17.04.2020
Inhalt: DAS MUTIGE BUCH / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / K U L T U R Z E I T E R I N / Mund Nasen Schutz von STITCH BY STITCH / DAHEIMBLEIB TIPPS von Gregor Praml / G E R O L L T E S über die Pause / Zum Abschluss noch etwas über den FSV / Freitag 17.- 24. April: Max und Moritz / Freitag 17. – 27. April: (Livestream) YRD. WORKS / Sonntag 18. - Montag 20. April: Oper Frankfurt ZUHAUSE / Jeden Sonntag: Kirche zwischen Tür und Angel! / G E D R U C K T E S / GO DIGITAL / KONZERTE / GO DIGITAL / FILME / GO DIGITAL - FILMTIPPS VON DANIEL BRETTSCHNEIDER / GO DIGITAL / Serien / VORSCHAU / Samstag 25. April: GO DIGITAL / PUBUIZ / SCHON MAL HIER ERSCHIENEN ABER IMMER NOCH AKTUELL / Impressum
DAS MUTIGE BUCH

Bestimmt kennt ihr es auch: ihr wacht morgens auf und denkt: das war alles nur ein Traum. Und dann, ein Blick in den Himmel = keine Kondensstreifen = keine Flugzeuge = immer noch Corona... Was für ein Scheiss. Das denke ich jeden Morgen, aber Gott sei Dank, hab ich keine Angst.

Ich kenne jedoch sehr sehr viele Selbstständige und sie haben alle Existenzängste. Die ersten Freund*innen sprechen von Depressionen...

Und als dann vorgestern entschieden wurde, dass die Kids noch länger zu Hause bleiben müssen, fragte ich mich, wie sie denn wohl mit all dem umgehen. Wie sie wohl ihre Ängste wegstecken? Und dann las ich vor drei Tagen den folgenen Beitrag von Moni Port. Den finde ich toll, daher, hier für auch für Euch. Es geht um ihr Buch DAS MUTIGE BUCH.

"Seit drei Wochen bekomme ich ungewohnt viele Emails und Rückmeldungen auf ein Buch, welches ich vor 7 Jahren gemacht habe. Scheinbar hilft es manchen Kindern und Eltern in dieser surrealen Zeit. Das freut mich. Psycholog*innen schreiben mir, dass sie das Buch in ihrer Praxis verwenden, es sowohl Kindern, als auch Eltern ans Herz legen. Dass Kinder es aus der Praxis mit nach Hause nehmen möchten. Ausländische Verlage, die einst die Lizenz gekauft und das Buch bspw. auf katalanisch veröffentlicht haben, posten das Buch plötzlich auf Instagram. "Bange machen gilt nicht" sagte schon Adorno. Ich finde nicht, dass dies die Zeit ist, um endlich alleine italienisch zu lernen oder sich selbst zu finden. Nein, seid solidarisch, unterstützt die, die Hilfe benötigen, backt mit euren Kindern das 15. Bananenbrot oder lest ihnen vor (italienisch könnt ihr auch hinterher noch lernen) … damit sie später sagen, "ach 2020, das war doch das Jahr, in dem wir alle so viel Bananenbrot gegessen haben", und nicht "ach 2020, das war das Jahr, in dem ich so furchtbar Angst hatte".

Schön, nicht wahr? Wir verlosen heute zwei signierte Bücher für Kids von Alleinerziehenden, die gerne ein mutiges Buch zu Hause hätten. Abzuholen ist es ab Montag 14:00 Uhr in der Buchhandlung Tatzelwurm am Glauburgplatz. Der Thomas ist nämlich umgezogen und am Montag ist Eröffnung.

Apropos Bücher: bei Thomas und all den anderen kleinen Buchhandlungen in der Stadt kann man alle Bücher bestellen, da braucht man kein Amazon. Wenn ihr jedoch aktuell keine Bücher lesen wollt, dann bestellt doch bei ihm Filme.
Zum Beispiel die, die Euch Daniel Brettschneider oder Uwe in den heutigen Daheimbleibtipps empfehlen!

Bleib gesund und lebt wild!

Daniela

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

P.S. Vielen Dank an meine Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün, Uwe Schwöbel und Beate Geibel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
(Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr).
Wenn Du eine Rechnung benötigst, dann schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

K U L T U R Z E I T E R I N

Wir, meine Co-Autorinnen Petra, Andrea und Martin, 10 weitere tolle Menschen und ich, sind weiterhin mit unserem Projekt KULTURZEITERIN beschäftigt. Aktuell stehen auf der Seite 3061 gespendete Stunden das sind: 45.915 €, die wir an Künstler*innen und Kulturschaffende auszahlen können, die in ihrer Existenz bedroht sind. Natürlich brauchen wir noch viel viel mehr Geld, da die Solobeschäftigen leider keinerlei staatliche Soforthilfe bekommen :-( Ich würde mich mega freuen, wenn sich auch viele von Euch an der Plattform beteiligen und auch ihr Kulturzeiter*innen werdet. Denn ihr wäret ja keine Ausgehtippleser, wenn Euch die Kultur nicht interessieren würde.

Es gibt drei Möglichkeiten:

  • Du bist selbst hauptberuflich Künstler*in und/oder Kulturschaffende*r aus Frankfurt oder Offenbach? Dann zeig Dein Profil auf unserer Plattform.
  • Du bist hauptberuflich Künstler*in und/oder Kulturschaffende*r aus Frankfurt oder Offenbach und brauchst Unterstützung? Dann schreib uns an!
  • Du bist ein kulturliebender Mensch? Dann überlege Dir, wieviel Geld Du sonst für Kultur ausgeben würdest und spende was das Zeug hält. Wir versprechen Euch: es kommt in gute Hände!

Alle Infos findest Du unter: www.kulturzeiterin.de

Mund Nasen Schutz von STITCH BY STITCH

Als im Sommer 2015 viele Geflüchtete nach Europa und damit auch nach Frankfurt kamen und sich viele Menschen überlegten wie man die Geflüchteten ins Berufsleben integrieren kann, haben zwei Frankfurtrer Designerinnen das wunderbare Start-up Projekt "Stitch by Stitch" ins Leben gerufen.

Seit dieser Woche haben auch sie MUND_NASEN_SCHUTZ im Online Shop. Da Uwe keine Lust hat mit geblühmten Dingern ins Büro zu gehen haben wir direkt vier Stück bei ihnen bestellt. https://www.stitchbystitch.de/mund-nasen-schutz-wie-sie-anderen-in-der-corona-krise-helfen-koennen/

„Nicole von Alvensleben und Claudia Frick haben gemeinsam mit professionellen Schneiderinnen, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, eine B2B Schneider-Werkstatt gegründet, um kleine Serien-Produktionen für lokale Start-Up Mode Labels zeitnah und effizient anzufertigen. Die individuellen Expertisen – im Modedesign von Claudia und im Social Entrepreneurship von Nici – verbunden von der Liebe zu Design und Textilien, ergänzen sich in Stitch by Stitch zu einem neuen Ganzen. Ein wichtiges Element bei Stitch by Stitch ist die Integration der Geflüchteten. Wir wollen nicht, dass Sprachdefizite und fehlende Qualifikationsnachweise ein Hindernis darstellen, um Flüchtlinge im realen Arbeitsleben anzustellen oder ihnen einen Abschluss zu ermöglichen. Bei uns passiert beides parallel – Arbeiten und Gesellenbrief. Die Professionalität der Näh-Fähigkeit können wir ohne Zeugnisse sofort feststellen, das handwerkliche Arbeiten ist sprachenübergreifend – das Nähhandwerk, eine globale Sprache. Die Vielfalt der Menschen mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen, die bei Stitch by Stitch arbeiten, sehen Nicole und Claudia als die Stärke ihres Unternehmens. Und damit meinen sie nicht nur ihre eigenen, sondern auch die der Frauen, mit denen sie zusammenarbeiten. Esraa, Reyhane und Iman bringen aus ihrer Heimat die unterschiedlichsten Näh- und Stickfertigkeiten mit, die es ihnen nun ermöglicht, sich in Deutschland zu integrieren. Anna und Eva unterstützen das Team in der Produktion bzw. im Business Management.“

DAHEIMBLEIB TIPPS von Gregor Praml

Heute ist unser Gastautor Gregor Praml.
Gregor, ein begnadeter Kontrabassist, Konzertveranstalter und Musikproduzent. Ich lernte ihn 2009 kennen, weil mich irgendjemand auf seine damalige Musikgruppe "Mi loco Tango" aufmerksam machte. Sie spielten an einem Abend im mousonturm. Der Abend hieß "IL CINEMA: IL PARADISO! Italian Film Music. An Evening with Rota/Morricone & Friends".
https://www.youtube.com/watch?v=P2D5Lg1RvGM

Die Musiker*innen spielten italienische Filmmusik, neu arrangiert von Alberto Mompellio. Und sie spielten nicht nur diese wunderbare Musik, sondern Gregor schaffte es, in wenigen einleitenden Sätzen, uns Zuschauer in den Film, von dem man nur ein Standbild sah, zu ziehen.
Ich weiß noch, dass mir die Tränen in den Augens standen, als Gregor das Foto von Sophia Loren aus dem Film "Und dennoch leben sie" zeigte und über den Film sprach und sie danach die Filmmmusik von Vittorio de Sica spielten. Ich weiß nicht wie oft ich das Konzert gesehen habe. Einmal, in Bad Vilbel, hatten sie dann sogar  Franco de Gemini dabei, den Mundharmonikaspieler aus "Spiel mir das Lied vom Tod". Gregor Praml hat mich durch seine Konzerte erstmals für den italienischen Film begeistert. So reiste ich im Herbst 2009 zu einem Konzert von Ennio Morricone nach Mailand und kaufte mir bei Feltrinelli alle Filme, von denen ich bisher nur die Musik kannte. Ich danke ihm sehr dafür!
Und noch eine kleine Geschichte über ihn und mich und meinen Mann: 2007 brachte Gregor mit seiner Frau Claudia die wunderschöne Kinderlieder CD "
Zuckerschnecksche, Prinzje & Co" heraus. Ich hörte diese CD tagein und tagsaus. Als ich 10 Jahre später Uwe kennenlernte fuhren wir nach Italien zu seinem Patenkind. Ich packte die CD ein und wollte sie an ihn weiterverschenken. Weil Uwe die CD und Gregor nicht kannte, spielte ich sie auf der Fahrt ab und sang jedes Lied mit. Am Ende sagte Uwe: "Die darfst du nicht verschenken, die musst du behalten."! Uwe und Gregor sind mittlerweile sehr gut befreundet :-)

HIER NUN GREGORS DAHEIMBLEIBTIPPS:

Tja, eigentlich wäre am Sonntag mein nächster LOKAL Listener im Mousonturm gewesen... zu Gast: Bernie Hahn... „Mr. Cream Music“... diese unglaubliche Stimme... so’ne richtige Rockröhre... ich hätte irgendwann diese Woche mit ihm geprobt... was hätten wir wohl gespielt?... bestimmt was von Sting... und auch irgendetwas von Robbie Williams als Jazz Crooner à la Frank Sinatra... ABER... is’ nicht: weil... ist schon klar.

Macht nichts! Glaubt mir, es hat alles seinen Sinn. So denke ich es mir jedenfalls. Es braucht neue Ideen, neue Ansätze und nach denen suche ich immer.

Ich war froh, als dann in dieser Krisenzeit die ersten wirklich interessanten und kreativen Anfragen auf mich zukamen. Das Songprojekt „UMARMEN“ von Matthias Keller zum Beispiel (https://anderthalbmetermenschen.de/) – innerhalb von 14 Tagen hat der Song 24.000 Klicks in YouTube erreicht! Dann Daniela und ihre Mitstreiter*innen mit „Kulturzeiter*in“ – „Klasse, was sich alles in dieser Stadt tut!“, dachte ich.

Und dann war sie plötzlich da, die eigene Idee: Balkongespräche mit den Künstlern der Stadt. Auf der richtigen (geforderten) Distanz, aber dennoch auf Tuchfühlung und in Echtzeit ohne digitale Verzögerung und Bildschirm dazwischen. Mein Musikerkollege, der Saxofonist Tobias Rüger, stieß mich durch einen wunderbaren Musikclip auf den Balkonen des Hotel Nizza im Bahnhofsviertel auf den richtigen Ort dafür. Dann noch die charmante Kollegin Melina Hepp (ihr Format „Melli redet mit...“ im Theater Alte Brücke ist schon legendär!) mit ins Boot geholt und einen erfahrenen Kameramann & Produzenten gefragt: Mathias Hundt (tausend Dank für diese unglaubliche Arbeit, die Du da hineingesteckt hast!) – fertig war das Konzept für: „Mit Abstand am besten“.

Ich freue mich, Euch die Reihe präsentieren zu dürfen: https://www.youtube.com/channel/UCaLMAFsVpMl-trnH9MwdsqA

Und jetzt? Weiter geht’s!

Hört auf Eure innere Stimme und sprecht mit anderen Menschen, geht spazieren und bleibt aktiv! Wir sehen uns bald wieder. https://www.gregorpraml.de

MEIN KONZERT-TIPP FÜRS WOCHENENDE:

Mal nichts lokales – das machen ja die Kolleg*innen Daniela & Co – sondern etwas aus der großen weiten Welt.

Das Online-Festival „One World: Together At Home“, Samstag ab 20 Uhr (bis 4 Uhr nachts!) auf vielen Online-Plattformen gleichzeitig

Ein Festival von Lady Gaga ins Leben gerufen - mit Künstlern wie Eddie Vedder (Sänger von Pearl Jam und eines meiner Jugendidole!), Annie Lennox, Elton John, Jack Johnson, Milky Chance und so vielen mehr! Mal wieder so ein richtiges Konzert-Festival-Gefühl einatmen... denkt daran, es wird ein Sommer ohne Open Air Festivals werden (eigentlich unvorstellbar). https://www.globalcitizen.org/de/connect/togetherathome/

MEIN MUSIK-CLIP TIPP:
Wer kennt ihn nicht, den Song „Halleluja“ von Leonhard Cohen? Ich glaube, der Song gehört weltweit zu den meist gecoverten Balladen überhaupt (kann ich nicht empirisch belegen, aber es fühlt sich so an). Aber, diese Version ist noch einmal etwas ganz besonderes: der britische Multiinstrumentalist und Sänger Jacob Collier singt das Lied für einen Livestream um 2 Uhr morgens. Obwohl er selbst in der Einführung sagt, dass er total müde ist, fängt er an zu singen und es nichts mehr davon zu spüren. Ein so berührender Moment, der von mir aus ewig dauern könnte. Nach gut 5 Minuten ist es dann aber zu Ende. Viel Spaß beim hören: https://youtu.be/fSjLZI-QIzc

Foto: (c) Anja Jahn

G E R O L L T E S über die Pause

(Uwe)

Es wird immer noch nicht gespielt. Außer in Weißrussland. Dort siegte am Ostersonntag unter anderem Dinamo Brest (dachte immer, dass Brest in der Bretagne in Frankreich liegt), gegen Isloch Minsk (der Verein ist benannt nach einem rund hundert Kilometer langen Fluss) mit 3-1. Die Treffer für Brest erzielten vor rund 1.200 Zuschauer Gabi (ein Spieler, nicht die Inhaberin von „Gabis Haartraum“), Milesvky (nicht der ehemalige HSV-Spieler Jürgen) und Savitsky (in der 94. Spielminute per Elfmeter, der Schiedsrichter hatte sicher seinen Spaß). Die Quoten beim Wettanbieter bet365 sagten vor dem Spiel aus, dass ein Heimsieg das wahrscheinlichste Ergebnis sei (1,66 / 3,80 / 5). Trotzdem werden einige „Isloch“ (könnte auch Eisloch auf Schwedisch bedeuten) Fans auf Reisen gegangen sein. Von Minsk sind es ins französische Brest 2.678 Kilometer, ins weißrussische dagegen „nur“ 350 Kilometer (Glück gehabt). Über die E30 waren es mit dem Auto für die Minsker schlappe 3 Stunden und 50 Minuten. Sicher gibt es auf dem Weg einige Raststätten auf dem die Auswärtsfahrer mit Bus oder PKW anhalten konnten, um sich mit Bier einzudecken und Parkplätze, um die aufgenommene Flüssigkeit wieder loszuwerden. Auf der Hinfahrt wurde gesungen, auf dem Rückweg geschlafen. Wann wird es die Auswärtsfahrten hier bei uns wiedergeben, die alle lieben, außer den Busfahrern („Ihr glaubt doch nicht, dass ich an jedem Parkplatz anhalte, weil einer pinkeln muss“).

Von Normalität kann aber natürlich nicht wirklich gesprochen werden, auch wenn der Ball in Weißrussland weiter rollt. In der Bundesliga ist es recht ruhig, die ausstehenden Spiele werden bis Ende August definitiv nicht vor Publikum stattfinden. Die Vereine melden sich selten und wenn, dann richtet sich das eher an die Mitglieder und Dauerkartenbesitzer. Mich erreicht das nicht, weil ich nur bei Mitglied bei Kreisligavereinen bin und keine Dauerkarte habe, von der Eintracht habe ich aber zumindest indirekt gutes erfahren. Da nicht davon auszugehen ist, dass die Runde vor Publikum weitergespielt wird, besteht natürlich die Frage, wie sieht es mit der Rückerstattung des Geldes für die Spiele aussieht, die die Dauerkartenbesitzer nicht sehen dürfen. Hier bietet die Eintracht den Dauerkarteninhabern neben Rückzahlung, Verzicht und Gutschein an, das Geld zu spenden und hat hierfür vorausgewählt: Arche Frankfurt, DRK Frankfurt, Diakonie Hessen, Frankfurter Tafel und Uniklink Frankfurt. Nicht jede(r) wird sich das Spenden leisten können, weil sie/er wegen Corona (oder bereits davor) wirtschaftlich nicht die Möglichkeiten hat oder weil sie/er bereits andere Projekte unterstützt. Dann ist das absolut in Ordnung, jeder entscheidet das für sich. Dass die Eintracht aber einen direkten Weg von Geld zu sehr guten Einrichtungen anbietet ist löblich.

Zum Abschluss noch etwas über den FSV

Auch der FSV zeigt Herz, genauer sein „Schwarzblaues Herz“. Am Ostersonntag war ein FSV Team unterwegs und lieferte Essen an die Organisation Helferfreunde Frankfurt aus, die dieses wiederum unmittelbar an Obdachlose weitergab. Zubereitet und bereitgestellt wurden die 300 Portionen von einer Hotelküche, ein weiterer Sponsor des FSV legte Schokoladenhasen dazu.

Freitag 17.- 24. April: Max und Moritz

(Martin)

Berliner Ensemble ‚BE at home’ Wer in Frankfurt ins Schauspiel ging, als noch Oliver Reese Intendant war, der kam an diesen beiden nicht vorbei: Constanze Becker und Sascha Nathan. Während Sie meist als Tragödin besetzt wurde (Medea), war er oft der grandiose Komiker bzw. Knallcharge. In Berlin ist Stefanie Reinsberferger mittlerweile ein ‚Garant’ für tolles Schauspiel. Und alle drei kann man in dieser Inszenierung, die vor allem auch ein riesiger Spaß sein will, erleben: Max und Moritz!

„Ja: Es ist eine bewusste und offensive Verkasperung, die der Regisseur Antú Romero Nunes der „Bubengeschichte in sieben Streichen“ von Wilhelm Busch aus dem Jahr 1865 angedeihen lässt. Mit Extra-XXL-Sympathiepunkten für die Titelhelden, die hier statt fieser Streiche eher eine Art Infantile-Jungs-Regressionsparty abfeiern. Und die von so dominant-verknöcherten Pädagogen wie dem Lehrer Lämpel (Constanze Becker) einfach derart genervt werden mit doofen Schulkonzert- und Flötenspiel-Auflagen, dass sie gar nicht anders können als sich neckisch zur Wehr zu setzen.“ (Der Tagesspiegel)

"Es lebe die Freiheit der Kunst und ihr rein unterhaltsamer Selbstzweck!", jubelt Tina Brambrink in der Recklinghäuser Zeitung (13.5.2019). Am Ende seien alle Figuren in diesem grotesken Typenkabarett gleich böse. "Aber der Regisseur bleibt bewusst der Entertainer und will kein Psychoanalytiker in den Untiefen der Seele sein." (Nachtkritik).

Freitag, 17.04. (ab 18.00h) bis 24.04. hier: https://www.berliner-ensemble.de/be-on-demand

Foto: Berliner Ensemble

Freitag 17. – 27. April: (Livestream) YRD. WORKS

(Martin)

Canned (99/63) DIGITALER MOUSONTURM

Das hört sich sehr spannend an, was über den Mousonturm gestreamt wird. „Das Offenbacher Künstlerkollektiv YRD.Works ist bekannt für seine so außergewöhnlichen wie ausgedehnten Raumskulpturen. Ob eine Messerschmiede im Mousonturm-Lokal, eine Seebühne samt Festspielen inmitten einer Offenbacher Spekulationsbrache oder die „Oper Offenbach“ auf der Hafenspitze, die Arbeiten sind stets künstlerische Interventionen und Orte des sozialen Zusammentreffens zugleich. Wie für viele ist auch für YRD.Works die Corona-Pandemie eine herausfordernde Erfahrung. Die drei Künstler nehmen sie zum Anlass, ihre Arbeitsstrategien zu ändern und entwickeln erstmals eine Arbeit fürs Netz. Welche Möglichkeiten und Vorbilder bietet dieses Medium, um trotz des „social distancing“ Handlungsräume zu schaffen, die die Künstler, deren Performance und ihre Betrachter*innen verbinden? In „Canned (99/63)“ lassen YRD.Works, wie in früheren Projekten, die Grenze zwischen Unternehmertum und bildnerischer Gestaltung verschwimmen und spielen dabei mit Transparenz und Teilhabe. Täglich können die Künstler vier Stunden im Livestream auf canned.works verfolgt werden.“

Alle Infos hier https://www.mousonturm.de/events/canned-99-63/

Vom 17.04.20 – 27.04.20 (17-21 Uhr) täglich im Livestream

Foto: YRD.Works

Sonntag 18. - Montag 20. April: Oper Frankfurt ZUHAUSE

(Martin)

XERXES von G.F. Händel

Großartig, dass nun auch die Oper Frankfurt ein Oper-Frankfurt-ZUHAUSE - Programm startet: Wohnzimmerkonzerte, Opernstreams und weitere Formate sind online zu erleben! Das gesamte Programm findet ihr hier, den Zugang zu den Streaming-Angeboten ebenfalls: https://oper-frankfurt.de/de/oper-frankfurt-zuhause/

Als Opernstream steht vom Samstag, 18.04. (20.30h) – Montag, 20.04. (20.30h) die Oper Xerxes von G.F. Händel auf dem Programm. Barock Opern sind super und Händel sowieso – oder ist es andersrum? „Georg Friedrich Händels Xerxes zählt zu seinen beliebtesten Opern. In der Oper Frankfurt wurde das populäre Werk 2017 mit einer Starbesetzung auf die Bühne gebracht: Gaëlle Arquez begeistert in diesem »opulent-rasanten Festbankett«“ schrieb der Deutschlandfunk und sprach von „einem großartigen Opernabend“.

Hier die gesamte Kritik: https://www.deutschlandfunk.de/georg-friedrich-haendels-oper-xerxes-in-frankfurt-mehr-als.1993.de.html?dram:article_id=375927

Wohnzimmerkonzert (live)
Und dann lädt die Oper Frankfurt am Dienstag, 21.04. um 20.30h live (!) zu einem Wohnzimmerkonzert ein: „In intimer Wohnzimmeratmosphäre zeigt der Bariton Liviu Holender ein Musikprogramm mit persönlichem Bezug. Live aus Wien begleitet sich der junge Sänger des Frankfurter Ensembles selbst am Klavier und wird dabei auch von seiner Familie unterstützt. Neben Stücken aus der Zauberflöte wird er auch einige Lieder aus Rumänien, der Heimat seines Vaters, singen.“ Beides großartige Gelegenheiten, hochkarätigen Operngenuss 

Jeden Sonntag: Kirche zwischen Tür und Angel!

(Daniela)

Einige von Euch haben sich gefreut, dass ich hier letzte Woche die digitale Osterandacht von Pfarrer Diemer beworben haben, daher mache ich gerne weiter mit Tipps aus der Wartburggemeinde: „über den Gartenzaun hinweg“

Herzliche Einladung zu einem Gespräch „über den Gartenzaun hinweg“ mit Pfarrer Thomas Diemer
Jeden Sonntag, 11.00-12.00 Uhr, auch bei Wind und Wetter, direkt neben dem Kirchturm!

Solange, bis wieder Gottesdienste in der Kirche stattfinden dürfen!

Mit anschließendem Glockengeläut!

G E D R U C K T E S

(Petra)

Mann man einen Roman lesen über jemanden, den man zutiefst verabscheut? Keine fiktive Figur, sondern eine historische Gestalt, hinter deren Monströsität kein Mensch erkennbar ist? Man kann. Das ist dem Autor zu verdanken, dem es gelingt, keine Sekunde Mitleid oder gar Sympathie mit dem Protagonisten entstehen zu lassen. Und trotz des Grauens weiterzulesen: Olivier Guez: „Das Verschwinden des Joseph Mengele“.
Wut über die unkaputtbaren Nazi-Seilschaften, die noch Jahrzehnte nach Kriegsende bis nach Südamerika tragen. Satte Alt-Nazis und jüngere Unbelehrbare, die komfortabel in schönen Anwesen gute Geschäfte machen. Lateinamerikanische Regime mit fraternisierenden Herrschern, die das Nazi-Geld gerne sehen. Genugtuung über seine vielen gehetzten Jahre mit immer wechselnden Identitäten, Einsamkeit und das jämmerliche Dahinsiechen bis zum Tod im Elendsviertel von São Paulo.
Die Erzählung bleibt weitgehend auf der Ebene der erlebten Welt Mengeles seit seiner Flucht nach Argentinien 1949. Brutal, egoistisch, durchtrieben, unbeirrbar – ein böser Mensch. Als ihm 1964 in Deutschland seine akademischen Abschlüsse aberkannt werden, tobt er. Demütigung für ihn, den führenden Nazi-Arzt und -Forscher: Kern seines Selbstbilds.
Er hat überhaupt nur eine Chance, bis 1979 zu überleben, weil ihn seine Familie – trotz aller Zerwürfnisse – bis zum Schluss prall finanziell unterstützt. So erkauft er sich immer wieder Menschen, die ihm helfen. Obwohl insgesamt mehr als 3 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt sind, bleibt er unentdeckt. Erst 1985 wird sein Leichnam ausgegraben, 1992 die Akte Mengele geschlossen. Immerhin mit der Gewissheit, dass er tot ist. Bitterkeit bleibt.
Nur zögernd stelle ich dieses Buch hier vor, schon sein Name ist mir zuwider. Auch deshalb seht Ihr hier statt des Covers ein Gedicht von Hans Sahl, den ich in einem Uni-Seminar noch persönlich kennenlernen durfte. Beeindruckend und klug: So auch die abenteuerliche Autobiografie des von den Nazis Vertriebenen Schriftstelllers: „Die Wenigen und die Vielen“, die ich empfehle. Als Gegengewicht sozusagen.  

GO DIGITAL / KONZERTE

(Uwe)

„Gehen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen“, wird von der Polizei in Filmen gerne zu Gaffern gesagt, wenn ein Tatort abgesperrt wurde und Leute die Unverschämtheit besitzen, trotzdem stehen zu bleiben. Leider gibt es in den Konzertsälen weiterhin keine Livemusik. Bis wir wieder gemeinsam im Waldstadion aus vollem Hals Helene Fischers „Atemlos“ mitsingen und dabei Leuchtstäbe in der Luft schwingen können, wird einige Zeit vergehen. Künstler weichen auf Onlineformate aus, um Menschen weiter zu unterhalten und leisten für uns alle dabei einen großen Dienst. Ich schaue/höre ihnen sehr gerne zu, wenn die Künstler eine PayPal-Adresse einblenden, zahle ich auch gerne "Eintritt". Eins ist nämlich klar: Für uns sind das tolle Angebote, für die Künstler selbst lohnt sich die wertvolle Unterhaltung finanziell nicht. In den skurrilen Zeiten ist es schön, wenn Biffy Clyro-Sänger Simon Neil zuhause im Smoking Akustikversionen von Hits seiner Band spielt oder Stephan Eicher in seiner Küche vor dem Keyboard sitzt und alte Perlen wie „Silence“ singt. 

Die wirklichen Helden sind aber die weit weniger finanzstarken regionalen Künstler, die uns mit vielfältigem Angeboten das Leben verschönern. Drei davon unterhielten überzeugten und unterhielten über Ostern mit einer neuen Idee, die passend zum Kontaktverbot „mit Abstand am besten“, hieß. Melina „Melli“ Hepp, Gregor Praml und Tobias Rüger (eigentlich mit Dach statt Pünktchen über dem u) luden sich drei Gäste ins wunderbare Hotel Nizza im Bahnhofsviertel ein. Gregor Praml schreibt in seinem heutigen Gastbeitrag selbst darüber.

GO DIGITAL / FILME

(Uwe)

Tipps für Bücher, Filme und Musik nehme ich in der Regel nur sehr zurückhaltend an. Einem, dem ich bei Filmen sehr gerne folge, ist Daniel Brettschneider. Er ist ein Experte (Tipp: sein Buch Kino Kulinarisch), hat einen guten Geschmack und scheut das Außergewöhnliche nicht. Auch wenn ich in seinen wunderbaren sommerlichen Open Air Kinos bei „La Grande Bellezza“ oder „The Killing of a Sacred Deer“ als Sohn einer Bankkauffrau und eines Prüfungsbeamten aus dem hessischen Ried zugegeben etwas überfordert war, sind Daniels Tipps für mich von großer Bedeutung. So sah ich auf seine Empfehlung die Kurzserie Olive Kitterige mit Frances McDormand (wir sind beide Fans von ihr): Großartig. Seinen zweiten Tipp „Wonderboys“ mit Michael Douglas kannte ich bereits, ich schaute ihn daher nicht. Nicht, weil er schlecht wäre, sondern, weil ich keine Filme/Serien mehr schauen will, die ich schon gesehen habe.

Das brachte mich auf die Idee einmal darüber nachzudenken, welche zehn Filme ich in meinem Leben bisher am häufigsten sah. Was folgt, ist ausdrücklich keine Auflistung der Lieblingsfilme. Im Gegenteil, beispielsweise kann ich zum Beispiel "Terminator" einfach nicht mehr schauen (selbst wenn ich es wollte oder wenn mich jemand bedrohen würde), weil den mein älterer Bruder in unserem gemeinsamen Zimmer gefühlt jeden zweiten Abend laufen ließ (wie gefährlich „Passivschauen“ sein kann).

  1. Der Weiße Hai (Steven Spielberg drehte nie einen besseren Film)
  2. Ein ausgekochtes Schlitzohr (Burt Reynolds wettet, in 28 Stunden illegal 400 Kisten Bier von Texas nach Atlanta zu bringen)
  3. Terminator (furchtbar)
  4. Michel aus Lönneberga (Mein Vater heißt Alfred, war aber nie Knecht)
  5. Ist das Leben nicht schön? (Meine Mutter weinte im Sessel hinter uns und wir drehten uns gerührt zur Seite, damit keiner unsere Tränen sieht)
  6. Vergiss mein nicht (mein Lieblingsfilm mit Jim Carrey und Kate Winslet, unschlagbar gut)
  7. Die üblichen Verdächtigen (Wer ist Keyser Söze?)
  8. Robin Hood, König der Vagabunden (Natürlich der Film mit dem alten Gauner Errol Flynn. Auch stellvertretend für die vielen Abenteuerfilme meiner Jugend wie der Rote Korsar, Herr der sieben Meere, der Schwarze Ritter, ….)
  9. Wir können auch anders („Der Russe hat nichts und will alles“. Der erste Film, den ich öfter als 5x im Kino sah)
  10. Convoy (schrecklich)
GO DIGITAL - FILMTIPPS VON DANIEL BRETTSCHNEIDER

Ob Ladenkino, Kino Kulinarisch oder Freifluftkino... er zeigt die besten Filme in Offenbach & Frankfurt. Seine Filmtipps sinn so wunderbar beschrieben. Schaut sie Euch an!

Couchkino #3: Halt Dich an Deiner Liebe fest!
"Haben und Nichthaben",
"Thomas Crown ist nicht zu fassen"
"Porträt einer jungen Frau in Flammen".
https://www.facebook.com/daniel.brettschneider.94/videos/1316476121889757/

Couchkino #2: Searching for vorteilhaftere Kameraeinstellung
„Die WonderBoys“ https://www.facebook.com/daniel.brettschneider.94/videos/1315454108658625/

Couchkino #1: Miss you!
"Olive Kitteridge"

GO DIGITAL / Serien

(Beate)

Servus in die Runde, ich hoffe, die Serientips von letzter Woche haben euch gefallen. Falls Ihr gerne Podcasts hört, kleiner Tip, in unserem Seriensprechzimmer bei serieasten.tv, findet ihr immer unsere aktuellen Reviews. Zur Info: Es wird nicht immer Tips für Kinderserien geben, daß ich selbst nur wenige schaue. Es sei denn, die Serien sind so aussergewöhnlich, wie im Falle von Hilda bei Netflix, dann gibts gerne einen Tip von mir dafür. Zum Serien-Nachschub, hier entlang:

Netflix:
Family & Kids:

Hilda ist eine phantastische britisch-kanadische, ursprünglich fürs Web produzierte Zeichentrick-Kinderserie, die auf dem gleichnamigen Comic von Luke Pearson basiert. Die furchtlose Hilda wohnt mit ihrer Mutter und ihrem Rehfuchs, in einem Wald voll seltsamer Monster mit denen sie sich anfreundet und viele Abenteuer besteht. Humorvoll estaltete Charaktere, im Vergleich zu Disney wohltuend modern & progressiv gezeichnet (Figuren mit Ecken & Kanten) und mit einem perfekt passenden Soundtrack von Grimes ausgestattet. Für Kinder und Erwachsene geeignet. PS. Staffel 2 befindet sich bereits in Produktion und soll noch 2020 veröffentlicht werden.
Erwachsene: Drama/Crime:
The Fall, eine für die BBC produzierte nordirische Serie, aktuell auch in der ZDF Mediathek zu finden, mit Gillian Anderson (Akte X) und Jeremy Dornan (Fifty Shades) in den Hauptrollen. Detective Superintendent Stella Gibson, wird nach Belfast versetzt, um dort die Suche nach einem Serienmörder zu leiten. Gibson's Jagd nach dem Täter wird zu einem hochspannenden psychologische Katz- und Mausspiel mit dem Serienmörder, Paul Spector, ein Familientherapeut, der einerseits ein harmonisches Familienleben mit Frau und zwei Kindern führt, jedoch gleichzeitig brutale Morde an Frauen verübt.

Amazon
The Durrells
ist eine bezaubernde britische TV Serie, die auf wahren Gegebenheiten basiert. Die Vorlage bilden dabei die Aufzeichnungen des jüngsten Sohnes der Familie, die er in Buchform zu weltweiten Bestsellern verarbeitet hat. Die Serie erzählt die Geschichte der Durrell Familie, die von 1935-1939 aus England nach Corfu auswanderte und dort versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen. Kritisch als Fremde von den Einheimischen beäugt, ständig mit Geldknappheit, den eigenen Marotten, kulturellen Unterschieden kämpfend, entfaltet diese Serie ihren skurrilen Charme. Das Besondere der Serie, sie hat viel Herz und bietet, trotz ihres luftig-fluffigen Anstrichs, geistreiche, herrlich britische Dialoge, schrullige Figuren, sehr schöne Landschaftsaufnahmen und ist mit viel Liebe fürs Detail inszeniert. Eine Serie, die Anspruch und Unterhaltung in Perfektion verbindet.

Apple:
Dickinson
ist eine neue amerikanische Dramedy Serie über das Leben der weltberühmten Dichterin, Emily Dickinson. Wie auch die Gedichte der Poetin, beschäftigt sich die Serie mit Themen wie Geschlechterrollen, Selbstbestimmtheit, Familie und vor allem, die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Das Besondere, die Serie hat zwar historischen Kontext, ist aber, was Bildsprache, Set Design, Dialoge, Kameraführung und die Auswahl der Musik angeht, sehr modern und progressiv umgesetzt. Das macht den ungewöhnlichen Reiz der Serie aus. Die zweite Staffel ist bereits bestätigt und befindet sich in Produktion.

Disney:
The Mandalorian
ist eine Live-Action-Serie angesiedelt im Star Wars Universum, bei der Jon Favreau (Avengers, Marvel, The Chef Show) als Showrunner, ausführender Produzent und Drehbuchautor des Space Westerns, fungiert. Erzählt wird die angenehm altmodisch anmutende Geschichte eines einsamen Kopfgeldjägers, chronologisch nach dem Fall des Imperiums und vor dem Auftauchen des Ersten Ordens einzuordnen, der seine Aufträge am liebsten weit weg von den Augen der Autoritäten des Neuen Regimes ausführt, stoisch Kontakte zu anderen meidet und dabei oft in den Konflikt zwischen Pflichterfüllung und Moral gerät

SKY:
Westworld
ist eine von HBO produzierte Hochglanz SciFi Serie, die auf dem gleichnamigen Kinofilm (1973) von Michael Crichton basiert und sich aktuell in der 3. Staffel befindet. Die Serie besticht dabei mit ihrem opulenten Look, exzellenten Schauspielern, philosophischen Dialogen, bedient dabei Themen wie künstliche Intelligenz und Robotik und einer, wenngleich ab und an spröden, doch dadurch atmosphärischen Dichte. Die Serie handelt von einem futuristischen Vergnügungspark, in dem betuchte Gäste mithilfe von menschenähnlichen Robotern (Hosts), Geschichten des Wilden Westens erleben können. Die Schusswaffen im Parkgelände sind so modifiziert, dass die Hosts beschädigt werden, während die Gäste dadurch keine schweren Verletzungen davon tragen. Schadhafte Hosts werden nachts von Ingenieuren repariert und die Erinnerungsspeicher zurückgesetzt. Die Serie spielt permanent mit verschiedenen Handlungs- und Zeitebenen, was das sie für den Zuschauer sehr anspruchsvoll macht.

Magenta:
Meine Geniale Freundin
ist die erste Co-Produktion von HBO und Rai1, die auf den Bestsellern (Neapolitanische Sage) von Elena Ferrante basiert und die erste Serie, die durchgängig in italienischer, im Besonderen, neapolitanischer Originalsprache mit Untertiteln arbeitet. Erzählt wird die Geschichte einer 60 Jahre andauernden Freundschaft zweier Frauen. Lila verschwindet plötzlich spurlos. Ihre beste Freundin Elena beginnt die Geschichte ihrer Freundschaft aufzuschreiben, die in den 1950er Jahren in Neapel beginnt, als zwei sehr unterschiedliche, beides hochbegabte Mädchen im Grundschulalter, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, einander kennenlernen und zu Freundinnen, aber auch Rivalinnen werden. Die Serie lebt von ihrer Atmosphäre und dem feinen Spiel der Akteure, am besten in Originalsprache mit Untertiteln anschauen, denn das verstärkt das Gefühl für die Serie. Aktuell läuft die 2. Staffel der Serie. 

VORSCHAU
Samstag 25. April: GO DIGITAL / PUBUIZ

(Uwe)

Ende März war unsere Gruppe „Kaufhaus M. Schneider“ mit sechs Leuten bei Ninjaas erstem Isolationsquiz erfolgreich. Wir rätselten uns durch verschiedene Kategorien (inklusive einem Musikquiz) und siegten! Zwei Wochen später erreichten wir "nur" Platz 4 (von 10 Teams), hatten aber wieder eine Menge Spaß. Für die nächste Runde, dem Isolationsquiz 3.0, am 25.04 ab 20:30 Uhr sind wir wieder angemeldet. Wir werden sicher gewinnen. Informationen siehe hier: Facebook/Ninjaas Quiz in Frankfurt.

SCHON MAL HIER ERSCHIENEN ABER IMMER NOCH AKTUELL

Seitdem die AUSGEHTIPPS ja DAHEIMBLEIB TIPPS heißen, also seit dem 20.3.2020, findet ihr hier vor allem Tipps, die so gut wie kein Verfallsdatum haben, weil die meisten Tipps uneingeschränkt im Netz abrufbar sind.

Wenn ihr also noch mehr Digitale Tipps benötigt, so empfehlen wir Euch, Euch auch die vergangenen Ausgaben anzuschauen, die da wären:


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