25.01.2019
Inhalt: Heute bin ich spät dran...verzeiht. / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / ZU GEWINNEN / 24.01. – 08.02. 2019 Frankfurter Positionen 2019 – Grenzen der Verständigung / Freitag 25. Januar: Vernissage und Preisverleihung / Freitag 25. Januar: Film / G E R O L L T E S - Torhüter: Von Alex Nübel, Sepp Maier und Dirk I / Zum Abschluss noch etwas über den FSV / Samstag 26. Janauar: Infoveranstaltung Radentscheid / Samstag 26. Januar: Finissage mit Einführung in Kunst-Technik / Samstag 26. Januar: »Jos, er hat noch Alle beisammen« / G E H Ö R T E S / Sonntag 27. Januar: Radentscheid Demo / Sonntag 27. Januar: Im*possible bodies #2 / Sonntag 27. Januar: The Miracle of love - Das Wunder der Liebe / Sonntag 27. Januar: KHRUANGBIN / Montag, 28. Januar: Mark Ernestus' NDAGGA RHYTHM FORCE / Dienstag 29. Januar: Literaturtipp und Lesung / Donnerstag 31. Januar: Bandscheibenvorfall / Donnerstag, 31. Januar: Alex Vargas / VORSCHAU / Freitag, 01. Februar: Kim Janssen / Freitag 1. Februar: Tarq Bowen / Freitag, 1. Februar: OF/ Frauen für Offenbach / Freitag, 1. Februar: FFM/ Parastou Forouhar / Samstag, 2. Februar: OF/ Drei Gesichter / Samstag, 2. Februar: OF/ Digital Retro Park / Mittwoch, 6. Februar: Of/ Lost in Translation / Donnerstag 07. Februar 2019: Gisbert zu Knyphausen / Sonntag, 17.Fbruar: FFM/ Balthazar / Richard III im Schauspiel Frankfurt zum allerletzten Mal / VORSCHAU UND TICKETS SICHERN: Kino Kulinarisch am 15.März / Impressum

Heute bin ich spät dran...verzeiht.

Aber ich hatte einfach keine Lust um 06:00 Uhr aufzustehen nur damit die Ausgehtipps um 12:00 Uhr erscheinen. Ich dachte mir: die werden sich auch um 14:30 Uhr noch über die Ausgehtipps freuen. Diese Woche habe ich selber nur wenige Tipps, dafür die anderen, insbesondere Andrea, um so mehr. Da ist ja ganz schön viel los in Offenbach. Wir wollen nächste Woche auch hin, denn Daniel Brettschneider organisiert wieder PASTA LIEBE und das ist so großartig. Und dann will ich mir auch die neue Ausstellung von Jos Diegel anschauen. Offenbach scheint ja sogar so ein wichtiger Hot Spot zu sein, dass man sich jetzt überlegt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, die herausfinden soll, ob eine Seilbahn zwischen den beiden Städten möglich wäre. Als ich das las dachte ich erst ich bin auf der Seite vom Postillon gelandet. Aber nein. Es ist ja auch "nur " eine Machbarkeitsstudie. Da wird also viel Geld in die Hand genommen, anstatt man erst mal einen ordentlichen, beleuchteten, Radweg zwischen den Städten baut. Oh wie mich das ärgert. Radverkehr ist ja eh eins meiner Lieblingsthemen, denn ich fahre ja bei Wind und Wetter und würde nicht am Sonntag der Geburtstagskaffeeklatsch meines Sohnes stattfinden wäre ich bei der Demo für den Radentscheid dabei, denn es kann ja schließlich nicht sein, dass der Magistrat der Stadt Frankfurt sich immer noch nicht zum Radentscheid geäußert hat, obwohl die 40.000 Unterschriften gesammelt haben. Mehr dazu unten bei den Terminen.

Ich muss jetzt wieder los. Ich habe mir für dieses Jahr drei Sachen vorgenommen: ABNEHMEN, SINGEN und ITALIENISCH lernen. Jetzt gleich ist meine erste Chorprobe. Mitten am Tag. Wie wunderbar. Der Italienischkurs startet in 14 Tagen und das mit dem Abnehmen geht erst nach der PASTA LIEBE los.

Lebt wild, a presto

Daniela

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf meiner Webseite zu lesen.

Vielen Dank an meine Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün und Uwe Schwöbel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Du findest die Ausgehtipps toll und möchtest, dass es sie auch im 12. Jahr noch gibt?

Dann werde Freund*in
, ob als Privatperson, als Unternehmer*in oder als Anzeigenschalter*in... hier gibt es alle Infos.

(Wenn Du mit all den Formularen nicht weiter kommst, dann schicke einfach ne Mail an: freunde@cappelluti.net)

ZU GEWINNEN

Antworten bitte an: schwoebke(at)aol.com
 (Die Gewinner*innen werden von Uwe benachrichtigt)

2 x 2 Gästelistenplätze für Gisbert zu Knyphausen am 7.2. in der Batschkapp. Gewinnfrage: In wie vielen Ausgehtipp Ausgaben haben wir 2018 über Gisbert geschrieben? (schaut im Archiv) Foto: Dennis Williamson

24.01. – 08.02. 2019 Frankfurter Positionen 2019 – Grenzen der Verständigung

(Martin)

Das sind schon gewichtige Akteure und Veranstaltungsorte: Künstlerhaus Mousonturm, Schauspiel Frankfurt, Museum für Moderne Kunst, Frankfurt LAB,
„Die zum neunten Mal veranstalteten Frankfurter Positionen verstehen sich als Erfahrungs- und Erkenntnisforum. Sie sind ein interdisziplinäres Uraufführungsfestival mit Konzerten, Theater, Ausstellungen, Performances und Vorträgen. In einem zweijährigen Turnus werden Künstlerinnen und Künstler sowie Referentinnen und Referenten gebeten, mit ihren neuen Arbeiten oder ihren diskursiven Beiträgen eine Positionsbestimmung zu dem sich vollziehenden gesellschaftlichen Wandel und zu den Veränderungen in der Lebenswelt zu formulieren. Das Projekt ist eine Initiative der BHF BANK Stiftung, die – unter Einbeziehung von Fachjurys – Aufträge zur Erstellung neuer Werke an Künstlerinnen und Künstler erteilt.“
Das komplette Programm findet ihr hier: frankfurterpositionen.de/program/
Besonders lege ich euch ans Herz, auf der Seite des Mousonturms  (https://www.mousonturm.de/festivals/frankfurter-positionen-2019/) zu stöbern, denn da gibt’s tatsächlich kulturelle Leckerbissen innerhalb der Frankfurter Positionen zu entdecken.
Außerdem: am Samstag, 26.01.19, kommt – ebenfalls im Rahmen der Frankfurter Positionen im Kammerspiel des Schauspiel Frankfurt das Stück ‚SKLAVEN LEBEN‘ zur Uraufführung. Autor ist Konstantin Küspert, der als Dramaturg am Schauspiel arbeitet. Aktuelle Stoffe werden auf den Schauspielbühnen nicht jeden Tag gezeigt, hochpolitische noch seltener. Die Thematik, um die es in dieser Neuinszenierung geht, betrifft uns alle:
„»Ich hab noch nicht einen einzigen Sklaven in Katar g’sehn.« Mit diesem Zitat hat Franz Beckenbauer die Haltung vieler Menschen im Westen auf den Punkt gebracht. Immerhin: Nach über 200 Jahren Kampf gegen die Sklaverei ist sie heute in allen Ländern der Erde per Gesetz verboten. Und trotzdem ist sie überall zu finden. Sklaverei ist zu einem zentralen Baustein globaler Ökonomie geworden und versorgt uns hier im Westen mit einer überbordenden Vielfalt an Produkten und Dienstleistungen: Kleidung, Kosmetik, Elektronik, Lebensmittel, Altenpflege, Fußballweltmeisterschaften ... Wir alle konsumieren diese Produkte tagtäglich, obwohl wir uns der Produktionsbedingungen und Ausbeutungsstrategien dahinter sehr wohl bewusst sind. Oder sein müssten. Konstantin Küspert hat ein Kaleidoskop der unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, in dem er die Mechanismen selektiver Wahrnehmung von unserem westlichen Lebensstandard analysiert und dechiffriert – ebenso, wie die andere Seite der westlichen Moderne, nämlich den engen historischen Zusammenhang von europäischem Kolonialismus, Massensklavereien, Imperien und Kapitalismus.“

Sklaven Leben: Vorstellungen am Samstag, 26.1. (Ausverkauft), Sonntag, 27.1. (Ausverkauft), Sonntag, 10.02., Freitag, 22.2., Samstag, 23.02.
Alle Veranstaltungsorte sind grundsätzlich behindertenfreundlich ausgestattet.

Foto: Felix Grünschloss - Schauspiel Frankfurt

Freitag 25. Januar: Vernissage und Preisverleihung

(Petra)

Stadtentwicklung und Architektur interessieren mich schon lange – und seit Neustem umso mehr. Also müsste ich hier eigentlich heute auch vorbeischauen: Die Ausstellung zum DAM Preis 2019 stellt 22 aktuelle Bauten aus Deutschland und drei bemerkenswerte Projekte deutscher Architekturbüros in anderen Ländern vor. Zu entdecken gibt es die Vielfalt der Gegenwartsarchitektur in Deutschland: Bauten im ländlichen Raum ebenso wie in Kleinstädten und urbanen Ballungsräumen. Beispiele für den Geschosswohnungsbau werden vorgestellt, neue Bibliotheken als nichtkommerzielle innerstädtische Zentren, ein Museum und ein Opernhaus – aber auch technische Gebäude wie eine Streusalzlagerhalle. Die Jury hat vier der Bauten zu Finalisten für den DAM Preis 2019 nominiert und auf einer Juryfahrt begutachtet. Das Gewinnerprojekt wird mit der Preisverleihung bekannt gegeben und steht im Zentrum der Ausstellung.

DAM Preis 2019 – Die 25 besten Bauten in/aus Deutschland, Preisverleihung und Ausstellungseröffnung
Deutsches Architekturmuseum (DAM), DAM Auditorium
Schaumainkai 43, Dribbdebach
Uhrzeit: 19 – 21 Uhr, Eintritt: frei
Barrierefrei: ja

Freitag 25. Januar: Film

(Petra)

Die eigenen Feindbilder weiter aufpäppeln – oder den eigenen Lebensstil mal wieder kritisch hinterfragen? Beides verspreche ich mir von dieser filmischen Ansichtskarte aus Amerika: Die Fotografin und Regisseurin Lauren Greenfield hat das Porträt einer materialistischen, arbeits- und imagebesessenen Kultur und ein zeitgesellschaftliches Essay kreiert. Sie reist in die Welt der Reichen, Schönen und die, die es werden wollen. Greenfield zeigt die Auswüchse der globalen Turbo-Wachstumswirtschaft, des korrupten amerikanischen Traums, des Narzissmus und der Gier. Kleine Mädchen bei Schönheitswettbewerben. Russische Oligarchen und die Neureichen Chinas wollen zur aristokratischen Elite werden. Studenten. Auch Alleinerziehende und Familien verschulden sich für Luxus. Sie spricht mit dem ehemaligen Hedgefonds-Manager Florian Homm, der auf der „Most wanted“-Liste des FBI stand.
Und es geht um Lauren Greenfield selbst. Seit 25 Jahren beschäftigt sie sich mit Geld, Reichtum und den Menschen dahinter. Ist ihr eigener Blick auf diese Phänomene nicht längst auch zur Obsession geworden ist?

Frankfurt Premiere Generation Wealth
– mit Gästen, Skype Q+A mit Regisseurin Lauren Greenfield und im Filmgespräch: Florian Homm

Orfeo’s Erben
Adresse: Hamburger Allee 45, Westbahnhof/Bockenheim
Barrierefrei: leider nein
Beginn: 20:30 Uhr
Eintritt: 10 (7) Euro

G E R O L L T E S - Torhüter: Von Alex Nübel, Sepp Maier und Dirk I

(Uwe)

Alexander Nübel wurde vor einiger Zeit bei der Sportlerehrung der westfälischen Stadt Salzkotten die Auszeichnung als „Sportler des Jahres“ zuteil. Das weiß ich nur, weil mein Arbeitskollege, der im Büro sechs Meter Luftlinie von mir entfernt sitzt, der Mann von Britta Schindewolf ist. Die ist als Schwimmerin in ihrer Altersklasse überregional wahnsinnig erfolgreich und wurde am selben Abend „Sportlerin des Jahres“. Nach der Ehrung erzählte mir mein Kollege, „der Nübel ist ein netter Kerl“, ich fragte ihn „wer ist das?“, worauf er mir in vorwurfsvollem Ton antwortete „das ist der zweite Torwart von Schalke 04“. Hätte ich das als Schalkefan wissen müssen? Seit vergangenem Sonntag ist eben dieser Alexander Nübel erster Torwart der Schalker, weil der Trainer den bisherigen Stammkeeper und Kapitän, Ralf Fährmann, absetzte. Der wiederum nahm es öffentlich sportlich, innerlich wird er kochen. Der Grund ist einfach: auf keiner Position im Fußball wird so selten gewechselt wie auf der des Torwarts. So war beispielsweise Gerald Ehrmann sieben Jahre lang der Vertreter des damaligen Nationaltorhüters Harald „Toni“ Schumacher beim 1 FC Köln. Der Vertretungsvoll trat in dieser Zeit ganze zweimal ein, weil für Schumacher keine Verletzung zu schwer und er als Torhüter im Verein unumstritten war. „Tarzan“ Ehrmann wechselte daher irgendwann nach Kaiserslautern, spielte dort und wurde anschließend zu einem sehr erfolgreichen Torwarttrainer. Der Frankfurter Kevin Trapp ist einer seiner prominentesten Schüler.
 
Am Samstag schaltete ich kurz auf den Sportsender DAZN, um zu schauen, wie es für den FC Liverpool gegen Crystal Palace läuft. Es dauerte nicht lange, dann wehrte der Keeper von Crystal Palace, der Argentinier Julian Speroni, beim Spielstand von 2-2 den Ball ins eigene Tor ab. Er erinnerte mich in seiner Hilflosigkeit an den Torwart meiner damaligen Jugendmannschaft, Dirk I. (Name nicht geändert), als dieser beispielsweise an einem nebligen Sonntagmorgen im Herbst 1982 bei einem Auswärtsspiel in Büttelborn über einen Ball sprang, weil er dachte, er würde am Tor vorbei ins Toraus rollen (aber stattdessen in unser Tor ging). Wir regten uns über seine Fehler damals nicht besonders auf, weil wir uns an seine „Böcke“ gewöhnt hatten, weil wir auch ohne seine Fehler eigentlich immer verloren und weil ein Torwart schon damals nicht einfach so vom Baum fiel. Auch der größte deutsche Torwart aller Zeiten, Sepp Maier, kam nicht als Keeper auf die Welt. Seine Entwicklung zum Torwart erklärte er einmal der TZ München: „Ich habe beim TSV Haar Stürmer gespielt und war immer Torschützenkönig. Dann brach sich unser Torhüter die Hand und der Jugendleiter sagte „Sepperl, beim nächsten Spiel musst du ins Tor.“ Wir spielten gegen eine Jugendmannschaft von Bayern München. Da hab ich gesagt: „Ich geh nicht ins Tor, i mog denen ein paar neihauen.“ Nein, ich musste ins Tor. Es war das erste Mal, dass ich im Tor stand, wirklich wahr! Wir haben 12:0 verloren, ich fiel dem Trainer der Bayern aber auf. Kurz darauf war ich vom Oberbayrischen Fußballverband zu einem Auswahlspiel eingeladen. Der Auswahl-Trainer (derselbe Jugendtrainer der Bayern) sagte „Im Tor: Maier.“ Da hab ich gesagt: „Wieso ich? Ich bin doch gar kein Torwart.“ – „Doch, du spielst im Tor!“ Wir haben 3:1 gewonnen, ich hab in dem Spiel zwei Elfmeter gehalten.“. Das war der Anfang einer Weltkarriere, die viele Jahre später durch einen Verkehrsunfall endete. Maier startete eine Laufbahn als Torwarttrainer, die wiederum Jürgen Klinsmann beendete als er bei der WM 2006 Jens Lehmann für den Maier-Schützling Oliver Kahn ins Tor stellte. Über den besonders Ehrgeizigen Oliver Kahn gibt es übrigens die Geschichte, dass sein Vorgänger im Tor des Karlsruher SC, Alexander Famulla nie mit ihm auf einem Zimmer schlafen wollte, weil er Angst hatte, dass ihm der junge Kahn nachts das Kopfkissen aufs Gesicht drückt. Kahn setzte sich 1987 gegen den damaligen Stammkeeper durch und wurde sieben Jahre später vom FC Bayern gekauft. Dort erwartete ihn kein Konkurrenzkampf, weil sein Vorgänger Raimund Aumann freiwillig in den Ruhestand ging (vielleicht hatte er aber auch Todesangst wie Famulla).
 
Nun steht also Nübel für Fährmann im Schalker Tor. Vielleicht nimmt er eine Entwicklung wie das letzte Schalker Eigengewächs im Tor der Gelsenkirchener, Manuel Neuer. In der Saison 2006/07 wurde für ihn der damalige Stammtorhüter Frank Rost mit der Begründung „Rost habe zuletzt ein Quäntchen Glück gefehlt“ auf die Bank gesetzt. Über diese Begründung hätte sich mein oben beschriebener Jugendfreund Dirk I. kaputt gelacht. Glück hatte der nämlich überhaupt keins, er spielte dennoch stets.

 
Der Eintracht-Tipp (von einem Schalkefan)
Werder Bremen – Eintracht Frankfurt 1-1

Zum Abschluss noch etwas über den FSV

Auch der FSV Frankfurt hat einen neuen Torwart. Auf den Abgang von Reservekeeper Matay Birol hat der Verein reagiert und mit Kenan Mujezinovic einen neuen Torwart verpflichtet. Mujezinovic stammt ursprünglich aus dem Nachwuchsleistungszentrum des VfB Stuttgart. Den Stammkeeper der Bornheimer, Marco Aulbach, wird er wohl nicht verdrängen. Ein- bis zweimal täglich bereiten sich Aulbach, Mujezinovic und der Rest vom FSV gerade auf die verbleibenden 14 Saisonspiele vor. Am letzten Februarwochenende geht es mit dem Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim weiter.

Samstag 26. Janauar: Infoveranstaltung Radentscheid

(Daniela)

Wie Eingangs schon beschrieben ist morgen die Radentscheid Demo und heute findet eine Infoveranstaltung zum aktuellen Stand des Radentscheids statt. Das Timiing ist perfekt. Das Spiel gegen Bremen beginnt erst um 18:30 Uhr...

Ein neues Jahr hat begonnen und viele Fragen sich: Was ist eigentlich aus dem Radentscheid geworden?
Diese und weitere Fragen – insbesondere zum rechtlichen Stand des Bürgerbegehrens und unseren Aktivitäten – möchten wir gerne beantworten und laden dazu zu einer öffentlichen Infoveranstaltung ein. Wir werden von unserer Arbeit der letzten Monate bereichten (Gespräche mit Vertretern der Stadt, Planungen für ein Radwegenetz, Visionen für den Ausbau einzelner Strecken) und vielfältige Möglichkeiten zum Beteiligen und Mitmachen aufzeigen!

Saalbau Dornbusch
Eschersheimer Landstraße 248, 1.Stock, Raum 3
Uhrzeit: 15:00 - 17:00

Samstag 26. Januar: Finissage mit Einführung in Kunst-Technik

(Petra)

Wer schwelgt nicht in Erinnerungen, wenn er ein Plattenlabel von Arcade, Virgin, Blue Note oder Angel Records sieht? Das ist die allerletzte Gelegenheit nicht nur für Musikfans, die sehenswerte Ausstellung von O.W. Himmel zu besuchen. Der ist in Sachen Musikgeschichte unterwegs. Neben den Musiklabels gibt es verschiedene Serien von Unikaten, die durch den Druck von Songtextauszügen auf recyceltes Material entstehen. Es werden Plattencovers, Schokoladeneinpackpapier, Tapeten und Landkarten verarbeitet. Die Ausstellung zeigt auch skulpturale Installationen wie einen Fußboden aus echten Schallplatten, ein vermeintliches aber nicht funktionierendes Schlagzeug und Sound-Systeme, die nur so heißen, aber ganz und gar nicht so klingen. Und: Der Künstler ist auch da und gibt eine Einführung in seine Linol-Drucktechnik. Zu kaufen gibt es seine Werke und den Ausstellungskatalog natürlich auch.

Full Vinyl – Finissage mit O.W. Himmel
Heyne Kunst Fabrik in Bad Orb
Wendelinusstraße 2, Bad Orb
Uhrzeit: 14 bis 17 Uhr, Einführung in O.W. Himmels Linol-Drucktechnik: 15 Uhr, Eintritt: frei, Barrierefrei: nein, Anfahrt und weitere Infos: www.heynekunstfabrik.de/home/?p=2233

Samstag 26. Januar: »Jos, er hat noch Alle beisammen«

(Daniela)

Jos mag ich, deshalb wäre ich heute gerne bei der Vernissage im Haus der Stadtgeschichte in Offenbach. Was ein Glück läuft die Ausstellung noch bis zum 24.3. und er macht auch ein super Begleitprogramm!

Jos Diegel beschäftigt sich und spielt mit gesellschaftspolitischen und normativ-narrativen Strukturen. Er begreift seine fröhliche, interdisziplinäre Experimentalwissenschaft im Verhandeln und Konstruieren von Situationen.

Seine Mittel sind Videokunst, Film, Installation, Malerei, Performance und Theater. Die Arbeiten, Filme und Projekte des HfG-Absolventen (Hochschule für Gestaltung, Offenbach) finden seit geraumer Zeit nationale und internationale Beachtung.

Jos Diegel
26. Januar – 24. März 2019
Vernissage: Samstag, 26. Januar 2019, 17 Uhr
Einführung: Norman Hildebrandt
Musik: Parallelwelpen (post-populäres Performance Panoptikum)
Finissage: Sonntag, 24. März 2019, 15 Uhr

Zu der Ausstellung gibt es verschiedene Veranstaltungen. 

FAMILIENFRÜHSTÜCK »MALEN MIT JOS«Sonntag, 10. Februar 2019, 11 – 14 UhrKein Eintritt. Anmeldung bis 31. Januar 2019.KINDER-WORKSHOP »GESTERN UND HEUTE« JOS DIEGELSamstag, 23. Februar 2019, 11 – 13 UhrRichtet sich an Kinder zwischen 6 – 10 Jahren, Anmeldung erwünscht. Eintritt frei.

WORKSHOP »35-MM« JOS DIEGEL
Samstag, 23. Februar 2019, 14 – 17 Uhr ,€ 20 Eintritt. Anmeldung erwünscht.

FILMVORFÜHRUNG »DOPPELSCREENING«, ANJA CZIOSKA, JOS DIEGEL

Mittwoch, 20. März 2019, 19 Uhr
Eintritt: € 5. Keine Anmeldung erforderlich.

alle Infos hier

G E H Ö R T E S

(Uwe)

„The Dark, Dark Bright“ von There Will Be Fireworks
Im Song "South Street" von There Will Be Fireworks steckt wahnsinnig viel Energie. Soviel, dass man mit ihr ein eingeschneites Tiroler Bergbauerndorf eine Woche lang mit Strom versorgen könnte. Auch wenn ich überhaupt nicht singen kann, tue ich es bei diesem Lied trotzdem. Dann habe ich die Kopfhörer auf dem Ohr und schreie „So keep the front door closed - Keep your ears to the ground - Keep your eyes on the open road - But don't go“. Weil South Street langsam ausläuft, kommt man während des Hineingleiten in das nächste Lied, das wunderschöne „Elder & Oak“ wieder zu Kräften („A million foundry fires lit up the sky - And as the city slowly stirred they died”). Und wenn wiederum dieser Song ausklingt, neigt sich eine der besten Platten überhaupt ihrem Ende entgegen, weil South Street und Elder & Oak die Lieder 10 und 11 auf dem Album sind. Davor haben die schottischen Feierabendprofis (die Bandmitglieder arbeitet hauptberuflich im Marketing oder als Banker etc.) weitere großartige Lieder gepackt, die in einem Fluss durchlaufen und die Platte zu einem perfekten Werk machen. Über die Website „plattentests.de“ wurde ich auf die Band und das Album aufmerksam. Die schrieben damals „ … mit euphorietrunkenen Streichinstrumenten, mit trostspendenden Bläsertupfern, mit bezaubernden Gitarrenfiguren. Und wenn nötig auch mit einer großzügig verteilten Messerspitze Krach. Selten waberten Arrangements zielsicherer zwischen den Polen Moll und Dur umher, selten wurden beide formschöner in Einklang gebracht.“. Richtig.

Sonntag 27. Januar: Radentscheid Demo

(Daniela)

Zu gerne wäre ich heute dabei, denn es kann einfach nicht sein, dass der Magistrat den Radentscheid ablehnt.... Mal schauen, ob ich es wenigstens zur Alten Oper schaffe..

So schnell geht uns nicht die Luft aus!

Wir fordern die Stadtverordnetenversammlung auf, dieser Abweisung entschieden entgegenzutreten und die Forderungen des Radentscheids umzusetzen bzw. so bald wie möglich einen Bürgerentscheid abzuhalten, der allen Frankfurterinnen und Frankfurtern die Möglichkeit gibt, über die Forderungen abzustimmen.

13:00 Uhr Treffen und kurze Kundgebung an der Alten Oper
13:30 Uhr Start der Demo mit geschobenen Fahrrädern durch die Stadt mit einzelnen Zwischenkundgebungen auf dem Weg
14:00 Uhr Abschlusskundgebung auf dem Römerberg!
 
Mehr unter: www.radentscheid-frankfurt.de

Sonntag 27. Januar: Im*possible bodies #2

(Martin)

Im Frühjahr des vergangenen Jahres fand im Mousonturm das Festival im*possible bodies statt. Jetzt kommt der zweite Teil ‚im*possible bodies #2. Versuch einer Dekonstruktion’.

Spannende Sache! Wohl eine Art Kongress mit ganz unterschiedlichen Formaten wie Lectures, Teach-ins, Konzerte, Performances...

Das Programm von impossible bodies #2 ist ungeheuer, spannend, prominent und umfangreich! Ihr findet es hier: https://www.mousonturm.de/festivals/impossible-bodies-2/

Spannend finde ich, dass sich im Rahmen von im*possible bodies #2 der Mousonturm mit sich selbst als künstlerischem Ort – dem Künstler*innenhaus - und seiner Geschichte auseinandersetzt.
„Denn einer neuen institutionellen Praxis muss eine Analyse der eigenen Gegenwart und Geschichte vorangehen! Wir sind im Verwaltungsgebäude der ehemaligen Mouson-Seifenfabrik beheimatet. Einst warb diese Firma im Zeichen kolonialer Reinheitsfantasien für „zarte weiße Haut“ für die Frau, und die Mouson-Parfümeure flogen in die Provence für exotische, wohlriechende Lavendel-Blüten. Heute erfreut sich hier ein kosmopolitisches Frankfurter Publikum an internationaler Performance, Theater und Tanz, und die Dramaturgie des Mousonturms reist um die halbe Welt für die Kunst. Solche Kontinuitäten von Seifenfabrik und Künstlerhaus sind kein Zufall. Das Fortdauern kolonialer Machtverhältnisse, eine „Kolonialität der Macht“ (Aníbal Quijano), ist beiden eingeschrieben – die Reinheit und Abtrennung von Schmutz dem Hygieneprodukt, die Entkontextualisierung und die Isolierung von Praktiken, Bewegungen und Diskursen dem Theaterraum. Wie aber können diese Vereinbarungen aufgehoben werden? Kuratorisch, künstlerisch, kulturpolitisch und architektonisch? Und wie könnte die Institution der Zukunft aussehen, die Teilhabe, Kollaboration, Emanzipation, Ästhetik, Repräsentation und Kritik der Vielen ermöglicht?
Im Januar bleiben Black Box und White Cube leer! Stattdessen öffnen sich die Flure, Toiletten, Techniklager und das Intendanzbüro des Mousonturms für Performances, Versammlungen, Teach-ins und Installationen, in denen der Mousonturm mit Hilfe von künstlerischen, wissenschaftlichen und aktivistischen Positionen und Beiträgen versuchen will, die eigene institutionelle Praxis zu reflektieren.“

im*possible bodies #2 im Mousonturm am 18., 19., 20. und 27. Januar. Das genaue Programm findet ihr unter dem o.g. Link.
Für eine bessere Planbarkeit bittet der Mousonturm um Anmeldung für im*possible bodies #2 unter: dramaturgie@mousonturm.de, für Kinderbetreuung unter: oezlem.tuerkan@mousonturm.de

Mousonturm, (Rollstuhlgerecht und behindertenfreundlich ausgestattet); Waldschmidtstr. 4.

Sonntag 27. Januar: The Miracle of love - Das Wunder der Liebe

(Martin)

Auch ein Stück, das im Rahmen der Frankfurter Positionen seine Uraufführung erlebt! Und Daniel Cremer ist mittlerweile in Frankfurt kein Unbekannter. Vielleicht kann man sogar sagen, dass ihm etwas ganz besonderes gelungen ist: ganz schnell hat er eine ganz eigene enthusiastische Anhängerschaft gefunden!
Im vergangenen Jahr war es ‚BORN TO MAKE YOU HAPPY‘ – sein Liederabend, der glücklich gemacht hat. Und nun eine neue Performance – ‚DAS WUNDER DER LIEBE‘
„‘Nur Sie alle und ich, heute Abend, ganz intim‘: In seiner neuen Show bietet Auftrittskünstler & Femme Fatale Daniel Cremer dem Publikum nichts weniger als eine (endlich mal!) vollkommen befriedigende Liebesbeziehung an; vom ersten Kennenlernen über körperliche Ekstase bis hin zu Heirat, Liebestod oder Poly-Geflecht. Mit Humor und Lust an der Verletzlichkeit stürzen sich Performer und Publikum gemeinsam mitten hinein in das Wunder der Liebe und bahnen sich einen Weg zwischen Symbiose und Ko-Abhängigkeit, romantischer Verblendung und neoliberalem Autonomiekitsch, Projektion und Verbundenheit.“
Alle, die noch an das Wunder der Liebe glauben, sollten hin gehen!

Uraufführung am Sonntag, 27.01.19 um 20.00h. Weitere Liebesbegegnungen sind möglich am: 29.01.2019, 20.00h, 01.02.2019, 20.00h, 02.02.2019, 21.00h, 03.02.2019, 18.00h, 07.02.2019, 21.00h, 12.02.2019, 20.00h, 13.02.2019, 20.00h.

Mousonturm, (Rollstuhlgerecht und behindertenfreundlich ausgestattet); Waldschmidtstr. 4
Foto: Melanie Bonjajo

Sonntag 27. Januar: KHRUANGBIN

(Uwe)

"We've all been funky at one point, let’s be funky again". Die Kritiker feiern das Trio aus Texas, die Band bleibt musikalisch nicht in einem Stil gefangen und die Tickets für die Konzerte verkaufen sich großartig. Was will man mehr? In einer Presseinfo wird Khruangbin wie folgt beschrieben “ … is a psychedelic trio, who draw inspiration from the deepest depths of music history: mixing 1960’s funk scene in Thailand, 1970’s Persian rock music, and 1980’s Algerian symphonia with a dash of disco, soul, and balearic music.” Mit „Con Todo El Mundo“ veröffentlichte Khruangbin vor fast genau einem Jahr ihre zweite Platte. Ein verifizierter Amazonkäufer schrieb darüber:  „Entspannt und verträumt mit asiatischen Klängen gepaart mit Hiphop Backbeat grooves von den Drums und melodischen Basslines wie es besser nicht hätte sein können. Liebe den Vibe!“. So kann ein Musikjahr anfangen.
 
Gibson
Zeil 85-93
Tickets: 25 VVK
Barrierefreier Zugang: ?

Montag, 28. Januar: Mark Ernestus' NDAGGA RHYTHM FORCE

(Uwe)

„Mark Ernestus ist für ganz viele DJs und Journalisten Kult!“, schrieb mir der Veranstalter. Mark Ernestus ist ein deutscher Musiker, Musikproduzent und Musiklabelinhaber. Bekannt wurde er insbesondere durch die mit Moritz von Oswald gegründeten Projekte wie Basic Channel, Chain Reaction, Main Street oder Rhythm & Sound. Seit einem Auftritt 2008 im Senegal interessiert sich Ernestus für die afrikanische Musikrichtung Mbalax und gründete wenige Jahre später das Label Ndagga. Nun kommt er mit der NDAGGA RHYTHM FORCE ins Frankfurter Zoom: „Five years into the project, with two acclaimed albums and dozens of triumphant international performances to its name, Yermande announces a thrilling new phase for this Dakar-Berlin collaboration: emphatically a giant step forward. The group of players is boiled down to twelve for recordings, eight for shows; sessions in Dakar become stàply more focussed. "This time around I was better able to specify what I wanted right from the initial recording sessions in Dakar," says Ernestus, "and further in the production process I took more freedom in reducing and editing audio tracks, changing MIDI data, replacing synth sounds and introducing electronic drum samples."
 
Zoom
Brönnerstraße 5-9, Innenstadt
Beginn: 21:00 Uhr
VVK 15€ zzgl. Gebühren
Barrierefrei: leider nein

Dienstag 29. Januar: Literaturtipp und Lesung

(Martin)

Mein lieber Scholli, wann gab es mal solche Aufregungen um eine Roman-Neuerscheinung? Die BILD-Zeitung titelt „Riesenstreit um Nazi-Buch!“, die Süddeutsche Zeitung schreibt „Ein Ärgernis, eine Beleidigung, ein Vergehen“ und die FAZ fragt: „Wer braucht so ein Buch?“ Gleichzeitig wählt die Kulturredaktion des NDR ‚Stella‘ zum ‚NDR Buch des Monats‘ und sendet Lesungen mit Robert Stadlober und Valery Tscheplanowa.
Der kürzlich erschienene Roman ‚Stella‘ von Takis Würger polarisiert auf verschiedenen Ebenen. Und man tut gut daran, diese zu unterscheiden und dann festzustellen, welch berührende Geschichte in ‚Stella’ eigentlich erzählt wird.
Auf Takis Würger (auch Spiegel-Reporter) wurde ich vor gut anderthalb Jahren aufmerksam: Sein Romandebüt ‚Der Club‘, ein Krimi, der im studentischen Milieu eines elitären Box-Clubs im englischen Cambridge spielt, ist großartig, spannend, überraschend und wunderbar zu lesen – ein Erfolg bei Leser*innen und Kritiker*innen!
Auf seinen neuen Roman ‚Stella‘ war ich neugierig und bevor mich die aktuelle Feuilleton-Debatte erreichte, hatte ich ihn schon gelesen. ‚Stella‘ ist eine in Berlin lebende sogenannte ‚Greiferin‘, eine Jüdin im Nationalsozialismus, die als Gestapo-Kollaborateurin andere Juden an die Nazis verrät. Dies tut sie zunächst, um ihre Eltern zu retten. Aber auch als diese wohl längst deportiert sind und verloren scheinen, hört sie nicht auf. Der neutral-naive Schweizer Friedrich verliebt sich in Stella, die sich auch Kristin (!) nennt. Friedrich ist farbenblind und kann nur ‚Grautöne‘ sehen.
‚Stella‘ ist tatsächlich ein Liebesroman im Nationalsozialismus, es ist auch ein Berlin-Roman und es ist ein Buch, das Geschichte einordnen will, denn jedem Kapitel werden historische Ereignisse in ihrer Chronik vorangestellt. Die Handlung ist auf das Jahr 1942 konzentriert. Kursiv folgen auf die einzelnen Kapitel ‚echte’ dokumentierte Zeugenaussagen, denn die Jüdin Stella Goldschlag ist eine historische Person, die es gab, die verurteilt wurde und noch bis 1994 gelebt hat.  
Der Roman ‚Stella‘ schafft es, einen nicht loszulassen. Wie ein Sog wird man in die Handlung mit hineingenommen. Es geht um Liebe, Wahrheit, Lüge, um Kindheit, Verrat, Wahrhaftigkeit, um Berechnung und um Täter und Opfer. Die Lektüre lässt einen nicht kalt zurück - im Gegenteil - vieles wird nicht beantwortet, man will’s wissen, einordnen, liest woanders nach und wird angesteckt. Die Frage, wie hätte man sich selbst verhalten, schwingt mit.
Dem Autor Takis Würger wird von der FAZ vorgeworfen, ein ‚Relotius reloaded‘ (der Spiegel-Journalist, der seine Reportagen gefälscht hat) produziert zu haben. Das ist Schwachsinn, ein Roman ist ein Roman ist ein Roman und keine historische Reportage…
Die Fragen, die sich entstehen und ebenfalls Teil der Debatte sind, ob auf diese Weise und auch über historische Personen im Nationalsozialismus geschrieben werden dürfe, insbesondere wenn die Grenzen zwischen Täten und Opfern verschwimmen, bzw. wie ‚Gedenken’ funktioniert, sind unabhängig vom Roman interessant. Wenn darüber ab jetzt ‚gestritten‘ würde, wäre das lohnend!
Der Kulturchef der Jüdischen Allgemeine sagt übrigens (zitiert nach BILD!): „Leise, glaubwürdig und schonungslos, aber an keiner Stelle unempathisch oder gar effekthascherisch erzählt der Schriftsteller die Geschichte der Jüdin Stella Goldschlag, der Unfassbares angetan wurde und die dann anderen Menschen selbst Unfassbares angetan hat.“
Für mich ein Roman, der sich äußerst lohnt, den ich sehr empfehle – am besten auf der Couch in einem Rutsch - zu lesen, sich den eigenen Gedanken hinzugeben, gemeinsam zu diskutieren...  
Takis Würger kommt am Dienstag in das Literaturhaus Frankfurt und liest aus ‚Stella’. Auf die Diskussion mit ihm und über sein Buch bin ich sehr gespannt.

Literaturhaus Frankfurt
Schöne Aussicht 2
Beginn: 19.30 Uhr.
Wer möchte, kann oben Tickets gewinnen.
Die Lesung wird von Gebärdensprachdolmetschern übersetzt.
Das Literaturhaus ist behindertengerecht ausgestattet.
Foto: Hanser Literaturverlag

Donnerstag 31. Januar: Bandscheibenvorfall

(Daniela)

Beim Titel denke ich natürlich sofort an meine HWS und die dortigen Bandscheiben...Das Stück handelt zwar nicht von Bandscheiben, hörrt sich trotzdem sehr gut an!

Eine Co Produktion von paradiesmedial und den Landungsbrücken Frankfurt


Ein absurd-komischer Abgesang auf Selbstoptimierungsstrategien im Zeitalter „flacher Hierarchien“: Fünf Angestellte im Vorzimmer des Chefs, bereit, in die Höhle des Löwen vorgelassen zu werden. In der Farce aus dem Leben moderner Angestellter wechseln Profilierungsscharmützel mit zarten Momenten vorsichtiger Annäherung, ankerschwere Kindheitstraumata mit spontanen Glücksschüben.
(Quelle: Suhrkamp Theater Verlag)

Frankfurt als Stadt der Finanzen und Banken hat seit jeher vielerorts einen Ruf als Businessstadt, die Ihren Fokus auf Arbeit, Macht und Umsatz hat. Menschen, die hier meist nur arbeiten (und oft nicht wohnen, oder gar leben), konzentrieren sich auf Karriere, Erfolg, sozialen und auch finanziellen Aufstieg ...zumindest sagt man so.

Ein Umfeld, in dem es klare Hierarchiestrukturen gibt, und das Konkurrenzkampf, Leistungsdruck und Ellbogengesellschaft fördert.

All das thematisiert Ingrid Lausund in ihrem Stück „Bandscheibenvorfall“, das heute immer noch tagesaktuell, die Leistungsgesellschaft karikiert und damit deren Strukturen zu Tage fördert. Sie portraitiert exemplarisch fünf Arbeitnehmer in ihrem Kampf um Anerkennung, bei Imagepflege und Aufstiegschancen, zeigt aber genauso auf parodistische Weise ihr Scheitern.

Theater Landungsbrücken
Gutleutstraße 294, Gutleut
Termine: 31.1., 7.,14.,21.2., 21.3.

Donnerstag, 31. Januar: Alex Vargas

(Uwe)

Immer wenn Alex Vargas seinen Namen in Kombination mit Begriffen wie „Senkrechtstarter“ oder „Newcomer“ hört, muss er schmunzeln. Zwar stimmt es, dass in den vergangenen Monaten sehr viele Menschen hellhörig geworden sind und seinen durch Soul inspirierten Electro-Pop-Sound für sich entdeckt haben – aber genau genommen macht er nun schon seit 17 Jahren Musik. Der inzwischen 30-jährige Vargas ist zwar als Performer absolut routiniert, aber als Künstler sowie Songschreiber hat er erst in den letzten Jahren zu sich selbst und zu jenem Sound gefunden, der seine Stimme perfekt einrahmt. Das konnte man schon auf der 2016 veröffentlichten EP „Giving Up The Ghost“ erkennen, auf welcher der dänische Sänger und Produzent sein Gespür für übergroße Refrains à la Stevie Wonder mit seinem unverwechselbaren Falsettgesang und eigenwilligen Produktionen kombinierte. Besonders deutlich wurde dies mit der Veröffentlichung seines Debütalbums „Cohere“, das 2017 erschien, bis auf Platz 11 der dänischen Albumcharts kletterte und ihm eine Auszeichnung als ‚Solokünstler des Jahres‘ bei den Danish Music Awards einbrachte. Nun kommt Alex Vargas mit Begleitband zwischen dem 29. und 31. Januar für drei Konzerte nach Deutschland, Frankfurt ist Gott sei Dank dabei.
 
Zoom
Brönnerstraße 5-9
Beginn: 21:00 Uhr
VVK 24€ zzgl. Gebühren
Barrierefrei: leider nein

VORSCHAU
Freitag, 01. Februar: Kim Janssen

(Uwe)
 
Im Pressetext des gebürtigen Niederländers werden eine Reihe Musiker und Bands erwähnt, die alle zu meinen persönlichen Highlights gehören: SUFJAN STEVENS, THE NATIONAL, BEACH HOUSE, PAUL SIMON oder BON IVER. Das steigert natürlich nachhaltig mein Interesse. Dazu kommt, dass alleine schon die Location, das LOTTE LINDENBERG, und die Stimmung dort einen Besuch wert sind. Alle Ampeln sind also auf grün, wenn Kim Janssen kommt: „Ob als Teil der Folkband THE BLACK ATLANTIC, oder seit 2009 mit seinem Soloprojekt, KIM JANSSEN ist ständig unterwegs, und auch die Aufnahmen zu seinem letzten Album "Cousins" (2017), die ganze drei Jahre gedauert haben, haben ihn durch mehrere Länder und einige Studios geführt. Musikalisch liegt er irgendwo zwischen den aufgeführten großen Namen. „Cousins“ ist ein eindrucksvolles Album geworden, auf dem die Akustikgitarre immer mehr in den Hintergrund rückt, auf dem ruhige Balladen mit schillernd orchestrierten Popmomenten verwoben werden“.
 
LOTTE LINDENBERG
Frankensteiner Straße 20
Beginn: 20:30 Uhr
VVK ca. 11 € zzgl. Gebühren
Ein Fahrstuhl fährt in den Keller, zum Studio sind es dann zwei mal vier Stufen runter

Freitag 1. Februar: Tarq Bowen

(Daniela)

Heute Abend wird es schwierig. Uwe will zu Kim Janssen in ins Lotte Lindenberg, wo ich ja noch nie war, und ich möchte zu Tarq Bowen ins Nachtleben, da ich die beiden Frankfurter Musiker, den Bassisten Mark-Inti und den Keyboarder Matthias Vogt, ewig nicht gehört und außerdem spielen Gastone als Vorband :-). Mal schauen, wo wir landen...

"Tarq Bowens einzigartige Mischung aus Blues, Soul und hardhitting Slide-Gitarre, verflochten mit seiner starken, doch einfühlsam dynamischen Stimme, zeigen ein Verständnis und eine Fähigkeit viel weiter als sein Alter vermuten lässt. Tarq singt und spielt seine eigenen Songs, lebt seit Anfang 2016 in Deutschland und kommt ursprünglich aus London.
Er hatte als unsigned Artist das einzigartige Privileg mit Größen wie Rocco Deluca, Nick Mason (Pink Floyd) zu arbeiten und die Bühne unter Anderem mit George Ezra, James Bay und Bob Geldof zu teilen. Dies alles machte den in Los Angeles lebenden Produzenten Mark Howard (Bob Dylan, Neville Brothers, U2, Red Hot Chili Peppers) auf Tarq aufmerksam, welcher ihm anbot, sein Debütalbum zu produzieren."

TARQ BOWEN (UK) - Vocals & Guitars
MARC-INTI (BOL) - Bass
PHIL WILDENHUES (NL/GER) - Drums & Percussion
JULIA HUISKEN (GER) - Background Vocals
MATTHIAS VOGT (GER) - Keyboards

Nachtleben
Adresse: Kurt-Schumacher-Straße 45, Innenstadt/Konsti
Barrierefrei: leider nein
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Im Netz: www.tarqbowen.com
VVK 14 Euro zzgl. Gebühren, AK 18 Euro

Freitag, 1. Februar: OF/ Frauen für Offenbach

(Andrea)

Ganz ehrlich, ich tue mich schwer mit dieser Art von Netzwerktreffen, aber andererseits haben Männer ja auch ihren Stammtisch. Warum nicht also ein Treffen für Frauen, zwanglos im Cafe statt in der Kneipe? Heute ab 16:30 Uhr findet das zweite Treffen in lockerer Runde statt. "Wir treffen uns wieder im Cafe "Das süße Leben" und freuen uns auf bekannte und neue Gesichter. Das Treffen ist nur für Frauen und soll uns die Möglichkeit zum Austausch geben, über alles was uns interessiert – der Job oder die Karriere, das Privatleben, Familie, Weiterbildung, geplante oder bestehende Projekte, Sport, Hobbies etc. Wir möchten mit der Veranstaltung den Netzwerkgedanken aufgreifen und Möglichkeiten schaffen sich kennenzulernen und voneinander zu profitieren, in einem ungezwungenen Rahmen. Vielleicht ergeben sich aus den Kontakten neue Ideen, Projekte oder einfach Freundschaften. Wir sind gespannt!"

Netzwertreffen ab 16.30 Uhr im 
Das süße Leben
Karlstraße 47
Offenbach
Barrierefrei: ja





Freitag, 1. Februar: FFM/ Parastou Forouhar

(Andrea)

Es gibt Menschen, die wetten, dass die iranische Revolution ihren 40. Geburtstag nicht erlebt. Ich nehme an, Parastou Forouhar gehört (aus gutem Grund) dazu. Sie ist Iranerin, ihre Eltern wurden vom iranischen Geheimdienst ermordet und jedes Jahr reist die seit langem in Offenbach lebende Künstlerin nach Teheran und organisiert dort eine Gedenkveranstaltung. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit Folter, Gleichberechtigung und Frauen in muslimischen Gesellschaften auseinander. In ihren Written Rooms fügt sie persische Zeichen ohne Bedeutung oder des Unsinns aneinander.
Eröffnung: Heute um 19 Uhr Grusswort: Gabriele Wenner, Leiterin Frauenreferat Frankfurt am Main Einführung: Christian Kaufmann und Sonja Müller

Ort: Deutscher Werkbund Hessen, Inheidener Str. 2, 60385 Frankfurt am Main
Eine Veranstaltung von: Frauenreferat Stadt Frankfurt am Main In Kooperation mit: Frankfurter Kranz und Werkbund Hessen

Samstag, 2. Februar: OF/ Drei Gesichter

(Andrea)

Und gleich nochmal Iran (das Ende der Iranischen Revolution naht...), heute cineastisch bombastisch im Hafenkino: "Drei Gesichter von Jafar Panahi. "Dreieinhalb Jahre nach seinem Riesenerfolg Taxi Teheran liefert Jafar Panahi seinen nächsten heimlich produzierten Film ab. Der Schatten des vorherigen Werks scheint so lang zu sein, dass der deutsche Verleih sich genötigt sah, dem Drei Gesichter Trailer Taxi Teheran Sequenzen voranzustellen. Also worum geht es dem schlauen Fuchs Panahi diesmal in seiner gewieften Umgehung seines iranischen Berufsverbots:Die junge Marziyeh (Marziyeh Rezaie) will Schauspielerin werden und wendet sich in einem Handy-Video an den iranischen Regisseur Jafar Panahi (spielt sich selbst) und die Schauspielerin Behnaz Jafari (spielt sich ebenfalls selbst). Sie sollen ihr helfen, ihre Familie von ihrem Vorhaben zu überzeugen, an die Schauspielschule zu gehen. Als es zu einem tragischen Ereignis kommt, reisen Panahi und Jafari in den Heimatort des Mädchens, um dort die Familie zu treffen. Die Reise hat es in sich, die Ankunft auch." Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20 Uhr. Eintritt im Vorverkauf 8 Euro zzgl. Systemgebühren, AK 8 Euro. Übrigens gibt es auch noch vegetarisches persisches Essen aus der "süßen Limone" yummie

HAFEN 2
Nordring 129
63067 Offenbach
www.hafen2.net
Barrierefrei: Ja

Samstag, 2. Februar: OF/ Digital Retro Park

(Andrea)

Vorher will ich aber noch in den Digital Retro Park, da war ich noch nicht und heute ist das Museum von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Und es ist auch noch ganz neu und frisch, erst im Oktober eröffnet: "Der DRP ist ein Museum für digitale Kultur. zeigt Exponate der 1970er, -80er und -90er Jahre. Alle Exponate sind funktionsbereit. Walter-Passage Frankfurter Strasse 13-15 63065 Offenbach am Main Allgemeine Informationen Geöffnet Samstags von 11:00 bis 17:00 Uhr Führungen nach Vereinbarung Eintritt: 5 EUR/Person, Kinder unter 6 kostenlos, Kinder bis 14 nur in Begleitung Erwachsener Gründungsdatum 13.10.2018

Mittwoch, 6. Februar: Of/ Lost in Translation

(Andrea)

Genauso habe ich Tokyo erlebt! "Lost in Translation" war damals eine Offenbarung, weil irgendwie kaum einer mein Gefühl in dieser unglaublichen Stadt verstanden hat. Und dann begegnen sich Bill Murray und Scarlett Johansson und finden die richtigen Worte. Ein wunderbares Stück Film! Und ein wunderbarer Streifen in der Reihe "Ida und der Filmklubb gehen ins Hotel", bei der, da bin ich sicher, noch das ein oder andere cineastische Kleinod im ungewöhnlichen Ambiente des Sheraton Hotels zu sehen sein wird. Beginn 19 Uhr. 
Sheraton Hotel, Berliner Straße.  
Bild: Constantin

Donnerstag 07. Februar 2019: Gisbert zu Knyphausen

(Uwe)

1818 erwarb die Familie des ostfriesischen Adelsgeschlechtes zu Knyphausen den Draiser Hof im Rheingau, eine ehemalige Dependance der Abtei Kloster Eberbach. Der schon 1141 gegründete Draiser Hof wurde früh von Mönchen als Weinkeller genutzt. Diese Geschichte erzählt der Vater des Sängers Gisbert zu Knyphausen zu Beginn des jährlichen „Heimspiels“ auf dem Hof in Eltville Erbach. Die, die das Glück haben, eine der wenigen Karten zu bekommen, können an drei Festivaltagen gute Musik hören, Wein trinken und sich den Bauch vollschlagen. Das nächste Heimspiel findet Ende Juli 2019 statt und es ist bereits ausverkauft. Den Gastgeber Gisbert zu Knyphausen kann man sich aber bereits Anfang Februar in der Batschkapp ansehen. Dorthin kommt er mit seiner Band, um sein Album „Das Licht dieser Welt“ vorzustellen, dessen Veröffentlichung bereits über ein Jahr zurück liegt. Der Songwriter dreht im kommenden Jahr mit seiner Kapelle bereits seine zweite Runde durch Deutschland. Im Gepäck hat er wunderbare Lieder wie „Niemand“ oder „Dich zu lieben ist einfach“. Das Album, welches sieben (!) Jahre nach der letzte Platte erschien, wurde von Jens Eckhoff („Jean-Michel Tourette“) produziert, der für Wir sind Helden famose Lieder komponierte und Teil von zu Knyphausens herausragender Begleitband ist.
 
Batschkapp
Adresse: Gwinnerstraße 5
Mit dem Rollstuhl erreichbar
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: ab 26 EUR im VVK inkl. Gebühren
Foto: Dennis Williamson

Sonntag, 17.Fbruar: FFM/ Balthazar

(Andrea)

Ich habe neulich Timo getroffen und der hat sich schon mit Tickets versorgt. Das war sicher sehr klug, denn Balthazar sind ein echte Tipp für Indi-Fans. Ich habe reingehört und beschlossen, ebenfalls hinzugehen. Einen netten Text habe ich bei laut.de gefunden: "Belgien - das Land zwischen den Niederlanden und Frankreich. Unscheinbar, irgendwie. Es hat die Königin Beatrix, den ewigen Zwist von flämischer und französischer Bevölkerung und den Bier-Riesen InBev. Und mausert sich immer mehr zum Heimatland anerkannter Indie-Künstler (...) Das Geheimtipp-Image haftet dennoch lange Zeit weiterhin am Quintett. Und das, obwohl sie ihren Sound selbst mit Arctic Monkeys, The Streets, The XX und den Gorillaz vergleichen. Die Fusion klingt dennoch einzig und allein und nur nach Balthazar." Balthazar are pleased to announce their return with news of the forthcoming album Fever on 25th January 2019. Listen to the album’s title track Fever here - http://smarturl.it/BalthazarFeverSingle
Batschkapp
Gwinnerstraße 5
60388 Frankfurt am Main
Barrierefrei: Ja
https://bit.ly/2BauOaT

Richard III im Schauspiel Frankfurt zum allerletzten Mal

(Martin)

Jetzt kommt er noch dreimal – und dann nimmermehr: Richard III!!!

Tatsächlich, es hat ein Ende – ich verstehe nicht warum, denn diese Inszenierung war bzw. ist für mich die theatralische Sensation der letzten Jahre.
Allen, die diesen Richard III noch nicht und ebenso denen, die ihn bereits gesehen haben, lege ich ans Herz, vor der endgültigen Beerdigung, sich unbedingt (im Zweifel erneut) verführen und zum Zeugen machen zu lassen, Morde zu erleben, Flüche und exzellente Fiesheiten zu hören, über bodenlose Unverfrorenheiten zu staunen – schlichtweg großes Theater zu erleben und zu Richard III ins Schauspiel Frankfurt zu gehen!  
Sensationell ist allein die Bühne: Dieses Richard-Drama spielt sich in einer Arena oder sozusagen in einem ‚Boxkampfring’ ab. Das Publikum sitzt rundum und wird zum Akteur des Geschehens. Gespielt wird im gesamten Raum und gelegentlich mutiert man zum Uhu, der den Kopf nach allen Seiten zu drehen hat.
Dem Regisseur Jan Bosse ist etwas Besonderes gelungen. Dadurch, dass der Raum so fulminant bespielt wird, teilt sich dieses Mammutwerk in viele (immer inhaltliche miteinander verbundene) ‚Kammerspielchen’ auf. Das macht Spaß, ist unterhaltsam und führt dazu, dass ständig was los ist.

Beispiellos ist die schauspielerische Leistung. Wolfram Koch (der Frankfurter Tatort-Kommissar) spielt genial. Diese Entwicklung des Richard vom grauen Mäuschen hin zum Meisterintriganten, der die Gegner hemmungslos aus dem Weg räumt oder räumen lässt, das ist größte Schauspielkunst. Mechthild Großmann (die Staatsanwältin mit der markanten Stimme aus dem Münster-Tatort) ist unbeschreiblich; als Königsmutter schafft sie es gleichsam nachvollziehbar Verächtlichkeit zu spielen und einen dennoch zum Schmunzeln zu verführen. Und natürlich gilt das alte Theaterprinzip, dass der König auch von den Untergebenen gespielt werden muss – das machen u.a. Claude de Demo, Isaak Dentler, Katharina Bach und Samuel Simon eindrücklich und glanzvoll.

Es ist herausragend, wie in diesem Richard III die feinen Mechanismen des Aufsteigens und an die Machtkommens ausgespielt und dargestellt werden, wie Moral augenscheinlich verfällt und die letztendliche Konsequenz von opportunistischem Verhalten und Korruptheit deutlich wird. Hochaktuell...

Nur noch dreimal zu erleben:  am Mittwoch, dem 27.02., Samstag, 09.03. und Sonntag, 07.04.
Großes Haus des Schauspiel Frankfurt, Willy-Brandt-Platz (behindertenfreundlich ausgestattet).
Der Vorverkauf läuft bereits jetzt für alle drei Vorstellungen!!!
Foto: Schauspiel Frankfurt

VORSCHAU UND TICKETS SICHERN: Kino Kulinarisch am 15.März

(Andrea)

„Gallileo, Gallileo, Gallileo, Gallileo, Gallileo, figaro, magnifico“ – Was für ein kraftvolles Ereignis! Es gibt diese Ausnahme-Filme, bei denen man nicht genau weiß, wie sie es schaffen, dass man so beseelt, euphorisch und tief berührt das Kino verlässt. Mit dem Gefühl, den eben gesehenen Film am liebsten gleich nochmal anschauen zu wollen. „Bohemian Rhapsody“ ist einer jener Filme, bei dem der Funke überspringt – und am Ende ein Feuer entfacht. Aber wer sollte den Menschen Freddie Mercury, den Sänger, diesen so einzigartig exzentrischen Popstar überhaupt darstellen können? Mit Rami Malek wurde ein Schauspieler gefunden, der mit jeder Minute stärker an Präsenz und Ausdruck gewinnt, um am Ende förmlich mit Freddie Mercury zu verschmelzen. Malek gelingt das nicht für möglich gehaltene Kunststück: Er versucht nicht Mercurys Aura zu imitieren, sondern verleiht der Figur etwas eigenes, um ihr damit sogar noch ein Stück näher zu kommen. Eine derartig mutige und leidenschaftliche Performance sieht man im Kino nicht allzu häufig. Von den energiegeladenen, grandios fotografierten, mitreißenden Konzertaufnahmen ganz zu schweigen! Nach einigen Recherchen ist uns in Sachen Verköstigung ein Überraschungs-Coup geglückt: Freddie Mercury lebte jahrelang in München (was auch im Film keine unwesentliche Rolle spielt) und ernährte sich nicht ausschließlich flüssig. Nach übereinstimmenden Berichten damaliger Weggefährten war Schweinebraten in jener Zeit sein absolutes Leibgericht. Wie könnten wir heute also etwas anderes zubereiten? Wir servieren ihn mit Malzbiersoße, Püree, Möhrengemüse und Krautsalat, auf die Vegetarier warten selbstgemachte Gemüsebratlinge. In Anlehnung an Mercurys Herkunft und an eine sehr bemerkenswerte Szene gegen Ende des Films, reichen wir zum süßen Abschluss köstliche persische Dessertvariationen. ... und dann wird Rockmusik lebendig! Einlass und Essen ab 18.30 Uhr, Filmbeginn ca. 20 Uhr, Eintritt 9 Euro zzgl. 90 Cent Vorverkaufsgebühr – inklusive Sektempfang, exklusive Speisen. Vorverkauf ab Samstag, 02.02.2019 im OF-InfoCenter, Salzgäßchen 1. Einlass und Einfahrt über "Goethering“, Parkplätze sind ausreichend und kostenfrei auf dem EVO-Gelände vorhanden. 


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