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| 05.02.2021 |
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| Inhalt: Ausgebüchst / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / G E R O L L T E S über fehlende Ausnahmegenehmigungen / VERLOSUNG / Freitag, 12. Februar: Sandra Mann / Freitag, 12. Februar: Livestream Kammermusik / Top 5: Brettschneider vs. Schwöbel / Freitag, 12. Februar: Medico International Konferenz / Sonntag, 14. Februar: Übersetzt in Luft (Naxos Hallenkonzert) / Sonntag 14. Februar: Befreiung / Hölderlin Heterotopia Wandern auf dem Hölderlin-Pfad / „Spazieren 2.0“ Audiowalks in Frankfurt / Noch bis Sonntag, 14. Februar: Winterwerft - Kollaboratorium Kollaps / Montag 15. Februar: Wortsalon Schlitz – Literatur unter der Haube / Montag, 15. Februar: 9pm - Artists Talk #05: Marcus Eaton / Mittwoch 17. Februar: Politischer Aschermittwoch / Donnerstag, 18. Februar: Hanau – (K)ein Anschlag auf uns alle / Donnerstag, 18. Februar - Samstag, 20. Februar: Soli-Literatur-Festival / Gallus-Theater "OneWorldDance" / VORSCHAU / 21. – 28. Februar: Lokal Listener - Gregor Praml trifft Andreas Hepp (Video on Demand) / Impressum |
Ausgebüchst

Letzte Woche habe ich hier im Intro geschrieben, dass ich mal runterkommen möchte. Kurz darauf habe ich dann auf Facebook den Wunsch geäußert, mal ein paar Tage raus zu kommen. Raus aus der manchmal doch viel zu engen Wohnung und vor allem raus der Stadt. Ich fragte wer denn wohl ein privates Ferienhaus/Wohnung vermieten würde und suchte eigentlich was in der Nähe. Man bot mir einen VW Bus ohne Heizung und eine Almhütte ohne Strom an. Und alle, die im stolzen Besitz eines Zweitwohnsitzes sind, hatten diesen schon an Menschen vermietet, die gerade dabei sind sich von ihrem/ihrer Partner*in zu trennen. Da scheint der Bedarf groß zu sein. Wie schön, dass sich noch meine Kindergartenfreundin meldete und jetzt sitze ich also seit gestern Abend in Oy Mitelberg im Allgäu und bin hier noch keinem einzigen Menschen begegnet.
Es ist zwar wahnsinnig kalt aber dafür sonnig, es gibt eine Badewanne und sogar ein klein bisschen Internet.
Sonntag bin ich natürlich wieder zurück, denn ich will das Spiel der Eintracht gegen Köln sehen. Schon das letzte Spiel habe ich nicht sehen können, da ich bei Minusgraden im Garten war. Wir wollen uns ja Bienen anschaffen und hatten unseren Freund Thorsten in den Garten gebeten, der uns etwas über die wesensgemäße Bienenhaltung erzählt hat. Das war so spannend, dass wir die Zeit nicht im Blick hatten und damit das Fußballspiel verpassten.
Dafür verpasse ich am Sonntag den zweiten Teil von DIE BEFREIUNG des Freien Schauspiel Ensembles. Ich hatte zwar vor kurzem geschrieben, dass ich mir keine Kultur online anschaue, aber da hätte ich jetzt dann doch mal reingeschaut. Und weil ich nicht wirklich gerne, außer ich muss es, online bin, höre ich auch keine Podcasts, was Uwe so gar nicht verstehen kann. Daher würde ich auch am Montag viel lieber in den Salon Schlitz nach Rödelheim radeln, denn da kann man sich die Podcastreihe Wortsalon Schlitz, direkt vor dem Salon Schlitz, anhören. Aber am Montag kann ich nicht. Schade.
Und obwohl ich ja nicht gerne online Kultur erlebe, organisiere ich jetzt sogar selber eine online Veranstaltung. Wir machen unseren Politischen Aschermittwoch online. Ich freue mich vor allem auf die beiden kulturellen Beiträge: Den launischen Auftakt macht nämlich der großartige Michael Quast und nach den politischen Reden spielt das Duo ROMIE. Mehr dazu weiter unten.
So, ich muss jetzt Schluss machen.
Lebt wild & bleibt gesund
Daniela
Vielen Dank an meine vier Co-Autor*innen & Freundinnen: Petra, Andrea, Uwe & Martin für ihre tollen und vielfältigen Beiträge, die sie jede Woche für Euch zusammenstellen.
Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps hier zu lesen.
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FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:
Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))
Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto: IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 (Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr). Wer eine Rechnung benötigt, schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net
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G E R O L L T E S über fehlende Ausnahmegenehmigungen

(Uwe)
Um 0:03 Uhr trug der Pilot der Maschine, die Mannschaft und Verantwortliche des FC Bayern München von Berlin nach Doha (Katar) zur Klub-WM fliegen sollte, den Antrag auf Starterlaubnis. Eigentlich sollte der Flug QR7402 um 23:15 Uhr starten, wegen der winterlichen Bedingungen mussten die Tragflächen enteist werden. Das dauerte bis drei Minuten nach Mitternacht und ab dann herrscht (bis 5 Uhr) striktes Flugverbot. In einer Stellungnahme schrieb der Flughafen „Die Kernnacht von 00:00 Uhr bis 05:00 sei eine Phase höchster Sensibilität und ist demnach bis auf wenige begründete Einzellagen (Notfälle, Postflüge, Regierungsflüge) von Flugverkehr freigehalten." Tatsächlich ist ein Flug vom FC Bayern München zu einem an Sinnlosigkeit kaum zu überbietenden Wettstreit wie die Klub-WM kein Grund für eine Ausnahmegenehmigung. Sieht sicher jeder so, außer natürlich Karl-Heinz Rummenigge oder Uli Hoeneß, die mal wieder polterten: "Wir fühlen uns von den zuständigen Stellen bei der brandenburgischen Politik total verarscht. Die Verantwortlichen wissen gar nicht, was sie unserer Mannschaft damit angetan haben.“ Geht es noch? Eine Nacht in der ersten Klasse eines Flugzeuges ist sicher weit weniger anstrengend als wenn ein bestenfalls am Existenzminimum bezahlter LWK-Fahrer auf der A2 bei Herford oder der A7 bei Fulda zehn Stunden eingeschneit ist.
Keinen Grund für eine Ausnahmegenehmigung gab es auch für den FC Liverpool. Der englische Top Club darf wegen der aktuellen Einreisebeschränkungen nicht nach Deutschland fliegen und kann nicht bei RB Leipzig antreten. Da die UEFA aber einen strengen Zeitplan hat, muss das Spiel an einem neutralen Ort stattfinden. Die Verantwortlichen des sächsischen Brauseklubs wählten Budapest aus, weil dahin dürfen die Engländer fliegen. Die Leipziger müssen bei Einreise aus Ungarn nach Deutschland danach nur einen negativen PCR Test vorlegen. Auch über die Spielortverschiebung gab es Diskussionen, geholfen hätten sie sowieso nicht, weil das Spiel bei Ausfall zugunsten des aktuell alles andere als gut aufgelegten Klopp-Teams gewertet wird. Die Leipziger hielten sich also im Vergleich zu den völlig zurecht als Diven bezeichneten Granden des FC Bayern zurück. Dem Bundesland Brandenburg kann man öffentlichkeitswirksam auf die Schnauze geben, FIFA und UEFA sind aber was anderes. Von denen kommt das Geld.
Positiv: Eintracht siegt weiter
Negativ: Schalke verliert weiter
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VERLOSUNG
Antworten bitte an schwoebke@aol.com. Petra wird die Gewinner*innen benachrichtigen
2 x 1 Streaming-Pass, Festival „Wir sind hier.“ des Digitalen Literaturhauses Frankfurt, 18. Februar 2021, 19:30 Uhr - 20. Februar 2021, 18:30 Uhr
Frage: In welcher südhessischen Stadt geschahen vor einem Jahr die schrecklichen rassistischen Anschläge, an die wir uns jetzt solidarisch mit allen, die damals Schmerz erfuhren, erinnern?
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Freitag, 12. Februar: Sandra Mann

(Andrea)
Überall Corona, irgendein Wahnsinn, welch Wohltat ist da der heutige Abend: Mit Sandra Mann in den Wald. Anmeldung erforderlich. "Der Wald stirbt, der Wald ist umkämpft und wird gegen Autobahnen verteidigt, der Wald ist furchteinflößend und Sehnsuchtsort zugleich, aus therapeutischen Gründen baden wir gar in ihm. Unser Verhältnis zum Wald ist so vielschichtig wie menschliche Motive nur sein können. Unsere Beziehungen zu ihm bieten reichlich Stoff für Geschichten, die seine Bedeutung für uns klar machen. Diesen Geschichten möchten wir im nächsten Salon Slalom nachgehen und uns folgenden Fragen widmen: Welche Phantasien verbinden wir mit ihm? Wie nehmen wir (ihn) wahr? Nach was sehnen, vor was fürchten wir uns? Und: Ist nicht eine lebendige Beziehung zum Wald – und damit generell zur Natur – eine entscheidende Voraussetzung, um die natürlichen Lebensgrundlagen als bewahrenswert zu erachten? Wir stellen die Fotokünstlerin Sandra Mann vor und präsentieren Bilder aus ihrer Serie „Waldlife“, in der außergewöhnliche Waldgeschichten und das Verhältnis von Mensch und Natur im Fokus stehen. The Artist is present: Wir haben die Möglichkeit mit Sandra Mann ins Gespräch zu kommen und uns gemeinsam mit ihr über Kunst, Natur, Mensch und Zukunft auszutauschen. Moderation: Mathias Fechter u. Susanne Gölitzer
Anmeldung: salonslalom@dialogische-kultur-und-bildung.de Bitte den Titel der Veranstaltung nennen. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet. Mit der Anmeldung erklären Sie sich mit der Aufzeichnung und ggf. Veröffentlichung einverstanden.
Bild: © Sandra Mann, 060814-8816 Hommage an Monet (Jessica & „Seerosen“, Buchschlag, Germany), 2014
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Freitag, 12. Februar: Livestream Kammermusik

(Martin)
Die Türen der Oper bleiben zwar zu – aber dennoch wird im Inneren gearbeitet und auf der Opernbühne bzw. im Holzfoyer musiziert, gesungen, aufgetreten und moderiert!
Nachdem es vier Mal im Januar jeweils am Freitag ‚Bühne Frei!‘ hieß, folgt nun KAMMERMUSIK als LIVESTREAM.
„Eine temperamentvolle und expressive Interpretation des ersten Klavierquartetts von Johannes Brahms verspricht die hochkarätige Besetzung aus Mitgliedern des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters und Takeshi Moriuchi, dem Studienleiter der Oper Frankfurt. Das Quartett – ein Meilenstein im Frühwerk des jungen Komponisten – scheint die Grenzen der Kammermusik ständig überschreiten zu wollen: Brahms strebte hier eine dem Orchester nachempfundene, groß angelegte und faszinierende Klangwelt an.“
Johannes Brahms (1833-1897): Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25
Mit: Regine Schmitt Violine, Elisabeth Friedrichs Viola, Florian Fischer Violoncello, Takeshi Moriuchi Klavier, Zsolt Horpácsy Moderation.
Hier geht’s zum detaillierten Programm: https://oper-frankfurt.de/media/pdf/Programm_Livestream29_1_2021.pdf
Der Livestream Kammermusik ist am Freitag, 12. Februar 2021, 19.30 Uhr auf der Webseite der Oper Frankfurt auf YouTube und auf Facebook zu sehen.
Freitag, 12. Februar 2021 um 19.30h Der Livestream ist kostenfrei.
Foto: © Oper Frankfurt
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Top 5: Brettschneider vs. Schwöbel

(Daniel und Uwe)
Heute geht es wieder um großartige Musik: The Cure. Mehr Hits als die Beatles, häufiger gecovert als Bob Dylan, stilprägender als die Beach Boys, besser geschminkt als Christiana Aguilera, …. Auf "Nicht dabei" wird wegen der vielen Klassesongs der Band dieses Mal einfach verzichtet.
Top 5 (Uwe) 1. Pictures of you (Disintegration, genial auf Live in Paris) 2. Friday i´m in Love (Wish) 3. Inbetween Days (The Head on the Door) 4. Cut here (Best Of) 5. High (Wish)
Muss dabei sein: Friday I´m in Love. Schnell, schön, perfekt und wichtig. In unserer Wohnung hängt ein Druck von Moni Port mit diesem Titel, der für uns so treffend ist (wir kamen an einem Freitag zusammen). Normalerweise mag ich Cover nicht so gerne, aber bitte hört Euch unbedingt das von der genialen Phoebe Bridgers an.
Top 5 (Daniel) 1. Just like Heaven (Kiss Me, Kiss Me, Kiss Me) 2. Pictures of You (Disintegration) 3. Plainsong (Disintegration) 4. All Cats Are Grey (Faith) 5. Boys Don’t Cry (Boys Don’t Cry – Compilation)
Muss dabei sein: Just like Heaven. Auch The Cure habe ich sehr spät entdeckt. Aber nicht zu spät! Denn auch mit Mitte 20 ging es glücklicherweise noch ab und an um Verzweiflung, Identität, Lethargie, Aufbruch, Ekstase und Anderssein. Als mir meine damalige Freundin dann zum allerersten Mal „Just like Heaven“ vorspielte, war es um mich geschehen. Die Schönheit des inneren Brennens in einem Song, wie man so sagt. Und bis heute frage ich mich: Kann es überhaupt eine zärtlichere und gleichzeitig so euphorische Liebeserklärung in der Pop-Musik geben?
You Soft and lonely You Lost and lonely You Just like heaven
Heute wichtiger als "nicht dabei": Ich möchte hier noch kurz auf das Filmende von „Toni Erdmann“ hinweisen, weil es mich in Verbindung mit The Cure nachhaltig verzauberte. Wenn nach knapp drei Stunden endlich eine Annäherung von Vater und Tochter angedeutet und das deutsche Kino mit nur einem einzigen Film auf Jahre gerettet wird, verdunkelt die Leinwand – und es erklingt Plainsong. Ein Moment – damals mit meiner Mutter dreimal in kurzer Folge im Kino sitzend – der alles auf einmal verbindet. Ein Moment, in dem ein großer Film und ein großer Song eins werden, sich spiegeln und uns aufs Schönste befreien. Möge diese einmalige Kraft des Kinos allerorten und ganz bald zurückkehren! Ansonsten weinen selbst Jungs …
Das abfotografierte Bild ist von Moni Port
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Freitag, 12. Februar: Medico International Konferenz

(Andrea) Thomas schreibt von Lesbos aus unermüdlich gegen die herrschenden Verhältnisse an, er berichtet von Korruption, Vetternwirtschaft, Hilfsgeldern, die irgendwo versickern und die Menschen in den Lagern nicht erreicht. Deren Los ist unendlich tragisch, anders lässt es sich kaum nennen. Aber vielleicht löst Medico International den Anspruch heute ein und gibt Impulse und Denkanstöße. Das wäre das mindeste, was wir erwarten dürfen. Die Panels und Podien sind spannend besetzt, dass seine "MItbewohnerin" da mitmischt, sei´s drum... "Eine Konferenz nicht nur zur miserablen Lage der Welt, sondern auch und vor allem zu den Möglichkeiten ihrer Rekonstruktion zu einem Ort, den zu bewohnen sich endlich lohnen wird. In Vorträgen und Foren geht darum, das Verhältnis von Hilfe, Solidarität und Politik aus dem Versprechen zu bestimmen, das wir uns in der Erklärung der Menschenrechte selbst gegeben haben: Das Versprechen einer globalen und sozialen Ordnung, in der die uns allen zuerkannten Rechte voll verwirklicht wären. Viele Krisen fügen sich derzeit zu einer Weltkrise, die sich in der Corona-Pandemie verdichtet. Der Zerfall der alten Weltordnung und der suprastaatlichen Strukturen, das Eindringen der Ökonomie in jeden Winkel des Lebens, die Rückkehr einer autoritären Nationalstaatlichkeit, die Klimakrise und die Kapitulation der Politik – alle Symptome dieser Krise bringt das Virus auf ihren Punkt. Unausweichlich und handgreiflich wird die Weltkrise dort, wo das Überleben von Abertausenden, manchmal sogar Millionen Menschen an der Hilfe hängt, die ihnen gewährt oder verweigert wird. In welcher Welt leben wir, wenn Hilfe nur noch eine Weltordnung stabilisiert, die immer hilfsbedürftiger wird? Und: Was ist das für eine Welt, in der Hilfe nur noch Ausdruck der Unfähigkeit ist, sie anders und besser zu machen? Hilfe muss heute schon Zeugnis von der Welt ablegen, die sie vorfindet und dabei sich und anderen Rechenschaft über die eigenen Erfahrungen und das eigene Tun ablegen. Wir wollen diese Erfahrungen politisch zur Diskussion stellen. Dabei kann es aber kann es nicht nur um die Krise, es muss ihr stets auch um deren Lösung gehen: zumindest um Versuche einer Lösung. Von solchen Lösungsversuchen wissen wir immerhin, dass sie global sein müssen, Lösungsversuche für ausnahmslos alle, wenn sie gerecht und deshalb tragfähig sein sollen. Und die erste Frage, die von uns allen zu beantworten ist, ist die Frage nach den Möglichkeiten, eine Politik zu beenden, die das Ende von Politik bedeutet, weil sie die Bearbeitung der globalen Probleme aufgibt und Hilfe als Müllabfuhr für die globalen Verwüstungen des Kapitalismus instrumentalisiert. Die Diskussion der in der Hilfe gesammelten Welterfahrung spürt die Anfänge einer erneuerten Politik in den Praktiken der Solidarität auf, die in den globalen Protesten für Klimagerechtigkeit, den transnationalen feministischen und antirassistischen Bewegungen, den lokalen Aufständen für Demokratie, Menschenrecht und ein würdiges Leben aufscheinen. Von dort her will unser Kongress „Die (Re)konstruktion der Welt“ das Verhältnis von Hilfe, Solidarität und Politik aus dem Versprechen bestimmen, das wir uns in der Erklärung der Menschenrechte selbst gegeben haben: Das Versprechen einer globalen und sozialen Ordnung, in der die uns allen zuerkannten Rechte voll verwirklicht wären. Mit Achille Mbembe, Susan Buck-Morss, Rita Segato, Ulrike Herrmann, Sandro Mezzadra und vielen anderen Programm und Anmeldung: www.reconstruction-of-the-world.org DIE (RE)KONSTRUKTION DER WELT. HILFE. SOLIDARITÄT. POLITIK, ab 17 Uhr
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Sonntag, 14. Februar: Übersetzt in Luft (Naxos Hallenkonzert)
(Martin)
Olivier Girardin – Flöte Leonhard Dering – Klavier
„Der junge, vielfach ausgezeichnete französische Flötist Olivier Girardin, stellv. Soloflötist der Essener Philharmoniker, hat zwei berühmte Violinsonaten des Fin de Siècle, die Sonate A-Dur von César Franck (1886) und die Sonate op. 18 Es-Dur (1888) von Richard Strauss für die Flöte arrangiert.
Die Übersetzung vom Bogenstrich der Geige zum Luftstrom der Flöte erschließt in beiden Werken neue Farbfacetten und lotet die Plastizität ihrer Klangräume aus.
Gemeinsam mit dem Pianisten Leonhard Dering spielt er sie im Naxos Hallenkonzert, das aufgrund der Corona-Einschränkungen online auf YouTube Live zu hören ist.“
Hier geht’s zum Link: cutt.ly/Naxos-Hallenkonzerte
Sonntag, 14. Februar 2021 um 17.00h
Foto: Naxos Hallenkonzerte
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Sonntag 14. Februar: Befreiung

(Daniela)
Wie oben geschrieben, hier die Infos zum Stück BEFREIUNG vom Freien Schauspiel Ensemble.
Freuen Sie sie sich auf die zweite Folge am kommenden Sonntag um 18 Uhr: Katharina (Michaela Conrad) ist schwanger von Carl (Niklas Fiedler), einem ehemaligen Schüler ihres Mannes Matthias (Hans-Peter Schupp). Der weiß noch von nichts. Momentan sind alle unterwegs. Da hat Matthias kurzerhand für heute abend ein „virtuelles Familientreffen“ angesetzt. Neben Katharina und Carl soll auch seine Schwester Lina (Bettina Kaminski) dabei sein, damit sie endlich einmal gemeinsam über die Zukunft ihrer in Kiel lebenden Mutter Helga reden können, die immer gebrechlicher wird. Werden Katharina und Carl ihr süsses Geheimnis für sich behalten? Ahnt Matthias etwas? Und hier gelangen Sie direkt zur 2. Folge.
Sie haben die erste Folge verpasst? Kein Problem. Auf unserem YouTube-Kanal FREIES SCHAUSPIEL ENSEMBLE FRANKFURT können sie alle Folgen nachschauen. Und hier zum weiterleiten unser Trailer.
Seien Sie dabei, lassen Sie sich mitreißen, leben Sie mit - weit entfernt in Ihrem Wohnzimmer und doch ganz nah. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen im TITANIA! Bis dahin, gehen Sie den Dingen virtuell auf den Grund und genießen Sie gute Unterhaltung.
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Hölderlin Heterotopia Wandern auf dem Hölderlin-Pfad

(Martin)
MOUSONTURM - Einstieg überall möglich
Draußen ist es gerade knackig kalt – aber sich dennoch im Freien zu bewegen, lohnt sich!
„Der Audiowalk „Hölderlin Heterotopia“ macht es möglich, mit dem Dichter durch Frankfurt zu streifen. Dabei wandert oder radelt der Zuhörer nicht einfach zu Hölderlin-Orten, sondern legt Hölderlin in seine Welt hinein.“ – das schreibt die FAZ anlässlich eines Literarischen-Wander-Projektes, das der Mousonturm initiiert hat.
Für „Hölderlin Heterotopia“ entwickelt der japanische Regisseur Akira Takayama eine Smartphone-App, die den 22 Kilometer langen Hölderlin-Pfad zwischen Frankfurt und Bad Homburg in einen „anderen Ort“ verwandelt. Die App führt Menschen, die auf dem Pfad zu Fuß unterwegs sind, zu verschiedenen Stationen. Dort schalten sich Audiobeiträge frei, für die 14 Autorinnen und Autoren – darunter Alexander Kluge, Elfriede Jelinek, Jan Philipp Reemtsma, Navid Kermani oder Helene Hegemann – neue Texte, Erzählungen und Gedichte verfasst haben. Wie für den Dichter Friedrich Hölderlin die Wanderung an sich schon ein anderer, schöpferischer Akt und Ort war, so sucht „Hölderlin Heterotopia“ nach jenen „anderen“ Gesetzmäßigkeiten und Regeln für das eigene Leben, die außerhalb der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung stehen und dennoch zutiefst in sie eingebettet sind.
Der FAZ-Artikel endet: „Ob von Bad Homburg nach Frankfurt oder umgekehrt: „Es ist wirklich nicht romantisch auf dem Hölderlinpfad“ sagt Matthias Pees, Intendant des Mousonturms. 1798 war Frankfurt noch lange nicht fast bis an den Rand von Bad Homburg gewuchert. Hölderlin durchquerte Wald und Weide, heute führt der Weg an zwei Autobahnen vorbei. Hier und da lässt Takayamas Route eine Falafelbude oder das Flüchtlingsheim in Bonames mit Hölderlins Wanderer- und Fremdheitsgedanken zusammenfallen. Seine Texte werden von den in Frankfurt heimisch gewordenen Flüchtlingen gelesen, die vor drei Jahren in seiner „Radio University“ mitgemacht haben. Die weiten Gedankenreisen Hölderlins kreuzen sich in den Texten und Stimmen, im Ohr der Wandernden. Auf dem Fahrrad schafft man den Weg ungefähr so schnell, wie Hölderlin ihn geschafft haben soll, in drei, vier Stunden. Besser ist es, sich Zeit zu nehmen: „Hölderlin Heterotopia“ kann man beliebig unterbrechen und wieder aufnehmen.“ (https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/hoelderlin-woche-die-liebe-und-der-asphalt-16963284.html)
Die App kann im Google- und Apple-App-Store runtergeladen werden
Alle Infos und Links unter www.hoelderlin-heterotopia.de
Foto: © Jörg Baumann
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„Spazieren 2.0“ Audiowalks in Frankfurt

(Martin)
Durch die Hessenschau bin ich darauf aufmerksam geworden!
Unter den verschärften Bedingungen der Corona-Maßnahmen ist Spazierengehen häufig ja die beste und auch leicht zu realisierende Möglichkeit, um rauszukommen und ‚aushäusig‘ abzuschalten.
Auf der Website ‚Talk-Walks‘ – und ganz wunderbar runterzuladen über die App ‚guidemate‘ – gibt es für Frankfurt fünf Hörspaziergänge zu entdecken. Die Audiowalks führen zu unterschiedlichen Orten in Frankfurt. Was man benötigt: Smartphone und Kopfhörer!
Hier das Beispiel: Frankfurt - Innenstadt: „Wie kaum eine andere deutsche Stadt ähnlicher Größe ist Frankfurt am Main geprägt von anhaltendem Einwohnerzuwachs und von enormer städtebaulicher Dynamik. Dies wird insbesondere deutlich im Zentrum von Frankfurt. Das Innenstadt-Konzept stellt sich den aus diesem Wachstum und der Dynamik entwachsenden Aufgaben, formuliert dabei zugleich Ziele zur Stadtreparatur wie auch zur spannungsvollen Weiterentwicklung des Zentrums. Dieser Walk führt an markante Orte, an welchen die raschen Veränderungen oder auch die Herausforderungen zur Sprache kommen.
Zur Mitwirkung konnten durchweg renommierte und kompetente Talk-Partner gewonnen werden: Immobilienunternehmer Rainer Ballwanz, Pfarrerin Andrea Braunberger-Myers, Stadtrat Mike Josef, Planungsamtleiter Martin Hunscher, Architekt Prof. Jochem Jourdan, Architekt Prof. Christoph Mäckler, Kulturamtsleiterin Carolina Romahn, Planerin Prof. Ursula Stein sowie Michael Hootz, Markus Radermacher, Nils Schalk und Jörg Stellmacher-Hein vom Stadtplanungsamt Frankfurt am Main. Startpunkt: Opernplatz. Streckenlänge: ca. 4,5 km“
Außerdem lassen sich für Frankfurt die Audiowalks ‚Lücke mit Vielfalt‘, ‚Utopie *Gutes Klima*‘, ‚Via Brentano – Route der Romantik‘ und ‚Frankfurt-Höchst‘ erhören und erlaufen.
Website: https://talk-walks.net/category/frankfurt-am-main/
App: guidemate
Foto: © Homepage Talk-Walks
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Noch bis Sonntag, 14. Februar: Winterwerft - Kollaboratorium Kollaps

(Andrea)
Dafür liebe ich die Antons, unbeirrbar steuern sie auch durch widrige Zeiten: "Wir wagen es: in diesen aussergewöhnlichen Zeiten, in denen uns ein Virus unmissverstädnlich darlegt, wie verletzlich vernetzt wir sind, während gleichzeitig der Klimawandel an Fahrt aufnimmt, das Maß menschlich gemachter Zerstörung zunimmt und soziale Bewegungen wie Black Lives Matter auf die gesellschaftlichen Auswüchse unserer kulturellen Krise aufmerksam machen, laden wirzu einem "Kollaboratorium Kollaps" - einem kreativ Labor, zu dem sich für vier Wochen ausgewiesen negative Künstler*Innen und Gruppen auf dem Gelände des Kulturvereins treffen, um gemeinsam in die Abgründe dieser Zeit zu Blicken. Was kann Theater leisten in einer Zeit, in der die herrkömmlichen Narrative zu Staub zerfallen, im Meer versinken oder in Flammen aufgehen? Wie kann Theater, Kultur, die Herausforderungen dieser Zeit begleiten, Kommentieren, Bezeugen. Welche Tänze braucht es, um mit Schmerz, Angst und Wut ob der unzähligen Verluste umzugehen, Raum zu geben? Welche Sprache hilft uns dabei, dem mehr als menschlichen Worte und Stimme zu verleihen? Welche Standpunkte können wir jenseits von Isoliertheit und Überlegenheit einnehmen - bescheidener, diverser, vernetzter? Entlang dieser Fragen soll geprobt und probiert werden. Wir wollen die Krone der Schöpfung neben uns ins Gras legen, und Pespektive wie Gangart wechseln. Tänzer, Performer, Gruppen, Schamanen, Derwische und Narren kommen dazu zusammen.Ergebnisse des Spektakels werden Live übertragen. Mobile, Site Specific Interventionen und AKTionen sind geplant und werden den Umständen entsprechend gehandhabt, damit auch in diesen Zeiten ein bisschen Kultur zu den Menschen, Tieren und Bäumen, den Viren, Anthropologen und allen bei Euch da draussen kommt. Die Hütte brennt."
https://winterwerft.de/
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Montag 15. Februar: Wortsalon Schlitz – Literatur unter der Haube

(Daniela)
Eine wirklich schöne Idee, die Silke und Dirk im Sommer 2020 ins Leben gerufen haben und jetzt fortführen. Ich freue mich darauf den Salon Schlitz in Rödelheim zu besuchen.
Wortsalon Schlitz – Literatur unter der Haube
Ein Podcast um Literatur, Buch, Stadt und Szene
Wortsalon Schlitz ist das ungewöhnliche Experiment eines Podcasts mit Ort. Konkrete Heimat ist hierfür der ehemalige Frisiersalon Schlitz in Frankfurt-Rödelheim. Zwischen Trockenhauben und Haarspray möchten wir – Dirk Hülstrunk und Silke Hartmann – grundlegenden Fragen der Literatur, des Wortes, des Buchs, des Standorts Frankfurt nachgehen. Wir laden dazu in jeder Episode Protagonist*innen der Literaturszene ein und sprechen über ein Schwerpunktthema. Regelmäßig stellen unsere Gäste und wir dazu ein besonderes Buch aus den persönlichen Bücherregalen vor. 2020 haben wir 9 Episoden in 6 Monaten produziert. Diese sowie alle folgenden sind zu hören auf unserem Podcastanbieter Podigee (https://wortsalonschlitz.podigee.io/) sowie auf Google, Apple Podcast, Spotify oder Deezer.
Themen und Gäste 2021: Februar bis Juli - 15.2.2021, Episode 10: Identität und Diversität (Benno Hennig von Lange und Selma Wels)
- 15.3.2021, Episode 11: Poesie und Körper (Paul-Henri Campbell)
- 12.4.2021, Episode 12: Monster Moden Institutionen (Nora Gomringer)
- 17.5.2021, Episode 13: Zurück auf´s Land? (Jan Brandt)
- 14.6.2021, Episode 14: Ein Ort für Übersetzer_innen (Barbara Neeb und Katharina Schmidt)
Hörstation
Eine Hörstation bietet jetzt die Möglichkeit, die aktuellen Episoden jeden Montag zwischen 16-18 Uhr vor Ort, im Eingangsbereich des Salon Schlitz zu hören: Am Alten See 6 in Frankfurt-Rödelheim. Außerdem bauen wir gerade eine kleine Ausstellung mit den Büchern zu unseren Episoden im Schaufenster des Salons auf.
Macher*innen
Dirk Hülstrunk lebt als freier Autor, Klangkünstler, Übersetzer, Dozent, Moderator und Kultur-aktivist in Frankfurt am Main. Beeinflusst von Fluxus, DADA, Konkreter Poesie, Gertrude Stein und elektronischer Musik, bewegen sich Hülstrunks Arbeiten oft zwischen den Medien und Gattungen. Kollaborationen mit internationalen Künstlern Fieldrecordings und Radioarbeiten. Internationale Lectures und Bildungsprojekte zu den Themen DADA, Sound Poetry und Spoken Word. Kurator und Moderator zahlreicher Projekte zwischen Klangkunst, Lyrik, Musik und Poetry Slam. Seit 1997 Redaktion und Moderation einer Kultursendung auf Radio X, Frankfurt. Seit 2014 Lyrik-veranstaltungen für die Gastlandprojekte der Frankfurter Buchmesse. 2017 Juror des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft.
Silke Hartmann lebt als freie Kulturmanagerin, Dozentin und Veranstalterin in Frankfurt am Main. Nach Stationen im Deutschen Filmmuseum und dem Literaturhaus Frankfurt seit 2008 selbständig und Inhaberin der Agentur Kulturperle: An der Konzeption und Organisation von zahlreichen Veranstaltungen, Festivals, Projekten und Literaturpreisen in Frankfurt am Main, mit Gastspielen in Fulda und Köln, beteiligt. Dozentin im Fortbildungslehrgang Buch- und Medienpraxis der Goethe-Universität Frankfurt. Freie Autorin für u.a. Bookster Frankfurt und Literatur-Redakteurin des Kulturportals der Stadt Frankfurt. Mitbegründerin und Mitveranstalterin der Reihe text&beat.
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Montag, 15. Februar: 9pm - Artists Talk #05: Marcus Eaton
(Uwe)
Instagram Live-Stream Video Interview featuring Gregor Praml
Neben seinem Lokal Listener (siehe ab 21. Februar) etabliert der Frankfurter Musiker Gregor Praml aktuell ein zweites, eher international ausgerichtetes Gesprächsformat. In der 5. Ausgabe des Artists Talk spricht er mit Marcus Eaton aus Los Angeles.
"Marcus Eaton is a singer-songwriter, guitarist and composer known for his work as a solo artist and collaboration with two-time Rock & Roll Hall of Fame inductee David Crosby, who hails Marcus as "one of the best young singer-songwriters in America - maybe even the world. And he plays guitar like god on a good day."
Showtime: 9PM CET
Link: https://www.instagram.com/9pm.gregorpraml www.instagram.com/marcuseatonmusic www.instagram.com/9pm.gregorpraml www.instagram.com/sugarmamasessions
Foto: Gregor Praml / Facebook
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Mittwoch 17. Februar: Politischer Aschermittwoch
(Daniela)
Es ist Fasching und niemand merkt es so richtig. Es ist Politischer Aschermittwoch, und… nein – halt! Das werdet ihr merken! Am 17.02., ab 19 Uhr, wird MICHAEL QUAST, Schauspieler und Leiter der Volksbühne im Großen Hirschgraben mit einem Text von Friedrich Stoltze beginnen, in dem es um einen Bauskandal in der Frankfurter Theaterszene geht (also pünktlich einschalten!), mit dabei sind unseren Spitzenkandidat*innen MARTINA FELDMAYER und BASTIAN BERGERHOFF sowie unsere Direktkandidat*innen für die Bundestagswahl DEBORAH DÜRING und OMID NOURIPOUR, BEATRIX BAUMANN als Gastgeberin und das Musiker*innen-Duo ROMIE rundet den Abend mit einem live gestreamtem Konzert ab.
Ihr könnt euch über facebook oder über Youtube dazuschalten.
Zeit: 19:00 - 21:00 Uhr
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Donnerstag, 18. Februar: Hanau – (K)ein Anschlag auf uns alle

(Martin)
Podiumsdiskussion LIVE-STREAM
Es war vor einem Jahr! Ein rassistischer Anschlag aus der rechtsextremen Ecke: Tobias R. erschießt gezielt Menschen mit Migrationshintergrund, tötet dann sich selbst und seine Mutter. Es sterben 11 Menschen. Die Polizeistatistik sagt, dass mehr als die Hälfte der 41.177 politisch motivierten Straftaten im Jahr 2019 der rechtsradikalen Szene zugeordnet werden können.
Im Schauspiel Frankfurt findet eine Podiumsdiskussion statt:
„Am 19. Februar 2020 wurden durch einen rechtsterroristischen Anschlag in unserer Nachbarstadt Hanau neun junge Menschen jäh aus dem Leben gerissen: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar, Kaloyan Velkov. Für viele Menschen in Deutschland hat dieser Tag alles verändert. Und doch: Geändert hat sich seitdem viel zu wenig. In einer Podiumsdiskussion mit Aktivist:innen, Politiker:innen und Expert:innen im Schauspiel Frankfurt möchten wir darüber sprechen, was der Anschlag mit uns als Gesellschaft gemacht hat und was seitdem passiert ist – in Hanau, in Deutschland, im Alltag sowie auf politischer und institutioneller Bühne.“
Es diskutieren: Saba-Nur Cheema (Bildungsstätte Anne Frank), Harpreet Cholia (Initiative 19. Februar Hanau), Sabena Donath (Leiterin der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland), Claus Kaminsky (Oberbürgermeister der Stadt Hanau), Azfar Khan (Leiter kommunale Koordinierungsstelle Anti-Rassismus der Stadt Frankfurt) und Hadija Haruna-Oelker (Moderation)
Zum Live-Stream: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/hanau-podiumsdiskussion/217/
LIVE-Stream der Podiumsdiskussion HANAU – (K)EIN ANSCHLAG AUF UNS ALLE‘ aus dem Schauspiel Frankfurt Donnerstag, 18.02.21 20.00h
Foto: (c) Schauspiel Frankfurt
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Donnerstag, 18. Februar - Samstag, 20. Februar: Soli-Literatur-Festival

(Petra)
Trauriger Jahrestag in Hanau. Der Gedanke daran macht mich so wütend und beklommen - und das Geringste, was wir tun können, ist uns zu erinnern und solidarisch mit denen zu sein, die einen so großen Schmerz erfahren haben. Noch sehr viel mehr dazu würde mir einfallen, aber das sprengt den Rahmen unseres Formats hier. Martin hat ja auch einen tollen Tipp für Euch - und ich empfehle Euch aus vollstem Herzen das Festival des Digitalen Literaturhauses Frankfurt: WIR SIND HIER. FESTIVAL FÜR KULTURELLE DIVERSITÄT! Ins Leben gerufen und kuratiert wurde das Festival von Verlagsgründerin Selma Wels und Benno Hennig von Lange, Literaturhaus Frankfurt. Mit dabei sind Autor*innen, die sich in ihrer literarischen, journalistischen oder publizistischen Arbeit ausdrücklich oder hintergründig mit Rassismus beschäftigen, Redner*innen aus Wissenschaft und Seda Başay-Yıldız, Anwältin der Nebenklage im sogenannten NSU-Prozess. An den Festivaltagen – und natürlich darüber hinaus – ruft WIR SIND HIER. zudem zu einer Gedenkaktion an die Opfer der rassistischen Morde von Hanau auf. Diese Aktion findet bewusst online statt und will ein Zeichen gegen das Vergessen setzen und beruft sich auf Heinrich Heines berühmten Eingangsvers „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ aus den „Zeitgedichten“. Mit dem Hashtag #denkichanhanau soll der Opfer von Hanau und weiterer Opfer rechter Gewalt gedacht werden. Alle sind eingeladen und aufgerufen, ihre eigene Perspektive zu formulieren und diese auf der Plattform ihrer Wahl online zu posten.
Foto: Idil Baydar©Cengiz_Karahan
WIR SIND HIER. FESTIVAL FÜR KULTURELLE DIVERSITÄT, Gäste: Ferda Ataman, Mohamed Amjahid, Seda Başay-Yıldız, Sham Jaff, Idil Baydar, Alice Hasters, Michel Abdollahi, Hadija Haruna-Oelker, Deniz Utlu, Hengameh Yaghoobifarah, Miryam Schellbach, Fatma Aydemir, Max Czollek, Ronya Othmann, Senthuran Varatharajah und Benaissa Lamroubal, Ort: Digitales Literaturhaus Frankfurt, Uhrzeit: Termine 18.01. 19:30 Uhr bis 20.02. 19:30 Uhr, Streaming-Ticket: 5 Euro, Streaming-Pass: 10 Euro hier, weitere Informationen und Programm
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Gallus-Theater "OneWorldDance"

(Andrea)
Die Premiere war letzten Sonntag, aber das Projekt ist so heartwarming, daher nehmt Euch die Zeit: "Kinder aus den unterschiedlichsten Erdteilen reichen sich die Hand und tanzen freudig miteinander. Dieses Bild verwirklichte die Tänzerin und Psychologin Sarah Wünsch mit ihrem Projekt »OneWorldDance« und vereinte junge Tänzer und Tänzerinnen aus Deutschland, Ghana, Russland, Mexiko und den Philippinen in ihrem Onlineformat 'OneWorldDance'. »Es war am 25. Mai 2020. Alle Medien berichteten vom Tod von George Floyd und die Debatte über Rassismus, Diskriminierung und Gräben in der Gesellschaft wurde neu entfacht. Ich saß zu Hause, größtenteils isoliert von sozialen Kontakten, um der Verbreitung des Virus entgegenzuwirken. Doch in diesem Moment realisierte ich: Wir haben mit ganz unterschiedlichen Arten von Virus zu kämpfen« berichtet Sarah Wünsch über die Ursprünge von 'OneWorldDance'. Doch wie kann man den Viren Hass und Unverständnis entgegenwirken und in Zeiten der sozialen Isolierung Brücken zwischen verschiedenen Menschen schlagen? Die psychologische Forschung vertritt, dass Rassismus unter anderem aus einer Angst vor dem Unbekannten entsteht. Diese Angst kann genommen werden durch Kontakt zwischen Angehörigen verschiedener Länder und durch die Beobachtung von sogenannten Rollenmodellen, die sich offen, neugierig und respektvoll verhalten. Einen Raum der Begegnung zwischen spritzigen und unvoreingenommen Kindern unterschiedlicher Nationen zu schaffen, war fortan Wünschs Wunsch.Sie begann, Tanzschulen und Kinderrechtsorganisationen auf der ganzen Welt zu kontaktieren und stellte auf diese Weise eine Gruppe von 14 Kindern aus fünf verschiedenen Ländern zusammen. »Ich führte etwa 30 Onlineworkshops durch. Das heißt, wir alle haben uns nie real gesehen und dennoch ist ein Band zwischen uns entstanden« berichtet Wünsch. In den Workshops erarbeiteten die Kinder gemeinsam Choreografien. Gleichzeitig erlernten sie Bewegungssprachen und Tänze aus unterschiedlichen Ländern und tauschten sich über ihre Alltagsrealitäten, Interessen und Träume aus. In künstlerischer Hinsicht interessierte Sarah Wünsch das enorme Potenzial des tänzerischen Ausdrucks als Mittel der Kommunikation. »Jede Kultur findet ihre eigenen Wege, ihr Lebensgefühl und Sicht auf das Leben zu verkörpern, das sich in Rhythmen und Körpersprache niederschlägt. Den Körper zu Klängen aus unterschiedlichen Ländern auf eine neue Art zu bewegen, ermöglicht es mir, verschiedene Zustände in mir wahrzunehmen. Ich fühle die Welt auf andere Weise und die Welt drückt sich auf andere Weise in mir aus. Den individuellen Ausdruck eines jeden Kindes zu beobachten und diesen in den Choreografien zu verschmelzen, war eine unglaublich erfüllende Erfahrung.« Aus dem Material der Workshops erarbeitete Wünsch eine künstlerische Videokreation, die am Sonntag, den 7.2. im Gallus Theater ausgestrahlt wird. Eine Teilnehmerin des Projekts fasst ihre Erfahrung von 'OneWorldDance' so zusammen: »Schade, dass die anderen Kinder so weit weg wohnen. Hier wären wir mit Sicherheit richtig gute Freunde.« http://www.gallustheater.de/2021/02/oneworl.php
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21. – 28. Februar: Lokal Listener - Gregor Praml trifft Andreas Hepp (Video on Demand)

(Uwe)
Nach einer coronabedingten Zwangspause kommt Gregor Praml mit seinem Lokal Listener in den Mousonturm zurück. Nicht ins Lokal und ohne Zuschauer, aber immerhin.
"Seit nunmehr 20 Jahren ist Andreas Hepp als Schlagzeuger Teil des hr-Sinfonieorchesters, eines der renommiertesten klassischen Orchester in Europa. Andreas ist ein echtes Multi-Talent: Neben dem Schlagzeug spielt er auch Klavier, und er komponiert vor allem selbst. Keine Selbstverständlichkeit bei klassisch geprägten Musikern in Orchesteranstellung! Scheuklappen hat der in Dreieich geborene Musiker ebenfalls nicht. Er initiiert gerne Crossover-Projekte, die über die klassische Musik hinausgehen. Andreas’ Vater ist Klarinettist gewesen und seine Mutter ist Pianistin. Er lernte zunächst Klavier und Violine, bevor er zum Schlagzeug kam, das er dann an der HfMDK in Frankfurt studierte, später kam Marimba in Rotterdam dazu. Sein außergewöhnliches Talent wird mit verschiedensten Förderpreisen und Stipendien gewürdigt, u.a. mit dem der Villa Musica, eines der weltweit wichtigsten Förderprogramme für Kammermusik. Zeit für einen Besuch dieses virtuosen Musikers und feinfühligen Komponisten beim LOKAL Listener von Gregor Praml – im Digitalen Mousonturm als Streaming aus dem Mousonturm im BAU!"
https://www.mousonturm.de/events/gregor-praml-trifft-andreas-hepp/
Täglich von 21. 28. Februar Erste Sendung: 21. Februar, 11 Uhr (Ticketverkauf nur bis 10 Uhr) Solidarisches Preissystem (frei wählbar: 5, 10, 20 und 30 EUR): Stream & Künstlergespräch im Anschluss
Der Ticketverkauf schließt jeweils spätestens 1 Stunde vor Beginn der digitalen Vorstellung.
Zugang: Den Link zur digitalen Veranstaltung erhalten Sie auf dem Ticket-PDF. Bitte rufen Sie diese URL kurz vor Beginn der Veranstaltung in Ihrem Webbrowser auf Ihrem internetfähigen Endgerät auf und geben Sie Ihren persönlichen Zugangscode ein.
Bei Problemen mit dem Stream: Wenden Sie sich an Mousonturm-Mitarbeiter*innen (21.02, 09-12 Uhr): +49 (0) 69 405 895-88
Im Anschluss an den Stream findet eine Live-Fragerunde mit Andreas Hepp via Zoom statt. Zugangsdaten werden auf dem Ticket kommuniziert.
Foto: Uwe Pohlig
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