratskammer wächst stetig.

Warum ich das alles schreibe? Eigentlich hatte ich keine Ahnung davon, was ich heute schreiben soll. Und dann rief mich vorhin mein Zahnarzt, Alfonso Padilla, an, der zusammen mit Masha und einigen anderen tollen Menschen die Nachbarschaftshilfe „100 Nachbarn“ gegründet hat. Sie unterstützen Wohnsitzlose im Bahnhofsviertel. Alfonso sagte: „Daniela, Masha sucht für morgen noch dringend 5 Leute die bei der Essensausgabe aus einem Food-Truck heraus, im Bahnhofsviertel mithelfen. Kannst Du da helfen?“. Klar, das mache ich gerne! Ich finde es nämlich wichtig, dass alle Menschen gutes Essen bekommen. Etwas weiter unten findet ihr die Infos. Bitte meldet Euch schnell bei Masha.

Und, weil das mit dem Essen manchmal auch nicht so dolle ist, freue ich mich total, dass meine im März abgesagte Fastenwanderwoche doch stattfindet. Zwar nicht in der sächsischen Schweiz (und nicht im Frühling), dafür aber im Sommer im Taubertal. Da ist es auch wunderschön. Eine Woche nichts essen – nur wandern. Juchu!

Aber heute erstmal wieder zum Tapas Abend ins Lucille.

Was immer ihr macht.

Lebt wild!

Daniela

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

Vielen Dank an meine Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün und Uwe Schwöbel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 (Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr). Wer eine Rechnung benötigt, schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

SUCHE BIETE

Helfer für Essensausgabe am Samstag, 30. Mai gesucht

"Die Hilfsorganisation „Helfer Freunde“ hat an mehreren Sozialen Einrichtungen und Standorten in Frankfurt für Samstag Foodtrucks organisiert und möchte dort mit unserer Hilfe eine große Essensausgabe ermöglichen. Es fehlt aktuell noch an helfenden Händen, deshalb folgend alle Infos:Wir benötigen noch 5 Helfer für die Food Truck Aktion:Datum: Samstag, 30.05.Uhrzeit: Treffpunkt zur Einweisung der Helfer ist um 10:30 Uhr an der diakonischen Einrichtung „Weser5“ in der Weserstraße 5 60329 FrankfurtAufgaben: Betreuung der Essensausgabe und des Foodtrucks Ausgabe von Lunchpketen, Getränken und warmen Mahlzeiten an Bedürftige Dauer bis max. 14:30 Uhr

Kontaktmöglichkeiten: kontakt@100nachbarn.de oder per Message bei Instagram. 

Homepage: https://www.100nachbarn.de/Instagram: https://www.instagram.com/100nachbarn/

Foto: (c) Niklas Kamp

G E R O L L T E S über Folter

(Uwe)

Angeblich beschalten amerikanische Streitkräfte 1989 nach ihrem Einmarsch in Panama die vatikanische Botschaft, in der sich der Diktator Manuel Noriega versteckt hielt, 24 Stunden lang mit Musik von AC/DC und Metallica, bevor dieser entnervt aufgab. Überdosiert kann selbst gute Musik ein echtes Folterinstrument sein, „erfolgreich“ eingesetzt wurde dieses zum Beispiel auch in Quantánamo. Die Endlosschleife mit lausiger Werbung für Wettanbieter und einen großen Finanzvertrieb vor und nach den Spielen und in den Pausen tut bereits von der ersten Minute an weh. Sie hat mir daher während der Spielpause der Bundesliga noch weit weniger gefehlt als die Spiele selbst. Nun sind sie wieder da, die Spiele, aber auch Oli Kahn, der, mit grausam aggressiver Musik unterlegt, für einen Wettanbieter mit Sitz auf Malta wirbt und Jürgen Klopp, der, mit deutlich freundlicherem Gesicht (aber nicht weniger nervig) Finanzdienstleistungen anpreist, während er scheinbar in einer hell ausgeleuchteten Ausstellungsküche eines Edelmöbelhauses steht.  Furchtbar. „Lass alle Kriegsmänner rings um die Stadt (Jericho) herumgehen einmal und tu so sechs Tage lang ... und am siebten Tage zieht siebenmal um die Stadt und lass die Priester die Posaunen blasen ... Dann wird die Stadtmauer fallen“, steht im Alten Testament über die Posaunen von Jericho. Meine Mauern werden nicht fallen, auch wenn Sky oder DAZN  die genannten Spots alle zwei Minuten spielen. Weder wette ich bei irgendeinem Wettanbieter auf Bundesligaspiele (lieber wette ich mit Freunden um ein Essen), noch lasse ich mir einen Kredit vermitteln, um ein von Klopp beworbenes Auto zu kaufen, mit dem ich zum Wettbüro um die Ecke fahre und es dann dort in zweiter Reihe parke.

Kahn und Klopp sind zweifellos pfiffige Kerle. Anerkannt, gestandene Personen, gute Typen, durchaus mit einem gesunden Witz ausgestattet (auch Kahn). Der eine wird Vorstandsvorsitzender bei einem der bekanntesten Vereine der Welt; der andere ist ein hochgeschätzter Erfolgstrainer beim weltweiten Kult-Club Nummer 1. Beide haben in ihren Karrieren als Spieler (Kahn) oder Trainer (Klopp) bis heute sicher ganz ordentlich verdient und werden auch in Zukunft nicht hungern. Wieso machen sie also Werbung für alles und jeden und sorgen durch ihre werbebedingte Omnipräsenz dafür, dass man sie irgendwann satt hat. Apropos satt: Kahn machte zeitweise Werbung für ein Fleischunternehmen, dass in Sachen Tierschutz schon sehr lange äußerst stark in der Kritik steht und für einen Schokoladenriegel mit 488 Kalorien auf 100 Gramm, der nach dem Lieblingspferd der Familie des Erfinders benannt ist. Kahn will als Vorstand des FC Bayern auf die Jugend bauen, denen wird er in dieser Rolle sicher nicht raten, spiel- und fresssüchtig zu werden.

Fußball wurde zwischen der Dauerwerbung bei Sendern, die man kostenpflichtig abonniert, wurde weiterhin Fußball gezeigt. Schalke spielte gegen Augsburg und Düsseldorf so schrecklich, dass man das Gekicke nicht hätte zeigen müssen. Leider leisteten sie in den Spielen gegen direkte Konkurrenten der Eintracht im Abstiegskampf keine Schützenhilfe. Die Eintracht hatte lichte Momente in München und gegen Freiburg, viele Punkte holte sie aber nicht. Die sollte sie in den nächsten Wochen einsammeln. Am Samstag in Wolfsburg ist das nicht so einfach und auch Werder Bremen, Gegner am Mittwoch in Bremen, zeigt sich im Moment stark verbessert.

Zum Abschluss noch etwas über den FSV

Die Regionalligasaison wird abgebrochen, Absteiger wird es keine geben. Da aus den Oberligen aber Mannschaften aufsteigen werden, wird in der kommenden Saison voraussichtlich mit 23 Mannschaften gespielt. Das wird spannend.   

„Du für die Jugend des FSV Frankfurt“ eine Crowdfunding Aktion des FSV läuft weiter: www.kam-on.de/projekt/du-fuer-die-Jugend-des-FSV-Frankfurt.

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Ab Freitag, 29. Mai: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

(Martin)

Gibt es eine Inszenierung in Deutschland, die in einem der großen Schauspielhäuser schon länger gespielt wird als diese?

Seit 25 Jahren wird ‚Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui’ am Berliner Ensemble gespielt und am 3. Juni wäre das wirkliche silberne Jubiläum gewesen der legendären Heiner Müller-Inszenierung gewesen.

1995 war also die Premiere von ‚Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui’ von Bertold Brecht und über 400 mal war dieser legendäre Abend schon zu sehen!

Noch immer ist in der Titelrolle Martin Wuttke zu sehen. Natürlich sind nicht mehr alle Schauspieler_innen in der Originalbesetzung zu mit dabei – der großartige Bernhard Minetti lebt nicht mehr...

Regie geführt hat Heiner Müller selbst, der im Jahr der Premiere leider verstarb. 

Seine Inszenierung vom Arturo Ui ist jedoch nicht unterzukriegen und stand nun anlässlich des Jubiläums auf dem Spielplan – aber wegen Corona ist auch das Berliner Ensemble geschlossen... 

„Martin Wuttke spielt bei Müller den Ui und geht mit der Rolle und der ganzen Inszenierung durch. Und mit Minetti, der ihm eben noch das Gehen, Stehen, Sprechen und Demagogisieren beigebracht hat und dafür nun von Wuttke parodiert wird. Wuttke läuft Amok. Wer in der zweiten Reihe Mitte sitzt, wird naß.

Er beginnt als bibbernder und schwitzender Neurotiker. "Ich will nur eines: Nicht verkannt sein!" mault Ui. Noch als geschulter Demagoge fällt er immer wieder in sich zusammen. Bis zur Pause schraubt und schreit sich der Schauspieler Wuttke in ungeahnte Höhen. Nach der Pause muß er trotzdem weitermachen. Und er darf nicht nur spielen, er wird auch inszeniert.“ (DIE ZEIT). 

„Wer jemals Martin Wuttke als Arturo Ui in Heiner Müllers Inszenierung am Berliner Ensemble erlebt hat, wird zugeben müssen, dass es sich hier um eine Form zeitgenössischen Schauspiels handelt, die mit geradezu klassischen Mitteln (Rollentext, Kostüme) die politische Kraft künstlerischen Spiels anschaulich macht. Brechts Stück – das den Aufstieg Adolf Hitlers bis zur Machtergreifung mit der Biographie des Chicagoer Gangsterbosses Al Capone verschneidet – ist bekanntermaßen eine Parodie der klassischen Tragödie, bei der gezeigt wird, wie ein Kleinkrimineller, indem er die Macht über den lokalen Blumenkohlhandel an sich reißt, zu einem gefährlichen Verbrecher wird.“ (nachtkritik). 

 Hier geht’s zum Stream: https://www.berliner-ensemble.de/be-on-demand

https://www.berliner-ensemble.de/be-on-demand

https://www.berliner-ensemble.de/be-on-demand

Freitag 29. Mai: Neuer Frankfurter Garten

(Daniela)

Auch der Neue Frankfurter Garten hatte wochenlang geschlossen und der verein leidet unter den nichteingenommen Geldern, die sie sonst mit der kleinen Gastro verdienen.

Ab dem 29. Mai 2020 wird der Neue Frankfurter Garten wieder für die Öffentlichkeit jeweils freitags und samstags geöffnet werden.

Den Auftakt zur Wiedereröffnung führt die in den vergangenen Jahren so erfolgreiche Veranstaltung Mukke im Gadde der Musiker um Jutta Huebener und Uli Becker an.

In der Zeit von 19.00 bis 22.00 Uhr werden sie wieder ihr Publikum begeistern und verzaubern. Die Live-Musik-Reihe soll über die Sommermonate immer mit unterschiedlichen Musikerbesetzungen und zur gleichen Zeit Freitagsabends stattfinden, vorausgesetzt die Witterungsverhältnisse lassen dies zu.

Zudem soll der Garten ab dem 30.05.20 auch samstags von 13.00 bis 16.00 Uhr für die Allgemeinheit zugänglich sein. Ebenfalls Samstags ab 14.00 Uhr findet die Verteilung von vor der Entsorgung geretteten Bio-Lebensmittel statt. Darüber hinaus sind alle Interessierten herzlich eingeladen, sich den Garten anzuschauen, mitzumachen oder einfach nur als Gäste zu verweilen. Wer sich gerne zu Bio-Verpflegung in den Garten setzen möchte, erklärt sich mit dem Corona-Sicherheitskonzept einverstanden.

Das ehrenamtliche Team freut sich immer auf Besuch. Natürlich wurde der Garten gerade in den letzten Wochen durch engagierte Vereinsmitglieder täglich gepflegt. Interessierte sind aber immer eingeladen, sich gärtnerisch, handwerklich, für Garten-Führungen oder Bienenpflege und zum Thema Nachhaltigkeit etc. zu engagieren, selbst wenn es mitunter nur eine ‚Gieß-Meditation‘ wird. Wir freuen uns auf ihr Interesse und ihren Besuch!

Spenden werden gerne entgegengenommen:
Frankfurter Volksbank IBAN DE45 5019 0000 6101 1392 70 | BIC FFVBDEFF

Freitag, 29. Mai: OF/ Open-Air-Kino !!!

(Andrea)

Sollte es tatsächlich sein...? Fünf Tage vor Kinostart, bei lauen Temperaturen und Corona? "La Palma" - Feeling... in Offenbach! Also Badetücher und Decken ausgerollt, Getränk in der Rechten, den oder die Liebsten zur Linken und Kurzurlaub gemacht bei der exklusiven Preview des Films in Anwesenheit des Regisseurs Erec Brehmer. Inhalt: Endlich wieder ein gemeinsamer Urlaub: Las Palmas de Gran Canaria. Doch auf der Suche nach ihrem Hotel müssen Markus und Sanne entsetzt feststellen: sie befinden sich auf der falschen Insel! Markus hat versehentlich einen Flug nach La Palma, statt Las Palmas gebucht. Um den Beziehungsfrieden ansatzweise zu retten, wird Markus erfinderisch: er steigt in ein leer stehendes Ferienhaus ein und behauptet, es wäre seines. Es beginnt ein Rollenspiel: Markus wird zu Pablo, einem maskulinen und aufregenden Spanier, in den Sanne sich neu verlieben kann. Sanne schlüpft nach einigem Zögern in die Rolle der Alba, einer lasziv verführerischen Spanierin. Zwischen skurrilen Situationen und Begegnungen beginnen beide, sich neu kennenzulernen. Oder schleichen sich doch wieder die alten Beziehungsmuster ein? Seht selbst!

www.hafen2.net
Nordring 129
Offenbach

Freitag, 29. Mai: OF/ Vernissage ART/OF/gallery

(Andrea)

Nach den Wochen des Lockdowns öffnet auch ART/OF/gallery wieder ihre Türen: Körper/Farbe/Raum. Vernissage der Gruppenausstellung mit 15 Künstler*innen ist am kommenden Freitag, 29.5.2020, von 17 - 21 Uhr, um Voranmeldung wurde zwar gebeten, aber vielleicht nicht so streng... 

Corona-Beschränkungen: Halbstündlicher Einlass in die Galerieräume von bis zu 40 Besucher*innen, bitte Mund-Nasen-Bedeckung tragen und die Abstandsregeln einhalten. Die Ausstellung läuft bis zum 24. Juli. Unsere regulären Öffnungszeiten sowie der Standort der ART/OF/gallery finden sich online: www.art-offenbach.com  

ÜBER FILME

(Uwe)

Zur Konfirmation erhielt ich im Frühjahr 1983 eine Sammlung von Karl-May-Büchern, einen Füller und etwas über 1.000 DM in bar. Die Bücher legte ich für einige Jahre in den Bettkasten, der Füller war schnell kaputt und das Geld noch viel schneller ausgegeben. Ich kaufte einen kleinen Fernseher, den ich in das Zimmer stellte, das ich mit meinem älteren Bruder bewohnte. Er steuerte von seinem Azubigehalt einen VHS Videorekorder bei. Ab diesem Zeitpunkt verabschiedeten wir uns für einige Zeit aus der normalen Welt, weil wir besseres zu tun hatten. Wir schauten alles, manches davon zu oft, wie den Terminator und Convoy (wir sprachen bereits darüber). Was wir damals nie vermissten, war ein 86 Zoll Fernseher mit UHD, 4K Cinema HDR, Dolby Vision, Dolby Atmos. Ich weiß noch nicht einmal, was das überhaupt alles ist, wäre mir mit meinem Bruder aber noch heute darüber einig, dass ein Scheißfilm auch in 4K UHD mit Dolby Vision ein Scheißfilm bleibt. Auch 3D hat mich nie Interessiert, weil eine gute Story auch in 2D funktioniert. Was brauche ich darüber hinaus computeranimierte Special Effekts, wenn die Handlung eines Films Schrott ist. Ich schaue ja keine Pornos, sondern Spielfilme im Ganzen mit einer ausgetüftelten Geschichte und keine Ansammlung von „Höhepunkten“. Klar, würde der Weiße Hai (lateinisch: Carcharodon carcharias) am Ende des gleichnamigen Films heute etwas eleganter auf das Boot des Hochseefischers Quint springen, die Qualität des Films würde aber allenfalls marginal steigen. Er war mit den Mitteln aus 1975 perfekt umgesetzt und ist auch heute noch perfekt. 

Ein befreundeter Kollege sagte neulich zu mir, dass seine Frau sich weigern würde,  Schwarzweißfilme zu sehen. Ich schaute ihn erstaunt an, dachte es wäre ein Spaß und entgegnete (als ich merkte, dass es kein Spaß war), dass einige der besten Filme in schwarz-weiß gedreht wurden. Und fing an sie aufzuzählen: Sein oder Nichtsein, das verlorene Wochenende, der Fremde im Zug, die 12 Geschworenen, Schindlers Liste, High Noon, das Apartment, das Fenster zum Hof, M – eine Stadt sucht einen Mörder, All About Eve, wer den Wind säht oder die Nacht des Jägers. Gerade den letztgenannten muss ich unbedingt einmal wieder schauen. Er war die einzige Regiearbeit von Weltklasseschauspieler Charles Laughton mit Robert Mitchum in der Hauptrolle. Meine Mutter mochte Robert Mitchum immer sehr, sicher aber nicht in diesem Film, denn hier spielte er einen furchtbar (ich wiederhole mich nur sehr ungern: furchtbar) bösen Verbrecher. Der von Mitchum gespielte Powell macht sich  nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis auf den Weg zum Haus der Familie Harper, weil auf deren Grundstück die Beute aus einem Raub versteckt ist, für den sein Zellengenosse des Verbrechers zum Tode verurteilt wurde. Als leidenschaftlicher Prediger gewinnt Powell schnell die Herzen der Menschen, auch das von Mrs. Harper. Die ahnt noch nichts von seiner psychopathischen Natur ….

Samstag, 30. Mai: 1001 Sorrys – Collector’s Edition

(Martin)Sagt sich Sorry leichter als Entschuldigung? Und wann benutze ich das eine und wann das andere? 

Das habe ich mich gerade gefragt, als ich die Ankündigung des Mousonturms gelesen habe...

„Hey. Verzeihung. Tschuldigung. Pardon. Tut mir leid. Sorry, das war nicht so geplant. Brands/Sistig/Steinmair suchen in ihrem Sorry-Labor nach der angemessenen Form, sich zu entschuldigen. In ihrer „Collector’s Edition” von „1001 Sorrys” eröffnen sie nun gemeinsam mit dem Publikum den digitalen Raum des Sorry-Sagens. Täuschen, flüstern, flehen, zittern – und Tränen als Spezialeffekte –, erlaubt ist, was hilft! Zwischen virtueller Feldforschung und Versuchsanordnung gewähren die drei Einblicke in den aktuellen Stand ihrer Sorry-Sammlung. Dabei tauchen Sorrys auf, die vor einiger Zeit noch nicht denkbar gewesen wären, aber auch solche, die schon länger einfach mal gesagt werden müssen. Im Live-Stream werden Zuschauer*innen zu Mitwisser*innen und Co-Autor*innen und sind ausdrücklich eingeladen zur Sammlung beizutragen.“

Zur Sammlung beitragen, dass kann man hier: https://www.mousonturm.de/wp-content/uploads/2020/05/Sorry-Sammlung_Formular_neu.pdf

Und zum Live-Stream via Twitch geht’s hier: https://www.twitch.tv/mousonturm

Samstag, 30.05. um 20.00h im Twitch Live-Stream

Samstag, 30. Mai: FFM/ Sommergarten

(Andrea)

Batschkapp und Nachtleben waren für mich immer wie Wohnzimmer und weil es gerade und bis auf Weiteres keine Konzerte gibt und die Sonne lacht, ist der Sommergarten in der Gwinnerstraße ein kleiner Trost. Nein, größerer. Weil immerhin spielen heute auch noch Gastone als Trio im Sommergarten. Das verspricht einen lauen Abend mit Musik, Drinks & Food. Der Eintritt ist frei. Los geht’s ab 18:00 Uhr.

Batschkapp
Gwinnerstraße 5
Frankfurt 

Dann, aus gegebenem Anlass: Auch die Batschkapp kämpft mit der Krise und bitte um Support. Aber nicht einfach so, sondern mit tollen Goodies, schaut mal rein: https://batschkapp.weebly.com/?fbclid=IwAR2oW1mEg6GFNitg4G_djrAuMokboefZUwoTMOPbwtbYf7BmywxyiYkGDYM#/

Samstag, 30. Mai: Of/ on air

(Andrea)

"Stadthalle in Trümmer gelegt! Konzertsaal wurde zum Hexenkessel – Krawall forderte über 30.000 Mark Schaden“, titelte die Offenbach Post nach dem Konzert des amerikanischen Rockmusikers Lou Reed am 6. April 1979 am nächsten Tag. Der Abend endete für Reed mit einer Verhaftung, die Konzertagentur distanzierte sich von dem Sänger und doch gilt der Abend bis heute als legendär. Der in Offenbach aufgewachsene Oliver Augst und die Pop-Eklektizisten Françoise Cactus und Brezel Göring von Stereo Total haben dem Abend gemeinsam mit der Dramaturgin Charlotte Arens ein Hörspiel gewidmet. „Lou Reed in Offenbach“ ist heute um 23 Uhr erstmals im hr2 zu hören, weitere Ausstrahlungstermine sind am 6. Juni um 19.04 Uhr im WDR 3 sowie am 7. Juni um 17.04 Uhr im WDR 5.
Augst hat das Konzert als Jugendlicher miterlebt, für ihn „ein heilsamer Schock. Es gab nie eine bessere Art und Weise, mir zu erklären, was Rock bedeuten könnte.“ Auch der Leiter des Offenbacher Amts für Kultur- und Sportmanagement Dr. Ralph Philipp Ziegler kann dem Auftritt Reeds Positives abgewinnen. „Wer sein komplettes Saalmobiliar durch die Siebziger gerettet hat, war im Zeitalter von Sex, Drugs & Rock’n’Roll definitiv unwichtig.“ HR2 und WDR2 haben das Hörspiel produziert, gefördert wurde das Projekt vom Frankfurter und Offenbacher Kulturamt und vom hessischen Kunstministerium.
Zum Stück ist eine gleichnamige Platte "Lou Reed in Offenbach", 12" LP Soundtrack inklusive Programmheft und MP3 Download auf dem Offenbacher Label unbreakmyheart.de erschienen, sie ist zum Preis von 20 Euro auch im OF InfoCenter im Salzgässchen 1 und im Haus der Stadtgeschichte erhältlich.

Streamingtipps des Deutsches Filminstitut Filmmuseum

(Martin)

Die Mitarbeiter des Deutschen Filmmuseums am Museumsufer haben eine Liste ihrer persönlichen Filmtipps zusammengestellt, die aktuell bei unterschiedlichen Streamingdiensten und in den Mediatheken angeboten werden und zu sehen sind. Da gibt’s jede Menge Heimkino zu entdecken und auch vieles für die ‚Kinderstunde’ ist dabei. Ein wirklich breitgefächertes Hinweisangebot von ‚Pippi Langstrumpf’ über ‚Das Boot’ zu ‚Ein Abend mit Romy’ und dann wieder ‚Pünktchen und Anton’, ...

Hier geht’s zu den Streamingtipps: https://www.dff.film/streamingtipps/

Sonntag, 31. Mai: LOKAL LISTENER On The Road

(Uwe) 

Besondere Zeiten erfordern besondere Ideen. Das Künstlerhaus Mousonturm hat den „DMT – Digitaler Mousonturm“ ins Leben gerufen, da passt doch eine Online-Form des beliebten LOKAL Listeners perfekt dazu! Gastgeber Gregor Praml meldet sich zurück mit LLOTR, dem „LOKAL Listener On The Road“. Nach wie vor geht es um die Kulturszene rund um Frankfurt und – weil die Home-Base, das LOKAL in der Waldschmidtstraße gerade geschlossen hat – geht es in andere Locations in der Stadt. Jede Ausgabe des LLOTR gibt es wie gewohnt einmal im Monat an einem Sonntag um 11 Uhr, nur jetzt als Premiere auf dem YouTube-Kanal des Mousonturms (und danach selbstverständlich auch weiter „On Demand“).

Erster Halt des LOKAL Listener On The Road: das Hotel Libertine Lindenberg in Sachsenhausen. Ein Haus wie kaum ein anderes in der Stadt. Es gibt Platz zum Reden an der Bar, zum Spielen im hauseigenen Tonstudio und zum Kochen in der Gemeinschaftsküche unter dem Dach. Für die erste Folge des LLOTR ist es Gregor Praml gelungen, einen ganz besonderen Gast einzuladen – die israelische Cembalistin, Pianistin und Dirigentin Tamar Halperin, die seit vielen Jahren in der Nähe von Frankfurt lebt. Normalerweise hat die Musikerin mit der erstklassigen klassischen Ausbildung vollen Tourkalender und für solche Einladungen kaum Zeit, aber während der Corona-Pandemie ist auch bei ihr einiges anders. „Sie ist eine der vielseitigsten und offensten Musikerinnen, die mir in den letzten Jahren begegnet ist“, sagt Gregor über sie. Allein ihr Projekt „BachSpace“ (2017) mit einem Geiger und einem Audiodesigner als Triopartner sucht seinesgleichen. Und nicht nur das, Tamars Ehemann ist Andreas Scholl, einer der bekanntesten Countertenöre weltweit – ein echter Musikerhaushalt! Begleitet wird Gregor auf seiner Tour von Dauergast Melina Hepp, mit der er bereits die Balkongespräche im Hotel Nizza moderierte. Und auch der bekannte Pausensnack von Koch Jörg Wegner aus dem LOKAL darf nicht fehlen! Jeder, der rechtzeitig sein virtuelles Ticket bestellte (bei Redaktionsschluss bereits vorbei),  bekommt die Zutaten zum Gericht direkt geliefert und kann sich den Snack während des  Konzert/Talks unter Anleitung von Jörg selbst zubereiten. Na wenn das nicht eine interessante Mischung aus Analog und Digital ist

LLOTR - LOKAL Listener On The Road mit Tamar Halperin
Mit: Tamar Halperin, Gregor Praml, Melina Hepp 
Livestream via Youtube (Kanal des Mousonturm)
Beginn: 11 Uhr

Noch bis 31. Mai: Der Ring des Nibelungen

(Martin)

Wenn er gespielt wird - nie bekommt man Karten weder für den Ganzen noch die Einzelteile! Es sei denn, man begibt sich am Beginn des Vorverkaufs in die Schlange am Telefon oder der Kasse:

Die Oper Frankfurt streamt Richard Wagners ‚Ring des Nibelungen’ – den gesamten Zyklus - das ist eine ziemliche Sensation, zumal diese Inszenierung von Vera Nemirova als legendär gilt. Ein  solches Bühnenbild (Jens Kilian) war noch nie zu sehen – Ringe überall und diese bilden gleichsam eine ganze Welt - und insgesamt lässt sich wohl sagen, dass mit diesem Frankfurter Ring in den Internationalen-Wagner-Charts die Reihenfolge durcheinander geriet und das Mekka der Wagnerianer – Bayreuth – auf einen hinteren Platz verbannt wurde.

Die Oper Frankfurt zeigt die gesamte Tetralogie und in dieser Woche wurden das ‚Rheingold’ und ‚Die Walküre’ schon online gestellt: 

Die FR schrieb anlässlich der Premiere des ersten Teils: „(...) So dass das "Rheingold" also viel verspricht, indem es vieles schon eingelöst hat. Wenn die Oper Frankfurt auf diesem interpretarorischen, orchestralen und sängerischen Niveau am "Ring" weiter arbeiten kann, dann steht ihrem Publikum etwas wirklich Bemerkenswertes bevor.“

Und bemerkenswert ist dieser Ring allemal! 

„Es geht hier um die Ordnung der Welt, um Konfliktlinien zwischen der schimmernden und scheinbar herkunftslosen Macht des alten Geldes und ihrer Verteidigung und Behauptung auf der einen Seite und der aufstrebenden, friedlosen Macht, die aus Triebverzicht, Sklaverei und Düsternis entsteht, auf der anderen. Es geht stets auch um die Gewaltförmigkeit beider. Dass am Ende der Untergang von allem stehen wird, weiß man schon nach diesem Vorabend, wenn die vorerst siegreichen Lichtalben um Wotan ihre Champagnerparty feiern.“ (FR). 

Der Deutschlandfunk sendete nach der Walküre: „Die bulgarische Regisseurin Vera Nemirova ist eine Meisterin der Reduktion und damit eine sagenhafte Konstrukteurin allegorischer Bilder. Fast ohne Requisiten inszeniert sie dieses Familiendrama zwischen Brünnhilde und Wotan – wie ein Kammerspiel – in monumentalen Tableaus, mit denen sie Richard Wagners Symbolik kongenial übersetzt. 

Nemirovas Götter sind Menschen: Die Beziehungen, in denen sich diese Leute verstrickt haben, sind als Stammbaum mit Kreide an eine schwarze Wand geschrieben. Wotan trägt Smoking, Fricka ein schwarzes Taftkleid: ihr Götterleben – eine einzige Dinnerparty. Und Brünnhilde? Rotschopfig – zum Kampf bewehrt mit einer burschikosen schwarzen Outdoorhose. Auch Siegmund soll diese zivile Kampfuniform aus der Wanderabteilung Schutz bieten. Allein Sieglinde wirkt in ihrem schlichten hellblauen Cardigan unauffällig einfach und schlicht. (...) Über allem steht die Liebe, denn die Götter dieser „Walküre“ sind tatsächlich immer die anderen. Nemirova zeichnet vor allem Wotan als disparate Figur, zwischen Empathie und kaltem Großmut schwankend. Allein der herzzerreißende Abschied Wotans von Brünnhilde bezeugt dies eindrucksvoll. (...) Der Frankfurter Generalmusikdirektor Sebastian Weigle lässt das Orchester dazu aufschäumen, setzt zum Ende hin fast übermütig auf die Energie von Kontrasten in Tempo und Dynamik. (...)

Aber egal: Diese Frankfurter „Walküre“ ist ein Meisterwerk!“

Die Oper streamt den Ring der Nibelungen bis 31. Mai und außerdem gibt’s ein ‚Making of’ und einen live-Talk zur Inszenierung.

Hier geht’s zum Ring: https://oper-frankfurt.de/de/oper-frankfurt-zuhause/

Telefonlesungen auf Bestellung

(Martin)

Was eine geniale Idee!

Im Deutschen Literaturarchiv Marbach gibt es eine neue Ausstellung, in der Dichter_innen in Szene gesetzt werden. 

Wer will, kann die Gedichte der Dichter_innen von Schauspieler_innen des Schauspiel Stuttgart am Telefon hören! 

Man stelle sich vor: Das Handy klingelt und dran ist Hölderlin, Nelly Sachs oder gar Rainer Maria Rilke!

Das Lyriktelefon ist von Montag bis Freitag von 17.00h – 19.00h aktiv.

Ein Termin kann online kostenlos gebucht werden. Hinterlässt man die Telefonnummer klingelt das Telefon zum verabredeten Zeitpunkt und ein/e Schauspieler_in liest einem persönlich vor. 

Das aktuelle Wochenprogramm und Informationen zu den gelesenen Gedichten findet ihr unter www.dla-marbach.de   

Kostenlose Termine sind buchbar unter: https://www.schauspiel-stuttgart.de/spielplan/monatsplan/2020-06/?scrollTo=2020-06-02-p2583

Aktuell sind zwar leider alle Termine ausgebucht, aber es werden kontinuierlich neue ins Netz gestellt. Deshalb bei Interesse öfter mal nachschauen.

Montag, 1. Juni: Of/ My Piecycle re-Opening und Birthday

(Andrea)

Heute ist es soweit und es wird gefeiert: Wiedereröffnung und den zweiten Geburtstag des My Piecycle's. Von 12.00 bis 20.00 Uhr werden Alessia und Gianna leckere Sabich servieren und an der Bar gibt es die herkömmlichen Drinks dazu sommerliche Aperol Spritz. Natürlich werden die Corona Vorschriften eingehalten. Wenn ihr die Möglichkeit habt bringt euch einen Stuhl oder eine Sitzgelegenheit mit, sodass wir in gewohnter Manier die ganze Straße einnehmen können.

My Piecycle
Karlstraße 8
63065 Offenbach

Dienstags bis Sonntags: Ausstellung

(Petra)

Wie unglaublich ich mich darauf gefreut habe, nach der Wiederöffnung endlich die Ausstellung im Museum Angewandte Kunst „Life doesn’t frighten me – Michelle Elie wears Comme des Garçons“ zu sehen. Welches Motto könnte aktuell passender sein? Nun ist der Mai fast vorüber und ich bin schrecklich unternehmungsmüde. Alles bleibt mühsam und meine größte Sehnsucht gilt dem Meer. Kraftvolle Mode als starkes Statement ist da genau das Richtige. Die japanische Designerin Rei Kawakubo gründete 1969 ihr Modelabel Comme des Garçons (deutsch: Wie Jungs). Bis heute geht es ihr nicht darum zu gefallen, sondern spielerisch und lustvoll den männlichen, durch westliche Schönheitsideale gelenkten Blick zu stören. Konventionen der Schnittkunst bricht Kawakubo durch Dekonstruktion, Verschiebung, Zerstörung und Ausbuchtungen ohne Rücksicht auf Körperformen. Designerin und Mode-Ikone Michelle Elie liebt, sammelt und lebt Kawakubos Entwürfe leidenschaftlich – auf den internationalen Fashionweeks, die sie regelmäßig besucht, und in ihrem Kölner Alltag. Gezeigt wird hier ihre Sammlung, zu denen sie selbst (per speziellem Booklet, das nach jeder Benutzung desinfiziert wird) die Geschichten der jeweiligen Stücke erzählt. Als schwarze Frau in einer weißen Mehrheitsgesellschaft mit ihren entsprechenden Vorstellungen von Schönheit trotzt Elie bereits durch ihr bloßes Sein jeder Norm. Auffallen, Inspirieren, die Welt in Frage stellen. Gerade jetzt.

„Life doesn’t frighten me – Michelle Elie wears Comme des Garçons“, Ort: Museum Angewandte Kunst, Adresse: Schaumainkai 17, Uhrzeit: Di, Do – So 10 - 18 Uhr, Mi 10 - 20 Uhr; noch bis 30.08., Eintritt: 9 (4,50) Euro, Online-Ticket empfohlen, unter: https://www.museen-ticket.de/Museum-Angewandte-Kunst/, barrierefrei: ja

Donnerstag 4. – Samstag 6. Juni: Samuel Beckett – Trilogie

(Martin)

Live und wirklich!

Das Staatstheater Wiesbaden macht Ernst und die Türen zum Großen Haus unter Beachtung der Hygienebedingungen und mit stark reduzieren Kartenangebot, auf! 

Samuel Beckett ist der Autor der Stunde! Seine Stücke sind möglich mit ‚Abstand’ zu inszenieren und zu spielen – auch, da das Personal überschaubar ist – oder gar nicht kommt – so wie Godot ;-)

Tatsächlich ist es eine ganze Beckett Trilogie, die an drei aufeinanderfolgenden Tagen gezeigt wird; ‚Glückliche Tage’ am 4. Juni,Warten auf Godot’ am 5. Juni und am 6. Juni wird mit ‚Endspiel’ (wie passend) die Trilogie abgeschlossen.

„Bei allen drei Produktionen hat Rolf Glittenberg die Bühne sowie Marianne Glittenberg die Kostüme entworfen, inszeniert hat Uwe Eric Laufenberg.

Samuel Beckett gilt als einer der Begründer des »absurden Theaters«. Wer jedoch in seinen Stücken vor allem ein grotesk-irreales Spiel zu sehen gewohnt ist, der wird nun angesichts der aktuellen Situation eines Besseren belehrt: In großer Präzision schildert Beckett das Verhalten von Menschen, die sich in einer unbeherrschbaren äußeren Lage wiederfinden. Becketts Figuren erleben auf geradezu modellhafte Weise einen gesellschaftlichen Lockdown vor dem Hintergrund einer so umfassenden wie unfassbaren Todesdrohung. Sie reagieren auf diesen Zustand mit Angst und Verdrängung, mit verlorener Zuversicht und mit Blick auf ihr Ende. Sie liefern sich diesem Zustand aus und begehren doch gegen ihn auf, ständig pendeln sie zwischen in sich zurücksinkender Depression und anarchischem Humor. Keineswegs verkörpern diese Figuren bloße Ideen: Sie sind Menschen aus Fleisch und Blut, die sich erst im Spiel der Schauspieler in ihrem ganzen Realismus offenbaren.

Innerhalb der Trias steht »Glückliche Tage« für den Versuch, ungeachtet stetig gleicher Abläufe dennoch einen glücklichen Tag zu erleben. »Warten auf Godot« veranschaulicht das Warten auf irgendeine Form von Rettung. Und »Endspiel« entwirft schließlich eine Welt, aus der die Hoffnung auf Rettung bereits entwichen ist.

Das bescheidene Ziel des Unternehmens »Beckett-Trilogie« ist es, anhand der aktuellen Krise Becketts Stücke neu zu deuten, vor allem aber mit diesen die aktuelle Krise neu zu lesen.“

Hier geht’s zum Spielplan und zum Vorverkauf: https://www.staatstheater-wiesbaden.de/programm/spielplan/

Becket-Trilogie im Großen Haus des Staatstheater Wiesbaden:
Glückliche Tage (4.6.), Warten auf Godot (5.6.), Endspiel (6.6.) jeweils um 19.30h.
Das Staatstheater Wiesbaden ist behindertenfreundlich ausgestattet.

Foto: (c) Staatstheater Wiesbaden

VORSCHAU
Ab Freitag 5. Juni: Wirkliches Theater im Theater Willy Praml

(Martin)

Erreger. Ein Trader in Quarantäne von Albert Ostermaier

Willy macht’s möglich - das Theater Praml öffnet und spielt! 

An unsere Zuschauer:

Vermisstes Publikum!

Der Landesherr hat es verkündet: wir dürfen wieder spielen! 

Unter welchen Bedingungen, werden Sie ab dem 5. Juni bei uns erleben können. Wir machen es für Sie nach den gegebenen Vorschriften sicher und hoffen trotzdem, dass Sie sich bei uns immer noch zu Hause fühlen.

Dafür sorgt die ganze Besatzung unseres Theaters, die Sie empfängt und die sicheren Pfade zu Ihrem Theaterstuhl führen wird.

Das wird schon vom Kartenverkauf an eine Art Performance werden, die ein bisschen abenteuerlicher ausfällt als sonst. Bleiben Sie gelassen, wenn das alles mehr Zeit und Geduld braucht als sonst. 

Dafür sind Sie bei uns in guten Händen: Wir haben den Zuschauerraum in die Halle verlegt, da haben Sie viel Platz und atmen fast Freilichtluft, wenn wir die Fenster öffnen.

Bis Sie sitzen müssen sie allerdings, auch bei uns, eine Maske tragen; alles andere erfahren Sie am Abend selbst.

Wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen und hoffen, Sie sind mutig genug, sich wieder unter die Leute zu wagen!

Ab dem 5. Juni wird das Ein-Personen-Stück ERREGER. EIN TRADER IN QUARANTÄNE von Albert Ostermaier aus dem Jahre 2014 gezeigt.

„In dem Theatermonolog ERREGER geht es um den alltäglichen Wahnsinn und den Alltag des Wahnsinns unserer Geldgesellschaft. Ein Trader gerät urplötzlich in Quarantäne:

Der Börsenmakler findet sich in einem hermetisch abgeriegelten Zimmer wieder. Kaum weiß der Mann noch, was Realität, was Fiktion ist. Das Leben ein Börsentraum. Während er unter seiner Schädeldecke die brummenden Wespen der virtuellen Erregung zu spüren vermeint, glaubt er sich von einem Computervirus befallen. Doch der Zuschauer ahnt von Anfang an: Der Mann selbst und seine Lebensweise sind der „Erreger“. Seine Gedanken rennen in einem Monolog um sein Leben.“

Gespielt wird: Freitag 5.06., Samstag 6.06., Freitag 12.06., Samstag 13.06., Freitag 19.06., Samstag 20.06., Freitag 26.06., Samstag 27.06 um jeweils 20.00h.


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