03.04.2020
Inhalt: VERZEIHT / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / DAHEIMBLEIBTIPPS von Thorsten / GEROLLTES über die Pause / Zum Abschluss noch etwas über den FSV / G E D R U C K T E S / Freitag, 03. April: Richard III / Sonntag 5. April: Faust J. W. Goethe – gespielt von verschiedenen Orten / NIX DIGITAL: GRÜNE SOSSE / GO DIGITAL / FILME_02 / GO DIGITAL / TANGO: Ocho Cortado y màs / GO DIGITAL / PORTUGAL/ Tante Joses Laden im Filmklubb / GO ANALOG/ Kino Kulinarisch / Offenbach.help: Soforthilfe für Lieblingsorte / GO DIGITAL Emilia Galotti / GO DIGITAL / KONZERTE 02 / SCHON MAL HIER ERSCHIENEN ABER IMMER NOCH AKTUELL / DAHEIMBLEIBTIPPS VON MONI PORT / GO DIGITAL / FILME_01 / GO DIGITAL
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VERZEIHT

Normalerweise erscheinen die Ausgehtipps jeden Freitag gegen Mittag, aber was ist aktuell schon normal.

Da ich aber seit drei Wochen mit tollen Menschen an einem tollen Projekt arbeite, kommen die Ausghetipps heute so spät. Das macht ja aber auch nichts, denn es sind ja eh sogenannte Daheimbleibtipps und die meisten haben kein "Verfalldatum". Wobei Martins Tipp, Richard III, läuft nur bis Mitternacht!
Ich hänge Euch auch immer die Tipps der letzten Wochen unten an, so werden die Daheimbleibtipps eine schöne Sammlung von tollen Empfehlungen meiner Co-Autorinnen.

Ich selbst komme gerade nicht dazu Euch was zu empfehlen. Aber vielleicht ab nächste Woche. Nur eine Sache habe ich:

Vor 14 Tagen hat mich der Frankfurter Sänger und Sprecher Matthias Keller ("U-Bahnkontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern") abends angerufen und mir von einer Idee erzählt. Dann schickte er mir über Whats-App eine Demoversion eines Liedes und ich stand heulend, wie so oft in letzter Zeit, auf meinem Balkon. Die Idee hat er vorangetrieben und heute ist sie "on air" gegangen: Hessische Künstlerinnen haben zusammen ein Lied aufgenommen: UMARMEN!

https://youtu.be/eCa07h_bTy8

Matthias schreibt so schön dazu:
„Wie nahe kommen sich Menschen, wenn man sie trennt?“ fragt der Song und liefert gleich darauf die Antwort: „Vielleicht sogar näher.“

„Umarmen“ tröstet, macht Mut und gibt Hoffnung. Einfühlsam und zugleich mit voller Wucht trifft der Song den Nerv so vieler in diesen unsicheren Zeiten. Das Wichtigste, was wir als soziale Wesen brauchen, ist auf ungewisse Zeit eingeschränkt: körperliche Nähe.

Doch irgendwann ist es soweit, dann ist der ganze Spuk vorbei. Menschen werden sich wieder in die Arme fallen. Und diese Umarmung wird sein, wie keine andere zuvor.

Alle Beteiligten haben viel Zeit und Herzblut in das Projekt investiert. Und obwohl sie als Künstler*innen besonders in ihrer Existenz bedroht sind, tun sie es dennoch unentgeltlich. Sämtliche Einnahmen, die mit dem Song erzielt werden, gehen an ÄRZTE OHNE GRENZEN. Mehr zum Projekt und den Künster*innen: www.anderthalbmetermenschen.de

Bleibt gesund!

Daniela

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

P.S. Vielen Dank an meine Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün und Uwe Schwöbel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
(Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr).
Wenn Du eine Rechnung benötigst, dann schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

DAHEIMBLEIBTIPPS von Thorsten

Thorsten habe ich 2011, in der Planungsphase vom Frankfurtrer Garten, kennengelernt. Er kam zu einem der ersten Treffen und schlug vor, dass wir auch Bienenvölker in den Garten beheimmaten könnten. Ich konnte mir das überhaupt nicht vorstellen, aber Thorsten hat uns überzeugt und so zogen bei uns drei Völker bei uns ein und Thorsten und ich sind seit dem befreundet. Der Garten verbindet uns zwar nicht mehr, aber ich würde sagen: Thorsten ist vor allem mein DEMO-FREUND :-) Thorsten ist überall dabei, wenn man seine Stimme erheben soll: ob bei Demos gegen die AfD, gegen die ultrakonservativen Katholiken die vor pro familia demonstrieren, ob bei der Seebrücke... ihn treffe ich immer, denn er hat das Herz am richtigen Fleck und ich kenne niemanden, der seinen Protest so kreativ zeigt.

Heute ist er, unser heutiger Gastautor. Er schreibt:
Derzeit musiziert und klatscht gefühlt halb Deutschland aufm Balkon. Derweil richte ich lieber meinen so her, dass es bald wieder ordentlich summt und brummt.

Ich säe aus und ziehe Pflanzen vor. Momentan locken Primeln, Hyazinthen und Hornveilchen Wild und Honigbienen an. Mein absoluter Tipp für die kommende Balkonsaison ab Mitte April: Dunkles Strauchbasilikum! Aus einer anfänglich kleinen Topfplanze wird auch im Balkonkasten oder Kübel ein stattlicher Strauch, der Bienen, Hummeln, Falter, Schwebfliegen und Schmetterlinge mit seinen tollen Blütenständen bis zum ersten Frost magisch anzieht. Standort: sonnig/Vollsonne Wasserbedarf: hoch

Tipp: Jungpflanzen und Sämereien bei Samen Andreas in der Töngesgasse kaufen. www.samen-andreas.de Dort hole ich mir auch in diesem Jahr das Strauchbasilikum. 

Die letzten 14 Tage habe ich ziemlich isoliert Zuhause verbracht und meine sozialen Kontakte auf ein Minimum (Supermarkt, Post und Arzt) reduziert. Dadaurch habe ich Netflix entdeckt und diese drei Serien fand ich super: „Grace & Frankie“, „The End Of The Fucking World“ und „Sex Education“

Stundenlanges lesen, toll! Dankbar für folgende Bücher: „Guapa“ von Saleem Haddad, „Herkunft“ von Sasa Stanisic, “Der schwarze Obelisk“ von Erich Maria Remarque, „Damaskus im Herzen und Deutschland im Blick“ von Rafik Schami. Einfach mal googlen, worum es in den Büchern geht und wenn`s gefällt beim kleinen Buchhändler vor Ort bestellen.

Auf die Ohren gibt’s zwischendurch u.a. von Algiers das Album „Dispossession“ und von Cairokee „ Matloob Zaeem“.

Frische Luft schnappe ich auf dem Frankfurter Hautfriedhof. Einer meiner absoluten Lieblingsplätze in Frankfurt. Dort kümmere ich mich um mein Patengrab. https://www.frankfurter-hauptfriedhof.de/index.php/themen/patenschaften

Nicht vergessen werden sollten in dieser Zeit all jene, die nicht auf einem Balkon klatschen, Pflanzen vorziehen, Bücher kaufen, Musik hören oder alleine Spazierengehen können. Nämlich die unzähligen Menschen, die an den Außengrenzen Europas zurückgedrängt, bekämpft oder eingepfercht in Elendslagern ausharren müssen. Die Solidarität darf nicht am Balkongeländer enden! Grenzen auf und Leben retten! Von Idlib bis Lesbos - Flüchtlinge als Spielball - medico international

GEROLLTES über die Pause

(Uwe)

Support Your Local Dealer ist eine im wahrsten Sinne des Wortes naheliegende Aufforderung, nicht nur in der aktuellen Zeit. Oder haben Amazon, Nike oder sonstige Konzerne jemals einen Einkaufs- oder Verzehrgutschein, eine Spargelplatte, ein Shampoo oder eine Sporttasche für die Tombola einer Weihnachtsfeier eines Kreisligavereins im hessischen Ried gespendet, Trikots für 12jährige Jugendkicker gestiftet oder eine Bande auf dem Gemeindesportplatz gemietet? Der kleine Buchladen im Film E-MAIL FÜR DICH hieß „Shop Around The Corner“, das Geschäft, um das es in der nachfolgenden Geschichte geht, hieß anders, lag bei mir zuhause aber wirklich um die Ecke. 

Meine ersten Schuhe kauften mir meine Eltern beim Schuhhaus Hartung, meine ersten Fußballschuhe 1975 natürlich ebenfalls. Im Vorinternetzeitalter konnte man Schuhe noch vor Ort, bei uns in der Goddelauer Bahnhofstraße, erwerben. Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Besuche dort: Der Geruch von Leder, die Regale mit den Damen-, Herren-, oder Sportschuhen, die Seniorchefin, das Gerät für die Abmessung der Schuhgrößen, in dem man in Strümpfen stand oder das für den kleinen Laden überwältigend große Angebot. Ich kaufte nicht nur meine ersten Fußballschuhe dort, sondern alle, bis das Schuhhaus Hartung vor einigen Jahren leider schloss. Ich kaufte sie dort, weil es überhaupt keinen Grund dafür gab, die Puma King, die Copa Mundial von adidas usw. woanders zu kaufen, auch wenn ich irgendwann ins 15 Kilometer entfernt gelegene Darmstadt und später sogar nach Frankfurt zog. In genannten Städten gibt es bis heute große Sportgeschäfte und auch im Internet hätte ich Fußballschuhe bestellen und mir nach komfortabel nach Hause liefern lassen können. Das interessierte mich aber nie. Weil es im heimischen Goddelauer Schuhhaus Bernd Hartung gab, den loyalsten, kompetentesten und großzügigsten Einzelhändler, dem ich in meinen mittlerweile 50 Lebensjahren bisher begegnete. 

Wenn ich in den Laden kam, war seiner Frau und den Verkäuferinnen klar, dass ich „zum Bernd“ wollte. Wenn ich mich dann mit ihm über Fußballschuhe unterhielt, war er in seinem Element. Er sprach gern darüber, dass „DER adidias“ dies und das so und so macht. Wenn ich mich mit ihm unterhielt, beriet er mich nicht nur, er begleitete seine Ausführungen mit seinem Körper, was alles noch authentischer machte. Irgendwann verschwand er ins Lager, das in Anbetracht des großen Angebots an Schuhen in meiner Fantasie immer großflächiger war als ein IKEA Hauptlager, und kam mit zwei Schuhkartons zurück. Die Schuhe probierte man in dem wirklichen Gefühl der Unverbindlichkeit an. Einer passte immer. An der Kasse gab er fleißig Prozente, wie er es auch dann tat, wenn man für den Verein Trainingsanzüge, Trikots oder ein Schiedsrichteroutfit bestellte. Die Quittungen für die gekauften Schuhe oder die großzügigen Gutscheine für die Tombola schrieb er mit einer sehr individuellen Handschrift. Jedes Jahr stiftete er zur Weihnachtsfeier der Fußballer zusätzlich eine große Sporttasche, die leider immer die Falschen gewannen, alte Funktionäre, wie ich heute einer bin.

Leider starb Bernd vor einigen Jahren und das Schuhhaus gibt es heute nicht mehr. Wenn wir Altfußballer uns über früher unterhalten und ich das erzähle, was ich heute aufgeschrieben habe, nicken die anderen und erzählen ihre eigene Bernd-Geschichte. Was alle Erzählungen eint, ist die hohe Wertschätzung, mit der über ihn gesprochen wird. Weil ich ihn und seine herausragende Beratung erleben durfte, überlege ich bis heute nicht lange, ob ich meine Sachen bei einem anonymen Internetversandhaus oder beim Laden um die Ecke kaufe. Und wenn der Laden nicht um die Ecke liegt, sondern ein paar Meter weiter, dann ist das auch kein Problem für mich. Ich trage seit Kindertagen immer gute Schuhe. 

Zum Abschluss noch etwas über den FSV

Es ist einmal wieder an der Zeit über den FSV zu berichten. Der ist durch die Corona-Krise hart getroffene und hat sich etwas Gutes einfallen lassen, ein Erlebnisticket. Spielabsagen in der Regionalliga, die vorübergehende Schließung der Geschäftsstelle sowie des  Nachwuchsleistungszentrums, die Absagen der Fußballschulen Osterkurse sowie die Stornierung aller Drittveranstaltungen in der PSD Bank Arena bis Juli stellen für die Bornheimer eine große Herausforderung dar. Fans und Unterstützer können nun helfen, in dem sie Erlebnistickets für 56,97 € (3* 18,99 €) über den Online-Ticketshop erwerben. Das wird dafür geboten: Virtueller 3D Stadionrundgang, exklusive Online-Stadionführung durch die FSV-Verantwortlichen am 11.4.2020 um 14 Uhr, Eintritt zum exklusiven Live-Konzert in der PSD Bank Arena u.a. mit Celo&Abdi und Gastone (Terminbekanntgabe folgt nach Aufhebung des Veranstaltungsverbotes) und Verzehrgutscheine für das Live-Konzert (1* Stadionwurst, 3* Stadiongetränk).

G E D R U C K T E S

(Petra)

KLEINES BEST-OF, oder: FÜR DAHEIMBLEIBER

Weil wir alle ja gerade zum Stubenhockern mutieren (der charmante Klorollenhalter steht in Portugal), habe ich ein paar Tipps der letzten Jahre rausgesucht: Vielleicht habt Ihr ja Lust auf Entdeckungen. Zu erwerben in der Buchhandlung des Vertrauens um die Ecke: zum Beispiel die Karl-Marx-Buchhandlung in Bockenheim oder die Ypsilon-Buchhandlung auf der Berger Straße, die zumindest ihren Stammkunden einen Lieferservice anbieten. Vielleicht kontaktiert Ihr einfach mal die Buchhandlung in Eurem Viertel. Support your local dealer! 

Los geht’s mit einem älteren Lieblings-Viererpack toller Autorinnen und Autoren: Alice Munro, Raymond Carver, Anton Čechov, T. C. Boyle. Immer lesenswert finde ich ihre Storys, in denen es aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln um das Leben und die Liebe geht. Lakonisch, tragisch, berührend, manchmal skurril. Wie das Leben eben so spielt. Gerade jetzt.
GEDRUCKTES vom 13.02.2015

Eva Lapido: „Wende“. Für alle, die es spannend mögen: Ein echter Schmöker, dessen Story zwischen Energiewirtschaft, Politik und einem Toten auf der ersten Seite es mir fast unmöglich machte, ihn zur Seite zu legen. Mehr will ich hier nicht verraten.
GEDRUCKTES vom 29.01.2016

Wenn Ihr jetzt – alleine – zu Hause ungesellig Euer Gläschen trinkt (was immer auch drin sein mag): „Nüchtern“ von Benjamin von Stuckrad-Barre. Seine durchsoffenen Clubnächte und andere Süchte im Leben beschreibt er brutal-ehrlich, einschließlich seiner asozialsten Phasen und dem unerträglichen Zusammensein mit anderen. Doch schließlich findet er seinen – harten – Weg heraus. Ist Euch trotzdem zu krass? Dann schaut einfach weiter.
GEDRUCKTES vom 16.12.2016

Oh – wie hab ich dieses Buch geliebt! Und wie sehr beneide ich Euch um diese Entdeckung: Niklas Maak: „Atlas der seltsamen Häuser und ihrer Bewohner“. Eine wunderbare Welt-Kopf-Reise für Architekturinteressierte. Begegnungen mit Häusern und Menschen auf fast allen Kontinenten – zumeist exzentrische Orte, architektonisch verwegen. Das trifft gleichermaßen auf ihre Bewohner zu, was mich darüber nachdenken ließ, wie uns die Gebäude, die uns umgeben, prägen und umgekehrt. Und wie wohnt Ihr so?
GEDRUCKTES vom 30.6.2017

Nicht die fröhlichste Lektüre, die man wählen kann, aber eines meiner absoluten Lese-Highlights ist der dünne Band des nordkoreanischen Autors mit dem Pseudonym Bandi: „Denunziation“. Ob der Alltag in Nordkorea wirklich genau so ist, lässt sich kaum sagen, denn das Manuskript des unbekannten Autors wurde aus dem Land geschmuggelt. Sicher aber ist: Der Einblick in eine fremde Welt ist faszinierend, die Geschichten sind zutiefst anrührend.
GEDRUCKTES vom 1.9.2017

Nun, wo die meisten von uns mehr Zeit als sonst zu Hause verbringen und manches Budget kleiner wird, sind die Fragen, wo und wie (und zu welchem Preis) man sich für – eigene – vier Wände entscheidet, sicherlich häufiger präsent. Deshalb zum Schluss noch dieser Roman von Jan Brandt: „Eine Wohnung in der Stadt“ – Ein Haus auf dem Land“ gegriffen. Zwei autobiografische Romane, zwei Cover, zwei erste Seiten in einem Band (den man entsprechend um 180 Grad drehen muss). Sehr lesenswert.
GEDRUCKTES vom 21.06.2019

Freitag, 03. April: Richard III

(Martin)

Vermutlich ist es das Theaterstück, was ich am allermeisten in den Ausgehtipps empfohlen habe: Richard III von William Shakespeare – aber diesmal nicht am Schauspiel Frankfurt und nicht mit Wolfram Koch.  

Eine Gelegenheit: Die Schaubühne Berlin zeigt Richard III mit Lars Eidinger in der Titelrolle und in der Regie von Thomas Ostermeier. ‚Die Zeit’ titelte anlässlich der Premiere „Die große Eidinger-Show“ 

„Es könne ‚schon überraschen, wie still Eidinger Richard III. anlegt, wie er alles karikaturenhaft Laute vermeidet und seinen Meuchelmörder zum gehetzten Denker werden lässt, zu einem, der ständig staunt, was ihm alles gelingt, und seine Blicke fiebrig hin und her gleiten lässt zwischen den Kontrahenten, die er gegen einander ausspielt’, meint André Mumot auf der Website von Deutschlandradio (8.2.2015). Eidinger nehme ‚den autistischen Ehrgeiz seiner Figur in jeder Sekunde ernst und bietet eine Leistung, die in ihrer ungekünstelten Selbstverständlichkeit ihresgleichen sucht: ein Theaterereignis mit Ansage.’ Eidinger sei ‚unwiderstehlich, und auch das Publikum verfällt rettungslos seiner wohl dosierten Mischung aus Charme, Verletzlichkeit, rhetorischer Brillanz und funkelndem Selbstbewusstsein.’“ (nachtkritik.de).

Hier als Appetitanreget der Trailer der Schaubühne: 

https://www.youtube.com/watch?v=2mLOvbA2JZw

Besser nicht verpassen!

Freitag, 03.04. ab 18.30h bis 24.00h als Video-Stream auf der Homepage der Schaubühne Berlin, hier: https://www.schaubuehne.de/de/start/index.html

(c) Arno Declair/Schaubühne

Sonntag 5. April: Faust J. W. Goethe – gespielt von verschiedenen Orten

(Martin)

Die Volleksbühn in Luxemburg macht etwas interessantes, auch wenn ich noch nicht so ganz verstanden habe, wie es funktioniert. Auf alle Fälle: es wird ‚gespielt’ auf der Quarantäne-Bühne  in Luxemburg – und gleichzeitig spielt ein jede_r Schauspieler_in doch bei sich zu Hause. Wie das Ganze dann zusammen kommt, das ist mir noch rätselhaft, doch am Sonntag vor dem Tatort schalte ich ein. Die Besetzung ist noch nicht wirklich bekannt – aber aus bestimmten Quellen habe ich gehört, dass es Überraschungen geben könnte!

„Die Volleksbühn setzt sich zum Ziel, ab nächster Woche und solange der Krisenzustand anhält, im Wochentakt Theaterklassiker auf die Quarantäne-Bühne im Web zu stellen. Das Publikum schlägt im Netz die Stoffe und Stücke vor und kürt den Klassiker, den wir in der darauffolgenden Woche durch den Volleksbühn-Fleischwolf ziehen (Sie haben ja jetzt Zeit!). Das Publikum schaut sich dann am Sonntag vor dem Tatort an, was wir innerhalb der Woche verbrochen haben (Sie haben ja jetzt Zeit!).“

Hier bitte klicken: https://volleksbuehn.lu

NIX DIGITAL: GRÜNE SOSSE

(Daniela)

Ostern ohne Grüne Sosse geht gar nicht
, umso mehr freue ich mich, dass man an Gründonnerstag im Hof vom Bornheimer Ratskeller Grüne Sosse to Go kaufen kann. So funktioniert es:

"Bitte gebt uns per E-Mail (post@ratskeller-bornheim.de) bis Dienstag, den 07.04.2020 um 07.04 Uhr Bescheid, wieviel Portionen à 200ml Ihr haben möchtet, damit wir ausreichend Eschersheimer Kräuter und Odenwälder Milchprodukte unserer Molkerei in Hüttenthal vorrätig haben (ja, bitte auch diejenigen, die uns bereits in einem Kommentar geschrieben haben, das erleichtert uns die Vorbereitung! Merci!). Der Preis für unsere handwerklich hergestellte, Frankfurter Spezialität beträgt 7,50 € – wir haben ein klein wenig Unterstützung eingerechnet, um vielleicht noch ein paar weitere Aktionen dieser Art starten zu können, wenn der Bedarf besteht und die Schließung noch länger andauern sollte (um hier nichts zu verpassen, könnt Ihr Euch auch bei unserem brandneuen Newsletter anmelden, siehe unserer Webseite www.ratskeller-bornheim.de).
Und für den Fall, dass Ihr auch von uns hartgekochte Eier von den freilaufenden Hühnern der Familie Antony aus Rockenberg und festkochende (aber rohe) Bio-Drillinge vom Birkenhof in Bruchköbel wünscht, packen wir die für 5,00 € drauf. Dann kostet die Portion 12,50 €, was unserem Preis im Lokal entsprechen würde. Eure Unterstützung kommt dann dem weg-fallenden Aufwand gleich, den wir hätten, wenn wir das fertige Gericht auf Tellern anrichten und servieren.
Infos zur Abholung:
Um der momentanen Situation Rechnung zu tragen, werden wir die Eschersheimer Grüne Soße bei strahlendem Sonnenschein in unserem Biergarten ausgeben. Zu diesem Zwecke öffnen wir unser Gartentor, so ist ausreichend Platz, um sich nicht gegenseitig in die Quere zu kommen. Eine weitere Bitte: Um unsere Umwelt nicht über Gebühr zu belasten, bitten wir Euch, wenn möglich Transportgefäße für die Eschersheimer Grüne Soße mitzubringen. Wir füllen Euch die Soße ein, ohne die Gebinde anzufassen. Ansonsten haben wir kompostierbare Bio-Becher mit Deckel da, in die jeweils zwei Portionen Soße passen.
Wir hoffen an alles gedacht zu haben und freuen uns, Euch am Donnerstag kurz hier begrüßen zu dürfen!

GO DIGITAL / FILME_02

(Uwe)

Jetzt gibt es keine Lindenstraße mehr in der ARD. Nach 34 Jahren wurde die wöchentliche Serie beendet. Ich habe sie nicht mehr geschaut, seit meine Lieblingsfigur, der dubiose Tennislehrer und Sunnyboy, Stefan Nossek, in Folge 132 vom Auto erfasst wurde, starb und aus der Serie verschwand. Einige Folgen lang habe ich noch gehofft, er könnte wie Patrick Duffy alias Bobby Ewing in Dallas, irgendwann wieder unter der Dusche stehen und in die Serie zurückkehren. Als dies nicht geschah, wendete ich mich ab. Bei Serien stelle ich mir immer wieder die Frage, warum diese immer ewig laufen, irgendwann ist eine Geschichte doch auserzählt. Diese Tatsache hat mich vom Serienschauen etwas abgebracht: Die 10. Staffel von Walking Dead … gähn! Wieso sollte ich eine Serie anfangen, von der ich weiß, dass auch nach 100 Folgen und 99 Cliffhangern kein Ende in Sicht ist. Das wollte ich mal loswerden. Serien sind ja eigentlich nicht mein Thema (siehe Überschrift). Heute soll es um aus meiner Sicht großartige Filme gehen, die teilweise etwas unter dem Radar flogen. Die drei ersten sind mit Oliver Platt. Könnte es sein, dass die Qualität des Kanadiers ungerechterweise immer etwas untergeht?  

PIECES OF APRIL: Das Debüt von Regisseur Peter Hedges sorgte im US-Kino zu einem Bruttoabsatz von nur 3,282 Millionen USD. Für eine solche Gage würden sich manche Schauspieler heute noch nicht einmal umziehen. Für PIECES OF APRIL taten dies glücklicherweise Katie Holmes (April), Patricia Clarkson (Mutter), Oliver Platt (Vater) und Alison Pill (Schwester). April verlies ihre ländliche Heimat und ihre Familie, um in einen schäbigen Teil New Yorks zu ziehen. Sie lädt ihre Familie zu einem gemeinsamen Thanksgiving ein. Während sie sich anrührend damit abmüht, einen Truthahn zuzubereiten, reisen die krebskranke Mutter, der gutmütige Vater und die neurotische Schwester an. Ich liebe diesen Film sehr. Selten hat mich eine Darstellung so begeistert wie die von Patricia Clarkson. Sie war 2004 für diese Rolle für den Oscar nominiert, gewann ihn aber leider nicht. 

SIMON BIRCH: Die Tragikomödie basiert auf einem Roman von John Irving. Der zwölfjährige Simon Birch leidet auf Grund einer Erbkrankheit an Kleinwüchsigkeit. Gedanklich ist der Außenseiter (der selbst in seiner Familie am Rande steht) im Provinzstädtchen Gravestown allen anderen immer einen Schritt voraus. In Joe findet er einen guten Freund, der nicht weiß, wer sein Vater ist. Den Namen kennt nur dessen Mutter, die eines Tages bei einem Baseballspiel stirbt, als sie ein Ball trifft, den Simon geschlagen hatte. Die beiden Jungen beginnen danach das Leben zu hinterfragen, einen Sinn darin zu suchen und versuchen, Joes Vater zu finden. Dann stellt das Schicksal Simon auf eine harte Probe. 

FUNNY BONES: Der britische Filmregisseur und Drehbuchautor Peter Chelsom startete furios in seine Karriere. Seine ersten drei Filme HEAR MY SONG, FUNNY BONES und THE MIGHTY sind alle wunderbar. Danach ließ er stark nach und drehte zum Beispiel HANNAH MONTANA, DER FILM. FUNNY BONES spielt überwiegend in Chelsoms Heimatstadt Blackpool, die ich nur wegen dieses Films im Rahmen eines Tagesausflugs besuchte. Tommy Fawkes (Oliver Platt) ist ein durchschnittlich talentierter US-Stand Up Comedian, den der Schatten seines Vaters, einem großen Star, gespielt von Legende Jerry Lewis, erdrückt. Vor ihm und den hohen Erwartungen des Publikums flüchtet er in die Heimat seines Vaters, nach Blackpool, um in der dortigen Komikerszene Inspiration und Ideen für eine Show zu finden. Er trifft dabei unter anderem auf die Parkers, deren Show ihn fasziniert. Teile davon erinnern ihn an das Programm, das seinem Vater den Durchbruch brachte. Er taucht tiefer in die skurrile Welt der Parkers ein und findet eine Verbindung zu seiner Familie. Mit dem jüngsten Parker, Jack, der der Grund dafür ist, dass die Parkers nicht mehr auftreten dürfen, verbringt er viel Zeit. Dessen Mutter ist Französin und daher muss er in einem zweiten Handlungsstrang bei einem illegalen Handel übersetzen. Die missglückte Aktion macht nicht nur ihm das Leben schwer. Ein witziger, melancholischer und kluger Film mit großartigen Darstellern. 

RUSHMORE: Ein eigenwilliger Film mit Bill Murray in Höchstform. Wes Anderson hat bereits mit seinem Debüt einen eigenen Stil entwickelt. RUSHMORE war sein erstes Werk, sein zweites, THE ROYAL TENNENBAUMS, sein Durchbruch. Aus meiner Sicht ist RUHMORE bis heute sein bester Film. Ich liebe Filme (und Bücher) über etwas schräge Heranwachsende. Und dieser ist so einer. Die Geschichte dreht sich um Max Fisher, der ein Stipendium für eine Privatschule erhält und sich dort in so vielen Clubs engagiert, dass ihm keine Zeit zum Lernen bleibt. Die Noten sind daher so schlecht, dass ihn der Rektor rauswerfen will. Max verliebt sich in die junge Lehrerin Rosemary und freundet sich mit dem kaputten Unternehmer Herman Blume (Bill Murray) an. Dass sich Blume und Rosemary näherkommen, ist für den neunmalklugen Egomanen Max inakzeptabel. Er gräbt das Kriegsbeil aus. 

ALLES STEHT KOPF: Meine drei liebsten Animationsfilme von Pixar sind TOY STORY, OBEN und ALLES STEHT KOPF. Für alle drei Filme schrieb Pete Docter das Drehbuch, bei den beiden letztgenannten führte er darüber hinaus Regie. Beide gewannen den Oscar für den besten animierten Film. ALLES STEHT KOPF spielt überwiegend im Kopf der elfjährigen Riley. Dort kümmern sich die fünf Emotionen (Freude, Angst, Zorn, Abscheu und Traurigkeit) um den Verstand des Mädchens, das schwer daran trägt, dass seine Eltern mit ihr nach San Francisco gezogen sind. Ihr Seelenleben gerät aus dem Gleichgewicht und die Emotionen müssen Höchstleistungen vollbringen, insbesondere die wunderbar optimistische Freude. Ein Missgeschick lässt diese tief im Gedächtnis des Mädchens verschwinden. Sie beginnt eine aufregende Reise durch unbekannte Hirnregionen wie das Langzeitgedächtnis oder das Fantasieland. Dort trifft sie auf Bing Bong, Rileys etwas in Vergessenheit geratenen imaginären Freund. Er ist eine Mischung aus Elefant und Delfin und besteht zum größten Teil aus pinkfarbener Zuckerwatte. Alleine die paar Minuten mit Bing Bong sind es wert, den Film zu schauen. Der Rest ist aber auch super.

GO DIGITAL / TANGO: Ocho Cortado y màs

(Andrea)

Ocho cortado mit Fabi. Mit Leidenschaft wirbelt Fabiana Jarma über das Parkett und wer bei der gebürtigen Argentinierin Tango lernen will, ist in ihrer academia de tango in der Sonnemannstraße goldrichtig. Ich habe es bisher immer nur zum Essen zu ihr geschafft, denn gleich nebenan ist ihre Cocina Argentina, aber jetzt, da Fabiana nach Hause kommt, werde ich heimlich im Exil ein paar Schritte wagen:

https://youtu.be/WpWm6E5RT7Q

GO DIGITAL / PORTUGAL/ Tante Joses Laden im Filmklubb

(Andrea)

Ein bisschen Urlaub zuhause ist der Ausflug in Tante Josés Laden im Filmklubb: "Leute, kommt und holt euch ein bisschen portugieisches Filmklubbflair oder wie steht so schön auf der Packung der Olivenöl Chips - O Sabor dos Velhos Tempos - Der Geschmack der alten Zeiten - nach Hause", schreibt Nicole. Und wie Recht hat sie! Die beiden liefern, aber wer Budenkoller hat, Donnerstag von 12-14h und Samstag von 10 -13h ist der Laden geöffnet. https://archive.newsletter2go.com/?n2g=xmm5dvqr-hglrb4ya-11u4

GO ANALOG/ Kino Kulinarisch

(Andrea)

WOW! Das ist wirklich ein toller Erfolg und wer es bis jetzt noch nicht zu Kino Kulinarisch geschafft hat oder wem das Kino für alle Sinne fehlt, kann sich jetzt mit doppelt ausgezeichneter Lektüre süße Musestunden verschaffen: "In der Kategorie Special Awards Germany hat unser Kinomacher mit seinem Buch "Kino kulinarisch" den Oscar der Kochbücher, den Gourmand World Cookbook Award gewonnen! Congratulations! Wir sind so stolz" Die World Cookbook Fair - Gourmand International - Gourmand Awards wurden 1995 von Edouard Cointreau gegründet. Jedes Jahr werden die besten gedruckten oder digitalen Lebensmittel- und Weinbücher ausgezeichnet. Mehr zum Buch gibt es bei OFLOVESU: https://bit.ly/2wTQIQv

Offenbach.help: Soforthilfe für Lieblingsorte

(Andrea)

Die Corona-Krise betrifft alle, das Virus macht keinen Unterschied zwischen Beruf, Ethnie, Status oder Kontostand. Es gibt viel zu verlieren und daher ist es toll, wie viele Initiativen und Engagements in den letzten Tagen und Wochen entstanden sind, um entstandene Not zu lindern. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Not vielleicht erst einmal nicht sichtbar ist, in der einiges vielleicht sogar erst einmal abgetan und weggeredet wird. Wer gesteht schon gerne ein, dass er die Miete nicht mehr bezahlen kann? Das betrifft viele Selbstsständige jeglicher Colour, schwierig wird es aber auch für Gastronomen, Bars und Clubs. Unter dem Motto Rette Deinen Lieblingsort! haben sich der Verein Offenbach Offensiv, Thomas Kypta von der etage 3, kh design sowie Loimi Brautmann und sein Team vom Urban Media Project die Gutschein-Initiative Offenbach.help angestoßen. Die Idee ist einfach & gut, Gutschein kaufen, später einlösen und damit beispielsweise den Digital Retro Park, den Wiener Hof, das Öldorado, das traditionsreihe Musikhaus Andre, Etagerie und viele andere Offenbacher Lieblingsort bewahren.

https://offenbach.help/

GO DIGITAL Emilia Galotti

(Martin)

Alle Theater und die Oper zu – eine schreckliche Vorstellung, aber leider wahr...

Was kann man in diesen schrecklichen Corona-Zeiten gegen die theatralischen Entzugserscheinungen tun?  Einige legendäre Inszenierungen, die man eigentlich gesehen haben muss kann man im Internet anschauen – und das empfehle ich sehr!

Emilia Galotti in der Inszenierung von Michael Thalheimer, Deutsches Theater Berlin (2002)

Ich werde diese Inszenierung nie vergessen; freilich große Schauspielkunst und Darsteller_innen wie z.B. Nina Hoss als Gräfin Orsina und der legendäre, leider schon verstorbene Sven Lehmann als Prinz Hettore Gonzaga. Ein weitere Hauptdarstellerin: Grandios und nie so im Theater gehört, die Musik, ursprünglich aus dem Film ‚In the Mood for Love’, die sich wie eine Folie über die Aufführung legt.

Der Tagesspiegel schrieb als Premierenkritik: „Vom ersten, verschwörerischen Auftritt der Emilia bis zum abrupten, enttäuschenden Schluss walzt und wälzt sich eine endlose Geigenmelodie über Menschen und Wände. Es ist der Ohrwurm aus dem Spielfilm "In the Mood for Love"; der Soundtrack wurde für das Deutsche Theater neu abgemischt. Es ist aber weit mehr als eine akustische Anleihe aus dem Kino-Hit: Nach und nach bemerkt man, dass Michael Thalheimer seinem Lessing Atmosphäre, Rhythmus und Attitüde des Melodrams von Wong Kar-Wai unterlegt und überstülpt. Die langen, dräuenden Gänge der Helden, dieses Neben-Sich- und Nebeneinander-Stehen, diese exotische Stilisierung von Begegnung und Begierde, dieses Rituell-Sich-Aufsparende der Liebenden - all das erklärt sich aus der filmischen Inspiration. Die Anverwandlung geht bis ins Detail: Sie tragen Designer-Kostüme. Sie leben einen gebremsten Exzess aus. Mit dem Revolver, der von Hand zu Hand geht (und von Schläfe zu Schläfe), wird nicht geschossen. Auf dünnem Grat balanciert diese "Emilia Galotti" - zwischen höchster Anspannung und Flapsigkeit.“

Die Welt schrieb zur der letzten Aufführung 2008: „Diese Aufführung schrieb Geschichte: Mit Michael Thalheimers Inszenierung von Lessings "Emilia Galotti" fand das Theater über die Kürze zu neuer Kraft. In der ganzen Welt ist die Produktion gefeiert worden. (...) „Obwohl längst im Fernsehen gesendet, avancierte diese "Emilia" zur ständig ausverkauften Kultveranstaltung. Sie traf zwar nicht das Reclam-Heftchen der Besucher, aber - beschleunigt und beseelt - in deren Verstand und Herz. Müßig zu diskutieren, ob dafür achtzig Minuten zu lang oder zu kurz waren - bei Michael Thalheimer passten sie jedenfalls bravourös.“

Hier ist der Direktzugang zum Grafenhof und zu Emilia Galotti:

https://www.youtube.com/watch?v=zS0LAgRGQ3Y&list=PLpBfATt9aiFPNYCgcv9_6_UIGRYLSsNDC&index=4&t=0s

Foto: Rolf Arnold

GO DIGITAL / KONZERTE 02

(Uwe)

Eine weitere Woche ohne Konzerte mit einer Band auf einer Bühne. Wie gerne würde ich das wieder erleben. Ein lieber Mensch steht neben mir und ich habe ein Bier in der Hand. Idealerweise ist es ein kleines Konzert, bei dem man Flaschenbier trinken darf ("Gezapftes" ist nicht so mein Ding). Das Flaschenbier trinke ich gerade zuhause und schaue alternativ auf YouTube Tiny Desk Concert Konzerte. Das erste Konzert auf engstem Raum, das ich dort sah, war das von Taylor Swift. Taylor Swift? Warum nicht. Die hat bei mir einen Stein im Brett, seit der großartige Ryan Adams einmal ihr komplettes Erfolgsalbum „1989“ neu einspielte. Ich hörte erst das Coveralbum und dann das Original von Taylor Swift. Beide super, das von Adams ist natürlich einen Tick besser. Sie begleitet sich beim Tiny Desk Concert selbst auf Gitarre und Piano und singt zum Schluss das schöne „All Too Well“. Prima. Man findet dort aber auch Bands wie The National, die gerade von mir hochgeschätzte Soccer Mommy, die wunderbaren Ben Folds, Kevin Bridges oder Conor Oberst. Die Tür zu dieser Schatzkammer öffneten mir Gregor Praml und eine weitere Freundin zufällig am selben Tag.

Mit Gregor telefonierte ich abends länger und wir sprachen über „Gott und die Welt“, wie man so schön sagt.  Irgendwann fragte er mich, was mir neben dem aktuellen Angebot von Künstlern in Social Media-Kanälen fehlen würde. Ich erzählte ihm von einem Gedanken und sein freundliches Schweigen danach zeigte mir, dass das, was ich vorschlug, in etwa so eine gute Idee ist, wie aus einem fahrenden Zug auf Büffel zu schießen. Also sinnlos. Was will man aber auch von jemandem erwarten, der in seinem Leben nur eine kulturelle Veranstaltung federführend organisierte: Die 100 Jahrfeier vom TSV Goddelau mit Stimmungskapelle, bei der sich jedes Lied gleich anhörte. Bei der Paare freudetrunken (oder einfach nur betrunken) Disco-Fox zu Use Somebody von Kings of Leon tanzten. Geht das überhaupt. Egal. Schaut weiter auf den Seiten Eurer Lieblingskünstler vorbei und kauft Gutscheine von lokalen Veranstaltern.

SCHON MAL HIER ERSCHIENEN ABER IMMER NOCH AKTUELL
DAHEIMBLEIBTIPPS VON MONI PORT

Es beginnt die großartige Moni Port!

Sie ist eine wunderbare Illustratorin. Ich liebe all ihre Bücher, die sie illustriert hat. Mein Lieblingsbuch ist "Lieb mich wie im Film". Aber natürlich leibe ich auch ihre Bilder und einige hängen zu Hause bei uns an der Wand. Und Moni hat das Logo für "Frankfurt für Frauenrechte" und auch für unseren Verein "Lotte Specht" gestaltet. Mehr zu Moni unter www.portschau.de

Hier ihre Tipps:

GANZ KONKRET:
Freitag Abend: Iso Herquist gibt ein Onlinekonzert: Online Streaming Show: Reite Dein Pony, Freitag 22 Uhr

IMMER IM KIEZ:

  • Blumen in der Blumenbar kaufen,
  • Gemüse beim Achim Andersch (der macht jetzt Thekenverkauf, man gibt den Einkaufszettel ab und er packt alles zusammen) …Gemüse bei Bettinas (Koselstraße) … nicht immer zu Rewe rennen
  • Bücher beim „Tatzelwurm" oder im "Land in Sicht" oder „Autorenbuchhandlung", „Büchergilde" oder einer sonstigen Buchhandlung in FFM bestellen. bestellen (Hauptsache nicht bei Amazon)
  • Bluse bei Cocolores ordern
  • Schokoladenpäckchen im Bitter und Zart ordern
  • den neuen Comic-Kanal des Yippie-Kinder-Comicfestivals abonnieren (You Tube: Yippie Comic)

SONST

  • Alte Fitnessvideos im Netz schauen und gemeinsam turnen,
  • ein Abendritaual: Jede(r) aus der Familie zeigt ein Musikvideo, von einem Lied, was ihm gefällt, und alle müssen jedes Lied bis zu Ende angucken,
  • Eintracht loben: Toll diese Initiative, Einkäufe für Menschen, die zur Risikogruppe gehören, zu besorgen,
  • mit der Oma skypen
  • oder endlich mal ausmisten... jeden Tag einen anderen Raum.
GO DIGITAL / FILME_01

(Uwe)

Eine gute Komödie auf Spielfilmlänge zu schreiben ist eine besondere Herausforderung. Die wenigsten bestehen sie. Nicht selten haben Komödien einige gute Szenen, halten ein gutes Niveau aber nicht über 90. Minuten durch. Plumpe Schenkelklopfer und Comedy sind nicht so mein Ding, ich mag Komödien mit Wortwitz und Situationskomik. Ich habe lange überlegt, aber mir fällt keine neuere Komödie ein, die besonders erwähnenswert wäre. Die neuen technischen Möglichkeiten, die Filmschaffende heute haben, werten zwar Actionfilme auf, bei Komödien bleiben diese aber wirkungslos. Hier zählt im Jahr 2020 das, was auch schon in 1939 wichtig war: Drehbuch, Regie und Darstellung. 

SUNNY BOYS Ein neuer Kollege und ich redeten an seinem ersten Arbeitstag bei uns über unsere Lieblingsfilme und hatten in dieser Komödie über zwei alte Komiker eine überraschende Übereinstimmung. Geschrieben wurde das Drehbuch von Neil Simon, einem der besten Autoren überhaupt, der Standardwerke wie EIN SELTSAMES PAAR oder NIE WIEDER NEW YORK schrieb. Lewis (George Burns - Oscar, bester Nebendarsteller) und Clark (Walter Matthau - Golden Globe, bester Hauptdarsteller) waren ein erfolgreiches Komikerduo, das sich vor Jahrzehnten im Streit trennte und von Lewis‘ Neffen für eine TV-Show wiedervereint werden soll. Der aufbrausende Clark und der stille Lewis passen weiterhin einfach nicht zusammen, dabei sollen sie einer Öffentlichkeit nur noch einmal ihren legendären Doktorsketch präsentieren. Der Film ist voller großartiger Szenen, Burns und Matthau waren in Höchstform. Es gibt einige Remakes, das Original ist aber unerreicht. Zwei Running Gags aus dem Film hat Dieter Wedel schamlos für seinen GROSSEN BELLHEIM geklaut. Wer weiß welche, gewinnt ein Bier (Lösung an schwoebke@aol.com)

ZUG DES LEBENS Radu Mihăileanu schrieb und inszenierte diese Tragikomödie über ein jüdisches Dorf, das sich in der Nazizeit selbst deportiert, um Hitlers Schergen zu entfliehen. Die Idee eines Deportationszugs mit eigenen Leuten als Nazis stammt von Dorftrottel Schlomo. Der Rat der Weisen des Schtetls setzt die Idee überraschend um. Sie organisieren eine Lok, Wagons und einen Lokführer. Sie lassen Naziuniformen nähen und engagieren einen Sprachtrainer, der den „Nazis“ unter den Juden das Jiddisch abtrainiert. Dann beginnt die ereignisreiche Fahrt. Das Filmlexikon schrieb: „mit ‚Zug des Lebens‘ ist das Kunststück gelungen, die schreckliche Thematik in einem intelligenten, sensiblen und dabei oft brüllend komischen ‚Rail-Movie‘ zu verarbeiten“. Stimmt!

NINOTSCHKA Der Film wurde bereits im Geburtsjahr meiner Mutter von Ernst Lubitsch gedreht. Drei sowjetische Genossen werden von „der Partei“ nach Paris geschickt, um dort konfiszierte Juwelen der Zarenfamilie zu verkaufen. Schnell begeistern sie sich für den westlichen Lebensstil und beginnen ausschweifend zu feiern. Die linientreue Ninotschka (Greta Gabo) soll die Situation retten und reist ebenfalls nach Paris ….. Geschieben wurde NINOTSCHKA von Walter Reisch, Billy Wilder und Charles Brackett. Für die beiden in Österreich geborenen Reisch und Wilder, beide jüdischer Abstammung und in den 1930iger Jahren wegen der Nazis nach Amerika emigriert, war der US „Muttersprachler“ Brackett eine große Hilfe.  Mit dem Amerikaner schrieb Wilder danach einige seiner größten Werke. NINOTSCHKA wurde inszeniert von Ernst Lubitsch. Der wiederum wurde von den Amerikaner wegen seines Talents schon vor der Machtergreifung Hitlers nach Amerika gelockt. NINOTSCHKA und sein anderes Meisterwerk, SEIN ODER NICHTSEIN, sind der Beweis dafür, warum der früh verstorbene Lubitsch bis heute als Ausnahmeregisseur gilt. 

KEHRAUS Gerhard Polt und die wunderbare Gisela Schneeberger waren eine unschlagbare Kombination. In der Serie FAST WIA IM RICHTIGEN LEBEN genauso wie in den Filmen MAN SPRICHT DEUTSH oder KEHRAUS. In KEHRAUS verkauft der windige Versicherungsvertreter Arno dem von Polt gespielten Ferdinand Weitel einige teure Versicherungen. Weitel erkennt seinen Fehler schnell und will am nächsten Tag in der Zentrale der Versicherung einige Verträge rückgängig machen. Weil Faschingsdienstag ist, haben die Mitarbeiter besseres zu tun als dem herumirrenden Ferdinand zu helfen. Während die Mitarbeiter bereits zur Arbeitszeit feiern, diskutiert die Chefetage einige Etagen über ihnen, wie sie sie loswerden können. Abends bei der Firmenfeier treffen alle aufeinander. 

LA STORY Der Film ist mit Steve Martin, einem meiner Lieblingsschauspieler in den 80iger und 90iger Jahren. Er spielte in dieser Zeit in großartigen Komödien mit. Sie hier alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Sein mit Abstand bester Film ist LA Story, für den er auch das Drehbuch schrieb. Er spielt darin den im Job chronisch unterforderten Meteorelogen Harris K. Telemacher, der unglücklich in Beziehung und Job ist. Dann verliebt er sich in eine britische Journalistin, verliert seinen Job und begegnet einem rätselhaften Verkehrszeichen. Der Film ist voller schöner und witziger Momente und zeitlos gut. So gut, dass ich ihn Daniela beim ersten Treffen schenkte.

GO DIGITAL
 / Vernissage

(Petra)

Das viel geliebte Lola Montez ist auch zu – logisch. Wehmütig mache ich einen kurzen Video-Rundgang in abenteuerlicher Optik durch die Vernissage zur – nun nicht mehr –  laufenden Ausstellung im Netz. Was superschade ist, denn sie hätte massig Besucherinnen und Besucher verdient. 7,6 Millionen Menschen mit schwersten Beeinträchtigungen leben in Deutschland, also fast jeder Zehnte. Die IFB hat es sich seit 1959 zur Aufgabe gemacht, diese Menschen in allen Lebenslagen und Altersabschnitten zu unterstützen.
Seit 29. Februar waren in der großen Gruppenausstellung „Gemischte Gefühle“ im Kunstverein Familie Montez Arbeiten von mehr als 80 internationale Künstler mit und ohne Beeinträchtigung zu sehen: Skulpturen, interaktiven Installationen, Gedichte, Gemälde und Fotografien.

Gemischte Gefühle - INKLUSION, MENSCH, VIELSEITIGKEIT, GEFÜHLE, kuratiert von: Claudia Messer und Meike Helberger, Ort: https://kvfm.de/?fbclid=IwAR2YnwMAf-c0JewtFMAkz5EIsJn0P54yGh3CWHuMb4rx8QVfQVQidRC-jVk
Uhrzeit: Wann immer Ihr wollt

GO DIGITAL: Theater Willy Praml

(Martin)

Rückblenden

Wer hat an der Uhr gedreht? War das wirklich schon vor 29 Jahren? Tatsächlich habe ich 1991 meine erste Wily-Praml-Inszenierung gesehen: ‚Der Kuss der Spinnenfrau’ – von Manuel Puig. Michael Weber, Reinhold Behling und Birgit Heuser waren dabei und ich war hin und weg.

Eben diese Inszenierung von ‚Kuss der Spinnenfrau’ eröffnet den Reigen einer ganz wunderbar zusammengestellten Rückblende in die Pramlsche Theatervergangenheit, die Tobias Winter zusammengeschnitten hat.

Es sind zu sehen die Akte I + II (von 5). Es lohnt sehr, sich diese Rückblende anzuschauen, sich zu erinnern auch an ‚Die Kameliendame’, ‚Torquato Tasso’ oder ‚Liebesbriefe an Hitler’.

 Und dann lohnt es, nach vorne zu schauen – und sich darauf zu freuen, dass wir hoffentlich bald wieder Theater ganz pur erleben können: bei Willy Praml und auf allen anderen Bühnen!

 Zur Rückblende Akt I+II (von 5) geht’s hier: https://www.youtube.com/watch?v=aEl3DgI3lFs

Weitere Akte folgen!

Foto (c) Theater Willy Praml

GO DIGITAL / Literaturfestival

(Petra)

VIRAL - Das online Literaturfestival wurde für die Zeiten in Quarantäne von den Autor*innen Donat Blum, Kathrin Bach und Melanie Katz initiiert. Verschiedene renommierte Veranstalter aus der Schweiz, Deutschland und Österreich – die alle von den Einschränkungen durch Covid-19 betroffen sind – bespielen das Festival alle zwei bis drei Tage zwischen 19 und 21:30 Uhr mit Lesungen. Wann konnten Lesungen je so entspannt genossen werden? Während dem Zunachtessen, im Bettli, im Pyjama, füdliblutt, (das kann nur aus der Schweiz kommen!), wie auch immer es mensch beliebt. Also schaltet euch zu und stoßt virtuell mit uns auf unsere neue Nummer an! Um die Texte dann auch selbst zu lesen, bestellt euch euer Exemplar, solange die Post liefert, gibt es noch Narrs zu euch nach Hause: www.dasnarr.ch
 
Das Narr geht viral, Literaturfestival, Uhrzeit: 19 - 21:30 Uhr, Line-up: 19 Uhr: Kim de l'Horizon, 19:30 Uhr: Sonita Herbst, 20 Uhr: Sonja Medicus und Emad al Nimer, 20.30 Uhr: Nora Brägger, 21 Uhr: Lina Morawetz
Ort: www.facebook.com/glitteratur, Eintritt: https://paypal.me/pools/c/8npgGZlnSz können die Autor*innen honoriert und Lohnausfälle kompensiert werden.

GO DIGITAL: Zeit für Spiele

(Petra)

Die Eltern unter Euch freuen sich sich bestimmt über dieses tolle Angebot vom Städel Museum: Ein Tablet-Game, das Kinder in die Welt des Städel holt: In einer Welt, in der eine unheimliche Finsternis den Menschen ihre Fantasie gestohlen hat, triffst Du auf einen unerwarteten Freund: Flux. Neugierig folgst Du dem quirligen Begleiter in die Welt der Bilder, wo Ihr spannende Rätsel löst. Natürlich ist das nicht ganz einfach! Es muss um die Ecke gedacht, gekippt und gewischt werden. Das genaue Betrachten der Bilder hilft Dir dabei, ganz nebenbei etwas über Malerei aus verschiedenen Epochen zu lernen. Sieht so sweet aus. Ist ja nicht verboten, dass Erwachsene mitspielen, oder?

Imagoras – Die Rückkehr der Bilder, Ein Städel Game für Kinder, Ort: http://imagoras.staedelmuseum.de/

GO DIGITAL / Serien

(Daniela)

In Berlin wohnt Beate. Ich kenne sie aber noch, als sie in Frankfurt beim Plattenlabel LOGIC gearbeitet hat. Dann haben wir uns aus den Augen verloren und vor circa 5 Jahren über die Eintracht wiedergefunden, denn Beate ist der größte Eintrachtfan, den ich kenne.

Und: Beate hat ein unglaubliches Fachwissen über Fußball. Ich wäre froh ich wüsste 10% von dem was sie weiß.

Und: Beate ist der größte Serienjunkie, den ich kenne. Als ich vor ein paar Jahren über Silvester krank war habe ich sie angeschrieben und gefragt was ich schauen soll. Sie sagte damals: kauf Dir Apple TV und schau "House of cards" . Ich habe mich dann noch zum Saturn geschleppt, das Ding gekauft und 2 Tage lang die ganzen Staffeln durchgeschaut.

Jetzt wäre wieder eine gute Zeit mit Serien anzufangen.

Beate http://www.serieasten.tv/das-team/beate/ betreibt mit anderen "Freaks" die  Seite: www.serieasten.tv

das ist eine Seite für Serienfans mit verschiedenen Rubriken. Es gibt dort zB auch Podcast Reviews unter der Rubrik "Seriensprechzimmer".

GO DIGITAL: HÖRSPIEL

(Daniela)

Ich mag die Live-Hörspiel Aufführungen vom Radio Live Theater.

Eins kann man ab heute im Netz sehen:

Ab Freitag, 27. März 2020 gibt es unser 80er-Comedy-Hörspiel „Nicci & Vicci und das Karpatenkalb“ kostenlos und überall in der ARD Audiothek (Internet & App). Außerdem wird es am Freitag um 22 Uhr auf hr1, am Samstag, 28. März um 23 Uhr auf hr2-kultur im Radio gesendet und steht dann auf hr2.de als Podcast bereit.

Mit dabei: Jörg Bombach, Katy Karrenbauer, Santiago Ziesmer (alias SpongeBob), Sonya Kraus u.v.a.

https://www.radiolivetheater.de/blog/jetzt-auch-als-hoerspiel-nicci-vicci-und-das-karpatenkalb/

https://www.hr2.de/programm/the-artists-corner--nicci--vicci-und-das-karpatenkalb,epg-the-artists-corner-366.html

GO DIGITAL: Kinderhörspiel

(Martin)

‚Wir nannten ihn Tüte’ wird als „faszinierendes Hörspiel mit lebensnaher Erzählweise von Anfang bis Ende“ von der Jury des MDR-Kinderhörspielrates beschrieben. Diese Jury vergibt den Kinderhörspielpreis und den 1. Platz hat „Wir nannten ihn Tüte“ gewonnen. Eigentlich sollte der Preis im Rahmen der Leipziger Buchmesse verliehen werden. Doch wegen der Corona-Krise ist die komplette Buchmesse abgesagt worden...

Der Deutschlandfunk macht’s möglich und hat ‚Wir nannten ihn Tüte’ aus Anlass der eigentlchen Preisverleihung noch einmal gesendet. 

Darum geht’s: „Peggy Sue nimmt ihren ganzen Mut zusammen und geht zur Polizei. Sie macht sich Sorgen, denn ihr Mitschüler Rouven ist verschwunden. Es liegt bereits eine Vermisstenanzeige von Rouvens Vater vor - aber was Peggy zu erzählen hat, hilft, den Fall aufzuklären. Seit Langem wird Rouven von einigen Schülern geärgert und verhöhnt. Peggy hat immer dagegengehalten - doch den fiesen Spitznamen "Tüte" hat auch sie verwendet. Es tut ihr gut, sich alles von der Seele zu reden. Zum Glück nimmt sich der Polizist auf dem Revier Zeit für Peggy. Er nimmt sie ernst. Ein Hörspiel, das zum Nachdenken über Mobbing einlädt und subtil für Empathie wirbt.“ (NDR-Info). 

Hier ist ‚Wir nannten ihn Tüte’ nachzuhören:
https://www.kakadu.de/gewinner-des-kinderhoerspielpreises-wir-nannten-ihn-tuete.2728.de.html?dram:article_id=472208

Foto (c) Michael Weber

GO DIGITAL / Theater Alte Brücke

(Martin)

Das Theater Alte Brück bietet weiterhin ONLINE Programm an:

27.03., 19:30H - PLAN B (ODER: DER PERFEKTE MORD) Theateradaption des Krimihörspiels von Ivar-Leon Menger (u.a. Die drei ???, Monster 1983, Ghostbox) 


28.03., 19:30H - STEGMUS (CORONA-EDITION) Unser Theater-Alte-Brücke-Stegreif-Musical mit einem „Musical“-ischen-Feelgood-Special!

29.03., 14:30H - GRIMMS MÄRCHEN & THEIR FAIRYTALES Die schönsten & spannendsten Märchen auf Deutsch & Englisch - jedoch nicht gleichzeitig! ;) 

29.03., 19:30H - MELLI REDET MIT LINUS Live und geschminkt - Wenn schon nicht mit Publikum, dann im Stream!

30.03., 19:30H - TIM BOLTZ „WUNSCHBOX“ Die schönsten Texte vom Boltz... Und ihr dürft entscheiden, was er liest! 

31.03., 19:30H - LARS RUTH „DAS WUNDER“ Ein (Online-) Abend mit dem Gedankenleser

01.04., 19:30H - „NACH UNS DIE RENOVIERUNG“ Wir lassen unser Online-Programm Revue passieren und zeigen Highlights

Weiteres Programm auf der Homepage oder bei Facebook. 

Livestream unter: https://www.facebook.com/theateraltebruecke

Spenden/Donations: https://www.betterplace.me/theateraltebrueck

GO DIGITAL: YOGA

(Daniela)

Alle meine Freundinnen machen YOGA bei SHIVA YOGA, dem Studio von Marion Marquardt im Nordend.

Auch Marion hat vorübergehend auf digital umgestellt! Die ersten Sessions haben geklappt!

"Wir sind momentan noch bei den Testläufen und werden voraussichtlich ab 1. April ein regelmäßiges Online Live Streaming Yoga-Programm anbieten. Wir halten euch auf dem Laufenden - wer Interesse daran hat und noch nicht bei uns im Email-Verteiler ist, schreibt uns einfach eine Mail (info@shiva-yoga.de) oder kontaktiert uns über das Kontaktformular unserer Webseite: www.shiva-yoga.de/Kontakt."

GO DIGITAL / ARD Radio-Tatort

(Martin)

Der ARD Radio-Tatort ist etwas ganz wunderbares, auch wenn er natürlich ein Schattendasein führt im Vergleich zum Sonntagabend-Krimi gleichen Namens im Ersten.

Dennoch – gerade jetzt, in diesen inhäusigen Zeiten (aber nicht nur dann), ist der Radio Tatort hervorragend – z. B. mit Kopfhörer beim leidigen Hausputz, denn wenn man so oft zu Hause ist, muss man sich ja auch dem Problem stellen...

Also: der Radio-Tatort ist eine regelmäßige Hörspielreihe, die von den selben Landesrundfunkanstalten wie der TV-Tatort produziert werden. Fast jeden Monat gibt’s eine neue Folge, die ca. 55 Minuten lang ist.

Eine Folge des HR-Radio-Tatorts ist zum Beispiel ‚Einen Moment nicht aufgepasst’:

„Polizeiarbeit als Kantinengespräch: Martin Mosebach hat für den Hessischen Rundfunk einen besonderen Radio-Tatort erdacht. Ohnehin ist es ein Coup des HR, den Schriftsteller als Autor gewonnen zu haben. Aber der Krimi Einen Moment nicht aufgepasst ist weit mehr als ein PR-Erfolg: Er ist klug gebaut, außerdem sehr radiofon erzählt. Und nicht zuletzt nimmt er den Faden der vergangenen HR-Fälle auf.

In denen hat Hauptkommissar Nebe ermittelt, gespielt von Sebastian Blomberg; und der vor zwei Jahren gestorbene Autor Friedemann Schulz hat sie als innere Monologe geschrieben. Dadurch ist man der faszinierend befremdlichen Figur des Kommissars sehr nahe gekommen, außerdem blieben einem Dialoge erspart im Stile von "Wo waren Sie zwischen 19 und 23 Uhr?"

Auch Martin Mosebach erzählt nun auf lohnenden Umwegen - so dass er sich in die Szenen der tatsächlichen Polizeiarbeit nur ein- und dann wieder ausblendet, wie es der Erzählung zuträglich ist. Den größeren Teil des Relevanten erfährt der Hörer über Interpretationen und Rückschlüsse. Und über Tratsch in der Kantine. Das ist unterhaltsamer, als den öden Erklärdialogen manch anderer Radio-Tatorte zuzuhören.

Kommissar Haas, gespielt von Felix von Manteuffel, arbeitet im Dezernat für Wirtschaftsdelikte, nun wechselt er zur Mordkommission. Seine neue trifft sich mit der alten Sekretärin, um zu erfahren, mit wem sie es zu tun haben wird. Haas taucht derweil nicht auf am neuen Arbeitsplatz, weil er noch ein letztes Rätsel lösen will an alter Stelle, über einen Koffer mit brisanten Unterlagen. Der verzweigte und doch ganz konzentrierte Fall weist über sich hinaus. Zu seinen Erhellungen gehört auch der Charakter eines akribischen und souveränen Kommissars.“ (sueddeutsche.de).

Alle Folgen des ARD Radio-Tatorts gibt es als podcast und auch hier:

https://www.ardaudiothek.de/ard-radio-tatort/1998988/alle

GO DIGITAL
 / Urban Sketchers

(Petra)

Habt Ihr noch nie gehört? Umso besser diese Werbung in eigener Sache. Die Idee der urban-künstlerischen Bewegung rund um den in den USA lebenden spanischen Zeichner Gabi Campanario: Einen Ort zeichnerisch und journalistisch aufnehmen, einfangen und dokumentieren. Herzstück ist der „Urban Sketchers Blog", auf dem mittlerweile rund 100 „Blogkorrespondenten" weltweit ihre Arbeiten und Berichte von ihren Treffen publizieren. Urban Sketching ist – ob organisiert oder unorganisiert – eine weltweite und ständig wachsende Gemeinschaft, die über das Web miteinander vernetzt ist, dort ihre Idee(-n) und Zeichnungen teilt und verbreitet, aber deren Mitglieder auch untereinander sich immer wieder in Gruppen treffen, miteinander diskutieren und zeichnen. Allein im Rhein-Main-Gebiet hat Urban Sketching mittlerweile eine dreistellige Zahl mehr oder minder organisierter Anhänger, die auch immer wieder durch Projekte und Ausstellungen auf sich aufmerksam machen. Entdeckt mit uns einige ganz unterschiedliche kreative Blicke – wie diesen hier im Osthafen von Clara Schuster - auf unsere Stadt.

Städte. Skizzen. Sichten – Urban Sketching, Ort: http://www.urban-shorts.net/mediashorts/outofthebox/, Eintritt: feel free

GO DIGITAL Kunst und Krise

(Petra)

Ich vermisse Kunst und Kultur schon jetzt, das gemeinsame Erlebnis, die Energie zwischen Künstler*in und Rezipient*innen, neue, andere Perspektiven. Buntes Leben. Ihr auch? Und die Coronakrise ist nicht nur für uns alle bedrohlich, sondern stellt vor allem auch viele Kreative vor akute Existenzfragen. Der Frankfurter Freie Dramaturg, Theaterregisseur und Kurator Jan Deck schreibt darüber als "Insider" klug und anschaulich in seinem Gastbeitrag bei urban.shorts.net. Auf der Site stellen wir Euch außerdem zwei tolle Frankfurter Fotograf*nnen mit ihren Arbeiten vor: Barbara Welzer und Niko Neuwirth (einfach runterscrollen). Stöbert doch mal rein, wenn Ihr Zeit habt.

Foto: ©Barbara Walzer

Corona und die Künster*innen, Kolumne von Jan Deck, Ort: http://www.urban-shorts.net/lifestyles/.

GO DIGITAL: Jugendkkulturkirche

(Andrea)

Klassische Gottesdienste gibt es in der Peterskirche schon lange nicht mehr. Über zehn Jahre ist es her, dass die Kirche in der Frankfurter Bleichstrasse zum Ort für junge Menschen umgebaut wurde. Zumindest war das am Anfang Teil des Konzepts. Inzwischen ist die Jugendkulturkirche Sankt Peter auch als Veranstaltungsort etabliert, es gibt Konzerte, Lesungen und vieles andere mehr. Weil aber auch dort gerade nichts stattfindet,  bietet das Team ssunterschiedliche Tutorials an, Nicole zeigt zum Beispiel wie sich tolle Grusskarten oder Gemälde selbst gestalten lassen: 

https://m.facebook.com/sanktpeterfrankfurt/

GO DIGITAL / Kultur auf dem Sofa

(Daniela)

Auch das Kulturamt der Stadt Frankfurt sammelt digitale Kulturtipps. Da könnt ihr auch immer wieder reinschauen. Sie schreiben: "In Zeiten der Corona-Pandemie steht das öffentliche Leben still. Museen, Schauspiel, Oper – alle kulturellen Einrichtungen sind geschlossen. Doch darauf verzichtet werden muss nicht! 

Diese Seite bündelt die digitalen Kulturangebote Frankfurts – von Wohnzimmerkonzerten und Grußbotschaften der Freien Szene bis musealen Angeboten – und bringt die Kunst und Kultur aus den Museen und Theatern, der Musik, der Literatur und Bildender Kunst sowie Live-Streams und Podcasts direkt auf das Sofa."

https://kultur-frankfurt.de/portal/de/Kulturdezernat/KulturaufdemSofa/2649/0/0/0/11.aspx

GO DIGITAL / Figurentheater Kania

(Andrea)

Antje ist eine begnadete Saengerin, Schauspielerin und Improvisationskuenstlerin. Und weil das so ist, macht sie nun aus der Not eine Tugend und laedt Gross und Klein in ihr Figurentheater bei youtube ein. Dort veroeffentlicht sie nun in loser Folge immer kleine Stuecke und bringt damit Kurzweil in den Hausarrest.

https://youtu.be/2OyBvLJjgUg

GO DIGITAL: Friedrich Hölderlin – Dichter sein. Unbedingt!

(Martin)

„Am 11. September 1806 wird der Dichter Friedrich Hölderlin gewaltsam von seinem damaligen Wohnort Bad Homburg abtransportiert, nach Tübingen gebracht und in der psychiatrischen Abteilung einer Klinik interniert. Genau 231 Tage wird er dort verbringen, nach damaligen, drastischen Methoden „therapiert“ und schließlich als unheilbarer Fall der Familie eines Tübinger Schreiners zur Pflege übergeben. 36 Jahre lebt der Dichter in einem Turmzimmer des Hauses, bis zu seinem Lebensende. Die Umstände seiner gewaltsamen „Inhaftierung“ geben der Nachwelt bis heute Fragen auf.
Anlässlich des 250. Geburtstages von Friedrich Hölderlin im März 2020 erzählt „Friedrich Hölderlin - Dichter sein. Unbedingt!“ die Geschichte einer künstlerischen Radikalisierung. Die Dokumentation montiert Spielszenen und dokumentarische Aufnahmen von Originalschauplätzen und Landschaften in Deutschland und Frankreich mit den Ermittlungen namhafter Experten. Auf der Grundlage historischer und autobiografischer Quellen verfolgt die Dokumentation die Entstehungsgeschichte eines bahnbrechenden poetischen Werkes.
Entlang der zentralen Lebensstationen und vor dem Hintergrund elementarer historischer Umwälzungen rekonstruiert er den kompromisslosen Lebensweg eines talentierten, hochgebildeten, sensiblen jungen Mannes, der in seiner Sprache an die äußerste Grenze von Literatur vordringt. Seinen Zeitgenossen blieb Hölderlins Dichtung unverständlich. Heute zählt er zu den weltweit bekanntesten und meistübersetzten deutschen Lyrikern.“

Zu Friedrich Hölderlin geht’s hier: https://www.arte.tv/de/videos/082772-000-A/friedrich-hoelderlin-dichter-sein-unbedingt/

GO DIGITAL
 / Ausstellung


(Petra)

Das Liebighaus besuche ich viel zu selten. Dafür ist  jetzt – mit irgendwann mehr Muße – eine tolle Gelegenheit, denn jetzt kommt das Liebighaus zu uns. Also digital, frei Haus. Die BUNTEN GÖTTER haben schon drei Millionen Besucherinnen und Besucher in über 30 Städten weltweit begeistert. Seit Ende Januar ist die Ausstellung - mit neuen Forschungsergebnissen und neuen Rekonstruktionen - als "Golden Edition" nach Frankfurt zurückgekehrt! Mit über 100 Objekten, darunter 60 Rekonstruktionen aus internationalen Museen und dem Bestand des Liebieghauses, die durch komplexe Bemalungen und Veredelungen mit Gold und Edelsteinen beeindrucken. Auf dem Titelbild werden experimentelle Farbrekonstruktionen der Grabstatue der Phrasikleia gezeigt. Ob die wohl wirklich sooo bunt war? Neugierig tauche ich ein.

buntegoetter.liebieghaus.de - Immerzu, für lau

GO DIGITAL / Krimilesung

(Andrea)

Wie ueberall, fallen auch bei Volker Rebell die geplanten Veranstaltungen aus, auch er bastelt an Verschiebungen und Nachholterminen. Hier fuer Zwieschendurch: "Weil auch dieKrimi-Lesung von Lothar Schöne (mit der musikalischen Begleitungdes HuubDutch-Duos) abgesagt werden muss, können nun auch die beidenvorbereiteten Fortsetzungs-Kurzgeschichtender Krimi-Lesung zugänglich gemacht werden, die eigentlich erstfür die nächsteWoche geplant waren, um die Spannung weiter zu steigern. Nach Teil 1 der Leseprobe von Lothar Schöne aus seinemRhein-Main-Krimi „Mona Lisa stirbt im Rheingau“ von der letzten Woche folgen nun auch noch, Teil2: https://youtu.be/Q_ggrL8Fhe4 Teil 3: https://youtu.be/hZWQoxF2v4U"

VORSCHAU - unter Vorbehalt...
Im Mai: Maifestspiele im Staatstheater Wiesbaden

(Martin)

Alle Jahre wieder – wird es Mai und in Wiesbaden sind dann für die Frankfurter_innen ganz nah, kulturelle Highlights als Gastspiele bei den Maifestspielen zu erleben. In diesem Jahr gibt’s viel Schauspiel zu erleben!
Der Vorverkauf hat begonnen und zwei besonderer Leckerbissen – zum einen das Gastspiel des Schauspielhaus Bochum mit ‚Iwanow’ und auch das Maxim-Gorki-Theater mit ‚Anna Karenina oder Arme Leute’ waren rasch ausverkauft. Es lohnt sich dennoch, immer mal wieder auf der Homepage nachzuschauen, ob vielleicht nicht doch noch ein paar Tickets in den Verkauf kommen.

Hier ein zwei Hinweise für Aufführungen, die sich vermutlich lohnen, zu denen man ansonsten weit anreisen müsste und für die es tatsächlich noch Karten gibt!
Für das Konzertprogramm folgen demnächst weitere Empfehlungen.
Donnerstag, 07. Mai: Die Katze und der General - Thalia Theater Hamburg
Sind es es schon zwei Jahre her, dass auch in Wiesbaden der Roman ‚Das achte Leben – Für Brilka’ – ebenso von der Autorin Nino Haratischwili, ebenfalls von der Regisseurin Jette Steckel und auch als Gastspiel des Thalia Hamburg gezeigt wurden? Theaterbilder waren das, die sich eingebrannt haben. Jetzt der neue Roman ‚Die Katze und der General’ vom gleichen Team auf die Bühne gebracht – ein ‚Must-See’!
Die taz schreibt: "Das Beeindruckende an Steckels Regie ist, dass sie nicht nur bei der Gesinnungswandelei, auch in den Liebes-, Freundschafts-, Hoffnungsszenen keine Angst vor Pathos hat." (...) "Weswegen die Produktion immer am Rande der Sentimentalität, durch die Zuspitzung der Situationen auch auf der Kippe zum Lehrstück balanciert, das aber eben schauspielerisch derart brillant, dass der Abend nie kitschig, stets anrührend emotional ist – voller menschlicher wie politischer Wahrheiten."
Dienstag, 19. Mai: Kind von Peeping Tom - Belgien
Peeping Tom ist ein häufig ausgezeichnetes Theaterkollektiv aus Belgien. ‚Kind’ ist der Abschluss einer Trilogie – die ersten beiden Teile waren ‚Vater’ und ‚Mutter’. Das Setting einer Familienausstellung drängt sich auf, nimmt man diese Perspektiven ernst und tatsächlich wird in den Kritiken auch ähnliches geschrieben. „Wie sieht ein Kind die Welt; wie seine innere und wie seine äußere? Wie wird es dabei von seinen Ängsten und Sehnsüchten beeinflusst? Wie verändert sich seine Perspektive, wenn es älter wird? Wie prägen all der Druck und die Zweifel der Jugendjahre seine Bewegungssprache? Und wie beeinflussen die körperlichen Veränderungen die alltäglichen Gesten?“
Diesen Fragen wird nachgegangen in einem viel gelobten ‚Tanz-Theater-Abend’, einem albtraumhaften Tanzwunderland’
Die Neue Presse Hannover schrieb: „Die extremen Bewegungsformen sind ein Markenzeichen von Peeping Tom. Die Gesetze der Schwerkraft werden zuweilen in Frage gestellt, vor dem geistigen Auge sieht man das eine oder andere Rückgrat brechen, oder es gibt einen virtuos abgehackten Tanz, der wirkt wie eine Stroboskop-Sequenz ohne Blitze. Ebenfalls typisch ist die massive Einbindung von Schauspiel, Musik und Live-Gesang, wobei die akustische Ebene zwischen Blues, Wagner und Trash-Rock schwankt. (...) Auch das Publikum wird nun sehr laut, verbreitet bricht sich Begeisterung Bahn. Verständlich, denn einige dieser Bilder – dazu gehören auch die Klangbilder – brennen sich nachhaltig ins Gedächtnis ein.“
Peeping Tom ist tatsächlich eher selten in Deutschland zu sehen. Deshalb sollte man das Gastspiel in Wiesbaden nicht verpassen!

Donnerstag, 7. Mai um 19.30h: Die Katze und der General vom Thalia Theater Hamburg
Dienstag, 19. Mai um 19.30h: Kind von Peeping Tom/Belgien
Beides zu sehen im Rahmen der Maifestspiele im Staatstheater Wiesbaden. Das Staatstheater Wiesbaden ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto (c) Thalia Theater Hamburg


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