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| 19.02.2021 |
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| Inhalt: #saytheirnames / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / G E R O L L T E S über eine kaputte Tür am Hanfgraben / Etwas über den FSV / SUCHE / BIETE / Top 5: Brettschneider vs. Schwöbel / Freitag 19. Februar: #saytheirnames - "Der zweite Anschlag" / Ab 19. Februar: Soil Strings - Commoning und Kompost / Noch bis 16. Mai: Video-Installation / Samstag, 20. Februar: Mit Reinhold Messner auf Du und Du / Samstag, 20. Februar: Mühlheim/ Die Rechten einsacken / Samstag, 20. Februar: Die Stadt der Blinden / Sonntag 21. – Sonntag 28. Februar: Lokal Listener - Gregor Praml trifft Andreas Hepp (Video on Demand) / Montag, 22. Februar: Happy New Ears (Livestream) / Mittwoch 24. Februar 2021: Of/ Das Attentat von Hanau / Donnerstag 25. Februar: Abends im Verstärker – Die Talkshow Was ist Glück? / Podcast: Die falsche Gräfin und die Auschwitz-Tagebücher / Filmtipp: WEIT – Die Geschichte von einem Weg um die Welt / Podcast: Narzissen und Kakteen (Element of Crime) / VORSCHAU / Freitag, 26. – 28. Februar: The Fraternity (Video-on-Demand) / Samstag, 27. Februar: NETWORK (Stream) / Freitag, 26. Februar: undoing prison. Panel mit Zehra Doğan, Can Dündar und Aslı Erdoğan / Freitag, 26. Februar: Online-Diskussion / Samstag, 6. März: Weil heute mein Geburtstag ist / Impressum |
#saytheirnames
In Gedenken an
Sedat Gürbüz
Fatih Saraçoğlu
Kaloyan Velkov
Gökhan Gültekin
Said Nesar Hashemi
Mercedes Kierpacz
Hamza Kurtović
Ferhat Unvar
Vili Viorel Păun
Lasst uns wachsam bleiben.
Daniela
Vielen Dank an meine vier Co-Autor*innen & Freundinnen: Petra, Andrea, Uwe & Martin für ihre tollen und vielfältigen Beiträge, die sie jede Woche für Euch zusammenstellen.
Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps hier zu lesen.
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FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:
Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))
Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto: IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00. Wer eine Rechnung benötigt, schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net
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G E R O L L T E S über eine kaputte Tür am Hanfgraben

(Uwe)
Es ist mal wieder an der Zeit darüber zu jammern, dass der Fußball, der Kreisligafußball, der mir so viel bedeutet sich nun schon wieder seit fast vier Monaten in der Corona bedingten Zwangspause befindet. Seit Oktober sind weder Trainingseinheiten noch Spiele gestattet. In Erinnerung rief das ein hr3-Interview von Bärbel Schäfer mit der Damen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Sie äußerte dort berechtigte Sorgen, dass viele ehrenamtlichen Helfer, Schiedsrichter, Amateur- und JugendpielerInnen in der Spiel- und Trainingspause die Lust am Fußball verlieren. Weil sich Interessen verschoben haben und es der/dem einen oder anderen in den fußballfreien Monaten aufgefallen ist, dass ihr/sein Leben auch ohne Vereinsfußball funktioniert. Ich gehöre definitiv nicht dazu. Ich werde im ersten Training meiner Soma wieder pünktlich auf dem Patz stehen und beim ersten Freundschaftsspiel des ruhmreichen TSV 1899 Goddelau die Mannschaftsbetreuung übernehmen.
Apropos TSV 1899 Goddelau, den erwähnte ich schon einige Zeit nicht mehr. Das lag insbesondere daran, dass es unserer „Spielausschussgruppe“ in WhatsApp seit Wochen in etwa so belebt war, wie ein stillgelegter Bahnhof in der Uckermark. Lange passierte nichts, diese Woche kam endlich wieder Leben in die Bude. Irgendjemand hat die Tür zur Schiedsrichterkabine eingetreten (obwohl sich seit Monaten kein Schiedsrichter mehr in dieser umgezogen hat). Das war dem Randalierer vielleicht nicht bewusst.
Vielleicht war es auch ein etwas einfältiger Einbrecher, der einen in die Jahre gekommenen Arztkoffer, eine halbe Flasche Franzbrandwein, einen aus der Zeit gefallenen Satz Trikots, ein verstaubter Pokal aus 2008 oder alte Spielerpässe stehlen wollte. Das ist in etwa das, was in dem einzigen Raum auf dem Goddelauer Sportplatz im Hanfgraben herumliegt, der nur durch eine alte Holztür gesichert ist. Alle anderen sind seit einer Sanierungsaktion der Stadt Riedstadt (Goddelau ist ein Stadtteil) aus Stahl. Wir hofften im Spielausschuss daher alle, dass die Tür, die seit der Sportplatzeröffnung im Jahr 1976 in den Angeln hängt, nun endlich auch ausgetauscht wird. Das wird aber nicht passieren, weil die Tür überraschenderweise so stabil ist, wie der Bestand an Maulwürfen unter unserem Nebenplatz. Statt dass die Holztür kaputt ging, zerfetze es den Türrahmen aus Stahl. Verrückt.
Positiv: Eintracht siegt weiter (kann man hier einfach stehen lassen)
Negativ: Schalke gewinnt weiterhin nicht (es geht aufwärts, nur nicht in der Tabelle)
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Etwas über den FSV
Drei Beiträge des FSV auf dessen Fachebookseite aus dieser Woche:
1. Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) und Regionalligamannschaft trainieren ab dieser Woche wieder
2. Physoptherapeut Basti Hintz gibt einen Blick hinter die Kulissen
3. (MerchMittwoch): Aufkleber mit verschiedenen Motiven des FSV Frankfurt. Diese Aufkleber verschönern nicht nur Autos!
Unter keinem der Beiträge steht der sinnlose Kommentar irgendeines Wichtigtuers, man findet nur wohlwollende, positive Kommentare. Das ist schön. Am Wochenende spielt der FSV zuhause gegen Ulm, der Heimatstadt von Uli Hoeness. Dessen Bayern spielen etwas später bei der Eintracht.
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SUCHE / BIETE

Solltet ihr über diese Rubrik neue Mitbewohner*innen oder eine neue Wohnung finden, so bitte ich um eine Spende an den Verein people4peole.de, meiner Freundin Anna Demisch.
Mitbewohner*in gesucht: Die liebe Gunda schreibt: "Nach vielen jahren in der innenstadt, wohne ich seit über einem jahr in niedereschbach (franfurt nord). ich liebe den ort und die nähe zur natur. ich wohne in einer WG zu zweit. ich suche ab 1. april einen mitbewohner auf 120 qm mit 1 schlafzimmer für jeden und eingerichteten wohn- und esszimmer. und großen balkon mit pflanzen. miete 650 euros incl. mainova und wlan. U - bahnhaltestelle ist nicht weit weg, ca. 15 minuten in die innenstadt. Kontakt:gunda(at)gundapatzke.com
Möblierete Wohnung zu vermietenMöblierte 1 Zimmer Wohnung (40 qm) in sehr ruhiger Lage in Dreieich-Buchschlag monatsweise zu vermieten, 600 € warm. Nah am Wald. Abgeschlossene Wohnung im EG mit großer Terrasse und herrlichem Blick in einen alten Garten mit großen Bäumen. Kleine, abgeschlossene und voll ausgestattete Küche, Bad mit Dusche und Fenster, kleiner Flur. Sehr gute Anbindung nach Frankfurt, Darmstadt und zum Flughafen. Bahnhof nur 8 Minuten Fußweg. Die S-Bahn zum Südbahnhof Ffm fährt 7 Min., zum Hbf 20 Min. Bus zum Flughafen 16 Minuten. Weitere Infos & Fotos: info(at)alice-selinger.de
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Top 5: Brettschneider vs. Schwöbel

(Daniel und Uwe)
Top 15 – deutschsprachige Lieder
Am Mittwoch haben Daniel und ich uns endlich einmal wieder persönlich treffen können. Wir diskutierten hauptsächlich über Musik, zum Beispiel über Springsteens Erscheinen in der Halbzeitpause des Super Bowl und über die Liste, die wir diese Woche machen wollen. Wir einigten uns auf die schönsten Lieder in Deutsch und darauf, ausnahmsweise 15 Lieder auswählen zu dürfen. Fünf in dieser umfassenden Kategorie reichten nicht.
Die fast 30 Songs haben wir in einer Playlist auf Spotify zusammengestellt.
Die gute Nachricht: Unabhängig voneinander haben wir beide dasselbe Lied auf PLatz 1 positioniert.
Daniel: Da diese Aufgabe sowieso kaum zu bewältigen ist, habe ich einfach überlegt, was ich momentan am meisten vermisse. Klar, da wäre zunächst das Kino, allerdings dicht gefolgt von Restaurantbesuchen, vom in Bars „am Tresen sitzen“, Abende in Kneipen ausklingen lassen. So ist kurzerhand eben mein persönlicher Kneipenabend-Soundtrack entstanden inklusive all der Ekstase und Melancholie, die hier und da möglicherweise eher an Jugendfreizeit, Vereinsheim oder Schlagerparty erinnert als an eine reflektierte Top 15 sämtlicher deutscher Songs. Um was geht es aber gerade im Kern? Doch wohl ums Schunkeln, Sinnieren, um das Ein-, Unter- und Abtauchen, ums Knutschen, die Sehnsucht – um nächtliche Momente gemeinsamen Erlebens in Musik. Geteiltes Glück; worauf wir seit so langer Zeit nun schon warten. Also dann, 15x Drama ohne Cello. Prost:
1. Halt dich an deiner Liebe fest (Ton Steine Scherben) 2. Allein in eisigen Tiefen (Superpunk) 3. Kapitulation (Tocotronic) 4. Rauch-Haus-Song (Ton Steine Scherben) 5. Dein ist mein ganzes Herz (Heinz-Rudolf Kunze)
6-10. Verdammt, ich lieb’ dich (Matthias Reim), Da Da Da (Trio), Griechischer Wein (Udo Jürgens), Bungalow (Bilderbuch) Westerland (Die Ärzte)
11-15. Alles grau (Isolation Berlin), Mehr geht leider nicht (Herbert Grönemeyer), Still wird das Echo sein (Element of Crime), Kräne (Gisbert zu Knyphausen), Unschuld vom Lande (Eins Zwo)
Uwe: Deutsche Musik hat mich schon immer begeistert. Als Kind sah ich die Hitparade mit Dieter-Thomas Heck und da wurde in Deutsch gesungen. Meine musikalische Reise begann mit Rex Gildo und führte über Extrabreit, BAP oder Ambros zu eher kleinen Acts wie Fortuna Ehrenfeld oder ClickClickDecker. In der Liste habe ich die meisten Stationen nicht aufgenommen, weil ich mittlerweile eher auf melancholische Sachen stehe, zu verkrampft zum Schunkeln auf Schlagermusik bin und mit manchen Sachen nichts mehr anfangen kann. Die beiden am Ende, auf Rang 15 platzierten Nummern mit identischem Namen, sind eine Referenz an vergangene Zeiten. Mit den Sängern der beiden Lieder bin ich „durch“, die Songs haben die Trennung aber schadlos überstanden.
1. Halt dich an deiner Liebe fest (Ton Steine Scherben) 2. Weißes Papier (Element of Crime) 3. Ich wart´ auf dich (Wolf Maahn) 4. Nur ein Augenblick (Jocco Abendroth) 5. Ein Elefant für dich (Wir sind Helden)
6-10. Hotelsong (Patent Ochsner), Nacht (Kettcar), Vorbei (Tempeau, Jan Plewka während Selig-Pause), Morgenrot (Herbert Grönemeyer), Das letzte Kommando (Fortuna Ehrenfeld)
11-15. Han Solo (Spaceman Spiff), Im Wahljahr (ClickClickDecker), All die Jahre (Philipp Poisel), Nur für dich (Gastone), Es tut weh (Westernhagen & Purple Schulz, jeweils eigenständige Songs)
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Freitag 19. Februar: #saytheirnames - "Der zweite Anschlag"

(Andrea)
Heute jährt sich der gemeine und feige Anschlag in Hanau, der uns schon aufgrund der räumlichen Nähe mehr berührte als Halle, Mölln und die vielen, vielen anderen Orte. Bis vor einem Jahr wähnten wir uns noch im Glauben, hier sei alles Bingo, in Städten wie Hanau, Offenbach und Frankfurt gibt es das nicht, Rechtsradikalität und Fremdenhass. Gibt es natürlich, aber so krass? Weil Hanau aber tatsächlich KEIN singuläres Ereignis war, natürlich ein Einzeltäter, aber doch reiht es sich ein. Das ist mir bei der Doku "Der zweite Anschlag" nochmal klar geworden: "„Das Boot ist voll!“, „Ausländer raus!“, „Deutschland den Deutschen“. Die Parolen der Rechten sind mittlerweile unüberhörbar geworden. Genauso die Gewalt, die sich gegen jene Menschen richtet, die als „fremd“ wahrgenommen werden. Mit erschreckender Kontinuität wiederholen sich seit Jahrzehnten rassistisch motivierte Ausschreitungen, Angriffe und Morde in der Bundesrepublik Deutschland. DER ZWEITE ANSCHLAG dokumentiert die bisher kaum beachtete Perspektive der Betroffenen dieser Gewalt und stellt sie in den Mittelpunkt. In tiefgehenden Interviews entwickelt der Film ein präzises Bild der teils traumatischen Erlebnisse, welche die Protagonist*innen des Films durchlebt haben. Es sprechen: Ayşe Güleç Mai Phương Kollath Ibrahim Arslan Gülüstan Ayaz-Avcı Osman Taşköprü Özge Pınar Sarp Weitere Informationen zur Dokumentation gibt es hier https://derzweiteanschlag.de/film/ Die Online-Filmvorführung mit Vimeo-Link und Passwort in der Zeit zwischen beiden Veranstaltungsterminen (15.02.21-23.02.21) hier: https://vimeo.com/476574255. Passwort: InErinnerung2021
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Ab 19. Februar: Soil Strings - Commoning und Kompost

(Daniela)
Ulli Markus hat, gemeinsam mit anderen Künstlerinnen und den Bewohner*innen vom NIKA.haus, ein Projekt erarbeitet, das ab sofort und bis zum 18.05. zu sehen ist.
Mit unserem Projekt Soil Strings – Commoning und Kompost für Synnika schaffen wir alltägliche, zeitliche und materielle Überschneidungen des „Kompostierens“ durch verschiedene Projektstationen auf der Dachterrasse sowie Installationen, Werken und einem Fenster-Filmscreening im Ausstellungsraum im Erdgeschoss des NIKA.hauses. Damit zeigen wir unsere Entdeckungen von Übereinkünften und Abhängigkeiten zum oftmals ungesehenen Anderen: vom Mikrokosmos der Würmer bis draußen in den Stadtraum. Offene Diskussionen und Workshops mit den Bewohner*innen und Gästen des Nika.hauses erweitern den Raum zum Austausch und Transport von Ideen und Wissen. Gemeinsam untersuchen wir Möglichkeiten um Ressourcen, Beziehungen und Wertvorstellungen zu überdenken und erneuerbare Methoden für die Produktion von Kunst im Sinne des Commoning zu nutzen.
Blockadia*Tiefsee mit: Martin Dörr, Stephan Idé, Antonia Lotz, Ulrike Markus, Petra Metzner, Sarah Reva Mohr, Joëlle Pidoux, Wagehe Raufi, Dennis Siering, Stefan Thürck, Mathias Weinfurter, Linda Weiß, Susanne M. Winterling
Soil Strings wird unterstützt von: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Stiftung Kunstfonds sowie dem Bundesförderprogramm Neustart Kultur.
NIKA.haus, Niddastraße 57, 60329 Frankfurt a. M. Öffnungszeiten Freitags, von 15 bis 18 Uhr, nach vorheriger Anmeldung (hello@synnika.space). Darüberhinaus kann die Ausstellung über das Schaufenster besichtigt werden.
Regelmäßige Programmupdates findet ihr unter: https://synnika.space https://blockadia-tiefsee.tumblr.com/synnika
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Noch bis 16. Mai: Video-Installation

(Petra)
Große Freude machen mir derzeit kleine, analoge Formate - sei es, durch die Fenster des Lola Montez Kunstwerke zu erspicken, oder Installationen vor der Tür zu entdecken. Seit letztem Wochenende wärmt mein entwöhntes Kunst-Herz eine Video-Installation in der Schirn-Rotunde, die ich dank einer lieben Freundin bestaunt habe. Wahrscheinlich nicht zuletzt, weil meine Sehnsucht nach dem Meer allmählich übergroß wird. Und weil das räumliche Erleben selbst bei einer Videoarbeit einen Riesen-unterschied macht. In ihrer "immersiven" Videoarbeit zeigt die kanadische Künstlerin Caroline Monnet den Atlantik - groß, schäumend bewegt,geräuschstark, aber auch idyllisch. Er verbindet für sie beide Seiten ihrer Identität, die von ihren Algonquin-Vorfahren in Kanada und ihren französischen in Europa geprägt ist. Hier dokumentiert sie ihre 22-tägige Reise auf einem Frachtschiff von Europa nach Kanada. In einer filmischen Montage entfalten die Bilder der Überfahrt, an der Mittelachse gespiegelt und unterlegt von einer tranceartigen Tonspur aus Radiofrequenzen und Morsezeichen, eine eindringliche Sogwirkung. Diese steht im Kontrast zur Statik der drei Betonkugeln PROXIMAL I, II, III (2018/2020): zusammen eine eindringliche Installation. Die sphärischen Skulpturen verweisen u. a. auf Mondzyklen, welche in der Algonquin-Tradition eine zentrale Rolle spielen. Die Installation beleuchtet auch Auswirkungen der kolonialen Geschichte zwischen Europa und Nordamerika, von Handel und Migration wie auch den traumatischen Erfahrungen der Indigenen Menschen.
Videoarbeit Transatlantic (2018, 15 Min.) und die Skulptuturen PROXIMAL I, II, III (2018/2020) von Caroline Monnet, Schirn-Rotunde (öfffentlich zugänglich), noch bis 16.05., Eintritt: frei, weitere Informationen hier.
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Samstag, 20. Februar: Mit Reinhold Messner auf Du und Du

(Andrea)
Reinhold Messner ist, glaube ich, ein spannender Typ und hat ein bisschen was zu erzählen. Und weil ich sowieso gerade sehr unter Fernweh leide und mir dieses festhängen gerade mächtig auf die Nerven geht..:"Ungeschminkt erzählt Reinhold Messner, dessen Neugier und Zuversicht ungebrochen sind, über die Essenz seiner Lebenserfahrung und ringt um Begriffe wie Mut, Leidenschaft und Verantwortung. In seinem Online-Stream behandelt er verschiedene Kapitel seines Lebens, von Heimat bis Tod. Reinhold Messner erzählt, offen und ehrlich was er denkt, er skizziert in Etappen seinen Weg vom Südtiroler Bergbub zum größten Abenteurer unserer Zeit, zum kampflustigen Politiker, engagierten Bauern, Wanderfreund von Managern und Politikern, zum Gründer einer einzigartigen Museumslandschaft, zum Ehemann, vierfachen Vater und Familienmenschen. Reinhold Messner bezwang als erster Mensch den Mount Everest ohne Sauerstoffmaske, bestieg alle 14 Achttausender, stand auf den Seven Summits und 3500 weiteren Gipfeln. Er durchquerte zu Fuss die größten Eis- und Sandwüsten der Erde. Kaum einer ist so oft an sein Limit gegangen wie er. Lass dich in die Welt des berühmten Bergsteigers unserer Zeit entführen, erlebe Reinhold Messner wie er im Stream im Gespräch offene Fragen klärt und lerne diesen außergewöhnlichen Menschen besser kennen. Wir senden exklusiv nur an diesem Termin direkt in dein Wohnzimmer! Hast du Fragen an Reinhold Messner? Schick sie uns gerne schon jetzt an post@weltundwir.com.
20 Uhr hier: https://livestream.weltundwir.de/videostream/reinhold-messer-im-live-stream/
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Samstag, 20. Februar: Mühlheim/ Die Rechten einsacken

(Andrea)
Höcke ist uns bis auf Weiteres in Offenbach erspart geblieben, das heißt er kommt wohl doch Anfang März. Bleibt abzuwarten. Aber Mühlheim ist in Not, auch dort steht die AfD in den Startlöchern und es gibt die Einladung, ein Zeichen zu setzen. In dem Fall fühle ich mich meiner Heimatstadt verbunden und wenn das Wetter mitspielt, bin ich am Start: "2021 droht nun der politische Dammbruch in Mühlheim, der das gesellschaftliche Zusammenleben auf Jahre beschädigen könnte. Bei den vergangenen Wahlen holte die AfD in Mühlheim zwischen knapp zwölf und 15 Prozent der Stimmen. In einigen Wahlbüros konnte sie sogar bis zu 20 Prozent der Stimmen erreichen. Nicht auszudenken was passiert, wenn das rechtsextreme Wahlpotenzial in Mühlheim sich bestätigt fühlt und Vertretungen in das Stadtparlament entsendet. Diesem drohenden Rechtsruck gilt es entschlossen entgegen zu treten! Wir freuen uns, wenn möglichst viele Menschen mit uns am 20.02.2021 gemeinsam für ein buntes Mühlheim demonstrieren und eine klare Kante gegen rechtsextreme Bestrebungen in unserer Stadt zeigen. Starten wird die Demo um 14:00 Uhr in der Bettinastraße am Alten Friedhof in Dietesheim. Die Endkundgebung wird auf dem Brückenmühlparkplatz in Mühlheim sein. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation bitten wir alle Teilnehmenden auf der Demo die Mindestabstände einzuhalten und einen den Vorgaben entsprechenden Mund-Nasen-Schutz zu tragen. https://www.facebook.com/dierechteneinsacken/posts/183901716502538
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Samstag, 20. Februar: Die Stadt der Blinden

(Martin)
nach dem Roman von José Saramago Fassung von Kay Voges, Bastian Lomsché und Matthias Seier Stream aus dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg Von einem Augenblick auf den anderen erblinden in einer Stadt Menschen. Um weitere Ansteckungen zu vermeiden, werden die Betroffenen in einer verlassenen Irrenanstalt interniert. Orientierungslos, sich selbst überlassen und unfähig ihr Schicksal zu begreifen, versuchen die Blinden ihr Leben dort zu organisieren. Doch je mehr Menschen eintreffen, desto unerträglicher, chaotischer und gewalttätiger wird die Situation. José Saramagos Roman »Die Stadt der Blinden« ist die schonungslose Schilderung einer Katastrophe und zugleich ein philosophisches Essay über eine allgemeine menschliche Blindheit. Er blickt tief in den Abgrund und erzählt doch von Liebe und Mut. „Kay Voges gelingt etwas Erstaunliches: Er schafft es, in der Erzählung dieser apokalyptischen Parabel Schönheit und Grauen zugleich zu erfassen. (…) Voges ist ein Theater-Filmerzähler. Mit großer Exaktheit und noch größerer Virtuosität baut er Bilder, erstellt mit dem 21-köpfigen Ensemble einen beeindruckenden Live-Film auf der Bühne, gezeigt im Moment seiner Produktion.“ (taz)
Empfohlen ab 16 Jahre Stream des Endprobenmitschnittes Am 20. Februar ab 19.00h (für 24 Stunden) auf: dringeblieben.de
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Sonntag 21. – Sonntag 28. Februar: Lokal Listener - Gregor Praml trifft Andreas Hepp (Video on Demand)

(Uwe)
Nach einer coronabedingten Zwangspause kommt Gregor Praml mit seinem Lokal Listener in den Mousonturm zurück. Nicht ins Lokal und ohne Zuschauer, aber immerhin.
"Seit nunmehr 20 Jahren ist Andreas Hepp als Schlagzeuger Teil des hr-Sinfonieorchesters, eines der renommiertesten klassischen Orchester in Europa. Andreas ist ein echtes Multi-Talent: Neben dem Schlagzeug spielt er auch Klavier, und er komponiert vor allem selbst. Keine Selbstverständlichkeit bei klassisch geprägten Musikern in Orchesteranstellung! Scheuklappen hat der in Dreieich geborene Musiker ebenfalls nicht. Er initiiert gerne Crossover-Projekte, die über die klassische Musik hinausgehen. Andreas’ Vater ist Klarinettist gewesen und seine Mutter ist Pianistin. Er lernte zunächst Klavier und Violine, bevor er zum Schlagzeug kam, das er dann an der HfMDK in Frankfurt studierte, später kam Marimba in Rotterdam dazu. Sein außergewöhnliches Talent wird mit verschiedensten Förderpreisen und Stipendien gewürdigt, u.a. mit dem der Villa Musica, eines der weltweit wichtigsten Förderprogramme für Kammermusik. Zeit für einen Besuch dieses virtuosen Musikers und feinfühligen Komponisten beim LOKAL Listener von Gregor Praml – im Digitalen Mousonturm als Streaming aus dem Mousonturm im BAU!"
https://www.mousonturm.de/events/gregor-praml-trifft-andreas-hepp/
Täglich von 21. 28. Februar Erste Sendung: 21. Februar, 11 Uhr (Ticketverkauf nur bis 10 Uhr) Solidarisches Preissystem (frei wählbar: 5, 10, 20 und 30 EUR): Stream & Künstlergespräch im Anschluss
Der Ticketverkauf schließt jeweils spätestens 1 Stunde vor Beginn der digitalen Vorstellung.
Zugang: Den Link zur digitalen Veranstaltung erhalten Sie auf dem Ticket-PDF. Bitte rufen Sie diese URL kurz vor Beginn der Veranstaltung in Ihrem Webbrowser auf Ihrem internetfähigen Endgerät auf und geben Sie Ihren persönlichen Zugangscode ein.
Bei Problemen mit dem Stream: Wenden Sie sich an Mousonturm-Mitarbeiter*innen (21.02, 09-12 Uhr): +49 (0) 69 405 895-88
Im Anschluss an den Stream findet eine Live-Fragerunde mit Andreas Hepp via Zoom statt. Zugangsdaten werden auf dem Ticket kommuniziert.
Foto: Uwe Pohlig
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Montag, 22. Februar: Happy New Ears (Livestream)

(Martin)
Ensemble Modern Unsuk Chin
Mit der Uraufführung von Acrostic-Wordplay 1993 in London durch George Benjamin errang sie erstmals größere Aufmerksamkeit. Ihr Violinkonzert wurde 2004 mit dem renommierten Grawemeyer Award ausgezeichnet. Spätestens jedoch seit der Uraufführung ihrer Oper Alice in Wonderland 2007 an der Bayerischen Staatsoper zählt die Koreanerin Unsuk Chin zu den führenden Komponist*innen unserer Zeit. Für ihre Arbeit spielen visuelle Inspirationen eine große Rolle:
»Meine Musik ist das Abbild meiner Träume. Die Visionen von immensem Licht und von unwahrscheinlicher Farbenpracht, die ich in allen meinen Träumen erblicke, versuche ich in meiner Musik darzustellen als ein Spiel von Licht und Farben, die durch den Raum fließen und gleichzeitig eine plastische Klangskulptur bilden.«
Auf ein Kindheitserlebnis geht die ›Straßentheater-Szene‹ zurück: Damals zogen in Korea fliegende Händler durch die Städte und machten mit kleinen Theatervorstellungen für ihre Waren Reklame. Der Titel Gougalōn ist an ein althochdeutsches Verb angelehnt, das so viel heißt wie ›jemandem etwas vorgaukeln‹ oder ›durch Budenzauber etwas vormachen‹, aber auch ›lächerliche Bewegungen machen‹ und ›wahrsagen‹.
Unsuk Chins musikalisches Denken kann sehr theatralisch sein. Zugleich macht sie aus dem Kindheitserlebnis eine höchst kunstvoll durchgestaltete Komposition mit ausgefallenen Spieltechniken und ungewöhnlichen Schlaginstrumenten. Unsuk Chin: »Die Erinnerungen liefern nur einen Rahmen. […] In diesem Stück ging es mir um eine imaginäre ›Volksmusik‹, die stilisiert, in sich gebrochen und nur scheinbar primitiv ist.«
Stream aus dem Haus der Deutsche Ensemble Akademie e.V., Dachsaal
Das Konzert wird am 22. Februar um 19.30 Uhr gestreamt und am 25. und 28. Februar jeweils um 19.30 Uhr wiederholt. Das Ensemble Modern erhebt für diesen Stream eine Ticketgebühr im Rahmens eines solidarischen Preissystems. Der Livestream ist verfügbar über das Ticketportal Reservix und wird bis zu 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn der Veranstaltung abrufbar sein.
Foto: © Priska Ketterer
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Mittwoch 24. Februar 2021: Of/ Das Attentat von Hanau

(Andrea)
"Es dauerte zwölf Minuten, dann waren neun Menschenleben ausgelöscht. Serpil verlor bei dem rassistischen Anschlag in Hanau ihren ältesten Sohn. Aber der Alltag muss weitergehen, ihr kleiner Sohn braucht sie. Er fragt sich, ob er nun kein richtiger Deutscher ist und immer Angst haben muss? Serpil muss etwas tun, um die Trauer, das Entsetzen, die Wut zu verarbeiten – sie geht in Hanauer Schulen, um die Kinder gegen Rassismus stark zu machen. Piter ist gerade 19 und überlebte, neben ihm starben seine Freunde. Die Schüsse des Täters verfehlten ihn nur um Zentimeter. Iulia und Niculescu Păun trauern um ihren einzigen Sohn Vili – aber sie setzen alles daran, sein Andenken in der Stadt zu bewahren, denn der junge Rom versuchte, den Mörder aufzuhalten." Davon erzählt MARCIN WIERZCHOWSKI in seinem Film. Der Regisseur ist heute im Gespräch mit dem Filmemacher Dirk Schäfer. Der Film steht ab 19. Februar online zur Verfügung und sollte vor dem Gespräch angesehen werden. https://www.boell-hessen.de/attentat-von-hanau/
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Donnerstag 25. Februar: Abends im Verstärker – Die Talkshow Was ist Glück?

(Daniela)
Ich habe Glück, denn ich bekomme heute Abend Besuch von einem netten Menschen, sonst würde ich mich online auf die Suche nach Glück begeben:
Abends im Verstärker – Die Talkshow -Was ist Glück?
Ist Glück Zufall? Oder Schicksal? Oder keines von beiden? Was muss man haben, um glücklich zu sein: Resilienz, Empathie, Naivität oder umfassendes Wissen? Können wir „glücklich sein“ trainieren? Zum Auftakt der aktuellen Reihe stellt Moderatorin und Autorin Jenni Zylka (Berlin) ihren Gästen die Frage, ob es eine allgemeingültige Erklärung dafür gibt, was Glück ist.Thea Nimmermann, Heilpraktikerin für Psychotherapie (Frankfurt am Main), und Annette Sell, Philosophin (Bochum), antworten darauf aus ihrer fachlichen Perspektive und diskutieren mögliche Bedingungen für Glück im Leben. Wer zuschaut wird danach glücklicher sein.
zum Zoom-Meeting; Meeting-ID: 916 0782 5121; Kenncode: 949820 Virtueller Einlass ab 18:45 Uhr. Keine Anmeldung erforderlich.
Veranstalter: Das Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung der Staatlichen Museen zu Berlin lädt einmal im Monat verschiedene Gäste ein, ihre fachlichen und persönlichen Perspektiven einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Jeder Abend ist anders. Die Fragestellungen der Talkshow sind so verschieden wie ihre Gäste. Mit Bezug auf die Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin spiegeln Wissenschaftler*innen, Autor*innen, Künstler*innen und Kurator*innen ihre Sichtweisen auf das aktuelle Thema.
Der Verstärker ist Motor des neuen Bildungszentrums im Haus Bastian. Im halbjährlichen Turnus werden im Erdgeschoss sammlungsübergreifende Themen mit großer Sichtbarkeit verhandelt. Die aktuelle Frage „Wie sieht Glück aus? Über Zufall, Schicksal und Zufriedenheit“ lässt sich übergreifend in allen Museen der Museumsinsel Berlin verorten.
https://www.smb.museum/veranstaltungen/detail/abends-im-verstaerker-die-talkshowwas-ist-glueck-2021-02-25-190000/
Rudolf Friedrich August Henneberg (1826 – 1876), Die Jagd nach dem Glück, Gemälde / Öl auf Leinwand, 1868 © Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie / Klaus Göken
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Podcast: Die falsche Gräfin und die Auschwitz-Tagebücher

(Martin)
Eine irre Geschichte, die tatsächlich so geschehen ist!
Der Podcast ist super spannend ‚inszeniert‘ und aufgearbeitet:
„Im Dezember 2013 ist der Historiker Bogdan Musial auf einer privaten Weihnachtsfeier im Kreise der Münchner High Society zu Gast.
Neben einflussreichen Geschäftsfrauen und altadeligen Prinzen wird ihm dort eine besonders schillernde Persönlichkeit vorgestellt: Nicole – ungarische Gräfin, Virologin, vatikanische Leibärztin.
Sie vertraut sich Musial mit einer unglaublichen Geschichte an: Ihr verstorbener Großvater habe in Auschwitz unter dem berüchtigten SS-Arzt Dr. Josef Mengele als Häftlingsarzt arbeiten müssen und über diese Zeit Tagebuch geführt. Die Gräfin bietet Musial diese Tagebücher für seine Forschungen an. Doch das ist nicht alles: Im Nachlass ihres Großvaters sollen sich vielleicht sogar verschollene Unterlagen von Mengele selbst befinden.
Der Historiker ist begeistert. Ein solcher Fund wäre eine Sensation. Musial beginnt mit seinen Recherchen zum Großvater und der Rolle der Häftlingsärzt*innen in Auschwitz. Doch beim Studium der Tagebücher stößt er auf immer mehr Unstimmigkeiten. Sind die Aufzeichnungen echt oder doch eine Fälschung? Und wer ist die rätselhafte Gräfin wirklich? Aus dem Historiker wird ein Ermittler, aus der Sensation ein abenteuerlicher Kriminalfall.“ (Argon-Verlag).
Hier geht’s zur Verlagsseite und Podcastmöglichkeit.
https://podcast.argon-verlag.de/podcasts/die-falsche-graefin-und-die-ausschwitz-tagebuecher/
Podcast ebenso möglich über z.B. spotify oder die apple-podcast-app.
Und weil die Geschichte tatsächliche Zeitgeschichte ist, gibt’s auch eine Dokumentation in der ZDF-Mediathek:
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/abgezockt--die-auschwitz-tagebuecher-100.html
Foto: © Argon-Verlag
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Filmtipp: WEIT – Die Geschichte von einem Weg um die Welt

(Martin)
Für mich war es einer der eindrücklichsten Filme der vergangenen Jahre. Eine low-budget-production und gleichsam ein Kino-Überraschungshit und jetzt ist für kurze Zeit - noch bis zum 28. Februar - in der 3sat-Mediathek zu sehen.
Wer ‚WEIT’ noch nicht gesehen hat, sollte das schnellstens ändern. Auswirkungen auf das wahre Leben – nach Corona - sind nicht ausgeschlossen, denn Reiselust wirkt hier ansteckend.
Ein Pärchen reist um die Welt: von Freiburg aus in Richtung Osten und dann soweit, bis die beiden im Westen wieder anlanden. Drei Jahre sind Gwen und Patrick unterwegs, erfahren unglaubliche Begegnungen, sind bereit zu vertrauen und erleben dieses. Tatsächliches Leben und Erleben geben sich die Hand, zwischendurch wird ein Kind geboren und weiter geht’s. Gwen und Patrick schaffen das Kunststück, zu Hause in der Fremde zu sein. Bereits beim Zuschauen ist einem das Weinen manchmal nahe. Diese Reise, dieser Film berührt, macht Mut, er lässt glauben. Und er macht glücklich.
Hier geht’s zum Film: https://www.3sat.de/film/dokumentarfilmzeit/weit-die-geschichte-von-einem-weg-um-die-welt-102.html
Foto: © Patrick Allgaier, Gwendolin Weisser
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Podcast: Narzissen und Kakteen (Element of Crime)

(Uwe)
Herrje, das Album Damals hinterm Mond von Element of Crime feiert in diesem Jahr bereits seinen 30. Geburtstag. Dreißig Jahre deutschsprachige Texte von der großartigen Berliner Band, die – wie so oft – überwiegend aus nach Berlin zugezogenen Künstlern besteht. Sänger & Texter Sven Regener ist aus Bremen, der Schlagzeuger Richard Pappik aus dem beschaulichen Holzminden. Pappik ist es, der die Melodie vom wunderschönen Vier Stunden vor Elbe 1 mit ins Studio brachte, in dem das bereits genannte Album aufgenommen werden sollte. Er erzählt im Podcast „Narzissen und Kakteen“ davon, wie er auf die Idee für das berührende Lied und den Einsatz der Mundharmonika kam („… lange Jahre hatte ich keinen Kontakt zu meinem Vater, der Seemann war …“). Regener ergänzt, dass er in der Melodie gleich ein Seemannslied erkannt hatte, und schrieb den großartigen Text dazu.
Pappik, Regener und Gitarrist Jakob Ilja reden alle zwei Wochen rund eineinhalb Stunden über die Entstehung jeweils eines ihrer Alben. Nun sind sie bei den deutschsprachigen Platten angekommen und damit wird das Ganze für mich interessant. In der nächsten Folge des sehr unterhaltsamen (und überhaupt nicht nerdigen) Podcasts geht es um das Album Weißes Papier, unbestritten eine der besten Platten in deutscher Sprache. Absolut hörenswert.
Foto: Artwork/Homepage Element of Crime
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Freitag, 26. – 28. Februar: The Fraternity (Video-on-Demand)

(Martin)
Emmilou Rößling Studio Naxos
„Er hat etwas Störrisches und Unbeholfenes, der Filz, der diese Choreografie trägt und ermöglicht.
Die Zeit des Filzes ist immer jetzt. Er ist zwar das älteste Textil der Welt, verhält sich jedoch wie ein Teenage-Punk – no future and no past.
Der gewebte Stoff hingegen kennt Zeit, wie wir sie kennen, er weiß um die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft, weiß um Sparpläne und Fotobücher. Und kennt, anders als der Filz, die Vorfreude, das Erinnern und das Bedauern.
In THE FRATERNITY machen sich drei Frauen auf die Suche, die Zeit auszusetzen. Hierbei wird Tanz zu einer Erfahrung, die mehr dem Filz und weniger dem gewebten Stoff gleicht. Es entsteht eine Textur, auf der man sich ein wenig ausruhen kann, die mit keinerlei Erwartungen kommt, außer der Zeit, die man zusammen verbringt.
Frankfurt-Premiere: 26. Februar 2021, 20 Uhr
Das Video-on-Demand wird bis Sonntag, den 28. Februar, 22 Uhr abrufbar sein über www.studionaxos.de/programm oder direkt: https://studionaxos.de/programm/stream-the-fraternity/
Solidarisches Preissystem. Das Video kann kostenfrei angeschaut werden. Pay-What-You-Want via Paypal-Button oder Überweisung. Daten vor Veranstaltungsbeginn auf der Homepage: https://studionaxos.de/programm/stream-the-fraternity/
Foto: © Daiva Tubutyte
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Samstag, 27. Februar: NETWORK (Stream)

(Martin)
Nach dem Film von Paddy Chayefsky Thalia Theater Hamburg Deutsche Erstaufführung
Wer den LIVESTREAM im Januar verpasst hat, für den gibt’s jetzt nochmal eine Möglichkeit…
Dass der Regisseur Jan Bosse und der Frankfurter Schauspieler Wolfram Koch ein geniales Team sind, war im häufig empfohlenen Richard III. hier in Frankfurt zu erleben. Ein ebensolcher Clou ist nun in Hamburg gelungen!
„Als er auf den Tisch springt, seinen Zeigefinger weit gen Himmel streckt und das Fernsehen als falsches Evangelium verflucht, in dem Scheiße als Wahrheit verkauft wird, da hat man innerlich schon selbst den Fernseher eingeschaltet, um diesem charismatischen Howard Beale zuzuhören, seinen Wahrheiten, Visionen und Weltverbesserungsschwüren.“ – das schrieb die taz nach der Premiere im letzten Oktober. Und jetzt ist es eine besondere Ironie, dass eben dieser Theaterabend - ursprünglich ein Film - live gestreamt direkt von der Bühne des Thalia-Theaters über die Glotze anzuschauen ist.
„Howard Beale, Moderator bei einem großen amerikanischen Nachrichten-Network, ist nicht gerade ein Quotenkönig. Nachdem der Sender kurzerhand entscheidet, ihn durch einen jüngeren Kollegen zu ersetzen, sieht er die Stunde der Wahrheit gekommen: vor laufender Kamera kündigt er seinem Publikum an, sich in der nächsten Sendung – seiner letzten – als Konsequenz seiner Absetzung das Hirn rauszupusten. Für den Sender eine Katastrophe, möchte man meinen, und völlig untragbar – doch ein Blick auf die Quote und das Medienecho zerschlägt alle Zweifel: Binnen weniger Sekunden ist Howard Beale ein Star geworden! Da seriöse Nachrichten mit ihm nicht mehr zu machen sind, wird ihm kurzerhand ein Sendeplatz als populistischer Prediger der wütenden, ungehörten Masse eingeräumt – und Howard liefert!“
„Wolfram Koch ist grandios als Howard Beale. Die fast 45 Jahre alten Texte könnten genauso gut von heute stammen und zeigen, wie der Populismus - damals wie heute - unsere Gesellschaft durchdringt.“ schreibt der NDR.
„Regisseur Jan Bosse setzt den Kultfilm 'Network' von Sidney Lumet aus den Siebzigern im Hamburger Thalia Theater mit einem spiellustigen Ensemble und toller Ausstattung unterhaltsam-schrill in Szene“ schreibt welt.de.
Und das Hamburger Abendblatt: „Der Abend findet seinen Rhythmus, auch mit Hilfe der unnachgiebig rotierenden Drehbühne und der exzellenten Live-Combo um Jonas Landerschier (Keyboard), Günter Märtens (Bass) und Matthias Strzoda am Schlagzeug.“
Hier geht’s zum Trailer: https://youtu.be/RxNQi7L5hoA
Über die Homepage geht’s hier zum Stream: https://www.thalia-theater.de/stueck/network-2019
NETWORK, Stream aus dem Thalia-Theater am Samstag, 27. Februar um 19.00h (24 Stunden abrufbar). Solidarisches Preissystem.
Foto: © Armin Smailovic
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Freitag, 26. Februar: undoing prison. Panel mit Zehra Doğan, Can Dündar und Aslı Erdoğan

(Andrea)
Journalisten leben gefährlich. Davon zeugt seit vielen Jahren die Publikation "Reporter ohne Grenzen", die Repressionen, Einschränkungen der Pressearbeit und Morde dokumentiert. Dass das keine Frage von hinterwäldlerischen Bananenrepubliken ist, zeigt die aktuelle Politik beinahe alltäglich. Gerade wurden in Belarus zwei Journalistinnen für zwei Jahre ins Gefängnis geschickt, weil sie ihren Job gemacht haben. Wir erinnern uns, es ist noch nicht lange her, das wir Autokorsi und allerlei Aktionen für Deniz Yüksel gemacht haben, der in Istanbul im Gefängnis saß. Der Diplomatie sei Dank, kam er nach einem Jahr wieder frei. Andere hatten weniger Glück und Beziehungen und sitzen noch heute. Oder sind im Ausland und warten, dass es zuhause besser wird.... Viele Texte bringen ihre Autor*innen ins Gefängnis oder werden während oder nach einem Haftaufenthalt verfasst: Fjodor Dostojewski schrieb im Gefängnis Prosa, Rosa Luxemburg Aufsätze und Briefe, Nâzım Hikmet übersetzte Tolstois Krieg und Frieden und schrieb Gedichte. Die Erfahrung als Denker*innen in einem autoritären System besonders unter Druck zu stehen, verbindet die Bildende Künstlerin und Journalistin Zehra Doğan, die Schriftstellerin, Physikerin und Journalistin, Aslı Erdoğan und den Journalisten Can Dündar. Sie teilen das Schicksal, wegen ihrer Arbeit in der Türkei als »Staatsfeinde« angeklagt, im Exil zu leben. Was bedeutet es für eine Gesellschaft und was für die Arbeit der Künstler*innen, Schriftsteller*innen und Journalist*innen, wenn man für Gedanken verurteilt werden kann? Darüber diskutieren die Panelist*innen mit der Soziologin Nil Mutluer, die selbst im Exil lebt, eine der Erstunterzeichner*innen der »Akademiker*innen für den Frieden« ist und als Wissenschaftlerin zu Migration und Diaspora forscht. Livestream auf Türkisch: https://youtu.be/3yNDF6oXqbU Livestream auf Englisch: https://youtu.be/dsduc1pWbtA Zur Veranstaltungsseite: https://www.gorki.de/de/undoing-prison Zum vollständigen Programm von Re:Writing the Future: https://rewritingthefuture.org/
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Freitag, 26. Februar: Online-Diskussion

(Petra)
Ich denke schon lange immer wieder darüber nach, ob wir nicht anders, besser, gerechter, achtsamer zusammenleben könnten: gesellschaftlich, wirtschaftlich - und überhaupt. Vor allem, wenn ich mich machtlos fühle angesichts von Entwicklungen, denen ich mich entgegenstemmen möchte. Der beklemmende Jahrestag der Anschläge in Hanau ist einer von vielen. Irgendwann dachte ich auch mal, Kommunismus sei eine super Idee: desillussioniert durch "den Faktor Mensch" fühle ich persönlich seitdem eine "linke Leerstelle". Das Literaturforum des Brechthauses beschäftigt sich mit großen aktuellen Themen und damit, was linke Narrative des 21. Jahrhunderts dem entgegenzusetzen vermöchten: Ob Klimakrise, Kapitalismuskrise, Corona-Pandemie, grassierender Rassismus und Antisemitismus, anti-feministischer Backlash – Anlässe für linke Kritik gibt es dieser Tage viele. Welche Narrative zirkulieren oder sollten entwickelt werden, die die heterogenen Ansätze linker Interventionen bündeln? Bietet die Literatur dafür ein geeignetes Erprobungsfeld? Diskutiert werden soll über narrative Strategien und zusammen erkundet werden, welche linken Narrative kursieren und inwieweit wir an sie anknüpfen können oder über sie hinausgehen müssen. Spannend!
Linke Narrative für das 21.Jahrhundert, Online-Diskussion mit: Autorin und Künstlerin Bini Adamczak, Journalistin und Autorin Julia Fritzsche, Politikwissenschaftlerin Lydia Lierke und Historiker Massimo Perinelli , Ort: Literaturforum im Brechthaus, Uhrzeit: 20 Uhr, Eintritt: frei, Anmeldung erforderlich, die Veranstaltung ist öffentlich: Bitte bewahrt einen respektvollen Umgangston, zu dokumentarischen Zwecken (in Schriftform) wird eine Aufzeichnung der Zoom-Veranstaltung angefertigt. Teilnehmer*innenbeiträge werden in diesem Zuge anonymisiert oder es wird vor Veröffentlichung um Autorisierung der Wortbeiträge gebeten, mehr Informationen hier
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Samstag, 6. März: Weil heute mein Geburtstag ist

(Martin)
Theater für Kinder ab 4 Jahren Online via Zoom
Angekündigt wird: ein interaktives Theatererlebnis für die ganze Familie!
Die Schildkröte hat Geburtstag. 250 Jahre alt wird sie und das will sie natürlich feiern. Es kommen tierische Gäste mit skurrilen Geschenken, doch keiner kann bleiben. Enttäuscht sitzt die Schildkröte alleine zuhause. Was sie aber noch nicht weiß: Mit dem Publikum kommen die ersehnten Überraschungsgäste.
„Interaktiv und nicht gestreamt“
Mit dem #United Online Theater wagen sich die United Puppets für die neue Normalität in unerforschte virtuelle Theaterräume vor. Vom eigenen Rechner aus spielen sie in einer Videokonferenz live und online via Zoom für die Kinder zu Hause. Die Produktion lebt von der Interaktion, der aktiven Teilnahme des Publikums vor dem Rechner. Und reicht damit so nah wie möglich an eine analoge Theateraufführung heran.
"Weil heute mein Geburtstag ist" - ist eine von sieben Produktionen, die im Rahmen der Sonderausgabe STARKE STÜCKE-zuhause zu sehen ist. Das internationale Theaterfestival für junges Publikum wird in diesem Jahr bedingt durch Corona in den Sommer verlegt. Weil bis dahin aber trotzdem Theatererlebnisse stattfinden sollen, gibt es vom 4. bis 15. März die digitale Sonderausgabe. Präsentiert werden digital abrufbare Performances, interaktive Theatergames und Formate übers Telefon für Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 14 Jahren.
Alle Stücke unter www.starke-stuecke.net
Samstag, 6. März um 16 Uhr, Theater für Kinder ab 4 Jahren Online via Zoom Dauer: ca. 45 Minuten Eintritt: 0-30 Euro
Tickets nur erhältlich über das Ticketportal: www.ticketino.com Infos unter: www.buergerhaeuser-dreieich.de
Foto: © Bürgerhäuser Dreieich
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