08.03.2024
SGE, LOTTE & Der Internationale Frauentag

Zur besseren Lesbarkeit empfehlen wir die Tipps im Browser zu lesen

Heute Morgen um 06:00 Uhr sagte ich zu Uwe: „Ach herrje ich muss noch das Intro schreiben und mir fällt nix ein.“ Dann ploppten auf Social Media fast zeitgleich die Postings zum 125. Geburtstag von Eintracht Frankfurt und dem Internationalen Frauentag auf (wie gut, dass ich so vielseitig interessiert bin und mich der Algorithmus neben Empfehlungen für Strickanleitungen, Wander- und Einkochtipps nicht hängen lässt).

Und so wird das Intro heute sehr lange, denn ich widme es LOTTE SPECHT und allen anderen Frauen auf dieser Welt.

Fangen wir jedoch kurz mit der SGE an: Heute vor 125 Jahren wurde die Sportgemeinschaft Eintracht Frankfurt gegründet. Ein Verein, der viel mehr als zwei tolle Fußballmannschaften hat. Ein Verein mit fast 120.000 Mitgliedern. Vor kurzem war ich bei der Mitgliederversammlung bei der Peter Fischer verabschiedet und der neue Präsident gewählt wurde. Anders als ich es beispielsweise aus Parteien kenne, wurden den Mitgliedern nicht mehrere Personen zur Wahl vorgestellt, sondern nur eine (und laut SGE Vereinssatzung gibt es auch nicht die Möglichkeit vor Ort noch spontan zu kandidieren).
Ich bin mir sicher, dass der Vereinsvorstand den neuen Präsidenten mit Sorgfalt ausgewählt hat und uns mit Matthias Beck einen guten Kandidaten zur Wahl vorgeschlagen hat. Trotzdem habe ich mich während der Veranstaltung (mal wieder) geärgert. Auf der Bühne, im Präsidium, saßen nur Männer. Dem neuen Präsidium gehören neben Matthias Beck auch nur Männer an, im Aufsichtsrat der Eintracht AG sitzen auch nur Männer, ausschließlich männliche Mitglieder haben sich bei der Mitgliederversammlung zu Wort gemeldet (die Eintracht muss dringend eine Redezeitbegrenzung einführen), die Buli Mannschaft der Männer saß in den ersten Reihen, dahinter waren die Plätze der Frauenmannschaft (die spielen übrigens morgen um 13:00 Uhr im Brentano Stadion gegen die Bayern) und außer der Kassenprüferin hat es nur eine weitere Frau ans Mikrofon geschafft und wurde in den Verwaltungsrat gewählt. Dass sie dabei ausgebuht wurde, lag übrigens nicht nur daran, dass sie sich als Juristin bei einigen Fans mit einigen Aussagen nicht beliebt gemacht hat, sondern auch daran, dass sie sich für Vielfalt und Diversität in den Gremien ausgesprochen hatte. Das hat einigen Männern nicht gefallen. Liebe SGE ich gratuliere Dir recht herzlich zu Deinem 125 jährigen und wünsche mir, dass spätestens beim 130 jährigen Geburtstag die Hälfte der (Macht)Positionen von Frauen besetzt sein werden (Träumen darf noch erlaubt sein).

Vor 94 Jahren hatte eine andere Frankfurterin einen Traum und setzte diesen um: Die 19 jährige Lotte Specht gründete 1930 den 1. DDFC, denn ihr Leitspruch war: „Was die Männer können, können wir auch“.

Und weil wir Lotte Spechts Engagement soll großartig finden, haben wir ihr zu Ehren vor vier Jahren, am Geburtstag der SGE und dem Internationalen Frauentag, den Verein Lotte Specht e.V. gegründet. Mit unserem Verein setzen wir uns zum einem für die Sichtbarkeit von weiblichen Eintracht Fans und für Fußballbegeisterte Mädchen und junge Frauen. (Wir freuen uns übrigens über Spenden…mehr zu uns unter: www.lotte-specht.de

Aber nochmal zurück zu Lotte. Ich zitiere aus unserer Webseite:

„Charlotte („Lotte“) Specht wurde am 16. Oktober 1911 in Frankfurt am Main geboren. Sie wuchs im Gallusviertel auf, wo ihre Eltern eine Metzgerei betrieben.

Ins Licht einer größeren Öffentlichkeit rückte die fußballbegeisterte Metzgerstochter, als sie zu Beginn des Jahres 1930, als 19jährige, eine Zeitungsannonce in den Frankfurter Nachrichten aufgab. In dieser Anzeige suchte Lotte nach gleichgesinnten Frauen, um mit ihnen einen Fußballverein für Frauen zu gründen. Die Motivation beschrieb Lotte später so: „Meine Idee, die kam nicht nur aus der Liebe zum Fußballsport, sondern vor allen Dingen frauenrechtlerisch. Ich habe gesagt, was die Männer können, können wir auch.“

Die Resonanz auf das Inserat war groß, annähernd 40 Frankfurterinnen meldeten sich und 35 von ihnen gründeten im März 1930 den 1. Deutschen Damen Fußballclub (1. DDFC).

Die Gründung und das damit verbundene Eindringen von Frauen in eine Männersportart löste in der Presse heftige Kontroversen aus. Noch im selben Monat fand sich Lotte Specht auf der Titelseite der Wochenzeitschrift „Das Illustrierte Blatt“ wieder.

Die jungen Frauen, die meisten von ihnen waren zwischen 18 und 20 Jahre alt, trainierten auf der Seehofwiese in Sachsenhausen. Für kurze Zeit wurde sogar ein männlicher Trainer engagiert.

Neben offenen Anfeindungen und überheblichem Spott gab es aber auch Unterstützung und Ermutigung für die fußballspielenden Frauen. Besonders Heli Knoll, die für die „Frankfurter Nachrichten“ schrieb, unterstützte die jungen Frauen: „Wir Frauen treiben den Sport, den wir wollen und nicht den, der uns gnädigst von den Männern erlaubt wird.“

Die negativen Reaktionen in der Öffentlichkeit und im persönlichen Umfeld ließen jedoch nicht nach. Man beschimpfte die jungen Frauen als „Mannweiber“ oder „Suffragetten“ und es kam sogar zu Steinwurfen gegen die Sportlerinnen. Der Druck wurde so groß, dass sie bereits im Herbst 1931 den 1. DDFC wieder auflösten, sodass die Geschichte des ersten Frauenfußballvereins eine kurze Episode blieb.

Auch der Deutsche Fußball-Bund verweigerte den Frauen jegliche Unterstützung und lehnte den Aufnahmeantrag des 1. DDFC ab. 1936 wurde die Ächtung des Frauenfußballs vom DFB bekräftigt: In einer entsprechenden Pressemitteilung teilte der Verband mit, dass der Fußball mit der Würde und dem Wesen der Frau unvereinbar sei. Der 1. DDFC Frankfurt wurde nie wieder reaktiviert, erst ab Mitte der 1950er-Jahre versuchten Frauen in Deutschland wieder, Fußballspiele zu organisieren. Der Deutsche Fußball-Bund ließ innerhalb seines Verbandes jedoch erst am 31. Oktober 1970, 40 Jahre nach der Gründung des „1. Deutschen Damen Fußballclubs“, den Frauenfußball offiziell zu.“

Anlässlich des Internationalen Frauentags verschenke ich ein Stehplatzticket in der Nordwestkurve für das Spiel der Männer am Sonntag gegen Hoffenheim an eine Frau, die noch nie oder schon lange nicht mehr im Stadion war. (Anstoß um 17:30 Uhr, Anreise per Rad, Worscht oder Handkäs und Äppler inklusive.)

Ich wünsche Euch allen einen schönen Internationalen Frauentag, bleibt kämpferisch und lebt wild!

Daniela

Vielen Dank an das ganze Ausgehtipp-Team: Petra Manahl, Andrea Ehrig, Martin Grün, Uwe Schwöbel und Erik Düwel.

FREUND*IN WERDEN. SO GEHT'S:

Wir schreiben die Ausgehtipps schon seit 18 Jahren... ohne lästige Werbung, total subjektiv. Insgesamt stecken da viele Arbeitsstunden drin.
Wenn Du die Ausgehtipps magst und uns unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über Deine finanzielle Unterstützung. Von dem Geld zahlen wir die Servergebühren und gehen einmal im Jahr zu fünft essen.

Bitte überweise Deinen Solibetrag auf folgendes Konto:

Daniela Cappelluti, GLS Bank, IBAN: DE83 4306 0967 6045 5154 00
oder per paypal: daniela@cappelluti.net

ZU GEWINNEN (Daniela)

Rückmeldung bitte an: daniela@cappelluti.net

1 x 2 Karten für das  Bridges Kammerorchester mit Gästen "Exploring the space beyond" am 6. und 7. April im hr Sendesaal. Gewinnfrage: Wer macht am 16.3. Natur & Coaching "Frühling"?

ZU GEWINNEN

Antwort bitte an schwoebke@aol.com

2x2 Karten für den Film "RADICAL – Eine Klasse für sich" (Preview mit Cecilia Villanueva Bracho (Generalkonsulin von Mexiko in Frankfurt) und Dieter Bachmann (Lehrer, Autor, Liedermacher) im Cinema (14.03, 20:15 Uhr)

Gewinnfrage: Mit wem spielte Enno Burger den Song Photonenkanonen (siehe Tipp Enno Burger am 15.03)

ZU GEWINNEN (Andrea)

Antworten bitte an ausgehen-in-offenbach@web.de (Andrea).

2 x 2 Karten für das Konzert von Chris Kläfford am 15. März im Nachtleben. Die Gewinnfrage lautet: Welchen Film zeigt Daniel Brettschneider im Mai bei KINOKulinarisch.de (und es gibt noch Tickets)?

Freitag 8. März: JUKEBOX GALOPPI

(Daniela)

Wäre ich nicht beim Frauenempfang im Römer, wäre ich beim Weller...

JUKEBOX GALOPPI
An Eritrean women special with ERITREAN ANTHOLOGY

Für die nächste Jukebox Galoppi Session habe ich Eritrean Anthology eingeladen, der für Euch eine eigens kuratierte "in-store vinyl listening session" ausschließlich mit Schallplatten Eritreischer Frauen zu Ehren des Internationalen Frauentags präsentiert. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Und da bleiben wir auch gleich Englisch und lassen Eritrean Anthology zu Wort kommen: "This event not only showcases the artistry and cultural significance of these records but also pays tribute to the resilience and creativity of Eritrean women. As the needle delicately touches the grooves of these vinyls, a symphony of voices, rhythms, and stories unfolds, painting a vivid tapestry of empowerment, diversity, and talent. Through this curated selection, we invite listeners to embark on a musical journey that transcends borders and languages, amplifying the voices of these remarkable artists. It is a tribute to the strength and beauty found in the melodies and lyrics that resonate with the universal language of music, uniting us all in celebration of women's achievements and contributions to the world of sound."

Bitte beachtet, dass der Platz SEHR begrenzt ist im Laden und der Vortrag OHNE MIKRO UNVERTSTÄRKT stattfindet. Desweiteren möchte ich Euch bitten, VOR dem Laden nicht zu laut zu sein – ja, wer hätte das gedacht, es gibt die ersten Beschwerden aus der Nachbarschaft …

Wie immer gibt es eine kleine Auswahl an Erfrischungsgetränken - ich freu’ mich auf Euch und Eritrean Anthology!

Fr, 08.03.24; 19-21 Uhr, HOPPIGALOPPI, Berger Str. 56 | Merianplatz

COMING UP: Do, 21.03.24, 19 Uhr: JUKEBOX GALOPPI: Mucho Besame Mucho mit DJ SPORTWAGEN

Freitag, 08. März: Lena & Linus

(Uwe)

Lena & Linus ist kein hippes, jugendliches Influencer-Paar aus den Sozialen Medien, sondern ein Indie-Pop-Duo. Vor rund einem Jahr veröffentlichten sie ihre deutschsprachiges Debut-EP, „Fühlst Du Dich allein?“. Die sechs, oft gitarrenbasierten Songs (hätte fast für ein ganzes Album gereicht), mal ruhiger (Grüne Nikes), mal flotter (Hamburg), kann man sehr gut durchhören. Mittlerweile haben sie eine zweite EP nachgelegt, wieder sind es sechs hörbare Songs. Am besten finde ich „Kino“, nach dem Lied „Sekundenschlaf“ ist die Tour benannt, die Lena & Linus nach Frankfurt bringt. Die beiden sind aus Würzburg, von dort stammt auch Spaceman Spiff (Hannes Wittmer), den ich gerade wiederentdeckt habe und an den die Musik teilweise erinnert, vielleicht noch etwas mehr an Cluseo, vielleicht sollte man aber nicht immer nach Referenzen suchen.

Zoom
Fr., Carl-Benz-Str. 21
19:00H (Einlass 18 H)
Foto: Homepage Zoom

Freitag, 08. März: Tjark

(Uwe)

Tjark ist eine friesische Variante des männlichen Vornamens Dietrich, daher kann man durchaus annehmen, dass das in der Presseinfo gleich erwähnte Kinderzimmer des 19-jährigen Newcamers irgendwo im Norden gestanden hat („…Damals, im Kinderzimmer am Klavier und mit der Gitarre, wenig später als Straßenmusiker – immer den großen Traum vor Augen: Songs schreiben und produzieren, die nicht nur ihm, sondern einer ganzen Generation aus dem Herzen sprechen. …"). Hat wohl geklappt, er veröffentlichte Songs und geht auf „Willkommen hier im Nimmerland Tour“. Über seine Musik ist zu lesen (und zu hören): „… Zusammenspiel aus Melancholie und Melodie ... große Pop-Momente, Indie-Einflüssen und Rap-Referenzen  ...

Hafen 2 (verlegt aus dem Zoom)
OF, Hafen 2
Einlass: 19:00H
Foto: Ho
mepage Zoom

Freitag 8. (Premiere) – Sonntag 10. März Mir geht’s ja noch Gold (weitere Termine)

(Martin)

Ich habe Marianne Hoppe 1990 im Bockenheimer Depot als King Lear erlebt. Das war sensationell! Jetzt zeigt Studio Naxos einen Abend über sie. Marianne Hoppe liebäugelte mit der KPD der Weimarer Republik. Sie saß mit Göring, Goebbels und Hitler im Kino und bleibt nach 1945 Aushängeschild staatstragender Kunst. Wie erklärt sie sich das? Und uns? 

Eleganz aus Reflex erkundet irritierende Rechtfertigungspfade entlang von Gefühlswelten und deutscher Befindlichkeit. Durch den Abend führt eine Schauspielikone, die sich und ihre Lebensauffassung ein Jahrhundert durch alle politischen Lager und Zeiten und an immer neue gesellschaftliche Konstellationen und Konventionen anschmiegte. 

Ihr Leben von 1909-2002 spiegelt ein Jahrhundert deutscher Geschichte. Und die verblüffende Fähigkeit, sich selbst nicht als Ursache offensichtlichen Übels zu begreifen. Anhand der historischen Figur wird der Opportunismus der Gefühle zur hochaktuellen Frage. Sind sie es, die das eigene Selbstbild vom moralischen Anspruch abschirmen? Und wie weit geht unser eigener Opportunismus? 

Hier geht’s zur Reservierung: https://studionaxos.de/de/produktionen/mir-gehts-ja-noch-gold

Freitag 8. – Sonntag 10. und
Freitag, 15. – Sonntag, 17. März um jeweils 20.00h
Mir geht’s ja noch Gold von Elganz aus Reflex
Studio Naxos, Naxos-Halle
Foto: © Arda Funda

Freitag, 8. März: Of/ Beatlemania

(Andrea)

Noch 14 Tickets gibt es für das ZWEITE ZUSATZKONZERT nein natürlich nicht der Beatles, aber fast: „60 Jahre Beatlemania in USA – Die Beatles erobern Amerika (und die ganze Welt). Die legendären Ed Sullivan-Shows in New York und Miami vom Februar 1964″ – Jubiläumskonzert mit allen Beatles-Songs der Ed Sullivan-Shows, plus den Songs der ersten USA-Konzerte in Washington und New York, gespielt von der Lonely Hearts Club Band, kommentiert von Volker Rebell im Stile einer Radio-Livesendung. Die Songtexte werden zum Mitsingen auf die Leinwand projiziert." Konzertbeginn: 19 Uhr

Rebell(i)sche Studiobühne, Bieberer Str. 145A, Hinterhaus, Offenbach

Freitag, 8. März: Of/ Auswirkungen sozialer Veränderungen auf Frauen

(Andrea)

Heute ist Frauentag und daher möchte ich heute unbedingt um 17 Uhr zur Podiumsdiskussion ins Haus der Stadtgeschichte. Wo stehen Frauen heute in der Gesellschaft? Spannend, denn immerhin haben unsere Vorkämpferinnen einiges erreicht. "Auf Basis der im Auftrag des Frauenbüros durchgeführten Erhebung des Instituts für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik GmbH (involas) und deren zentrale Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus den Bereichen Erwerbsleben und Arbeitsmarkt, politische Mitbestimmung und Teilhabe sowie körperliche Unversehrtheit diskutieren Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, Nadine Gersberg, MdL, Sonja Schicktanz, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt und Pia Barth, pro familia Offenbach, im Haus der Stadtgeschichte über „Frauen im öffentlichen Raum - eine gendersensible Analyse der Auswirkungen gesellschaftlicher Krisen in Offenbach“. Der Eintritt ist frei." Bild: PicElysium/ Pixabay

Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße, Offenbach

Freitag, 08. März: Jordan Mackampa

(Uwe)

„Ich möchte Musik schaffen, die das ergänzt, was in der musikalischen Landschaft fehlt – ich schreibe oder gehe immer so an meine Lieder heran.“

Eine löbliche Einstellung des 30jährigen Soul-Sängers aus London. Anspieltipps „Yours to Keep“ oder „Care for your Mother“. Toller Künstler!!

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 H
Foto: Brotfabrik

Freitag, 8. März: FFM/ Kovacs

(Andrea)

Wow, was hat es denn da in meine Playlist gespült! Für mich ist Sharon Kovacs eine echte Entdeckung mit ihrem dunklen, rauen, unverblümten Soul mit deutlichen Anklängen an die Großen (Holliday, Simone, Bassey, Winehouse, Beth Gibbons von Portishead). "Die aus den Niederlanden stammende Künstlerin hat sich ihren eigenen Weg durch die Irrungen und Wirrungen des Lebens gebahnt und den ganzen Globus mit ihrer verruchten Anziehungskraft verzaubert. Der Bond-ähnliche Tango Noir ihrer 2013 erschienenen EP "My Love", die teilweise in Kuba aufgenommen wurde, war ein direkter Hit in ganz Europa und erreichte sogar Platz eins in Griechenland. 2015 chartete ihr Debütalbum "Shades Of Black" in 36 Ländern, in Deutschland erreichte dieses die Top Ten und in ihrer niederländischen Heimat auf Anhieb Platz eins. Sechzig Millionen YouTube-Views, eine Reihe von Auszeichnungen und hochkarätigen Auftritten bei großen Festivals wie Rock am Ring später ist Kovacs' auf dem besten Weg, sie zu einem Superstar zu machen." Einlass 18 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

Freitag, 8. März & Samstag, 9. März VERGISSMEINNICHT

(Martin)

Ein Tanztheater über das Vergessen und das Vergessen-werden.

Zu verschwinden, plötzlich nicht mehr da zu sein, zu vergessen und selber in Vergessenheit zu geraten – das sind vielleicht die größten Ängste von uns Menschen. 

Die psychische Mechanik des Erinnerns ist derart komplex, dass darin so gut wie alles spezifisch Menschliche involviert und aneinander gekoppelt ist: Emotion, Bewusstsein, Geist, Verstand, Poesie. Erinnerung ist nicht einfach gleichzusetzen mit Gedächtnis, obwohl Erinnerung und Gedächtnis sich nicht trennen lassen. 

Erinnern ist vielmehr das Plündern des Gedächtnisses als Tätigkeit des Geistes mithilfe des Gehirns. Man könnte sagen: Das ganze Leben besteht aus Erinnern. Ohne Erinnerung ist eine persönliche Identität nicht möglich. Was geschieht aber mit uns, wenn die Erinnerungen verblassen und der Mensch eines Tages auf fast nichts mehr zurückgreifen kann, was ihn einst ausmachte. 

Wenn unsere geistige Lebensreise auf einmal zurück geht und das so perfekte Meisterwerk „der menschliche Körper“ den Geist aufgibt. Was bleibt mir noch, wenn nichts von mir mehr da ist?

Hier geht’s zum Reservieren: http://www.landungsbruecken.org/de/tickets.php
Freitag, 8. März und Samstag, 9. März um jeweils 20.00h
Tanztheater im Theater Landungsbrücken, Gutleutstraße 294
Foto: © Veranstaler*in

Freitag, 8. & Samstag, 9. März: Sonne

(Martin)

Doris Uhlich - Tanz

Rund achteinhalb Minuten braucht das Sonnenlicht, bis es unseren Planeten erreicht. Die Sonne arbeitet ununterbrochen, um das Licht und die Wärme zu machen, ohne die es auf der Erdoberfläche kein Leben gäbe. Dafür wird sie geliebt und verehrt. Zunehmend wird sie aber auch als bedrohlich wahrgenommen oder als aggressiv dargestellt. Dabei schaut die Sonne selbst nur ohnmächtig auf die Erhitzungen, Brände und Verbrennungen, die sie in Zeiten des anthropogenen Klimawandels anrichtet.

„Sonne“ ist der zweite Teil von Doris Uhlichs Melancholie-Trilogie. Gemeinsam mit einem Kind, der zehnjährigen Romy Nagl, widmet die österreichische Choreografin und Tänzerin dem Himmelskörper, der fast alle und alles anstrahlt und Existenzen ebenso ermöglicht wie zerstören kann, eine Sonnenschau, in der sie physikalische, künstlerische und kulturgeschichtliche Dimensionen miteinander verknüpft.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.mousonturm.de/events/sonne/
Freitag, 8. und Samstag, 9. März um jeweils 20.00h: Sonne
Doris Uhlich - Tanz
Mousonturm/Saal – Solidarisches Preissystem

Foto: © Gerd Schneider

Freitag, 8. März: Of/ Die brennenden Wälder

(Andrea)

Oder ich gehe heute in den Waggon, da spielen heute die brennenden Wälder, das ist Postpunk aus Hamburg. Energetisch, deutschsprachig, meistens laut und selten leise macht das Trio Musik zum niveauvollen Austoben. Vorgeschichte: In einer Zeit vor unserer Zeit (2016) erschien mit „Therapie für alle!“ das letzte von insgesamt vier Alben der Hamburger Formation DER REST. Der Rest setzte sich zu diesem Zeitpunkt aus Philipp Taraz (Orchester-Gitarre) sowie seiner Lebensgefährtin Jeannine Max am Bass zusammen. Dazu wurden in loser Folge mehrere Schlagzeuger verschlissen. Doch dann reißt der innere Faden plötzlich ab. Die private Beziehung von Philipp und Jeannine zerbricht nach annähernd zwanzig Jahren. Doch nach kurzer Zeit führen sie die getrennten Wege - sowie der weiterhin virulent psychotische Zustand der Menschheit im Drift der Selbstzerstörung - wieder zusammen. Wie die Asche aus der Asche brennender Wälder. Mit neuer Wut aufgeladen. Der Proto-Postpunk ohne Pose, der von Schnickschnack entschlackte Direktsaft-Sound von Der Rest wird zwar beibehalten, doch noch kompakter und rigoroser als zuvor auf den wunden Punkt hin provoziert. Authentizität schmückt als einzige Zutat eine Ästhetik, die mit der Wirkung eines Breitbandantibiotikums einschlägt. Gegen alle. Denn es geht um alles. Für uns alle. https://diebrennendenwaelder.bandcamp.com/ 20 Uhr

Waggon, Mainufer Höhe Isenburger Schloss, Offenbach, nicht barrierefrei

Samstag, 09. März: Lokal Listener, Gregor Praml trifft Cool Aid

(Uwe)

Nach Mousonturm und Massif Central hat der „Lokal Listener“ nun in der Romanfabrik eine neue Heimat gefunden. Auch wenn sich die Veranstaltungsorte ändern, der Kern des hervorragenden Konzepts bleibt in der sehr bewährten Form erhalten: Gregor Praml spricht mit Musikerinnen, Musikern und / oder Bands über das Leben und die Musik und spielt gemeinsam mit den Gästen ein paar Songs. Im ersten Lokal Listener 2024 sind Cool Aid zu Gast, über die steht zu lesen: „Ganz egal, ob die Nachmittagssonne den Balkon in orangefarbenes Licht taucht oder die Discokugel gerade aufgegangen ist und in die Nacht hinaus scheint. Egal, ob jetzt gechillt oder getanzt wird, ob jetzt die Zeit für Kaffee oder Gin Tonic ist – Cool Aid sind angebracht. Denn sie packen die Spätsommer-Vibes in eine warme Decke aus pulsierenden Beats und tragen sie auf die Tanzflächen der Clubs. Cool Aid, die Frankfurter Band, die in ihrer Musik Funk, Disco und New Wave mit modernen Beats und Harmonien mischen. Das ist nicht mehr nur Retro, das ist Newtro: New Indiepop – modern und zugleich vintage. Diese Mischung und ihr intuitives Songwriting machen Cool Aid zum perfekten Begleiter in jeder Lebenslage.

Romanfabrik
F., Hanauer Landstr. 186
20:00 H
Foto: Urban
Tickets: Romanfabrik e.V. - Ticketshop - The LOKAL Listener - Gregor Praml trifft Cool Aid Tickets, Romanfabrik, 60314 Frankfurt am Main - online bestellen (reservix.de)

Samstag, 9. März: Of/ Barabend

(Andrea)

There´s a new kid in town, ein Hauch von NY...STUDIO FORTY TWO ist ein neuer Freiraum im Herzen von Offenbach. Zum denken, spielen und gestalten. Studio 42, muss ich mir unbedingt ansehen. Der heutige Barabend mit Musik von LIL.V & und einer Installation von Maciej Medrala ist ideal. 18:00-22:00

Studio 42, Ludwigstraße, Offenbach

Musiktipp: Anna Meldrum

(Uwe)

Es gibt sie, diese großartige Musikerinnen und Musiker, bei denen man das Gefühl hat, dass sie einem alleine gehören, weil man Ihnen nicht überall begegnen und weil einen die Lieder so erreichen, dass man denken kann, sie schrieben die Songs einem auf den Leib und für die Seele. Einem, der sie oder ihn zufällig in den Weiten des musikalischen Ozeans gefunden haben. Quasi, auf gut Glück irgendwo in den Atlantik gesprungen und dabei die Titanic entdeckt. So ging es mir bei Anna Meldrum, einer Sängerin aus Glasgow, die irgendwo auf einer Musikseite im Kleingedruckten einmal als Referenz auftauchte. Mit zwei Projekten veröffentlichte sie diverse Indierock/-pop-Songs, die einen mit dem Fuss wippen lassen und bei denen man einfach immer mitsingen will. Was aber keine gute Idee ist, weil man dann nicht so aufmerksam dieser außergewöhnlichen Stimme und den großartigen Songs folgen kann. Songs, die sie mit Projekten wie „Kitty the Lion“ und „Blood Relatives“ eingespielt hat. Wunderbar. Anspieltipps: quasi jeder Indie-Rock-Song von ihr, besonders „Deerheart“ & „Fowl Mouth“ & „Bird Flu“ (Blood Relatives) oder „Split Ends“ (Kitty the Lion).

Samstag, 9. März: Of/ Frau Tavsanlı präsentiert Bachs Klaviermusik

(Andrea) 

Heute lädt die Friedenskirche an unserer Ecke zum Konzert: Aufklärung: Wir Frauen und Bach. Frau Tavsanlı präsentiert Bachs Klaviermusik und ihre Gedanken zum Frauentag (am Vortag, dem 8. März). Die Pianistin Serra Tavsanlı stammt aus Istanbul. Schon im Alter von fünf Jahren, so sagt sie, habe sie gespürt, dass nur Musik ihr ein Gefühl von Freiheit geben kann, besonders die Musik von Johann Sebastian Bach. Mit 10 Jahren besuchte sie erstmals Verwandte in Deutschland, ganz allein. Land und Sprache waren ihr fremd, aber zu der Kultur spürte sie eine Verbindung. In der Sprache der Musik konnte sie sich mühelos verständigen und Gefühle ausdrücken. Später studierte sie mit Unterstützung vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der türkischen Eczacıbaşı Stiftung in Hannover bei Professor Bernd Goetzke und in Detmold bei Prof. Anatol Ugorski. Inzwischen hat Serra Tavsanli eine Lehrstelle an der Hochschule für Musik in Detmold. Bachs Musik bleibt für sie "ein Ort, der für jeden zugänglich ist, und wo Herkunft, Religion, Hautfarbe oder Geschlecht keine Rolle mehr spielen. Ein Ort, an dem wir nicht allein sind." Bei Konzerten rezitiert Serra Tavsanli gerne Texte, die sie in Zusammenarbeit mit dem Kulturmanager und Bach-Spezialisten Folkert Uhde (Mitbegründer des RADIALSYSTEM V in Berlin und geschäftsführender Intendant der Köthener Bachfesttage) verfasst hat. So gibt sie der Musik noch mehr Kontext und holt sie in unsere Zeit. 19Uhr Foto: @andreas__069 @jo.n.as1101

Friedenskirche, Geleitsstraße 104, 63067 Offenbach

Samstag 9. März: Petra Roth & Mike Josef kochen, die Oper Frankfurt musiziert

(Daniela)

Ich freue mich sehr auf den Abend in der Neuen Kaiser! Es gibt nur noch wenige Tickets!
Wir machen’s nochmal! Mit Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef und Petra Roth.

Mike Josef und unsere ehemalige Oberbürgermeisterin Petra Roth sind zu Gast bei FRANKFURT KOCHT! Dieses Mal in der geschichtsträchtigen Schalterhalle der Oper in der NEUE KAISER.

Zum Entrée reichen wir einen Aperitif. Dazu schicken Euch Petra Roth, Mike Josef und Simon Horn einen live angerichteten Gruß vom Küchenmobil: Handkästatar mit Kreuzkümmelschaum. Begleitet von einem lockeren Gespräch über den Geschmack Frankfurts.

Anschließend macht die FRANKFURTER NEUE KÜCHE den Familientisch in der Schalterhalle voll: mit Original Grüner Soße, Köfte, Zucchinipuffern, Bio-Eiern, Kartoffeln, Linsensalat und Sauerampfer-Hummus. Zum Dessert eine Frankfurter Kranz Eispraline. Das Ambiente ist locker und gesellig.

Begleitet wird der Abend von kurzen musikalischen Einlagen der Oper Frankfurt – lasst euch überraschen, es wird bravissimo!

Kommt pünktlich - das Programm startet bereits gegen 19.45 Uhr. Der Einlass beginnt um 19.15 Uhr.

Im Ticketpreis innbegriffen sind Aperitif, Essen und Oper.
Getränke können vor Ort bestellt werden

Samstag, 09. März – Samstag, 06. April: DORIS LACERTE Unbekanntes Werk

(Petra)

Bei der Entdeckung dieses gut gehüteten Kunstlagers stockte dem Kunstsammler und Ausstellungsmacher Thomas Kypta der Atem: Ungesehene Bilder einer Künstlerin, die niemand bisher auf dem Schirm hatte. Doris Lacerte war lange Zeit für weltweit agierende Werbeagenturen als Creative & Art Director tätig und hat u.a. mit Helmut Newton, Oliviero Toscani und Peter Lindbergh gearbeitet. Ihr legendäres Werbearchiv, Quelle für viele kreative Ideen war geheimnisumwoben und diente als Vorlage für das in den 80er Jahren gegründete weithin bekannte Lürzers Archiv. Ihr zweites Leben, das kaum einer kannte: Doris Lacerte war auch praktizierende Künstlerin, ab 1995 Mitglied in Künstlerkollektiven in Cannes und Monaco, ab 2013er mit einem eigenen Atelier in Frankfurt am Main. Viele Werke entstanden erst im hohen Alter von über 70 Jahren. Dabei agierte sie medienübergreifend mit verschiedenenen Techniken wie Malerei, Aquarell, Fotografie und Collage - gegenständlich und abstrakt gleichermaßen. Bis auf eine Ausstellung 2014 mit ihrem Foto-Oeuvre in Zusammenarbeit mit Martincolor ist ihr Werk nahezu unbekannt. Heyne Kunst Fabrik ist hier Kunst-archäologisch tätig geworden und zeigt erstmalig einen Auszug aus den verschiedenen Werkzyklen. Die Werke, allesamt originale Unikate stehen zum Verkauf. 50% der Erlöse gehen an die gemeinnützige Heyne Kunst Fabrik und 50% an andere gemeinnützige Institutionen.

DORIS LACERTE  Unbekanntes Werk, (eine kunst-achäologische Erstausstellung), Heyne Kunst Fabrik im Kunsthaus Bad Orb und im Q12, Bad Orb, VERNISSAGE Samstag, 9. März 2024, 14 - 18 Uhr, Eintritt: frei, weitere Öffnungszeiten: Samstag, 16., 23., 30. März und 06. April 14 - 17 Uhr und nach Vereinbarung auch an Freitagen oder Sonntagen

Samstag, 9. März: Of/ Das Nonnenrennen

(Andrea)

Um sich für das Ladenkino zu qualifizieren, muss es mindestens eine Fahrradszene geben. Beim "Das Nonnenrennen" kommen Zweiradenthusiasten sicher auf ihre Kosten, zumal das Kino ja auch im schönen, neuen Fahrradladen der Bamberger/Blümels artefakt stattfindet. Letztes Jahr haben sie ihren alten Standort im Starkenburgring verlassen und sind nun im ehemaligen ToysRUs zuhause (das Gebäude hat sicher irgendeinen euen Projektnamen, den ich aber nicht kenne). Der heutige Film spielt iIn einem kleinen Benediktiner-Kloster in der tiefsten Provinz Frankreichs, in dem es sich die Nonnen zur heiligen Mission gemacht haben, ein marodes Altersheim zu sanieren. Doch die einzig ersichtliche Geldquelle ist das Preisgeld des örtlichen Radrennens. Das Problem: Keine der frommen Damen sitzt fest im Sattel. Aber sie wissen sich zu helfen – und das nicht nur mit christlichen Mitteln. Die Rennstrecke scheint frei für ihren Sieg, bis ein neues Team auftaucht … 
Und ja, hier mussten wir ausnahmsweise nicht nach Fahrradszenen suchen. Die Drahtesel spielen ohne jeden Zweifel die Hauptrolle. So sollte es öfter sein! Das Nonnenrennen, Regie: Laurent Tirard, Frankreich 2022, 87 Minuten, FSK: ab 6 Jahren, Deutsche Fassung. Vorverkauf nur im LADEN artefakt. Zuschläge werden keine erhoben. Ermäßigungen gelten für Schüler*innen, Studierende und Offenbacher*innen mit wenig Geld. Einlass 17.30 Uhr, Beginn 18 Uhr

artefakt/Ladenkino, Berliner Straße 43-4, Offenbach

Samstag, 9. März: Of/ Poor Things

(Andrea)

Alternativ, geht in "Poor Things". Ein grandioser Film, herrlich entrückt, fantastisch, mit einer wundervollen Sprache. Emma Stone und Willem Dafoe sind Gott und sein sich zunehmend emanzipierendes Geschöpf. Ich habe den Film zwar schon gesehen, würde aber glatt nochmal ins Hafenkino gehen, wenn wir nicht zu einer Cocktailparty eingeladen wären und ich mich seit Wochen schon mit der typischen Frage beschäftige, was ziehe ich an? " "Der Film vereint Grausamkeit und Wärme. Er bricht unsere Herzen, während wir lachen. Und mittendrin liefert Emma Stone eine unfassbar großartige und vielschichtige Leistung. Sie lässt ihre Figur vor unseren Augen eine emotionale und intellektuelle Entwicklung durchlaufen und ist dabei gänzlich furios und formidabel." (kino-zeit.de) Poor Things. Yórgos Lánthimos, USA/ Irland/ Großbritannien 2023, 141 Min., ab 16 Jahren, OmU Trailer (dt.) https://youtu.be/lpLT_EPMq9k?si=yd6U-K-kDPyu-Hi0. 19.30 Uhr

Hafenkino, Nordring, Offenbach

Samstag, 9. März: Of/ Open Dance

(Andrea)

Toll wird es sicher heute auch wieder im Rathaus-Pavillon, dort wird heute getanzt bis die Sohlen qualmen: Mit dem Open Dance im Rathaus Pavillon schafft das Dexterous Music Collective aus Offenbach eine Initiative, elektronische Clubmusic für jeden zugänglich zu machen. Einmal im Monat stellen junge DJs bei abwechslungsreichen Sets ihr Können unter Beweis. Am Samstag, den 9. März versorgen euch Zina, DJ Chichi und Maybach Mag mit frischen Sounds. Kommt wie ihr wollt und tanzt solang ihr könnt! 20 bis 3 Uhr, Eintritt frei.

Rathaus-Pavillon, Stadthof, Offenbach

Sonntag 10. März: Die Lesebühne ihres Vertrauens

(Daniela)

Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich die Lesebühne beworben habe. Jetzt schrieb mir eine Ausgehtipp-Leserin: "Liebe Daniela, diese Veranstaltung habe ich neulich besucht und fand die Mischung aus kabarettistischen Texten und Liedern und Welt-Hits auf Hessisch ziemlich gelungen. Vielleicht könnt ihr euch das auch mal anschauen, falls ihr es noch nicht kennt, und in die Ausgehtipps aufnehmen, wenn es euch gefällt :) Schöne Grüße aus Bockenheim, Jenny"

Einmal im Monat kommen wir in der wunderbaren Elfer nach Alt-Sachsenhausen und wir haben neue Texte, und Lieder, dadezu noch auch Trialoge und "Welthits auf Hessisch". Begebt euch in der Loungige und luftige Atmosphäre des Elfer unter erlebt mit, wir bunte Knete in unseren Köpfen in Nummern der Oberseite Komik quetschen und euch auf dem Silbertablettt servieren. Wir erheben Messingkelch, in dem im Elfer der Aperol Sprizz, wird und sagen: Willkommen, die Suche hat ein Ende!
Tilman Birr, Elis C. Bihn und Severin Groebner zur Frankfurter Geheimräte komischen Text, Knie-Spieler,fähig Lesen Comedy und Lieder Bedeutungsschwerewichtigtuerei ohne "Auch dis is n Lied, dis mir echt vollitz ist...". Dazuterdraht: Bier. Ein Spaß für die Familie Alle über 18)

Einlass 19:00 Uhr, Beginn 20:00 Uhr, Location: Elfer Club Sachsenhausen

https://dielesebuehne.de/

Sonntag, 10. März: Wer hat meinen Vater umgebracht / Das Ende von Eddy

(Martin)

Das Ende von Eddy, Édouard Louis’ erster Roman, ist ein Befreiungsschlag: der gelungene Versuch, die eigene Herkunft, das gesellschaftliche Schicksal, Demütigung, Armut und Außenseitertum literarisch zu überwinden. Der junge Autor erhebt seine Stimme zu einer Anklage gegen die Verhältnisse, in denen er aufgewachsen ist, gegen die Homophobie, die Enge und Tristesse seines Heimatdorfs in Nordfrankreich.

Vier Jahre später widmet er sich erneut seiner Kindheit. Mit Wer hat meinen Vater umgebracht – zugleich Romanessay und flammendes Pamphlet – hat er einen Nachtrag voller Empathie geschrieben, der nachzeichnet, wie das Elend der französischen Arbeiter*innenklasse politisch perpetuiert wird. Er nähert sich schreibend dem Leben und der Perspektive seines Vaters an, erforscht, was ihn hat werden lassen, wie er wurde, und erweitert seinen eigenen Blick vom Privaten auf das Politische, um die Herrschenden namentlich zur Verantwortung zu rufen.

Julian Mackenthun vom Journal Frankfurt schrieb nach der Premiere: „Das Freie Schauspial Ensembla inszeniert zwei Romane von Édouard Louis.
Auch diese Inszenierung könnte auf Platz 1 stehen. Denn für den Stoff von zwei Romanen findet sie eine gelungene Komprimierung und eine ganz eigene Theatersprache, Édouard Louis beschreibt in den beiden Romanen seine Diskriminierung als heranwachsender Homosexueller. Aber es geht auch um seine Selbstfindung in der Kunst, um seinen Vater-Konflikt und darum, wie er seinem Vater schließlich vergeben konnte, als er sich mit dessen Arbeiterbiografie beschäftigt hat. Bettina Kaminski Lässt in ihrer Inszenierung zwei Schauspieler diese Geschichte erzählen. Die beiden sind aber nicht Vater und Sohn. Sie sind vielmehr zwei Teile desselben Menschen. Den Text sprechen sie abwechselnd. Mal wie Schriftsteller beim Diktieren. Mal wie Patienten auf der Analysecouch. Mal wie in Selbstgespräche vertieft. Sie spielen nicht naturalistisch, Sie entwickeln Körperbilder einer Psyche. Ein Schlagzeuger interagiert derweil mit ihnen. Er setzt Akzente, baut Spannung auf oder grundiert die Handlung atmosphärisch. Damit ist die Inszenierung keine Lesung und kein bloßes In-Szene-Setzen. Sie entwickelt ihre eigene Unmittelbarkeit und Ausdrucksform, mal düster und dann wieder hoffnungsvoll. Das ist sehr gekonnt und sehr gelungen.”

Hier geht’s zu den Tickets: https://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/wer-hat-meinen-vater-umgebracht-das-ende-von-eddy/kartenbestellung-10maerz

Sonntag, 10. März um 18.00h
Freies Schauspiel Ensemble im Titania
Basaltstraße 23
Foto: © Moritz Buch

Sonntag, 10. März: Teatime at the Gallery

(Petra)

In der Stadt gibt es superviele Galerien. Ich betrete sie eigentlich nur bei Aktionen, Tagen der offenen Türen und Ähnlichem. Und wenn befreundete Künstler*innen dort ausstellen (wie vor kurzem der wunderbaren Per Schorn in der Galerie Greulich). Ansonsten scheue ich mich, einfach mal neugierig reinzuschauen. Obwohl ich weiß, dass sich Galerien zunehmend auch als offene und beinahe öffentliche Orte verstehen, wie die Macher der Galerie Rundgaegner in der Niddastraße bei letzten Designrundgang "Into the wild" versicherten. Jetzt ist der sehr geschätzte Daniel Hartlaub (der gerade eine tolle Arbeit im neuen "biokaiser" am Merianplatz abgeschlossen hat) Teil einer Gruppenausstellung in der Galerie Monica Ruppert. Sie versteht sich als experimentelle Plattform für aktuelle und moderne Kunst, für konzeptorientierte, interdisziplinäre und innovative Positionen aus den Bereichen Malerei Fotografie, Bildhauerei und Druck. Außerdem ergänzen Crossover-Projekte wie Musik und Performances das Ausstellungsspektrum und stellen ein Spannungsfeld zwischen visueller und auditiver Kunst her. Gute Gründe, zur "Teatime" heute mal vorbeizukommen. Und die Galerie im Blick zu behalten.

After Art KA & Guests, Gruppenausstellung mit Sabatino Cersosimo, Florian Depenthal, Damian Digardi, Andrea Esswein, Aron Göttmann, Daniel Hartlaub, Ewald Janz, Miriam Lenk, Paula Pelz, Martin Schuster, Ort: Galerie Monica Ruppert, Adressse: Bleichstraße 48, Uhrzeit: 15 - 18 Uhr, Eintritt: frei (Ausstellung noch bis 30.03.)

Sonntag, 10. März: FFM/ Nathan Evans

(Andrea)

"Nathan Alexander Evans ist ein schottischer Folksänger. Mit seiner Version des Songs Soon May the Wellerman Come löste er im Dezember 2020 bei der Internetplattform TikTok einen Shanty-Hype aus und hatte damit anschließend einen internationalen Charthit." Verrückte Socialmedias! Aber 2020 ist lange her und Evans immer noch im Geschäft. "Den Kurs zu ändern und volle Fahrt in eine neue Richtung aufzunehmen, erfordert Mut. Denn natürlich schwingt sie immer mit: die Angst vor dem Scheitern. Und doch sollten unbekannte Wege stets als Chance verstanden werden. Genau das weiß auch Singer-Songwriter NATHAN EVANS. Und so begibt sich der Musiker, der mit seinen Coverversionen traditioneller Sea Shanty-Songs einen weltweiten Hype um die Seemannslieder auslöste, nun mit seiner neuen Single CATCH YOU WHEN YOU FALL (ab 17.03.2023/Electrola) auf bisher unbekannte Pfade und ermutigt seine Fans dazu, Chancen zu ergreifen statt sie verstreichen zu lassen. " 20 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstraße, Frankfurt

GEROLLTES über richtige Entscheidungen (mit Tipp)

(Uwe)

Würde jede Mannschaft dort stehen, wo sie gemäß Tradition und Zuschauerzuspruch stehen müsste, würden Schalke 04, der 1 FC Kaiserslautern, Hannover 96 oder der HSV nicht in der 2. Bundesliga herumdilettieren oder der 1 FC Köln mit einer unterdurchschnittlichen Truppe nicht in der Abstiegszone der Bundesliga stehen, weit entfernt von Emporkömmlingen, die in den letzten Jahren aufgestiegen und vorbeigezogen sind. Dass es möglich ist, sich aus dem Treibsand, in dem viele Traditionsvereine, bei denen schlechtes Management mittlerweile Tradition ist, stecken, zu befreien oder überhaupt erst darin zu versinken, beweisen unter anderem der VfB Stuttgart oder Eintracht Frankfurt. Grundlage in beiden Fällen waren gute Personalentscheidungen, die Verpflichtung von Spielern, die der jeweiligen Mannschaft sportlichen Aufstieg und Erfolge brachten und die – wenn sie verkauft werden mussten – Geld in die Kassen brachte, das wiederum gut wiederinvestiert wurde.

Dass der VfB Stuttgart in diesem Jahr so anhaltend gut spielt und punktet, dass sie Spieler wie Undav, Führich, Anton oder Mittelstädt aus der breiten Masse verdient in die Nähe der Nationalmannschaft bringt, ist erfreulich. Sie stehen vor Dortmund und vor Leipzig, die aus unterschiedlichen Gründen bessere Möglichkeiten, aber offensichtlich die schlechteren Trainer haben. Auch diese Position richtig zu besetzen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Sebastian Hoeneß (Stuttgart) scheint es zu können, Edin Terzic (Dortmund) und Marco Rose (Leipzig) haben in den letzten Jahren bewiesen, dass sie ihren Mannschaften keine Konstanz vermitteln und eine Gewinnermentalität für entscheidende Spielen verschaffen können. Wie kläglich Dortmund im letzten Jahr am letzten Spieltag beispielweise zuhause die Meisterschaft gegen Mainz 05 verspielte. Das sollte Xabi Alonsos Leverkusenern in dieser Saison nicht passieren. Der ehemalige Weltklassespieler scheint auch ein Weltklassetrainer zu sein. Er führt eine Mannschaft, sinnvoll zusammengestellt durch das Leverkusener Management, bisher ohne Niederlage durch das Spieljahr 2023/24, verkraftet Ausfälle wichtiger Spieler und gewinnt auch Spiele, in denen es nicht so richtig läuft. Nun wird er in Liverpool gehandelt, der Legende Klopp dort zu folgen könnte eine schlechte Entscheidung sein, eher erscheint sein ehemaliger Club FC Bayern eine gute Wahl zu sein. Dort kann er nur gewinnen, weil die Bayern ungewöhnlich schlecht unterwegs sind und die Zusammenarbeit mit Trainer Thomas Tuchel im Sommer beenden. Was die Suche von Liverpool und Bayern und Barcelona (Trainer Xavi hört auf) einige Wechsel auf Trainerbänken zeigen ist, dass es mittlerweile kaum noch Top-Trainer gibt, die nicht schon durch ihr Engagement bei einer Vielzahl von Clubs nicht schon verbraucht sind. Trainertalente haben aber kaum Zeit, sich zu entwickeln. Eintrachts Trainer Toppmöller wird zweifelnd begleitet, obwohl er in der Liga mit Frankfurt gerade im oberen Drittel steht.

Tipp: Bundesligaspiele schauen

Sonntag, 10. März: Of/ Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen

(Andrea)

Ich erinnere mich an einen amüsanten Abend in der afip, Jahre her, der Titel der Veranstaltung fällt mir gerade nicht ein, aber im Grunde war es ähnlich: Dort wurden spontane Power-Point-Vorträge gehalten, viel improvisiert, Lili war sieben oder acht, mutig und machte mit. Aber die Photosynthese war dann doch zu hart. Ganz ohne Präsi, sondern nur mit einem Skript, vielleicht sogar spontan, werden heute Reden geschwungen: „Ungehaltene Reden von ungehaltenen Frauen“ heißt das Veranstaltungskonzept aus Kassel, an dem wir uns orientieren wollen. Wir möchten Frauen motivieren, Reden zu halten über Dinge, die sie schon immer einmal sagen wollten. Und das alles im geschützten Raum. Denn eingeladen sind nur Frauen. Wer mitmachen möchten, kann sich zu einer Rede anmelden, spontan auf die Bühne kommen oder uns eine Rede schicken, wenn sie selbst nicht auf die Bühne gehen möchte, aber auf ein Thema aufmerksam machen will. Die Reden können selbst geschrieben sein oder eine vorgetragene Rede aus Kassel. Eingeladen sind auch alle Frauen, die zum Zuhören und für die gute Gesellschaft kommen möchten. Es werden Speisen und Getränke angeboten. Wer nach den Reden noch Lust auf fröhliches Beisammensein, Musik und Gespräche hat, ist herzlich zum anschließenden Frauenfest eingeladen. Dafür wird eine Ausstellung über Frauen in Offenbach und eine Ausstellung feministischer Literatur vorbereitet. Um Anmeldung wird gebeten: info@gruene-offenbach.de

Filmklubb, Isenburgring 36 HH, Offenbach. Nicht barrierefrei

Sonntag, 10. März: Literaturhaus-Lesung für Kids mit Saša Stanišić

(Petra)

Seine Romane mag ich sehr sehr: sprachschön, dicht, witzig bis verwegen und mitunter autobiografisch gefärbt schreibt Saša Stanišić, der seit der Flucht vor dem Bosnienkrieg 1992 in Deutschland lebt, tolle und außergewöhnliche Bücher. Wer einmal eine Lesung von Saša Stanišić erlebt hat, vergisst das nicht. Seit seinem Debüt „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ ist der Autor eine bemerkenswerte literarische Stimme. Gefeiert unter anderem mit dem Deutschen Buchpreis 2019. Inzwischen schreibt Saša Stanišić auch Kinderbücher und das neueste mit dem Titel "Wolf" erzählt davon, wie es ist, anders zu sein oder gar zum Außenseiter zu werden. Zwei Kinder, ein Ferienlager tief im Wald, die Gruppe. Ein Raum, in dem alles möglich ist – leider nicht nur Gutes. Aber auch das: Freundschaft, Mut, Lagerfeuer, Abenteuer. Was genau da passiert und ob es den Wolf wirklich gibt, das erzählt der Autor heute in einer Lesung für angehende und langjährige Fans. Sein Kindheitstraum vom Schreiben war noch während des Germanistikstudiums in Heidelberg weiter gewachsen- und wurde Wirklichkeit. Heute ist er ein vielfach ausgezeichneter Autor (2020 hatte er die Poetikdozentur von der Hochschule Rhein-Main und der Stadt Wiesbaden.). Mein Lieblingsbuch ist „Herkunft“. Deshalb bin ich traurig, dass ich schon so viel älter bin als 11 Jahre.

Foto: Saša Stanišić:©Katja Sämann

Saša Stanišić: Wolf, Junges Literaturhaus – Kinderbuch-Lesung ab 11 Jahren, Hybridveranstaltung, Ort: Literaturhaus Frankfurt, Adresse: Schöne Aussicht 2, Uhrzeit: 18 Uhr, Eintritt: 9 (6) Euro / Streamingticket 5 Euro / Streaming-Abo 50 Euro (18 VA), Tickets gibt’s noch hier

Sonntag 10. März - 1. Juli: "Und Du bist raus"- Jugendperformanceprojekt

(Daniela)

Und Du bist raus

Jugendperformanceprojekt ab 14 Jahren, Im Rahmen des Stadtlabors „Demokratie: Vom Versprechen der Gleichheit“

„Ich hasse es, wie unsichtbar ich mich manchmal fühle“ – so eine Stimme aus dem Ensemble des Jungen Schauspiels Frankfurt. In der aktuellen Stadtlabor-Ausstellung „Demokratie: Vom Versprechen der Gleichheit“ fanden sie Inspiration und Motivation, sich mit eigenen politischen Teilhabemöglichkeiten und Gestaltungswünschen auseinanderzusetzen.

Ergebnisse dieser Reflexion präsentieren sie in der Performance „Und du bist raus“. Dabei treten sie direkt im Ausstellungsraum mit den Installationen in Aktion und balancieren zwischen der Lust auf individuelle Freiheit und gesellschaftlicher Verbundenheit; so ergründen sie ihre eigenen Widersprüche und Partizipationsmöglichkeiten, und die Zuschauer*innen entscheiden selbst, inwieweit sie die Performance aktiv mitgestalten oder sich zurücknehmen und unsichtbar bleiben.

Der Andrang ist groß, die Tickets zur Premiere am Samstag, den 17.2., um 19 Uhr sind bereits ausverkauft.

Weitere Aufführungstermine:
SO, 10.3.2024, 19 Uhr, MI, 13.3.2024, 10 Uhr, DI, 16.4.2024, 19 Uhr, FR, 19.4.2024, 19 Uhr, DO, 25.4.2024, 11 Uhr, FR, 21.6.2024, 19 Uhr, DI, 25.6.2024, 19 Uhr, MO, 1.7.2024, 11 Uhr

Konzept und Regie: Martina Droste
Weitere Informationen und Ticketkauf über das Schauspiel Frankfurt: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/und-du-bist-raus-/1759/

Ort: Stadtlabor im Historischen Museum, 3. OG
Foto: Jessica Schäfer

Sonntag, 10. März Dead vs. Alive (Poetry Slam)

(Martin)

Poetry is dead. Oder nicht?

In einem modernen Dichter:innenwettstreit der Extraklasse treten drei lebende und zwei tote Dichter:innen gegeneinander an. 

Wer wird als Sieger:in hervorgehen?
Altes oder Neues?
Klassiker oder junge Wilde?
Tiefgang oder Lachfeuerwerk? 

Das entscheidet am Ende das Publikum! Für jeden ist etwas dabei bei diesem einmaligen Event der Gegensätze, bei dem Bekanntes neu kennengelernt und Neues entdeckt werden kann. Die beiden Hessenmeister:innen und Spoken Word Spezialist:innen Aileen Schneider und Jan Cönig moderieren diese Lyrikschlacht mit Humor und Furore. Mit dabei sind Stars der aktuellen Poetry Slam-Szene und zwei Schauspieler:innen mit Überraschungsfiguren bereits verblichener Wortkünstler:innen.

Hier gibt’s Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/kalender/2024-03/dead-vs-alive-poetry-slam/1793/

Sonntag, 10. März um 18.00h
Poetry Slam im Schauspiel Frankfurt – Großes Haus
Foto: © Christoph Seubert

Die Oper Frankfurt sucht einen Statisten

(Martin)

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg

Tannhäuser gehört zu meinen absoluten Lieblingsopern. Das ist so schade, dass ich die Kriterien nicht erfülle und bis 11. März schaffe ich das auch nicht mehr, zu ändern, sonst hätte ich mich als Statist an der Oper Frankfurt für diese Inszenierung beworben!

STATIST GESUCHT |

Für die Neuinszenierung „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg« sucht die Oper Frankfurt einen männlichen Statisten, der die folgenden Kriterien erfüllt:

  • Alter: 20-35 Jahre durchtrainierter Körper
  • kein Bart
  • gutaussehend
  • Surfertyp

TERMINE:
Probenstart: 11.März 2024
Endproben: 17./ 24./26. April
Premiere: 28. April 2024
Vorstellungen bis 02. Juni 2024

Bei Interesse bitte eine Bewerbung mit Kontaktdaten und zwei Fotos (Body/ Face) an Wolfgang Kubat (Ltg. Statisterie) senden: bewerbung-statisterie@buehnen-frankfurt.de

Foto: © Oper Frankfurt

Montag 11. März: #11 Streitclub: AfD – Gefahr für die Demokratie!

(Daniela)

Der Streitclub findet wieder statt, diesmal und auch die folgenden im Zoo Gesellschaftshaus mit dem spannenden Thema: AfD – Gefahr für die Demokratie!

Nicole Deitelhoff und Michel Friedman begrüßen Oliver Nachtwey und Christoph Ploß

Die Zeiten sind unruhig. Die politische Landschaft ist im Umbruch, denn die kontinuierlich steigenden Umfrageergebnisse der AfD stellen zunehmend alte Gewissheiten auf den Prüfstand und aus Sicht mancher sogar die Demokratie selbst. Es wird fieberhaft geforscht nach den Ursachen hinter ihrem wachsenden Zulauf. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach dem richtigen Umgang mit dem Symptom AfD. Die einen diskutieren ein Parteiverbot. Andere verweisen darauf, dass die AfD demokratisch gewählt und damit legitimiert sei, die Interessen ihrer Wähler:innen zu vertreten. Wird die Demokratie mit ihren eigenen Mitteln geschlagen?

11. März 2024 um 19:30 Uhr, Mehr Infos: StreitClub | English Theatre Frankfurt (english-theatre.de)

Montag, 11. März: FFM/ Antje Schomaker

(Andrea)

Weil ich Antje Schomaker nicht kannte, habe ich mal das Internet befragt. Es gibt einen wikipedia-Eintrag und kaum überraschend, die Singer-Songwriterin war auf der Walddorfschule. Das Gitarre spielen hat sie sich selbst beigebracht, Klavier und Fagott hat sie als Kind gelernt. Wahrscheinlich wusste sie damals schon von ihrer Besstimmung, Bühne, Charts, der Rest ist Legende. "Mit einer Mischung aus Talent, Energie, Humor und einer geheimen vierten Sache (vielleicht schreibt sie mal einen Song darüber oder benennt vielleicht sogar ein Album danach). Nachdem es ihr ein Jahr lang aus strukturellen Gründen nicht möglich war, Musik zu veröffentlichen, ist sie zurück: Antje Schomakers zweites Album “Snacks” erscheint am 06. Oktober und kann ab sofort vorbestellt werden. Zudem geht Antje im Frühjahr 2024 auf große „Snacks Tour“. „Snacks“ vereint smarte und anspruchsvolle Lyrics, aber ist gleichzeitig so tanzbar, dass beim Hören ganz bestimmt auch die ein oder andere Wunde heilt, die das Coming of Age hinterlassen hat. Und genau das ist das Einzigartige an Antje Schomaker: Das unbeirrbare Vorwärts in ihrer Musik, die klaren Grenzen gegenüber allen, die sie kleiner sehen wollen, als sie ist und das unbedingte Ja zur eigenen Haltung, Stimme und Vision. Und klar verweigert sie sich der seelenlosen deutschen Hit-Maschinerie. Aber es hindert sie nicht daran, trotzdem am laufenden Band welche zu produzieren – eben auf ihre eigene Weise. Mit den richtigen Leuten, im eigenen Rhythmus, für die eigene Geschichte. Und ist damit vielleicht Deutschlands echtester Popstar." Einlass 19 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt

Dienstag, 12. März: OF/ Zuflucht nehmen

(Andrea)

Der heutige Abend ist eigentlich ein Muss: Gewalt gegen Frauen ist ein zentrales Thema der Frauenbewegung. Dank engagierter Menschen gibt es heute Frauenhäuser, die Schutz für Betroffene und ihre Kinder bieten. Der Weg dorthin und das Leben danach sind jedoch von vielen Hürden geprägt. In "Zuflucht nehmen" begleitet die ehemalige Frauenhaus- mitarbeiterin und Regisseurin Selina Höfner, Betroffene, Frauenhausmitarbeiterinnen und Aktivistinnen. Mit dem Dokumentarfilm soll das Thema häusliche Gewalt in der Öffentlichkeit sichtbarer und auf gesellschaftliche Struk- turen aufmerksam gemacht werden, die es erschweren, Gewaltbeziehungen zu verlassen. Im Anschluss an die Filmvorführung folgt ein moderiertes Gespräch zwischen der Regisseurin und Mitarbeiterinnen von Frauen helfen Frauen Offenbach, das auch Raum für Fragen aus dem Publikum lässt. Moderation: Luzia Rott, Koordinierungsstelle Istanbul- Konvention Eintritt frei, Einlass 18 Uhr

Filmklubb, Isenburgring 36HH, Offenbach

Dienstag, 12. März: FFM/ Musik und Diskurs

(Andrea)

Die Ankündigung liest sich toll und ich möchte mir das unbedingt live ansehen. Außerdem war ich ohnehin schon ewig nicht im Mousonturm. Dort trete heute der Musiker und Komponist Andi Otto und die südindische Sängerin MD Pallavi auf. Jean beschreibt die Performance als Dialog auf verschiedenen Ebenen: zwischen Mann und Frau, dem Süden (Bangalore) und dem Norden (Hamburg), akustischen (Cello, Stimme) und elektronischen Instrumenten (Keys & Sampler), Spiritualität und Technologie (Andi Otto hat einen sehr speziellen Cellobogen entwickelt, den Fello, mit dem er auch die Luft streichen kann). Kurzum: Ein Zeichen der Hoffnung in unseren dystopischen Zeiten. Andi Otto ist Musiker und Komponist, war schon öfters mit Tanztheater-Produktionen im Mousonturm, zuletzt war er beim Theater der Welt im lab zu Gast. Sein neuestes Projekt mit der südindischen Sängerin MD Pallavi entstand mit Förderung des Goethe Instituts Bangalore. Sie werden nur ganz wenige Konzerte mit ihrem neuen Album (Songs for Broken Ships) spielen. MD Pallavi ist eine angesehene Schauspielerin in Indien und hat auch sonst viel zu tun.

Mit dem 2023 erschienen Album „Songs for Broken Ships“ (auf dem Hamburger Pingipung Label) reihen sich MD Pallavi und Andi Otto in die faszinierende Geschichte transkontinentaler Kollaborationen ein. Ihnen ist ihnen eine der derzeit überzeugendsten Kommunikationen zwischen Künstler:innen aus Deutschland und Indien gelungen. 2016 erschien ihre erste Single "Bangalore Whispers", die auf Downtempo-Dancefloors weltweit für Furore sorgte. MD Pallavi ist eine ist Sängerin, Schauspielerin, Filmemacherin und Performerin aus Bangalore, Südindien, wo sie seit ihrer Kindheit Hindustani-Musik und Poesie lernt. Sie singt Gedichte in ihrer Muttersprache Kannada, die Andi Otto in einen geradezu hypnotischen Soundtrack verwebt. Andi Otto ist Cellist und Klangforscher, schreibt Musik für Tanztheater. Er entwickelte einen mit Sensoren gespickten Cellobogen, den er wie ein eigenes Instrument spielen kann. Im Zentrum seiner theoretischen wie praktisch-künstlerischen Arbeit steht die Frage nach der Rolle, die ein musizierender Körper in einem elektronischen Setting einnimmt. In ihrer gemeinsamen Performance treffen zwei gegensätzliche musikalische Hintergründe aufeinander und lassen etwas völlig Neues entstehen: experimentelle akustische Balladen, Folktronica und Disco-Tracks pendeln zwischen elektronischer und analoger Produktion, freie Improvisationen haben da genauso Platz wie Spuren der klassischen indischen Musik.

VVK: https://21765.reservix.de/p/reservix/group/45943220 Uhr

Mousonturm, Waldschmidtstraße, Frankfurt

Dienstag, 12. März: FFM/ Halflives

(Andrea)

Ach, was mache ich denn heute nur? So viele Möglichkeiten! Das heutige Konzert kann ganz lustig werden, die Alternative-Rock-Band Halflives ist irgendwo auf halbem Weg zwischen Pop und der Nostalgie des Alternative- Rocks der Mitte 2000er,  „I celebrate 'Inferno' as personal growth both as an artist and for my mental health”, sagt Linda, wenn sie über den kreativen Prozess hinter den Aufnahmen redet. Diesen hat sie als befreiende, grenzüberschreitende Neuerfindung ihrer selbst erlebt. „It’s my way of saying 'fuck it all'.“ Einlass 19 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt

MITTWOCH 13. März: SONG SLAM im Internationalen Theater Frankfurt

(Daniela)

Ach, zu Dirks Song Slam wollte ich ja auch immer schon... Nächste Woche klappt es leider wieder nicht, dabei sind viele Song Slam Gewinner:innen dabei..

Frank Albersmann aus Offenbach ist Song Slam Artist der ersten Stunde mit Faible für Schwarze Romantik mit intensiver Gefühlsdynamik von ganz zart bis ganz hart. Vitalij Bogdanovich, singender Kranführer aus Speyer bietet ebenso groovigen wie gefühlvollen Romantic Rock.  HaLe01 aus Heidelberg sind kein neuer Komet, sondern das sympathische singende WG-Zimmer von Hanna Schmith und Lea Schlauersbach mit zweistimmigem Gesang, eingängigen Melodien und deepen Texten. Mimose aus Darmstadt sind eigentlich eine sehr coole junge Indieband mit deutschen Texten, hier vertreten von ihrer Frontfrau Julia Rösner. Brian Junker-Latocha stammt aus Miami und lebt aktuell als Expat in Offenbach. Er bringt schwungvollen englischsprachigen Folkpop und Countryrock mit. Ansonsten ist er gerne mit dem Open Creek String Trio unterwegs und einer der führenden Schafskopfexperten. Tony Fau aus Bad Nauheim Tony Fau (Bad Nauheim) ist ein Musiker mit enorm vielen Gesichtern und vielen Solo- und Bandprojekten, die zwischen Rock´n Roll, Indie, Soul, Metal und ironischem Liedermacher oszillieren. Seine markante Stimme ist jedenfalls überall zu erkennen. Moderation: Dirk Hülstrunk, Jürgen Klumpe.

https://internationales-theater.de/programm-ticketkauf/943-song-slam-frankfurt

Foto: Dirk Hülstrunk

Mittwoch, 13. März: Atmen

(Martin)

„Eine hübsche Bio-Liebesgeschichte...“ schreibt die Frankfurter Rundschau über die Inszenierung von ATMEN im FREIEN SCHAUSPIEL ENSEMBLE! 

Alles beginnt in einem schwedischen Möbelhaus. Ein junges Paar. An dem Ort, wo viele sich ihr Leben neu und preiswert einrichten. Was immer sie dort kaufen – irgendwie muss MANN sich ungeschickt verhalten, das Falsche gesagt haben, denn FRAU fällt mit ihrer simplen Frage – „Ein Baby?“ – scheinbar aus allen Wolken. MANN begreift natürlich sofort, dass er weder den richtigen Augenblick, noch den richtigen Ton getroffen hat und antwortet mit einem äußerst hilflosen Beruhigungsversuch – „Tief atmen“-. Aber die Krise ist da.

Der Erfinder dieser Krise ist Autor und Regisseur, ist 1980 geboren, ist Brite, heißt Duncan Macmillan und scheint mit seinen Inselgenossen die Vorliebe für den ebenso schnellen wie schwarzen Humor zu teilen. Dennoch wurde ATMEN zuerst 2011 im fernen Washington D.C. in den USA uraufgeführt, bevor es zwei Jahre später in London bei den Off West End Awards den Preis für das beste neue Stück erhielt. Auch in London ist man schließlich reich mit schwedischen Möbelhäusern gesegnet. Ob nun in Tottenham oder in Wembley oder … Und wahrscheinlich würde es Duncan Macmillan mit seinem britisch bösen Humor mehr als gefallen, wenn in allen Filialen dieser Welt diese Dialoge stattfinden würden, denn er gibt seinen zwei Protagonisten, mehr braucht er nicht, keine individuellen Namen, sondern bezeichnet sie einfach als Frau und Mann.

„Ein gelungener Theaterabend“ meint die Frankfurter Allgemeine Zeitung und schreibt weiter „Moritz Buch als sanfter Bauchmensch, der alles richtig machen will und doch bedenkenlos so viel falsch macht, weckt Sympathien. Jana Saxler, die als Wissenschaftlerin die Welt retten will, weckt Antipathien, mit der moralischen Verzicktheit ihrer Figur. Dabei ist ihre „Frau“, der facettenreichere Charakter und die Schauspielerin wird dieser Komplexität auch gerecht. Mit „coronabedingt“ 25 ZuschauerInnen, machten die Beiden ihre Sache so gut, dass man sie sich besser nicht hätte vorstellen können.“ Die Frankfurter Rundschau findet: „Ein hübsche Bio-Liebesgeschichte …. ER gutherzig und instinktgesteuert, SIE intellektuell und ein bißchen bitchig.“ „Schauspielerisch gekonnt.. flott und einprägsam inszeniert…kann dieser Abend mit großem Gewinn erlebt werden“ sagt das STRANDGUT.

Hier geht’s zu den Tickets: https://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/atmen/kartenbestellung-13maerz
Mittwoch, 13. März um 20.00h
Freies Schauspiel Ensemble - TITANIA
Basaltstraße 23, 60487 FFM
Foto: © Homepage Freies Schauspiel Ensemble

Donnerstag, 14. März - Samstag, 27. April: „Biscuit Stories“ Ausstellung im WerkbundForum + Installation im idüll

(Petra)

"Biscuit Stories" im WerkbundForum des Werkbund Hessen erzählt von der Geschichte des Bad Nauheimer Sprudelhofs und von seiner Sanierung am Beispiel der Wand- und Bodenkeramik. Und davon, wie akribische Bestandsaufnahme, Formbau und Glasurentwicklung in den Werkstätten der GOLEM Baukeramik ineinandergreifen, um den historischen Fliesenbestand mit heutigen Mitteln originalgetreu reproduzieren zu können. Im idüll erzählt "Biscuit Stories" von subtilen Linien in Weiß und glänzenden Flächen in Schwarz. Erzählt davon, wie farbige Glasuren aus der Andeutung einer Zeichnung auf einem matten Fliesenrohling ein farbenprächtiges, glänzendes, kleines Kunstwerk entstehen lassen. Und das Projekt auch davon, wie aus tradierten Formen und klassischen Mustern zeitgenössische Gestaltungsideen erwachsen können. Wessen Herz von guter Gestaltung und ästhetischen Vergnügen bewegt wird, der oder die sollte sich das nicht entgehen lassen.

Biscuit Stories, Ausstellung + Installation - Kollaboration, Ort: WerkbundForum, Deutscher Werkbund Hessen, Adresse: Weckmarkt 5, Ausstellungseröffnung 14.03., Uhrzeit: 18 Uhr, Eintritt: frei, Öffnungszeiten dienstags und mittwochs 15:30 - 18:30 Uhr, Ort: idüll Space, Adresse: Gronauer Straße 2, Vernissage 15.03., Uhrzeit: 18 Uhr, Eintritt: frei, Öffnungszeiten: donnerstags 17 - 21 Uhr, freitags 14 - 19 Uhr, samstags 13 - 18 Uhr

Donnerstag, 14. März: RADICAL – Eine Klasse für sich

(Uwe)

Trotz schwerer Themen (Kinder werden als Drogenkuriere missbraucht, leben auf einer Mülldeponie), muss man doch immer wieder laut auflachen und geht mit einem hoffnungsvollen Gefühl aus dem Film. Christopher Zallas Drama ist wie die mexikanische Version von HERR BACHMANN UND SEINE KLASSE, wunderbar feinfühlig und humorvoll erzählt.

Der vielfach ausgezeichnete Publikumsliebling des Sundance Festival 2023 wirft ein Licht auf das unglaubliche Potenzial, das Kinder entfalten können, wenn ein innovativer Lehrer sie dazu befähigt, selbst zu denken und an sich zu glauben. Der reale Held dieser in Mexiko verorteten Geschichte ist der Lehrer Sergio Juárez Correa.

Um 20.15 Uhr wird im Cinema in Frankfurt eine Special-Preview zum Film stattfinden mit einem Grußwort von Cecilia Villanueva Bracho (Generalkonsulin von Mexiko in Frankfurt) und Dieter Bachmann (Lehrer, Autor, Liedermacher). Wir verlosen 2x2 Karten.

Cinema
F., Am Roßmarkt
20:15 Uhr
Foto: Verleiher

Donnerstag, 14. März: Ulita Knaus & Band

(Uwe)

„Schon jetzt wirken die Songs wie wiederentdeckte Standards aus der großen Songbook-Ära von Cole Porter oder den Gershwins, auch weil Ulitas Band so fabelhaft swingt.“ In der Vorschau auf den Abend in der Romanfabrik liest sich diese kurze Phase schon außergewöhnlich gut. Davor steht: „Manche Themen werden nie alt, die dazugehörigen Gefühle noch viel weniger. Die Liebe, auch und besonders zur Poesie und zum Jazz, gehören für Ulita Knaus dazu. Für ihr achtes Soloalbum Old Love And New bringt die Ausnahme-Jazzsängerin und Komponistin erstmals diese beiden Herzensangelegenheiten zusammen. Die vierzehn wunderschönen Neukompositionen aus ihrer Feder sind zu Gedichten ihrer Lieblingsdichterinnen entstanden – es sind zeitlose Texte, immer emotional und manchmal auch politisch, die Ulita Knaus hier mit einer ergreifenden Leichtigkeit zu neuem Leben erweckt.

Romanfabrik
F., Hanauer Landstr. 186
20 Uhr
Foto: Arnd Geise

V O R S C H A U nächste Woche
Freitag, 15. März: Die Sterne

(Uwe)

Natürlich sind nicht alle Sänger von Bands der „Hamburger Schule“ auch wirklich Hamburger. Dirk von Lotzow (Tocotronic) ist beispielsweise aus Offenburg, Jochen Distelmeyer (Blumfeld) kommt aus Bielefeld und Frank Spielker (Die Sterne) wurde in Herford geboren. Die drei eint neben der Singerei und der Tatsache, nicht in Hamburg geboren zu sein, dass sie mindestens ein Buch geschrieben haben. Spielker musiziert seit 1991 unter der Flagge „Die Sterne“, von den Gründungsmitgliedern ist nur noch er übrig. Er hat den Vorteil, dass er fast 2 Meter groß ist und daher auch auf niedrigen Bühnen von überall im Saal ganz gut gesehen werden kann. „Was hat Dich bloß so ruiniert“ ist das erste Lied auf der neuen Platte „Grandezza“ und das ist gut.

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
19:00H (Einlass: 18:00H)
Foto: Brigitta Jahn

Freitag, 15. März: FFM/ Vintage Soundsystem #7 - Krautrock

(Andrea)

Das wird ein munterer Abend heute! Erstmal sind Agnes und ich mit Fred Bauer mit Taschenlampen im alten Polizeipräsiidium unterwegs, gefühlt haben schon alle die Tour gemacht und geschwärmt. Dann stärken wir uns meinem Lieblingslokal Bar Shukha worauf ich mich schon sehr freue UND dann starten wir in die Nacht. Uns erwartet ein toll besetzes Podium und flotte Musik:

"Wer sind diese Krauts, was ist eigentlich Krautrock? Der Begriff wurde – wen wundert‘s - von britischen Journalisten geprägt und wird bis heute als Sammelbegriff für innovative Bands wie Kraftwerk, Can, Harmonia, Neu! oder Cluster verwendet. Sie zeichnen sich durch eine experimentelle und avantgardistische Herangehensweise an Rockmusik aus und haben mit ihren einzigartigen Klanglandschaften und rhythmischen Strukturen einen großen Einfluss auf die Musikwelt. Entstanden in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren erlebte das Genre immer wieder Revivals – bis heute. Wir fragen uns, was ist das eigentlich, welche Einflüsse hat Kraut auf die Pop-Musik-Entwicklung? Ist Kraut wieder modern? Darüber diskutieren Christian Riethmüller (FAZ), Udo Boll (alias DJ Duck) und Frank Diedrich. Frank wird nach der Gesprächsrunde mit seiner in einschlägigen Medien gefeierten Band auftreten: „Die Kombination aus atmosphärischen Klängen und rhythmischer Präzision zeigt, dass HIGHEST PRIMZAHL ON MARS nicht nur musikalisch, sondern auch kreativ auf höchstem Niveau agiert.“ „Sind das die „Krauts“ der Neuzeit? Ja, doch. Etwas härter und desillusionierter als ihre 60er- und 70erjahre Ahnen. Macht trotzdem wie die Space Rocker früher den Kopf ordentlich frei von Trivialem und Nebensächlichem. Braucht sicher noch ein paar Durchgänge. Spannendes Debüt.“ VINTAGE SOUNDSYSTEM veranstaltet Soiréen im pastel, einer Soul-Food-Cantina im Erdgeschoss des medico-international-Hauses im Osthafen (Lindleystraße 15, FFM). Im ganzheitlichen Konzept der Veranstalter:innen verbinden sich die Künste mit Gesprächen, temporären Ausstellungen, passend zum Thema ausgewählte Speisen und Getränke. Wir gestalten einen Ort, an dem man für einen Abend in eine spezifische Kultur eintauchen kann. Um allen die Teilhabe zu ermöglichen erheben wir keinen Eintritt. Tür & Küche ab 19h, Start 20h

pastel, Lindleystraße 15, Frankfurt am Main

Freitag, 15. März: FFM/ Chris Kläfford

(Andrea)

Bald kann ich mitreden, dann gefühlt hat jede:r schon die Tour gemacht. Heute sind wir mit Fred Bauer im alten Polizeipräsidium, ich bin schon sehr gespannt. Dummerweise passt das zeitlich nicht mit dem Konzert der Sterne, Frank Spilker hätte ich gerne mal wieder live gesehen, warum um alle Welt spielen die auch schon um 19 Uhr? Alternativ gehen wir dann in die Bar Shukha, ich liebe den Laden und freue mich daher darauf wie ein kleiner Keks. Daher weren wir auch nicht ins Nachtleben schauen, obwohl Chris Kläfford nach einem guten Abschluss klingt: In seiner schwedischen Heimat kennt ihn längst jeder. Über zehn Jahre lang war er bereits als Musiker in der Welt unterwegs. 2017 folgte dann der wohlverdiente Durchbruch, als er den Sieg bei Swedish Idol nach Hause holte. Zwei Jahre später folgte der Einzug ins Halbfinale bei America’s Got Talent. Mit seinem außergewöhnlichen Talent und seiner herzlichen Persönlichkeit hat er sich erfolgreich in die Herzen von Fans auf der ganzen Welt gesungen. Seit der Corona-Pandemie wächst seine Fangemeine auf den Social Media Plattformen weltweit rasant an. 19 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, FFM, nicht barrierefrei

Freitag, 15. März: Enno Burger

(Uwe)

Eins der schönsten Videos mit Livesongs im Netz ist das tv Noir-Video von Spaceman Spiff, wenn dieser „Photonenkanonen“ singt und dabei am Piano begleitet wird von Enno Burger. Das Video ist neun Jahre alt, noch heute sitze ich andächtig davor, wenn ich es abspiele. Enno Burger, hier Nebendarsteller, ist mittlerweile deutlich erfolgreicher als der nun unter seinem Geburtsnamen Hannes Wittmer firmierenden „Spaceman“. Grund hierfür sind unter anderem Songs wie „Regen“ oder „Ponyhof“, aber auch stets hörenswerte Platten, auf denen sich immer wieder einige Perlen deutschsprachiger Rock-/Popmusik finden. Zuletzt erschien „Der beste Verlierer“, Anspieltipps darauf sind „Weltuntergang“ oder „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Hingehen!

Mousonturm
F., Waldschmidtstr.
19:45 Uhr
Foto: Jan Seeberg

Freitag, 15. März (Premiere): REICH UND GLÜCKLICH IN ZEHN TAGEN

(Martin)

Eine Erfolgskomödie (Uraufführung)
Rainer Dachselt nach Eugène Labiche

Eine Komödie übers Einseifen, Bauchpinseln und Honig um ́s Maul schmieren. 

Das war ́s für Florian Weyrauch. Sein Versuch, als mittelmäßiger Kreativer in die bessere Gesellschaft aufzusteigen, ist gescheitert. Sein Geld ist weg, seine Pläne sind final und finster. Aber wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Super- Erfolgsratgeber her: in diesem Fall eine alte Fabel mit der simplen Botschaft. „Schmeichele den Menschen und du kriegst von ihnen, was du willst“

Hier geht’s zu den Tickets: https://volksbuehne.net/programm/rainer-dachselt-reich-und-gluecklich-in-zehn-tagen

Freitag, 15. März (Premiere) um 19.30h;
weitere Termine: Sonntag, 17.03. um 17.00h, Sonntag, 14.04. um 17.00h, Samstag, 11. Mai und Samstag, 1. Juni um jeweils 19.30h
Volksbühne im Großen Hirschgraben
Foto: © Veranstalter*in

Samstag 16. März: Naturcoaching „Zwischen Wald, Wein & Wiesen“ – Frühling

(Daniela)

Hätte ich heute nicht Geburtstag, wäre ich bei Simone im Rheingau, denn dort findet ihr Naturcoaching „Zwischen Wald, Wein & Wiesen“ – Frühling statt.

16. März 2024 von 10:00 – 13:00 Uhr

  • Blütenduft, Vogelgezwitscher, Frühlingsluft
  • Kraft & Ressourcen für einen gelungenen Alltag finden
  • den Alltag besser gestalten und managen
  • Methoden für mehr Resilienz lernen
  • Inspirationen, Dich mitnehmen lassen
  • selbstbestimmtes, freies Handeln integrieren
  • erlebe die Natur als Kraftquelle mit allen 5 Sinnen.

Wir sind ca. 2,5-3 Stunden als Gruppe mit max. 8 Teilnehmenden in der Natur unterwegs und Du bekommst eine Kombination aus systemischen Methoden, praktischen Übungen und Impulsen zur Veränderung. Das alles verbunden mit einem Spaziergang durch Wald, Weinberge und Wiesen (ca. 4 km). Du wirst spüren, fühlen, eintauchen, riechen, hören und: Spaß haben!

Ziel: Du lernst ganzheitliche Methoden zur Stärkung für Deinen Alltag kennen, die Du jederzeit abrufen kannst. Wie Du mit stressigen Situationen besser umgehen kannst. Deinen Kopf frei bekommst. Ein Break in Deinem täglichen Trubel für mehr Klarheit. Deine Resilienz wird größer.

Treffpunkt: im mittleren Rheingau. Der genaue Treffpunkt wird ca. 3 Tage vor dem Termin bekannt gegeben. Mitzubringen: Zeit für Dich, Wasser, wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk, Sitzunterlage, Schreibutensil für Notizen. Anmeldung bitte an: post@simoneboehm.de

Invest 49,00 € *

Freitag, 15. & Samstag, 16. März: Hamlet

(Martin)

Es ist das Drama aller Dramen! 

Die FAZ schreibt anlässlich der Premiere: „ …Im Bockenheimer Titania hat das Freie Schauspiel Ensemble großen Bühnen die Stirn geboten. Dieser zusammengestrichene „Hamlet“ in knapp drei Stunden inklusive Pause machte selbst theatermüde Zuschauer sprachlos. Die intelligente Regie, die Sprechkunst des Ensembles, die energetische Verausgabung des Protagonisten in Gestalt von Ives Pancera, der Wechsel aus stillen und schrillen Momenten – alles staunenswert.”

Hamlet, Prinz von Dänemark, ist nach dem Tod seines Vaters verändert. Seine Mutter, die verwitwete Königin, hat den Bruder ihres verstorbenen Mannes geheiratet und bildet mit ihm ein neues Herrscherpaar, das Hamlets Nachfolge auf den Thron blockiert. Den Halt verlierend vor Trauer, Kränkung und Zorn, und in der Überzeugung, dass der Tod des alten Königs kein Unfall, sondern Mord war, weist Hamlet alle Anzeichen von Wahnsinn auf. 

Für seine Umwelt wird er zum Rätsel. Ist er ein Trauernder, den man in seiner Ablösung vom Vater unterstützen muss? Macht ihn sein Ehrgeiz krank? Leidet er nicht etwa an unglücklicher Liebe? Muss er den Wahnsinn spielen, weil ihn gefährdet, dass er zu viel weiß – und den Mord, der geschehen ist, aufdecken könnte? Oder ist er schlichtweg ein Irrer, eine Gefahr für Staat und Familie? Weiß er es selbst?

Im engsten Kreis des königlichen Hofes entspinnt sich ein Spiel um Wissen und Nichtwissen, Misstrauen und Täuschung, Überfürsorge und Liebe, wo sich der beste Wille in sein Gegenteil verkehrt und schließlich Tote fordert.

Hier geht’s zu den Tickets: https://freiesschauspiel.de/programm/spielplan/hamlet
Freitag, 15. März und Samstag, 16. März um jeweils 20.00h
Freies Schauspiel Ensemble, Basaltstraße 23 (Titania)
Foto: © Harald Schröder

Samstag 16. & Sonntag 17. März: Druckkunst im Atelierfrankfurt

(Daniela)

Ich habe zwar ein volles Wochenende, versuche es aber am Sonntag zur DRUCKKUNST Ausstellung zu schaffen.

11 Druckgrafiker:innen öffnen ihre Werkstätten und präsentieren simultan ihre künstlerischen Arbeiten.

Hier haben sich ganz unterschiedliche Positionen der Druckkunst zusammengefunden:

Einige sind auf Holz-und Linolschnitt, Siebdruck oder Radierung spezialisiert, andere haben die Druckgrafik zusätzlich für sich entdeckt, und zum teil auch experimentelle Drucktechniken in ihre malerische, digitale oder fotografische Arbeit integriert;Die Druckgraphik trägt unsere Ideen fort, in immer weitere überraschende Dimensionen.

Die Pinselstricharbeiten von Jutta Oberhuber sind Siebdrucke, die Malerei, Farbe, Farbauftrag, Form und Geste und Textur mit durchaus malerischen Mitteln im Medium der Druckgrafik verhandeln.

In Eun-Joo Shin’s sozialkritischen Werk unterstreicht die plakathafte Wirkung des Linolschnitts die Anonymität der dargestellten individuellen Persönlichkeiten, wobeiDie Technik der “verlorenen Platte” dem Bild räumliche und vor allem emotionale Tiefe verleiht.

Tania Arens arbeitet mit Radierung, japanischem Holzschnitt und traditionellen Kaschiertechniken; so entstehen biomorphe architektonische Papierkonstruktionen filigraner Stofflichkeit.

Kerstin Lichtblau´s farbstarken Siebdrucke sind von ihren Protagonistinnen, den Augenmädchen in Beschlag genommen worden.

Dorothea Gillert-Marien nutzt den Schwarz/Weiß-Kontrast des Hochdruckverfahrens um Räume und Orte künstlerisch zu erforschen; Durch Zerlegung und Neuorientierung wird der Raum für unterschiedliche Realitätsebenen geöffnet, interpretiert und dekonstruiert.

Für Sandra Li sind der Prozess und der sinnliche Umgang mit den Materialien ein wichtiger Bestandteil des Entstehungsprozesses; Sie verwendet u.a. Siebdruck, Monotypie und Kitchen Litho um Poesie im alltäglichen zu entdecken.

Rotbarschfilet beglückt uns mit plakativen polychromen Risographien und Siebdrucken.

Elizabeth Coleman-Link präsentiert eine Reihe experimenteller Monotypien und Cyanographien. Die Serie ist Teil ihrer Installation “The Unknown Ancestors”.

Svala’s Drucke entstehen im dynamischen Prozess in Auseinandersetzung mit inneren und äußeren Wahrnehmungen. Der Zugang über experimentellen Druck lässt dem spontanen Ausdruck Raum.

Sascha Boldt thematisiert die Wahrnehmung unserer aktuellen Wirklichkeit zwischen Screen, Virtueller Metaverse und realem Raum mit Digital-Analogen Mischtechniken.

Für Dieter Mammel ist der Holzschnitt der Ursprung seines Schaffens; “Meine Malerei versteht man erst, wenn man weiß, dass ich vom Holzschnitt komme.”

16. & 17. März von 14-19 Uhr
DRUCKKUNST IM ATELIERFRANKFURT, Schwedlerstrasse 1-5, 60315 Ffm

Sonntag 17. März: FORELAND – BACH AND BRITTEN

(Daniela)

FORELAND – BACH AND BRITTEN ist eine Solo-Tanzperformance des in Berlin lebenden Choreografen und Tänzers Nitsan Margaliot in Zusammenarbeit mit dem Cellisten Isaac Lottman. In dem Werk treten Konzert und Choreografie in einen spannenden Dialog. FORELAND verbindet die beiden Meisterwerke, Johann Sebastian Bachs 5. Cellosuite und Benjamin Brittens Suite 1, op. 72, mit einer virtuosen Tanzinterpretation, die der leidenschaftlichen und kraftvollen Musik körperlichen Ausdruck verleiht.

Tanz und Choreographie: Nitsan Margaliot
Cello: Isaac Lottmann

Nitsan Margaliot (IL/DE) ist ein Choreograf, Tänzer und Kurator, der sich mit familiären und queeren Archiven und verletzlichen Begegnungen beschäftigt. Er hat mit dem Batsheva Ensemble und der Vertigo Dance Company getanzt. Seine choreografischen Arbeiten wurden auf Festivals und an Orten in Deutschland, Schweden, Ungarn, Israel und den USA gezeigt. Er ist 2022-2023 Stipendiat der Tanzpraxis der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Isaac Lottman (NL) begann im Alter von zwei Jahren Cello zu spielen. Seit 2020 ist er Student am Konservatorium von Amsterdam und wird von Pieter Wispelwey unterrichtet. Er besuchte Meisterkurse bei Jean-Guihen Queyras, Dmitri Ferschtman, Anastasia Kobekina, Gary Hoffman und Jeroen Reuling. Im Jahr 2019 erhielt er den ersten Preis beim Britten Concours und war der Gewinner des zweiten Preises beim Cello-Biennale-Wettbewerb im Jahr 2022.

Veranstalter: Jüdische Gemeinde Frankfurt
Location: Neue Kaiser, Kaiserstraße 28
Einlass: 17:30, Beginn: 18:00 Uhr, Tickets ab 14,- € /18,- €

Nehr Infos: https://jg-ffm.de/de/termine-neues/aktuelles/2024-03-17-tanz-nitsan-margaliot-foreland-bach-and-britten

Montag, 18. März: Jack Curley

(Uwe)

Sein erfolgreicher Song „Down“ erinnerte mich etwas an Passenger. Dessen Song „To Be Free“ hörte ich wiederum während der Hochzeitsvorbereitungen vor einigen Jahren intensiv und seitdem fängt mich diese von intimen Songs von Sängern mit einer schönen, etwas rauchigen Stimme immer recht schnell ein. So auch Jack Curley, über den wird geschrieben: „Von intimen Auftritten in kleinen Pubs in Manchester mit nur wenigen Zuhörern bis hin zu großen und beeindruckenden Festivalbühnen mit tausenden begeisterten Zuschauern hat JACK CURLEY einen weiten Weg zurückgelegt. Seine unwiderstehliche Stimme, die wöchentlich fast eine Million Zuhörer anlockt und für rund 64 Millionen Streams seiner fünf erfolgreichsten Singles auf Spotify sorgt, sowie seine Präsenz in Radio, Fernsehen und in einigen TV-Shows zeugen von seinem Erfolgspotential.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Montag, 18. März: Der ehrliche Finder/Lize Spit

(Martin)

Lesung mit der Autorin

Vom Glück und Unglück, einen echten Freund zu haben.

Lize Spit hat mit "Der ehrliche Finder" ein ganzes Land aufgewühlt. Zwei junge Menschen,  der eine klug und einsam, der andere willensstark durch die Erfahrungen der Flucht, finden zu einer Freundschaft, die wechselweise Sehnsüchte stillt in der kulturellen Lebenswelt des anderen und latente Abhängigkeiten ausbalanciert. Exemplarisch zeigt die Autorin, wie eine politische Entscheidung diese Freundschaft überanstrengt. Jetzt sind beide in ihrer Existenz bedroht, und was sie einander abverlagnen und zugestehen, verschägt den Lesenden den Atem. Kühn zeigt die Autorin, was es bedeutet, in der Not die Rollen zu tauschen.

„Die beiden Jungen Tristan und Jimmy freunden sich trotz - oder gerade wegen? - aller Unterschiede miteinander an. Jimmy - der einsame Nerd, und Tristan - das Flüchtlingskind aus dem Kosovo mit einer großen Familie. Doch gerade als alles gut zu laufen scheint, wird die Freundschaft der beiden Jungen auf eine harte Probe gestellt. 

‚Der ehrliche Finder‘ ist der dritte Roman der flandrischen Schriftstellerin Lize Spit, deren Debüt "Und es schmilzt" ein Jahr lang auf Platz 1 der belgischen Bestsellerliste stand.“ (NDR.de)

Tickets gibt’s hier: https://hausamdom.reservix.de/tickets-vom-glueck-und-unglueck-einen-echten-freund-zu-haben-buchpraesentation-in-frankfurt-am-main-haus-am-dom-am-18-3-2024/e2206047

Montag, 18. März um 19.30h
Lesung mit der Autorin im Haus am Dom
Foto: © S. Fischer (Verlag)

Montag, 18. März: FFM/ Lostboi Lino

(Andrea)

Vielleicht gehe ich mit Lili heute ins Nachtleben, Lostboi Lino gefällt mir, aber sie ist eher Zielgruppe. Der Stuttgarter macht Musik mit Grunge-Gitarren und besitzt eine lässige Laidback-Attitüde. „Du darfst nicht alles glauben, was du denkst“. Es geht ums Alleinsein, den Drang auszubrechen, viel Wut und all die Phasen, die man eben so durchläuft im Prozess des Erwachsenwerdens. Was man erwarten darf? Zu viel Gitarren für Rap, zu viel Grunge für Indie und zu poppig für Rock. Stagedives? Na klar. Traurigkeit? Wohl eher fröhliche Melancholie... Aber vor allem dürft ihr auf Lostboi Lino Konzerten eines erwarten, einen Safe Space, in dem alle willkommen geheißen werden! Einlass 19 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt, nicht barrierefrei

Montag, 18. März: Massive Wagons

(Uwe)

Wenn man den Wiki-Eintrag über den Ort der Gründung von Massive Wagons, Carnfort, liest, klingt das recht beschaulich („5.000 Einwohner“ … „Ort in Lancashire“ … „Bis zur Stilllegung des Bahnhofes als Haltepunkt an der West Coast Main Line in den 1960er Jahren war Carnforth als Treffpunkt von Eisenbahnlinien ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt. …“).

Möglicherweise inspirierte diese Gegebenheit die Gründungsmitglieder Adam Thistlethwaite und Barry Mills zum Bandnamen, musikalisch inspiriert wurden die Musiker laut eigener Aussage durch Airbourne, eine Hard Rock Band aus Australien. Seit 2009 sind sie unterwegs, ihr letztes, sehr erfolgreiches Album erschien 2022 („Triggered!“), über das sagte Sänger Barry Mills "I think this album is a lot more British sounding. I think we’ve managed to bring our sound more up-to-date, it sounds fresh and exciting. It has much more of a punk vibe about it, but, that being said, it’s still full of everything we love about guitar music."

Das Bett
Schmidtsr. 12
Einlass: 19:00 Uhr Uhr
Beginn: 20:00 Uhr Uhr
Vorverkauf: 23 Euro zzgl. Geb.

Dienstag, 19. März: Maxim

(Uwe)

Aller guten Dinge sind fünf. Am 19. März spielt Maxim nach vier vergeblichen Anläufen nun endlich in der Brotfabrik. Laut Presseinfo „spricht, denkt und singt er in Bildern. Fesselnde, kluge Bilder, die Seele transportieren. Immer wieder aufs Neue strebt er danach, Musik und Worte zu einer perfekten Komposition verschmelzen zu lassen. Mit seinem Top 10-Album „Staub“ feierte er 2013 seinen Durchbruch. „Meine Soldaten“ (in Spotify schon 21.000.000 x abgerufen) avanciert zum Hit und wird mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.“

Schön ist aus meiner Sicht sein Song „Nie da“, ein Duett mit Antje Schomaker.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Dienstag, 19. März: Liederabend in der Oper

(Martin)

Nicholas Brownlee (Bassabriton)
Aurelia Andrews (Klavier)

Seit drei Jahren gehört der amerikanische Bassbariton dem Ensemble der Oper Frankfurt an und begeisterte das Publikum mit spannenden Rollenporträts, seiner faszinierenden Wandlungsfähigkeit und mustergültigen Diktion als Kreon (Oedipus Rex), Jochanaan (Salome), König Roger sowie als Herzog Blaubart. Nicholas Brownlees gefeiertes Debüt als Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg) und sein selbstbewusster Don Giovanni zählen zu den Höhepunkten der Spielzeit 2022/23. Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Auszeichnungen, Stipendien und Gesangswettbewerbe und erweitert Stück für Stück sein außergewöhnlich breit gefächertes Repertoire mit Partien wie Kaspar (Der Freischütz) an der Bayerischen Staatsoper in München und Wotan (Das Rheingold  an der Dallas Opera. 

Mit seinem ersten Liederabend an der Oper Frankfurt stellt der Publikumsliebling neue Farben seiner stimmlichen Charakterisierungskunst vor.

Hier geht’s zum Programm: https://oper-frankfurt.de/media/pdf/LA_Nicholas_Brownlee_Prog_19_3_24.pdf
Hier geht’s zu den Tickets: https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/nicholas-brownlee-bassbariton-aurelia-andrews-klavier/?id_datum=3520
Dienstag, 19. März um 19.30h
Oper Frankfurt
Foto: © Barbara Aumüller

Donnerstag, 21. März: Vanessa Peters

(Uwe)

"Seit über einem Jahrzehnt verzaubert Vanessa Peters ihre Fans mit ihren nachdenklichen, melodischen Liedern und ihrer warmen, texturierten Stimme. Als Opener für Acts wie John Oates, Suzanne Vega, 10000 Maniacs und Josh Rouse tourte Peters ausgiebig durch die USA und Europa und baute sich eine Legion treuer Fans auf. Vanessa ist eine wahre internationale Künstlerin, die Tausende von Shows in einem Dutzend Ländern gespielt hat, von Kaffeehäusern bis hin zu Festivals."

Spontan bin ich beim Druchhören bei ihrem Song „The Band Played On“ hängen geblieben. Schön schwungvoll.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2
20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Donnerstag, 21. März: Der Geheime Salon mit Ryskinder & SK Libra

(Petra)

Zusammen mit METAhub – ein Kooperationsprojekt von Jüdischem Museum Frankfurt, Mousonturm und Archäologischem Museum – ist heute der in Berlin lebende israelische Künstler Ryskinder in den leicht verspäteten ersten Salon des Jahres 2024 eingeladen. In den frühen Zweitausendern der Jerusalemer Undergroundszene bekannt geworden, bespielt Ryskinder seitdem mit Sampler, Synths und Mikrofon im Gepäck, mal Solo, mal im Duo, die Bühnen und Nischen dieser Erde. Mit ihrer äußerst eigensinnigen Mischung aus Power Electronics, Lo-Fi Hip Hop, effektbeladenen hebräischen Vocals und Punk sind Ryskinders Live-Shows ein mitreißendes Exempel für avantgardistischen Elektro-Schamanismus. Den ergänzenden musikalischen Gegenpol bildet die Frankfurter DJ SK Libra, die mit ihrem kaltservierten Mix aus zeitgenössischer Clubmusik nach ihrem Auftritt 2019 zum zweiten Mal das Salon-Parkett bespielt. Der Eintritt ist wie immer frei.

Der Geheime Salon mit Ryskinder & SK Libra, Party und Konzert, Ort: Lokal im Mousonturm, Adresse: Waldschmidtstraße 4, Uhrzeit: 20 Uhr, das Lokal und die Bar sind ab 20 Uhr geöffnet, Eintritt: frei

Freitag, 22. März: FÄZZ am Freitag

(Uwe)

„FÄZZ am Freitag“ ist das erste Ergebnis einer als Reihe gedachten Einladung der Romanfabrik an die junge Musikszene in Frankfurt. Nach dem Motto „Kommt – Probt – Spielt!“ öffnen wir in 2024 die Tür für die kreative Arbeit des Frankfurter Jazz-Collectives FÄZZ, frisch ausgezeichnet mit dem Frankfurter Jazz-Stipendium 2023. Das Quintett wird sich für jedes der Projekte eine*n Gastsolist*in einladen und – so viel sei jetzt schon verraten – am Ende des Jahres auch ein Konzert mit einer kompletten Big-Band-Besetzung spielen!

Für das erste Projekt hat FÄZZ die österreichische Sängerin Veronika Morscher eingeladen. Sie hat am berühmten Berklee College of Music in Boston sowie auch in Köln und Wien studiert und lehrt heute „Performance Training“ an der HfMDK in Frankfurt, an der die Mitglieder von FÄZZ den Studiengang „MA Bigband“ absolviert haben.

Romanfabrik
F., Hanauer Landstr. 186
20 Uhr
Foto: Marvin Fuchs

Mittwoch 20. - 22. März: Ausstellung in der Kombinatrotweiss Gallery

(Daniela)

Kombinatrotweiss Gallery präsentiert mit „Eine Reise durch die Sphären des Geistes“ die erste Solo-Ausstellung von Dominik Schubert.
Der Wiener Künstler Dominik Schubert lässt Fotografie und Zeichnung verschmelzen, um einen Einblick in seine persönliche Fantasiewelt und alltägliches Erleben zu gewähren. Er ist fest davon überzeugt, dass Kunst unsere Wahrnehmung der Welt transformiert und tiefere Schichten der Realität offenbart.
Schubert hat sein Skizzenheft immer dabei, um unterwegs berührende und aufrührende Momente festzuhalten. Die Werke in dieser Ausstellung sind unter anderem eine Hommage an Japan: Eine Reise durch die Heimat von Pikachu und Godzilla hat Schubert herausgefordert und inspiriert. Er lässt uns in eine Welt eintauchen, in der die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen; eine Welt des Staunens, die die Unbegreiflichkeit des Lebens zelebriert.
Vom 21.03. bis 22.03.2024 werden die Arbeiten zu „Eine Reise durch die Sphären des Geistes“ in unserer Galerie in der Kleinen Rittergasse ausgestellt. Neben großformatigen Originalen sind auch kleinformatige Drucke in Sonderedition und Publikationen des Künstlers zu erwerben.

Vernissage: 20.03.2024, 18:30-20:30 Uhr
Location: Der Kleine Mann Mit Dem Blitz, Alt-Sachsenhausen
Der Künstler ist zur Eröffnung anwesend und es gibt eine Live-Performance!
Öffnungszeiten: 21.–22.03.2024, Donnerstag & Freitag, 16-18 Uhr
Adresse: Der Kleine Mann Mit Dem Blitz, Kleine Rittergasse 11, 60594 Frankfurt
Illustration: Dominik Schubert

Freitag 22. März: FÄZZ AM FREITAG in der Romanfabrik

(Daniela)

Gregor Praml, der neue Leiter der Romanfabrik, hat neue Veranstaltungsformate entwickelt. "„FÄZZ am Freitag“ ist das erste Ergebnis einer als Reihe gedachten Einladung der Romanfabrik an die junge Musikszene in Frankfurt. Nach dem Motto „Kommt – Probt – Spielt!“ öffnen wir in 2024 die Tür für die kreative Arbeit des Frankfurter Jazz-Collectives FÄZZ, frisch ausgezeichnet mit dem Frankfurter Jazz-Stipendium 2023. Das Quintett um die Musiker Paul Scheugenpflug (sax), Jonathan Strieder (pos), Jona Heckmann (p), Kevin Nasshan (dr) und Niklas Schumacher (b) wird sich für jedes der Projekte eine*n Gastsolist*in einladen und – so viel sei jetzt schon verraten – am Ende des Jahres auch ein Konzert mit einer kompletten Big-Band-Besetzung spielen! Für das erste Projekt hat FÄZZ die österreichische Sängerin Veronika Morscher eingeladen. Sie hat am berühmten Berklee College of Music in Boston sowie auch in Köln und Wien studiert und lehrt heute „Performance Training“ an der HfMDK in Frankfurt, an der die Mitglieder von FÄZZ den Studiengang „MA Bigband“ absolviert haben.

Romanfrabik, Beginn 20:00 Uhr. Alle Infos hier.
Foto: Marvin Fuchs

Ab 22. März (Premiere): Der junge Mann / Das Ereignis

(Martin)

Pourquoi pas? 

Ein junger Mann, eine viel ältere Frau. Der Spaß am Sex mit A., der ihr Sohn sein könnte. Der der abgetriebene Fötus hätte sein können, den sie 1963 in der Hand hält und sich fragt: Wohin jetzt damit?

IN DER LIEBE UND DER LUST HATTE ICH NICHT DAS GEFÜHL, MEIN KÖRPER UNTERSCHEIDE SICH GRUNDSÄTZLICH VON DEM EINES MANNES schreibt Annie Ernaux, geboren 1940.

Und doch verblutet sie fast, als sie die Nabelschnur durchtrennt, um die eingepflanzte Saat loszuwerden. Um ihre Autonomie zu behalten. Um nicht den Weg ihrer proletarischen Mutter zu gehen. Um die Straße weiter fortzuschreiten, irgendwann SCHAMLOS zu werden. Die durchtrennten Nabelschnüre und die Gefahr des Verblutens sind der Boden für Ernaux’ Texte, die so ganz lakonisch klingen, als wäre sie so ganz nicht beteiligt am widerfahrenen Leben.

Wie eine über sich selbst kreisende Drohne beschreibt sie sich, fast mit Antipathie sich selbst gegenüber. Eine Auto-Batterie, die sich auflädt an ihrer Begierde, bis sie auch den jungen Geliebten abtreibt, um die erste Seite eines Buchs zu beginnen: Endlich schreiben. Und der frohe Blick auf stehengebliebene Uhren – als würde dadurch auch die Zeit stillstehen.

Aufhören zu Altern. Ein Traum.

Hier geht’s zum Reservieren: https://theaterwillypraml.de/annie-ernaux-der-junge-mann-das-ereignis/

Ab 22. März (Premiere); weitere Termine im April und MaiTheater Willy Praml in der NaxoshalleFoto: © Homepage Theater Willy Praml

Noch bis Freitag, 22. März: Ausstellung Johannes Nandu Kriesche – Sii MISTERIOSO

(Petra)

Als Neujahrsausstellung zeigt die Galerie noch bis Ende März die Ausstellung „Sii MISTERIOSO“, eine sorgfältig ausgewählte Werkschau aus 25 Jahren der Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Künstler Johannes-Nandu Kriesche. Tiefgründige Bildwelten aus Paraffin, Öl, oder Acryl treffen auf spannende, zum Teil leuchtende Objekte zum Thema Zeit: Kunstwerke, dessen roter Faden die Transparenz versus Vielschichtigkeit und das Geheimnis des Lichts verbindet. Kriesche gehört zu den ersten Künstlern, welche der Galerist Leander Rubrecht bei seiner Gründung 1998 aufgenommen hatte. Ein Zeugnis der Kontinuität in einer schnelllebigen Zeit mit einhergehenden Nominierungen und Kunstpreisen.

Johannes Nandu Kriesche – Sii MISTERIOSO, Ausstellung, Ort: Galerie Rubrecht Contemporary, Adresse: Büdingenstr. 4 - 6, 65183 Wiesbaden, Öffnungszeiten: mittwochs bis freitags 14 – 18 Uhr, Eintritt: frei

Freitag, 22. März: Of/ Anatomie eines Falls

(Andrea)

Ich hatte gewarnt und jetzt ist, kaum überraschend: AUSVERKAUFT. Das Essen, der Film, die unglaubliche Sandra Hüller! Die, keine Überraschung, für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert ist. Wer sich jetzt noch fragt, Sandra -wer? sollte schleunigst Toni Erdmann ansehen. Immerhin gilt sie eit Jahren als die bedeutendste und wandlungsfähigste deutsche Schauspielerin (ich zitiere Daniel Brettschneider) und hat nun die Chance auf einen Oskar. Am 10. März heißt es also: Daumen drücken! Heute sehen wir sie in dem durchaus an Hitchcock erinnernde, ungemein spannende Gerichtsdrama „Anatomie eines Falls“ – insgesamt für fünf Oscars nominiert sowie amtierender Preisträger der Goldenen Palme von Cannes – ist zweifelsohne der bisherige Höhepunkt in Hüllers Schauspielkarriere. Sie spielt eine des Mordes an ihrem Mann beschuldigte Frau, die in aller Ambivalenz zwischen Zuversicht, Stur- aber auch Klarheit auf dem Zenit ihres Schaffens agiert. Eine eisige Naturgewalt! Diese Leistung gilt es bei Kino Kulinarisch entsprechend zu zelebrieren. Da der Film nicht nur im Gerichtssaal, sondern auch größtenteils auf einer Berghütte spielt und das Panorama der französischen Alpen regelrecht erlebbar werden lässt, versuchen wir das Essen natürlich wieder atmosphärisch präzise anzupassen. Anatomie einer Rösti: Die beschriebene Kulisse der Alpen hat uns kulinarisch zu Rösti-Varianten und Marillenknödel mit Vanillesoße animiert, wobei die Rösti einmal vegetarisch mit Spinat und Bergkäse und einmal klassisch mit Speck und Bergkäse serviert werden – jeweils mit Wildkräutersalat und Schnittlauch-Schmand versteht sich! Ab 18.30 Uhr. Hier gehts zum VVK: http://kinokulinarisch.de

Alte Schlosserei, Goethering, Offenbach

Freitag, 22. März: Xavi

(Uwe)

Xavi kommt nach Frankfurt. Leider (für die Eintracht) ist es weder der ehemalige spanische Superkicker vom FC Barcelona noch der aufstrebende holländische Kicker Xavi Simmons von RB Leipzig. Es kommt der Singer/Songwriter Xavi. Über den ist zu lesen: Die letzten drei Jahre war es ganz schön ruhig um Xavi. Fast schon zu ruhig für einen Künstler, der mit Hits wie „Brot & Wasser“ oder „Analoge Liebe“ eingängige Songs von wahnsinniger Kraft und Aufrichtigkeit veröffentlicht hat. Aber manchmal muss man einen Schritt zurücktreten. Um das große Ganze sehen zu können. Um zu verstehen, wer man ist und was man eigentlich will – von sich selbst, vom Leben und von der Kunst. Xavi wagt einen Blick in die Tiefe dieser Fragen. Zeit für ein neues Kapitel. Es entstehen Songskizzen – die ungefiltert ihren Weg in die Socials finden ....

Brotfabrik
F., Bachmannstr.  2
Beginn 20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Freitag, 22. März: Cloudy June

(Uwe)

„Ein stampfender Bass und dynamischer Beat versorgen ihn mit ordentlich Power, während Synth-Sounds dem Ganzen noch einen mystischen Touch verpassen. Ihre gewohnte Eloquenz stellt Cloudy auch dieses Mal wieder mit raffinierten Lyrics unter Beweis. Eine melodische Bridge führt zum extrem eingängigen Refrain, der „Red Flag“ zu einem prädestinierten Ohrwurm macht ...“
Ich hätte es nicht besser formulieren können.

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
Einlass: 18 Uhr
Foto: Homepage Zoom

Samstag 23. März bis 1. April: Ausstellung und offene Ateliers zum TAG DER DRUCKKUNST

(Daniela)

Ausstellung und offene Ateliers zum TAG DER DRUCKKUNST 

Die WestAteliers von Ruth Luxenhofer, Maike Häusling und Michael Bloeck machen mit!

Ausstellungszeit: 23. März bis 01. April 2024

Offenes Atelier: Samstag 23. März von 14.00 bis 19.00 Uhr

Die traditionelle Druckkunst wurde am 15. März 2018 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen.

Seitdem gibt es jedes Jahr rund um diesen Tag, bundesweit, eine Vielzahl an Veranstaltungen zum Thema Druckkunst.  

Auch in diesem Jahr beteiligen sich Künstler*innen der WestAteliers im Frankfurter Stadtteil Gallus mit Ausstellungen in den großen Schaufenstern ihrer Atelierläden.

Die Künstler*innen zeigen unterschiedlichsten Drucktechniken. So werden Werke in traditionellen Techniken, wie z.B. Radierung, Lithografie und Siebdruck, und auch in experimentellen Techniken, wie Leimdruck und Monotypien, ausgestellt. So vielfältig wie die Wahl der Techniken sind, so vielfältig sind auch die bearbeiteten Themen. Sie reichen von Naturbeobachtungen, Experimenten mit Materialien bis hin zu sozialen und politischen Inhalten.

Folgende WestAteliers sind in diesem Jahr beteiligt:

Ruth Luxenhofer „Die Zaubermacht von Hoch und Tief /experimenteller Leimdruck“ Atelier: Lorsbacher Str. 26, 60326 Frankfurt am Main

Maike Häusling „Durchdrucke – von der Malerei zum Druck“ Atelier: Langenhainer Str. 25, 60326 Frankfurt am Main

Michael Bloeck „Political experimental Handprint“ Atelier: Be Poet Offspace, Langenhainer Str. 26, 60326 Frankfurt am Main

Die drei Ateliers befinden sich in unmittelbarer Laufnähe entlang der Idsteiner Straße, zwischen Langenhainer Straße und Lorsbacher Straße.

Die Ateliers sind barrierefrei und ein Besuch ist kostenlos. Die Ausstellungen in den Schaufenstern sind rund um die Uhr zu sehen!

Nähere Infos zu den Ausstellungen und den WestAteliers sind auf unserem Instagram Kanal „Westateliers“ veröffentlicht. Eine Gesamtübersicht aller Veranstaltungen zum Tag der Druckkunst bietet der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V., Berlin, auf www.tag-der-druckkunst.de

(c) Ruth Luxenhofer

Samstag, 23. März: Of/ Open Air - Musikpavillons in Luft - und Thermalkurorten

(Andrea)

Wie schön, Sabine L. Schmidt ist in der Stadt! Nachdem sie einige Jahre in der Offenbacher Kultur für Furore sorgte ist die Labelpräsidentin dem Ruf der Hauptstadt gefolgt und gibt heute ein Gastspiel in Form eines Vortrags: Open Air - Musikpavillons in Luft - und Thermalkurorten Anschließend entspannter Barabend mit Kurorchesterplatten 18.00-22.00 Uh, ich gehe hin.

Studio FortyTwo, Ludwigstraße, Offenbach

Sonntag, 24. März: Only The Poets

(Uwe)

Only The Poets kommen aus Großbritannien, genauer aus Reading. Dort wurden unter anderem geboren: Kate Winslet, Ricky Gervais oder Mike Oldfield. Letztgenannter lebt mittlerweile auf den Bahamas und wird sich mit dem Schaffen von Tommy Longhurst und Co. nicht so intensiv beschäftigen. Richtig los ging es für die Indie-Pop-Band (es ist sehr poppig) im Jahr 2017 mit der Single Ceasefire. Ein Album haben sie seitdem noch nicht schreiben und aufnehmen können, weil sie quasi ununterbrochen unterwegs sind. Mal als Support von Leuten wie dem wunderbaren Lewis Capaldi oder als Headliner. Als solcher kommen sie nun in die Brotfabrik.

Zoom
F., Carl-Benz-Str. 21
Beginn: 20 Uhr
Foto: Homepage Zoom

Sonntag, 24. März: Alex Diehl

(Uwe)

Wieder kommt ein deutschsprachiger Singer/Songwriter in die Brotfabrik, die für solche Künstler ein wirklich guter Ort ist. Alex Diehls Geschichte erzählt von Erfolg, leidenschaftlichem Scheitern, von Mut und der Liebe zur Musik. Nach „Die Songs, die ich nie schreiben wollte“ (2021), erschien im letzten Herbst sein fünftes Album – und damit ein kleines Jubiläum! „Das ist keine Übung“ ist der Name und die Themen dieser persönlichen Platte gehen tief unter die Haut: Alkoholismus in der eigenen Familie, Depressionen und Hass innerhalb des sozialen Umfelds und Erinnerungen aus einer zerstörten Kindheit werden aufgearbeitet. Der Künstler schließt Frieden mit seinem ersten Lebensdrittel, indem er den Hörer*innen seine autobiographischen Songs anbietet.

Brotfabrik
F., Bachmannstr.  2
Beginn 20 Uhr
Foto: Homepage Brotfabrik

Mittwoch, 27. März: Of/ WortWeinKunst

(Andrea)

Wir sind in Ferien, aber Euch lege ich einen Besuch im BOK, Bund Offenbacher Künstler, sehr ans Herz. Schönes Wortspiel, bei WortWeinKunst ist nämlich Michael Behrendt (Musikjournalist und Sachbuchautor) zu Gast, "Mein Herz hat Sonnenbrand" heißt sein Buch, und das ist ein rasanter Kurztrip durch die wundersame Welt der Songtexte. Die Lesung mit Musik habe ich im vergangenen Jahr schon live erleben können und mich sehr amüsiert. Eine vergnügliche Sprachreise durch die wundersame Welt der Songtexte: "Michael Behrendt führt durch alle Formen songlyrischer Pannen. Von der schmerzlich vermissten Wortendung bis zum stilistischen Fehlgriff, vom unappetitlichen Reim bis zu herrlich sinnfreien Statements. Punk, Rock, Soul, Dance oder Rap werden unter die Lupe genommen, aber auch der Schlager erhält den ihm gebührenden Raum. Unverwüstliche Gassenhauer wie »Anita« oder »Wahnsinn« werden ebenso auf ihre Formulierungsstärke hin abgeklopft wie jüngere Charts-Erfolge, von »Alles an dir« (Mike Singer) bis »Kaleidoskop« (Johannes Oerding). Aber auch das (unfreiwillig) komische Potenzial erfolgreicher Künstlerinnen wie Sarah Connor und Lena Meyer-Landrut oder renommierter Songwriter wie Herbert Grönemeyer und Marius Müller-Westernhagen entgeht Michael Behrendt nicht."

BOK, Kirchgasse 29, Offenbach, 19 Uhr

Donnerstag, 28. März – Montag, 1. April: DANCE2NARRATION

(Martin)

Dresden Frankfurt Dance Company

Dieser Doppelabend stellt zwei Stücke nebeneinander, die Tanz mit Narration in Verbindung bringen und damit experimentieren, was daraus entstehen kann. Anstatt eines starren Verhältnisses, in dem alles nahtlos zusammenpasst wie Puzzleteile, entwickelt sich ein Gefüge, das dem Publikum die Möglichkeit gibt, selbst Verbindungen zu entdecken.

BIS.N.S. (AS USUAL) Im Jahr 1976 gab die berühmte US-amerikanische Pianistin, Sängerin und Bürgerrechtsaktivistin Nina Simone ein unvergessenes Konzert beim Jazz Festival in Montreux (Schweiz). In der Zugabe (französisch „bis“) unterbricht sie ihr Programm immer wieder. Im Gespräch mit dem Publikum entstehen sehr intime Momente, in denen sich ihre Persönlichkeit zeigt.

Das Stück „Bis.N.S.“ spielt mit der inneren und äußeren Welt von Künstler*innen und lotet dabei die fragile Grenze zwischen Bühne und dem Bereich hinter den Kulissen aus. So erleben die Zuschauer*innen ein Tanzstück in Aufführung und gleichzeitig durch immer wieder neue Verschiebungen, wie sich die Tänzer*innen auf ihren Auftritt vorbereiten. Sie proben ihre Bewegungen, wiederholen und korrigieren sich, als ob niemand ihnen dabei zuschaute. Kleine und große, private und künstlerische Momente reihen sich aneinander: normaler Tanzbetrieb – business as usual.

LISA Scheinbar endlose emotionale Variationen und tänzerische Interpretationen erzeugen eine atmosphärische Spannung. Ein Vorhang verdeckt den hinteren Bereich der Bühne. Die Tänzer*innen können durch ihn unvermittelt auftauchen oder verschwinden und so zwischen den beiden Räumen wechseln.

Das Publikum sieht die Darsteller*innen nur auf einem Teil der Bühne, während sich gleichzeitig hinter dem Vorhang, vor den direkten Blicken verborgen, eine weitere Geschichte entfaltet. Beide Realitäten verfolgt das Publikum in Echtzeit durch das bewegliche Bühnenbild.

In „Lisa“ wird der Raum genutzt, um die entgegengesetzten Stimmungen, die sich vor und hinter dem Vorhang entwickeln, zu kontrastieren. Der Choreograf möchte die Idee des Geschichtenerzählens im zeitgenössischen Tanz herausfordern, bei dem häufig abstrakte Bewegung und Dramaturgie im Vordergrund stehen.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/premieren/bisns-as-usual-lisa/

Donnerstag, 28. März + Samstag, 30 März um jeweils 19.30h; Sonntag, 31. März + Montag, 1. April um jeweils 18.00h Schauspiel FrankfurtFoto: © Eike Walkenhorst 

Bis März 2024 verlängert: Rüsselsheim/ Frida Kahlo

(Andrea)

Frida Kahlo begleitet mich schon lange, lange und seit ich ihre Arbeiten erstmals sah, bewundere ich ihre schonungslose Offenheit. Ich habe mich also unlängst auf den Weg nach Rüsselsheim gemacht, bin am Opel-Werk vorbei auf dem Maindamm zu den Opelvillen spaziert und eingetaucht. Dass Frida Kahlo über 200 Fotografien aus der umfangreichen Bildersammlung besaß, die ihr als Erinnerung, Inspirationsquelle und Arbeitsmaterial diente, hatte ich vorher nicht gewusst und die Ausstellung war eine schöne Annäherung. "Die mexikanische Künstlerin wurde durch ihre besondere Malerei zwischen Naiver Kunst, Surrealismus und Neuer Sachlichkeit weltbekannt, nicht zuletzt durch ihre autobiografischen Themen und die Verarbeitung ihres bewegten Lebens – ihre Krankheit, ihre Leiden, ihre Ehe mit Diego Rivera. Erst fünfzig Jahre nach Kahlos Tod kam ihr immenses privates Fotoarchiv ans Licht mit Bildern der Familie, des politischen Kampfes des Paares und ihres versehrten Körpers. Sowohl Frida Kahlos Vater als auch ihr Großvater waren professionelle Fotografen, und sie selbst machte sich die Fotografie auf unterschiedliche Weise zunutze. Sie sammelte unter anderem Daguerreotypien und Postkarten aus dem 19. Jahrhundert und bewahrte Fotografien auf, denen sie ihren persönlichen Stempel aufdrückte, indem sie Dinge aus ihnen ausschnitt, Widmungen auf sie schrieb und sie personalisierte. Sie schenkte sie ihren Freunden, sie waren Erinnerungen an ihre verstorbenen Angehörigen und sie wurden zu einer wichtigen Inspirationsquelle für ihre Gemälde. Darüber hinaus dienten sie ihrer Selbstdarstellung. Frida Kahlo war sich bewusst, dass die Fotografie ein wirkungsvolles Medium war, um das Bild von sich zu vermitteln, das sie anderen zeigen wollte. Durch ihre Fotos, anonyme private Bilder und Porträts ihres Vaters sowie durch die von ihr gesammelten Aufnahmen renommierter Fotografinnen und Fotografen entsteht ein eindringliches Dokument der Zeit und ein intimer Einblick in das Leben einer der bemerkenswertesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Foto: Diego Rivera & Frida Kahlo Archives, Bank of Mexico, Treuhänder im Diego Rivera and Frida Kahlo Museum Trust Opelvillen
Die Ausstellung wurde jetzt bis Anfang März verlängert und der Ausflug lohnt sich.

Rüsselsheim, Ludwig-Dörfler-Allee 9, Rüsselsheim

Samstag, 30. März: COLOURS OF DEMOCRACY

(Daniela)

Die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche war nur ein Wimpernschlag in der langen Geschichte der Demokratiebewegungen in aller Welt. Der Abend Colours of Democracy beleuchtet die Demokratiegeschichte sowie den aktuellen Zustand der Demokratie und legt dabei den Schwerpunkt auf acht Länder (Deutschland, Griechenland, Iran, Kolumbien, Russland, Syrien, Senegal, Türkei).

Acht Musiker:innen des Bridges-Kammerorchester aus diesen Ländern haben den
Abend konzeptionell mitentwickelt und gestalten ihn sowohl musikalisch als auch
szenisch. Gedichte, Auszüge aus Theaterstücken, Aufrufe und persönliche Texte werden mit ausgewählten Musikstücken verschiedener Epochen und Stilrichtungen verflochten. Durch die Besetzung mit Instrumenten aus dem arabischen, europäischen, persischen, südamerikanischen und westafrikanischen Kulturraum (Flöte, Gaita, Violine, Kamanche, Violoncello, Kanun, Gitarre, Tiple,
Ngoni, Tambin (Peul Flute), Perkussion, Gesang) weist das Ensemble eine große Bandbreite an Klangfarben auf. In diesem demokratischen Prozess der Stückentwicklung stehen die Musiker:innen für eine Gemeinschaft, die Vielfalt als Stärke versteht und den Wert von Demokratie auf verschiedenen Ebenen verhandelt.

Mit Vladislav Belopoukhov, Ayşe Deniz Birdal, Johanna-Leonore Dahlhoff, Youssef Laktina, Alireza Meghrazi Soloukloo, Eleanna Pitsikaki, Andrés Rosales, Khadim Seck
Regie Matthias Faltz
Musikalische Leitung Johanna-Leonore Dahlhoff
Dramaturgie Antigone Akgün, Susanne Hemmerling

Vorstellungtermine: Sa., 30.03.24 um 19:30 / Mi., 24.04.24 um 19:30

Volksbühne am Grossen Hirschgraben

APRIL 2024
Bis 1. April: Barbara Klemm – Frankfurt Bilder

(Daniela)

Erstmals gewährt das HMF einen umfangreichen Blick in die Frankfurter Bilder der Fotografin Barbara Klemm. Seit sie 1959 mit 20 Jahren nach Frankfurt kam, lebt Klemm in der Stadt am Main. Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung war sie als Redaktionsfotografin nicht nur vor Ort, sondern weltweit in den Ressorts Politik und Feuilleton zuständig. Als Bildjournalistin ist Barbara Klemm auch „teilnehmende Beobachterin“ – und trifft dabei stets den richtigen Moment und das gute Bild. Für ihre Fotografien von Menschen in Politik und Kultur sowie ihre Fotoreportagen wurde sie über Deutschland hinaus bekannt, vielfach ausgestellt und ausgezeichnet. Wie Barbara Klemm als aufmerksame Zeitgenossin Frankfurt erlebte, zeigt die Ausstellung im HMF mit rund 230 von der Fotografin selbst vergrößerten Barytabzügen.

Eintritt: 10 €/ermäßigt 5 €

Mehr Informationen stehen hier.

Foto: Barbara Klemm: Blockkade der Goethe Universität am 8. Mai 1968

Donnerstag, 04. April: Jalen N'Gonda

(Uwe)

Der 30jährige Soulsänger aus Maryland, der mittlerweile im englischen Liverpool lebt, gibt sich die Ehre und tritt im Frankfurter Zoom auf.

„Clearly a keen student of the genre’s revered pioneers, Jalen possesses a rich, nuanced voice that sets him miles apart from the crowd. Yet Ngonda is as fresh and contemporary as anyone gracing today’s scene. Inspiration for his compositions derives from a variety of places. “Everyday life. Anything, really,” he says. “To a stranger, I would say my music is soul/R&B, while trying to fit in the Beach Boys and the Beatles somewhere in between.”, steht auf seiner Homepage zu lesen.

Zoom
F., Carl-Benz.Str.
20:00H
Foto: Homepage Zoom

Samstag 6. und Sonntag 7. April: Bridges Kammerorchester und Gäste "Exploring the space beyond“

(Daniela)

Mit Exploring the space beyond bringt das Bridges Kammerorchester wie jedes Jahr ein beliebtes und abwechslungsreiches Programm auf die Bühne des hr-Sendesaal, das unterschiedlichste Musiktraditionen zusammenbringt und weiterentwickelt.

Besondere Highlights sind die Uraufführung des Doppelkonzerts für Viola und Santur der international erfolgreichen Komponistin Golfam Khayam mit den renommierten Solist*innen Muriel Razavi (Viola) und Kioomars Musayyebi (Santur) sowie das Debüt des Taiko-Spielers TAKUYA mit dem Bridges Kammerorchester. Entsprechend der gängigen Konzeption der Konzertprogramme des Bridges Kammerorchester werden die Werke größtenteils von den Orchestermitgliedern komponiert bzw. arrangiert.

Das Bridges Kammerorchester wird von Nabil Shehata geleitet. Nabil Shehata ist seit 2019 Chefdirigent der Philharmonie Südwestfalen, übernimmt zahlreiche Gastdirigate bei renommierten Klangkörpern, wie den Stuttgarter Philharmonikern, dem Münchner Rundfunkorchester und dem Philharmonischen Orchester Luxemburg, und gab 2023 sein Dirigentendebüt in der Elbphilharmonie.

Dirigent: Nabil Shehata
Künstlerische Leitung: Johanna-Leonore Dahlhoff

Solist*innen: Muriel Razavi, Viola. Kioomars Musayyebi, Santur. TAKUYA, Taiko. Johanna-Leonore Dahlhoff, Flöte. Agustin Leon, Tenor

Tickets: https://www.hr-ticketcenter.de/tickets-bridges-kammerorchester/t13493

In Kooperation mit hr2-kultur.
Förderer: Crespo Foundation, Kulturfonds Frankfurt RheinMain

Bis 7. April: Was wir sammeln

(Martin)

Von banalen Alltagsgegenständen wie bunten Spülschwämmen, über Bananenaufkleber aus der ganzen Welt, Einwegbesteck und Fahrrädern bis hin zu Leuchtreklamen von bekannten Marken: Mit der Ausstellung Was wir sammeln fragt das Museum Gestalter:innen aus dem Großraum Frankfurt am Main, was und warum sie privat sammeln. 

Neben den gezeigten Objektsammlungen können Besucher:innen in der Ausstellung die Erzählungen der einzelnen Gestalter:innen nachlesen, die darin auf verschiedene Weise über das Zustandekommen ihrer privaten Sammlungen berichten. Die Objekte haben für die Sammler:innen unterschiedliche Bedeutungen: Sie können Zeitkapseln, Lebensbegleiter, Erinnerungsträger oder einfach nur eine spontane Entdeckung sein. Sammeln stellt somit nicht nur die Frage nach dem Umgang mit Dingen, sondern ist vielmehr ein Kommunikationssystem, ein Zeichensystem, eine gesellschaftliche Sprache.

Die Ausstellung fragt nach Zusammenhängen von Gestaltung und Sammeltätigkeit. Was sammeln Gestalter:innen, die innerhalb ihrer Profession Objekte im Hinblick auf Form, Material, Funktion, Verarbeitung und auf gesellschaftliche oder historische Kontexte untersuchen? Mit dem „Wir“ im Ausstellungstitel wird die Verbindung zwischen Gestalter:innen und Museum verdeutlicht. So sollen Zusammenhänge, Hintergründe und Motivationen des Sammelns thematisiert und Kontextualisierungen über das Museum hinaus ermöglicht werden. Die Ausstellung fragt nach den verschiedenen Aspekten des Sammelns vom privaten Bereich bis hin zur kulturellen Praxis: Was lässt sich über das Sammeln herausfinden? Was lässt sich miteinander teilen?

Bis 7. April: Was wir sammeln - Gestalter:innen, Frankfurt am Main
Museum für Angewandte Kunst, Museumsufer
Foto: © Homepage Museum für Angewandte Kunst

Noch bis Donnerstag, 11. April 2024: Ausstellung Frankfurter Kunstsäule

(Petra)

Dieses Mal haben Studierende des Fachbereich Gestaltung an der Hochschule Darmstadt (h_da) die Säule zum Thema Brückenstraßenspielplatz gestaltet. Frankfurt 1973: Die Achtundsechziger bringen frischen Wind in alte Strukturen, mit Kinderplanet, Miniplanet und Ferienspielen entsteht Gleichberechtigung für Kinder aus unterschiedlichen Schichten: die Elterninitiative Sachsenhausen /EIS) wird am Brückenspielplatz gegründet. Das wird hiermit gefeiert - und zurückgeblickt, bevor im nächsten Jahr der große Umbau des Spielplatzes startet. Für ihre Arbeit haben die Studierenden Archivmaterial gesichtet, Fotos recherchiert, mit früheren EIS-Mitarbeitern und den beiden Kuratoren der Frankfurter Kunstsäule, Daniel Hartlaub und Florian Koch, geführt. Das Ergebnis sehen wir ab heute. Es soll die Mentalität und das Durchhaltevermögen all der Menschen zum Ausdruck bringen, die in 50 Jahren für die Verwandlung einer Autostraße in einen vitalen Ort für die Jugend gekämpft haben.

"Nein, ich bleibe" - 50 Jahre EIS. Elterninitiative Sachsenhausen, Ort: Frankfurter Kunstsäule, Adresse: Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstraße/Gutzkowstraße)

Dienstag, 9. April: Riot Days / Pussy Riot (Moskau)

(Martin)

Performance/Konzert - Nacholtermin

„We have a voice. We have a choice” (Maria Alyokhina).

Nach der ausverkauften Deutschlandpremiere 2017 kommt die russische Polit-Punk-Gruppe Pussy Riot mit ihrer rebellischen Bühnenshow „Riot Days“ ins Künstler*innenhaus Mousonturm. Das Performanceprojekt beruht auf Maria Alyokhinas gleichnamigem Buch, in dem sie ihre persönliche Geschichte als Teil von Pussy Riot erzählt, von den Anfängen der rebellischen Gruppe 2011, über ihre legendären Auftritte, ihre Verhaftung, den Prozess und ihren Aufenthalt in einem sibirischen Gefängnislager bis zur Entlassung 2013. Ein feministisches Punk-Manifesto, ein kraftvoll-anarchistisches Plädoyer für den Widerstand in einer rechts-populistischen, nationalistischen Welt. Es ist eine Geschichte über Widerstand, Unterdrückung und Revolution in Form einer anarchischen Mischung aus Konzert, Kundgebung, Theater und politischem Happening.

Rechtzeitig Karten sichern – und die gibt’s hier: https://www.mousonturm.de/events/riot-days-2024/

Dienstag, 9. April um 21.00 Uhr
Mousonturm
Foto: © Denis Sinyakov

Dienstag, 09. April: Klarkommen (Buchtipp & Lesung)

(Uwe)

Bereits zweimal schrieb ich hier über Ilona Hartmann. Einmal, weil Sie Co-Host bei dem wunderbaren Podcast „Und was machst Du am Wochenende“ war und einmal, weil sie das Buch „Land in Sicht“ schrieb, dass ich großartig fand. „Land in Sicht“ war ihr Debütroman, wegen ihrem zweiten Buch „Klarkommen“ schied sie als Gastgeberin des erwähnten Zeit-Podcasts aus (sie wurde sehr gut ersetzt durch Ubin Eoh).

Die Konzentration auf „Klarkommen“ hat sich absolut gelohnt. Der neue Roman ist noch ein Stück besser als das erste und mehr als lesenswert. Eine junge Frau wächst in der Provinz auf und zieht einer Freundin und einem Freund nach dem Abitur in eine große Stadt. Wie Hartmann die Eindrücke aus Stadt- und Landleben, das Abnabeln und Ankommen beschreibt, ist wunderschön. Teilweise besteht ein Kapitel nur aus einem Satz, nie ziehen sich die Beschreibungen lange. Das Buch ist schnell gelesen, viel zu schnell. Man sollte es dosieren, eine Seite pro Tag, weil es so wertvoll ist. Tut man aber nicht, weil es einen Sog entwickelt. Weniger die Handlung, mehr die Worte und diese unglaublich schönen und wahren Sätze.

Bei „Und was machst Du am Wochenende“ war Ilona Hartmann zuletzt selbst Gast. Es wurde ein tolles Gespräch.

Brotfabrik
F., Bachmannstr. 2

Donnerstag 18. April 2024: Ängste & andere Gefühle - warum wir sie haben und wie man sie bewusst ändert

(Daniela)

Ich mag Thea und gehe da heute Abend hin!

Impuls-Vortrag und Gespräch

Ängste & andere Gefühle - warum wir sie haben und wie man sie bewusst ändert! 

"Wieso verstehe ich mein technisches Endgerät oft besser, als mich selbst oder mein Kind?"
Wer sich das schon mal gefragt hat, ist hier genau richtig. Die meisten Menschen
haben sich nämlich noch nie das Betriebssystem für die eigenen Funktionsweisen angesehen, weil kaum jemand weiß, dass es das gibt! 

Alle Gefühle - auch diffuse Ängste, oder sogar besonders Panikattacken,
haben einen Sinn und folgen einer Logik. Überraschung: Man kann sie entschlüsseln.

Sich selbst besser verstehen und bewußt aussuchen, wie man sich während
des Lebens fühlen möchte - denn das Leben findet ja trotzdem statt,
auch wenn man es sich nicht aussucht ; ) - Das ist echtes Selbstbewußtsein.

Spannende Erkenntnissse und Methoden zur Selbstregulierung mit
Thea Nimmermann, Heilpraktikerin für Psychotherapie 

Ort: Buchhandlung Happy (ehem. Tatzelwurm), Glauburgstr. 20

Einlass 18 Uhr, Beginn 18.30 Uhr

Eintritt 15 € inkl. gesunde Snacks & Drinks

www.happy-frankfurt.com 
www.theanimmermann.de

Freitag, 26. April: Tür zu! Schauspiel

(Martin)

Tür zu! handelt von sechs Menschen, deren Wege sich treffen und wieder auseinandergehen. Jeder von ihnen hat eine ähnliche und doch andere Sehnsucht nach Freiheit und Geborgenheit. Ihre unterschiedlichen Bedürfnisse führen zu tiefen Freundschaften, schweren Verlusten, Einsamkeit, aber auch Zuversicht auf neue Begegnungen. Alle sechs sind mit gesellschaftlichen Umbrüchen konfrontiert und gehen auf ihre Weise mit ihnen um. Wir beobachten sie auf ihrer lyrischen und musikalischen Suche nach einem Kompromiss zwischen Abgrenzung und Nähe und nach geöffneten Türen.

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.theaterperipherie.de/tickets-preise-anfahrt/

Freitag, 26. April um jeweils 19.30h
Theaterperipherie im Titania, Basaltstraße 23
Foto: © Moe Salamat

Bis 26. Mai: AUSGESCHLOSSEN

(Martin)

Archäologie der NS-Zwangslager

Archäologie ist auch ein Thema der Neuzeit, was die Ausstellung beweist! Kämme, Löffel, Essnäpfe und Stacheldraht – archäologische Funde erzählen vom Leben und Überleben, aber auch vom Sterben in den nationalsozialistischen Zwangslagern. 

Seit den 1990er Jahren werden an ehemaligen Lagerstandorten in Berlin und Brandenburg archäologische Grabungen durchgeführt und massenweise Funde geborgen. Die Ausstellung „Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager“ zeigt viele dieser Dinge zum ersten Mal. Über 300 Objekte in sieben Kapiteln geben einen Einblick in das komplexe System der Zwangslager, in ihre archäologische Überlieferung sowie die Arbeit der zeithistorischen Archäologie.

Lager, in denen Menschen inhaftiert oder gegen ihren Willen untergebracht wurden, waren ein wichtiges Herrschaftsinstrument des NS-Regimes. Zu den Zwangslagern sind Konzentrationslager, KZ-Außenlager, Kriegsgefangenenlager und Zwangsarbeiterlager zu zählen.

Bis 26. Mai: AUSGESCHLOSSEN - Archäologie der NS-Zwangslager
Archäologisches Museum Frankfurt, Karmelitergasse 1
Foto: Holzpantinen, Frauen-KZ Ravensbrück; © F. Hoffmann

Samstag, 13. April: Max Goldt liest

(Martin)

Die FAZ schreibt: „Max Goldt zu hören, ist doppelter Genuss, denn seine Kolumnen sind eigentlich ‚Lyrics‘, die des Interpreten bedürfen.“

Und in der Westfalenpost liest man: „Nur wenig geht über die Texte von Max Goldt, höchstens die Lesung der Texte von Max Goldt durch Max Goldt. Besser geht’s nicht.“

„Dass Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Dass es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat, dass es wahre Wunder an Eleganz und Poesie enthält und dass sich hinter seinen trügerischen Gedankenfluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen, entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind. Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet.“ Das sagt Daniel Kehlmann! 

Hier geht’s zu den Tickets: https://volksbuehne.net/programm/max-goldt-liest?base=aktuell
Samstag, 13. April um 19.30h
Volksbühne im Großen Hirschgraben
Foto: © Axel Martens

Noch bis Sonntag, 14. April: Kenny Dunkan - bidim blo!

(Petra)

Mit "bidim blo!" zeigt basis e. v. die erste institutionelle Einzelausstellung von Kenny Dunkan in Deutschland. Mittels Skulptur, Fotografie, Video und ganzer Rauminstallationen erschafft der Künstler eine vielfältige und bildgewaltige Welt. Dunkans arbeiten sind von Dichotomien geprägt: zwischen Handwerk und Design, Pop-und Hochkultur, Fetisch und Verspieltheit, Detail und Gesamtheit sowie Minimalismus und überladener Ausführung. Mithilfe des Zusammenspieles dieser verschiedenen Elemente entwickelt Kenny Dunkan eine emanzipatorische Formsprache und schafft es, kritische Themen mit Leichtigkeit und Sensibilität zu vermitteln. Durch die Kombination der ortsspezifischen Gegebenheiten mit der visuellen Kultur der Karibik und im Speziellen der Ästhetik des Karnevals adressiert er das französische Kolonialerbe und dessen andauernden Einfluss auf Wahrnehmungen und Darstellungsformen.

Kenny Dunkan - bidim blo! - Ausstellung, Ort: basis frankfurt, Adresse: Gutleutstraße 8 - 12, Öffnungszeiten: dienstags bis freitags: 14 - 19 Uhr, samstags und sonntags: 12 - 18 Uhr 

Donnerstag 18. April 2024: Impuls-Vortrag und Gespräch

(Daniela)

Ich mag Thea und wollte schon immer mal zu einem Coaching von ihr. Ich hoffe ich habe heute Abend Zeit um mir ihren Vortrag anzuhören.

Ängste & andere Gefühle - warum wir sie haben und wie man sie bewusst ändert! 

"Wieso verstehe ich mein technisches Endgerät oft besser, als mich selbst oder mein Kind?"
Wer sich das schon mal gefragt hat, ist hier genau richtig. Die meisten Menschen
haben sich nämlich noch nie das Betriebssystem für die eigenen Funktionsweisen

angesehen, weil kaum jemand weiß, dass es das gibt! 

Alle Gefühle - auch diffuse Ängste, oder sogar besonders Panikattacken,
haben einen Sinn und folgen einer Logik. Überraschung: Man kann sie entschlüsseln.

Sich selbst besser verstehen und bewußt aussuchen, wie man sich während
des Lebens fühlen möchte - denn das Leben findet ja trotzdem statt,
auch wenn man es sich nicht aussucht ; ) - Das ist echtes Selbstbewußtsein.

Spannende Erkenntnissse und Methoden zur Selbstregulierung mit
Thea Nimmermann, Heilpraktikerin für Psychotherapie 

Ort: Buchhandlung Happy (ehem. Tatzelwurm), Glauburgstr. 20

Einlass 18 Uhr, Beginn 18.30 Uhr

Eintritt 15 € inkl. gesunde Snacks & Drinks

www.happy-frankfurt.com 
www.theanimmermann.de

Donnerstag, 25. April: FFM/ Kensington Road

(Andrea)

Die Füße stillhalten? Cool bleiben? Das gelingt bei den Songs der Berliner Band KENSINGTON ROAD nur eiskalten Typen. Alle anderen sind sofort angefixt vom modernen, internationalen Sound der Band, der gekonnt eine Brücke zwischen Indierock und Alternative-Pop schlägt. Authentische Songs, die ohne Schnickschnack und Künstelei auskommen – denn nach tausenden Kilometern im Tourbus durch ganz Europa und unzähligen Live-Shows, weiß die „hard-working band“ ganz genau wovon sie singt. Fern von gängigen Rock-Klischees lockt die Band die Zuhörer mit vorwärtsdrängender Energie und leidenschaftlicher Live-Show aus der Reserve. Echt, authentisch, kein Bullshit. Einlass 19 Uhr

Nachtleben, Kurt-Schumacher-Straße, FFM, nicht barrierefrei

Freitag, 26. April: Of/ Perfect Days

(Andrea)

Wenn ihr die Ausgehtipps bis hier gelesen habt, gibt es eine reele Chance auf Tickets für Euch. Ja, ich werde nicht müde daraufhinzuweisen, dass Kino kulinarisch immer ausverkauft ist. Und das wird bei dem Film und der Kulinarik auch wieder so sein, die Vorschau war toll, Wenders hin oder her. Will ich sehen! Daniel schreibt: "Oh, it's such a Perfect Film! Ganz reduziert – und phänomenal: Wim Wenders’ entführt uns nach Japan und begleitet den Alltag Hyrayamas, der mit unerschütterlicher Ruhe, Akribie und Gelassenheit öffentliche Toiletten in Tokio reinigt. Er scheint mit seinem einfachen, zurückgezogenen Leben zufrieden zu sein und widmet sich abseits seines äußerst strukturierten Alltags seiner Leidenschaft für Musik, die er von Audiokassetten hört, und für Literatur, die er allabendlich in gebrauchten Taschenbüchern liest. Durch eine Reihe unerwarteter Begegnungen kommt nach und nach eine Vergangenheit ans Licht, die er längst hinter sich gelassen hat. Wenders’ Oscar-Anwärter „Perfect Days“ ist eine tief berührende und poetische Betrachtung über die Schönheit der alltäglichen Welt – in jeder Sekunde herausragend verkörpert von Kōji Yakusho, der für die Rolle in Cannes den Darstellerpreis erhielt. Dazu ist diese Meditation in Langsamkeit auch eine filmische Verbeugung vor Musikern wie The Animals, Patti Smith und natürlich Lou Reed. Der Soundtrack eines ganzen Lebens. Kulinarisch servieren wir eine japanische Nudelpfanne mit Shiitake-Pilzen, Edamame und in Pflaumensud marinierten, ausgelösten Hühnerkeulen. Für die Vegetarier tauschen wir die Keulen gegen marinierten Tofu. Und der Überraschungs-Nachtisch huldigt dem Film beinahe eins zu eins!" 18.30 Uhr http://kinokulinarisch.de

Alte Schlosserei der EVO, Goethering, Offenbach

MAI 2024
Bis Sonntag, 26. Mai: Hip-Hop in der Schirn

(Petra)

Das war krass: die längste Schlange ever vor der Schirn zur Eröffnung - und eine generationenübergreifende Party mit Stadtprominenz. Bis zur Kunst bin ich am ersten Abend nicht vorgedrungen. Anläss­lich seines 50. Geburts­tags widmet die Schirn dem Hip-Hop und seinem tief­grei­fen­den Einfluss auf die aktu­elle Kunst und Kultur unse­rer Gesell­schaft eine große, inter­dis­zi­pli­näre Ausstel­lung. Hip-Hop entstand in der Bronx im New York der 1970er-Jahre als kultu­relle Bewe­gung unter Schwar­zen und Latein­ame­ri­ka­ni­schen Jugend­li­chen, die sich durch MC-ing, DJ-ing, Graf­fiti und Break­dance ausdrück­ten. Von Anfang an übte Hip-Hop Kritik an vorherr­schen­den Struk­tu­ren und kultu­rel­len Erzäh­lun­gen und bot neue Möglich­kei­ten, um diaspo­ri­sche Erfah­run­gen auszu­drü­cken und alter­na­tive Macht­sys­teme zu schaf­fen. Dies ging mit einem wach­sen­den sozia­len und poli­ti­schen Bewusst­sein sowie Wissens­bil­dung einher. Heute hat sich Hip-Hop zu einem globa­len Phäno­men entwi­ckelt, das zahl­rei­che Inno­va­tio­nen in Musik, Mode, Tech­no­lo­gie sowie bilden­der und darstel­len­der Kunst voran­ge­trie­ben hat. Basie­rend auf den Ursprün­gen des Hip-Hop in den USA, aber mit Fokus auf Kunst und Musik der letz­ten 20 Jahre, werden über 100 Gemälde, Foto­gra­fien, Skulp­tu­ren und Videos sowie Fashion und Vinyl von inter­na­tio­nal bekann­ten Künst­ler*innen der Gegen­wart präsen­tiert, darun­ter Lauren Halsey, Julie Mehretu, Tscha­ba­lala Self, Arthur Jafa, Khalil Joseph, Virgil Abloh und Gordon Parks. "The Culture" beleuch­tet das beispiel­lose wirt­schaft­li­che, soziale und kultu­relle Kapi­tal des Hip-Hop und greift zudem zeit­ge­nös­si­sche Themen und Debat­ten auf – von Iden­ti­tät, Rassis­mus und Appro­pria­tion bis hin zu Sexua­li­tät, Femi­nis­mus und Empower­ment.

The Culture. Hip-Hop und zeitgenössische Kunst im 21. Jahrhundert, die Ausstellung wurde orga­ni­siert vom Balti­more Museum of Art und dem Saint Louis Art Museum und wird präsen­tiert in Zusam­men­ar­beit mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt, im Kunstverein Familie Montez wird die Ausstellung mit der Video­in­stal­la­tion ISDN von Stan Douglas fort­ge­setzt sowie erwei­tert mit einer Ausstel­lung rund um Miles­to­nes des Hip-Hop im MOMEM, mit einer Film­reihe zur 50-jähri­gen Geschichte des Hip-Hop im Deutschen Filmmuseum und einer Aktion des Diamant Offen­bach: Museum of Urban Culture, Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Adresse: Am Römerberg, Öffnungszeiten: Diens­tag, Frei­tag – Sonn­tag von 10 bis 19 Uhr sowie Mitt­woch und Donners­tag von 10 bis 22 Uhr , Eintritt:  „Early-Bird-Tickets 8 EURO, Tickets hier

Samstag, 11. und Sonntag, 12. Mai: In the Solitude of Cotton Fields

(Martin)

Bernard-Marie Koltès
Flow Projects

Das Programm der Maifestspiele in Wiesbaden 2024 wurde mittlerweile veröffentlich und der Vorverkauf hat am Mittwoch, 14. Februar begonnen. Für mich das Highlight: In the Solitude of Cotton Fields (In der Einsamkeit der Baumwollfelder) von Bernard-Marie Koltès anschauen. 

Megastar John Malkovich spielt in Echt, Live und in Farbe auf der Bühne in Wiesbaden! In Hamburg waren die wenigen Vorstellungen binnen kürzester Zeit ausverkauft – bei den Maifestspielen wird’s vermutlich nicht anders sein, deshalb schnell handeln und Tickets kaufen! 

„Eigentlich braucht man über »Cotton Fields« nur eine einzige Information: Der Megasuperstar John Malkovich wird für drei Vorstellungen auf der Bühne des Hessischen Staatstheaters stehen. Darüber hinaus ist seine Spielpartnerin die preisgekrönte litauische Schauspielerin Ingeborga Dapkūnaitė, und gemeinsam veräußern sich die beiden Weltklasse-Schauspieler in Bernard-Marie Koltès’ berühmtem (aber selten gespieltem) Stück »In der Einsamkeit der Baumwollfelder« (»Dans la solitude des champs de coton«) von 1985. Für die Inszenierung des atmosphärischen Zweipersonenstücks zeichnet der junge russische Regisseur Timofey Kulyabin verantwortlich, dessen Arbeiten national und international bereits großes Aufsehen erregten.

Ein Händler und ein Kunde treffen sich an einem abstrakten Nichtort (den Baumwollfeldern) und handeln dort die Bedingungen eines Warenaustauschs aus. Gegenseitig tasten sie sich verbal ab, schätzen ein, sondieren, überprüfen das Gegenüber und den Wert der nicht näher genannten Ware. Ob es am Ende zur Transaktion kommt, bleibt offen.“

Hier geht’s zu den Tickets: https://www.staatstheater-wiesbaden.de/programm/spielplan/2024-05/in-solitude-of-cotton-fields-imf-2024/10349/

Und hier geht’s zum Programm der Maifestspiele: https://www.staatstheater-wiesbaden.de/programm/spielplan/2024-05/

Samstag, 11. Mai um 19.30h und
Sonntag, 12. Mai um 16.00h und 20.00h
Maifestspiele 2024 Wiesbaden
Foto: © Gio Kardava

Bis 26. Mai: „Auf Leben. 75 Jahre Jüdische Gemeinde Frankfurt“

(Daniela)

Mit der Ausstellung „Auf Leben. 75 Jahre Jüdische Gemeinde Frankfurt“ setzt die Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main das Programm zum 75. Jubiläum ihrer Wiederbegründung nach der Schoa fort. Bis zum 26. Mai 2024 wird die multimedial aufbereitete Geschichte der Frankfurter Jüdinnen und Juden nach 1945 im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum zu erleben sein. Damit setzt die Jüdische Gemeinde Frankfurt das größte Ausstellungsprojekt in eigener Regie seit ihrem Bestehen um.

Der Ausstellungstitel „Auf Leben“ lehnt sich an den verbreiteten Trinkspruch „L’Chaim“ (hebräisch für „Auf das Leben“) an. In seiner modifizierten Form eröffnet er vielfältige Bedeutungsräume: Widerstand und Selbstbehauptung, Trotz und Mut lassen sich ebenso assoziieren das Aufblühen des jüdischen Gemeindelebens nach 1945.

Die Ausstellung umfasst acht chronologisch angelegte Kapitel im Erdgeschoss und vier thematische Kapitel im Obergeschoss des Ignatz Bubis-Gemeindezentrums. Das Grundkonzept wurde von Fritz Backhaus (Deutsches Historisches Museum) und Manfred Levy (Jüdisches Museum Frankfurt) entwickelt. Das Kuratorenteam Fedor Besseler und Laura Schilling hat sich für eine exemplarische Auswahl von besonders erzählens- und erinnernswerten Ereignissen, Akteuren und zeitgeschichtlichen Strömungen aus der Gemeindegeschichte entschieden. Erstmals öffentlich gezeigte Exponate und Fotografien aus Privatarchiven unserer Gemeindemitglieder werden persönliche und überraschende Einblicke eröffnen.  

Ein Interviewprojekt mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Gemeindegeschichte ergänzt die Präsentation. In der Video-Installation des Regisseurs Adrian Oeser kommen Kurt de Jong, Leo Inowlocki, Esther Ellrodt-Freimann, Diana Schnabel, Alla Spanz, Dalia Wissgott-Moneta und Alexa Brum zu Wort. Sie sprechen über ihre eigenen Erinnerungen, Erfahrungen und Perspektiven auf die Gemeindegeschichte.

Die Ausstellung umfasst zudem eine Topographie, die eine umfangreiche Übersicht über jüdisch geprägte Orte der Stadt – in den Nachkriegsjahrzehnten und heute – bietet. Sie wurde, ebenso wie die gesamte Ausstellungsarchitektur und -grafik, von Kai Linke und Sandra Doeller gestaltet.

Die Ausstellungstexte sind in deutscher, englischer und russischer Sprache verfügbar. Begleitend zur Ausstellung bieten wir unterschiedliche Veranstaltungen sowie öffentliche Führungen an. 2024 wird zudem eine umfangreiche Publikation erscheinen. Das Begleitprogramm und weitere Informationen zur Ausstellung sind unter https://75jahre.jg-ffm.de/ zu finden.

Bis Sonntag, 12. Mai 2024: Ausstellung Loriot im caricatura Museum

(Petra)

Loriot – ach ja: der wohl bekannteste deutsche Humorist wäre am 12. November 2023 einhundert Jahre alt geworden. Er gehört zu meinen Kindheitserinnerungen: auch wenn ich nie ein Riesenfan war, erinnere ich mich an viel Klug-Witziges, das damals zum "Kulturgut" wurde. Er hat – wie kaum ein anderer – mit seinen vielfältig-komischen Talenten die biedere Bundesrepublik, ihre Menschen und allzu Menschliches "auf die Schippe" genommen. Loriot lieferte das erste Titelbild für die Satirezeitschrift "Pardon", in der sich die Neue Frankfurter Schule zusammenfand, und war einer der maßgeblichsten Cartoonisten der Nachkriegszeit. In seinem späteren Fernsehschaffen wurde aus dem moderierenden Zeichner der schauspielende Komiker, seine Fernsehsketche mit Evelyn Hamann gehören zu den Höhepunkten der deutschen Fernsehgeschichte. Wo sonst als im Frankfurter caricatura Museum sollte im Jubiläumsjahr sein Schaffen gezeigt werden? In der Ausstellung wird Loriot als Zeichner, Autor, Regisseur und Schauspieler gewürdigt. Zu sehen sein werden seine frühen Cartoons für die Zeitschrift Stern und für zahlreiche Cartoonbücher. Mit Filmausschnitten, Originaldokumenten, Fotos und Requisiten wird sein Schaffen als Film- und Fernsehstar präsentiert. Die Werke von Loriot und von der Neuen Frankfurter Schule werden im Museum zusammengeführt. Daher wird die Ausstellung größer als andere Ausstellungen konzipiert und sowohl die Wechsel- als auch die Dauerausstellungsfläche des Museums umfassen.

Loriot: Ach was – Ausstellung, Ort: caricatura Museum Frankfurt, Adresse: Am Weckmarkt 17, Eröffnung Mittwoch: 18 Uhr, Ausstellung bis 12.05.2024, Öffnungszeiten: dienstags - sonntags 11 - 17 Uhr, montags geschlossen, Eintritt: 8 (4) Euro, bis 18 Jahre frei

Bis Sonntag, 01. September 2024: Ausstellung „Klangquellen. Everything ist Music!“

(Petra)

Klänge bestimmen unser alltägliches Leben und sind auch im vermeintlich stillsten Moment um uns herum zu hören. Jeder Ort hat seine eigene Soundscape oder Klanglandschaft, geprägt von der lokalen Umgebung, von Tieren und Menschen, ihren Tätigkeiten und Interaktionen. Welchen Einfluss hat unsere Umgebung auf unsere Hörwahrnehmung? In welchem Verhältnis stehen Umwelt, Klang, Mensch und Musik? In der Ausstellung "Klangquellen" werden diese Fragen beleuchtet und damit auch der westliche Musikbegriff hinterfragt. Im Mittelpunkt stehen Klänge, ihre kulturelle Verwendung, Interpretation und Bedeutungen. Neben Instrumenten werden in der Ausstellung daher auch einige Exponate zu sehen sein, die man nicht zwangsläufig in einer Musikausstellung erwartet. Ausgehend von der eigenen Sammlung und im Dialog mit zeitgenössischer Musik regt die Ausstellung zum Nachdenken über die Bedeutung der Klänge in der eigenen Lebenswelt an.

Klangquellen – Everything is Music! Ausstellung, mit: Nursalim Yadi Anugerah, Bunau, Conserve the Sound (Daniel Chun & Jan Derksen), Gerhard Müller-Hornbach, Lasse-Marc Riek, die Teilnehmer*innen des Seminars „Klangquellen. Everything is music! Musikethnologie und Ausstellungspraxis" sowie weitere namentlich nicht bekannte Beitragenden, Kuratorin und Co-Kurator: Vanessa von Gliszczynski (Kustodin Südostasien), Matthias Claudius Hofmann (Kustos Ozeanien)

Ort: Weltkulturen Museum, Adresse: Schaumainkai 29, Öffnungszeiten: mittwochs 11 - 20 Uhr, donnerstags bis sonntags 11 - 18 Uhr, Eintritt: 7 (3,50) Euro, jeden letzten Samstag im Moant ist der Eintritt frei

Dienstag, 04. Juni: Extreme

(Uwe)

Wer über die bereits 1985 in Boston gegründete Band Extreme schreibt, kommt am großen Hit der Band, More Than Word“ natürlich nicht vorbei. Alleine Auf Spotify wurde er Stand heute (Anfang Februar) bereits 620.860.002 mal gespielt. Das werden sie sicher auch bei ihrem Konzert in der Batschkapp spielen und darüber hinaus bringen sie weitere Songs aus ihrer langen Karriere und vom neuen Album „Thicker Than Blood“, dem ersten seit zehn Jahren. Ein talentierter Mitarbeiter der Plattenfirma schrieb darüber: „…  Heimstudio in Los Angeles produziert, wo die Mitglieder zusammenkamen, um ihren elektrisierenden Eklektizismus zu kanalisieren, der ihren bahnbrechenden Output definiert hat – jedoch mit einem Twist des 21. Jahrhunderts. Mit einem Mix aus Hardrock-Attacken und einfühlsamen Balladen schafft Six eine einzigartige Klanglandschaft, die die Fans in Erstaunen versetzen wird“

Beginn: 20:00 | Einlass: 19:00

Batschkapp, Gwinnerstrasse 5, 60388 Frankfurt


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