27.03.2020
Inhalt: DAHEIMBLEIB TIPPS / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / DAHEIMBLEIBTIPPS VON FRANKFURTER*INNEN oder OFFENBACHER*INNEN / ZU GEWINNEN / GEROLLTES über die Pause / G E D R U C K T E S / PETITION / Freitag, 27. März: Iso Herquist Live Show / GO DIGITA / EINTRACHT FRANKFURT / Freitag, 27. März - 2. April: Berliner Ensemble ‚BE at home’ / Sonntag 29. März: MELLI REDET MIT … / LESBOS / GO DIGITAL: HÖRSPIEL / GO DIGITAL / Kultur auf dem Sofa / GO DIGITAL / Theater Alte Brücke / GO DIGITAL: YOGA / GO DIGITAL: Zeit für Spiele / GO DIGITAL: Friedrich Hölderlin – Dichter sein. Unbedingt! / GO DIGITAL Kunst und Krise / GO DIGITAL: Theater Willy Praml / GO DIGITAL / KINO / GO DIGITAL Emilia Galotti / GO DIGITAL / Konzerte / GO DIGITAL
 / Urban Sketchers / GO DIGITAL: Kinderhörspiel / GO DIGITAL / Quiz / GO DIGITAL: Jugendkkulturkirche / SCHON MAL HIER ERSCHIENEN ABER IMMER NOCH AKTUELL / GO DIGITAL
 / Vernissage / GO DIGITAL / Literaturfestival / GO DIGITAL / Serien / GO DIGITAL / ARD Radio-Tatort / GO DIGITAL / Figurentheater Kania / GO DIGITAL
 / Ausstellung / GO DIGITAL / Krimilesung / VORSCHAU - unter Vorbehalt... / Nach Corona: Batschkapp informiert / Im Mai: Maifestspiele im Staatstheater Wiesbaden / Impressum
DAHEIMBLEIB TIPPS

Als ich letzte Woche die Ausgehtipps versendet habe, schrieb mich André (aka Wookie) an: „Du musst die doch jetzt eigentlich in DAHEIMBLEIB TIPPS umbenennen.“
Ich gab ihm recht und zwei Tage später hatte er mir den Header des Newsletters umgestaltet und mein Provider, die unglaublich netten Jungs von www.j.weiland.net haben es auch noch schnell umprogrammiert. Vielen Dank an Wookie!

Alleine hätte ich das nicht geschafft, denn aktuell habe ich noch mehr zu tun, als sonst und ans Aufräumen/Ausmisten oder mal ein Buch lesen ist derzeit nicht zu denken. Jetzt habe ich nur noch eine halbe Stunde Zeit, bevor die nächste Telefonkonferenz beginnt. Ich bin sehr gespannt, denn wir sind 80 Leute!!

Danach geht es dann in meine erste WEINTRINKEN TELCO. Ich habe mich mit meinen Freundinnen verabredet. Wir chatten und trinken. Was soll man auch sonst machen. Der Alkoholkonsum ist bei mir aktuell sowieso ganz ordentlich. Ich trinke mehr, als wenn ich weggehe... was ein Glück haben wir zur Hochzeit Wein geschenkt bekommen, d.h. der Keller ist voll.

Die Folge vom Weinkonsum ist natürlich die beständige Zunahme von Gewicht. Ich wollte ja nächste Woche zum Fastenwandern in die Sächsische Schweiz fahren... mal schauen, ob ich das Projekt hier vor Ort trotzdem durchziehen kann. Vielleicht wäre eine DIGITALE FASTEN GRUPPE eine passende Motivation. Noch jemand Interesse?

Morgen beginnt dann endlich das heißersehnte Wochenende und ich freue mich darauf, dass wir bei Ninjaas Pub Quiz mitmachen können, denn normalerweise bekommt man da ja nur schwer einen Platz. (Mehr dazu in Uwes Tipps).

Abgesehen vom digitalen Pub Quiz gibt es noch viele weitere digitale Kulturangebote und es gibt eine neue Kategorie: DAHEIMBLEIBTIPPS von FRANKFURTER*INNEN UND OFFENBACHER*INNEN. Hier geben Euch mir liebgewonnen Menschen ihre persönlichen Tipps. Es beginnt die tolle Moni Port.

Viel Spaß beim Stöbern, lebt trotzdem wild!

Daniela

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

Vielen Dank an meine Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün und Uwe Schwöbel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
(Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr).
Wenn Du eine Rechnung benötigst, dann schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

DAHEIMBLEIBTIPPS VON FRANKFURTER*INNEN oder OFFENBACHER*INNEN

Es beginnt die großartige Moni Port!

Sie ist eine wunderbare Illustratorin. Ich liebe all ihre Bücher, die sie illustriert hat. Mein Lieblingsbuch ist "Lieb mich wie im Film". Aber natürlich leibe ich auch ihre Bilder und einige hängen zu Hause bei uns an der Wand. Und Moni hat das Logo für "Frankfurt für Frauenrechte" und auch für unseren Verein "Lotte Specht" gestaltet. Mehr zu Moni unter www.portschau.de

Hier ihre Tipps:

GANZ KONKRET:
Freitag Abend: Iso Herquist gibt ein Onlinekonzert: Online Streaming Show: Reite Dein Pony, Freitag 22 Uhr

IMMER IM KIEZ:

  • Blumen in der Blumenbar kaufen,
  • Gemüse beim Achim Andersch (der macht jetzt Thekenverkauf, man gibt den Einkaufszettel ab und er packt alles zusammen) …Gemüse bei Bettinas (Koselstraße) … nicht immer zu Rewe rennen
  • Bücher beim „Tatzelwurm" oder im "Land in Sicht" oder „Autorenbuchhandlung", „Büchergilde" oder einer sonstigen Buchhandlung in FFM bestellen. bestellen (Hauptsache nicht bei Amazon)
  • Bluse bei Cocolores ordern
  • Schokoladenpäckchen im Bitter und Zart ordern
  • den neuen Comic-Kanal des Yippie-Kinder-Comicfestivals abonnieren (You Tube: Yippie Comic)

SONST

  • Alte Fitnessvideos im Netz schauen und gemeinsam turnen,
  • ein Abendritaual: Jede(r) aus der Familie zeigt ein Musikvideo, von einem Lied, was ihm gefällt, und alle müssen jedes Lied bis zu Ende angucken,
  • Eintracht loben: Toll diese Initiative, Einkäufe für Menschen, die zur Risikogruppe gehören, zu besorgen,
  • mit der Oma skypen
  • oder endlich mal ausmisten... jeden Tag einen anderen Raum.
ZU GEWINNEN

Antworten bitte an schwoebke«aol.com (Die Gewinner*innen werden von Uwe benachrichtigt)

2  Exemplare von Philip Waechters neuen Comics: TONI WILL ANS MEER.
Die Bücher werden persönlich für den Gewinner/die Gewinnerin signiert.
Frage: Wie hießen die Fußballschuhe, die Toni im ersten Band unbedingt haben wollte?

GEROLLTES über die Pause

(Uwe)

Die Deutsche Fußballliga (DFL) will den Vereinen wohl vorschlagen, frühestens ab Mai 2020 wieder Fußball spielen zu lassen. Das erscheint sinnvoll, weil sich selbst größte Optimisten nicht vorstellen können, dass sich aus der aktuellen Situation mit einer sich weiter ausbreitenden Pandemie, Kontaktverbot und konkreten Corona-Erkrankungen in ausgewählten Bundesligamannschaften (inklusive der Eintracht) in wenigen Wochen wieder ein Spielbetrieb entwickelt. Ob mit Zuschauer oder ohne. Wer Fußballspiele sehen will, konnte zumindest in der letzten Woche noch Übertragungen aus Weißrussland anschauen. Dort wurde am vergangenen Wochenende gespielt. Wieso auch nicht, gab da zu der Zeit offiziell ja auch erst 80 Corona-Fälle dort und tausende Tote weltweit. Ähnlich realitätsfremd wie der weißrussische Diktator Lukaschenko zeigte sich lange auch der deutsche IOC Präsident Thomas Bach. Bach lebte bis Mittwoch dieser Woche in einer „Show-Must-Go-On-Welt“. Erst dann, viel zu spät, verschoben das IOC und Japan die Sommerolympiade auf Sommer 2021. 

Nicht nur Trainer, Spieler und Zuschauer sind derzeit auf Eis gelegt, auch wir Schiedsrichter hängen bildlich im Keller wie ein vor sich hin reifender Schinken. Nicht einmal die monatlichen Lehrabende finden statt. Weil der ruhmreiche TSV 1899 Goddelau im Kreis Groß-Gerau beheimatet ist und der Schiedsrichterobmann meines Heimatkreises, Uwe Lang, ein Supertyp ist, bin ich immer noch Mitglied in der Schiedsrichtervereinigung GG. So fahre ich jeden ersten Montag im Monat mit der Bahn nach Rüsselsheim, laufe bei Wind und Wetter zwei Kilometer zum Stadion, trotte in den Besprechungsraum und rufe den wenigen bereits Anwesenden ein mürrisches „Gude“ zu (wir Südhessen sind eben so). Ich bin in der Regel früh da, setze mich auf meinen Stammplatz, schlage mein Buch auf und lese ein paar Seiten. Nach ein paar Minuten kommt Dieter, ein Schiri aus einem Rüsselsheimer Stadtteil vorbei, grüßt freundlich und sagt lachend: „dass Du immer lesen musst“. Während die Rindswürste warm werden, füllt sich der Raum. Ich treffe auf Schiedsrichter, die mich früher pfeifen mussten (kein Vergnügen) und immer noch aktiv sind. Einer sagte vor rund 20 Jahren vor einem Spiel einmal zu mir „bitte sei heute mal ruhig“. Nun sind wir Kollegen, lachen montags über alte Zeiten und lernen, in welcher Spielsituation wie entschieden wird. Was man sich schnell merken kann: irgendwie muss ein Spiel fortgesetzt werden (Anstoß, Einwurf, Freistoß etc.) und ggfs. muss man eine Karte zeigen (= persönliche Strafe).

Unser Lehrwart ist Schiedsrichter in der Hessenliga, der macht das auf dem Platz weitaus besser als ich und bringt mir und meinen Kollegen die Regeln wirklich gut rüber. Wir lernen immer wieder etwas dazu. Unterstützt von einem Laptop und einem Beamer erklärt er Regeln und spielt kurze Spielszenen ein, über die wir im Anschluss diskutieren. Manchmal schweifen mir die Diskussionen meiner Spezis zu sehr ab und dann passiert mir das, was mir in der Schule eine 4 in Aufmerksamkeit einbrachte: Meine Gedanken gehen auf Reisen. Das passiert mir ab und zu auch beim Pfeifen und dann schauen mich zwei Gegenspieler an der Außenlinie fragend an, die wissen wollen, wer von ihnen den Einwurf ausführen darf. Eine der undankbarsten Situationen in einem Spiel ist für Schiedsrichter der Strafstoß. Daher pfeife ich in der Regel keine (war nur ein Witz). Nicht die Entscheidungen, ob es einer war oder nicht und auch nicht, ob eine Karte (eine Gelbe oder eine Rote ) gezeigt werden muss, sind tückisch, sondern die Ausführung selbst. Rennt einer zu früh in den Strafraum (wenn ja, wer), täuscht der Schütze unsportlich oder bewegt sich der Torwart zu früh. Furchtbar. Weil wir uns aktuell nicht in unserem viel zu kleinen Raum im Rüsselsheimer Stadion treffen können, hat unser Lehrwart ein super Lehrvideo zu Strafstößen aufgenommen und eingestellt. Wer Zeit hat, hier ist es: https://m.youtube.com/watch?t=1131s&v=1JSHt7XY8Qg

G E D R U C K T E S

(Petra)

Ein unerwartetes Zeitgeschenk – und ein Buch, von dem ich Euch erzählen möchte. Aus dem Nachlass DER Margarete, genau: Margarete Schütte-Lihotzky, deren Frankfurter Küche legendär ist (ein Exemplar ist im Museum Angewandte Kunst“ zu bestaunen). Freunde meiner Eltern haben in der Römerstadt gelebt und deren Frankfurter Küche wurde immer mal wieder kritisch diskutiert. In den 1920er-Jahren war das Konzept revolutionär: Die erste Einbauküche. Großes Thema waren damals die Vorfertigung von Wohnhäusern (sprich: Plattenbau) und - massenproduzierte – Einbaumöbeln, mit dem vorrangigen Ziel, Kosten und in den Häusern Platz zu sparen. Und "geschmackserzieherisch", um minderwertige Kitsch-Möbel zu verhindern. Während es in der Wiener Siedlerbewegung vor allem darum ging, billigen Wohnraum für Viele zu schaffen, konnten in Frankfurt Lösungen für Typen und höhere Qualität erarbeitet werden.

Die Wienerin erzählt anekdotenreich, „Warum ich Architektin wurde“ (Herausgegeben von Karin Zogmayer) und ich bin völlig gebannt. Was für eine tolle Frau mit klarer Haltung, welch ein beeindruckendes Schaffen. Und dies umgeben von Männern: „Da ist eine Frau unter den Teilnehmern!“ hieß es erstaunt in der Jury eines Wettbewerbs, den sie mit erst 23 Jahren gewann. Ein Reigen vieler großer Namen von Alfred Loos in Wien bis Ernst May, der sie 1926 nach Frankfurt holte. Hier erdachte sie nicht nur die Frankfurter Küche, sondern entwickelte zum Beispiel Reihenhaustypen und Mustereinrichtungen. 1930 folgt sie Mey für drei Jahre nach Moskau. Dann folgen Chicago, Paris, Sofia, Peking…viel Aufbruch in einer bewegten Zeit, zahlreiche Stationen eines erfüllten, fast 103-jährigen Lebens.

PETITION

Mein Freund André ist, anders als ich, eifriger Amazon Kunde und vielleicht gerade deshalb hat er einen Mann noch besser im Blick: Jeff Bezos, der mit der unvorstellbaren Summe von 115 Mrd. US-Dollar, aktuell die mit Abstand reichste Person auf dem Planeten ist. André möchte ihn via Petition, wofür er noch viele Unterstützer*innen braucht, bitten, dass "sämtliche Gewinne, die Amazon durch die Corona-Krise zusätzlich entstehen, für wohltätige Zwecke gespendet werden!"

Er schreibt: "Durch die Corona-Pandemie verursachten, weltweiten Lock-Downs bzw. die dringenden Appelle zu Hause zu bleiben, um die Verbreitung des Virus einzudämmen/zu verlangsamen, macht Amazon – als weltweit führender Online-Händler –, nun da die Menschen mehr denn je online einkaufen, das Geschäft seines Lebens.......

Wir, die Unterzeichnenden, bitten Jeff Bezos höflichst darum

  • sämtliche Amazon durch die Covid-19-Pandemie zusätzlich entstehenden Profite (verglichen mit dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres) in einen Treuhandfond zu überführen
  • die Mittel aus diesem Treuhandfond gänzlich für wohltätige Zwecke zu spenden, mit dem Ziel das durch die Corona-Krise verursachte Leid zu lindern
  • (Einzelheiten der Verwendung sollten zwischen dem Fond und der Community abgestimmt werden. So sollten die Profite bspw. entsprechend in den Amazon-Ländern verteilt werden, in denen Einkäufe getätigt wurden)

Die ganze Petition findet ihr hier: https://www.change.org/amazon-corona-profits

Freitag, 27. März: Iso Herquist Live Show

(Andrea)

Iso ist Frankfurter, Wahl- Däne und spielt Ukulele. Das macht er ziemlich gut und weil seine Kurse gerade ausfallen, hat auch er sich ins Internet begeben: "Iso Herquist hat seine eigene Show. Mit Sofa. Und Zimmerpflanze. Da gibt es Songs und Lieder und Tunes und Kram. Ukulele und Jazz und Soul und den ganzen anderen Rest auch. Außerdem Freihändigandernasekratzen, Tigerjonglage, Hochgeschwindigkeitszähneputzen und Extremkekseessing. In dieser fänomeenalen ersten Episode: es wird ein Bild von Prisca versteigert. Bei der ist es nämlich wie bei Iso: von Luft und Liebe leben geht nicht. Damit du nicht auf Prisca und Iso verzichten musst. Und die nicht auf das tägliche Käsebrot. Gibt es jetzt wöchentlich einen Auftritt auf Iso’s Quarantäne-Bühne. Ganz live. Gestreamt. Im Internet. Und dazu eine Auktion bei eBay.

Wenn du's gut findest: spende ein bisschen. Wenn nicht: geh einfach weg.

Iso's YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCDSzegnEDsnM-h4m0mWcOWg
Spenden bei Betterplace: https://www.betterplace.me/iso-herquist-reite-dein-pony

GO DIGITA / EINTRACHT FRANKFURT

(Daniela)

Würde ich heute Abend nicht Wein trinken, würde ich vor der Glotze sitzen:

Eine Stunde lang geht es am heutigen Freitag auf Sky Bundesliga HD 2 um die Eintracht. In „Mein Verein“ portraitiert der Sender die Adlerträger und kann dabei auf zwei Gäste aus Frankfurt setzen: In der Livesendung ab 13 Uhr wird zunächst Sportvorstand Fredi Bobic und später Torhüter Kevin Trapp zugeschaltet.

Die Sendung wird um 18 und 21 Uhr jeweils ebenso auf Sky Bundesliga HD 2 wiederholt.

Freitag, 27. März - 2. April: Berliner Ensemble ‚BE at home’

(Martin)

Ich war zur der Premiere von ‚Der kaukasische Kreidekreis’ im Berliner Ensemble. Und nun kommt das Berliner Ensemble mit ‚Der kaukasische Kreidekreis’ nach Frankfurt (natürlich nicht nur).

‚BE at home’ nennt das ‚schönste Theater Deutschlands sein wöchentluch wechselndes Streaming-Angebot, das mit Brecht – wem auch sonst – eröffnet wird. Die Inszenierung ist von Michael Thalheimer (von dem ich euch in diesem Newsletter auch seine Emilia Galotti-Inszenierung ans Herz lege; und der Vergleich im Hinblick auf die Regiesprache dieses ‚Theatereindampfers’ ist ebenso interessant.

„Ist es heute noch ein Skandal, wenn ein Kind der leiblichen Mutter weggenommen wird, weil es bei der Pflegemutter besser aufgehoben ist? 1954, als Bertolt Brecht den "Kaukasischen Kreidekreis" mit seinem Berliner Ensemble erstmals auf Deutsch herausbrachte, mag das so gewesen sein. Aber 2017? Da ist die Aufregung doch viel größer, wenn das Jugendamt mal wieder zu lange gezögert hat, ein vernachlässigtes Kind in Obhut zu nehmen.

Auch die Magd Grusche, die Heldin in Brechts Parabelstück, zögert, bevor sie den kleinen Michel an sich nimmt. In ihrem Land hat es einen Umsturz gegeben, der Gouverneur ist ermordet worden, dessen Gattin geflohen – ohne den Sohn Michel. Ihn hat sie zurückgelassen.

In der Neuinszenierung des "Kaukasischen Kreidekreises" am Berliner Ensemble, die unter der Regie von Michael Thalheimer am Samstag Premiere hatte, gehört die Szene zu den stärksten des Abends. Stefanie Reinsperger zeigt als Grusche mit wenigen zweifelnden Blicken und zaudernden Gesten die Zerrissenheit ihrer Figur zwischen dem Egoismus, der in Kriegszeiten vielleicht nötig ist, und der von Brecht vielbeschworenen "Güte".

Als sie das am Boden liegende Bündel mit dem Baby aufnimmt, rutscht Grusche in einer Blutlache aus, ihr Kittel ist von nun an befleckt. Es ist das Blut des toten Gouverneurs, das auf die Dienstmagd abfärbt: "Die das Glück der Mächtigen nicht teilten / Teilen oft ihr Unglück. Der stürzende Wagen / Reißt die schwitzenden Zugtiere / Mit in den Abgrund", heißt es bei Brecht. Grusche begibt sich durch die Rettung Michels selbst in Gefahr, das Kind wird von Häschern gesucht. Das Blut ist das zentrale und fast einzige Requisit in Thalheimers Inszenierung auf der leeren schwarzen Bühne. Der Regisseur postuliert, so simpel wie überzeugend, eine neue Art von Blutsverwandtschaft: Blutspuren trennen die, die von Krieg und Umsturz in Mitleidenschaft gezogen wurden – wie Grusches Verlobten, den Soldaten Simon, und bald auch das Baby, als die Magd es an sich drückt –, von denen, die davongekommen sind, etwa Grusches Bruder und ihre Schwägerin, die die Geflüchtete nur widerwillig bei sich aufnehmen.“ (Spiegel online).

Freitag, 27.03. (ab 18.00h) bis 2.4. hier: https://www.berliner-ensemble.de/be-on-demand

Foto (c) Horn, Berliner Ensemble

Sonntag 29. März: MELLI REDET MIT …

(Daniela)

MELLI REDET MIT: LINUS

Ein Abend mit einem Gast. Gestreamed und geschminkt

Um 19.30 Uhr am Sonntag, 29.3. um 19.30 live aus dem Theater Alte Brücke

Wenn die Tuchfühlung ausgesetzt wird, der Abstand mindestens 1,5 Meter beträgt, die leibhaftigen Gäste und Zuschauer auf den heimischen Sofas entweder selber streamen, sich dem total verweigern oder Selbiges konsumieren,– was bleibt dann noch von MELLI REDET MIT? Ich. Und wenn man sich einen dazu holt, der mindestens genauso gerne redet wie man selbst, dann ist die Grundsituation schon gegeben. Linus Koenig und Melli machen das, was sie am besten können. Bevor man die heimische Wohnzimmerwand volltextet – weil die eigene Familie das kaum noch ertragen kann oder weil sonst keiner da ist - schalten sie dann doch lieber den Stream of Consciousness ein und wenn sich da der ein oder andere medial dazu verirrt, dann kann er ja auch unbemerkt wieder raus. Das ist der Vorteil zum echten Theater. Da fällt das mehr auf. 

LESBOS

(Andrea)

Eigentlich wollte ich nur noch schnell Thomas besuchen, bevor wir uns wegen Corona wochenlang nicht sehen. Zumindest war das die Idee, als ich am 13. März tatsächlich noch den Flieger bestieg. Ein bisschen mulmig war mir schon und ich hatte mich aber vorher bei befreundeten Pursern informiert und da war von Panik keine Spur. Ganz im Gegenteil seien die Flüge ausgelastet und es bestehe wirklich kein Grund zur Sorge. Zumal ich ja nur für zwei Tage fliegen wollte, das alleine war schon irre genug. Am Flughafen herrschte die übliche Geschäftigkeit, es war leerer als sonst, aber sonst business as usual. Erst im Flieger selbst wurde mich dann etwas unheimlich, weil ich mit nur 60 anderen in der großen Maschine saß. Aber weil ich ja in etwas mehr als 48 Stunden schon wieder zurück wollte, dachte ich, es wird schon gut gehen. Das ist jetzt zwei Wochen her und ich schreibe nun aus dem Shutdown in Griechenland. Wann und wie ich wieder zurück komme, weiss ich gerade auch noch nicht so genau. Bis mindestens 8 April geht hier nichts, seit Montag gilt eine Ausgangssperre und hier in Mytilini sind nur noch die Pizzalieferanten auf ihren Mofas unterwegs. Alles nicht so streng wie in Brüssel (dort sind die Leute für 8 Wochen eingeschränkt) oder in Israel (Bewegungsradius auf 100 Meter reduziert), aber mit ein bisschen Aufwand verbunden. Wir haben jetzt griechische Mobiltelefone und können uns per SMS eine Genehmigung zum Einkaufen, Spazieren gehen etc holen. Das funktioniert tadellos. Aber auch nicht unbegrenzt, die Zeitkorridore sind endlich. 
Derweil versuche ich, meiner Stadt zu Diensten zu sein und unterstütze die lokale Organisation Stand by me Lesvos dabei, die Flüchtlinge im Moriacamp auf Corona vorzubereiten beziehungsweise Aufklärungsarbeit zu leisten. Stay at home heißt für sie im Camp zu bleiben und in den dichtgedrängten Zelten Kontakte weitestgehend zu vermeiden. An einer besseren Wasserversorgung wird gerade gearbeitet, weil es mit dem Hände waschen dort so eine Sache ist. Aber dass es dort eine Ansteckung und Verbreitung unbedingt zu vermeiden gilt, ist allen bewusst. Zumal die medizinsche Versorgung hier natürlich eine andere als in Zentraleuropa ist, da teilen wir hier alle dieselben Ängste. Aktuell gibt es vier bestätigte Coronafälle auf griechischer Seite auf der Insel.

Deshalb gibt es jetzt das Moria Corona Awareness Team mit Bewohnern des Camps (Bild). Sie verteilen Plakate, kümmern sich um Müll und sind Ansprechpartner. https://web.facebook.com/MoriaCoronaAwarenessTeam/

Wer mehr über die Aktivitäten erfahren und diese eventuell unterstützen möchte: https://web.facebook.com/www.standbymelesvos.g

GO DIGITAL: HÖRSPIEL

(Daniela)

Ich mag die Live-Hörspiel Aufführungen vom Radio Live Theater.

Eins kann man ab heute im Netz sehen:

Ab Freitag, 27. März 2020 gibt es unser 80er-Comedy-Hörspiel „Nicci & Vicci und das Karpatenkalb“ kostenlos und überall in der ARD Audiothek (Internet & App). Außerdem wird es am Freitag um 22 Uhr auf hr1, am Samstag, 28. März um 23 Uhr auf hr2-kultur im Radio gesendet und steht dann auf hr2.de als Podcast bereit.

Mit dabei: Jörg Bombach, Katy Karrenbauer, Santiago Ziesmer (alias SpongeBob), Sonya Kraus u.v.a.

https://www.radiolivetheater.de/blog/jetzt-auch-als-hoerspiel-nicci-vicci-und-das-karpatenkalb/

https://www.hr2.de/programm/the-artists-corner--nicci--vicci-und-das-karpatenkalb,epg-the-artists-corner-366.html

 

 

GO DIGITAL / Kultur auf dem Sofa

(Daniela)

Auch das Kulturamt der Stadt Frankfurt sammelt digitale Kulturtipps. Da könnt ihr auch immer wieder reinschauen. Sie schreiben: "In Zeiten der Corona-Pandemie steht das öffentliche Leben still. Museen, Schauspiel, Oper – alle kulturellen Einrichtungen sind geschlossen. Doch darauf verzichtet werden muss nicht! 

Diese Seite bündelt die digitalen Kulturangebote Frankfurts – von Wohnzimmerkonzerten und Grußbotschaften der Freien Szene bis musealen Angeboten – und bringt die Kunst und Kultur aus den Museen und Theatern, der Musik, der Literatur und Bildender Kunst sowie Live-Streams und Podcasts direkt auf das Sofa."

https://kultur-frankfurt.de/portal/de/Kulturdezernat/KulturaufdemSofa/2649/0/0/0/11.aspx

GO DIGITAL / Theater Alte Brücke

(Martin)

Das Theater Alte Brück bietet weiterhin ONLINE Programm an:

27.03., 19:30H - PLAN B (ODER: DER PERFEKTE MORD) Theateradaption des Krimihörspiels von Ivar-Leon Menger (u.a. Die drei ???, Monster 1983, Ghostbox) 


28.03., 19:30H - STEGMUS (CORONA-EDITION) Unser Theater-Alte-Brücke-Stegreif-Musical mit einem „Musical“-ischen-Feelgood-Special!

29.03., 14:30H - GRIMMS MÄRCHEN & THEIR FAIRYTALES Die schönsten & spannendsten Märchen auf Deutsch & Englisch - jedoch nicht gleichzeitig! ;) 

29.03., 19:30H - MELLI REDET MIT LINUS Live und geschminkt - Wenn schon nicht mit Publikum, dann im Stream!

30.03., 19:30H - TIM BOLTZ „WUNSCHBOX“ Die schönsten Texte vom Boltz... Und ihr dürft entscheiden, was er liest! 

31.03., 19:30H - LARS RUTH „DAS WUNDER“ Ein (Online-) Abend mit dem Gedankenleser

01.04., 19:30H - „NACH UNS DIE RENOVIERUNG“ Wir lassen unser Online-Programm Revue passieren und zeigen Highlights

Weiteres Programm auf der Homepage oder bei Facebook. 

Livestream unter: https://www.facebook.com/theateraltebruecke

Spenden/Donations: https://www.betterplace.me/theateraltebrueck

GO DIGITAL: YOGA

(Daniela)

Alle meine Freundinnen machen YOGA bei SHIVA YOGA, dem Studio von Marion Marquardt im Nordend.

Auch Marion hat vorübergehend auf digital umgestellt! Die ersten Sessions haben geklappt!

"Wir sind momentan noch bei den Testläufen und werden voraussichtlich ab 1. April ein regelmäßiges Online Live Streaming Yoga-Programm anbieten. Wir halten euch auf dem Laufenden - wer Interesse daran hat und noch nicht bei uns im Email-Verteiler ist, schreibt uns einfach eine Mail (info@shiva-yoga.de) oder kontaktiert uns über das Kontaktformular unserer Webseite: www.shiva-yoga.de/Kontakt."

GO DIGITAL: Zeit für Spiele

(Petra)

Die Eltern unter Euch freuen sich sich bestimmt über dieses tolle Angebot vom Städel Museum: Ein Tablet-Game, das Kinder in die Welt des Städel holt: In einer Welt, in der eine unheimliche Finsternis den Menschen ihre Fantasie gestohlen hat, triffst Du auf einen unerwarteten Freund: Flux. Neugierig folgst Du dem quirligen Begleiter in die Welt der Bilder, wo Ihr spannende Rätsel löst. Natürlich ist das nicht ganz einfach! Es muss um die Ecke gedacht, gekippt und gewischt werden. Das genaue Betrachten der Bilder hilft Dir dabei, ganz nebenbei etwas über Malerei aus verschiedenen Epochen zu lernen. Sieht so sweet aus. Ist ja nicht verboten, dass Erwachsene mitspielen, oder?

Imagoras – Die Rückkehr der Bilder, Ein Städel Game für Kinder, Ort: http://imagoras.staedelmuseum.de/

GO DIGITAL: Friedrich Hölderlin – Dichter sein. Unbedingt!

(Martin)

„Am 11. September 1806 wird der Dichter Friedrich Hölderlin gewaltsam von seinem damaligen Wohnort Bad Homburg abtransportiert, nach Tübingen gebracht und in der psychiatrischen Abteilung einer Klinik interniert. Genau 231 Tage wird er dort verbringen, nach damaligen, drastischen Methoden „therapiert“ und schließlich als unheilbarer Fall der Familie eines Tübinger Schreiners zur Pflege übergeben. 36 Jahre lebt der Dichter in einem Turmzimmer des Hauses, bis zu seinem Lebensende. Die Umstände seiner gewaltsamen „Inhaftierung“ geben der Nachwelt bis heute Fragen auf.
Anlässlich des 250. Geburtstages von Friedrich Hölderlin im März 2020 erzählt „Friedrich Hölderlin - Dichter sein. Unbedingt!“ die Geschichte einer künstlerischen Radikalisierung. Die Dokumentation montiert Spielszenen und dokumentarische Aufnahmen von Originalschauplätzen und Landschaften in Deutschland und Frankreich mit den Ermittlungen namhafter Experten. Auf der Grundlage historischer und autobiografischer Quellen verfolgt die Dokumentation die Entstehungsgeschichte eines bahnbrechenden poetischen Werkes.
Entlang der zentralen Lebensstationen und vor dem Hintergrund elementarer historischer Umwälzungen rekonstruiert er den kompromisslosen Lebensweg eines talentierten, hochgebildeten, sensiblen jungen Mannes, der in seiner Sprache an die äußerste Grenze von Literatur vordringt. Seinen Zeitgenossen blieb Hölderlins Dichtung unverständlich. Heute zählt er zu den weltweit bekanntesten und meistübersetzten deutschen Lyrikern.“

Zu Friedrich Hölderlin geht’s hier: https://www.arte.tv/de/videos/082772-000-A/friedrich-hoelderlin-dichter-sein-unbedingt/

GO DIGITAL Kunst und Krise

(Petra)

Ich vermisse Kunst und Kultur schon jetzt, das gemeinsame Erlebnis, die Energie zwischen Künstler*in und Rezipient*innen, neue, andere Perspektiven. Buntes Leben. Ihr auch? Und die Coronakrise ist nicht nur für uns alle bedrohlich, sondern stellt vor allem auch viele Kreative vor akute Existenzfragen. Der Frankfurter Freie Dramaturg, Theaterregisseur und Kurator Jan Deck schreibt darüber als "Insider" klug und anschaulich in seinem Gastbeitrag bei urban.shorts.net. Auf der Site stellen wir Euch außerdem zwei tolle Frankfurter Fotograf*nnen mit ihren Arbeiten vor: Barbara Welzer und Niko Neuwirth (einfach runterscrollen). Stöbert doch mal rein, wenn Ihr Zeit habt.

Foto: ©Barbara Walzer

Corona und die Künster*innen, Kolumne von Jan Deck, Ort: http://www.urban-shorts.net/lifestyles/.

GO DIGITAL: Theater Willy Praml

(Martin)

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Wer hat an der Uhr gedreht? War das wirklich schon vor 29 Jahren? Tatsächlich habe ich 1991 meine erste Wily-Praml-Inszenierung gesehen: ‚Der Kuss der Spinnenfrau’ – von Manuel Puig. Michael Weber, Reinhold Behling und Birgit Heuser waren dabei und ich war hin und weg.

Eben diese Inszenierung von ‚Kuss der Spinnenfrau’ eröffnet den Reigen einer ganz wunderbar zusammengestellten Rückblende in die Pramlsche Theatervergangenheit, die Tobias Winter zusammengeschnitten hat.

Es sind zu sehen die Akte I + II (von 5). Es lohnt sehr, sich diese Rückblende anzuschauen, sich zu erinnern auch an ‚Die Kameliendame’, ‚Torquato Tasso’ oder ‚Liebesbriefe an Hitler’.

 Und dann lohnt es, nach vorne zu schauen – und sich darauf zu freuen, dass wir hoffentlich bald wieder Theater ganz pur erleben können: bei Willy Praml und auf allen anderen Bühnen!

 Zur Rückblende Akt I+II (von 5) geht’s hier: https://www.youtube.com/watch?v=aEl3DgI3lFs

Weitere Akte folgen!

Foto (c) Theater Willy Praml

GO DIGITAL / KINO

(Daniela)

Der Kinostart des Films "Isadoras Kinder" wurde  vorgezogen und ist ab sofort als "Video on demand" verfügbar. Wer den "Video on demand"-Link anklickt und das Orfeos Erben als Kino auswählt, kann damit das Orfeos auf diese Weise  unterstützen.

LES ENFANTS D'ISADORA Frankreich 2019, 84 min., Drama, FSK-0 von Damien Manivel mit: Agathe Bonitzer, Manon Carpentier, Marika Rizzi

Nach dem Unfalltod ihrer beiden Kinder im April 1913 choreografierte Isadora Duncan, die als Begründerin des modernen Tanzes gilt, ein Solo mit dem Titel The Mother, in dem sie dieses traumatische Erlebnis in einem zarten Bewegungszauber zu exorzieren versuchte. Ein Jahrhundert später konfrontieren sich vier sehr unterschiedliche Tänzerinnen mit dem künstlerischen Erbe einer persönlichen Tragik. Der Film versteht sich nicht als choreografisches Spektakel, sondern als behutsame Annäherung an ein Monument der klassischen Avantgarde. Auf subtile Weise evoziert er die utopische Vorstellung von einem Tanz, in dem jeder seine eigene Bewegung – son propre geste – findet. (Thomas Mießgang – Viennale) Link kopieren oder anklicken: https://www.kino-on-demand.com/movies/isadoras-kinder-2eba0f8e-236d-425f-a79e-0a96f2263402

Zum Orfeos gehört ja auch ein Restaurant, daher: Für jeden Unterstützer, der einen Restaurant-Gutschein ab 50 € bei uns bestellt, gibt es einen Kinogutschein GRATIS dazu! Die Gutscheine sind nach wie vor preislich FREI wählbar und kombinierbar. Ob Ihr Euch für 10/12/25/50 € oder einen ganz anderen Betrag mit kulinarischen Köstlichkeiten, Getränken und/oder Kinovorstellungen selbst beschenken möchtet, bleibt Euch ganz selbst überlassen. Ihr schreibt uns einfach eine Mail unter events@orfeos.de und könnt den Betrag dafür frei wählen. Dann bringt der Osterhase auf postalischem Wege Euren Wunschgutschein ins Haus. Dies ist bis auf weiteres auch die nächste Zeit möglich.

GO DIGITAL Emilia Galotti

(Martin)

Alle Theater und die Oper zu – eine schreckliche Vorstellung, aber leider wahr...

Was kann man in diesen schrecklichen Corona-Zeiten gegen die theatralischen Entzugserscheinungen tun?  Einige legendäre Inszenierungen, die man eigentlich gesehen haben muss kann man im Internet anschauen – und das empfehle ich sehr!

Emilia Galotti in der Inszenierung von Michael Thalheimer, Deutsches Theater Berlin (2002)

Ich werde diese Inszenierung nie vergessen; freilich große Schauspielkunst und Darsteller_innen wie z.B. Nina Hoss als Gräfin Orsina und der legendäre, leider schon verstorbene Sven Lehmann als Prinz Hettore Gonzaga. Ein weitere Hauptdarstellerin: Grandios und nie so im Theater gehört, die Musik, ursprünglich aus dem Film ‚In the Mood for Love’, die sich wie eine Folie über die Aufführung legt.

Der Tagesspiegel schrieb als Premierenkritik: „Vom ersten, verschwörerischen Auftritt der Emilia bis zum abrupten, enttäuschenden Schluss walzt und wälzt sich eine endlose Geigenmelodie über Menschen und Wände. Es ist der Ohrwurm aus dem Spielfilm "In the Mood for Love"; der Soundtrack wurde für das Deutsche Theater neu abgemischt. Es ist aber weit mehr als eine akustische Anleihe aus dem Kino-Hit: Nach und nach bemerkt man, dass Michael Thalheimer seinem Lessing Atmosphäre, Rhythmus und Attitüde des Melodrams von Wong Kar-Wai unterlegt und überstülpt. Die langen, dräuenden Gänge der Helden, dieses Neben-Sich- und Nebeneinander-Stehen, diese exotische Stilisierung von Begegnung und Begierde, dieses Rituell-Sich-Aufsparende der Liebenden - all das erklärt sich aus der filmischen Inspiration. Die Anverwandlung geht bis ins Detail: Sie tragen Designer-Kostüme. Sie leben einen gebremsten Exzess aus. Mit dem Revolver, der von Hand zu Hand geht (und von Schläfe zu Schläfe), wird nicht geschossen. Auf dünnem Grat balanciert diese "Emilia Galotti" - zwischen höchster Anspannung und Flapsigkeit.“

Die Welt schrieb zur der letzten Aufführung 2008: „Diese Aufführung schrieb Geschichte: Mit Michael Thalheimers Inszenierung von Lessings "Emilia Galotti" fand das Theater über die Kürze zu neuer Kraft. In der ganzen Welt ist die Produktion gefeiert worden. (...) „Obwohl längst im Fernsehen gesendet, avancierte diese "Emilia" zur ständig ausverkauften Kultveranstaltung. Sie traf zwar nicht das Reclam-Heftchen der Besucher, aber - beschleunigt und beseelt - in deren Verstand und Herz. Müßig zu diskutieren, ob dafür achtzig Minuten zu lang oder zu kurz waren - bei Michael Thalheimer passten sie jedenfalls bravourös.“

Hier ist der Direktzugang zum Grafenhof und zu Emilia Galotti:

https://www.youtube.com/watch?v=zS0LAgRGQ3Y&list=PLpBfATt9aiFPNYCgcv9_6_UIGRYLSsNDC&index=4&t=0s

picture-alliance/ dpa/ITAR-TASS/Tass Matveyev

GO DIGITAL / Konzerte

(Uwe)

„Calling out around the World, we're going racin' in the Street ...“.

Schön wäre es, wenn es so wäre, wie es der Boss in seinem Song „Racin´ in the Streets“ singt. Solange wir Drinnen bleiben müssen, gilt aber das, was die großartige Band The National singt: 

„We'll stay inside till somebody finds us ...“.

Immer mehr DJs und Künstler gehen beispielsweise über Facebook live auf Sendung. Ich schaute am Samstag beispielsweise bei der From home2home Watch Party und meinem alten Goddelauer Fußballkumpel, DJ Daniele Iezzi, vorbei. Daniele hätte normalerweise bei der Eröffnung von Ardi Goldmanns Fortuna Irgendwo aufgelegt, das tat er nun im Netz. Dazu sah ich ein Küchenkonzert von Stephan Eicher und genoss einige Akustikversionen, gespielt von Death Cab For Cutie Frontmann Benjamin Gibbard, Jimmy Eat World Sänger Jim Adkins oder King Charles und natürlich Fortuna Ehrenfeld live aus dem alten Pfandhaus. Großartig, besser geht es kaum. Wo es möglich war, haben wir gespendet oder ein freiwilliges Ticket gekauft. 

Witzig fand ich die Social Media Tour eines mir unbekannten Künstlers: 20.03 TWITTER / 23.03 FACEBOOK / 26.03 TIKTOK / 30.03 YOUTUBE. Hoffentlich lese ich bald wieder richtige Tourpläne. Die schickt mir beispielsweise einmal im Monat der lokale Veranstalter Frank Diedrich. Und ich wähle dann für die Ausgehtipps Frankfurter Konzerte aus. Gestern (Donnerstag) hätte er beispielsweise die Band „Die Arbeit“ im Cave spielen lassen. Das Konzert hätte ich gerne gesehen. Vielleicht wird es ja wiederholt. Dass funktioniert aber natürlich nur, wenn der großartige Frank und andere Veranstalter nach der Krise diese Konzerte noch organisieren können. Unterstützt ihn und andere Veranstalter durch den Kauf von Gutscheinen. Hier geht es lang: https://www.frankdiedrich.de/tickets

GO DIGITAL
 / Urban Sketchers

(Petra)

Habt Ihr noch nie gehört? Umso besser diese Werbung in eigener Sache. Die Idee der urban-künstlerischen Bewegung rund um den in den USA lebenden spanischen Zeichner Gabi Campanario: Einen Ort zeichnerisch und journalistisch aufnehmen, einfangen und dokumentieren. Herzstück ist der „Urban Sketchers Blog", auf dem mittlerweile rund 100 „Blogkorrespondenten" weltweit ihre Arbeiten und Berichte von ihren Treffen publizieren. Urban Sketching ist – ob organisiert oder unorganisiert – eine weltweite und ständig wachsende Gemeinschaft, die über das Web miteinander vernetzt ist, dort ihre Idee(-n) und Zeichnungen teilt und verbreitet, aber deren Mitglieder auch untereinander sich immer wieder in Gruppen treffen, miteinander diskutieren und zeichnen. Allein im Rhein-Main-Gebiet hat Urban Sketching mittlerweile eine dreistellige Zahl mehr oder minder organisierter Anhänger, die auch immer wieder durch Projekte und Ausstellungen auf sich aufmerksam machen. Entdeckt mit uns einige ganz unterschiedliche kreative Blicke – wie diesen hier im Osthafen von Clara Schuster - auf unsere Stadt.

Städte. Skizzen. Sichten – Urban Sketching, Ort: http://www.urban-shorts.net/mediashorts/outofthebox/, Eintritt: feel free

GO DIGITAL: Kinderhörspiel

(Martin)

‚Wir nannten ihn Tüte’ wird als „faszinierendes Hörspiel mit lebensnaher Erzählweise von Anfang bis Ende“ von der Jury des MDR-Kinderhörspielrates beschrieben. Diese Jury vergibt den Kinderhörspielpreis und den 1. Platz hat „Wir nannten ihn Tüte“ gewonnen. Eigentlich sollte der Preis im Rahmen der Leipziger Buchmesse verliehen werden. Doch wegen der Corona-Krise ist die komplette Buchmesse abgesagt worden...

Der Deutschlandfunk macht’s möglich und hat ‚Wir nannten ihn Tüte’ aus Anlass der eigentlchen Preisverleihung noch einmal gesendet. 

Darum geht’s: „Peggy Sue nimmt ihren ganzen Mut zusammen und geht zur Polizei. Sie macht sich Sorgen, denn ihr Mitschüler Rouven ist verschwunden. Es liegt bereits eine Vermisstenanzeige von Rouvens Vater vor - aber was Peggy zu erzählen hat, hilft, den Fall aufzuklären. Seit Langem wird Rouven von einigen Schülern geärgert und verhöhnt. Peggy hat immer dagegengehalten - doch den fiesen Spitznamen "Tüte" hat auch sie verwendet. Es tut ihr gut, sich alles von der Seele zu reden. Zum Glück nimmt sich der Polizist auf dem Revier Zeit für Peggy. Er nimmt sie ernst. Ein Hörspiel, das zum Nachdenken über Mobbing einlädt und subtil für Empathie wirbt.“ (NDR-Info). 

Hier ist ‚Wir nannten ihn Tüte’ nachzuhören:
https://www.kakadu.de/gewinner-des-kinderhoerspielpreises-wir-nannten-ihn-tuete.2728.de.html?dram:article_id=472208

Foto (c) Michael Weber

GO DIGITAL / Quiz

(Uwe)

Mit einer tollen Runde nahm ich im letzten Jahr bei Ninjaas Quiz in Frankfurt im New Backstage teil. Weil ich dort so gerne ein Schnitzel esse, war ich weit vor Beginn bereits dort. Endlich erlebte ich eine Veranstaltung im New Backstage, ohne dass ein Spiel der Eintracht im Fernsehen lief. Bei unserem ersten Pubquiz kämpften wir unter dem Namen "Kaufhaus M. Schneider" mit allen Kräften, fuhren - wie man es bei einem Radrennen sagen würde - aber "mit dem Peleton ins Ziel". Wir gewannen also nicht. Das holen wir am Samstagabend nach, denn wir spielen eine Onlineversion von Ninjaas Quiz. Wir vernetzen uns als Team untereinander und einer aus dem Team wiederum vernetzt sich mit der Spielleiterin. Wir sind gespannt und motiviert.

GO DIGITAL: Jugendkkulturkirche

(Andrea)

Klassische Gottesdienste gibt es in der Peterskirche schon lange nicht mehr. Über zehn Jahre ist es her, dass die Kirche in der Frankfurter Bleichstrasse zum Ort für junge Menschen umgebaut wurde. Zumindest war das am Anfang Teil des Konzepts. Inzwischen ist die Jugendkulturkirche Sankt Peter auch als Veranstaltungsort etabliert, es gibt Konzerte, Lesungen und vieles andere mehr. Weil aber auch dort gerade nichts stattfindet,  bietet das Team ssunterschiedliche Tutorials an, Nicole zeigt zum Beispiel wie sich tolle Grusskarten oder Gemälde selbst gestalten lassen: 

https://m.facebook.com/sanktpeterfrankfurt/

SCHON MAL HIER ERSCHIENEN ABER IMMER NOCH AKTUELL
GO DIGITAL
 / Vernissage

(Petra)

Das viel geliebte Lola Montez ist auch zu – logisch. Wehmütig mache ich einen kurzen Video-Rundgang in abenteuerlicher Optik durch die Vernissage zur – nun nicht mehr –  laufenden Ausstellung im Netz. Was superschade ist, denn sie hätte massig Besucherinnen und Besucher verdient. 7,6 Millionen Menschen mit schwersten Beeinträchtigungen leben in Deutschland, also fast jeder Zehnte. Die IFB hat es sich seit 1959 zur Aufgabe gemacht, diese Menschen in allen Lebenslagen und Altersabschnitten zu unterstützen.
Seit 29. Februar waren in der großen Gruppenausstellung „Gemischte Gefühle“ im Kunstverein Familie Montez Arbeiten von mehr als 80 internationale Künstler mit und ohne Beeinträchtigung zu sehen: Skulpturen, interaktiven Installationen, Gedichte, Gemälde und Fotografien.

Gemischte Gefühle - INKLUSION, MENSCH, VIELSEITIGKEIT, GEFÜHLE, kuratiert von: Claudia Messer und Meike Helberger, Ort: https://kvfm.de/?fbclid=IwAR2YnwMAf-c0JewtFMAkz5EIsJn0P54yGh3CWHuMb4rx8QVfQVQidRC-jVk
Uhrzeit: Wann immer Ihr wollt

GO DIGITAL / Literaturfestival

(Petra)

VIRAL - Das online Literaturfestival wurde für die Zeiten in Quarantäne von den Autor*innen Donat Blum, Kathrin Bach und Melanie Katz initiiert. Verschiedene renommierte Veranstalter aus der Schweiz, Deutschland und Österreich – die alle von den Einschränkungen durch Covid-19 betroffen sind – bespielen das Festival alle zwei bis drei Tage zwischen 19 und 21:30 Uhr mit Lesungen. Wann konnten Lesungen je so entspannt genossen werden? Während dem Zunachtessen, im Bettli, im Pyjama, füdliblutt, (das kann nur aus der Schweiz kommen!), wie auch immer es mensch beliebt. Also schaltet euch zu und stoßt virtuell mit uns auf unsere neue Nummer an! Um die Texte dann auch selbst zu lesen, bestellt euch euer Exemplar, solange die Post liefert, gibt es noch Narrs zu euch nach Hause: www.dasnarr.ch
 
Das Narr geht viral, Literaturfestival, Uhrzeit: 19 - 21:30 Uhr, Line-up: 19 Uhr: Kim de l'Horizon, 19:30 Uhr: Sonita Herbst, 20 Uhr: Sonja Medicus und Emad al Nimer, 20.30 Uhr: Nora Brägger, 21 Uhr: Lina Morawetz
Ort: www.facebook.com/glitteratur, Eintritt: https://paypal.me/pools/c/8npgGZlnSz können die Autor*innen honoriert und Lohnausfälle kompensiert werden.

GO DIGITAL / Serien

(Daniela)

In Berlin wohnt Beate. Ich kenne sie aber noch, als sie in Frankfurt beim Plattenlabel LOGIC gearbeitet hat. Dann haben wir uns aus den Augen verloren und vor circa 5 Jahren über die Eintracht wiedergefunden, denn Beate ist der größte Eintrachtfan, den ich kenne.

Und: Beate hat ein unglaubliches Fachwissen über Fußball. Ich wäre froh ich wüsste 10% von dem was sie weiß.

Und: Beate ist der größte Serienjunkie, den ich kenne. Als ich vor ein paar Jahren über Silvester krank war habe ich sie angeschrieben und gefragt was ich schauen soll. Sie sagte damals: kauf Dir Apple TV und schau "House of cards" . Ich habe mich dann noch zum Saturn geschleppt, das Ding gekauft und 2 Tage lang die ganzen Staffeln durchgeschaut.

Jetzt wäre wieder eine gute Zeit mit Serien anzufangen.

Beate http://www.serieasten.tv/das-team/beate/ betreibt mit anderen "Freaks" die  Seite: www.serieasten.tv

das ist eine Seite für Serienfans mit verschiedenen Rubriken. Es gibt dort zB auch Podcast Reviews unter der Rubrik "Seriensprechzimmer".

GO DIGITAL / ARD Radio-Tatort

(Martin)

Der ARD Radio-Tatort ist etwas ganz wunderbares, auch wenn er natürlich ein Schattendasein führt im Vergleich zum Sonntagabend-Krimi gleichen Namens im Ersten.

Dennoch – gerade jetzt, in diesen inhäusigen Zeiten (aber nicht nur dann), ist der Radio Tatort hervorragend – z. B. mit Kopfhörer beim leidigen Hausputz, denn wenn man so oft zu Hause ist, muss man sich ja auch dem Problem stellen...

Also: der Radio-Tatort ist eine regelmäßige Hörspielreihe, die von den selben Landesrundfunkanstalten wie der TV-Tatort produziert werden. Fast jeden Monat gibt’s eine neue Folge, die ca. 55 Minuten lang ist.

Eine Folge des HR-Radio-Tatorts ist zum Beispiel ‚Einen Moment nicht aufgepasst’:

„Polizeiarbeit als Kantinengespräch: Martin Mosebach hat für den Hessischen Rundfunk einen besonderen Radio-Tatort erdacht. Ohnehin ist es ein Coup des HR, den Schriftsteller als Autor gewonnen zu haben. Aber der Krimi Einen Moment nicht aufgepasst ist weit mehr als ein PR-Erfolg: Er ist klug gebaut, außerdem sehr radiofon erzählt. Und nicht zuletzt nimmt er den Faden der vergangenen HR-Fälle auf.

In denen hat Hauptkommissar Nebe ermittelt, gespielt von Sebastian Blomberg; und der vor zwei Jahren gestorbene Autor Friedemann Schulz hat sie als innere Monologe geschrieben. Dadurch ist man der faszinierend befremdlichen Figur des Kommissars sehr nahe gekommen, außerdem blieben einem Dialoge erspart im Stile von "Wo waren Sie zwischen 19 und 23 Uhr?"

Auch Martin Mosebach erzählt nun auf lohnenden Umwegen - so dass er sich in die Szenen der tatsächlichen Polizeiarbeit nur ein- und dann wieder ausblendet, wie es der Erzählung zuträglich ist. Den größeren Teil des Relevanten erfährt der Hörer über Interpretationen und Rückschlüsse. Und über Tratsch in der Kantine. Das ist unterhaltsamer, als den öden Erklärdialogen manch anderer Radio-Tatorte zuzuhören.

Kommissar Haas, gespielt von Felix von Manteuffel, arbeitet im Dezernat für Wirtschaftsdelikte, nun wechselt er zur Mordkommission. Seine neue trifft sich mit der alten Sekretärin, um zu erfahren, mit wem sie es zu tun haben wird. Haas taucht derweil nicht auf am neuen Arbeitsplatz, weil er noch ein letztes Rätsel lösen will an alter Stelle, über einen Koffer mit brisanten Unterlagen. Der verzweigte und doch ganz konzentrierte Fall weist über sich hinaus. Zu seinen Erhellungen gehört auch der Charakter eines akribischen und souveränen Kommissars.“ (sueddeutsche.de).

Alle Folgen des ARD Radio-Tatorts gibt es als podcast und auch hier:

https://www.ardaudiothek.de/ard-radio-tatort/1998988/alle

GO DIGITAL / Figurentheater Kania

(Andrea)

Antje ist eine begnadete Saengerin, Schauspielerin und Improvisationskuenstlerin. Und weil das so ist, macht sie nun aus der Not eine Tugend und laedt Gross und Klein in ihr Figurentheater bei youtube ein. Dort veroeffentlicht sie nun in loser Folge immer kleine Stuecke und bringt damit Kurzweil in den Hausarrest.

https://youtu.be/2OyBvLJjgUg

GO DIGITAL
 / Ausstellung


(Petra)

Das Liebighaus besuche ich viel zu selten. Dafür ist  jetzt – mit irgendwann mehr Muße – eine tolle Gelegenheit, denn jetzt kommt das Liebighaus zu uns. Also digital, frei Haus. Die BUNTEN GÖTTER haben schon drei Millionen Besucherinnen und Besucher in über 30 Städten weltweit begeistert. Seit Ende Januar ist die Ausstellung - mit neuen Forschungsergebnissen und neuen Rekonstruktionen - als "Golden Edition" nach Frankfurt zurückgekehrt! Mit über 100 Objekten, darunter 60 Rekonstruktionen aus internationalen Museen und dem Bestand des Liebieghauses, die durch komplexe Bemalungen und Veredelungen mit Gold und Edelsteinen beeindrucken. Auf dem Titelbild werden experimentelle Farbrekonstruktionen der Grabstatue der Phrasikleia gezeigt. Ob die wohl wirklich sooo bunt war? Neugierig tauche ich ein.

buntegoetter.liebieghaus.de - Immerzu, für lau

GO DIGITAL / Krimilesung

(Andrea)

Wie ueberall, fallen auch bei Volker Rebell die geplanten Veranstaltungen aus, auch er bastelt an Verschiebungen und Nachholterminen. Hier fuer Zwieschendurch: "Weil auch dieKrimi-Lesung von Lothar Schöne (mit der musikalischen Begleitungdes HuubDutch-Duos) abgesagt werden muss, können nun auch die beidenvorbereiteten Fortsetzungs-Kurzgeschichtender Krimi-Lesung zugänglich gemacht werden, die eigentlich erstfür die nächsteWoche geplant waren, um die Spannung weiter zu steigern. Nach Teil 1 der Leseprobe von Lothar Schöne aus seinemRhein-Main-Krimi „Mona Lisa stirbt im Rheingau“ von der letzten Woche folgen nun auch noch, Teil2: https://youtu.be/Q_ggrL8Fhe4 Teil 3: https://youtu.be/hZWQoxF2v4U"

VORSCHAU - unter Vorbehalt...
Nach Corona: Batschkapp informiert

Wie bei allen Veranstaltern laufen auch in der Gwinnestraße beziehungsweise in den Homeoffices die Leitungen heiß. Ein paar Ausweichtermine gibt es bereits: 

Dazu noch die gute Nachricht, dass alle gekauften Karten UND hier gewonnenen Gästelistenplätze gültig bleiben. Das sind doch gute Nachrichten für den Neuanfang nach der Krise.

Im Mai: Maifestspiele im Staatstheater Wiesbaden

(Martin)

Alle Jahre wieder – wird es Mai und in Wiesbaden sind dann für die Frankfurter_innen ganz nah, kulturelle Highlights als Gastspiele bei den Maifestspielen zu erleben. In diesem Jahr gibt’s viel Schauspiel zu erleben!
Der Vorverkauf hat begonnen und zwei besonderer Leckerbissen – zum einen das Gastspiel des Schauspielhaus Bochum mit ‚Iwanow’ und auch das Maxim-Gorki-Theater mit ‚Anna Karenina oder Arme Leute’ waren rasch ausverkauft. Es lohnt sich dennoch, immer mal wieder auf der Homepage nachzuschauen, ob vielleicht nicht doch noch ein paar Tickets in den Verkauf kommen.

Hier ein zwei Hinweise für Aufführungen, die sich vermutlich lohnen, zu denen man ansonsten weit anreisen müsste und für die es tatsächlich noch Karten gibt!
Für das Konzertprogramm folgen demnächst weitere Empfehlungen.
Donnerstag, 07. Mai: Die Katze und der General - Thalia Theater Hamburg
Sind es es schon zwei Jahre her, dass auch in Wiesbaden der Roman ‚Das achte Leben – Für Brilka’ – ebenso von der Autorin Nino Haratischwili, ebenfalls von der Regisseurin Jette Steckel und auch als Gastspiel des Thalia Hamburg gezeigt wurden? Theaterbilder waren das, die sich eingebrannt haben. Jetzt der neue Roman ‚Die Katze und der General’ vom gleichen Team auf die Bühne gebracht – ein ‚Must-See’!
Die taz schreibt: "Das Beeindruckende an Steckels Regie ist, dass sie nicht nur bei der Gesinnungswandelei, auch in den Liebes-, Freundschafts-, Hoffnungsszenen keine Angst vor Pathos hat." (...) "Weswegen die Produktion immer am Rande der Sentimentalität, durch die Zuspitzung der Situationen auch auf der Kippe zum Lehrstück balanciert, das aber eben schauspielerisch derart brillant, dass der Abend nie kitschig, stets anrührend emotional ist – voller menschlicher wie politischer Wahrheiten."
Dienstag, 19. Mai: Kind von Peeping Tom - Belgien
Peeping Tom ist ein häufig ausgezeichnetes Theaterkollektiv aus Belgien. ‚Kind’ ist der Abschluss einer Trilogie – die ersten beiden Teile waren ‚Vater’ und ‚Mutter’. Das Setting einer Familienausstellung drängt sich auf, nimmt man diese Perspektiven ernst und tatsächlich wird in den Kritiken auch ähnliches geschrieben. „Wie sieht ein Kind die Welt; wie seine innere und wie seine äußere? Wie wird es dabei von seinen Ängsten und Sehnsüchten beeinflusst? Wie verändert sich seine Perspektive, wenn es älter wird? Wie prägen all der Druck und die Zweifel der Jugendjahre seine Bewegungssprache? Und wie beeinflussen die körperlichen Veränderungen die alltäglichen Gesten?“
Diesen Fragen wird nachgegangen in einem viel gelobten ‚Tanz-Theater-Abend’, einem albtraumhaften Tanzwunderland’
Die Neue Presse Hannover schrieb: „Die extremen Bewegungsformen sind ein Markenzeichen von Peeping Tom. Die Gesetze der Schwerkraft werden zuweilen in Frage gestellt, vor dem geistigen Auge sieht man das eine oder andere Rückgrat brechen, oder es gibt einen virtuos abgehackten Tanz, der wirkt wie eine Stroboskop-Sequenz ohne Blitze. Ebenfalls typisch ist die massive Einbindung von Schauspiel, Musik und Live-Gesang, wobei die akustische Ebene zwischen Blues, Wagner und Trash-Rock schwankt. (...) Auch das Publikum wird nun sehr laut, verbreitet bricht sich Begeisterung Bahn. Verständlich, denn einige dieser Bilder – dazu gehören auch die Klangbilder – brennen sich nachhaltig ins Gedächtnis ein.“
Peeping Tom ist tatsächlich eher selten in Deutschland zu sehen. Deshalb sollte man das Gastspiel in Wiesbaden nicht verpassen!

Donnerstag, 7. Mai um 19.30h: Die Katze und der General vom Thalia Theater Hamburg
Dienstag, 19. Mai um 19.30h: Kind von Peeping Tom/Belgien
Beides zu sehen im Rahmen der Maifestspiele im Staatstheater Wiesbaden. Das Staatstheater Wiesbaden ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto (c) Thalia Theater Hamburg


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