10.04.2020
Inhalt: KULTURZEITER*IN / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / DAHEIMBLEIB TIPPS von SANDRA KOCH / GEROLLTES über die Pause / Zum Abschluss noch etwas über den FSV / Freitag 10. - 17. April: Die Blechtrommel Berliner Ensemble / Ab Samstag 11. April: Mit Abstand am besten! Balkongespräche im Hotel Nizza / Samstag 11. April: GO DIGITAL / PUBUIZ / Osterbotschaft der Wartburggemeinde / Ostersonntag 12. April: Carillon-Konzert / Ostersonntag 12. April: Bunbury - Die Bedeutung, Ernst zu sein / Open-Air-Kunst: Kunstsäule / GO DIGITAL / FILME / Donnerstag, 16. April: Der geheime Salon Folge 4 / GESAMTMETALL und AFFENTOR! / Mund-Nasen-Masken nähen für wichtige Organisationen in Frankfurt / Of/ Hafen 2 schultern - Spendenkampagne / Lesen im Lockdown / GO DIGITAL / Tanz wie ein Profi / GO DIGITAL / Videokunst / GO DIGITAL / Serien / GO DIGITAL / Kinderhörspiel / GO DIGITAL / KONZERTE / SCHON MAL HIER ERSCHIENEN ABER IMMER NOCH AKTUELL / VORSCHAU - unter Vorbehalt... / Im Mai: Maifestspiele im Staatstheater Wiesbaden / Impressum
KULTURZEITER*IN

Es war Freitag, der 13. März 2020 – heute vor genau vier Wochen.
Am Tag zuvor wurde die Luminale abgesagt und nach dem Grottenkick der Eintracht in menschenleerem Stadion, kam eine sehr ernste TV Ansprache von Angela Merkel.
Am nächsten Tag saß ich, wie an jedem Freitag seit 15 Jahren, an meinem Schreibtisch und schrieb die Ausgehtipps. Eine Veranstaltungsabsage nach der anderen trudelte ein. Die Ausgehtipps wurden immer kürzer und ich bekam immer mehr eine Vorahnung davon, was passieren würde: DIE KULTURZEIT wird fehlen und die solo-beschäftigten Kulturschaffenden und Künstler*innen, denen ich so dankbar bin für ihre unglaubliche Kreativität & Vielfalt, würde es besonders hart treffen.

Als ich dann am Morgen mit einer befreundeten Kulturschaffenden sprach und sie sagte „Ich weiß gar nicht was ich tun soll, ich bin in einer Schockstarre“, wollte ich versuchen zu helfen.
Ich rief Effi Rolfs, die Leierin vom Theater Die Schmiere an und wir überlegten, was man machen könnte. Wir dachten an Gutscheinverkäufe. Also schrieb ich Euch hier: kauft Gutscheine von Euren Lieblingskulturspielstätten. Tags darauf schrieb mir dann Saskia Meynhardt, eine Leserin, die ich bis dato noch nie gesehen hatte: „Es wäre doch toll, wenn wir eine Crowdfunding-Aktion starten könnten.“
Ich fragte meine Co-Autorinnen Petra Manahl, Martin Grün und Andrea Ehrig und meine Freund*innen und Kulturliebhaber*innen Mirjam Schmdit, Benjamin Laves, Sarah Sorge, Claus Möbius, Götz Grammerstorff, Michel Schuh, Jan Deck, Julia Frank, Guido Hettinger und Bastian Bergerhoff ob sie dabei wären. Es gab eine erste Telefonkonferenz von denen Unzählige folgen sollten und wir entwickelten ein Konzept.
Wir wollen eine Plattform schaffen, auf der sich Künstler*innen und Kulturschaffende aus Frankfurt & Offenbach präsentieren können und wir wollen über diese Plattform Geld sammeln, um Künstler*innen und Kulturschaffende in dieser schwierigen Zeit finanziell zu unterstützen.

Uns war sehr schnell klar: um die Idee umsetzen zu können, brauchen wir zum einen einen gemeinnützigen Verein, bei dem die Spendengelder ankommen können und wir sind froh, dass sich Missy Mottown und Niko Lutz dafür bei uns gemeldet haben und wir brauchten digitale Profis, die die Idee umsetzen können! Also fragte ich vor zwei Wochen auf Facebook: „Kennt jemand von Euch eine Digitalagentur, die uns bei einem Kulturprojekt pro bono helfen kann?“ Es meldeten sich Patrick Benner, Christoph Becker & Mike Zeiler von der Frankfurter Agentur ARTUS interactive. Sie sagten: „Ihr wollt was für Künstler*innen tun? Wir helfen Euch!" Es ist unglaublich, was die Jungs in der kurzen Zeit gerockt haben! Sie haben die komplette Seite designed und programmiert und sind mit Herzblut dabei. Chapeau!

Seit Dienstag sind wir nun online!
Wir haben seit Dienstag von 79 Menschen 1.393 Stunden Zeit gespendet bekommen. Da eine Stunde Zeit einen Wert von 15,- € hat sind jetzt schon 20.895,- €, die wir an Künstler*innen und Kulturschaffende verteilen können, die in ihrer Existenz bedroht sind. Natürlich brauchen wir noch viel viel mehr Geld, da die Solobeschäftigen leider keinerlei staatliche Soforthilfe bekommen :-(

Ich würde mich daher mega freuen, wenn sich auch viele von Euch an der Plattform beteiligen und auch ihr Kulturzeiter*innen werdet. Denn ihr wäret ja keine Ausgehteippleser, wenn Euch die Kultur nicht interesseiren würde.

Es gibt drei Möglichkeiten:

  • Du bist selbst hauptberuflich Künstler*in und/oder Kulturschaffende*r aus Frankfurt oder Offenbach? Dann zeig Dein Profil auf unserer Plattform.
  • Du bist hauptberuflich Künstler*in und/oder Kulturschaffende*r aus Frankfurt oder Offenbach und brauchst Unterstützung? Dann schreib uns an!
  • Du bist ein kulturliebender Mensch? Dann überlege Dir, wieviel Geld Du sonst für Kultur ausgeben würdest und spende was das Zeug hält. Wir versprechen Euch: es kommt in gute Hände!

Alle Infos findest Du unter: www.kulturzeiterin.de

Eine weitere gute Nachricht: Wir haben eine neue Co-Autorin: Beate Geibel ist neu mit ihm festen Team. Sie schickt Euch ab sofort ihre Lieblingsserien-Tipps - frisch aus Berlin.

Bleibt gesund.

Daniela

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

P.S. Vielen Dank an meine Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün, Uwe Schwöbel und Beate Geibel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
(Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr).
Wenn Du eine Rechnung benötigst, dann schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

DAHEIMBLEIB TIPPS von SANDRA KOCH

Heute ist unsere Gastautorin meine Freundin Sandra Koch: Kennengelernt haben wir uns 1988 in der Kapp. Ich erinnere mich noch, wie die Kapp damals ein Pogoverbot aussprechen wollte und sich Sandra dann mit einem Protestbrief an Ralf Scheffler gewandt hat - das Pogoverbot kam nicht. Wir waren im Elfer, im Eckstein, auf unzähligen Konzerten & Partys, bei Blockupy, jeden Donnerstag im Club Michel und gemeinsam mit ihr habe ich den Frankfurter Garten gegründet. Nachdem sie viele Jahre lang zusammen mit ihren Partnern den Vinylvertrieb NEUTON als Mitinhaberin aufgebaut und als Geschäftsführerin geleitet hat, arbeitet sie seit über 10 Jahren in eigener Praxis als Körperpsychotherapeutin ( www.koerpertherapiefrankfurt.de )

Sandras persönliche Liste wofür die Krise gut ist:
Mehr Ruhe im Außen und die Natur erholt sich spürbar, AFD sinkt in den Nachfragewerten, viel Zeit mit meiner Enkeltochter Lotte und Vivian, ich verpasse rein gar nichts mehr, Zusammenhalt und Solidarität wird sichtbar, endlich mal beim Laufen durch die Stadt alle „Peng“ s fotografieren, mit unserer Verletzlichkeit in Kontakt kommen, Freundschaften pflegen, Erfahren was wirklich wichtig ist im Leben (Insta & Co. sind es nicht), neue Ecken und Kanten in Frankfurt entdecken, Bedingungsloses Grundeinkommen neu diskutieren

Sandras persönliche Daheimbleib Tipps:
1.) Auf ARTE die Doku Serie „Märkte“ schauen. Heute, an Karfreitag, bin ich gerade „im Bauch von Palermo“ auf dem Ballaro Markt.
2.) Streifzüge durch die Stadt oder das Land. Langsam laufen, schauen, entdecken, staunen…
3.) Morgens im BR TV die „Tele-Gym“ machen (leider nicht in der Mediathek, da hilft nur frühes Aufstehen)
4.) Bücher nicht bei Amazon bestellen. Hier in Frankfurt gibt es über „Weltenleser.de“ eine Möglichkeit die Bücher online zu bestellen. In Leipzig gibt es die Connewitzer Verlagsbuchhandlung www.cvb-leipzig.de mit eigenem „Wörtersee“. Ute Gebhardt ist eine gute Freundin von mir, viele gemeinsame Besuche der Frankfurter Buchmesse lassen uns sehr verbunden fühlen.
5.) Konsequent kleine Läden durch Einkäufe unterstützen. Hier möchte ich meine über 80 Jahre alte Freundin Rita Böhm nennen, die mit großer Erfahrung und Menschlichkeit auf der Eckenheimer Landstr. 345 ihren Kosmetiksalon schliessen musste. Sie ist unter der Telefon Nr. 069/562960 erreichbar. Sie verkauft Gutscheine und Abonnements - Ware kann über ihre Tochter Claudia per Fahrrad ausgeliefert werden.
6.) "Die Bagage" von Monika Helfer lesen. „Das lebendige Porträt einer Frau am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts: Monika Helfer erzählt die berührende Geschichte ihrer eigenen Herkunft, sie erzählt von einer Familie, die von allen nur die Bagage genannt wird“.
7.) Einmal täglich mit einem Menschen telefonieren, mit dem man schon länger nicht mehr gesprochen hat
8.) Die ausgezeichnete Serie „The Marvelous Mrs. Maisel“ schauen. Amy-Sherman-Palladino ist eine großartige Drehbuchautorin und hat mir auch mit „Gilmore Girls“ und „Roseanne“ viele schöne Lacher vor der Glotze beschert.
9.) DVDs abstauben und Filme oder Serien neu entdecken. Ich schaue „Die Kunst des negativen Denkens“ von Bard Breien oder „Absolutely Fabulous“als ausschweifende Komödie sehr zu empfehlen.
10.) Standorte von Bücherschränken entdecken, sammeln, merken. Gestern zum Beispiel habe ich den neuen Bücherschrank am Hauptfriedhof entdeckt (Eingang oben am Marbachweg)

Sandras persönliches Angebot:
Solltet ihr Euch isoliert oder einsam fühlen, biete ich Euch ein Telefonat an. Schreibt mir bitte eine mail an kontakt@koerpertherapiefrankfurt.de mit Eurer Telefonnummer. Ich rufe Dich dann an und höre zu. Enden möchte ich mit einem Zitat von Sigmund Freud: „Gesund sein ist so schön, wenn man nicht allein sein muss“.

GEROLLTES über die Pause

(Uwe)

Werden die angebrochenen Spieljahre noch fertig gespielt oder wird beispielsweise die englische Premier League Saison 2019/20 irgendwann weggeschüttet wie ein angetrunkener und über Nacht schal gewordener Wein? Das wäre schlecht für alle Mannschaften, die bislang eine super Saison spielten und am Ende vielleicht in die Röhre schauen. Der FC Liverpool ist weltweit hierfür wahrscheinlich das prominenteste Beispiel. Nach 30 Jahren ohne Meisterschaft hätte Jürgen Klopps Mannschaft bereits zu einem Zeitpunkt im Jahr Meister werden können, an dem normalerweise nur die Bayern einen nationalen Titel bejubeln. Nämlich dann, wenn der Nachfrost noch eine Magnolie in voller Blüte erwischen kann. Klappte aber nicht, stattdessen hielt zu dieser Zeit die Queen in weit über 60 Jahren auf dem Thron erst ihre fünfte Rede ans Volk und der Premierminister musste ins Krankenhaus, weil das hartnäckige Virus sich in ihm festgebissen hatte, wie Premier League „Schlachter“ Vinnie Jones früher in seine Gegenspieler. Die Lage ist ernst, sagen alle, nicht nur in Groß-Britannien. Für die Liverpooler aber ganz besonders, weil sich der Corona-Virus zu einer Art Yoko Ono des Fußballs entwickelt“*.

Wenn die Premier League Saison irgendwann weitergespielt werden würde, würde ihr ein Comeback gelingen, das den Beatles nicht vergönnt war. Aber selbst die härtesten Liverpoolfans würden sich nicht in den Armen liegen können, geschweige denn, zusammen auf der weltberühmten KOP (Kulttribüne) ihr „You´ll never walk alone“ singen. Es wäre nicht wie sonst, weil ja nichts ist wie sonst. Naja, eins ist auch in der Krise wie üblich: Viele Profivereine sind bilanzgetriebene Schmarotzer, der FC Liverpool gehörte einige Stunden dazu. Laut Berichten vom Sonntag wollte der lange für sein soziales Engagement gerühmte Verein seine „normalen“ Angestellten (nicht die Spieler) beurlauben, damit diese drei Monate über ein staatliches Hilfsprogramm bezahlt werden. Das hätte ein Verein gemacht, der jährlich 310 Millionen Euro an Spieler und Trainer überweist und einer der reichsten Clubs der Welt ist.

Dafür wurde der FC Liverpool von meinungsstarken Ex-Spielern wie Dietmar Hamann oder Jamie Carragher heftig kritisiert (und nicht nur von denen). Der Eigner des Clubs, der Sportvermarktungsfirma Fenway Sports, hinter dem der amerikanische Geschäftsmann John W. Henry steckt, ist daraufhin schnell zurückgerudert. Ich mochte die geheuchelte Entschuldigung nicht. Der Verein wusste genau, zu was er sich entschieden hatte und zog die Entscheidung nur wegen dem berechtigten Aufschrei zurück. Hätte keiner gemeckert, hätten die das durchgezogen. 

*Wer mir vorwirft, dass man eine Person niemals mit einem Virus vergleichen kann und dass Yoko Ono nicht wirklich schuld an der Trennung der Beatles war hat natürlich Recht. Paul Mc Cartney bereits Anfang 1992, es bleibt trotzdem ein gerne erzähltes Märchen.

Zum Abschluss noch etwas über den FSV

Die Bornheimer lassen sich in der spielfreien Zeit einiges einfallen. In der vergangenen Woche veranstalteten sie ein tägliches Quiz. Und Erlebnistickets kann man weiterhin erwerben (siehe Homepage: www.fsv-frankfurt.de).

Freitag 10. - 17. April: Die Blechtrommel Berliner Ensemble

(Martin)

‚BE at home’
Das Feuilleton war nicht wirklich begeistert, aber das Publikum hat diese Inszenierung geliebt und eigentlich war Die Blechtrommel ständig ‚ausverkauft’.
Die Frankfurter Inszenierung von Oliver Reese war hier oft zu sehen und fand ihren Platz als Übernahme dann auch im Spielplan des Berliner Ensembles.
Auch wenn die ‚politische Dimension’ des Werkes von Günther Grass eher nicht im Inszenierungsfokus stand (was Anlass für mäßige Kritiken war), begeisterte die schauspielerische Leistung und die ungeheure Präsenz von Nico Holonics.
„Sobald Oskar Matzerath die Bühne betritt, strampelt er Romanheld wie Filmkind zur Seite und wird zur eigenständigen Theaterfigur. Der magisch realistische Jahrhundertroman von Günter Grass gerät mit Nico Holonics zur fiebrigen One-Man-Show.
Die Bühne ist ein mit Erde befülltes Rechteck, das Kartoffel- und Gottesacker ist wie Exerzierplatz und Zirkusarena. Rechts klafft ein Grab, links steht ein übergroßer Stuhl. Holonics entert diesen Platz wie ein Schiff und weiß zu Beginn scheinbar nicht, wo anfangen zu erzählen. In Klein-Buben-Hosen, Kniestrümpfen und mit zurückgelegten Haaren popelt er seine Schuhspitze in den Erdboden und beginnt mit seiner kaschubischen Großmutter Anna Bronski und ihren weltberühmten vier Röcken.“ (nachtkritik.de)
BE at home macht’s möglich, Die Blechtrommel’ nochmal zu sehen oder neu zu erleben! Freitag, 10.04. (ab 18.00h) bis 16.04. hier.

Foto (c): Berliner Ensemble

Ab Samstag 11. April: Mit Abstand am besten! Balkongespräche im Hotel Nizza

(Daniela)

Oh, was eine wunderschöne Idee von Gregor, Tobias und Melli. Ihr seid toll!

Mit Abstand am besten!
Balkongespräche im Hotel Nizza in YouTube, Facebook & Instagram als Osterspecial ab Samstag Abend – stay tuned!


Was haben wir ihn vermisst - den direkte Austausch. Von Angesicht zu Angesicht – ganz ohne digitale Trennwand dazwischen. Endlich wieder die Bühne betreten und moderieren. Gäste einladen und gemeinsam plaudern. Jemanden ausfragen - einfach alles wissen zu wollen. Aber was tun in Zeiten, wo eine Kontaktsperre das alles so extrem einschränkt?

Auch wir haben Balkons und die schönsten gibt es im Hotel Nizza! Es liegt mitten im Herzen Frankfurts, im Bahnhofsviertel. Sonst steigen dort vorwiegend Künstler ab. Ein Kleinod mit unglaublich viel Charme und – für uns das wichtigste - einem Innenhof, drei Balkonen und einer Dachterrasse über den Dächern der Stadt.
Der passende Ort und die zündende Idee. Wir kreieren persönliche Momente über den Dächern der Stadt, selbstverständlich unter Einhaltung der aktuellen Auflagen. Ein ungewohntes Gesprächsformat von drei Gesprächs-Machern aus der Stadt: der Schauspielerin Melina Hepp (sonst Gastgeberin von „Melli redet mit...“ im Theater Alte Brücke), dem Musiker Gregor Praml (sonst Gastgeber von „The LOKAL Listener – Gregor Praml trifft...“ im Künstlerhaus Mousonturm) und dem Musiker Tobias Rüger (Gastgeber im Club 99 und Saxofonist von Die Schwindler).
Wir reden über alles, was aus der aktuellen Lage heraus wichtig erscheint – wie geht es Dir?, Was tust Du in diesen Zeiten? Wovon träumst Du? - Und wie wäre es, wenn wir gemeinsam etwas spielen? Dargeboten über der Dächern der Stadt – für den ganz persönlichen Moment.

Die ersten Gäste von „Mit Abstand am besten! Balkongespräche im Hotel Nizza“ (natürlich nur nacheinander und mit dem geforderten Mindestabstand):
- Stefan Hantel aka Shantel „Mr. Bucovina“
- Ingrid El Sigai „Sängerin mit dem Lottofee-Gen“
- Iso Herquist „Ukulelen-Virtuose aus dem hohen Norden“

Spendenaufruf
Mit dieser Aktion möchten die Macher einen Spendenaufruf für das Hotel Nizza verbinden. Das Hotel befindet sich aufgrund der aktuell notwendigen Schließung in einer finanziellen Notlage. Mit Euer Spende unterstützt Ihr den Erhalt des Hotels. Spenden geht direkt unter: www.gofundme.com/f/the-hotel-nizza-must-not-go-under-make-it-wonder

Samstag 11. April: GO DIGITAL / PUBUIZ

(Uwe)

Am 28.03 war unsere Gruppe „Kaufhaus M. Schneider“ mit sechs Leuten bei Ninjaas erstem Isolationsquiz erfolgreich. Wir rätselten uns durch verschiedene Kategorien (inklusive einem Musikquiz) und siegten! Das war nicht einfach, weil die Fragen schwer waren und die Vernetzung in unserer Gruppe (wir waren verteilt auf fünf Wohnungen) und zur Spielleiterin eine Herausforderung. Am Samstag zwischen Karfreitag und Ostersonntag sind wir ab 20:30 Uhr wieder dabei. Das Isolationsquiz 2.0 wird mit leicht veränderten Regeln gespielt, es zählt nicht mehr die schnellste Antwort, sondern die richtige, die per PN an Ninjaa zu senden ist. Wir sind wieder sehr gespannt.

Osterbotschaft der Wartburggemeinde

(Daniela)

Ich mag ja die Wartburggemeinde sehr. Das liegt vor allem an Pfarrer Diemer. Ein ganz toller Mensch!
Seine Gottedsienste sind immer ein besonderes Erlebnis.
Und weil Pfarrer Diemer eine große Leidenschaft für Kunst & Kultur hat finden bei ihm auch regelmäßig Konzerte und Filmabende statt.

Da auch in der Wartburgkirche keine Ostergottesdienste stattfinden können, hat er sich was besonderes ausgedacht: Sie haben ein kleines Video mit einer Osterbotschaft produziert.

Hier ist der Link: https://www.dropbox.com/s/qs9qe1qe8r4yrc5/Ostergottesdienst%20Wartburgkirche%204K.mp4?dl=0

Ostersonntag 12. April: Carillon-Konzert

(Martin)

Turmglockenspiel der Alten Nikolaikirche Römerberg

Natürlich mit Abstand und unter Einhaltung der Hygienevorschriften... Ein Open-Air- und Oster-Glocken-Konzert der besonderen Art! Am Ostersonntag spielt die Carillonneurin Yuko Tajima live vom Carillon aus – das sich im Turm der Alten Nikolaikirche befindet, ein Konzert für Alle, die es hören mögen. Das tolle ist, man kann die Glocken von vielen Orten in der Innenstadt hören, und jede_r kann schauen, dass der erforderliche Abstand eingehalten wird. Das Carillon ist übrigens ein aus 47 Glocken bestehendes Glockenspiel. Die Glocken wiegen insgesamt 3.500 kg. Eigentlich ist das Glockenspiel digital programmiert und erklingt dreimal am Tag. Das Glockenspiel kann aber auch über eine Klaviatur und über Pedale ‚angeschlagen’ werden, was nur zu besonderen Anlässen stattfindet. Und ein solcher ist am Sonntag! Erklingen werden das Halleluja aus dem Messias von G.F. Händel, ein Intermezzo aus der Cavalleria Rusticana von P. Mascagni, und weitere Werke von Bach, Mendelssohn und anderen Komponisten. Vielleicht kommt Yuko Tajima zum Applaus sogar auf die Galerie der Alten Nikolaikirche.

Wer noch genauer wissen will, was ein Carillon ist, der kann sich hier informieren: https://www.paulsgemeinde.de/glockenspiel

Carillonkonzert vom Turmglockenspiel der Alten Nikolaikirche am Römerberg Ostersonntag, 12. April um 15.00h
Foto: (c) Martin Grün

Ostersonntag 12. April: Bunbury - Die Bedeutung, Ernst zu sein

(Martin)

The Importance of Being Ernest Oscar Wilde – gespielt von verschiedenen Orten. Volleksbühn / Luxemburg und live bei euch zu Hause


Alle, die letzte Woche bei diesem ‚Faust’ dabei waren, sitzen nach diesem Erlebnis unter Garantie am Sonntag wieder am Bildschirm, am Laptop, am Handy!

Das war sensationell zu erleben, wie es gelingen konnte, zu Hause und dabei doch live ‚im Theater’ dabei sein zu können.

Den Mephisto spielte hier in Frankfurt Wolfram Koch, das Gretchen könnte aus Berlin zugeschaltet worden sein und weiß der Himmel, wo sich Faust zeitgleich ‚real’ aufhielt – alle zusammen kamen sie digital ‚irgendwie’ in Luxemburg und waren dann doch bei uns zu Hause präsent. Abgefahren!

Die Volleksbühn Luxemburg ‚spielt’ auf der Quarantäne-Bühne immer Sonntags um 19.50h/19.55h ein Stück, das vorher die Zuschauer_innen per Voting abstimmen können. Jetzt am Sonntag fiel die Entscheidung für Oscar Wilde und ‚Bunbury’ – Die Bedeutung, Ernst zu sein (The Importance Of Being Ernest).

„Die Volleksbühn setzt sich zum Ziel, solange der Krisenzustand anhält, im Wochentakt Theaterklassiker auf die Quarantäne-Bühne im Web zu stellen. Das Publikum schlägt im Netz die Stoffe und Stücke vor und kürt den Klassiker, den wir in der darauffolgenden Woche durch den Volleksbühn-Fleischwolf ziehen (Sie haben ja jetzt Zeit!). Das Publikum schaut sich dann am Sonntag vor dem Tatort an, was wir innerhalb der Woche verbrochen haben (Sie haben ja jetzt Zeit!).“

Tatsächlich dauert der Spaß maximal 20 Minuten und rechtzeitig zum Tatort kann man ‚umschalten’. ‚Bunbury’ ist eine super Komödie und ein irrer Spaß.

Ich freue mich schon jetzt, diesem Stück auf diese besondere Art und Weise eine Chance geben zu können. Denn ich habe vor vielleicht 30 Jahren eine Inszenierung hier in den Frankfurter Kammerspielen gesehen die legendär war und eigentlich nicht besser geht.

Jetzt wird’s ganz anders – und das ist gut so!

Hier geht’s zum Inhalt: https://literatourismus.net/2014/05/oscar-wilde-bunbury/

Hier bitte klicken, um dabei sein zu können: https://volleksbuehn.lu

Sonntag, 12.04. um ca. 19.50h ‚live’ aus der Volleksbühn Luxemburg: Bunbury

Open-Air-Kunst: Kunstsäule

(Petra)

Zum Drumherumgehen (aber nur in gebührendem Abstand!): Die Vernissage der Ausstellung „Die Lesbarkeit des Spielfeldes“ musste leider – wie alles im Moment – ausfallen, aber beim Osterspaziergang könntet Ihr mal diesen Happen Open-Air-Kunst mitnehmen. Auch etwas für Fußball-Begeisterte. Denn hier zerlegt der hintersinnige Künstler Hagen Bonifer die Kreidelinien des Fußballplatzes in einzelne Zeichen und plädiert visuell eindrücklich für einen Neuanfang: Das Prinzip des immer größer, immer teurer, immer lauter ist an ein Ende gekommen. Insolvenzen von kleineren Vereinen sowie sinkendes Niveau auf dem Transfermarkt und bei Gehältern zeichnen sich bereits ab. Also muss das Geschäft Fußball, diese globale, ubiquitäre Krake, neu gedacht, organisiert und sortiert werden. Passend zur aktuellen Krise. Zugleich ist die Malerei in zwölf Feldern in ihren variantenreichen Grüntönen ein hoffnungsvoller Frühlingsbote.

Die Lesbarkeit des Spielfeldes, Ausstellung von Hagen Bonifer, bis 25. Juni, Ort: KunstSäule, Adresse: Brückenstraße/Gutkowstraße, Uhrzeit: 24 Stunden täglich, auch hier: http://frankfurter-kunstsaeule.de/

GO DIGITAL / FILME

(Uwe)

Nun haben wir hier in den letzten drei Wochen schon 15 Komödien vorgestellt. Machen wir einfach damit weiter, zumal drei meiner All-Time-Top-10-Filme bislang noch keine Berücksichtigung fanden. Verrückt, nicht wahr? SEIN ODER NICHTSEIN hatte ich zumindest schon erwähnt, ihn hier aber nicht vorzustellen, wäre eine Schande. 

SEIN ODER NICHTSEIN: Ein Freund lieh mir eine Aufnahme des Films vor Jahrzehnten auf VHS Kassette aus. Ich ließ ihn einige Monate im Regal liegen, wie einen vor sich hin reifenden Käse. Irgendwann gingen mir seine erwartungsvollen Fragen „wie findest Du ihn?“ und so weiter etwas auf die Nerven und ich investierte die rund hundert Filmminuten. Schon nach den ersten Szenen war klar, dass Ernst Lubitschs Film aus 1942 einer meiner Lieblingsfilme werden würde. Figuren, Handlung, Dialoge, Darsteller und vor allem der Humor, alles ist perfekt. Eine Theatergruppe aus Warschau um den wunderbar selbstverliebten Hamlet-Darsteller Joseph Tura, wird wegen der Schwärmerei seiner Frau für einen jungen polnischen Flieger nach Ausbruch des 2. Weltkriegs in die Aktivitäten des polnischen Widerstands hineingezogen. Sie versuchen einen Doppelagenten aufzuhalten, der der Gestapo Geheimnisse über Untergrundkämpfer übergeben will und bedienen sich dabei der Mittel des Theaters. Lubitschs zu Kriegszeiten gedrehter satirischer Blick auf seine Heimat unter den Nationalsozialisten ist ein Meisterwerk.

MR. SATURDAY NIGHT – DER LETZTE KOMÖDIANT: Billy Crystal fiel mir zuerst in der 80iger Jahre Actionkomödie DIESE ZWEI SIND NICHTS ZU FASSEN auf, in der er gemeinsam mit Gregory Hines spielte. Es folgten tolle Filme wie HARRY UND SALLY oder CITYSLICKERS, bevor er 1992 seinen ersten (und bis heute besten) Film selbst drehte. Er spielt darin Buddy Young jr., der in jungen Jahren gemeinsam mit seinem Bruder seine jüdische Großfamilie mit Stand Up Comedy unterhält. Seine Mutter sorgt für den üppig gedeckten Tisch, Buddy und Stan für die Witze. Bei einem Talentwettbewerb muss Buddy jr. alleine auftreten, weil sein Bruder vor fremden Menschen Lampenfieber hat. Buddy startet als Komödiant durch, Stan wird sein Manager. In diesen Rollen erobern sie zusammen das Showbusiness und erleben gemeinsam den langsamen Abstieg von der TV Präsenz zur besten Fernsehzeit bis hinein in das Unterhaltungsprogramm auf einem Kreuzfahrtschiff. Buddy trägt schwer daran und behandelt die Leute in seinem direkten Umfeld nicht besonders gut, inklusive Stan, der ein leben Lang loyal in seinem Schatten steht. David Paymer wurde für seine Darstellung des Stan völlig zurecht mit dem Oscar nominiert. 

LADYKILLERS ist einer der Lieblingsfilme meines Vaters. Auch ich liebe ihn sehr, aber natürlich die Version aus 1955 mit Sir Alec Guinness und nicht den Abklatsch mit Tom Hanks aus 2004. Fünf Ganoven wollen in Ruhe den Überfall auf einen Geldtransport planen und nisten sich in einem abgeschiedenen Haus ein. Zur Tarnung geben Sie sich als Streicher-Quintett unter der Leitung von Professor Marcus (Guinness) aus. Die schrullige alte Hausbesitzerin und Musikliebhaberin Mrs. Wilberforce ist begeistert, entwickelt sich für die Gauner, von denen einer von Legende Peter Sellers gespielt wird, zunehmend zum Hindernis. 

HUDSUCKER – DER GROSSE SPRUNG ist eine Komödie der Coen Brüdern. Die ganze Welt liebt ihren BIG LEBOWSKI, der Film, um den es hier gehen soll, ging im Gesamtwerk immer etwas unter. Dabei könnte er mit Tim Robbins, Jennifer Jason Leigh und Paul Newman nicht besser besetzt sein. Waring Hudsucker ist der Boss der erfolgreichen Hudsucker Industries und hat sich das Leben genommen. Vorstand Mussbergers (Newman) will den Kurs der Aktie für eine Übernahme stürzen und befördert einen naiven Idealisten aus der Poststelle, Norvile Barnes (Robbins), zum Chef. Der erfindet den Hula-Hoop-Reifen, der sich überraschend zum Hit entwickelt. Durch den Ruhm, der Mussbergers Übernahmepläne durchkreuzt, wird Barnes zum Arschloch und steht irgendwann da, von wo aus Vorgänger Waring Hudsucker in den Tod sprang. 

DIE GROSSE VERFÜHRUNG ist ein im sehr positiven Sinne leichter frankokanadischer Film. Er gewann den Publikumspreis für den besten ausländischen Film bei dem hoch angesehenen Sundance Filmfestival. Den gewannen unter anderem auch LOLA RENNT, der hier schon vorgestellte ZUG DES LEBENS oder ONCE. Das abgelegene Fischerdorf Sainte-Marie-La-Mauderne hat seine beste Zeit hinter sich. Die Einwohner leben überwiegend von der Sozialhilfe. Ersatzbürgermeister Germain Lesage kümmert sich rührig um seine Gemeinde und die Einwohner und versucht einen Fabrikbesitzer dazu zu bringen, in dem Ort Arbeitsplätze zu schaffen. Der stellt die Bedingung, dass Sainte-Marie-La-Mauderne mindestens fünf Jahre über einen niedergelassenen Arzt verfügt. Da es diesen nicht gibt, trifft es sich gut, dass das Auto des Schönheitschirurgen Christopher Lewis mit dem in die Stadt abgewanderten ersten Bürgermeister kollidiert. Der ist mittlerweile Polizist und „versetzt“ Lewis wegen überhöhter Geschwindigkeit und Drogenbesitz für einen Monat in sein altes Dorf. Die Bewohner wittern ihre Chance und versuchen dem Arzt seinen Aufenthalt besonders angenehm zu gestalten. 

Donnerstag, 16. April: Der geheime Salon Folge 4

(Martin)

Der Mousonturm sendet aus dem digitalen Orbit direkt auf eure heimische Couch: Kennwort ‚Der geheime Salon’!

Für die Dauer der Schließung des Hauses meldet sich der Geheime Salon online und funkt jeden Donnerstag live nach Sonnenuntergang klangliche Randnotizen in den Äther – direkt aus den Wohnzentralen uns geschätzter Künstler*innen, die unter der Maske der Anonymität ästhetische Etikette verlachen und musikalische Konventionen negieren.

Künstler*innen, mit denen der Mousonturm weltweit vernetzt ist, leben, denken und arbeiten nun ebenso wie das Mousonturm-Team von zuhause aus. Im intensiven Austausch entstehen dabei neue künstlerische Ideen und Projekte, die auf die fundamentalen Herausforderungen dieser Tage reagieren. In den kommenden Wochen präsentiert das Künstlerhaus in verschiedenen Online-Formaten elektronische Hausmusik, virtuelle Tischgespräche und fröhlich verpixelte Performances und - wenn es passt – auch die eine oder andere Konserve!

Am Donnerstag, in der Folge 4, ist eine mechatronische Séance angekündigt: Paranormale Rhythmusphänomene. Es scheint eine Liveschaltung nach Berlin zu geben und zwar direkt in den Zirkel einer Roboter-Trommel-Sekte – aber wie das Format schon sagt: ein bisschen geheim!

Einlass in den Geheimen Salon wird gewährt über die Homepage des Mousonturms: https://www.mousonturm.de/projects/dmt-digitaler-mousonturm/
Donnerstag, 16.04. um 21.00h Der Geheime Salon – Randständige elektronische Hausmusik. Künstlerhaus Mousonturm

GESAMTMETALL und AFFENTOR!

(Martin)

GESAMTMETALL und AFFENTOR: beides sind Lieblingsläden bzw. Lieblingswerkstätten von mir, von Daniela, von Uwe, von Petra und vielleicht auch von euch? Wenn nicht, dann sollte sich das jetzt schnellstens ändern! Daniela hat eine, Uwe hat eine, Birgit hat eine und ich auch: eine Geldbörse von Affentor bzw. papoutsi! Der Affentor-Laden ist vor kurzem umgezogen innerhalb der Fahrgasse. Und die Marke Affentor ist ein Frankfurter Gewächs: gegründet 2001 von der Werkstatt Frankfurt (in den Werkstatthäusern am Affentorplatz in Sachsenhausen) um langzeitarbeitslose Frauen zu Modenäherinnen auszubilden. Daraus entstanden ein Taschenprojekt und ein Laden in der Fahrgasse. Affentor bzw. Werkstatt Frankfurt ging 2014 insolvent und weil das Label so cool war, wurde es auf den letzten Drücker von schoene Schreibwaren Berlin aufgekauft. So kommt’s, dass man bei Affentor die tollen Taschen und diese ‚besten’ Geldbörsen kaufen kann.

Galerie GESAMTMETALL
, das ist das Team von Arne Peters – und weil ich ein Armband (von Gesamtmetall) trage, auf das mich Daniela vor Jahren ansprach, sind wir überhaupt in Kontakt gekommen. Also: Galerie: Gesamtmetall verbindet! Im übrigen auch Daniela und Uwe – denn jetzt erklärt sich von selbst, wo die Eheringe der beiden entstanden sind... Galerie GESAMTMETALL berät in Corona-Zeiten online per WhatsappVideo und Facetime. Wenn also Anlässe anstehen oder ihr euch einen Schmuck-Wunsch erfüllen wollt, zögert nicht, schaut vorab auf die Homepage der Galerie und vereinbart dann einen Termin für eine ausführliche und persönliche Beratung. Arne Peters und sein Team können jedes Schmuckstück aus der Galerie zeigen, stellen eine Auswahl zusammen und liefern diese (unter Beachtung der Hygienevorschriften) sogar zu euch nach Hause!

Dies ist ein AUFRUF! Und zwar ein doppelter! Nutzt zum einen die ‚Heimzeit’ um euch aufzuhübschen mit Taschen, Geldbörsen und schönem Geschmeide! Und leistet ebenso einen Beitrag dazu, dass wir nach Corona solche Läden und Werkstätten wie AFFENTOR und GESAMTMETALL weiterhin haben, um dann ebendort ‚face to face’ einkaufen zu können.

Die Galerie Gesamtmetall ist erreichbar unter: www.galerie-gesamtmetall.de Termine und Beratung gibt’s per Facetime unter privat@galerie-gesamtmetall.de und per WhatsappVideo (069 – 774476)
Affentor hat einen Auftritt bei facebook und bei Instagram und dort sind Geldbörsen, Taschen, etc. auch anzuschauen. Einen Onlineshop gibt’s noch nicht. Bestellen kann man aber über beide o.g. Portale und am besten über jm@schoeneschreibwaren.com

Mund-Nasen-Masken nähen für wichtige Organisationen in Frankfurt

(Martin)

Freiwillige gesucht!

Das ist eine tolle Aktion, die Unterstützung verdient! Super, wie hier Solidarität Hand in Hand gehen kann und unterschiedliche Fähigkeiten und Möglichkeiten zusammen finden! Stoff-Zuschneider- und Vorbügler_innen, Näher_innen. Wäscher_innen, Fahrer_innen werden gesucht. Wer hat noch Tischdecken. Bettdecken oder Tafelstoff aus Omas Zeiten zu Hause? Wer hat zwei linke Hände, kann aber ein paar Euros für Material spenden? Nie war die Zeit so reif wie heute, um Gutes zu tun! Hier alle weiteren Infos

Foto: (c) cup2gether

Of/ Hafen 2 schultern - Spendenkampagne

(Andrea)

Noch ein Lieblingsort, der unterstützt werden möchte ist der Hafen 2. Auch hier ist die Finanzdecke dünn und deshalb haben Andrea, Alex und Christina zum "Hafen schultern" aufgerufen.

"Liebe Interessierte, wir freuen uns weiterhin über großen Zuspruch für den Hafen 2 von unseren Unterstützern und können einen Spenden-Zwischenstand von unglaublichen 21.881 Euro vermelden. Nackter Schulter stellen wir nackte Tatsachen entgegen: eine Auflistung der Hafen 2-Kosten. Deshalb bleibt das Mantra auch diese Woche: Bitte nicht nachlassen!

Spenden-Zwischenstand 09.04.20: 21.881 Euro
Die Hafen-2-Notkalkulation transparent für alle:
Tabellen auf http://hafen2.net/45-0-SPENDEN.html

Exemplarische Anhaltspunkte für Ungeduldige: Miete 3.927 + 730 (Büro) = 4.657 Stromabschlag 1.302 Reguläre Grundkosten, Bsp. März: 29.100
Durch Kurzarbeit reduzierte Grundkosten, Bsp. April: 17.450

Gestern berichtete hr-online, Spenden könnten den Betrag bspw. der staatlichen Soforthilfe reduzieren. In unserem Fall kommen Eure Spenden diesbezüglich nicht zum Tragen - unser Bedarf ist zu hoch. Das dürfte für viele andere Kulturzentren ebenfalls gelten.
Spenden unter: https://www.gofundme.com/hafen-schultern
DANKE, IHR SEID SO UNGLAUBLICH!!!
http://hafen2.net/45-0-SPENDEN.html

Lesen im Lockdown

(Petra)

Leider bleibt das Literaturhaus Frankfurt zunächst bis Ende April geschlossen. Damit in dieser Zeit nicht nur das einsame Lesevergnügen bleibt, kooperiert das Literaturhaus mit hr2. Der Hessische Rundfunk hat Autorinnen und Autoren gebeten, ihr Smartphone in die Hand zunehmen, ein Kapitel aus ihrem aktuellen Roman zu lesen und sich dabei selbst zu filmen. „Lesen im Lockdown“ kommt seit Ende März täglich um 17 h per Video in unsere Wohnzimmer. Autorinnen und Autoren aus dem Sommerprogramm des Literaturhauses konnten für das Projekt gewonnen werden. Den Anfang macht Cemile Sahin am 11.04., Benjamin Quaderer wird in der zweiten Aprilhälfte neben anderen „Literaturhaus-Autoren“ folgen.

Lesen im Lockdown, Ort: Dein Wohnzimmer, Adresse: https://www.youtube.com/channel/UCTzSgQ084HnnbWZ3s1EXY0w, Uhrzeit: täglich 17 Uhr 

GO DIGITAL / Tanz wie ein Profi

(Petra)

Das Kulturvakuum macht mich echt fertig. Und nicht nur das: Was würde ich darum geben, mal wieder Schwimmen gehen zu können - oder ins Training. Schattenboxen ist sooo langweilig. Deshalb freue ich mich jetzt über diese Entdeckung: Im Mousonturm findet regulär von montags bis freitags das Profitraining statt. Aufgrund der aktuellen Lage muss es leider entfallen. Aus der Not machen die Trainer*innen eine Tugend: Ihr werdet hier von allen Trainer*innen, die das Profitraining in den kommenden Wochen gegeben hätten, nach und nach drei Videos finden. Die Übungen sind nicht nur für Profitänzer*innen gedacht, sondern auch für alle Tanzkluber*innen und natürlich für alle die Spaß am Tanzen haben. Jede*r Trainer*in setzt seinen individuellen Schwerpunkt, es können genauso choreografische Aufgabenstellungen sein, wie auch tänzerische. Die Clips bleiben sieben Tage online. Tanzen mit Antony Rizzi (zum Beispiel): wie geil ist das denn?! 

Profitraining für Alle und zu jeder Zeit!, Ort: heimischer Tanzboden, mit dem Mousonturm, Adresse: https://www.tanzplattformrheinmain.de/projekte/profitraining/profitraining-fuer-alle.html

Foto: ©Jörg Baumann

GO DIGITAL / Videokunst

(Petra)

Schirn 2015: Doug Aitkens Ausstellung hat sich in mein Herz gebrannt: „Zivi­li­sa­tion macht Hoff­nung – Zivi­li­sa­tion macht Angst“. Diese Gefühle sind in den einzig­ar­ti­gen Kunst­wer­ken des US-Ameri­ka­ners spür­bar. Ich hatte noch nie zuvor so viel Zeit in einer Ausstellung verbracht – unvergesslich. Besonders verzaubert hat mich „Song 1“, der natürlich auf dem Screen nicht ganz so stark wirkt wie mit allen Sinnen in der 360-Grad-Schau. Aitkens spek­ta­ku­lä­re Film- und Sound­ar­bei­ten nehmen die Besu­cher mit auf eine synäs­the­ti­sche Reise um die Welt und zu sich selbst – in einem unwi­der­steh­li­chen Sog aus ausdrucks­star­ken Bildern und rhyth­mi­sier­ten Land­schaf­ten. Sein kalei­do­sko­pi­sches Univer­sum dreht sich um die exis­ten­zi­el­len Fragen des Lebens, liefert jedoch keine einfa­chen Antwor­ten. Statt­des­sen bringt der Künst­ler eine fast naive Faszi­na­tion für das Mensch­sein und ein gemein­schaft­li­ches Wesen und Zusam­men­wir­ken zum Ausdruck. Ganz toller Künstler. So bin ich froh, dass ausgewählte Werke auf seiner Website zu finden sind. Mein Tipp: Schaut Euch auch die Tiere im Hotel an: „Migration“.

Das Foto zeigt übrigens „Sonic Fountain II“, das 2015 in der Rotunde zu bestaunen war.

Doug Aitken, Selected Works: https://www.dougaitkenworkshop.com/selected-work-1

https://www.dougaitkenworkshop.com/selected-works/migration

GO DIGITAL / Serien

(Beate)

Herrschaften, hereinspaziert, hereinspaziert ins LaLaLand.

Die Bespaßung des Selbst und der ganzen Familie in Zeiten von Corona artet in Stress aus, das Genörgel ist anstrengend, das Überangebot an Serien-Inhalten groß und die Navigation der verschiedenen Sender oft unübersichtlich.

Wir bei Serieasten.tv sind ein Verbund von Serien- und Filmsüchtigen mit Sitz in Berlin. Mein Name ist Beate Geibel und ich bin Euer Navigator. Ab heute stelle ich euch wöchentlich Serien vor, die besonders sind. Ich beschränke mich dabei auf die gängigen Plattformen wie Netflix, Amazon, Magenta, Apple, Disney und Sky.

Netflix / Genre: Family & Kids:
Studio Ghibli, das weltberühmte und mehrfach ausgezeichnete Anime Studio aus Japan, ist mit seinem kompletten Katalog seit kurzem bei Netflix. Das besondere an diesen Filmen sind ihre wunderbaren Fantasiewelten, in die man eintauchen und darin versinken kann. Nicht alle Ghibli Filme sind für Kinder geeignet, denn viele behandeln sozialkritische, gesellschaftspolitische oder Umweltthemen. Mit diesen vier hier, könnt ihr für Kinder nichts falsch machen.
Arietty: Vergleichbar mit den Geschichten über die Borger, kleine Wesen, Menschen ähnlich, die zwar in den Häusern der Menschen leben, aber aus Furcht, unentdeckt bleiben wollen. Eine junge Borgerin freundet sich mit einem kranken Menschenjungen an und sie helfen sich gegenseitig.
Kiki’s kleiner Lieferservice: Jede kleine Hexe muss in sehr jungen Jahren, von zu Hause ausziehen und ihre eigene Stadt finden, um ihre Zauberkünste zu trainieren. Ponyo: Ein kleiner Goldfisch, der sich aus Liebe zu einem Jungen in ein Menschenmädchen verwandelt.
Mein Nachbar Totoro: Eine Familie zieht mit zwei kleinen Mädchen aufs Land, wo sie die Bekanntschaft von Zauberwesen machen, die ihnen helfen, ihren Weg zu finden.
Netflix /Erwachsene
Miniserie: Manhunt (Unabomber): Erzählt wird die Geschichte des amerikanischen Terroristen, Ted Kaczynski, der von 1975-1995 Briefbomben verschickte und wie sich die Jagd nach ihm über 20 Jahre erstreckte. Die Serie ist spannend bis zur letzten Minute und glaubwürdig gespielt.

Amazon

Miniserie: Via Starzplay: Meine persönliche Nr 1 Miniserie aus dem Jahr 2019, die BBC/HBO Co-Produktion:“Years and Years”. Es gibt keine andere aktuelle Serie, die so nah an unserer Realität, in Bezug auf mögliche gesellschaftliche und politische Veränderungen ist, wie diese. Am Beispiel einer Familie über den Zeitraum von Jahrzehnten, zeigt es eine Gesellschaft in einer uns ähnlichen sehr nahen Zukunft, in der sich die Protagonisten mit persönlichen Schicksalsschlägen, politischen Irrsinn (England nach dem Brexit), einer Umwelt die massiv unter den Einwirkungen der Menschen leidet, herumschlagen müssen und dabei versuchen, ihre Menschlichkeit und Empathie zu behalten. Geschrieben von Russel T Davies, einem der besten britischen Autoren, wenn es um anspruchsvolles Drama, mit Traurigkeit, viel Herz und einer Prise Humor geht.

Apple
The Morning Show
#METOO Themenkomplex, der beliebte Moderator der Morning Show wird wegen sexueller Belästigung entlassen und seine Mit- Moderatorin muss sich im unsicheren Fahrwasser des Senders gegen das Patriarchat der Corporate Company behaupten. In den Hauptrollen: Jennifer Anniston, Steve Carell, Reese Witherspoon, Billy Crudup. Disney The World according to Jeff Goldblum, sticht aus dem sonstigen Katalog von Disney heraus, denn sie ist, wie Goldblum selbst, exzentrisch. Er beleuchtet in jeder Folge, Kulturphänomene wie Sneaker, Bikes, Pools, BBQ, Eiskrem. Ihr interessiert: Woher stammt diese Faszination, mit welchen Gefühlen werden diese Dinge verbunden. Das besondere, Goldblum bleibt dabei immer respektvoll und ist ehrlich interessiert an dem, was die von ihm besuchten Menschen zu sagen haben.

SKY
The Young Pope & The New Pope
Hier wird die fiktive Geschichte, eines neuen junge Papstes (Jude Law) erzählt, der mit zahlreichen Marotten ausgestattet, den arrivierten Kirchenoberhäuptern ein Dorn im Auge ist. Der Look ist sehr modern, die Musikauswahl progressiv, die Dialoge spitz und der Humor süffisant und fein. Anspruchsvoll. Magenta The Good Fight, auch zu finden auf Netflix, ist der Nachfolger von The Good Wife. Anwaltsserie auf hohem Niveau mit gesellschaftlicher Relevanz, Themen, die auf den Punkt das Zeitgeschehen treffen, exzellenter Charakterentwicklung, feinem Humor, top Dialogen und guten Geschichten.

GO DIGITAL / Kinderhörspiel

(Martin)

Ein himmlischer Platz
Eines Tages fliegt ein Spatz auf Florians Kopf und bleibt in seinen roten Haaren sitzen. Da passieren ungewöhnliche Dinge. Jeden Tag geht er mit Katja zur Schule, doch als der Vogel auf seinem Kopf sitzt, da gibt sie ihm einen Kuss. Katja ist ein Jahr älter, Florian erst zehn und nun völlig durcheinander. Gemeinsam lernen sie die alte Frau Raaphort kennen, die etwas verwirrt vor ihrer Tür steht und den Schlüssel nicht mehr findet. Der Spatz fliegt zu ihr auf den Kopf, sie hat schon auf ihn gewartet. Die beiden Kinder helfen der alten Frau und kommen jeden Tag wieder. Sie kümmern sich um sie, wenn der Sohn keine Zeit hat. Aber sie schaffen das kaum, sie müssen ja auch zur Schule gehen. Ab 8 Jahren.

Zum Hörspiel geht’s hier

Foto: (c) Tim Trzoska / EyeEM

GO DIGITAL / KONZERTE

(Uwe)

DJs sind derzeit oft Live in Facebook unterwegs und unterhalten wunderbar Leute, die in den Clubs wären, wenn es keine Kontaktsperre geben würde. Oder die früher in Clubs waren und altersbedingt beziehungsweise wegen fehlender Babysitter nicht mehr so unterwegs sein können. Oder Leute wie ich, die nie in Clubs waren, weil sie in der Regel „an der Tür“ der regionalen oder städtischen Diskotheken scheiterten. Nun bin ich dabei, weil es bei den Liveübertragungen keine Türsteher gibt. Neulich schaute ich also bei einem Live-Set von Oscar Canton vorbei und traf dort Freunde aus München. Virtuell natürlich, so klein ist die Welt.  

Chilly Gonzales erklärt in POP MUSIC MASTERCLASS spielerisch die aktuelle Popmusik. Er sitzt an seinem Piano und erzählt in kurzen Episoden sehr kluge Dinge über Lieder, die selbst für mich nachvollziehbar sind, der wahnsinnig gerne Musik hört, aber überhaupt nichts davon versteht. An Hits wie BETTER NOW von Post Malone oder SHAKE IT OFF von Taylor Swift erläutert er den „Quartenzirkel“ oder die „Rhythmische Verschiebung“ und zeigt Verbindungen zu großen Hits aus den vergangenen Dekaden auf. Das ist ein wunderbares Format, das Chilly Gonzales gemeinsam mit dem deutschen Radiosender 1LIVE ins Leben gerufen hat. Abrufbar sind die kurzen Folgen auf YouTube. Nach Tiny Desk Concerts der zweite gute Tipp vom lieben Gregor Praml innerhalb von einer Woche. Er sandte mir die Folge mit Billie Eilishs BAD GUY und stieß damit eine Tür für mich auf.

Ich höre mich aktuell mittels zufälliger Liedauswahl durch meine komplette Musiksammlung auf einem 160 GB IPod und bin mittlerweile bei Lied Nummer 317 von 16.378 angekommen: CLIMBING TO THE MOON von Eels. Super! Ich drücke kein Lied weiter, auch wenn es mir nicht (mehr) gefällt. So stolpert man immer wieder über Perlen, die man lange (oder eigentlich noch nie richtig) gehört hat. Zum Beispiel Songs von Daughter, Sophia oder Elliott. Mal sehen, was für ein Lied 16.378 von 16.378 ist und wann ich es erreiche. Hoffentlich weit nach dem Zeitpunkt, zu dem ich einmal wieder ein Konzert besuchen konnte.

SCHON MAL HIER ERSCHIENEN ABER IMMER NOCH AKTUELL

Seitdem die AUSGEHTIPPS ja DAHEIMBLEIB TIPPS heißen, also seit dem 20.3.2020, findet ihr hier vor allem Tipps, die so gut wie kein Verfallsdatum haben, weil die meisten Tipps uneingeschränkt im Netz abrufbar sind.

Wenn ihr also noch mehr Digitale Tipps benötigt, so empfehlen wir Euch, Euch auch die vergangenen Ausgaben anzuschauen, die da wären:

VORSCHAU - unter Vorbehalt...
Im Mai: Maifestspiele im Staatstheater Wiesbaden

(Martin)

Alle Jahre wieder – wird es Mai und in Wiesbaden sind dann für die Frankfurter_innen ganz nah, kulturelle Highlights als Gastspiele bei den Maifestspielen zu erleben. In diesem Jahr gibt’s viel Schauspiel zu erleben!
Der Vorverkauf hat begonnen und zwei besonderer Leckerbissen – zum einen das Gastspiel des Schauspielhaus Bochum mit ‚Iwanow’ und auch das Maxim-Gorki-Theater mit ‚Anna Karenina oder Arme Leute’ waren rasch ausverkauft. Es lohnt sich dennoch, immer mal wieder auf der Homepage nachzuschauen, ob vielleicht nicht doch noch ein paar Tickets in den Verkauf kommen.

Hier ein zwei Hinweise für Aufführungen, die sich vermutlich lohnen, zu denen man ansonsten weit anreisen müsste und für die es tatsächlich noch Karten gibt!
Für das Konzertprogramm folgen demnächst weitere Empfehlungen.
Donnerstag, 07. Mai: Die Katze und der General - Thalia Theater Hamburg
Sind es es schon zwei Jahre her, dass auch in Wiesbaden der Roman ‚Das achte Leben – Für Brilka’ – ebenso von der Autorin Nino Haratischwili, ebenfalls von der Regisseurin Jette Steckel und auch als Gastspiel des Thalia Hamburg gezeigt wurden? Theaterbilder waren das, die sich eingebrannt haben. Jetzt der neue Roman ‚Die Katze und der General’ vom gleichen Team auf die Bühne gebracht – ein ‚Must-See’!
Die taz schreibt: "Das Beeindruckende an Steckels Regie ist, dass sie nicht nur bei der Gesinnungswandelei, auch in den Liebes-, Freundschafts-, Hoffnungsszenen keine Angst vor Pathos hat." (...) "Weswegen die Produktion immer am Rande der Sentimentalität, durch die Zuspitzung der Situationen auch auf der Kippe zum Lehrstück balanciert, das aber eben schauspielerisch derart brillant, dass der Abend nie kitschig, stets anrührend emotional ist – voller menschlicher wie politischer Wahrheiten."
Dienstag, 19. Mai: Kind von Peeping Tom - Belgien
Peeping Tom ist ein häufig ausgezeichnetes Theaterkollektiv aus Belgien. ‚Kind’ ist der Abschluss einer Trilogie – die ersten beiden Teile waren ‚Vater’ und ‚Mutter’. Das Setting einer Familienausstellung drängt sich auf, nimmt man diese Perspektiven ernst und tatsächlich wird in den Kritiken auch ähnliches geschrieben. „Wie sieht ein Kind die Welt; wie seine innere und wie seine äußere? Wie wird es dabei von seinen Ängsten und Sehnsüchten beeinflusst? Wie verändert sich seine Perspektive, wenn es älter wird? Wie prägen all der Druck und die Zweifel der Jugendjahre seine Bewegungssprache? Und wie beeinflussen die körperlichen Veränderungen die alltäglichen Gesten?“
Diesen Fragen wird nachgegangen in einem viel gelobten ‚Tanz-Theater-Abend’, einem albtraumhaften Tanzwunderland’
Die Neue Presse Hannover schrieb: „Die extremen Bewegungsformen sind ein Markenzeichen von Peeping Tom. Die Gesetze der Schwerkraft werden zuweilen in Frage gestellt, vor dem geistigen Auge sieht man das eine oder andere Rückgrat brechen, oder es gibt einen virtuos abgehackten Tanz, der wirkt wie eine Stroboskop-Sequenz ohne Blitze. Ebenfalls typisch ist die massive Einbindung von Schauspiel, Musik und Live-Gesang, wobei die akustische Ebene zwischen Blues, Wagner und Trash-Rock schwankt. (...) Auch das Publikum wird nun sehr laut, verbreitet bricht sich Begeisterung Bahn. Verständlich, denn einige dieser Bilder – dazu gehören auch die Klangbilder – brennen sich nachhaltig ins Gedächtnis ein.“
Peeping Tom ist tatsächlich eher selten in Deutschland zu sehen. Deshalb sollte man das Gastspiel in Wiesbaden nicht verpassen!

Donnerstag, 7. Mai um 19.30h: Die Katze und der General vom Thalia Theater Hamburg
Dienstag, 19. Mai um 19.30h: Kind von Peeping Tom/Belgien
Beides zu sehen im Rahmen der Maifestspiele im Staatstheater Wiesbaden. Das Staatstheater Wiesbaden ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto (c) Thalia Theater Hamburg


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