24.01.2020
Inhalt: VORSÄTZE 2. Teil / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / ZU GEWINNEN / G E R O L L T E S - über Schalke und Österreich / Zum Abschluss noch etwas über die Eintracht / Freitag 24. Januar: YONAS / Freitag, 24. Januar: Vernissage / Freitag 24. Januar: The Ron Lemons und Andreas Kümmert / Freitag 24. Januar: Jazz Montez x Friendshiptime / Freitag, 24. Januar: Of/ "Frauen, die wir kennen sollten" / SUCHE / BIETE / KINO: JOJO Rabbit / Samstag 25. Januar: MAKIA / Samstag 25. Januar: KAO=S / Samstag 25. Januar: Bedroomdisco: Wohnzimmerkonzert mit Tusks / Samstag, 25. Januar: Mühlheim/ Gegen rechts / Sonntag 26. Januar: Kinderlesung / Sonntag, 26.Januar: FFM/ Kuult / Sonntag, 26. Januar: Of/ „Das Wilnaer Ghetto im Spiegel seiner Lieder“ / Sonntag, 26.Januar: FFM/ Backyard Babies / Dienstag, 28. Januar: Hotel Ausschwitz / Dienstag 28. Januar: In Ausschwitz gab es keine Vögel / Dienstag, 28. Januar: FFM/ Baba Zula / Mittwoch, 29. Januar. Of/ Repaircafe / Donnerstag 30. Januar: Soirée mit Musik / Donnerstag 30. Januar: BEAK / Donnerstag, 30 Januar: Of/ RetroRodeo v5 - SEGA Mega / VORSCHAU / Freitag, 31. Januar: Of/ Meine geniale Freundin, Teil 6 & 7 / Dienstag 4. Februar: A PROJECTION / Dienstag 4. Februar: SEA GIRLS / Mittwoch, 5. Februar: Of/ Grand Hotel Budapest / Samstag, 8. Februar: Of/ Carpernaum / Sonntag, 9. Februar: FFM/ Schoolboy / Freitag 14. und Samstag 15. Februar: hr-Bigband trifft Lateinamerika / Samstag, 15. + Sonntag, 16. Februar: Die Kränkungen der Menschheit / Samstag, 22.Februar: Of/ Hafen 2 Geburtstag / Montag, 24. und Dienstag, 25. Februar: Tanz / Donnerstag, 27. – Samstag, 29. Februar: Family Milo Rau / Impressum
VORSÄTZE 2. Teil

Letzte Woche habe ich ja von meinen neuen guten Vorsätzen berichtet (u.A. auch mehr Sport) und schwupps traf ich auch schon einen Leser im Fitnesstudio, der sagte: "Du machst es ja wirklich" und ich dachte nur: Mist, ertappt, jetzt muss ich dran bleiben.

Morgen ersteinmal wieder Passivsport. Die Eintracht spielt gegen Leipzig... Das wird verdammt schwer, aber ich tippe dennoch auf ein 2:2 und am Abend dann Couchfußball, denn Schalke spielt gegen die Bayern. ich hoffe natürlich auf einen Sieg der Schalker.. mehr zu Schalke und der Eintracht unten im "Gerollten".

Ein anderer Vorsatz ist ja: weniger Aufregen... Das fällt mir ehrlich gesagt am schwersten, wenn ich mir so manche Aktionen meiner Mitmenschen anschaue. So gibt es ja wirklich Menschen, die sich im Café Wacker einen "Espresso to go" bestellen und sich dann mit dem Pappbecher, versehen mit einem Plastikdeckel, vor das Café stellen und den Espresso dort trinken. Das heißt sie bewegen sich noch nicht mal... Als Italienerin kann ich mir sowieso nicht vorstellen wie man einen Espresso aus einem Einwegbecher und nicht aus einer Tasse trinken kann.

Aber es gibt ja auch Menschen, die wirklich gerne überall viel Kaffee trinken. Dagegen habe ich ja auch nichts, nur, dass jährlich in Frankfurt geschätzt 25 MILLIONEN EINWEGBECHER Papierkörbe verstopfen und den öffentlichen Raum verschmutzen macht mich echt wütend.
Umso toller, dass es seit September letzten Jahres den MAINBECHER von der FES gibt. 100% biologisch, kompostierbar und regional produziert.

Man geht in ein Geschäft, kauft sich einen Becher und bekommt zum Becher eine schöne Holzpfandmarke. Mit dieser Marke kann man dann in ganz ganz vielen Cafés, 3 Bäckereiketten einen frischen Becher bekommen. Welche Cafés und Geschäfte dabei sind und wie das alles ganz genau funktioniert findet ihr unter
www.mainbecher.de  (Es gibt sogar eine App). Erfreulicherweise passt der Becher sogar in mein gehäkeltes Gläserumhängeteil.

Ach und noch was zum Schluss: wir verlosen ja fast jedes Mal Gästelistenplätze für Konzerte, Partys etc. wir würden uns aber wirklich sehr sehr freuen, wenn mal neue Leute mitmachen, denn irgendwie melden sich immer die gleichen Leser*innen. Macht mit!

Un zu allerletzt: Eine Freundin von mir sucht eine*n Nachmieter*in für ihre schöne Wohnung in Sachsenhausen (mit eigenem Garten!) schaut mal weiter unten.

So, jetzt aber Schluss. Heute ist endlich wieder Chorprobe! Der einzige Termin bei dem ich pünktlich bin.

Lebt wild!

Daniela

Vielen Dank an meine großartigen Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Uwe Schwöbel und Martin Grün.

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
(Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr).
Wenn Du eine Rechnung benötigst, dann schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

ZU GEWINNEN

Antworten für die folgenden Tickets bitte an schwoebke@aol.com
Die Gewinner*innen werden von Uwe benachrichtigt

3 x 2 Gästelistenplätze für die hr-Bigband-Konzert "Latin American Jazz" mit Miguel Zenón und Guillermo Klein am Donnerstag, 13. Februar 2020, im hr-Sendesaal. Frage: Was rief Uwe einem 12 jährigen Skifahrer zu? (siehe Gerolltes)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de  (Die Gewinner*innen werden von Andrea benachrichtigt)

2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von KUULT am Sonntag, 26. Januar im Bett. Die Gewinnfrage lautet: Welches tolle neue Digitalmuseum haben wir in Offenbach?

2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert Baba Zula am Dienstag, 28.Januar, im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Welchen Konzertbesuch empfiehlt Uwe für den 30. Januar?


G E R O L L T E S - über Schalke und Österreich

(Uwe)
 
Beginnen wir mit etwas Gossip: Angeblich soll die Ehe von Bayerntorwart Manuel Neuer vor dem Ende stehen. Das titelte zumindest eine große Boulevardzeitung am Montag übergroß in ihrer Onlineausgabe. Was für eine wichtige Information. Interessiert niemanden, außer vielleicht den Schalker Torwart und Ex-Kapitän Alexander Nübel, der ab Sommer Ersatztorwart bei Bayern München hinter Neuer sein wird. Vielleicht leitet Nübel aus der von ihm nun unterstellten anhaltenden privaten Krise des Nationaltorhüters Neuer die Hoffnung ab, dass sich seine Einsatzchance beim Rekordmeister von 0,8 auf 1 Prozent erhöht. Außer ihm glaubt nämlich wirklich keiner daran, dass sein Wechsel und der damit verbundene wahrscheinliche Schritt vom Stammspieler zum Statisten eine wohlüberlegte und am Ende richtige Entscheidung war. Am Wochenende sagte jemand bei Sky treffend „vielleicht kann er auch als rechter Verteidiger eingesetzt werden, an Neuer kommt er nicht vorbei“. Egal, weg ist weg. Apropos Schalke: Es gibt Spieler, die findet man gut und die würde man gerne bei seinem Verein sehen. Von Michael Gregoritsch habe ich eine hohe Meinung. Seit seinem Engagement beim HSV (2015 – 2017) verfolge ich seine Karriere etwas intensiver und wunderte mich, dass er nach Hamburgs Abstieg 2017 „nur“ nach Augsburg und nicht zu einem „größeren“ Verein, beispielsweise nach Schalke, wechselte. Beim FC Augsburg spielte er 2017/2018 eine großartige und 2018/2019 eine ganz passable Saison. In diesem Spieljahr rutsche er auf die Ersatzbank, daher wechselte er im Winter auf Leihbasis (endlich) zu Schalke 04 und überzeugte (wenig überraschend) bereits in seinem ersten Spiel beim Rückrundenauftakt: Schalke besiegte Gladbach, Gregoritsch erzielte einen Treffer und bereitete einen weiteren vor. Nun hat Schalke mit dem Österreicher (hoffentlich dauerhaft) eine Offensivkraft nach meinem Geschmack. Apropos Österreich und Schalke: Neben Gregoritsch stehen mit Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf zwei weitere Spieler aus der Alpenrepublik im Schalker Kader. Da ist es nur konsequent, dass die königsblauen Kohlekumpel aus dem Ruhrgebiet eine Kooperation mit der österreichischen Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern schlossen. Bestandteil der Vereinbarung ist unter anderem die Durchführung eines Sommertrainingslagers in der im Salzburger Land gelegenen Gegend. Schalkes Marketingvorstand dazu: „Wir freuen uns über die Kooperation mit unserem offiziellen Tourismus-Partner …. Wir genießen dort die exzellenten Trainingsmöglichkeiten, die attraktiven touristischen Angeboten und die einmalige Gastfreundschaft … Wir fühlen uns hier inzwischen wie zu Hause.“ Schön!! Zufällig machten wir vor wenigen Wochen eben in dieser Ferienregion Hohe Tauern, genauer in Neukirchen am Großvenediger, Winterurlaub und stellten beglückt (eigentlich war nur ich beglückt) fest, dass von der Talstation aus Schalke-Gondeln ins Skigebiet fahren. Ich selbst fuhr kein Ski, kam aber immer mal wieder an der Talstation vorbei. Dort liefen erschreckend viele Skifahrer herum, die sich etwas angewidert über die starke Präsenz des Schalker Vereinswappens äußerten. Insbesondere Eintrachtfans, die wegen der Hessenwoche in überproportional großer Anzahl präsent waren. Ich suchte mir (wie bei jedem ordentlichen Konflikt) den schwächsten aus, einen ca. 12 jährigen Jungen, der in seinem Skianzug, mit seinem futuristischem Helm und den fetten Skistiefeln aussah wie ein Astronaut, und sagte zu ihm „Dann fahr doch in Eure Ferienregion, nach Bruneck in Südtirol“. Die Südtiroler sind offizieller Co-Partner der SGE (oder waren es zumindest in der Saison 2018 – 2019) und garantieren laut Homepage ebenfalls „unlimitierten Skispass voller unvergesslicher Erlebnisse“.

Zum Abschluss noch etwas über die Eintracht

Das Spiel der SGE in Hoffenheim schaute ich mit Daniela und einer guten Freundin vor dem heimischen TV. Als sich Daniela begeistert über die Choreographie („auswärts, …wow“) und die Stimmung („die sind viel lauter als der Heimverein“) äußerte, antwortete ich etwas überheblich „wichtiger ist, dass die mal wieder Punkte holen und für das Gesinge gibt es nichts außer Anerkennung.“ Gewonnen hat die Eintracht am Ende wirklich, genau mit dem Ergebnis, welches Daniela vor dem Spiel getippt hatte. Ein gescheiter Stürmer täte der Eintracht trotz des Sieges noch gut. Zwar haben die Frankfurter mit Bas Dost einen guten Mann (Daniela: „den mag ich nicht so richtig“ / die gute Freundin: „der hat ziemlich viel Kopf“), die anderen sind aus meiner Sicht aber nur bedingt bundesligatauglich.

Freitag 24. Januar: YONAS

(Uwe)

Ehrlicherweise bin ich alles andere als ein HipHop-Fan. Aber ich kann hier ja nicht nur auf die rockig/melancholischen Sachen hinweisen, die ich selbst immer höre. Daher schreibe ich heute etwas über YONAS. Und beginne mit Zahlen, Daten, Fakten: In der SmartGenius-Vornamensstatistik belegt „Yonas“ Platz 1.847 in der Liste der häufigsten Jungennamen. Interessant, nun zum Rapper: YONAS hat im letzten Jahr in Deutschland bereits bewiesen, dass er auf der Bühne ein spannender Performer ist. Laut Presseinfo bringt er „ das Publikum innerhalb weniger Songs auf seiner Seite“. Das kann er in der kommenden Woche im Zoom beweisen.  Er kommt aus New York City und ist wohl einer der zur Zeit aufregendsten neuen HipHop-Künstler. Bekannt für seinen einzigartigen Style, zeigt Rapper YONAS, dass er ganz und gar eigenständig in der HipHop-Szene ist. Indem er provozierende Inhalte mit einer Crossover-Musik-Produktion mischt, entwickelt der 28jährigen den HipHop weiter. Ohne dass ein großer Konzern hinter ihm steht, hat YONAS die Top 5 auf itunes und die Top 50 der Billboard HipHop-Charts erreicht. Ein Zeichen, dass sich Ausdauer und Talent letzten Endes auszahlen.
 
Zoom
Frankfurt, Brönnerstr. 5-9
Beginn: 20 Uhr
Tickets: VVK: 19,40 € + Service- und VVK-Entgelt
Foto: Presseinfo
Nicht barrierefrei

Freitag, 24. Januar: Vernissage

(Petra)

Der grandiose Frankfurter Künstler und Fotograf To Kuehne zeigt – im Zweifelsfall sich – in zwei Fenstern einer ehemaligen Drogerie im Frankfurter Nordend mit seiner Fotokunst. Im Mini-Ausstellungsraum lässt sich Großes erwarten – schließlich nennt er es „Tocumenta“. Also: kreativ-ironisch, wie immer. Ich freu mich drauf.

Tocumenta, Fensterschau XXIII To Kuehne, Vorschau
Ort: Fensterschau, Adresse: Burgstraße 43
Uhrzeit: 19 - 23 Uhr, Eintritt: frei, barrierefrei: k. A.

Freitag 24. Januar: The Ron Lemons und Andreas Kümmert

(Uwe)

Niederhausen (Gitarre, Gesang), Gärtner (Bass) und Biber (Schlagzeug) waren als Begleitband von Andreas Kümmert schon einmal in der Brotfabrik. Kümmert, der bundesweit bekannte Bluesmann aus Gemünden am Main in Unterfranken, hat sich für das Trio stark gemacht und so kommen sie nun als The Ron Lemons zurück. Mit ihrem „Chef“, denn der wird sie gesanglich unterstützen. In einer „Blues Jam Band“, wie Kümmert das „Nebenbeiprojekt“ nennt und bei dem seine Person gar nicht im Vordergrund steht. Gemeinsam widmen sie sich unter diesem Namen dem Sound der Sechziger- und Siebzigerjahre, als Künstler wie The Rolling Stones, Led Zeppelin, Jimi Hendrix, Cream oder Joe Cocker die Rock-Musik noch lebten. The Ron Lemons sterben für diese Art von Musik und nehmen die Konzertbesucher gerne mit auf eine Reise zurück zu den Wurzeln.
 
Brotfabrik
Frankfurt, Bachmannstr. 2-4, leider nicht barrierefrei
Beginn: 20 Uhr
Tickets: VVK: 12 € + Service- und VVK-Entgelt
Foto: Presseinfo

Freitag 24. Januar: Jazz Montez x Friendshiptime

(Daniela)

Zu gerne wäre ich im Montez, aber ich bin zum Handkäs verabredet...
 
„Liebe Freunde, auch im neuen Jahr nehmen wir uns die Zeit für ein bisschen quality time mit der Kölner Jazzszene.

Fünf Spitzenmusiker der deutschen Jazzszene feiern Ihre über 10-Jährige Freundschaft mit einem Best-of-Programm bei uns bestehend aus Kompostionen der einzelnen Mitglieder und erlesenen Standards.
Kennengelernt im Jazzstudiengang der Hochschule für Musik und Tanz Köln haben sie im Laufe der Jahre in unterschiedlichen Besetzungen zusammen gespielt, gemeinsam unzählige Konzerte gegeben und Alben produziert. Ganz nebenbei verbrachten sie in dieser Zeit tausende Kilometer gemeinsam im Auto, teilten Hotelzimmer und wurden zu engen Freunden. Diese persönliche und musikalische Nähe zelebrieren die Musiker in diesem Ensemble, Friendshiptime!“

Besetzung:
Menzel Mutzke – Trompete
Christoph Möckel – Saxophon
Pablo Held – Piano
Oliver Lutz – Kontrabass
Fabian Arends – Schlagzeug

Eintritt 15€/ 10€ Schüler und Studenten/ 8€ Jazz Montez Mitglieder

Jazz Montez und Kunstverein Familie Montez - Frankfurt
Honsellstraße 7, 60314 Frankfurt/Honsellbrücke, barrierefrei
Einlass: 21:00 Uhr, Beginn 21:30 Uhr, Ende: 02:00 Uhr

Freitag, 24. Januar: Of/ "Frauen, die wir kennen sollten"

(Andrea)

In den Ferien habe ich Philip Kerrs "Trojanische Pferde" gelesen, ein großartiger Krimi, der im Nachkriegsathen spielt und sich mit Alt-Nazis, Juden und der neuen BRD beschäftigt. Wirklich lesenswert. Warum ich das erwähne? Nun, natürlich weil ich das Buch toll fand und weil es inhaltlich so gut zum Film "Eingebrannt" passt, der heute im Filmklubb zu sehen ist. "Eine kunstdokumentarische Reise durch die Geschichte kretischer Frauen und ihrer Lebensrealitäten während der deutschen Besatzung auf Kreta von 1941-1945 Film und Diskussion mit den Regisseurinnen Barbara Englert und Leonie Englert. Gedreht wurde der Film in Kooperation mit dem Filmkollektiv Obscura Lab und der Puppentheatergruppe Firdin Migdin aus Rethymno. Griechisch mit deutschen Untertiteln. Mit den Puppenspielerinnen Zoi Vlassi und Evi Kambouraki und der Puppenbauerin Natassa Tapaki haben die Englerts zu den schlichten Aufnahmen Kretas und der erzählenden Frauen zwischen 80 und 100 {…} eine erweiternde Spielwelt im Film geschaffen. Die großäugigen Stabmarionetten liegen zerschmettert unter Trümmern, als Vergewaltigte mit verdrehten Gliedmaßen in den kretischen Bergwiesen {…} Historische Fotos könnten eine solche Intensität kaum erreichen, wie es die Puppen tun, ohne kitschig zu werden.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung am 19.Januar 2018) „Wie eng vergangene Gräuel zur Gegenwart gehören, haben die Regisseurinnen Barbara und Leonie Englert eindrucksvoll in einer dokumentarischen Installation zur Geschichte Kretas sichtbar gemacht {…} Der Blick auf Athen, die Hafenstadt Chania und das Meer wecken letzte Urlaubserinnerungen. Idyllisch still wirken die eingeblendeten Dorfstraßen und weiten Olivenhaine. Wie ist es vorstellbar, dass an diesen Orten, wo heute deutsche Urlauber zu Tausenden willkommen geheißen werden, vor sieben Jahrzehnten 20 000 deutsche Fallschirmjäger gelandet sind und das Leben der Dorfbewohner in eine Hölle verwandelt haben?“ Frankfurter Rundschau

Einlass & Speisen 19h Filmstart 20h Eintritt 9 € /7 €
Filmklubb Offenbach
Isenburgring36
63069 Offenbach am Main

SUCHE / BIETE

Wohnung in gute Hände abzugeben :-)
Wer sucht zum 01.04.2020 eine 3 Zimmer, ca. 70 qm Erdgeschoss-Wohnung mit kleinem Garten, für 998 warm in Sachsenhausen?
Aufgrund des Schnitts eignet sich die Wohnung für ein Paar, eine Einzelperson oder Alleinerziehende mit Kind(ern).
Ich freue mich über Eure Zuschriften an folgende E-Mail Adresse: thisismypostbox2@gmail.com Die Besichtigungen könnten schon an diesem Wochenende stattfinden.

Honorarmitarbeiter/in gesucht!
Wir sind ein Kinder-Jugend-Stadtteiltreff in Offenbach/ Bieber-Waldhof und suchen freie Mitarbeiterinnen als Betreuerinnen für unseren Mädchentag, donnerstags von 14 Uhr bis 20 Uhr. Voraussetzung ist vor allem ein Interesse an der Auseinandersetzung mit Jugendlichen. Vorkenntnisse in der Jugendarbeit sind nicht Bedingung, aber von Vorteil. Mindestalter: 18 Jahre. Der Stundensatz liegt bei 11,50 €/Stunde mit einem freien Mitarbeitervertrag. Bei Interesse bitte melden bei: IB-Treff Waldhof, Claudia Bernhard, Ottersfuhrstraße 10, 63073 Offenbach/ Bieber-Waldhof
Bewerbungen an: claudia.bernhard@ib.de

(Martin) Menschen für Theaterproduktion gesucht!
Unten findet Ihr als Vorankündigung den Hinweis auf ein besonderes Theaterhighlight, das im Februar im Mousonturm zu sehen ist: DIE KRÄNKUNGEN DER MENSCHHEIT von Anta Helena Recke – uraufgeführt in den Münchner Kammerspielen. Wer sich angesprochen fühlt von dieser Ausschreibung und in der Produktion mitarbeiten mag, sollte sich unbedingt beim Mousonturm unter der angegeben eMail-Adressen melden...

Frauen*/Trans*Personen/Inter*Personen of Colour mit Interesse an Choreographie und Bewegung für Theaterproduktion gesucht!

Nach der erfolgreichen Premiere an den Münchner Kammerspielen im vergangenen Herbst, ist die Regisseurin Anta Helena Recke mit ihrer neuesten Theaterarbeit DIE KRÄNKUNGEN DER MENSCHHEIT nun am Künstlerhaus Mousonturm zu Gast. Für das Stück suchen wir Mädchen* und Frauen*, Trans* und Inter* Personen of Colour (nicht weiße Personen) mit diversen Migrationshintergründen aller Altersgruppen ab 16 Jahren, die als Teil einer bestehenden Gruppenchoreographie auf der Bühne auftreten.
ANFORDERUNGEN: Während der Proben lernst Du gemeinsam mit der Gruppe eine einfache bereits entwickelte Choreographie. Diese besteht in einfachen Abfolgen. Ein Menschengrüppchen, lebhaft im Gespräch, betritt den Raum und läuft einmal quer über die Bühne, weitere folgen, bis sich alle um einen Kasten versammeln. Wenn sich der Kasten dreht, bewegen sich auch die Grüppchen im Raum und vereinzeln sich in Zeitlupe. Du brauchst keinerlei Vorkenntnisse, nur Geduld, da wir in einer großen Gruppe arbeiten. Du solltest Dich gerne auf der Bühne aufhalten und Freude an Bewegung und Kunst mitbringen!

Bewerbungen von Frauen*/Trans*/Inter* mit muslimischem Glauben oder kulturellen Bezügen zum Islam sind ausdrücklich erwünscht!
Wir freuen uns über Bewerbungen von Frauen*/Trans*/Inter*Menschen jeden Alters und insbesondere Jugendliche und Frauen/Trans*/Inter* 60+.
Die Arbeitssprache ist Deutsch. Bei Bedarf kann auf Englisch, Französisch und Italienisch übersetzt werden. Auf Spanisch, Portugiesisch oder Wolof kann behelfsmäßig übersetzt werden.Mehr Infos hier.

KINO: JOJO Rabbit

(Uwe)

Eins vorneweg: Ich habe JOJO Rabbit noch nicht gesehen. Der Film lief erst gestern (23.01) an und von der Teilnahme an einer Pressevorführung bin ich grundsätzlich weit entfernt. Trotzdem mache ich hier Werbung. Es muss nämlich mit dem Teufel zugehen, wenn JOJO Rabbit nicht der Film des Jahres wird, zumindest für mich persönlich. Es gibt Filme, von denen sieht man nur einen Trailer oder liest eine Kritik und ist schon begeistert. Das passiert mir eher selten, wenn es aber passierte, wurde ich noch nie enttäuscht. Beispiele? Gerne: „die üblichen Verdächtigen“, „Shape of Water“ oder „Vergiss mein nicht“. Und das gilt sicher auch für JOJO Rabbit.  Warum? Wegen der Story (der Verleiher schreibt: „… In der Zweiten-Weltkrieg-Satire JOJO RABBIT wird das Weltbild eines einsamen deutschen Jungen auf den Kopf gestellt, als er herausfindet, dass seine alleinerziehende Mutter auf ihrem Dachboden ein jüdisches Mädchen versteckt. Jojo muss sich daraufhin seinem blinden Nationalismus stellen, der durch seinen idiotischen imaginären Freund Adolf Hitler genährt wird.“) UND den Darstellern:  Sam Rockwell (in jedem seiner Filme anbetungswürdig), Stephen Merchant (kongenialer Partner von Ricky Gervais bei den Serien „Extras“ und „The Office“) und Scarlett Johansson. Das reicht doch eigentlich schon aus …

Samstag 25. Januar: MAKIA

(Uwe)

„Wenn man Musikerherzen öffnet, ist da die ganze Welt zu Hause“, wie schön! MAKIA ist eine 6-köpfige Latin-Fusion-Band aus Frankfurt, die neben dem klassischen Band Setup zusätzlich mit einer Bläser-Sektion und Percussions auftritt. Die Band kreiert ihren ganz eigenen Sound, der Reggae, Rock, HipHop, Funk, Soul und Cumbia zu einem tanzbar-fruchtigen, explosiven Cocktail vereint. MAKIA bedeutet „alles ist Energie“. Dieser Energie kann man sich kaum entziehen, wenn die teils aus Mexiko und Kuba stammenden Musiker die Bühne betreten. Bei über 100 Konzerten in den letzten drei Jahren waren sie zwischen Hamburg, Köln und München unterwegs. Gleich fünf erste Plätze belegte MAKIA beim Deutschen Rock & Pop Preis 2018 in den Kategorien »Beste Latino-Band«, »Beste Fusion-Band«, »Beste Reggae-Band«, »Bestes Weltmusik-Album« (»Siente la Musica«) und »Bester Funk- und Soul-Song« (»Free my Soul«). 2015 stellten sie mit großem Erfolg ihre erste EP: „El Inicio (Der Anfang)“ vor. 2018 wurde MAKIA’s erstes Album “Siente la Música” veröffentlicht und im Oktober 2019 folgte das erste Musikvideo zu dem Song »Díselo«. Mit ihren spanischen Texten kritisieren sie den Kapitalismus, die Korruption und Fremdenfeindlichkeit und ermutigen dazu, mit dem Herzen zu fühlen, eigenen Träumen zu folgen und sich keine Grenzen zu setzen!
… SIENTE LA MUSICA!
 
NACHTLEBEN
Frankfurt, Kurt-Schumacher-Str. 45
VVK 12 Euro zzgl. Gebühren, AK 16 Euro
Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr
Nicht barrierefrei
Foto: Bildgeber.de

Samstag 25. Januar: KAO=S

(Uwe)

Nach einigen Auftritten beim „Nippon Connection“ und „Main Matsuri“-Event feiert Tokyoter Band KAO=S nun ihr Clubdebüt in der Brotfabrik.  Kaori Kawabuchi und Shuji Yamagiri haben die Gruppe 2011 gegründet. Die charismatische Frontfrau Kaori ist Sängerin und (Achtung:) Schwertkünstlerin. Wegen ihrer Bewegungsschauspielerei und dem virtuosen Umgang mit der Waffe nennt man sie in ihrer Heimat „Lady Samurai“. Yamagiri begleitet sie auf der Gitarre, ist von traditioneller japanischer Musik so inspiriert wie von Led Zeppelin und Black Sabbath, was seinen eigenwilligen Kompositions- und Spielstil, in den noch J-Pop einfließt, erklärt. Zusätzlich sind noch zwei Instrumentalisten an der elektrischen Langhalslaute Shamisen und am Schlagzeug dabei. Zusammen bringen sie mehr eine Performance als nur ein Konzert auf die Bühne. Denn Kaori sieht sich selbst mehr als darstellende Künstlerin, die unter Einsatz ihres gesamten Körpers positive Wellen an das Publikum aussenden will. Das Programm hebt sich ja mal deutlich vom Gewöhnlichen ab!
 
Brotfabrik
Frankfurt, Bachmannstr. 2-4
Beginn: 20 Uhr
Tickets: VVK: 18 € + Service- und VVK-Entgelt
Foto: Presseinfo
Nicht barrierefrei

Samstag 25. Januar: Bedroomdisco: Wohnzimmerkonzert mit Tusks

(Uwe)

Die Bedroomdisco ist ein ganz besonderes Projekt aus Darmstadt mit Musikblog, DJ Set oder Konzertreihe. Auch das wunderbare Golden Leaves Festival gehört dazu. Nach ereignisreichem Jahr 2019 haben die Macher*innen die Batterien in der Weihnachtspause wieder komplett aufgeladen. Gut so, denn das neue Konzertjahr startet in den nächsten Tagen. Die Künstlerin Tusks aus England wird spielen, wo das sein wird, ist aber noch geheim. Man erfährt den Ort in Darmstadt nach Anmeldung (in jedem Fall rechtzeitig) und wirft nach dem Konzert so viel Geld in den Hut wie man will. Zumindest war das bei dem Bedroomdisco Konzert so, bei dem ich vor rund zwei Jahren selbst war.  Es war kein leichter Weg für Songwriterin und Produzentin Emily Underhill (= Tusks) , welcher zu ihrem neuen Werk Avalanche führte. Das Werk voll ist mit aufmunternden, motivierenden Zeilen über Selbsterkenntnis und das Überwinden von Hindernissen. Ein Unfall, bei dem sie sich den Ellenbogen gebrochen hatte, führte fast dazu, dass sie nie wieder Gitarre spielen konnte. „Ich war verzweifelt und super aufgebracht“, erinnert sich Emily.
Doch bei Beendigung des Albums ist die Vergangenheit begraben und alles wird in ein positiveres Licht getaucht, welches nun auch auf Tour entzündet werden soll.
 
Irgendwo in Darmstadt (Info durch Veranstalter folgt)
Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr (pünktlich kommen)
Eintritt: „pay what you want“ (eigene Erfahrung)
Barrierefreiheit: keine Angabe

Samstag, 25. Januar: Mühlheim/ Gegen rechts

(Andrea)

Heute ist eine gute Gelegenheit zum Vernetzen, gemeinsam aktiv zu werden und sich lautstark gegen rechts zu positionieren. Die auftretenden Bands stellen erneut unter Beweis, dass party & politics keinen Widerspruch darstellen…"Lasst uns rocken zugunsten der Seenotrettung ! Menschen werden auf dem Meer im Stich gelassen, um politische Machtkämpfe zu führen. Deren Rettung wird verwehrt und kriminalisiert. Tausende geflüchtete Menschen ertrinken und kämpfen um Ihr Leben auf dem Meer. Diverse Organissationen, unter anderem Sea-Watch, Jugend Rettet und Mission Lifeline stellen sich den sinnlosen und Menschenverachtenden Regelungen der Politik entgegen und versuchen alles, um Leben zu schützen und zu retten.Wir möchten diese Veranstaltung dazu nutzen ein wichtiges politisches Signal zu setzen und einen kleinen Beitrag zur Unterstützung der NGOs leisten. Musikalische Unterstützung erhalten wir von ZSK | ELFMORGEN Stage Bottles | Kornblumenblau | Captain Capgras | Frau Ruth Vielleicht auch noch die ein oder andere Überraschung :-) Alle Infos und Updates findet ihr hier: https://lautstark-gegen-rechts.de/

Ab 16 Uhr
Willy-Brandt-Halle
Dietesheimer Straße 90
63165 Mühlheim

Sonntag 26. Januar: Kinderlesung

(Daniela)

Ich gehe heute zur Vereinssitzung der Eintracht. Wäre ich nicht dort, hätte ich mir ein kleines Kind gesucht und wäre zu der Lesung mit Werner Holzwarth in die Orangerie gegangen. Er liest aus seinem Buch "Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat!" Mit über 3 Millionen verkauften Büchern in 34 Sprachen, und umgesetzt in Medien Theater, Film und Musical, gehört „Der kleine Maulwurf...“ zu DEN Kinderbüchern unserer Zeit. Außerdem liest Werner Holzwarth aus seinen Büchern „Ich wär so gern, dachte das Erdmännchen...“ und „Mag ich – mag ich nicht“.

Beginn:  16 Uhr
in der Orangerie im Günthersburgpark, Frankfurt, Comeniusstraße 39
Der Eintritt ist frei! Wer kann, darf gerne eine kleine Spende geben.

Sonntag, 26.Januar: FFM/ Kuult

(Andrea)

Der Pott kocht, könnte man leichthin über die Band aus NRW sagen, die heute im bett  einheizt: KUULT sind erster Linie ein tourender Liveact, deshalb wissen sie auch sehr geanu, wie sie die Massen bewegen lassen: Mal laut und mal leise. Etwas Pop und etwas Rock. Da kann die Ballade auch auf Party treffen. Die Livekonzerte der Band stehen für einen vielfältigen popmusikalischen Spannungsbogen. 19 Uhr

Das Bett
Schmidtstraße 12
Frankfurt

Sonntag, 26. Januar: Of/ „Das Wilnaer Ghetto im Spiegel seiner Lieder“

(Andrea)

Der 26. Januar gehört dem Holocaust-Gedenken. Also: "Während das Warschauer Ghetto vielen Menschen ein Begriff ist, weiß man über das Ghetto von Wilna sehr wenig. Einst wurde die Stadt "Jerusalem Litauens" genannt. Bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg galt sie als religiöses und literarisches Zentrum der jüdischen Kultur. Am 6.12.1941 wurde die jüdische Bevölkerung von den Nationalsozialisten in ein Ghetto gesperrt. Zwei Jahre später, am 23.09.1943, wurde das Ghetto liquidiert. Die Musikerin Roswitha Dasch ist mehrfach nach Wilna gereist, um vor Ort mit Zeitzeugen zu sprechen und mehr über die Geschichte des Ghettos zu erfahren. Es entstand eine Text-Musik-Collage, die mit ihren erzählten Geschichten, den historischen Ereignissen und vor allem durch jiddische Lieder das Leben im Wilnaer Ghetto widerspiegelt. Diese Lieder, von jüdischen Komponisten und Dichtern im Ghetto verfasst, hat Ulrich Raue für die Besetzung Gesang, Violine und Klavier neu arrangiert. Die beiden Künstler lassen Musik erklingen, die den Menschen im Ghetto trotz aller Trauer und Verzweiflung immer wieder Mut und Hoffnung gegeben hat.Um Anmeldung wird gebeten bei der Volkshochschule Offenbach, Tel. 069/8065-3156. Abendkasse: 10 Euro. „Das Wilnaer Ghetto im Spiegel seiner Lieder“17 Uhr

Volkshochschule an der Berliner Str. 77
Barrierefrei

Sonntag, 26.Januar: FFM/ Backyard Babies

(Andrea)

"Hört auf zu kuscheln, zieht eure Tanzschuhe an, und seid Teil dieser teuflisch guten Rock’N’Roll Party…“. Empfiehlt Nicke Borg. Gemeinsam mit The Bones und The Wildhearts, sind die Backyard Babies zusammen von Schweden aufgebrochen, um Glam-Punk zu uns zu bringen und versprechen „Das wird eine große Party, und wir teilen uns einen Bus, also was kann da schon schief gehen? Kommt zur Show, tanzt, trinkt, singt und lässt euch von den Bands wegblasen… ROCK!“.

Batschkapp
Gwinnerstraße
Frankfurt
Barriefrei
www.batschkapp..de

Dienstag, 28. Januar: Hotel Ausschwitz

(Petra)

Die „Alte Liebe“ ist für viele Formate bekannt – von Revue und Bingo bis hin zu Tatort- und WM-Gucken. Heute wird etwas Außergewöhnliches zum Jahrestag der Auschwitz-Befreiung am 27.01.1945 gezeigt: Die Tragikomödie „Hotel Auschwitz“. Martin, karrierebesessener Theaterregisseur inszeniert “Die Ermittlung” von Peter Weiss und fährt mit seinen Protagonisten Sabine und Holger nach Auschwitz. Doch neben dem großen Thema Holocaust verfolgen alle ihre eigenen privaten Ziele. Als die polnisch-jüdische Trashikone Goska ins Geschehen einsteigt, eskaliert die Situation. Eine sehr schwarze Komödie. Aber manchmal ist es tröstlich, auch über das Grauen lachen zu können.

Hotel Auschwitz, Regie: Cornelius Schwalm, Ort: Alte Liebe, Adresse: Darmstädter Landstraße 23, Uhrzeit: Beginn 20 Uhr, Eintritt: 3 Euro, barrierefrei: nein

Dienstag 28. Januar: In Ausschwitz gab es keine Vögel

(Uwe)
 
„Bald wird es keine Überlebenden des Holocaust mehr geben – und wer erzählt dann?“ Das haben sich die Autorin Monika Held und der Kontrabassist Gregor Praml gefragt und haben sich dafür entschieden, selbst zu Erzählenden zu werden. Aus Helds Roman „Der Schrecken verliert sich vor Ort“ haben sie eine KonzertLesung konzipiert, die sich unter allem an Schüler und Schulklassen richten soll. „In Auschwitz gab es keine Vögel“ ist der Titel der einstündigen Produktion, die aus Texten (gelesen von der Autorin) und Livemusik (Kontrabass + Loops & Effekten) besteht. In „Der Schrecken verliert sich vor Ort“ wird die Geschichte des KZ-Häftlings Heiner und seiner Frau Lena erzählt. Die beiden haben sich beim Frankfurter Auschwitz-Prozess kennengelernt und ineinander verliebt. Er war der Zeuge aus Wien, sie Übersetzerin polnischer Zeitzeugenaussagen. Eine Liebe zwischen Trauma, Unwissen und Missverständnissen. Die Frage ihres Lebens ist die nach den Grenzen des Verstehens der Welt der Überlebenden eines Konzentrationslagers. Monika Held und Gregor Praml haben bei gemeinsamen Auftritten erfahren, dass Text und Musik in der Lage sind, Geschichten gemeinsam zu erzählen. Sie mündet jetzt in der neu konzipierten KonzertLesung, die am 15. November 2019 Premiere feierte. Anschließend begann eine Tour durch hessische Schulen, die von der Stiftung Gegen Vergessen – Für Demokratie gefördert wird. Diese Tour läuft weiterhin, anlässlich des Internationalen Gedenktages zur Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee am 27.1.1945 kommen die beiden in die Fabrik.
 
Die Fabrik
Frankfurt, Mörfelder Landstr. 85, leider nicht barrierefrei
Beginn: 20:00
Ticket: 8 EUR (ermäßigt: 5 EUR)

Dienstag, 28. Januar: FFM/ Baba Zula

(ANDREA)

JA, auch ich habe Baba Zula in Fatih Akins "Crossing the Bridge" entdeckt und seitdem schon ein Dutzendmal gesehen. Immerhin kommen sie aus meiner Lieblingsstadt am Bosporus und dann lässt sich immer ein bisschen in die engen Kassen von Kediköy und Beyoglu träumen. Auch wenn BaBa ZuLa ein bisschen Hippie sind mit ihrer Mischung au türkischer Zigeuner und prä-islamischer Schamanenmusik, modernen Orient-Dub, anatolischen Folk und 60‘s Psych-Rock: Die Konzerte sind toll und deshalb unbedingt zu empfehlen. Zudem im kuscheligen Nachtleben, ich bin dabei. Ab 20 Uhr

nachtleben
Kurt-Schumacher-Straße 
Frankfurt 
Nicht barrierefrei
https://www.babazula.com/

Mittwoch, 29. Januar. Of/ Repaircafe

(Andrea)

Der Obsoleszenz den Kampf ansagen! Reparieren statt Wegwerfen heißt es heute, von 18 bis 20 Uhr im Stadtteilbüro Lauterborn in der Richard-Wagner-Straße 95. Dann stehen den Besuchern wieder ehrenamtliche Tüftler mit Rat und Tat zur Seite, um Defekte an mitgebrachten Gebrauchsgegenständen zu untersuchen und, sofern möglich, gemeinsam zu reparieren. Die notwendigen Materialien und Werkzeuge sind vorhanden und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt – repariert wird hier in entspannter, gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen. Besucher können sich ab 17.30 Uhr anmelden und sollten bis spätestens 19 Uhr da sein. Das Angebot ist kostenfrei. Um Spenden wird gebeten. Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch unter 069 83 00 57 85 oder 84 00 51 62.

Stadtteilbüro Lauterborn
Richard-Wagner-Straße 95
Offenbach
Barrierefrei

Donnerstag 30. Januar: Soirée mit Musik

(Martin)

„Wer durch mein Leben will, muss durch mein Zimmer …“ Erinnerung an Thomas Brasch

Familie Brasch – sie hat Geschichte geschrieben in der DDR bzw. ist Geschichte der DDR. Vor einiger Zeit lief in der ARD der Film:  ‚Familie Brasch – Eine deutsche Geschichte – Die Buddenbrooks in DDR-Ausgabe’. Leider gibt’s den nicht mehr auf der Mediathek zu sehen, sonst hätte ich euch das empfohlen – als Vorbereitung auf die Soirée im Haus am Dom. Dass das Haus am Dom an Thomas Brasch erinnert im Rahmen der Reihe ‚30 Jahre Deutsche Einheit’, ist wunderbar.

Der Vater von Thomas Brasch war hoher Kulturfunktionär in der DDR, der Sohn Thomas emigrierte – der eigene Vater hatte ihn angezeigt wegen staatsfeindlicher Aktionen. Thomas Brasch war hoch gelobter Schriftsteller und Regisseur, Lebensgefährte von Bettina Wegner und Katharina Thalbach und ein kluger Kopf.

„Englisches Exil, jüdische Wurzeln. SED-Karriere des Vaters, Widerständigkeit des Sohns, Gefängnis in der DDR. Übersiedelung in den Westen, gesellschaftskritisch auch dort. Thomas Brasch (1945-2001) hat herausragende Erfolge in Literatur und Theater, bekommt Preise und Auszeichnungen. Aber nach dem Fall der Berliner Mauer verstummt der Dichter für viele Jahre. Ursula Kurze spricht über das Leben dieses unangepassten politischen Künstlers im Kontext der gesellschaftlichen Realitäten in Ost und West. Sie spielt Gitarre und singt seine Gedichte in ihren eigenen Vertonungen.“

Ursula Kurze ist Musikerin und Schauspielerin aus Dresden.

Hier noch zwei Artikel, die anlässlich des Filmes erschienen sind:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/familie-brasch-im-ersten-vor-den-vaetern-sterben-die-soehne-16423247.html
https://www.spiegel.de/kultur/kino/familie-brasch-chronik-einer-zersetzung-a-1223310.html

Donnerstag, 30.01. um 19.30h im Haus am Dom.
Das Haus am Dom ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: (c) PantherMedia/Andreas Weber - Haus am Dom.

Donnerstag 30. Januar: BEAK

(Uwe)

Produzent und Multiinstrumentalist Geoff Barrow stammt aus der kleinen englischen Stadt Portishead. Zusammen mit Sängerin Beth Gibbons (und anderen) gründete eine wunderbare Band, die er auf den Namen seiner Heimatstadt taufte. Wenn die Band einmal eine Platte herausbringt (was noch nicht allzu oft passiert, zuletzt 2008), wird diese gefeiert. Am Projekt BEAK ist genannten Barrow aktiv beteiligt. BEAK sich zusammen aus Bandmitgliedern von Portishead (eben Geoff Barrow)und Moon Gangs. Zusammen kreiert das Trio einen dichten und atmosphärischen Sound, der mal nach Dub, mal nach Krautrock und mal nach den Beach Boys klingt. Alles begann 2008, als sich die drei bei der Invada Rocords Weihnachtsfeier zusammen jammten. 2009 standen die drei dann schon zusammen als BEAK auf der Bühne. Ihr erstes Album nahmen sie in nur 12 Tagen auf. Das Ganze mit strengen Regeln: Alle nahmen im gleichen Raum auf und Overdubbing war nicht erlaubt. Der Rest ist Geschichte. Nach den Alben „>>“ (2012), dem Soundtrack zum Feature Film „Couple in a Hole“ und dem Wechsel am Keyboard durch Will Young – auch ein Moon Gangs Bandmitglied – erschien im April 2018 eine B-Seiten-Kollektion. Im Dezember 2018 kommen BEAK> mit ihrem wunderbar aufregenden Sound für einige Termine nach Deutschland und präsentieren ihr neues Album "L.A. Playback", das im April dieses Jahres erschien.
 
Zoom
Frankfurt, Brönnerstraße 5-9
Beginn: 21 Uhr
Tickets: VVK 23 EUR zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei
Foto: Daniel Patlan

Donnerstag, 30 Januar: Of/ RetroRodeo v5 - SEGA Mega

(Andrea)

Howdy! Wir haben seit geraumer Zeit ein ziemlich cooles Museum hier in der Stadt, manche würden sagen, was für Nerds, aber das stimmt gar nicht!! Der Digital Retro Park lädt zur Zeitreise in die Welt der Commodore und Atari-Computer, von denen einige, das ist das Beste, auch bespielt werden können. Jetzt aber: "Neues Jahr, neue Konsole. Wir satteln die Pferde und reiten weiter durch den Osten... nein... HALT!... Wir sind doch schon wieder zu Hause, aber haben das SEGA Mega Drive (Genesis in den USA) in der Satteltasche. Freut euch auf 2 Player Action mit Sonic, Ken und Ryu, Gunstar Heroes und den Zombienachbarn.Geränke gibts an der Saloonbar und kleine Snacks stehen bereit. Musikalisch gibt s wieder feinen 8-Bitdub auf die Ohren!"  Uhrzeit 19.00 Uhr bis Midnight Eintritt: 3€ Yiehaw!

Digital Retro Park
Frankfurter Strasse 13-15
63065 Offenbach am Main
Nicht barrierefrei

VORSCHAU
Freitag, 31. Januar: Of/ Meine geniale Freundin, Teil 6 & 7

(Andrea)

Elena Ferrantes Roman-Tetralogie über zwei Freundinnen aus einem Armenviertel Neapels wurde in 40 Ländern mehr als 10 Millionen Mal verkauft. In Kooperation mit Rai Fiction und TIMvision hat HBO den ersten Band, „Meine geniale Freundin“, als Serie verfilmt: kongenial und mit superstarken Laiendarstellerinnen, wunderbar auch auf der großen Leinwand. Heute zeigt Ida mit dem 6. und 7. Teil der kongenialen Literaturverfilmung von Elena Ferrantes Bestseller "L'amica geniale". (Meine geniale Freundin) Italien 2018, O. m. U., Regie: Saverio Costanzo, Darsteller*innen: Margherita Mazzucco, Gaia Girace, Elisa del Genio, Ludovico Nasti Einlass & Essen 19 Uhr Filmstart 20 Uhr Kinokarte 9 €; für Schüler*innen/Student*innen/Azubis/Filmklubb-Mitglieder 7 €

Filmklubb
Isenburgring 24
Offenbach
Nicht barrierefrei 

Dienstag 4. Februar: A PROJECTION

(Uwe)

Die 2013 in Stockholm gegründete Post-Punk-/Indie-Formation A PROJECTION musste sich nach ihren ersten beiden Veröffentlichungen, „Exit“ (2015) und „Framework“ (2017), quasi neu erfinden. Sänger Isak Erikson stieg aus, an den Nachfolger bestanden hohe Anforderungen, der originelle Vibe der Band sollte weiterhin getroffen und die Inspirationsquellen aus den späten 70ern und frühen 80ern nicht geleugnet werden. Die Herkulesaufgabe wurde mit Bravour gemeistert, Rikard Tengvall (vorher Bass) übernahm und füllt die entstandene Lücke problemlos aus. Die Songwriting-Sessions zum dritten Album „Section“ entstanden in einer Zeit, in der die Band durch weitere Mitgliederwechsel und auch gesundheitliche Probleme immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt wurde und letztendlich daran wuchs – menschlich wie musikalisch. Die Songs auf „Section“ strotzen vor Kraft und sind garniert mit reichlich Punk-Attitüde. Über drei Alben hat es die Band mittlerweile geschafft, ein eigenes Sound-Universum (zwischen den Polen New Wave, Post-Punk, Gothic- und Indie-Rock) zu schaffen.
 
NACHTLEBEN
Frankfurt, Kurt-Schumacher-Str. 45
VVK 16 Euro zzgl. Gebühren, AKK 20 Euro
Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
Nicht barrierfrei
Foto: Notcut Entertainment

Dienstag 4. Februar: SEA GIRLS

(Uwe)

Das könnte auch wirklich was für mich sein: In der nun folgenden gekürzten Version der Presseinfo finden sich Begriffe wie „Tränen“, „Melancholie“, „Euphorie“ oder „Coming-of-Age“ ….. Was braucht es heutzutage, damit junge britische Lads das Gefühl haben, unbedingt eine Band gründen zu müssen? Fragt man die vier Jungs der Sea Girls, so sind es die folgenden Zutaten: Akute Langeweile in den Dörfern rund um Leicester, wo sie aufwuchsen sowie das Gefühl, in den Klassik- und Jazz-Gruppen, die die Schule bietet, falsch aufgehoben zu sein. Außerdem den Wunsch, zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammen zu wachsen, gemeinsam größer zu werden, als das alle Vier alleine könnten. Und zu guter Letzt, sich Shows anderer Bands anzuschauen und mit einer gewissen Chuzpe überzeugt davon zu sein: Das können wir auch. Wenn nicht gar besser. Mit diesen Attributen und Eindrücken ausgestattet, gründeten sich die Sea Girls 2015 aus den vier Musikern und stiegen in weniger als 18 Monaten vom neuen Geheimtipp auf zu einer Band, die mit ihren brillanten Indie-Hymnen von bald allen Gazetten und Radioshows als „das nächste große Ding“ beschrieben wurden. Die Hype-Maschine der UK-Musikindustrie funktioniert schon seit Jahrzehnten einwandfrei, oft erwiesen sich diese derart gehypte Acts mittelfristig aber als Luftpumpen. Mit den Sea Girls wird dies nicht passieren. Beleg für diese Behauptung liefert jede einzelne Show des Quartetts: Es ist eine Mischung aus Schweiß und Tränen, Melancholie und Euphorie, Coming-of-Age-Lyrik und gesellschaftlicher Allgemeingültigkeit, überragend mitreißenden Riffs im Wechselspiel mit einer subtil von hinten treibenden Rhythmusgruppe – und eben diesen bereits erwähnten, hymnischen Melodien, die jeden kleinen Club ebenso in Wallung, ja Rage versetzen, …..
 
Zoom
Frankfurt, Brönnerstraße 5-9
Beginn: 21 Uhr
Tickets: VVK 15 EUR zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei
Foto: Parri Thomas

Mittwoch, 5. Februar: Of/ Grand Hotel Budapest

(Andrea)

Der Filmklubb zieht ins Hotel: Großes Staraufgebot und eine skurril-großartige Geschichte. Im Grandhotel Budapest waltet der stolze, sehr kultivierte und sehr parfümierte Monsieur Gustave seines gediegenen Amtes als Chefconcierge. Er schaut auf das Wohl seiner Gäste, besonders auf dasjenige seiner älteren, weiblichen und meist blonden. Dies auch hinter verschlossenen Türen und unter Hotelbettdecken. Als Madame D., eine seiner alten Stammkundinnen, ermordet wird, wird Monsieur Gustave verdächtigt. Zusammen mit seinem Lobbyboy Zero will sich Gustave einerseits reinwaschen und andererseits den Fall klären – und gerät an die gar nicht so freundlichen Kinder und Erben der Ermordeten. Die Geschichte wird kompliziert, weil zeitgleich die Faschisten immer stärker werden und ein Krieg droht... es gibt also allerlei Verwicklungen und Überraschungen und dass der Film dazu noch im Sheraton Hotel gezeigt wird, ist für mich Grund genug, mir den Film, den ich sogar als DVD im Regal habe, auf großer Leinwand anzuschauen.Der Küchenchef und der Restaurantleiter haben sich für den Abend ein paar besondere Tapas überlegt. Und Nina, die Chefin hinter der Sheraton Bar, bietet wieder die passenden Drinks zum Film ...  

Sheraton Hotel
Berliner Straße 
Offenbach

Samstag, 8. Februar: Of/ Carpernaum

(Andrea)

„Capernaum“ will ich schon seit Ewigkeiten sehen und jetzt ist endlich eine tolle Gelegenheit, im Ladenkino goes KOMM, yeah, Danke! "Regisseurin Nadine Labaki erzählt die Geschichte eines etwa zwölfjährigen Jungen aus den Armenvierteln von Beirut, der seine Eltern dafür verklagt, ihn geboren und sich dann nie um ihn gekümmert zu haben, mit einer unglaublichen Hingabe und in atemraubenden Bildern. Überhaupt diese Kamera: Ständig auf Augenhöhe der Kinder, oftmals händisch und halb dokumentarisch, mit brutalem Realismus. Und gleichzeitig eben auch alle seltsame Schönheit auf einmal einfangend, mit einer anrührenden Kraft. Der weitgehende Verzicht auf Musik, das Eintauchen in diese unbekannte Welt, in die Ghettos, die Slums und vor allem auch das Schauspiel des jungen Protagonisten ermöglichen eine Kinoerfahrung, die an Intensität ihresgleichen sucht. Capharnaüm, Nadine Labaki; Libanon 2018, 126 Min.; FSK: ab 12 Jahren, Einlass 19:30, Filmbeginn 20:00 Uhr

Einkaufszentrum KOMM, Aliceplatz 11 - Erdgeschoss.

Der Vorverkauf findet wie gehabt im LADEN artefakt Offenbach und NEU auch bei Thalia in Offenbach statt. 15 Euro für Film, Rot- und Weißwein, Apfelsaft, Wasser und Knabbereien!

Sonntag, 9. Februar: FFM/ Schoolboy

(Andrea)

Er zählt zu den talentiertesten und einflussreichsten Rappern der Westkünste - ScHoolboy Q. Im April brachte der Musiker mit „CrasH Talk“ sein neues Album heraus und bewies damit wieder einmal, dass man Musik nicht wie am Fließband auf dem Markt bringen muss, um bedeutsam zu bleiben. Mit den neuen Songs und Special Guest Jay Rock, ist er jetzt auf „CrasH Tour“. Vier Deutschlandtermine gibt es, einer ist in unserer holy hall of fame in der Gwinnerstraße. Musikalisch schafft ScHoolboy Q den Spagat zwischen den Ikonen der alten Gangsterrap-Ära und den neuen Helden.  ScHoolboy Q hat ein ausgefeiltes Gespür für Reime, ohne dabei platt zu klingen. In Kombination mit seiner rauen Stimme, harschen Trap-Beats und trockenen Samples besitzt er das einzigartige Talent, Banales mit einfachen Kniffen außergewöhnlich klingen zu lassen. Mit dabei hat er  Jay Rock und das verspricht einen  unterhaltsamen Abend.

Batschkapp
Gwinnerstraße
Barrierefrei

Freitag 14. und Samstag 15. Februar: hr-Bigband trifft Lateinamerika

(Daniela)

Konzerte mit der hr-Bigband sind immer ein besonderes Erlebnis. Jetzt kommt die Band an zwei Abenden mit zwei wunderbaren Musikern in den hr- Sendesaal.

Neue Botschaften aus Lateinamerika verspricht dieses Treffen mit zwei Protagonisten der Region: mit dem Puerto-Ricaner Miguel Zenón und dem Argentinier Guillermo Klein.

Musikalische (und persönliche) Freunde seit langer Zeit, verbindet die beiden insbesondere die New Yorker Bigband »Los Guachos«, die Klein in den Neunzigern in New York gründete und mit der er von sich reden machte. Zenón, der als einer der einflussreichsten Saxofonisten seiner Generation gilt, spielt seit jeher bei den Guachos, und umgekehrt ist Klein an nicht wenigen Produktionen von Zenón als Arrangeur beteiligt.

Nachdem sowohl Klein als auch Zenón schon jeder für sich bei der hr-Bigband zu Gast waren, ist es nur folgerichtig, diese beiden Ausnahmemusiker nun auch einmal zusammen nach Frankfurt zu holen.

Karten: 22,- €, Telefon: (069) 155-2000, hr-ticketcenter.de

Samstag, 15. + Sonntag, 16. Februar: Die Kränkungen der Menschheit

(Martin)

Mittelreich (Münchner Kammerspiele) von Anta Helena Recke war eine der zehn Inszenierungen, die 2018 zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurden. Dorthin, nach Berlin fahren und spielen zu dürfen, das ist theatermäßig mit die größte Auszeichnung, die eine Inszenierung bekommen kann.
 Im Mousonturm wird nun von Anta Helena Recke ‚Die Kränkungen der Menschheit’ gezeigt:
 „Auf der Bühne entsteht ein hybrider Raum zwischen Museum, zoologischem Garten und Labor. Und jede Gruppe, die diesen Raum bevölkert, führt näher an jene fragilen Momente, an denen eine Vorstellung von Welt durch eine andere abgelöst wurde. Zu den von Sigmund Freud formulierten drei „Kränkungen der Menschheit“ – die Erkenntnis, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist, dass der Mensch vom Affen abstammt und dass er sein Unbewusstes nicht steuern kann – gesellt sich eine vierte: die Tatsache, dass nicht von „EINER Menschheit“ auszugehen ist. Gerade im globalen Erstarken reaktionärer Kräfte zeigt sich, wie tiefgreifend die Illusion einer weißen männlichen Menschheit im weißen Körper immer noch verankert ist.“
"Stark gesetzte Bilder und Geräusche, die weite Assoziationsfelder freilegen" beschrieb Mathias Hejny anlässlich der Premiere in der Abendzeitung (28./29.9.2019): "Für 75 meditative Minuten kann, wer mag, von der Utopie einer bedeutungsfreien und damit herrschaftsfreien Kultur träumen."
Und das ist doch verdammt viel!

Samstag, 15.02. um 20.00h und Sonntag, 16.02. um 18.00h im Mousonturm
Die Kränkungen der Menschheit von Anta Helena Recke
Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: (c) Gabriela Neeb/Mousonturm

Samstag, 22.Februar: Of/ Hafen 2 Geburtstag

(Andrea)

Jeder Hafen2geburtstag ist auch ein kleiner Grund, allen Rettern kurz auf die Schulter zu klopfen. Denn ohne die vielen Liebhaber wäre vor einigen Jahren Schluss gewesen und weil Hafen 2 in diesem Jahr Geburtstag wie noch nie feiert, musste ich nochmal kurz einen Blick zurückwerfen. Jetzt nach vorne, das Band-Line-Up ist komplett: Automatic, Black Marble und Panther Modern aus Los Angeles. Blind Butcher aus Luzern. Kit Sebastian, Trash Kit und Pregoblin aus London. Sultans Court und Yeah But No aus Berlin, The Micronaut aus Leipzig. Sowie die Krautrock-Legende Kreidler. Dazu DJS : die Mach Mal Langsam Crew aus Mainz/ Wiesbaden, Matz Ernst aus Offenbach sowie Industrie & Zärtlichkeit und ein Micronaut-Set sowie sonstiges polytechnisches Amüsement". Fehlst nur noch Du! Zum Einstimmen gibt es eine kleine Playlist: https://open.spotify.com/playlist/1oNnRH2BDdCIN3sylePZNg?fbclid=IwAR3aDb-https://open.spotify.com/playlist/1oNnRH2BDdCIN3sylePZNg. Tickets gibt es im VVK zum Preis von 22 Euro

Hafen 2
Nordring
Offenbach
www.hafen2.net

Montag, 24. und Dienstag, 25. Februar: Tanz

(Martin)

Deborah Hay zählt zu den einflussreichsten Choreografinnen der USA. Sie war Gründungsmitglied des legendären Judson Dance Theater in New York, das als kreative Brutstätte des Postmodern Dance gilt. Für Hay ist Tanzen ein permanenter Prozess des Lernens und Verlernens, der sie zwingt, ihre eigene Praxis immer wieder neu zu erfinden. Der Doppelabend mit zwei neuen Arbeiten bietet die Möglichkeit, die Vielfältigkeit dieser humorvollen Tanzrevolutionärin kennenzulernen. „Animals on the Beach“ wird von einem herausragenden fünfköpfigen Ensemble getragen, dessen Mitglieder mit führenden Tanzcompanien auf der ganzen Welt arbeiteten. Das umfassende Wissen dieses Ensembles tritt mit der Intimität und Stringenz von Hays Performancepraxis in einen filigranen Dialog. In ihrem Solo „my choreographed body … revisited“ folgt Hay ihrer fünfzigjährigen künstlerischen Praxis, die ihren Körper geformt und zutiefst choreografiert hat. Für Hay Grund genug, jetzt erstmals die Kompositionsstrukturen hinter sich zu lassen, die ihre Solos bisher prägten.“

Am Montag, 24.02. und Dienstag, 25.02. um jeweils 20.00h im Mousonturm:
Animals on the Beach ] my choreographed body ... revisted.
Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: (c) Camilla Greenwell/Mousonturm

Donnerstag, 27. – Samstag, 29. Februar: Family Milo Rau

(Martin)

Sensationell, dass Milo Rau mit seinem neuen Stück wieder im  Mousonturm zu sehen ist!
Zugegeben, es sind immer nicht die ganz einfachen Themen...
Zu sehen waren Five Easy Pieces über das Leben des Mörders und  Kinderschänders Marc Dutroux und „La Reprise“ über den homophoben Mord an Ihsane Jarfi in Liège.
Die neue Arbeit von Milo Rau nimmt nun wieder ein belgisches Verbrechen zum Ausgangspunkt – eine Familientragödie:
„2007 erhängte sich in Calais eine ganze Familie: ein Ehepaar und ihre zwei Kinder. Nie wurde ein Motiv für diese Tat gefunden. Der Abschiedsbrief sagt nur: „Wir sind zu weit gegangen, entschuldigt.“ Das Drama wird in „Family“ von einer echten Familie inszeniert: Die Schauspieler An Miller und Filip Peeters spielen nicht nur als Paar zusammen, sondern sie stehen zum ersten Mal mit ihren Töchtern Leonce und Louisa (13 und 14 Jahre alt) auf der Bühne. Gemeinsam rekonstruieren sie diesen mysteriösen Fall, folgen der Reise ihrer eigenen Familie und hinterfragen das Konstrukt „Familie“ vom ersten Date bis hin zu den dunkelsten Abgründen.“
Die große Kunst von Milo Rau ist es, theatralisch die Grenzen vom Abbild der Realität hin zur Fiktion verschwimmen zu lassen. Und dabei geht es nie nur um das Einzelne, also die alleinige Tat, sondern immer um mehr, um Hintergründe:
"Für Milo Rau ist das keine simple Einzeltat einer Familie, es ist ein Beispiel, in dem sich das Symptom einer kranken Gesellschaft zeigt, die sich ihre Zukunft nur als Dystopie vorstellen kann", so Eberhard Spreng im Deutschlandfunk Kultur (4.1.2019). Letztlich könnten weder Philosophie noch Psychologie Milo Raus "Familie" erklären. Am Ende bleibe mit der Frage nach dem Motiv der Tat die noch größere nach dem Sinn des Lebens. "Die ist nicht im Großen und Ganzen zu beantworten, sondern in der Freude an den kleinen Dingen, Gerüchen, Gefühlen, individuellen Vorlieben." Nachtkritik.

Unbedingt Karten sichern, wird schnell ausverkauft sein!
Donnerstag, 27.02., Freitag, 28.02. und Samstag, 29.02. um jeweils 20.00h im Mousonturm:
Family von Milo Rau.
Der Mousonturm ist behindertengerecht ausgestattet.
Foto: (c) Michiel Devijer


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