30.04.2021
Inhalt: Verzeihung / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / VERLOSUNG / G E R O L L T E S über den Abstieg meines Lieblingsvereins / Etwas über den FSV / Freitag, 07. Mai: PUR TI MIRO / Ab Freitag, 30. April: Bad Homburg feiert Hölderlin / Freitag, 30.04.: Tanzen in den Mai / Freitag, 30. April – Montag, 17. Mai: SCHULAUSFLUG – DIE EXPEDITION / Freitag, 30. April und Samstag, 01. Mai: "(...) Ein Stück, dem es scheißegal ist, dass sein Titel vage ist" / Freitag, 30. April: Premiere Die Verteidigungsrede des Judas Ischarioth (bis 02. Mai on demand) / Freitag, 30. April – 5. Juli: Raus aus dem Swimmingpool, rein in mein Haifischbecken / Freitag 30.04 bis Samstag 15. Mai: AUF EIN STÜNDCHEN! - Life is live / Top 5: Brettschneider vs. Schwöbel: Filme mit Meryl Streep / Noch bis 2.Mai: Türkisches Filmfest / Mittendrin: Lichter Filmfest / Zwischenruf aus Offenbach / Samstag, 1. Mai: Lichter- Tanz aus dem Mai / Sonntag, 2. Mai: Woyzeck / Hörspiel: Curtain Call! Eine Schauspielerin am Rande des Nervenzusammenbruchs / Montag, 3. Mai: Thees Uhlmann / Dienstag, 4. Mai bis 7.Mai: ADC Festival / GEHÖRTES: Glasvegas / Soundtrack des Lebens: Somebody von Bryan Adams / Sonntag 25. April - 9. Mai: SchaufensterAusstellung / BADESALZ-BACKSTAGE-SAFARI / Noch bis Sonntag, 9. Mai: Das Neue Evangelium / VORSCHAU / Sonntag, 09. Mai: The LOKAL Listener: Gregor Praml trifft Stephan Weiler / Noch bis 16. Mai: Video-Installation / Bis 06. Mai: Ausstellung / Bis Sonntag, 16. Mai: Londoner Exzentrik im Museum / Montag, 31. Mai: Finissage der Ausstellung „Der Weg der Sinti und Roma“ / Impressum
Verzeihung

Mist, bei all dem Chaos, was gerade bei mir herrscht habe ich überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt, dass morgen der 1. Mai ist.

Erst jetzt, weil ich Petras Ankündigung für den Tanz in den Mai lese, ist mir das klar geworden... Aber noch habt ihr Zeit Euch in Schale zu werfen und die Getränke kalt zu stellen. Ich bin eher nicht so der Fan der digitalen Partys... Ich stelle aber trotzdem die Getränke kalt, denn wir werden heute Abend einen LICHTER Filmabend machen. Lichter bietet Filmpakate an. Ich habe für heute das Kurzfilmpaket gekauft. Das kostet nur schlappe 8 Euro, für 4 Filme.... Und morgen hole ich mir noch das Filmpaket "Ausgewählte Filme von Frauen", da sind sogar sieben Filme drin.

Mehr zu Lichter findet ihr in einem Beitrag von Andrea, weiter unten.

Ich muss jetzt schnell los... Ich will noch einen Großeinkauf beim Hornbach machen, damit der morgige Tag sinnvoll genutzt werden kann.

Und nächste Woche kommen die Ausgehtipps dann wieder etwas früher... versprochen!

Lebt wild und bleibt gesund!

Daniela

Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps hier zu lesen.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung.
(Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))

Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto:
IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00. Wer eine Rechnung benötigt, schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net

VERLOSUNG
Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de an Andrea

Jeweils 3 Streamingpässe für "Borga" und "Quo vadis Aida" aus dem laufenden Lichter-Filmfest-Programm. Die Gewinnfrage lautet: Mit wem tanzen die Lichter aus dem Mai? 

 

 

G E R O L L T E S über den Abstieg meines Lieblingsvereins

(Uwe)

Ende der 80er Jahre stand ich mit einem Kurzzeitbekannten meines Bruders einmal vor dem Mannschaftsbus der Schalker. Schalke spielte seine schwächste Saison bisher und rangierte in der Tabelle der 2. Bundesliga in der unteren Tabellenhälfte. Die Mannschaft verlor an diesem Tag in Darmstadt, was den aus „dem Pott“ mitgereisten Fans natürlich überhaupt nicht gefiel. Sie standen am Mannschaftsbus, an dem wir auf dem Weg zu unserem Auto vorbeikamen. Der „Spezi“ meines Bruders, der wenige Wochen vorher aus dem Nichts auftauchte und in das er kurz darauf wieder verschwand, besaß wie Tullius Destructivus aus dem Band „Streit um Asterix“ die Begabung, durch geschickte Manipulation und Intrigen in jeder Gruppe Streit hervorzurufen. Er sprach mit den Fans und hätte ich ihn nicht irgendwann weggezogen, wäre die Situation sicher eskaliert.

Schalke-Fan wurde ich wegen Klaus Fischer, diesem fantastischen Stürmer mit der Rückennummer 9, die mir meine Mutter auf ein blaues Trikot bügelte. Ich spielte darin, bis es wegen der leckeren Currywurst mit doppelt Pommes am Goddelauer „Ständchen“ irgendwann nicht mehr möglich war. Fischer verließ Schalke nach dem ersten Abstieg aus der Bundesliga Anfang der 80er Jahre. Er wollte seine Teilnahme an der WM 1982 nicht gefährden und ging nach Köln. Damals weinte ich, heute bin ich vierzig Jahre älter und ärgere mich mehr über die Terminknappheit für Kassenpatienten bei Fachärzten.

Das ist natürlich gelogen, aber man muss emotional loslassen, weil ein Fußballverein mittlerweile ein Unternehmen und der Abstieg einer der verdientesten in der Historie ist. Es wäre nicht aufgefallen, wenn ich mich in dieser Saison in mein selbstproduziertes Klaus Fischer-Trikot gezwängt hätte und mit einer Currywurst + doppelt Pommes im Magen im Schalker Sturm gestanden hätte. Ich hätte häufiger getroffen als der von Frankfurt geliehene Pacienca, wäre vom Verein wegen meinem Fake-Trikot aber sicher verklagt worden. 

Etwas über den FSV

Neulich berichteten wir an dieser Stelle darüber, dass Thomas Brendel seine Doppelrolle beim Regionallisten FSV Frankfurt, als Sportlicher Leiter und Trainer in Personalunion, zum Saisonende aufgeben wird. Er wird als Trainer aufhören aber Sportlicher Leiter bei den Bornheimern bleiben. 

Freitag, 07. Mai: PUR TI MIRO

(Martin)

Ein Barockabend im Stream
Oper Frankfurt

Liebe und Eifersucht, Lust und Verzweiflung, Rache und Todessehnsucht – 5 Sänger*innen des Ensembles und Opernstudios präsentieren auf der großen Bühne das ganze Panorama barocker Gefühlswelten. Das Programm reicht von den expressiven Madrigalen Claudio Monteverdis bis hin zu Opernarien von Antonio Vivaldi und Georg Friedrich Händel. Begleitet von Mitgliedern des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters ist ein fein verwobener musikalischer Abend zu erleben, der die emotionalen Konflikte verschiedener Charaktere spielerisch offenlegt.

Das detaillierte Programm gibt’s hier: https://oper-frankfurt.de/media/pdf/Prorgr_Barock_7_5.pdf

Die Produktion wird über die Website, auf YouTube und auf Facebook gestreamt.

Zur Website geht’s hier: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/pur-ti-miro-ein-barockabend-im-stream/?id_datum=2823

Freitag, 07. Mai
um 19.30h

Foto: © Homepage Oper Frankurt

Ab Freitag, 30. April: Bad Homburg feiert Hölderlin

(Andrea)

Wer würde da nicht zustimmen: Mehr Freiheit, zu mehr Menschlichkeit und mehr Schönheit - Hölderlin zählt zu den bedeutensten Dichtern Deutschlands. "Zum 250. Geburtstag hat die Stadt Bad Homburg junge Künstler*innen der Hochschule für Gestaltung in Offenbach eingeladen, sich mit dem Werk des großen Dichters zu befassen und in Form von Installationen und performativen Ereignissen die Stadt und ihre Besucher zum Betrachten, Staunen und Nachdenken zu bringen. Entstanden sind sechs Stationen, die die Aktualität Hölderlins, seine Anschlussfähigkeit an die heutige Zeit und das heutigen Leben hervorheben. Die Besucher*innen erwartet vom 30.04.-24.05. eine Art Spurensuche, bei der geheime Orte und erstaunliche Gestalten entdeckt werden können: Es ist Zeit, das O! zurückzubringen - wie arm wäre die Welt doch ohne O!" www.bad-homburg.de/hoelderlin

Freitag, 30.04.: Tanzen in den Mai

(Petra)

Die Location stellt Ihr, Mucke, die Eure Tanzsocken zum Qualmen bringen wird, und - digitale - Gäste das Literaturhaus Frankfurt. Hier kommt als Haushaltspackung: der Literaturhaus-Tanz in den Mai!
Bleibt zu Haus. Reißt Eure FFP2-Maske runter. Schnappt Euch einen Tanz-Buddy (oder tanzt allein). Das Batiktuch über die Stehlampe. Die guten Tanzsocken raus. Boxen ans Notebook oder Kopfhörer ans Smartphone. Kamera an. Und dann zoomt Euch aufs Tanzparkett und dreht Euch mit uns in den Mai. Das Haus an der Schönen Aussicht erwartet Euch mit den DJanes keilschmidt. Die kribbeln Euch den Winter aus den Laufmaschen, gemeinsam mit Konterpart Hauke Hückstädt, der ein admiralblau klingendes Beauty-case voller Engtanzmusik für Euch dabeihat. Und jede halbe Stunde begrüßen alle gemeinsam eine Überraschungs-Autorin, einen Überraschungs-Autor, die ein Lied für Euch im digitalen Gepäck haben. Du selbst kannst im Chat kommentieren, grüßen, flirten, reimen oder den DJanes um den Bart gehen. Ein buntes Frühlingsknäuel ohne Gedränge. Alle vereint. Alle im eigenen Tanzbereich, so intim, dass wir ab Mitternacht an Euch abgeben ... (geht uns ja nichts an!). Die Nachbarn? Wie bei jeder guten Party...da müssen sie durch - oder nebenan mitgrooven.

Foto: keilschmidt©keilschmidt

Tanz in den Mai - Sause für zu Hause, mit den DJanes Antje Keil und Katharina Schmidt aka keilschmidt sowie Hauke Hückstädt und Überraschungsgäste, Ort: Digitales Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Zoom, Uhrzeit: 21 Uhr, Eintritt: 5 Euro, Tickets: hier

Freitag, 30. April – Montag, 17. Mai: SCHULAUSFLUG – DIE EXPEDITION

(Martin)

imaginary company
On Demand

Digitaler Mousonturm

Ein Film für alle, für Menschen jeden Alters mit und ohne Schulerfahrung.

Zwischen Matheheften und Tintenklecksen, Kreidestaub und Overheadprojektoren, Bleistiftspitzern und Wassermalfarben sitzen alle brav und ruhig in ihren Klassenzimmern und lernen. Wirklich? Alle? Im Klassenzimmer? Nix da! Heute ist Schulausflug. Vorhang auf! Klappe, die Zweite!

Wir packen die Hefte weg und unternehmen eine Expedition an den Ort, zu dem man früher nicht wollte und in den man heute nicht darf.

 In „Schulausflug – die Expedition“ verwirbeln sich Audiowalk und Abenteuerfilm. Durch den Strudel der Disziplinierungsstrategien und Pausenbrote wagen wir uns vor in unbekannte Gefilde der Schule und wissen nicht, was uns dort erwartet. Ein heimgesuchtes Schloss? Geister der Vergangenheit? Eine Ausgrabungsstätte? Ein Monster? Oder vielleicht doch das Tor zum verlorenen Schatz des Bildungssystems?

In der Film-Adaption des Audiowalks „Schulausflug“ nimmt imaginary company Publikum aller Altersstufen mit zur Erkundung der Schule. Für ein „authentisches” Ausflugsgefühl empfehlen wir:

Schmiert euch ein paar Pausenbrote – vielleicht könnt ihr sie mit der Person neben euch auf dem Sofa tauschen?

Hier geht’s zu vimeo on demand: https://vimeo.com/ondemand/schulausflug

Hier gibt’s weitere Infos: https://www.mousonturm.de/events/schulausflug-die-expedition/

Freitag, 30. April – Montag, 17. Ma
Preis: € 5.

Foto: © imaginary company

Freitag, 30. April und Samstag, 01. Mai: "(...) Ein Stück, dem es scheißegal ist, dass sein Titel vage ist"

(Martin)

Theater Artemis in Koproduktion mit Künstlerhaus Mousonturm & Ruhrtriennale 2018-2020
Gastspiel beim Augenblick mal! 2021 Das Festival des Theaters für junges Publikum, Berlin

Nachtkritik-Stream

Der belgische Regisseur Jetse Batelaan und sein Artemis Theater sind auch hierzulange berühmt für ihr hintersinniges Junges Theater für alle Altersklassen. "(...) Ein Stück, dem es scheißegal ist, dass sein Titel vage ist" hatte als internationale Koproduktion im Januar 2019 Premiere am Mousonturm Frankfurt. Die Aufzeichnung wurde eigens fürs Gastspiel beim digitalen Augenblick mal! Festival für Junges Theater 2021 angefertigt und läuft vom 30. April 16 Uhr bis zum 1. Mai 16 Uhr 

Auf der Seite des Augenblick mal! Festivals heißt es über "(...) Ein Stück ...":

Was kann Theater? Alles! Es lebt durch die Behauptung und durch eine Kompliz*innenschaft mit dem Publikum. Wir sehen also einen Platz und eine Baustelle. Wir hören die Stimmen von … Moment mal! Da stimmt doch etwas nicht?! Es entfaltet sich ein wechselhaftes Spiel mit unseren eigenen Erwartungen und Vorstellungen von Sicherheit. Eine listige und humorvolle Inszenierung um Realität und Phantasie.

Der niederländische Autor und Regisseur Jetse Batelaan gehört zu den unkonventionellsten Protagonist*innen einer neuen Generation von Theaterschaffenden. Er ist künstlerischer Leiter des Theater Artemis und wurde 2019 mit dem Silbernen Löwen der Biennale von Venedig ausgezeichnet.

Fürs Anschauen der Aufzeichnung von „(...) Ein Stück...“ benötigt Ihr ein digitales Endgerät, einen abgedunkelten Raum und eine handvoll Reiscracker.

Infos von: nachtkritk.de

Hier geht’s zum Stream: https://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=19451:nachtkritikstream-junges-theater-ein-stueck-dem-es-scheissegal-ist-dass-sein-titel-vage-ist-von-jetse-batelaan&catid=1517&Itemid=100416

Freitag, 30. April (16.00h) - Samstag, 01. Mai (16.00h):

Foto: © kvde.be  

Freitag, 30. April: Premiere Die Verteidigungsrede des Judas Ischarioth (bis 02. Mai on demand)

(Martin)

Schauspiel Frankfurt digital

Judas gilt in der biblischen Überlieferung als zwielichtiger Jünger Jesu, der für 30 Silberlinge seinen Freund verriet und so dem sicheren Tod am Kreuz auslieferte. In seinem fiktiven Monolog »Ich, ein Jud«, der auf Grundlage seines Romans »Der Fall Judas« von 1975 entstanden ist, wirft der Altphilologe und Literaturhistoriker Walter Jens einen neuen, anderen Blick auf Judas Ischarioth. Judas erscheint in seiner direkten Rede an das Publikum als zerrissener, von Schuldgefühlen bedrückter Mensch und erläutert uns seine Sichtweise auf die ihm zugeschriebene Rolle zur Erlösung der Menschheit durch das Opfer des Gottessohns. Einerseits verteidigt er seine Tat als notwendigen Bestandteil der Heilsgeschichte und die des Christentums, die er einvernehmlich mit Jesus bereit war, zu begehen. Andererseits überkommen ihn Zweifel und er stellt sich die Frage, wie die Geschichte ohne seinen Verrat verlaufen wäre. Hätte es vielleicht keine Kreuzigung, keine christliche Kirche gegeben, vielleicht auch keine Judenverfolgung – und wäre Jesus vielleicht friedlich als alter Mann gestorben?

Ensemblemitglied Isaak Dentler liest diese außergewöhnliche Verteidigungsrede und wird musikalisch begleitet von Max Mahlert (Schlagzeug) und Tim Roth (Kontrabass, Elektronik).

Hier geht’s zum Stream: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/ich-ein-jud/245/

Freitag, 30. April
um 20.00h (bis 02. Mai on demand)

Foto: © Alexandra Polina/Schauspiel Frankfurt

Freitag, 30. April – 5. Juli: Raus aus dem Swimmingpool, rein in mein Haifischbecken

(Martin)

Hörstück nach Laura Naumann
Staatstheater Darmstadt

„Familie Flugrat wohnt in Berlin. Tochter Moana hat gerade als Junior Consultant in einer großen Unternehmensberatung begonnen, will schnell Karriere machen, ihrem Chef gefallen und berät als ersten großen Auftrag den Halbleiterkonzern Chip Chip. Mutter Christiane lebt nach einer entwürdigenden Trennung ohne Mann und zweifelt an ihrem Beruf; sie ist Nachrichtensprecherin und informiert jeden Abend deutschlandweit die Zuschauer:innen über alles, was falsch läuft in der Welt. Moanas Freund Boris wohnt ebenfalls bei der Familie, ist aber nicht oft zuhause, er ist hauptberuflich Flugbegleiter, nebenberuflich kümmert er sich um die emotionale Lage der Familie Flugrat.

Während Moana ohne Rücksicht auf Verluste Karriere machen will, sucht Christiane nach dem Sinn darin, täglich das Publikum über die Krisen der Welt zu informieren. Boris möchte, wenn er mal zuhause ist, eine ganz normale Familie, die sonntags zusammen opulent frühstückt. Sowohl Christiane als auch Moana zweifeln an sich selbst, ihren beruflichen Erfolgen und damit verbunden dem Wert ihrer Arbeit. Der kapitalistische Imperativ ist allgegenwärtig. Und auf einmal sind alle immer zuhause! Unerwartet tritt dann auch noch Nikita ins Leben der Familie - danach ist nicht mehr wie es war.

In diese Situation wirft die Autorin Laura Naumann ihre Leser*innen und wir unsere Zuhörer*innen.“

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.staatstheater-darmstadt.de/veranstaltungen/raus-aus-dem-swimmingpool-rein-in-mein-haifischbecken.774/#event-4055

Freitag, 30. April – 5. Juli
Solidarisches Preissystem - Staatstheater Darmstadt

Foto: © Staatstheater Darmstadt/Homepage

Freitag 30.04 bis Samstag 15. Mai: AUF EIN STÜNDCHEN! - Life is live

(Martin)

Am 30. April, 1., 7., 8., 14. und 15. Mai
Spaziergang mit einem Ensemblemitglied
Theater Willy Praml

Weiter gehts mit den Spaziergängen, zu denen die Presse schrieb:

„Eine Premiere der anderen Art: Mit Ensemblemitgliedern durch Frankfurt schlendern. Pandemie-gerecht zu zweit, mit Abstand und Maske.“ (Steffen Herrmann, FR 08.02.2021)

„Wenn das mal kein Blick hinter die Kulissen ist. […] Wir spazieren zusammen exakt eine Stunde von der Naxoshalle aus kreuz und quer durch das Nord- und Ostend, reden über Gott und die Welt. Das geht erstaunlich einfach und macht Spaß.“ (Eva-Maria Magel, FAZ 08.02.2021)

„Endlich mal wieder Kultur vor Ort! Allerdings nicht in der Naxoshalle, sondern mit Treffpunkt davor. […] Die direkte Begegnung, Kunst oder nicht, war herrlich wohltuend.“ (Katja Sturm, FNP 18.02.2021)

Kein Wunder, denn exklusiver geht’s kaum! Jeweils ein Ensemblemitglied des Theater Willy Pramls geht mit einer/einem Zuschauer*in für eine Stunde spazieren.

„Wir wachen dieser Tage oft mit schwerem Kopf und Herzen auf und gehen dann ab und zu heiter und hoffnungsvoll schlafen. 
Im Übrigen werden wir in diesem Jahr 30!
Und: Wir würden Ihnen gerne gute Laune bereiten, aber nicht über ein digitales Format. 
Wir wollen das in Fleisch und Blut tun und haben uns die Aktion AUF EIN STÜNDCHEN! überlegt.
Das Ensemble, das Sie derzeit nicht auf der Bühne sehen können, geht spazieren – und zwar mit Ihnen.
Jeweils ein Zuschauer, eine Zuschauerin meldet sich zu einem Spaziergang mit einem Ensemblemitglied an, um an der frischen Luft über alles mögliche zu plaudern, vor allem aber, um sich leibhaftig zu sehen. 
Wir vermissen Sie, Sie vermutlich uns, also: Lassen Sie uns ein Stündchen laufen.“ 

Anmeldung unter: 069 – 43054733

30. April, 1., 7., 8., 14. und 15. Mai um jeweils 16.00h.

Der Spaziergang findet unter coronakonformen Bedingungen satt: mit Maske und Abstand.

Foto: © Herbert Cybulska

Top 5: Brettschneider vs. Schwöbel: Filme mit Meryl Streep

(Daniel und Uwe)

Top 5 – Meryl Streep, Daniel, inlusive Einleitung 

Ich liebe Meryl Streep! Ja, na gut: Die ganze Welt liebt Meryl Streep! Aber es ist doch wirklich schon erstaunlich, wie sehr eine Schauspielerin im Stande ist, derart nachhaltig und sämtliche Generationen übergreifend zu faszinieren. Eine Top 5-Ausflistung der schönsten und ergreifendsten Darstellungen ihrer Karriere – einer Frau, die bislang mit schier unglaublichen 21 Oscar-Nominierungen und drei Siegen bedacht wurde – sollte daher nicht sonderlich schwer sein. Dachte ich. Bei kurzem Innehalten fiel es mir allerdings wie Schuppen von den Augen: Ich habe überhaupt nicht so viele Filme mit ihr gesehen wie ich glaubte! Zwar hielt ich mich noch bis gestern für einen Kenner und entsprechenden Verehrer ihrer Kunst, doch sah ich augenscheinlich immer die gleichen sieben, acht Filme, in denen sie agierte, dominierte, allen die Show stahl. In jenen ist sie natürlich umwerfend, herausragend gut – so wie in allen anderen Filmen sicherlich auch. Nur kann ich es nicht wirklich sagen. Ihre großen Rollen sind mir gerade kaum noch präsent... ein Dilemma. Also entpuppte sich ausgerechnet diese Top 5 einer Lieblingsschauspielerin als eine vollkommen unerwartete, hochkomplizierte Aufgabe. Im Vorfeld war ich sehr sicher, mal mindestens zwischen 30 Werken hin- und hergerissen zu sein. Tatsächlich kam ich knapp auf eben 5 Filme. Aber diese bedeuten mir dafür alle schon recht viel. Auch weil sie einfach wunderbar zeitlos sind (MeToo-„Manhattan“ vielleicht mal ausgenommen). Vor allem sind es 5 Meilensteine wegen Meryl Streep. Wegen ihrer magischen Präsenz, die einen einnimmt, nicht mehr loslässt – ob in winzigen Nebenrollen oder als tragende Säule eines Werks. Ich werde mir in nächster Zeit jedenfalls mehr Filme mit ihr anschauen. Da macht man niemals irgendetwas falsch, soviel ist sicher! Zumindest erahne ich es …

1.    Die Brücken am Fluß (1995)
2.    Im August in Osage County (2013)
3.    Der Teufel trägt Prada (2006)
4.    Adaption – Der Orchideen-Dieb (2002)
5.    Manhattan (1979)

TOP 5 - Meryl Streep, Uwe

1. Julie & Julia (2009)
2. Kramer gegen Kramer (1979)
3. Die durch die Hölle gehen (1978)
4. Adaption – Der Orchideen-Dieb (2002)
5. Am wilden Fluß (1994)

Muss dabei sein: Julie und Julia. Meine Lieblingsschauspielerin ist Amy Adams, die Kritiker lieben Meryl Streep. Beide spielen großartig zusammen in einem Film, in dem es ums Essen geht. Jeden Tag will Julie (Amy Adams) im Jahr 2002 eines der 524 Rezepte aus dem Kochbuch von Julia (Meryl Streep) aus den 1950er Jahren nachkochen, um in einem Blog darüber zu schreiben. Der Film spielt auf zwei Zeitebenen und ist ganz wunderbar.

Darf nicht dabei sein: Ich habe wie Daniel festgestellt, dass ich weniger Filme als gedacht von Meryl Streep gesehen habe. Und wenn, dann sah ich diese in der Regel nur einmal. Unter anderem „Die Brücken am Fluß“. Vielleicht sollte ich ihm noch einmal eine Chance geben, ich fand ihn aber beim ersten Durchlauf langweilig obwohl der hochgeschätzte Clint Eastwood Regie führte.

Noch bis 2.Mai: Türkisches Filmfest

(Andrea)

Corona und die ganzen Einschränkungen sind natürlich großer Mist. Aber natürlich wäre ich kaum auf das Türkische Filmfest in München gestoßen, wenn nicht alles gestreamt würde und ich jetzt ganz gemütlich eintauchen kann in den Kosmos eines faszinierenden Landes, das, darüber müssen wir bitte nicht diskutieren, von einem Erdogan regiert wird. Das beiseite geschoben gilt: "Noch bis Sonntag, 2. Mai finden die 32. Türkischen Filmtage in München statt. Für diejenigen, die es erst jetzt in den letzten Festivaltagen schaffen, sich noch ein paar Filme anzusehen, haben wir den Preis des Festivalpasses reduziert. Ab heute abend (29.4.), 18.00 Uhr, kostet der Festivalpass nur noch 15 Euro! https://tuerkischefilmtage.de/

Mittendrin: Lichter Filmfest

(Andrea)

Seit Dienstag präsentiert das Team um Gregor Schubert und Johanna Süß das Lichter Filmfest. Unermüdlich wurden Filme und Beiträge gesichtet, die Auswahl wird seit Dienstag in verschiedenen Kategorien gezeigt. Online versteht sich, weil Kinos noch immer zu sind. Also keine roten Teppiche und kein großes Bohai. Dabei gehört das alles gefeiert, so viele tolle Streifen, für zwei verlosen wir Streamingpässe:

"Borga" des hessischen Regisseurs York-Fabian Raabe erzählt die Geschichte des Ghanaers Kojo und seinem Traum von einem besseren Leben https://online.lichter-filmfest.de/film/borga/  

Wie reagieren wir, wenn wir mit bisher ungekannten Umständen konfrontiert werden? Sind wir bereit, unsere Ethik um des Überlebens willen auf Eis zu legen? Quo vadis Aida bringt uns zurück ins Jahr 1995 in ein nicht mehr existentes Konglomerat namens Jugoslawien. https://online.lichter-filmfest.de/film/quo-vadis-aida/

Übrigens Wer sich bei der Flut nicht entscheiden kann, die Lichter-Macher haben schöne Pakete geschnürt, schaut mal rein: https://online.lichter-filmfest.de/collection/exklusive-lod-filmpakete/

Zwischenruf aus Offenbach

(Andrea)

Heute machte die Info von Gema Sanchez die Runde, sie und ihre Schwester werfen das Handtuch. Beide haben bis zur Pandemie-bedingten Schließung mit dem Informal - Cafe tipico Madrid einen süßen Ort in der Innenstadt geschaffen. Das Informal war Treffpunkt und guter Platz. Jetzt wurde die Liegenschaft verkauft und man weiß ja inzwischen was kommt. Neuer Besitzer, neue Preise. Lange Rede: Das wars mit dem Informal. Ebenso wie uns heimlich still und leise die afip und das Atelierhaus in der Rathenaustraße abhanden gekommen sind. Ihnen allen rufe ich ein trauriges Farewell nach. Geblieben sind uns Hafen 2, Waggon, Digital Retro Park, um nur einige zu nennen UND die Kommune 2010. Die heute zum großen Happenig laden und wären die Zeiten nicht so wie sie sind, würden wir uns dort sehen. Aber es geht voran, daher haltet durch, der Sommer kommt und bald sind wir alle geimpft, blicken irgendwann zurück und erinnern uns nur noch schemenhaft eines bösen Traums...

Samstag, 1. Mai: Lichter- Tanz aus dem Mai

(Andrea)

Saturday night and the beat´s allright: Sessel und Sofa zur Seite und das Wohnzimmer wird Dancefloor. Wenn wir schon nicht in den Mai tanzen, tanzen wir heute eben wieder raus, aus dem 1. zumindest und Pedo gibt den Takt an. Das wird mindestens bunt, aber wahrscheinlich auch wild: "LICHTER ohne die legendäre LICHTER - Party? Das kommt nicht in Frage! Dieses Jahr tanzen wir am Festivalsamstag, den 01. Mai, gemeinsam mit euch aus dem Mai heraus! Auf Zoom und Twitch könnt ihr mitfeiern! Für die beste Musik und Party-Stimmung sorgt Pedo Knopp mit einem legendären DJ-Set. Los geht’s um 21 Uhr. Man munkelt, auch die ein oder andere Runde Online-Bingo sei nicht ausgeschlossen...Wir freuen uns auf euch! DJ: Pedo Knopp (Trust Your Audience, LAZY.) Pedo Knopp präsentiert außergewöhnliche Musik aus den hintersten Ecken der Welt mit einem Auge für den Dancefloor. In seiner Heimatstadt Frankfurt ist er bekannt als musikalischer Tausendsassa: Er hat zwei Compilations für das Nippon Connection Filmfestival zusammen gestellt, hat Jahre lang gemeinsam mit Samy Ben Redjeb als Analog Africa Soundsystem Festivals und Clubs zwischen Amsterdam, Daressalam, London und São Paulo bespielt und ist Co-Veranstalter diverser Clubformate mit vielseitigen musikalischen Schwerpunkten. Darunter AFRICADELAY, Saravá, Halva und Frankfurts sympathischste Sommerparty LAZY., die seit 2005 Musik-Liebhaber aus dem In- und Ausland nach Frankfurt lockt. Hinter den Decks vereint er ansteckenden Enthusiasmus mit technischen Fertigkeiten, Entdeckergeist und dem Instinkt für die richtige Platte zur richtigen Zeit. Expect the Unexpected. https://www.instagram.com/pedoknopp/ https://www.facebook.com/TrustYourAudience/ http://www.facebook.com/PedoKnopp

Sonntag, 2. Mai: Woyzeck

(Martin)

Georg Büchner, LIVE-STREAM, Staatstheater Hannover

Letzte Woche fand die Premiere statt und nachtkritk.de schrieb: „Man wünscht sich ins Hannoveraner Schauspielhaus. Dessen Bühne badet im Lichtblitzgewitter, Woyzecks Synapsen sprühen herrlich discokugelfarbene Signale. Dazu tönt melancholisch sehnende Musik. Als er begreift, wie es um ihn steht, lacht Woyzeck, als würde er lauthals weinen. Kurze schmerzhafte Blacks unterbrechen die Sicht auf ihn. Dunkle Momente, getragen von Sebastian Nakajews Spiel. Wer in seinen Abgrund schaut, den schwindelt echt.“

„Woyzeck – ‚guter Kerl und armer Teufel‘ – ist Soldat und verfügt über ein geringes Auskommen. Er bessert es auf, indem er seinen Hauptmann rasiert und sich der Wissenschaft als Versuchsobjekt zur Verfügung stellt. Denn da sind Marie und sein uneheliches Kind Christian, die versorgt sein wollen. Als ihn Marie betrügt, brechen Angst, Trieb und Hass aus ihm hervor, und er ersticht sie.

Jeder Mensch ist ein Abgrund, es schwindelt einem, wenn man hinabsieht‘, lässt Büchner seinen Woyzeck erkennen und liefert ihm damit die Einsicht in die Spannung, der er selbst ausgesetzt ist. Woyzeck scheitert gnadenlos an seinem Versuch, ein guter Mensch zu sein. Das System, in das er hineingeboren wurde, ist eines der Gewalt. Alle unterliegen ihr. Woyzeck ist kein Einzelfall, sondern Sinnbild eines zutiefst menschlichen Dilemmas. Opfer und Täter zugleich, befindet er sich im Zirkel der Gewalt, unfähig sich daraus zu lösen, und setzt fort, was er erfahren hat. Dabei stattet Büchner ihn und die anderen Figuren mit einer rohen, kraftvollen und bedingungslosen Sprache aus, die berührt und mitnimmt wie die Geschichte selbst.“

Hier geht’s zu den Tickets und dem Stream: https://www.staatstheater-hannover.de/de_DE/programm-schauspiel/digitale-buehne-woyzeck.1278464

Sonntag, 02. Mai
um 19.00h (anschließend Nachgespräch):

Foto: © Kerstin Schomburg

Hörspiel: Curtain Call! Eine Schauspielerin am Rande des Nervenzusammenbruchs

(Martin)

Von Judith Rosmair und Uwe Dierksen

Judith von Sternburg schrieb in der FR:„Virtuos: Judith Rosmair und Uwe Dierksen lassen ‚Curtain Call!‘ im Radio hören, reden und japsen.

Eine extrem überspannte knappe Stunde mit der Schauspielerin Judith Rosmair und dem Musiker (und Komponisten) Uwe Dierksen bietet sich nun im Radio und als Podcast an. Nicht nur die Synapsen japsen, um eine Formulierung aus „Curtain Call!“ aufzugreifen. Rosmairs Performance, inszeniert von Johannes von Matuschka, ist sechs Jahre alt (und war seinerzeit auch am Schauspiel Frankfurt zu Gast). Als sie im Mai 2020 mit dem jungen Evergreen einen Monat lang in einem Pariser Theater gastieren wollte, kam der Lockdown dazwischen. Alle Menschen hatten aber auf einmal Zeit, gemeinsam mit Dierksen gestaltete Rosmair den Abend also zum Hörspiel um.

Und ein Hörspiel ist es in der Tat, sichtbare Bewegung ist nicht erforderlich, um die Atemlosigkeit, nein, das Hyperventilieren (Dierksens Part), die helle Panik in der pechschwarzen Nacht vor einer Premiere in Fahrt zu bringen. Auch die Schauspielerin, um die es geht, liegt vermutlich einfach im Bett dabei. Der Mensch muss wirklich nicht draußen sein, um außer sich zu geraten.

Die Schauspielerin soll am nächsten Abend Anna Karenina spielen, eine große Sache. ‚Ich muss schlafen, ich muss fit sein, ich muss eine Bombe sein. Ich muss dauernd an Wronski denken‘, und da ist schon nicht mehr klar, ob sie Annas Wronski meint oder ihren eigenen, denn sie hat sich in den Schauspieler verliebt, sofern für so etwas Zeit war. Wie immer im Theater hat es im letzten Moment noch Schwierigkeiten gegeben. Sie soll improvisieren („Hallo? Ich soll einen 1200-Seiten-Roman improvisieren?“). Tolstois Anna Karenina macht sie krank, aber längst steckt sie mittendrin in der Geschichte. Ein durch Nacht und Lampenfieber und Dierksens ständige Einmischung noch potenzierter Alb aus eigenen Erlebnissen, Reflexionen, Suizidgedanken entwickelt sich aufregend. Hört man dazwischen nicht auch die Stimme von Wolfram Koch? In der Tat!“ beendet. 

Im Radio auf hr2-kultur bzw. in der ARD Audiothek: https://www.hr2.de/programm/sendezeiten/hoerspiel-podcast--curtain-call-,epg-the-artists-corner-512.html

Montag, 3. Mai: Thees Uhlmann

(Andrea)

Thees Uhlmann gilt als prägende Persönlichkeit der deutschen Musiklandschaft (ich zitiere) und es geht auch gleich weiter und alleine für Sätze wie den fett markierten, lohnt sich alles: "Kurz mal durchtelefoniert, was man jetzt alles kann, was man vorher nicht konnte: 1.) Hummus nach Otto Lengi kochen, (Der heisst überhaupt nicht Otto Lengi? Yotam Ottolenghi? Man man man!) 2.) Silikonbahnen ziehen, wie van Gogh Striche in der sixtinischen Kappelle. 3.) “Comfortably Numb“-Solo auf der Ukulele mitspielen 4.) The Mandalorian auf Spanisch schauen, um sich dann zu beschweren, dass es das nicht auf Baskisch gibt. Es tut uns leid! Wir müssen was planen! Auch wenn das vielleicht wieder abgesagt werden muss, aber wir müssen etwas planen, denn sonst werden wir noch verrückt! Denn das schönste Licht der Welt ist immer noch der Streifen am Horizont. Das können Sie gerne mal googlen! Das gab es vorher noch nicht. Das habe ich mir eben gerade ausgedacht für diesen kleinen, informellen Gruß an Sie. Aus diesem Grund rufen wir Ihnen zu, dass das "DANKE FÜR DIE ANGST"-Trio zusammen mit MAX PERNER am Schlagzeug in Bremen ein Streamingkonzert spielen wird. Ob das dann noch ein Trio ist, weiß ich nicht. Ich hab mit der Kunst ja gerade angefangen, WEIL ich schlecht in Mathe war. Und außerdem muss da auch mal wieder durchgelüftet werden. Dann machen wir das eben. Deine Hausmeister des deutschen Rocks"
Grand Hotel van Cleef & Hafensänger Konzerte präsentieren:
Thees Uhlmann Streamingshow "Songs & Stories II" im Club100 in Bremen!
19 Uhr Beginn: 20 Uhr Tickets: www.club100-bremen.de/thees-uhlmann 

Dienstag, 4. Mai bis 7.Mai: ADC Festival

(Andrea)

Weil ich früher regelmäßig ins Kino gegangen bin, um mir die Cannes-Rolle anzusehen und Werbung noch immer toll finde, wenn sie inspiriert und gut gemacht ist, komme ich an der Empfehlung nicht vorbei (auch wenn der ADC nicht Cannes ist). Aber nicht interessant, was die Szene da gerade feiert, was hot und was not ist: "Auf dem ADC Festival 2021 feiern wir die „Superkraft Kreativität“ – denn Kreativität findet immer einen Weg! In diesem Jahr findet das ADC Festival online statt – und kostenfrei! Das größte Kreativfestival im deutschsprachigen Raum geht in eine neue Runde: mit Insights, Speed-Recruiting, dem internationalen ADC Kongress und der ADC Award Show, auf der erneut die jahresbesten Arbeiten kreativer Kommunikation geehrt werden! Alle Infos findet ihr immer aktuell auf unserer Homepage: https://www.adc.de/festival/

GEHÖRTES: Glasvegas

(Uwe)

Die Liste der großartigen Bands aus Schottland ist sehr lang, alleine der Anfang umfassend (und da habe ich einige sicher gerade vergessen: Frightened Rabbit, There Will Be Fireworks, Idlewild, Biffy Clyro, Travis, Belle & Sebastian, Arerogramme, Wrest, Chvrches  oder Glasvegas. Letztgenante haben nach viel zu langer Pause (acht Jahre!) kürzlich ihre vierte Platte, Godspeed veröffentlicht.

Nach dem ersten Durchlauf sandte ich einem Freund eine euphorische Nachricht und feierte das neue Album sehr. Er erwiderte, dass die Musik ziemlich bombastisch wäre, was in diesem Fall eher nicht als Kompliment gedacht war. Natürlich sind die neuen Songs der Band um James Allan wie "Keep Me A Space", "My Body Is A Glasshouse", "In My Mirror" oder der Titeltrack "Godspeed" wieder laut, schnell und wenn man es böse meint, überproduziert und teilweise kitschig, aber es ist genau diese Mischung, die mir in diesem Fall gefällt. 

Der Sound der Band seit dem ersten Album (Glasvegas aus 2008) nicht wirklich verändert, auf diesem sind aber sonsationelle Lieder wie "Daddy´s Gone", "Ice Cream Van" oder "Geraldine", in dem die Band bereits vor 13 Jahren vor dem Corona-Balkon-Beifall-klatschen eine unterbezahlte Sozialarbeiterin feierten: "I will turn, I will turn your tide - ... - I will be the angel on your shoulder - My name is Geraldine, I'm your social worker. Wenn die neue Platte an solche Songs anknüpft, wieso kann das schlecht sein?

Foto: Website Glasvegas

Soundtrack des Lebens: Somebody von Bryan Adams

(Uwe)

Ich kann niemanden verstehen, der/die auf 80ger-Parties geht und eine Zeit feiert, in der es für mich nicht besonders gut lief: Mittelscheitel, Übergewicht, Pubertät und im Pausenhof mit den Computerfreaks abhängen, ohne selbst einen Computer zu besitzen. Meine Freunde gingen in die Disko, hatten Mofas und Freundinnen mit spektakulären Föhnfrisuren. Sie machten einen Tanzkurs und spielten in unseren Jugendmannschaften beim Fußball immer von Anfang an. Alleine beim Schwimmen war ich vorne (bis ich das gechlorte Wasser im Hallenbad nicht mehr vertrug) und in einigen Fächern in der Schule (bis ich anfing, Filme u.a. von John Landis zu entdecken und mehr Filme schaute als Hausaufgaben zu machen). Meine Freundin war damals Heather Thomas, die Jody Banks aus "Ein Colt für alle Fälle", nur wusste sie nichts davon.

Den anhaltenden Abwärtstrend (die Fallhöhe war überschaubar) wollte ich dadurch durchbrechen, dass ich in Darmstadt auf die Oberstufe ging, statt nach Groß-Gerau oder Gernsheim. Ich wollte in die pulsierende Stadt, raus aus dem Heimatkreis und rein in ein neues, ereignisreicheres Leben. Ich wollte auch einmal ein Gewinner sein, traf in der neuen Schule aber direkt auf "Wolle Benn", der so hieß weil seine Mutter einen Wollladen in Goddelau betrieb oder Bernd aus unserem Nachbarort, der direkt aus einem südafrikanischen Internat auf unsere Schule kam und einige Waffen (aber keine Leichen) im Keller hatte.

An die schnell abflauende Aufbruchstimmung mit neuen Freunden, die älter waren als ich und einen Führerschein hatten (nur nirgendwo hinfuhren), erinnert mich der Song „Somebody“ von Bryan Adams, den ich bis heute sehr mag. Wenige Jahre vor seinem Erscheinen hörte ich tatsächlich überwiegend Schlager, bis sich meine kleine Schwester versehentlich auf die Single „Tanze Samba mit mir“ von Tony Holiday (geboren als Rolf Peter Knigge) setzte und diese zerbrach. Nicht lange nach diesem Schmerz verließ ich die Welt von Rex Gildo, Roland Kaiser, Cindy & Bert und hörte Bryan Adams (Spötter behaupten, der Weg vom Schlager zu ihm wäre nicht besonders weit).

Somebody erinnert mich aber an meinen ersten Walkman, an die Rückbank im Müllerbus (örtliches Busunternehmen), der uns nach Darmstadt brachte (in Wirklichkeit saß ich immer vorne, weil mir hinten im Bus schlecht wurde), die Liegewiese im Goddelauer Schwimmbad, an Laugenbrezeln vom Bormuth am Darmstädter Marktplatz, Heimspiele von Darmstadt 98, die ich alleine mit dem Bus besuchte, bis ich meinen Bruder dazu überreden konnte, mit mir zu fahren.

Sonntag 25. April - 9. Mai: SchaufensterAusstellung

(Daniela)
Oh, da radel ich auf jeden Fall wieder hin:

ES GIBT NICHTS SCHÖNERES ALS HIER ZU SEIN

Die SchaufensterAusstellung 3 findet vom 25.4. bis 9.5.2021 im Frankfurter Gallusviertel in der Hellerhofsiedlung zwischen Kelkheimer Str. und Lorsbacher Str. statt. Als Ausstellungsorte dienen die Schaufenster von 5 Atelier-Läden, die in unmittelbarer Laufnähe zu einander entlang der Idsteiner Str. bzw. der Frankenallee liegen. Außerdem eine Litfaßsäule. Für die Hellerhofsiedlung steht als Teil des Neuen Frankfurts der Ernst May Siedlungen die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe an.

Die gezeigten Arbeiten sind jeweils für 14 Tage à 24 Stunden lang zu sehen.

An den Sonntag 25.4. und 9.5.2021 werden die Künstler*innen Vorort sein - und an den übrigen Tagen meist auch zum Arbeiten in den Ateliers.

Das Konzept von 2020 wird in diesem Jahr zusätzlich um zwei Aspekte erweitert: zum Einen lädt jede(r) teilnehmende Künstler*in der WestAteliers eine(n) Frankfurter Gastkünstler*in ein; zum Anderen wird auch der Außenraum zwischen den Ateliers als Ausstellungsfläche eingeplant und künstlerisch bespielt. Z.B. gestaltet Julia Roppel die Litfaßsäule Ecke Idsteiner Str./Schneidhainer Str. zwischen Europaviertel und Hellerhofsiedlung. Zusätzlich finden musikalische Performances von den Frankfurter Musikerinnen Gabriela Lehr (Sopran) und Darja Goldberg (Akkordeon) statt, so wie es die Auflagen zulassen.

Es werden bei der Veranstaltung 10 Künstler*innen beteiligt sein. Diese Erweiterung ist uns aus Solidarität zu unseren Künstlerkolleg*innen wichtig, die im Moment keine Möglichkeit haben ihre Arbeiten zu zeigen. Durch die anhaltend schwierige Situation für Künstler*innen ist jede Form der Unterstützung sinnvoll.

Der bisher andauernde Lockdown und die Verlagerung der Kultur ins Internet machen eine Sehnsucht nach realem Kunsterleben spürbar. Zudem hat die Erfahrung aus der letzten SchaufensterAusstellung im Herbst gezeigt, dass trotz strenger Corona-Regeln der Standort der WestAteliers im Frankfurter Gallus dafür einen sicheren und schönen Rahmen bietet.

Die Pandemie hält an – wir machen weiter.

Teilnehmende Künstler*innen WestAteliers:

Gastkünstler*innen:

Die Schaufensterausstellung 3 „Es gibt nichts Schöneres als hier zu sein“ wird unterstützt durch: Kulturamt Frankfurt/Main, Firma Ströer, KunstRaumMato e.V. Frankfurter Sparkasse 1822

BADESALZ-BACKSTAGE-SAFARI

(Uwe)

Die BADESALZ-BACKSTAGE-SAFARI ist der neueste Coup des hessischen Comedy-Duos Badesalz! Nach mehr als 30 Jahren Touring-Leben als Musiker und Comedians, Shows und Auftritten im TV, dem sensationell erfolgreichen Format Radio Badesalz und dem Podcast, kreieren Henni Nachtsheim und Gerd Knebel nun auch ein neues Badesalz Format im Internet!

Die Badesalz-Backstage-Safari ist eine digitale Erlebnisreise – hessisch virtuell durch die Jahrhunderthalle Frankfurt. Die Log-in Codes für die Badesalz-Backstage-Safari sind ab sofort buchbar und ab dem 17. Mai 2021 rund um die Uhr ON-Demand einlösbar.

Es sind schon komische Zeiten. Während seit über einem Jahr auf den Zuschauerrängen der Nation gähnende Leere herrscht und sich über die Untiefen des world wide webs eindimensionale Streaming-Angebote den Weg in unsere schlecht beschallten Wohnzimmer bahnen, rumpelt und knarzt es verheißungsvoll in den Gängen und verborgenen Winkeln der Jahrhunderthalle. Wir kennen sie alle, die schillernde Welt der Konzerte, des Showbiz, der Stars und Sternchen auf den Bühnen dieser Welt. Aber ein großes Mysterium bleibt: Was passiert eigentlich hinter den Kulissen? Welche Dramen spielen sich jenseits der Bühne kurz vor der Show ab? Welche Geheimnisse bergen die „heiligen Katakomben“, die sich den Blicken der Konzert- oder Show-Besucher:innen verwehren? Diese und bislang andere unbeantwortete Fragen hinterleuchtet das hessische Comedy Duo Badesalz in einer völlig neuartigen, virtuellen Expedition durch die Jahrhunderthalle Frankfurt

Tickets & Infos:
www.badesalz-backstage-safari.de
Log-in Code: 24,00 €
Die Log-in Codes für die Badesalz-Backstage-Safari sind ab sofort buchbar und ab dem 17. Mai 2021 rund um die Uhr ON-Demand einlösbar.
Ab Aktivierung ist der Code für 24 Stunden gültig und nur auf einem Abspielgerät valide.

Foto: Christoph Seubert

Noch bis Sonntag, 9. Mai: Das Neue Evangelium

(Martin)

Milo Rau
Digitaler Mousonturm / Lichter Filmfest

Milo Rau – in den vergangenen Jahren waren zahlreiche Inszenierungen von ihm im Mousonturm zu sehen. Es fehlt, sehr, das Theater, die Themen, die Begegnungen und damit auch die kulturell-politischen Zugänge live vor Ort im Hier und Jetzt…

Im Rahmen des Lichter Filmfestes wird der neue Film von Milo Rau gezeigt und da ist es folgerichtig und super, dass Mousonturm und Lichter Filmfest kooperieren.

Hoffentlich schauen sich viele diesen Film an!

„Ausschlaggebend für Raus ‚Neues Evangelium‘ war die Frage, wer oder was Jesus heute sein könnte, was er sagen, mit wem er sich umgeben, wofür er eintreten und womöglich sogar sterben würde. Die Antwort darauf ist sein Protagonist, der politische Aktivist Yvan Sagnet, geboren 1985 in Kamerun, beworben als ‚der erste schwarze Jesus der europäischen Filmgeschichte‘. Sagnet hat in Italien nicht nur studiert, sondern auch Erfahrungen als einer jener Erntehelfer gesammelt, gegen deren Ausbeutung er kämpft, im Leben wie im Bibelfilm. 2011 war er eine treibende Kraft beim allerersten Streik, den Feldarbeiter mit Migrationshintergrund in Italien organisierten, er hat darüber auch ein Buch geschrieben. 2017 wurde er mit dem Verdienstorden der Italienischen Republik geehrt.“ (…) Kreuzweg, ‚Klick‘ und Klappe, und festgerammt ist der Bibelfilm der Jetztzeit? Nein, so leicht macht es sich Milo Rau natürlich nicht. Er geht sein Jesus-Projekt genauso komplex und semi-dokumentarisch an wie seine politischen, oft aufsehenerregenden Theaterinszenierungen - darunter ‚Hate Radio‘, ‚Five Easy Pieces‘, ‚Orest in Mossul‘ - und seine bisherigen Filme, etwa ‚Die Moskauer Prozesse‘ (2014) oder ‚Das Kongo Tribunal‘ (2017). In all diesen Arbeiten geht es nie nur um die Erzählung einer Geschichte oder die Aufarbeitung eines Themas, sondern immer auch um soziale Recherche, politische Lebenswirklichkeit und Ungerechtigkeit, Teilhabe derer, um die es geht. Und nicht zuletzt um die Veränderung der Welt.

Erstaunlich, wie gut das Konzept aufgeht und welche ‚echten‘ Menschen es beglaubigen, man staunt da jedes Mal wieder bei den Arbeiten von Milo Rau, wie passend alles ineinandergreift, wie scheinbar mühelos die verschiedenen Ebenen gewechselt oder ineinander verschränkt werden. Es fehlt auch nicht die Reminiszenz an die filmhistorischen Vorgänger. Der greise Pasolini-Jesus Enrique Irazoqui wirkt als Johannes der Täufer mit und gibt dem schwarzen Messias Rollen-Tipps. Maia Morgenstern, die Maria aus Mel Gibsons Film, ist auch hier die verzweifelte Mater dolorosa. (Süddeutsche Zeitung).

Was würde Jesus im 21. Jahrhundert predigen? Wer wären seine Jünger? Regisseur Milo Rau („Das Kongo Tribunal“) kehrt in der süditalienischen Stadt Matera zu den Ursprüngen des Evangeliums zurück und inszeniert es als Passionsspiel einer Gesellschaft, die geprägt ist von Unrecht und Ungleichheit. Gemeinsam mit dem Politaktivisten Yvan Sagnet, der Jesus verkörpert, erschafft Rau eine zutiefst biblische Geschichte. Nach Jesus‘ Vorbild kehrt Yvan als „Menschenfischer“ in das größte der Flüchtlingslager bei Matera zurück. Unter den dort Gestrandeten, findet er seine „Jünger“. Verzweifelte, die über das Mittelmeer nach Europa gekommen sind, um auf den Tomatenfeldern Süditaliens versklavt zu werden und dort unter unmenschlichen Bedingungen in regelrechten Ghettos hausen – allein in Italien sind das mehr als 500.000 Menschen. Gemeinsam mit ansässigen Kleinbäuerinnen und -bauern begründen sie die „Revolte der Würde“ („The Revolt of Dignity“), eine politische Kampagne, die für die Rechte von Migrantinnen und Migranten kämpft.

Hier der Trailer zum Neuen Testament: https://youtu.be/8kVrMmbF76w

Tickets über die Homepage des Lichter Filmfest: https://online.lichter-filmfest.de/film/das-neue-evangelium-the-new-gospel/

Digitaler Mousonturm / Lichter Filmfest

(c) Fruitmarket Langfilm IIPM Armin Smailovic

VORSCHAU
Sonntag, 09. Mai: The LOKAL Listener: Gregor Praml trifft Stephan Weiler

(Uwe)

Konzert/Gespräch
Digitaler Mousonturm

Ursprünglich sollte die Veranstaltung von Gastgeber Gregor Praml am 17.01.21 bzw. 18.04. stattfinden. Aller guten Dinge sind drei, nun gibt es diesen  Listener zu einem neuen Termin.

"Gebt diesem Mann ein Klavier und einen Hocker und er wird euch einen ganzen Abend lang mühelos und mit einer unbändigen Energie unterhalten. Stilistisch vielfältig und stets spontan, das ist der Pianist, Akkordeonist, Arrangeur und Komponist Stephan Weiler. Aus Aachen kommt er, und ja, er hat sie, diese ansteckende, rheinische Frohnatur. Musik hat er in seiner Heimatstadt und in Köln studiert. Er war Pianist und musikalischer Leiter in Musicals wie „Hair“ oder der Rockoper „Tommy“. Im Londoner Westend war er dafür genauso tätig wie in der Traumstadt eines jeden Musikers: New York City. Ende der 1990er gründete er sein eigenes Tonstudio zusammen mit Oliver Poschmann und produziert dort seitdem Kompositionen für Film und Werbung.

Stephan Weiler ist inzwischen bekennender Frankfurter, hat sogar seine aktuelle Band – gegründet mit dem Sänger Bernie Hahn – „Die Frankfurters“ genannt. Mit wem er sonst noch die Bühne geteilt hat und wie es dazu kommt, dass er auch in einem ausverkauften Fußballstadion bejubelt wird, erzählt er beim LOKAL Listener. Und spielen? Na klar, wir werden ihm einen Flügel hinstellen!"

Tickets:
9.5.2021, 11 Uhr (Ticketkauf bis 10 Uhr) Solidarisches Preissystem
(frei wählbar): € 5 / € 10 / € 20 / € 30,
Stream + Live-Fragerunde im Anschluss Der Ticketverkauf schließt 1 Stunde vor Beginn der digitalen Vorstellung.

Zugang: Den Link zur digitalen Veranstaltung erhalten Sie auf dem PrintatHome-Ticket. Bitte rufen Sie diese URL kurz vor Beginn der Veranstaltung in Ihrem Webbrowser auf Ihrem internetfähigen Endgerät auf und geben Sie Ihren persönlichen Zugangscode ein.

10. - 16.5.2021, on Demand
Preis: € 5. Link folgt am 10.05

Das Video steht ab dem Kauf auf Vimeo on Demand für 24 Stunden zur Verfügung. Zum Ausleihen muss man sich bei Vimeo (einfach, kostenlos und einmalig) registrieren (Datenschutzhinweis).

Foto: Website Mousonturm

Noch bis 16. Mai: Video-Installation

(Petra)

Große Freude machen mir derzeit kleine, analoge Formate - sei es, durch die Fenster des Lola Montez Kunstwerke zu erspicken, oder Installationen vor der Tür zu entdecken. Seit letztem Wochenende wärmt mein entwöhntes Kunst-Herz eine Video-Installation in der Schirn-Rotunde, die ich dank einer lieben Freundin bestaunt habe. Wahrscheinlich nicht zuletzt, weil meine Sehnsucht nach dem Meer allmählich übergroß wird. Und weil das räumliche Erleben selbst bei einer Videoarbeit einen Riesen-unterschied macht. In ihrer "immersiven" Videoarbeit zeigt die kanadische Künstlerin Caroline Monnet den Atlantik - groß, schäumend bewegt,geräuschstark, aber auch idyllisch. Er verbindet für sie beide Seiten ihrer Iden­ti­tät, die von ihren Algon­quin-Vorfah­ren in Kanada und ihren fran­zö­si­schen in Europa geprägt ist. Hier dokumentiert sie ihre 22-tägige Reise auf einem Fracht­schiff von Europa nach Kanada. In einer filmi­schen Montage entfal­ten die Bilder der Über­fahrt, an der Mittel­achse gespie­gelt und unter­legt von einer tran­ce­ar­ti­gen Tonspur aus Radio­fre­quen­zen und Morse­zei­chen, eine eindring­li­che Sogwir­kung. Diese steht im Kontrast zur Statik der drei Beton­ku­geln PROXI­MAL I, II, III (2018/2020): zusammen eine eindring­li­che Instal­la­tion. Die sphä­ri­schen Skulp­tu­ren verwei­sen u. a. auf Mond­zy­klen, welche in der Algon­quin-Tradi­tion eine zentrale Rolle spie­len. Die Instal­la­tion beleuch­tet auch Auswir­kun­gen der kolo­nia­len Geschichte zwischen Europa und Nord­ame­rika, von Handel und Migra­tion wie auch den trau­ma­ti­schen Erfah­run­gen der Indi­ge­nen Menschen.

Video­ar­beit Trans­at­lan­tic (2018, 15 Min.) und die Skulptuturen PROXI­MAL I, II, III (2018/2020) von Caroline Monnet, Schirn-Rotunde (öfffentlich zugänglich), noch bis 16.05., Eintritt: frei, weitere Informationen hier.

Anzeige

THINGS THAT MAKES YOU HAPPY - LOKAL EINKAUFEN

Olivenöle, Saucen, Konfitüren, Honig, Mandelcreme, Kaffee, etc. - im TTMYH - Shop findet Ihr ausgewählte leckere Produkte die einfach glücklich machen.

Und ab sofort und rechtzeitig zu Ostern: ein humorvolles Teeprojekt aus Hamburg: TEESUS - die völlig durchdeklinierte Teeologie!

Alle Delikatessen stammen von kleinen Produzent*innen, die mit viel Liebe und Sorgfalt arbeiten. Die Produkte kommen vorwiegend aus Frankfurt, oder aus der Region und manchmal sogar aus der ganzen Welt - solange wir garantieren können, dass sie wirklich glücklich machen!

https://www.thingsthatmakeyouhappy.de

Bis 06. Mai: Ausstellung

(Petra)

Wie vermutet, konnte die Vernissage gestern nicht – wie geplant – stattfinden: Optimistisch-mutig hatte das Atelierfrankfurt eine wahrhaftige Eröffnung geplant – und zwar ihres neuen Projektraums mit einer Ausstellung der in Frankfurt lebenden Künstlerin Sabine Kuehnle, die im AF auch ihr Atelier hat. Deren gezeigte Installation nimmt auf den Schöpfungsmythos Völuspá (Weissagung der Seherin), dem ersten Lied des Königbuchs Codex Regius (Ältere Edda), Bezug. Mittels der erzählenden Naturkräfte verbindet sie den Schöpfungsmythos der nordischen Mythologie mit heutigen Dystopien – für eine Zukunft, in der nicht mehr zwischen Natur und Kultur unterschieden wird. Die Recherchen zu dieser Arbeit basieren auf Kuehnles Residency in Bergen, Norwegen. Der hiermit eröffnete Raum für Künstler*innen und Kreative soll die Möglichkeit zur schnellen und unkomplizierten Umsetzung von Projekten geben – während und nach der Corona-Krise.  Gefördert wurde er vom Landesfonds „innovativ neu eröffnen“. Da auch der Besuch vorläufig nicht möglich ist, sind auf der Website ein paar fotografische Impressionen zu sehen. Wer sich für den Projektraum bewerben möchte, finden dort auch die nötigen Infos.

Sabine Kuehnle: The Seeress, Ort: neuer PROJEKTRAUM im Atelierfrankfurt, Adresse: Schwedlerstraße 1 - 5, aktuell nur online

Bis Sonntag, 16. Mai: Londoner Exzentrik im Museum

(Petra)

Seit über einem halben Jahr­hun­dert schaf­fen Gilbert & George gemein­sam Kunst. Ihr heraus­ra­gen­des Œuvre ist bis heute von unge­bro­che­ner Brisanz und Bedeu­tung. Die Schirn widmet dem bild­ge­wal­ti­gen und biswei­len provo­ka­ti­ven Univer­sum des gefei­er­ten Londo­ner Küns­tle­rd­uos eine umfang­rei­che Retro­spek­tive mit Werken von 1971 bis 2019. Sie selbst sind - Teil ihrer - Kunst: und wer anderes als sie selbst könnte schöner auf den Punkt bringen, worum es geht?

Foto: Magazin Sculpture, Gilbert & George

Gilbert & George - The Great Exibition, Ort: Schirn Kunsthalle, Öffnungszeiten: Dienstag, Freitag - Sonntag 10 - 19 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 10 - 22 Uhr, Adresse: Römerberg, Zeitickets bekommt Ihr hier

Montag, 31. Mai: Finissage der Ausstellung „Der Weg der Sinti und Roma“

(Andrea)

Ich hoffe, die uns alle beschäftigenden Inzidenzen lassen einen Besuch zu: Am 23. März 1943 wurden nach vorher erstellten Listen die meisten der in Hanau und Umgebung lebenden Sinti und Roma verhaftet und in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Die wenigen, die zurückblieben, wurden sterilisiert. Ziel der Nazis war es, die Sinti und Roma als „Rasse“ zu vernichten. Wie die Verfolgung der Sinti in Hanau und Umgebung durchgeführt wurde, untersuchte eine Dokumentation, die auch auf die Diskriminierungspraxis vor 1933, die Enteignung und auf die lange Zeit der verweigerten Anerkennung der Verfolgung nach 1945 eingeht. Udo Engbring-Romang, Autor, des Buches „Hanau.Auschwitz.“ wird eine Präsentation zu seiner Dokumentation zeigen, auf aktuelle Fragen eingehen und im Anschluss zu einem Gespräch zur Verfügung stehen. Anmeldung erbeten unter: mkk@vvn-bda.de

19.00 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr)
Ellis Bistro
Johanneskirchplatz 1
63450 Hanau


Powered by TYPO3 and direct_mail, supported by jweiland.net.

Du erhältst diesen regelmäßigen Newsletter, da Du Danielas Ausgehtipps Daheimbleibtipps abonniert hast.
Wenn Du diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchtest, kannst Du Dich hier abmelden.