13.09.2019
Inhalt: Hochzeitstag, Pfeifen, Wahlkampf / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / ZU GEWINNEN / SUCHE / BIETE / G E R O L L T E S - von 1980 / Zum Abschluss noch etwas über den FSV / Nur noch bis 14. September: 
Geselliges Trinken / Freitag, 13. September: Julietta / 12. – 14. September: MADE – Festival Wiesbaden / Freitag, 13. September: 
Diskussion / Freitag 13. September: Melli redet mit / Freitag 13. September: „Der letzte Mann“ - Filmkonzert der hr-Bigband / Freitag, 13.September, bis Freitag, 27.September: Rumpenheimer Kunsttage / Freitag, 13.September: OF/ Kunstwerkübergabe / Freitag, 13.September: OF/ Kassiber in Leuchtschrift #13 / Freitag, 13.September: OF/ Paraskavedekatriaphobie / Samstag 14. September: Demo & Sternfahrt / Samstag, 14.September: OF/ afip! european young urban music nights / Sonntag 15. und Montag, 16. September: Performance/Konzert / Sonntag, 15.September: OF/ Süß wie Honig / Montag, 16. September: Fantastische Lesung / Montag 16. September: FOREIGN DIPLOMATS / Montag 16. September: SYML (SUPPORT: BAYONNE) / Montag, 16. September: FFM/ Alex Francis / Dienstag, 17.-Montag, 23. September: Chinchilla Arschloch, waswas / Mittwoch, 18. September: Zukunftsliteratur / Mittwoch, 18. September. OF/ Kino Kulinarisch als Buch / Donnerstag, 19. und Freitag, 20. September: Wild Life FM / Donnerstag, 19. September: 
Vernissage / 19.bis 26.September: Internationale Festival für junge Filmfans LUCAS / VORSCHAU / Freitag 20. September: Stadtteil-Botschafter / Ab Freitag, 20. September: ‚Lessing. Nathan der Weise’ / Samstag, 21. September: Tamar Halperin spielt Erik Satie / Samstag, 21. September: Shantel im Yachtklub / Samstag 21. September: MONA MUR / Sonntag 22. September: Erntedankfest in der Gartenlaube / Dienstag 24. September: PENELOPE ISLES / Donnerstag, 26. September/ Musikszene Frankfurt / Freitag 27. September: POMPEYA / Samstag 28. September: Jazzsalon / Sonntag 29. September: LITTLE HURRICANE / Dienstag, 1. Oktober: FFM/hr2 minus Kultur? / 12.10.-9.11.: Sámi National Theatre Beaivváš / Impressum

Hochzeitstag, Pfeifen, Wahlkampf

Heute früh sagte ich zu Uwe: "Vor einem Jahr haben wir geheiratet."

Wobei das nicht ganz stimmt, denn es war nicht der 13., sondern der 14.9., aber irgendwie erinnere ich mich eher an Wochentage, als an ein Datum, zumal wir auch an einem Freitag zusammengekommen sind.

Ich fragte: "Hab ich an dem Tag eigentlich noch Ausgehtipps versendet?" und seine Antwort war "zuzutrauen ist es Dir".

Ich habe jetzt gerade im Archiv der Ausgehtipps nachgeschaut und kann es selbst kaum glauben: Ich hab wirklich noch am Morgen, drei Stunden vor der Trauung, die Ausgehtipps versendet...(http://www.cappelluti.net/index.php?id=497)
Irgendwie hab ich sie auch nicht mehr alle.

Morgen ist also der 1. Hochzeitstag. Den hatte ich nicht auf dem Schirm, als ich vor drei Monaten den Grünen in Erfurt versprach ihnen beim Wahlkampf zu helfen. Als es mir dann vor einem Monat auffiel sagte der Wahlkampfmanager in Erfurt: "Dann komm doch nicht." und ich erwiderte: "Doch, doch, mein Mann hat dafür bestimmt  Verständnis" und so war es auch. Uwe sagte: "Mach ruhig".

Irgendwie hatte ich aber ein schlechtes Gewissen und so freute ich mich, als die Grünen vor ein paar Tagen sagten wir könnten morgen schon, nach der Plakatieraktion, am Mittag wieder abreisen. Ich verkündete freudig: "Gute Nachricht: ich kann doch schon Samstagnachmittag zurück sein" und was antwortete er?: "Mach Dir keinen Streß ich bin ja auch nicht da. Ich pfeife erst in Groß Gerau und betreue dann die zweite Mannschaft vom TSV Goddelau in Nauheim, das heißt ich komme auch erst am Abend zurück".

Zum Beschreiben unserer Beziehung hat Uwe mal am Tag als wir das Aufgebot abgegeben haben die Band Fortuna Ehrenfeld zitiert. Das wiederhole ich gerne:

"Wir sind das letzte Kommando, verliebt und loyal
Zwei beknallte Piloten, mit viel Potential
Zwei Mangas in Tangas, verkannte Genies
Reisegruppe "Seltsam" auf'm Weg ins Paradies"

Habt viel Spaß, lebt wild!

Daniela

Illustration: Philip Waechter

Vielen Dank auch an meine großartigen Co-Autorinnen: Andrea Ehrig, Petra Manahl, Martin Grün und Uwe Schwöbel.

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 13 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

FREUND*IN WERDEN!

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
(In der Regel zahlen Freund*innen 18,- € pro Jahr).
Wenn Du eine Rechnung benötigst, dann schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an schwoebke@aol.com (Die Gewinner*innen werden von Uwe benachrichtigt)

WIR WÜNSCHEN UNS SEHR, DASS AUCH MAL NEUE LESER*INNEN GEWINNEN, DAHER MACHT MIT :-)

3 x 2 Gästelistenplätze für SHANTEL am 21.9. auf dem Yachtklub. Gewinnfrage: Gewinnfrage: Wer schoss die beiden Tore für Deutschland im EM Endspiel 1980? (Siehe GEROLLTES)

1 x 2 Theaterkarten für das Stück „Johan Turi“ vom Sámi National Theatre Beaivváš im Museum für Angewandte Kunst vom 12.10.-9.11. (Freie Datumswahl), Gewinnfrage: Was empfiehlt Martin für den 21.9.?

2 x 2 Tickets für „Acht Visionen I & II" am 18.09. im Museum für Kommunikation. Gewinnfrage: Auf welche große Veranstaltung in gut vier Wochen freuen sich alle Literaturbegeisterten?
 
1 x 2 Gästelistenplätze für Mona Mur am 21.09 im Cave. Gewinnfrage: Für welchen Film lieferte sie ein Lied?

1 x 2 Gästelistenplätze für Penelope Isles am 24.09 im Cave. Gewinnfrage: Woher kommt die Band?

1 x 2 Gästelistenplätze für Pompeya am 27.09 im LOTTE LINDENBERG. Gewinnfrage: Wie heißt das aktuelle Album der Band?

1 x 2 Gästelistenplätze für „Jazzsalon“ am 28.09 in der Denkbar. Gewinnfrage: Wer ist „Frau Chanson“ beim Jazzsalon?

1 x 2 Gästelistenplätze für Little Hurricane am 29.09 im Zoom. Gewinnfrage: Wo wäre Daniela gerne am 20.9. ab 18:00 Uhr?

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SUCHE / BIETE

Das beste was einem Turnschuhe passieren kann!

Für eine Tanzproduktion suchen wir gebrauchte oder nicht genutzte Turnschuhe, bevorzugt in der Farbe WEISS.
Die Größe ist egal, können auch Kindergrößen sein. Diese werden nicht vertanzt, sondern zerschnitten und zu tollen Masken umgeformt.
Wer spenden will, bitte bei Célestine Hennermann melden: ch(at)celestinehennermann.de

G E R O L L T E S - von 1980

(Uwe)
 
Die erste Europameisterschaft, an die ich mich noch heute erinnern kann, ist die, die 1980 von Italien ausgerichtet wurde. Damals spielten gerade einmal acht Mannschaften in zwei Vorrundengruppen und einer schlanken K.O.-Phase den Sieger aus. Deutschland gewann das Endspiel gegen Belgien durch zwei Treffer von Horst Hrubesch. Diese Europameisterschaft blieb leider das einzige Turnier, bei dem der großartige Bernd Schuster für Deutschland spielte. Dieser wurde nach dem Turnier mit fünf weiteren Deutschen in das All-Star-Team berufen. Gastgeber Italien glänzte mit einer starken Defensive, traf aber das gegnerische Tor nicht, weil Topstürmer Paolo Rossi zu der Zeit gesperrt war. Er war in einen Skandal um ein verschobenes Spiel beteiligt und spielte zwei Jahre nicht. Rechtzeitig vor der WM 1982 in Spanien wurde er begnadigt und schoss Italien zum Titel. Dass er dort mit drei Toren die von mir so geliebten Brasilianer mit Zico und Socrates eliminierte, verstört mich bis heute mehr als der spätere Endspielsieg der Italiener gegen Deutschland.
 
2019, fast vierzig Jahre nach Italien 1980, wird die Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 ausgespielt. 55 Mannschaften nehmen daran teil, 24 Landesverbände werden am Ende bei der EM mitspielen. Das sind dreimal so viele wie 1980. Da sich fast die Hälfte aller Länder, die der UEFA angeschlossen sind, für die Kontinentalmeisterschaft qualifizieren können, sind die Qualifikationsrunden eigentlich witzlos. Deutschland spielt gegen Nordirland, Niederlande, Estland und Weißrussland, das einzige Land Europas, das bis heute Todesurteile vollstreckt. Das sollte zu schaffen sein. Nächstes Jahr wird eine „europaweite“ Europameisterschaft in 11 europäischen Städten und einer asiatischen Stadt ausgetragen. Grund für diese einmalige Sache ist das 60-jährige Bestehen des Wettbewerbs. Gekickt wird in Amsterdam, Baku, Bukarest, Bilbao, Dublin, Glasgow, Kopenhagen, München, St. Petersburg und London, wo das Finale gespielt wird (losgelöst davon, ob Großbritannien dann noch in der EU ist). Warum München Spielort ist, obwohl Deutschland die komplette EM 2024 ausrichtet, ist nicht unbedingt nachvollziehbar, genauso wenig wie die Liebe der UEFA zu Baku, wo 2019 bereits das Euro League Endspiel ausgetragen wurde.
 
Jogi Löw, der im Sommer 1980 im zarten Alter von 20 Jahren vom SC Freiburg zum VfB Stuttgart, machte dort 4 Bundesligaspiele und wechselte nach der Saison 1980/81 weiter zur Eintracht, für die er ebenfalls nur ein Jahr aktiv war. Bei den letzten Qualifikationsspielen vor der Sommerpause lag der gute Joachim zuhause auf der Couch, um sich von einer Sportverletzung zu erholen. Vermisst hatte ihn damals keiner, gewonnen wurde trotzdem. Nun saß er wieder auf der Bank und schon ging´s in die Hose, zumindest gegen Holland.

Zum Abschluss noch etwas über den FSV

Auch der FSV erlebte 1980 eine aufregende Zeit. In der zweigleisigen 2. Bundesliga belegten die Bornheimer nach der Saison 1979/80 einen Abstiegsplatz, der Aufstieg des Karlsruher SC über die Relegation rettete die Schwarzblauen allerdings. Jogi Löw traf für den SC Freiburg in der genannten Spielzeit gegen den FSV am Bornheimer Hang und im Rückspiel in Freiburg. Damals spielte der FSV neben Freiburg gegen Clubs wie den 1 FC Nürnberg, Darmstadt 98 oder den FC Augsburg, aber auch Teams, denen der FSV noch heute, zwei Klassen tiefer, in der Regionalliga begegnet: dem OFC, SSV Ulm oder dem 1 FC Saarbrücken. Am Samstag geht es zuhause gegen den VfR Aalen. Dem VfR gelang in der Saison 1979/80 der direkte Durchmarsch von der Landes- in die Oberliga.

Nur noch bis 14. September: 
Geselliges Trinken

(Petra)

Ein sehr sympathisches Format, das ich letztes Jahr verpasst habe, und gute jahrhundertealte Tradition in unserer Gegend: Weinfeste und Straußwirtschaften. Meine Oma ist immer gerne in die Straußwirtschaften im Rheingau gefahren, wenn die neue Wein-Saison anstand. Da haben wir es heute einfacher: die Straußwirtschaft kommt zu uns – nach Bornheim. Gastgeber sind der in Frankfurt beheimatete Winzer Marco Hofmann und die einzigartige Annette Gloser.

Ihr habt noch heute und morgen die Gelegenheit unter den Arkaden von Sankt Josef köstliche Weine und regionalen Leckereien, wie dem berühmten Riesling-Handkäs zu verköstigen. Na denn: Prost und weingeselliges Beisammensein.

DIE Frankfurter Staußwirtschaft Nr.#2, Ort: Unter den Arkaden von Sankt Josef, Adresse: Berger Straße 135, bis 14.09., Uhrzeit: täglich von 16.00 bis 22.00 Uhr (außer sonntags), Eintritt: frei

Freitag, 13. September: Julietta

(Martin)

Sensationell, die Oper Frankfurt zeigt Julietta in einer Wiederaufnahme!
Anlässlich der Premiere titelte die Frankfurter Rundschau: „’Julietta’, die bedeutendste Oper von Bohuslav Martinů, ist nun auch in Frankfurt zu sehen: musikalisch herausragend, szenisch geglückt.“
Es geht um Michel und Julietta. Michel, ein Buchhändler, kehrt aus Sehnsucht zurück in das Städtchen, in dem er sich vor Zeiten in Julietta verliebt hat, die er am Fenster singen hörte. „Schon am Bahnhof muss er feststellen, dass die Bewohner des Ortes ihr Gedächtnis verloren haben. Der Klang des Liedes führt ihn schließlich zu jener Frau, Julietta. Doch die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Illusion sind in diesem surrealen Werk durchlässig. Martinůs hinreißende Oper führt in eine Welt, in der die Zeit abhandengekommen scheint, in der Erinnerungen zwar käuflich, aber deswegen nicht unbedingt zuverlässig sind. Einflüsse von Debussys atmosphärischer Klangsprache, Populärmusik der Zeit sowie der tschechischen Musiktradition fügen sich zu einem tonmalerischen Gesamtbild von absurd-schöner Poesie.“
deutschlandfunk.de schrieb: „Martinůs Musik erweitert zwar die Harmonik, bleibt aber tonal, klingt nach einem Zeitgenossen von Debussy, d'Indy, Poulenc und auch mal Janáček – aber durchweg reizvoll eigenständig. Das machte Sebastian Weigle mit dem Frankfurter Museumsorchester in vielen Schattierungen und den rhythmischen Raffinessen der Partitur hörbar. Inmitten eines exquisiten Ensembles, das in verschiedene, skurril hübsche Rollen schlüpfte, war Juanita Lascarro eine wirklich verführerische Juliette. Doch einen tosenden Bravo-Sturm heimste Kurt Streit (in der Wiederaufnahme nun Aaron Blake) als Michel ein: Regisseurin Florentine Klepper zeigte ihn mit ihrem Bühnenteam als feschen, nach Lebensglück suchenden Mann von Heute. Erstaunt sahen er und das Publikum in die sachlich banale Hotelhalle einen Dschungel hereinwuchern, in dem er sich mit Juliette wie in einem Liebesgarten zunächst liebend verirrte – aber doch scheiterte. Die schönste Regie- und Bühnenerfindung stand dann am Ende: Dass nämlich das Traumbüro die Wünsche Wirklichkeit werden lässt – hinten, auf einer Theaterbühne! Und genau dorthin folgte Michel den Rufen Juliettes als Finale. Mit Theaterkunst sich einer schnöden Realität entziehen – da traf ein Werk des Jahres 1938 emotional wie intellektuell anrührend mitten in unser Leben des Jahres 2015.“
Und das gilt für 2019 wohl allemal!

Eine ganz zauberhafte Oper und bezaubernde Inszenierung, die mich 2015 wirklcih begeistert hat! Ich schaue und höre mir diese eher selten gespielte Oper jetzt noch einmal an und Ihr solltet das auch tun!

Julietta, Oper von Bohuslav Martinů am 13., 20., 28. September und 5. Oktober um jeweils 19.30h in der Oper Frankfurt.
Die Oper Frankfurt ist behindertenfreundlich ausgestattet.

Foto: (c) Barbara Aumüller

12. – 14. September: MADE – Festival Wiesbaden

(Martin)

MADE. bringt seit 2009 besonders sehenswerte Produktionen der Freien Darstellenden Künste in Hessen landesweit in 4-6 Städten auf die Bühne, immer auf Augenhöhe mit der Zeit. Und im September ist MADE ganz nah und ein kultureller Kurztrip nach Wiesbaden lohnt sich deshalb unbedingt!
Eigentlich ist MADE ein hessisches Theatertreffen der freien Szene. Von daher die Gelegenheit nutzen und Inszenierungen aus Kassel, Gießen, Offenbach, Frankfurt, Darmstadt ‚hochkonzentriert’ an einem Ort anschauen!   
Das Festival steht unter dem Motto ERGREIFEN. „ERGREIFEN eröffnet Möglichkeitsräume. Im Kleinen wird ein Begehren gestillt, im Großen Zukunft beschritten. Ob erster Schritt zur Veränderung oder besitzergreifende Aneignung – ERGREIFEN ist Handlungsakt und großes Gefühl zugleich: Es kann ganze Gesellschaften umwälzen, eine zärtliche oder übergriffige Berührung zwischen zwei Parteien darstellen oder den Einzelnen mitreißen, hochwirbeln, nicht mehr loslassen. ERGREIFEN nutzt die Gelegenheit, packt beim Schopfe, geht Risiken ein: um Kommunikation herzustellen, Machtverhältnisse zu verschieben – ohne sich des Ausgangs sicher zu sein.“
Das überaus lohnende Festivalprogramm findet ihr hier

12. – 14. September MADE – Festival.
Verschiedene Aufführungen, Führungen, Performances.
Orte: Schlachthof Wiesbaden, Staatstheater Wiesbaden und der Kreativfabrik Wiesbaden.
Die Veranstaltungsorte sind behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: (c) MADE-Festival.

Freitag, 13. September: 
Diskussion

(Petra)

Darüber, wie zeitgemäß die IAA im Jahr 2019 noch ist, lässt sich streiten. Und kritisch sehen, wie viel Raum das Auto noch immer in unseren Städten einnimmt, wie dickfellig große Teile der Automobilwirtschaft agieren und was wir alle dafür tun können, damit die Verkehrswende schneller gelingt. Das große Thema dieses Wochenendes, denn zur IAA wird es am Samstag große Protestaktionen eines breiten Bündnisses an Institutionen, Vereinen und Parteien geben. Zum Auftakt lädt attac heute alle an der Durchsetzung einer radikalen Verkehrswende Interessierte zur öffentlichen Beratung ein mit Vertreter*innen von (u.a.) VCD, BUND, Greenpeace sowie den Bündnissen „Sand im Getriebe“ und „Bahn für alle“.  Von den ökologischen Folgen, Alternativen bis hin zur Bedeutung alternativer Technik sollen zentrale Faktoren für die Verkehrswende thematisiert werden.



Verkehrswende gemeinsam durchsetzen?
Podium und Diskussion, mit: Jens Hilgenberg (BUND), Tina Velo (Sand im Getriebe), Heiko Nickel (VCD Hessen), Marion Tiemann (Greenpeace), Antje Blöcker (Gewerkschaftlerin), Winfried Wolf (Bündnis Bahn für alle)

Saalbau Schönhof
Rödelheimer Straße 38
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: frei, barrierefrei: ja
Mehr Infos hier

Freitag 13. September: Melli redet mit

(Daniela)

Ich fahre heute mit Freunden nach Erfurt und wir helfen dort beim Wahlkampf mit. Wäre ich nicht dort, wäre ich heute Abend bei MELLI REDET MIT im Theater Alte Brücke.

"Schluss mit Klappe halten. Der Sommer geht in die Spätphase und da ist es an der Zeit Euch meine wunderbaren Gäste, der 4. Staffel!!! darzubringen, die illusterer nicht sein können:Der Vorleser oder Darbringer satirischer Geschichten anderer, der sich selbst 'Der kleine Mann mit dem Witz' nennt, Jörg Becker, der Komponist und Produzent elektronischer, wunderschöner Klangflächen, der mit Brian Eno arbeitet und schon Filmmusik für den dänischen Cannes-Palmen-Gewinner Nicolas Winding Refn geschrieben hat (ich sinke nieder vor Ehrfurcht) Jan Peter Schwalm und die Multi-Taskerin in Sachen Stadtpolitik, queerer Kultur und Asienleidenschaft, die Journalistin und Stadtverordnete Jessica Purkhardt.Das wird ein buntes Fest. Wie immer im Wohnzimmer des Theaters Alte Brücke,  und im Schein des roten Ms. Wir freuen uns auf euch."

Theater Alte Brücke
Kleine Brückenstraße 5, 60594 Frankfurt
Beginn: 19.30 Uhr
Tickets: https://theater-alte-bruecke.reservix.de/events

Freitag 13. September: „Der letzte Mann“ - Filmkonzert der hr-Bigband

(Daniela)

„Der letzte Mann“ - Erstes Filmkonzert der hr-Bigband mit Murnau-Klassiker
„Der letzte Mann“ gilt als Meilenstein in der Kinogeschichte und Höhepunkt des deutschen Stummfilms. Friedrich Wilhelm Murnau inszenierte die Geschichte um den gesellschaftlichen Abstieg eines Hotelportiers mit damals neuartigen Schatten-Effekten, extremen Perspektiven und Mehrfachbelichtungen. In ihrem ersten Filmkonzert bringt die hr-Bigband den berühmten Klassiker von 1924 mit neu komponierter Musik auf die Bühne. Außerdem verzichtet der Film fast ganz auf die bekannten Zwischentitel des Stummfilms. Ein besonderer Film für einen besonderen Musiker der hr-Bigband: Manfred Honetschläger. Vor zwei Jahren beauftragte die UFA den erfahrenen Kinokomponisten, die Musik zu diesem Murnau-Film für eine erweiterte Bigband-Besetzung neu zu komponieren. Das Konzert im hr-Sendesaal ist zugleich ein würdiger Abspann für Manfred Honetschlägers Wirken in der hr-Bigband. Denn »Der letzte Mann« wird sein letztes großes Projekt sein, bevor er sich im im Dezember in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Freitag, 13. September, um 20 Uhr im hr-Sendesaal. Tickets

Freitag, 13.September, bis Freitag, 27.September: Rumpenheimer Kunsttage

(Andrea)

Rumpenheim ist immer einen Ausflug wert und der Schlosspark ein echter Geheimtipp. Leider ist der gerade gesperrt, weil die Russrindenkrankheit wütet, was immer das heißt. Ich hoffe, die Bäume überstehen das...Aber das nur als Randbemerkung, denn eigentlich geht es ja um die Rumpenheimer Kunsttage und dann lässt es sich herrlich durch die engen Gassen flanieren, hier und da in die Ateliers und Ausstellungsräume schauen und zum Beispiel Ida Todisco lauschen, die Erzählungen, die in OF, Frankfurt oder Mailand spielen, zum Besten gibt. Am 14.9. um 15 Uhr im Gemeindezentrum. Das gesamte Programm, wer, was, wann, wo gibt es online: https://bit.ly/2lWitSF

Freitag, 13.September: OF/ Kunstwerkübergabe

(Andrea)

Weil ich bei der Vermittlung der Dauerleihgabe ein bisschen die Finger im Spiel hatte, gehe ich heute selbstverständlich in die vhs. Dann übergibt Agnes Stockmann ihre Arbeit "Where are you from? – 100 Ornamente einer Großstadt“, die sie im Jahr 2004 anlässlich des Jubiläums: Offenbach - 50 Jahre Großstadt angefertigt hat. Das Gesamtkunstwerk besteht aus 100 mit ganz verschiedenen Ornamenten bezogenen „Kissen“, die den unterschiedlichen Kulturen in Offenbach einen ornamentalen Ausdruck verleihen. Das nette daran ist: Als sich ihr Projekt herumsprach, wurden ihr viele ornamentale Stoffe gebracht und dazu häufig Geschichten erzählt. So wurde daraus über die Zeit eine echte, im Beuys´schen Sinne, „soziale Plastik“. Jetzt wird die vhs 100 Jahre alt und das ist ein Anlass für die Übergabe, aber auch für eine kleine feine Reihe: Bis Dezember lädt die vhs "freitags um fünf" zu spannenden Vorträgen über Resilienz, Altern, Cajon lernen usw. Völlig umsonst und meist ohne Anmeldung. Also, 17 Uhr..

Volkshochschule Offenbach
Berliner Str. 77
63065 Offenbach am Main

Freitag, 13.September: OF/ Kassiber in Leuchtschrift #13

(Andrea)

Natürlich weiß ich, dass es den PoetrySlam "Kassiber in Leuchtschrift" in der afip schon eine Weile gibt, hatte das aber, shame on me, nie richtig auf dem Radar. Jetzt hatte unlängst kurz mit Samuel Kramer zu tun und bin über seine Texte jetzt doch neugierig geworden auf "Offenbachs beste Show der Welt in der afip, wie immer mit hochkarätigen Gästen, mit Slamkunst, mit Musik und mit Überraschungen. Wie eine Lesebühne, nur krasser. Wie eine Late-Night-Show, nur früher. Special Guest: Kim Catrin (Essen) Musik: Tigisti (Frankfurt am Main) Kassiber in Leuchtschrift wird präsentiert von Finn Holitzka und Samuel Kramer in der Akademie für interdisziplinäre Prozesse. Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr Eintritt 9 Euro, ermäßigt 7 Euro »afip!«

Akademie für interdisziplinäre Prozesse
Ludwigstraße 112a
63067 Offenbach am Main
S-Bahn 1,2,8,9 Offenbach-Ledermuseum 
Barrierefrei: Nein

Freitag, 13.September: OF/ Paraskavedekatriaphobie

(Andrea)

wtf*?? Paraskavedekatriaphobie??? Für Kenner??? Habe ich, nehme ich. Heute Abend im Waggon am Kulturgleis ab 21 Uhr: Freejazz, Progrock, europäische Mundart-Chansons, 70-er Jahre Elektronik, Nederbeat, Industrielärm, Kraut- und Deutschrock, Frequentismus, Pop und wirre Stimmen: T. Kauke (und möglicherweise ein Freund) legt alles auf, was zu einer Überwindung des heutigen Unglückstag beitragen kann." Yeah.

Waggon am Kulturgleis
Mainstraße
Offenbach
alles andere als Barrierefrei 

Samstag 14. September: Demo & Sternfahrt

#aussteigen – raus aus dem Verbrennungsmotor!
Jetzt beginnt die Verkehrswende!

Klar wäre ich da gerne dabei. Es muss sich endlich was verändern!
Nachtzüge, autofreie Städte, sichere Rad- und Fußwege!

Alle Infos zur Sternfahrt und zur Demo hier:  www.iaa-demo.de

Samstag, 14.September: OF/ afip! european young urban music nights

(Andrea)

Wow, das klingt nach einem fetten Programm! Bis Dezember werden etliche junge aufstrebende Talente des progressiven Live-Jazz in der afip zu Gast sein. Den Auftakt der „afip! european young urban music nights“ macht heute Abend Marco Zeninis aus Italien mit Brighter Times Ahead. "Bei den „afip! european young urban music nights“ treffen junge, international erfolgreiche Musiker*innen mit progressivem Live-Jazz auf Kenner*innen der Szene Rhein-Main und Neugierige. Vom 14. September bis 7. Dezember 2019 findet erstmalig die Reihe mit sieben Konzerten in der »afip!« am Offenbacher Goetheplatz statt, die wegen ihrer kreativen, aufmerksamen und authentischen aber auch familiären Atmosphäre von Musiker*innen und Publikum sehr geschätzt wird und sich längst auch als einen wichtigen Ort für Jazz in der Rhein-Main Region etabliert hat. Die Provenienz der beteiligten Musiker*innen reicht von der Ukraine bis nach Frankreich und von den Niederlanden bis nach Italien. Der Höhepunkt der „afip! european young urban music nights“ ist die Verleihung eines Preises für die Band mit der größten Publikumsbegeisterung.
„Brighter Times Ahead“ (Hellere Zeiten in Sicht) ist Marco Zeninis Debüt als Komponist und Bandleader. Laura Giavon - Gesang, Xavi Torres - Klavier, Marco Zenini – Kontrabass und Attila Gyárfás – Schlagzeug laden ein auf eine traumhafte und meditative Reise, eine positive und ironische Reflexion über die Gegenwart, die ein tiefes Bewusstsein erzeugt, dass der Mensch seine Realität verbessern kann. Denn Jazz ist mehr als nur Musik. Für Marco Zenini ist „Jazz - eine Möglichkeit das Selbst zu kommunizieren, ehrlich zu sein und durch das Wechselspiel zwischen Struktur und Improvisation ein Gleichgewicht zwischen Seele und Geist zu schaffen.“

Weitere Konzerte: 28.09. Sascha Renier (Deutschland), 12 .10. voraussichtlich Eran Har Even (Israel/Niederlande), 26.10. NOW MY LIFE IS SWEET LIKE CINNAMON (Deutschland), 09.11. Tancrede D. Kummer (Frankreich), 23.11 Ana-Cristina Leonte Quartett (Rumänien), 07.12. Stephanie Neigel und Daniel Stelter (Deutschland)

Eintritt 10€ , Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr

Akademie für interdisziplinäre Prozesse »afip!«
Ludwigstraße 112 a — Goetheplatz
63067 Offenbach am Main
www.afip-hessen.de

Sonntag 15. und Montag, 16. September: Performance/Konzert

(Martin)

Der Mousonturm kooperiert mit der Alten Oper, wo sich beim Musikfest ‚Eroica’ gerade alles um Beethoven dreht.
Im Rahmen dieser Kooperation zeigt der Mousonturm eine hochinteressante Uraufführung: ‚Über die menschliche Natur (to whom it may concern 1)’ von Nuno Ramos. Nuno Ramos selbst ist ein brasilianischer Autor und Bildhauer. Und im Grunde wagt er etwas unerhörtes, denn er bringt verschiedenste Genres an diesem Abend gemeinsam auf die Bühne des Mousonturms.
Es gibt ja Fernsehmomente, die Geschichte geschrieben haben. Ein solcher geschah 1971 in den Niederlanden. Es trafen zwei ‚Starphilosophen’ aufeinander und diskutierten sich die Köpfe heiß: Michel Foucault und Noam Chomsky. Gegenstand der Auseinandersetzung war, inwieweit der einzelne Mensch Einfluss auf seine eigene Geschichte nehmen kann und ob individuelles Handeln zu politischen Änderungen führt. Spannend ist, dass in diese Auseinandersetzung Rufe der griechischen Seherin Kassandra (der ja niemand ihre Verheißungen abnahm...) hinein gewoben wurden und zwar in der Vertonung des griechischen Komponisten Iannis Xenakis - „Vokal- und Perkussionskaskaden aus dem Werk überlagern, zersetzen und öffnen das Rededuell zwischen den Starphilosophen in einer szenischen Klanglandschaft voll lustvollem Spott, existenzieller Klage und leidenschaftlicher Empathie.“
Klingt spannend: Niederlande, Griechenland, aktuelle philosophische Diskurse und antike Mythen, das Ganze gerahmt von der Musik des griechischen Komponisten...

Sonntag, 15.09. und Montag, 16.09. um jeweils 20.00h:
Über die menschliche Natur (to whom it may concern 1)’ von Nuno Ramos im Künstlerhaus Mousonturm. Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.

Foto (c): Nuno Ramos

Sonntag, 15.September: OF/ Süß wie Honig

(Andrea)

Mein Fähnlein kommt heute aus dem Herbstlager zurück und wenn sie es mir erlaubt ;-), schaue ich im Haus der Stadtgeschichte rein. Dort spielt heute Rainer aka Fluccio anlässlich der Ausstellungseröffnung von Mirta Domacinovic: "Neben Darstellungen von Menschen bestimmen Gegenstände ihr malerisches Oeuvre. Diese sind scheinbar belanglos und selbstverständlich, oftmals nicht von besonderem materiellen Wert, aber für die Besitzerin oder den Besitzer enorm wertvolle Begleiter. Denn dank der enormen Kraft der Erinnerungen helfen diese Gegenstände ihnen, schwierige Situationen zu überstehen. „Souvenirs“ hat die Künstlerin gemalt und in Kombination mit Texten und Objekten eine Gesamtinstallation geschaffen, die unterschiedliche Menschen über ihre Güter miteinander verbindet." 15 Uhr. Zur Vernissage von "Süß wie Honig

Haus der Stadtgeschichte
Herrnstraße 61
63065 Offenbach am Main

Montag, 16. September: Fantastische Lesung

(Petra)

Vorglühen für die Buchmesse: in gut vier Wochen so gibt es diese Woche gleich zwei empfehlenswerte Literaturhaus-Termine. Die Woche geht los mit Cornelia Funke: Fantasy ist das präziseste Mittel, das uns zur Verfügung steht, um all die Wunder und Schrecken der Realität darzustellen“, sagt sie. In ihrem neuen Buch, das durch den Film „Pans Labyrinth“ von Guillermo del Toro inspiriert ist, zeigt sich das mit aller Wucht. Spanien, 1944: Ofelias Vater ist gestorben und mit ihrer Mutter zieht sie zu deren neuem Mann. Ihr Leben wird nun von Gewalt bestimmt – durch den Krieg wie den Stiefvater. Doch Ofelia findet ein Labyrinth und erfährt dort, dass sie die lang gesuchte Prinzessin eines unterirdischen Reiches ist. Bevor sie jedoch dahin zurückkehren kann, muss sie drei Prüfungen bestehen.
Für alle ab 14 Jahren.

Das Labyrinth des Fauns
Cornelia Funke, mit dem Schauspieler Rainer Strecker
Moderation Anna Engel
(hr2-kultur)
Literaturhaus Frankfurt im Schauspiel Frankfurt
Schauspiel Frankfurt
Neue Mainzer Straße 17, barrierefrei
Beginn: 19:30 Uhr
Eintritt: 18 (12) Euro
Foto: privat

Montag 16. September: FOREIGN DIPLOMATS

(Uwe)

Foreign Diplomats gründeten sich in Quebec (Kanada) und wurden relativ schnell von einem Vorzeige-Indpendent-Label unter Vertrag genommen. Ihr Debütalbum „Princess Flash“ wurde von Brian Deck (Achtung, was für großartige Referenzen: Modest Mouse, The Shins, Counting Crows) produziert und mit "Queens + Kings" hatte die Band 2017 einen ersten Indiehit. Das Album führte sie auf fast alle Kontinente. Mit der Singleauskopplung "Charger" starten nun alle Aktivitäten der Band für 2019. „Charger" ist diese energiegeladene, mitreissende Hymne, die eine der entscheidenden Markenzeichen der Band ist. Élie Raymond (Leadsinger und Gitarrist) sagt über den Song: „Ich träume zwei Melodien und entschied mich, sie in ein Lied aufzunehmen. Es geht darum zu lieben und in der Nähe von Dingen bleiben zu wollen, die mich inspirieren und glücklich machen. Zuerst mein Zuhause mit dem Schnee und der angenehmen Stille. Und ein Mädchen: in der Nähe von ihr bleiben wollen, mit allem, was sie ist.“ Laut Presseinfo sind „… die Konzerte der Indiepopband ein Erlebnis, das sie mit Fans weltweit zu teilen verstehen.“ Mich erinnern sie etwas an die Franzosen von Phoenix.
 
Brotfabrik
Frankfurt, Frankfurt, Bachmannstraße 2-4
Beginn: 20:00
Tickets VVK 15 € zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei
Bild: Jerry Pigeon

Montag 16. September: SYML (SUPPORT: BAYONNE)

(Uwe)

Normalerweise schreibe ich nichts über Vorgruppen. Bei Bayonne, im Südwesten Frankreichs gelegen, hatten wir vor fast 30 Jahren aber einmal eine Reifenpanne und daher reagiere ich auf den Namen, unter dem der Texaner Roger Sellers unterwegs ist. Seine minimalistische elektronische Musik ist wirklich hörenswert. Die meisten Leute werden aber wegen SYML ins Zoom kommen. SYML ist das Pseudonym von Brian Fennell, der auch Mitglied bei der Indierockband Barcelona ist. Er stammt aus der Nähe von Seattle, was musikalisch bekanntlich eine gute Gegend ist. Mit Pearl Jam oder Nirvana haben Brian Fennels Songs aber eher weniger zu tun. Seine Sounds entwirft er in der Regel mit Klavier, Keyboards, Gitarren und einem Laptop. Mehr brauchte er nicht um seine innersten Gefühle zu vermitteln: Persönliche Texte, scheinbar mühelose Melodien und einen reinen, emotionalen Gesang. SYML hat bisher zwei EPs und am 03. Mai dieses Jahres sein selbstbetiteltes Debütalbum mit der Single "Clean Eyes" (schöner Popsong) veröffentlicht. Da fragt man sich nur noch: Wie kam es zu dem seltsamen Namen?   Einfachheit ist das, was SYML laut eigenen Angaben bewegt. SYML, ausgesprochen "simmel" bedeutet auf Walisisch "einfach". Fennell hat walisische Wurzeln, von denen er aber erst mit 18 Jahren erfuhr. Da wiederum fragt man sich warum, weil das ja eigentlich keine Schande ist, immerhin sind/waren auch Richard Burton, Anthony Hopkins oder Shirley Bassey Waliser. Das würde aber dann doch zu weit führen, weil es am Ende hier ja „nur“ um sein Konzert im Zoom geht und das kann man durchaus besuchen. Auch wegen Bayonne.
 
Zoom
Frankfurt, Brönnerstrasse 5-9
Beginn: 21.00 Uhr, Tickets: VVK 21€ zzgl. Gebühren
Bild: Shervin Lainez

Montag, 16. September: FFM/ Alex Francis

(Andrea)

Ab und zu stöbere ich mich durch die Konzertprogramme und dabei stolperte ich über Alex Francis. Wahrscheinlich hat mich der Name in die Irre geleitet, aber reingehört habe ich dann eben doch. So, Und der Herr hat sich bereits allerlei Renommee erspielt und kommt jetzt ins Nachtleben. Das ist ja ohnehin mein Lieblingsclub und deshalb schaue ich mal vorbei: "Alex Francis kommt aus Hertfordshire, England und wurde 2016  Time Out Magazin zu einem der „Rising Stars 2016“ gewählt. Mit seiner charmanten Stimme hat er in England schon so einiges Publikum beeindruckt und einen echten WOW- Eindruck hinterlassen, Anfang 2018 waren Alex Francis und seine Band mit STEREOPHONICS in Europa unterwegs und waren ebenfalls als Support mit STING & SHAGGY und ALANIS MORISSETTE auf Tour." Supported wird er von Saint Chaos: Erst ist da das Chaos. Kapitales, brachiales, pures Chaos. Doch das Chaos strebt nach Harmonie, Magie und Symmetrie. Nils Brunkhorst ist Sänger, Songwriter und Schauspieler. Phil Sunday ist Songwriter und Produzent.
 Gemeinsam sind sie SAINT CHAOS, diese Naturgewalt von einem 2-Mann-Projekt.
 Der eine hat das Goldkehlchen, der andere das Goldhändchen, um aus kreativem Chaos Musik entstehen zu lassen.
"

Nachtleben
Kurt-Schumacher-Straße
Frankfurt
Barrierefrei: Nein
https://bit.ly/2lZwKhv

Dienstag, 17.-Montag, 23. September: Chinchilla Arschloch, waswas

(Martin)

Nachrichten aus dem Zwischenhirn von Rimini Protokoll (Helgard Haug)

Nur weil ich dachte,  dass es absolut keine Tickets mehr gibt für Rimini Protokoll  ‚Chinchilla Arschloch waswas – Nachrichten aus dem Zwischenhirn’, habe ich tatsächlich erwogen, diese absolute ‚Muss-man-gesehen-haben-Inszenierung’ nicht zu empfehlen.
ABER: Tatsächlich, es gibt noch Tickets! Und deshalb schnell hier ein Nachtrag; und Ihr,  sputet euch, um die Gelegenheit nicht zu verpassen, denn es ist die Wiederaufnahme dieser grandiosen Inszenierung und ein ‚Nochmal’ wird’s wohl nicht geben!
In ‚Chinchilla Arschloch, waswas’ geht es um Tourette: „Der eine flötet, schnalzt, klickt, der andere fuchtelt, tritt, zuckt: Helgard Haug vom Theaterkollektiv Rimini Protokoll holt am Schauspiel Frankfurt drei Menschen mit Tourette-Syndrom auf die Bühne. Die Darsteller erzählen aus ihrem Leben“ (deutschlandfunkkultur.de).
Dieser Abend mit und von drei Menschen mit Tourette-Syndrom und einer großartigen Musikerin ist genau das Gegenteil von Theater, das betroffen macht! „Chinchilla Arschloch, waswas“ ist darum kein Tourette-Stück. Es ist ein Stück über Tabubrüche, über Freiheit, über Einsamkeit, Selbstbewusstsein, die beruhigende Kraft von Musik. Es ist ein Stück über Voyeurismus, vorgegaukelte Toleranz und Empathie. Es ist phänomenal gut gemachtes, durchdachtes Theater, weil es berührt, irritiert, aufschrecken lässt, weil es mit Bekanntem so überrascht, dass man sich am Ende im besten Fall neu positioniert (deutschlandfunkkultur.de).
Und Spiegel-Online schrieb anlässlich der Premiere: „So kann man es also auch machen: ein Abend mit Nachrichten aus dem Zwischenhirn ohne irgendeinen Anflug von Betroffenheitsverrenkung. Eine ehrliche, auch das Herz öffnende Revue der Unzulänglichkeiten, die eben dazugehören, selbst wenn man sie nicht unter Kontrolle bringt. Ein Plädoyer für die unergründlichen Hintergedanken, die auf einmal im Rampenlicht stehen, und irgendwie auch eins für die manchmal notwendige Störung der öffentlichen Ordentlichkeit.“
Wenn Ihr das Glück habt, ein Ticket zu bekommen (bitte beim Mousonturm und beim Schauspiel Frankfurt nachschauen, dann seid froh!

Hier die beiden Kritiken zum Nachlesen:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/chinchilla-arschloch-in-frankfurt-rimini-protokoll-bringt.1013.de.html?dram:article_id=446134
https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/tourette-am-schauspiel-frankfurt-chinchilla-arschloch-waswas-rimini-protokoll-a-1262527.html

Chinchilla Arschloch, waswas – Nachrichten aus dem Zwischenhirn von Rimini Protokoll.
Montag, 17., Dienstag, 18., Mittwoch, 19., Sonntag, 22. und Montag, 23.09. um jeweils 20.00h im Bockenheimer Depot an der Bockenheimer Warte.
Das Bockenheimer Depot ist behindertenfreundlich ausgestattet.

Foto: (c) Robert Schittko

Mittwoch, 18. September: Zukunftsliteratur

(Petra)

Ich mag das Format von Anbeginn – 8 Visionen. In den Band der ersten Reihe, in dem Kunstwerke des MMK individuelle Inspirationsquelle waren, blättere ich immer wieder gerne rein. Dieses Jahr verspricht es besonders aufregend zu werden: es geht um die Zukunft! Am Eröffnungsabend werfen die Schriftsteller Katharina Adler und Daniel Wisser ihren Blick in die Zukunft – die Zukunft der Arbeit. Utopische oder dystopische Ausblicke, zu denen das Literaturhaus Frankfurt und das Museum für Kommunikation acht Autorinnen und Autoren eingeladen haben. Ein Dialog zwischen Gegenwart und Zukunft, zwischen Realität und Fiktion, zwischen Kommunikation und Literatur. Zwei Künstler*innen, die es heute zu entdecken lohnt: sie lesen ihre exklusiven Auftragsarbeiten heute Abend zum ersten Mal vor Publikum. Gewinnt bei unserer Verlosung Eure Eintrittskarte in die Zukunft!
 
Acht Visionen I & II - Zukunft. Arbeit.

Literatur, mit Katharina Adler und Daniel Wisser
Das Literaturhaus im Museum für Kommunikation
Schaumainkai 53
Beginn: 19:30 Uhr, Eintritt: 9 (6) Euro, barrierefrei: ja


Fotos: Adler©Christoph Adler / Wisser©Anke Waelischmiller; Fotoagentur Sven Simon

Mittwoch, 18. September. OF/ Kino Kulinarisch als Buch

(Andrea)

Das Geheimnis ist gelüftet! Jetzt weiß ich, warum ich Daniel schon ewig nicht in der Stadt oder sonst irgendwo gesehen habe. Er hat sich in seiner Bude vergraben und ein Buch geschrieben! Respekt. Mitten im Sommer. Aber wahrscheinlich nicht nur diesen. So oder so, Respekt! Irgendwie ist es keine Überraschung, dass es "Kino Kulinarisch - Filme nach meinem Geschmack" heißt. Das wird gefeiert! Im Trattodino in der Taunusstraße 10 mit Sektempfang, Filmszenen, ein paar Texte und gegen Aufpreis drei köstliche Gerichte aus dem Buch. Eintritt frei, keine Reservierungen – spontane, schönste Tafelrunde!

"Das Buch heißt „Kino Kulinarisch – Filme nach meinem Geschmack“ und handelt von Daniel Brettschneiders 17 persönlichen Lieblingsfilmen, passenden Speisen und Getränken. Seine autobiografischen Erinnerungen beginnen bei ersten Kinogängen in früher Kindheit, beim Eiskonfekt im Universum, dem Knutschen im Gloria oder dem Verzehr von Büffelleber im Broadway. Bei all den Filmen, Speisen und empfohlenen Drinks ist es auch eine Liebeserklärung an Offenbach am Main geworden, an das gemeinsame Erleben im Kino. Die Filme und Speisen wurden von Jan Buchczik illustriert, das Buch von Jan Münz (Profi Aesthetics) gestaltet – knallbunt, atmosphärisch, einzigartig! Das Buch umfasst 144 Seiten (Hardcover), erscheint bei Offenbacher Editionen und ist ab 23. September 2019 zum Preis von 19,80 Euro überall erhältlich. 

Donnerstag, 19. und Freitag, 20. September: Wild Life FM

(Martin)

Nennt man so was Antiwerbung? „Diese Show wird Ihre Erwartungen nicht erfüllen. Kein Theater, kein Konzert, schon gar nichts dazwischen.“ Liebe Lehrer*innen, aufgepasst! Das könnte was sein – und unten steht, wie man Schüler*innengruppen zu der Performance bzw. dem Konzert anmelden kann.

 „Jugendliche aus Frankfurt, London und anderen Städten Europas machen Radio. Schlampig, albern, konfus, witzig, wütend – und so ehrlich, dass es wehtut. Ob live im Theatersaal vom Mousonturm oder in der Übertragung aus dem Äther, in ihrer Show „Wild Life FM“ muten die Beteiligten dem Publikum ihre Jugend zu. Ihre Gefühle von Protest, Langeweile, Hingabe, Zweifel oder Sehnsucht, die Musik in uns weckt. Initiiert und begleitet wird Wild Life FM vom Musiker Jakob Ampe, Performer Kim Noble und Regisseur Pol Heyvaert. Doch während sonst überall Erwachsene das Sagen haben, hängt hier alles von den Ideen der Jugendlichen ab und dem, was sie am Ende mit auf die Bühne bringen. Seit über einem Jahr tourt die Show. Ihr Mix aus selbstgemachten Songs, Interviews und Aktionen wird mit jeder Station um neue Menschen, Ideen und Musik reicher und so zu einem Panorama aus den Lebensgefühlen junger Menschen in Europa.“
ALL IN ab 12 Jahren; Organisierte Schülergruppen zahlen 5 Euro pro Person. Mehr Infos und verbindliche Anmeldung bis eine Woche vor der Veranstaltung unter dramaturgie@mousonturm.de
 
Donnerstag, 19.09. und Freitag, 20.09. um jeweils 20.00h.
WILD LIFE FM im Künstlerhaus Mousonturm. Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.
Foto: (c) Hugo Glendinning/Mousonturm

Donnerstag, 19. September: 
Vernissage

(Petra)

Heute könnte ich den Feierabend in Wiesbaden verbringen, denn das Museum Wiesbaden bringt junge deutsche Malerei an seine Wände. Und zusammen mit dem Kunstmuseum Bonn, den Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser und den Deichtorhallen Hamburg soll so der Versuch unternommen werden, den aktuellen Stand des Mediums zu bestimmen und einen gültigen (was immer das sein kann) Querschnitt durch die junge, in Deutschland entstandene Malerei zu geben - ohne konzeptuelle oder ideologische Einschränkungen. Insgesamt werden an den verschiedenen Ausstellungsorten 500 Werke von über 50 Künstlerinnen und Künstlern gezeigt.  Spannend.

„Jetzt! Junge Malerei in Deutschland“
Museum Wiesbaden
Hessisches Landesmuseum, für Kunst und Natur
Friedrich-Ebert-Allee 2
Uhrzeit: 19 Uhr, barrierefrei: ja
mehr Infos unter: www.malerei.jetzt

19.bis 26.September: Internationale Festival für junge Filmfans LUCAS

(Andrea)

Ich bin großer Fan des Internationale Festival für junge Filmfans LUCAS. Das geht vom 19. bis 26. September in die 42. Runde und kommt auch mit einigen Vorstellungen nach Offenbach in den Hafen 2. Aber es gibt natürlich in Frankfurt und Wiesbaden noch weiteres Programm. Hier sind drei Flme zu sehen: WETTBEWERB 13+ | VECHTMEISJE | FIGHT GIRL MO, 23.9. | 9 Uhr | Kino im Hafen 2 | empfohlen ab 12 Jahren Zu Gast: Drehbuchautorin Barbara Jurgens WETTBEWERB 13+ | KURZFILM PROGRAMM 3 | empfohlen ab 13 Jahren MO, 23.9. | 11 Uhr | Kino im Hafen 2 Zu Gast: Regisseurin von »Il prezzo del biglietto« Mariama Baldé WETTBEWERB 8+ | GERDOO | WALNÜSSE MI, 25.9. l 9 Uhr l Kino im Hafen 2 | empfohlen ab 7 Jahren Wahrscheinlich mit Filmgast: Produzent https://lucas-filmfestival.de  

VORSCHAU
Freitag 20. September: Stadtteil-Botschafter

(Daniela)

Diese Woche bekam ich eine Mail von Matilda. Sie ist 16 und macht bei den Stadtteilbotschaftern mit und fragte mich, ob ich ihre Veranstaltung bewerben könnte, damit noch mehr Menschen die Projekte kennenlernen, sie sie gemeinsam mit anderen jungen Menschen in Frankfurt plant und umsetzen wird. Sehr gerne! Wäre ich nicht in Weimar, wäre ich heute dabei, zumal das Freigut ein ziemlich cooler Ort ist.

"Du möchtest wissen, was die neuen Stadtteil-Botschafter in deinem Viertel planen? Du kannst Dir nicht vorstellen, was Wrestling mit Bürgerbeteiligung zu tun hat? Du willst Kontakte knüpfen und die neuen Stadtteil-Botschafter persönlich kennenlernen?
Dann schau am 20. September ab 18:30 Uhr auf dem Ponton-Schiff „Freigut“ vorbei und lerne Projekte aus den Stadtteilen BERGEN-ENKHEIM – BORNHEIM – FRANKFURTER BERG – GALLUS – GOLDSTEIN – INNENSTADT – NIEDERRAD – NORDEND – SOSSENHEIM und ein STADTWEITes Projekt kennen!

Stadtteil-Botschafter sind junge Menschen, die Frankfurt und insbesondere ihren Stadtteil bewegen. Ob Mitmachgarten, Stadtteilfest oder Gründung eines Jugendraums – wo Handlungsbedarf besteht, packen die Botschafter an.
Nun starten 12 neue Projekte in die Umsetzungsphase - und alle Frankfurter*innen sind herzlich eingeladen, die neuen Stadtteil-Botschafter*innen und ihre Projektideen kennenzulernen!

Der Eintritt ist frei.
Eine Anmeldung unter anmeldung@sptg.de mit dem Stichwort "Hallo FFM 2019" ist von Vorteil, aber kein Muss.
Teilen und Menschen mitbringen? - Ausdrücklich erlaubt. :-)
Wir freuen uns auf DICH!

Weitere Infos zum Stadtteil-Botschafter Stipendium unter www.stadtteil-botschafter.de oder unter info@stadtteilbotschafter.de

Ab Freitag, 20. September: ‚Lessing. Nathan der Weise’

(Martin)

Was fällt einem zu ‚Nathan der Weise‘ ein? Genau: Schullektüre und Ringparabel.
Ganz anders und viel größer als gewohnt wird ‚Nathan der Weise’ im Theater Willy Praml auf Naxos: ein Erlebnis aus Text, Spiel, Musik, Bühne! Und was Bühne bei Praml heißt, das ist auf Naxos wieder eine Wundertüte: Erneut hat man das Gefühl, den Raum bzw. die Halle nie größer als jetzt erlebt, sie kaum je so gekonnt bespielt gesehen zu haben!
Großartig, wie es gelingt, eine Rahmenhandlung vorweg zu schicken, die sich wirklich logisch aus dem Text ergibt. Kongenial wird so ein aktualisierendes Moment genutzt und daraus ein eigenes (Vor)Spiel mit dem Publikum entwickelt. Da ist was los im Hause Naxos!
Die Fragen, die im Nathan verhandelt werden, sind tatsächlich aktuell: Es geht um Toleranz, um Glauben und Religionen und Identitäten. Und wie das genau mit der Ringparabel war, weiß man hinterher dann auch wieder.
Ich empfehle dennoch, sich vorher die Handlung im Überblick zu Gemüte zu führen, das geht recht schnell, z.B. hier: https://www.inhaltsangabe.de/lessing/nathan-der-weise/
In die Jamben des Herrn Lessing muss man sich einhören, doch es wird prononciert und toll gesprochen. Hut ab vor der Leistung des Ensembles und jeder/jedes Einzelnen; der Text ist einfach wunderbar gearbeitet. Gesprochen wird übrigens in drei Sprachen (Deutsch, Arabisch, Hebräisch), ein besonderer Clou, wie auch dadurch Handlung, Toleranz und Gemeinsamkeit sprachlich, menschlich und religiös transportiert werden. Letztlich ging es Lessing um das Miteinander und die Humanität im Kleinen, Großen und Ganzen und eben auch um die Verbundenheit der Religionen.
Es lohnt sich sehr, diesen Nathan, die Vision, die darin steckt, die Aktualisierungen und alles andere zu sehen und zu erleben. Und wie gesagt, es ist echt was los: Feuerwehr, Stelzenlauf, Platzwechsel, Fackeln, gespielt wird allüberall, Aufbauten innerhalb der Handlung, es gibt bis ins Detail allerliebste Kostüme, bezaubernde Chöre und auch Decken, wenn’s kalt sein sollte!
Die FR schreibt: „Der Abend ist gleichzeitig Spektakel, allumarmendes Integrationsprojekt und wortgenaue Lessing-Rezitation… Es geht auch darum zu zeigen, dass man nicht alles und jeden genau verstehen muss, um friedlich mit ihm zusammenzuleben… Eine Inszenierung, die Lessings Drama einleuchtend mit der Gegenwart verschränkt.“ Einen Spieleindruck gibt’s hier

‚Lessing. Nathan der Weise.’
Im Theater-Willy-Praml in der Naxoshalle, Waldschmidtstraße 19
Das Theater-Willy-Praml ist behindertenfreundlch ausgestattet.
Termine: Fr.,20.09., 19:00h, Sa.,21.09., 19:00h, So.,22.09., 18:00, Fr.,27.09., 19:00h, Sa.,28.09., 19:00h, So.,29.09., 18:00h, Do.,03.10., 18:00h, Fr.,04.10., 19:00h, Sa.,05.10., 19:00h, So., 06.10., 18:00h.

Samstag, 21. September: Tamar Halperin spielt Erik Satie

(Martin)

Eigentlich sollte es schon im Januar stattgefunden haben: das Konzert mit Tamar Halperin. Und tatsächlich hatte ich damals die Empfehlung schon geschrieben – doch dann wurde das Konzert abgesagt. Jetzt kommt Tamar Halperin - großartig und alle, die mögen, was als ‚Kammer-Jazz’ beschrieben wird, sollten dieses Konzert keinesfalls versäumen.

Das ‚Satie-Album’, mit dem Tamar Halperin im Mousonturm gastiert fand deutschlandweit Beachtung.  Hier ein Bericht von Deutschlandfunk-Kultur: https://www.deutschlandfunkkultur.de/projekt-der-pianistin-tamar-halperin-satie-als.2177.de.html?dram:article_id=354040

Für alle, die reinhören wollen, hier geht’s lang zu einem Bericht von NDR-Kultur: https://www.youtube.com/watch?time_continue=17&v=jcajY3woya8

Neue-meister-music.com schreibt: „Nach Erik Saties Tod im Jahr 1925 betraten Freunde von ihm erstmals seit langer Zeit wieder seine Wohnung. Sie waren überrascht neben zahllosen Regenschirmen und einem chaotischen Durcheinander zwei aufeinandergestapelte Konzertflügel vorzufinden. Dieses Bild hat Pianistin Tamar Halperin und Produzent Guy Sternberg zu ihrem Album inspiriert. Sie zerlegen Saties Kompositionen in Einzelstimmen, spielen sie auf unterschiedlichen Instrumenten und stapeln die Versatzstücke wieder aufeinander. Mit einem Konzertflügel, Cembalo, Glockenspiel, Hammondorgel, Wurlitzer-Piano und natürlich einem Computer gehen Halperin und Sternberg dabei der Frage nach, wie Saties Musik heute wohl geklungen hätte. Zugleich spiegeln ihre Interpretationen Saties Einfluss auf unterschiedlichste, ihm nachfolgende Generationen an Künstlern wieder. Satie ist schließlich weit mehr als der Archetyp des Minimalpianisten. Er hat als Komponist die Grenzen zwischen ‚klassischer Kunstmusik’ und nicht-klassischen, populären Stilrichtungen verwischt und unterschiedlichste ästhetische Konzepte wie den Minimalismus, Dadaismus, Nonsens oder Surrealismus in die Musik eingeführt. Damit hat er selbst wiederum Spuren in unterschiedlichsten Künsten hinterlassen.“

Tamar Halperin, die für ihre musikalischen Grenzgänge und die Zusammenarbeit mit dem Jazzpianisten Michael Wollny bekannt geworden ist, dieser Ausnahmekünstlerin  ist etwas besonderes gelungen: sanfter Jazz, eine ‚meditative Reise’, ein ganz besonderes Album. Der Mousonturm bietet jetzt die Möglichkeit: Tamar Halperin im Konzert!

Tamar Halperin spielt Erik Satie. Das Konzert.
Am Samstag, 21.09. um 20.00h im Mousonturm.
Der Mousonturm ist behindertenfreundlich ausgestattet.

Foto: (c) Gregor Hohenberg/Mousonturm

Samstag, 21. September: Shantel im Yachtklub

(Daniela)

Oh nein... ich kann schon wieder nicht...

"2 x im Jahr Shantel im Yachtklub - 2 x der Wahnsinn !"
Shantel


"Mit seinem kreativen Ansatz Kulturen zu vermischen wurde Shantel weltweit das hörbare Gesicht eines anderen Deutschlands, ist er doch der erste, der hier der Popkultur einen kosmopolitischen Sound einimpfte. Bei ihm ist Migration hör- und tanzbar. Musikalische Preziosen aus Südosteuropa, dem Nahen Osten oder vom Mittelmeer erscheinen in einem neuen, vielschichtigen Kontext, damit wird auch die Kultur, aus der sie entstammen, intuitiv erfahrbar. Seine Methode ist kulturelles Mixing und Sampling: Dinge aus dem Zusammenhang reißen und in einen neuen überführen. Clubkultur als Konzept, das sich permanent weiterentwickelt und nicht als Museum, in dem das ewig Gleiche repetiert wird – wie in Berlin, wo Tausende von Touristen vor dem Berghain warten, um das Vorhersehbare erleben zu dürfen."

Yachtklub, Unterhalb der Alten Brücke,
Beginn: 22:00 Uhr, Eintritt : 12€

Samstag 21. September: MONA MUR

(Uwe)

Der Name des Projekts ist schon einmal ziemlich pfiffig: MONA MUR. Klingt in jedem Fall schon einmal spannender als Sabine Bredy. Unter diesem Namen wurde die deutsche Musikerin, Schauspielerin, Produzentin und Taekwondo-Sportlerin 1960 in Hamburg geboren. Schon Anfang der 1980iger Jahre begründete sie MONA MUR und startete, begleitet unter anderem von damaligen Mitgliedern der Einstürzenden Neubauten (beispielsweise mit FM Einheit) MONA MUR & die Mieter, erfolgreich in der deutschen Punkszene.  Seitdem ist kontinuierlich auf Tour und im eigenen Studio musikalisch tätig. Dort standen unter anderem Stücke, die es in den Soundtrack von Fatih Akims Erfolgsfilm „Gegen die Wand“ geschafft haben. In „Gegen die Wand“ wirkt sie in einer kleinen Rolle auch als Schauspielerin mit. Ihre Markenzeichen sind: dunkle Stimme, dramatische Auftritte und heftige Musik zwischen Punk, Chanson und Elektronik. Jetzt ist ihr neues Solo-Album „Delinquent“ erschienen mit 12 Songs in deutscher Sprache, in hartem schwarz-weiß - kurze Geschichten und klare Statements, Urban Desperado Style, körperlich schmerzhaft, schön und brutal wie die Wahrheiten der äußersten Gegenwart, dabei tanzbar und - lustig.  
 
THE CAVE

Frankfurt, Brönnerstr. 11, leidre nicht barrierefrei
VVK 11 Euro zzgl. Gebühren
Einlass 20 Uhr, Beginn 20.30 Uhr
Bild: Sebastian Rohde (Firma Freimauer)

Sonntag 22. September: Erntedankfest in der Gartenlaube

(Daniela)

Seit zwei Jahren nehme ich mir immer wieder vor in Katjas Gartenlaube zu gehen, zumal ich mindestens einmal pro Woche an ihrem süßen Geschäft vorbeiradel. Heute wäre eine tolle Gelegenheit, enn ich bräuchte nicht nur neue Üflanzen für den Balkon, sondern auch ein Mispelchen und Jens großartigen Apfelwein... ich bin jedoch auf dem Heimweg aus Weimar...
 
"Wir feiern das Ende des Sommers und begrüßen den Herbst am 22.9. von 12 bis 17 Uhr. Die Gartenlaube und MISS PELL bringen die Schätze des Gartens auf den Tisch.
Freut euch auf Blumen aus biologischem Anbau in zauberhaften Arrangements und Pflanzen, die in den Herbst hinein blühen.
Genießt in entspannter Atmosphäre Kaffee und Kuchen aus den Früchten des Gartens sowie wärmende Suppen und die alkoholischen Köstlichkeiten von MISS PELL und Apfelweine von Jens Becker apfelweinhandlung. Es gibt Wolldecken von Blanket Store, ihr könnt in Vintage Schätzen stöbern und die Gelegenheit nutzen, einen Blick in das Handwerksatelier der Schreinerin Brigitte Paletta-Lübke zu werfen.

Gartenlaube, Bornheimer Landstrasse 10, 60316 Frankfurt am Main

Dienstag 24. September: PENELOPE ISLES

(Uwe)

Das ist eigentlich was für mich, weil der Veranstalter in seiner Presseinfo schreibt „.. für Fans von Arcade Fire“ (als weitere Referenz wird Mogwai genannt). Und tatsächlich, ich habe in das Debüt ‘Until The Tide Creeps In’ der Rockband reingehört und finde die Musik wirklich gut. „Die Musik von Penelope Isles klingt wie das Aufbrechen eines Steins, um einen Kristall im Inneren zu entdecken - schimmernd, intim und wunderschön destruktiv. Die Geschwister Jack und Lily Wolter machen Musik, die Neugierde und Sensibilität für die Welt um sie herum offenbart. Der Sound der vierköpfigen Band aus Brighton entfaltet sich sowohl dramatisch als auch sanft, nostalgisch und neu zugleich.“
 
The Cave
Frankfurt, Brönnerstraße 11
Beginn: 20:30 Uhr
VVK: 11 EUR zzgl. Gebühren
Leider nicht barrierefrei
Foto: Internetseite Bella Union

Donnerstag, 26. September/ Musikszene Frankfurt

(Andrea)

In regelmäßig-unregelmäßier, also schlicht loser Folge präsentiert Musikschreiber- und Kenner Detlef Kinsler mit "Musikszene Frankfurt" seine persönlichen Perlen in der Stadtbücherei. Das sind immer sehr schöne Abende und deshalb gehört der Donnerstag vor den Herbstferien den Locals:  "Diesmal trifft Piano-Melancholie von Natascha Leonie auf Loop-Ästhetik von Finkbass. Es ist schon zehn Jahre her, da erschien mit „Forget Humble“ die Debüt-CD von Natascha Leonie. „Ein musikalisch und textlich so souveränes Album hat man aus Frankfurt selten gehört“, konnte man dazu im JOURNAL FRANKFURT lesen. „Natascha Leonies Singer/Songwriter-Definition scheint geprägt von US-amerikanischem Country-Pop und fast klassischem englischen Folk, zum Teil mit einfühlsamer Geige instrumentiert. Und auch die Klassik hat Spuren hinterlassen. Besonders berührend sind ihre Piano-Balladen.“ (...)  „Alles lässt sich ins Endlose ausschmücken, aber eigentlich gefällt mir das Reduzieren auf das Wesentliche dann doch besser“, sagt sie, begrüßt aber neben Mac Haurin am Flügel in der Stadtbücherei die Gäste Chris Herzberger (Geige) und Filippo Tiberia (Gesang). Dieser akustischen Ästhetik setzt Laura Fink alias Finkbass die eher elektronische Anmutung ihrer instrumentalen wie vokalen Kompositionen entgegen. Seit zwölf Jahren macht sie Musik, bekam zunächst ein Schlagzeug, lernte dann mit ihrer Schwester Gitarre. „Da fehlte nur noch der Bass“, lacht sie. „Dabei bin ich dann geblieben, habe alles andere verworfen.“ Sie machte ihre Banderfahrungen, seit zwei Jahren tritt sie aber solo auf. Mit Bass, Loop Station, Drumpads, Effektboard und Gesang nahm sie die EP „All Engine Running“ auf und bringt das – alles live gespielt – mit viel Spielfreude und positiver Ausstrahlung auf die Bühne. Dass sie das allein tut, ist nicht aus der Not heraus geboren worden, sondern war eine kreative Entscheidung, auch um ihr Lieblingsinstrument zu emanzipieren." Zu hören am 26.September, um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

Stadtbücherei Frankfurt
Hasengasse 4
FRankfurt 
Barrierefrei  

Freitag 27. September: POMPEYA

(Uwe)

Wenn man an Bands wie Toto, Duran Duran oder A-ha denkt, kommt einem wahrscheinlich nicht als erstes die Stadt Moskau in den Sinn. Glücklicherweise klärt Daniil Brod, Frontmann von POMPEYA gerne gegen Klischees auf und erzählt im Interview, dass es in seiner Heimatstadt im Sommer durchaus angenehm warm werden kann (Anmerkung: das kann ich absolut bestätigen. Ich war mehrmals im Sommer in Moskau. Eine beeindruckende Stadt). So warm, dass er zusammen mit den anderen beiden Bandmitgliedern Denis Agafonov am Bass und Dmitri Vinnikov am Schlagzeug für das Debütalbum von POMPEYA 2011 nur auf den sehr treffenden Albumtitel Tropical kommen konnte. Inzwischen sind mit Real (2015) und Dreamers (2018) zwei nicht minder sonnige Alben sowie ein Best-Of Album hinzugekommen. POMPEYA halten mit ihrer Liebe zu den 80ern nicht hinterm Zaun, mit wunderschönen klirrenden Gitarren mit viel Federhall, Pompösen analogen Synthesizerflächen und den klassisch peitschenden Drum Sounds gehen sie einen Schritt weiter als viele Indie Bands aus dem Westen und verbinden The Cure mit De La Soul & die Bee Gees mit Depeche Mode. Das weiß LOTTE LINDENBERG zu schätzen und hat deswegen die sympathischen jungen Herren in ihr Studio im Keller geladen, für das erste langersehnte Konzert nach der Sommerpause.
 
LOTTE LINDENBERG
Frankfurt, Frankensteiner Straße 20
Einlass: 20:30 Uhr
VVK: 11 EUR
Bild:pompeya_msk_photogro

Samstag 28. September: Jazzsalon

(Uwe)

Frau Chanson trifft auf die Herren Jazz.
Die reizende Ev Machui schrieb eine wunderbare Einladung zu dem Konzert, die wir 1:1 übernehmen: „So spielen wir nach wie vor auch noch Jazzstandards, aber vor allen Dingen haben wir uns wundervollen Lieder-Perlen von Hilde Knef, Greta Keller bis Manfred Krug angenommen – ja, und wir spielen besonders gerne unsere eigenen jazzigen Chansons über die Liebe, das Leben, den Alltag! Wer uns noch nicht kennt, kann uns gerne auf FB oder auf unserer Webseite besuchen  www.jazzsalon-trio.de. Wir spielen ein aktuelles Programm  am 28.9 in der Denkbar, Eintritt liegt bei 10 Euro. Man kann dort online Plätze gerne reservieren. Und zwei ganz, ganz neue Lieder erleben….eins über das Brentanoschwimmbad und eins über den Mond …freu mich! Wir sind dann bereits zum dritten Mal dort und freuen uns auf den super Wein und die leckeren Tapas!“
 
Denkbar

Frankfurt, Spohrstr.  46
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 10 EUR
Barrierefrei

Sonntag 29. September: LITTLE HURRICANE

(Uwe)

Ein Hurrikan ist im Grunde keine allzu gute Sache. „Dorian“ sorgte vor einigen Tagen für Verwüstung und Tote auf den Bahamas und für Kopfschütteln über Donald Trump und seine mit einem schwarzen Filzstift nachträglich geänderte Landkarte. Trotzdem nennt sich ein bekanntes Festival „Hurricane“ und Bands nehmen „Hurricane“ in den Bandnamen auf. So auch „Little Hurricane“, eine US-amerikanische Dirty-Blues-Band aus San Diego. Die Band wurde 2010 gegründet und besteht aus Frontmann Anthony "Tone" Catalano und Schlagzeugerin Celeste "C.C." Spina. Das männlich / weibliche Duo mit minimalistischem Blues-Ansatz zu einem rockigen Indie-Sound hat kürzlich mit „Love Luck“ ihr bisher fünftes Studioalbum bisher vier Studioalben veröffentlicht. Zwischen ihrer letzten Veröffentlichung (in 2017) und dem Schreiben und Aufnehmen ihrer neuen Platte unternahm das Duo, dass sich über eine bekannte Anzeigenseite kennenlernte, eine 12-Länder-Tour mit 60 Shows, die die Schwangerschaft der Schlagzeugerin CC bis in ihren neunten Monat reichte. Sänger und Gitarrist Tone hat in den vergangenen Jahren Künstler wie Gwen Stefani oder Rage Against the Machine aufgenommen, „Little Hurricane“ ist aber sein Herzensprojekt. Die beiden werden sicher für frischen Wind im Zoom sorgen (wahnsinnig kreatives Ende, nicht wahr?).
 
Zoom
Frankfurt, Brönnerstraße 5-9
Beginn: 20 Uhr
VVK: 23,70 EUR zzgl. Gebühren
Leider nicht barrierefrei
Foto: Pressefoto

Dienstag, 1. Oktober: FFM/hr2 minus Kultur?

(Andrea)

Ich habe neulich an dieser Stelle bereits auf die Online-Petition für den Erhalt der Kultur in HR2 hingewiesen (https://www.openpetition.de/petition/ online/fuer-den-erhalt-von-hr2-kultur), jetzt nimmt die Sache Fahrt auf: Am 1. Oktober gibt es eine Podiumsdiskussion zum Thema in der Deutschen Nationalbibliothek in der Adickesallee. Auch wenn man jetzt vielleicht kein Stammhörer der zweiten Hörfunkwelle des HR ist, lohnt es sich, dem Thema Aufmerksamkeit zu schenken. Schließlich geht es im Vielfalt und Raum, manchmal vielleicht auch sperrige Themen behandeln zu können. Nachstehend Auszüge aus dem Flyer zur Veranstaltung: "Es ist offensichtlich: In den letzten Jahrzehnten wurde die Kultur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kontinuierlich abgebaut. Beispiel Hessischer Rundfunk: Viele anspruchsvolle Sendungen, die das Ansehen des hr einmal begründeten, wurden aus dem Programm genommen. Von den sechs auf unterschiedliche Zielgruppen ausgerichteten Wellen soll nun deren wichtigstes Kulturangebot in und für Hessen – hr2-kultur – in eine „Klassik-Musikwelle“ umgebaut werden, während man kulturelle Wortbeiträge digital auslagern will. Das ist nicht hinzunehmen. Die zahlreichen Hörer- Reaktionen auf die geplante Veränderung von hr2-kultur in der FAZ, der FR und der online- Petition, die innerhalb kurzer Zeit von über 8000 Menschen unterzeichnet wurde, zeigen deutlich, daß es nach wie vor ein großes Publikum gibt, das anspruchsvolle Wort- Sendungen sowie kulturelle Nachrichten aus Hessen im Radio hören möchte und deshalb entschieden für den Erhalt von hr2-kultur kämpft. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk gehört denen, die ihn finanzieren. Wir rufen deshalb zum Protest auf und zu einer Diskussion, an der teilnehmen werden:

  • Matthias Altenburg (Schriftsteller)
  • Barbara Determann (Autorenbuchhandlung Marx & Co)
  • Michael Herl (Autor & Leiter des Stalburg Theaters)
  • Michael Ridder (epd-Redakteur, Evangelischer Pressedienst)
  • Jan Wilm (Schriftsteller)
  • Moderation: Marion Tiedtke (Stellvertretende Intendantin Schauspiel Frankfurt


Beginn 19 Uhr
Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
Frankfurt

12.10.-9.11.: Sámi National Theatre Beaivváš

(Daniela)

Norwegen ist dieses Jahr Gastland der Buchmesse und das Museum für Angewndte Kunst hat etwas Besonderes ins Programm geholt:

Im Rahmen der Ausstellung House of Norway, mit der das Museum Angewandte Kunst die Vielfalt norwegischer Kunst und Kultur feiern wird, ist auch das Sámi National Theatre Beaivváš (SNTB) zu Gast. Zwischen Oktober und November werden sie in einer eigens dafür konzipierten Bühnenlandschaft innerhalb der Ausstellung insgesamt 24 Aufführungen ihres Stückes Johan Turi in samischer Sprache mit deutschen und englischen Untertiteln darbieten. Das Theaterstück hatte in Oslo 2017 seine Weltpremiere und wird nun erstmals außerhalb von Norwegen zu sehen sein.
Die Inszenierung erzählt von dem ersten samischen Schriftsteller Johan Turi, der zu Beginn des Stückes davon träumt ein Buch zu veröffentlichen. Er möchte damit besonders den norwegischen Behörden die Lebensumstände der Sámi näher bringen und so die Regierungen dazu bringen, ihre festgefahrene Haltung zu dem indigenen Volk, das sich über Landesgrenzen hinweg über ganz Skandinavien und Russland verteilt, zu ändern.
In einem Zug, der Skandinavien durchquert, trifft er auf den Geschäftsmann Hjalmar Lundbohm aus Kiruna. Im selben Zug befindet sich auch die dänische Künstlerin und Anthropologin Emile Demant. Wird diese Begegnung zu einem einschneidenden Erlebnis führen, das Turi dabei helfen wird seinen Traum zu verwirklichen? Das Stück handelt von der Entstehung eines Buches, aber vor allem von Träumen, Verlockungen, Zweifeln, Verführung und Gewissensbissen.
Der Hauptprotagonist des Stücks, Johan Turi (1854-1936), war ein samischer Rentier-Halter und versierter Wolfsjäger aus Guovdageaidnu im Norden Norwegens und gilt als erster Sámi-Schriftsteller. Turi zog in den 1870er Jahren mit seiner Rentierherde und Familie nach Kiruna im Norden Schwedens. Dort veröffentlichte er 1910 sein erstes Buch in samischer Sprache: Muitalus sámiid birra. Mit Texten und Illustrationen erzählt das Buch von samischen Rentierhaltern und ihren Traditionen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei beschreibt er die Sámi und ihre Überlebenstechniken, ihre Medizin, ihr Naturverständnis, ihre mündlich überlieferten Erzählungen, Gebete und Lieder. Turi legt Zeugnis ab von einer traditionsreichen Lebensform und von ihrer Bedrohung durch die moderne Zivilisation. Das Buch wurde später in die schwedische, englische, deutsche, ungarische, japanische, italienische und finnische Sprache übersetzt.
https://www.museumangewandtekunst.de/de/veranstaltungen/das-sami-national-theatre-beaivvas-sntb-spielt-johan-turi/


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