01.02.2019
Inhalt: Jammern auf hohem Niveau / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / ZU GEWINNEN / G E D R U C K T E S / Freitag, 1. Februar: Kim Janssen / Freitag 1. Februar: Vernissage / Freitag 1. Februar: Tarq Bowen / Freitag 1. Februar: THE MIRACLE OF LOVE – DAS WUNDER DER LIEBE / Freitag, 1. Februar: FFM/ Parastou Forouhar / G E R O L L T E S - Fußballneurotiker / Samstag 2. Februar: Hans Nieswand im EROS 49 / Samstag 2. Februar: SOULFOOD / Samstag 2. Februar: (…..) Ein Stück, dem es scheißegal ist, dass sein Titel vage ist / Samstag, 2. Februar: OF/ Drei Gesichter / Samstag, 2. Februar: OF/ Digital Retro Park / Sonntag 3. Februar: DER PATE II / Dienstag, 5. Februar: Susanne Zaun/Marion Schneider-Bast Es ist doch eine schöne Sache, über Kanzlerkandidaten zu reden und dabei Blutwurst zu essen / Mittwoch 6. + Sonntag 10. Februar: Zumutung 
Ein deutsches Theaterstück / Mittwoch, 6. Februar: Of/ Lost in Translation / Donnerstag 7. Februar: Vernissage / Donnerstag 7. Februar 2019: Gisbert zu Knyphausen / VORSCHAU / Sonntag 10. Februar: GAVIN JAMES / Sonntag, 17. Februar: FFM/ Balthazar / Richard III im Schauspiel Frankfurt zum allerletzten Mal / 26. Februar: OF/Demokratielotsen gesucht / 7.,8.,9,. März: Unendlicher Spaß / 15. März: Kino Kulinarisch / Montag 3. Juni: Maceo Parker / Impressum

Jammern auf hohem Niveau

Ich jammere ja ziemlich viel rum. Aktuell rege ich mich auf, dass ich so wenig ausgehe. Heute morgen war das Gejammer wieder sehr groß und Uwe sagte: was beschwerst Du Dich eigentlich? Du gehst heute zu Kim Janssen ins Lotte Lindenberg, am Montag zu Massive Attack in die Jahrhunderthalle und am nächsten Freitag nochmal nach Höchst zu Snow Patrol…und außerdem gehst Du doch morgen auch ins Stadion (Foto enstand bei "uns" in der NWK) und und sagst doch selber immer: „Fußball ist auch Kultur“ und dann willst doch auch noch zum Hans ins EROS 49..…
 
Ich gebe zu: das war wohl mal wieder „Jammern auf hohem Niveau“ und ehrlicherweise habe ich sowieso keine freien Abende.
Umso mehr freue ich mich ja, wenn es Matineén gibt. So am Sonntag in Bad Homburg. Da zeigt Stefan in Hessens größtem Kinosaal (700 Plätze) DER PATE II und weil ich gerade dabei bin unsere anstehende Hochzeitsreise durch Süditalien zu planen, wäre das ein guter Einstieg. ABER (wer hätte es nicht geahnt…), ich habe keine Zeit, denn auch ich muss so unschöne Dinge tun wie Steuererklärung machen und Keller aufräumen …
 
Was auch immer ihr macht: habt Spaß, lebt wild.

Daniela

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf meiner Webseite zu lesen.

Vielen Dank an meine Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün und Uwe Schwöbel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Du findest die Ausgehtipps toll und möchtest, dass es sie auch im 12. Jahr noch gibt?

Dann werde Freund*in
, ob als Privatperson, als Unternehmer*in oder als Anzeigenschalter*in... hier gibt es alle Infos.

(Wenn Du mit all den Formularen nicht weiter kommst, dann schicke einfach ne Mail an: freunde@cappelluti.net)

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an: schwoebke(at)aol.com
 (Die Gewinner*innen werden von Uwe benachrichtigt)

2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von Gavin James am 10. Februar im Zoom. Gewinnfrage: Wie hieß Gavin James erstes Album?

2 x 2 Tickets für die Filmmatineé „Der Pate II“ am Sonntag in Bad Homburg. Gewinnfrage: Wie heißt Michael Corleones Vater mit Vornamen?

3 x 2 Gästelistenplätze für SOULFOOD am Samstag im English Theatre. Gewinnfrage: Auf welches Konzert, am 3.6., freut sich Daniela?

G E D R U C K T E S

(Petra)

Kaffee – liebt Ihr ihn auch so sehr wie ich? Wie viel geschmacksärmer und weniger im Jetzt wäre mein Leben ohne die Frucht, deren Anbau vor Jahrhunderten im Jemen begann. Vor der Verbreitung des Kaffees als Alltagsgetränk in Europa starteten zumindest die weniger Betuchten bei uns mit einem Bier in den Tag: macht halbwegs satt, aber auch benebelt. Koffeinwach zu sein war insofern revolutionär und sicherlich ein Startpunkt für die hyperaktive Gesellschaft, in der wir heute leben.
US-Autor Dave Eggers hat ein neues Buch veröffentlicht: „Der Mönch von Mokka“. Wäre es ein Roman, hätte ich ihn freundlich zerrissen als wenig glaubhaften Reigen sehr konstruierter Ereignisse. Aber im Prolog betont der Autor, es sei ein wahrhaftiger Bericht. So lese ich eine atemberaubende Reportage, inklusive Happy End. Ich folge dem jungen Jemeniten Mokhtar, der in San Francisco aufwächst. Leicht aufmüpfig, aber zielstrebig und selbstbewusst beginnt er seine berufliche Karriere als Verkäufer, Portier, verhinderter Student, bis er zufällig seine wahre Mission entdeckt: den Kaffeeanbau im Jemen.
Mokhtar hat die verwegene Idee, die über die Jahrhunderte verschüttet gegangene Kaffeekultur zurückzubringen, also besten und damit hochpreisigen Kaffee im Heimatland anbauen zu lassen und in die Welt zu bringen. In einem Krisenland? Völlig absurd – meinen zunächst alle. Doch er lässt sich nicht beirren und brennt für seine Mission. Begeistert nach und nach auch andere dafür. Macht hunderttausende Dollar an Schulden, lernt, lernt und lernt und reist in den Jemen. Mehrfach. Und er zieht es durch: hundert Mal hätte er dabei sterben können – egal. Er schafft es schließlich, so dass seine beste Kaffeesorte weltweit als so genannter Spezialitätenkaffee (teuerst!) genossen werden kann. Eine Aufsteigergeschichte par excellence. Man kann gar nicht anders, als sich mit ihm zu freuen. Und auch viel über Kaffee und die tragischen Geschehnisse im Jemen zu lernen. Was es mit dem Buchtitel auf sich hat? Lest selbst.
Wer - wie ich nach der Lektüre - mehr für den Jemen tun möchte: Dave Eggers und Mokhtar Alkanshali haben mit einem Teil der Erlöse aus dem Buch die Mokha Foundation gegründet. Sie setzt sich für die Lebensqualität und den Ressourcenschutz im Jemen und an vorderster Front gegen die Flüchtlingskrise ein: www.mokhafoundation.org

Freitag, 1. Februar: Kim Janssen

(Uwe)
 
Im Pressetext des gebürtigen Niederländers werden eine Reihe Musiker und Bands erwähnt, die alle zu meinen persönlichen Highlights gehören: SUFJAN STEVENS, THE NATIONAL, BEACH HOUSE, PAUL SIMON oder BON IVER. Das steigert natürlich nachhaltig mein Interesse. Dazu kommt, dass alleine schon die Location, das LOTTE LINDENBERG, und die Stimmung dort einen Besuch wert sind. Alle Ampeln sind also auf grün, wenn Kim Janssen kommt: „Ob als Teil der Folkband THE BLACK ATLANTIC, oder seit 2009 mit seinem Soloprojekt, KIM JANSSEN ist ständig unterwegs, und auch die Aufnahmen zu seinem letzten Album "Cousins" (2017), die ganze drei Jahre gedauert haben, haben ihn durch mehrere Länder und einige Studios geführt. Musikalisch liegt er irgendwo zwischen den aufgeführten großen Namen. „Cousins“ ist ein eindrucksvolles Album geworden, auf dem die Akustikgitarre immer mehr in den Hintergrund rückt, auf dem ruhige Balladen mit schillernd orchestrierten Popmomenten verwoben werden“.
 
LOTTE LINDENBERG
Frankensteiner Straße 20
Einlass: 20:30 Uhr
VVK ca. 11 € zzgl. Gebühren
Ein Fahrstuhl fährt in den Keller, zum Studio sind es dann zwei mal vier Stufen runter

Freitag 1. Februar: Vernissage

(Petra)

Kann einem das Bauhaus irgendwann über sein? Dieses Jubiläumsjahr wird der „Härtetest“ – und momentan wird heiß diskutiert, ob das Bauhaus noch zeitgemäß sei oder der Weitentwicklung der Idee fürs 21. Jahrhundert bedürfe. Das Museum Angewandte Kunst setzt dem Bauhaus-Hype seine empfehlenswerte Ausstellung zur Moderne am Main als weiterreichendes Konzept entgegen. Im Gallus wird heute ein Kunstfenster zum allseits präsenten Thema eröffnet. Der „Be Poet Aktionsraum“ von Künstler Michael Bloeck ist in einem Laden der Hellerhof-Siedlung, die von Bauhaus-Architekt und -Designer und Mart Stam geplant worden ist. Ab heute zeigt der Fotograf Markus Elsner hier exemplarisch Arbeiten, die er eng mit den Einflüssen der Bauhaus-Schule verknüpft sieht.

Markus Elsner Kunstfenster 100 Jahre Bauhaus - Vernissage
Ort: Be Poet Aktionsraum, Langhainer Str.26
Uhrzeit: 19:30 - 22:30 Uhr, (bis 22.02. immer sichtbar)
Eintritt frei 

Freitag 1. Februar: Tarq Bowen

(Daniela)

Heute Abend wird es schwierig. Uwe will zu Kim Janssen in ins Lotte Lindenberg, wo ich ja noch nie war, und ich möchte zu Tarq Bowen ins Nachtleben, da ich die beiden Frankfurter Musiker, den Bassisten Mark-Inti und den Keyboarder Matthias Vogt, ewig nicht gehört und außerdem spielt Gastone (SOLO!) als Vorband :-). Mal schauen, wo wir landen...

"Tarq Bowens einzigartige Mischung aus Blues, Soul und hardhitting Slide-Gitarre, verflochten mit seiner starken, doch einfühlsam dynamischen Stimme, zeigen ein Verständnis und eine Fähigkeit viel weiter als sein Alter vermuten lässt. Tarq singt und spielt seine eigenen Songs, lebt seit Anfang 2016 in Deutschland und kommt ursprünglich aus London.
Er hatte als unsigned Artist das einzigartige Privileg mit Größen wie Rocco Deluca, Nick Mason (Pink Floyd) zu arbeiten und die Bühne unter Anderem mit George Ezra, James Bay und Bob Geldof zu teilen. Dies alles machte den in Los Angeles lebenden Produzenten Mark Howard (Bob Dylan, Neville Brothers, U2, Red Hot Chili Peppers) auf Tarq aufmerksam, welcher ihm anbot, sein Debütalbum zu produzieren."

TARQ BOWEN (UK) - Vocals & Guitars
MARC-INTI (BOL) - Bass
PHIL WILDENHUES (NL/GER) - Drums & Percussion
JULIA HUISKEN (GER) - Background Vocals
MATTHIAS VOGT (GER) - Keyboards

Nachtleben
Adresse: Kurt-Schumacher-Straße 45, Innenstadt/Konsti
Barrierefrei: leider nein
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Im Netz: www.tarqbowen.com
VVK 14 Euro zzgl. Gebühren, AK 18 Euro

Freitag 1. Februar: THE MIRACLE OF LOVE – DAS WUNDER DER LIEBE

(Martin)

Auch ein Stück, das im Rahmen der Frankfurter Positionen seine Uraufführung erlebt! Und Daniel Cremer ist mittlerweile in Frankfurt kein Unbekannter. Vielleicht kann man sogar sagen, dass ihm etwas ganz besonderes gelungen ist: ganz schnell hat er eine ganz eigene enthusiastische Anhängerschaft gefunden!
Im vergangenen Jahr war es ‚BORN TO MAKE YOU HAPPY‘ – sein Liederabend, der glücklich gemacht hat. Und nun eine neue Performance – ‚DAS WUNDER DER LIEBE‘
„‘Nur Sie alle und ich, heute Abend, ganz intim‘: In seiner neuen Show bietet Auftrittskünstler & Femme Fatale Daniel Cremer dem Publikum nichts weniger als eine (endlich mal!) vollkommen befriedigende Liebesbeziehung an; vom ersten Kennenlernen über körperliche Ekstase bis hin zu Heirat, Liebestod oder Poly-Geflecht. Mit Humor und Lust an der Verletzlichkeit stürzen sich Performer und Publikum gemeinsam mitten hinein in das Wunder der Liebe und bahnen sich einen Weg zwischen Symbiose und Ko-Abhängigkeit, romantischer Verblendung und neoliberalem Autonomiekitsch, Projektion und Verbundenheit.“
Alle, die noch an das Wunder der Liebe glauben, sollten hin gehen!

Liebesbegegnungen sind möglich am: 01.02.2019, 20.00h, 02.02.2019, 21.00h, 03.02.2019, 18.00h, 07.02.2019, 21.00h, 12.02.2019, 20.00h, 13.02.2019, 20.00h.
Mousonturm, (Rollstuhlgerecht und behindertenfreundlich ausgestattet); Waldschmidtstr. 4.

Foto: Melanie Bonajo

Freitag, 1. Februar: FFM/ Parastou Forouhar

(Andrea)

Es gibt Menschen, die wetten, dass die iranische Revolution ihren 40. Geburtstag nicht erlebt. Ich nehme an, Parastou Forouhar gehört (aus gutem Grund) dazu. Sie ist Iranerin, ihre Eltern wurden vom iranischen Geheimdienst ermordet und jedes Jahr reist die seit langem in Offenbach lebende Künstlerin nach Teheran und organisiert dort eine Gedenkveranstaltung. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit Folter, Gleichberechtigung und Frauen in muslimischen Gesellschaften auseinander. In ihren Written Rooms fügt sie persische Zeichen ohne Bedeutung oder des Unsinns aneinander.
Eröffnung: Heute um 19 Uhr Grusswort: Gabriele Wenner, Leiterin Frauenreferat Frankfurt am Main Einführung: Christian Kaufmann und Sonja Müller

Ort: Deutscher Werkbund Hessen, Inheidener Str. 2, 60385 Frankfurt am Main
Eine Veranstaltung von: Frauenreferat Stadt Frankfurt am Main In Kooperation mit: Frankfurter Kranz und Werkbund Hessen

G E R O L L T E S - Fußballneurotiker

(Uwe)

In dem Film „Stadtneurotiker“ steht der von Woody Allen gespielte Alvy Singer neben der von Diane Keaton gespielten Annie Hall in einer Schlange vor der Kinokasse. Hinter den beiden redet ein Wichtigtuer einige Zeit lang auf seine weibliche Begleitung ein. Unter anderem referiert er über den kanadischen Philosophen, Geisteswissenschaftler und Literaturkritiker Herbert Marshall McLuhan. Das, was er über McLuhan und andere erzählt, bringt den eigentlich unbeteiligten Alvy Singer total auf die Palme. Er verdreht die Augen und teilt Annie Hall mit, wieviel Quatsch der Hintermann seiner Meinung nach erzählt. Im weiteren Verlauf fängt Singer eine Diskussion mit ihm an, die so lange nicht voran kommt, bis plötzlich der wirkliche Herbert Marshall McLuhan in die Szenerie eintritt und zu Singers Widersacher sagt „Sie haben keine Ahnung“. Allen strahlt (als Alvy Singer) in die Kamera und sagt sinngemäß „so müsste es in der Realität auch ablaufen“.
 
Ich erlebte kürzlich beim Fußballschauen in einer Kneipe eine ähnliche Situation. Mein „Experte“ stand eineinhalb Meter hinter meinem Stuhl und erzählte seinem Nebenmann allerhand Quatsch über das laufende Spiel. Was grundsätzlich nicht verwerflich ist, er tat dies aber so laut, dass neben seinem im wahrsten Sinne des Wortes nahestehenden Freund die gesamte Kneipe mithören konnte. Wie Allen im Stadtneurotiker drehte ich mich nach besonders kruden Aussagen immer wieder entsetzt um oder verzog mein Gesicht (was oft passierte). Hilfesuchend blickte ich immer wieder nach links zu Daniela, wie Alvy Singer zu Annie Hall. Diese verweigerte mir anfangs aber die Unterstützung, im Gegenteil, zuerst zeigte sie wenig Verständnis für meine Reaktionen („Du bist in einer Fußballkneipe, da gehört das dazu“). Als hätte ich vorher nie in einer Kneipe Fußball geschaut. Rechts neben mir saß mein Freund Manni, mit dem ich mich schon den ganzen Nachmittag über Fußball unterhielt. Wir beide taten dies möglicherweise mit ähnlich schlechtem Fachwissen, aber in einer Lautstärke, die andere nicht störte und waren weit weniger besserwisserisch. Gegen Ende der ersten Halbzeit sprang ein anderer Gast, der bis dahin unauffällig geblieben war, weil er lange mit seinem Rindergulasch beschäftigt war, auf und schrie wie von Sinnen in Richtung Leinwand „Schieß doch, Du Flasche“. „Oh Gott, noch einer“, dachte ich. Da er aber auf seinen erregten Auftritt überhaupt keine Reaktion erhielt, noch nicht einmal ein zustimmendes Nicken, setzte er sich schnell wieder hin und blieb ruhig sitzen, bis das spannende Spiel zu Ende war. Anders als der Mann mittleren Alters in Jogginghose und Collegejacke hinter mir, der sich mit zunehmender Spielzeit wie ein radikaler Prediger immer mehr in das Geschehen hinein steigerte und aktiver und noch lauter wurde: „dieser Arsch spielt seinen Ball immer zu spät ab“, „mal sehen, ob der Schiedsrichter, der W….., hier Foul pfeift! Nein, Skandal“, … Er sah und bewertete mehr als in dem ereignisreichen Spiel überhaupt passierte. Wie schön wäre es gewesen, wenn ein bekannter und ausgewiesener Fachmann in die Szenerie eingetreten wäre und wie Herbert Marshall McLuhan im Stadtneurotiker gesagt hätte „sie haben keine Ahnung“. Zugegeben hatte ich eben Schwierigkeiten, einen über jeden Zweifel erhabenen Fachmann wie im Film zu benennen. Die meisten „Experten“ im TV sind ja auch nicht viel besser als unser Freund vom Samstag, nur schreien die im TV nicht so rum und tragen keine Jogginghosen. Was wiederum egal ist, weil das Fußballfachwissen ja überhaupt nicht von der Garderobe abhängt.
 
Am nächsten Samstag lege ich mich daher wieder alleine auf die heimischen Couch. Wobei man auch zuhause oder bei Freunden von einer übertriebenen Klugscheißerei nicht verschont bleibt. Einmal schauten wir mit Freunden ein Spiel der Europameisterschaft 1996 und ein bisher eher als ruhiger Vertreter bekannter Spezi (übrigens war es der letzte Woche an dieser Stelle beschriebene Torwart) fing an, ohne Punkt und Komma wirres Zeug über das Spiel zu reden, welches gerade lief. Vielleicht lag es am Alkohol, den er getrunken hatte. Mit der Zeit blickten meine anderen Freunde und ich nur noch in seine Richtung. Wie ein kaputtes Radio, das man nicht ausschalten kann, redete er weiter über Laufwege, Spielsysteme, legendäre Spiele aus der Vergangenheit und so weiter. Wir schalteten den Kommentar des Fernsehers ab und als er sich darüber wunderte, sagten wir ihm, dass man den nicht brauchen würde, wenn man einen „Rainer Holzschuh“ auf der Couch sitzen hätte. Holzschuh war damals Chefredakteur vom „kicker Sportmagazin“ und gab schon immer (und tut es bis heute) ausschweifende Kommentare ab, die keiner braucht(e). Unser Kumpel verstand, „schaltete mehrere Gänge zurück“ und widmete sich intensiver der Tüte Chips, die vor ihm auf dem Couchtisch lag.

Der Eintracht-Tipp (von einem Schalkefan)
Eintracht - BVB Dortmund 1-3

Samstag 2. Februar: Hans Nieswand im EROS 49

(Daniela)

Wie gut, dass Hans schon um 22:00 Uhr auf macht. Ich freue mich auf einen entspannten Abend im EROS49 mit HANS NIESWAND und den Jungs von Chocolat.
 
Wir freuen uns sehr, nach längerer Zeit endlich wieder Hans Nieswandt bei Chocolat begrüßen zu können. Der facettenreiche DJ, Produzent und Autor von Romanen
wie "DJ Dionysos Geschichten aus der Diskowelt" lebt mittlerweile in London.
Er wird jede Menge Dance Music verschiedenster Couleur mitbringen. Ab ins Viertel, feiert mit uns, Alexander Antonakis & Johnny Love

EROS 49, Elbestraße 49, Ffm
ab 22:00 Uhr
Eintritt bis 22:30 Uhr frei, danach 5,-€

Samstag 2. Februar: SOULFOOD

(Daniela)

Wie praktisch, dass im selben Kiez heute Abend auch noch soulfood ist. Ich mag die Location zwar nicht, aber wer Lust zum Tanzen hat ist bei SOULFOOD bestens aufgehoben und wer DJ Sportwagen noch nicht kennt MUSS DA UNBEDINGT HIN. Und ich freue mich auf Thomas an den Drums... habe ihn lange nicht mehr gehört.

Dj Sportwagen - Soulfood
Mr. Brown - Baltic Soul, Soulfood
Live: Thomas Elsner - Funky Drummer

Soul - Funk - Modern - Northern - Boogie - Disco - Oldschool Rap


The English Theatre Frankfurt
Gallusanlage 7, 60329 Frankfurt am Main
Einlassreservierung möglich unter info@soulfood-ffm.de

Samstag 2. Februar: (…..) Ein Stück, dem es scheißegal ist, dass sein Titel vage ist

(Martin)

Die Menschen im Mousonturm können gerade im Glück sein – anders gesagt, die Programmmacher*innen haben einen riesigen Lauf! Denn diese Woche hagelte es regelrecht Auszeichnungen für verschiedene Produktionen die aktuell und in den nächsten Wochen zu sehen sind (in den Vorankündigungen findet ihr den nächsten ‚Gong’).

Mit dem Silbernen Löwen der Biennale in Venedig 2019 wurde Jetse Batelaan ausgezeichnet, dessen neuestes Werk am vergangenen Donnerstag seine Uraufführung im Mousonturm hatte. Diese Produktion ist nun tatsächlich nur noch einmal in Frankfurt zu sehen. Für diese Vorstellung gibt’s noch wenige Karten, ich empfehle, sich schnell zu entschließen bzw. sich unbedingt an der Abendkasse anzustellen!  

In der Begründung der Biennale-Jury heißt es: […]„Jetse Batelaan hat sich in der internationalen Szene als einzigartiger und innovativer Künstler mit einem starken und erkennbar sehr persönlichen Zugang zum Theater etabliert. Batelaan präsentiert Werke von starker visueller Wirkung, indem er zeitgenössische Mythen neu interpretiert und eine Art von Magie auf der Bühne schafft, die selbst die kritischsten Zuschauer verführt. Dank seines meisterhaften Umgangs mit theatralen Mitteln gelingt es dem niederländischen Regisseur, der seine Werke vor allem an Jugendliche und Kinder richtet, Menschen jeden Alters einzubeziehen […]“.

Und das Stück: „Ein stark behaarter Sänger hat vor langer Zeit gesungen: „Is this the real life, is this just  fantasy?“ Zu Eurer Info, ein echt cooler Song. Aber wir fragen uns, warum der Sänger nie eine klare Antwort bekommen hat. Weil jeder denkt, dass das Leben normal ist? Dass wir keine Fragen stellen dürfen? Wenn alles so super klar ist, warum finden wir dann nichts, wenn wir uns in den Arm kneifen?
Stress doch deine Mutter, wenn Du unsere Zweifel nicht ertragen kannst, aber nerv uns nicht mit deinen Sicherheiten.
Wir denken.
Wir zweifeln.
Fuck you!
Warum müssen wir etwas verstehen, das eigentlich nicht zu begreifen ist?
Übrigens hat der Song von Queen nicht den geringsten Scheiß mit unserem Stück zu tun. Er kommt nicht mal darin vor. Ist bloß ein Beispiel. Oder ist das jetzt auch nicht mehr erlaubt? Zickst Du dann am Ende an der Kasse, dass der Promotext nicht stimmt.
Mach doch. Da stimmt viel mehr nicht.“

Hingehen und von den glücklichen Händchen der Programmmacher*innen des Mousonturms profitieren!!

Samstag, 02.02.19  um 19.00h im Mousonturm
Waldschmidtstr. 4; Rollstuhlgerecht und behindertenfreundlich ausgestattet)
 
Foto: (c) Jetse Batelaan/Mousonturm

Samstag, 2. Februar: OF/ Drei Gesichter

(Andrea)

Und gleich nochmal Iran (das Ende der Iranischen Revolution naht...), heute cineastisch bombastisch im Hafenkino: "Drei Gesichter von Jafar Panahi. "Dreieinhalb Jahre nach seinem Riesenerfolg Taxi Teheran liefert Jafar Panahi seinen nächsten heimlich produzierten Film ab. Der Schatten des vorherigen Werks scheint so lang zu sein, dass der deutsche Verleih sich genötigt sah, dem Drei Gesichter Trailer Taxi Teheran Sequenzen voranzustellen. Also worum geht es dem schlauen Fuchs Panahi diesmal in seiner gewieften Umgehung seines iranischen Berufsverbots:Die junge Marziyeh (Marziyeh Rezaie) will Schauspielerin werden und wendet sich in einem Handy-Video an den iranischen Regisseur Jafar Panahi (spielt sich selbst) und die Schauspielerin Behnaz Jafari (spielt sich ebenfalls selbst). Sie sollen ihr helfen, ihre Familie von ihrem Vorhaben zu überzeugen, an die Schauspielschule zu gehen. Als es zu einem tragischen Ereignis kommt, reisen Panahi und Jafari in den Heimatort des Mädchens, um dort die Familie zu treffen. Die Reise hat es in sich, die Ankunft auch." Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20 Uhr. Eintritt im Vorverkauf 8 Euro zzgl. Systemgebühren, AK 8 Euro. Übrigens gibt es auch noch vegetarisches persisches Essen aus der "süßen Limone" yummie

HAFEN 2
Nordring 129
63067 Offenbach
www.hafen2.net
Barrierefrei: Ja

Samstag, 2. Februar: OF/ Digital Retro Park

(Andrea)

Vorher will ich aber noch in den Digital Retro Park, da war ich noch nicht und heute ist das Museum von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Und es ist auch noch ganz neu und frisch, erst im Oktober eröffnet: "Der DRP ist ein Museum für digitale Kultur. zeigt Exponate der 1970er, -80er und -90er Jahre. Alle Exponate sind funktionsbereit. Walter-Passage Frankfurter Strasse 13-15 63065 Offenbach am Main Allgemeine Informationen Geöffnet Samstags von 11:00 bis 17:00 Uhr Führungen nach Vereinbarung Eintritt: 5 EUR/Person, Kinder unter 6 kostenlos, Kinder bis 14 nur in Begleitung Erwachsener Gründungsdatum 13.10.2018

Sonntag 3. Februar: DER PATE II

(Daniela)

Wie schade... ich liebe Matineés, aber heute kann ich leider nicht. Echt doof, denn zu gerne wäre ich heute in Bad Homburg, denn Stefan holt "Der Pate II" auf die Leinwand. Er schreibt: " es ist die besten Fortsetzung aller Zeiten!... mit Close-Up auf den jungen Pacino oder de Niro, die mit einem Zucken der Augenbrauen schon besser schauspielern als andere in ganzen Filmen"...

Und dann noch die Musik von Nino Rota...

"Der zweite Teil über die Geschichte der Familie Corleone ist die beste Fortsetzung eines Films überhaupt! Coppolawagte einiges. Er erzählt – parallel – die Jugend des Paten, gespielt von Robert de Niro, und daneben den Aufstieg seines Sohnes Michael (Al Pacino) ab 1958, seine Bemühungen um eine Erweiterung der Macht der Corleones in Las Vegas und in Kuba kurz vor Ausbruch der Revolution Castros. Erzählt wird die Geschichte zweier Männer, Vater und Sohn, ihren Aufstieg zu mächtigen Mafia-Bossen, als zwei eigenständige Handlungen. Es ist einer jener Filme aus Hollywood, in denen eine glaubhafte Nähe zu den Figuren aufgebaut wird. Gerade die Identifikation mit einer Person wie Michael Corleone ist von einer Ambivalenz geprägt, fernab eines trivialen Gut-Böse-Schemas, die den ganzen Reigen von Gefühlen gegenüber einer Filmfigur einschließt. „Der Pate“ ist ein zeitloser Bildbogen, ein Film, der im Gedächtnis haftet.
Mit einem Wort ein Meisterwerk!"

Kino im Kurtheater Bad Homburg
Louisenstraße 58

61348 Bad Homburg v. d. Höhe

Tickets und Infoshttps://kino-badhomburg.de/kino/programm/city295/?reihe=3332

Dienstag, 5. Februar: Susanne Zaun/Marion Schneider-Bast Es ist doch eine schöne Sache, über Kanzlerkandidaten zu reden und dabei Blutwurst zu essen

(Martin)
 

Also ehrlich, wenn ich die Wahl hätte und könnte mir für mich den Körper von Helmut Kohl, Angela Merkel, Madonna oder der Queen aussuchen – ich wüsste, welchen ich nehmen würde – aber euch sagen tu ich’s nicht

„Eine Körpertauschkomödie, die das Verhältnis von Macht und Körper untersucht: Ein Chor gerät in den Körper Helmut Kohls und verläuft sich.
Ob bei Angela Merkel, Madonna oder der Queen – zweifellos sind Machtstrategien und die Repräsentation von Körpern eng miteinander verbunden. Und nicht nur wie wir unsere Körper zeigen, sondern auch wie wir über sie sprechen, bestimmt die Sphäre der Macht. Wie also setzen auch demokratisch legitimierte Herrscher ihren Körper ein, um Macht auszuüben? Kommt es am Ende doch einfach auf die Größe an, wenn es darum geht, Glaubwürdigkeit zu performen und Stimmen zu gewinnen? Susanne Zaun und Marion Schneider gehen diesen Fragen nach. In ihrem neuen Stück lassen sie einen unerschrockenen Frauenchor den Körper mit einer historischen Persönlichkeit tauschen, die passender nicht sein könnte, wenn es um Fragen des Verhältnisses von Macht und Körper geht: Helmut Kohl.“

Am Dienstag, 05.02. um 20.00h.
Vorstellungen auch am Mittwoch, 06.02. um 20.00h und Donnerstag, 07.02. um 19.00h

Mousonturm
Waldschmidtstr. 4;
Rollstuhlgerecht und behindertenfreundlich ausgestattet.

Foto: (c) Rainer Zenz/Mousonturm

Mittwoch 6. + Sonntag 10. Februar: Zumutung 
Ein deutsches Theaterstück

(Daniela)

Ich habe es bisher nicht in ihr Stück geschafft.. Mist. heute kann ich auch nicht, ABER am 10.2. ich bin gespannnt auf das Regiedebüt von Lea Balzer. Sie inszeniert: Zumutung 
Ein deutsches Theaterstück

„Wir sehen es als bedenklich an, dass sich die Kulturpolitk in den letzten Jahren zunehmend politisiert hat, und zwar einseitig in die linke Richtung. Sie sollte auch die deutsche Kultur fördern.“ Götz Frömming, AfD (Mitglied des Bundestages)
Selbst ein Fürst ist nur ein Mensch mit Sehnsüchten und Gefühlen. Diese schmerzliche Erfahrung muss Gregor von Lautenzell machen, den seine unvollkommene Ehe und ein betörendes junges Kindermädchen auf die emotionale Probe stellen. Dabei will er doch nur seinen geliebten Sohn umsorgt wissen… Wie kann der Fürst sein Familienglück retten und dem Publikum eine moralische Identifikationsfigur sein?
Wer oder was die vielfach beschworene deutsche Kultur – oder das Deutsche in der Kultur – eigentlich sein soll, ist eine der meistdiskutierten Fragen der letzten Jahre. ADÄQUATOR wird darauf keine Antwort geben, hat sich aber entschlossen, die Frage ernst zu nehmen und ihr einen unzensierten Raum zu widmen. Der Theaterabend ist ein Versuch, neurechte kulturpolitische Forderungen mitsamt ihren Konsequenzen für die Kunstfreiheit im Reagenzglas Theater zum Blühen zu bringen.
Freuen Sie sich auf einen Abend voller Unterhaltung, Emotion und Repräsentation. Ein Serviervorschlag.

Zumutung - 
Ein deutsches Theaterstück

6. + 10.2. in den Landungsbrücken
Theaterkollektiv Adäquator: Lea Marlen Balzer, Janik Hauser, Isaak Kudaschov, Julia Marburger

Idee und Leitung: Lea Marlen Balzer, 
Bühne: Tessa Bode
Foto: (c)Henry Böbst

Mittwoch, 6. Februar: Of/ Lost in Translation

(Andrea)

Genauso habe ich Tokyo erlebt! "Lost in Translation" war damals eine Offenbarung, weil irgendwie kaum einer mein Gefühl in dieser unglaublichen Stadt verstanden hat. Und dann begegnen sich Bill Murray und Scarlett Johansson und finden die richtigen Worte. Ein wunderbares Stück Film! Und ein wunderbarer Streifen in der Reihe "Ida und der Filmklubb gehen ins Hotel", bei der, da bin ich sicher, noch das ein oder andere cineastische Kleinod im ungewöhnlichen Ambiente des Sheraton Hotels zu sehen sein wird. Beginn 19 Uhr. 
Sheraton Hotel, Berliner Straße.  
Bild: Constantin

Donnerstag 7. Februar: Vernissage

(Petra)

Ich mag ja vieles, das der saasfee-pavillon veranstaltet – und in diesem Ankündigungstext sind so viele Schlagworte enthalten, die mich elektrisieren: diese raumgreifende Inszenierung muss ich sehen. In der Ausstellung 'interzone' setzt sich Künstler und Architekt Christos Voutichtis intensiv mit der gesellschaftlichen Definition und dem Verständnis von privatem und urbanem Raum auseinander und untersucht deren aktuelle Bedeutung für die Architektur. Voutichtis kombiniert eine Auswahl von Arbeiten der vergangenen vier Jahre mit aktuell entstandenen Werken, die den Zusammenhang zwischen Anarchie in der Architektur und deren Auswirkungen und Einflüsse auf Subkulturen in ihren verschiedenen Ausprägungen aufzeigen.
Hierfür macht er sich urbane Orte mit kulturellen, sozialen oder ökonomischen Regeln zu eigen, indem er seine Arbeiten als erweitertes Element und platziert und dem Raum somit eine neue Bedeutung verleiht. 'interzone' spielt bewusst mit verschiedenen Sparten traditioneller und zeitgenössischer Kunst und Architektur, die als künstlerische Reflektionen unserer soziokulturellen Lebensräume zu verstehen sind.
 
'interzone' - christos voutichtis,
Vernissage, Einführung: Prof. Dr. Theodore Spyropoulos
(AADLR, London/Städelschule, Frankfurt/M.)
Ausstellung bis 01.März
Ort: saasfee*pavillon
Adresse: Bleichstr.66 HH
Uhrzeit: 19 - 23 Uhr, Eintritt: frei
Barrierefrei: leider nein

Donnerstag 7. Februar 2019: Gisbert zu Knyphausen

(Uwe)

1818 erwarb die Familie des ostfriesischen Adelsgeschlechtes zu Knyphausen den Draiser Hof im Rheingau, eine ehemalige Dependance der Abtei Kloster Eberbach. Der schon 1141 gegründete Draiser Hof wurde früh von Mönchen als Weinkeller genutzt. Diese Geschichte erzählt der Vater des Sängers Gisbert zu Knyphausen zu Beginn des jährlichen „Heimspiels“ auf dem Hof in Eltville Erbach. Die, die das Glück haben, eine der wenigen Karten zu bekommen, können an drei Festivaltagen gute Musik hören, Wein trinken und sich den Bauch vollschlagen. Das nächste Heimspiel findet Ende Juli 2019 statt und es ist bereits ausverkauft. Den Gastgeber Gisbert zu Knyphausen kann man sich aber bereits Anfang Februar in der Batschkapp ansehen. Dorthin kommt er mit seiner Band, um sein Album „Das Licht dieser Welt“ vorzustellen, dessen Veröffentlichung bereits über ein Jahr zurück liegt. Der Songwriter dreht im kommenden Jahr mit seiner Kapelle bereits seine zweite Runde durch Deutschland. Im Gepäck hat er wunderbare Lieder wie „Niemand“ oder „Dich zu lieben ist einfach“. Das Album, welches sieben (!) Jahre nach der letzte Platte erschien, wurde von Jens Eckhoff („Jean-Michel Tourette“) produziert, der für Wir sind Helden famose Lieder komponierte und Teil von zu Knyphausens herausragender Begleitband ist.
 
Batschkapp
Adresse: Gwinnerstraße 5
Mit dem Rollstuhl erreichbar
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: ab 26 EUR im VVK inkl. Gebühren
Foto: Dennis Williamson

VORSCHAU
Sonntag 10. Februar: GAVIN JAMES

(Uwe)

Mit acht Jahren lernte Gavin James Gitarre spielen, als Teenager gehörte er als Sänger einer Rockband an und als er volljährig wurde, begann er mit eigenen Auftritten in den Pubs der irischen Hauptstadt. Das liest sich fast schon wie eine idealtypische Karriere eines irischen Sängers. 2012 veröffentlichte der Popmusiker mit den Falsetttönen die EP „Say Hello“. Über das Internet wurde der Titelsong zu einem Hit, der es bis in die irischen Charts schaffte und schließlich beim Choice Music Prize sogar als Irish Song of the Year ausgezeichnet wurde. Unter dem Titel „Bitter Pill“ wurde sein erstes Studioalbum Ende 2015 veröffentlicht. In Irland erreichte es die Top 5 und blieb über ein Jahr in den Charts. Mit dem Titelsong gewann er als erster Ire zum zweiten Mal den Choice-Song-Award und das Album gehörte zu den zehn Nominierten für den Albumpreis. Im Herbst 2018 veröffentlichte er sein zweites Album „Only Ticket Home“, welches er nun im Zoom vorstellt. Bereits im letzten Juni spielte James im Nachtleben und erhielt ein herausragendes Feedback für seinen Auftritt („Gavin James hat eh eine fantastische Stimme“, „Viel Humor und echt eine überragende Stimme haben den Abend perfekt gemacht“). Einige seiner Songs habe ich mir angehört, die gute Kritik kann ich nachvollziehen. Ein Besuch scheint sich wirklich zu lohnen.
 
https://www.youtube.com/watch?v=0rk8M0c_y6I
 
Zoom
Beginn: 20 Uhr
Brönnerstraße 5-9
VVK 20 EUR zzgl. Gebühren
Nicht barrierefrei

Sonntag, 17. Februar: FFM/ Balthazar

(Andrea)

Ich habe neulich Timo getroffen und der hat sich schon mit Tickets versorgt. Das war sicher sehr klug, denn Balthazar sind ein echte Tipp für Indi-Fans. Ich habe reingehört und beschlossen, ebenfalls hinzugehen. Einen netten Text habe ich bei laut.de gefunden: "Belgien - das Land zwischen den Niederlanden und Frankreich. Unscheinbar, irgendwie. Es hat die Königin Beatrix, den ewigen Zwist von flämischer und französischer Bevölkerung und den Bier-Riesen InBev. Und mausert sich immer mehr zum Heimatland anerkannter Indie-Künstler (...) Das Geheimtipp-Image haftet dennoch lange Zeit weiterhin am Quintett. Und das, obwohl sie ihren Sound selbst mit Arctic Monkeys, The Streets, The XX und den Gorillaz vergleichen. Die Fusion klingt dennoch einzig und allein und nur nach Balthazar." Balthazar are pleased to announce their return with news of the forthcoming album Fever on 25th January 2019. Listen to the album’s title track Fever here - http://smarturl.it/BalthazarFeverSingle
Batschkapp
Gwinnerstraße 5
60388 Frankfurt am Main
Barrierefrei: Ja
https://bit.ly/2BauOaT

Richard III im Schauspiel Frankfurt zum allerletzten Mal

(Martin)

Jetzt kommt er noch dreimal – und dann nimmermehr: Richard III!!!

Tatsächlich, es hat ein Ende – ich verstehe nicht warum, denn diese Inszenierung war bzw. ist für mich die theatralische Sensation der letzten Jahre.
Allen, die diesen Richard III noch nicht und ebenso denen, die ihn bereits gesehen haben, lege ich ans Herz, vor der endgültigen Beerdigung, sich unbedingt (im Zweifel erneut) verführen und zum Zeugen machen zu lassen, Morde zu erleben, Flüche und exzellente Fiesheiten zu hören, über bodenlose Unverfrorenheiten zu staunen – schlichtweg großes Theater zu erleben und zu Richard III ins Schauspiel Frankfurt zu gehen!  
Sensationell ist allein die Bühne: Dieses Richard-Drama spielt sich in einer Arena oder sozusagen in einem ‚Boxkampfring’ ab. Das Publikum sitzt rundum und wird zum Akteur des Geschehens. Gespielt wird im gesamten Raum und gelegentlich mutiert man zum Uhu, der den Kopf nach allen Seiten zu drehen hat.
Dem Regisseur Jan Bosse ist etwas Besonderes gelungen. Dadurch, dass der Raum so fulminant bespielt wird, teilt sich dieses Mammutwerk in viele (immer inhaltliche miteinander verbundene) ‚Kammerspielchen’ auf. Das macht Spaß, ist unterhaltsam und führt dazu, dass ständig was los ist.

Beispiellos ist die schauspielerische Leistung. Wolfram Koch (der Frankfurter Tatort-Kommissar) spielt genial. Diese Entwicklung des Richard vom grauen Mäuschen hin zum Meisterintriganten, der die Gegner hemmungslos aus dem Weg räumt oder räumen lässt, das ist größte Schauspielkunst. Mechthild Großmann (die Staatsanwältin mit der markanten Stimme aus dem Münster-Tatort) ist unbeschreiblich; als Königsmutter schafft sie es gleichsam nachvollziehbar Verächtlichkeit zu spielen und einen dennoch zum Schmunzeln zu verführen. Und natürlich gilt das alte Theaterprinzip, dass der König auch von den Untergebenen gespielt werden muss – das machen u.a. Claude de Demo, Isaak Dentler, Katharina Bach und Samuel Simon eindrücklich und glanzvoll.

Es ist herausragend, wie in diesem Richard III die feinen Mechanismen des Aufsteigens und an die Machtkommens ausgespielt und dargestellt werden, wie Moral augenscheinlich verfällt und die letztendliche Konsequenz von opportunistischem Verhalten und Korruptheit deutlich wird. Hochaktuell...

Nur noch dreimal zu erleben:  am Mittwoch, dem 27.02., Samstag, 09.03. und Sonntag, 07.04.
Großes Haus des Schauspiel Frankfurt, Willy-Brandt-Platz (behindertenfreundlich ausgestattet).
Der Vorverkauf läuft bereits jetzt für alle drei Vorstellungen!!!
Foto: Schauspiel Frankfurt

26. Februar: OF/Demokratielotsen gesucht

(Andrea)

Demokratie ist was man daraus macht... und lebt vom Mitmachen. Mashid kommt aus dem Iran und engagiert sich u.a. im Freilwligenzentrum. Jetzt möchte sie gemeinsam mit Hennes Lucas sensibilisieren und motivieren:" Wir leben in einer demokratischen Gesellschaft, doch was bedeutet das für uns? Gerade am Beispiel Kommunalpolitik kann man zeigen, wie Demokratie funktioniert und wie jede Bürgerin und jeder Bürger sich beteiligen kann. Schließlich können uns unsere Kommunalpolitiker jederzeit über den Weg laufen! Mit dem Projekt „Demokratielotsen in Offenbach“ möchten Mahshid Najafi und Hennes Lucas vom Freiwilligenzentrum dazu beitragen, Demokratie für Jugendliche erlebbarer zu machen. Dazu suchen sie Unterstützung von ehrenamtlichen Demokratielotsen, die Jugendliche in Sprach- und Integrationskursen informieren. Auch soll eine Zusammenarbeit mit den Offenbacher Schulen aufgebaut werden. Sie werden mit einer Schulung auf ihre Aufgaben vorbereitet. Inhalte sind unter anderem Informationen über das Wahlrecht, über Rassismus und Gleichberechtigung, aber auch die Teilnahme an einer Fraktionssitzung. Die Schulung ist geplant an sieben Tagen in der Zeit Mitte März bis Mitte Mai. Ein Höhepunkt ist eine anschließende gemeinsame viertägige Fahrt nach Berlin, unter anderem zum Reichstag. Interessenten sind eingeladen zur Informationsveranstaltung am 26. Februar 2019 um 17.00 Uhr im Freiwilligenzentrum Offenbach, Domstr. 81. Anmeldungen bitte unter demokratie@fzof.de

7.,8.,9,. März: Unendlicher Spaß

(Martin)

Am Mittwoch wurde bekannt gegeben, welche Inszenierungen des vergangenen Jahres für das Theatertreffen 2019 in Berlin ausgewählt wurden. Mit einer Produktion dorthin reisen zu können, das ist wohl der höchste Theater-Adel, den ein Haus, eine Produktion und natürlich auch die beteiligten Schauspieler*innen erlangen können.
Und: der Mousonturm ist als ko-produzierende Institution bzw. Theaterhaus gleich zweimal eingeladen und beide Produktion werden im Mai in Berlin gezeigt: eine Sensation!

Mit ‚Oratorium’ von SheShePop ist die diesjährige Spielzeit des Mousonturm eröffnet worden. Alle, die den Empfehlungen der Ausgehtipps gefolgt sind, können sich glücklich schätzen, denn eines der Highlights der Saison haben sie erlebt.
Jetzt bloß nicht den nächsten Glanzpunkt versäumen und sich sogleich Tickets für ‚Unendlicher Spaß’ sichern – denn nach der Nominierung wird es jetzt ganz schnell gehen, die drei Vorstellungen werden ausverkauft sein und dann hat man den ‚Unendlichen Ärger’...!

„’Ich will darüber schreiben, wie es sich anfühlt, heute zu leben, statt davon abzulenken’: so charakterisierte David Foster Wallace seinen Versuch, mit „Infinite Jest“ (1996) auf 1.500 Seiten die gegenwärtige Welt zu erzählen. Aus den verschiedenen, ineinander verschachtelten Erzählzentren des Werks hat Thorsten Lensing, der hierzulande wichtigste Schauspielregisseur der freien Szene (zuletzt „Karamasow“), für seine brillante Neuinszenierung die Familiengeschichte der drei Brüder Incandenza herausgeschält. Dabei widmen sich er und die sechs Schauspielerinnen und Schauspieler seines Ensembles – die zu den besten des deutschsprachigen Theaters zählen – den ebenso tragischen wie komischen Figuren mit großer Ernsthaftigkeit und einer ungeheuren Leichtigkeit zugleich. Denn Witze, schreibt Wallace, sind die Flaschenpost, mit der die Verzweifelten ihre gellendsten Hilfeschreie aussenden.“

Die Nachtkritik schreibt: „Das Stück ist eine Aneinanderreihung von Nummern – genau wie das Buch. Viele davon sind unglaublich lustig (Warnung: sobald Orin sich in einem aufblasbaren Whirlpool räkelt und Sebastian Blomberg merkwürdig am Rand herumstakst, dürfen Sie auf keinen Fall was im Mund haben, denn Sie werden binnen Sekunden so heftig lachen müssen, dass sie entweder dran ersticken oder es der Person vor Ihnen in den Kragen spucken würden!). Devid Striesow und Sebastian Blomberg haben einen Spielstil perfektioniert, bei dem sie Clowns mit abstrusen rührenden schrecklichen Marotten aus einem ganz authentisch wirkenden Kern wuchern lassen und damit fast unendlichen Spaß bereiten können. Blomberg ist Spezialist für sensationelle Blödigkeit und brachialen Slapstick, Striesow für kindliche Eitelkeit und schreckliche Grausamkeit. André Jungs Mario ist so liebenswert und von solcher Zartheit, dass man seufzt vor Freude...“

„Das Schönste, was man seit langem im Theater gesehen hat“ – jubelt die Süddeutsche Zeitung.

Ich sage: Devid Striesow, Ursina Lardi, Sebastian Blomberg u.a. – ein großes Schauspieler*innenfest – und wer das in Frankfurt versäumt, dem ist hier nicht mehr zu helfen, der muss im Mai nach Berlin!

Am 07., 08. Und 09. März um jeweils 19.00h im Mousonturm, Waldschmidtstr. 4;
Rollstuhlgerecht und behindertenfreundlich ausgestattet.
erlosung: 2x2 Gästelistenplätze für Gavin James am 10.02 im Zoom (Einsendeschluss: 03.02, 18 Uhr): Wie ist der Name von Gavin James´ ersten Album?

Foto: David Baltzer/Agentur Zenit/Mousonturm

15. März: Kino Kulinarisch

(Andrea)

„Gallileo, Gallileo, Gallileo, Gallileo, Gallileo, figaro, magnifico“ – Was für ein kraftvolles Ereignis! Es gibt diese Ausnahme-Filme, bei denen man nicht genau weiß, wie sie es schaffen, dass man so beseelt, euphorisch und tief berührt das Kino verlässt. Mit dem Gefühl, den eben gesehenen Film am liebsten gleich nochmal anschauen zu wollen. „Bohemian Rhapsody“ ist einer jener Filme, bei dem der Funke überspringt – und am Ende ein Feuer entfacht. Aber wer sollte den Menschen Freddie Mercury, den Sänger, diesen so einzigartig exzentrischen Popstar überhaupt darstellen können? Mit Rami Malek wurde ein Schauspieler gefunden, der mit jeder Minute stärker an Präsenz und Ausdruck gewinnt, um am Ende förmlich mit Freddie Mercury zu verschmelzen. Malek gelingt das nicht für möglich gehaltene Kunststück: Er versucht nicht Mercurys Aura zu imitieren, sondern verleiht der Figur etwas eigenes, um ihr damit sogar noch ein Stück näher zu kommen. Eine derartig mutige und leidenschaftliche Performance sieht man im Kino nicht allzu häufig. Von den energiegeladenen, grandios fotografierten, mitreißenden Konzertaufnahmen ganz zu schweigen! Nach einigen Recherchen ist uns in Sachen Verköstigung ein Überraschungs-Coup geglückt: Freddie Mercury lebte jahrelang in München (was auch im Film keine unwesentliche Rolle spielt) und ernährte sich nicht ausschließlich flüssig. Nach übereinstimmenden Berichten damaliger Weggefährten war Schweinebraten in jener Zeit sein absolutes Leibgericht. Wie könnten wir heute also etwas anderes zubereiten? Wir servieren ihn mit Malzbiersoße, Püree, Möhrengemüse und Krautsalat, auf die Vegetarier warten selbstgemachte Gemüsebratlinge. In Anlehnung an Mercurys Herkunft und an eine sehr bemerkenswerte Szene gegen Ende des Films, reichen wir zum süßen Abschluss köstliche persische Dessertvariationen. ... und dann wird Rockmusik lebendig!

Einlass und Essen ab 18.30 Uhr, Filmbeginn ca. 20 Uhr, Eintritt 9 Euro zzgl. 90 Cent Vorverkaufsgebühr – inklusive Sektempfang, exklusive Speisen. Vorverkauf ab Samstag, 02.02.2019 im OF-InfoCenter, Salzgäßchen 1. Einlass und Einfahrt über "Goethering“, Parkplätze sind ausreichend und kostenfrei auf dem EVO-Gelände vorhanden. 

Montag 3. Juni: Maceo Parker

(Daniela)

Oh wie toll, was freue ich mich auf diesen Abend: Frank Diedrich holt den großartigen Maceo Parker nach Frankfurt! Sichert Euch Karten!

1943 in North Carolina geboren, gehört zu den einflussreichsten Jazz/Funk-Musikern der Welt. Seit den 60ern prägt er die Szene und spielte mit allem, was Rang und Namen hat, von James Brown bis Ray Charles, George Clinton, Bootsy Collins, Prince, Red Hot Chili Peppers und vielen mehr. In den 1970er-Jahren war die lebende Legende Teil der besten Bläsergruppe, die es vermutlich je gab: bei den JB Horns von James Brown. Maceo Parker gilt als der Inbegriff des Funk. Sein Saxophonspiel ist unverkennbar, seine Band das knackigste kleine Funk-Orchester der Welt. Man kann gar nicht sagen, was zuerst kam, Funk oder Maceo Parker.

Heute steht er für bis zu drei-stündige Shows die jeden Besucher in den Bann reißt. Ohne bombastische Showelemente aber stattdessen mit voller Konzentration auf die Musik, das Tanzen und den Spaß. Sein Versprechen: "98 percent Funk, 2 percent Jazz". Und – wie er selber oft betont: er liebt jedes einzelne Mitglied seines Publikums.
maceoparker.com
https://youtu.be/3_0alsFnxwI
https://www.facebook.com/realmaceoparker

Ort: Batschkapp.
VVK 35 Euro zzgl. Gebühren
Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr


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