20.09.2019
Inhalt: Traurige Nachricht aus Offenbach / Traurig / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / ZU GEWINNEN / G E R O L L T E S - über den Keller / Zum Abschluss noch etwas über den FSV / Freitag 20. + Samstag 21. September: „A BISSERL Ö SCHADET NIE.“ / 19.bis 26. September: Internationale Festival für junge Filmfans LUCAS / Freitag, 20. September - 5. Oktober: Julietta / Freitag, 20. September: Konzert / Freitag 20. September: Stadtteil-Botschafter / Freitag, 20. September: Wild Life FM / Freitag, 20. September: ‚Lessing. Nathan der Weise’ / Freitag und Samstag, 20. und 21. September: Olimpia Codes / Freitag 20. - Sonntag: 22. September: Best of SUNDANCE SHORTS 2019 / Freitag, 20. September: FFM/ Euroteuro / Freitag, 20. September: OF/ Leonhard Cohen / Samstag, 21. September: Tamar Halperin spielt Erik Satie / Samstag, 21. September: Shantel im Yachtklub / Samstag 21. September: MONA MUR / Sonntag 22. September: Lokal Listener / Sonntag 22. September: Erntedankfest in der Gartenlaube / Sonntag, 22. September: Friedberg(!!)/ To Kühne / Sonntag 22. + Montag, 23. September: Chinchilla Arschloch, waswas / Dienstag 24. September: PENELOPE ISLES / 
Mittwoch 25. September: I Can See Music! / Das Internationale Frauen* Theater-Festival / Donnerstag, 26. bis Sonntag, 29. September: NORDLICHTER FILMFEST / Donnerstag, 26. September/ Musikszene Frankfurt / Ab Donnerstag, 26.9.: Of/ kollektionsverkauf / VORSCHAU / Freitag 27. September: POMPEYA / Samstag 28. September: Jazzsalon / Samstag, 28.September: OF/ Bahnhofsslam / Sonntag 29. September: LITTLE HURRICANE / Dienstag, 1. Oktober: FFM/hr2 minus Kultur? / Sonntag, 13.Oktober: FFM/ Weltraum im Schauspiel / Montag 14. - Donnerstag, 17.10.: Uncanny Valley Rimini Protokoll / Mittwoch, 16.Oktober: FFM/ Tito & Tarantula / 12.10.-9.11.: Sámi National Theatre Beaivváš / Impressum

Traurige Nachricht aus Offenbach

2012 habe ich mit dem Gedanken gespielt nach Offenbach zu ziehen. Ich war mir aber nicht sicher, ob ich dort all das finde, was mir wichtig ist: gutes Essen, leckeren Apfelwein, Kultur und tolle Menschen. Also postete ich meine Gedanken dazu auf Facebook und ganz tolle Menschen aus Offenbach schrieben darunter: "Komm, wir zeigen Dir Offenbach“.
Ich habe daraus eine Veranstaltung gemacht "Wir zeigen Daniela mal Offenbach". Es meldeten sich 15 Leute und wir "reisten" am 28.12.2012 zusammen nach Offenbach. Dort traf ich auch zum 1. Mal Andrea Ehrig, die seitdem hier in den Ausgehtipps die tollen Offenbachtipps für Euch zusammenstellt, den charismatischen Loimi Brautmann, der OFlovesU ins Leben gerufen hat, und den wunderbaren Andreas Schmidt. Andreas hat mich an dem Tag gefragt ob ich denn schon jemals in den Parkside Studios war und als ich das verneinte, haben wir sofort einen weiteren Termin ausgemacht. Zwei Wochen später waren wir dann bei ihm, an diesem tollen Ort, bei diesem tollen Mann.

Andreas ist leider letzte Woche verstorben und Andrea, die ihn viel besser kannte, hat einen Nachruf geschrieben.
Das haben wir hier noch nie gemacht, aber besondere Menschen verdienen einen besonderen Platz.

Kommt gut ins Wochenende.

Daniela

Vielen Dank auch an meine großartigen Co-Autorinnen: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Martin Grün und Uwe Schwöbel.

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

Traurig

(Andrea)

Andreas ist tot. Die Nachricht traf mich/ uns alle nicht ganz unvorbereitet. Und doch war da so viel Hoffnung und Zuversicht. Oder er hat sich einfach nichts anmerken lassen, als ich ihn neulich nochmal traf. Die Haare waren ab, ich habe ihn erst gar nicht erkannt und war ohnehin schnell mit dem Rad unterwegs. Es dauerte einen Moment, bis ich es realisierte. Es war schön, ihn zu treffen, seine Schwester war dabei und es klang nach Zukunft. Auch am Riviera-Wochenende in den Parksidestudios, da wollte er unbedingt da sein, mitmischen, leben. Es ging dann wohl nicht mehr. Die Stimmung war entsprechend und es war klar was kommt. Der Krebs war unerbittlich, wie so oft, fragte er nicht nach Lebenslust und Präferenzen, sondern fraß sich ein und fort.

Am vergangenen Sonntag dann die Nachricht.

Trotz allem ein echter Schock. Ich hätte mir gewünscht... Meine Gedanken sind bei Ursula, der Familie. Was ein Verlust. Warum erwischt es immer die Guten, nicht Arschlöcher und Diktatoren, sondern Menschen mit Leidenschaft und großem Herzen. Im Fall von Andreas auch mit sehr eigenem Sinn. Seine Bilder sprechen Bände und sind ein echtes Vermächtnis.

Ich weiß noch, wie ich ihn kennen lernte, er wirkte irgendwie völlig normal, Kickers-Fan, Erwin-Mitmacher, Lokalpartiot und so und dann so schräge Bilder mit aus der Landschaft herauswachsenden Füßen oder sehr behaarten Beinen mit sehr eigner Ästhetik und Bildsprache. 
Erstmals getroffen habe ich ihn bei irgendeiner dieser wilden Feiern dieser wilden Werbeagentur, Die Brut, in den Neunzigern. Als Offenbach noch Kreativstandort mit vielen Ecken und rauhen Kanten war. Dann irgendwann Parksidestudios mit erstem Rundgang durch dieses phantastische Badehaus. Schön schräg und immer mit einem Schalk im Nacken, so kannte ich Andreas. Und erinnere mich gerade, wie er in der Ausstellung "Neue Welten" einen Heidenspaß daran hatte, eine Pappe mit seinem Namen zu großer Kunst geadelt zu haben ohne dass es jemandem aufgefallen war. Herrlich subversiv. Wir waren ab und zu essen und dann fehlte irgendwann die Zeit für Treffen, dauernd war was, dann irgendwann Chemo und andere Prios. Er wird fehlen. Als Mensch, Fotograf, Original, Typ.

Lieber Andreas, ich bin froh und dankbar, Dich gekannt zu haben. Jetzt wünsche ich Dir eine gute Reise und rufe Dir ein Farewell my friend nach. Wir sehen uns, auch wenn ich es damit alles andere als eilig habe.

Beisetzung und Trauerfeier finden Anfang Oktober statt. Statt Blumen und Kränze sind Spenden für das Hospiz Fanny de la Roche Ketteler Krankenhaus, IBAN: DE78 5055 0020 0007 0204 81, erbeten.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 13 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

FREUND*IN WERDEN!

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
(In der Regel zahlen Freund*innen 18,- € pro Jahr).
Wenn Du eine Rechnung benötigst, dann schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an schwoebke@aol.com (Die Gewinner*innen werden von Uwe benachrichtigt)

WIR WÜNSCHEN UNS SEHR, DASS AUCH MAL NEUE LESER*INNEN GEWINNEN, DAHER MACHT MIT :-)

  • 1 x 2 Gästelistenplätze für die heutige LAZY. Party. Gewinnfrage: Was empfiehlt Daniela für Mittwochabend?
  • 1 x 2 Sitzplatzkarten und 1 x 2 Stehplatzkarten für das Spiel FSV – OFC am 29.09 um 14 Uhr. Frage: Wer wird wahrscheinlich neuer DFB Präsident? (Siehe Gerolltes)
  • 1 x 2 Kinokarten für  "I Can See Music!" am 25.09. im Orfeos Erben. Gewinnfrage: Was empfiehlt Petra für den heutigen Freitag?
  • 2 x 2 Kinokarten für Best of SUNDANCE SHORTS im Orfeos. (Freitag-Sonntag, freie Terminwahl). Gewinnfrage: Welches Filmfestival startet am Donnerstag im Orfeos?
  • 2 x 2 Kinokarten für das NORDLICHTER FILMFEST im Orfeos. (Freie Terminwahl). Gewinnfrage: Welches Theaterfestival startet am kommenden Donnerstag?

Antworten bitte an: ausgehtipp.gewinnspiel@gmail.com (Die Gewinner*innen werden von Martin benachrichtigt)

  • 3 x 2 Karten für die Oper Juliette am 5.10. in der Oper Frankfurt. Gewinnfrage: Was empfiehlt Martin für den 14.10.?
  • 1 x 2 Karten für Nathan der Weise im Theater-Willy-Praml am Freitag, den 20.9. Gewinnfrage: Was empfiehlt Andrea für Sonntag?
  • 1 x 2 Karten  für Nathan der Weise im Theater-Willy-Praml am Samstag, den 21.09. Gewinnfrage: Was empfiehlt Martin für den 22.+23.9.?

Antworten bitte an: ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea antwortet Euch)

Jeweils 2 x 2 Gästelistenplätze für "Olimpia Codes" am 20. und 21. September um 18 Uhr im Bernardbau in Offenbach. Die Gewinnfrage lautet: Aus welchem Land stammt die Künstlerin, die am 13.Oktober den "Weltraum" eröffnet? Antworten bitte bis Freitag 18 Uhr.

1 x 2 Gästelistenplätze für das Tito & Tarantula-Konzert am 16. Oktober in der Batschkapp. Die Gewinnfrage lautet:  Was empfiehlt Uwe für den 19.September?

G E R O L L T E S - über den Keller

(Uwe)

Die neue Bundesligasaison ist nun vier Spieltage alt. Gibt es nach so wenigen Spielen schon ernstzunehmende Erkenntnisse? Nein. Auf den Plätzen 1-4 stehen mit Leipzig, Dortmund und München drei Vereine, die auch im Sommer 2020 weit oben platziert sein werden. Da muss man kein Prophet sein. Interessant wird am Saisonschluss allenfalls sein, in welcher Reihenfolge die drei Teams ins Ziel einlaufen. Mit RB Leipzig wird im Meisterschaftsrennen in diesem Jahr durchaus zu rechnen sein. Drei Siege plus ein Unentschieden im Spitzenspiel gegen die Bayern sprechen eindeutig dafür, dass sich die Limokicker aus der "sächsischen Landeshauptstadt" (das behauptete zumindest ein Moderator bei HR Info am Wochenende) unter Julian Nagelsmann einen weiteren Schritt nach vorne gemacht haben. Nagelsmann trägt zwar immer grausige Outfits, ein guter Trainer ist er aber. Ich sehe ihn stärker als Nico Kovac von Bayern oder Lucien Favre vom BVB, den beiden steht wiederum ein jeweils breiterer und vom Papier her besserer Kader zur Verfügung. Bei Bayern spielt zum Beispiel Robert Lewandowski mit und der erzielte in vier Spielen bereits sieben Treffer. Manchmal wirkt es so als würde der Rest des Teams einfach so mitlaufen. Ob dann Müller oder Coutinho neben ihm auf dem Platz stehen, ist eigentlich egal. Für 10 Millionen Euro im Jahr würde ich den Statistenjob neben Lewandowski übrigens auch übernehmen. Bleibt die wiederkehrende Frage: Ist Lewandowski so gut (oder sogar besser) als es Gerd Müller war? Niemals. Dritter ist aktuell mit neun Punkten der SC Freiburg. Den Freiburger gelangen drei Siege gegen eher schwache Mannschaften. Mal sehen, wie es für Christian Streichs wunderbares Team weitergeht, wenn die Gegner besser werden. Am Wochenende kommt der FC Augsburg in den Breisgau und gegen die kann man durchaus gewinnen. Der Eintracht gelang dies am letzten Wochenende nicht. Ihre Saisonbilanz bisher: 2 Siege daheim und 2 Niederlagen auswärts. Wenn die SGE so weitermacht, hat sie am Ende der Saison 51 Punkte (17 Heimsiege x 3 Punkte), das wäre eigentlich ein gutes Ergebnis, blöd wäre das nur für Auswärtsfahrer.

Apropos SC Freiburg und Frankfurt, Sitz des DFB. Der aktuelle Präsident des DVD, Fritz Keller, wird am 27. September Nachfolger des glücklosen Reinhard Grindel als DFB Präsident. Er scheint eine bessere Wahl zu sein als alle seine Vorgänger im Amt (was aber auch nicht wirklich schwer ist). Persönliche Vorbehalte gegen den Hotelier und Winzer gab es wenige, eher wurde das Auswahlverfahren kritisiert. Die Findungskommission des DFB setzte sich weitestgehend aus Personen zusammen, denen der niederklassige Fußball schon immer sch…egal war, zum Beispiel DFL-Ligachef Christian Seifert. Gegen den Vorschlag Keller ist an sich nichts zu sagen. Wohltutend ist beispielsweise, dass Fritz Keller in Gremien des Weltverbands Fifa und der Europäischen Fußball-Union (Uefa) nicht vertreten sein will. Gerade dort tummeln sich die Wichtigtuer und Unseriösen. Keller sagte: „Ich sehe meine Aufgaben im nationalen Bereich. Das wird ein 24/7-Full-Time-Job. Zudem möchte ich mir nicht nehmen lassen, auch einmal Spiele in der Oberliga zu schauen." Das ist löblich, Fußball wird aber auch unterhalb der Oberliga gespielt.

Zum Abschluss noch etwas über den FSV

Leider verloren die Bornheimer zuhause gegen Aalen deutlich. Während sich Festbesucher auf der nahegelegen Dippemess´ vergnügten erlebte der FSV laut eigenem Vereinsticker einen „gebrauchten Tag“. Die Blauschwarzen sind durch die Niederlage (und die hohe Niederlage in dieser Woche in Freiburg) in der Tabelle etwas abgerutscht. Am Wochenende geht es nach Bahlingen und in der Woche darauf kommt der OFC an den Bornheimer Hang (Sonntag, 29.09 um 14 Uhr)! Dass der FSV seinen jungen Spielern, neben einer fußballerischen Ausbildung, einiges fürs Leben mitgibt bewies er erst kürzlich wieder. Das Nachwuchsleistungszentrum gab ausgewählten Jugendmannschafts in Zusammenarbeit den Partnern gesundekids e.V. und den Rotaractern Tipps für eine gesunde, sportgerechte Ernährung.

Freitag 20. + Samstag 21. September: „A BISSERL Ö SCHADET NIE.“

(Daniela)

Mist, das läuft schon seit Montag... Das hatte ich nicht auf dem Schirm. Als Fortsetzung der Straußwirtschaft gibt es noch bis morgen Abend Schmäh und Schmankerl bei ösa am Heurigen*

"Mein Motto ist: A bisserl Ö schadet nie – österreichische Lebenskultur für alle :o) Damit möchte ich zur Vielfalt, Leichtigkeit, Kommunikation und Lebensfreude beitragen … Hierzu veranstalte ich für 6 Tage einen österreichischen Heurigen – unter den Arkaden von St. Josef, Berger Straße 135 in Bornheim. Ich bin somit die ö-Verlängerung der Straußwirtschaft von Marco Hofmann und Annette Gloser.

Neben Schmäh und Schmankerl gibt es noch burgenländische Weine und andere ö-Köstlichkeiten wie Liptauer-Igel oder Marillenmarmelade auf Striezl.
 
*Ein Heuriger ist ein Platz zum Wohlfühlen, wo alle willkommen sind!
Freut Euch auf burgenländische Weine und regionale Köstlichkeiten.
Ein Kurzurlaub in Österreich – mitten in Bornheim.

16. – 21. September 2019 täglich von 16 – 22 Uhr
unter den Arkaden von St. Josef Berger Straße 135, 60385 Frankfurt

19.bis 26. September: Internationale Festival für junge Filmfans LUCAS

(Andrea)

Ich bin großer Fan des Internationale Festival für junge Filmfans LUCAS. Das geht vom 19. bis 26. September in die 42. Runde und kommt auch mit einigen Vorstellungen nach Offenbach in den Hafen 2. Aber es gibt natürlich in Frankfurt und Wiesbaden noch weiteres Programm. Hier sind drei Flme zu sehen: WETTBEWERB 13+ | VECHTMEISJE | FIGHT GIRL MO, 23.9. | 9 Uhr | Kino im Hafen 2 | empfohlen ab 12 Jahren Zu Gast: Drehbuchautorin Barbara Jurgens WETTBEWERB 13+ | KURZFILM PROGRAMM 3 | empfohlen ab 13 Jahren MO, 23.9. | 11 Uhr | Kino im Hafen 2 Zu Gast: Regisseurin von »Il prezzo del biglietto« Mariama Baldé WETTBEWERB 8+ | GERDOO | WALNÜSSE MI, 25.9. l 9 Uhr l Kino im Hafen 2 | empfohlen ab 7 Jahren Wahrscheinlich mit Filmgast: Produzent https://lucas-filmfestival.de  

Freitag, 20. September - 5. Oktober: Julietta

(Martin)

Sensationell, die Oper Frankfurt zeigt Julietta in einer Wiederaufnahme!
Anlässlich der Premiere titelte die Frankfurter Rundschau: „’Julietta’, die bedeutendste Oper von Bohuslav Martinů, ist nun auch in Frankfurt zu sehen: musikalisch herausragend, szenisch geglückt.“
Es geht um Michel und Julietta. Michel, ein Buchhändler, kehrt aus Sehnsucht zurück in das Städtchen, in dem er sich vor Zeiten in Julietta verliebt hat, die er am Fenster singen hörte. „Schon am Bahnhof muss er feststellen, dass die Bewohner des Ortes ihr Gedächtnis verloren haben. Der Klang des Liedes führt ihn schließlich zu jener Frau, Julietta. Doch die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Illusion sind in diesem surrealen Werk durchlässig. Martinůs hinreißende Oper führt in eine Welt, in der die Zeit abhandengekommen scheint, in der Erinnerungen zwar käuflich, aber deswegen nicht unbedingt zuverlässig sind. Einflüsse von Debussys atmosphärischer Klangsprache, Populärmusik der Zeit sowie der tschechischen Musiktradition fügen sich zu einem tonmalerischen Gesamtbild von absurd-schöner Poesie.“
deutschlandfunk.de schrieb: „Martinůs Musik erweitert zwar die Harmonik, bleibt aber tonal, klingt nach einem Zeitgenossen von Debussy, d'Indy, Poulenc und auch mal Janáček – aber durchweg reizvoll eigenständig. Das machte Sebastian Weigle mit dem Frankfurter Museumsorchester in vielen Schattierungen und den rhythmischen Raffinessen der Partitur hörbar. Inmitten eines exquisiten Ensembles, das in verschiedene, skurril hübsche Rollen schlüpfte, war Juanita Lascarro eine wirklich verführerische Juliette. Doch einen tosenden Bravo-Sturm heimste Kurt Streit (in der Wiederaufnahme nun Aaron Blake) als Michel ein: Regisseurin Florentine Klepper zeigte ihn mit ihrem Bühnenteam als feschen, nach Lebensglück suchenden Mann von Heute. Erstaunt sahen er und das Publikum in die sachlich banale Hotelhalle einen Dschungel hereinwuchern, in dem er sich mit Juliette wie in einem Liebesgarten zunächst liebend verirrte – aber doch scheiterte. Die schönste Regie- und Bühnenerfindung stand dann am Ende: Dass nämlich das Traumbüro die Wünsche Wirklichkeit werden lässt – hinten, auf einer Theaterbühne! Und genau dorthin folgte Michel den Rufen Juliettes als Finale. Mit Theaterkunst sich einer schnöden Realität entziehen – da traf ein Werk des Jahres 1938 emotional wie intellektuell anrührend mitten in unser Leben des Jahres 2015.“
Und das gilt für 2019 wohl allemal!

Eine ganz zauberhafte Oper und bezaubernde Inszenierung, die mich 2015 wirklcih begeistert hat! Ich schaue und höre mir diese eher selten gespielte Oper jetzt noch einmal an und Ihr solltet das auch tun!

Julietta, Oper von Bohuslav Martinů am 20., 28. September und 5. Oktober um jeweils 19.30h in der Oper Frankfurt.
Die Oper Frankfurt ist behindertenfreundlich ausgestattet.

Foto: (c) Barbara Aumüller

Freitag, 20. September: Konzert

(Petra)

30 Jahre: kein Lebensalter (wäre das schön?). Sondern so lange ist es her, dass sich eine Band gegründet hat, die unter „Metal für Intellektuelle“ läuftt. Ist das ein Kompliment? Oder eher das Gegenteil? Egal: Auch wenn ich nicht so sehr retro-begeisterungsfähig bin, geh ich heute zu Helmet ins Zoom. Die Band hat sich mittlerweile um den Sänger und Gitarristen Page Hamilton personell runderneuert, mit einigen illustren Namen. Hoffe sehr darauf, mal wieder richtig trocken-deftigen Sound um die müden Ohren geblasen zu bekommen. Wie zum Beispiel mit "Milquetoast" und anderem. Und 30 Songs ist ja wohl ein fettes Veresprechen. YES.

HELMET - 30 Years. 30 Cities. 30 Songs.
Ort: Zoom Club
Adresse: Brönnerstraße 5 – 9, Uhrzeit: Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr, Eintritt: 28,20 Euro, barrierefrei: leider nein

Freitag 20. September: Stadtteil-Botschafter

(Daniela)

Diese Woche bekam ich eine Mail von Matilda. Sie ist 16 und macht bei den Stadtteilbotschaftern mit und fragte mich, ob ich ihre Veranstaltung bewerben könnte, damit noch mehr Menschen die Projekte kennenlernen, sie sie gemeinsam mit anderen jungen Menschen in Frankfurt plant und umsetzen wird. Sehr gerne! Wie schön, dass ich heute doch Zeit habe. Ich bin gespannt!

"Du möchtest wissen, was die neuen Stadtteil-Botschafter in deinem Viertel planen? Du kannst Dir nicht vorstellen, was Wrestling mit Bürgerbeteiligung zu tun hat? Du willst Kontakte knüpfen und die neuen Stadtteil-Botschafter persönlich kennenlernen?
Dann schau am 20. September ab 18:30 Uhr auf dem Ponton-Schiff „Freigut“ vorbei und lerne Projekte aus den Stadtteilen BERGEN-ENKHEIM – BORNHEIM – FRANKFURTER BERG – GALLUS – GOLDSTEIN – INNENSTADT – NIEDERRAD – NORDEND – SOSSENHEIM und ein STADTWEITes Projekt kennen!

Stadtteil-Botschafter sind junge Menschen, die Frankfurt und insbesondere ihren Stadtteil bewegen. Ob Mitmachgarten, Stadtteilfest oder Gründung eines Jugendraums – wo Handlungsbedarf besteht, packen die Botschafter an.
Nun starten 12 neue Projekte in die Umsetzungsphase - und alle Frankfurter*innen sind herzlich eingeladen, die neuen Stadtteil-Botschafter*innen und ihre Projektideen kennenzulernen!

Der Eintritt ist frei.
Eine Anmeldung unter anmeldung@sptg.de mit dem Stichwort "Hallo FFM 2019" ist von Vorteil, aber kein Muss.
Teilen und Menschen mitbringen? - Ausdrücklich erlaubt. :-)
Wir freuen uns auf DICH!

Weitere Infos zum Stadtteil-Botschafter Stipendium unter www.stadtteil-botschafter.de oder unter info@stadtteilbotschafter.de

Freitag, 20. September: Wild Life FM

(Martin)

Nennt man so was Antiwerbung? „Diese Show wird Ihre Erwartungen nicht erfüllen. Kein Theater, kein Konzert, schon gar nichts dazwischen.“ Liebe Lehrer*innen, aufgepasst! Das könnte was sein – und unten steht, wie man Schüler*innengruppen zu der Performance bzw. dem Konzert anmelden kann.

 „Jugendliche aus Frankfurt, London und anderen Städten Europas machen Radio. Schlampig, albern, konfus, witzig, wütend – und so ehrlich, dass es wehtut. Ob live im Theatersaal vom Mousonturm oder in der Übertragung aus dem Äther, in ihrer Show „Wild Life FM“ muten die Beteiligten dem Publikum ihre Jugend zu. Ihre Gefühle von Protest, Langeweile, Hingabe, Zweifel oder Sehnsucht, die Musik in uns weckt. Initiiert und begleitet wird Wild Life FM vom Musiker Jakob Ampe, Performer Kim Noble und Regisseur Pol Heyvaert. Doch während sonst überall Erwachsene das Sagen haben, hängt hier alles von den Ideen der Jugendlichen ab und dem, was sie am Ende mit auf die Bühne bringen. Seit über einem Jahr tourt die Show. Ihr Mix aus selbstgemachten Songs, Interviews und Aktionen wird mit jeder Station um neue Menschen, Ideen und Musik reicher und so zu einem Panorama aus den Lebensgefühlen junger Menschen in Europa.“
ALL IN ab 12 Jahren; Organisierte Schülergruppen zahlen 5 Euro pro Person. Mehr Infos und verbindliche Anmeldung bis eine Woche vor der Veranstaltung unter dramaturgie@mousonturm.de
 
Freitag, 20.09. um jeweils 20.00h.
WILD LIFE FM im Künstlerhaus Mousonturm. Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: (c) Hugo Glendinning/Mousonturm

Freitag, 20. September: ‚Lessing. Nathan der Weise’

(Martin)

Was fällt einem zu ‚Nathan der Weise‘ ein? Genau: Schullektüre und Ringparabel.
Ganz anders und viel größer als gewohnt wird ‚Nathan der Weise’ im Theater Willy Praml auf Naxos: ein Erlebnis aus Text, Spiel, Musik, Bühne! Und was Bühne bei Praml heißt, das ist auf Naxos wieder eine Wundertüte: Erneut hat man das Gefühl, den Raum bzw. die Halle nie größer als jetzt erlebt, sie kaum je so gekonnt bespielt gesehen zu haben!
Großartig, wie es gelingt, eine Rahmenhandlung vorweg zu schicken, die sich wirklich logisch aus dem Text ergibt. Kongenial wird so ein aktualisierendes Moment genutzt und daraus ein eigenes (Vor)Spiel mit dem Publikum entwickelt. Da ist was los im Hause Naxos!
Die Fragen, die im Nathan verhandelt werden, sind tatsächlich aktuell: Es geht um Toleranz, um Glauben und Religionen und Identitäten. Und wie das genau mit der Ringparabel war, weiß man hinterher dann auch wieder.
Ich empfehle dennoch, sich vorher die Handlung im Überblick zu Gemüte zu führen, das geht recht schnell, z.B. hier: https://www.inhaltsangabe.de/lessing/nathan-der-weise/
In die Jamben des Herrn Lessing muss man sich einhören, doch es wird prononciert und toll gesprochen. Hut ab vor der Leistung des Ensembles und jeder/jedes Einzelnen; der Text ist einfach wunderbar gearbeitet. Gesprochen wird übrigens in drei Sprachen (Deutsch, Arabisch, Hebräisch), ein besonderer Clou, wie auch dadurch Handlung, Toleranz und Gemeinsamkeit sprachlich, menschlich und religiös transportiert werden. Letztlich ging es Lessing um das Miteinander und die Humanität im Kleinen, Großen und Ganzen und eben auch um die Verbundenheit der Religionen.
Es lohnt sich sehr, diesen Nathan, die Vision, die darin steckt, die Aktualisierungen und alles andere zu sehen und zu erleben. Und wie gesagt, es ist echt was los: Feuerwehr, Stelzenlauf, Platzwechsel, Fackeln, gespielt wird allüberall, Aufbauten innerhalb der Handlung, es gibt bis ins Detail allerliebste Kostüme, bezaubernde Chöre und auch Decken, wenn’s kalt sein sollte!
Die FR schreibt: „Der Abend ist gleichzeitig Spektakel, allumarmendes Integrationsprojekt und wortgenaue Lessing-Rezitation… Es geht auch darum zu zeigen, dass man nicht alles und jeden genau verstehen muss, um friedlich mit ihm zusammenzuleben… Eine Inszenierung, die Lessings Drama einleuchtend mit der Gegenwart verschränkt.“ Einen Spieleindruck gibt’s hier

‚Lessing. Nathan der Weise.’
Im Theater-Willy-Praml in der Naxoshalle, Waldschmidtstraße 19
Das Theater-Willy-Praml ist behindertenfreundlch ausgestattet.
Termine: Fr.,20.09., 19:00h, Sa.,21.09., 19:00h, So.,22.09., 18:00, Fr.,27.09., 19:00h, Sa.,28.09., 19:00h, So.,29.09., 18:00h, Do.,03.10., 18:00h, Fr.,04.10., 19:00h, Sa.,05.10., 19:00h, So., 06.10., 18:00h.

Freitag und Samstag, 20. und 21. September: Olimpia Codes

(Andrea)

Happy Birthday Jaqcues! Der berühmteste Offenbacher, Jaqcues Offenbach nämlich, feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag. Für die Kultur ein schöner Anlass, ihm eine Reihe mit besonderen Formaten zu schenken. Den Auftakt machen die beiden internationale renommierten Komponisten Julia Mihály und Tobias Hagedorn, die mit den "Olimpia Codes" eine faszinierende Spiegelung der von Offenbach in „Hoffmanns Erzählungen“ behandelten ‚Künstliche Intelligenz‘-Thematik auf die zeitgenössische Musiktheaterbühne bringen. Zu hören sein werden daher neben den analogen Instrumenten des Kölner Kammerensembles hand werk, auch gesampelte Laserdrucker, gesteuert über Joysticks und allerlei selbstentwickelte und -gebaute Instrumente sowie die Stimme der Sopranistin Maren Schwier. Verhandelt werden an den beiden Abenden Fragen nach der Vereinbarkeit oder gar dem Ersatz menschlicher Eigenschaften durch technologische Möglichkeiten und dem Körper als Kommunikations- und Ausdrucks-Ebene im Umgang mit Robotern und künstlichen Intelligenzen. Wieviel „Olimpia“, die Offenbach als menschlichen Sozialautomaten auftreten ließ, steckt heute in Alexa und Siri? Insgesamt vier Aufführungen gibt es heute und morgen jeweils um 18 Uhr und 20.30 Uhr, in denen mit Decodierungen, Klangfarben und Rhythmen experimentiert, Elektro- und Sinustöne, Rauschen und auch Knacken zu hören sein werden. Karten gibt es für 18 Euro (ermäßigt 10 Euro) im OF InfoCenter im Salzgässchen 1 sowie online bei Frankfurt Ticket: https://www.frankfurtticket.de.

Veranstaltungsort: 
Bernardbau (ehem. Bürgerbüro)  
Herrnstraße 
Offenbach 

Freitag 20. - Sonntag: 22. September: Best of SUNDANCE SHORTS 2019

(Daniela)

Yeah! Antje zeigt Best of SUNDANCE SHORTS 2019 im Orfeos. Schade, dass ich keine Zeit habe..

7 Filme // 1 hrs 37 min
Die Sundance Film Festival Short Film Tour 2019 präsentiert im typisch wilden und anspruchsvollen Sundance-Style in sieben Independent-Filmen die Gewinner und Highlights des diesjährigen Festivals:
 
Sometimes, I think about dying, von Stefanie Abel Horowitz, USA 2019, 12 Minuten. Sehnsuchtsfilm. Sie ist einsam, doch hat einen netten Job in einem kleinen Büro. Dort wird sie angesprochen: Wollen wir ins Kino gehen!?

Suicide by sunlight, von Nikyatu Jusu, USA 2018, 17 Minuten
Mutter-Thriller. Voller Blutgier will die Krankenschwester das Sorgerecht für ihre beiden Töchter wiedererlangen. Zwischen Arbeit und Privatleben beißt sie sich durch.
 
The Minors, von Robert Machoian, USA 2018, 10 Minuten
Boyband mit Opa. Ein Lebensabschnitt über einen Opa und seine Enkel, die Zukunft und die Vergangenheit und Musik, die immer wichtig bleiben wird.
 
Muteum, von Äggie Pak-Yee Lee, Estland 2017, 4 Minuten
Animation // Komödie. Mit der Schulklasse ins Museum – gähn! Dauernd muss man leise sein und Spaß haben ist sowieso verboten. Da lässt man doch lieber der Fantasie freien Lauf.
 
Fast horse
, von Alexandra Lazarowich, Kanada 2018, 13,5 Minuten
Cowboys und Indianer. Er liebt Pferde, sie sind ihm die besten Freunde. Und er liebt Pferderennen: Die Blackfoot-Tradition kehrt in  einer gefährlichen Indianer-Staffel zurück.
 
Crude Oil, von Christopher Good, USA 2018, 15,5 Minuten
Frauenpower. Jenny befreit sich von einer vergifteten Freundschaft, träumt von Superman und lernt, eine magische Kraft, andere zu beeinflussen, zu nutzen.
 
Brotherhood
, von Meryam Joobeur, Kanada / Schweden 2018, 25 Minuten
Familienbande. Der Sohn eines tunesischen Hirten kehrt nach langer Reise mit einer neuen Frau nach Hause zurück. Die Spannung zwischen Vater und Sohn steigt.

https://www.interfilm.de/verleih/kurzfilmprogramme/sundance-shorts-2019

Freitag, Samstag um 20:30 Uhr, Sonntag um 13:30 Uhr

Orfeos Erben
Hamburger Allee 45, leider nicht barrierefrei
60486 Frankfurt

Freitag, 20. September: FFM/ Euroteuro

(Andrea)

Über die Wiener-Kombo EuroTeuro bin ich neulich zufällig gestolpert und hatte großen Spaß mit ihren Videos. Sehr jung, frisch und auch ein wenig retro. Live sind die bestimmt witzig und weil ich zudem der/die/das ONO2 nicht kenne, kommt das in die engere Auswahl für die Abendgestaltung. "euroteuro = nur hits. kein filler. a wien win situation! hobby: https://youtu.be/vBPazSkhcEI autogrill: https://youtu.be/vCtttrHr-a8

Ab 21 Uhr
Ono2
Walter-Kolb-Straße 16
60594 Frankfurt am Main

Freitag, 20. September: OF/ Leonhard Cohen

(Andrea)

Weil Thomas ein großer Leonhard Cohen-Fan ist und auch ich seine Songs gerne mag, werden wir heute in den Filmklubb gehen, Dort ist, vorerst zum letzten Mal im Rhein-Main-Gebiet, Urs Spoerri mit seiner Hommage an den Künstler zu Gast. Es gibt Vortrag, Filmschnippsel, Musk und lecker Essen. "Nie komponierte er für Filme, doch seine Songs prägten Fassbinder bis Tarantino - in rund 300 Filmen wurde er verwendet."

19 Uhr im Filmklubb Offenbach
Isenburgring 36
Offenbach
Leider nicht barriefrei
www.filmklubb.de 

Samstag, 21. September: Tamar Halperin spielt Erik Satie

(Martin)

Eigentlich sollte es schon im Januar stattgefunden haben: das Konzert mit Tamar Halperin. Und tatsächlich hatte ich damals die Empfehlung schon geschrieben – doch dann wurde das Konzert abgesagt. Jetzt kommt Tamar Halperin - großartig und alle, die mögen, was als ‚Kammer-Jazz’ beschrieben wird, sollten dieses Konzert keinesfalls versäumen.

Das ‚Satie-Album’, mit dem Tamar Halperin im Mousonturm gastiert fand deutschlandweit Beachtung.  Hier ein Bericht von Deutschlandfunk-Kultur: https://www.deutschlandfunkkultur.de/projekt-der-pianistin-tamar-halperin-satie-als.2177.de.html?dram:article_id=354040

Für alle, die reinhören wollen, hier geht’s lang zu einem Bericht von NDR-Kultur: https://www.youtube.com/watch?time_continue=17&v=jcajY3woya8

Neue-meister-music.com schreibt: „Nach Erik Saties Tod im Jahr 1925 betraten Freunde von ihm erstmals seit langer Zeit wieder seine Wohnung. Sie waren überrascht neben zahllosen Regenschirmen und einem chaotischen Durcheinander zwei aufeinandergestapelte Konzertflügel vorzufinden. Dieses Bild hat Pianistin Tamar Halperin und Produzent Guy Sternberg zu ihrem Album inspiriert. Sie zerlegen Saties Kompositionen in Einzelstimmen, spielen sie auf unterschiedlichen Instrumenten und stapeln die Versatzstücke wieder aufeinander. Mit einem Konzertflügel, Cembalo, Glockenspiel, Hammondorgel, Wurlitzer-Piano und natürlich einem Computer gehen Halperin und Sternberg dabei der Frage nach, wie Saties Musik heute wohl geklungen hätte. Zugleich spiegeln ihre Interpretationen Saties Einfluss auf unterschiedlichste, ihm nachfolgende Generationen an Künstlern wieder. Satie ist schließlich weit mehr als der Archetyp des Minimalpianisten. Er hat als Komponist die Grenzen zwischen ‚klassischer Kunstmusik’ und nicht-klassischen, populären Stilrichtungen verwischt und unterschiedlichste ästhetische Konzepte wie den Minimalismus, Dadaismus, Nonsens oder Surrealismus in die Musik eingeführt. Damit hat er selbst wiederum Spuren in unterschiedlichsten Künsten hinterlassen.“

Tamar Halperin, die für ihre musikalischen Grenzgänge und die Zusammenarbeit mit dem Jazzpianisten Michael Wollny bekannt geworden ist, dieser Ausnahmekünstlerin  ist etwas besonderes gelungen: sanfter Jazz, eine ‚meditative Reise’, ein ganz besonderes Album. Der Mousonturm bietet jetzt die Möglichkeit: Tamar Halperin im Konzert!

Tamar Halperin spielt Erik Satie. Das Konzert.
Am Samstag, 21.09. um 20.00h im Mousonturm.
Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.

Foto: (c) Gregor Hohenberg/Mousonturm

Samstag, 21. September: Shantel im Yachtklub

(Daniela)

Oh nein... ich kann schon wieder nicht...

"2 x im Jahr Shantel im Yachtklub - 2 x der Wahnsinn !"
Shantel


"Mit seinem kreativen Ansatz Kulturen zu vermischen wurde Shantel weltweit das hörbare Gesicht eines anderen Deutschlands, ist er doch der erste, der hier der Popkultur einen kosmopolitischen Sound einimpfte. Bei ihm ist Migration hör- und tanzbar. Musikalische Preziosen aus Südosteuropa, dem Nahen Osten oder vom Mittelmeer erscheinen in einem neuen, vielschichtigen Kontext, damit wird auch die Kultur, aus der sie entstammen, intuitiv erfahrbar. Seine Methode ist kulturelles Mixing und Sampling: Dinge aus dem Zusammenhang reißen und in einen neuen überführen. Clubkultur als Konzept, das sich permanent weiterentwickelt und nicht als Museum, in dem das ewig Gleiche repetiert wird – wie in Berlin, wo Tausende von Touristen vor dem Berghain warten, um das Vorhersehbare erleben zu dürfen."

Yachtklub, Unterhalb der Alten Brücke,
Beginn: 22:00 Uhr, Eintritt : 12€

Samstag 21. September: MONA MUR

(Uwe)

Der Name des Projekts ist schon einmal ziemlich pfiffig: MONA MUR. Klingt in jedem Fall schon einmal spannender als Sabine Bredy. Unter diesem Namen wurde die deutsche Musikerin, Schauspielerin, Produzentin und Taekwondo-Sportlerin 1960 in Hamburg geboren. Schon Anfang der 1980iger Jahre begründete sie MONA MUR und startete, begleitet unter anderem von damaligen Mitgliedern der Einstürzenden Neubauten (beispielsweise mit FM Einheit) MONA MUR & die Mieter, erfolgreich in der deutschen Punkszene.  Seitdem ist kontinuierlich auf Tour und im eigenen Studio musikalisch tätig. Dort standen unter anderem Stücke, die es in den Soundtrack von Fatih Akims Erfolgsfilm „Gegen die Wand“ geschafft haben. In „Gegen die Wand“ wirkt sie in einer kleinen Rolle auch als Schauspielerin mit. Ihre Markenzeichen sind: dunkle Stimme, dramatische Auftritte und heftige Musik zwischen Punk, Chanson und Elektronik. Jetzt ist ihr neues Solo-Album „Delinquent“ erschienen mit 12 Songs in deutscher Sprache, in hartem schwarz-weiß - kurze Geschichten und klare Statements, Urban Desperado Style, körperlich schmerzhaft, schön und brutal wie die Wahrheiten der äußersten Gegenwart, dabei tanzbar und - lustig.  
 
THE CAVE

Frankfurt, Brönnerstr. 11, leidre nicht barrierefrei
VVK 11 Euro zzgl. Gebühren
Einlass 20 Uhr, Beginn 20.30 Uhr
Bild: Sebastian Rohde (Firma Freimauer)

Sonntag 22. September: Lokal Listener

(Uwe)

Am Sonntag kommt meine liebste Veranstaltungsreihe aus der Sommerpause zurück. Gastgeber Gregor Praml war in der Zeit nicht untätig. So musizierte er beispielsweise mit Sascha Wild („Praml und Wild: A Symphony in A380!“) auf einer Flugreise nach Los Angeles zur APEX 2019. Am Sonntag empfängt er zum Start der dritten LOKAL LISTENER- Saison Uwe Dierksen im Mousonturm. Dierksen trifft mit seiner Posaune immer den richtigen Ton. Er hat das Spiel in Hannover, Hamburg und London studiert. Seit 1983 ist er festes Mitglied des Ensemble Modern – DEM Solistenensemble für zeitgenössische Musik mit Heimat in Frankfurt am Main. Dierksen war außerdem Gastprofessor und Dozent an renommierten Schulen in Bremen, Graz und Miami. Seine eigenen Projekte reichen von Bühnenkompositionen bis hin zur Filmmusik, aber auch die Musikvermittlung an Kinder ist ihm ein wichtiges Anliegen. Eine spannende Begegnung wird das in der Waldschmidtstrasse (und gutes Essen gibt es auch).

Mousonturm

Frankfurt, Waldschmidtstr. 4
Beginn: 11 Uhr
VVK € 16 / TK € 19, Inklusive kleinem Snack
Barrierefreier Zugang
Foto Andreas Etter, Ensemble Modern

Sonntag 22. September: Erntedankfest in der Gartenlaube

(Daniela)

Seit zwei Jahren nehme ich mir immer wieder vor in Katjas Gartenlaube zu gehen, zumal ich mindestens einmal pro Woche an ihrem süßen Geschäft vorbeiradel. Heute wäre eine tolle Gelegenheit, enn ich bräuchte nicht nur neue Üflanzen für den Balkon, sondern auch ein Mispelchen und Jens großartigen Apfelwein... ich bin jedoch auf dem Heimweg aus Weimar...
 
"Wir feiern das Ende des Sommers und begrüßen den Herbst am 22.9. von 12 bis 17 Uhr. Die Gartenlaube und MISS PELL bringen die Schätze des Gartens auf den Tisch.
Freut euch auf Blumen aus biologischem Anbau in zauberhaften Arrangements und Pflanzen, die in den Herbst hinein blühen.
Genießt in entspannter Atmosphäre Kaffee und Kuchen aus den Früchten des Gartens sowie wärmende Suppen und die alkoholischen Köstlichkeiten von MISS PELL und Apfelweine von Jens Becker apfelweinhandlung. Es gibt Wolldecken von Blanket Store, ihr könnt in Vintage Schätzen stöbern und die Gelegenheit nutzen, einen Blick in das Handwerksatelier der Schreinerin Brigitte Paletta-Lübke zu werfen.

Gartenlaube, Bornheimer Landstrasse 10, 60316 Frankfurt am Main

Sonntag, 22. September: Friedberg(!!)/ To Kühne

(Andrea)

Lieber To! Ich bin ein großer Fan Deiner Kunst und freue mich schon sehr auf den Kalender mit neuen abenteuerlichen Inszenierungen Deiner selbst! Weil ich es unmöglich heute zu Deiner Vernissage schaffen werde, was ich sehr bedauere, bitte ich alle Sonntagsausflügler, mich entsprechend gut zu vertreten: "Hallo liebe Kunstfreunde. Ich möchte euch einladen, mit mir die fantastische Gruppenausstellung "Passion-Obsession," im Kunstverein Friedberg, zu begehen. In der Ausstellung ist nicht nur mein Exponat "Ecce homo" zu betrachten, sondern auch tolle Werke von Hermann Nitsch, Richard Buckminster-Fuller, Miss Batemann, Mariano RinaldiGohl, Joern Grothkopp, Allen Jones, MK Kähne,Andre Wagner und Günther Zint. Gerne beantworte ich euch alle Fragen zu meinem Trytichon, wie,:"ist das echtes Blut und echte Tränen", oder, " wie lange hast du dafür Fingernägel gesammelt", etc? Ich freue mich auf euren Besuch. Bis dann, To"

15 Uhr
Kunstverein Friedberg
Haagstraße 16
61169 Friedberg

Sonntag 22. + Montag, 23. September: Chinchilla Arschloch, waswas

(Martin)

Nachrichten aus dem Zwischenhirn von Rimini Protokoll (Helgard Haug)

Nur weil ich dachte,  dass es absolut keine Tickets mehr gibt für Rimini Protokoll  ‚Chinchilla Arschloch waswas – Nachrichten aus dem Zwischenhirn’, habe ich tatsächlich erwogen, diese absolute ‚Muss-man-gesehen-haben-Inszenierung’ nicht zu empfehlen.
ABER: Tatsächlich, es gibt noch Tickets! Und deshalb schnell hier ein Nachtrag; und Ihr,  sputet euch, um die Gelegenheit nicht zu verpassen, denn es ist die Wiederaufnahme dieser grandiosen Inszenierung und ein ‚Nochmal’ wird’s wohl nicht geben!
In ‚Chinchilla Arschloch, waswas’ geht es um Tourette: „Der eine flötet, schnalzt, klickt, der andere fuchtelt, tritt, zuckt: Helgard Haug vom Theaterkollektiv Rimini Protokoll holt am Schauspiel Frankfurt drei Menschen mit Tourette-Syndrom auf die Bühne. Die Darsteller erzählen aus ihrem Leben“ (deutschlandfunkkultur.de).
Dieser Abend mit und von drei Menschen mit Tourette-Syndrom und einer großartigen Musikerin ist genau das Gegenteil von Theater, das betroffen macht! „Chinchilla Arschloch, waswas“ ist darum kein Tourette-Stück. Es ist ein Stück über Tabubrüche, über Freiheit, über Einsamkeit, Selbstbewusstsein, die beruhigende Kraft von Musik. Es ist ein Stück über Voyeurismus, vorgegaukelte Toleranz und Empathie. Es ist phänomenal gut gemachtes, durchdachtes Theater, weil es berührt, irritiert, aufschrecken lässt, weil es mit Bekanntem so überrascht, dass man sich am Ende im besten Fall neu positioniert (deutschlandfunkkultur.de).
Und Spiegel-Online schrieb anlässlich der Premiere: „So kann man es also auch machen: ein Abend mit Nachrichten aus dem Zwischenhirn ohne irgendeinen Anflug von Betroffenheitsverrenkung. Eine ehrliche, auch das Herz öffnende Revue der Unzulänglichkeiten, die eben dazugehören, selbst wenn man sie nicht unter Kontrolle bringt. Ein Plädoyer für die unergründlichen Hintergedanken, die auf einmal im Rampenlicht stehen, und irgendwie auch eins für die manchmal notwendige Störung der öffentlichen Ordentlichkeit.“
Wenn Ihr das Glück habt, ein Ticket zu bekommen (bitte beim Mousonturm und beim Schauspiel Frankfurt nachschauen, dann seid froh!

Hier die beiden Kritiken zum Nachlesen:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/chinchilla-arschloch-in-frankfurt-rimini-protokoll-bringt.1013.de.html?dram:article_id=446134
https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/tourette-am-schauspiel-frankfurt-chinchilla-arschloch-waswas-rimini-protokoll-a-1262527.html

Chinchilla Arschloch, waswas – Nachrichten aus dem Zwischenhirn von Rimini Protokoll.
Sonntag, 22. und Montag, 23.09. um jeweils 20.00h im Bockenheimer Depot an der Bockenheimer Warte.
Das Bockenheimer Depot ist behindertenfreundlich ausgestattet.

Foto: (c) Robert Schittko

Dienstag 24. September: PENELOPE ISLES

(Uwe)

Das ist eigentlich was für mich, weil der Veranstalter in seiner Presseinfo schreibt „.. für Fans von Arcade Fire“ (als weitere Referenz wird Mogwai genannt). Und tatsächlich, ich habe in das Debüt ‘Until The Tide Creeps In’ der Rockband reingehört und finde die Musik wirklich gut. „Die Musik von Penelope Isles klingt wie das Aufbrechen eines Steins, um einen Kristall im Inneren zu entdecken - schimmernd, intim und wunderschön destruktiv. Die Geschwister Jack und Lily Wolter machen Musik, die Neugierde und Sensibilität für die Welt um sie herum offenbart. Der Sound der vierköpfigen Band aus Brighton entfaltet sich sowohl dramatisch als auch sanft, nostalgisch und neu zugleich.“
 
The Cave
Frankfurt, Brönnerstraße 11
Beginn: 20:30 Uhr
VVK: 11 EUR zzgl. Gebühren
Leider nicht barrierefrei
Foto: Internetseite Bella Union


Mittwoch 25. September: I Can See Music!

(Daniela)


Petra Klaus und Matthias WesterWeller haben eine wunderbare Musikfilmreihe erschaffen: "I Can See Music!", die sie im Orfeos Erben präsentieren. Es sind brandneue und alte, populäre und obskure, aber immer faszinierende Musikdokus & Filme und dazu gibt es immer noch ein Special.

Ich habe es noch nie geschafft, weil Mittwochs meistens Veranstaltungen der Grünen sind, heute hätte ich Zeit und versuche zu kommen!

The Library Music Film

(UK, 2018, 113min, R: Paul Elliott & Sean Lamberth)



The 

Library Music - Jeder hört sie, keiner kennt sie.

 Library Music wurde speziell für die Verwendung in Film, Radio und Werbung komponiert und aufgenommen. Die goldene Ära der Library Music war von Ende der sechziger bis Mitte der achtziger Jahre, als Tausende von Alben produziert wurden. Eine Zeit, in der die weltweit besten Komponisten Zugriff auf komplette Orchester in den besten Studios mit den besten Engineers und dem besten Equipment hatten. Die damals entstandene Musik genießt heutzutage weltweit unter DJs, Beatmachern, Produzenten, Journalisten und Vinylliebhabern den allergrößten Respekt. Library Music-Stücke wurden zuhauf gesamplet und formen das Herz einiger der erfolgreichsten Charts-Singles zeitgenössischer Künstler wie JAY-Z, Kanye West, Justin Timberlake, Gnarls Barkley, Gorillaz
oder Fatboy Slim. Produzent & Musiker Shawn Lee reist um die Welt um einige der original Komponisten und Musiker, als auch DJs wie Mark Rae, Cut Chemist oder Fatboy Slim zu interviewen. The Library Music Film gibt einen wunderbaren und unterhaltsamen Einblick in dieses Paralleluniversum der Musikindustrie. 

Im Anschluss an den Film unterhalten wir uns mit @Jan Rolf Müller, dem Geschäftsführer des Frankfurter Library Music Verlags Ring Musik GmbH und dem Musikwissenschaftler Carsten Fluck. Per Skype wird sich Regisseur Paul Elliott zuschalten.


Orfeos Erben
Hamburger Allee 45, leider nicht barrierefrei
60486 Frankfut
Kartenreservierung:
069 97 08 47 90
 reservierung@orfeos.de

Das Internationale Frauen* Theater-Festival

(Daniela)

Barbara hat wieder ein tolles Festivalprogramm zusammengestellt. Ich hoffe ich habe Zeit das ein oder andere zu sehen, bzw. bei dem ein oder anderen Workshop mitzumachen.

Das Internationale Frauen* Theater-Festival (IFTF) ist eine Plattform für offenen Dialog über unterschiedlich geprägte Konstrukte weiblicher Identitäten und ihre künstlerischen Ausdrucksformen.

In diesem Jahr steht das Festival unter dem Motto „Collective Empowerment“. Im Prozess nähern wir uns künstlerisch der Frage an, wie die Dynamik von Machtverhältnissen verändert werden kann. Das Hauptziel: feministische Initiativen in der Darstellenden Kunst zu stärken.

Das IFTF vereint zeitgenössische und multimediale Theaterproduktionen, Performances, ein Forum, das „Gender Identity Labyrinth“ als interaktive Installation und einen „Zwischen uns Platz“ in der mongolischen Jurte. Verschiedene Workshops laden zum Mitmachen ein.

Der Eintritt zum Festival ist frei. Workshops haben eine Anmeldegebühr.

Mehr zum Programm gibt es auf www.iftf-frankfurt.com oder www.protagon.net

Festival: Kulturgelände von protagon e.V.
Orber Straße 57 , barrierefrei
60386 Frankfurt am Main
Workshops: Mousonturm und Groove Dance Studio
Waldschmidtstraße 4 und Wächtersbacherstraße 76
60316 Frankfurt am Main und 60386 Frankfurt am Main

Donnerstag, 26. bis Sonntag, 29. September: NORDLICHTER FILMFEST

(Daniela)

Ich war nur einmal udn auch nur übers Wochenende auf Island (da wusste ich nich nicht wie schieße diese Kurzflugreisen sind).. Zu gerne würde ich mal mit dem Rad durch Norwegen reisen.. Für alle Skandinavienfans und vor allem für alle Fans des Skandinavischen Kinos, empfehle ich daher das NORDLICHTER FILMFEST Neues skandinavisches Kino im Orfeos.

"Dänemark, Island, Schweden, Norwegen und Finnland im Film. Skandinavische Filme sind im deutschen Kino eher eine Seltenheit, ganz im Gegensatz zu den vielen Büchern oder auch Fernsehfilmen. Die Nordlichter-Reihe möchte das ändern und dem Publikum Filme präsentieren, die einen breiten Bogen über von Landschaften und Sprache geprägte Geschichten spannen, die sowohl auf dem Land als auch in den Metropolen spielen. Alle Filme im Original mit dt. Untertiteln.

Donnerstag, 26.9. um 20.30 Uhr: Amatörer - Amateurs von Gabriela Pichler, S (https://vimeo.com/333726390)

Freitag, 27.9. um 20.30 Uhr: Armomurhaaja - Euthanizer von Teemu Nikki, FL 2017, (https://vimeo.com/330263617)

Samstag, 28.9. um 20.30 Uhr: Norske Byggeklosser - Opportunity Knocks
von Arild Fröhlich
, N 2018, (https://vimeo.com/340260575)

Sonntag, 29.9. um 16.00 Uhr: Lykkelænder - The Raven And The Seagull
von Lasse Lau
, DK (https://vimeo.com/333272667)
 
Samstag, 28.9. um 16.00 Uhr: Fyrir Framan Annað Fólk - In Front of Others
von Óskar Jónasson
, IL 2016, (https://vimeo.com/340739899)

Orfeos Erben
Hamburger Allee 45, leider nicht barrierefrei
60486 Frankfurt
Mehr Infos: https://www.orfeos.net/kinoprogramm/alle-filme/nordlichter/

Donnerstag, 26. September/ Musikszene Frankfurt

(Andrea)

In regelmäßig-unregelmäßier, also schlicht loser Folge präsentiert Musikschreiber- und Kenner Detlef Kinsler mit "Musikszene Frankfurt" seine persönlichen Perlen in der Stadtbücherei. Das sind immer sehr schöne Abende und deshalb gehört der Donnerstag vor den Herbstferien den Locals:  "Diesmal trifft Piano-Melancholie von Natascha Leonie auf Loop-Ästhetik von Finkbass. Es ist schon zehn Jahre her, da erschien mit „Forget Humble“ die Debüt-CD von Natascha Leonie. „Ein musikalisch und textlich so souveränes Album hat man aus Frankfurt selten gehört“, konnte man dazu im JOURNAL FRANKFURT lesen. „Natascha Leonies Singer/Songwriter-Definition scheint geprägt von US-amerikanischem Country-Pop und fast klassischem englischen Folk, zum Teil mit einfühlsamer Geige instrumentiert. Und auch die Klassik hat Spuren hinterlassen. Besonders berührend sind ihre Piano-Balladen.“ (...)  „Alles lässt sich ins Endlose ausschmücken, aber eigentlich gefällt mir das Reduzieren auf das Wesentliche dann doch besser“, sagt sie, begrüßt aber neben Mac Haurin am Flügel in der Stadtbücherei die Gäste Chris Herzberger (Geige) und Filippo Tiberia (Gesang). Dieser akustischen Ästhetik setzt Laura Fink alias Finkbass die eher elektronische Anmutung ihrer instrumentalen wie vokalen Kompositionen entgegen. Seit zwölf Jahren macht sie Musik, bekam zunächst ein Schlagzeug, lernte dann mit ihrer Schwester Gitarre. „Da fehlte nur noch der Bass“, lacht sie. „Dabei bin ich dann geblieben, habe alles andere verworfen.“ Sie machte ihre Banderfahrungen, seit zwei Jahren tritt sie aber solo auf. Mit Bass, Loop Station, Drumpads, Effektboard und Gesang nahm sie die EP „All Engine Running“ auf und bringt das – alles live gespielt – mit viel Spielfreude und positiver Ausstrahlung auf die Bühne. Dass sie das allein tut, ist nicht aus der Not heraus geboren worden, sondern war eine kreative Entscheidung, auch um ihr Lieblingsinstrument zu emanzipieren." Zu hören am 26.September, um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

Stadtbücherei Frankfurt
Hasengasse 4
FRankfurt 
Barrierefrei  

Ab Donnerstag, 26.9.: Of/ kollektionsverkauf

(Andrea)

Ich bin zwar notorisch pleite, der Schrank ist voll und wir fahren in die Ferien, aber einen kurzen Blick möchte ich schon gerne wagen: "Top ausgestattet in den Herbst & Winter. Wie immer gibt es die Kollektionen von morgen schon heute. Die Showrooms öffnen die Türen und bieten euch die Kollektionen der kommenden Saisons zu attraktiven Preisen im großen Heyne Fabrik Kollektionsverkauf. Da ist für jeden Geldbeutel und Style bestimmt das Richtige dabei." Btw: Nur Bares ist Wahres.
DO / 26. September / 10-19 Uhr
FR / 27. September / 10-19 Uhr
SA / 28. September / 10-14 Uhr
Heyne Fabrik in 63067 Offenbach am Main
Zugang Nord: Nordring 82
Zugang Ost: Ludwigstraße 180C
Zugang Süd: Andréstraße 51

VORSCHAU
Freitag 27. September: POMPEYA

(Uwe)

Wenn man an Bands wie Toto, Duran Duran oder A-ha denkt, kommt einem wahrscheinlich nicht als erstes die Stadt Moskau in den Sinn. Glücklicherweise klärt Daniil Brod, Frontmann von POMPEYA gerne gegen Klischees auf und erzählt im Interview, dass es in seiner Heimatstadt im Sommer durchaus angenehm warm werden kann (Anmerkung: das kann ich absolut bestätigen. Ich war mehrmals im Sommer in Moskau. Eine beeindruckende Stadt). So warm, dass er zusammen mit den anderen beiden Bandmitgliedern Denis Agafonov am Bass und Dmitri Vinnikov am Schlagzeug für das Debütalbum von POMPEYA 2011 nur auf den sehr treffenden Albumtitel Tropical kommen konnte. Inzwischen sind mit Real (2015) und Dreamers (2018) zwei nicht minder sonnige Alben sowie ein Best-Of Album hinzugekommen. POMPEYA halten mit ihrer Liebe zu den 80ern nicht hinterm Zaun, mit wunderschönen klirrenden Gitarren mit viel Federhall, Pompösen analogen Synthesizerflächen und den klassisch peitschenden Drum Sounds gehen sie einen Schritt weiter als viele Indie Bands aus dem Westen und verbinden The Cure mit De La Soul & die Bee Gees mit Depeche Mode. Das weiß LOTTE LINDENBERG zu schätzen und hat deswegen die sympathischen jungen Herren in ihr Studio im Keller geladen, für das erste langersehnte Konzert nach der Sommerpause.
 
LOTTE LINDENBERG
Frankfurt, Frankensteiner Straße 20
Einlass: 20:30 Uhr
VVK: 11 EUR
Bild:pompeya_msk_photogro

Samstag 28. September: Jazzsalon

(Uwe)

Frau Chanson trifft auf die Herren Jazz.
Die reizende Ev Machui schrieb eine wunderbare Einladung zu dem Konzert, die wir 1:1 übernehmen: „So spielen wir nach wie vor auch noch Jazzstandards, aber vor allen Dingen haben wir uns wundervollen Lieder-Perlen von Hilde Knef, Greta Keller bis Manfred Krug angenommen – ja, und wir spielen besonders gerne unsere eigenen jazzigen Chansons über die Liebe, das Leben, den Alltag! Wer uns noch nicht kennt, kann uns gerne auf FB oder auf unserer Webseite besuchen  www.jazzsalon-trio.de. Wir spielen ein aktuelles Programm  am 28.9 in der Denkbar, Eintritt liegt bei 10 Euro. Man kann dort online Plätze gerne reservieren. Und zwei ganz, ganz neue Lieder erleben….eins über das Brentanoschwimmbad und eins über den Mond …freu mich! Wir sind dann bereits zum dritten Mal dort und freuen uns auf den super Wein und die leckeren Tapas!“
 
Denkbar

Frankfurt, Spohrstr.  46
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 10 EUR
Barrierefrei

Samstag, 28.September: OF/ Bahnhofsslam

(Andrea)

Ich bin tatsächlich Fördermitglied in der Initiative Hauptbahnhof. Auch wenn ich viel lieber die Seifenfabrik Kappus gerettet hätte. Das am Rande. Immerhin retten wir jetzt den Hauptbahnhof, auch wenn der wesentlich unwirtlicher ist. Seis drum, Kappus ist ohnehin schon lange wegplaniert und weil sich tolle Menschen um den HbF kümmern, glaube ich, dass das mal sehr toll wird. Heute lädt die Bande zum Bahnhofsslam: "Ein Poetry Slam ist ein moderner Dichterwettsreit, bei denen Slammer*innen ihre selbstverfassten Texte jeglicher Farbe, Geschmacksrichtung und Gangart ohne Kostüm und Schnick-Schnack in 6-Minuten vortragen können. Aber nicht nur das, da Publikum entscheidet mittels Applaus, welche*r der Teilnehmer*innen an diesem Abend den Titel der/des Champion*ess mit nachhause nehmen darf! Und es lohtn sich, da die Textauswahl so bunt sit, dass jeder Geschmack getroffen wird! Ermöglicht wird dieses Wortfeuerwerk von der Bahnhofsinitiative Offenbach und dem Waggon am Kulturgleis Offenbach. Durch den Abend führt als charmant, markanter Moderator Martin Weyrauch - Spoken Word Events Slammer*innen: Juston Buße Stella Jantosca Egon Alter Isabel Bre Einlasse 19:00 Beginn 20:00

EIntritt: Frei, Spenden sind gerne erwünscht
Hauptbahnhof, Kaiserstraße

Sonntag 29. September: LITTLE HURRICANE

(Uwe)

Ein Hurrikan ist im Grunde keine allzu gute Sache. „Dorian“ sorgte vor einigen Tagen für Verwüstung und Tote auf den Bahamas und für Kopfschütteln über Donald Trump und seine mit einem schwarzen Filzstift nachträglich geänderte Landkarte. Trotzdem nennt sich ein bekanntes Festival „Hurricane“ und Bands nehmen „Hurricane“ in den Bandnamen auf. So auch „Little Hurricane“, eine US-amerikanische Dirty-Blues-Band aus San Diego. Die Band wurde 2010 gegründet und besteht aus Frontmann Anthony "Tone" Catalano und Schlagzeugerin Celeste "C.C." Spina. Das männlich / weibliche Duo mit minimalistischem Blues-Ansatz zu einem rockigen Indie-Sound hat kürzlich mit „Love Luck“ ihr bisher fünftes Studioalbum bisher vier Studioalben veröffentlicht. Zwischen ihrer letzten Veröffentlichung (in 2017) und dem Schreiben und Aufnehmen ihrer neuen Platte unternahm das Duo, dass sich über eine bekannte Anzeigenseite kennenlernte, eine 12-Länder-Tour mit 60 Shows, die die Schwangerschaft der Schlagzeugerin CC bis in ihren neunten Monat reichte. Sänger und Gitarrist Tone hat in den vergangenen Jahren Künstler wie Gwen Stefani oder Rage Against the Machine aufgenommen, „Little Hurricane“ ist aber sein Herzensprojekt. Die beiden werden sicher für frischen Wind im Zoom sorgen (wahnsinnig kreatives Ende, nicht wahr?).
 
Zoom
Frankfurt, Brönnerstraße 5-9
Beginn: 20 Uhr
VVK: 23,70 EUR zzgl. Gebühren
Leider nicht barrierefrei
Foto: Pressefoto

Dienstag, 1. Oktober: FFM/hr2 minus Kultur?

(Andrea)

Ich habe neulich an dieser Stelle bereits auf die Online-Petition für den Erhalt der Kultur in HR2 hingewiesen (https://www.openpetition.de/petition/ online/fuer-den-erhalt-von-hr2-kultur), jetzt nimmt die Sache Fahrt auf: Am 1. Oktober gibt es eine Podiumsdiskussion zum Thema in der Deutschen Nationalbibliothek in der Adickesallee. Auch wenn man jetzt vielleicht kein Stammhörer der zweiten Hörfunkwelle des HR ist, lohnt es sich, dem Thema Aufmerksamkeit zu schenken. Schließlich geht es im Vielfalt und Raum, manchmal vielleicht auch sperrige Themen behandeln zu können. Nachstehend Auszüge aus dem Flyer zur Veranstaltung: "Es ist offensichtlich: In den letzten Jahrzehnten wurde die Kultur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kontinuierlich abgebaut. Beispiel Hessischer Rundfunk: Viele anspruchsvolle Sendungen, die das Ansehen des hr einmal begründeten, wurden aus dem Programm genommen. Von den sechs auf unterschiedliche Zielgruppen ausgerichteten Wellen soll nun deren wichtigstes Kulturangebot in und für Hessen – hr2-kultur – in eine „Klassik-Musikwelle“ umgebaut werden, während man kulturelle Wortbeiträge digital auslagern will. Das ist nicht hinzunehmen. Die zahlreichen Hörer- Reaktionen auf die geplante Veränderung von hr2-kultur in der FAZ, der FR und der online- Petition, die innerhalb kurzer Zeit von über 8000 Menschen unterzeichnet wurde, zeigen deutlich, daß es nach wie vor ein großes Publikum gibt, das anspruchsvolle Wort- Sendungen sowie kulturelle Nachrichten aus Hessen im Radio hören möchte und deshalb entschieden für den Erhalt von hr2-kultur kämpft. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk gehört denen, die ihn finanzieren. Wir rufen deshalb zum Protest auf und zu einer Diskussion, an der teilnehmen werden:

  • Matthias Altenburg (Schriftsteller)
  • Barbara Determann (Autorenbuchhandlung Marx & Co)
  • Michael Herl (Autor & Leiter des Stalburg Theaters)
  • Michael Ridder (epd-Redakteur, Evangelischer Pressedienst)
  • Jan Wilm (Schriftsteller)
  • Moderation: Marion Tiedtke (Stellvertretende Intendantin Schauspiel Frankfurt


Beginn 19 Uhr
Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
Frankfurt

Sonntag, 13.Oktober: FFM/ Weltraum im Schauspiel

(Andrea)

Zwei Dinge über die ich mich heute ärgere: Erstens: Das Ferienende. Adieu Du süßer Müßiggang und leider auch Tschüss Sommer, Spätsommer, bis zum nächsten Jahr. Zweitens: Dass ich keine Zeit habe heute ins Schauspiel zu gehen und die Arbeiten von Parastou Forouhar anzuschauen bzw. zu erleben. Blöd. "Die neue Reihe »Weltraum« versteht sich als Open Space, als ein Raum, in dem es um die Frage geht, wie wir in Zukunft leben wollen. Künstler_innen aus der Region füllen die Box mit ihren Werken und Aktionen zu den Diskursen unserer Zeit. Die Künstler_innen, die hier leben und arbeiten, schöpfen aus vielfältigen kulturellen Erfahrungen. Wo werden diese Positionen sichtbar? Welche Geschichten wollen wir erzählen? Eröffnet wird die Reihe von der aus dem Iran stammenden Künstlerin Parastou Forouhar. Seit 1991 lebt Forouhar in Deutschland. Ihre Werke spielen mit der Schönheit der Ornamentik und sind doch nie nur dekorativ. Gewalt, Folter, Systemkritik offenbaren sich wie eine verborgene, erst zu entdeckende Schicht in betörend schönen Wandbildern, Fotografien und visuellen Installationen.

Schauspiel Frankfurt
16 bis 18 Uhr
Neue Mainzer Straße 17
60311 Frankfurt am Main

Montag 14. - Donnerstag, 17.10.: Uncanny Valley Rimini Protokoll

(Martin)

Gerade gibt’s die letzte Gelegenheit, sich im Bockenheimer Depot Chinchilla Arschloch, waswas von Rimini Protokoll ‚final’ anschauen zu können – da steht das nächste Gastspiel von Rimini Protokoll im Mousonturm bereits vor der Tür.

Ihr tut gut daran, euch schon jetzt Tickets zu besorgen. Denn eins ist sicher, diese sieben Vorstellungen an fünf Tagen werden schnell, schnell ausverkauft sein...

‚Wir kennen Roboter vor allem als Arbeitsmaschinen, als effiziente und präzise Vollstrecker. In der deutschen Industrie sehen sie Menschen kaum ähnlich, um emotionale Verstrickungen auszuschließen. In Asien hingegen werden schon langer humanoide Roboter entwickelt, etwa für die Alterspflege oder als Sexpartner. Die äußerliche Ähnlichkeit zu Menschen soll hier die Akzeptanz der Maschine erleichtern, weckt aber auch Misstrauen: Was ist Mensch, was Maschine? Diese unheimliche Ähnlichkeit nennen japanische Roboterforscher „Uncanny Valley“. Für Stefan Kaegis „Unheimliches Tal“ wurde vom Schriftsteller und Stückeschreiber Thomas Melle ein animatronisches Double erstellt. Dieser Humanoide sitzt anstelle des Autors auf der Bühne und wirft Fragen auf: Stehen Kopie und Original in einem Konkurrenzverhältnis oder helfen sie sich gegenseitig? Kommt das Original sich selbst durch sein Double näher? Wer spricht und was ist sein Programm?’

Auf nachtkritik.de war anlässlich der Premiere in den Münchner Kammerspielen zu lesen: „Man erfährt viel an diesem kurzen Abend: (...)  Doch es sind nicht seine akribisch recherchierten und klug collagierten Details, die dieses Theatererlebnis so besonders machen. Sondern dass sie alle zutiefst theatralen Fragen umkreisen wie: Was ist der Mensch? Wer spricht zu wem und zu welchem Zweck? Angesichts einer sich sensibel und poetisch gebenden animatronischen Figur schlägt das Nachdenken über diese Fragen lustige Kapriolen und kommt länger nicht zur Ruhe.

Und die Süddeutsche Zeitung schrieb; „Und das ist wohl die wichtigste Frage des Abends: Sind die Fehler das, was Mensch und Maschine unterscheiden? Wenn ja, wer macht eigentlich die blöderen Fehler? Der Mensch, wenn er nicht funktioniert? Oder die Maschine, wenn sie nicht zurücklächelt? "Uncanny Valley" ist eine fast liebevolle Betrachtung von beidem: von den Wundern der Technik und vom Menschen. Und davon, dass die Existenz des einen die des anderen nicht negiert.“
Hier die gesamte Kritik

Am besten schon jetzt Tickets sichern! Weitere Infos hier:

Uncanny Valley von Rimini Protokoll im Mousonturm.
Montag, 14.10. – Donnerstag, 17.10. – unterschiedliche Anfangszeiten.
Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: (c) Gabriela Neeb/Mousonturm

Mittwoch, 16.Oktober: FFM/ Tito & Tarantula

(Andrea)

Es war etwas ruhiger geworden um Tito und seine Tarantulas. Dabei gehört "After Dark" durchaus zu den Scheiben, die man öfter hören kann. Immerhin war das auch der Soundtrack zu Tarantinos Film "From Dusk till Dawn", den könnte man sich auch mal wieder anschauen. Aber das nur nebenbei. Denn Tito & die Tarantula sind auch eine unglaublich gute Liveband. Zumindest waren sie das vor einigen Jahren, da habe ich sie ein paar Mal gesehen und dass sie der Geist des Rock`N`Roll nicht verlassen hat, beweisen sie auf ihrer neuen Veröffentlichung: „8 ARMS TO HOLD YOU“ fängt die Farben und Gerüche der Wüste ein, ist leidenschaftlich und romantisch. Zusammen mit Titos‘ elektrisierenden Vocals ein weiteres Meisterstück in seiner langen und erfolgreichen Karriere als Musiker, Komponist und Schauspieler. Keine Frage, ich starte die erste Arbeitswoche nach den Herbstferien mit einem Konzertbesuch in der Gwinnerstraße. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr.

Batschkapp
Gwinnerstraße 5
Frankfurt
Barrierefrei

12.10.-9.11.: Sámi National Theatre Beaivváš

(Daniela)

Norwegen ist dieses Jahr Gastland der Buchmesse und das Museum für Angewndte Kunst hat etwas Besonderes ins Programm geholt:

Im Rahmen der Ausstellung House of Norway, mit der das Museum Angewandte Kunst die Vielfalt norwegischer Kunst und Kultur feiern wird, ist auch das Sámi National Theatre Beaivváš (SNTB) zu Gast. Zwischen Oktober und November werden sie in einer eigens dafür konzipierten Bühnenlandschaft innerhalb der Ausstellung insgesamt 24 Aufführungen ihres Stückes Johan Turi in samischer Sprache mit deutschen und englischen Untertiteln darbieten. Das Theaterstück hatte in Oslo 2017 seine Weltpremiere und wird nun erstmals außerhalb von Norwegen zu sehen sein.
Die Inszenierung erzählt von dem ersten samischen Schriftsteller Johan Turi, der zu Beginn des Stückes davon träumt ein Buch zu veröffentlichen. Er möchte damit besonders den norwegischen Behörden die Lebensumstände der Sámi näher bringen und so die Regierungen dazu bringen, ihre festgefahrene Haltung zu dem indigenen Volk, das sich über Landesgrenzen hinweg über ganz Skandinavien und Russland verteilt, zu ändern.
In einem Zug, der Skandinavien durchquert, trifft er auf den Geschäftsmann Hjalmar Lundbohm aus Kiruna. Im selben Zug befindet sich auch die dänische Künstlerin und Anthropologin Emile Demant. Wird diese Begegnung zu einem einschneidenden Erlebnis führen, das Turi dabei helfen wird seinen Traum zu verwirklichen? Das Stück handelt von der Entstehung eines Buches, aber vor allem von Träumen, Verlockungen, Zweifeln, Verführung und Gewissensbissen.
Der Hauptprotagonist des Stücks, Johan Turi (1854-1936), war ein samischer Rentier-Halter und versierter Wolfsjäger aus Guovdageaidnu im Norden Norwegens und gilt als erster Sámi-Schriftsteller. Turi zog in den 1870er Jahren mit seiner Rentierherde und Familie nach Kiruna im Norden Schwedens. Dort veröffentlichte er 1910 sein erstes Buch in samischer Sprache: Muitalus sámiid birra. Mit Texten und Illustrationen erzählt das Buch von samischen Rentierhaltern und ihren Traditionen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei beschreibt er die Sámi und ihre Überlebenstechniken, ihre Medizin, ihr Naturverständnis, ihre mündlich überlieferten Erzählungen, Gebete und Lieder. Turi legt Zeugnis ab von einer traditionsreichen Lebensform und von ihrer Bedrohung durch die moderne Zivilisation. Das Buch wurde später in die schwedische, englische, deutsche, ungarische, japanische, italienische und finnische Sprache übersetzt.
https://www.museumangewandtekunst.de/de/veranstaltungen/das-sami-national-theatre-beaivvas-sntb-spielt-johan-turi/


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