31.01.2020
Inhalt: Glückwunsch: Künstlerhaus Mousonturm!! / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / ZU GEWINNEN / G E R O L L T E S - von Hochzeiten des Hochadels, bierseligen Fans und Großwildjagden / Zum Abschluss noch etwas Sinnloses zu unpassender Stadionmusik / Freitag, 31. Januar: 
Vernissage / Freitag, 31. Januar: Of/ Kick off Windpark Hugo-Skizze / Freitag, 31. Januar: Of/ Meine geniale Freundin, Teil 6 & 7 / Samstag, 1. Februar
: Tanzen / Samstag 1.-Montag 3. Februar: Flags Paula Rosolen / Haptic Hilde / Samstag, 1. Februar: Of/ Science Slam / Samstag, 1. Februar: Of/ Robert Johnson Theorie / SUCHE / BIETE / Montag, 3. Februar: Of/ Radentscheid / Dienstag 4. Februar: A PROJECTION / Dienstag 4. Februar: SEA GIRLS / Mittwoch, 5. Februar: Of/ Grand Hotel Budapest / Donnerstag 6. Februar: Kleidertauschparty / Donnerstag, 6.Februar: Of/ Winterwerft Eröffnung / Freitag 7. Februar: THE KUTIMANGOES / Freitag: 7. Februar: DISILLUSION / VORSCHAU / Samstag, 8. Februar: Of/ Carpernaum / Sonntag, 9. Februar: FFM/ Schoolboy / 10. Februar: Of/ Tod eines Handlungsreisenden / Montag 10. Februar: LINA MALY / Freitag 14. Februar: VELVET TWO STRIPES / Freitag 14. und Samstag 15. Februar: hr-Bigband trifft Lateinamerika / Samstag, 15. + Sonntag, 16. Februar: Die Kränkungen der Menschheit / Montag 17. Februar: ALGIERS / Freitag 21. Februar: Time for T / Samstag, 22. Februar: Of/ Hafen 2 Geburtstag / Montag, 24. und Dienstag, 25. Februar: Tanz / Mittwoch 26. Februar: Unter den Stollen der Strand. Fußball und Politik – mein Leben" / Donnerstag, 27. – Samstag, 29. Februar: Family Milo Rau / Impressum
Glückwunsch: Künstlerhaus Mousonturm!!

2006 begann ich mit den Ausgehtipps. Zuerst schrieb ich alleine.
Irgendwann fragte ich meine Freundin Petra Manahl, ob sie ab und zu Lust hätte, Literaturtipps zu schreiben, da sie Bücher nur so verschlingt und so entstand die Rubrik "GEDRUCKTES". Da Petra gerade viel Stress im Job hat, kommt sie kaum noch zum Lesen, aber dafür gibt es immer wieder Ausgehtipps von ihr. Etwas später lernte ich Andrea Ehrig kennen, die sich verdammt gut in der Kulturszene Offenbachs auskennt und dann begegnete mir bei einem Barabend im Hotel Nizza Martin Grün und auch überredete ich, für die Ausgehtipps zu schreiben. Als letztes hinzugekommen ist Uwe Schwöbel. Ich hatte ihn mal auf einem Fußballturnier kennengerlernt, wir hatten uns über Facebook befreundet und mir gefielen seine wunderbaren, selbstironischen Texte gut. Drei Jahre später schrieb ich ihn an und fragte ob er mal Lust auf 'nen Wein hätte ... das Ergebnis: ich habe nicht nur einen tollen Autor ("GEROLLTES" & Konzerttips), sondern auch einen wunderbaren Mann gefunden..



Jede*r von uns hat seinen redaktionellen Schwerpunkt. Jeder*r kann schreiben was er/sie möchte. Ich zensiere nicht. Nur das Vorwort ist in der Regel mir überlassen.



Heute überlasse ich es jedoch Martin. Martin schreibt ja vor allem über das Theater und das macht er mit so einer großen Leidenschaft, dass er nicht nur mich, sondern wie wir wissen, auch viele von Euch mit seiner Leidenschaft ansteckt, begeistert und ins Theater lockt. Heute möchte er jemanden beglückwünschen.


Martin schreibt:


Herzlichen Glückwunsch: Künstlerhaus Mousonturm!
Am Dienstag war in der Theaterszene die Aufregung groß. Die deutschsprachigen Bühnen erwarten jährlich die Bekanntgabe der zehn ausgewählten bemerkenswertesten Inszenierungen zum Berliner Theatertreffen wohl genau so gespannt, wie die Filmwelt die Verleihung der Oscars.
GROßARTIG: Der Mousonturm hat mit zwei Ko-Produktionen und einer Produktion abgeräumt!

  • Rimini Protokoll (Helgard Haug): Chinchilla Arschloch waswas. Nachrichten aus dem Zwischenhirn (gemeinsam mit dem Schauspiel Frankfurt)
  • Florentina Holzinger: Tanz
  • Anta Helena Reckes: Die Kränkungen der Menschheit

Insgesamt werden also drei vom Mousonturm (ko)produzierte Inszenierungen nach Berlin reisen! Deshalb - and the winner*in: kommt aus Frankfurt.
 Wenn man sich klar macht, dass die Jury sich 432 Inszenierung in 56 deutschsprachigen Städten angeschaut hat, dann 35 Inszenierungen vorgeschlagen und diskutiert wurden, davon 10 eingeladen werden und dann davon an drei Stücken der Mousonturm beteiligt war – das ist schon ‚ein starkes Stück’!


Das Beste: Am 15. und 16. Februar ist ‚Kränkungen der Menschheit’ von Anta Helena Reckes im Mousonturm zu sehen – dies war auch schon letzte Woche eine Vorankündigung (s.u.) hier in den Ausgehtipps mit der Bitte, euch rechtzeitig Tickets zu besorgen.
 Also nicht verpassen, sonst müsstet Ihr nach Berlin fahren..."

Recht hat er, danke Martin!

Auch ich gehe heute Abend ins Theater. Nein, es ist kein Stück, das Martin empfehlen würde: "90+6 Eintracht & Bühne - Fußball & Theatertalk" u.a. mit Peter Fischer und Steppi in der neuen FLIEGENDEN VOLKSBÜHNE

 und morgen gehts dann nach Düsseldorf meine Freundin Birgit besuchen. Nein, nix Altbier in der Altstadt und shoppen auf der KÖ... wir gehen ins Stadion...

Lebt wild!
Daniela

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
(Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr).
Wenn Du eine Rechnung benötigst, dann schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

ZU GEWINNEN

Antworten für die folgenden Tickets bitte an schwoebke@aol.com
Die Gewinner*innen werden von Uwe benachrichtigt

1 x 2 Gästelistenplätze für KUTIMANGOES am 07.02 in der Brotfabrik. Frage: Wie weit ist es zwischen zwischen Lagos und Kopenhagen (Luftlinie)?

1 x 2 Gästelistenplätze für Lina Maly am 10.02 im Zoom. Frage: Welchen Song spielten die Bremer am letzten Sonntag im Stadion (siehe GEROLLTES)?

1 x 2 Gästelistenplätze für VELVET TWO STRIPES am 14.02 im Cave. Frage: Wie heißt der Drummer von Algiers (siehe 17.02)?

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de  (Die Gewinner*innen werden von Andrea benachrichtigt)

2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert Schoolboy am Sonntag, 9. Februar, in der Kapp. Die Gewinnfrage lautet: Was kosten die Tickets für das Hafenfestival am 22.2.?


G E R O L L T E S - von Hochzeiten des Hochadels, bierseligen Fans und Großwildjagden

(Uwe)

Schalke spielte am letzten Samstag bei den Bayern und der Bezahlsender Sky übertrieb es etwas mit den Vorberichten zum Topspiel. Wie bei der Liveübertragung einer Traumhochzeit eines wichtigen Mitglieds eines europäischen Königshaus startete die Übertragung des Bundesligaspiels mit einem beträchtlichen Vorlauf. Die Rolle des legendären TV-Adelsexperten Rolf Seelmann-Eggebert, der mit einem unglaublichen Detailwissen („das ist ein spanischer Großcousin von Prince Charles, der erschoss vor einigen Jahren auf der Wildschweinjagd versehentlich seinen Jagdpartner“, „das ist ein alter Freund Harrys aus der Armee, er verlor in Afghanistan ein Bein“, „der Hut der Gräfin besteht aus feinsten Fasern eines Seidenspinners“) die Stunden bis zur Trauung verkürzte, sollte bei Sky teilweise Ingo Anderbrügge übernehmen. Der Schalker Altstar saß bereits zur Mittagessenszeit (Anstoß war erst um 18:30 Uhr) mit einer in einem königsblauen (Schalker Vereinsfarben) Kleid gekleideten Sky Moderatorin („keine Absicht“) im Studio. Beide unterhielten sich über Belanglosigkeiten. Mehr taten der charismatische und eloquente Berliner Weltmann Seelmann-Eggebert und Co. früher auch nicht, es steckte aber deutlich mehr Leben in der Unterhaltung als in der zwischen dem aus Datteln stammenden Fußballer Anderbrügge, der das Ruhrgebiet allenfalls für Auswärtsspiele verlies, und der Sky Moderatorin („der Dävid Wagner ist ein feiner Kerl“, „ich habe mit Schalke mal bei den Bayern gewonnen“..). Immer mal wieder wurde zu einem Fanfest der Schalker in München geschaltet. Vor der Halle (darin waren Kameras nicht erlaubt) stand ein Sky Außenreporter, der angetrunkener wirkte, als die teilweise sehr bierseligen Schalke-Anhänger, die er interviewte. Gott sei Dank wurden um 15:30 Uhr die Mittagsspiele angepfiffen. An deren Ende wusste ich ehrlicherweise nicht so recht, ob ich mich (bei aller Sympathie für die Eintracht) über den Sieg der SGE gegen RB Leipzig freuen sollte. Ich mag die Leipziger (wie eigentlich alle Fußballfans) nicht, aber ich will, dass Bayern München in dieser Saison in keinem Fall Meister wird. Da sind mir selbst die Brausekicker lieber. Nach den Mittagsspielen setzten sofort die Vorberichte für das große Spitzenspiel wieder ein. Auch wenn Lothar Matthäus wegen einem Foul an dem damals 35jährigen Grabowski in 1980 in Frankfurt teilweise immer noch verachtet wird (er wurde von SGE Fans quasi zu lebenslangen emotionalen Sicherungsverwahrung verurteilt), finde ich, dass er ein herausragender Fußballer war. Als Sky Experte ist er aber in etwa so überflüssig wie ein Kropf, dem umgangssprachlichen Sinnbild eines überflüssigen Nachteils, ähnlich wie dies für den Buckel gilt. Apropos: Lothar „buckelte“ vor laufender Kamera beim Schalker Aufsichtsrat Clemens Tönnies, der für seine Äußerung "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren." völlig zurecht von der Öffentlichkeit angegangen, von Vereinsgremien aber unverständlicherweise nur sehr milde „bestraft“ wurde. Matthäus und der Sky Reporter zeigten sich gnädig mit Clemens (laut seinem Namen ist eigentlich er „der Gnädige“) und unterhielten sich am Ende darüber, was für ein faszinierender Kontinent Afrika sei. Das war letztlich ärgerlicher als das Spiel, das bereits nach 6 Minuten entschieden war. Es hätte am Ende auch zweistellig für Bayern ausgehen können, so schlecht spielten die Königsblauen. Wen interessierten danach noch monotone Analysen von Anderbrügge, eine Schaltung zum Fanfest mit frustbesoffenen Schalker Anhängern nebst anbiedernden Sky Außenreportern und ein gemeinsames Abendessen von Thönnies mit Lothar, der für seine Resozialisierungsoffensive sicher mit einer LKW Ladung Fleisch aus Clemens Fleischparadies oder einer Einladung zu einer Großwildjagd im schönen Namibia belohnt wurde.

Zum Abschluss noch etwas Sinnloses zu unpassender Stadionmusik

Die Bremer verloren am Sonntag zuhause gegen die TSG Hoffenheim mit 0-3. Als Verteidiger Kevin Vogt interviewt wurde, lief über die Stadionboxen im Hintergrund mit dem U2 Klassiker „Sunday Bloody Sunday“. Während Vogt also über die vielen Gegentore an diesem Sonntag sprach, sang Bono zeitglich über den „Bloody Sunday“ - Vorfall in Derry 1972, bei dem britische Truppen unbewaffnete Demonstranten und andere Personen erschossen. Dagegen ist eine hohe Heimniederlage im Abstiegskampf vergleichsweise belanglos.

Freitag, 31. Januar: 
Vernissage

(Petra)

Zum 40. Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Tel Aviv und Frankfurt präsentieren fünf Tel Aviver und fünf Frankfurter Künstlerinnen und Künstler im Kunstverein Familie Montez gemeinsam die Ausstellung “Echos“. Sie vereint verschiedenste prägnante Positionen der Gegenwartskunst, die im Sinne des Titels auf vielfältige Art zueinander in Beziehung stehen. Liest sich verheißungsvoll – und ich fürchte, meine Reisesehnsucht wird anschließend noch größer sein.

ECHOS – Kooperation Tel Aviver und Frankfurter Künstlerinnen und Künstler, mit: Dan Arieli (Fotografie), Yair Barak (Video/Fotografie), Jochen Fischer (Handzeichnung), Gary Goldstein (Handzeichnung), Gabriele von Lutzau (Skulptur), Rainer Raczinski (Polaroid), Julia Roppel (Malerei), Tamir Shefer (Malerei/Video), Eli Singalovski (Fotografie), Susanne Windelen (Installation)

Eröffnung, Einführung: Prof. Nadja Mayer, University of Applied Science Mainz, (Ausstellung bis 22.02.)
Kunstverein Familie Montez
Unter der Honsellbrücke, Uhrzeit: 19 Uhr, Eintritt: frei, barrierefrei: ja

Freitag, 31. Januar: Of/ Kick off Windpark Hugo-Skizze

(Andrea)

Kurz Augen reiben, erst dachte ich ein Wintergarten und bei Windgarten am Hugenottenplatz fällt mir erstmal nur ein und auf, dass das tatsächlich eine zugige Ecke ist. Also erstmal weiterlesen: "Aus den lieblos quadratischen Baumeimer-Reihen "(sollen) "werden mit von den Initiativen Essbare Stadt Offenbach & Stadtbiotop Offenbach bepflanzten Anbauelementen begehbare Hügel, über denen vertikale Windräder Energie produzieren. Der Vorschlag an die Stadtplanung war dabei, das mit einem noch blitzschnell gemeinsam abzuschickenden Antrag für die "Ab in die Mitte"-Innenstadtförderung zu finanzieren. Amtsentscheidungsbedingt spät aber doch haben sich Stadtplanung und Lenkungsausschuß entschieden, dass sie dabei wären, wenn "wir" es noch schaffen bis zum 5.2. dafür einen Antrag samt Finanzplan hinzukriegen. Grundsätzlich werden die Chancen den Antrag mit so etwas durch zu bekommen als gut eingeschätzt. Dieses "wir" heißt aber im Moment leider noch sehr wenige Leute, könnte was damit zu tun haben, dass noch kein Geld da ist.. Da aber bis zum 5. eine Bewerbung, ein Finanzplan, ein 90Sec.-Bewerbunbgsvideo und noch ein paar mehr Skizzen und Ideen als meine eigenen (siehe oben) dafür her müssen, hier an Jede/n die/den es auch interessiert den Hugo endlich bewohnbarer & grüner zu machen: Kommt Freitag, Montag und Dienstag nachmittag ab 16h bis open end im Commons Cafe vorbei und bringt euch ein. Viele Bilder zum bemalen, Farben, Marker, Stifte,Internet, Excel, Kaffee & Bier sind da. Bitte in den Kommentaren Bescheid sagen ob, wann und für was jemand von euch vorbeikommen kann und möchte und bittebittegerne auch weitere wirklich Interessierte einladen. Helft mit und wir können -endlich- einen grünen Hugo schaffen!-georg" OK. Also, Schuhe und Jacke an und auf ins

Common Cafe im Digital Retro Park
Frankfurter Straße 13-15 !!!
https://www.facebook.com/events/168166351136950/

Freitag, 31. Januar: Of/ Meine geniale Freundin, Teil 6 & 7

(Andrea)

Elena Ferrantes Roman-Tetralogie über zwei Freundinnen aus einem Armenviertel Neapels wurde in 40 Ländern mehr als 10 Millionen Mal verkauft. In Kooperation mit Rai Fiction und TIMvision hat HBO den ersten Band, „Meine geniale Freundin“, als Serie verfilmt: kongenial und mit superstarken Laiendarstellerinnen, wunderbar auch auf der großen Leinwand. Heute zeigt Ida mit dem 6. und 7. Teil der kongenialen Literaturverfilmung von Elena Ferrantes Bestseller "L'amica geniale". (Meine geniale Freundin) Italien 2018, O. m. U., Regie: Saverio Costanzo, Darsteller*innen: Margherita Mazzucco, Gaia Girace, Elisa del Genio, Ludovico Nasti Einlass & Essen 19 Uhr Filmstart 20 Uhr Kinokarte 9 €; für Schüler*innen/Student*innen/Azubis/Filmklubb-Mitglieder 7 €

Filmklubb
Isenburgring 24
Offenbach
Nicht barrierefrei 

Samstag, 1. Februar
: Tanzen

(Petra)

Ata legt auf. In der TorBar. Muss man mehr wissen für Samstagnacht? Zumal ich das Pop-Up-Projekt zu Kunst und Genuss in der Allerheiligenstraße sehr spannend finde. Momentan ist das temporäre Bar-Projekt ansonsten temporär geschlossen (zur „Sortierung“ von Genehmigungen, heißt es). Also eine gute Gelegenheit heute mal reinzuschauen, einen Drink zu nehmen und abzudancen.

Full Rouge – Volume 1, Ata – Horkheimer, Ort: TorBar, Adresse: Allerheiligenstraße 16, Uhrzeit: 22 - 6 Uhr, Eintritt: k. A., barrierefrei: k. A.

Samstag 1.-Montag 3. Februar: Flags Paula Rosolen / Haptic Hilde

(Martin)

Da in dem Newsletter das Thema Fußball immer wieder eine große Rolle spielt, ist Flags im Mousonturm vielleicht eine gute Gelegenheit für alle Stadiongänger*innen – denn es geht um ein Utensil, das für mich als ‚Nicht-Fußballgänger’ untrennbar mit einem Spiel verbunden ist.

Auch der Mousonturm sieht die Parallele: „Flaggen und Fahnen sind aus unserem Leben nicht wegzudenken. Sie markieren die Zugehörigkeit zu einem Fußballclub im Stadion oder repräsentieren eine Nation bei einem Staatsempfang. Sie werden beim Twirling kunstvoll durch die Luft geschleudert und kommunizieren Signale und Botschaften in der Schifffahrt und im Militär. Auch wenn sich Menschen dank Satelliten und Breitbandnetzen nahezu in Echtzeit über große Distanzen verständigen können, Flaggen bleiben bei der Übertragung von Botschaften wichtig. Die Frankfurter Choreografin Paula Rosolen macht deshalb diese ignorierten Kommunikationsmittel zum Mittelpunkt ihrer neuen Arbeit. Sie überblendet unterschiedliche Gebrauchs- und Zeichensysteme von Flaggen und kreiert eine eigene Zeichensprache. Das Theater wird zum Experimentierfeld, in dem – Missverständnisse und Fehlleitungen inbegriffen – grundlegende Prinzipien der Kommunikation spielerisch erlebbar werden, gültig auch in Zeiten der Binärcodes.“

Flags von Paula Rosolen / Haptic Hilde am Samstag, 01.02. um 20.00h. Sonntag, 02.02. um 18.00h und Montag, 03.02. um 20.00h im Mousonturm.
Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: (c) Paula Rosolen / Haptic Hilde

Samstag, 1. Februar: Of/ Science Slam

(Andrea)

Ok, gestern Commons Cafe, warum dann heute nicht einfach nochmal? Yeah, dort treffen sich heute erstmals Science Slammer unterschiedlicher Disziplinen, was sehr lustig sein dürfte. " Science Slam ist die Wissenschaftiche Variante des Poetry Slam, hier zeigen Menschen ihre Forschung mit unterhaltsamen Folien und viel Witz!Es wird gelernt und gelacht. Moderiert wird die Veranstaltung von Martin Weyrauch Teilnehmer*innen: Fabienne Pasternak (Soziologie) Moritz Michael (Medizin) Juston Buße (Soziologie) Thorsten Conrad (Physik) Eintritt: TBA Beginn: 20 Uhr

Commons Cafe
Frankfurter Straße 13-15
63065 Offenbach am Main
Nicht barrierefrei

Samstag, 1. Februar: Of/ Robert Johnson Theorie

(Andrea)

Seht´s mir nach, wenn ich mir jetzt nicht die Mühe einer Übersetzung mache. Und wer die Theorielessons im RJ kennt, weiß, was ihn erwartet: "The early years of House, Acid and Techno in the second half of the Eighties proved to be a laboratory, where likeminded activists met, became friends and soon after laid out the foundations of what was to come in the Nineties and beyond. Finland was no exemption to this. Founded in 1993 by two friends in Turku (later relocating to Helsinki), Tommi Grönlund and the late Mika Vainio, Sähkö Recordings established an aesthetic of its very own, mainly credited to a string of releases featuring Vainio’s clear, subtle and reduced, at times rhythmic and harsh sounds; accompanied by Grönlund’s distinctive, yet minimal graphic design—a total work of art, that set the label miles apart from their contemporaries. Frequent collaborators include Jimi Tenor, Sähkö's catalogue includes releases from Tin Man to Martin Rev of Suicide. Robert Johnson Theorie invites Tommi Grönlund to talk about Sähkö’s origins in the early finnish rave scene, progressing from underground activism to the formation of a record label, its sonic and aesthetic idiosyncrasies, its key releases and sublabels, and the artists that made and shaped them. Tommi Grönlund’s works oscillate between architecture, fine arts and music, with participations in exhibitions worldwide and as renown as the Venice Biennial, partnering with Petteri Nissunen as Grönlund/Nissunen. He has been granted the Leonardo da Vinci World Award of Arts in 2013 for his contribution to contemporary arts. Tommi Grönlund (*1967 Turku, Finland) lives and works in Helsinki, Finland. Followed by: Aleksi Perälä (live), Pearson Sound, Anna Hjalmarsson In cooperation with Prof. Heiner Blum and Patrick Raddatz of the University of Art and Design Offenbach, Robert Johnson Theorie invites prominent and expert guests—sound specialists, musicians, authors, academics and DJ’s—to a series of lectures and talks on the topics of club culture, production and reception of electronic music. The events open two hours ahead of the club opening, blending into the subsequent club nights. The admission is free. www.heinerblum.de/arbeiten/situative-projekte/robert-johnson-theorie/ www.robert-johnson.de

Robert Johnson
Nordring 131
63067 Offenbach am Main

SUCHE / BIETE

Christian bietet: Gewerbeobjekt in F-Sachsenhausen (Niersteiner Straße) in ehemaligem Ladengeschäft. Nutzfläche ca 50 qm, aufgeteilt in 2 Büros (ca 12 und ca 25 qm), plus Teeküche und Lagerraum. Erdgeschoss/Souterrain, die Räume haben aber hohe Decken und sind schön hell. Einstieg als Untermieter mit 2-3 Arbeitsplätzen ist per sofort, die vollständige Übernahme wäre ab Juni möglich.2 Arbeitsplätze können für 350 Euro, drei Arbeitsplätze für 470 Euro angemietet werden. Möbel sind zum Teil vorhanden. Miete versteht sich inklusive NK (Strom, Wasser, Heizung etc), aber zzgl. MwSt. (Gewerbemietvertrag) Schnelles Internet und Telefon vorhanden (1&1 Business).
Telefon 0175 / 279 72 70 // eMail: chris@peacelounge.com

Gesucht sind wieder gut erhaltene Kleiderspenden!
Ein Jubiläum steht bevor: Zum 20. Mal veranstaltet der Frankfurter Kinderschutzbund am 7. März den großen Hilton-Basar.
Bei dem Benefiz Basar werden gut erhaltene Damen-, Herren- und Kindermode, Schuhe, Taschen, Accessoires und Modeschmuck verkauft. Auch in diesem Jahr unterstützt das Hilton
Frankfurt City Centre den Basar und stellt für den Verkaufstag seinen Ballsaal in der ersten Etage zur Verfügung.
Für unsere Kleidersammlung benötigen wir wieder die Hilfe der Frankfurter Bürgerinnen und Bürger. Wer in seinem Kleiderschrank Platz für die Sommermode macht und gut erhaltene Damen-, Herren- und/oder Kinderbekleidung zu verschenken hat, ist herzlich eingeladen, diese für unseren Hilton-Basar zu spenden. Ab dem 21. Januar bis zum 29. Februar ist unsere bekannte Sammelstelle in der Lyoner Straße 14 wieder geöffnet.
Abgabestelle :
Lyoner Straße 14
60528 Frankfurt Niederrad (Parkplatz vorhanden)
dienstags 10-13 Uhr, donnerstags 15-18 Uhr, samstags 11-13 Uhr
Gesucht werden gut erhaltene Kleidung für Damen, Herren und Kinder, Damen- und Herrenschuhe, Sportkleidung, Taschen, Hüte und Accessoires.
Der Erlös des Basars geht an den Frankfurter Kinderschutzbund. Durch vielfältige Angebote und Projekte setzt sich der Verein für die Interessen und Rechte von Kindern in Frankfurt ein.

Montag, 3. Februar: Of/ Radentscheid

(Andrea)

Darmstadt, Frankfurt und Kassel haben es vorgemacht. Kann Offenbach das auch? Fragen die Initiatoren. Unter uns,ich glaube nicht ganz daran - Frankfurt hat sogar eine Fahrradstaffel eingeführt, die auf Fahrradwegen parkende Autos abschleppt und wenn ich hier in der 30er Zone erlaubt gegen die Einbahnstraße fahre, habe ich das Leichenhemd an...Aber es wäre schon schön, wenn den Radlern mehr Raum eingeräumt wird und Radfahren gestärkt wird: "Wir möchten die Frage in den Raum stellen, ob sich in Offenbach aktive Menschen finden, die auch hier einen Radentscheid initiieren wollen. Deswegen haben wir Aktive aus anderen Radentscheiden eingeladen, die gemeinsam mit uns diskutieren, was alles zu einer erfolgreichen Kampagne dazugehört und woran andere Bürgerbegehren gescheitert sind. Wir wollen herausfinden, was wir wollen, wie es funktioniert, was besser gemacht werden kann und was auf die Akteur*innen zukommen würde. Der Abend soll als Stimmungstest der Offenbacher Fahrradgemeinschaft dienen und potentielle Akteure miteinander vernetzen.  Ab 19.00 Uhr in die afip.

afip!« — akademie für interdisziplinäre prozesse
ludwigstraße 112a
offenbach 

Dienstag 4. Februar: A PROJECTION

(Uwe)

Die 2013 in Stockholm gegründete Post-Punk-/Indie-Formation A PROJECTION musste sich nach ihren ersten beiden Veröffentlichungen, „Exit“ (2015) und „Framework“ (2017), quasi neu erfinden. Sänger Isak Erikson stieg aus, an den Nachfolger bestanden hohe Anforderungen, der originelle Vibe der Band sollte weiterhin getroffen und die Inspirationsquellen aus den späten 70ern und frühen 80ern nicht geleugnet werden. Die Herkulesaufgabe wurde mit Bravour gemeistert, Rikard Tengvall (vorher Bass) übernahm und füllt die entstandene Lücke problemlos aus. Die Songwriting-Sessions zum dritten Album „Section“ entstanden in einer Zeit, in der die Band durch weitere Mitgliederwechsel und auch gesundheitliche Probleme immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt wurde und letztendlich daran wuchs – menschlich wie musikalisch. Die Songs auf „Section“ strotzen vor Kraft und sind garniert mit reichlich Punk-Attitüde. Über drei Alben hat es die Band mittlerweile geschafft, ein eigenes Sound-Universum (zwischen den Polen New Wave, Post-Punk, Gothic- und Indie-Rock) zu schaffen.
 
NACHTLEBEN
Frankfurt, Kurt-Schumacher-Str. 45
VVK 16 Euro zzgl. Gebühren, AKK 20 Euro
Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
Nicht barrierfrei
Foto: Notcut Entertainment

Dienstag 4. Februar: SEA GIRLS

(Uwe)

Das könnte auch wirklich was für mich sein: In der nun folgenden gekürzten Version der Presseinfo finden sich Begriffe wie „Tränen“, „Melancholie“, „Euphorie“ oder „Coming-of-Age“ ….. Was braucht es heutzutage, damit junge britische Lads das Gefühl haben, unbedingt eine Band gründen zu müssen? Fragt man die vier Jungs der Sea Girls, so sind es die folgenden Zutaten: Akute Langeweile in den Dörfern rund um Leicester, wo sie aufwuchsen sowie das Gefühl, in den Klassik- und Jazz-Gruppen, die die Schule bietet, falsch aufgehoben zu sein. Außerdem den Wunsch, zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammen zu wachsen, gemeinsam größer zu werden, als das alle Vier alleine könnten. Und zu guter Letzt, sich Shows anderer Bands anzuschauen und mit einer gewissen Chuzpe überzeugt davon zu sein: Das können wir auch. Wenn nicht gar besser. Mit diesen Attributen und Eindrücken ausgestattet, gründeten sich die Sea Girls 2015 aus den vier Musikern und stiegen in weniger als 18 Monaten vom neuen Geheimtipp auf zu einer Band, die mit ihren brillanten Indie-Hymnen von bald allen Gazetten und Radioshows als „das nächste große Ding“ beschrieben wurden. Die Hype-Maschine der UK-Musikindustrie funktioniert schon seit Jahrzehnten einwandfrei, oft erwiesen sich diese derart gehypte Acts mittelfristig aber als Luftpumpen. Mit den Sea Girls wird dies nicht passieren. Beleg für diese Behauptung liefert jede einzelne Show des Quartetts: Es ist eine Mischung aus Schweiß und Tränen, Melancholie und Euphorie, Coming-of-Age-Lyrik und gesellschaftlicher Allgemeingültigkeit, überragend mitreißenden Riffs im Wechselspiel mit einer subtil von hinten treibenden Rhythmusgruppe – und eben diesen bereits erwähnten, hymnischen Melodien, die jeden kleinen Club ebenso in Wallung, ja Rage versetzen, …..
 
Zoom
Frankfurt, Brönnerstraße 5-9
Beginn: 21 Uhr
Tickets: VVK 15 EUR zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei
Foto: Parri Thomas

Mittwoch, 5. Februar: Of/ Grand Hotel Budapest

(Andrea)

Der Filmklubb zieht ins Hotel: Großes Staraufgebot und eine skurril-großartige Geschichte. Im Grandhotel Budapest waltet der stolze, sehr kultivierte und sehr parfümierte Monsieur Gustave seines gediegenen Amtes als Chefconcierge. Er schaut auf das Wohl seiner Gäste, besonders auf dasjenige seiner älteren, weiblichen und meist blonden. Dies auch hinter verschlossenen Türen und unter Hotelbettdecken. Als Madame D., eine seiner alten Stammkundinnen, ermordet wird, wird Monsieur Gustave verdächtigt. Zusammen mit seinem Lobbyboy Zero will sich Gustave einerseits reinwaschen und andererseits den Fall klären – und gerät an die gar nicht so freundlichen Kinder und Erben der Ermordeten. Die Geschichte wird kompliziert, weil zeitgleich die Faschisten immer stärker werden und ein Krieg droht... es gibt also allerlei Verwicklungen und Überraschungen und dass der Film dazu noch im Sheraton Hotel gezeigt wird, ist für mich Grund genug, mir den Film, den ich sogar als DVD im Regal habe, auf großer Leinwand anzuschauen.Der Küchenchef und der Restaurantleiter haben sich für den Abend ein paar besondere Tapas überlegt. Und Nina, die Chefin hinter der Sheraton Bar, bietet wieder die passenden Drinks zum Film ...  

Sheraton Hotel
Berliner Straße 
Offenbach

Donnerstag 6. Februar: Kleidertauschparty

(Daniela)

Ich wollte schon immer auf eine Kleidertauschparty. Wie toll, dass diese bei mir um die Ecke ist.

"Wir von ShoutOutLoud und unsere Freunde vom Mousonturm veranstalten gemeinsam eine Kleidertauschparty. Hier die wichtigsten Facts:

Der Eintritt ist kostenlos.

Jeder darf 5 Teile mitbringen - und 5 Teile wieder mitnehmen

Donnerstag, 6.Februar: Of/ Winterwerft Eröffnung

(Andrea)

Heute beginnt die Winterwerft und zur Eröffnung spielt passenderweise das wilde, archaische Sudden Orchestra: Die Winterwerft ist das Festival für organisches, unzivilisiertes Theater. Theater, das Perspektive und Gangart wechselt, das unerschrocken in die Abgründe dieser Zeit blickt und mit den Mitteln kritisch kreativer Auseinandersetzung auf Visionssuche geht. Winterwerft. Das suddenorchestra ist ein immer größer werdendes Free-Jazz-Kollektiv, das sich unberechenbaren und elektrisierenden Kreationen widmet. Geboren aus dem tiefen Wunsch heraus, ekstatischen & mehrdimensionalen Sound/Musik/Improvisation/Erfahrung/Reise und Abenteuer zu generieren. Geerdet in der explosiven Vielfalt elektrischer Extreme. Unersättlich hungrig nach der freiheitsmotivierten Interaktion untereinander und mit dem Publikum. Erforschen, experimentieren und ausdrücken in, mit und durch eine bewusste, wache und lebendige Kommunikation mit einem sich ständig verändernden Tanz der Lebensenergie. suddenorchestra.de Jeweils von Donnerstag bis Sonntag, ab 17:00 Uhr bzw. am Wochenende ab 15:00 lädt die Winterwerft Besucher dazu ein, in Lesungen, Diskussionen, Vorträgen und Workshops mit Wald und Wandel, Katastrophe und Kultur, dem großen Lauf der Dinge und einer kleinen Spezies inmitten all dieser Gemengelage -dem Menschen- zu beschäftigen. Es gibt Workshops zur Teilnahme ein, Sonntags und Vormittags wird Kinderprogramm angeboten, die Yurte lädt zu Konversationen, Konzerten und Lesungen ein und für das leibliche Wohl kann an Bar und im Babushka Café gesorgt werden. Weil ich schon lange nicht in der Orber Straße war, fahre ich um 20.30 Uhr mal hin.


protagon e. V.
Orber Str. 57
60386 Frankfurt
https://winterwerft.de

Freitag 7. Februar: THE KUTIMANGOES

(Uwe)

5.532,53 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Lagos und Kopenhagen, wo 2012 das Sextett The KutiMangoes von Gustav Rasmussen (Posaune, Gitarre) und Michael Blicher (Saxophon, Flöte) gegründet wurde. „Unsere Intention war es nie, wie afrikanische Musiker zu klingen“, erklärten sie damals, westafrikanische Musik mit ihrem eigenen, westlichen Background zusammenbringen zu wollen, um einen neuen, globalen Ausdruck zu finden. So wurden The KutiMangoes (der Name ist eine Referenz an, na klar, Fela Kuti, den Afrobeat-Pionier, und Jazz-Großmeister Charles Mingus) nicht nur von der BBC als absolut authentisch wahrgenommen und zur „Weltklasse“ erklärt. „Perlende Soukousgitarren, rudimentäres Geplucker mit Ngoni oder Balafon, auch der Sahel-Blues schimmern durch und zuweilen zitieren die tiefdröhnenden Bläser äthiopische Fünftonriffs“, erkannte das Magazin Jazzthing die panafrikanische Idee der Dänen schon auf einem frühen Album wie „Made In Africa“. Das aktuelle heißt „Afrotropism“ und trägt ihren pulsierenden Mix in neue Sphären. „Virtuos, laut, voller Energie und auch ein wenig verträumt präsentiert die Platte Afrofunk im Cinemascope-Format“, hieß es dazu im Mint Magazin.
 
BROTFABRIK
Frankfurt, Bachmannstr. 2-4
Beginn 20 Uhr
VVK 18 Euro zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei
Foto: Manuel Weber

Freitag: 7. Februar: DISILLUSION

(Uwe)

Bei welchem Act würdet Ihr über Crowdfunding die Entstehung eines neuen Albums unterstützen? Im letzten Jahr feierte Disillusion, eine deutsche Metal-Band aus Leipzig, ihre Silberhochzeit.  Die Band, die sich stilistisch zwischen Death, Progressive, Alternative und Thrash Metal bewegt, lies die Fans über ein Jahrzehnt auf eine neue Platte warten, die im November 2019 erschien und auf Platz 45 der deutschen Albumcharts einstieg. Beachtenswert: Die treuen Fans der Band ermöglichten es im Rahmen eines Crowdfundings, dass sich Mastermind Andy Schmidt über annähernd zwei Jahre hinweg in Vollzeit auf Songwriting und Aufnahmen des dritten Albums fokussieren, ohne die Arbeit für Brotjobs unterbrechen zu müssen. In der Pressemitteilung ist zu lesen: „The Liberation ist im wörtlichen Sinne Zeugnis und Gipfel einer menschlichen Entwicklung. Ein Wechselspiel heftiger Metalgewitter und Momenten purer Euphorie wie auch Nachdenklichkeit, das uns wieder auf die sprichwörtliche emotionale Achterbahnfahrt schickt, nach der wir uns so lang nun schon sehnten.“
 
NACHTLEBEN
Frankfurt, Kurt-Schumacher-Str. 45
Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
VVK 20 Euro zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei
Foto: Pressefoto

VORSCHAU
Samstag, 8. Februar: Of/ Carpernaum

(Andrea)

„Capernaum“ will ich schon seit Ewigkeiten sehen und jetzt ist endlich eine tolle Gelegenheit, im Ladenkino goes KOMM, yeah, Danke! "Regisseurin Nadine Labaki erzählt die Geschichte eines etwa zwölfjährigen Jungen aus den Armenvierteln von Beirut, der seine Eltern dafür verklagt, ihn geboren und sich dann nie um ihn gekümmert zu haben, mit einer unglaublichen Hingabe und in atemraubenden Bildern. Überhaupt diese Kamera: Ständig auf Augenhöhe der Kinder, oftmals händisch und halb dokumentarisch, mit brutalem Realismus. Und gleichzeitig eben auch alle seltsame Schönheit auf einmal einfangend, mit einer anrührenden Kraft. Der weitgehende Verzicht auf Musik, das Eintauchen in diese unbekannte Welt, in die Ghettos, die Slums und vor allem auch das Schauspiel des jungen Protagonisten ermöglichen eine Kinoerfahrung, die an Intensität ihresgleichen sucht. Capharnaüm, Nadine Labaki; Libanon 2018, 126 Min.; FSK: ab 12 Jahren, Einlass 19:30, Filmbeginn 20:00 Uhr

Einkaufszentrum KOMM, Aliceplatz 11 - Erdgeschoss.

Der Vorverkauf findet wie gehabt im LADEN artefakt Offenbach und NEU auch bei Thalia in Offenbach statt. 15 Euro für Film, Rot- und Weißwein, Apfelsaft, Wasser und Knabbereien!

Sonntag, 9. Februar: FFM/ Schoolboy

(Andrea)

Er zählt zu den talentiertesten und einflussreichsten Rappern der Westkünste - ScHoolboy Q. Im April brachte der Musiker mit „CrasH Talk“ sein neues Album heraus und bewies damit wieder einmal, dass man Musik nicht wie am Fließband auf dem Markt bringen muss, um bedeutsam zu bleiben. Mit den neuen Songs und Special Guest Jay Rock, ist er jetzt auf „CrasH Tour“. Vier Deutschlandtermine gibt es, einer ist in unserer holy hall of fame in der Gwinnerstraße. Musikalisch schafft ScHoolboy Q den Spagat zwischen den Ikonen der alten Gangsterrap-Ära und den neuen Helden.  ScHoolboy Q hat ein ausgefeiltes Gespür für Reime, ohne dabei platt zu klingen. In Kombination mit seiner rauen Stimme, harschen Trap-Beats und trockenen Samples besitzt er das einzigartige Talent, Banales mit einfachen Kniffen außergewöhnlich klingen zu lassen. Mit dabei hat er  Jay Rock und das verspricht einen  unterhaltsamen Abend.

Batschkapp
Gwinnerstraße
Barrierefrei

10. Februar: Of/ Tod eines Handlungsreisenden

(Andrea)

Am 10. Februar 2020 startet die Theateressenz mit einem Stück der Meisterklasse: Das Euro-Studio Landgraf bringt mit „Tod eines Handlungsreisenden“ das Drama Arthur Millers auf die Bühne des Offenbacher Capitols. Miller erhielt noch im Erscheinungsjahr 1949 den Pulitzerpreis für seine Erzählung über den amerikanischen Traum, die Angst vorm Scheitern und Orientierungslosigkeit einer ganzen Kultur. Auch heute hat das Stück nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Ausschnitt aus einer Theaterszene © Tom Philippi Der Schauspieler und Synchronsprecher Helmut Zierl, bekannt aus Serien wie Tatort oder ein Fall für Zwei sowie zahlreichen Literaturverfilmungen, spielt den kleinen Vertreter Willy Loman, der nach Jahrzehnten zermürbenden Berufslebens von seiner Firma entlassen wird. Seiner Familie ist der verschuldete Handlungsreisende längst entfremdet. Besonders seine beiden Söhne Happy und Biff, denen Loman das Streben nach materiellem Erfolg als einzigen Weg zum Glück eingeimpft hat, sind eine Enttäuschung, denn auch sie haben es – wie ihr Vater – zu nichts gebracht. Dabei standen dem früheren Sport-Ass Biff in der Highschool noch alle Wege zum amerikanischen Traum vom Erfolg offen. Als Biff nun gegen die Lebenslügen seines Vaters revoltiert, spitzt sich der Familienkonflikt immer weiter zu, bis Loman schließlich nur noch einen einzigen Ausweg sieht… Karten  gibt es zum Preis ab 24 Euro im Vorverkauf im OF-Infocenter im Salzgäßchen 1 sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen und zum Preis von 26 Euro an der Abendkasse.

Capitol
Goethestraße 
Offenbach

Montag 10. Februar: LINA MALY

(Uwe)

Zu ihren Vorbildern zählen laut einem Artikel in „laut.de“ unter anderem Fiona Apple, Peter Gabriel, Queen, Bob Dylan, The Cure, Otis Redding und Franz Schubert. Das ist schon eine ganz gewaltige Bandbreite, letzterer schimmert in ihrem romantischen Klavierspiel durch. Über diverse Support-Shows und einen Auftritt bei Inas Welt hat sich die junge Rock Pop-Künstlerin aus Elmshorn bei Hamburg zu einiger Bekanntheit und einer eigenen Tour durch bekannte Clubs gespielt. Diese führt sie ins Frankfurter Zoom. Ihre Musik „besitzt schon früh eine eigene melancholische und authentische Handschrift. In ihren Texten verhandelt sie die Sorgen und Nöte einer heranwachsenden Generation.“ 
 
ZOOM
Frankfurt, Brönnerstrasse 5-9
Beginn: 21 Uhr
Tickets: 19 EUR zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei
Foto: Presseinfo

Freitag 14. Februar: VELVET TWO STRIPES

(Uwe)

Zwei meiner absoluten Lieblingsacts kommen aus der Schweiz. Die singen in Bernerdeutsch (Patent Ochsner) und/oder Französisch (Stephan Eicher). Bei den drei Frauen aus St. Gallen ist alles anders. Sie singen in Englisch und machen wesentlich lautere Musik: „Gitarre, Bass, Drums, Vocals und Riffs – das Rezept ist alt wie der Mond, die Resultate klingen immer wieder frisch wie der erste Sonnenstrahl im Frühling. Jedenfalls in den rechten Händen. In denen von Velvet Two Stripes zum Beispiel. Derweil andere Bands das Gefühl haben, sie müssten ihrem Rock einen Hauch Computer einverleiben, um Zeitgeist zu markieren, haben Velvet Two Stripes die Gegenrichtung eingeschlagen. Sie haben das elektronische Doping ganz aus ihrer Musik verbannt und rocken nun umso härter, lauter und schöner. Zu hören auf ihrem aktuellen Album, „Devil Dance“. Die Band hat ihren Sound gefunden und der kommt sehr gut ohne Schnickschnack und viel Instrumentengeplänkel aus. Gitarre einstöpseln und ab die Post: Devil Dance ist ehrlich, direkt und rau – und macht Lust auf Liveauftritte.“
 
THE CAVE
Frankfurt, Brönnerstraße 11
Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr
VVK 12 Euro zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei
Foto: Presseinfo / Homepage

Freitag 14. und Samstag 15. Februar: hr-Bigband trifft Lateinamerika

(Daniela)

Konzerte mit der hr-Bigband sind immer ein besonderes Erlebnis. Jetzt kommt die Band an zwei Abenden mit zwei wunderbaren Musikern in den hr- Sendesaal.

Neue Botschaften aus Lateinamerika verspricht dieses Treffen mit zwei Protagonisten der Region: mit dem Puerto-Ricaner Miguel Zenón und dem Argentinier Guillermo Klein.

Musikalische (und persönliche) Freunde seit langer Zeit, verbindet die beiden insbesondere die New Yorker Bigband »Los Guachos«, die Klein in den Neunzigern in New York gründete und mit der er von sich reden machte. Zenón, der als einer der einflussreichsten Saxofonisten seiner Generation gilt, spielt seit jeher bei den Guachos, und umgekehrt ist Klein an nicht wenigen Produktionen von Zenón als Arrangeur beteiligt.

Nachdem sowohl Klein als auch Zenón schon jeder für sich bei der hr-Bigband zu Gast waren, ist es nur folgerichtig, diese beiden Ausnahmemusiker nun auch einmal zusammen nach Frankfurt zu holen.

Karten: 22,- €, Telefon: (069) 155-2000, hr-ticketcenter.de

Samstag, 15. + Sonntag, 16. Februar: Die Kränkungen der Menschheit

(Martin)

Eingeladen zum Theatertreffen 2020!
Mittelreich (Münchner Kammerspiele)  von Anta Helena Recke war eine der zehn Inszenierungen, die 2018 zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurden. Dorthin, nach Berlin fahren und spielen zu dürfen, das ist theatermäßig mit die größte Auszeichnung, die eine Inszenierung bekommen kann.
Im Mousonturm wird nun von Anta Helena Recke ‚Die Kränkungen der Menschheit’ gezeigt:
„Auf der Bühne entsteht ein hybrider Raum zwischen Museum, zoologischem Garten und Labor. Und jede Gruppe, die diesen Raum bevölkert, führt näher an jene fragilen Momente, an denen eine Vorstellung von Welt durch eine andere abgelöst wurde. Zu den von Sigmund Freud formulierten drei „Kränkungen der Menschheit“ – die Erkenntnis, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist, dass der Mensch vom Affen abstammt und dass er sein Unbewusstes nicht steuern kann – gesellt sich eine vierte: die Tatsache, dass nicht von „EINER Menschheit“ auszugehen ist. Gerade im globalen Erstarken reaktionärer Kräfte zeigt sich, wie tiefgreifend die Illusion einer weißen männlichen Menschheit im weißen Körper immer noch verankert ist.“
"Stark gesetzte Bilder und Geräusche, die weite Assoziationsfelder freilegen" beschrieb Mathias Hejny anlässlich der Premiere in der Abendzeitung (28./29.9.2019): "Für 75 meditative Minuten kann, wer mag, von der Utopie einer bedeutungsfreien und damit herrschaftsfreien Kultur träumen."
Und das ist doch schon verdammt viel!

Samstag, 15.02. um 20.00h und Sonntag, 16.02. um 18.00h im Mousonturm
Die Kränkungen der Menschheit von Anta Helena Recke
Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: (c) Gabriela Neeb/Mousonturm

Montag 17. Februar: ALGIERS

(Uwe)

Zwei der vier Mitglieder von Bloc Party. machten vor einigen Jahren alleine weiter. Bassist Gordon Moakes und Drummer Matt Tong blieben irgendwie auf der Strecke. Ich liebte Bloc Party. insbesondere Live wegen dem grandiosen Schlagzeugspiel von Tong, dessen Abgang ich bis heute nicht verwunden habe. Irgendwie fehlte ohne in der großartigen Musik der Briten der Druck. Nun ist Tong Mitglied bei Algiers und diese Tatsache wäre alleine ein Grund, sich die amerikanische Post-Punk, Gospel, Industrial, Punk Blues, Experimental Rock-Band im Zoom zu sehen. Die Band hat kürzlich eine neue Platte („There Is No Year“) herausgebracht, die man sehr gut hören kann.
 
ZOOM
Frankfurt, Brönnerstrasse 5-9
Beginn: 21 Uhr
Tickets: 21 EUR zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei
Foto: Dustin Condren

Freitag 21. Februar: Time for T

(Uwe)

Das nächste LOTTE LINDENBERG Konzert im März, das „Kirchner Hochtief“ interessiert mich noch einen Tick mehr. Nun kommen aber erst einmal TIME FOR T und das ist gut so. Bereits im April 2019 sorgten sie für ein ausverkauftes Studio und daher konnten die Lottes gar nicht anders, als sie noch einmal einzuladen. Die Kosmopoliten um Frontmann Tiago (nicht zu verwechslen mit dem Mittelfeldspieler der Bayern) machen eine sehr eigene Mischung aus Indierock, Folk, Psychedelic und Afrobeat, die man wahrscheinlich irgendwo zwischen THE DOORS und DEVANDRA BANHART, zwischen THE BAND und MAC DEMARCO einordnen würde, wenn das immer so einfach wäre. Nach eigenen Angaben berufen sich TIME FOR T auf Einflüsse, die von BOB DYLAN bis FELA KUTI reichen, und das hört man auch: ob in Form einer ruhigen, textlich ausgefeilten Ballade, bei der auch mal die Mundharmonika ausgepackt wird, oder rythmusgetrieben und hochgradig tanzbar, TIME FOR T schaffen es aus einer erstaunlichen musikalischen Bandbreite ein stimmiges Gesamtkonzept zu entwickeln.
 
LOTTE LINDENBERG

Frankfurt, Frankensteiner Straße 20
Beginn: 21:30 Uhr
Eintritt: 11 EUR zzgl. Gebühren
Foto: Ana Becerra

Samstag, 22. Februar: Of/ Hafen 2 Geburtstag

(Andrea)

Jeder Hafen2geburtstag ist auch ein kleiner Grund, allen Rettern kurz auf die Schulter zu klopfen. Denn ohne die vielen Liebhaber wäre vor einigen Jahren Schluss gewesen und weil Hafen 2 in diesem Jahr Geburtstag wie noch nie feiert, musste ich nochmal kurz einen Blick zurückwerfen. Jetzt nach vorne, das Band-Line-Up ist komplett: Automatic, Black Marble und Panther Modern aus Los Angeles. Blind Butcher aus Luzern. Kit Sebastian, Trash Kit und Pregoblin aus London. Sultans Court und Yeah But No aus Berlin, The Micronaut aus Leipzig. Sowie die Krautrock-Legende Kreidler. Dazu DJS : die Mach Mal Langsam Crew aus Mainz/ Wiesbaden, Matz Ernst aus Offenbach sowie Industrie & Zärtlichkeit und ein Micronaut-Set sowie sonstiges polytechnisches Amüsement". Fehlst nur noch Du! Zum Einstimmen gibt es eine kleine Playlist: https://open.spotify.com/playlist/1oNnRH2BDdCIN3sylePZNg?fbclid=IwAR3aDb-https://open.spotify.com/playlist/1oNnRH2BDdCIN3sylePZNg. Tickets gibt es im VVK zum Preis von 22 Euro

Hafen 2
Nordring
Offenbach
www.hafen2.net

Montag, 24. und Dienstag, 25. Februar: Tanz

(Martin)

Deborah Hay zählt zu den einflussreichsten Choreografinnen der USA. Sie war Gründungsmitglied des legendären Judson Dance Theater in New York, das als kreative Brutstätte des Postmodern Dance gilt. Für Hay ist Tanzen ein permanenter Prozess des Lernens und Verlernens, der sie zwingt, ihre eigene Praxis immer wieder neu zu erfinden. Der Doppelabend mit zwei neuen Arbeiten bietet die Möglichkeit, die Vielfältigkeit dieser humorvollen Tanzrevolutionärin kennenzulernen. „Animals on the Beach“ wird von einem herausragenden fünfköpfigen Ensemble getragen, dessen Mitglieder mit führenden Tanzcompanien auf der ganzen Welt arbeiteten. Das umfassende Wissen dieses Ensembles tritt mit der Intimität und Stringenz von Hays Performancepraxis in einen filigranen Dialog. In ihrem Solo „my choreographed body … revisited“ folgt Hay ihrer fünfzigjährigen künstlerischen Praxis, die ihren Körper geformt und zutiefst choreografiert hat. Für Hay Grund genug, jetzt erstmals die Kompositionsstrukturen hinter sich zu lassen, die ihre Solos bisher prägten.“

Am Montag, 24.02. und Dienstag, 25.02. um jeweils 20.00h im Mousonturm:
Animals on the Beach ] my choreographed body ... revisted.
Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: (c) Camilla Greenwell/Mousonturm

Mittwoch 26. Februar: Unter den Stollen der Strand. Fußball und Politik – mein Leben"

(Daniela)

Natürlich wäre ich da heute Abend zu gerne dabei. Dany ist ja mein Ex-Chef und das Thema interesiert mich sehr, aber ich muss arbeiten :-(

"Unter den Stollen der Strand. Fußball und Politik – mein Leben" (Verlag Kiepenheuer & Witsch) Moderation: Christoph Schröder

Grün ist der Rasen im Stadion und grün ist die Partei, die er mitbegründet hat: Daniel Cohn-Bendits Leben steht im Zeichen von zwei Leidenschaften, Fußball und Politik. Beidem widmet er seine lang erwartete Autobiografie, die bei dieser Lesung ihre große Premiere erlebt. Wir wissen nicht, ob der Fußball oder die Politik ihn so jung gehalten haben – wahrscheinlich die Kombination aus beidem –, aber dass Dany Cohn-Bendit, wie ihn alle nennen, noch mit 75 mit Verve und Temperament genauso für Europa wie für seine Frankfurter Eintrachtkämpft, ist unbestritten. Dabei stand er als Neunjähriger vor der Frage, ob er als Sohn vertriebener Juden die Deutsche Nationalelf anfeuern könne. Eine politische Frage, die bei ihm den Funken entzündethat, den er sich bis heute bewahrt.

Daniel Cohn-Bendit
gehörte zu den bekanntesten Gesichtern der französischen 68er, der APO und der Frankfurter Sponti-Szene, bis er sich der parlamentarischenPolitik zuwandte und den "Realo"-Flügel der Grünen mitanführte. 20 Jahre lang war er Mitglied des Europäischen Parlaments, 2014 zog er sich aus der aktiven Politik zurück.
Christoph Schröder ist Literaturkritiker und schreibt unter anderem für Die Zeit und die Süddeutsche Zeitung. Er ist Redakteur beim Journal Frankfurt.

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Studierende 4 Euro
Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten: kulturportal@stadt-frankfurt.de
Eine Verstaltung des Kulturamts Franfurt am Main in Koperation mit Deutsche Nationalbibliothek
Foto: Georg Kumpmüller-Jahn

Donnerstag, 27. – Samstag, 29. Februar: Family Milo Rau

(Martin)

Sensationell, dass Milo Rau mit seinem neuen Stück wieder im  Mousonturm zu sehen ist!
Zugegeben, es sind immer nicht die ganz einfachen Themen...
Zu sehen waren Five Easy Pieces über das Leben des Mörders und  Kinderschänders Marc Dutroux und „La Reprise“ über den homophoben Mord an Ihsane Jarfi in Liège.
Die neue Arbeit von Milo Rau nimmt nun wieder ein belgisches Verbrechen zum Ausgangspunkt – eine Familientragödie:
„2007 erhängte sich in Calais eine ganze Familie: ein Ehepaar und ihre zwei Kinder. Nie wurde ein Motiv für diese Tat gefunden. Der Abschiedsbrief sagt nur: „Wir sind zu weit gegangen, entschuldigt.“ Das Drama wird in „Family“ von einer echten Familie inszeniert: Die Schauspieler An Miller und Filip Peeters spielen nicht nur als Paar zusammen, sondern sie stehen zum ersten Mal mit ihren Töchtern Leonce und Louisa (13 und 14 Jahre alt) auf der Bühne. Gemeinsam rekonstruieren sie diesen mysteriösen Fall, folgen der Reise ihrer eigenen Familie und hinterfragen das Konstrukt „Familie“ vom ersten Date bis hin zu den dunkelsten Abgründen.“
Die große Kunst von Milo Rau ist es, theatralisch die Grenzen vom Abbild der Realität hin zur Fiktion verschwimmen zu lassen. Und dabei geht es nie nur um das Einzelne, also die alleinige Tat, sondern immer um mehr, um Hintergründe:
"Für Milo Rau ist das keine simple Einzeltat einer Familie, es ist ein Beispiel, in dem sich das Symptom einer kranken Gesellschaft zeigt, die sich ihre Zukunft nur als Dystopie vorstellen kann", so Eberhard Spreng im Deutschlandfunk Kultur (4.1.2019). Letztlich könnten weder Philosophie noch Psychologie Milo Raus "Familie" erklären. Am Ende bleibe mit der Frage nach dem Motiv der Tat die noch größere nach dem Sinn des Lebens. "Die ist nicht im Großen und Ganzen zu beantworten, sondern in der Freude an den kleinen Dingen, Gerüchen, Gefühlen, individuellen Vorlieben." Nachtkritik.

Unbedingt Karten sichern, wird schnell ausverkauft sein!
Donnerstag, 27.02., Freitag, 28.02. und Samstag, 29.02. um jeweils 20.00h im Mousonturm:
Family von Milo Rau.
Der Mousonturm ist behindertengerecht ausgestattet.
Foto: (c) Michiel Devijer


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