15.01.2021
Inhalt: Verzeiht / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / G E R O L L T E S über Fans und Michelle Pfeiffer / Top 5: Brettschneider vs. / mit Schwöbel / Freitag, 15. Januar: Hamlet (danach 24 Std. online) / Freitag 15. Januar: Music for Hotel Bars / Freitag, 15. – Dienstag, 19. Januar: Eternal Peace / Freitag, 15. Januar LIVESTREAM: BÜHNE FREI! OPER FRANKFURT / Freitag, 15. – Samstag, 31. Januar Onkel Wanja / Melli redet mit! Speedquestions / Samstag, 16. Januar: NETWORK (LIVE!) / Samstag, 16. Januar: Der zerbrochene Krug von Heinrich von Kleist (danach 36 Std. online): / Pubquiz / Petition: Erbbauzinssatz senken um bezahlbares Wohnen zu ermöglichen / Sonntag, 17. – Donnerstag, 21. Januar: RAGE – A Tennis Western / Mittwoch, 20. Januar: Watch the Trump family move out of the White House LIVE at home / VORSCHAU / Freitag 22. Januar: MUSIK FOR HOTEL-BARS / Freitag, 22. Januar: Ausstellungseröffnung DAM "Einfach grün" / work in progress: Quarantäne-Kunst / Impressum
Verzeiht

ich bin schon wieder viel zu spät dran. Verzeiht!

Die Begründung ist einfach: nächste Woche wird der Sohn 18. Ich hatte mir vorgenommen ihm ein Fotoalbum zu machen, denn bisher hat er nur eins mit Bildern aus seinem ersten Lebensjahr. Also habe ich die letzten Nächte damit verbracht Fotos zu suchen. Das Ergebnis: ich habe jetzt 29.000!!! Dateien. Utopisch, daraus ein paar repräsentative Fotos auszuwählen…. Abgesehen davon habe ich keine Ahnung davon, wie man so ein Album digital erstellt. In meiner Not habe ich meine Freundin Alex gefragt, ob sie das schonmal gemacht hat und sie sagte: „Ich wollte das auch machen, aber am End‘ hat er einen Gutschein für ein Fotoalbum bekommen, das er dann zur Hochzeit bekommt“. Gut, dass man Freundinnen hat, die einen mit guten Ratschlägen zur Seite stehen.

Natürlich bekommt er trotzdem auch etwas Selbstgestaltetes, aber da bleibe ich bei meinen "Talenten" und muss dafür keine Tutorials anschauen (keine Sorge, er bekommt keine selbstgestrickten Socken oder eine Kiste mit Eingekochtem,…). Da ich für diese bestimmte Sache diverses Equipment brauche, bin ich total happy, dass viele Frankfurter Geschäfte vor der Ladentür einen Abholservice anbieten. Ich hoffe, ihr kauft auch lokal und nicht bei Amazon, denn sonst haben wir nach dem Lockdown keine Geschäfte mehr in unserer Nähe …

Letzte Woche waren wir u.a. bei meinem Lieblingsladen Meder am Uhrtürmchen und haben fehlende Küchenutensilien gekauft. Unter anderem einen Eiswürfelbehälter, da ich vor habe, heute Abend bei der neuen digitalen Eventreihe „Music for Hotel Bars“ mitzumachen. Da mixen Künstler*innen Drinks und man macht sich zu Hause auch welche und hört dabei ihre Musik. So verstehe ich das Konzept. Ich lass mich überraschen.

Meine Lieblingshotel-Bar ist ja im Hotel Nizza und ich freue mich jetzt schon wie Bolle auf den ersten Bar-Abend, den die Besitzerin Steffi organisiert, sobald das wieder geht. Bei einem Bar-Abend (es ist schon ein paar Jahre her) habe ich auch meinen Freund und Co-Autor Martin Grün kennengelernt, der euch auch in der heutigen Ausgabe wieder so tolle Theatertipps zusammengestellt hat.
Solltet ihr Steffi & das Hotel Nizza nicht kennen, dann schaut doch mal bei der zweiten Folge von „Melli redet mit - 90-Sekunden-Speed-Questions“ rein. Melli gehört ja zu den Menschen, bei denen ich glaube, dass der Lockdown für sie die Hölle sein muss, weil sie es lieben mit anderen Menschen zu interagieren. Ich vermute Melli gehört dazu. Ich liebe es, wenn sie auf der Bühne steht. Jetzt darf sie gerade nicht, da sie „Berufsverbot“ hat, weil sie aber nicht anders kann, macht sie jetzt diese Speed Questions Reihe. Das macht sie, „damit die Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffenden der Region sichtbar bleiben. Damit wir irgendwann wieder in echt zusammengedrückt auf dem Talksofa sitzen, singen, trinken und vor allem reden über all das, was Kulturleben ausmacht.“

Beim Thema Kultur & Sofa muss ich sofort an Daniel Brettschneider aus Offenbach denken, der mit seinem charmanten digitalen „Couch-Kino“ Format viele Menschen beglückt hat, unter anderem auch meinen Co-Autor (und Ehemann) Uwe. Da die beiden so viele gemeinsame Interessen haben, reden sie sehr viel über Filme, Fußball, Essen, das Leben, die Liebe und über Musik. Sogar so viel, dass ich schon mal sagte: „Wenn Du mich nicht geheiratet hättest, hättest Du bestimmt Daniel geheiratet“. Das Besondere an den beiden ist, dass sie ihre Lieblinge mit derselben Euphorie feiern. Und weil sie das wirklich gut machen veröffentlichen sie hier ab sofort, bis auf Weiteres, jede Woche ihre Top 5 von Liedern diverser Bands oder Sänger.

So, ich muss jetzt los. Ich brauche Schrauben & Lacke. Die habe ich beim Pohlmann in der Wiesenstraße bestellt. Die Verkäufer begegnen einem am Telefon zwar genauso muffelig und kurzsilbig wie im Laden, aber missen will ich den Pohlmann auf keinen Fall. #supportyourlocals

Lebt wild & bleibt gesund

Daniela

Vielen Dank an meine vier Co-Autor*innen & Freundinnen: Petra, Andrea, Uwe & Martin für ihre tollen und vielfältigen Beiträge, die sie jede Woche für Euch zusammenstellen.

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps hier zu lesen.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung.
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G E R O L L T E S über Fans und Michelle Pfeiffer

(Uwe)

Nun ist das neue Jahr bereits zwei Wochen alt. Normalerweise passiert im deutschen Profi- und Amateurfußball in der ersten Januarhälfte, überhaupt nichts. Danach reisen Bundesligamannschaften zum Wintertrainingslager in den Süden Europas, nach Florida, Dubai oder Katar (je nachdem wie international sie aufgestellt sind). Im Jahr 2021 ist aber alles anders. Statt Training, Meer und Sonne an der Algarve oder in Andalusien, reiste der VfB Stuttgart am letzten Sonntag bei Schmuddelwetter nach Augsburg. Hertha BSC Berlin spielte auf der „Bielefelder Alm“ (so hieß das Stadion der Arminia, bevor es nach einem Unternehmen für Fenster- und Fassadentechnologie benannt wurde), dort erinnerte lediglich Bruno Labbadias schnittiger Kamelhaarmantel an den Persischen Golf, an dem er mit seiner Mannschaft unter normalen Umständen die Zeit sicher lieber verbringen würde.

Die Bundesliga spielt ihre Saison gerade gnadenlos durch, damit die im letzten Jahr ausgefallene EM im Sommer nachgeholt werden kann. Da freut sich sicher jeder drauf, zusätzliche Spiele ohne Zuschauer zu erleben. Menschen fehlen in den Stadien wirklich. Ich war noch nie ein besonderer Anhänger von der „You´ll never walk alone“ Singerei oder von Choreografien, aber nur mit Zuschauern im Stadion hat man beim Schauen zuhause das "Stadion"-Gefühl mit lauwarmer Bratwurst, halb abgestandenem Bier aus unhygienischen Bechern, Stehpinklern überall am Rande des Weges und Outfits, die man ansonsten teilweise nur im Karneval sieht. Alles nicht mehr da, nur noch Spieler und Schiedsrichter auf dem Platz, Trainer an der Linie, Vorstand auf der Tribüne und Sky-Reporter mit in Plastik eingeschweißten Mikrofonen. Das reicht nicht.

Es ist wie im Film „Die fabelhaften Baker Boys“, in dem einer der beiden Pianospieler, die seit Jahrzehnten mehr oder weniger erfolglos zusammen auftreten, zum anderen sagt, „zwei Flügel reichen nicht mehr“, worauf der andere, von Jeff Bridges gespielte Baker Boy sagt, „zwei Flügel haben noch nie gereicht“. Sie engagieren mit Michelle Pfeiffer eine Sängerin, die die Musik der Baker Boys zum Leben erweckt. Die Fans sind, Choreo hin und „You´ll never walk alone” her, Michelle Pfeiffer im roten Abendkleid in die fabelhaften Baker Boys. Ohne sie reicht es einfach nicht.

Was mir aber noch viel mehr fehlt, als die richtige Bundesliga ist der Amateurfußball. Da hätten wir mit dem ruhmreichen TSV 1899 Goddelau aktuell Spiel- und Trainingspause. Die dauert nun seit der zweiten Oktoberhälfte an, also seit fast drei Monaten. Grausam. Keine Freunde am Spielfeldrand treffen, keine Tore bejubeln, keine Bratwurst vom regionalen Metzger, kein Filterkaffee aus Keramikbechern und selbstgebackener Kuchen. Keine Auswärtsfahrten zu Sportplätzen im Heimatkreis Groß-Gerau, die man selbst mit verbundenen Augen finden würden. Keine emotionalen Auseinandersetzungen mit den Gegnern, die sich mit dem Schlusspfiff in Luft auflösen.

Kurzgefasst:
Die Eintracht hat Jovic wieder: Glückwunsch
Schalke hat mal wieder gewonnen: Glückwunsch

Top 5: Brettschneider vs. / mit Schwöbel

(Daniel und Uwe)

Mit Daniel kann man sich sehr gut über alles unteralten. Über Filme, Fußball, Essen, das Leben, die Liebe und über Musik. Das Besondere an ihm ist unter anderem, dass er seine Lieblinge mit derselben Euphorie feiert wie ich. Wir werden hier bis auf Weiteres jede Woche unsere Top 5 von Bands oder Sängern veröffentlichen. Mit ein paar Kommentaren dazu, warum es ein Lied nicht in die Liste geschafft hat und warum ein anderes unbedingt dabei sein muss:

Top 5 Grönemeyer von Daniel:

  1. Halt mich („Ö“ bzw. nochmal anders herausragend auf „Unplugged“)
  2. Morgenrot („Unplugged“)
  3. Land unter („Chaos“)
  4. Unterwegs („Sprünge“)
  5. Vollmond („Ö“)

Unbedingt dabei sein muss: „Halt mich“ rührt selbst die scheinbar härtesten „Männer“ zu Tränen, so meine jahrzehntelange Erfahrung im Freundeskreis. Das konnte irgendwie immer nur Grönemeyer! Für mich gehört das Lied gemeinsam mit „Halt Dich an Deiner Liebe fest“ von den Scherben und „Wenn der Winter kommt“ von Element of Crime zu den schönsten deutschsprachigen Liebeserklärungen in der Musik. Obwohl ich natürlich kein Wort bei dem Genuschel verstehe … Ich kann es jedes Mal fühlen, verdammt!

Nicht dabei: Mit Schrecken musste ich eben feststellen, dass ich intuitiv kein einziges Lied meines ersten und eigentlichen Lieblingsalbums von Grönemeyer für diese Top 5 auserwählt hatte: „4630 Bochum“ habe ich als Jugendlicher ca. 4630x gehört. Vielleicht wollte ich hiervon einfach keinen Song herausheben? Weil ein Gesamtkunstwerk – inklusive Hits, Hits, Hits, die für mich erstaunlicherweise noch immer alle grandios (und erst recht live!) funktionieren. Mit Ausnahme von „Fangfragen“, den Song fand ich immer so mittel bis leicht unnötig. Oh nein, „Currywurst“ hab ich auch vergessen!

Top 5 Grönemeyer von Uwe

  1. Morgenrot ( „Chaos“ bzw. nochmal anders herausragend auf „Unplugged“)
  2. Ich dreh mich um Dich („Bleibt alles anders“)
  3. Herbsterwachen („Ö“)
  4. Ich will mehr („Unplugged“)
  5. Kein Verlust („Chaos“)

Unbedingt dabei sein muss: Herbsterwachen. Das berührende Lied über eine späte Liebe ist seit der Veröffentlichung „mein“ Lied vom Album „Ö“, der Platte auf der so viele Hits sind, dass man diese Perle fast überhören könnte.

Nicht dabei: Mambo, Mensch und Männer, weil die „M“-Songs nie so gut waren, wie sie immer gemacht werden und sie mich bei Livekonzerten mittlerweile wahnsinnig nerven. Wie kann sich Herbert die Liedauswahl für die Live-Setlist so einschränken, weil die Hälfte der Songs bereits vorher feststeht. Einmal hatte ich das große Glück, dass Grönemeyer fünf seiner Hits im Stile von Udo Jürgens in einem Medley schnell hinterher wegspielte. So blieb Raum für die wirklich guten Songs. Davon gibt es eine ganze Menge.

Freitag, 15. Januar: Hamlet (danach 24 Std. online)

(Martin)

William Shakespeare
Maxim Gorki Theater Berlin/Stream

„Sein oder Nichtsein; das ist hier die Frage:...“, „Etwas ist faul im Staate Dänemark.“ – alles Zitate aus Hamlet, die es in die Alltagssprache geschafft haben. Mein Lieblingszitat ist: „Es gibt mehr Ding’ im Himmel, als Eure Schulweisheit sich träumt.

„Es gibt wohl kaum einen Theatertext, über den so viel geschrieben und gerätselt wurde wie Hamlet. In der Tragödie vom Prinzen, der sein Auslandssemester nur kurz wegen der Beerdigung seines Vaters unterbrechen will, aber in einen Strudel aus Gewalt, Korruption und Täuschung gerät und zum Mörder wird, geht es um Religion, Tod, Philosophie, Schuld, kurz um »Sein oder Nichtsein«. Eine Nummer zu groß fürs kleine Gorki also? Christian Weise zeigt die Containervariante von Hamlet als ein Stück über das schief vereinigte Deutschland, die komödiantische Hinterseite eines übergewaltigen Stoffs, der am Ende vielleicht doch nur die Geschichte zweier ungleicher Familien ist, die zusammen leben, aber nicht zusammenkommen können.“

Im Februar, kurz vor dem ersten Lockdown, war die Premiere und dann konnte dieser als ‚Container-Hamlet’ beschriebene Abend nur wenige Male gezeigt werden. Das selbst gemalte Bühnenbild von Julia Oschatz wurde zum Bühnenbild des Jahres gewählt und die FAZ schrieb, mit der Live-Musik, den Live Kamera-Bildern und den wunderbaren Spieler*innen „ist Christian Weise eine eindrucksvoll intelligente, amüsante Interpretation geglückt, so hauptstädtisch und modern wie historisch informiert und bedacht.“ 

Hier geht’s zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=IPXXw9SURvA&list=PLezYfyZkDWd2GryH5H_ETru6xf_BVaNBq&index=36&t=0s

 Hier wartet Hamlet: https://www.gorki.de/de/stream-hamlet

Hamlet von William Shakespeare am Freitag, 15. Januar um 19.30h im Gorki-Stream; dann 24 Stunden online.

Foto: (c) Maxim-Gorki-Theater 

Freitag 15. Januar: Music for Hotel Bars

(Daniela)

Diese Email bekam ich:
"
Die erfolgreiche Musikreihe „Music for Hotel Bars“ kommt als @Home Edition ab 15. Januar 2021 für drei Abende in die Bars der Gäste nach Hause. Die teilnehmenden Musiker*innen haben kreative Formate entwickelt, um dem Publikum, gerade während der aktuellen Einschränkungen, Barerlebnisse mit neuer Musik zu ermöglichen."

Das hört sich gut an, da bin ich dabei. Shaker liegt schon parat!

Die als Band Les Trucs gefeierten Frankfurter Musiker*innen Charlotte Simon und Toben Piel nehmen sich der Idee einer Musique d’ameublement (Musik als Möbelstück) an und möchten diese materiell – ergo in Holz gezimmert – ernstnehmen. Hierfür kreieren sie in ihrem Keller eine Hausbar mit illustren Gästen und überraschenden Momenten, an dem das Home Bar-Publikum per Video- und Tonschalte teilnehmen kann. Es beginnt ein ätherumgreifendes Spiel mit Synthesizern und Aufmerksamkeiten.

Signature-Drink des Abends:
Der letzte Drink
1 Teil Havana Club, 3 Teile Limettensaft, Eis, Zitrone, mit Apfelsaft aufgefüllt, umgerührt und ausgetrunken.

Mit:

  • Charlotte Simon, Frankfurt (Komposition, Performance),
  • Toben Piel, Frankfurt (Komposition, Performance);
  • Florian Mania & Daniel Degeest (Performance)

Die Abende sind kostenfrei und finden online statt. Jeder Abend wird begleitet von einem Signature-Drink, den die Künstler*innen trinken und fürs Publikum anleitend mixen werden.

20:00-21:30 Uhr
Der Link zum Livestream: https://zoom.us/j/94435400123?pwd=NFgvN3JYcUlQNGZuQUZNbzROeTdoUT09#success

Freitag, 15. – Dienstag, 19. Januar: Eternal Peace

(Martin)

„Eigentlich“ ist in diesen Zeiten ein oft benutztes Wort, denn eigentlich wäre ja alle ganz anders...

Eigentlich wäre ‚Eternal Peace’, eine Stückentwicklung im Schauspiel Frankfurt, nämlich schon im November des letzten Jahres zur Uraufführung gekommen. Pandemiebedingt wurde die Premiere verschoben: in die Zukunft – und das ist ein bisschen ‚doppelbödig’, da ‚Eternal Peace’ als Science-Fiction angekündigt wurde, also sowieso in der Zukunft spielt...

Da aber im Hier und Jetzt nicht gespielt werden darf, hat das spielfreudige Produktionsteam eine Sci-Fi-Miniserie in sechs Folgen ‚Eternal-Peace’ nach dem gleichnamigen Theaterstück von Alexander Eisenach produziert und diese wird von Freitag bis Dienstag online in unsere Gegenwart gesendet: Schauspiel Frankfurt also digital.

„Gerade ist eine hoffnungsvolle Epoche der Menschheit angebrochen: 2114 strahlt vom Zentrum der Welt – Grönland – Frieden aus. Doch dann gerät das planetare Bewusstsein aus dem Gleichgewicht: Brandt, einer der renommiertesten Wissenschaftler, beginnt zu träumen! Steckt dahinter eine revolutionäre Entdeckung oder eine Unwucht im planetaren Gefüge, die die Rückkehr des »Individualistischen Zeitalters« befürchten lässt?
Nachdem die Stückentwicklung »Eternal Peace« von Alexander Eisenach aufgrund der Pandemie nicht wie geplant zur Uraufführung kommen konnte, wurde in der Filmregie von Oliver Rossol innerhalb von drei Tagen eine sechsteilige Sci-Fi-Miniserie nach dem gleichnamigen Stück gedreht.“

Großartig, die Gelegenheit, Schauspieler*innen wie Christoph Pütthoff und Heidi Ecks endlich mal wieder erleben zu können, auch wenn man sie ‚zukünftig’ doch lieber wieder live auf der Bühne haben will.

Hier geht’s zu Schauspiel Frankfurt - digital: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/sf-digital/

Eternal Peace – eine Sci-Fi-Miniserie in sechs Teilen.

Schauspiel Frankfurt.

Freitag, 15. Januar bis Dienstag, 19. Januar um jeweils 20.00h; anzusehen über den o.g. Link.

Foto: (c) Schauspiel Frankfurt

Freitag, 15. Januar LIVESTREAM: BÜHNE FREI! OPER FRANKFURT

(Martin)

Die Türen der Oper bleiben zwar zu – aber dennoch wird im Inneren gearbeitet und auf der Opernbühne bzw. im Holzfoyer musiziert, gesungen, aufgetreten und moderiert!

Vier Mal im Januar, jeweils freitags um 19.30h, zeigt die Oper Frankfurt im Grunde ‚Großes Kino’ und präsentiert live und gestreamt Sänger*innen des Ensembles mit Arien und Duetten aus Opern und Operetten.

Am Freitag, 15. Januar, moderiert der Dramaturg Konrad Kuhn erneut den Abend und Sänger*innen des Ensembles präsentieren Werke von Donizetti bis Offenbach.

Hier geht’s zum LIVESTREAM:  https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/livestream-buehne-frei_2/?id_datum=2644

Freitag, 15. Januar 2021 um 19.30h

LIVESTREAM: BÜHNE FREI! aus der Oper Frankfurt

Der Livestream ist kostenfrei.

Foto: ©  Oper Frankfurt

Freitag, 15. – Samstag, 31. Januar Onkel Wanja

(Martin)

Anton Tschechow
Regie : Jürgen Gosch
Deutsches Theater Berlin
(on demand)

Das ist schon mehr als zehn Jahre her, da gab es eben diese Inszenierung als Gastspiel des Deutschen Theaters hier in Frankfurt auf der großen Bühne des Schauspielhauses zu sehen.

Damals war die Vorstellung ratzfatz ausverkauft, was auch daran lag, dass ‚Onkel Wanja’ – hochgelobt in den Feuilletons – sowohl 2008 zum Theatertreffen eingeladen war und ebenso zur Inszenierung des Jahres gewählt wurde, auch waren es Ulrich Matthes und Jens Harzer, die zu den Schauspieler des Jahres gewählt wurden und nicht zu vergessen, Constanze Becker, die dann später Schauspielerin des Jahres wurde. Viele Gründe also, sich ‚Onkel Wanja’ (vielleicht nochmal) irgendwann im Januar anzuschauen. ,

„Sonja und ihr Onkel Wanja bekommen Besuch auf dem Gut, das sie seit dem Tod von Sonjas Mutter aufopferungsvoll verwalten: Der Gatte der Verstorbenen, den sie damit unterstützen, ein berühmter und verehrter Professor, ist mit seiner neuen jungen Frau zur Erholung aus der Stadt angereist. Nun lässt er hier seinen Launen freien Lauf und wettert gegen die dummen Menschen auf dem Land. Angesichts des wahren Charakters des Professors und unter dem Eindruck zurückgewiesener Liebe, die Onkel Wanja für die neue Frau des Professors, Sonja wiederum für den Arzt und Umweltaktivisten Astrow empfindet, erkennen die beiden, dass sie die letzten 25 Jahre einem Irrtum gedient haben.

Anton Tschechow nennt seine großen Stücke Komödien oder Dramen, und beides ist so bezeichnend wie irreführend, und traurigkomisch sind sie alle. Bei Onkel Wanja verweigert Tschechow vollends die Auskunft: Es sind einfach Szenen – ‚Szenen aus dem Landleben’.“

Hier geht’s zum (kostenlosen) Stream: https://dringeblieben.de/videos/onkel-wanja

Foto: © Iko Freese

Melli redet mit! Speedquestions

(Daniela)

Wie oben angekündigt: Hier sind die ersten Ausgaben der "90-Sekunden Speed-Questions" von und mit Melli!

Melli redet mit 90-Sekunden Speed-Questions zum Durchhalten für den langen harten Lockdown-Winter. Damit die Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffenden der Region sichtbar bleiben. Damit wir irgendwann wieder in echt zusammengedrückt auf dem Talksofa sitzen, singen, trinken und vor allem reden über all das, was Kulturleben ausmacht. Damit ihr wieder dabei sein könnt - im Theater Alte Brücke und an anderen tollen Orten in Frankfurt. Denn ohne euch macht es keinen Spaß.

3. Gast: Alexander Beck:
Die zweite Fragerunde geht an Alexander Beck, den Hausherren des Theater Alte Brücke höchstpersönlich. Im Juni 2016 haben wir zum ersten Mal das Sofa und den Sessel aus seinem Requisitenlager auf die kleine feine Bühne der Alten Brücke gehievt. Und das dann 19 mal bisher.
Jetzt baut er sein Theater um, damit es für alle Eventualitäten gerüstet ist. Medial für die nächste Zeit und mit Bühnen-Upgrade für live -  sobald es geht.
www.youtube.com/watch?v=S5fGocC_nrw

2. Gast: Steffi Pesin:
"Ich freue mich sehr, euch meinen ersten 90-Sekunden-Gast im Jahr 2021 zu präsentieren: Steffi Pesin. Sie ist Inhaberin des Hotel Nizza in der Elbestraße und führt es seit 2018 mit Grazie und Lässigkeit. Gegründet wurde es vor über 20 Jahren und bot vor alle Schauspieler*innen eine wundervolle Unterkunft. Immer noch steigen hier gerne Menschen aus der Theaterszene ab. Wer mal mit Kaffee oder Wein auf der Dachterrasse des Gründerzeithauses gesessen hat, will da nie mehr weg. Ich auch nicht." https://www.youtube.com/watch?v=ZFlyimhmcpE

1. Gast: Melina Hepp:
Den Anfang mache ich, damit alle Kolleginnen und Kollegen sehen, dass keine Antwort zu blöd sein kann. Die gar nicht blöden Fragen hat Benedikt Hüttel sich ausgedacht und meinen Part hat hier Steffi Pesin ganz hervorragend übernommen. Danke sehr!! https://www.youtube.com/watch?v=5mP9e2WDDsk

Wer möchte, dass wir weiter machen, kann hier einen Beitrag leisten: https://www.betterplace.me/melli-redet-mit

Samstag, 16. Januar: NETWORK (LIVE!)

(Martin)

Nach dem Film von Paddy Chayefsky
Thalia Theater Hamburg
Deutsche Erstaufführung

Der Samstagabend ist gerettet!!!!

Dass der Regisseur Jan Bosse und der Frankfurter Schauspieler Wolfram Koch ein geniales Team sind, war im häufig empfohlenen Richard III. hier in Frankfurt zu erleben. Ein ebensolcher Clou ist nun in Hamburg gelungen!

„Als er auf den Tisch springt, seinen Zeigefinger weit gen Himmel streckt und das Fernsehen als falsches Evangelium verflucht, in dem Scheiße als Wahrheit verkauft wird, da hat man innerlich schon selbst den Fernseher eingeschaltet, um diesem charismatischen Howard Beale zuzuhören, seinen Wahrheiten, Visionen und Weltverbesserungsschwüren.“ – das schrieb die taz nach der Premiere im letzten Oktober.  Und jetzt ist es eine besondere Ironie, dass eben dieser Theaterabend - ursprünglich ein Film - live gestreamt direkt von der Bühne des Thalia-Theaters über die Glotze anzuschauen ist.  

„Howard Beale, Moderator bei einem großen amerikanischen Nachrichten-Network, ist nicht gerade ein Quotenkönig. Nachdem der Sender kurzerhand entscheidet, ihn durch einen jüngeren Kollegen zu ersetzen, sieht er die Stunde der Wahrheit gekommen: vor laufender Kamera kündigt er seinem Publikum an, sich in der nächsten Sendung – seiner letzten – als Konsequenz seiner Absetzung das Hirn rauszupusten. Für den Sender eine Katastrophe, möchte man meinen, und völlig untragbar – doch ein Blick auf die Quote und das Medienecho zerschlägt alle Zweifel: Binnen weniger Sekunden ist Howard Beale ein Star geworden! Da seriöse Nachrichten mit ihm nicht mehr zu machen sind, wird ihm kurzerhand ein Sendeplatz als populistischer Prediger der wütenden, ungehörten Masse eingeräumt – und Howard liefert!“

Wolfram Koch ist grandios als Howard Beale. Die fast 45 Jahre alten Texte könnten genauso gut von heute stammen und zeigen, wie der Populismus - damals wie heute - unsere Gesellschaft durchdringt.“ schreibt der NDR.

„Regisseur Jan Bosse setzt den Kultfilm 'Network' von Sidney Lumet aus den Siebzigern im Hamburger Thalia Theater mit einem spiellustigen Ensemble und toller Ausstattung unterhaltsam-schrill in Szene“ schreibt welt.de

Und das Hamburger Abendblatt: „Der Abend findet seinen Rhythmus, auch mit Hilfe der unnachgiebig rotierenden Drehbühne und der exzellenten Live-Combo um Jonas Landerschier (Keyboard), Günter Märtens (Bass) und Matthias Strzoda am Schlagzeug.“ 

Nicht verpassen!

Hier geht’s zum Trailer: https://youtu.be/RxNQi7L5hoA

Über die Homepage geht’s hier zum Live-Stream: https://www.thalia-theater.de/stueck/network-2019#

NETWORK, LIVE-Stream aus dem Thalia-Theater am Samstag, 16. Januar um 19.00h.

Foto: © Armin Smailovic

Samstag, 16. Januar: Der zerbrochene Krug von Heinrich von Kleist (danach 36 Std. online):

(Martin)

Stream aus dem Staatstheater Hannover

Eigentlich muss man sich am Samstagabend den hier empfohlenen Live-Stream ‚Network’ aus dem Thalia Theater Hamburg anschauen. Aber auch ‚Der zerbrochene Krug’ aus Hannover lohnt sich vermutlich – doch kann man sich den Krug-Stream noch bis zu 36 Std. später anschauen!

Für Frankfurter*innen gibts mindestens zwei Gründe, warum sich das Anschauen dieses Theaterstreams aus Hannover empfiehlt: zum einen die Regisseurin und ebenso einer der Schauspieler!

Die Regisseurin ist in Frankfurt keine Unbekannte: Siddartha – aktuell (eigentlich) im Frankfurter Kammerspiel, diesen zauberhaften zärtlichen Theaterabend, der unter anderen Umständen ständig ausverkauft ist, hat Lisa Nielebock inszeniert.

Der Schauspieler: zu sehen gibt’s Torben Kessler. Während der Intendanz von Oliver Reese war er ein Garant für ‚großes Theater’ und wer ihn in ‚Die Wildente’, ‚Die Opferung des George Mastromas’ oder in seinen Video-Live-Performances zu den Wolf Haas-Krimis gesehen hat, wird dies nicht vergessen.

Jetzt von, mit Beiden: Der zerbrochene Krug...

„Es ist Gerichtstag im Dorf. Frau Marthe tritt vor den Richter Adam, in den Händen die Scherben ihres Kruges. Sie beschuldigt Ruprecht, den Verlobten ihrer Tochter Eve, in deren Zimmer eingedrungen und dort im Eifer des Gefechts einen Krug zerstört zu haben. Doch Ruprecht widerspricht heftig. Eve selbst schweigt – und Dorfrichter Adam wirkt bei der ganzen Angelegenheit ungewöhnlich nervös. Seine Ermittlungen zielen mehr darauf, schnell einen Täter festzulegen, als die Ereignisse gründlich und wahrheitsgemäß aufzuklären. Als eine weitere Zeugin auftritt, wird die Beweislast gegen Adam erdrückend. Nun bricht auch Eve endlich ihr Schweigen und Adam ergreift die Flucht.

Die Figuren im Kleist’schen Lustspiel ringen um Wahrheit beziehungsweise um das, was sie für die Wahrheit halten oder zur Wahrheit machen. Die Strategien sind bekannt: Das Abwerten der Glaubwürdigkeit Anderer und das Bezweifeln belegbarer Tatsachen. Die Grundpfeiler des Miteinanders bröckeln, Wahrheit droht zu einer reinen Frage der Perspektive zu werden. Noch nie waren so viele Informationen verfügbar und noch nie waren sie für die Menschen so wenig wert.“

Zur Inszenierung schreibt neuepresse.de: „Warum „Der zerbrochne Krug“ im Schauspielhaus ein Theaterwunder ist. Kleist in Männerwelten: Regisseurin Lisa Nielebock reduziert „Der zerbrochne Krug“ in ihrer Inszenierung für das Schauspiel Hannover auf seinen Kern. Das Ergebnis ist präzise, klug und bewegend – ein Theaterwunder.

Hier geht’s zu einem Trailer: https://youtu.be/81PWCL41rUo

Hier geht’s zum Stream: https://staatstheater-hannover.de/de_DE/programm-schauspiel/streams-unserer-neuesten-produktionen-der.1272384

Hier geht’s zu weiteren Infos und dem Programmheft: https://staatstheater-hannover.de/de_DE/programm-schauspiel/streams-unserer-neuesten-produktionen-der.1272384

Stream der Aufführung am 16. Januar um 19.30h.

Die Aufführung ist danach 36 Std. online zu sehen.

Eintritt frei.

Foto: © Kerstin Schomburg

Pubquiz

(Uwe)

„Wie heißt der größte Fluss Irlands?“
„Wann gewann Diego Armando Maradona mit Argentinien die WM?“
„Wer ist Cerseis Zwergenbruder (Anmerkung: in der Serie Games of Thrones)?“

Wer gerne Rätsel löst und schlaue Antworten auf Fragen gibt, spielt unbedingt einmal bei einem Pubquiz mit. Normalerweise findet ein solches, wie der Name schon sagt, in einer Kneipe statt. So lange diese, wie das Backstage, das Irish Pub Bornheim und andere Lokalitäten aber geschlossen sind oder Abstandsregelungen keine sinnvolle Durchführung ermöglichen, läuft das die Geschichte online. Natürlich fehlt einem dort das gute Essen vor dem Quiz, die direkte Begegnung, die Stimmung und alles andere, aber es ist eine gute Alternative.

Das Onlinequizzen ist auch für technische Laien wie meine MitspielerInnen und mich kein wirkliches Problem. Über einen Chat stellt die Quizmasterin / der Quizmaster, in unserem Fall die liebe Ninjaa, fünf Fragen zu einem bestimmten Thema (Erdkunde, Allgemeinbildung etc.), über deren Antworten wir in einem zweiten Chat mit unserem Team diskutieren. Die Antworten schickt dann eine(r) aus unserem Team mit persönlicher Nachricht an die/den SpielleiterIn.

Wie, wenn man QuizDuell über eine App spielt oder bei einem Fernsehquiz miträt, freut man sich über jede richtige Antwort und ärgert sich über jede falsche. Oder man beklagt sich über eine zu schwere Frage oder ein nie gehörtes Lied, das man im Musikteil erraten muss. Dort werden zehn Lieder angespielt, die man erraten muss. Mein Geschmack wird da sehr selten getroffen, letzte Woche erkannte ich aber zumindest zwei von zehn: Placebos „Days before you came“ und „Denkmal von Wir sind Helden.

Siehe unter anderem Ninjaas Quiz in Frankfurt auf Facebook

Petition: Erbbauzinssatz senken um bezahlbares Wohnen zu ermöglichen

(Daniela)

Ich würde gerne in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt wohnen, daher leite ich Euch gerne diese Petition vom Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. weiter!

"Mehr denn je steht die Stadt Frankfurt in der Verantwortung, auch innerstädtisch bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und zu sichern – für heute, und für die kommenden Generationen. Gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen kann einen Beitrag zur nachhaltigen Schaffung bezahlbaren Wohnraums leisten. Doch sind gemeinschaftliche Wohnprojekte nicht realisierbar, wenn einem hohen Bodenwert hohe Erbbauzinsen („Erbpacht“) folgen – denn die Kosten für Kauf oder Erbbauzins eines Grundstücks müssen über die künftigen Mieten bezahlt werden.

Konzeptverfahren und Baulandbeschluss werden für innovatives Wohnen nur dann wirksam, wenn sie von einer deutlichen Absenkung des Erbbauzinssatzes flankiert werden. Die Höhe des Erbbauzinssatzes ist eine politische Entscheidung auf kommunaler Ebene. Der Erbbauzinssatz muss jetzt für gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnprojekte neu berechnet und gesenkt werden, um sozialverträgliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

Wir fordern die Stadtverordneten auf, den Erbbauzinssatz jetzt signifikant zu senken!"

Hier findet ihr die Petition und weitere Infos:
https://weact.campact.de/petitions/erbbauzinssatz-senken-um-bezahlbares-wohnen-zu-ermoglichen

Sonntag, 17. – Donnerstag, 21. Januar: RAGE – A Tennis Western

(Martin)

Hanna Steinmair - Performance - Digitale Uraufführung

Es geht weiter mit den ECHTEN PREMIEREN (!) im Mousonturm!

Und HALLO: ein Tennis-Western – das könnte ein Wimbledon-Kommentar sein, ist aber ein ECHTER Abend im Mousonturm.

Natürlich ist der ‚live’-Moment am Sonntag besonders, deshalb sei euch auch diese Vorstellung sehr ans Herz gelegt;  gleichwohl lohnen sich natürlich auch die weiteren Abende im Replay.

Zwei Tennisspielerinnen rasten aus. Zerschmettern ihre Schläger. Reißen Netze ein. Gewinnen interessiert hier niemanden. Das Spielfeld liegt in Trümmern. Dünner Sand weht über das Feld. Auftritt zweier Cowboys: Als eiserne Serena Williams-Fans, Country Stars und zugleich zutiefst unbeeindruckte und sehr leicht erregbare Männer wagen die Performerinnen Joana Tischkau und Maria Sendlhofer einen Balanceakt auf eben jener Linie zwischen Rivalität und Solidarität, Reenactment und Empowerment, zwischen heldenhaftem Selbstmitleid und unkontrollierter Wut. „RAGE“ fahndet nach den verschiedenen Lesarten von Wut und untersucht Gründe ihrer Ungleichverteilung. Untersuchungsfeld ist der Tenniscourt als Schauplatz, in dem Einschreibungen von race und Gender verhandelt werden. „RAGE“ rückt die Inszenierung von Wut ins Zentrum des Geschehens: Als Fake, als Annahme, als Privileg, als Übertreibung und als fulminantes Spiel.“

Weiterhin: Sensationell! Die ‚neue’ Mediathek des Mousonturm mit Podcasts, Videos, Hörspielen,... https://www.mousonturm.de/mediathek/

Ticketkauf über die Homepage des Mousonturm:  https://www.mousonturm.de/events/rage-a-tennis-western/

Die Premiere am Sonntag, 17. Januar beginnt schon um 18.00h (!), die weiteren Vorstellungen um 20.00h. Der Ticketkauf ist nur bis eine Stunde vor Vorstellungsbeginn  möglich.

Solidarisches Preissystem (frei wählbar): € 5 / € 10 / € 20 / € 30. 

Foto: © Mousonturm/Julia Novacek

Mittwoch, 20. Januar: Watch the Trump family move out of the White House LIVE at home

(Andrea)

Haha, das wird ein Fest, ich habe schon den Schampus kalt gestellt!! Gerade nach der Stürmung des Capitol und endlich, endlich der Sperrung der FB- und Twitter-Accounts, juhuu, wird es wirklich Zeit, dass Melania und Donald are moving out und können sich in die ewigen Golfgründe nach Florida absetzen: "This event is for your own house. No video, just a reminder for the glorious day to come. I will try and add live news video of them leaving the White House. This group is especially for Americans that can’t wait for Trump to be out of office. Sit at home in front of the boobtube with a beer, glass of wine, cocktail or your favorite beverage and celebrate as the orange egotistical narcissistic bafoon that congratulates himself on the daily moves out of the White House as the loser that he is. Can you guess who wrote this little speech below? Every fake media outlet will air it live. Any other show will be a disaster. Trust me, you won’t want to miss this! This will be bigger than the Super Bowl. It’s going to be terrific! Everybody knows how great it’s going to be. Even the greatest professors with the highest IQ’s are going to be tuning in. Believe me, I know. (Hope you understood the sarcasm lol). https://www.facebook.com/events/3537700956322812

VORSCHAU
Freitag 22. Januar: MUSIK FOR HOTEL-BARS

(Daniela)

Heute wieder MUSIK FOR HOTEL-BARS:
Hotelbarmusik ist Musikarbeit, vielleicht sogar Fließbandmusikarbeit. Die Schichten teilen sich in Songs, der Applaus nach der Fähigkeit die Aufmerksamkeit in der Band aufrechtzuerhalten. Oder reicht es, einfach den Anfang und das Ende eines Songs gut zu bringen? Oliver Augst überträgt die On- and Off-Spielchen einer musikalischen Live-Situation ins Digitale und bat seine Musiker*innen Samples für ihn aufzunehmen. Pedro González Fernández programmiert daraufhin eine digitale Maschine, die es erlaubt einen endlosen musikalischen Stream zu erzeugen, den sich die Gäste nun nach Hause in ihre Hausbarsituation holen können. Oliver Augst wird persönlich in das Endloswerk einführen und den passenden Drink dazu servieren.

Signature-Drink des Abends: James Bond Martini
6cl Gin, 2cl Wodka, 1cl trockener Wermut, Eiswürfel. Packe alle Zutaten in ein Rührglas mit reichlich Eiswürfeln und schüttel so lange bis das Glas von außen beschlagen ist. Geb den Mix anschließend in ein vorgekühltes Martini-Glas und garniere das Ganze mit einer Olive. Noch schöner sieht es aus, wenn du danach eine hauchdünne Zitronenscheibe ins Glas dazugibst.

Mit:

  • Marcel Daemgen, Offenbach (Klavier),
  • JD Zazie, Berlin (Turntables, CDj),
  • Gregor Praml, Frankfurt (Bass),
  • Pedro González Fernández, Hamburg (Programmierung),
  • Oliver Augst, Paris/Ludwigshafen (Komposition, Stimme)

Die Abende sind kostenfrei und finden online statt. Jeder Abend wird begleitet von einem Signature-Drink, den die Künstler*innen trinken und fürs Publikum anleitend mixen werden.
Zoom: https://zoom.us/j/92293409547?pwd=amdWajdWNnRRcTg4d1BIM2JVczd6QT09#success

20:00-21:30 Uhr
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Freitag, 22. Januar: Ausstellungseröffnung DAM "Einfach grün"

(Andrea) "EINFACH GRÜN widmet sich den Vorteilen und Herausforderungen urbanen städtischen GRÜNS – insbesondere der Haus- und Dachbegrünung im Bestand und Neubau. Neben der wissenschaftlichen Perspektive nimmt die Ausstellung zugleich die technischen Möglichkeiten und praktische Fragen in den Blick. Gezeigt werden gelungene Grünbauten von Düsseldorf über Mailand bis Singapore, bereits Erprobtes und völlig neue Entwicklungen."  

work in progress: Quarantäne-Kunst

(Petra)

Von dem Künstler Sandip Shah und seiner Bewohnten Kunstinstallation (b.k.i.) in Sachsenhausen habe ich Euch schon häufiger erzählt – und so einige sehr schöne Abende dort verbracht. In den letzten Monaten nicht mehr, klar…Er hat die Zeit für sich und seine Kunst – und einen Umbau in der b.k.i. genutzt: zwischen dem vorderen Ausstellungsraum und dem dahinterliegenden Zimmer ist nun eine Plexiglastür eingebaut, ein automatischer Türdrücker sowie Mikros und Lautsprecher sind installiert.  In diesem Safe House – wie er es nennt –  hat er dann die Tür für einzelne Menschen nach Terminvereinbarung geöffnet. Ich habe mich kurz vor Weihnachten durchs Plexiglas mit ihm unterhalten (die Maske ist natürlich nur für die Pose), und es hat sich fast ein wenig wie früher angefühlt. Denn an den Wänden des sonst blendend weißen Raums haben Künstlerkolleginnen und -kollegen Werke hinterlassen. Sandip fühlt sich offenbar sehr wohl in seinem Safe House, und so setzt er das Projekt bei nicht enden wollendem Lockdown fort: Er vergibt weiterhin Termine für seine individuellen Quarantäne-Gespräche an Künstler*innen und Nicht-Künstler*innen. Außerdem aber soll das Safe House-Schaufenster entstehen, für das ihm Jede*r handschriftliche Texte (DIN A4) schicken kann: Gedanken, Texte, Gedichte, Erlebnisse rund um das Thema Coronazeit.

Safe House / Safe House Schaufenster, handschriftliche Texte (DIN A4, kein Name, nur auf der Rückseite eine E-Mail-Adresse!) per Post an: Sandip Shah, b.k.i., Seehofstraße 8a, 60594 Frankfurt am Main, Terminvereinbarung: b.k.i.@web.de (das Textblatt könntet Ihr dann natürlich auch mitbringen)  


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