08.05.2020
Inhalt: GENERVT / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / K U L T U R Z E I T E R I N / ZU GEWINNEN / G E R O L L T E S über die Pause / Zum Abschluss noch etwas über den FSV / Freitag 8. und Samstag 9. Mai: Die Glänzenden Aktionstage der Vielen / Freitag, 8. Mai: Jeder stirbt für sich allein / Freitag, 8. Mai: Vernissage / Freitag, 8. Mai 2020: antagon TheaterAKTion Livestream / GO DIGITAL: ZEIT FÜREINANDER / Verlängert bis zum 5. Juli: FANTASTISCHE FRAUEN, SURREALE WELTEN / Spendenaufruf: Theater Willy Praml und studioNAXOS / Samstag 9. und Sonntag 10. Mai: Europa / Sonntag 10. Mai: Muttertag / Donnerstag 14. Mai: Dunja Hayali im Gespräch / OFF Topic - Offenbachs Riviera online / Batschkapp und Nachtleben Support / GO DIGITAL / FILME und SERIEN / Community Masken / „Kultur macht stark“ – auch während der Corona-Pandemie! / VORSCHAU / Samstag 16. Mai: Vernissage Jan Christian Pohl / Montag 18. Mai: ECHTES Konzert Sarah Lesch / GO DIGITAL - FILMTIPPS VON DANIEL BRETTSCHNEIDER / SCHON MAL HIER ERSCHIENEN ABER IMMER NOCH AKTUELL / Impressum
GENERVT

Ich gebe zu: ich habe überhaupt gar keine Lust zu schreiben, denn ich bin mega genervt.

Wie gerne würde ich mich heute Abend mit meinen Freundinnen im Lucille auf einen Aperitivo und leckeres Essen von Mehran treffen.
Und danach könnte man ja noch ins Theater Landungsbrücken oder in die Schmiere gehen. Zu gerne wäre ich morgen in einem vollen Gemalten Haus bei Alex & Rupfi und würde Grüne Soße & Apfelwein genießen und wie gerne würde ich kommende Woche mit meiner Freundin Kiki in der Nordwestkurve stehen und der Eintracht zujubeln und im Anschluss beim Backer in der St. Tropez Bar feiern. (Das Foto entstand letztes Jahr auf der Fähre nach Chelsea.. Europapokal Halbfinale...)
Oder wie gerne würde ich am Sonntag meine Mutter zum Brunchen zur Steffi ins Hotel Nizza einladen oder mit Uwe unser Dreijähriges im Größenwahn feiern.

Aber nein, auch davon bin ich NICHT genervt!!

Ich bin auch nicht genervt, von meinen Freundinnen, die sogenannten Soloselbstständigen aus dem Kultur- und Veranstaltungsbereich, denen es so richtig scheiße geht, weil sie der „FIRST IN – LAST OUT“ Gruppe angehören. So heißen die Menschen, die als erstes ihre Jobs ruhen lassen mussten und es nicht klar ist, wann sie wieder richtig arbeiten und damit auch Geld verdienen können. (Was bringt es schon, wenn man ein Theater mit 100 Plätzen hat, aber nur 20 Besucher*innen rein lassen darf oder man zwischen Blasinstrumentenspieler*innen einen Abstand von 8 Metern einhalten muss...).

Ich bin auch nicht davon genervt, dass ich stundenlang in Telefon- und Videokonferenzen sitze, meine Kopfschmerzen nicht weggehen und dass das mit dem Homeschooling auch nicht wirklich besser wird und ich Kilo um Kilo zunehme...

Nein, all das nervt mich nicht!!

Mich nerven die Menschen, die mir jetzt erzählen wollen, dass Bill Gates uns alle zwangsimpfen lassen will. Mich nerven die Attila Hildmann und Ken Jebsen Anhänger*innen. Und diese Beiträge von Freundinnen, die schreiben: "Schaut Euch schnell das Video an, bevor auch dieses wieder gelöscht wird".
Ich habe mir gestern den Spaß erlaubt und bin bei Telegram der Gruppe „FreiheitDerGedanken“ beigetreten um mir den Schwachsinn mal genauer durchzulesen. Man - man - man. Es ist unglaublich, was Menschen so glauben. Und bei all dem bin ich auf ein Video der Autorin & Radiomoderatorin Sophie Passmann gestoßen. Ich kannte sie bisher noch nicht. Ihr ist auf Instagram so schön der Kragen geplatzt. Ich finde, das ist ein super Video, mit dem man wunderbar ins Wochenende starten kann.

Und bevor das jetzt falsch ankommt: ich bin nicht immer genervt... Sehr gerührt hat mich z.B. die Mail von Nele, die schrieb, dass sich Kulturschaffende bei ihr melden können. Da gibt es ein Förderprogramm "Kultur macht stark", das sie betreut... mehr dazu weiter unten.
Und meine Co-Autorinnen, Martin, Petra, Andrea und Uwe und ich freuen uns sehr, wenn ihr uns Feedback gebt, sowie z.B. das von Fabian. Er wollte letzte Woche einen Mundschutz gewinnen und schrieb: "Endlich mal ein Anlass Dir für diese wundervollen Tipps zu danken. Sei es Ausgeh- oder Daheimbleib-, es lohnt sich immer und man findet auch immer etwas für sich persönlich. Das zudem auch noch eine gute Kolumne über Fußball enthalten ist, ist für mich die Erdbeere (ich steh nicht so auf diese babbigen Piemont-Kirschen) auf der Sahnetorte. Das ist toll!"

Ich geh jetzt aus dem Haus. Ich besuche meine Freundin. Ihre Mutter ist Künstlerin und auch ohne Arbeit. Anstatt dass sie sich den Verschwörungstheoretiker*innen anschließt, näht sie tolle Masken. Wir haben ihr schon einige abgekauft, denn ihre sind mit Abstand die Besten! Unten steht der Kontakt, da könnt ihr die Masken bestellen...

Was auch immer ihr macht: bleibt gesund und lebt wild (doch, das geht beides!)!

Daniela

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

P.S. Vielen Dank an meine Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün und Uwe Schwöbel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 (Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr). Wer eine Rechnung benötigt, schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

K U L T U R Z E I T E R I N

83.295,- € YEAH!!!!!

Die Lage der solo selbstständigen Künstler*innen ist immer noch verheerend!

Wir brauchen weiterhin Geld um sie zu unterstützen.

Unter den ersten Spendenempfänger*innen sind beispielsweise ausländische Künstler*innen, deren Aufenthaltsstatus an die Tätigkeit als freischaffende Künstler*innen geknüpft sind, die also gar keinen Anspruch auf ALG II haben und deren Aufenthaltsstatus ohne Ausübung der Tätigkeit gefährdet ist. Ebenso etwa Schauspieler*innen, die wegen bestehender Gastverträge keinen Anspruch auf ALG II haben, obwohl die ausgefallenen Stücke gar nicht oder nur zum Teil vergütet werden. Mit dabei sind außerdem auch bildende Künstler*innen und Musiker*innen, die durch die Corona-Pandemie weder ihrer Haupttätigkeit – also Auftritte beziehungsweise Ausstellungen – noch ihrem Nebenerwerb, z.B. als Kulturpädagog*innen in Schulen oder Kurator*innen nachgehen können.

Hilfe, die gut ankommt: „Es ist eine furchtbar schwierige Zeit, und Organisationen wie Ihre sind eine enorme Hilfe und Quelle der Hoffnung“, bedankt sich ein Tenor aus Frankfurt. Auch eine Choreographin freut sich über die schnelle finanzielle Unterstützung: „Ihr seid der Hammer!!!“

Wir machen weiter. Seid dabei, werdet Kulturzeiter*innen!
www.kulturzeiterin.de

ZU GEWINNEN

Eigentlich kann man ja in dieser Rubrik Tickets für Veranstaltungen gewinnen...

Heute verlosen wir zum Muttertag...
2 Begleitkataloge für die Ausstellung "Fantastische Frauen" in der Schirn. Die Kataloge bekommen die beiden, die uns schreiben, warum sie ihrer Mutter den Katalog schenken möchten. Einsendeschluss ist Samstag um 18:00 Uhr.

G E R O L L T E S über die Pause

(Uwe)

Ab Mitte Mai könnte der Ball in der Fußballbundesliga wieder rollen. Sie wäre damit die erste deutsche Profiliga, die den Spielbetrieb nach einer Corona-Pause aufnehmen und die Saison 2019/2020 zu Ende spielen würde. Auf diese Idee könnte beispielsweise die Handballbundesliga nicht mehr kommen, denn dort wurde die Saison bereits vor Wochen nach deutlichem Mitgliederentscheid abgebrochen: Der Tabellenführer THW Kiel wurde zum Meister ernannt, sportliche Absteiger gibt es keine. Was insbesondere für die HSG Nordhorn-Lingen ein Segen ist, denn die war mit zwei Siegen aus 27 Spielen hoffnungslos abgeschlagen Letzter. Die Bundesliga darf bald wieder spielen, weil ein von der der Deutschen Fußballiga vorgelegtes Sicherheits- und Hygienekonzept angenommen wurde. Apropos Hygienekonzept: es wäre schön, wenn es für die Toiletten in Bundesligastadien ein solches losgelöst von Corona gäbe. Nach meiner persönlichen Statistik waschen sich 66% der männlichen Stadionbesucher über 18 Jahre nach dem Stehendpinkeln nicht die Hände, wiederum ein Viertel von denen kauft im Anschluss am Bierstand vier oder noch mehr Bier und trägt diese zu den Kumpels in den Block, indem mit ungewaschenen Fingern in die Becher hineingelangt wird. Lecker. Zurück zum „richtigen“ Hygienekonzept: Ein mittlerweile gefeuerter Hertha-Spieler bewies mit einem kleinen Filmchen, das er in die sozialen Medien stellte, dass die Vorgaben zumindest bei dem in diesem Jahr etwas unorganisiert wirkenden Hauptstadtclub ziemlich lax gehandhabt werden. Wohl eher „wurde“, weil alle Club-Bosse sicherlich von der DFL den Hinweis bekamen „passt bloß auf, dass sich das bei Euch wiederholt“. 

Zum Sportlichen: Die Hertha hat nach Ante Covic und Jürgen Klinsmann in der Spielpause mit Interimstrainer Alexander Nouri den dritten Trainer in einer Saison "verloren". Die Außenwirkung der Hertha drückt dem ehemaligen „Jugendfreund“ von Altkanzler Dr. Kohl, Lars Windhorst, seines Zeichens Investor bei der Hertha, sicher langsam auf die Stimmung. Der wird sich schon fragen, „was mache ich eigentlich bei diesem peinlichen Haufen?“. Ganz unschuldig an der Katastrophensaison der Berliner ist Windhorst aber nicht, immerhin installierte er Jürgen Klinsmann erst als beratender Aufsichtsrat und dann als Trainer. Und den eitlen Schwaben, äußerlich immer noch ein Sunnyboy (hält sich noch frischer als die jugendliche Traumschifflegende Sascha Hehn), zu engagieren, ist für eine Gemeinschaft in etwa so gefährlich, wie eine vollbesetzte Apres-Skihütte in Ischgl Anfang März 2020. Weil Klinsmann in einer Struktur um sich greift wie ein Virus im feuchtwarmen Klima einer Partyzone. Der Trainerwechsel von Nouri zu Labbadia wurde wieder von der Hertha initiiert, nachdem „Klinsi“ vorher selbst hingeschmissen hatte. Der 54jährige Südhesse Labbadia hat als Übungsleiter schon bei acht Vereinen gearbeitet (der HSV zählt doppelt, da war er zweimal) und bei genauso vielen Vereinen gespielt. Er kam in seinem Sportler- und Trainerleben also gut rum. Im Abstiegskampf hat er gute Erfahrungen und einige Erfolge vorzuweisen. Auch weil er ein pfiffiges Kerlchen ist. Er sucht sich nämlich immer Vereine aus, die viel besser besetzt sind, als es der Tabellenplatz vermuten lässt. So hat die Hertha hat aus meiner Sicht einen ordentlichen Spielerkader. Auch wenn Klinsmann Spieler wie Duda oder Selke während der Saison verlieh und andere Kicker ausmusterte, sollte die Mannschaft immer noch stärker sein als Düsseldorf, Paderborn, Mainz, Augsburg oder Union Berlin. Einer der von Klinsmann zurückgestuften Kicker ist der ehemalige Chelsea-Spieler Salomon Kalou, mit dem Labbadia möglicherweise Hoffnungen verband. Die haben sich durch Kalous Kabinenfilmchen aber mittlerweile erledigt.

Zum Abschluss noch etwas zu Spielen ohne Zuschauer: Vor leeren Rängen zu spielen, ist möglicherweise ein Wettbewerbsvorteil für Mannschaften, die es gewohnt sind vor spärlich besetzten oder überwiegend stimmungsfremden Rängen zu spielen. Wir reden hier von Teams wie dem VfL Wolfsburg oder die TSG Hoffenheim. Spielern der Eintracht oder Schalke wird die feurige Stimmung ihrer Fans und die mühsam organisierten Choreografien in den Stadien sicher fehlen. Wir erinnern uns: bei beiden Vereinen gab es vor der Corona-Pause aber wenig zu bejubeln, weil die Leistungen teilweise gespenstisch waren. Da wären die nun anstehenden Geisterspiele eigentlich nur konsequent. 

Zum Abschluss noch etwas über den FSV

Der FSV darf noch nicht wieder starten. Aktuell verlängern die Bornheimer einige Spielerverträge und schließen neue Sponsorenverträge ab. Das sind gute Nachrichten, dennoch ist es keine gute Zeit für Mannschaften aus der Regionalliga. Daher die Frage: Habt Ich schon ein Erlebnisticket zu Unterstützung des wunderbaren FSV gekauft? Nein, dann mal los: www.fsv-frankfurt.de. Gesichtsmasken gibt es vom FSV jetzt übrigens auch!!

Freitag 8. und Samstag 9. Mai: Die Glänzenden Aktionstage der Vielen

(Martin)

Die Vielen sind schon viele, sie können und müssen aber noch mehr werden! 

Die Vielen, das ist ein Zusammenschluss aus Kunst- und Kulturschaffenden, Wissenschaftler_innen und Kulturinstitutionen, die für eine offene Gesellschaft eintreten: „Wir grenzen uns ab gegen alle Versuche, Pluralismus und Vielfalt einzuschränken, und verpflichten uns zur Solidarität mit Menschen, die an den Rand gedrängt werden. Demokratie heißt, Zusammenleben immer wieder neu zu verhandeln. Wir sind viele, jede*r Einzelne von uns“.

Unter anderem gehören das Schauspiel Frankfurt, das Künstlerhaus Mousonturm, die Oper Frankfurt, das Literaturhaus Frankfurt, einige Museen, ... dem Zusammenschluss der Vielen an.

Die Vielen schreiben: „Die Vielen organisieren am 8. und 9. Mai 2020 GLÄNZENDE AKTIONSTAGE, um den 75. Jahrestag  der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus und die Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Gedenken würdig zu feiern sowie am folgenden Tag, dem Europatag, ein offenes EUROPA DER VIELEN zu proklamieren. 

Wenn in diesem Jahr schon keine Veranstaltungen in den Häusern und auf den Plätzen davor stattfinden können, möchten wir zumindest digital eine möglichst große Aufmerksamkeit in Form eines digitalen glänzenden Rauschens auf allen Kanälen erzeugen. Seid dabei!“

Auch andernorts haben DIE VIELEN zahlreiche Aktionen vorbereitet. Weitere Informationen sowie Veranstaltungen im Livestream unter: www.dievielen.de/stream

Sendezeiten des Livestreams sind: 

  • 8. Mai von 18.00h bis 24.00h
  • 9. Mai von 12.10h bis 13.30h

Und jetzt das Besondere: „Anlässlich des Europatages haben die Musiker*innen Bernadette La Hengst und Barbara Morgenstern die „Ode an die Freude“ umgeschrieben und eine alternative Europahymne der Vielen verfasst, die zu einem offenen und solidarischen Europa aufruft. Am 9. Mai ab 12.30h werden Unterzeichner*innen die über 30 regionalen Erklärungen der Vielen gemeinsam verlesen und Chöre und Musiker*innen in ganz Deutschland anschließend die alternative Europahymne Zuhause von ihren Fenstern und Balkonen singen, diese streamen und über die sozialen Medien verbreiten.“ 

Singt mit!!!

Freitag, 8. Mai: Jeder stirbt für sich allein

(Martin)Dieser Regisseur hat uns einen Theaterabend beschert, der als legendär bezeichnet werden muss. Es war bei den Maifestspielen in Wiesbaden vor vielen Jahren und wir waren zahlreich vor Ort: Luk Perceval – Kleiner Mann was nun von Hans Fallada! Bei kaum einem blieben die Augen trocken und immer wieder kommen wir noch heute über diesen Abend ins Gespräch.

Zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus streamt das Thalia-Theater nun die Nachfolgeinszenierung, die ich mir eigentlich immer in Hamburg anschauen wollte, was aber leider nie geklappt hat: ebenfalls Hans Fallada – Jeder stirbt für sich allein – wiederum von Luk Perceval in Szene gesetzt.  

„Wenn Theater sich noch jener moralischen Verantwortung stellen will, einmal ohne ironische Distanzierung oder drastische Symbolik über politische Handlungsfähigkeit zu sprechen, dann bekommt es in Percevals Inszenierung ein Beispiel geboten, wie das aussehen könnte. Sehr konkret nämlich, und das ist im zeitgenössischen Theater schon so lange als konservativ verpönt, dass es in dieser Kraft geradezu erfrischend neu und modern auftritt.“ - Süddeutsche Zeitung

„Fast totenstill ist es im Zuschauerraum, wenn Thomas Niehaus auf der dunklen Bühne das Glaubensbekenntnis des Otto Quangel spricht: Es bleibt immer eine Wahl, und wer aufrecht stirbt, ist nicht umsonst gestorben.“ - Frankfurter Rundschau

„Angst und Liebe sind die großen Kräfte in diesem Stück. Dem Regisseur Luk Perceval ist ein Kunststück gelungen: Er hat das Gleichgewicht zwischen beiden Kräften hergestellt, sodass man beim Zuschauen von beiden ergriffen wird und an beide glaubt. Aber an die Liebe ein bisschen mehr.“ - Die Zeit

‚Jeder stirbt für sich allein’ war Inszenierung und Bühnenbild des Jahres 2013 (Theater heute). Regie und Bühne wurde der Deutsche Theaterpreis DER FAUST 2013 verliehen und die Inszenierung wurde zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Mehr geht eigentlich kaum!

Hier geht’s zum Streaming: https://www.thalia-theater.de/startseite/thaliadigital-therestismissing/

https://www.thalia-theater.de/startseite/thaliadigital-therestismissing/

Freitag, 8. Mai: Vernissage

(Petra)

 

Zwei Mal Kunst für 50 Augen: In der Galerie Lachenmann Art setzt sich heute die allmähliche Wiedererweckung unseres Kunst- und Kulturlebens fort. Im Untergeschoss erlebt Ihr die Ausstellung "TOTAL MUSEUM‹" von Lars Teichmann, dessen Werke aufgeladen sind mit Zitaten der kunsthistorischen Vergangenheit. Seine monumentalen Leinwandarbeiten verfremden und aktualisieren vertraute Bildmotive nach einer kontinuierlichen Systematik: so stammen seine Motive aus der französischen Salonmalerei des 19. Jahrhunderts oder erinnern an klassizistische und barocke Portraits. Übersetzt in die Gegenwart. Im Obergeschoss werden unter dem Titel "a\chromatic" Werke des bulgarischen Künstlers Danil Yordanov gezeigt. Seine monochrom-abstrakten Arbeiten finde ich gerade in der Betrachtung zusammen mit Teichmanns figürlich-verfremdenden Stil sehr interessant. Bitte lest vor Eurem Besuch die Spielregeln unten! Wie voll es wird? Keine Ahnung, aber: Schlangestehen haben wir doch in den letzten Wochen alle geübt - und für die Kunst lohnt es sich doch noch mehr als für Klopapier...

 

"TOTAL MUSEUM" Lars Teichmann und "a\chromatic" Danil Yordanov, Galerie Lachenmann Art, Hinter der Schönen Aussicht 9, Uhrzeit: 17 - 21 Uhr (Zugangbeschränkungen: höchstens 25 Personen zeitgleich, Einhaltung der aktuellen bundesweit verordneten Maskenpflicht innerhalb von Geschäften und Galerien sowie die derzeit geltenden Hygiene- und Abstandsregeln, wer hier unsicher ist: https://www.hessen.de/sites/default/files/media/hessen.de_land/3vo_corona_barrierefrei.pdf), Eintritt: frei

Freitag, 8. Mai 2020: antagon TheaterAKTion Livestream

(Andrea)

Auszeit, Zeitenwende, wie auch immer man das, was wir gerade erleben, auch bezeichnen will, es verändert uns und unsere Gesellschaft verändern. Hoffentlich nachhaltig positiv. So empfinde ich Fluglärmgeplagte die Ruhe als solche Wohltat, dass ich mir wünschte, es bliebe immer so. Hieße aber, dass zig leute ihre Jobs und ich nicht mehr reisen und und und. All das hat antagon vor Jahre schon in ein Stück gegossen, nein, nicht Flughafenausbau, sondern das Hamsterrad unseres Daseins: "Time Out". Vielleicht habt Ihr es sogar schon bei der Sommerwerft gesehen, aber weil die ja vielleicht nicht stattfindet, so wie der Sommer mit seinen schönen Aktvitäten uns jetzt schon zwischen den Fingern zerronnen ist, lässt sich vortrefflich ein Gläschen Wein einschenken und den Orberstraßen-Kanal einschalten: Die antaGON TheaterAKTIOn lädt zum Livetream: Streaming link for tomorrow, friday at 21:30 TIME OUT https://mixer.com/derkey

GO DIGITAL: ZEIT FÜREINANDER

(Martin)

Dating in Zeiten von Social-Distancing
Schauspielserie vom Kennenlernen auf Distanz

Zeitfuereinander.com! Wenn eine Homepage diesen Titel trägt, dann kann sich vieles dahinter verbergen: Nachbarschaftshilfe? Ein karitatives Projekt? Eine Vereinigung Bedürftiger?

„Sehnst du dich nach Nähe? Ist Liebe für dich auch nicht immer nur physisch? Schön, wenn man Zeit hat sich kennenzulernen.“

Tatsächlich ist www.zeitfuereinander.com eines der interessantesten Theater-Online-Projekte, das ich in den letzten Wochen gesehen habe. Im Grunde eine digitale Dating-Soap, die großen Spaß macht, anzuschauen und grandios unterhält.

„Aus der Isolation und Entfernung heraus kreieren zehn Schauspieler_innen mit der Regisseurin Anne Lenk Figuren, die sich auf eine virtuelle Suche nach Nähe begeben. In der fiktiven Webseite zeitfüreinander – Dating in Zeiten von Social-Distancing treffen sie in kurzen, improvisierten Tête-à-Têtes, online Speed-Datings, erstmals aufeinander, lernen sich kennen und gehen auf digitale Tuchfühlung.“

„Sie alle sind auf der Suche. Sie alle präsentieren sich im besten Stehlampenlicht. Und hoffen inständig darauf, dass am Ende die andere Seite des Bildschirms ja sagt zu einem Wiedersehen. Fünf Runden à fünf Minuten bietet jede Folge. Bei manchen Paarungen ahnt man sofort, dass sich hier zwei gefunden haben könnten, bei anderen geht das Gespräch furchtbar schief. Und manche drehen erst angestrengt Schleifen, um dann doch kurz vor Schluss völlig unerwartet noch auf ein gemeinsames Thema zu kommen. Es gibt unterschiedliche Signalwörter, an denen sich die Charaktere während ihrer Gespräche festklammern wie an Felsvorsprüngen: „herrlich“, sagt zum Beispiel die Kaschmir-Designerin bei jeder Gelegenheit, „ah krass“ oder „wenn ich fragen darf“ der Biologe. Der Angeberregisseur begrüßt jedes Mal mit einem „Hey, grüß Dich“, der HNO-Arzt mit einem neurotischen „Können Sie mich hören?“, um dann nervös anzuschließen mit: ‚Schön, dass das geklappt hat, Mensch, ich freu mich.’“ (FAZ).

Die erste Staffel besteht aus 5 Folgen, da auch fünf Schauspielhäuser miteinander kooperieren: Deutsches Theater Berlin, Residenztheater München, Düsseldorfer Schauspielhaus, Schauspiel Hannover und Staatstheater Nürnberg.

Ein herrlicher Spaß und ziemlich gutes Theater -  und eine zweite Staffel wird’s auch noch geben!

Hier ein Artikel aus der FAZ: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/kennenlernen-auf-distanz-theaterserie-zum-dating-16755314.html

Hier geht’s zur Homepage: https://www.zeitfuereinander.com

https://www.zeitfuereinander.com/

Verlängert bis zum 5. Juli: FANTASTISCHE FRAUEN, SURREALE WELTEN

(Daniela)

Die Ausstellung hat wieder geöffnet und wurde verlängert! Noch bis 5. Juli kann man sie sehen. Damit das auch alles mit Abstand klappt muss man sich für einen Zeitslot anmelden. Super Idee!

"Göttin, Teufe­lin, Puppe, Fetisch, Kind­frau oder wunder­ba­res Traum­we­sen – die Frau war das zentrale Thema surrea­lis­ti­scher Männer­fan­ta­sien. Künst­le­rin­nen gelang es oftmals nur als Part­ne­rin oder Modell, in den Kreis rund um den Grün­der der Gruppe der Surrea­lis­ten André Breton einzu­drin­gen. Aller­dings zeigt sich bei genaue­rer Betrach­tung, dass die Betei­li­gung von Künst­le­rin­nen an der Bewe­gung wesent­lich größer war als allge­mein bekannt und darge­stellt.

Die SCHIRN präsen­tiert nun erst­mals in einer großen Themen­aus­stel­lung den weib­li­chen Beitrag zum Surrea­lis­mus. Was die Künst­le­rin­nen von ihren männ­li­chen Kolle­gen vor allem unter­schei­det, ist die Umkehr der Perspek­tive: Oft durch Befra­gung des eige­nen Spie­gel­bilds oder das Einneh­men unter­schied­li­cher Rollen sind sie auf der Suche nach einem neuen weib­li­chen Iden­ti­täts­mo­dell. Auch mit dem poli­ti­schen Zeit­ge­sche­hen, der Lite­ra­tur sowie außer­eu­ro­päi­schen Mythen und Reli­gio­nen setz­ten sich die Surrea­lis­tin­nen in ihren Werken ausein­an­der. Mit rund 260 beein­dru­cken­den Gemäl­den, Papier­ar­bei­ten, Skulp­tu­ren, Foto­gra­fien und Filmen von 34 inter­na­tio­na­len Künst­le­rin­nen bildet die Ausstel­lung ein viel­fäl­ti­ges stilis­ti­sches und inhalt­li­ches Spek­trum ab. Neben berühm­ten Frauen wie Louise Bour­geois, Frida Kahlo oder Meret Oppen­heim sind zahl­rei­che unbe­kannte, aufre­gende Persön­lich­kei­ten wie Alice Rahon oder Kay Sage aus mehr als drei Jahr­zehn­ten surrea­lis­ti­scher Kunst zu entde­cken.

Eine Ausstel­lung der SCHIRN KUNST­HALLE FRANK­FURT in Koope­ra­tion mit dem Loui­siana Museum of Modern Art, Humlebæk.

Alle Informationen zu Tickets, Auflagen etc.

Spendenaufruf: Theater Willy Praml und studioNAXOS

(Martin)

„Was für ein Schlamassel!“ Das sind die ersten Worte des Spendenaufrufs des Theater Willy Praml und des studioNAXOS.

Und Schlamassel – damit ist einerseits Corona gemeint und freilich die Auswirkung der Pandemie im Hinblick auf die Situation in der Naxoshalle, die von beiden Akteuren bespielt wird.

Das Theater Willy Praml und studioNAXOS würden wollen, aber wie alle – sie dürfen nicht spielen – und Miete müssen sie trotz ausbleibender Einnahmen dennoch zahlen! 

Die Stadt Frankfurt stundet zwar die Mietzahlungen, aber sie werden nicht erlassen und irgendwann müssen sie gezahlt werden. Ausschließlich für die gestundeten aber nicht erlassenen Mietzahlungen bitten Theater Willy Praml und studioNAXOS um Spenden!

„Wir haben viele Anfragen bekommen, ob man uns denn nicht etwas spenden solle. Jetzt haben wir ein ganz konkretes Anliegen. DIE MIETE, deren Zahlung wir, um uns über Wasser zu halten seit der Schließung eingestellt haben, ist nun vom Amt für Bau und Immobilien für drei Monate gestundet. Das heißt, gezahlt werden muss der ganze Batzen demnächst doch. 

Wir geben zu: Diese Miete (bzw. das Geld, das über unser Konto von einer städtischen Institution in andere eine übergeht) hätte uns auch in gesunden Zeiten langsam den betrieblichen Hals gebrochen. Jetzt aber nicht nur den Hals, sondern auch noch das Genick. 

WOLLEN SIE UNS HELFEN?  Damit wir den Aufrechten Gang behalten!

Spenden werden erbeten auf das Konto:
Kulturelle Erziehung e.V./ Theater Willy Praml
Volksbank Dreieich
IBAN: DE45 5059 2200 0102 3447 77, BIC: GENODE51DRE

Der komplette Spendenaufruf ist auf der Homepage zu ersehen: http://theaterwillypraml.de/haende-hoch-ueberfall-spendenaufruf-theater-willy-praml/

http://theaterwillypraml.de/haende-hoch-ueberfall-spendenaufruf-theater-willy-praml/

Samstag 9. und Sonntag 10. Mai: Europa

(Daniela)

Ungewöhnliche Zeiten verlangen ungewöhnliche Maßnahmen. Auf analog-digitale Weise nimmt die FABRIK die Europawoche zum Anlass, den europäischen Gedanken musikalisch und künstlerisch aufzugreifen.

Die Fabrik hat diese Tage deshalb zum Anlass genommen, einigen Musikern die Gelegenheit zu geben, mit ihren Worten und ihrer Musik an die Bedeutung Europas zu erinnern. Die Video-Clips wurden von den Musikern vorab produziert und werden am 9. und 10. Mai jeweils um 20 Uhr als Premiere auf dem Fabrik-Youtube-Kanal veröffentlicht.

Die Schauspielerin Katharina Bach (Schauspiel Frankfurt) und der Kontrabassist und Komponist Gregor Praml (The LOKAL Listener) erinnern am 9. Mai ab 20 Uhr mit einem Textauszug der “Antigone“ mit musikalischer Begleitung an den Konflikt zwischen Macht und Gewissen. Antigone steht lieber für den geächteten Bruder ein, als als loyale Untertanin Mitläuferin zu bleiben. Heute sind es Flüchtlinge, für die es vor den Toren Europas keine akzeptable Lösung gibt. 

Martin Lejeune (g) und Peter Klohmann (sax) haben dazu die Europahymne neu arrangiert und im Overdub Verfahren jeweils zu Hause aufgezeichnet. Das Vieo präsentieren sie am Sonntag um 19:00 Uhr.

Der Pianist und Geiger Puschan Mousavi Malvani präsentiert am Sonntag um 20:00 Uhr seine musikalische Interpretation zu Europa. Das Video wurde vorab in der Fabrik aufgenommen und  anlässlich des Europatags konzipiert.

Link zum Fabrik-Youtube-Kanal, auch von unserer Website und Facebook: https://www.youtube.com/channel/UCtI48BZYdIEF_KXfJIsQPMw

Sonntag 10. Mai: Muttertag

(Daniela)

Ich finde den Muttertags total bescheuert und normalerweise käme der hier auch nicht vor, ABER der mit Abstand wunderbarste Blumenladen des Universums: Die Blumenbar hat sich was ganz tolles ausgedacht und daher bitte ich Euch:
Kauft am Muttertag Eure Muttertagsgeschenke bei Nicola!

"Jetzt schon für Muttertag vorbestellen und damit 5% an Kulturzeiterin spenden!
Wir möchten an Muttertag große Schlangen vor der Tür vermeiden. Deshalb bitten wir Euch bis Donnerstag den 07.Mai eure Muttertagsbestellungen telefonisch durchzugeben! 5% des Auftragswertes werden dann direkt gespendet, um Kulturschaffende in Frankfurt und Offenbach während der Corona-Zeit zu unterstützen. Vielen Dank schonmal und bleibt gesund! #flattenthecurve #stayhomestaysafe #supportyourlocals #frankfurtdubistsowunderbar

Donnerstag 14. Mai: Dunja Hayali im Gespräch

(Daniela)

Prima, das trifft sich sehr gut: Ich mag nämlich sowohl Dunja, als auch Marc und Donnerstag habe ich noch nichts vor...

"Ich hatte nie das Gefühl, nicht deutsch zu sein. Erst als ich im Fernsehen auftauchte, begann man, mir meine Heimat abzusprechen. Heute frage ich mich: In welchem Deutschland möchte ich und wollen wir eigentlich leben?“

Dunja Hayali geht in ihrem Buch den Fragen auf den Grund, die unsere Nation unter Spannung setzen: Wie wird „Heimat“ definiert? Was wird aus Deutschland, wenn selbsternannte Heimatschützer diesen Begriff als Chiffre für Ausgrenzung missbrauchen? Und wie lässt sich dem Hass der Nationalisten begegnen und die liberale Gesellschaft erhalten?

Donnerstag, 14. Mai 2020, 20:00 Uhr, kostenfrei im Livestream

Die Lesung und das Gespräch mit dem Kulturdezernenten und Vorstand der Jüdischen Gemeinde, Marc Grünbaum, wird live aus dem Ignatz Bubis-Gemeindezentrum übertragen. https://slidesync.com/9JBM51QBgG

 

OFF Topic - Offenbachs Riviera online

(Andrea)

#Riviera
#Offtopic #Offenbach Da ist Musik drin: Weil digital das neue live ist, gibt es das zum Riviera-Festival im Spätsommer geplante Symposium schon jetzt online. Off-Topic heißt die Seite, die tagesaktuelle Blogbeiträge Hilfestellungen für Musik-, Kreativ- und Kulturschaffende, unter anderem zu Fördertöpfen von Bund und Land oder beispielsweise Nothilfefonds der Initiative Musik und KULTURZEITERIN.DE, enthält. Gespickt ist sie zudem mit Artikeln, Tipps und Interviews von Experten der Branche und lokalen Akteuren der Popkultur, bitteschön: http://corona.off-topic.riviera-offenbach.de/

Batschkapp und Nachtleben Support

(Andrea)

Jetzt also auch die Kapp. Eine Institution, weil irgendwie immer schon da und ein Fels in der Brandung. Sollte man meinen. Ich glaube, wir alle haben eine Verbindung zur Batschkapp, vor allem der alten, legendären an der Bahnlinie in Eschersheim. Mit Erinnerungen an tolle Konzerte, Sommerabende unter der, war das eine Linde?, Abhängen im Elfer (kennt ihr "Der Typ", diesen wunderbaren Film im alten Frankfurt mit eben Elfer, Sudfass und dem unglaublichen Stipe Erceg?), Diskussionen, ob man jetzt die letzte Bahn nehmen solle oder auf die erste warten...um dann doch irgendwann einen nächtlichen Spaziergang anzutreten mit Stopp beim Frühbäcker usw. Mehr als 40 Jahre Wegbeleiter und Wegbereiter für mehr als eine Generation. Dieser Batschkapp, die vor ein paar Jahren erfolgreich den Neuanfang in der Gwinnerstraße wagte und damit auch verbunden meinem Lieblingsclub an der Konstabler, das Nachtleben, geht wegen Corona ebenfalls langsam die Puste aus. Keine Konzerte, Diskos, nichts. Statt dessen wo möglich Terminverlegungen und der Versuch, eine Zukunft zu planen. Nur: Wann fängt die wieder an? Wir alle reisen durch ungewisse Zeiten, da sind Leuchttürme wie die Batschkapp wichtiger denn je. Also, auch wenn wir wirklich schon ausreichend T-Shirts und auch Turnbeutel im Schrank haben: Die müssen jetzt unbedingt sein!

https://batschkapp.weebly.com/

GO DIGITAL / FILME und SERIEN

(Uwe)

Als die Serienschauerei einsetzte, war der Sender HBO einer der führenden Pay TV Sender. Er schuf Serien wie THE SOPRANOS oder SIX FEED UNDER und förderte einen Serienhype, der bis heute um sich greift. Auch spätere HBO-Serien wie WESTWORLD oder TRUE DETECTIVES hielten das Niveau hoch. Gues Geld verdiente der Sender sicher auch mit dem Welterfolg GAMES OF THRONES, von dem ich keine Sekunde sah, weil ich nichts schaue, das ernsthaft mit Drachen zu tun hat.

Mit Megasellern erzielte Gewinne, steckte HBO in eine eher kleine Serie, um die es heute geht und die mit den bereits erwähnten Serien überhaupt nichts verbindet: EASTBOUND & DOWN. Eine Serie über einen abgewrackten Baseballspieler, der alles dafür tut, wieder berühmt zu werden. Auszug aus Serienjunkies: „Er hält sich für Gottes Geschenk an die Menschheit im Allgemeinen, sowie die Baseballwelt und die Frauen im Speziellen … Kenny ist unbeherrscht, alles andere als fit und auch nicht mehr der Jüngste. Das hält den abgebrannten Ex-Profi nicht davon ab, von sich selbst vollkommen überzeugt zu sein  … Im ersten Schritt zur Rückkehr an die Spitze macht Kenny einen Schritt rückwärts: Er kehrt in seine Heimatstadt zurück und trifft dort auf allerhand Freaks und auf seine Jugendfreundin, bei der er wieder landen will ... Der nicht sonderlich helle Stevie, der zu dem „Star“ Kenny aufblickt, folgt ihm blind".

Stevie folgt Kenny über vier Staffeln voller derbem Humor wie ein treues Hündchen. Freunde und ich taten es mehr oder weniger auch, weil Protagonist Kenny arrogant ist, exzentrische Hobbys hat und einen politisch unkorrekten Spruch nach dem anderen klopft. Darüber hinaus hat der stets großartige Will Ferrell eine perfekte Gastrolle.

Community Masken

Und weiter gehts mit meinen Maskenempfehlungen:

Brigitte, die Mutter meiner Freundin näht wunderschöne Communitymasken*!
Sie sind aus reiner Baumwolle oder Baumwolle/Leinen, bei 60° waschbar und dadurch mehrfach verwendbar. Jedes Stück sieht etwas anders aus, da verschiedene Stoffe verwendet werden und alle individuell gefertigt werden. Sie können im Ostend abgeholt, im Stadtgebiet Frankfurt per Rad geliefert oder per Post versendet werden und kosten 10 Euro. Interesse? Schicke eine SMS an 0177 8073610 - ich rufe zurück!
*Behelfsmasken können dazu beitragen, sich und andere vor einer Tröpfcheninfektion zu schützen. Es sind keine medizinischen Produkte, sie können jedoch einen achtsamen Umgang mit sich und anderen unterstützen.

André hat zusammen mit seiner Freundin einen Shop aufgebaut und auch sie verkaufen wunderschöne Mundschätze. Genäht werden die Schmuckstücke von lokalen Schneider*innen in Frankfurt, Offenbach und Berlin, denen sie somit aus der Laden-zu-Patsche geholfen haben. Es gibt 20 verschiedene Designs in drei verschiedenen Größen (Kiddies, Ladies, Kerle). Das schöne: 2,– von jeder Maske gehen an UNHCR, Die Arche, Unicef u.a. Ausgehtippleser*innen bekommen 20% Rabatt. Gutschein Code lautet: daheim20  https://mundschatz.com

Auch im Neuen Frankfurter Garten kann man tolle Masken gegen eine Spende erhalten. Die Mitglieder des Vereins Bienen-Baum-Gut nähen die Masken und unterstützen mit den eingenommen Spenden den Verein. Man kann die Masken telefonisch 0151-12514056 oder per Email bestellen info@bienen-baum-gut.de e Spenden sind herzlichst willkommen und werden gerne entgegengenommen:  BIENEN · BAUM · GUT e.V. Frankfurter Volksbank IBAN DE45 5019 0000 6101 1392 70 Verwendungszweck: "Masken"

Auch mein Lieblingsverein, Eintracht Frankfurt, hat jetzt Masken im Angebot. Leider sind die aber aus Polyester. Der Ansturm war aber trotzdem so groß, dass es jetzt eine 14tägige Lieferzeit gibt.

DO IT YOURSELF: Für alle, die keine Lust haben eine Maske zu kaufen, oder selber zu nähen, empfehle ich dieses super Video. Da kann man aus einem T-Shirt bis zu 6 Masken basteln.: https://www.facebook.com/karin.degischer/videos/3120316104680486/

Bereits vor einigen Wochen hat mich die Frankfurter Kostümdesignerin Berit Mohr angschrieben, ob ich ihr behilflich sein könnte eine Facebookseite dafür aufzubauen. Ich hatte keine Zeit, habe ihr aber meinen Freund Muri vermittelt. Muri lebt in Istanbul und hat zusammen mit ihr die Seite: SOS MUND NASEN SCHUTZ aufgebaut. Hier kann man Angebote und Gesuche einstellen und man findet natürlich auch Nähanleitungen: https://www.facebook.com/groups/2567872193471197/

Florian Jöckel hat eine super Unterstützungsplattform gegründet: FRANKFURT BLEIBT STABIL. Auch da gibt es Masken. Die kann man online bestellen, oder z.B. Freitags von 17 bis 19 und samstag von 15:30 bis 18:00 Uhr in der Saint Tropez Bar abholen: https://shop.frankfurt-bleibt-stabil.de/

Mein Freund Jockel verkauft mit seiner Apfelweinagentur Masken im Apfelweindesign: https://www.facebook.com/apfelweinagentur/

Wir haben unsere Masken bei "Stitch by Stitch" bestellt. Sie sind super schön. https://www.stitchbystitch.de/mund-nasen-schutz-wie-sie-anderen-in-der-corona-krise-helfen-koennen/

„Kultur macht stark“ – auch während der Corona-Pandemie!

(Daniela)

Wie Eingangs beschrieben hier die weiteren Infos zu "Kultur macht stark". Kontaktiert gerne Nele Zimmermann für weitere Infos!

"Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe sind auch und gerade während der Pandemie und der damit verbundenen Schulschließungen, die wir derzeit alle erleben, ein wichtiges Thema. Gesellschaftliche Teilhabe und Selbstwirksamkeit werden (derzeit) nicht im Klassenzimmer und auf Spielplätzen erlebt. Besonders für Kinder und Jugendliche, die unter benachteiligenden Bedingungen aufwachsen, sind Erfolgserlebnisse – oder auch einfach nur Frei-Räume, in denen die aktuellen Erfahrungen verarbeitet werden können – immens wichtig. Kulturelle Bildungsprojekte können hier Unterstützung bieten, nicht zuletzt auch für freischaffende Künstler*innen, für die die derzeitigen Schließungen massive existenzbedrohende Auswirkungen zeitigen.

Deshalb werden im Bundesförderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ derzeit Projekte (die neu/zusätzlich zum Regelangebot von Institutionen laufen) gefördert! Besonders Projekte, die im digitalen Raum stattfinden, können auch kurzfristig gefördert werden, ebenso wie Vorhaben, bei denen Kinder nicht im persönlichen Kontakt sind. 

Eine Handvoll „Grundregeln“ sind zu beachten, bevor es an die Antragstellung gehen kann:

  1. 100%-Förderung – keine weiteren Geldgeber*innen notwendig
  2. Zielgruppe: Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren, die unter benachteiligenden Bedingungen aufwachsen (Empfänger*innen von Sozialleistungen, Familien in sozialen Notlagen, Geringverdienende, etc.)
  3. Mindestens 3 Partnerinstitutionen führen das Projekt gemeinschaftlich durch
  4. Außerschulische Projekte – Mathe darf nicht für das Projekt ausfallen, die Teilnahme muss freiwillig sein
  5. 29 Programmpartner haben eigene Programme ausgeschrieben, für die Sie sich direkt bewerben können

Wichtig: Anträge stellen können Vereine und Institutionen. Freischaffende Künstler*innen und Kulturpädagog*innen können dies meist nicht, aber sie können als „Motoren“ eine Antragstellung in den eigenen Netzwerken vorantreiben.

Die Auswahl aus unterschiedlichen Fördermöglichkeiten von 29 bundesweit tätigen Vereinen und Verbänden, die bundesweit in der Kulturellen Bildung aktiv sind, garantiert eine große Bandbreite und für alle das passende Förderprogramm – bedeutet aber auch viel Recherche-Arbeit! Deshalb gibt es in jedem Bundesland eine Servicestelle, die Sie/euch unterstützt: bei der Auswahl der passenden Programme, beim „Abklopfen“ der eigenen Programmidee, bei der Suche nach Ideen für Kooperationspartner für Ihr/euer Bündnis…

Zentral im Frankfurter Bahnhofsviertel freue ich mich, Sie persönlich – derzeit leider nur telefonisch und per Mail – zu beraten. Leider ist es derzeit nicht möglich, die in ganz Hessen geplanten Infotage durchzuführen, bei denen Sie das gesamte Programm sowie die Unterprogramme und deren Mitarbeiter*innen im persönlichen Austausch kennenlernen können. Sobald möglich, wird dies nachgeholt! Bis dahin können Sie aber an digitalen Infoveranstaltungen teilnehmen, bei denen einzelne Programmpartner ihre Ausschreibungen vorstellen. Über den unten stehenden Link können Sie an den Veranstaltungen teilnehmen.

Ich freue mich, wenn ich Sie bei der Suche nach neuen Tätigkeiten, Verbündeten und zumindest geringen Verdienstmöglichkeiten unterstützen kann!

Digitale Infoveranstaltungen zu einzelnen Förderprogrammen: 

Servicestelle „Kultur macht stark“ Hessen, Nele Zimmermann, Landesvereinigung Kulturelle Bildung Hessen e.V., 069 – 175 375 356 | zimmermann@lkb-hessen.de, Telefonische Sprechzeiten derzeit: Donnerstags und Freitags 11 bis 15 Uhr. Und nach Vereinbarung.

VORSCHAU
Samstag 16. Mai: Vernissage Jan Christian Pohl

(Daniela)

Wie schön, Jan Christian Pohl stellt wieder aus. Am Samstag ist Vernissage seiner Ausstellung "Sunday Strip“ in der Galerie Feld+Haus in Sachsenhausen.

"So haben wir Jan Pohl noch nie gesehen. Mit diesen grossformatigen Arbeiten kehrt er auf augenscheinlich minimalistische Weise das Innerste nach außen, verbirgt dabei das Bekannte und gibt den Blick frei auf die Flickstellen, die Nähte, die Wunden. Sie sind es, die die Bilder ausmachen, weil sie, wie das Leben auch, Geschichten schreiben, zu Individuen machen, jeden seine eigenen Schlüsse aus Überwundenem ziehen lassen. Eine radikale aber auch spielerische Auseinandersetzung mit dem Sein wie der Malerei als einem Status zwischen Zufall, Bestimmung, Brutalität und Zerbrechlichkeit.“

Die Eröffnung ist am 16.05.2020. Wenn ihr Lust habt zu kommen, bucht euch doch gerne euren Besuchsslot auf der Webseite der Galerie: www.feld-haus.com

In small groups, respecting the rules to contain the spread of coronavirus (COVID-19), artist and curator will guide you through the exhibition.
Hours: Tu – Fr 2 – 6.30 pm, Sa 1 – 5 pm, and on request
Gartenstraße 47, HH, leider nicht barrierefrei
60596 Frankfurt / Main+49 (0) 69 660 096 17
feld+haus@feld-haus.comhttp://www.feld-haus.com/

Montag 18. Mai: ECHTES Konzert Sarah Lesch

(Daniela)

Ein Konzert! Yeah!!! Endlich. Dass ich dafür extra mit dem Auto fahren muss ist natürlich total doof, aber man kann das Konzert ja mit einem Ausflug verbinden. Bad Kreuznach ist echt ein nettes Städtchen!

Sarah Lesch tritt im Autokino auf der Pfingstwiese in Bad Kreuznach auf.

"Die richtigen Stellen, die richtige Balance – Sarah Lesch findet sie auch auf ihrem vierten Album. „Der Einsamkeit zum Trotze“ spielt vollendet mit dem zarten Zupfen und dem lauten Pochen, mit den vieldeutigen Bildern und der entwaffnenden Wortwörtlichkeit. Sarah Lesch schreibt, singt und trägt Lieder, die Traditionen weiterführen und sie neu denken, die so kraftvoll wie zurückhaltend strahlen und dabei Anmut und Eigensinn vereinen. Nach der Cover-EP „Den Einsamen zum Troste“ erzählt sie die Geschichte der Einsamkeit in eigenen, fordernden, deutlichen Worten weiter."

Beginn: 20 Uhr
VVK: 24€ zzgl. Gebühren
Einlass nur im PKW mit max. 2 Personen

 

GO DIGITAL - FILMTIPPS VON DANIEL BRETTSCHNEIDER

Ob Ladenkino, Kino Kulinarisch oder Freifluftkino... er zeigt die besten Filme in Offenbach & Frankfurt und ganz ehrlich: ich komme eigentlich nicht wegen den Filmen, sondern wegen Daniel.. Seine erzählten Filmtipps sind einzigartig! Schaut sie Euch an!

Couchkino #13: Mit "After Life" und "The Kominsky Method" – und dem vielleicht schönsten aller Filme: "Sie küssten und sie schlugen ihn" https://www.facebook.com/daniel.brettschneider.94/videos/1332356330301736/

Couchkino #12: Auf Abwegen ...(Daniel sitzt im Zug, daher kein Video)
Ich empfehle stimmungstechnisch Bong Joon-hos grandiosen „Snowpiercer“ (makes „Parasite“ look like child‘s play!), natürlich „Falling Down“ mit Michael Douglas sowie Hitchcocks Geniestreich „Der Fremde im Zug“.

Couchkino #11 und ein paar drängende Fragen:
- Autokino, Autokino?
- Welche Filme altern nicht besonders gut?
- Und was ist mit Batman/Scorsese?
... plus 3 Filme, für immer und jetzt: "Die Reifeprüfung", "Fargo" und "Trainspotting". https://www.facebook.com/daniel.brettschneider.94/videos/1325981264272576/

Couchkino #10: Corona-Frust und die Schönheit des Fremden.
Mit "Shape of Water", "Jurassic Park" und "Big Fish". https://www.facebook.com/daniel.brettschneider.94/videos/1324366607767375/

Couchkino #9: Kaum auszuhalten!
Mit "Systemsprenger", "Uncut Gems" und "The Hurt Locker". https://www.facebook.com/daniel.brettschneider.94/videos/1323377964532906/

Couchkino #8: Lost in Music
Die besten Musikfilme aller Zeiten … glaube ich. Und ich habe versehentlich "I'm Not There", "Blinded by the Light" und "Mistaken for Strangers" unterschlagen!
https://www.facebook.com/daniel.brettschneider.94/videos/1322529057951130/

Couchkino #7: Komische Spiele mit "Call Me by Your Name" und "Rossini"
Sorry, Freunde: Das Video ist viel zu lang geraten. Weil ich jeweils einen für mich grandios unter- sowie überschätzten Film der letzten Jahre küren wollte. Das brauchte Mut. Und Zeit. Wie sieht es bei Euch aus?
https://www.facebook.com/daniel.brettschneider.94/videos/1320988351438534/

Couchkino #6: Das Lichter / Filmfest Frankfurt International startet heute online. Erinnerungen an "Von Menschen und Pferden", "Hedi Schneider steckt fest" und "Bacurau" (im aktuellen Programm).
https://www.facebook.com/daniel.brettschneider.94/videos/1320204901516879/

Couchkino #5: "Buffalo '66"  (wer mag, mit Kutteln & Kakao)
"We are a couple that doesn't touch …"
https://www.facebook.com/daniel.brettschneider.94/videos/1319562894914413/

Couchkino #4: "Nie wieder Sex mit der Ex" & "Cinema Paradiso".
Schönes Wochenende Euch!
https://www.facebook.com/daniel.brettschneider.94/videos/1317361708467865/

Couchkino #3: Halt Dich an Deiner Liebe fest!
"Haben und Nichthaben",
"Thomas Crown ist nicht zu fassen"
"Porträt einer jungen Frau in Flammen".
https://www.facebook.com/daniel.brettschneider.94/videos/1316476121889757/

Couchkino #2: Searching for vorteilhaftere Kameraeinstellung
„Die WonderBoys“ https://www.facebook.com/daniel.brettschneider.94/videos/1315454108658625/

Couchkino #1: Miss you!
"Olive Kitteridge"
https://www.facebook.com/daniel.brettschneider.94/videos/1314667575403945/

SCHON MAL HIER ERSCHIENEN ABER IMMER NOCH AKTUELL

Seitdem die AUSGEHTIPPS ja DAHEIMBLEIB TIPPS heißen, also seit dem 20.3.2020, findet ihr hier vor allem Tipps, die so gut wie kein Verfallsdatum haben, weil die meisten Tipps uneingeschränkt im Netz abrufbar sind.

Wenn ihr also noch mehr digitale Tipps benötigt, so empfehlen wir Euch auch die vergangenen Ausgaben anzuschauen, die da wären:


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