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| 08.01.2021 |
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| Inhalt: Zurück / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / GESUCHTES / Freitag 8. Januar: FOKUS: Soulszene Frankfurt / Freitag, 8. Januar: Wohlstandschauvinismus in Deutschland / Freitag, 8. Januar – Dienstag, 12. Januar Telling Stories – A Version For Three / LIVESTREAM: BÜHNE FREI! OPER FRANKFURT / G E R O L L T E S - über Schnäpse und Schalke 04 / RHEIN-MAIN-ALLERLEI: Meine kulturellen Highlights 2020 / Montag, 11. Januar: Online/9PM – Artists Talk 03: Robert J. Hunter / Literaturtipp: "Die Stille des Wassers - Von Offenbach nach Portugal“ von Nicole Werth / PANIKHERZ / Benjamin von Stuckrad-Barre Kostenlos im STREAM (bis 17.01.21) / ARTE - MEDIATHEK: ‚Mahler live’ „4“ / GEHÖRTES: So weit und doch so nah (über Bruce Springsteen) / Mittwoch, 20. Januar: Watch the Trump family move out of the White House LIVE at home / work in progress: Quarantäne-Kunst / Dienstag, 26. Januar: Literatur-Premiere / Impressum |
Zurück

Ich hoffe ihr seid alle gut und vor allem gesund ins neue Jahr gerutscht.
Wir, Andrea, Petra, Martin, Uwe und ich, sind alle wieder zurück. Petra war in Südafrika, Andrea in Griechenland, Uwe in Italien, Martin auf Sylt und ich habe es Silvester in Salvador de Bahia krachen lassen….
In Wirklichkeit sah es natürlich anders aus: Ich hatte ab dem 22.12 endlich Urlaub. Unser Plan war, über die Feiertage alle Großeltern zu besuchen. Darunter auch der schwererkrankte Opa meines Sohnes… Da an jeder Ecke in der Stadt eine Covid Teststation aufgemacht hatte, haben auch wir uns dazu entschieden, uns am 24.12 morgens um 08:30 Uhr testen zu lassen. Der Antigen-Test hat für uns alle 120,- € gekostet und ging ganz schnell. Zwanzig Minuten später saßen wir zu Hause am Frühstückstisch und dann kamen die Ergebnisse per Email: zweimal negativ und einmal positiv – ICH.
Der Schock war natürlich riesig. In der Email hieß ich, ich solle Kontakt zu meinem Hausarzt aufnehmen und einen PCR Test machen, sie wiederum würden das Gesundheitsamt informieren. Meine Ärztin war selbstredend nicht zu erreichen. Also suchte ich ein PCR Testzentrum auf. Ich verrate Euch nicht welches es war, denn eigentlich hätten sie mich ja gar nicht drannehmen dürfen. Wer mich kennt weiß jedoch, dass ich ganz schön beharrlich sein kann. Man führte mich, mit viel Abstand, an der wartenden Schlange vorbei und um 11:30 Uhr hatte ich dann also auch noch einen PCR Test. Ich bin dann nach Hause, habe mich auf den Balkon gesetzt und mit dem allerbesten Winter-Aperol-Spritz, den ich praktischer Weise tags zuvor von meiner Kollegin Doro zu Weihnachten bekommen hatte, betrunken und dann bis zum Abend geschlafen. In der Zwischenzeit haben Uwe und Ruben, die ja nun auch in Quarantäne waren, das Weihnachtsessen zubereitet. Uwe und ich hatten, weil wir ja dachten wir seien an Heiligabend alleine, ein aufwändiges Menü à la Otto Lenghi geplant. Das musste nun Ruben mitzubereiten, der sich so sehr auf den Gulasch bei seinem Vater gefreut hatte.
Der Weihnachtsabend war dann wirklich sehr schön! Uwe und Ruben hatten noch zusätzlich den Tapeziertisch aus dem Keller geholt und so konnten wir, im Abstand von 5 Metern, bei geöffneten Fenstern miteinander Essen. Das leckere Essen, wunderbare Geschenke, bester Rotwein und zwei Männer, die sich so viel Mühe gegeben haben, haben den Abend gerettet.
Am nächsten Morgen kam dann das PCR Ergebnis und das war Gott sei Dank negativ und wir durften das Haus wieder verlassen. (Das Corona Test Zentrum, das den ersten Antigentest gemacht hat, hat das Ergebnis übrigens nicht an das Gesundheitsamt übermittelt.)
Der Rest der Ferien war dann wirklich erholsam. Ich habe social media, meinen PC und das Handy gemieden und dafür viel Zeit mit Einkochen, Kerzen gießen, Stricken, Häkeln und Feuermachen verbracht. Das macht mir super viel Spaß und entschleunigt mich total (Ich suche noch nach diversen Sachen, vielleicht kann mir der ein oder die andere ja Sachen geben… schaut doch mal in der Rubrik Gesuchtes!).
Am Silvesterabend haben wir dann, wie hier angekündigt, das selbsterfundene Online-Spiel „Wem gehört die Erinnerung“ gespielt. Es hatten sich auch zwei Newsletterleserinnen gemeldet und so waren wir 10 Leute, die in unterschiedlichen Stadtteilen und in Goddelau miteinander gespielt haben.
Da das so viel Spaß gemacht hat und der Lockdown ja noch ein wenig anhält, werden wir das Spiel bestimmt nochmal wiederholen. Wir lassen es Euch wissen.
So, jetzt muss ich aber los, ich habe ein 1:1 Verabredung im Gadde.
Lebt wild & bleibt gesund!
Daniela
Vielen Dank an meine vier Co-Autor*innen & Freundinnen: Petra, Andrea, Uwe & Martin für ihre tollen und vielfältigen Beiträge, die sie jede Woche für Euch zusammenstellen.
Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps hier zu lesen.
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FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:
Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))
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GESUCHTES
Für meine diveren Krimskrams- und Kochprojekte suche ich: - Kerzenreste (vielleicht habt ihr noch die vom Adventskranz),
- leere True Fruits Flaschen (das sind diese teuren Smoothieflaschen)
- leere Tomatendosen, in allen Größen, aber nur von der Marke MUTTI
- Obst- oder Weinkisten
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Freitag 8. Januar: FOKUS: Soulszene Frankfurt

(Daniela)
Gestern telefonierte ich mit einer Freundin und wir sagten: wenn der Scheiß endlich vorbei ist gehen wir endlich mal wieder tanzen!
Da das wohl noch etwas dauern wird werde ich heute Abend meinen Lieblings-DJ's lauschen und wer weiß, am End sogar dazu tanzen, denn Pedo von TRUST YOUR AUDIENCE versorgt uns mit Livestreams und Mixes!
Heute stellt er sein neues Streaming Format vor: Trust Your Audience »FOKUS!« In diesem Rahmen nehmen sie die Musikszene(n) im Rhein-Main-Gebiet unter die Lupe und stellen Euch DJs, Produzenten und Musiker vor.
In der ersten Ausgabe richten sie den Fokus auf die Soulszene in Frankfurt. Dafür interviewen sie DJ Sportwagen von den Soulfood Nights, Marcus K von den Topshake Soulknights aus Darmstadt und Weller der neben den Brilliant Soul Allnighters auch mit Sundae Soul Recordings seelenvolle Musik nach Frankfurt bringt. Im Anschluss streamen sie jeweils ein 30-minütiges DJ-Set. Can't wait! Der Stream läuft von 19–21 Uhr über Mixcloud und Twitch. Die Streams sind ohne User-Account hörbar. Interview & Moderation: Pedo Knopp
https://www.mixcloud.com/live/TrustYourAudience/
https://www.twitch.tv/trustyouraudience
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Freitag, 8. Januar: Wohlstandschauvinismus in Deutschland

(Andrea)
Sarah Speck und Thomas Ebermann tragen vor und diskutieren, Thema und Akteure sind also unbedingt 90 Minuten online-Sitzung wert: Gegen // Über – Eure Armut kotzt uns an. Wohlstandschauvinistsche Ressentiments sind ein maßgeblicher Motor der politischen Debatten der vergangenen Jahre. Die Ablehnung sozial Abgehängter und Prekarisierter aufgrund ihrer Armut ist ein Anknüpfungspunkt der Neuen Rechten zum Distinktionsbedürfnis der Mittelschicht. Ob es gegen „Leistungsunwillige“, „Wirtschaftsflüchtlinge“ oder „Fremdarbeiter“ geht – der mal offene, mal unausgesprochene Appell an die Besitzstandswahrung verfängt parteien- und milieuübergreifend und festigt die zunehmende Vermögensungleichheit. Die feministische Analyse wiederum hat den Überlegenheitsgestus des Chauvis in seinen unterschiedlichen Facetten herausgearbeitet. Wir diskutieren, wie sich das Verhältnis von realen und suggerierten wirtschaftlichen Ängsten einerseits und das Erstarken antisemitischer, fremdenfeindlicher und misogyner Ideologie andererseits heute fassen lässt. Als LIVESTREAM unter diesem Link: https://vimeo.com/497344878 (Beginn 19:30 Uhr) - sowie voraussichtlich auch auf den facebook-Seiten von ausland, LCB und Jungle World. Fragen an die Vortragenden für den Diskussionsteil können im Chat notiert werden. Bitte geben Sie an, an wen die Frage konkret gerichtet ist.
THOMAS EBERMANN ist Publizist, Theatermacher und ehemaliger Politiker. Ebermann war Mitglied im Kommunistischen Bund und an der Gründung der Partei "Die Grünen" beteiligt. 1990 trat er aus Protest gegen die realpolitische Tendenz der Grünen aus der Partei aus. Ebermann beschäftigt sich in Texten und Theaterstücken mit gesellschaftspolitischen Themen, oft mit satirisch-polemischen Untertönen. SARAH SPECK ist Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung an der Goethe-Universität in Frankfurt. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Geschlechterforschung, der Paar- und Familiensoziologie, des Wandels der Erwerbswelt, in der Milieuforschung und der Soziologie der Intimität. Sie ist Mitherausgeberin der Buchreihe "Kitchen Politics" mit Analysen und Beiträgen aus queerer und feministischer kapitalismuskritischer Perspektive. // ZUR REIHE Die Reihe Gegen//Über ist ein offenes Debattenforum für Zeitfragen aus Politik und Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Das Format lädt zur gemeinsamen Auseinandersetzung ein und findet an unterschiedlichen Veranstaltungsorten in Berlin statt. Je zwei Autor·innen aus Wissenschaft und Publizistik begegnen einander und sprechen in essayistischen Kurzvorträgen zum jeweiligen Abendthema. Ihre Thesen und Argumente vertiefen sie anschließend im fokussierten Dialog – als Überleitung zur Diskussion mit dem Publikum. Mehr Informationen: https://lcb.de/programm/gegenueber-debatten-zur-gegenwart/
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Freitag, 8. Januar – Dienstag, 12. Januar Telling Stories – A Version For Three

(Martin)
Fabrice Mazliah - Tanz - Digitale Uraufführung
Hammer! Der Mousonturm – eigentlich pandemiesicheres Theater mit dem BAU im Bau – ist erneut der ‚Nordstern’ der Frankfurter Bühnen. Gleichwohl das Haus geschlossen bleibt, zeigt der Mousonturm im Januar nicht weniger als fünf Uraufführungen bzw. digitale Premieren!
Den Anfang macht Fabrice Mazliah mit ‚Telling Sories – A Version For Three, einem Livestream aus dem Frankfurt LAB.
„3 Performer*innen, 1 Raum, ein paar Objekte und eine Vielzahl von Perspektiven, die sich überlagern, immer neu und immer völlig verschieden. „Telling Stories – A Version for Three“ entfaltet sich durch eine Choreografie, die einem kubistischen Gemälde ähnlich ist, in der die Dinge für viele verschiedene Menschen viele verschiedene Dinge bedeuten können. Wie in einem Puzzle stehen das Detail und das Ganze nicht in einem klaren Verhältnis zueinander, sondern sind es die Beziehungen zwischen den Teilen, welche die Entwicklung bestimmen. So beziehen sich die inneren Zustände, von denen die Performer*innen erzählen, immer wieder indirekt auf äußere, sie nähern sich einander an und lösen sich wieder auf. „Telling Stories – A Version for Three“ ist eine Adaption des Werks „Telling Stories“, das ursprünglich für sieben Performer*innen mit dem Kölner MichaelDouglas Kollektiv konzipiert wurde und im Dezember 2015 am Mousonturm uraufgeführt wurde. Nun entwickelt Fabrice Mazliah eine besondere Version für drei Performer*innen und Kamera, die am 8. Januar live aus dem Frankfurt LAB zur Uraufführung kommt.“
AUßERDEM: Sensationell! Die ‚neue’ Mediathek des Mousonturm mit Podcasts, Videos, Hörspielen,... https://www.mousonturm.de/mediathek/
Ticketkauf über die Homepage des Mousonturm: https://www.mousonturm.de/events/telling-stories-a-version-for-three/
Die Vorstellungen beginnen jeweils um 20.00h, der Ticketkauf ist nur bis 19.00h möglich.
Solidarisches Preissystem (frei wählbar): € 5 / € 10 / € 20 / E 30.
Foto: © Mousonturm/Jörg Baumann/WoA
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LIVESTREAM: BÜHNE FREI! OPER FRANKFURT
(Martin)
Die Türen der Oper bleiben zwar zu – aber trotzdem wird im Inneren gearbeitet und trotzdem wird auf der Opernbühne musiziert, gesungen, aufgetreten und moderiert!
Vier Mal im Januar, jeweils freitags um 19.30h, zeigt die Oper Frankfurt im Grunde ‚Großes Kino’ und präsentiert live und gestreamt Sänger*innen des Ensembles mit Arien und Duetten aus Opern und Operetten.
Am Freitag, 8. Januar, moderiert der Dramaturg Konrad Kuhn den Abend und vier Sänger*innen werden von Studienleiter Takeshi Moriuchi am Klavier begleitet. Zu hören und zu sehen gibt es Werke von Mozart, Weber, Bizet, Offenbach, Verdi und Puccini.
Hier geht’s zum Programm: https://oper-frankfurt.de/media/pdf/BuhneFrei_Progr_8_1_2021.pdf
Und hier geht’s zum LIVESTREAM: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/livestream-buehne-frei/?id_datum=2626
Freitag, 8. Januar 2021 um 19.30h
Foto: © Oper Frankfurt
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G E R O L L T E S - über Schnäpse und Schalke 04

(Uwe)
„Ein Schnaps auf jedes gute Jahr, auf jedes schlechte zwei“, sang einst die wunderbare schweizer Band Patent Ochsner.
Wie viele Schnäpse werden die Verantwortlichen und Spieler von Schalke 04 auf das Fußballjahr 2020 gekippt haben, das nicht nur ein schlechtes sondern ein historisch unterirdisches Jahr für den königsblauen Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet war. Nicht nur sportlich, auch was die Außenwirkung betrifft. Mittlerweile werden die Schalker von Menschen verspottet, die überhaupt keine Ahnung vom oder minimalen Bezug zum Fußball haben oder die Fans von Mannschaften (sagen wir vom HSV) sind, die in den letzten Jahren noch schlimmer herumdilettierten.
Ich kann das bewerten, denn ich werde ständig mit Witzen über die Schalker konfrontiert. So viele Schalkefans gibt es in dem Umfeld, in dem ich mich bewege, nicht, daher endet die Suche nach einem Abnehmer für die witzigen Bilder oder Filmchen, gerne bei mir. Nur her damit, ich kann das wegstecken, weil mich die Entwicklung eines professionellen Fußballvereins emotional nie wirklich schwer betroffen hat. Es gibt wichtigeres im Leben, als die Tatsache, ob ein bestimmter Fußballverein in der Bundesliga im Mittelfeld steht oder in der zweiten Liga gegen den Abstieg kämpft. Ein Verein, der sich in den obersten Ligen dem Wettbewerb stellt, ist in allererster Linie ein Unternehmen, egal, ob Bayern, Leipzig, „meine“ Schalker oder (und das kann jetzt wehtun) die Eintracht. Es geht um Gelder, Märkte und Follower. Der eine Club macht das, was darüber hinaus für die emotionale Wärme sorgt, besser (wie aktuell die Eintracht) und die anderen versagen auf ganzer Linie (wie aktuell die Schalker). Das war schon anders und wird es gegebenenfalls wieder.
Zwei Beispiele hierzu: In der Saison 1996/97 gewannen die Schalker „Eurofighter“ mit herzerfrischendem Kampf den UEFA Cup, während die Eintracht mit Spielern wie Patrick Glöckner eine Durchschnittsmannschaft in der 2. Bundesliga war. In der Saison 2000/2001 wurden die Schalker mit tollem Fußball „Meister der Herzen“, die Eintracht stieg mit Spielern wie Markus Lösch als Tabellenvorletzter aus der Bundesliga ab.
„Was gut ist kommt wieder“, sagt man gerne. Die Eintracht hat es vorgemacht und steht heute in jeglicher Hinsicht besser da, als seit rund zwei Jahrzehnten; andere, wie der 1 FC Kaiserslautern oder 1860 München schafften es nicht, die fielen noch tiefer. Ein Verein wie der HSV muss in diesem Jahr beweisen, dass er zurückkommen kann. Eine Aufgabe, die auch Schalke bevorsteht. Nicht nur auf dem Platz, auch in der Besetzung der leitenden Positionen (geschäftlich und sportlich) und in der Beziehung zum Anhang. Und da meine ich nun wirklich nicht mich, sondern die, die tatsächlich eng am Verein hängen, für die der Verein vom Berger Feld eine Heimat ist, ein Treffpunkt für Freunde und ein Ort der Freude. Und genau diese Bedeutung ist am Ende doch das, was viele professionell geführten Fußballvereine zu mehr macht, als einen x-beliebigen Unternehmen.
Wenn die schlechtesten Manager, Trainer und Spieler wieder weg sind, sind die „richtigen“ Fans immer noch da. Das Fundament auf dem man aufbauen kann, sofern der Verein wirtschaftlich zumindest noch einen Puls hat. Es wird schwer werden in Gelsenkirchen, aber es ist zu schaffen. In dieser Saison nicht mehr. Wo soll denn die sportliche Qualität für eine Aufholjagd herkommen. Objektiv gesehen ist der Kader zu schlecht und die finanziellen Mittel für eine Verbesserung sind nicht vorhanden. Den Abstieg hinnehmen, Witze ertragen, den Vorstand feuern, die Mannschaft im Sommer komplett verändern und zur neuen Saison einen Trainer installieren, der für etwas steht und der hungrig ist. Kein Wichtigtuer wie Domenico Tedesco, unter dem das heutige Elend einsetzte. Der den Fehler machte, Weltmeister Benedikt Höwedes auszusortieren und damit den Verfall einleitete. Höwedes will ich zurück, mit ihm als Sportvorstand, Aufsichtsratschef oder was auch immer wird es besser.
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RHEIN-MAIN-ALLERLEI: Meine kulturellen Highlights 2020

(Uwe)
Falls es Euch noch nicht aufgefallen ist, 2020 war ein Scheißjahr. Trotz oder wegen Covid-19, dem Lockdown oder der US-Wahl gab es insbesondere im kulturellen Bereich einige Veröffentlichungen, Veranstaltungen und Entdeckungen, die beachtlich sind und die das Jahr wertvoll machten. Nachfolgend einige Beispiele: - das Album „Punisher“ von Phoebe Bridgers
- der Song “Coney Island” von Taylor Swift
- das Buch „Sweet Sorrow“ von David Nicholls
- der Podcast „Fest & Flauschig“ (alle Folgen)
- die Serie „Ted Lasso“ auf Apple+
- das „Alte Schinken Festival“ in OF
- die Serie „Safe“ auf Netflix, (Vorsatz für 2021: Bücher von Harlan Coben lesen)
- die Sommerabende bei/im Danzig, Braustil, Lucille, Lido, ....
- das Lied „Universe Around You“ von Wrest
- das Interview mit Andreas Herzog aus dem Podcast Phrasenmäher
- der Beckenbauer-Druck von Moni Port, der nun in unserem Wohnzimmer hängt
- Daniel Brettschneiders Couchkino
- das Album „Red Weather“ von Chamberlain
- der Nachruf von Jorge Valdano zu Maradona
- der Kinofilm „JoJo Rabbit“
- das Buch „Rückwärtswalzer“ von Vea Kaiser
- der Local Listner On The Road mit Tamar Halperin
- die letzte entspannte Geburtstagsparty bei einer Freundin Anfang März
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Montag, 11. Januar: Online/9PM – Artists Talk 03: Robert J. Hunter

(Uwe)
Seit eineinhalb Monaten bin ich nun bei Instagram. Früher dachte ich, „lass´ den jungen Leute“ doch diese Plattform. Ich merkte aber im vergangenen Spätherbst, dass viele Künstler über Facebook nur noch sehr widerwillig informieren und mir Facebook insgesamt etwas zu politisch wurde. Nicht Facebook als Unternehmen, sondern die, die dort was einstellen oder kommentieren. In Instagram herrscht nach meinen Eindrücken irgendwie eine lockere Atmosphäre, wobei die eingestellten Informationen vergänglicher scheinen.
Die Plattform bietet Künstlern aber Möglichkeiten, die kreative Geister geschickt ausnutzen. Gregor Praml unterhält sich am 11. Januar zum dritten Mal mit internationalen Musiker*innen. Abrufbar ist das Ganze über Instagram. Gregor schreibt dazu:
Robert J. Hunter (UK) Dirty Blues: Alderney born Robert J. Hunter is taking the blues and americana scene by storm with his gruff, powerful voice and the wild thud of overdriven foot stomping guitar. His lyrical prowess takes listeners on an emotional and personal journey. Robert J. Hunter’s unique sound echoes Rory Gallagher, The Faces, Free, The Black Crowes, Rolling Stones, The Band, The Who and The Eagles.
The band are turning heads across the UK and Europe with their persistent touring, showcasing their truly original blend of genre-bending blues, rock n’ roll and Americana. This road worn, well-oiled engine of a band have been honed to super tight perfection by sheer hard work and volume of shows. Previous releases, ‘Stir All Night’, ‘Hurricane’, ‘Suitcase Blues’ and ‘Good People’ have received rave reviews worldwide. The band have achieved success reaching number one in the iTunes Blues Chart on several occasions and have earned national radio play on BBC Radio 2, BBC Introducing, Planet Rock and global independent radio play.
Robert J Hunter has supported the likes of Wilko Johnson, The Animals, the Kris Barras Band and Sari Schorr to name a few. They’re previous finalists in the UK Blues Challenge and The International Songwriting Competition (ISC).
www.instagram.com/rjhuntermusic www.instagram.com/9pm.gregorpraml www.instagram.com/sugarmamasessions
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Literaturtipp: "Die Stille des Wassers - Von Offenbach nach Portugal“ von Nicole Werth

(Andrea)
Lesen und sich in die Ferne träumen: Wie gut, dass Nicole Werth vor zwei Tagen die Veröffentlichung ihres ersten Krimis bekannt gegeben hat! Ja, genau, Nicole vom Filmklubb und es geht um einen Mord und die Handlung spielt in Offenbach und Portugal, mehr im Klappentext. Ich habe meine Bestellung schon aufgegeben und freue mich auf Schmökerabende mit einem guten Portwein: "Die Stille des Wassers - Von Offenbach nach Portugal“. Es geht um Narben im Fell, kontroverse Sichtweisen, die Sehnsucht nach Wahrheiten und darum zum Spielball der Gesellschaft zu werden. Um Aufbruch, das Ankommen in fernen Welten, Einsamkeit und die Chance der Kunst den Blick zu erweitern. Im in Offenbach an gesiedelten Roman ermittelt Kommissarin Nast im Mordfall eines Elfjährigen. Dabei stößt sie auf eine Neonazigruppe, die bis in die Reihen der Polizei reicht. Der Fall führt zurück in die 30er Jahre. Der kleine Karl Dahlheimer, jetzige Großvater des toten Kindes, erlebt in der eigenen Familie die Spaltung der Gesellschaft, der Vater Hitleranhänger, die Mutter kommunistische Bildhauerin. Als er vom Tod der Mutter erfährt, die sich dem Widerstand angeschlossen hatte, beginnt der junge SS Mann, seine Welt infrage zu stellen. Er ergreift die Gelegenheit zur Flucht, die ihn zu Fuß durch Europa bis nach Portugal führt. Doch diese Flucht weckt das Interesse des 1950 geborenen Leningrader Buchhändlersohns Nikolai Popow. Dieser europäische Kriminalroman lädt ein, die authentischen Schauplätze zu bereisen. Er wirft einen Blick vom Wirken der Vergangenheit bis in die gesellschaftlichen Strukturen der Gegenwart im Sinne einer kritisch, künstlerischen Betrachtung der zwischenmenschlichen Verhältnisse.
Dieser Roman eröffnet neue Blickwinkel auf diese Stadt und entführt uns bis in den westlichsten Teil des Kontinents, aber auch in das Leningrad der Kriegs- und Nachkriegszeit. Die WG der Kommissarin ;) wer hätte das gedacht ist im Filmklubb angesiedelt, der im Buch die Räumlichkeiten für eine wilde WG stellt. Die authentischen Schauplätze laden ein sie zu bereisen. Doch in Coronazeiten eignet sich das Werk in besonderer Weise zum neuen Genre des Couchtravelling. Erhältlich im ortsansässigen Buchhandel, sowie online und im Filmklubb ISBN 9783752689747 E-Book 9783752601756
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PANIKHERZ / Benjamin von Stuckrad-Barre Kostenlos im STREAM (bis 17.01.21)

(Martin)
„18 Jahre nach seinem Debüt Soloalbum schreibt Benjamin von Stuckrad-Barre sie doch, die Autobiographie, mit der keiner gerechnet hatte. Ein Greatest-Hits Album, ein Best-Of: kein Soloalbum – sondern der Soundtrack eines selbstzerstörerischen Lebens. Im legendären Hotel Chateau Marmont am Sunset Boulevard schaut Stuckrad-Barre sich selbst beim Schreiben zu – und erzählt von zwanzig Jahren Nachtleben, Drogen, Ruhm und Realitätsverlust, vom Aufstehen und Hinfallen. Keine Recherche, sondern pures Leben.
Die Bühnenversion von Stuckrad-Barres gefeiertem Roman ist ein Spiel mit unterschiedlichen Formen von Erinnerung und Selbstbeschreibungen. Oliver Reese und das Ensemble haben aus dem gut 500-Seiten-Roman eine Fassung von knapp 40-Seiten destilliert, getragen und weitererzählt von den Songs, die Stuckrad-Barre sein Leben lang begleiteten – vom Prediger des Rock’n’Roll Udo Lindenberg.
Die Inszenierung dieser Uraufführung wurde am Berliner Ensemble und bei verschiedenen Gastspielen bereits fast 50 Mal gezeigt und ist jetzt erstmals im Netz verfügbar.“
Zum STREAM: https://www.berliner-ensemble.de/livestream-panikherz
Foto: © Berliner Ensemble (Moritz Haase)
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ARTE - MEDIATHEK: ‚Mahler live’ „4“

(Martin)
Ballett-Premiere von Martin Schläpfer Staatsballett Wien
Die Süddeutsche Zeitung überschreibt ihren Kritik mit: „Einmal Himmel und zurück – Martin Schläpfer ist der neue Chefchoreograf am Wiener Staatsballett: Mit ‚4’ zur Musik von Gustav Mahler gelingt ihm ein sensationeller Start.“
Dann:
„Hundert Tänzer lösen sich vom Hintergrund der Wiener Staatsopernbühne. Schritt um Schritt gleiten sie in die ersterbende Musik hinein, in die letzten Takte von Gustav Mahlers 4. Sinfonie. Sie tragen ihre Körper der Rampe entgegen, bis sich nur noch die Hände bewegen: zur Stirn, zum Sonnengeflecht, eine Handbreit darüber, eine Handbreit darunter. Zuletzt formen horizontale Armkreise das Ewigkeitszeichen - die Ziffer 8. Es sind fantastische Bilder, mit denen sich Martin Schläpfers Ballett "4" in die Stille verabschiedet. Es gibt keinen Applaus bei dieser Premiere, kein Publikum. Die Tänzer, der Choreograf, die Sängerin Slávka Zámečníková, der Dirigent Axel Kober und das Orchester verbeugen sich schweigend. Für die fünf Kameras vor Ort und die Monitore weltweit. Der Sender Arte hat Schläpfers Einstandskreation als Ballettchef der Wiener Staatsoper live gestreamt und auch den Auftakt des Abends dokumentiert: Hans van Manens 1979 entstandenes Kammerspiel "Live". Bis Anfang März bleibt die Aufzeichnung in der Arte-Mediathek gespeichert. Und damit der Glanz einer Stille, die tief berührt.
Schläpfers tänzerische Übersetzung der Mahler-Sinfonie ein zweites, ein drittes Mal anzuschauen: Das lohnt unbedingt. Der Choreograf hat alle vier Sätze so schlüssig gebaut und berückend bebildert, dass sie endlose Assoziationsketten anstoßen. Er streift das Tanztheater der Pina Bausch ebenso wie die neoklassische Ästhetik eines George Balanchine. Er verweist auf die große Bildkunst von Antonio Canova bis Pier Paolo Pasolini, während Catherine Voeffrays elegante Couture in den Stargarderoben des 20. Jahrhunderts schwelgt - von Marlene bis Madonna.“
https://www.arte.tv/de/videos/099992-000-A/mahler-live-von-hans-van-manen-und-martin-schlaepfer/
Verfügbar bis 04. März 2021
Foto: © Ashley Taylor / Wiener Staatsballett
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GEHÖRTES: So weit und doch so nah (über Bruce Springsteen)

(Uwe)
„Wohin soll ich denn rennen? Von Goddelau aus? In die Nachbarorte nach Wolfskehlen, Erfelden oder Crumstadt?“ Das fragte ich mich, als ich mich mit 15 Jahren, nach Veröffentlichung des Album BORN IN THE U.S.A., in Bruce Springsteens Musik verliebte. Ich kannte ihn schon vorher, diese Platte war aber sein Durchbruch bei mir, auch wegen dieser Textzeile: „We learned more from a three-minute-record than we ever learned in school“ und dem dazugehörigen Song No Surrender. In einem einige Jahre zuvor veröffentlichten Jahrhundertsong sang er: „Cause tramps like us, baby, we were born to run“. Das Lied, BORN TO RUN, speziell die Liveversion von Springsteens legendärer drei LP-Box blies mich weg, rüttele mich durch und bewegte mich. Brachte mich aber zur eingangs gestellten Frage: Wohin soll ich denn rennen ….
Nachdem wir volljährig wurden, fuhren wir mit meinem anthrazitfarbenen C Ascona mit blauer Tür über Eschollbrücken nach Darmstadt (das ist wie über eine Brandung zu schwimmen, um ins Meer zu kommen). In die Videothek, ins Lokales usw. Ich sang „Tonight, tonight the strip's just right - I want to blow 'em all out of their seats“, Autorennen gegen junge gelangweilte GI, die an der Einfahrt zur Stadt in Kasernen lebten, die heute verfallen.
Wir waren schon wilde Kerle damals, hart Singvögel, die in Deutschland überwintern und bei 2 Grad Celsius ohne Jack-Wolfskin-Fleece-Jacke 7 Tage, 24 Stunden Draußen sind. Wir, die Cowboys, im Sattel aufgewachsen, gegen die Jungs mit den Scheiteln auf ihren Vespa-Rollern aus Eberstadt. Wir, die Working-Class-Heros, ich Kassierer in einer Zwei-Mann-Zweigstelle der Kreissparkasse Groß-Gerau, sahen super aus, die erste Hälfte der 90iger Jahre war unsere Zeit: „Only you can cool my desire. Oh oh oh, I'm on Fire“
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Mittwoch, 20. Januar: Watch the Trump family move out of the White House LIVE at home

(Andrea)
Haha, das wird ein Fest, ich habe schon den Schampus kalt gestellt!! Gerade nach der Stürmung des Capitol und endlich, endlich der Sperrung der FB- und Twitter-Accounts, juhuu, wird es wirklich Zeit, dass Melania und Donald are moving out und können sich in die ewigen Golfgründe nach Florida absetzen: "This event is for your own house. No video, just a reminder for the glorious day to come. I will try and add live news video of them leaving the White House. This group is especially for Americans that can’t wait for Trump to be out of office. Sit at home in front of the boobtube with a beer, glass of wine, cocktail or your favorite beverage and celebrate as the orange egotistical narcissistic bafoon that congratulates himself on the daily moves out of the White House as the loser that he is. Can you guess who wrote this little speech below? Every fake media outlet will air it live. Any other show will be a disaster. Trust me, you won’t want to miss this! This will be bigger than the Super Bowl. It’s going to be terrific! Everybody knows how great it’s going to be. Even the greatest professors with the highest IQ’s are going to be tuning in. Believe me, I know. (Hope you understood the sarcasm lol). https://www.facebook.com/events/3537700956322812
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work in progress: Quarantäne-Kunst

(Petra)
Von dem Künstler Sandip Shah und seiner Bewohnten Kunstinstallation (b.k.i.) in Sachsenhausen habe ich Euch schon häufiger erzählt – und so einige sehr schöne Abende dort verbracht. In den letzten Monaten nicht mehr, klar…Er hat die Zeit für sich und seine Kunst – und einen Umbau in der b.k.i. genutzt: zwischen dem vorderen Ausstellungsraum und dem dahinterliegenden Zimmer ist nun eine Plexiglastür eingebaut, ein automatischer Türdrücker sowie Mikros und Lautsprecher sind installiert. In diesem Safe House – wie er es nennt – hat er dann die Tür für einzelne Menschen nach Terminvereinbarung geöffnet. Ich habe mich kurz vor Weihnachten durchs Plexiglas mit ihm unterhalten (die Maske ist natürlich nur für die Pose), und es hat sich fast ein wenig wie früher angefühlt. Denn an den Wänden des sonst blendend weißen Raums haben Künstlerkolleginnen und -kollegen Werke hinterlassen. Sandip fühlt sich offenbar sehr wohl in seinem Safe House, und so setzt er das Projekt bei nicht enden wollendem Lockdown fort: Er vergibt weiterhin Termine für seine individuellen Quarantäne-Gespräche an Künstler*innen und Nicht-Künstler*innen. Außerdem aber soll das Safe House-Schaufenster entstehen, für das ihm Jede*r handschriftliche Texte (DIN A4) schicken kann: Gedanken, Texte, Gedichte, Erlebnisse rund um das Thema Coronazeit.
Safe House / Safe House Schaufenster, handschriftliche Texte (DIN A4, kein Name, nur auf der Rückseite eine E-Mail-Adresse!) per Post an: Sandip Shah, b.k.i., Seehofstraße 8a, 60594 Frankfurt am Main, Terminvereinbarung: b.k.i.@web.de (das Textblatt könntet Ihr dann natürlich auch mitbringen)
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Dienstag, 26. Januar: Literatur-Premiere

(Petra)
Jan Seghers muss ich nicht vorstellen – nicht nur, weil er als Matthias Altenburg in Frankfurt lebt. Seine Bücher lese selbst ich freiwillig, obwohl ich nicht sonderlich auf Krimis stehe, und die Marthaler-Filme kennen zweifellos ganz viele von Euch. Jetzt veröffentlicht er ein neues Buch – und dank des unverdrossen emsigen Literaturhauses Frankfurt könnt ihr heute online an der Premierenlesung teilnehmen. Der Autor list erstmals aus „Der Solist“, dem am Tag dieser Veranstaltung erscheinenden Auftaktband seiner neuen Reihe um den eigensinnigen Frankfurter Ermittler Neuhaus. Dieser stößt zur neu gegründeten Berliner „Sondereinheit Terrorabwehr“, die in einer Baracke auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof residiert. Neuhaus ist ein erfahrener Ermittler, doch die Berliner Kollegen begegnen ihm mit Skepsis. Nur die junge Deutschtürkin Suna-Marie kooperiert mit ihm. Da erschüttert eine Serie von Morden die Hauptstadt. Das erste Opfer: ein jüdischer Aktivist, das zweite eine muslimische Anwältin, weitere folgen. Was verbindet die Fälle? Neuhaus, der Solist, macht sich auf die Suche. In dem Moloch Berlin, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, kämpft er allein. Fast allein. Und sind es nicht solche analogen und digitalen Kultursplitter, die unseren Alltag gerade irgendwie erträglich machen?
Foto: Jan Seghers©Gaby Gerster
Jan Seghers: Der Solist, Premierenlesung im Digitalen Literaturhaus Frankfurt am Main, Moderation: Alf Mentzer (Hessischer Rundfunk), Livestream, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Streamingticket: 5 Euro hier, (beim Kauf eines Streaming-Tickets erhalten Ihr den Log-In-Link sowie den Zugangscode, mit dem Ihr der Live-Veranstaltung zu Hause am Bildschirm folgen könnt und die Veranstaltung bis 70 Stunden nach Veranstaltungsbeginn nachsehen könnt. Der Zugangscode ist für eine dreimalige Nutzung gültig. Der Ticketkauf ist bis 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn möglich.)
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