22.11.2024
Vom Spaß an Parteitagen

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Letztes Wochenende war mal wieder kein erholsames Wochenende.
Freitagnachmittag erst Chor und dann der letzte Abend im Lido. So traurig, dass es das jetzt nicht mehr gibt. Wie gerne habe ich dort gesessen. Sehr, sehr viele Leute waren gekommen und wenn ich nicht am nächsten Morgen hätte fit sein müssen, wäre ich bestimmt versackt.

Aber ich hatte einen langen Samstag:
Zuerst war ich auf dem 50. Bundesparteitag der Grünen („BDK“). Da der in Wiesbaden stattfand, konnte ich endlich mal wieder eine „BDK“ miterleben. Da bin ich nämlich super gerne. Es ist ein großes Klassentreffen mit vielen tollen Menschen. Mein erster Parteitag war 1999. Damals war ich als Mitarbeiterin von Dany Cohn-Bendit da und erlebte, wie einer Joschka Fischer einen Farbbeutel ans Ohr schmiss. Als Geschäftsführerin der Grünen habe ich dann einige BDK’en begleitet. Aber insgesamt war ich vielleicht nur auf 10 Parteitagen. Der Mann, der auf dem Bild neben mir steht,  war auf allen 50 Parteitagen!!!! Es ist Milan Horaczek, einer der Gründer der Grünen. Ich freue mich immer sehr, ihn zu sehen. Er reist jedes Mal  aus Prag an.

Besonders schön sind auch die Partys auf den Parteitagen. Die habe ich diesmal leider verpasst, denn wir hatten Weihnachtsfeier vom Ausgehtipps Redaktionsteam. Wir waren im Hessischen Staatstheater. Dort gab es den Salon Strozzi. Ein Sit-In mit Barockmusik von Barbara Strozzi. Die Inszenierung fand ich teilweise zu schräg, aber die Musiker:innen und Sänger:innen waren super und der Blick von der Bühne in den Saal des Großen Hauses sensationell. Im Anschluss sind wir dann in die Spielbank gegangen. Nachdem wir letztes Jahr eine geführte Tour durch Offenbach gemacht haben, wollte ich diesmal etwas auswählen, was keine:r von uns kennt. Ich mache es kurz: keine:r von uns möchte ein zweites Mal in ein Spielkasino gehen. Es war interessant, aber nicht schön.

Ich ärgere mich ein wenig, denn wir hätten einfach zurück zu den Grünen gehen sollen, denn dort haben Annalena und Omid zusammen aufgelegt. Omid sehe ich aber auch morgen wieder, denn morgen ist Frankfurter Parteitag („KMV“) und dort wählen wir unsere Direktkandidat:innen für die Bundestagswahl am 23.2. (Omid und Debbie) und am 14.12. ist dann Landesparteitag (LMV) in Marburg… Da fahre ich auch hin.
Genug jetzt aber von den Grünen. (Wenn Jemand von Euch im #teamrobert mitmachen möchte, könnt ihr Euch gerne an mich wenden. Wir können auch gerne mal zusammen zu einem grünen „Event“ gehen.)

Und weil morgen Parteitag ist und ich unbedingt Debbie und Omid wählen möchte, verzichte ich morgen auf das Spiel der Eintracht gegen Bremen. Solltet ihr im Stadion sein, geht unbedingt vor dem Spiel ins Eintracht Frankfurt Museum. Wir waren letzte Woche bei der Vernissage der Ausstellung „Eintracht Liebe“ und die ist wirklich sehr schön. Die 80 Tageskarten von Philip Waechter sind so großartig, Jay-Jay Okocha von Moni Port sowieso und „Die Narbe von Seppel Rhode“, made by Tobias Rehberger ist sensationell. Er hat sie eigentlich als Aufkleber fürs Auto gestaltet, aber da sie schmal ist, passt sie sogar auf mein Fahrradschutzblech.

Jetzt geht’s gleich in den Chor und dann zu Refrakto in die Katharinenkirche und später noch zu 20 Jahre Atelier Frankfurt.

Und zum Schluss noch eine Bitte: Am Montag ist die Demo und Kundgebung anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalkt an Frauen* und Mädchen*. Ich würde mich sehr freuen, viele von Euch dort zu sehen.

Was auch immer ihr macht, lebt wild!

Daniela

Vielen Dank das ganze Ausgehtipp-Team: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün, Uwe Schwöbel und Erik Düwel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 18 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft essen.

Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:

Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Daniela)

Rückmeldung bitte in ganzen Sätzen an: daniela@cappelluti.net

2 x 1 Karte für den Konzertabend am Freitag, den 7. Dezember, im Rahmen der Veranstaltungsreihe: "Freundschaftsspiele", im Casals Forum. Gewinnfrage: Wer schrieb das Gedicht „Der Tod und das Mädchen“ des 1817 von Franz Schubert komponierten Lieds?

ZU GEWINNEN (Daniela)

Rückmeldung bitte in ganzen Sätzen an: daniela@cappelluti.net

2 x 2 Tickets für den StreitClub #12 – „Freiheit wählen“ am 9.12. in der Fliegenden Volksbühne. Gewinnfrage: Wie heißt das Forschungsinstitut, das die Idee für das Streitclub-Format hatte?

ZU GEWINNEN (Daniela)

Antworten bitte in ganzen Sätzen an daniela@cappelluti.net

1 x 2 Tickets für das Konzert von DIE BUBEN IM PELZ am 30.11. im ono2. Gewinnfrage:Wie heißt die Künstlerin, die am 28.11. ihre Vernissage im Hoppigaloppi hat?

 

 

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea).

1 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert von The Chats am Mittwoch, 27. November im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Ab in den Hörsaal, wer erklärt dort die Funktionalität von Lichtschwertern?

ZU GEWINNEN (Uwe)

Antwort bitte an schwoebke@aol.com

2x2 Gästelistenplätze für das Konzert von Simin Tander & Jens Düppe am Samstag, 30. November in der Brotfabrik. Frage: Wie hieß der Weltmeister von 1954, der ein FSV Idol ist? (siehe Gerolltes)

Freitag, 22. November: THE SPARK

(Martin)

EINE QUEERE FLIRT-PERFORMANCE

ich sehe dich. ich mag dich. ich interessiere mich für dich. ich will dich zum Lachen bringen. du machst mich nervös. ich will dir kleine dinge schenken. ist das ein flirt? flirten wir gerade?

mit musik, text, und ihren körpern begeben sich die performenden auf die suche nach antworten. 

the spark nähert sich dem spontanen, zwischenmenschlichen, aufregenden und fragt: was könnte ein flirt sein, wenn er mehr ist als eine vorstufe auf dem weg zu hochzeit oder sex? wenn er spaß macht, liebevoll ist, ziellos und unlinear?

Eine kollektive Arbeit von und mit: Juli Paul Bökamp, Sofia Falsone, Junis Gesche, Lou Oelrich. Produktion: Désirée Greschbach

Zu den Tickets geht’s hier: http://www.landungsbruecken.org/de/tickets.php

Im Anschluss an beide Vorstellungen gibt es eine Flirty Bar Night!

 Freitag, 22. November um jeweils 20.00h
Theater Landungsbrücken
Foto: © Desirée Greschbach

Freitag, 22. November - Sonntag 24. November: Atelierfrankfurt feiert 20-Jähriges

(Petra)

Unglaublich: 20 Jahre schon...das Atelierfrankfurt feiert sein 20-jähriges Bestehen, zusammen mit seinen Open Studios 2024. An diesen drei Tagen erwarten die Besucher*innen nicht nur - wie üblich - 140 offene Ateliers, sondern auch ein spannendes Rahmenprogramm mit einer Vielzahl von (Jubiläums- und Einzel-)Ausstellungen, Performances, Workshops, Musik und Drinks. Das solltet Ihr Euch schon mal anschauen: wenn nicht zur Eröffnung am Freitag, dann doch irgendwann am Wochenende.

Atelierfrankfurt 20 Jahre + Open Studios 2024, Ort: Atelierfrankfiurt, Adresse: Schwedlerstraße 1 - 5, Eintritt: 4 Euro, Öffnungszeiten: Freitag: 18 - 22 Uhr, Samstag: 14 - 20 Uhr, Sonntag: 14 - 18 Uhr, weitere Infos zum Programm gibt es hier

Freitag 22. November - Freitag 13. Dezember: Bridges Kammerorchester

(Daniela)

Bridges Kammerorchester – The composing orchestra / Roots and beyond

Dirigentin: Olivia Clarke
Künstlerische Leitung: Johanna-Leonore Dahlhoff

Zu hören sind zahlreiche Kompositionen und Arrangements von Orchestermitgliedern, darunter auch eine Uraufführung von Peter Klohmann. Ein musikalisches Highlight reiht sich ans andere und steht für die einzigartige Lebendigkeit des Bridges Sounds sowie das vielfältige Klangfarbenspektrum der besonderen Kammerorchesterbesetzung. Neben europäischen Klassikern wie Auszügen aus Henry Purcells Dido und Aeneas, arrangiert von Johanna-Leonore Dahlhoff (Künstlerische Leiterin des Bridges Kammerorchester), stehen unter anderem ein südamerikanischer Tango von Orchestermitglied Andrés Rosales, ein irisches Traditional und eine mongolische Landschaftsvertonung auf dem Programm.

Das Bridges Kammerorchester spielt erstmals mit Dirigentin Olivia Clarke, die als Rising Star unter den Dirigent*innen international Erfolge feiert.

Im Bridges Kammerorchester kommen Musiker*innen mit ihren Instrumenten aus verschiedenen Regionen der Welt zusammen. Die Orchestermitglieder sind Expert*innen für arabische, persische und europäische Klassik, Jazz, zeitgenössische Musik, osteuropäische Folklore sowie diverse Formen zentralasiatischer und lateinamerikanischer Musik. Von ihren vielfältigen Persönlichkeiten ausgehend, komponieren und arrangieren die Musiker*innen ihre Stücke selbst. Was dabei entsteht, ist transkulturelle Musik. www.bridges-kammerorchester.de

22. November, 19.30 Uhr, Volksbühne im Gr. Hirschgraben, Frankfurt Tickets
12. Dezember, 19.30 Uhr, Orangerie, Darmstadt Tickets
13. Dezember, 19.45 Uhr, Casals Forum, Kronberg Tickets

Fotonachweis: Bridges Kammerorchester © Salar Baygan

Freitag, 22. November: OF/ Buchbar. Eat it by the Creek. Performativer Abend mit Drag

(Andrea)

Dass ich ein großer Fan des leider völlig unterschätzen Klingspor Museums bin, muss ich nicht nochmal wiederholen. Dorothee und ihr Team wissen das dröge klingenden Sujet Typographie immer lebendig zu präsentieren und haben mit der Buchbar ein schönes Format entwickelt, das eine Einladung zum mindestens Perspektivwechsel ist. Heute Abend auf jeden Fall: "Ein Abend mit Bla Bla Fck, DeluluLouise II, Dolorosa, Johnny Enduro, Nova iDeer, Pasarah, Tsegy in Fur, Twiga und Yoga Church of Evil. In der Buchbar „Eat it by the Creek. Performativer Abend mit Drag“ am Freitag, 22. November, 20 Uhr, im Klingspor Museum sind queere Ausdrucksformen aller Art zu erleben, Performances und Kunst in ihren vielfältigen Formen. „Open Creek“ und „Eat it“ erzählen mutige Geschichten mit und ohne Typografie. Sie fordern Freiheit für queere Lebensformen und lassen dabei die Zuschauerinnen und Zuschauer in ihre Welten ein. Eintritt nach Wahl. Wie jeden Freitag bietet die Buchbar Getränke und geselliges Beisammensein ab 18 Uhr."

Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach, barrierearm

Freitag, 22. November: Kim Churchill

(Andrea)

In der Liste der emotionalsten Musikgenres, steht Indie-Folk eindeutig ganz hoch mit im Kurs. Besonders, wenn dieser wie im Falle des Australiers Kim Churchill ordentlich melancholisch und nach australischer Sonne klingt – oder vielmehr nach dem Moment, wenn diese sich über dem weiten Meer in die Nacht verabschiedet. Buchstäblich mit der Gitarre in der Hand geboren, begann der Singer/Songwriter im Alter von gerade einmal vier Jahre, Musik zu machen – und hat seitdem nichtmehr damit aufgehört. Nachdem er lange als Straßenmusiker unterwegs war, gewann Kim Churchill mit seinem lebensbejahenden Folk im Jahr 2009 den australischen StraßenmusikerWettbewerb Byron Bay Bluesfest und wurde im Zuge dessen als National Youth Folk Artist of the Year ausgezeichnet. Schon bald schwappt sein Sound auch nach Europa, Asien und Amerika, sodass er zum Zeitpunkt seines Debütalbums „Silence/Win“ aus 2015 bereits eine ordentliche Fanbase angesammelt hat. Die Platte ist die erste von bis dato fünfen, die Kim Churchill jeweils im Abstand von zwei Jahren veröffentlicht hat. Von Beginn an führt der Australier einen positiven, sehnsüchtigen Sound ein, auf dessen Basis er sich auf lyrischer Ebene mit seinen Gedanken und Emotionen auseinandersetzt. Sein jüngstes Album „Dawn Sounds“ ist eine Sammlung aus Tracks, die der Singer/Songwriter laut eigener Aussage an 100 Morgen bei Sonnenaufgang geschrieben hat – eine Zeit, die ihm viel Ruhe bringe. Album Nummer sechs scheint auch bereits in der Mache, wie der Sänger auf seinen Social-MediaKanälen anteast – vielleicht ja mit Material für seine Tour im Herbst? Auf der Livebühne wird Kim Churchill wie gewohnt Solo überzeugen und begleitet sich selbst, mal mit Gitarre, mal mit Mundharmonika, Tamburin oder Standschlagzeug. Klingt doch gut, vor allem, dass er die Sonne im Gepäck hat! 19 Uhr Einlass, 20 Uhr Beginn.

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt. Nicht barrierefrei.

Freitag 22. + Samstag 23. November: REFRAKTO 2.0

(Daniela)

A journey into mystic dimensions
Den Sorte Skole (music) - Vertigo (light) - Martin Lücker (organ)


REFRAKTO wurde 2020 aus Anlass der Luminale für die Frankfurter Katharinenkirche geschaffen und wegen des Lockdowns dort erst im November 2022 uraufgeführt. Musik und maßgeschneiderte LED- und Laser-Mapping-Technik traten in einen Dialog mit dem architektonischen Raum. Musikalische Spuren von Religionen, moderne Technologie, Sound, Lichtinstallationen und Laser-Mapping formten sich zu einem immersiven audiovisuellen und synästhetischen Erlebnis. "Es war außergewöhnlich. Wirklich himmlisch. Wie ein Trip, nur ohne Drogen. Ergreifend und wahrhaft spirituell." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Mit REFRAKTO begeben sich die Künstler auf eine Klangreise, die Klangfragmente verschiedenster spiritueller Traditionen und Praktiken einbezieht. Was passiert, wenn der Kontext religiöser Äußerungen aufgelöst wird? Was, wenn ein gregorianischer Chor mit einem Schamanen aus dem Kongo in einem optisch verzerrten Kirchenraum singt? Die Klangfragmente reflektieren verschiedenste Traditionen und Praktiken. Die Musik besteht aus Samples religiöser und spiritueller Musik, die in den letzten sieben Jahrzehnten aufgenommen wurden: von Feldaufnahmen indigener Stammeszeremonien, Sufi-Gesängen, benediktinischen Chortraditionen, einem Kirchenchor aus Dakar, Inkantationen einer maronitischen Nonne aus dem Libanon, bis hin zu zeitgenössischer experimenteller elektronischer Musik. REFRAKTO verbindet Musik, Klang, Licht und Raum zu einem rauschhaften Gesamtkunstwerk.

Über die Künstler
Den Sorte Skole sind mit vielen Kunst- und Musikpreisen ausgezeichnete Künstler aus Kopenhagen. Sie weben tausende von Samples zu einem dichten hypnotischen Soundtrack, der zu psycho-akustischen Hörreisen einlädt.
Das Lichtkünstler-Kollektiv Vertigo arbeitet für Musik- und Theaterproduktionen, in und um Museen (u.a. Louvre/Paris) und für die Industrie.
Prof. Dr. Martin Lücker ist nicht nur Musiker, sondern auch ein großer Vermittler klassischer wie zeitgenössischer Orgelmusik und bietet seit vielen Jahren zwei Mal die Woche "Orgelvespern" für jedermann an

St. Katharinenkirche
An der Hauptwache 1
60313 Frankfurt am Main

22.11.24, 20 Uhr Kartenvorverkauf
23.11.24, 19 Uhr Kartenvorverkauf
23.11.24, 21 Uhr Kartenvorverkauf

Freitag, 22. und Samstag, 23. November: HAMLET

(Martin)

Es ist das Drama aller Dramen! Die FAZ schreibt anlässlich der Premiere: „ …Im Bockenheimer Titania hat das Freie Schauspiel Ensemble großen Bühnen die Stirn geboten. Dieser zusammengestrichene „Hamlet“ in knapp drei Stunden inklusive Pause machte selbst theatermüde Zuschauer sprachlos. Die intelligente Regie, die Sprechkunst des Ensembles, die energetische Verausgabung des Protagonisten in Gestalt von Ives Pancera, der Wechsel aus stillen und schrillen Momenten – alles staunenswert.”

Hamlet, Prinz von Dänemark, ist nach dem Tod seines Vaters verändert. Seine Mutter, die verwitwete Königin, hat den Bruder ihres verstorbenen Mannes geheiratet und bildet mit ihm ein neues Herrscherpaar, das Hamlets Nachfolge auf den Thron blockiert. Den Halt verlierend vor Trauer, Kränkung und Zorn, und in der Überzeugung, dass der Tod des alten Königs kein Unfall, sondern Mord war, weist Hamlet alle Anzeichen von Wahnsinn auf. 

Für seine Umwelt wird er zum Rätsel. Ist er ein Trauernder, den man in seiner Ablösung vom Vater unterstützen muss? Macht ihn sein Ehrgeiz krank? Leidet er nicht etwa an unglücklicher Liebe? Muss er den Wahnsinn spielen, weil ihn gefährdet, dass er zu viel weiß – und den Mord, der geschehen ist, aufdecken könnte? Oder ist er schlichtweg ein Irrer, eine Gefahr für Staat und Familie? Weiß er es selbst?

Im engsten Kreis des königlichen Hofes entspinnt sich ein Spiel um Wissen und Nichtwissen, Misstrauen und Täuschung, Überfürsorge und Liebe, wo sich der beste Wille in sein Gegenteil verkehrt und schließlich Tote fordert.

Hier geht’s zu den Tickets: https://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/hamlet

Freitag, 22. und Samstag, 23. November um jeweils 20.00h
Freies Schauspiel Ensemble, Basaltstraße 23 (Titania)
Foto: © Harald Schröder

GEROLLTES über den FSV

(Uwe)

Ich hatte es schon einmal hier geschrieben. Nicht nur die Eintracht stellte mit Alfred Pfaff einen Weltmeister von 1954, auch vom FSV Frankfurt stand damals ein Spieler im Kader von Sepp Herberger. Sein Name: Richard Herrmann. Wer abends nach Ladenschluss über die Bergerstraße läuft, dort, wo samstags der Markt stattfindet, sieht ein Portrait Herrmanns auf dem Rollladen eines Geschäfts. Dieses, bis heute ein Zeitschriften-, Lotto- und Tabakladen, führten bereits Herrmanns Schwiegereltern. Leider verstarb das FSV-Idol, das einen hochdotierten Vertrag vom AC Turin ausschlug, wenige Jahre nach dem Titelgewinn an Leberzirrhose. Die Zeit in der Schweiz hatte daran wohl maßgeblichen Einfluss. Er und viele Mannschaftskameraden wurden vom Mannschaftsarzt mit verunreinigten Spritzen behandelt, das führte dazu, dass er und andere Spieler danach Leberschäden hatten.
 
Dass der FSV einen Weltmeister stellen konnte, unterstreicht die historische Bedeutung des Clubs, der insbesondere im Schatten der Eintracht steht. Der Riederwald, die Heimat der Eintracht, liegt vom Bornheimer Hang nicht allzu weit entfernt und um nach Offenbach zu kommen, muss man nur über den Main spazieren. Dennoch behaupten sich die Bornheimer und spielen in diesem Jahr in der Regionalliga SüdWest oben mit, haben aktuell sogar die Kickers hinter sich gelassen (Eintracht II sowieso). Punktgleich vor dem FSV und unmittelbar hinter ihnen stehen mit Hoffenheim II und Freiburg II zwei Teams, die wegen ihrer Möglichkeiten als Favoriten für den Aufstieg gehandelt werden. Wenn der FSV unter dem jungen Trainer Tim Görner allerdings so weitermacht, könnte er überraschen. Die Entwicklung ist diesem Jahr sehr erfreulich. Das nächste Heimspiel am 01. Dezember ist gleichzeitig der Saisonhighlight:

Der OFC kommt.  

Samstag 23. November: Frankfurter Orchester Gesellschaft

(Daniela)

Auf einen klassischen Abend hätte ich aktuell mehr Lust, als mit dem Rad ins Waldstadion zu fahren...

Die Frankfurter Orchester Gesellschaft spielt:

  • Richard Wagner - Vorspiel zu "Tristan und Isolde"
  • Max Bruch - Violinkonzert Nr. 1, g-Moll op. 26
  • Zdenek Fibich - Sinfonie Nr. 2, Es-Dur op. 38

Solistin: Grace Kyung Eun Lee, Violine
Frankfurter Orchester Gesellschaft
Musikalische Leitung: Stefan Schmitt

Kartenverkauf: Konzertkarten an der Abendkasse zu 18,- € / Schüler und Studenten ermäßigt 8,- € /
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 12 Jahre
23. November 2024, 19 Uhr, Dr. Hoch's Konservatorium, Clara Schumann Saal, Sonnemannstrasse 16, Frankfurt am Main

Samstag, 23. November: OF/ Faithless

(Andrea)

Irgendwann in den 1990ern habe ich Faithless in der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg live erlebt und das Konzert zählt zu meinen persönlichen Top Ten-Konzerten. Auch, weil die Band nicht aufhören wollte, ständig kamen sie wieder raus, gaben Zugabe um Zugabe und sorgten für jede Menge Glückshormone. Das Erlebnis lässt sich kaum toppen, zumal Frontmann Maxie Jazz am 23. Dezember 2022 verstorben ist. Es scheint sich Ersatz gefunden zu haben oder eben auch nicht, ich lese, dass die beiden verbliebenen Sister Bliss und Rollo bei den Konzerten seinen Spirit wieder aufleben lassen. Ich bin gespannt und freue mich schon sehr auf den Abend in unserer Offenbacher guten Stubb.

Stadthalle Offenbach, Waldstraße, Offenbach 

Samstag, 23. November: OF/ Alien Chicks

(Andrea)

Like* (manchmal darf es gerne wütend und laut sein): Alien Chicks sind ein dynamisches Post-Punk-Trio aus den Straßen Südlondons und sie bringen eine elektrisierende Mischung aus Rap, Jazz und Punk in den Hafen 2. Die drei haben sich durch die Lokale Londons gespielt und im Juli ihre Debüt-EP „Indulging The Mobs“ veröffentlicht. Die Musik der Alien Chicks ist ein Beweis für ihre vielfältigen Einflüsse und ihre furchtlose Herangehensweise an das Genre. Ob sie nun rasante Rap-Verse, komplizierte, jazzinspirierte Bass-Riffs oder donnernde Punk-Rhythmen liefern, sie überschreiten weiterhin Grenzen und trotzen Erwartungen. Einlass 19.30 Uhr

Hafen 2, Nordring, Offenbach

Samstag, 23. & Sonntag, 24. November: Bullshit

(Martin)

She She Pop - Performance

Das ist Bullshit: Ein Slang-Begriff für etwas, das falsch ist, diskreditiert, also Unsinn. Oder etwas, das erfunden ist, fake, irreführend, eine Täuschung. Auf leerer Bühne finden sich die Performer*innen im endlosen Loop einer Verkaufsshow wieder. Hier ist nichts – und doch ist alles im Angebot. 

Unaufhörlich dreht sich die Spirale um She She Pop als Verkäufer*innen der Wirklichkeit, immer weiter geht ihre Suche nach etwas, dem sie noch einen Wert beimessen können, nur um es dann zu verramschen. Können sie die Wirklichkeit noch mit ihren Sinnen erfassen, mit Worten beschreiben? Ist sie noch zu retten? Hält irgendetwas dem Ausverkauf stand? 

She She Pop haben die Orientierung verloren. Die Zentralperspektive, aus der sie gelernt haben, irgendein Ziel ins Auge zu fassen, ist aufgelöst. Zusammen mit den Zuschauer*innen befinden sich die Performer*innen in einem Zustand des freien Falls. Eine Lücke tut sich auf zwischen Ereignissen und den Worten, die sie beschreiben. Und in diesen Abgrund fallen sie tiefer und tiefer.

In „Bullshit” stellen sich She She Pop mutig dem Verlust der gemeinsamen Wirklichkeit. Die Performer*innen erkennen an, dass sie nichts wissen und dass selbst die poetische Realität des Theaterraums in Mitleidenschaft gezogen ist. So versuchen sie die Blase ihrer Wahrnehmung zu verlassen, um andere Größenverhältnisse anzunehmen, andere Farben zu sehen, sich wie die Fledermaus mit Echolot zu verständigen, und sich in absoluter Dunkelheit wieder zu finden. Sie stellen sich andere Sichtweisen vor, sie verschreiben sich der Unsicherheit und widmen sich dem Verlernen. 

Wird es ihnen noch gelingen aus dem Chaos ein Erlebnis zu formen, Bedeutung in der Zufälligkeit zu finden, Sinn zu stiften im Durcheinander der Möglichkeiten – oder als letztes Mittel den Bankrott zur Komödie zu erklären?”

Hier geht’s zu den Tickets: https://21765.reservix.de/p/reservix/group/483028

Samstag, 23. Um 20.00h und Sonntag, 24. November um 18.00h
Performance im Mousonturm
Foto: © Ben Krieg

Samstag, 23. und Sonntag, 24. November: Adventsbasar

(Martin)
 
Der ChamissoGarten ist ein ganz zauberhafter Ort! Dort findet vielfältiges kulturelles Leben statt! Meine Freundin Ute, die Initiatorin und Gründerin des Projektes ChamissoGarten schreibt:
 
„Liebe Freundinnen und Freunde des ChamissoGartens,

die Adventszeit steht bevor, und wir laden Sie herzlich zu unserem Adventsbasar am Samstag, den 23. November, und Sonntag, den 24. November, jeweils von 14 bis 18 Uhr ein.
 
Freuen Sie sich auf festliche Stimmung mit handgemachten Geschenkideen, köstlichen Leckereien und vielfältigen kulturellen Darbietungen. Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen, um gemeinsam den Beginn der Vorweihnachtszeit zu feiern.

Herzlich, Ihre Ute Posenenske und das Team des ChamissoGartens“
 
Hingehen!
 
Samstag, 23. und Sonntag, 24. November, jeweils von 14.00 – 18.00 Uhr:
Adventsbasar im ChamissoGarten
Chamissostraße 38
Foto: © Veranstalter*in

Sonntag 24. November: Kleidertauschparty

(Daniela)

Anläßlich der Europäischen Woche der Abfallvermeidung organisiert die Grüne Jugend Frankfurt eine Kleidertauschparty!

Nachhaltigkeit und Spaß verbinden? Das kannst Du auf unserer Kleidertauschparty erleben! Nimm bis zu 12 Kleidungsstücke mit und tausche sie gegen andere ein. Jeder Mensch, egal zu welcher Generation sie oder er gehört, wird hier fündig. Für eine DIY-Upcycling-Ecke, Kaffee, Kuchen und Snacks von Food Sharing (foodsharingfrankfurt.org) ist gesorgt und unsere Frankfurter Bundestagsabgeordnete Debbie Düring kommt ebenfalls um 12:30 Uhr vorbei, um mit Euch über Fast Fashion und die Auswirkungen der Modeindustrie im Globalen Süden zu sprechen.

 

Ort: Mehrgenerationenhaus Gallus, Idsteiner Str. 91

Datum und Uhrzeit: 24.11. von 12 bis 16 Uhr

Sonntag, 24. November: Of/ Fussball-Flohmarkt

(Andrea)

Ein ganz besonderer Flohmarkt, der heute in den Parkside-Studios die Herzen von Fussballfans höher schlagen lässt: Angeboten werden Artikel mit Bezug zu Kickers Offenbach, Bayer Leverkusen und Offenbach allgemein. Rückfragen und Anmeldung bis spätestens 17.11.24 an: flohmarkt@foerderverein-of.de Im Rahmen des Flohmarkts wird auch das 5-jährige Jubiläum des Fördervereins gefeiert. Für das leibliche Wohl ist gesorgt! 12 Uhr bis 18 Uhr

Parkside-Studios, Friedhofstraße 59, Offenbach, nicht barrierefrei

Sonntag, 24. November: FAÇADE (79. Naxos Hallenkonzert)

(Martin)

Ensemble Phoenix Basel

Façade – an Entertainment vereint die schillernde Begleitmusik William Waltons mit den surrealistisch-lautmalerischen Gedichten der englischen Poetin Edith Sitwell, vorgetragen von dem renommierten schottischen Stimmkünstler und Schauspieler Graham F. Valentine. 

Mit ihrem Freiheitsstreben kämpfte sie gegen die viktorianische Doppelmoral und provozierte in den 1920er Jahren so manchen Skandal. Heute bedroht das Erstarken rückschrittlicher Kräfte wiederholt unsere demokratischen Werte. Für frischen Mut sorgen im Programm des Ensemble Phoenix Basel zwei neue, explosive Ensemblewerke der Komponistinnen Asia Ahmetjanova und Charlotte Torres.

Programm:

  • William Walton: „Façade – an Entertainment“ (1922) für Sprecher und Ensemble, nach Gedichten von Dame Edith Sitwell
  • Asia Ahmetjanova: „Fledermäuse und Ikonen“ (2024, Deutsche Erstaufführung)
  • Charlotte Torres: „Ton tonton tond ton thon et d’autres tons“ (2024, Deutsche Erstaufführung)

Ensemble Phoenix Basel:
Jürg Henneberger – Musikalische Leitung
Graham F. Valentine – Stimme

Hier geht’s zur Reservierung: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSedYVRDImGlQXgAnOfgdj-15eJEmEdu-mRJZSTrmjSBCOk_HQ/viewform

Sonntag, 24. November um 18.00h
Naxos Halle

Sonntag, 24. November: Zeck

(Uwe)

Kurz und knapp wie der Name des Projekts. Es reicht ein Hinweis auf Bon Iver im ersten Satz: Inspiriert von Milky Chance und Bon Iver atmet seine Musik die Tanzbarkeit moderner Indiepop-Produktionen, ohne etwas von seinen intimen und teilweise schonungslos offenen emotionalen Qualitäten einzubüßen.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Herbstmusik, Teil 3: Radical Face

(Uwe)

Benjamin „Ben“ Cooper könnte auch der einfache wie einprägsame Name einer Serienfigur sein. Der Ben Cooper, um den es hier geht ist der Kopf (und das einzige Mitglied) des Independent-Projekts Radical Face. Unter diesem Namen veröffentlicht er seit 2007 Alben, zuletzt erschien in diesem Jahr sein Album „Mixtape“, dessen erster Song „Lovesong“ geht gleich richtig ins Ohr und in die Beine. Das Lied passt eigentlich nicht in die aktuelle Reihe „Herbstsongs“, schickt sich aber an, neben „And Nothing Is Forever“ von The Cure und „Die Sonne so rot“ von Fortuna Ehrenfeld zum besten Song des Jahres zu werden. Im Katalog von Radical Face und Coopers vorherigem Projekt Electric Presdient stecken aber genügend ruhige und melancholische Songs (und natürlich auch im neuen Album „Mixtape“):

  1. Wrapped In Piano String (vom Album Ghost)
  2. The Mute (vom Album Family Tree – The Branches)
  3. Old Gemini (vom Album Family Tree – The Leaves)
  4. Teenage Feelings (vom Album Mixtape)
  5. Ether (von Electric President / vom Album Sleep Well)

PS: Bekanntheit erlangte Cooper insbesondere über seinen Song „Welcome Home, Son“, den Nikon für einen Werbespot nutzte. Und nicht vergessen: Unbedingt den „Lovesong“ anhören.

Bis Sonntag, 01. Dezember: Ausstellung Lisa Nürnberger im saasfee*pavillon

(Petra)

In "unauffällig geil" transformiert Lisa Nürnberger alltägliche Elemente aus dem städtischen Raum, indem sie diese aus einem funktionalen Kontext löst und in ihre Skulpturen sowie Zeichnungen überführt. Mit ihrer Vorliebe für materielle Zufälle und den ersten Versuch, schaffen ihre Werke sowohl eine Ambivalenz von vertrauter Nähe und kühler Distanz, als auch von Stabilität und Verletzlichkeit. Nürnberger widersetzt sich bewusst einer klaren Kategorisierung, wodurch ihre Arbeiten in dieser Zerrissenheit letztendlich ihre Wirkung erlangen.

unauffällig geil, Austellung von Lisa Nürnberger, Ort: saasfee*pavillon, Adresse: Bleichstraße 64 - 66 HH, Ausstellung bis Sonntag, 01. Dezember (mittwochs - sonntags 14 - 18 Uhr)

Montag 25. November: Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen*

(Daniela)

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine Menschrechtsverletzung. Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen* macht jedes Jahr am 25.11. auf das weltweite Problem aufmerksam. 

Wenn wir nach Deutschland blicken, ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen. Jeden Tag versucht ein Täter in Deutschland eine Frau zu töten, an jedem zweiten Tag wird eine Frau ermordet. Meist durch den aktuellen oder früheren Partner.

Gewalt beginnt aber schon viel früher! Es ist wichtig, dass Frauen* und Mädchen sehen, dass sie nicht alleine sind. Sexuelle Belästigungen in der U-Bahn, unerlaubte Fotos oder Drohungen sind Gewalt und die gesamte Gesellschaft hat die Verantwortung sie zu verhindern.

Kundgebung und Demonstration "NEIN zu jeder Form von Gewalt“

25.11.2024, ab 17 Uhr, Konstablerwache

Das Bündnis Frankfurt für Frauenrechte ruft wieder gemeinsam mit Politik, NGOs, Gewerkschaften, dem Frauendezernat und dem Frauenreferat zu einer Kundgebung und Demonstration auf. Die Kundgebung startet um 17 Uhr mit einem vielfältigen Bühnenprogramm aus Musik, Reden, Gedichten und Performances. Ab 18 Uhr beginnt der Demozug durch die Frankfurter Innenstadt. Der Aufruf zur Kundgebung und Demo mit Unterstützer:innenliste findet ihr hier.

Montag, 25. November: Der Erste Mensch

(Martin)

Die unglaubliche Geschichte einer Kindheit nach Albert Camus

In einem erzählerischen Parforceritt entführt Wolfram Koch sein Publikum als Ich-Erzähler in eine Welt voller Armut und natürlicher Schönheit. Und die Musik des Orchestre du Soleil liefert den mitreißenden Soundtrack zu diesem hochaktuellen Stück, an dessen Ende ein Mann, der als Kind in einer Familie von Analphabeten aufwächst, mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wird. 

Es ist die Kindheits-Geschichte Albert Camus‘. In dessen autobiographischen Roman »Der erste Mensch« begibt sich der Protagonist auf die Suche nach seinem Vater, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist und den er nie kennengelernt hat. 

Damit beginnt für den Erzähler eine Reise zurück in seine Kindheit. Er kehrt heim in die Hitze Algiers, in die Armut und die Unschuld. Er erzählt von seiner schweigsamen Mutter im Armenviertel Algiers und der dominanten Großmutter, die nur durch die Unterstützung seines Volksschul-Lehrers davon überzeugt werden kann, dass der Junge ins Gymnasium gehört. Dort, »geworfen in eine unbekannte Welt«, der »unschuldigen Welt entrissen«, begreift er, »dass ich alles, was ich wollte, erreichen würde, und dass nichts, was von dieser Welt ist, mir jemals unmöglich sein würde.«

Der Regisseur und Produzent Martin Mühleis hat den Roman für die Bühne bearbeitet zu einer eigenwilligen Spielform aus Schauspiel, Lesung und Konzert. In seinen Bühnenarbeiten hat Mühleis eine eigene Form entwickelt, eine »Architektur aus Sprache, Musik, Lichtdesign und Schauspiel« (Der Tagesspiegel, Berlin). Es gelingt ihm, Literatur für die Bühne zu adaptieren, ohne sie in Struktur, Rhythmus und Sprache zu verändern. Aus den literarischen Vorlagen entstehen auf diese Weise eigene Bühnenwerke, die den Zuschauer zum Mitgestalter machen. Mühleis' reduzierte, kargen Erzählformen bewirken, dass ein wesentlicher Teil der Geschichte in der Phantasie des Betrachters entsteht.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/der-erste-mensch-/2178/

Montag, 25. November um 19.30 Uhr
Schauspiel Frankfurt – Großes Haus
Foto: © Veranstalter*in

Montag, 25. November: Die Hoffnung stirbt zuletzt

(Martin)

Multimediale Performance
Schauspiel Frankfurt

 
Monatelang haben der künstlerische Direktor des renommierten Meitar Ensembles für zeitgenössische Musik, Amit Dolberg, und die Direktorin und Schauspielerin des Felicja Blumental Music Centers in Tel Aviv, Avigail Arenheim, sich mit Überlebenden des Massakers vom 07. Oktober getroffen und ihre Erinnerungen aufgezeichnet.

»Die Hoffnung stirbt zuletzt« ist ein Ergebnis dieser intensiven Auseinandersetzung mit den traumatischen Erlebnissen und der Frage, wie das Leben weitergehen und Heilung aussehen kann. Die multimediale Performance erzählt die Geschichte der Überlebenden des Massakers in Form von Gedichten, Monologen und Videoaufnahmen zu einer eigens von Ofer Pinchas komponierten Musik.
 
Hier gibt’s Tickets
 
Montag, 25. November um 19.00h
Schauspiel Frankfurt/Kammerspiel
Foto: © Yossi Zwicker

Samstag 26. November: "Die fabulösen Kalem'Brothers: Spelunkenmusik

(Daniela)

Eine explosive Mischung aus Folk, Rockabilly, Jazz und Wirrsinn.
Die 4 fabulösen Kalem Brothers sind fröhliche Bürger der maritimen Bergnation Wirrgisien.
Mit Spielfreude, Fiddle, Kontrabass, Mandoline, Gitarre, Gesang und irgendetwas rhythmischem gehts wild gediegen zur Sache.
Beinahe alle ihrer traditionellen Lieder sind selbst erfunden und werden zumeist in deutscher Sprache wiedergegeben.
Allem Hintersinn zum Trotze handelt das Programm vom ganz normalen Leben zwischen Gefängnis, Seemannsgarn und verlorener Liebe.
Ein paar gründlich umgebaute Perlen der Musikgeschichte runden alles ab.
Wie sich das anhört? Kommt vorbei...
Auf gemeinsames Feiern freuen sich die fabulösen Kalem' Brothers und der Club Voltaire. www.youtube.com/watch?v=uRBB42QbWp0

Beginn 20:00 Uhr, Eintritt frei
verein club voltaire e.V., Kleine Hochstraße 5

Dienstag, 26. November: Mick Strauss

(Uwe)

Das Projekt Mick Strauss‘ „In The Dark“ ist ein Erlebnis. Ein Erlebnis, bei dem die Sinne, die normalerweise für ein Konzert eingesetzt werden, auf das alleinige Hören beschränkt sind. Das Publikum wird in völlige Dunkelheit getaucht und von den Stimmen und Instrumenten der Künstler geführt. Auf diese Weise ist das Zuhören total, die Musik lebt und Unfälle – wie das Nichtfinden des Bogens oder des richtigen Bundes für einen Gitarrengriff – werden zu Ereignissen. Ein Experiment

  • Mick Strauss (Arthur B. Gillette, Gitarrist der französisch-amerikanischen Band MORIARTY): Gesang, Gitarre, Harmonium, Mundharmonika, Maultrommeln
  • Jennifer Hutt: Geige, Gesang, mit Wasser gefüllte Gläser, Synthesizer (über einen Mini-Bluetooth-Lautsprecher)
  • Maëva Le Berre: Cello, Gesang und akustische Basteleien

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Mittwoch, 27. November: Sechster Open Book Slam bei Land in Sicht

(Daniela)

Wir sprechen über Bücher im Superlativ
Zum MITMACHEN (mit formloser Anmeldung) und/oder ZUHÖREN


Ihr und wir haben in unserem Leben schon so viel gelesen! Und was waren da für großartige, abgefahrene, spannende, langweilige, lustige, traurige, schräge, lehrreiche Bücher dabei. :-)
Über diese Bücher wollen wir an diesem Abend sprechen und so die mittlerweile gute Tradition der Book Slams bei uns fortsetzen.

Wir Buchhändler:innen & Bücherfreund:innen werden Euch in jeweils kurzweiligen 3-5 Minuten eins unserer abgefahrensten, schönsten, wüstesten, hinreißendsten, dramatischsten etc. Leseerlebnisse vorstellen.
Und wir würden uns immens freuen, wenn Ihr zum Zuhören kämet oder sogar selbst ein solches Erlebnis vorstellen mögt. Gleiche Regeln und Möglichkeiten für alle.

Wenn Ihr diese Chance nutzen wollt: Schreibt uns eine kurze Mail an kontakt@landinsicht.eu mit dem Titel Eures Buches - oder sprecht uns im Laden an - und seid an dem Abend eine Viertelstunde früher da.
Wenn Ihr einfach nur zuhören mögt: Kommt pünktlich und zuhauf.

Der Eintritt ist frei. Beginn 20:00 Uhr Wir freuen uns.


Buchladen Land in Sicht - Literatur im Stadtteil (LiS) eV
Eiserne Hand 3

Mittwoch, 27. November: Schröder+ (Sylvie Schenk)

(Uwe)

Schröder+ ist ein super Format der Romanfabrik, die der Frankfurter Literaturkritiker Christoph Schröder kuratiert und moderiert. Ausgewählt hat er fpr sie nicht aktuelle Neuerscheinungen, sondern von ihm besonders wertgeschätzte Autorinnen und Autoren, deren bestimmte biographische Erfahrungen sich auf besondere Weise in ihrem literarischen Werk widerspiegeln. Es geht Schröder um die Verbindung von Werkschau und Porträt, über die er ausführlich mit den Autor*innen sprechen möchte. So auch mit Sylvie Schenk, die 1944 in Chambery/Frankreich geboren wurde und seit 1966 in Deutschland lebt. Ihre Romane sind schmal, autobiografisch grundiert, erzählen von verzweigten Familiengeschichten, und das auf einem sehr schmalen Grat zwischen Komik und Tragik, auf dem Sylvie Schenk in einer knappen Sprache kunstvoll balanciert. Sie stand mit ihrem Roman Maman (Hanser Verlag) 2023 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

Romanfabrik
F., Hanauer Landstr. 
19:30 Uhr
Foto: Peter-Andreas-Hassiepen

Mittwoch, 27. November: Die Nerven

(Andrea)

Nachdem ich neulich mit Stefan (x) telefoniert habe und er von den Nerven schwärmte, habe ich mich gleich mal rein- und warmgehört und will die live: "Seit 2010 gibt es DIE NERVEN, gegründet in Esslingen und mittlerweile verteilt auf Stuttgart und Berlin gelten sie heute nicht nur als eine der besten Live-Bands des Landes: Nach einer an kreativem Schöpfungswillen unvergleichlichen Flut an Digital- Releases erschien 2012 FLUIDUM (Fin Du Monde/This Charming Man Records), 2014 gefolgt von FUN (ebd.), von Jan Wigger (Spiegel Online) als "eine der wichtigsten und besten deutschsprachigen Platten dieses Jahrzehnts" verstanden. Stets glaubwürdig und dem Underground verbunden geblieben spielten sich DIE NERVEN in den folgenden Jahren durch die Clubs und Festivals (Roskilde, Melt!, Appletree Garden, Sziget, Eurosonic), unternahmen eine Israel-Tour und veröffentlichten als erste deutschsprachige Band auf dem stilprägenden US-amerikanischen Label Amphetamine Reptile Records."(...)"Die erste Singleauskopplung EUROPA wird live im TV im ZDF Magazin Royale präsentiert, das Album steigt auf Platz 17 der Top 100 Albumcharts ein und wird anschließend umfangreich betourt. DIE NERVEN sind nicht mehr wegzudenken aus den lebendigen Regionen der Musikwelt – sie befeuern und prägen sie! Und das nicht nur durch die Band selbst: Kevin Kuhn, einer der melodischsten und eigenständigsten Schlagzeuger der Gegenwart, trommelt auch bei Gordon Raphael und Wolf Mountains, Julian Knoth legt mit dem Peter Muffin Trio und Yum Yum Club beindruckende, wuchtige und der Avantgarde nahe Platten vor, und Max Rieger (u.a. All diese Gewalt) produziert sich mit Casper, Drangsal, Die Selektion, Friends Of Gas, Ilgen-Nur, Jungstötter, Stella Sommer etc. an die Spitze der deutschen Musikindustrie jenseits vorhersehbarer Plastikwerke. Im September 2024 wird ihr bereits sechstes Studioalbum WIR WAREN HIER auf Glitterhouse Records erscheinen, gefolgt von einer ausgedehnten Tournee." Da sind wir, heute Abend, 19 Uhr.

Das Bett, Schmidtstraße 12, Frankfurt

Mittwoch, 27. Novembe: OF/ WortWeinKunst: Worte ohne Ende ..........

(Andrea)

Wäre ich heute nicht im Bett würde ich in den BOK gehen, dort sprechen die beiden Bücherfrauen & Buchhändlerinnen: Andrea Tuscher & Tanja Neumann vom Buchladen am Markt über Alltag & Ereignisse, Bücher & Menschen, Verlage & Vertreter. Umgeben sind sie dabei von der Ausstellung ‚Strukturen in der Ewigzeit’ von Barbara Bux, die Künstlerin st anwesend. 19 Uhr.

BOK-Galerie, Kirchgasse 27 – 29, Offenbach/Main

Mittwoch, 27. November: The Chats

(Andrea)

The Chats sind ein weiterer Beleg dafür, dass eine schulische Bildung an katholischer Einrichtung ein verlässlicher Weg zur Distanzierung von christlich-konservativem Gedankengut ist, schreibt laut.de. Josh Price, Eamon Sandwith, Treynane McCarthy und Matthew Boggis treffen sich in der Musikklasse des St Teresa's College in Noosa, Queensland, mitten in der beschaulichen Sunshine Coast der australischen Ostküste. Mehr Vorort geht selbst im globalen Vergleich kaum, und so bleibt den vier Australiern (nach McCarthys Abgang nur noch drei) kaum etwas anderes als die gepflegte Rebellion. Schon der Bandname weist die Richtung: "that's chat" sagt der Australier abfällig über ekelige Dinge. Supported werden die Autralier von The Prize.Wer Lust auf ein wildes Konzert in meinem Lieblingsclub an der Konsti hat, nimmt an der Verlsoung teil.

Einlass 19 Uhr.

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt

Donnerstag 28. November: Vernissage Elsa Kuhn im HOPPIGALOPPI

(Daniela)

Vernissage IN FELT WE TRUST Elsa Kuhn zu Gast im HOPPIGALOPPI

Die Arbeiten von Elsa Kuhn sehen toll aus. Ich freue mich, dass Matthias Weller sie im Hoppigaloppi ausstellt. Er schreibt:
"Ich freue mich sehr auf die allererste Ausstellung im Laden von Elsa Kuhn aka IN FELT WE TRUST aus Paris. Elsa, die an der L'Académie Internationale de Coupe de Paris Mode studiert hat und ein Label mit Kindermode betreibt, zeigt ca. 30 Ihrer aus Filz gefertigten Schallplattencover im HOPPIGALOPPI - aus Filz und handbestickt, ganz genau. 

Werft einen Blick auf Ihre Seite und taucht ein in ihre textile Welt voll wunderschöner Albencover - und kommt ins HOPPIGALOPPI um sie live zu sehen und natürlich auch um ihre überaus charmanten Rekreationen zu erwerben. Die Bilder werden bis Anfang Januar zu sehen sein."

Die Künstlerin ist anwesend.

Nützliche Links:
https://www.instagram.com/infeltwetrust/
https://youtu.be/3CeAWlTGwSQ?si=_ROG5_4-vSJ0AT4u
https://www.12songsproject.com/archive/elsa-kuhn-in-felt-we-trust

18:30-21 Uhr

HOPPIGALOPPI
Berger Str. 56 | Merianplatz, 60316 Frankfurt am Main

Donnerstag, 28. November: ELL

(Uwe)

Deutsch Pop, Rock

ELL vereint mit weiblicher Stimme und wenigen Instrumenten die Schönheit einer Schlagbohrmaschine mit der Power einer duftenden Kirschblüte. Oder umgekehrt? Wer vermag das schon zu beurteilen! Erst recht, wenn man dieses Krach-Pop-Duo noch nicht Live gesehen hat. Lisa-Anna (sie/ihr) und Lennart (er/ihn) sind laut Rockband-Duden vielleicht personell unterbesetzt, jedoch fehlt es ihnen an absolut gar nichts. Das haben über 30 Shows in ihrem Debüt-Jahr 2022 als Liveband gezeigt.

Ponyhof
F., Klappergasse
Einlass: 19 Uhr
Bild: Homepage Ponyhof

Donnerstag, 28. November - Sonntag, 23. Februar 2025: „Moving Boxes“ von Heiner Blum und Jakob Sturm

(Petra)

Die historische Villa, in der sich der Nassauische Kunstverein Wiesbaden befindet, wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Mietshaus mit Wohnungen konzipiert. In Auseinandersetzung mit der ursprünglichen Funktion und Bedeutung des Gebäudes realisiert der Kunstverein im Rahmen des Kooperationsprojekts INTERIOR ein partizipatives Ausstellungsprojekt, das sich mit dem Thema Wohnen beschäftigt. Mit Moving Boxes verwandeln sich die Räumlichkeiten des Kunstvereins in eine lebendige Bühne für Wohnexperimente, Alltag, Austausch und Begegnungen. Es geht darum, das kommunikative und soziale Potential des Ortes gemeinsam mit eingeladenen Künstler*innen, dem Publikum und verschiedenen Akteur*innen zu hinterfragen. Im Laufe unseres Lebens wechseln wir vielfach die Orte, an denen wir wohnen. Nicht nur Möbel werden bewegt, sondern auch die vielen kleinen und großen Dinge, mit denen wir uns umgeben. Sorgfältig in Umzugskartons verpackt, wechseln auch sie den Ort, um an neuer Stelle wieder aktiviert zu werden. Umzugskartons sind wesentlicher Teil der Umzugsmasse und Transferbehälter für die Dinge, die unsere Biografien begleiten. Hier bekommen die Kartons eine Bühne. Sie verkörpern zeichenhaft und real die Mobilität der Menschen unserer Zeit. Wie wäre es, wenn sie nicht nur als Transportmittel für die Dinge, sondern auch in unterschiedlichen Formaten selbst als Raum genutzt würden? In Zeiten steigender Wohnungspreise eröffnen Kartons spannende Möglichkeiten, Wohnraum neu zu denken. Wie wäre es, allein, mit Freund*innen oder Fremden in einem Karton zu leben, zu arbeiten, zu feiern, zu verweilen und zu träumen? Diese Fragestellungen werden mit Moving Boxes modellhaft untersucht.

Moving Boxes - ein Projekt von Heiner Blum und Jakob Sturm und Gästen in Zusammenarbeit mit Lotte Dinse und Selina Hammer in Koproduktion mit Diamant / Museum Of Urban Culture und Orte möglichen Wohnens, Ort: Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, Adresse: Wilhelmstraße 15, Eröffnung: Donnerstag, 28. November 2024, 18 Uhr, Öffnungszeiten: dienstags, freitags und samstags16 - 21 Uhr, sonntags 15 - 20 Uhr (geschlossen: 23. Dezember 2024 - 2. Januar 2025), Eintritt: 5 (3) Euro

Donnerstag, 28. November: Malik Harris

(Uwe)

Im November spielt Malik Harris mit neun Stopps eine ausgedehnte Deutschlandtour – bei der er mit seiner Loop-Station als Ein-Mann-Band auf der Bühne stehen wird, wie er es bereits im Vorprogramm großer Stars, wie Tom Odell, James Blunt oder Callum Scott, erfolgreich bewiesen hat. Einer seiner bekanntesten Hitsist der Track „Rockstars“ – mit dem Malik Harris 2022 für Deutschland beim ESC in Turin antrat.


Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
Foto: Robin-Karow

Donnerstag, 28. November - Samstag, 30. November: Into design 2024 zwischen Frankfurt und Offenbach

(Petra)

Die vierte Ausgabe von "Into Design 2024" steht im Zeichen der Städtepartnerschaft Tel Aviv und Frankfurt. Über das Thema Design wird die Verbindung in zwei beispielhaften Quartieren, dem Frankfurter Bahnhofsviertel und Montefiore, einem südlichen Stadtviertel Tel Avivs, erlebbar gemacht. In virtuellen Speed-Dates zwischen Gestalterinnen und Gestalter, Künstlerinnen und Künstlern oder Stadtmacherinnen und -machern finden in Tel Aviv und Frankfurt zeitgleich Veranstaltungen statt, die jeweils live in die andere Parallel-Location übertragen werden. Rund um das Thema Bahnhofsviertel, Einflüsse Tel Avivs in Frankfurt in den Bereichen Design, Gastronomie oder Kunst gibt es an drei Tagen geführte Touren, die Expeditions. Die Guides teilen ihre Sicht auf Architektur, Musik, Kunst, Kulinarik und Lifestyle und bringen Dir diese Aspekte näher. Letztes Jahr zum Beispiel habe ich eine Tour durchs Frankfurter Bahnhofsviertel gemacht – Bahnhofsviertel, dachte ich erst, bin ich doch schon IMMER unterwegs gewesen - aber es war extrem nett und voller neuer Entdeckungen. Und es sind immer die persönlichen Geschichten, die einen begeistern und die hängenbleiben. So wird es auch dieses Jahr sein.

Into design 2024, Touren mit Kreativen durch ihre Quartiere, Tickets: 12 (8 - Code: INTO-Students24) Euro, Teilnehmer je Tour: 20 Personen, Dauer: 90-120 Minuten, Themen und Termine gibt’s hier

Donnerstag, 28. November: Of/ „Erinnerungen an Alt-Offenbach“ und „Ein Nachruf“

(Andrea)

Eine spannende Reihe, die mein ehemaliger Chef im Ruhestand ersonnen hat: "Offenbach im Wandel" lässt einen ganz nostalgisch werden, Erinnerungen werden wach an die Hamburger Farm mit ihren köstlichen Apfeltaschen, die Rindswurst morgens um vier im Agree (die ich nie gegessen habe, aber sie hatte eine Magnetwirkung), die Busfahrt mit meiner Mutter zum Shoppen in der Frankfurter Straße, in der es seinerzeit noch viele gute Geschäfte gab. Alles Geschichte, aber um die soll es auch am dritten Abend der Reihe heute gehen (wobei ich die Zeit nicht miterlebt habe, deshalb für mich ein must see): "Filmregisseur Gerd Vollmer, der frühere Leiter des Offenbacher Stadtmuseums (heute Haus der Stadtgeschichte), war im Jahr 1960 als junger Maler in Paris und malte die dortigen Altstadtviertel. 1962 entdeckte er die malerische Atmosphäre der Offenbacher Altstadt, deren Zerstörung bereits geplant war, malte dort und drehte einen Film. Über die damaligen Geschehnisse und das Entstehen seines 1963/64 gedrehten Films „Erinnerungen an Alt-Offenbach“, der erst zwölf Jahre später fertiggestellt war, spricht Gerd Vollmer in seinem Einführungsvortrag. Danach drehte er einen zweiten Film. Inzwischen waren in der Innenstadt Hochhäuser gewachsen und sehr viel Beton verbaut worden. Im Jahr 1977 entstanden Aufnahmen, die die Aufnahmen aus dem Jahrzehnt zuvor ergänzen. Gerd Vollmer stellte daraus den Film „Ein Nachruf“ zusammen. Beide Filme zeigen somit den Zeitgeist der 1960er und 1970er Jahre in Offenbach am Main. Sie erlauben der Nachwelt den Vergleich, was im Zentrum der Stadt verloren ging und was an dieser Stelle neu gebaut wurde. Denkmalschutz gab es damals nicht, auch keine Rücksicht auf vorhandene Bausubstanz. Es ging darum, die Innenstadt – nachdem Offenbach am Main 1954 mit 100.000 Einwohnern Großstadt geworden war – in ihrem eigentlichen, vom Zweiten Weltkrieg kaum betroffenen Altstadtkern „modern“ und „autogerecht“ zu gestalten. Der Eintritt kostet fünf Euro. Für die Veranstaltung wird um Anmeldung per E-Mail unter hds-terminplanung@offenbach.de gebeten. Aufgrund der Brandschutzauflagen im Veranstaltungsraum dürfen maximal 160 Tickets verkauft werden. Es gibt eine Anmeldeliste, die Tickets müssen vorab an der Museumskasse abgeholt werden. Nicht abgeholte Tickets werden am Tag der Veranstaltung für andere Interessierte frei gegeben. Aufgrund der hohen Nachfrage sollen die Filme in naher Zukunft erneut gezeigt werden."

Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61, Offenbach

Donnerstag, 28. November: OF/ Isenburg Quartett

(Andrea)

Erst Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, dann feinste Kammermusik: Das Isenburg Quartett führt ein Programm rund um die Themen Eklektizismus, Kosmopolitismus und Globalisierung auf. Mit Streichquartetten von Erich Schulhoff und Wolfgang Amadeus Mozart sowie einer Uraufführung von Diego Ramos Rodríguez wenden sich die vier Musikerinnen und Musiker Jagdish Mistry, Diego Ramos Rodríguez, Laura Hovestadt und Sophie-Justine Herr der Frage zu, wie sich globale klimatische, kulturelle und künstlerische Strömungen gegenseitig beeinflussen. Die „Fünf Stücke für Streichquartett“ von Erwin Schulhoff sind ein Paradebeispiel kosmopolitischen Eklektizismus in der Musik nach dem Ersten Weltkrieg. Schulhoff verbindet die afrikanisch-amerikanischen Einflüsse des Jazz, osteuropäische und südamerikanische Volkstänze und die Musik der europäischen Avantgarde zu einer neuen, höchst persönlichen Musiksprache über geografische, klimatische und kulturelle Grenzen hinweg. Die Uraufführung „Hamid“ von Diego Ramos Rodríguez beschäftigt sich – ausgehend von einer Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst – mit dem Werk des algerischen Künstlers Hamid Zénati. Als wahrer Kosmopolit sammelte dieser unzählige künstlerische Eindrücke aus der ganzen Welt, die er in seinen Textil- und Wandarbeiten verarbeitete. Seine Werke bleiben immer abstrakt und wirken zugleich lebendig und unmittelbar. Kann die Musik den scheinbaren Widerspruch zwischen mediterraner Wärme und formaler Kälte auf eine ähnliche Art auflösen? Wolfgang Amadeus Mozart komponierte die sechs „Preußischen Quartette“, zu denen das an diesem Abend gespielte Streichquartett op. 22 in B-Dur KV 589 gehört, nach einem Besuch bei Kaiser Friedrich Wilhelm II. in Potsdam im Frühling des Jahres 1790. Da der Kaiser selbst ein guter Cellist war, spielt dieses Instrument in den Kompositionen eine für die Zeit ungewöhnlich prominente Rolle. Die besondere Klangfarbe des Violoncellos verleiht dem Stück eine wärmere Temperatur, die für Mozarts normalerweise leicht-frühlingshafte Klangsprache ungewöhnlich ist. Das Isenburg Quartett besteht aus Mitgliedern des Ensemble Modern und der Internationalen Ensemble Modern Akademie. Die Musikerinnen und Musiker stehen an der Speerspitze des Zeitgenössischen, pflegen im Isenburg Quartett allerdings ganz besonders ihre Liebe zu Klassik, Romantik und klassischer Moderne.

Tickets zu 20 Euro können per Mail an anmeldung.kultur@offenbach.de oder telefonisch unter der Rufnummer 069 8065 2360 reserviert werden. Schüler, Auszubildende, Studierende, FSJler und Bürgergeld-Empfangende zahlen 10 Euro, Menschen mit Behinderung ab einem GdB von 50 zahlen 16 Euro. Der Einlass beginnt um 18:30 Uhr. SCAPE° ist barrierefrei zugänglich. 

SCAPE, FRankfurter Straße 39, Offenbach

Donnerstag, 28. November: OF/ Riefenstahl

(Andrea)

Noch lieber aber möchte ich in den Filmklubb und endlich den Film über Leni Riefenstahl, eine der umstrittensten Persönlichkeiten der Filmgeschichte, sehen. 1902 in Berlin geboren, reüssiert in den 1920 Jahren als Schauspielerin in Bergfilmen. Durch ihr 1932 veröffentlichtes Regiedebüt "Das blaue Licht", bei dem sie als Hauptdarstellerin, Regisseurin, Koproduzentin und Drehbuchautorin fungierte, werden führende NSDAP-Politiker wie der Parteichef Adolf Hitler und der damalige Gauleiter der Partei von Berlin-Brandenburg Joseph Goebbels auf sie aufmerksam. Danach beginnt eine rasante Karriere, Riefenstahl dreht mit "Triumph des Willens" einen der wichtigsten Propagandafilme der Nationalsozialisten. Nach dem Krieg wird sie als "Mitläuferin" eingestuft, sie dreht Filme in Afrika und bleibt eine aktive Gestalterin. Ihren Nachlass von 700 Kisten hat Regisseur Andreas Veiel zur Grundlage seines Films gemacht. Einlass 18 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, OF, nicht barrierefrei

Donnertag, 28. November: Matthias Reim

(Uwe)

Die Lebensgeschichte von Matthias Reim ist mindestens genau so interessant wie seine überwiegend erfolgreiche Karriere. Natürlich gibt es da diesen einen Mega-Hit "Verdammt, ich lieb Dich", der alle seine anderen Lieder überstrahlt, Musik macht er aber bis heute. So erschien in diesem Jahr seine aktuelle Platte Zeppelin. Und live spielt er auch, an diesem Donnerstag im Zoom.

Zoom
F., Carl-Benz-Str 21
Einlass: 19 Uhr
Bild: Homepage Zoom

V O R S C H A U nächste Woche
Bis Sonntag, 1. Dezember: Hänsel und Gretel

(Martin)

Oper für Kinder

Hänsel und Gretel leben in ärmlichen Verhältnissen, ihre Eltern rackern sich von früh bis spät ab – und trotzdem ist manchmal nicht genug zu essen da. 

Meistens lassen sich die Geschwister davon die Laune nicht vermiesen. Sie singen und tanzen ausgelassen, bis plötzlich ihre Mutter nach Hause kommt. Die ist stinksauer, weil die Kinder ihre Aufgaben nicht erledigt haben und dann zu allem Ärger auch noch der Milchtopf kaputt geht. Was soll sie denn jetzt kochen? Im Wald sollen die Kinder nach Essbarem suchen. Aber ist das nicht gefährlich? Da soll doch eine Hexe wohnen …

Engelbert Humperdincks Schwester Adelheid Wette wollte zunächst ein Märchenspiel mit ein paar bekannten Kinderliedern schreiben. Aber schließlich kniete sich der Komponist so sehr in die Arbeit an Hänsel und Gretel, dass eine anspruchsvolle Oper entstand. Seine eigenen Melodien sind ebensolche Ohrwürmer wie die bekannten, eingebauten Kinderlieder.

Hier gibt’s weitere Infos und Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/oper-fuer-kinder-emhaensel-und-gretel/em/?id_datum=4225#date

Bis Sonntag, 1. Dezember (genaue Daten und Uhrzeiten siehe Homepage): Hänsel und Gretel
Oper für Kinder ab 6 Jahren / Oper Frankfurt in Neue Kaiser
Foto: © Homepage Oper Frankfurt

Freitag, 29. November: Helmet - 30. Jahre Betty Tour

(Uwe)

Laut.de schrieb über die Band: „Helmet sind ein Meilenstein der Rockmusikszene von New York City. Irgendwo in der New Yorker Hardcore-Szene angesiedelt, hatten sich Helmet von Beginn an ihre eigene Nische eingerichtet, die später zahlreiche andere Bands beeinflussen sollte – nicht nur hinsichtlich musikalischer Einflüsse, sondern auch in Bezug auf Image und Auftreten.“

Ihr drittes Studioalbum erschien 1994 und ist damit schon 30 Jahre alt. Grund genug Songs von diesem Album und weitere Lieder zu feiern

Zoom
F., Carl-Benz-Str 21
Einlass: 18 Uhr
Bild: Homepage Zoom

Freitag 29. November: „Paths Unseen: The Sounds of Glenkeen“

(Daniela)

Glenkeen Garden ist ein Landschaftspark an der Roaringwater Bay in West Cork in Irland, der von Ulrike Crespo gestaltet wurde. Seit 2021 ist er Standort eines Artist-in-Residence-Programms der Crespo Foundation. Arbeiten der bisherigen Resident:innen werden aktuell in der Ausstellung „The Glenkeen Variations: ArtNature/NatureArt“ erstmals gemeinsam in Frankfurt gezeigt. (Siehe Tipp am Ende bei Januar/Februar)

„Paths Unseen: The Sounds of Glenkeen“ rückt nun die musikalischen und klanglichen Erkundungen Glenkeen Gardens durch Künstler:innen in den Fokus.

Mit einer Aufführung von Tania Rubios Komposition „The Language of Water“ (2021/2024) für Ensemble und Elektronik durch das Ensemble Modern, mit einem Elektro-Konzert von Marcus Maeder sowie einer Performance des Künstlerduos STRWÜÜ.

Künstler:innen

Tania Rubio
„The Language of Water“ (2021/24) uraufgeführt vom Ensemble Modern Konzert (10 Min)

STRWÜÜ
„Wǔ Lǐ Yún Wù“ 4.2-Kanal-Sound-Performance (30 Min)

Marcus Maeder
„Imeall an chosta“ Elektronisches Konzert (40–60 Min)

Datum:29. November 2024
Uhrzeit:19:30 Uhr
Ort: Open Space im Crespo Haus, Weißfrauenstraße 1–3, 60311 Frankfurt am Main
Kosten: Eintritt frei
Foto: STRWÜÜ — Jo Wanneng & Lukas Fütterer
Freitag 29. + Samstag 30. November: Der kleinste Weihnachtsmarkt Frankfurts

(Daniela)

Ich freue mich auf leckere Waffeln!

Am 1. Adventswochenende ist es wieder soweit: am Freitag den 29. und am Samstag den 30.11. findet wieder der kleinste Weihnachtsmarkt Frankfurts statt.

Der aus genau einem Stand bestehende Weihnachtsmarkt, den die Mitglieder des genossenschaftlichen Wohnens „Schnelle Kelle“ auf dem Frankfurter Naxosgelände veranstalten, ist fraglos einer der sympathischsten der ganzen Stadt. Dabei ist das Angebot vergleichsweise bescheiden. Trotzdem gibt es an den beiden Tagen doch alles, was das allmählich sentimental werdende Herz begehrt. Einen Christbaum zum Beispiel, Glühwein, Kinderpunsch und heißen Apfelwein. Waffeln, Kuchen und Würstchen und am Freitagnachmittag gibt es für die Kinder, das schon traditionelle Weihnachtsliedersingen.

Am 29. und 30. November jeweils von 16 bis 21:00 Uhr auf dem Naxosgelände.
Frankfurt, Waldschmidtstr. 25 

Freitag, 29. November (und 01. / 05. - 08. Dezember): Prometheus

(Martin)

Prometheus nach Franz Kafka - Tanz/Performance

Wer es wagt, den Göttern den Himmel streitig zu machen, wird mit einem Leben auf Erden bestraft. Die Logik von Kampf und Bestrafung setzt sich unaufhörlich fort. Egal, wie weit man zurückschaut, scheint es, als habe sich das menschliche Dasein aus diesen Polen entwickelt – und im Umkehrschluss haben wir diese Logik auf alle anderen Lebewesen und Wesen übertragen. 

Prometheus, der zur Strafe ewig an den kaukasischen Felsen gekettet ist, ist längst mehr als nur eine Figur; er ist ein Sinnbild für den existenziellen Kampf ums Dasein. Er schenkte uns das Feuer und damit die Fähigkeit zur Technologie, dank der wir lange Zeit zugewinnen schienen – in der vermeintlichen Hoffnung, als menschliche Göttergestalten den Himmel auf Erden zu erreichen. 

Doch in Wahrheit sind wir nicht weiter fortgeschritten als zum Anfang unserer Erzählungen. Jede Niederlage wurde für die Menschen zum Beginn eines neuen Aufbegehrens. Doch ist nicht auch eine Existenz denkbar, die kein Überlebenskampf ist?

Ausgehend vom brasilianischen Jiu-Jitsu lösen wir Würge- und Haltegriffe aus der Logik des Gefechts und erproben eine Form des Niederlegens, die nicht als Aufgabe verstanden wird. So entsteht eine Choreografie, die auf den Widerstand gegen das Irdische verzichtet und nach einer Verbindung zum Boden sucht, die bei Kafka ihren Anfang nimmt: „[...] drückte sich Prometheus im Schmerz vor den zuhackenden Schnäbeln immer tiefer in den Felsen, bis er mit ihm eins wurde.“

Studio Naxos
20 Uhr
Solidarisches Preissystem, Hier geht’s zu den Reservierungen: https://studionaxos.de/de/produktionen/prometheus-nach-franz-kafka?d=1733684400
Foto: © Dorfproduct

Freitag, 29. November – Sonntag, 1. Dezember: Zusammenarbeit mit einem Toten / Współpraca ze zmarłym

(Martin)

Das Theater-Allround-Genie Arthur Romanowski unternimmt einen ebenso radikalen wie subjektiven Versuch, mit dem Tod in Verhandlung zu treten.  

Er erzählt von der psychischen Krankheit und vom Tod seines Vaters, der vermutlich ein Suizid war, aber auch von den Lebensgeschichten seiner Eltern, die 1986 aus Polen nach Deutschland einwanderten. Romanowski, unnachahmlich unerschrockenen, wagt einen Gang in die Unterwelt, an dessen Ende eine Feier des Lebens steht.  

Begleitet wird er von Suse Wächter, einer der bedeutendsten Puppenspieler*innen und -bauer*innen im deutschsprachigen Raum und dem legendären Frankfurter Jodlklub. Sie wandern durch groteske Welten, begegnen KI-generierten Avataren und verlieren bei alledem niemals ihren zutiefst berührenden Humor.

Der Tod erst bringt das Lachen, das den Lebenden manchmal im Halse stecken bleibt. 

Hier geht’s zu den Tickets 

Freitag, 29. und Samstag, 30. November um jeweils 20.00h
Sonntag, 1. Dezember um 18.00h
Theater im Mousonturm
Foto: © Homepage Mousonturm

Freitag, 29. November: Of/ Zwei zu Eins

(Andrea)

Mit der herrlich grotesken DDR-Komödie „Zwei zu Eins“ verschönert uns Daniel die tristen Tage. Die Geschichte klingt abenteuerlich und unterhaltsam und ist mit Sandra Hüller, Ronald Zehrfeld, Max Riemelt und dem Offenbacher Olli Dittrich wunderbar besetzt: "Maren, Robert und Volker sind seit ihrer Kindheit beste Freunde und stoßen im Sommer des Jahres 1990 zufällig auf mehrere Millionen der ehemaligen DDR-Mark. Trotz des geringen Werts des Geldes planen sie akribisch, es gemeinsam zu stehlen. Doch während sie sich dem Ziel nähern, wächst unter ihnen die Unsicherheit über die Konsequenzen ihres riskanten Vorhabens und ob es den Aufwand überhaupt wert ist." Das Kino Kulinarisch -Team garniert das Schauspiel-Fest mit Würzfleisch (Ragout Fin), Senfeiern, Püree und Donauwelle – und bleibt so kulinarisch wieder einmal Handlungsort, Film, Küche und Atmosphäre treu. Einlass ab 18.30 Uhr, Filmbeginn 20 Uhr. Tickets gibt es unter www.kinokulinarisch.de

Alte Schlosserei auf dem Gelände der EVO, Goethering, Offenbach

Samstag 30. November: DIE BUBEN IM PELZ - 2 Konzerte in Frankfurt

(Daniela)

Ich bin sehr gespannt auf die Band und freue mich, dass ich Zeit habe auf das Warm-Up Konzert ins Hoppigaloppi zu gehen.

ono2, World Of Weller & Hoppigaloppi präsentieren:
DIE BUBEN IM PELZ (Wien) live in concert.
Matthias schreibt: "Zuerst fiel mir natürlich das Cover ihres Albums »Die Buben Im Pelz & Freundinnen« auf, das eine 1:1 Kopie des ikonischen, von Andy Warhol gestalteten, ersten Velvet Underground Albums darstellte - wäre da statt der gelben Banane nicht eine rosa Wurst drauf zu sehen … Als ich dann feststellte, dass darauf tatsächlich das Velvet Underground Album ins Wienerische übersetzt wurde, war es um mich als Freund der österreichischen Popmusik geschehen. Ein Besuch eines der rar gesäten Konzerte der Band in Karlsruhe im März dieses Jahres hat mich dann vollends überzeugt diese Buben - natürlich alles eher gestandene Herren - nach Frankfurt zu holen."

Mehr Info:
Als DIE BUBEN IM PELZ 2015 ihr selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlichten, wagten sie etwas Riskantes. Denn die beiden Gründungsmitglieder David Pfister und Christian Fuchs (beide vom famosen österreichischen Radiosender FM4) übersetzten das ikonische Debütalbum von VELVET UNDERGROUND komplett ins Wienerische.

Und nicht nur das: Auch das von ANDY WARHOL entworfene Cover mit der abziehbaren Banane (»Peel slowly and see“) wurde gecovert: Statt der gelben Südfrucht ziert nun eine rosa Wurst von Dieter Oitzinger die Vorderseite des Albums – natürlich bei der Erstauflage ebenfalls abziehbar … 2017 und 2019 erscheinen zwei weitere Platten auf dem Wiener Label Noise Appeal, zuletzt »Geisterbahn«, produziert von Alexander Hacke von den Einstürzenden Neubauten und dem Wiener Alexander Lausch. 

Zum zehnten Todestag von Lou Reed veröffentlichten DIE BUBEN IM PELZ im Oktober 2023 ihr letztes Album »Verwandler« (Konkord), auf dem sie sich erneut den Songs von Lou Reed und Velvet Underground widmen. Von »brachialer emotionaler Schlagkraf« schreibt das Slam Magazin und schwärmt auch über die »perfekt passenden Stimmfarben der Sänger« und die »gefühlvollen instrumentalen Interpretationen«. 

Nach ersten Annäherungsversuchen mit Frankfurt anlässlich einer Zusammenarbeit mit dem STÄDEL, kommen die sechs Wiener nun zum ersten Mal von der Donau an den Main ins ono2 um ihre charmanten Interpretationen live zu präsentieren – und das sollte sich NIEMAND entgehen lassen.

Vor dem Konzert gibt es passende Musik vom Plattenteller von Weller, nach dem Konzert von Conni Thunders.

Sa, 30.11.24

14 Uhr c.t. | Mini Unplugged Gig-Galoppi Warm Up Set

HOPPIGALOPPI, Berger Str. 56 | Merianplatz, 60316 Frankfurt am Main

Konzert im ono2
Einlass: 20:30 Uhr, Konzertbeginn: 21:30 Uhr
ono2, Walter-Kolb-Str. 16, barrierefrei, 60594 Frankfurt am Main

Eintritt AK: 25,- EUR, VVK: 22,- EUR zzgl. Gebühren

https://eventfrog.de/de/p/konzert/indie-alternative/live-die-buben-im-pelz-7251507309372748390.html

Freitag, 29. November: OF/ The Room next Door

(Andrea)

"Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs", "Volver", "Atamé", "Kika", "Alles über meine Mutter", "Leid und Herrlichkeit". Wahrscheinlich habe ich noch einige Titel vergessen, aber das wäre zumindest meine persönliche Pedro Almovodar-Filmografie und jeder Streifen für sich ein Gesamtkunstwerk. Viele mit Penelope Cruz, die ich nach wie vor mag. Und dann ist sie auch noch mit Javier Bardem verheiratet, auch einer mit großer Klasse. In seinem neuesten Streifen tritt Tilda Swinton auf, die kühle Blonde ist sicher eine Idealbesetzung für Almovódars Retrospektive vor dem Tod. Ihr zur Seite steht in "Room next door" Julienne Moore, die ich spätestens seit "Still Alice" sehr schätze. Wovon möchten wir umgeben sein, wenn wir sterben? Von unserem liebsten Ort? Martha möchte in die Fremde, alles Vertraute würde sie nur am Leben festhalten. Existenzielle Fragen, auf die ich ad hoc keine Antwort habe. Einlass 18.30 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Samstag, 30. November: Simin Tander & Jens Düppe

(Uwe)

Drops Of Happiness
Wir verlosen 2x2 Gästelistenplätze

Das Duo überrascht das Publikum mit immer wieder neuen Klangkombinationen. Die Kölnische Rundschau urteilt denn auch: „Lässige Rhythmen und hypnotischer Sound

Die Deutsch-Afghanische Sängerin und Komponistin Simin Tander gehört zu den spannendsten Musikerinnen im heutigen Jazz. Ihr sowohl zartes als auch kraftvoll-warmes Timbre entwickelt einen Sog, eine leise Intensität, die zutiefst berührt.Kongenial ergänzt wird Simin Tander von Jens Düppe, der bei diesem Konzert gleichzeitig Schlagzeug und Klavier spielt und für elektronische Effekte sorgt.

Romanfabrik
F., Hanauer Landstr.
19:30 Uhr
Foto: Gerhard Richter

Samstag, 30. November & Sonntag, 01. Dezember: Einsame Menschen

(Martin)

Nach Gerhart Hauptmann

Die Frankfurter Rundschau endet die Premierenkritik mit den Worten: „Schöne Arbeit aller.“ – Das ist doch was! 

https://www.fr.de/kultur/theater/einsame-menschen-im-titania-man-haette-sich-so-viel-zu-geben-93378258.html

Johannes Vockerat, frisch promovierter Philosoph und Anthropologe, mietet für sich, seine junge Frau Katharina und das gemeinsame Kind eine schöne Villa am See. Fernab der Großstadt hofft er, Ruhe und Konzentration zu finden, um ein Buch zu schreiben, mit dem ihm der große Durchbruch in der Wissenschaftswelt gelingt. Aber es geht nicht voran mit seinem Werk. Er beginnt an sich zu zweifeln. Katharina kann ihm keine Hilfe sein. Sie hat nicht studiert und leidet darunter, dass sie ihm nicht helfen kann und dass Johannes den Kontakt zu seinem Freund, dem Maler Braun, vorzieht.

Da taucht eine Freundin von Braun auf: Anna, die er in Paris kennengelernt hat. Johannes trifft in ihr einen Menschen, der ihn und seine Forschung versteht und inspiriert: Jetzt wird der große Wurf gelingen! Katharina bewundert die Fremde, die intelligent, frei und selbstsicher auftritt und als Gast in ihrem Haus weilt. Anna verkörpert für sie die Frau, die sie selbst gerne sein würde. Anna ihrerseits findet in Katharina einen Menschen, dem sie sich öffnen kann, dem sie vertraut, der ihr emotionalen Halt gibt.

Die drei Menschen haben einander viel zu geben, wenn nicht Selbstzweifel und die Angst, selber nicht zu genügen, ein gemeinsames Leben, das jeden von ihnen bereichern und beglücken würde, unmöglich macht.

Hier geht’s zu den Tickets: https://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/einsame-menschen

Samstag, 30. November um 20.00 Uhr und Sonntag, 1. Dezember um 18.00 Uhr
Freies Schauspiel Ensemble, Basaltstr. 43 (Titania)
Foto: © FelixHolland.de

Noch bis zum 30. November: Ausstellung: Paul Hirsch - WANDEL

(Daniela)

Paul Hirsch zeigt in der Galerie DER MIXER, Fahrgasse 22, Frankfurt, seine neuen Skulpturen. Die meisten seiner Skulpturen können vom Betrachter verändert werden. Sein Anliegen ist es, den Betrachter in die Gestaltung und Aufbau seiner Skulpturen mit einzubeziehen. Die übliche Hierarchie und Distanz „hier der Künstler und seine Arbeit, dort der Betrachter“ will er aufbrechen, da er dies nicht mehr zeitgemäß findet. Seine Holzskulpturen bestehen aus mehreren beweglichen Teilen, die nahtlos aus einem Stamm gearbeitet sind.

Öffnungszeiten: Donnerstag / Freitag 14 - 18 Uhr, Samstag 11 – 16 Uhr. Am 17.11 Open Sunday von 14-18 Uhr. Mehr unter www.paulhirsch.de

Samstag, 30. November: Funktionieren eigentlich Lichtschwerter?

(Andrea)

Ich war schon lange nicht ander Uni und weil heute spannende Fragen behandelt werden, würde ich gerne hin: Wie kommt es eigentlich, dass James Bond immer gewinnt? Was hat Spiderman mit Physik zu tun und wie schafft es Iron Man eigentlich, seinen Teilchen-Beschleuniger so schnell zu bauen? Dass Hollywood nicht der Gipfel des wissenschaftlichen Realismus ist, ist hinlänglich bekannt. Wie dick es allerdings kommt, zeigt Sascha Vogel mit seinem preisgekrönten Programm „Physik in Hollywood”. Aber keine Angst – hier geht’s nicht um Formeln und Naturkonstanten, sondern um den Spaß an und in der Wissenschaft! In Vogels Rundumschlag durch die Filmwelt bleibt mit Sicherheit kein Auge trocken, auch wenn man Physik schon nach der dritten Klasse abgewählt hat. Von Armageddon über Star Wars bis zum Zoolander – nichts ist vor ihm sicher! Physik in Hollywood – mit Sicherheit anders!  18.30 Uhr Tickets

Hörsaal Physikalischer Verein, Robert-Ayer-Straß 2, Frankfurt

Samstag, 30. Nov., Freitag, 20. & Dienstag, 31. Dez.: Mascha K. (Tourist Status)

(Martin)

von Anja Hilling
 
Die FNP schreibt:
»Wie Regisseurin Christina Tscharyiski die lyrische Kunstsprache Anja Hillings zum Klingen bringt, ist lebendiges Kammerspiel. Wie sie die große Liebe Kalékos, Chemjo Vinaver alias Sebastian Reiß zur verzweifelt-komischen Dauerumarmung mit der Dichterin animiert, feinste Komödie. Und wie sie den Live-Musiker Thorsten Drücker seine mal zärtlichen, mal ironischen Beats ins Geschehen einstreuen lässt, Klangwonne pur.« (25.09.2023)
 
»Ich glaube nicht, dass wir hier je zur Ruhe kommen«, schrieb die Dichterin Mascha Kaléko 1941 in ihr Tagebuch. Die jüdische Dichterin erlebt ein paar leuchtende Jahre in Berlin, in denen sie sich zu einer Ikone der »Neuen Sachlichkeit« aufschwang. Doch die Terrorherrschaft der Nationalsozialist:innen zwang sie schließlich in die Emigration. Zusammen mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn landet Kaléko in New York, eingepfercht in einer zu kleinen Wohnung und der Möglichkeit beraubt, ihrer künstlerischen Tätigkeit nachzugehen. Später wird ein kurzes Comeback sie zurückführen in das Land der Täter:innen. Doch das Berlin, in dem sie ihre Erfolge feierte, existiert nicht mehr. Es treibt sie weiter nach Israel. Doch auch hier findet sie keine Ruhe.
Das Leben und Werk von Mascha Kaléko sind Ausgangspunkt für ein neues Stück von Anja Hilling. Entstanden ist die eindrucksvolle Begegnung zweier Dichterinnen, zweier Sprachen – mitten in der Gegenwart. Das Stück erzählt von einem Leben, in dem das einzige Verweilen in der Bewegung liegt, von Versuchen, Familien zu gründen, in der Kunst, in der Konvention, in der Liebe.

In der Inszenierung von Christina Tscharyiski verbindet sich die poetische Sprache des Stücks mit einer treibenden Musikalität zu einer Reise durch Raum und Zeit.
 
Hier gibt’s Tickets
 
Samstag, 30. November um 20.00h,
Freitag, 20. Dezember um 20.00h,
Dienstag, 31. Dezember um 18.00h
Kammerspiel / Schauspiel Frankfurt
Foto: © Felix Grünschloß

Samstag 30. November: ON & ON mit den DJs DANNY SON & KOSMIK KAT

(Samstag)

Als Pedo die Veranstaltung das letzte Mal gemacht hat wollte ich unbedingt hin, hab es aber nicht geschafft. Ich bin bestimmt nicht die Zielgruppe, will aber heute unbedingt dabei sein!

ON & ON - Die neue Plattform für House-Musik und die House-Dance-Community

20:00    Einführung in House Dance mit Danny Son (kostenfrei)
21:00    Party with Danny Son & Kosmik Kat

"On & On" ist nicht nur der Titel des bahnbrechenden Tracks von Jesse Saunders, der 1984 veröffentlicht wurde und von vielen als die Geburtsstunde der House-Musik bezeichnet wird. Es ist auch der Name einer neuen Partyreihe, die House-Musik in all ihren lebendigen und vielfältigen Facetten zelebriert.

Danny Son und Kosmik Kat haben sich zusammengetan, um House-Musik in Frankfurt eine zusätzliche Plattform mit anderem Ansatz zu geben. Zwar gibt es Partyreihen, die sich der House-Musik verschrieben haben. Allerdings legen Danny und Kosmik Kat den Fokus auf die House Dance Community und auf Spielarten, die ihnen am Herzen liegen und die sie in der hiesigen Clubszene unterrepräsentiert empfinden.

Dazu sagen sie selbst: „Das Ziel von „On & On“ ist es, eine community-orientierte, musikalisch und menschlich vielfältige Tanzfläche zu schaffen, auf der die DJ-Sets zu einer rituellen Performance werden, die Spiritualität und menschliche Verbundenheit fördern.“

Kunstverein Familie Montez | Honsellstraße 7 (Honsellbrücke) | 60314 Frankfurt

Eintritt vor 22 Uhr €10,- | nach 22 Uhr 12€,-

DEZEMBER
Sonntag, 01. Dezember: LAMBERT

(Uwe)

Früher gab es den Orgelspieler Franz Lambert, der gerne vor Fußballspielen auf einem Autoanhänger um das Spielfeld gezogen wurde, während die Fans auf den Anpfiff warteten. Der kommt allerdings nicht in die Brotfabrik. Es kommt ein Lambert, der ein in Berlin lebender Pianist, Komponist und Produzent ist, der diverse Soundtracks schrieb und in der Regel mit einer sardischen Stiermaske auftritt. Das letzte Werk ist die Filmmusik von The Stranger, die unter dem Titel ACTUALLY GOOD erschien.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
BEGINN: 20:00
Foto: Murray Ballard

Dienstag, 03. Dezember: Sofia Portanet

(Uwe)

Sofia Portanet ist eine der aufregendsten neuen Stimmen der europäischen Popmusik. Ihr unverwechselbarer Stil und ihre einzigartige Vision haben sie zu einem DER neuen Talente in der Musikbranche gemacht. Ausgebildet an der Pariser Nationaloper kombiniert sie heute Ihre extraordinäre Stimme mit feinstem Indie-Pop.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
BEGINN: 20:00
Foto: Brotfabrik, Homepage

Dienstag, 03. Dezember: Die DEPECHE MODE Trilogie

(Uwe)

Eine Lesung aus drei Büchern über Depeche Mode

Depeche Mode sind seit mehr als 40 Jahren eine der faszinierendsten Bands weltweit. Sascha Lange und Dennis Burmeister haben ihr in den letzten 12 Jahren mit ihren drei Bestsellern Depeche Mode MONUMENT, Behind The Wall – Depeche Mode Fankultur in der DDR und zuletzt Depeche Mode LIVE umfangreiche und reich bebilderte Denkmäler gesetzt, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden.

Nach der oftmals ausverkauften Lesetour zu Depeche Mode LIVE 2023/24 geht Sascha Lange mit einem neuen reich bebilderten Programm aus allen drei Büchern wieder auf Reisen. Er sorgt für einen unterhaltsamen Abend voller Fanliebe, Nostalgie und Überraschungen.

Romanfabrik
F., Hanauer Landstr.
19:30 Uhr
Foto: Gert Mothes

Mittwoch 04. - Freitag 13. Dezember: Demokratie Theater mon amour

(Daniela)

Demokratie Theater mon amour
Eine Pop-Up Performance mit Tanz und Live-Musik auf dem Amt.

Seit über 2500 Jahren gibt es die Idee von Demokratie, seit über 2500 Jahren gibt es Theater als Kunstform in Europa – beides vereint sich in diesem Jubiläumsstück von wenigtheater: Ein dokumentarisches Pop-Up-Theater, das Ansichten, Bewegungen
und Töne verbindet.
Was bedeutet uns Demokatie? Was verbindet sie mit Theater? Und wie sieht es mit unseren Träumen dazu aus?
Grundlage der Inszenierung sind Interviews. Diesmal vor allem aus dem Theaterbereich und dem, was unsere Demokratie ausmacht. Zum Beispiel die Gewaltenteilung. Regisseurin Regina Wenig hat die Menschen in der Stadt befragt: Unter anderem kommen Kinder, Theatermacher, Erstwähler, Hamlet, eine Bürgermeisterin, eine
Gerichtsreporterin, eine Polizistin und Eingebürgerte zu Wort.
Diese bewusst diversen und mehrsprachigen Aussage kombiniert Wenig mit Musik und Tanz, so dass ein Dokumentar-Theaterstück entsteht.

Auch der Aufführungsort ist ungewöhnlich: Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten in Frankfurt (AMKA) wird im ‚stadtRAUMfrankfurt‘ selbst zur Bühne - Theater an dem Ort, an dem sich Kultur- und Meinungsvielfalt in unserer Demokratie täglich beweisen müssen.
Das Stück ‚Demokratie, mon amour. Theater, mon amour‘ ist gleichzeitig die Jubiläumsinszenierung des wenigtheaters: In 5 Akten treten Künstlerinnen und Künstler auf, die über die Jahre mit dem Pop-Up-Theater verbunden sind: Die Tänzerin und Choreographin Kristina Veit, der Spoken Word Artist Uli Höhmann, die Schauspielerin Saskia Taeger und der Musiker Martin Lejeune.

Aufführungen:
Mittwoch, 4.12. (Premiere), um 19:30 Uhr
Donnerstag, 5.12., um 19 Uhr, im Anschluss Publikumsgespräch
Montag, 9.12., um 19 Uhr, im Anschluss Publikumsgespräch
Freitag, 13.12., um 19 Uhr
Veranstaltungsort:
stadtRAUMfrankfurt (AmkA), Mainzer Landstraße 293, 60326 Frankfurt am Main.
Eintritt frei!
Achtung: Begrenzte Plätze – Reservierungen unter: wenigtheater@gmail.com

Donnerstag 05. und Freitag 06. Dezember: The Pineapple Commitment

(Daniela)

Sarah Wissner hat, zusammen mit Jonas Arndt, ein neues Stüchk erarbeitet. Ich bin serh gespannt.

Sie schreiben: "Wir hatten fruchtbare Gedanken! Gemeinsam mit Jonas Arndt und Lara Epp haben wir ein besonderes Stück geschaffen – und freue mich sehr, zur Premiere von The Pineapple Commitment - Ein Gedankenkarusell zur Kinderfrage einzuladen!

What if you can’t have it all?

Mein inneres Kind hat Fragen und meine Ananas braucht Pflege. Und warum ist eigentlich alles beige? Die Fee hat gesagt, ich habe einen Wunsch frei und ich wünschte, ich wüsste, was ich will. Und überhaupt, wenn ich wirklich ein Kind wollte, sollte ich es dann nicht einfach fühlen?

In der Objekttheater-Performance „The Pineapple Commitment“ nähern wir uns der Frage des Kinderwunsches in einem absurden Gedankenspiel aus Träumen und Angstphantasien. Ehrlich und humorvoll taumeln wir zwischen persönlicher Überforderung und gesellschaftlichen Fragen, wühlen in Klischees und legen den Finger in die Wunde einer Zeit, in der Commitment nicht mehr selbstverständlich zu sein scheint.

Von und mit: Jonas Arndt und Sarah Wissner

Outside Eye: Lara Epp

Wir freuen uns darauf, diesen besonderen Abend mit Euch zu teilen und Euch in das Gedankenkarussel von The Pineapple Commitment mit zu nehmen.

Wann: 5. und 6. Dezember 2024, 20 Uhr
Wo: Landungsbrücken Frankfurt, Gutleutstraße 294 (barrierefrei), 60327 Frankfurt am Main

Tickets: http://www.landungsbruecken.org/de/programm_aktuell.php

Freitag 06.- Sonntag 08. Dezember: FreundschaftsSpiele – Musik, die Seelen verbindet

(Daniela)

Auf nach Kronberg!

Was bedeutet es, Musik mit Freunden zu teilen? Die neue Konzertreihe „FreundschaftsSpiele“ der Kronberg Academy feiert die enge Verbindung zwischen Künstlerinnen und Künstlern auf der Bühne, zwischen Komponisten, Werk und Publikum. Der Auftakt zur Reihe findet am Wochenende 6. bis 8. Dezember statt. Ein anspruchsvolles Programm mit Werken von Beethoven, Mozart und Schostakowitsch lädt Freunde der klassischen Musik in das Casals Forum ein. Gestaltet werden die drei Abende von Mihaela Martin, Frans Helmerson und ihren musikalischen Weggefährten.

Die FreundschaftsSpiele vereinen Spielfreude, Nähe und Gemeinschaft in einer einzigartigen Atmosphäre. Besondere Höhepunkte verspricht der 7. Dezember, wenn Schuberts „Der Tod und das Mädchen“ in einer bewegenden Orchesterfassung von Gustav Mahler erklingt. Dirigiert wird das Kammerorchester mit Studierenden der Kronberg Academy und der HfMDK Frankfurt am Main von Cristian Măcelaru. Ein Abend, der musikalisch an den großen Fragen nach Leben und Tod rührt, ein Wochenende, das die verbindende Kraft der Musik wie selten spürbar macht.

Freitag, 6. Dezember 2024, 19.15 Uhr
Casals Forum, Carl Bechstein Saal
MIHAELA MARTIN, FRANS HELMERSON & FRIENDS I

Samstag, 7. Dezember 2024, 19.15 Uhr
Casals Forum, Großer Saal
MIHAELA MARTIN, FRANS HELMERSON & FRIENDS II

+ Einführungsgespräch um 18.15 Uhr

Sonntag, 8. Dezember 2024, 17.00 Uhr
Casals Forum, Carl Bechstein Saal
MIHAELA MARTIN, FRANS HELMERSON & FRIENDS III

Tickets: https://www.kronbergacademy.de/service/kartenservice

https://www.kronbergacademy.de/konzerte-projekte/reihen-themen/freundschaftsspiele#c2214

Freitag, 06. Dezember: Fotoausstellung und Glühwein BBF „Hang Out no. 03“ im saasfee*pavillon

(Petra)

28 Fotografinnen und Fotografen der Region Frankfurt des Berufsverbands Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. (BFF) und deren Freunde laden zum 3. BFF Hang Out in den saasfee* pavillon ein. Die Frankfurter BFF-Fotografinnen und Fotografen sowie weitere BFF-Gäste zeigen ihre best-of-the-best-of Werke auf 2 großen Leinwänden und mehreren Großformat-Monitoren. Und wie der Zufall es so will, ist heute Nikolaus und Freitagabend und es gibt Glühwein "satt". Und natürlich auch andere Drinks an der Bar – sowie Musik live gemixt vom DJ. Don’t miss it – hängt ab am Nikolaus-Abend mit den BFF-Professionals!

BFF Hang out no. 03, teilnehmende Fotograf*innen: Caspar Arnhold , Thomas Balzer, Katrin Binner, Roland Breitschuh, Rui Camilo, Nathalie Fontana,  Alex Habermehl, Andrea Herzog, Jost Hiller, Markus Hintzen, Axl Jansen, Alexandra Lechner, Bo Lelewel, Monica Menez, Dominik Mentzos, Hans-Georg Merkel, Claus Morgenstern, Laura Nickel,  Sinah Osner, Ricarda Piotrowski, Simon Puschmann, Per Schorn, Alex Schwander, Gerhilde Skoberne, Tim Thiel, Marc Trautmann, Klaus Weddig, Nathalie Zimmermann Ort: saasfee* pavillon, Adresse: Bleichstraße 64-66 HH, Uhrzeit: 18 - 23 Uhr, Eintritt: frei

Freitag 06. Dezember: Vintage Soundsystem # 14 Woman of Dark Desire

(Daniela)

Ich kann mit Black Metal absolut nichts anfangen, aber der Ankündigungstext von Jennifer Konrad und Laura Seuffert hat mich jetzt sehr neugierig gemacht. Wenn ich Zeit habe, gehe ich hin, zumal die Vintage Soundsystem Abende immer super sind!

Black Metal hören nur Verbrecher, oder? Gott hassen, wütend sein und Kirchen anzünden – so lautet das Klischee, das viele mit diesem Musikgenre verbinden. Doch diese Sichtweise zeigt nur eine Facette eines vielschichtigen Phänomens. Denn nach den Kontroversen in Norwegen in den 1990er Jahren endete die Ära des Black Metal nicht, sondern er entwickelte sich weiter. Eine der extremsten Formen der Musik beschäftigt sich mit dem Eintauchen in Dunkelheit, der Abstraktion ins Nichts und der Transgression über den eigenen Körper hinaus. Elitarismus, Rebellion und Underground spielen eine zentrale Rolle, und diese Grenzüberschreitungen beschäftigen die Fangemeinde – denn die intensiven, oft verstörenden musikalischen Erfahrungen schrecken viele ab. Die Natur, ihre Rohheit und mystische Bedeutung wird oft besungen und gGleichzeitig hat sich über die Jahrzehnte eine faszinierende „Sprache“ des Black Metal entwickelt, ein Code, der Einsamkeit und eine Atmosphäre der „Eeriness Trueness“ ausdrückt, nach der musikalisch wie künstlerisch gestrebt wird .

Am 06.12. begibt sich das Vintage Soundsystem auf eine Reise durch die düsteren Klangwelten des Black Metal und erforscht die Entwicklung eines der kontroversesten und faszinierendsten Musikgenres unserer Zeit. In dieser Veranstaltung wird die Entstehung des Black Metal in den 1980er und 1990er Jahren sowie seine stilistische und musikalische Evolution beleuchtet, ebenso   sowie die bedrohliche Atmosphäre, die ihn seit jeher umgibt. Von den Ursprüngen in den rohen, ungeschliffenen Klängen der norwegischen Wälder bis hin zu modernen Subgenres, die den Geist des Black Metal in neue Richtungen tragen – die Entwicklungen werden nachgezeichnet, die dieses Genre zu einem breiteren kulturellen Phänomen gemacht haben.

Außerdem wird in dieser Veranstaltung ein oft übersehener Aspekt des Black Metals angesprochenBesonderes Augenmerk liegt auf einem oft übersehenen Aspekt: Frauen im Black Metal, die bereits von Anfang an präsent waren, und die Bedeutung von Genderidentitäten in der heutigen Szene, die sich inzwischen auch linksorientierten Strömungen öffnet. Welche Rolle spielen Frauen in einem Genre, das lange als von Männlichkeit dominiert galt? Wie lässt sich Männlichkeit überhaupt verstehen, wenn Make-up und Androgynität zu den wichtigsten Stilmitteln zählen? Und wie spiegeln sich Geschlechterfragen in der Musik, den Texten und der Szene wider, und wie brechen Künstler heute traditionelle Stereotype auf?

Abschreckend war gestern – hier erwartet Sie ein packender Einblick in die Geschichte und Philosophie des Black Metal.

Vintage Soundsystem # 14
Woman of Dark Desire
eine Vorstellung des Black Metal von Jennifer Konrad und Laura Seuffert
Freitag 6.12.2024 ab 19h
Pastel, Lindleystr. 15, barrierefrei,
Frankfurt
Eintritt frei

Samstag 07. + Sonntag 08. Dezember: Offene WestAteliers am 2. Adventswochenende!

(Daniela)

Endlich! Ich wollte schon immer hin und endlich habe ich Zeit! Am 2. Advent beuche ich die WestAteliers. (Danke, Maike, für die Einladung!)
 

Acht Ateliers im Gallusviertel öffnen am 7. und 8. Dezember 2024 jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr ihre Türen.

Die WestAteliers befinden sich in ehemaligen Ladengeschäften der denkmalgeschützten Hellerhofsiedlung, einer Siedlung des Neuen Frankfurts.
In diesem Ambiente gibt es einiges zu entdecken: Die besondere Architektur von Mart Stam, sowie Einblicke in acht künstlerische Positionen an verschiedenen Arbeitsstätten.

Die beteiligten Künstler:innen sind:

Michael Bloeck (Poesie/Druckgrafik) * Maike Häusling (Installation/Malerei) * Franz Konter (Zeichnung) * Sandra Li (Multidisziplinäre Kunst) * Ruth Luxenhofer (Malerei) *   Leonore Poth (Zeichnung /Film) * Jutta Stocksiefen (Fotografie/Druckgrafik) * mit Gastkünstlerin Katharina Dubno (Fotografie) * Jan-Malte Strijek (Graffiti /Urban Art)

Ein Highlight in diesem Jahr ist die Ausstellung einer original 20iger Jahre Frankfurter Küche. Nach dem Entwurf der Wiener Architektin Magarete Schütte-Lihotzky wurde die Frankfurter Küche als Modulküche für die Siedlungen des neuen Frankfurts konzipiert. Sie galt als hygienisch, war den Arbeitsabläufen angepasst und qualitätsvoll gestaltet. Heute gilt sie als Mutter der Einbauküchen und ist eine Designikone, welche in vielen berühmten Museen, wie z.B. im MOMA New York und im Centre Pompidou Paris ausgestellt ist.

Die bei den WestAteliers ausgestellte Küche war ursprünglich in der Mainzer Landstraße im Gallus-Viertel eingebaut und ist nun im Schaufenster des Atelier Häusling, Langenhainers Str. 25 / Ecke Idsteiner Str. ausgestellt.

Ermöglicht wurde das durch die freundliche Leihgabe der ernst-may-gesellschaft e. v..

Streifzug durch die Ateliers
Am Sonntag 8.12. um 15 Uhr lädt Petra Schwerdtner/kunstkontakt zu einem geführten Streifzug durch die WestAteliers ein; eine sehr gute Gelegenheit um direkt an den Orten des kreativen Schaffens mit den Künstler:innen ins Gespräch zu kommen. Treffpunkt: Atelier Poth, Idsteiner Str. 77 Unkostenbeitrag: 15.- € Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Darum bitte anmelden unter info@kunstkontakt-frankfurt.de

Imbiss aus der Kochkiste
Zum Abschluss erwartet die Gäste Glühwein und ein Imbiss, gegart in der Kochkiste der Frankfurter Küche! Mit Roswitha Väth, Architektin und im Vorstand der ernst-may-gesellschaft e. v.. Treffpunkt: 18 Uhr, Atelier Häusling, Langenhainer Str. 25 / Ecke Idsteiner Str. Unkostenbeitrag für Speis und Trank auf Spendenbasis

Besonders in der dunklen Jahreszeit ist das Flanieren entlang der Atelierläden mit ihren großen, erleuchteten Schaufenstern sehr stimmungsvoll.
Die Atelierläden und sind nur wenige Schritte voneinander entfernt. Sie sind ebenendig, barrierefrei und ein Besuch ist kostenlos.

Die acht Ateliers befinden sich entlang der Idsteiner Str. 77 – 192 sowie in der Frankenallee in 60326 Frankfurt.

Nähere Infos zu den WestAteliers sind auf dem Instagram Kanal „Westateliers“ veröffentlicht. (https://www.instagram.com/westateliers/

Samstag, 7. Dezember: Bad Orb/ Liquid Sound

(Andrea)

Die Ampel: zerbrochen, Amerika: unsicher, Deutschland: in der Krise. Unsichere Zeiten, da tut uns ein bisschen wohlige Wärme und gemütliches Floaten bei entspannten Klängen mehr als gut. Also, Badehose eingepackt und auf nach Bad Orb! Die Toskana-Therme mag ich ohnehin und weil Stefan X/ Kreuzer heute bei Liquid Sound auflegt, ist das ein wirklich guter Grund für eine entspannte Auszeit: "Stefan Kreuzers Liebe zu angenehmen analogen und digitalen Klängen ist der Antrieb für seine vielschichtigen DJ Auftritte. Ob unter freiem Himmel, im Café, im Club, ob über oder unter Wasser – alle Plätze haben Ihren eigenen Klang und Stefan ergründet diesen auf seine Art und Weise. Er spielt nun schon seit über 10 Jahren bei Liquid Sound und lässt die Beats durch das Wasser schweben, so let it float! https://liquidsoundclub.com/programm/stefan-kreuzer-2024
Ich habe gerade mal geschaut, ob sich der Ausflug nicht mit einem Besuch der Heyne Kunst Fabrik (die ja mal in Offenbach ihren Anfang nahm und tolle Akzente setzte) verbinden lässt. Leider gibt es aktuell keine Ausstellung, aber vielleicht lädt Thomas Kypta uns auf einen Kaffee?

Toskana Therme, Bad Orb

Bis Sonntag, 8. Dezember: "Ganz große Oper – viel mehr Theater" im DAM Ostend

(Petra)

Wie werden Bühnen in der Zukunft aussehen? Welche Gestalt können diese zentralen Orte der kollektiven kulturellen Begegnung haben? Welche Angebote müssen Opernhäuser und Theater als Orte des öffentlichen Lebens in Zukunft bieten? Diese Fragen stellte die Ausstellung "Große Oper – viel Theater" bereits 2018. In Frankfurt und anderen Städten wurden seither intensive, oft kontroverse Diskussionen um Sanierung oder Neubau von diesen Kulturbauten mit hohem Stellenwert für die Stadtgesellschaft weitergeführt. Das Deutsche Architekturmuseum Frankfurt nimmt jetzt den Faden wieder auf, vergleicht die Entwicklungen in verschiedenen Städten und stellt auch zwei aktuelle best-practice-Beispiele vor. Ebenso nimmt die Ausstellung die Standortvarianten für Oper und Schauspiel in Frankfurt am Main in den Blick.

Ganz große Oper – viel mehr Theater, Ausstellung, Ort: Deutsches Architekturmuseum (DAM) im Ostend, Adresse: Henschelstraße 18, Eröffnung mit Dr. Ina Hartwig und Andrea Jürges, Uhrzeit: 19 Uhr (Ausstellung Öffnungszeiten: dienstags – sonntags 11 - 18 Uhr) Eintritt: 5 (3) Euro

Montag 09. Dezember: StreitClub #12 – „Freiheit wählen“

(Daniela)

Ich finde den Streitclub des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt eine sehr gelungenes Format.
Auf ihrer Veranstaltungsseite schreiben sie: "Streitkultur ist unverzichtbar für stabile zwischenmenschliche Beziehungen. Im Streit loten wir unsere wechselseitigen Grenzen aus, wir lernen an- und voneinander. Das gilt genauso für unser gesellschaftliches Zusammenleben. Erst im Ringen miteinander entdecken wir uns als Gesellschaft. Auf diese Weise entwickeln und testen wir politische Alternativen, die unser Zusammenleben strukturieren. Höchste Zeit also, dass wir uns darin wieder üben!"

StreitClub #12 – „Freiheit wählen“ [Sonderausgabe im Rahmen des Wissenschaftsjahrs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Thema „Freiheit“]

Mit:

  • Kristina Schröder (Bundesministerin a.D.)Bernd Ulrich (Journalist)
  • Nicole Deitelhoff und Michel Friedman
  • Schulklasse: Debattier-AG des Lessing-Gymnasiums Frankfurt

Bei der 12. Ausgabe des StreitClubs geht es um die Freiheit als das große Thema der Demokratie. Während die einen ihre Freiheit vom Staat bedroht sehen und nach immer mehr Entgrenzung streben, wollen andere genau das im Sinne einer öffentlichen Ordnung verhindert sehen, damit die Freiheit für alle erhalten bleibt. Es soll darüber diskutiert werden, wie das funktionieren kann und welche Form des Umgangs wir mit diesen widerstreitenden Ansprüchen suchen sollten. Aktuelle Anlässe, sich diesem Thema zu stellen, gibt es zur Genüge: ob nun die vergangenen Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg, die Wahl in den USA oder die nun anstehenden Neuwahlen. 

Alle Informationen unter: https://fgz-risc.uni-frankfurt.de/category/veranstaltungen/streitclub/
09. Dezember 2024 | 19:30 – 21:30 Uhr | Fliegende Volksbühne Frankfurt

Der StreitClub ist eine Kooperation des Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt und The English Theatre Frankfurt

Dienstag, 10. Dezember: Frank Spilker (Lesung)

(Uwe)

»Niemand träumt sich schöner durch die Trümmer dessen, was hätte sein können, als Frank Spilker.« Robert Stadlober

»Ich scheiß auf deutsche Texte« enthält über 100 Texte Spilkers. Von den ersten, Mitte der 1980er beim Bad Salzuflener Kult-Label „Fast Weltweit“ auf Kassette veröffentlichten Songs bis zum letzten 2022 erschienenen Sterne-Album „Hallo Euphoria“. In der Brotfabrik wird er aus dem 2023 erschienenen Buch lesen sowie seine Texte erläutern und musikalisch kommentieren (und spielt ein paar Songs auf der Gitarre)

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
BEGINN: 20:00
Foto: Brigitta Jahn

Donnerstag, 12. Dezember (bis 13. Dezember): OF/ Correlations

(Andrea)

Am gestrigen Mittwoch wurde die Ausstellung eröffnet (19.30 Uhr), heute gibt es, leider während der working prime time einen spannenden Vortrag, vielleicht kann ich mich mal hinstehlen: »Generative AI and Photography« (ENG) – 10:30–12 Uhr, ein Thema, dass uns in vielfacher Art und Weise begleitet und betrifft, die Zeiten, in denen ein Bild Realität abbildete, sind hinlänglich vorbei. Aber auch darüber hinaus veränderte AI unsere Wahrnehmung und natürlich, im positiven Sinne, auch unsere Möglichkeiten. Auch wenn ich eher mit Yuval Harari übereinstimme, der die Entwicklung sehr kritisch sieht. Überhaupt sollten wir alle mehr Harari lesen. Correlations Forum ist ein interdisziplinäres Symposium, das Kreative, Künstler_innen, Expert_innen und Neugierige zu einem Austausch über die sich entwickelnde Rolle von Künstlicher Intelligenz und Robotik in Kunst und Design zusammenbringt. Zum zweiten Mal bietet Correlations über drei Tage hinweg an der HfG Offenbach ein Forum für kritische Reflexion sowie für den Austausch von Wissen und Kompetenzen. Eine Ausstellung präsentiert Arbeiten von Studierenden der HfG Offenbach und der KITeGG Partnerhochschulen. Correlations Forum ist ein interdisziplinäres Symposium, das Kreative, Künstler_innen, Expert_innen und Neugierige zu einem Austausch über die sich entwickelnde Rolle von Künstlicher Intelligenz und Robotik in Kunst und Design zusammenbringt. Zum zweiten Mal bietet Correlations über drei Tage hinweg an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach ein Forum für kritische Reflexion sowie für den Austausch von Wissen und Kompetenzen. Wie verändert Künstliche Intelligenz künstlerische und gestalterische Praktiken und welche neuen Perspektiven eröffnen sich durch die Integration dieser Technologien? Welche Dynamiken von Kreativität, Autor_innenschaft und Verantwortung entstehen in einer zunehmend KI-gestützten Welt? Und wie prägen die Infrastrukturen und Algorithmen hinter KI-Systemen unsere kulturelle Produktion? Im Rahmen von Vorträgen, Diskussionsrunden, Workshops, Performances und einer Ausstellung setzen sich die Teilnehmer_innen intensiv mit den kulturellen, ethischen und gesellschaftlichen Dimensionen von KI und Robotik auseinander. Sie erkunden die Potenziale und Herausforderungen, die KI sowohl als Tool als auch als Forschungsobjekt für künstlerische und gestalterische Praktiken mit sich bringt. Das Programm ist offen für alle und ohne Teilnahmegebühr.

Hochschule für Gestaltung (HfG) Schlosstraße 31, Offenbach

Donnerstag, 12. Dezember: Of/ Künstlergespräch

(Andrea)

Zur Eröffnung Ende Oktober habe ich es leider nicht geschafft, deshalb plane ich heute unbedingt den Besuch der Ausstellung "CAHIERS DE DOLÉANCES BESCHWERDEHEFTE" ein und gehe zum Künstlergespräch. Bürger:innenbeteiligung ist die grundlegende Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie. Wirksames politisches Handeln erfordert in Worten des französischen Philosophen Bruno Latour zunächst eine ‚Terrain-Beschreibung‘. Er greift damit die Beschwerdehefte der französischen Revolution wieder auf und fordert, dass Bürgerinnen und Bürger, vor dem aktiven Eingriff der Politik, zunächst ihre Vorstellungen von der Veränderung ihres Territoriums formulieren müssen. In seinem Ausstellungsprojekt ‚Cahiers de Doléances‘ nähert sich Peter Rippl Latours Vorschlag aus künstlerischer Perspektive. Vorgestellt werden 28 Bürger:innen aus Offenbach. Jedem Portrait zugeordnet – drei selbstgewählte Schlüsselbegriffe. Diese mal assoziativ beschreibenden, mal poetischen Begriffe sind auf verschieden Ebenen wirksam und formulieren direkt oder indirekt Forderungen an Politik und Mitmenschen. Trotz oder wegen der kondensierten Form macht dies ausgedehnte Geschichten sichtbar. Geschichten über Personen, ihre Identität und ihre Verbindung zum Territorium. Ziel ist es alle Menschen in die Gestaltung ihrer städtischen und sozialen Umgebung miteinzubeziehen. KÜNSTLERISCHES STATEMENT Künstlerische Prozesse sind eng mit der Konstruktion von Hoffnung verbunden. Hoffnung entsteht durch machen. Machen gründet sich auf der Veränderbarkeit der Situation. Noch ist die Zukunft unserer Städte offen. Wenn es uns nicht gelingt in der Stadt mehr als nur einen Ort der Kapitalanlage zu sehen, mehr als nur ein Ort zum Arbeiten, Schlafen und Konsumieren, dann wird es uns auch nicht gelingen, wieder vom Konsumenten zum Mitgestalter zu werden. In der Anonymität der modernen Stadt ist uns der Sinn für Gemeinschaft verloren gegangen. In unserer Einsamkeit und Passivität haben wir das Bewusstsein für das Politische verlernt. Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht aber nur durch Teilhabe. Eine lebenswerte Stadt kann also nur entstehen, wenn sie von uns mitgestaltet werden kann. Deswegen müssen wir die Stadt von unseren Bedürfnissen her definieren. Wir müssen Verantwortung für unsere Welt übernehmen. Denn städtische, wie gesellschaftliche Transformation ist ein fortlaufender Prozess, wir haben die Chance die Geschichte(n) und deren Inhalte mitzuschreiben. Dieses Mitformulieren der eigenen Geschichte ist gut für unsere Gesundheit, notwendig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und wichtig für das Vertrauen in politische Prozesse. Bürgerbeteiligung wird so zu einer grundlegenden Voraussetzung für einen funktionierende Demokratie. Peter Rippl ist Absolvent der Hochschule für Gestaltung. Als visueller Künstler, Dokumentarfilmer und Autor lebt und arbeitet er in Frankfurt am Main. Neben der Ausstellungstätigkeit, haben viele seiner Dokumentarfilme nationale und internationale Beachtung gefunden. Das Projekt ‚Cahiers de Doléances‘ wurde 2021 in der italienischen Industriestadt Taranto begonnen. Die Fortführung des Projekts in Chemnitz und Offenbach am Main wurde von der Stiftung Kulturfond/Neustart Kultur unterstützt. Das Bild ist eines von dreißig und zeigt Karl-Heinz, Kai´s Friseur aus der Senefelder Straße. Die Räume sind Dienstags, 14 bis 17 Uhr geöffnet, heute 18 Uhr.

HAUS DER STADTGESCHICHTE/ Erich Martin Raum, Bernardbau, Eingang B 2. Stock, , Herrnstraße, Offenbach

Freitag, 13. & Mittwoch, 25. Dezember: Bilder deiner großen Liebe

(Martin)

Szenische Lesung nach Wolfgang Herrndorf
Ein sehr feiner, kleiner Theaterabend ist das!
 
Isa kennen alle, die Tschick gelesen haben – denn Isa ist das Mädchen von der Müllhalde. Bilder deiner Großen Liebe – Untertitel: Ein unvollendeter Roman erschien nach dem Tod von Wolfgang Herrndorf. Im Grunde ist Bilder deiner großen Liebe die Fortsetzung von Tschick aus der Sicht von Isa, eine Road-Novel zu Fuß. Und natürlich trifft man auch auf die beiden Jungs…
 
„Sie ist kraftvoll, vorbehaltlos und unvorsichtig: Isa huscht aus einer Anstalt und begibt sich barfüßig hinaus ins Leben. Sie irrlichtert dabei nicht nur durch Wälder, Dörfer und an Autobahnen entlang, sondern auch durch ihr eigenes Ich. Die Begegnungen mit einem Binnenschiffer, einem Schriftsteller, einem Mann auf einem Friedhof und zwei Jungs auf einer Müllhalde sind gleichermaßen komisch, lakonisch und traurig. Isa ist radikal einsam und wirft sich gleichzeitig ins Leben hinein, oder läuft sie davor weg?“
 
Die FR schrieb nach der Premiere:
»60 Minuten lang verschwimmen die Grenzen zwischen Spiel und Realität (na ja, „Realität“), zwischen Theater und Roman, zwischen ironischer Distanz und der für eine Schauspielerin, einen Schauspieler in Sekundenschnelle möglichen Hingabe an eine Rolle. Das ist womöglich das Erstaunliche an dem kleinen Abend. Die Zärtlichkeit, mit der sich das sympathische Duo dem Text zuwendet, überhaupt die Zärtlichkeit der Veranstaltung. Es ist gar nicht die Regel, dass Theater so in jeder Minute mit einem Text ist, nichts auf- und gegenbürstet und doch nicht lahm wirkt.«
 
Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/bilder-deiner-grossen-liebe/2198/

Freitag, 13. Um 20.00h
Mittwoch, 25. Dezember um 18.00h
Schauspiel Frankfurt/Kammerspiel
Foto: © Jessica Schäfer

Freitag, 13. Dezember: Of/ 3 x FFM im KJK

(Andrea)

Freitag, der 13. und der Abend wird ein Fest! Zu allererst feiere ich, dass der Waggon im Exil (die Deichsanierung verschiebt sich zwar, für die sich btw leider viel zu wenig Menschen interessieren, aber es ist ohnehin zu kalt im Waggon), dem KJK eine Verjüngung beschert. Zumindest live ist mein Eindruck, spielen da immer Bands für die ZG +65. Heute weht ordentlich frischer Wind rein und die drei Bands sind jede für sich Zucker: "Die zweite Folge der neuen Staffel heisst 3 x FFM und ist das, was man auf englisch eine „gemischte Tasche“ nennt... Was THE STRAIGHT A, 375 CEG sowie THE BAD ME vor allem gemeinsam haben (abgesehen davon, daß sie alle interessante und unterhaltsame Varianten von Rockmusik spielen, die ihre Wurzeln in den Sechziger Jahren haben) ist vor allem die Tatsache, daß sie alle aus Frankfurt kommen (oder dort proben). Das alles wieder zu den im Waggon üblichen Bedingungen: Eintritt frei - aber bitte kleine (gerne auch größere!) Spende für die Bands, wenn euch Musik & unser Konzept gefallen!
THE STRAIGHT A spielen in der klassischen Besetzung Gesang/Gitarre, Schlagzeug und Bass und ihre Musik setzt sich zusammen aus krachigem Protopunk und eingängigen Melodiebögen und Hooklines, wie man sie vom legendären Motown Soul kennt. Ihre selbst geschriebene Rocksongs klingen authentisch, kommen rasch auf den Punkt und wollen vorallem eines nicht: langweilen! www.backstagepro.de/thestraighta
375 CEG sind Christina Drees mit Panther Duo Orgel und Korg MS-10, Matthias Vatter an der Gitarre, der fantastische Gerd Böhme am Schlagzeug und Dietrich Skrock mit einem Koffer voller Zeug. Gewappnet für alle Eventualitäten bringen sie einen Mix aus Krautpunk, „Experimental electronics and oldschool technology“, Rock ’n‘ Roll Trouble und anderen Alternativen. https://www.youtube.com/@375CEG
THE BAD ME Die Songs von THE BAD ME - das sind Suse Michel und Oli Rüger - stecken irgendwo im Morast aus sprödem Indierock und zeitlosem Schöngeist, mal Mal klein und zerbrochen, dann aber auch laut und auf eigene Art brachial. Auf der Bühne toben sie sich gemeinsam mit Tobi Wehner am Schlagzeug und Patrick Bayer am Bass deutlich bandlastiger aus: 80er No Wave, zeitloser Indie-Sound und clashiger Pop kreuzen sich mit modernem Irgendwas. Auch hier mal leise und klein - und im nächsten Moment spröde und rau. https://www.youtube.com/@THEBADME
Beginn 20 Uhr, Einlass 19.30 Uhr

KJK Sandgasse, Offenbach

Ab Samstag, 14. Dezember: JESUS D’ AMOUR GEB. 0 – 2024 im 20. Jahr

(Martin)

Die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes

Alle Jahre wieder… - Für manche ist diese Inszenierung der eigentliche Weihnachtsgottesdienst! Schon im 20. Jahr wird JESUS D’ AMOUR GEB. 0 gespielt und deshalb stellt sich die Frage, ob es tatsächlich noch Frankfurter*innen gibt, die diese zauberhafte Weihnachtsgeschichtenerzählung immer noch nicht gesehen haben!? 

„Die Geschichte beginnt mit zwei schwangeren Frauen. Die eine ist unfruchtbar, die andere Jungfrau. In ihrer Verwirrung und in der Verwirrung ihrer Männer muss ihnen ein Engel beistehen. Mit Unglaublichem fängt der Glauben an. 

Zwei Knaben werden geboren: Johannes und Jesus. Johannes - der Wegbereiter, Jesus – der Durchbrecher. Da kommt der Staatsapparat ins Wackeln. König Herodes hört von einem neugeborenen König, fürchtet um seinen Thron. Alle männlichen Neugeborenen werden umgebracht. Die beiden Männer, Jesus und Johannes, leiten eine neue Zeitrechnung ein. 

Liebe, die neu ist unter den Menschen, kommt in die Welt. Kreuz und Blut sind ihre Symbole. Grausam beginnt die neue Zeit. Johannes endet als Lustopfer, ein Dankgeschenk von König Herodes für einen Tanz der lüsternen Prinzessin Salome – sein Kopf wird in einer Silberschale kredenzt.“

Das Theater Willy Praml hat aus dem biblischen Bestseller eine ganz eigene und besondere Weihnachtsgeschichte entstehen lassen. 

Die FAZ schrieb: „Eine unerhörte Geschichte neu erzählt für Menschen von heute. Mit Bildern, die man so schnell nicht mehr vergisst, hat der Regisseur ein Krippenspiel inszeniert, das jede gehaltlos-flache Weihnachtsseligkeit demoliert.“

Hier der Trailer:  https://www.youtube.com/watch?v=g10bxn1OirA

Und hier geht’s zur Reservierung: https://theaterwillypraml.de/jesus-damour-geb-0/

Samstag, 14. & Sonntag, 15. Dezember
Samstag, 21. & Sonntag, 22. & Montag, 23. Dezember
jeweils um 20.00h

Theater Willy Praml in der Naxoshalle
Foto: © Rebekka Waitz

Sonntag 15. Dezember und weitere Termine: Community-Saloon performatives Abendessen mit Spiel & Musik

(Daniela)

Das hört sich super an. Ich habe mich für den 17.11. angemeldet:

Community-Saloon
performatives Abendessen mit Spiel & Musik

Im Jahr, 2023 haben wir als Theaterkollektiv Team Scharpf mit einer klassengemischten Gruppe die GOLDENEN FÄUSTE im Netzwerk Seilerei und den Landungsbrücken auf die Bühne gebracht.
Die Produkton brachte die haarsträubenden Klassenunterschiede unserer Gesellschaft, an die wir uns scheinbar alle gewöhnt haben, mit spannenden Persönlichkeiten auf berührende Weise auf die Bühne. Die Gruppe an Alltagsexpert*innen ist weiter im Kontakt. In diesem Herbst erweitern wir gemeinsam den Fokus auf weitere gesellschafliche Themen und laden zu einem partzipativen Begegnungsformat mit Dinner, dem COMMUNITY SALOON.
An vier Abenden des Community-Saloons setzen wir jeweils den Fokus auf ein anderes Thema.

Beim zweiten Saloon am 15.12.24 geht es beim Schwerpunkt „Sicherheitsgesellschaft“ um Fragen der Marginalisierungserfahrungen und das Bedürfnis nach Sicherheit. Vom Gestalten von Safe-
Spaces bis zum Selbstverteiligungstrainings werden wir vor dem gemeinsamen Abendessen einiges an Erlebnissen für die Gäste bereit halten...
Sonntag, 15.12.24 (Moto: Sicherheitsgesellschaf ODER Safer spaces für alle)
Sonntag, 26.01.25 (Moto: Solidargesellschaft & Nachbarschaf)
Sonntag, 16.02.25 (Moto: Spaßgesellschaft)


jeweils 17– 20.30 Uhr, netzwerk seilerei, Offenbacher Landstraße. 190, Frankfurt/ Main
Eintritt nach Selbsteinschätzung für Abendessen & Performance (25,-/20,-/15,-/10,- €)
RESERVIERUNG: info@scharpffteam.de

von & mit: Christane Blumenberg, Trixi Bötcher, Jan Deck, Burçak Konukman, Jason Mayer, Horst Nagel, Stefan Neubacher Monika Plotnik, Cedric Samson, Heike Scharpf, Rahel Seitz, Karin Zennig u.a.
Foto: Trixi Bötcher

Dienstag, 17.Dezember: Liederabend

(Martin)

CLARA KIM (SOPRAN)
NOMBULELO YENDE (SOPRAN)
IURII IUSHKEVICH (COUNTERTENOR)

Passend zur Adventszeit gestalten drei Sänger*innen, die der Oper Frankfurt eng verbunden sind, einen besinnlichen Abend mit Opernarien und weihnachtlicher Musik.  

Iurii Iushkevich debütierte an der Oper Frankfurt als Nireno in Giulio Cesare in Egitto und wird hier künftig mit Unulfo (Rodelinda) und Arsace (Partenope) zwei weitere Händel-Partien präsentieren. Gastengagements führten ihn bislang u.a. an die Staatsoper Wien sowie in die Londoner Carnegie Hall und die Berliner Philharmonie. Bei den Tiroler Festspielen Erl verkörperte er 2023 den Hirten Lel in Rimski-Korsakows Schneeflöckchen – an der Seite von Clara Kim in der Titelpartie und Nombulelo Yende als Kupawa.  

Clara Kim war von 2022 bis 2024 Mitglied des Opernstudios und begeisterte dabei nicht nur als Pamina, sondern auch als Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte. 2024/25 wird die gebürtige Südkoreanerin als Blumenmädchen in Wagners Parsifal sowie als Oberto in Händels Alcina zurückkehren.  

Nombulelo Yende, die vom Opernstudio ins Frankfurter Ensemble wechselt, feierte in Frankfurt u.a. als Tatiana in Eugen Onegin einen großen Erfolg. In der neuen Spielzeit warten mit der Titelpartie von Tschaikowskis Die Zauberin und der Gräfin Almaviva in Mozarts Le nozze di Figaro zwei weitere spannende Aufgaben auf die südafrikanische Sopranistin.  

Ein besonderer Liederabend mit drei aufregenden jungen Künstler*innen!  Es werden Werke von Georg Friedrich Händel, Richard Strauss, Nikolai A. Rimski-Korsakow u.a. zu hören sein. 

Hier geht’s zu den Tickets

Dienstag, 17.Dezember um 19.30h
LIEDERABEND in der Oper Frankfurt
Foto: © Barbara Aumüller (Nombulelo Yende)

Donnerstag, 26. Dezember: OF/ Weihnachtskonzert der Offenbacher Kantorei

(Andrea)

Die Schlacht unterm Baum ist geschlagen und wie jedes Jahr veranstaltet die Offenbacher Kantorei ein schönes Weihnachtskonzert bei freiem Eintritt am zweiten Weihnachtsfeiertag. Dieses Jahr stehen von Johann Sebastian Bach „Sie werden aus Saba alle kommen“ und der 4. Teil des Weihnachtsoratoriums „Fallt mit Danken“ sowie von Georg Friedrich Händel Ausschnitte aus „Solomon“ auf dem Programm. Neben der Offenbacher Kantorei unter der Leitung von Bettina Strübel treten Sabina Martin (Sopran), Dmitry Egorov (Countertenor), Christian Rathgeber (Tenor) und Nikolaus Fluck (Bass) auf. Es spielt Sinfonia Nova Offenbach. Auch wenn der Eintritt frei ist, wird um großzügige Spenden gebeten. Einlass ist ab 17:15 Uhr, Konzertbeginn 18 Uhr.

Lutherkirche, Waldstr. 74, Offenbach

Bis Ende Dezember: The Frankfurt Prototype am Senckenberg

(Petra)

Noch eine illustre, spannende Kooperation ist am Senckenberg Museum zu besichtigen bis zum Jahresende: Ein Pilotprojekt, das erstmals die Lehre von Architektur und Kunst zusammenführen will, um die Potenziale beider Disziplinen zu kombinieren (hier zu sehen das Visual zum Entwurf). Eine kleine öffentliche Markthalle im Erdgeschoss, Wohn- und Arbeitsräume für Studierende im ersten Stock und ein grüner "urbaner Filter" – das erwartet Euch im experimentellen Gebäude "The Frankfurt Prototype", das jetzt im Innenhof des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums Frankfurt zu sehen und zu begehen ist. Entworfen haben es Studierende der Städelschule und der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS) zusammen mit Ingenieuren und Architekten sowie Forschenden der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, die beratend zur Seite standen. Im Fokus des Projekts steht die Frage, wie eine neue urbane Bautypologie aussehen kann, die bezahlbar und nachhaltig ist und den sozialen Zusammenhalt fördert. Für den Bau wurden wiederverwendeter Stahl und gebrauchtes Schalungsholz verwendet, um die CO2-Emissionen beim Bauen möglichst gering zu halten. Die kleine Markthalle, das "öffentliche Wohnzimmer" im Erdgeschoss, soll als Theaterbühne, Kino, Ausstellungsort und als Markt genutzt werden, wo nachhaltige landwirtschaftliche Produkte angeboten werden und über die Lebensmittelversorgung der Stadt diskutiert wird. Die oberen Etagen bestehen aus modularen vorfabrizierten Wohneinheiten, die mit gebrauchtem Schalungsholz aus dem Betonbau verkleidet sind und – anders als die üblichen Wohncontainer – flexibel miteinander verschaltet werden können, um verschiedenste Wohnbedürfnisse zu befriedigen. Hier ziehen die temporären Arbeitsräume des "Center for Contemporary Arts Afghanistan (CCAA)" aus Kabul ein, eine Initiative des afghanischen Malers und ehemaligen Direktors des CCAA, Rahraw Omarzad, der mit zwanzig seiner Studierenden in der Nähe von Frankfurt im Exil lebt. Eine "grüne urbane Filterwand" führt radikalere Visionen der Studierenden für ein Leben mit und in der Natur vor.

The Frankfurt Prototype, Ort: Senckenberg Naturmuseum Frankfurt, Adresse: Senckenberganlage 25, Öffnungszeiten: täglich 10 - mindestens 18 Uhr, Programm mit Kino, Theater auf Instagram unter "frankfurtprototype"

Bis Ende Dezember: MISERY im Stalburg Theater

(Daniela)

Ich freue mich auf die Premiere von MISERY im Stalburg Theater. Ich bin zwar überhaupt kein Stephen King Fan und habe auch kein einziges Buch von ihm gelesen, aber ich bin ein großer Fan von Anja Kimmelmann, die mich mit ihrem Stück "Monika Haeger - inside stasi" total in den Bann gezogen hat und von Jochen Doering schon sehr lange, den ich nicht nur als Ritter Rost oder Zeynep toll fand, sondern vor allem in seiner Rolle in "Hass". Abgesehen von den beiden Schauspielern, führt Rainer Ewerrien Regie!

Das Stalburg Teater schreibt: 

MISERY - Nach dem Roman von Stephen King

Warum soll es denn auch nicht mal bei uns ein wenig gruseln? Das bietet sich doch an, gerade in dem mehr als ein halbes Jahrtausend alten Stalburg'schen Gemäuer, neben dem sich unser Theater befindet. Wohlan, dachten wir uns, dann tun wir es.

Nach kurzer Suche fiel uns dank des Verlags Ahn & Simrock ein Stoff zwischen die knochigen Finger, der sich bestens für einen schaurigen Theaterabend eignet. Sie wissen, es ist die Geschichte des Schriftstellers Paul Sheldon, der in den Bergen Colorados verunglückt und schwer verletzt in die Fänge der ehemaligen Krankenschwester Annie Wilkes gerät – zufälligerweise "sein größter Fan", wie sie sagt. Ein Umstand, der Sheldon fast zum Verhängnis wird.

Ihr Debüt auf der Stalburg-Bühne gibt Anja Kimmelmann als Annie, in der Rolle von Paul sehen Sie den uns bestens vertrauten Jochen Döring. Die Regie lag in den bewährten Händen von Rainer Ewerrien.

Bis Ende Dezember. Infos und Tickets hier

Stalburg Theater, Glauburgstraße 80, Nordend

JANUAR & FEBRUAR 2025
Noch bis 26. Januar 2025: The Glenkeen Variations: ArtNature/NatureArt

(Daniela)

Im Rahmen der Glenkeen Garden Residencies lädt die Crespo Foundation Künstler:innen zu dreimonatigen Aufenthalten nach Glenkeen Garden ein, während derer sie zum Thema „ArtNature/NatureArt“ forschen und arbeiten.

„The Glenkeen Variations: ArtNature/NatureArt“ markiert in doppelter Hinsicht eine Premiere: Es ist die erste Ausstellung der ersten Phase der Glenkeen Garden Residencies und die erste Ausstellung im Open Space des neuen Crespo Haus in Frankfurt.

Die Ausstellung verkörpert außerdem das Kondensat eines Beziehungsgeflechts: von Ulrike Crespos Lebensmittelpunkten in Irland und Frankfurt, von ihrem Wirken als Fotokünstlerin und Gartengestalterin und von ihrer Aufmerksamkeit und Unterstützung für Künstler:innen.

https://www.crespo-foundation.de/de/programm/glenkeen-garden-residencies

Sa., 12.10.24—So., 26.01.25
Crespo Haus, Weißfrauenstraße 1—3, 60311 Frankfurt
Eintritt frei

Bis Sonntag, 05. Januar 2025: Ausstellung Gustav Metzger

(Petra)

Geflüchteter, Überlebender, Staatenloser, Tischler, Gärtner, Anarchist, Antiquar, Umweltaktivist, Intellektueller und Künstler. Gustav Metzger wurde 1926 in Nürnberg geboren. Eine seiner ersten Erinnerungen ist, wie seine Mutter ihn badet. Mit vier Jahren beobachtet er die Aufmärsche der Nationalsozialisten. Mit zwölf Jahren, im Januar 1939, kommt er mit einem der letzten jüdischen Kindertransporte in England an. Seine Eltern und ein Großteil der Familie werden von den Nationalsozialisten ermordet. Schon früh mit der mörderischen Gewalt von Menschen konfrontiert, war es für Gustav Metzger existenziell, auf die konsequente Zerstörung der Natur aufmerksam zu machen und für deren Erhalt wie Respekt zu kämpfen. Inmitten des atomaren Wettrüstens schrieb er Manifeste zur Autodestruktiven Kunst – einer Kunst, die auf die eigene Zerstörung angelegt war – und wurde 1960 zusammen mit Bertrand Russell Gründungsmitglied des Committee of 100. Das Verfassen von Manifesten und Organisieren von Symposien, Aktionen im öffentlichen Raum und vor allem auch die Teilnahme an aktuellen Diskursen war für Metzger lebenslang von grundlegender Bedeutung. Die Unbegreiflichkeit von Gewalt, Geschichte und insbesondere des Holocausts findet in zahlreichen seiner Arbeiten ihre Form – für das Verstehen und gegen das Verdrängen und Vergessen.
Die Ausstellungist die erste Retrospektive von  Gustav Metzger in Deutschland und wird von Susanne Pfeffer und Julia Eichler kuratiert. Einige der gezeigten Arbeiten werden erstmals ausgestellt.

Gustav Metzger - Ausstellung, Ort: TOWERMMK, Adresse: Taunustor 1, Eröffnung: 19 Uhr (Ausstellung bis Sonntag, 05. Januar 2025), Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 20 Uhr, Eintritt: 8 (4) Euro, barrierefrei

Freitag, 31. Januar: OF/ Neuigkeiten aus Lappland

(Andrea)

Was erstmal absurd klingt, beruht laut wikipedia auf einer wahren Begebenheit, die sich allerdings 1984 zugetragen hat. In Zeiten kurz vor Glasnost und Perestroika, Abrüstung und in Deutschland der Einführung der Anschnallpflicht im Auto. Derweil stürzte eine sowjetische Rakete im finnischen Eis ab... Wie hat sich die Welt gedreht, 2025, nach über 1.000 Tagen Krieg in der Ukraine und inzwischen dem Einsatz von Langstreckenraketen klingt gar nichts mehr absurd. Denn statt ab- wird international aufgerüstet, Nordkorea soll über mindestens 50 nukleare Sprensätze verfügen, Indien und Parkistan über jeweils 170 Kernwaffen, China verfügt über schätzungsweise 500 atomare Sprengköpfe, die USA und in Russland besitzen jeweils mehr als 5.000 Atombomben, las ich neulich im Spiegel. Da mache ich doch lieber eine Zeitreise ins finnische Lappland 1984: "Die alleinerziehende Mutter Niina demoliert aus Versehen das Panoramafenster der „Lappland News“. Der Chef des harmonieliebenden Käseblättchens lässt sich von ihr überreden, den Schaden mit selbstgeschriebenen Artikeln wieder auszugleichen – heitere Themen vorausgesetzt! Niina aber glaubt, an einer großen Story dran zu sein. Hat wirklich niemand außer ihr den ohrenbetäubenden Knall gehört? Als finnische Verteidigungskräfte in dem Dörfchen anrücken, verdichten sich die Hinweise, dass im Eis eine sowjetische Rakete abgestürzt ist. Die lethargischen Lappländer wollen von atomarer Angst aber nichts wissen. Doch Niina verwickelt sich in eine absurde Investigativ-Recherche, auf der die Wahrheit immer nur eine Raketenlänge entfernt ist...."

Daniel schreibt, „Neuigkeiten aus Lappland“ sei ein echtes, eigenes, ganz besonderes Filmjuwel, das uns vor wenigen Tagen im Kino einfach nur begeistert habe und weil Pana übrigens Halb-Finne ist, wird er hierzu garantiert feinste kulinarische Antworten finden. www.kino-kulinarisch.de

Alte Schlosserei auf dem Gelände der EV=, Goethering, Offenbach

MÄRZ & APRIL 2025
Bis Sonntag, 02. März 2025: Ausstellung "Das Anwesende des Abwesenden" im Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Seit einigen Jahren entstehen hier immer wieder großartige Ausstellungen in Kooperation unter anderem mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und dieses Mal mit dem Institut für Theoretische Physik, Goethe-Universität Frankfurt). Der thematische Faden klingt wie ein Widerspruch: "Das Anwesende des Abwesenden". Atemberaubende Kunstwerke und Wissenschaftsexponate laden zum Staunen und Berührtsein ein. Die Abgüsse von Menschen aus Pompeji, die vor fast 2000 Jahren aus dem Leben gerissen und vom Vulkanmaterial als Negativform erhalten wurden – was lassen sie die Betrachtenden erahnen? Die versteinerten Fußabdrücke prähistorischer Menschen, die vor 3,6 Milionen Jahren entstanden – was sagen sie uns über die Existenz dieser Menschen? Die monumentalen, sakralen Messingbilder von Tierabdrücken des jungen Künstlers Toni R. Toivonen – warum erschüttern sie uns? Der Ausstellungstitel spielt auf die Materie als Präsenz an, in der sich Spuren des Lebenden einschreiben. Dabei werden Exponate räumlich gegenübergestellt, die sowohl aus künstlerischer als auch aus wissenschaftlicher Perspektive die abstrakte Idee einer "Anwesenheit des Abwesenden" in einen erweiterten Denkraum stellt. Die kuratorische Erzählung wird sich bis zum astrophysikalischen Phänomen des Schwarzen Lochs vorwagen. Das Denken über Ausdehnung und Zeit und der Unendlichkeit des Alls liegen ausserhalb unseres menschlichen Vorstellungsvermögens und gleichzeitig öffnet es die Frage nach wer wir sind. Schwebend irgendwo zwischen Unermesslichkeit und Ewigkeit liegt unser Planet. Und für einen winzigen Moment öffnet das eigene Leben ein Fenster. Das Ich erlebt das Wunder der Realität durch die Sinne unseres Körpers. In flüchtigen Augenblicken verbinden wir uns mit der Ewigkeit und geben Spuren des Seins eine materielle Form. Kunst ist da ein Weg.

Die Anwesenheit des Abwesenden, Ausstellung mit: Heidi Bucher, Lawrence Malstaf, Marshmallow Laser Feast, Petra Noordkamp, Claudio Parmiggiani, Toni R. Toivonen und mit Exponaten aus dem Archäologischen Park von Pompeji, dem Prähistorischen Museum Florenz „Paolo Graziosi”, dem Naturhistorischen Museum Wien, dem LWL-Museum für Naturkunde, Münster, der Associazione Gibellina Parco Culturale und mit Luciano Rezzolla, Institut für Theoretische Physik der Goethe-Universität Frankfurt, kuratiert von: Franziska Nori, mit wissenschaftlicher Unterstützung von Anita Lavorano und Laura Per, Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags  - sonntags: 11 - 19 Uhr, donnerstags: 11 - 21 Uhr

Bis Freitag 04. April 2025: "Geister" von Karsten Bott auf der Frankfurter KunstSäule

(Petra)

Früher Theaterplatz, heute Willy-Brandt-Platz: Jeder kennt die U-Bahn-Station am Anlagenring, die vor genau 50 Jahren eröffnet wurde. Das Bauwerk ist ein sprechendes Beispiel des Frankfurter Brutalismus, der ja unlängst durch den Abriss des Technischen Rathauses und des Historischen Museums zwei wesentliche Wahrzeichen verloren hat. Typisch für diese Architekturrichtung sind nicht nur der nackte Beton und die wuchtigen Linien, sondern auch die mit Kieselsteinen besetzten Platten, die Anfang der 70er-Jahre in die Wartebereiche der neuen U-Bahn-Station eingebaut wurden. An diesen Steinbetonplatten hat der Künstler Karsten Bott Spuren entdeckt, die ihm zu denken gaben. Sind hier etwa Fettablagerungen vom Haar der Menschen sichtbar, die sich Tag für Tag auf den darunterliegenden Sitzen niedergelassen haben? Und kann man an den Steinen, an denen die Rückenlehnen fehlen, einen Abrieb durch den Druck von ungezählten Jacken und Pullovern feststellen? Karsten Bott war so begeistert von seiner Entdeckung der Lebensspuren, dass er einen Profi-Fotografen bat, das Bild für ihn aufzunehmen. Für Bott sind Abdruck und Abrieb wie Ying und Yang, Werden und Vergehen, wie Sammeln und Wegwerfen. Die Jacken arbeiten am Negativ und wischen weg, die Haare arbeiten am Positiv und fügen dunkle Flecken hinzu. Wer sich in die unterste Etage der U-Bahn-Station begibt, steht zigtausendfachen Abwesenden gegenüber. Leider schrubben die Verkehrsbetriebe nicht kunstsinnig immer wieder die Abdrücke fort, doch die Spuren unser aller Existenz kommen immer wieder neu. Für den Katalog „Gleiche Vielfache“ des Historischen Museums Frankfurt nutzte Karsten Bott dieses besondere Foto bereits im Jahr 2015, doch seine ganze Kraft entfaltet es auf dem Rundbild an der Frankfurter KunstSäule.

"Geister" von Karsten Bott, Ort: Frankfurter KunstSäule, Adresse: Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße / Ecke Gutzkowstraße), Eröffnung: 19 Uhr, Einführung: Kurator Florian Koch, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: 24/7, barrierefrei

MAI & JUNI 2025
Bis Juni 2025: Ausstellung INTERIOR - Sechs Kultureinrichtungen in der Rhein-Main-Region stellen sich mit der Geschichte ihrer Häuser vor

(Petra)

In der Rhein-Main-Region haben wir tolle Orte für die Kunst - aber es können nicht genug sein: unter anderem gibt es die Opelvillen in Rüsselsheim, das Sinclair-Haus in Bad Homburg, das Kunstforum der TU Darmstadt, das Museum Giersch in Frankfurt, das Kunsthaus Wiesbaden und den Nassauische Kunstverein Wiesbaden. Was diese sechs noch gemeinsam haben? Jede dieser Kultureinrichtungen befindet sich in einem Gebäude, das ursprünglich für einen anderen Zweck gedacht war. Auf Initiative der Stiftung Opelvillen sie sich jetzt zum Kooperationsprojekt INTERIOR zusammengeschlossen und zeigen in Ausstellungen vor Ort ihre Nutzungsgeschichten, die durch zeitgenössische Kunst lebendig werden. Darüber hinaus wird eine Online-Präsenz entwickelt, bei der in sogenannten „Story-Guides“ der Wandel der jeweiligen Häuser von ihrer ursprünglichen Nutzung bis heute dargestellt wird. Ich lese mich gleich fest und freue mich über die vielen Fotos. Spannend.

INTERIOR, Kooperationsprojekt von Opelvillen in Rüsselsheim, des Sinclair-Hauses in Bad Homburg, des Kunstforums der TU Darmstadt, des Museums Giersch in Frankfurt, des Kunsthauses Wiesbaden und des Nassauische Kunstvereins Wiesbaden, Ausstellungen vor Ort und mehr zu den Häusern und ihrer jeweiligen Nutzungsgeschichte hier 


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