28.02.2020
Inhalt: Einweisung ins FORTUNA IRGENDWO / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / ZU GEWINNEN / G E R O L L T E S - über etwas Wichtiges / Zum Abschluss noch etwas über den FSV / Freitag 28. Februar: Barabend im Lucille / Freitag 28. Februar: HACKEDEPICCIOTTO / Freitag 28. Februar - 7. März: »cresc...«Bienale: HUMAN_MACHINE / Freitag 28. Februar: MUSIC DISCOVERY / Ab 13. Februar: FANTASTISCHE FRAUEN, SURREALE WELTEN / Samstag 29. Februar: The Invitation 2020 mit DIE KAMMER, MILA MAR, DELVA / Samstag, 29.Februar
: Vernissage / Samstag 29. Februar: Scotch & Water / Samstag, 29. Februar: FFM/ Half Moon Run / Sonntag, 1. März: Of/ Spuren / Montag 2. März: OUM / Montag, 2. März: 
Flohmarkt und Geburtstag / Montag, 2 . März: Of/ Monsieur Claude und seine Töchter / Dienstag 3. März: Icon for Hire / Dienstag, 3. März: FFM/ Tini / Mittwoch, 4. März: FFM/ The Deadnotes / Donnerstag 5. März: ll Civetto / Donnerstag 5. März: „Inklusion & Vielfalt“, Abendgespräch mit Raúl Aguayo-Krauthausen / Donnerstag 5. März: Weval / Donnerstag 5. März: "Ein KZ mitten in der Stadt" / Donnerstag, 5. März: Of/ Unter Kojoten / VORSCHAU / Freitag, 06. März: The Fe.Male Trail / Freitag, 6. März: 
Finissage / Freitag 6. März: Kirchner Hochtief / Freitag 6. März: METAL VS. AMBIENT / Samstag 7. März: SOULFOOD / Samstag, 7. + Sonntag, 8. März: Engel / Samstag 7. und Sonntag 8. März: 
Konzert / Donnerstag 12. März: Wolf Maahn / Sonntag, 15. März: OF/ Pedelec-Luminale-Tur ***VVK-Start*** / Freitag 20. März: Wer hat Angst vor Virginia Woolf? / Samstag, 21. März: Peter Grimes / Im Mai: Maifestspiele im Staatstheater Wiesbaden / Impressum
Einweisung ins FORTUNA IRGENDWO

Oh man, da habe ich doch glatt die Woche die Pressekonferenz von FORTUNA IRGENDWO verpasst. Was ein für Glück, dass mir Ardi seinen neuen Club schon vor ein paar Wochen exklusiv zeigte. Da war er zwar noch nicht ganz fertig, aber schon der erste Eindruck hat mich begeistert, so wie mich Ardi in seiner Vielfalt auch begeistert.

Ende März geht es los! Unter der Woche gibt es Konzerte und am Wochenende ist das FORTUNA IRGENDWO ein Club. Ich gebe zu, dass ich eigentlich gar nicht mehr in Clubs gehe. Das liegt aber nicht daran, dass ich keine Lust dazu habe, sondern daran, dass mir Konzepte & Einrichtungen der Clubs oft nicht gefallen. Wo ich hingegen immer sehr gerne hingegangen bin, waren die LAZY. Partys an den Schwedlersee. Leider gibt es die dieses Jahr nicht mehr, umso mehr freue ich mich, dass Pedo, einer der LAZY. DJs auch im FORTUNA IRGENDWO auflegen wird.

Und ich bin natürlich auf die Konzerte gespannt, denn Ardi hat einen sehr guten Musikgeschmack. So habe ich eben entdeckt, dass am 3. Juni der großartige und virtuose Roy Ayers im FI spielen wird. Ihn habe ich vor Jahren in der Alten Oper gesehen. Ein fantastischer Vibraphonist!

Wir dürfen also alle sehr gespannt sein, auf das FORTUNA IRGENDWO – natürlich im Ostend, natürlich auf der Hanauer!

Gespannt bin ich auch auf heute Abend: Die Eintracht spielt gegen Salzburg. Eigentlich sollte das Spiel ja gestern sein, das musste aber wegen Sturm abgesagt werden. Jetzt findet es heute um 18:00 Uhr statt. Ich werde also direkt nach der Chorprobe ins Gemalte Haus radeln und hoffe sehr, dass die Eintracht gewinnt und ich nicht wieder in einen Schneesturm gerate.

Ach und noch eine Sache zum Schluss: Sollten sich hier unter den Leserinnen (richtig gelesen: kleines „i“ = weibliche Ansprache) Eintracht Fans befinden, so bitte ich um eine kurze Email. Ich hätte da eine besondere Einladung für Euch :-)

So, jetzt muss ich los.

Lebt wild!

Daniela

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

Vielen Dank an meine Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün und Uwe Schwöbel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
(Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr).
Wenn Du eine Rechnung benötigst, dann schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

ZU GEWINNEN

Antworten für die folgenden Tickets bitte an schwoebke@aol.com
Die Gewinner*innen werden von Uwe benachrichtigt

1 x 2 Gästelistenplätze für Oum am 02.03 in der Brotfabrik. Wo wurde Oum geboren? Einsendeschluss 29.2. 12:00 Uhr

1 x 2 Gästelistenplätze für ICON FOR HIRE am 03.03 im Zoom. Wie heißt die erste Single der Band? Einsendeschluss 29.2. 12:00 Uhr

1 x 2 Sitzplatzkarten und 1x2 Stehplatzkarten für FSV – Gießen am 06.03. Frage: Wie spielte der FSV gegen Saarbrücken? Einsendeschluss 2.3. 20:00 Uhr

1 x 2 Gästelistenplätze für Wolf Maahn am 12.03 in der Brotfabrik. Welcher Verein belegte einen Fan nach rassistischer Beleidigung mit einer Stadionsperre? (siehe GEROLLTES)
Einsendeschluss 2.3. 20:00 Uhr

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de  (Die Gewinner*innen werden von Andrea am Aschermittwoch benachrichtigt)

2 x 2 Gästelistenplätze für "Monsieur Claude und seine Töchter" am Montag, 2. März im Capitol Offenbach. Die Gewinnfrage lautet: "Katzbach" hieß eines der KZ-Außenlager in Frankfurt, in welchem Stadtteil war es?

2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von TINI am Dienstag, 3. März, in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Welches Konzert empfiehlt Uwe am 5.März?

2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von The Dead Notes am Mittwoch, 4. März, im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Worum geht es in dem Gespräch mit Raúl Aguayo-Krauthausen am 5. März (Titel der VA reicht ;-))?  

2 x 2 Gästelistenplätze für Unter Kojoten am Donnerstag, 5.März, in der Alten Schlosserei. Die Gewinnfrage lautet: Am 15.März geht es mit Ida wie durch die Nacht?

G E R O L L T E S - über etwas Wichtiges

(Uwe)

Wenn vor einem Fußballspiel einer verstorbenen Vereinslegende des Heimvereins oder Opfern von Anschlägen gedacht wird, sollte jede(r) einfach mal ruhig sein, stillhalten und am Ende klatschen. Soviel Anstand sollte man/frau mitbringen, zumal das wertvolle Gedenken in der Regel nicht länger als eine Minute dauert (wie es die Bezeichnung „Gedenkminute“ selbst dem Dümmsten erklärt). Klappt in Anbetracht der Tatsache, wie viele Menschen in ein Fußballstadion passen, eigentlich überraschend häufig, aber leider nicht immer. Dann nicht, wenn sich ein paar Trottel finden, die aus purer Boshaftigkeit, Trunkenheit oder sonstigen Gründen die Ruhe stören. Das ärgert den normalen Fan im Stadion, den Fernsehzuschauer, den DFB und die beteiligten Vereine, zu deren Anhängerschaft diese Schmocks (Jiddisch:  unangenehme Menschen) zählen. Die Fans der Eintracht bewiesen vor rund einer Woche beim Euro League-Spiel gegen RB Salzburg Klasse und zeigten den widerlichen Störern lautstark, dass sie mit denen, die das Gedenken an die Opfer von Hanau störten, nichts zu tun haben wollen. Gut so!
 
Auch künftig müssen die „normalen“ Fans, also die klare Mehrheit im Stadion, den Vereinen dabei helfen, Täter zu identifizieren, damit diese sanktioniert werden können. So geschehen beispielsweise kürzlich bei einem Spiel von Preußen Münster. Der Club sperrte einen durch andere Fans überführten "Fan" für drei Jahre, nachdem dieser den Würzburger Spieler Kwadwo mit "Affenlauten" beleidigte. Die Polizei leitete weitere Ermittlungen ein, es erfolgte eine Anzeige wegen Volksverhetzung. Auch die Verbände regeln den Umgang mit Diskriminierung und Rassismus durch Spieler (§23) und Vereine (§40).  In der Strafordnung legt der Hessische Fußballverband für seine Wettbewerbe zum Beispiel fest: "Ein Verein, dessen Spieler, Vereinsverantwortliche oder Anhänger öffentlich die Menschenwürde einer anderen Person durch herabwürdigende, diskriminierende oder verunglimpfende Äußerungen in Bezug auf Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion, sexueller Orientierung oder Herkunft verletzt oder sich auf andere Weise rassistisch und/oder menschenverachtend verhält, wird mit Geldstrafe von nicht unter € 150,- und beim ersten Vergehen mit Punktabzug von 3 Punkten und beim zweiten Vergehen von 6 Punkten bestraft. Bei einem weiteren Vergehen erfolgt die Versetzung in eine tiefere Spielklasse ... in Spielen des Hessenpokals wird die entsprechende Mannschaft zusätzlich von dem Wettbewerb ausgeschlossen." Spieler werden in solchen Fällen selbstverständlich gesperrt.
 
Mir ist eine konsequente Umsetzung der Sanktionen für Vereine bisher nicht wirklich bekannt. Hier beginnt sowieso gerne die Diskussion über Kollektivbestrafungen, deren Ursache im Verhalten von Wenigen liegt, aber von vielen ausgebadet werden muss. Am Ende hilft der Schutz der Täter durch die Masse der Masse also nicht. Aufstehen und dem Nebenmann/der Nebenfrau die Meinung sagen und den Verstoß melden, ist also die bessere Alternative als still zu bleiben. Das ist aber nicht nur im Stadion so, sondern überall. Nicht immer erreicht man den Mitmenschen durch eine Ansprache, weil es so ist, wie es ein Sparkassendirektor einmal sagte, dem ich auf einer Dienstreise begegnete „es kann nur entwickelt werden, was auch belichtet ist", versuchen sollte man/frau es aber. Denn es ist so, wie es Nationalspieler Antonio Rüdiger neulich in einem Interview sagte: "Du bist Mitläufer, wenn Du schweigst. Manche Leute können scheinbar damit leben - dann haben wir verloren."

Zum Abschluss noch etwas über den FSV

Leider ging das Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Saarbrücken knapp verloren. Das vermieste Teilen des Vereins aber nicht die Fastnacht, denn sonntags beteiligten sie sich (wie auf der Bernemer Kerb) mit einem Wagen am großen Frankfurter Umzug. Am Samstag reist der FSV zu Bayern Alzenau. Die Unterfranken spielen in der Regionalliga Süd-West mit, weil die Wege in der Regionalliga Bayern ungleich weiter wären. 

Freitag 28. Februar: Barabend im Lucille

(Daniela)

Ich liebe das LUCILLE auf der Friedberger Landstraße 100. Es ist ein so wunderschöner Laden, Julia & Mehran sind so liebevolle Gastgeber*innen und Mehran dazu auch noch so ein verdammt guter Koch.

Das Lucille ist ein Kaffeehaus mit Frühstück, Mittagstisch, selbstgebackenen Kuchen, hausgemachten Limonaden u.v.m.

Jeden Donnerstag und Freitag gibt es bei ihnen einen Tapas Abend.

Ich bin zwar heute Abend erst zum Fußballschauen in Sachsenhausen, aber dann schaue ich auf jeden Fall noch bei den beiden vorbei.

Lucille
Friedberger Landstraße 100, Frühstück & Mittagessen bis 15:00 Uhr
Di-So 10:00-01:30 Uhr. Für Feiern und Veranstaltungen auch außerhalb der Öffnungszeiten buchbar.

Freitag 28. Februar: HACKEDEPICCIOTTO

(Uwe)

Gründungsmitglied von „Einstürzende Neubauten“ trifft Mitbegründerin der „Love Parade“. Das würde ich persönlich durchaus in die Kategorie legendär einstufen: „Hackedepicciotto sind Alexander Hacke und Danielle de Picciotto. Danielle de Picciotto zog 1987 nach Berlin, um die Leadsängerin der Band "Space Cowboys", Mitbegründerin der Love Parade, Musikerin bei Crime & The City Solution, Mitinitiatorin des Ocean Clubs mit Gudrun Gut und seit 2001 die Gangsterbraut in Alexanders Abenteuern zu werden. Alexander Hacke ist Gründungsmitglied und Bassist von Einstürzende Neubauten. Das im Jahr 2006 verheiratete Künstlerpaar hat seit fast zwei Jahrzehnten kreativ mit unzähligen internationalen Projekten kollaboriert und veröffentlicht regelmäßig eigene Kompositionen. "The Current" ist das vierte Album, das hackedepicciotto seit ihrem Entschluss im Jahr 2010 Nomaden zu werden aufgenommen hat. Es ist das bisher kraftvollste Album. Nachdem sie für ihre früheren Alben „Perseverantia“ und „Menetekel“ langsame und schwere Drones komponiert haben, bewegt sich ihr neues Album schneller und energischer. Alexander Hackes Verbindung zu den Einstürzenden Neubauten ist in vielen rhythmischen Tracks zu spüren. „Wir hatten das Bedürfnis, percussive Elemente und ungewöhnliche elektronische Klänge einzubeziehen, um einen starken Energiefluss zu erzeugen.“ Der klassische Hintergrund von Danielle de Picciotto ist ebenfalls prominenter geworden. Glorreiche Chöre und Violinen Harmonien fließen durch das Album und verleihen ihm einen fast symphonischen Klang. Das Künstlerpaar nennt seine Musik "cinematic-drone" und Ihr Album klingt wie der Filmtrack eines apokalyptischen Spielfilms der hoffentlich ein glückliches Ende hat.“
 
THE CAVE
Brönnerstraße 11, leider nicht barrierefrei
Beginn 20 Uhr
Tickets: VVK 16 Euro zzgl. Gebühren
Foto: Danielle de Picciotto

Freitag 28. Februar - 7. März: »cresc...«Bienale: HUMAN_MACHINE

(Daniela)

Heute startet die »cresc...«Bienale:
" Beim Festival »cresc...« bündeln alle zwei Jahre hochklassige Kulturinstitutionen der Region ihre Kräfte. Aus der Initiative des Kulturfonds Frankfurt RheinMain hervorgegangenen und von Ensemble Modern und hr-Sinfonieorchester Frankfurt veranstaltet, stellt »cresc...« auch in seiner 5. Ausgabe im Frühjahr 2020 ein breites Spektrum künstlerischer Ansätze, Positionen und Perspektiven in der Auseinandersetzung mit der Gegenwart vor. Mit dem Thema HUMAN_MACHINE steht diesmal das Verhältnis von Mensch und Technologie im Mittelpunkt, das durch das steigende Tempo technologischer Entwicklung zu einem Gegenstand utopischer ebenso wie alarmistischer Narrative geworden ist.

Alle Termine, Programme und Kartenpreise des Festivals »cresc…« findet ihr hier: www.cresc-biennale.de

Freitag 28. Februar: MUSIC DISCOVERY

(Daniela)

Die Begegnung verschiedener musikalischer Welten ist das Markenzeichen des »Music Discovery Project« des hr-Sinfonieorchesters. Ungewohnte Kontraste und Mischungen zwischen Klassik und Pop, Orchester und Elektronik stehen hier im Fokus. Zum Auftakt der cresc... Biennale für aktuelle Musik treffen diesmal im Spannungsfeld des Festivalthemas HUMAN__MACHINE die sphärischen Klänge des Theremins – eines der ersten elektronischen Musikinstrumente – auf die rhythmischen Kräfte des Rap und reichhaltige Orchesterfarben. Gäste des Musikevents sind die Theremin-Virtuosin Carolina Eyck, die dem 1920 entwickelten Vorläufer des Synthesizers ohne direkte Berührung geisterhafte Klangpatterns entlockt sowie die deutsche Rap-Legende Samy Deluxe. Gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester garantieren sie ein packendes »MaschinenWerk« voll grooviger Energie, Vokal-Akrobatik und satten Beats.

Jahrhunderthalle. Tickets hier.
Foto: Janik Zebrowski

Ab 13. Februar: FANTASTISCHE FRAUEN, SURREALE WELTEN

(Daniela)

Vom 13. Februar bis zum 24. Mai zeigt die SCHIRN: FANTASTISCHE FRAUEN. SURREALE WELTEN VON MERET OPPENHEIM BIS FRIDA KAHLO

Ich bin sehr gespannt auf die Ausstellung. Schaut mal im Schirn Magazin nach. Da gibt es sehr viele Hintergrundinfos, Filme, Audioguides etc...

"Göttin, Teufe­lin, Puppe, Fetisch, Kind­frau oder wunder­ba­res Traum­we­sen – die Frau war das zentrale Thema surrea­lis­ti­scher Männer­fan­ta­sien. Künst­le­rin­nen gelang es oftmals nur als Part­ne­rin oder Modell, in den Kreis rund um den Grün­der der Gruppe der Surrea­lis­ten André Breton einzu­drin­gen. Aller­dings zeigt sich bei genaue­rer Betrach­tung, dass die Betei­li­gung von Künst­le­rin­nen an der Bewe­gung wesent­lich größer war als allge­mein bekannt und darge­stellt.

Die SCHIRN präsen­tiert nun erst­mals in einer großen Themen­aus­stel­lung den weib­li­chen Beitrag zum Surrea­lis­mus. Was die Künst­le­rin­nen von ihren männ­li­chen Kolle­gen vor allem unter­schei­det, ist die Umkehr der Perspek­tive: Oft durch Befra­gung des eige­nen Spie­gel­bilds oder das Einneh­men unter­schied­li­cher Rollen sind sie auf der Suche nach einem neuen weib­li­chen Iden­ti­täts­mo­dell. Auch mit dem poli­ti­schen Zeit­ge­sche­hen, der Lite­ra­tur sowie außer­eu­ro­päi­schen Mythen und Reli­gio­nen setz­ten sich die Surrea­lis­tin­nen in ihren Werken ausein­an­der. Mit rund 260 beein­dru­cken­den Gemäl­den, Papier­ar­bei­ten, Skulp­tu­ren, Foto­gra­fien und Filmen von 34 inter­na­tio­na­len Künst­le­rin­nen bildet die Ausstel­lung ein viel­fäl­ti­ges stilis­ti­sches und inhalt­li­ches Spek­trum ab. Neben berühm­ten Frauen wie Louise Bour­geois, Frida Kahlo oder Meret Oppen­heim sind zahl­rei­che unbe­kannte, aufre­gende Persön­lich­kei­ten wie Alice Rahon oder Kay Sage aus mehr als drei Jahr­zehn­ten surrea­lis­ti­scher Kunst zu entde­cken.

Eine Ausstel­lung der SCHIRN KUNST­HALLE FRANK­FURT in Koope­ra­tion mit dem Loui­siana Museum of Modern Art, Humlebæk.

Alle Informationen zu Tickets, Führungen etc. hier.

Samstag 29. Februar: The Invitation 2020 mit DIE KAMMER, MILA MAR, DELVA

(Uwe)

Das Montez wird auf alle Zeiten meine Lieblingslocation sein. Dort heiratete ich und die eigene Hochzeit ist eben ein unschlagbarer Event. Jetzt lädt das Indie-Folk-Orchester Die Kammer dorthin zu ihrem Akustik-Festival ´The Invitation´ ein. Neben Die Kammer selbst werden die Klangkünstler von Mila Mar dabei sein, sowie die Folk- & Weltmusikformation DELVA aus München.  „Die Kammer“ ist eine Indie-Folk Band der Musiker Marcus Testory und Matthias Ambré. Standardbesetzung – neben den beiden Protagonisten – ist das sechsköpfige Alternative-Orchester – bestehend aus Cello, Viola, Violine, Tuba, Bass und Drums. Ambré/Testory treten aber auch als Duo oder in anderen Besetzungen in Erscheinung. Ihre vornehmlich englischsprachigen Songs erzählen skurrile und morbide Geschichten die von Melancholie, Vergänglichkeit und Tod, aber auch von unbeirrbarer Freude und Lust am Leben geprägt sind. In den Narrativen finden sich oft feiner Sarkasmus und subtile Gesellschaftskritik, sowie autobiografische Erfahrungen und persönliche Erlebnisse. Mila Mar: Mit eigener Sprache, treibenden Rhythmen, orchestral - melancholisch inszeniert, schaffen die vier KünstlerInnen einen unverwechselbaren Klang, der vermuten lässt das Eismeer läge im Orient. Wer sich weder Urlaub in ferne Länder, noch halluzinogene Drogen leisten kann oder will, der findet erfüllenden Ersatz in der Musik von MILA MAR.Orientalische Synthesizerklänge, irische & indische Flöten, Geige, afrikanische Djembe, Schlagzeug & der ungewöhnlich vielseitige Vier-Oktaven-Gesang von Anke Hachfeld erzählen archaische Geschichten - seelenhaft & ganz ohne verständliche Worte. Die Band DELVA aus München um die Schwestern Johanna und Judith Krins und den Gitarrist Michael Löwe vereint in ihrem Stil die hoffnungsvolle Melancholie des irishfolk, die Nachdenklichkeit des Liedermacher und die Energie aus Rock- und Weltmusik. Das Geheimnisvolle und Unterbewusste, verworrene Lebenswege und die Suche nach Beständigkeit sind der lyrische Gegenstand der Gruppe, die ihren stilistischen Horizont stets zu erweitern sucht
 
KUNSTVEREIN FAMILIE MONTEZ
Honsellstraße 7, barrierefrei
Beginn: 19 Uhr
Tickets: VVK 35 Euro zzgl. Gebühren
Foto: Dani Vorndran

Samstag, 29.Februar
: Vernissage

(Petra)

Das Glück: wer sucht es nicht? Vielleicht findet Ihr es heute in Darmstadt, denn hier wird es gezeigt – in vielen Facetten. 54 Jugendliche machten sich auf den Weg in 22 Künstlerateliers, um dem Glück in der Kunst auf die Spur zu kommen und Werke für eine Ausstellung auszusuchen, die an zwei Orten parallel gezeigt wird: im Kunsthaus in Wiesbaden und im Atelierhaus in Darmstadt. Die von den Jugendlichen kuratierten Werke sind so verschieden und individuell, wie die dahinterstehenden künstlerischen Positionen der beteiligten Künstler*innen. Die für die Auswahl verantwortlichen Schüler*innen kommen aus einer Gesamtschule, einer Förderschule und einem Gymnasium. So setzt das Projekt „Glück“ auch ein Zeichen für Vielfalt und Inklusion in der bildenden Kunst. Neben der Ausstellung dürfen die Besucher sich über einen begleitenden Film freuen, in dem die Jugendlichen ihre Beweggründe und Auswahlkriterien zur Sprache bringen.



GLÜCK – Vernissage
Atelierhaus Darmstadt Riedeselstraße, Riedeselstraße 15, Darmstadt
Uhrzeit: 17 -19 Uhr, Eintritt: frei, barrierefrei: k. A

Samstag 29. Februar: Scotch & Water

(Uwe)

Ich liebe es, Tourpläne von Künstlern zu lesen. In welchen Städten spielen sie? wie weit sind die Wege dazwischen? gibt es Pausen? kenne ich die Locations? etc. Scotch & Water sind vom 26.02 (Aschermittwoch) bis 08.03 unterwegs und spielt nach Bochum – München – Stuttgart am vierten Abend in der Frankfurter Brotfabrik.  Danach geht es nach Langenberg im Kreis Gütersloh. Die Städte danach sind dann wieder groß und bundesweit bekannt. Die junge Alternative/Indie-Band aus Hamburg schreibt über sich: „Music helps you find inner peace – even in tough situations. You choose the right music for your specific condition. While listening to Scotch & Water you better be in an old trailer driving through a foggy and abandoned forest – just as lonely as you can be. Take your time, inhale, exhale, release the weight from your shoulders. These songs are about brutal honesty and restrained hopefulness.“ . Die EP heißt Never Enough, Always Too Much, darauf findet sich handgemachte Musik mit der schönen Stimme Samira Christmann. Die Band läuft als Quintett auf dem Bild sieht man aber nur vier. Neben Bassist, Gitarrist und Drummer ist Produzent und Toningenieur Dennis Bajer wohl ein vollwertiges Bandmitglied.
 
Brotfabrik
Bachmannstr. 2-4, leider nicht barrierefrei
Beginn: 20 Uhr
Tickets: VVK: 12 € + Service- und VVK-Entgelt
Foto: Bjoern Weinbrandt

Samstag, 29. Februar: FFM/ Half Moon Run

(Andrea)

Nett sehen sie aus, die Herren von „Half Moon Run“ aus Montreal mit ihrem vielschichtigen Indie-Rock. Vorzuweisen haben sie zwei Studioalben mit Gold- und Platinstatus und ihr Sound ist mitreißend und doch melancholisch, zarte Gitarrensounds treffen auf Elektronikeinflüsse. In Kanada gelten sie jetzt schon als eine der aufregendsten musikalischen Vertreter ihres Genres. Mal reinhören? Bitteschön: https://www.youtube.com/user/halfmoonrunning

Batschkapp
Gwinnerstraße
Frankfurt
Barrierefrei

Sonntag, 1. März: Of/ Spuren

(Andrea)

"Zwischen September 2000 und April 2007 wurden acht Männer mit türkischem Migrationshintergrund, ein griechischstämmiger Mann sowie eine deutsche Polizistin ermordet. Die Ermittlungen wurden zunächst ausschließlich im Umfeld der nicht-deutschen Opfer mit Verdacht auf Drogenhandel und organisierte Kriminalität geführt. Die Familien der Ermordeten wurden so ein weiteres Mal zu Opfern, diesmal von vorurteilsvoller Stigmatisierung. Nach einem gescheiterten Bankraub führte die Spur schließlich zu der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Nach dem Suizid der beiden Haupttäter begann 2013 der Prozess gegen die einzige Überlebende des NSU-Trios, Beate Zschäpe, sowie vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer. Er endete 2018 mit zu milden Strafen für die Mitangeklagten; ungeklärte Fragen ließen die Angehörigen der Opfer enttäuscht und desillusioniert zurück. Spuren – das sind nicht nur die Hinweise, die Verbrecher am Tatort hinterlassen, sondern auch die Verletzungen und Narben, die ihre Taten bei den Angehörigen der Opfer, in den migrantischen Gemeinschaften und in der gesamten deutschen Gesellschaft verursachen. In ihrem Dokumentarfilm begibt sich Regisseurin Aysun Bademsoy auf die Suche nach diesen Spuren und stellt dabei die Frage, welcher Prozess diese Verletzungen überhaupt heilen könnte. Spuren ist ein vielschichtiger Dokumentarfilm, der das Scheitern von Ermittlern und Justiz beleuchtet – und den Angehörigen der Opfer eine Stimme gibt. (Text: salzgeber.de)(Foto: Familie Şimşek) Spuren - Die Opfer des NSU. Aysun Bademsoy, Deutschland 2019, 81 Min., ab 12 Jahre Trailer https://youtu.be/jOrQ8zDL4mA
Schade, dass ich gerade erkältungsbedingt in Quarantäne bin, sonst würde ich mir den Film heute anschauen. 17 Uhr im Hafenkino.

Hafenkino im Hafen 2
Nordring 129
Offenbach
Barrierefrei

Montag 2. März: OUM

(Uwe)

Die in Casablanca geborene Oum El Ghaït Ben Essahraouis, kurz Oum, ist eine sehr interessante Künstlerin. Nach „Soul of Morocco“ und „Zarabi“ hat sie mit „Daba“ ihr drittes Album veröffentlicht. Ausgedacht in ihrer Heimatstadt, konzipiert in Paris, aufgenommen in Berlin – allein das dokumentiert schon den kosmopolitischen Geist der Singer/Songwriterin und hinter ihren Liedern. Für Oum galt es, die ganzen Erfahrungen der Vergangenheit im Hier und Jetzt (dafür steht auch der Albumtitel) zu reflektieren und parallel traditionelle arabische Elemente sowie die Musik der Westsahara mit der zeitgenössischen Ästhetik von Soul, Jazz und elektronischer Musik zu vermischen. „Tradition im Widerhall der Moderne“ hieß es im NDR dazu.
 
Brotfabrik
Frankfurt, Bachmannstr. 2-4, leider nicht barrierefrei
Beginn: 20 Uhr
Tickets: VVK: 26 EUR plus Gebühren
Foto: Pressefoto

Montag, 2. März: 
Flohmarkt und Geburtstag

(Petra)

Der wunderbare Unverpackt-Laden gramm.genau auf der Adalbertstraße feiert Einjähriges. Der Mini-„Konsumtempel“ für nachhaltige Produkte ist eine kleine Schatzkammer, denn die Verkaufsfläche ist wirklich sehr klein (da ist ja auch noch der Cafébetrieb) und man muss einfach den Mut haben nachzufragen. Das supernette Team erzählt dann mit Begeisterung mehr von seinen Produkten. Das funktioniert prima. Heute wird auf jeden Fall der einjährige Geburtstag gefeiert – und Frohmarkt feiert seinem Nachtflohmarkt mit. Und leckere Getränke und Musik gibt es noch dazu. Ideal zum Feierabend.

gramm.genau, Nachtflohmarkt und Einjähriges
Ort: gramm.genau, Adresse: Adalbertstraße 11
Uhrzeit: 20 – 23 Uhr, Eintritt: frei, barrierefrrei: ja

Montag, 2 . März: Of/ Monsieur Claude und seine Töchter

(Andrea)

Die Geschichte ist ein köstlicher Saß und kommt heute als Theateradaption auf die Bühne: „Monsieur Claude und seine Töchter“ in einer Inszenierung des Münchner a.gon Theaters. Ab 19.30 Uhr gibt es im Capitol Theater auf sympathische und humorvolle Weise Denkanstöße für Toleranz und ein friedliches Miteinander. Die Hauptrolle des Monsieur Claude hat der bekannte ZDF-Star Michel Guillaume (bekannt aus der Serie „SoKo München“) übernommen. Claude ist Notar, stockkonservativer Gaullist und erzkatholisch. Er hat vier erwachsene Töchter. Drei davon ehelichen zu Claudes Leidwesen Männer, die zwar Franzosen, aber allesamt keine Katholiken sind. Adèle ist mit dem erfolglosen jüdischen Geschäftsmann Abraham verheiratet, Isabelle hat sich den Muslim Abderazak ausgesucht und Michelle wurde die Frau des Bankers Chao Ling. Claudes letzte Hoffnung ruht auf Laura, seiner jüngsten Tochter. Und so ist er entzückt, als Laura ankündigt, sie werde den katholischen Schauspieler Charles heiraten – zumindest so lange, bis er den vierten Schwiegersohn zu Gesicht bekommt…

Capitol Theater
Goethestraße
Offenbach
Barrierefrei

Dienstag 3. März: Icon for Hire

(Uwe)

Die Band hat einen Tourneeplan für ihre Europatour, die durch schönste Städte führt. Gerne würde ich ihnen hinterherreisen: St. Petersburg, Helsinki, Stockholm, Kopenhagen, Amsterdam, Warschau, Budapest, Wien, Zürich und Mailand. Dazwischen einige deutsche Städte inklusive Frankfurt. Hoffentlich können sich Musiker und Crew etwas von den Städten anschauen und sitzen nicht nur in Bus, Hotel oder Konzerthalle. Musik machen Icon for Hire natürlich auch: Sie sind bekannt für einen Punk/Hard-Rock-Sound, in den Pop- und Nu-Metal-Einflüsse eingearbeitet wurden; sind also breit aufgestellt und nennen als größte Einflüsse Linkin Park und Pantera. Gegründet wurde Icon for Hire Gesang
Ariel Bloomer und Shawn Jump 2007, das erste Album ist aus 2011, die erste Single hieß  Make A Move und das Lied soll auch der Anspieltipp sein.
 
Zoom
Frankfurt, Brönnerstraße 5-9, leider nicht barrierefrei
Beginn: 21 Uhr
Tickets: VVK: 18 EUR plus Gebühren
Foto: Pressefoto

Dienstag, 3. März: FFM/ Tini

(Andrea)

TINI, geboren als Martina Stoessel, ist eine argentinische Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin. Ihre Songs heißen "Recuerdo", "Oye" oder "Fresa" und sind gute produzierte Popsongs. Ihre Konzerte sind spektakuläre Show-Ereignisse, die weltweit zunehmend mehr Fans begeistern: Allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkaufte Tini bei ihrer letzten Tournee über 150.000 Tickets. Kein Wunder also, dass sich die internationale Presse inzwischen mit Lobeshymnen überschlägt. Heute ist die Latina live in der Batschkapp zu erleben.

Batschkapp
Gwinnerstraße
Frankfurt
Barrierefrei

Mittwoch, 4. März: FFM/ The Deadnotes

(Andrea)

Jung, wild und reflektiert. Einen Song über Depression, aber auch Courage haben die Freiburger Jungs im Gepäck. "The Deadnotes stehen niemals still. Nach ihren bisher erfolgreichsten Single Releases „Makeup“ und „Cling to You“, über 500 gespielten Shows in 25 Ländern und Supporttouren mit Größen wie Leoniden, Itchy und Adam Angst, präsentiert die Band ihr neues Album, das auf dem bandeigenen Label “22Lives Records” erscheint, live auf der “Courage” Tour. Beginn 21 Uhr

Nachtleben
Kurt-Schumacher-Straße
Frankfurt
Nicht barrierefrei

Donnerstag 5. März: ll Civetto

(Uwe)

Die Berliner Band Il Civetto singt auf ihrem neuen Album in Englisch, Deutsch und Französisch. Das kenne ich in der Kombination eigentlich nur von meinem All-Time-Favoriten Stephan Eicher. Auf ihrer Homepage schreiben die vier Berliner über sich: „Ein bunter Musikmix für die Welt ... Experimente sind nicht nur erlaubt, sondern erwünscht sprachlich wie musikalisch …. 2010: Spontan-Auftritt in der U-Bahn, plötzlich tanzt der Waggon und einer der Fahrgäste bucht die Band für eine Party … Inzwischen hat il Civetto mehr als 250 Konzerte gegeben in Deutschland, Österreich, Dänemark, Niederlande oder der Türkei … Auf der Bühne wird aus Akustik-Gitarre und Bass, Ukulele, Klarinette, Saxophon und einem selbst zusammengestelltes Percussion-Set mit Cajon, Bongos, Djembe, Snare-Drum und Cowbell immer wieder aufs Neue Musik mit einem ganz eigenen Sound. Latino-Leidenschaft trifft auf orientalische Mystik“.
 
Brotfabrik
Frankfurt, Bachmannstr. 2-4, leider nicht barrierefrei
Beginn: 20 Uhr
Tickets: VVK: 13 EUR plus Gebühren
Foto: Pressefoto

Donnerstag 5. März: „Inklusion & Vielfalt“, Abendgespräch mit Raúl Aguayo-Krauthausen

(Daniela)

Ich freue mich auf diesen bestimmt sehr spannenden Abend!

„An Inklusion kommt niemand vorbei!“ Dies ist spätestens seit 2008 so. Da hat die UN-Behindertenrechtskonvention „Inklusion“ als Menschenrecht für Menschen mit Behinderungen erklärt. Inklusion bedeutet „Enthalten sein“ und heißt, dass alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Doch was heißt das? Was braucht es, dass Inklusion gelingen kann? Wo gelingt sie? Wo nicht - und weshalb nicht? Warum haben so viele Berührungsängste mit Menschen, die eine Behinderung haben? Wie kann man und frau sie überwinden? Was können wir alle tun, damit „Inklusion“ zu einem Thema im positiven Sinne wird und so, dass sie „gelebt“ wird und keiner mehr von ihr spricht, weil sie einfach „normal“ ist?!

Diesen Fragen widmet sich die IGS Nordend in ihrer ersten Veranstaltung innerhalb der Veranstaltungsreihe „Abendgespräche“  und freut sich auf ihren Gast Raúl Aguayo-Krauthausen.  Krauthausen ein in Berlin lebender deutscher Aktivist für Inklusion und Barierrefreiheit, Gründer der Sozialhelden, studierter Kommunikationswirt und Design Thinker, der sich für unterschiedliche soziale Projekte einsetzt und selbst einige Projekte ins Leben gerufen hat. Er hat Osteogenesis imperfecta, ist auf einen Rollstuhl angewiesen und setzt sich ganz gezielt ein für Inklusion. Er möchte aufmerksam machen auf das, was gelingt, aber auch Augen und Ohren öffnen für jenes, was sich noch ändern muss. Mit Raul Krauthausen werden Schüler*innen mit und ohne Behinderung, Eltern, Lehrer*innen und alle an Inklusion Interessierten im Abendgespräch miteinander sprechen, reden, diskutieren, gebärden, hinschauen und hautnah erleben, wenn der Gebärdenchor der IGS Nordend die Veranstaltung eröffnet. Nicht nur die Gäste, auch die Besucher*innen kommen zu Wort, und vielleicht lassen sich alle inspirieren, denn „An Inklusion kommt niemand vorbei!“.

19.00 Uhr bis 21.00 Uhr
in der Aula des Günthersburggebäudes, barrierefreier Zugang

Donnerstag 5. März: Weval

(Uwe)

Die beiden Holländer Harm Coolen und Merijn Scholte Albers machen unter dem Namen Weval modernen Wohlfühl-Indieelectro. Auf Spotify verzeichnete ihr Song „Gimme Some“ bereits rund 11.500.000 Abrufe. Das ist durchaus beachtlich. Im letzten Jahr veröffentlichten sie mit „The Weight“ als ein neues Album. Ein verifizierter Käufer schrieb über die Platte bei Amazon: „… "The Weight" ist ein sehr gelungenes Album und sollte vor allem Freunde von etwas ruhigerer elektronischer Musik (z.B. Moby, Moderat, ...) ansprechen. Ich würde das ganze vielleicht als Ambient-Music mit Song-Charakter beschreiben. Von Effektgeräten verfremdete Stimmen geben einen recht eingängigen Refrain bzw. das markante melodische Element vor. Dazwischen und daneben gibt es allerhand … Spielereien aus den Synthesizern. Analog eingespieltes Schlagzeug sorgt für Groove und einen geerdeten Sound.“
 
ZOOM

Frankfurt, Brönnerstr. 5-9, leider nicht barrierefrei
Beginn: 21 Uhr
Tickets: VVK 18€ zzgl. Gebühren
Foto: Bibian Bingen

Donnerstag 5. März: "Ein KZ mitten in der Stadt"

Das Galluszentrum macht immer sehr gute Veranstaltungen.
Heute laden sie zum einem Film- und Diskussionsabend mit dem Titel  "Ein KZ mitten in der Stadt" ein.

Im August 1944 wurde auf dem Gelände der Adlerwerke im Frankfurter Stadtteil Gallus ein KZ-Außenlager mit dem Decknamen „Katzbach“ in Betrieb genommen.
1600 Häftlinge - vor allem aus Polen - erlitten hier unbeschreibliche Qualen. Nur wenige von ihnen überlebten.
Dieser Teil der Stadtgeschichte wurde in der Nachkriegszeit schnell verdrängt.

Die verschiedenen Filme nähern sich dem Schrecken an. Das besondere ist, dass auch Filme von Schuler*innen des Goethe Gymnasiums zu sehen sind.
Angeleitet wurden sie von Medienpädagog*innen und Filmemacher*innen des Gallus Zentrums. Sie zeigen einen jungen sowie informativen Blick auf ein Thema,
an das zu erinnern auch für unsere Zukunft von Bedeutung ist.

  • Interview mit Andrzej Branecki (einem der letzten Überlebenden)
  • Filme von Schüler*innen (Goethe Gymnasium/Gallus Zentrum)
  • Interview mit Lothar Reininger (letzter Betriebsratsvorsitzender der Adlerwerke).

Beginn 19.00 Uhr
Gallus Zentrum, Krifteler Str. 55, 60326 Frankfurt, barrierefrei

Donnerstag, 5. März: Of/ Unter Kojoten

(Andrea)

Yee-haw! Im Llano Estacado verbreitet eine Verbrecherbande Angst und Schrecken: die Kojoten. Als Old Shatterhand und sein Gefährte Sam Hawkens auf eine Postkutsche stoßen, deren Passagiere kaltblütig ermordet wurden, nehmen die beiden Westmänner die Spur der Banditen auf. Es beginnt eine Verfolgungsjagd quer durch den Westen der USA, bei der die Jäger bald zu Gejagten werden. Dabei haben die Kojoten es nicht nur auf fette Beute abgesehen, sondern auch auf das Leben einer jungen Lady.....Nach Sherlock Holmes kommt das RadioLiveTheater jetzt mit dem Wilden Westen nach Offenbach, wie immer mit Kostümen, Effekten, Musik und „handgemachten“ Geräuschen. Beim Gastspiel erlebt das Publikum ein eigenes, neu adaptiertes Hörspiel live auf der Bühne und kann dem Team beim „Hörspiel machen“ quasi im mobilen Hörspiel-Studio über die Schulter und hinter die Kulissen schauen. Es sind alle Sinne gefragt, denn die SprecherInnen lassen das Hörspiel mit Musik, Geräuschen, Kostümen, Requisiten und Effekten lebendig werden. Die perfekte Verbindung aus Kino im Kopf und der Magie des Theaters. Das gibt es nicht im Radio, sondern nur auf der Bühne. Immer mit viel Freude, Liebe und Begeisterung kreiert. Und vor allem immer live. Mit Wolfgang Vater, Klaus Krueckemeyer, Axel Senn, Johan Helmer Hein, Michael Bibo, Sebastian W. Wagner und Tina Wurster. www.RadioLiveTheater.de

Alte Schlosserei auf dem Betriebsgelände der EVO Andréstraße 71, Offenbach Der Zugang zur EVO Halle ist barrierefrei.

VORSCHAU
Freitag, 06. März: The Fe.Male Trail

(Martin)

Ein Nick Cave-Abend mit Text und Musik von Katharina Bach und Band Bitchboy
Schauspiel Frankfurt
Das Schauspiel wird gerockt und Katharina Bach und die Bitchboys zeigen im Schauspiel Frankfurt ein Rockkonzert, das genau ein solches ist und gleichsam auch ein super lohnende Theaterperormance!
„Ein Rockkonzert. Mit allem Drum und Dran, samt einer ausgepichten Lichtinszenierung und zum Schluss hin auch einem pompös monumentalen Gebrauch der zur Theatermaschinerie gehörenden Hub-Podien. [...] Katharina Bach ist in dieser Rolle eine Bühnenerscheinung, die einen nicht loslässt, und sie vermag es, Glam auszustrahlen. Das wirkt von der ersten bis zur letzten Minute ungebrochen wie ein »authentisches« Konzert. [...] die Frau ist eine fantastische Sängerin und sie macht alles fulminant. [...] Das ist ein großer Abend, keine Frage.“ – Das schreibt die Offenbach Post.
Und die FAZ berichtet: „Ein ziemlich großartiger Abend. [...] Katharina Bach verblüfft als Sängerin, sie ist aber auch eine Schauspielerin, die eine Sängerin spielt, und darüber hinaus eine schillernde Figur, die sich nicht auf einen bestimmten Charakter festlegen lässt [...]. Die Cave-Lieder scheinen wie für Bach geschrieben.“
Anderthalb Stunden wird das Große Haus des Schauspiel Frankfurt zur Konzerthalle. Und am Schluss sprang in der Premiere das Publikum auf und es gab Standing Ovations, riesigen Applaus und Fußgetrampel für Katharina Bach, die Bitchboys und eine Show, eine Inszenierung, die so noch nie zu sehen war. Grandios und keinesfalls verpassen!

The Fe.Male Trail.
Ein Nick Cave-Abend mit Text und Musik von Katharina Bach und der Band Bitchboy.
Freitag, 6. März um 20.30h im Schauspiel Frankfurt. Weitere Vorstellung am Donnerstag, 26.03. um 20.30h.
Das Schauspiel Frankfurt ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: (c) Jessica Schäfer/Schauspiel Frankfurt

Freitag, 6. März: 
Finissage

(Petra)

Sandip Shah lädt heute mal wieder in seine bewohnte Kunstinstallation ein: Heute ist noch mal seine Installation „ÜberwachBar“ im Rahmen der Ausstellung „Blutwurst im Himmelreich“ zu begucken. Treffender Titel in einer bitteren Zeit. Er schreibt: „Wer sich vermummen will, damit er nicht erkannt wird kann dieses tun das Gesetz ist bei mir außer Kraft gesetzt.“ Hmm. Aber sicher dennoch ein vergnüglicher Abend, denn der bekannte Herr Felber und Claude Deh werden musikalisch schon für gute Laune sorgen. Und nette Menschen, die man dort trifft (gerne unvermummt), ebenso.

ÜberwachBar, Installation von Sandip Shah – Finissage, Heinz Felber’s House Inferno
Claude Deh Glamorous Beatz
Ort: b.k.i. bewohnte Kunstinstallation
Adresse: Seehofstrasse 8a, Uhrzeit: 20 Uhr, Eintritt: frei, barrierefrei: leider nein

Freitag 6. März: Kirchner Hochtief

(Uwe)

Bei einem Konzert im Zoom erwähnte die Band Fortuna Ehrenfeld neulich „Kirchner Hochtief“ und lobte sie in höchsten Tönen. Seitdem wollte ich die live sehen und nun kommen sie freundlicherweise ins Studio vom Lotte Lindenberg. Die schreiben über das Projekt mit dem großartigen Namen: „Was tut man als Künstler im Jahr 2019, um seine Musik unter die Leute zu bringen?! Man gründet ein Imperium, kuratiert eine Kunstaustellung, bespielt die Club-, Festival- und Theaterbühnen, und veranstaltet ein Spektakel vom YouTube-Kanal über seine Insta-Storys bis in das klassische Feuilleton hinein. David Julian Kirchner wird mit seiner Company KIRCHNER HOCHTIEF (Das Frontline-Produkt der Kirchner Total AG) all das und noch viel mehr für uns tun! Auf dem Debut-Album „Evakuiert das Ich-Gebäude“ seufzt und schreit und bängt und schhhhhht und knurrt und summt KIRCHNER HOCHTIEF in deutscher Sprache - von Widersprüchen gezeichnet, als würden Patrick Bateman und Gordon Gecko zu Occupy aufrufen oder als wäre Bukowski im Suff bei den Beach Boys eingestiegen: singen und versingen ihre Songs - zerrissen zwischen Pop und Noise. Launische Konstrukte. Die rumpeln und taumeln naiv durch den Klangraum und verwandeln sich dann unvermittelt in komplexe harmonische Labyrinthe – fordern einen neuen deutschen Pop: einen, der der angepassten Radiomusik den Krieg erklärt. Gitarren wie Kathedralen, Tasten prügeln sich zu Melodien und die Schlagwerke und Rhythmusmaschinen grölen „WOW, REVOLUTION!“.“ Hingehen!
 
Lotte Lindenberg
Frankfurt, Frankensteiner Str. 20
Beginn: 21:30
Tickets: 11 Euro zzgl. Gebühren
Foto: Pressefoto Lotte Lindenberg

Freitag 6. März: METAL VS. AMBIENT

(Daniela)

Der österreichische Komponist Bernhard Gander thematisiert in seinem neuen Werk Oozing Earth die Urkraft der Elemente und den Kampf der Menschheit gegen die Natur. Zwei internationale Stars der Extreme Metal Szene – Flo Mounier (u. a. Drummer der Band CRYPTOPSY und VLTIMAS) und Attila Csihar (MAYHEM-Sänger und Stimme der Kult-Band SUNN O)))) – werden gemeinsam mit den Musiker*innen des ENSEMBLE MODERN Bernhard Ganders akustische Apokalypse am Freitag, den 6. März 2020 in der Frankfurter Batschkapp erstmals live entfalten.
 
Im zweiten Teil des Konzertes ist eine Uraufführung des norwegischen Komponisten Helge Sten zu hören. Der norwegische Komponist, Musiker und Musikproduzent Helge Sten ist Spezialist für den Brückenschlag zwischen experimenteller elektronischer Musik und dem individuellen Klang akustischer Instrumente. Seit Anfang der 90er Jahre entwickelt er seinen speziellen, wiedererkennbaren Sound: Einen atmosphärisch dichten und körnigen Minimalismus, der die Zeit verlangsamt und die Einzel-Partikel der Klänge selbst erforscht. Für das Ensemble Modern schreibt er ein Werk, bei dem er selbst als »Band-Mitglied« den Elektronik-Part übernimmt.
 
Tickets 19,-€/erm. 10,50€
Vorverkauf unter weitere Informationen unter www.cresc-biennale.de
am 6.3.2020 um 20:00
in der Batschkapp Frankfurt
Mit Attila Csihar (Voice), Flo Mounier (Drums), Helge Sten (Live-Elektronik), Ensemble Modern, Brad Lubman (Dirigent)

Samstag 7. März: SOULFOOD

(Daniela)

Ich hätte große Lust wieder mal tanzen zu gehen, dahr hoffe ich, dass ich es heute zu Soulfood schaffe!

No. 1 Funk'n'Soul Party in Frankfurt
Soul - Funk - Modern - Northern - Boogie - Discofunk - Oldschool Rap
facebook.com/Soulfoodfrankfurt
 
Djs: Sportwagen - greenkitchenclub.de/artists/dj-sportwagen/ & Mr. Brown - djmrbrown.de
Live: Felix Thomas / Gesang

Samstag 7. März 2020
Einlass 22 h
 Eintritt 10 Euro

James the Bar at the English Theatre
Gallusanlage 7, barrierefrei

Samstag, 7. + Sonntag, 8. März: Engel

(Martin)

In die Wartburg, der zweiten Spielstätte des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden, lohnt es sich zu einem Gastspiel zu reisen: ‚Engel’ mit Marta Alstadsæter und Kim-Jomi Fischer.
„Was ist Bewusstsein? Wenn ein Gedanke in den Sinn kommt, woher kommt er? Wir haben viele Möglichkeiten, die Welt um uns herum wahrzunehmen. Trotzdem fällt es oft schwer, mit Dingen umzugehen, die wir nicht in Worte fassen können. Die Zirkuskünstlerin Marta Alstadsæter und der Tänzer Kim-Jomi Fischer untersuchen in »Engel« diesen kontinuierlichen inneren Kampf zwischen Wahrnehmung und Perzeption in einem physischen Duett. Dabei stellen sie Fragen, ohne Antworten zu geben, laden ein, Frieden mit den schwer zu erklärenden Dingen zu schließen und die vielen Seiten des Menschseins anzunehmen.“

Hier ein Video: https://youtu.be/TLjPUV_BpzA

Performance Marta Alstadsæter & Kim-Jomi Fischer
Musik Rutger Zuydervelt (Machinefabriek), Kim-Jomi Fischer, Marta Alstadsæter (Stimme), Paal Nilssen-Love (Schlagzeug), Marlon Wolterink (Bearbeitung)
Karten erhältlich unter:  Telefon 0611.132 325 | www.staatstheater-wiesbaden.de
Engel in der Wartburg des Staatstheaters Wiesbaden am
Samstag, 7.3. und Sonntag, 8.3. um jeweils 19.30h.
Wartburg, Schwalbacher Str. 51, 65183 Wiesbaden

Foto: (c) Staatstheater Wiesbaden

Samstag 7. und Sonntag 8. März: 
Konzert

(Petra)

Christoph ist nicht nur der Mann meiner Lieblingsnachbarin, sondern auch ein großartiger Musiker. Deshalb heute ein für mich ungewöhnlicher Tipp unter dem Motto: Aus vollem Herzen üppig brasilianisch. CriCri Brasil heißt die Formation um den Frankfurter Musiker Christoph Aupperle (der auch die meisten Stücke komponiert und arrangiert hat) mit Viviane de Farias, Mauro Martins, Dalma Lima, Geovany da Silveira und Julian Keßler. Und Grammy-Gewinner Ivan Santos hat die Texte beigesteuert. Die Musiker bringen dabei reiche Erfahrungen aus vorangegangenen Projekten mit. Besonders erwähnenswert ist „Balakumbala“ von Viviane de Farias und Mauro Martins. Sie haben hier mit Bass und Stimme experimentiert und eine sehr virtuose und poetische afro-brasilianische Zwiesprache hervorgebracht, die weit über die Landesgrenzen hinaus zu vernehmen war. Nur ein Beispiel für die verschiedenen musikalischen Wahlverwandtschaften der Musikerinnen und Musiker, die eine ganz persönliche Melange música popular brasileira (MPB) versprechen. Plus eine Prise Jazz. Wer das verpasst, hat am 13. März noch eine weitere Chance in der Bessunger Knabenschule in Darmstadt. Für alle gibt es ab Ende 2020 auch eine CD.

Cri Cri Brasil & Viviane De Farias
Jazzkeller, Kleine Bockenheimer Str.18a, leider nicht barrierefrei
Uhrzeit: Samstag 21 Uhr/Sonntag 20 Uhr
Eintritt: Samstag 20 Euro/Sonntag 15 Euro

Donnerstag 12. März: Wolf Maahn


Neulich beschrieb ich woanders zehn Lieder mit herausragender Bedeutung für mich. Eins davon (Nummer 2 von 10) war „Ich wart´ auf Dich“ von Wolf Maahn: „Nachdem ich in der ersten Hälfte der 1980iger Jahre zunehmend die Schlagerelemente in der deutschen Musik zurückdrängte und bei Extrabreit, Marius Müller-Westernhagen oder BAP gelandet war, wehte mir das Schicksal im Sommer 1987 Klänge von Wolf Maahn ins Ohr. Ich war relativ zeitig bei einer 18. Geburtstagsparty eines guten Freundes eingelaufen und da der Zugang zum Plattenspieler zu der frühen Zeit noch nicht von den 80iger Discofreunden versperrt war, nutzte mein Freund Mario die Gunst der Stunde und spielte „Ich wart auf Dich“ von Wolf Maahn. Was für eine Nummer („… ich bin müde und ich wünsch´ mir jetzt ein Kleid voller Leben …“), aus meiner Sicht noch heute eins der stärksten deutschsprachigen Lieder überhaupt. Ich stand zwischen den anderen und wusste, dass ich mehr von solchen guten Sachen hören wollte. Mario reagierte auf das einsetzende Murren des Partyvolks, das lieber stimmungsvollere Partylieder hören wollte und legte nach diesem Song „Alles Lüge“ von Rio Reiser auf, den ich bis dahin auch noch nicht kannte; danach wurde er vom Plattenteller verjagt. Am übernächsten Tag ging ich nach der Schule in Darmstadt in einen Plattenladen und kaufte mir das Album „Kleine Helden“. Ich entdeckte Wolf Maahn zu einem Zeitpunkt für mich, zu dem er seine Begleitband „Deserteure“ auflöste und ein Album in englischer Sprache veröffentlichte was mich etwas verstörte. Trotzdem besuchte ich zu dieser Zeit mit Mario und dessen Bruder mein erstes Wolf Maahn Konzert. Er spielte mit Westernhagen und Grönemeyer bei einem Open Air Festival im Saarland. Wir standen vor rund 30 Jahren auf einem vom Dauerregen überschwemmten Aschesportplatz in St. Wendel und Maahn spielte selbstverständlich „Ich wart auf Dich“. Seitdem habe ich ihn bestimmt 25x gesehen und besuche immer noch jedes Konzert von ihm in der Nähe (so auch das in der Brotfabrik). Er veröffentlicht weiterhin Platten, auf denen sich immer wieder sehr schöne Nummern wie „Stunde um Stunde“ oder „Vereinigte Staaten“ finden, ein „Ich wart auf Dich“ schreibt man aber nur einmal im Leben (vielen Künstlern gelingt es überhaupt nicht).
 
Brotfabrik
Bachmannstr. 2-4, leider nicht barrierefrei
Beginn: 20 Uhr
Tickets: VVK: 28 € + Service- und VVK-Entgelt
Foto: Angelika Maahn

Sonntag, 15. März: OF/ Pedelec-Luminale-Tur ***VVK-Start***

(Andrea)

Per Pedelec zur Luminale 2020 Ach wie schön wird das, mit Ida elektronisch-romantisch durch den Offenbacher Licht-Zauberwald zu cruisen! Ich bin kein großer Fan von Pedelcs, würde aber in dem Fall eine Ausnahme machen: "Die Pedelec-Luminale-Tour führt zuerst zum Hafen, dann quer durch Offenbach und hinein in das strahlende, schimmernde, phosphoreszierende urbane Leben. In Hinterhöfen, Kirchen, Galerien oder vor Gebäudefassaden, die zur Großleinwand werden, erleben wir im wahrsten Sinne des Wortes einige Highlights unter den 21 Luminale-Projekten, die Offenbach vom 12. bis zum 15. März zum Leuchten bringen. Auf der Luminale-Pedelec-Tour sind wir mit den E-Rädern vor allem im Stadtzentrum unterwegs, machen aber zunächst einen kleinen Abstecher am Main entlang ins neue Hafenviertel, wo riesige Lichtkugeln Wasser, Häuser und Wege illuminieren. Danach geht’s Richtung Innenstadt, wo eine Videoinstallation inmitten eines Dschungels einen papiernen Löwen in 3D zum Leben erweckt. Wir schauen kurz bei den futuristischen Reisevorbereitungen für den Aufbruch zum „Planeten Romantica“ zu und wandern an der nächsten angeradelten Luminale-Station durch einen warm-kalten, klangerfüllten Wald aus Lichtsäulen und phosphoreszierenden Gymnastikbällen. Am nächsten Ziel, dem Hauptbahnhof, verbindet das Licht einer interaktiven, medialen Live-Inszenierung Menschen und Architektur: Eine Gebäudefassade wird zur riesigen Malerleinwand. Urbane Kunst für alle & mitten in der Stadt. Den Abschluss bildet in eine kleine, romantisch-digitale Luminale Lounge, wo – umgeben von großformatigen Digitalcollagen – eine speziell komponierte Klangarbeit den perfekten Sound zum verdienten Absacker bietet … 15. März 2020 18.45 – ca. 21.30 Uhr Treffpunkt: Station am Marktplatz „Absacker“ inklusive

Vorverkauf: Of InfoCenter oder über Ida.todisco@web.de

Freitag 20. März: Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

(Martin)

Ein Wohnzimmer-Whisky-Theaterstück
Das wird mindestens spannend, vermutlich maximal amüsant und setzt Bestrebungen zum Fremdschämen frei: ‚Wer hat Angst vor Virginia Woolf’ im Theater Willy Praml!
‚Wer hat Angst vor Virginia Woolf’ ist einer der modernen Klassiker schlechthin. Und es ist eines der Stücke, bei denen man sich beim Zuschauen freut, Teil des Publikums zu sein und in keiner Weise dazuzugehören, zu der psychologischen Schlammschlacht, die auf der Bühne in drei Akten ihren Lauf nimmt. Edward Albees ‚Wer hat Angst vor Virginia Woolf’ ist ein Schauspieler_innenfest und natürlich, die Verfilmung mit Liz Taylor und Richard Burton, die auch im wahren Leben ein sich ‚nichts schenkendes’ Paar waren, ist legendär...
„Wenn Adam und Eva der Anfang der Menschheit sind, dann sind Martha und George, das amerikanische Ehepaar aus Albees Drama, das Ende. Sie haben nicht einmal mehr die Erinnerung an ein Paradies, sie leben ganz ohne die Hoffnung auf Rückkehr und Erlösung. (...) Angewiesen nur auf sich allein leben Martha und George nach den selbsterfundenen Gesetzen ihrer Alltagsshow, die – wie im Theater – allerdings das Format allergrößter Unterhaltung bietet. Im artistisch-virtuosen Fall ohne Netz, Halt suchend an Whiskygläsern, billigen Pointen, toten Söhnen, gefrorenen Tränen bieten uns Martha und George eine Seelenrevue, die zum Kaputtlachen wäre, wenn sie nicht an das Ende aller Zeiten erinnern würden.“
Bei Willy Praml auf Naxos führt der großartige Michael Weber Regie. Der Abend ist untertitelt mit ‚Ein Wohnzimmer-Whisky-Theaterstück’ – ja stimmt – Alkohol ist ein zentraler Protagonist, der neben den beiden Pärchen Martha und George und Honey und Nick eine Hauptrolle spielt. Außerdem steht auf Naxos Muawia Harb, ein ehemaliger Nationalspieler der syrischen Nationalmannschaft, auf dem Besetzungszettel. Welche Rolle er spielen wird? Nicht nur um das zu erfahren, wird es sich lohnen, sich die Neuinszenierung im Theater Willy Praml in der Naxoshalle anzuschauen.

Edward Albee. Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Im Theater Willy Pramls in der Naxoshalle.
Premiere am 20.März um 20.00h; weitere Vorstellungen am 21./22./27./28./29.03. um jeweils 20.00h.
Außerdem am: 08./ 10./ 15./ 16./ 17. 22./ 23./ 24.05; 19./ 27./ 28.06. um jeweils 20 Uhr. Am 20.06. um 23 Uhr gibt es eine Nacht-Vorstellung um 23.00h.
Das Theater Willy Praml ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: (c) Theater Willy Praml

Samstag, 21. März: Peter Grimes

(Martin)

Ich würde ja sagen, dass Benjamin Britten ein eigenes Genre erfunden hat: nämlich den Opern-Krimi.
Besonders spannend, musikalisch herausragend und eine meiner Lieblingsopern ist ‚Peter Grimes’ – wann immer irgendwo eine Inszenierung zu sehen ist, dann loht es meist, diese nicht zu verpassen. Und dies gilt allzumal und im speziellen für die Wiederaufnahme von Peter Grimes am Staatstheater Wiesbaden!
Geniale Musik und packende Handlung: Peter Grimes spielt am Meer und Britten schafft es durch Komposition und musikalische Arrangements, einen direkt dorthin zu katapultieren.
Peter Grimes, die Titelfigur, ist ein Außenseiter – und wie meist, hat das einen Grund, wenn ein Mensch seinen Platz im Heute nicht findet. Peter Grimes, er ist ein Getriebener, ein Verwundeter, ein Seemann, der ausgehend von seinem ‚eigenen Drama’, andere mit ins Verderben reißt.
Die Frankfurter Rundschau schreibt: „Wiesbadens auch dirigierender Chordirektor Albert Horne entfesselt mit dem Orchester und dem exzellent aufgestellten (auch stark spielenden, was für die Regie spricht) Chor Meer, Sturm, Angst und Mob. Die Solisten sind hervorragend besetzt, allem voran der Coup, dass der kanadische Wagner-Tenor Lance Ryan, eine Art Siegfried vom Dienst, ein fulminantes Debüt als Grimes gibt. (…).“
Und die FAZ jubelt: „In seiner Wiesbadener Neuinszenierung des 1945 in London uraufgeführten Werks führt Philipp Krenn die inneren Konflikte der Hauptfigur mutig und unerbittlich ins Offene. Der Ausstatter Rolf Glittenberg hat ihm dafür eine Einheitsbühne errichtet, auf der das Maritime einzig und allein in einem hoch über dem Bühnenboden schwebenden Schiffscontainer gegenwärtig ist, der auf der Vorderseite offen ist. (...) Wie leicht könnte das alles in eine peinliche laienpsychologische Darstellung kippen. Doch davor schützt die hohe Regiekunst Krenns, der jede expressive Geste, jeden Schmerzensblick und jeden Gewaltmoment beklemmend genau platziert. Davor schützt auch der großartige Sängerdarsteller Ryan, dem in grauer Unterwäsche beim Turnen durch den geschlossenen Bewegungsraum des am Ende fast ins Vertikale gekippten Containers Äußerstes abverlangt wird. Er vermittelt alles hochauthentisch, ringend, leidend.“
Musik großartig, Sänger_innen kaum zu toppen und die Inszenierung und das Bühnenbild sind ein echter Wurf – ab nach Wiesbaden!
Peter Grimes im Staatstheater Wiesbaden.

Am Samstag, 21.03. um 19.30h. Weitere Vorstellungen am 04.04. und 17.06. um jeweils 19.30h.
Das Staatstheater Wiesbaden ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: (c) Staatstheater Wiesbaden

Im Mai: Maifestspiele im Staatstheater Wiesbaden

(Martin)

Alle Jahre wieder – wird es Mai und in Wiesbaden sind dann für die Frankfurter_innen ganz nah, kulturelle Highlights als Gastspiele bei den Maifestspielen zu erleben. In diesem Jahr gibt’s viel Schauspiel zu erleben!
Der Vorverkauf hat begonnen und zwei besonderer Leckerbissen – zum einen das Gastspiel des Schauspielhaus Bochum mit ‚Iwanow’ und auch das Maxim-Gorki-Theater mit ‚Anna Karenina oder Arme Leute’ waren rasch ausverkauft. Es lohnt sich dennoch, immer mal wieder auf der Homepage nachzuschauen, ob vielleicht nicht doch noch ein paar Tickets in den Verkauf kommen.

Hier ein zwei Hinweise für Aufführungen, die sich vermutlich lohnen, zu denen man ansonsten weit anreisen müsste und für die es tatsächlich noch Karten gibt!
Für das Konzertprogramm folgen demnächst weitere Empfehlungen.
Donnerstag, 07. Mai: Die Katze und der General - Thalia Theater Hamburg
Sind es es schon zwei Jahre her, dass auch in Wiesbaden der Roman ‚Das achte Leben – Für Brilka’ – ebenso von der Autorin Nino Haratischwili, ebenfalls von der Regisseurin Jette Steckel und auch als Gastspiel des Thalia Hamburg gezeigt wurden? Theaterbilder waren das, die sich eingebrannt haben. Jetzt der neue Roman ‚Die Katze und der General’ vom gleichen Team auf die Bühne gebracht – ein ‚Must-See’!
Die taz schreibt: "Das Beeindruckende an Steckels Regie ist, dass sie nicht nur bei der Gesinnungswandelei, auch in den Liebes-, Freundschafts-, Hoffnungsszenen keine Angst vor Pathos hat." (...) "Weswegen die Produktion immer am Rande der Sentimentalität, durch die Zuspitzung der Situationen auch auf der Kippe zum Lehrstück balanciert, das aber eben schauspielerisch derart brillant, dass der Abend nie kitschig, stets anrührend emotional ist – voller menschlicher wie politischer Wahrheiten."
Dienstag, 19. Mai: Kind von Peeping Tom - Belgien
Peeping Tom ist ein häufig ausgezeichnetes Theaterkollektiv aus Belgien. ‚Kind’ ist der Abschluss einer Trilogie – die ersten beiden Teile waren ‚Vater’ und ‚Mutter’. Das Setting einer Familienausstellung drängt sich auf, nimmt man diese Perspektiven ernst und tatsächlich wird in den Kritiken auch ähnliches geschrieben. „Wie sieht ein Kind die Welt; wie seine innere und wie seine äußere? Wie wird es dabei von seinen Ängsten und Sehnsüchten beeinflusst? Wie verändert sich seine Perspektive, wenn es älter wird? Wie prägen all der Druck und die Zweifel der Jugendjahre seine Bewegungssprache? Und wie beeinflussen die körperlichen Veränderungen die alltäglichen Gesten?“
Diesen Fragen wird nachgegangen in einem viel gelobten ‚Tanz-Theater-Abend’, einem albtraumhaften Tanzwunderland’
Die Neue Presse Hannover schrieb: „Die extremen Bewegungsformen sind ein Markenzeichen von Peeping Tom. Die Gesetze der Schwerkraft werden zuweilen in Frage gestellt, vor dem geistigen Auge sieht man das eine oder andere Rückgrat brechen, oder es gibt einen virtuos abgehackten Tanz, der wirkt wie eine Stroboskop-Sequenz ohne Blitze. Ebenfalls typisch ist die massive Einbindung von Schauspiel, Musik und Live-Gesang, wobei die akustische Ebene zwischen Blues, Wagner und Trash-Rock schwankt. (...) Auch das Publikum wird nun sehr laut, verbreitet bricht sich Begeisterung Bahn. Verständlich, denn einige dieser Bilder – dazu gehören auch die Klangbilder – brennen sich nachhaltig ins Gedächtnis ein.“
Peeping Tom ist tatsächlich eher selten in Deutschland zu sehen. Deshalb sollte man das Gastspiel in Wiesbaden nicht verpassen!

Donnerstag, 7. Mai um 19.30h: Die Katze und der General vom Thalia Theater Hamburg
Dienstag, 19. Mai um 19.30h: Kind von Peeping Tom/Belgien
Beides zu sehen im Rahmen der Maifestspiele im Staatstheater Wiesbaden. Das Staatstheater Wiesbaden ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto (c) Thalia Theater Hamburg


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