04.10.2024
Grüsse aus dem Vogelsberg

Zur besseren Lesbarkeit empfehlen wir die Tipps im Browser zu lesen

Ich sitze, noch immer im Bademantel, in einem wunderschönen Fachwerkhaus in Vadenrod im Vogelsberg. Eigentlich wollten wir hier mit mehreren Leuten das lange Wochenende verbringen, aber die Hälfte musste wegen Krankheit zu Hause bleiben.

Echt schade, aber wir machen das Beste raus: Wandern, lecker Kochen & Essen, Sauna, Weihnachtspulli stricken. Gestern Abend ein perfektes 1:3 der Eintracht im TV. 

Sonntagnachmittag sind wir natürlich zurück und dann geht's auf's Rad ins Stadion. Die Bayern sind zu Gast. Da darf Santos gerne nochmal so parieren wie gestern Abend.

Jetzt muss ich aber los. Der Hund scharrt schon mit den Pfoten...

Was auch immer ihr macht, lebt wild!

Daniela

Vielen Dank das ganze Ausgehtipp-Team: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün, Uwe Schwöbel und Erik Düwel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 18 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft essen.

Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:

Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
oder per paypal: daniela@cappelluti.net

AUSZIEHEN - WohnungsGESUCHE und ANGEBOTE

(Bitte habt Verständnis, dass wir in dieser Rubrik nur Wohnungsgesuche von jungen Menschen aufnehmen, die zu Hause ausziehen wollen, oder im Rahmen eines Job- oder Studienwechsels eine neue Bleibe suchen. Wohnungs- und ZimmerANGEBOTE werden natürlich ALLE aufgenommen Illustration von Carlotta Hick)

Schönes möbiliertes Zimmer in 3-Zimmer-Wohnung von Frau ü 50 an Frau zu vermieten.
10 Minuten vom Offenbacher Wochenmarkt entfernt Richtung Sana Klinikum. Küchen,-Bad-und Terassen-Garten-mitbenutzung, nach Absprache Wohnzimmermitbenutzung. Mithilfe in Wohnung und Garten (eher selten), sollte selbstverständlich sein. Ab sofort für 400€ warm, davon 200 Kaltmiete, 200 € für Strom , Heizung, Nebenkosten, Internet, Pauschal. Kaution:600€ Fussläufig S -Bahn und Hauptbahnhof, Einkaufs-und Ausgehmöglichkeiten. Tel:0176-84392551 Sollte ich nicht drangehen können, freue ich mich über eine Nachricht.

Wohnungsgesuch einer jungen Auszubildenden:
Mein Name ist Daria  K. und ich bin aktuell auf der Suche nach einer Wohnung.
Derzeit bin ich in Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten (3. Lehrjahr) bei der Stadt Frankfurt und werde diese im Sommer 2025 abschließen.
Danach werde ich von der Stadt Frankfurt übernommen. Ich bin alleinstehend, Nichtraucherin, habe keine Haustiere und bin was das Bezugsdatum angeht flexibel. Was ich suche:

- Ideal wäre eine kleine 2-Zimmer-Wohnung ab 35qm2.
- der Stadtteil ist mir an sich egal, jedoch präferiere ich Sachsenhausen, Ostend, Niederrad, Bornheim oder das Gallus
- Kaltmiete plus Nebenkosten maximal 690 € + Heizkosten
Vielleicht liest das hier jemand der/die Vermieter:in ist oder jemanden kennt, der jemanden kennt. Viele Grüße, Daria K. Sie erreichen mich per: E-Mail: dariakulyk01@gmail.com oder Telefon: 0176 48095067

ZU GEWINNEN (Daniela)

Rückmeldung, bitte in ganzen Sätzen, bis spätestens Sonntag 29.9. 16:00 Uhr an: daniela@cappelluti.net

2 x 2 Gästelistenplätze für den Tanztee am Sonntag auf dem Mainod. . Gewinnfrage: Über welche Präsidentin schreibt Uwe im GEROLLTEN?

ZU GEWINNEN (Daniela)

Rückmeldung, bitte in ganzen Sätzen, an: daniela@cappelluti.net

3 x 2 Gästelistenplätze für SOULFOOD am Samstag 5.10. in der Romanfabrik

Gewinnfrage: Wie heißen die drei Sängerinnen, die am 14.10. im Elfer auftreten?

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea).

2 x 2 Gästelistenplätze für Kino Kulinarisch am Freitag, 11. Oktober, in der Alten Schlosserei. Die Gewinnfrage lautet: Welche kleine, feine Initiative hat Andreas Gnass gemeinsam mit Sarah Steffen und Silvia Rak gegründet?

3 x 2 Gästelistenplätze für die Inszenierung von "Sonntags" im Theater t-raum. Die Gewinnfrage lautet:Welchem Beruf geht Majer Szanckower nach?

Die Ermittlung/ Unternehmen gegen Rechts

(Andrea)

Nachdem ich letzte Woche in den Ausgehtipps von der Lichter-Veranstaltung im ehemaligen Gerichtssaal im Gallus gelesen hatte, habe ich direkt Karten gekauft. Dass der Tag dann weit über das Anschauen eines Kinofilms hinausging, war mir da gar nicht klar. Aber wir waren um halb zwei da, lauschten um 14 Uhr dem Gespräch des Regisseurs RP Kahl mit Gerhard Wiese, dieser 1962 als junger Staatsanwalt an den Frankfurter Ausschwitzprozessen beteiligt und hat zusammen mit zwei weiteren Staatsanwälten die Anklageschrift verfasst, sowie Historiker Markus Roth vom Fritz Bauer Institut. Danach wurde der Film gezeigt, "Die Ermittlung" in zwei Blöcken à 120 Minuten, ein sehr sehr intensives Erlebnis. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück des Dramatikers Peter Weiss und noch immer fragen wir uns, ob das Theaterstück ebenfalls diese Länge hat? Aber das ist zweitrangig, Inszenierung und Casting sind unglaublich und der Stoff...unbedingt sehenswert und sowieso schrecklich, was sich da in die DNA der jungen BRD geschrieben hat, vorher schon da war, Vermächtnis und Trauma, nicht wiedergutzumachende Schuld. Schreibe ich nach diesem Erlebnis, nachdem in Österreich die FPÖ gewonnen hat, hier Brandmauern gegen die AfD "aufgebaut" werden und unsere Gesellschaft seltsam in Schieflage geraten ist. Im Saal traf ich Andreas Gnass und er erzählte von der neu gegründeten Initiative Unternehmen gegen Rechts. Was sie so vorhaben steht auf ihrer Seite bei Insta bzw. LinkedIn: #unternehmengegenrechts

bis 3. November: OF/ neuliXT

(Andrea)

Noch bis 3. November sind Arbeiten des Fotografen und HfG-Alumnus Hans-Jürgen Herrmann beim Deutschen Wetterdienst zu sehen. Dass 201 neuliXte irgendwie 2034 Einzelbilder sind, lerne ich erst jetzt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Text von Christoph Schütte und meinem neuliXt-Gesamtwerk (Start 2011): 388 neuliXte – 3801 Einzelbilder. Anzuschauen während der Öffnungszeiten des DWD und weil es auf dem Nachhauseweg liegt, schaue ich mir das mal an.

Deutscher Wetterdienst, Frankfurter Straße 135, Offenbach

Freitag 04. Oktober: Altstadtfest

(Daniela)

6 Jahre Frankfurter Neue Altstadt – und das Historische Museum mittendrin!

Zum Altstadtfest bietet das Historische Museum am 3. und 4. Oktober 2024 Führungen und Stadtgänge an.

Kennen Sie das Frankfurter „Altstadt-Drama“? So heißt eine Installation im HMF, die in vier Akten die bewegende Geschichte der Alten bzw. Neuen Altstadt erzählt. Anhand von Stadtmodellen, Fotografien und Filmen wird anschaulich nachvollziehbar, wie Frankfurt vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg aussah – und danach; denn bis heute hat sich die Altstadt in ständiger Auseinandersetzung zwischen Altem und Neuem weiterentwickelt. So ist auch die realisierte Mischung von Rekonstruktion und moderner Architektur eine typisch Frankfurter Lösung, die dem Historischen Museum zugutekam: 2008 beschloss die Stadt seinen Abriss und Neubau – Chance für eine kritische Auseinandersetzung mit der Baugeschichte.

Das „Altstadt-Drama“ ist nur einer von vielen Programmpunkten des HMF zum 6-jährigen Jubiläum der Frankfurter Neuen Altstadt am 3. und 4. Oktober. Bei einer Führung durch die Dauerausstellung „Frankfurt Einst?“ erfährt man, wie in der Paulskirchen-Versammlung die Fundamente heutiger Demokratie gelegt wurden. Inwiefern dieses Ereignis spätere Freiheitsbewegungen beeinflusste, warum dazu Wahlen stattfinden, Parteien gegründet oder Demonstrationen organisiert werden, zeigt die Führung „Frankfurter Demokratiegeschichten“ an 30 Museums-Objekten.

Sehr beliebt ist – nicht nur beim Altstadtfest – die Führung im Haus zur Goldenen Waage. Das Historische Museum hat die beiden Obergeschosse des Renaissance-Baus mit Möbeln, Gemälden und Alltagsgegenständen des 17. und 18. Jahrhunderts so eingerichtet, wie sie die wohlhabende Händlerfamilie van Hamel bewohnt haben könnte, die 1618 das Haus erbauen ließ. Höhepunkt der Führung ist das offene „Belvederchen“ mit Ausblick auf den Dom und die umliegenden Dächer.

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen des HMF beim Altstadtjubiläum finden Sie unter dem Filter „Altstadtfest“ hier: https://www.historisches-museum-frankfurt.de/veranstaltungen

Foto: Uwe Dettmat

Freitag, 04. Oktober (Premiere, weitere Termine bis 13.10))

(Martin)

Macht endlich das Licht an!
Eine Rothschild-Variation

Die Künstler*innengruppe ELEGANZ AUS REFLEX erzählt in Macht endlich das Licht an! die Geschichte der jüdischen Familie Rothschild als europäische Familiensaga. Der choreografierte Theaterabend erzählt von Verantwortung, Zerwürfnissen und Solidarität über Generationen hinweg. 

Die Geschichte der jüdischen Familie Rothschild wird seit Jahrhunderten von Verschwörungsmythen und Hetzpropaganda überschrieben. Basierend auf Recherchen und Autobiografien wird nun eine andere Facette auf die Bühne gebracht: Fiktiv, aber nah an den Fakten erzählt der choreografierte Theaterabend von Verantwortung, Zerwürfnissen und Solidarität über Generationen hinweg.

Im Mittelpunkt stehen vier Geschwister, die sich alle auf ihre Weise nach einem Ausbruch aus den Erzählungen sehnen, die man sich von ihnen und ihrer Familie macht. Sie flüchten in die Natur, in die Kunst oder in den Jazz, betreiben Politik, leisten Widerstand und versuchen, eine innerlich zerrissene Familie zusammenzuhalten. Vergangenheit und Gegenwart werden in ihren Familiengeschichten verknüpft: von der Emanzipation aus dem Frankfurter Ghetto zu prosperierendem Wohlstand bis zum Überlebenskampf gegen den Vernichtungswillen von außen.

Als Spiel im Spiel greift der Abend in einer Art jüdischer Buddenbrooks-Variante die letzten 200 Jahre der Familie auf, reflektiert Verantwortung, Zerwürfnisse und Solidarität über Generationen hinweg, seziert aber auch den Blick einer Außenwelt, die sich ihre Meinung längst gebildet hat und hinter dem Namen Rothschild keine Individuen, sondern die eigenen Erklärungsmuster bestätigt sehen will.

Rahmenprogramm:

  • Am Sonntag, 6. Oktober um 10.30h ist der Rabbiner, Kabarettist, Autor und Herausgeber Dr. Walter Rothschild im studio NAXOS zu Gast.
  • Am Mittwoch, 9. Oktober, steht nach der Vorstellung von 20.30 Uhr an eine Diskussion zu dem Thema „Ist Kapitalismuskritik ohne Antisemitismus möglich?“ auf dem Programm. Es diskutieren Luise Henckel, Felix Kronau und Paul Erxleben.  

ELEGANZ AUS REFLEX fordert das Publikum auf, zu den Vorstellungen persönliche Sammlungen mitzubringen, von Briefmarken über Schlüsselanhänger und Postkarten bis hin zu Eisstielen und Radiergummis ist alles willkommen. Vor Ort wird ein Foto  aufgenommen, ist die Sammlung unhandlich oder nicht transportierbar, darf das Foto auch mitgebracht werden. 

Weitere Informationen zum Rahmenprogramm gibt es hier: https://studionaxos.de/de/produktionen/rothschilds-demystified-rahmenprogramm?d=1728203400

Reservierung unter: www.studionaxos.de

Freitag, 4.Premiere), Samstag, 5., Donnerstag, 10., Samstag, 12. und Sonntag, 13. Oktober um jeweils 20.00h
Studio Naxos in der Naxos-Halle
Der Eintrittspreis ist solidarisch: Zahl, was du kannst
Foto: © Arda Funda

Freitag, 04. Oktober: OF/ Architecton

(Andrea)

Beton ist, was man daraus macht...."Der Architekt Michele De Lucchi ist ein Idealist seiner Profession – in seinen Gebäuden manifestiert er einen unkaputtbaren Glauben an das Gute im Menschen. Mittlerweile ist er gezwungen, kunstlose Wolkenkratzer zu entwerfen. Dabei ist die aus Beton gegossene Architektur nicht nur hässlich und umweltverschmutzend. Ihre Lebensdauer beträgt im Durchschnitt auch nicht mehr als 40 Jahre. Der russische Dokumentarfilmemacher Victor Kossakovsky („Gunda“) porträtiert in ARCHITECTON einen desillusionierten Repräsentanten unserer Gegenwart und seinen Versuch, dem rücksichtslosen Krieg des Menschen gegen die Natur zu trotzen. In überwältigenden Naturaufnahmen folgen wir dem Lebenszyklus von Steinen, der in der Natur beginnt und auf der Müllhalde endet. Während moderne Bauwerke in Kriegen und Naturkatastrophen in sich zusammenstürzen, erinnern antike Ruinen in den abgelegensten Gebieten der Welt an eine Stabilität und Ästhetik des Lebens, die verloren scheint. Denn Architektur ist nicht nur die Gestaltung von Gebäuden. Sie ist eine Raumkunst, die die Spielräume unserer Handlungen, unsere Politik, unseres Seins bestimmt. Was werden die Menschen der nächsten Zivilisation von unserer Zeit wiederfinden? Victor Kossakovsky stellt diese Frage in ARCHITECTON und verdichtet mögliche Antworten darauf zu einem intensiven, visuell schlicht überwältigenden Kinoerlebnis, das uns die fragiler gewordenen Strukturen der Welt hautnah spüren lässt." Einlass 18.30 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Freitag, 4. Oktober, und Samstag, 5. Oktober: Of/ Cargo Kino

(Andrea)

Noch heute unr morgen ist CARGO KINO am Alten Stellwerk in der Bismarckstraße 118, jeweils 16-22 Uhr gibt es GÜTERZUGINSPIRIERTE MALEREI, VORTRÄGE, WORKSHOPS, FILME, GESPRÄCHE, GESCHICHTEN UND GLEISBETTMARMELADE mit OTHER / RALPH ROELSE / ARIS / COLLETTIVO FX / THWRB3AT / CANNOLO / CARGO JINDU / UNA CUALQUIERA / 58 LINES & ANNA SCHULDIG Reiseberichte von AKI und co. / Druckstation mit TROY LOVEGATES und Ursula Meyer kuratiert von JENS BESSER und ROBERT KALTENHÄUSER für DIAMANT / MUSEUM OF URBAN CULTURE und HEINER BLUM Technik MIGNON VAHL

Interkontinentale Gärten, Bismarckstraße 118, Offenbach

Freitag. 04. – Sonntag, 06. Oktober: Gitte, Bonnie & Maustetytöt

(Martin)

Willkommen zu einem Cover-Konzertabend mit spontanem Publikums-Chor! 

Caroline Creutzburg initiiert Bühnenprojekte und angrenzende interdisziplinäre Formate. Zusammen mit der Künstlerin, Aktivistin und Ex-Heartrocksängerin Tanja Krone und dem Frankfurter Jodlklub-Mitglied Johanna Milz widmet sie sich in „Gitte, Bonnie & Maustetytöt” ihren persönlichen musikalischen Vorbildern. Begleitet werden die drei von Jacob Bussmann (Klavier/Keyboard), Lee Seongsin (Gitarre, Bass) und Špela Mastnak (Schlagzeug).

Wir sind Bewunder*innen, die sich zu Musiker*innen machen; Performer*innen, die ihrem musikalischen Coming-of-Age nachspüren. Unsere Lieblingssongs eröffnen Spektren von Biografie, Gender und Fandom. 

Das Ensemble rund um Caroline Creutzburg hat die Songs für den Abend anhand von persönlicher Bedeutsamkeit ausgesucht. Mit ihnen wird die Verbindung von eigener Biografie mit Popkultur und größerer Zeitgeschichte verhandelt. 

Alles beginnt mit der Lust am Singen und der Faszination, gemeinsam anzustimmen. Darauf folgt die Einladung, selbst einzusetzen und mitzusingen!

Ein Abend zwischen Konzert, partizipativem Karaoke-Happening, gesungenem Archiv und feministisch-kollektiver Autobiografie.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/de/programm/veranstaltungen/13397/gitte-bonnie-maustetytot

Freitag. 4. Oktober um 20.00h, Samstag, 5. Oktober um 20.00h und Sonntag, 6. Oktober um 19.00h
Mousonturm

Freitag, 4. Oktober: Of/ Liberation Movies

(Andrea)

Wenn Utopien nicht mehr greifbar sind und die Gegenwart nach Scheitern schmeckt, helfen nur noch Träume. Wir zeigen Filme von Träumen über Maschinen, Fortschritt, Menschlichkeit und ein neues Miteinander. Oder auch einfach nur gediegen mit Humor scheiternde Träume. Gezeigt werden unter anderem der Kurzfilm “Fun, Gus” über einen überraschende traumhafte Veränderung des Alltags einer jungen Frau, “The Chamber” entführt uns in eine experimentelle psychologische Traummaschine und “97 Percent” zeigt wie sich Liebesträume (nicht) erfüllen, wenn wir alles, was die Menschheit mittlerweile technologisch zu bieten hat dafür einsetzen. Darüber hinaus sehen wir das komplett KI-generierte Ein-Mann-Werk “Paperclip Maximizer”, das auch die Erfüllung einiger Menschheitsträume zeigt. Auf eine Art, wie sie hoffentlich niemals Wirklichkeit wird. Aber das ist natürlich noch nicht alles! Macht Euch bereit für ein vielseitiges Filmprogramm voller Überraschungen - und wer weiß, vielleicht sind manche der gezeigten Träume ja auch Eure Träume? Einlass ab 20 Uhr, Hauptprogramm startet ab 20:30 Uhr - und Ihr könnt jederzeit kommen und gehen. Alles Weitere am Freitag im Waggon - wie immer bei freiem Eintritt in einem maximal unkomplizierten Rahmen. Also seid dabei und lasst Euch filmisch inspirieren und auf gute Gedanken bringen - unsere Auswahl handverlesener Kurzfilme über Träume aller Art sorgen sicher dafür. Wie immer mit der Gelegenheit zum ausgiebigen Filmgespräch - und kuratiert und moderiert von Steff Huber. Zum Filmabend auf der Liberation Movies-Website: https://liberationmovies.net/dream-on-traeume-fuer-die-welt/

Waggon am Kulturgleis, Mainufer/ Höhe Isenburger Schloss, OF, nicht barrierefrei

Samstag 05. Oktober: Soulfood Dance Night

(Daniela)

Die Soulfood Dance Night ist Frankfurts beliebteste Funk, Soul & Disco Party. Seit 2010 verwöhnen die Resident DJs Mr. Brown und Sportwagen die Fans von Soul, Funk, Disco und Oldschool Hip Hop, normalerweise im English Theatre. Die Homebase wird zur Zeit aufwendig saniert und solange begibt sich die Partyreihe auf Wanderschaft und ist im Oktober zum 2. Mal in den wunderbaren Räume der ROMANFABRIK. Dann erwartet euch die Urbesetzung an den Decks, der unvergleichliche Mr. Brown und DJ Sportwagen. Mr. Brown ist eine wahre Soul DJ Legende, der bereits 1967 den ersten Soulclub in Kassel eröffnete. In den 70ern tourte er unter dem Namen "Mr. Brown's Funky Disco" mit zahlreichen Soulstars durch die Kasernen in Deutschland. Heutzutage ist er mit seinen einzigartigen Sets deutschlandweit bei vielen Soul-Events anzutreffen. Er ist der Beweis, dass nichts so jung hält wie Soul Music. Seine mitreissenden Grooves und seine coole Moderation sollte man sich nicht entgehen lassen. Seit über 30 Jahren steht DJ Sportwagen nun an den Turntables und bietet mit seinen ausgewählten und oft seltenen Tracks immer eine erstklassige Musik-Mischung. Tanzlaune garantiert!

Location: Romanfabrik

Hanauer Landstraße 186, 60314 Frankfurt, Germany

Tickets für 10,- € nur an der Abendkasse

Samstag, 05. bis 11. Oktober: FFM/ Lucas Filmfestival

(Andrea)

"Möge die Macht mit der Filmkunst sein, mögen unzählige Träume erweckt werden und mögen wir einander neue Horizonte entdecken und fulminante Filmmomente erleben!", schreibt die geschätzte Julia Fleißig, in ihrem Vorwort für das 47. Lucas Filmfestival. Und tatsächlich ist Kino doch so viel mehr als nur ein Zeitvertreib, sondern immer auch Inspiration, Anlass zur Diskussion, setzt Impulse oder gibt Hoffnung. Das und noch viel mehr steckt auch im diesjährigen Programm, das pickepacke voll ist mit tollen Streifen für junge und nicht mehr so junge Erwachsene. Ab dem heutigen Samstag, 5. Oktober, laufen fünf Filme des Wettbewerbs Youngsters, u.a. LA HAINE, ausgewählt von den Young European Cinephiles, die ihre Auswahl auch persönlich vorstellen. Der Eröffnungsfilm am 5.10., um 13 Uhr ist sehr schön und gar nicht nur für Kinder. SAUVAGES ist von Claude Barras, bekannt von Mein Leben als Zucchini. Es kommt der Soundmensch zum Filmgespräch.
Und auch in Offenbach gibt es zwei Perlen aus dem Wettbewerb »Teens«, die viele Besucher:innen verdient haben: LAST SWIM am Mittwoch, 9. Oktober, um 9 Uhr im Hafen 2 und MILCH INS FEUER um 11:15 Uhr, ebenfalls im Hafen 2. Das komplette Programm sowie Infos zu Anmeldungen, Preisen etc. gibt es online unter www.lucas-filmfestival.de 

Eigentlich 5. Oktober, verschoben auf 18. Mai 2025: FFM/ The Baseballs

(Andrea)

Ladies, holt die Petticoats raus, Jungs, schmiert euch Pomade ins Haar, heute spielen The Baseballs modernen Rock ́n ́Roll-Sound im Stile der 1950er und 60er Jahre. Die Band aus Berlin platzierte ihre erste Single „Umbrella“, eine Coverversion des Nummer-eins-Hits von Rihanna, in den deutschen Single-Charts, in Finnland wurde ihre Version mit Platin dekoriert. Auch in Schweden und Norwegen stieg ihr Album im Januar bzw. Februar 2010 auf Platz 1 der Charts.[5][6] Neben Dreifachplatin in Finnland erreichten sie auch Platin in der Schweiz, in Schweden und in Norwegen. Außerdem gewannen sie den deutschen Musikpreis Echo in der Kategorie Newcomer National. Einlass 18.30 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Bis Sonntag, 06. Oktober: Ausstellung "Black Flags" im ZKM Karlsruhe

(Petra)

Die Ausstellung "Black Flags" präsentiert drei ausgewählte Werke zum Motiv der schwarzen Flagge: Das ästhetisch wie auch politisch vielfach lesbare Motiv der schwarzen Flagge, regt zu einem Perspektivwechsel an und fordert uns auf, angesichts der vielfältigen Herausforderungen der Gegenwart, die unsere Gesellschaft spalten, die verbindenden Elemente neu zu betrachten. Diese Werke sind Teil der Ausstellung: Die Installation "Black Flags" (2014) des US-amerikanischen Choreografen William Forsythe, in der zwei Industrieroboter mit schwarzen Flaggen eine komplexe und kontrapunktische Choreografie ausführen, die immersive Foto- und Klanginstallation "Black Flag" (2015) des spanischen Konzept- und Performancekünstlers Santiago Sierra, in der das Aufstellen der schwarzen Flagge als ikonisches Symbol der anarchistischen Bewegung am geografischen Nord- und Südpol dokumentiert wird, und das Video "Ombre indigène, part 2, Martinique" (2014) der in Brüssel lebenden Künstlerin Edith Dekynth, das eine Fahne aus schwarzen Haaren zeigt.

Black Flags – Ausstellung, mit Arbeiten von William Forsythe, Sanitago Sierra und Edith Dekynth, Ort: Zentrum für Kunst und Medien, Adresse: Lorenzstraße 19, Karlsruhe, Vernissage im Foyer, Uhrzeit: 19 Uhr, Ausstellungsräume und mint-Bar 19:45 - 23 Uhr, Eintritt: heute frei (sonst 8 (6) Euro), weitere Öffnungszeiten: mittwochs – freitags 10 - 18 Uhr, samstags + sonntags 11 - 18 Uhr, weitgehend barrierefrei (Haupthaus), barrierearm (Aufzug, Behindertentoilette), weitere Infos hier

Bis Sonntag, 06. Oktober: Foodtura Festival

(Daniela)

Food, Urbanität, Nachhaltigkeit: Das neue Festival von Klimagourmet und Initiative Gastronomie Frankfurt!

Vom 23.9. bis 6.10.2024 feiert das neue Foodtura Festival die beeindruckende kulinarische Vielfalt und die klimafreundliche Genusskultur unserer Region. Mit Neugier und Leidenschaft wollen wir bewusst entscheiden und genießen. Gemeinsam gestalten. Es geht nicht nur um die Zukunft, sondern auch ums Jetzt. Es geht nicht nur um den Planeten, sondern auch um uns!

Los geht’s am 23.9. mit der Foodtura Gastro Convention für Gastronom:innen und einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm für alle. Freu dich auf spannende Events, köstliche Speisen und kleine Abenteuer in der Natur bis zum krönenden Abschluss am 6.10. mit dem Erntedank Familiensonntag. Während des gesamten Festivalzeitraums bereichern fantastische Gastro Specials aus veganen, regionalen und saisonalen Zutaten die Speisekarten in unserer Region.

Mehr Infos hier: https://www.klimagourmet.de/veranstaltungen/festival-24/

Sonntag 06. Oktober: „Supernova: The Music Festival Massacre“

(Daniela)

„Supernova: The Music Festival Massacre“
Filmscreening & Gespräch mit der Produzentin Danna Stern u.a.
Der Film wird im Original mit deutschen Untertiteln gezeigt, das Gespräch ist auf Englisch.

Ein Jahr nach dem brutalen Angriff der Hamas auf israelische Kibbuzim und das Supernova-Festival zeigen wir am Vorabend des 7. Oktobers den Dokumentarfilm „Supernova: The Music Festival Massacre“. Der Dokumentarfilm von Yossi Bloch & Duki Dror Darwish lässt Überlebende und Ersthelfer*innen zu Wort kommen und verwebt sie mit Echtzeitaufnahmen aus Überwachungskameras, Telefongesprächen und GoPros der Terroristen zu einer erschütternden Chronik des traumatischen Terroraktes, dem mehr als 350 junge Festivalbesucher*innen zum Opfer fielen; Dutzende weitere wurden vom Festivalgelände als Geiseln in den Gazastreifen entführt. Insgesamt ermordete die Hamas am 7. Oktober mehr als 1200 Menschen, verletzte tausende weitere und entführte hunderte in den Gazastreifen, deren Schicksal zum Teil bis heute ungewiss ist.

Content Warnung: Der Film thematisiert/zeigt drastische Gewalt in Ton und Bild.

Jetzt Trailer anschauen!   

Beginn: 17:00 Uhr
Eintritt frei (ab 18 Jahren)
Anmeldung per E-Mail an: events-@-bs-anne-frank.de

Orfeos Erben, Hamburger Allee 45 (nicht barrierefrei) 60486 Frankfurt am Main

Sonntag 06. Oktober: Tanztee auf dem Mainod

(Daniela)

Ach herrje, das wird wohl nix mehr mit mir und dem Tanztee... heute spielen wir gegen die Bayern.. da muss ich wohl im Stadion tanzen

TANZTEE – Sunday Sundowner auf dem Main
mit Special Guest CHESNEY TROPICALE (Kalakuta Soul Records)
plus den Hosts Kosmik Kat (DJ) & Oli Leicht (Saxophon/Flöte)

Am Sonntag, den 6. Oktober, laden wir euch herzlich zur 17. Ausgabe des TANZTEES auf Frankfurts schönstem Dancefloor ein – und dieses Mal erwartet euch ein ganz besonderer Gast: CHESNEY TROPICALE aus Bochum! Natürlich dürfen auch unsere Residents, das eingespielte Dream-Team Oli Leicht (Sax, Flöte) und DJ Kosmik Kat, nicht fehlen.

CHESNEY TROPICALE ist seit über 20 Jahren in der DJ-Szene unterwegs und hat sich als fester Bestandteil der internationalen Musiklandschaft etabliert. Als Mitgründer von Kalakuta Soul Records hat er seinen unverkennbaren Sound weit über die Grenzen Europas hinausgetragen – von Nordamerika bis nach Hongkong. Gemeinsam mit Ugly Drums veröffentlichte er auf Labels wie Kolour LTD., Faces und Midnight Riot. Sein Sound? Eine dynamische Mischung aus Disco, Afro, Brazil und Deep House – ein Perfect Match für den Tanztee!

Kommt vorbei, genießt die Musik und lasst euch von den Klängen des TANZTEES, der an jedem ersten Sonntag im Monat stattfindet, in Bewegung versetzen. Chesney Tropicale, Oli Leicht und Kosmik Kat versprechen eine elektrisierende Atmosphäre, die selbst den größten Tanzmuffel auf die schwankenden Planken holt!

Sonntag, 6. Oktober 2024, 17 – 21 Uhr und jeden ersten Sonntag im Monat | Einlass 16 Uhr
Mainod - Café Restaurant Hotel , Batterie, 65929 Frankfurt Höchst

Eintritt: €10,-

Sonntag, 06. Oktober: Das Ende von KLAN

(Uwe)

„Dieser Schritt fällt uns nicht leicht. Wir haben beschlossen, dass 2024 das letzte Jahr in der Geschichte von KLAN sein wird. Nach 7 unglaublich schönen wie auch aufreibenden Jahren kommt mit unserem Album ‚Das Ende der Welt’ auch das Ende von KLAN. Wir sind als Brüder gestartet mit all unserer Verschiedenheit, Michael als singender Medizinstudent, Stefan als Vollblutmusiker … Bevor wir den Absprung verpassen, sagen wir Good Bye – und unser Abschied soll ein rauschendes Fest werden. …“

Schreiben die Brüder Michael & Stefan Heinrich, die das Indie-Pop-Duo sind (und bald waren).

Brotfabrik F., Bachmannstr. 2 20 Uhr Foto: Eva Dittrich

Sonntag, 06. Oktober: Ketzberg & Sammy Milo

(Uwe)

Doppelkonzert!

Soul, Funk, Pop: Ketzberg heißt eigentlich Paul Köninger. 1997 geboren in Heidelberg, wuchs er in Braunschweig in einer Musikerfamilie auf. Als Sänger an Klavier und Gitarre führte ihn seine Jugend an Pop meets Classic, der Jazzkantine, dem Braunschweiger Staatsorchester, der Band OOMPH! und vielem mehr vorbei. Nach seinem künstlerischen Jazzstudium an der Musikhochschule Köln ist Paul KETZBERG und hat sich in seine Band verliebt.

Indie Soul, die Funk-, und Roap-Elemente: Die autobiographischen Geschichten und singenden Gitarrenmelodien in seinen Songs lassen einen direkt in den Kosmos des Frankfurter Musikers Sammy Milo eintauchen. Bei den funkigen Beats & Grooves und dynamischen Arrangements nicht in voller Ekstase zu tanzen, ist so gut wie unmöglich!

Ponyhof
F., Klappergasse
Einlass: 19 Uhr
Foto: Homepage Ponyhof

OPERNHAUS DES JAHRES

(Martin)

Oper Frankfurt - Aktion: ‚Sonderabo‘! - Es ist eine Sensation! 

Insgesamt zum achten Mal und bereits zum dritten Mal in Folge ist die Oper Frankfurt in der diesjährigen Umfrage der führenden Fachzeitschrift Opernwelt zum «Opernhaus des Jahres» gekürt worden. 

Mit dem sicheren Gespür für einen dramaturgisch plausiblen, innovativen und abwechslungsreichen Spielplan hat sich das Haus am Main erneut den Platz an der Sonne gesichert und die Konkurrenz aus Strasbourg (Opéra national du Rhin), Ulm und Dortmund auf die Plätze verwiesen.

Wie klug die Frankfurter Disposition auch in der abgelaufenen Spielzeit war, verrät ein Blick auf andere Rubriken der repräsentativen Opernwelt-Umfrage unter 43 Kritikerinnen und Kritikern. 

Lydia Steier wurde nicht zuletzt für ihre wagemutige Aida-Inszenierung erstmalig zur »Regisseurin des Jahres« gekürt; Matthew Wilds Lesart von Wagners Tannhäuser teilt sich den Titel »Aufführung des Jahres« mit vier anderen Inszenierungen.  Und: Auch der »Chor des Jahres« ist, wie bereits in den beiden Saisons zuvor, in Frankfurt beheimatet. Außerdem: John Osborn erhielt den Titel «Sänger des Jahres» vor allem für seinen Éléazar in der am Main gezeigten La Juive-Produktion.

Die Oper Frankfurt will feiern! Und um die Freude zu teilen, gibt es ein Sonderabo (Aida ist enthalten!) mit ausgewählten Opernvorstellungen im OPERNHAUS DES JAHRES für nur 99 Euro!

Hier geht’s zum Abo: https://oper-frankfurt.de/de/abonnement/uebersicht-serien/

OPERNHAUS DES JAHRES - Oper Frankfurt - Aktion: ‚Sonderabo‘!
Foto: © Oper Frankfurt

Sonntag, 6. Oktober: Remote Bondage

(Andrea)

„REMOTE BONDAGE”– sind ein fesselndes Erlebnis, schreiben andere. "Die fünf Grazien musizieren klar und direkt, coming of age, durch und durch: durch. Ihr Sound ist Pop, aber laut und verzerrt, Grunge und theatralisch. Ihre Texte handeln von Abgründen des Lebens, der Utopie vom gesmashten Patriarchat und nicht zu selten von Sex – egal ob fast, slow oder no Sex. Ohne mit dem Zeigefinger zu ermahnen, wollen die fünf ihre Realität abbilden und dabei den Mut für ihr Publikum mitsingbar machen. In ihrer besonderen Formation von drei Sängerinnen, einer Bassistin und einem Schlagzeuger zeigen Remote Bondage nicht nur einen vielfältigen Sound, sondern liefern auch noch eine performative Show, die die Schauspiel-Hintergründe einzelner Bandmitglieder erahnen lässt. An Energie fehlt es ihnen jedenfalls nicht. Einlass 19 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt, nicht barrierefrei

Dienstag, 8. Oktober: Im Namen der Freiheit

(Martin)

Der Klang von Freiheit und Mitgefühl
Wissenschaft trifft Musik, tanzenden Körper und Gesellschaft
Eine Theaterversammlung

»Für unsere Freiheit!« – Gibt es einen Slogan, der aktuell häufiger und erbitterter ins Feld geführt wird? Die Freiheit steht von vielen Seiten unter Druck ... 

Wie können die Darstellenden Künste dazu beitragen, Resonanz zwischen Menschen zu erzeugen? Mit der 8-teilligen Serie von öffentlichen Theaterversammlungen unter dem Titel »Im Namen der Freiheit« reflektieren und debattieren wir in deutschen Theaterräumen über den aktuellen Stand der Freiheit.

Wo findet »Freiheit« eigentlich genau statt? Das hat nicht nur die Philosophie interessiert, sondern auch die Naturwissenschaften gestern und heute. 

Die Hirnforscherin Tania Singer sieht Freiheit dort verwirklicht, wo wir Menschen uns begegnen, uns umeinander sorgen und diese Fähigkeit üben und erweitern: indem wir unsere »Sozialen Emotionen« trainieren, so, wie wir Muskeln trainieren. »Empathie«, sagt sie, »das ist Resonanz zwischen Menschen«. Mit diesem musikalischen Wort beschreibt die hochdekorierte Neurowissenschaftlerin, was im Gehirn passiert, wenn wir Mitgefühl mit anderen Menschen empfinden: Neuronen pulsieren im Gleichtakt.

Etwas Ähnliches passiert in unseren Gehirnen, wenn wir Menschen auf der Bühne erleben. Wenn wir mitempfinden, wie sie tanzen, singen, spielen. Dem Impuls der Wissenschaftlerin antwortet der Choreograf, Tänzer und Aktivist Raphael Moussa Hillebrandt mit einer künstlerischen Intervention und einer praktischen Einübung in Empathie mit dem Publikum. 

Gerahmt wird der erste Teil des Abends mit einem zentralen musikalischen Moment aus der Oper Der Prinz von Homburg.

Wissenschaft und Kunst im Dialog bereiten das Feld für das gemeinsame Nachdenken und Diskutieren mit allen Besucherinnen und Besuchern in vielfältigen Gesprächsformaten. So wird das Theater zum gemeinsamen Denk- und Gesprächsraum, in dem – jetzt und hier – Freiheit geübt, »performt« wird. Als Ort des öffentlichen Aushandelns, ganz in der Tradition des europäischen Theaters.

Mit Prof. Tania Singer, Hirnforscherin und Wissenschaftliche Leiterin der Forschungsgruppe Soziale Neurowissenschaften bei der Max Planck-Gesellschaft Berlin, Raphael Moussa Hillebrand, Choreograf, Tänzer, Kurator, Speaker und Aktivist und Sänger*innen der Oper Frankfurt

Der Eintritt ist frei, aber Tickets müssen ‚gebucht‘ werden und zwar hier: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/im-namen-der-freiheit/?id_datum=4307

Dienstag, 8. Oktober um 20.00 Uhr
Eine Theaterversammlung
Oper Frankfurt
Foto: © freiheitsarchiv.de

Dienstag, 8. Oktober: Zusammensein – Plädoyer für eine Gesellschaft der Gegenseitigkeit

(Martin)

Hadija Haruna-Oelker /Lesung und mehr

Zu diesem Buch wird aktuell gefühlt überall gesprochen und diskutiert, gleichwohl es erst Mitte Oktober erscheint.

2016 wird Hadija Haruna-Oelker Mutter eines behinderten Kindes. Immer wieder trifft sie auf Barrieren und trennende Systeme, die seit Jahrzehnten bekannt sind: Bürokratie, pseudoinklusive Schulen oder unhinterfragte Diskriminierungen und Abwertungen im Alltag. Warum fehlt es an umfassender Teilhabe und Teilgabe für behinderte Menschen? Und wie treten wir dem Erstarken sozialdarwinistischer Vorstellungen in unserer Gesellschaft entgegen? Aus einer Schwarzen, intersektionalen Perspektive spürt die Journalistin und Politikwissenschaftlerin nichterzählten Geschichten, verdrängten Verbrechen in der Vergangenheit und starken Stimmen der Gegenwart nach. Auf ihren heranwachsenden Sohn blickt sie in der Überzeugung, dass in Kindheiten die Kraft liegt, Trennungen zu überwinden und Ungesagtes auszusprechen. In ihrer so persönlichen wie politischen Geschichte zeigt sie, wie Inklusion konkret umgesetzt werden kann. Sie plädiert für ein umfassendes gesellschaftspolitisches Nachdenken, einen Perspektivwechsel und ein Verständnis für Menschenrechte. Und nicht zuletzt für eine Gesellschaft der Gegenseitigkeit, in der alle selbstbestimmt leben können.

Die Moderatorin Mareice Kaiser begleitet Hadija Haruna Oelker durch den Abend, ihre gelesenen Textpassagen aus dem Buch werden von Paulina Güllü live in Deutscher Gebärdensprache performt. Weitere Gäst*innen auf der Bühne sind die Journalistin Judyta Smykowski, sowie die Autorin und Aktivistin Natalie Dedreux. 

Außerdem wird der Abend gesanglich von Latoya Reitzner begleitet. Der Gesang wird von Dodzi Dougban live in Deutscher Gebärdensprache performt.

Die Veranstaltung kann via Live-Stream auch barrierefrei mit den optionen DGS und Leichte Sprache Übersetzung besucht werden.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/de/programm/veranstaltungen/13414/zusammensein

Dienstag, 8. Oktober um 19.00h im Mousonturm (Solidarisches Preissystem)
Foto: © btb Verlag

GEROLLTES über Landesverbände

(Uwe)

Der Deutsche Fußballbund setzt sich aus 21 Landesverbänden zusammen. Wie ist das bei „nur“ 16 Bundesländern möglich? In Nordrhein-Westfalen gibt es drei, in Baden-Württemberg auch  und in Rheinland-Pfalz gibt es zwei. Das wird teilweise historisch bedingt sein, zumindest bei den NRW-Verbänden sollte es aber daran liegen, dass dort verhältnismäßig viele Vereine und Spieler aktiv sind (was die Anzahl der Mannschaften in 1. & 2. Bundesliga beweist). Selbst Flächenstaaten wie Bayern und Niedersachsen haben nur einen Landesverband.

Früher war es so, dass ein Schiedsrichter keine Bundesliga-Mannschaft pfiff, wenn sein eigener Verein dem gleichen Landesverband zugeordnet ist. Jeder offizielle Schiedsrichter, selbst für die unterste Spielklasse, muss bei einem Verein angemeldet sein, sonst darf er nicht pfeifen. So pfiff der beim TSV Altenberg bei Nürnberg gemeldete Deniz Aytekin lange nicht den FC Bayern München, den FC Augsburg und erst recht nicht den 1 FC Nürnberg. Ähnlich undenkbar war es, den Wiesbadener Tobias Welz (gemeldet beim FC Bierstadt) bei Spielen der Eintracht anzusetzen. Letzte Woche beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach geschah aber genau das: Tobias Welz pfiff. Da dachte ich mir noch, endlich erlebe ich das mal live mit und dachte weiter, wie witzig es wäre, wenn der gebürtige Obertshausener aus dem Kreis Offenbach, Tobias Stieler, gemeldet bei der SG Rosenhöhe Offenbach ein Eintrachtspiel leiten würde. Das wiederum passierte beim nachfolgenden Auswärtsspiel, letzten Sonntag in Kiel. Beide Spiele, die von hessischen Schiedsrichtern geleitet wurden, hatten keine Auffälligkeiten, weder im Guten noch im Schlechten.

Die genannte Regelung wurde in den höchsten Spielklassen in der Corona-Zeit aufgehoben, als die Schiedsrichter wegen den erschwerten Reisebedingungen (sie haben keinen separaten Mannschaftsbus) heimatnah eingesetzt wurden. Und das klappte, der Münchner Dr. Brych pfiff im nahegelegenen Augsburg genauso gut (oder schlecht) wie im weit entfernten Hamburg. Aus eigener Erfahrung als Schiedsrichter weiß ich, dass völlig egal ist, wer gegen wen spielt.

Apropos Landesverbände: Dem hessischen Fußballverbund steht als neue Präsidentin erstmals eine Frau vor. Prof. Dr. Silke Sinning setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen den Gegenkandidaten Torsten Becker durch. Die Präsidenten der anderen Landesverbände sind Männer.

Montag 07. Oktober: ‚Alles klar‘ Tour 2024 Peter Licht

(Martin)

Achtung: Eine Mitteilung von Peter Licht! 

„Dies ist eine vertrauliche Nachricht für alle melancholischen, schlaflosen, zweifelnden, muffelköpfigen, dystopisch sinnierenden, socialmediaerschöpften Deeptalker und Weltbetrachter*innen! Ach ja und für den ganzen Rest auch! 

Also für alle euphorischen, aus dem häuschenseienden, überschäumenden, gutgelaunten, über den Planeten rennenden lustigen Menschen! 

Ja!

Ich habe neue Lieder, damit geh ich auf Tour.

Seid alle dabei, bei der "Alles klar" Tour! Denn so heißt mein neues Album. 

Alles klar. 

Denn es ist alles so schön klar.“

Hier geht’s zu den Tickets: https://21765.reservix.de/p/reservix/group/472741

Montag, 7. Oktober um 20.00h (Einlass ab 19.00h): ‚Alles klar‘ Tour 2024
Peter Licht im Mousonturm

Foto: © Christian Knieps

Dienstag 08. Oktober: Svavar Knutur AHOY ! Side B Tour

(Daniela)

Fabrik außer Haus: Svavar Knutur AHOY ! Side B Tour

Folk, Singer-Songwriter | Wer einen Auftritt von Svavar Knutur schon miterleben durfte, wird sich noch lange daran erinnern. Seine Auftritte sind eine emotionale Achterbahnfahrt zwischen zu Tränen gerührt bis vor Lachen weinend, die einen in seinen Bann ziehen und nicht mehr so schnell wieder loslassen. Der isländische Singer/Songwriter und Entertainer Svavar Knútur ist ein Musiker mit zahllosen Facetten. Er schafft es mit einer Leichtigkeit und überbordenden Sympathie, jedes Publikum vom ersten Moment an zu verzaubern und mitzureißen.

Sankt Bonifatius Konzertsaal | Holbeinstraße 70, 60596 Frankfurt am Main
Dienstag, 8. Okt
Beginn 20:00, Einlass ab 19:00 Uhr
Karten kaufen: https://www.die-fabrik-frankfurt.de/tickets Für Kurzentschlossene: Tickets auch an der Abendkasse (wenn nicht ausverkauft).

Foto: Baldur_Kristjansson

Dienstag 08. - Donnerstag 24. Oktober: Gegen Buch Masse

(Daniela)

Zum 29. Mal findet flankierend zur Buchmesse die Veranstaltungsreihe “GegenBuchMasse“ statt. Die Veranstalter*innen schreiben:

"Die Veranstaltungsreihe wird von verschiedenen Gruppen, Veranstaltungsorten und Initiativen getragen und hat das Ziel kritischen Gedanken, die in den auf der Messe präsentierten Buchmassen nicht im Vordergrund stehen, ein Forum zu geben. In diesem Jahr werden wir im Rahmen von Lesungen 17 Neuerscheinungen zu sehr unterschiedlichen Themen vorstellen.

Das komplette Programm findet ihr hier: www.gegenbuchmasse.de/Archiv/gegenbuchmasse-2024-s1.pdf

Unsere Veranstaltungen finden in diesem Jahr im Café ExZess (Leipziger Str. 91, Frankfurt), im Buchladen Land in Sicht (Eiserne Hand 3, Frankfurt), in den Räumen des Frankfurt Fan Projektes (Fanhaus Louisa, Schwarzsteinkautweg 5 a, Frankfurt), im New Rose (Eschersheimer Landstraße 328, Frankfurt), in der Ada Kantine (Campus Bockenheim, Mertonstr. 30-60, Frankfurt), in dem Cafe Rabe (Jordanstraße 3, Frankfurt) und bei der DFG-VK (Wittelsbacherallee 27, Frankfurt) statt.

Alle unsere Veranstaltungen waren und sind kostenlos, sie werden durch das Engagement der beteiligten Personen sowie durch Spenden finanziert.

Mittwoch, 09. Oktober: Moritz

(Uwe)

Hip-hop, indie rock, and electronic music

"Moritz is not a rapper. He’s also not a classic singer-songwriter. Like a Gen Z version of mid-1990s Beck, he takes influences from hip-hop, indie rock, and electronic music, creating his style of music that doesn’t fit easily with old-school templates.

After spending significant time at Andalusian raves and festivals with his multicultural circle of friends, Moritz finally moved to Berlin. He immersed himself in the rising cloud rap and trap scene, befriending rapper Longus Mongus of BHZ. They recorded a track together, »Issues«, that received much love from listeners, playlist curators, and algorithms alike. Moritz soon switched exclusively to singing English lyrics. More successful songs followed, and the industry began to take notice."

Ponyhof
F., Klappergasse
Einlass: 19 Uhr
Foto: Martin Passut

Mittwoch, 09. Oktober bis Sonntag, 8. Dezember: "Ganz große Oper – viel mehr Theater" im DAM Ostend

(Petra)

Wie werden Bühnen in der Zukunft aussehen? Welche Gestalt können diese zentralen Orte der kollektiven kulturellen Begegnung haben? Welche Angebote müssen Opernhäuser und Theater als Orte des öffentlichen Lebens in Zukunft bieten? Diese Fragen stellte die Ausstellung "Große Oper – viel Theater" bereits 2018. In Frankfurt und anderen Städten wurden seither intensive, oft kontroverse Diskussionen um Sanierung oder Neubau von diesen Kulturbauten mit hohem Stellenwert für die Stadtgesellschaft weitergeführt. Das Deutsche Architekturmuseum Frankfurt nimmt jetzt den Faden wieder auf, vergleicht die Entwicklungen in verschiedenen Städten und stellt auch zwei aktuelle best-practice-Beispiele vor. Ebenso nimmt die Ausstellung die Standortvarianten für Oper und Schauspiel in Frankfurt am Main in den Blick.

Ganz große Oper – viel mehr Theater, Ausstellung, Ort: Deutsches Architekturmuseum (DAM) im Ostend, Adresse: Henschelstraße 18, Eröffnung mit Dr. Ina Hartwig und Andrea Jürges, Uhrzeit: 19 Uhr (Ausstellung Öffnungszeiten: dienstags – sonntags 11 - 18 Uhr) Eintritt: 5 (3) Euro

Mittwoch, 9. Oktober: OF/ Komische Nacht

(Andrea)

Heute ist Komische Nacht und da will ich natürlich hin. Einen Sitz einnehmen und bequem die Comedians defilieren lassen. Insgesamt acht Orte hat Kai wieder organisiert, die meisten sind schon ausverkauft, weil die Komische Nacht einfach Kult ist. Wer wo dabei ist, steht übersichtlich auf der Website, da gibt es auch die Tickets: https://www.komische-nacht.de/events/6940 Einlass 18 Uhr

Verschiedene Locations, Offenbach 

Mittwoch, 9. Oktober: FFM/ Stimmen aus Israel

(Andrea)

Wie so oft und heute wirklich bedauerlich. Wenn ich nicht in den Parksidestudios bei der Komischen Nacht wäre, wäre ich im Jüdischen Museum. Dort soll es heute um den 7. Oktober 2023 und die Folgen gehen: Das Massaker vom 7. Oktober 2023 stellt für Israelis sowie Jüdinnen und Juden weltweit eine Zäsur dar. Das schiere Ausmaß und die ungeheuerliche Brutalität, die Geiselnahmen und ein Krieg, der so lange wie noch keiner zuvor andauert, haben weitreichende Folgen. Das Vertrauen in die Sicherheit von Jüdinnen und Juden sowohl im Staat Israel wie auch in der Diaspora ist zutiefst erschüttert. Wie kann ein Neuanfang gelingen? Dieser und weiteren Fragen widmen sich zwei Bücher mit literarischen und anderen Texten, die eine Einordnung der Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven vornehmen und zur Buchmesse auch in deutscher Übersetzung erscheinen, nämlich Gisela Dachs (Hrsg): 7. Oktober. Stimmen aus Israel (Suhrkamp-Verlag) und Oded Wolkenstein und Maayan Eitan (Hrsg.): Schutzraum. Seit dem 7. Oktober (Hentrich & Hentrich). Beide Bücher setzen auf die Möglichkeiten der Stärkung und Reflexion durch Literatur und werden an dem Abend erstmalig in Deutschland vorgestellt. Der Abend bietet szenische Lesungen mit Texten u.a. von Etgar Keret, Smadar Sheffi, Ayelet Gundar-Goshen aus der einen und Elisa Albert, Maxim Biller und Dror Mishani aus der anderen Anthologie sowie Gespräche mit den Buchbeteiligten. Die Gäste des Abends werden noch bekannt gegeben. Eine Kooperation mit dem Institut für Neue Soziale Plastik, Hentrich & Hentrich Verlag, Institute for Hebrew Literature, Leo Baeck Institute Jerusalem und dem Suhrkamp Verlag. Bitte melden Sie sich an unter: veranstaltungen.jmf@stadt-frankfurt.de​​​​​​​ Ggf. sind Restkarten an der Museumskasse erhältlich. Eintritt 10 €, ermäßigt 5 €

Jüdisches Museum, Bertha-Pappenheim-Platz, Frankfurt

Mittwoch, 09. Oktober: Iris Wolff – Lichtungen (Lesung)

(Uwe)

Kunstvoll und poetisch erzählt Iris Wolff in ihrem neuen Roman Lichtungen von zeitloser Freundschaft und davon, was es braucht, um sich von den Prägungen der eigenen Herkunft zu lösen. Die Autorin wurde für ihr literarisches Schaffen mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter der Marie Luise Kaschnitz-Preis für ihr Gesamtwerk. Zuletzt erschien 2020 der Roman Die Unschärfe der Welt, der unter die fünf Lieblingsbücher des Deutschen Buchhandels gewählt wurde.

Moderation: Catherine Mundt (hr2-Moderatorin).

Romanfabrik
F., Hanauer Landstr.
19:30 Uhr
Foto: Max Goedecke

Donnerstag, 10. Oktober: OF/ Ein Becken voller Männer

(Andrea)

Ich muss leider arbeiten, sonst wäre ich mal zu Nic in den Filmklubb geradelt. Sie zeigt um 15 Uhr "Ein Becken voller Männer" und das ist eine nette Idee, gegen den einsetzenden Herbstblues anzukämpfen: "Eine Gruppe Männer im besten Alter und jeder davon mitten in einer handfesten Lebenskrise: Was liegt da näher, als kurzerhand das erste männliche Synchronschwimmteam ihrer lokalen Badeanstalt zu gründen? Mit Badehose und Schwimmhaube wollen sie es mit der eigenen Midlife-Crisis und der internationalen Konkurrenz im Wasserballett aufnehmen. Der Skepsis und dem Spott ihrer Mitmenschen zum Trotz, und gedrillt von zwei ebenfalls ein wenig vom Weg abgekommenen Trainerinnen, begeben sich die wassersportliebenden „Schönschwimmer“ auf ein unwahrscheinliches Abenteuer, an dessen Ende sie über sich hinauswachsen müssen." Einlass: 14.30 Uhr Beginn: 15.00 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach, nicht barrierefrei

Donnerstag, 10. Oktober, bis 27. Oktober: OF/ schwerelos + selbstvergessen

(Andrea)

Weil heute der geschätzte Dr. Stefan Soltek zur Einführung in die Ausstellung von Gabrielle Hattesen und Ingrid Heuser sprich, plane ich den Besuch im BOK. Hattensen zeigt ‹Verletzlichkeiten›. Sie werden sichtbar in wie gedankenverlorenen schwebenden Fragmenten eines in verschiedenen Sprachen handgeschriebenen Gedichts, in blut- und Lippenstiftrot gefärbten Verbandsstoffen, die an Leid und Hoffnung von Heilungsprozessen erinnern. Sie treten zutage in Zerbrochenem auf transparenten Ebenen aus einer Vergangenheit, die nur scheinbar vergangen ist; und in einem raumhohen stofflichen Gebilde. Das Vorübergehende, das Angedeutete ist unbedingt Konzept. Ihre Werke laden dazu ein, Wahrheit in flüchtigen, listenreichen Einblicken zu erkennen. Ingrid Heuser arbeitet mit Vergänglichkeit, wie sie in Musik und Tanz selbstverständlich ist — schwebende Hüllen, fragile Häute — minimalistisch und unscheinbar. Sie verwendet Vorgefundenes, Verschlissenes — Relikte einer Lebensspur — das Material der arte povera, arbeitet mit dem Moment einer Befindlichkeit — Begegnungen, Berührungen — bevor das reflektierende Denken sie überlagert: biografische Zeitmaße — der Lauf des Wassers. Für das intime Ambiente der Ausstellungsräume im BOK hat Heuser kleinformatige, zwischen 1986 und 2024 entstandene (Wand-)Arbeiten ausgewählt: Arbeiten auf Papier und Kleinplastiken aus Ton, Papier, Textil, Bienenwachs, Farbe, Blut, Draht, Haar — eine Zeitschiene femininer Figuren. Vernissage um 19 Uhr. Öffnungszeiten: Donnerstag / Freitag / Samstag 16 – 19 Uhr, Sonntag 11 – 15 Uhr

BOK-Galerie, Kirchgasse 27 – 29, Offenbach  

Donnerstag, 10. Oktober: Film "E.1027 – Eileen Gray und das Haus am Meer"

(Petra)

Ich träume gerne von einem Haus am Meer, aber ob dieser Traum je Wirklichkeit wird? Ein in jeder Hinsicht traumhaftes Haus hat die irische Architektin Eileen Gray für sich erdacht. Sie baute 1929 ein Refugium an der Côte d’Azur. Ihr erstes Haus ist ein diskretes, avantgardistisches Meisterwerk. Sie nennt es E.1027, eine kryptische Kombination aus ihren Initialen und denen von Jean Badovici, mit dem sie es gebaut hat. Als Le Corbusier das Haus entdeckt, ist er fasziniert und besessen. Später überzieht er die Wände mit Wandmalereien und veröffentlicht Fotos davon. Gray bezeichnet diese Malereien als Vandalismus und fordert ihre Rücknahme. Er ignoriert ihren Wunsch und baut stattdessen sein berühmtes Le Cabanon direkt hinter E.1027, das bis heute die Erzählung des Ortes dominiert. Eine Geschichte über die Macht des weiblichen Ausdrucks und den Wunsch der Männer, ihn zu kontrollieren. Gerade hinsichtlich des anstehenden Jubiläums des „Neuen Frankfurt“ und Fragen zur Zukunft des Bauens und den ewigen Fragen zwischen Frauen und Männern: Absolut sehenswert  Eine weitere Vorführung des Films gibt es am Mittwoch, 30. Oktober.

E.1027 – Eileen Gray und das Haus am Meer, Film von Beatrice Minger, Special mit Co-Regisseur Christoph Schaub (Q&A), Ort: Mal seh’n Kino, Adlerflychtstraße 6 HH, Uhrzeit: 19:30 Uhr, Eintritt: 9 (7) Euro, Tickets hier

Donnerstag, 10. Oktober: Fortuna Ehrenfeld

(Uwe)

Mein erstes Konzert von Fortuna Ehrenfeld erlebte ich in der kleinen Bar des Mannheimer Clubs „Capitol“. Seitdem schrieb Songwriter Martin Bechtler einige großartige Alben und tourte mit unterschiedlicher Besetzung beinahe ununterbrochen durch Deutschland. Die Hallen wurden von Jahr zu Jahr größer, was aber blieb, waren die durchgängig großartigen Kritiken:

„Da liegt sie also nun, die neue Messlatte für deutsche Popmusik“ MZ

„Fortuna Ehrenfeld treffen mitten ins Herz" Stern

„Atemberaubend und souverän“ Rolling Stone

Nun kommen Bechtler und Co. zu einem vorläufigen Abschluss von Fortuna Ehrenfeld. Das ist nachvollziehbar, denn es besteht durchaus die Gefahr das sich das wunderbare Projekt überdreht oder festfährt, dass der deutsche Indip-Pop, der besser kaum sein könnte, zu schwächeln beginnt, dass dieses ewige Pyjama-Bühnenoutfit nervt. Vor der längeren Pause kommen sie nun noch einmal in die Brotfabrik und da solltet Ihr hingehen. Nicht zuletzt, weil die erste Vorabsingle vom neuen Album, „Die Sonne so rot“ eins der schönsten Lieder ist, die Bechtler bisher schrieb.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
Foto: Christian Ohlig

Donnerstag, 10. Oktober: Schindlers Liste

(Andrea)

Ok, es ist Hollywood und es ist Spielberg. Aber trotzdem ist "Schindlers Liste" ein zentraler Film über den Holocaust, ein Biopic über den 1957 in Frankfurt verstorbenen Oskar Schindler. Der 1944 rund 1200 Jüdinnen und Juden vor dem Vernichtsungslager bewahrte, zu den bekanntesten Überlebenden dürfte Michel Friedmann gehören, dessen Eltern zu den sogenannte "Schindler-Juden" gehörten. Am 9. Oktober jährt sich der Todestag Schindlers zum 50. Mal, ein guter Anlass sich den Film mal wieder anzuschauen. Bei freiem Eintritt,im Rahmen des Lucas-Filmfestivals. 18 Uhr

Kino im DFF, Schaumainkai 41, Frankfurt

Donnerstag, 10. Oktober: Bonni „Prince“ Billy

(Uwe)

Nix wie hin!

„Ein klassisches Singer/Songwriter-Album von einem, der selbst ein Klassiker ist, und das auch weiß. Und dass er weiß, dass wir das auch wissen, weiß man spätestens, wenn er singt: ‚Ding dong / Ding dong ding dong“. Ja, ernsthaft: So, wie Bonnie ‚Prince‘ Billy dichtend singt, wird selbst das Glockenklingen der ‚Crazy Blue Bells‘ zur Poesie.“  Thomas Winkler, Musikexpress, 5 Sterne

„Ein Strahlen in der Dunkelheit.“   Christian Riethmüller, „FAZ“

„Eindringlicher Folk, der von einer bedrohten Welt erzählt. (…) Folk ohne die Lieblichkeit, die dem Genre mitunter auch innewohnt – vor allem an den Rändern zum Pop. Oldham dagegen singt von Zweifeln, die schmerzhaft sind, erzählt Geschichten, die tief wurzeln  (...)" Jürgen Ziemer, Rolling Stone, 4 Sterne

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr)
Foto: Homepage Zoom

Donnerstag, 10. – Sonntag, 20. Oktober: Join

(Martin)

Wie können Tänzer*innen an völlig unterschiedlichen Punkten ihrer Entwicklung zusammenkommen? Wie finden Menschen in ihrer Verschiedenheit zusammen? „Join“ geht für den Tanz einen Schritt in diese Richtung und bringt Studierende aus der jeweiligen Stadt mit dem Ensemble der DFDC zusammen. In Frankfurt treten die Tänzer*innen der DFDC mit Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main auf.

JOIN ist Kooperation. JOIN ist Improvisation. JOIN ist klimafreundlich. Gleich zu Beginn der neuen Spielzeit präsentieren die DFDC und HELLERAU mit „Join“ gemeinsam eine nachhaltige Tanzproduktion: Ioannis Mandafounis bringt in seiner Neukreation „Join“ das Ensemble mit Studierenden vor Ort zusammen. 

Donnerstag, 10., Freitag, 11., Samstag 12. Oktober um jeweils 20.00h; Sonntag, 13. Oktober, um 16.00h, Donnerstag, 17. – Samstag, 19. Oktober um jeweils 20.00h, Sonntag, 20. Oktober um 16.00h: Join

Dresden-Frankfurt-Dance-Company im Bockenheimer Depot
Foto: © Veranstalter*in/Homepage

Musik: David Gray

(Uwe)

Ich glaube, ich schrieb hier schon einmal was darüber, dass der norwegische Bestellerautor Jo Nesbo in einem Buch mal böse über David Gray und dessen Pop-Musik her zog. David Gray ist grundsätzlich kein Liebling der Kritiker, das ist mir aber völlig egal, es gibt mindestens zwei Alben und fünf Songs, die mir unendlich viel bedeuten. Auch weil wichtige Freundschaften irgendwie auf seiner Musik basieren. Wenn ich diese höre, wackele ich mit meinem Kopf wie ein Wackeldackel hinten im Auto. So wie er selbst bei Livekonzerten gerne tut, „Mercy Me, i‘m Falling free“

  1. Ain’t No Love
  2. Falling Free
  3. Babylon
  4. Flame Turns Blue
  5. This Years Love

Foto: Uwe Schwöbel, Sizilien 2024

V O R S C H A U nächste Woche
Freitag, 11. Oktober: Sommerfrische - Wolfram Koch liest, Motettenchor singt

(Martin)

Letzte Woche ist er im letzten Tatort explodiert – jetzt liest Wolfram Koch in voller Präsenz Kurzgeschichten von Anton Tschechow im Dr. Hoch‘s Konservatorium! 

In den frühen Werken, die nicht so bekannt sind, zeigt sich Tschechow als humoristischer und redegewandter Gesellschaftskritiker: Tschechow nimmt den ‚abgewirtschafteten‘ russischen Adel ins Visier und deckt dessen Verlogenheit und Bigotterie auf. Im Kontrast dazu steht das bescheidene Leben der Abhängigen und die riesige Schere im alltäglichen Leben, die die Gesellschaft trennt. 

Wolfram Koch ist einer der meistbeschäftigten Theaterschauspieler im deutschsprachigen Raum. Er erhielt u.a. den Gertrud-Eysoldt-Ring für “Warten auf Godot” am Deutschen Theater Berlin. Für seine Rolle in „Dead Man Working“ (Regie Marc Bauder, 2016) wurde er 2017 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Wolfram Koch spielt in Zürich, Berlin, Hamburg, Bochum und anderswo Theater. In Frankfurt ist er aktuell als Mephisto in Faust 1 + 2 am Schauspiel Frankfurt zu sehen. Das ist Großes Kino – allerdings sind aktuell leider alle Vorstellungen ausverkauft. 

Ergänzt wird die Lesung im Dr. Hoch’s Konservatorium durch Chormusik von Sergej Rachmaninoff, César Cui, Pauline Viardot, Claude Debussy. Es sing das Frauenensemble des Motettenchor Frankfurt. Am Klavier Ruta Rudvalyte, Leitung Thomas Hanelt.

Reservierung: karten@motettenchor-frankfurt.de

Freitag, 11. Oktober um 19.30h: Wolfram Koch liest / Motettenchor singt
‚Sommerfrische‘ im Dr. Hoch‘s Konservatorium / Clara Schumann Saal
Foto: © Veranstalter*in/Wolfram Koch

Freitag, 11. Oktober: The Imperial Mustard, Fren & Low 500

(Andrea)

Ein schönes Package heute im Cave und weil jede der beiden Bands eine Wucht ist, radel´ ich mal hin: Es spielen THE IMPERIAL MUSTARD (Ffm) Improvisationen mit krautrockigen, repetitiven Strukturen, die auch mal funky oder wavig werden können, immer groovend und eingebettet in psychedelisches Ambiente. Der Name ist hier Schall und Rauch, halbsüß und extra-scharf zugleich. http://imperialmustard.de/ fren (Krakow, kenne ich nicht: Polish-Ukrainian Fren erupts onto the scene with a blend of emotionally charged instrumental music, where sublime melancholy naturally coexists with spontaneity, flame and energy. The band is not afraid to fill their long compositions with multilayered complex landscapes, smoothly shifting between dreamlike trances and unbridled dynamics.The band was formed in 2017. Their sound has been lauded as a post-progressive fusion of vintage influences and innovative ideas, drawing comparisons to iconic bands such as Pink Floyd, King Crimson, Änglagård, and Caravan. https://fren.band/ Na und dann meine liebsten Wiederaufgetauchten LOW500 (Ffm) Wann immer man auf LOW500 trifft, ist der Augenblick entscheidend und die jeweilige, dann vorgefundene Konstellation gibt die Richtung des nächsten Momentes vor. Vereint in glaubhafter Wildheit nehmen LOW500 uns an die Hand und führen uns mit jedem Song durch vertraute und unbekannte Soundscapes und liefern immer eines: Die ganze Packung. Liebe. Gewalt. Trauer. Hoffnung. https://www.low500.de/
19.30 Uhr

The Cave, Brönnerstraße, Frankfurt

Freitag, 11. Oktober – Sonntag, 02. März 2025: Ausstellung "Das Anwesende des Abwesenden" im Frankfurter Kunstverein

(Petra)

Seit einigen Jahren entstehen hier immer wieder großartige Ausstellungen in Kooperation unter anderem mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und dieses Mal mit dem Institut für Theoretische Physik, Goethe-Universität Frankfurt). Der thematische Faden klingt wie ein Widerspruch: "Das Anwesende des Abwesenden". Atemberaubende Kunstwerke und Wissenschaftsexponate laden zum Staunen und Berührtsein ein. Die Abgüsse von Menschen aus Pompeji, die vor fast 2000 Jahren aus dem Leben gerissen und vom Vulkanmaterial als Negativform erhalten wurden – was lassen sie die Betrachtenden erahnen? Die versteinerten Fußabdrücke prähistorischer Menschen, die vor 3,6 Milionen Jahren entstanden – was sagen sie uns über die Existenz dieser Menschen? Die monumentalen, sakralen Messingbilder von Tierabdrücken des jungen Künstlers Toni R. Toivonen – warum erschüttern sie uns? Der Ausstellungstitel spielt auf die Materie als Präsenz an, in der sich Spuren des Lebenden einschreiben. Dabei werden Exponate räumlich gegenübergestellt, die sowohl aus künstlerischer als auch aus wissenschaftlicher Perspektive die abstrakte Idee einer "Anwesenheit des Abwesenden" in einen erweiterten Denkraum stellt. Die kuratorische Erzählung wird sich bis zum astrophysikalischen Phänomen des Schwarzen Lochs vorwagen. Das Denken über Ausdehnung und Zeit und der Unendlichkeit des Alls liegen ausserhalb unseres menschlichen Vorstellungsvermögens und gleichzeitig öffnet es die Frage nach wer wir sind. Schwebend irgendwo zwischen Unermesslichkeit und Ewigkeit liegt unser Planet. Und für einen winzigen Moment öffnet das eigene Leben ein Fenster. Das Ich erlebt das Wunder der Realität durch die Sinne unseres Körpers. In flüchtigen Augenblicken verbinden wir uns mit der Ewigkeit und geben Spuren des Seins eine materielle Form. Kunst ist da ein Weg.

Die Anwesenheit des Abwesenden, Ausstellung mit: Heidi Bucher, Lawrence Malstaf, Marshmallow Laser Feast, Petra Noordkamp, Claudio Parmiggiani, Toni R. Toivonen und mit Exponaten aus dem Archäologischen Park von Pompeji, dem Prähistorischen Museum Florenz „Paolo Graziosi”, dem Naturhistorischen Museum Wien, dem LWL-Museum für Naturkunde, Münster, der Associazione Gibellina Parco Culturale und mit Luciano Rezzolla, Institut für Theoretische Physik der Goethe-Universität Frankfurt, kuratiert von: Franziska Nori, mit wissenschaftlicher Unterstützung von Anita Lavorano und Laura Per, Eröffnung: 18:30 Uhr, Abendprogramm: Aufführung der Arbeit Shrink von Lawrence Malstaf, Eintritt: heute frei, sonst: 10 (6) Euro, Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags  - sonntags: 11 - 19 Uhr, donnerstags: 11 - 21 Uhr

Freitag, 11. – Mittwoch, 16. Oktober: F°LAB – Festival für Performing Arts

(Petra)

Vom 11. bis 16. Oktober lädt das Frankfurt LAB gemeinsam mit den Partnerinstitutionen – Dresden Frankfurt Dance Company, Künstler*innenhaus Mousonturm, Ensemble Modern, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und Hessische Theaterakademie – zur vierten Ausgabe des F°LAB Festival for Performing Arts. An sechs Tagen gibt es 40 Programmpunkte von rund 20 beteiligten Gruppen und Solo-Künstler*innen im Frankfurt LAB, an anderen Orten in der "Kommunikationsfabrik" und im Gallus Viertel sowie auf dem künftigen Kulturcampus in Bockenheim zu erleben.

F°LAB – Festival für Performing Arts, Frankfurt LAB mit Dresden Frankfurt Dance Company, Künstler*innenhaus Mousonturm, Ensemble Modern, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Hessische Theaterakademie, es gibt ein solidarisches Preissystem und einige Veranstaltungen sind kostenfrei, weitere Infos, Programm und Tickets hier 

Freitag, 11. Oktober: Esther Graf

(Uwe)

Momentan verzeichnet die Österreicherin mehr als 60 Millionen Audiostreams, über sechs Millionen Views ihrer Videoclips und über 800k monatliche Spotify-Hörer:innen, die sie in den letzten Monaten sowohl auf ihrer ersten restlos ausverkauften Headliner-Tournee begeistern konnte. Auf ihrem Debütalbum, welches Mitte 2024 erschien, präsentiert sie einen Crossover aus Pop, Punk und Urban-Einflüssen.

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr)
Foto: Homepage Zoom

Freitag, 11. Oktober: OF/ Immer wieder Dienstags

(Andrea)

Immer wieder Dienstags immer freitags. Daniel und Pano haben den nächsten Coup ausgeheckt, heute zeigen sie die schwedischen Komödie „Immer wieder Dienstag“ über einen wunderbar launigen Kochkurs, feinste Kulinarik und um perfektes Catering. Ein „Muss man erlebt haben“-Film für uns alle in der Alten Schlosserei.

Ein Film, wie gemacht für unser Kino Kulinarisch: Es sollte eine tolle Party zum 40. Hochzeitstag werden – doch während der Feier entdeckt Karin, dass ihr Ehemann Sten sie betrügt. Am Boden zerstört, trifft sie zufällig ihre frühere Mitschülerin Monika. Nach einem beschwingten gemeinsamen Abend beschließen sie, zusammen mit Karins Freundin Pia einen Kochkurs bei Spitzenkoch Henrik zu besuchen. Henrik gibt sich anfangs schroff und abweisend, doch Katrins aktive Art und ihre Kochkunst faszinieren ihn. Eine Romanze bahnt sich an ... Zur selben Zeit fassen Karin und ihre beiden Freundinnen den Plan, einen Catering-Service zu gründen. Bei der großen Geburtstagsfeier ihrer Tochter, bei der auch Henrik auftaucht, kommt es schließlich zum Eklat – und Karin wird klar, dass es nun an ihr liegt, eine Entscheidung zu treffen … „Immer wieder Dienstag“ ist – nicht nur wegen der perfekt in Szene gesetzten Köstlichkeiten in Henriks Kochkurs – ein sinnliches Vergnügen und eine leichtfüßige Gesellschaftssatire, in der drei Frauen entdecken, dass die besten Jahre erst noch kommen. Und dass Kino und Kulinarik (und die Liebe) einfach die allerschönsten Dinge sind! Zu diesem einmaligen, leckeren und turbulenten schwedischen Kochkurs serviert das Team gebratenen Lachs (so wie im Film) an Zitronen-Dill-Velouté mit Kartoffelstampf und Wildkräutern. Die Veggie-Variante kommt übrigens in Form eines köstlichen Gemüse-Bete-Türmchens daher. Als Nachtisch wird diesmal ein Überraschungstraum von Salz-Karamell wahr werden. www.kinokulinarisch.de 

Einlass 18.30 Uhr

Alte Schlosserei der EVO, Andréstraße 71, Offenbach am Main – Einfahrt über den Goethering

Samstag, 12. & Sonntag, 13. Oktober: F.I.M. Festival

(Uwe)

Internationales Festival improvisierter Musik präsentiert an zwei Tagen eine Vielzahl von Ausprägungen Improvisierter Musik, wie der Neuen Improvisationsmusik, hochkarätige Soloimprovisationen, bis zu wilden Noise-Konstrukten. Es werden international etablierte Größen des Genres wie auch junge Formationen präsentiert. Das Festival möchte mit der Mischung aus lokalen, nationalen und internationalen Künstler*innen die breite Palette avantgardistisch-experimenteller Musikströmungen dem Publikum präsentieren.

Diese Acts kommen:

Tag 1
* Abdelnour – Skrijelj
* Bärtsch  -Dell – Frith – Portgual – Gratkowski – Riessler „ solo & tutti“
* DJ Jazzmadass

Tag 2
* Degen – Kunkel – Schiffelholz
* Sana Nagano´s Atomic Pigeons

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2 (nicht barrierefrei)
19 Uhr
Foto: Brotfabrik Homepage

Sonntag, 12. Oktober: Of/ Sonntags

(Andrea)

Wasch Dir die Hände, putz´ Dir die Zähne, mit tausend Wiederholungen, Ermahnungen und guten Ratschlägen begleiten wir Mütter unsere Kinder in die Welt. Natürlich sollen die Kleinen mal irgendwann flügge sein, aber das Loslassen fällt nicht leicht. Darüber und das nicht alle Erwartungen, die mit der Rolle der Mutter nicht erfüllt werden, geht es im Text "Sonntags" von Birgit Schön, der als Monolog von Sarah C. Baumann heute im Theater t-raum in Szene gesetzt wird. "Für die Mutter bleibt ihre Tochter, mittlerweile selbst eine Frau im letzten Lebensabschnitt, das ewige Kind, dem man die Verantwortung der eigenen Ängste vor der letzten Lebensstation aufbürden möchte. „Ich wünschte manchmal, das Leben könnte wie in Seifenopern sein. Dann könnte man immer wenn es dramatisch wird, das Bild abblenden und die Handlung erst später wieder aufnehmen.“ Deutlich wird in der Inszenierung die Hoffnung auf die Erforschung des sozialen Geschehens mit der versteckten Bitte um Verständnis für all diejenigen, die Gleiches erleben oder erlebt haben, ohne dabei den moralischen Zeigefinder zu erheben. Es ist eine Einladung, der Wahrheit zuzuhören und zwischen den Zeilen zu lauschen. Kleine Nuancen, in der Form einer Andeutung, bis zur brachialen Ausdrucksform, vereinen sich zu einem unterhaltsamen wie auch zum Nachdenken anregenden Reigen. Autorin und Schauspielerin Birgit Schön hat ihren Text mit viel Fingerspitzengefühl und feinen Untertönen inszeniert und entwickelt mit Darstellerin Sarah C. Baumann eine Bühnenbildsprache, die keiner anderen ähnelt." 20 Uhr

Theater t-raum, Wilhelmstraße 13, Offenbach

Montag, 14. Oktober: FFM/ Trio Mandrill

(Andrea)

Die Algorithmen spülten mir irgendwann das georgische Trio Mandrill in die Timeline und weil ich ihre volkstümlichen Lieder, vor allem aber das Setting irgendwo in der Pampa putzig fand, folge ich ihnen noch heute. Die Videos sind wirklich super, mal kommt ein Leiterwagen vorbei, manchmal stehen sie zwischen Eseln oder alten Leuten und das macht auch einen Teil des Charmes aus. Dass sie heute im Elfer (!!!) spielen ist mindestens mal spannend und auch ein bisschen absurd. Schmälert aber mein Interesse kein bisschen, ganz im Gegenteil möchte Mariam Kurasbediani, Tako Tsiklauri und Tatja Mgeladse gerne mal live erleben.

Elfer, Kleine Rittergasse 15, Framkfurt

Dienstag, 15. Oktober: Benefitz-Kalendersigniersstunde mit Axel Scheffler

(Uwe)

Der bekannte Kinderbuchillustrator Axel Scheffler kommt ins studio soundso von Moni Port

Der Herbst ist da und neben den üblichen Öffnungszeiten (freitags zwischen 15 bis 18 Uhr) im Atelier von Moni Port wird es ein paar schöne Veranstaltungen geben. Los gehts am Dienstag, 15. Oktober, also zum Beginn der Buchmesse.

Alle kennen die Bücher von Axel Scheffler, allen voran den Grüffelo, aber er ist auch ein Mensch, der wann immer es ihm möglich ist, sich politisch engagiert. Seit vielen Jahren ist er Schirmherr von Three Peas, einer NGO, die Menschen hilft, die ihre Heimat aufgrund von Kriegen und Verfolgung verlassen mussten.

Jetzt gibt es einen Benefizkalender, der es in sich hat: 11 zeichnende Kolleg*innen haben für Axel tanzende Katzen gezeichnet. Der Kalender ist auf allerfeinstem hochwertigem Papier (240 gr Munken Pure) gedruckt, das Format (42 x 76 cm) so riesig und die Motive so platziert, dass man die 12 Kalenderblätter anschließend unbedingt als Poster/Kunstdrucke aufhängen und rahmen kann. Es ist wirklich ein Prachtstück geworden! Der Kalender ist auf 150 Exemplare limitiert, durchnummeriert und alle Exemplare sind von Axel höchstpersönlich signiert. Er kostet 120,– Euro und jetzt kommts: der komplette Verkaufsgewinn geht an Three Peas Help.

Am Dienstag, den 15.10, wird Axel Scheffler bei Moni im Atelier den signierten Kalendern auf Wunsch noch eine kleine persönliche Widmung und Zeichnung hinzufügen. Genau eine Stunde wird er bei ihr sein, um die Kalender zu verschönern, also alle Katzenliebhaber und Bilderbuchfans  macht euch ein dickes Kreuz im Kalender und kommt vorbei und ergattert einen dieser außergewöhnlichen Kalender für die gute Sache. Das Prachtstück kann dann direkt mitgenommen werden, sehr praktisch! Natürlich ist das auch ein super Geschenk für Weihnachten. Gerade für Katzenfans.

Gerne kann der limitierte Kalender vorab reserviert werden. Dann eine Mail an Moni schreiben (mail@portschau.de).

Am Kalender beteiligte Künstlerinnen: Rotraut Susanne Berner, Gerda Dendooven, Tor Freeman, Ole Könnecke, Anke Kuhl, Dorothée de Monfreid, Jörg Mühle, Thomas Müller, Barbara Nascimbeni, Philip Waechter, Moni Port und Axel Scheffler. Mehr Kalenderinfos findet ihr hier: Peridot Verlags  www.pe-ri-dot.com

Dienstag, den 15.10 um 19 Uhr - 20 Uhr,
studio soundso, Koselstraße 7, 60318 Frankfurt
Bild: Moni Port

Achtung: Es werden keine (!) Bilderbücher signiert. Die Stunde soll voll und ganz dem Katzenkalender gelten. Wer Axels Bilderbücher signiert haben möchte, der hat auf der Frankfurter Buchmesse ( z.B. am Verlagsstand von Beltz und Gelberg) genügend Gelegenheit. Aber nah und gemütlich wirds nur bei Moni.

Dienstag, 15. Oktober: Rett Smith

(Uwe)

Blues, Rock, Shoegaze, Americana, Songwriter

Wahrscheinlich wusstet Ihr das schon, aber neulich erfuhr ich über einen Podcast, was „Shoegaze“ ist. Shoegazing (dt. „auf die Schuhe starren“) bezieht sich auf die etwas nerdigen Musiker, die bei Live-Auftritten verschüchtert auf ihre Schuhe starren, während sie durch ihre Musik in eine andere Welt abtauchen. Der ehemalige Skiläufer Rett (eigentlich Garrett) Smith beendete seine Sportlerkarriere nach einer schweren Verletzung und startete eine als Musiker. Seit 2015 ebenfalls durchaus erfolgreich und weit weniger gefährlich als alpines Skifahren.

Ponyhof
F., Klappergasse
19 Uhr
Foto: Homepage Ponyhof

Dienstag, 15. Oktober - Samstag 19. Oktober: Open Books – Lesefest zur Franfkurter Buchmesse 2024

(Petra)

Viele von Euch kennen bestimmt das große städtische Lesefest „Open Books“, das seit 2009 jährlich zur Frankfurter Buchmesse stattfindet. An verschiedenen Lesungsorten rund um den zentralen Römerberg haben Besucher*innen hier die Gelegenheit, Autor*innen und ihre Bücher live zu erleben. Rund 100 Veranstaltungen laden dazu ein, Herbstneuerscheinungen aus den Sparten deutsche und internationale Belletristik, Sachbuch, Graphic Novel/Comic und Lyrik zu entdecken – und das bei freiem Eintritt! Zudem ist die älteste Frankfurter Literaturveranstaltungsreihe „Literatur im Römer“ fester Teil des Programms. An zwei Abenden stellen jeweils acht Autor*innen in kurzen, moderierten Gesprächen und Lesungspassagen ihre Novitäten vor – ein abwechslungsreiches Kaleidoskop der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur! Für die jüngeren Leser*innen und ihre Familien bietet OPEN BOOKS KIDS am Messewochenende ein kunterbuntes Kinderbuchprogramm. Dank der Nähe der einzelnen Lesungsorte steht so auch einem spontanen Besuch nichts im Weg. Und wer sich dann noch ein oder zehn Bücher von der/dem neuen Lieblingsliterat:in signieren lassen möchte, wird bestens versorgt durch Frankfurts Buchhandlungen, die an allen Veranstaltungsorten die passende Lektüre am Büchertisch bereithalten.

Open Books – Lesefest zur Frankfurter Buchmesse 2024, Ort: verschiedene rund um den Römer, Eintritt: Der Eintritt zu allen Veranstaltungen mit Ausnahme der Eröffnung (die ohnehin ausverkauft ist) ist frei – Reservierungen sind nicht möglich, Einlass: üblicherweise 15 bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn, Dauer: In der Regel eine Stunde, Ausnahmen sind Literatur im Römer (zwei Stunden) sowie einige Sonderformate, die um 20 Uhr beginnen und für die rund 90 Minuten vorgesehen sind, weitere Infos und Programm stehen hier

Mittwoch, 16. Oktober: Catapults

(Uwe)

Catapults spielen sich mit ihrer so spaßigen wie gefühlvollen Mischung aus Pop-Punk, Emo und Alternative-Rock schon seit einigen Jahren durch Europa, im Herbst 2024 wird es Zeit für die erste Headline-Tour der vier Oldenburger. An zehn Dates im Oktober und November nehmen Catapults alte wie neue Fans mit auf einen Ausflug zum Boden der Tatsachen und machen mit ihrer Punk Rock Bottom Tour in ganz Deutschland Halt.

Ponyhof
F., Klappergasse
19 Uhr
Foto: Connor McBriarty

Mittwoch, 16. – 20. Oktober: Buchmesse (inkl. Romanfabrik)

(Uwe)

Ich liebe es sehr, auf die Buchmesse zu gehen und habe mir bereits ein Ticket für den Samstag gekauft. Ehrengast in diesem Jahr ist Italien und dort schreiben sie großartige Bücher.

So gehören „Fische füttern“ oder „Meine zehn Großväter, das Meer und ich“ von Fabio Genovesi, „Wir drei“ von Andrea di Carlo beziehungsweise „Acht Berge“ von Paolo Cognetti zu meinen Lieblingsbüchern. Die werden auf der Buchmesse wahrscheinlich nicht da sein, aber deren Geist schwingt hoffentlich durch die mit Büchern vollgepackten Messehallen.

Die Romanfabrik begleitet die Buchmesse mit italienischem Programm. Am 11.10 stimmt das Fabrizio Bosso Quartett auf die anstehende Buchmesse ein, am 16.10 spielt Gastone und am 17.10 erwartet Euch in der Hanauer Landstrass „Italia, dove vai? – Italien, wie weiter?“, ein Abend mit Autorinnen und Autoren der Verlage Folio und Wagenbach. Nach einer Diskussion wird noch getanzt.

Kalender - Romanfabrik

Messe an der Messe
Romanfabrik auf der Hanauer Landstraße
Foto: Uwe Schwöbel, Sizilien 2024

Mittwoch, 16. Oktober Hape Kerkeling: Gebt mir etwas Zeit

(Martin)

Seine Chronik der Ereignisse
Hape kommt! 

Mit seiner Kindheitsgeschichte »Der Junge muss an die frische Luft« erreichte Hape Kerkeling, einer der erfolgreichsten Entertainer in Deutschland, ein Millionenpublikum. In »Gebt mir etwas Zeit« setzt er nun schreibend nicht nur entscheidende Etappen seines Lebens fort, sondern taucht tief in die bewegte Geschichte seiner Vorfahren ein. 

Mit dem ihm eigenen Sinn für Komik erzählt Kerkeling von seiner Kindheit in den Siebzigern und den Glanzzeiten der TV-Unterhaltung, von Liebe, Vorsehung und dem Goldenen Zeitalter der Niederlande. Er führt in die Anfänge seiner Fernsehkarriere und bis in die Frühzeit der Kerckrings, ins blühende Amsterdam des 17. Jahrhunderts. Erinnerungen, Recherchen, Erlebtes, Historie, Ahnen. 

Große Bühne für einen ganz Großen.

Mittwoch, 16. Oktober um 19.30 Uhr: Hape Kerkeling:
Gebt mir etwas Zeit - Seine Chronik der Ereignisse
Schauspiel Frankfurt
Foto: © Susie Knoll

Donnerstag 17. Oktober: Bravo Bar / Lesung mit Kersty Grether

(Daniela)

Lesung mit Musik! Die Lesung ist unterlegt mit einem Soundtrack aus Deutschrap. Dazu performt Kersty Grether einige ihrer selbstgeschriebenen Raps aus dem Roman und spiel im Duo-Set den ein oder anderen Song ihrer Band The Doctorella. 
Drei Soulmates, die vor unverschämten Herausforderungen stehen: Musikjournalist Timo will nichts lieber, als sich der erfolgreichen Straßenrapperin Rachelle zu Füßen werfen. Die kämpft nach einer Brustkrebsdiagnose um ihr Standing im Rapgame und mit den Auswirkungen einer Chemo, die ihre Schutzmauern schwinden lassen. Und dann ist da noch Greta, die Aktivistin mit den Superkräften, die immer einen Ausweg weiß, auch wenn dieser durch ihre eigenen Begehrenshöhen- und tiefen führt.

Kersty Grethers neustes Pop-Gewitter ist ein Episoden-Roman, der in bittersüßen Salven die Energie eines Survival-Trips entfacht; so hochfahrend wie kleinlaut, so schwärmerisch wie sarkastisch. Ein Rap in drei Geschmacksrichtungen, der virtuos mit den Zeichen, Zärtlichkeiten und Zumutungen der Generation X bis Z spielt.

Mehr Infos zum Buch: https://www.ventil-verlag.de/titel/1954/bravo-bar

Begin: 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: New Rose, Eschersheimer Landstraße 328, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: New Rose, P.A.C.K. & Ventil Verlag

Donnerstag, 17. Oktober: Sophia

(Uwe)

Dass sich die Sängerin Sophia Bauckloh aus Wetter in NRW „SOPHIA“, also durchgängig in Großbuchstaben schreibt, hilft beim Googlen wenig. Sophias gibt es nämlich viele, unter anderem eine Indie-Band aus England. Ins Zoom kommt aber besagte SOPHIA und die stellt dort ihr kürzlich erschienenes zweites Album „Wenn es sich gut anfühlt“ vor, das weit vorne in den deutschen Charts platziert war / ist.

Über sie steht zu lesen: „… und das, was SOPHIA macht, ist richtig gute Musik, die berührt und etwas in uns zum Klingen bringt – mit einer sanften und doch so kraftvollen Direktheit, die keinen Zweifel daran lässt, dass sie mitten in unser Herz trifft.“

Eher etwas für jüngere Menschen, die sind aber herzlich willkommen.

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
Einlass: 18 Uhr
Foto: Zoom, Homepage

Donnerstag, 17. Oktober: FFM/ Nie gefragt, nie erzählt

(Andrea)

Majer Szanckower ist von Beruf Verwalter der sieben jüdischen Friedhöfe in Frankfurt. 1939 gelang seinem polnischen Vater, Jude, die Flucht aus der Zwangarbeit, über Russland und Taschkent kam er nach Berlin. Seine jüdische Mutter stammte aus Moldawien, auch sie floh vor den Deutschen nach Taschkent, dort lernten sich seine Eltern kennen, kamen in ein DP-Camp, 1947 kam ihr Sohn Majer in Berlin zur Welt. Die Eltern wollten Deutschland verlassen, strandeten aber irgendwann in Frankfurt. Reden wollten die Eltern über das im Holocaust Erlebte nie, Majer hat sich irgendwann auf Spurensuche begeben, „man will doch wissen, woher man kommt“, sagt er. Der Vater hat seine erste Familie in Polen verloren: seinen Bruder, seine Frau, seine Kinder. Das weiß Majer jetzt. Der Frankfurter Journalist Hans Riebsamen, bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2020 Redakteur in der Rhein-Main-Redaktion der F.A.Z., hat die Geschichten von 31 Familien gesammelt, deren Leben von der Verfolgung durch die Nationalsozialisten bis heute maßgeblich geprägt ist. Nun ist sein Buch „Nie gefragt, nie erzählt. Das vererbte Trauma in den Familien der Holocaust-Überlebenden“ erschienen. 

Am 17. Oktober sind Autor und Fotograf Rafael Herlich während der Frankfurter Buchmesse bei „Open Books“ im Historischen Museum zu Gast. Am 30. Oktober findet ein Gespräch mit Herlich und Riebsamen im Stadthaus am Markt in der Frankfurter Altstadt statt.

Historisches Museum, Am Saalhof 1, Frankfurt

Freitag, 18. Oktober: Wer bist Du, wenn Du aus zwei Welten kommst?

(Uwe)

In Der Geruch von verbranntem Eukalyptus (Orlanda Verlag) erzählt Ennatu Domingo aus ihrem Leben als Mädchen im ländlichen Äthiopien, ehe sie nach dem Tod der Mutter und des Bruders als Siebenjährige Anfang der 2000er-Jahre von einer katalanischen Familie adoptiert wird. Als Erwachsene lässt ihr die Frage nach den Ursachen für das Elend der äthiopischen Landbevölkerung, vor allem der Frauen, keine Ruhe.

Im Gespräch mit ihrem deutschen Übersetzer Michael Ebmeyer spricht Ennatu Domingo über Herkunft, Zugehörigkeit und die Bedeutung von Sprache.

Romanfabrik
F., Hanauer Landstr.
18 Uhr
Foto: Anna-Soler-Pont

Freitag, 18. Oktober: Jules Ahoi

(Uwe)

Der Singer / Songwriter Jules Ahoi spielt seine Herbsttour mit seiner neu zusammengestellten Begleitung, die Cello, Bass, Geige, Keys, E-Gitarre und Schlagzeug spielen können. Das Können verteilt sich auf drei Köpfe, dazu kommt Jules Ahoi. „Wir besinnen uns zurück auf die Anfänge dieser Band, rücken das Handgemachte wieder in den Vordergrund und konzentrieren uns auf das Wesentliche. Wir haben uns für einen Schritt zurück entschieden, die Band verkleinert, die Arrangements ausgedünnt und ich habe alles selbst bei mir zuhause produziert.“ Klingt nach einem guten Abend.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Freitag, 18. Oktober: FFM/ Planlos

(Andrea)

Planlos ging der Plan los oder "Man muss den Moment genießen und die Feste feiern wie sie kommen, denn schneller als man glaubt ist es vorbei". Die Jungs wissen, wovon sie reden, denn nachdem sich die deutsche Punkrockband 1993 in Grevenbroich gründete, waren siee bis 2010 erfolgreich, lösen sich dann auf und kündigten m 3. Juli 2019 eine Rückkehr an. Inzwischen haben sie sich wiedre aufgelöst, sind aber jetzt auf einer Abschiedtournee....kennt man ja von diversen anderen Vertretern des Genres, bevor es also wieder vorbei ist: Einlass 19 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt, nicht barrierefrei

Freitag, 18. Oktober: Roberto Saviano auf der Frankfurter Buchmesse

(Petra)

Wie viele andere auch, war ich entrüstet: Der Schriftsteller Roberto Saviano (der mit "Gomorrha" und als mafia- und korruptionskritischer Journalist berühmt sowie ausgezeichnet wurde und seit unfassbar vielen Jahren mit Personenschutz lebt) gehört nicht zur italienischen Delegation für die Buchmesse in Frankfurt, deren Gastland in diesem Jahr Italien ist. Gut, dass ihn sein Verlag nun erst recht nach Frankfurt eingeladen hat - und heute ist er ab nachmittags für zwei Termine auf der Messe. Ich bin an diesem Tag (nein: nicht in Italien), packe aber sein neuestes Buch "Falcone" über den mutigen Richter und Mafiajäger, der schließlich den Kampf mit seinem Leben bezahlte, ein und werde mich an meinen tollen Palermo-Urlaub und die eindrucksvolle Stadtführung der Anti-Mafia-Bewegung "Addiopizzo" erinnen.

Foto: ©Carl Hanser Verlag GmbH

Roberto Saviano im Gespräch, Ort: Buchmesse Frankfurt, Adresse: Messegelände Halle 3.1 und Forum Messe Frankfurt, weitere Infos erfahrt Ihr hier

Samstag 19. Oktober: Kommst du mit in den Alltag? Lebenswelten von Musiker*innen

(Daniela)

Kommst du mit in den Alltag? Lebenswelten von Musiker*innen
Lesung mit Andre Jegodka und Christina Mohr


»Never get old« und »Sex, drugs and rock’n’roll«. Das sind die Mythen. Und die Koordinaten, zwischen denen sich der Pop-Kosmos aufspannt. Doch wie sieht es im wirklichen Leben aus? Hinter all den Bühnen und Kulissen: Wie wirkt sich das Alter auf eine Musikerkarriere aus? Kann ein Frank Spilker dem Alter gelassener entgegensehen als eine Christiane Rösinger? Wird es mit zunehmendem Alter schwieriger, mit Musik Geld zu verdienen? Lohnt es sich in Deutschland überhaupt finanziell, Musiker*in zu sein? Oder sind das eh alles reiche Erb*innen?
Heute treffen sich zwei Musiker*innen aus der Region und erzählen den Moderatoren Christina Mohr (Missy Magazin, TAZ) und Andre Jegodka (Herausgeber) aus ihrem Leben als Musiker*in. Nach dem Interview werden die Künstler*innen noch Fragen in einem Q & A beantworten und den Abend mit einem kurzen Live-Auftritt abrunden.

Beginn: 20:00 Uhr
Veranstaltungsort: New Rose, Eschersheimer Landstraße 328, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: New Rose, P.A.C.K. & Ventil Verlag

Samstag, 19. Oktober: Shelter Boy

(Uwe)

Indie, Pop - Simon Graupner, Leipzigs Indie-Sensation, besser bekannt unter seinem Pseudonym „Shelter Boy“, etabliert sich als herausragender deutscher Songwriter in seiner Generation (er ist 26 Jahre alt) . Mit seinem zweiten Studioalbum „MERCYLAND“, das am 26. April 2024 erschien, geht er im Oktober und November auf Tour. Mit MERCYLAND wendet sich Shelter Boy einer eher introspektiven Mischung aus Indie-Pop zu, die seine vielfältigen Talente als Texter und Musiker zur Geltung bringt.

Ponyhof
F., Klappergasse
19 Uhr
Foto: Homepage Ponyhof

Dienstag, 22. Oktober: Paula Carolina

(Uwe)

„… die tanzende Indiecrowd schreit ihre gesellschaftskritischen Texte mit, als wäre sie schon immer da gewesen … gekleidet wie der coole Skaterboy Deiner Lieblingsband, ist sie die frische Alternative in der sonst so männlichen Musikwelt“.

Willkommen in die Realität heißt die Tour der 25jährigen Sängerin aus Hannover, aufgewachsen im ländlichen Allgäu, durch Österreich, die Schweiz und Deutschland. Ihre erste Single, die Ballade „Du und das Schwarze Loch“ über häusliche Gewalt wurde direkt ein Streamingerfolg. Sie debütierte auf der größeren Bühne im Vorprogramm von Sophie Hunger. Die Schweizerin, die allseits anerkannt ist für ihre hohe Qualität, würde an einem Abend niemals die Bühne mit jemandem teilen, die / der nichts kann. 

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
20 Uhr
Foto: Zoom Homepage

Deutsches Jazzfestival 23.- 26. Oktober 2024

Deutsches Jazzfestival 2024: "Größe ist keine Frage des Alters"

Dem wegweisenden Satz von Miles Davis trägt die diesjährige Ausgabe Rechnung: Bill Frisell, Kurt Rosenwinkel, Emma Rawicz, Becca Stevens, Jason Moran und Omer Klein sind nur einige der großen Namen beim Deutschen Jazzfestival 23. bis 27. Oktober in Frankfurt. Die hr-Bigband ist mit zwei großen Projekten dabei und auch die heimische Szene ist prominent vertreten durch den Gewinner des Deutschen Jazzpreises Jakob Bänsch, das hr-Jazzensemble und viele mehr. Neben den Konzerten im hr-Sendesaal ist am Freitag, 25. Oktober, wieder die Clubnacht in Frankfurter Jazzlocations am Start sowie ein Konzert im Mousonturm am Sonntag, 27. Oktober. Der Vorverkauf läuft

Mehr Infos und Tickets hier!

Dienstag, 22. Oktober: Jazz gegen Apartheid

(Uwe)

Das Projekt versucht, das verlorene kulturelle Gedächtnis Südafrikas von europäischer Seite zu beleben. Über Jahrzehnte haben südafrikanische Exil-Musiker in Europa und Deutschland – neben Johnny Dyani, Louis Moholo und Chris McGregor – ihre tiefen Spuren im europäischen improvisierten Jazz hinterlassen – dies immer in Verbindung mit dem Kampf gegen das Apartheidregime. In Ihrem Heimatland sind diese Lebenswerke bisher hingegen kaum gewürdigt worden. Jedoch in den Jahren 2022 und 2023 kam es zu Einladungen aus Südafrika und mit „Jazz gegen Apartheid – Heimkehr aus dem Exil“ zu ersten Workshops und Konzertreihen in Johannesburg und am Eastern Cape, um auf diese „unbesungenen Helden“ des Exils aufmerksam zu machen – und zu unterstreichen, wie bereichernd dieser kulturelle Schatz auf beiden Kontinenten gewirkt hat.  

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Mittwoch 23. Oktober: „MOSAIK – Ordnung im Chaos“ Solo-Ausstellung von Ekaterina Koroleva

(Daniela)

Kombinatrotweiss Gallery präsentiert mit „MOSAIK – Ordnung im Chaos“ eine Solo-Ausstellung von Ekaterina Koroleva

Ekaterinas Arbeiten setzen sich spielerisch mit dem Thema Weiblichkeit auseinander: Das Feminine findet sie nicht nur in menschlichen Silhouetten und Portraits, sondern verwendet auch Referenzen aus der Natur. Die Berliner Künstlerin zitiert Elemente aus der Flora und Fauna, die sie mit Tusche und Aquarell einfängt.
Es ist die Leichtigkeit, die Freiheit in Form und Farbe, die diese Technik so interessant machen; der Versuch, etwas zu kontrollieren, was schwer zu kontrollieren ist. MOSAIK versucht, die Materialien durch die Collagetechnik zu bändigen. Bei den Arbeiten handelt es sich um sehr freie Farbexperimente auf größeren Papierformaten – chaotische Farbstudien, bei denen Ekaterina frei mit Tusche und Aquarell spielt und die Elemente anschließend wieder in eine konkrete erzählerische Form und damit Ordnung ins Chaos bringt.

Vom 24.10. bis 25.10.2024 werden die Arbeiten zu „MOSAIK“ in unserer Galerie in der Kleinen Rittergasse ausgestellt. Neben großformatigen Originalen sind auch Drucke in Sonderedition zu erwerben.

Vernissage: 23.10.2024, 18:30-21:30 Uhr

Location: Der Kleine Mann Mit Dem Blitz, Alt-Sachsenhausen

Die Künstlerin ist zur Vernissage und Ausstellung anwesend!

Öffnungszeiten: 24.–25.10.2024, Donnerstag & Freitag, 16-18 Uhr
Adresse: Der Kleine Mann Mit Dem Blitz, Kleine Rittergasse 11, 60594 Frankfurt

Freitag, 25. Oktober: Gavin De Graw

(Uwe)

Durch das wöchentliche Scannen des Programms mehrerer Clubs in Frankfurt, um interessante Veranstaltungen für die Ausgehtipps zu finden, komme ich immer wieder an Künstlerinnen und Künstlern und Bands vorbei, von denen ich noch nie etwas hörte, deren Geschichten (und natürlich deren Lieder) sich gut lesen (anhören). Nun also Gavin DeGraw, mehrfach für den Grammy nominiert und erfolgreich mit seinen Veröffentlichungen: „ …. jetzt fügt er seine eigene zeitlose Geschichte zusammen, untermalt von einer charakteristischen Mischung aus Pop, Soul, Country, Folk und Funk … Von einem spärlichen Klavier, über eine verträumte Gitarre, bis hin zu orgelgeladenen Beats und einer mit dem Kopf nickenden Bassline: Gavin DeGraws neustes Werk erzählt die Geschichte seines Lebens.“

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
19 Uhr
Foto: Zoom Homepage

Freitag, 25. (Uraufführung) & Samstag, 26. Oktober: Vielleicht ist es möglich (weitere Termine)

(Martin)

Ives Thuwis-De Leeuw & Theater Gruene Soße
Junge Theaterwerkstatt am Zoo

In "Vielleicht ist es möglich" tanzen und performen Menschen aus drei Generationen – sieben unterschiedliche Personen, wie sie jederzeit auf der Straße aneinander vorbeigehen könnten. Jede*n von ihnen beschäftigt etwas anderes – alle haben eigene Träume, Utopien und dringliche Anliegen. 

Hier bewegen sie sich nun auf einem Stück ihres Weges gemeinsam – sie tanzen zusammen und teilen miteinander, was sie umtreibt – mit allen offenen Fragen und Widersprüchen, die dabei sichtbar werden: Was würde man sagen, wenn einem endlich mal alle zuhören würden? Darf ich das eigene private Glück verfolgen, wenn um mich herum die Welt brennt? Und wofür lohnt es sich zu kämpfen? 

Vielleicht ist es möglich. ist eine ehrliche und energiegeladene Auseinandersetzung damit, was es heißt, allein und miteinander zu wachsen!

Hier geht’s zu den Tickets: https://21765.reservix.de/p/reservix/group/480660

Freitag, 25. (Uraufführung) und Samstag, 26. Oktober um jeweils 19.00 Uhr und am Sonntag, 3. November um 16.00 Uhr, Montag, 4. und Dienstag, 5. November um 10.00 Uhr
Junge Theaterwerkstatt am Zoo (Zoogesellschaftshaus)
Foto: © Felix Bausch

Samstag, 26. Oktober: Team Scheiße

(Uwe)

Regelmäßige Hörerinnen und Hörern des Podcasts „Fest & Flauschig“ ist die deutsche Punkband aus Bremen durch die regelmäßige Erwähnung durch Jan Böhmermann und Oli Schulz bestens bekannt. Nun gibt es die Möglichkeit, Team Scheiße einmal in Frankfurt zu erleben. Punkbands sind bei Namen für Alben oder einzelnen Stücken immer einfallsreich und so heißen Platten vom Team Scheiße beispielsweise „Hobbies für den sozialen Abstieg“ oder „Ich hab Dir Blumen von der Tanke mitgebracht (jetzt wird geküsst“) und Singles „Karstadtdetektiv“ oder Elfmeterschießen“. Sicher wird es ein lauter und kurzweiliger Abend mit den Bremern.

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
19 Uhr
Foto: Zoom Homepage

Sonntag, 27. Oktober: Sophie Chassée

(Uwe)

Ihre unvergleichbare Kombination als Gitarrenvirtuosin und begnadete Singer/Songwriterin sorgt regelmäßig für weit offenstehende Münder im Publikum und nimmt sowohl Acoustic Pop Liebhaber*innen, als auch Gitarren-Nerds mit auf eine musikalische Reise. Mit ihren englischen Texten erzählt die junge Musikerin über die verlorene Liebe, die großen Veränderungen im Laufe des Lebens und autobiografische Geschichten, mit denen sich jede/r identifizieren kann.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Dienstag, 29. Oktober: Great Lake Swimmers

(Uwe)

Wenn man als Kind an einem dieser riesigen Seen Nordamerikas, an der Grenze zwischen den USA und Kanada, aufwächst, dann kann man durchaus die Schwimmer bewundern, die weite Strecken durch diese Große Seen schwimmen. Der im Kanadier Tony Dekker wuchs am Lake Huron auf und benannte sein Musikprojekt, später seine Band den Schwimmern zu ehren „Great Lake Swimmer“. Mit den Great Lake Swimmers, deren Besetzung bei jedem Album und jeder Tour fließend und immer im Wandel ist, macht er sehr guten Folk-Rock und tourt durch die Welt.

"Zwanzig Jahre nach der ersten selbstbetitelten Veröffentlichung zeigt das letzte Album „Uncertain Country“ einen Songwriter auf dem Höhepunkt seines Schaffens, der noch so viel mehr zu sagen hat."

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Mittwoch 30. Oktober: Spotlight mit dem hr-Sinfonieorchester

(Daniela)

Oh wie wunderbar. Heute gibt es wieder ein „Spotlight“ mit dem hr-Sinfonieorchester. Diesmal sogar wieder mit dem ehemaligen Chefdirigenten und Miterfinder von den „Spotlight“-Konzerten Andrés Orozco-Estrada. Er stellt „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ von Richard Strauss vor.

Eine Wiederbegegnung, auf die man sich freuen kann. Zwei originelle Sinfonische Dichtungen des Instrumentations-Großmeisters Richard Strauss im Spotlight-Gesprächskonzert – mit dem hochgeschätzten Strauss-Experten und mitreißenden Musikvermittler Andrés Orozco-Estrada. Der ehemalige Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters hat das Publikum in der beliebten Spotlight-Reihe schon oft in seinen Bann gezogen und begeistert. 
Hier findet ihr weitere Infos: https://www.hr-sinfonieorchester.de/konzerte/konzerte-24-25/eulenspiegel--co,spotlight-eulenspiegel-und-co-100.html

Tickets: 30,– €; Ermäßigt: 16,– €
Ermäßigung gilt für: U30 (alle unter 30 Jahre!) und für Menschen ab GdB 80
Außerdem: 10 FOR TEENS – Für alle unter 20 Jahre! Limitierte Tickets für 10,– € (Ohne RMV), First come – First serve!

Alte Oper, Großer Saal, Opernplatz 1
Beginn: 19:00 Uhr

Mittwoch, 30. Oktober: Turbostaat

(Uwe)

Ein lieber Freund von mir empfiehlt mir nachhaltig deutschen Punk von Love A, Pascow oder Turbostaat. Letztgenannte Band gibt es schon 25 Jahre. Auf Instagram kündigten Sie ihr neues Album (erscheint im Januar) so an: „Turbostaat ist eine Familie…. mit allen Facetten und Auswüchsen. Da gehören nicht nur die 5 auf der Bühne dazu … Alle sind schon lange dabei, teilweise 20 Jahre… Die letzte 5 Jahre waren die schwersten bei der Familie Turbostaat. Wir waren verstreut, unfähig und sprachlos, schwer krank und oft auch ganz ohne Hoffnung. Am Ende mussten wir auch einen von uns begraben. Was für eine Scheisse … Moses (Produzent Moses Schneider) hat es aber tatsächlich geschafft, dass sich dieser ganze Haufen Frust im Studio Nord/Bremen in Energie verwandelt …. Die Flucht nach vorn nur im Kollektiv! Alte Liebe! Altes Leben! Alter Zorn!"

Die 25 Jahre feiern sie auf Tour, nun im Zoom, dort insbesondere das Album Abalonia, in anderen Städten sind es andere Alben.

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
19 Uhr
Foto: Andreas Hornoff

Donnerstag 31. Oktober: SPOTLIGHT JAZZ - At the movies

(Daniela)

Einen Tag später wird es cineastisch im hr-Sendesaal: Die hr-Bigband hat ja auch ein „Spotlight Jazz“ eingeführt und präsentiert am Donnerstag, 31. Oktober, um 19 Uhr im hr-Sendesaal „At the Movies“

Spotlight Jazz ist ein besonderes Konzertformat zur After-Work-Zeit, das in gut einer Stunde zu einem besonderen Thema in die Welt des Jazz entführt. Dieses Mal wird Professor Rainer Tempel die lange Geschichte des Jazz als Filmmusik aufrollen. Von alten Hollywoodstreifen über neueste Animationsfilme – aus allen Bereichen bringt er Musik mit. Selbst die, die erst nach dem Film zu Jazz-Klassikern wurde!

Hier darf das Publikum mit nach Hollywood reisen: Dieses Mal wird Bigband-Leiter Rainer Tempel die lange Geschichte des Jazz als Filmmusik aufrollen. Von alten Hollywoodstreifen zu neuesten Animationsfilmen – aus allen Bereichen bringt er Musik mit. Selbst die, die erst nachdem der Film gelaufen war, zu Jazz-Klassikern wurde. In jüngster Zeit sind wieder musikalisch vom Jazz dominierte Mainstream-Filme entstanden, wie das mehrfach oscarprämierte Filmmusical “La La Land” oder der Disneyfilm “Soul”.

Hier gibt’s mehr Infos: https://www.hr-bigband.de/konzerte/konzerte-2024-25/spotlight-jazz-at-the-movies,spotlight-jazz-at-the-movies-100.html

Donnerstag, 31. Oktober: Lokal Listener mit Jules

(Uwe)

Ein Herbstabend ist wie gemacht für einen Lokal Listener. Lauschiger Ort, gutes Gespräch und schöne Musik. Was will man mehr. Dieses Mal hat Gregor Praml Jules zu Gast. Über sie und ihr letztes Album Kaleidoscope wurde geschrieben „Von Kritikern hochgelobt, schreibt Jules Lieder über das Leben und die Natur. Ihr neuestes Album Kaleidoscope schafft inmitten von Neo Soul, Jazz und Singer-Songwriter Manier organische, akustische Musik mit gemütlichem Vibe und erdigen Retro-Grooves.

Romanfabrik
F., Hanauer Landstr.
19:30 Uhr
Foto: Celine-Chiara-Burghardt

NOVEMBER 2024
Freitag 01.- Sonntag 03. November: Werkschau von Popp & Bergmann

(Daniela)

Uwe ist ja ein großer Dokumentarfilm-Fan, da ist es gut, dass das Filmmuseum eine Werkschau von Mischka Popp und Thomas Bergmann zeigt. Ich freue mich. Wir werden bestimmt nicht alle 13 sehen, aber ich möchte unbedingt GIFTZWERGE UND HEINWERKER sehen. Der klingt super.

Mischka Popp (geboren 1944) und Thomas Bergmann (1943–2019), die ab 1973 zusammenarbeiteten, entwickelten und produzierten Fernsehformate in der Bildung und Sozialpolitik. Ihre Dokumentarfilme für ARD und ZDF thematisieren Land, Provinz und den Alltag in Deutschland. Ab 1986 drehten sie auch Dokumentarfilme fürs Kino.

Die Werkschau zeigt an drei Tagen 13 Filme aus ihrem vielfach ausgezeichneten Werk. Die aus mehr als 80 Produktionen ausgewählten Dokumentarfilme beleuchten sowohl historische als auch zeitgenössische Perspektiven.

Mehr Infos: https://www.dff.film/kino/kinoprogramm/filmreihen-specials-november-2024/werkschau-popp-bergmann/

Montag, 04. November: Kasi

(Martin)

Kasi ist Frankfurter Bub, genauer – er kommt aus Bockenheim und lebt jetzt in Freiburg. Von dort hat die Karriere Fahrt aufgenommen! 

Keiner kennt Kasi? Nach diesem Jahr eher unwahrscheinlich. Denn er ist ab jetzt auf der Überholspur! Seine erste Headlinertour war restlos ausverkauft. Seine erste EP hat bereits über 11 Millionen Streams und sein beschwingt-melancholischer Indie Pop mit lässigen Rap-Einflüssen hat das Publikum auf den Festivals im Sturm erobert. 

Ob das Southside, Deichbrand oder Reeperbahnfestival. Kasi kennt man jetzt. Vor allem nach seiner Veröffentlichung „immatrikuliert“, die am 17. November letzten Jahres erschien und blitzschnell bei TikTok durch die Decke ging. Eine Millionen Views und unzählige neue monatliche Hörer:innen bei Spotify sind der Beweis.


Nachdem er Ennio und BADCHIEFF auf ihren Touren begleitet hat, fährt der charmante Newcomer 2024 höchstpersönlich auf große Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dafür macht er direkt den Führerschein! Fast alle Konzerte der Deutschlandtournee sind ausverkauft – für Frankfurt gibt’s noch ein paar Tickets – und zwar hier: 

https://zoomfrankfurt.com/programm/kasi-2024

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
20.00 Uhr (Einlass 19.00 Uhr)
Foto: © Antonius Kauf

Freitag 22. + Samstag 23. November: REFRAKTO 2.0

(Daniela)

A journey into mystic dimensions
Den Sorte Skole (music) - Vertigo (light) - Martin Lücker (organ)


REFRAKTO wurde 2020 aus Anlass der Luminale für die Frankfurter Katharinenkirche geschaffen und wegen des Lockdowns dort erst im November 2022 uraufgeführt. Musik und maßgeschneiderte LED- und Laser-Mapping-Technik traten in einen Dialog mit dem architektonischen Raum. Musikalische Spuren von Religionen, moderne Technologie, Sound, Lichtinstallationen und Laser-Mapping formten sich zu einem immersiven audiovisuellen und synästhetischen Erlebnis. "Es war außergewöhnlich. Wirklich himmlisch. Wie ein Trip, nur ohne Drogen. Ergreifend und wahrhaft spirituell." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Mit REFRAKTO begeben sich die Künstler auf eine Klangreise, die Klangfragmente verschiedenster spiritueller Traditionen und Praktiken einbezieht. Was passiert, wenn der Kontext religiöser Äußerungen aufgelöst wird? Was, wenn ein gregorianischer Chor mit einem Schamanen aus dem Kongo in einem optisch verzerrten Kirchenraum singt? Die Klangfragmente reflektieren verschiedenste Traditionen und Praktiken. Die Musik besteht aus Samples religiöser und spiritueller Musik, die in den letzten sieben Jahrzehnten aufgenommen wurden: von Feldaufnahmen indigener Stammeszeremonien, Sufi-Gesängen, benediktinischen Chortraditionen, einem Kirchenchor aus Dakar, Inkantationen einer maronitischen Nonne aus dem Libanon, bis hin zu zeitgenössischer experimenteller elektronischer Musik. REFRAKTO verbindet Musik, Klang, Licht und Raum zu einem rauschhaften Gesamtkunstwerk.

Über die Künstler
Den Sorte Skole sind mit vielen Kunst- und Musikpreisen ausgezeichnete Künstler aus Kopenhagen. Sie weben tausende von Samples zu einem dichten hypnotischen Soundtrack, der zu psycho-akustischen Hörreisen einlädt.
Das Lichtkünstler-Kollektiv Vertigo arbeitet für Musik- und Theaterproduktionen, in und um Museen (u.a. Louvre/Paris) und für die Industrie.
Prof. Dr. Martin Lücker ist nicht nur Musiker, sondern auch ein großer Vermittler klassischer wie zeitgenössischer Orgelmusik und bietet seit vielen Jahren zwei Mal die Woche "Orgelvespern" für jedermann an

St. Katharinenkirche
An der Hauptwache 1
60313 Frankfurt am Main

22.11.24, 20 Uhr Kartenvorverkauf
23.11.24, 19 Uhr Kartenvorverkauf
23.11.24, 21 Uhr Kartenvorverkauf

Sonntag, 10. November: Der Zauberlehrling

(Martin)

Benefizveranstaltung zugunsten des Fördervereins vom Frankfurter Kinderschutzbund

Der Frankfurter Kinderschutzbund wird in diesem Jahr siebzig Jahre alt, er setzt sich für die Rechte der Kinder ein, für ihren Schutz vor Gewalt und für die Bekämpfung von Armut. Nötig ist diese Arbeit: Im vergangenen Jahr zählte die polizeiliche Kriminalstatistik 16 375 Fälle des sexuellen Kindesmissbrauchs, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 5,5 Prozent bedeutet. Dunkelfeldforschungen gehen davon aus, dass etwa jeder siebte bis achte Erwachsene in Deutschland in seiner Kindheit oder Jugend sexuelle Gewalt erlitten hat.

Die Volksbühne im Großen Hirschgraben zeigt eine Benefizveranstaltung zugunsten des Fördervereins des Frankfurter Kinderschutzbundes. 

Der Zauberlehrling: Eine magische Inszenierung von Goethes Ballade für die ganze Familie. Begleitet von Klaviermusik erleben große und kleine Zuschauerinnen und Zuschauer das Abenteuer des Zauberlehrlings, seines Hexenmeisters und dessen Katze Cornelia und erfahren ganz nebenbei vieles über Frankfurt und seine Wahrzeichen. 

Volksbühne im Großen Hirschgraben
um 17.00h
Zeichnung © Philip Waechter

Bis 10. November: Ausstellung Rest in Soil, in Water, in Waithood

(Daniela)

Die Ausstellung präsentiert die erste Ausgabe des WAITHOOD Magazins, die sich mit der Idee des Ruhens als einem wichtigen Aspekt der gegenwärtigen Schwarzen Erfahrung in der Welt beschäftigt.

Die erste Ausgabe des Magazins WAITHOOD ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von 14 Künstler:innen, Schriftsteller:innen, Denker:innen und Produzent:innen aus verschiedenen Regionen des afrikanischen Kontinents und seiner Diaspora, die ihre Ideen mit der Welt teilen, indem sie sich mit zeitgenössischer Kunst, dem urbanen Raum und den Bedingungen des Lebens in der Welt als rassifiziertes Subjekt auseinandersetzen, das sich der Prekarität bewusst ist, die die Welt für Schwarzen und Braunen Kunstschaffenden bereit hält. Das Magazin zeigt daher neue Wege auf, durch die andere Zukünfte vorstellbar werden, und präsentiert, wie die Autor:innen die erforderliche Arbeit leisten, um eine reale, lebendige und allgegenwärtige Schwarze Alltagssprache zu schaffen, die alt, jung, queer und in Bewegung ist! 

Um diese innovative Publikation zu feiern, lädt WAITHOOD die Künstler:innen
Ava Binta Giallo und Markus Zimmermann ein, den Ausstellungsraum in einen Ort des Versammelns, des Ruhens und des Träumens von einer befreiten Zukunft zu verwandeln.

Das Magazin wird während der Ausstellungsdauer zum Erwerb erhältlich sein.

Details zur Ausstellung:
Ausstellungstitel: Rest in Soil, in Water, in Waithood
Ausstellung: 7. September bis 10. November 2024
Künstler:innen: Ava Binta Giallo, Markus Zimmermann
Kuratorin: Ana Raquel Machava
Ort: basis e.V., Gutleutstrasse 8-12, 60329 Frankfurt

(c) WAITHOOD - Issue 1 cover © Neec Nonso, 279 x 210 mm, designed by Ahomé Studio

Samstag, 23. November: OF/ Faithless

(Andrea)

Irgendwann in den 1990ern habe ich Faithless in der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg live erlebt und das Konzert zählt zu meinen persönlichen Top Ten-Konzerten. Auch, weil die Band nicht aufhören wollte, ständig kamen sie wieder raus, gaben Zugabe um Zugabe und sorgten für jede Menge Glückshormone. Das Erlebnis lässt sich kaum toppen, zumal Frontmann Maxie Jazz am 23. Dezember 2022 verstorben ist. Es scheint sich Ersatz gefunden zu haben oder eben auch nicht, ich lese, dass die beiden verbliebenen Sister Bliss und Rollo bei den Konzerten seinen Spirit wieder aufleben lassen. Ich bin gespannt und freue mich schon sehr auf den Abend in unserer Offenbacher guten Stubb.

Stadthalle Offenbach, Waldstraße, Offenbach 

Bis Ende Dezember: The Frankfurt Prototype am Senckenberg

(Petra)

Noch eine illustre, spannende Kooperation ist am Senckenberg Museum zu besichtigen bis zum Jahresende: Ein Pilotprojekt, das erstmals die Lehre von Architektur und Kunst zusammenführen will, um die Potenziale beider Disziplinen zu kombinieren (hier zu sehen das Visual zum Entwurf). Eine kleine öffentliche Markthalle im Erdgeschoss, Wohn- und Arbeitsräume für Studierende im ersten Stock und ein grüner "urbaner Filter" – das erwartet Euch im experimentellen Gebäude "The Frankfurt Prototype", das jetzt im Innenhof des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums Frankfurt zu sehen und zu begehen ist. Entworfen haben es Studierende der Städelschule und der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS) zusammen mit Ingenieuren und Architekten sowie Forschenden der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, die beratend zur Seite standen. Im Fokus des Projekts steht die Frage, wie eine neue urbane Bautypologie aussehen kann, die bezahlbar und nachhaltig ist und den sozialen Zusammenhalt fördert. Für den Bau wurden wiederverwendeter Stahl und gebrauchtes Schalungsholz verwendet, um die CO2-Emissionen beim Bauen möglichst gering zu halten. Die kleine Markthalle, das "öffentliche Wohnzimmer" im Erdgeschoss, soll als Theaterbühne, Kino, Ausstellungsort und als Markt genutzt werden, wo nachhaltige landwirtschaftliche Produkte angeboten werden und über die Lebensmittelversorgung der Stadt diskutiert wird. Die oberen Etagen bestehen aus modularen vorfabrizierten Wohneinheiten, die mit gebrauchtem Schalungsholz aus dem Betonbau verkleidet sind und – anders als die üblichen Wohncontainer – flexibel miteinander verschaltet werden können, um verschiedenste Wohnbedürfnisse zu befriedigen. Hier ziehen die temporären Arbeitsräume des "Center for Contemporary Arts Afghanistan (CCAA)" aus Kabul ein, eine Initiative des afghanischen Malers und ehemaligen Direktors des CCAA, Rahraw Omarzad, der mit zwanzig seiner Studierenden in der Nähe von Frankfurt im Exil lebt. Eine "grüne urbane Filterwand" führt radikalere Visionen der Studierenden für ein Leben mit und in der Natur vor.

The Frankfurt Prototype, Ort: Senckenberg Naturmuseum Frankfurt, Adresse: Senckenberganlage 25, Öffnungszeiten: täglich 10 - mindestens 18 Uhr, Programm mit Kino, Theater auf Instagram unter "frankfurtprototype"

Bis Ende Dezember: MISERY im Stalburg Theater

(Daniela)

Ich freue mich auf die Premiere von MISERY im Stalburg Theater. Ich bin zwar überhaupt kein Stephen King Fan und habe auch kein einziges Buch von ihm gelesen, aber ich bin ein großer Fan von Anja Kimmelmann, die mich mit ihrem Stück "Monika Haeger - inside stasi" total in den Bann gezogen hat und von Jochen Doering schon sehr lange, den ich nicht nur als Ritter Rost oder Zeynep toll fand, sondern vor allem in seiner Rolle in "Hass". Abgesehen von den beiden Schauspielern, führt Rainer Ewerrien Regie!

Das Stalburg Teater schreibt: 

MISERY - Nach dem Roman von Stephen King

Warum soll es denn auch nicht mal bei uns ein wenig gruseln? Das bietet sich doch an, gerade in dem mehr als ein halbes Jahrtausend alten Stalburg'schen Gemäuer, neben dem sich unser Theater befindet. Wohlan, dachten wir uns, dann tun wir es.

Nach kurzer Suche fiel uns dank des Verlags Ahn & Simrock ein Stoff zwischen die knochigen Finger, der sich bestens für einen schaurigen Theaterabend eignet. Sie wissen, es ist die Geschichte des Schriftstellers Paul Sheldon, der in den Bergen Colorados verunglückt und schwer verletzt in die Fänge der ehemaligen Krankenschwester Annie Wilkes gerät – zufälligerweise "sein größter Fan", wie sie sagt. Ein Umstand, der Sheldon fast zum Verhängnis wird.

Ihr Debüt auf der Stalburg-Bühne gibt Anja Kimmelmann als Annie, in der Rolle von Paul sehen Sie den uns bestens vertrauten Jochen Döring. Die Regie lag in den bewährten Händen von Rainer Ewerrien.

Bis Ende Dezember. Infos und Tickets hier

Stalburg Theater, Glauburgstraße 80, Nordend

Bis Sonntag, 05. Januar 2025: Ausstellung Gustav Metzger

(Petra)

Geflüchteter, Überlebender, Staatenloser, Tischler, Gärtner, Anarchist, Antiquar, Umweltaktivist, Intellektueller und Künstler. Gustav Metzger wurde 1926 in Nürnberg geboren. Eine seiner ersten Erinnerungen ist, wie seine Mutter ihn badet. Mit vier Jahren beobachtet er die Aufmärsche der Nationalsozialisten. Mit zwölf Jahren, im Januar 1939, kommt er mit einem der letzten jüdischen Kindertransporte in England an. Seine Eltern und ein Großteil der Familie werden von den Nationalsozialisten ermordet. Schon früh mit der mörderischen Gewalt von Menschen konfrontiert, war es für Gustav Metzger existenziell, auf die konsequente Zerstörung der Natur aufmerksam zu machen und für deren Erhalt wie Respekt zu kämpfen. Inmitten des atomaren Wettrüstens schrieb er Manifeste zur Autodestruktiven Kunst – einer Kunst, die auf die eigene Zerstörung angelegt war – und wurde 1960 zusammen mit Bertrand Russell Gründungsmitglied des Committee of 100. Das Verfassen von Manifesten und Organisieren von Symposien, Aktionen im öffentlichen Raum und vor allem auch die Teilnahme an aktuellen Diskursen war für Metzger lebenslang von grundlegender Bedeutung. Die Unbegreiflichkeit von Gewalt, Geschichte und insbesondere des Holocausts findet in zahlreichen seiner Arbeiten ihre Form – für das Verstehen und gegen das Verdrängen und Vergessen.
Die Ausstellungist die erste Retrospektive von  Gustav Metzger in Deutschland und wird von Susanne Pfeffer und Julia Eichler kuratiert. Einige der gezeigten Arbeiten werden erstmals ausgestellt.

Gustav Metzger - Ausstellung, Ort: TOWERMMK, Adresse: Taunustor 1, Eröffnung: 19 Uhr (Ausstellung bis Sonntag, 05. Januar 2025), Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 18 Uhr, mittwochs 11 - 20 Uhr, Eintritt: 8 (4) Euro, barrierefrei

Bis Freitag 04. April 2025: "Geister" von Karsten Bott auf der Frankfurter KunstSäule

(Petra)

Früher Theaterplatz, heute Willy-Brandt-Platz: Jeder kennt die U-Bahn-Station am Anlagenring, die vor genau 50 Jahren eröffnet wurde. Das Bauwerk ist ein sprechendes Beispiel des Frankfurter Brutalismus, der ja unlängst durch den Abriss des Technischen Rathauses und des Historischen Museums zwei wesentliche Wahrzeichen verloren hat. Typisch für diese Architekturrichtung sind nicht nur der nackte Beton und die wuchtigen Linien, sondern auch die mit Kieselsteinen besetzten Platten, die Anfang der 70er-Jahre in die Wartebereiche der neuen U-Bahn-Station eingebaut wurden. An diesen Steinbetonplatten hat der Künstler Karsten Bott Spuren entdeckt, die ihm zu denken gaben. Sind hier etwa Fettablagerungen vom Haar der Menschen sichtbar, die sich Tag für Tag auf den darunterliegenden Sitzen niedergelassen haben? Und kann man an den Steinen, an denen die Rückenlehnen fehlen, einen Abrieb durch den Druck von ungezählten Jacken und Pullovern feststellen? Karsten Bott war so begeistert von seiner Entdeckung der Lebensspuren, dass er einen Profi-Fotografen bat, das Bild für ihn aufzunehmen. Für Bott sind Abdruck und Abrieb wie Ying und Yang, Werden und Vergehen, wie Sammeln und Wegwerfen. Die Jacken arbeiten am Negativ und wischen weg, die Haare arbeiten am Positiv und fügen dunkle Flecken hinzu. Wer sich in die unterste Etage der U-Bahn-Station begibt, steht zigtausendfachen Abwesenden gegenüber. Leider schrubben die Verkehrsbetriebe nicht kunstsinnig immer wieder die Abdrücke fort, doch die Spuren unser aller Existenz kommen immer wieder neu. Für den Katalog „Gleiche Vielfache“ des Historischen Museums Frankfurt nutzte Karsten Bott dieses besondere Foto bereits im Jahr 2015, doch seine ganze Kraft entfaltet es auf dem Rundbild an der Frankfurter KunstSäule.

"Geister" von Karsten Bott, Ort: Frankfurter KunstSäule, Adresse: Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße / Ecke Gutzkowstraße), Eröffnung: 19 Uhr, Einführung: Kurator Florian Koch, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: 24/7, barrierefrei

Bis Juni 2025: Ausstellung INTERIOR - Sechs Kultureinrichtungen in der Rhein-Main-Region stellen sich mit der Geschichte ihrer Häuser vor

(Petra)

In der Rhein-Main-Region haben wir tolle Orte für die Kunst - aber es können nicht genug sein: unter anderem gibt es die Opelvillen in Rüsselsheim, das Sinclair-Haus in Bad Homburg, das Kunstforum der TU Darmstadt, das Museum Giersch in Frankfurt, das Kunsthaus Wiesbaden und den Nassauische Kunstverein Wiesbaden. Was diese sechs noch gemeinsam haben? Jede dieser Kultureinrichtungen befindet sich in einem Gebäude, das ursprünglich für einen anderen Zweck gedacht war. Auf Initiative der Stiftung Opelvillen sie sich jetzt zum Kooperationsprojekt INTERIOR zusammengeschlossen und zeigen in Ausstellungen vor Ort ihre Nutzungsgeschichten, die durch zeitgenössische Kunst lebendig werden. Darüber hinaus wird eine Online-Präsenz entwickelt, bei der in sogenannten „Story-Guides“ der Wandel der jeweiligen Häuser von ihrer ursprünglichen Nutzung bis heute dargestellt wird. Ich lese mich gleich fest und freue mich über die vielen Fotos. Spannend.

INTERIOR, Kooperationsprojekt von Opelvillen in Rüsselsheim, des Sinclair-Hauses in Bad Homburg, des Kunstforums der TU Darmstadt, des Museums Giersch in Frankfurt, des Kunsthauses Wiesbaden und des Nassauische Kunstvereins Wiesbaden, Ausstellungen vor Ort und mehr zu den Häusern und ihrer jeweiligen Nutzungsgeschichte hier 


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