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| 22.05.2020 |
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| Inhalt: VON STADTBILDERKLÄRER*INNEN UND GRAUENHAFTEM / FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S: / K U L T U R Z E I T E R I N / SUCHE BIETE / G E R O L L T E S - But I still haven't found …. / Zum Abschluss noch etwas über den FSV / Freitag, 22. - Sonntag, 24. Mai: Streaming-Festival / Noch bis 13. Juni: „this is what a feminist looks like – in frankfurt“ / Freitag 22. Mai: Mutter Courage und ihre Kinder mit Helene Weigel / Freitag, 22. Mai: Iso reitet sein Pony #9 / Verschwörungsmythen / Stadtbilderklärerin: Adriane Dolce / Samstag, 23. Mai: Of/ Theater digital / FRANKFURT SECRETS - ONLINE / Noch bis 31. Mai: Der Ring des Nibelungen / Sonntag 24. Mai: TOUR ZUM PFLANZEN - STADTTEILRUNDGANG / Mittwoch, 27. Mai: Online-Vernissage / Donnerstag 28. Mai: Hedda Gabler / Heimspiel / Freitag, 29. Mai/ Voranmeldung bis 26. Mai: Vernissage ART/OF/gallery / ab 29. Mai: Neuer Frankfurter Garten / GO DIGITAL / FILME / SCHON MAL HIER ERSCHIENEN ABER IMMER NOCH AKTUELL / VORSCHAU / Impressum |
VON STADTBILDERKLÄRER*INNEN UND GRAUENHAFTEM

Bringt die sch... Pandemie irgendwelche Vorteile?
Auch mir fällt es schwer welche zu finden, einen kann ich aber nennen:
Die Menschen entdecken ihre nähere Umgebung, weil sie nicht weit reisen dürfen oder wollen. Denn seien wir doch mal ehrlich, wie viele von Euch wären mal schnell über das verlängerte Wochenende irgendwo mit Bahn, Bus, Flugzeug oder Auto hingereist...
Letzte Woche habe ich Euch hier von unserem wunderbaren Ausflug auf den Kühkopf berichtet. Meine Freundin Katja hat das wohl gelesen und ist dann gestern auch gleich hingefahren und auch sie sagte: wunderbar – wie im Urlaub!
Wir wiederum waren auf dem Melibokus. Das ist ein Berg an der Bergstraße. Wir haben in Jugenheim geparkt und sind dann hochgelaufen. Hin- und Rückweg 14km. Der Wald ist dort fantastisch! Oben angekommen, hat man einen sensationellen Blick bis zum Taunus. In Pre-bzw-Post-Corona-Zeiten kann man dann auch wieder den Melibokus-Turm besteigen http://www.melibokusturm.de
Oben war dann schon recht viel los, da ja „Vatertag“ war. Aber die Strecke durch den Wald war nicht stark frequentiert, wenngleich die Downhill-Mountanbiker etwas genervt haben. Seitdem es E-Mountainbikes gibt, schafft es ja jede*r den Berg rauf. Nur beim Runterfahren merkt dann der ein oder andere, , dass es schwieriger wird als gedacht (nein, das ist kein E-Mountainbikerbashing. Ich spreche aus eigener Erfahrung, da ich mich mal beim Bergabfahren mit dem Rad überschlagen habe und mit gebrochenem Helm im Krankenhaus strandete – seitdem fahre ich nur noch auf Asphalt). Also auf jeden Fall ein schöner Ausflug.
Wer von Euch lieber in der Stadt Neues entdecken möchte, dem empfehle ich eine Stadtführung, denn diese dürfen wieder stattfinden! Yippieh! Eine Führung ist auch eine wunderbare Gelegenheit, oder ein Geschenk um mal wieder etwas in einer Kleinstgruppe zu erleben!
Meine allerliebsten Frankfurter Stadtbilderklärer*innen sind Christian Setzepfandt und Adriane Dolce. Über Christian (http://www.kultours-frankfurt.de/) hatte ich ja schon vor kurzem ausführlich berichtet. Auch Adriane bietet wunderbare Führungen an, auch mehrsprachige! Schaut mal weiter unten nach.
Eine Führung wäre also ein perfekter Plan für morgen. Ich wiederum gehe endlich mal wieder auf eine Demo, besser gesagt auf eine Gegendemo, denn morgen demonstrieren wieder diese Corona-Leugner*innen (Mehr zu dem Thema Verschwörungsmythen weiter unten). Diesmal bei mir um die Ecke, an der Weseler-Werft. Letzte Woche konnte ich mir das Grauen nicht anschauen, da ich lieber die Eintracht sehen wollte, aber das war nicht minder grauenhaft.
Das morgige Geisterspiel gegen die Bayern schauen wir in Offenbach und gehen dann zum Essen ins wunderbare Trattodino. (http://neu.trattodino.de/). Ich weiß, dass mir das Essen nicht beim Abnehmen hilft, aber mir ist die Unterstützung meiner Lieblingskneipen lieber, die trotz der bescheuerten 5m2 Regelung geöffnet haben und versuchen zu überleben. So waren wir diese Woche schon im Größenwahn und heute Abend geht’s endlich mal wieder mit den Girlz ins Lucille!
Und wenn ihr sagt, alles gut und schön, aber ich will lieber noch eine Weile zu Hause bleiben,... auch dafür haben wir wieder einige Tipps... es ist sogar ein Online-Spiel für die ganze Familie dabei...
Was auch immer ihr macht: Habt Spaß & lebt wild und bitte schaut Euch das heutige GESUCH an, das ist nämlich von mir!
Daniela
Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich die Ausgehtipps auf der Webseite zu lesen.
P.S. Vielen Dank an meine Co-Autor*innen: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün und Uwe Schwöbel.
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FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:
Wir schreiben die Ausgehtips schon seit 14 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine Unterstützung. (Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu viert zusammen essen :-))
Bitte überweise Deinen Solibetrag gerne auf folgendes Konto: IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00 (Richtwert: in der Regel zahlen Freund*innen 1,50 pro Monat = 18,- € pro Jahr). Wer eine Rechnung benötigt, schicke bitte eine Mail an: ausgehtipps(at)cappelluti.net
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K U L T U R Z E I T E R I N

83.295,- € YEAH!!!!!
Die Lage der solo selbstständigen Künstler*innen ist immer noch verheerend!
Wir brauchen weiterhin Geld um sie zu unterstützen.
Unter den ersten Spendenempfänger*innen sind beispielsweise ausländische Künstler*innen, deren Aufenthaltsstatus an die Tätigkeit als freischaffende Künstler*innen geknüpft sind, die also gar keinen Anspruch auf ALG II haben und deren Aufenthaltsstatus ohne Ausübung der Tätigkeit gefährdet ist. Ebenso etwa Schauspieler*innen, die wegen bestehender Gastverträge keinen Anspruch auf ALG II haben, obwohl die ausgefallenen Stücke gar nicht oder nur zum Teil vergütet werden. Mit dabei sind außerdem auch bildende Künstler*innen und Musiker*innen, die durch die Corona-Pandemie weder ihrer Haupttätigkeit – also Auftritte beziehungsweise Ausstellungen – noch ihrem Nebenerwerb, z.B. als Kulturpädagog*innen in Schulen oder Kurator*innen nachgehen können. Hilfe, die gut ankommt: „Es ist eine furchtbar schwierige Zeit, und Organisationen wie Ihre sind eine enorme Hilfe und Quelle der Hoffnung“, bedankt sich ein Tenor aus Frankfurt. Auch eine Choreographin freut sich über die schnelle finanzielle Unterstützung: „Ihr seid der Hammer!!!“
Wir machen weiter. Seid dabei, werdet Kulturzeiter*innen! www.kulturzeiterin.de
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SUCHE BIETE
Schreber- bzw. Kleingarten gesucht Ich suche einen Schrebergarten in der Nähe unserer Wohnung, d.h. maximal 5km rund um den Zoo. Der Garten sollte eine Hütte und einen Wasseranschluss haben. Vermittlungsprovison: Ein italienisches Abendessen für zwei Personen. (mit, oder ohne mir/uns)
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G E R O L L T E S - But I still haven't found ….

(Uwe)
“I have climbed the highest mountains, I have run through the fields, … But I still haven't found what I'm looking for”.
Was haben sich die Vereine, die DFL, der DFB, die Regierungen und so weiter gestreckt, damit die Bundesliga zurückkehren konnte. Hat es sich gelohnt? Für Mannschaften wie Schalke, Bremen und die Eintracht in jedem Fall schon einmal nicht, die rumpelten zwischen Samstag und Montag herum wie kurz vor der Corona-Pause. Wenn man sich die Aufstellung der Eintracht am Samstag und die Spielweise angeschaut hat, kann man durchaus glücklich darüber sein, dass Paderborn (18. Platz), Bremen (17. Platz) und Düsseldorf (Relegationsplatz), die mindestens 5 Punkte Rückstand auf die Adlerträger haben, ebenfalls keine Anstalten machen, Spiele zu gewinnen. Düsseldorf startete in den Rest der Saison gegen Paderborn und man kann bei diesem 0-0 durchaus davon sprechen, dass zumindest dieses Spiel die ganzen Mühen der Vereine und die Kasernierung der Spieler nicht wert war. Lausiger Kick, keine Tore und eine wohlwollende Spielnote 4 im Kicker Sportmagazin, da kann man froh sein, dass zwei aus dem vierköpfigen Schiedsrichterteam nur aus Köln nach Düsseldorf anreisen mussten und wenigstens hier Ressourcen geschont wurden.
Ein Linienrichter aus Köln bei einem Spiel in Düsseldorf, oha! Eine mutige Ansetzung. Normalerweise werden Unparteiische nur aus nicht beteiligten Landesverbänden eingesetzt. Das wurde jetzt aber aufgeweicht, damit die Referees nicht so weit reisen müssen. Dr. Brych aus München pfiff am Wochenende beispielsweise in Augsburg, die Bayern in München dürfte er aber nicht pfeifen.
Die Bayern, Dortmund, Leverkusen, Gladbach landeten ungefährdete Siege und spielten dabei teilweise einen ansehnlichen Fußball. Die Spiele hatten insgesamt eigentlich ein erstaunlich gutes Niveau. Erfreulich zudem, dass weniger reklamiert und gejammert wurde; nur die Stimmung fehlte. Die Hertha schaffte unter Labbadia einen sicheren Sieg bei der TSG Hoffenheim und wird mit dem Abstieg absolut nichts zu tun haben. Dem sportlichen Abstieg wohlgemerkt, alles andere ist bei der Hertha aktuell bestenfalls zweitklassig.
Von der untersten Kreisliga bis in die Hessenliga hinauf wird die „laufende“ Saison abgebrochen. Absteiger wird es keine geben, was sportlich teilweise lächerlich ist, weil diverse Mannschaften über 2/3 der Saison keine Klassentauglichkeit bewiesen hatten. Aufgestiegen werden darf aber, was richtig ist. Diesem Vorgehen muss noch bei einem außerordentlichen Verbandstag des Hessischen Fußballverbandes Ende Mai zugestimmt werden. Wann es mit der neuen Saison weitergeht, ist fraglich. Normalerweise beginnt eine Spielzeit Anfang / Mitte August, dann gilt aber noch das Kontaktverbot. Dies ist der Grund dafür, dass man vor Wiederaufnahme des mittlerweile erlaubten Trainings ein Hygienekonzept erstellen muss. Selbst wenn das besteht, darf man trotzdem keine Spielformen mit Zweikämpfen machen oder Bälle köpfen. Das hat für mich nichts mit Fußball zu tun, da wird den Spielern sicher bald die Lust vergehen. Für die Gemeinschaft ist es aber wichtig, dass man sich wieder trifft.
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Zum Abschluss noch etwas über den FSV
Am Mittwoch startete unter dem Motto „Du für die Jugend des FSV Frankfurt“ eine Crowdfunding Aktion des FSV. Dessen Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) ist ein Aushängeschild des Vereins und soll es bleiben. Im NLZ des FSV arbeiten sechs haupt- und ca. 40 ehrenamtliche Mitarbeiter bzw. Trainer. 170 Jugendspieler, von der U11 bis zur U19, werden trainiert. Ziel des FSV ist es, den Status als zertifiziertes Nachwuchsleistungszentrum zu erhalten. Das ist schwer. Unterstützt den FSV dabei in den nächsten 45 Tagen 30.000 Euro zu sammeln. Damit das Projekt erfolgreich wird, gilt das "Alles oder Nichts-Prinzip": Wenn die Zielsumme innerhalb der Laufzeit nicht erreicht werden sollte, bekommt jeder einzelne seinen Förderbetrag zurückerstattet. Die Crowdfunding Aktion finden Sie unter: www.kam-on.de/projekt/du-fuer-die-Jugend-des-FSV-Frankfurt.
Freitag, 22. - Sonntag, 24. Mai: Streaming-Festival

(Petra)
Künstlerisch, wissenschaftlich, philosophisch lag das Thema wohl schon in der Luft (zum Beispiel mit „Making Crisis Visible“ seit Mitte Februar im Senckenberg Museum) – und plötzlich war die Krise da: die sogenannte Coronakrise. Im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien ist eine Ausstellung über die kritische Situation der Erde vorbereitet worden, „CRITICAL ZONES“. Sie regt dazu ein, sich mit der kritischen Lage der Erde auf vielfältige Art und Weise zu befassen und neue Modi des Zusammenlebens zwischen allen Lebensformen zu erkunden. Nun trifft die geplante Ausstellung auf eine kritische Wirklichkeit, und klar ist: Eine neue Erdpolitik verlangt auch eine neue Ausstellungspolitik. Also geht das ZKM heute auf Sendung und verbindet die wachsende Ausstellung vor Ort mit einer digitalen Ausstellung - zu einem nichtlokalen Ereignisfeld im realen und virtuellen Raum. Heute könnt Ihr an der virtuellen Eröffnung teilnehmen und Euch bis Sonntagabend „durchsehen und -hören“ durch ein pralles Programm aus gestreamten Führungen durch den virtuellen Raum, durch die reale Ausstellung, aus zugeschalteten Interviews und Vorträgen mit klugen Menschen, Film- und Theaterscreenings, Workshops und sogar einem Spaziergang über die ZKM Streuobstwiese.
CRITICAL ZONES – Horizonte einer neuen Erdpolitik, Streaming-Festival, Ort: Zentrum für Kunst und Medien, Adresse: https://t.me/zkmkarlsruhe, Uhrzeit: virtuelle Eröffnung Freitag, 22.05. 18 Uhr, Festival bis Sonntag, 24.05. 23:30 Uhr, Programm unter: https://zkm.de/de/veranstaltung/2020/05/virtuelle-eroeffnung-und-streamingfestival-critical-zones?fbclid=IwAR2jpPqz08IIDOvsJF0nHsx2afO7DapEpsm8Jz95B5rbMySIHK5dcFtaho8 https://zkm.de/de/veranstaltung/2020/05/virtuelle-eroeffnung-und-streamingfestival-critical-zones?fbclid=IwAR2jpPqz08IIDOvsJF0nHsx2afO7DapEpsm8Jz95B5rbMySIHK5dcFtaho8
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Noch bis 13. Juni: „this is what a feminist looks like – in frankfurt“
(Daniela)
Ich habe die Ausstellung noch nicht gesehen, denn kurz nach der Eröffnung kam der Lockdowm... Heute hab ich auch keine Zeit, aber die Ausstellung läuft noch bis zum 13. Juni...
Für das Porträtprojekt „this is what a feminist looks like – in frankfurt“ (frauen-macht-politik-ffm.de/frankfurter-portraits/) hat Katharina Dubno im Auftrag des Frauenreferats 100 Frankfurter Persönlichkeiten fotografiert, die sich als Feminist*innen verstehen und Gesicht zeigen: generationsübergreifend, divers und kraftvoll. Diese werden zum ersten Mal im öffentlichen Raum zu sehen sein.
Nach der vorübergehenden Schließung wegen der Corona-Krise hat die Ausstellung ab dem 6. Mai 2020 wieder regulär geöffnet.
Heusenstamm, Raum für Kunst & Stadt Braubachstraße 34 Täglich: 14.00-18:00 Uhr
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Freitag 22. Mai: Mutter Courage und ihre Kinder mit Helene Weigel

(Martin)
Das ist wirklich ein Leckerbissen der Theatergeschichte. Diese Inszenierung war wegweisend. Und wird die ‚Mutter Courage’ heute inszeniert, sind die Brecht/Engel-Arbeit und auch Helene Weigel als Darstellerin immer wieder und noch der Referenzrahmen.
Das BE schreibt: „Wir freuen uns sehr, Ihnen zusammen mit dem Bertolt-Brecht-Archiv ab Freitag, 15. Mai um 18.00 Uhr Bertolt Brechts und Erich Engels Inszenierung seines Dramas "Mutter Courage und ihre Kinder" mit Helene Weigel in der Hauptrolle auf "BE at home" zeigen zu können! Die Aufzeichnung zeigt eine Vorstellung aus dem Jahr 1957 und entspricht der Inszenierung, aus der das sogenannte "Couragemodell" hervorging – ein Modelbuch mit Fotos und Anweisungen, das zum verbindlichen Muster für alle weiteren Inszenierungen des Stücks wurde. Der Mitschnitt ist wirklich etwas sehr Besonderes und eine Woche lang kostenlos auf "BE at home" online verfügbar.“
Zum Stream geht’s hier: https://www.berliner-ensemble.de/be-on-demand
Verfügbar ab Freitag, 15.05., 18.00h bis Freitag, 22.05. 18.00h.
(c) Berliner Ensemble
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Freitag, 22. Mai: Iso reitet sein Pony #9

(Andrea)
Von Lümmeln keine Spur! Iso, der Däne reitet sein Pony, zum neunten Mal lädt er heute in sein Wohnzimmer und hat wieder Allerlei Vorbereitungen getroffen: "Iso Herquist vor der Quarantänekamera. Seine Ukulele ist dabei. Der Gummibaum "Friedrich-Søren" ist dabei. Und Prisca ist dabei. Die einzig echte einsamer-Cowboy-reitet-in-den-Sonnenuntergang-und-singt-dabei-ein-trauriges-trauriges-Lied-late-night-online-Streaming-Show: Iso singt für dich Blues und Jazz und Soul. Und anderen Kram. So grob eine halbe Stunde lang. Damit du dich auch nicht so allein fühlst. Das erste und hoffentlich einzige Mal eine Aufzeichnung – aber: Iso wird live im Chat dabei sein. Also doch: irgendwie live. Wenn dir das gefällt, dann wirf Iso doch einfach ein Käsebrot in den Briefkasten. Oder spende ihm einen Euro. https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_s-xclick&hosted_button_id=YZUTH58U33Z64&source=url Außerdem wird bei dieser Gelegenheit eines der fabelhaften Bilder von Prisca Ludwig versteigert. Zur aktuellen Auktion geht es hier lang: http://www.prisca-ludwig.com/reitedeinpony/ Wenn du Fragen oder Grüße hast oder wenn du Nachbar bist und dich über die Lautstärke beschweren willst, dann schreib einfach in den Livechat. Oder vorher eine E-Mail. Also: vi ses. 22 Uhr https://youtu.be/9i5GFptUFx8
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Verschwörungsmythen
Als ich mich vor 14 Tagen im Intro so über die Verschwörungstheoretiker*innen aufregte habe ich wohl bei Vielen den Nerv getroffen. Leider hört das Thema ja nicht auf... im Gegenteil. Ich zitiere Michael Kellner: "...mit Sorge beobachten wir, wie Verschwörungserzähler*innen, Rechtsextremist*innen und Antisemit*innen anfangen, das Unbehagen, die Kritik und die Sorge um Grundrechte zu kapern, für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und Hass zu säen. Dem müssen wir entgegentreten: mit Zusammenhalt, mit Menschlichkeit, mit Verstand. Mach' mit und setze Dich ein gegen Verschwörungsmythen!"
Hier eine gute Linksammlung, die ich von der Webseite der Grünen "geklaut" habe.
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Stadtbilderklärerin: Adriane Dolce
(Daniela)
Eingangs hatte ich meine Freundin Adriane schon erwähnt. Hier nochmal eine Übersicht über ihre Stadtführungen, die sie in mehreren Sprachen anbietet: - Damals und Heute – Von der Furt im Main zur Mainmetropole Frankfurt
- Einst – Glänzende Vergangenheit
- Mainhatten – Mittelalterliche Messestadt und moderne Hochfinanz
- Tour d’argent – Die Macht des Geldes
- Auf Goethes Spuren – Dichtung oder Wahrheit?
- Tatort – Orte des Verbrechens
- Bahnhofsviertel Frankfurt – Lust Liebe Mord
- Stöffsche, Bembel un’s Gerippte – Die Apfelweinmetropole
- Architektur – Frankfurts Höhepunkte
- Kunst im öffentlichen Raum – ein großes Freiluftmuseum
- Jüdisches Frankfurt – ein großes Erbe
- Kulturgenuss – Frankfurts Museen und andere Kulttempel
- High Heels & High End – Nicht nur eine Shopping Tour
- Frankfurt in love – das unbekannte Gesicht
Viatour: www.viatour.de; info@viatour.de
https://www.fr.de/frankfurt/dolce-durch-frankfurt-12773823.html
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Samstag, 23. Mai: Of/ Theater digital

(Andrea)
Von Samstag, 23.Mai ab 19.30 Uhr bis Sonntag, 24. Mai 2020 um 19.30 Uhr strahlt der wegen der Coronakrise weiterhin geschlossene Offenbacher t-raum an der Wilhelmsstraße 13 einmalig das ebenso wundervolle wie berührende Stück Oskar und die Dame in Rosa auf seinem vorübergehend eingerichteten YouTube-Kanal aus. Spieldauer sind insgesamt ca. 100 Minuten, so dass man sich spätestens bis 17.45 Uhr am Sonntag einschalten sollte, um das Streaming in voller Länge zu sehen.
Das Streaming ist kostenlos, jedoch freut sich das t-raum-Team über „Eintrittsspenden“ in jeder Höhe, die helfen, die Schließung des Theaters zu überstehen. Kontakt: https://www.of-t-raum.de/contact/
In dem Solostück, gespielt von Sarah C. Baumann, geht es um das Leben im Angesicht des Todes: Oskar ist zehn Jahre alt und hat noch zwölf Tage zu leben. Seine Eltern sind damit restlos überfordert, die Ärzte, ob ihrer Machtlosigkeit ernsthaft frustriert, doch glücklicherweise hat Oskar die Oma Rosa. Sie behauptet Ex-Catcherin zu sein und ist jemand, der Oskar nicht anlügt, jedenfalls nicht in wichtigen Dingen, jemand der nicht kneift wenn´s knifflig wird, jemand der ihm mit Phantasie und Humor begegnet, ihm zuhört, jemand mit brauchbaren Ideen. Auf ihr Anraten schreibt Oskar Briefe an den lieben Gott, an den er bis dahin nach dem Vorbild seiner Eltern nicht geglaubt hat. Oma Rosas Bilder und Metaphern sind außergewöhnlich doch sie erreichen Oskar und bringen ihn zum Träumen, zum Denken und zum Lieben. Gemeinsam begeben sich die beiden auf den Weg der verbleibenden zwölf Tage in Oskars Leben, in denen dieser Mut, Freundschaft, Verantwortung, Glauben und Vertrauen erfährt. Beide lernen in der kurzen Zeit viel voneinander und durchleben gemeinsam eine intensive Beziehung, ehrlich und authentisch bis in den Tod. Eine liebevolle und tiefgehende Geschichte, die Hoffnung macht. Kontakt für spendenwillige Zuschauer: www.of-t-raum.de oder info@of-t-raum.de https://www.youtube.com/channel/UCvHSBq7YnrZM5akEzRGGB7Q
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| FRANKFURT SECRETS - ONLINE
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Noch bis 31. Mai: Der Ring des Nibelungen

(Martin)
Wenn er gespielt wird - nie bekommt man Karten weder für den Ganzen noch die Einzelteile! Es sei denn, man begibt sich am Beginn des Vorverkaufs in die Schlange am Telefon oder der Kasse:
Die Oper Frankfurt streamt Richard Wagners ‚Ring des Nibelungen’ – den gesamten Zyklus - das ist eine ziemliche Sensation, zumal diese Inszenierung von Vera Nemirova als legendär gilt. Ein solches Bühnenbild (Jens Kilian) war noch nie zu sehen – Ringe überall und diese bilden gleichsam eine ganze Welt - und insgesamt lässt sich wohl sagen, dass mit diesem Frankfurter Ring in den Internationalen-Wagner-Charts die Reihenfolge durcheinander geriet und das Mekka der Wagnerianer – Bayreuth – auf einen hinteren Platz verbannt wurde.
Die Oper Frankfurt zeigt die gesamte Tetralogie und in dieser Woche wurden das ‚Rheingold’ und ‚Die Walküre’ schon online gestellt:
Die FR schrieb anlässlich der Premiere des ersten Teils: „(...) So dass das "Rheingold" also viel verspricht, indem es vieles schon eingelöst hat. Wenn die Oper Frankfurt auf diesem interpretarorischen, orchestralen und sängerischen Niveau am "Ring" weiter arbeiten kann, dann steht ihrem Publikum etwas wirklich Bemerkenswertes bevor.“
Und bemerkenswert ist dieser Ring allemal!
„Es geht hier um die Ordnung der Welt, um Konfliktlinien zwischen der schimmernden und scheinbar herkunftslosen Macht des alten Geldes und ihrer Verteidigung und Behauptung auf der einen Seite und der aufstrebenden, friedlosen Macht, die aus Triebverzicht, Sklaverei und Düsternis entsteht, auf der anderen. Es geht stets auch um die Gewaltförmigkeit beider. Dass am Ende der Untergang von allem stehen wird, weiß man schon nach diesem Vorabend, wenn die vorerst siegreichen Lichtalben um Wotan ihre Champagnerparty feiern.“ (FR).
Der Deutschlandfunk sendete nach der Walküre: „Die bulgarische Regisseurin Vera Nemirova ist eine Meisterin der Reduktion und damit eine sagenhafte Konstrukteurin allegorischer Bilder. Fast ohne Requisiten inszeniert sie dieses Familiendrama zwischen Brünnhilde und Wotan – wie ein Kammerspiel – in monumentalen Tableaus, mit denen sie Richard Wagners Symbolik kongenial übersetzt.
Nemirovas Götter sind Menschen: Die Beziehungen, in denen sich diese Leute verstrickt haben, sind als Stammbaum mit Kreide an eine schwarze Wand geschrieben. Wotan trägt Smoking, Fricka ein schwarzes Taftkleid: ihr Götterleben – eine einzige Dinnerparty. Und Brünnhilde? Rotschopfig – zum Kampf bewehrt mit einer burschikosen schwarzen Outdoorhose. Auch Siegmund soll diese zivile Kampfuniform aus der Wanderabteilung Schutz bieten. Allein Sieglinde wirkt in ihrem schlichten hellblauen Cardigan unauffällig einfach und schlicht. (...) Über allem steht die Liebe, denn die Götter dieser „Walküre“ sind tatsächlich immer die anderen. Nemirova zeichnet vor allem Wotan als disparate Figur, zwischen Empathie und kaltem Großmut schwankend. Allein der herzzerreißende Abschied Wotans von Brünnhilde bezeugt dies eindrucksvoll. (...) Der Frankfurter Generalmusikdirektor Sebastian Weigle lässt das Orchester dazu aufschäumen, setzt zum Ende hin fast übermütig auf die Energie von Kontrasten in Tempo und Dynamik. (...)
Aber egal: Diese Frankfurter „Walküre“ ist ein Meisterwerk!“
Die Oper streamt den Ring der Nibelungen bis 31. Mai und außerdem gibt’s ein ‚Making of’ und einen live-Talk zur Inszenierung.
Hier geht’s zum Ring: https://oper-frankfurt.de/de/oper-frankfurt-zuhause/
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Sonntag 24. Mai: TOUR ZUM PFLANZEN - STADTTEILRUNDGANG

(Daniela)
Die Stadtteilbotschafter*innen sind ein tolles Projekt der Polytechnischen Gesellschaft: Junge Menschen denken sich Projekte für ihren Stadtteil aus und mit Hilfe der Stiftung setzen sie diese um. (https://www.stadtteil-botschafter.de/)
Heute gibt es eine TOUR ZUM PFLANZEN - STADTTEILRUNDGANG DURCH BORNHEIMS GRÜN
Das Nachbarschaftsprojekt "Home is where your neighbourhood is" musste aufgrund von Corona jetzt länger pausieren, aber umso besser ist das COME BACK.
Am Sonntag den 24.5. findet die "Tour zum Pflanzen" statt und diesmal mit Abstand, um Corona keine Chance zu geben! Die Tour könnt ihr als Haushalt, gemeinsam mit einem Freund oder einer Freundin oder einfach alleine gehen. Sie zeigt euch die schönsten grünen Flecken Bornhelms und die vielfältige Natur, die es auch um die Ecke gibt. Dafür muss man nicht mal in den Urlaub fahren :)
An verschiedenen Stationen erwarten euch wunderbare Menschen, die euch einen Einblick und Infos über unser grünes Bornheim geben und die Tour sehr besonders machen.
Treffpunkt: Haupteingang Günthersburgpark/ Eingang Rohrbachstraße/ an der Saemannstatue Uhrzeit: Man kann ohne Voranmeldung zwischen 14h und 15h am Treffpunkt den ersten Hinweis abholen und schon kann der Spaß beginnen. Die Tor dauert maximal 1,5 h und ist auch für Familien ein toller Sonntagsspaziergang.
Alles ist ehrenamtliches Engagement und daher für jeden KOSTENLOS.
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Mittwoch, 27. Mai: Online-Vernissage

(Petra)
Reisen geht ja gerade noch nicht – aber im Kopf. Et voilà: Die schon lang geplante Ausstellung "Schweizer Medienkunst: knowbotiq, Alan Bogana, Félicien Goguey" kann nun stattfinden. Sie präsentiert neue Werke der Gewinner des Pax Art Awards 2019: knowbotiq, Alan Bogana und Félicien Goguey. Von den postkolonialen Fabulationen des Künstlerduos knowbotiq über Félicien Gogueys Erforschung von Mobiltelefonnetzen und Überwachungssystemen bis hin zu Alan Boganas poetischen und konzeptuellen Installationen, die sich auf unsere Wahrnehmung von Licht beziehen, untersuchen die drei Schweizer Künstler so unterschiedliche Themen, wie sie für unser Verständnis der aktuellen Dynamik in der Entwicklung der Technologie und ihrer Auswirkungen auf die Gesellschaft relevant sind. Mit der Online-Vernissage habt Ihr die Chance, zumindest einen Einblick aus der Ferne zu bekommen."
Schweizer Medienkunst: knowbotiq, Alan Bogana, Félicien Goguey", Online-Vernissage, Ort: Haus der elektronischen Künste Basel, Plattform: https://meet.hek.ch/evernissage (kostenlos, einfache Handhabung). Bitte verwendet Chrome als Browser und loggt Euch am besten per Laptop oder Computer ein
Eintritt: Limitiert auf 150 Online-Besucher*innen, Voranmeldung: bis 25.05. kostenfrei auf https://bit.ly/2X2azWU, über Button "Tickets kaufen", Angemeldete erhalten am Vortag des Events eine Erinnerung per Email. Programm Online-Vernissage: ab 18:45 Uhr „Meet and Greet“: https://meet.hek.ch/evernissage, 19:00 Uhr: Willkommensworte, Sabine Himmelsbach, Direktorin HeK, Programm und Lieblingsdrinks der Künstler*Innen: https://bit.ly/2X6L1rI, Interviews, Fragen und Gespräche live in der Ausstellung und via Video-Chat, Ende: 20 Uhr, teilweise Deutsch, teilweise Englisch.
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Donnerstag 28. Mai: Hedda Gabler / Heimspiel

(Martin)
Manchmal ist es so, dass auch kritische Stimmen zum Theatergang motivieren können – insbesondere dann, wenn sie so wortverliebt und rhetorisch geschickt wie von Gerhard Stadelmaier, dem ehemaligen „Kritikergott“ der FAZ, formuliert werden. Mit einer ganz anderen Perspektive schaut aber die taz auf die gleiche Vorstellung und Inszenierung von Hedda Gabler (Ibsen) und Nina Hoss in der Titelrolle am Deutschen Theater in Berlin.
Ich stelle hier beide Kritiken (zitiert nach nachtkritik) untereinander und vielleicht habt ihr Lust, euch ein eigenes Bild zu machen und eine Meinung zu bilden. Denn das Deutsche Theater Berlin zeigt Hedda Gabler in der Inszenierung von Stefan Pucher im Steam. Und Nina Hoss und Alexander Khuon lohnen sich eigentlich immer...
>> In der taz (17.5.2013) schreibt Katrin Bettina Müller: "Unglaublich klein" könne sich der große Felix Goeser machen, womit über die Aussichtslosigkeit seiner Beziehung zu Hedda "schon ziemlich viel gezeigt" sei. "Großes Kino hätte diese Hedda gern". Mit Filmeinblendungen und "wilden Songs, die Heddas Sehnsüchte weiterdichten und bis in die Gegenwart dehnen", buchstabiere Puchers Inszenierung Heddas Egozentrik "äußerst genüsslich aus", mit der Musik verschmölzen die unterschiedlichen Zeithorizonte zwischen Gründerzeit und den siebziger Jahren und heute – und immer passt es. Das ist ein erstaunliches Kunststück. "Innere Hohlheit bei äußerster Eleganz" spiele Nina Hoss mit "großer Bravour". Sie, "die in vielen Filmrollen gerade für das fein ausgearbeitete psychische Drama unter der Oberfläche gelobt und geliebt wurde, karikiert hier gewissermaßen auch die eigene Kunst". Pucher gelinge es, "Heddas Feigheit und Faulheit in keiner Hinsicht zu beschönigen und sie dennoch nicht einfach an die Verachtung zu verraten". <<
>> Die ganze Regie liege in der Arbeit der Kostümbildnerin Annabelle Witt, holt Gerhard Stadelmaier in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (6.5.2013) aus. "Hoss, der Star, trägt keine Figur, er trägt Marken beziehungsweise Stile beziehungsweise Abziehbilder aus Modemagazinen vor." Ihre Hedda komme nicht nur deshalb gar nicht zu sich. "Denn sie ist nur ein Dreh, ihr wichtigstes Hilfsmittel deshalb die Drehbühne." Mit ihr drehe sie sich durch Zeiten und Moden. "Die Regie möchte wohl andeuten, dass sie nicht das Stück von Ibsen in Szene zu setzen in der Lage sei, nur irgendwie dessen rezeptiven Gang durch die Geschichte. Wobei Hedda offenbar keine Frau, sondern ungefähr alle Frauen sein soll und kann." Wenn aber alle Frauen diese zickig-launische Modepuppe sein sollten, gerate der Gang durch die Frauenbildergeschichte erstens zum denunziatorischen Stillstand, zweitens zum ewigen Klischee. "Ibsen hätte darüber höhnisch gelacht. Er schrieb Dramen. Keine Groschenromane." Dieser Abend sei, so Stadelmaier, jetzt in Hochform: "die dümmste, denkfaulste, reaktionärste Version eines Stücks, in dem ein gewaltig rätselhafter Frauenmensch eine Welt zerstört, die nicht zu ihm gehört – weil er seine eigene Welt ist." Hier habe sie keine Welt, nur Kostüme. "Zu wenig für eine Hedda. Und auch für eine Hoss (Der Name des Regisseurs übrigens tut nichts zur verlorenen Sache)." <<
Die böseste Spitze ist natürlich der letzte Satz von Gerhard Stadelmaier.
Aber manchmal sagt die Kritik auch mehr über ihren Autor als über die Inszenierung.
Hier geht’s zum Stream: https://www.deutschestheater.de/programm/aktuelles/dt-heimspiel/
Hedda Gabler wird gestreamt ab 18.00h bis zum 29. Mai um 12.00h und dauert 1 Std. 37 Min. Foto: (C) Arno Declair
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Freitag, 29. Mai/ Voranmeldung bis 26. Mai: Vernissage ART/OF/gallery
(Andrea)
Nach den Wochen des Lockdowns öffnet auch ART/OF/gallery wieder ihre Türen: Körper/Farbe/Raum. Vernissage der Gruppenausstellung mit 15 Künstler*innen ist am kommenden Freitag, 29.5.2020, von 17 - 21 Uhr, um Voranmeldung wird bis zum 26. Mai gebeten: gallery@art-offenbach.com
Corona-Beschränkungen: Halbstündlicher Einlass in die Galerieräume von bis zu 40 Besucher*innen, bitte Mund-Nasen-Bedeckung tragen und die Abstandsregeln einhalten. Die Ausstellung läuft bis zum 24. Juli. Unsere regulären Öffnungszeiten sowie der Standort der ART/OF/gallery finden sich online: www.art-offenbach.com
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ab 29. Mai: Neuer Frankfurter Garten

(Daniela)
Auch der Neue Frankfurter Garten hatte wochenlang geschlossen und der verein leidet unter den nichteingenommen Geldern, die sie sonst mit der kleinen Gastro verdienen.
Ab dem 29. Mai 2020 wird der Neue Frankfurter Garten wieder für die Öffentlichkeit jeweils freitags und samstags geöffnet werden.
Den Auftakt zur Wiedereröffnung führt die in den vergangenen Jahren so erfolgreiche Veranstaltung Mukke im Gadde der Musiker um Jutta Huebener und Uli Becker an.
In der Zeit von 19.00 bis 22.00 Uhr werden sie wieder ihr Publikum begeistern und verzaubern. Die Live-Musik-Reihe soll über die Sommermonate immer mit unterschiedlichen Musikerbesetzungen und zur gleichen Zeit Freitagsabends stattfinden, vorausgesetzt die Witterungsverhältnisse lassen dies zu.
Zudem soll der Garten ab dem 30.05.20 auch samstags von 13.00 bis 16.00 Uhr für die Allgemeinheit zugänglich sein. Ebenfalls Samstags ab 14.00 Uhr findet die Verteilung von vor der Entsorgung geretteten Bio-Lebensmittel statt. Darüber hinaus sind alle Interessierten herzlich eingeladen, sich den Garten anzuschauen, mitzumachen oder einfach nur als Gäste zu verweilen. Wer sich gerne zu Bio-Verpflegung in den Garten setzen möchte, erklärt sich mit dem Corona-Sicherheitskonzept einverstanden.
Das ehrenamtliche Team freut sich immer auf Besuch. Natürlich wurde der Garten gerade in den letzten Wochen durch engagierte Vereinsmitglieder täglich gepflegt. Interessierte sind aber immer eingeladen, sich gärtnerisch, handwerklich, für Garten-Führungen oder Bienenpflege und zum Thema Nachhaltigkeit etc. zu engagieren, selbst wenn es mitunter nur eine ‚Gieß-Meditation‘ wird. Wir freuen uns auf ihr Interesse und ihren Besuch!
Spenden werden gerne entgegengenommen: Frankfurter Volksbank IBAN DE45 5019 0000 6101 1392 70 | BIC FFVBDEFF
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GO DIGITAL / FILME

(Uwe)
Früher, als Gleichaltrige an der Schlange vor der Dorfdisco vorbei gewunken wurden, als sie tiefer gelegte Autos fuhren und schöne Freundinnen hatten, hatte ich Filme und Musik. Als andere mit Morten-Harket-Frisur cool in der Billardhalle standen, saß ich mit einem Freund im Ried Casino in Nauheim (Anmerkung der Redaktion: ein kommunales Kino, das es leider nicht mehr gibt) und schaute quasi alle Filme, die dort liefen und futterten dabei Brausesticks. Nur zweimal gingen wir früher, weil die Filme einfach nicht auszuhalten waren: bei TEXAS von Helge Schneider und CRY BABY von John Waters. Viel öfter haben wir die aber Filme geliebt und gingen berauscht aus dem Kino. Einige der Filme haben mich viel länger begleitet als die Filmminuten. Sie wurden Freunde. Wenn ich an sie denke, bekomme ich gute Laune, kriege Gänsehaut oder bin bewegt. Einer dieser Fime ist Leolo aus 1992.
„Weil ich träume bin ich nicht, weil ich träume bin ich nicht, weil ich träume, bin ich nicht verrückt. Weil ich mich meinen Träumen hingebe in der Nacht, bevor mich der Tag empfängt ….“. Es gibt wohl keinen poetischeren Film als der von Jean-Claude Lauzon geschriebene und inszenierte Film. Der junge Leo lebt mit seiner Familie in Montreal in ärmlichen und gestörten Verhältnissen, denen er mithilfe seiner ausgeprägten Phantasie zu entfliehen versucht. So denkt er, dass sein Vater ein Sizilianer ist, der auf eine Steige Tomaten masturbierte, in die seine Mutter fiel. Er nennt sich Leolo, weil er träumt, dass er zur Hälfte Italiener ist und verliebt sich in das etwas ältere italienische Nachbarsmädchen Bianca. Mit zunehmendem Alter greift die unter seinen Angehörigen verbreitete Geisteskrankheit zunehmend auch nach ihm .... Lauzon hat dem Protagonisten seinen Nachnamen gegeben, was passt, weil das Werk stark autobiographisch geprägt sein soll. Leider war es Lauzons letzter Film, denn er starb wenige Jahre nach Fertigstellung bei einem Flugzeugabsturz.
Damals gab es keine VHS Kaufkassetten von Filmen mit eingeschränkten Marktchancen. Weil mir der Film aber so viel bedeutete, dass ich ihn besitzen musste, quatschte ich so lange auf den Besitzer einer Videothek so lange ein („den leiht es keiner aus“ usw., bis er mir den Film für 50 DM aus seinem Bestand verkaufte. Die oben erwähnte Dorfdisco ist mittlerweile geschlossen, Gleichaltrige fahren heute andere als tiefergelegte Autos und selbst A-ha Sänger Morten Harket trägt heute keine Morten-Harket-Frisur mehr. Aber ich habe immer noch Leolo.
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| SCHON MAL HIER ERSCHIENEN ABER IMMER NOCH AKTUELL
Seitdem die AUSGEHTIPPS ja DAHEIMBLEIB TIPPS heißen, also seit dem 20.3.2020, findet ihr hier vor allem Tipps, die so gut wie kein Verfallsdatum haben, weil die meisten Tipps uneingeschränkt im Netz abrufbar sind.
Wenn ihr also noch mehr digitale Tipps benötigt, so empfehlen wir Euch auch die vergangenen Ausgaben anzuschauen, die da wären:
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