21.02.2020
Inhalt: MERZEDES / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / ZU GEWINNEN / Mitmachen! / Fasching / Karneval... / G E R O L L T E S - über die Eintracht / Zum Abschluss noch etwas über den FSV / Suche/Biete / Freitag, 21. Februar
: Konzert und Irrsinn / Freitag, 21. + Samstag, 22. Februar: SKART/Masters oft he Universe / Freitag 21. Februar: AFENGINN / Freitag, 21. Februar: Of/ Kino Kulinarisch / Freitag, 21. Februar: Of/ Freitagsfasching / Freitag 21. Februar: Time for T / Samstag, 22. Februar: Of/ Offenbacher Spaziergänge / Samstag, 22. Februar: Of/ Sleater Kinney / Samstag, 22. Februar: Of/ Hafen 2 Geburtstag / Samstag, 22. Februar: Shimmy Shimmy Yallah / Sonntag 23. Februar: THE LEGENDARY PINK DOTS / Sonntag, 23. Februar: Of/ Bridges / Dienstag, 25. Februar: FFM/ The Darkness / 26. Februar – 15. März: Ingrid Godon - Ich wünschte! / Mittwoch 26. Februar: YACHT / Mittwoch 26. Februar: Unter den Stollen der Strand. Fußball und Politik – mein Leben" / Donnerstag, 27. Februar: Peer Gynt / Donnerstag, 27. – Samstag, 29. Februar: Family Milo Rau / VORSCHAU / Freitag 28. Februar: HACKEDEPICCIOTTO / Freitag 28. Februar - 7. März: »cresc...«Bienale: HUMAN_MACHINE / Freitag 28. Februar: MUSIC DISCOVERY / Ab 13. Februar: FANTASTISCHE FRAUEN, SURREALE WELTEN / Samstag 29. Februar: The Invitation 2020 mit DIE KAMMER, MILA MAR, DELVA / Samstag 29. Februar: Scotch & Water / Samstag, 29. Februar: FFM/ Half Moon Run / Donnerstag 5. März: „Inklusion & Vielfalt“, Abendgespräch mit Raúl Aguayo-Krauthausen / Donnerstag 5. März: Weval / Donnerstag 5. März: "Ein KZ mitten in der Stadt" / Freitag 6. März: Kirchner Hochtief / Freitag 6. März: METAL VS. AMBIENT / Samstag 7. März: SOULFOOD / Samstag 7. und Sonntag 8. März: 
Konzert / Donnerstag 12. März: Wolf Maahn / Impressum
MERZEDES

Ich gebe zu, bei mir ist gerade die Luft draußen und ich bin ziemlich urlaubsreif.

Letzte Woche war ich auf Wahlkreisfahrt in Berlin. Das war schön, aber auch anstrengend. Gleich am nächsten Tag ging es zur "Nicht mit uns" Demo nach Erfurt. Auch das war toll, denn wir waren 18.000 Menschen. Aber es war auch anstrengend.
Zurück im normalen Büroalltag ging es seit Montag auch da hoch her... und ich war abends immer recht „erschlagen“ und zu müde das Buch von Raúl Aguayo-Krauthausen „Dachdecker wollte ich eh nicht werden. Das Leben aus der Rollstuhlperspektive“, zu lesen. Raúl kommt nämlich am 5.3. abends in die IGS Nordend und ich habe die Ehre, den Abend zu moderieren. (Mehr dazu unten im Kalender).

Mir ging gestern früh also einiges durch den Kopf und ich überlegte, wie ich an diesem Tag einen Großeinkauf, meinen Bürojob und das Europapokalspiel der Eintracht unter einen Hut bekomme und da kam die Nachricht aus Hanau. Ich war erst gelähmt. Als Mensch, der leider viel zu viel Zeit in den sozialen Medien verbringt, las ich auch unfassbare Kommentare zum Attentat und die Wut wurde immer größer. Da schrieben Menschen, als sie hörten/lasen, es hätte eine Schießerei in einer Shisha Bar gegeben „soll sich doch das Gesocks doch gegenseitig abknallen“. Es war so unglaublich. Ich mischte mich ein und hielt dagegen. Ein Bekannter entschuldigte sich gestern Abend für einen ähnlichen Post „Ich wusste ja nicht, dass es ein fremdenfeindlicher Anschlag war. Ich sehe halt immer was für Leute in der Shisha Bar bei mir gegenüber abhängen“.



WHAT???????? Ich fasse es einfach nicht! Diese Entschuldigung machte es ja noch schlimmer! Das war nämlich kein fremdenfeindlicher Anschlag (also ein Anschlag gegen Fremde). Es war ein rassistisch motivierter Terroranschlag, denn die Opfer waren unsere Nachbarn aus Hanau! Wie können Nachbarn Fremde sein? Eine von ihnen war Merzedes, 35 Jahre jung und zweifache Mutter!

Junge Menschen, die einfach nur friedlich in einer Bar saßen und 'ne Shisha rauchten. Das hätte genauso meinen Sohn treffen können!
(Zu dem Thema empfehle ich euch den gestern erschienenen Beitrag „Shisha Bars“ von Thomas Osten-Sacken.)

Ich überlegte ob ich zur Mahnwache an die Paulskirche oder ins Waldstadion gehen sollte. Ich las dann in einer Eintracht-Fan-Gruppe, dass ein Fan die Eintracht angeschrieben hatte und folgende Antwort bekommen hatte: "Hallo Herr T., vielen Dank für Ihre Nachricht. In Gedenken an die Betroffenen und als klares Zeichen gegen jegliche Form von Rassismus und Extremismus wird heute Abend vor dem UEFA Europa League-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Salzburg eine Schweigeminute durchgeführt. Zudem werden beide Mannschaften mit Trauerflor spielen.“
Ich entschied mich daraufhin für´s Stadion und bastelte schnell noch ein Plakat und packte ein paar Friedhofskerzen ein, die wir seit dem Attentat auf einen schwulen Club in Orlando immer im Büro vorrätig haben :-(. Die Kerzen haben sie mir zwar am Eingang abgenommen, aber Matze vom Eintracht Museum hat mir erlaubt, das Plakat an das Museum zu kleben.Im Stadion selbst habe ich mich sehr darüber gefreut, dass die Fans ein großes Banner für die Opfer gemacht haben. Als die Schweigeminute nach 20 Sekunden  durch Zwischenrufe gestört wurde (!!!), skandierte das ganze Stadion „NAZIS RAUS“. (Bei 11Freunde gibt es das Video dazu)


Verzeiht daher, dass es von mir heute kaum Ausgehtipps gibt.
Meine Co-Autorinnen haben aber viel für Euch zusammengestellt.

Lebt wild! Seid wachsam!

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
(Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr).
Wenn Du eine Rechnung benötigst, dann schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

ZU GEWINNEN

Antworten für die folgenden Tickets bitte an schwoebke@aol.com
Die Gewinner*innen werden von Uwe benachrichtigt

1 x 2 Gästelistenplätze für Scotch & Water am 29.02 in der Brotfabrik. Frage: Wie heißt die EP der Band?

1 x 2 Gästelistenplätze für Weval am 05.03 im Zoom. Frage: Wie viele Abrufe hatte der Song Gimme Some?

2 x 2 Gästelistenplätze für Kirchner Hochtief im Lotte Lindenberg am 06.03. Frage: Wie alt wurde Adi Hütter kürzlich (siehe GEROLLTES)?

2 x 2 Gästelistenplätze für die SOULFOOD Party am 7. März im English Theatre. Frage: Wie heißt der Aktivist, der am 5.3. in der IGS zu Gast ist?

Einsendeschluss: jeweils Montag, 24.02 23:00 Uhr

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de  (Die Gewinner*innen werden von Andrea am Aschermittwoch benachrichtigt)

1 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Half Moon Run am Samstag 29. Februar, in der Kapp. Die Gewinnfrage lautet: Das Lucas Festival für junge Filmfans findet 2020 zum wievielten Mal statt? 

Mitmachen!

(Andrea)

Wir wissen es alle: Früh übt sich, wer später mal in unseren Ausgehtipps stehen will. Daher, lieber Nachwuchs, hier zwei tolle Tipps zum Mitmischen:

*LUCAS SUCHT DICH
Vom 24. September bis 1. Oktober 2020 präsentiert LUCAS aktuelles, internationales Filmschaffen für junges Publikum und sucht Kinder und Jugendliche, die zusammen mit Branchenprofis entscheiden, welche Filme aus dem Programm die begehrten Preise im LUCAS-Wettbewerb bekommen.Du liebst Kino, möchtest das Klassenzimmer für eine Woche mit dem Kinosaal tauschen und intensiv über Filme diskutieren? Dann bewerbe Dich mit einer kurzen Filmkritik zu einem Film Deiner Wahl. Weitere Infos gibt es hier: https://lucas-filmfestival.de/juryaufruf/ Wer kann sich bewerben? Kinder und Jugendliche, die in der Festivalwoche zwischen 10 und 18 Jahren alt sind, können sich für die Jury 8+ (10 bis 12/13 Jahre) oder für die Jury 13+ (13 bis 18 Jahre) bewerben. Bewerber/innen für die Jury 13+ sollten auch Englisch sprechen.

 * SCHOOL OFF ROCK FESTIVAL  am 7. März/ Anmeldeschluss 27. Februar
Am Samstag, 7. März, öffnet um 18 Uhr das KJK in Offenbach wieder seine Pforten für das Schülerbandfestival „School Off Rock“ und steht allen offen, die das ABC der kraftvollen Akkorde beherrschen. Kein Battle, sondern eine tolle Gelegenheit für Schülerbands, sich auf der Bühne zu präsentieren und andere Musiker und Bands aus den Offenbacher Schulen, Musikschulen und den Proberäumen der Stadt kennen zu lernen. Spaß am Musikmachen und das Netzwerken vor und nach den Gigs stehen dabei im Vordergrund. Anmeldungen sind bis Donnerstag, 27. Februar, im Jugendkulturbüro im KJK Sandgasse möglich: Markus Franz, per E-Mail an markus.franzjugendamt-ofde oder telefonisch unter 069-8065-3969.

Fasching / Karneval...

(Daniela)

Ist nicht mehr so meins, es sei denn ich bin in Salvador de Bahia :-)

Trotzdem hab ich Tipps:

  • Seit gestern und bis Dienstag täglich: Zur Germania! (Früh kommen!)
  • Sonntag Großer Umzug..entweder auf der Straße dabei sein, oder im TV sehen (mein Bruder moderiert)
  • Sonntagnachmittag dann ins Gemalte Haus nach Sachsenhausen. Anton & Rupfi legen auf!
  • Dienstag zum Umzug nach Klaa Paris.
  • Mittwoch: Politischer Aschermittwoch der Grünen mit Konstantin von Notz (MdB) ab 19:00 Uhr im Kunstverein Lola Montez
G E R O L L T E S - über die Eintracht

(Uwe)

An seinem 50. Geburtstag konnte Trainer Adi Hütter kürzlich nicht nur seinen Ehrentag feiern sondern auch zufrieden auf das blicken, was seine Mannschaft im neuen Kalenderjahr bislang geschafft hat. Trotz der für neutrale Fußballfans zu erwartenden (siehe Tipp im Bild) Niederlage bei den deutlich besser besetzten Dortmundern ist die Eintracht sportlich sehr gut ins neue Kalenderjahr gestartet (das Spiel gegen RB Salzburg war zum Abgabetermin noch nicht gespielt). Der klare Abwärtsentwicklung, die nach dem hohen Sieg gegen die Bayern im Herbst begann, konnte gestoppt und umgekehrt werden. Die Gründe dafür liegen nicht in einem Trainerwechsel oder dem Zukauf teurer Spieler, im Wesentlichen resultiert die Verbesserung aus der Änderung der Taktik und aus der Rückkehr von Torwart Trapp (nach Verletzung) und Verteidiger Abraham (nach langer Sperre). Größte Gewinner sind die beiden Außenspieler Chandler und Kostic, die nun von Defensivspielern abgesichert werden und vorne richtig wirbeln können. Das tun sie ausgiebig und erzielen dabei wichtige Tore. Bei Chandler überrascht das hohe Niveau etwas, bei Kostic weniger, weil er seit seinem Einstieg bei der Eintracht ein absoluter Leistungsträger ist. Wenn es Gewinner gibt, dann gibt es bei taktischen Umstellungen natürlich immer auch Verlierer. Der größte ist Nakato Hasebe. Er war die ideale Besetzung für die Position des zentralen Defensivspielers in einer Dreierreihe, für eine Viererkette, mit der Hütter die Eintracht aber nun überwiegend spielen lässt, gibt es in der Mitte aber deutlich bessere Spieler, insbesondere Abraham und Hinteregger.  Neben Hasebe traf es am meisten einen zweiten Stürmer und den wunderbaren Danny Da Costa, der nicht mehr wirklich zum Zug kommt und teilweise erst sehr spät eingewechselt wird. Beide waren insbesondere in der vorausgegangenen Saison herausragende Spieler, die an ihr körperliches Limit gegangen sind. Darf man solche Spieler einfach aus der Mannschaft nehmen? Ja, man darf es und man muss es tun, wenn man sich als Trainer aus diesem Schritt eine Verbesserung der Situation erhofft. Warum sollte man auf verdiente Spieler Rücksicht nehmen und anderen die Chance verwehren, auch ein verdienter Spieler zu werden. Ich halte nichts davon, Vereinslegenden länger als nötig mitzuschleifen oder eine taktische Änderung nur deshalb nicht durchzuführen, weil dann ein beliebter Spieler auf der Bank landet. Ein Trainer beim ruhmreichen TSV 1899 Goddelau setzte meiner langen Karriere in der Reservemannschaft auch irgendwann ein Ende. Das mag dann kurz wehtun, wenn man ein Mannschaftssportler ist, versteht man das aber, wünscht seinem Nachfolger viel Glück und jammert nicht jahrelang über einen unwürdigen Abschied. Hasebe wird es schwer haben noch einmal zurück zu kommen, zumal mit Ilsanker mittlerweile ein jüngerer Spieler verpflichtet wurde, der wohl eher spielen wird. Da Costa hat alle Möglichkeiten wieder in die Stammelf zurückzukommen, er muss nun etwas Geduld haben. Die, die Chandler hatte, als er verletzt war oder andere spielten. Die Eintracht steht nun im Mittelfeld der Tabelle und steht doch nicht im Mittelmaß. Zum einen, weil sie immer noch in zwei Pokalwettbewerben steht und weil man berücksichtigen muss, dass die Eintracht in der Liga zwar 9 Mannschaften vor sich, in der Bundeliga aber 8 Teams und in Fußballdeutschland mehr als 9 Spielklassen unter sich hat.

Zum Abschluss noch etwas über den FSV

Auch die Mannschaft um Trainer Thomas Brendel hat endlich einmal wieder ein Pflichtspiel. Und dann kommt gleich der Tabellenführer aus Saarbrücken. Das Hinspiel gewannen die Saarländer, die kürzlich ins Viertelfinale des DFB Pokals eingezogen sind, deutlich. Ein schwerer Brocken also für die Bornheimer, den es wegzuräumen gibt. Frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern, wird für den FSV weiterhin das primäre Ziel sein. Es würde nichts schaden (und die Fans wahnsinnig freuen), wenn die ersten Punkte in 2020 bereits gegen Saarbrücken gewonnen werden könnten.

Suche/Biete

(Andrea)
Nachmieter gesucht für schöne, charmante 3-Zi Altbau-Wohnung im 2. Stock im Offenbacher Westend zum 1.4. Buchenparkett, grosser Südbalkon mit Blick ins Grüne, Badewanne mit Duschabtrennung, weiss gefliest. Keller, Waschkücke, grosser Einbauschrank weiss. Abstand für Küche, Markise etc. ca. 500. Warmmiete 1.000,-€ Nur für ruhigen Single, Paar oder Kleinfamilie, keine WG. Interessenten melden sich bitte per Email: wohnen-in-offenbach@gmx.de
Wenn das mit der Vermittlung klappt bitten wir um eine freiwillige Spende in Höhe einer Kaltmiete auf das Konto von WADI e.V. (Details bei Andrea)

Freitag, 21. Februar
: Konzert und Irrsinn

(Petra)

Das sieht ja mal richtig trashig aus: Das Rimojeki Duo kommt aus Tel Aviv, lebt jetzt in Berlin und ist in ganz Europa unterwegs. Ihre Musik vereint irgendwie alles zwischen harten Beats, Synthi-Sounds, Stoner-Gitarren-Mucke, Post-Punk-Gesang und Was-weiß-ich-noch-alles. Und Aliens spielen auch noch mit. Gesamtkunst – wild, würde ich sagen. Und dabei hab ich noch gar nicht von mythologischen und anderen Elementen angefangen, die alle ins Spiel gebracht werden. Selbstgefertigte Videokunst ist auch noch dabei. So crazy, das man hoffentlich darüber lachen kann. Genau das Richtige für einen Freitagabend? Also: nix wie hin.

Rimojeki Duo, Space & Rock Irrsinn aus Israel
DJ: Eric van Schweppes
ONO2, Walter-Kolb-Straße 16, barrierefrei
Einlass 20, Beginn 21 Uhr, Eintritt: 10 Euro

Freitag, 21. + Samstag, 22. Februar: SKART/Masters oft he Universe

(Martin)

Die Wurzeln von SKART liegen im Oberhessischen – die Macher*innen kommen aus der theatralischen Gießener Kaderschmiede ‚Institut für Angewandte Theaterwissenschaft’ – und es ist eine Freude, dass SKART wieder mit einer Produktion in Frankfurt zu sehen ist!
SKART – das bedeutet Theater für Alle – oder wie sie selbst es nennen: „Ein egalitär-emanzipatorisches Theater der neuen Generation“.
AUFGEPASST alle Lehrer*innen: Ganz wunderbar eignen sich die Arbeiten von SKART um sie sich mit Schulklassen (diesmal wohl eher ab der Mittelstufe, denn der Mousonturm schreibt ab 15, aber das sollte man nicht zu eng sehen) anzuschauen.
„Wenn man auf alles keinen Bock mehr hat, kann man den Kopf in den Sand stecken. Oder auf den Tisch hauen. Oder gleich die Sonne vom Himmel holen – so haben es die russischen Futuristen vor hundert Jahren in der Oper „Sieg über die Sonne“ gemacht. Alles bisher Gekannte weg. Und alles von vorn. Reset, Update, Neustart. Ins Zentrum ihrer freien Interpretation stellen SKART/Masters of the Universe die zerpflückten Machtverhältnisse von Jung und Alt, die verstörende Suche nach geplatzten Kindheitsträumen und die Frage, wann freigeistigem Denken ein ans Alter gekoppeltes Ablaufdatum verpasst wurde.“
Die zwei besondere Bonbons in dieser Inszenierung von SKART sind, dass zum einen ein Team um die Live-Comic-Zeichnerin Anke Feuchtenberger tatsächlich vor den Augen aller Comics während des Abends entstehen lässt. Und: Vor einem Jahr habe ich euch das Konzert im Mousonturm von Jungstötter, den die Süddeutsche mit Bryan Ferry und Nick Cave vergleicht, empfohlen. Eben jener Jungstötter ist mit dabei, bei den Masters of the Universe, die im Mousonturm den ‚Sieg über die Sonne’ feiern.
All-Ages – auf hin zu SKART!
Und oben gibt’s Tickets für die Premiere am Freitag, 21.02. zu gewinnen.
Am Freitag, 21.02. und  Samstag, 22.02. um jeweils 20.00h im Mousonturm
Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: Frank Egel

Freitag 21. Februar: AFENGINN

(Uwe)

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle etwas über die Schwedin Sophie Zelmani schreiben, ihr Konzert in der Brotfabrik ist aber bereits ausverkauft. Dann schreibe ich eben über einen anderen Act aus dem Norden: Afenginn (ein altnordisches Wort für Rausch, Kraft und Stärke) sind eine postklassisch-nordische Folk-Band um den Frontmann Kim Rafael Nyberg. Den muss man nicht gleich einen Philosophen nennen, nur weil der dänische Musiker immer wieder wirklich Schlaues von sich gibt. Auch wenn oft von ambitionierter, post-klassischer oder auch progressiver nordischer Ambient-Musik die Rede ist, solle man beim Hören, so der Bandleader, durchaus mal den Intellekt ausschalten, auch weil man in der Musik keine Muster findet. „Ich möchte, dass die Leute einfach zuhören“, sagt Nyberg. „Es gibt jeden Tag so viel Kommunikation. Die Menschen brauchen das Abstrakte. Mit Musik wird man nicht daran erinnert, was man denken soll – man muss sich öffnen und einfach sein dürfen.“ Im Oktober 2019 erschien das neue Album „Klingra“, fast ein Kammerspiel wie www.gaesteliste.de attestierte und das obwohl fast 20 Musiker daran beteiligt waren. „Es ist nur so, dass sich Nyberg kompositorisch hier wieder mehr auf seine mantraartig verschachtelten Minimalismen konzentriert, die sich erst allmählich und wellenartig orchestral ausbreiten.“
 
Brotfabrik
Frankfurt, Bachmannstr. 2-4
Tickets: VVK: 20 € + Service- und VVK-Entgelt
Beginn: 20 Uhr
Foto: Soeren Solkaer

Freitag, 21. Februar: Of/ Kino Kulinarisch

(Andrea)

OOPPS, das wäre mir fast durchgerutscht! Heute ist ja Kino Kulinarisch! Mit einem leckeren Coq au Cidre und bretonischer Apfeltarte. Yummie. Ach so, einen Film gibt es auch: "Mit fröhlicher Klugheit erzählt „Der geheime Roman des Monsieur Pick“ von der Liebe zu Büchern, der Lust am Erzählen und an der Enthüllung. Mit hinterlistigem Humor verwickelt Regisseur Rémi Bezançon die Zuschauer in ein abenteuerliches Versteckspiel voller Finten und Überraschungen. Es gelingt eine fesselnde Parodie der Verlagsbranche: Auf einer Insel in der Bretagne liegt die geheimnisvolle Bibliothek der zurückgewiesenen Bücher. Hier entdeckt die junge Verlegerin Daphné ein großartiges Manuskript und beschließt, es zu publizieren. Der Roman wird sofort zum Bestseller. Doch der Autor Henri Pick, ein bretonischer Pizzabäcker, ist seit zwei Jahren tot. Seine Witwe kann sich nicht erinnern, ihn jemals schreiben gesehen zu haben – außer wenn es um den Einkaufszettel ging. Der berühmte Literaturkritiker Jean-Michel ist überzeugt, dass Betrüger am Werk sind. Er macht es sich zur Aufgabe herauszufinden, wer den Roman wirklich geschrieben hat. Es geht ihm um nicht weniger als die Verteidigung der Literatur. Und um die seines Egos. Zwischen Pizzateig und Paradoxa begibt sich Jean-Michel auf Spurensuche.

Einlass und Essen ab 18.30 Uhr, Filmbeginn 20 Uhr. Einlass und Einfahrt über den Goethering, Parkplätze sind ausreichend und kostenfrei auf dem EVO-Gelände vorhanden. Die Alte Schlosserei ist barrierefrei zugänglich.

Freitag, 21. Februar: Of/ Freitagsfasching

(Andrea)

Weil es mit Fasching in Köln leider schon wieder nicht klappt, gehen wir, nein, nicht in die Stadthalle, sondern hauen ganz ab. Allen anderen sei der Freitagsfasching ans Herz gelegt, das wird sicher wieder eine wilde Sause! "Hier treffen die angesagtesten Partybands und DJs aus Frankfurts Clubs für eine Nacht aufeinander: Die Urban Club Band aus dem Gibson heizt an für das Caroli DJ Team aus der Batschkapp, moderiert wird die Show Hit Radio FFH-Darling Evren Gezer. Da heisst es für alle Partymäuse und Panzerknacker: Ab auf den Dancefloor! Die Band aus Frankfurts Club No. 1, zu deren Ensemble Mick Woll und sogar Dante Thomas gehören, spielt drei funky Livesets, beim Freitagsfasching mischt sich ihr unvergleichlicher Clubvibe dazu mit Hip-Hop, Soul und Partyclassics. Evren führt charmant durch den Abend und eine witzige Experten-Jury kürt die besten Looks des Abends im Kostümwettbewerb - tolle Preise von Brunch bis Prosecco sind da garantiert! Der offizielle Star Wars Kostümclub „Cantina Clan“ kommt mit Chewbacca und Darth Vader und sammelt in einer Charity Aktion für den Klimaschutz auf dem Planeten Erde. Videoprojektion, Konfetti und eine Menge Flitter bringen die Halle zum Funkeln, während brasilianische Sambatänzerinnen in farbenprächtigen Federkostümen zu heißen Batucada Rhythmen den Abend eröffnen.An den Plattentellern legt das Caroli DJ Team, bekannt durch die „1 Nacht – 10 Partys“ in der Batschkapp und dem Velvet Club, die besten Hits der 80er, 90er, und 00er auf. Ab 19 Uhr

Stadthalle Offenbach
Waldstraße 312
Offenbach am Main

Freitag 21. Februar: Time for T

(Uwe)

Das nächste LOTTE LINDENBERG Konzert im März, das „Kirchner Hochtief“ interessiert mich noch einen Tick mehr. Nun kommen aber erst einmal TIME FOR T und das ist gut so. Bereits im April 2019 sorgten sie für ein ausverkauftes Studio und daher konnten die Lottes gar nicht anders, als sie noch einmal einzuladen. Die Kosmopoliten um Frontmann Tiago (nicht zu verwechslen mit dem Mittelfeldspieler der Bayern) machen eine sehr eigene Mischung aus Indierock, Folk, Psychedelic und Afrobeat, die man wahrscheinlich irgendwo zwischen THE DOORS und DEVANDRA BANHART, zwischen THE BAND und MAC DEMARCO einordnen würde, wenn das immer so einfach wäre. Nach eigenen Angaben berufen sich TIME FOR T auf Einflüsse, die von BOB DYLAN bis FELA KUTI reichen, und das hört man auch: ob in Form einer ruhigen, textlich ausgefeilten Ballade, bei der auch mal die Mundharmonika ausgepackt wird, oder rythmusgetrieben und hochgradig tanzbar, TIME FOR T schaffen es aus einer erstaunlichen musikalischen Bandbreite ein stimmiges Gesamtkonzept zu entwickeln.
 
LOTTE LINDENBERG

Frankfurt, Frankensteiner Straße 20
Beginn: 21:30 Uhr
Eintritt: 11 EUR zzgl. Gebühren
Foto: Ana Becerra

Samstag, 22. Februar: Of/ Offenbacher Spaziergänge

(Andrea)

Den Blumenladen Elsässer oder auch die alte MAN-Rolandhalle: In tollen schwarz-weiß Fotografien haben Manfred Menzel und Christoph Schrief die Stadt festgehalten. Sie fotografieren mit großer Leidenschaft und exzellentem handwerklichen Können architektonische Motive. Bei ihren ausgedehnten Spaziergängen durch Offenbach gilt ihr Interesse den kleinen Details, Sichtachsen und Blickwinkeln, die den meisten Passanten im Alltag nicht auffallen. So rücken Bildausschnitte in den Fokus, die sich jenseits von Postkartenidyllen befinden. Die Fotoausstellung „Offenbacher Spaziergänge“ ist noch bis 14. März im neu gestalteten Stadtteilkiosk in der Bismarckstraße 118 zu sehen. Die Ausstellung ist donnerstags von 17 bis 19 Uhr und samstags von 12 bis 16 Uhr geöffnet.

Stadtteilkiosk
Bismarckstraße 118
Offenbach
Nicht barrierefrei

Samstag, 22. Februar: Of/ Sleater Kinney

(Andrea)

„We’re always mixing the personal and the political, but on this record, despite obviously thinking so much about politics, we were really thinking about the person - ourselves or versions of ourselves or iterations of depression or loneliness - in the middle of the chaos.“ Sagt das Trio von Sleater-Kinney. Von Greil Marcus als „Amerikas beste Rockband“ bezeichnet, bestätigen die beiden Sängerinnen und Gitarristinnen Corin Tucker und Carrie Brownstein und die Schlagzeugerin Janet Weiss mit ihrem neuen Album ihren Platz in der Riot-Grrrl-Bewegung. Ein Chorgesang im Vibrato, ein scharfes Riff, ein harter Beat, schon ist das alte Gefühl wieder da. Sleater-Kinney, die einst bezeichnet wurden, waren immer explizit progressiv und politisch. Auf dem neuen Werk soll das ausdrücklich im Mittelpunkt stehen. Bei der letzten Platte sei die Welt noch in Ordnung gewesen, dann kamen Trump, der Brexit und die ganzen gesellschaftlichen Verwerfungen. Auch live sind sie kompromisslos, nicht halbherzig und nebenbei, sondern nur voll und ganz, mit blutigen Fingern und hervorstehender Halsschlagader. Early Show, Beginn 19 Uhr.

Batschkapp
Gwinnerstraße
Frankfurt
Barrierefrei

Samstag, 22. Februar: Of/ Hafen 2 Geburtstag

(Andrea)

Jeder Hafen2geburtstag ist auch ein kleiner Grund, allen Rettern kurz auf die Schulter zu klopfen. Denn ohne die vielen Liebhaber wäre vor einigen Jahren Schluss gewesen und weil Hafen 2 in diesem Jahr Geburtstag wie noch nie feiert, musste ich nochmal kurz einen Blick zurückwerfen. Jetzt nach vorne, das Band-Line-Up ist komplett: Automatic, Black Marble und Panther Modern aus Los Angeles. Blind Butcher aus Luzern. Kit Sebastian, Trash Kit und Pregoblin aus London. Sultans Court und Yeah But No aus Berlin, The Micronaut aus Leipzig. Sowie die Krautrock-Legende Kreidler. Dazu DJS : die Mach Mal Langsam Crew aus Mainz/ Wiesbaden, Matz Ernst aus Offenbach sowie Industrie & Zärtlichkeit und ein Micronaut-Set sowie sonstiges polytechnisches Amüsement". Fehlst nur noch Du! Zum Einstimmen gibt es eine kleine Playlist: https://open.spotify.com/playlist/1oNnRH2BDdCIN3sylePZNg?fbclid=IwAR3aDb-https://open.spotify.com/playlist/1oNnRH2BDdCIN3sylePZNg. Tickets gibt es im VVK zum Preis von 22 Euro

Hafen 2
Nordring
Offenbach
www.hafen2.net

Samstag, 22. Februar: Shimmy Shimmy Yallah

(Andrea)

OMG. So lecker und ich bin nicht da. "Wir laden ein zu einem klangvollen türkischen Abend im Piecycle Café in Offenbach. Serviert werden landestypische Meze - vielfältige knoblauchreiche und würzige kleine Vorspeisen. Hierbei begleiten knuspriges Fladenbrot als Gabel-Ersatz und das türkische Nationalgetränk RAKI, eine hochwertige Anis-Spirituose, die aus erlesenen Trauben destilliert wird. Mit einer kreislauffördernden Süßspeise legen wir im Anschluss den Baustein für die Eröffnung der Tanzfläche. Kommt und genießt mit uns in traditionell großer Gesellschaft, Freude und Lautstärke!" Ab 19 Uhr

My Piecycle Rad- & Trinkkultur
Karlstraße 8
Offenbach
Nicht barrierefrei

Sonntag 23. Februar: THE LEGENDARY PINK DOTS

(Uwe)

The Legendary Pink Dots kehren nach Frankfurt zurück!! Seit 1980 haben sie mehr als 40 Alben veröffentlicht und entziehen sie sich jedweder Einordnung. Es dominieren bizarre, avantgardistische Klangcollagen, die aber auch die Gestalt eingängiger Ohrwürmer annehmen können. Es sind Vergleiche mit Syd Barrett und Pink Floyd angestellt worden (insbesondere in Bezug auf die Texte), aber auch Brian Eno und der Krautrock um Can, Neu! Und Kraftwerk werden ab und zu genannt. Der Stil der LPD hat sich im Laufe der Jahrzehnte differenziert und variiert, ist aber unverwechselbar geblieben.
 
NACHTLEBEN
Frankfurt, Kurt-Schumacher-Str. 45, leider nicht barrierefrei
Tickets: VVK 17 Euro zzgl. Gebühren
Beginn 20.30 Uhr
Foto: Pressefoto

Sonntag, 23. Februar: Of/ Bridges

(Andrea)

Wie schön, Bridges kommt nach Offenbach! Ich bin ja totaler Fan dieses Formats, seit ich das erste Mal davon hörte: 2016 schlossen sich Musiker*innen mit und ohne Migrations- und Fluchthintergrund zusammen und spielten u.a. im Hörsaal des HR. Das waren immer sehr eindrucksvolle Konzerte, die mir die gesamte Region in der Thomas mit WADI arbeitet, auf einer anderen Ebene nahe gebracht haben. Klar dass ich ohne ihn kaum nach Lesbos gekommen wäre...Anyway, im Bridges-Kammerorchester kommen Musiker*innen und Instrumente aus Orient und Okzident, Fernost und Lateinamerika zusammen und erweitern damit die klassische europäische Orchesterkultur. Im Jahr 2020 wählt das Bridges-Kammerorchester Konzertprogramme, welche die Musik als Migrantin in den Fokus stellen: das Orchester spielt Werke, die Beispiele dafür sind, dass Musik sich stets über geografische Kreise hinaus verbreitet und dadurch weiterentwickelt hat. Damit spiegelt das Kammerorchester die Diversität der Rhein-Main-Region wider. Im Februar präsentiert das Bridges-Kammerorchester mit »Identigration« ein Programm, das sich mit der Zugehörigkeit zu mehreren Kulturen und Fragen nach dem Wechselspiel von Identität und Integration auseinandersetzt. Schwerpunkte sind hierbei die Schnittstellen zwischen spanischer, arabischer und lateinamerikanischer Musik sowie Jazz.

Capitol Offenbach
Goethestraße
Tickets gibt es für 18, 25 bzw. 32 Euro
www.frankfurtticket.de

Weitere Infos unter https://bridgesmusikverbindet.de/

Dienstag, 25. Februar: FFM/ The Darkness

(Andrea)

Herrlich! The Darkness melden sich zurück. Nicht nur weil ich für NewcomerTV mal ein lustiges Gespräch mit ihnen hatte, steht das Konzert klar fett im Kalender. "Aufstieg, Fall und Rückkehr von The Darkness haben alle Zutaten einer klassischen Rock-Oper: Eine unzeitgemäße Hardrock-Band aus Lowestoft findet ihren Weg in die Pubs von Camden und erlangt über Mundpropaganda eine so große Fangemeinde, dass sie auch ohne Plattenvertrag ganze Theater füllt. Über Nacht werden sie zu Stars, verkaufen ihr Debütalbum „Permission To Land“ drei Millionen Mal, gewinnen drei BRIT Awards und werden zu einer der größten Bands des Moments. Es folgt der von Kontroversen begleitete Rauswurf ihres Bassisten während der Aufnahmen zum zweiten, ebenfalls mit Platin ausgezeichneten Album „One Way Ticket to Hell... and Back“. Und man erlebt einen Sänger, der sich in seinem neuen Ruhm nicht zurechtfindet, aussteigt und mit seinem Bruder bricht, mit dem er einst The Darkness gründete." Mein Tipp: Hingehen, Spaß haben!

Batschkapp
Gwinnerstraße
Frankfurt
Barrierefrei

26. Februar – 15. März: Ingrid Godon - Ich wünschte!

(Daniela)

Heute ist Ausstellungseröffnung von Ingrid Godon - Ich wünschte im Museum für Angewandte Kunst!
Die Ausstellung und das vielseitige Begleitprogramm klingt unglaublich spannend! Das Museum Angewandte Kunst präsentiert sich als ein lebendiges und pulsierendes, aber auch stilles und kontemplatives Open House: El Barrio bietet Konzerte, Livesets, ausgewählte Menüs, ein Popup-Kino und eine Barlandschaft. Die Create-Abteilung des Museums lädt zu Performances aus den Bereichen Tanz und Spoken-Word sowie Workshops u.a. von der Bildungsstätte Anne Frank e.V. ein.

In einer Zeit des rasanten technologischen Wandels, in einer Welt des fortschreitenden Populismus, der Irrungen und Wirrungen zwischen Lüge und Aufklärung sowie der Angst vor Kriegen und Klimakatastrophen hat das Potenzial, das im individuellen Wünschen liegt, umso größere Beachtung verdient. Denn die Veränderung von Missständen fängt nicht mit angeeignetem Wissen oder bestimmten Fähigkeiten an, sondern zu allererst mit dem Wunsch, etwas verändern zu wollen. Deshalb lädt das Museum Angewandte Kunst mit der Ausstellung Ingrid Godon. Ich wünschte in einen Möglichkeitsraum ein, der nicht nur das Potenzial birgt, über die eigenen Wünsche zu reflektieren, sondern mit seinen gestalteten Atmosphären als Raum für Prozesse, Ereignisse und Diskussionen zur Teilhabe animieren möchte.
Die ausgewählten Illustrationen der international renommierten Künstlerin Ingrid Godon dienen hier als Ausgangspunkt für diese Reflexion; sie zeigen sich mal überlebensgroß, mal winzig klein. Zusammen mit Texten des vielfach ausgezeichneten Lyrikers Toon Tellegen öffnen Godons Bilder von Gesichtern ernster Kinder, wehmütiger Männer und nachdenklicher Frauen eine Tür für unsere Imagination. Während der gesamten Laufzeit verwandelt die für die Ausstellung konzipierte Klanginstallation sound 48H silence von d.o.o.r (Oona Kastner und Dirk Raulf) die Architektur des Museums in einen Klangkörper. Sie mündet am letzten Wochenende in einer 48-stündigen Live-Performance mit namenhaften internationalen Musiker*innen.
Zwischen den Wandillustrationen und Originalen der belgischen Künstlerin lädt außerdem ein Angebot an Musik, Performances und Workshops Besucher*innen jeden Alters zum sinnlichen Erleben, Verweilen und Wandeln ein.

Kurator von Ingrid Godon. Ich wünschte: Thomas Linden
Alle Informationen zum Programm unter: https://www.museumangewandtekunst.de/open-house

Ausstellungseröffnung 19:00 Uhr

(C) Ingrid Godon "Ich sollte"

Mittwoch 26. Februar: YACHT

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung spielt die Band YACHT (ein Akronym für “Young Americans Challenging High Technology”). Das sind Claire L. Evans, Jona Bechtolt und Rob Kieswetter. Für ihre neueste LP Chain Tripping erfand das Trio eine eigene Arbeitsmethode an der Schnittstelle von DIY und Hightech: Mit Hilfe neuronaler Netze generierten sie musikalische Rohdaten aus ihrer bisherigen Arbeit, die sie zu neuen Songs arrangierten, die sie dann einübten, aufführten und live aufnahmen. Anstatt sich auf ein einziges Werkzeug zu verlassen, brachten sie mehrere verschiedene KI-Prozesse zusammen: Textgenerierung (Char-RNN), Latenzrauminterpolation, Rohaudioerzeugung (SampleRNN) und einen “neuronalen Synthesizer” namens NSynth. Inspiriert wurden sie durch die lange Geschichte der generativen Komposition, von William S. Burroughs’ Cut-Up-Schrift bis hin zu David Bowies eigens entwickelter “Verbasizer”-Software aus den 90er Jahren.

Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt
Beginn: 20:30 Uhr

Mittwoch 26. Februar: Unter den Stollen der Strand. Fußball und Politik – mein Leben"

(Daniela)

Natürlich wäre ich da heute Abend zu gerne dabei. Dany ist ja mein Ex-Chef und das Thema interesiert mich sehr, aber ich muss arbeiten :-(

"Unter den Stollen der Strand. Fußball und Politik – mein Leben" (Verlag Kiepenheuer & Witsch) Moderation: Christoph Schröder

Grün ist der Rasen im Stadion und grün ist die Partei, die er mitbegründet hat: Daniel Cohn-Bendits Leben steht im Zeichen von zwei Leidenschaften, Fußball und Politik. Beidem widmet er seine lang erwartete Autobiografie, die bei dieser Lesung ihre große Premiere erlebt. Wir wissen nicht, ob der Fußball oder die Politik ihn so jung gehalten haben – wahrscheinlich die Kombination aus beidem –, aber dass Dany Cohn-Bendit, wie ihn alle nennen, noch mit 75 mit Verve und Temperament genauso für Europa wie für seine Frankfurter Eintrachtkämpft, ist unbestritten. Dabei stand er als Neunjähriger vor der Frage, ob er als Sohn vertriebener Juden die Deutsche Nationalelf anfeuern könne. Eine politische Frage, die bei ihm den Funken entzündethat, den er sich bis heute bewahrt.

Daniel Cohn-Bendit
gehörte zu den bekanntesten Gesichtern der französischen 68er, der APO und der Frankfurter Sponti-Szene, bis er sich der parlamentarischenPolitik zuwandte und den "Realo"-Flügel der Grünen mitanführte. 20 Jahre lang war er Mitglied des Europäischen Parlaments, 2014 zog er sich aus der aktiven Politik zurück.
Christoph Schröder ist Literaturkritiker und schreibt unter anderem für Die Zeit und die Süddeutsche Zeitung. Er ist Redakteur beim Journal Frankfurt.

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Studierende 4 Euro
Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten: kulturportal@stadt-frankfurt.de
Eine Verstaltung des Kulturamts Franfurt am Main in Koperation mit Deutsche Nationalbibliothek
Foto: Georg Kumpmüller-Jahn

Donnerstag, 27. Februar: Peer Gynt

(Martin)

Jetzt kommt er noch zweimal und dann nimmermehr: Peer Gynt!
Nach der Premiere im Mai waren alle Vorstellungen ausverkauft. Und jetzt ganz schnell und der Peer wird abgespielt sein. Nicht wirklich nachvollziehbar. Aber im Theater gilt: vorbei ist vorbei. Deshalb hin!
Tatsächlich gelingt es der Inszenierung mit zauberhaftem Bühnenbild und grandiosen Darsteller*innen eine absolut spannende Geschichte von Peer Gynt zu erzählen und entstehen zu lassen. Was ein Kerl...
In HR2-Kultur gab es eine enthusiastische Frühkritik:
„[…] Sie (die Inszenierung) hat mich komplett erfasst: Das waren fünf Stunden, fünf Stunden, in denen ich mich keine Sekunde gelangweilt habe, weil Kriegenburg diesen Text […] so toll, so klug ausgeleuchtet hat, auf der einen Seite analysiert und auf der anderen Seite eben auch ganz poetisch dargestellt hat. Also ein riesen Narrativ […] Es wird […] extrem gut inszeniert […] Es ist ein wahnsinniges Bühnenbild […], es hat etwas animalischen, es hat etwas großartiges, etwas düsteres, es hat etwas märchenhaftes, etwas mystisches und das nimmt in fünf Stunden überhaupt nicht eine Sekunde ab - das ist Wahnsinn. Und Max Simonischek, der den Peer spielt, der ist ein Berserker von Peer.[…]“

Donnerstag, 27. Februar um 19.00h(!) und
Derniere am Samstag, 07. März um 18.00h.
Schauspiel Frankfurt, Großes Haus am Willy-Brandt-Platz
Das Schauspiel Frankfurt ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: Hupfeld

Donnerstag, 27. – Samstag, 29. Februar: Family Milo Rau

(Martin)

Sensationell, dass Milo Rau mit seinem neuen Stück wieder im  Mousonturm zu sehen ist!
Zugegeben, es sind immer nicht die ganz einfachen Themen...
Zu sehen waren Five Easy Pieces über das Leben des Mörders und  Kinderschänders Marc Dutroux und „La Reprise“ über den homophoben Mord an Ihsane Jarfi in Liège.
Die neue Arbeit von Milo Rau nimmt nun wieder ein belgisches Verbrechen zum Ausgangspunkt – eine Familientragödie:
„2007 erhängte sich in Calais eine ganze Familie: ein Ehepaar und ihre zwei Kinder. Nie wurde ein Motiv für diese Tat gefunden. Der Abschiedsbrief sagt nur: „Wir sind zu weit gegangen, entschuldigt.“ Das Drama wird in „Family“ von einer echten Familie inszeniert: Die Schauspieler An Miller und Filip Peeters spielen nicht nur als Paar zusammen, sondern sie stehen zum ersten Mal mit ihren Töchtern Leonce und Louisa (13 und 14 Jahre alt) auf der Bühne. Gemeinsam rekonstruieren sie diesen mysteriösen Fall, folgen der Reise ihrer eigenen Familie und hinterfragen das Konstrukt „Familie“ vom ersten Date bis hin zu den dunkelsten Abgründen.“
Die große Kunst von Milo Rau ist es, theatralisch die Grenzen vom Abbild der Realität hin zur Fiktion verschwimmen zu lassen. Und dabei geht es nie nur um das Einzelne, also die alleinige Tat, sondern immer um mehr, um Hintergründe:
"Für Milo Rau ist das keine simple Einzeltat einer Familie, es ist ein Beispiel, in dem sich das Symptom einer kranken Gesellschaft zeigt, die sich ihre Zukunft nur als Dystopie vorstellen kann", so Eberhard Spreng im Deutschlandfunk Kultur (4.1.2019). Letztlich könnten weder Philosophie noch Psychologie Milo Raus "Familie" erklären. Am Ende bleibe mit der Frage nach dem Motiv der Tat die noch größere nach dem Sinn des Lebens. "Die ist nicht im Großen und Ganzen zu beantworten, sondern in der Freude an den kleinen Dingen, Gerüchen, Gefühlen, individuellen Vorlieben." Nachtkritik.

Unbedingt Karten sichern, wird schnell ausverkauft sein!
Donnerstag, 27.02., Freitag, 28.02. und Samstag, 29.02. um jeweils 20.00h im Mousonturm:
Family von Milo Rau.
Der Mousonturm ist behindertengerecht ausgestattet.
Foto: (c) Michiel Devijer

VORSCHAU
Freitag 28. Februar: HACKEDEPICCIOTTO


Gründungsmitglied von „Einstürzende Neubauten“ trifft Mitbegründerin der „Love Parade“. Das würde ich persönlich durchaus in die Kategorie legendär einstufen: „Hackedepicciotto sind Alexander Hacke und Danielle de Picciotto. Danielle de Picciotto zog 1987 nach Berlin, um die Leadsängerin der Band "Space Cowboys", Mitbegründerin der Love Parade, Musikerin bei Crime & The City Solution, Mitinitiatorin des Ocean Clubs mit Gudrun Gut und seit 2001 die Gangsterbraut in Alexanders Abenteuern zu werden. Alexander Hacke ist Gründungsmitglied und Bassist von Einstürzende Neubauten. Das im Jahr 2006 verheiratete Künstlerpaar hat seit fast zwei Jahrzehnten kreativ mit unzähligen internationalen Projekten kollaboriert und veröffentlicht regelmäßig eigene Kompositionen. "The Current" ist das vierte Album, das hackedepicciotto seit ihrem Entschluss im Jahr 2010 Nomaden zu werden aufgenommen hat. Es ist das bisher kraftvollste Album. Nachdem sie für ihre früheren Alben „Perseverantia“ und „Menetekel“ langsame und schwere Drones komponiert haben, bewegt sich ihr neues Album schneller und energischer. Alexander Hackes Verbindung zu den Einstürzenden Neubauten ist in vielen rhythmischen Tracks zu spüren. „Wir hatten das Bedürfnis, percussive Elemente und ungewöhnliche elektronische Klänge einzubeziehen, um einen starken Energiefluss zu erzeugen.“ Der klassische Hintergrund von Danielle de Picciotto ist ebenfalls prominenter geworden. Glorreiche Chöre und Violinen Harmonien fließen durch das Album und verleihen ihm einen fast symphonischen Klang. Das Künstlerpaar nennt seine Musik "cinematic-drone" und Ihr Album klingt wie der Filmtrack eines apokalyptischen Spielfilms der hoffentlich ein glückliches Ende hat.“
 
THE CAVE
Brönnerstraße 11, leider nicht barrierefrei
Beginn 20 Uhr
Tickets: VVK 16 Euro zzgl. Gebühren
Foto: Danielle de Picciotto

Freitag 28. Februar - 7. März: »cresc...«Bienale: HUMAN_MACHINE

(Daniela)

Heute startet die »cresc...«Bienale:
" Beim Festival »cresc...« bündeln alle zwei Jahre hochklassige Kulturinstitutionen der Region ihre Kräfte. Aus der Initiative des Kulturfonds Frankfurt RheinMain hervorgegangenen und von Ensemble Modern und hr-Sinfonieorchester Frankfurt veranstaltet, stellt »cresc...« auch in seiner 5. Ausgabe im Frühjahr 2020 ein breites Spektrum künstlerischer Ansätze, Positionen und Perspektiven in der Auseinandersetzung mit der Gegenwart vor. Mit dem Thema HUMAN_MACHINE steht diesmal das Verhältnis von Mensch und Technologie im Mittelpunkt, das durch das steigende Tempo technologischer Entwicklung zu einem Gegenstand utopischer ebenso wie alarmistischer Narrative geworden ist.

Alle Termine, Programme und Kartenpreise des Festivals »cresc…« findet ihr hier: www.cresc-biennale.de

Freitag 28. Februar: MUSIC DISCOVERY

(Daniela)

Die Begegnung verschiedener musikalischer Welten ist das Markenzeichen des »Music Discovery Project« des hr-Sinfonieorchesters. Ungewohnte Kontraste und Mischungen zwischen Klassik und Pop, Orchester und Elektronik stehen hier im Fokus. Zum Auftakt der cresc... Biennale für aktuelle Musik treffen diesmal im Spannungsfeld des Festivalthemas HUMAN__MACHINE die sphärischen Klänge des Theremins – eines der ersten elektronischen Musikinstrumente – auf die rhythmischen Kräfte des Rap und reichhaltige Orchesterfarben. Gäste des Musikevents sind die Theremin-Virtuosin Carolina Eyck, die dem 1920 entwickelten Vorläufer des Synthesizers ohne direkte Berührung geisterhafte Klangpatterns entlockt sowie die deutsche Rap-Legende Samy Deluxe. Gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester garantieren sie ein packendes »MaschinenWerk« voll grooviger Energie, Vokal-Akrobatik und satten Beats.

Jahrhunderthalle. Tickets hier.
Foto: Janik Zebrowski

Ab 13. Februar: FANTASTISCHE FRAUEN, SURREALE WELTEN

(Daniela)

Vom 13. Februar bis zum 24. Mai zeigt die SCHIRN: FANTASTISCHE FRAUEN. SURREALE WELTEN VON MERET OPPENHEIM BIS FRIDA KAHLO

Ich bin sehr gespannt auf die Ausstellung. Schaut mal im Schirn Magazin nach. Da gibt es sehr viele Hintergrundinfos, Filme, Audioguides etc...

"Göttin, Teufe­lin, Puppe, Fetisch, Kind­frau oder wunder­ba­res Traum­we­sen – die Frau war das zentrale Thema surrea­lis­ti­scher Männer­fan­ta­sien. Künst­le­rin­nen gelang es oftmals nur als Part­ne­rin oder Modell, in den Kreis rund um den Grün­der der Gruppe der Surrea­lis­ten André Breton einzu­drin­gen. Aller­dings zeigt sich bei genaue­rer Betrach­tung, dass die Betei­li­gung von Künst­le­rin­nen an der Bewe­gung wesent­lich größer war als allge­mein bekannt und darge­stellt.

Die SCHIRN präsen­tiert nun erst­mals in einer großen Themen­aus­stel­lung den weib­li­chen Beitrag zum Surrea­lis­mus. Was die Künst­le­rin­nen von ihren männ­li­chen Kolle­gen vor allem unter­schei­det, ist die Umkehr der Perspek­tive: Oft durch Befra­gung des eige­nen Spie­gel­bilds oder das Einneh­men unter­schied­li­cher Rollen sind sie auf der Suche nach einem neuen weib­li­chen Iden­ti­täts­mo­dell. Auch mit dem poli­ti­schen Zeit­ge­sche­hen, der Lite­ra­tur sowie außer­eu­ro­päi­schen Mythen und Reli­gio­nen setz­ten sich die Surrea­lis­tin­nen in ihren Werken ausein­an­der. Mit rund 260 beein­dru­cken­den Gemäl­den, Papier­ar­bei­ten, Skulp­tu­ren, Foto­gra­fien und Filmen von 34 inter­na­tio­na­len Künst­le­rin­nen bildet die Ausstel­lung ein viel­fäl­ti­ges stilis­ti­sches und inhalt­li­ches Spek­trum ab. Neben berühm­ten Frauen wie Louise Bour­geois, Frida Kahlo oder Meret Oppen­heim sind zahl­rei­che unbe­kannte, aufre­gende Persön­lich­kei­ten wie Alice Rahon oder Kay Sage aus mehr als drei Jahr­zehn­ten surrea­lis­ti­scher Kunst zu entde­cken.

Eine Ausstel­lung der SCHIRN KUNST­HALLE FRANK­FURT in Koope­ra­tion mit dem Loui­siana Museum of Modern Art, Humlebæk.

Alle Informationen zu Tickets, Führungen etc. hier.

Samstag 29. Februar: The Invitation 2020 mit DIE KAMMER, MILA MAR, DELVA

(Uwe)

Das Montez wird auf alle Zeiten meine Lieblingslocation sein. Dort heiratete ich und die eigene Hochzeit ist eben ein unschlagbarer Event. Jetzt lädt das Indie-Folk-Orchester Die Kammer dorthin zu ihrem Akustik-Festival ´The Invitation´ ein. Neben Die Kammer selbst werden die Klangkünstler von Mila Mar dabei sein, sowie die Folk- & Weltmusikformation DELVA aus München.  „Die Kammer“ ist eine Indie-Folk Band der Musiker Marcus Testory und Matthias Ambré. Standardbesetzung – neben den beiden Protagonisten – ist das sechsköpfige Alternative-Orchester – bestehend aus Cello, Viola, Violine, Tuba, Bass und Drums. Ambré/Testory treten aber auch als Duo oder in anderen Besetzungen in Erscheinung. Ihre vornehmlich englischsprachigen Songs erzählen skurrile und morbide Geschichten die von Melancholie, Vergänglichkeit und Tod, aber auch von unbeirrbarer Freude und Lust am Leben geprägt sind. In den Narrativen finden sich oft feiner Sarkasmus und subtile Gesellschaftskritik, sowie autobiografische Erfahrungen und persönliche Erlebnisse. Mila Mar: Mit eigener Sprache, treibenden Rhythmen, orchestral - melancholisch inszeniert, schaffen die vier KünstlerInnen einen unverwechselbaren Klang, der vermuten lässt das Eismeer läge im Orient. Wer sich weder Urlaub in ferne Länder, noch halluzinogene Drogen leisten kann oder will, der findet erfüllenden Ersatz in der Musik von MILA MAR.Orientalische Synthesizerklänge, irische & indische Flöten, Geige, afrikanische Djembe, Schlagzeug & der ungewöhnlich vielseitige Vier-Oktaven-Gesang von Anke Hachfeld erzählen archaische Geschichten - seelenhaft & ganz ohne verständliche Worte. Die Band DELVA aus München um die Schwestern Johanna und Judith Krins und den Gitarrist Michael Löwe vereint in ihrem Stil die hoffnungsvolle Melancholie des irishfolk, die Nachdenklichkeit des Liedermacher und die Energie aus Rock- und Weltmusik. Das Geheimnisvolle und Unterbewusste, verworrene Lebenswege und die Suche nach Beständigkeit sind der lyrische Gegenstand der Gruppe, die ihren stilistischen Horizont stets zu erweitern sucht
 
KUNSTVEREIN FAMILIE MONTEZ
Honsellstraße 7, barrierefrei
Beginn: 19 Uhr
Tickets: VVK 35 Euro zzgl. Gebühren
Foto: Dani Vorndran

Samstag 29. Februar: Scotch & Water

(Uwe)

Ich liebe es, Tourpläne von Künstlern zu lesen. In welchen Städten spielen sie? wie weit sind die Wege dazwischen? gibt es Pausen? kenne ich die Locations? etc. Scotch & Water sind vom 26.02 (Aschermittwoch) bis 08.03 unterwegs und spielt nach Bochum – München – Stuttgart am vierten Abend in der Frankfurter Brotfabrik.  Danach geht es nach Langenberg im Kreis Gütersloh. Die Städte danach sind dann wieder groß und bundesweit bekannt. Die junge Alternative/Indie-Band aus Hamburg schreibt über sich: „Music helps you find inner peace – even in tough situations. You choose the right music for your specific condition. While listening to Scotch & Water you better be in an old trailer driving through a foggy and abandoned forest – just as lonely as you can be. Take your time, inhale, exhale, release the weight from your shoulders. These songs are about brutal honesty and restrained hopefulness.“ . Die EP heißt Never Enough, Always Too Much, darauf findet sich handgemachte Musik mit der schönen Stimme Samira Christmann. Die Band läuft als Quintett auf dem Bild sieht man aber nur vier. Neben Bassist, Gitarrist und Drummer ist Produzent und Toningenieur Dennis Bajer wohl ein vollwertiges Bandmitglied.
 
Brotfabrik
Bachmannstr. 2-4, leider nicht barrierefrei
Beginn: 20 Uhr
Tickets: VVK: 12 € + Service- und VVK-Entgelt
Foto: Bjoern Weinbrandt

Samstag, 29. Februar: FFM/ Half Moon Run

(Andrea)

Nett sehen sie aus, die Herren von „Half Moon Run“ aus Montreal mit ihrem vielschichtigen Indie-Rock. Vorzuweisen haben sie zwei Studioalben mit Gold- und Platinstatus und ihr Sound ist mitreißend und doch melancholisch, zarte Gitarrensounds treffen auf Elektronikeinflüsse. In Kanada gelten sie jetzt schon als eine der aufregendsten musikalischen Vertreter ihres Genres. Mal reinhören? Bitteschön: https://www.youtube.com/user/halfmoonrunning

Batschkapp
Gwinnerstraße
Frankfurt
Barrierefrei

Donnerstag 5. März: „Inklusion & Vielfalt“, Abendgespräch mit Raúl Aguayo-Krauthausen

(Daniela)

Ich freue mich auf diesen bestimmt sehr spannenden Abend!

„An Inklusion kommt niemand vorbei!“ Dies ist spätestens seit 2008 so. Da hat die UN-Behindertenrechtskonvention „Inklusion“ als Menschenrecht für Menschen mit Behinderungen erklärt. Inklusion bedeutet „Enthalten sein“ und heißt, dass alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Doch was heißt das? Was braucht es, dass Inklusion gelingen kann? Wo gelingt sie? Wo nicht - und weshalb nicht? Warum haben so viele Berührungsängste mit Menschen, die eine Behinderung haben? Wie kann man und frau sie überwinden? Was können wir alle tun, damit „Inklusion“ zu einem Thema im positiven Sinne wird und so, dass sie „gelebt“ wird und keiner mehr von ihr spricht, weil sie einfach „normal“ ist?!

Diesen Fragen widmet sich die IGS Nordend in ihrer ersten Veranstaltung innerhalb der Veranstaltungsreihe „Abendgespräche“  und freut sich auf ihren Gast Raúl Aguayo-Krauthausen.  Krauthausen ein in Berlin lebender deutscher Aktivist für Inklusion und Barierrefreiheit, Gründer der Sozialhelden, studierter Kommunikationswirt und Design Thinker, der sich für unterschiedliche soziale Projekte einsetzt und selbst einige Projekte ins Leben gerufen hat. Er hat Osteogenesis imperfecta, ist auf einen Rollstuhl angewiesen und setzt sich ganz gezielt ein für Inklusion. Er möchte aufmerksam machen auf das, was gelingt, aber auch Augen und Ohren öffnen für jenes, was sich noch ändern muss. Mit Raul Krauthausen werden Schüler*innen mit und ohne Behinderung, Eltern, Lehrer*innen und alle an Inklusion Interessierten im Abendgespräch miteinander sprechen, reden, diskutieren, gebärden, hinschauen und hautnah erleben, wenn der Gebärdenchor der IGS Nordend die Veranstaltung eröffnet. Nicht nur die Gäste, auch die Besucher*innen kommen zu Wort, und vielleicht lassen sich alle inspirieren, denn „An Inklusion kommt niemand vorbei!“.

19.00 Uhr bis 21.00 Uhr
in der Aula des Günthersburggebäudes, barrierefreier Zugang

Donnerstag 5. März: Weval

(Uwe)

Die beiden Holländer Harm Coolen und Merijn Scholte Albers machen unter dem Namen Weval modernen Wohlfühl-Indieelectro. Auf Spotify verzeichnete ihr Song „Gimme Some“ bereits rund 11.500.000 Abrufe. Das ist durchaus beachtlich. Im letzten Jahr veröffentlichten sie mit „The Weight“ als ein neues Album. Ein verifizierter Käufer schrieb über die Platte bei Amazon: „… "The Weight" ist ein sehr gelungenes Album und sollte vor allem Freunde von etwas ruhigerer elektronischer Musik (z.B. Moby, Moderat, ...) ansprechen. Ich würde das ganze vielleicht als Ambient-Music mit Song-Charakter beschreiben. Von Effektgeräten verfremdete Stimmen geben einen recht eingängigen Refrain bzw. das markante melodische Element vor. Dazwischen und daneben gibt es allerhand … Spielereien aus den Synthesizern. Analog eingespieltes Schlagzeug sorgt für Groove und einen geerdeten Sound.“
 
ZOOM

Frankfurt, Brönnerstr. 5-9, leider nicht barrierefrei
Beginn: 21 Uhr
Tickets: VVK 18€ zzgl. Gebühren
Foto: Bibian Bingen

Donnerstag 5. März: "Ein KZ mitten in der Stadt"

Das Galluszentrum macht immer sehr gute Veranstaltungen.
Heute laden sie zum einem Film- und Diskussionsabend mit dem Titel  "Ein KZ mitten in der Stadt" ein.

Im August 1944 wurde auf dem Gelände der Adlerwerke im Frankfurter Stadtteil Gallus ein KZ-Außenlager mit dem Decknamen „Katzbach“ in Betrieb genommen.
1600 Häftlinge - vor allem aus Polen - erlitten hier unbeschreibliche Qualen. Nur wenige von ihnen überlebten.
Dieser Teil der Stadtgeschichte wurde in der Nachkriegszeit schnell verdrängt.

Die verschiedenen Filme nähern sich dem Schrecken an. Das besondere ist, dass auch Filme von Schuler*innen des Goethe Gymnasiums zu sehen sind.
Angeleitet wurden sie von Medienpädagog*innen und Filmemacher*innen des Gallus Zentrums. Sie zeigen einen jungen sowie informativen Blick auf ein Thema,
an das zu erinnern auch für unsere Zukunft von Bedeutung ist.

  • Interview mit Andrzej Branecki (einem der letzten Überlebenden)
  • Filme von Schüler*innen (Goethe Gymnasium/Gallus Zentrum)
  • Interview mit Lothar Reininger (letzter Betriebsratsvorsitzender der Adlerwerke).

Beginn 19.00 Uhr
Gallus Zentrum, Krifteler Str. 55, 60326 Frankfurt, barrierefrei

Freitag 6. März: Kirchner Hochtief

(Uwe)

Bei einem Konzert im Zoom erwähnte die Band Fortuna Ehrenfeld neulich „Kirchner Hochtief“ und lobte sie in höchsten Tönen. Seitdem wollte ich die live sehen und nun kommen sie freundlicherweise ins Studio vom Lotte Lindenberg. Die schreiben über das Projekt mit dem großartigen Namen: „Was tut man als Künstler im Jahr 2019, um seine Musik unter die Leute zu bringen?! Man gründet ein Imperium, kuratiert eine Kunstaustellung, bespielt die Club-, Festival- und Theaterbühnen, und veranstaltet ein Spektakel vom YouTube-Kanal über seine Insta-Storys bis in das klassische Feuilleton hinein. David Julian Kirchner wird mit seiner Company KIRCHNER HOCHTIEF (Das Frontline-Produkt der Kirchner Total AG) all das und noch viel mehr für uns tun! Auf dem Debut-Album „Evakuiert das Ich-Gebäude“ seufzt und schreit und bängt und schhhhhht und knurrt und summt KIRCHNER HOCHTIEF in deutscher Sprache - von Widersprüchen gezeichnet, als würden Patrick Bateman und Gordon Gecko zu Occupy aufrufen oder als wäre Bukowski im Suff bei den Beach Boys eingestiegen: singen und versingen ihre Songs - zerrissen zwischen Pop und Noise. Launische Konstrukte. Die rumpeln und taumeln naiv durch den Klangraum und verwandeln sich dann unvermittelt in komplexe harmonische Labyrinthe – fordern einen neuen deutschen Pop: einen, der der angepassten Radiomusik den Krieg erklärt. Gitarren wie Kathedralen, Tasten prügeln sich zu Melodien und die Schlagwerke und Rhythmusmaschinen grölen „WOW, REVOLUTION!“.“ Hingehen!
 
Lotte Lindenberg
Frankfurt, Frankensteiner Str. 20
Beginn: 21:30
Tickets: 11 Euro zzgl. Gebühren
Foto: Pressefoto Lotte Lindenberg

Freitag 6. März: METAL VS. AMBIENT

(Daniela)

Der österreichische Komponist Bernhard Gander thematisiert in seinem neuen Werk Oozing Earth die Urkraft der Elemente und den Kampf der Menschheit gegen die Natur. Zwei internationale Stars der Extreme Metal Szene – Flo Mounier (u. a. Drummer der Band CRYPTOPSY und VLTIMAS) und Attila Csihar (MAYHEM-Sänger und Stimme der Kult-Band SUNN O)))) – werden gemeinsam mit den Musiker*innen des ENSEMBLE MODERN Bernhard Ganders akustische Apokalypse am Freitag, den 6. März 2020 in der Frankfurter Batschkapp erstmals live entfalten.
 
Im zweiten Teil des Konzertes ist eine Uraufführung des norwegischen Komponisten Helge Sten zu hören. Der norwegische Komponist, Musiker und Musikproduzent Helge Sten ist Spezialist für den Brückenschlag zwischen experimenteller elektronischer Musik und dem individuellen Klang akustischer Instrumente. Seit Anfang der 90er Jahre entwickelt er seinen speziellen, wiedererkennbaren Sound: Einen atmosphärisch dichten und körnigen Minimalismus, der die Zeit verlangsamt und die Einzel-Partikel der Klänge selbst erforscht. Für das Ensemble Modern schreibt er ein Werk, bei dem er selbst als »Band-Mitglied« den Elektronik-Part übernimmt.
 
Tickets 19,-€/erm. 10,50€
Vorverkauf unter weitere Informationen unter www.cresc-biennale.de
am 6.3.2020 um 20:00
in der Batschkapp Frankfurt
Mit Attila Csihar (Voice), Flo Mounier (Drums), Helge Sten (Live-Elektronik), Ensemble Modern, Brad Lubman (Dirigent)

Samstag 7. März: SOULFOOD

(Daniela)

Ich hätte große Lust wieder mal tanzen zu gehen, dahr hoffe ich, dass ich es heute zu Soulfood schaffe!

No. 1 Funk'n'Soul Party in Frankfurt
Soul - Funk - Modern - Northern - Boogie - Discofunk - Oldschool Rap
facebook.com/Soulfoodfrankfurt
 
Djs: Sportwagen - greenkitchenclub.de/artists/dj-sportwagen/ & Mr. Brown - djmrbrown.de
Live: Felix Thomas / Gesang

Samstag 7. März 2020
Einlass 22 h
 Eintritt 10 Euro

James the Bar at the English Theatre
Gallusanlage 7, barrierefrei

Samstag 7. und Sonntag 8. März: 
Konzert

(Petra)

Christoph ist nicht nur der Mann meiner Lieblingsnachbarin, sondern auch ein großartiger Musiker. Deshalb heute ein für mich ungewöhnlicher Tipp unter dem Motto: Aus vollem Herzen üppig brasilianisch. CriCri Brasil heißt die Formation um den Frankfurter Musiker Christoph Aupperle (der auch die meisten Stücke komponiert und arrangiert hat) mit Viviane de Farias, Mauro Martins, Dalma Lima, Geovany da Silveira und Julian Keßler. Und Grammy-Gewinner Ivan Santos hat die Texte beigesteuert. Die Musiker bringen dabei reiche Erfahrungen aus vorangegangenen Projekten mit. Besonders erwähnenswert ist „Balakumbala“ von Viviane de Farias und Mauro Martins. Sie haben hier mit Bass und Stimme experimentiert und eine sehr virtuose und poetische afro-brasilianische Zwiesprache hervorgebracht, die weit über die Landesgrenzen hinaus zu vernehmen war. Nur ein Beispiel für die verschiedenen musikalischen Wahlverwandtschaften der Musikerinnen und Musiker, die eine ganz persönliche Melange música popular brasileira (MPB) versprechen. Plus eine Prise Jazz. Wer das verpasst, hat am 13. März noch eine weitere Chance in der Bessunger Knabenschule in Darmstadt. Für alle gibt es ab Ende 2020 auch eine CD.

Cri Cri Brasil & Viviane De Farias
Jazzkeller, Kleine Bockenheimer Str.18a, leider nicht barrierefrei
Uhrzeit: Samstag 21 Uhr/Sonntag 20 Uhr
Eintritt: Samstag 20 Euro/Sonntag 15 Euro

Donnerstag 12. März: Wolf Maahn


Neulich beschrieb ich woanders zehn Lieder mit herausragender Bedeutung für mich. Eins davon (Nummer 2 von 10) war „Ich wart´ auf Dich“ von Wolf Maahn: „Nachdem ich in der ersten Hälfte der 1980iger Jahre zunehmend die Schlagerelemente in der deutschen Musik zurückdrängte und bei Extrabreit, Marius Müller-Westernhagen oder BAP gelandet war, wehte mir das Schicksal im Sommer 1987 Klänge von Wolf Maahn ins Ohr. Ich war relativ zeitig bei einer 18. Geburtstagsparty eines guten Freundes eingelaufen und da der Zugang zum Plattenspieler zu der frühen Zeit noch nicht von den 80iger Discofreunden versperrt war, nutzte mein Freund Mario die Gunst der Stunde und spielte „Ich wart auf Dich“ von Wolf Maahn. Was für eine Nummer („… ich bin müde und ich wünsch´ mir jetzt ein Kleid voller Leben …“), aus meiner Sicht noch heute eins der stärksten deutschsprachigen Lieder überhaupt. Ich stand zwischen den anderen und wusste, dass ich mehr von solchen guten Sachen hören wollte. Mario reagierte auf das einsetzende Murren des Partyvolks, das lieber stimmungsvollere Partylieder hören wollte und legte nach diesem Song „Alles Lüge“ von Rio Reiser auf, den ich bis dahin auch noch nicht kannte; danach wurde er vom Plattenteller verjagt. Am übernächsten Tag ging ich nach der Schule in Darmstadt in einen Plattenladen und kaufte mir das Album „Kleine Helden“. Ich entdeckte Wolf Maahn zu einem Zeitpunkt für mich, zu dem er seine Begleitband „Deserteure“ auflöste und ein Album in englischer Sprache veröffentlichte was mich etwas verstörte. Trotzdem besuchte ich zu dieser Zeit mit Mario und dessen Bruder mein erstes Wolf Maahn Konzert. Er spielte mit Westernhagen und Grönemeyer bei einem Open Air Festival im Saarland. Wir standen vor rund 30 Jahren auf einem vom Dauerregen überschwemmten Aschesportplatz in St. Wendel und Maahn spielte selbstverständlich „Ich wart auf Dich“. Seitdem habe ich ihn bestimmt 25x gesehen und besuche immer noch jedes Konzert von ihm in der Nähe (so auch das in der Brotfabrik). Er veröffentlicht weiterhin Platten, auf denen sich immer wieder sehr schöne Nummern wie „Stunde um Stunde“ oder „Vereinigte Staaten“ finden, ein „Ich wart auf Dich“ schreibt man aber nur einmal im Leben (vielen Künstlern gelingt es überhaupt nicht).
 
Brotfabrik
Bachmannstr. 2-4, leider nicht barrierefrei
Beginn: 20 Uhr
Tickets: VVK: 28 € + Service- und VVK-Entgelt
Foto: Angelika Maahn


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