22.11.2019
Inhalt: NO POLITICS... / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / ZU GEWINNEN / SUCHE / BIETE / Crowdfunding: Beyond Starlight / G E R O L L T E S - über Gerd Müller / Zum Abschluss noch etwas über den FSV / Freitag, 22. November: Navid Kermani / Freitag, 22. – Sonntag 24. November
: Kunst, geballt / Freitag, 22. November
: Vernissage / Freitag, 22. November: Performance/Video / Ab 22. November: Weihnachtskomödie / Freitag, 22. November: OF/ L’amica geniale – Meine geniale Freundin Teil 3 & 4 / Freitag, 22. November: Of/ Dekker / Freitag, 22. November: Of/ Rocketman / Freitag, 22. November: OF/ Uwe Jeutters Talentschuppen / Freitag 22. November: hr-Bigband mit Saxofonist Donny McCaslin / Freitag, 22. November: OF/ Themenabend Iran / Samstag 23. November: Ants in the pants / Samstag, 23. November: Mühlheim/ Lichter im Steinbruch / Samstag 23. November: Hannes Wittmer / Samstag, 23. November: Mühlheim/ November Euphorie / Sonntag, 24. November: Obertshausen/ Korridor-Ensemble / Sonntag, 24. November: Lecture Show/Lesung / Sonntag 24. November: Im Arabischen Rössl / Sonntag 24. November: Adventsausstellung in der Blumenbar / Montag 25. November: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen / Montag, 25.November: FFM/ Welshly Arms / Dienstag 26. November: Alvin Curran / Konzert / 26.11.- 1.12.: Remake. Frankfurter Frauen Film Tage / Dienstag, 26. November: FFM/ Snarky Puppy / Mittwoch, 27.November: FFM/ Seiler und Speer / Donnerstag 28. November: NILS WÜLKER & ARNE JANSEN / VORSCHAU / Freitag, 29. November: Kiss me Kate / Musical / Darmstadt / Freitag 29. November: Ensemble Modern spielt Frank Zappa / Freitag, 29. November: OF/ Sven Helbig / Montag 30. November: THE FOREIGN RESORT + SILENT RUNNERS / Mittwoch 4. Dezember: Die Höchste Eisenbahn / Montag 9. Dezember: SHAM 69 / Donnerstag 12. Dezember: RAKETKANON / Sonntag 15. Dezember: The LOKAL Listener / Donnerstag, 30. Januar: Lesung / Impressum
NO POLITICS...

Ja, ich weiß, eigentlich sollten, dürften, hier nur Ausgehtipps stehen, aber der "Rest" ist ja auch mein Leben..



Wie bereits letzte Woche berichtet, war ich auf der BDK in Bielefeld, also auf dem Parteitag der Grünen. Ich hatte zum ersten Mal einen eignen Antrag eingereicht. Gemeinsam mit der Europaabgeordneten Hannah Neumann und vielen Unterstützer*innen haben wir die Partei gebeten, eine Stelle einzurichten, an die sich Mitglieder wenden können, wenn sie bedroht werden. Der Antrag ist jedoch nicht behandelt worden, denn uns wurde schon im Vorfeld zugesagt, dass es diese Stelle geben wird. Das ist toll. Ich habe mich sehr dafür eingesetzt, weil ich im Mai des letzten Jahres selbst sehr unter Anfeindungen und Bedrohungen  gelitten hatte.


Nun kam die Grüne Jugend auf mich zu und hat mich gebeten, am Montag, dem „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ über meine persönlichen Erfahrungen zu sprechen. Ich habe noch nie öffentlich darüber gesprochen und bin gespannt, was das mit mir macht...
 
Aber Montag ist ja noch ne Weile hin....

Heute früh sagte ich noch: ich war jetzt seit über 6 Wochen nicht mehr im Grünen, bzw. an der frischen Luft. Kein Spaziergang, kein Ausflug... nix. Nur Neonlicht und Heizungsluft. 
Ich fahre zwar täglich mit dem Rad zu Arbeit, aber von frischer Luft kann man da ja leider auch nicht reden. Morgen gibt es immerhin ein wenig Frischluft, denn es geht ins Waldstadion. Es ist das erste Spiel ohne Abraham als Kapitän, nachdem er den Streich umgerannt hat. Ich finde die Strafe mehr als angemessen und hätte noch einen Vorschlag an ihn (sollte ihn jemand von Euch kennen, dürft ihr ihm das gerne übermitteln):


„Lieber David, was hältst Du davon: Da du die nächsten Wochen "freigestellt" bist, könntest Du doch jeden Sonntag in einem anderen Kreisligaverein ehrenamtlich helfen. Kabine ausfegen, Tore stellen, Linienrichter sein, Bälle aus Bächen oder Sträuchern holen, Eltern besänftigen, Kindertränen trocknen, Decken verteilen. Vielleicht auch mal an der Kaffeetheke aushelfen. Was man eben so in einem Fußballverein macht. Ich würde Dir zwei schöne Vereine suchen; eine Idee für einen Verein in Südhessen hätte ich schon. Deal?“

 
So, jetzt muss ich aber schnell los.

Lebt wild

Daniela

Vielen Dank an meine wunderbaren Co-Autor*innen Andrea Ehrig, Petra Manahl, Martin Grün und Uwe Schwöbel!

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
(Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr).
Wenn Du eine Rechnung benötigst, dann schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

ZU GEWINNEN

Antworten für die folgenden Tickets bitte an schwoebke@aol.com
Die Gewinner*innen werden von Uwe benachrichtigt

2 x 2 Karten für das Konzert von Alvin Curran & Ensemble Modern am Dienstag. Frage: Welche Geschenkempfehlung hat Daniela zu Weihnachten?

2 x 2 Karten für die Kommödie "Schöne Bescherung" (freie Datumswahl / außer Premiere) Frage: Was empfiehlt Petra für dieses Wochenende?

1 x 2 Sitzplätze und 1x2 Stehplätze für das Spiel FSV – FCA Walldorf am 30.11 um 14 Uhr. Frage: Welcher Spitzenschiri war zu Gast beim FSV?

1 x 2 Gästelistenplätze für THE FOREIGN RESORT am 30.11 im Nachtleben. Frage: Wo kommt die Band her?

2 x 2 Gästelistenplätze für Die Höchste Eisenbahn am 04.12 im Zoom. Frage: Welchen Marktwert hätte Gerd Müller heute (siehe GEROLLTES)?

1 x 2 Gästelistenplätze für SHAM 69 am 09.12 im Cave. Frage: Um welchen Komponisten dreht sich der nächste LOKAL Listener?

1 x 2 Gästelistenplätze für RAKETKANON am 12.12 im Nachtleben. Frage: Wer ist ein prominenter Fan der Band?

Antworten bitte an: ausgehtipp.gewinnspiel@gmail.com
Die Gewinner*innen werden von Martin benachrichtigt

2 x 2 Karten für David Kermani. Heute Abend im Schauspiel.
Frage: Bei welcher Veranstaltung spricht Daniela am Montagabend über persönlichen Erlebnisse?

1 x 2 Karten für das Stück "Im Arabischen Rössel" am Sonntag 23.11. im Theater Willy Praml.
Frage: Wie heißt die Kostümdesignerin?

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de  (Die Gewinner*innen werden von Andrea benachrichtigt)

1 x 2 Gästelistenplätze für den heutigen (Freitag, 22.11.) Cinema & Cena-Abend mit Elena Ferrante im Filmklubb. Die Gewinnfrage lautet: Welche New Yorker Formation füllt am Dienstag die Batschkapp? Antworten bitte bis 18 Uhr!

2 x 2 Gästelistenplätzen für Welshly Arms am Montag, 25. November in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Welcher Frankfurter schlägt beim Korridor-Ensemble (Kleiner Tipp, spielen am 25. in O-Hausen) die Basssaiten an?

2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Seiler & Speer am Mittwoch, 27. November, in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet: Welches Rössl ist derzeit im Theater Willy Praml zu sehen? 

2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Sven Helbig am Freitag, 29. November, in der Alten Schlosserei. Die Gewinnfrage lautet: Welche Lesung plant Petra bereits am 30. Januar ein?

SUCHE / BIETE

Weihnachtsgeschenke gesucht?
Mac
ht mit beim Crowdfunding für das Orfeos!

Die wunderbare Antje möchte ihr Kino renovieren und schreibt "Wir setzen auf Nachhaltigkeit und möchten so wenig in die Tonne kloppen, wie nur möglich. Warum auch? Das meiste lässt sich reparieren – auch wenn es etwas kostspieliger ist als Neues zu kaufen. So wird ein/e Handwerker/in von nebenan bezahlt anstatt ein Großkonzern von irgendwo." Für die notwendigen Reparaturarbeiten benötigen sie jedoch 25.000,- € und dafür brauchen sie unsere Hilfe. Also macht mit!
Schenkt Euch selber oder verschenkt Kinogutscheine, Kinosessel oder private Filmvorführungen. Alle Infos hier. Oder in diesem Film.

Crowdfunding: Beyond Starlight

(Andrea)

Petra und ich teil(t)en die Leidenschaft für eine Band aus L.A. und keine hat Davo, Bryan & Co. bisher schöner abgelichtet. Sie ist Profi mit gutem Blick und vor allem einem Händchen für spannende Themen. In den letzten Jahren hat sie eine Zirkusfamilie porträtiert, daraus soll jetzt das Buch "Beyond Starlight" werden. Selbstverständlich habe ich mir schon ein Exemplar gesichert, das kommt dann zwar nicht unter den Gabentisch, aber mit entsprechender Vorfreude ein kleines bisschen später. Hoffentlich. Infos

G E R O L L T E S - über Gerd Müller

(Uwe)

Seit dem WM Sommer 2018 trage ich ein Bild von Gerd Müller aus dem Tschuttiheftli, DEM alternativen Sammelalbum, hinter der durchsichtigen Schutzhülle meines tragbaren Telefons immer bei mir, während das mit allen aktuellen Stars vollständig gefüllte Heft zur WM 2018 irgendwo in meinem Kleiderschrank liegt. Warum? Weil die Geschichte, wie ich zu dem Bild vom „Bomber der Nation“ kam, recht amüsant ist (der Text würde zu lang werden, ich hatte es versucht) und weil Gerd Müller eben ein Phämomen war.
Laut Wikipedia ist ein Phänomen „eine mit den Sinnen wahrnehmbare, abgrenzbare Einheit des Erlebens, beispielsweise ein Ereignis oder eine Naturerscheinung.“ Eine Naturerscheinung, das war Gerd Müller. Vor ihm gab und es gibt bis heute keinen vergleichbaren Stürmer. Das schreibe gerade ich, einer, dessen Idol in jungen Jahren der Schalker Mittelstürmer Klaus Fischer war. Fischer, wenige Jahre jünger als Müller, ist zweitbester Bundesligaschütze aller Zeiten, der „Bomber“ ist mit weitem Abstand vor ihm die Nummer 1. Darüber hinaus schaffte Müller auch in der Nationalmannschaft und im Europa Cup eine unglaubliche Trefferquote. Daher lehnt der heute treffsicherste Schütze im Nationaltrikot, Miroslav Klose, zurecht jeden Vergleich mit Müller ab. Klose traf im Schnitt in jedem zweiten Länderspiel, Gerd Müller dagegen mehr als einmal pro Spiel.

Im Internet fand ich neulich eine Seite, auf der die heutigen Marktwerte ehemaliger Spieler von Bayern München geschätzt wurden. Gerd Müller stand auf dem 1. Platz mit einem auf heute übertragenen Marktwert in Höhe von rund 200 Mio. Euro (sein Weggefährte Rainer Bohnhof nannte kürzlich in einem Interview sogar eine Milliarde). Direkt hinter dem, einmal vom Fußballmagazin 11 Freunde genannten „Jahrtausendstürmer“, rangierte in der Liste mit Franz Beckenbauer DIE Lichtgestalt des deutschen Fußballs.

Mit dem Münchener Beckenbauer verband der aus ärmlichen Verhältnissen im kleinen Nördlingen aufgewachsenen Müller eine Art Hassliebe. Auf der einen Seite spielten sie bei Bayern und in der Nationalmannschaft einen eleganten Doppelpass (Mitspieler Bulle Roth: „wir haben immer dasselbe System gespielt, hinten der Franz und vorne der Dicke“) und schliefen auf Auswärtsfahrten in einem Zimmer, auf der anderen neidete der herausragende Sportler Müller den hervorgehobenen Status des „Kaisers“. Als dieser nach Amerika wechselte, wurde Müller endlich Kapitän der Bayern, um dann einige Zeit später selbst in die USA zu flüchten.

Von dort kam in vielerlei Hinsicht angeschlagen und verbittert nach München zurück. Beckenbauer und Hoeneß retteten ihn, sorgten für eine Entziehungskur und eine Anstellung als Co Trainer im Jugend- und Amateurbereich. Beckenbauer und Breitner heben ständig  hervor, dass der FC Bayern ohne den treffsicheren Müller (Bulle Roth: „den Dicken durfte man keine Sekunde aus den Augen lassen“) heute nicht das wäre, was er ist. Das stimmt natürlich zu einem guten Teil, den FC Bayern der Neuzeit erfand und gestaltete aber überwiegend Uli Hoeneß. Der wurde zu der Zeit, als Müller in die USA wechselte Manager der Bayern und formte in den Jahren Deutschlands erfolgreichsten Club. Ein herausragender Spieler wie Müller bringt einen Verein nach oben, dort bleibt dieser aber nur, wenn er danach über Jahrzehnte gut weitergeführt wird. Beispiele für das Gegenteil sind der 1 FC Kaiserlautern (trotz Fritz Walter)  oder der HSV (trotz Uwe Seeler).
Müller wäre übrigens auch in der heutigen Zeit ein Ausnahmespieler. Er war nämlich nicht nur ein Abstauberkönig, er konnte wahnsinnig gut kicken.

Normalerweise lese ich nicht so gerne Biografien, die von Hans Woller über Gerd Müller habe ich aber verschlungen. Ich empfehle sie gerne weiter.
(Hans Woller: "Gerd Müller: oder Wie das große Geld in den Fußball kam." C.H.Beck)

Zum Abschluss noch etwas über den FSV

Wenn man sich mit dem FSV beschäftigt, stellt man schnell fest, wieviel dieser Verein - oft organisiert durch Ehrenamtliche - auf die Beine stellt. Am Mittwoch war ich bei einer geneinsamen Veranstaltung der Blauschwarzen mit dem FC Play Fair im FSV Stadion. Gastredner Urs Meier, ein ehemaliger Weltklasseschiedsrichter, hielt einen kurzweiligen Vortrag über Entscheidungen in schwierigen Situationen und über FairPlay. Eine Aussage, die ich unbedingt teile: „Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, dass das Miteinander auf dem Fußballplatz und auf den Zuschauerrängen besser wird. Hier sollte jede(r) einzelne - wie in vielen anderen Lebenssituationen auch – mit gutem Beispiel vorangehen und nicht auf andere warten.“ Fußball spielt der FSV natürlich auch noch. In Hessenpokal wurde das Halbfinale erreicht, Zweitligist Darmstadt 98 wurde in einem Freundschaftsspiel besiegt und am Samstag geht es nach Balingen.

Freitag, 22. November: Navid Kermani

(Martin)

Er ist einer der großen Redner und was er sagt, hat Gewicht: Navid Kermani. Seine Rede beim Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2015 in der Paulskirche zum Reden und Sprechen über den Islam ist wohl als Meilenstein des öffentlichen Redens zu bezeichnen. Wie es ihm gelang, das versammelte Publikum unterschiedlichster Einstellungen und Hintergründe zum gemeinsamen Aufstehen zu bewegen, zum Schweigen, zum gemeinsamen Denken und zur Andacht, das war groß.
„Navid Kermani hat die öffentliche Rede zu einer Kunst gemacht, über die das Land staunt - nicht nur mit seiner berühmten Rede im Bundestag zum Grundgesetz und der Dankrede zum Friedenspreis in der Paulskirche. Die Debatten, die er mitangestoßen hat, haben seither an Dringlichkeit noch gewonnen, durch die Kriege im Nahen Osten, die Krise Europas, das Sterben der Flüchtlinge im Mittelmeer oder die Erinnerung an Auschwitz. Eine ungewöhnlich starke Resonanz hatten aber auch stets seine literarischen Festreden über Lessing, Goethe oder Kleist, die er wie kein anderer zu unseren Zeitgenossen macht. Und seine privaten Trauerreden machen anschaulich, dass mit jedem Menschen eine Menschheit stirbt – sie rühren selbst die hartgesottensten Hörer zu Tränen.
Nun erscheinen die bedeutendsten Reden Kermanis gesammelt im Verlag C.H. Beck: »Morgen ist da. Reden«. Für das Schauspiel wird er daraus zentrale Passagen auswählen und sie im Gespräch mit Marion Tiedtke vertiefen: über Deutschland, Europa und den Nahen Osten, über Gott, die Liebe und den Tod, über Sprache, Poesie und den 1. FC Köln. Neben Kermani selbst liest Katharina Bach.“

Hier ein Artikel zu der o.g. Rede beim Friedenspreis

Und dieses Interview, das letzte Woche in der ZEIT erschien, macht deutlich, welch ein interessanter Mensch Navid Kermani ist.

Für diesen Abend im Schauspiel Frankfurt gibt es oben Tickets zu gewinnen.

Freitag, 22.11. um 19.30h im Schauspiel Frankfurt: Navid Kermani - MORGEN IST DA. REDEN. Lesung und Gespräch mit Navid Kermani, Katharina Bach (Lesung), Marion Tiedtke (Moderation). Das Schauspiel Frankfurt ist behindertenfreundlich ausgestattet.

Foto: (c) Bogenberger Autorenfotos/Schauspiel Frankfurt

Freitag, 22. – Sonntag 24. November
: Kunst, geballt

(Petra)

Über 200 Künstler*innen, Kreative und Kulturschaffende in rund 140 Ateliers in drei Tagen: ein kreativer Marathon, den Ihr ganz entspannt im Frankfurter Osten erleben könnt. Im Atelier Frankfurt öffnen sich ab heute die Türen für Euch und noch dazu gibt es ein pralles Programm mit Performances, Musik und mehr. Besonders gespannt bin ich auf den Blick hinter die Türen im KulturBunker in der Schmickstraße am Samstag und Sonntag. In diesem Jahr sind außerdem als Special Guests die Mitglieder von Ostport, dem Zusammenschluss von kulturellen Institutionen des Frankfurter Ostends, mit dabei. Mit Konzerten der Jungen Deutschen Philharmonie, des Ensemble Moderns und der Internationalen Ensemble Modern Akademie und Filmvorführungen und Gesprächen von medico international und PIER F demonstrieren die Institutionen die kulturelle Vielfalt des Ostends.
 
Open Studios Atelier Frankfurt, Eröffnung mit Verleihung des Atelierstipendiums Bildende Kunst 2019/2020 der Stadt Frankfurt durch Sybille Linke, Leiterin Kulturamt Frankfurt, anschließend Drinks (RAMPE BAR@AF) und Kulinarisches am Wochenende aus der Kantine
Atelier Frankfurt
Schwedlerstraße 1 - 5
Uhrzeit: 19 - 22 Uhr (Samstag und Sonntag jeweils 14 - 19 Uhr, Samstag anschließend LIVE@AF), Eintritt: frei, barrierefrei: ja

Freitag, 22. November
: Vernissage

(Petra)
 
Wenn Ihr schon im Ostend seid, schaut doch auch bei der Kunstfamilie Familie Montez rein. Nicht nur, weil es einer meiner Lieblingsorte in der Stadt ist, sondern weil sich das Projekt lustig anhört: 100 Beteiligte haben für diese Arbeit (ostentativ) geatmet, gehaucht oder Dampf abgelassen. Auf dem Foto seht Ihr (auch) Montez-Macher Mirek beim tönenden Atmen. Die eigens für den großen Brückenbogen konzipierte Fassung der zwölfkanaligen Videoinstallation versteht sich als eine Art Panoptikum des Unvermeindlichen. Durch die schmalen Fenster des Kunstvereins ist es auch von außen einsehbar.
 
ARS MUNDI - Luftnummer für 99 Personen und 1 Hund,
Vollrad Kutscher / Dieter Reifahrt, Einführung: Prof. Dr. Dr. hc. mult.: Wolf Singer, plus Videoinstallationen von Vollrad Kutscher, Dieter Reifahrt, Hurber Machnik, Lutz Gamsen
Kunstfamilie Familie Montez
Unter der Honsellbrücke, Uhrzeit: 19 Uhr, Eintritt: frei, barrierefrei: ja

Freitag, 22. November: Performance/Video

(Martin)

 ‚Berührend’ das ist ein Wort, das häufig bemüht wird...   Für diesen Abend scheint ‚berührend’ gleichwohl doch das Wort der Wahl zu sein, denn ohne berührt zu werden, ist das Dabeisein in ‚Death an Birth of my Life’ offensichtlich nicht möglich.
„Geschichten, die unter die Haut und ans Herz gehen. Ein Setting, das der flüchtigen Videokunst ihre Verbindlichkeit zurückgibt. (...) Die Form erzeugt Sog, lässt Platz für die eigenen Gedanken und Erinnerungen. Mats Staub schenkt uns die Kunst des Zuhörens.“ Das war in der bz Basel zu lesen.
Um darum geht’s: „Mats Staub führt für seine Kunstprojekte seit über zehn Jahren eine Vielzahl an Gesprächen. In „Death and Birth in My Life“ bringt er nun jeweils zwei Menschen zusammen und lässt sie miteinander über Todesfälle und Geburten in ihrem Leben sprechen, während er als unsichtbarer Begleiter dabei ist. Ein Austausch über Dinge entsteht, die wir sonst ausklammern. Das Publikum blickt in der Video-Installation gleichzeitig in das erzählende und das zuhörende Gesicht. Blicke ermuntern und Gesichter zeigen Anteilnahme, denn die Gesprächspartnerinnen und -partner gehen nicht direkt auf die Worte ihres Gegenübers ein, sondern reagieren mit ihrer eigenen Erzählung. Durch diese persönlichen Geschichten entsteht ein gemeinschaftlicher Ort, der Gefühle zulässt und dem Zuhören ein Zuhause gibt.“

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung schrieb: „Mats Staub hat ein starkes Stück über große Fragen und auch über sozialen Zusammenhalt geschaffen. Es ist ganz leise – und es berührt doch. (...) Spannend ist es, das Zuhörergesicht zu beobachten: Wie ein Blick Worte hervorkitzelt, wie ein Lächeln das Gegenüber beruhigen soll, wie manchmal die Worte des anderen so berühren, dass Tränen fließen.“

Mats Staub: Death and Birth in my Life.
Freitag, 22.11. um 19.30h. Weitere Vorstellungen am 23.11., 25., 26., 27., 28.11. und 12., 13., 14., 15., 16., 17. und 18.12. um jeweils 19.30 h im Studio 1 und 2 des Mousonturm. Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.

Foto: (c) Edition Tiamat/Mousonturm

Ab 22. November: Weihnachtskomödie

(Daniela)

Einen Tannenbaum gibt es bei uns schon seit Jahren nicht mehr, und seitdem wir traditionell an Heiligabend schon ab 11:00 Uhr im Gemalten Haus sind, gibt es auch kein Chaos mehr. 

Chaos unterm Tannenbaum
Das Bockenheimer Theaterensemble zeigt Weihnachtskomödie

 
Weihnachtszeit, schöne Zeit. Wie jedes Jahr kommt man zusammen, um gemeinsam und in Harmonie das Fest der Liebe zu begehen. Und wie jedes Jahr versuchen alle wie verrückt, sich von der besten Seite zu präsentieren - was natürlich katastrophal misslingt.  Massiver Alkoholgenuss sabotiert die Zubereitung des Abendessens, eine Puppentheater-Aufführung wird zum traumatischen Erlebnis und ein neuer Gast entfacht Gefühle verschiedenster Art.
Alan Ayckbourns bissige Komödie „Schöne Bescherungen“ ist der perfekte Einstieg in die Weihnachtszeit – verbunden mit der Hoffnung, dass das eigene Fest anders verläuft.

Die turbulente Inszenierung des Bockenheimer Theaterensembles steht ab dem 22.11.2019 auf dem Spielplan des Kulturhaus Frankfurt.
Karten unter www.kulturhaus-frankfurt.de.

Alle Termine: 22./23.11., 13./14.12., 20./21.12.

Freitag, 22. November: OF/ L’amica geniale – Meine geniale Freundin Teil 3 & 4

(Andrea)

Elena Ferrantes Roman-Tetralogie über zwei Freundinnen aus einem Armenviertel Neapels wurde in 40 Ländern mehr als 10 Millionen Mal verkauft. In Kooperation mit Rai Fiction und TIMvision hat HBO den ersten Band, „Meine geniale Freundin“, als Serie verfilmt: kongenial und mit superstarken Laiendarstellerinnen, wunderbar auch auf der großen Leinwand. Als ihre Freundin Lila Cerullo spurlos verschwindet, beginnt die 66-jährige Elena Greco, die Geschichte ihrer wechselvollen Freundschaft aufzuschreiben. Sie beginnt im Neapel der 1950er-Jahre, im „Rione“, einem schmutzigen Neubauviertel, geprägt von Armut, Patriarchat und Gewalt. Mit der schlauen, rebellischen Lila bekommt die Vorzeigeschülerin Elena in der Schule ernsthaft Konkurrenz. Die beiden ungleichen Mädchen kommen sich beim Spielen in den Höfen, in denen man eng zusammenwohnt, trotzdem näher und es beginnt eine ganz besondere Freundschaft. So stark diese auch sein mag, immer ist sie zugleich von Rivalität geprägt – um Schulnoten und Bildungschancen, um die Erwartungen an ein besseres Leben und den eigenen Platz darin, um Kreativität und Bedeutung, gesellschaftliche Stellung und politisches Engagement. Lila ist zwar begabter, muss aber früh von der Schule abgehen, um in der elterlichen Schusterwerkstatt mitzuarbeiten. Lenù gelingt es gegen alle Widerstände, auf die weiterführende Schule zu gehen und zu studieren – ein für Frauen aus solchen Verhältnissen damals (wie heute) ungewöhnlicher Weg. Wer hier eigentlich die „geniale Freundin“ ist, bleibt stets unklar. Deutlich wird aber durch alle Abenteuer, Höhen und Tiefen, wie eng die beiden zusammengehören. Der filmischen Adaption ist es gelungen, die Stärken der Romanvorlage, die bei ihrem Erscheinen ein Rätselraten um die geheimnisvolle Autorin auslöste, ins andere Medium zu übertragen: die Dramaturgie ihres ausschweifenden Erzählens, ihren rasanten Rhythmus, die ambivalenten Heldinnen und zahlreichen scharf gezeichneten Nebenfiguren, die Navigation durch 50 Jahre italienische Zeitgeschichte – auf all das dürfen sich Leser*innen wie Nichtleser*innen der Bücher heute gleichermaßen freuen. Das ist gut, weil über eine Lesung mit der wunderbaren Eva Matthes bin ich bis heute leider noch nicht hinausgekommen...

Einlass & Essen 19 Uhr Filmstart 20 Uhr Kinokarte 9 €; für Schüler*innen/Student*innen/Azubis/Filmklubb-Mitglieder 7 €

Filmklubb
Isenburgring 26
Offenbach
leider nicht Barrierefrei

Freitag, 22. November: Of/ Dekker

(Andrea)

Ehrlich: Ich fremdel zwar ein wenig mit diesem Unort Hauptbahnhof, aber weil sich so viele liebe Menschen mit viel Herzblut um ihn bemühen, bin ich nicht nur Mitglied in der Initative Hauptbahnhof geworden, sondern gehe da heute auch hin. So. "Etwas Warmes braucht der Mensch. Bei dem Sauwetter freuen wir uns auf ein extrem das Herz erwärmende Konzert: Der US-Singer/Songwriter DEKKER beehrt uns mit seinem neuen Album "Slow Reveal" im Gepäck, das er schön slow Track by Track veröffentlicht. Viele kennen Brookln Dekker als den männlichen Teil des Indie-Folk-Duos Rue Royale, das aus ihm und seiner Ehefrau Ruth besteht. Jahrelanges unermüdliches Touren durch halb Europa bescherte den beiden zunehmenden Erfolg. Dekker ist sein neues Solo-Projekt. Wie gesagt, es erfüllt uns mit Stolz einen so wunderbaren und hochkarätigen Künstler in unseren kleinen Räumen im Gang/Gleis 0 begrüßen zu dürfen. Und dies -wie immer- für lau. Also kommt rum. Wir freuen uns auf Euch." 

20 Uhr
Offenbach Hauptbahnhof
Kaiserstr. 1
63065 Offenbach am Main

Freitag, 22. November: Of/ Rocketman

(Andrea)

Mit ein wenig Glück lässt sich vielleicht noch eine Karte an der Abendkasse ergattern: Daniel B. präsentiert nach „Bohemian Rhapsody“ über Freddie Mercury mit „Rocketman“ jetzt eine weitere Biografie-Verfilmung eines musikalischen Ausnahmekünstlers. Auch hier steht die Leidenschaft für die Musik im Vordergrund, allerdings dringt Regisseur Dexter Fletcher noch ein kleines bisschen tiefer in die Abgründe und Eskapaden seines Protagonisten Elton John ein. Mit bezaubernden Musical-Sequenzen, einem atemraubenden Hauptdarsteller Taron Egerton und viel Glanz und Glitzer erzählt Fletcher vom Aufstieg eines schüchternen Jungen zu einem der schillerndsten Popstars unserer Zeit. Dazu serviert das Team von Avio das inoffizielle Nationalgericht der Brexiteers Chicken Tikka Masala, natürlich auch in einer vegetarischen Variante, und Naan-Brot - ein indisch-britischer Kulinarik-Traum mit viel toller Musik. Einlass und Essen ab 18.30 Uhr, Filmbeginn 20 Uhr.

Alte Schlosserei der EVO Offenbach
Andrestraße / Zufahrt über Nordring
Offenbach
Barrierefrei

Freitag, 22. November: OF/ Uwe Jeutters Talentschuppen

(Andrea)

Das Mausoleum im Rumpenheimer Schlosspark ist nicht nur qua seiner Lage ein besonderer Ort und ich erinnere mich gerade, Jakob Arjouni, Gott hab´ihn selig, mit Thomas dort gesehen und erlebt zu haben. Sehr mutig war das damals von ihm, als in Offenbach noch eine vierspurige beinahe.Autobahn durch die Innenstadt verlief, eben jene Bashing-Stellen vorzulesen. Er war auf Einladung des ruk e.V. dort, die das Mausoleum auch heute noch bespielen. Heute ist die Offenbacher Joy Flemming zu Gast, ich hoffe, der Vergleich wird mir nachgesehen, aber Uwe Jeutter ist eine echte Röhre. Die, nebenbei auch noch gut malen kann. Dass sie auch einige Eleven unter ihre Fittiche genommen hat, wusste ich nicht, heute stellt sie jeden Falls einige vor: Immer sehens- und hörenswert - und das bei freiem Eintritt! Ab 20 Uhr

RUK e.V.
Mausoleum im Schlosspark
63075 Rumpenheim

Freitag 22. November: hr-Bigband mit Saxofonist Donny McCaslin

(Daniela)

Ein richtungsweisender schwarzer Stern
hr-Bigband mit Saxofonist Donny McCaslin im hr-Sendesaal

 
„Blackstar“ war das letzte Album von David Bowie, es erschien zwei Tage vor dessen Tod am 8. Januar 2016. Dass dieses deutlich jazzorientierte Album zu einem Welterfolg wurde, lag entscheidend am Mitwirken von Donny McCaslin und Jason Lindner. Nun sind die beiden Klangkünstler am Freitag, 22. November, mit der hr-Bigband im hr-Sendesaal zu erleben.
 
Wenn sich die beiden dieses Mal in Frankfurt treffen, dann geht es um Donny McCaslins eigene Musik, die seit dessen Begegnung mit Bowie nicht mehr ist wie zuvor. Vielmehr gehen in ihr Jazz und Indie-Pop fruchtbare Verbindungen ein. Zweieinhalb Jahre nach „Blackstar“, veröffentlichte McCaslin sein Album „Blow“, das Bowies Einfluss und McCaslins neue künstlerische Richtung hören lässt. „Bevor ich mit ihm zusammenarbeitete, schien mir so etwas nicht möglich", sagt McCaslin über „Blow“, das gewagteste Werk seiner zwei Jahrzehnte währenden, Grammy-nominierten Musikerlaufbahn.

Freitag, 22. November 2019,  20 Uhr
hr-Sendesaal, Bertramstraße 8, 60320 Frankfurt
Karten: 22 Euro unter Telefon 069/155-2000 oder www.hr-ticketcenter.de
Weitere Informationen: www.hr-bigband.de


Foto: (c) Jimmy Fontaine

Freitag, 22. November: OF/ Themenabend Iran

(Andrea)

Ob die Realität hier das Programm eingeholt hat? So oder so gut, dass der Hafen 2 dem Iran heute einen Abend widmet, immerhin gehen dort seit einigen Wochen die Menschen auf die Straße, hat es schon viele Tote gegeben und ist es eben, wie so oft, viel zu weit weg. Es gibt Bilder von ausgebrannte Tankstellen und Autos, ein Hinweis, der belegen soll, dass die Protestierer wegen einer Erhöhung der Benzinpreise in „Wut“ versetzt worden sind. Das Internet wurde für die meisten Iraner abgeschaltet und alles ist sowieso nur eine Folge der Sanktionen, die die USA gegen den Iran verhängt haben. Das nur am Rande und sehr verkürzt. Mit zwei Filmen geht es heute also in das Land aus 1001 Nacht.

Themenabend Iran: "Born in Evin" ist der neue Dokumentarfilm der Frankfurterin Maryam Zaree über die Geschichte ihrer Familie. 98 Min., keine FSK-Angabe, deutsch, engl., frz., farsi. Beginn 19 Uhr Trailer: https://youtu.be/6iW0pEpjBNw  Film Nummer 2 "Morgen sind wir frei"  von Hossein Pourseifi, Deutschland 2019, 98 Min., ab 12 Jahre, deutsch und farsi.  Nach der Islamischen Revolution kehrt Dissident Omid aus der DDR mit seiner Frau Beate und Tochter Sarah voller Hoffnung in den Iran zurück. Beginn 21 Uhr Trailer: https://youtu.be/6qwCIooIO6E

Hafen2
Nordring
Offenbach 
Barrierefrei

Samstag 23. November: Ants in the pants

(Daniela)

Ich bin im Waldstadion, daher kann ich wieder nicht zum großartigen Tanzworkshop von Steffi Kunkel gehen: ANTS IN THE PANTS heißt er.

In unregelmäßigen Abständen bietet Steffi allen Menschen, die Lust haben zu Funk & RNB zu tanzen diesen Workshop an und alle die ich kenne, die bisher dabei waren, sind total begeistert.

Nächste Termine: 23.11., 14.12., 18.1., 15.2., 21.3. immer um 14:00 Uhr
Tanzschule m.garcia Saalburgstraße 17

Anmeldung/Infos: www.fraukunkel.de

Samstag, 23. November: Mühlheim/ Lichter im Steinbruch

(Andrea)

Ob bekindert oder nicht, der Fackellauf durch die Mühlheimer Steinbrüche ist schon sehr besonders. Stockfinstere Natur, ein prasselndes Lagerfeuer, Kinder mit Laternen und dazu eine schaurig-schöne Mär von den Pfadis inszeniert. Treffpunkt der Lichter im Steinbruch ist um 17 Uhr, los geht's pünktlich um 18 Uhr. Essen, Trinken & Fackeln können natürlich wieder dort erworben werden. Und im Anschluss kann noch lange, gemütlich bei den Pfadis am Lagerfeuer gesessen, gesungen, gelauscht, getrunken werden.Oder aber, euch zieht es im Anschluss nach nebenan ins Artihaus, zu schön herbstlicher, elektropopiger Livemusik mit den Earhart Lights und Jason Pollux ...der Eintritt ist frei und Neugier ein willkommener Grund.

Am Grünen See 19
Mühlheim-Dietesheim

Samstag 23. November: Hannes Wittmer

(Uwe)

Wer kennt nicht die wunderbaren „Calvin und Hobbes“ Comics?  Spaceman Spiff ist darin Calvins Alter Ego. Unter dem Pseudonym Spaceman Spiff hat der Würzburger Sänger und Songwriter Hannes Wittmer für Furore gesorgt und sich mit Liedern wie „Han Solo“, „Vorwärts ist keine Richtung“ oder „Photonenkanonen“ auch in mein Herz gespielt. Die letzte unter Spaceman Spiff veröffentlichte Album „Endlich Nichts“ zählt für mich zu den besten deutschsprachigen Alben der letzten Jahre. Nach einigen Touren zur Platte machte Wittmer eine Pause. In dieser entschied er sich, seine Karriere unter seinem Klarnamen fortzusetzten. Auch die Art und Weise, wie er sich mit seiner Musik positioniert, hat sich geändert. So hat er sein letztes Album nach dem Motto „jeder zahlt was er will“ verkauft und nicht etwa im Handel oder auf den gängigen Streaming- und Downloadplattformen angeboten. Dass Wittmer die Massen meidet war sogar in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Thema. „Ich versuche Musiker zu sein, ohne Musik kommerziell verwertbar zu machen“, sagte er gegenüber dem Blatt. Egal, wie er seine Werke verbreitet, seine Musik beschränkt sich weiterhin auf das Wesentliche: Akustikgitarre und Gesang. Das Ergebnis wirkt daher vor allem ungeschminkt. Die Texte sind durchgehend melancholisch und nachdenklich, neigen durchaus auch mal zum Pathos, driften aber niemals ins Peinliche ab. Mit dem Hype um die Veröffentlichungsmethoden der Musik kann ich nicht viel anfangen, die Musik ist aber super.
 
Brotfabrik
Frankfurt, Bachmannstraße 2-4, leider nicht barrierefrei
Beginn: 20 Uhr
VVK: Zahle was Du willst (daher können wir auch keine Karten verlosen)
Bild: Christoph Naumann

Samstag, 23. November: Mühlheim/ November Euphorie

(Andrea)

Wenn man wegen des Fackellaufs (siehe oben) ohnehin schon in Mühlheim ist, gibt es eigentlich keinen Grund, sich die Konzerte von Earlight und Jason Pollux bei den Arties nicht anzuschauen. Das gilt natürlich auch für alle anderen! Immerhin gibt es ab 21 Uhr schönsten Elektro-Pop im Grünen: Earhart Light kommen aus Offenbach und Frankfurt und schaffen es trotz eher schweren deutschen Texte über Flucht, Sehnsucht und Verzweiflung federleicht daherzukommen. Die 2.Band um 22:3o, ist Jason Pollux, ein Duo aus Witten, nahe Bochum, die als Festivalbandbewerbung auf sich aufmerksam gemacht haben. Das ganze bei freiem Eintritt, gespielt wird auf Hut. Also, gebt reichlich, damit die Musik auch weiter spielt!

Artificial Family eV
Landschaftsschutzgebiet Steinbrüche
Rabenlohweg 5
63165 Mühlheim

Sonntag, 24. November: Obertshausen/ Korridor-Ensemble

(Andrea)

Egal wie, ich will heute nach Obertshausen ins Bürgerhaus. Das ist heute der Place2be, weil Rainer sein Korridor-Ensemble in die Provinz gelockt hat und dort ein Heimspiel zelebriert. Für alle, die Obertshausen nicht kennen: Gehört zum Kreis Offenbach und ist von der Autobahn Richtung Würzburg prima erreichbar. Nun, und wer Rainer Michel nicht kennt, hätte mehr Tatort oder andere Filme schauen oder mal in Sachsenhausen im Korridor reinschauen sollen. Letztes ist weiterhin möglich, ein kleines, feines Lädchen in der Schulstraße. Ich schweife ab..."Ein Abend der musikalischen Entschleunigung mit Musik für Romantiker und Abenteurer . Das 8-köpfige international besetzte Frankfurter KORRIDOR ENSEMBLE nimmt seine Zuhörer mit auf eine träumerische und betörende Reise durch das alte Europa. Ein portugisischer Strand ,die kleinen Gassen eines spanische Städtchens , ein argentinischer Ballsaal .....Musik voller Sehnsucht die einen aus der Hektik des Alltags fortlockt gespielt von grossartigen, flexiblen Musikern welche auch das musikalische Abenteuer nicht scheuen." Zum Ensemble gehören: Veronika Todorova, Akkordeon (Bulgarien),  Karina Japarova Violine (Georgien), Yukiko Luginbühl Violine (Schweiz/ Japan),  Adela Evers, Viola (BRD), Raphael Zweifel, Cello (Frankreich/ Schweiz), Gregor Praml, Bass (BRD), Michael Hofmann, Horn (BRD) und  Rainer Michel,  Gitarre BRD mehr Infos : www.Korridor.info Foto: Werner Ruppe

Beginn 20 Uhr
Bürgerhaus Obertshausen
Tempelhofer Straße 10
63179 Obertshausen

Sonntag, 24. November: Lecture Show/Lesung

(Martin)

 An diesem Abend wird hinter die Kulissen geschaut!
 „In seinem neuen Buch nimmt Berthold Seliger das Konzertgeschäft unserer Tage unter die Lupe. Detailliert und scharfsinnig analysiert er die aktuellen Konzentrationsprozesse in der deutschen und internationalen Konzertbranche sowie die dubiosen neuesten Tricks im Ticketing. Dafür hat er die Besitzverhältnisse in den großen und mittleren Konzertfirmen und bei den führenden europäischen Festivals recherchiert und ist Private-Equity- und internationalen Fonds-Gesellschaften auf die Spur gekommen. Nach außen herrscht in der Branche ein neoliberaler „Jargon der Eigentlichkeit“, es geht um coole Events, um Spaß und Selbstverwirklichung. Doch wenn man hinter die Kulissen schaut, stellt man fest, dass die Live-Konzerne Musik und Kunstschaffende nur noch für Brands und Marketing benötigen, während das große Geld mit Sponsoring, Ticketing und Big Data verdient wird.“
Hier gibt’s weitere Infos.

Berthold Seliger: Vom Imperiengeschäft – Wie Großkonzerne die kulturelle Vielfalt zerstören. Am Sonntag, 24.11. um 18.00 h im Lokal im Mousonturm. Eintritt frei.
Der Mousonturm ist behindertenfreundlich eingerichtet.
 
Foto: (c) Mats Staub

Sonntag 24. November: Im Arabischen Rössl

(Martin)

Ich weiß noch genau, obschon es an die zwanzig Jahre her ist, da spielten die Pramls das Weiße Rössl in Bad Vilbel; Jo Nelson steuerte die Musik bei und es war ganz wunderbar, lustvoll, komisch und rührend zugleich, Melodien teilweise zum mitsingen, Glückseligkeit garantiert.
Nun ist Zeit ins Land gegangen und das Theater Willy Praml stellt theatralisch die Frage, was seitdem passiert ist IM WEIßEN RÖSSL (am Wolfgangsee)? Der Titel des Abends gibt schon eine Antwort! Und wenn man liest, was angekündigt wird, dann gibt’s kein Zögern, da muss man hin!
„Das „Weiße Rössl“ am Wolfgangsee ist fest in arabischer Hand und konvertiert zum „Arabischen Rössl“. Es wird noch immer gejodelt und geschuhplattelt – aber welche Gäste stecken da in den Lederhosen? Leopold ist zwar noch immer der patente österreichische Oberkellner, aber die angebetete Wirtin stammt aus Dubai (oder tut wenigstens, ihren Gästen entgegenkommend, so). Die Speisekarte klingt zwar österreichisch, aber der Schweinebraten ist aus! Die Stammgäste sind auch keine Piefkes mehr, sondern lodenfanatische Orientalen und das süße Klärchen heißt jetzt Jamila und ist im Burkini aber ebenso süß wie ehemals im Bikini. Und statt des österreichischen Kaisers kündigt sich die deutsche Kanzlerin zum Schützenfest an.“
Die Presse schreibt: „Die Deutschen wollen die besseren Araber sein und die arabischen Gäste wollen die besseren Deutschen sein [...] Dadurch, dass jeweils die andere Kultur diese Klischees so überspitzt, wird ein Spiegel vorgehalten und es wird extrem gut abgefedert. Es ist also quasi immer die Erwartungserwartung, die da mitgedacht und dann konterkariert wird . . . und das ist dann so lustig.“ (Deutschlandradio Kultur FAZIT)
„IM ARABISCHEN RÖSSL ist eine durchgeknallte Parodie auf Islamisierungsängste, mindestens so sehr ist es eine liebevolle Parodie auf den Zauber der Showbiz-Operette. [...] Das Lässige und das Ausgetüffelte, die Distanz und das Sich-Hineinstürzen, sie halten sich klug die Waage. Und vor allem feiert das Theater Willy Praml  die Option, sich gemeinsam über alles mögliche lustig zu machen.
Auf der Bühne sitzt Martin Lejeune in einer west-östlichen Combo – in der die orientalische Zither Kanun am eindrucksvollsten den nicht abwegigen Transfer symbolisiert – , für die er arabisierende Musiken aus den bekanntesten Rössl-Songs vorbereitet hat. [...]“. (Frankfurter Rundschau).

Nicht verpassen und sich jetzt schon Karten sichern!

IM ARABSICHEN RÖSSL ehemals IM WEIßEN RÖSSL
– Operette von Ralph Benatzky u.a. im Theater Willy Praml in der Naxoshalle, Waldschmidtstraße 19 (barrierefreier Zugang).
Vorstellungen am 22., 23., 24., 29., 30. November und 1. Dezember.

Sonntag 24. November: Adventsausstellung in der Blumenbar

(Daniela)

Ich liebe Nicolas Blumenbar auf der Eckenheimer (neben der Eis Cristina)

Jeden Freitag radel ich zu ihr und lasse mich von ihrem Angebot verzaubern. Sie hat die schönsten Blumen der Stadt im Sortiment. Ich suche mir in der Regel 3-4 Blumen aus und bin schon glücklich. Manchmal darf es natürlich auch ein Strauß sein, so z.B. mein Hochzeitsstrauß...

Jedes Jahr machen Nicola und ihr Team eine zauberhafgte Adventsausstellung. Dieses Jahr lassen sie die Puppen tanzen.
Es gibt zauberhaften Christbaumschmuck, stimmungsvolle Weihnachtsobjekte und jede Menge liebevoll gestaltete Adventskränze.

Ich mache meinen Adventskranz zwar immer selber, aber trotzdem gehe ich zur Ausstellung, denn die Stimmung im und vor dem Laden ist unglaublich schön und Nicolas Mama backt einfach die besten Plätzchen (nach meiner Mutter, versteht sich :-))

Blumenbar-florale KunststückeEckenheimer Landstraße 74, 60318 Frankfurt am Main10:00-16:00 Uhr

Montag 25. November: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

(Daniela)

Wie Eingangs schon erwähnt... werde ich zu dem Thema reden...

"Öffentliche Auftritte von Frauen* werden im Internet immer wieder von Hate Speech und Bedrohungen begleitet. Besonders diejenigen, die sich in politischen Kontexten engagieren, müssen sich immer wieder mit Anschuldigungen und Einschüchterungen konfrontiert sehen. Frauen* wird somit die freie Ausübung ihres gesellschaftlichen Engagements und ihrer politischen Tätigkeiten verwehrt. 

Fälle wie das Urteil gegen Renate Künast haben bestätigt, wie viel Spielraum dem Hass im Netz gegeben wird und welches Gesamtgesellschaftsproblem sich daraus ergibt.

 Anlässlich des Internationalen Tages zu Beseitigung von Gewalt gegen Frauen wollen wir eine klare Position gegen und eine Präsenz für das Thema „Digitale Gewalt an Frauen“ schaffen.

 Neben einem Impulsreferat aus juristischer Perspektive werden wir uns der Thematik über Berichte von Betroffenen und Poetry Slams widmen.



Jugendzentrum KUSS41

Kurt-Schumacher-Straße 41, Frankfurt

Uhrzeit: 19:30-22 Uhr

Zuvor, um 18:30 Uhr macht bereits die Frauen AG eine Aktion auf der Zeil: vis-à-vis von MyZeil.

Montag, 25.November: FFM/ Welshly Arms

(Andrea)

Mit "Legendary" haben Welshly Arms einen ziemlichen Ohrwurm gelandet . zumindest bin ich über den Song des Sextetts aus Cleveland/Ohio gestolpert. Aber sie können auch ruhigere Töne anschlagen und beweisen doch mit jedem Ton, das sie mehr sind als nur geschickt konzipierte Retro-Epigonen des Classic Rock und Soul vergangener Jahrzehnte. Kurz vor Stadionrock, aber mit viel mehr Soul und das transportiert sich bestimmt auch live. Heute Abend in der Batschkapp, los gehts um 20 Uhr.

http://welshlyarms.com

Batschkapp
Gwinnerstraße 5
Frankfurt
Barrierefrei 

Dienstag 26. November: Alvin Curran / Konzert

(Daniela)

Wir folgen heute Andreas Tipp und gehen zu Snarky Puppy. Sonst wäre ich gerne zum zu "Checkpoint"  gegangen, denn das hört sich nach einem sehr guten Konzept an:

In den Werkstattkonzerten der Reihe ›Checkpoint‹ erkundet das Ensemble Modern Grenzbereiche zwischen zeitgenössischer Musik und experimentellen Positionen aus anderen musikalischen Traditionen. Diesmal steht Alvin Currans Werk „Fakebook“ im Fokus.

2015 hat der Komponist Alvin Curran Ausschnitte seiner Werke unter dem Titel „The Alvin Curran Fakebook“ herausgegeben. Unterteilt in Melodien, Duos, Choräle, Rhythmen, Lieder, u.a.  bietet dieses Material die Möglichkeit, in verschiedenen Kontexten genutzt, angepasst und frei verwendet zu werden, wie in der Tradition des Jazz Fakebook, einer riesigen Sammlung von sehr locker notierten Jazz Standards, die für Gigs jeder Art eingesetzt werden können. Das Ensemble Modern präsentiert am 26.11.2020 um 20 Uhr in der Reihe ›Checkpoint‹ seine eigene Version einer Auswahl aus diesem Buch. Der Raum, in dem diese Performance stattfindet, wird ein zentraler Bestandteil des Abends sein und dem Publikum die Möglichkeit geben, sich durch ihn zu bewegen, zu sitzen oder zu liegen. Die Musiker*innen werden sich durch den Raum bewegen, ihm so Leben geben und die einzelnen musikalischen Ausschnitte miteinander verbinden.

Alvin Curran: the alvin curran fakebook & Mitglieder des Ensemble Modern
Valentín Garvie (Leitung)
Beginn: 20 Uhr
Ort: BASEMENT im Atelier Frankfurt, Schwedlerstraße 1-5  (ich weiß leider nicht, ob der Ort barrierefrei ist)
Tickets: 15 Euro/ 8 Euro
Reservierungen per Mail an info@ensemble-modern.com

26.11.- 1.12.: Remake. Frankfurter Frauen Film Tage

Das Festivalprogramm von Remake. Frankfurter Frauen Film Tage steht. Vom 26. November bis 1. Dezember 2019 findet die zweite Ausgabe des Festivals statt. Schwerpunktthema ist Geschichtsanschauung. HerStory im Kino: im Zentrum stehen Film und Kino als Formen und Orte der Geschichtsschreibung selber – einer Geschichtsschreibung aus der Perspektive von Frauen. In diesem Kontext blickt Remake auch auf die Geschichte des queer cinema.
Festivalhöhepunkt ist ein CineConcert am 28. November 2019 im Schauspiel Frankfurt; die Welturaufführung einer Neukomposition zu Hindle Wakes (GB 1927, R Maurice Elvey), einem der spektakulärsten britischen Filme der 1920er Jahre. Zwei weitere Themenprogramme widmen sich der Geschichte des internationalen Zusammenschlusses von Filmarbeiterinnen KIWI – Kino Women International und der Film- und Kinoarbeit von Ella Bergmann-Michel. Remake On Location erweitert das Festival um Vorführungen vor und nach den Festivaltagen: Kick-off ist das Screening von Dykes, Camera, Action! (USA 2018, R Caroline Berler) am 23. Oktober im Mal Seh‘n Kino in Anwesenheit von Su Friedrich.

Alle Informationen zu den Filmen, Gästen, Spielzeiten und -orten sind ab sofort unter www.remake-festival.de zu finden oder hier im Programmheft

Dienstag, 26. November: FFM/ Snarky Puppy

(Andrea)

Das dürfte voll werden heute auf der Bühne in der Kapp: Dort spielen heute Snarky Puppy, ein Kollektiv aus rund 30 Musikern, die als eine der aufregendsten musikalischen Formationen der New Yorker Jazz- und Funkszene gelten. Und es ist wirklich beeindruckend, ich war auf deren Seite, "Award Winner" hier, Preise und Auszeichnungen da. Lange Rede, große Begeisterung allerorten. "Jede Show wird mit einer rotierenden Besetzung von 8-12 Bandmitgliedern und mit variierender Setlist gespielt. Die Mitglieder von SNARKY PUPPY, die u.a. in den Bands von Snoop Dog, Beyonce und Erikah Badu spielen, wissen, wie man harten Funk und verspielten Fusion auf der Bühne zu einer heißen Live-Performance reifen lässt, die trotz ausgetüftelter Arrangements die Lebendigkeit und Spontaneität einer Jam Session bewahrt. Die feine Mischung aus anspruchsvollen Kompositionen, Harmonien und Improvisationen hat der 2003 aus einem Freundeskreis im Jazzstudiengang der University of North Texas entstandenen Band riesigen Erfolg bei Publikum und Presse eingebracht. https://snarkypuppy.com/home

Batschkapp
Gwinnerstraße 
Frankfurt 
Barrierefrei 

Mittwoch, 27.November: FFM/ Seiler und Speer

(Andrea)

Als Band des Jahres, Album des Jahres, Song des Jahres, Live Act des Jahres, Songwriter des Jahres sowie der Genre-Kategorie Pop / Rock in Österreich nominiert, kommt das Duo mit Komiker und Schauspieler Christopher Seiler und dem Filmemacher Bernhard Speer jetzt nach Frankfurt. Wenn man sich reingehört hat in den Zungenschlag, hört man lebensnahe Texte, die auf humorvolle Art verschiedene Alltagssituationen karikieren. Heute kommen die Landsleute von Manfred Deix und Josef Hader in die Kapp und wer Lust hat, nimmt an der Verlosung teil oder geht einfach so hin .-) https://www.youtube.com/channel/UClwxxo8vNcVOvenD6_7XzNw

Batschkapp
Gwinnerstraße 5
Frankfurt
Barrierefrei

Donnerstag 28. November: NILS WÜLKER & ARNE JANSEN

(Uwe)

The Art of the Duo“ hat im Jazz viele Gesichter. Gitarre und Trompete respektive Flügelhorn sind eine eher seltenere Konstellation. Hier kommen noch Looper dazu. Es lebe die Mehrstimmigkeit! Die beiden Echo-Preisträger und beliebten Bandleader kennen und schätzen sich seit mehr als einem Jahrzehnt. Wer sie gemeinsam im Konzert bei Nils Wülker und Band erlebt hat, kennt die faszinierende, spielerische Ernsthaftigkeit, die von diesen beiden so unterschiedlichen Instrumentalisten ausgeht. Mehr noch als im Quintett geben sich die beiden Top-Solisten im Duo gegenseitig Raum, ergänzen sich, stacheln sich im Dienste der Musik an. Für ihre Performances unter dem Motto „Closer“ haben die beiden begeisterte Schlagzeilen wie „Schwerelose Jazz-Dialoge“ oder „Virtuosität und balladeske Ruhe“ geerntet. Besonders ist auch das Repertoire der zwei, ein eigenständiges Programm aus neuen Kompositionen, Arrangements bekannter Songs beider Leader und Coverversionen von Neneh Cherry, Nine Inch Nails, Johnny Cash, Radiohead, Björk, Beck, Justin Bieber, Massive Attack und Goldfrapp.
 
Brotfabrik
Frankfurt, Bachmannstr. 2 - 4
VVK: 24 € + Service- und VVK-Entgelt
Beginn: 20 Uhr
Nicht barrierefrei
Bild: xxxxx

VORSCHAU
Freitag, 29. November: Kiss me Kate / Musical / Darmstadt

(Martin)

„Ein Hauch Broadway weht in Darmstadts Großem Haus.“ Das schrieb die FR anlässlich der Premiere von Kiss me Kate im Staatstheater Darmstadt.
Das Musical von Cole Porter gilt als einer der Klassiker unter den Musicals.
 „Wo zwei wüt'ge Feuer sich begegnen, vertilgen sie, was ihren Grimm genährt.“ (William Shakespeare. Der Widerspenstigen Zähmung)
Die starbesetzte Inszenierung von „Der Widerspenstigen Zähmung“ könnte ein riesiger Erfolg werden, wären da nicht die Streitigkeiten zwischen den beiden Hauptdarsteller*innen – Ex-Mann und Ex-Frau – die sich beinahe ebenso oft in den Haaren liegen wie ihre Charaktere in Shakespeares berühmter Komödie. Als dann auch noch zwei Gangster und eine neue Liebe ins Spiel kommen, ist das Chaos auf und neben der Bühne perfekt.
Cole Porters berühmtestes Musical ist ein grandioses Orchesterstück, ein Feuerwerk von Musik und Sprache. Schon in seiner Erstbesetzung wurde „Kiss me, Kate“ mehr als 1.000-mal am Broadway aufgeführt und gewann 1949 den ersten Tony Award für das beste Musical überhaupt.“
 „Wir sehen Frauen, die männlicher Übergriffigkeit etwas entgegenzusetzen haben. Wenn Lilli Vanessi in der Theatertruppe ihres Ex-Mannes Fred mitspielt, setzt Barbara Obermeier außer gehörigem Charme eine dicke Portion Unbeugsamkeit ein. In der Emanzipations-Hymne "I hate Men" singt sie sich die Seele aus dem Leib, und der gezielte Körpereinsatz gegen den Ex schaut aus, als habe sie einen Kurs in Selbstverteidigung erfolgreich absolviert.“ – das schreibt das Darmstädter Echo.
 Für alle, die noch mehr Infos wollen, hier der Link zum Programmheft

Kiss me Kate
im Staatstheater Darmstadt am Freitag, 29.11. um 19.30h.
Weitere Vorstellungen am 22.12., 12. und 17.01.2020
Das Staatstheater Darmstadt ist behindertenfreundlich ausgestattet.

Foto: (c) Staatstheater Darmstadt

Freitag 29. November: Ensemble Modern spielt Frank Zappa

(Daniela)

Dass ausgerechnet das Ensemble Modern sich „die letzte Band Frank Zappas“ nennen darf, mag diejenigen verwundern, die den 1993 verstorbenen Musiker vor allem als wilden Rock-Rebellen in Erinnerung haben. Dabei hatte Zappa kurz vor seinem Tod ganz bewusst die Zusammenarbeit mit den Profis der Neuen Musik gesucht, um seine eigenen, für sein Gespür bislang nur unzureichend verwirklichten Klangvorstellungen neu erfahrbar zu machen. „The Yellow Shark“ hieß das 1992 in der Alten Oper uraufgeführte Ergebnis dieser Zusammenarbeit, ein Werk, das Zappa als großartigen Klangvisionär vorstellte. Wie verbunden sich umgekehrt das Ensemble Modern mit der Musik Zappas fühlte, lässt sich unter anderem daran ablesen, dass das Ensemble im Jahr 2000 sein 20-jähriges Bestehen mit dessen schräger Collage „Greggery Peccary & Other Persuasions“ feierte. In einem Sonderkonzert erinnert das Ensemble Modern jetzt an den großen Rock-Avantgardisten.

Alte Oper Frankfurt
Tickets
Foto: Zappa, Ensemble Modern, 1992 © Hans-Joerg Michel

Freitag, 29. November: OF/ Sven Helbig

(Andrea)

Die Pet Shop Boys oder Snoop Dogg sind nur ein paar der Künstler, die bereits mit dem Berliner Komponisten Sven Helbig zusammengearbeitet haben. Internationalen Erfolg feierte dieser auch mit seinen 2013 erschienen „Pocket Symphonies“. Jetzt hat er sich an ein Chorwerk gewagt und ist am 29. November um 20 Uhr mit „I eat the Sun and I drink the rain“ in der Alten Schlosserei (EVO) in Offenbach zu Gast. Ab 20 Uhr nimmt er die Zuschauer gemeinsam mit dem Chor der Bolschoi Oper Minsk auf eine musikalische Reise und die Suche nach dem Menschlichen in der technikgesteuerten Welt: In seinen „Pocket Symphonies“ wandelt Helbig wie selbstverständlich zwischen Klassik und Popmusik und transportiert die klassische Sinfonie im Hosentaschenformat in die Gegenwart. „I eat the Sun an drink the rain“ ist deren konsequente Weiterentwicklung, hier reihen sich nun insgesamt zehn relativ kurze, melancholisch timbrierte Stücke aneinander, deren Texte Helbig überwiegend selbst verfasst hat und in denen er sich auch mit drängenden Fragen der Gegenwart beschäftigt. Foto Claudia Weingart

Alte Schlosserei der EVO
Andrestraße
Offenbach
Barrierefrei

Montag 30. November: THE FOREIGN RESORT + SILENT RUNNERS

(Uwe)

Das dänische Trio THE FOREIGN RESORT spielt melodischen und atmosphärisch dichten Post Punk & New Wave. Freche Reverb-Gitarren erinnern gekonnt an Größen wie The Chameleons, The Cure (ich liebe sie), Jesus & Mary Chain, aber auch Joy Division oder gar My Bloody Valentine. Im vergangenen Jahr ist mit dem eindringlichen Ohrwurm „She Is Lost“ eine Vorab-Single zum nächsten Album erschienen, das im April 2019 das Licht der Welt erblickte. Die vier Holländer von SILENT RUNNERS aus Amsterdam bezaubern mit einem außergewöhnlichen Mix aus Post-Punk und New Wave und einer schönen Portion 80er Charme. Ein opulenter Ohrenschmaus voller Leidenschaft für die Musik, aber auch gleichzeitig herrlich und sympathisch unprätentiös. Das Doppelkonzert zweier interessanter Bands wurde vom Cave ins Nachtleben verlegt. Die Erfahrung zeigt: Ins Nachtleben kann man aus dem Nachtleben heraus gut starten.
 
NACHTLEBEN
Frankfurt, Kurt-Schumacher-Str. 45
Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr
VVK 13 Euro zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei
(c) Nicole Langen

Mittwoch 4. Dezember: Die Höchste Eisenbahn

(Uwe)

„Eine Supergroup ist eine bekannte Band oder Musikerformation, deren Mitglieder zuvor bereits als Solist oder Mitglied in einer anderen bekannten Formation bekannt wurden“ (aus Wikipedia). Beispiele aus der Musikhistorie sind Cream (u.a. mit Eric Clapton), Hollywood Vampires (u.a. mit Johnny Depp) und natürlich Die drei Tenöre (mit drei Tenören). Auch die Die Höchste Eisenbahn ist eine solche Supergroup, nur eben ein paar Nummern kleiner. 2012 fanden die beiden Singer-Songwriter Francesco Wilking (u.a. auch Tele) und Moritz Krämer sowie der Schlagzeuger Max Schröder und der Bassist Felix Weigt zusammen.  2013 veröffentlichten sie ihr Debütalbum „Schau in den Lauf, Hase“. Darauf befinden sich großartige Songs wie „Aliens“, „Raus aufs Land“ oder „die Uhren am Hauptbahnhof“. Auch das zweite Album („Wer bringt mich jetzt zu den Anderen“, 2015) überzeugte. Drei Jahre später, im August 2019, veröffentlichte die Band ihr drittes Album „Ich glaub dir alles“, das sie (und sicher einige ältere Lieder) nun live im Zoom vorstellen. Ich habe Die Höchste Eisenbahn zweimal live gesehen und lege Fans deutschsprachiger Rock- / Popmusik einen Besuch nahe. Insbesondere die beiden Sänger, die vor Die Höchste Eisenbahn mit „Bye Bye Berlin“ (Tele) und „Hinterher“ (Krämer) zwei meiner deutschen Lieblingslieder schrieben und sangen, sind wunderbar aufeinander eingespielt und präsentieren die Songs sehr kurzweilig. Unbedingt hingehen. Wir verlosen Karten!!
 
Zoom
Frankfurt, Brönnerstr. 5-9
Beginn: 21 Uhr
VVK 24 Euro zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei
Bild: Joachim Gern

Montag 9. Dezember: SHAM 69

(Uwe)

Ich wurde 1969 geboren, daher schreibe ich natürlich über eine Band, die mein Geburtsjahr im Namen trägt. Bereits 1975 gründete sich die Band in England. Sham 69 schrieb grandiose Hits wie „Hey little rich boy“, „Hersham Boys“ oder „If the kids are united“. Gassenhauer, die jeder Punk bis heute kennt. Es gab viele Wechsel innerhalb der Band. Der bedeutendste davon ist sicherlich, dass Jimmy Pursey 2007 durch Tim V ersetzt wurde, der die Band wiederbelebte und mit dieser mehrere Welttourneen bestritten hat. Ian Whitewood dagegen ist seit über 30 Jahren bei Sham 69 und wird wegen seinem herausragenden Schlagzeugspiel hochgeschätzt. Leadgitarrist ist kein geringerer als Al Campbell, der 13 Jahre bei den UK Subs gespielt hat und einige Zeit mit Marky Ramone und Jayne County getourt ist. Den Bass spielt John Woodward, der früher bei der Mod Band Long Tall Shorty und auch bei der Oi Band The Gonads mitgespielt hat.  Seine Gesichter hat Sham 69 einige Male geändert. Trotz ständiger Gerüchte über die Existenz der Band zeigen sie immer wieder, wie kraftvoll ihre Auftritte sind. Sie sind wieder unterwegs, mit Leidenschaft und dem Rock´n Roll im Blut.
 
THE CAVE
Frankfurt, Brönnerstraße 11
Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
VVK 13 Euro zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei
Bild: Billig People

Donnerstag 12. Dezember: RAKETKANON

(Uwe)

„Die Musik der wahrscheinlich durchgeknalltesten (siehe Bild) belgischen Band in irgendwelche Schubladen zu packen ist ein sinnloses Unterfangen. Zu einzigartig und unorthodox ist ihr Mix aus Metal, Doom, Electro, Hardcore und einiges mehr. Die Band aus Gent reizt Grenzen kompromisslos aus – ist laut, düster, progressiv, experimentell und kreiert Klanglandschaften jenseits des bisher Gehörten. Auf dem Maifeld Derby 2019 in Mannheim und auf dem Freak Valley Festival 2019 räumten sie mit ihrer enormen Live-Präsenz ab.  Leider haben die vier Bandmitglieder freundschaftlich und einvernehmlich beschlossen, das Kapitel Raketkanon zu schließen und musikalisch getrennte Wege zu gehen. Sie spielen nur noch ein paar Clubshows und ein paar Festival-Gigs sind auch in Planung. Das Konzert im Nachleben ist also eine der letzten Chancen, die Band live zu erleben.  „Kein geringerer als Altmeister Iggy Pop ist einer der stärksten Befürworter der Gruppe, doch spätestens mit "RKTKN#3" - sinnigerweise ihrem dritten Langspieler - haben die Protagonisten kein Namedropping mehr nötig. (musikreviews.de).“
 
NACHTLEBEN
Frankfurt, Kurt-Schumacher-Str. 45
Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr
VVK 12 Euro zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei
Bild: Anton Coene

Sonntag 15. Dezember: The LOKAL Listener

(Uwe)

Normalerweise findet der LOKAL Listener sonntags zur Frühschoppenzeit im Lokal des Frankfurter Mousonturms statt. In der Vorweihnachtszeit wechselt Gregor Praml ausnahmsweise in den großen Saal des Künstlerhauses in der Waldschmidtstrasse, hat mehr als einen Gast und beginnt erst um 18 Uhr. Der Kern des LOKAL Listener bleibt trotz der einmaligen Veränderungen erhalten: Anspruchsvolle, unterhaltsame Gespräche und gemeinsames Musizieren mit ausgewiesenen und anerkannten Könnern. Grund für das Special ist der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven. Den zelebriert der Gastgeber mit sechs verschiedenen Künstlern und Bands, die er um ihr ganz persönliches musikalisches Statement zu Beethoven gebeten hat. Im großen Saal des Mousonturms wird es an diesem Abend ein ungewöhnliches Programm von Elektronik und Jazz bis hin zur Klassik im Zeichen von Beethoven geben: Saxofonist & Klarinettist Oliver Leicht (hr-Bigband) präsentiert solo eine Sinfonie mit Loops und Effekten, Pianist Leonhard Dering spielt Beethovens letzte Sonate und der Sound-Designer Sascha Wild ist gemeinsam mit einem Streichquartett zu Gast. Der elektronische Musiker und Produzent J. Peter Schwalm hat sicher eine ganz eigene Variante zu Beethoven parat, der Sänger & Komponist Oliver Augst und der Jodlklub singen englische Beethoven-Lieder und die Frankfurter Band The OhOhsOhs grooved im Techno-Beat mit ihren eigenen Beethoven-Bearbeitungen. Ein Abend voller musikalischer Überraschungen und Zeit für Gespräche mit Gastgeber Gregor Praml über die persönliche Verbindung zwischen Beethoven und den Musikern der Frankfurter Musikszene.
 
Mousonturm
Frankfurt, Waldschmidtstr. 4
Beginn: 18 Uhr
VVK € 16 zzgl. Gebühren
Barrierefreier Zugang
Bild: Claudia Praml

Donnerstag, 30. Januar: Lesung

(Petra)

Wer jetzt vielleicht auch schon an Weihnachten (oder ans eigene Vergnügen) denkt: Zum neuen Roman gibt es den aus Syrien stammenden Autor im Januar live im Schauspiel Frankfurt zu erleben: Rafik Shami. Berühmt ist er für seine Lesungen, die Erlebnisse an Erzähllust und Mitteilsamkeit sind und mit denen er Hallen füllt. Jetzt erzählt er mit „Die geheime Mission des Kardinals“ einen Kriminalfall. Noch herrscht Friede in Syrien. Die italienische Botschaft in Damaskus bekommt 2010 ein Fass mit Olivenöl angeliefert, darin die Leiche eines Kardinals. Kommissar Barudi will das Verbrechen aufklären; Mancini, ein Kollege aus Rom, unterstützt ihn und wird sein Freund. Auf welcher geheimen Mission war der Kardinal unterwegs? Bei ihrer Ermittlung fallen die beiden Kommissare in die Hände bewaffneter Islamisten. Rafik Schami erzählt von Glaube und Liebe, Aberglaube und Mord und von den Konflikten der syrischen Gesellschaft.
Hier solltet Ihr einigermaßen schnell entschlossen sein, denn der Kartenvorverkauf läuft bereits jetzt ordentlich an.

Foto: Rafik Schami © Arne Wesenberg
 
Die geheime Mission des Kardinals – Rafik Shami, Lesung
Das Literaturhaus Frankfurt im Schauspiel Frankfurt
Neue Mainzer Straße 17, Uhrzeit:19:30 Uhr, Eintritt; 18 (12) Euro, barrierefrei: ja


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